Page 34

Dem Klima mehr Luft verschaffen Eine kleine Zahl mit starkem Signal – deutlich unter zwei Grad Celsius. Höher soll die globale Erderwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts im Vergleich zur ­vorindustriellen Zeit nicht ausfallen. Darauf hat sich die Weltgemeinschaft auf der UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 geeinigt. Mit den vereinbarten Finanzhilfen für Entwicklungsländer können viele dieser Länder ihre Widerstandskraft gegenüber den Folgen des Klimawandels stärken. Indem jedes Mitglied der Staatengemeinschaft seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet, lassen sich die internationalen Ziele der Klimakonferenz erreichen.

Mit Plan reduzieren Klimaschutzpläne zu erstellen, sogenannte „Intended Nationally Determined Contributions“ (INDCs), gehörte zu den „Hausaufgaben“ im Vorfeld der UN-Klimaschutzkonferenz in Paris im Dezember 2015. Erstmalig mussten alle Länder bis zur Vollversammlung ihre nationalen Bei­­träge zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen vorlegen. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums und finanziert über dessen Internationale Klimaschutz­initiative hat die GIZ die Regierungen von 30 Ländern dabei unterstützt. Zu diesen gehörten beispielsweise Indonesien, Vietnam, Marokko und Peru. Wie lässt sich in diesen Ländern ein Zukunftsszenario der landesweiten Emissionen ab 2020 erstellen? Sind Einsparungen überhaupt möglich, und wie können Einsparziele 34

Integrierter Unternehmensbericht der GIZ 2015

formuliert werden – zum Beispiel für den Energiesektor, die Landwirtschaft oder sogar die gesamte Wirtschaft? Wer muss bereits in die Planung einbezogen werden, d ­ amit derartige Ziele ehrgeizig und umsetzbar werden? Zur Beantwortung dieser Fragen unterstützte die GIZ mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Nichtregierungsorganisation Climate Analytics die Regierungen und die beteiligten Ministerien dabei, Entscheidungs- und Partizipationsprozesse zu etablieren, führte Studien durch und entwickelte Leit­fäden für diesen herausfordernden Prozess. Ein von GIZ und UNDP orga­ nisiertes Treffen in Berlin im Vorfeld des Klimagipfels brachte Vertreterinnen und Vertreter aus über 50 Ländern zusammen. Sie tauschten sich über Herangehensweisen beim Erstellen ihrer INDCs und gute Beispiele aus. Der Erfolg dieser breiten Unterstützung: Der Großteil der beratenen Partnerländer reichte seine nationalen Klima­pläne sogar vor der Frist 1. Oktober 2015 formgerecht beim Sekretariat der Klimarahmenkonvention ein. Zur Klimakonferenz in Paris lagen alle INDCs vor. anja.wucke@giz.de //

www.giz.de/de/weltweit /29816.html

Auf nationaler Ebene Inventur für das Klima machen Internationale Abkommen geben das große Ziel vor. Wollen einzelne Länder ihren nationalen Ausstoß an Treibhausgasen jedoch konkret reduzieren, müssen sie

Integrierter Unternehmensbericht 2015  

GIZ. LÖSUNGEN, DIE WIRKEN.

Integrierter Unternehmensbericht 2015  

GIZ. LÖSUNGEN, DIE WIRKEN.