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Kino im Filmmuseum November 2012

And the Oscar® goes to... – 85 Jahre Bester Film Faszination Frankreich: Menschen in Bewegung Rosas Welt: 70 Filme Lecture & Film: Jean-Luc Godard Klassiker & Raritäten


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LECTURE & FILM ALPHAVILLE ≥ Seite 28

Information & Ticketreservierung ≥ Tel. 069 - 961 220 220 Impressum Herausgeber: Deutsches Filminstitut – DIF e.V. Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main Vorstand: Claudia Dillmann, Dr. Nikolaus Hensel Direktorin: Claudia Dillmann (V.i.S.d.P.) Presse und Redaktion: Frauke Haß (Ltg.), Caroline Goldstein, Sarah Günter Texte: Natascha Gikas, Caroline Goldstein, Sarah Günter, Winfried Günther, Frauke Haß, Urs Spörri, Ulrike Stiefelmayer, Gary Vanisian Gestaltung: Optik — Jens Müller www.optik-studios.de Druck: Fissler & Schröder – Die Produktionsagentur 63150 Heusenstamm Anzeigen (Preise auf Anfrage): Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 069 - 961 220 222 E-Mail: presse@deutsches-filminstitut.de Abbildungsverzeichnis: Alle Abbildungen stammen aus dem Bildarchiv des Deutschen Filminstituts – DIF e.V., sofern nicht anders verzeichnet. Titelmotiv: Aus dem Film week-end (FR/IT 1967)


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INHALT Filmprogramm Aktuelles And the Oscar® goes to... – 85 Jahre Bester Film Faszination Frankreich: Menschen in Bewegung Schwarze Romantik Rosas Welt: 70 Filme Klassiker & Raritäten: Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg Lecture & Film: Jean-Luc Godard Late Night Kultkino Kinderkino Cinéfête

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Specials Stummfilmmatinee: 20 Jahre KINtop Was tut sich — im deutschen Film? Frankfurter Paartage 2012 Caligari-Preisträger / Türkisches Filmfestival The Rise of the Underground The Sound of Silence Reklamefilmpreis 2012

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Service Programmübersicht Eintrittspreise/Anfahrt

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Vorschau

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SPECIALS ANLEITUNG ZUM UNGLÜCKLICHSEIN ≥ Seite 39


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Aktuelles And the Oscar® goes to... – 85 Jahre Bester Film heißt unsere neue Sonderausstellung, die einen Blick hinter die Kulissen der Academy Awards® wirft. Vom 14. November 2012 bis zum 28. April 2013 steht hier die Kategorie „Bester Film“ im Mittelpunkt: Die Ausstellung präsentiert einzigartige Exponate zu den fast 500 nominierten und ausgezeichneten Filmen seit der ersten Oscar®-Verleihung 1929. Eine Filmreihe mit wertvollen, restaurierten Kopien bedeutender Oscar®-Filme, die in dieser Qualität selten zu sehen sind, begleitet die Schau: Im November können Sie unter anderem IN THE HEAT OF THE NIGHT (USA 1967) auf der großen Leinwand erleben. Einen Kontrast zur glanzvollen Sonderausstellung bietet die Reihe Lecture & Film, die sich mit der ungewissen Zukunft des Kinos auseinandersetzt. Ausgehend von Jean-Luc Godards Werk ergreifen in diesem Monat gleich drei Vortragende das Wort: Tanja Michalsky, Philip Ursprung und Lorenz Engell. Mehr als 270.000 Besucher haben seit der Wiedereröffnung des Filmmuseums vor gut einem Jahr im Foyer des Hauses eine filmische Besonderheit gesehen: die Projektion eines Mannes, der ohne Unterlass zu fallen scheint – über 14 Meter, die gesamte Höhe von drei Stockwerken hinweg. Der Frankfurter Künstler Thomas Lüer hat diese Filminstallation geschaffen. Nun kuratiert er eine Reihe neuer Projektionen, die seinen „fallenden Mann“ für die Dauer eines halben Jahres ersetzen werden. Unter dem Titel VERTIKALE sind sie ab Mittwoch, 28. November im Foyer des Museums zu sehen. Das italienische Filmfestival Verso Sud findet von Freitag, 30. November, bis Montag, 10. Dezember, in unserem Kino statt. Die Hommage ist dem Schauspieler Luigi lo Cascio gewidmet, der am Samstag, 1. Dezember, zu Gast sein wird. In der Reihe „Neues italienisches Kino“ ist unter anderem der diesjährige Berlinale-Gewinner CESARE DEVE MORIRE (IT 2012) von Paolo und Vittorio Taviani 9:00 pmNähere Informationen finden Sie in unserem zu sehen. - Suggested donation: Dezember-Programmheft.

October 1, 2012

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- Speaker:

Am Samstag, 3. November, um 14:30 Uhr präsentiert die Aktivistin Tonya Teichert in unserem Kino die BBC-Serie HALF THE SKY – TURNING OPRESSION INTO OPPORTUNITY FOR WOMEN WORLDWIDE. Der Film folgt den Journalisten Nicholas Kristof und Sheryl WuDunn sowie sozial engagierten Prominenten wie Ruchira Gupta, Rebecca Lolosoli und Meg Ryan und erzählt Geschichten your organization von inspirierenden und mutigen Frauen. Wir wünschen Ihnen spannende Unterhaltung in unserem Museum und in unserem Kino!


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AND TH E

OSCAR

®

GOES TO ...

85 JAHRE BESTER FILM AUS S T E L L UNG · F I L MREIHE · K ATALOG DE UTS CHES FIL M M US EUM F RA N K F URT 14. NOVEM BER 2 012 – 28 . APR I L 2 013 oscar.deutsches-filmmuseum.de


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And the Oscar® goes to... 85 Jahre Bester Film Ausstellung und Filmreihe In Kooperation mit

„And the Oscar® goes to... – 85 Jahre Bester Film“ heißt die neue Sonderausstellung, die vom 14. November 2012 bis zum 28. April 2013 im Deutschen Filmmuseum zu sehen ist. Die weltweit erste umfangreiche Schau zum Thema Oscar® untersucht die Bedeutung der faszinierenden Trophäe und stellt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences als Institution hinter der goldenen Statuette vor. Im Fokus steht dabei die Kategorie „Bester Film“ – die einzige, in der alle rund 6000 Academy-Mitglieder über Nominierungen wie Gewinner entscheiden. Besucher finden in der Ausstellung interessante Hintergrundinformationen rund um das Phänomen Oscar® und Exponate zu den fast 500 Filmen, die seit Gründung der Academy 1927 in der „Königskategorie“ nominiert wurden.

Partner der Filmreihe:

TNT FILM präsentiert DIE OSCAR®-FILMREIHE Eine Filmreihe mit einer Auswahl von Gewinnern dieser Kategorie begleitet die Schau. Im November und Dezember werden wertvolle restaurierte Kopien bedeutender Oscar®-Filme aus dem Academy Film Archive gezeigt – eine seltene Gelegenheit, die Filme in dieser Qualität zu sehen. Zum Auftakt zeigt das Kino Filme wie ALL ABOUT EVE (USA 1950. R: Joseph L. Mankiewicz) oder OLIVER! (GB 1968. R: Carol Reed), die das Archiv in Los Angeles exklusiv für die Vorführung im Deutschen Filmmuseum zur Verfügung gestellt hat.


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THE ARTIST Frankreich/Belgien 2011. R: Michel Hazanavicius. D: Jean Dujardin, Bérénice Bejo. 100 Min. 35mm. engl. OF

Wie vor 60 Jahren SINGIN’ IN THE RAIN, spielt THE ARTIST in der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm. Michel Hazanavicius erzählt vom Abstieg eines männlichen Stummfilmidols und dem zeitgleichen Aufstieg eines weiblichen Starlets zum gefeierten Musicalstar in Hollywood. Ein Stummfilm mit Zwischentiteln, in schwarz-weiß und im klassischen Format 1:1,37 – und das im Jahre 2011! Dafür gab es den Oscar® als „Bester Film“ – zum ersten Mal für eine französische Produktion. Auch war THE ARTIST außer WINGS (1927), dem allerersten „Best Picture“, der einzige Stummfilm, der jemals diese Auszeichnung erhielt.

Donnerstag, 15.11. 18:00 Uhr

ALL ABOUT EVE USA 1950. R: Joseph L. Mankiewicz. D: Bette Davis, Anne Baxter, George Sanders. 138 Min. 35mm. OF

Restored 35 mm print courtesy of the Academy Film Archive

Eve, eine junge Frau mit großen schauspielerischen Ambitionen, freundet sich mit einer Gruppe bedeutender Theaterleute an. Ihr ist jedes Mittel recht, um selbst zur erfolgreichen Schauspielerin aufzusteigen. ALL ABOUT EVE ist der klassische Schauspielerfilm: Brillant geschrieben, inszeniert und gespielt. Er war für 14 Oscars® nominiert und hielt damit lange einen Rekord, den erst TITANIC (1997) einstellte. Sowohl Bette Davis als auch Anne Baxter waren für den Oscar® als beste Hauptdarstellerin nominiert; bekommen hat ihn jedoch keine von beiden.

Freitag, 16.11. 20:15 Uhr Sonntag, 18.11. 18:00 Uhr


And the Oscar® goes to... – 85 Jahre Bester Film

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CAVALCADE USA 1933. R: Frank Lloyd. D: Diana Wynyard, Clive Brook. 110 Min. 35mm. OF

Restored 35 mm print courtesy of the Academy Film Archive

Dienstag, 20.11. 20:30 Uhr Donnerstag, 22.11. 18:00 Uhr

Auf der Grundlage des gleichnamigen Londoner Bühnenerfolgs von Noël Coward schildert CAVALCADE die Schicksale zweier englischer Familien vom Silvestertag 1899 bis zum Neujahrstag 1933. Vor dem Hintergrund welthistorischer Ereignisse vom Burenkrieg über den Ersten Weltkrieg bis zur Weltwirtschaftskrise changiert der Film zwischen Nostalgie und kritischer Schärfe. Mit großem Aufwand gedreht, war CAVALCADE in den USA auch kommerziell ein Riesenerfolg. In Deutschland dagegen blieb der Film weitgehend unbeachtet; das Kino des Deutschen Filmmuseums bietet die seltene Gelegenheit, ihn zu sehen. IN THE HEAT OF THE NIGHT USA 1967. R: Norman Jewison. D: Sidney Poitier, Rod Steiger, Warren Oates. 109 Min. 35mm. OF

Restored 35 mm print courtesy of the Academy Film Archive

Freitag, 23.11. 20:30 Uhr Sonntag, 25.11. 18:00 Uhr

In einer Kleinstadt in Mississippi ist ein Mord an einem Industriellen geschehen. Die Polizei nimmt einen Durchreisenden auf dem Bahnhof fest – augenscheinlich nur, weil er ein fremder Afroamerikaner ist, der auch noch viel Geld bei sich hat. Der Verdächtige entpuppt sich aber als Beamter der Mordkommission und wird notgedrungen in die Ermittlungen einbezogen. Hollywoods erster ernsthafter Beitrag zur Rassenproblematik ist heute vor allem von historischem Interesse. Der Film wurde genau einen Tag nach der Beerdigung Martin Luther Kings als „Bester Film“ ausgezeichnet.


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OLIVER! Großbritannien 1968. R: Carol Reed. D: Ron Moody, Oliver Reed, Mark Lester. 153 Min. 35mm. OF

Restored 35 mm print courtesy of the Academy Film Archive

Im 19. Jahrhundert gerät ein Waisenjunge an eine Bande jugendlicher Diebe, die von dem alten Fagin geführt wird. OLIVER! ist eine Adaption von Lionel Barts gleichnamigem Bühnenmusical, welches auf Charles Dickens’ Roman Oliver Twist basierte. Der Film ist eines der letzten klassischen Filmmusicals, bevor das Genre Anfang der 1970er Jahre aufgrund immer aufgeblasenerer Budgets und einer Wandlung des Kinopublikums sein vorläufiges Ende fand. Musicals erhielten häufig den Best Picture Award; Carol Reed wurde für OLIVER! auch als bester Regisseur nominiert.

Dienstag, 27.11. 20:45 Uhr

Oscar®-Statuette © A.M.P.A.S.®

Donnerstag, 29.11. 17:00 Uhr

The exhibition of „And the Oscar® Goes to ...“ would not be complete without showcasing the work of the Academy Film Archive, which collects, preserves and restores motion pictures. The screening series includes nine pristine prints of films restored by the Academy Film Archive, made specially available from the Archive‘s vaults for the series. Die Ausstellung „And the Oscar® goes to ...“ wäre nicht vollständig, wenn nicht auch die Arbeit des Academy Film Archive vorgestellt würde, welches Filme sammelt, bewahrt und restauriert. Die Filmreihe enthält neun makellose Kopien von Filmen, die vom Academy Film Archive restauriert und aus den Beständen des Archivs eigens für die Reihe zur Verfügung gestellt wurden.


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Europa-Kulturtage 2012 der Europäischen Zentralbank: Faszinierendes Frankreich

Menschen in Bewegung Eine Filmreihe im Rahmen der

In Kooperation

Mit freundlicher Unterstützung von

Das Programm zeigt eine Auswahl von Filmen, die unter der Regie französischer Filmemacher mit Migrationshintergrund entstanden sind. Hierzu gehören Werke von Regisseuren der „ersten Generation“ wie Mehdi Charef, Merzak Allouache und Rachid Bouchareb, die Mitte der 80er Jahre begannen, sich mit dem Thema der Migration zu beschäftigen. Ende der 90er Jahre wurden die auf großen Festivals ausgezeichneten Regisseure Abdellatif Kechiche, Rabah Ameur-Zaïmeche und Hiner Saleem aktiv. Aktuell drehen Filmemacher wie Ismaël Ferroukhi oder der Schauspieler Roschdy Zem Filme, die ein Millionenpublikum in Frankreich begeistern, während sich die Künstlerin Bouchra Khalili in ihren Videoarbeiten mit dem modernen Nomadentum auseinandersetzt. Die Banlieue-Komödie 100% ARABICA bietet eine Bühne für den Sänger Khaled, der 1997 mit „Aïcha“ weltweit Berühmtheit erlangte.


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MARIE-LINE Frankreich 2000. R: Mehdi Charef. D: Muriel Robin, Valérie Stroh. 100 Min. 35mm. OmU

Mehdi Charef beschäftigte sich in THÈ AU HAREM D’ARCHIMÈDES (1984) als einer der ersten Regisseure im französischen Kino mit dem Thema der Immigration in Frankreich. Als Schauplatz von MARIE-LINE wählte der aus Algerien stammende Schriftsteller und Regisseur ein Kaufhaus, in dem die Französin Marie-Line eine Putzkolonne leitet, die größtenteils aus illegalen Einwanderinnen besteht. Im Arbeitsalltag behandelt sie ihre verachteten Angestellten schlecht. Die beiden Kinder einer Mitarbeiterin erreichen schließlich, dass Marie-Line ihr bisheriges Verhalten überdenkt.

Donnerstag, 01.11. 17:30 Uhr

LE PLUS BEAU MÉTIER DU MONDE Frankreich 1996. R: Gérard Lauzier. D: Gérard Depardieu, Michèle Laroque. 105 Min. 35mm. OmU

Laurent Moniers Karriere als Lehrer an einer renommierten Schule in Annecy endet, als seine Frau die Scheidung einreicht und mit ihren beiden Kindern nach Paris zieht. Um ihnen nahe zu sein, nimmt er eine Stelle am Collège Serge Gainsbourg in Saint-Denis an, wo er eine hauptsächlich aus Kindern mit Migrationshintergrund bestehende 8. Klasse unterrichtet. Trotz der für ihn sehr ungewohnten Umgebung und einiger feindlicher Angriffe schafft er es, sich durchzusetzen, und die Schüler für das Lernen zu begeistern. Der Film diente als Inspiration für ENTRE LES MURS, der 2008 in Cannes mit dem Jurypreis ausgezeichnet wurde.

Donnerstag, 01.11. 20:30 Uhr Freitag, 02.11. 18:00 Uhr


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Menschen in Bewegung CHOUCHOU Frankreich 2003. R: Merzak Allouache. D: Gad Elmaleh, Alain Chabat, Claude Brasseur. 105 Min. 35mm. OmeU

Samstag, 03.11. 20:30 Uhr

Ein junger Algerier kommt nach Paris, wo er Obdach bei dem katholischen Priester Bruder Jean findet. Der neue Gast trägt gerne Frauenkleider und nennt sich Chouchou. Mithilfe des Geistlichen findet Chouchou eine Arbeit als Travestiestar und begegnet seiner großen Liebe Stanislas. Das Drehbuch entstand nach einem Sketch des in Marokko aufgewachsenen sephardischen Juden Gad Elmaleh, der inzwischen, auch dank CHOUCHOU, zu einem der bekanntesten Komiker Frankreichs wurde. Zugleich bedeutete der Film für den aus Algerien stammenden Regisseur Merzak Allouache einen der größten Erfolge seiner Karriere. SI TU MEURS, JE TE TUE Frankreich 2011. R: Hiner Saleem. D: Jonathan Zaccaï, Golshifteh Farahani. 90 Min. DCP. OmeU

In Anwesenheit des Regisseurs Hiner Saleem

Sonntag, 04.11. 20:00 Uhr

Der kurdische Regisseur Hiner Saleem dreht seit 1997 Filme in Frankreich, die unter anderem auf den Filmfestivals in Cannes, Berlin und Venedig uraufgeführt wurden. Sein achter Langfilm spielt in Paris. Im dortigen 10. Arrondissement freundet sich Philippe mit dem Kurden Avdal an, der davon träumt, dauerhaft in Frankreich bleiben zu können. Als Avdal unerwartet stirbt, steht Philippe vor zahlreichen Herausforderungen: der Organisation der Beerdigung, der Begegnung mit Avdals Verlobter Siba sowie bald auch mit Avdals Vater, einem strenggläubigen Muslim.


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LA FAUTE À VOLTAIRE Frankreich 2000. R: Abdellatif Kechiche. D: Sami Bouajila, Élodie Bouchez. 130 Min. 35mm. OmU

Abdellatif Kechiches Regiedebüt erzählt vom jungen Tunesier Jallel, der in Frankreich seinen Traum vom besseren Leben verwirklichen will. Nach seiner Ankunft in Paris erhält er eine befristete Arbeitserlaubnis und gelangt in ein Motel, wo er anderen Einwanderern in ähnlicher Lage begegnet. Bei der Arbeit in einem Bistro lernt er eine junge Frau kennen, mit der er eine Scheinehe eingehen will, doch kurz vor der Trauung läuft sie ihm davon. Schließlich wird er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und trifft dort die nymphomanische Lucie, mit der er eine amour fou beginnt.

Donnerstag, 08.11. 20:30 Uhr

POUR L’AMOUR DE DIEU Frankreich 2006. R: Ahmed Bouchaâla, Zakia Tahiri Bouchaâla. D: Rachid Hami, Leïla Bekthi. 90 Min. Digital. DF

Die arte-Produktion erzählt die Geschichte von KevinMohamed, einem Schüler, der aus einer liberalen, nichtgläubigen Familie aus dem Volk der Kabylen stammt. Seine Familie lebt bereits in zweiter Generation in Frankreich. Kevin verliebt sich in seine Mitschülerin Meriem, die gläubige Muslima ist. Sie überredet Kevin dazu, sich näher mit dem Islam zu beschäftigen. Er vertieft sich in das Koranstudium, entfremdet sich von seiner Familie und schließt sich, während seine Freundin im Sommerurlaub ist, einer Gruppe radikaler Islamisten an.

Freitag, 09.11. 18:00 Uhr


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Menschen in Bewegung 100% ARABICA Frankreich 1997. R: Mahmoud Zemmouri. D: Cheb Khaled, Mohamed Khelifati. 85 Min. 35mm. OF

Freitag, 09.11. 22:30 Uhr Freitag, 16.11. 22:45 Uhr

Mahmoud Zemmouris Film gilt als erste BanlieueKomödie, deren Nachfolger große Erfolge in Frankreich verzeichnen konnten. Der Film spielt in einem Pariser Vorort, in dem überwiegend algerischstämmige Menschen leben, weshalb er „100% Arabica“ genannt wird. Um der ständigen Aggression der Jugendlichen entgegenzutreten, bietet der Bürgermeister dem Imam der örtlichen Moschee eine hohe Geldsumme, wenn er die Jugendlichen von der Straße bringt. Viel mehr Erfolg hierin hat jedoch die Band „Rap Oriental“, der die berühmten Raï-Musiker Cheb Khaled und Cheb Mami angehören. BLED NUMBER ONE Algerien/Frankreich 2006. R: Rabah Ameur-Zaïmeche. D: Rabah Ameur-Zaïmeche, Meryem Serbah. 100 Min. 35mm. OmeU

Mittwoch, 14.11. 20:30 Uhr

Die Rückkehr von Migranten in ihr Heimatland wurde in Frankreich in den vergangenen Jahren häufig thematisiert. Rabah Ameur-Zaïmeches in Cannes mit dem „Award of the Youth“ ausgezeichneter Film greift das Thema ebenfalls auf. Darin wird der junge Kamel in Frankreich verhaftet und in seine ursprüngliche Heimat Algerien abgeschoben. Er kehrt in das Dorf seiner Eltern zurück, das sich gegen die Übernahme durch religiöse Fundamentalisten zu wehren sucht. Er fühlt sich fremd; seine anfänglichen Versuche, sich der Dorfgemeinschaft zu nähern, scheitern. Dann begegnet er Louisa, die sich gerade von ihrem Mann getrennt hat und um ihre Kinder kämpft.


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LES HOMMES LIBRES Frankreich 2011. R: Ismaël Ferroukhi. D: Tahar Rahim, Michael Lonsdale. 99 Min. DCP. OmeU

Der in Marokko geborene und in Frankreich aufgewachsene Ismaël Ferroukhi behandelt in seinem zweiten Spielfilm eine kaum bekannte Episode aus dem Zweiten Weltkrieg: Der Rektor der Großen Moschee in Paris half während der deutschen Okkupation Mitgliedern der Résistance sowie zahlreichen Juden, indem er sie versteckte oder ihnen beim Beschaffen von Pässen half. Der Film folgt den Spuren des jungen Algeriers Younes (Tahar Rahim), der von der Polizei beauftragt wird, die Moschee zu bespitzeln. Dabei freundet er sich mit dem jüdischen Sänger Salim an und wendet sich bald von seinem Auftrag ab.

Samstag, 17.11. 20:30 Uhr

MAUVAISE FOI Frankreich 2006. R: Roschdy Zem. D: Cécile De France, Roschdy Zem. 88 Min. 35mm. OmeU

Das Regiedebüt des erfolgreichen Schauspielers Roschdy Zem – Sohn marokkanischer Einwanderer – erzählt mit ungehemmtem Humor und viel Sensibilität von dem Paar Clara und Ismaël. Seit mehr als vier Jahren leben der muslimische Musiklehrer und die jüdische Psychomotorikerin zusammen – für Religion interessieren sie sich nicht. Die Glaubensfrage wird erst relevant, als Clara ein Kind erwartet. Nun müssen sie dies sowie die Existenz ihrer Partner ihren Eltern vermitteln, denen im Gegensatz zu den Kindern die eigene Religion über alles geht.

Sonntag, 18.11. 20:30 Uhr


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Menschen in Bewegung ADIEU GARY Frankreich 2008. R: Nassim Amaouche. D: Jean-Pierre Bacri, Dominique Raymond. 75 Min. 35mm. OmeU

Mittwoch, 21.11. 20:30 Uhr

Nachdem die größte Fabrik eines Industrievororts geschlossen wurde, gehört der arabischstämmige Arbeiter Francis, der in seiner Jugend wegen seiner Ähnlichkeit mit Gary Cooper den Spitznamen Gary erhielt, zu den wenigen Verbliebenen in der Geisterstadt. Er flüchtet sich in eine Affäre mit seiner alleinerziehenden Nachbarin Maria, deren stummer Sohn José nachmittags Westernfilme im Fernsehen schaut und inzwischen glaubt, Gary Cooper sei sein Vater. Dann erhält Francis Besuch von seinem Sohn. Nassim Amaouches in Cannes ausgezeichnetes Spielfilmdebüt folgt einfühlsam dem Schicksal seiner Protagonisten. HORS-LA-LOI Algerien/Frankreich/Belgien/Tunesien 2010. R: Rachid Bouchareb. D: Jamel Debbouze, Roschdy Zem. 138 Min. 35mm. OmeU

Freitag, 23.11. 17:30 Uhr

Als „Hors-la-loi“, als Gesetzlose, wurden in Frankreich während des Algerienkriegs die algerischen Unabhängigkeitskämpfer bezeichnet. Im gleichnamigen Film müssen drei Brüder zusammen mit ihrer Mutter ihre Heimat Algerien verlassen. Messaoud schließt sich der französischen Armee in Indochina an, Abdelkader wird Anführer der algerischen Unabhängigkeitsbewegung in Frankreich, während Said sein Glück in den Clubs des Pariser Vergnügungsviertels Pigalle sucht – bis sie schließlich in der französischen Hauptstadt aufeinandertreffen. Rachid Boucharebs Oscar®-nominierter Film löste in Frankreich heftige Diskussionen aus.


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OMAR M’A TUER FR 2011. R: Roschdy Zem. D: Sami Bouajila, Denis Podalydès. 85 Min. DCP. OmU

Als die Polizei im Juni 1991 die Leiche von Ghislaine Marchal fand, stand der Satz „Omar m’a tuer“ (Omar hat mich getötet) mit Blut geschrieben an der Wand neben ihr. Der sofortige Hauptverdächtige ist ihr Gärtner Omar. Der spricht kaum ein Wort Französisch und beteuert seine Unschuld. Trotz des Mangels an Beweisen und zahlreicher Ermittlungspannen, wird Omar verurteilt. Beobachter sprechen von einem „rassistischen Prozess“. Auf Grundlage der 2002 veröffentlichten Erinnerungen von Omar Raddad gestaltet Roschdy Zem in seinem zweiten Spielfilm ein engagiertes Porträt, das in Frankreich mehr als eine Million Zuschauer begeisterte.

Samstag, 24.11. 20:30 Uhr

STRAIGHT STORIES (2006 – 2008) MAPPING-JOURNEY (2008 – 2011) SPEECHES (2012) R: Bouchra Khalili. Kurzfilme. Gesamtlänge 75 Min. Digital. OmeU  

Die Beschäftigung mit Exil, Verlust und Entwurzelung durchzieht alle formal durchdachten Werke der französisch-marokkanischen Video- und Fotokünstlerin Bouchra Khalili. Die Videos des MAPPING-JOURNEY-Projekts basieren auf Erzählungen namenloser Flüchtlinge, die über ihre Migrationsrouten nach Europa berichten. Diesem modernen Nomadentum widmet sich auch die als Triptychon konzipierte Serie STRAIGHT STORIES. SPEECHES zeigt Migranten, die in ihrer jeweiligen Muttersprache Auszüge aus Schlüsseltexten des postkolonialen Diskurses vortragen. Khalilis Arbeiten sind bei vielen internationalen Festivals und Ausstellungen vertreten.

Mittwoch, 28.11. 20:30 Uhr


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Schwarze Romantik Filme, die in der Ausstellung „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“ im Städel Museum (26. September 2012 bis 20. Januar 2013) in Ausschnitten zu sehen sind, zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums in voller Länge. Die Filmreihe widmet sich – wie die Ausstellung – der dunklen Seite der Romantik und ihrer Fortführung im Symbolismus und Surrealismus. Das Abgründige, Geheimnisvolle und Böse faszinierte nicht nur bildende Künstler seit Goya, sondern auch Filmschaffende der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

FRANKENSTEIN USA 1931. R: James Whale. D: Colin Clive, Mae Clarke, Boris Karloff. 72 Min. DCP. OF

Freitag, 02.11. 22:30 Uhr

Mary W. Shelleys Geschichte über einen Wissenschaftler, der versucht, aus Leichenteilen neues menschliches Leben zu erschaffen, und dabei ein Monster kreiert, fand in diesem Film von James Whale eine kongeniale Umsetzung. DRACULA USA 1931. R: Tod Browning. D: Bela Lugosi, David Manners, Helen Chandler. 75 Min. DCP. OF

Samstag, 03.11. 22:30 Uhr

DRACULA war die erste offizielle Verfilmung von Bram Stokers gleichnamigem Roman über einen transsylvanischen Vampir, der nach London gelangt. Bela Lugosi ging als archetypischer Graf Dracula in die Filmgeschichte ein.


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un chien andalou Frankreich 1929. R: Luis Buñuel. D: Pierre Batcheff, Simone Mareuil. 17 Min. 35mm. OF La Chute de la maison usher Frankreich 1928. R: Jean Epstein. D: Jean Debucourt, M. Gance. 55 Min. 35mm. OF

Mit LA CHUTE DE LA MAISON USHER adaptierte Jean Epstein die gleichnamige Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe. Mit Hilfe extremer Beleuchtungseffekte, Kamerafahrten, Zeitlupen und Doppelbelichtungen schuf er ein raffiniertes visuelles Geflecht, das perfekt eine Poe’sche Atmosphäre erzeugt. Einen ganz anderen Weg ging Epsteins Assistent Luis Buñuel ein Jahr später in seinem ersten Film UN CHIEN ANDALOU, den er mit seinem Freund Salvador Dalí konzipierte: Traumatmosphäre entsteht hier nicht durch fotografische Tricks, sondern durch die schockartige Montage einer Folge glasklarer Bilder, die sich keiner gängigen Logik fügt. UN CHIEN ANDALOU wurde zu einem Manifest des filmischen Surrealismus.

Sonntag, 04.11. 17:30 Uhr

SPELLBOUND USA 1945. R: Alfred Hitchcock D: Ingrid Bergman, Gregory Peck. 111 Min. 35mm. OF

SPELLBOUND gilt als Hollywoods erste ernsthafte Thematisierung der Psychoanalyse: In einer Nervenheilanstalt verliebt sich eine Ärztin in ihren neuen Chef. Dieser ist jedoch kein echter Arzt, sondern ein Kranker, der sich zudem für einen Mörder hält. Doch die Ärztin hält zu ihm und versucht, ihn zu heilen. Für die Entwürfe zu den Traumszenen konnte Hitchcock Salvador Dalí gewinnen, den er für die „schneidenden Konturen seiner Bilder“ bewunderte, „wegen der langen Schatten, der unendlichen Entfernungen, der Fluchtlinien, die sich im Unendlichen treffen, der formlosen Gesichter“.

Freitag, 02.11. 20:30 Uhr Dienstag, 06.11. 20:30 Uhr


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Rosas Welt: 70 Filme

Rosa von Praunheim, Filmemacher, Provokateur und Aktivist, wird 70 und feiert seinen Geburtstag mit einem einzigartigen Projekt. Er hat 70 neue Filme gedreht, überwiegend Dokumentationen zwischen vier und 45 Minuten Länge. Dabei porträtierte er Personen aus seinem Bekanntenkreis, aus der Künstler- und der Schwulenszene. Eingeteilt in die Kapitel: Starke Frauen, Starke Schwule, Sensible Heteros, Erotik und Transgender sind mehr als 20 Stunden Material zusammengekommen. Einen Teil davon zeigt das Deutsche Filmmuseum in sieben Kurzfilmprogrammen am Samstag, 10., und Sonntag, 11. November; in der Spätschiene und in den darauffolgenden Tagen führt das das Mal Seh´n Kino das Programm fort. Rosa von Praunheim ist am Sonntag persönlich im Deutschen Filmmuseum zu Gast und stellt seine Filme vor. Rosa von Praunheim wurde am 25. November 1942 als Holger Radtke in Riga geboren. Aufgewachsen in Ost-Berlin lebte er später im Frankfurter Stadtteil Praunheim, auf den sich sein Künstlername bezieht. Mit seinem Dokumentarfilm NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS SONDERN DIE SITUATION IN DER ER LEBT (1970) wurde er zum Wegbereiter der modernen Schwulenbewegung.


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Starke Frauen SUZY, ELAGE UND HARTZ 4 (16 Min.) babeth - geliebte grosser männer (25 Min.) JUGENDTHEATER IN BRANDENBURG (19 Min.) BIN ICH DEIN ONKEL? (17 Min.) AVE MARIA – Die gläubige Rachele (4 Min.) GLOBALES LERNEN IN NEUKÖLLN (25 Min.) PROFESSORIN IN WEIMAR – Christiane Voss (12 Min.)

Samstag, 10.11. 16:00 Uhr

Sensible Heteros DAS ABATON UND SEIN BETREIBER – WERNER GRASSMANN (21 Min.) WAS IST BÖSE? – Richter Bauer packt aus (7 Min.) MISSBRAUCHT, POLIZIST UND MÖRDER (8 Min.) BAPTISTEN IN BERLIN (7 Min.) MEIN PREUSSENPARK (30 Min.) KNUT IST GUT – Knut Elstermann (15 Min.) AUSLÄNDER RAUS – Ein Film über Migration (20 Min.) ICH BIN EIN ERFOLGREICHER TÜRKE (9 Min.)

Samstag, 10.11. 18:00 Uhr

Starke Frauen EVA MATTES (21 Min.) amelie - das Mädchen aus dem hinterhaus(15 Min.) EINE LESBISCHE WITWE (11 Min.) ICH LIEBE GROSSE HÜTE – Ulla und Carsten Klingbeil (34 Min.) EIN HARTES LEBEN (15 Min.) DAN TANG – Eine chinesische Filmemacherin in Deutschland (14 Min.)

Samstag, 10.11. 20:30 Uhr

Starke Schwule AUS LIEBE ZUM THEATER – Michael Merschmeier, Kritiker und Verlagsleiter „Theater heute“ (10 Min.) RUMMELSNUFF – Seemannslieder Techno (15 Min.) DER LUXUS-ZAHNARZT AM KU’DAMM (11 Min.) EIN SCHÖNER AKROBAT (13 Min.) EIN GRÜNER SACHSE IM WEDDING (15 Min) OUTING GOETHE (12 Min.) THIS BRUNNER – Eine Schweizer Filmlegende (16 Min.) GAY NOT GREY – ANDERS ALTERN (27 Min.)

Samstag, 10.11. 22:30 Uhr


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ROSAS WELT: 70 FILME Starke Frauen - Jüdische Lebenswelten

Sonntag, 11.11. 12:00 Uhr

EINE JÜDISCHE FAMILIE – Maria und Alice Brauner (19 Min.) VALENTINA – Eine lettische Jüdin (22 Min.) VON AUSCHWITZ NACH NEW YORK – Esther Bauer (5 Min.) GIPSY QUEEN VON NEW YORK – Sanda Weigl (34 Min.) EIN JOURNALIST AUS NEW YORK: Brandon – schwul, jüdisch, deutsch (20 Min.)

Sensible Heteros Sonntag, 11.11. 18:00 Uhr

EIN VATER STIRBT – Fritz Mikesch und Leander (40 Min.) KLATSCHREPORTER – Andreas Kurtz (14 Min.) OBERBÜRGERMEISTER KLAUS SCHÜTZ (17 Min.) PETER RAUE – ANWALT UND KUNSTLIEBHABER (20 Min.) DER FALSCHE GRAF (14 Min.)

Starke Schwule Sonntag, 11.11. 20:00 Uhr

In Anwesenheit von Rosa von Praunheim

MEINE NACHBARN – Gerd und Conny (29 Min.) WERNER SCHROETER – Das letzte Interview (20 Min.) DER HÄRTESTE TÜRSTEHER BERLINS (12 Min.) ICH BIN EIN GEDICHT – Elfi Mikesch inszeniert Rosa und seine Gedichte (18 Min.) EVA UND ADELE – Ein Kunstpärchen (17 Min.) MÖPSE IN NOT (21 Min.)


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EIN KLEINER UMWEG, DER SICH LOHNT. New Brick - Californian Restaurant mit leichten und innovativen Speisen. Harry‘s New York Bar renommierter Treffpunkt in traditionellem Club-Ambiente mit Live Piano Musik.

Lindner Hotel & Residence Main Plaza Walther-von-Cronberg-Platz 1 D-60594 Frankfurt/Main Fon +49 69 66401-0 Fax +49 69 66401-4004 info.mainplaza@lindner.de www.lindner.de


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KLASSIKER & RARITÄTEN Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Beachten Sie zu diesem Thema auch die FIlme LES HOMMES LIBRES (S. 15) und HORSLA-LOI (S. 16) in diesem Heft.

Kaum eine Epoche der Zeitgeschichte scheint so gut erforscht, medial aufbereitet und in den Schulen behandelt wie der Zweite Weltkrieg. Dennoch gibt es weiße Flecken im Geschichtsbewusstsein: Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien kämpften im Zweiten Weltkrieg, um die Welt vom deutschen Nationalsozialismus, vom italienischen Faschismus und vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. In Kooperation mit der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg – Ein vergessenes Kapitel der Geschichte“ (27. September 2012 bis 7. April 2013) im Historischen Museum Frankfurt zeigt die Reihe „Klassiker & Raritäten“ drei Filme. LE CHANT DES MARIÉES The Wedding Song Frankreich 2008. R: Karin Albou. D: Lizzie Brocheré, Olympe Borval. 100 Min. 35mm. OmeU

Mit freundlicher Unterstützung von

Dienstag, 06.11. 18:00 Uhr

Tunis 1942. Die arabische Nour und die jüdische Myriam, beide 16 Jahre alt, sind seit ihrer Kindheit befreundet. Während Nour bedauert, dass sie nicht wie ihre Freundin zur Schule gehen kann, ist Myriam neidisch auf Nours Verlobung mit Khaled. Der Einmarsch der deutschen Truppen stört das Leben beider Mädchen maßgeblich: Nours Hochzeit muss verschoben werden, weil ihr Bräutigam Khaled keine Arbeit finden kann; Myriams Mutter muss ein hohes Bußgeld zahlen, weil sie Jüdin ist. Um die geforderte Summe aufzubringen, wird Myriam gezwungen, einen älteren Mann zu heiraten.


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INDIGÈNES Tage des Ruhms Algerien/Frankreich/Marokko 2006. R: Rachid Bouchareb. D: Jamel Debbouze, Samy Naceri, Roschdy Zem. 128 Min. BluRay. OmU

Während des Zweiten Weltkrieges rekrutierte Frankreich mehr als 130.000 Soldaten aus afrikanischen Kolonien, die an vorderster Front für die Befreiung des „Heimatlandes” kämpften. Exemplarisch wird in INDIGÈNES das Schicksal von vier maghrebinischen Soldaten erzählt. Sie siegen in Italien, in der Provence und in den Vogesen, bevor sie in einem elsässischen Dorf einem deutschen Bataillon gegenüberstehen. Rachid Boucharebs Film stieß im Herbst 2006 in Frankreich eine Debatte über Militärpensionen der sogenannten „Indigènes“ an, die der Staat 1959 eingefroren hatte. Die vier Hauptdarsteller, allesamt Migranten der zweiten Generation, wurden in Cannes 2007 gemeinsam ausgezeichnet.

Dienstag, 20.11. 18:00 Uhr

CAMP DE THIAROYE Das Lager von Thiaroye Senegal/Tunesien/Marokko 1987. R: Ousmane Sembène, Thierno Faty Sow. D: Ibrahime Sane, M. Dansoko Camara. 150 Min. 35mm. OmU

CAMP DE THIAROYE ist ein bewegender Film des senegalesischen Schriftstellers und Regisseurs Ousmane Sembène über das Massaker an westafrikanischen Kriegsheimkehrern, das französische Streitkräfte 1944 in der Kaserne von Thiaroye in Dakar verübten. Die Männer aus allen Teilen der Kolonie »Französisch Westafrika« hatten ihren Sold und die versprochene Entlassungsprämie eingefordert. Der Klassiker des afrikanischen Kinos verarbeitet auch Sembènes eigene Erfahrungen als Kolonialsoldat in der Armee »Freies Frankreich«.

Dienstag, 27.11. 18:00 Uhr


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„Fotografie, das ist die Wahrheit. Und der Film ist die Wahrheit 24 mal in der Sekunde.“ Jean-Luc Godard

lecture & film

Jean-Luc Godard: Film denken nach der Geschichte des Kinos Mehr als jeder andere Regisseur ist Jean-Luc Godard Philosoph, genauer: ein Geschichtsphilosoph des Kinos. Mit seinen frühen Werken beginnt eine Film-Epoche, in der Regisseure über die Geschichte ihrer Kunst reflektieren und sie mit ihren Filmen bewusst aufgreifen und weiterspinnen. Godard hat überdies die Geschichte des Kinos filmisch dokumentiert, etwa in seinem großen Filmessay HISTOIRE(S) DU CINÉMA (1988-1998). Immer wieder hat Godard die Frage gestellt, was nach dem Kino kommt. Die Lecture-Reihe nimmt das Werk Godards zum Anstoß und Ausgangspunkt für eine vielstimmige Reflexion über die Geschichte und die Zukunft des Kinos. Bis Juli 2013 kommen Regisseure, Filmwissenschaftler, Kunsthistoriker, Philosophen und Schriftsteller zu Wort, die jeweils einen Faden aus einem Film Godards aufgreifen und weiterentwickeln. Ergänzt wird die Reihe durch weitere Filme Godards und durch Werke, über die der Regisseur und Autor Kritiken in den Cahiers du Cinéma verfasst hat. Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt (Lehrstuhl für neuere und neueste Kunstgeschichte, Prof. Regine Prange & Lehrstuhl für Filmwissenschaft, Prof. Vinzenz Hediger).


Lecture & Film Liebe in der Stadt. Der Duktus des Dokumentarischen in Godards 2 OU 3 CHOSES QUE JE SAIS D´ELLE Lecture von Prof. Tanja Michalsky „Elle“, „Sie“, in dem Titel von Godards Film, ist die junge Juliette Jeanson, die mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in einer Pariser Vorstadt wohnt und einmal pro Woche als Prostituierte in einem Stundenhotel arbeitet, um sich die neueste Mode leisten zu können. “Elle” ist aber auch Paris, die Stadt, die sich in den 1960er Jahren in einem großen Umbruch befindet und rasch über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus wächst. Der Vortrag stellt Godards Film in Zusammenhang mit anderen Filmen, die sich mit dem modernen Sexualleben und den Lebensbedingungen von Stadtbewohnern auseinandersetzen, wie AMORE IN CITTÀ (IT 1953, R: Michelangelo Antonioni), COMIZI D´AMORE (IT 1965, R: Pier-Paolo Pasolini) oder WIENERINNEN: SCHREI NACH LIEBE (AT 1952, R: Kurt Steinwender).

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Donnerstag, 08.11. 17:30 Uhr

Tanja Michalsky ist Professorin für Kunstwissenschaft an der Universität der Künste in Berlin.

2 OU 3 CHOSES QUE JE SAIS D‘ELLE Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß Frankreich 1967. R: Jean-Luc Godard. D: Marina Vlady, A. Duperey. 84 Min. 35mm. DF

Über seinen Film schrieb Godard, er wolle darin alles thematisieren: Von Sport über Politik bis hin zu Lebensmitteln, eben alle für das zeitgenössische kapitalistische System Frankreichs typischen Erscheinungen. Ausgangspunkt ist die Schilderung eines Tages im Leben der verheirateten Mutter Juliette Jeanson, die als Prostituierte arbeitet. Parallel zu den ironisch gezeichneten Begegnungen mit ihren Freiern erweitert Godard die sichtbare Handlung mittels voice-over um zahlreiche philosophische (Selbst-)Reflexionen. Dazu montiert er assoziative, ikonische Bilder von höchster visueller Brillanz.

Donnerstag, 08.11. ca. 18:30 Uhr


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Donnerstag, 15.11. 20:15 Uhr

Lecture & Film Hauptstadt des Schmerzes: Godards ALPHAVILLE und die dunkle Seite des Wohlfahrtsstaates Lecture von Prof. Philip Ursprung In ALPHAVILLE (1965) schildert Jean-Luc Godard eine Stadt, deren Bewohner, von der Außenwelt isoliert, den Anweisungen eines Computers folgen. Alpha 60, das „Herz“ der Stadt, ist der Kontrolle der Menschen entglitten und beherrscht nun die Einwohner. Der Film ist in schwarz-weiß gedreht und erinnert an den Stil des Film noir. Während dieser in den Ruinen der Industriegesellschaft spielt, nimmt ALPHAVILLE die Ruinen der Informationsgesellschaft vorweg. Als Kulissen fungieren die Neubauten der 1960er Jahre, Rasterarchitekturen der Bürokratie und des sozialen Wohnungsbaus. Es sind die Räume des Nachkriegs-Wohlfahrtsstaates, welche die Bürger zugleich schützen und kontrollieren. Philip Ursprung unternimmt in seinem Vortrag eine Annäherung an Fragen wie: Wie lässt sich der Film ALPHAVILLE in Beziehung setzen zur damaligen Architekturdiskussion? Welches ist der politische und ökonomische Kontext? Was macht den Film angesichts des Zerfalls des Wohlfahrtsstaates aus heutiger Sicht brisant? Philip Ursprung ist Professor für Architekturgeschichte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich.

ALPHAVILLE Lemmy Caution gegen Alpha 60 Frankreich/Italien 1965. R: Jean-Luc Godard. D: Eddie Constantine, Anna Karina. 99 Min. 35mm. OmU

Donnerstag, 15.11. ca. 21:15 Uhr

In der Zukunftsstadt Alphaville ist der freie Gedanke verboten, Kultur und Emotionen sind ausgelöscht. Ein von Professor von Braun erfundener Computer, Alpha 60, ersetzt menschliche Werte durch Versatzstücke nüchterner Wissenschaft und diktatorisch-korrumpierter Logik. Geheimagent Lemmy Caution wird beauftragt, Professor von Braun zu töten und Alpha 60 zu vernichten. Godard inszeniert Caution in Anlehnung an die Privatdetektive des Film noir, aber auch als Repräsentanten einer noch nicht von Maschinen kontrollierten „alten Welt“, deren Poesie und Humanität er als mächtiger erachtet als jedes Rechensystem.


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Auto, Stau, Unfall, Film. Zu einer Motivkette in Jean Luc Godards WEEK-END Lecture von Prof. Lorenz Engell WEEK-END zeigt an zentraler Stelle zwar nicht den längsten, gewiss aber einen der eindrucksvollsten Verkehrsstaus der Filmgeschichte. Die besondere Beziehung zwischen Automobil und Film ist schon mehrfach analysiert worden – beide liefern bewegte Bilder, bewegen den im Sitzen stillgestellten Körper, beide entstammen dem späten 19. Jahrhundert, und das Automobil ist wohl eines der Lieblingsmotive des Films überhaupt. Der Beitrag entfaltet vor diesem Hintergrund und mithilfe einer speziellen Theorie filmischer Motive, was bei Godard aus dem Film wird, wenn das Motiv Ketten zu bilden und zu wuchern beginnt und der automobile Verkehr zum Erliegen kommt. Lorenz Engell liest WEEK-END als eine Soziographie gemischter Ensembles aus Menschen und Artefakten und als Reflexion auf das bewegte Bild.

Donnerstag, 29.11. 20:15 Uhr

Lorenz Engell ist Professor für Medienphilosophie an der Bauhaus-Universität Weimar und gemeinsam mit Bernhard Siegert Direktor des Internationalen Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (Käte Hamburger Kolleg – IKKM).

WEEK-END Weekend Frankreich/Italien 1967. R: Jean-Luc Godard. D: Mireille Darc, Jean Yanne. 105 Min. BluRay. OmeU

Das junge Pariser Paar Corinne und Roland reist mit dem Auto in die Provinz, um sich das Erbe von Corinnes Vater zu sichern. Im Verlauf ihrer Fahrt entpuppt sich das Land als Hort bizarrer Gestalten und zerstörerischer Kräfte; sie begegnen fiktiven und historischen Persönlichkeiten, Wahnsinnigen und Kannibalen. Godard führt seine Protagonisten in eine Sackgasse, an deren Ende sich der Abgrund der Menschlichkeit befindet. Seine virtuose tour de radicalité schließt mit einem Schlusstitel, der sowohl das Ende der Geschichte als auch das Ende des Kinos bezeichnet.

Donnerstag, 29.11. ca. 21:15 Uhr


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LECTURE & FILM: JEAN-LUC GODARD THE MAN WHO KNEW TOO MUCH Der Mann, der zuviel wusste USA 1956. R: Alfred Hitchcock. D: James Stewart, Doris Day. 120 Min. 35mm. OmU

Samstag, 03.11. 18:00 Uhr Mittwoch, 07.11. 18:00 Uhr

Jean-Luc Godard war ein Verehrer von Hitchcocks Regiewerk und verteidigte in seinen Rezensionen in den Cahiers du Cinéma den britischen Regiemeister gegen jede Kritik. Den Film THE MAN WHO KNEW TOO MUCH bezeichnete er im November 1956 als „vielleicht unwahrscheinlichsten, aber auch den realistischsten unseres Filmemachers“. Im Mittelpunkt steht das US-amerikanische Ehepaar Ben und Jo McKenna, das zusammen mit seinem Sohn den Urlaub in Marokko verbringt. Sie freunden sich mit einem Franzosen an, der kurz darauf getötet wird. Sterbend flüstert er Ben etwas zu. Diese letzten Worte bringen dessen Familie bald in größte Gefahr. SWAMP WATER USA 1941. R: Jean Renoir. D: Walter Brennan, Walter Huston. 88 Min. BluRay. OF

Mittwoch, 14.11. 18:00 Uhr

Im Dezember 1957 widmeten die Cahiers du Cinéma Jean Renoir ein Sonderheft. Godard verfasste dafür einen Artikel über drei seiner Filme, darunter SWAMP WATER, der Godard zufolge Hollywood auf lange Sicht revolutionierte. Denn erstmals wurden für den Film eines Major Studios die Außenaufnahmen an Originalschauplätzen gedreht. Die Sümpfe Georgias sind das Ziel des flüchtigen Tom Keefer, der unschuldig eines Mordes verdächtigt wird. Er freundet sich mit einem jungen Trapper an, der sich bald in Keefers Tochter verliebt.


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THE SAGA OF ANATAHAN Die Sage von Anatahan Japan 1953. R: Josef von Sternberg. D: Akemi Negishi, Tadashi Suganuma. 92 Min. 35mm. OmU

Sternbergs letztes Regiewerk erzählt von zwölf japanischen Soldaten, die nach dem Untergang ihres Schiffes im Juni 1944 auf der Pazifikinsel Anatahan stranden. Deren einzige Bewohner sind ein Bauer, der eine verlassene Plantage beaufsichtigt, und seine schöne Frau. Als der für die Wahrung der Disziplin verantwortliche Unteroffizier den Rückhalt in seiner Mannschaft verliert, eskaliert die Situation: Angeheizt durch einen Waffenfund in einem Flugzeugwrack brechen Kämpfe um die Macht und die einzige Frau auf der Insel los. Godard hielt den Film für einen der zehn besten des Jahres 1956.

Samstag, 17.11. 18:00 Uhr Mittwoch, 21.11. 18:00 Uhr

STRANGERS ON A TRAIN Der Fremde im Zug USA 1951. R: Alfred Hitchcock. D: Farley Granger, Ruth Roman, Robert Walker. 101 Min. 35mm. OF

Während einer Zugfahrt wird der erfolgreiche Tennisspieler Guy Haines von einem Unbekannten angesprochen, der sich als fanatischer Fan namens Bruno Anthony herausstellt. Er schlägt Haines vor, dessen scheidungsunwillige Frau zu töten, wenn Haines dafür Anthonys Vater umbringt. Guys scherzhafte Einwilligung rächt sich bald. Jean-Luc Godard lobte Hitchcocks Film für seinen an Dostojewski erinnernden Fatalismus und die von F. W. Murnaus Expressionismus beeinflusste Inszenierungskunst.

Samstag, 24.11. 18:00 Uhr Mittwoch, 28.11. 18:00 Uhr


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LATE NIGHT KULTKINO CORPSE BRIDE USA/Großbritannien 2005. R: Tim Burton, Mike Johnson. Animationsfilm. 77 Min. 35mm. OF

Samstag, 17.11. 22:30 Uhr Freitag, 23.11. 22:30 Uhr

Tim Burton, der seine Karriere als Animationsfilmer begonnen hatte, drehte zwölf Jahre nach THE NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS mit CORPSE BRIDE noch einmal einen klassischen Stop-Motion-Animationsfilm und setzte sich damit bewusst von den heutigen computeranimierten Filmen ab. Die Geschichte dreht sich um einen schüchternen jungen Mann, der eine von seiner Familie arrangierte Ehe eingehen soll, durch einen skurrilen Zufall aber eine Leiche im Brautkleid heiratet, welche ihn ins Land der Toten führt. Liebevoll verschränken Burton und Mike Johnson die Welten der Lebenden und der Toten.

RABID Der Überfall der teuflischen Bestien Kanada 1976. R: David Cronenberg. D: Marilyn Chambers, Frank Moore. 91 Min. 35mm. DF

Samstag, 24.11. 22:30 Uhr

An einer bei einem Motorradunfall schwer verletzten jungen Frau wird eine Gewebetransplantation vorgenommen. Sie entwickelt daraufhin ein unstillbares Verlangen nach menschlichem Blut. Nach dem Muster seines vorherigen Films THEY CAME FROM WITHIN (SHIVERS) inszenierte Cronenberg diese Geschichte über die Ausbreitung einer Art Seuche, die die Gesellschaft befällt. Die Hauptdarstellerin Marilyn Chambers war zuvor durch den Pornofilm BEHIND THE GREEN DOOR bekannt geworden.


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KINDERKINO BIBI BLOCKSBERG Deutschland 2002. R: Hermine Huntgeburth. D: Sidonie von Krosigk, Katja Riemann, Ulrich Noethen. 102 Min. Ab 0 Jahren

Freitag, 02.11. 14:30 Uhr Sonntag, 04.11. 15:00 Uhr

Der Halloween-Spuk ist gerade vorbei, da machen Hexen das Kino des Deutschen Filmmuseums unsicher: Bibi Blocksberg hat mit einem Zauber zwei Kinder vor dem Flammentod bewahrt und soll dafür eine Kristallkugel verliehen bekommen, die sie zum vollwertigen Mitglied der Hexengesellschaft macht. Doch ihr Vater, dem Magie nicht geheuer ist, ist alles andere als begeistert und die böse Hexe Rabia missgönnt Bibi ihren Erfolg. Die Verfilmung des Kinderbuch- und Hörspielklassikers war der erfolgreichste deutschsprachige Film des Jahres 2002.

MERIDA – LEGENDE DER HIGHLANDS USA 2012. R: Mark Andrews, Brenda Chapman, Steve Purcell. Animationsfilm. 94 Min. 3D. DF. Ab 6 Jahren

Freitag, 09.11. 14:30 Uhr Sonntag, 11.11. 15:00 Uhr

Prinzessin Merida, Tochter des Königs von Schottland, soll mit dem besten Bogenschützen des Landes verheiratet werden. Doch die ungestüme junge Frau ist entschlossen, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie widersetzt sich ihren Eltern und den alten Sitten: Als Ritter verkleidet stellt sie ihre potenziellen Heiratskandidaten im Bogenturnier in den Schatten. Damit löst sie nicht nur politisches Chaos im Königreich aus; unbeabsichtigt erweckt sie böse Mächte und muss all ihren Mut aufbringen, um einen uralten Fluch zu besiegen. MERIDA ist der erste Pixar-Film mit einer weiblichen Figur in der Hauptrolle.


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RONJA RÄUBERTOCHTER Schweden/Norwegen 1984. R: Tage Danielsson. D: Hanna Zetterberg, Dan Håfström, Börje Ahlstedt. 121 Min. DF. Ab 6 Jahren

Ronja lebt mit der Räuberbande ihres Vater Mattis ein unbeschwertes Räuberleben auf der Mattisburg im Mattiswald. Eines Tages lernt sie Birk Borkassohn kennen. Die beiden bestehen zusammen gefährliche Abenteuer im Zauberwald und werden so zu besten Freunden – sehr zum Ärger ihrer verfeindeten Eltern. Deren Streit eskaliert, als Mattis Birk gefangennimmt.

Freitag, 16.11. 14:30 Uhr Sonntag, 18.11. 15:00 Uhr

RATATOUILLE USA 2007. R: Brad Bird, Jan Pinkava. Animationsfilm. 111 Min. DF. Ab 0 Jahren

Rémy hat eine für Ratten ungewöhnliche Leidenschaft: Er liebt gutes Essen und kocht mit Vorliebe Gourmetgerichte. Bei einem Streifzug durch Paris entdeckt er das Restaurant des unbegabten Kochs Linguini. Unterstützt durch den Geist seines großen Vorbildes, des Sternekochs Gusteau, beschließt Rémy, Linguini unter die Arme zu greifen. Der liebevoll animierte Lobgesang auf den guten Geschmack wurde mit dem Oscar® für den besten Animationsfilm ausgezeichnet.

Freitag, 23.11. 14:30 Uhr Sonntag, 25.11. 15:00 Uhr

Die wunderbaren Reisen des NILS HOLGERSSON Japan 1981. R: Hisajuki Toriumi. Zeichentrickfilm. 82 Min. DF. Ab 0 Jahren

Der kleine Nils Holgersson ärgert die Tiere auf dem Bauernhof seiner Eltern. Zur Strafe verzaubert ihn ein Wichtel: Nils schrumpft auf Zwergengröße. Außerdem kann er plötzlich die Sprache der Tiere verstehen. Gemeinsam mit der Hausgans Martin schließt er sich einer Gruppe von Wildgänsen an. Nils beweist fortan in vielen Abenteuern seinen Mut und sein gutes Herz.

Freitag, 30.11. 14:30 Uhr Sonntag, 02.12. 15:00 Uhr


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Cinéfête Zum 13. Mal präsentiert das Deutsche Filmmuseum vom 15. bis 21. November das Jugendfilmfestival Cinéfête. Das Programm bietet die Gelegenheit, acht Filme aus Frankreich im Original mit deutschen Untertiteln zu sehen. Schüler werden an die französische Sprache und Kultur herangeführt und nehmen so Teil am gegenseitigen Dialog. Die ausgewählten Filme zeichnen sich durch ihren künstlerischen Wert aus, bieten altersgerechte Unterhaltung und werden auch pädagogischen Ansprüchen gerecht. Filmauswahl 2012 KÉRITY, LA MAISON DES CONTES Frankreich 2009. R: Dominique Monféry. Zeichentrickfilm. Ab 1. Klasse NO ET MOI Frankreich 2010. R: Zabou Breitman. Ab 5. Klasse (empfohlen ab 8. Klasse) LA TÊTE EN FRICHE Frankreich 2010. R: Jean Becker. Ab 5. Klasse LES AVENTURES EXTRAORDINAIRES D´ADÈLE BLANC-SEC Frankreich 2010. R: Luc Besson. Ab 5. Klasse LE PLUS BEAU MÉTIER DU MONDE Frankreich 1996. R: Gérard Lauzier. Ab 6. Klasse ELLE S´APPELLAIT SARAH Frankreich 2010. R: Gilles Paquet-Brenner. Ab 9. Klasse PIEDS NUS SUR LES LIMACES Frankreich 2010. R: Fabienne Berthaud. Ab 9. Klasse LE NOM DES GENS Frankreich 2010. R: Michel Leclerc. Ab 9. Klasse

Terminübersicht, Filmbeschreibungen und pädagogisches Begleitmaterial unter cinefete.deutsches-filmmuseum.de


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Zu NO ET MOI findet am 21. November um 11 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums die Abschlussveranstaltung statt, bei der Schulklassen aller Altersstufen in Sketchen und Vorführungen ihre Auseinandersetzung mit dem Film präsentieren. Gäste dieser Veranstaltung sind Sarah Sorge, Dezernentin für Frauen und Bildung der Stadt Frankfurt, und der französische Generalkonsul Jean-Claude Tribolet.

Die Veranstaltungen im CineStar Metropolis finden mit freundlicher Unterstützung der Saalbau GmbH statt.

In Zusammenarbeit mit

filmcafé Liebe Kinobesucher, lassen Sie sich während Ihres Besuches auch kulinarisch von uns verwöhnen. Wir bieten wechselnde Gerichte sowie verschiedene Antipasti, Salate und selbstgemachte Kuchen. Erfrischungsgetränke können Sie bei uns im Café genießen oder auch mit in die Vorstellung nehmen. Falls Sie ein Event planen, unterstützen wir Sie gerne mit unserem Catering-Service. Wenden Sie sich jederzeit an unser Service-Personal. - Ihr filmcafé Tel 069 / 961 220 280 info@filmcafe-frankfurt.de


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SPECIALS

STUMMFILMMAtINEE 20 Jahre KINtop Sonntag, 18.11. 11:00 Uhr Klavierbegleitung: Ulrich Rügner

Die erste Ausgabe von KINtop – Jahrbuch zur Erforschung des frühen Films erschien im Herbst 1992 im Frankfurter Verlag Stroemfeld/Roter Stern, herausgegeben von Frank Kessler, Sabine Lenk und Martin Loiperdinger. Seither hat KINtop die Geschichte der ersten beiden Jahrzehnte des Kinos aus verschiedenen Perspektiven immer wieder neu beleuchtet, inspirierte damit internationale Forschungen zur Unterhaltungskultur der Belle Époque und machte die Ergebnisse in Deutschland bekannt. Themen waren unter anderem die Arbeiten der Filmpioniere Georges Meliès und Oskar Messter, die Anfänge des dokumentarischen Films und das frühe Kino im Kontext anderer Medien. Nach 15 Ausgaben musste das Herausgebertrio das Jahrbuch KINtop einstellen. Die ebenfalls 1992 gegründete Reihe KINtop Schriften wurde jedoch fortgeführt. Zuletzt erschien dort eine Neuausgabe von Emilie Altenlohs „Soziologie des Kino“, der ersten Doktorarbeit zum Kinopublikum, die vor 100 Jahren geschrieben wurde. Die Jubiläumsmatinee „20 Jahre KINtop“ bietet einen abwechslungsreichen Überblick zur Vielfalt der Genres im frühen Kino: Slapstick, Western, Dramen, Gangster- und Antikenfilme, magische Zaubereien und frühe Musik-Clips. Unter anderem stehen THE GREAT TRAIN ROBBERY (USA 1903) und DAS ANGSTGEFÜHL (FR 1911) auf dem Programm. KINtop ist dem Deutschen Filmmuseum seit jeher eng verbunden. Alle Filme der Matinee stammen aus dem Filmarchiv des Deutschen Filminstituts.


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WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM?

Foto: Jim Rakete

In der Reihe WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM? präsentiert das Kino des Deutschen Filmmuseums einmal im Monat ein aktuelles Werk. Im Anschluss an die Vorführung sprechen Journalisten mit den Filmemachern über das deutsche Filmgeschehen. Im November stellt die Regisseurin Sherry Hormann ihren neuen Spielfilm ANLEITUNG ZUM UNGLÜCKLICHSEIN (2012) vor. Darin verwandelt sie die Philosophie des österreichischen Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick aus seinem gleichnamigen, millionenfach verkauften Ratgeber in eine phantasie- und pointenreiche Geschichte.

Das epd FilmSonderheft zur Reihe ist im Museumsshop erhältlich.

Über Sherry Hormann Sherry Hormann wurde 1960 in Kingston, New York geboren. Seit 1966 lebt sie in Deutschland, wo sie 1979 ihr Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen München begann. Nach ersten Arbeiten als Filmausstatterin und Drehbuchautorin realisierte sie 1991 mit LEISE SCHATTEN ihr Regiedebüt. Mit ihren Filmen gewann sie zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und nahm an Filmfestspielen, etwa in Venedig und Berlin teil. Seit 2011 ist sie mit dem Kameramann Michael Ballhaus verheiratet. ANLEITUNG ZUM UNGLÜCKLICHSEIN Deutschland 2012 R: Sherry Hormann D: Johanna Wokalek, David Kross, Iris Berben. 88 Min. 35mm.

Tiffany Blechschmid ist unzufrieden mit ihrem Leben. Das beginnt schon bei ihrem Namen. Obwohl die junge, attraktive Frau als Inhaberin eines Feinkostgeschäfts Erfolg hat, ist sie resistent gegen Optimismus. Sie hadert mit ihrem Pech bei den Männern und urteilt: „Wer mich liebt, mit dem stimmt etwas nicht.“ Als ihr Klavierlehrer aus Kindertagen in die Nachbarwohnung einzieht, bricht die Monotonie ihres Alltags auf. Gleichzeitig macht ihr auch noch ein Polizist draufgängerische Avancen. In schwierigen Augenblicken meldet sich Tiffanys tote Mutter mit bedingt hilfreichen Ratschlägen aus dem Jenseits.

Sonntag, 25.11. 20:00 Uhr Im Anschluss diskutiert Sherry Hormann mit Rudolf Worschech (epd film).


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SPECIALS

FRANKFURTER PAARTAGE 2012 Weitere Informationen zu den Frankfurter Paartagen, die mit finanzieller Unterstützung des Hessischen Sozialministeriums durchgeführt werden, unter: www.frankfurterpaar-tage.de

Sonntag, 04.11. 11:30 Uhr Ab 10.30 Uhr: „Bittersüßes“ Frühstück im filmcafé

Das Kino des Deutschen Filmmuseums zeigt in Kooperation mit der Ehe- und Sexualberatung des Hauses der Volksarbeit e.V. zwei Filme zu den Frankfurter Paartagen, die vom 2. bis zum 9. November stattfinden. COMO AGUA PARA CHOCOLATE Bittersüße Schokolade Mexiko 1992. R: Alfonso Arau. D: Marco Leonardi, Lumi Cavazos. 105 Min. 35mm. OmU

In den 1910er Jahren leben drei Schwestern mit ihrer streng nach den Traditionen lebenden Mutter auf einem Hof in Mexiko. Tita verliebt sich in Pedro. Doch die Mutter hat ihr verboten zu heiraten, da sich das jüngste Kind der Familie stets allein um die Pflege der Eltern kümmert. Um zumindest in der Nähe seiner Geliebten sein zu können, heiratet Pedro Titas Schwester Rosaura. Bei dem von Tita zubereiteten Hochzeitsmahl breitet sich eine schwere Melancholie unter den Gästen aus, denn die junge Frau hat die Gabe, mit ihren Speisen ihre Gefühle zu vermitteln. So kann sie künftig über ihre Kochkunst auch mit ihrem Geliebten kommunizieren. BEZIEHUNGSWEISEN Deutschland 2012. R: Calle Overweg. D: Leopold Altenburg, Abak Safaei-Rad. 85 Min.

Mittwoch, 07.11. 20:00 Uhr Anschließend: Gespräch mit Regisseur Calle Overweg und Dorothee Glückler (Leiterin Ehe- und Sexualberatung); Moderation: Werner Schneider-Quindeau

Der Berliner Filmemacher Calle Overweg zeigt drei Paare, deren jeweilige Beziehungskrise sie zu einer Therapeutin führt. Dort werden sukzessive die Gründe für den Konflikt, Ängste und Vorwürfe thematisiert und mögliche Lösungen besprochen. Dabei treffen die sechs Schauspieler auf reale Paartherapeuten. Im Verlauf des Films erscheint die ursprüngliche Fiktion immer lebensechter. Inszenatorisch verfolgt Overweg einen an Lars von Triers DOGVILLE erinnernden Ansatz, bei dem die narrative Handlung immer wieder unterbrochen und der theatrale Raum durch aufs Wesentliche reduzierte Kulissen betont wird.


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Caligari-Preisträger der Berlinale 2012 TEPENIN ARDI – BEYOND THE HILL Türkei/Griechenland 2012. R: Emin Alper. D: Tamer Levent, Reha Özcan, Mehmet Özgür. 94 Min. BluRay. OmU

Zu Gast: Emin Alper

In Kooperation mit dem Türkischen Filmfestival zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums den ersten langen Spielfilm von Emin Alper, den Caligari-Preisträger des diesjährigen Forums der Berlinale. Der pensionierte Forstverwalter Faik lebt auf einem abgeschiedenen Stück Land in den Bergen Anatoliens. An einem Sommertag besuchen ihn sein Sohn und die Enkel. Doch die Stimmung ist getrübt. Grund ist die latente Bedrohung durch Nomaden auf der anderen Seite des Hügels. Die unsichtbare Gefahr lässt die Familie stärker zusammenhalten – doch das nahende Unheil ist unabwendbar.

Freitag, 16.11. 17:45 Uhr

THE RISE OF THE UNDERGROUND Deutschland 2012. R: Anja Czioska. Dokumentar-/Experimentalfilm. 90 Min. 16mm

Zu Gast: Anja Czioska sowie einige Protagonisten des Films Kasper König (li), Lionel Röhrscheidt

Die Filmemacherin, Kuratorin und ehemalige Städelschülerin Anja Czioska begab sich für THE RISE OF THE UNDERGROUND mit ihrer 16mm-Kamera auf eine Reise quer durch die Kunstszene der Stadt Frankfurt. Sie filmte von 2009 bis 2011 befreundete Künstler in ihren Ateliers, bei Ausstellungseröffnungen, Performances, Happenings und Kunstevents. Der Filmsoundtrack wurde von der Band „Matthias Vatter feat. The Rockers Company“ analog zum Film live eingespielt.

Donnerstag, 22.11. 20:15 Uhr


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SPECIALS

THE SOUND OF SILENCE Dienstag, 6.11. 21:00 Uhr im Foyer Eintritt: 11 Euro / 9 Euro ermäßigt

MTV Music Week Frankfurt Frankfurt empfängt am Sonntag, 11. November, die internationale Musik-Szene: In der Festhalle werden an diesem Tag die MTV Europe Music Awards vergeben. Das Deutsche Filmmuseum beteiligt sich am Rahmenprogramm mit einem Auftritt der stummfilm:djs. Vor 100 Jahren gab im Kino noch ein Klavier den Ton an, bei „The Sound of Silence“ werden es nun zwei Plattenspieler sein. Im Foyer des Museums ist eine Auswahl abstrakter Avantgarde-Filme aus den 1920er Jahren zu sehen, die experimentellen Arbeiten des Filmkünstlers Hans Richter bilden das Zentrum der Vorführung. Die DJs interpretieren, spiegeln und ironisieren und schaffen so eine Verbindung zwischen frühem Film und Clubkultur.

Reklamefilmpreis 2012 Sonntag, 25.11. 12:00 Uhr Eintritt frei Anmeldung und Informationen unter www. reklamefilmpreis.de oder telefonisch unter 06109 / 37 65 20

Der Reklamefilmpreis, der am 24. November im Schauspiel Frankfurt zum ersten Mal vergeben wird, würdigt in 15 Disziplinen die kreative Leistung von Filmschaffenden, die am Entstehungsprozess von Werbefilmen beteiligt sind. Begleitend findet vom 23. bis 24. November ein Workshop – die Reklamefilmwerkstatt – statt, bei dem sich junge Kreative an einem echten Projekt erproben können. Den Abschluss bildet ein Vortrag im Deutschen Filmmuseum im Rahmen einer Matinee.


Kino lesen!

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Unser Taschenkalender bietet mehr als nur ein reines Kalenderarium: Spannende Texte erinnern an Ereignisse aus Jahren mit einer „3“ und an Filmschaffende, die in 2013 einen runden Geburts- oder Todestag haben. „Der perfekte Filmfreund!“ Sächsische Zeitung 208 S. | Pb. | zahlr. Abb. in Farbe | E 9,90 | Mit Lesebändchen und Gewinnspiel ISBN 978-3-89472-751-2 Einer der begehrtesten Filmpreise der Welt ist der von der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ verliehene „Academy Award“ – besser bekannt als „Oscar“. Hier werden die von 1927 bis heute ausgezeichneten besten Filme ausführlich beschrieben. Zusätzlich werden auch die in den wichtigsten Einzelkategorien prämierten Filme vorgestellt. 464 S. | Klappbr. |viele Abb. |E 24,90 | ISBN 978-3-89472-815-1 Erweiterte Neuauflage

... 2.121 Filme · 1036 DVDs · 611 Blu-rays · Prämierung herausragender DVD-Editionen · Jahresrückblick · Notizen zum Kino · Festivals und Preise | Zugang zur film-dienst Datenbank | Unzählige Anregungen für gutes Kino! Schwerpunkt zum Kinder- und Jugendfilm Für Filmfans unverzichtbar 600 S. | Pb. | € 22,90 | ISBN 978-3-89472-750-5 | auch als epub Dokumentarfilme – Reportagen – Dokudramen – Dokusoaps: kein Genre ist in so vielen Formen aktuell wie das Dokumentarische. Umso mehr stellt sich die Frage: Was ist ein Dokumentarfilm? Francois Niney erläutert anhand von 50 Fragen das Wesen des Dokumentarfilms – für Laien verständlich, aber trotzdem auf dem aktuellen Stand der Forschung. 256 S. |Pb. | € 19,90 ISBN 978-389472-728-4 www.schueren-verlag.de


Im Kino 01.-15. November 2012

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tagsüber

18.00 Uhr

01

Do

02

Fr

BIBI BLOCKSBERG ≥ S. 34 DE 2002. Hermine Huntgeburth. 102 Min. 14:30 Uhr

LE PLUS BEAU MÉTIER DU MONDE ≥ S. 11 FR 1996. Gérard Lauzier. 105 Min. OmU

03

Sa

HALF THE SKY ≥ S. 4 GB 2012. Mora Chernayeff. 120 Min. OF 14:30 Uhr Anschließend: Diskussion

THE MAN WHO KNEW TO MUCH ≥ S. 30 Der Mann, der zuviel wusste USA 1956. Alfred Hitchcock. 120 Min. OmU

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So

COMO AGUA PARA CHOCOLATE ≥ S. 40 MX 1992. Alfonso Arau. 105 Min. OmU 11:30 Uhr

LA CHUTE DE LA MAISON USHER ≥ S. 19 FR 1928. Jean Epstein. 55 Min. OF Vorfilm: Un chien Andalou (FR 1929) 17:30 Uhr

MARIE-LINE ≥ S. 11 FR 2000. Mehdi Charef. 100 Min. OmU 17:30 Uhr

BIBI BLOCKSBERG ≥ S. 34 DE 2002. Hermine Huntgeburth. 102 Min. 15:00 Uhr

05

Mo

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Di

LE CHANT DES MARIÉES The Wedding Song ≥ S. 24 FR 2008. Karin Albou. 100 Min. OmeU

07

Mi

THE MAN WHO KNEW TO MUCH ≥ S. 30 Der Mann, der zuviel wusste USA 1956. Alfred Hitchcock. 120 Min. OmU

08

Do

2 OU 3 CHOSES QUE JE SAIS D‘ELLE ≥ S. 27 FR 1967. J.-L. Godard. 84 Min. OmU 18:30 Uhr Lecture Tanja Michalsky 17:30 Uhr

09

Fr

MERIDA - LEGENDE DER HIGHLANDS ≥ S. 34 USA 2012. M. Andrews, B. Chapman, S. Purcell. 94 Min. DF 14:30

POUR L’AMOUR DE DIEU ≥ S. 13 FR 2006. Ahmed Bouchaâla, Zakia Tahiri Bouchaâla. 90 Min. DF

10

Sa

70 Filme von Rosa von Praunheim Starke Frauen I ≥ S. 21 16:00 Uhr

70 Filme von Rosa von Praunheim Sensible Heteros I ≥ S. 21

11

So

70 Filme von Rosa von Praunheim Starke Frauen - Jüdische Lebenswelten ≥ S. 22 12:00 Uhr

70 Filme von Rosa von Praunheim Sensible Heteros II ≥ S. 22

MONTAGS keine VorstellungEN

MERIDA - LEGENDE DER HIGHLANDS ≥ S. 34 USA 2012. M. Andrews, B. Chapman, S. Purcell. 94 Min. DF 15:00

12

Mo

MONTAGS keine VorstellungEN

13

Di

KEINE ÖFFENTLICHEN VORSTELLUNGEN

14

Mi

SWAMP WATER ≥ S. 31 USA 1941. Jean Renoir. 88 Min. OF

15

Do

THE ARTIST ≥ S. 7 FR/BE 2011. Michel Hazanavicius. 100 Min. OF And the Oscar® goes to ... Schwarze Romantik

Menschen in Bewegung OmU Original mit dt. Untertiteln

Rosas Welt o.D. Ohne Dialog


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20.30 Uhr

22.30 Uhr

LE PLUS BEAU MÉTIER DU MONDE ≥ S. 11 FR 1996. Gérard Lauzier. 105 Min. OmU

Do

01

SPELLBOUND ≥ S. 19 USA 1945. Alfred Hitchcock. 111 Min. OF

FRANKENSTEIN ≥ S. 18 USA 1931. James Whale. 72 Min. OF

Fr

02

CHOUCHOU ≥ S. 12 FR 2003. Merzak Allouache. 105 Min. OmeU

DRACULA ≥ S. 18 USA 1931. Tod Browning. 75 Min. OF

Sa

03

So

04

Mo

05

Di

06

BEZIEHUNGSWEISEN ≥ S. 40 DE 2012. Calle Overweg. 85 Min. 20:00 Uhr Anschließend: Gespräch

Mi

07

LA FAUTE À VOLTAIRE ≥ S. 13 FR 2000. Abdellatif Kechiche. 130 Min. OmU

Do

08

Fr

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Sa

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So

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Mo

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Di

13

BLED NUMBER ONE ≥ S. 14 DZ/FR 2006. Rabah Ameur-Zaïmeche. 100 Min. OmeU

Mi

14

ALPHAVILLE ≥ S. 28 FR/IT 1965. Jean-Luc Godard. 99 Min. OmU 21:15 Uhr Lecture Philip Ursprung 20:15 Uhr

Do

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SI TU MEURS, JE TE TUE ≥ S. 12 FR 2011. Hiner Saleem. 90 Min. OmeU Mit Gast 20:00 Uhr

The Sound of Silence stummfilm:dj ≥ S. 42 21:00 Uhr im Foyer

SPELLBOUND ≥ S. 19 USA 1945. Alfred Hitchcock. 111 Min. OF

KEINE VORSTELLUNG

100% ARABICA ≥ S. 14 FR 1997. Mahmoud Zemmouri. 85 Min. OF

70 Filme von Rosa von Praunheim Starke Frauen II ≥ S. 21

70 Filme von Rosa von Praunheim Starke Schwule I ≥ S. 21

70 Filme von Rosa von Praunheim Starke Schwule II ≥ S. 22 20:00 Uhr Zu Gast: Rosa von Praunheim

Klassiker & Raritäten DF Dt. Fassung

Lecture & Film OF Originalfassung

Kinderkino

Specials

OmeU Original mit engl. Untertiteln


Im Kino 16.-30. November 2012

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16

Fr

17

Sa

18

So

tagsüber

18.00 Uhr

RONJA RÄUBERTOCHTER ≥ S. 35 SE/NO 1984. Tage Danielsson. 121 Min. DF 14:30 Uhr

TEPENIN ARDI ≥ S. 41 Beyond the Hill Türkei/GR 2012. Emin Alper. 94 Min. OmU 17:45 Uhr Mit Gast THE SAGA OF ANATAHAN ≥ S. 31 Die Sage von Anatahan JP 1953. Josef von Sternberg. 92 Min. OmU

20 Jahre KINtop ≥ S. 38 Filme des frühen Kinos. Mit Klavierbegleitung. 11:00 Uhr

ALL ABOUT EVE ≥ S. 7 USA 1950. Joseph L. Mankiewicz. 138 Min. Restaurierte OF

RONJA RÄUBERTOCHTER ≥ S. 35 SE/NO 1984. Tage Danielsson. 121 Min. DF 15:00 Uhr

19

Mo

20

Di

INDIGÈNES ≥ S. 25 Tage des Ruhms DZ/FR/MA 2006. Rachid Bouchareb. 128 Min. OmU

21

Mi

THE SAGA OF ANATAHAN ≥ S. 31 Die Sage von Anatahan JP 1953. Josef von Sternberg. 92 Min. OmU

22

Do

CAVALCADE ≥ S. 8 USA 1933. Frank Lloyd. 110 Min. Restaurierte OF

23

Fr

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Sa

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So

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Mo

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Di

CAMP DE THIAROYE ≥ S. 25 Senegal/Tunesien/Marokko 1987. Ousmane Sembène. 150 Min. OmU

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Mi

STRANGERS ON A TRAIN ≥ S. 30 Der Fremde im Zug USA 1951. Alfred Hitchcock. 101 Min. OF

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Do

OLIVER! ≥ S. 9 Großbritannien 1968. Carol Reed. 153 Min. Restaurierte OF 17:00 Uhr

30

Fr

MONTAGS keine VorstellungEN

HORS-LA-LOI ≥ S. 16 DZ/FR/BL/TUN 2010. Rachid Bouchareb. 138 Min. OmeU 17:30 Uhr

RATATOUILLE ≥ S. 35 USA 2007. Brad Bird, Jan Pinkava. 111 Min. DF 14:30 Uhr

STRANGERS ON A TRAIN ≥ S. 30 Der Fremde im Zug USA 1951. Alfred Hitchcock. 101 Min. OF Reklamefilmpreis 12:00 Uhr I N THE HEAT OF THE NIGHT ≥ S. 8 USA 1967. Norman Jewison. 109 Min. Restaurierte OF

RATATOUILLE ≥ S. 35 USA 2007. Brad Bird, Jan Pinkava. 111 Min. DF 15:00 Uhr MONTAGS keine VorstellungEN

DIE WUNDERBAREN REISEN DES NILS HOLGERSSON ≥ S. 35 JP 1981. Hisajuki Toriumi. 82 Min. DF 14:30 Uhr

And the Oscar® goes to ... OmU Original mit dt. Untertiteln

VERSO SUD - FESTIVAL DES ITALIENISCHEN FILMS ≥ Das Programm entnehmen Sie bitte dem Dezemberheft

Menschen in Bewegung OmeU Original mit engl. Untertiteln

Klassiker & Raritäten o.D. Ohne Dialog


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20.30 Uhr

22.30 Uhr

ALL ABOUT EVE ≥ S. 7 USA 1950. Joseph L. Mankiewicz. 138 Min. Restaurierte OF 20:15 Uhr

100% ARABICA ≥ S. 14 FR 1997. Mahmoud Zemmouri. 85 Min. OF 22:45 Uhr

Fr

16

LES HOMMES LIBRES ≥ S. 15 FR 2011. Ismaël Ferroukhi. 99 Min. OmeU

CORPSE BRIDE ≥ S. 32 USA/GB 2005. Tim Burton, Mike Johnson. 77 Min. OF

Sa

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So

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CAVALCADE ≥ S. 8 USA 1933. Frank Lloyd. 110 Min. Restaurierte OF

Di

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ADIEU GARY ≥ S. 16 FR 2008. Nassim Amaouche. 75 Min. OmeU

Mi

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THE RISE OF THE UNDERGROUND ≥ S. 41 DE 2012. Anja Czioska. 90 Min. 20:15 Uhr Mit Gästen

Do

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MAUVAISE FOI ≥ S. 15 FR 2006. Roschdy Zem. 88 Min. OmeU

IN THE HEAT OF THE NIGHT ≥ S. 8 USA 1967. Norman Jewison. 109 Min. Restaurierte OF

CORPSE BRIDE ≥ S. 32 USA/GB 2005. Tim Burton, Mike Johnson. 77 Min. OF

Fr

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OMAR M’A TUER ≥ S. 17 FR 2011. Roschdy Zem. 85 Min. OmU

RABID ≥ S. 32 Der Überfall der teuflischen Bestien CA 1976. David Cronenberg. 91 Min. DF

Sa

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OLIVER! ≥ S. 9 GB 1968. Carol Reed. 153 Min. Restaurierte OF 20:45 Uhr

Di

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STRAIGHT STORIES, MAPPINGJOURNEY, SPEECHES ≥ S. 17 2006-2012. B. Khalili. 75 Min. OmeU

Mi

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WEEK-END ≥ S. 29 FR/IT 1967. Jean-Luc Godard. 105 Min. OmeU 21:15 Uhr Lecture Lorenz Engell 20:15 Uhr

Do

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VERSO SUD - FESTIVAL DES ITALIENISCHEN FILMS ≥ Das Programm entnehmen Sie bitte dem Dezemberheft

Fr

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ANLEITUNG ZUM UNGLÜCKLICHSEIN ≥ S. 39 DE 2012. Sherry Hormann. 88 Min 20:00 Zu Gast: S. Hormann

Lecture & Film DF Dt. Fassung

Late Night Kultkino OF Originalfassung

Kinderkino

Specials


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SERVICE Kino des Deutschen Filmmuseums Schaumainkai 41 · 60596 Frankfurt am Main Information & Ticketreservierung: Tel.: 069 - 961 220 220 Kino Eintrittspreise Regulär: 7,- Euro Ermäßigt (Schüler/Studenten): 5,- Euro Schwerbehinderte: 3,50 Euro Filme mit Gästen, Musikbegleitung, Lecture, 3D: 2,- Euro Zuschlag Für Frankfurt-Pass-Inhaber ermäßigen sich die regulären Preise um die Hälfte. Kinderkino Für Kinder und begleitende Erwachsene: 3,50 Euro 3D: 1,- Euro Zuschlag Kinocard Ermäßigter Eintritt zu allen Kinoveranstaltungen Jahresbeitrag: 30,- Euro · ermäßigt: 20,- Euro Ticket: je 4,- Euro · ermäßigt: 3,- Euro Für Sonderveranstaltungen: 1,50 Euro Zuschlag Freundeskreise Freunde des Kinos erhalten die Kinocard, Vorzugskarten bei besonderen Filmveranstaltungen und bekommen das aktuelle Programm sowie den wöchentlichen Newsletter zugeschickt. Jahresbeitrag: 30,- Euro · unter 30-Jährige: 20,- Euro. Freunde des Museums erhalten freien Eintritt in alle Ausstellungen, Einladungen zu den Eröffnungen, den Newsletter und exklusive Informationen zu den Ausstellungen. Jahresbeitrag: 65,- Euro · unter 30-Jährige: 55,- Euro. Informationen: freunde@deutsches-filminstitut.de Freunde von Kino und Museum erhalten zusätzlich: Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und zehn Prozent Ermäßigung auf Kataloge zu aktuellen Ausstellungen Jahresbeitrag: 95,- Euro · unter 30-Jährige: 80,- Euro Special für zwei Personen: 160,-Euro · unter 30-Jährige: 130,- Euro Newsletter Unser wöchentlicher Newsletter informiert per E-Mail mittwochs über Kino- und Ausstellungs-Programme. Anmeldung unter http://newsletter.deutsches-filmmuseum.de Programmheft Das monatlich erscheinende Programmheft liegt aus im Deutschen Filmmuseum sowie an ausgewählten Orten in Frankfurt und der Region.

Kulturpartner des Deutschen Filminstituts

Gegen Vorlage eines Škoda-Autoschlüssels erhält der Autobesitzer freien Eintritt in unsere Dauer- und Sonderausstellung.


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Museum Dauerausstellung Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen Eintrittspreise: 5,- Euro · ermäßigt: 2,50 Euro www.deutsches-filmmuseum.de Sonderausstellung And the Oscar® goes to ... 85 Jahre Bester Film 14. November 2012 - 28. April 2013 Di /Do-So 10:00 - 18:00 Uhr · Mi 10:00 - 20:00 Uhr · Mo geschlossen Eintrittspreise: 7,- Euro · ermäßigt: 5,- Euro www.deutsches-filmmuseum.de Kombitickets Dauerausstellung und Sonderausstellung: 10,- Euro · ermäßigt: 6,- Euro Aktiv im Filmmuseum Führungen für Privatpersonen und Unternehmen, Filmanalyse, Seminare, Workshops und Kindergeburtstage nach Absprache Informationen, Preise und Anmeldung unter: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel.: 069 - 961 220 223 http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/museumspaedagogik/ Öffentliche, kostenfreie Führungen (Anmeldung nicht erforderlich; die Teilnehmer bezahlen lediglich den regulären Eintritt) Dauerausstellung: jeden Sonntag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 1. Stock Sonderausstellung: jeden Samstag, 15:00 Uhr, Treffpunkt: 3. Stock Offenes Filmstudio am Wochenende Samstags und sonntags von 14:00 - 18:00 Uhr Kostenfreies Angebot, Anmeldung nicht erforderlich Veranstaltungsort: 4. Stock After Work im Deutschen Filmmuseum Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat Informationen: museumspaedagogik@deutsches-filminstitut.de Tel.: 069 - 961 220 223 filmcafé Das filmcafé ist bis zum Beginn der letzten Kinovorstellung geöffnet. Flaschengetränke können mit ins Kino genommen werden. Anfahrt Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln U1, U2, U3, U8 (Schweizer Platz) · U4, U5 (Willy-Brandt-Platz) Straßenbahn 15/16 (Schweizer-/Gartenstraße) Buslinie 46 (Museumsuferlinie 46)

Mitglieder und Förderer


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VORSCHAU

HIGHLIGHTS IM DEZEMBER 2012 TNT FILM präsentiert Die Oscar®-Filmreihe Filme im 70mm-Format Das Academy Film Archive restauriert Filme in weltweit einzigartiger Qualität. Bereits im November können wir begleitend zur Ausstellung „And the Oscar® goes to...“ einige dieser außergewöhnlichen Werke in unserem Kino zeigen. Im Dezember verdoppeln wir die Breite des Filmstreifens: Kurz vor Weihnachten sind PATTON (USA 1970) und THE SOUND OF MUSIC (USA/AU 1965) im 70mm-Format zu sehen - projiziert mit dem eigens für die Vorführung umgerüsteten Filmprojektor.

Lecture & Film: Harun Farocki Harun Farocki ist ein Meister des Essay-Films. Seine Werke sind Materialsammlungen, sie stellen unerwartete Zusammenhänge her und reflektieren meist den eigenen Entstehungsprozess. Der Zuschauer soll alles, was er sieht, kritisch hinterfragen – Farocki zeigt, „wie man sieht“. Sein Stil erinnert an Jean-Luc Godard, dessen Fähigkeit, „gänzlich neuartige Filme“ zu schaffen, Farocki am Donnerstag, 13. Dezember, in seiner Lecture würdigt. Archäologie: Fiktion und Wirklichkeit Unsere Reihe zu Archäologie und Film setzen wir im Dezember und in den darauf folgenden Monaten fort. In Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut und dem EU-geförderten Projekt „Archaeology in Contemporary Europe“ halten Wissenschaftler und Archäologie-Experten Vorträge zu Filmen, in denen Anknüpfungspunkte zur modernen Altertumswissenschaft zu finden sind. Die Reihe wird von einer FotoAusstellung begleitet.


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Mein Leben, mein Festival, meine Frankfurter Sparkasse „Filme beeinflussen unsere Kinder. Anspruchsvolle Produktionen fördern sie. Danke an die Förderer.“ Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse unterstützt das Internationale Kinderfilmfestival LUCAS sowie viele andere Projekte in Kunst, Kultur und Sport.

Petra Kappler | Festivalleitung LUCAS Deutsches Filminstitut | Deutsches Filmmuseum


Deutsches Filmmuseum Deutsches Filminstitut Schaumainkai 41 60596 Frankfurt am Main www.deutsches-filmmuseum.de

Kino im Filmmuseum - November 2012  

Das aktuelle Kinoprogramm und alle Veranstaltungen rund um das Deutsche Filmmuseum

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