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Anne-Marie Schulze

Weiter geht’s • Deutsch lernen macht Spaß! • Es lohnt sich, Deutsch zu lernen! • Deutsch lernen ist ganz einfach!

Text- und Arbeitsbuch:

Internetseite:

– Spannende, engagierende und schülernahe Texte verschiedener Genres und Schwierigkeitsgrade. – Viele verschiedene Aufgabenarten, die mündliche, schriftliche und kreative Fertigkeiten fördern. – Vorschläge zu Grammatikthemen mit dazugehörigen Aufgaben. – Nachschlagewerk mit Vokabeln und einer Minigrammatik.

– Ein reichhaltiges Angebot an Aufgaben, unter anderem zur Verbesserung von: • Grammatik • Wortschatz • Landeskunde – Eine große Auswahl an Film- und Tondokumenten mit dazugehörigen Fragestellungen. – Lehrerteil mit Lösungen, Jahresplänen, Vorschlägen zur Unterrichtsgestaltung und andere nützliche Lehrhilfen.

ISBN 978-82-521-7929-3

http://weitergehts.samlaget.no

ISBN 978-82-521-7929-3

9 788252 179293

Weiter geht’s

Weiter geht’s ist ein Lehrwerk für Deutsch Niveau II in vg1 und vg2. Das Lehrwerk besteht aus einem kombinierten Text- und Arbeitsbuch sowie einer Internetseite mit einem reichhaltigen Angebot an Aufgaben.

Tysk II vg1+vg2

Anne-Marie Schulze

Weiter geht’s Tekst- og arbeidsbok


SCHWEDEN

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Anne-Marie Schulze

Weiter geht’s Tysk II vg1+vg2

Samlaget Oslo 2012


© 2012 Det Norske Samlaget ISBN: 978-82-521-7929-3 Printed in Norway Trykk/innbinding: AIT Otta AS Grunnskrift: DIN Papir: 100 g Arctic Matt Grafisk formgiving og omslag: C-Form, Cecilie Forfang Omslagsfoto: © Sandy Honig 2010/Getty Images Redaktørar: Wenche Fossen og Anja Heie Biletredaktør: Ellen J. Glimstad Det må ikkje kopierast frå denne boka i strid med åndsverklova eller avtalar om kopiering inngått med KOPINOR, interesseorgan for rettshavarar til åndsverk. Kopiering i strid med lov eller avtale kan føre til erstatningskrav og inndraging, og kan straffast med bøter eller fengsel. Nettstaden til Weiter geht’s: http://weitergehts.samlaget.no


Willkommen bei Weiter geht’s! Weiter geht’s ist ein Lehrwerk für Deutsch Niveau II in vg1 und vg2. Das Lehrwerk besteht aus einem kombinierten Text- und Arbeitsbuch sowie einem umfangreichen Angebot im Internet (http://weitergehts.samlaget.no). Das Lehrbuch enthält eine große Auswahl an spannenden und engagierenden Texten verschiedener Genres und Schwierigkeitsgrade. Die Lektionen sind so aufgebaut, dass die einfachsten Texte zum Thema immer den Anfang machen. Innerhalb der Lektionen steigt dann der Schwierigkeitsgrad. Jede Lektion enthält verschiedene Aufgabenarten, die dazu geeignet sind, sowohl mündliche, schriftliche als auch kreative Fertigkeiten zu fördern. Außerdem beinhalten viele Lektionen Vorschläge zu Grammatikthemen mit dazugehörigen Fragestellungen. Jede Lektion schließt mit einer Auswertung der eigenen Leistung ab. Der hintere Teil des Buches dient als Nachschlagewerk – mit Vokabeln und einer Minigrammatik mit einfachen Erklärungen zum Thema. Auf den Internetseiten von Weiter geht’s befinden sich viele spannende und abwechslungsreiche Aufgaben in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Dort gibt es unter anderem Aufgaben zur Verbesserung von Wortschatz und Textverständnis sowie zur Vertiefung der Grammatik und Landeskunde. Die Internetseiten bieten auch Zugang zu einer großen Auswahl an Film- und Tondokumenten. Des Weiteren beinhalten die Webseiten einen Lehrerteil mit Lösungen, Jahresplänen, Vorschlägen zur Unterrichtsgestaltung und andere nützliche Lehrhilfen. Während meiner Arbeit an Weiter geht’s war es mir wichtig, das Lernen einer modernen und aktuellen deutschen Sprache zu fördern. Die Themen sind so gewählt, dass die Schüler das Gefühl bekommen, das Gelernte auch im täglichen Leben anwenden zu können. Mit Weiter geht’s soll man praktische und nützliche Kenntnisse der deutschen Sprache erwerben. Viel Glück und Spaß beim Deutschlernen! Anne-Marie Schulze

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Inhaltsverzeichnis 2. Land und Leute

1. Es geht los!

3. Die reiselustigen Deutschen

S. 8

S. 24

Das bin ich – eine Präsentation Die Freizeit In der Schule Die Woche

Deutschland und die Bundesländer Menschen in Deutschland Deutsche Erfinder und ihre Erfindungen

Fragewörter Präsens Substantive

Präsens Perfekt

4. Jung sein

5. Ab in die Berge – Öster­reich und die Schweiz

S. 54

Jung sein Sich verabreden Mein Tag, die Uhr Wie wohnst du? Was darf man wann in Deutschland?

S. 38 Urlaub in Deutschland Fahrkarte bestellen Hotelzimmer bestellen Deutsche Touristen in Norwegen Über Reisen sprechen Präpositionen Kasus

In die Alpen fahren Info über Österreich Wien und die Kaffeetradition Die Schweiz und ihre Sprache

S. 74

Zusammengesetzte Verben Modalverben Präteritum

6. Guten Appetit!

Essen und Trinken Im Restaurant Deutsche und norwegische Spezialitäten Essen einkaufen

S. 90

Adjektive

7. Hört sich gut an!

8. Alle lieben Berlin!

S. 106 Musik und Musikgeschmack Instrumente Präsens Perfekt

9. Krimizeit

S. 122 Berlin und seine Stadtteile Sehenswürdigkeiten in Berlin Nach dem Weg fragen Die Berliner Mauer

S.138 Der Krimi Krimirätsel Ganovendeutsch

Präpositionen

10. Sportlich

11. Weitererzählt

S. 150

4

12. Multikulti

S. 162

Über deinen Sport sprechen Klassenbefragung über Sport Verschiedene Sportarten

Märchen Fabeln Zungenbrecher und Sprichwörter

Zeitausdrücke

Präteritum

Weiter geht’s

S. 180 Das multikulturelle Deutschland Vorurteile und Rassismus


13. Endlich frei – die Feiertage

14. 1933 bis 1945

S. 198 Das Oktoberfest Karneval in Köln Ostern Dezember in Deutschland

15. Geteilt und wiedervereint

S. 214 Verben mit Präposition

16. Miteinander

17. Mode & Kunst

S. 250 Authentische literarische Texte lesen und besprechen Das Verhältnis zwischen Menschen Etwas über Goethe erfahren Fragewörter

S. 234 Deutschland von 1945 bis 1990 Die DDR Die Mauer Die Wiedervereinigung

Krieg und Frieden

18. Die Umwelt

S. 266 Kleidung kaufen Mode und Kunst Bildbeschreibung

S. 280 Die Umwelt Umweltbewusstsein Müll und Mülltrennung

Relativpronomen Präsens Adjektive

19. Weiter geht’s!

S. 294 Zukunftspläne und Träume In Deutschland studieren Sich bewerben Das Futur

Appendix

Selbstbewertungsschema S. 309 Minigrammatikk (bokmål) S. 310 Minigrammatikk (nynorsk) S. 327 Tysk-bokmål ordliste S. 344 Bokmål-tysk ordliste S. 352 Tysk-nynorsk ordliste S. 358 Nynorsk-tysk ordliste S. 366

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Deutsch lernen macht Spaß! Mit Deutsch kannst du … • • • • • •

tolle Kultur erleben. viele gute Filme sehen. viele spannende Bücher lesen, die nicht ins Norwegische übersetzt werden. neue Musik kennenlernen. spannende Geschichte lernen. die norwegische Kultur und Geschichte besser verstehen, da vieles aus Deutschland kommt.

Es lohnt sich, Deutsch zu lernen! Deutsch hilft dir, mit vielen Leuten zu sprechen. • Über 100 Millionen Menschen haben Deutsch als Muttersprache. • Deutsch spricht man nicht nur in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Auch in Ländern wie Italien, Frankreich, Dänemark und Brasilien spricht man diese Sprache. • Jeder 5. EU-Bürger hat Deutsch als Muttersprache. • 38 % der Menschen in Europa sprechen Deutsch. • Im Internet ist Englisch natürlich die Hauptsprache, aber danach folgt Deutsch als die meistgenutzte Sprache im Web. Deutsch hilft dir, später viel leichter einen Arbeitsplatz zu finden. • Deutschland ist die größte Wirtschaftsmacht in der EU und die viertgrößte in der Welt. • Deutschland ist weltweit führender Exporteur und Importeur. • In Deutschland gibt es zahlreiche internationale Unternehmen.

Deutsch lernen ist ganz einfach! • Wusstest du, dass etwa 50 % der deutschen Wörter fast genauso sind wie die norwegischen? Man kann sie also ohne große Probleme verstehen. • Hier sind einige Beispiele: Lampe, Mann, Frau, Haus, Tanzen, Kuh, Hund, Katze, Maus, arbeiten, schreiben, Schule, Zitrone, Apfel, rosa, blau, Himmel, Lehrer, Buch, Fußball, Handball, Disco, Musik, Blume, Fisch, Stuhl, Bein, Arm.

Viel Spaß beim Deutschlernen!

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LEKTION 1

Es geht los! SCHWERPUNKTE Das bin ich – eine Präsentation Die Freizeit In der Schule Die Woche GRAMMATIKTHEMA Fragewörter Präsens Substantive

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LÆREPLANMÅL • delta i spontane samtaler om ulike temaer og aktuelle emner • gi uttrykk for opplevelser, synspunkter og holdninger, ønsker og emosjoner • forstå og bruke tall og størrelser i praktiske situasjoner • skrive sammenhengende tekster i ulike sjangere • drøfte sider ved dagligliv, tradisjoner, skikker og levemåter i språkområdet og i Norge

Was fällt dir dazu ein? Was machst du gern in der Schule? Welches Fach ist dein Lieblingsfach/Hassfach, warum? Welche guten Eigenschaften muss dein bester Freund haben? Was machst du in deiner Freizeit?

Emma und Thomas Vokabeln das Büro kontoret die Eltern foreldrene/foreldra die Erdkunde geografi das Fahrrad sykkelen gemeinsam felles die Geschwister søsknene/syskena gleichaltrig like gamle, jevn­ aldrende/jamaldrande die Hausaufgabe (hjemme)leksa/ (heime)leksa hell lys der Jugendliche ungdommen/ ungdomen das Lieblingsessen yndlingsmaten die Locken krøllene die Strähnchen stripene täglich daglig/dagleg der Unterricht undervisningen/ undervisninga verschiedene forskjellige welche hvilke/kva (for) die Woche uka/veka wöchentlich ukentlig/kvar veke die Zeitschrift tidsskriftet, her: bladet ziemlich temmelig/temmeleg, ganske

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Weiter geht’s

Das sind Emma und Thomas. Sie sind zwei deutsche Jugendliche. Beide wohnen in einer mittelgroßen Stadt in Norddeutschland. Sie haben beide Geschwister und ziemlich nette Eltern. Die Eltern von Emma sind Architekten, und Thomas wohnt mit seiner Mutter zusammen. Seine Mutter arbeitet im Büro. Emma und Thomas gehen jeden Tag zur Schule und trainieren zwei- bis dreimal in der Woche. Die beiden sind gleichaltrig, aber haben sie mehr als das Alter gemeinsam? Wir haben nachgefragt, welche Interessen sie haben und wann sie ins Bett gehen, was sie gern essen und nicht essen, was sie gern lesen und wie lange sie täglich an ihren Hausaufgaben sitzen.

Emma Alter: 16 Jahre Größe: 1 Meter 65 Haarfarbe: dunkelblond mit hellblonden Strähnchen (halblang und ohne Locken) Augenfarbe: blau Interessen: Kickboxen, Tanzen, Musik, Freunde treffen Lektüre: verschiedene Zeitschriften, Krimis oder Liebesromane Musik: Hip-Hop, Soul und auch Pop, alles, wozu man tanzen kann Filme: am liebsten Vampirfilme Lieblingsessen: Pasta Was sie nicht mag: Fisch Lieblingsfächer: Sport, Erdkunde, Biologie Hassfächer: keine Unterrichtszeit: 30 Stunden (à 45 Minuten) wöchentlich Unterrichtsbeginn: 8 Uhr Schulweg: 15 Minuten mit dem Fahrrad Zeit für Hausaufgaben: 1/2 bis 2 Stunden täglich Zeit, ins Bett zu gehen: 22 Uhr


Thomas Alter: 16 Jahre Größe: 1 Meter 85 Haarfarbe: schwarz Augenfarbe: braun Interessen: Kampfsport, Computer, Fußball Lektüre: Thriller und Krimis, politische Romane Musik: Hip-Hop und Rock, aber auch klassische Musik wie Bach oder Beethoven Filme: am liebsten Science-Fiction und Thriller Lieblingsessen: Spaghetti mit Tomatensoße Was er nicht mag: Erbsensuppe Lieblingsfächer: Mathematik, Physik Hassfach: Erdkunde Unterrichtszeit: 36 Stunden (à 45 Minuten) wöchentlich Unterrichtsbeginn: 7 Uhr 45 Schulweg: 35 Minuten mit dem Fahrrad Zeit für Hausaufgaben: etwa 1 Stunde Zeit, ins Bett zu gehen: gegen 23 Uhr 30

Vokabeln die Erbsensuppe ertesuppa etwa omtrent, cirka

Schreib mal was! Lies die beiden kurzen Texte über Emma und Thomas und schreibe dann einen ähnlichen Text über dich.

Du bist dran!

Spiel zum Kennenlernen: Mein Name ist ... 1 Bereite eine kurze mündliche Präsentation über dich vor (Name, Alter, Familie, Wohnort, Interessen etc.). 2 Die Klasse wird geteilt und die beiden Hälften stehen sich in einem inneren und einem äußeren Kreis gegenüber (oder in zwei Reihen). 3 Stellt euch der Person vor, der ihr gegenübersteht. 4 Wenn ihr fertig seid, bewegt sich der eine Kreis (oder die eine Reihe) einen Schritt nach rechts. 5 Stellt euch der Person vor, der ihr jetzt gegenübersteht. 6 Etc…

Schreib mal was!

Collage/digitale Erzählung: Das bin ich Ihr seid alle neu in der Klasse und wollt euch vorstellen. Mache eine Collage oder digitale Erzählung, mit Bildern von dir, deiner Familie und deinen Freunden. Zeige den anderen, wo du wohnst, wie deine Familie und Freunde aussehen, und erzähle etwas über deine Hobbys. Schreibe Texte zu den Fotos auf Deutsch.

LEKTION 1 – Es geht los!

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Du bist dran!

Meine Zahlen Schreibe drei Zahlen auf, die wichtig für dich sind. Es kann dein Geburtsdatum sein, deine Geschwister, dein Alter, wie viele Jahre du Deutsch gelernt hast, wie oft du im Ausland gewesen bist etc. Arbeitet in kleinen Gruppen (4–6 Schüler). Der eine zeigt seine drei Zahlen. Die anderen in der Gruppe raten, wofür die Zahlen stehen. Sprachhilfe: (22 – 2 – 16) Ich glaube, dass die erste Zahl dein Geburtsdatum ist. Die zweite Zahl bedeutet vielleicht, dass du zwei Geschwister hast? Die Zahl 16 ist dein Alter, oder?

Sag mal was! Mache ein Interview mit drei anderen Schülern in der Klasse und finde etwas über sie heraus. Erzähle dann den anderen, was du herausgefunden hast. Es ist wichtig, dass du die Fragewörter wiederholst: Wie? Wo? Wann? Welche? Was? Sprachhilfe: Ich habe Kari kennengelernt. Kari ist 16 Jahre alt und wohnt in ... Wie heißt du? Wie alt bist du? Wo wohnst du? Wann hast du Geburtstag? Welche Schule hast du vorher besucht? Hast du Geschwister? Was machst du in deiner Freizeit? Welche Musik/Filme magst du? Was liest du gern? Was muss man sonst über dich wissen?

Die Woche Vokabeln böse sint doch likevel überlegen tenke over/tenkje over, overveie

Am Montag rufst du mich an. Am Dienstag sage ich, dass ich nicht kann. Am Mittwoch habe ich es mir überlegt. Am Donnerstag sage ich, dass es doch geht. Am Freitag bist du mir bös’. Am Samstag bin ich nervös. Am Sonntag sagst du ja. Und dann bist du endlich da.

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Weiter geht’s

Verfasser unbekannt


Immergut Festival in Neustrelitz

Schreib mal was! Lerne die Wochentage auswendig und schreibe einen Satz pro Wochentag. Benutze das Präsens. Am Montag gehe ich zum Training ...

LEKTION 1 – Es geht los!

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Meine Freizeit Vokabeln anziehen kle på der Beruf yrket das Dorf landsbyen dort der sich auf etwas freuen glede seg til noe/noko das Geld pengene/pengane der Geruch lukten/lukta die Hochschule høyskolen/ høgskolen der Hof gården/garden immer alltid das Klavier pianoet sich um etwas kümmern bry seg om noe/noko, ta seg av noe/noko manchmal iblant, av og til das Öl oljen schmutzig skitten/skiten unterstützen støtte die Werkstatt verkstedet/verk­ staden die Zukunft framtiden/framtida

Claudia (16) „Ich liebe tanzen! Ich tanze viermal in der Woche im Tanzstudio: montags, dienstags, mittwochs und freitags. Schnelle, coole Musik und spannende Choreografien, das ist etwas für mich. Ich wohne in einem Dorf, und die meisten meiner Freunde spielen Fußball oder Handball. Aber ich bin kein Ballmensch. Als das Tanzstudio vor sechs Jahren eröffnete, hat sich mein Leben verändert. Ich liebe es, meine weite Jogginghose anzuziehen und einfach loszutanzen. Tanzen ist mein Leben!“

Tobias (17) „Alte Autos sind mein Hobby. Zu Hause haben wir drei alte Autos. Kein Auto funktioniert! Ich darf sie alle reparieren. Das heißt, ich versuche, sie zu reparieren – es ist nicht einfach. Manchmal fehlt mir ein Teil. Der BMW hat keine Kupplung, und die Trabis starten überhaupt nicht mehr. Jeden Tag nach der Schule bin ich in der Werkstatt meines Vaters. Der Schmutz, das Öl und der Geruch von Benzin sind herrlich! Meine Mutter mag das natürlich nicht so gern, wenn ich immer schmutzig zum Essen nach Hause komme. Na ja, so ist das Leben. Nach der Schule werde ich bei meinem Vater eine Lehre machen. Ich freue mich so darauf, dann wird mein Hobby auch mein Beruf.“

Maximilian (15) „Ich spiele seit zehn Jahren Klavier. Musik ist mein Hobby und mein Lebensinhalt! Ich übe zwei bis drei Stunden pro Tag und habe dreimal in der Woche Klavierunterricht. Jeden Montag und Mittwoch spiele ich mit meiner Klavierlehrerin, und jeden Donnerstag übe ich mit einem Studenten von der Musikhochschule. Wenn ich gut genug bin, möchte ich das Musikkonservatorium besuchen und dort Musik studieren. Mein Traum ist es, Konzertpianist zu werden. Mozart und Beethoven sind zurzeit meine deutschen Lieblingskomponisten.“

Petra (16) „In meiner Freizeit arbeite ich auf einem Pferdehof. Jeden Tag fahre ich nach der Schule mit meinen beiden Freundinnen in den Stall. Dort reiten wir, kümmern uns um die Pferde und den Stall. Dafür verdiene ich ein bisschen Geld. Dienstags und donnerstags trainiere ich Dressur. In der Zukunft möchte ich eine gute Dressurreiterin werden und mein eigenes Pferd haben. Ich muss viel arbeiten, um genug Geld für ein Pferd zu sparen. Meine Eltern unterstützen mich, aber sie finden, dass ich mich zu wenig um die Schule kümmere. Typisch Eltern!“

Worum geht’s? 1 Was machen diese Jugendlichen in ihrer Freizeit? 2 Welche Pläne haben sie für ihre Zukunft? 3 Wie viel Zeit pro Woche nutzen sie für ihr Hobby?

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Weiter geht’s


Schon gewusst?

Das deutsche Schulsystem Weiterbildung Universität Fachhochschule 13 12

Gesamtschule

Fachschule

Andere berufsbildende Schulen (z. B. Fachoberschule) Berufsschule

Gymnasium

11

10. Schuljahr

10 9

Realschule

Hauptschule

8 7 6 5

Orientierungsstufe

4 3

Grundschule

2 1

Schreib mal was! Finde fünf schwache Verben in dem Text und konjugiere sie in allen Personen. Denk an die Endungen -e, -st, -t, -en, -t, -en.

Sag mal was!

Was macht er/sie in der Freizeit? Was macht deine Freundin/dein Freund in der Freizeit? Mache ein Interview und finde so viel wie möglich heraus. Sprachhilfe: Was? Wie oft? Wann? (abends, nachmittags, am Wochenende …) Welche Ausrüstung? Welche Kleidung? Wie viele Personen? Wie lange? Seit wann?

Wissenswertes In Deutschland sind die Bundesländer für die Schulen zuständig, und jedes Bundesland hat ein eigenes Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Die Schüler müssen schon nach der vierten Klasse wählen, ob sie die Hauptschule, Realschule oder das Gymnasium besuchen werden.

Vokabeln das Bundesland delstaten ob om schon allerede/allereie die Wissenschaft vitenskapen/ vitskapen zuständig ansvarlig/ansvarleg

LEKTION 1 – Es geht los!

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Du bist dran!

In der Schultasche Was hast du eigentlich in deiner Schultasche? Benutze ein Wörterbuch und finde so viele Wörter wie möglich. Wer die meisten Gegenstände in seiner Schultasche benennen und aufschreiben kann, hat gewonnen. Ihr könnt auch gern die Klasse in vier bis fünf Mannschaften einteilen und eure Schultaschen zusammen durchsehen. Die Mannschaft mit den meisten Wörtern hat gewonnen. Wenn du alle Wörter gefunden hast, ordne sie nach dem Geschlecht: Maskulin, Feminin und Neutrum.

Der erste Tag in der neuen Schule Vokabeln das Abitur eksamen fra videre­ gående skole/eksamen frå vidaregåande skole die Ahnung anelsen/aninga anfangen begynne aufgeregt sein være oppglødd, spent/vere oppglødd, spent einige noen/nokre, somme die Germanistik tysk språk og litteratur die Insel øya langweilig kjedelig/kjedeleg die Leistungsfächer program­ fagene/programfaga die Oberstufe videregående skole/ vidaregåane skole der Schüler eleven der Schulhof skolegården/ skolegarden der Schulleiter rektoren der Stadtteil bydelen toll super wieder igjen ziehen flytte

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Weiter geht’s

Es ist der erste Tag im neuen Schuljahr, und viele Schüler stehen gespannt auf dem Schulhof. Sie warten darauf, dass der Schulleiter sie willkommen heißen wird. Wie heißt du? Woher kommst du? Was hast du in den Sommerferien gemacht? Freust du dich auf deine neue Klasse? Alle haben viele Fragen an die anderen Schüler. Aber welche Schulen besuchen deutsche Jugendliche eigentlich? Wie ist das deutsche Schulsystem? Hier erzählen einige Jugendliche über ihren ersten Tag in der Schule nach den Sommerferien. „Endlich fängt die Schule wieder an“, sagt Meike (15), „ich habe mich so dar­ auf gefreut. Meine Ferien wurden mir langsam zu langweilig. Jetzt werde ich wieder meine Freunde treffen. Es ist sehr spannend. Ich bin Meike, Meike Hanssen. Ich komme aus einem Stadtteil in Kiel, der Wik heißt. Meine Schule, die Hebbel-Schule, ist ein Gymnasium. Meine Leistungsfächer sind Deutsch, Kunst und Philosophie. Später will ich Germanistik und Philosophie studieren. In den Sommerferien bin ich segeln gewesen. Meine Familie segelt sehr gern. Wir waren in Lübeck und auf Rügen. Rügen ist die größte Insel Deutschlands. Es war toll! Aber jetzt freue ich mich auf das neue Schuljahr. Ich hoffe, dass meine Mitschüler und die Lehrer in diesem Schuljahr nett sind. Das Gymnasium besuche ich seit ich ganz klein bin, und jetzt bin ich in der Oberstufe. Wenn ich 19 bin, mache ich das Abitur. Ich mag die Schule.“ Peter (16): „Ich bin total aufgeregt, alles ist so neu, und ich kenne keinen hier. Das Schulgebäude ist viel größer als früher, und ich habe keine Ahnung, wo mein Klassenzimmer ist. Ich hoffe, dass ich für diese Schule gut genug bin. Mein Name ist Peter Fischer. Ich komme aus Freiburg, aber im Sommer bin ich mit meiner Familie nach München gezogen. Es ist ziemlich spannend. Meine Schule ist eine Gesamtschule. In dieser Schule gibt es drei Schularten: die Hauptschule, Realschule und das Gymnasium. Ich besuche das Gymnasium, weil ich ziemlich gut in der Schule bin. Aber ich habe keine Ahnung, was ich nach der Schule machen werde. Vielleicht mache ich mit meiner Band Musik und werde berühmt, oder ich studiere Musik. Wer weiß?“


Hans (15): „Schade, dass der Urlaub schon vorbei ist! Warum muss der Sommer immer so schnell vergehen? Ich habe überhaupt keinen Bock mehr auf Schule. Jetzt bin ich in der Realschule. Ich weiß aber nicht, was ich beruflich machen will. Vielleicht etwas mit Computern? Ich hätte Lust, um die Welt zu reisen und hier und da ein bisschen zu jobben, um Geld für die weitere Fahrt zu verdienen. Aber meine Eltern haben Nein gesagt. Sie finden mich noch zu jung. Das ist echt blöd! Nach der Schule werde ich zuerst nach Australien gehen und dort auf einer Farm arbeiten, danach geht es in den Osten, nach Asien. Ich möchte gern die Chinesische Mauer sehen.“

Vokabeln beruflich ha som yrke blöd dum, teit Bock haben ha lyst til, gidde danach etterpå die Fahrt reisen/reisa, turen der Urlaub ferien zuerst først

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Welche Leistungsfächer hat Meike? Was möchte Hans gern machen? Warum darf Hans nicht wegfahren? Warum ist es in diesem Jahr besonders spannend für Peter? Wie finden es die Jugendlichen im Text, dass die Schule wieder anfängt? 6 Welche Schularten gibt es in Deutschland? 7 Was ist das Abitur?

Sag mal was! Und du, welche Schule besuchst du? Wie heißt deine Schule? Welche Fächer hast du? Welche Lieblingsfächer hast du? Welches Fach magst du nicht? Wie viele Stunden hast du in der Woche? In welchem Fach hast du viele Hausaufgaben?

Schreib mal was! Im Text findest du folgende starke Verben: heißen, kommen, fangen, treffen, ziehen, vergehen, finden, gehen, sehen. 1 Konjugiere sie bitte in allen Personen in Präsens. 2 Benutze dann diese Verben in deinen eigenen neuen Sätzen.

Schreib mal was!

Die erste Zeit in vg1 Schreibe eine Mail an deine Freundin in Deutschland. Erzähle von deiner ersten Zeit in vg1.

LEKTION 1 – Es geht los!

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Du bist dran!

Mathematikrätsel auf Deutsch Wie gut bist du in Mathe? Schaffst du es, diese Rätsel zu lösen? Viel Spaß beim Rechnen! 1 Peters Mutter hat drei Söhne: Ole, Dole und ??? 2 Sabine muss in ihrer Freizeit oft auf dem Bauernhof mithelfen. Auf dem Bauernhof gibt es Kühe und Hühner, zusammen 19 Tiere. Diese 19 Tiere haben zusammen 58 Beine. Wie viele Kühe gibt es auf dem Hof? 3 Frau Müller interessiert sich für Blumen. Sie hat eine sehr ungewöhnliche Sorte. Diese Blumen verdoppeln sich nach einer Nacht. Am ersten Tag hatte sie nur eine Blume. Nach 102 Tagen ist Frau Müllers Haus voll von Blumen. Wann war ihr Haus halb voll? 4 Auf Sabines Bauernhof geht eine Kuh hinter zwei anderen Kühen. Eine Kuh geht vor zwei anderen. Eine Kuh geht zwischen zwei Kühen. Wie viele gehen hier hintereinander? 5 Ein Mann ist sehr krank. Er wird bald sterben. Er hat sieben Söhne. Jeder Sohn hat eine Schwester. Er sagt: „Ich habe 80 000 €. Das Geld sollt ihr so unter euch aufteilen, dass jeder gleich viel bekommt.“ Wie viel Geld bekommt jedes Kind? 6 Ein Vater ist 55 Jahre alt. Er ist genauso alt wie seine drei Söhne zusammen. Vor zehn Jahren war er dreimal so alt wie sein ältester Sohn und fünfmal so alt wie sein zweitältester Sohn. Der jüngste Sohn ist 14 Jahre jünger als sein ältester Sohn. Wie alt sind die Söhne?

Schon gewusst? Noten in Deutschland 1 2 3 4 5 6

sehr gut gut befriedigend ausreichend mangelhaft ungenügend

7 Herr Hoffmann hat sechs Töchter. Jede Tochter hat einen Bruder. Wie viele Kinder hat Herr Hoffmann?

Sag mal was! Wie heißen die Noten in Norwegen? Was glaubst du, welche Noten du nach diesem Halbjahr bekommst?

Zeugnis für alle? Vokabeln die Bedienung servicen, betjen­ ingen/beteninga sich beschweren klage das Zeugnis vitnemålet zufrieden tilfreds/nøgd

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Weiter geht’s

Alle Schüler bekommen Zeugnisse. Das war immer so, und das wird wohl auch so bleiben. Aber was ist mit den Lehrern? Warum bekommen die Lehrer keine Zeugnisse? David ist 16 und geht in die 11. Klasse. Er stellt sich die Zukunft der Schule so vor: „Wenn ein Kunde im Restaurant nicht zufrieden mit dem Essen oder mit der Bedienung ist, dann kann er sich beschweren. Wenn jemand sein Auto reparieren lässt, und die Reparatur nicht gut gemacht ist, dann kann man protestieren.


Aber wenn ein Lehrer in der Schule seine Arbeit nicht gut macht, dann können die Schüler überhaupt nichts tun. In der Schule sind wir Schüler die Kunden. Die Schule ist für uns da, damit wir etwas lernen und später einen guten Job bekommen. Ich finde, es sollte Noten für die Lehrer geben. Dann könnten auch die Schüler zeigen, was sie über die Lehrer denken. Die Lehrer verdienen ja Geld mit ihrer Arbeit, und jemand muss diese Arbeit kontrollieren. Und wenn die Lehrer von uns Zeugnisse kriegen, dann sieht der Schulleiter, welche Lehrer gut sind und welche weniger gut. Wenn wir Schüler den Lehrern Noten geben dürfen, müssen sie sich mehr anstrengen, um ihre Arbeit gut zu machen.

Vokabeln lustig artig, gøy die Note karakteren obwohl selv om/sjølv om sich rächen hevne seg/hemne seg unbeliebt upopulær

Ein Problem ist natürlich, dass auch die Schüler nicht immer fair sind. Wenn ein Lehrer unbeliebt ist, kriegt er ein schlechtes Zeugnis, obwohl er vielleicht ein sehr guter Lehrer ist. Die Schüler könnten sich dann rächen, und das wäre natürlich nicht gut. Jemand muss auch kontrollieren, dass die Schüler realistisch sind. Es hat ja keinen Sinn, wenn die Schüler vor den Lehrern Angst haben und die Lehrer vor den Schülern. Ein Lehrer, bei dem der Unterricht immer lustig ist und bei dem es nur ganz wenig Hausaufgaben gibt, ist nicht automatisch ein guter Lehrer. Ein guter Lehrer ist einer, bei dem man viel lernt. Ein guter Lehrer kümmert sich darum, dass die Schüler sich wirklich für den Unterricht interessieren und freiwillig mitmachen. Ich habe so einen Lehrer, und ich würde ihm sofort eine Eins geben!“

von Roman Schatz u.a.m. (gekürzt und vereinfacht)

LEKTION 1 – Es geht los!

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Worum geht’s? 1 Was meint David damit, dass alle Zeugnisse bekommen sollten? 2 In welchen Berufen kann man protestieren, wenn einem die Arbeit nicht gefällt? 3 Bei wem kann man in der Schule Bescheid sagen, wenn man Probleme mit einem Lehrer hat? 4 Was ist die Herausforderung, wenn Schüler Noten geben? 5 Wie beschreibt David einen guten Lehrer? 6 Wie sollte deiner Meinung nach ein guter Lehrer sein?

Schreib mal was! Im Text „Zeugnis für alle?“ gibt es mehrere Substantive, die das Thema Schule behandeln. Finde sie und schreibe sie mit den dazugehörigen Fällen, z. B. der Schulleiter.

Schreib mal was! Schreibe einen Text im Präsens mit dem Titel „Der strenge Lehrer“.

Du bist dran!

Spiel: Ich sehe was, was du nicht siehst Arbeitet zu zweit. Der eine Schüler wählt einen Gegenstand im Klassenzimmer und sagt den Satz: Ich sehe was, was du nicht siehst. Der andere Schüler soll raten, um welchen Gegenstand es sich handelt. Denk daran, dass du dem Substantiv den richtigen Artikel gibst. Beispiel 1 A: Ich sehe was, was du nicht siehst. Es ist grün. B: Ist es das Lineal? A: Nein, es ist nicht das Lineal. B: Ist es die Schultasche? A: Ja, es ist die Schultasche. Du bist dran. Beispiel 2 B: Ich sehe was, was du nicht siehst. Es ist groß und viereckig. A: Ist es das Fenster? B: Nein, es ist nicht das Fenster. A: Ist es das Regal? B: Nein, es ist nicht das Regal. A: Ist es die Tafel? B: Ja, das ist richtig. Du bist dran.

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Weiter geht’s


Was ist bloß los mit den Schülern der Goethe-Schule? Petra hat sich in Klaus aus der 9b verguckt. Klaus liebt Peer. Peer ist ein heimlicher Verehrer seiner Mathelehrerin Frau Flügler. Frau Flügler ist an Direktor Mollenhauer interessiert. Direktor Mollenhauer himmelt die Elternvertreterin Frau Kieslowski an. Frau Kieslowski wird rot, wenn sie Luise sieht. Luise kann sich nicht zwischen Bernd und Tom entscheiden. Tom denkt oft an Ruth. Ruth geht mit Lisa. Lisa schreibt in der Pause einen Liebesbrief an Paul. Paul küsst Paula in der Aula. Paula denkt an den Austauschschüler Dennis. Dennis ist in Marie verschossen. Marie hat ein Auge auf Tarek geworfen. Tarek findet Eva, die Schulsprecherin, nett. Eva ist verknallt in Carlo. Carlo bemüht sich, Lauras Aufmerksamkeit zu erregen. Laura traut sich nicht, Carlo zu sagen, dass sie ihn mag. Sie spricht mit Nina darüber. Nina erzählt es Tim. Tim ist vernarrt in Nina, und sie ist verrückt nach Tim. Würden sich schmachtende Blicke, verliebtes Flüstern, Gänsehautschauer, bohrende Eifersucht, Kribbeln im Bauch, unstillbare Sehnsucht, verpasste Gelegenheiten, Herzklopfen, verliebtes Seufzen, albernes Getuschel und verlegenes Kichern in dicke Stahltaue verwandeln, die Goethe-Schule wäre vollkommen verpackt, verschnürt, versperrt. Sie wäre nicht mehr zu betreten. Die Eltern würden sich fragen: „Was ist bloß los – mit den Schülern der Goethe-Schule?“ Insgeheim wüssten sie, seit ihrer Jugend hat sich nichts verändert.

Vokabeln anhimmeln forgude, se opp til/sjå opp til die Aufmerksamkeit oppmerksomheten/merksemda der Austauschschüler utvekslingseleven der Bauch magen sich um etwas bemühen anstrenge/ angstrengje seg for bohrend borrende/borrande die Eifersucht sjalusien die Elternvertreterin foreldrekontakten, klassekontakten entscheiden avgjøre/avgjere, bestemme, her: velge/velje erregen vekke/vekkje flüstern hviske/kviskre die Gänsehaut gåsehuden/ gåsehuda die Gelegenheit muligheten/ sjansen das Getuschel hviskingen/ kviskringa heimlich hemmelig/hemmeleg insgeheim i all hemmelighet/i løynd kichern knise nichts ingenting schmachtend lengtende/lengtande die Sehnsucht lengselen seufzen sukke das Stahltau ståltauet, ledningen/ leidningen sich trauen tørre/tore der Verehrer beileren/belaren sich vergucken forelske seg i verknallt forelsket/forelska verliebt forelsket/forelska vernarrt her: forelsket, være forgapt/forelska, vere forgapt verrückt gal/galen verschossen forelsket/forelska verwandeln forandre, forvandle

von Martin Schneider

Worum geht’s? 1 Es gibt vier Personen, die sich gegenseitig lieben. Wer? 2 Was ist mit den Schülern in dieser Schule los?

LEKTION 1 – Es geht los!

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Halloweenparty im Schülerclub 22 Weiter geht’s im Prenzlauer Berg, Berlin


Protokoll einer Unterrichtsstunde Die Stunde begann pünktlich die Stunde endete pünktlich die Schüler waren anwesend der Lehrer war anwesend der Lehrplan wurde eingehalten die Klingel klingelte rechtzeitig

Vokabeln anwesend til stede/til stades einhalten følge, overholde/følgje, overhalde pünktlich punktlig/punktleg, i tide rechtzeitig til rett tid

von Manfred Weiß

Schreib mal was!

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

Schreibe das Gedicht „Protokoll einer Unterrichtsstunde“ in Präsens.

Lerne diese Sätze auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

der Lehrer die Note die Familie das Zeugnis die Freizeit

Wie heißt du? Wie alt bist du? Wo wohnst du? Woher kommst du? Welche Adresse/Anschrift hast du? In welcher Straße wohnst du? Hast du Geschwister? Hast du einen Bruder oder eine Schwester? Bist du Einzelkind? Darf ich deine Telefonnummer haben? Welche Mailadresse hast du? Wo hast du Urlaub gemacht? Wo bist du in den Ferien gewesen?

Selbstbewertung nach Lektion 1: Siehe Seite 309.

LEKTION 1 – Es geht los!

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Fußball-WM 2006, Straße des 17. Juni, Berlin


LEKTION 2

Land und Leute SCHWERPUNKTE Deutschland und die Bundesl채nder Menschen in Deutschland Deutsche Erfinder und ihre Erfindungen GRAMMATIKTHEMA Pr채sens Perfekt

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LÆREPLANMÅL • forstå innhaldet i lengre skriftlege og munnlege autentiske tekstar i ulike sjangrar • delta i spontane samtalar om ulike tema og aktuelle emne • gi uttrykk for opplevingar, synspunkt og haldningar, ønske og emosjonar • skrive samanhengande tekstar i ulike sjangrar • gjere greie for sider ved geografi og historie i språkområdet

Was fällt dir dazu ein? Was verbindest du mit Deutschland? Welche Städte in Deutschland kennst du? Welche deutschen Produkte kennst du? Welche berühmten Deutschen kennst du?

Deutschland auf einen kurzen Blick Vokabeln der Einwohner innbyggeren/ innbyggjaren die Fluggesellschaft flyselskapet der Fluss elva die Hauptstadt hovedstaden/ hovudstaden der Nachbarstaat nabolandet der See innsjøen das Staatsoberhaupt statsover­ hodet/statsoverhovudet die Währung myntenheten/ mynteininga, valutaen

Hauptstadt Berlin Bundesländer 16 Nationalfeiertag 3. Oktober Währung Euro (früher D-Mark) Staatsform Republik Staatsoberhaupt der Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin Einwohnerzahl etwa 83 Millionen (etwa 230 Einwohner pro km2) Religion 30,1 % Protestanten, 31 % Katholiken und 5,2 % Muslime Der höchste Berg Zugspitze, 2962 Meter Die größte Insel Rügen Die wichtigsten Flüsse der Rhein, die Elbe, die Donau und die Weser Die größten Seen der Bodensee und der Chiemsee Biersorten etwa 1600 Brotsorten mehr als 200 Deutsche Autos BMW, Porsche, Audi, Volkswagen, Mercedes und Opel Die größte Fluggesellschaft Lufthansa Nachbarstaaten Dänemark, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Tschechien und Polen

Sag mal was! Führe ein Gespräch zwischen einem Norweger und einem Deutschen. Nutze die Informationen aus dem kleinen Text „Deutschland auf einen kurzen Blick“ und sprich über die beiden Länder. Sprachhilfe: Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland? In Norwegen ist Oslo die Hauptstadt ... Habt ihr einen Bundeskanzler? Nein, wir haben ... An wie viele Länder grenzt Deutschland/Norwegen?

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Weiter geht’s


Vokabeln

Wissenswertes Die Bundesrepublik Deutschland Deutschland ist eine Bundesrepublik, fast genauso wie die USA. Das bedeutet, dass sich mehrere Länder zu einem Bund zusammengeschlossen haben. Man spricht auch von einem föderalen Bundesstaat. Die 16 deutschen Länder haben jeweils eine eigene Verfassung, ein eigenes Parlament und eine eigene Landesregierung. Alle Länder haben eine Landeshauptstadt. Von 1961 bis 1990 gab es zwei deutsche Staaten, die DDR und die BRD. Nach der Wiedervereinigung 1990 war zunächst Bonn gesamt­ deutsche Bundeshauptstadt, seit 1999 dann Berlin. Die 16 deutschen Länder werden Bundesländer genannt.

genauso her: akkurat jeweils her: hver sin/kvar si die Landeshauptstadt hovedstaden i en delstat/hovudstaden i ein delstat mehrere mange, flere/fleire seit siden/sidan die Verfassung forfatningen, grunnloven/forfatninga, grunnlova die Wiedervereinigung gjenforen­ ingen/gjenforeininga

Die Bundesländer Deutschlands Es gibt 16 Bundesländer in Deutschland. Drei der deutschen Bundesländer sind eigentlich keine Länder, sondern nur Städte. Es handelt sich um die Städte Bremen, Hamburg und Berlin. Das Land um die Hauptstadt Berlin herum heißt Brandenburg. In der Hauptstadt von Brandenburg, Potsdam, gibt es ein wunder­schönes Schloss. Es ist das Barockschloss Sanssouci. Hier lebte der König von Preußen, Friedrich der Große.

HOLSTEIN

H

R ANHALT

ü

Frankfurt an der Oder

ö ü Köln

f

SAARLAND

Karlsruhe

BADENWÜRTTEMBERG

München

LEKTION 2 – Land und Leute

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Vokabeln bekannt kjent erleben oppleve die Gegend området die Geschichte historien/historia die Leute folket, menneskene/ menneska die Mannschaft mannskapet, laget

Für Ausländer ist das Land Bayern vor allem wegen der Alpen, der Fußballmannschaft FC Bayern München und des Oktoberfests bekannt. Neben Bayern liegt Baden-Württemberg. Hier befindet sich der Schwarzwald und auch der Bodensee, Deutschlands größter See. Das Wort Sachsen findet man in drei Bundesländern: Sachsen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Sachsen waren früher ein großer und ziemlich wilder germanischer Stamm. In Thüringen liegt die schöne, alte Stadt Weimar. Hier lebte und arbeitete der bekannteste deutsche Dichter, Johann Wolfgang von Goethe. Auch die Regierung war früher hier. Diese Zeit wird in der Geschichte die „Weimarer Republik“ (1919–1933) genannt. An der französischen Grenze liegt das Saarland, ein ganz kleines Bundesland. Das Saarland gehörte früher zu Frankreich und wurde erst im Jahre 1957 ein Teil von Deutschland. Rheinland-Pfalz liegt, wie der Name schon sagt, am Fluss Rhein. Der Rhein ist der längste Fluss Deutschlands. Hier und im Nachbarland Hessen findet man die besten Weine in Deutschland. Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsdichteste Land. Etwa 18 Millionen Menschen leben hier. Die Hauptstadt Düsseldorf ist eine wichtige Stadt in dieser Gegend. Mecklenburg-Vorpommern liegt im Norden Deutschlands an der Ostsee. In diesem Bundesland findet man die größte Insel der Republik, Rügen. Früher lebte der berühmteste Pirat Deutschlands hier, Klaus Störtebeker. Um das Jahr 1200 hatten die Seeleute auf der Ostsee große Angst vor Störtebeker und seinen Männern. Ganz im Norden Deutschlands, zwischen der Nordsee und der Ostsee und an der dänischen Grenze liegt Schleswig-Holstein. Wer im Sommer die Hauptstadt Kiel besucht, kann die Kieler Woche erleben. Das ist eine tolle Segelregatta.

Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Wie viele Bundesländer gibt es in Deutschland? Wie viele Länder haben das Wort „Sachsen“ in ihrem Namen? In welchem Bundesland liegt das bekannte Barockschloss Sanssouci? In welchem Bundesland findet die Kieler Woche statt? Was ist es? Wer war Klaus Störtebeker? Nenne alle 16 Bundesländer.

Schreib mal was! Wähle ein Bundesland und mache ein schönes Werbeplakat für dieses Bundesland. Warum sollte man das Bundesland besuchen? Was ist so toll an diesem Land?

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Weiter geht’s


Der Reichstag, Berlin-Tiergarten

Silkes sieben Tage durch Deutschland 1. Tag – Montag Ich bin heute früh aufgestanden, weil heute meine kleine Deutschlandreise beginnt. Ich bin gestern mit dem Zug durch Schleswig-Holstein gefahren. Jetzt habe ich gerade eine Freundin in Kiel besucht. Es ist Ende Juni, und die Kieler Woche findet statt. Die Kieler Woche ist die größte Segelregatta der Welt. Überall sind fröhliche Menschen. Die Sonne scheint, es ist schön warm, und auf der Förde sind viele wunderschöne Segelschiffe. Leider kann ich nicht segeln, aber ich werde es irgendwann lernen! Letztes Jahr hat meine Freundin an der Regatta teilgenommen. Es ist sehr spannend gewesen. In Kiel kann man im Sommer einen Segelkurs machen. Heute Mittag fahre ich nach Hamburg. In Hamburg liegt der größte Hafen Deutschlands. Ich werde dort eine Hafenrundfahrt machen und dann Hagenbecks Tierpark besuchen. Hagenbeck ist ein berühmter Zoo in Hamburg.

2. Tag – Dienstag Gestern hatte ich sehr viel Spaß. Jetzt sitze ich im Bus von Hamburg nach Berlin. Wir fahren auf der Autobahn, und es geht ziemlich zügig. Mir gefällt es, auf der Autobahn zu sein, hier kommt man schnell von einem Ort zum nächsten. Wenn ich meinen Führerschein gemacht habe, werde ich viel mit dem Auto reisen. Ich glaube, dass wir heute nur drei Stunden fahren werden. In Berlin werde ich mir die East-Side-Gallery und das Brandenburger Tor angucken und die Reichstagskuppel besichtigen. Die East-Side-Gallery ist ein Teil der Berliner Mauer. Berlin ist wirklich spannend, und dort gibt es die besten Döner Kebabs in Deutschland. Heute Abend gehe ich im Prenzlauer Berg mit Freunden Tapas essen und dann selbstverständlich in ein Club. In Berlin kann man nachts toll tanzen gehen.

Vokabeln die Autobahn motorveien/ motorvegen besichtigen besiktige, ta i øyesyn/ sjå nærmare på die Förde fjorden fröhlich glad der Führerschein førerkortet/ førarkortet gerade akkurat, nettopp der Hafen havnen/hamna irgendwann en eller annen gang, før eller senere/ein eller annan gong, før eller seinare leider dessverre der Ort stedet/staden die Reichstagskuppel kuppelen på riksdagsbygningen i Berlin selbstverständlich selvfølgelig/ sjølvsagt die Welt verden/verda der Zug toget zügig hurtig, rask

LEKTION 2 – Land und Leute

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„Strand Pauli“– Eine Strandbar mitten in Hamburg

3. Tag – Mittwoch Heute bin ich in Weimar angekommen. Weimar ist eine kleine süße Stadt. Es ist schön, durch die engen Gassen zu gehen. Ich stelle mir vor, dass Deutschlands bekanntester Schriftsteller, Johann Wolfgang von Goethe, neben mir spaziert. Er hat in dieser Stadt vor vielen, vielen Jahren gelebt und gearbeitet. 1999 war Weimar sogar die Kulturstadt Europas. Ich glaube, dass ich das Goethehaus besuchen werde.

4. Tag – Donnerstag

Vokabeln der Ausflug utflukten/utflukta bummeln tusle, slentre der Dom domkirken/domkyrkja eng smal, trang/trong die Gasse smal gate, veita, smuget/ smauet laut høy(t)/høg(t) (om lyd) in der Nähe von i nærheten av/i nærleiken av der Schriftsteller forfatteren/ forfattaren das Stichwort stikkordet versprechen love das Ziel målet zuerst først

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Weiter geht’s

Endlich geht es in Richtung Süden. Deutschland ist wirklich groß, und im Süden des Landes sieht es ganz anders aus als im Norden. Hier gibt es hohe Berge und den größten See der Republik, den Bodensee. Nächstes Jahr werde ich Konstanz besuchen, aber jetzt ist mein Ziel München, die Hauptstadt von Bayern. Bier, BMW und das Oktoberfest sind wichtige Stichwörter für München. Mein Freund Daniel wohnt in der Nähe der Allianz Arena. Heute Abend gehe ich mit ihm dorthin. Ich glaube, dass die bekannte Fußballmannschaft BayernMünchen heute gegen den HSV spielt. Ich darf es Daniel nicht laut sagen, aber ich hoffe, dass der HSV gewinnt.

5. Tag – Freitag Meine Tante wohnt in Köln. Dort fahre ich heute hin. Köln liegt im Westen Deutschlands am Fluss Rhein. Meine Tante hat mir versprochen, dass wir eine Schifffahrt machen werden. Aber zuerst sehen wir uns den Kölner Dom an. Das ist eine ganz alte Kirche. Hoffentlich können wir einen Ausflug zum Nürburgring machen. Das ist eine bekannte Rennstrecke für Formel 1-Autos, und dort ist z. B. Michael Schumacher oft gefahren. Ich glaube, dass er oft gewonnen hat.

6. Tag – Samstag Heute bin ich in Düsseldorf. Die Stadt ist nett, und ich werde bummeln gehen. Bis jetzt hatte ich in dieser Woche keine Zeit zum Shoppen. Nach


dem Einkaufen habe ich heute Nachmittag etwas ganz Spannendes vor. Ich werde die große Modemesse in Düsseldorf besuchen. Sie ist sehr spektakulär. Ich liebe Mode und schöne Kleider! Das wird Spaß machen. Es gibt einige tolle deutsche Designer, z. B. Wolfgang und Jette Joop, Jil Sander und Karl Lagerfeld. Die Kleidung von Esprit und Marco Polo kommt auch aus Deutschland. Es sind immer meine Lieblingsmarken gewesen.

7. Tag – Sonntag

Vokabeln beliebt godt likt, populær besonders især, særlig/særleg jährlich årlig/årleg das Meer havet die Mode moten der Weihnachtsmarkt jule­ markedet/julemarknaden

Ich fahre sehr früh am Morgen los. Meine Reise geht schon wieder Richtung Norden und endet in Lübeck, in der alten Hansestadt. Lübeck ist eine wunderschöne Stadt am Meer, und viele Touristen besuchen jährlich diese Stadt. Hier kann man in einem netten Fischrestaurant leckeren Fisch essen. Kennst du das Lübecker Marzipan? Der Weihnachtsmarkt im Dezember ist besonders beliebt. Alle möchten gern das Holstentor fotografieren. Es ist sehr bekannt. Ich habe eine sehr schöne Deutschlandreise gehabt!

Worum geht’s? 1 Welche Städte besucht Silke? 2 Wähle eine Stadt aus, die Silke besucht hat. Was kannst du über diese Stadt erzählen? 3 Wie heißt die Fußballmannschaft aus München? 4 Was kann man sehr gut in Berlin essen? 5 Warum ist Düsseldorf spannend für Modebewusste? 6 Wofür ist Lübeck bekannt?

Schreib mal was! Suche im Text fünf Verben, die in Präsens Perfekt stehen. Konjugiere sie in allen Personen. Wie heißen die Verben im Infinitiv? Beispiel: aufstehen. Ich bin aufgestanden, du bist aufgestanden, er/sie/es ist aufgestanden ...

Zeichne mal was! Zeichne eine Landkarte von Deutschland und trage die Reise ein, die Silke gemacht hat.

Schon gewusst? An den deutschen Autokennzeichen kann man sehen, woher ein Auto kommt. Die ersten Buchstaben sagen uns, aus welcher Stadt oder Gegend ein Auto kommt. Meistens ist es so, dass große Städte nur einen Buchstaben haben, während mittelgroße Städte zwei und kleinere Städte drei Buchstaben haben. Hier sind einige Beispiele: B D DD H HH HB KI M P S WI

Berlin Düsseldorf Dresden Hannover Hansestadt Hamburg Hansestadt Bremen Kiel München Potsdam Stuttgart Wiesbaden

Schreib mal was! Nach dem Abend mit Freunden in Berlin schreibt Silke in ihr Tagebuch. Was hat sie am Prenzlauer Berg erlebt? Wie war das Tapas-Essen und was ist beim Tanzen passiert? Schreibe bitte eine Tagebuchseite von Silke. Verwende dabei das Präsens Perfekt. LEKTION 2 – Land und Leute

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Deutsche Erfindungen und Erfinder Vokabeln der Alltag hverdagen/kvardagen der Bildschirm fjernsynsskjermen der Erfinder oppfinneren/ oppfinnaren die Erfindung oppfinnelsen/ oppfinninga der Erfolg suksessen das Fernsehen fjernsynet flach flat der Geldbetrag pengesummen, beløpet das Gerät apparatet der Hersteller produsenten der Kaffesatz kaffegruten/ kaffigruten der Kühlschrank kjøleskapet die Puppe dukken/dokka das Rad hjulet, sykkelen speichern lagre das Spielzeug leketøyet/leiketøyet die Tasse koppen unangenehm her: ubehagelig/ ubehageleg verdichten fortette

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Weiter geht’s

Deutschland wird „Das Land der Dichter und Denker“ genannt. Aber man kann das Land ebenso „Das Land der Ideen und Ingenieure“ nennen, denn in keinem anderen Land in Europa werden so viele Patente angemeldet wie in Deutschland. Einige dieser spannenden Ideen führten zu Erfindungen, ohne die wir heute im Alltag nicht leben können. Hier ist eine kleine Auswahl dieser wichtigen Erfindungen: Fahrrad

Karl von Drais aus der deutschen Stadt Mannheim ist im Jahre 1817 das erste Mal auf zwei Rädern balanciert. Er ist auch mit diesem Rad gefahren.

Telefon

Philipp Reis hat 1861 herausgefunden, wie Töne in elektrische Signale und dann wieder in Töne umgewandelt werden können.

Kühlschrank

Carl von Linde hat 1876 das Patent für einen Kühlschrank mit Ammoniak als Kühlmittel bekommen.

LCD-Technik

Der Physiker Otto Lehmann hat 1904 Informationen über Flüssigkristalle veröffentlicht, die es heute möglich machen, Flachbildschirme zu bauen.

Zahnpasta

Die Ägypter pflegten ihre Zähne mit Weinessig, die Römer mit Urin. Die erste Zahnpasta, wie wir sie heute kennen, hat der Apotheker Ottmar Heinsius von Mayenburg aus Dresden im Jahre 1907 erfunden.

Fernsehen

Manfred von Ardenne hat 1930 die erste vollelektronische Fernsehübertragung gesendet.

Scanner

Rudolf Hell hat 1956 das Faxgerät erfunden, und 1963 hat er in Kiel auch den Scanner entwickelt.

Chipkarte

Jürgen Dethloff und Helmuth Gröttrup haben 1969 das Patent zur Chipkarte angemeldet. Heute benutzen wir eine Chipkarte unter anderem, um darauf diverse persönliche Informationen, Geldbeträge und vieles mehr zu speichern.

MP3-Format

Karlheinz Brandenburg hat ab 1987 das Verfahren zum Verdichten von Audiodaten entwickelt.

Globus

Der erste Globus wurde 1492 von dem Nürnberger Kaufmann Martin Behaim konstruiert.

Teddybär

Der deutsche Spielzeughersteller Steiff hat den ersten Teddybären hergestellt. Er wurde „Freund Petz“ genannt.

Barbie

Dieser Welterfolg stammt aus Deutschland. Die Cartoonfigur Lilli in der deutschen „Bild-Zeitung“ war eine blonde junge Dame mit sexy Figur. 1955 wurde sie als Plastikpuppe hergestellt. Eine Dame aus Amerika hat Lilli in einem Spielwarenladen in Luzern gefunden. Nachdem sie die Rechte erworben hat, wurde Lilli ab 1959 in Amerika hergestellt, dann als Barbie!

Melitta

Das Kaffeefilterpapier ist auf der ganzen Welt bekannt. Melitta Bentz, eine Hausfrau aus Dresden, hat 1908 den Papierfilter erfunden, um nicht mehr den unangenehmen Kaffeesatz in der Tasse zu haben.


Worum geht’s? 1 Welche drei Erfindungen findest du am wichtigsten? Warum? 2 Was kann man auf einer Chipkarte speichern? 3 Wann wurde die erste vollelektronische Fernsehübertragung gesendet? 4 Welche Zahnpasta kennt man aus der alten Zeit? 5 Woher kommt das Fahrrad? 6 Wer war Melitta Bentz? 7 Erzähle kurz die Geschichte von Barbie. 8 Wer war „Freund Petz“?

Schreib mal was! Suche drei starke und drei schwache Verben im Präsens Perfekt. Wie unterscheiden sich die Endungen?

Sag mal was!

Eine Präsentation Wähle eine der Erfindungen und halte eine kurze Präsentation darüber. Wichtige Fragen: Wer ist der Erfinder? Wann hat er die Erfindung gemacht? Wie sieht die Erfindung aus? Wie funktioniert sie? Wie wichtig ist diese Erfindung für unsere Gesellschaft?

Menschen in Deutschland auf einen kurzen Blick • In Deutschland leben etwa 40 Millionen Männer und 42 Millionen Frauen. • Es gibt etwa 10,7 Millionen Kinder und 14,5 Millionen Jugendliche. • 55 % der Frauen zwischen 15 und 65 Jahren haben einen Beruf und arbeiten. • Jedes Jahr werden in Deutschland 420 000 Ehen geschlossen. • Es gibt 20 Millionen Ehepaare (davon 9 Millionen ohne Kinder).

Vokabeln durchschnittlich gjennomsnittlig/ gjennomsnittleg die Ehe ekteskapet das Ehepaar ekteparet die Scheidung skilsmissen/ skilsmissa

• Kinder pro Familie: durchschnittlich 2,1. • Jedes Jahr werden etwa 800 000 Kinder geboren. • Scheidungen pro Jahr: 190 000. • Jedes Jahr sterben etwa 850 000 Menschen. • Das Lebensalter in Deutschland liegt bei 77 Jahren bei Männern und 82 bei Frauen.

LEKTION 2 – Land und Leute

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Wie ist dein Leben in Deutschland? Vokabeln ab und zu av og til die Armutsgrenze fattigdomsgrensen/fattigdomsgrensa der Auftrag oppdraget behaupten påstå besonders spesielt BWL (die Betriebswirtschaftslehre) bedriftsøkonomien damals den gang/den gongen einfach enkelt, ganske enkelt entweder–oder enten–eller/ anten–eller der Fehler feilen genauso like die Gesellschaft samfunnet gesund frisk, sunn hauptsächlich hovedsakelig/ hovudsakleg die Kleidung klærne/kleda die Lage situasjonen der Landwirt bonden locker drauf ‘løs på det‘/‘laus på det‘: uhøytidelig/uhøgtideleg der Meinung sein mene/meine die Möglichkeit muligheten/ moglegheita schade synd spießig konservativ verlieren miste, tape während under, i løpet av, mens wahrscheinlich sannsynligvis/ truleg das Waldgebiet skogområdet die Wende gjenforeningen av de to tyske statene/gjenforeininga av dei to tyske statane der Wettbewerb konkurransen die Wirtschaft økonomien zufrieden tilfreds, fornøyd/nøgd zu spät for sent/for seint

Deutschland ist ein großes Land mit vielen geografischen und kulturellen Attraktionen. Viele Menschen wohnen und arbeiten an der Küste im flachen Norden, während andere vielleicht eine Arbeit im Osten Deutschlands suchen. Im Süden gibt es viele Berge, in der Mitte große Waldgebiete. Weiter geht’s hat einige Deutsche getroffen und gefragt, wie ihr Leben in Deutschland ist. Viele Menschen haben gewisse Vorstellungen davon, wie ein Land und ihre Einwohner sind. Hier erzählen fünf Deutsche darüber, wie sie in Deutschland leben.

Kathrin, 29, Friseurin aus Köln „Ich mag mein Land und besonders meine Stadt Köln. Deutschland ist groß und liegt zentral in Europa. Das finde ich gut. Man kommt schnell überall hin, entweder mit dem Auto, dem Zug oder mit dem Flugzeug. Meine Kunden sind hauptsächlich Kölner. Wir sind ziemlich locker drauf hier in Köln, besonders wenn Karnevalszeit ist. Ich bin viel in Deutschland herumgefahren. Ich mache im Sommer immer an der Nordseeküste Urlaub. Ich mag es nicht, dass viele Touristen und andere Europäer denken, dass die Deutschen keinen Humor hätten und sehr spießig seien. Das stimmt einfach nicht! Die Deutschen haben viel Spaß und lachen viel.“

Lars, 59, Arbeitsloser aus Chemnitz „Wie mein Leben in Deutschland ist, fragen Sie? Eigentlich nicht so gut. Früher, während der DDR-Zeit, war alles einfacher. Damals hatte ich einen Job als Automechaniker. Nach der Wende ist hier bei uns im Osten vieles anders geworden. Viele Leute sind weggezogen, und die Gesellschaft ist von Wettbewerb und Kapitalismus geprägt. Für mich hat die Wende bedeutet, dass ich keine Arbeit mehr finde, und ich bekomme nur ab und zu kurze Aufträge. Das Leben als Arbeitsloser ist hart, und man kann leicht resignieren. Es wird behauptet, dass das Leben in der DDR schrecklich war. Für mich stimmt das so nicht. Ich hatte eine sichere Arbeit, eine Familie und Freunde. Jetzt sind meine Kinder im Westen, in Oldenburg, und viele Freunde habe ich verloren. Ich wollte damals hier in Chemnitz bleiben und eine eigene Werkstatt aufbauen. Das war mein Fehler. Jetzt ist es zu spät, etwas Neues anzufangen.“

Alois, 38, Landwirt aus Bayern „Deutschland? Ich bin Bayer! Wenn Sie mich fragen, aus welchem Land ich komme, antworte ich zuerst Bayern und dann Deutschland. Bayern ist das größte Bundesland in Deutschland, und reich ist es auch. Einige Leute aus Bayern sind der Meinung, dass Bayern ein selbstständiger Staat sein sollte. Kann sein. Schaden würde das nicht. Als Landwirt in Bayern kann man gut leben. Ich bin zufrieden.“

Annika, 22, Studentin aus Göttingen „Wie man in Deutschland lebt? Die Frage habe ich mir nie gestellt. Hier kann man gut leben, denke ich. Ich finde es gut hier, wahrscheinlich genauso gut oder schlecht wie anderswo in Europa. Ich studiere BWL, also Betriebswirtschaftslehre, und rein wirtschaftlich geht es vielen Leuten in Deutschland ganz gut. Die finanzielle Lage Deutschlands hat sich in den letzten Jahren verbessert, und in der EU spielt Deutschland eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Aber es gibt sehr viele Menschen in Deutschland, die unter der Armutsgrenze leben. Viele Kinder haben nicht die Möglichkeit, gute Kleidung zu 34

Weiter geht’s


Das Karl-Marx-Monument in Chemnitz, Sachsen

kaufen, gesund zu essen oder an verschiedenen Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Das ist schlimm! Für Studenten ist Deutschland sehr gut, denke ich. Wir haben preisgünstige Studienliteratur, Vorteile bei Bus und Bahn, und man kann relativ billig in einer Wohngemeinschaft wohnen. Doch, das Leben hier gefällt mir.“

Herr Zimmermann, 83, Rentner aus Lübeck „Als Rentner kann man viel klagen oder einfach mit dem Leben zufrieden sein. Ich komme selten raus, das finde ich schlimm. Früher bin ich viel mit meinem Boot beschäftigt gewesen. Das kann ich nicht mehr, mein Kopf ist klar, aber der Körper ist alt und schwach. Ich wohne im Altersheim. Meine Familie sehe ich selten, sie arbeiten viel zu viel. Das ist natürlich sehr schade. Meine Enkelkinder, ich habe drei, kommen vielleicht zwei-, dreimal im Jahr vorbei. Das ist zu wenig. Ich hätte ihnen viel von der deutschen Geschichte erzählen können. Aber sie leben heute, sagen sie, was damals passiert ist, interessiert sie nicht.“

Vokabeln beschäftigt sein være opptatt av, beskjeftiget med/vere oppteken av das Enkelkind barnebarnet raus ut der Rentner pensjonisten schlimm ille selten sjelden/sjeldan die Wohngemeinschaft bofellesskapet/bufellesskapen zu wenig for lite

LEKTION 2 – Land und Leute

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Worum geht’s? 1 Warum ist es für den Mann aus Chemnitz schwer, in Deutschland zu leben? 2 Was meint die Frau aus Köln über das Leben in Deutschland? 3 Was meint der Bayer über Bayern und Deutschland? 4 Was sagt Annika über die wirtschaftliche Lage in Deutschland? 5 Was vermisst der Rentner?

Schreib mal was! Auf einer Reise durch Deutschland triffst du eine der Personen aus dem Text. Welche Person triffst du? Warum triffst du gerade diese Person? Worüber sprecht ihr? Schreibe das Gespräch auf, das ihr miteinander führt.

Du bist dran!

Kleines Deutschland-Quiz Welche Staatsform hat Deutschland? Monarchie Republik Anarchie Wie heißt die Landeshauptstadt von Bayern? Freiburg München Kiel In welcher Stadt liegt der größte Hafen Deutschlands? in Hamburg in Bielefeld in Wismar Die Kieler Woche ist ein wichtiges Segelsportereignis. Kiel liegt … im Norden, in Schleswig­­-Holstein im Westen, im Saarland im Süden, in Baden-Württemberg Der längste Fluss Deutschlands ist ... der Rhein

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Weiter geht’s

der Neckar die Elbe Die Hauptstadt der Bundes­ republik Deutschland von 1949 bis 1991 war … München Bern Bonn In München findet jedes Jahr ein großes Fest statt. das Januarfest das Julifest das Oktoberfest Die Stadt hat einen sehr be­­ rühm­ten Dom. Sie liegt am Rhein. Dort werden viele Radiound Fernsehsen­­­­­­­­dungen gemacht. Flensburg Köln München Welches Auto kommt nicht aus Deutschland? Skoda Opel Audi


Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen. Wählt mindestens fünf Wörter aus der Lektion und erklärt dann auf Deutsch, was sie bedeuten.

Sprache basteln

Windjammerparade bei der Kieler Woche

Lerne diese Satzteile auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich. Wo liegt ...? Wo befindet sich ...? Wie heißt die Hauptstadt? Kennst du einen Fluss in Deutschland? Es gibt 16 Bundesländer in Deutschland. Der größte Berg ist ... Die Alpen sind ein Gebirge in Süddeutschland. Die Insel ist schön. Das Autokennzeichen ist HH. Welche deutsche Erfindung kennst du?

Selbstbewertung nach Lektion 2: Siehe Seite 309.

LEKTION 2 – Land und Leute

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Rettungsschwimmer am Strand Sansibar bei Rantum auf der Insel Sylt


LEKTION 3

Die reiselustigen Deutschen SCHWERPUNKTE Urlaub in Deutschland Fahrkarte bestellen Hotelzimmer bestellen Deutsche Touristen in Norwegen Über Reisen sprechen GRAMMATIKTHEMA Präpositionen Kasus

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LÆREPLANMÅL • forstå innholdet i lengre skriftlige og muntlige autentiske tekster i ulike sjangere • lese formelle og uformelle tekster i ulike sjangere og gjøre rede for forfatterens synspunkter og holdninger • delta i spontane samtaler om ulike temaer og aktuelle emner • tilpasse språkbruken til ulike kommunikasjonssituasjoner • velge og bruke lytte-, tale-, lese- og skrivestrategier tilpasset formål, situasjon og sjanger • gjøre rede for sider ved geografi og historie i språkområdet • beskrive sentrale sider ved språkområdets kultur og gi uttrykk for opplevelser knyttet til dette

Was fällt dir dazu ein? Bist du schon mal in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz gewesen? Was kann man in Deutschland im Sommer machen? Wo kann man in Österreich und der Schweiz gut Ski fahren? Welche deutsche Stadt möchtest du gern besuchen? Warum?

Wo warst du in den Sommerferien? Vielleicht in Deutschland? Vokabeln die Aufführung framføringen, oppførelsen/framføringa, opp­ føringa die Ausstellung utstillingen/ utstillinga einheimisch innfødt/innfødd das Gebirge fjellet gehören tilhøre/tilhøyre die Küste kysten lieber heller die Sehenswürdigkeit severdigheten/ turistmålet, turistattraksjonen das Sportereignis sportsbegiven­ heten/sportsarrangementet

Viele Touristen wählen Deutschland als Urlaubsziel, und deutsche Bundes­ länder werden immer beliebter für Reisen. Man hat herausgefunden, dass in den letzten Jahren mehr als 54 Millionen ausländische Touristen jährlich Deutschland besuchen. Die meisten von ihnen kommen aus Europa, aus den USA und Asien. Aber wohin fahren sie eigentlich? Berlin, München, Frankfurt am Main und Köln sind die beliebtesten Städte. Diese Städte haben schöne Architektur und spannende Geschichte. Wenn Touristen ihre Lieblingsbundes­länder wählen, nennen sie Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Es gibt viel zu sehen und zu erleben für Deutschland-Reisende. Überall gibt es wundervolle Sehenswürdigkeiten und tolle Konzerte, Kunstausstellungen, Theateraufführungen, Weihnachtsmärkte und Volksfeste. Hast du vielleicht vom Oktoberfest in München, dem Christopher Street Day oder dem Karneval in Köln, der Fastnacht in Mainz oder dem Karneval der Kulturen in Berlin gehört? Diese Volksfeste sind international bekannt und beliebt. Wenn man Interesse an Sport hat, gibt es auch viele große Sportereignisse auf internationalem Niveau. Viele Touristen aus dem Ausland möchten gern die deutschen Großstädte entdecken. Die Deutschen selber reisen im eigenen Land lieber in kleinere Städte und aufs Land. Wenn die Deutschen nach ihrem Lieblingsreiseziel in Deutschland gefragt werden, antworten sie oft Nord- und Ostseeküste, Schwarzwald und Bodensee. Diese Orte gehören zu den beliebtesten Ferienzielen. Die Küste, Seen, Mittel- und Hochgebirge sind sehr wichtig in Deutschland, sowohl für ausländische Touristen als auch für die einheim­ ische Bevölkerung. Deutschland hat sehr viele Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate.

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Weiter geht’s


Das Brandenburger Tor in Berlin

Die Freizeitmöglichkeiten in Deutschland sind enorm. Magst du wandern? Dann findest du z. B. insgesamt 190 000 Kilometer markierte Wanderwege, die quer durch Deutschland führen. Wenn du lieber Fahrrad fahren willst, gibt es 40 000 Kilometer Radwanderwege.

Vokabeln insgesamt samlet, til sammen/ samla, til saman quer durch på tvers, gjennom

Viel Spaß beim Reisen!

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Wie viele Menschen besuchen jährlich Deutschland? Wohin fahren ausländische Touristen am liebsten? Wo machen die Deutschen Urlaub im eigenen Land? Warum ist Deutschland so ein beliebtes Reiseland? Was kann man hier alles erleben?

Schreib mal was! In diesem Text kann man einige Präpositionalausdrücke mit Akkusativ und Dativ finden. Suche fünf und schreibe sie auf. Schreibe danach eigene Sätze mit den Ausdrücken. Beispiel: In den letzten Jahren – In den letzten Jahren habe ich viel Deutsch gelernt. LEKTION 3 – Die reiselustigen Deutschen

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Sag mal was!

Die Sommerferien Arbeitet zu zweit. Der eine stellt die Fragen, und der andere antwortet. Es ist nicht erlaubt, mit Ja oder Nein zu antworten. Wohin bist du gefahren? Welche bekannten Sehenswürdigkeiten hast du gesehen? Welchen Sport hast du im Sommer getrieben? Wie oft bist du mit dem Fahrrad gefahren? Welche Leute hast du in den Ferien getroffen? Welche neuen Freunde hast du gefunden? Wie viele Nächte hast du im Zelt geschlafen? Wo hast du geangelt? Wie oft hast du Eis gegessen? Was hast du in den Ferien zu Mittag gegessen? Hast du einen Ferienjob gehabt? Welchen? Was hast du am Strand erlebt?

Mit dem Autozug durch Deutschland Vokabeln das Abteil togkupeen der Autozug biltoget mehrmals flere ganger/fleire gonger mitnehmen ta med der Moment øyeblikket/augne­ blinken der Schlafwagen sovevogna der Vormittag formiddagen/ føremiddagen der Wagen vogna die Waschgelegenheit mulighet/ moglegheit for å vaske seg

Deutsche Bahn: Guten Tag, kann ich Ihnen helfen? Herr Knoblauch: Guten Tag, ich möchte mit meiner Familie nach Frankreich fahren, und wir möchten gern unser Auto mitnehmen. Ist es möglich, das Auto mit auf den Zug zu nehmen? Deutsche Bahn: Ja, selbstverständlich geht das. Von wo möchten Sie abfahren? Herr Knoblauch: Wir wohnen in Hamburg und möchten auch von Hamburg mit dem Zug fahren. Deutsche Bahn: Unsere Autozüge fahren mehrmals in der Woche zwischen Hamburg und Narbonne in Nordfrankreich. Wann möchten Sie abreisen? Herr Knoblauch: Mein Urlaub fängt am 11. Juli an. Können wir an dem Tag fahren? Deutsche Bahn: Einen Moment bitte. Ja, am 11. Juli um 21.30 Uhr geht es los. Herr Knoblauch: Das passt ja sehr gut. Ist das ein Nachtzug? Deutsche Bahn: Ja, Sie kommen am nächsten Vormittag in Narbonne an. Möchten Sie einen Schlafwagen oder ein normales Abteil? Herr Knoblauch: Ich hätte gern einen Schlafwagen für vier Personen. Gibt es diese Wagen auch mit einer Waschgelegenheit? Deutsche Bahn: Ja, Sie können einen Schlafwagen mit Bad haben. Herr Knoblauch: Toll. Und der Preis? Deutsche Bahn: Es kostet 800 €. Herr Knoblauch: Ich komme später vorbei und hole die Karten. Deutsche Bahn: Sehr gut. Bis später. Herr Knoblauch: Auf Wiederhören.

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Weiter geht’s


Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Wann will Herr Knoblauch in Urlaub fahren? Wohin möchte die Familie fahren? Woher kommt Herr Knoblauch? Wann fährt der Zug los? Welchen Wagen bestellt Herr Knoblauch?

Sag mal was!

Wann geht der Zug nach ...? Arbeitet zu zweit und führt ein Gespräch am Bahnhofschalter. Benutze bitte die Stichwörter. Kunde/Kundin: Verkäufer/Verkäuferin: Grüßen

Grüßen – Hilfe brauchen?

Information – Zug – Oslo-Finse Fahrkarte bestellen

Warten – nachsehen – Uhrzeit sagen Welche Fahrkarte? Hin und zurück?

Eine Strecke Einen Moment Nach dem Preis fragen Preis in norwegischen Kronen sagen Nach dem Preis in Euro fragen Preis in Euro sagen Bezahlen und Gespräch beenden Gespräch beenden

Schreib mal was! Was fehlt in diesem Dialog? Bitte die richtigen Wörter einsetzen. Einige Wörter kann man mehrmals verwenden. Kreditkarte (f), Dusche (f), Badezimmer (n), ein Zimmer (n), Ihnen, Einzelzimmer (n), möchte, Doppelzimmer (n), Badewanne (f), Frühstück (n), Wandertour (f), Nächte (pl), bar, helfen, Halbpension (f), Aufenthalt (m), wandern, zwei, kostet. Rezeptionist Guten Tag. Kann ich Frau Axt Guten Tag. Ich hätte gern Haben Sie etwas frei? Rezeptionist Möchten Sie ein oder ein Frau Axt Ich hätte gern ein Einzelzimmer. Mit Rezeptionist Mit Halbpension. Wünschen Sie auf die Berge? Frau Axt Ich ein Zimmer mit einem

? . ? . mit Blick .

LEKTION 3 – Die reiselustigen Deutschen

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Rezeptionist Frau Axt Rezeptionist Frau Axt Rezeptionist Frau Axt Rezeptionist Frau Axt

Der Blick ist nicht so wichtig. Ich werde viel . Wenn ich von der komme, ist es wahrscheinlich dunkel. Wünschen Sie ein Zimmer mit oder mit einer ? Mit einer Badewanne bitte. Wann gibt es ? Frühstück gibt es von 7.00 bis 9.00. Wie lange bleiben Sie? Ich bleibe . Was das Zimmer? Es kostet 105 € pro Tag. Sie können in oder mit einer bezahlen. Ich zahle mit meiner VISA-Karte. Mit der VISA-Karte, sehr schön. Ich wünsche einen angenehmen . Vielen Dank!

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Ruf im Hotel an und bestelle ein Zimmer für eine Nacht. Benutzt gern eure Handys.

Sommersport Vokabeln der Berg fjellet, berget die Bergung redningen/redninga die Bewilligung tillatelsen/løyvet die Ebene lavlandet, sletten, flaten/ låglandet, sletta, flata entlang langs med die Flaute vindstilla die Gattin ektefellen das Gelände terrenget geschleudert slengt Gleitschirmfliegen paragliding das Glück lykken/lykka, hellet der Kreis sirkelen, ringen der Pkw (der Personenkraftwagen) personbilen tauglich noe som duger/dugande der Teppich teppet verboten forbudt/forbode verbraucht oppbrukt der Wohnwagen campingvogna

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Weiter geht’s

Ob wir wieder zusammen in den Urlaub fahren? Aber sicher. Ich. Meine Frau. Mein Sohn. Mit Junge. Der Schwager, Bruder meiner Frau. Mit Gattin. Drei Pkws. Zwei Wohnwagen. Ein Motorboot. Drei Surfbretter. Sechs Mountain-Bikes. Zwei Gleitschirme. Ein Wassermotorrad. Ein Teppich, in Arbeit. Fuhren wir los. Suchten ein Plätzchen. Mit See. Mit Wind. Mit Berg. Mit Ebene. Wir erreichten den Silvaplanersee. Surfen möglich. Motorboot verboten. Kein Gleitschirmfliegen am Orte.

Gelände nicht fahrradtauglich. Sonst schön. Fuhren wir anderntags weiter. Flüelapaß. Davos. Landquart. Entlang dem Rhein. Zum Bodensee. Große Flaute. Motorboot nur mit Bewilligung. Fahrräder Plattfüße. Vandalenakt von Rucksacktouristen. Regen. Packten wir die Karawane wieder auf. Zurück bis Sargans. Polizeikontrolle. Mutter knüpfte Teppich im Wohnwagen. Busse. Walenstadt. Alles vorhanden. See. Wasser. Wind. Berg. Ebene. Motorboot-Wasserung.


Den Sommer beim Baden genießen

LEKTION 3 – Die reiselustigen Deutschen

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Vokabeln der Aufprall kollisjonen, påkjørselen/påkøyrselen der Beinbruch beinbruddet/ beinbrotet der Enkel barnebarnet der Schwager svogeren

Hier passierte es. Ich. Mit Frau. Und Motorboot. Enkel surfte im Kielwasser. Ein Schrei. Wo? Schwager. Mit Gleitschirm. Fliegt auf das Boot. Beinbruch. Stößt mich ab Deck. Ich stürze auf das Surfbrett. Enkel durch Aufprall durch die Luft an Bord geschleudert. Bewusstlos. Frau hat einen Schock. Fährt im Kreis.

Bis der Treibstoff verbraucht. Ich liege auf dem Surfbrett. Zum Glück. Sohn. Mit Wassermotorrad. Bergung. Heimfahrt. Drei Pkws. Zwei Wohnwagen. Ein Motorboot. Drei Surfbretter. Sechs Mountain-Bikes. Zwei Gleitschirme. Ein Wassermotorrad. Ein Teppich, fertig. von Hans Suter

Schreib mal was!

Was ist eigentlich passiert? Wähle eine der folgenden Aufgaben: 1 Das Gedicht ist ein Stichwortgedicht. Schreibe einen vollständigen Text anhand der ganzen Wörter. 2 Schreibe einen Text und erzähle von einer Reise, die du gemacht hast.

Sag mal was!

Mein Urlaubsort in Deutschland Wo möchtest du in Deutschland Urlaub machen? Wähle eine Stadt, ein Dorf, eine Sehenswürdigkeit oder ein Gebiet in Deutschland, das du gern besuchen möchtest, und halte einen Vortrag darüber. Dauer: etwa drei bis fünf Minuten. Vorschlag: München, Trier, Konstanz und der Bodensee, Schloss Neuschwanstein, Potsdam, die Insel Rügen, Matterhorn, Travemünde, die Insel Sylt, Schwarzwald, die Alpen, Nordfriesland.

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Wir lieben Norwegen!

Jutta Maier

Lange Straße 105 20252 Hamburg

Deutschland

Liebe Tante Jutta! Endlich haben wir Nordnorwegen erreicht. Es war eine unglaublich lange Zugfahrt. Die norwegische Landschaft ist sagenhaft, du wirst es nicht glauben! Wir haben sehr viele Fotos gemacht, unter anderem von einer Sprungschanze, einer Stabkirche, einem Elch und vielen schönen Land­schaften. Es ist toll, mit dem Zug zu fahren, denn man kann alles durch das Fenster sehen. Es gibt jeden Tag viel zu erleben. Wir haben für nächste Woche eine Walsafari geplant. Hoffentlich sehen wir auch Wale. Wusstest du, dass man hier im Laden Walfleisch kaufen kann? Das werde ich natürlich nicht tun! Was würden meine Freunde bei Greenpeace dazu sagen? Nachts schlafen wir meistens im Zelt. Das kann man fast überall in Norwegen machen. Es ist toll hier! Viele sprechen ein bisschen Deutsch, und ich habe etwas Norwegisch gelernt. Im nächsten Sommer musst du mitkommen. Mutti lässt grüßen.

Vokabeln angeln fiske der Elch elgen die Forelle ørreten/auren der Lachs laksen der Laden butikken mitkommen bli med nächste neste sagenhaft eventyrlig/eventyrleg die Sprungschanze hoppbakken die Stabkirche stavkirken/ stavkyrkja vorstellen forestille/førestelle

Deine Sabine

Hallo Heinz, das Angeln läuft prima! Es ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Die norwegischen Flüsse sind voll mit Lachs und Forellen. Du musst es erleben, um zu verstehen, wovon ich rede. Gestern konnte ich meinen Augen nicht trauen. Ich habe einen riesigen Lachs gefangen! Er hat fast sieben Kilo gewogen! Kannst du dir das vorstellen? Nächstes Jahr fahre ich wieder hierher. Kommst du mit? Grüße aus dem hohen Norden – Jan

LEKTION 3 – Die reiselustigen Deutschen

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Vokabeln erholsam avlappende/avslappande das Erlebnis opplevelsen/ opplevinga das Kegeln et slags bowlingspill/eit slags bowlingspel die Lage beliggenheten/plasseringa die Lebensmittel matvarene in der Regel vanligvis/vanlegvis, som regel das Rentier reinsdyret sauber ren/rein teuer dyr unglaublich utrolig/utruleg wahnsinnig vanvittig/vanvitig zeigen vise

Liebe Herr und Frau Grolmann, die Reise mit dem Wohnwagen hat sehr lange gedauert. Die Straßen in Norwegen sind ganz anders als bei uns in Deutschland. Hier gibt es keine richtige Autobahn, sondern weite Strecken, wo man nur 70 bis 80 km/h fahren darf. Die Natur in diesem Land ist wirklich spektakulär! Es gibt hohe Berge und tiefe Fjorde. Wir haben den Sognefjord gesehen und werden Ihnen schöne Fotos und Filme zeigen. Die Stadt Ålesund war auch ein Erlebnis. Dort gibt es viele Häuser im Jugendstil. Nächste Woche werden wir Tromsø besuchen. Vielleicht werden wir dort ein Rentier oder einen Elch sehen? Die Lebensmittel sind ganz schön teuer, aber wir sind mit dem Wohnwagen unterwegs, so konnten wir viele deutsche Produkte mitnehmen. Die Campingplätze sind in der Regel ganz sauber und haben oft eine gute und naturschöne Lage. Wir haben einige norwegische Spezialitäten gegessen wie Elchwurst und Fischfrikadellen. Die Fischfrikadellen haben wir für Sie mitgenommen, die muss man ganz einfach probiert haben! Wir freuen uns auf den Kegelabend im August und wünschen Ihnen einen erholsamen Sommer. Ihr Kay und Ihre Angela

Ciao Biene und Caro! Wir sind in Oslo und hören jeden Tag tolle Musik. Es gibt hier im Sommer schöne Musikfestivals, und das Wetter war die ganze Zeit total warm. Gerade jetzt ist hier das „Øya-Festival“. Es ist ein nettes Festival unten am Wasser im alten Teil der Stadt. Es gibt unglaublich viele bekannte Bands und Sänger, die nach Oslo kommen, um hier aufzutreten. Das einzige Problem dieser Stadt ist, dass sie wahnsinnig teuer ist. Aber man kann auch einige preisgünstige Dinge tun, wie z. B. mit dem Schiff auf die kleinen Inseln im Oslofjord fahren oder lange Waldtouren machen. Die Stadt hat eine perfekte Lage! Sie liegt am Wasser und hat auch Berge und große Wälder. Wir wohnen bei einem alten Freund meiner Eltern. Sie haben in Deutschland zusammen studiert. Bis bald, Sandra

Worum geht’s? 1 2 3 4

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Weiter geht’s

Wie finden die deutschen Touristen Norwegen? Was sagen sie über das Preisniveau? Was erleben sie in Norwegen? Was ist positiv und negativ für Touristen in Norwegen?


Schreib mal was! Bitte folgende Sätze analysieren. Suche das Subjekt (Nominativ), das Akkusativobjekt und die Präpositionalausdrücke. 1 2 3 4

Wir haben ein Rentier oder einen Elch gesehen. Ich fahre mit dem Zug. Ich habe einen riesigen Lachs gefangen. In den letzten Jahren fahren viele Touristen nach Deutschland.

Schreib mal was! Du machst Urlaub in Norwegen und schreibst eine Postkarte. Was schreibst du?

Sag mal was! Was sollten ausländische Touristen in Norwegen erleben? Mache eine Liste mit zehn Sehenswürdigkeiten, die du wichtig findest. Vergleiche und erstelle dann eine gemeinsame Liste in der Klasse. Welche zehn Punkte müssen dabei sein?

Du bist dran!

21 Fragen Die Klasse sitzt in einem Halbkreis um einen Spieler, der sich ein bestimmtes Reiseziel oder einen Gegenstand, den man auf Reisen dabeihaben muss, ausdenkt und notiert. Die Klasse soll dann mit 21 Fragen das Reiseziel/den Gegenstand erraten. Es müssen Fragen sein, die der Einzelspieler mit Ja oder Nein beantworten kann. Nach 17 Fragen sagt der Lehrer, dass nur noch vier Fragen übrig sind. Hat die Klasse das Reiseziel/den Gegenstand mit 21 Fragen erraten, hat sie gewonnen. Im anderen Fall ist der Einzelspieler Gewinner. Um das Fragen einfacher zu machen, kann das Land/die Stadt/die Gegend/das Thema etc. genannt werden: z. B. „Es liegt in Oslo. Es hat mit Sport zu tun“ oder „Es ist aus Plastik, man benutzt sie zweimal am Tag.“ Sprachhilfe: Ist es in der Nähe? Ist es groß, klein? Größer/kleiner als …? Ist es alt, neu, modern …? Kann ich es häufig sehen? Ist es teuer, preisgünstig, dahin zu reisen? Wie kommt man dahin? Mit dem Flugzeug, zu Fuß, mit dem Schiff …?

LEKTION 3 – Die reiselustigen Deutschen

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Du bist dran!

Versteckte Hauptstädte In den folgenden Sätzen versteckt sich jeweils eine Hauptstadt. Finde sie! Diese Städte sind dabei: Oslo, Paris, Rom, Bern, Berlin, Kairo, Beirut und Wien. 1 2 3 4 5 6 7 8

Warme Milch trinke ich lieber nicht. Treffe mich am Kai, Roger. Blumen riechen aromatisch. Es ist jetzt vorbei, Ruth! Los, los, Kinder! Aber Lindenau ist eine schöne Stadt. Deine alte Jacke sieht aus wie neu, nachdem du sie gefärbt hast. Du musst essen, Opa! Riskiere nicht, krank zu werden.

Der reisende Deutsche. Ein Gespräch mit Peter Wagner Vokabeln der Mülleimer søppelbøtta die Ordnung ordenen, ordningen/ ordninga der Platz plassen die Sauberkeit renheten/reinleiken der Stau (bil)køen der Stellplatz plass for telt eller campingvogn verreisen reise bort wohin hvor/kvar wohl vel der Zaun gjerdet

Die Deutschen reisen sehr gern und viel. 58 von den 82 Millionen Deutschen verreisen jedes Jahr. Aber wohin reisen sie? Wie wohnen sie? Und wie möchten sie es im Urlaub haben? Wir sind nach Italien gefahren und haben einen typischen Campingplatz besucht. Nach einigen Stunden im Stau auf der Autobahn haben wir den reisenden Deutschen, Peter Wagner (61), in der Nähe von Venedig getroffen. Dieser Campingplatz ist sehr groß, und 65 % der Gäste sind deutsch. Weiter geht’s:

Wir haben gehört, dass pro Jahr etwa 21 Millionen Deutsche auf Campingplätzen übernachten. Seit wann kommen Sie hierher?

Peter Wagner: Ich komme jeden Sommer seit über 30 Jahren zu diesem Campingplatz. Weiter geht’s:

Warum besuchen Sie gerade diesen Campingplatz?

Peter Wagner: Es dauert nur sechs Stunden mit dem Auto von zu Hause. Das Klima hier ist toll, und ich kenne viele andere Touristen auf diesem Campingplatz. Der Platz ist auch sehr ordentlich und sauber. Weiter geht’s:

Sind Freunde aus Ihrem Dorf auch hier?

Peter Wagner: Ja, ich habe viele Freunde und Bekannte hier. Weiter geht’s:

Sie sagten, dass der Campingplatz ordentlich und sauber ist. Wie wichtig ist Sauberkeit für Sie, wenn Sie Urlaub machen?

Peter Wagner: Sehr wichtig! Es muss alles seine Ordnung haben. Hier gibt es genug Mülleimer, saubere Duschen und Regeln, wann es abends ruhig zu sein hat. Weiter geht’s:

Sie haben einen Zaun um Ihren Stellplatz. Warum?

Peter Wagner: Den habe ich selbst gebaut. Es ist wichtig zu signalisieren, dass dieser Platz meiner ist. Nach 30 Jahren kann man sich das wohl erlauben.

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Weiter geht’s


Beim Grillen in Deutschland darf die Bratwurst nicht fehlen

Weiter geht’s:

Wie sind das Essen und die Preise hier?

Vokabeln

Peter Wagner: Hier gibt es einen deutschen Bäcker, sodass man jeden Morgen frische Brötchen kriegt. Es gibt auch ein deutsches Restaurant unten am Wasser. Dort trinke ich mein Bier. Die Preise sind ganz gut, so wie in Deutschland. Weiter geht’s:

der Bäcker bakeren/bakaren das Brötchen rundstykket

Dann ist ja der Urlaub fast genauso wie zu Hause?

Peter Wagner: Ja, genau. Und so will ich es haben.

LEKTION 3 – Die reiselustigen Deutschen

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Englischer Garten in München: Wer mitten im Park surfen will, muss zunächst Schlange stehen

Worum geht’s 1 2 3 4 5

Wie viele Deutsche fahren jedes Jahr in Urlaub? Wohin fährt Peter Wagner? Was gefällt ihm an seinem Urlaub? Warum hat Peter Wagner einen Zaun um seinen Stellplatz gebaut? Wie ist das Essen?

Sag mal was! Peter Wagner findet es schöner, wenn es im Urlaub fast wie zu Hause ist. Was ist für dich wichtig, wenn du Ferien machst?

Wie sagt man das auf Deutsch? Suche in den Texten die deutschen Ausdrücke. Lerne sie dann auswendig. 1 2 3 4 5 6

I sommerferien / I sommarferien Å dra på ferie Vi skal besøke / Vi skal besøkje Kjære tante, kjære onkel De fleste av dem / Dei fleste av dei I de siste årene / I dei siste åra

Schreib mal was! Suche fünf verschiedene Präpositionalausdrücke aus der Lektion und übersetze sie ins Norwegische.

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Weiter geht’s


Du bist dran!

Spiel: Mein Schiff ist beladen mit … Arbeitet in Gruppen zu viert oder sechst. Benutze dein Vokabular und Dativ Plural (Dativ flertall er min venn, ender alltid på en n / Dativ fleirtal er min venn, endar alltid på ein n). Denk daran, dass du die Wörter der anderen erst wiederholen musst, bevor du dein Wort sagst. Alternative: Um es schwieriger zu machen, müssen alle Wörter mit dem gleichen Buchstaben beginnen. A Mein Schiff ist beladen mit Frauen. B Mein Schiff ist beladen mit Frauen und Bananen. C Mein Schiff ist beladen mit Frauen, Bananen und Kindern ... oder

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

A Mein Schiff ist beladen mit Onkeln. B Mein Schiff ist beladen mit Onkeln und Orangen. C Mein Schiff ist beladen mit Onkeln, Orangen und Orchideen ...

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

Die Freizeit Der Urlaub Der Tourist Das Hotel Die Sehenswürdigkeit

In den Urlaub fahren In die Sommerferien fahren Ich fahre an das Meer / Ich bin am Meer In den Bergen Ich bin auf meiner Hütte gewesen Meine Hütte ist in den Bergen Im Gebirge fahren wir Ski Er sonnt sich am Strand Ich bin im Süden Ich fahre in den Süden

Selbstbewertung nach Lektion 3: Siehe Seite 309.

LEKTION 3 – Die reiselustigen Deutschen

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Mauerpark am Prenzlauer Berg in Berlin


LEKTION 4

Jung sein SCHWERPUNKTE Jung sein Sich verabreden Mein Tag Die Uhr Wie wohnst du? Was darf man wann in Deutschland? GRAMMATIKTHEMA Zusammengesetzte Verben Modalverben Pr채teritum

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LÆREPLANMÅL • forstå innhaldet i lengre skriftlege og munnlege autentiske tekstar i ulike sjangrar • lese formelle og uformelle tekstar i ulike sjangrar og gjere greie for synspunkta og haldningane til forfattaren • delta i spontane samtalar om ulike tema og aktuelle emne • kommunisere med god uttale og intonasjon • presentere aktuelle og tverrfaglege emne munnleg • gi uttrykk for opplevingar, synspunkt og haldningar, ønske og emosjonar • drøfte sider ved daglegliv, tradisjonar, skikkar og levemåtar i språkområdet og i Noreg • drøfte sider ved livsvilkår og aktuelle samfunnsforhold i språkområdet • beskrive sentrale sider ved kulturen i språkområdet og gi uttrykk for opplevingar knytte til dette

Was fällt dir dazu ein? Wann ist man jung? Wie ist ein typischer Jugendlicher von heute? Beschreibe das Gefühl, das man hat, wenn man verliebt ist. Wie sieht deine Traumwohnung aus? Was darfst du/darfst du nicht?

Gehen wir ins Kino? Vokabeln der Daumen tommelen die Daumen drücken krysse fingrene/fingrane genug nok hoffentlich forhåpentlig/vonleg immer alltid die Lust lysten/lysta die Prüfung prøven, eksamenen tratschen sladre

Birte: Birte am Apparat. Inga: Hallo Birte, hier ist Inga. Wie geht’s dir? Birte: Hallo Inga! Danke, mir geht’s gut und dir? Inga: Auch gut. Sag mal, was machst du heute Abend? Ich möchte wieder einmal ins Kino gehen. Hast du Lust? Es ist doch so lange her. Birte: Ja schon, aber heute geht es nicht, ich habe morgen die Deutschprüfung und muss noch lernen. Aber morgen Abend geht’s! Inga: Na gut, gehen wir morgen. Im Metro-Kino gibt es einen interessanten Film, und ich glaube, dass er wirklich gut ist. Er heißt Weiter geht’s! Birte: Klingt gut! Wann beginnt er? Gehen wir vorher noch auf einen Kaffee? Inga: Gute Idee. Der Film beginnt um acht Uhr, treffen wir uns um … sagen wir, um sechs im Café Stein? Da haben wir genug Zeit zum Tratschen. Birte: Ja, das passt. Dann kann ich dir von meiner Prüfung erzählen – hoffentlich geht alles gut. Inga: Aber sicher geht alles gut – ich kenne dich doch! Birte: Na ja, du weißt, ich bin da immer sehr nervös. Inga: Ich drücke dir die Daumen. Es wird bestimmt klappen! Ich freue mich jedenfalls auf morgen! Birte: Ich auch. Also dann, bis morgen um sechs im Stein! Inga: Ja, bis morgen, Birte, und alles Gute für deine Prüfung!

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Weiter geht’s


Worum geht’s? 1 Wer ruft bei wem an? 2 Was möchte Inga gern tun? 3 Warum kann Birte heute nicht?

4 Wann werden die beiden Freundinnen ins Kino gehen? 5 Wann und wo treffen sie sich?

Wie sagt man das auf Deutsch? Suche im Text die deutschen Ausdrücke. Lerne sie dann auswendig. 1 2 3 4 5 6 7 8

Hvordan/Korleis har du det? Hva gjør du i kveld? / Kva gjer du i kveld? Filmen begynner klokka åtte. Vi sees i morgen. / Vi sest i morgon. Det går bra med meg. Lykke til! Det kommer/kjem til å gå bra. Jeg krysser fingrene for deg. / Eg kryssar fingrane for deg.

Kommst du morgen? Katja: Wie war denn Julians Handynummer noch mal? (…) Ach ja, 0172/45 66 81 90. Julian: Hallo! Hier ist Julian. Katja: Hallo Julian, hier ist Katja. Du, haben wir morgen eigentlich eine Verabredung?

Vokabeln tschüss ha det die Verabredung avtalen

Julian: Morgen? Nein, dann spiele ich Fußball mit der Mannschaft. Das weißt du doch. Es ist doch Dienstag. Katja: Nein, morgen ist nicht Dienstag, es ist Mittwoch. Treffen wir uns? Hast du Zeit? Julian: Mittwoch, ach so. Klar. Was machen wir denn? Katja: Ich habe einen neuen Basketballkorb in der Garage, hast du Lust zu spielen? Julian: Cool, ich komme direkt nach der Schule. Um 15 Uhr, ist das okay? Katja: Toll, du kannst bei uns mitessen. Bis dann also. Julian: Tschüss Katja!

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Benutzt die Texte als Muster und verabredet euch auf Deutsch. Ihr könnt gern das Handy benutzen und euch gegenseitig anrufen.

Schreib mal was! Zeichne ein großes Herz und schreibe alle Worte hinein, die du mit dem Verliebtsein verbindest.

LEKTION 4 – Jung sein

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Der erste Blick Vokabeln der Anfang begynnelsen/byrjinga austauschen bytte/byte, utveksle der Bauch magen damals den gang/den gongen egal likegyldig etwas noe/noko, litt der Geschmack smaken häufig hyppig, ofte irgendwann en eller annen gang/ ein eller annan gong lange dauernd vare lenge, her: ta lang tid neulich nylig/nyleg schüchtern sjenert, blyg seitdem siden/sidan (da) sofort straks später senere/seinare umziehen skifte (klær/klede) sich unterhalten snakke om noe/ noko, slå av en/ein prat verabreden avtale vermissen savne/sakne

Wenn man Sie oder Ihn das erste Mal sieht, kribbelt es bei einigen sofort, während es bei anderen etwas länger dauert, bevor man merkt, dass man sich verliebt hat. Einige lernen sich vielleicht erst mal gut kennen, andere verlieben sich auf den ersten Blick. Egal, wie es passiert, verliebt sein ist schön, oft spannend und manchmal problematisch. Die ersten Dates hat man häufig im Kino oder im Café oder auch einfach auf der Straße. Hier erzählen einige Jugendliche, wie es bei ihnen war. Lena (19) weiß genau, wann und wo sie ihren Freund Thomas das erste Mal sah. „Thomas war neu in der Stadt, und als ich meine Freunde, Tobias und Steffen, nach dem Fußballtraining treffen wollte, sah ich ihn. Es war sein erster Tag mit der Mannschaft. Er hatte sich damals nur für das Training interessiert. Ich selbst spiele nicht Fußball, aber plötzlich fand ich Fußball auch gut. Ich ging jeden Tag hin, um ihnen beim Training zuzusehen. Thomas sah mich mit meinen Freunden, und irgendwann fingen wir zu reden an. Wir hatten den gleichen Musikgeschmack und mochten die gleichen Kinofilme. Ich fand ihn sofort nett. Nach zwei Monaten fragte er, ob wir zusammen ins Kino gehen wollten. Wir waren am Anfang beide ganz schüchtern. Nach Filmschluss gingen wir in der Stadt spazieren. Es war toll und ziemlich romantisch. Plötzlich küsste Thomas mich, und seitdem sind wir zusammen. Ich bin immer noch sehr verliebt.“ Oliver (16) fand seine Freundin Heidi in der Schule. „Wir lernten uns auf einer Klassenfahrt kennen.“ Oliver hatte Heidi öfter in der Schule gesehen. „Sie sah sehr gut aus und war immer freundlich. Auf einer Klassenfahrt nach Dresden unterhielten wir uns lange über die Schule und die Freizeit. So kamen wir in Kontakt. Zwei Wochen später fragte ich sie, ob sie mit mir essen gehen wollte. Sie sagte ja. Irgendwann war ich eine Woche krank im Bett. Dann merkte ich, wie schrecklich ich Heidi vermisste. Wir sind jetzt jeden Tag zusammen.“ Sandra (18) ist vor Verabredungen ziemlich aufgeregt. „Ich lerne manchmal jemanden bei Freunden kennen“, erzählt sie. Neulich hat sie eine Freundin besucht, und dort hatte der ältere Bruder Besuch von einem Freund. „Wir haben etwas gesprochen und später dann die Telefonnummern ausgetauscht und uns zu einem Treffen in einem Café verabredet.“ Zwei Tage vor der Verabredung mit Daniel hatte Sandra ein starkes Bauchkribbeln. „Am Tag selbst habe ich mich zehnmal umgezogen. Ich wusste nicht, was ich anziehen sollte. Der Anfang war ganz peinlich. Ich habe viel zu viel geredet und viel zu viel gelacht“, meint Sandra. „Ich tat so, als wäre ich nicht nervös, aber das war ich natürlich. Am Ende war es trotzdem eine gute Verabredung, und er wollte mich wiedertreffen.“

Worum geht’s? 1 Wo finden in der Regel die ersten Verabredungen statt? 2 Wie hat Lena ihren Freund getroffen? 3 Als Lena und Thomas sich im Kino getroffen haben, waren sie schüchtern. Was bedeutet das? 4 Wo haben sich Oliver und Heidi besser kennengelernt? 5 Wo hat Sandra sich mit Daniel das erste Mal getroffen? 6 Worüber kann man beim ersten Date sprechen?

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Weiter geht’s


Café in der Kastanienallee am Prenzlauer Berg in Berlin

Schreib mal was! Im Text stehen folgende Verben: haben, sehen, sitzen, finden, lernen, küssen, wissen, umziehen, kommen, fragen, merken, lachen, reden. 1 Wie sehen diese Verben im Präteritum aus? 2 Welche Verben sind stark und welche sind schwach? 3 Konjugiere ein starkes und ein schwaches Verb aus dem Text in allen Personen in Präteritum.

LEKTION 4 – Jung sein

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Sag mal was!

Die erste Verabredung Arbeitet zu zweit und wählt eine der folgenden Situationen: A Ihr wartet auf den Bus. Der eine fragt nach der Uhrzeit. Ihr findet euch gegenseitig nett und versucht, euch näher kennenzulernen. Präsentiert euch und macht eine Verabredung im Kino. B Ihr trefft euch in der Schule. Der eine ist ganz neu in der Klasse. Ihr fangt an, euch über die Schule und die Lehrer zu unterhalten. Nach einer Weile findet ihr heraus, dass ihr euch mögt, und ihr verabredet euch für den Nachmittag. C Ihr trefft euch abends in der Disco. Ihr seid beide auf der Tanzfläche. Plötzlich sagt der eine: „Willst du etwas mit mir trinken?“ Wie geht es weiter?

Der Junge an der Tankstelle Vokabeln anscheinend tilsynelatende/ tilsynelatande das Autokennzeichen bilskiltet die Beschäftigung beskjeftigelsen/ sysselsetjinga die Brücke broen/brua entspannen slappe av das Feld åkeren gähnen gjespe das Gelenk leddet das Hörbuch lydboka nervig irriterende/irriterande die Raststätte rasteplassen die Tankstelle bensinstasjonen weh vond, øm

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Weiter geht’s

Stell dir eine lange Autofahrt mitten im heißesten Sommer vor. Auf der Autobahn ist richtig viel los, und die Zeit im Auto ist langweilig. Deine Eltern sitzen vorn, und du sitzt hinten mit deinem kleinen Bruder. Er nervt, spricht dauernd, und du kannst nicht richtig entspannen, aber dann passiert etwas, und der kleine Bruder kann auch sehr hilfreich sein ... Anna gähnt noch einmal und guckt aus dem Fenster. „Mann, ist das langweilig hier!“, denkt sie, „unglaublich langweilig!“ Sie möchte sich gern richtig strecken, aber es ist viel zu eng im Auto. Ihre Gelenke sind steif, und der Rücken tut weh. Ihre Eltern planen die nächste Übernachtung, und sie fahren immer weiter – immer weiter Richtung Süden. Familie Fischer ist auf dem Weg nach Italien. Warum können sie nicht fliegen wie alle anderen vernünftigen Menschen? Anna sieht noch eine Brücke, noch ein Dorf, noch eine Raststätte. Ein paar Bäume hier und viele Felder dort. Sie sieht einige Schafe und Kühe und sehr, sehr viele Autos. Mama fährt und fährt und fährt, und ihr kleiner Bruder Peter will anscheinend alle Autokennzeichen aufschreiben, die er kann. „Ich sammle Städte“, sagt er. Papa hat sein neues Hörbuch dabei und macht es jetzt an. Er entspannt, will nichts mehr mitkriegen. Er sieht aus, als würde er bald einschlafen. Papa hat Urlaub und genießt das Leben und die Freizeit. Genau wie Mama. Sie lieben das Autofahren. Peter

Guck mal, Anna, jetzt habe ich HB, B, KI, D, HH und DD. Das steht für Hansestadt Bremen, Berlin, Kiel, Düsseldorf, Hamburg und Dresden. Ist das nicht toll? Anna, ist das nicht toll?

Anna

Hmm ...

Mama

Gut, Peter – und was ist das? Auf dem Auto steht HL.

Peter

Super! Noch ein neues! Das ist einfach. HL steht für Hansestadt Lübeck. Wusstest du das, Anna?

Anna

Äh, was für eine blöde Beschäftigung. Das interessiert mich


überhaupt nicht. Mama, sind wir nicht bald da? Wir fahren doch schon ewig. Ich habe überhaupt keinen Bock mehr! Es ist total langweilig hier, und mein iPad hat keinen Strom mehr. Ich habe ein paar Zeitschriften heruntergeladen und möchte sie jetzt gern lesen. Mama

Ganz ruhig, Anna, es dauert noch eine Weile. Kannst du nicht etwas anderes lesen? Ein Buch vielleicht? Wir müssen noch etwa 530 Kilometer fahren.

Vokabeln die Laune humøret leer tom so ein Mist søren, for noe dritt/for noko drit nie aldri schade synd spinnen her: tulle, tøyse vergessen glemme/gløyme

Anna stöhnt laut und schließt die Augen. 530 Kilometer! Das ist ja superweit! Mehr als vier Stunden im Auto und keine Musik oder Zeitschriften. Sie hat all ihre Süßigkeiten gegessen. Das Telefon muss auch aufgeladen werden, und sie hat ihren iPod zu Hause vergessen. So ein Mist! Die Cola ist auch leer ... Sie hat wirklich sehr viel Cola getrunken und jetzt ... Anna

Mama, ich muss leider auf die Toilette ...

Mama

Was? Jetzt schon wieder? Wir waren doch gerade auf der Toilette. Muss das jetzt sein? Wir kommen nie an, wenn ich immer halten muss.

Anna

Ja, bitte. Es ist eine Weile her, Mama.

Mama

Okay, in 15 Kilometern gibt es eine Raststätte, dort können wir halten, geht das?

Anna

Ja, es ist okay, danke.

An der Raststätte stehen viele Autos. Anna verschwindet schnell zu den „Damen“, und dann gehen sie alle in den Laden an der Tankstelle. „Endlich ein bisschen Abwechslung“, denkt Anna. Sie und Peter kaufen Schokolade und Bonbons und eine neue Telefonkarte. Da sieht Anna plötzlich einen tollen Jungen an der Kasse. „Mensch, der ist aber echt süß!“, denkt sie. „Es ist doch typisch, dass man so einen Traumtypen hier an der öden Tankstelle trifft. Woher kommt er wohl?“ Der Junge bezahlt und lächelt Anna an, als er an ihr vorbeigeht. Anna wird total rot im Gesicht, aber schafft es, zurückzulächeln. Eine kurze Weile später im Auto hat Anna schlechte Laune. Sie ist sauer. „Typisch“, denkt sie und murmelt vor sich hin: „Ich werde ihn nie wiedersehen, und ich weiß überhaupt nichts von ihm, so ein Mist!“ Peter

Was denn? Hast du einen coolen Jungen getroffen? Hast du mit ihm gesprochen? Wie alt ist er denn? Wie heißt er?

Anna

Ja, er war wirklich toll, und ich habe keine Ahnung, wer er ist. Ich werde ihn auch nie wiedersehen. Schade eigentlich!

Peter

Aber er wohnt doch gar nicht so weit von uns. Du triffst ihn bestimmt wieder. Wenn du es wirklich willst, meine ich.

Anna sieht ihren kleinen Bruder an. Was meint er damit? „Er wohnt ganz in der Nähe.“ Spinnt er? Will er sie wieder ärgern? Anna

Was? Woher weißt du das, Peter? Warum sagst du, dass er in der Nähe wohnt? Hast du mit ihm gesprochen?

Peter, Papa und Mama lachen.

LEKTION 4 – Jung sein

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Vokabeln

Peter

bequem bekvem, behagelig/ behageleg

Wir haben doch das Autokennzeichen gesehen, Anna. Das Auto, in das er gestiegen ist, kommt aus Flensburg. Du wohnst doch auch in Flensburg, Anna. Und Flensburg ist wirklich nicht so groß ...

Anna lächelt und setzt sich bequem hin. Das Autokennzeichen! Warum hat sie nicht daran gedacht? Er wohnt auch in Flensburg! Und Flensburg ist ja fast wie ein kleines Dorf! Vielleicht wird sie ihn noch einmal treffen? Irgendjemand aus der Schule kennt ihn sicherlich. Anna

Das ist gar nicht schlecht, Peter. Deine Idee mit den Autokennzeichen ist wirklich gut. Kann ich auch mitmachen?

nach einer Idee von Kicki Karlsson, Ann-Kristin Lindström und Gudrun Schornack

Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Wohin fährt Familie Fischer? Was macht der Vater? Was macht Peter? Warum langweilt sich Anna? Was passiert an der Tankstelle? Warum ist der kleine Bruder doch nicht so doof?

Sag mal was! Stell dir vor, dass Anna den tollen Jungen in Flensburg trifft. Wie ist das Gespräch zwischen ihnen? Arbeitet zu zweit und erstellt einen Dialog.

Schreib mal was! Anna und ihre Freundin Sabine schreiben sich SMS. Anna erzählt von dem Jungen an der Tankstelle. Was schreibt Anna? Und was antwortet Sabine? Schreibe bitte den SMS-Dialog zwischen Anna und Sabine.

Schreib mal was! Schreibe über die Autofahrt im Text „Der Junge an der Tankstelle“ aus der Sicht des kleinen Bruders. Die Geschichte soll im Präteritum geschrieben werden. Fange bitte so an: Heute machte ich mit meiner Familie eine lange Autofahrt. Wir fuhren weit, aber ich schrieb etwas auf …

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Ein Jüngling liebt ein Mädchen Ein Jüngling liebt ein Mädchen, Die hat einen andern erwählt; Der andre liebt eine andre, Und hat sich mit dieser vermählt. Das Mädchen heiratet aus Ärger Den ersten besten Mann, Der ihr in den Weg gelaufen; Der Jüngling ist übel dran.

Vokabeln der Ärger ergrelsen/forarginga brechen brekke entzwei i stykker/sund (i to) heiraten gifte seg der Jüngling ynglingen, her: unggutten/ungguten just akkurat, nettopp übel dran sein være/vere ille ute sich vermählen gifte seg

Es ist eine alte Geschichte, Doch bleibt sie immer neu; Und wem sie just passieret, Dem bricht das Herz entzwei. von Heinrich Heine

Worum geht’s? 1 2 3 4

Wer liebt wen in diesem Gedicht? Was ist eigentlich das Problem? Wen heiratet das Mädchen? Was ist die Moral in diesem Gedicht?

Schreib mal was! Schreibe das Gedicht „Ein Jüngling liebt ein Mädchen“ im Präteritum.

Down by the river Als wir uns entschieden haben für einen Platz, breitet sie ihre Decke aus. Ich halte meine Hand in das dumpfbraune Wasser. Ziemlich kalt. Also: Ich bade erst mal nicht. Andrea auch nicht. Wir setzen uns ans Ufer. Sie wieder auf ihre Decke. Ich sorgfältig daneben. Wir drehen Zigaretten, rauchen und beginnen das Abtasten mit Worten und Blicken. Mir gefällt es, hier zu sein. Weit weg hört man Leute singen, sonst ist alles ruhig. Wir erzählen von unseren ersten Lieben. Bei mir war’s mein Cousin, sagt sie. Ich war höchstens sechs oder sieben. Ich wollte ihn heiraten, er mich nicht. Kitzelt jetzt noch jedes Mal, wenn ich ihn seh. Obwohl er total nicht mein Typ ist. Komisch, nicht? Ich lächle, nick und verkneif mir die Frage, wer denn total ihr Typ sei. Obwohl’s mich ehrlich interessiert. Später erzählt sie irgendetwas von einem Holländer, mit dem sie mal zusammen war. Ich hör es unheimlich gerne, sagt sie, wenn Holländer deutsch sprechen. Klingt faszinierend, findest du nicht? Jaja, finde ich auch, nicke ich lächelnd, während ein Gefühl der Machtlosigkeit mich ins Rippenfell zwickt, weil ich kein Holländer bin. Wie zum Teufel soll ich mithalten, wenn sie auf fremde Akzente steht?

Vokabeln das Abtasten her: sjekke ut, prøve seg fram der Blick her: blikket daneben ved siden av/ved sida av die Decke teppet rauchen røyke/røykje das Rippenfell her: brystet der Teufel djevelen das Ufer (strand)bredden/(strand)bredda verkneifen unnlate/la vere zwicken klype

LEKTION 4 – Jung sein

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Park in Hamburg

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Viel mehr würde mich interessieren, ob sie zurzeit fest liiert ist, aber ich frag lieber nicht, um nichts kaputtzumachen. Eigentlich kann’s mir auch egal sein. Wir rauchen beide eine Zigarette nach der anderen und reden und reden. Ich mag ihre Stimme. Und wenn sie nicht gerade von verflossenen Niederländern erzählt, hör ich ihr richtig gerne zu. Sie mir scheinbar auch. Ich hab ein gutes Gefühl. Stück für Stück rück ich näher an sie ran. Der Fluss vor uns wälzt sich träge dahin. Es ist heiß, wir sitzen im Schatten. Ab und zu tuckern Motorboote vorbei, oder Segelboote gleiten still durchs Wasser. Mücken schwirren um unsere Köpfe. Sie sind zu faul zum Stechen. Obwohl wir inzwischen bestimmt zwei Stunden hier sitzen und die Stimmung eigentlich genau danach ist, bring ich es immer noch nicht, einfach die Hand nach ihr auszustrecken und sie mal anzufassen. Immerhin sitz‘ ich aber jetzt schon mit einer Backe auf ihrer Decke. Sie erzählt gerade von den Amis, die massenhaft in S. stationiert sind. Die reinste Landplage, sagt sie. Dauernd Schlägereien. In die Disco kommen sie inzwischen auch nicht mehr rein. War auch wirklich schlimm früher. Die lungerten immer in Gruppen vorm Klo rum, jede Frau antatschen, die vorbeikam. Und wenn du was gesagt hast, gab’s handfeste Drohungen. Idioten. Gerade hab ich mit dem Gedanken gespielt, ihre Hand anzufassen. Jetzt lass ich es lieber bleiben. Natürlich, sagt sie, kommt es darauf an, wer es macht. Und lächelt. Dummerweise verunsichert mich das noch mehr. Eigentlich bräuchte ich nichts anderes zu tun, als mich einfach loszulassen. Stattdessen streng ich mich immer mehr an, mich noch ein bisschen festzuhalten. Langsam krieg ich richtig Kopfschmerzen davon. Du hast sehr schönes Haar, sag ich gewählt, aber schüchtern. Inzwischen hat es mich schon ganz auf ihre Decke gezogen. Ich sitz jetzt direkt neben ihr. Ihre Haut riecht nach Blumen. Als sie mir erzählt, dass sie ihre Haare abschneiden will, bin ich ehrlich schockiert. Lange blonde Haare, erklärt sie, sind so was wie ein Markenzeichen ... für typisch weibliche Doofheit. Und guckt mich so an mit ihren hellblauen Augen. Ich finde, dass sie spinnt, und sag ihr das. Du bist alles andere als „doof“. Und dein Haar ... ist wirklich unheimlich schön. Zum Horizont darf ich nicht gucken. Die Sonne hängt inzwischen so gefährlich nah darüber, dass mir ganz anders davon wird. Die Luft ist schon ziemlich abgekühlt, und sie nur in ihrem Sommerkleid. Was, wenn sie jetzt los will? Eines ist klar: Wenn ich es nicht hier schaffe, dann schaff ich es nirgends. Wo denn bitte, wenn nicht an diesem lauschigen, einsamen Platz am Fluss! Und welche Stimmung soll besser sein als die, die schon da ist? Ist doch fast wie im Film. Was will ich mehr? Hast du Lust, gleich essen zu gehen?, frage ich und erschlag eine Mücke, die sich auf meinem Arm niedergelassen hat. Ich krieg langsam Hunger. Stimmt natürlich nicht. Viel zu viel geraucht und auch sonst zu nervös. Will nur sichergehen, dass hinterher noch was zusammenläuft, egal, wie das hier ausgeht. Sie würde gern zum Italiener, sagt sie. Kennt auch einen ganz guten. Und schon wieder dieses Lächeln. Einverstanden, sag ich, Italiener. Und sehe praktisch selbst, wie meine Hand zu ihr rüberrutscht. Ganz automatisch. Zwei Fingerkuppen streicheln vorsichtig die nackte Haut ihres Oberarms. Sie hat ein klein bisschen Gänsehaut. Ich liege neben ihr und so leicht werde ich den Blick nicht vergessen, der mich jetzt anguckt aus ihren Augen. Dann lacht sie laut. Erschrocken zuckt meine Hand zurück. Lieber nicht? Es ist nur, sagt sie, ich lache immer, wenn ich mich freue.

Vokabeln abschneiden skjære/skjere, klippe av Amis amerikanere/amerikanarar antatschen antaste/vere nærgåande, ta på die Backe her: (Pobacke) rumpeballen doof dum die Drohung trusselen einverstanden innforstått, enig/ samd faul doven, lat die Fingerkuppe fingerspissen die Gänsehaut gåsehuden/ gåsehuda gefährlich farlig/farleg gleich straks gucken kikke, se/sjå kaputtmachen ødelegge/øydeleggje das Klo doen lauschig koselig/koseleg, lun liiert (’alliert’) dvs. sammen med/ saman med lungern snike, stå på lur das Markenzeichen varemerket massenhaft i massevis die Mücke myggen nirgends ikke noe sted/ikkje nokon stad der Schatten skyggen/skuggen scheinbar tilsynelatende/etter alt å dømme die Schlägerei slåsskampen/ slåstkampen sichergehen forsikre seg om stattdessen i stedet for/i staden for stechen stikke streicheln klappe, stryke tuckern tøffe (med båt) verflossen tidligere/tidlegare, eksweiblich kvinnelig/kvinneleg zucken rykke/rykkje

von Olaf Büttner

LEKTION 4 – Jung sein

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Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6 7 8

Wo spielt diese Kurzgeschichte? Was machen die Leute? Beschreibe Andreas Aussehen. Was erzählt Andrea über ihre ersten Lieben? Warum mag sie die amerikanischen Soldaten (die Amis) nicht? Beschreibe den Jungen in der Geschichte. Warum möchte der Junge essen gehen? Wie reagiert sie, als er sie am Arm streichelt?

Schreib mal was! Wie endet der Tag für die beiden? Schreibe eine Geschichte im Präteritum.

Sag mal was!

Wie sieht dein Tag aus? Arbeitet zu zweit und erzählt euch, wie euer Tag aussieht. Benutze gern den folgenden Mustertext. Person 1

Person 2

Wann stehst du auf? (aufstehen)

Ich stehe um … (sieben) Uhr auf.

Was ziehst du an? (anziehen)

Ich ziehe … (eine Hose) an.

Wann frühstückst du? (frühstücken)

Ich frühstücke um … (acht) Uhr.

Was isst und trinkst du zum Frühstück? (essen/trinken)

Ich esse/trinke … (Brot, Müsli, Milch) zum Frühstück.

Was nimmst du in die Schule mit? (mitnehmen)

Ich nehme … (die Schultasche, das Pausenbrot) mit.

Wer holt dich nach der Schule ab? (abholen)

… (Der Schulbus) holt mich ab.

Was machst du nach der Schule? (machen)

Nach der Schule … (Freunde treffen, Training).

Wann/Wohin gehst du aus? (ausgehen)

Ich gehe um … (acht) Uhr aus.

Siehst du fern? Was? (fernsehen)

Ja, ich sehe jeden Abend fern.

Danke für das Gespräch.

Gern geschehen.

Schreib mal was! Finde die zusammengesetzten Verben im Mustertext. Wie wurden die Verben in diesem Gespräch konjugiert? Beispiel: Aufstehen – Wann stehst du auf? – Ich stehe um sieben Uhr auf.

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Alltag Ich erhebe mich. Ich kratze mich. Ich wasche mich. Ich ziehe mich an. Ich stärke mich. Ich begebe mich zur Arbeit. Ich informiere mich. Ich wundere mich. Ich ärgere mich. Ich rechtfertige mich. Ich reiße mich am Riemen. Ich entschuldige mich. Ich beeile mich. Ich verabschiede mich. Ich setze mich in ein Lokal. Ich sättige mich. Ich betrinke mich. Ich amüsiere mich etwas. Ich mache mich auf den Heimweg. Ich wasche mich. Ich ziehe mich aus. Ich fühle mich sehr müde. Ich lege mich schnell hin:

Vokabeln der Alltag hverdagen/kvardagen sich amüsieren more seg sich beeilen forte seg sich betrinken drikke seg full sich entschuldigen unnskylde seg/ orsake seg sich erheben reise seg der Heimweg hjemveien/heimvegen sich hinlegen legge seg/leggje seg kratzen klø müde trøtt sich rechtfertigen rettferdiggjøre seg/rettferdiggjere seg sich am Riemen reissen ta seg sammen/saman sättigen bli mett verabschieden ta avskjed med sich wundern undre seg

Was soll aus mir mal werden, wenn ich mal nicht mehr bin?

von Robert Gernhardt

Schreib mal was! Schreibe dein eigenes Alltagsgedicht.

Schreib mal was!

Meine Traumwohnung Viele Jugendliche träumen davon, aus dem Elternhaus auszuziehen. Es klingt so nett mit einer eigenen Wohnung! Stell dir mal vor, dass du schon morgen in deine Traumwohnung einziehen könntest. Wie würde diese Wohnung aussehen? Erstelle eine Beschreibung mit Text und Bildern am Computer.

LEKTION 4 – Jung sein

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Hast du ein Zimmer frei? Jens möchte ein Zimmer in einer WG mieten und findet am Schwarzen Brett in der Schule eine Anzeige. Er ruft am Nachmittag beim Vermieter an. Jens:

Hallo! Ich bin Jens. Ich suche ein Zimmer und habe den Zettel am Schwarzen Brett in der Schule gesehen. Ist das Zimmer immer noch frei? Wer wohnt in der Wohnung?

Wolfgang: Ja, das Zimmer ist frei. Ich heiße Wolfgang und teile mir die Wohnung mit einem Freund. Rudi und ich, wir haben zusammen diese große Wohnung gemietet, und da ist ein Zimmer frei. Jens:

Oh, das klingt super! Ich suche schon lange ein WG-Zimmer.

Wolfgang: Ja? Wo wohnst du denn jetzt? Jens:

Zurzeit wohne ich noch zu Hause. Meine Eltern sind nett, aber ich möchte mehr Freiheit, verstehst du?

Wolfgang: Ja klar. Welche Schule besuchst du? Jens:

Die Goethe-Schule.

Wolfgang: Rudi, der andere Mieter, ist auch auf der Goethe-Schule. Vokabeln die Anzeige annonsen die Freiheit friheten/fridomen die Miete husleia/husleiga der Mieter leietakeren/leigetakaren prima flott das Schwarze Brett oppslagstavla der Vermieter utleieren/utleigaren WG (die Wohngemeinschaft) kollektivet, bofellesskapet/ bufellesskapen der Zettel lappen

Jens:

Das ist ja toll! Vielleicht habe ich ihn ja mal gesehen. Sag mal, was kostet das Zimmer? Wie groß ist es? Ist es möbliert oder unmöbliert?

Wolfgang: Die Miete beträgt 250 Euro im Monat. Das Zimmer ist ziemlich groß, etwa 20 m2 und unmöbliert. Jens:

Okay, der Preis ist in Ordnung.

Wolfgang: Also – möchtest du das Zimmer haben? Jens:

Ja, klar. Kann ich morgen mal vorbeikommen und es mir ansehen?

Wolfgang: Ja, das geht. Morgen ist Rudi auch zu Hause. Dann lernst du uns beide kennen. Jens:

Prima. Dann komme ich gegen Mittag.

Wolfgang: Bis morgen, Jens! Jens:

Tschüss, Wolfgang!

Wie sagt man das auf Deutsch? Suche im Text die deutschen Ausdrücke. Lerne sie dann auswendig. 1 2 3 4

Utleieren/utleigaren Leietakeren/leigetakaren Husleia/husleiga Bofellesskapet/bufellesskapen

Sag mal was! Arbeitet zu zweit und spielt den Dialog. Lerne den Text auswendig. Achte auf eine gute Aussprache.

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Berlin-Kreuzberg

Schreib und zeichne mal was!

Mein Zimmer Wie sieht dein Zimmer zu Hause aus? Welche Möbel hast du und wo im Zimmer stehen sie? Mache eine Zeichnung mit einem dazugehörigen Text.

Schreib mal was! Schreibe eine SMS auf Deutsch und schicke sie einem Mitschüler oder einer Mitschülerin.

Vokabeln

Schon gewusst? – SMS-Sprache auf Deutsch gg gn8 GwN? hdl k kA kZ me2 ssz vllt

großes Grinsen gute Nacht Gibt’s was Neues? hab dich lieb okay keine Ahnung keine Zeit ich auch schreib schnell zurück vielleicht

WE wmd Wigez Banane h B g B 0 Bock 8ung! 3st! ILD

Wochenende Was machst du? Wie geht’s? Das ist mir egal heiße Biene = tolles Mädchen geiler Bock = toller Junge keine Lust Achtung! dreist! Ich liebe dich

Achtung pass opp, obs dreist frekt Das ist mir egal Det spiller ingen rolle for meg / Det speler inga rolle for meg das Grinsen fliret

LEKTION 4 – Jung sein

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Die können sollen müssen wollen dürfen! Wenn ich nur darf wenn ich soll aber nie kann wenn ich will dann mag ich auch nicht wenn ich muss Wenn ich aber darf wenn ich will dann mag ich auch wenn ich soll und dann kann ich auch wenn ich muss Die können sollen müssen wollen dürfen! Graffiti, Verfasser unbekannt

Schreib mal was! 1 Bitte das Gedicht ins Norwegische übersetzen. 2 Schreibe alle Modalverben aus dem Gedicht heraus, und konjugiere sie im Präteritum.

Was darf man wann als Jugendlicher? Vokabeln gelten gjelde das Jugendschutzgesetz ungdomsloven/ungdomslova sowohl … als auch både … og die Sperrstunde stengetiden/ stengjetida volljährig myndig

Sowohl in Deutschland als auch in Norwegen schützt der Staat Kinder und Jugendliche mit eigenen Gesetzen. Sie werden Jugendschutzgesetze genannt und beinhalten unter anderem Regelungen zu Ausgehzeiten, Sperrstunden, Alkohol und Zigaretten. In Deutschland dürfen Kinder und Jugendliche in Discos, Restaurants und Kneipen gehen. Aber wer entscheidet eigentlich, wie lange die jungen Leute abends unterwegs sein dürfen? Ist es das Jugendschutzgesetz oder sind es die Eltern? Im Jugendschutzgesetz stehen keine genauen „Ausgehzeiten“. Hier gibt es nur sogenannte Richtlinien. Das bedeutet, dass das Jugendschutzgesetz Zeiten für die Sperrstunden empfiehlt und viele Eltern bei den Ausgehzeiten ihrer Kinder den Zeiten im Jugendschutzgesetz folgen. Es gibt unterschiedliche Zeitgrenzen für verschiedene Orte. Ab 16 Jahren dürfen Jugendliche allein bis 24 Uhr in Restaurants, Kneipen und Discos sein. Diese Vorschriften gelten nicht für private Partys. Der Eintritt in Spielhallen ist für Jugendliche verboten. Hier muss man volljährig, das heißt 18 Jahre alt sein.

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Party in Berlin-Kreuzberg

LEKTION 4 – Jung sein

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Vokabeln allerdings imidlertid/likevel die Altersstufe aldersgrensen/ aldersgrensa ausleihen låne ut die Ausnahme unntaket gekennzeichnet her: merket/merkt das Getränk drikken der Sekt musserende vin, sekten/ musserande vin, sekten

Das Jugendschutzgesetz entscheidet auch, ab wann man in welchen Kinofilm gehen darf und welche Filme man in der Videothek ausleihen darf. Die Filme werden immer mit dem Mindestalter gekennzeichnet, und folgende Altersstufen sind möglich: „ab 6 Jahren“, „ab 12 Jahren“, „ab 16 Jahren“ und „keine Jugendfreigabe“. Die Kinovorführung für 14- bis 15-Jährige muss um 22 Uhr beendet sein, für Jugendliche ab 16 Jahren um 24 Uhr. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen in der Öffentlichkeit nicht rauchen. Man darf also Jugendliche unter 16 keine Tabakwaren verkaufen oder geben. Für Alkohol gelten die gleichen Regeln. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Junge Leute zwischen 14 und 16 Jahren dürfen Getränke mit wenig Alkohol, wie zum Beispiel Bier, Wein und Sekt, kaufen und trinken, wenn die Eltern dabei sind.

Sag mal was! Welche Regeln habt ihr bei euch zu Hause? Wie streng sind die Eltern von heute? Ist es richtig, dass es strenge Regeln in Bezug auf Alkohol und Tabak für Jugendliche gibt?

My own song/Mein eigenes Lied Ich will nicht sein so wie ihr mich wollt ich will nicht ihr sein so wie ihr mich wollt ich will nicht sein wie ihr so wie ihr mich wollt ich will nicht sein wie ihr seid so wie ihr mich wollt ich will nicht sein wie ihr sein wollt so wie ihr mich wollt nicht wie ihr mich wollt wie ich sein will will ich sein nicht wie ihr mich wollt wie ich bin will ich sein nicht wie ihr mich wollt wie ich will ich sein nicht wie ihr mich wollt ich will ich sein nicht wie ihr mich wollt will ich sein ich will sein

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von Ernst Jandl


Sag mal was!

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen. Wählt mindestens fünf Wörter aus der Lektion und erklärt dann auf Deutsch, was sie bedeuten.

Sprache basteln

Was ist das Thema in diesem Gedicht?

Lerne diese Wörter und Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich. der Jugendliche die Jugend der Junge das Mädchen Ich bin jung Ich habe mich in dich verliebt Ich mag dich Magst du mich? Was darf ich tun? Was ist mit 16 Jahren erlaubt? Ab wann darfst du Auto fahren? Wo wohnst du? Das ist meine Traumwohnung Erdgeschoss – 1. etasje Parterre – 1. etasje 1. Stock – 2. etasje 2. Stock – 3. etasje

Selbstbewertung nach Lektion 4: Siehe Seite 309.

LEKTION 4 – Jung sein

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Ischgl in Ă–sterreich ist ein Paradies fĂźr Snowboarder


LEKTION 5

Ab in die Berge – Österreich und die Schweiz SCHWERPUNKTE In die Alpen fahren Info über Österreich Wien und die Kaffeetradition Die Schweiz und ihre Sprache

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LÆREPLANMÅL • forstå innholdet i lengre skriftlige og muntlige autentiske tekster i ulike sjangere • delta i spontane samtaler om ulike temaer og aktuelle emner • drøfte sider ved dagligliv, tradisjoner, skikker og levemåter i språkområdet og i Norge • drøfte sider ved livsvilkår og aktuelle samfunnsforhold i språkområdet • gjøre rede for sider ved geografi og historie i språkområdet • beskrive sentrale sider ved språkområdets kultur og gi uttrykk for opplevelser knyttet til dette

Was fällt dir dazu ein? Was weißt du über die Schweiz und über Österreich? Welche Städte kennst du in Österreich und der Schweiz? Welche prominenten Personen kennst du aus diesen Ländern? Kennst du Musik oder Musiker aus diesen Ländern?

In die Alpen Vokabeln austesten teste ut, prøve das Fremdenverkehrsbüro turistinformasjonen das Gebirge fjellkjeden/fjellkjeda die Piste (utfor-/slalom)løypa schicken sende die Seilbahn taubanen der Skilift skiheisen die Wahl valget/valet

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Heike und Claudia möchten einen Kurzurlaub in den Alpen machen. Sie lieben Snowboardfahren und wollen jetzt die coolsten Pisten austesten. Aber bevor sie reisen, müssen sie die Fahrt genau planen. Heike

Wohin fahren wir denn, Claudia? Die Alpen liegen ja in mehreren Ländern. Welches Land wählen wir?

Claudia

Keine Ahnung. Im Internet steht, dass die Alpen das höchste Gebirge in Europa sind, ca. 1200 Kilometer lang und 150 bis 250 Kilometer breit. Und sie liegen in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und in der Schweiz. Wo möchtest du am liebsten hinfahren?

Heike

Schwierige Wahl. Wo gibt es die coolsten Pisten? Dort möchte ich hin. Steht etwas darüber im Internet?

Claudia

Hmm ... Moment mal, ich suche. Hier steht was: Höchster Berg in Deutschland: Zugspitze (2962 Meter) Höchster Berg in Frankreich: Montblanc (4810 Meter) Höchster Berg in Österreich: Großglockner (3797 Meter) Höchster Berg in der Schweiz: Matterhorn (4478 Meter)

Heike

Ich finde, wir fahren nach Österreich. Ich habe sowohl von Kitzbühel als auch von Ischgl gehört. Es soll toll sein in Österreich.

Claudia

Ich möchte auch gern nach Österreich. Meine Eltern sind in Kitzbühel gewesen. Die Stadt ist klein, mit nur 8000 Einwohnern, und liegt in Tirol. Wusstest du, dass es in Kitzbühel mehr als 50 Skilifte und Seilbahnen gibt? Es ist echt cool!

Heike

Das Kitzbüheler Horn ist fast 2000 Meter hoch. Dort können wir gut Snowboard fahren, oder?

Claudia

Ja, wenn wir ein Zimmer finden. Kitzbühel ist ziemlich beliebt. Ich schicke mal eine Mail an das Fremdenverkehrsbüro.

Heike

Gut! Wir könnten ja auch nach Ischgl fahren. Das ist ein Mekka für Snowboarder. Dort gibt es 42 Skilifte und mehr als 200 Kilometer


Die Abfahrtspiste Hahnenkamm im beliebten Skiort Kitzbühel in Österreich

präparierte Pisten. Das Skigebiet liegt auf einer Höhe zwischen 2000 und 2872 Metern. Ich habe einen Freund in Ischgl. Er heißt Stefan und arbeitet als Skilehrer. Ich rufe ihn mal an. Claudia

Toll! Ich habe fast gepackt. Lass uns einfach deinen Freund Stefan besuchen!

Heike

Ja, das machen wir!

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Wohin möchten die Mädchen fahren? In welchen Ländern liegen die Alpen? Wie heißt der höchste Berg in den Alpen? Was kannst du über Kitzbühel und Ischgl erzählen? Bei wem möchten die Mädchen übernachten?

LEKTION 5 – Ab in die Berge – Österreich und die Schweiz

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Schon gewusst? Skipisten im Winter, Grassboarding im Sommer Im Sommer kann man vielleicht einige Grassboardfahrer auf den Pisten sehen. Ein Grassboard ist 85 bis 140 Zentimeter lang und wiegt fünf bis acht Kilo. Ein Grassboard sieht ungefähr aus wie ein Snowboard, aber es hat zwei bis vier Räder. Gute, geübte Surfer können Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde erreichen. Für hohe Geschwindigkeiten oder Freestyle gibt es auch Boards mit Bindung.

Vokabeln erreichen oppnå das Rad hjulet die Spitzengeschwindigkeit topphastigheten/toppfarten

Sag mal was! Arbeitet zu zweit und führt ein Telefongespräch zwischen Heike und Stefan. Ihr könnt zwischen diesen Möglichkeiten wählen: 1 Stefan möchte gern Besuch von den beiden Mädchen haben, er hat aber wenig Platz in seiner Einzimmerwohnung. Sie können auf dem Fußboden neben seinem Bett schlafen. 2 Stefan hat gerade eine neue Freundin, die sehr eifersüchtig ist. Die Mädchen können nicht bei ihm übernachten.

Österreich auf einen kurzen Blick Hauptstadt Wichtigste Städte Bevölkerung Regierungsform Bundesländer Autokennzeichen Offizielle Sprache Nationalfahne Längster Fluss Höchster Berg Währung Nationalheld Nationaltanz Lieblingssport Nationalfeiertag

Wien (etwa 1,7 Millionen Einwohner) Salzburg, Innsbruck, Graz, Linz, Klagenfurt ca. 8 Millionen Parlamentarische Demokratie 9 (Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien) A (Austria) Deutsch Rot-Weiß-Rot Donau Großglockner (3797 Meter) Euro Wolfgang Amadeus Mozart Walzer Ski fahren 26. Oktober

Poysdorf

an der Donau Wien

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Weiter geht’s


Der Stephansplatz und der Stephansdom in Wien

Österreich Die Republik Österreich liegt südlich von Deutschland und nördlich von Italien und hat etwa acht Millionen Einwohner. Zwei Drittel des Landes liegen in den Alpen, und der höchste österreichische Berg ist der Großglockner (3797 Meter). Der Osten des Landes ist eher flach. Die Donau ist der längste Fluss Österreichs und fließt quer durch den Norden des Landes. Österreich ist ein beliebtes Urlaubsziel: Im Winter kann man Ski fahren und snowboarden, im Sommer wandern und klettern.

LEKTION 5 – Ab in die Berge – Österreich und die Schweiz

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Vokabeln die Bohne bønna plaudern pludre, småprate schlürfen slurpe übergießen helle over der Weltkrieg verdenskrigen/ verdskrigen

Das heutige Österreich ist der Rest eines riesigen ÖsterreichischUngarischen Reiches (1867–1918). Durch die Niederlage im Ersten Weltkrieg verlor Österreich große Teile des Landes. Heute besteht Österreich aus neun Bundesländern. Sie heißen Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien. Wien ist die Hauptstadt Österreichs. Es ist eine sehr schöne Stadt, und sie hat viele wunderschöne Gebäude und Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Schloss Schönbrunn, das Parlament, das Hundertwasserhaus, den Stephansdom („Steffl“) und den Prater. Der Prater ist ein Park mit einem großen Riesenrad, von dem aus man die Stadt aus 60 Meter Höhe sehen kann. Was für ein schöner Blick! Eine besondere Attraktion in Wien sind die Kaffeehäuser: Dort sitzen die Leute stundenlang, schlürfen Kaffee, lesen Zeitung oder plaudern über Politik, Literatur, Theater, Kunst oder Sport. Die Tradition der Kaffeehäuser entstand 1683: Damals wollten die Türken Wien erobern. Sie wurden aber in die Flucht geschlagen. Sie ließen zwei Säcke mit grünlichen, bitteren Bohnen zurück. Man kam auf die Idee, die Bohnen zu rösten, zu mahlen und mit kochendem Wasser zu übergießen – fertig war der erste Kaffee!

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Wie heißt die Hauptstadt von Österreich? Wie hoch ist der größte Berg in Österreich? Was ist die Donau? Wie viele Bundesländer gibt es in Österreich? Wie kam der Kaffee nach Österreich?

Sag mal was!

Deutsch – Österreichisch Manche deutsche Wörter heißen in Österreich anders. Anstatt Januar sagt man beispielsweise Jänner. Kannst du die richtigen Kombinationen finden? Wie heißt das österreichische Wort auf Deutsch? Diese Wörter kannst du benutzen: Küsschen, Januar, in diesem Jahr, Hackfleisch, Tomaten, Ohrfeige, Schälchen, Spaß, Hallo, Treppe, Kartoffeln, Schlagsahne, Tüte, Stechmücke. Jänner = Januar Gaudi = Gelse = Haferl = Sackerl = Watsche = Schlagobers =

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Paradeiser = Erdäpfel = Faschiertes = Stiege = heuer = Servus = Busserl =


Wiener Kaffeehaus-Kultur In Wien gibt es etwa 2700 Kaffeehäuser. Davon sind ungefähr 100 traditionelle Kaffeehäuser mit einer Einrichtung wie in der „guten alten Zeit“: mit Holzböden, Marmortischen, Sesseln und Sofas. Im Kaffeehaus wird Zeitung gelesen, getratscht, Schach gespielt, mit Fremden diskutiert und vieles mehr. Und natürlich trinken die Gäste auch Kaffee und essen Kuchen! In einem traditionellen Wiener Café wird man vom Ober und von den Kuchendamen bedient. Der Ober serviert im Anzug, die Kuchendamen in einer schwarzen Uniform mit weißen Spitzenschürzen. Für die Gäste gibt es eine große Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften. Zwei beliebte Kaffeehäuser in der Stadt sind das Café Central in der Herrengasse und das Griensteidl am Michaelplatz. Sie sind für Wien-Besucher ein geeigneter Ort, um die Kaffeehaus-Atmosphäre zu genießen. Beide Kaffee­­häuser haben eine lange Tradition. Besonders die Atmosphäre im alten Griensteidl ist legendär: Es gibt nicht einen berühmten Schriftsteller, Schauspieler, Kritiker, Architekten oder Musiker, der nicht hierher kam, um seinen Kaffee zu trinken. Die Karte mit den Kaffeespezialitäten ist für Touristen ein besonderes Erlebnis: Eine Melange, ein Einspänner, ein Verlängerter oder ein Kleiner Brauner mit Schlag stehen auf der Karte. Das kleine Kaffee-Lexikon im Reiseführer hilft, den richtigen Kaffee auszuwählen:

Vokabeln der Anzug dressen Apfelstrudel en type eplekake/ein type eplekake das Erlebnis opplevelsen/ opplevinga der Holzboden tregulvet/tregolvet die Karte her: menyen der Ober kelneren, hovmesteren/ hovmeisteren der Reiseführer guiden, reisehåndboka/reisehandboka Schach sjakk der Schauspieler skuespilleren/ skodespelaren die Schlagsahne kremfløten/ kremfløyten, kremen der Sessel lenestolen die Spitzenschürze (kniplings)forkleet sich vorstellen forestille seg/ førestelle seg die Zeitung avisa

Brauner Großer und Kleiner Brauner. Kaffee mit ein wenig Milchschaum Einspänner Schwarzer Kaffee mit Sahnehaube im Glas serviert Doppelspänner Doppelt so stark wie ein Einspänner, dazu gibt es zwei Gläschen Wasser Eiskaffee Vanilleeis mit einem Mokka und viel Schlagsahne Fiaker Gesüßter Mokka im Glas serviert Melange Milch und Kaffee zu etwa gleichen Teilen. Oft ist die Milch geschäumt wie beim Cappuccino Franziskaner Melange mit Schlagsahne Kaffee verkehrt Mehr Milch, weniger Kaffee Kapuziner Schwarzer Kaffee oder Milchkaffee mit Schlagsahne, etwas Kakao und Zimt darüber Konsul Schwarzer Kaffee mit etwas flüssiger Sahne Schwarzer Kaffee ohne Milch Verlängerter Mit Wasser gestreckter Schwarzer, Brauner oder Espresso

aus www.wiener-kaffeehaus.at

Man kann sich ein Wiener Kaffeehaus ohne Kuchen nicht vorstellen. Sachertorte oder Apfelstrudel sind die beliebtesten. LEKTION 5 – Ab in die Berge – Österreich und die Schweiz

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Worum geht’s? 1 Wie sieht ein klassisches Wiener Kaffeehaus aus? 2 Wie wird man in einem traditionellen Wiener Café bedient? 3 Welche Kaffeehäuser werden im Text erwähnt?

Schreib mal was!

Kaffee Was denkst du, wenn du das Wort Kaffee hörst? Sammle Wörter rund um das Thema Kaffee:

Kaffee

Schreib mal was! Wähle eine der Sehenswürdigkeiten in Wien aus und schreibe einen sachlichen Infotext darüber.

Sag mal was!

Fotopräsentation Wähle einen bekannten Österreicher/eine bekannte Österreicherin und mache eine längere Präsentation über diese Person. Bei deiner Präsentation sind die Fotos besonders wichtig. Suche gute Fotos und mache eine Fotostory über das Leben deiner Person. Vorschläge zu Personen: Arnold Schwarzenegger (Schauspieler, Politiker), Nikolaus (Niki) Lauda (Rennfahrer), Lise Meitner (Atomphysikerin), Sissi (Kaiserin), Ernst Jandl (Lyriker), Martin Auer (Schriftsteller), Erich Fried (Lyriker), Haydn oder Mozart (Komponisten).

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Fast eine Geschichte Das ist die Geschichte von einer kleinen, dicken Frau. Eines Morgens wachte sie beinahe auf und murmelte: „Heute ist Fast-Tag.“ Das hätte sie nicht sagen sollen. Sie überhörte fast den Wecker, und fast wäre sie bis zwölf Uhr liegen geblieben und dann ins Bad statt ins Büro gegangen. Dann war es schon fast zu spät zum Aufstehen. Die Kaffeemaschine funktionierte fast, und das, was herauskam, war fast Kaffee. Das Brot war fast noch frisch und das Frühstücksei fast weich, und da hätte sie fast auf das Frühstück verzichtet und endlich mit der Abmagerungskur begonnen, die sie schon lange vorhatte. Die kleine, dicke Frau brachte den Reißverschluss von ihrem Kleid fast zu, und ihr Mantel hatte fast alle Knöpfe. Die Schuhe waren fast geputzt, und sie fand fast ihre Geldbörse und ihren Schlüsselbund, bevor sie ging. Den ersten Bus erwischte sie fast, und der zweite hatte sie fast erwischt. Im Bus hätte sie fast einen Sitzplatz bekommen. Sie kam fast pünktlich ins Büro, und der Chef sagte fast gar nichts. An diesem Tag schrieb die kleine, dicke Frau alle Briefe fast ohne Fehler, und alle ihre Rechnungen stimmten fast. So musste sie fast alles zweimal machen und konnte fast Kaffeepause machen und fast zum Mittagessen gehen. An diesem Vormittag war die Ziehung der großen Lotterie, und fast hätte das kleine Waisenmädchen für den Haupttreffer das Los der kleinen, dicken Frau gezogen. Mit der Fingerspitze hatte es das Los schon berührt und dann doch das nächste gezogen. Aber zum Glück erfuhr die kleine, dicke Frau nie, dass sie fast eine Million gewonnen hätte. Als der Chef zur Dienstreise aufbrach, bestellte sie ihm fast rechtzeitig ein Taxi zum Flughafen, und sie hatte auch den Platz fast im richtigen Flugzeug reserviert, so dass er fast nach Madrid geflogen wäre, anstatt vor Wut fast platzend zurückzukommen. Ihr trauriger Blick und ihre Entschuldigungen brachten ihn fast dazu, ihr nicht zu kündigen. Ratlos saß sie an ihrem Schreibtisch und überlegte, was sie tun sollte, und fast hätte sie sich entschlossen, zu ihrer Kusine zu ziehen, die eine Schaffarm in Australien hatte. An diesem Abend kam sie fast vor Ladenschluss zum Supermarkt und hätte sich fast ein Abendessen kaufen können, wenn sie ihre Geldbörse dabeigehabt hätte. Als sie vor dem Supermarkt stand und fast weinte, lächelte ein netter Herr sie an, und fast hätte sie zurückgelächelt. Fast wäre sie mit ihm auf einen Kaffee gegangen, hätte ihn kennen und lieben gelernt. Er hätte fast ideal zu ihr gepasst. Als sie fast zu Hause war, stieß sie fast mit dem Einbrecher zusammen, der fast ihre offene Wohnungstür übersehen hätte. In der Wohnung traf sie fast der Schlag. Es waren fast nur noch die Möbel übrig. „Zum Glück ist dieser Tag fast vorüber“, sagte sie, „ich hätte das fast nicht mehr ausgehalten“, und legte sich fast ins Bett. Aber nur fast, denn sie fiel auf den Teppich.

Vokabeln die Abmagerungskur slankekuren beinahe nesten der Chef sjefen der Einbrecher innbruddstyven/ innbrotstjuven entschlossen besluttet, bestemt/ avgjort erwischen rekke die Fingerspitze fingerspissen der Flughafen flyplassen das Flugzeug flyet die Geldbörse lommeboka das Glück lykken/lykka, hellet das Kleid kjolen der Knopf knappen kündigen si opp/seie opp der Ladenschluss stengetid/ stengjetid for butikken das Los loddet der Mantel frakken platzen sprekke ratlos rådløs/rådlaus die Rechnung regningen/rekninga der Reißverschluss glidelåsen der Schlag slaget, her: hjerne­ slaget der Schlüsselbund nøkkelknippet statt i stedet for/i staden for der Teppich teppet verzichten gi avkall på das Waisenmädchen foreldreløs/ foreldrelaus jente der Wecker vekkerklokka/ vekkjarklokka die Wut sinnet die Ziehung trekningen/trekninga

von Martin Auer (Schriftsteller aus Österreich)

LEKTION 5 – Ab in die Berge – Österreich und die Schweiz

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Worum geht’s? 1 2 3 4

Was bedeutet das Wort „fast“? Welchen Eindruck bekommt man von der Hauptperson? Welchen Eindruck bekommt man von ihrem Leben? Was hat sich im Leben dieser Frau alles geändert, als der Tag zu Ende ist? 5 Was können diese Änderungen für die Frau bedeuten? 6 Wie endet die Geschichte?

Schreib mal was! Am Abend, bevor die Frau ins Bett geht, schreibt sie über ihren Tag im Tagebuch. Schreibe den Eintrag weiter. Liebes Tagebuch, es ist fast nicht zu glauben ...

Die Schweiz auf einen kurzen Blick Autokennzeichen Hauptstadt Wichtige Städte Währung Höchster Berg Lange Flüsse Offizielle Sprachen Nationalfeiertag Einwohner Käseverbrauch pro Kopf pro Jahr Nationalheld Lieblingsessen Skiorte Vokabeln der Kanton fylket (i Sveits) die Landessprache språket i landet, nasjonalspråket die Mehrheit flertallet/fleirtalet, størstedelen die Wurzel rota

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CH (Confoederatio Helvetica) Bern (etwa 130 000 Einwohner) Basel, Zürich, Genf, Lausanne Schweizer Franken Matterhorn (4478 Meter) Inn, Rhône, Rhein Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch 1. August 7 Millionen 15 kg Wilhelm Tell Käse, Müsli und Schokolade St. Moritz, Davos, Pontresina, Klosters

Wissenswertes Sprachen in der Schweiz Deutsch 64 %

Französisch 20 %

Italienisch 6,5 %

Rätoromanisch 0,5 %

Die Schweiz hat vier Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Die Mehrheit der Bevölkerung spricht Deutsch (ca. 64 %) oder genauer gesagt Schweizerdeutsch, und zwar in 18 von 26 Kantonen. In vier Kantonen im Westen des Landes spricht man Französisch (ca. 20 % der Bevölkerung). Etwa 6,5 % der schweizer­ ischen Bevölkerung sprechen Italienisch. Rätoromanisch, eine Sprache mit lateinischen Wurzeln, ist seit 1938 die offizielle vierte Landessprache im Kanton Graubünden (ca. 0,5 %). Es gibt vier offizielle Landessprachen, aber das heißt nicht, dass jede Schweizerin und jeder Schweizer vier Sprachen spricht. Jeder Kanton bestimmt selber, welche Fremd­ sprachen unterrichtet werden. Inzwischen ist teilweise Englisch die erste Fremdsprache.


Theaterschule im Tessin, im italienischen Teil der Schweiz

St. Delsberg ST. GALLEN Neuenburg NEUENBURG

WAADT

FREIBURG

TESSIN f

WALLIS

LEKTION 5 – Ab in die Berge – Österreich und die Schweiz

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Der Paradeplatz ist das symbolische Zentrum der schweizerischen Bankindustrie

Drei Städte in der Schweiz Vokabeln der Arbeitnehmer arbeidstakeren/ arbeidstakaren der Brunnen brønnen der Flohmarkt loppemarkedet/ loppemarknaden der Glockenturm klokketårnet der Kaugummi tyggegummien/ tyggjegummien der Müll søppelet das Münster domkirken/domkyrkja der Sitz setet das Versicherungsunternehmen forsikringsselskapet die Wirtschaft økonomien

Bern, Zürich und Genf sind die bekanntesten Städte in der Schweiz. Bern ist die kleinste Stadt (etwa 130 000 Einwohner), aber trotzdem ist diese Stadt seit 1848 die Hauptstadt der Schweiz. Die Stadt ist auch ein eigenes Bundesland, und die Sprache hier ist Deutsch. Bern ist für die vielen Märkte bekannt. Es gibt Blumenmärkte, Lebensmittelmärkte und selbstverständlich Flohmärkte. In Bern gibt es viel zu sehen, und viele Touristen kommen in die schöne Stadt. Es gibt ein Münster und einen bekannten Glockenturm. Wenn man Brunnen mag, gibt es in Bern mehr als 100 Brunnen zu entdecken. Der Bärenpark ist eine populäre Attraktion für Leute, die nicht nur ihren Teddybären gut finden. In Zürich leben etwa 390 000 Leute, und es ist die größte Stadt in der Schweiz. Jeder neunte Arbeitnehmer in der Schweiz arbeitet in Zürich. Hier spricht man Deutsch, und die Stadt ist ein weltbekanntes Wirtschaftszentrum. Hier gibt es viele Banken und Versicherungsunternehmen. Die Stadt hat auch eine sehr gute und anerkannte Universität. Diese Stadt ist dafür bekannt, dass sie sehr sauber und ordentlich ist. Hier findet man keinen Müll und nicht einmal einen Kaugummi auf der Straße! In Genf oder Geneve, wie die Stadt auf Französisch heißt, spricht man Französisch. Hier befindet sich der Sitz vieler internationaler politischer Organisationen. Die Stadt ist auch für Naturwissenschaftler ein wichtiger Ort, da hier das CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) seinen Sitz hat. Hier macht man Atomexperimente. Genf ist nach Zürich die zweitgrößte Stadt in der Schweiz (etwa 190 000 Einwohner) und das zweitwichtigste Finanzzentrum. Genf gilt als eine der teuersten Städte der Welt. Hier ist das Essen, Trinken und Wohnen sehr teuer. Genau wie in Zürich.

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Worum geht’s? 1 2 3 4

Welche Stadt ist die Hauptstadt in der Schweiz? Wie viele Einwohner hat Genf? Wo spricht man Deutsch? Welche Stadt ist sehr sauber?

Schreib mal was! Wähle eine Stadt in der Schweiz aus und mache eine Präsentation mit Bildern und Text.

Schwyzerdütsch Fast überall in der Schweiz sprechen sie Schwyzerdütsch, z. B. in Bern, Basel und Zürich. Jedes Tal und jede Stadt in der Schweiz hat einen eigenen Dialekt. Im Schweizer Radio und Fernsehen wird Schwyzerdütsch gesprochen. Glaubst du, dass du die Sprache verstehst? Hier sind einige Beispiele: Deutsch Guten Tag! Auf Wiedersehen! Junge Kind Ich habe Fahrrad Guten Appetit! Haus WC 1–10 Danke schön Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

Schwyzerdütsch Grüssli! Grüezi! Uf Widerluege! Bueb Chind * I ha Velo En guete! Huus Hüsli eis, zwöö, drüü, vier, füüf, sücks, sibe, acht, nüün, zää merci vielmals Mäntig Züschtig Mittwuch Dunnschtig Friitig Samschtig *Das ch spricht man Sunntig wie bei auch aus.

Vokabeln

Schon gewusst? Zwei schweizerische Käsegerichte Die Schweizer lieben Käse, das ist bekannt. Aber wie heißen die beiden beliebtesten Käsegerichte in der Schweiz? Raclette und Fondue natürlich! Bei Raclette grillt man dicke Käsescheiben in einem Racletteofen und serviert das Ganze mit Pellkartoffeln und Brot. Und bei einem Fondue taucht man Brotstücke in eine Mischung aus geschmolzenem Käse, Weißwein und Kirschwasser. Es gibt allerdings viele verschiedene Fondues zusätzlich zum berühmten Käsefondue, nämlich Fleischfondue, Fischfondue oder sogar das Schokoladenfondue.

geschmolzen smeltet/smelta der Käse osten die Mischung blandingen/blandinga die Pellkartoffel kokte poteter med skall/skal

LEKTION 5 – Ab in die Berge – Österreich und die Schweiz

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Sag mal was!

Interview mit einem Schweizer/einer Schweizerin Arbeitet zu zweit. Du machst gerade Urlaub in der Schweiz. Jetzt sitzt du im Café und hast gerade einen Freund/eine Freundin aus Bern getroffen. Erstellt ein Dialog. Person 1 (Du):

Person 2 (Schweizer/Schweizerin):

Grüßen.

Zurückgrüßen.

Frage, wie es geht.

Erzähle, wie es geht.

Erzähle, dass du gehört hast, dass es verschiedene Sprachen in der Schweiz gibt. Was kann „der Schweizer/die Schweizerin“ darüber erzählen?

Nutze die Informationen aus dem Text und berichte über Sprachen in der Schweiz.

Frage, ob dein/e Mitschüler/in einige Wörter auf Schweizer­ deutsch kann.

Nenne einige Wörter, die du kannst. z. B. von 1 bis 10 zählen.

Frage nach der Schokolade in der Schweiz. Gibt es bekannte Marken?

Erzähle von der besten Schokolade in der Welt. Nenne Namen wie Lindt und Toblerone. Frage, ob dein/e Mitschüler/in probieren möchte.

Sage, dass du Schokolade liebst und dass du gern probieren möchtest. Das Gespräch beenden.

Dich für das Gespräch bedanken.

Eine kurze Geschichte Vokabeln angeordnet ordnet, satt opp/ordna, sett opp aufgerichtet oppreist gleich straks das Stofftier stoffdyret, kosedyret zeigen vise

„Kommst du den Kindern noch gute Nacht sagen?“, rief die Frau ihrem Mann zu, als sie um acht Uhr aus dem Kinderzimmer kam. „Ja“, rief der Mann aus seinem Arbeitszimmer, „ich muss nur noch den Brief zu Ende schreiben.“ „Er kommt gleich“, sagte die Mutter zu den Kindern, die beide noch aufgerichtet in ihren Betten saßen, weil sie dem Vater zeigen wollten, wie sie die Stofftiere angeordnet hatten. Als der Vater mit dem Brief fertig war und ins Kinderzimmer trat, schliefen die Kinder schon.

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Weiter geht’s

von Franz Hohler (Schriftsteller aus der Schweiz)


Worum geht’s?

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

1 Was macht der Vater? 2 Was macht die Mutter? 3 Was machen die Kinder?

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

die Einwohner das Café der Schriftsteller die Alpen der Dialekt die Schokolade

Wie bitte? Könnten Sie das bitte mal wiederholen? Nicht so schnell bitte! Das habe ich nicht ganz verstanden. Wie schreibt man das? Könnten Sie das für mich buchstabieren? Ich habe nicht alles verstanden. Ich verstehe Sie schlecht, können Sie lauter reden?

Selbstbewertung nach Lektion 5: Siehe Seite 309.

LEKTION 5 – Ab in die Berge – Österreich und die Schweiz

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Imbiss in Hamburg


LEKTION 6

Guten Appetit! SCHWERPUNKTE Essen und Trinken Im Restaurant Deutsche und norwegische Spezialit채ten Essen einkaufen GRAMMATIKTHEMA Adjektive

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LÆREPLANMÅL • delta i spontane samtalar om ulike tema og aktuelle emne • presentere aktuelle og tverrfaglege emne munnleg • gi uttrykk for opplevingar, synspunkt og haldningar, ønske og emosjonar • forstå og bruke tal og storleikar i praktiske situasjonar • kommunisere med god uttale og intonasjon • drøfte sider ved daglegliv, tradisjonar, skikkar og levemåtar i språkområdet og i Noreg • beskrive sentrale sider ved kulturen i språkområdet og gi uttrykk for opplevingar knytte til dette

Was fällt dir dazu ein? Was ist das norwegische Nationalgericht? Was ist dein Lieblingsgericht? Was ist das typische deutsche Essen? Wann isst du deine Mahlzeiten am Tag?

Was essen die Deutschen? Vokabeln anbieten tilby deftig kraftig, mektig Eisbein røkte, kokte griselabber/ røykte, kokte griselabbar geschmackvoll smakfull mögen like nennen her: kalle das Nudelgericht pastaretten die Portion porsjonen das Sauerkraut surkålen das Schweinefleisch svinekjøttet/ svinekjøtet die Schweinshaxe svineknoken die Speisekarte menyen unbeliebt upopulær die Wurst pølsa

Was ist deiner Meinung nach das Lieblingsessen der meisten Deutschen? Eine große Portion Sauerkraut? Dicke gebratene Schnitzel? Fettiges Schweinefleisch? Falsch! Die richtige Antwort ist: Pizza! Die Deutschen lieben Pizza und essen sie unglaublich gern und auch oft. Am besten schmeckt ihnen die dünne italienische Pizza. Der durchschnittliche Deutsche isst eigentlich selten echtes deutsches Essen. Und wenn man die Deutschen fragt, welches Essen sie am liebsten mögen, ist die Antwort meistens: italienisches Essen. Eine leckere Pizza, verschiedene Nudelgerichte, italienisches Eis, Olivenöl, deftige Tomatensoßen ... Mmmm! Fast die Hälfte aller Restaurants in Deutschland sind italienische Restaurants. In Deutschland gibt es mehr als fünf Millionen Ausländer. Das merkt man natürlich an der Speisekarte. Fast genauso gern wie eine geschmackvolle Pizza essen die Deutschen Gyros und Kebab. Das ist eigentlich das Gleiche, aber die Türken nennen es Kebab, die Griechen Gyros. Wie wäre es mit einer spanischen Paella, einem französischen Nizza-Salat, amerikanischem Fast Food, gegrillten Steaks aus Argentinien, frisch gefangenem Lachs aus Norwegen etc.? Beim Essen sind die Deutschen wirklich sehr international. Aber wo bleibt das typisch deutsche Essen? Das gute, alte, echte Sauerkraut, die fettige Schweinshaxe oder das bekannte Eisbein? Viele Jahre war deutsches Essen unbeliebt, vor allem bei Jugendlichen. Deutsches Essen, das war etwas für die alten Leute. Aber seit ein paar Jahren gibt es ein Comeback. Es gibt immer mehr Restaurants, die deutsche Spezialitäten anbieten, z. B. im Nikolaiviertel in Berlin. Hier kann man unter anderem Grünkohl, Eisbein, Schweinshaxe, Rouladen, Würstchen und vieles mehr genießen.

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Weiter geht’s


Konnopke‘s Imbiß

Traditionelles deutsches Essen ist allerdings auch modern, das Sauerkraut kommt wieder und auch die Würstchen. Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele unterschiedliche Wurstarten wie in Deutschland. Es gibt unter anderem Frankfurter, Pfälzer, Weißwurst, Fränkische, Bockwurst, Regensburger und tausend andere Sorten. Die meisten Deutschen lieben eine knackige Wurst, und sie essen sie gekocht oder gebraten, mit Ketchup oder Senf oder mit beidem. Die typische norwegische „Lompe“ kennt man in Deutschland nicht. Hier isst man eine Semmel, also ein frisches Brötchen zu der Wurst, oder man genießt sie mit Sauerkraut, Kartoffelsalat oder salzigen Pommes Frites. Die Wurst spielt sogar in der deutschen Sprache eine Rolle. „Jetzt geht es um die Wurst!“, sagt man, bevor eine Entscheidung fällt. „Das ist mir wurst“ bedeutet, dass einem etwas völlig gleichgültig oder egal ist. Obwohl viel Wurst und Schweinefleisch gegessen wird, ist das heutige deutsche Essen viel gesünder als früher, denn inzwischen kocht man mit weniger Fett und weniger Zucker. Und mit mehr Liebe! Guten Appetit!

LEKTION 6 – Guten Appetit!

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Worum geht’s?

Richtig oder falsch? 1 2 3 4 5 6 7

Die Deutschen essen am liebsten deutsches Essen. Viele lieben die dünne italienische Pizza. Es gibt nur eine deutsche Wurstsorte. Traditionelles Essen aus Deutschland ist wieder modern. Es gibt weniger als fünf Millionen Ausländer in Deutschland. Das beliebteste Essen kommt aus Spanien. Zu Würstchen isst man gern eine Semmel.

Schreib mal was! Suche zehn Adjektive in dem Text „Was essen die Deutschen“ und bestimme die Endungen. Unterscheide zwischen der starken und der schwachen Deklination.

Was isst man wann in Deutschland? Vokabeln der Eintopf gryteretten das Frühstück frokosten/frukosten die Gesundheit helsen, sunnheten/ helsa der Gulasch ungarsk gryterett der Kloß her: potetballen, raspeballen die Mahlzeit måltidet die Mensa kantina morgens om morgenen/om morgonen nachmittags om ettermiddagen die Nudeln pasta der Schweinebraten skinkesteika, svinesteika das Wochenende helga

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Weiter geht’s

Tobias (16)

Ich frühstücke immer gegen 7 Uhr. Dann esse ich meistens zwei leckere Brötchen, die mein Vater früh am Morgen vom Bäcker holt, und ich trinke frisch gepressten Orangensaft. Meine Mutter arbeitet bei der Deutschen Bank. Sie kommt erst um fünf Uhr nach Hause. Mein Vater isst tagsüber in der Firma. Normalerweise gehe ich in der großen Pause mittags nach Hause. Ich esse etwas Kleines, einen Jogurt oder ein paar Brote. Abends kocht dann meine Mutter eine warme Mahlzeit für uns alle. Am liebsten mag ich italienisches Essen.

Silke (18)

Zum Frühstück esse ich immer Müsli. Das gefällt mir, weil ich morgens nicht so viel Appetit habe. Zweimal in der Woche habe ich spät am Nachmittag Unterricht. Dann esse ich um 12 Uhr etwas Warmes in der Mensa, oft eine kleine Pizza oder einen gesunden Eintopf mit viel Gemüse. Meine Mutter gibt mir immer Bananen oder Äpfel mit in die Schule. Sie achtet immer auf meine Gesundheit.

Frank (17)

Also, ich bin froh, wenn ich zu Hause essen kann. Mein Vater kocht richtig gut. Am liebsten mag ich Schweinebraten mit Klößen oder Gulasch mit Nudeln. Mein Vater kommt nachmittags nach Hause, dann essen wir warm. In der Woche habe ich selten Zeit für ein gutes Frühstück. Ich schlafe lieber etwas länger. Aber an den Wochenenden genieße ich ein leckeres Frühstück mit meinem kleinen Bruder. Wir schlafen oft bis 11 oder 12 Uhr. Es ist fast Mittagszeit, wenn wir frühstücken.


Libanesisches und polnisches Mädchen bei McDonald’s in Bremen

Andrea (16)

Es gibt ein kleines Problem. Nicht alles, was man isst, ist gesund. Und es ist wichtig, dass ich auf meine schöne Figur achte. Ich esse mittags warm und mache hinterher viel Sport. Abends mache ich oft eine kleine Diät. Am Wochenende esse ich dann abends mit meiner Familie warm, natürlich vor dem Training. Das Frühstück ist sehr wichtig für mich, dann esse ich frisches Vollkornbrot, einen selbst gemachten Fruchtjogurt und viel Obst. Kaffee trinke ich natürlich nicht, nur grünen Tee und frisch gepresste Säfte.

Vokabeln achten … auf passe på das Vollkornbrot helkornbrødet/ heilkornbrødet

Worum geht’s? 1 2 3 4

Was frühstücken die Jugendlichen im Text? Wann essen sie warm? Was mag Frank am liebsten? Was ist wichtig für Andrea?

LEKTION 6 – Guten Appetit!

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Sag mal was!

Klassenumfrage: Was isst du wann? 1 Unten stehen einige Fragen, die mit dem Thema Essen und Trinken zu tun haben. Stelle deinen Mitschülern die Fragen: – Was frühstückst du gern? – Wann isst du warm? – Was ist dein Lieblingsessen? – Was magst du überhaupt nicht? – Was ist dein Lieblingsgetränk? – Was isst du am liebsten zum Nachtisch? – Welches Obst magst du am liebsten? – Was ist dein Lieblingsgemüse? – Wie viele Mahlzeiten isst du am Tag? 2 Welches Gericht und welches Getränk sind am beliebtesten in der Klasse? 3 Welches Obst und Gemüse mögen die Schüler am liebsten? 4 Welchen Nachtisch haben die meisten Schüler als Favorit? 5 Sammle alle Antworten in der Klasse ein und berechne in Prozent, was die Schüler am liebsten essen und trinken. 6 Erzähle der Klasse, was du herausgefunden hast. 7 Du kannst danach gern eine mathematische Statistik zum Resultat machen.

Schreib mal was! Mache eine Werbung für dein Lieblingsgetränk oder Lieblingsessen. Benutze so viele Adjektive wie möglich.

Du bist dran!

Rätsel 1 Brigitte isst sehr gern Wurst. Wie oft kann sie eine 6 Zentimeter dicke Scheibe von einer 60 Zentimeter langen Wurst abschneiden? 2 Zwei Väter und zwei Söhne gehen über ein Feld. Sie finden drei Äpfel. Sie teilen die drei Äpfel, sodass jeder einen Apfel bekommt. Wie ist das möglich?

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Weiter geht’s


Die Bestellung Henrik:

Wir möchten gern bestellen.

Kellner:

Ja bitte, was hätten Sie gern?

Henrik:

Ich nehme eine Gemüsesuppe und einen gemischten Salat. Aber keine Zwiebeln, bitte. Ich möchte lieber viele Tomaten. Geht das?

Kellner: Ja, natürlich! Und Sie? Was darf ich Ihnen bringen? Mathias: Ein Wiener Schnitzel. Und als Vorspeise eine Zwiebelsuppe. Kellner: Möchten Sie vielleicht etwas Brot und Oliven?

Vokabeln ausgezeichnet utmerket/framifrå die Bestellung bestillingen/ bestillinga gemischt blandet/blanda getrennt separat, hver for seg/kvar for seg der Nachtisch desserten die Vorspeise forretten die Zwiebel løken

Mathias: Nein, danke. Kellner: Und was möchten Sie trinken? Mathias: Ein Bier bitte. Henrik:

Ich nehme ein Spezi.

Kellner: Kommt sofort! Kellner: Hat es Ihnen geschmeckt? Henrik:

Danke, es war ausgezeichnet.

Mathias: Ja, mir hat es auch sehr gut geschmeckt. Kellner: Möchten Sie noch einen Nachtisch? Mathias: Nein, danke, aber zwei Espresso. Und die Rechnung bitte. Kellner: Getrennt oder zusammen? Mathias: Zusammen bitte. Kellner: Das macht 33 Euro. Mathias: 35 bitte. Das stimmt so. Kellner: Danke schön!

Sag mal was! Arbeitet zu dritt und macht ein Rollenspiel im Restaurant. Benutze den Dialog als Muster.

Wie sagt man das auf Deutsch? Suche im Text und finde die deutschen Ausdrücke. Lerne sie dann auswendig. 1 Regningen, vær så snill. / Rekninga, ver så snill. 2 Vil dere betale sammen eller hver for seg? / Vil de betale saman eller kvar for seg? 3 Det blir 50 euro. 4 Vi vil gjerne bestille. 5 Smakte det?

LEKTION 6 – Guten Appetit!

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Schreib mal was! Führe ein Gespräch mit dem Kellner, indem du die Sätze unten benutzt: „Danke, es schmeckt fantastisch/sehr gut/gut.“ „Nein, …“ … der Salat ist nicht frisch/zu sauer/zu salzig. … die Suppe ist zu scharf/zu salzig. … das Fleisch ist zu kalt/zu fett/zu trocken. … die Soße ist zu fett/zu salzig/zu scharf. … das Brot ist zu trocken/zu alt/zu hart. … das Bier ist zu warm.

Du bist dran!

Wann findet ihr das Wort heraus? Lies deinen Mitschülern Satz für Satz vor. Sie sollen jetzt raten, um welches Wort es sich handelt. 1 Die meisten sind rund. 2 Sie werden ab und zu an die Tür gebracht. 3 Meistens verschwinden sie schnell. 4 Sie werden von Menschen gemacht. 5 Es gibt viele verschiedene Sorten. 6 Sie kommen eigentlich aus Italien. 7 Einige mögen sie mit Fleisch. 8 Ab und zu sind sie tiefgefroren. 9 Man muss sie backen. 10 Sie schmeckt sehr lecker. 11 Eine wird nach einem Mädchen benannt. 12 Sie heißt Margherita. Erstelle nun selber ein solches Worträtsel. Es ist wichtig, dass du zuerst einfache Erklärungen machst und dann immer genauer wirst. Man sollte nicht schon beim dritten Punkt sagen können, was es ist. Benutze gern die folgenden Wörter als Vorschläge: Wurst, Schokolade, Wasser, Schule, Regen, Buch, Schuh, Museum, Seife, Geld, Haltestelle, Kerze, Spiegel, Zeitung, Computer, Sommerferien.

Witze Herr Lehrer Meyer sitzt im Restaurant. Er zeigt mit dem Finger auf das Wort „Omelet“auf der Speisekarte und sagt zum Ober: “Omelett mit zwei „t“!” Dann ruft der Ober in die Küche: „Ein Omelett, zwei Tee.“ Herr Meyer: „Herr Ober, das Muster auf der Butter ist heute aber besonders hübsch!“ Ober: 98

Weiter geht’s

„Ja, nicht wahr? Das habe ich mit meinem Kamm gemacht!“


Eine Aktivistin der Tierschutzgruppe PETA protestiert gegen die FastFood-Kette KFC in Nürnberg

Fleisch essen oder nicht? Viele junge Leute in Deutschland haben zum Thema Fleisch essen oder nicht eine ziemlich eindeutige Meinung. Laura und Finn sind zwei gute Freunde, die sich ganz und gar nicht einig sind, wenn es um dieses Thema geht. Finn

Es ist doch ganz klar: Der Mensch ist von Natur aus ein Allesfresser. Das bedeutet, dass wir auch Fleisch essen müssen. Ich sehe hier überhaupt kein Problem.

Laura

Das ist zu einfach, Finn! Denk an die Tierhaltung. Die Tierhaltung ist meistens grausam. Viele Tiere werden im Schlachthof sehr gequält. Hast du nicht die Berichte im Fernsehen gesehen, die über Hähnchen?

Finn

Was meinst du?

Laura

Sie leben auf engstem Raum und leben nur, um geschlachtet zu werden. Das ist doch nicht richtig, oder?

Finn

Menschen müssen lebende Organismen essen. Es macht keinen Unterschied, ob man Pflanzen oder Tiere isst.

Vokabeln der Allesfresser alteteren/altetaren der Bericht rapporten ganz und gar nicht aldeles ikke/ ikkje geschlachtet slaktet/slakta grausam grusom/frykteleg das Hähnchen kyllingen quälen plage der Schlachthof slakteriet

LEKTION 6 – Guten Appetit!

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Vokabeln heutzutage nå for tiden/no for tida der Kuhstall fjøset das Lebewesen levende vesen/ levande vesen der Leistungssportler proff idrettsutøver/proff idrettsutøvar der Rinderwahnsinn kugalskapen sogar til og med/jamvel töten drepe

Laura

Das stimmt gar nicht! Es ist nämlich wissenschaftlich bewiesen, dass der Mensch auch ohne Fleisch gesund leben kann. Fleisch essen ist deshalb nicht notwendig.

Finn

Auch Pflanzen sind Lebewesen. Wenn wir Pflanzen essen, töten wir sie. Das ist genauso wie Fleisch essen, oder?

Laura

Die Fleischproduktion ist sehr teuer und verbraucht viel zu viel Energie. Denk mal an die vielen Maschinen im Kuhstall und wie viel Strom man verwendet. Alles ist ja heutzutage elektronisch.

Finn

Das verstehe ich überhaupt nicht. So viel kostet Strom wohl nicht, oder?

Laura

Das kannst du gern im Internet lesen. Du hast ja keine Ahnung, Finn!

Finn

Weißt du was? Fleisch ist einfach gesund, und wir Menschen brauchen Proteine für unsere Muskeln. Du weißt doch selber, wie viel ich trainiere. Wenn ich nur Pflanzen essen würde, könnte ich kein Leistungssportler sein.

Laura

Doch, das könntest du. Weißt du nicht, dass Fleisch essen sehr gefährlich sein kann? Im Fleisch sind Salmonellen und Trichinen, und man kann sogar Rinderwahnsinn bekommen!

Finn

Na ja, das klingt sehr dramatisch. Du, Laura, ich muss los. Ich treffe Jakob und Johannes beim Imbiss. Wir werden zusammen eine leckere Currywurst essen. Kommst du mit?

Laura

Nie im Leben!

Sag mal was! 1 Arbeitet zu zweit und spielt das Gespräch nach. 2 Lernt das Gespräch auswendig. 3 Baut eure eigene Meinung zum Thema mit ein. Sprachhilfe: Ich bin sicher … Ich finde (nicht) ... Ich meine ... Ich glaube (nicht), dass ... Ich bin (nicht) der Meinung, dass ... Meiner Meinung nach ... Das sehe ich anders. Nein, das stimmt nicht. Das glaube ich nicht. Das ist falsch. Entschuldigung, ich habe das nicht verstanden. Kannst du das noch einmal erklären? Wie meinst du das? Ich verstehe nicht, was du damit meinst.

100 Weiter geht’s


Gummibärchen – ursus elasticus vulgaris Im Jahre 1922 hatte ein junger Ingenieur die süßeste Idee seit Langem. Er hat kleine, bunte Minibärchen zum Naschen hergestellt. Der Ingenieur schmiedete eine Form und füllte sie mit Fruchtgummimasse. Der Ingenieur hieß Hans Riegel, und er kam aus Bonn. Das Gummibärchen ist jetzt etwa 90 Jahre alt und immer noch sehr beliebt. 1922 war der kleine Bär ein bisschen größer und dicker als heute. Heute gibt es mehr Gummibärchen als Menschen auf der Erde. Allein in Deutschland werden täglich 70 Millionen Bären geboren. Stell dir Folgendes vor: Wenn man alle Gummibärchen, die innerhalb eines Jahres in Deutschland produziert werden, aneinanderreiht, so kann man damit die Erde dreimal umrunden. Das sind viele Gummibärchen! Ein kleines Gummibärchen wiegt etwa 2 Gramm und hat eine Körpergröße von 20 bis 22 Millimetern. Jedes Bärchen hat etwa 6 Kalorien. Aber keine Angst, die süßesten Bären der Welt sind ganz gesund! Wissenschaftler in Maryland (USA) fanden heraus, dass sie sogar vor Herzinfarkt schützen. Sie enthalten nämlich Salizylate, die chemisch mit Aspirin verwandt sind und das Blut verdünnen. Seit vielen Jahren werden die deutschen Gummibärchen nicht mehr mit chemischen Farbstoffen gefärbt. Man verwendet nur noch natürliche Farben. Spinat macht die Gummibärchen grün, Holunder macht sie rot, und Kurkuma gibt den Bären die gelbe Farbe. Gummibärchen sind nicht vom Aussterben bedroht, und deswegen stehen sie auch nicht unter Naturschutz. Der größte Feind der Gummibärchen ist der Mensch. Viele Kinder und Erwachsene quälen ihre bunten Bären, bevor sie sie essen. Viele Leute beißen zuerst den Kopf ab, bevor sie den Rest essen, und andere ziehen sie lang, bis sie kaputtgehen. Besonders schlimme Sadisten legen ihre Gummibärchen über Nacht ins Wasser oder töten sie in der Mikrowelle.

Vokabeln aneinander ved siden av hverandre/ ved sida av kvarandre aussterben dø ut/døy ut der Bär bjørnen bedroht truet/trua das Blut blodet bunt fargerik deswegen derfor elasticus latinsk for elastisk enthalten inneholde/innehalde die Erde jorden/jorda der Erwachsene den voksne/vaksne der Feind fienden gefärbt farget/farga der Herzinfarkt hjerteinfarktet/ hjarteinfarktet der Holunder hyll die Mikrowelle mikrobølgeovnen/ mikrobølgjeomnen naschen spise godteri/ete godteri der Naturschutz naturvernet schmieden smi Ursus latinsk for bjørn verwandt i slekt zergehen smelte die Zunge tunga

Aber das sind die Ausnahmen. Die meisten von uns wissen, was man mit den farbigen, kleinen Bären machen muss; nicht beißen, sondern ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen! Mmmmmm. von Roman Schatz (frei nach)

Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Was ist ein Gummibärchen? Wie sieht ein Gummibärchen aus? Wer hat sie erfunden? Wie alt sind die Bärchen? Wie sollte man die Gummibärchen essen? Warum heißt die Firma Haribo? (Tipp: Erfinder + Wohnort)

LEKTION 6 – Guten Appetit! 101


Schreib mal was! Wähle eine der folgenden Aufgaben: 1 Zeichne/schreibe einen Comic mit dem Thema „Die zwei süßen Gummibärchen“. 2 Mache einen kurzen Werbefilm zum Thema: „Haribo macht Kinder froh und Erwachsene ebenso!“ 3 Schreibe einen kurzen Text mit der Überschrift: „Hilfe, die Gummibärchen greifen an!“ Spaghetti-Eis

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Welche norwegischen Spezialitäten kennt ihr? Erklärt einander diese norwegischen Gerichte auf Deutsch. Sprachhilfe: die Frikadelle – kjøttkaka, frikadellen/frikadella der Fisch – fisken das Schaf – sauen das Rentier – reinsdyret der Elch – elgen die Soße – sausen die Keule – låret

der Kohl – kålen der Eintopf – gryteretten der Ziegenkäse – geitosten trocken – tørr der Nachtisch – desserten die Schlagsahne – kremen der Kopf – hodet/hovudet die Preiselbeere – tyttebæret die Marmelade – syltetøyet

Schon gewusst? Merkwürdiges Essen und Trinken Vokabeln das Aussehen utseendet/utsjånaden der Braten steika die Bratwurst grillpølsa, stekt/ steikt pølse durchsichtig gjennomsiktig die Erdbeere jordbæret der Fleischwolf kjøttkvernen/ kjøttkverna das Hackfleisch kjøttdeigen der Hase haren komisch morsom/morosam, rar merkwürdig merkelig/merkeleg, rar säuerlich syrlig/syrleg scharf sterk völlig fullstendig wackelig skjelvende, vaklende/ skjelvande, vaklande

102 Weiter geht’s

Ein falscher Hase ist kein echter Hase, sondern ein Braten aus Hackfleisch, Zwiebeln und Speck. Er kommt in den Ofen und wird dort gebacken. Das Spezi ist ein Getränk, das aus Cola und Fanta besteht. Schmeckt lecker! Ein Radler oder ein Alsterwasser ist ein sehr beliebtes Getränk. Man mischt 50 % Bier und 50 % Zitronenbrause. Ein kalter Hund ist ein Kuchen aus Kakao, Kokosfett und Keksen. Er ist wirklich sehr, sehr süß und hat viele Kalorien! Eine Currywurst ist eine Bratwurst, die in Stücke geschnitten wird. Darüber kommt Ketchup und sehr viel Currypulver. Vorsicht: scharf! Pumpernickel ist keine Süßigkeit, sondern ein sehr dunkles, fast schwarzes Brot. Es schmeckt ein wenig säuerlich. Wenn du Pommes rot-weiß bestellst, bekommst du deine Pommes Frites mit Ketchup und Mayonnaise. Komisch? Nein, es ist völlig normal! Ein Wackelpeter ist ein Pudding aus Wasser und Gelatine: durchsichtig und wackelig. Kinder lieben den Wackelpeter, und man bekommt ihn oft als Geburtstagsessen. Der Pudding ist normalerweise rot, gelb oder grün. Spaghetti-Eis ist eine leckere Eisspezialität, die seinen Namen von seinem besonderen Aussehen bekommen hat. Die Eisspezialität besteht aus gepresstem Vanilleeis (ursprünglich durch einen Fleischwolf gepresst) auf Schlagsahne. Das Eis wird mit Erdbeersoße und geraspelter weißer Schokolade dekoriert und es sieht aus wie ein echtes italienisches Spaghettigericht – aus Eis! Mmmm, lecker!


Das Schlaraffenland Es gibt ein fernes merkwürdiges Land, in das viele Leute gerne auswandern wollen, wenn sie den Weg dahin wüssten. Wer das Land betreten will, muss sich erst durch einen großen Berg von Reisbrei durchessen. Danach sieht er wunderbare Dinge: Die Häuser sind aus Braten gebaut und die Dächer mit Pfannkuchen gedeckt, die Gartenzäune bestehen aus warmen Würstchen. In den Bächen fließt Milch und am Rand der Bäche stehen Büsche, auf denen frische Brötchen wachsen. Aus den Brunnen fließt guter Wein, und die Steine auf dem Weg sind Käse. Tauben, Hühner und Gänse fliegen gebraten in der Luft herum und den Hungrigen gerade in den Mund hinein. Auch Schweinchen laufen herum, fertig gebraten zum Essen. Die Fische in den Seen sind schon gekocht oder gebraten und kommen ans Ufer, damit man sie leichter fangen kann. Es regnet nicht Wasser, sondern Honig, und es schneit Zucker. Die schönsten Kleider und Schuhe wachsen im Wald auf den Bäumen, man braucht sie nur herunterzuschütteln. Was machen die Menschen im Schlaraffenland? Vor allem dürfen sie nicht arbeiten. Wenn jemand zu fleißig ist, muss er das Land verlassen. Der Faulste wird König. Wer besonders lange schläft, wird dafür belohnt, und wer eine Lüge sagt, bekommt Geld dafür. Das Beste im Land aber ist ein Jungbrunnen, in dem alle alten Leute baden, um wieder jung zu werden.

Vokabeln der Bach bekken bestehen bestå der Busch busken, buskaset dahin dit fleißig flittig die Gans gåsa der Gartenzaun hagegjerdet der Honig honningen der Jungbrunnen ungdomskilden/ ungdomskjelda der König kongen die Lüge løgnen/løgna der Pfannkuchen pannekaka der Rand kanten, randen der Reisbrei risgrøten/risgrauten schütteln riste die Taube duen/dua wachsen vokse/vekse, gro

Wie schade, dass kein Mensch den Weg ins Schlaraffenland kennt.

für Ausländer bearbeitet bei Rosemarie Griesbach

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Wie kommt man ins Schlaraffenland? Wie sehen die Häuser hier aus? Was ist das Tolle an den Bäumen im Schlaraffenland? Wie sind die Menschen in diesem Land? Was ist ein Jungbrunnen?

Schreib mal was! Heute Abend möchtest du ein Essen für deine vier besten Freunde kochen. Bereite das Essen schriftlich und mit Bildern vor. 1 Stelle ein Menü zusammen und die dazugehörige Einkaufsliste. 2 Was möchtest du zum Trinken servieren? 3 Präsentiere deinen Vorschlag der Klasse.

LEKTION 6 – Guten Appetit! 103


Vokabeln die Bäckerei bakeriet beraten gi råd der Bonbon sukkertøyet, dropset die Brezel salt kringle der Keks kjeksen die Kochwurst kokepølsa (wienerpølsa) der Lidschatten øyeskyggen/ augneskuggen der Lippenstift leppestiften der Lolli kjærlighet på pinne/ kjærleik på pinne der Metzgerei slakteriet reden snakke, prate der Schlachter slakteren/slaktaren die Spülung hårbalsamen die Torte bløtkaka/blautkaka

Wissenswertes Essen einkaufen in Deutschland Hast du schon mal von einem „Tante-Emma-Laden“ gehört? So heißt in Deutschland ein kleiner Lebensmittelladen. Hier findet man alles, was man zum Kochen braucht: Butter, Tomaten, Milchprodukte, Käse, Wein und vieles mehr. In so einem Laden macht das Einkaufen richtig Spaß. Hier wird man nämlich persönlich beraten, und „Tante Emma“ hat immer Zeit für ein kleines Gespräch mit den Kunden. Essen einkaufen in Deutschland ist toll! Es gibt z. B. in fast jeder Straße eine Bäckerei. Dort kaufen viele Deutsche jeden Morgen frische Brötchen. Außer Brötchen gibt es in der Bäckerei auch Brot, Brezeln, Kuchen und Kekse. Wenn eine Bäckerei auch ein Café hat, kann man Kaffee trinken, Kuchen oder Torte essen, Zeitung lesen und mit Freunden reden. In der Metzgerei gibt es alles, was aus Fleisch gemacht ist. In Deutschland gibt es viele Metzgereien, auch Fleischerei oder Schlachter genannt. Es gibt Hunderte verschiedene Wurstsorten und Schinken. Man kann Grillwürstchen oder Bratwürste kaufen, Kochwurst oder Knackwurst. Die Drogerie bietet alles, was man für den Körper braucht: Bodylotion, Shampoo, Spülung, Zahnpasta oder Schminksachen wie Nagellack, Mascara, Lidschatten oder Lippenstift. In einer Drogerie kann man aber auch Getränke und verschiedene Snacks wie z. B. Schokolade, Chips, Kekse, Bonbons oder Lollis kaufen.

Du bist dran!

Einkaufen zu zweit Der eine möchte bald eine kleine Tex-Mex-Party mit Freunden feiern und kommt mit einer großen Einkaufsliste zum Einkaufen. Der andere hat nur eine sehr begrenzte Warenauswahl, aber möchte gern verkaufen. Führt einen Dialog! Kunde/Kundin: Ich möchte kaufen: 10 l Zitronenbrause 24 Tacoschalen 1 kg Tomaten 6 x 1, 5 l Cola light 4 Tüten Nachochips 1 Stück Käse (Jarlsberg) 5 Dosen Mais 4 Paprika 2 Packungen Kekse 2 Gläser Jalapenos 2 kg Rinderhack Zwiebeln Salsa Schokoladeneis zum Nachtisch

104 Weiter geht’s

Ich habe 35 €

Verkäufer/Verkäuferin: Ich habe: 1 l Orangen­ brause € 1,05 Brot € 3,00 2 l Pepsi Cola € 1,35 Popcorn € 2,50 Käse (Gouda) € 3,05 Kartoffelchips € 1,50 Frischen Mais € 0,99 Paprika € 0,90 Kekse € 2,30 1 kg Hackfleisch vom Schwein € 5,00 1 Packung Tacokit € 2,99 € 1,29 Jogurteis 1 Glas Peperoni € 1,10 Salatmix € 2,00


Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

Sprachhilfe: Kann ich Ihnen helfen? Was kann ich für Sie tun? Ich veranstalte eine Tex-Mex-Party und brauche ... Ich hätte gern ... Haben Sie vielleicht? Das ist sehr teuer! Das ist sehr gesund. Das habe ich leider nicht. Es ist leider ausverkauft.

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

das Restaurant der Kellner das Gericht der Nachtisch die Rechnung das Spaghetti-Eis

Ich hätte gern ... Ich möchte gern bestellen ... Darf ich bitte zahlen? Zusammen oder getrennt? Wie schmeckt es dir/Ihnen? Das hat gut geschmeckt. Das schmeckt mir gut. Haben Sie …? Leider nicht. Möchten Sie ein/eine/einen ...? Wollen Sie nicht lieber ...? Warum probieren Sie nicht ...? Nein, danke! Absolut nicht! Das schmeckt doch viel besser! Kaufen Sie lieber …

Selbstbewertung nach Lektion 6: Siehe Seite 309.

LEKTION 6 – Guten Appetit! 105


Headbanging beim Wacken Open-Air Heavy Metal Festival


LEKTION 7

Hört sich gut an! SCHWERPUNKTE Musik und Musikgeschmack Instrumente GRAMMATIKTHEMA Präsens Perfekt (Wiederholung)

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LÆREPLANMÅL • forstå innholdet i lengre skriftlige og muntlige autentiske tekster i ulike sjangere • lese formelle og uformelle tekster i ulike sjangere og gjøre rede for forfatterens synspunkter og holdninger • delta i spontane samtaler om ulike temaer og aktuelle emner • gi uttrykk for opplevelser, synspunkter og holdninger, ønsker og emosjoner • bruke ord, setningsoppbygning og tekstbindingsformer målrettet og variert • skrive sammenhengende tekster i ulike sjangere • vurdere og utnytte kommunikasjonsteknologi til samarbeid og møte med autentisk språk • drøfte sider ved dagligliv, tradisjoner, skikker og levemåter i språkområdet og i Norge

Was fällt dir dazu ein? Welche Musik aus Deutschland kennst du? Welche Musik hörst du gern? Spielst du ein Instrument?

Sag mal was! Mache eine Klassenumfrage. Gehe in der Klasse herum und stelle deinen Mitschülern die unten stehenden Fragen. Notiere die Namen und Informationen. 1 Spielst du ein Instrument?

Wenn JA: Welches Instrument spielst du? Wie lange hast du das Instrument gespielt? Wie oft übst du pro Woche? Wie lange übst du jedes Mal? Hast du einmal öffentlich gespielt? Möchtest du später Profi-Musiker werden?

Wenn NEIN: Welches Instrument möchtest du gern spielen können? Warum?

2 Wie viel Prozent der Schüler in der Klasse spielen ein Instrument?

108 Weiter geht’s


In meinem Leben In meinem Leben Bin ich oft geflogen Bin ich tief gefallen Und manchmal auch ertrunken Ich hab gewonnen Und ich hab verloren Und ich bin gestorben Und wieder neu geboren Ich hab gegeben Und ich hab genommen Wir haben uns gefunden Wir sind so weit gekommen Ich bin mir nah Und immer wieder fremd Das hat was von Allein sein Und das mich keiner kennt Ich will nicht arm sein Und Geld macht mich nicht reich Manchmal ist Leben schwer Und meistens finde ich es leicht Ich hab geweint Und ich hab gelacht Und endlich rausgefunden Was mich schöner macht Ich hab getrunken Und ich hab geraucht Und ich hab meine Kräfte Komplett aufgebraucht Und wenn ich wieder Auf die Beine komme Ist immer wieder Leben Ist immer wieder Sonne Und hier bist du Hältst meine Hand und lachst Weil du mich besser kennst als ich Ich bin verliebt in dich Mein Leben will Ich mir nicht vorstellen ohne dich In meinem Leben Bin ich oft geflogen Ich hab auch schon gelogen Und dich und mich betrogen Ich hab geliebt Und war davon betrunken Ich flog hinauf zum Himmel Und bin ganz tief gesunken Ich lass mich hängen Und steh dann wieder auf

Ich leb so gesund Und Drogen nehm ich auch Ich zähl die Jahre Und ich zähl sie nicht Ich steh im Dunkeln Und ich mag das Licht Und hier bist du Hältst meine Hand und lachst Weil du mich besser kennst als ich Ich bin verliebt in dich Mein Leben will Ich mir nicht vorstellen ohne dich

Vokabeln arm fattig, stakkars aufgebraucht oppbrukt betrogen bedratt/sviken betrunken full, beruset/rusa die Droge narkotikaen ertrinken drukne schwer tung, vanskelig/vanskeleg sterben dø/døy tief dyp/djup verliebt forelsket/forelska verlieren tape weinen gråte

LEKTION 7 – Hört sich gut an! 109


Vokabeln der Frieden freden die Gelassenheit (sinns)roen/ (sinns)roa vermissen savne/sakne

Ich liebe manche Menschen Und manche lieben mich Und die die mich nicht lieben Die vermisse ich nicht Ich liebe meine Kinder Und ich liebe dich Und manchmal fühl ich gar nichts Dann fühl ich nicht mal mich Ich wünsch mir Frieden Und Gelassenheit Ein Herz das immer warm ist Ich bin noch nicht so weit Freiheit tut mir gut Ich tu mir manchmal weh Ich fühl mich stark Auch wenn ich gerade Nicht so gerade steh Meine Angst vorm Sterben

Verwandelt sich in Luft Löst sich langsam auf Weil mich das Leben ruft Und hier bist du Hältst meine Hand und lachst Weil du mich besser kennst als ich Ich bin verliebt in dich Mein Leben will Ich mir nicht vorstellen ohne dich Mit dir will ich weiter und ich folge dir Und du nimmst immer auch von mir Ich bin verliebt in dieses Leben Und ich bleib noch mal so lange hier bei dir Ich bleib noch mal so lange hier bei dir von Nena Kerner

Worum geht’s? 1 Was ist das Thema im Lied? 2 Finde einige Gegensätze im Lied. 3 Die Sprache ist sehr mündlich. Finde dafür Beispiele bei den PräsensPerfekt-Formen der Verben.

Welche Musik hörst du? Vokabeln die Affenmaske apemaska auftreten opptre das Aussehen utseendet/utsjånaden ernst alvorlig/alvorleg gesellschaftskritisch samfunns­ kritisk die Herkunft opprinnelsen/opphavet die Kapuze hetta die Klamotten klærne/kleda die Kleidung klærne/kleda, antrekket der Liedtext sangteksten/ songteksten das Mitglied medlemmet/ medlemmen der Pulli (Pullover) genseren

110 Weiter geht’s

Überall auf der Welt hört man Musik. Was hören deutsche Jugendliche am liebsten? Welche deutsche Musik ist populär? Wir haben Jugendliche gefragt, und hier sind ihre Antworten:

Paula (17) „Ich liebe Reggae und Dance und deshalb höre ich gern Culcha Candela. Es ist eine Reggae-/Dancehall-/Hip-Hop-Musikgruppe aus Berlin mit Mitgliedern unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Ihre Liedtexte reichen von ernstem, gesellschaftskritischem Inhalt (Una cosa, Schöne neue Welt) bis hin zu stimmungsaufhellenden Liedern (Partybus). Der Name Culcha Candela bedeutet so viel wie ,heiße Kultur‘. Nach der Schule gehe ich zweimal die Woche tanzen. Ich tanze gern zu Culcha Candela.“

Achim (18) „Hip-Hop ist für mich nicht nur Musik, sondern auch ein Lebensstil. Meine Klamotten und mein Aussehen sind mir sehr wichtig. Wie du siehst, trage ich sehr weite Hosen und ein cooles T-Shirt. Ich mag auch gern Kapuzenpullis. Die Kleidung gehört zum Stil. Ich höre jeden Tag Hip-Hop. Ich mag die Texte von Fettes Brot, Freundeskreis und Peter Fox. Fettes Brot ist eine wirklich gute Band aus Hamburg. Peter Fox aus Berlin trägt oft eine Affenmaske, wenn er auftritt.


Er singt auch in der Band Seeed. Deutscher Hip-Hop ist häufig politisch, und das finde ich gut. Ich finde es wichtig, dass junge Leute Texte mit einer tieferen Botschaft hören.“

Katja (16)

Vokabeln die Botschaft budskapet/bodskapen der Kopfhörer høretelefonen/ høyretelefonen

„Ich höre alles, was auf MTV und VIVA läuft. Ich liebe vor allem Pop. Meine Freundin nennt mich zum Spaß Pop-Katja. Zurzeit höre ich am liebsten Echt oder Silbermond. Aber auch Nena gefällt mir. 2raumwohnung ist auch eine tolle deutsche Band. Für mich ist es wichtig, dass die Musik positiv und leicht ist. Ich habe keine Lust, über die Musik nachzudenken oder zu grübeln. Denken muss ich in der Schule.“

Christian (16) „Rammstein finde ich wirklich cool! Aber auch die Toten Hosen, Einstürzende Neubauten, Scorpions und Herbert Grönemeyer. Ich mag es, wenn die Musik etwas härter ist. Meine Mutter flippt natürlich aus, wenn ich zu laute Musik höre, deshalb habe ich mir gerade neue Kopfhörer gekauft. Jetzt kann ich meine laute Musik in Ruhe genießen.“

Sophia (17) „Für mich gibt es zurzeit eigentlich nur einen Musiker und eine Band: Xavier Naidoo und die Söhne Mannheims! Ich muss nichts mehr sagen. Hören Sie es sich an. Es ist tolle Musik!“

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Was hast du über die Gruppe Culcha Candela erfahren? Welche deutsche Popmusik hört Katja? Was ist Fettes Brot? Welche Musik ist härter? Was kannst du über Peter Fox sagen?

Sag mal was!

Musikvortrag Arbeitet allein oder zu zweit. Wähle eine Gruppe oder Musiker aus dem deutschsprachigen Raum, gern aus dem Text, und mache einen Musikvortrag. 1 2 3 4

Woher kommt die Band/der Sänger/die Sängerin? Zu welcher Musikrichtung gehört sie? Was zeichnet die Texte und die Musik aus? Spiele der Klasse ein Lied vor und kommentiere es.

LEKTION 7 – Hört sich gut an! 111


Vokabeln bekämpfen bekjempe/kjempe mot benutzen bruke, benytte/nytte erzeugen lage, skape die Faust knyttneven das Geräusch lyden das Messer kniven der Plattenteller platespilleren/ platespelaren prügeln pryle, slå, slåss/slåst reimen rime die Schallplatte grammofonplata das Selbstlob selvrosen/sjølvrosen streiten slåss/slåst, krangle die Zunge tunga

Schon gewusst? Rapmusik Ende der 1970er-Jahre entwickelte sich in den Discos von New York ein neuer Musikstil: der Rap. Während die DJs ins Mikrofon sprachen, bewegten sie im Takt eine Schallplatte auf dem Plattenteller hin und her (scratching), was im Wechsel mit der Musik rhythmisch prägnante, beat-ähnliche Geräusche erzeugte. Man muss als Rapper weder ein Instrument spielen noch singen können. Viele der heutigen Rapper improvisieren ihren Text zu einer Beatmusik. Zum Improvisieren braucht es aber ein helles Köpfchen und eine schnelle Zunge. In Amerika gibt es ein Thema, über das besonders oft gerappt wird. Es heißt: „Ich bin besser als du.“ Das klingt dann beispielsweise so: „Ich bin schön, ich bin schnell, aber du bist gar nicht hell!“ Dieses Selbstlob wirkt für uns etwas peinlich. Es hat aber einen Sinn. Solange sich die rappenden Jugendlichen nur mit schnellen Worten und Reimen bekämpfen, benutzen sie keine Fäuste und Messer, wenn sie sich streiten. Es wird in Hip-Hop-Kreisen weniger geprügelt als früher.

Vokabeln froh glad der Held helten quasi omtrent, kvasi, så å si/så å seie das Reh rådyret das Sternchen liten stjerne/lita stjerne der Tee teen die Umwelt miljøet der Verkehr trafikken das Wunder underet Ypsilon bokstaven y

aus www.mittelschulvorbereitung.ch (verkürzt und vereinfacht)

Sag mal was!

Ein Alphabet-Rap Finde den passenden Rhythmus und versuche das Stück zu rappen. A B C D E F G H I J K L M N

steht für Ananas für Banane steht für Chili und für die Dame steht für Engel und steht für froh steht für glücklich und für Hallo steht für Insel steht für ja klingt nach Katze und nach la la la steht für Mama für lange Nasen

O P Q R S T U V W X Y Z

steht für Obst und für viele Phrasen steht für quasi für das Reh ist ein Sternchen und einfach Tee für die Umwelt und für den Verkehr das ist ein Wunder und das ist zu schwer ist halt das Ypsilon, das mir gut gefällt steht für Zorro, er ist ein cooler Held

An Tagen wie diesen Vokabeln der Tresen disken

112 Weiter geht’s

Moin moin – was geht? Alles klar bei dir? Wie spät? Gleich neun – okay. Will mal eben los, Frühstück holen gehn Schalt den Walkman an, zieh die Haustür ran Lauf die Straße entlang bis zum Kaufmannsladen Denn da gibt’s die allerbesten Brötchen weit und breit Kann am Tresen kurz mal lesen, was die Zeitung schreibt Irgendwas von nem Großangriff Unzählige Bomben auf kleine Stadt Viele Menschen ums Leben gekommen


Fettes Brot live beim Open Air in Ebikon, Schweiz

Und dem Erdboden gleich gemacht in nur einer Nacht Ich zahle und verlasse den Bäcker Hör noch den Nachrichtensprecher „Lage wieder mal dramatisch verschlechtert, heute fantastisches Wetter“ Plötzlich gibt’s ’n Knall, tausend Scherben überall Die Nachbarskatze hat’s erwischt bei ’nem Verkehrsunfall Der Anblick kann einem echt die Laune verderben Was fällt diesem Mistvieh ein, hier genau vor meinen Augen zu sterben? Refrain: Absolute Wahnsinnsshow Im Fernsehen und im Radio Die Sonne lacht so schadenfroh An Tagen wie diesen Niemand, der mir sagt, wieso Beim Frühstück oder Abendbrot Die Fragen bohren so gnadenlos An Tagen wie diesen Eine Million, bedroht vom Hungertod nach Schätzungen der UNICEF Während ich grad gesundes Obst zerhäcksel in der Mulinex Seh ein Kind in dessen traurigen Augen ne Fliege sitzt Weiß, dass das echt grausam ist, doch scheiße Mann, ich fühle nix Was ist denn bloß los mit mir, verdammt, wie ist das möglich? Vielleicht hab ich’s schon zu oft gesehen, man sieht’s ja beinah täglich Doch warum kann mich mittlerweile nicht mal das mehr erschrecken

Vokabeln das Abendbrot kveldsmaten der Anblick synet beinah(e) nesten der Erdboden jordoverflaten/ jordoverflata erschrecken skremme erwischen bli tatt/teken gnadenlos nådeløs/nådelaus der Hungertod sultedøden/ sveltedøden die Laune humøret der Mist dritten/driten die Mulinex kjøkkenmaskinen/ kjøkkenmaskina die Nachrichten nyhetssendingen/ nyheitssendinga schadenfroh skadefryd die Schätzung beregningen/ berekninga die Scherbe glasskåret der Sprecher taleren, oppleseren/ talaren, opplesaren verderben forderve, ødelegge/ øydeleggje verlassen forlate das Vieh buskapen, kveget, krøtteret

LEKTION 7 – Hört sich gut an! 113


Vokabeln der Anschlag attentatet, overfallet atmen puste dreckig møkkete, skitten/skiten entsetzlich skrekkelig/forferdeleg ertragen holde ut/halde ut fressen spise, ete das Gefühl følelsen/kjensla der Gegner motstanderen/ motstandaren der Hass hatet die Leere tomheten/tomheita leise stille, lav/låg passieren passere, hende, skje schleichen snike seltsam rar, merkelig/merkeleg der Staub støvet die Tat handlingen/handlinga verletzt såret/såra verrecken dø/døy

Wenn irgendwo Menschen an dreckigem Wasser verrecken? Dieses dumpfe Gefühl, diese Leere im Kopf So was kann uns nie passieren und was wäre wenn doch? Und mich zerreißen die Fragen, ich kann den Scheiß nicht ertragen Die haben da nix mehr zu fressen und ich hab Steine im Magen! Refrain Was hat er gerade gesagt an so nem normalen Samstag Passiert auf bestialische Art ein ganz brutaler Anschlag Bei dem sechs Leute starben, die Verletzten schreien Namen Diese entsetzlichen Taten lassen mich jetzt nicht mehr schlafen Und ich seh’s noch genau, das Bild im TV Ein junger Mann steht dort im Staub Fleht um Kind und Frau Jetzt frag ich mich, wie ist es wohl, wenn man sein Kind verliert Noch bevor es seinen ersten Geburtstag hat Doch das übersteigt meine Vorstellungskraft Vielleicht waren die Attentäter voller Hass für den Gegner Vielleicht gab es Liebe für Familie und sie waren sogar selber Väter. Manchmal wenn ich Nachrichten seh, passiert mit mir etwas Seltsames Denn auch wir sind Eltern jetzt, Haben ein Kind in diese Welt gesetzt Dann kommt es vor, dass ich Angst davor krieg, dass uns etwas geschieht, Dass man den verliert, den man liebt, dass es das wirklich gibt Mitten in der Nacht werd ich wach und bin schweißgebadet, Schleich ans Bett meiner Tochter und hör, wie sie ganz leise atmet Refrain Was für ne Wahnsinnsshow Im Fernsehn und im Radio Die Sonne lacht dabei so schadenfroh Ich werd die Bilder nicht mehr los Beim Frühstück und beim Abendbrot Niemand, der mir sagen kann, wieso.

von Fettes Brot

Worum geht’s? 1 Was liest der Sänger in der Zeitung? 2 Was hört der Sänger in den Nachrichten? 3 Wie ist sein Leben?

4 Was passiert in der Welt? 5 Warum hat er Angst um sein Kind? 6 Was bedeutet der Refrain?

Schreib mal was! Arbeitet in Gruppen und macht euren eigenen Rap auf Deutsch.

114 Weiter geht’s


Abtanzen beim Elektronika Festival „SonneMondSterne“

Musikfestivals in Deutschland In Deutschland liebt man Musik, und jährlich gibt es mehr als 300 Musikfestivals. Hier sind einige davon, die du besuchen kannst:

Das SonneMondSterne Festival (kurz: SMS)

Vokabeln stattfinden finne sted/hende, skje veranstalten arrangere

Das SonneMondSterne Festival ist ein großes Open-Air-Festival, das in Thüringen stattfindet. Menschen kommen aus ganz Deutschland, um hier das Beste der elektronischen Musik zu hören. Das Festival findet jedes Jahr am zweiten Augustwochenende statt. Das erste SonneMondSterne-Festival wurde 1997 veranstaltet, und damals haben 2500 Menschen das Festival besucht. Im Jahr 2010 waren es über 100 000. Drei Tage lang kann man mittanzen und Elektromusik hören.

Das Euro Dance Festival Im Frühling findet das größte Tanzfestival Europas in Deutschland statt. Hier tanzt man vier Tage lang verschiedene Tanzstile, z. B. Standard, Latein, Salsa, Tango, Swing, Hip-Hop und Breakdance. Auf dem Euro Dance Festival in Rust

LEKTION 7 – Hört sich gut an! 115


Vokabeln das Gutshaus godsbygningen, herregården/herregarden die Rennstrecke billøps-/rally­ banen die Scheune låven die Schlossparkanlage slottsparkanlegget toll flott ungewöhnlich uvanlig/uvanleg das Werftgebäude verftsbygningen

bei Freiburg gibt es viele Tanzworkshops und Shows. Am Ende der vier Tage gibt es Showprogramme, Galaabende und Tanzpartys, auf denen Tanzprofis ihr Können präsentieren.

Rock am Ring Auf der Formel 1-Rennstrecke Nürburgring bei Nürnberg gibt es ein großes deutsches Musikfestival, Rock am Ring. Dieses sehr beliebte Festival wurde das erste Mal im Jahr 1985 veranstaltet und findet seitdem jedes Jahr statt. Seit 1993 gibt es gleichzeitig mit Rock am Ring auch das Festival Rock im Park. Zuerst in Wien, danach zwei Jahre in München und seit 1997 in Nürnberg.

Das Schleswig-Holstein Musik Festival Für alle, die klassische Musik mögen, gibt es seit 1986 jedes Jahr im Juli und August das Schleswig-Holstein Musik Festival. Überall im Norden Deutschlands werden klassische Konzerte gespielt. Es gibt tolle Konzerte in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Dänemark und Hamburg. Die Konzerte werden oft an ziemlich ungewöhnlichen Orten gegeben, wie zum Beispiel in Gutshäusern, Scheunen, historischen Kirchen, Schlossparkanlagen und Werftgebäuden. Seit 2002 ist auch das Jazzfestival Jazzbaltica ein Teil des Schleswig-Holstein Musik Festivals.

Worum geht’s? 1 Wie viele Musikfestivals gibt es in Deutschland? 2 Im Text werden vier verschiedene Festivals genannt. Welches würdest du besuchen? Warum? 3 Wo gibt es Rock am Ring? 4 Welche Tanzstile gibt es beim Euro Dance Festival? 5 Welche Musik hört man gern, wenn man das SonneMondSterneFestival besucht? 6 Seit wann und wo gibt es das Schleswig-Holstein Musik Festival?

Schreib mal was!

Das Musiker-Blog Stell dir vor: Du bist ein bekannter Musiker und hast natürlich dein eigenes Blog. Viele Jugendliche lesen jeden Tag deine Texte. Wie sieht dein Blog aus? Was schreibst du darin? Erstelle bitte ein „Montag bis Sonntag“-Blog für eine Woche in deinem spannenden Musikerleben. Benutze dafür das Präsens Perfekt.

116 Weiter geht’s


Cello Getrampt oder mit dem Moped oder schwarz mit der Bahn, immer bin ich dir irgendwie hinterhergefahren. Nein, damals hab ich kein Konzert von dir versäumt, und nachts konnte ich nicht schlafen, oder wenn, dann hab ich von dir geträumt. Du spieltest Cello in jedem Saal in unserer Gegend, ich saß immer an der ersten Reihe und ich fand dich so erregend. Cello, du warst eine Göttin für mich Und manchmal sahst du mich an, und ich dachte: Mann, oh Mann! Und dann war ich wieder völlig fertig.

Vokabeln die Bahn (jern)banen, trikken, toget das Ding tingen erregend opphissende/opphissande die Gegend området die Göttin gudinnen/gudinna hinterherfahren kjøre etter/køyre etter der Keller kjelleren/kjellaren die Reihe rekken/rekkja der Saal salen ständig stadig trampen haike versäumen forsømme, her: gå glipp av völlig fullstendig

Ja, ich war ständig da, und das hat dich dann überzeugt, wir wollten immer zusammenbleiben. Und heute wohnst du irgendwo, und dein Cello steht im Keller. Komm, pack das Ding doch noch mal aus und spiel so schön wie früher! Du spieltest Cello in jedem Saal in unserer Gegend, ich saß immer an der ersten Reihe und ich fand dich so erregend. Cello, du warst eine Göttin für mich Und manchmal sahst du mich an, und ich dachte: Mann, oh Mann! Und dann war ich wieder völlig fertig.

von Udo Lindenberg

Worum geht’s? 1 Um welches Instrument geht es in diesem Lied? Beschreibe es auf Deutsch. 2 Wer ist die Hauptperson? 3 Wie denkt er über die Cellistin? 4 Was passiert mit den beiden? 5 Wo ist das Cello am Ende des Liedes? 6 Was, glaubst du, ist passiert?

LEKTION 7 – Hört sich gut an! 117


Bei der Unterwasseroper „AquAria Palaoa“ im Stadtbad Neukölln in Berlin wird sowohl im Wasser als auch außerhalb des Wassers gesungen

Klassische Musik Vokabeln die Armut fattigdommen/fattig­ domen der Erzbischof erkebiskopen die Romantik romantikken umfangreich omfangsrik das Werk verket

Aus Deutschland kamen in den vergangenen Jahrhunderten viele berühmte Komponisten, und auf der ganzen Welt hört man immer noch die Musik, die diese Komponisten schrieben. Kennst du Bach, Händel, Beethoven, Schumann, Brahms, Mendelssohn, Wagner oder Orff? Die deutschen Musiker und Komponisten prägten die klassische Musik vom Barock bis zur Romantik (17.–19. Jahrhundert) und Moderne entscheidend. Einer der bedeutendsten Komponisten des Barock war Johann Sebastian Bach (1685–1750). Auch heute benutzen viele Kinder, die Klavier spielen lernen, sein „Wohltemperiertes Klavier“ als Lehrwerk. Mit seinem umfangreichen Werk beeinflusste er zahlreiche spätere Komponisten. Bach wohnte und arbeitete ab 1723 in Leipzig. Er war zu seiner Zeit ein berühmter Organist. Wien war gegen Ende des 18. Jahrhunderts Sammelpunkt der großen Komponisten. Hier lebten Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Mozart wurde 1756 in Salzburg geboren. Bereits mit fünf Jahren begann er zu komponieren. Als Sechsjähriger machte er Konzertreisen nach München und an den kaiserlichen Hof in Wien, ein Jahr später nach Paris und London, und mit zwölf Jahren war er Konzertmeister des Salzburger Erzbischofs. Ab 1781 lebte er in Wien. Er war sehr kreativ, aber er hatte große Geldprobleme. Mit 36 Jahren starb er in Wien in Armut.

118 Weiter geht’s


Zusammen mit Beethoven prägten Mozart und Haydn die Instrumentalmusik in der Welt über einen Zeitraum von mehr als hundert Jahren. Beethoven (1770–1827) war ein Meister der Wiener Klassik. Seine genialen Symphonien und Konzerte wurden schon zu seinen Lebzeiten in ganz Europa begeistert gespielt. Dabei konnte er schon mit 30 sehr schlecht hören und wurde nach und nach ganz taub. Dennoch komponierte er selbst in dieser Zeit grandiose Musik.

Vokabeln die Ausbildung utdanningen/ utdanninga der Schaffensdrang skaper­ trangen/skapartrongen taub døv unterrichten undervise der Verleger forleggeren/ forleggjaren

Felix Mendelssohn (1809–1847) wurde in Hamburg geboren und kam aus einer reichen Bankiersfamilie. Er erhielt eine lange Ausbildung und reiste viel. Schon früh entwickelte er seinen musikalischen Stil. Er gründete später in Leipzig das Konservatorium, an dem auch Robert Schumann unterrichtete. Man kennt etwa 750 Kompositionen von Mendelssohn. Schumann (1810–1856) war Sohn eines Buchhändlers und Verlegers in Zwickau. Er war Romantiker und geprägt von großem Schaffensdrang und tiefen Depressionen. Sein Vorbild war Franz Schubert. Schumann heiratete Clara Wieck, die Tochter seines Klavierlehrers. Sie wurde eine berühmte Pianistin.

Worum geht’s? 1 Welche berühmten Komponisten aus Deutschland werden im Text genannt? 2 Kennst du andere klassische Komponisten? 3 Welches große Problem hatte Beethoven? 4 Wann begann Mozart zu komponieren? 5 Welche Stadt war besonders wichtig in dieser Zeit?

Sag mal was!

Klassische Musik Wähle einen klassischen Komponisten und erzähle fünf Fakten über ihn. Suche ein Musikstück dieses Komponisten, das du der Klasse vorspielst. Versuche, etwas über das Stück zu sagen. Sprachhilfe: Wie heißt das Stück? Ist es schnell oder langsam? Welche Gefühle spürt man, wenn man die Musik hört? Welche Instrumente hört man? Warum hast du genau dieses Stück gewählt?

LEKTION 7 – Hört sich gut an! 119


Vokabeln abgrundtief avgrunnsdyp/ avgrunnsdjup der Bösewicht skurken, den onde/ vonde die Braut bruden/bruda das Büchlein liten bok/lita bok darstellen framstille Euphorie lykkefølelse/lykkekjensle klischeehaft klisjéaktig der Liebhaber elskeren/elskaren verzweifelt fortvilet/fortvila die Wiederholung gjentakelsen/ gjentakinga

Wissenswertes Oper Das Wort „Oper“ kommt vom italienischen „Opera in musica“, „musikalisches Werk“. In einer Oper wird die dramatische Handlung durch gesungenen Text untermalt. Dieser Text heißt Libretto, vom ital. „Büchlein“. Der gesungene Text in der Oper ist schwieriger zu verstehen als der gesprochene Text in einem Drama. Die Handlung muss ganz einfach sein, und deshalb wirkt das Libretto oft kitschig, sentimental und klischeehaft. Da man Feinheiten im Text nicht so gut versteht, müssen Wiederholungen vorkommen und Gefühle plakativ dargestellt werden. So springt die Handlung von einer Affektsituation (Liebe, Hass, Angst, Euphorie etc.) zur anderen. Auch die Charaktere wirken oft typenhaft: glühender Liebhaber, verzweifelte Braut, abgrundtiefer Bösewicht etc.

Schreib mal was!

Tod in Berlin – Eine Oper in drei Akten Vokabeln die Besitzerin innehaveren/ innehavaren (kv.) der Blumenladen blomsterbutikken der Diebstahl tyveriet/tjuveriet die Einladung invitasjonen entlassen løslate/lauslate enttäuscht skuffet/skuffa entweder – oder enten – eller/ anten – eller das Gefängnis fengselet der Geliebte elskeren/elskaren die Geliebte elskerinnen/elskarinna die Krankheit sykdommen/ sjukdomen rechtzeitig i rett tid das Schlafmittel sovemiddelet der Schriftsteller forfatteren/ forfattaren der Tod døden umbringen drepe sich verlieben forelske seg

120 Weiter geht’s

Du hast deinen Freund oder deine Freundin in die Oper „Tod in Berlin“ eingeladen. Jetzt ist Pause, die zwischen dem zweiten und dritten Akt stattfindet. Ihr steht in der Halle, mit einem Getränk in der Hand, und diskutiert, was im dritten Akt geschehen wird. Wer wird sterben? Wird sich die enttäuschte Sandra das Leben nehmen? Wird die traurige Constanze eine Überdosis Schlafmittel nehmen? Wird Daniel seinen Rivalen umbringen? Oder wird der berühmte Schriftsteller Karl von Fürst rechtzeitig an seiner Krankheit sterben? Vielleicht wird Sandra sich in einen anderen verlieben und glücklich werden? Das ist sehr unwahrscheinlich, denn für eine Oper ist ein Happy End untypisch. Wähle eine der beiden Aufgaben: 1 Schreibe das Gespräch zwischen den beiden Freunden in der Pause. 2 Bitte den dritten Akt fertigschreiben. ERSTER AKT Constanze, ein wunderschönes 18-jähriges Mädchen, arbeitet in einem Blumenladen am Gendarmenmarkt in Berlin, der Hauptstadt von Deutschland. Ihre Eltern sind beide tot; ihr Geliebter, Daniel, sitzt wegen Diebstahls im Gefängnis. Constanze muss hart arbeiten, und die Besitzerin des Blumenladens ist nicht nett zu ihr. Constanze liebt Bücher und Kunst und träumt von einem glücklicheren Leben in einem schönen Haus. Eines Tages kommt der berühmte Schriftsteller Karl von Fürst an ihrem Blumenladen vorbei. Der Schriftsteller sitzt in einem offenen Wagen und sieht das schöne Blumenmädchen. Er verliebt sich sofort in sie. Constanze wird zu einer Party im Haus des Schriftstellers eingeladen. Aber sie sagt die Einladung ab. Der Schriftsteller Karl von Fürst stellt sie vor die Wahl: Entweder wird sie seine Geliebte oder Daniel bleibt für immer im Gefängnis. Um ihren geliebten Daniel zu retten, opfert sie ihre Ehre. Einige Monate später wird Daniel aus dem Gefängnis entlassen. Constanze schreibt ihm einen Brief und erzählt ihm, dass sie ihn nie wieder sehen kann. Constanze ist sehr traurig und weint. Sehr deprimiert verlässt Daniel Berlin, um in München sein Glück zu suchen.


Vokabeln

ZWEITER AKT Drei Jahre sind vergangen. Constanze und der Schriftsteller sind in München. Der Schriftsteller ist todkrank und hat nur noch einige Monate zu leben. Seine Ärzte haben ihm das verschwiegen, nur Constanze kennt die Wahrheit. Eines Tages, als Constanze im Englischen Garten in München spazieren geht, spricht ein Mann sie an. Es ist Daniel. Er erzählt ihr, dass er nun ein berühmter Künstler sei, reich und erfolgreich. Er ist mit einer Französin, Sandra, verheiratet. Aber tief in seinem Herzen liebt er einzig und allein Constanze. „Komm mit mir!“, fleht er sie an. Da Constanze sich weigert, droht Daniel, eine schreckliche Tat zu begehen. In diesem Moment kommt Sandra. Daniel sagt ihr, dass Constanze seine Kusine aus Berlin ist. Sandra glaubt ihm nicht.

begehen begå/gjere drohen true die Tat gjerninga, handlinga todkrank dødssyk/dødssjuk verheiratet gift verschweigen fortie, holde skjult/ teie med, halde skjult die Wahrheit sannheten/sanninga weigern nekte

DRITTER AKT Constanze und ...

aus www.mittelschulvorbereitung.ch (frei nach)

Du bist dran!

Rollenspiel

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

Schreibt das Ende und die Repliken der Oper und spielt den ganzen Text als Schauspiel.

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Sätzen, mündlich oder schriftlich.

Hip-Hop der Rhythmus das Instrument

Welche Musik gefällt dir? Was hörst du gern? Hast du eine Lieblingsband? Eine Oper besuchen Musik genießen Im Chor singen Ein Musikinstrument spielen

ein Liebeslied klassische Musik

In ein Konzert gehen Ich übe jeden Tag Ein Konzert geben Auf ein Konzert gehen Das Festival findet im Sommer statt

Selbstbewertung nach Lektion 7: Siehe Seite 309.

LEKTION 7 – Hört sich gut an! 121


Schauspieler des Berliner Ensembles auf Wagen vor der Siegessäule – Loveparade 1997, Berlin


LEKTION 8

Alle lieben Berlin! SCHWERPUNKTE Berlin und seine Stadtteile Sehensw체rdigkeiten in Berlin Nach dem Weg fragen Die Berliner Mauer GRAMMATIKTHEMA Pr채positionen (Wiederholung)

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LÆREPLANMÅL • forstå innhaldet i lengre skriftlege og munnlege autentiske tekstar i ulike sjangrar • delta i spontane samtalar om ulike tema og aktuelle emne • drøfte sider ved daglegliv, tradisjonar, skikkar og levemåtar i språkområdet og i Noreg • gjere greie for sider ved geografi og historie i språkområdet • beskrive sentrale sider ved kulturen i språkområdet og gi uttrykk for opplevingar knytte til dette

Was fällt dir dazu ein? Was weißt du über Berlin? Wie kommt man nach Berlin? Erzähle von deinem Besuch in Berlin, wenn du da gewesen bist. Welche Sehenswürdigkeiten kennst du in Berlin?

Berlin auf einen kurzen Blick Vokabeln die Bühne scenen der Einwohner innbyggeren/ innbyggjaren die Oper operaen der Stadtteil bydelen unzählige utallige/tallause

• Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland • Ca. 3,5 Millionen Einwohner • Drei Universitäten • Zwei Fußballmannschaften (Hertha Berlin und BFC Dynamo) • Etwa 100 Kinos mit mehr als 300 Sälen • Drei Opernhäuser (Staatsoper Unter den Linden, Deutsche Oper und Komische Oper) • Sieben Stadttheater • Etwa 160 Museen • Unzählige Galerien und Konzertbühnen • Flüsse: die Spree und die Havel • Die Berliner Mauer: 1961–1989 • Paradestraßen: Kurfürstendamm (Ku’damm) und Unter den Linden • Bekannte Stadtteile: Mitte, Schöneberg, Charlottenburg, Kreuzberg, Prenzlauer Berg

Die Klassenfahrt nach Berlin Vokabeln die Abreise avreisen/avreisa die Fahrt reisen/reisa, turen die Geschichte historien/historia

Eine Deutschklasse aus einer norwegischen Stadt hat sich lange auf die Fahrt nach Berlin gefreut. Jetzt ist es endlich so weit. 30 gespannte Schüler dürfen eine ganze Woche lang Berlin erleben. Vor der Abreise erzählten drei von ihnen, was sie über Berlin wissen und was sie in Berlin machen werden: Ingrid:

Jeder verbindet etwas mit der deutschen Hauptstadt: die Mauer, Kunst und Kultur, spannende Geschichte, Ost-West ... Ich werde die East Side Gallery fotografieren.

Weiter geht’s: Seit wann ist Berlin die Hauptstadt in Deutschland?

124 Weiter geht’s


Besetztes Haus, Köpenicker Straße, Berlin-Kreuzberg

Jakob:

Berlin ist seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 wieder die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland.

Weiter geht’s: Was wisst ihr über Berlin als Bundesland? Ingrid:

Die Stadt ist ein Bundesland und auch gleichzeitig ein Stadtstaat. In der Stadt sitzt die deutsche Regierung. Ich habe noch nicht so viel über deutsche Politik gelernt, aber ich weiß, dass Deutschland eine sehr wichtige Rolle in der EU und in Europa spielt.

Eirik:

Meine Mutter hat vor 20 Jahren in Berlin Medizin studiert, und sie hat erzählt, dass Berlin komplett vom Bundesland Brandenburg umgeben ist.

Vokabeln der Aufenthalt oppholdet/opphaldet gleichzeitig samtidig/samstundes umgeben omgitt die Wiedervereinigung gjenfor­ eningen/gjenforeininga

Weiter geht’s: Berlin hat viele Bäume und Parks und ist eine schöne grüne Stadt. Viele Leute sind immer mit dem Fahrrad unterwegs. Wie heißen die Flüsse, die durch und um Berlin fließen? Ingrid:

Durch die Stadt fließt die Spree, und die Havel ist in der Nähe. Es gibt viele Seen in und um Berlin. Wenn man sich Berlin ansehen möchte, kann man das auf einer schönen Rundfahrt auf der Spree machen. Wenn das Wetter gut wird, werden wir mit der Klasse so eine Bootsfahrt machen.

Weiter geht’s: Habt ihr eine Wochenkarte für euren Aufenthalt in Berlin? Eirik:

Ja, wir haben eine Wochenkarte der BVG gekauft, das ist die Berliner Verkehrs Gesellschaft. Dann können wir überall mit

LEKTION 8 – Alle lieben Berlin! 125


der U-Bahn oder mit dem Bus hin. Die Lehrer möchten, dass wir so viel wie möglich von Berlin sehen. Es gibt überall Busse, U-Bahnen, S-Bahnen und Straßenbahnen/Trams. Man kann auch ein Fahrrad leihen oder zu Fuß gehen.

Vokabeln aufgeregt sein være oppglødd, spent/vere oppglødd, spent das Bauwerk byggverket bummeln tusle, slentre das Denkmal minnesmerket das Erlebnis opplevelsen/ opplevinga das Etagenbett køyesenga der Fernsehturm fjernsynstårnet das Gebäude bygningen die S-Bahn forstadstoget, lokal­ toget die Straßenbahn trikken die Strecke strekningen/strekninga die U-Bahn undergrunnsbanen, T-banen

Weiter geht’s: Welche Pläne habt ihr für die Woche? Jakob:

Am ersten Tag in Berlin besichtigen wir den Fernsehturm. Wenn man die Höhe mag, kann man vom Fernsehturm die ganze Stadt sehen. Der Fernsehturm ist sehr hoch mit seinen 368 Metern. Wir werden auch mit der Buslinie 100 fahren. Diese Busstrecke war die erste Ost-West-Strecke nach dem Mauerfall und fährt an vielen bekannten Gebäuden, Denkmälern und Monumenten vorbei.

Ingrid:

Ja, und jeden Tag von 8.30 bis 12.30 Uhr besuchen wir einen Deutschkurs am Goethe-Institut. Ich bin etwas aufgeregt, weil ich vorher einen Sprachtest machen muss. Hoffentlich bin ich gut genug!

Eirik:

Ich freue mich auf das City-Stay. Dort werden wir nämlich schlafen. Es ist ein Jugendhostel, nur fünf Minuten von den Hackeschen Höfen im Stadtteil Mitte entfernt. Das GoetheInstitut, wo wir unseren Sprachkurs machen werden, liegt auch ganz in der Nähe. In meinem Zimmer sind vier Etagenbetten. Stellt euch vor, acht Jungen in einem Zimmer.

Jakob:

Am Mittwochabend gehen wir alle ins Kino. Das wird ein Erlebnis. In Deutschland synchronisieren sie die meisten ausländischen Filme. Das bedeutet, dass ein englischer Film auf Deutsch läuft. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das gehen soll.

Eirik:

Ich freue mich auf das Olympiastadion. Das ist ein tolles Bauwerk, und ich wollte es schon immer sehen. Wenn man Fußball liebt, so wie ich, dann muss man das Olympiastadion besuchen.

Jakob:

Für mich ist die Berliner Mauer und die ganze DDR-Geschichte sehr spannend. Wir besuchen das Mauermuseum an der Bernauer Straße und auch das DDR-Museum. Das gefällt mir!

Ingrid:

Ja, du liebst ja Geschichte … Ich werde bummeln und hoffent­­­ lich viel einkaufen. Das große Einkaufszentrum am Alexander­ platz, Alexia, soll sehr gut sein. Es liegt nur ein paar hundert Meter von City-Stay.

Weiter geht’s: Das klingt wirklich toll, was ihr in Berlin vorhabt. Aber was isst man eigentlich in Berlin, Jakob? Jakob:

Das ist doch klar: Currywurst und Döner Kebab!

Weiter geht’s: Viel Spaß in Berlin!

126 Weiter geht’s


East Side Gallery, Berlin

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Wo werden die Schüler wohnen? Wie hoch ist der Fernsehturm? Was ist das Besondere an Kinofilmen in Deutschland? Was ist an der Buslinie 100 besonders? Was machen die Schüler am Vormittag?

Schreib mal was! Hier kannst du zwischen zwei Aufgaben wählen: 1 Schreibe ein Interview mit Ingrid, nachdem sie einen Nachmittag im Einkaufscenter Alexia war. Was hat sie gekauft? Welche Farbe hat sie gewählt? Warum hat sie genau das gekauft? Etc. 2 Jakob hat gerade eine Currywurst gegessen. Du möchtest wissen, was eine Currywurst ist, wo er sie gekauft hat und wie sie geschmeckt hat. Schreibe ein Interview mit Jakob.

Schreib mal was!

Schon gewusst? KaDeWe – Das Kauf­ haus des Westens Das KaDeWe ist das größte Warenhaus in Europa und befindet sich in Berlin. Das Warenhaus ist eine Touristenattraktion, auch dank der großen Warenauswahl. Die Verkaufsfläche beträgt 60 000 Quadratmeter und geht über acht Etagen. In diesem Waren­­­haus gibt es 64 Roll­ treppen und 26 Fahrstühle. Pro Tag besuchen etwa 80 000 Menschen das KaDeWe. Im KaDeWe arbeiten etwa 2400 Personen, und 70% der Angestellten sind Frauen. Die meisten Touristen besuchen die 6. Etage. Diese Etage ist das Mekka der Gourmets. Hier kann man mehr als 400 Brot- und Brötchensorten, ungefähr 1300 Käsesorten und über 1200 Wurst- und Schinkensorten finden.

In dem Text gibt es viele Präpositionalausdrücke. 1 Wähle fünf und finde heraus, in welchem Kasus sie stehen. Z. B. aus einer norwegischen Stadt = aus + Dativ 2 Welche Präpositionen kommen im Text öfter vor?

Vokabeln der Angestellte den ansatte/tilsette der Fahrstuhl heisen die Fläche flaten/flata, arealet die Rolltreppe rulletrappa

LEKTION 8 – Alle lieben Berlin! 127


Das Brandenburger Tor, Mitte

Checkpoint Charlie, Kreuzberg

Konzert in dem Modeladen Granatengarten, Kreuzberg, 2008

KaDeWe, SchĂśneberg

Prenzlauer Berg

128 Weiter geht’s

Badeschiff, Treptow


Beliebte Stadtteile in Berlin Berlin besteht aus zwölf Stadtteilen oder Bezirken. Einige behaupten, dass Berlin eigentlich aus zwölf Dörfern besteht und dass manche Leute ihren Stadtteil nie verlassen. In jedem Stadtteil zeigt sich Berlin von einer anderen Seite. Der Stadtteil Mitte liegt, wie der Name sagt, in der Mitte der Stadt. Als Berlin geteilt war, lag Mitte hauptsächlich im Osten der Stadt. Rund um die neue Mitte kann man viel erleben. In den zahlreichen kleinen Boutiquen darfst du dich umschauen, ohne etwas zu kaufen. Am Abend besucht man hier gern ein Theater oder ein Konzert. Viele Bars haben bis zum Morgen geöffnet, und es ist nicht ungewöhnlich, direkt von der Disco zum Frühstück zu gehen. Die Hackeschen Höfe sind ein beliebter Treffpunkt – mit Kino, gemütlichen Restaurants und natürlich einem großen Starbucks! An der Oranienburger Straße sind typische Berliner Kneipen. Ein bekanntes Wahrzeichen von Berlin ist der Fernsehturm am Alexanderplatz. Den findet man auch hier in der Gegend. Im Südosten des Viertels liegt das Nikolaiviertel. Dieses gilt als Ursprung Berlins. Früher war das Viertel Charlottenburg eines der Zentren der 68er-Bewegung. Dieser Stadtteil liegt im Westen der Stadt und hat viele schöne alte Wohnungen. Heute befinden sich viele Rechtsanwaltskanzleien und Büros in den großen Wohnungen zwischen Kantstraße und dem Kurfürstendamm. Die Gegend um den Savignyplatz ist sehr schick, mit Restaurants und teuren Boutiquen. Für kulturell Interessierte gibt es die Deutsche Oper sowie die Schaubühne am Lehniner Platz. In dieser Gegend kann man auch das Hard Rock Café von Berlin besuchen. Im Stadtteil Prenzlauer Berg gibt es zahlreiche gemütliche Cafés und Restaurants. Viele junge Berliner Modemacher haben ihre Geschäfte hier. Sie bieten oft ungewöhnliche und ausgefallene Kleider an. Überall findet man Internet-Cafés. Du kannst einen Kaffee trinken und E-Mails versenden oder im Internet surfen. Dieser Stadtteil im Osten Berlins ist beliebt bei Studenten, jungen Familien und Künstlern. Früher bewohnten Schauspieler, Dichter und Maler diesen Stadtteil, und er war das intellektuelle Zentrum Ost-Berlins. Suchst du gern in Antiquariaten und auf Flohmärkten nach verborgenen Schätzen? Dann ist Berlin ein Paradies für dich. Zum Beispiel im Stadtteil Schöneberg. Hier findet man viele Antiquariate mit Kunst und Kitsch aus alten Tagen: Bücher, Fotos und Gemälde, Schmuck aus Großmutters Zeiten, rostige Taschenmesser, silberne und goldene Uhren. Einige Leute kaufen auch Kleider und Schuhe beim Trödler in Schöneberg. In Schöneberg findet man viele nette Restaurants, und hier liegt das Schöneberger Rathaus, ein tolles Gebäude.

Vokabeln ausgefallen spesiell, påfallende/ påfallande die Bewegung bevegelsen/rørsla der Bezirk bydelen die Boutique butikken die Erholungsmöglichkeit rekreasjonsmuligheten/ rekreasjonsmoglegheita der Flohmarkt loppemarkedet/ loppemarknaden die Gegend området das Gemälde maleriet/målarstykket das Geschäft butikken die Miete husleia/husleiga der Modemacher moteskaperen/ moteskaparen multikulti flerkulturell/fleirkulturell die Randale opprøret, bråket das Rathaus rådhuset die Rechtsanwaltskanzlei advokatkontoret die Schaubühne teaterscenen der Schauspieler skuespilleren/ skodespelaren schick stilig, flott der Schmuck smykket, pynten das Taschenmesser lommekniven der Trödler skraphandleren/ skraphandlaren sich umschauen se/sjå seg om/ rundt der Ursprung opprinnelsen/ opphavet verborgen gjemt, bortgjemt/gøymd, bortgøymd das Viertel kvarteret, strøket/ stroket das Wahrzeichen symbolet, kjennemerket zahlreich tallrik/talrik

Wegen der günstigen Mieten und vielen Clubs und Kneipen ist Friedrichshain heute das beliebteste Studentenviertel in Berlin. In diesem Bezirk gibt es einen großen Park, den Volkspark Friedrichshain im Norden des Viertels. Hier gibt es zahlreiche Sport- und Erholungsmöglichkeiten für jedermann. Der Park ist ideal für ein Picknick. Lange Nächte, Multikulti und Randale an der Mauer. Das hat man jahrelang mit dem Bezirk Kreuzberg verbunden. Dann fiel die Mauer, und der arme alternative Stadtteil lag plötzlich mitten in der neuen Hauptstadt. Heute ist Kreuzberg neben Wedding und Neukölln das Viertel mit den meisten türkischen LEKTION 8 – Alle lieben Berlin! 129


Vokabeln die Gemeinde her: samfunnet der Hausbesetzer husokkupanten das Speicherhaus lagerhuset tatsächlich faktisk

Bewohnern. Hier lebt tatsächlich die größte türkische Gemeinde außerhalb der Türkei. Das prägt auch das Stadtbild: Geschäfte, Cafés und Restaurants bieten türkische Lebensmittel und Gerichte an. In Kreuzberg wohnen immer noch viele Alternative, wie zum Beispiel gepiercte Punks, Hausbesetzer und AltHippies. Nach und nach versuchen jedoch reiche Investoren, sich in Kreuzberg zu etablieren, und heute findet man in den alten Speicherhäusern an der Spree Medienfabriken und coole Lofts. Am Paul-Linke-Ufer haben sich Akademiker und Intellektuelle in den großen Lofts niedergelassen.

Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Was ist an dem Stadtteil Mitte so speziell? In welchem Stadtteil gibt es viele nette Cafés? Wofür ist Kreuzberg bekannt? Wo kann man alte Bücher kaufen? In welchem Stadtteil liegt der Savignyplatz? Wo findet man den Volkspark?

Wie sagt man das auf Deutsch? Achte bitte auf die Präpositionen. 1 2 3 4

Berlin består av tolv bydeler. / Berlin består av tolv bydelar. Bydelen ligger i midten av byen. / Bydelen ligg i midten av byen. Her finner man kunst fra gamle dager. / Her finn ein kunst frå gamle dagar. Leter du etter gjemte skatter? / Leitar du etter gøymde skattar?

Sag mal was!

Fotos im Unterricht 1 Die Klasse betrachtet zwei Minuten lang gemeinsam ein Foto. Dann wird das Foto im Plenum beschrieben. Einige zentrale Wörter kommen an die Tafel.

Die genaue Beschreibung des Bildes sollte mithilfe dieser Ausdrücke erfolgen: rechts, links, in der Mitte, oben, unten, im Vordergrund, im Hintergrund ...

2 Nach einer ausführlichen Bildbeschreibung setzen sich die Schüler in Zweier-gruppen zusammen, und jede Gruppe sucht – mündlich oder schriftlich – Antworten auf die folgenden Fragen: – Was zeigt das Foto? – Was ist vor der Aufnahme passiert? – Was wird vielleicht später geschehen? – Wäre diese Aufnahme vor 10 Jahren/100 Jahren möglich gewesen? – Was denken die Personen auf dem Foto?

130 Weiter geht’s

Benutze gern Wörter wie: Vielleicht ..., Wahrscheinlich ..., Es sieht so aus, als ob ..., Ich habe den Eindruck, dass ..., Ich finde, dass ...


Sag mal was!

Wo ist …? geradeaus ñ rechts ð links ï Arbeitet zu zweit und macht kleine Dialoge, die zu den Zeichen passen. Benutzt die folgenden Sätze als Beispiele. Entschuldigen Sie bitte, können Sie mir helfen? Sagen Sie, wo ist der Berliner Hauptbahnhof ?

ñ Gehen Sie die Straße immer geradeaus.

Vielen Dank! Entschuldigen Sie bitte, können Sie mir helfen? Wo ist das Brandenburger Tor?

ðï Gehen Sie hier rechts und dann links.

Vielen Dank! Entschuldigen Sie bitte, können Sie mir helfen? Wo ist das Goethe-Institut?

ñð Gehen Sie die Straße gerade­ aus und dann rechts in die Schönhauser Allee.

Vielen Dank! 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Die Straße Unter den Linden? Die Hackeschen Höfe? Der Kurfürstendamm? Die Gedächtniskirche? Der Tiergarten? Das Olympia-Stadion? Der Checkpoint Charlie? Der Alexanderplatz? …

ïð ðïðï ððñ ïï ð ïðð ñð ððï

Schreib mal was!

Präsentation Arbeitet in kleinen Gruppen und wählt eine der acht oben genannten Sehenswürdigkeiten in Berlin. Macht eine Präsentation mit Bildern und Text.

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Findet die Straßen im Text „Ein bisschen Norwegen in Berlin“ auf einer Berlin-Karte. Wo liegen die Straßen im Verhältnis zum Brandenburger Tor? Versucht eine einfache Wegbeschreibung zu machen.

Schon gewusst? Ein bisschen Norwegen in Berlin In Berlin gibt es eine Reihe von Straßennamen, die an Norwegen erinnern. Es gibt eine Norwegerstraße, eine Ibsen-Straße und eine Björnson-Straße. Wenn du eine Hamsun-Straße suchst, wirst du sie nicht finden. Nach Fritjof Nansen wurde eine Straße benannt, und es gibt eine Straße mit dem Namen Fram. In Berlin findest du auch eine Bergener Straße, Drontheimer Straße, Aalesunder Straße, Nordkapstraße und selbstverständlich eine Osloer Straße. Die Osloer Straße ist besonders bekannt, weil sie ein Verkehrsknotenpunkt in Berlin ist. Sie hat eine eigene U-Bahnstation, die mit norwegischen Fahnen dekoriert ist.

Vokabeln benannt oppkalt/oppkalla eine Reihe en rekke/ei rekkje selbstverständlich selvfølgelig/ sjølvsagt der Verkehrsknotenpunkt trafikknutepunktet

LEKTION 8 – Alle lieben Berlin! 131


Techno satt – Techno in der Hauptstadt Vokabeln aufmachen åpne/opne die Auszeichnung prisen, utmerkelsen/utmerkinga das Bauvorhaben byggeplanen/ byggjeplanen die Besucherzahl besøkstallet/ besøkstalet kürzlich nylig/nyleg die Mitternacht midnatt mittlerweile i mellomtiden/i mellomtida puristisch ren, rendyrket/rein, reindyrka schwärmen sverme die Spielwiese lekeplassen/ leikeplassen der Teilnehmer deltakeren/ deltakaren das Tor porten der Türsteher dørvakten/dørvakta unzählig utallig/tallaus verbringen tilbringe/vere verdrängen fortrenge/fortrengje der Zufall tilfeldigheten/tilfellet

Berghain – diesen Namen sollte man sich merken. Viele junge Leute weltweit buchen fürs Berghain sogar einen Wochenendtrip nach Deutschland. Und wahrscheinlich werden es immer mehr. Denn das Berghain hat vom Magazin DJ Mag kürzlich eine besondere Auszeichnung erhalten: als beste Disco der Welt. Und diese Disco steht in der deutschen Hauptstadt, in Berlin. „Ich liebe das Berghain, weil hier die Atmosphäre so anders ist. Man vergisst die Zeit, wenn man hier ist“, schwärmt Berghain-Fan und Schauspielerin Isis Lutz, 25. Im Hintergrund pulsiert die Musik: puristischer Techno in der Haupthalle, Elektro und House in der zugehörigen Panoramabar eine Etage höher. Wer einmal den Türsteher „Ironman“ des Berghain passiert hat, kann hier sein ganzes Wochenende verbringen: Der Club öffnet freitags gegen Mitternacht und schließt seine Tore erst wieder Sonntag Nacht. Es ist kein Zufall, dass das Techno-Paradies Berghain in Berlin eröffnet hat. Denn in Berlin pulsiert das Leben nicht nur tagsüber, sondern auch nachts: Techno, Elektro, Goa, Minimal Vibes sind die Beats, die das Berliner Nachtleben dominieren. Begonnen hat der Berliner Techno-Kult mit der Love Parade. Die weltberühmte Straßenparade fand hier 1989 erstmals statt – mit ganzen 150 Teilnehmern. Doch die Besucherzahlen wurden mit jedem Jahr mehr. 1999 tanzten 1,5 Millionen Techno-Fans auf der enormen Straßenparty. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde die Love Parade weltberühmt und Berlin zur Kultstadt des Techno. Und das ist sie bis heute geblieben. Die Love Parade findet zwar mittlerweile nicht mehr in Berlin statt. Doch sie hat ihre Spuren deutlich hinterlassen. Hier schlägt nicht nur der Techno-Beat, sondern auch das Herz der deutschen Techno-Bewegung. Vor allem in Ost-Berlin entstanden nach dem Fall der Mauer immer wieder neue Techno-Clubs. Denn hier gab es unzählige Gebäude und Industriehallen, die nach der Wende lange Zeit leer standen. Tom Littlewood, Chefredakteur von Vice Germany, dem internationalen Magazin für Jugendkultur, erinnert sich: „Berlin war wie eine große Spielwiese für alle Leute, die einen Club eröffnen wollten. Die meisten Gebäude in der Innenstadt sind jetzt aber verkauft. Einen Club aufmachen, das ist hier nicht mehr so einfach. Aber es passiert trotzdem noch – nur meist weiter draußen.“ Doch nicht nur für Techno-Freaks ist Berlin ein Partyparadies. Am Ufer der Spree öffnen jeden Sommer unzählige Strandbars und -clubs ihre Tore. Eine Berliner Metropole für solche Sommerclubs und -bars ist der Bezirk Kreuzberg. „Das Gute an Kreuzberg ist, dass du hier alles hast: Du kannst relaxen, wenn du möchtest. Du kannst aber auch Party machen“, sagt der Kreuzberger Fotograf Kai Senf. Und selbst wenn Kult-Strandbars wie die „Bar 25“ wegen Bauvorhaben vom Spreeufer verdrängt werden: Berlin wäre nicht Berlin, wenn es nicht bald eine neue Kult-Bar gäbe. aus www.young.germany.de

132 Weiter geht’s


Club Berghain, Berlin-Friedrichshain

LEKTION 8 – Alle lieben Berlin! 133


Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Was ist das Berghain? Wie sind die Öffnungszeiten von Berghain? Was war die Love Parade? Wo gab es nach der Wende die meisten Techno-Clubs in Berlin? Warum muss die „Bar 25“ schließen?

Schreib mal was! Schreibe ein fiktives Interview mit dem Türsteher „Ironman“ vom Berghain. Du möchtest Folgendes von ihm wissen: Name, Alter, Ausbildung, Hobby, Arbeitszeiten, Arbeitsaufgaben, Wohnort, Lieblingsmusik, bestes Erlebnis im Berghain, schlimmstes Erlebnis im Berghain, Zukunftstraum.

Vokabeln ausstellen stille ut bewacht overvåket, bevoktet/ overvaka das Fluchtmittel fluktmiddelet der Fluchtversuch fluktforsøket der Grenzübergang grenseovergangen der Grenzwächter grensevakten/ grensevakta der Koffer kofferten der Motordrachen motorisert drake (hangglider) schießen skyte der Todesstreifen dødsstripen/ dødsstripa verbluten forblø, blø i hjel/blø i hel

Peter Fechter versuchte 1962 über die Mauer zu fliehen, aber ein Schuss in den Rücken stoppte ihn

134 Weiter geht’s

Wissenswertes Haus am Checkpoint Charlie Das Haus am Checkpoint Charlie ist ein kleines Museum am Südende der Friedrichsstraße. Das Museum ist benannt nach dem bewachten Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin, der in den Jahren der Mauer von 1961 bis 1989 hier existierte. Das Haus am Checkpoint Charlie befindet sich in einem alten Wohnhaus in der Nähe des früheren Grenzübergangs, den es ja heute nicht mehr gibt. In diesem spannenden Museum kann man sich zahlreiche Originalobjekte ansehen, die bei Fluchten aus der DDR in den Westen benutzt wurden. Hier sind umgebaute Autos, Koffer und Musikanlagen ausgestellt. Das waren damals gebräuchliche Fluchtmittel. Aber auch Mini-UBoote, Motordrachen und Heißluftballons gibt es im Museum zu sehen. Auch die Dokumentation der Tunnel, die unter der Grenze gegraben wurden, ist interessant. Ein Besuch im Haus am Checkpoint Charlie hinterlässt einen tiefen Eindruck. Noch heute kann man Peter Fechter bei seinem Fluchtversuch am 17. August 1962 sehen. Alles wurde nämlich damals sorgfältig dokumentiert. Die Fotos und anderes Material befinden sich heute im Museum. Peter Fechter wurde bei einem missglückten Fluchtversuch von Grenzwächtern angeschossen. Er lag lange im sogenannten Todesstreifen, den man nicht betreten durfte, und verblutete.


Ich hab noch einen Koffer in Berlin Ich hab noch einen Koffer in Berlin deswegen muss ich da nächstens wieder hin die Seligkeiten vergangener Zeiten sie sind alle immer noch in diesem kleinen Koffer drin

Vokabeln die Sehnsucht lengselen die Seligkeit saligheten/sæla vergangen tidligere/tidlegare

Ich hab noch einen Koffer in Berlin das bleibt auch so und das hat seinen Sinn auf diese Weise lohnt sich die Reise und wenn ich Sehnsucht hab dann fahr ich wieder hin Wunderschön ist es in Paris auf der Rue Madleen schön ist es im Mai in Rom durch die Stadt zu gehen Oder eine Sommernacht still beim Wein in Wien doch ich denk wenn ihr auch lacht heute noch an Berlin Ich hab noch einen Koffer in Berlin deswegen muss ich da nächstens wieder hin die Seligkeiten vergangener Zeiten sie sind alle immer noch in diesem kleinen Koffer drin Ich hab noch einen Koffer in Berlin das bleibt auch so und das hat seinen Sinn auf diese Weise lohnt sich die Reise und wenn ich Sehnsucht hab dann fahr ich wieder hin Ich hab noch einen Koffer in Berlin deswegen muss ich da nächstens wieder hin die Seligkeiten vergangener Zeiten sie sind alle immer noch in diesem kleinen Koffer drin Ich hab noch einen Koffer in Berlin

von Aldo von Pinelli

Sag mal was! Welche Gefühle hat der Ich-Erzähler für die Stadt Berlin?

LEKTION 8 – Alle lieben Berlin! 135


Du bist dran!

Auf dem Flohmarkt in Berlin 1 Arbeitet in kleinen Gruppen (2 bis 4 Personen). Bringe in den Unterricht verschiedene Prospekte und Kataloge mit Abbildungen von Möbeln und anderen Sachen (Uhren, Geschirr, Bücher, Kleidung usw.) mit. Schneide einige Abbildungen von Sachen aus, die du auf dem Flohmarkt verkaufen willst, und klebe sie auf einzelne Kärtchen. Notiere dann bei jedem „Verkaufsobjekt“ den Preis. 2 Bringe Spielgeld (z. B. Monopoly-Geld) in den Unterricht mit. 3 Sammle an der Tafel Redewendungen für Verkäufer und Käufer sowie Adjektive für die Beschreibung der „Verkaufsobjekte“ (Qualität, Aussehen). 4 Spiele „Flohmarkt“. Jede Gruppe baut in der Klasse einen Flohmarktstand auf. Ein Schüler ist Verkäufer, die anderen sind Käufer/Kunden. Alle Käufer bekommen die gleiche Geldsumme und versuchen durch geschicktes Handeln möglichst viele Sachen billig zu kaufen. Der Schüler, der am Ende die meisten Sachen erstanden hat, hat „gewonnen“.

Flohmarkt für Kindersachen in einem Hinterhof in der Kollwitzstrasse, Berlin-Prenzlauer Berg, 2006

136 Weiter geht’s


Wissenswertes Märkte in Berlin Mehr als 100 Märkte gibt es jede Woche in Berlin, meist kleine und große Wochenmärkte, auf denen Obst und Gemüse verkauft werden. Fast jeder Bezirk hat außerdem seinen Trödel- oder Flohmarkt, meist am Sonntag.

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

Hier kann man Antikes, Design, Kleider und Schuhe, Bücher und Zeitschriften, Kunst, Hüte, Schallplatten, Sportsachen etc. kaufen. Es gibt viel Unbrauchbares, aber ab und zu kann man wirklich ein Schnäppchen machen! Viel Spaß beim Bummeln!

Lerne diese Wörter und Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

Vokabeln bummeln tusle, slentre der Hut hatten das Schnäppchen røverkjøpet/ røvarkjøpet der Trödel-/Flohmarkt loppe­ markedet/loppemarknaden unbrauchbar ubrukelig/ubrukeleg

die Mauer die Sehenswürdigkeit der Stadtteil die Oper

links rechts geradeaus gegenüber neben über die Straße die Ampel auf dem Fußgängerweg in Richtung ... quer die Straße kreuzen um die Ecke auf der anderen Seite in dem Gebäude über die Fußgängerzone auf dem Parkplatz

Selbstbewertung nach Lektion 8: Siehe Seite 309.

LEKTION 8 – Alle lieben Berlin! 137


LEKTION 9

Krimizeit SCHWERPUNKTE Der Krimi Krimir채tsel Ganovendeutsch

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LÆREPLANMÅL • forstå innholdet i lengre skriftlige og muntlige autentiske tekster i ulike sjangere • delta i spontane samtaler om ulike temaer og aktuelle emner • kommunisere med god uttale og intonasjon • bruke ord, setningsoppbygning og tekstbindingsformer målrettet og variert • skrive sammenhengende tekster i ulike sjangere

Was fällt dir dazu ein? Wie heißt dein Lieblingskrimi (Buch oder Film)? Warum ist es dein Lieblingskrimi? Was macht einen Film spannend? Wie wichtig ist die Musik in einem spannenden Film? Welche bekannten Krimihelden kennst du?

Der Krimi auf einen kurzen Blick Vokabeln der Ermittler etterforskeren/ etterforskaren der Täter gjerningsmannen das Verbrechen forbrytelsen/ brotsverket das Vergehen forseelsen, lovbruddet/regelbrotet, lovbrotet der Zuschauer tilskueren/ tilskodaren

Vokabeln der Dieb tyven/tjuven der Diebstahl tyveriet/tjuveriet erwischen fakke, her: ta der Fall her: saken/saka herein inn schauen kikke der Schlüssel nøkkelen traurig trist, lei seg an der Tür klopfen banke på døra unbeschädigt uskadet/uskadd

Der Krimi ist ein Genre, das vor allem in der Unterhaltungsindustrie verbreitet ist. Bei einem Krimi geht es in der Regel um ein Verbrechen, meist einen Mord oder ein schweres Vergehen, das den Leser/Hörer/Zuschauer in Spannung versetzen soll. Normalerweise spielt ein Kommissar, ein Detektiv oder eine andere Hauptperson die Rolle des Ermittlers. In dieser Rolle findet er den eigentlichen Grund des Geschehens heraus und entdeckt den Täter.

Diebstähle im Hotel Neptun – Ein Krimirätsel Im Hotel Neptun gab es mehrere Diebstähle. Jetzt hat man Frau Detektiv Spur angerufen, damit sie den Dieb findet. Frau Detektiv Spur untersucht alle Zimmer, in denen etwas gestohlen wurde. Alle Türen sind unbeschädigt. Das heißt, der Dieb muss einen Schlüssel haben. Selbstverständlich spricht die Detektivin mit dem Personal. Alle haben ein Alibi und müssen deshalb unschuldig sein. Am Abend, als die Detektivin ins Bett geht, ist sie traurig. Ist das hier der erste Fall, den sie nicht lösen kann? Da klopft es an der Tür. „Herein!“, ruft sie. Langsam öffnet sich die Tür und ein Herr schaut herein. „Oh, entschuldigen Sie! Ich muss die falsche Tür erwischt haben. Das hier ist doch nicht mein Zimmer.“ „Kein Problem“, antwortet Detektivin Spur, „alle Türen im Hotel sehen ja gleich aus.“ Der Mann entschuldigt sich noch einmal und macht die Tür zu. Frau Spur legt sich traurig ins Bett. Wird sie den Fall lösen können? In der Nacht wacht sie plötzlich auf. Jetzt weiß sie, wer der Dieb ist! Weißt du es auch?

140 Weiter geht’s

von Kicki Karlsson, Ann-Kristin Lindström und Gudrun Schornack


In den Filmstudios in Babelsberg werden viele deutsche Krimis und Filme gedreht

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Wer ist der Hoteldieb? Kannst du die Lösung finden?

Schon gewusst? „Ganovendeutsch“ ist eine eigene Verbrechersprache. Eigentlich sind es Wörter und Ausdrücke, die eine ganz eigene Bedeutung haben. Was bedeutet zum Beispiel „ein kleiner Fisch“, „ein Langfinger“ oder „ein schwerer Junge“? Handelt es sich um kleine Fische in einem Aquarium, eine Person mit sehr langen Fingern oder eine dicke Person? Oder hat der Ausdruck vielleicht eine andere Bedeutung?

Vokabeln die Tat gjerningen, handlingen/ gjerninga, handlinga der Verbrecher forbryteren/ brotsmannen die Waffe våpenet

Klar, ein kleiner Fisch ist ein Kleinkrimineller, der für die Polizei nicht so wichtig ist. Und ein schwerer Junge ist nicht ein Junge, der viele Kilo wiegt, sondern es ist eine Person, die schwerwiegende Taten begangen hat, zum Beispiel einen Mord. Ein Langfinger stiehlt gern, ist also ein Dieb. Der Verbrecher kommt natürlich ins Gefängnis oder in den Knast oder hinter „schwedische Gardinen“, wie es auf Ganovendeutsch heißt. Kennst du das Wort „Ballermann“ oder „Knarre“? Die meisten echten Verbrecher haben selbstverständlich eine Waffe, und oft ist es eine Pistole. Ballermann oder Knarre sind andere Worte für Pistole. Und wer sind eigentlich „die Bullen“, die in „der grünen Minna“ herumfahren? Klar, das sind die Polizisten in ihrem Polizeiwagen. Ganovendeutsch zu können ist auch nicht schlecht …

LEKTION 9 – Krimizeit 141


Vokabeln ausweichen unngå, vike unna begegnen møte blenden blende einwerfen kaste inn entdecken oppdage die Fensterscheibe vindusruten/ vindaugsruta die Glasscherbe glasskåret/ glasbrotet nass våt schneien snø die Spur sporet das Verhör forhøret/forhøyret die Verkehrsampel trafikklyset

Du bist dran!

Rätsel – Kniffeleien 1 Ein Autofahrer ist gegen eine Verkehrsampel gefahren. Jetzt erzählt er der Polizei beim Verhör, warum. „An dem Abend war ich im Westteil der Stadt und wollte ins Zentrum fahren. Da hat mich die Sonne so geblendet, dass ich nichts sehen konnte. Als ich die Ampel sah, war es zu spät. Ich konnte nicht mehr ausweichen.“ Wie kann die Polizei wissen, dass der Autofahrer lügt? 2 Drei Männer schwimmen in einem See. Nur einer bekommt keine nassen Haare. Wie ist das möglich? 3 Ein Segelflugzeug stürzt über der deutsch-holländischen Grenze ab. Auf welcher Seite liegt der Motor? 4 Peter geht allein den langen Weg nach Müllersheim. Unterwegs kommen ihm drei Kinder mit einem Hund entgegen. Er begegnet auch einem alten Paar und einer Mutter mit ihren drei Kindern. Wie viele Beine gehen also in Richtung Müllersheim?

Schon gewusst? Emil Tischbein, Pünktchen und Anton sind berühmte Romanfiguren des deutschen Schriftstellers Erich Kästner. In seinem Buch „Emil und die Detektive“ jagt der etwa zwölfjährige Emil Diebe und andere Verbrecher. Das Buch ist nicht nur ein Kinderroman – alle lesen es, Jung und Alt. Magst du lieber Filme sehen, statt Bücher zu lesen? „Emil und die Detektive“ gibt es selbstverständlich auch als Spielfilm.

5 In einem Haus entdeckt man am Morgen, dass eine Fensterscheibe eingeworfen worden ist. Vor dem Fenster kann man keine Spuren entdecken, da es die ganze Nacht geschneit hat. Man untersucht das Zimmer und findet überall Glasscherben, aber keinen Stein oder Ball. Womit wurde das Fenster eingeworfen?

Schreib mal was! Schreibe eine Rezension/Buchbesprechung deines Lieblingskrimis oder deiner Lieblingsserie. Benutze die folgenden Punkte als Gliederung des Textes: – Wer hat das Buch geschrieben/den Film oder die Serie gemacht? Präsentiere kurz den Autor/Regisseur. – Was ist das Thema? Beschreibe kurz die Handlung. – Warum empfiehlst du das Buch weiter? Denk daran, dass du das Ende nicht verrätst!

Detektivin Klara Fischer Vokabeln die Rechtsanwältin advokaten (kv.) weiblich kvinnelig/kvinneleg

Klara Fischer ist eine der wenigen weiblichen Detektive in Deutschland. Reporter:

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

Klara Fischer: Ich habe mich schon immer für Polizeiarbeit interessiert. Reporter:

Warum sind Sie nicht Polizistin oder Rechtsanwältin geworden?

Klara Fischer: Ich war nicht so gut in der Schule und hatte ziemlich schlechte

142 Weiter geht’s


LEKTION 9 – Krimizeit 143


Noten. Deshalb wurde ich bei der Polizeischule nicht zugelassen.

Vokabeln die Angelegenheit anliggendet, saken/forholdet, saka der Auftrag oppdraget die Ausbildung utdannelsen/ utdanninga nach etwas Ausschau halten holde utkikk etter noe/halde utkikk etter noko die Beschattung skyggingen/ skugginga fahnden etterlyse, spane, her: lete/ leite die Note karakteren der Teilnehmer deltakeren/ deltakaren untreu utro/utru vermisst savnet/sakna

Reporter:

Wie kamen Sie dann auf die Idee, Detektivin zu werden?

Klara Fischer: Ich kam wegen einer privaten Angelegenheit in Kontakt mit „Detektive in Deutschland“, und dann hat mich das interessiert. Reporter:

Haben Sie eine Ausbildung als Detektivin?

Klara Fischer: Ja, ich habe eine Detektivausbildung in München gemacht. Reporter:

Erzählen Sie bitte von dem Kurs.

Klara Fischer: Wir waren zehn Teilnehmer. Der Kurs war sehr spannend. Wir haben verschiedene Beschattungstechniken gelernt, haben gelernt, wie man nach vermissten Personen fahndet, und wir haben gelernt, wie man in einem Laden nach Dieben Ausschau hält. Reporter:

Das klingt spannend. Haben Sie viele Aufträge?

Klara Fischer: Oh, ja. Ich habe viel zu tun. Reporter:

Was ist das Spannendste an Ihrem Beruf?

Klara Fischer: Ich mag es gern, wenn ich Verbrecher oder untreue Ehemänner beschatten kann. Reporter:

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Fischer, und weiterhin viel Erfolg!

Klara Fischer: Danke, auf Wiedersehen!

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Warum ist Klara Fischer nicht Polizistin geworden? Wo hat sie ihre Ausbildung gemacht? Welche Aufgaben hat eine Detektivin? Hat Klara Fischer viel zu tun? Was ist das Spannendste an ihrem Job?

Schreib mal was! Schreibe einen Satz pro Buchstabe. Lies die Sätze laut vor. K annst du heute Abend zu mir kommen? R ufst du mich bitte an? I M I N A L R O M A N 144 Weiter geht’s


Kommissar Wagner: Auf der Straße nach Erlbach Kommissar Wagner: Kommissar Wagner, guten Tag. Was ist passiert? Hauptwachtmeister: Hauptwachtmeister Stegemann, guten Tag, Herr Kommissar. Überfall auf Herrn Büchner, den Buchhalter des Sägewerks Sager & Co. Kommissar:

Wer hat die Polizei alarmiert?

Hauptwachtmeister: Das war Herr Haberle, der Förster. Er steht dort und wartet darauf, vernommen zu werden. Kommissar:

Gibt es noch andere Zeugen?

Hauptwachtmeister: Ich glaube nicht, er ist der Einzige. Kommissar:

Und was ist mit dem Opfer, dem Herrn ...

Hauptwachtmeister: ... Büchner? Der hat Glück gehabt. Nur eine Gehirnerschütterung und eine Wunde am Hinterkopf. Der Notarzt kümmert sich gerade um ihn. Kommissar:

Gut, dann fangen wir mal mit dem Förster an. Herr Haberle?

Haberle:

Ja?

Kommissar:

Guten Tag. Ich bin Kommissar Wagner. Ich möchte Ihnen ein paar Fragen stellen.

Haberle:

Ja, das war vielleicht ein Schreck, als ich den Herrn Büchner auf der Straße liegen sah. Da war auch Blut.

Kommissar:

Langsam, langsam, immer der Reihe nach. Erzählen Sie mir bitte ganz ruhig, was Sie heute Morgen gemacht und gesehen haben.

Haberle:

Entschuldigen Sie, aber ich bin noch ganz aufgeregt. Also gut. Heute Morgen, so gegen 9 Uhr, habe ich mein Haus verlassen, um die Waldwege zu überprüfen. Ich mache das immer mit dem Fahrrad, wegen der Umwelt, verstehen Sie. Manchmal treffe ich dann Herrn Büchner, wenn er mit dem Wagen zum Sägewerk fährt. Na ja, und heute, als ich dahinten um die Kurve komme, sehe ich plötzlich ein Auto mitten auf der Straße, eben das Auto von Herrn Büchner. Und Herr Büchner liegt davor, auf dem Boden, mit dem Gesicht nach unten. Zwei bis drei Meter von ihm entfernt lag ein Fahrrad und gleich neben ihm eine große Geldtasche der Landesbank.

Kommissar:

Wie weit waren Sie von Herrn Büchner entfernt?

Haberle:

Ungefähr 20 Meter. Ich habe es nicht gewagt, näher heranzugehen. Zweimal habe ich laut Herrn Büchners Namen gerufen. Aber er reagierte nicht. Ich habe gedacht: „Mein Gott, der ist tot!“ Ich hatte Angst. Dann bin ich zurück zum Haus gefahren und habe die Polizei angerufen.

Kommissar:

Danke, Herr Haberle, das ist alles. Sie können nach Hause fahren.

Haberle:

Danke. Auf Wiedersehen, Herr Kommissar.

Vokabeln der Buchhalter bokholderen/ bokhaldaren, revisoren eben her: nettopp der Förster skogvokteren/ skogvaktaren die Gehirnerschütterung hjernerystelsen/hjerneristinga sich um etwas kümmern bry seg, ta seg av noe/noko das Opfer offeret das Sägewerk sagverket der Überfall overfallet die Umwelt miljøet vernehmen avhøre/avhøyre der Wald skogen die Wunde såret der Zeuge vitnet

LEKTION 9 – Krimizeit 145


Vokabeln die Abkürzung her: snarveien/ snarvegen der Beifahrersitz passasjersetet die Besinnung her: bevisstheten/ medvitet der Betrag beløpet das Geräusch støyen, bråket der Lohn lønningen/lønninga das Polizeipräsidium politi­ stasjonen sich umdrehen snu seg rundt

Kommissar:

So, ich denke, es ist Zeit, Herrn Büchner zu befragen. Guten Tag, Sie sind Herr Büchner?

Büchner:

Ja.

Kommissar:

Kommissar Wagner. Wie geht es Ihnen? Fühlen Sie sich in der Lage, mir zu erklären, was heute Morgen hier passiert ist?

Büchner:

Ach, ich denke, es wird schon gehen. Mein Kopf tut noch weh, aber sonst ...

Kommissar:

Nun, Herr Büchner, anscheinend sind Sie Opfer eines Raubüberfalls geworden. Wie hat sich denn der Überfall abgespielt?

Büchner:

Um 9 Uhr heute Morgen, gleich nach der Öffnung der Landesbank in Stuttgart, habe ich die Lohngelder für die Arbeiter im Sägewerk geholt. Dann habe ich mich auf den Weg nach Erlbach zum Sägewerk gemacht.

Kommissar:

Warum haben Sie den Weg durch den Wald gewählt? Die Bundesstraße ist doch viel bequemer.

Büchner:

Bequemer vielleicht, aber nicht schneller. Der Weg durch den Wald ist eine Abkürzung, außerdem ist hier nicht so viel Verkehr. Ich fahre oft diese Strecke.

Kommissar:

Gut, und weiter?

Büchner:

Als ich dahinten um die Kurve kam, sah ich das Fahrrad mitten auf der Straße liegen. Ich fuhr langsamer, hielt und stieg aus, um das Rad wegzunehmen. Plötzlich hörte ich hinter mir ein Geräusch. Noch bevor ich mich umdrehen konnte, erhielt ich einen fürchterlichen Schlag auf den Kopf und verlor die Besinnung.

Kommissar:

Wo war zu diesem Zeitpunkt das Geld, und um welchen Betrag handelte es sich?

Büchner:

Es waren 62 000 €, und sie waren in der Geldtasche, die auf dem Beifahrersitz lag.

Kommissar:

Und Sie können uns den oder die Täter nicht beschreiben?

Büchner:

Hm, das Einzige, was ich sehen konnte, war, dass der Mann eine Strumpfmaske über dem Kopf hatte, und dass er dunkle Lederhandschuhe trug.

Kommissar:

Gut, Herr Büchner, das reicht für heute. Ich möchte Sie bitten, gleich auf das Polizeipräsidium zu kommen, damit wir ein Protokoll aufnehmen können.

Büchner:

In Ordnung.

Hauptwachtmeister: Es ist ein ganz schwieriger Fall, nicht wahr, Herr Kommissar? Kommissar:

Nein, ganz und gar nicht.

Hauptwachtmeister: Wieso, wissen Sie denn schon, wer der Täter ist? Kommissar:

Ja, aber natürlich, das ist doch ganz einfach ...

Und du? Weißt du auch, wer der Täter ist und was wirklich passiert ist? von Uwe Plasger

146 Weiter geht’s


Worum geht’s?

Richtig oder falsch? 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Es gab einen Raubüberfall auf Herrn Haberle. Herr Haberle arbeitet im Sägewerk. Herr Haberle interessiert sich für die Umwelt. Herr Büchner ist Förster. Ein Förster kümmert sich um den Wald und die Waldwege. Herr Büchner wurde überfallen. Das ganze Geld wurde von der Deutschen Bank gestohlen. Herr Büchner fährt immer mit dem Fahrrad zum Sägewerk. Der Buchhalter hat die Lohngelder für die Arbeiter im Sägewerk geholt. 10 Herr Bücher hat die Person, die ihn niedergeschlagen hat, gesehen. 11 Herr Haberle erzählt die Wahrheit. 12 Herr Büchner erzählt die Wahrheit.

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Du besuchst den Täter im Gefängnis und willst wissen, warum er das Geld stehlen wollte. Welche Fragen stellst du ihm? Führt einen Dialog.

Du bist dran! Arbeitet in kleinen Gruppen. Benutze ein Aufnahmegerät (MP3-Spieler o. Ä.) und macht ein Hörspiel zum Text „Kommissar Wagner: Auf der Straße nach Erlbach“. Benutzt verschiedene Stimmen und Geräusche, damit der Text realistisch und echt wirkt.

Wissenswertes Kommissar Rex auf einen kurzen Blick Geburtstag Geburtsort Augen Familienstand Wohnort Arbeitgeber

Sommer 1997 in der Steiermark in Österreich bernsteinfarben Single Wien Animal Action

Er ist zweifellos der beliebteste und berühmteste Schäferhund der Welt: Kommissar Rex. Zusammen mit seinen zweibeinigen Kollegen von der Wiener Mordkommission lockt der pelzige Ermittler seit 1994 viele Millionen Fans vor die Bildschirme. In 100 weiteren Ländern rund um den Globus sind die vielfach preisgekrönten Krimi-Abenteuer von Schäferhund Rex (II) alias Rhett Butler mittlerweile zu sehen, und selbst nach über 100 Folgen ist ein Ende noch lange nicht in Sicht. Seit 2008 gibt es Rex III (Henry). Kennst du „Rex“ auch?

LEKTION 9 – Krimizeit 147


„Derrick – Die verlorenen Sekunden“ (1978)

Derrick Vokabeln ausgestrahlt her: vist bekannt kjent/kjend der Eindruck inntrykket erleben oppleve das Fernsehgerät TV-apparatet mies dårlig/dårleg der Mörder morderen/mordaren verreißen kritisere, skjelle ut der Zweifel tvilen

Die bekannteste deutsche Kriminalserie im norwegischen Fernsehen ist ohne Zweifel „Derrick“ mit Horst Tappert und Fritz Wepper in den Hauptrollen. Diese Serie wurde von 1974 bis 1998 im deutschsprachigen Fernsehen ausgestrahlt. Der Oberinspektor Stephan Derrick und sein Assistent Harry Klein erleben und lösen viele spannende Kriminalfälle in und um München herum. Die erste gezeigte Episode hieß „Waldweg“ und wurde 1974 gesendet. Millionen von Zuschauern saßen bei der ersten „Derrick“-Folge vor den Fernsehgeräten. Die ersten Reaktionen waren wirklich sehr schlecht. Die Zeitschrift Der Spiegel beispielsweise verriss „Derrick“ in einem Artikel mit der Überschrift „Mieser Eindruck“. Der Grund für die schlechten Reaktionen war, dass die Krimistory umgekehrt erzählt wurde: Der Mörder ist bekannt, und das Publikum schaut den Kriminalisten zu, wie sie den Täter finden und den Fall lösen. Der Zuschauer deutscher Serien war aber an das alte Schema („Wer ist der Täter?“) zu sehr gewöhnt. Das Konzept von „Derrick“ wurde nun Schritt für Schritt geändert und dem Geschmack der deutschen Zuschauer angepasst. Die Serie wurde bei den Zuschauern immer beliebter. Sie wurde im Laufe der Jahre in etwa 100 Länder exportiert. In Norwegen ist „Derrick“ immer noch sehr beliebt.

148 Weiter geht’s


Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Wann konnte man das erste Mal „Derrick“ sehen? Wer spielt die Hauptrollen? Wie war der erste Eindruck von der Serie? Was ist Der Spiegel? Was denkt man über die Serie in Norwegen?

Schreib mal was!

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

Schreibe eine Kriminalgeschichte, in der ein Tier der Held ist.

Lerne diese Wörter auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

der Täter die Waffe der Detektiv der Krimi

die Tatwaffe die Tat der Täter/die Täterin der Zeuge/die Zeugin der Verdächtige/die Verdächtige das Verhör das Geständnis

Selbstbewertung nach Lektion 9: Siehe Seite 309.

LEKTION 9 – Krimizeit 149


LEKTION 10

Sportlich SCHWERPUNKTE Über deinen Sport sprechen Klassenbefragung über Sport Verschiedene Sportarten GRAMMATIKTHEMA Zeitausdrücke

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LÆREPLANMÅL • delta i spontane samtalar om ulike tema og aktuelle emne • presentere aktuelle og tverrfaglege emne munnleg • gi uttrykk for opplevingar, synspunkt og haldningar, ønske og emosjonar • drøfte sider ved daglegliv, tradisjonar, skikkar og levemåtar i språkområdet og i Noreg

Was fällt dir dazu ein? Was ist der Nationalsport in Norwegen? Was glaubst du, welche Sportarten in Deutschland beliebt sind? Welche Sportart treibst du? Wie oft treibst du pro Woche Sport? Welchen Sport würdest du am liebsten treiben? Welchen überhaupt nicht?

Treibst du Sport? Vokabeln der Biathlon skiskyting Gewichte heben løfte vekter/lyfte vekter der Korb kurven/korga die Langlaufskier langrennsskiene das Lauftraining løpetreningen/ løpetreninga die Leidenschaft lidenskapen die Mannschaft mannskapet, her: laget der Profi proffen sanft bløt, myk/blaut, mjuk schießen skyte das Spielfeld banen der Stürmer angrepsspilleren/ angrepsspelaren Sport treiben drive med sport der Verein foreningen/foreininga der Wettbewerb konkurransen das Ziel målet

Jakob (16) liebt Fußball. Er trainiert jeden Tag, denn er möchte Profi werden. Mit fünf Jahren hat er angefangen zu spielen. Heute ist er sehr gut und hat einen festen Platz in der Nationalmannschaft. Natürlich die für Jugendliche! Seine Position auf dem Spielfeld ist Stürmer. Hanna (17) spielt dreimal die Woche Basketball mit ihrer Mannschaft. Basketball ist ein schneller Sport, und Hanna mag es gern, mit dem Ball zu laufen und den Korb zu treffen. Man sollte nicht zu klein sein, wenn man Basketball spielt. Hanna ist fast 1,80 Meter, daher passt dieser Sport gut zu ihr. Seit zehn Jahren spielt Hanna Basketball, und sie ist richtig gut! Ihr Traum ist es, irgendwann in die USA zu gehen und dort Basketballprofi zu werden. Rafael (17) trainiert Biathlon. Kennst du Biathlon? Man muss gut auf Langlaufskiern sein und dazu noch sehr gut schießen können. Vor fünf Jahren hat Rafael Biathlon im Fernsehen gesehen, und er war sich ganz sicher: Das wollte er auch! Heute trainiert Rafael sechsmal in der Woche. Im Winter macht er Skitraining und im Frühling und Sommer Lauftraining. Das ganze Jahr hindurch hebt Rafael Gewichte und schießt. Juliane (18) spielt Schach. Ja, das ist auch eine Sportart! „In diesem Sport muss man sich gut konzentrieren können, gut planen und schnell denken können“, sagt Juliane über das Schachspielen. Sie spielt seit zwölf Jahren mehrmals die Woche Schach. In ihrem Heimatort gibt es einen sehr guten Schachclub. Juliane nimmt an vielen internationalen Wettbewerben teil. Kathrin (16) schwimmt seit zehn Jahren im Verein. Für Kathrin ist das Schwimmen eine Leidenschaft. Sie liebt das sanfte Wasser und die schnellen Bewegungen. Das Brustschwimmen gefällt ihr am besten. Die Schwimmhalle liegt nur fünf Minuten mit dem Fahrrad entfernt, und Kathrin trainiert fast jeden Tag. Ihr Ziel ist es, zu den Olympischen Spielen zu kommen.

152 Weiter geht’s


Schwimm- und Sprunghalle Europapark, Berlin

Daniel (17) mag Kampfsport. Besonders gern mag er Karate. Er hat schon einen schwarzen Gürtel. „Viele denken, dass Karate ein aggressiver Sport ist“, sagt Daniel, „aber das stimmt natürlich nicht! Ich habe durch diesen Sport ein sehr gutes Selbstvertrauen bekommen, und das gefällt mir. Ich war früher viel zu schüchtern.“ Daniel erzählt, dass er eigentlich ein ziemlich ruhiger Typ ist, und dass er sich nie privat prügelt. Aber er könnte, wenn er müsste! Anna (17) läuft und läuft und läuft. Sie läuft fast jeden Abend, nachdem sie mit den Hausaufgaben fertig ist. „Das Laufen gibt mir einen klaren Kopf“, sagt Anna. Die Ausrüstung, die Anna für ihr Hobby braucht, ist relativ günstig. Das Einzige, wofür man etwas Geld ausgeben muss, sind die Laufschuhe. Die können ziemlich teuer werden.

Vokabeln die Ausrüstung utrustningen/ utrustinga, utstyret behaupten hevde, påstå der Gürtel beltet die Laufschuhe løpeskoene/ løpeskorne sich prügeln slåss/slåst das Selbstvertrauen selvtilliten/ sjølvtilliten

Peter (16) trainiert überhaupt nicht. Er guckt ab und zu Sport im Fernsehen, aber Sport zu treiben ist nichts für ihn, behauptet er. „Ich bin nicht faul“, sagt er, „und ich habe viele Hobbys. Aber Sport ist nichts für mich.“ Peter spielt Gitarre und singt in einer Band. „Wenn man Rockmusik macht, passt das nicht mit dem Sport-Image zusammen“, meint Peter und lacht.

LEKTION 10 – Sportlich 153


Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Welchen Sport treibt Daniel? Seit wann schwimmt Katrin? Warum ist Sport nichts für Peter? Wann kann man Biathlon machen? In welcher Nationalmannschaft spielt Jakob?

Schreib mal was! Suche fünf Zeitausdrücke im Text, z. B. „im Winter, seit zehn Jahren“. Benutze die Zeitausdrücke und schreibe damit neue Sätze.

Sag mal was! Führe ein Interview mit drei anderen Schülern in der Klasse und befrage sie nach ihren Sportinteressen. Erzähle dann den anderen, was du herausgefunden hast. Fang bitte so an: Ich habe Christian gefragt. Christian treibt Sport. Er liebt Snowboarden im Winter und Skateboard im Sommer ... Sprachhilfe: Wie heißt du? Treibst du Sport? Wenn nicht – warum nicht? Welchen Sport treibst du? Wie oft trainierst du pro Woche? Seit wann/seit wie vielen Jahren machst du diesen Sport? Welche Ausrüstung braucht man, um diesen Sport zu treiben? Kann man den Sport das ganze Jahr hindurch machen? Hast du ein sportliches Ziel? Was gefällt dir am besten an dieser Aktivität?

Vokabeln der Eckstoß hjørnesparket der Elfmeter ellevemeteren, dvs. straffesparket der Freistoß frisparket das Gesetz loven/lova, her: regelen die Nachspielzeit tilleggstiden/ tilleggstida pfeifen pipe, plystre, her: dømme der Schiedsrichter dommeren/ dommaren der Torwart målvakten/målvakta die Verlängerung forlengelsen/ forlenginga, her: ekstraomgangene/ekstraomgangane

154 Weiter geht’s

Wissenswertes Fußball • Das Fußballspiel entwickelte sich im 19. Jahrhundert in England. • Es gibt elf Spieler pro Mannschaft, insgesamt sind also 22 Spieler auf dem Spielfeld. • Das Tor ist 7,32 Meter breit und 2,44 Meter hoch. • Der Torwart steht im Tor und fängt die Bälle. Oder, er sollte zumindest die Bälle fangen, sonst verliert seine Mannschaft. • Der Schiedsrichter pfeift das Spiel. Seine Worte sind Gesetz auf dem Feld. Der Schiedsrichter verteilt manchmal gelbe und rote Karten. • Das Spiel dauert normalerweise 90 Minuten, aber es gibt auch Nachspielzeit oder sogar Verlängerung. • Nach den ersten 45 Minuten ist Halbzeit, und dann kommt die Pause. • Es gibt Elfmeter, Freistoß, Eckstoß ... • Die Mannschaft, die beim Fußballspiel die meisten Tore schießt, gewinnt!


Bastian Schweinsteiger und Mario Gomez, FC Bayern München, 2011

Du bist dran!

Welcher Sport ist das? Die Klasse wird in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Lehrer und/oder die Schüler schreiben verschiedene Sportarten auf Karten. Ein Schüler pro Mannschaft soll eine Sportart mimen und die anderen in der Gruppe sollen raten, um welchen Sport es sich handelt. Pro Sportart hat man eine Minute Zeit. Die Mannschaft mit den meisten Punkten hat gewonnen.

LEKTION 10 – Sportlich 155


Schreib mal was! Mache dein eigenes Kreuzworträtsel auf Deutsch. Wer in der Klasse am meisten Wörter schreibt, hat gewonnen. Der Gewinner kann gern sein Kreuzworträtsel an die Tafel schreiben. Benutze das Wort Handballweltmeisterschaft als Beispiel: HANDBALLWELTMEISTERSCHAFT O I U R S G H C E Ü H T E R

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Der eine ist Journalist bei einer Zeitung und interviewt einen bekannten deutschen oder norwegischen Sportler. Macht bitte ein Interview. Journalist Hallo – …

156 Weiter geht’s

Sportler Name?

Hallo – … mein Name …

Welchen Sport – machen – ?

Ich – machen – …

Wann – anfangen – mit… – ?

Zum ersten Mal – vor …

Wie / warum – anfangen – ?

Zuerst – … – dann – … – ausprobieren – das … – großen Spaß – machen

Wo und wie oft – trainieren – ?

Ich – trainieren – jeden Tag / jede Woche – … Stunden

Sportart – gefährlich – ?

Risiko – (nicht) sehr hoch – man – vorsichtig sein müssen

Schon einmal – einen Unfall – haben – ?

Letztes Jahr – Unfall – (nicht) schlimm – (leicht / schwer) verletzt – (Krankenhaus)

Wie – das – passieren – ?

Beim Training / bei einem Wettbewerb / … – (nicht) vorsichtig sein

An einem Wettkampf – teilnehmen – ?

Vor … Monaten / Jahr(en) – zum ersten Mal – jetzt – schon oft

Einen / den Wettkampf – gewinnen – ?

Schon einmal – … Platz – einmal … Platz – das war vor …

Vielen Dank – Gespräch – wünschen – Viel Erfolg – vorsichtig sein (!)

Vielen Dank …


Karl Wald und das Elfmeterschießen Der Schiedsrichter Karl Wald findet, dass Sport immer fair sein muss. Früher gab es aber eine Fußballregel, die Karl Wald gar nicht fair fand. Diese Regel war so: Wenn ein Fußballspiel nach der Verlängerung unentschieden steht, dann muss der Schiedsrichter eine Münze werfen. So war es einfach nur Glück oder Pech, wer der Verlierer und wer der Sieger vom Spiel wurde. Wie gesagt, Karl Wald fand das nicht gerecht. Seine Meinung war, dass die bessere Mannschaft gewinnen sollte, nicht die Mannschaft, die mehr Glück hatte. Er hatte eine Idee. Er dachte: Die Fußballfans wollen Tore sehen. Also müssen die Spieler mehr Tore schießen. So entstand langsam eine neue Fußballregel, die heute jeder kennt. Sie gilt immer nur dann, wenn ein Fußballspiel am Ende unentschieden ist. In diesem Fall müssen die Fußballspieler zum Elfmeterschießen antreten. Das heißt: Fünf Spieler aus jeder Mannschaft müssen versuchen, den Ball ins Tor zu schießen. Der Torwart hat die Aufgabe, den Ball zu halten. Natürlich schafft er das nicht immer.

Vokabeln antreten stille opp die Emotion følelsen/kjensla die Enttäuschung skuffelsen/ vonbrotet die Erfindung oppfinnelsen/ oppfinninga der Fall tilfellet die Freude gleden/gleda die Münze mynten das Pech uflaksen der Sieger vinneren/vinnaren unentschieden uavgjort der Verband forbundet der Verlierer taperen/taparen

Karl Wald fand seine Erfindung sehr gut – und vor allem sportlich und fair. Er stellte seine Idee dem Fußball-Verband vor. Am Anfang gab es aber wenig Interesse an dieser neuen Regel. Doch Karl Wald kämpfte weiter und hatte Erfolg. Die FIFA machte seine Erfindung bald zur internationalen Fußballregel. Das erste internationale Elfmeterschießen fand 1976 in Jugoslawien statt. Für die Fußballfans und Spieler bedeutet seine Regel immer starke Emotionen: entweder riesige Freude oder eine große Enttäuschung. Aber auch das gehört zum Fußball. Karl Wald ist heute 90 Jahre alt. Er lebt im Süden von Deutschland und ist immer noch glücklich über seine Fußballregel. aus www.young-germany.de

Worum geht’s?

Richtig oder falsch? 1 Früher gab es eine Fußballregel, die Karl Wald sehr gut fand. 2 Wenn ein Fußballspiel nach der Verlängerung unentschieden steht, dann musste früher der Schiedsrichter eine Münze werfen. 3 Der Schiedsrichter Karl Wald findet nicht, dass Sport immer fair sein muss. 4 Seine Meinung war, dass die bessere Mannschaft gewinnen sollte. 5 Karl Wald findet, dass die Spieler nicht mehr Tore schießen müssen. 6 Die neue Regel gilt immer nur dann, wenn ein Fußballspiel am Ende unentschieden ist. 7 Elf Spieler aus jeder Mannschaft müssen versuchen, den Ball ins Tor zu schießen. 8 Die FIFA akzeptierte seine Erfindung nicht als internationale Fußballregel. 9 Für die Fußballfans und Spieler bedeutet seine Regel immer starke Emotionen: entweder riesige Freude oder eine große Enttäuschung. 10 Der Torwart hat die Aufgabe, den Ball zu halten.

LEKTION 10 – Sportlich 157


Vokabeln die Anlage anlegget behindert funksjonshemmet/ funksjonshemma das Bergsteigen fjellklatring die Leichtathletik friidrett der Mitgliedsverein medlems­ foreningen/medlemsforeininga

Schon gewusst? Behindertensport Auch Behinderte können Sport treiben. Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS) hat mehr als 230 Mitgliedsvereine. DRS-Sportarten sind z. B. Basketball, Bergsteigen, Eishockey, Leichtathletik, Schwimmen oder Wasserski. Es gibt auch ein internationales Komitee für Behindertensport, das IPC (International Paralympic Committee). Die Behinderten haben eigene Olympische Spiele auf denselben Anlagen wie die Sportler der großen Olympischen Spiele, nur ein paar Wochen später.

Leben – das heißt für mich tanzen Vokabeln die Hülle hylsteret, svøpet/sveipet das Röckchen lite skjørt der Ruf ryktet schweben sveve das Seidenband silkebåndet/ silkebandet die Spitzenschuhe tåspisskoene/ tåspisskorne der Sprung hoppet wund sår, øm

158 Weiter geht’s

Stell dir vor: Elegante Sprünge, tolle Pirouetten und im Spagat durch die Luft schweben. Ballett zu tanzen bedeutet, dass man mit dem Körper Geschichten erzählt. Einige Kinder und Jugendliche lernen an der deutschen Ballettschule John Neumeier zu tanzen. Die Ballettschule John Neumeier gehört zur Staatsoper in Hamburg und hat den Ruf, die beste Ballettschule der Welt zu sein. John Neumeier hat die Schule 1978 gegründet. Schülerinnen und Schüler kommen neben Europa aus Japan, Amerika und Kanada, um hier Balletttanzen zu lernen. Die Ausbildung dauert acht Jahre, mit einem Zwischenexamen nach sechs Monaten. Wenn man bis zum Zwischenexamen nicht gut genug ist, ist der schöne Tanztraum vorbei. Insgesamt sind es fast 150 Schüler an der Schule, und wer von weit weg kommt, wohnt im Internat. Ballett ist eine rosa Sportart, denken viele. Man stellt sich Mädchen mit langen Hälsen in rosa Röckchen und Spitzenschuhen mit Seidenbändern vor. Aber unter der rosa Hülle ist meistens etwas ganz anderes. In den Spitzenschuhen zum Beispiel stecken oft Füße, die aussehen, als wären sie gerade drei Tage lang ohne Socken im Gebirge wandern gewesen. Auch rosa, aber roh und wund.


Dina ist Tänzerin. Nur noch ein paar Wochen und dann hat sie ihre letzte Prüfung. Wenn es gut läuft, hat sie einen Vertrag für die Compagnie der Oper, was nicht viele schaffen. Denn es gibt mehr Tänzer als Jobs, und da die Theater immer weniger Geld bekommen, werden auch die Ballett-Ensembles kleiner. Die Leute, die nur durchschnittlich gut tanzen, haben keine Chance. Nur wer die schönsten Sprünge schafft und den Ehrgeiz hat, die Schönste von allen sein zu wollen. Dina tanzt seit neun Jahren. Heute ist sie 18. Solange sie noch ins Gymnasium ging, sah ihr Tagesablauf ungefähr so aus: aufstehen um sechs, dann zwischen Frühstück und der ersten Stunde schnell noch Vokabeln lernen. Und nach dem letzten Klingeln gleich ins Training. Schnell die langen braunen Haare zum Dutt gezwirbelt: raus aus dem Teenager, rein in die Tänzerin. Oft ist es schon dunkel gewesen, wenn sie nach Hause kam. „Manchmal habe ich vor Klausuren bis zwei Uhr nachts gelernt und morgens um fünf wieder. Völlig verrückt.“ Während ihre Mitschüler nachmittags im Eiscafé saßen, stand Dina an der Stange und versuchte, nicht an Erdbeerbecher mit Sahne zu denken. Man muss sich daran gewöhnen zu verzichten, auf normale Freundschaften zum Beispiel. Jetzt, nachdem Dina vom Gymnasium abgegangen ist, um nur noch zu tanzen, ist es noch schwieriger geworden. Spontan Kaffee trinken oder ins Kino in die Nachmittagsvorstellung gehen geht eben nicht. Ähnlich kompliziert ist es mit Jungs. Dinas letzter Freund war auch Tänzer, aber dann ist er in eine andere Stadt gegangen. Und viele Gelegenheiten, jemanden kennenzulernen, gibt es in ihrem Leben im Moment nicht. Aber deshalb aufhören? Dina guckt so erstaunt, dass man gleich weiß: Das war eine dumme Frage. Nein, Tänzerin „ist“ sie. Ohne Wenn und Aber. „Ich würde nicht tauschen, mit niemandem.“

Vokabeln aufhören slutte der Becher begeret dunkel mørk durchschnittlich gjennomsnittlig/ gjennomsnittleg der Dutt (hår)toppen der Ehrgeiz ærgjerrigheten/ æregiren, ambisjonen erstaunt forbauset/forundra die Freundschaft vennskapet/ vennskapen die Gelegenheit muligheten/ moglegheita gezwirbelt surret/surra die Klausur prøven die Prüfung prøven, eksamenen der Tagesablauf dagsforløpet, timeplanen der Tänzer danseren/dansaren tauschen bytte/byte der Vertrag avtalen, kontrakten verzichten gi avkall på völlig fullstendig

aus www.goethe.de (vereinfacht und gekürzt)

Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Was ist die John-Neumeier-Schule? Seit wann tanzt Dina? Wie alt war Dina, als sie mit dem Tanzen anfing? Was ist ihr Ziel? Wie sah ihr Tagesablauf während der Schulzeit aus? Was bedeutet „zu verzichten“ und worauf muss Dina verzichten?

Wie sagt man das auf Deutsch? Bitte die folgenden Sätze aus dem Text ins Deutsche übersetzen: 1 Hun har danset i ni år. / Ho har dansa i ni år. 2 De svever gjennom luften når de danser. / Dei svevar gjennom lufta når dei dansar. 3 Man må venne seg til å gi avkall på noe. / Ein må venje seg til å gi avkall på noko. 4 Skolen har rykte på seg for å være den beste ballettskolen i verden. / Skolen har rykte på seg for å vere den beste ballettskolen i verda. 5 Da hun kom hjem, var det mørkt. / Då ho kom heim, var det mørkt.

LEKTION 10 – Sportlich 159


Vokabeln die Gewalt volden/valden die Gewaltbereitschaft voldeligheten/valdelegheita, aggresjonen das Tischtennis bordtennis die Verminderung nedgangen

Schon gewusst? Jugendliche werden durch Sport weniger gewaltbereit Eine Studie der Universität Regensburg zeigt, dass regelmäßiger Sport die Gewalt­ bereitschaft von Jugendlichen mindert. Das bedeutet also, dass junge Sportler und Sportlerinnen weniger Gewalt anwenden als Gleichaltrige, die keinen Sport treiben. Psychologen und Sportwissenschaftler an der Universität Regensburg haben Hauptschüler begleitet, die längere Zeit an Karate- und Tischtennistraining teilnahmen. Die Untersuchungen zeigten, dass Sport zu einer Verminderung der Gewaltbereitschaft führte und das Selbstbewusstsein der Schüler zunahm.

Sag mal was!

Wie findest du den Sport? Arbeitet in kleinen Gruppen und diskutiert nach dem folgenden Schema. Ihr könnt gern weitere Begründungen suchen und verwenden. Beispiel: Schüler A: Ich finde Rafting toll, weil es spannend ist und schnell geht. Ich liebe das Wasser! Schüler B: Das, was du da sagst, ist Unsinn, weil es sehr gefährlich sein kann. Schüler A: Ich finde ... Tennis, Tischtennis, Fußball, Handball, Schwimmen, Ballett, Tanzen, Klettern, Skaten, Ski-Langlauf, Rafting, Orientierung, Abfahrt, Skispringen, Eishockey, Gleitschirmfliegen, Rudern, Schach ... sehr gut nicht schlecht ganz gut spannend interessant nicht so toll toll okay super so la la prima weil ...

nicht gut schlecht uninteressant langweilig doof blöd unmöglich entsetzlich

Schüler B: Das, was du da sagst, ist ... klasse egal spitze Quatsch super richtig weil …

160 Weiter geht’s

Unsinn Mist das Letzte


Wie sagt man das auf Deutsch? Finde in der Lektion die deutschen Ausdrücke. Lerne sie dann auswendig.

Erkläre es mir!

Han trener hver dag. / Han trenar kvar dag. Han har trent i 10 år. / Han har trena i 10 år. Om vinteren trener han langrenn. / Om vinteren trenar han langrenn. Hele året løfter han vekter. / Heile året lyfter han vekter. Etter de første 45 minuttene. / Etter dei første 45 minutta.

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

1 2 3 4 5

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

der Fußball der Sportler Sport treiben der Elfmeter

Seit wann trainierst du? Welchen Sport treibst du? Hast du einen Lieblingssport? Ich treibe viel Sport. Ich bin sehr sportlich/unsportlich. Wie oft trainierst du? Wie lange trainierst du jeden Tag/jede Woche? Gehst du heute zum Training?

Selbstbewertung nach Lektion 10: Siehe Seite 309.

LEKTION 10 – Sportlich 161


LEKTION 11

Weitererzählt SCHWERPUNKTE Märchen Fabeln Zungenbrecher und Sprichwörter GRAMMATIKTHEMA Präteritum (Wiederholung)

163


LÆREPLANMÅL • forstå innholdet i lengre skriftlige og muntlige autentiske tekster i ulike sjangere • lese formelle og uformelle tekster i ulike sjangere og gjøre rede for forfatterens synspunkter og holdninger • delta i spontane samtaler om ulike temaer og aktuelle emner • kommunisere med god uttale og intonasjon • tilpasse språkbruken til ulike kommunikasjonssituasjoner • bruke ord, setningsoppbygning og tekstbindingsformer målrettet og variert • skrive sammenhengende tekster i ulike sjangere

Was fällt dir dazu ein? Was ist ein mündlicher Text? Was bedeutet „Es war einmal“? Welche Märchen kennst du? Kennst du typische Merkmale für Märchen? Welche deutschen und norwegischen Märchensammler kennst du? Was ist eine Fabel?

Die Märchenbrüder Jakob und Wilhelm Grimm Vokabeln der Bauer bonden Dornröschen Tornerose der Gegensatz motsetningen/ motsetnaden die Gesinnung holdningen/ haldninga das Märchen eventyret die Märchensammlung eventyrsamlingen/eventyrsamlinga der Pfarrer presten Rotkäppchen Rødhette/Raudhette der Schlaf søvnen/svevnen Schneewittchen Snøhvit/Snøkvit tapfer tapper überliefern overlevere der Wolf ulven

„Es war einmal …“ So fangen viele Märchen der Brüder Grimm an. Ihre bekannte Märchensammlung „Kinder- und Hausmärchen“ erschien zum ersten Mal im Jahre 1812 und hat viele Leute auf der ganzen Welt begeistert. Auch in Norwegen kennen wir die Geschichten von Rotkäppchen und Schneewittchen, von Hänsel und Gretel und der bösen Hexe, vom bösen, hungrigen Wolf und von Dornröschen, das von einem edlen und tapferen Prinzen durch einen Kuss aus dem langen Schlaf geweckt wird. Jakob und Wilhelm Grimm wurden 1785 und 1786 im Bundesland Hessen geboren und lebten und arbeiteten ihr ganzes Leben zusammen. Die Brüder waren Spezialisten für ältere Literatur und sammelten Märchen, weil sie der Meinung waren, dass in den Märchen die echte Gesinnung eines Volkes lag. Es gab nicht nur deutsche Märchen in ihrer Sammlung, sondern auch ausländische. Die Märchenbrüder reisten sechs Jahre in Hessen umher und ließen sich von Lehrern, Bauern, Pfarrern und Dichtern Märchen erzählen. Diese Geschichten waren bis dahin nie niedergeschrieben worden, sondern wurden mündlich von einer Generation zur nächsten überliefert. Die Brüder Grimm versuchten, die Märchen so rein und echt wie möglich wiederzugeben, im Gegensatz zu früheren Sammlungen, die zu weit von der mündlichen Überlieferung entfernt waren. Jakob und Wilhelm Grimm haben auch die „Deutsche Grammatik“ und das „Deutsche Wörterbuch“ geschrieben, aber sie sind vor allem für ihre Märchensammlungen bekannt. Einige berühmte Psychologen, wie Carl Jung und Sigmund Freud, interessierten sich für die Grimm’schen Märchen. Nach ihrer Auffassung sind Märchen gerade deshalb so beliebt, weil man in Märchen die unbewussten Wünsche der Menschen wiederfinden kann. Und selbstverständlich, weil die Märchen fast immer gut enden.

164 Weiter geht’s


Und so heißt es in den meisten Märchen der Brüder Grimm: „… und sie lebten noch lange glücklich“ oder „… und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute …“

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Welche Märchen der Brüder Grimm sind im Text erwähnt? Welche anderen Grimm’schen Märchen kennst du? Wie heißen die Brüder mit Vornamen und woher kommen sie? Welche Leute haben ihnen die Märchen erzählt? Was meinten die Psychologen Jung und Freud über Märchen?

LEKTION 11 – Weitererzählt 165


Schreib mal was! Welche Märchen sind in der Wortschlange versteckt? ROTKÄPPCHENDORNRÖSCHENHÄNSELUNDGRETELASCHENPUTTELRUMPELSTILZCHENDESKAISERSNEUEKLEIDERSCHNEEWITTCHENDERFROSCHKÖNIGDERGESTIEFELTEKATERDASHÄSSLICHEENTLEINDIEPRINZESSINAUFDERERBSEDERRATTENFÄNGERVONHAMELN

Rumpelstilzchen Vokabeln der Anblick synet brauen brygge/bryggje der Diener tjeneren/tenaren erraten gjette das Feuer ilden/elden der Fuchs reven das Gold gullet die Halskette halskjedet/halskjeda der Hase haren das Männchen liten mann die Mühle mølla der Müller mølleren/møllaren die Not nøden/nauda prahlen skryte schnurren surre, summe spinnen spinne das Spinnrad rokken staunen bli forbauset/forundra das Stroh strået verlangen forlange der Zorn sinnet, vreden/vreiden, harmen

Ein armer Müller hatte eine schöne Tochter. Als einmal der König an seiner Mühle vorbeikam, erzählte ihm der Müller: „Meine Tochter kann Stroh zu Gold spinnen.” Das war aber nicht wahr, der Vater wollte nur prahlen. Der König ließ die Müllerstochter in sein Schloss kommen, führte sie in eine Kammer voll Stroh und gab ihr ein Spinnrad. „Wenn bis morgen früh dieses Stroh nicht zu Gold geworden ist, musst du sterben.“ Damit verschloss er die Tür. Das arme Mädchen weinte vor Angst. Plötzlich öffnete sich die Tür, und ein kleines Männchen kam herein. Es versprach, der Müllerstochter zu helfen, und sie schenkte ihm dafür ihre Halskette. In kurzer Zeit war alles Stroh zu Gold gesponnen. Der König staunte am Morgen sehr, aber nun wollte er noch mehr Gold haben. In der nächsten Nacht sollte das Mädchen wieder Gold spinnen. Wieder half ihr das Männchen, und sie schenkte ihm ihren Ring vom Finger. Das Männchen nahm den Ring, und fing wieder an zu schnurren mit dem Rad, und hatte bis zum Morgen alles Stroh zu glänzendem Gold gesponnen. Der König freute sich bei dem Anblick, war aber noch immer nicht zufrieden, und noch einmal sollte sie eine große Kammer voll Stroh in Gold verwandeln. Diesmal hatte sie nichts mehr, was sie dem Männchen geben konnte. „Du musst mir, wenn du verheiratet bist, dein erstes Kind schenken“, verlangte das Männchen und in ihrer Not versprach sie es. Als der König am nächsten Morgen das viele Gold sah, nahm er die Müllerstochter zur Frau. Nach einem Jahr bekam sie ein schönes Kind. Sie dachte nicht mehr an das Männchen, aber plötzlich stand es an der Tür, um das Kind zu holen. Alles Bitten und Weinen half ihr nichts, das Männchen wollte das Kind haben. Aber es wollte ihr noch drei Tage Zeit lassen. „Wenn du bis dahin meinen Namen weißt, sollst du dein Kind behalten.“ Nun schickte die Königin ihren Diener aus, der sollte ihr alle Namen sagen, die er hörte. Am ersten und zweiten Tag konnte sie den Namen des Männleins nicht erraten. Am Abend des dritten Tages kam der Diener zurück und erzählte: „Tief im Wald, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen, sah ich ein kleines Haus und davor ein Feuer; um das Feuer tanzte ein kleines Männchen und sang: „Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol’ ich der Königin ihr Kind; ach, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“ Da war die Königin froh. Als das Männchen zum dritten Mal kam, fragte sie: „Heißt du Hinz?“ „Nein.“ „Heißt du Kunz?“ „Nein.“ „Heißt du vielleicht Rumpelstilzchen?” Da schrie das Männlein vor Zorn und stieß den rechten Fuß tief in die Erde, dann packte es in seiner Wut den linken Fuß und riss sich selbst mitten entzwei.

166 Weiter geht’s

von den Brüdern Grimm (für Ausländer bearbeitet bei Rosemarie Griesbach)


Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Was erzählt der Müller dem König? Was muss die Tochter tun? Was verspricht die Müllerstochter dem kleinen Männchen? Wo wohnt das Männchen? Wie findet die Müllerstochter seinen Namen heraus? Was passiert am Ende mit Rumpelstilzchen?

Schreib mal was! Bitte das Märchen gründlich lesen und eine Überschrift zu jedem Absatz finden. Vergleiche die Überschriften in der Klasse.

Schreib mal was! Finde in diesem Märchen alle Präteritumsformen im Text und teile sie in zwei Gruppen auf; starke und schwache Verben. Wähle drei Verben aus jeder Gruppe und bilde eigene Sätze.

Sag mal was!

Märchenaufgabe Arbeitet in Gruppen. Versucht das Märchen auswendig zu lernen. Ihr könnt es gern verkürzen/vereinfachen. Präsentiert es der Klasse. Um etwas zu variieren, können die Gruppen verschiedene Sprechweisen benutzen: Gruppe 1: Gruppe 2: Gruppe 3: Gruppe 4:

spannend lustig, lachend traurig, weinend flüsternd

Wissenswertes Die deutsche Märchenstraße Die deutsche Märchenstraße wurde 1975 gegründet. Die Straße führt von Hanau bis nach Bremen, eine Strecke von über 600 Kilometern. Hier liegen die Stationen auf dem Lebensweg der Brüder Grimm und die Plätze, wo die Märchen spielen. An der Märchenstraße findest du zauberhafte Fachwerkstädte, Schlösser, Burgen und viel Kunst und Geschichte, die mit den Märchen der Brüder Grimm zu tun haben. In vielen Orten hat man Märchen, Sagen und Legenden wieder populär gemacht, und es gibt Märchenwochen, Puppenspieltage und Marionettentheater. Oft kann man Märchen­ figuren irgendwo im Ort treffen. Du kannst z. B. Dornröschens Schloss oder Hänsels und Gretels Hexenhaus besuchen. Wenn du die Märchenstraße entlangfährst, ist alles wie im Märchen.

Vokabeln die Burg borgen/borga entlangfahren dra langs die Fachwerkstädte småbyer/ småbyar med hus i bindingsverkstil das Marionettentheater dukketeateret/dokketeateret die Puppe dukken/dokka die Sage sagnet/segna zauberhaft magisk, eventyraktig

LEKTION 11 – Weitererzählt 167


Der alte Großvater und der Enkel Vokabeln die Ecke hjørnet ekeln vemmes/vemjast der Enkel barnebarnet Holz tre kaum knapt, nesten ikke/nesten ikkje der Ofen ovnen/omnen schimpfen kjefte die Schüssel bollen schütten søle seufzen sukke taub døv das Tischtuch bordduken der Ton leira der Trog trauet, karet trüb matt, trist, uklar zittern skjelve zittrig skjelvende/skjelvande

Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tisch saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floss ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen musste sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in eine Schüssel aus Ton und so wenig, dass er nicht einmal satt wurde; da sah er betrübt nach dem Tisch, und die Augen wurden ihm nass. Einmal auch konnten seine zittrigen Hände die kleine Schüssel nicht festhalten, sie fiel zur Erde und ging kaputt. Die junge Frau schimpfte, er sagte aber nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm eine Schüssel aus Holz, daraus musste er nun essen. Wie sie da so sitzen, so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Holzstücke zusammen. „Was machst du da?“, fragte der Vater. „Ich mache einen Trog“, antwortete das Kind, „daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin.“ Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an, fingen endlich an zu weinen, holten sofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete. von den Brüdern Grimm

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Beschreibe, wie der Großvater isst. Wo muss der Großvater beim Essen sitzen? Warum? Was passiert, als seine Schüssel zu Boden fällt? Was macht der Enkel? Wie reagieren die Eltern?

Sag mal was! Diskutiert: Was will uns diese kleine Erzählung der Brüder Grimm sagen?

Das Märchen vom Mädchen und dem Prinzen Vokabeln der Frosch frosken verzaubern fortrylle

Es war einmal ein kleines Mädchen. Das wollte sich in einen Prinzen verlieben. In seiner Schulklasse gab es aber keine tollen Prinzen, bloß gewöhnliche Jungen, die sich nicht für kleine Mädchen interessierten. Die Jungen spielten Fußball, schauten Videos oder machten Computerspiele. Die Großmutter erzählte dem kleinen Mädchen von Fröschen, die eigentlich verzauberte Prinzen seien. Wenn ein Mädchen einmal einen solchen Frosch küsse, so erzählte die Großmutter, sei er befreit und stünde als gut aussehender Prinz vor ihr.

168 Weiter geht’s


Stadtfest: Ein Reiter im historischen Gewand wartet auf den Festumzug, Werben/Elbe, Sachsen-Anhalt

„Megageil!“, rief das kleine Mädchen. Die Großmutter sagte nichts dazu. Entweder kannte sie das Wort nicht, weil es das zu ihrer Zeit noch nicht gegeben hatte, oder sie verstand es nicht richtig, weil sie schwerhörig war. Am nächsten Tag ging das kleine Mädchen gleich nach der Schule zum Dorfteich. Es fing einen schönen grünen Frosch, hielt ihn in der Hand und sagte: „Pass mal auf, Kleiner, gleich geht’s ab!“ Dann schloss es die Augen und küsste den Frosch. Der Frosch zappelte ein wenig, sonst geschah aber nichts. Auch ein zweiter Frosch war nicht der verzauberte Prinz.

Vokabeln faul lat, doven schwerhörig tunghørt/tunghøyrd der Teich dammen zappeln sprelle

Am nächsten Tag ging das Mädchen wieder zum Teich. Diesmal fing es sogar drei Frösche. Leider war wieder kein Prinz dabei. Es folgt nun der Schluss für lesefaule, uninteressierte Jungs: Das Mädchen dachte: Großmütter haben wahrscheinlich keine Ahnung vom Küssen. Es besuchte den Nachbarjungen, der in seinem Zimmer vor dem Computer saß. Sie küsste ihn, aber auch der verwandelte sich nicht in einen Prinzen. Und so lebten sie noch viele Jahre weiter, er vor dem Computer und sie auf der Suche nach dem Märchenprinzen.

LEKTION 11 – Weitererzählt 169


Vokabeln brav flink, skikkelig/skikkeleg einschalten slå på feucht fuktig gefroren frosset/frosen klatschen plaske lernbegierig lærevillig der Quatsch tøys, tull das Rheuma gikten/gikta

Es folgt nun der Schluss für brave und lernbegierige Mädchen: Von nun an ging das Mädchen jeden Tag zum Teich. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Nur im Winter, wenn der Teich gefroren war, blieb es zu Hause und wärmte sich am Ofen. Jahrelang küsste es Frösche, aber es war niemals ein verzauberter Prinz dabei. Mit der Zeit wurde das Mädchen eine Frau und irgendwann bekam sie ganz graue Haare. Später litt sie auch an Rheuma, weil ihre Kleidung am See immer so feucht wurde. Einmal fing die inzwischen alte Frau einen besonders dicken Frosch. „Bist du ein Prinz?“, fragte sie. „Quak!“, antwortete der Frosch. Da sie ihren Hörapparat nicht eingeschaltet hatte, verstand sie nicht „Quak“, sondern „Quatsch“. „Da hast du wirklich recht“, rief die alte Frau, „es ist wirklich Quatsch, so lange auf einen Prinzen zu warten, den es gar nicht gibt.“ Sie warf den dicken Frosch mit Schwung ins Wasser zurück, sodass es laut klatschte. Dann kehrte sie nach Hause zurück. Und wenn sie nicht gestorben wäre, würde sie noch heute ihren Prinzen suchen. Der verzauberte Prinz aber, der wie immer auf einem Stein in der hintersten Ecke des Teiches saß, sprang ins Wasser, schwamm dann wieder an Land und fühlte sich eigentlich auch ungeküsst ganz wohl. aus www.mittelschulvorbereitung.ch (Auszug)

Worum geht’s? 1 Was wollte das kleine Mädchen und was ist das Problem? 2 Was schlägt die Großmutter vor? 3 Wie endet dieses Märchen?

Schreib mal was! Finde zehn Präteritumsformen im Text und teile sie in zwei Gruppen auf; starke und schwache Verben. Wähle drei Verben aus jeder Gruppe und konjugiere sie in Präsens, Präteritum und Präsens Perfekt.

Sag mal was! Welche Ähnlichkeiten hat dieses Märchen mit einem typischen Volks­ märchen? Was unterscheidet es davon?

Schreib mal was! Jetzt sollst du ein modernes Märchen im Präteritum schreiben. Hier sind einige Ratschläge, wie du es machen kannst. 1 Beschreibe die Person, die der Held oder die Heldin in deiner Geschichte ist.

170 Weiter geht’s


2 Erzähle, was die Person möchte, wonach er/sie sich sehnt und was er/sie braucht, um glücklich zu werden. 3 Erzähle, wie und wo der Märchenheld seine/ihre guten Ratschläge bekommt. 4 Wie und wo beginnt die Reise des Helden? 5 Auf dem Weg trifft der Held einen Freund. Beschreibe den Freund. 6 Welche Prüfungen und Hindernisse muss der Held auf seinem/ihrem Weg überwinden? 7 Am Ende erreicht der Märchenheld sein/ihr Ziel. Jetzt musst du diese Stelle beschreiben. 8 Aber hier wohnt der Feind des Helden. Wie ist er? Beschreibe ihn. 9 Zuerst wird der Held vom Feind überwunden. Wie passiert das? Erzähle dann, wie der Freund des Helden kommt, um ihn/sie zu retten. 10 Dann musst du erzählen, wie der Held gegen den Feind ein letztes Mal kämpft. Dieses Mal gewinnt er/sie und bekommt seine/ihre Belohnung. 11 Das Märchen endet so, wie du es möchtest.

Wissenswertes Janosch Janosch (Geburtsname: Horst Eckert) wurde 1931 im ober­­­­­­schlesischen Zabrze, damals Hindenburg, geboren. Bis seine Eltern sich eine eigene Wohnung leisten konnten, wuchs er bei den Großeltern auf. Mit 13 Jahren begann er eine Schmiede- und Schlosserlehre. Nach dem Krieg ging die Familie in den Westen. In Oldenburg arbeitete Janosch in einer Textilfabrik. In München war er einige Probesemester an der Akademie der Künste. Danach war er freier Künstler. 1960 erschien sein erstes Kinderbuch im Verlag Georg Lentz, mit dem er befreundet war und der ihn überredete, den Künstlernamen Janosch anzunehmen. 1975 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München, 1979 den Deutschen Jugendliteratur-Preis. Zu dieser Zeit hat er etwa 100 Kinderbücher geschrieben, und viele davon sind in fast 30 Fremdsprachen übersetzt worden. Er ist einer der bekanntesten deutschen Künstler und Kinder­­­­­­­buchautoren.

Vokabeln der Autor forfatteren/forfattaren befreundet være venn med/vere venn med sich leisten können ha råd til das Probesemester prøve­ semesteret der Schlosser smeden die Schmiede smia überreden overtale

Oh, wie schön ist Panama Es waren einmal ein kleiner Bär und ein kleiner Tiger, die lebten unten am Fluss. Dort, wo der Rauch aufsteigt, neben dem großen Baum. Und sie hatten auch ein Boot. Sie wohnten in einem kleinen, gemütlichen Haus mit Schornstein. „Uns geht es gut“, sagte der kleine Tiger, „denn wir haben alles, was das Herz begehrt, und wir brauchen uns vor nichts zu fürchten. Weil wir nämlich auch noch stark sind. Ist das wahr, Bär?“ „Jawohl“, sagte der kleine Bär, „ich bin stark wie ein Bär, und du bist stark wie ein Tiger. Das reicht.“ Der kleine Bär ging jeden Tag mit der Angel fischen, und der kleine Tiger ging in den Wald Pilze finden. Der kleine Bär kochte jeden Tag das Essen, denn er war ein guter Koch. „Möchten Sie den Fisch lieber mit Salz und Pfeffer, Herr Tiger, oder besser mit Zitrone und Zwiebel?“ „Alles zusammen“, sagte der kleine Tiger, „und zwar die große Portion.“ Als Nachspeise aßen sie geschmorte Pilze und dann Waldbeerenkompott und Honig. Sie hatten wirklich ein schönes Leben unten in dem kleinen, gemütlichen Haus am Fluss …

Vokabeln die Angel fiskestangen/fiskestonga der Bär bjørnen begehren begjære, ønske/ønskje geschmort stekt/steikt der Honig honningen der Koch kokken die Nachspeise desserten der Pilz soppen der Schornstein skorsteinen der Waldbeerenkompott skogsbærkompotten zwar riktignok/rett nok die Zwiebel løken

von Janosch

LEKTION 11 – Weitererzählt 171


Sag mal was!

Vor dem Text Ein Vater und sein Sohn sind spät am Abend unterwegs. Der Junge ist krank und hat Fieberfantasien. Der Vater hat Angst um sein Kind und braucht einen Arzt. Was glaubst du, wird passieren?

Erlkönig Vokabeln ächzend sukkende, stønnende/ sukkande, stønnande bang redd bergen gjemme/gøyme, skjule das Blatt bladet der Erlkönig alvekongen geschwind rask, fort die Gestalt skikkelsen die Gewalt volden/valden das Gewand klærne/kleda der Knabe gutten/guten das Leid lidelsen, smerten/lidinga, smerta mit Müh und Not med nød og neppe/med naud og neppe der Nebelstreif tåkestripen/ tåkestripa säuseln suse der Schweif halen wiegen her: vogge

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm. „Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?" Siehst Vater, du den Erlkönig nicht? Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? „Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif." „Du liebes Kind, komm, geh mit mir! Gar schöne Spiele spiel ich mit dir; Manch bunte Blumen sind an dem Strand, Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, Was Erlenkönig mir leise verspricht? „Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind; In dürren Blättern säuselt der Wind." „Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn? Meine Töchter sollen dich warten schön; Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort Erlkönigs Töchter am düstern Ort? „Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau: Es scheinen die alten Weiden so grau." „Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.“ Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids getan! Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind, Er hält in den Armen das ächzende Kind, Erreicht den Hof mit Mühe und Not; In seinen Armen das Kind war tot.

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von Johann Wolfgang von Goethe


Worum geht’s? 1 2 3 4

Wo spielt die Handlung? Beschreibe die Personen? Wo reiten sie hin? Wie endet das Gedicht?

Schreib mal was! Übersetze das Gedicht ins Norwegische.

Du bist dran!

Rollenspiel Arbeitet zu dritt und schreibt das Gedicht von Goethe in ein Drama um. Spielt das Drama der Klasse vor. Rollen: der Erlkönig, das Kind und der Vater.

LEKTION 11 – Weitererzählt 173


Von der Stadtmaus und der Feldmaus Vokabeln allerlei all slags, alt mulig/mogleg die Eichel eikenøtta die Feldlöchlein jordhullet/jordholet die Feldmaus markmusa fressen spise, ete die Gerste bygg (kornsort) sich gütlich tun nyte noe/noko köstlich lekker das Loch hullet/holet die Mausefalle musefella nirgends ikke noe sted/ikkje nokon stad die Nuss nøtta schaffen her: skaffe schier ren/rein, skjær der Schlüssel nøkkelen die Sorge bekymringen/bekymringa der Speck spekket, flesket die Speise maten der Überfluss overfloden/overfloda

Eine Stadtmaus ging spazieren und kam zu einer Feldmaus. Die tat sich gütlich an Eicheln, Gersten, Nüssen und woran sie konnte. Aber die Stadtmaus sprach: „Was willst du hier in Armut leben! Komm mit mir, ich will dir und mir genug schaffen von allerlei köstlicher Speise.“ Die Feldmaus zog mit ihr hin in ein herrlich schönes Haus, darin die Stadtmaus wohnte, und sie gingen in die Kammern, die voll waren von Fleisch, Speck, Würsten, Brot, Käse und allem. Da sprach die Stadtmaus: „Nun iss und sei guter Dinge. Solcher Speise habe ich täglich im Überfluss.“ Da kam der Kellner und rumpelte mit den Schlüsseln an der Tür. Die Mäuse erschraken und liefen davon. Die Stadtmaus fand bald ihr Loch, aber die Feldmaus wusste nirgends hin, lief die Wand auf und ab und gab schon ihr Leben verloren. Da der Kellner wieder hinaus war, sprach die Stadtmaus: „Es hat nun keine Not, lass uns guter Dinge sein.“ Die Feldmaus antwortete: „Du hast gut reden, du wusstest dein Loch fein zu treffen, derweil bin ich schier vor Angst gestorben. Ich will dir sagen, was meine Meinung ist: Bleib du eine Stadtmaus und friss Würste und Speck, ich will ein armes Feldmäuslein bleiben und meine Eicheln essen. Du bist keinen Augenblick sicher vor dem Kellner, vor den Katzen, vor so vielen Mäusefallen, und das ganze Haus ist dir feind. Von alldem bin ich frei und bin sicher in meinem armen Feldlöchlein.“ Wer reich ist, hat viel Sorge. von Martin Luther

Die Nachtigall Vokabeln die Nachtigall nattergalen der Spatz spurven/sporven vergeuden sløse (bort) verletzen såre

Eines Tages wurde die Nachtigall krank und sang nicht mehr. Da sagten die Spatzen: „Sie ist nicht krank. Sie ist bloß faul.“ Das verletzte die Nachtigall. Sie begann wieder zu singen. „Hatten wir nicht recht?“, sagten die Spatzen. Aber die Nachtigall vergeudete ihre letzten Kräfte und starb. Da sagten die Spatzen: „Warum singt sie denn, wenn sie krank ist?“ von Aesop

Der Löwe und die Maus Vokabeln flehen be, bønnfalle, trygle das Gebrüll brølet großzügig sjenerøs, storsinnet/ storsinna die Tatze poten, labben verschonen skåne der Zwerg dvergen

Eine Maus lief über die Tatzen eines schlafenden Löwen. Der Löwe erwachte und ergriff die Maus, um sie zu fressen. Da flehte die Maus: „Großer König der Tiere, verschone mich! Deinen Hunger stillen kann ich nicht, dazu bin ich zu klein. Und gefährlich werden kann ich dir auch nicht. Lass mich bitte am Leben! Vielleicht kann ich dir eines Tages sogar nützlich sein, das kann man nie wissen.“ Der Löwe musste bei der Vorstellung lachen, dass ein so schwacher Zwerg ihm einmal helfen oder nützen könnte. Großzügig ließ er die Maus laufen. Ein paar Tage später geriet er in das Fangnetz eines Jägers. Mit aller Kraft wollte er sich befreien. Sein Gebrüll dröhnte durch den Wald. Die Maus hörte es. Sie eilte zum gefangenen Löwen. Mit ihren kleinen Zähnen nagte sie die Stricke durch, mit denen der Löwe gefesselt war. Bald war der Löwe befreit. von Aesop

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Wissenswertes Die Fabel In einer Fabel spielen Tiere und nicht Menschen die Hauptrolle. Ab und zu handeln Fabeln auch von Pflanzen oder Gegenständen. Eine Fabel hat immer eine Moral, und sie werden erzählt, damit die Zuhörer etwas lernen. Die Tiere in einer Fabel haben mensch­ liche Eigenschaften und sprechen und handeln genau, wie die Menschen es tun. Einige sind schlau, böse oder eitel, während andere nett und lieb sind. Wenn die Fabel über schlaue, eitle oder bösartige Tiere erzählt, sind immer wir Menschen gemeint. Der Leser soll sich überlegen: Bin ich wie dieser Fuchs, dieser Rabe oder dieser Wolf?

Vokabeln

Kleine Fabel

bösartig slem eitel innbilsk der Fuchs reven der Rabe ravnen/ramnen schlau lur, slu der Zuhörer tilhøreren/tilhøyraren

„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie. von Franz Kafka

Worum geht’s? 1 Wer spielt immer die Hauptrolle in Fabeln? 2 Was ist die Moral in den Fabeln?

Du bist dran!

Rollenspiel Arbeitet zusammen in kleineren Gruppen. Wählt ein Märchen oder eine Fabel aus. Schreibt Repliken und lernt sie auswendig. Sucht Kostüme zusammen und spielt euer Stück der Klasse vor. LEKTION 11 – Weitererzählt 175


Zungenbrecher Vokabeln bestimmt sikkert der Blinker blinklyset das Ferkel grisungen das Futter fôret der Hase haren kühn modig der Metzger slakteren/slaktaren der Rasen plenen rasen rase, gå fort die Robbe selen robben humpe som en sel/ein sel der Trottel idioten Ulm by i Tyskland die Ulme alm (treslag) wetzen slipe

Fischers Fritz fischt frische Fische. Frische Fische fischt Fischers Fritz. Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach. Wenn Robben hinter Robben robben, robben Robben Robben nach. Fünf Ferkel fressen frisches Futter. Am dritten Mai um zwei haben alle drei frei. Der Metzger wetzt das Metzgermesser. Spanier lieben spannende Spiele. Wenn Hasen über den Rasen rasen, rasen Hasen über den Rasen. Wenn du links blinkst, blinkt bestimmt der linke Blinker. In Ulm und um Ulm herum stehen lauter Ulmen rum. Wenn du Trottel zu mir Trottel nochmals Trottel sagst, sag ich Trottel zu dir Trottel so lange Trottel, bis du Trottel zu mir Trottel nie mehr Trottel sagst, du Trottel! Kühne Kühe küssen kühler.

Sag mal was!

Aussprache 1 Wähle drei Zungenbrecher und lerne sie auswendig. Trage sie der Klasse vor. 2 Arbeitet in Dreiergruppen. Wählt die passenden Zungenbrecher und macht einen Rap.

176 Weiter geht’s


Mauerpark, Berlin-Prenzlauer Berg

Sprüche und Graffiti Auf Pultdeckeln, in Schülerheften und an Betonwänden kann man Graffitisprüche lesen. Sie sind lustig oder nicht, unsinnig, politisch oder philosophisch. Wer arbeitet, macht Fehler. Wer viel arbeitet, macht viele Fehler. Ich mache nie Fehler.

Vokabeln die Betonwand betongveggen das Heft heftet (skriveboka) der Pultdeckel pultlokket der Spruch uttrykket, utsagnet/ utsegna, ordspråket der Traum drømmen/draumen unsinnig tullete, dum

Alle wollen zurück zur Natur – aber nicht zu Fuß. Es ist Montagmorgen, zehn nach acht, und die Woche will wieder kein Ende nehmen. Morgenstund ist ungesund. Träume nicht dein Leben. Lebe deinen Traum. Nieder mit den Alpen, freie Sicht aufs Mittelmeer! LEKTION 11 – Weitererzählt 177


Schreib mal was! Schreibe deine eigenen Grafittisprüche oder finde norwegische Graffiti­ sprüche, die du ins Deutsche übersetzt.

Schreib mal was!

Sprichwörter Bitte den Anfang und das Ende richtig kombinieren: 1 Kein Rauch … 2 Besser der Spatz in der Hand … 3 Reden ist Silber … 4 Viele Köche … 5 Ein Unglück ... 6 Alte Liebe … 7 Hunger ist ... 8 Übung macht ... 9 Morgenstund hat ... 10 Wenn die Katze aus dem Haus ist … 11 Ende gut … 12 Wer nicht wagt … 13 Wer anderen eine Grube gräbt … 14 Die Katze ... 15 Jeder kehre … 16 Man muss das Eisen schmieden …

a) … solange es warm ist. b) … verderben den Brei. c) … der beste Koch. d) … Gold im Mund. e) … tanzen die Mäuse auf dem Tisch. f) … ohne Flamme. g) … schweigen ist Gold. h) … alles gut. i) … fällt selbst hinein. j) … als die Taube auf dem Dach. k) … im Sack kaufen. l) … vor seiner Tür. m) … den Meister. n) … rostet nicht. o) … der nicht gewinnt. p) … kommt selten allein.

Sag mal was! 1 Wie heißen diese Sprichwörter auf Norwegisch? 2 Kennst du typisch norwegische Sprichwörter, die du auf Deutsch sagen kannst?

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Schreib mal was!

Redensarten Was passt zusammen? Ordne diesen Redensarten die richtigen Bedeutungen zu.

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

1 Er hat einen Vogel. a) Er macht keine Unterschiede. 2 Er hat sich verknallt. b) Er geht los. 3 Er wirft alles in einen Topf. c) Er ist verliebt. 4 Er malt den Teufel an die Wand. d) Er ist verrückt. 5 Er macht sich auf die Socken. e) Er lässt sie mit einem Problem allein. 6 Er spielt ihm einen Streich. f) Er läuft davon. 7 Er lässt sie im Stich. g) Er macht sich einen Spaß mit ihm. 8 Er macht sich aus dem Staub. h) Er sagt, es passiere Schlimmes. 9 Er hilft ihr auf die Sprünge. i) Er vertauscht die Rollen. 10 Er dreht den Spieß um. j) Er zeigt ihr, wie man das macht.

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

die Fabel das Märchen die Prinzessin die Hexe der Frosch

Es war einmal … Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute Ich erzähle ein Märchen Ende gut, alles gut Die Prinzessin und das halbe Königreich Er hat einen Vogel Ein Unglück kommt selten allein Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Selbstbewertung nach Lektion 11: Siehe Seite 309.

LEKTION 11 – Weitererzählt 179


Berlin-Kreuzberg


LEKTION 12

Multikulti SCHWERPUNKTE Das multikulturelle Deutschland Vorurteile und Rassismus

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LÆREPLANMÅL • forstå innhaldet i lengre skriftlege og munnlege autentiske tekstar i ulike sjangrar • delta i spontane samtalar om ulike tema og aktuelle emne • bruke ord, setningsoppbygging og tekstbindingsformer målretta og variert • drøfte sider ved daglegliv, tradisjonar, skikkar og levemåtar i språkområdet og i Noreg • drøfte sider ved livsvilkår og aktuelle samfunnsforhold i språkområdet • beskrive sentrale sider ved kulturen i språkområdet og gi uttrykk for opplevingar knytte til dette • drøfte korleis språkkunnskapar og kulturinnsikt kan fremje fleirkulturelt samarbeid og forståing

Was fällt dir dazu ein? Was ist positiv an einer bunten Gesellschaft? Was bedeutet Rassismus und Anti-Rassismus für dich? Welche Beispiele für Rassismus gibt es in deinem Umfeld? Wie kann man Vorurteile und Rassismus bekämpfen?

Multikulturelles Deutschland Vokabeln ablehnen avvise die Bevölkerungszusammensetzung befolkningssammensetningen/befolkningssamansetjinga bunt fargerik ehemalig tidligere/tidlegare der Einwanderungsstopp innvandringsstoppen der Gastarbeiter fremmedarbeideren/framandarbeidaren das Heimatland hjemlandet/ heimlandet der Hintergrund bakgrunnen multikulturell flerkulturell/ fleirkulturell die Unterstützung støtten, hjelpen/ støtta, hjelpa der Weltkrieg verdenskrigen/ verdskrigen der Wiederaufbau gjenoppbyggingen/gjenoppbygginga wirtschaftlich økonomisk das Wirtschaftswunder det økonomiske underet

Wie ist eigentlich die Bevölkerungszusammensetzung in Deutschland heute? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir etwa 50 Jahre zurückgehen. Das „Wirtschaftswunder“ in der BRD in den 1950er- und 1960er-Jahren war der Grund dafür, dass Millionen von Arbeitern, oft Gastarbeiter genannt, nach Deutschland kamen. Sie kamen aus Süd- und Südosteuropa. Mit dem Begriff „Wirtschaftswunder“ meint man den schnellen wirtschaftlichen Wiederaufbau der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Fabriken wurden auf den neuesten technischen Stand gebracht, die D-Mark wurde eingeführt, und Deutschland bekam finanzielle Unterstützung durch den MarshallPlan der US-Amerikaner. Bis zum Ende der 1950er-Jahre entwickelte sich Deutschland zu einer der führenden Wirtschaftsnationen. Bis zum Einwanderungsstopp im Jahre 1973 kamen etwa 14 Millionen ausländische Arbeitskräfte nach Deutschland. 11 Millionen fuhren aber ins Heimatland zurück. Die anderen blieben in Deutschland, und viele von ihnen holten ihre Familien nach. Die ersten Gastarbeiter kamen aus Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Später kamen auch viele Jugoslawen und vor allem Türken. Heute leben mehr als sieben Millionen Ausländer in Deutschland. Über die Hälfte kommen aus der Türkei, dem ehemaligen Jugoslawien und Italien. Viele dieser Ausländer sind sehr gut integriert. Sie sprechen perfekt Deutsch, haben deutsche und ausländische Freunde und leben und arbeiten in einer bunten Gesellschaft. Andere möchten nicht ihre ursprüngliche Kultur und ihren Hintergrund aufgeben und lehnen ein neues integriertes Leben in Deutschland mehr oder weniger ab. Es gibt Ausländer in Deutschland, die die deutsche Sprache nicht

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Kottbusser Tor, Berlin-Kreuzberg

Wissenswertes Deutsche Staatsbürgerschaft Wer sich mindestens acht Jahre rechtmäßig in Deutschland aufgehalten hat, kann die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben. Ausländer müssen dann in der Regel ihre bisherige Staatsbürgerschaft aufgeben. Kinder, die in Deutschland geboren werden, erhalten die doppelte Staatsbürgerschaft auf Zeit. Mit 18 Jahren müssen sie sich dann für eine Staatsbürgerschaft entscheiden.

Vokabeln aufhalten oppholde/opphalde erhalten få erwerben få, skaffe seg rechtmäßig rettmessig

beherrschen, die keine Deutschen kennen oder in Deutschland keine Arbeit finden. Sie leben in ihrer eigenen Kultur in Deutschland. Für Kinder und Jugendliche ist es oft schwierig, innerhalb von zwei Kulturen zu leben. Zu Hause ist die türkische Kultur vorherrschend, und in der Schule und mit den Freunden leben sie in der deutschen Kultur. Das bedeutet natürlich eine große Herausforderung, sowohl für die Eltern als auch für die Jugendlichen.

Vokabeln die Herausforderung utfordringen/ utfordringa vorherrschend dominerende/ dominerande

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Wann kamen die ersten Gastarbeiter nach Deutschland? Aus welchen Ländern kamen die ersten ausländischen Arbeiter? Ungefähr wie viele Ausländer leben heute in der Bundesrepublik? Aus welchen Ländern kommen heute die meisten Ausländer? Warum kann es schwierig sein, als Jugendlicher mit ausländischen Eltern in Deutschland aufzuwachsen?

LEKTION 12 – Multikulti 183


Buntes Berlin Vokabeln begehrt populært, etterspurt/ etterspurd berichten fortelle, berette/fortelje bzw. (beziehungsweise) eller das Gemisch blandingen/blandinga das Gewürz krydderet der Hausbesetzer husokkupanten der Hausbesitzer huseieren/ huseigaren die Kichererbsen kikertene manche noen, en del/nokre, ein del der Maulbeerbaum morbærtreet die Migranten innvandrerne/ innvandrarane niedrig lav/låg die Stadtführerin byguiden (kv.) umgeben kranse, omgi das Vorurteil fordommen zerfallen forfalle

Drei junge deutsch-türkische bzw. kurdische Frauen, die im Berliner Stadtteil Kreuzberg leben, laden Jugendgruppen, Schulklassen und Familien aus dem Bundesland Brandenburg in ihr Stadtviertel ein. Die Besucher kommen aus einem kleinen Ort in Brandenburg. Der Ort hat ein paar tausend Einwohner. Schülerinnen und Schüler von der Gesamtschule Petershagen fahren eine Stunde mit S-Bahn oder U-Bahn, und dann sind die Jugendlichen in einer für sie fremden Welt. Sie sind in Kreuzberg, einem Stadtteil von Berlin. Hier wohnt die „Multikulti“-Gesellschaft. In Kreuzberg leben 160 000 Menschen aus hundert Nationen. Fast ein Drittel sind Migranten, die meisten von ihnen Türken oder mit türkischer Herkunft. Darum wird Kreuzberg auch „Klein-Istanbul“ genannt. Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Keiner der Schüler aus Brandenburg war schon mal hier. Alle haben Vorurteile oder irgendeine ungenaue Vorstellung vom Leben und von den Leuten in Kreuzberg: „Die meisten haben eine andere Religion als wir Europäer“, meint der 15-jährige Falk. „Überall gibt es Graffiti an den Wänden“, hat die 14-jährige Stefanie im Fernsehen gesehen. Der 16-jährige Michael hat von Straßengangs gehört. Stadtführerin Nadja führt ihre Schülergruppe ins Kreuzbergmuseum. Vor einem Modell des Stadtteils mit allen Häusern und Straßenzügen erklärt sie den Schülern die Geschichte ihres Stadtteils. In den sechziger Jahren brauchte Deutschland Arbeitskräfte aus dem Ausland, die sogenannten Gastarbeiter. Die Mieten in Kreuzberg waren niedrig, weil die Wohnungen von Deutschen nicht so begehrt waren, erklärt Nadja. Denn viele Häuser standen ziemlich nahe an der Berliner Mauer. Ein Teil von Kreuzberg war sogar von drei Seiten von der Mauer umgeben. Nadja berichtet auch von den Studenten, die hier billige Wohnungen suchten. Und von den Hausbesitzern, die ihre Gebäude zerfallen und leer stehen ließen. Damals begann die wilde Zeit der Kreuzberger Hausbesetzer. Junge Leute zogen gegen den Willen der Besitzer in die leer stehenden Häuser. Hausbesetzer gibt es heute nicht mehr, dafür aber ein buntes Gemisch von Geschäften, Galerien und Werkstätten. Nadja führt ihre Gäste in einen Spezialitätenladen mit ungewöhnlichen Gewürzen, Gemüse- und Obstsorten. Sie verteilt Kichererbsen zum Probieren. So richtig begeistert sind die Brandenburger nicht. „Schmeckt eigenartig“, sagen sie. Um die Ecke, in einem türkischen Café, gibt es Tee. Falk, Anika und die anderen können sich dort endlich einmal setzen. „Manche Teesorten kannte ich nicht“, erzählt Stefanie. „Das hat gut geschmeckt, besonders der Apfeltee.“ Von Nadja hören sie, dass Frauen selten in das Café gehen. Hier treffen sich eher die türkischen Männer, um zu reden, Tee zu trinken oder Brettspiele zu spielen. Ein paar Meter vom Eingang des Cafés entfernt lernen die Schüler noch etwas über die wechselvolle Geschichte des Stadtteils: „Stolpersteine“ auf dem Fußweg erinnern an Juden, die in Kreuzberg gewohnt haben und im Dritten Reich deportiert und getötet wurden. Weiter geht’s zum Oranienplatz: Dort haben vor drei Jahrhunderten französische Hugenotten gelebt. Sie haben Maulbeerbäume gepflanzt, die heute noch stehen. Der Platz ist so groß, das Nadja mit ihren Gästen einen türkischen

184 Weiter geht’s


Hochzeitstanz üben kann: Alle fassen sich an und drehen sich zur Musik im Kreis hin und her. Drei Jungs finden das blöd. Sie setzen sich lieber auf eine Parkbank. Eine kleine Pause für die Brandenburger, die nach knapp vier Stunden Kreuzberg-Tour ziemlich geschafft sind. Einfach sitzen und sich dort mit Bekannten treffen, das machen auch andere auf dem Oranienplatz – zum Beispiel türkische oder arabische Männer. Ein paar Meter neben dem Oranienplatz gibt es einen neu gestalteten Park – früher war dort die Berliner Mauer. Einige Reste davon hat man zur Erinnerung im Boden gelassen. Dann erleben die Schüler eine große Überraschung: Pferde und Ziegen mitten in der Großstadt. Sie gehören zu einem Kinderbauernhof, den es bereits seit Jahrzehnten gibt, mitten zwischen alten Häusern. Von hier geht es in eine Moschee: Ein altes Hinterhofhaus, das von außen wie alle anderen Gebäude aussieht. Innen befinden sich meterhohe Räume. Die Schüler müssen ihre Schuhe ausziehen, bevor sie den Raum betreten. Innen darf nur leise gesprochen werden, denn hier treffen sich einige Männer zum Gebet. Nadja und eine türkische Freundin erklären die Sitten und Gebräuche, dann geht es wieder ins Freie.

Vokabeln die Begegnung møtet bereits allerede/allereie, alt die Erinnerung erindringen, minnet das Gebet bønnen/bønna der Gebrauch bruken, skikken gestalten lage, skape das Hinterhofhaus bakgårdshuset/ bakgardshuset der Hochzeitstanz bryllupsdansen/ bryllaupsdansen der Kreis sirkelen, ringen leise stille, lav/låg die Moschee moskeen das Resümee resymeet die Sitte skikken ständig ofte, stadig die Ziege geita

Letzte Station ist ein türkisches Restaurant. Es liegt nur ein paar Meter von der Hochbahntrasse entfernt, auf der die U-Bahn in Kreuzberg verläuft. Ziemlich hektisch ist es hier: viele Menschen, viele Autos. Die Brandenburger Schüler ziehen ein Resümee: Michael hatte keine Begegnung mit Straßengangs. Und: „Ich dachte, es kommen ständig kleine Kinder an und wollen was von mir, aber das LEKTION 12 – Multikulti 185


Baumhaus an der Mauer, Berlin-Kreuzberg

Vokabeln beseitigen fjerne das Reihenhaus rekkehuset/ rekkjehuset

war gar nicht so“, meint er. Und Falk meint: „Die leben doch so wie wir.“ Anika findet, dass das Projekt viele Vorurteile beseitigt hat: „Ich dachte, in Kreuzberg laufen ganz viele Punks herum.“ Doch dafür hätte sie wahrscheinlich vor zehn oder 15 Jahren dorthin kommen müssen. Toll findet sie die großen alten Häuser. „Bei uns gibt es nur Einfamilien- und Reihenhäuser.“ Oliver fand besonders den Park neben dem Oranienplatz interessant. Er möchte gern mit Freunden wieder nach Kreuzberg kommen, um sich alles noch einmal in Ruhe anzuschauen.

von Klaus Martin Höfer (etwas vereinfacht)

Worum geht’s? 1 2 3 4

Wohin fahren die Schüler aus Brandenburg? Warum fahren sie dorthin? Welche Orte besuchen sie? Welche Vorurteile hatten die Schüler, bevor sie nach Kreuzberg fuhren? 5 Warum glaubst du, haben die Schüler diese Vorurteile? 6 Wie fanden sie das, was sie erlebt haben? 7 Was will uns dieser Text sagen?

Sag mal was! 1 Wie kann man das Wort „Vorurteile“ erklären? 2 Welche Vorurteile kennst du aus deinem Heimatort?

186 Weiter geht’s


Sag mal was! Diskutiert die Aussage: „Das, was ich nicht kenne, macht mir Angst.“

Mein Name ist Mensch Mein Name ist Mensch Ich habe viele Väter Und ich habe viele Mütter Und ich habe viele Schwestern Und ich habe viele Brüder Meine Väter sind schwarz Und meine Mütter sind gelb Und meine Brüder sind rot Und meine Schwestern sind hell Und ich bin über zehntausend Jahre alt Und mein Name ist Mensch

von Ralph Möbius (Auszug)

Worum geht’s? 1 Was kann der Autor mit dem Satz „Mein Name ist Mensch“ gemeint haben? 2 Warum stehen alle Substantive im Plural? 3 Was bedeutet es, dass er 10 000 Jahre alt ist? 4 Wie findest du das Gedicht?

Schreib mal was! Bitte das Gedicht „Mein Name ist Mensch“ ins Norwegische übersetzen.

Spur im Sand Ging da ein Weißer, ein Schwarzer ein Roter? Der Sand sagt: Ein Mensch

von Hans Baumann

Sag mal was! 1 Was haben die beiden Gedichte gemeinsam? 2 Was ist die Moral in diesen kurzen Texten?

LEKTION 12 – Multikulti 187


Ein Christbaum zu viel Vokabeln behutsam forsiktig der Brauch tradisjonen der Brocken biten brummeln brumme der Christbaum juletreet dabei samtidig deuten her: peke/peike der Dienst tjenesten/tenesta der Entschluss beslutningen/ avgjerda die Fensterscheibe vindusruten/ vindaugsruta die Fichte furua der Flur gangen der Gehsteig fortauet das Gerät apparatet, her: red­ skapet/reiskapen der Haufen haugen der Karren kjerra, vogna der Kippwagen tralla der Moslem (der Muslim) muslimen die Mühe anstrengelsen/møda die Nachbarschaft nabolaget die Ölheizung oljefyren die Schaufel spaden schaufeln måke schleppen bære/bere schmücken smykke, pynte schmuddelig skitten/skiten der Tannenbaum grana trommeln tromme unten nede der Weihnachtsbaum juletreet das Zeichen tegnet/teiknet zerhacken hakke i stykker/hakke i sund

188 Weiter geht’s

„Erika!“, rief Herr Peschke, als er seine Frau mit einem Weihnachtsbaum ankommen sah. „Wer hat dir aufgetragen, Erika, einen Baum zu kaufen?“ „Ich dachte ...“, sagte Frau Peschke und schleppte die Fichte in die Wohnung, „ich dachte, es ist höchste Zeit und wollte dir die Mühe abnehmen.“ „Zu spät“, erwiderte Herr Peschke. „Ich habe mir die Mühe bereits gemacht." Er deutete auf einen Tannenbaum, der neben der Garderobe lehnte. „Jetzt haben wir zwei.“ Frau Peschke blickte ratlos von einem Baum zum anderen und sagte: „Aber wir brauchen doch nur einen.“ Da nickte Herr Peschke und brummelte: „Du hast es erfasst.“ „Ich bringe das sofort in Ordnung“, erklärte die Frau. „Den einen verkaufen wir in der Nachbarschaft.“ Frau Peschke klingelte bei Lohmanns, aber Lohmanns hatten schon einen Christbaum. Sie versuchte es bei Hofmeisters, bei Walbergs, bei Blaumers ... niemand konnte ihren Baum gebrauchen. „Ist doch klar“, ärgerte sich Herr Peschke. Einen Tag vor Weihnachten wirst du keinen Christbaum mehr los. „Und jetzt?“, fragte Frau Peschke. „Jetzt wird er zerhackt.“ Herr Peschke trommelte verärgert an die Fensterscheibe und überlegte, was man mit einem zerhackten Tannenbaum anfängt, wenn man eine Ölheizung hat. Herr Peschke trommelte heftiger und blickte dabei auf die Straße. Unten schob der Schneeräumer den Großstadtschnee zu schmuddeligen Haufen an den Gehsteig. Ein Arbeiter schaufelte die schweren Brocken in einen Kippwagen. „Ein Türke“, sagte Herr Peschke und deutete auf den fremdländisch aussehenden Mann mit der Schneeschaufel. „Bei der städtischen Straßenreinigung haben sie fast nur noch Türken.“ Plötzlich stellte Herr Peschke sein Trommeln ein. Er hatte einen raschen Entschluss gefasst: „Der Türke da unten“, erklärte er seiner Frau, „kriegt unseren zweiten Christbaum. Dann sind wir ihn los.“ Er ging auf den Flur, packte den Baum, den seine Frau gekauft hatte, und trug ihn vor die Haustür. Von dort aus rief er den Türken und machte ihm Zeichen, näherzukommen. Der Mann stieß seine Schaufel in den bräunlichen Schneeberg und kam ans Haus. „Da“, sagte Herr Peschke, „den schenk ich dir – Christbaum, verstehst du? Den kannst du dir schmücken.“ Der türkische Arbeiter verstand nicht, was Herr Peschke sagte. Er verstand nur so viel, dass er einen Baum geschenkt bekommen sollte. Er hatte gesehen, dass solche Bäume überall in der Stadt verkauft wurden. Das war ein Brauch, gut ... Aber was sollte er selbst mit einem Christbaum? Er hatte nicht die gleiche Religion wie die Leute in diesem Land. Er war ein Moslem und feierte nicht Weihnachten. „Da“, drängte Herr Peschke, „nimm ihn!“ Der Türke konnte sich in der ihm fremden Sprache nicht ausdrücken. Wie sollte er erklären, dass er den Baum nicht gebrauchen konnte? Es kam ihm unhöflich vor, einfach den Kopf zu schütteln oder eine abwehrende Handbewegung zu machen. Deshalb nickte er ein bisschen verlegen, sagte: „Danke schön, dank“ und trug die Fichte behutsam zu seinem Schneekarren. Herr Peschke ging zufrieden in seine Wohnung zurück. Der türkische Arbeiter schaufelte den restlichen Schneedreck auf und zog dann ein Stück weiter. Als der Dienst zu Ende war, schoben die Männer von der Straßenreinigung die Karren zusammen und legten ihre Geräte auf einen Lastwagen. Die deutschen Arbeiter lachten, als sie den Türken mit dem Tannenbaum sahen. Sie sagten: „Gut, gut! Du auch Christbaum. Du bald richtiger Deutscher.“ Der Türke nickte freundlich, schulterte seinen Baum und machte sich auf den Heimweg. Im Bus bekam er einen Sitzplatz; den Christbaum nahm er zwischen die Knie. Die Frau ihm gegenüber betrachtete


ihn eine Weile interessiert, dann fragte sie: „Ist der Weihnachtsbaum für deine Kinder?“ „Nix versteh“, sagte er und hob die Schultern. „Baum“, sagte die Frau. „Ja, Baum“, antwortete er. Da kramte sie in ihrer Tasche und holte zwei Päckchen Lametta heraus. „Da, zum Schmücken.“ „Danke schön, dank“, sagte der Türke. Als er vor seiner Unterkunft im Barackenlager angelangt war, blieb er unschlüssig stehen. Den Christbaum hielt er unterm Arm. Ich werfe ihn weg, entschied er. Aber er kam nicht dazu, denn die Frau des Verwalters trat aus dem Haus. „Christbaum, schön!“, rief sie erfreut. Sie packte den Baum, schleifte ihn in die Unterkunft und beschaffte in kürzester Zeit einen Christbaumständer und Kerzen. Der Türke zog die zwei Päckchen Lametta aus der Tasche und sah zu, wie die Frau Kerzen aufsteckte und Silberfäden an die Zweige hängte. Bald darauf kamen auch seine Kameraden von der Arbeit. Er wusste nicht, wie sie es aufnehmen würden, dass ein Christbaum in der Bude stand. Deshalb sagte er nicht, dass er es war, der ihn mitgebracht hatte. Aber der Baum störte sie nicht. Sie betrachteten ihn und zuckten mit den Schultern. Am Weihnachtsabend schlenderten die türkischen Arbeiter durch die menschenleeren Straßen zum Hauptbahnhof. Dort trafen sie Landsleute wie meistens in der Freizeit. Später saßen sie noch in der Baracke zusammen. Da stand der geschmückte Baum, aber seine Kerzen zündeten sie nicht an. Sie tranken Raki, ihren heimatlichen Schnaps, und sprachen von ihren Frauen und Kindern in der Türkei. Und einer sagte: „Ich weiß nicht, was besser ist: in einem reichen Land so fremd sein wie wir oder in der Heimat leben so arm wie die anderen.“ Zur gleichen Stunde strahlten bei Peschke die Kerzen am Weihnachtsbaum. „Jetzt“, sagte Herr Peschke, „sitzt der Türke unter unserm zweiten Christbaum.“ „Der wird froh sein“, erwiderte Frau Peschke. „Ohne uns hätte er vielleicht keinen.“ „Es war ein gutes Werk“, sagte Herr Peschke. „An Weihnachten muss man auch für die Fremden ein Herz haben.“

Vokabeln anlangen ankomme/komme das Barackenlager brakkebyen die Bude kåken der Christbaumständer juletrefoten das Lametta glitteret das Päckchen liten pakke der Raki tyrkisk alkohol schlendern slentre der Schnaps drammen mit den Schultern zucken trekke/ trekkje på skuldrene der Silberfaden sølvtråden die Unterkunft bostedet, over­­ nattingsstedet/bustaden, over­nattingsstaden der Verwalter forvalteren/ forvaltaren der Zweig greina

von Tilde Michels

Worum geht’s? 1 Welches Problem hat das Ehepaar Peschke am Anfang der Geschichte? 2 Welchen Beruf hat der Türke? 3 Wo wohnt er? 4 Was erfährst du über seine Familie? 5 Warum möchte der Türke eigentlich keinen Weihnachtsbaum? 6 Wie fühlen sich Herr und Frau Peschke am Ende der Geschichte? 7 Was sagt der Text über das Verhältnis zwischen Menschen in einer multikulturellen Zeit?

Schreib mal was! Der Türke schreibt einen Brief an seine Frau und erzählt von seinem Erlebnis mit dem Weihnachtsbaum. Schreibe die Geschichte aus seiner Sicht.

LEKTION 12 – Multikulti 189


Du bist dran!

Rollenspiel Verteilt die Rollen unter euch und spielt die Kurzgeschichte als Theaterstück nach. Rollen: Herr Peschke Frau Peschke Einige Nachbarn vom Ehepaar Peschke Der Türke, der den Weihnachtsbaum bekommt Die Frau im Bus Einige türkische Kollegen Die Frau des Verwalters

Sag mal was! Der eine Türke sagt Folgendes im Text: „Ich weiß nicht, was besser ist: in einem reichen Land so fremd sein wie wir oder in der Heimat leben so arm wie die anderen.“ Was meint der Türke damit? Diskutiert den Satz in kleinen Gruppen und dann in der Klasse.

Jung in einem fremden Land Vokabeln die Arbeitslosigkeit arbeidsledigheten/arbeidsløysa auf die schiefe Bahn geraten havne/hamne på skråplanet betäubt bedøvet/bedøvd erleben oppleve ernst alvorlig/alvorleg der Schutz beskyttelsen/vernet der Verwandter slektningen die Zukunft framtiden/framtida

190 Weiter geht’s

Auf der Welt erleben viele Kinder und Jugendliche, dass sie ihre Familie und auch ihre Heimat verlieren. Oft müssen sie nach einem Krieg oder einer großen Katastrophe ihren Wohnort und sogar ihr Land verlassen. Viele flüchten in ein fremdes Land und hoffen auf eine bessere Zukunft. Für die meisten ist es sehr hart, ein neues Leben anzufangen. Man kennt die Sprache nicht und hat keine Freunde oder Verwandte in dem neuen Ort. Für Kinder und Teenager ist es besonders schwer. Sie sind ohne Schutz und haben Angst. Einige schaffen es im neuen Land nicht und geraten auf die schiefe Bahn. Sie finden die falschen Freunde und werden vielleicht durch Arbeitslosigkeit und Depressionen in die Kriminalität getrieben. Aber es gibt auch positive Geschichten über junge Ausländer, die aus einem Krisengebiet fliehen müssen und es danach schaffen, sich ein neues Leben und eine neue Existenz aufzubauen. Nach Unruhen in Nigeria wurden die Eltern und Geschwister von Mark umgebracht. Er hat es geschafft, mit seinem Freund nach Hamburg zu flüchten. Hier hat er sich nach und nach ein neues Leben aufgebaut. „Es war am Anfang für mich sehr schwer“, erzählt der 24-jährige Mark, „ich war wie betäubt. Meine ganze Familie war plötzlich weg, und ich stand allein da. Der Schock war selbstverständlich sehr groß. Mein Freund und ich haben in Nigeria Informatik studiert und wollten dort eine Firma gründen.“ Mark erzählt weiter, dass sie fliehen mussten, als die politische Situation ernst wurde. Er und sein Freund konnten nichts mitnehmen und hatten kein


Geld. Sie wussten nicht einmal, wohin sie fuhren, als die Flucht aus Nigeria organisiert wurde. „Das erste Jahr in Deutschland war sehr schwierig“, sagt Mark, „ich konnte die Sprache nicht sprechen und kannte keinen hier in Hamburg. Als ich die Aufenthaltsgenehmigung erhalten habe, habe ich einen Job in einem afrikanischen Restaurant bekommen. Zuerst habe ich abgewaschen, dann durfte ich kellnern. Das hat mir Spaß gemacht. Ich habe einen Sprachkurs gemacht und habe mich neben dem Job im Restaurant immer weiter mit Computern beschäftigt. Nachdem ich für das Restaurant eine neue Internetseite gestaltet habe, wurden die Leute auf mich aufmerksam.“ In den folgenden Monaten hatte Mark mehrere Anfragen von Kunden im Restaurantbereich, die auch eine neue Webseite haben wollten. Er hat neben dem Job im Restaurant daran gearbeitet, und die Kunden waren zufrieden mit ihm. Sein Webdesign hat mittlerweile einen guten Ruf in Hamburg, und viele möchten seine Ideen nutzen. Seinen Job im Restaurant hat er inzwischen aufgegeben und eine kleine Firma gegründet. „Mein Traum ist Wirklichkeit geworden“, strahlt Mark, „ich bin selbstständig, verdiene viel Geld und mache das, was mir am meisten gefällt, auch beruflich. Ich bekomme täglich immer mehr Kundenanfragen. Ich habe sogar meinen Freund aus Nigeria einstellen müssen, um alles schaffen zu können. Es ist einfach gut gelaufen für mich in Deutschland! Das Leben lächelt wieder.“

Vokabeln abwaschen vaske opp die Anfrage forespørselen/ førespurnaden, henvendelsen die Aufenthaltsgenehmigung oppholdstillatelsen/opphalds­ løyvet einstellen ansette/tilsetje der Ruf ryktet

Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6 7

Aus welchem Land kommt Mark? Was hat er in der Heimat studiert? Warum musste er fliehen? Mit wem ist er geflohen? Was hat er am Anfang in Deutschland gemacht? Was macht er jetzt beruflich? Wie ist das Leben für Mark in Deutschland?

LEKTION 12 – Multikulti 191


Das Leben in einem neuen Land – das Kulturschock-Modell Vokabeln fremd fremmed/framand die Kontaktschwierigkeiten kontaktvanskene/kontaktvanskane meist for det meste das Missverständnis misforståelsen/misforståinga schätzen sette pris på/setje pris på die Verständigung forståelsen/ forståinga der Wissenschaftler vitenskapsmannen/vitskapsmannen

Wenn man in einem fremden Land leben will oder muss, dann stellt man schnell fest, dass vieles anders und neu ist: das Klima, das Essen, die Menschen. Man muss alle Energie, die man hat, aufbringen und einsetzen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es in diesem Prozess verschiedene Phasen gibt: Begeisterung, Gefühl von Fremdheit, Krise, Missverständnisse und Verständigung. Ein Kulturschock muss aber nicht immer alle fünf Phasen durchlaufen. Hier können die individuellen Erfahrungen sehr verschieden sein. Hier sind die fünf Phasen: 1 Begeisterung: Am Anfang ist alles neu und spannend. Man sieht alles mit den Augen eines Touristen. Man ist noch in der eigenen Kultur verwurzelt. 2 Gefühl von Fremdheit: Man beginnt zu merken, wie fremd die neue Kultur ist. Vielleicht hat man erste Kontaktschwierigkeiten. Meist gibt man sich selbst die Schuld. 3 Krise: Man fühlt sich sehr fremd im neuen Land. Man gibt der fremden Kultur die Schuld und verherrlicht die eigene Kultur. Man möchte am liebsten wieder nach Hause. 4 Missverständnisse: Man sieht, dass viele Schwierigkeiten aus dem kulturellen Unterschied entstehen und Missverständnisse sind. 5 Verständigung: Die Missverständnisse werden weniger. Man versteht, akzeptiert, lernt und schätzt die kulturellen Spielregeln.

Worum geht’s? 1 2 3 4

Was ist alles neu, wenn man in ein neues Land kommt? Was haben Wissenschaftler herausgefunden? Beschreibe die fünf Phasen. Wie glaubst du, findet eine Person, die in der dritten Phase ist, das Leben in Norwegen?

Sag mal was! Arbeitet in Gruppen. Einer ist Journalist. Die anderen sind Personen, die sich in verschiedenen Phasen des Kulturschock-Modells befinden. Macht ein fiktives Interview mit den Personen aus den verschiedenen Phasen.

192 Weiter geht’s


Schreib und sag mal was! Stell dir vor, dass du Ausländer in Norwegen bist. 1 2 3 4

Wähle eine der fünf Phasen. Schreibe einen Brief nach Hause und erzähle von deinem Leben in Norwegen. Lies den Brief der Klasse laut vor. Die Klasse darf jetzt raten, in welcher Phase du dich befindest. Die Klasse muss ihre Antwort begründen.

Ein unsympathischer Dialog – Du sprichst so gut Deutsch. Woher kommst du eigentlich? – Ich komme aus Göttingen. – Wieso? Göttingen? Du siehst aber nicht so aus. – Wie sehe ich denn aus? – Na ja, du hast schwarze Haare und dunkle Haut. Nicht wie ein Göttinger eben. – Na und? Was meinst du? – Wo bist du denn geboren? – In Göttingen. – Und dein Vater? – In Göttingen. – Und deine Mutter? – In Ghana. – Ja, klar. Da haben wir die Lösung! – Was denn? Welche Lösung? – Dass du keine Deutsche bist. – Was meinst du damit? Wer sagt, dass ich keine Deutsche bin. – Ja, ich! – Warum? – Nein, das weiß ich auch nicht ...

Vokabeln damit med det eben akkurat die Haut huden/huda die Lösung løsningen/løysinga woher hvorfra/kvar … frå

Worum geht’s? 1 2 3 4

Was ist das Gesprächsthema in diesem Dialog? Woher kommen die Personen? Warum meint die eine Person, dass die andere keine Deutsche ist? Wie findest du das Ende?

Schreib mal was! Umschreibe den unsympathischen Dialog, sodass er sympathisch wird.

LEKTION 12 – Multikulti 193


WM 2006, Berlin-Neukölln

Fußball = Multikulti! Viele kennen ja die Generation X und die Generation Y, aber hast du von der Generation M gehört? Nein? Die Generation M hat bei vielen das Bild von Deutschland verändert. Früher wurde der deutsche Fußball und besonders die deutsche FußballNationalmannschaft nicht als besonders multikulturell empfunden. Fußball in Deutschland war ein weißer Sport. Aber das war früher. Das war vor der Generation M. „M“ steht natürlich für „Multikulti“, und heute hat Deutschland einige der spannendsten multikulturellen Spieler der Welt in der Bundesliga und in ihrer Nationalmannschaft. Es gibt einige junge, sehr talentierte Spieler, die man mit der Generation M verbindet. Die zwei in Polen geborenen Deutschen, Podolski und Klose, haben in den letzten Jahren mehr Tore

194 Weiter geht’s


geschossen als die meisten anderen Spieler. Außer vielleicht Ronaldo hat keiner so viele Tore bei den Weltmeisterschaften geschossen wie Miroslav Klose. Und viele dieser Tore wurden von einem Deutschen mit türkischer Herkunft vorbereitet. Sein Name ist Mesut Özil. Mesut Özil wurde in Gelsenkirchen geboren. Seine Familie lebt seit drei Generationen in Deutschland, aber kommt ursprünglich aus der Türkei. Mesut Özil betet regelmäßig in der Umkleidekabine und murmelt Verse aus dem Koran auf Arabisch, während er über das Fußballfeld läuft. Keiner findet ihn deswegen merkwürdig, das hat eben etwas mit seiner Religion zu tun und das muss man respektieren. Auch auf dem Fußballfeld. Seit der Fußball-WM im Jahr 2006 ist der deutsche Fußball viel spannender geworden. Plötzlich merken die Menschen, dass man nicht blond sein muss, um ein deutscher Fußballheld zu sein. In der deutschen Gesellschaft hat sich im letzten Jahrzehnt viel verändert. Nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft im Jahre 1990 wurde das sportliche Niveau schlechter. Deshalb investierte man in Deutschland mehr als 600 Millionen Euro in Fußballtrainingszentren für Jugendliche. Auf einmal gewann Deutschland U17-, U19- und U21-Fußballeuropameisterschaften.

Vokabeln beten be der Ehrgeiz ambisjonen fördern her: hjelpe fram, støtte die Gesellschaft samfunnet das Jahrzehnt tiåret der Koran Koranen die Leichtigkeit lettheten/letten der Migrationshintergrund innvandrerbakgrunnen/ innvandrarbakgrunnen die Nationaltugend nasjonal­dyden sogenannt såkalt/såkalla die Umkleidekabine omkledningsrommet/omkledingsrommet, garderoben ursprünglich opprinnelig/opphavleg das Vorbild forbildet/førebiletet

Die Zentren förderten aktiv Kinder mit Migrationshintergrund. Mesut Özil war einer von diesen Kindern. Heute ist er ein großes Vorbild und sagt, dass er lieber für Deutschland als für die Türkei spielt. Viele meinen, dass die Deutschen mit Migrationshintergrund eine neue Leichtigkeit ins Fußballspiel gebracht haben. Aber sie haben auch die sogenannten deutschen Nationaltugenden Disziplin, Ehrgeiz und Konzentration übernommen. Diese Kombination hat zu der neuen und spannenden Art des Spielens geführt. Generation M und typische Deutsche mit den Namen Podolski, Klose und Özil. Das klingt gut!

Worum geht’s?

Richtig oder falsch? 1 2 3 4

Generation M steht für Generation Multikulti. In der Nationalmannschaft spielen nur weiße Männer. Man muss nicht blond sein, um ein deutscher Held zu sein. Mesut Özil ist ein türkischstämmiger Deutscher, der in Gelsenkirchen geboren ist. 5 Özils Familie ist ganz neu in Deutschland. 6 Nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft 1990 stieg das sportliche Niveau des Landes. 7 Mesut Özil ist Muslim. 8 Özil ist ein Vorbild in Deutschland. 9 Deutschland investierte mehr als 600 Millionen Euro in Fußballtrainingszentren für Jugendliche. 10 Miroslav Klose spielt leider nicht in der Nationalmannschaft.

LEKTION 12 – Multikulti 195


Vokabeln damalig daværende/dåverande erscheinen her: komme ut der Kolumnist spaltisten Moskau Moskva

Wissenswertes Wladimir Kaminer Wladimir Kaminer wurde am 19. Juli 1967 in Moskau in der damaligen Sowjetunion geboren. Er ist ein deutscher Schriftsteller, Musiker und Kolumnist russisch-jüdischer Herkunft. 1990 kam er nach Berlin. Er wurde berühmt, als sein Buch Russendisco 2000 erschien, und seitdem ist er ein beliebter Schriftsteller und Entertainer, der weit über die Grenzen Deutschlands bekannt ist. Er schreibt für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und lebt jetzt in Berlin mit seiner russischen Frau Olga und seinen zwei Kindern.

Meine Frau allein zu Haus Vokabeln die Ampel trafikklyset die Ankunft ankomsten/framkomsten der Aufstand opprøret der Ausbruch utbruddet/utbrotet außer Betrieb ute av drift die Belohnung belønningen/ påskjønninga beschossen beskutt/skoten på die Besichtigungstour visningsrunden, guidet tur/visingsrunden, guida tur daraufhin deretter die Dienstzeit tjenestetiden/ tenestetida das Eigentum eiendommen/ eigedomen erlöschen slukne, opphøre, gi seg/ slokne, gje seg die Filmaufführung filmframvisningen/filmframvisinga der Hubschrauber helikopteret die Kerze stearinlyset klopfen banke der Kurzschluss kortslutningen/ kortslutninga lautstark høylytt/høglydt mutig modig runter ned die Sehnsucht lengselen der Sicherungskasten sikringsboksen der erste Stock andre etasje tschetschenisch tsjetsjensk der Verdacht mistanken verteidigen forsvare zerren dra, hale

196 Weiter geht’s

Meine Olga ist ein mutiger Mensch. Nachdem sie lange in der tschetschenischen Hauptstadt Grosnij gelebt hat, hat sie vor fast nichts Angst. Ihre Eltern haben als Geologen 15 Jahre auf Sachalin nach Öl gesucht. Olga ging dort zur Schule. In der achten Klasse bekam sie, als diejenige mit den besten Noten, eine Belohnung. Sie wurde zu einer Besichtigungstour mit dem Hubschrauber auf die kleine Insel Iturup geflogen. Kurz nach ihrer Ankunft fand dort der berühmte Ausbruch des Vulkans Iturup statt, an dem sie aktiv teilnahm. Das hieß, mit den dort lebenden Fischern zusammen um die Insel herumlaufen und schreien. In der Sachalin-Taiga wurde Olga mehrmals von Bären und anderen wilden Tieren verfolgt. Schon als Kleinkind konnte sie ein Gewehr benutzen. Am Ende der Dienstzeit kauften ihre Eltern sich ein Haus in ihrer Heimatstadt Grosnij. Das war kurz vor Beginn des Krieges. Als der tschetschenische Aufstand in der Stadt ausbrach, wurde das Haus beschossen. Die Eltern verteidigten ihr Eigentum und schossen mit ihren Jagdflinten aus allen Fenstern zurück. Olga musste nachladen. Auch später kämpfte sie mehrmals um ihr Leben. Nun lebt sie seit zehn Jahren schon in der ruhigen Stadt Berlin, aber ihre Sehnsucht nach großen Taten ist noch nicht ganz erloschen. Ich war gerade nicht zu Hause, als bei uns plötzlich der Strom ausfiel. Es betraf nicht nur unser Haus, sondern den ganzen Prenzlauer Berg. Eine Stunde lang war der Stadtteil ohne Strom. Es war fast wie eine richtige Naturkatastrophe – EC-Karten kamen nicht mehr aus den Geldautomaten heraus, Filmaufführungen im Kino wurden abgebrochen, Ampeln waren außer Betrieb, und sogar die Straßenbahnen blieben stehen. Meine Frau wusste davon aber nichts. Als es in der Wohnung immer dunkler wurde, entschied sie sich, etwas zu tun. Sie nahm eine Kerze und ging in den Keller an den Sicherungskasten. Vor dem Kasten sah sie einen Mann am Boden liegen, der sich nicht bewegte. „Das ist bestimmt der Elektriker“, dachte meine Frau sofort, „der den Kurzschluss verursacht hat und dabei ums Leben kam oder mindestens schwer verletzt wurde.“ Sie lief schnell die Treppe hoch, klopfte an alle Wohnungstüren und forderte die Nachbarn lautstark auf, mit ihr den Elektriker nach oben zu tragen. Doch die Nachbarn hatten sich alle in ihren dunklen Wohnungen verkrochen und wollten den toten Elektriker nicht retten. Nur die Vietnamesen aus dem ersten Stock machten auf. Aber mit meiner Frau zusammen in den dunklen Keller zu gehen, dazu waren auch sie zu feige. Daraufhin entschied sie sich, den Elektriker alleine aus dem Keller zu zerren. Sie hatte den Verdacht, dass sein Körper noch unter Strom stehen könnte, deswegen ließ sie sich von den Vietnamesen ein Paar Gummihandschuhe geben. Dann ging sie runter, hob den Mann auf und schleppte ihn die Treppe hoch. In ihren Armen fing der tote Elektriker an, Lebenszeichen von sich zu


geben. Gerade als die beiden den zweiten Stock erreicht hatten, ging das Licht wieder an. Unter der elektrischen Beleuchtung erwies sich der halbtote Elektriker als ein vollbesoffener Penner, der in unserem Keller geschlafen hatte. Als er wach war, bat er meine Frau höflich um etwas Geld, wo sie ihn doch sowieso schon mit sich herumtrage. Meine Frau stand etwas verlegen im Treppenhaus, noch immer in Gummihandschuhen, mit der Kerze in der einen Hand und dem Penner in der anderen. Sogar die Vietnamesen, die sonst immer so zurückhaltend sind, lachten herzlich über sie. Es ist heutzutage nicht leicht, große Taten zu vollbringen.

Vokabeln die Beleuchtung belysningen/ belysninga der Penner uteliggeren/uteliggjaren das Treppenhaus trappeoppgangen vollbesoffen (pære) full

von Wladimir Kaminer (vereinfacht und gekürzt)

Worum geht’s?

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

1 Woher kommt die Frau von Kaminer? 2 Was hat sie erlebt, als sie eine Besichtigungstour mit dem Hubschrauber gemacht hat? 3 Was hat Olga in Grosnij erlebt? 4 Was passiert, als der Strom im Haus ausfällt? 5 Was ist eigentlich mit dem „Elektriker“ los?

Lerne die Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

der Ausländer Multikulti der Gastarbeiter Rassismus die Fremdenfeindlichkeit

Woher kommst du? Seit wann lebst du hier? Wie gefällt es dir hier? Ich habe Heimweh. Ich fühle mich hier wohl. Ich verstehe die Sprache gut/nicht gut. Ich mag die Kultur sehr/nicht so gern.

Selbstbewertung nach Lektion 12: Siehe Seite 309.

LEKTION 12 – Multikulti 197


In Bayern gehรถrt die Lederhose einfach dazu


LEKTION 13

Endlich frei – die Feiertage SCHWERPUNKTE Das Oktoberfest Karneval in Köln Ostern Dezember in Deutschland

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LÆREPLANMÅL • drøfte sider ved dagligliv, tradisjoner, skikker og levemåter i språkområdet og i Norge • drøfte sider ved livsvilkår og aktuelle samfunnsforhold i språkområdet • gjøre rede for sider ved geografi og historie i språkområdet • beskrive sentrale sider ved språkområdets kultur og gi uttrykk for opplevelser knyttet til dette

Was fällt dir dazu ein? Welche Feiertage gibt es in Norwegen? Was ist deiner Meinung nach der beste Feiertag in Norwegen? Welche typisch deutschen Feste oder Traditionen kennst du? Warum glaubst du, gibt es mehr Feste und Feierlichkeiten in Deutschland als in Norwegen?

Theos Besuch beim Oktoberfest Vokabeln der Cousin søskenbarnet/ syskenbarnet die Erklärung forklaringen/ forklaringa übrigens for øvrig/elles unglaublich utrolig/utruleg die Wiese enga

Es ist Ende September, und Theo aus Erfurt besucht seinen Cousin Franz in München. Es ist das erste Mal, dass Theo das bekannte Oktoberfest erlebt. Er freut sich sehr, aber er weiß nicht genau, was das Oktoberfest eigentlich ist. Franz war oft beim Oktoberfest und erzählt gern darüber. Theo: Es ist ja unglaublich voll hier. Wie viele Leute kommen eigentlich zum Oktoberfest, Franz? Franz: Es ist jedes Jahr das Gleiche, die Stadt ist voll, und überall sind Menschen. Man sagt, dass etwa sechs bis sieben Millionen Leute das Oktoberfest besuchen. 16 Tage, bis zum ersten Sonntag im Oktober, dauert das Fest. Theo: Das ist ja unglaublich. Warum gibt es eigentlich jedes Jahr dieses Fest? Franz: Kronprinz Ludwig von Bayern heiratete Prinzessin Therese im Jahre 1810. In München gab es deshalb ein großes Volksfest. So begann das weltbekannte Oktoberfest. Das Oktoberfest wird nicht im Oktober, sondern im September gefeiert. Theo: Das klingt merkwürdig. Warum nennt man es dann Oktoberfest? Franz: Viele fragen sich, warum das Oktoberfest im September stattfindet. Doch die Erklärung dafür ist recht einfach. Man sagt, dass ein paar Bayern angefangen haben, sich zu notieren, wann es regnet und wann es schneit. So fanden sie heraus, dass es Ende September meist noch mal ein bisschen schöner wird. Die Wies’n-Wirte hörten davon und kamen dann natürlich auf die Idee, das schöne Wetter in Bayern auch zu nutzen. Wenn es warm ist, trinken die Leute ein bisschen mehr. Darum ist das Oktoberfest im September. Theo: Ja, das klingt ja logisch ... Und jetzt verstehe ich auch, warum es hier „Theresienwiese“ heißt. Das ist natürlich wegen der Prinzessin Therese. Franz: Ja, genau. Übrigens, in Bayern nennt man das Oktoberfest „die Wies’n“. „O’zapft is!“, sagt der Bürgermeister, und das bedeutet, dass man das

200 Weiter geht’s


Oktoberfest, München

erste Bierfass angezapft hat und dass jetzt Bier ausgeschenkt werden kann. Wenn das erste Bierfass geöffnet ist, hat der Bürgermeister das Oktoberfest offiziell eröffnet. Theo: Ich habe gehört, dass hier ziemlich viel getrunken wird, stimmt das? Franz: Ja, etwa 5,7 Millionen Liter Bier! Das ist sehr viel Bier. Das Bier auf dem Oktoberfest serviert man in Litergläsern. Ein Literglas heißt Maß. Man bestellt eine Maß Bier und bekommt also einen Liter Bier. Jede volle Maß wiegt etwa 1,5 Kilo. Eine Kellnerin trägt im Durchschnitt 500 Liter Bier pro Tag. Das macht rund zwölf Tonnen an den 16 Festtagen. Die Frauen haben starke Muskeln!

Vokabeln angezapft tappet/tappa das Bierfass ølfatet das Brathähnchen grillet/grilla kylling der Durchschnitt gjennomsnittet die Leckerei godteriet, snadderet Salzgurken salte agurker/agurkar ziemlich temmelig/temmeleg, nokså

Theo: Wow, das ist ja Wahnsinn! Ich habe Hunger, wollen wir was essen? Franz: Gern, was möchtest du? Es gibt einige Leckereien hier: Brezel, Radi, Obazda, Salzgurken, Bratwurst, Hähnchen vom Grill oder Schweinshaxe. Theo: Von den Sachen, die du gerade genannt hast, kenne ich nur Würstchen, Schweinshaxe und Hähnchen. Was ist eigentlich das andere? Franz: Am beliebtesten auf dem Oktoberfest sind Brathähnchen,

LEKTION 13 – Endlich frei – die Feiertage 201


Bratwürstchen und Schweinshaxe. Eine Brezel ist ein salziges Gebäckstück, Radi sind Rettiche, die in dünne Scheiben geschnitten und stark gesalzen sind. Obazda ist eine bayrische Käsespezialität aus Camembert, Zwiebeln, Paprika und Kümmel. Das ist sehr lecker. Willst du es probieren?

Vokabeln die Brauerei bryggeriet/bryggjeriet das Gebäck bakverket gesalzen saltet/salta Kümmel karve der Marktstand standen, markedsboden/marknadsbua die Musikkapelle orkesteret der Rettich reddiken die Scheibe skiva

Theo: Gern, aber warum gibt es sogar Salzgurken? Franz: Damit die Leute noch mehr Durst bekommen. Theo: Verstehe. Die Bierzelte sind riesengroß! Wie viele Leute passen in so ein Zelt? Franz: Die großen Münchner Brauereien stellen jedes Jahr ihre Zelte auf. Das größte bietet Platz für etwa 7000 Personen. Theo: Was macht man hier außer Bier trinken und bayerische Spezialitäten essen? Franz: Da drüben siehst du viele Karussells, sie sind für Kinder und Erwachsene. Auf der anderen Seite gibt es Marktstände. Da kann man Sachen kaufen. In den schön geschmückten Bierzelten kann man auch Musik hören, wenn man Musikkapellen und Volksmusik mag. Das ist nicht so mein Ding ... Theo: Nö, ich mag auch keine Volksmusik. Ich möchte jetzt eine Maß trinken. Franz: Ja, lass uns das machen!

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Woher kommt Theo, und was macht er in München? Wann und warum findet das Oktoberfest statt? Was isst und trinkt man auf dem Oktoberfest? Was kann man auf dem Oktoberfest tun? Was ist eine Maß?

Schreib mal was! Du hast das Oktoberfest besucht und schreibst einen Bericht für die Schülerzeitung zu Hause, in dem du beschreibst, was du gesehen und erlebt hast. Nutze den Text „Theos Besuch beim Oktoberfest“ und deine Fantasie als Hilfe.

Vokabeln der Abfall avfallet der Müll søppelet

202 Weiter geht’s

Schon gewusst? Zahlen auf dem Oktoberfest Verkaufte Bratwürste Verkaufte Brathähnchen Verkaufte Liter Bier Verkaufte Schweinshaxen Abfall nach dem Fest

162 000 Stück 691 242 Stück 5,7 Millionen 64 000 Stück 643 Tonnen Restmüll


Feste, Ferien und Feiertage in deutschen Städten In Deutschland feiert man sehr gern, und es gibt viele Feste und Feiertage zu feiern. Im folgenden Text werden einige dieser Traditionen vorgestellt.

Karneval in Köln Katholische Länder feiern seit Jahrhunderten Karneval oder Fasching. Die Karnevalszeit ist die Zeit vor Aschermittwoch, besonders die letzten Tage von Rosenmontag bis Aschermittwoch. „Die tollen Tage“, wie man sie in Deutschland nennt, beginnen am 11.11. um 11 Uhr 11. Was macht man, wenn Fasching ist? Man verkleidet sich, trinkt und singt. Es gibt Straßenfeste, Bälle und Karnevalsumzüge. Köln ist die deutsche Karnevalshauptstadt. Und in Köln und Mainz haben die Leute am Rosenmontag sogar frei. Alle rufen „Kölle Alaaf“, was so viel bedeutet wie „auf Köln“.

Vokabeln der Aschermittwoch askeonsdag/ oskeonsdag der Fasching karnevalet, fastelavn der Feiertag helligdagen/heilag­ dagen Fronleichnam katolsk helligdag/ heilagdag der Karnevalsumzug karnevals­ toget Pfingsten pinse die Prozession toget, prosesjonen sich verkleiden kle seg ut

Fronleichnam in Bayern Fronleichnam ist ein katholischer Fest- und Feiertag nach Pfingsten. An diesem Tag, einem Donnerstag, findet die größte Prozession im Jahr statt. Weiß Kölle Alaaf! Karneval am Kölner Dom

LEKTION 13 – Endlich frei – die Feiertage 203


Vokabeln die Alm setra der Almabtrieb innhentingen av dyrene fra setra/innhentinga av dyra frå setra ausreichen rekke, strekke til der Christkindlesmarkt julemarkedet/julemarknaden gleichzeitig samtidig der Glühwein gløggen, toddien der Heiligabend julaften/julaftan der Höhepunkt høydepunktet/ høgdepunktet opfern ofre der Pfarrer presten das Pferdegespann hestespannet das Reichstagsgebäude riksdagsbygningen der Schuss her: skvetten, liten mengde/lita mengd das Schützenfest skytterfesten/ skyttarfesten das Tal dalen der Teilnehmer deltakeren/ deltakaren der Weihnachtsmarkt julemarkedet/julemarknaden die Wiedervereinigung gjenforeningen/gjenforeininga die Ziege geita

gekleidete Menschen gehen in einem langen Zug mit dem Pfarrer durch den Ort. Die Kinder streuen Blumen auf die Straßen. Man feiert, dass Gott seinen einzigen Sohn für die Menschen geopfert hat.

Schützenfest in Hannover Die Stadt Hannover behauptet, dass hier das größte Schützenfest der Welt stattfindet. Zehn Tage lang feiert man bis früh in die Morgenstunden. Die etwa zwei Millionen Besucher können viel Spaß haben. Der Höhepunkt ist der Schützenausmarsch. Rund 12 000 Teilnehmer marschieren oder fahren auf Festwagen und mit Pferdegespannen vom Rathaus zum Schützenplatz.

Almabtrieb in Charmey Im September oder Oktober kommen die Touristen nach Charmey und sehen sich den Almabtrieb an. Almabtrieb bedeutet, dass die Tiere von der Alm nach Hause geführt werden. Nach Monaten in den Bergen kommen die Tiere ins Tal zurück. Schafe, Ziegen und Kühe ziehen an diesem Tag geschmückt durch das Dorf. Mit dem Almabtrieb dankt man in den Alpen für den vergangenen Sommer und leitet den Herbst ein.

Christkindlesmarkt in Nürnberg Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist der älteste Weihnachtsmarkt in Deutschland. Es gibt ihn seit dem Jahr 1697. Ein Junge, der das Christkind spielt, eröffnet immer um 17.30 Uhr am Freitag vor dem ersten Advent den Markt. Dann kann man dort bis Heiligabend Weihnachtssachen kaufen oder ein Glas Glühwein trinken. Mit oder ohne Schuss, das heißt, mit oder ohne Schnaps.

Tag der Deutschen Einheit Der 3. Oktober ist seit 1990 Deutschlands Nationalfeiertag. An diesem Tag trat die DDR der Bundesrepublik bei. Dadurch wurde Deutschland nach 45 Jahren wieder eine staatliche Einheit. In der Nacht zum 3. Oktober 1990 haben viele tausend Menschen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin gefeiert. Du kannst mehr über die DDR und die Wiedervereinigung in Lektion 15 lesen.

Schulferien Wenn alle Menschen in Österreich und Deutschland gleichzeitig Ferien hätten, würden die Urlaubsziele nicht ausreichen, und auf den Straßen würde Chaos ausbrechen. Deswegen haben die Kinder in Deutschland und Österreich zu verschiedenen Zeiten Sommerferien. Wenn die Kinder in Bayern noch in der Schule sitzen, sind die Schleswig-Holsteiner bereits auf dem Weg in die Sommerferien. In der Schweiz haben alle Kantone zur gleichen Zeit Ferien.

204 Weiter geht’s


Worum geht’s? 1 Warum haben nicht alle Menschen in Deutschland und Österreich gleichzeitig Ferien? 2 Was wird am Frohleichnam gefeiert? 3 Was sind „die tollen Tage“, und wann beginnen die? 4 Was ist so typisch für Nürnberg in der Adventszeit? 5 Wo gibt es den Almabtrieb, und was ist das eigentlich?

Sag mal was! Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und teilt die Abschnitte unter euch auf. Mache jeweils eine Zusammenfassung vom Inhalt mit eigenen Worten und präsentiere die Zusammenfassung in der Klasse.

Du bist dran!

Das Halloween-Quiz 1 Was ist ein Geist? a) ein Gespenst b) ein Tier c) ein Vampir

Vokabeln der Ast greina, kvisten der Besen kosten die Geisterstunde spøkelsestimen/ spøkjelsestimen das Gespenst spøkelset/spøkjelset, gjenferdet der Kürbis gresskaret die Mitternacht midnatt sich verstecken gjemme seg/gøyme seg der Zauberer trollmannen der Zweig greina, kvisten

2 Worauf fliegt die Hexe? a) auf einem Ast b) auf einem Besen c) auf einem Zweig 3 Was bekommen die Kinder am Halloween-Abend? a) Süßigkeiten b) Kartoffeln c) Reis 4 Wann ist Geisterstunde? a) gegen Mittag b) am Nachmittag c) um Mitternacht 5 Welche Frucht ist typisch für Halloween? a) die Papaya b) der Kürbis c) die Kiwi 6 Was machen die Kinder am Halloween-Abend? a) Sie verkleiden sich b) Sie verschwinden c) Sie verstecken sich 7 Was braucht der Zauberer? a) die Zauberfee b) den Zauberstock c) die Zauberkugel

Schreib mal was! Bald ist Weihnachten. Schreibe deinen Freunden eine Weihnachtskarte.

LEKTION 13 – Endlich frei – die Feiertage 205


Nikolaus Vokabeln der Bart skjegget das Bischofsgewand bispedrakten/ bispedrakta der Hausmeister vaktmesteren/ vaktmeisteren der Knecht knekten loben rose, berømme der Mantel frakken poltern buldre, skramle der Rentner pensjonisten die Rute stokken der Spruch ordspråket der Stiefel støvelen tadeln irettesette/irettesetje der Verwandte slektningen

In der Nacht zum 6. Dezember stellen Kinder in Deutschland ihre Stiefel vor die Haustür oder vor ihre Zimmertür. Sie hoffen, dass sie am nächsten Tag ein Geschenk vom Nikolaus darin finden: Schokolade, Äpfel, Orangen, Nüsse, Bonbons. Aber wer ist Nikolaus eigentlich? Im 4. Jahrhundert lebte in Kleinasien ein Mann mit diesem Namen. Er war Bischof und tat viel Gutes. Er half den Menschen, besonders den Kindern. Die Leute verehrten ihn. Von seinen Taten wurde in den Kirchen erzählt. Auch in Deutschland hörte man damals von Nikolaus, und er wurde sehr populär. In den verschiedenen Regionen in Deutschland entstanden unterschiedliche Nikolausbräuche. Der Nikolaustag ist kurz vor Weihnachten, am 6. Dezember. Der Nikolaus erscheint dann in einem Bischofsgewand. Das ist meist ein roter Mantel. Er hat auch immer einen langen weißen Bart. Oft trägt er den Bischofsstab. In Österreich und Bayern wird er von seinem Knecht Ruprecht begleitet. Der trägt den Sack mit den Geschenken. In der Schweiz trägt ein Esel den Sack. Der Nikolaus poltert an der Haustür. Die Kinder singen ein Lied oder sagen einen Spruch auf. Der Nikolaus öffnet dann ein großes Buch. Er tadelt die Kinder oder lobt sie. Die bösen Kinder erhalten Schläge mit einer Rute, die lieben Kinder Süßigkeiten. Heute gibt es nur noch selten Ruten. Sind die Kinder vielleicht so brav geworden? In der Familie ist der Nikolaus meist ein verkleideter Verwandter. In den Schulen und Kindergärten spielt oft der Hausmeister den Nikolaus. In den Warenhäusern sind es Studenten oder Rentner, die sich etwas Geld verdienen wollen.

Worum geht’s?

Richtig oder falsch? 1 2 3 4 5 6 7

Es gab einmal einen Bischof, der Nikolaus hieß und viel Gutes tat. Dieser Bischof wollte viel Geld verdienen. Der Nikolaus wurde im 21. Jahrhundert pensioniert. Der Nikolaus singt den Kindern ein Lied. Der Nikolaus wird manchmal von einem Esel begleitet. Früher brauchte man Ruten, um böse Kinder zu erziehen. Die Kinder stellen am 6. Dezember ihre Stiefel vor das Haus, damit jemand sie putzt.

Ein Nikolausspruch: Nikolaus, sei unser Gast, wenn du was im Sacke hast. Hast du was, so setz dich nieder! Hast du nichts, verzieh dich wieder!

206 Weiter geht’s


Der Weihnachtsmann im Kittchen Dies ist eine wahre Geschichte. Vor achtunddreißig Jahren las ich sie so oder so ähnlich als Zeitungsbericht. Ein Mann, der nach dem letzten Krieg schnell zu Reichtum gekommen war, spürte plötzlich in der Vorweihnachtszeit das Bedürfnis, von seinem Reichtum etwas abzugeben. Es gab viele Arme in Deutschland in jener Zeit. Er wusste nur nicht, wie er sie wohl beschenken sollte. Als er einem Weihnachtsmann begegnete, der durch die Straßen ging und Handzettel mit Kaufhauspreisen verteilte, kam ihm eine Idee. Er kaufte sich eine Weihnachtsmannverkleidung samt Bart, Augenbrauen und Sack. Dann ging er auf die Bank und hob dreitausend Mark in Zehnmarkscheinen ab. Für zehn Mark konnte man damals so viel kaufen wie jetzt für zwanzig. Einen Tag vor Heiligabend fuhr er in den Bayerischen Wald. Der galt als besonders arm. In einem einsamen Gasthof nahm er sich ein Zimmer. Er war der einzige Gast, denn am Heiligabend ist jeder am liebsten daheim bei seinen Lieben. Er aber lebte allein. Es kam nicht darauf an, wo er sich zu Weihnachten aufhielt. Vor lauter Vorfreude schlief er unruhig. Am nächsten Morgen verkleidete er sich als Weihnachtsmann, tat die Geldscheine in den Sack und machte sich zu Fuß auf den Weg ins nächste Dorf. Es lag verschneit im Wald. Das erste Kind, dem er begegnete, starrte ihn entgeistert an. Er schenkte ihm einen Schein. Dann hielt er eine krummbeinige Alte an, die durch den Schnee schlurfte, und beschenkte auch sie. Aber sie ließ den Schein fallen, bekreuzigte sich und entfloh. Kurz darauf kamen Kinder scharenweise gelaufen. Sie hatten wohl von dem seltsamen Weihnachtsmann erzählen hören. Freudestrahlend schwenkte jedes Kind seinen Schein und lief nach Hause. Genauso hatte es sich der reiche Mann vorgestellt: Jubel und glückliche Augen. Davon, dass ihn die Dörfler durch die Gardinen beobachteten, merkte er nichts.

Vokabeln abheben her: ta ut (penger/pengar) das Bedürfnis behovet der Dörfler landsbyinnbyggeren/ landsbyinnbyggjaren entfliehen flykte, rømme entgeistert skremt, forbauset/ skremd, forundra der Gasthof gjestgiveriet/vertshuset das Kittchen kasjotten, fengselet krummbeinig kalvbeint scharenweise i store skarer/i store skarar der Schein her: seddelen/setelen der Schnee snøen schwenken veive, vifte med seltsam selsom/merkeleg, rar

LEKTION 13 – Endlich frei – die Feiertage 207


Vokabeln die Behörde myndighetene/ styresmaktene, instansen der Besitzer eieren/eigaren stapfen stabbe

Einem alten Bauern, der ihn fragte, wer er sei, antwortete er: „Einer, der mehr hat, als er braucht.“ „Wo gibt’s denn so was, dass jemand einen ganzen Sack voll Geld verschenkt!“, knurrte der Bauer. „Da geht doch etwas nicht mit rechten Dingen zu!“ Er hinkte fort, ohne den Geldschein genommen zu haben. Und niemand zeigte sich mehr auf der Straße. Da stapfte der reiche Mann ins nächste Dorf und begann auch dort Geld auszuteilen. Aber hier nahm ihn die Polizei fest. Sie war, von den Leuten des ersten Dorfes alarmiert, hinter ihm hergefahren. Als er sagte, er sei der Fabrikant Schütt aus Offenbach und verschenke nichts als sein selbst verdientes Geld, glaubte man ihm nicht. Seine Papiere hatte er im Gasthof gelassen. So musste er die Heilige Nacht in der Zelle der Polizeiwache zubringen. Denn die Polizisten wollten die Besitzer des Gasthofs am Weihnachtsabend nicht stören, und die Behörden in Offenbach waren an so einem Tag auch schwer zu erreichen. Erst am Freitag, als die Polizisten Pass und Mercedes sahen, ließen sie den Weihnachtsmann wieder frei und entschuldigten sich bei ihm. „Nichts für ungut“, sagten sie. „Es war so unglaublich.“ von Gudrun Pausewang

Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Warum will der reiche Mann seinen Mitmenschen Geld geben? Auf welche Weise hat er sein Geld verschenkt? Beschreibe, wohin der Mann fährt und warum. Wie ist die Reaktion der Kinder? Warum will der alte Bauer den Geldschein nicht annehmen? Was geschieht im nächsten Dorf? Wo muss der Weihnachtsmann die Heilige Nacht verbringen? Warum lässt ihn die Polizei frei? Charakterisiere bitte den reichen Mann.

Wie feierst du Weihnachten? Vokabeln die Bescherung utdelingen av julegaver/utdelinga av julegåver die Ente anda das Plätzchen småkaka

Wir haben drei Jugendliche aus drei verschiedenen Orten in Deutschland jeweils drei Fragen zu Weihnachten gestellt, und hier ist das, was dabei herauskam: Frage 1 Was isst du am Heiligabend? Frage 2 Wie läuft die Bescherung? Frage 3 Hat deine Familie eine besondere Weihnachtstradition?

Judith (17) aus Eisleben 1 In meiner Familie essen wir Ente am Heiligabend. Wir sind eine große Familie, und die Ente ist deshalb meistens riesig. Zum Kaffee serviert meine Mutter leckere Plätzchen.

208 Weiter geht’s


2 Die Bescherung bei uns ist sehr nett. Wir sitzen alle in einem Kreis und öffnen alle Geschenke nacheinander. Man bekommt ein Geschenk und packt es dann aus, während die anderen zugucken. Die Bescherung dauert tierisch lange ... 3 Hmm, eine besondere Tradition. Ja, wir gehen in den Wald und suchen uns gemeinsam einen Baum. Danach trinken wir einen Glühwein, sozusagen um den Baum zu feiern.

Vokabeln irgendwie på en eller annen måte/ på ein eller annan måte der Kartoffelsalat potetsalaten der Lebkuchen honningkaka, myk pepperkake/mjuk peparkake das Päckchen liten pakke zugucken se på/sjå på

Malte (16) aus Husum 1 Ich komme aus Norddeutschland, und hier essen wir viel Fisch. Auch am Heiligabend gibt es in meiner Familie Fisch, nämlich Karpfen. Das schmeckt so toll! Zum Nachtisch gibt es normalerweise Eis. 2 Mein Vater verteilt alle Geschenke, und dann öffnen wir sie. Mehr ist da nicht. Wir kaufen alle vier bis fünf Geschenke, so sind es ziemlich viele Päckchen unter dem Baum. 3 Eine Tradition bei uns ist, dass wir am Heiligabend in die Kirche gehen. Das gehört irgendwie dazu. Hier treffen wir viele Leute aus der Schule und der Nachbarschaft und alle wünschen sich „fröhliche Weihnachten“ oder „frohes Fest“.

Jochen (18) aus Freiburg 1 Wir essen am Heiligabend nur Würstchen mit Kartoffelsalat. Bei uns gibt es erst am 25. Dezember das große Festessen. Warum wir so einfach essen am 24., fragst du? Wir denken, dass Maria und Josef sehr arm waren und nicht viel hatten, deshalb wollen wir mit ihnen solidarisch sein. Es ist ein guter Gedanke, finde ich. 2 Die Bescherung ist wie bei vielen anderen. Wir geben uns die Geschenke und freuen uns ... 3 Wir haben keine besonderen Traditionen, glaube ich, außer dass wir zusammen Lebkuchen backen und essen. Das ist eine nette Tradition. Mehr weiß ich nicht. Bei uns gibt es Allergiker in der Familie, deshalb haben wir einen Baum aus Plastik.

Schreib mal was! 1 Beantworte die drei Fragen aus dem Text schriftlich. 2 Vergleiche deine Antworten mit denen der anderen Schülern in der Klasse. Gibt es einen Unterschied zwischen dir und: a) den anderen Schülern in der Klasse? b) den deutschen Jugendlichen?

LEKTION 13 – Endlich frei – die Feiertage 209


Weihnachtsbaum, Strausberger Platz, Berlin

Dezemberabend Vokabeln der Bürgersteig fortauet drängen presse, trenge seg fram/ trengje seg fram der Knoten knuten die Münze mynten schmuddelig skitten/skiten starren stirre/stire das Tuch tørkleet

210 Weiter geht’s

Es war vor Weihnachten. Bald würde es regnen. Der Himmel war grau. Im Sommer standen Tische und Stühle vor den Cafés auf dem Bürgersteig. Jetzt drängten die Leute mit ihren letzten Einkäufen heim. Weihnachten, sang es in Lutz. Bescherung. Er musste nur noch ein paar Tage warten. An einer Stelle stockte die Menschenbewegung. Die Leute blieben stehen. Das war bei der grünen Bank. Lutz ging hin. Auf der Bank saß ein Mann. Er war jung. Seine Kleider waren schmuddelig, und die Haare hingen ihm ins Gesicht. Er hielt eine Gitarre im Arm, aber er spielte nicht. Er spielte nicht und er schaute niemanden an. Neben ihm auf der Bank lag ein Tuch, das Knoten an den vier Enden hatte. Die Leute standen da und starrten den Mann an. Sie hielten ihre Pakete mit einer Hand und warfen Münzen in das Tuch. Lutz dachte, dass der Mann krank sei. Aber er wusste nicht, welche Krankheit es war. Die Leute waren unruhig. „Sks!“, machte einer. Lutz hatte das schon mal gehört. Das machten die auch im Zoo. Damit die Tiere sie anschauten. Zwischen den Tieren und den Menschen waren Gitter. Der Mann fing an zu spielen. Er hatte nicht aufgeschaut. Er spielte irgendwas und summte dazu. Lutz wünschte, die Leute würden gehen. Manche gingen auch, aber es kamen wieder neue. Einmal blickte der Mann Lutz in die Augen. Nur ganz kurz. Der Blick machte, dass Lutz innen etwas wehtat.


Es war so, dass Lutz sich nichts zu dem Mann dazudenken konnte. Keine Frau, kein Zimmer, kein Haus mit einem Zaun drum, kein Weihnachten und nicht mal einen Hund. Lutz hätte gern irgendwas zu dem Mann gesagt. Nur ein Wort, das er sich vielleicht anhören konnte. Aber er fand keins. Plötzlich hörte der Mann auf zu spielen. Hörte plötzlich auf, mitten in der Melodie. Die Leute lachten. Jetzt gingen sie. Der Mann nahm das Tuch mit dem Geld und steckte es in die Tasche seiner Jacke. Ein paar Münzen fielen hin. Er achtete nicht darauf. Ging. Er würde keine Kerzen kaufen und Lebkuchen. Es war Abend geworden. Die Geschäfte schlossen. Lutz musste heim. Er konnte den Mann nicht vergessen. Aber er wusste nicht, wohin er ihn denken sollte.

Vokabeln der Zaun gjerdet

von Gina Ruck-Pauquet

Worum geht’s? 1 2 3 4

Beschreibe Lutz am Anfang des Textes. Beschreibe den Mann auf der Bank. Warum benutzt die Autorin Worte wie „Zoo“ und „Gitter“? Wie verstehst du das Ende des Textes?

Schreib mal was! Du hast jetzt den Text „Dezemberabend“ gelesen. Lasse dich davon inspirieren und schreibe einen Text zu folgenden Themen. Du kannst selber die Textsorte aussuchen: 1 Der unglückliche Mann auf der Bank 2 Mein Dezemberabend

Silvester und die Neujahrsvorsätze Fast überall auf der Welt feiern die Menschen Silvester. Es ist der letzte Tag im alten Jahr, und das nächste Jahr mit vielen neuen Möglichkeiten steht kurz bevor. In Deutschland feiert man gern Silvester, aber wie feiern die Deutschen eigentlich? Es gibt einen sehr wichtigen Unterschied zu Weihnachten. Weihnachten ist ein Familienfest, und Silvester feiert man zusammen mit Freunden. Man kocht zusammen und trinkt etwas, hört Musik, tanzt und dann plötzlich ist es Mitternacht und die Raketen werden abgefeuert. Überall knallt es, und der Himmel wird schön bunt. Um Mitternacht umarmt man sich und wünscht sich ein frohes neues Jahr.

Vokabeln der Neujahrsvorsatz nyttårs­ forsettet Silvester nyttårsaften/nyttårsaftan sich umarmen omfavne hverandre/ omfamne kvarandre

Zu Silvester gehören auch die Neujahrsvorsätze. Im neuen Jahr möchte man etwas ändern und vielleicht besser machen. Viele möchten mehr Sport treiben, gesund essen oder die Oma öfter besuchen. Andere haben vor, sich mehr um LEKTION 13 – Endlich frei – die Feiertage 211


Vokabeln das Feuerwerk fyrverkeriet einen guten Rutsch ins neue Jahr! godt nyttår! (”skli” godt inn i det nye året)

die Schule zu kümmern. Keine Schokolade oder Bonbons bis Ostern oder nie wieder zu lügen sind auch mögliche Neujahrsvorsätze. Viele Neujahrsvorsätze halten nur eine bis zwei Wochen, aber trotzdem gehören diese guten Vorsätze zu Silvester dazu, genauso wie das Fest mit den Freunden und das schöne Feuerwerk um Mitternacht! Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Sag mal was!

Wissenswertes Frohe Ostern! In Norwegen bemalen die Kinder Ostereier und hängen sie im Fenster auf, aber was macht man in Deutschland? In Deutschland bemalt man auch Ostereier und schmückt damit die Bäume. Aber anstatt sie nur im Fenster aufzuhängen oder das Haus damit zu schmücken, versteckt man sie auch. Und wo? Ja, das kann jeder, der sie versteckt, selbst entscheiden, aber der beliebteste Ort ist der Garten. Die Kinder suchen die Eier, und vielleicht ist das eine oder das andere Schokoladenei dabei ... Osterschokolade ist sehr wichtig in Deutschland. Es gibt überall spezielle Schokolade zu kaufen. Der Osterhase ist für Ostern, was der Weihnachtsmann zu Weihnachten ist. Es ist ja kein Geheimnis, dass der Osterhase die Eier versteckt.

1 Jeder Schüler notiert jetzt auf einem Zettel drei Neujahrsvorsätze. Einen dieser Vorsätze hat der Schüler tatsächlich einmal gehabt, die anderen zwei nicht. 2 Jeder Schüler liest der Klasse jetzt seine drei Vorsätze vor. Die anderen Schüler raten: An welchen der drei Vorsätze hat der Schüler sich wirklich gehalten? 3 Der Schüler erzählt dann, warum er/sie den Vorsatz gebrochen/nicht gebrochen hat.

Der Osterhase bringt die Ostereier

Wie sagt man das auf Deutsch? Vokabeln anstatt i stedet for/i staden for aufhängen henge opp/hengje opp bemalen male på/måle på der Garten hagen das Geheimnis hemmeligheten/ løyndomen der Osterhase påskeharen schmücken pynte verstecken gjemme/gøyme

212 Weiter geht’s

Finde die folgenden Ausdrücke im Text. 1 2 3 4 5

God jul og godt nyttår! Å male påskeegg. / Å måle påskeegg. Barna setter støvelen foran døra. / Barna set støvelen framfor døra. På Oktoberfesten. God påske!


Vokabeln

Schreib mal was!

Zwölf einfache Schritte zum perfekten Osterei Suche die richtige Imperativform des Verbs in jedem Satz und du hast das Rezept.

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

1 (Fülle / Wasche / Packe) etwas Wasser in einen großen Topf. 2 (Mache / Koche / Schneide) das Wasser. 3 (Lege / Verstecke / Wirf) die Eier in den Topf, wenn das Wasser zu kochen anfängt. 4 (Bringe / Nimm / Halte) die Eier aus dem Topf, wenn sie hart gekocht sind. 5 (Nimm / Wirf / Rolle) eine kleine Schüssel. 6 (Nimm / Fülle / Packe) die Schüssel mit 1 Tasse heißem Wasser und 1 Teelöffel Essig. 7 (Trage / Gib / Nimm) einen Löffel Lebensmittelfarbe in das Wasser. 8 (Schreibe / Male / Lege) ein Bild mit Wachsmalern oder Kerzenwachs auf die Schale. 9 (Lege / Nimm / Bringe) das Ei in die Schüssel. 10 (Lasse / Nimm / Packe) das Ei für 3 bis 4 Minuten in der Schüssel. 11 (Male / Lege / Nimm) das Ei aus der Schüssel und lass es trocknen. 12 (Spiele / Mache / Gib) das Gleiche mit den anderen Eiern.

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

der Essig eddiken der Kerzenwachs stearinen die Lebensmittelfarbe konditorfargen der Löffel skjeen/skeia das Rezept oppskriften/oppskrifta die Schale skåla die Schüssel bollen die Tasse koppen der Topf kjelen trocknen tørke

das Festessen das Geschenk der Neujahrsvorsatz der Nikolaus das Oktoberfest

Frohes Fest Einen guten Rutsch ins neue Jahr Fröhliche Weihnachten Frohe Ostern Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

Selbstbewertung nach Lektion 13: Siehe Seite 309.

LEKTION 13 – Endlich frei – die Feiertage 213


Jugendm채del, 1938


LEKTION 14

1933 bis 1945 SCHWERPUNKTE Krieg und Frieden GRAMMATIKTHEMA Verben mit Pr채position

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LÆREPLANMÅL • forstå innhaldet i lengre skriftlege og munnlege autentiske tekstar i ulike sjangrar • lese formelle og uformelle tekstar i ulike sjangrar og gjere greie for synspunkta og haldningane til forfattaren • delta i spontane samtalar om ulike tema og aktuelle emne • gi uttrykk for opplevingar, synspunkt og haldningar, ønske og emosjonar • gjere greie for sider ved geografi og historie i språkområdet

Was fällt dir dazu ein? Was siehst du auf den Bildern in dieser Lektion? Was denkst du beim Ansehen der Bilder? Wo gibt es heute Krieg?

Markierung einer Wende 1944

1945

krieg krieg krieg krieg krieg krieg krieg krieg krieg krieg krieg krieg

krieg krieg krieg krieg mai

von Ernst Jandl

Sag mal was! Arbeitet zu zweit und sprecht über den Aufbau dieses Gedichts. Warum denkst du, dass der Dichter das Gedicht so aufgestellt hat?

Schreib mal was! Schreibe eigene Gedichte. Benutze „Markierung einer Wende“ als Muster.

216 Weiter geht’s


Adolf Hitler, 1943

Der Zweite Weltkrieg Im Zweiten Weltkrieg kämpfen die Achsenmächte (Deutschland, Italien und Japan) gegen die Alliierten (Frankreich, Großbritannien, die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten). Wenige Länder (wie die Schweiz und Schweden) sind nicht in die Kämpfe verwickelt. Nicht nur Soldaten sterben. Von den 55 bis 65 Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs sind ungefähr die Hälfte Zivilpersonen. Hunderte von Städten werden zerstört. Auf zwei Städte in Japan werden Atombomben abgeworfen. Im Zweiten Weltkrieg stehen Freiheit und Gleichheit aller Menschen gegen Diktatur und Rassismus.

Deutschland zwischen den Weltkriegen Der Versailler Vertrag macht Deutschland für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs (1914 bis 1918) verantwortlich. Deutschland muss hohe Entschädigungssummen zahlen und Gebiete an andere Länder abgeben. 1929 beginnt eine Weltwirtschaftskrise. Viele Leute werden arbeitslos. Die Nazis nutzen die angespannte Stimmung in Deutschland für ihren Aufstieg.

Vokabeln die Achsenmächte aksemaktene die Botschaft budskapet/bodskapen die Entschädigungssumme erstatningssummen das Gebiet området die Rasse rasen der Reichskanzler rikskansleren/ rikskanslaren verantwortlich ansvarlig/ansvarleg die Vereinigten Staaten De forente stater (USA)/Sambandsstatane (USA) der Weltkrieg verdenskrigen/ verdskrigen die Weltwirtschaftskrise krise i verdensøkonomien/verds­ økonomien

Hitler an der Macht 1933 wird Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Mithilfe der SS (Schutzstaffel, einer Art privaten Armee Hitlers) und der Gestapo (geheime Staatspolizei) errichtet er eine Diktatur. Er nennt sich „der Führer“. Die Nazis verbreiten die Botschaft von der Überlegenheit der sogenannten „arischen Rasse“.

LEKTION 14 – 1933 bis 1945 217


Vokabeln die Bodenschätze mineralfore­ komstene/mineralførekomstane die Erschöpfung utmattelsen/ utmattinga die Fallschirmtruppe fallskjermtroppen die Gaskammer gasskammeret der Gegner motstanderen/ motstandaren das Konzentrationslager konsentrasjonsleiren der Kriegsausbruch krigsutbruddet/krigsutbrotet der Panzer panservogna der Völkermord folkemordet die Zwangsarbeit tvangsarbeidet

Kriegsausbruch Deutschland greift nach seinen Nachbarn und löst so den Krieg aus: 1938 wird Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen und die Tschechoslowakei okkupiert. Am 1. September 1939 greift Deutschland Polen an. Da erklären Frankreich und Großbritannien Deutschland den Krieg.

Blitzkrieg Im Frühjahr 1940 greifen deutsche Panzer, Flugzeuge und Fallschirmtruppen Dänemark, Norwegen und die Niederlande an, deutsche Soldaten marschieren in Nordfrankreich, Belgien und Luxemburg ein. Innerhalb weniger Wochen werden die Länder nacheinander erobert.

Viele Länder werden besetzt Deutschland hält einen großen Teil Europas besetzt und plündert die Kulturund Bodenschätze. Die Bevölkerung muss Zwangsarbeit leisten. Die deutschen Flugzeuge werfen Bomben über feindlichen Städten ab. Dann gewinnen die Alliierten den Luftraum. Die Engländer und Amerikaner beginnen, eine deutsche Stadt nach der anderen zu bombardieren. Lebensmittel, Kleider und Seife werden rationiert und der Bevölkerung nur in kleinen Mengen zugeteilt.

Völkermord Die Nazis ermorden etwa sechs Millionen Juden und eine halbe Million Zigeuner. Auch Kommunisten und andere politische Gegner werden in Konzentrationslagern gefangen gehalten. 1942 beschließt Hitler, alle Juden nach Osten zu bringen. Dort werden sie in Gaskammern getötet oder müssen harte Arbeit leisten, und viele sterben dann an Krankheit und Erschöpfung.

Ghetto Warschau – Deportation jüdischer Bevölkerung, 1943

218 Weiter geht’s


Widerstand Überall in Europa bilden sich Gruppen, die gegen Nazi-Deutschland arbeiten. Sie lassen Züge entgleisen, machen Anschläge auf Soldaten, verstecken Juden und übermitteln geheime Nachrichten. Am 20. Juli 1944 scheitert ein Attentat deutscher Offiziere auf Hitler.

Invasion der Alliierten

Vokabeln entgleisen spore av die Halbinsel halvøya scheitern mislykkes/mislykkast die Siegermächte seiersmaktene/ sigersmaktene der Widerstand motstanden

1941 ist fast überall auf der Welt Krieg. 1943 gelingt es den Russen bei Stalingrad, deutsche Truppen zurückzudrängen. Am 6. Juni 1944 landen alliierte Schiffe in der Normandie und befreien Frankreich.

Der Weg zum Frieden Am 25. August 1944 marschiert der französische General De Gaulle in Paris ein. An allen Fronten ziehen sich die deutschen Soldaten zurück. Die Städte werden Tag und Nacht bombardiert. Es bleiben nur noch Ruinen übrig. Im April 1945 begeht Hitler in Berlin Selbstmord und Deutschland kapituliert im Mai 1945.

Die Atombombe Im August 1945 werfen die Amerikaner Atombomben über Hiroshima und Nagasaki ab und Japan kapituliert. Der Krieg ist zu Ende.

Nach dem Krieg Die Staatschefs von Großbritannien, der USA und der Sowjetunion treffen sich schon im Februar 1945 in Jalta (auf der Halbinsel Krim), um über die Zukunft Europas zu beraten. Aber die Siegermächte verfeinden sich: Demokratie steht gegen kommunistische Diktatur. Das ist der Beginn des West-Ost-Konflikts, des Kalten Krieges, der dann 40 Jahre dauert.

Worum geht’s? 1 Wie war die Situation in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg? 2 Wann kam Hitler an die Macht? 3 Was war die SS? 4 Wann hat Deutschland Polen angegriffen? 5 Was versteht man unter Blitzkrieg? (Stichwort: blitzschnell) 6 Was geschah am 20. Juli 1944? 7 Wann und wie wurde Frankreich befreit? 8 Wann begeht Hitler Selbstmord und wann kapituliert Deutschland? 9 Was sollte auf Jalta passieren? 10 Was war der Kalte Krieg?

Sag mal was!

Zusammenfassung Teilt den Text „Der Zweite Weltkrieg“ unter euch auf und gebt den Text nacheinander mit eigenen Worten wieder.

LEKTION 14 – 1933 bis 1945 219


Wozu sind Kriege da? Vokabeln bekloppt sprø, gal/galen bescheuert dum, idiotisk der Bonze pampen, kaksen ermorden myrde die Wahrheit sannheten/sanninga der Zwist tvisten, krangelen

Keiner will sterben, das ist doch klar, wozu sind denn dann Kriege da? Herr Präsident, du bist doch einer von diesen Herrn, du musst das doch wissen – kannst mir das mal erklär’n? Keine Mutter will ihre Kinder verlier’n und keine Frau ihren Mann. Also warum müssen Soldaten losmaschier’n um Menschen zu ermorden – mach mir das mal klar. Wozu sind Kriege da? Herr Präsident, ich bin jetzt zehn Jahre alt und ich fürchte mich in diesem Atomraketenwald. Sag mir die Wahrheit, sag mir das jetzt, wofür wird mein Leben aufs Spiel gesetzt? Und das Leben all der andern – sag mir mal warum? Sie laden die Gewehre und bring’n sich gegenseitig um. Sie steh’n sich gegenüber und könnten Freunde sein, doch bevor sie sich kennenlernen, schießen sie sich tot. Ich find das so bekloppt – warum muss das so sein? Habt ihr alle Milliarden Menschen überall auf der Welt gefragt, ob sie das so wollen oder geht’s da auch um Geld? Viel Geld für die wenigen Bonzen, die Panzer und Raketen bau’n und dann Gold und Brillanten kaufen für die eleganten Frau’n. Oder geht’s da nebenbei auch um so religiösen Zwist, dass man sich nicht einig wird, welcher Gott nun der wahre ist? Oder was gibt’s da noch für Gründe, die ich genauso bescheuert find. Na ja vielleicht kann ich’s noch nicht verstehen wozu Kriege nötig sind. Ich bin wohl noch zu klein ich bin ja noch ein Kind. von Udo Lindenberg

Schon gewusst? Das Lied „Wozu sind Kriege da“ hat Udo Lindenberg 1981 zusammen mit dem damals zehnjährigen Pascal gesungen und hat mit diesem Lied viele Menschen aufgerüttelt und nachdenklich gemacht.

Schreib mal was! Im Text „Wozu sind Kriege da“ finden wir einige Ausdrücke. Bitte folgende Ausdrücke ins Norwegische übersetzen: 1 einem etwas klarmachen 2 ich fürchte mich vor

3 etwas aufs Spiel setzen 4 einem etwas erklären

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Versucht die Hauptpunkte des Liedes auswendig zu lernen und als Rede vorzutragen. Fangt eure Rede so an: Lieber Präsident, keiner will sterben, das ist doch klar. Wozu sind dann Kriege da? Herr Präsident, Sie sind einer von diesen Herren, Sie müssen es doch wissen. Herr Präsident, können Sie mir das bitte erklären? …

220 Weiter geht’s


Die zerstörte Innenstadt: Blick auf die Burg; in der Bildmitte das Dürer-Denkmal, Nürnberg, 1945

Forgive Me Herr Studienrat Runge sagte mit einschläfernder Stimme: „Forgive me“ ist ein starker Ausdruck. Der Engländer gebraucht ihn eigentlich nur Gott gegenüber, im Gebet, in der höchsten Gefühlsaufwallung. Ihr werdet ihn selten hören, selten gebrauchen. Häufiger kommen vor „excuse me“ und „sorry“, ja, vor allem „sorry“. „Sorry“ könnt ihr bei jeder Entschuldigung anwenden. Wenn ihr an jemandem vorbeigehen wollt, wenn ihr jemandem auf den Fuß getreten seid, sagt: „I’m sorry“... Ich war vierzehn Jahre alt. Ich saß in der letzten Bank und war nicht besonders aufmerksam. Vor mir auf der polierten Platte lag ein blaues Oktavheftchen, in das ich die neuen Wörter eintragen sollte. Doch ich malte rechts und links von meinem Namen eine Blume. Unter dem Oktavheftchen lag ein Spiegel, in den ich ab und zu sah. Ich sah gern in den Spiegel, zupfte an meinen Haaren vor der Stirne und schnitt Gesichter. Ich wollte nämlich Schauspielerin werden. Auf dem Heimweg überholten mich drei Jungen der Parallelklasse, Walter, Horst und Siegbert. Siegbert sagte: „Da geht die Brigitte Horney!“ Die anderen lachten. – Was hatte nur dieser Siegbert gegen mich? Er reizte, neckte mich, blies die Backen auf, ich aber freute mich, wenn ich ihn sah ...

Vokabeln der Ausdruck uttrykket die Backe kinnet einschläfernd søvndyssende/ svevndyssande das Gebet bønnen/bønna die Gefühlsaufwallung følelses­ utbruddet/kjensleutbrotet häufiger hyppigere, oftere/ hyppigare, oftare das Heftchen heftet, notatboka reizen irritere die Schauspielerin skuespilleren/ skodespelaren (kv.) die Stirn panna der Studienrat lektoren zupfen nappe

LEKTION 14 – 1933 bis 1945 221


Vokabeln der Anhänger tilhengeren/ tilhengaren der Atem pusten ausgestorben utdødd/utdøydd der Befehl befalingen/befalinga, ordren bewaffnet bevæpnet/væpna das Blut blodet empfangen motta errichten oppføre das Flittchen tøsa die Furchen furene/rukkene die Halswunde halssåret hocken sitte på huk/sitje på huk der Hügel toppen der Kelch begeret, kalken der Schatten skyggen/skuggen täuschen lure, ta feil der Tiefflieger lavtflyvende fly/ lågtflygande fly das Trottoir fortauet vereinzelt enkeltvis verwundet såret die Waffe våpenet der Wahnsinn vanviddet/vanvitet sich wölben hvelve seg/kvelve seg zielen sikte zornig sint, rasende/rasande

Es war Anfang April. Der Krieg ging dem Ende zu. Von Vater kamen keine Briefe mehr. Mutter saß am Abend ohne Worte an meinem Bett. Einige Tage später wurden wir aus der Schule nach Hause geschickt. Um die Mittagszeit surrten amerikanische Tiefflieger über die Dächer. In der Nacht fuhren Lastwagen mit SS-Leuten der Rheinbrücke zu, und die Fenster erschütterten vom Gedröhn der Front. Dann drängten sich Autos, Pferdewagen und Panzer durch die Straßen, über die Trottoirs. Infanteristen zogen zurück, in Gruppen, vereinzelt, abgerissen, verwundet. Unsere kleine Stadt wurde aufgewühlt von Angst, Unruhe, Ungewissheit und der Erwartung, dass alles zu Ende sei. Beck, ein fanatischer Anhänger Hitlers, bewaffnete junge Leute und alte Leute. Er verteilte Gewehre und Panzerfäuste, er ließ Sperren errichten, Gräben ausheben. Die Alten machten nur widerwillig mit, aber die Jungen hatten keine Ahnung, und deshalb waren sie vielleicht sogar begeistert. Auch Siegbert. Siegbert lag unter dem Befehl eines ehemaligen Weltkriegsoffiziers auf einem Hügel vor der Stadt. Ich trug Wasser zum Hügel, Kaffee, Kuchen, Zigaretten und die letzte Tafel Schokolade, die Vater zu Weihnachten geschickt hatte, brachte ich Siegbert. Ich saß im Graben neben ihm. Er sagte: „Du, ich habe mich getäuscht, du bist kein Flittchen – eher ein Junge.“ Das machte mich stolz. Ich rauchte kurz danach, ohne zu husten, meine erste Zigarette. Aber ich war kein Junge! Nein, ich war kein Junge. An einem frühen Vormittag ging ich wieder zum Hügel. Die Wege und Felder lagen wie ausgestorben, nur die Lerchen stiegen aus den Furchen. Seit diesem Morgen weiß ich, wie schön Gesang der Lerchen ist. Auf dem Hügel wurde ich nicht gerade freundlich empfangen. Einer sagte: „So’n Wahnsinn.“ Und der Weltkriegsoffizier sagte: „Tolles Mädchen, du kannst nicht mehr zurück.“ „Warum?“, fragte ich. „Es geht los“, sagte er. „Was? Was geht los?“ Niemand antwortete. Eine unheimliche Stille. Ich stolperte über den Hügel zu Siegbert. Er riss mich in den Graben, neben sich, presste meinen Kopf in seine Arme und sagte: „Warum bist du nur gekommen! Warum bist du nur heute gekommen!“ Dann explodierte die Ruhe. Einschläge schüttelten den Hügel. Zornige Granaten durchwühlten die Erde, die wenigen Leben herauszuwerfen, herauszupflügen wie Kartoffeln auf dem Felde. Hatte ich Angst? Hatte ich keine Angst? Ich weiß es nicht. Erdfontänen sprangen hoch. Splitter regneten, und der Rauch nahm den Atem. Eine Stimme gellte: „Sie sind auf der Straße!“ Dann wurde es ruhig, doch in der Ruhe war ein dunkles Rollen. Siegbert sagte: „Mal nachsehen.“ Er richtete sich auf und schaute, den Kopf über den Grabenrand, zur Straße hinüber. Ich sah zu ihm auf und fragte: „Siehst du etwas? Siehst du –?“ Da schoss das Blut aus seinem Hals, ein roter Strahl, wie aus einer Röhre ... In der Kirche war ein Bild: das Lamm Gottes über einem Kelch. Blut, ein roter Bogen, wölbte sich aus einer klaffenden Halswunde zum Kelchrand. So war es bei Siegbert. Ich hatte das Bild in der Kirche lange nicht gesehen. Jetzt sah ich es genau. Das Bild war mein einziger Gedanke, ein dummer, deplatzierter Gedanke. Lähmend. Ich konnte nicht schreien, nichts tun. Ich sah das Blut aus seinem Hals stoßen – und dachte an das Bild in der Kirche ... Dann brach sein Körper zusammen, nach vorn, zu mir, sackte in die Hocke, die Stirn schlug auf die Knie, und die Hände legten sich nach unten geöffnet neben die Füße auf die Erde. In die Unheimlichkeit meiner Angst fiel ein Schatten. Oben, am Grabenrand, stand ein Soldat, ein fremder Soldat, in fremder Uniform, mit einem fremden Stahlhelm und einer fremden Waffe, die noch nach Siegbert zielte. Sein Mörder! Aber der senkte die Waffe, warf sie zur Erde und sagte: „Forgive me.“ Er beugte sich herab, riss meine Hände an seine Brust und sagte: „Forgive me.“ von Hans Bender

222 Weiter geht’s


Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Wer sind die Hauptpersonen in der Geschichte? Wo sind wir am Anfang des Textes? Beschreibe das, was auf dem Hügel passiert. Was passiert mit Siegbert? Wie sind Anfang und Ende miteinander verbunden?

Sag mal was! Wähle eine der folgenden Aufgaben: 1 Wähle fünf bis zehn Wörter und Sätze aus dem Text und erzähle die Geschichte „Forgive me“ anhand dieser Sätze. 2 Mache ein Assoziogramm mit den (für dich) wichtigsten Wörtern und Ausdrücken aus der Kurzgeschichte. Benutze dein Assoziogramm und erzähle die Geschichte.

Sprachhilfe: Welche Personen kommen in der Geschichte vor? Was ist die Haupthandlung? Wann findet die Handlung statt?

Das Klassenzimmer, der Lehrer erzählt von dem englischen Ausdruck „Forgive me“, es war Anfang April, und der Krieg ging dem Ende zu ...

Die Sonne scheint Die Sonne scheint. Aus den Fenstern Des neuen Hauses sehen die Frauen Auf spielende Kinder. Über den Himmel fliegt ein Flugzeug, über Die Gesichter zieht ein Schatten. Sie erinnern sich.

von Günter Kunert

Die Weiße Rose Nur wenige Menschen haben in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus den Mut gehabt, gegen die Nazis zu kämpfen. Wer das öffentlich tat, wurde nämlich bestraft. „Die Weiße Rose“ war damals eine Gruppe von Studenten, die mit Flugblättern darüber informierte, dass die Nazis unschuldige Menschen töteten. Die wichtigsten Mitglieder waren die Geschwister Sophie und Hans Scholl. Sophie und Hans wohnten als Kinder in einer kleinen Stadt in BadenWürttemberg, wo ihr Vater Bürgermeister war. Im Jahre 1932 zog die Familie

Vokabeln der Bürgermeister borger­ mesteren/borgarmeisteren das Flugblatt flyvebladet/flyge­ bladet die Geschwister søsknene/syskena das Mitglied medlemmet/ medlemmen der Mut motet während under, i løpet av

LEKTION 14 – 1933 bis 1945 223


Die Geschwister Hans und Sophie Scholl mit ihrem Freund Christoph Probst, 1942

Vokabeln das Abitur eksamen fra videre­ gående skole/eksamen frå vidaregåande skole die Anfängerschule nybegynnerskolen/nybyrjarskolen das Gefängnis fengselet hinrichten henrette/avrette die Menschenverachtung menneskeforakten/menneskeforakta schweigsam taus verhaften arrestere das Verhör forhøret/forhøyret der Verräter forræderen/ forrædaren verurteilen dømme sich widersetzen motsette seg/ motsetje seg die Widerstandsgruppe motstandsgruppa zeigen vise

nach Ulm. 1933 traten Hans und Sophie dort in die Hitlerjugend, kurz HJ, ein. Die HJ war eine Art „Anfängerschule“ der Nazis. 1936 nahm Hans am NaziParteitag in Nürnberg teil. Aber als er zurückkam, war er ein anderer Mensch: traurig und schweigsam. Er hatte gesehen, wie menschenverachtend die Ideen der Nazis waren. Danach wurden Hans und Sophie Mitglieder in einer anderen Jugendgruppe, die hieß „Deutsche Jungenschaft vom 1.11.“ . Die Gruppe interessierte sich für fremde Kulturen, Natur und Literatur. Die Nazis aber erlaubten nicht, dass es andere Jugendgruppen als die Hitlerjugend gab, deshalb wurden Hans und Sophie 1937 das erste Mal verhaftet. Hans musste fast fünf Wochen im Gefängnis bleiben, Sophie wurde schnell wieder freigelassen. 1939 lösten die Nazis den Zweiten Weltkrieg aus. Nach ihrem Abitur kam Sophie im März 1942 nach München, um ihr Studium anzufangen. Hans studierte dort Medizin. Sophie war viel mit den Freunden von Hans zusammen. Hans, Sophie und ihre Freunde konnten nicht verstehen, warum so wenige Leute gegen die Nazis protestierten. Deshalb begannen sie, Flugblätter an der Uni zu verteilen. Auf den Blättern forderten sie die Studenten auf, sich den Nazis zu widersetzen. Sie unterschrieben mit dem Namen ihrer Gruppe: Die Weiße Rose. Zusammen mit ihrem Freund Christoph Probst wurden sie von der Gestapo, der Nazi-Polizei, verhaftet. Nach tagelangem Verhör wurden sie zum Tode verurteilt. Niemand durfte für sie aussagen. Hans war damals 25 und Sophie 21 Jahre alt. Am 22. Februar 1943 wurden Sophie und Hans Scholl hingerichtet. Zur Nazi-Zeit galten sie als Verräter, heute sind sie Vorbilder. Straßen, Plätze und Schulen wurden nach ihnen benannt. Denn Widerstandsgruppen wie die Weiße Rose zeigen uns heute, dass nicht alle Deutschen während des Zweiten Weltkriegs schlecht waren.

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Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Was war die „Weiße Rose“? Wie haben die Mitglieder gearbeitet? Wer waren die bekanntesten Mitglieder? Was ist ein Flugblatt? Was geschah mit den Geschwistern Scholl?

Sie haben uns verraten Sie haben uns verraten. So furchtbar verraten. Wie wir noch ganz klein waren, da haben sie Krieg gemacht. Und als wir größer waren, da haben sie vom Krieg erzählt. Begeistert. Immer waren sie begeistert. Und als wir dann noch größer waren, da haben sie sich auch für uns einen Krieg ausgedacht. Und da haben sie uns dann hingeschickt. Und sie waren begeistert. Immer waren sie begeistert. Und keiner hat uns gesagt, wo wir hingingen. Keiner hat uns gesagt, ihr geht in die Hölle. O nein, keiner. Sie haben Marschmusik gemacht und Langemarckfeiern. Und Kriegsberichte und Aufmarschpläne. Und Heldengesänge und Blutorden. So begeistert waren sie. Und dann war der Krieg endlich da. Und dann haben sie uns hingeschickt. Und sie haben uns nichts gesagt. Nur – macht’s gut, Jungens! So haben sie uns verraten. So furchtbar verraten. Und jetzt sitzen sie hinter ihren Türen. Herr Studienrat, Herr Direktor, Herr Gerichtsrat, Herr Oberarzt. Jetzt hat uns keiner hingeschickt. Nein, keiner. Alle sitzen jetzt hinter ihren Türen. Und ihre Tür haben sie fest zu. Und wir stehen draußen. Und vor ihren Kathedern und von ihren Sesseln zeigen sie mit dem Finger auf uns. So haben sie uns verraten. Und jetzt gehen sie an ihrem Mord vorbei, einfach vorbei. Sie gehen an ihrem Mord vorbei.

Vokabeln die Hölle helvete das Katheder kateteret der Kriegsbericht krigsrapporten der Oberarzt overlegen verraten forråde

von Wolfgang Borchert (Auszug aus „Draußen vor der Tür“)

Worum geht’s? 1 Wer hat wen verraten in diesem Text? 2 Wie haben die Älteren die Jüngeren behandelt vor und nach dem Krieg? 3 Die Älteren haben auch einen Krieg erlebt, welchen?

Wissenswertes Trümmerliteratur „Trümmerliteratur“ ist ein Begriff, der oft benutzt wird, um die Werke der jungen Autoren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu bezeichnen. Die Texte von Wolfgang Borchert und Heinrich Böll sind bekannte Beispiele dafür. In dem bekanntesten Stück von Borchert, „Draußen vor der Tür“, schildert er einen jungen Soldaten, der aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause kommt. Überall trifft er auf geschlossene Türen und mangelndes Verständnis für seine Situation. Dieses Theaterstück, das auch als Hörspiel gesendet wurde, traf das Gefühl vieler junger Leute, die sich wie Borchert verraten fühlten und die sich nach dem Krieg in einer trostlosen Trümmerlandschaft befanden.

Vokabeln die Gefangenschaft fangenskapet das Gefühl følelsen/kjensla die Trümmer ruinene/ruinane

LEKTION 14 – 1933 bis 1945 225


Sag mal was!

Vor dem Text Diskutiert Folgendes zu zweit oder in der Klasse, bevor du den Text „Das Brot“ liest: Stell dir vor, es ist Krieg und das Essen ist knapp. Du wohnst mit deinem Partner zusammen, und ihr müsst euer Essen genau aufteilen. Plötzlich entdeckst du, dass dein Partner stiehlt. Was machst du? Wie reagierst du?

Das Brot Vokabeln die Brotkrümel brødsmulene/ brødsmulane sich erkälten bli forkjølet/forkjøla ertragen holde ut, tåle/halde ut, tole die Kälte kulden der Küchentisch kjøkkenbordet der Lichtschalter lysbryteren/ lysbrytaren das Messer kniven tagsüber om dagen der Teller tallerkenen das Tischtuch duken

Plötzlich wachte sie auf. Es war halb drei. Sie überlegte, warum sie aufgewacht war. Ach so! In der Küche hatte jemand gegen einen Stuhl gestoßen. Sie horchte nach der Küche. Es war still. Es war zu still und als sie mit der Hand über das Bett neben sich fuhr, fand sie es leer. Das war es, was es so besonders still gemacht hatte: sein Atem fehlte. Sie stand auf und tappte durch die dunkle Wohnung zur Küche. In der Küche trafen sie sich. Die Uhr war halb drei. Sie sah etwas Weißes am Küchenschrank stehen. Sie machte Licht. Sie standen sich im Hemd gegenüber. Nachts. Um halb drei. In der Küche. Auf dem Küchentisch stand der Brotteller. Sie sah, dass er sich Brot abgeschnitten hatte. Das Messer lag noch neben dem Teller. Und auf der Decke lagen Brotkrümel. Wenn sie abends zu Bett gingen, machte sie immer das Tischtuch sauber. Jeden Abend. Aber nun lagen Krümel auf dem Tuch. Und das Messer lag da. Sie fühlte, wie die Kälte der Fliesen langsam an ihr hochkroch. Und sie sah von dem Teller weg. „Ich dachte, hier wäre was“, sagte er und sah rasch in der Küche umher. „Ich habe auch was gehört“, antwortete sie und dabei fand sie, dass er nachts im Hemd doch schon recht alt aussah. So alt wie er war. Dreiundsechzig. Tagsüber sah er manchmal jünger aus. Sie sieht doch schon alt aus, dachte er, im Hemd sieht sie doch ziemlich alt aus. Aber das liegt vielleicht an den Haaren. Die machen dann auf einmal so alt. „Du hättest Schuhe anziehen sollen. So barfuß auf den kalten Fliesen. Du erkältest dich doch.“ Sie sah ihn nicht an, weil sie nicht ertragen konnte, dass er log. Dass er log, nachdem sie neununddreißig Jahre verheiratet waren. „Ich dachte, hier wäre was“, sagte er noch einmal und sah wieder so sinnlos von einer Ecke in die andere, „ich hörte hier was. Da dachte ich, hier wäre was.“ „Ich hab auch was gehört. Aber es war wohl nichts.“ Sie stellte den Teller vom Tisch und schnippte die Krümel von der Decke. „Nein, es war wohl nichts“, echote er sicher. Sie kam ihm zu Hilfe: „Komm man. Das war wohl draußen. Komm man zu Bett. Du erkältest dich doch. Auf den kalten Fliesen.“ Er sah zum Fenster hin. „Ja, das muss wohl draußen gewesen sein. Ich dachte, es wäre hier.“ Sie hob die Hand zum Lichtschalter. Ich muss das Licht jetzt ausmachen, sonst muss ich nach dem Teller sehen, dachte sie. Ich darf doch nicht nach dem Teller sehen. „Komm man“, sagte sie und machte das Licht aus, „das war wohl

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draußen. Die Dachrinne schlägt immer bei Wind gegen die Wand. Es war sicher die Dachrinne. Bei Wind klappert sie immer.“ Sie tappten sich beide über den dunklen Korridor zum Schlafzimmer. Ihre nackten Füße platschten auf den Fußboden. „Wind ist ja“, meinte er. „Wind war schon die ganze Nacht.“ Als sie im Bett lagen, sagte sie: „Ja, Wind war schon die ganze Nacht. Es war wohl die Dachrinne.“ „Ja, ich dachte, es wäre in der Küche. Es war wohl die Dachrinne.“ Er sagte das, als ob er schon halb im Schlaf wäre. Aber sie merkte, wie unecht seine Stimme klang, wenn er log. „Es ist kalt“, sagte sie und gähnte leise, „ich krieche unter die Decke. Gute Nacht.“ „Nacht“, antwortete er und noch: „Ja, kalt ist es schon ganz schön.“ Dann war es still.

Vokabeln atmen puste die Dachrinne takrennen/takrenna gähnen gjespe kauen tygge/tyggje kriechen krype leise stille, lav/låg platschen klaske die Scheibe skiva

Nach vielen Minuten hörte sie, dass er leise und vorsichtig kaute. Sie atmete absichtlich tief und gleichmäßig, damit er nicht merken sollte, dass sie noch wach war. Aber sein Kauen war so regelmäßig, dass sie davon langsam einschlief. Als er am nächsten Abend nach Hause kam, schob sie ihm vier Scheiben Brot hin. Sonst hatte er immer nur drei essen können. „Du kannst ruhig vier essen“, sagte sie und ging von der Lampe weg. „Ich kann dieses Brot nicht so recht vertragen. Iss du man eine mehr. Ich vertrag es nicht so gut.“ Sie sah, wie er sich tief über den Teller beugte. Er sah nicht auf. In diesem Augenblick tat er ihr leid. „Du kannst doch nicht nur zwei Scheiben essen“, sagte er auf seinen Teller. „Doch. Abends vertrag ich das Brot nicht gut. Iss man. Iss man.“ Erst nach einer Weile setzte sie sich unter die Lampe an den Tisch. von Wolfgang Borchert

Worum geht’s? 1 Wo spielt diese Geschichte? 2 Beschreibe bitte die Personen im Text. 3 Was haben sie in der Küche gehört? 4 Wer kommt als Erster in die Küche? 5 Wieder im Bett: Was hört die Frau? 6 Was passiert beim Abendbrot am nächsten Tag? 7 Wie reagiert der Mann? 8 Wie findest du das, was der Mann gemacht hat? 9 Wie findest du die Reaktion der Frau und ihre Handlung? 10 Welche Moral hat diese Geschichte?

Du bist dran!

Rollenspiel Schreibt den Text „Das Brot“ in ein Drama um. Spielt das Drama der Klasse vor. 1 Ihr könnt den Text ganz konkret verwenden. 2 Ihr könnt eine persönliche Variante machen. Wie reagierst DU, wenn du entdeckst, dass du hintergangen wirst? LEKTION 14 – 1933 bis 1945 227


Bücher und Schriften werden von nationalsozialistischen Studenten eingesammelt. Bücherverbrennung, 1933

Die Bücherverbrennung Vokabeln allenthalben overalt die Bücherverbrennung bok­ brenningen/bokbrenninga die Feder fjæra der Karren kjerra der Scheiterhaufen bålet (for mennesker/menneske) das Wissen kunnskapen zwingen tvinge

Als das Regime befahl, Bücher mit schädlichem Wissen Öffentlich zu verbrennen, und allenthalben Ochsen gezwungen wurden, Karren mit Büchern Zu den Scheiterhaufen zu ziehen, entdeckte Ein verjagter Dichter, einer der besten, die Liste der Verbrannten studierend, entsetzt, dass seine Bücher vergessen waren. Er eilte zum Schreibtisch Zornbeflügelt, und schrieb einen Brief an die Machthaber. Verbrennt mich! schrieb er mit fliegender Feder, verbrennt mich! Tut mir das nicht an! Lasst mich nicht übrig! Habe ich nicht Immer die Wahrheit berichtet in meinen Büchern? Und jetzt Werd ich von euch wie ein Lügner behandelt! Ich befehle euch: Verbrennt mich!

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von Bertolt Brecht


Worum geht’s? 1 2 3 4

Wer hat befohlen, dass Bücher verbrannt werden sollten? Welche Bücher sollten verbrannt werden? Was entdeckt der Dichter? Wie reagiert er, wenn er diese Entdeckung macht?

Sag mal was! Wie verstehst du seine Aussage „Verbrennt mich!“?

Ohne Gepäck Ich war froh, ein Abteil für mich allein ergattert zu haben. Als Erstes zog ich die Vorhänge vor, um andere davon abzuhalten, hereinzukommen. Als der Zug sich endlich in Bewegung setzte, war ich immer noch allein. Ich zog die Schuhe aus und legte mich hin. Die acht Stunden bis nach Hamburg wollte ich durchschlafen. Vom Flughafen aus wollte ich meine Eltern anrufen und ihnen sagen, ich hätte meinen Anschlussflug nach Hannover verpasst und würde in München übernachten. Ich hatte kein deutsches Kleingeld, und so würden sie jetzt also in Hannover am Flughafen vergeblich auf ihren Sohn warten. Ich hatte nicht die geringste Lust, sie wiederzusehen, selbst nach zwei Jahren Amerika nicht. Ich hatte überhaupt keine Lust, wieder hier zu sein. Ich wollte als ersten deutschen Menschen Marita in Hamburg sehen. Die war nicht so unerträglich deutsch, oder war es wenigstens damals nicht gewesen. In den zwei Jahren hatte ich gelernt, wie ein Amerikaner zu reagieren. Als sich der Kapitän der Lufthansamaschine über Mikrofon meldete, fühlte ich mich an die Nazi-Schweinehunde in amerikanischen Fernsehserien erinnert und an sonst gar nichts. Nein, ich hatte nicht zurückgewollt. In Augsburg riss eine Frau die Abteiltür auf und setzte sich wortlos hin. Sie fragte weder, ob noch ein Platz frei sei, noch sagte sie Guten Tag. Ich drehte mich mürrisch auf die andere Seite und konnte nicht mehr einschlafen. Ich fühlte mich beobachtet. Ich setzte mich auf. Sie war vielleicht Anfang dreißig, füllig, mit einem recht hübschen, klaren Gesicht. Ihre Augen waren leicht geschwollen. Sie trug lange silberne Ohrringe, die leicht im Rhythmus des Zuges hin- und herschaukelten. Ich sah kein Gepäck und war erleichtert. Sie konnte nicht weit fahren. Ihre Handtasche hielt sie umklammert, als habe sie Angst, ich wolle sie ihr entreißen. Als sich unsere Blicke zufällig trafen, sah sie schnell weg. Ich sah kleine Schweißperlen auf ihrer Stirn. „Kann ich vielleicht das Fenster öffnen“, fragte sie mit leiser, aber bestimmter Stimme. Wenn ich jetzt antworte, erzählt sie mir ihr Leben, dachte ich. „I’m sorry‚ I don’t speak German.“ Sie wiederholte ihre Frage. „Se window. Can I open?“ Ich nickte. Sie hielt den Kopf aus dem Fenster. Ihre Haare flatterten. Mir wurde kühl. Ich zog meine Jacke über. Sie schloss das Fenster und setzte sich wieder hin. Ich wollte schon meine Zeitungen auspacken, da fiel mir ein, dass ich nur deutsche dabeihatte. Ich ging nach draußen, um zu sehen, ob ich ein anderes leeres Abteil finden würde. Aber selbst in der ersten Klasse waren alle belegt.

Vokabeln das Abteil kupeen der Anschlussflug fly med videre forbindelse/fly med vidare korrespondanse belegt opptatt/oppteken beobachten observere ergattern komme over, skaffe seg, få fatt i erleichtert lettet/letta flattern flagre das Gepäck bagasjen die Handtasche håndveska/ handveska der Ohrring øreringen/øyreringen die Stirn panna vergeblich forgjeves verpassen komme for sent/seint, miste der Vorhang gardinen/gardina, forhenget

LEKTION 14 – 1933 bis 1945 229


Vokabeln ohrfeigen gi en ørefik/gi ein øyrefik, fike til das Taschentuch lommetørkleet der Tropfen dråpen, her: tåren/ dropen, her: tåra verständnislos uten forståelse/utan forståing sich verstricken rote seg inn i, vikle seg inn i winzig bitte liten der Zufall tilfeldigheten/tilfellet

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Als ich zurückkam, tupfte sie sich mit einem Taschentuch die Augen. Die Sonne ging unter. Ein Mann in einer orangefarbenen Jacke kam mit einem Wagen vorbei und verkaufte Brote und Getränke. „One coffee, white, and a salami sandwich“, sagte ich zu ihm. Er sah mich verständnislos an. „Einen Kaffee und ein Salamibrot“, übersetzte sie für mich. „Was er mit weiß meint, weiß ich auch nicht.“ „With milk“, sagte ich. Sie lächelte mich kurz an. Danach war ich nicht sicher, ob sie überhaupt gelächelt hatte, denn es war sofort wieder vorbei, als hätte sie einen Vorhang zugezogen. Sie starrte ausdruckslos aus dem Fenster. Ich drehte das Licht im Abteil an. „Sis is better“, sagte sie, drehte es wieder aus und knipste mir die kleine Leselampe über meinem Kopf an. Sie saß im Dunkeln. Ihr Gesicht konnte ich kaum mehr erkennen. „You are from America?“ „Yes.“ „Where?“ „New York.“ „It’s a dangerous city, no?“ Ich hätte mich dafür ohrfeigen können, dass ich behauptet hatte, kein Deutsch zu sprechen. Jetzt würde sie mir in ihrem grauenhaften Englisch dennoch ihr Leben erzählen. „Ich sprechen ein bisschen Deutsch“, sagte ich mit stark amerikanischem Akzent. „Aber Sie haben doch vorher gesagt ...“ „Ich bin bisschen schüchtern. Habe lange nix gesprecht.“ „Dafür sprechen Sie aber gut. Wo haben Sie das gelernt?“ „Meinen Eltern sind Deutsche.“ Sie schwieg. Ich betete, sie möge nichts mehr sagen. „Emigranten?“, fragte sie. Ich antwortete nicht, um mich nicht noch tiefer zu verstricken. „Mein Großvater ist im KZ gestorben“, sagte sie. „Er war Kommunist.“ Der Zug hielt. Sie stieg nicht aus. Wie konnte man über vierhundert Kilometer ganz ohne Gepäck reisen? Und noch dazu als Frau? Ihre Handtasche war winzig, da passte noch nicht einmal ein Kulturbeutel rein. „Ich habe nur Glück gehabt mit meinen Eltern, wissen Sie? Es ist reiner Zufall, dass sie keine Nazis waren ... ich habe mich immer gefragt, wie das sein muss, von heute auf morgen alles verlassen und nicht wissen, ob man jemals wieder zurückkommt.“ „Seien Sie froh, dass es nicht so ist, heute“, sagte ich, und mein künstlicher amerikanischer Akzent ging mir auf die Nerven. Er klang leichtfertig, ignorant und blöd. „Es könnte aber wieder so werden.“ „Meinen Sie?“ „Ich weiß nicht.“ Plötzlich saß sie neben mir und lehnte ihren Kopf an meine Schulter. Sie war mir sympathisch durch das, was sie gesagt hatte. Sie war keine typische Deutsche. Ich bewegte mich nicht. Sie seufzte, und ich sah einen Tropfen auf die roten Plastiksitze zwischen uns fallen. Ich legte meinen Arm um sie. „Warum weinen Sie denn?“ „Ich möchte nicht darüber sprechen“, sagte sie und legte ihre Hand auf mein Knie. Ich ergriff sie und hielt sie fest. Man hätte uns für ein Liebespaar halten können. „Machen Sie Ferien in Deutschland?“, fragte sie in bemüht leichtem Konversationston.


Ich rede nicht gern über mich. Ihr habe ich alles erzählt. Vielleicht, weil sie geweint hatte. Ich erzählte ihr meine ganze dumme amerikanische Liebesgeschichte in gebrochenem Deutsch. Nach einer Weile fand ich Gefallen daran, Wörter falsch auszusprechen, sie nach dem richtigen Ausdruck zu fragen, zu stammeln. Ich war gezwungen, meine Leidensgeschichte mit einem 200-Wörter-Vokabular vor ihr auszubreiten, und je länger ich sprach, desto klarer wurde mir meine eigene Geschichte. Mit Cathy hatte es eigentlich von Anfang an keine Hoffnung gegeben. „Wegen einer Frau verlassen Sie Ihr Land?“ „Ja“, sagte ich, „nur wegen einer Frau. Zerbrechtes Herz.“ Sie küsste mich. Ich knipste die Leselampe aus. Sie zog die Sitze aus und machte das Abteil zu einem großen Bett. Wir hielten uns und küssten uns und hielten uns. Als ich aufwachte, dachte ich für einen Moment, Cathy läge neben mir. Sie strich mir mit der Hand über die Augen. „Nicht weinen“, sagte sie. „Es gibt Schlimmeres.“ Sie wollte das Rollo hochschieben. „Nicht“, sagte ich. „Wir sind bald da.“ „Ich möchte so bleiben. Nie aussteigen“, sagte ich. „Das geht nicht.“ Sie lachte zum ersten Mal in dieser Nacht. Wir waren in Hamburg. Sie schob die Sitze zurück und ließ das Rollo hoch. Ihre Handtasche hielt sie umklammert, sie sah mich an. „Warum hast du kein Gepäck?“, fragte ich leise. Sie sah zu Boden, hob dann den Kopf und sah mir gerade in die Augen. „Ich gehe nur Zigaretten holen“, sagte sie. Ich tat, als sei mir der Begriff unbekannt. „Ich habe drei Kinder und einen Mann. Gestern Abend bin ich aus dem Haus gegangen ... Einfach so.“ Sie sah erstaunt aus. Wir gingen zusammen den Bahnsteig entlang. Ich wollte ihr alles sagen. Dass ich gar nicht Amerikaner bin, dass meine Eltern keine Emigranten sind, dass ich deutsch spreche. Dass die Geschichte von Cathy eine wahre Geschichte ist. Als ich mich umdrehte, war sie verschwunden. Ich wartete eine halbe Stunde. Dann rief ich Marita an. Sie war nicht zu Hause. Ich suchte in meinen Taschen nach einer Zigarette. Ich fand einen langen silbernen Ohrring.

Vokabeln der Bahnsteig perrongen das Rollo rullegardinen/rulle­gardina stammeln stamme

von Doris Dörrie

Worum geht’s?

Richtig oder falsch? 1 2 3 4 5 6

Der Mann im Zug freut sich darauf, seine Eltern wieder zu sehen. Er wohnt jetzt in Amerika. Der Großvater der Frau ist im Konzentrationslager gestorben. Der Mann findet die Frau sehr unsympathisch. Die Frau hat einen Mann und drei Kinder. Der Mann erzählt der fremden Frau die ganze Wahrheit über sein Leben.

LEKTION 14 – 1933 bis 1945 231


Schreib und sag mal was! Wähle eine der folgenden Aufgaben aus und bereite einen kurzen Vortrag vor. 1 Mit welcher Einstellung geht der Ich-Erzähler in den Zug? Warum denkt er so? Beschreibe seine Haltung gegenüber seinen Eltern, Deutschland und der deutschen Geschichte. 2 In der Erzählung spielen drei Frauen eine Rolle für den Erzähler. Welche genau? 3 Was geschieht zwischen den beiden Hauptpersonen in dieser Nacht? 4 Untersuche den Titel genauer. Erstelle eine Assoziogram zum Begriff „Gepäck“. 5 Welche Rolle spielt die deutsche Vergangenheit für die Personen im Text? („Nazi-Schweinehunde“, „Emigranten“, „KZ“, „Kommunist“, „keine Nazis“) 6 Erzähle die bisherige Lebensgeschichte des Erzählers oder der Frau, indem du die Informationen aus dem Text benutzt und dann selber den Rest frei erfindest.

Sag mal was! Lies bitte die gesamten Gedichte und Kurztexte in dieser Lektion. Welche Haltungen zum Krieg und Frieden kommen in diesen Texten zum Ausdruck?

Lehr Reich Erstes Reich Zweites Reich Drittes Reich Drittes Reicht von Burckhard Garbe

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Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

NSDAP Parteitag in Nürnberg, 1936

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Sätzen, mündlich oder schriftlich.

der Krieg der Soldat die Angst der Bombenangriff die Invasion der Kampf

der Zweite Weltkrieg während des Krieges denken an (+ Akkusativ) Angst haben vor (+ Dativ) sprechen über (+ Akkusativ) glauben an (+ Akkusativ) sich fürchten vor (+ Dativ)

Selbstbewertung nach Lektion 14: Siehe Seite 309.

LEKTION 14 – 1933 bis 1945 233


Trabi auf dem Weg nach Leipzig


LEKTION 15

Geteilt und wiedervereint SCHWERPUNKTE Deutschland von 1945 bis 1990 Die DDR Die Mauer Die Wiedervereinigung

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LÆREPLANMÅL • forstå innholdet i lengre skriftlige og muntlige autentiske tekster i ulike sjangere • lese formelle og uformelle tekster i ulike sjangere og gjøre rede for forfatterens synspunkter og holdninger • delta i spontane samtaler om ulike temaer og aktuelle emner • presentere aktuelle og tverrfaglige emner muntlig • skrive sammenhengende tekster i ulike sjangere • gjøre rede for sider ved geografi og historie i språkområdet

Was fällt dir dazu ein? Was weißt du über die DDR? Was war die Berliner Mauer? Wann und wo gab es die Berliner Mauer? Wann und warum wurde Deutschland wiedervereinigt?

Deutschland von 1945 bis 1990: Geteilt und wiedervereint Vokabeln bedrohen true die Besatzungsmacht okkupasjonsmakten/okkupasjonsmakta besiegen beseire/sigre over bezeichnen betegne/kalle die Einheitspartei enhetspartiet/ einskapspartiet gemeinsam felles genauso likeså/like eins geteilt delt die Verfassung grunnloven/ grunnlova verwalten forvalte

Eine Grenze durch das Land Heute kannst du von Bremen nach Berlin oder von Dresden nach Köln reisen. Viele Jahre lang war das nicht möglich. Von 1945 bis 1990 war Deutschland ein geteiltes Land. Es gab zwei deutsche Staaten: im Westen die Bundesrepublik Deutschland (die BRD) und im Osten die Deutsche Demokratische Republik (die DDR). Die Teilung Deutschlands war eine Folge des letzten großen Krieges in Europa.

Warum wurde Deutschland geteilt? Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die Siegermächte die USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion das kaputte Deutschland in vier Zonen auf. Genauso machten sie es mit der Hauptstadt Berlin. Die wichtige Stadt war in einen Westteil und in einen Ostteil geteilt. Jede Zone wurde von einer Besatzungsmacht verwaltet. Während die vier Sieger im Krieg noch ein gemeinsames Ziel hatten, nämlich Hitler zu besiegen, wurden die Unterschiede im Frieden immer deutlicher. Die drei Westmächte wollten in ihren Zonen eine freie Demokratie, die Sowjetunion aber wollte einen kommunistischen Staat mit Einheitspartei. Innerhalb kürzester Zeit kam es zu großen Spannungen. Vor allem die USA und die Sowjetunion standen sich gegenüber und bedrohten sich – später sogar mit Atombomben. Diese Zeit wird als Kalter Krieg bezeichnet. Die Sowjetunion beherrschte den östlichen Teil Deutschlands, die sogenannte DDR. Die drei Westmächte legten nach einiger Zeit ihre Zonen zusammen, und am 23. Mai 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland (BRD) mit der Hauptstadt Bonn gegründet. Vier Monate später, am 7. Oktober 1949, wurde in der Ostzone ebenfalls eine Verfassung verkündet und somit ein zweiter deutscher Staat geschaffen: die Deutsche Demokratische Republik (DDR) mit der Hauptstadt Ost-Berlin. Für die nächsten 40 Jahre blieb Deutschland geteilt.

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Grenzpolizist in Berlin, 1963

Die Einwohner der DDR wurden immer unzufriedener mit den ökonomischen und politischen Verhältnissen dort. Von Januar bis Anfang August 1961 flohen rund 160 000 Menschen aus der DDR. Die kommunistische Regierung konnte nicht länger zusehen und wollte verhindern, dass noch mehr Leute das Land verließen.

Die Mauer wird gebaut Am Morgen des 13. August 1961 begann die DDR die Grenzübergänge nach West-Berlin abzusperren. Straßen wurden aufgerissen und zerstört und große Barrikaden aus Steinen gebaut. Der U-Bahn- und S-Bahn-Verkehr zwischen Ost-Berlin und West-Berlin funktionierte nicht mehr. Die Ost-Berliner durften West-Berlin nicht mehr betreten, auch die nicht, die in West-Berlin Arbeit hatten. In den folgenden Tagen wurde eine feste Mauer zwischen den Stadtteilen gebaut. Diese Mauer zwischen West-Berlin und Ost-Berlin war 155 Kilometer lang und bestand eigentlich aus einem ganzen System von Sperranlagen. An der Grenze zum Westen befand sich eine etwa vier Meter hohe Mauer. Dahinter war ein beleuchteter Kontrollstreifen, der „Todesstreifen“ genannt wurde. Wenn die Grenzpolizei einen Flüchtling sah, erschoss man ihn ohne Vorwarnung. Dann kam ein tiefer und breiter Graben, um Fahrzeuge aufzuhalten. Danach kamen ein Patrouillenweg, Hundelaufanlagen, Wachtürme, Schutzbunker und zum Schluss eine zweite Mauer.

Vokabeln die Barrikade sperringen/sperringa beleuchtet belyst erschießen skyte der Flüchtling flyktningen die Hundelaufanlage hundeløps­ anlegget der Kontrollstreifen kontrollsonen/ kontrollsona der Schluss slutten der Schutzbunker forsvars­ bunkeren die Sperranlage sperringen/ sperringa die Vorwarnung advarselen/ åtvaringa der Wachturm vakttårnet zerstört ødelagt/øydelagd

LEKTION 15 – Geteilt und wiedervereint 237


Vokabeln der Abschied avskjeden die Absicht hensikten/hensikta, planen die Absperrung sperringen/ sperringa der Antrag søknaden die Behörden myndighetene/ styresmaktene benachteiligt diskriminert bewaffnet bevæpnet/væpna die Erlaubnis tillatelsen/løyvet der Fluchtversuch fluktforsøket lebensgefährlich livsfarlig/ livsfarleg sich nähern nærme seg der Palast palasset der Rentner pensjonisten der Sprengsatz bomben/bomba der Staatssicherheitsdienst (die Stasi) etterretningstjenesten/ etterretningstenesta i DDR treten tråkke vertrauen stole på zwar riktignok/rett nok

Der Mauerbau war streng geheim unter dem Decknamen „Aktion Rose“ vorbereitet worden. Im Juni 1961 hatte DDR-Parteichef Walter Ulbricht noch gesagt: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.“

Flucht in den Westen? Für DDR-Bürger war es lebensgefährlich, sich der Grenze zu West-Berlin und zur Bundesrepublik zu nähern. Bewaffnete Soldaten bewachten die Absperrungen. Wer das Grenzgebiet betrat, konnte erschossen werden oder auf einen Sprengsatz treten. Dennoch versuchten immer wieder Menschen die DDR zu verlassen. Denn alle, die eine andere Meinung hatten als Regierung, wurden benachteiligt. Sie bekamen zum Beispiel keinen guten Arbeitsplatz oder mussten sogar ins Gefängnis. Viele Menschen in der DDR waren mit ihrem Leben sehr unzufrieden. Eine Flucht war lebensgefährlich, und deshalb stellten viele DDR-Bürger einen Antrag auf Ausreise. Doch oft mussten sie jahrelang auf die Erlaubnis warten und wenn es dann so weit war, mussten sie in kürzester Zeit ihr ganzes Leben aufgeben und das Land verlassen. Sie durften nie wieder zurückkehren. Viele Leute landeten für ihren Reiseantrag im Gefängnis. Ab und zu mussten Menschen die DDR verlassen, weil sie die Regierung kritisierten. Oft handelte es sich um politisch aktive Menschen, die bekannt waren. Mindestens 136 Menschen kamen an der Berliner Mauer ums Leben. Der Letzte war Chris Gueffroy, der am 6. Februar 1989 bei einem Fluchtversuch starb. Das war kurz vor Öffnung der Mauer. Es gab aber auch Leute, denen es gelang, einen Tunnel unter der Mauer zu graben oder in einem Luftballon über die Mauer zu schweben. Sie konnten aus der DDR fliehen. Personen aus der BRD und Rentner aus der DDR durften mit Erlaubnis der DDR-Behörden über die Grenze reisen. Die Bahnhofshalle am Ost-Berliner Bahnhof Friedrichstraße wurde „Tränenpalast“ genannt, denn viele Freunde und Familien mussten hier weinend Abschied nehmen.

Das geteilte Dorf Das kleine Dorf Mödlareuth an der Grenze zwischen dem Bundesland Bayern im Westen und Thüringen im Osten hatte nur 50 Einwohner. Quer durch das Dorf ging eine 3,60 Meter hohe Betonmauer. Die Menschen in Ost-Mödlareuth durften ihrer Familie oder ihren früheren Nachbarn und Freunden nicht einmal zuwinken. Die Amerikaner nannten das Dorf „Little Berlin“ („Klein-Berlin“).

Die Stasi In der DDR war es gefährlich, die Partei zu kritisieren. Der Staatssicherheits­ dienst (kurz Stasi) spionierte die Menschen aus. Für ein unvorsichtiges Wort konnte jemand seine Arbeit verlieren oder sogar ins Gefängnis kommen. Der Freund oder die beste Freundin, der Onkel oder der Nachbar konnten für die Stasi arbeiten, und somit konnte man niemandem mehr so richtig vertrauen.

Die Wirtschaft in der DDR In der DDR hatte der Staat die absolute Kontrolle. Er bestimmte, welche Waren hergestellt wurden und zu welchen Preisen sie verkauft werden durften. Viele Dinge waren in der DDR knapp. Es gab zwar genug zu essen, aber nur eine begrenzte Auswahl an Waren. Wenn ab und zu Bananen oder

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Orangen angeboten wurden, mussten die Menschen lange dafür anstehen. Überall musste man Schlange stehen, um etwas zu kaufen. Auch bestimmte Kleidungsstücke, wie z. B. Kinderschuhe, gab es nur selten zu kaufen.

Vokabeln anstehen stå i kø der Mut motet die Schlange køen

In der DDR gab es viele Waren, für die ein Produkt aus dem Westen als Vorbild diente. Weil man den Westen so schlecht fand, musste man für diese Waren neue Namen finden. Hot Dogs hießen „Ketwurst“ und Hamburger „Grilletta“. Auch Autos waren Mangelware. Auf die bekannteste Marke, den Trabant, musste man zehn bis 15 Jahre warten.

Wie endete der Kalte Krieg? Ab Mitte der 1980er-Jahre verbesserte sich das Verhältnis zwischen dem Ostblock und dem Westen. Michail Gorbatschow, der damalige Generalsekretär der Kommunistischen Partei in der Sowjetunion, stand für die neue Politik „Glasnost“ (russisch für „Offenheit“) und „Perestroika“ („Umbau“). Jetzt hofften auch die Menschen in der DDR, dass eine Veränderung möglich ist. Sie schöpften neuen Mut, ihre Meinung offen und laut zu sagen. Die Nachbarländer der DDR öffneten nach und nach ihre Grenzen zum Westen, und Tausende von DDR-Bürgern flohen über Ungarn und die Tschechoslowakei in die Bundesrepublik.

Feinkostgeschäft Delikat, Ost-Berlin, 1983

LEKTION 15 – Geteilt und wiedervereint 239


Vokabeln abhacken hakke av das Ereignis hendelsen/hendinga wachsende økende/aukande

Die Mauer fällt Am Abend des 9. November 1989 durften die Ost-Berliner plötzlich nach WestBerlin reisen. Die DDR hatte jetzt keine andere Wahl. Weil die anderen kommunistischen Länder in Osteuropa seit einiger Zeit ihre Grenzen geöffnet hatten und ihren Bürgern mehr Freiheit gegeben hatten, musste jetzt auch die DDR mitmachen. Dass es so schnell ging mit der Öffnung der Grenze in Berlin, hatte niemand gedacht. Aber die Deutschen auf beiden Seiten der Mauer freuten sich sehr, und es gab große Freudenfeiern überall in Berlin. Jetzt war die Grenze geöffnet, und dank der wachsenden Offenheit in den anderen Ostblockländern konnte man die Mauer abreißen. Es war ein historisches Ereignis. Viele Touristen kamen nach Berlin, um sich ein Stück der Mauer abzuhacken. Bis zum Jahr 1991 verschwand die Mauer nach und nach fast vollständig. Reste gibt es heute noch an der Bernauer Straße und in der Niederkirchner Straße. Am Ostbahnhof befindet sich die East Side Gallery, eine 1,3 Kilometer lange Mauer mit kunstvollen Malereien. Diese Reste sollen dort stehen bleiben, damit wir nie die Zeit vergessen, als Deutschland geteilt war und nicht alle Deutschen frei waren.

Worum geht’s? 1 In wie viele Teile oder Zonen wurde Deutschland nach dem Krieg geteilt? 2 Wofür stehen die Abkürzungen BRD und DDR? 3 Was ist kalter Krieg? 4 Wie hießen die Hauptstädte in den beiden deutschen Staaten? 5 Wie war die Warenauswahl in der DDR? 6 Was war besonders an dem Dorf Mödlareuth? 7 Was passierte am 13. August 1961? 8 Was war die Stasi? 9 Warum wurde die Bahnhofshalle „Tränenpalast“ genannt? 10 Warum musste man die Mauer öffnen? 11 Wann wurde die Mauer endgültig geöffnet? 12 Wo kann man heute noch die Mauer besuchen?

Sag mal was! Teilt die Abschnitte im Text „Deutschland von 1945 bis 1990“ unter euch auf. Gebt den Inhalt anhand von eigenen Stichwörtern wieder.

Wissenswertes Ostblock Die sozialistischen Staaten im Osten Europas unter der diktatorischen Führung der Sowjetunion wurden im Westen auch „Ostblock“ genannt. Die DDR, Polen, die Tschechoslowakei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und die Sowjetunion gehörten hierzu. Diese Länder waren im Warschauer Pakt auch militärisch verbündet.

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Vokabeln

Wissenswertes Luftbrücke Berlin West-Berlin lag wie eine Insel innerhalb der sowjetischen Besatzungszone. Als die USA, Großbritannien und Frankreich in ihren Zonen 1948 die D-Mark als neue Währung ein­­­führten, blockierte die Sowjetunion die Straßen nach West-Berlin. Ziel war es, WestBerlin von der Versorgung abzuschneiden, sodass am Ende ganz Berlin der sowjetischen Besatzungszone gehörte. Doch die Amerikaner und Briten versorgten West-Berlin über eine Luftbrücke. Alle drei Monate landeten sogenannte „Rosinenbomber“ und brachten den Menschen alles, was sie zum Leben brauchten. Nach elf Monaten gab die Sowjetunion auf und beendete ihre Blockade.

die Luftbrücke luftbrua der Rosinenbomber fly som var lastet med mat/fly som var lasta med mat die Versorgung forsyningen/ forsyninga die Währung myntenheten/ mynteininga, valutaen

Wo Deutschland lag Wo Deutschland lag, liegen zwei Länder. Zwei Länder liegen dort, und es trennt sie mehr als eine Grenze. Die gleiche Sprache sprechen sie, die Gleiche, aber sie können sich nicht verstehen, weil sie eine andere Sprache sprechen, eine andere, denn sie sind zwei Länder, zwei Länder sind sie, und liegen, wo Deutschland lag.

von Günter Kunert

Sag mal was! 1 Was meint der Autor mit dem Satz: „Wo Deutschland lag, liegen zwei Länder“? 2 Wann glaubst du, hat der Autor das Gedicht geschrieben? 3 Im Text steht, dass die Menschen die gleiche Sprache sprechen, aber trotzdem verstehen sie sich nicht. Warum nicht?

LEKTION 15 – Geteilt und wiedervereint 241


Silvester 1989

Wo warst du, als die DDR verschwand? Vokabeln der Grenzübergang grense­ overgangen Jura juss die Oma bestemora pleite blakk unglaublich utrolig/utruleg

„Als die Mauer fiel, war ich zu Besuch bei meiner Oma auf Rügen. Ich war jedes Jahr mehrmals bei meiner Oma. Es gab ja nicht so viele Orte, zu denen wir fahren konnten. Ich habe eine weite Wanderung am Strand und an der Küste gemacht und eigentlich erst einen Tag später erfahren, was passiert war. Da bin ich sofort nach Hause nach Leipzig gefahren und zwei Tage später mit meiner Freundin in den Westen gereist. Es war unglaublich! Aber nach ein paar Monaten habe ich dann schon angefangen mir Sorgen zu machen, wie das Leben weitergeht. Da wurde mir immer klarer, wie pleite die DDR eigentlich war, und viele kamen aus dem Westen, um hier schnelles Geld zu machen.“ Erika Holbert (geb. 1970)

„Am 9.11.1989 fuhr ich Taxi in Berlin, wie so oft in dieser Zeit, um neben meinem Jurastudium etwas Geld zu verdienen. Eigentlich war am frühen Abend nie viel los, aber plötzlich geschah etwas. Auf der Karl-Marx-Allee strömten unglaublich viele Menschen in Richtung Bornholmer Straße. Die Ersten, die ich mitnahm, sagten den Satz: ,Wahnsinn! Die Mauer ist auf!‘ Ich habe das zuerst natürlich nicht geglaubt. Bis ich den offenen Grenzübergang sah. Dann habe ich verstanden, dass etwas Großes geschehen war. In dieser Nacht habe ich beim Taxifahren wahnsinnig viel Geld verdient. Es war ein glücklicher Abend!“ Mathias Albrecht (geb. 1968)

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„An diesem Wochenende bin ich mit dem Auto von West-Berlin nach Hamburg gefahren. Es gab noch die Transitstrecke mitten durch die DDR mit den strengen Kontrollen an den Grenzübergängen. Ich wunderte mich, weil so viele Trabis unterwegs waren. Diese Autos gab es ja im Westen gar nicht. Am Grenzübergang fuhren die ganzen Trabis einfach mit mir über die Grenze in den Westen. Das war wild. So etwas hatte es bis jetzt nicht gegeben. Es knallte. Aber es waren keine Schüsse, sondern Sektkorken. Gleich hinter der Grenze standen viele Menschen. Sie weinten und jubelten. Die Grenze war offen. Es war einer der besten Tage in meinem Leben!“ Susanne Kaufmann (geb. 1959)

Vokabeln der Schuss skuddet/skotet der Sektkorken korken på en sektflaske (musserende vin)/ korken på ei sektflaske (musse­ rande vin) die Transitstrecke transittveien, passasjen mellom øst og vest/ transittvegen, passasjen mellom aust og vest unterwegs underveis/undervegs das Wochenende helga

Worum geht’s? 1 Was hat Erika gemacht, als die Mauer fiel? 2 Wie hat sie reagiert, als sie es erfuhr? 3 Warum glaubst du, hat Mathias an diesem Abend so viel Geld verdient? 4 Wo befand sich Susanne, als die Mauer fiel?

Sag mal was! Interviewe jemanden in deiner Familie und frage sie/ihn, wo sie/er im November 1989 war, als die Mauer in Berlin fiel. Frage ob sie/er sich an irgendetwas aus dieser Zeit erinnern kann.

Der Trabi Seit Jahrzehnten baut man in Deutschland Autos, und auch in der DDR wollten die Politiker damals Autos bauen. Es war allerdings nicht einfach für die Ingenieure, einen guten Wagen herzustellen. Sie arbeiteten sehr lange, und das Resultat kam dann endlich: der Trabant oder Trabi, wie man es liebevoll genannt hat. Das kleine Auto aus der DDR wurde auch das Ostmobil, die Rennpappe oder der Rolls Royce aus der DDR genannt. Aber was ist das Besondere an dem Trabi? Er fuhr nicht schnell, denn er hatte nur etwa 20 PS (Pferdestärken), aber das ist nicht so speziell. Das Eigenartige ist, dass der Trabi aus Plastik und Pappe gebaut wurde. Ja, du hast richtig gehört, ein Auto aus Plastik und Pappe! In der DDR gab es nämlich nicht viel Blech, und Plastik war natürlich sehr praktisch, denn ein Auto aus Plastik rostet nicht. Falls man ein Autounfall hatte, konnte man das Auto einfach wieder zusammenkleben. Aber das leichte Material hatte auch Nachteile: Man konnte den Trabi sehr einfach mit einem Feuerzeug anzünden.

Vokabeln der Autounfall bilulykken/bilulykka das Feuerzeug lighteren der Gestank stanken die Mischung blandingen/blandinga der Nachteil ulempen/ulempa der Naturliebhaber naturelskeren/ naturelskaren das Öl oljen die Pappe pappen (kartong) rosten ruste verursachen forårsake

Der Trabi hatte einen Zweitaktmotor und brauchte kein Benzin, sondern eine Mischung aus Benzin und Öl. Diese Mischung verursachte viel Gestank. Das Auto stank regelrecht, und Naturliebhaber waren nicht begeistert!

LEKTION 15 – Geteilt und wiedervereint 243


Vokabeln die Autovermietung bilutleia/ bilutleiga

Sehr speziell war, dass man in der DDR nicht einfach in ein Autohaus gehen und sich ein Auto kaufen konnte. Viele DDR-Bürger mussten bis zu zehn Jahre auf ihren Trabi warten. Bis zum Jahr 1990 baute die Fabrik in Zwickau mehrere Millionen Trabis. Das erste Auto, das nach der Maueröffnung über die Grenze fuhr, war ein Trabi. Heute werden keine Trabis mehr gebaut, aber die Wagen sind immer noch sehr populär. Der Trabi ist inzwischen ein Sammlerobjekt. Es gibt Cabrio-Trabis, Wohnmobil-Trabis, Kombi-Trabis und Design-Trabis. Sie sind einfach spitze! Möchtest du gern mal in einem Trabi sitzen oder sogar damit fahren? Es gibt seit einigen Jahren Trabi-Autovermietungen in Berlin, oder du kannst eine Trabi-Safari machen. Du kannst auch das DDR-Museum am Berliner Dom besuchen. Dort steht ein tolles Exemplar zum Probesitzen!

Worum geht’s? 1 2 3 4

Welche Namen gab es für den Trabant? Wie viel PS hatte das Auto? Aus was wurde ein Trabi gebaut? Warum war der Trabi ein Problem für die Naturliebhaber?

Trabi-Witze Vokabeln abschleppen taue bort die Auspuffrohre eksosrøret falten brette der Frauenarzt kvinnelegen, gynekologen der Glückwunsch lykkønskningen/ lykkeønskinga, gratulasjonen die Höchstgeschwindigkeit topphastigheten/toppfarten die Schubkarre trillebåren/ trillebåra schwanger gravid verdoppeln fordoble verwenden bruke der Wert verdien

Über kein anderes Auto auf der Welt gibt es so viele Witze wie über den Trabi. Hier sind ein paar schöne Beispiele: Wie kann man den Wert eines Trabis verdoppeln? Volltanken! Warum hat der Trabi zwei Auspuffrohre? Damit man ihn auch als Schubkarre verwenden kann. Wie viele Arbeiter braucht man, um einen Trabi zu bauen? Zwei: einer faltet, einer klebt! Wann erreicht der Trabi seine Höchstgeschwindigkeit? Wenn er abgeschleppt wird. In der DDR beim Frauenarzt: „Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger. Soll ich Ihrem Kind einen Trabant bestellen?“

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Vokabeln

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Benutzt gern die Informationen aus dem Text „Der Trabi“. Der Ossi ist Autoverkäufer aus der ehemaligen DDR und möchte gern einem Wessi einen Trabant verkaufen. Er ist natürlich sehr begeistert und liebt den Trabi!

der Autoverkäufer bilselgeren/ bilseljaren der Ossi person fra Øst-Tyskland/ person frå Aust-Tyskland verkaufen selge/selje der Verwandte slektningen der Wessi person fra Vest-Tyskland/person frå Vest-Tyskland

Der Wessi, der zu Besuch bei Verwandten ist, ist etwas skeptisch. Er findet, dass das Auto klein und instabil aussieht. Es fährt auch ziemlich langsam.

Die Ostalgie-Party „Ostalgie ist die Fähigkeit, darüber zu trauern, dass es nicht mehr so ist, wie es auch früher nicht war.“ (Ein ehemaliger DDR-Bürger über das Phänomen Ostalgie). Am 3. Oktober ist der deutsche Nationalfeiertag, der Tag der deutschen Einheit. Am 1. Oktober ruft Hannah ihre Freunde an. Sie will eine Ostalgie-Party feiern. Hier ist ihr Gespräch mit Hermann: Hannah:

Hallo Hermann, wie geht’s?

Hermann: Danke gut. Und dir? Hast du was vor? Hannah:

Vokabeln die Fähigkeit evnen/evna die Ostalgie nostalgi etter DDR-tiden/nostalgi etter DDR-tida trauern sørge/sørgje veranstalten arrangere die Wiedervereinigungsparty gjenforeningsfesten/gjenforei­ ningsfesten witzig vittig, morsom/morosam

Ja, Jochen und ich wollen übermorgen eine besondere Party veranstalten. Hast du Zeit?

Hermann: Eine Party? Ja, klar! Ich habe immer Zeit für eine tolle Party. Ist das eine Wiedervereinigungsparty? Am 3. ist ja der Nationalfeiertag. Hannah:

Nein, nicht ganz. Wir machen unsere eigene Ostalgie-Party!

Hermann: Wow, das kenne ich nicht. Was ist das? Feiern wir die DDR, oder was? Hannah:

Nein, wir wollen uns einfach treffen und über die Erfahrungen und Meinungen im Osten sprechen.

Hermann: Das ist eine witzige Idee. Wer kommt? Hannah:

Unsere Freunde und Bekannten kommen und einige Leute, die damals in der DDR gelebt haben. Da kommen also Leute, die am 9. November dabei waren. Spannend, oder?

LEKTION 15 – Geteilt und wiedervereint 245


Bar „Die Tagung“, Berlin-Friedrichshain

Vokabeln die Biersuppe ølsuppa das Brötchen rundstykket die Grütze geleen der Kartoffelsalat potetsalaten das Pech uflaksen das Schwarzbier mørkt øl der Schwarzmarkt svartebørsen der Sekt sekten, musserende/ musserande vin tauschen bytte/byte unbedingt absolutt

Hermann: Das gefällt mir. Was gibt’s zu essen und zu trinken? Hannah:

Zu trinken gibt es natürlich echtes DDR-Bier, mit oder ohne Alkohol, Köstritzer Schwarzbier, Radeberger und Wernesgrüner Pilsner. Auch das Essen wird so, wie es in der guten, alten DDR üblich war: Soljanka und Halberstädter Biersuppe, Kartoffelsalat und Brötchen sowie rote Grütze mit Vanillesauce.

Hermann: Ich freue mich! Meine Mutter hat mir eine alte Platte von den Puhdys gegeben. Sie haben gute Rockmusik gemacht. Das war doch eine Band aus der DDR, oder? Hannah:

Ja. Ich liebe die Puhdys. Bring doch bitte die Platte mit. Ich suche einen alten Plattenspieler.

Hermann: Mache ich! Was passiert sonst auf deiner Ostalgie-Party, Hannah? Hannah:

Wir tanzen und sprechen über die DDR. Nach dem Essen spielen wir Ost-Monopoly. Bei diesem Spiel versucht man, einen Trabi zu kaufen. Man muss Geld an die Kommunistische Partei bezahlen, oder man kann auf dem Schwarzmarkt Westgeld gegen Ostgeld tauschen. Wenn man Pech hat, kommt man ins Gefängnis.

Hermann: Ich bin dabei. Darf ich einige Freunde mitbringen? Sie sollten diese Ostalgie-Party unbedingt erleben! Hannah:

Ja, klar! Und bringt gern ein paar Flaschen Rotkäppchen-Sekt mit.

Hermann: Okay. Bis morgen Abend. Hannah:

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Tschüss, bis morgen Abend um 8 Uhr, in der Prenzlauer Allee 176.


Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Was für eine Party will Hannah arrangieren? Was gibt es zu essen und zu trinken? Was spielen sie nach dem Essen? Wer sind die Puhdys? Was soll Hermann zur Party mitbringen?

Sag mal was! Arbeitet zu zweit und spielt den Text „Die Ostalgie-Party“ als Rollenspiel. Benutzt gern eure Handys.

DDR-Witze Stasi-Beamter auf der Straße: „Wie beurteilen Sie die politische Lage?“ Passant: „Ich denke ...“ Stasi-Beamter: „Das genügt – Sie sind verhaftet!“ Warum gibt es in der DDR keine Terroristen? Die mussten ja 15 Jahre auf ein Fluchtauto warten!

Das Leben der Anderen: Ein Film über die DDR „Das Leben der Anderen“ ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2006. Es ist der erste Spielfilm von Filmregisseur Florian Henckel von Donnersmarck, der auch das Drehbuch schrieb. Der Film wurde weltweit ein großer Erfolg. Das Drama handelt von einem Stasi-Beamten, der die Kulturszene in Ost-Berlin bespitzeln muss. Der Film setzt sich mit der Geschichte der DDR auseinander. In diesem Film wird gezeigt, dass echte Kunst das Gute im Menschen hervorbringen kann und dass es die Möglichkeit einer Versöhnung zwischen Opfern und Tätern gibt. Die drei wichtigsten Hauptdarsteller im Film sind Georg Dreyman, Christa-Maria Sieland und Gerd Wiesler. Georg Dreyman ist ein erfolgreicher Dramatiker in der DDR, und er hat zu Beginn des Films keine Probleme mit dem DDR-Staat. Das alles ändert sich langsam, als er hinter die Affäre seiner Geliebten ChristaMaria Sieland mit Minister Hempf kommt. Nachdem ein guter Freund von ihm Selbstmord begeht, nimmt Dreyman ein hohes Risiko in Kauf, um einen systemkritischen Artikel in der Bundesrepublik zu veröffentlichen. Christa-Maria Sieland ist eine beliebte und angesehene Schauspielerin in OstBerlin. Sie wird gegen ihren Willen dazu gezwungen, eine Affäre mit Minister Hempf anzufangen. Nachdem ihr Lebensgefährte Dreyman den Artikel im Westen veröffentlicht, wird sie von der Stasi verhört. Sie verrät den Mann, den sie liebt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung der Stasi reagiert sie mit einer Kurzschlusshandlung, die tödlich endet.

Vokabeln bespitzeln overvåke/overvake das Drehbuch (film)manuskriptet die Durchsuchung ransakelsen/ ransakinga der Erfolg suksessen der Kurzschluss kortslutningen/ kortslutninga der Lebensgefährte samboeren/ sambuaren das Opfer offeret der Stasi-Beamte Stasi-tjenestemannen/Stasi-tenestemannen der Täter gjerningsmannen verhören forhøre/forhøyre veröffentlichen offentliggjøre/ offentleggjere, publisere, gi ut verraten avsløre, røpe, svike die Versöhnung forsoningen/ forsoninga der Wille viljen

LEKTION 15 – Geteilt und wiedervereint 247


Ulrich Mühe als Gerd Wiesler in dem Film ”Das Leben der Anderen”

Vokabeln der Auftrag oppdraget gewissenhaft samvittighetsfull/ samvitsfull der Zweck formålet, målet

Gerd Wiesler arbeitet bei der Stasi und leitet die Überwachung von Georg Dreyman. Gewissenhaft erfüllt er anfangs seinen Auftrag. Nach und nach ändert sich die Situation für ihn, und er wird vom Leben der beiden Künstler, die er überwacht, beeinflusst. Als er erfährt, dass seinem Auftrag nicht politische oder staatserhaltende, sondern private Zwecke zugrunde liegen, erwachen in ihm Zweifel an seiner Mission. Zum Schluss beginnt er, Informationen zurückzuhalten.

Die Stasi-Ballade Menschlich fühl ich mich verbunden mit den armen Stasi-Hunden die bei Schnee und Regengüssen mühsam auf mich achten müssen die ein Mikrophon einbauten um zu hören all die lauten Lieder, Witze, leisen Flüche auf dem Klo und in der Küche – Brüder von der Sicherheit ihr allein kennt all mein Leid Ihr allein könnt Zeugnis geben wie mein ganzes Menschenstreben leidenschaftlich zart und wild unsrer großen Sache gilt Worte, die sonst wärn verscholln bannt ihr fest auf Tonbandrolln und ich weiß ja! Hin und wieder singt im Bett ihr meine Lieder – dankbar rechne ich euchs an.

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von Wolf Biermann (Auszug)


Schreib mal was! Bitte das Lied „Die Stasi-Ballade“ ins Norwegische übersetzen.

Sag mal was! An der Mauer in Berlin steht folgende Aussage: „Und wer knackt die Mauer in den Köpfen?“

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

Wie versteht ihr den Satz? Bitte diskutiert in kleinen Gruppen.

Lerne diese Wörter und Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

die DDR die Stasi der Trabi die Mauer die Wiedervereinigung

die Mauer fliehen in den Westen fliehen im Osten/im Westen der Grenzübergang die Teilung des Landes

Selbstbewertung nach Lektion 15: Siehe Seite 309.

LEKTION 15 – Geteilt und wiedervereint 249


Junge Menschen mit Laptop im Café „Sankt Oberholz“, Berlin-Mitte


LEKTION 16

Miteinander SCHWERPUNKTE Authentische literarische Texte lesen und besprechen Das Verhältnis zwischen Menschen Etwas über Goethe erfahren GRAMMATIKTHEMA Fragewörter (Wiederholung)

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LÆREPLANMÅL • forstå innhaldet i lengre skriftlege og munnlege autentiske tekstar i ulike sjangrar • lese formelle og uformelle tekstar i ulike sjangrar og gjere greie for synspunkta og haldningane til forfattaren • delta i spontane samtalar om ulike tema og aktuelle emne • bruke ord, setningsoppbygging og tekstbindingsformer målretta og variert • skrive samanhengande tekstar i ulike sjangrar

Was fällt dir dazu ein? Welche deutschen Autoren kennst du? Welches war das letzte Buch, das du gelesen hast? Was liest du am liebsten? Finde Beispiele für verschiedene Verhältnisse, die es zwischen Menschen gibt. Was bedeutet Freundschaft für dich? Was ist in einer Freundschaft wichtig?

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Das literarische Gespräch – Sprachhilfe In dieser Lektion gibt es viele authentische Texte, die sich gut für literarische Analysen, schriftlich und mündlich, eignen. Wenn du einen literarischen Text analysierst, kannst du gern die folgenden Punkte berücksichtigen: 1 Wie heißt der Text, wann und von wem wurde er geschrieben? (Hier kann man gern ein paar Worte zum Autor sagen, Lebenslauf/Werk.) 2 Ist die Zeit, in der der Text geschrieben wurde, bedeutend für den Inhalt? Wenn ja, erzähle davon. 3 Was passiert im Text? Wie ist die konkrete Haupthandlung? (Hier kann man auf die äußere und/oder innere Handlung eingehen.) 4 Wo passiert die Handlung? (Beschreibe den Ort; Natur, Stadt, Land, drinnen, draußen, kalt, warm ...) 5 Beschreibe die Person(en). (Aussehen, Persönlichkeit, Gedanken, Gefühle ...) 6 Was ist das Thema? 7 Hat die Überschrift eine besondere Bedeutung? 8 Wie ist die Sprache? (Dialog, Monolog, kurze Sätze, viele Kontraste, Symbolik ...) 9 Wie ist der Text aufgebaut? (Komposition, Reime, Rhythmus, Einleitung, Höhepunkt, Spannungssteigerung, offenes Ende ...) 10 Was will uns der Autor mit dem Text sagen? Gibt es eine Botschaft? (Versteckt?/offen?) 11 Wie ist deine Meinung zum Text?

Vokabeln die Bedeutung betydningen/tydinga die Botschaft budskapet/bodskapen die Einleitung innledningen/ innleiinga der Gedanke tanken das Gespräch samtalen die Haupthandlung hovedhandlingen/hovudhandlinga der Höhepunkt høydepunktet/ høgdepunktet der Ort stedet/staden die Persönlichkeit personligheten/ personlegdomen der Reim rimet die Spannungssteigerung spenningskurven/spenningskurva

Märchen vom kleinen Klaus Die Eltern Lehmann haben für Kind Klaus nie Zeit: Berufsarbeit, gesellschaftliche Arbeit, Selbststudium. Klaus: Vati, hast du Zeit für mich? Der Vater: du kriegst ein Schaukelpferd. Klaus kriegt ein Schaukelpferd. Klaus: Mutti, hast du Zeit für mich? Die Mutter: du kriegst ein Schaukelpferd. Klaus kriegt noch ein Schaukelpferd. Klaus hat so viele Schaukelpferde, dass er in seinem Zimmer keinen Platz mehr hat, mit einem Schaukelpferd zu schaukeln. Angsttraum des kleinen Klaus: Schaukelpferde schaukeln von allen Seiten auf ihn zu. Er springt aus dem Bett, ruft die Eltern, keine Antwort, sucht in allen Zimmern: sie sind nicht da. Klaus malt ein großes Schild: TAUSCHE 44 SCHAUKELPFERDE GEGEN EIN PAAR ELTERN.

Vokabeln der Angsttraum marerittet schaukeln gynge das Schaukelpferd gyngehesten das Schild skiltet

von Heiner Müller

Worum geht’s? 1 Beschreibe das Familienleben der Familie Lehmann. Ist diese Situation realistisch? 2 Kannst du Klaus’ Angsttraum erklären? 3 Wie findest du die Lösung von Klaus?

LEKTION 16 – Miteinander 253


Schreib mal was! Benutze bitte die Sprachhilfe zur literarischen Analyse und interpretiert den Text „Märchen vom kleinen Klaus“.

Sag mal was! Vergleiche den Text „Märchen vom kleinen Klaus“ mit „Eine kurze Geschichte“ in Lektion 5.

Der kleine Prinz und der Säufer Vokabeln sich erkundigen forhøre seg/ forhøyre seg saufen drikke (om alkohol) der Säufer alkoholikeren/ alkoholikaren sich schämen skamme seg, skjemmes/skjemmast

Der kleine Prinz kam zu einem Säufer. Der Mann saß stumm vor einer Reihe voller Flaschen. Am Boden lagen viele leere Flaschen. „Was machst du?“, fragte der kleine Prinz. „Ich trinke“, antwortete der Säufer. „Warum trinkst du?“, wollte der kleine Prinz wissen. „Um zu vergessen“, antwortete der Säufer. „Was willst du vergessen?“, erkundigte sich der kleine Prinz. „Ich will vergessen, dass ich mich schäme“, sagte der Säufer. Er senkte den Kopf. „Weshalb schämst du dich?“, fragte der kleine Prinz. Er dachte: Vielleicht kann ich dem Mann helfen. „Ich schäme mich, dass ich saufe“, rief der Säufer. Dann schwieg er. Der kleine Prinz war ganz traurig geworden. Er merkte, dass er dem Mann nicht helfen konnte. von Antoine de Saint-Exupéry

Sag mal was! Was ist die Moral der Geschichte? Was will uns der Autor mit diesem Text sagen?

Schreib mal was! Schreibe eine Rezension eines guten Buchs, das du gelesen hast. Schreibhilfe: Siehe literarische Analyse am Anfang der Lektion.

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Sucht Informationen zu einem modernen deutschen Schriftsteller. Macht zusammen ein Interview. Präsentiert das Gespräch in der Klasse. Einige moderne deutsche Autoren: Juli Zeh, Judith Hermann, Julia Franck, Ingo Schulze, Daniel Kehlmann, Uwe Tellkamp, Wladimir Kaminer, Karen Duve, Bernhard Schlink, Claudia Rusch, Martin Suter. 254 Weiter geht’s


Gespräch Ich freue mich, dass Sie gekommen sind. Möchten Sie nicht ablegen? Es ist allerdings nicht besonders warm hier. Aber ich sitze gern in kühlen Räumen, da fühle ich besser, was mich erwärmt. Und wenn die Sonne hereinscheint, ist es sehr wohlig. Leider regnet es ja schon wieder. Ob das noch einmal anders wird diesen Sommer? Im Grunde ist Regenwetter doch viel angenehmer, man wird nicht so abgelenkt von der Arbeit. Und die Regentropfen an den Fensterscheiben verunklären ein bisschen den hässlichen Ausblick. Es ist nicht gerade die schönste Gegend, in der ich wohne. Aber es liegt sehr zentral. Die Innenstadt fängt hier schon an, und der Wochenmarkt liegt gleich um die Ecke. Ich gehe gern auf den Markt, da gibt es nur gesunde Sachen. Zum Einkaufen fahre ich immer mit dem Fahrrad. Das ist wenigstens etwas sportliche Ertüchtigung und tut den Lungen gut. Sie können gerne rauchen. Ich hole Ihnen einen Aschenbecher. Ich rauche nämlich nicht. Schon lange nicht mehr. Es war nicht leicht, damit aufzuhören. Manchmal richtig anstrengend. Jetzt fühle ich mich gut. Es atmet sich leichter. Die Luftverschmutzung ist ohnehin besonders stark in dieser Gegend. Und die Flüsse sind auch völlig vergiftet. Man kann froh sein, dass sie überhaupt noch fließen. Möchten Sie etwas trinken? Sie müssen schon gehen? Schade. Es war schön, dass Sie gekommen sind.

Vokabeln ablegen her: ta av ytterklærne/ ytterkleda ablenken avlede/avleie, distrahere angenehm hyggelig, behagelig/ hyggeleg, behageleg der Aschenbecher askebegeret/ oskebegeret atmen puste die Ertüchtigung fysisk aktivitet die Gegend området hereinscheinen skinne inn/skine inn schade synd die Verschmutzung forurens­ ningen/forureininga wohlig koselig/koseleg

von Bettina Blumenberg

Wassily-Stühle bei Marcel Breuer im Bau­­haus Dessau

LEKTION 16 – Miteinander 255


Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Wo passiert diese Geschichte? Beschreibe die Gegend. Was kannst du über den Erzähler sagen? Was kannst du über den Besucher sagen? Gibt es überhaupt einen Besucher? Was ist wichtig im Leben der Hauptperson?

Sag mal was! Was glaubst du, möchte die Autorin mit ihrem Text „Gespräch“ sagen?

Sag mal was!

Vor dem Text Stell dir vor, dass du in einer fremden Stadt bist. Du möchtest übernachten, aber bekommst kein Hotelzimmer. In der Stadt ist gerade eine große Veranstaltung, und alle Hotels sind belegt. Endlich, in einem kleinen Hotel gibt es ein freies Bett. Es gibt nur ein kleines Problem: Es ist ein Doppelbett, und ein fremder Mann schläft schon darin. Was machst du? Nimmst du das Angebot an? Schläfst du draußen auf der kalten, nassen Straße? Bitte auf Deutsch mit einem Mitschüler diskutieren.

Die Nacht im Hotel Vokabeln das Anmeldeformular påmeldingsskjemaet, her: ankomstskjemaet bedauernd skuffende/skuffande ergebnislos resultatløs/resultatlaus erschrocken skremt/skremd die Krücke krykken/krykkja der Lichtschalter lysbryteren/ lysbrytaren der Nachtportier nattevakten/ nattevakta nirgendwo ingen steder/ingen stader die Schulter skulderen/skuldra stolpern snuble tasten taste, føle die Türklinke dørhåndtaket/ dørhandtaket ungepflegt uflidd, ustelt

256 Weiter geht’s

Der Nachtportier strich mit seinen ungepflegten Händen über ein Heft und hob bedauernd die Schultern. „Das ist die einzige Möglichkeit“, sagte er. „So spät werden Sie nirgendwo ein Einzelzimmer bekommen. Sie können natürlich noch in anderen Hotels nachfragen. Aber ich kann Ihnen schon jetzt sagen, dass wir, wenn Sie ergebnislos zurückkommen, Ihnen nicht mehr helfen können. Denn das freie Bett in dem Doppelzimmer, das Sie – ich weiß nicht warum – nicht nehmen wollen, wird dann auch vergeben sein.“ „Gut“, sagte Schwamm, „ich werde das Bett nehmen. Nur möchte ich wissen, mit wem ich das Zimmer teilen muss. Ist mein Partner schon da?“ „Ja, er ist da und schläft.“ „Er schläft“, wiederholte Schwamm, ließ sich die Anmeldeformulare geben, füllte sie aus und reichte sie dem Nachtportier zurück; dann ging er hinauf. Nach einigem Suchen fand Schwamm das ihm zugewiesene Zimmer. Er drückte die Türklinke herab, schloss die Tür hinter sich und tastete mit flacher Hand nach dem Lichtschalter. Da stockte er plötzlich. Neben ihm sagte jemand mit einer dunklen, energischen Stimme: „Halt! Bitte machen Sie kein Licht. Sie würden mir einen Gefallen tun, wenn Sie das Zimmer dunkel ließen.“ „Haben Sie auf mich gewartet?“, fragte Schwamm erschrocken. Statt zu antworten, sagte der Fremde : „Stolpern Sie nicht über meine Krücken, und


Siegfried Lenz im Zug von Köln nach Hamburg

seien Sie vorsichtig, dass Sie nicht über meinen Koffer fallen, der ungefähr in der Mitte des Zimmers steht. Ich werde Sie sicher zu Ihrem Bett dirigieren: Gehen Sie drei Schritte an der Wand entlang, und dann wenden Sie sich nach links, und wenn Sie wiederum drei Schritte getan haben, werden Sie das Bett berühren können.“ Schwamm gehorchte. Er erreichte sein Bett, entkleidete sich und legte sich nieder. Er hörte die Atemzüge des anderen und spürte, dass er vorerst nicht würde einschlafen können. „Übrigens“, sagte er zögernd nach einer Weile, „mein Name ist Schwamm.“ „So“, sagte der andere. „Ja.“ „Sind Sie zu einem Kongress hierhergekommen?“ „Nein. Und Sie?“ „Nein.“ „Geschäftlich?“ „Nein, das kann man nicht sagen.“ „Wahrscheinlich habe ich den merkwürdigsten Grund, den je ein Mensch hatte, um in die Stadt zu fahren“, sagte Schwamm. „Wollen Sie in der Stadt Selbstmord begehen?“, fragte der andere. „Gott bewahre, nein. Ich habe einen Sohn, Herr ... (der andere nannte nicht seinen Namen), einen kleinen munteren Kerl, und seinetwegen bin ich hierhergefahren.“ „Ist er im Krankenhaus?“ „Wieso denn? Er ist gesund, ein wenig bleich zwar, das mag sein, aber sonst sehr gesund. Nur ist er äußerst sensibel, mimosenhaft, er reagiert bereits, wenn ein Schatten auf ihn fällt.“ „Also ist er noch im Krankenhaus.“

Vokabeln der Atemzug åndedraget/ andedraget, pusten bleich blek/bleik erreichen nå gehorchen adlyde/lystre geschäftlich forretningsmessig der Kerl karen mimosenhaft sart der Schatten skyggen/skuggen seinetwegen på grunn av ham/på grunn av han übrigens for øvrig/elles zögernd nølende/nølande

LEKTION 16 – Miteinander 257


Vokabeln das Bedenken innvendingen, betenkeligheten die Befürchtung frykten/frykta, angsten der Bengel guttungen/gutungen der Betrug bedrageriet die Decke dyna enttäuscht skuffet/skuffa erregt opphisset/opphissa die Faust knyttneven der Frühzug tidligtoget/tidlegtoget die Geburt fødselen gefährdet i fare die Glasseele sjel av glass, en sart sjel/sjel av glas, ei sart sjel in jeder Hinsicht i ethvert henseende/på alle måtar niedergeschlagen lei seg, trist, nedfor die Schranke bommen

„Nein“, rief Schwamm, „ich sagte schon, dass er gesund ist, in jeder Hinsicht. Aber er ist gefährdet, dieser kleine Bengel hat eine Glasseele, und darum ist er bedroht.“ „Warum begeht er nicht Selbstmord?“, fragte der andere. „Aber hören Sie, ein Kind wie er, in solch einem Alter! Nein, mein Junge ist aus folgendem Grunde gefährdet: Jeden Morgen, wenn er zur Schule geht – er geht übrigens immer allein dorthin –, jeden Morgen muss er vor einer Schranke stehen bleiben und warten, bis der Frühzug vorbei ist. Er steht dann da, der kleine Kerl, und winkt, winkt heftig und freundlich und verzweifelt.“ „Ja und?“ „Dann“, sagte Schwamm, „dann geht er in die Schule, und wenn er nach Hause kommt, ist er still und traurig, und manchmal heult er auch. Er kann seine Schularbeiten nicht machen, er mag nicht spielen und nicht sprechen. Das geht nun schon seit Monaten so, jeden Tag. Der Junge geht mir kaputt dabei!“ „Was veranlasst ihn denn zu solchem Verhalten?“ „Sehen Sie“, sagte Schwamm, „das ist merkwürdig: Der Junge winkt, und – wie er traurig bemerkt – es winkt ihm keiner der Reisenden zurück. Und das nimmt er sich so zu Herzen, dass wir – meine Frau und ich – die größten Befürchtungen haben. Er winkt, und keiner winkt zurück; man kann die Reisenden natürlich nicht dazu zwingen, und es wäre absurd und lächerlich, eine entsprechende Vorschrift zu erlassen, aber ...“ „Und Sie, Herr Schwamm, wollen nun das Elend Ihres Jungen beenden, indem Sie morgen den Frühzug nehmen, um dem Kleinen zu winken?“ „Ja“, sagte Schwamm, „ja.“ „Mich“, sagte der Fremde, „gehen Kinder nichts an. Ich hasse sie und weiche ihnen aus, denn ihretwegen habe ich – wenn man’s genau nimmt – meine Frau verloren. Sie starb bei der ersten Geburt. Sie fahren nach Kurzbach, nicht wahr?“ „Ja.“ „Und Sie haben keine Bedenken bei Ihrem Plan? Offener gesagt: Sie schämen sich nicht, Ihren Jungen zu betrachten? Denn was Sie vorhaben, Sie müssen es zugeben, ist doch ein glatter Betrug.“ Schwamm sagte erregt: „Was erlauben Sie sich, ich bitte Sie, wie kommen Sie dazu!“ Er zog die Decke über den Kopf, lag eine Weile überlegend da und schlief dann ein. Als er am nächsten Morgen aufwachte, stellte er fest, dass er allein im Zimmer war. Er blickte auf die Uhr und schrak: Bis zum Morgenzug blieben ihm noch fünf Minuten, es war ausgeschlossen, dass er ihn noch erreichte. Am Nachmittag kam er niedergeschlagen und enttäuscht zu Hause an. Sein Junge öffnete ihm die Tür, glücklich, außer sich vor Freude. Er warf sich ihm entgegen und hämmerte mit den Fäusten gegen seine Beine und rief: „Einer hat gewinkt, einer hat ganz lange gewinkt.“ „Mit einer Krücke?“, fragte Schwamm. „Ja, mit einem Stock. Und zuletzt hat er sein Taschentuch an den Stock gebunden und es so lange aus dem Fenster gehalten, bis ich es nicht mehr sehen konnte.“ von Siegfried Lenz

258 Weiter geht’s


Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Wo spielt die Handlung in diesem Text? Welche Personen treffen wir im Text? Bitte die Personen im Text näher beschreiben. Was passiert in dem Hotelzimmer? Welche Pläne hat der Vater am nächsten Morgen? Wie reagiert der fremde Mann im Zimmer, als er von diesen Plänen erfährt? 7 Warum mag der fremde Mann keine Kinder? 8 Bitte den Sohn von Herrn Schwamm beschreiben. 9 Was geschieht am nächsten Morgen? 10 Wie reagiert der Junge, als der Vater nach Hause kommt? 11 Was hat der Junge an diesem Tag erlebt? 12 Was ist das Thema in diesem Text?

Schon gewusst? Deutschsprachige Literaturnobelpreis­­­­­träger 1902 1908 1910 1912 1919 1929 1946 1966 1972 1999 2004 2009

Theodor Mommsen (D) Rudolf Eucken (D) Paul Heyse (D) Gerhart Hauptmann (D) Carl Spitteler (CH) Thomas Mann (D) Hermann Hesse (CH/D) Nelly Sachs (D) Heinrich Böll (D) Günter Grass (D) Elfriede Jelinek (A) Herta Müller (D)

Du bist dran!

Rollenspiel Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und spielt die Kurzgeschichte der Klasse vor.

Schreib mal was!

Die Nacht im Hotel Wähle eine der folgenden Aufgaben: 1 Erkläre die Situation und das Verhalten des Kindes. Du kannst auf folgende Punkte eingehen:

a) Warum winkt das Kind den Reisenden zu? b) Warum ist es traurig, dass niemand zurückwinkt? c) Was bedeutet der Ausdruck „Glasseele“?

2 Erkläre die Situation und das Verhalten des Vaters. 3 Wer ist der fremde Mann?

Mache ein fiktives Interview mit dem fremden Mann. Benutze gern die Informationen aus dem Text.

LEKTION 16 – Miteinander 259


Sag mal was!

Vor dem Text Die Apotheke heißt „Vita Nova“ oder „Neues Leben“. Was glaubst du, ist das Thema in diesem Text?

Apotheke Vita Nova Vokabeln abgegriffen slitt/sliten abgelegen avsidesliggende/avsidesliggjande ätzen etse das Bestattungsinstitut begravelsesbyrået/gravferdsbyrået der Einarmige mann med én arm/ mann med éin arm das Fläschchen liten flaske/lita flaske die Flüssigkeit væsken/væska das Gefängnis fengselet gerissen revet i stykker, ut/riven i sund, ut der Haaransatz hårfestet der Hustenbonbon halspastillen kramen lete/leite, rote die Leiter stigen der Palast palasset pappig her: smaker papp das Pflanzenschutzgift plantegiften/plantegifta, sprøytemiddelet pfui æsj prächtig prektig, flott rasieren barbere mit den Armen rudern svinge, kave med armene/armane die Schachtel esken/eska die Stufe trinnet das Tütchen liten pose ohne Umstände her: uten videre/ utan vidare die Waage vekta würgen kvele zertreten tråkket i stykker/tråkka i sund

260 Weiter geht’s

Es war ein abgegriffener Zettel, den Munnicher dem einarmigen Apotheker hinhielt. Munnicher trug das aus einem Notizbuch gerissene Blatt schon seit Wochen in der Jackentasche und hatte oft danach gegriffen. Ein paar Gifte standen darauf. Pflanzenschutzgifte, die Erwachsenen ohne Umstände verkauft werden. Munnicher wollte das Gift nicht für Pflanzen. Munnicher wollte es für sich, für die zertretene, weggeworfene Menschenpflanze Munnicher. Er war in diese abgelegene Apotheke gegangen, weil er in den kaltprächtigen Medikamentenpalästen aus Plastikmasse, Nickel und Neon seinen Wunsch nicht vorbringen mochte. „Eins davon“, sagte er. Der Apotheker schaute Munnicher vom zurückweichenden Haaransatz bis zum nachlässig gebundenen Schlips an. Er merkt, dass ich aus dem Gefängnis komme, dachte Munnicher. Er sieht es an dieser ausgebleichten Haut, in der jede Pore drei Jahre lang nach Sonne geschrien hat. Aber heute Nacht kommt die Sonne ja, dachte er. Dann kommt die große Helle von innen. „Sind aber verschieden stark“, sagte der Apotheker. „Das stärkste“, verlangte Munnicher. Der Apotheker nickte und stieg auf eine Leiter. Bei jeder Stufe ruderte er mit dem rechten Arm durch die Luft. Sieht komisch aus, wenn ein Einarmiger ’ne Leiter raufsteigt, dachte Munnicher. Der Alte kramte in einigen Paketen. Munnicher fühlte sich beobachtet. Aber der Alte schaute nur auf seine Fläschchen und Schachteln. Da sah Munnicher das Mädchen hinter der Waage im angrenzenden Raum. Er sah es durch die geöffnete Tür. Er sah, wie es blaue Tütchen mit hellrotem Pulver füllte und abwog. Das Mädchen – achtzehn ist es, dachte Munnicher – ließ die Waage auszittern und tat nichts. Es schaute Munnicher an. Man erkennt von hier aus, dass es braune Augen hat: Wieso erkennt man das von hier aus, fragte sich Munnicher betroffen. Er hob ein wenig die Hand und winkte. Seh sicher aus wie ein Pinguin, dachte er. Aber da hob das Mädchen das blaue Tütchen und winkte auch. Der Alte ruderte die Leiter wieder herunter. „Hier“, sagte er. „Mit vier Liter Wasser verdünnen.“ „Werd’s schon richtig machen“, sagte Munnicher. „Klar“, sagte der Alte. „Fünf sechzig.“ Munnicher zahlte. Er wollte noch einmal zu dem Mädchen hinüberschauen, aber der Einarmige verdeckte die Tür. Munnicher war versucht, noch eine Schachtel Hustenbonbons oder so etwas zu verlangen, nur damit der Alte ihm aus der Sicht ging. Dann dachte er: Mätzchen! Früher hätte ich so etwas gemacht. Ganz früher. Vor drei Jahren. Er ging. „Wiederschauen“, sagte der Einarmige leirig. Munnicher hatte sich auf das Bett gelegt. Er trank die braune Flüssigkeit. Schmeckt pappig, dachte er. Ich habe immer geglaubt, das Zeug ätzt und würgt. Aber es schmeckt pappig. Schmeckt pappig im Hals, doch nicht im Magen. Merkst du’s, Munnicher, dachte er und legte sich auf die Seite. Merkst du, wie dein Magen zerfressen wird? Ich hätte mich vorher noch rasieren sollen. Wenn morgen einer vom Bestattungsinstitut in meinem kalten Gesicht umherwirkt? Pfui Teufel! Rasieren hätte ich mich sollen, dachte er. Stundenlang dachte er


es. Der Morgen hatte die alte Apotheke nicht viel heller gemacht. Munnicher war noch immer nicht rasiert, als er den Apotheker fragte: „Was haben Sie mir da für ein verdammtes Zeug angedreht?“ „Wasser“, sagte der Alte. „Wasser mit einem Schuss Gurgellösung, gegen Mandelentzündung.“ „Was sollte das?“, fragte Munnicher. „Ja, was sollte das?“, fragte der Einarmige und ließ ihn nicht mit dem Blick los. Munnicher senkte den Kopf. „Ich verkaufe keine Gifte in meiner Apotheke“, sagte der Alte. „Von hundert Verkäufen kriege ich nur vierzehn Reklamationen. Das ist noch ein gutes Verhältnis, nicht wahr? Hundert Leute tragen Wasser statt Gift nach Hause und nur vierzehn beschweren sich. Und diese vierzehn schicke ich woanders hin, wenn sie wollen. Manche wollen nicht mehr. Das Geld bekommen sie natürlich wieder zurück. Auch Sie.“ Der Alte schlurfte zur Leiter. Munnicher schaute wieder durch die Verbindungstür. Das Mädchen war nicht da. Im Spiegel fing sich umgekehrt der Name der Apotheke: „Vita Nova“ hieß sie. „Wollen Sie noch etwas ?“, fragte der Alte. „Ja“, sagte Munnicher. „Hustenbonbons.“

Vokabeln beschweren klage die Mandelentzündung hovne mandler/hovne mandlar der Schuss skvetten, liten mengde/ lita mengd umgekehrt omvendt woanders et annet sted/ein annan stad

von Josef Reding

Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6 7 8 9

Warum ist Munnicher so bleich? Warum wählt er gerade diese Apotheke? Was möchte er kaufen? Was macht er, als er nach Hause kommt? Was passiert, nachdem er die Flüssigkeit getrunken hat? Was macht Munnicher am nächsten Tag? Wie ist die Reaktion und Begründung des Apothekers? Was macht Munnicher am Ende der Geschichte? Welche Rolle spielt das Mädchen?

Sag mal was! Arbeitet zu zweit. Führt ein fiktives Interview mit Munnicher über seinen Aufenthalt im Gefängnis. Findet heraus, warum er ins Gefängnis musste und wie sein Leben dort war.

Schreib mal was!

Apotheke Vita Nova Wähle eine der folgenden Aufgaben und schreibe einen längeren Text auf Deutsch. 1 Schreibe eine Zusammenfassung des Texts. 2 Wer ist das Mädchen im Text? Führe ein Interview mit ihr. Wie heißt sie? Was macht sie in der Apotheke? Was denkt sie über Munnicher? 3 Wir treffen Munnicher nach sechs Monaten. Wie ist es ihm ergangen? Schreibe sein Tagebuch. LEKTION 16 – Miteinander 261


Goethe- und Schillerdenkmal vor dem Deutschen Nationaltheater in Weimar in ThĂźringen

262 Weiter geht’s


Das deutsche Dichtergenie: Johann Wolfgang von Goethe Der berühmte Dichter wurde im Jahre 1749 in Frankfurt geboren. Er wuchs in einer reichen und angesehenen Familie auf. Mit 16 Jahren fuhr Goethe als Student nach Leipzig. Er wollte dort Jura studieren. Aber das Leben in Leipzig war nicht so, wie der junge Goethe es sich vorgestellt hatte, und so fuhr er nach drei Jahren zurück nach Frankfurt. Als er 21 Jahre alt war, studierte er in Straßburg, wo er die Pfarrerstochter Friederike Brion kennenlernte. Sie verliebten sich, und im Gedicht „Heidenröslein“ beschreibt er dieses Verhältnis. Er verließ Straßburg, ohne sich von ihr zu verabschieden.

Heidenröslein Sah ein Knab’ ein Röslein stehn, Röslein auf der Heiden, war so jung und morgenschön, lief er schnell, es nah zu sehn, sah’s mit vielen Freuden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden.

Vokabeln ablehnen avvise angesehen ansett/akta, respektert das Ausland utlandet der Bezug trekket, referansen die Freude gleden/gleda die Geliebte elskerinnen/elskarinna das Genie geniet die Haushälterin husholdersken/ hushalderska die Heide heden, marka, lyngheia der Knabe gutten/guten die Leidenschaft lidenskapen die Pfarrerstochter prestedatteren/ prestedottera das Röslein liten rose/lita rose unehelich uekte, utenfor/utanfor ekteskapet verlobt forlovet/forlova

Knabe sprach: Ich breche dich, Röslein auf der Heiden! Röslein sprach: Ich steche dich, daß du ewig denkst an mich, und ich will’s nicht leiden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. Und der wilde Knabe brach ’s Röslein auf der Heiden; Röslein wehrte sich und stach, half ihm doch kein Weh und Ach, musst’ es eben leiden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. 1771 traf er Charlotte Buff, die mit seinem Freund verlobt war. Er verliebte sich leidenschaftlich in Charlotte. Sie heiratete den Verlobten. Goethe war verzweifelt, und 1774 schrieb er in wenigen Monaten den Roman „Die Leiden des jungen Werthers“, in dem Lotte (Charlotte) den jungen Werther (Goethe) ablehnt. In diesem Roman gibt es viele autobiografische Bezüge. Das Buch wurde ein „Bestseller“ in ganz Europa, und in kurzer Zeit erschienen mehrere Auflagen. Die Leidenschaft, die Goethe hier beschrieben hat, traf das junge Publikum ins Herz. Nach einigen Jahren im Ausland reiste Goethe 1788 nach Deutschland (Weimar) zurück. Als er ein Verhältnis mit der armen Bürgerstochter Christiane Vulpius begann und sie als Haushälterin und Geliebte ins Haus nahm, verlor er viele Freunde. Mit Christiane bekam er ein Jahr später ein uneheliches Kind. Er heiratete Christiane erst 18 Jahre später. Vier von fünf ihrer Kinder starben, als sie noch klein waren. Das Gedicht „Gefunden“ beschreibt sein Verhältnis zu Christiane. LEKTION 16 – Miteinander 263


Vokabeln anregend inspirerende, stimulerende/inspirerande, stimulerande besonders især, særlig/særleg das Blümchen liten blomst/liten blome gebrochen brukket/brekt gemeinsam felles, sammen/saman leuchtend lysende/lysande der Naturwissenschaftler naturvitenskapsmannen/ naturvitskapsmannen der Stern stjernen/stjerna umfangreich omfangsrik welken visne das Würzlein liten rot/lita rot

Gefunden Ich ging im Walde So für mich hin, Und nichts zu suchen, Das war mein Sinn. Im Schatten sah ich Ein Blümchen stehn, Wie Sterne leuchtend, Wie Äuglein schön. Ich wollt es brechen, Da sagt es fein: Soll ich zum Welken Gebrochen sein? Ich grub’s mit allen Den Würzlein aus. Zum Garten trug ich’s Am hübschen Haus. Und pflanzt es wieder Am stillen Ort; Nun zweigt es immer Und blüht so fort. In den Jahren nach 1794 entstand eine tiefe Freundschaft zwischen Goethe und Friedrich Schiller, die bis zu Schillers frühem Tod im Jahre 1805 andauerte. 1799 zog Schiller nach Weimar. Diese Freundschaft wirkte auf beide anregend, gemeinsam gaben sie eine Zeitschrift heraus, und Schillers Dramen wurden im Weimarer Hoftheater uraufgeführt. Goethe war von 1791 bis 1817 Leiter dieses Theaters. Weimar wurde dadurch zum Zentrum der Klassik in Deutschland. Goethes bekanntestes Drama „Faust“ (1) begann er 1808. Das Drama wurde aber erst 1831 fertig, ein halbes Jahr vor seinem Tod. Johann Wolfgang von Goethe ist einer der bekanntesten Dichter der Welt. In allen Genres hat Goethe Großes geleistet, besonders aber auf den Gebieten der Lyrik und des Dramas. Sein literarisches Werk ist sehr umfangreich. Er war auch als Naturwissenschaftler tätig (Optik, Farbenlehre, Anatomie, Botanik, Geologie) – ein Universalgenie. Goethe starb in Weimar 1832, 83 Jahre alt.

Worum geht’s? 1 2 3 4 5

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Wann und wo ist Goethe geboren? Was hat er studiert? Was für ein Verhältnis hatte er zu Frauen? Wen hat er geheiratet? Was ist ein Universalgenie?


Sag mal was! Versuche die Gedichte „Heidenröslein“ oder „Gefunden“ zu interpretieren.

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

Benutze die Sprachhilfe zum literarischen Gespräch am Anfang der Lektion.

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

der Verfasser die Kurzgeschichte der Roman das Gedicht das Thema

Wie gefällt dir das Buch? Mir gefällt das Buch. Wie heißt dein Lieblingsautor? Das Buch ist spannend. Der Roman ist sehr lang. Ich mag Krimis. Meine Freundin liest Liebesromane. Hast du das Buch gelesen? In diesem Text geht es um … Der Text handelt von … Der Text gefällt mir/gefällt mir nicht. Der Text ist einfach/schwierig zu verstehen. Das Ende ist interessant. Man kann den Inhalt auf folgende Weise interpretieren …

Selbstbewertung nach Lektion 16: Siehe Seite 309.

LEKTION 16 – Miteinander 265


LEKTION 17

Mode & Kunst SCHWERPUNKTE Kleidung kaufen Mode und Kunst Bildbeschreibung GRAMMATIKTHEMA Relativpronomen Pr채sens (Wiederholung) Adjektive (Wiederholung)

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LÆREPLANMÅL • delta i spontane samtaler om ulike temaer og aktuelle emner • presentere aktuelle og tverrfaglige emner muntlig • beskrive sentrale sider ved språkområdets kultur og gi uttrykk for opplevelser knyttet til dette • gi uttrykk for opplevelser, synspunkter og holdninger, ønsker og emosjoner • forstå og bruke tall og størrelser i praktiske situasjoner • drøfte sider ved dagligliv, tradisjoner, skikker og levemåter i språkområdet og i Norge

Was fällt dir dazu ein? Beschreibe deinen Kleiderstil (sportlich, bunt, modisch, cool, trendy ...) Welche deutschen und norwegischen Modemacher kennst du? Welche norwegischen Künstler kennst du? Welche Künstler aus dem deutschsprachigen Raum kennst du?

Im Laden Vokabeln die Anprobe prøverommet die Beraterin rådgiveren/rådgivaren, konsulenten (kv.) brauchen trenge einkaufen handle herumlaufen gå rundt die Klamotten klærne/kleda nörgeln klage sauer sur spinnst du? tuller du? er du gal?/ tullar du? er du galen? teuer dyr tragen her: ha på seg die Umkleidekabine omkledningsrommet/omkledingsrommet vorstellen forestille/førestelle

Felix, der 15 Jahre alt ist, geht heute mit seiner zwei Jahre älteren Schwester Sabine Klamotten einkaufen. Seine große Schwester, die Kleidung und Schuhe und alles, was damit zu tun hat, liebt, freut sich sehr. Felix dagegen hat eigentlich keine Lust und nörgelt herum. Jeder kann sehen, dass er ziemlich sauer ist. Sabine: Felix, stell dich nicht so an! Alle Leute brauchen Klamotten. Möchtest du nackt herumlaufen, oder was? Felix:

Spinnst du? Natürlich weiß ich, dass ich eine neue Hose brauche. Aber ich finde nicht, dass es Spaß macht, Kleidung zu kaufen. Es ist langweilig!

Sabine: Ich liebe es, und ich werde eine sehr gute Modeberaterin sein. Versprochen. Felix:

Ja, das kann ich mir vorstellen ...

Sabine: Hier, Felix, hier gehen wir rein. Hier gibt es die coolsten Hosen der Stadt. Mein Freund hat hier eine Hose, die richtig gut aussieht, gekauft. Komm! Felix:

Was, hier? Ist es nicht der teuerste Laden der Stadt? Hier kostet doch keine Hose unter 200 Euro. Okay, wir gehen rein.

Sabine: Diese Hose kannst du probieren. Es ist Größe 29/34, die müsste passen. Da, dort ist die Anprobe. Geh mal hin. Ich komme sofort nach, nachdem ich noch ein paar Hosen für dich gefunden habe. Felix:

Oh, Mann, das kann ja dauern. Okay, ich gehe in die Umkleidekabine.

Sabine: Felix, bist du hier drin? Felix:

Ja. Diese Hose, die rot ist, werde ich nie im Leben tragen. Kannst du mir bitte eine andere geben? Die Farbe und die Größe sind falsch. Ich brauche so was wie medium. Gibt es das nicht?

Sabine: Aber rot ist doch schön, und die Hosen sollen etwas eng sein! Mein Freund ...

268 Weiter geht’s


Laden im Kunsthaus Tacheles, Berlin-Mitte

Felix:

Ja, ich weiß, dass dein Freund hier eine tolle enge rote Hose gekauft hat, ich will aber keine rote enge Hose! Such mir bitte eine andere oder wir gehen. Außerdem ist sie unglaublich teuer! 180 Euro für eine Hose! Dafür kaufe ich lieber ein Flugticket nach Italien!

Sabine: Okay okay! Ich werde eine andere für dich finden. Du kannst ja diese Hose, die aus Italien kommt, anziehen. Felix:

Meinst du die schwarze, die enge Beine hat? Die gefällt mir, Sabine.

Vokabeln wie angegossen som støpt/som støypt die Chucks Conversesko (Chuck Taylor) das Gehalt lønna heutzutage nå for tiden/no for tida leihen låne

Sabine: Ja, die finde ich auch gut. Passt sie denn? Felix:

Ja, die sitzt wie angegossen! Ist das small oder medium? Mir gefällt sie sehr. Es gibt allerdings ein Problem.

Sabine: Was denn für ein Problem? Felix:

Die Hose, die mir gefällt, kostet 120 Euro. Das finde ich viel zu teuer!

Sabine: So ein Quatsch! Das muss man heutzutage für eine gute Hose bezahlen. Felix:

Ich habe aber nur 50 Euro. Kannst du mir den Rest vielleicht leihen?

Sabine: Weißt du, Felix, ich habe gerade Gehalt gekriegt. Ich gebe dir den Rest aus. Felix:

Das finde ich stark von dir, vielen Dank! Du, Sabine, ich könnte eigentlich auch eine neue Jacke und ein Hemd gebrauchen ... Vielleicht auch ein paar neue Chucks.

Sabine: So viel Geld habe ich auch nicht, aber es ist toll, dass dir das Einkaufen auf einmal Spaß macht! Ich wusste ja, dass ich eine gute Modeberaterin bin.

LEKTION 17 – Mode & Kunst 269


Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Was möchten Felix und Sabine tun? Was denken die beiden über das Einkaufen? Welche Hose gefällt Felix nicht und wie viel kostet sie? Wie viel kostet die schwarze Hose, die ihm gefällt? Welches Problem hat Felix? Warum ist Sabine eine gute Modeberaterin?

Wie sagt man das auf Deutsch? 1 Å passe perfekt. 2 Jeg liker den. / Eg likar den. 3 Den er for dyr.

4 Det er bra gjort av deg! 5 Det er gøy.

Schreib mal was! Im Text „Im Laden“ gibt es viele Relativsätze. Bitte die folgenden Relativsätze ins Norwegische übersetzen: 1 Seine große Schwester, die Kleidung und Schuhe und alles, was damit zu tun hat, liebt, freut sich sehr. 2 Mein Freund hat hier eine Hose, die richtig gut aussieht, gekauft. 3 Diese Hose, die rot ist, werde ich nie im Leben tragen. 4 Du kannst ja diese Hose, die aus Italien kommt, anziehen.

Sag mal was! Diskutiert Folgendes in kleinen Gruppen: 1 Was sollte Mode (Hosen, Jacken, Hemden, Schuhe etc.) deiner Meinung nach kosten? Sollte man viel oder wenig für gute Markenkleidung ausgeben? 2 Viele Leute kaufen billige Mode, die oft durch Kinderarbeit in der Dritten Welt produziert wurde. Welche Gedanken hast du dazu? 3 Viele Marken sind falsche Kopien von echten Modemarken. Was hältst du davon?

Sag mal was! Arbeitet in kleinen Gruppen und diskutiert die Aussage: „Kleider machen Leute.“ Sprachhilfe: Ich bin der Meinung, dass … Ich finde, dass … Nein, da bin ich anderer Meinung. Nein, das finde ich nicht.

270 Weiter geht’s

Kleidung ist wichtig für das Selbstwertgefühl. Es ist das Innere, was zählt. Man wird gleich behandelt/ anders behandelt, wenn man seinen Kleidungsstil ändert.


Früher Öko, heute Mode: Grüne Kleidung „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider. Grün, grün, grün ist alles, was ich hab’...“ – für manch modebewusste(n) Frau oder Mann ist diese Strophe aus dem alten Kinderlied ein Lebensmotto geworden: Ich kaufe nur noch „grün“ – so lautet die Regel. Auf der Straße erkennt man diese Menschen trotzdem nicht. Denn sie kleiden sich in den unterschiedlichsten Farben – wie alle anderen auch. Trotzdem ist Grün der neueste Trend in der Bekleidungsindustrie. Aber wir reden hier nicht von der Farbe Grün. Denn „grün“ sind die Materialien und deren Verarbeitung zu trendigen Bekleidungsstücken. Ob umweltfreundliche Biokleider, schadstofffreie Jeans oder Fair-Trade-Ledertaschen: Immer mehr junge Menschen in Deutschland kaufen inzwischen nicht nur im Supermarkt Bio, sondern auch in der Modeboutique. Dabei müssen sie keine Angst um ihr Image haben. Früher hatten die sogenannten Ökos einen ziemlich schlechten Ruf, aber heute kann man grüne Mode kaufen, und man sieht auf den ersten Blick nicht, dass es sich um Öko-Mode handelt. Viele junge Leute möchten heute mit umweltfreundlichen Modeartikeln ihr Umweltbewusstsein zeigen. Und das ist in Deutschland mittlerweile absoluter Trend. Diese Leute sind der Meinung, dass man viel mehr auf die Umwelt achten muss, und das können wir, indem wir unseren Lebensstil anpassen. Umweltverträglichkeit und gute und gerechte Produktionsbedingungen, kombiniert mit Design und Style, das ist heute für sehr viele Konsumenten wichtig. Häufig wirken allerdings die hohen Preise der Öko-Modeartikel abschreckend – besonders auf junge Menschen mit wenig Geld. Doch es bleibt Hoffnung: Biolebensmittel waren lange Zeit nur für Besserverdienende bezahlbar. Heute gibt es sie in jedem Supermarkt und für jeden Geldbeutel.

Vokabeln abschreckend avskrekkende/ avskrekkande die Bedingung betingelsen/vilkåret die Bekleidungsindustrie kles­ industrien das Bekleidungsstück klesplagget besserverdienend en som tjener bedre/ein som tener betre bio (biologisch) biologisk der Geldbeutel lommeboka das Kinderlied barnesangen/ barnesongen die Lebensmittel matvarene die Ledertasche skinnveska mittlerweile i mellomtiden/i mellomtida öko (ökologisch) økologisk der Schadstoff skadestoffet trendig motebevisst, trendy die Umwelt miljøet das Umweltbewusstsein miljø­ bevisstheten/miljømedvitet umweltfreundlich miljøvennlig/ miljøvennleg die Verarbeitung bearbeidingen, tilvirkningen/tilverkinga die Verträglichkeit toleransen

aus www.young-germany.de (gekürzt und vereinfacht)

Worum geht’s? 1 2 3 4

Was ist „grüne“ Kleidung? Was ist Öko? Wer kaufte früher Öko-Mode? Was ist oft das Problem, wenn man grüne Mode kaufen will?

Zeichne mal was! Zeichne das Kleidungsstück, das du am liebsten magst, und beschreibe es der Klasse mündlich.

LEKTION 17 – Mode & Kunst 271


Mode in Deutschland Vokabeln anerkannt kjent, anerkjent/kjend, anerkjend erfolgreich suksessfull es/das klingt … det høres …/det høyrest … nie aldri

Weiter geht’s hat in Berlin mit zwei jungen Modestudenten, Peter Wolke und Tatjana von Stern, über Mode in Deutschland gesprochen. Weiter geht’s:

Ist Deutschland eigentlich ein Modeland?

Peter Wolke:

Deutschland war nie ein klassisches Modeland so wie Frankreich oder Italien. Aber mit einer guten Mischung aus bekannten Designern, erfolgreichen Marken und jungen Talenten vor allem in Berlin wird Deutschland als Modeland immer wichtiger.

Weiter geht’s:

Welche deutschen Designer sind eigentlich bekannt?

Tatjana von Stern: Viele kennen deutsche Designer wie Jil Sander, Karl Lagerfeld, Wolfgang Joop oder Jette Joop. Peter Wolke:

Aber es sind nicht nur die bekannten Designer, die international anerkannt sind. Es gibt auch bekannte deutsche Marken wie Puma, Adidas, Hugo Boss, Esprit, Marc O’Polo, Jack Wolfskin oder Gerry Weber, die viele kennen und lieben.

Tatjana von Stern: Es gibt jedes Jahr neue wichtige Designer, die sehr kreativ und spannend sind. Deutschland ist ein sehr wichtiges Land, wenn es um Modemarken geht. Viele Leute interessieren sich für Mode und kaufen auch viel Mode. Weiter geht’s:

Das klingt ja sehr spannend! Sie sind beide Modestudenten in Berlin. Gibt es gute Ausbildungsmöglichkeiten für Mode in Deutschland?

Tatjana von Stern: Ja, es gibt viele gute Modeschulen. Städte wie Düsseldorf, Köln, Stuttgart, München, Berlin und Hamburg sind 272 Weiter geht’s


bekannte deutsche Modestädte. Und Berlin ist sehr gut! Allein in Berlin gibt es neun Modeschulen. Peter Wolke:

München spielt auch eine große Rolle als Modestadt in Deutschland. Hier haben die Modezeitschriften Elle, Vogue und Cosmopolitan ihren Hauptsitz. Drei sehr anerkannte Modeschulen findet man auch in München.

Weiter geht’s:

Gibt es bekannte Modemessen oder Modewochen in Deutschland?

Tatjana von Stern: Berlin ist ja eine international bekannte Modestadt, und die Mercedes-Benz Fashion Week ist sehr beliebt. Hier können junge Designerinnen und Designer aus ganz Deutschland ihre Kollektionen zeigen. Auch international bekannte Marken wie Calvin Klein und Vivienne Westwood zeigen ihre Kollektionen auf der Mercedes-Benz Fashion Week. Peter Wolke:

Für junge deutsche Designer und Designerinnen ist es aber auch sehr wichtig, internationale Beachtung zu finden. Deshalb versuchen sie, ihre Kollektionen auf den Modeschauen in Mailand, London oder Paris zu präsentieren.

Weiter geht’s:

Wie kann man sich sonst einen Namen in der Modeszene machen?

Vokabeln die Beachtung oppmerksomheten/ merksemda sich beschäftigen holde på med/ halde på med, beskjeftige seg med das Gespräch samtalen der Hauptsitz hovedkvarteret/ hovudkvarteret Mailand Milano die Modeschau moteshowet das Rampenlicht rampelyset

Tatjana von Stern: Einige deutsche Designer arbeiten als Creative Directors für internationale Marken. Jeder kennt natürlich Karl Lagerfeld, der neben seiner eigenen Marke auch für Chanel und Fendi zeichnet. Peter Wolke:

In Paris oder Mailand ist es für junge Designer oft schwer, neben den bekannten Designern gesehen zu werden. In Berlin sind sie die Stars und stehen mit ihren Arbeiten im Rampenlicht. Davon profitiert die deutsche Modeszene, da man in Frankreich oder Italien sehr genau mitbekommt, wie viel Kreativität es in Berlin gibt.

Weiter geht’s:

Dass Berlin eine wichtige Modestadt in Europa ist, ist ganz deutlich. Warum?

Tatjana von Stern: In Berlin gibt es coole Messen wie Bread & Butter und Premium. Bread & Butter ist eine wichtige Messe für Street- und Urbanwear, und Premium zeigt unter anderem Designerkollektionen aus Denim. Peter Wolke:

In der deutschen Hauptstadt gibt es auch einige Independent-Magazine, die sich mit Mode beschäftigen, wie Achtung, 032c, Liebling oder Dummy.

Tatjana von Stern: Modeblogs sind sehr populär in Deutschland. Die bekanntesten deutschen Modeblogs sind z. B. LesMads, Modepilot und Stilinberlin. Peter Wolke:

Man findet in Deutschland, wie überall in Europa, immer noch Leute, die kein Interesse an Mode haben. Aber sehr viele identifizieren sich immer mehr mit deutscher Mode und Design.

Weiter geht’s:

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in der Modewelt!

LEKTION 17 – Mode & Kunst 273


Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Nenne einige international bekannte Designer aus Deutschland. Welche Städte sind Modestädte in Deutschland? Wie heißen die Modemessen in Berlin? Wie ist die Situation für junge Designer in Deutschland? Wo kann man in Deutschland eine Modeausbildung machen?

Schreib mal was! 1 Suche mindestens drei Relativsätze im Text und übersetze sie ins Norwegische. 2 Schreibe danach drei eigene Sätze, in denen du das Relativpronomen benutzt. Verwende die Präsensform vom Verb.

Sag mal was! Wähle eine der folgenden Aufgaben und präsentiere deine Arbeit der Klasse: 1 Wähle einen deutschen Designer oder eine deutsche Marke und mache eine Präsentation darüber. 2 Lies einige deutsche Modeblogs und erzähle, was du gelesen hast. Was war interessant? Wie wurde der Blog geschrieben? Wie viele Leser hat der Blog? Etc.

274 Weiter geht’s


Aus der deutschen Kunstgeschichte In Deutschland gab es im Laufe der Geschichte bedeutende Künstler. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstand die Romantik. Ein bekannter Vertreter dieser Zeit war zum Beispiel Caspar David Friedrich. Die Natur und die Sehnsucht nach dem Wilden und Unberührten war für ihn und die Romantiker wichtig. Einige norwegische Romantiker wie zum Beispiel J. C. Dahl und Tidemand wurden von der sogenannten Düsseldorfer Schule inspiriert.

Vokabeln die Kluft kløften/kløfta die Sehnsucht lengselen der Vertreter her: representanten die Zeichnung tegningen/teikninga

Später kam der Jugendstil mit einer geschwungenen Formsprache. Jetzt standen einfache, elegante Linien im Zentrum, oft in Form von grafischen SchwarzWeiß-Zeichnungen. Gustav Klimt war ein bekannter Vertreter des Jugendstils. Mit dem Expressionismus begann ein Kampf, die Kunst zu erneuern. Der Künstler und seine Funktion in der Gesellschaft waren zentral. Statt nur für die Reichen und für Galerien Kunst zu produzieren, wollten die Künstler jetzt „auf die Straße“, z. B. mit Plakaten oder Zeitungsillustrationen. Die Künstlergemeinschaft „Die Brücke“ stellt einen Höhepunkt des deutschen Expressionismus dar. Sie befand sich in Dresden und in Berlin. Bekannte Namen in dieser Gruppe waren u. a. Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Emil Nolde. Für diese Künstler spielte der norwegische Künstler Edvard Munch eine bedeutende Rolle. Die „Brücke“-Künstler wollten die Kluft zwischen der Kunst und den Menschen kleiner machen und den Künstler aus seiner Isolation in der Gesellschaft befreien. In München gründete Wassily Kandinsky 1911 die expressionistische Künstlergruppe „Der blaue Reiter“. Zu diesem Kreis gehörten Künstler wie Franz Marc, Gabriele Münter, August Macke, Paul Klee und Arnold Schönberg. Im Gegensatz zu den „Brücke“-Künstlern wollte diese Künstlergruppe die Grenzen der Kunst erweitern. Franz Marc wurde für seine metaphysische Tiersymbolik bekannt, August Macke für seine Farbfantasien, Paul Klee

Gustav Klimt (1862–1918): Der Kuss von 1907/1908

Paul Klee (1879–1940): Senecio (Baldgreis) von 1922

LEKTION 17 – Mode & Kunst 275


Vokabeln die entartete Kunst degenerert kunst gesellschaftskritisch samfunns­ kritisk sich niederlassen slå seg ned

arbeitete an einer märchenhaften Zauberwelt, und Kandinsky wurde berühmt für seine mathematisch-musikalischen Abstraktionen. Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1919 bis 1933 gab es in Deutschland eine sehr wichtige Schule für Architektur und Kunsthandwerk. Diese Schule wurde „Bauhaus“ genannt, und der Gründer war Walter Gropius. Er war Architekt, und seine Kunstrichtung nannte sich Funktionalismus. Die experimentelle Bauhaus-Schule war politisch radikal und gesellschaftskritisch und wurde 1933 von den Nazis verboten. Während der Nazizeit wurde Kunst, die von den Nazis nicht anerkannt oder gemocht wurde, als „entartete“ Kunst bezeichnet und verboten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde nur die Kunst akzeptiert, die der Ideologie der Nazis diente. Zum Beispiel wurden die Expressionisten während der Nazizeit verboten. Die Künstlerin Käthe Kollwitz ist ein Beispiel für eine Künstlerin, deren Kunst als „entartet“ galt. Aber welche Kunst wurde von Hitler und den Nazis akzeptiert? Es handelte sich hier vor allem um Architektur und Bildhauerkunst. Große Gebäude und Statuen, die das Regime verherrlichten, hatten Bedeutung. Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es einige Zeit, bevor sich eine neue deutsche Künstlergeneration etablieren konnte. Die wichtigsten deutschen Künstler aus den 1920er- und 1930er-Jahren hatten ihre Tätigkeiten entweder abgebrochen, arbeiteten geheim oder produzierten im Ausland. Hinzu kam die Teilung Deutschlands in BRD und DDR. In der DDR wollten die Kunstbehörden eine eigene und spezielle DDR-Kunst entstehen lassen, und in der BRD folgten die Künstler dem internationalen Kunstverständnis. Jetzt gab es die Moderne mit dem Neo-Realismus, der Pop-Art, dem Minimalismus, der Computerkunst und den Installationen. Heute ist Berlin wieder ein Zentrum der deutschen Kunstszene, und auch viele Norweger lassen sich hier nieder.

Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Zu welcher Kunstepoche gehörte Caspar David Friedrich? Was war „Die Brücke“? Welche Gruppe hat Kandinsky gegründet? Was war Bauhaus? Welche Kunst wurde von Hitler und den Nazis toleriert? Was war „entartete“ Kunst?

Sag mal was! Wähle einen der Künstler aus dem Text „Aus der deutschen Kunstgeschichte“ und finde mehr über ihn/sie heraus. Mache eine kurze Präsentation.

276 Weiter geht’s


Wissenwertes Caspar David Friedrich Der Künstler Caspar David Friedrich (1774–1840) war einer der bedeutendsten Maler der deutschen Romantik. Seine Werke sind häufig Natur- und Landschaftsdarstellungen. Die Natur besitzt darin oft einen verklärten romantischen Charakter. Das Kunstbild „Mondaufgang am Meer“ von Friedrich entstand 1822 und befindet sich heute in Berlin in der Nationalgalerie.

Schreib mal was!

Bildbeschreibung Beschreibe das Bild „Mondaufgang am Meer“. Bevor du einen Text über das Gemälde schreibst, studiere das Folgende: Tipps für eine Bildbeschreibung: Schau das Bild eine Weile an. Notiere einige Stichworte: a) Worum geht es? (Porträt, Landschaftsbild ...) b) Stimmung (froh, düster, Ruhe, Mitleid ...) c) Welche Dinge fallen auf? (Gebäude, Personen, Natur …) d) Wo ist das Bildzentrum? e) Welche Farben fallen auf? f) Welche Stilmittel sind zu erkennen? (Kontraste, Spiegelungen, Maltechnik ...) g) Was drückt das Bild aus? h) Wie wirkt das Bild auf den Betrachter? Zum Schluss: Eine Bildbeschreibung schreibt man im Präsens. Benutze Wörter wie: es scheint, es könnte, ich glaube, es wirkt wie, als ob ... Die verwendeten Farben müssen genau beschrieben werden, wie feuerrot, ein sanftes Blau, giftiges Grün, pastellgelb, tiefschwarz, blendend weiß ...

LEKTION 17 – Mode & Kunst 277


Andreas Gursky (geb. 1955): Ratingen Schwimmbad, 1987

Zeichne mal was!

Das Fenster Das Fenster ist geöffnet. Auf dem Fensterbrett steht rechts ein Foto und links steht eine kleine Blume in einem Topf. Wenn draußen kein Nebel wäre, könntest du Folgendes sehen: • Im Hintergrund liegt links ein grüner Tannenwald, rechts ein kleines Dorf mit einer Kirche. • Im Vordergrund stehen zwei rote Häuser, links ein kleines, rechts davon ein großes. Vor dem kleinen Haus ist ein schwarzes Auto geparkt. • Vor dem großen Haus sitzt eine Frau in einem Stuhl. Sie liest eine Zeitung oder ein Buch. • Beim großen Haus beginnt einen Weg, der dann nach rechts hinten führt. • Auf dem Weg fährt ein Radfahrer. Es ist mein Freund, der mich besuchen will. Er winkt, und ich kann sehen, dass er hinten auf dem Gepäckträger ein Geschenk hat. • Vor meinem Fenster fliegt ein kleiner Vogel vorbei. Zeichne die Aussicht!

278 Weiter geht’s


Schreib und zeichne mal was! Mache eine ähnliche Anleitung und lasse einen/eine Mitschüler(in) deine Zeichnung machen.

Schreib mal was! Wähle eines der Bilder in dieser Lektion und mache eine genaue ­Bildbeschreibung. Siehe Tipps zur Bildbeschreibung (S. 277). Diese drei Punkte sollten dabei sein: das Leben des Künstlers, Informationen über die Epoche und die Bildbeschreibung.

Wie sagt man das auf Deutsch? Finde in den Texten die deutschen Ausdrücke. Lerne sie dann auswendig.

Erkläre es mir!

Den liker jeg. / Den likar eg. Berlin er en kjent moteby. / Berlin er ein kjend moteby. Jeg synes at … / Eg synest at … I bakgrunnen ser man … / I bakgrunnen ser ein … Hva uttrykker bildet? / Kva uttrykkjer biletet?

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

1 2 3 4 5

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

das Kunstbild ein Motiv

Auf dem Bild sieht man … Ich sehe … Es befindet sich … in der Mitte links auf der linken Seite rechts auf der rechten Seite im Vordergrund

der Modemacher die Modeschau

im Hintergrund in der oberen/unteren Hälfte des Bildes daneben davor Was mir besonders auffällt, ist … Ich mag besonders gern … Ich sehe eine Figur …

Selbstbewertung nach Lektion 17: Siehe Seite 309. LEKTION 17 – Mode & Kunst 279


Demonstranten vor der BĂźhne bei der GroĂ&#x;kundgebung zum Auftakt der Proteste gegen den Castor-Transport, Dannenberg


LEKTION 18

Die Umwelt SCHWERPUNKTE Die Umwelt Umweltbewusstsein M端ll und M端lltrennung

281


LÆREPLANMÅL • forstå innhaldet i lengre skriftlege og munnlege autentiske tekstar i ulike sjangrar • delta i spontane samtalar om ulike tema og aktuelle emne • bruke ord, setningsoppbygging og tekstbindingsformer målretta og variert • drøfte sider ved daglegliv, tradisjonar, skikkar og levemåtar i språkområdet og i Noreg • drøfte sider ved livsvilkår og aktuelle samfunnsforhold i språkområdet • beskrive sentrale sider ved kulturen i språkområdet og gi uttrykk for opplevingar knytte til dette

Was fällt dir dazu ein? Wie wichtig ist unsere Umwelt für dich? Was machst du persönlich für eine bessere Umwelt? Könntest du dir vorstellen, mehr für umweltfreundliche Produkte zu bezahlen? Wie denkst du über Mülltrennung?

Der Mann auf der Insel Vokabeln abwarten avvente aufhören slutte med, stoppe beunruhigt urolig/uroleg bewohnt bebodd/budd på ertrinken drukne der Gedanke tanken die Insel øya das Meer havet versinken synke ned/søkke ned zittern dirre, skjelve

Es war einmal ein Mann, der lebte auf einer Insel. Eines Tages merkte er, dass die Insel zu zittern begann. „Sollte ich wirklich etwas tun?“, dachte er. Aber dann beschloss er, abzuwarten. Wenig später fiel ein Stück seiner Insel ins Meer. Der Mann war beunruhigt. „Sollte ich wirklich etwas tun?“, dachte er. Aber als die Insel zu zittern aufhörte, beschloss er abzuwarten. „Bis jetzt“, sagte er sich, „ist ja auch alles gut gegangen.“ Es dauerte nicht lange, da versank die ganze Insel im Meer, und mit ihr der Mann, der sie bewohnt hatte. „Vielleicht hätte ich doch etwas tun sollen“, war sein letzter Gedanke, bevor er ertrank. von Franz Hohler

Worum geht’s? 1 2 3 4

282 Weiter geht’s

Wo lebt der Mann? Was macht er, als seine Heimat zu zittern anfängt? Was passiert langsam mit der Insel? Wie endet die Geschichte?


Ziel Warum holzen die Männer den Wald ab? Weil ihnen die Bäume im Weg stehen. Warum? Weil sie eine Straße bauen wollen. Warum? Weil sie schneller fahren wollen. Wohin? Ins Grüne.

Vokabeln abholzen felle, hogge ned, rydde das Holz veden

von Elisabeth Kuppert

Worum geht’s? 1 Wer spricht miteinander, glaubst du? 2 Was ist die Ironie im Text?

Ökologie Fisch ohne WASSER ohne Fisch Vogel ohne LUFT ohne Vogel Holz ohne FEUER ohne Holz Mensch ohne ERDE ohne Mensch

von Margarethe Hannsmann

Sag mal was! Was haben diese kurzen Texte mit dem Thema Umweltbewusstsein zu tun?

Schreib mal was! Wähle eine der folgenden Aufgaben und schreibe einen Text: 1 Lass dich vom Text „Der Mann auf der Insel“ inspirieren und schreibe eine Geschichte, in der (von dir oder von einem anderen) zu spät gehandelt wurde. Die Geschichte kann wahr oder frei erfunden sein. 2 Schreibe ein Gedicht über ein Thema, das dich interessiert und für das du dich engagierst. Nutze „Der Mann auf der Insel“, „Ziel“ oder „Ökologie“ als Muster.

LEKTION 18 – Die Umwelt 283


Die Mitfahrzentrale – eine umweltbewusste Alternative Vokabeln abmachen avtale die Autobahn motorveien/ motorvegen die Empfehlung anbefalingen/ anbefalinga entfallen forsvinne, gå bort die Fahrt reisen/reisa, turen der Führerschein førerkortet/ førarkortet die Gebühr gebyret die Gelegenheit muligheten/høvet, moglegheita die Kosten kostnadene mitfahren sitte på, være med/sitje på, vere med die Mitfahrzentrale sentral som arrangerer og koordinerer samkjøring/samkøyring der Personalausweis identitets­ kortet die Raststätte rasteplassen statt i stedet for/i staden for teilen dele trampen haike umweltbewusst miljøbevisst umweltfreundlich miljøvennlig/ miljøvennleg das Verkehrsmittel kjøretøyet/ køyretøyet die Versicherung forsikringen/ forsikringa der Vorteil fordelen die Werbung reklamen

In Deutschland ist die Mitfahrzentrale seit vielen Jahren sehr beliebt. Aber was ist eigentlich eine Mitfahrzentrale? Wie funktioniert sie und wer benutzt sie? Wie der Name schon sagt, handelt es sich um das Fahren und das Mitfahren. Man kann sich sowohl als Autofahrer als auch als Reisender bei einer Mitfahrzentrale (MFZ) melden, und so entstehen Mitfahrmöglichkeiten. Man unterscheidet zwischen den traditionellen Mitfahrzentralen und den OnlineMitfahrzentralen. Die traditionellen und stationären Mitfahrzentralen nehmen normalerweise eine kleine Vermittlungsgebühr. Die Mitfahrzentralen im Internet sind in der Regel kostenlos. Alle können fahren und mitfahren! Hier ist ein Beispiel: Thomas Brauer wohnt in Lübeck und möchte am Wochenende seine Oma in Freiburg besuchen. Er meldet sich bei der MFZ an und bietet einen oder mehrere Plätze in seinem Auto für Leute, die auch nach Freiburg reisen möchten. Silke Meyer möchte zufällig am gleichen Wochenende wie Thomas Brauer nach Freiburg, und sie nimmt mit der MFZ Kontakt auf, um herauszufinden, ob es eine Mitfahrgelegenheit für sie gibt. So entsteht eine preisgünstige und umweltfreundliche Mitfahrgelegenheit für Silke. Statt zwei Autos fährt nur eins nach Freiburg. Später ruft auch Jochen Zimt an und fragt, ob er von einer Autobahnraststätte bei Celle mitfahren kann. Silke und Jochen müssen als Mitfahrer eine Vermittlungsgebühr bezahlen. Es gibt Mitfahrzentralen im Internet, die sich durch Werbung finanzieren und keine Gebühren nehmen. Aber es ist durchaus ein Vorteil, dass man bei den stationären Mitfahrzentralen einen guten Versicherungsschutz und höhere Sicherheit durch Führerschein- und Personalausweiskontrollen hat, während andere Zentralen keinen großen Wert darauf legen. Das gemeinsame Fahren ist ein Erfolg. Die Mitfahrzentrale gibt den Leuten eine einfache und praktische Verbindung von A nach B. Die Mitfahrgelegenheit ist günstiger als alternative öffentliche Verkehrsmittel. Wenn mehrere Leute zusammen fahren, teilt man sich die Kosten. Außerdem gibt es weniger Autos auf den Straßen, was gut für die Umwelt ist. Es ist auch viel sicherer als das Trampen. Zurück zu Silke und Jochen. Sie müssen sich zusammen mit Thomas die Kosten für die Fahrt teilen. Die Mitfahrzentrale gibt den Preis an und behält 30 bis 50 Prozent als Vermittlungsgebühr. Bei Mitfahrzentralen im Internet werden oft nur Preisempfehlungen gegeben. Der Preis wird dann vom Fahrer bekanntgegeben oder vor der Fahrt abgemacht. In diesem Falle sind Silke, Jochen und Thomas umweltfreundlich, sozial und preisgünstig von A nach B gekommen. Mitfahren lohnt sich!

Worum geht’s? 1 Wofür steht die Abkürzung MFZ? 2 Wer kann fahren und mitfahren?

284 Weiter geht’s

3 Wie hoch sind die Kosten? 4 Was bedeutet die MFZ für die Umwelt?


Eine kleine Mitfahrgeschichte München–Frankfurt: Heute habe ich eine lange Reise vor mir, denn ich werde von meiner Heimatstadt München nach Frankfurt am Main fahren. Die Reise wird etwa fünf Stunden mit dem Auto dauern. Wenn ich den alten VW-Golf und die vier Mitfahrer mit ihrem Gepäck sehe, überlege ich ernsthaft, ob ich diese Mitfahrgelegenheit wirklich nutzen sollte. Es sieht eng und ungemütlich aus! Am besten schlafe ich hinten im Auto, dann spricht mich keiner an, denke ich.

Vokabeln der Flieger flyet der Flughafen flyplassen das Gepäck bagasjen das Gespräch samtalen sich irren ta feil rennen løpe/springe die Uni (die Universität) universitetet

Aber so kann man sich irren! Nach nur zehn Minuten bin ich mit den anderen im Gespräch, denn zwei wichtige Dinge habe ich bis dahin herausgefunden: Die vier anderen Leute sind cool, und sie fliegen mit demselben Flugzeug nach Oslo wie ich. Der eine besucht seine Freundin in der norwegischen Hauptstadt, die andere geht wieder an die Uni zurück, der dritte fliegt zur Arbeit, der vierte in den Urlaub. Als wir tanken müssen und an der Tankstelle stehen, sind wir bereits gute Freunde geworden. Mit den schweren und voll gepackten Rucksäcken auf dem Rücken rennen wir später über den Flughafenparkplatz und kriegen den Flieger in letzter Minute. Mitfahren macht Freunde fürs Leben!

LEKTION 18 – Die Umwelt 285


Sag mal was! Arbeitet zu zweit und führt ein Interview mit dem Fahrer/der Fahrerin. Stellt unter anderem folgende Fragen: Welche Strecke fährt er/sie? Warum hat er/sie sich bei der Mitfahrzentrale gemeldet? Wie findet er/sie seine Mitfahrer? Warum möchte/möchte nicht er/sie wieder die MFZ benutzen?

Öko-Essen Vokabeln die Bewegung bevegelsen/rørsla eröffnen åpne/opne das Reformhaus natur-/helsekostbutikk, butikk for økologiske produkter/produkt

Wir befinden uns im Jahr 1900. In Deutschland gibt es viele ungesunde Lebensmittel, aber plötzlich passiert etwas, etwas verändert sich. In der Stadt Wuppertal und bald auch in anderen Städten eröffnen Läden, die sich „Reformhaus“ nennen. Dort bekommt man nur gesunde Sachen, zum Beispiel Vollkornbrot und Obstsäfte. Über hundert Jahre – so alt ist die „Öko-Bewegung“ in Deutschland also schon! Reformhäuser gibt es auch heute noch, aber sie teilen sich den Markt inzwischen mit vielen anderen Naturkostläden und Biomärkten. Das Geschäft mit den garantiert gesunden Lebensmitteln läuft sehr gut in Deutschland. In vielen Städten gibt es sogar Biosupermärkte. Damit auch wirklich Öko drin ist, wo Öko draufsteht, gibt es Vereinigungen der Biobauern, wie zum Beispiel Demeter oder Bioland. Diese bestimmen, wie die Lebensmittel produziert werden. Dafür bekommen die Produkte dann die Aufschrift Demeter oder Bioland. Das bekannteste Öko-Essen ist vielleicht das Müsli. Viele glauben, dass Müsli aus Deutschland kommt, aber neben Schweizer Schokolade und Fondue ist Müsli eine sehr beliebte Schweizer Spezialität. Auf der ganzen Welt wird heute Müsli zum Frühstück gegessen. In der Schweiz selber wird Müsli eher als leichte Mahlzeit zum Abendessen als zum Frühstück gegessen.

286 Weiter geht’s


Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Was passierte in Wuppertal? Was konnte man damals in einem „Reformhaus“ kaufen? Was bestimmen Demeter oder Bioland? Wann isst man normalerweise Müsli? Woher kommt das Müsli?

Schon gewusst? Das Mutterland der Mülltrennung Nirgends auf der Welt wird der Müll so sorgfältig getrennt wie in Deutschland. In einem deutschen Haushalt findet man meistens vier Mülltonnen: eine gelbe für alte Verpack­ ungen wie zum Beispiel leere Konservendosen, Plastikverpackungen oder Getränkekartons; eine braune für Bioabfälle; eine blaue für Altpapier (Papier und Pappe) und eine graue für den Restmüll. Altglas wird in Glascontainern gesammelt, und Müll, der Schadstoffe enthält wie Batterien, halbvolle Spraydosen oder Farbe, muss auch extra gesammelt werden. In Deutschland ist Müll nicht einfach nur Abfall, den man wegwirft. Müll besteht aus wertvollen Rohstoffen, die man wiederverwenden kann.

Vokabeln das Altglas flasker som gjenvinnes/ flasker som blir vunne att der Haushalt husholdningen/ hushaldet die Konservedose hermetikk­ boksen die Mülltonne søppelbøtta die Mülltrennung kildesorteringen/ kjeldesorteringa die Verpackung emballasjen (wieder)verwenden bruke, gjenvinne/vinne att

LEKTION 18 – Die Umwelt 287


Vokabeln das Altersheim gamlehjemmet/ gamleheimen der Fahrradreifen sykkelhjulet das Hundefutter hundematen die Kartoffelschale potetskallet das Kreuzworträtsel kryssordet der Lockenwickler krøllspennen/ krøllspenna die Praline konfekten der Rasierer barberhøvelen die Rechnung regningen/rekninga die Zeitungsanzeige avisannonsen

Du bist dran!

Auf der Suche nach dem Müllbesitzer Auf einem Hinterhof stehen drei Mülltonnen. Wem gehören die Müll­ eimer? Wie stellst du dir die Person hinter dem Mülleimer vor? Hier ist der Inhalt: Mülleimer 1: 1. zwei leere Dosen mit Hundefutter 2. eine leere Flasche Sherry 3. eine Broschüre über Altersheime 4. eine leere Packung Pralinen 5. alte Lockenwickler 6. ein Kreuzworträtselheft 7. Kartoffelschalen 8. eine Fernsehzeitschrift 9. ein leeres Glas Orangenmarmelade 10. eine Taxiquittung Mülleimer 2: 1. ein alte Mascara 2. eine leere Tüte Kartoffelchips light 3. ein Katalog für Kurse an der Universität 4. ein kaputter BH 5. zwei Kinokarten 6. ein Glas Biojogurt 7. ein paar alte Laufschuhe 8. eine Zeitungsanzeige für eine WG 9. eine alte Frauenzeitschrift 10. ein kaputter Fahrradreifen Mülleimer 3: 1. eine leere Packung Vitaminpillen 2. eine Rechnung vom Fitnessstudio 3. eine leere Flasche mit einem Proteingetränk 4. vier Comic-Hefte 5. ein Stapel alte Pizzaverpackungen 6. ein Rasierer 7. eine Werbung für Motorräder 8. zwei leere Verpackungen für Computerspiele 9. eine Werbung für Dolby-Surround-Anlagen 10. ein roter Lippenstift Beantworte die Fragen: 1 Was denkst du, wer lebt in diesen Wohnungen? Beschreibe sie und ihr Aussehen anhand ihrer Mülleimer (Beruf, Interessen, Essensvorlieben …). 2 Im Text „Das Mutterland der Mülltrennung“ werden verschiedene Arten von Mülltonnen genannt. – Zeichne diese Mülltonnen bitte. – Platziere den Müll der drei Personen in den richtigen Mülltonnen.

288 Weiter geht’s


Anti-Atomkraft-Demonstrationen

Die deutsche Jugend engagiert sich Es sieht so aus, als ob etwas geschehen ist mit der oft als „nicht politisch interessiert“ bezeichneten deutschen Jugend. Heute sind viele junge Leute in Deutschland politisch interessiert und aktiv. Auch bei der Umweltorganisation Greenpeace und bei der Jugendpartei Grüne Jugend merkt man, dass viele Jugendliche sich engagieren. Die Jugendlichen nehmen viel häufiger an Demos teil, und die Debatte um die Umwelt macht sich auch in den sozialen Netzwerken bemerkbar.

Vokabeln der Atommüll atomavfallet die Demo (die Demonstration) demonstrasjonen das Netzwerk nettverket der Schmutz skitten/skiten teilnehmen delta die Zukunft framtiden/framtida

Ganz viele junge Leute spüren, dass die Umweltthemen wichtig für ihr Leben und ihre Zukunft sind. Sie wollen später nicht im Atommüll versinken oder in einer total verschmutzten Welt leben. Und was ist mit dir? Bist du auch politisch engagiert?

LEKTION 18 – Die Umwelt 289


Geschichte der Grünen Jugend Vokabeln der Antisemitismus antisemitt­ ismen die Bildungspolitik utdannings­ politikken die Daten her: opplysningene/ opplysningane die Droge narkotikaen, dopet eigenständig selvstendig/sjølv­ stendig erneuerbar fornybar das Geschlecht kjønnet gewaltfrei voldsfri, ikkevold/ valdsfri, ikkjevald die Gleichberechtigung likestillingen/likestillinga gründen grunnlegge/grunnleggje die Legalisierung tillatelsen, legaliseringen/tillatinga, legaliseringa ungehorsam ulydig

Wir haben uns am 15. Januar 1994 in Hannover gegründet. Damals nannten wir uns GAJB (Grün-Alternatives Jugendbündnis). Von Berlin sind wir nach Bonn, dann für längere Zeit nach Frankfurt und endlich wieder nach Berlin gezogen. Im Jahre 2000 änderten wir unseren Namen in GRÜNE JUGEND. Seit 2001 sind wir offizielle Teilorganisation von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Wir verstehen uns dennoch als ein eigenständiger, kritischer und unabhängiger Verband. Bei uns machen junge Menschen Politik für eine soziale, ökologische, demokratische und gewaltfreie Welt, ohne den Spaß am Leben zu vergessen. Dazu kämpfen wir für unsere Inhalte und Forderungen in der Grünen Partei, auf der Straße, in den Bewegungen, manchmal auch im zivilen Ungehorsam. In den letzten Jahren haben wir uns an verschiedenen Kampagnen und Aktionen beteiligt. Wir wollen: – eine Bildungspolitik ohne Studiengebühren, dafür aber demokratische Schulen und Hochschulen sowie eine Schule für alle – 100 Prozent Erneuerbare Energien statt Kohle- und Atomstrom – die wirkliche Gleichberechtigung der Geschlechter und Rechte für Homound Transsexuelle – ein freies Internet und einen Schutz für die privaten Daten der Menschen – keinen Antisemitismus und Rassismus in jeglicher Form – die Legalisierung aller Drogen und die Selbstbestimmtheit der KonsumentInnen

aus www.gruene-jugend.de (gekürzt und etwas vereinfacht)

Worum geht’s? 1 2 3 4

Wann und wo wurde die Jugendpartei Grüne Jugend gegründet? Wo haben sie ihren Hauptsitz? Für welche Politik steht die Grüne Jugend? Warum ist die Partei grün?

Schreib mal was! Stell dir vor, du willst eine politische Partei gründen. Für welche Themen soll deine Partei kämpfen? Was ist wichtig für dich? Schreibe eine Liste, wie im Text „Geschichte der Grünen Jugend“, und zeige, was du mit deiner Politik erreichen willst. Ich will: …

290 Weiter geht’s


Die Lorelei 1822

Die Lorelei 1973

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin, Ein Märchen aus uralten Zeiten, Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin; ein Alptraum aus unseren Zeiten, der geht mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt, Und ruhig fließt der Rhein; Der Gipfel des Berges funkelt, Im Abendsonnenschein.

Die Luft ist schwül und verdunkelt, und dreckig fließt der Rhein; kein Gipfel des Berges funkelt, wo sollt’ auch die Sonne sein?

Die schönste Jungfrau sitzet
 Dort oben wunderbar,
 Ihr gold’nes Geschmeide blitzet,
 Sie kämmt ihr goldenes Haar,


Am Ufer des Rheines sitzt sie, die deutsche Chemie-Industrie; dort braut sie gefährliche Gifte, die Luft macht erstickend sie.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme,
 Und singt ein Lied dabei;
 Das hat eine wundersame,
 Gewalt’ge Melodei.

Sie kümmert sich nicht um den Abfall, der aus ihren Rohren fließt; er kommt aus dem chemischen Saustall, wo er in den Rhein sich ergießt.

Den Schiffer im kleinen Schiffe,
 Ergreift es mit wildem Weh;
 Er schaut nicht die Felsenriffe,
 Er schaut nur hinauf in die Höh’.


Dem Schiffer im Tankerschiffe, ihm macht das Atmen Müh; er schaut nicht die Felsenriffe, er schaut nur die dreckige Brüh’.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
 Am Ende Schiffer und Kahn,
 Und das hat mit ihrem Singen,
 Die Loreley getan.

Ich weiß, die Wellen verschlingen einst nicht nur Schiffer mit Kahn; und das hat mit ihren Giften die Industrie getan.

von Heinrich Heine

Vokabeln der Abendsonnenschein kveldssola der Alptraum marerittet blitzen blinke brauen brygge/bryggje die Chemie kjemien dreckig skitten/skiten einst en gang i tiden/ein gong i tida erstickend kvelende/kvelande das Felsenriff klippe under vannet/ vatnet das Geschmeide kostbart smykke der Gipfel toppen die Jungfrau jomfruen/jomfrua der Kahn båten der Kamm kammen das Lied sangen/songen, visa die Mühe slitet, orket der Saustall grisefjøset das Tankerschiff tankbåten traurig trist, sørgelig/sørgjeleg uralt urgammel/urgammal verdunkelt mørk verschlingen sluke die Welle bølgen/bølgja wunderbar vidunderlig/vedunderleg

von Jürgen Wernert

Schreib mal was! Vergleiche bitte das Originalgedicht „Die Lorelei 1822“ von Heinrich Heine mit dem Gedicht „Die Lorelei 1973“ von Jürgen Wernert. 1 Wovon handeln die beiden Gedichte? 2 Welche Bedeutung hat die Zeit, in der die Gedichte geschrieben wurden, für den Inhalt? 3 Finde bitte Ähnlichkeiten und Unterschiede in den beiden Gedichten.

LEKTION 18 – Die Umwelt 291


Braunkohlekraftwerk Jänschwalde, Lausitz

292 Weiter geht’s


Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen und erklärt diese Wörter aus der Lektion auf Deutsch:

Sprache basteln

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich.

die Umwelt der Umweltschutz der Müll die Mülltrennung

Die Meinung zu einem Thema sagen: Ich bin sicher ... Ich finde (nicht) ... Ich meine ... Ich glaube (nicht), dass ... Ich bin (nicht) der Meinung, dass ... Meiner Meinung nach ... Einer Meinung widersprechen: Das sehe ich anders. Nein, das stimmt nicht. Das glaube ich nicht. Das ist falsch. Nach der Meinung eines anderen fragen: Was hältst du von ...? Wie gefällt dir ...? Gefällt dir ...? Nachfragen: Entschuldigung, ich habe das nicht verstanden. Kannst du das noch einmal erklären? Wie meinst du das? Ich verstehe nicht, was du damit meinst. Verstehst du mich? Entschuldigung, kannst du bitte langsamer sprechen? Zufriedenheit/Unzufriedenheit äußern: Ich bin sehr froh, dass ... Ich bin sehr zufrieden mit ... Ich habe mich geärgert, dass ...

Selbstbewertung nach Lektion 18: Siehe Seite 309.

LEKTION 18 – Die Umwelt 293


Model Jana im Amphitheater im Mauerpark im Prenzlauer Berg, Berlin


LEKTION 19

Weiter geht’s! SCHWERPUNKTE Zukunftspläne und Träume In Deutschland studieren Sich bewerben GRAMMATIKTHEMA Das Futur

295


LÆREPLANMÅL • delta i spontane samtaler om ulike temaer og aktuelle emner • presentere aktuelle og tverrfaglige emner muntlig • tilpasse språkbruken til ulike kommunikasjonssituasjoner • gi uttrykk for opplevelser, synspunkter og holdninger, ønsker og emosjoner

Was fällt dir dazu ein? Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Was willst du nach der Schule machen? Wo und wer bist du in 20 Jahren? Was ist dein Traumberuf?

Meine Zukunft Vokabeln die Atomanlage atomanlegget carpe diem (lat.) grip dagen egal likegyldig erreichen oppnå falls dersom, hvis/viss der Führerschein førerkortet/ førarkortet der Streit krangelen, striden der Traum drømmen/draumen verraten røpe das Ziel målet

Wie sieht die Zukunft aus? Das weiß keiner, aber man kann ja träumen! Tanja: „Ich werde mit 18 den Führerschein machen. Später möchte ich einen tollen Wagen fahren und ein eigenes Haus haben. Am liebsten auf dem Land. Ich werde etwas studieren, aber ich habe noch keine Ahnung, was. In 20 Jahren habe ich hoffentlich Kinder und eine Familie. Das wäre schön. Ich träume natürlich von einem guten Leben und einer netten Zukunft. Vielleicht wird’s klappen.“ Markus: „Ich interessiere mich sehr für Menschen und möchte nach der Schule Medizin studieren. Das heißt, falls meine Noten besser werden. Im Moment läuft es nicht so gut in der Schule. Nächstes Jahr werde ich sehr hart für gute Noten arbeiten, und dann werde ich mein Ziel erreichen.“ Stefan: „Im Moment weiß ich nicht so genau, was ich werden will. Aber ich weiß, dass ich nach der Schule ein Jahr nach China gehen möchte. Ich interessiere mich für das Land und werde in China die Sprache lernen. Frau und Familie? Keine Ahnung, mal sehen, was passiert.“ Maja: „Ich habe Angst vor der Zukunft. Ich mache mir um die Erde und die Umwelt große Sorgen. Wir Menschen machen so viel kaputt. Wie werden die kommenden Generationen damit leben können? Überall gibt es Krieg und Streit, und die Probleme mit den Atomanlagen machen mir große Angst. Nein, die Zukunft sieht nicht besonders rosig aus.“ Philippa: „Die Zukunft? Nein, die interessiert mich überhaupt nicht! Carpe diem! Das ist mein Motto. Was morgen passiert, das ist mir heute egal. Natürlich habe ich Träume, aber die verrate ich nicht ...“

296 Weiter geht’s


Worum geht’s? 1 2 3 4 5

Was meint Tanja über die Zukunft? Was bedeutet carpe diem für Philippa? Wer hat Angst um die Erde? Warum will Stefan nach China? Warum ist es nicht sicher, dass Markus Medizin studieren kann?

Sag mal was! Mit welchem Jugendlichen kannst du dich am besten und am wenigsten identifizieren? Warum? Bitte deine Antwort begründen.

Wie sagt man das auf Deutsch? Das Futur wird im Deutschen entweder mit „werden“ oder mit Zeitausdrücken ausgedrückt. Im Text finden wir folgende Sätze, die im Futur stehen. Übersetze sie bitte ins Deutsche. 1 2 3 4

Når jeg blir 18, vil jeg ta lappen. / Når eg blir 18, vil eg ta lappen. Om 20 år har jeg barn og familie. / Om 20 år har eg barn og familie. Jeg vil dra et år til Kina. / Eg vil dra eit år til Kina. Neste år skal jeg jobbe hardt. / Neste år skal eg jobbe hardt.

Schreib mal was!

Klassenposter: Unsere Zukunft! Schreibe einen ähnlichen Kurztext über deine Zukunft und klebe ihn zusammen mit allen Kurztexten aus der Klasse auf ein Poster. Achte auf das Futur.

LEKTION 19 – Weiter geht’s 297


Ich träume mir ein Land Vokabeln bange redd der Busch busken, buskaset der Felsen fjellet, klippen/klippa die Hecke hekken der Rand kanten, randen das Schild skiltet die Wiese enga

Ich träume mir ein Land, da wachsen tausend Bäume, da gibt es Blumen, Wiesen, Sand und keine engen Räume. Und Nachbarn gibt’s, die freundlich sind, und alle haben Kinder, genauso wild wie du und ich, nicht mehr und auch nicht minder. Ich träume mir ein Land, da wachsen tausend Hecken, da gibt es Felsen, Büsche, Strand und kleine dunkle Ecken. Und Nachbarn gibt’s, die lustig sind, und alle feiern Feste, genauso schön wie deins und meins, und keines ist das beste. Ich träume mir ein Land, da wachsen tausend Bilder, da gibt es Rot und Grün am Rand und viele bunte Schilder. Und Nachbarn gibt’s, die langsam sind, und alles dauert lange, genauso wie bei dir und mir, und keinem wird dort bange.

von Erika Krause-Gebauer

Worum geht’s? 1 Beschreibe, wie das Land in diesem Gedicht aussehen soll. 2 Beschreibe die Nachbarn. 3 Was ist die Botschaft der Autorin?

Schreib mal was! Nachdem du das Gedicht „Ich träume mir ein Land“ gelesen hast: Wähle eine der folgenden Aufgaben und schreibe einen Text. 1 Wie sieht deine Idealwelt aus? 2 Wie sieht deine absolute Negativ-Welt aus?

298 Weiter geht’s


Studieren in Deutschland – ein Interview Im Ausland studieren – wer träumt davon nicht? Eine neue Sprache lernen, die Kultur des Landes erforschen, nette Leute kennenlernen und sich mit ihnen ins Nachtleben stürzen – all das geht ganz nebenbei und macht auch noch Spaß! Kristin ist 22 Jahre alt und hat sich diesen Traum erfüllt. Seit drei Jahren studiert sie an der Uni Kiel Internationale Betriebswirtschaft. Im folgenden Interview erzählt sie, wie sie sich ihren Studienplatz organisiert hat und wie ihr das Studium in Deutschland gefällt. Weiter geht’s: Kristin, als Erstes möchte ich wissen: Wie alt bist du, woher kommst du und was studierst du? Kristin:

Vokabeln das Ausland utlandet die Betriebswirtschaft bedrifts­ økonomien erforschen utforske sich ins Nachtleben stürzen kaste seg ut i nattelivet nebenbei ved siden av/ved sida av, i tillegg das Studium studiet

Ich komme aus Norwegen, bin 22 Jahre alt und studiere Internationale Betriebswirtschaft.

Weiter geht’s: Wie lange lebst du schon in Deutschland? Kristin:

Seit fast vier Jahren.

Weiter geht’s: Und wie lange studierst du schon hier? Kristin:

Seit drei Jahren.

Weiter geht’s: Wo und wie lange hast du Deutsch gelernt, bevor du mit dem Studium angefangen hast? Kristin:

Zuerst habe ich in Norwegen fünf Jahre Deutsch in der Schule gehabt. Und dann habe ich ein Semester lang einen Sprachkurs in Mannheim besucht.

Weiter geht’s: Musstest du für das Studium in Deutschland eine Deutschprüfung machen?

LEKTION 19 – Weiter geht’s 299


Vokabeln sich mit etwas auseinandersetzen sette seg grundig inn i noe/setje seg grundig inn i noko das Auslandsamt kontor for utenlandske studenter/kontor for utanlandske studentar der Austausch utvekslingen/ utvekslinga empfehlen anbefale die Fremdsprache fremmed­ språket/framandspråket die Krankenversicherung syketrygda/sjuketrygda die Miete husleia/husleiga der Nebenjob bijobben das Studiendarlehen studielånet ungefähr omtrent zuständig ansvarlig/ansvarleg

Kristin:

Ja. Wenn man als Ausländer in Deutschland studieren möchte, muss man entweder eine DSH, also Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang, oder eine TestDAF-Prüfung machen. Ich habe die DSH-Prüfung in Kiel gemacht.

Weiter geht’s: Wie hast du dir deinen Studienplatz organisiert? Was fandest du besonders schwierig oder einfach? Kristin:

Ich konnte viele Informationen im Internet finden, auf den Webseiten der Universitäten – da wurde man gut informiert. Man musste sich nur mit viel Bürokratie auseinandersetzen, aber das ist ja überall so.

Weiter geht’s: Wie bist du genau vorgegangen? Hast du im Internet nach ver­­­­­schie­ denen Universitäten gesucht und die dann direkt ange­­­schrieben? Kristin:

Genau! Ich habe zuerst unter www.daad.de geschaut. Das ist der Deutsche Akademische Austausch Dienst. Dann habe ich auf der Webseite der Uni zusätzlich nach Informationen gesucht und auch dort angerufen.

Weiter geht’s: Ist es dir leicht gefallen, dich an der Uni einzuleben? Kristin:

Ja, das war gar nicht schwer. In meinem Semester sind auch viele andere ausländische Studenten.

Weiter geht’s: Gibt es an der Uni eine Stelle, an die man sich als ausländischer Studierender wenden kann, wenn man Fragen hat? Kristin:

Ja, das Akademische Auslandsamt oder „International Office“. Diese Stelle ist für alle ausländischen Studierenden zuständig und hilft bei Fragen weiter.

Weiter geht’s: Was gefällt dir am Studium besonders gut? Warum würdest du zum Beispiel einem Freund oder einer Freundin empfehlen, für das Studium nach Deutschland zu kommen? Kristin:

Es ist preisgünstiger als in Norwegen. Ich lerne eine neue Fremdsprache sehr gut und sammle viele Erfahrungen, die mir in meiner Zukunft helfen werden.

Weiter geht’s: Wie finanzierst du dir das Studium in Deutschland? Kristin:

Ich kriege das norwegische Studiendarlehen und habe einen kleinen Nebenjob. Ich unterrichte Norwegisch an einer Sprachschule.

Weiter geht’s: Wie viel Geld brauchst du ungefähr im Monat? Kristin:

Ungefähr 500 bis 600 Euro. Für die Miete muss man zwischen 250 und 350 Euro rechnen, dann kommt noch die Krankenversicherung von 60 Euro dazu, und für Essen brauche ich ungefähr 100 bis 150 Euro pro Monat. Und wie viel man sonst noch ausgibt, das bestimmt man selber.

Weiter geht’s: Stell dir vor, ein Freund oder eine Freundin von dir möchte auch in Deutschland studieren. Was würdest du ihm/ihr besonders empfehlen? Kristin:

Ich würde empfehlen, dass man viel Deutsch in der Schule lernt, bevor man nach Deutschland einreist. Und dass man sich wirklich Zeit nimmt, das Studium zu organisieren.

Weiter geht’s: Vielen Dank für das Interview! Ich wünsche dir alles Gute für dein Studium und viel Spaß noch! Kristin: 300 Weiter geht’s

Gern geschehen!


Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Wo und was studiert Kristin? Seit wann lebt sie in Deutschland? Wie waren ihre Sprachkenntnisse, als sie nach Deutschland kam? Wie viel Geld braucht sie im Monat und wofür? Was ist die DSH-Prüfung? Was ist das Akademische Auslandsamt?

Sag mal was! Mache eine Schülerumfrage in der Klasse und stelle den Mitschülern folgende Fragen: Was wirst du nach der Schule machen? Wenn du studieren möchtest: Was möchtest du studieren? Wenn du arbeiten möchtest: Für welchen Job wirst du dich bewerben? Wo möchtest du studieren/arbeiten? (Land + Stadt)

Boutique „Faster Pussycat“, Mehringdamm, Berlin-Kreuzberg

LEKTION 19 – Weiter geht’s 301


Bewerben „Auf Deutsch“ Vokabeln das Abschlusszeugnis vitnemålet das Anschreiben brevet, søknaden das Arbeitszeugnis attesten sich bewerben søke (på en jobb)/ søkje (på ein jobb) die Bewerbung (jobb)søknaden duzen å si du/å seie du die Einladung invitasjonen gepflegt ordentlig/ordentleg, velstelt der Gesprächspartner samtalepartneren/samtalepartnaren die Hochschule høyskolen/ høgskolen der Lebenslauf CV-en die Personalabteilung personal­ avdelingen/personalavdelinga siezen å si Sie (bruke høflig tiltaleform)/å seie Sie (bruke høfleg tiltaleform) steigen her: øke/auke die Stelle her: stillingen/stillinga das Stellenangebot jobbtilbudet, utlysningen/jobbtilbodet, utlysinga die Stellenanzeige stillingsannonsen überzeugend overbevisende/ overtydande üblich vanlig/vanleg unaufgefordert uoppfordret/ uoppfordra unbedingt absolutt das Unternehmen firmaet das Vorstellungsgespräch jobbintervjuet weltweit på verdensbasis/på verdsbasis das Wunder underet

Innerhalb der EU auf Platz 1, weltweit auf Platz 3: Deutschland ist ein sehr bedeutender Mitspieler auf dem internationalen Wirtschaftsmarkt. Kein Wunder, dass das viele Arbeitskräfte aus dem Ausland anzieht. Aber natürlich liegen auch in Deutschland die Jobs nicht auf der Straße. Nur wer sich überzeugend und professionell bewirbt, findet hier den Traumjob.

Die Arbeitssuche Früher lief die Jobsuche fast nur über Stellenanzeigen in der Zeitung. Heute ist auch das Internet sehr wichtig. Es gibt viele Jobportale, die man für seine Stellensuche nutzen kann. Alle großen Unternehmen bieten auch auf ihrer eigenen Webseite freie Stellen an (meistens unter dem Stichwort „Jobs und Karriere“). Aber viele Unternehmen wählen für ihre Stellenangebote auch weiterhin den traditionellen Weg über die Zeitung. Man sollte also für die Arbeitssuche unbedingt beide Angebote nutzen.

Die Bewerbung Hast du eine interessante Stellenanzeige gefunden? Schnell eine Bewerbung schreiben, denn die Konkurrenz schläft nicht! Damit die Bewerbung in der Personalabteilung nicht sofort zur Seite gelegt wird, sollte sie unbedingt dem deutschen Standard entsprechen: Das heißt, sie enthält Anschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse und Abschlusszeugnisse von der zuletzt besuchten Schule/Hochschule. Besonders wichtig sind dabei folgende Punkte: • Das Anschreiben wird besonders genau gelesen. Deshalb sollte es gut formuliert sein und alle wichtigen Informationen auf den Punkt bringen. • In Deutschland ist ein Foto im Lebenslauf üblich. Das Foto sollte von einem professionellen Fotografen sein und seriös wirken (keine Urlaubsfotos!). • Arbeitszeugnisse spielen auch eine bedeutende Rolle.

Das Vorstellungsgespräch Mit einer Einladung zu einem Gespräch steigen natürlich die Chancen stark an. Damit man jetzt nichts falsch macht, sollte man die Regeln für ein Jobinterview in Deutschland gut kennen, zum Beispiel: • Beim ersten Treffen entscheiden die ersten Sekunden über einen guten oder schlechten Eindruck. Das heißt, mit richtiger und gepflegter Kleidung kann man schon viel gewinnen. • Vorstellungsgespräche laufen oft sehr ähnlich ab. Auf die meisten Fragen kann man sich also schon vorher gut vorbereiten. • Man sollte die wichtigsten Regeln der „deutschen“ Höflichkeit kennen und befolgen: Zum Beispiel jedem Gesprächspartner die Hand geben, sich nicht unaufgefordert hinsetzen und niemanden duzen. Grundsätzlich gilt: Wer sich beim Bewerben an die deutschen „Spielregeln“ hält und gut auf alles vorbereitet, macht schon alles richtig. Man braucht aber auch immer ein bisschen Glück, damit man seinen Traumjob bekommt. Deshalb: nicht aufgeben, wenn es beim ersten Mal nicht klappt. Vielleicht gibt es ja sogar noch eine bessere Stelle!

302 Weiter geht’s

aus www.young-germany.de (gekürzt und vereinfacht)


Worum geht’s? 1 Wo kann man den Traumjob finden? 2 Was ist bei der schriftlichen Bewerbung wichtig? 3 Was ist beim Vorstellungsgespräch besonders wichtig?

Sag mal was! Arbeitet zu dritt und versucht, ein Vorstellungsgespräch nachzuspielen. Ein Schüler bewirbt sich um seinen Traumjob und zwei arbeiten für die Personalabteilung. Sprachhilfe: – Name – Geburtsdatum – Welche Ausbildung haben Sie? – Welche Schulen haben Sie besucht? – Haben Sie Ferienjobs gehabt? – Welche Sprachen sprechen Sie? – Beschreiben Sie Ihren Traumjob. – Nennen Sie drei gute Eigenschaften, die Sie haben. – Nennen Sie drei weniger gute Eigenschaften, die Sie haben. – Warum sollten wir genau Sie auswählen?

LEKTION 19 – Weiter geht’s 303


als sie mit zwanzig Vokabeln der Anstand anstendigheten/ anstendigheita, god oppførsel befehlen befale enttäuscht skuffet/skuffa erwarten forvente, her: vente gehorchen adlyde/lystre die Tugend dyden die Unternehmungslust tiltaks­ lysten/tiltakslysta der Verzicht avkallet

als sie mit zwanzig ein Kind erwartete wurde ihr heirat befohlen

als sie mit vierzig noch einmal zu leben versuchte wurde ihr anstand und tugend befohlen

als sie geheiratet hatte wurde ihr verzicht auf alle studienpläne befohlen

als sie mit fünfzig verbraucht und enttäuscht war zog ihr mann zu einer jüngeren Frau

als sie mit dreißig noch unternehmungslust zeigte wurde ihr dienst im hause befohlen

liebe gemeinde wir befehlen zu viel wir gehorchen zu viel wir leben zu wenig

von Kurt Marti

Worum geht’s? 1 Beschreibe die Frau in diesem Gedicht. 2 Was macht sie mit ihrem Leben? 3 Was könnte uns der Autor mit diesem Gedicht sagen wollen?

Schreib mal was!

als sie mit zwanzig Wähle eine der folgenden Aufgaben: 1 Schreibe ein Interview mit der Frau, wenn sie 20 Jahre alt ist und noch viele Erwartungen an das Leben hat. 2 Schreibe ein Interview mit der 50-jährigen Frau, die gerade von ihrem Mann verlassen wurde.

Schreib mal was! Schreibe einen Text mit dem Titel: Das bin ich in 20 Jahren.

Sag mal was!

Vor dem Text Im folgenden Text sind wir an einem schönen Urlaubsort irgendwo im Süden. Zwei sehr verschiedene Männer treffen sich. Der eine Mann meint, dass man arbeitet, um zu leben, während der andere Mann findet, dass die Arbeit das Wichtigste im Leben ist. Was denkst du?

304 Weiter geht’s


Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick. Und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach einer Zigarettenschachtel angelt; aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum messbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist – der Landessprache mächtig – durch ein Gespräch zu überbrücken versucht. „Sie werden heute einen guten Fang machen.“ Kopfschütteln des Fischers. „Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist.“ Kopfnicken des Fischers. „Sie werden also nicht ausfahren?“ Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiss liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpasste Gelegenheit. „Oh, Sie fühlen sich nicht wohl?“ Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über. „Ich fühle mich großartig“, sagt er. „Ich habe mich nie besser gefühlt.“ Er steht auf, reckt sich, als wolle er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. „Ich fühle mich phantastisch.“

Vokabeln sich aufrichten rette seg opp der Fang fangsten das Feuerzeug lighteren die Gelegenheit anledningen/høvet das Geräusch støyen, bråket gereizt irritert das Kopfnicken nikkingen/nikkinga das Kopfschütteln hoderistingen/ hovudristinga messbar målbar die Mütze luen/lua sich recken strekke seg/strekkje seg die Schachtel esken/eska die Trauer sorgen/sorga die Verlegenheit forlegenheten/ forlegenheita die Zeichensprache tegnspråket/ teiknspråket

LEKTION 19 – Weiter geht’s 305


Vokabeln persönliche Angelegenheiten privatsaker die Anweisung anvisningen/ instruksjonen auftauen tø opp belehren belære/rettleie beruhigt beroliget/roa besorgt bekymret/bekymra das Dutzend dusinet die Erregung opphisselsen/ opphissinga die Flut floden, oversvømmelsen/ floda, overfløyminga der Gesichtsausdruck ansiktsuttrykket gestört forstyrret/forstyrra der Hubschrauber helikopteret klopfen klappe der Korb kurven/korga der Kutter fiskebåten das Kühlhaus kjølehuset die Kümmernis bekymringen/ bekymringa die Makrele makrellen das Mitleid medlidenheten/ medkjensla nachdenklich ettertenksom/ ettertenksam der Neid misunnelsen/misunninga prompt med en gang/med ein gong die Räucherei røykeriet/røykjeriet der Schwarm svermen, stimen die Seele sjelen/sjela die Urlaubsfreude feriegleden/ feriegleda verleihen her: gi der Zwischenhändler mellom­ mannen

Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht: „Aber warum fahren Sie dann nicht aus?“ Die Antwort kommt prompt und knapp. „Weil ich heute Morgen schon ausgefahren bin.“ „War der Fang gut?“ „Er war so gut, dass ich nicht noch einmal auszufahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen...“ Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen beruhigend auf die Schultern. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis. „Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug“, sagt er, um des Fremden Seele zu erleichtern. „Rauchen Sie eine von meinen?“ „Ja, danke.“ Zigaretten werden in die Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen. „Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen“, sagt er, „aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus, und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht gar zehn Dutzend Makrelen fangen – stellen Sie sich das mal vor.“ Der Fischer nickt. „Sie würden“, fährt der Tourist fort, „nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren – wissen Sie, was geschehen würde?“ Der Fischer schüttelt den Kopf. „Sie würden sich spätestens in einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten und dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen – eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden ...“, die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, „Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik, mit einem eigenen Hubschrauber rundfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisungen geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren – und dann ...“, wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache. Kopfschüttelnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen. „Und dann“, sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache. Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat. „Was dann?“, fragt er leise. „Dann“, sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, „dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen – und auf das herrliche Meer blicken.“ „Aber das tu’ ich ja schon jetzt“, sagt der Fischer, „ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört.“ Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, und es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid. von Heinrich Böll

306 Weiter geht’s


Worum geht’s? 1 2 3 4 5 6

Wo befinden wir uns? Was macht der Tourist? Was macht der Fischer? Was meint der Tourist, sollte der Fischer machen? Welche Geschäftsidee hat der Fremde? Wie verstehst du das Ende der Kurzgeschichte?

Schreib mal was! Der Tourist schreibt einem Freund einen Brief, in dem er über die Begegnung mit dem Fischer erzählt. Schreibe bitte diesen Brief.

Du bist dran!

Rollenspiel

Erkläre es mir!

Arbeitet zusammen in kleinen Gruppen. Wählt mindestens fünf Wörter aus der Lektion und erklärt dann auf Deutsch, was sie bedeuten.

Sprache basteln

Arbeitet zu zweit. Einer ist der fremde Tourist und der andere ist der schlafende Fischer. Macht einen kurzen Dialog aus dem Text und spielt die Kurzgeschichte der Klasse vor.

Lerne diese Ausdrücke auswendig und benutze sie danach in eigenen Dialogen, mündlich oder schriftlich. Was wirst du nach der Schule machen? Was willst du mal werden? Möchtest du studieren? Hast du einen Traum für deine Zukunft? Erzähle von deinen Zukunftsplänen. Ich werde nach der Schule ein Jahr freinehmen. Nach der Schule werde ich arbeiten, um Geld zu verdienen. Meine Freundin möchte später studieren. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Wie schreibt man eine Bewerbung?

Selbstbewertung nach Lektion 19: Siehe Seite 309.

LEKTION 19 – Weiter geht’s 307


Auf dem Gelände der Roten Fabrik, Zürich

308 Weiter geht’s


Selbstbewertungsschema Lektion:

kopioriginal

Name:

1 Mit welchen Themen hast du dich in dieser Lektion beschäftigt?

2 Was war das Wichtigste, das du in dieser Lektion gelernt hast?

Wortschatz

Grammatik

Geschichte/Kultur/Landeskunde

3 Gibt es eine Fertigkeit (lesen, hören, sprechen, rechnen, IKT), mit der du in dieser Lektion nicht gearbeitet hast? Warum nicht?

4 Was war das Interessanteste in dieser Lektion / Was hat dir am besten gefallen? Warum?

5 Wie gut hast du mit den Vokabeln gearbeitet? (1=sehr gut, 2=gut, 3=nicht gut) 6 Wie gut hast du mit den Hausaufgaben gearbeitet? (1=sehr gut, 2=gut, 3=nicht gut) 7 Wie war deine Leistung in den Stunden? (1=sehr gut, 2=gut, 3=nicht gut) 8 Was hast du in dieser Lektion besonders gut gemacht?

9 Wobei brauchst du vom Lehrer Hilfe? – Hörverständnis

– Mündliches Deutsch

– Wortschatz

– Schriftliches Deutsch

– Grammatik

– Sonstiges

10 Woran musst du weiterarbeiten?

Selbstbewertungsschema 309


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Minigrammatikk (bokmål) 1 Spørreord

Ta verbstammen uten infinitivsendingen -en og tilføy den rette endingen.

Dette er de viktigste spørreordene på tysk: For eksempel: gehen ➔ geh| + personending Wann? Warum? Was? Wer? Wie? Wie viel? Wo? Woher? Wohin? Welcher? Welche? Welches?

Når? Hvorfor? Hva? Hvem? Hvordan? Hva? Hvor mye? Hvor? Hvorfra? Hvor hen? Hvilken? (etterfulgt av hankjønn) Hvilken/hvilke? (etterfulgt av hunkjønn eller flertall) Hvilket? (etterfulgt av intetkjønn)

2 Verb Verb er ord som sier noe om hva noe eller noen gjør. Eksempler på verb er snakke, være, ha, leke, sove og sitte. Foran et verb kan man på norsk sette infinitivsmerket å. På tysk heter infinitivsmerket zu. Ved hjelp av verbets ulike tidsformer kan vi uttrykke om noe hender nå, hendte i går eller skal hende. Tidsformene kalles ulike tempus.

2.1 Infinitiv Infinitivsformen er den ubøyde formen et verb står i. Eksempel: zu tanzen = å danse. zu (= å) kalles infinitivsmerke.

2.2 Verbbøyning i presens (nåtid) Nåtid kalles også presens og er den verbformen vi bruker når vi forteller at vi gjør noe nå, for eksempel skriver, snakker, leser eller spiser. Når vi bruker denne formen på tysk, må vi huske å legge til personending.

310 Weiter geht’s

1. person singular

ich: -e

ich gehe

2. person singular

du: -st

du gehst

3. person singular

er, sie, es: -t

er, sie, es geht

1. person plural

wir: -en

wir gehen

2. person plural

ihr: -t

ihr geht

3. person plural

sie: -en

sie gehen

høflig form

Sie: -en

Sie gehen

2.2.1 Sterke og svake verb Som på norsk har vi på tysk både svake og sterke verb. De har ulik bøyning. De svake verbene er regelmessige og læres ved å lære vanlig verbbøyning. De sterke verbene er uregelmessige og må pugges. En del sterke verb får en forandring i stammevokalen (omlyd eller vokalskifte) i 2. og 3. person entall. Eksempel: e➔i a ➔ ä zu fahren zu essen (å kjøre, dra, reise) (å spise) ich fahre ich esse du fährst du isst er, sie, es fährt er, sie, es isst wir fahren wir essen ihr fahrt ihr esst sie fahren sie essen Sie fahren Sie essen

Andre verb som får endring i stammevokalen: zu geben (å gi) zu helfen (å hjelpe) zu laufen (å løpe) zu lesen (å lese) zu nehmen (å ta) zu schlafen (å sove) zu sehen (å se) zu sprechen (å snakke) zu treffen (å treffe) zu vergessen (å glemme)


Verb som får endring i stammevokalen i 2. og 3. person entall, er i ordlista markert med *.

2.2.2 Uregelmessige verb Disse verbene bøyes uregelmessig og må pugges ekstra godt.

Slik danner vi presens perfektum på tysk: 1. Ta grunnformen av et verb: kaufen = kjøpe 2. Ta bort endingen -en: kauf (= verbstammen) 3. Legg til ge- foran stammen og -t eller -en som ending: ge – kauf – t På tysk begynner presens perfektumsformen nesten alltid med ge- og slutter på -t ved svake verb og -en ved sterke verb. Presens perfektumsformen av sterke verb må læres utenat akkurat som på engelsk. Du finner bøyningen til de vanligste sterke verbene under punkt 2.5.

En liten huskeregel:

zu sein (å være) zu haben (å ha) ich bin ich habe du bist du hast er, sie, es ist er, sie, es hat wir sind wir haben ihr seid ihr habt sie sind sie haben Sie sind Sie haben

Noen eksempler på presens perfektum:

zu werden (å bli) zu wissen (å vite) ich werde ich weiß du wirst du weißt er, sie, es wird er, sie, es weiß wir werden wir wissen ihr werdet ihr wisst sie werden sie wissen Sie werden Sie wissen

Der Lehrer hat viel gesagt. Læreren har sagt/sa mye. Ich habe eine Cola getrunken. Jeg har drukket/drakk en cola. Markus hat eine Hose gekauft. Markus har kjøpt/kjøpte en bukse. Hast du das gehört? Har du hørt/hørte du det?

ge- + verbstamme + -t/-en = geten

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Ikke glem at geten er så langsom at den alltid kommer helt til slutt i den tyske setningen.

minigrammatikk bokmål

2.3.1 Presens perfektum av svake og sterke verb

minigrammatikk nynorsk

Ich habe ein Buch gekauft. (Jeg har kjøpt ei bok). På norsk bruker vi her også preteritum: Jeg kjøpte ei bok.

TYSK–bokmål ORDLISTE

zu laufen (å løpe) zu lesen (å lese) ich laufe ich lese du läufst du liest er, sie, es läuft er, sie, es liest wir laufen wir lesen ihr lauft ihr lest sie laufen sie lesen Sie laufen Sie lesen

Presens perfektum bruker vi når vi snakker om hva noen har gjort, og formen brukes særlig i muntlig tysk for å markere fortid:

bokmål–TYSK ORDLISTE

zu nehmen (å ta) zu sehen (å se) ich nehme ich sehe du nimmst du siehst er, sie, es nimmt er, sie, es sieht wir nehmen wir sehen ihr nehmt ihr seht sie nehmen sie sehen Sie nehmen Sie sehen

2.3 Presens perfektum

2.3.2 Verb uten ge- i perfektum partisipp Det finnes noen verb på tysk som ikke får ge- i perfektum partisipp. Disse verbene slutter i infinitiv på -ieren eller begynner med følgende stavelser: be-, emp,- ent-, er-, ge-, miss-, ver-, zer-.

Minigrammatikk bokmål 311

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Her ser du bøyningen til noen av dem:


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE

Vater hat alles bezahlt (bezahlen). Far har betalt/betalte alt. Sie hat einen Witz erzählt (erzählen). Hun har fortalt/fortalte en vits. Meine Mannschaft hat gewonnen (gewinnen). Laget mitt har vunnet/vant.

2.3.3 Hjelpeverb i presens perfektum • Som regel brukes hjelpeverbet haben når man danner presens perfektum på tysk. • Verbet sein brukes til å danne perfektum blant annet når verbet uttrykker at man flytter seg fra ett sted til et annet: Der Mann ist nach Berlin gefahren. Mannen har kjørt/kjørte til Berlin. Sie sind schnell gegangen. De har gått/gikk fort. Der Dieb ist ins Wasser gesprungen. Tyven har hoppet/hoppet i vannet. Bist du nach Italien geflogen? Har du fløyet/fløy du til Italia? • Sein brukes også når det man har gjort, innebærer en tilstandsforandring: Er ist eingeschlafen. Han har sovnet/sovnet. Sie ist aufgewacht. Hun har våknet/våknet. Oma ist gestern gestorben. Bestemor døde i går. Die Leute auf der Titanic sind ertrunken. Menneskene på Titanic har druknet/druknet.

2.3.4 Presens perfektum av haben, sein og werden haben

sein

werden

1. pers. sg.

ich

habe gehabt

bin gewesen

bin geworden

2. pers. sg.

du

hast gehabt

bist gewesen

bist geworden

er

hat gehabt

ist gewesen

ist geworden

sie

hat gehabt

ist gewesen

ist geworden

es

hat gehabt

ist gewesen

ist geworden

1. pers. pl.

wir

haben gehabt

sind gewesen

sind geworden

2. pers. pl.

ihr

habt gehabt

seid gewesen

seid geworden

3. pers. pl.

sie

haben gehabt

sind gewesen

sind geworden

høflig form

Sie

haben gehabt

sind gewesen

sind geworden

3. pers. sg.

2.4 Preteritum Preteritum på tysk brukes mest i skriftlig språk. Det er altså viktig å merke seg at der vi på norsk bruker preteritum, er det mest vanlig å bruke presens perfektum på tysk.

2.4.1 Preteritum av svake verb Svake verb danner preteritum ved hjelp av stammen av verbet + t + personending. Dersom stammen slutter på -d eller -t, setter vi inn en ekstra -e. Hvis du tenker på hvordan det er på norsk, er det ikke så ulikt: jeg kjøpte. kaufen

arbeiten

1. pers. sg

ich

kauf -t -e

arbeit -e -t -e

2. pers. sg

du

kauf -t -est

arbeit -e -t -est

er

kauf -t -e

arbeit -e -t -e

sie

kauf -t -e

arbeit -e -t -e

3. pers. sg

nynorsk–TYSK ORDLISTE

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Eksempler på verb som ikke får ge-:

312 Weiter geht’s

es

kauf -t -e

arbeit -e -t -e

1. pers. pl

wir

kauf -t -en

arbeit -e -t -en

2. pers. pl

ihr

kauf -t -et

arbeit -e -t -et

3. pers. pl

sie

kauf -t -en

arbeit -e -t -en

høflig form

Sie

kauf -t -en

arbeit -e -t -en


fahren

1. pers. sg

ich

sah

ging

fuhr

2. pers. sg

du

sahst

gingst

fuhrst

er

sah

ging

fuhr

sie

sah

ging

fuhr

es

sah

ging

fuhr

1. pers. pl

wir

sahen

gingen

fuhren

2. pers. pl

ihr

saht

gingt

fuhrt

3. pers. pl

sie

sahen

gingen

fuhren

høflig form

Sie

sahen

gingen

fuhren

3. pers. sg

2.4.3 Preteritum av haben, sein og werden haben

sein

werden

1. pers. sg

ich

hatte

war

wurde

2. pers. sg

du

hattest

warst

wurdest

er

hatte

war

wurde

sie

hatte

war

wurde

es

hatte

war

wurde

1. pers. pl

wir

hatten

waren

wurden

2. pers. pl

ihr

hattet

wart

wurdet

3. pers. sg

3. pers. pl

sie

hatten

waren

wurden

høflig form

Sie

hatten

waren

wurden

2.5 Oversikt over viktige sterke verb Det er viktig å lære bøyningen av de sterke verbene utenat. Her ser du noen av de viktigste sterke verbene på tysk: Infinitiv

Presens

Preteritum

presens Perfektum

Norsk

beginnen

beginnt

begann

hat begonnen

begynne

bleiben

bleibt

blieb

ist geblieben

(for)bli

essen

isst

hat gegessen

spise

fahren

fährt

fuhr

ist gefahren

kjøre, reise

fallen

fällt

fiel

ist gefallen

falle

fangen

fängt

fing

hat gefangen

fange

finden

findet

fand

hat gefunden

finne

fliegen

fliegt

flog

ist geflogen

fly

geben

gibt

gab

hat gegeben

gi

gehen

geht

ging

ist gegangen

gewinnen

gewinnt

gewann

hat gewonnen

vinne

heißen

heißt

hieß

hat geheißen

hete

helfen

hilft

half

hat geholfen

hjelpe

kommen

kommt

kam

ist gekommen

komme

laufen

läuft

lief

ist gelaufen

løpe

lesen

liest

las

hat gelesen

lese

liegen

liegt

lag

hat gelegen

ligge

nehmen

nimmt

nahm

hat genommen

ta

reiten

reitet

ritt

ist geritten

ri

rufen

ruft

rief

hat gerufen

rope

scheinen

scheint

schien

hat geschienen

skinne

Minigrammatikk bokmål 313

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk

gehen

TYSK–bokmål ORDLISTE

sehen

bokmål–TYSK ORDLISTE

Her er eksempler på noen sterke verb i preteritum:

Når du bøyer zu sehen a verbo (zu sehen – sieht – sah – hat gesehen), ser du med en gang hvilken stammevokal verbet får i preteritum.

TYSK–nynorsk ORDLISTE

De sterke verbene danner preteritum som på norsk, ved å forandre stammevokalen. De sterke verbene må læres a verbo, da de ikke har lik bøyning. Når du kan bøye verbene a verbo (som på engelsk go – went – gone), er det enkelt å bøye sterke verb.

Som du ser, har ikke sterke verb i preteritum noen personending i 1. og 3. person entall. 2. person entall og flertallsformene brukes sjelden på tysk. Her velger man isteden å bruke presens perfektum.

nynorsk–TYSK ORDLISTE

2.4.2 Preteritum av sterke verb


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Infinitiv

Presens

Preteritum

presens Perfektum

Norsk

schießen

schießt

schoss

hat geschossen

skyte

schlafen

schläft

schlief

hat geschlafen

sove

schreiben

schreibt

schrieb

hat geschrieben

skrive

schreien

schreit

schrie

hat geschrien

skrike

schwimmen

schwimmt

schwamm

ist geschwommen

svømme

sehen

sieht

sah

hat gesehen

se

singen

singt

sang

hat gesungen

synge

sitzen

sitzt

saß

hat gesessen

sitte

sprechen

spricht

sprach

hat gesprochen

snakke

stehen

steht

stand

hat gestanden

stå

sterben

stirbt

starb

ist gestorben

treffen

trifft

traf

hat getroffen

treffe

trinken

trinkt

trank

hat getrunken

drikke

tun

tut

tat

hat getan

gjøre

vergessen

vergisst

vergaß

hat vergessen

glemme

verlieren

verliert

verlor

hat verloren

miste, tape

wachsen

wächst

wuchs

ist gewachsen

vokse

waschen

wäscht

wusch

hat gewaschen

vaske

werfen

wirft

warf

hat geworfen

kaste

ziehen

zieht

zog

hat gezogen

dra, trekke

2.6 Modale hjelpeverb og wissen

Vokalen endres ikke i flertall (wir, ihr, sie, Sie).

Modale hjelpeverb er verb som brukes sammen med andre verb, og som sier noe om hva man kan, vil, må, skal, bør eller får lov til.

Etter ich, er, sie, es og man forsvinner personendingen.

Hjelpeverbene endrer vokal når de brukes i presens (bortsett fra zu sollen). Vokalen endres i alle entallsformene (ich, du, er, sie, es, man).

Husk: 1 Vokalskifte i entall. 2 Ingen ending etter ich, er/sie/es og man. 3 Det man kan, vil, må, skal, bør eller får lov til, står sist i setningen.

2.6.1 Oversikt over modale hjelpeverb dürfen (å få lov til)

können (å kunne)

mögen (å like)

müssen (å måtte)

sollen (å skulle)

wollen (å ville)

ich darf

ich kann

ich mag

ich muss

ich soll

ich will

du darfst

du kannst

du magst

du musst

du sollst

du willst

er, sie, es darf

er, sie, es kann

er, sie, es mag

er, sie, es muss

er, sie, es soll

er, sie, es will

wir dürfen

wir können

wir mögen

wir müssen

wir sollen

wir wollen

ihr dürft

ihr könnt

ihr mögt

ihr müsst

ihr sollt

ihr wollt

sie dürfen

sie können

sie mögen

sie müssen

sie sollen

sie wollen

Sie dürfen

Sie können

Sie mögen

Sie müssen

Sie sollen

Sie wollen

314 Weiter geht’s


2.6.2 Wissen

minigrammatikk nynorsk

Wissen er ikke et modalt hjelpeverb, men bøyes på samme måte.

können Er kann lesen. Han kan lese. Wir können Deutsch sprechen. Vi kan snakke tysk.

wissen (å vite) ich weiß du weißt

mögen Ihr mögt Schokolade. Dere liker sjokolade. Sie mögen das Singen im Chor. De liker å synge i kor.

er, sie, es weiß wir wissen ihr wisst sie wissen Sie wissen

müssen Du musst immer Hausaufgaben machen. Du må alltid gjøre lekser. Er muss jetzt gehen. Han må gå nå.

Eksempler på bruk: Ich weiß, welche Farbe deine Jacke hat. Jeg vet hvilken farge jakka di har. Wir wissen, dass wir Deutsch sprechen können. Vi vet at vi kan snakke tysk.

Slik bøyes de modale hjelpeverbene og wissen i preteritum: dürfen (å få lov til)

können (å kunne)

mögen (å like)

müssen (å måtte)

sollen (å skulle)

wollen (å ville)

wissen (å vite)

ich durfte

ich konnte

ich mochte

ich musste

ich sollte

ich wollte

ich wusste

du durftest

du konntest

du mochtest

du musstest

du solltest

du wolltest

du wusstest

er, sie, es durfte

er konnte

er mochte

er musste

er sollte

er wollte

er, sie, es wusste

wir durften

wir konnten

wir mochten

wir mussten

wir sollten

wir wollten

wir wussten

ihr durftet

ihr konntet

ihr mochtet

ihr musstet

ihr solltet

ihr wolltet

ihr wusstet

sie durften

sie konnten

sie mochten

sie mussten

sie sollten

sie wollten

sie wussten

Sie durften

Sie konnten

Sie mochten

Sie mussten

Sie sollten

Sie wollten

Sie wussten

Legg merke til at alle modalverbene, unntatt sollen og wollen, har en annen vokal i preteritum enn i infinitiv. Personendingene er som regelmessige svake verb. Minigrammatikk bokmål 315

nynorsk–TYSK ORDLISTE

2.6.3 Modale hjelpeverb i preteritum

TYSK–nynorsk ORDLISTE

bokmål–TYSK ORDLISTE

sollen Sie soll nicht alleine gehen. Hun skal/bør ikke gå alene. Du sollst nicht stehlen. Du skal ikke stjele.

TYSK–bokmål ORDLISTE

dürfen Ich darf nicht Auto fahren. Jeg får ikke lov til å kjøre bil. Du darfst nicht rauchen. Du får ikke lov til å røyke.

minigrammatikk bokmål

wollen Er will das nicht machen. Han vil ikke gjøre det. Ihr wollt nicht auf mich hören. Dere vil ikke høre på meg.

Eksempler på bruk:


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE

2.8 Konjunktiv

En del tyske verb er løst sammensatte. Det vil si at de består av en forstavelse og et verb. De løst sammensatte verbene deler seg når man bruker dem i presens og preteritum. Forstavelsen kommer da alltid sist i setningen. Forstavelsen er alltid betont, og er et eget ord.

Verb står vanligvis i indikativ eller imperativ. Indikativ­ formene blir brukt i vanlige fortellende setninger, mens imperativ er formen man bruker når man skal gi en ordre eller befale noen. I tillegg har tysk også formen konjunktiv, som opptrer både i presens og preteritum.

Under ser du at forstavelsen ligner en preposisjon, men det er viktig å merke seg at den ikke er det. Dette er viktig av to grunner: 1) den kan stå sist i setningen, og 2) den fører ikke til kasusbøyning.

Konjunktiv I: Presens konjunktiv uttrykker et referat eller et ønske som kan oppfylles. Konjunktiv II: Preteritum konjunktiv uttrykker at noe er uvirkelig eller at det gjerne skulle skjedd.

Presens: aufmachen Sie macht die Tür auf. Hun åpner døra. teilnehmen Wir nehmen an dem Spiel teil. Vi deltar i spillet/leken. ausgehen Abends gehen sie gern aus. Om kvelden går de gjerne ut.

2.8.1 Når bruker vi konjunktiv?

Preteritum: aufmachen Sie machte die Tür auf. Hun åpnet døra. teilnehmen Wir nahmen an dem Spiel teil. Vi deltok i spillet/leken. ausgehen Abends gingen sie gern aus. Om kvelden gikk de gjerne ut.

• Indirekte tale (konjunktiv I): Direkte tale: Indirekte tale: Ich bin krank. Er sagte, er sei krank. / Er sagte, dass er krank sei. (Her er det nesten bare 3. person som brukes.)

• Høflig konjunktiv (konjunktiv II): Könnten Sie mir bitte den Weg sagen? Ich hätte gern eine Cola. Würden Sie so freundlich sein, mir zu helfen? Ich würde gerne eine blaue Hose anprobieren.

• Hypotetiske setninger (konjunktiv II):

Presens perfektum: I presens perfektum flytter man forstavelsen foran perfektum partisipp-formen av verbet.

aufmachen Sie hat die Tür aufgemacht. Hun har åpnet døra. teilnehmen Wir haben an dem Spiel teilgenommen. Vi har deltatt i spillet/leken. ausgehen Abends sind sie gern ausgegangen. Om kvelden har de gjerne gått ut.

Infinitivsmerket zu står mellom forstavelsen og verbet: aufzumachen teilzunehmen auszugehen

nynorsk–TYSK ORDLISTE

TYSK–nynorsk ORDLISTE

2.7 Løst sammensatte verb

316 Weiter geht’s

(uttrykker et ønske eller en drøm, eller at noe er tenkt eller uvirkelig) Wenn ich jetzt Geld hätte, würde ich das Auto kaufen. Hvis jeg hadde hatt penger, ville jeg ha kjøpt bilen. På tysk bruker vi altså hätte der vi på norsk bruker hadde hatt.

• Sammenligningssetninger (konjunktiv II): Er tat, als ob er krank wäre (sei). Han gjorde/lot som han var syk. Er sieht aus, als wenn er krank wäre. Han ser ut som han er syk.


werdEN

könne

werde

du

habest

seist

fragest

fahrest

könnest

werdest

er/sie/es

habe

sei

frage

fahre

könne

werde

wir

haben

seien

fragen

fahren

können

werden

ihr

habet

seiet

fraget

fahret

könnet

werdet

sie/Sie

haben

seien

fragen

fahren

können

werden

HABEN

SEIN

FraGEN

FahrEN

kÖNNEN

werdEN

hätte

wäre

fragte

führe

könnte

würde

Bøyning av konjunktiv II

ich du

hättest

wärest

fragtest

führest

könntest

würdest

er/sie/es

hätte

wäre

fragte

führe

könnte

würde

wir

hätten

wären

fragten

führen

könnten

würden

ihr

hättet

wäret

fragtet

führet

könntet

würdet

sie/Sie

hätten

wären

fragten

führen

könnten

würden

For å gjøre det enkelt kan man si at • konjunktiv I dannes ved å ta bort -n i infinitiv. • konjunktiv II av svake verb er lik preteritum indikativ. • konjunktiv II av sterke verb lages av preteritumsstammen + omlyd (tødler) + konjunktivendelse (se führe). • modale hjelpeverb blir bøyd som können, med omlyd. Unntak her er wollen/sollen.

2.9 Verb med fast preposisjon sich fürchten vor + D

å være redd for

Ich fürchte mich vor dem Hund.

diskutieren über + A

å diskutere

Wir diskutieren über die Schule.

sprechen/reden über + A

å snakke om

Er spricht über den Mann.

sich beschäftigen mit + D

å være opptatt av

Ich beschäftige mich mit dem Film.

warten auf + A

å vente på

Ich warte auf meinen Freund.

denken an + A

å tenke på

Sie denkt oft an ihn.

aufhören mit + D

å slutte med

Wir hören mit dem Buch auf.

Lust haben auf + A

å ha lyst på

Das Mädchen hat Lust auf das Eis.

Angst haben vor + D

å være redd for

Er hat Angst vor dem Tiger.

teilnehmen an + D

å delta på

Die Schüler nehmen an der Reise teil.

kämpfen gegen + A

å kjempe mot

Alle kämpfen gegen den Politiker.

anfangen mit + D

å begynne med

Ich fange mit dem Buch an.

abhängen von + D

å avhenge av

Das hängt von dir ab.

sich konzentrieren um + A

å konsentrere seg om

Er konzentriert sich um die Handlung.

danken für + A

å takke for

Die Leute danken für die nette Rede.

sich gewöhnen an + A

å venne seg til

Alle gewöhnen sich an den Schnee.

sich ärgern über + A

å ergre seg over

Die Mutter ärgert sich über den Sohn.

sich verabschieden von + D

å ta avskjed med noen

Alle verabschieden sich von dem Mann.

arbeiten an + D

å arbeide med

Peter arbeitet an dem Projekt.

sich verlassen auf + A

å stole på

Du verlässt dich auf mich.

Minigrammatikk bokmål 317

minigrammatikk bokmål

kÖNNEN

fahre

minigrammatikk nynorsk

FahrEN

frage

TYSK–bokmål ORDLISTE

FraGEN

sei

bokmål–TYSK ORDLISTE

SEIN

habe

TYSK–nynorsk ORDLISTE

HABEN ich

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Bøyning av konjunktiv I


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

sich unterhalten mit + D

å snakke med

Wir unterhalten uns mit der Frau.

antworten auf + A

å svare på

Kannst du auf die Frage antworten?

glauben an + A

å tro på

Viele glauben an den Weihnachtsmann.

bitten um + A

å be om

Sie bittet um meine Hilfe.

sich handeln um + A

å handle om

Es handelt sich um einen deutschen Roman.

fliehen aus + D

å flykte fra

Die Gefangenen flohen aus dem Gefängnis.

sich streiten über + A

å krangle om

Die Schüler streiten über die Note.

warnen vor + D

å advare mot

Der Politiker warnt vor der Katastrophe.

lachen über + A

å le av

Sie lachen über den Lehrer.

halten von + D

å synes om

Was hälst du von dem Film?

sich verlieben in + A

å forelske seg i

Das Mädchen verliebt sich in den Jungen.

wissen von + D

å vite om

Ich weiss von dem Geheimnis.

3 Substantiv Substantiv kalles de ordene som er personer, dyr eller ting, for eksempel mann, jakke og hus. For å finne ut om et ord er substantiv, kan du sette en, ei eller et foran: en mann, en/ei jakke og et hus. På tysk får alle substantiv stor bokstav, selv om de står midt i en setning: der Mann (mannen), die Frau (kvinnen), das Kind (barnet). Flertallsending Når man danner flertall av substantivet på tysk, er det ikke slik at alle ordene får lik flertallsending. Noen substantiv har endingen -en, andre -er eller -e. Ofte forandrer stammevokalen seg ved å få omlyd i flertall. Dette vises med * i ordlista. Eksempel: der Mann (-er*) – die Männer.

4 Determinativer

Norsk

Tysk

Ubestemt form

Bestemt form

Ubestemt form

Bestemt form

Hankjønn

en mann

mannen

ein Mann

der Mann

Hunkjønn

ei sol

sola

eine Sonne

die Sonne

Intetkjønn

et barn

barnet

ein Kind

das Kind

Flertall

mennesker

menneskene Leute

die Leute

For å vite hvilken bestemt artikkel et substantiv skal ha, det vil si for å vite hvilket kjønn substantivet har, kan man slå opp i ei ordbok. I ordboka står det m, f eller n bak ordet. m = maskulinum = hankjønn ➔ der f = femininum = hunkjønn ➔ die n = nøytrum = intetkjønn ➔ das En, ei, et heter ein, eine og ein på tysk. Disse ordene kalles ubestemt artikkel. Hankjønn Hunkjønn Intetkjønn Flertall

4.1 Bestemt og ubestemt artikkel På tysk står der, die og das foran substantivet når man har bestemt form. Disse småordene kalles den bestemte artikkelen. Også på engelsk setter man den bestemte artikkelen the foran substantivet (the man). På norsk legger man derimot til en ending for å få fram bestemt form: mannen.

318 Weiter geht’s

Bestemt artikkel

der

die

das

die

Ubestemt artikkel

ein

eine

ein

-

4.1.1 Bestemt artikkel i flertall I flertall (plural) får alle substantiv die som bestemt artikkel i grunnformen. Det spiller ingen rolle hvilken artikkel (der, die, das) ordet har i entall (singular). Bestemt artikkel (sg.)

Bestemt artikkel (pl.)

der Mann

die Männer

die Frau

die Frauen

das Kind

die Kinder


24

vierundzwanzig

2

zwei

25

fünfundzwanzig

3

drei

26

sechsundzwanzig

4

vier

27

siebenundzwanzig

5

fünf

28

achtundzwanzig

6

sechs

29

neunundzwanzig

7

sieben

30

dreißig

8

acht

31

einunddreißig

9

neun

40

vierzig

10

zehn

50

fünfzig

11

elf

60

sechzig

12

zwölf

70

siebzig

13

dreizehn

80

achtzig

14

vierzehn

90

neunzig

15

fünfzehn

99

neunundneunzig

16

sechzehn

100

hundert

17

siebzehn

101

(ein)hunderteins

18

achtzehn

102

(ein)hundertzwei

19

neunzehn

110

(ein)hundertzehn

20

zwanzig

200

zweihundert

Norsk

21

einundzwanzig

10 000

zehntausend

22

zweiundzwanzig

1 000 000

eine Million

personlig pronomen

eiendomsord

personlig pronomen

eiendomsord

23

dreiundzwanzig

1. pers. sg

jeg

min

ich

mein

2. pers. sg

du

din

du

dein

han

hans/dens/ sin

er

sein

hun

hennes/ dens/sin

sie

ihr

det/den

dets/sin

es

sein

1. pers. pl

vi

vår

wir

unser

2. pers. pl

dere

deres

ihr

euer

3. pers. pl

de

deres/sin

sie

ihr

høflig form

De

Deres

Sie

Ihr

Ordenstall som første, andre, tredje og så videre brukes i mange sammenhenger. Du lager dem ved å henge en ending på grunntallene. Fra 2 til 19 er endingen -te, og fra 20 og oppover er den -ste: 1.

erste

10.

zehnte

2.

zweite

11.

elfte

3.

dritte

20.

zwanzigste

4.

vierte

21.

einundzwanzigste

5.

fünfte

22.

zweiundzwanzigste

6.

sechste

30.

dreißigste

7.

siebte

100.

hundertste

8.

achte

1000.

tausendste

9.

neunte

1 000 000.

millionste

Ich bin am siebten (7.) neunten (9.) neunzehnhundertsiebenundachtzig geboren. VIKTIG! På norsk bruker vi alltid preposisjonen i foran et årstall: De olympiske leker på Lillehammer var i 1994. På tysk bruker vi aldri in foran et årstall: Die olympischen Spiele in Lillehammer waren 1994.

4.3 Eiendomsord Eiendomsord beskriver hvem noe tilhører. Hvilket eiendomsord du velger, avhenger av hvem det tilhører. Mein Bruder = broren «tilhører» meg. Deine Tante = tanta «tilhører» deg.

3. pers. sg

Tysk

Også eiendomsord i høflighetsform skrives med stor bokstav. Eiendomsord står vanligvis sammen med et substantiv og får ending etter substantivet, akkurat som den ubestemte artikkelen. Hvis substantivet er hankjønn (m) eller intetkjønn (n), har eiendomsordet ingen ending. Er substantivet hunkjønn (f) eller i flertall (pl), er endingen -e. Minigrammatikk bokmål 319

bokmål–TYSK ORDLISTE

4.2.2. Ordenstall

Når du bruker ordenstall i forbindelse med dato, må du ha «am» foran og «-n» bak. (Husk: Bare måneden og dagen blir ordenstall, ikke årstallet!)

minigrammatikk bokmål

eins

minigrammatikk nynorsk

1

TYSK–nynorsk ORDLISTE

4.2.1 Grunntall

TYSK–bokmål ORDLISTE

Unntak: 1. = erste 3. = dritte 7. = siebte

nynorsk–TYSK ORDLISTE

4.2 Tallene


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE

Mein Bruder (m) heißt Otto. Broren min heter Otto. Mein Computer (m) ist neu. Datamaskinen min er ny. Mein Kind (n) heißt Louise. Barnet mitt heter Louise. Mein Haus (n) liegt in der Parkallee. Huset mitt ligger i Parkalleen. Meine Tochter (f) heißt Beate. Dattera mi heter Beate. Meine Schule (f) liegt in der Uferstraße. Skolen min ligger i Uferstraße. Meine Eltern (pl) heißen Erna und Paul. Foreldrene mine heter Erna og Paul. Meine Haare (pl) sind lang. Håret mitt er langt. Eiendomsordet sammen med et substantiv kan også fungere som direkte objekt. Formene til eiendomsordene er de samme som ved den ubestemte artikkelen.

5 Pronomen 5.1 Personlig pronomen Pronomen er små ord man bruker istedenfor en ting, et dyr, en person eller et navn. Disse ordene kan for eksempel være den, jeg, vi, de, henne. Det finnes ulike typer pronomen, men noen av de vi bruker mest er personlige pronomen. De personlige pronomenene har disse formene som subjekt, objekt og indirekte objekt i setningen:

Norsk

Tysk

Subjekt

Objekt

Indir. obj.

Subjekt Objekt

Indir. obj.

1. pers. sg

jeg

meg

meg

ich

mich

mir

2. pers. sg

du

deg

deg

du

dich

dir

han

ham

ham

er

ihn

ihm

3. pers. sg

hun

henne

henne

sie

sie

ihr

den/ det

den/ det

den/ det

es

es

ihm

1. pers. pl

vi

oss

oss

wir

uns

uns

2. pers. pl

dere

dere

dere

ihr

euch

euch

3. pers. pl

de

dem

dem

sie

sie

ihnen

høflig form

De

Dem

Dem

Sie

Sie

Ihnen

Husk at du bruker høflighetsformen når du snakker til voksne og ukjente personer. Høflighetspronomenet skrives alltid med stor forbokstav. Husk at verbet må bøyes avhengig av hvilket personlig pronomen det står til (se punkt 2.2).

5.2 Ubestemte pronomen kein man nichts etwas alles

ingen en, man ingenting noe alt

6 Adjektiv På tysk kan adjektivet brukes på to måter: 1 Det brukes som predikativ, det vil si at det står etter verbene zu sein, zu werden eller zu bleiben. Da er det alltid ubøyd: Er ist klein. Han er liten. Sie sind lang. De er lange. Es wird spät. Det blir seint.

nynorsk–TYSK ORDLISTE

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Eksempler:

2 Det står foran et substantiv. Da bøyes adjektivet alltid: Der kleine Junge liest. Den lille gutten leser.

320 Weiter geht’s


superlativ

superlativ

billig

billiger

der/die/das billigste

am billigsten

hunkjønn

intetkjønn

flertall

nominativ der alte Mann

die alte Frau

das kleine Kind

die kleinen Kinder

klein

kleiner

der/die/das kleinste

am kleinsten

akkusativ den alten Mann

die alte Frau

das kleine Kind

die kleinen Kinder

modern

moderner

der/die/das modernste

am modernsten

genitiv

des alten Mannes

der alten Frau

des kleinen Kindes

der kleinen Kinder

alt

älter

der/die/das älteste

am ältesten

dativ

dem alten Mann

der alten Frau

dem kleinen Kind

den kleinen Kindern

lang

länger

der/die/das längste

am längsten

stark

stärker

der/die/das stärkste

am stärksten

gut

besser

der/die/das beste

am besten

hoch

höher

der/die/das höchste

am höchsten

nah

näher

der/die/das nächste

am nächsten

viel

mehr

der/die/das meiste

am meisten

wenig

weniger

der/die/das wenigste

am wenigsten

Når adjektivet står etter ubestemt artikkel i ubøyd form (ein/eine), får det samme ending som den bestemte artikkelen: ein alter Mann (der), eine alte Frau (die), ein altes Kind (das). Etter ubestemt artikkel i bøyd form (einen, einer, einem, eines), får adjektivene endingen -en. Dette kalles sterk adjektivbøyning. hankjønn

hunkjønn

intetkjønn

flertall

nom. ein alter Mann

eine alte Frau

ein kleines Kind

einige kleine Kinder

akk.

einen alten Mann

eine alte Frau

ein kleines Kind

einige kleine Kinder

gen.

eines alten Mannes

einer alten Frau

eines kleinen Kindes

einiger kleiner Kinder

dat.

einem alten Mann

einer alten Frau

einem kleinen Kind

einigen kleinen Kindern

Det er to rubrikker for superlativ. Den siste (med amform) glir mer og mer inn i det tyske språket, men den kan ikke brukes overalt. Man sier for eksempel: Hier ist der kleinste Junge. Her er den minste gutten. Hier sehen wir das älteste Haus. Her ser vi det eldste huset.

TYSK–nynorsk ORDLISTE

6.2 Adjektivbøyning etter ubestemt artikkel

minigrammatikk bokmål

komparativ

Men vi kan også si: Dieser Junge ist am kleinsten. Denne gutten er minst. Dieses Haus ist am ältesten. Dette huset er eldst.

nynorsk–TYSK ORDLISTE

hankjønn

positiv

minigrammatikk nynorsk

På skjemaet under ser du at de fem tilfellene som får -e, danner en slags panne eller øks.

Den tyske gradbøyningen av adjektiv ligner på den norske, men det er en viktig forskjell: På tysk brukes ikke mer og mest. På tysk legger man til endinger samme hvor langt ordet er.

TYSK–bokmål ORDLISTE

Etter bestemt artikkel kan adjektiv bare få to endelser, -e og -en. Dette kalles svak adjektivbøyning.

6.3 Gradbøyning av adjektiv

bokmål–TYSK ORDLISTE

6.1. Adjektivbøyning etter bestemt artikkel

Minigrammatikk bokmål 321


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk

durch für gegen ohne um

nynorsk–TYSK ORDLISTE

TYSK–nynorsk ORDLISTE

bokmål–TYSK ORDLISTE

TYSK–bokmål ORDLISTE

7 Preposisjoner Preposisjoner er svært viktige ord i en setning, og beskriver vanligvis hvor noe befinner seg (for eksempel i, på, bak, under). De bestemmer også ulike kasus. Ordet som står rett etter preposisjonen, viser kasus. Ofte er dette en artikkel eller et pronomen.

7.1 Preposisjoner med akkusativ gjennom for, til mot uten om, omkring, rundt

Eksempel 1: Der Mann geht durch den Garten. Mannen går gjennom hagen. I denne setningen styrer preposisjonen durch akkusativ. Etter preposisjonen kommer den bestemte artikkelen. Den står her i hankjønn (der Garten), og vi må bruke bestemt artikkel hankjønn akkusativ (den). Eksempel 2: Der Mann geht durch die Stadt. Mannen går gjennom byen. I denne setningen styrer preposisjonen durch akkusativ. Etter preposisjonen kommer den bestemte artikkelen. Den står her i hunkjønn (die Stadt), og vi må bruke bestemt artikkel hunkjønn akkusativ (die). Noen flere setninger med akkusativpreposisjoner: Ich kaufe ein Geschenk für meine Schwester. Jeg kjøper en gave til søsteren min. Wir können nicht ohne (das) Wasser leben. Vi kan ikke leve uten vann. Der Zug ist gegen einen Baum gefahren. Toget kjørte mot et tre. Die Mauer geht um die Stadt. Muren går rundt byen.

7.2 Preposisjoner med dativ aus bei mit nach seit von zu

fra, (ut) av hos, ved med til, etter siden fra, av til

322 Weiter geht’s

Er kommt aus dem Dorf. Han kommer fra landsbyen. Sie wohnt bei der Tante. Hun bor hos tanta. Kommst du mit mir? Blir du med meg? Ihr lernt seit drei Jahren Deutsch. Dere har lært tysk i tre år. Sie gehen zu dem Freund. De går til vennen. Enkelte preposisjoner smelter ofte sammen med den bestemte artikkelen når de står ved siden av hverandre: Dativ hankjønn/intetkjønn: bei dem = beim von dem = vom zu dem = zum Dativ hunkjønn: zu der = zur

7.3 Preposisjoner med akkusativ eller dativ (vekselpreposisjoner) an auf hinter in neben über unter vor zwischen

på (berøring fra siden) på (berøring ovenfra) bak i, inne i, ut i, inn i ved siden av over under foran mellom

Preposisjonene styrer både akkusativ og dativ, og det er verbet som avgjør hvilken kasus det blir. Hvis verbet uttrykker en retning eller bevegelse, brukes akkusativ. Hvis verbet uttrykker ro, eller bevegelse innenfor et bestemt område, brukes dativ. Er hängt das Bild an die Wand. Han henger bildet på veggen. (bevegelse ➔ akkusativ) Das Bild hängt an der Wand. Bildet henger på veggen. (ro ➔ dativ) Der Hund legt sich unter den Tisch. Hunden legger seg under bordet. (bevegelse ➔ akkusativ) Der Hund liegt unter dem Tisch. Hunden ligger under bordet. (ro ➔ dativ) Der Mann läuft in das Haus. Mannen løper inn i huset. (bevegelse ➔ akkusativ) Der Mann läuft im Haus. Mannen løper inne i huset. (bevegelse innenfor et område ➔ dativ)


flertall

nominativ

der/ein

die/eine

das/ein

die

akkusativ

den/einen

die/eine

das/ein

die

genitiv

des/eines

der/einer

des/eines

der

dativ

dem/einem

der/einer

dem/einem

den

8.1 Nominativ Nominativ brukes for den eller det som gjør det som skjer i setningen, altså den som utfører selve handlingen. Denne delen av en setning kalles subjekt. Der Junge singt. Die Frau spielt. Das Kind isst. Die Schüler lesen.

Gutten synger. Dama spiller/leker. Barnet spiser. Elevene leser.

Legg merke til at dativobjektet står foran akkusativobjektet på tysk. Man kan forklare denne ordstillingen med at personen er viktigst, og derfor kommer person foran sak. På norsk kan vi også ha denne ordstillingen ved enkelte verb: Faren gir mora et kyss. Legg også merke til at selve substantivet bøyes i dativ flertall: den Schülern. Huskeregel: „Dativ flertall er min venn, ender alltid på en n.“ • Dativ brukes i enkelte tidsuttrykk: in, an og vor om tid. In einer Stunde kommen sie nach Hause. Om en time kommer de hjem. Er ist in letzter Zeit oft krank gewesen. Han har ofte vært syk den siste tida. Im Sommer ist es warm. Om sommeren er det varmt.

8.2 Akkusativ Det direkte objektet i setningen står i akkusativ. Akkusativobjektet er den eller det i setningen som blir utsatt for noe. Det som man for eksempel har, får, kjøper eller ser i en setning, er akkusativ. Der Junge singt das/ein Lied. Gutten synger sangen/en sang. Die Frau spielt die/eine Gitarre. Dama spiller på gitaren/en gitar. Das Kind isst den/einen Kuchen. Barnet spiser kaka/ei kake. Die Schüler lesen das/ein Buch. Elevene leser boka/ei bok. Das Mädchen sieht die Freunde. Jenta ser vennene. Legg merke til at den bestemte artikkelen der endres til den på tysk når ordet står som akkusativobjekt, og at den ubestemte artikkelen ein endres til einen (dvs. hankjønn). Artiklene das og die og ein og eine (hunkjønn og intetkjønn) endres ikke. Akkusativ brukes dessuten alltid etter preposisjoner som styrer akkusativ: durch, für, gegen, ohne, um (se punkt 7.1).

• Dativ brukes alltid etter preposisjoner som styrer

dativ: aus, bei, mit, nach, seit, von, zu (se punkt 7.2).

• Dativ brukes alltid etter noen verb, for eksempel: danken Ich danke der Frau. Jeg takker dama. folgen Die Schüler folgen dem Lehrer. Elevene følger læreren. gefallen Er gefällt mir. Jeg liker ham. gehorchen Das Kind gehorcht den Eltern. Barnet adlyder foreldrene. gehören Das Auto gehört meinem Vater. Bilen tilhører faren min. glauben Alle glauben dem Mann. Alle tror mannen. gratulieren Ich gratuliere dir zum Geburtstag. Jeg gratulerer deg med dagen. helfen Sie helfen dem Opa. De hjelper bestefaren.

Minigrammatikk bokmål 323

minigrammatikk bokmål

intetkjønn

minigrammatikk nynorsk

hunkjønn

Der Vater schreibt der Mutter einen Brief. Faren skriver et brev til mora. Die Frau kauft dem Kind eine Jacke. Dama kjøper ei jakke til barnet. Der Schüler bringt dem Lehrer das Buch. Eleven henter boka til læreren. Der Lehrer gibt den Schülern eine Hausaufgabe. Læreren gir elevene en lekse.

TYSK–bokmål ORDLISTE

hankjønn

Dativ er den tredje kasusen vi lærer på tysk. Dativobjektet eller indirekte objekt er den eller det i setningen som man gjør noe til eller for.

bokmål–TYSK ORDLISTE

Kasus er den formen et substantiv får etter hvor det står i setningen og hvilken funksjon det har. Kasus er ikke like vanlig i norsk, men vi har det her også. Eksempel: Hun snakker. Jeg snakker med henne.

TYSK–nynorsk ORDLISTE

8.3 Dativ

nynorsk–TYSK ORDLISTE

8 Kasus


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

8.4. Genitiv Genitiv er en kasus som viser eieform. Det er den som eier noe, som står i genitiv på tysk. Das Auto des Mannes. Mannens bil. Das Buch der Frau. Kvinnens bok. Das Spielzeug des Kindes. Barnets leketøy. Die Lieblingsdiskothek der Jugendlichen. Ungdommenes yndlingsdiskotek.

9 Analyse og vanlig ordstilling

Vi analyserer setninger for å finne ut hvilke former vi må bruke av for eksempel artiklene.

9.1 Subjekt Subjektet (Sn) finnes i alle setninger. Subjektet er det leddet i setningen som utfører en handling (den/det som gjør noe). For å finne subjektet kan du spørre: Hvem/hva gjør noe? Subjektet står alltid i grunnformen, det vil si i nominativ. Derfor er det lurt å skrive Sn når du analyserer en setning. Nominativformen vises blant annet ved a) personlig pronomen, b) eiendomsord, c) bestemt artikkel og d) ubestemt artikkel. Ich komme nach Hause. Jeg kommer hjem. Mein Vater kommt nach Hause. Faren min kommer hjem. Die Kinder kommen nach Hause. Barna kommer hjem. Ein Kind kommt nach Hause. Et barn kommer hjem.

9.2 Verbal Verbalet (V) er det leddet i setningen som beskriver hva som blir gjort. For å finne verbalet kan du spørre: Hva skjer/gjøres? Når du analyserer en setning, kan du sette en V over verbet. Verbalet og subjektet hører alltid sammen, og derfor må verbalet på tysk alltid få en personending som passer til subjektet. Dette kalles samsvarsbøying: Ich komme nach Hause. Jeg kommer hjem.

324 Weiter geht’s

Mein Vater kommt nach Hause. Faren min kommer hjem. Die Kinder kommen nach Hause. Barna kommer hjem. Ein Kind kommt nach Hause. Et barn kommer hjem. Verbalet uttrykker også når noe blir gjort. Når verbalet står i presens (nåtid), betyr det at handlingen foregår nå. Presens kan også brukes for å uttrykke noe som kommer til å hende i framtiden (som på norsk). Was machst du da? – Ich lese ein Buch. Hva gjør du? Jeg leser ei bok. Morgen gehe ich um sieben Uhr ins Kino. I morgen går jeg på kino klokka sju. For å uttrykke noe som har skjedd i fortiden, bruker man på muntlig tysk mest presens perfektum (jf. pkt. 2.3): Gestern habe ich deinen Vater gesehen. I går så jeg faren din. Du bist schnell ins Kino gekommen. Du kom fort til kinoen.

9.3 Direkte objekt Direkte objekt (DOa) er det leddet i setningen som handlingen er rettet mot. Det står i akkusativ. Derfor er det lurt å skrive DOa når du analyserer en setning. Akkusativformen vises blant annet ved a) eiendoms­ pronomen, b) bestemt artikkel og c) ubestemt artikkel. Ich besuche meine Kinder. Jeg besøker barna mine. Ich besuche die Tante. Jeg besøker tanta. Ich besuche einen Lehrer. Jeg besøker en lærer. Eksempel:

Sn V DOa Ich schreibe einen Brief. Jeg skriver et brev.

9.4 Indirekte objekt Indirekte objekt (IOd) er den eller det i setningen som man gjør noe til eller for. Det indirekte objektet står i dativ. Dativformen vises blant annet ved a) personlig pronomen, b) eiendomsord, c) bestemt artikkel og d) ubestemt artikkel. Når vi analyserer, finner vi først V, Sn og DOa. Så spør vi: til/for hvem + V + S + DOa. Svaret vi eventuelt får, er indirekte objekt i dativ, IOd.


Dette er de vanligste subjunksjonene:

hankjønn

hunkjønn

intetkjønn

flertall

dass

at

Er sagt, dass die Sonne scheint.

nominativ

der

die

das

die

als

(den gang) da

Als sie jung war, hatte sie ein Fahrrad.

akkusativ

den

die

das

die

wenn

(hver gang) når Wenn die Sonne scheint, bin ich gerne im Garten.

genitiv

dessen

deren

dessen

deren

ob

dativ

dem

der

dem

denen

om (innleder indirekte spørsmål)

Meine Mutter fragt, ob ich mein Zimmer aufräumen kann.

Relativpronomenet innleder alltid en leddsetning på tysk. Husk at det bøyde verbet skal stå sist i setningen.

während

mens

Während du liest, schreibe ich.

weil

fordi

Ich habe Hunger, weil ich nichts gegessen habe.

Ich kenne einen Jungen, der Jakob heißt. Jeg kjenner en gutt som heter Jakob. Ich kenne ein Mädchen, das nett ist. Jeg kjenner ei jente som er snill.

bevor

før

Ich mache meine Hausaufgaben, bevor ich in die Schule gehe.

Legg merke til at relativpronomenet endres ut fra hvilken rolle det har i setningen, og hvilken kasus det står i. Ich kenne einen Jungen, den du magst. Jeg kjenner en gutt som du liker. Das Mädchen, dem wir ein Geschenk geben, hat Geburtstag. Jenta som vi gir en gave, har bursdag.

falls/wenn hvis

Falls es morgen schneit, gehen wir Skilaufen.

nachdem

etter at

Es wurde still, nachdem sie die Musik ausgemacht hat.

damit

for at

Wir lernen Vokabel, damit wir besser sprechen können.

bis

til

Alle Kinder müssen warten, bis das Essen fertig ist.

minigrammatikk bokmål nynorsk–TYSK ORDLISTE

Legg merke til at preposisjonen alltid kommer foran relativpronomenet på tysk, mens det på norsk står sist i setningen. Preposisjonen bestemmer kasus for relativpronomenet.

minigrammatikk nynorsk

Relativpronomenet som peker alltid tilbake på ordet foran. På tysk ser relativpronomenet ut som den bestemte artikkel.

TYSK–bokmål ORDLISTE

10 Relativpronomen (som)

Subjunksjonene innleder leddsetninger. En leddsetning er en setning som ikke kan stå alene. På tysk er det viktig å huske på at det personbøyde verbet alltid står sist i en leddsetning.

bokmål–TYSK ORDLISTE

Konjunksjoner og subjunksjoner er ord som binder sammen ord og setninger. Konjunksjonene binder sammen to helsetninger med og, eller, men og for. På tysk heter de und, oder, aber og denn.

TYSK–nynorsk ORDLISTE

11 Konjunksjoner og subjunksjoner

Meine Mutter gibt mir ein Fahrrad. Mora mi gir meg en sykkel. Ich schicke meiner Freundin einen Brief. Jeg sender venninna mi et brev. Du gibst dem Mann das Buch. Du gir mannen boka. Ich erzähle einer Freundin die Geschichte. Jeg forteller historien til ei venninne.

Kennst du den Film, von dem alle reden? Kjenner du til filmen som alle snakker om? Die Straße, durch die wir gehen, ist lang. Gata som vi går langs, er lang.

Minigrammatikk bokmål 325


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk

Slike pronominaladverb brukes i følgende tilfelle:

12.4 I spørsmålssetninger

12.1 Der vi på norsk har preposisjon + den eller det

I spørsmålssetninger brukes wo- eller wor- + preposisjon: womit, wofür, woran, worauf osv. Det gjelder spørsmål som på norsk begynner med hva og slutter med en preposisjon:

nynorsk–TYSK ORDLISTE

TYSK–nynorsk ORDLISTE

bokmål–TYSK ORDLISTE

TYSK–bokmål ORDLISTE

12 Pronominaladverb Pronominaladverb settes sammen av stavelsen daeller dar- + preposisjon. Hvis preposisjonen begynner på konsonant, brukes da-. Dersom den begynner på vokal, brukes dar-: daran, darauf, darüber, davon, damit, dafür, dagegen osv.

Wir denken an das Haus. Wir denken daran. Vi tenker på huset. Vi tenker på det. Er rechnet damit. Han regner med det. Alle sind stolz auf das Auto. Alle sind stolz darauf. Alle er stolte av bilen. Alle er stolte av den. Er wartet auf den Bus. Er wartet darauf. Han venter på bussen. Han venter på den. Hvis det dreier seg om en person, vil vi naturligvis ikke bruke den eller det, og da brukes heller ikke pronominaladverb på tysk: Ich warte auf ihn. Jeg venter på ham. Die Mutter ist stolz auf sie. Moren er stolt av henne.

12.2 Foran en leddsetning På norsk kan vi ha preposisjon foran en leddsetning, men det kan man som regel ikke ha på tysk. Istedenfor preposisjon brukes et pronominaladverb: Wir warten darauf, dass alles in Ordnung kommt. Vi venter på at alt blir i orden. Oma rechnet damit, dass alle Kinder kommen können. Bestemor regner med at alle barna kan komme. Sie zweifeln daran, dass der Sommer kommt. De tviler på at sommeren kommer.

12.3 Foran infinitiv På norsk kan vi ha en preposisjon foran infinitiv, men det kan man som regel ikke på tysk. Ich rechne damit, morgen zu kommen. Jeg regner med å komme i morgen. Ich denke daran, heute zu lesen. Jeg tenker på å lese i dag. Er hat Angst davor, an der Schule vorbeizugehen. Han er redd for å gå forbi skolen. Wir sehnen uns danach, in die Ferien zu fahren. Vi lengter etter å reise på ferie. 326 Weiter geht’s

Unntak: anstatt/statt, ohne og um kan stå foran infinitiv. Er ging an mir vorbei, ohne zu lächeln. Han gikk forbi meg uten å smile. Sie wollten in die Stadt gehen, statt zu arbeiten. De ville gå til byen istedenfor å jobbe. Er muss mehr arbeiten, um die Noten zu verbessern. Han må jobbe mer for å forbedre karakterene.

Woran denkst du? Hva tenker du på? Worauf wartest du? Hva venter du på? Womit bist du beschäftigt? Hva er du opptatt med? / Hva driver du med? Worüber lachst du? Hva ler du av? De samme pronominaladverbene brukes når spørsmål­ene er en leddsetning: Ich frage, woran du denkst. Jeg spør hva du tenker på. Ich weiß nicht, worauf du guckst. Jeg vet ikke hva du kikker på. Er möchte wissen, womit du arbeitest. Han vil vite hva du jobber med. Sie weiß nie, worüber er lacht. Hun vet aldri hva han ler av.

13 alfabetet på tysk Slik uttales alfabetet på tysk (der det ikke er noen parentes, er det som på norsk): a b c (tse) d e f g

h (ha) i j (jått) k (ka) l m n

o (å) p q (ko) r s t u (o)

v (fau) w (ve) x (iks) y (ypsilon) z (tsett)


2 Verb Verb er ord som seier noko om kva noko eller nokon gjer. Eksempel på verb er snakke, vere, ha, leike, sove og sitje. Framfor eit verb kan vi på norsk setje infinitivsmerket å. På tysk heiter infinitivsmerket zu. Ved hjelp av dei ulike tidsformene av verbet kan vi uttrykkje om noko hender no, hende i går eller kjem til å hende. Tidsformene kallar vi ulike tempus.

2.1 Infinitiv Infinitivsforma er den ubøygde forma av eit verb. Eksempel: zu tanzen = å danse. zu (= å) kallar vi infinitivsmerke.

2.2 Verbbøying i presens (notid) Notid blir også kalla presens og er den verbforma vi bruker når vi fortel at vi gjer noko no, for eksempel skriv, snakkar, les eller et. Når vi bruker denne forma på tysk, må vi hugse å leggje til ei personending.

ich: -e

ich gehe

2. person singular

du: -st

du gehst

3. person singular

er, sie, es: -t

er, sie, es geht

1. person plural

wir: -en

wir gehen

2. person plural

ihr: -t

ihr geht

3. person plural

sie: -en

sie gehen

høfleg form

Sie: -en

Sie gehen

2.2.1 Sterke og svake verb Som på norsk har vi på tysk både svake og sterke verb. Dei har ulik bøying. Dei svake verba er regelrette, og vi lærer dei ved å lære vanleg verbbøying. Dei sterke verba er uregelrette og må puggast. Ein del sterke verb får endring i stammevokalen (omlyd eller vokalskifte) i 2. og 3. person eintal. Eksempel: a ➔ ä e➔ i zu fahren zu essen (å køyre, dra, reise) (å ete) ich fahre ich esse du fährst du isst er, sie, es fährt er, sie, es isst wir fahren wir essen ihr fahrt ihr esst sie fahren sie essen Sie fahren Sie essen

Andre verb som får endring i stammevokalen: zu geben (å gi) zu helfen (å hjelpe) zu laufen (å springe) zu lesen (å lese) zu nehmen (å ta) zu schlafen (å sove) zu sehen (å sjå) zu sprechen (å snakke) zu treffen (å treffe) zu vergessen (å gløyme)

Minigrammatikk nynorsk 327

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk

1. person singular

TYSK–bokmål ORDLISTE

Wann? Når? Warum? Kvifor? Was? Kva? Wer? Kven? Wie? Korleis? Kva? Wie viel? Kor mykje? Wo? Kvar? Woher? Kvar frå? Wohin? Kvar til? Welcher? Kva for ein? (etterfølgt av hankjønn) Welche? Kva for ei/nokre? (etterfølgt av hokjønn eller fleirtal) Welches? Kva for eit? (etterfølgt av inkjekjønn)

For eksempel gehen ➔ geh| + personending

bokmål–TYSK ORDLISTE

Dette er dei viktigaste spørjeorda på tysk:

Ta verbstammen utan infinitivsendinga -en og føy til den rette endinga:

TYSK–nynorsk ORDLISTE

1 Spørjeord

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Minigrammatikk (nynorsk)


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk

2.3 Presens perfektum

Presens perfektum bruker vi når vi snakkar om kva zu nehmen (å ta) zu sehen (å sjå) nokon har gjort, og forma blir særleg brukt i munnleg ich nehme ich sehe tysk for å markere fortid: du nimmst du siehst er, sie, es nimmt er, sie, es sieht Ich habe ein Buch gekauft. (Eg har kjøpt ei bok.) wir nehmen wir sehen På norsk bruker vi her også preteritum: Eg kjøpte ei bok. ihr nehmt ihr seht sie nehmen sie sehen 2.3.1 Presens perfektum av svake og sterke Sie nehmen Sie sehen verb zu laufen (å springe) zu lesen (å lese) ich laufe ich lese du läufst du liest er, sie, es läuft er, sie, es liest wir laufen wir lesen ihr lauft ihr lest sie laufen sie lesen Sie laufen Sie lesen Verb som får endring i stammevokalen i 2. og 3. person eintal, er i ordlista markerte med *.

2.2.2 Uregelrette verb

zu haben (å ha) zu sein (å vere) ich bin ich habe du bist du hast er, sie, es ist er, sie, es hat wir sind wir haben ihr seid ihr habt sie sind sie haben Sie sind Sie haben zu werden (å bli/verte) zu wissen (å vite) ich werde ich weiß du wirst du weißt er, sie, es wird er, sie, es weiß wir werden wir wissen ihr werdet ihr wisst sie werden sie wissen Sie werden Sie wissen

nynorsk–TYSK ORDLISTE

bokmål–TYSK ORDLISTE

Desse verba blir bøygde uregelrett og må puggast ekstra godt.

TYSK–nynorsk ORDLISTE

TYSK–bokmål ORDLISTE

Her ser du bøyinga av nokre av dei:

Slik dannar vi presens perfektum på tysk: 1 Ta grunnforma av eit verb: kaufen = kjøpe 2 Ta bort endinga -en: kauf (= verbstammen) 3 Legg til ge- framfor stammen og -t eller -en som ending: ge – kauf – t På tysk byrjar presens perfektum-forma nesten alltid med ge- og sluttar på -t ved svake verb og -en ved sterke verb. Presens perfektum-forma av sterke verb må lærast utanåt, akkurat som på engelsk. Du finn bøyinga til dei vanlegaste sterke verba under punkt 2.5.

Ein liten hugseregel: ge- + verbstamme + -t/-en = geten Ikkje gløym at geten er så langsam at den alltid kjem heilt til slutt i den tyske setninga.

Nokre eksempel på presens perfektum: Der Lehrer hat viel gesagt. Læraren har sagt/sa mykje. Ich habe eine Cola getrunken. Eg har drukke/drakk ein cola. Markus hat eine Hose gekauft. Markus har kjøpt/kjøpte ei bukse. Hast du das gehört? Har du høyrt/høyrde du det?

2.3.2 Verb utan ge- i perfektum partisipp Det finst ein del verb på tysk som ikkje får ge- i perfektum partisipp. Desse verba sluttar i infinitiv på -ieren eller byrjar med ei av desse stavingane: be-, emp-, ent-, er-, ge-, miss-, ver-, zer-.

328 Weiter geht’s


ich

habe gehabt

bin gewesen

bin geworden

2. pers. sg.

du

hast gehabt

bist gewesen

bist geworden

er

hat gehabt

ist gewesen

ist geworden

sie

hat gehabt

ist gewesen

ist geworden

es

hat gehabt

ist gewesen

ist geworden

1. pers. pl.

wir

haben gehabt

sind gewesen

sind geworden

2. pers. pl.

ihr

habt gehabt

seid gewesen

seid geworden

3. pers. pl.

sie

haben gehabt

sind gewesen

sind geworden

høfleg form

Sie

haben gehabt

sind gewesen

sind geworden

3. pers. sg.

dannar presens perfektum på tysk.

• Verbet sein blir brukt til å danne perfektum blant anna når verbet uttrykkjer ei rørsle frå ein stad til ein annan: Der Mann ist nach Berlin gefahren. Mannen har køyrt/køyrde til Berlin. Sie sind schnell gegangen. Dei har gått/gjekk fort. Der Dieb ist ins Wasser gesprungen. Tjuven har hoppa/hoppa i vatnet. Bist du nach Italien geflogen? Har du floge/flaug du til Italia?

• Sein bruker vi også når det som er gjort, inneber ei tilstandsendring: Er ist eingeschlafen. Han har sovna/sovna. Sie ist aufgewacht. Ho har vakna/vakna. Oma ist gestern gestorben. Bestemor døydde i går. Die Leute auf der Titanic sind ertrunken. Menneska på Titanic har drukna/drukna.

2.4 Preteritum Preteritum på tysk blir mest brukt i skriftleg språk. Det er altså viktig å merke seg at der vi på norsk bruker preteritum, er det mest vanleg å bruke presens perfektum på tysk.

2.4.1 Preteritum av svake verb Svake verb dannar preteritum ved hjelp av stammen av verbet + t + personending. Dersom stammen sluttar på -d eller -t, set vi inn ein ekstra -e. Dersom du tenkjer på korleis det er på norsk, er det ikkje så ulikt: eg kjøpte. kaufen

arbeiten

1. pers. sg

ich

kauf -t -e

arbeit -e -t -e

2. pers. sg

du

kauf -t -est

arbeit -e -t -est

er

kauf -t -e

arbeit -e -t -e

sie

kauf -t -e

arbeit -e -t-e

es

kauf -t -e

arbeit -e -t -e

1. pers. pl

wir

kauf -t -en

arbeit -e -t -en

2. pers. pl

ihr

kauf -t -et

arbeit -e -t -et

3. pers. sg

3. pers. pl

sie

kauf -t -en

arbeit -e -t -en

høfleg form

Sie

kauf -t -en

arbeit -e -t -en

Minigrammatikk nynorsk 329

minigrammatikk bokmål

1. pers. sg.

minigrammatikk nynorsk

werden

TYSK–bokmål ORDLISTE

• Som regel bruker vi hjelpeverbet haben når vi

sein

bokmål–TYSK ORDLISTE

2.3.3 Hjelpeverb i presens perfektum

haben

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Vater hat alles bezahlt (bezahlen). Far har betalt/betalte alt. Sie hat einen Witz erzählt (erzählen). Ho har fortalt/fortalde ein vits. Meine Mannschaft hat gewonnen (gewinnen). Laget mitt har vunne/vann.

2.3.4 Presens perfektum av haben, sein og werden

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Eksempel på verb som ikkje får ge-:


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

2.4.2 Preteritum av sterke verb Dei sterke verba dannar preteritum som på norsk: ved å endre stammevokalen. Desse verba må lærast a verbo, sidan dei ikkje har lik bøying. Når du kan bøye verba a verbo (som på engelsk go – went – gone), er det enkelt å bøye sterke verb. Her er eksempel på nokre sterke verb i preteritum: sehen

gehen

fahren

1. pers. sg

ich

sah

ging

fuhr

2. pers. sg

du

sahst

gingst

fuhrst

3. pers. sg

1. pers. pl

er

sah

ging

fuhr

sie

sah

ging

fuhr

es

sah

ging

fuhr

wir

sahen

gingen

fuhren

2. pers. pl

ihr

saht

gingt

fuhrt

3. pers. pl

sie

sahen

gingen

fuhren

høfleg form

Sie

sahen

gingen

fuhren

Som du ser, har ikkje sterke verb i preteritum noka personending i 1. og 3. person eintal. 2. person eintal og fleirtalsformene blir sjeldan brukte på tysk. Ein vel i staden å bruke presens perfektum. Når du bøyer zu sehen a verbo (zu sehen – sieht – sah – hat gesehen), ser du med ein gong kva for stammevokal verbet får i preteritum.

2.4.3 Preteritum av haben, sein og werden haben

sein

werden

1. pers. sg

ich

hatte

war

wurde

2. pers. sg

du

hattest

warst

wurdest

er

hatte

war

wurde

sie

hatte

war

wurde

es

hatte

war

wurde

1. pers. pl

wir

hatten

waren

wurden

2. pers. pl

ihr

hattet

wart

wurdet

3. pers. pl

sie

hatten

waren

wurden

høfleg form

Sie

hatten

waren

wurden

3. pers. sg

2.5 Oversikt over viktige sterke verb Det er viktig å lære bøyinga av dei sterke verba utanåt. Her ser du nokre av dei viktigaste sterke verba på tysk: Infinitiv

Presens

Preteritum

presens Perfektum

Norsk

beginnen

beginnt

begann

hat begonnen

byrje

bleiben

bleibt

blieb

ist geblieben

bli (verande)

essen

isst

hat gegessen

ete

fahren

fährt

fuhr

ist gefahren

køyre, reise

fallen

fällt

fiel

ist gefallen

falle

fangen

fängt

fing

hat gefangen

fange

finden

findet

fand

hat gefunden

finne

fliegen

fliegt

flog

ist geflogen

flyge

geben

gibt

gab

hat gegeben

gi

gehen

geht

ging

ist gegangen

gewinnen

gewinnt

gewann

hat gewonnen

vinne

heißen

heißt

hieß

hat geheißen

heite

helfen

hilft

half

hat geholfen

hjelpe

kommen

kommt

kam

ist gekommen

komme

laufen

läuft

lief

ist gelaufen

springe

lesen

liest

las

hat gelesen

lese

liegen

liegt

lag

hat gelegen

liggje

nehmen

nimmt

nahm

hat genommen

ta

reiten

reitet

ritt

ist geritten

ri

rufen

ruft

rief

hat gerufen

rope

scheinen

scheint

schien

hat geschienen

skine

330 Weiter geht’s


schießt

schuss

hat geschossen

skyte

schlafen

schläft

schlief

hat geschlafen

sove

schreiben

schreibt

shrieb

hat geschrieben

skrive

schreien

schreit

schrie

hat geschrien

skrike

schwimmen

schwimmt

schwamm

ist geschwommen

symje

sehen

sieht

sah

hat gesehen

sjå

singen

singt

sang

hat gesungen

syngje

sitzen

sitzt

saß

hat gesessen

sitje

sprechen

spricht

sprach

hat gesprochen

snakke

stehen

steht

stand

hat gestanden

stå

sterben

stirbt

starb

ist gestorben

døy

treffen

trifft

traf

hat getroffen

treffe

trinken

trinkt

trank

hat getrunken

drikke

tun

tut

tat

hat getan

gjere

vergessen

vergisst

vergaß

hat vergessen

gløyme

verlieren

verliert

verlor

hat verloren

miste, tape

wachsen

wächst

wuchs

ist gewachsen

vekse

waschen

wäscht

wusch

hat gewaschen

vaske

werfen

wirft

warf

hat geworfen

kaste

ziehen

zieht

zog

hat gezogen

dra, trekkje

2.6 Modale hjelpeverb og wissen

Vokalen blir ikkje endra i fleirtal (wir, ihr, sie, Sie).

Modale hjelpeverb er verb som blir brukte saman med andre verb, og som seier noko om kva ein kan, vil, må, skal, bør eller får lov til.

Etter ich, er, sie, es og man forsvinn personendinga.

Hjelpeverba endrar vokal når vi bruker dei i presens (bortsett frå zu sollen). Vokalen blir endra i alle eintals­ formene (ich, du, er, sie, es, man).

Hugs: 1 Vokalskifte i eintal. 2 Inga ending etter ich, er/sie/es og man. 3 Det ein kan, vil, må, skal, bør eller får lov til, står sist i setninga.

2.6.1 Oversikt over modale hjelpeverb dürfen (å få lov til)

können (å kunne)

mögen (å like)

müssen (å måtte)

sollen (å skulle)

wollen (å vilje)

ich darf

ich kann

ich mag

ich muss

ich soll

ich will

du darfst

du kannst

du magst

du musst

du sollst

du willst

er, sie, es darf

er, sie, es kann

er, sie, es mag

er, sie, es muss

er, sie, es soll

er, sie, es will

wir dürfen

wir können

wir mögen

wir müssen

wir sollen

wir wollen

ihr dürft

ihr könnt

ihr mögt

ihr müsst

ihr sollt

ihr wollt

sie dürfen

sie können

sie mögen

sie müssen

sie sollen

sie wollen

Sie dürfen

Sie können

Sie mögen

Sie müssen

Sie sollen

Sie wollen

Minigrammatikk nynorsk 331

minigrammatikk bokmål

schießen

minigrammatikk nynorsk

Norsk

TYSK–bokmål ORDLISTE

presens Perfektum

bokmål–TYSK ORDLISTE

Preteritum

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Presens

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Infinitiv


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

wollen Er will das nicht machen. Han vil ikkje gjere det. Ihr wollt nicht auf mich hören. De vil ikkje høyre på meg.

Eksempel på bruk: dürfen Ich darf nicht Auto fahren. Eg får ikkje lov til å køyre bil. Du darfst nicht rauchen. Du får ikkje lov til å røykje.

2.6.2 Wissen Wissen er ikkje eit modalt hjelpeverb, men vi bøyer det på same måte:

können Er kann lesen. Han kan lese. Wir können Deutsch sprechen. Vi kan snakke tysk.

wissen (å vite) ich weiß du weißt er, sie, es weiß

mögen Ihr mögt Schokolade. De liker sjokolade. Sie mögen das Singen im Chor. Dei liker å syngje i kor.

wir wissen ihr wisst sie wissen Sie wissen

müssen Du musst immer Hausaufgaben machen. Du må alltid gjere lekser. Er muss jetzt gehen. Han må gå no.

Eksempel på bruk: Ich weiß, welche Farbe deine Jacke hat. Eg veit kva farge jakka di har. Wir wissen, dass wir Deutsch sprechen können. Vi veit at vi kan snakke tysk.

sollen Sie soll nicht alleine gehen. Ho skal/bør ikkje gå åleine. Du sollst nicht stehlen. Du skal ikkje stele.

2.6.3 Modale hjelpeverb i preteritum Slik bøyer vi dei modale hjelpeverba og wissen i preteritum: dürfen (å få lov til)

können (å kunne)

mögen (å like)

müssen (å måtte)

sollen (å skulle)

wollen (å vilje)

wissen (å vite)

ich durfte

ich konnte

ich mochte

ich musste

ich sollte

ich wollte

ich wusste

du durftest

du konntest

du mochtest

du musstest

du solltest

du wolltest

du wusstest

er, sie, es durfte

er konnte

er mochte

er musste

er sollte

er wollte

er, sie, es wusste

wir durften

wir konnten

wir mochten

wir mussten

wir sollten

wir wollten

wir wussten

ihr durftet

ihr konntet

ihr mochtet

ihr musstet

ihr solltet

ihr wolltet

ihr wusstet

sie durften

sie konnten

sie mochten

sie mussten

sie sollten

sie wollten

sie wussten

Sie durften

Sie konnten

Sie mochten

Sie mussten

Sie sollten

Sie wollten

Sie wussten

Legg merke til at alle modalverba, bortsett frå sollen og wollen, har ein annan vokal i preteritum enn i infinitiv. Personendingane er som regelrette svake verb.

332 Weiter geht’s


Presens: aufmachen Sie macht die Tür auf. Ho opnar døra. teilnehmen Wir nehmen an dem Spiel teil. Vi deltek i spelet/leiken. ausgehen Abends gehen sie gern aus. Om kvelden går dei gjerne ut.

2.8.1 Når bruker vi konjunktiv?

Preteritum: aufmachen Sie machte die Tür auf. Ho opna døra. teilnehmen Wir nahmen an dem Spiel teil. Vi deltok i spelet/leiken. ausgehen Abends gingen sie gern aus. Om kvelden gjekk dei gjerne ut.

• Indirekte tale (konjunktiv I): Direkte tale: Indirekte tale: Ich bin krank. Er sagte, er sei krank. / Er sagte, dass er krank sei. (Her er det nesten berre 3. person som blir brukt.)

• Høfleg konjunktiv (konjunktiv II): Könnten Sie mir bitte den Weg sagen? Ich hätte gern eine Cola. Würden Sie so freundlich sein, mir zu helfen? Ich würde gerne eine blaue Hose anprobieren. • Hypotetiske setningar (konjunktiv II):

Presens perfektum: I presens perfektum flyttar vi forstavinga framfor perfektum partisipp-forma av verbet.

aufmachen Sie hat die Tür aufgemacht. Ho har opna døra. teilnehmen Wir haben an dem Spiel teilgenommen. Vi har delteke i spelet/leiken. ausgehen Abends sind sie gern ausgegangen. Om kvelden har dei gjerne gått ut. Infinitivsmerket zu står mellom forstavinga og verbet.

(uttrykkjer eit ønske eller ein draum, eller at noko er tenkt eller uverkeleg) Wenn ich jetzt Geld hätte, würde ich das Auto kaufen. Om eg hadde hatt pengar, ville eg ha kjøpt bilen. På tysk bruker vi altså hätte der vi på norsk bruker hadde hatt.

• Samanlikningssetningar (konjunktiv II): Er tat, als ob er krank wäre (sei). Han gjorde/låst som han var sjuk. Er sieht aus, als wenn er krank wäre. Han ser ut som han er sjuk.

nynorsk–TYSK ORDLISTE

aufzumachen teilzunehmen auszugehen

minigrammatikk bokmål

Konjunktiv I: Presens konjunktiv uttrykkjer eit referat eller eit ønske som kan oppfyllast. Konjunktiv II: Preteritum konjunktiv uttrykkjer at noko er uverkeleg eller at det gjerne skulle skjedd.

minigrammatikk nynorsk

Under ser du at forstavinga liknar ein preposisjon, men det er viktig å merkje seg at den ikkje er det. Dette er viktig av to grunnar: 1) den kan stå sist i setninga, og 2) den fører ikkje til kasusbøying.

TYSK–bokmål ORDLISTE

Verb står vanlegvis i indikativ eller imperativ. Indikativformene blir brukte i vanlege forteljande setningar, mens imperativ er forma ein bruker når ein skal gi ordrar eller befale nokon. I tillegg har tysk også forma konjunktiv, som opptrer både i presens og preteritum.

bokmål–TYSK ORDLISTE

2.8 Konjunktiv

Ein del tyske verb er laust samansette. Det vil seie at dei er sette saman av ei forstaving og eit verb. Dei laust samansette verba deler seg når vi bruker dei i presens og preteritum. Forstavinga kjem då alltid sist i setninga. Forstavinga er alltid trykksterk, og det er eit eige ord.

TYSK–nynorsk ORDLISTE

2.7 Laust samansette verb

Minigrammatikk nynorsk 333


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Bøying av konjunktiv I HABEN

SEIN

FraGEN

FahrEN

kÖNNEN

werdEN

ich

habe

sei

frage

fahre

könne

werde

du

habest

seist

fragest

fahrest

könnest

werdest

er/sie/es

habe

sei

frage

fahre

könne

werde

wir

haben

seien

fragen

fahren

können

werden

ihr

habet

seiet

fraget

fahret

könnet

werdet

sie/Sie

haben

seien

fragen

fahren

können

werden

Bøying av konjunktiv II HABEN

SEIN

FraGEN

FahrEN

kÖNNEN

werdEN

ich

hätte

wäre

fragte

führe

könnte

würde

du

hättest

wärest

fragtest

führest

könntest

würdest

er/sie/es

hätte

wäre

fragte

führe

könnte

würde

wir

hätten

wären

fragten

führen

könnten

würden

ihr

hättet

wäret

fragtet

führet

könntet

würdet

sie/Sie

hätten

wären

fragten

führen

könnten

würden

For å gjere det enkelt kan ein seie at • Konjunktiv I blir danna ved å ta bort -n i infinitiv. • Konjunktiv II av svake verb er lik preteritum indikativ. • Konjunktiv II av sterke verb blir laga av preteritumsstammen + omlyd (tødlar) + konjunktivending (sjå führe). • Modale hjelpeverb blir bøygde som können, med omlyd. Unntak her er wollen/sollen.

2.9 Verb med fast preposisjon sich fürchten vor + D

å vere redd for

Ich fürchte mich vor dem Hund.

diskutieren über + A

å diskutere

Wir diskutieren über die Schule.

sprechen/reden über + A

å snakke om

Er spricht über den Mann.

sich beschäftigen mit + D

å vere oppteken med

Ich beschäftige mich mit dem Film.

warten auf + A

å vente på

Ich warte auf meinen Freund.

denken an + A

å tenkje på

Sie denkt oft an ihn.

aufhören mit + D

å slutte med

Wir hören mit dem Buch auf.

Lust haben auf + A

å ha lyst på

Das Mädchen hat Lust auf das Eis.

Angst haben vor + D

å vere redd for

Er hat Angst vor dem Tiger.

teilnehmen an + D

å delta på

Die Schüler nehmen an der Reise teil.

kämpfen gegen + A

å kjempe mot

Alle kämpfen gegen den Politiker.

anfangen mit + D

å begynne med

Ich fange mit dem Buch an.

abhängen von + D

å avhenge av

Das hängt von dir ab.

sich konzentrieren um + A

å konsentrere seg om

Er konzentriert sich um die Handlung.

danken für + A

å takke for

Die Leute danken für die nette Rede.

sich gewöhnen an + A

å venje seg til

Alle gewöhnen sich an den Schnee.

sich ärgern über + A

å ergre seg over

Die Mutter ärgert sich über den Sohn.

sich verabschieden von + D

å ta avskjed med nokon

Alle verabschieden sich von dem Mann.

arbeiten an + D

å arbeide med

Peter arbeitet an dem Projekt.

sich verlassen auf + A

å stole på

Du verlässt dich auf mich.

334 Weiter geht’s


glauben an + A

å tru på

Viele glauben an den Weihnachtsmann.

bitten um + A

å be om

Sie bittet um meine Hilfe.

sich handeln um + A

å handle om

Es handelt sich um einen deutschen Roman.

fliehen aus + D

å flykte frå

Die Gefangenen flohen aus dem Gefängnis.

sich streiten über + A

å krangle om

Die Schüler streiten über die Note.

warnen vor + D

å åtvare mot

Der Politiker warnt vor der Katastrophe.

lachen über + A

å le av

Sie lachen über den Lehrer.

halten von + D

å synast om

Was hälst du von dem Film?

sich verlieben in + A

å forelske seg i

Das Mädchen verliebt sich in den Jungen.

wissen von + D

å vite om

Ich weiss von dem Geheimnis.

3 Substantiv

Substantiv er dei orda som viser til personar, dyr eller ting, for eksempel mann, jakke og hus. For å finne ut om eit ord er substantiv, kan du setje ein, ei eller eit framfor: ein mann, ei jakke og eit hus.

Norsk

Fleirtalsending Når vi dannar fleirtal av substantivet på tysk, er det ikkje slik at alle orda får same fleirtalsending. Nokre substantiv har endinga -en, andre -er eller -e. Ofte endrar stammevokalen seg ved å få omlyd i fleirtal. Dette viser vi med * i ordlista. Eksempel: der Mann (-er)* – die Männer.

4 determinativ

Tysk

Ubunden form

Bunden form

Ubunden form

Bunden form

Hankjønn

ein mann

mannen

ein Mann

der Mann

Hokjønn

ei sol

sola

eine Sonne

die Sonne

barnet

ein Kind

das Kind

Leute

die Leute

Inkjekjønn eit barn

På tysk får alle substantiv stor bokstav, sjølv om dei står midt i ei setning: der Mann (mannen), die Frau (kvinna), das Kind (barnet).

minigrammatikk bokmål

Kannst du auf die Frage antworten?

Fleirtal

menneske menneska

For å vite kva for bunden artikkel eit substantiv skal ha, altså kva kjønn substantivet har, kan vi slå opp i ei ordbok. I ordboka står det m, f eller n bak ordet. m = maskulinum = hankjønn ➔ der f = femininum = hokjønn ➔ die n = nøytrum = inkjekjønn ➔ das Ein, ei, eit heiter ein, eine og ein på tysk. Dette er den ubundne artikkelen.

Bunden artikkel

Hankjønn Hokjønn

Inkjekjønn Fleirtal

der

die

das

die

eine

ein

-

Ubunden artikkel ein

4.1 Bunden og ubunden artikkel På tysk står det der, die og das framfor substantivet når det er i bunden form. Desse orda blir kalla den bundne artikkelen. På engelsk set vi også den bundne artikkel­en the framfor substantivet (the man). På norsk legg vi derimot til ei ending for å få fram bunden form: mannen.

4.1.1 Bunden artikkel i fleirtal I fleirtal (plural) får alle substantiv die som bunden artikkel i grunnforma. Det speler inga rolle kva for artikkel (der, die, das) ordet har i eintal (singular). Bunden artikkel (sg.)

Bunden artikkel (pl.)

der Mann

die Männer

die Frau

die Frauen

das Kind

die Kinder

Minigrammatikk nynorsk 335

minigrammatikk nynorsk

å svare på

TYSK–bokmål ORDLISTE

antworten auf + A

bokmål–TYSK ORDLISTE

Wir unterhalten uns mit der Frau.

TYSK–nynorsk ORDLISTE

å snakke med

nynorsk–TYSK ORDLISTE

sich unterhalten mit + D


minigrammatikk bokmål

24 vierundzwanzig

2 zwei

25 fünfundzwanzig

3 drei

26 sechsundzwanzig

4 vier

27 siebenundzwanzig

5 fünf

28 achtundzwanzig

6 sechs

29 neunundzwanzig

7 sieben

30 dreißig

8 acht

31 einunddreißig

9 neun

40 vierzig

10 zehn

50 fünfzig

11 elf

60 sechzig

12 zwölf

70 siebzig

13 dreizehn

80 achtzig

14 vierzehn

90 neunzig

15 fünfzehn

99 neunundneunzig

nynorsk–TYSK ORDLISTE

TYSK–nynorsk ORDLISTE

bokmål–TYSK ORDLISTE

TYSK–bokmål ORDLISTE

1 eins

minigrammatikk nynorsk

Unntak: 1. = erste 3. = dritte 7. = siebte

4.2 Tala 4.2.1 Grunntal

16 sechzehn

100 hundert

17 siebzehn

101 (ein)hunderteins

18 achtzehn

102 (ein)hundertzwei

19 neunzehn

110 (ein)hundertzehn

20 zwanzig

200 zweihundert

21 einundzwanzig 22 zweiundzwanzig

Ich bin am siebten (7.) neunten (9.) neunzehnhundert­ siebenundachtzig geboren. VIKTIG! På norsk bruker vi alltid preposisjonen i framfor eit årstal: Dei olympiske leikane på Lillehammer var i 1994. På tysk bruker vi aldri in framfor årstal: Die olympischen Spiele in Lillehammer waren 1994.

4.3 Eigedomsord Eigedomsord fortel kven noko tilhøyrer. Kva for eigedomsord du vel, er avhengig av kven det tilhøyrer. Mein Bruder = broren «tilhøyrer» meg. Deine Tante = tanta «tilhøyrer» deg. Norsk

10 000 zehntausend

4.2.2 Ordenstal Ordenstal som første, andre, tredje og så vidare bruker vi i mange samanhengar. Vi lagar dei ved å hengje ei ending på grunntala. Frå 2 til 19 er endinga -te. Frå 20 og oppover er den -ste: 1.

erste

10.

zehnte

2.

zweite

11.

elfte

3.

dritte

20.

zwanzigste

4.

vierte

21.

einundzwanzigste

5.

fünfte

22.

zweiundzwanzigste

6.

sechste

30.

dreißigste

7.

siebte

100.

hundertste

8.

achte

1000.

tausendste

9.

neunte

1 000 000.

millionste

Tysk

personleg pronomen

eigedoms- personleg ord pronomen

1. pers. sg

eg

min

ich

mein

2. pers. sg

du

din

du

dein

han

hans/sin

er

sein

ho

hennar/si

sie

ihr

det/den

sin

es

sein

1. pers. pl

vi

vår

wir

unser

2. pers. pl

de

dykkar

ihr

euer

3. pers. pl

dei

deira/sin

sie

ihr

høfleg form

De

Dykkar

Sie

Ihr

1 000 000 eine Million

23 dreiundzwanzig

336 Weiter geht’s

Når du bruker ordenstal i samband med datoar, må du ha «am» føre og «-n» bak. Hugs at berre månaden og dagen blir ordenstal, ikkje årstalet!

3. pers. sg

eigedomsord

Også eigedomsord i høfleg form blir skrivne med stor forbokstav. Eigedomsord står vanlegvis saman med eit substantiv og får ending etter substantivet, akkurat som den ubundne artikkelen. Dersom substantivet er hankjønn (m) eller inkjekjønn (n), har eigedomsordet inga ending. Er substantivet hokjønn (f) eller i fleirtal (pl), er endinga -e.


eg

meg

meg

ich

mich

mir

2. pers. sg

du

deg

deg

du

dich

dir

han

han

han

er

ihn

ihm

ho

ho/ henne

ho/ henne

sie

sie

ihr

den/ det

den/ det

den/ det

es

es

ihm

1. pers. pl

vi

oss

oss

wir

uns

uns

2. pers. pl

de

dykk

dykk

ihr

euch

euch

3. pers. pl

dei

dei

dei

sie

sie

ihnen

høfleg form

De

Dykk

Dykk

Sie

Sie

Ihnen

3. pers. sg

Formene til eigedomsorda er dei same som ved den ubundne artikkelen.

Hugs å bruke høfleg tiltaleform når du snakkar til vaksne og ukjende personar. Pronomen i høfleg form blir alltid skrivne med stor forbokstav.

5 Pronomen

Hugs at verbet må bøyast avhengig av kva personleg pronomen som står til det (sjå punkt 2.2).

5.1 Personleg pronomen

5.2 Ubestemte pronomen

Pronomen er små ord som vi bruker i staden for ein ting, eit dyr, ein person eller eit namn. Desse orda kan for eksempel vere den, eg, vi, dei, ho. Det finst ulike typar pronomen, men nokon av dei vi bruker mest, er personlege pronomen. Dei personlege pronomena har desse formene som subjekt, objekt og indirekte objekt i setninga:

kein man nichts etwas alles

ingen ein ingenting noko alt

6 Adjektiv På tysk kan adjektivet brukast på to måtar: 1 Det kan brukast som predikativ, det vil seie at det står etter zu sein, zu werden og zu bleiben. Då er det alltid ubøygd: Er ist klein. Sie sind lang. Es wird spät.

Han er liten. Dei er lange. Det blir seint.

2 Det kan stå framfor eit substantiv. Då blir adjektivet alltid bøygd: Der kleine Junge liest. Den vesle guten les.

Minigrammatikk nynorsk 337

minigrammatikk bokmål

1. pers. sg

minigrammatikk nynorsk

Subjekt Objekt Indir. obj.

TYSK–bokmål ORDLISTE

Subjekt Objekt Indir. obj.

bokmål–TYSK ORDLISTE

Eigedomsordet saman med eit substantiv kan også fungere som direkte objekt.

Tysk

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Mein Bruder (m) heißt Otto. Bror min heiter Otto. Mein Computer (m) ist neu. Datamaskina mi er ny. Mein Kind (n) heißt Louise. Barnet mitt heiter Louise. Mein Haus (n) liegt in der Parkallee. Huset mitt ligg i Parkalleen. Meine Tochter (f) heißt Beate. Dotter mi heiter Beate. Meine Schule (f) liegt in der Uferstraße. Skolen min ligg i Uferstraße. Meine Eltern (pl) heißen Erna und Paul. Foreldra mine heiter Erna og Paul. Meine Haare (pl) sind lang. Håret mitt er langt.

Norsk

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Eksempel:


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE

Etter bunden artikkel kan adjektiv få berre to endingar: -e og -en. Dette blir kalla svak adjektivbøying. På skjemaet under ser du at dei fem tilfella som får -e, dannar ei slags panne eller øks.

6.3 Gradbøying av adjektiv Den tyske gradbøyinga av adjektiv liknar på den norske, men det er ein viktig forskjell: På tysk bruker vi ikkje meir og mest. På tysk legg vi til endingar same kor langt ordet er. positiv

komparativ

superlativ

superlativ

billig

billiger

der/die/das billigste

am billigsten

hankjønn

hokjønn

inkjekjønn

fleirtal

nominativ

der alte Mann

die alte Frau

das kleine Kind

die kleinen Kinder

klein

kleiner

der/die/das kleinste

am kleinsten

akkusativ

den alten Mann

die alte Frau

das kleine Kind

die kleinen Kinder

modern

moderner

der/die/das modernste

am modernsten

genitiv

des alten Mannes

der alten Frau

des kleinen Kindes

der kleinen Kinder

alt

älter

der/die/das älteste

am ältesten

dativ

dem alten Mann

der alten Frau

dem kleinen Kind

den kleinen Kindern

lang

länger

der/die/das längste

am längsten

stark

stärker

der/die/das stärkste

am stärksten

gut

besser

der/die/das beste

am besten

hoch

höher

der/die/das höchste

am höchsten

nah

näher

der/die/das nächste

am nächsten

viel

mehr

der/die/das meiste

am meisten

wenig

weniger

der/die/das wenigste

am wenigsten

6.2 Adjektivbøying etter ubunden artikkel Når adjektivet står etter ubunden artikkel i ubøygd form (ein/eine), får adjektivet same ending som den bundne artikkelen: ein alter Mann (der), eine alte Frau (die), ein altes Kind (das). Etter ubunden artikkel i bøygd form (einen, einer, einem, eines) får adjektiva endinga -en. Dette blir kalla sterk adjektivbøying. hokjønn

inkjekjønn

fleirtal

nom. ein alter Mann

hankjønn

eine alte Frau

ein kleines Kind

einige kleine Kinder

akk.

einen alten Mann

eine alte Frau

ein kleines Kind

einige kleine Kinder

gen.

eines alten einer alten Mannes Frau

eines kleinen Kindes

einiger kleiner Kinder

dat.

einem alten Mann

einem kleinen einigen kleinen Kind Kindern

einer alten Frau

Det er to rubrikkar for superlativ. Den siste (med amform) glir meir og meir inn i det tyske språket, sjølv om den ikkje kan brukast overalt. Vi seier for eksempel: Hier ist der kleinste Junge. Her er den minste guten. Hier sehen wir das älteste Haus. Her ser vi det eldste huset. Men vi kan også seie: Dieser Junge ist am kleinsten. Denne guten er minst. Dieses Haus ist am ältesten. Dette huset er eldst.

nynorsk–TYSK ORDLISTE

TYSK–nynorsk ORDLISTE

6.1 Adjektivbøying etter bunden artikkel

338 Weiter geht’s


Eksempel 1: Der Mann geht durch den Garten. Mannen går gjennom hagen. I denne setninga styrer preposisjonen durch akkusativ. Etter preposisjonen kjem den bestemte artikkelen. Den står her i hankjønn (der Garten), og vi må bruke bestemt artikkel hankjønn akkusativ (den). Eksempel 2: Der Mann geht durch die Stadt. Mannen går gjennom byen. I denne setninga styrer preposisjonen durch akkusativ. Etter preposisjonen kjem den bestemte artikkelen. Den står her i hokjønn (die Stadt), og vi må bruke bestemt artikkel hokjønn akkusativ (die). Nokre fleire setningar med akkusativpreposisjonar: Ich kaufe ein Geschenk für meine Schwester. Eg kjøper ei gåve til syster mi. Wir können nicht ohne (das) Wasser leben. Vi kan ikkje leve utan vatn. Der Zug ist gegen einen Baum gefahren. Toget køyrde mot eit tre. Die Mauer geht um die Stadt. Muren går rundt byen.

7.2 Preposisjonar med dativ aus bei mit nach seit von zu

frå, (ut) av hos, ved med til, etter sidan frå, av til

Ein del preposisjonar smeltar ofte saman med den bestemte artikkelen når dei står ved sida av kvarandre: Dativ hankjønn/inkjekjønn: bei dem = beim von dem = vom zu dem = zum Dativ hokjønn: zu der = zur

7.3 Preposisjonar med akkusativ eller dativ (vekselpreposisjonar) an auf hinter in neben über unter vor zwischen

på (berøring frå sida) på (berøring ovanfrå) bak i, inne i, ut i, inn i ved sida av over under framfor mellom

Preposisjonane styrer både akkusativ og dativ, og det er verbet som avgjer kva kasus det skal vere. Dersom verbet uttrykkjer ei retning eller rørsle, bruker vi akkusativ. Dersom verbet uttrykkjer ro, eller rørsle innanfor eit bestemt område, bruker vi dativ. Er hängt das Bild an die Wand. Han hengjer biletet på veggen. (rørsle ➔ akkusativ) Das Bild hängt an der Wand. Biletet heng på veggen. (ro ➔ dativ) Der Hund legt sich unter den Tisch. Hunden legg seg under bordet. (rørsle ➔ akkusativ) Der Hund liegt unter dem Tisch. Hunden ligg under bordet. (ro ➔ dativ) Der Mann läuft in das Haus. Mannen spring inn i huset. (rørsle ➔ akkusativ) Der Mann läuft im Haus. Mannen spring inne i huset. (rørsle innanfor eit område ➔ dativ) Minigrammatikk nynorsk 339

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk

gjennom for, til mot utan om, omkring, rundt

TYSK–bokmål ORDLISTE

durch für gegen ohne um

bokmål–TYSK ORDLISTE

7.1 Preposisjonar med akkusativ

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Preposisjonar er svært viktige ord i ei setning og fortel vanlegvis kvar noko er (for eksempel i, på, bak, under). Dei styrer også ulike kasus. Ordet som står rett etter preposisjonen, viser kasus. Ofte er dette ein artikkel eller eit pronomen.

Er kommt aus dem Dorf. Han kjem frå landsbyen. Sie wohnt bei der Tante. Ho bur hos tanta. Kommst du mit mir? Blir du med meg? Ihr lernt seit drei Jahren Deutsch. Dei har lært tysk i tre år. Sie gehen zu dem Freund. Dei går til vennen.

nynorsk–TYSK ORDLISTE

7 Preposisjonar


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

8 kasus

8.3 Dativ

Kasus er den forma eit substantiv får ut frå plasseringa i setninga og kva funksjon det har. Kasus er ikkje like mykje brukt på norsk, men vi har det også. Eksempel: Ho snakkar. Eg snakkar med henne. hankjønn

hokjønn

inkjekjønn

fleirtal

nominativ

der/ein

die/eine

das/ein

die

akkusativ

den/einen

die/eine

das/ein

die

genitiv

des/eines

der/einer

des/eines

der

dativ

dem/einem

der/einer

dem/einem

den

8.1 Nominativ Nominativ bruker vi for den eller det som gjer det som skjer i setninga, altså den som utfører sjølve handlinga. Denne delen av ei setning kallar vi subjekt. Der Junge singt. Die Frau spielt. Das Kind isst. Die Schüler lesen.

Guten syng. Dama spelar/leikar. Barnet et. Elevane les.

8.2 Akkusativ Det direkte objektet i setninga står i akkusativ. Akkusativobjektet er den eller det i setninga som blir utsett for noko. Det som ein for eksempel har, får, kjøper eller ser i ei setning, står i akkusativ. Der Junge singt das/ein Lied. Guten syng songen/ein song. Die Frau spielt die/eine Gitarre. Dama speler på gitaren/ein gitar. Das Kind isst den/einen Kuchen. Barnet et kaka/ei kake. Die Schüler lesen das/ein Buch. Elevane les boka/ei bok. Das Mädchen sieht die Freunde. Jenta ser vennene. Legg merke til at den bundne artikkelen der blir endra til den når ordet står som akkusativobjekt, og at den ubundne artikkelen ein blir til einen (dvs. hankjønn). Artiklane das og die og ein og eine (hokjønn og inkjekjønn) endrar seg ikkje. Akkusativ blir dessutan alltid brukt etter preposisjonar som styrer akkusativ: durch, für, gegen, ohne, um (sjå punkt 7.1).

340 Weiter geht’s

Dativ er den tredje kasusen vi lærer på tysk. Dativ­ objektet eller det indirekte objektet er den eller det i setninga som ein gjer noko til eller for. Der Vater schreibt der Mutter einen Brief. Faren skriv eit brev til mora. Die Frau kauft dem Kind eine Jacke. Dama kjøper ei jakke til barnet. Der Schüler bringt dem Lehrer das Buch. Eleven hentar boka til læraren. Der Lehrer gibt den Schülern eine Hausaufgabe. Læraren gir elevane ei lekse. Legg merke til at dativobjektet står framfor akkusativobjektet på tysk. Vi kan forklare denne ordstillinga med at personen er viktigast, og derfor kjem personen før saka. På norsk kan vi også ha denne ordstillinga ved somme verb: Faren gir mora eit kyss. Legg også merke til at sjølve substantivet blir bøygd i dativ fleirtal: den Schülern. Hugseregel: „Dativ fleirtal er min venn, endar alltid på ein n.“

• Dativ bruker vi i visse tidsuttrykk: in, an og vor om tid. In einer Stunde kommen sie nach Hause. Om ein time kjem dei heim. Er ist in letzter Zeit oft krank gewesen. Han har ofte vore sjuk den siste tida. Im Sommer ist es warm. Om sommaren er det varmt.

• Dativ bruker vi alltid etter preposisjonar som styrer dativ: aus, bei, mit, nach, seit, von, zu (sjå punkt 7.2).

• Dativ blir alltid brukt etter visse verb, for eksempel: danken folgen gefallen gehorchen gehören glauben gratulieren helfen

Ich danke der Frau. Eg takkar dama. Die Schüler folgen dem Lehrer. Elevane følgjer læraren. Er gefällt mir. Eg liker han. Das Kind gehorcht den Eltern. Barnet lyder foreldra. Das Auto gehört meinem Vater. Bilen tilhøyrer far min. Alle glauben dem Mann. Alle trur mannen. Ich gratuliere dir zum Geburtstag. Eg gratulerer deg med dagen. Sie helfen dem Opa. Dei hjelper bestefaren.


9.1 Subjekt

For å uttrykkje noko som har skjedd i fortida, bruker ein på munnleg tysk mest presens perfektum (jf. pkt. 2.3).

Subjektet (Sn) finst i alle setningar. Subjektet er det leddet i setninga som utfører ei handling (den/det som gjer noko). For å finne subjektet kan du spørje: Kven/ kva gjer noko?

Gestern habe ich deinen Vater gesehen. I går såg eg far din. Du bist schnell ins Kino gekommen. Du kom fort til kinoen.

Subjektet står alltid i grunnforma, det vil seie i nominativ. Derfor er det lurt å skrive Sn når du analyserer ei setning. Nominativforma viser seg blant anna ved a) personleg pronomen, b) eigedomsord, c) bunden artikkel og d) ubunden artikkel.

9.3 Direkte objekt

Ich komme nach Hause. Eg kjem heim. Mein Vater kommt nach Hause. Far min kjem heim. Die Kinder kommen nach Hause. Barna kjem heim. Ein Kind kommt nach Hause. Eit barn kjem heim.

9.2 Verbal Verbalet (V) er det leddet i setninga som fortel kva som blir gjort. For å finne verbalet kan du spørje: Kva skjer/ blir gjort? Når du analyserer ei setning, kan du setje ein V over verbet. Verbalet og subjektet høyrer alltid saman, og derfor må verbalet på tysk alltid få ei personending som høver til subjektet. Dette kallar vi samsvarsbøying:

Direkte objekt (DOa) er det leddet i setninga som handlinga er retta mot. Det står i akkusativ. Derfor er det lurt å skrive DOa når du analyserer ei setning. Akkusativforma viser seg blant anna ved a) eigedoms­ pronomen, b) bunden artikkel og c) ubunden artikkel. Ich besuche meine Kinder. Eg besøkjer barna mine. Ich besuche die Tante. Eg besøkjer tanta. Ich besuche einen Lehrer. Eg besøkjer ein lærar. Eksempel:

Sn V DOa Ich schreibe einen Brief. Eg skriv eit brev.

9.4 Indirekte objekt Indirekte objekt (IOd) er den eller det i setninga som ein gjer noko til eller for. Det indirekte objektet står i dativ. Dativforma viser seg blant anna ved a) personleg pronomen, b) eigedomsord, c) bunden artikkel og d) ubunden artikkel. Minigrammatikk nynorsk 341

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE

Vi analyserer setningar for å finne ut kva form vi må bruke av for eksempel artiklane.

Was machst du da? – Ich lese ein Buch. Kva gjer du? Eg les ei bok. Morgen gehe ich um sieben Uhr ins Kino. I morgon går eg på kino klokka sju.

bokmål–TYSK ORDLISTE

9 Analyse og vanleg ordstilling

Verbalet uttrykkjer også når noko blir gjort. Når verbalet står i presens (notid), betyr det at handlinga held på no. Presens kan også brukast for å uttrykkje noko som kjem til å hende i framtida (som på norsk).

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Genitiv er ein kasus som viser eigeform. Det er den som eig noko, som står i genitiv på tysk. Das Auto des Mannes. Bilen til mannen. Das Buch der Frau. Boka til kvinna. Das Spielzeug des Kindes. Leiketøyet til barnet. Die Lieblingsdiskothek der Jugendlichen. Yndlingsdiskoteket til ungdommane.

Ich komme nach Hause. Eg kjem heim. Mein Vater kommt nach Hause. Far min kjem heim. Die Kinder kommen nach Hause. Barna kjem heim. Ein Kind kommt nach Hause. Eit barn kjem heim.

nynorsk–TYSK ORDLISTE

8.4. Genitiv


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Når vi analyserer, finn vi først V, Sn og DOa. Så spør vi: til/for kven + V + S + DOa. Svaret vi eventuelt får, er indirekte objekt i dativ, IOd.

Konjunksjonar er ord som knyter saman ord og set­ ningar. Konjunksjonane knyter saman to heilsetningar med og, eller, men og for. På tysk heiter dei und, oder, aber og denn.

Meine Mutter gibt mir ein Fahrrad. Mor mi gir meg ein sykkel. Ich schicke meiner Freundin einen Brief. Eg sender venninna mi eit brev. Du gibst dem Mann das Buch. Du gir mannen boka. Ich erzähle einer Freundin die Geschichte. Eg fortel historia til ei venninne.

Subjunksjonar innleier leddsetningar. Ei leddsetning er ei setning som ikkje kan stå åleine. På tysk er det viktig å hugse på at det personbøygde verbet alltid står sist i ei leddsetning.

10 Relativpronomen (SOM) Relativpronomenet som peiker alltid tilbake på ordet som står framfor. På tysk ser relativpronomenet ut som den bundne artikkelen. hankjønn

hokjønn

inkjekjønn

fleirtal

nominativ

der

die

das

die

akkusativ

den

die

das

die

genitiv

dessen

deren

dessen

deren

dativ

dem

der

dem

denen

Relativpronomenet innleier alltid ei leddsetning på tysk. Hugs at det bøygde verbet skal stå sist i setninga. Ich kenne einen Jungen, der Jakob heißt. Eg kjenner ein gut som heiter Jakob. Ich kenne ein Mädchen, das nett ist. Eg kjenner ei jente som er snill. Legg merke til at relativpronomenet endrar seg etter kva rolle det speler i setninga, og kva kasus det står i. Ich kenne einen Jungen, den du magst. Eg kjenner ein gut som du liker. Das Mädchen, dem wir ein Geschenk geben, hat Geburtstag. Jenta som vi gir ei gåve, har bursdag. Legg merke til at preposisjonen alltid kjem framfor relativpronomenet, mens den på norsk står sist i setninga. Preposisjonen bestemmer kasus for relativpronomenet. Kennst du den Film, von dem alle reden? Kjenner du til filmen som alle snakkar om? Die Straße, durch die wir gehen, ist lang. Gata som vi går langs, er lang.

342 Weiter geht’s

11 Konjunksjonar OG subjunksjonAr

Dette er dei vanlegaste subjunksjonane: dass

at

Er sagt, dass die Sonne scheint.

als

(den gong) da

Als sie jung war, hatte sie ein Fahrrad.

wenn

(kvar gong) når

Wenn die Sonne scheint, bin ich gerne im Garten.

ob

om (innleier indirekte spørsmål)

Meine Mutter fragt, ob ich mein Zimmer aufräumen kann.

während

mens

Während du liest, schreibe ich.

weil

fordi

Ich habe Hunger, weil ich nichts gegessen habe.

bevor

før

Ich mache meine Hausaufgaben, bevor ich in die Schule gehe.

falls/wenn

dersom

Falls es morgen schneit, gehen wir Skilaufen.

nachdem

etter at

Es wurde still, nachdem sie die Musik ausgemacht hat.

damit

for at

Wir lernen Vokabel, damit wir besser sprechen können.

bis

til

Alle Kinder müssen warten, bis das Essen fertig ist.


Wir denken an das Haus. Wir denken daran. Vi tenkjer på huset. Vi tenker på det. Er rechnet damit. Han reknar med det. Alle sind stolz auf das Auto. Alle sind stolz darauf. Alle er stolte av bilen. Alle er stolte av den/han. Er wartet auf den Bus. Er wartet darauf. Han ventar på bussen. Han ventar på den/han. Dersom det dreiar seg om ein person, vil vi sjølvsagt ikkje bruke den eller det, og da bruker vi heller ikkje pronominaladverb på tysk: Ich warte auf ihn. Eg ventar på han. Die Mutter ist stolz auf sie. Mora er stolt av henne.  

12.2 Framfor ei leddsetning

På norsk kan vi ha preposisjon framfor ei leddsetning, men det kan ein som regel ikkje ha på tysk. I staden for preposisjon bruker vi eit pronominaladverb: Wir warten darauf, dass alles in Ordnung kommt. Vi ventar på at alt blir i orden. Oma rechnet damit, dass alle Kinder kommen können. Bestemor reknar med at alle barna kan komme. Sie zweifeln daran, dass der Sommer kommt. Dei tvilar på at sommaren kjem.

12.3 Framfor infinitiv På norsk kan vi ha ein preposisjon framfor infinitiv, men det kan ein som regel ikkje på tysk. Ich rechne damit, morgen zu kommen. Eg reknar med å komme i morgon. Ich denke daran, heute zu lesen. Eg tenkjer på å lese i dag. Er hat Angst davor, an der Schule vorbeizugehen. Han er redd for å gå forbi skolen. Wir sehnen uns danach, in die Ferien zu fahren. Vi lengtar etter å reise på ferie.  

Woran denkst du? Kva tenkjer du på? Worauf wartest du? Kva ventar du på? Womit bist du beschäftigt? Kva er du oppteken med? / Kva driv du med? Worüber lachst du? Kva ler du av? Dei same pronominaladverba blir brukte når spørsmåla er ei leddsetning: Ich frage, woran du denkst. Eg spør kva du tenkjer på. Ich weiß nicht, worauf du guckst. Eg veit ikkje kva du kikkar på. Er möchte wissen, womit du arbeitest. Han vil vite kva du jobbar med. Sie weiß nie, worüber er lacht. Ho veit aldri kva han ler av.

13 alfabetet på tysk Slik blir alfabetet uttalt på tysk (der det ikkje er nokon parentes, er det som på norsk): a b c (tse) d e f g

h (ha) i j (jått) k (ka) l m n

o (å) p q (ko) r s t u (o)

v (fau) w (ve) x (iks) y (ypsilon) z (tsett)

minigrammatikk bokmål nynorsk–TYSK ORDLISTE

12.1 Der vi på norsk har preposisjon + den/han/ho eller det

I spørsmålssetningar blir wo- eller wor- + preposisjon brukt: womit, wofür, woran, worauf osv. Det gjeld spørsmål som på norsk begynner med kva og sluttar med ein preposisjon:

minigrammatikk nynorsk

12.4 I spørsmålssetningar

TYSK–bokmål ORDLISTE

Slike pronominaladverb bruker vi i desse tilfella:

Pronominaladverb er sette saman av stavingane daeller dar- + preposisjon. Dersom preposisjonen begynner på konsonant, får vi da-. Dersom den begynner på vokal, får vi dar-:

bokmål–TYSK ORDLISTE

daran, darauf, darüber, davon, damit, dafür, dagegen osv.

Unntak: anstatt/statt, ohne og um kan stå framfor infinitiv. Er ging an mir vorbei, ohne zu lächeln. Han gjekk forbi meg utan å smile. Sie wollten in die Stadt gehen, statt zu arbeiten. Dei ville gå til byen i staden for å jobbe. Er muss mehr arbeiten, um die Noten zu verbessern. Han må jobbe meir for å forbetre karakterane.

TYSK–nynorsk ORDLISTE

12 PRONOMINALADVERB

Minigrammatikk nynorsk 343


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Tysk-bokmål ordliste Ord markert med * er verb som får vokalendring i 2. og 3. person presens.

A ab av, fra ab und zu av og til Abend, der (-e) kvelden abends om kvelden aber men Abitur, das (-e) avgangseksamen fra videre­gående skole abschleppen taue bort Abschluss, der (-e*) avslutningen abschneiden skjære av Abstand, der (-e*) avstanden abwaschen* vaske av/opp Achtung! pass på! Adresse, die (-n) adressa Ahnung, die (-en) anelsen Aktivität, die (-en) aktiviteten allein alene allerdings riktignok, likevel; jo allgemein allmenn, vanlig, generell Alptraum, der (-e*) marerittet als som; (den gang) da; enn (sammenlig­ ning) also altså, så Ampel, die (-n) trafikklyset anbieten tilby ändern endre, forandre anders annerledes anderseits på den annen side anfangen* begynne, sette i gang Angabe, die (-n) opplysningen Angebot, das (-e) tilbudet angeln fiske angenehm hyggelig, behagelig Angestellte, der (-n) den ansatte Angler, der (-) fiskeren Angriff, der (-e) angrepet Angst, die (-e*) redselen, engstelsen Anhänger, der (-) tilhengeren anprobieren prøve (på) anstatt i stedet for anstrengend anstrengende, slitsom Antrag, der (-e*) søknaden Antwort, die (-en) svaret antworten svare anwesend til stede Anzug, der (-e*) dressen, antrekket Appetit, der (-e) appetitten Arbeit, die (-en) arbeidet arbeiten arbeide Arbeitnehmer, der (-) arbeidstakeren arbeitslos arbeidsledig ärgerlich ergerlig, irriterende arm fattig, stakkarslig Arzt, der (-e*) legen auch også

344 Weiter geht’s

auf på, oppå aufessen* spise opp Aufgabe, die (-n) oppgaven, oppdraget aufhängen henge opp aufhören slutte, holde opp aufräumen rydde opp aufregend spennende aufstehen stå opp, reise seg aufwachsen* vokse opp Auge, das (-n) øyet Augenblick, der (-e) øyeblikket aus fra, av, ut av Ausbildung, die (-en) utdanningen Ausdruck, der (-e*) uttrykket, utskriften Ausland, das utlandet Ausländer, der (-) utlendingen ausreichend tilstrekkelig außerdem dessuten Aussicht, die (-en) utsikten Auswahl, die (-en) utvalget Ausweis, der (-e) legitimasjonen, beviset Autobahn, die (-en) motorveien Autokennzeichen, das (-) bil­nummeret Autopanne, die (-n) motorstoppen, punkteringen Autowerkstatt, die (-en*) bilverkstedet

B backen bake Bäckerei, die (-en) bakeriet Bad, das (-er*) badet Badewanne, die (-n) badekaret Badezimmer, das (-) badet, baderommet Bahn, die (-en) banen (tog, trikk) Bahnhof, der (-e*) jernbane­stasjonen Bahnsteig, der (-e) plattformen, perrongen bald snart bange redd, engstelig Bär, der (-en) bjørnen, bamsen Bauch, der (-e*) magen bauen bygge Bauernhof, der (-e*) bondegården Baum, der (-e*) treet Beamte, der (-n) funksjonæren, tjeneste­ mannen bedeuten bety Bedingung, die (-en) betingelsen befriedigend tilfredsstillende begegnen møte beginnen begynne begleiten følge, ledsage bei hos, ved beide begge beinah(e) nesten beisammen sammen Beispiel, das (-e) eksempelet

beißen bite bekannt kjent, bekjent bekommen få belagern beleire beliebt godt likt, populær Belohnung, die (-en) belønningen bemalen male (på) benutzen bruke, benytte Berechnung, die (-en) beregningen bereit beredt, klar, parat bereiten forberede Berg, der (-e) fjellet, berget Beruf, der (-e) yrket Berufsschule, die (-n) yrkesskolen berühmt berømt beschädigt skadet, skadd beschenken gi (bort) beschließen beslutte, avgjøre beschreiben beskrive besitzen eie, besitte, ha besonder spesiell besonders især, særlig besser bedre Besteck, das (-e) bestikket bestehen bestå bestellen bestille bestimmt bestemt, sikkert bestrafen straffe Besuch, der (-e) besøket besuchen besøke Bett, das (-en) senga Bettwäsche, die sengetøyet Beutel, der (-) posen, sekken Bevölkerung, die befolkningen bevor før, innen bewerben* søke (på) Bewerbung, die (-en) søknaden bewölkt overskyet bezahlen betale biegen bøye, svinge Bier, das (-e) ølet Bildung, die (-en) dannelsen; utdanningen bis til, inntil, innen bitte vær så snill, vær så god blau blå bleiben bli, forbli Blick, der (-e) utsikten; blikket blöd dum, teit bloß bare, kun Blume, die (-n) blomsten Boden, der (-*) gulvet, jordsmonnet böse slem, sint Bosheit, die (-en) ondskapen Botschaft, die (-en) budskapet; ambassaden brauchen trenge, ha bruk for brauen brygge


dabei samtidig, ved, derved Dach, das (-er*) taket Dachboden, der (-*) loftet dafür for den/det, til gjengjeld daher derfor, således dahin dit; forbi damals den gang damit med det, for at danach etterpå danke takk dann så, da dasselbe det samme dauern vare davon derfra, fra det, fra den davor før/foran det/den denken tenke, mene, synes denn da, for, fordi deshalb derfor deutschsprachig tyskspråklig dicht tett Dichter, der (-) dikteren dick tykk Dienst, der (-e) tjenesten Dienstag, der (-e) tirsdag dieser denne Ding, das (-e) tingen doch likevel, jo Dom, der (-e) domen, domkirken Donnerstag, der (-e) torsdag Dorf, das (-er*) landsbyen dort der drin deri, i det, i den Drittel, das (-) tredjedelen drohen true drücken trykke

F Fach, das (-er*) faget, hylla Fahne, die (-n) flagget fahren* kjøre, dra Fahrkarte, die (-n) billetten Fahrkartenschalter, der (-) b ­ illettluka Fahrrad, das (-er*) sykkelen Fahrradfahrer, der (-) syklisten Fahrschein, der (-e) billetten Fahrt, die (-en) reisen, turen fallen* falle falsch falsk, feil, usann Familie, die (-n) familien Farbe, die (-n) fargen fast nesten faul lat fehlen mangle feiern feire, feste Feiertag, der (-e) helligdagen, festdagen Feind, der (-e) fienden, uvennen Fenster, das (-) vinduet Fensterbank, die (-e*) vinduskarmen Ferien, die ferien fern fjern Ferne, die (-n) avstanden Fernseher, der (-) tv-apparatet Fernsehturm, der (-e*) fjernsyns­tårnet fest fast, stø Fett, das (-e) fettet Feuer, das (-) ilden, bålet Feuerwerk, das (-e) fyrverkeriet finden finne; synes Fisch, der (-e) fisken flach flat Fleisch, das kjøttet fliegen fly fliehen flykte Flohmarkt, der (-e*) loppemarkedet Flughafen, der (-*) flyplassen Flugzeug, das (-e) flyet

Tysk–bokmål ordliste 345

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE

D

eben jevn, slett, nettopp ebenfalls likeså echt ekte Ecke, die (-n) hjørnet, kroken egal likegyldig Ehemann, der (-er*) ektemannen ehrlich ærlig Ei, das (-er) egget eifrig ivrig eigen egen (sich) eignen egne (seg) eilen skynde seg, ile Eimer, der (-) bøtta, spannet einander hverandre Einbruch, der (-e*) innbruddet einfach enkel, grei Eingang, der (-e*) inngangen einige noen einkaufen handle einladen* invitere Einladung, die (-en) invitasjonen einmal en gang Einsicht, die (-en) innsikten einweihen innvie Einwohner, der (-) innbyggeren einzeln enkelt, enkeltvis einzig eneste Eis, das isen, iskremen Elch, der (-e) elgen Eltern, die foreldrene empfehlen* anbefale endlich endelig eng trang Enkelkind, das (-er) barnebarnet entdecken oppdage entlang langs entscheiden bestemme Entscheidung, die (-en) avgjørelsen Entschuldigung, die (-en) unnskyldningen enttäuscht skuffet entweder – oder enten – eller entwickeln utvikle, framkalle erben arve Erdbeere, die (-n) jordbæret Erde, die jorden Erdgeschoss, das (-e) første etasje Erdkunde, die geografi Ereignis, das (-se) hendelsen, begiven­ heten erfahren* erfare Erfahrung, die (-en) erfaringen

bokmål–TYSK ORDLISTE

Chef, der (-s) sjefen Couch, die (-s/-en) sofaen

E

erfinden oppfinne, finne opp, finne på Erfolg, der (-e) suksessen Ergebnis, das (-se) resultatet Erinnerung, die (-en) minnet, erindringen erkennen kjenne igjen erklären forklare erlauben tillate Erlaubnis, die (-se) tillatelsen erleben oppleve Erlebnis, das (-se) opplevelsen ernst alvorlig erreichen nå, oppnå erschrocken skremt, forskrekket erst først erwachsen voksen erzählen fortelle Erzählung, die (-en) fortellingen es det essen* spise etwas noe, litt ewig evig

TYSK–nynorsk ORDLISTE

C

dunkel mørk dünn tynn durch gjennom durchlesen* lese gjennom Durchschnitt, der (-e) gjennomsnittet durchsichtig gjennomsiktig durchsuchen lete gjennom dürfen* få lov til Dusche, die (-n) dusjen

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Brauerei, die (-en) bryggeriet Brei, der (-e) grøten breit bred brennen brenne Brief, der (-e) brevet bringen bringe Brot, das (-e) brødet Brötchen, das (-) rundstykket Brücke, die (-n) brua Bruder, der (-*) broren Buch, das (-er*) boka Bücherei, die (-en) biblioteket Bücherregal, das (-e) bokhylla Bühne, die (-n) scenen bummeln gå og slenge, slentre Bundesland, das (-er*) delstaten bunt fargerik, mønstret, livlig Bürger, der (-) borgeren Bürgermeister, der (-) borger­mesteren Büro, das (-s) byrået, kontoret Butter, die smøret


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Flur, der (-e) gangen, entreen Fluss, der (-e*) elva Frage, die (-n) spørsmålet fragen spørre frech frekk frei fri, ledig, gratis Freiheit, die (-en) friheten Freitag, der (-e) fredag freiwillig frivillig Freizeit, die (-en) fritiden fremd fremmed fressen* ete (om dyr), sluke freuen glede Freund, der (-e) vennen freundlich vennlig Freundschaft, die (-en) vennskapet Frieden, der (-) freden frisch frisk, fersk froh glad fröhlich glad, lystig Frosch, der (-e*) frosken früh tidlig früher tidligere, før Frühstück, das (-e) frokosten fühlen føle, kjenne Führerschein, der (-e) førerkortet für for, til Fürst, der (-en) fyrsten Fuß, der (-e*) foten

G Gabel, die (-n) gaffelen ganz hel, ganske Garage, die (-n) garasjen Garten, der (-en*) hagen Gast, der (-e*) gjesten Gastarbeiter, der (-) fremmed­arbeideren Gasthaus, das (-er*) vertshuset Gebäck, das (-e) bakverket, småkakene Gebäude, das (-) bygningen geben* gi Gebet, das (-e) bønnen Gebiet, das (-e) området Gebirge, das (-) fjellkjeden, fjellet geboren født Gebot, das (-e) budet, påbudet Gebrauch, der (-e*) skikken, bruken Geburt, die (-en) fødselen Geburtstag, der (-e) bursdagen Gedächtnis, das (-se) minnet, hukommel­ sen Gedanke, der (-n) tanken Gedicht, das (-e) diktet gefährlich farlig gefallen* like Gefängnis, das (-se) fengselet Gefühl, das (-e) følelsen gegen mot gegenseitig gjensidig, overfor hverandre Gegenstand, der (-e*) gjenstanden gegenüber overfor Geheimnis, das (-se) hemmelig­heten

346 Weiter geht’s

gehen gå, reise Gehirn, das (-e) hjernen gehören tilhøre gelangen nå (fram), rekke, komme gelb gul Geld, das pengene Geldbeutel, der (-) lommeboka Geldbörse, die (-n) lommeboka gelungen vellykket Gemälde, das (-) maleriet gemein slem, lumpen gemeinsam felles gemischt blandet Gemüse, das (-) grønnsaken gemütlich hyggelig genau akkurat, nøyaktig genauso like, likeså genug nok genügen rekke, holde Gepäck, das bagasjen gerade akkurat nå, nettopp geradeaus rett fram Gerechtigkeit, die rettferdigheten Gericht, das (-e) (mat-)retten; domstolen gern gjerne geröstet ristet Geruch, der (-e*) lukten gesamt hel, samlet, totalt Gesang, der (-e*) sangen Geschäft, das (-e) butikken geschehen* skje, hende Geschichte, die (-n) historien, fortellingen Geschirr, das serviset, kopper og kar Geschirrspüler, der (-) oppvaskmaskinen Geschmack, der (-e*) smaken geschmolzen smeltet geschwind fort, svint Geschwister, die søsknene Gesellschaft, die (-en) samfunnet, selskapet Gesetz, das (-e) loven Gesicht, das (-er) ansiktet Gespräch, das (-e) samtalen gestern i går gesund sunn, frisk Getränk, das (-e) drikken gewinnen vinne Gewitter, das (-) tordenværet gewohnt vanlig Gewürz, das (-e) krydderet Gipfel, der (-) fjelltoppen, tinden glauben tro gleich straks Glocke, die (-n) klokka Glockenturm, der (-e*) klokketårnet Glück, das (-e) lykken, hellet glücklich lykkelig, heldig grau grå Grenze, die (-n) grensen grob grov groß stor, høy, lang Großvater, der (-*) bestefaren

grün grønn Grundschule, die (-n) grunnskolen gucken kikke, se gut god, bra

H Haar, das (-e) håret Hafen, der (-*) havna Hähnchen, das (-) kyllingen halb halv Hälfte, die (-n) halvparten halten* holde, stanse Hand, die (-e*) hånden Handy, das (-s) mobiltelefonen Hängematte, die (-n) hengekøya Hase, der (-n) haren Haselnuss, die (-e*) hasselnøtta hassen hate häufig ofte Hauptschule, die (-n) 5.–9. grunnskoleår Hauptstadt, die (-e*) hovedstaden Haus, das (-er*) huset Haushalt, der (-e) husholdningen Haut, die (-e*) huden, skinnet Heide, die (-n) heden, marka, lyngheia Heiligabend, der (-e) julaften heimlich hemmelig, i smug heiraten gifte seg heißen hete Held, der (-en) helten helfen* hjelpe hell lys, klar heraus fram, ut herausfinden finne ut av Herbst, der (-e) høsten Herd, der (-e) (steike-)ovnen Herkunft, die avstamningen, herkomsten herrlich herlig hervor fram herzlich hjertelig heulen hyle, skrike heute i dag hier her hierher her, hit, hitover Hilfe, die (-n) hjelpen Himbeere, die (-n) bringebæret Himmel, der (-) himmelen hin borte, forbi, hen hinauf opp hinaus ut hinten bak hinter bak, bakom hinunter ned hoch høy Hochschule, die (-n) høyskolen Hof, der (-e*) gården, gårdsplassen, hoffet hoffen håpe Höhe, die (-n) høyden holen hente Holz, das (-er*) treet, veden Honig, der (-e) honningen hören høre


K Kaffee, der (-s) kaffen kalt kald Kamin, der (-e) peisen, kaminen kämpfen kjempe kaputt i stykker, ødelagt Karte, die (-n) (post)kortet; billetten; kartet; menyen Käse, der (-) osten Katze, die (-n) katten kaufen kjøpe Kaufhaus, das (-er*) kjøpesenteret, varehuset kaum knapt kein ingen Keller, der (-) kjelleren Kellner, der (-) kelneren kennen kjenne Kind, das (-er) barnet Kindergarten, der (-*) barnehagen Kindheit, die (-en) barndommen Kirsche, die (-n) kirsebæret Klamotten, die klærne klären avklare Klasse, die (-en) klassen Klausur, die (-en) eksamenen, prøven Klavier, das (-e) pianoet Kleid, das (-er) kjolen Kleidung, die (-en) klærne

L lächeln smile Lachen, das latteren lachen le lächerlich latterlig Lachs, der (-e) laksen Laden, der (-*) butikken Lage, die (-n) beliggenheten, situasjonen Land, das (-er*) landet, jorden langweilig kjedelig lassen* la laufen* løpe, gå Laune, die (-n) humøret laut høy (om lyd) leben leve Lebensbedingung, die (-en) livsvilkårene Lebensmittel, die matvarene Lebkuchen, der (-) pepperkaka, honning­ kaka lecker lekker, deilig leer tom legen legge Lehre, die (-n) læren Lehrer, der (-) læreren leicht lett leiden lide, tåle

M machen gjøre Mädchen, das (-) jenta Magen, der (-*) magen Mahlzeit, die (-en) måltidet Maler, der (-) maleren manche noen manchmal iblant, av og til Mandel, die (-n) mandelen mangelhaft mangelfull Mann, der (-er*) mannen Männchen, das (-) den lille mannen Mannschaft, die (-en) mannskapet, laget Mantel, der (-*) frakken Märchen, das (-) eventyret Markt, der (-e*) markedet, torget Maus, die (-e*) musa Meer, das (-e) havet Mehl, das (-e) melet mehr mer mehrere flere, mange mehrmals flere ganger mein min meinen mene, synes Meisterschaft, die (-en) mesterskapet Mensch, der (-en) mennesket merkwürdig merkelig Messer, das (-) kniven mieten leie mindestens minst, i det minste Minute, die (-n) minuttet mischen blande

Tysk–bokmål ordliste 347

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk

Jahr, das (-e) året Jahreszeit, die (-en) årstiden jammern jamre, klage jedenfalls i alle fall jeder hver, hvert jedoch likevel, imidlertid jemand noen jetzt nå Job, der (-s) jobben Jugendliche, der (-n) ungdommen jung ung Jüngste, der (-n) den yngste

TYSK–bokmål ORDLISTE

J

bokmål–TYSK ORDLISTE

immer alltid immer noch fremdeles in i, om Inhalt, der (-e) innholdet Innenstadt, die (-e*) bykjernen innerhalb innenfor Insel, die (-n) øya Interesse, das (-n) interessen interessieren interessere

leider dessverre leihen låne leise stille, lav lernen lære, tilegne seg lesen* lese Leser, der (-) leseren Leute, die folkene, menneskene Licht, das (-er) lyset lieb kjær, snill Liebe, die (-n) kjærligheten lieben elske lieber heller Liebesbeziehung, die (-en) kjærlig­ hetsforholdet lieblings- yndlingsLied, das (-er) sangen, visa liegen ligge links til venstre Lippe, die (-n) leppa Literatur, die litteraturen Loch, das (-er*) hullet Löffel, der (-) skjeen Lohn, der (-e*) lønna, belønningen löschen slette lösen løse losrennen løpe avgårde Lüge, die (-n) løgnen Lust, die (-e*) lysten lustig morsom

TYSK–nynorsk ORDLISTE

I

klein liten Klingel, die (-n) ringeklokka klingeln ringe (på) klingen lyde Klo, das (-s) doen klopfen banke (på) klug klok Knabe, der (-n) gutten Kneipe, die (-n) baren, kroen, kafeen Koch, der (-e*) kokken kochen koke, lage mat Koffer, der (-) kofferten komisch pussig, rar kommen komme König, der (-e) kongen Königreich, das (-e) kongeriket können* kunne Konzert, das (-e) konserten Kopf, der (-e*) hodet Korb, der (-e*) kurven Körper, der (-) kroppen krank syk Kreis, der (-e) ringen, sirkelen kreuzen krysse Kreuzung, die (-en) krysset kriegen få Küche, die (-n) kjøkkenet Kuchen, der (-) kaken Kuh, die (-e*) kua kühlen kjøle Kühlschrank, der (-e*) kjøleskapet Kuli, der (-s) kulepennen kurz kort Kurzgeschichte, die (-n) novellen Küste, die (-n) kysten

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Huhn, das (-er*) høna Hühnchen, das (-) kyllingen Hund, der (-e) hunden Hunger, der sulten hungrig sulten Hut, der (-e*) hatten Hütte, die (-n) hytta


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Mischung, die (-en) blandingen mit med miteinander i felleskap, med hverandre mitkommen bli med, komme med mitmachen være med på, delta i mitnehmen* ta med Mittagessen, das lunsjen, middagen Mitte, die (-n) midten Mittelalter, das middelalderen Mittelpunkt, der (-e) midtpunktet Mittwoch, der (-e) onsdag Mode, die (-n) moten mögen* like Möglichkeit, die (-en) muligheten Moment, der (-e) øyeblikket Monat, der (-e) måneden Montag, der (-e) mandag morgen i morgen morgens hver morgen, om morgenen müde trøtt Mühe, die (-n) anstrengelsen, møyen Müll, der søppelet Mülltonne, die (-n) søppelbøtta Mund, der (-er*) munnen mündlich muntlig Museum, das (-een) museet müssen* måtte Mut, der motet Mutter, die (-*) mora Muttersprache, die (-n) morsmålet

N nach etter, til nachdem etter at Nachricht, die (-en) nyheten, beskjeden Nachspeise, die (-n) desserten nächste nærmeste, neste Nacht, die (-e*) natten Nachtisch, der (-e) desserten nah nær Nähe, die nærheten Name, der (-n) navnet nämlich nemlig Nase, die (-n) nesen nass våt Nationalfeiertag, der (-e) nasjonaldagen Nationalheld, der (-en) nasjonalhelten natürlich naturligvis Naturwissenschaft, die (-en) naturviten­ skapen Nebel, der (-) tåka neben ved siden av nebeneinander ved siden av hverandre nehmen* ta nennen nevne, kalle nervig irriterende nett snill, hyggelig neu ny neugierig nysgjerrig nicht ikke nichts ingenting nie aldri

348 Weiter geht’s

nieder ned niemand ingen, ikke noen noch enda, fremdeles Nord nord normalerweise vanligvis Note, die (-n) karakteren; noten; (penge)seddelen nötig nødvendig Nötigung, die tvangen Nudeln, die pasta nun nå nur bare

Polizei, die politiet Portion, die (-en) porsjonen Preis, der (-e) prisen, premien Prinz, der (-en) prinsen probieren prøve Problem, das (-e) problemet produzieren produsere Prüfung, die (-en) prøven, ­eksamenen Pulli, der (-s) genseren Punkt, der (-e) poenget, punktumet, prikken pünktlich punktlig

O

Q

ob om oben oppe, oppå Ober, der (-) kelneren, hovmesteren Oberstufe, die (-n) tilsvarer norsk videregående skole Obst, das frukten obwohl selv om öde forlatt, øde, kjedelig (slang) oder eller Ofen, der (-*) ovnen öffnen åpne oft ofte ohne uten Ohr, das (-en) øret Öl, das (-e) oljen Oma, die (-s) bestemora Oper, die (-n) operaen Opfer, das (-) offeret Orange, die (-n) appelsinen ordentlich ordentlig, skikkelig Ort, der (-e) plassen, stedet Ost øst Osterei, das (-er) påskeegget Osterhase, der (-n) påskeharen Ostern, das påsken Österreich Østerrike

quer på tvers

P packen pakke, gripe tak i Panne, die (-n) motorstoppen, punkteringa Papier, das (-e) papiret Papst, der (-e*) paven Parkplatz, der (-e*) parkeringsplassen Parterre, das (-s) første etasje Pass, der (-e*) passet passieren skje, hende Pech, das uflaks Person, die (-en) personen Pfanne, die (-n) panna Pfarrer, der (-) presten Pfeffer, der pepper pfeifen pipe, plystre, blåse i fløyta Pferd, das (-e) hesten Pfingsten, das pinsen pflanzen plante pflücken plukke Platz, der (-e*) plassen, stedet plötzlich plutselig

R Rad, das (-er*) sykkelen, hjulet radeln sykle Ratschlag, der (-e*) rådet Räuber, der (-) røveren rauchen røyke, ryke Raum, der (-e*) rommet raus (heraus) ut (av) Rechnung, die (-en) regningen recht rett, riktig rechts til høyre Rechtsanwalt, der (-e*) advokaten rechtzeitig i rett tid reden snakke, prate Regal, das (-e) hylla Regen, der (-) regnet Regierung, die (-en) regjeringen reich rik reichen rekke Reichstag, der riksdagen reif moden Reihenhaus, das (-er*) rekkehuset rein ren, klar Reise, die (-n) reisen reiten ri rennen løpe Rentier, das (-e) reinsdyret Rezept, das (-e) resepten, opp­skriften richtig riktig Richtung, die (-en) retningen riesig svær, enorm Rock, der (-e*) skjørtet rot rød Rücken, der (-) ryggen rufen rope, kalle Ruhe, die roen ruhen hvile ruhig rolig rühren røre Runde, die (-n) runden

S Sache, die (-n) saken Sack, der (-e*) sekken, posen Saft, der (-e*) saften sagen si


T Tafel, die (-n) tavla Tag, der (-e) dagen Tal, das (-er*) dalen Tasche, die (-n) lomma Tasse, die (-n) koppen Tatze, die (-n) labben Tee, der (-s) teen Teig, der (-e) deigen teilen dele Teilnahme, die (-n) deltakelsen

Tysk–bokmål ordliste 349

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE

sowieso likevel sowohl – als auch så vel – som, både – og spannend spennende Spaß, der (-e*) moroa spät sein Speisekarte, die (-n) menyen Spiegel, der (-) speilet Spiel, das (-e) spillet, leken, kampen spielen leke, spille spitz spiss Sport, der (-e) sporten Sporthalle, die (-n) idrettshallen Sportler, der (-) idrettsutøveren Sportverein, der (-e) idretts­foreningen Sprache, die (-n) språket sprechen* snakke spüren merke, føle Stadt, die (-e*) byen Stadtmitte, die (-n) sentrum stark sterk, sprek stechen* stikke stehen stå stehlen* stjele steigen øke, heve, stige steil bratt Stein, der (-e) steinen stellen stille, sette sterben* dø stets stadig Steuer, die (-n) skatten, avgiften still stille Stimme, die (-n) stemmen Stock, der (-e*) stokken; etasjen Stockwerk, das (-e) etasjen Stolz, der stoltheten stören forstyrre Strand, der (-e*) stranda Straße, die (-n) gata Strecke, die (-n) strekningen streichen male, stryke stressig stressende Stroh, das strået Stube, die (-n) stua Stuhl, der (-e*) stolen Stunde, die (-n) timen Stundenplan, der (-e*) timeplanen stürmen storme stürmisch stormfullt suchen lete etter, søke Süd sør

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Schuld, die (-en) skylden, gjelda Schule, die (-n) skolen Schüler, der (-) eleven Schulhof, der (-e*) skolegården Schultasche, die (-n) skoleveska Schulter, die (-n) skulderen schütteln riste Schwager, der (-*) svogeren schwanger gravid Schwanz, der (-e*) halen schwarz svart Schweinefleisch, das svinekjøttet Schweiz, die Sveits schwer tung, svær, vanskelig schwierig vanskelig See, der (-n) innsjøen Seele, die (-n) sjelen Segelboot, das (-e) seilbåten segeln seile sehen* se Sehenswürdigkeit, die (-en) ­severdigheten sehr veldig Seife, die såpa sein* være seit siden seitdem siden Seite, die (-n) siden selber selv selbst selv selbstständig selvstendig selbstverständlich selvfølgelig selten sjelden setzen sette sich seg sicher sikker sicherlich sikkert Silber, das sølvet Silvester, der/das (-) nyttårsaften singen synge sitzen sitte Ski, der (-er/-) skien Skisprungschanze, die (-n) hoppbakken Sofa, das (-s) sofaen sofort straks sogar til og med, enda sogenannt såkalt Sohn, der (-e*) sønnen solange så lenge solch slik, sånn sollen skulle Sommer, der (-) sommeren Sommerferien, die sommerferien sondern men Sonne, die (-n) sola Sonntag, der (-e) søndag sonst ellers sooft så ofte sorgen (für) påse, sørge for Sorte, die (-n) sorten Soße, die (-n) sausen sowas slikt soweit så vidt, for så vidt

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Sahne, die fløten Salz, das (-e) saltet sammeln samle Samstag, der (-e) lørdag satt mett Satz, der (-e*) setningen sauber rein sauer sur säuerlich syrlig schade synd schaffen greie, klare; skape Schaffner, der (-) konduktøren Schale, die (-n) skåla schälen skrelle scharf sterk Schatten, der (-) skyggen schauen se schaumig skummende Schauspieler, der (-) skuespilleren Scheibe, die (-n) skiva scheinen skinne schenken gi (bort) Schere, die (-n) saksa Scheune, die (-n) løa, låven schicken sende schieben skyve schießen skyte Schiff, das (-e) skipet Schinken, der (-) skinken schlafen* sove Schlafzimmer, das (-) sove­rommet Schlag, der (-e*) slaget, hjerneslaget Schlange, die (-n) køen; slangen schlecht dårlig schließlich til (syvende og) sist, til slutt schlimm dårlig, ille, slem Schlitten, der (-) sleden Schlittschuh, der (-e) skøyta Schloss, das (-er*) slottet; låsen Schluss, der slutten schmecken smake Schmerz, der (-en) smerten schmerzen gjøre vondt, smerte Schmied, der (-e) smeden Schmuck, der (-e) smykket, ­pynten schmücken pynte, smykke schmutzig skitten Schnee, der snøen schnell rask, snar Schokolade, die (-n) sjokoladen schon allerede schön vakker, pen schrecklich skrekkelig, fryktelig schreiben skrive Schreibtisch, der (-e) skrive­bordet schreien skrike, rope schriftlich skriftlig Schriftsteller, der (-) forfatteren Schublade, die (-n) skuffen schüchtern sjenert, sky Schuh, der (-e) skoen Schuhmacher, der (-) skomakeren


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Telefon, das (-e) telefonen Teller, der (-) tallerkenen Teppich, der (-e) teppet teuer dyr Teufel, der (-) djevelen Theaterbühne, die (-n) teater­scenen Theaterstück, das (-e) teater­stykket tief dyp Tier, das (-e) dyret Tierpark, der (-s) dyreparken Tisch, der (-e) bordet Tochter, die (-*) datteren Tod, der (-e) døden toll flott Topf, der (-e*) gryta töten drepe tragen* bære; ha på seg Training, das (-s) treningen Traube, die (-n) drua Traum, der (-e*) drømmen träumen drømme traurig trist, sørgelig treffen* treffe, møte treiben drive trennen skille Treppe, die (-n) trappa treu trofast trinken drikke trocken tørr trocknen tørke trösten trøste trotzdem likevel, til tross for Tür, die (-en) døra Turm, der (-e*) tårnet Typ, der (-en) typen, fyren

U über over, om überall overalt überhaupt overhodet überraschen overraske überwinden overvinne üblich vanlig übrig øvrig, til overs Übung, die (-en) øvelsen Uhr, die (-en) klokka umfassen omfatte, favne umkommen omkomme, dø Umwelt, die (-en) miljøet unbedingt absolutt und og unendlich uendelig Unfall, der (-e*) ulykken ungefähr omtrent ungenügend utilstrekkelig ungewöhnlich uvanlig unglaublich utrolig Unglück, das (-e) uhellet unheimlich skummel, uhyggelig Universität, die (-en) universitetet unmöglich umulig Unsinn, der tullet

350 Weiter geht’s

unten nede unter under, blant unterhalten* snakke, underholde Unterhaltung, die (-en) praten, underhold­ ningen Unterkunft, die (-e*) huslyet Unterricht, der undervisningen unterrichten undervise Unterschied, der (-e) forskjellen, ulikheten unterschiedlich forskjellig unterwegs underveis Urlaub, der (-e) ferien Ursprung, der (-e*) opprinnelsen, utspringet ursprünglich opprinnelig Urteil, das (-e) dommen

V Vater, der (-*) faren verabreden avtale Veränderung, die (-en) forandringen verantwortlich ansvarlig Verantwortung, die (-en) ansvaret verboten forbudt verbringen tilbringe verdienen tjene, fortjene vereinen forene vereinfacht forenklet Verfassung, die (-en) grunnloven Vergangenheit, die fortiden Vergehen, das lovbruddet vergessen* glemme verheiratet gift verkaufen selge Verkehr, der trafikken verlassen* forlate verlieren miste, tape vermissen savne Vernunft, die fornufta verpassen gå glipp av, miste verreisen reise bort verschieden forskjellig, ulik verschwinden forsvinne verstecken gjemme verstehen forstå, skjønne versuchen forsøke, prøve Verwandlung, die (-en) forvandlingen verzichten gi avkall på viel mye viele mange vielleicht kanskje voll full, hel völlig fullstendig von av, fra, om vor foran, før vorbei forbi, over Vorbild, das (-er) forbildet Vorhang, der (-e*) gardinen, forhenget vorher tidligere Vorname, der (-n) fornavnet Vorschlag, der (-e*) forslaget Vorsicht, die forsiktigheten

vorsichtig forsiktig Vorspeise, die (-n) forretten Vorteil, der (-e) fordelen

W wachsen* vokse, gro wagen våge, tørre Wagen, der (-) vogna, bilen Wahl, die (-en) valget Wahlfach, das (-er*) valgfaget wahnsinnig vanvittig während under, mens, i løpet av Wahrheit, die (-en) sannheten wahrscheinlich sannsynligvis Wald, der (-er*) skogen Wand, die (-e*) veggen wann når Wanne, die (-n) badekaret warm varm warten vente warum hvorfor was hva waschen vaske Wasser, das (-) vannet wechseln veksle, bytte wecken vekke Wecker, der (-) vekkerklokka weg vekk, bort wegen på grunn av weh vond Weihnachten, das (-) julen Weihnachtslied, das (-er) jule­sangen Weihnachtsmann, der (-er*) julenissen weil fordi Wein, der (-e) vinen weinen gråte weiß hvit weit lang, vid Weite, die (-n) vidda weiter videre; lenger welche hvilke Welt, die (-en) verdenen Weltkrieg, der (-e) verdenskrigen wenig lite wenn hvis, om, når wer hvem Werbung, die (-en) reklamen werden* bli werfen* kaste Werk, das (-e) verket Werkstatt, die (-en*) verkstedet West vest Wetter, das været Wetterbericht, der (-e) værmeldinga wichtig viktig wie som wieder igjen wiederholen gjenta Wiederholung, die (-en) gjentakelsen Wiedersehen, das (-) gjensynet Wind, der (-e) vinden windig vindfullt, forblåst


TYSK–bokmål ORDLISTE

minigrammatikk nynorsk

minigrammatikk bokmål

Winter, der (-) vinteren Winterferien, die vinterferien wir vi wirklich virkelig, sannelig Wirtschaft, die (-en) økonomien, næringslivet; gjestgiveriet wissen vite Witz, der (-e) vitsen witzig vittig, komisk wo hvor, hvor hen Woche, die (-n) uka Wochenende, das (-n) helga wofür for hva woher hvorfra wohin hvor, hvor hen wohl vel, nok wohnen bo Wohnung, die (-en) leiligheten Wohnwagen, der (-) camping­vogna Wohnzimmer, das (-) stua Wolf, der (-e*) ulven Wolke, die (-n) skyen wollen* ville Wort, das (-e/-er*) ordet wunderbar vidunderlig wundern undre wunderschön vidunderlig, vakker, deilig wünschen ønske Wurst, die (-e*) pølsa

Z

nynorsk–TYSK ORDLISTE

TYSK–nynorsk ORDLISTE

bokmål–TYSK ORDLISTE

zahlen betale zählen telle Zahn, der (-e*) tanna Zauberei, die trylleriet zeichnen tegne zeigen vise, peke Zeit, die (-en) tiden Zeitschrift, die (-en) tidsskriftet Zeitung, die (-en) avisa zerstört ødelagt Zeugnis, das (-se) vitnemålet ziehen dra, trekke Ziel, das (-e) målet ziemlich temmelig, nokså Zimmer, das (-) værelset, rommet Zimt, der kanel zu til, for Zucker, der (-) sukkeret zuerst først zufrieden tilfreds Zug, der (-e*) toget Zukunft, die (-e*) framtiden zuletzt til slutt, sist zurück tilbake zusammen sammen, til sammen Zutat, die (-en) ingrediensen zuvor før Zwerg, der (-e) dvergen Zwiebel, die (-n) løken zwischen mellom

Tysk–bokmål ordliste 351


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Bokmål-tysk ordliste Ord markert med * er verb som får vokalendring i 2. og 3. person presens.

A absolutt unbedingt adressa Adresse, die (-n) advokaten Rechtsanwalt, der (-e*) akkurat genau, gerade aldri nie alene allein alle alle allerede schon alltid immer altså also alvorlig ernst ambassaden Botschaft, die (-en) anbefale empfehlen* anelsen Ahnung, die (-en) angrepet Angriff, der (-e) annen andere/r annerledes anders ansatt Angestellte, der (-n), angestellt ansiktet Gesicht, das (-er) ansvaret Verantwortung, die (-en) ansvarlig verantwortlich appelsinen Orange, die (-n) arbeide arbeiten arbeidet Arbeit, die (-en) arbeidsledig arbeitslos arbeidstakeren Arbeitnehmer, der (-) arve erben at dass av og til manchmal, ab und zu avgjørelsen Entscheidung, die (-en) avisa Zeitung, die (-en) avstanden Abstand, der (-e*), Entfernung, die (-en) avtalen Verabredung, die (-en)

B bade baden badekaret Wanne, die (-n) badet, baderommet Badezimmer, das (-) bagasjen Gepäck, das bak hinten bake backen bakeriet Bäckerei, die (-en) banke klopfen bare nur barndommen Kindheit, die (-en) barnebarnet Enkelkind, das (-er) barnehagen Kindergarten, der (-*) barnet Kind, das (-er) bedre besser befolkningen Bevölkerung, die begge beide begynne anfangen* begynnelsen Anfang, der (-e*) berømt berühmt

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bestefaren Großvater, der (-*), Opa, der (-s) bestemme entscheiden bestemora Großmutter, die (-*), Oma, die (-s) bestikket Besteck, das (-e) bestille bestellen besøke besuchen besøket Besuch, der (-e) betale bezahlen bety bedeuten biblioteket Bücherei, die (-en), Bibliothek, die (-en) billetten Eintrittskarte, die (-n), Fahrkarte, die (-n), Fahrschein, der (-e) billettluka Fahrkartenschalter, der (-) bite beißen bjørnen Bär, der (-en) blande mischen blandingen Mischung, die (-en) bli werden* blomsten Blume, die (-n) blå blau bo wohnen boka Buch, das (-er*) bokhylla Bücherregal, das (-e) bondegården Bauernhof, der (-e*) bordet Tisch, der (-e) bra gut bratt steil bred breit brekke brechen* brevet Brief, der (-e) broen Brücke, die (-n) broren Bruder, der (-*) bruke benutzen, gebrauchen bryggeriet Brauerei, die (-en) brødet Brot, das (-e) budskapet Botschaft, die (-en) bursdagen Geburtstag, der (-e) butikken Geschäft, das (-e), Laden, der (-*) byen Stadt, die (-e*) bygge bauen bygningen Gebäude, das (-e) bytte tauschen, wechseln bønnen Gebet, das (-e) både – og sowohl – als auch bålet Feuer, das (-)

C campingvogna Wohnwagen, der (-) CD-en CD, die (-s) CD-spilleren CD-Spieler, der (-)

D da als, dann dagen Tag, der (-e)

dalen Tal, das (-er*) dama Frau, die (-en), Dame, die (-n) datamaskinen Computer, der (-) datteren Tochter, die (-*) deigen Teig, der (-e) deilig lecker, schön dele teilen delstaten Bundesland, das (-er*) delta teilnehmen* den gang damals denne dieser der dort, da derfor deshalb desserten Nachspeise, die (-n), Nachtisch, der (-e) dessuten außerdem dessverre leider diktet Gedicht, das (-e) djevelen Teufel, der (-) doen Klo, das (-s), Toilette, die (-n) dommen Urteil, das (-e) domstolen Gericht, das (-e) dra fahren*; ziehen drepe töten dressen Anzug, der (-e*) drikke trinken drikken Getränk, das (-e) drive treiben, betreiben drua Traube, die (-n) drømme träumen drømmen Traum, der (-e*) dum blöd, dumm dusjen Dusche, die (-n) dyp tief dyr teuer dyreparken Tierpark, der (-s) dyret Tier, das (-e) dø sterben* døden Tod, der (-e) døra Tür, die (-en) dårlig schlecht

E egen eigen egget Ei, das (-er) eie besitzen eksamenen Prüfung, die (-en), Examen, das (-) eksempelet Beispiel, das (-e) ekte echt ektemannen Ehemann, der (-er*) eleven Schüler, der (-) elgen Elch, der (-e) eller oder ellers sonst elske lieben


G gaffelen Gabel, die (-n) gal verrückt, wahnsinnig ganske ziemlich, ganz; völlig gata Straße, die (-n) genseren Pulli, der (-s) gi geben* gi (bort) schenken, verschenken gift verheiratet gifte seg heiraten gjemme verstecken gjennom durch gjennomsiktig durchsichtig

ha haben ha på seg tragen* hagen Garten, der (-en*) halen Schwanz, der (-e*) halv halb halvparten Hälfte, die (-n) han er handle einkaufen, handeln hate hassen havet Meer, das (-e) havna Hafen, der (-*) hel ganz helga Wochenende, das (-n) heller lieber hellet Glück, das (-e) helligdagen Feiertag, der (-e) helt ganz, total helten Held, der (-en) hemmelig heimlich, geheim hemmeligheten Geheimnis, das (-se) hende passieren, geschehen hendelsen Ereignis, das (-se) henge hängen hente holen her hier herlig herrlich hesten Pferd, das (-e) hete heißen himmelen Himmel, der (-) hjelpe helfen* hjelpen Hilfe, die (-n) hjernen Gehirn, das (-e)

Bokmål–tysk ordliste 353

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H

bokmål–TYSK ORDLISTE

faget Fach, das (-er*) falle fallen* familien Familie, die (-n) faren Vater, der (-*) fargen Farbe, die (-n) fargerik bunt farlig gefährlich fast fest, ständig fattig arm feil falsch, verkehrt felles gemeinsam fengselet Gefängnis, das (-se) ferien Urlaub, der (-e), Ferien, die feste feiern fettet Fett, das (-e) fienden Feind, der (-e) fiske angeln fisken Fisch, der (-e) fiskeren Angler, der (-) fjellet Berg, der (-), Gebirge, das (-) fjern fern, entfernt flagget Fahne, die (-n) flat flach, platt flere mehr, mehrere flott toll fly fliegen flyet Flugzeug, das (-e) flyplassen Flughafen, der (-*) flytte umziehen fløten Sahne, die folkene Leute, die for für, vor, um for at damit for – siden vor – foran vor forandre ändern forandringen Veränderung, die (-en) forbi vorbei, zu Ende forbli bleiben forbudt verboten fordelen Vorteil, der (-e) fordi weil foreldrene Eltern, die forfatteren Schriftsteller, der (-) forklare erklären

gjennomsnittet Durchschnitt, der (-e) gjenstanden Gegenstand, der (-e*) gjenta wiederholen gjentakelsen Wiederholung, die (-en) gjerne gerne, gern gjesten Gast, der (-e*) gjøre machen, tun glad froh glede seg sich freuen glemme vergessen* god gut gratis gratis, kostenlos, umsonst gravid schwanger grei nett grensen Grenze, die (-n) grunnskolen Grundschule, die (-n) gryta Topf, der (-e*) grønn grün grønnsakene Gemüse, das (-) grøten Brei, der (-e) grå grau gråte weinen guden Gott, der (-er*) gul gelb gullet Gold, das gulvet Boden, der (-*) gutten Junge, der (-n) gå gehen, laufen*

TYSK–nynorsk ORDLISTE

F

forlate verlassen* fornavnet Vorname, der (-n) fornuftig vernünftig forresten übrigens forretten Vorspeise, die (-n) forsiktig vorsichtig forskjellen Unterschied, der (-e) forskjellig verschieden, unterschiedlich forslaget Vorschlag, der (-e*) forstyrre stören forstå verstehen forsvinne verschwinden fort schnell fortelle erzählen fortellingen Geschichte, die (-n), Erzäh­ lung, die (-en) fortiden Vergangenheit, die (-en) fortjene verdienen forvandlingen Verwandlung, die (-en) foten Fuß, der (-e*) fra von, aus, ab frakken Mantel, der (-*) framtiden Zukunft, die (-e*) fredag Freitag, der (-e) freden Frieden, der (-) frekk frech fremdeles immer noch fremmed fremd fri frei friheten Freiheit, die (-en) frisk frisch, gesund fritiden Freizeit, die (-en) frivillig freiwillig frokosten Frühstück, das (-e) frosken Frosch, der (-e*) frukten Obst, das fryse frieren full voll, besetzt; betrunken, besoffen fullstendig völlig, vollständig, ganz fyrverkeriet Feuerwerk, das (-e) fødselen Geburt, die (-en) født geboren føle fühlen, spüren følelsen Gefühl, das (-e) før vor, bevor, früher førerkortet Führerschein, der (-e) først zuerst få kriegen, bekommen; wenige

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elva Fluss, der (-e*) en gang einmal enda noch, sogar, obwohl, auch eneste einzig enkel einfach ennå noch, immer noch, bisher enten – eller entweder – oder erfare erfahren* erfaringen Erfahrung, die (-en) etasjen Stock, der, Stockwerk, das (-e) etter nach, hinter etter at nachdem etterpå danach eventyret Märchen, das (-) evig ewig


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hjertelig herzlich hjulet Rad, das (-er*) hjørnet Ecke, die (-n) hodet Kopf, der (-e*) hos bei huden Haut, die (-e*) hullet Loch, das (-er*) humøret Laune, die (-n) hun sie hunden Hund, der (-e) huset Haus, das (-er*) hva was hvem wer hver jeder hverandre einander hvile ruhen hvilke welche hvit weiß hvor wo, wohin hvordan wie hvorfor warum hvorfra woher hyggelig angenehm, gemütlich, nett hylla Regal, das (-e), Fach, das (-er*) hytta Hütte, die (-n) høflig höflich høna Huhn, das (-er*) høre hören høsten Herbst, der (-e) høy hoch; laut høyden Höhe, die (-n) høyskolen Hochschule, die (-n) hånden Hand, die (-e*) håpe hoffen håret Haar, das (-e)

I i in i alle fall jedenfalls i dag heute i går gestern i løpet av während i morgen morgen i stedet for anstatt i stykker kaputt iblant manchmal, ab und zu idrettshallen Sporthalle, die (-n) igjen wieder ikke nicht ilden Feuer, das (-) ingen kein, niemand ingenting nichts ingrediensen Zutat, die (-en) innbruddet Einbruch, der (-e*) innbyggeren Einwohner, der (-) inngangen Eingang, der (-e*) innholdet Inhalt, der (-e) innsjøen See, der (-n) interessant interessant interessen Interesse, das (-n) interessere interessieren invitasjonen Einladung, die (-en)

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invitere einladen* irriterende nervig, ärgerlich isen, iskremen Eis, das ivrig eifrig

J jeg ich jenta Mädchen, das (-) jernbanestasjonen Bahnhof, der (-e*) jo doch, ja jobben Job, der (-s) jordbæret Erdbeere, die (-n) jorden Erde, die; Boden, der (-*) julaften Heiligabend, der (-e) julen Weinachten, die

K kafeen Café, das (-s) kaffen Kaffee, der (-s) kaken Kuchen, der (-) kald kalt kanskje vielleicht karakteren Note, die (-n) kassa Kasse, die (-) kaste werfen* katten Katze, die (-n) kelneren Kellner, der (-) kjedelig langweilig kjempe kämpfen kjenne kennen kjenne (igjen) (wieder)erkennen kjent bekannt kjolen Kleid, das (-er) kjærligheten Liebe, die (-n) kjøkkenet Küche, die (-n) kjøleskapet Kühlschrank, der (-e*) kjøpe kaufen kjøpesenteret Kaufhaus, das (-er*), Einkaufszentrum, das (-…tren) kjøttet Fleisch, das klage klagen, sich beschweren, jammern klassen Klasse, die (-n) kle på seg sich anziehen klok klug klokka Uhr, die (-en) klærne Kleidung, die (-en), Klamotten, die knapt kaum kniven Messer, das (-) kofferten Koffer, der (-) koke kochen kokken Koch, der (-e*) komisk witzig, lustig komme kommen konduktøren Schaffner, der (-) kongen König, der (-e) kongeriket Königreich, das (-e) konserten Konzert, das (-e) kontoret Büro, das (-s) koppen Tasse, die (-n) kort kurz kroppen Körper, der (-) krydderet Gewürz, das (-e)

krysse kreuzen, überqueren krysset Kreuzung, die (-en) kua Kuh, die (-e*) kulepennen Kuli, der (-s) kunne können* kurset Kurs, der (-e) kvelden Abend, der (-e) kyllingen Hähnchen/Hühnchen, das (-) kysten Küste, die (-n) køen Schlange, die (-n)

L la lassen* lage mat kochen laget Mannschaft, die (-en) laksen Lachs, der (-e) landet Land, das (-er*) landsbyen Dorf, das (-er*) lang lang, weit langs entlang lat faul latteren Lachen, das latterlig lächerlich lav niedrig; leise le lachen ledig frei, unbesetzt legen Arzt, der (-e*) legge legen leie mieten leiligheten Wohnung, die (-en) leke spielen leppen Lippe, die (-n) lese lesen* lete suchen lett leicht, einfach leve leben ligge liegen like mögen*, gefallen* likegyldig egal likevel trotzdem, sowieso lite wenig, kaum liten klein, gering litt etwas, ein bisschen litteraturen Literatur, die loftet Dachboden, der (-*) lomma Tasche, die (-n) lommeboka Geldbeutel, der (-), Geldbörse, die (-n) loppemarkedet Flohmarkt, der (-e*) loven Gesetz, das (-e) lukten Geruch, der (-e*) lykkelig glücklich lys hell, licht lyset Licht, das (-er) lysten Lust, die (-e*) læreren Lehrer, der (-) løgnen Lüge, die (-n) løken Zwiebel, die (-n) lønna Lohn, der (-e*) løpe laufen*, rennen lørdag Samstag, der (-e) løs locker, los


N naboen Nachbar, der (-n) nasjonaldagen Nationalfeiertag, der (-e) natten Nacht, die (-e*)

O ofte oft og und også auch oljen Öl, das (-e) om ob om kvelden abends om morgenen morgens området Gebiet, das (-e), Gegend, die (-en) omtrent ungefähr onsdag Mittwoch, der (-e) operaen Oper, die (-n) opp auf, hinauf oppdage entdecken oppe oben oppgaven Aufgabe, die (-n) oppleve erleben opplevelsen Erlebnis, das (-se) oppskriften Rezept, das (-e) ordentlig ordentlich osten Käse, der (-) over über, vorbei overalt überall overfor gegenüber overraske überraschen overskyet bewölkt ovnen Ofen, der (-*)

R radioen Radio, das (-s) rar komisch, merkwürdig rask schnell, rasch redd bange, Angst haben regelen Regel, die (-n) regjeringen Regierung, die (-en) regnet Regen, der (-) regningen Rechnung, die (-en) rein sauber, rein reise reisen, fahren reisen Reise, die (-n) rekke reichen rekkehuset Reihenhaus, das (-er*) reklamen Werbung, die (-en) restauranten Restaurant, das (-s) resultatet Ergebnis, das (-se) retningen Richtung, die (-en) rett fram geradeaus rettferdig gerecht rik reich riktig richtig

Bokmål–tysk ordliste 355

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panna Pfanne, die (-n); Stirn, die papiret Papier, das (-e) parken Park, der (-s) passet Pass, der (-e*) pass opp Achtung pasta Nudeln, die pen schön, hübsch pengene Geld, das pepper Pfeffer, der personen Person, die (-en) pianoet Klavier, das (-e) pinsen Pfingsten, das plante pflanzen plassen Ort, der (-e), Platz, der (-e*) plattformen Bahnsteig, der (-e) plukke pflücken plutselig plötzlich politiet Polizei, die politikeren Politiker, der (-) populær beliebt porsjonen Portion, die (-en) posen Beutel, der (-), Tüte, die, Sack, der (-e*) presten Priester, der, Pfarrer, der (-) prinsen Prinz, der (-en) prisen Preis, der (-e) problemet Problem, das (-e) prøve (klær) anprobieren; versuchen prøven Prüfung, die (-en), Klausur, die (-en) pølsa Wurst, die (-e*) på auf på den annen side anderseits på grunn av wegen på tvers quer påbudet Gebot, das (-e), Verordnung, die (-en) påsken Ostern, das

bokmål–TYSK ORDLISTE

magen Magen, der (-*), Bauch, der (-e*) maleren Maler, der (-) maleriet Gemälde, das (-) mandag Montag, der (-e) mange viele mangle fehlen mannen Mann, der (-er*) marerittet Alptraum, der (-e*) markedet Markt, der (-e*) matvarene Lebensmittel, die med mit medisinen Medizin, die (-en), Medikament, das (-e) melet Mehl, das (-e) mellom zwischen men aber, sondern mene meinen mennesket Mensch, der (-en) menyen Speisekarte, die (-n) mer mehr merkelig merkwürdig, komisch mesterskapet Meisterschaft, die (-en) middagen Mittag, der (-e), Mittagessen, das midten Mitte, die (-n) midtpunktet Mittelpunkt, der (-e) miljøet Umwelt, die (-en) min mein minnet Gedächtnis, das, Erinnerung, die (-en) minuttet Minute, die (-n) miste verlieren mobiltelefonen Handy, das (-s) moden reif moderne modern mora Mutter, die (-*) morsmålet Muttersprache, die (-n) morsom lustig mot gegen moten Mode, die (-n) motet Mut, der motorveien Autobahn, die (-en) muligheten Möglichkeit, die (-en) munnen Mund, der (-er*) muntlig mündlich musa Maus, die (-e*) museet Museum, das (-een) musikken Musik, die (-en) mye viel mørk dunkel møte begegnen, treffen* målet Ziel, das (-e) måneden Monat, der (-e) måtte müssen*

P

TYSK–nynorsk ORDLISTE

M

naturen Natur, die (-en) naturligvis natürlich, selbstverständlich naturvitenskapen Naturwissenschaft, die (-en) navnet Name, der (-n) ned nieder, hinunter nede unten nei nein nemlig nämlich nervøs nervös nesen Nase, die (-n) neste nächste nesten fast, beinah nettopp eben, genau nevne nennen noe etwas noen jemand, manche nok genug nokså ziemlich nord Nord, Norden, der novellen Kurzgeschichte, die (-n) ny neu nyheten Nachricht, die (-en) nysgjerrig neugierig nyttårsaften Silvester, der/das (-) nær nah nærheten Nähe, die næringslivet Wirtschaft, die (-en) nødvendig nötig, notwendig nå jetzt, nun nå, oppnå erreichen når wann, wenn

nynorsk–TYSK ORDLISTE

løse lösen, losmachen låne leihen


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

ringe anrufen, telefonieren ringeklokka Klingel, die (-n) ringen Kreis, der (-e); Ring, der riste schütteln roen Ruhe, die rolig ruhig romanen Roman, der (-e) rommet Zimmer, das (-) rosa Rose, die (-n); rosa runden Runde, die (-n) rundstykket Brötchen, das (-) rydde aufräumen ryggen Rücken, der (-) rød rot røre rühren, anfassen røyke rauchen rådet Rat, Ratschlag, der (-e*)

S saften Saft, der (-e*) saken Sache, die (-n) saksa Schere, die (-n) saltet Salz, das (-e) samfunnet Gesellschaft, die (-en) samle sammeln sammen zusammen samtalen Gespräch, das (-e) sangen Lied, das (-er) sannheten Wahrheit, die (-en) sannsynligvis wahrscheinlich sausen Soße, die (-n) savne vermissen scenen Bühne, die (-n), Szene, die (-n) se sehen*, schauen seg sich seilbåten Segelboot, das (-e) seile segeln sein spät, langsam selge verkaufen selv selbst selv om obwohl selvfølgelig selbstverständlich, natürlich selvstendig selbstständig sende schicken, senden senga Bett, das (-en) sengetøyet Bettwäsche, die sentrum Stadtmitte, die (-n), Zentrum, das (-…tren) setningen Satz, der (-e*) sette setzen, stellen severdigheten Sehenswürdigkeit, die (-en) si sagen siden Seite, die (-n) siden seit, nachher, später, weil sikker sicher sikkert sicherlich, bestimmt sint böse sitte sitzen sjefen Chef, der (-s) sjelden selten sjenert schüchtern sjokoladen Schokolade, die (-n)

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skikken Gebrauch, der (-e*) skille trennen skipet Schiff, das (-e) skitten schmutzig skjeen Löffel, der (-) skjorta Hemd, das (-en) skjørtet Rock, der (-e*) skoen Schuh, der (-e) skogen Wald, der (-er*) skolen Schule, die (-n) skrekkelig schrecklich skrelle schälen skrike schreien skrive schreiben skuespilleren Schauspieler, der (-) skuffen Schublade, die (-n) skuffet enttäuscht skulderen Schulter, die (-n) skulle sollen skummel unheimlich skyen Wolke, die (-n) skyggen Schatten, der (-) skylden Schuld, die (-en) skyte schießen skyve schieben skøyta Schlittschuh, der (-e) skåla Schale, die (-n) slaget Schlag, der (-e*) slangen Schlange, die (-n) slank schlank slem schlimm, gemein slette löschen slottet Schloss, das (-er*) slutten Schluss, der smake schmecken smaken Geschmack, der (-e*) smerten Schmerz, der (-en) smile lächeln smøret Butter, die snakke sprechen* snart bald snill nett, artig snøen Schnee, der sofaen Sofa, das (-s), Couch, die (-[e]s) sola Sonne, die (-n) som wie, als sommeren Sommer, der (-) sommerferien Sommerferien, die sove schlafen* soverommet Schlafzimmer, das (-) speilet Spiegel, der (-) spennende spannend, aufregend spille spielen spillet Spiel, das (-e) spise essen* sporten Sport, der (-e) språket Sprache, die (-n) spørre fragen spørsmålet Frage, die (-n) stadig stets stanse halten* starten Start, der (-s)

steike braten* stemmen Stimme, die (-n) sterk stark stikke stechen* stille still, leise stjele stehlen* stolen Stuhl, der (-e*) stor groß, hoch straks sofort stranda Strand, der (-e*) strekningen Strecke, die (-n) stua Wohnzimmer, das (-) stykket Stück, das (-e) stå stehen sukkeret Zucker, der (-) suksessen Erfolg, der (-e) sulten hungrig sunn gesund suppa Suppe, die (-n) sur sauer svare antworten svaret Antwort, die (-en) svart schwarz Sveits Schweiz, die syk krank sykkelen Fahrrad, das (-er*), Rad, das (-er*) sykle Fahrrad fahren*, radeln syklisten Fahrradfahrer, der (-) synd schade synge singen særlig besonders søke suchen søke (på) bewerben søknaden Bewerbung, die (-en), Antrag, der (-e*) sølvet Silber, das søndag Sonntag, der (-e) sønnen Sohn, der (-e*) søppeldunken Mülltonne, die (-n) søppelet Müll, der sør Süd, Süden, der sørge for dafür sorgen søsknene Geschwister, die søstera Schwester, die (-n) såpa Seife, die (-n)

T ta nehmen* taket Dach, das (-er*) takk danke tallerkenen Teller, der (-) tallet Zahl, die (-en), Ziffer, die (-n) tanken Gedanke, der (-n) tanna Zahn, der (-e*) tape verlieren tavla Tafel, die (-n) teateret Theater, das (-), Schauspielhaus, das (-er*) teen Tee, der (-s) tegne zeichnen teit blöd


U uansett sowieso, ohnehin, egal uflaks Pech, das uhellet Unglück, das (-e) uka Woche, die (-n) ulven Wolf, der (-e*) ulykken Unfall, der (-e*)

yndlings- lieblingsypperlig ausgezeichnet yrkesskolen Berufsschule, die (-n) yrket Beruf, der (-e)

Æ æren Ehre, die (-n) ærlig ehrlich

Ø ødelagt kaputt, zerstört ødelegge zerstören økonomien Wirtschaft, die (-en) økonomisk wirtschaftlich, sparsam ølet Bier, das (-e) ønske wünschen øret Ohr, das (-en) øst Ost, Osten, der Østerrike Österreich øvinga Übung, die (-en) øvrig übrig, sonstig øya Insel, die (-n) øyeblikket Augenblick, der (-e) / Moment, der (-e) øyet Auge, das (-n)

Å åpne öffnen året Jahr, das (-e) årsaken Ursache, die (-n), Grund, der (-e*) årstiden Jahreszeit, die (-en)

Bokmål–tysk ordliste 357

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE

valget Wahl, die (-en) valgfaget Wahlfach, das (-er*) vanlig üblich, gewöhnlich vanligvis normalerweise vannet Wasser, das (-/-*) vanskelig schwer, schwierig vanvittig wahnsinnig vare dauern varm warm, heiß vaske waschen*, putzen vaskerommet Waschraum, der (-e*) vaskeservanten Waschbecken, das (-) ved bei ved (siden av) neben veggen Wand, die (-e*) vekke wecken vekkerklokka Wecker, der (-) vel wohl veldig sehr velge wählen vellykket gelungen vennen Freund, der (-e) venninnen Freundin, die (-en) vennlig freundlich vennskapet Freundschaft, die (-en) vente warten verdenen Welt, die (-en) verdenskrigen Weltkrieg, der (-e) verket Werk, das (-e) verkstedet Werkstatt, die (-en*) vertshuset Gasthaus, das (-er*) vest West, Westen, der videre weiter videregående skole Gymnasium, das (-en) vidunderlig wunderschön, wunderbar viktig wichtig

Y

bokmål–TYSK ORDLISTE

V

ville wollen* vinden Wind, der (-e) vinduet Fenster, das (-) vinduskarmen Fensterbank, die (-e*) vinen Wein, der (-e) vinne gewinnen vinteren Winter, der (-) virkelig wirklich vise zeigen vitnemålet Zeugnis, das (-se) vitsen Witz, der (-e) vogna Wagen, der (-) vokse wachsen* voksen erwachsen vond(t) weh, schmerzhaft, übel være sein* været Wetter, das værmeldinga Wetterbericht, der (-e) våge wagen våt nass

TYSK–nynorsk ORDLISTE

umulig unmöglich under unter underholdningen Unterhaltung, die (-en) underveis unterwegs undervise unterrichten undervisningen Unterricht, der (-e) undre wundern ung jung ungdommen Jugendliche, der (-n) universitetet Universität, die (-en) unnskyldningen Entschuldigung, die (-en) ut aus utdanningen Ausbildung, die (-en) ute draußen uten ohne utenfor außerhalb, vor utlandet Ausland, das utlendingen Ausländer, der (-) utrolig unglaublich utsikten Aussicht, die (-en) uttrykket Ausdruck, der (-e*) utvalget Auswahl, die (-en) utvikle entwickeln uvanlig ungewöhnlich

nynorsk–TYSK ORDLISTE

teksten Text, der (-e) telefonen Telefon, das (-e) telle zählen tenke denken teppet Teppich, der (-e) tett dicht tiden Zeit, die (-en) tidlig früh tidsnok rechtzeitig til zu, nach, bis, an til og med sogar tilbake zurück tilbringe verbringen tilbudet Angebot, das (-e) tilby anbieten tilhengeren Anhänger, der (-) tilhøre gehören tillate erlauben, zulassen* tillatelsen Erlaubnis, die (-se) timen Stunde, die (-n) timeplanen Stundenplan, der (-e*) tingen Ding, das (-e) tirsdag Dienstag, der (-e) tjenesten Dienst, der (-e) toget Zug, der (-e*) tom leer tordenværet Gewitter, das (-) torsdag Donnerstag, der (-e) trafikken Verkehr, der trafikklyset Ampel, die (-n) trang eng trappa Treppe, die (-n) treet Baum, der (-e*) treffe treffen* trene trainieren trenge brauchen treningen Training, das (-s) trist traurig tro glauben true drohen trykke drücken trøste trösten trøtt müde T-skjorta T-Shirt, das (-s) tull Unsinn, Quatsch, der turen Spaziergang, der (-e*); Ausflug, der (-e*), Fahrt, die (-en) (bil-/togturen) TV-en Fernseher, der (-) tykk dick tynn dünn typen Typ, der (-en) tørr trocken tørre wagen tåka Nebel, der (-)


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Tysk-nynorsk ordliste Ord markerte med * er verb som får vokalendring i 2. og 3. person presens.

A ab av, frå ab und zu av og til Abend, der (-e) kvelden abends om kvelden aber men Abitur, das (-e) avgangseksamen frå vidare­gåande skole abschleppen taue bort Abschluss, der (-e*) avslutninga abschneiden skjære av Abstand, der (-e*) avstanden abwaschen* vaske av/opp Achtung! pass på! Adresse, die (n) adressa Ahnung, die (-en) aninga Aktivität, die (-en) aktiviteten allein åleine allerdings riktignok, likevel; jo allgemein allmenn, vanleg, generell Alptraum, der (-e*) marerittet als som; (den gong) da; enn (samanlikning) also altså, så Ampel, die (-n) trafikklyset anbieten tilby ändern endre, forandre anders annleis anderseits på den andre sida anfangen* begynne, setje i gang Angabe, die (-n) opplysninga Angebot, das (-e) tilbodet angeln fiske angenehm hyggeleg, behageleg Angestellte, der (-n) den tilsette Angler, der (-) fiskaren Angriff, der (-e) angrepet Angst, die redsla, uroa Anhänger, der (-) tilhengaren anprobieren prøve (på) anstatt i staden for anstrengend slitsam Antrag, der (-e*) søknaden Antwort, die (-en) svaret antworten svare anwesend til stades Anzug, der (-e*) dressen, antrekket Appetit, der (-e) appetitten Arbeit, die (-en) arbeidet arbeiten arbeide Arbeitnehmer, der (-) arbeidstakaren arbeitslos arbeidslaus ärgerlich ergerleg, irriterande arm fattig, stakkarsleg Arzt, der (-e*) legen auch også, òg auf på, oppå

358 Weiter geht’s

aufessen* ete opp Aufgabe, die (-n) oppgåva, oppdraget aufhängen hengje opp aufhören slutte, halde opp aufräumen rydde opp aufregend spennande aufstehen stå opp, reise seg aufwachsen* vekse opp Auge, das (-n) auget Augenblick, der (-e) augneblinken aus frå, av, ut av Ausbildung, die (-en) utdanninga Ausdruck, der (-e*) uttrykket, utskrifta Ausland, das utlandet Ausländer, der (-) utlendingen ausreichend tilstrekkeleg außerdem dessutan Aussicht, die (-en) utsikta Auswahl, die (-en) utvalet Ausweis, der (-e) legitimasjonen, beviset Autobahn, die (-en) motorvegen Autokennzeichen, das (-) bil­nummeret Autopanne, die (-n) motor­stoppen, punkteringa Autowerkstatt, die (-en*) bil­verkstaden

B backen bake Bäckerei, die (-en) bakeriet Bad, das (-er*) badet Badewanne, die (-n) badekaret Badezimmer, das (-) badet, baderommet Bahn, die (-en) banen (tog, trikk) Bahnhof, der (-e*) jernbane­stasjonen Bahnsteig, der (-e) plattforma, perrongen bald snart bange redd, engsteleg Bär, der (-en) bjørnen, bamsen Bauch, der (-e*) magen bauen byggje Bauernhof, der (-e*) bondegarden Baum, der (-e*) treet Beamte, der (-n) funksjonæren, tenestemannen bedeuten tyde Bedingung, die (-en) føre­setnaden, vilkåret befriedigend tilfredsstillande begegnen møte beginnen begynne begleiten følgje bei hos, hjå, ved beide begge beinah(e) nesten beisammen saman Beispiel, das (-e) eksempelet beißen bite

bekannt kjend bekommen få belagern beleire beliebt godt likt, populær Belohnung, die (-en) lønna bemalen male (på) benutzen bruke, nytte Berechnung, die (-en) berekninga bereit klar, parat bereiten førebu Berg, der (-e) fjellet, berget Beruf, der (-e) yrket Berufsschule, die (-n) yrkesskolen berühmt berømt, vidgjeten beschädigt skadd beschenken gi (bort) beschließen avgjere beschreiben skildre besitzen eige, ha, inneha besonder spesiell besonders især, særleg besser betre Besteck, das (-e) bestikket bestehen bestå bestellen bestille bestimmt bestemt, sikkert bestrafen straffe Besuch, der (-e) besøket besuchen vitje, besøkje Bett, das (-en) senga Bettwäsche, die sengekleda Beutel, der (-e) posen, sekken Bevölkerung, die befolkninga bevor før, innan bewerben* søkje (på) Bewerbung, die (-en) søknaden bewölkt overskya bezahlen betale biegen bøye, svinge Bier, das (-e) ølet Bildung, die (-en) utdanninga, danninga bis til, inntil, innan bitte ver så snill, ver så god blau blå bleiben bli, forbli Blick, der (-e) utsikta, blikket blöd dum, teit bloß berre Blume, die (-n) blomen Boden, der (-*) golvet, jordsmonnet böse slem, sint Bosheit, die (-en) vondskapen Botschaft, die (-en) bodskapen; ambassaden brauchen trenge, ha bruk for brauen bryggje Brauerei, die (-en) bryggeriet


dabei samstundes, ved Dach, das (-er*) taket Dachboden, der (-*) loftet dafür for den/det, til gjengjeld daher derfor, såleis dahin dit; forbi damals den gong damit med det, for at danach etterpå danke takk dann så, da dasselbe det same dauern vare davon derfrå, frå det, frå han/ho/den davor før/framfor det/den denken tenkje, meine, synast denn da, for, fordi deshalb derfor deutschsprachig tyskspråkleg dicht tett Dichter, der (-) diktaren dick tjukk Dienst, der (-e) tenesta Dienstag, der (-e) tysdag dieser denne Ding, das (-e) tingen doch likevel, jo Dom, der (-e) domen, domkyrkja Donnerstag, der (-e) torsdag Dorf, das (-er*) landsbyen dort der drin i det, i den Drittel, das (-) tredjedelen drohen true drücken trykkje dunkel mørk

Fach, das (-er*) faget, hylla Fahne, die (-n) flagget fahren* køyre, dra Fahrkarte, die (-n) billetten Fahrkartenschalter, der (-) billettluka Fahrrad, das (-er*) sykkelen Fahrradfahrer, der (-) syklisten Fahrschein, der (-e) billetten Fahrt, die (-en) reisa, turen fallen* falle falsch falsk, feil, usann Familie, die (-n) familien Farbe, die (-n) fargen fast nesten faul lat fehlen mangle feiern feire, feste Feiertag, der (-e) heilagdagen, festdagen Feind, der (-e) fienden, uvennen Fenster, das (-) vindauget Fensterbank, die (-e*) vindaugskarmen Ferien, die ferien fern fjern Ferne, die (-n) avstanden Fernseher, der (-) tv-apparatet Fernsehturm, der (-e*) fjern­synstårnet fest fast, stø Fett, das (-e) feittet Feuer, das (-) elden, bålet Feuerwerk, das (-e) fyrverkeriet finden finne; synast Fisch, der (-e) fisken flach flat Fleisch, das kjøtet fliegen fly fliehen flykte Flohmarkt, der (-e*) loppemarknaden Flughafen, der (-*) flyplassen Flugzeug, das (-e) flyet Flur, der (-e) gangen, entreen

Tysk–nynorsk ordliste 359

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk

F

TYSK–bokmål ORDLISTE

D

eben jamn, slett, nettopp ebenfalls likeså echt ekte Ecke, die (-n) hjørnet, kroken egal likegyldig Ehemann, der (-er*) ektemannen ehrlich ærleg Ei, das (-er) egget eifrig ivrig eigen eigen (sich) eignen eigne (seg) eilen skunde seg, ile Eimer, der (-) bøtta, spannet einander kvarandre Einbruch, der (-e*) innbrotet einfach enkel, grei Eingang, der (-e*) inngangen einige nokre einkaufen handle einladen* invitere Einladung, die (-en) invitasjonen einmal ein gong Einsicht, die (-en) innsikta einweihen innvie Einwohner, der (-) innbyggjaren einzeln enkelt, enkeltvis einzig einaste Eis, das isen, iskremen Elch, der (-e) elgen Eltern, die foreldra empfehlen* tilrå endlich endeleg eng trong Enkelkind, das (-er) barnebarnet entdecken oppdage entlang langs entscheiden bestemme Entscheidung, die (-en) avgjerda Entschuldigung, die (-en) unnskyldninga, orsakinga enttäuscht skuffa entweder – oder anten – eller entwickeln utvikle, framkalle erben arve Erdbeere, die (-n) jordbæret Erde, die jorda Erdgeschoss, das (-e) første etasje Erdkunde, die geografi Ereignis, das (-se) hendinga erfahren* erfare Erfahrung, die (-en) erfaringa erfinden finne opp, finne på

bokmål–TYSK ORDLISTE

Chef, der (-s) sjefen Couch, die (-s/-en) sofaen

E

Erfolg, der (-e) suksessen Ergebnis, das (-se) resultatet Erinnerung, die (-en) minnet, erindringa erkennen kjenne igjen erklären forklare erlauben tillate Erlaubnis, die (-se) tillatinga, løyvet erleben oppleve Erlebnis, das (-se) opplevinga ernst alvorleg erreichen nå, oppnå erschrocken skremd, forskrekka erst først erwachsen vaksen erzählen fortelje Erzählung, die (-en) forteljinga es det essen* ete etwas noko, litt ewig evig

TYSK–nynorsk ORDLISTE

C

dünn tynn durch gjennom durchlesen* lese gjennom Durchschnitt, der (-e) gjennomsnittet durchsichtig gjennomsiktig durchsuchen leite gjennom dürfen* få lov til Dusche, die (-n) dusjen

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Brei, der (-e) grauten breit brei brennen brenne Brief, der (-e) brevet bringen bringe Brot, das (-e) brødet Brötchen, das (-) rundstykket Brücke, die (-n) brua Bruder, der (-*) broren Buch, das (-er*) boka Bücherei, die (-en) biblioteket Bücherregal, das (-e) bokhylla Bühne, die (-n) scenen bummeln gå og slenge, slentre Bundesland, das (-er*) delstaten bunt fargerik, mønstret, livleg Bürger, der (-) borgaren Bürgermeister, der (-) borgar­meisteren Büro, das (-s) byrået, kontoret Butter, die smøret


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Fluss, der (-e*) elva Frage, die (-n) spørsmålet fragen spørje frech frekk frei fri, ledig, gratis Freiheit, die (-en) fridomen Freitag, der (-e) fredag freiwillig frivillig Freizeit, die (-en) fritida fremd framand fressen* ete (om dyr), sluke freuen glede Freund, der (-e) vennen freundlich vennleg Freundschaft, die (-en) venn­skapen Frieden, der (-) freden frisch frisk, fersk froh glad fröhlich glad, lystig Frosch, der (-e*) frosken früh tidleg früher tidlegare, før Frühstück, das (-e) frukosten fühlen føle, kjenne Führerschein, der (-e) førarkortet für for, til Fürst, der (-en) fyrsten Fuß, der (-e*) foten

G Gabel, die (-n) gaffelen ganz heil, ganske Garage, die (-n) garasjen Garten, der (-en*) hagen Gast, der (-e*) gjesten Gastarbeiter, der (-) framand­arbeidaren Gasthaus, das (-er*) vertshuset Gebäck, das (-e) bakverket, småkakene Gebäude, das (-e) bygninga geben* gi Gebet, das (-e) bønna Gebiet, das (-e) området Gebirge, das (-) fjellkjeda, fjellet geboren fødd Gebot, das (-e) bodet, påbodet Gebrauch, der (-e*) skikken, bruken Geburt, die (-en) fødselen Geburtstag, der (-e) bursdagen Gedächtnis, das (-se) minnet Gedanke, der (-n) tanken Gedicht, das (-e) diktet gefährlich farleg gefallen* like Gefängnis, das (-se) fengselet Gefühl, das (-e) kjensla gegen mot gegenseitig gjensidig, overfor kvarandre Gegenstand, der (-e*) gjenstanden gegenüber overfor Geheimnis, das (-se) løyn­domen gehen gå, reise Gehirn, das (-e) hjernen

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gehören tilhøyre gelangen nå (fram), rekke, komme gelb gul Geld, das (-er) pengane Geldbeutel, der (-) lommeboka gelungen vellykka Gemälde, das (-) måleriet gemein slem, lumpen gemeinsam felles gemischt blanda Gemüse, das (-) grønsaka gemütlich hyggeleg genau akkurat, nøyaktig genauso like, likeså genug nok genügen rekke, halde Gepäck, das bagasjen gerade akkurat no, nettopp geradeaus rett fram Gerechtigkeit, die rettferda Gericht, das (-e) (mat-)retten; domstolen gern gjerne geröstet rista Geruch, der (-e*) lukta gesamt heil, samla, totalt Gesang, der (-e*) songen Geschäft, das (-e) butikken geschehen* skje, hende Geschichte, die (-n) historia, forteljinga Geschirr, das serviset, koppar og kar Geschirrspüler, der (-) oppvaskmaskina Geschmack, der (-e*) smaken geschmolzen smelta geschwind fort, svint Geschwister, die syskena Gesellschaft, die (-en) samfunnet, selskapet Gesetz, das (-e) lova Gesicht, das (-er) ansiktet Gespräch, das (-e) samtalen gestern i går gesund sunn, frisk Getränk, das (-e) drikken gewinnen vinne Gewitter, das (-) torevêret gewohnt vanleg Gewürz, das (-e) krydderet Gipfel, der (-) fjelltoppen, tinden glauben tru gleich straks Glocke, die (-n) klokka Glockenturm, der (-e*) klokke­tårnet Glück, das (-e) lykka, hellet glücklich lykkeleg, heldig grau grå Grenze, die (-n) grensa grob grov groß stor, høg, lang Großvater, der (-*) bestefaren grün grønn Grundschule, die (-n) grunn­skolen gucken kikke, sjå

gut god, bra

H Haar, das (-e) håret Hafen, der (-*) hamna Hähnchen, das (-) kyllingen halb halv Hälfte, die (-n) halvparten halten* halde, stanse Hand, die (-e*) handa Handy, das (-s) mobiltelefonen Hängematte, die (-n) hengekøya Hase, der (-n) haren Haselnuss, die (-e*) hasselnøtta hassen hate häufig ofte Hauptschule, die (-n) 5.–9. grunnskoleår Hauptstadt, die (-e*) hovudstaden Haus, das (-er*) huset Haushalt, der (-e) hushaldet Haut, die (-e*) huda, skinnet Heide, die (-n) heden, marka, lyngheia Heiligabend, der (-e) julaftan heimlich hemmeleg, i smug heiraten gifte seg heißen heite Held, der (-en) helten helfen* hjelpe hell lys, klar heraus fram, ut herausfinden finne ut av Herbst, der (-e) hausten Herd, der (-e) (steike-)omnen Herkunft, die avstamminga, ætta herrlich herleg hervor fram herzlich hjarteleg heulen hyle, skrike heute i dag hier her hierher her, hit, hitover Hilfe, die (-n) hjelpa Himbeere, die (-n) bringebæret Himmel, der (-) himmelen hin borte, forbi, hen hinauf opp hinaus ut hinten bak hinter bak, bakom hinunter ned hoch høg Hochschule, die (-n) høgskolen Hof, der (-e*) garden, gardsplassen, hoffet hoffen håpe Höhe, die (-n) høgda holen hente Holz, das (-er*) treet, veden Honig, der (-e) honningen hören høyre Huhn, das (-er*) høna Hühnchen, das (-) kyllingen


K Kaffee, der (-s) kaffen kalt kald Kamin, der (-e) peisen, kaminen kämpfen kjempe kaputt sund, øydelagd Karte, die (-n) (post)kortet; billetten; kartet; menyen Käse, der (-) osten Katze, die (-n) katten kaufen kjøpe Kaufhaus, das (-er*) kjøpesenteret, varehuset kaum knapt kein ingen Keller, der (-) kjellaren Kellner, der (-) kelneren kennen kjenne Kind, das (-er) barnet Kindergarten, der (-*) barnehagen Kindheit, die (-en) barndomen Kirsche, die (-n) kirsebæret Klamotten, die kleda klären avklare Klasse, die (-en) klassa Klausur, die (-en) eksamenen, prøven Klavier, das (-e) pianoet Kleid, das (-er) kjolen Kleidung, die (-en) kleda klein liten Klingel, die (-n) ringjeklokka

L lächeln smile Lachen, das latteren lachen le lächerlich latterleg Lachs, der (-e) laksen Laden, der (-*) butikken Lage, die (-n) leiet (geogr.), ­(liggje-)staden; situasjonen Land, das (-er*) landet, jorda langweilig keisam lassen* la laufen* springe, gå Laune, die (-n) humøret laut høg (om lyd) leben leve Lebensbedingung, die (-en) livsvilkåra Lebensmittel, die matvarene Lebkuchen, der (-) peparkaka, honningkaka lecker lekker, deilig leer tom legen leggje Lehre, die (-n) læra Lehrer, der (-) læraren leicht lett leiden lide, tole leider dessverre

M machen gjere Mädchen, das (-) jenta Magen, der (-*) magen Mahlzeit, die (-en) måltidet Maler, der (-) målaren manche nokre manchmal iblant, av og til Mandel, die (-n) mandelen mangelhaft mangelfull Mann, der (-er*) mannen Männchen, das (-) den vesle mannen Mannschaft, die (-en) mann­skapet, laget Mantel, der (-*) frakken Märchen, das (-) eventyret Markt, der (-e*) marknaden, torget Maus, die (-e*) musa Meer, das (-e) havet Mehl, das (-e) mjølet mehr meir mehrere fleire, mange mehrmals fleire gonger mein min meinen meine, synast Meisterschaft, die (-en) meister­skapen Mensch, der (-en) mennesket merkwürdig merkeleg Messer, das (-) kniven mieten leige mindestens minst, i det minste Minute, die (-n) minuttet mischen blande Mischung, die (-en) blandinga

Tysk–nynorsk ordliste 361

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Jahr, das (-e) året Jahreszeit, die (-en) årstida jammern jamre, klage jedenfalls i alle fall jeder kvar, kvart jedoch likevel, derimot jemand nokon jetzt no Job, der (-s) jobben Jugendliche, der (-n) ungdomen jung ung Jüngste, der (-n) den yngste

TYSK–bokmål ORDLISTE

J

bokmål–TYSK ORDLISTE

immer alltid immer noch framleis in i, om Inhalt, der (-e) innhaldet Innenstadt, die (-e*) bykjernen innerhalb innanfor Insel, die (-n) øya Interesse, das (-n) interessa interessieren interessere

leihen låne leise stille, låg lernen lære, tileigne seg lesen* lese Leser, der (-) lesaren Leute, die folka, menneska Licht, das (-er) lyset lieb kjær, snill Liebe, die (-n) kjærleiken lieben elske lieber heller Liebesbeziehung, die (-en) kjærleiks­ forholdet lieblings- yndlingsLied, das (-er) songen, visa liegen liggje links til venstre Lippe, die (-n) leppa Literatur, die litteraturen Loch, das (-er*) holet Löffel, der (-) skeia Lohn, der (-e*) lønna löschen slette lösen løyse losrennen springe avgarde Lüge, die (-n) løgna Lust, die (-e*) lysta lustig morosam

TYSK–nynorsk ORDLISTE

I

klingeln ringje (på) klingen lyde Klo, das (-s) doen klopfen banke (på) klug klok Knabe, der (-n) guten Kneipe, die (-n) baren, kroa, kafeen Koch, der (-e*) kokken kochen koke, lage mat Koffer, der (-) kofferten komisch pussig, rar kommen komme König, der (-e) kongen Königreich, das (-e) kongeriket können* kunne Konzert, das (-e) konserten Kopf, der (-e*) hovudet Korb, der (-e*) korga Körper, der (-) kroppen krank sjuk Kreis, der (-e) ringen, sirkelen kreuzen krysse Kreuzung, die (-en) krysset kriegen få Küche, die (-n) kjøkkenet Kuchen, der (-) kaka Kuh, die (-e*) kua kühlen kjøle Kühlschrank, der (-e*) kjøleskapet Kuli, der (-s) kulepennen kurz kort Kurzgeschichte, die (-n) novella Küste, die (-n) kysten

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Hund, der (-e) hunden Hunger, der svolten hungrig svolten Hut, der (-e*) hatten Hütte, die (-n) hytta


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

mit med miteinander i fellesskap, med kvarandre mitkommen bli med, komme med mitmachen vere med på, delta i mitnehmen* ta med Mittagessen, das lunsjen, middagen Mitte, die (-n) midten Mittelalter, das middelalderen Mittelpunkt, der (-e) midtpunktet Mittwoch, der (-e) onsdag Mode, die (-n) moten mögen* like Möglichkeit, die (-en) sjansen Moment, der (-e) augneblinken Monat, der (-e) månaden Montag, der (-e) måndag morgen i morgon morgens kvar morgon, om morgonen müde trøytt Mühe, die (-n) møda, påkjenninga Müll, der søppelet Mülltonne, die (-n) søppelbøtta Mund, der (-er*) munnen mündlich munnleg Museum, das (-een) museet müssen* måtte Mut, der motet Mutter, die (-*) mora Muttersprache, die (-n) morsmålet

N nach etter, til nachdem etter at Nachricht, die (-en) nyheita, meldinga Nachspeise, die (-n) desserten nächste nærmaste, neste Nacht, die (-e*) natta Nachtisch, der (-e) desserten nah nær Nähe, die nærleiken Name, der (-n) namnet nämlich nemleg Nase, die (-n) nasen nass blaut Nationalfeiertag, der (-e) nasjonaldagen Nationalheld, der (-en) nasjonalhelten natürlich naturlegvis Naturwissenschaft, die (-en) naturvitskapen Nebel, der (-) tåka neben ved sida av nebeneinander ved sida av kvar­andre nehmen* ta nennen nemne, kalle nervig irriterande nett snill, hyggeleg neu ny neugierig nyfiken nicht ikkje nichts ingenting nie aldri nieder ned

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niemand ingen, ikkje nokon noch enda, framleis Nord nord normalerweise vanlegvis Note, die (-n) karakteren; noten; (penge)setelen nötig nødvendig Nötigung, die tvangen Nudeln, die pasta nun no nur berre

O ob om oben oppe, oppå Ober, der (-) kelnaren, hovmeistaren Oberstufe, die (-n) tilsvarer norsk vidaregåande skole Obst, das frukta obwohl sjølv om öde forlatt, øde, keisam (slang) oder eller Ofen, der (-*) omnen öffnen opne oft ofte ohne utan Ohr, das (-en) øyret Öl, das (-e) oljen Oma, die (-s) bestemora Opa, der (-s) bestefaren Oper, die (-n) operaen Opfer, das (-) offeret Orange, die (-n) appelsinen ordentlich ordentleg, skikkeleg Ort, der (-e) plassen, staden Ost aust Osterei, das (-er) påskeegget Osterhase, der (-n) påskeharen Ostern, das påska Österreich Austerrike

P packen pakke, gripe tak i Panne, die (-n) motorstoppen, punkteringa Papier, das (-e) papiret Papst, der (-e*) paven Parkplatz, der (-e*) parkeringsplassen Parterre, das (-s) første etasje Pass, der (-e*) passet passieren skje, hende Pech, das uflaks Person, die (-en) personen Pfanne, die (-n) panna Pfarrer, der (-) presten Pfeffer, der pepar pfeifen pipe, plystre, blåse i fløyta Pferd, das (-e) hesten Pfingsten, das pinsa pflanzen plante pflücken plukke Platz, der (-e*) plassen, staden plötzlich plutseleg

Polizei, die (-en) politiet Portion, die (-en) porsjonen Preis, der (-e) prisen, premien Prinz, der (-en) prinsen probieren prøve Problem, das (-e) problemet produzieren produsere Prüfung, die (-en) prøven, eksamenen Pulli, der (-s) genseren Punkt, der (-e) poenget, punktumet, prikken pünktlich punktleg

Q quer på tvers

R Rad, das (-er*) sykkelen, hjulet radeln sykle Ratschlag, der (-e*) rådet Räuber, der (-) røvaren rauchen røykje, ryke Raum, der (-e*) rommet raus (heraus) ut (av) Rechnung, die (-en) rekninga recht rett, riktig rechts til høgre Rechtsanwalt, der (-e) advokaten rechtzeitig i rett tid reden snakke, prate Regal, das (-e) hylla Regen, der (-) regnet Regierung, die (-en) regjeringa reich rik reichen rekke Reichstag, der riksdagen reif moden Reihenhaus, das (-er*) rekkje­huset rein rein, klar Reise, die (-n) reisa reiten ri rennen springe Rentier, das (-e) reinsdyret Rezept, das (-e) resepten, opp­skrifta richtig riktig Richtung, die (-en) retninga riesig svær, enorm Rock, der (-e*) skjørtet rot raud Rücken, der (-) ryggen rufen rope, kalle Ruhe, die roa ruhen kvile ruhig roleg rühren røre Runde, die (-n) runden

S Sache, die (-n) saka Sack, der (-e*) sekken, posen Saft, der (-e*) safta sagen seie


T Tafel, die (-n) tavla Tag, der (-e) dagen Tal, das (-er*) dalen Tasche, die (-n) lomma Tasse, die (-n) koppen Tatze, die (-n) labben Tee, der (-s) teen Teig, der (-e) deigen teilen dele

Tysk–nynorsk ordliste 363

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE

soweit så vidt, for så vidt sowieso likevel sowohl – als auch både – og spannend spennande Spaß, der (-e*) moroa spät sein Speisekarte, die (-n) menyen Spiegel, der (-) spegelen Spiel, das (-e) spelet, leiken, kampen spielen leike, spele spitz spiss Sport, der (-e) sporten Sporthalle, die (-n) idrettshallen Sportler, der (-) idrettsutøvaren Sportverein, der (-e) idretts­foreininga Sprache, die (-n) språket sprechen* snakke spüren merke, føle Stadt, die (-e*) byen Stadtmitte, die (-n) sentrum stark sterk, sprek stechen* stikke stehen stå stehlen* stele steigen auke, heve; stige steil bratt Stein, der (-e) steinen stellen stille, setje sterben* døy stets stadig Steuer, die (-n) skatten, avgifta still stille Stimme, die (-n) stemma Stock, der (-e*) stokken; etasjen Stockwerk, das (-e) etasjen Stolz, der stoltheita stören forstyrre Strand, der (-e*) stranda Straße, die (-n) gata Strecke, die (-n) strekninga streichen male, stryke stressig stressande Stroh, das strået Stube, die (-n) stova Stuhl, der (-e*) stolen Stunde, die (-n) timen Stundenplan, der (-e*) timeplanen stürmen storme stürmisch stormfullt suchen leite etter, søkje Süd sør

TYSK–nynorsk ORDLISTE

Schuld, die (-en) skulda, gjelda Schule, die (-n) skolen Schüler, der (-) eleven Schulhof, der (-e*) skolegarden Schultasche, die (-n) skoleveska Schulter, die (-n) skuldra schütteln riste Schwager, der (-*) svogeren schwanger gravid Schwanz, der (-e*) halen schwarz svart Schweinefleisch, das svinekjøtet Schweiz, die Sveits schwer tung, svær, vanskeleg schwierig vanskeleg See, der (-n) innsjøen Seele, die (-n) sjela Segelboot, das (-e) seglbåten segeln segle sehen* sjå Sehenswürdigkeit, die (-en) sjå­verdig ting, turistmålet sehr veldig Seife, die såpa sein* vere seit sidan seitdem sidan Seite, die (-n) sida selber sjølv selbst sjølv selbstständig sjølvstendig selbstverständlich sjølvsagt selten sjeldan setzen setje sich seg sicher sikker sicherlich sikkert Silber, das sølvet Silvester, der/das (-) nyttårsaftan singen syngje sitzen sitje Ski, der (-er/-) skia Skisprungschanze, die (-n) hoppbakken Sofa, das (-s) sofaen sofort straks sogar til og med, enda sogenant såkalla Sohn, der (-e*) sonen solange så lengje solch slik, sånn sollen skulle Sommer, der (-) sommaren Sommerferien, die sommarferien sondern men Sonne, die (-n) sola Sonntag, der (-e) søndag sonst elles sooft så ofte sorgen (für) sjå til, sørgje for Sorte, die (-n) sorten Soße, die (-n) sausen sowas slikt

nynorsk–TYSK ORDLISTE

Sahne, die fløyten Salz, das (-e) saltet sammeln samle Samstag, der (-e) laurdag satt mett Satz, der (-e*) setninga sauber rein sauer sur säuerlich syrleg schade synd schaffen greie, klare; skape Schaffner, der (-) konduktøren Schale, die (-n) skåla schälen skrelle scharf sterk Schatten, der (-) skuggen schauen sjå schaumig skummande Schauspieler, der (-) skode­spelaren Scheibe, die (-n) skiva scheinen skine schenken gi (bort) Schere, die (-n) saksa Scheune, die (-n) løa, låven schicken sende schieben skyve schießen skyte Schiff, das (-e) skipet Schinken, der (-) skinka schlafen* sove Schlafzimmer, das (-) sove­rommet Schlag, der (-e*) slaget; hjerneslaget Schlange, die (-n) køen; slangen schlecht dårleg schließlich til (sjuande og) sist, til slutt schlimm dårleg, ille, slem Schlitten, der (-) sleden Schlittschuh, der (-e) skøyta Schloss, das (-er*) slottet; låsen Schluss, der slutten schmecken smake Schmerz, der (-en) smerta schmerzen gjere vondt, smerte Schmied, der (-e) smeden Schmuck, der (-e) smykket,­­pynten schmücken pynte, smykke schmutzig skiten Schnee, der snøen schnell rask, snar Schokolade, die (-n) sjokoladen schon allereie schön vakker, pen schrecklich skrekkeleg, frykteleg schreiben skrive Schreibtisch, der (-e) skrive­bordet schreien skrike, rope schriftlich skriftleg Schriftsteller, der (-) forfattaren Schublade, die (-n) skuffa schüchtern sjenert, sky Schuh, der (-e) skoen Schuhmacher, der (-) skomakaren


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

Teilnahme, die (-n) deltakinga Telefon, das (-e) telefonen Teller, der (-) tallerkenen Teppich, der (-e) teppet teuer dyr Teufel, der (-) djevelen Theaterbühne, die (-n) teater­scenen Theaterstück, das (-e) teater­stykket tief djup Tier, das (-e) dyret Tierpark, der (-s) dyreparken Tisch, der (-e) bordet Tochter, die (-*) dottera Tod, der (-e) døden toll flott Topf, der (-e*) gryta töten drepe tragen* bere; ha på seg Training, das (-s) treninga Traube, die (-n) drua Traum, der (-e*) draumen träumen drøyme traurig trist, sørgjeleg treffen* treffe, møte treiben drive trennen skilje Treppe, die (-n) trappa treu trufast trinken drikke trocken tørr trocknen tørke trösten trøyste trotzdem likevel, trass i Tür, die (-en) døra Turm, der (-e*) tårnet Typ, der (-en) typen, fyren

U über over, om überall overalt überhaupt overhovud überraschen overraske überwinden overvinne üblich vanleg übrig øvrig, til overs Übung, die (-en) øvinga Uhr, die (-en) klokka umfassen omfatte, famne umkommen omkomme, døy Umwelt, die (-en) miljøet unbedingt absolutt und og unendlich uendeleg Unfall, der (-e*) ulykka ungefähr omtrent ungenügend utilstrekkeleg ungewöhnlich uvanleg unglaublich utruleg Unglück, das (-e) uhellet unheimlich skummel, uhyggeleg Universität, die (-en) universitetet unmöglich umogleg

364 Weiter geht’s

Unsinn, der tullet unten nede unter under, blant unterhalten* snakke, underhalde Unterhaltung, die (-en) praten, underhaldninga Unterkunft, die (-e*) huslyet Unterricht, der (-e) undervisninga unterrichten undervise Unterschied, der (-e) forskjellen, ulikskapen unterschiedlich forskjellig unterwegs undervegs Urlaub, der (-e) ferien Ursprung, der (-e*) opphavet, utspringet ursprünglich opphavleg Urteil, das (-e) domen

V Vater, der (-*) faren verabreden avtale Veränderung, die (-en) forandringa verantwortlich ansvarleg Verantwortung, die (-en) ansvaret verboten forboden verbringen tilbringe verdienen tene, fortene vereinen foreine vereinfacht forenkla Verfassung, die (-en) grunnlova Vergangenheit, die fortida Vergehen, das lovbrotet vergessen* gløyme verheiratet gift verkaufen selje Verkehr, der trafikken verlassen* forlate verlieren miste, tape vermissen sakne Vernunft, die fornufta verpassen gå glipp av, miste verreisen reise bort verschieden forskjellig, ulik verschwinden forsvinne verstecken gøyme verstehen forstå, skjønne versuchen forsøkje, prøve Verwandlung, die (-en) forvandlinga verzichten gi avkall på viel mykje viele mange vielleicht kanskje, kan hende voll full, heil völlig fullstendig von av, frå, om vor framfor, før vorbei forbi, over Vorbild, das (-er) førebiletet Vorhang, der (-e*) forhenget, gardina vorher tidlegare Vorname, der (-n) fornamnet Vorschlag, der (-e*) forslaget

Vorsicht, die varsemda vorsichtig forsiktig, varsam Vorspeise, die (-n) forretten Vorteil, der (-e) fordelen

W wachsen* vekse, gro wagen våge, tore Wagen, der (-) vogna, bilen Wahl, die (-en) valet Wahlfach, das (-er*) valfaget wahnsinnig vanvettig während under, mens, i løpet av Wahrheit, die (-en) sanninga wahrscheinlich sannsynlegvis, truleg Wald, der (-er*) skogen Wand, die (-e*) veggen wann når Wanne, die (-n) badekaret warm varm warten vente warum kvifor was kva waschen vaske Wasser, das (-) vatnet wechseln veksle, byte wecken vekkje Wecker, der (-) vekkjarklokka weg vekk, bort wegen på grunn av weh vond Weihnachten, das (-) jula Weihnachtslied, das (-er) jule­songen Weihnachtsmann, der (-er*) julenissen weil fordi Wein, der (-e) vinen weinen gråte weiß kvit weit lang, vid Weite, die (-n) vidda weiter vidare; lenger welche kva for nokre Welt, die (-en) verda Weltkrieg, der (-e) verdskrigen wenig lite wenn viss, om, når wer kven Werbung, die (-en) reklamen werden* bli, verte werfen* kaste Werk, das (-e) verket Werkstatt, die (-e*) verkstaden West vest Wetter, das vêret Wetterbericht, der (-e) vêrmeldinga wichtig viktig wie som wieder igjen wiederholen gjenta Wiederholung, die (-en) gjentakinga Wiedersehen, das (-) gjensynet Wind, der (-e) vinden


TYSK–bokmål ORDLISTE

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minigrammatikk bokmål

windig vindfullt, forblåst Winter, der (-) vinteren Winterferien, die vinterferien wir vi wirklich verkeleg, sanneleg Wirtschaft, die (-en) økonomien, næringslivet; vertshuset wissen vite Witz, der (-e) vitsen witzig vittig, komisk wo kvar Woche, die (-n) veka Wochenende, das (-n) helga wofür for kva woher frå kvar wohin til kvar wohl vel, nok wohnen bu Wohnung, die (-en) leilegheita Wohnwagen, der (-) camping­vogna Wohnzimmer, das (-) stova Wolf, der (-e*) ulven Wolke, die (-n) skya wollen* ville Wort, das (-e/-er*) ordet wunderbar vidunderleg wundern undre wunderschön vedunderleg, vakker, deilig wünschen ønskje Wurst, die (-e*) pølsa

Z

nynorsk–TYSK ORDLISTE

TYSK–nynorsk ORDLISTE

bokmål–TYSK ORDLISTE

zahlen betale zählen telje Zahn, der (-*) tanna Zauberei, die trylleriet zeichnen teikne zeigen vise, peike Zeit, die (-en) tida Zeitschrift, die (-en) tidsskriftet Zeitung, die (-en) avisa zerstört øydelagd Zeugnis, das (-se) vitnemålet ziehen dra, trekkje Ziel, das (-e) målet ziemlich temmeleg, nokså Zimmer, das (-) rommet Zimt, der kanel zu til, for Zucker, der (-) sukkeret zuerst først zufrieden tilfreds Zug, der (-e*) toget Zukunft, die (-e*) framtida zuletzt til slutt, sist zurück tilbake zusammen saman, til saman Zutat, die (-en) ingrediensen zuvor før Zwerg, der (-e) dvergen Zwiebel, die (-n) løken zwischen mellom

Tysk–nynorsk ordliste 365


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Nynorsk-tysk ordliste Ord markerte med * er verb som får vokalendring i 2. og 3. person presens.

A absolutt unbedingt adressa Adresse, die (-n) advokaten Rechtsanwalt, der (-e) akkurat genau, gerade aldri nie aleine allein alle alle allereie schon alltid immer altså also alvorleg ernst ambassaden Botschaft, die (-en) anbefale empfehlen* angrepet Angriff, der (-e) aninga Ahnung, die (-en) annan andere/r annleis anders ansiktet Gesicht, das (-er) ansvaret Verantwortung, die (-en) ansvarleg verantwortlich anten – eller entweder – oder appelsinen Orange, die (-n) arbeide arbeiten arbeidet Arbeit, die (-en) arbeidsledig arbeitslos arbeidstakaren Arbeitnehmer, der (-) arve erben at dass auget Auge, das (-n) augneblinken Augenblick, der (-e) / Moment, der (-e) aust Ost, Osten, der Austerrike Österreich av og til ab und zu, manchmal avgjerda Entscheidung, die (-en) avisa Zeitung, die (-en) avstanden Abstand, der (-e*), Entfernung, die (-en) avtalen Verabredung, die (-en)

B bade baden badekaret Wanne, die (-n) badet, baderommet Badezimmer, das (-) bagasjen Gepäck, das bak hinten bake backen bakeriet Bäckerei, die (-en) banke klopfen barndomen Kindheit, die (-en) barnebarnet Enkelkind, das (-er) barnehagen Kindergarten, der (-*) barnet Kind, das (-er) befolkninga Bevölkerung, die begge beide

366 Weiter geht’s

begynne anfangen* begynninga Anfang, der (-e*) berre nur berømt berühmt bestefaren Großvater, der (-*), Opa, der (-s) bestemme entscheiden bestemora Großmutter, die (-*), Oma, die (-s) bestikket Besteck, das (-e) bestille bestellen besøke besuchen besøket Besuch, der (-e) betale bezahlen betre besser bety bedeuten biblioteket Bücherei, die (-en), Bibliothek, die (-en) billetten Eintrittskarte, die (-en), Fahrkarte, die (-n), Fahrschein, der (-e) billettluka Fahrkartenschalter, der (-) bite beißen bjørnen Bär, der (-en) blande mischen blandinga Mischung, die (-en) bli werden* blomen Blume, die (-n) blå blau bodskapen Botschaft, die (-en) boka Buch, das (-er*) bokhylla Bücherregal, das (-e) bondegarden Bauernhof, der (-e*) bordet Tisch, der (-e) bra gut bratt steil brei breit brekke brechen* brevet Brief, der (-e) broren Bruder, der (-*) brua Brücke, die (-n) bruke benutzen, gebrauchen bryggeriet Brauerei, die (-en) brødet Brot, das (-e) bu wohnen bursdagen Geburtstag, der (-e) butikken Geschäft, das (-e), Laden, der (-*) byen Stadt, die (-e*) byggje bauen bygninga Gebäude, das (-e) byte tauschen, wechseln bønna Gebet, das (-e) både – og sowohl – als auch bålet Feuer, das (-)

C campingvogna Wohnwagen, der (-) CD-en CD, die (-s) CD-spelaren CD-Spieler, der (-)

D da als, dann dagen Tag, der (-e) dalen Tal, das (-er*) dama Frau, die (-en), Dame, ­die (-n) datamaskina Computer, der (-) deigen Teig, der (-e) deilig lecker, schön dele teilen delstaten Bundesland, das (-er*) delta teilnehmen* den gongen damals denne dieser der dort, da derfor deshalb desserten Nachspeise, die (-n), Nachtisch, der (-e) dessutan außerdem dessverre leider diktet Gedicht, das (-e) djevelen Teufel, der (-) djup tief doen Klo, das (-s), Toilette, die (-n) domen Urteil, das (-e) domstolen Gericht, das (-e) dottera Tochter, die (-*) dra fahren*, ziehen draumen Traum, der (-e*) drepe töten dressen Anzug, der (-e*) drikke trinken drikken Getränk, das (-e) drive treiben, betreiben drua Traube, die (-n) drøyme träumen dum dumm, blöd dusjen Dusche, die (-n) dyr teuer dyreparken Tierpark, der (-s) dyret Tier, das (-e) døden Tod, der (-e) døra Tür, die (-en) døy sterben* dårleg schlecht

E eg ich egget Ei, das (-er) eige besitzen eigen eigen einaste einzig


G gaffelen Gabel, die (-n) galen verrückt, wahnsinnig

H ha haben ha på seg tragen* hagen Garten, der (-en*) halen Schwanz, der (-e*) halv halb halvparten Hälfte, die (-n) hamna Hafen, der (-*) han er handa Hand, die (-e*) handle einkaufen, handeln hate hassen hausten Herbst, der (-e) havet Meer, das (-e) heil ganz heilagdagen Feiertag, der (-e) heilt ganz, total heite heißen helga Wochenende, das (-n) heller lieber hellet Glück, das (-e) helten Held, der (-en) hemmeleg heimlich, geheim

Nynorsk–tysk ordliste 367

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE

faget Fach, das (-er*) falle fallen* familien Familie, die (-n) faren Vater, der (-*) fargen Farbe, die (-n) fargerik bunt farleg gefährlich fast fest, ständig fattig arm feil falsch, verkehrt feittet Fett, das (-e) felles gemeinsam fengselet Gefängnis, das (-se) ferien Urlaub, der (-e), Ferien, die feste feiern fienden Feind, der (-e) fiskaren Angler, der (-) fiske angeln fisken Fisch, der (-e) fjellet Berg, der (-), Gebirge, das (-) fjern fern, entfernt flagget Fahne, die (-n) flat flach, platt fleire mehr, mehrere flott toll fly fliegen flyet Flugzeug, das (-e) flyplassen Flughafen, der (-*) flytte umziehen fløyten Sahne, die folka Leute, die for für, vor, um for at damit for – siden vor – forandre ändern

ganske ziemlich, ganz; völlig gata Straße, die (-n) genseren Pulli, der (-s) gi geben* gi (bort) schenken, verschenken gift verheiratet gifte seg heiraten gjennom durch gjennomsiktig durchsichtig gjennomsnittet Durchschnitt, der (-e) gjenstanden Gegenstand, der (-e*) gjenta wiederholen gjentakinga Wiederholung, die (-en) gjere machen, tun gjerne gerne, gern gjesten Gast, der (-e*) glad froh glede seg sich freuen gløyme vergessen* god gut golvet Boden, der (-*) gratis gratis, kostenlos, umsonst grauten Brei, der (-e) gravid schwanger grei nett grensa Grenze, die (-n) grunnskolen Grundschule, die (-n) gryta Topf, der (-e*) grøn grün grønsakene Gemüse, das (-) grå grau gråte weinen guden Gott, der (-er*) gul gelb gullet Gold, das guten Junge, der (-n) gøyme verstecken gå gehen, laufen*

TYSK–nynorsk ORDLISTE

F

forandringa Veränderung, die (-en) forbi vorbei, zu Ende forbli bleiben forboden verboten fordelen Vorteil, der (-e) fordi weil foreldra Eltern, die forfattaren Schriftsteller, der (-) forklare erklären forlate verlassen* fornamnet Vorname, der (-n) fornuftig vernünftig forresten übrigens forretten Vorspeise, die (-n) forsiktig vorsichtig forskjellen Unterschied, der (-e) forskjellig verschieden, unterschiedlich forslaget Vorschlag, der (-e*) forstyrre stören forstå verstehen forsvinne verschwinden fort schnell fortelje erzählen forteljinga Geschichte, die (-n), Erzählung, die (-en) fortene verdienen fortida Vergangenheit, die (-en) forvandlinga Verwandlung, die (-en) foten Fuß, der (-e*) frakken Mantel, der (-*) framand fremd framfor vor framleis immer noch framtida Zukunft, die (-e*) fredag Freitag, der (-e) freden Frieden, der (-) frekk frech fri frei fridomen Freiheit, die (-en) frisk frisch, gesund fritida Freizeit, die (-en) frivillig freiwillig frosken Frosch, der (-e*) frukosten Frühstück, das (-e) frukta Obst, das fryse frieren frå von, aus, ab full voll, besetzt; betrunken, besoffen fullstendig völlig, vollständig, ganz fyrverkeriet Feuerwerk, das (-e) fødd geboren fødselen Geburt, die (-en) føle fühlen, spüren følelsen Gefühl, das (-e) før vor, bevor, früher førarkortet Führerschein, der (-e) først zuerst få kriegen, bekommen; wenige

nynorsk–TYSK ORDLISTE

ein gong einmal eksamenen Prüfung, die (-en), Examen, das (-) eksempelet Beispiel, das (-e) ekte echt ektemannen Ehemann, der (-er*) elden Feuer, das (-) eleven Schüler, der (-) elgen Elch, der (-e) eller oder elles sonst elske lieben elva Fluss, der (-e*) enda noch, sogar, obwohl, auch enkel einfach enno noch, immer noch, bisher erfare erfahren* erfaringa Erfahrung, die (-en) etasjen Stock, der, Stockwerk, das (-e) ete essen* etter nach, hinter etter at nachdem etterpå danach eventyret Märchen, das (-) evig ewig


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hende passieren, geschehen hendinga Ereignis, das (-se) hengje hängen hente holen her hier herleg herrlich hesten Pferd, das (-e) himmelen Himmel, der (-) hjarteleg herzlich hjelpa Hilfe, die (-n) hjelpe helfen* hjernen Gehirn, das (-e) hjulet Rad, das (-er*) hjørnet Ecke, die (-n) hjå bei ho sie holet Loch, das (-er*) hos bei hovudet Kopf, der (-e*) huda Haut, die (-e*) humøret Laune, die (-n) hunden Hund, der (-e) huset Haus, das (-er*) hyggeleg angenehm, gemütlich, nett hylla Regal, das (-e), Fach, das (-er*) hytta Hütte, die (-n) høfleg höflich høg hoch, laut høgda Höhe, die (-n) høgskolen Hochschule, die (-n) høna Huhn, das (-er*) høyre hören håpe hoffen håret Haar, das (-e)

I i in i alle fall jedenfalls i dag heute i går gestern i løpet av während i morgon morgen i staden for anstatt i stykke kaputt iblant manchmal, ab und zu idrettshallen Sporthalle, die (-n) igjen wieder ikkje nicht ingen kein, niemand ingenting nichts ingrediensen Zutat, die (-en) innbrotet Einbruch, der (-e*) innbyggjaren Einwohner, der (-) inngangen Eingang, der (-e*) innhaldet Inhalt, der (-e) innsjøen See, der (-n) interessa Interesse, das (-n) interessant interessant interessere interessieren invitasjonen Einladung, die (-en) invitere einladen* irriterande nervig, ärgerlich

368 Weiter geht’s

isen, iskremen Eis, das ivrig eifrig

J jenta Mädchen, das (-) jernbanestasjonen Bahnhof, der (-e*) jo doch jobben Job, der (-s) jorda Erde, die; Boden, der (-*) jordbæret Erdbeere, die (-n) jula Weinachten, das julaftan Heiligabend, der (-e)

K kafeen Café, das (-s) kaffien Kaffee, der (-s) kaka Kuchen, der (-) kald kalt kanskje vielleicht karakteren Note, die (-n) kassa Kasse, die (-n) kaste werfen* katten Katze, die (-n) keisam langweilig kelneren Kellner, der (-) kjempe kämpfen kjend bekannt kjenne kennen kjenne (igjen) (wider)erkennen kjensla Gefühl, das (-e) kjolen Kleid, das (-er) kjærleiken Liebe, die (-n) kjøkkenet Küche, die (-n) kjøleskapet Kühlschrank, der (-e*) kjøpe kaufen kjøpesenteret Kaufhaus, das (-er*), Einkaufszentrum, das (-…tren) kjøtet Fleisch, das klage klagen, sich beschweren, jammern klassa Klasse, die (-en) kle på seg sich anziehen kleda Klamotten, die, Kleidung, die (-en) klok klug klokka Uhr, die (-en) knapt kaum kniven Messer, das (-) kofferten Koffer, der (-) koke kochen kokken Koch, der (-e*) komisk witzig, lustig komme kommen konduktøren Schaffner, der (-) kongen König, der (-e) kongeriket Königreich, das (-e) konserten Konzert, das (-e) kontoret Büro, das (-s) koppen Tasse, die (-n) korleis wie kort kurz kroppen Körper, der (-) krydderet Gewürz, das (-e) krysse kreuzen, überqueren

krysset Kreuzung, die (-en) kua Kuh, die (-e*) kulepennen Kuli, der (-s) kunne können* kurset Kurs, der (-e) kva was kva for nokre welche kvar wo, wohin kvar frå woher kvarandre einander kvelden Abend, der (-e) kven wer kvifor warum kvile ruhen kvit weiß kyllingen Hähnchen/Hühnchen, das (-) kysten Küste, die (-n) køen Schlange, die (-n)

L la lassen* lage mat kochen laget Mannschaft, die (-en) laksen Lachs, der (-e) landet Land, das (-er*) landsbyen Dorf, das (-er*) lang lang, weit langs entlang lat faul latteren Lachen, das latterleg lächerlich laurdag Samstag, der (-e) laus locker, los le lachen ledig frei, unbesetzt legen Arzt, der (-e*) leggje legen leige mieten leike spielen leilegheita Wohnung, die (-en) leite suchen leppa Lippe, die (-n) lese lesen* lett leicht, einfach leve leben liggje liegen* like mögen*, gefallen* likegyldig egal likevel trotzdem, sowieso lite wenig, kaum liten klein, gering litt etwas, ein bisschen litteraturen Literatur, die loftet Dachboden, der (-*) lomma Tasche, die (-n) lommeboka Geldbeutel, der (-), Geldbörse, die (-n) loppemarknaden Flohmarkt, der (-e*) lova Gesetz, das (-e) lukta Geruch, der (-e*) lykkeleg glücklich lys hell, licht


O ofte oft og und også auch oljen Öl, das (-e) om ob om kvelden abends om morgonen morgens omnen Ofen, der (-*) området Gebiet, das (-e), Gegend, die (-en) omtrent ungefähr onsdag Mittwoch, der (-e) operaen Oper, die (-n) opne öffnen opp auf, hinauf oppdage entdecken oppe oben oppgåva Aufgabe, die (-n) oppleve erleben opplevinga Erlebnis, das (-se) oppskrifta Rezept, das (-e) ordentleg ordentlich

R radioen Radio, das (-s) rar komisch, merkwürdig rask schnell, rasch raud rot redd bange, Angst haben regelen Regel, die (-n) regjeringa Regierung, die (-en) regnet Regen, der (-) rein sauber, rein reisa Reise, die (-n) reise reisen, fahren rekke reichen rekkjehuset Reihenhaus, das (-er*)

Nynorsk–tysk ordliste 369

minigrammatikk bokmål

panna Pfanne, die (-n); Stirn, die papiret Papier, das (-e) parken Park, der (-s) passet Pass, der (-e*) pass opp Achtung pasta Nudeln, die pen schön, hübsch pengane Geld, das pepar Pfeffer, der personen Person, die (-en) pianoet Klavier, das (-e) pinsa Pfingsten, das plante pflanzen plassen Ort, der (-e), Platz, der (-e*) plattforma Bahnsteig, der (-e) plukke pflücken plutseleg plötzlich politiet Polizei, die politikaren Politiker, der (-) populær beliebt porsjonen Portion, die (-en) posen Tüte, die, Beutel, der (-), Sack, der (-e*) presten Priester, Pfarrer, der (-) prinsen Prinz, der (-en) prisen Preis, der (-e) problemet Problem, das (-e) prøve (klede) anprobieren; versuchen prøven Prüfung, die (-en), Klausur, die (-en) pølsa Wurst, die (-e*) på auf på den andre sida anderseits på grunn av wegen på tvers quer påbodet Gebot, das (-e), Verordnung, die (-en) påska Ostern, das

minigrammatikk nynorsk

P

TYSK–bokmål ORDLISTE

naboen Nachbar, der (-n) namnet Name, der (-n) nasen Nase, die (-n) nasjonaldagen Nationalfeiertag, der (-e) natta Nacht, die (-e*) naturen Natur, die (-en) naturvitskapen Naturwissenschaft, die (-en) ned nieder, hinunter nede unten nei nein nemleg nämlich nemne nennen nervøs nervös neste nächste nesten fast, beinah nettopp eben, genau no jetzt, nun nok genug noko etwas nokon jemand, manche nokså ziemlich nord Nord, Norden, der novella Kurzgeschichte, die (-n) ny neu nyheita Nachricht, die (-en) nysgjerrig neugierig nyttårsaftan Silvester, der/das (-) nær nah næringslivet Wirtschaft, die (-en) nærleiken Nähe, die nødvendig nötig, notwendig nå, oppnå erreichen når wann, wenn

bokmål–TYSK ORDLISTE

magen Magen, der (-*), Bauch, der (-e*) mange viele mangle fehlen mannen Mann, der (-er*) marerittet Alptraum, der (-e*) marknaden Markt, der (-e*) matvarene Lebensmittel, die med mit medisinen Medizin, die (-en), Medikament, das (-e) meine meinen meir mehr meisterskapen Meisterschaft, die (-en) mellom zwischen men aber, sondern mennesket Mensch, der (-en) menyen Speisekarte, die (-n) merkeleg merkwürdig, komisch middagen Mittag, der (-e), Mittagessen, das midten Mitte, die (-n) midtpunktet Mittelpunkt, der (-e) miljøet Umwelt, die (-en) min mein minnet Gedächtnis, das, Erinnerung, die (-en) minuttet Minute, die (-n) miste verlieren mjølet Mehl, das (-e) mobiltelefonen Handy, das (-s) moden reif moderne modern moglegheita Möglichkeit, die (-en) mora Mutter, die (-*) morosam lustig morsmålet Muttersprache, die (-n) mot gegen moten Mode, die (-n) motet Mut, der motorvegen Autobahn, die (-en) munnen Mund, der (-er*) munnleg mündlich musa Maus, die (-e*) museumet Museum, das (-een) musikken Musik, die (-en) mykje viel mørk dunkel møte begegnen, treffen* målaren Maler, der (-) måleriet Gemälde, das (-) målet Ziel, das (-e)

N

orsakinga Entschuldigung, die (-en) osten Käse, der (-) over über, vorbei overalt überall overfor gegenüber overraske überraschen overskya bewölkt

TYSK–nynorsk ORDLISTE

M

månaden Monat, der (-e) måndag Montag, der (-e) måtte müssen*

nynorsk–TYSK ORDLISTE

lyset Licht, das (-er) lysta Lust, die (-e*) læraren Lehrer, der (-) løgna Lüge, die (-n) løken Zwiebel, die (-n) lønna Lohn, der (-e*) løyndomen Geheimnis, das (-se) løyse lösen, losmachen låg niedrig; leise låne leihen


minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE bokmål–TYSK ORDLISTE TYSK–nynorsk ORDLISTE nynorsk–TYSK ORDLISTE

reklamen Werbung, die (-en) rekninga Rechnung, die (-en) restauranten Restaurant, das (-s) resultatet Ergebnis, das (-se) retninga Richtung, die (-en) rett fram geradeaus rettferdig gerecht rik reich riktig richtig ringe anrufen, telefonieren ringen Kreis, der (-e), Ring, der ringjeklokka Klingel, die (-n) riste schütteln roa Ruhe, die roleg ruhig romanen Roman, der (-e) rommet Zimmer, das (-) rosa Rose, die (-n), rosa runden Runde, die (-n) rundstykket Brötchen, das (-) rydde aufräumen ryggen Rücken, der (-) røre rühren, anfassen røykje rauchen rådet Rat, Ratschlag, der (-e*)

S safta Saft, der (-e*) saka Sache, die (-n) sakne vermissen saksa Schere, die (-n) saltet Salz, das (-e) saman zusammen samfunnet Gesellschaft, die (-en) samle sammeln samtalen Gespräch, das (-e) sanninga Wahrheit, die (-en) sannsynlegvis wahrscheinlich sausen Soße, die (-n) scenen Bühne, die (-n), Szene, die (-n) seg sich seglbåten Segelboot, das (-e) segle segeln seie sagen sein spät, langsam selje verkaufen sende schicken, senden senga Bett, das (-en) sengekleda Bettwäsche, die sentrum Stadtmitte, die (-n), Zentrum, das (-…tren) setje setzen, stellen setninga Satz, der (-e*) sida Seite, die (-n) sidan seit, nachher, später, weil sikker sicher sikkert sicherlich, bestimmt sint böse sitje sitzen sjefen Chef, der (-s) sjeldan selten sjenert schüchtern

370 Weiter geht’s

sjokoladen Schokolade, die (-n) sjuk krank sjølv selbst sjølv om obwohl sjølvsagt natürlich, selbstverständlich sjølvstendig selbstständig sjå sehen*, schauen skeia Löffel, der (-) skikken Gebrauch, der (-e*) skilje trennen skipet Schiff, das (-e) skiten schmutzig skjorta Hemd, das (-en) skjørtet Rock, der (-e*) skodespelaren Schauspieler, der (-) skoen Schuh, der (-e) skogen Wald, der (-er*) skolen Schule, die (-n) skrekkeleg schrecklich skrelle schälen skrike schreien skrive schreiben skuffa enttäuscht skuffa Schublade, die (-n) skuggen Schatten, der (-) skulda Schuld, die (-en) skuldra Schulter, die (-n) skulle sollen skummel unheimlich skya Wolke, die (-n) skyte schießen skyve schieben skøyta Schlittschuh, der (-e) skåla Schale, die (-n) slaget Schlag, der (-e*) slangen Schlange, die (-n) slank schlank slem schlimm, gemein slette löschen slottet Schloss, das (-er*) slutten Schluss, der smake schmecken smaken Geschmack, der (-e*) smerta Schmerz, der (-en) smile lächeln smøret Butter, die snakke sprechen* snart bald snill nett, artig snøen Schnee, der snøgg schnell sofaen Sofa, das (-s), Couch, die (-[e]s) sola Sonne, die (-n) som wie, als sommaren Sommer, der (-) sommarferien Sommerferien, die sonen Sohn, der (-e*) songen Lied, das (-er) sove schlafen* soverommet Schlafzimmer, das (-) spegelen Spiegel, der (-) spele spielen

spelet Spiel, das (-e) spennande spannend, aufregend sporten Sport, der (-e) springe laufen*, rennen språket Sprache, die (-n) spørje fragen spørsmålet Frage, die (-n) stadig stets stanse halten* starten Start, der (-s) steikje braten* stele stehlen* stemma Stimme, die (-n) sterk stark stikke stechen* stille still, leise stolen Stuhl, der (-e*) stor groß, hoch stova Wohnzimmer, das (-) straks sofort stranda Strand, der (-e*) strekninga Strecke, die (-n) stykket Stück, das (-e) stå stehen sukkeret Zucker, der (-) suksessen Erfolg, der (-e) sund entzwei sunn gesund suppa Suppe, die (-n) sur sauer svare antworten svaret Antwort, die (-en) svart schwarz Sveits Schweiz, die svogeren Schwager, der (-*) svolten hungrig sykkelen Fahrrad, das (-er*), Rad, das (-er*) sykle Fahrrad fahren, radeln syklisten Fahrradfahrer, der (-) synd schade syngje singen syskena Geschwister, die systera Schwester, die (-n) særleg besonders søkje suchen søkje (på) bewerben søknaden Bewerbung, die (-en), Antrag, der (-e*) sølvet Silber, das søndag Sonntag, der (-e) søppeldunken Mülltonne, die (-n) søppelet Müll, der sør Süd, Süden, der sørgje for dafür sorgen såpa Seife, die (-n)

T ta nehmen* taket Dach, das (-er*) takk danke talet Zahl, die (-en), Ziffer, die


V vaksen erwachsen valet Wahl, die (-en) valfaget Wahlfach, das (-er*) vanleg üblich, gewöhnlich vanlegvis normalerweise vanskeleg schwer, schwierig vanvettig wahnsinnig vare dauern varm warm, heiß vaske waschen*, putzen vaskerommet Waschraum, der (-e*) vaskeservanten Waschbecken, das (-) vatnet Wasser, das (-/-*) ved bei ved (sida av) neben vedunderleg wunderschön, wunderbar veggen Wand, die (-e*) veka Woche, die (-n) vekkjarklokka Wecker, der (-) vekkje wecken vekse wachsen* vel wohl veldig sehr velje wählen vellykka gelungen vennen Freund, der (-e) venninna Freundin, die (-en)

Y yndlings- lieblingsypparleg ausgezeichnet yrkesskolen Berufschule, die (-n) yrket Beruf, der (-e)

Æ æra Ehre, die (-n) ærleg ehrlich

Ø

minigrammatikk bokmål minigrammatikk nynorsk TYSK–bokmål ORDLISTE

uansett sowieso, ohnehin, egal uflaks Pech, das uhellet Unglück, das (-e) ulven Wolf, der (-e*) ulykka Unfall, der (-e*) umogleg unmöglich under unter underhaldninga Unterhaltung, die (-en) undervegs unterwegs undervise unterrichten undervisninga Unterricht, der (-e) undre wundern ung jung ungdomen Jugendliche, der (-n) universitetet Universität, die (-en) unnskyldninga Entschuldigung, die (-en) ut aus utan ohne utanfor außerhalb, vor utdanninga Bildung, die (-en) ute draußen utlandet Ausland, das utlendingen Ausländer, der (-) utruleg unglaublich utsikta Aussicht, die (-en) uttrykket Ausdruck, der (-e*) utvalet Auswahl, die (-en) utvikle entwickeln uvanleg ungewöhnlich

bokmål–TYSK ORDLISTE

U

vennleg freundlich vennskapen Freundschaft, die (-en) vente warten verda Welt, die (-en) verdskrigen Weltkrieg, der (-e) vere sein* vêret Wetter, das verkeleg wirklich verket Werk, das (-e) verkstaden Werkstatt, die (-e*) vêrmeldinga Wetterbericht, der (-e) vertshuset Gasthaus, das (-er*) vest West, Westen, der vidare weiter vidaregåande skole Gymnasium, das (-en) viktig wichtig ville wollen* vindauget Fenster, das (-) vindaugskarmen Fensterbank, die (-e*) vinden Wind, der (-e) vinen Wein, der (-e) vinne gewinnen vinteren Winter, der (-) vise zeigen vitnemålet Zeugnis, das (-se) vitsen Witz, der (-e) vogna Wagen, der (-) vond weh, schmerzhaft; übel våge wagen våt nass

økonomien Wirtschaft, die (-en) økonomisk wirtschaftlich, sparsam ølet Bier, das (-e) ønskje wünschen øvinga Übung, die (-en) øvrig übrig, sonstig øya Insel, die (-n) øydelagd kaputt, zerstört øydeleggje zerstören øyret Ohr, das (-en)

TYSK–nynorsk ORDLISTE

tørr trocken tåka Nebel, der (-)

Å

nynorsk–TYSK ORDLISTE

tallerkenen Teller, der (-) tanken Gedanke, der (-n) tanna Zahn, der (-*) tape verlieren tavla Tafel, die (-n) teateret Theater, das (-), Schauspielhaus, das (-er*) teen Tee, der (-s) teikne zeichnen teit blöd, dumm teksten Text, der (-e) telefonen Telefon, das (-e) telje zählen tenesta Dienst, der (-e) tenkje denken teppet Teppich, der (-e) tett dicht tida Zeit, die (-en) tidleg früh tidsnok rechtzeitig til zu, nach, bis, an til og med sogar tilbake zurück tilbodet Angebot, das (-e) tilbringe verbringen tilby anbieten tilhengaren Anhänger, der (-) tilhøyre gehören tillate erlauben, zulassen* tillatinga Erlaubnis, die (-se) tilsett Angestellte, der (-n), angestellt timen Stunde, die (-n) timeplanen Stundenplan, der (-e*) tingen Ding, das (-e) tjukk dick toget Zug, der (-e*) tom leer tore wagen torevêret Gewitter, das (-) torsdag Donnerstag, der (-e) trafikken Verkehr, der trafikklyset Ampel, die (-n) trappa Treppe, die (-n) treet Baum, der (-e*) treffe treffen* trene trainieren trenge brauchen treninga Training, das (-s) trist traurig trong eng true drohen trykkje drücken trøyste trösten trøytt müde T-skjorta T-Shirt, das (-s) tull Unsinn, Quatsch, der turen Spaziergang, der (-e*); Ausflug, der (-e*), Fahrt, die (-en) (bil-/togturen) TV-en Fernseher, der (-) tynn dünn typen Typ, der (-en) tysdag Dienstag, der (-e)

året Jahr, das (-e) årsaka Ursache, die (-n), Grund, der (-e*) årstida Jahreszeit, die (-en)

Nynorsk–tysk ordliste 371


Literatur- und Quellenverzeichnis Für die freundliche Genehmigung zum Nachdruck der Texte danken wir folgenden Schriftstellern und Verlagen:

S. 18-19: Roman Schatz u.a.m.: «Zeugnis für alle?», aus Zusammen 2. Helsinki: Otava, 2000 S. 21: Martin Schneider: «Was ist bloß los mit den Schülern der Goethe-Schule?», aus Alles Liebe und so weiter. Weinheim/ Basel: Beltz Verlag, 1998 S. 23: Manfred Weiß: «Protokoll einer Unterrichtsstunde», aus Kunststücke – Lesebuch. Oslo: Gyldendal, 1987 S. 44-46: Hans Suter: «Sommersport», aus Entwürfe, Nr.4/1994 S. 60-62: Kicki Karlsson, Ann-Kristin Lindström und Gudrun Schornack: «Ein blödes Spiel», aus: Mahlzeit 2. Stockholm: Natur & Kultur, 2002 S. 63: Heinrich Heine: «Ein Jüngling liebt ein Mädchen», aus Sämtliche Schriften in zwölf Bänden. München&Wien: Carl Hanser Verlag, 1976 S. 63-65: Olaf Büttner: «Down by the river», aus Gemischte Gefühle. Männergeschichten. Saarbrücken: Edition Thaleia Verlag, 1993 Copyright: Down by the river © 1993 Olaf Büttner

S. 67: Robert Gernhardt: «Alltag», aus Einblicke in die deutsche Literatur. København: Gyldendal Forlag, 2003

S. 88: Franz Hohler: «Eine kurze Geschichte», aus Der Mann auf der Insel. München: Luchterhand Literaturverlag, 1991 Copyright: Eine kurze Geschichte by Franz Hohler © 1991 Luchterhand Literaturverlag, München

S. 101: Roman Schatz: «Gummibärchen – Ursus elasticus vulgaris», aus: Zusammen 3. Helsinki: Otava, 2001 S. 103: Rosemarie Griesbach: «Das Schlaraffenland», aus Deutsche Märchen und Sagen. Ismaning: Max Hueber Verlag, 1995 S. 109-110: Nena Kerner: «In meinem Leben», aus Best of NENA, 2010 Copyright: IN MEINEM LEBEN. Text & musik: Nena Kerner © Hanseatic Musikverlag GmbH & Co. Tryckt med tillstånd av Notfabriken Music Publishing AB/Faber Music Ltd.

S. 112: «Rapmusik», Auszug aus Wannabe-Rap http://www.mittelschulvorbereitung.ch/ content_new/msvDE/T62rWannaRap.pdf S. 112-114: Fettes Brot: «An Tagen wie diesen», aus http://www.lyricsmode.com/lyrics/f/ fettes_brot/#share Copyright: AN TAGEN WIE DIESEN. 50%: Text & musik: Lauterbach/Vandreier/Warns/Bolland/ Hoelzel/Bolland © Fettes Brot Schallplatten GmbH/ Hanseatic Musikverlag GmbH & Co.KG/Warner Chappell Music Germany GMBH. Tryckt med

Copyright: © Nachlass Robert Gernhardt, durch

tillstånd av Notfabriken Music Publishing AB/Faber

Agentur Schlück

Music Ltd. 50%: NADA MUSIC

S. 72: Ernst Jandl: «My own song/Mein eigenes Lied», aus Poetische Werke. München: Luchterhand Literaturverlag, 1997

S. 117: Udo Lindenberg: «Cello», aus Alles klar auf der Andrea Doria, 1973 Copyright: Musik och text: Udo Lindenberg ©

Copyright: Ernst Jandl, poetische Werke, hrsg. von

Edition Star Musik. För Norden & Baltikum: MCA

Klaus Siblewski © 1997 Luchterhand

Music Scandinavia AB. Tryckt med tillstånd av

Literaturverlag, München, in der Verlagsgruppe

Gehrmans Musikförlag AB

Random House GmbH

S. 83: Martin Auer: «Fast eine Geschichte», aus Der Sommer des Zauberers. Weinheim/ Basel: Beltz Verlag, 1992 Copyright: Fast eine Geschichte by Martin Auer: Der Sommer des Zauberers © Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim/Basel

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S. 120-121: «Tod in Berlin – eine Oper in drei Akten», nach einer Idee von Tod in Paris – eine Oper in drei Akten, aus http://www. mittelschulvorbereitung.ch/content_ new/msvDE/T27pTod.pdf S. 132: «Techno satt – Techno in der Hauptstadt», aus http://www.young-


germany.de/fileadmin/festplatte/ Deutsch_YG/PDFs/Clubs_und_DJs_in_ Deutschland/NL_Techno_in_Berlin.pdf

S. 172: Johann Wolfgang von Goethe: «Erlkönig», aus Sämtliche Gedichte. Berlin: Insel Verlag, 2007

Copyright: Young Germany, www.young-germany.de

S. 174: Martin Luther: «Von der Stadtmaus und der Feldmaus», aus http://gutenberg. spiegel.de/buch/272/1

S. 135: Aldo von Pinelli: «Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin», 1963 Copyright: ICH HAB’ NOCH EIN KOFFER IN BERLIN. Text: Aldo von Pinelli Musik: Ralph Siegel. © Siegel Ralph Maria Musik Edition/ Chappell & Co. GmbH & Co. KG. Tryckt med tillstånd av Notfabriken Music Publishing AB/Faber Music Ltd.

S. 174: Aesop: «Die Nachtigall», aus http:// gutenberg.spiegel.de/autor/2 S. 174: Aesop: «Der Löwe und die Maus», aus http://gutenberg.spiegel.de/autor/2

S. 140: Kicki Karlsson, Ann-Kristin Lindström und Gudrun Schornack: «Diebstähle im Hotel Neptun – Ein Krimirätsel», aus Mahlzeit (Krimis). Stockholm: Natur & Kultur, 2003

S. 175: Franz Kafka: «Kleine Fabel», aus Sämtliche Erzählungen. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 1970

S. 145-146: Uwe Plasger: «Kommissar Wagner: Auf der Straße nach Erlbach», aus Die Fälle des Kommissar Wagner, Fünf KrimiKurzhörspiele zum Mitraten. Berlin und München: Langenscheidt KG, 2005

S. 187: Ralph Möbius: «Mein Name ist Mensch» (Auszug), aus Warum geht es mir so dreckig von Ton Steine Scherben. Berlin: David Volksmund Produktion und Verlag, 1971

Copyright: Uwe Plasger: „Die Fälle des Kommissar Wagner, Fünf Krimi-Hörspiele zum Mitraten“, Langenscheidt KG, Berlin und München

S. 157: «Karl Wald und das Elfmeterschießen», aus http://www.young-germany.de/ uploads/media/Fussball_Podcast_02.pdf Copyright: Young Germany, www.young-germany.de

S. 158-159: «Leben – das heißt für mich tanzen», aus Die schwere Kunst der Leichtigkeit – Tänzerin http://www.goethe.de/z/jetzt/ dejzus83/dejzus83.htm S. 166: Jakob und Wilhelm Grimm: «Rumpelstilzchen», aus Deutsche Märchen und Sagen von Rosemarie Griesbach. Ismaning: Max Hueber Verlag, 1995 S. 168: Jakob und Wilhelm Grimm: «Der alte Großvater und der Enkel», aus Die schönsten Märchen der Gebrüder Grimm. Oldenburg: Lappan Verlag, 2000 S. 168-170: «Das Märchen vom Mädchen und dem Prinzen», aus http:// mittelschulvorbereitung.ch/content_ new/dafch/Te362fMaerchen.pdf S. 171: Janosch: Oh, wie schön ist Panama. Weinheim/Basel: Beltz Verlag, 1978 Copyright: Oh, wie schön ist Panama by Janosch © Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz,

S. 184-186: Klaus Martin Höfer: «Buntes Berlin», aus JUMA 1/2005

S. 187: Hans Baumann: «Spur im Sand», aus Überall und neben dir. Weinheim/Basel: Beltz Verlag, 1986 S. 188-189: Tilde Michels: Ein Christbaum zu viel. Weinheim/Basel: Beltz Verlag, 1977 S. 196-197: Wladimir Kaminer: «Meine Frau allein zu Haus», aus Russendisco. München: Goldmann Manhattan, 2000 Copyright: Wladimir Kaminer, Russendisko © Wilhelm Goldmann Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH

S. 207-208: Gudrun Pausewang: «Der Weihnachtsmann im Kittchen», aus Das Ei auf Feuerland, Ravensburg: Ravensburger Buchverlag, 1993 S. 210-211: Gina Ruck-Pauquet: «Dezemberabend», aus Einblicke in die deutsche Literatur. København: Gyldendal Forlag, 2003 S. 216: Ernst Jandl: «Markierung einer Wende», aus Der künstliche Baum. München: Luchterhand Literaturverlag, 1970 Copyright: Ernst Jandl, poetische Werke, hrsg. von Klaus Siblewski © 1997 Luchterhand Literaturverlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH

S. 220: Udo Lindenberg: «Wozu sind Kriege da?». Universal Music Publishing, 1981

Weinheim/Basel

Literatur- und Quellenverzeichnis 373


Copyright: WOZU SIND KRIEGE DA. Musik och text: Udo Lindenberg © Polygram Songs Musikverlag GmbH. För Norden & Baltikum: Universal Music

S. 248: Wolf Biermann: «Die Stasi-Ballade» (Auszug), aus Alle Lieder. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1991

Publishing AB. Tryckt med tillstånd av Gehrmans

Copyright: Die Stasi-Ballade by Wolf Biermann,

Musikförlag AB

Copyright © 1967 by Wolf Biermann

S. 221-222: Hans Bender: «Forgive Me», aus Ankunft 2. Oslo: Cappelen Damm, 2007 S. 223: Günter Kunert: «Die Sonne scheint», aus Unter diesem Himmel. Berlin: Verlag Neues Leben, 1955 S. 225: Wolfgang Borchert: «Sie haben uns verraten», Auszug aus Draußen vor der Tür. Hamburg: Rowohlt Verlag, 1949 Copyright: Wolfgang Borchert, Das Gesamtwerk. New Edition by Michael Töteberg and Irmgard Schindler. Copyright © 2007 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg

S. 226-227: Wolfgang Borchert: «Das Brot», aus Das Gesamtwerk. Hamburg: Rowohlt Verlag, 1949 Copyright: Wolfgang Borchert, Das Gesamtwerk.

S. 253: Heiner Müller: «Märchen vom kleinen Klaus», aus Werke 2. Die Prosa. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1999 S. 254: Antoine de Saint-Exupéry: «Der kleine Prinz und der Säufer», aus Der kleine Prinz. Düsseldorf: Karl Rauch Verlag, 1988 Copyright: “Der Kleine Prinz”(Kap. XII), Antoine de Saint-Exupéry, © 1950 und 2008. Karl Rauch Verlag, Düsseldorf

S. 255: Bettina Blumenberg: «Gespräch», aus Einblicke in die deutsche Literatur. København: Gyldendal, 2003 S. 256-258: Siegfried Lenz: «Die Nacht im Hotel», aus Werk, Bd. 13. Erzählungen 1949-55. Hamburg: Hoffmann und Campe Verlag, 1958

New Edition by Michael Töteberg and Irmgard

Copyright: Die Nacht im Hotel by Siegfried Lenz,

Schindler. Copyright © 2007 by Rowohlt Verlag

Copyright © 1949 by Hoffmann und Campe Verlag,

GmbH, Reinbek bei Hamburg

Hamburg

S. 228: Bertolt Brecht: «Die Bücherver­ brennung», aus Gesammelte Werke. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1967 Copyright: © Bertolt-Brecht-Erben 1988. All rights reserved by and controlled through Suhrkamp Verlag Berlin

S. 229-231: Doris Dörrie: «Ohne Gepäck», aus Was wollen Sie von mir? Zürich: Diogenes Verlag AG, 1989 Copyright: Doris Dörrie: Was wollen Sie von mir? Copyright © 1990 Diogenes Verlag AG Zurich, Swizerland. All rights reserved

S. 232: Burckhard Garbe: «Lehr Reich», aus sta(a)tus quo. ansichten zur lage. visualisierende texte 1972-1982. Göttingen: Edition Herodot, 1982 S. 241: Günter Kunert: «Wo Deutschland lag», aus Die Brücke 4. Oslo: Cappelen Forlag, 1995 S. 241: Erich Fried: «Status quo». East Side Gallery, Berlin Copyright: Erich Fried, Lebensschatten © Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1981

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S. 260-261: Josef Reding: «Apotheke Vita Nova», aus Deutschbuch. Grundausgabe 10. Berlin: Cornelsen Verlag, 2002 S. 263: Johann Wolfgang von Goethe: «Heidenröslein», aus Sämtliche Gedichte. Berlin: Insel Verlag, 2007 S. 264: Johann Wolfgang von Goethe: «Gefunden», aus http://gutenberg. spiegel.de/buch/3670/178 S. 271: «Früher Öko, heute Mode: Grüne Kleidung», aus Modefarbe Grün http:// www.young-germany.de/deutsch/newssingleview/article/modefarbe-gruen.html Copyright: Young Germany, www.young-germany.de

S. 282: Franz Hohler: «Der Mann auf der Insel», aus Der Mann auf der Insel. München: Luchterhand Literaturverlag, 1991 Copyright: Der Mann auf der Insel by Franz Hohler © 1991 Luchterhand Literaturverlag, München

S. 283: Elisabeth Kuppert: «Ziel», aus http:// hp.knuddels.de/homepages/knuddels. de/hp/237/sweetangel103.html S. 283: Margarethe Hannsmann: «Ökologie», aus Klassenlektüre. München: Knaus Verlag, 1982


S. 290: «Geschichte der Grünen Jugend», aus http://www.gruene-jugend.de/ueberuns/ geschichte/ S. 291: Heinrich Heine: «Die Lorelei 1822», aus http://gutenberg.spiegel.de/buch/371/36 S. 291: Jürgen Wernert: «Die Lorelei 1973», aus Gegendarstellungen. Lyrische Parodien. Andernach: Atelier Verlag, 1973 S. 298: Erika Krause-Gebauer: «Ich träume mir ein Land», aus Es hüpft in meinem Kopf herum. München: Weismann Verlag, 1977 Copyright: Ich träume mir ein Land by Erika Krause-Gebauer: H.-J. Gelberg, Überall und neben dir © 1986 Beltz & Gelberg in der Verlagsgruppe Beltz, Weinheim/Basel

S. 302: «Bewerben ‘Auf Deutsch‘», aus http:// www.young-germany.de/uploads/media/ Bewerben_auf_Deutsch_02.pdf Copyright: Young Germany, www.young-germany.de

S. 304: Kurt Marti: «als sie mit zwanzig», aus Leichenreden. Zürich: Nagel und Kimche, 2001 Copyright: Kurt Marti, Leichenreden. Mit einem Vorwort von Peter Bichsel © 2001 Nagel & Kimche im Carl Hanser Verlag München

S. 305-306: Heinrich Böll: «Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral», aus Erzählungen. Köln: Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1994 Copyright: „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ von Heinrich Böll aus: „Erzählungen“ by Heinrich Böll, edited by Viktor Böll and Karl Heiner Busse © 1994, Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Cologne/Germany

Es war leider nicht möglich, alle Verlage bzw. Autoren, die im Besitz der Urheberrechte der hier verwendeten Texte sind, ausfindig zu machen. Der Herausgeber ist deshalb dankbar für Informationen über die Urheber, zu denen wir keine Verbindung herstellen konnten.

Literatur- und Quellenverzeichnis 375


Bildnachweise

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Anne-Marie Schulze

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Internetseite:

– Spannende, engagierende und schülernahe Texte verschiedener Genres und Schwierigkeitsgrade. – Viele verschiedene Aufgabenarten, die mündliche, schriftliche und kreative Fertigkeiten fördern. – Vorschläge zu Grammatikthemen mit dazugehörigen Aufgaben. – Nachschlagewerk mit Vokabeln und einer Minigrammatik.

– Ein reichhaltiges Angebot an Aufgaben, unter anderem zur Verbesserung von: • Grammatik • Wortschatz • Landeskunde – Eine große Auswahl an Film- und Tondokumenten mit dazugehörigen Fragestellungen. – Lehrerteil mit Lösungen, Jahresplänen, Vorschlägen zur Unterrichtsgestaltung und andere nützliche Lehrhilfen.

ISBN 978-82-521-7929-3

http://weitergehts.samlaget.no

ISBN 978-82-521-7929-3

9 788252 179293

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Weiter geht’s ist ein Lehrwerk für Deutsch Niveau II in vg1 und vg2. Das Lehrwerk besteht aus einem kombinierten Text- und Arbeitsbuch sowie einer Internetseite mit einem reichhaltigen Angebot an Aufgaben.

Tysk II vg1+vg2

Anne-Marie Schulze

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