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dem das Bundesumweltministerium, Großbritannien sowie Dänemark und die Europäische Kommission beitragen. NAMA steht für „Nationally Appropriate Mitigation Action“ und bezeichnet freiwillige, landesweite Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Das NAMA-Unterstützungsprojekt arbeitet mit 6.000 Kaffeebauern und auf mehr als einem Viertel der Anbaugebiete des Landes, um den Kaffeesektor für die Zukunft zu stärken. Eingebunden sind alle wesentlichen Akteure, von Kaffee­ bauern über private, staatliche und wissenschaftliche Institutionen bis hin zu Kaffee-Exporteuren. Ihr gemeinsames Ziel: Kaffee für den europäischen und nordamerikanischen Markt künftig ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig zu produzieren und weiterzuverarbeiten. sandra.spies@giz.de //

www.giz.de/de/weltweit/33738.html

Ohne Fluorchlorkohlenwasserstoffe produzieren Klimafreundliche Industriegüter herstellen: Das von der GIZ durchgeführte Programm „Proklima“ zeigt, dass dies möglich ist. Im Auftrag des BMZ und der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums wurden bereits rund 40 Partnerländer dabei unterstützt, aus der Produktion und dem Verbrauch ozonschädlicher Substanzen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW) auszusteigen. Das „Montrealer Protokoll“, ein internationales Umweltabkommen zum Schutz der Ozonschicht, verpflichtet die Länder dazu. Zudem wird durch „Proklima“ gefördert, auf hochgradig klimaschädliche Substanzen wie teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW) zu verzichten. Diese sollen durch natürliche Kälte- und Treibmittel ersetzt werden. „Proklima“ unterstützt beispielsweise Produzenten von Kühlund Klimaanlagen sowie von Schaumstoffen weltweit dabei, den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte ozon- und klimafreundlich zu gestalten: vom Aufbereiten der Rohstoffe über Produktion, Wartung und Reparatur bis zu ihrem umweltgerechten Recycling. In China etwa produzieren nun drei große Hersteller von Raumklimageräten mit dem umweltfreund­ licheren Kältemittel Propan. Weltweit werden rund 80 Prozent der Raumklimageräte in China produziert. Die Bilanz der 280 „Proklima“-Projekte weltweit: Der Einsatz von ozonschädigenden Substanzen ging um mehr als 8.100 Tonnen Ozon abbauender Stoffe zurück. Das ist gleichzusetzen mit rund 100 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger, die sich negativ auf das Klima auswirken. Das entspricht dem jährlichen Ausstoß des Pkw-Verkehrs in Deutschland. bernhard.siegele@giz.de //

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www.giz.de/pro-klima

Integrierter Unternehmensbericht der GIZ 2015

Weltweit umgerechnet rund

100 Mio. Tonnen Kohlendioxid eingespart

Integrierter Unternehmensbericht 2015  

GIZ. LÖSUNGEN, DIE WIRKEN.

Integrierter Unternehmensbericht 2015  

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