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kräfte aus dem Gesundheitsbereich bei deutschen Spezialkliniken und Pharmaunternehmen im Sommer 2015 moderne Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie neueste Medizintechnik kennen. Weitere Schwerpunkte sind erneuerbare Energien, Energie­effizienz, Abfallwirtschaft, Agrarsektor und Bergbau. Vorteile haben beide Seiten davon: Während die Managerinnen und Manager aus 17 Partnerländern Geschäftskontakte, aktuelles Management-Know-how und neue Produkte mitnehmen, profitieren deutsche Firmen von den Folgeaufträgen für Dienstleistungen und Waren – bis hin zur Gründung von Joint Ventures. reimut.duering@giz.de //

www.managerprogramm.de

Geschäftsidee trifft Partner Dauerhafte persönliche Geschäftsbeziehungen sind letztendlich auch das Ziel des „Global Business Exchange Programme“ – kurz GloBus. Mit dem Programm qualifiziert die GIZ zum Beispiel Managerinnen und Manager von kleinen und mittelgroßen marokkanischen Unternehmen für Geschäftskontakte mit deutschen Firmen. Die GIZ setzt GloBus im Auftrag des BMZ auch in Kolumbien und Peru um. Das Programm konzentriert sich auf die Lebensmittelindustrie, auf Maschinenbau, Elektrotechnik und erneuerbare Energien. Unternehmen mit Interesse an internationaler Vernetzung und Kooperation können sich in Managementtrainings darauf vorbereiten. Diejenigen mit den besten Kooperationsideen werden anschließend für zehn Tage nach Deutschland eingeladen. Hier können sie sich auf Messen, bei Verbänden und Kammern über neueste Entwicklungen ihrer Branche informieren. Herzstück des Aufenthalts ist die GloBus-Session, eine Netzwerkveranstaltung, die Unternehmen beider Länder an einem Tisch bringt. Sie tauschen sich über aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und Marktchancen aus und loten konkrete gemeinsame Vorhaben aus. Um die Kooperation noch fester zu verankern, werden in Marokko Multiplikatoren geschult, die an heimischen Business Schools unterrichten. Sie sollen Führungskräfte der Wirtschaft dazu anregen, über den nationalen Tellerrand zu schauen – ganz im Sinne des Mottos von GloBus: „Connect. Share. Succeed.“ – „Verbinden. Teilen. Erfolgreich sein.“ adriana.nunes-haenel@giz.de //

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www.globus.exchange

Integrierter Unternehmensbericht der GIZ 2015

Für fairere Produktion sorgen Politische Rahmenbedingungen, die für ein freundliches Investitionsklima sorgen, qualifizierte Fachkräfte und eine gute Infrastruktur in Form von Telekommunikation oder Transportwegen: Dies sind alles wichtige Faktoren für den geschäftlichen Erfolg von Unternehmen. Jedoch legen immer mehr Kunden Wert darauf, dass Produkte auch umweltverträglich und sozial verantwortlich hergestellt werden. Um dauerhaft im Wettbewerb zu bestehen, sind die Unternehmen daher zunehmend gefragt, dies nach­ zuweisen. Viele deutsche Unternehmen engagieren sich für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und umweltverträg­ liche Produktionsweisen bei ihren ausländischen Zulieferbetrieben. Der Lebensmitteleinzelhändler Lidl und der Handelskonzern REWE Group gehören dazu und vertrauen dabei auf das Fachwissen von GIZ Interna­ tio­nal Services. Denn die Herausforderung ist, deutsche Standards mit den Gegebenheiten vor Ort in Einklang zu bringen. Unter dem Motto „Auf dem Weg nach Morgen“ engagiert sich der Lebensmitteleinzelhändler Lidl seit Jahren dafür, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Herstellerbetrieben seiner Textil- und Schuh-Eigenmarken zu verbessern. So auch in den Textilzulieferbetrieben in Bangladesch: Im Auftrag von Lidl führt GIZ International Services dort seit 2008 Trainingsmaßnahmen für Textilhersteller und deren Beschäftigte durch. Auf Basis internationaler Sozialstandards geht es beispielsweise um höhere Löhne, Überstundenregelungen, Gesundheit sowie Arbeitervertretungen und Versammlungsfreiheit. Mit dem Engagement von GIZ International Services hat sich in

Integrierter Unternehmensbericht 2015  

GIZ. LÖSUNGEN, DIE WIRKEN.

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