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Sicherheit hat Vorrang – arbeiten in fragilen Staaten

Armut und hohe Arbeitslosigkeit, eine steigende Gewaltkriminalität, bewaffnete Konflikte und Naturkatastrophen: Das sind nur einige Faktoren, die in vielen Ländern soziale Unsicherheit erzeugen und die Wirtschaft sowie das politische System destabilisieren. Das alles stellt hohe Anforderungen an unser Personal und nicht zuletzt auch an die Fürsorgepflicht des Unternehmens. In mehr als 50 Ländern arbeitet die GIZ bereits in einem akut von Gewalt und Konflikten geprägten Umfeld, mit steigenden Risiken für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auslandseinsatz. In Hochrisikoländern gibt es hauptamtliche Beraterinnen und Berater für das Sicherheitsrisiko-Management und ständig besetzte Sicherheitsbüros (siehe Seite 27). In Deutschland baut die GIZ die bereits bestehende Einheit „Auslandssicherheit“ zu einer Stabsstelle „Unternehmenssicherheit“ aus, die direkt unterhalb des Vorstands angesiedelt ist. Sie hat die Aufgabe, Sicherheitsrisiken zu analysieren und bezüglich konkreter Vorsorge- und Schutzmaßnahmen zu beraten. Damit stellt die neue Einheit sicher, dass die GIZ für den Fall akuter Krisen weltweit über ein professionelles Krisenmanagementsystem verfügt.

Um­­gang mit öffentlichen Mitteln sichergestellt wird. Durch die kontinuierliche Verbesserung interner Regelungen und Prozesse will die GIZ die Sicherheit, Klarheit sowie Qualität der Geschäftstätigkeit weiter ausbauen

und dadurch im Markt dauerhaft als verlässliches Unternehmen agieren. In diesem Sinne wird beispielsweise der bestehende Menschenrechts-Beschwerdemechanismus der GIZ (siehe Seite 29) 2016 unter anderem durch eine transparente Prozessbeschreibung für Außenstehende noch sichtbarer und nachvollziehbarer gemacht. Zudem will die GIZ in Menschenrechtsfragen ihre Schulungsangebote weiter ausbauen. Damit erfüllt die GIZ zugleich Vorgaben der „Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte“ der Vereinten Nationen. Sichtbar nachhaltig und wettbewerbsfähig in die Zukunft

Den Herausforderungen in der internationalen Zusammenarbeit schaut die GIZ zuversichtlich entgegen: Schnell und flexibel sowie mit hoch qualifiziertem Personal an Bord, wird die GIZ auch in Zukunft ihrem politischen Auftrag gerecht werden, weltweit nachhaltige Entwicklung mitzugestalten. Um diese Anforderungen zu meistern, wird sich die GIZ in ihrer Unternehmensstrategie auf vier zentrale Handlungsfelder fokussieren: Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit, Geschäftsentwicklung sowie Kompetenzen und Allianzen. Ziele und Indikatoren zur Nachhaltigkeit werden dabei in alle Handlungsfelder integriert. Die organisatorischen Voraussetzungen für langfristig wettbewerbsfähige, noch kundenorientiertere und belegbar nachhaltige Leistungsangebote hat die GIZ mit dem internen Veränderungsprojekt „bauhaus15“ geschaffen: Kompetenzen und Expertenwissen sind stärker gebündelt, interne Prozesse noch effizienter gestaltet. Während die organisatorischen Veränderungen und neuen Prozessabläufe in Deutschland bereits seit dem 1. September 2015 umgesetzt sind, folgen im Jahr 2016 entsprechende Anpassungen in den Büros in den Partnerländern. GIZ. Lösungen, die wirken.

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Integrierter Unternehmensbericht 2015  

GIZ. LÖSUNGEN, DIE WIRKEN.

Integrierter Unternehmensbericht 2015  

GIZ. LÖSUNGEN, DIE WIRKEN.