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KÖLNERIMPULS Ausgabe November 2017

Informationen des KAB Diözesanverbandes Köln

Warum die Katholische ArbeitnehmerBewegung das Engagementfeld der Zukunft ist! Im Januar 2016 titelte ‚Die Zeit‘: „Die Massenarbeitslosigkeit kommt zurück - Die Digitalisierung zerstört mehr Arbeitsplätze, als sie neue schafft. Zugleich wird der Wettbewerb durch Null-Stunden-Verträge härter.“ „Schwarzmalerei, stimmt doch gar nicht“ wäre die Antwort vieler und die Wahrheit liegt mit Sicherheit irgendwo dazwischen. Dennoch ist die aufgeworfene Frage nach der digitalen Revolution der Arbeitswelt eine der sich die Katholische Arbeitnehmer -Bewegung stellen muss. Schließlich geht es nicht zuletzt um die Solidarisierung mit den Beschäftigten und darum deren Interessen gegen die Logik des Kapitals zu stellen. Gleich in welcher Härte die Umwälzung des Arbeitsmarktes die lohnabhängig Beschäftigten trifft, stellen sich für die KAB zwei zentrale Fragen: Erstens nach der spirituellen Dimension: Wie verändert es die Menschen, wenn sie nach der Maschine nun noch von der digitalen Intelligenz aus Produktionsabläufen verdrängt werden? Und Zweitens stellt sich die Frage nach dem Nutzen der Angestellten an dem digitalen Fortschritt. Lassen sich beispielsweise durch eine geringere Wochenarbeitszeit bei gleichem Lohn Vorteile für Familie und Freizeit erreichen? Für mich ganz persönlich haben diese Überlegungen in diesem Jahr zur Kandidatur für die KAB Diözesanleitung geführt. Wie ich finde ein idealer Ort mich spirituell Zuhause zu fühlen und gemeinsam mit Gleichgesinnten die

aufgeworfenen Herausforderungen in der Tradition der Gewerkschaftsarbeit und im christlichen Glauben anzugehen. Dabei steht die KAB schon allein aufgrund der geringen Mitgliederzahl nicht im Verdacht ein großer Trendsetter in der Diskussion zu Arbeit und Industrie 4.0 zu sein. Daher ist die KAB für mich genau der richtige Freiraum alle Fragen des digitalen Kapitalismus in Ruhe zu diskutieren und mit Blick auf den Menschen adäquate Antworten und Lösungen zu entwerfen. Dabei wäre es wichtig mehr als nur den Arbeitsplatz der Zukunft in den Blick zu nehmen. Die Herausforderung besteht darin alle Lebensbereiche, beispielsweise Familie und Arbeitgeber miteinander zu verbinden. Weiterhin besteht die Falle in der Debatte andere gesellschaftliche Umbrüche oder Entwicklungen einer globalisierten Welt außer Acht zu lassen. Mit dem Blick auf die jetzt schon sehr hohe Zahl von Langzeitarbeitslosen allein in Nordrhein-Westfalen oder drohende Arbeitslosigkeit in den Bereichen Kohle und Stahl erleben wir neben der Digitalisierung weitere prekäre Situationen. Gut ist, dass die KAB mit der Vision von einem Grundeinkommen, der Forderung nach einer Bürgerversicherung sowie dem Engagement gegen Armut drei weitere Themenfelder bearbeitet, welche sich wunderbar mit dem digitalen Kapitalismus verbinden lassen bzw. mögliche Lösungen anbieten.

In besonderem Maße begeistert mich an der Mitwirkung und Gestaltung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung jedoch die Tradition und Verpflichtung durch Nikolaus Groß oder auch Bernhard Letterhaus, sich aktiv dem Widerstand gegen den Faschismus zu widmen. Dies scheint gerade in diesem Jahr wieder einmal wichtiger denn je! Dabei lassen sich Parallelen zur Zeit des Nationalsozialismus nicht wegreden. Die Wahlerfolge von Neofaschisten in der jüngsten Vergangenheit fußen unter anderem auf der bürgerlichen Sorge sozial abzurutschen und der steigenden Armut in Deutschland wie auch anderen europäischen Staaten. Dies fordert uns umso mehr heraus und muss die Verpflichtung für unser Engagement sein! Kollegiale Grüße Tobias Agreiter

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Interview mit unserem neuen Diözesanvorsitzenden Uwe Temme Warum hast Du für das Amt des Diözesanvorsitzenden kandidiert? Über zehn Jahre lang war ich in meiner Heimatstadt Wuppertal kommunalpolitisch tätig. Eine Zeit, die mich politisch stark geprägt hat. Man kann durchaus sagen, dass mich die politische Arbeit desillusioniert hat. Das Selbstverständnis der Parteien, der Umgang mit den Menschen und vor allem mit der Wahrheit hat mich – sagen wir mal – irritiert. Gleichzeitig bin ich aber nicht nur politisch interessiert, sondern ich halte es für ganz besonders wichtig, politisch zu arbeiten. Wo aber kann man das besser als in einem Verband wie der KAB. Dabei hatte ich von Beginn an nicht den Plan, Diözesanvorsitzender zu werden. Es waren vielmehr Andreas Luttmer-Bensmann und Winfried Gather, die mich anlässlich des Katholikentages in Leipzig zum ersten Mal „animiert“ haben, mich um den Vorsitz zu bewerben. Ich war zunächst der Ansicht, doch eigentlich zu alt für die Aufgabe zu sein. Aber alle, mit denen ich gesprochen habe, waren der Auffassung, ich sei der Richtige. Schließlich werde ich bald in den RuUwe Temme Geb.: 05.011.1954 in Wuppertal Beruf: seit 1972 Kommunalbeamter bei der Stadt Wuppertal seit 2005 Leiter des Sozialamtes der Stadt Wuppertal Ausbildung: 1983 Abschluss des Studiums an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW Nebenberuflich: Dozent am Bergischen Studieninstitut für Kommunale Verwaltung (Ausbildungsinstitut für Kommunale Verwaltungen)

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hestand versetzt werden und damit viel Freizeit haben. Diese Freizeit will ich nutzen, um für Kirche und Gesellschaft aktiv zu sein. Dabei will ich meine Erfahrung aus vielen Jahren als Sozialamtsleiter und vorher als Abteilungsleiter im Sozialamt einbringen. Für welche/n Schwerpunkt/e möchtest Du Dich gerne einsetzen? Die Themen liegen größtenteils auf dem Tisch: • Weiterentwicklung der KAB, • Arbeit 4.0, • Bürgerversicherung, • Familienpolitik, • Bildungspolitik, • Armut / Grundeinkommen, • Sonntagsschutz, • Frauen, • Senioren. Das sind die zentralen Themen. Ich werde natürlich innerhalb der Diözesanleitung für alle Themenbereiche mit verantwortlich sein. Wir sind ein Team und werden uns die Aufgaben teilen. Welche Hoffnungen bzw. Erwartungen hast Du an die KAB? Ich habe zuletzt, auch schon vor meiner Wahl, an Veranstaltungen zur Weiterentwicklung der KAB teilgenommen. Dabei bin ich nach den Gesprächen sowohl mit ehrenamtlich Tätigen als auch mit Hauptamtlichen der festen Überzeugung, dass wir neue Formen der Beteiligung finden müssen. Gerade junge Menschen können mit den herkömmlichen Strukturen und Prozessen nichts mehr anfangen. Ich erwarte, dass sich die KAB auf neue Ideen zur Weiterentwicklung einlässt und die Mitglieder diese Weiterentwicklung aktiv fördern. Dies bedeutet aber nicht, dass ich die vorhandenen und möglicherweise auch liebgewonnenen Strukturen zerschlagen will: Unbestritten ist unsere Organisation recht alt. Wir können nicht erwarten, dass sich Mitglieder, die seit vielen Jahren oder Jahrzehn-

ten aktive Mitglieder sind, plötzlich in einer völlig veränderten KAB wiederfinden. Wir müssen also zweigleisig fahren. Wenn Du Dich nicht gerade für die KAB engagierst, was machst Du dann noch gerne? Am 1. Dezember 2017 werde ich in den Ruhestand versetzt. Ich kann mich danach neben meinen Aufgaben als Diözesanvorsitzender verstärkt meinen Hobbys widmen. Ich programmiere gerne und lerne zurzeit wieder eine neue Programmiersprache. Zudem sind meine Frau und ich leidenschaftliche Camper und verbringen so viel Zeit wie möglich in unserem Wohnwagen an der holländischen Nordsee. Darüber hinaus lese ich viel und gerne. Zumeist allerdings Fachbücher, selten Belletristik. Zum Leidwesen meiner Frau ist dies ein teures Hobby, da ich viele Bücher kaufe. Diese nehmen zudem in unserer Wohnung viel Platz ein. Ich musste daher zuletzt auf E-Books umsteigen. Ich halte aber nach wie vor lieber ein echtes Buch in der Hand. Schließlich werde ich weiterhin am Bergischen Studieninstitut lehren und Verwaltungsfachleuten das theoretische Rüstzeug für die Fragen des Sozialrechts und der Sozialpolitik mitgeben.


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Interview mit unserem neuen Diözesanpräses Diakon Michael Inden Warum hast Du für das Amt des Diözesanpräses kandidiert? Diese Frage kurz zu beantworten, fällt mir wirklich schwer, zumal dies eine Entscheidung war, die über eine lange Zeit gereift ist und die ich gegen viele Widerstände und kritische Stimmen, warum ich noch mehr Arbeit übernehmen möchte, getroffen habe. Grundlegender Auslöser für mich war, dass ich die gute und wichtige Arbeit der KAB über viele Jahre kennenlernen konnte. Diese Arbeit war für mich immer sehr bereichernd und hat mir geholfen, einige Sachen mit anderen Augen zu sehen. Sie hilft mir vielfach, Zusammenhänge besser zu verstehen und bildet oft für mich die Grundlage, den christlichen Glauben, die christliche Soziallehre, in die heutige Zeit zu übersetzen. Die KAB ist ein gutes Beispiel dafür, dass Theorie mit der Praxis verbunden werden kann. Gerade in der heutigen Zeit wird dies immer wichtiger. Wir sind keine Geh-hin Kirche, keine Volkskirche mehr, sondern müssen, um es mit den Worten unseres Papstes zu sagen, zu den Rändern der GesellMichael Inden Diakon mit Zivilberuf Geb.: 06.05.1968 in Düsseldorf Beruf: seit 1996 kfm. Angestellter bei den Stadtwerken Düsseldorf AG seit 2010 Leiter Finanzen im Bereich Geschäftsbuchhaltung und Finanzen Ausbildung: 1996 Abschluss des Studiums mit dem Titel Dipl.-Ökonom an der Bergischen Universität Wuppertal Theologischer Werdegang: seit 2004 ständiger Diakon mit Zivilberuf in Düsseldorf Seit 2012 Stadtverbandspräses der KAB Düsseldorf

schaft gehen. Dies ist gerade auch für Diakone ein wichtiger Auftrag. Als Diözesanpräses möchte ich gerade dieses abbilden. Da ich ja schon vor meiner Wahl öfters als Kassenprüfer oder Vertreter des Stadtverbandes Düsseldorf an der Diözesankonferenz teilnehmen durfte, weiß ich, dass sich die KAB gerade für diese Menschen einsetzt, die am Rande der Gesellschaft stehen und oft den Finger in die Wunde legt. Da ich dies unterstützen möchte, habe ich mich dann doch gegen alle Widerstände dazu entschieden, mich als Präses zu bewerben. Für welche/n Schwerpunkt/e möchtest Du Dich gerne einsetzen? Bei der Beantwortung dieser Frage kann ich sehr gut wieder auf die vorherige Frage verweisen. Laut Satzung unseres Verbandes will die „KAB Kirche in der Welt der Arbeit sein und Stimme der Arbeitnehmerin und des Arbeitnehmers in Kirche und Gesellschaft sein.“ Diese Stimme verhallt in den letzten Jahren immer mehr, leider in beiden Bereichen. In Zeiten, wo wir immer weniger Präsidis für unsere Vereine finden, möchte ich das Bindeglied zwischen der Amtskirche und den einzelnen Vereinen sein. Ich möchte die Vereine darin bestärken, wieder unseren satzungsgemäßen Auftrag nachzukommen. Weiterhin möchte ich gerne mit Frau Windhuis zusammen, ein neues spirituelles Konzept erarbeiten. Hierzu haben auch schon die ersten Gespräche stattgefunden. Unser Ziel wird sein, neben der Wallfahrt, auch weitere Angebote - auch für die jüngere Generation - zu erarbeiten und umzusetzen. Es gibt noch viele Themen und Schwerpunkte, die mir wichtige wären, aber dies würde hier den Rahmen sprengen. Wichtiger wäre mir für das kommende Jahr, wo wieder Betriebsratswahlen sind, daran zu arbeiten, dass wir Mitglieder finden,

die sich für diese wichtige Arbeit bereit erklären. Abschließend wäre es mir auch noch ein Anliegen, dass wir auch zukünftig die Stellen an den Arbeits- und Sozialgerichten besetzen können, damit wir den christlichen Geist auch dort präsent haben. Welche Hoffnungen bzw. Erwartungen hast Du an die KAB? Ich hoffe, dass sich auch weiterhin so viele engagierte Menschen finden, die unsere Idee vertreten und mit viel Herzblut sich in die Verbandsarbeit einbringen. Wir benötigen die Diskussion zwischen jungen und alten Mitgliedern, damit sich der Verband weiterentwickeln und in eine sichere Zukunft gehen kann. Das zeichnete bis jetzt die KAB aus und ich hoffe, es bleibt auch so. Wenn Du Dich nicht gerade für die KAB engagierst, was machst Du dann noch gerne? Ich koche und backe leidenschaftlich gerne. Dies ist für mich die beste Form der Entspannung. Aber auch ein gutes Buch oder ein Theater- oder Opernbesuch können mich sehr erfreuen.

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Akademie für Frauen 50 Plus vom 10. bis 14. Juli „Halt an, wo läufst Du hin...“ Zum thematischen Einstieg hat jede Teilnehmerin einen Beitrag in Form eines Textes, einer Bibelstelle, eines Bildes, eines Buches oder eines Symbols mitgebracht. Mit dieser Fülle sind wir in die Akademie eingestiegen. Mit der Gesundheitspädagogin Sigrid Gohr ging es an die frische Luft. So konnte der praktische Teil im Grünen stattfinden. „Es ist an der Zeit anzuhalten“. Zu diesem Thema haben wir unsere Erfahrungen zusammengetragen. Ein Quiz, um die Faktoren und Hintergründe der Welternährung zu verstehen, machte uns hellwach. Jetzt ging es ans Eingemachte. Der ökologische Fußabdruck sorgte für Diskussion und Handlungsbedarf. Referentin Ulrike Eischeid brachte uns die Agenda

2030 für nachhaltige Entwicklung näher. Es war ein Weckruf. Mit Michaela Tressin ging es in den Dialog „Was ist Zeit?“, denn die Antwort auf die Frage: Halt an, wo läufst Du hin? war: „Mitten ins Leben“. Zum Beispiel, was verbinde ich mit dem Wort Zeit? Mit den Papiersekundenzeigern, die von uns mit Gedanken und Erfahrungen gefüllt wurden, entstand eine Zeituhr. Wir haben die Zeit sinnvoll genutzt. Die Bibelarbeit zu Psalm 1: Weisung zur Wahl des rechten Weges mit Frau Ann-Kathrin Windhuis war eine Herausforderung und Bereicherung. Das erste Buch der beiden Wege haben wir uns erarbeitet. Der Zugang zu den Psalmen hat sich als lebendige Sprache gezeigt.

Beim Abschlussabend, sowie beim Unterwegssein in der Natur, Schritt für Schritt mit Achtsamkeit, war das Thema „Halt an, wo läufst Du hin….“ sehr präsent. Mechthilde Eischeid

Frauenseminar: Die Bewahrung der Schöpfung Die Wasserfrage und der Umweltschutz in der Sozialenzyklika „Laudato si“ Im neuen Katholisch-Sozialen Institut in Siegburg fand unter dem Titel „Die Bewahrung der Schöpfung“ am 16. und 17. September das Frauenseminar 2017 statt. Ausgehend von der Wasserfrage und dem Umweltschutz, die Papst Franziskus in der Sozialenzyklika „Laudato si“ beschreibt, ließen sich 13 Frauen ermutigen, diese Themen in drei Einheiten zu beleuchten und zu diskutieren. So erläuterte Christoph Wagner von den Stadtwerken Düsseldorf die Wasserverfügbarkeit, Wasserqualität, Wassernutzung und den Wasserverbrauch des kostbaren Gutes „Wasser“ sowohl weltweit als auch bei uns. In der zweiten Einheit zeigte Julia Oberdörster von der Verbraucherzentrale Siegburg, wie wir in Kosmetik Problem-Inhaltsstoffe erkennen und von Naturkosmetik unterscheiden können. Im praktischen Teil stellten die Frauen selber Badekugeln und eine Körper-

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butter zur eigenen Anwendung her. In dem Dokumentarfilm „Bottled Life – das Geschäft mit dem Wasser“ wurden sehr eindrucksvoll und aufschlussreich die Machenschaften eines mächtigen Lebensmittelkonzerns aufgezeigt, der mit dem Wasser Geschäfte macht, während Millionen von Menschen keinen Zugang zu Trinkwasser haben. Das Wasser unserer Erde wird als

Müllhalde missbraucht und die Ozeane sind die größten Abfallhalden für Plastikmüll mit unabsehbaren Folgen. Dies machte Mechthild Hartmann-Schäfers, Wissenschaftliche Referentin der KAB-Stiftung Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung (ZASS), in ihrem Vortrag deutlich und zeigte Ansätze zu einem nachhaltigen Umgang mit Wasser und Plastik. Hildegard Lülsdorf


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BILDUNGSPROGRAMM 2018 KAB Diözesanverband Köln

Die KAB als starke Gemeinschaft und Sozialbewegung Die KAB bietet als Berufsverband Arbeits- und Sozialrechtsschutz an, und sie stellt Mitglieder für die Vertretung in den Selbstverwaltungen der Sozialversicherungen sowie für das Arbeitsgericht. Dieser Stärke unseres Verbandes und insbesondere den dort engagierten Mitgliedern wollen wir nächstes Jahr mehr Aufmerksamkeit widmen und bieten ein „Arbeits- und Sozialrechtsseminar“ an. Dieses soll der Vernetzung sowie kollegialen Beratung dienen und neue Impulse für die Arbeit mit auf den Weg geben. Die Diözesanleitung möchte sich bei allen in diesen Ämtern Engagierten bedanken und wissen, wie sie ihre Arbeit unterstützen kann. Querschnittsthemen, die uns in den zielgruppenspezifischen Seminaren, in den Studienteilen der Diözesankonferenzen, den Materialien für Standaktionen und ggfls. noch zu entwickelnden Workshops im nächsten Jahr begleiten werden, sind: Bürgerversicherung, Grundeinkommen und „Arbeit 4.0 - Menschenwürde sichern“. Letzteres wird das Schwerpunkthema des Bundesverbandes 2018/2019, der dazu ein Arbeits- und Lesebuch herausgeben wird. Erfahrungsgemäß lassen sich Ideen daraus gut in Ortsvereinen umsetzen. Mit all diesen Themen übernehmen wir als Verband über uns hinaus solidarisch Verantwortung, für unsere Kinder und Enkelkinder, für die ganze Gesellschaft.

Wie viel Spaß es machen kann, sich als Gemeinschaft zu fühlen und auch noch was zu lernen oder sich auszuprobieren, wissen die, die in großer Anzahl an unseren jährlichen Seniorenakademien oder an den Frauenseminaren teilnehmen. Diese finden sich natürlich auch 2018 wieder in unserem Bildungsangebot. Leicht modifiziert kommen derweil die Besinnungstage, nun als Pilgerwochenende, und das Familienangebot daher. Herzliche Einladung die Bildungsangebote und -materialien wahrzunehmen oder selber Seminare anzubieten. Im Diözesansekretariat können Sie/könnt ihr jederzeit nach Unterstützung für Themen oder für die Suche nach geeigneten Referent/innen anfragen. Andrea Hoffmeier stellvertretende Diözesanvorsitzende

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Bildungsprogramm 2018 Arbeits- und Sozialrechtsseminar „Vieles ist neu – ist es auch besser?“ 28. – 29.04.2018

Dieses Seminar ist für die Frauen und Männer bestimmt, die über die ACA (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen) sich ehrenamtlich in der sozialen Selbstverwaltung und der ehrenamtlichen Gerichtsbarkeit engagieren. Wir werden uns über die Arbeit austauschen und uns neue Entwicklungen z.B. in den Sozialversicherungen vorstellen lassen. Vor allem soll dieses Wochenende der Vernetzung dienen. Und es soll ein „Dankeschön“ des Diözesanverbandes für die Arbeit sein, denn vielen Mitgliedern ist nicht bewusst welch wertvolle Arbeit hier geleistet wird. Deshalb ist es auch für die Teilnehmenden kostenfrei. Verantwortlich: Andrea Hoffmeier, Winfried Gather Referent: Martin Peters, KAB Rechtssekretär a.D., Münster Ort: Katholisch-Soziales Institut, Siegburg Teilnehmerbeitrag: wird nicht erhoben.

KAB-Frauenseminar

Digital.Gleich.Flexibel Wie arbeiten Frauen in Zukunft? 29.09. - 30.09.2018

Verantwortlich: Hildegard Lülsdorf Ort: Katholisch-Soziales Institut, Siegburg Teilnehmerbeitrag: 85,00 € Ermäßigter Beitrag: 65,00 € für KAB-Mitglieder

„Suche Frieden und jage ihm nach“ (Ps 34,14)

Auch 2018 bieten wir wieder eine Fastenaktion für jüngere KABlerInnen und Interessierte an. Es erwarten dich 7 Einheiten für zu Hause. Du erhältst jede Woche einen Brief mit Impulsen/Denkanstößen/ kleinen Aufgaben, die dabei helfen die Fastenzeit intensiv zu nutzen. Verantwortlich: Andrea Osten-Hoschek, Ann-Kathrin Windhuis Anmelden könnt ihr euch bis zum 28.01.2018 bei Ann-Kathrin Windhuis: 0211/ 59 89 14 18, 01575/4182627, windhuis@kabdvkoeln.de

Familienwochenende 01.-03.06.2018

Das großzügige Außengelände der Jugendherberge Kevelaer, direkt am Wald gelegen, bietet beste Voraussetzungen für unser Familienwochenende. Egal ob die Teilnehmer/innen beim Klettern den Baumwipfeln ganz nah sind oder sich im Wald kniffligen Aufgaben stellen – nur als Team werden die Aufgaben gelöst. Der Erfolg wird natürlich auch gemeinsam gefeiert! Verantwortlich: Michael Inden, Ann-Kathrin Windhuis Ort: Jugendherberge Kevelaer Teilnehmerbeitrag: Erwachsene 70,00 € / Kinder 30,00 € Ermäßigter Beitrag für KAB-Mitglieder: Erwachsene 50,00 € / 20,00 €

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Pilgerweg

Der Weg ist das Ziel 08.-09.09.2018

Die erste Tour führt uns von Bonn durch das Mittelrheintal nach Remagen. Übernachten werden wir in der Jugendherberge Bad Honnef (Gruppenschlafsaal). Verantwortlich: Ann-Kathrin Windhuis, Michael Inden Die Kosten für Übernachtung und Frühstück betragen 30 € pro Person.


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Bildungsprogramm 2018 Seniorenakademien KAB-Frühjahrsakademie für Senioren/innen Auf Reise mit den Ohren 30.04. - 04.05.2018

„Erst das Schweigen tut uns das Ohr auf für den inneren Ton in allen Dingen.“ (Romano Guardini) Die Sinne nach innen richten und hören oder spüren, welche Impulse und feinen Wahrnehmungen sich einstellen – beim Klang des Körpers, der Umwelt, der Musik und in Wort und Schrift. Eine Akademie für Neugierige und Wissensdurstige. Verantwortlich: Franz-Adalbert Grunwald Ort: Katholisch-Soziales Institut, Siegburg Teilnehmerbeitrag: 270,00 € Ermäßigter Beitrag: 230,00 € für KAB-Mitglieder

KAB-Sommerakademie für Seniorinnen

Oh lieber Gott, gib uns Wasser

Wasser - Grundlage und Quelle unseres Lebens

27. - 31.08.2018

Das Trinkwasser, von den Vereinten Nationen als Menschenrecht anerkannt, ist Grundlage unseres Lebens. Information und Fachwissen zum Umgang mit dem kostbaren Gut. Die „Eine Welt“ in den Blick nehmen, unseren Auftrag in der Bibel erkennen. Mit allen Sinnen werden wir uns diesem Thema widmen. Verantwortlich: Mechthilde Eischeid Ort: Katholisch-Soziales Institut, Siegburg Teilnehmerbeitrag: 270,00 € Ermäßigter Beitrag: 230,00 € für KAB-Mitglieder

KSI

Vereinstraining KAB-Seminare als Trainingswochenenden für Vereinsvorstände und Interessierte 15. – 16.06.2018 und 23. – 24.11.2018

Verantwortliche und Mitglieder eines Vereins können diese Wochenenden buchen. Dabei können unterschiedliche Inhalte eine Rolle spielen. Zum einen kann es um die Situation des Vereins vor Ort gehen. Neben einer Vereinsanalyse wäre dann die Entwicklung von Perspektiven für die KAB vor Ort das Thema. Zum anderen können die inhaltlichen Schwerpunkte der KAB aufgegriffen werden wie zum Beispiel das Garantierte Grundeinkommen, die Bürgerversicherung, das Rentenmodell oder das Thema Armut/Altersarmut. Das Diözesansekretariat hilft gerne bei der Suche nach Referenten/innen zu den einzelnen Themen. Die Vergabe der Termine erfolgt nach der Meldung im Diözesansekretariat. Ort: Katholisch-Soziales Institut, Siegburg Teilnehmerbeitrag: 65,00 €

KAB-Weihnachtsakademie für Senioren/innen „Überall Bethlehem“ 10. - 14.12.2018

„Überall Bethlehem“ heißt es in einem Gedicht aus einem Weihnachtsbuch der KAB. Angesichts der Kriege und Krisen in unserer Welt sicherlich ein Wunsch, der uns allen aus dem Herzen spricht: Der Friede, die Hoffnung der Weihnachtsbotschaft überall auf der Welt, an jedem Tag des Jahres. Verantwortlich: Ann-Kathrin Windhuis Ort: Katholisch-Soziales Institut, Siegburg Teilnehmerbeitrag: 270,00 € Ermäßigter Beitrag: 230,00 € für KAB-Mitglieder

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Weitere Termine 2018 Diözesankonferenzen

Katholikentag in Münster „Suche Frieden“ 09. - 13. Mai 2018

16. - 17.03.2018 23. - 24.11.2018 Ort: KSI, Siegburg

Equal Pay Day

15.03.2018, 17:00 Uhr Ort: Domforum, Köln

Kreuzweg der Arbeit in Bottrop 22.09.2018 Ort: Bergwerk Prosper-Haniel

Als gemeinsame Aktion der KAB Diözesanverbände Köln, Essen und Münster findet der Kreuzweg 2018 in Bottrop auf der Berghalde Prosper-Haniel statt. Dabei sind die Kreuzwegstationen einzig in ihrer Art und Präsentation. An jeder Station steht ein Förderturmmodell - symbolisch für den Bergbau - bei dem jeweils eine Grafik zur Station eingebaut ist. Und es ist immer ein Element aus der Arbeitswelt des Bergbaus dargestellt. An jedem dieser Elemente ist eine Kupfertafel befestigt mit einer Verlautbarung aus dem Bereich der Kirche, der Arbeitswelt oder besonderer Persönlichkeiten. Verantwortlich: Michael Inden, Ann-Kathrin Windhuis

1. Mai, Tag der Arbeit

Am ersten Mai zeigt die KAB traditionell Flagge und beteiligt sich an den Demonstrationen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Dies ist für uns ein wichtiges Datum, um mit den Gewerkschaften Solidarität für die Arbeitnehmerschaft zu zeigen. Und andererseits können wir unsere Themen einbringen und auf unsere Anliegen in einem größeren Umfeld aufmerksam machen. So haben wir beispielsweise Themen wie Sonntagsschutz und Rentenmodell/Altersarmut präsentieren können und über den Verband hinaus Aufmerksamkeit bekommen.

03. Oktober 2018 Ort: Neviges

Weitere Angebote für Bildung/Bildungsfreizeiten der Vereine über das

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Diözesanverband Köln

Aktuelle Infos zu vielen Themen finden Sie auf unserer Website:

Bildungswerk der KAB Essen

Lindenstraße 176 40233 Düsseldorf

www.kabdvkoeln.de

An St. Ignatius 8 45128 Essen Telefon: 0201 - 878 910 Fax: 0201 - 878 9122 eMail: info@kab-essen.de www.kab-essen.de

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Diözesanwallfahrt

Tel.: Fax:

0211 - 59 89 14 28 0211 - 59 89 14 20

www.kabdvkoeln.de info@kabdvkoeln.de


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Sauberes Wasser für Umuokoro Ikenga in Owerri (Nigeria) Die Bohrung ist in vollem Gange

Der Ortsverein St. Marien in Bergisch Gladbach-Gronau unserer KAB ist dafür bekannt, dass er anfasst und handelt, sobald im Stadtteil eine Notsituation entsteht. Doch dieses Mal war es kein Problem im Stadtteil, sondern 3000 Kilometer entfernt in Afrika im Staat Nigeria. Der Reihe nach: Als uns vor zwei Jahren unser neuer Präses, der von dort stammt, über sein Heimatdorf Umuokoro Ikenga im Raum Owerri berichtete, da war uns in Gronau sofort klar, hier ist unsere Hilfe gefragt. Es ging um die Grundversorgung mit Wasser, der Grundlage allen Lebens. Wir bekamen Bilder zu sehen, wo die Kinder mit Kanistern kilometerweit bis zu einem Fluss laufen mussten, um einigermaßen sauberes Wasser für ihre Familien zu bekommen. Natürlich fehlte diese Zeit zum Schulbesuch, eine ganz schlimme Situation. Also versprachen wir unserem Präses Hilfe, er selber wollte es nicht glauben, dass wir dies hinbekommen würden. Unser Handeln stand von dieser Zeit an unter dem Motto: „Die nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen in den Herkunftsländern von Flüchtlingen kann dazu beitragen, Fluchtgründe zu beseitigen.“ Also wurde aus dem Vorstand der KAB Gronau ein Ausschuss gebildet, der sich mit der Sache vertraut machen sollte, das „Projekt Heimat“, Brunnenbau in Nigeria war geboren. Die Zusammenarbeit mit Organisatio-

nen, die weltweit mit diesen Problemen befasst sind, hatten wir schnell abgehakt, wir hatten mit unserem Präses Dr. Augustine Ben Onwubiko den Mann, der von Deutschland aus seine Verbindung mit der Heimat hält und auch einmal im Jahr seinen Urlaub dort verbringt. Eine erste Übersicht über die benötigten Finanzen pendelte sich bei 12.000 Euro ein, ein Betrag, der uns zunächst einmal tief durchatmen ließ. Aber auf unsere Mitglieder ist Verlass, und so hatten wir mit der zusätzlichen Hilfe von Sponsoren, die unsere Arbeit einfach großartig fanden, den Betrag in kurzer Zeit beisammen. Die Leute vor Ort waren begeistert, und alle packten mit an, damit die vorbereitenden Arbeiten vor der Regenzeit abgeschlossen waren. Nun begannen die Bohrarbeiten am zentralen Dorfplatz, dort, wo die Dorfbewohner ihr täglich benötigtes Trinkwasser erhalten sollen. Dazu ist eine Tiefbrunnenpumpe erforderlich, die von einem Dieselgenerator mit Energie versorgt wird, weiterhin ein circa 5.000 Liter

Ein Festtag für das gesamte Dorf: Das erste Wasser ist da

fassender Wassertank, an dem die zentralen Wasserzapfstellen angeschlossen werden. In kurzer Zeit traf man in circa 140 Meter Tiefe auf Wasser von sehr guter Qualität. Dies war für die gesamten Bewohner des Dorfes ein Tag, an dem man feierte und den Spendern aus Deutschland dankte. Nun haben die Feinarbeiten begonnen, und fast täglich bekommen wir weitere Bilder, die uns über den Fortgang der Arbeiten berichten. Eine große Freude war für uns der Bericht unseres Präses nach seinem Urlaub. Er erzählte uns von einem neuen Zusammengehörigkeitsgefühl der Bewohner des Dorfes, eine Nachricht, die wir uns nur im Stillen erhofft haben. Dies ist der Stand im September 2017, und wir sind schon wieder beim Kötten, denn unser Plan ist die zusätzliche Einrichtung einer Solaranlage, die eine nachhaltige und emissionsfreie Energieversorgung ermöglicht. Hierfür benötigen wir nochmals circa 9.000 Euro, von denen wir die Hälfte beisammen haben. Wenn uns jemand dabei noch unterstützen möchte, wir wären im Sinne der Bewohner in Nigeria sehr dankbar. Nach Abschluss unseres „Projekt Heimat“ werden wir nochmals einen Bericht geben. Wir denken, als einzelner Ortsverein haben wir sehr viel gewagt, und nach dem Stand heute haben wir und vor allem die Menschen dort gewonnen. Hans Mittler

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Stadtverband Köln Partnerschaftsbesuch aus Kamerun Nach der Reise einer Delegation des Stadtverbandes Köln vor zwei Jahren nach Kamerun stand im Juli nun der Gegenbesuch an. Für ca. zwei Wochen durfte die Kölner KAB den Vorsitzenden der MTC Kamerun, Kevin MOMENDENG, und die Verantwortliche für die Bildungsarbeit der MTC,

Bertha MALLA, willkommen heißen. Neben dem kulturellen Programm ging es inhaltlich vor allem um die geplante gemeinsame Berufsausbildung für Jugendliche in Kamerun. Um dieses Projekt voranzubringen, standen ausführliche Gespräche mit Vertretern von Misereor, Engagement Glo-

Herzliche Einladung zum Nikolaus-Groß-Gedenktag des KAB Stadtverbandes Köln am 27.01.2018!

Andreas Püttmann, Politikwissenschaftler, Journalist und Publizist, ist als Gastredner eingeladen. Beginn ist um 16 Uhr im Pfarrzentrum St. Agnes, Stormstr. 1, 50670 Köln. Im Anschluss findet um 18:00 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Kirche St. Agnes statt.

Neujahrsempfang des Stadtverbands Düsseldorf am 21.01.2018

Der Neujahrsempfang beginnt um 12 Uhr mit einer Messe in der Franziskanerkirche St. Maria Empfängnis. Anschließend geht es weiter mit Berichten aus dem Stadtverband und einer Vorstellung der neueröffneten Firminus-Klause der Franziskaner. Eine Einladung mit weiteren Informationen folgt.

bal, der AHEG und anderen Kooperationspartnern auf dem Programm. Mit vielen Eindrücken und Begegnungen wurden Bertha und Kevin wieder nach Hause verabschiedet.

Impressum „Kölner Impuls“ wird im 17. Jahrgang vom Diözesanverband Köln als Beihefter zum „KAB Impuls“ herausgegeben. Redaktion: Winfried Gather Herbert Leineweber Layout: Stefanie Seeländer Auflage: 3800 KAB Diözesanverband Köln Lindenstraße 176 40233 Düsseldorf www.kabdvkoeln.de info@kabdvkoeln.de Redaktionsschluss nächste Ausgabe: 09.02.2018

Reise nach Oberbayern

Unter dem Motto „Küche und Kultur“ unternimmt der KAB Stadtverband Düsseldorf vom 21.04. - 27.04.2018 eine 7-tägige Busreise mit Diakon Michael Inden und Helmut Klösel durch die idyllische Landschaft Oberbayerns. Am ersten Tag wird das Reisequartier in Bad Tölz bezogen (Hotel Tölzer Hof). Auf dem weiteren Programm befinden sich unter anderem die schönen Seen der Region, wie der Ammersee und der Tegernsee, die beide auch per Schiff befahren werden. Neben Besichtigungen von Klöstern und Kirchen stehen die Köstlichkeiten und Schmankerl der bayrischen und österreichischen Küche im Mittelpunkt der Reise. Einen ausführlichen Programmablauf sowie das Anmeldeformular finden Sie unter www.kabdvkoeln.de - Stadtverband Düsseldorf

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Diözesanwallfahrt am 3. Oktober in Neviges Am 03. Oktober lud die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung zu ihrer traditionellen Wallfahrt nach Neviges ein. Die Messe wurde in diesem Jahr durch den Further Jugendchor musikalisch begleitet. Die Eucharistiefeier leitete der Präses der KAB St. Dionysius Baumberg, Burkhard Hoffmann. In seiner Predigt forderte er einen Systemwechsel zu Gunsten der Armen in unserer Gesellschaft. Es sei nicht ausreichend, Armut durch Almosen und gute Taten zu bekämpfen. Die Ursache der Armut - das System, das die Ungerechtigkeit zulässt - müsse ver-

ändert werden. Daran mitzuarbeiten sei die wichtigste Aufgabe der KAB, so Hoffmann. Der Diözesanvorsitzende Uwe Temme freute sich über die ermutigende Predigt und lud zu anschließender Begegnung und einem Imbiss ein, bevor eine Marienfeier mit Diözesanpräses Michael Inden den Abschluss bildete. Ein besonderer Dank geht an die KAB Neviges, die seit Jahren für das leibliche Wohl sowie die Organisation vor Ort sorgt, und die Messdiener aus Neviges, die uns stets gut mit Kaffee und Kuchen versorgen!

Tagung Arbeit 4.0 - Soziale Gerechtigkeit im digitalen Zeitalter

„Arbeit 4.0 – Soziale Gerechtigkeit im digitalen Zeitalter“ unter diesem Leitgedanken tagte am vergangenen Samstag die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung des Diözesanverbandes Köln in Köln. Rund 50 Teilnehmer aus katholischen Sozialverbänden, Gewerkschaften und privat Interessierte waren der Einladung gefolgt. Als Referenten kamen Cornelia Daheim, die Gründerin der Beratungsstelle Future Impacts Consultings, Dr. Ing. Dagmar Dirzus vom Verein Deutscher Ingenieure, Achim Fritzsche, ver.di-Vertreter des Bezirk Kölns, Dr. Udo Lehmann, Sozialethiker aus Bonn sowie Ralf Welter, der ehemalige Vorsitzende der KAB Aachen und Volkswirt an der FH Aachen, zu Wort. Den zentralen Diskussionspunkt bildete der sich verändernde Arbeitsmarkt

durch die schnell fortschreitende Digitalisierung vieler Arbeitsbereiche, die sich auf alle Berufsgruppen auswirkt. Die Prognosen vieler wissenschaftlicher Studien verzeichnen für die nächsten Jahre einen Verlust von tausenden von Arbeitsstellen, wobei sich zugleich auch neue Arten von Berufen bilden. Aufgrund dieses sich rasant entwickelnden Prozesses wäre es dringend notwendig, jetzt in eine entsprechende Arbeitnehmerausbildung zu investieren, bevor man in Deutschland den Anschluss verpasse, soweit waren sich die Referenten einig. Nur dann wäre die nicht mehr aufzuhaltende Digitalisierung zu meistern. Damit ginge ggf. eine Umverteilungs- oder Beteiligungs-

gerechtigkeit, wie sie in Form des Grundeinkommens bereits diskutiert wird, einher. In der anschließenden lebhaften Diskussion mit den Tagungsteilnehmern wurde vor allem über die eigenen Ansichten zur Digitalisierung gesprochen. Trotz einiger Vorbehalte empfand man die Digitalisierung eher als positive Errungenschaft – allerdings war es allen Teilnehmern ein Anliegen, dass entsprechende Rahmenbedingungen für den sich ändernden Arbeitsmarkt geschaffen werden, zudem müsse ein neues Verständnis des Begriffs „Arbeit“ diskutiert und entworfen werden, der ein weiteres auseinanderklaffen der sozialen Schere verhindere. Rebecca Telöken

v.l.n.r. Natascha Peters, Achim Fritzsche, Ralf Welter, Cornelia Daheim, Dr. Udo Lehmann.

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KÖLNER IMPULS Nov 2017

Der Weg ist das Ziel – Pilgerwanderung nach Remagen Herzliche Einladung zum gemeinsamen Pilgerwochenende vom 08.09.09.2018. Statt eines traditionellen Besinnungswochenendes wollen wir uns auf den Weg machen und in mehreren Etappen zum Kettelergrab im Mainzer Dom pilgern. Die erste Tour führt uns von Bonn durch das Mittelrheintal nach Remagen. Übernachten werden wir in der Jugendherberge Bad Honnef (Gruppenschlafsaal). Die Kosten für Übernachtung und Frühstück betragen 30€ pro Person.

Immer mal was Neues ... Facebook-Adventskalender Ab dem 01. Dezember kann man auf unserer Facebook-Seite (fb.me/KABDVKoeln) täglich neue Impulse zur Vorbereitung auf Weihnachten entdecken. Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen werden ihre Ideen zum Thema „Glaube & Arbeit – Jesus, Sohn eines Zimmermanns“ mit uns teilen. Herzliche Einladung einmal vorbei zu schauen!

Ich habe mich auf den Weg zur Krippe gemacht Wie einer der Könige suchte ich nach einem Lichtpunkt am dunklen Himmel. Wie einer der Hoffnungslosen suchte ich nach einem Funken Hoffnung in dieser Welt. Wie einer der Verlorenen suchte ich ein Zuhause – bei Gott. Ich suchte Gott bei den Menschen und fand – einen Blick, der mich verstand, und fand eine Hand, die mich suchte, und fand einen Arm, der mich umfasste, und fand einen Mund, der zu mir JA sagte. Ich fand - Gott, nach langem Suchen: sehr arm, nicht mächtig, nicht prächtig, sehr bescheiden, alltäglich, als Kind in der Krippe, nackt, frierend, hilflos mit einem Lächeln durch die Zeiten; das erreichte mich in meinen Dunkelheiten. Gott fing ganz klein an – auch bei mir. Hanns-Dieter Hüsch Die Diözesanleitung wünscht Ihnen allen diese Erfahrung, dass wir auch heute noch das Kind in der Krippe finden können, oft überraschend und im Verborgenen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie den Frieden des menschgewordenen Herrn neu entdecken und erfahren können. Ihnen und all Ihren Lieben wünschen wir eine besinnliche Adventzeit, ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und ein von Gott begleitetes Neues Jahr 2018.

Uwe Temme, Andrea Hoffmeier, Hildegard Lülsdorf, Tobias Agreiter, Michael Inden, Herbert Leineweber und Winfried Gather

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Koelner impuls dezember 2018  
Koelner impuls dezember 2018  

Kölner Impuls Dezember 2018 Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Diözesanverband Köln

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