Issuu on Google+

integrative fassaden 12|2013 Eine Sonderpublikation von

Volker Staab im Interview Über die Grammatik der Fassaden Neue integrative Fassaden Mailand, Zürich und Weil am Rhein Blick in die Forschung Ein Gespräch mit Tina Wolf, TU München Neue Produkte Glas, Gebäudemanagement und mehr


Edition

MARTIN PECK (HRSG.)

Moderner Betonbau Atlas Moderner Betonbau Betonkonstruktionen im 21. Jahrhundert

Edition ∂

KONSTRUKTION MATERIAL NACHHALTIGKEIT

NEU August 2013 Martin Peck (Hrsg.), 280 Seiten mit zahlreichen Zeichnungen und Farbfotos. Format 23 × 29,7 cm. Hardcover: € 120,– ISBN 978-3-920034-95-9 aus der Reihe ∂ Atlas

Klassischer Baustoff in neuer Sinnlichkeit Beton erfreut sich heute in seinem Facettenreichtum großer Beliebtheit bei Planern und Bauherren. Bietet das Material doch neben seinen umfangreichen statischen Fähigkeiten durch die Vielschichtigkeit seiner Eigenschaften und Oberflächenbeschaffenheiten ein enormes Potenzial. Aber nicht nur Entwurf und Baukonstruktion von Betontragwerken stehen in dieser Publikation im Vordergrund, sondern insbesondere auch die Stofflichkeit und damit die haptisch-sinnliche Seite des Materials. Der Atlas Moderner Betonbau liefert dem Planer fundierte Fachinformationen

zum Baustoff Beton von der Herstellung über die Materialität bis zum Entwurf von Betontragwerken, inklusive aktueller Möglichkeiten digitaler Entwurfs- und Fertigungsprozesse. Von der Wirtschaftlichkeit, Fragen zu Energie und Nachhaltigkeit über die Sanierung bis zum Design und zur Innenraumgestaltung bietet die Publikation als Standardnachschlagewerk umfassende Fachinformationen. Ein umfangreiches Werkverzeichnis mit gelungenen Beispielen aus der Praxis inspiriert und lädt ein, den klassischen Baustoff zu modernem Einsatz zu bringen.

Atlas Moderner Betonbau

Atlas Moderner Betonbau

A B C D

13

8

Vertikalschnitt Maßstab 1:50 Detailschnitte Maßstab 1:10

7

7

15

Konzipierung und Entwurf von Stahlbetontragwerken

12

First mit Blitzschutz und Beleuchtung Firstpunkt Bauteilfuge Dammtafeldeckel unterer Fassadenabschluss Auskragung über Fahrradweg

16 7

18

17

13

13

9 10 14 11

A

B

Umfassende Grundlagen zu Herstellung, Eigenschaften und Oberfläche

C

5

4

Umfangreiches Werkverzeichnis mit gelungenen Beispielen aus der Praxis

4

1

2

3

4

7

3 6

cc 7

1 2 3 4 5 6 7

8 9 10

4

Wartungsweg Abdeckung Gleitlager Gleitlager Rippenbogen Firstbeleuchtung Hydraulikpresse PU-Spritzbeschichtung dreilagig wasserdicht mit Splitt aus Illerkiesel versetzt 10 mm, Stahlbeton innenseitig mit sägerauhen Brettern geschalt 250 mm Blitzschutz Ø 8 mm Gewindestange Ø 5 mm Stahlrohr verzinkt Ø 40/3 mm in Rohrschelle Stahl verzinkt

11 12 13 14

15 16 17 18 19 20

Rohrleuchte mit Rohrschelle Stahl verzinkt Ø 90 mm, an Gewindestange abgehängt Edelstahlblech gekantet 10 mm Edelstahlblech gekantet 5 mm Edelstahlblech 4≈ 300/300/150/25 mm, befestigt mit Hülsendübel M16 100 mm, als lösbare Verbindung herausnehmbarer Dammtafeldeckel Leichtbeton 100 mm Neoprenlager 8 mm Trennstreifen Dichtschnur Edelstahlblech 150/2 mm Geh-/Fahrradweg Betonsteinbelag C

19 20

5

www.detail.de/a-beton


Inhalt _ Im Interview 4

Volker Staab

_ Neue integrative Fassaden 10 12 14 16

Kunstzentrum in Orléans Wohnhaus in Mailand Bürogebäude in Zürich Minihaus in Weil am Rhein

18

Ein Gespräch mit Tina Wolf, TU München

_ Blick in die Forschung

_ Neue Produkte 24 26 28 32 34 36 37 38 40 44

Medienfassaden Fassadenbeleuchtung Verglasung Sonnenschutz Photovoltaik Solarthermie Dezentrale Lüftung Gebäudemanagement Sicherheitstechnik Türkommunikation

46 47

Projekte / Beteiligte Bildnachweis / Impressum

Editorial Fassaden bestimmen das Erscheinungsbild einzelner Gebäude wie auch ganzer Städte. Sie sind Ausdruck nutzungsspezifischer und städtebaulicher Konzepte, übernehmen die Rolle des Vermittlers zwischen Innen- und Außenräumen und enthalten als multifunktionale Bauteile zunehmend viele weitere Funktionen. Dazu zählen das Branding durch medial bespielbare Flächen und die Integration von Haustechnikkomponenten ebenso wie die Klimatisierung über thermoaktive Elemente oder die Energieerzeugung durch fassadenintegrierte Photovoltaik. Integrative Gebäudehüllen müssen komplexe Anforderungen erfüllen: Sie sollen gestalterisch und technisch ausgereift, energetisch und klimatisch optimiert, flexibel, individuell, häufig automatisiert, nachhaltig und recycelbar sein. Die in diesem Heft vorgestellten Projekte zeigen völlig unterschiedliche Herangehensweisen. So verfügt die soeben von den Pariser Architekten Jakob + MacFarlane fertiggestellte Erweiterung des

Kunstzentrums »FRAC Centre« in Orléans über eine Medienfassade, die das Gebäude selbst zum Kunstwerk macht. Dagegen setzt der Architekt Stefano Boeri bei den Gebäudehüllen zweier als »vertikaler Wald« bezeichneter Wohnhochhäuser in Mailand eher auf die Natur als auf technische Elemente, und schafft damit ein Modellprojekt für mehr Wohnqualität in verdichteten Innenstädten. Was integrative Fassaden schon heute leisten und in Zukunft noch leisten könnten, erläutert die Leiterin des Fachgebiets für Technologie und Design von Hüllkonstruktionen an der TU München, Tina Wolf, in einem Interview. Und schließlich geben vielfältige Produkte für multifunktionale, intelligente und adaptive Fassaden eine umfassende Übersicht der heutigen Möglichkeiten zur Realisierung zeitgemäßer Gebäudehüllen. Roland Pawlitschko


4

_ IRMU BI R N ITKE R V I E W: V O L K E R S T A A B

Volker Staab im Interview

Die Grammatik der Fassaden Die Projekte von Staab Architekten sind geprägt von vielfältigsten Formen und Materialen und basieren dennoch auf immer derselben Grammatik – ein Gespräch mit Volker Staab. Die Fassaden Ihrer Gebäude sind so unterschiedlich, dass man fast den Eindruck hat, es handele sich dabei jeweils um eigens entwickelte Prototypen. Entspricht dieser Eindruck Ihrer Arbeitsweise? Wir versuchen tatsächlich, unsere Projekte immer wieder aufs Neue aus der Analyse der wesentlichen bestimmenden Faktoren heraus zu entwickeln. Ziel ist es, die relevanten Themen zu finden und auf deren Grundlage dann gestalterische Entscheidungen zu treffen. Was uns dagegen nie interessiert hat, ist ein typischer Büro-Stil oder die Wiedererkennbarkeit von Projekten. Auf der anderen Seite haben wir aber keineswegs den zwanghaften Wunsch,

uns ständig neu zu erfinden. Im Gegenteil. Wir greifen gern auf unsere Erfahrungen zurück.

Wie sieht der rote Faden aus, der all Ihre Projekte miteinander verbindet? Welche Gemeinsamkeiten gibt es? Da gibt es zunächst einmal eine sehr strategische Arbeitsweise. Anfangs verlaufen Projekte wie Forschungsarbeiten, bei denen wir möglichst für alles offen sein wollen. Gemeinsamkeiten gibt es aber selbstverständlich auch bei den formalen Vorlieben. So gehen wir auf eine ganz bestimmte Art und Weise mit Materialien um. Zum Beispiel fasziniert uns der Reiz, der

in sehr gegensätzlichen Materialien wie etwa Beton und Holz liegt. Das sieht man beim Museum Georg Schäfer in Schweinfurt ebenso wie beim Besucherzentrum am Herkules in Kassel. Dabei tauchen immer wieder die gleichen Fragen auf: Wie versteht man einen Baukörper? Wie lassen sich Teile des Hauses zueinander fügen? Wie werden Oberflächen bearbeitet? Wir versuchen, eine Art Grammatik zu entwickeln, die dann die Detaillierung bestimmt und sich bei einem Gang durch das Gebäude überall wiederfinden lässt.

Auffällig ist, dass Ihre Gebäudehüllen häufig von starken Strukturen geprägt


unten und oben: Kunstmuseum Ahrenshoop

sind, das gilt für das Besucherzentrum in Kassel ebenso wie für den Erweiterungsbau für Nya Nordiska in Dannenberg, während Innenräume eher klar und großflächig angelegt sind … Die Außenhaut eines Gebäudes verstehen wir als kontextuelles Bindemittel, das stets vom jeweiligen Ort inspiriert ist. Und was die Innenräume angeht: Eine gewisse Großflächigkeit kann man schon als eine unserer großen Vorlieben bezeichnen.

Nach welchen Kriterien entstand die extrovertiert glänzende Bronzefassade beim Kunstmuseum Ahrenshoop, der fast verschämt zurückhaltend weiße Ausstellungsräume gegenüberstehen?

Die Expressivität der Bronzefassade wird im Laufe der Zeit abnehmen, denn sie wird langsam grau werden oder leicht changieren – diesen Effekt haben wir an einer Musterfassade getestet. In Ahrenshoop haben wir von Anfang an nach einem Material gesucht, mit dem es gelingt, den kontextuellen Bezug zu den typischen alten Reetdachhäusern der Umgebung herzustellen. Auch sie sind anfangs ganz golden und versilbern mit der Zeit. Die Rillen in den Bronzepaneelen sind ebenfalls inspiriert von den Reetdächern, deren lineare Struktur wir auf diese Flächenfaltung der Bleche übertragen wollten. Wenn die Besucher also in einem Jahr weit vom Museum entfernt stehen, werden die einzelnen Baukörper so wirken, als ob sie schon immer dagestanden hätten. Erst wenn sie langsam näher kommen, werden sie merken, dass es sich hierbei um einen Neubau handelt, dass sich das Bauwerk in der Annäherung transformiert. Momentan funktioniert das noch nicht so richtig, weil die Fassade noch zu sehr glänzt.

Im Duden steht an zweiter Stelle der Definition des Begriffs Fassade: »(oft abwertend) Äußeres Erscheinungsbild, das über den wahren Hintergrund, das eigentliche Wesen von jemandem, etwas

nichts aussagt, es verbirgt«. Eines der Synonyme lautet: »(umgangssprachlich abwertend) Kulisse«. Könnten Sie bitte eine Lanze für die Fassade brechen? Wir verstehen Fassade nicht als Dekoration, sondern immer als integralen Bestandteil eines Konzepts. Zum Beispiel macht die Fassade in Ahrenshoop nur im Zusammenhang mit dem Verweis auf das Urbild der historischen Gehöfte Sinn. Hier ging es nicht darum, irgendein goldenes Blech

»Wir verstehen die Außenhaut eines Gebäudes als kontextuelles Bindemittel.« zu benutzen, weil es gerade so schön auffällig ist oder an eine Schatzkiste erinnert. Und bei Nya Nordiska war ja das Interessante am Ort, dass eine Fabrikation bzw. Lagerhalle mitten in einem kleinteiligen Dörfchen entstehen sollte. Normalerweise werden solche Gebäude als Wellblechkisten fünf Kilometer außerhalb des Ortes gebaut – und nicht mittendrin. Die rot eloxierte Aluminiumfassade weckt zugleich Assoziation an die roten Backsteine der Fachwerkhäuser wie auch an typische Industriebauten. Sie bezieht sich auf den Kontext, macht aber gleichzeitig deutlich, dass sie inhaltlich nichts mit den be-


6

_ I M I N T E R V I E W: V O L K E R S T A A B

Erweiterung Nya Nordiska, Dannenberg

nachbarten Bauten zu tun hat. Fassaden müssen stets aus dem Gesamtverständnis des Projekts heraus Sinn ergeben. Das ist es, was uns in erster Linie interessiert. Ich will aber nicht leugnen, dass auch uns das Phänomen »Kleider machen Leute« bekannt ist. Letztlich sehen wir die Fassade aber nie losgelöst vom Kontext.

Was halten Sie von Fassadenwettbewerben? Ehrlich gesagt haben wir damit eher ein Problem. Typische Bauvorhaben in diesem Zusammenhang sind beispielsweise Kaufhäuser in Innenstadtlage, bei denen die Behörden den Investoren einen Fassadenwettbewerb aufzwingen. Eine solche Vorgehendweise ist allerdings Neubau BIOQUANT, Universität Heidelberg

meistens von vornherein zum Scheitern verurteilt. Schließlich lebt die Fassade ja gerade von der Gliederung und den vielen Themen, die schon im Baukörper angelegt sind, und nicht erst an der Oberfläche entschieden werden können.

»Fassaden sind keine Dekoration, sondern stets integraler Bestandteil eines Konzepts.« Das Hochhaus C10 für die Hochschule Darmstadt war also eine Ausnahme? Das kann man so nicht sagen, weil es sich bei diesem Projekt um die Sanierung eines bestehenden Gebäudes der 1960er-Jahre

handelt und nicht ausschließlich um einen Fassadenentwurf. Strukturell haben wir das Hochhaus so übernommen, wie wir es vorfanden. Davon abgesehen sind wir allerdings genauso vorgegangen wie immer, und haben uns auf die Suche nach projektrelevanten Themen gemacht. Da das Gebäude generalsaniert werden sollte, stand ein neues energetisches Gesamtkonzept im Vordergrund. Was uns bei den vor Ort bei gefühlten 38 Grad geführten Vergabegesprächen sofort auffiel, war der aufgrund der permanenten Windeinwirkung fast nirgendwo problemlos funktionierende außenliegende Sonnenschutz. Gemeinsam mit den Ingenieuren von Transsolar aus Stuttgart haben wir


dann überlegt, wie man den Sonnenschutz der Südfassade auch ohne mechanisch bewegliche Teile lösen kann. Ergebnis war eine Art feststehendes »Augenlid«, dessen vordere Eckpunkte auf einer Parabelform liegen, die so konzipiert ist, dass das Lid kaum windanfällig ist und gleichzeitig den Raum nicht zu sehr verdunkelt. Einzige Vorgabe für die Form der einzelnen Sonnenschutzelemente war, dass alle Eckpunkte auf der Parabel liegen müssen. Auf diese Weise erhielten wir ziemlich große gestalterische Spielräume.

Wie viele verschiedene SonnenschutzSchirme konnten Sie letztlich realisieren? Wir hätten uns eine sehr große Variations-

breite vorstellen können, mussten uns aber aus Kostengründen auf drei Varianten beschränken. Allerdings setzten wir diese auch gespiegelt ein, wodurch sich das leicht unregelmäßige Aussehen der Fassade ergibt. Auf zusätzliche sommer-

» Natürlich ist auch uns das Phänomen ›Kleider machen Leute‹ bekannt.« liche Verschattungs- oder Blendschutzmaßnahmen konnte jedenfalls gänzlich verzichtet werden, weil dank der Schirme von April bis September kein Sonnenlicht ins Innere der Büros gelangt. In den Über-

gangsjahreszeiten kommt ein bisschen Licht auf den Boden, und für den Winter haben wir einen Blendschutz vorgesehen, den man einfach mit der Hand runterziehen kann.

Eine sehr einfache, fast »analoge« integrative Fassade, die ganz ohne bewegliche Teile und Strom auskommt … Wenn von integrativen Fassaden die Rede ist, denken die meisten zunächst an technische und klimatische Aspekte. Für mich sind das aber nur zwei von vielen Gesichtspunkten. Nicht weniger wichtig ist die Frage nach dem Kontext und nach dem Zusammenhang zwischen innerer räumlicher Struktur und dem äußerem

»Technische und klimatische Aspekte betrachten wir nur als zwei von vielen Gesichtspunkten bei integrativen Fassaden.«


8

_ I M I N T E R V I E W: V O L K E R S T A A B

Zur Person: Volker Staab studierte Architektur an der ETH Zürich und arbeitet in einem gemeinsamen Büro seit 1996 mit Alfred Nieuwenhuizen zusammen, der seit 2007 Partner der Staab Architekten GmbH in Berlin ist. Nach mehreren Gastprofessuren an verschiedenen Universitäten leitet er heute das Institut für Entwerfen und Raumkomposition an der TU Braunschweig. Staab und sein Büro erhielten zahlreiche Architekturpreise und Auszeichnungen, darunter den großen BDA-Preis, den Hugo-Häring-Preis und den Deutschen Fassadenpreis (VHF), zuletzt 2013 für die Grundinstandsetzung und Erweiterung des Hochhauses C10 der Hochschule Darmstadt.

Erscheinungsbild. Bevor wir das Hochhaus in Darmstadt bearbeiteten, wurde an der Hochschule darüber diskutiert, den maroden Altbau abzureißen. Heute gilt er – auch dank des Sonnenschutzes – als neues, weithin sichtbar Wahrzeichen. Neben dieser »analogen« integrativen Fassadenlösung haben wir aber auch schon wesentlich technischere Fassaden konzipiert, zum Beispiel beim Neubau eines Laborgebäudes der Universität Heidelberg. Dort gibt es in den oberen Etagen sowohl blickdurchlässige Fenster wie auch bewegliche Lamellen und Öffnungen, die sich bei Abwesenheit der Menschen automatisch öffnen und schließen, damit es nicht zur Aufheizung des Gebäudes kommt. Bei Laborgebäuden sind Wärmeeinträge von außen generell möglichst zu vermeiden, weil die Innenräume wegen der technischen Geräte ohnehin schon über große Wärmelasten verfügen. Trotz aller intelligenten Steuerungsmöglichkeiten können die dort arbeitenden Menschen aber noch immer selbst darüber entscheiden, ob sie mehr oder weniger Tageslicht haben wollen.

Haben Sie bei der Planung von Fassaden Vorlieben für oder Aversionen gegen bestimmte Materialien? Grundsätzlich stehe ich allen Materialien positiv

gegenüber, die tatsächlich ein Material sind. Mit Oberflächenbeschichtungen, die nach dem ersten Millimeter anfangen abzublättern, habe ich eher ein Problem. Deswegen finde ich Metalle, die wirklich altern können, besser als beschichtete Bleche. Nicht gerade zu meinem Spezialgebiet zählen auch Vollwärmeschutz-

»Was uns nie interessiert hat, ist ein typischer wiedererkennbarer Büro-Stil ...« fassaden. Allerdings haben wir bereits versucht, Fassaden mit einer Putzschicht zu realisieren, die über authentische Materialeigenschaften verfügt und dadurch Präsenz zeigt.

Welche Trends sehen Sie in Bezug auf die Konzeption und Gestaltung von Fassaden? Jenseits der EnEV gibt es inzwischen zahlreiche ganzheitliche Zertifizierungssysteme, bei denen es um mehr als Wärmedurchgangswerte geht. Bei diesen Systemen steht vielmehr das Gesamtkonzept der Gebäude im Mittelpunkt, sodass die Materialien auch auf ihre Herstellung und Langlebigkeit hin bewertet werden. Als »ökologische« Maßnahme einfach an jedem Haus 20 cm Außendämmung an-

zubringen, kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Und was die Gestaltung der Fassaden angeht: Natürlich gibt es immer wieder neue Moden, die sich danach richten, was an technischen Innovationen gerade neu auf den Markt gekommen ist. Davon ist niemand frei. Allerdings muss für ein Projekt eine gewisse Sinnfälligkeit existieren. Das Schreckliche an Moden ist, dass Dinge manchmal in einem vollkommen unpassenden Zusammenhang verwendet werden.

In welchem Bereich erwarten Sie in nächster Zeit die größten Material- und konstruktiven Innovationen für Fassaden? Im Glasbereich wird sich noch vieles verändern, gerade in der Kombination mit der gebäudeintegrierten Photovoltaik. Außerdem erwarte ich in den nächsten Jahren einige Neuerungen im Bereich der intelligenten Gläser. Ebenso interessant sind aber auch Neuentwicklungen beim Glasfaserbeton, der über ein wirklich außergewöhnliches statisches Potenzial verfügt. Bei glasfaserverstärkten Kunststoffen ist es hingegen nach wie vor ziemlich schwierig, innovative Lösungen zu realisieren. Dafür sind die Zulassungsverfahren, etwa bei Materialprüfungstests auf Brennbarkeit, einfach noch zu kompliziert.


_ I M I N T E R V I E W: V O L K E R S T A A B

9

Grundinstandsetzung und Erweiterung des Hochhauses C10, Hochschule Darmstadt

Wie halten Sie sich in Bezug auf neue Materialien auf dem Laufenden? Haben Sie Mitarbeiter, die sich vor allem damit beschäftigen? Einer unserer Geschäftsführer betreut eine umfassende Materialbibliothek, in der alle Materialneuheiten gesammelt werden. Zu seinen Aufgaben zählt auch, auf Messen zu fahren und sich

»... trotzdem haben wir nicht den zwanghaften Wunsch, uns ständig neu zu erfinden.« nach Neuheiten umzusehen. Doch oft sind die von uns verwendeten Materialien gar nicht so ungewöhnlich. Manchmal Besucherzentrum am Herkules, Kassel

sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Beim Erweiterungsbau für Nya Nordiska zum Beispiel hat eine ganz normale metallverarbeitende Firma die unterschiedlichen Kantungsabstände der Bleche realisiert. Anstatt der gleichmäßigen Abstände sind diese dort mal lang und dann wieder kurz. Das ist eigentlich nur eine kleine Veränderung in der Bearbeitung, führt aber dennoch zu einer völlig anderen visuellen Erscheinung des Materials.

Seit 2012 leiten Sie das Institut für Entwerfen und Raumkomposition an der TU Braunschweig. Welche Ziele verfolgen Sie dort? Mein Hauptziel ist, die Studenten

zum Denken anzuregen. Das Schwierigste ist tatsächlich, sie vom Konsumieren dieser unendlichen Bilderfluten abzuhalten. Statt Details aus Zeitschriften und aus dem Internet zu kopieren, geht es doch eigentlich darum, zu begreifen: Auf welchen Grundlagen kann ich Entscheidungen treffen? Welche Kriterien sind für die Architektur wichtig? Um entwerfen zu können, braucht man geeignete Instrumente, mit denen sich diese unendliche Vielfalt filtern lässt. Sonst wird es allzu schnell sehr beliebig und oberflächlich. Und das wird ganz bestimmt nie zu unseren Zielen zählen. b weitere Informationen zu den Projekten auf S. 46


10

_ NEUE INTEGRATIVE FASSADEN

Kunstzentrum in Orléans Jakob + MacFarlane, Paris weitere Projektbeteiligte und Firmen auf S. 46

Integrierte Medienfassade – Tausende von LEDs in der Gebäudehülle verwandeln das Eingangsgebäude des FRAC Centre zur dynamischen Lichtskulptur Im Zentrum Orléans zieht ein rätselhaftes Objekt die Blicke auf sich: Aus der Platzfläche eines Innenhofs wächst eine facettierte Struktur mit drei »Kratern« und schimmernder Metallhülle, über die abstrakte Muster, gebildet aus Tausenden von Lichtpunkten, wandern. »Les Turbulences«, so der Name des expressiven Baukörpers, ist das signalhafte Eingangsgebäude für das Kunst- und Kulturzentrum FRAC Centre im umgebenden Gebäudekomplex aus dem 18. Jahrhundert. Die Architekten Dominique Jakob und Brendan MacFarlane haben den denkmalgeschützten, ehemals als Militärdepot genutzten Altbau zurückhaltend zu hellen, großzügigen Ausstellungsräumen umgebaut – und den Erweiterungsbau in Formensprache und Materialwahl in klaren Kontrast zum Bestand gesetzt. Leichte Aluminiumpaneele, teils perforiert, teils opak, umhüllen homogen eine Stahlkonstruktion. Diese ist im Inneren sichtbar belassen und prägt das durchgehende Raumvolumen mit Eingangsbereich, Informationstheke und Café, das durch die Oberlichter der »Krater« viel Tageslicht erhält. Die amorphe Gebäudeform wurde mithilfe spezieller Software entwickelt und realisiert; Ausgangspunkt war ein transformiertes Raster, das auf den vorgefundenen Gebäudeachsen basiert. So spiegelt das Gebäude auch die Ausrichtung der Institution wider: Das FRAC (Fonds Régional d‘Art Contemporain) Centre widmet sich seit dreißig Jahren der experimentellen und utopischen Architektur und verfügt über eine außergewöhnliche Sammlung

an Zeichnungen und Modellen. Auch die wechselseitigen Einflüsse von Architektur und zeitgenössischer Kunst sind nicht nur in der Ausstellung, sondern auch im Baukörper selbst präsent. Bereits in der Wettbewerbsphase entwickelten Jakob + MacFarlane gemeinsam mit dem Künstler-Duo Electronic Shadow eine integrierte dynamische Lichthülle als Medienfassade. Tausende von Lichtpunkten sind zu einer interaktiven Video-Installation verbunden. Informationen aus dem Internet, wie Wetterdaten oder Verkehrsströme, werden in Echtzeit in abstrakte bewegte Lichtbilder transformiert; zudem kann das FRAC hier auch in neuer Form auf Veranstaltungen hinweisen. Je nach Tageszeit und Lichtstimmung verändert sich die Fassade so ständig, sie wird zur belebten

Oberfläche, die das Ensemble stets in neuen Facetten zeigt. Da die Lichtpunkte in die Fassadenelemente integriert sind – sie werden von passgenau in die perforierten Aluminium-Verbundplatten eingesetzten LEDs gebildet – ist auch das architektonische Erscheinungsbild beeinflussbar: die Lichtpunkte können Konturen und Volumen betonen, aber auch Bilder mit der architektonischen Form verschmelzen, oder sie bewusst auflösen. Durch die verglasten Fassadenbereiche entsteht eine reizvolle Überlagerung der Geschehnisse im Inneren, der Stahlkonstruktion und der Fassadenprojektionen. Baukörper, Licht und Bilder werden so zur dynamischen Informationsarchitektur, die mit ihrer Umgebung kommuniziert. Claudia Fuchs


_ NEUE INTEGRATIVE FASSADEN

11

9 8 1 3

2 5

7

4 5 6 Grundriss EG, M 1:800 1 Eingang 2 Empfang/Buchhandlung 3 Informationsbereich

4 Videobereich 5 Sonderausstellung 6 Anlieferung

7 Garten 8 Archiv 9 Schulungsraum

Mithilfe unzähliger LED-Lichtpunkte erzeugen die Künstler Niziha Mestaoui and Yacine Aït Kaci (Electronic Shadow) eine vielfältig bespielbare »Haut aus Licht«


12

_ NEUE INTEGRATIVE FASSADEN

Wohnhaus in Mailand Boeri Studio (Stefano Boeri, Gianandrea Barreca, Giovanni La Varra), Mailand weitere Projektbeteiligte und Firmen auf S. 46

Flora und Fauna zählen bei diesem modellhaften Wohnkonzept für zunehmend verdichtete Großstädte zum integralen Bestandteil der Gebäudehülle. Die Gebäudehüllen der beiden Wohntürme an der Porta Nuova sind nicht einfach nur begrünt. Dank der auf den großen Balkonen angepflanzten 730 Bäume, 5000 Büsche und 11.000 Bodendecker schaffen sie vielmehr Raum für einen »vertikalen Wald«, der nicht nur ein einzigartiges Erscheinungsbild, sondern auch viele andere Vorteile ermöglicht. Einerseits dient die Grünfassade als sommerlicher Sonnenschutz und sorgt nicht zuletzt durch eine Verbesserung des Mikroklimas für eine angenehme Wohnatmosphäre. Andererseits betrachten die Architekten

Rendering der 112 bzw. 80 m hohen Wohnhochhäuser

das Projekt aber auch als modellhafte »Verdichtungs- und Anti-ZersiedelungsMaßnahme« für die immer enger bebauten Großstädte der Zukunft. Die Idee, in ökonomischer wie auch ökologischer Hinsicht wertvolle urbane Grundflächen nicht für kleinteilige Teppichsiedlungen zu nutzen und eine hohe Wohnqualität auch in übereinander gestapelten Wohnungen zu bieten, ist spätestens seit der Moderne wohlbekannt. Neu ist jedoch der Versuch, diesem Wunsch ein ebenso klar strukturiertes und ästhetisches wie auch im Wortsinn

natürliches Gesicht zu geben. Stefano Boeri bezeichnet die Türme als »biologische Architektur, die eine auf technischen und mechanischen Aspekten basierende ökologische Nachhaltigkeit ablehnt.« Nachhaltigkeit bedeutet für ihn nicht nur die Einsparung von Ressourcen, sondern auch die Möglichkeit, organisches Leben ins Gebäude zu holen. Im Gegensatz zur eher konventionellen Bauweise erwies sich die Planung des in die Gebäudehülle integrierten Walds als relativ komplexe Aufgabe. Z.B. wurden die Eigenschaften aller 40 hier eingesetzten Baumsorten genau analysiert und teilweise sogar im Windkanal getestet, um für die je nach Geschoss, Windstärke und Sonneneinstrahlung unterschiedlichen Anforderungen die jeweils am besten geeigneten Pflanzenarten zu finden. Die Verankerung etwa der Olivenund Granatapfelbäume erfolgte in der Substratschicht der Betonkästen mit stabilen Spanngurten. Ein automatisches Schlauch-Bewässerungssystem spendet den Pflanzen die je nach Jahreszeit, Himmelsrichtung, Stockwerk und Baumsorte erforderliche Wassermenge, während eigens angesiedelte Insekten Schädlinge vertreiben. Sämtliche Gartenarbeiten werden von einer Gärtnerei erledigt – hierfür anfallende Kosten dürften für die Bewohner der im Luxussegment angesiedelten Immobilie kaum ins Gewicht fallen. Bleibt abzuwarten, ob sich Boeris 2014 bezugsfertige Wohntürme auch als bezahlbares Modell für die Zukunft erweisen, und ob es gelingt, das Versprechen der stimmungsvollen Renderings einzulösen.


_ NEUE INTEGRATIVE FASSADEN

13

Sommer

30° C Wind

Windkraft

Elektrizität

Sonne

Solarthermie

Warmwasser

30° C

CO 2

SONNENSCHUTZ

Winter

WÄRMEEINTRÄGE

Sonne

Photovoltaik

Elektrizität

H 2O Boden

Wärmetauscher

Büros

Wärmespeicher

Heizung

WINDSCHUTZ

Lärmbelastung

H2O

Heizung

FEUCHTIGKEITSABGABE

Regenwasser

Grauwasser

Sammelbehälter Bewässerung

Biofiltrierung

Bewässerung

STAUBSCHUTZ

O2

Sonnenenergie Regenwasser

CO2

O2

SAUERSTOFFPRODUKTION

Photovoltaik Feinstaub LÄRMSCHUTZ

Büros

Geothermie

Bauzustand im Sommer 2013 mit bereits bepflanzten Balkonen


14

_ NEUE INTEGRATIVE FASSADEN

Bürogebäude in Zürich Wiel Arets Architects, Amsterdam weitere Projektbeteiligte und Firmen auf S. 46

In den Scheibenzwischenraum integrierte, frei verschiebbare Vorhänge führen bei der Closed-Cavity-Fassade dieses Bürokomplexes nicht nur zu einem einzigartigen Erscheinungsbild nach außen, sondern auch zu einer ganz besonderen Arbeitsplatzatmosphäre im Inneren. Eine mit Naturstein verkleidete Lochfassade, wie im Masterplan von Vittorio Lampugnani für das Richti-Areal vorgesehen, war für Wiel Arets von Anfang an undenkbar. Ebenso widersprochen hätte eine solche Gebäudehülle aber auch dem Wunsch des Versicherungskonzerns Allianz, seinen neuen Schweizer Hauptsitz als durchlässigen Open-Space zu realisieren. Letztlich ist es den Architekten des Ensembles aus einem 72 m hohen Hochhaus und einem sechsgeschossigen Flachbau gelungen, beide Vorgaben zu erfüllen. Einerseits mit einem Gebäudekonzept, das zahlreiche offene Treppenräume zwischen den Büroetagen und breite Verbindungsbrücken zwischen den Einzelgebäuden vorsieht. Andererseits mit einer eigens für dieses Projekt entwickelten Glasfassade. Deren erst vorgefertigte und dann auf der Baustelle vorgehängten Closed-CavityFassadenelemente setzen sich zusammen aus einer inneren Dreifachverglasung, einem 24 cm tiefen, permanent mit staubund feuchtigkeitsfreier Luft versorgten Scheibenzwischenraum mit integrierten Vorhängen sowie einer äußeren Schicht aus VSG. Für die steinerne Optik sorgt ein an den Rändern der Glaselemente aufgebrachter keramischer Siebdruck, der in abstrahierter Form in Schwarz-Weiß eine jener Onyx-Platten zeigt, die Mies van der Rohe einst im Barcelona-Pavillon verwendete. Um aus der unvermeidlichen Wiederholung dieses Musters entstehende


_ NEUE INTEGRATIVE FASSADEN

15

Die Vorhänge im Scheibenzwischenraum dienen als Sicht- und Sonnenschutz. Sie werden zentral gesteuert, lassen sich aber auch individuell bewegen.

Kacheleffekte zu vermeiden, zeigen diese »Rahmen« über zwei Glasfelder immer wieder andere Bereiche der gedrehten oder gespiegelten Bildvorlage. Das dabei entstehende strenge scharfkantige Fassadenbild steht im Kontrast zu den sanft gewellten Vorhängen im Scheibenzwischenraum. Die weichen Stoffe sorgen keineswegs nur für angenehme Arbeitsplätze in den Büros und ein bewegtes Bild nach außen, sondern dienen dank Aluminiumbedampfung auch als blickdurchlässiger

Sonnenschutz. Analog zu herkömmlichen Raffstoren werden diese je nach Sonnenstand computergesteuert auf- und zugezogen, um im Gebäudeinneren auch ohne mechanische Kühlung (Kälte wird über Kühldecken erzeugt) für optimale raumklimatische Verhältnisse zu sorgen – bei Bedarf lassen sich diese von den Nutzern jedoch jederzeit übersteuern. Während die Antriebsmotoren von innen über Revisionsöffnungen in der abgehängten Decke zugänglich sind, müssen Schäden an Vorhängen oder Vorhangschienen mithilfe

Grundriss 2.OG, M 1:1500

einer für das Scheibengewicht ausgelegten Befahranlage durch Entfernen der äußeren Glasscheibe behoben werden. In den ebenfalls komplett vorgefertigten Eckelementen lassen sich die Vorhänge von beiden Seiten zur Ecke schieben, sodass der Eindruck eines einzigen durchlaufenden Vorhangs entsteht. Wie hier im Detail wirkt auch der ganze Gebäudekomplex als homogene Einheit, die sich im Kontext des derzeit entstehenden städtebaulichen Entwicklungsgebiets als identitätsstiftende Landmarke behauptet.


16

_ NEUE INTEGRATIVE FASSADEN

Minihaus in Weil am Rhein Renzo Piano Building Workshop, Genua weitere Projektbeteiligte und Firmen auf S. 46

Dank Regenwassersammlung, Photovoltaikpaneelen und Sonnenkollektoren funktioniert dieses kleine Haus als autarkes System mit relativ hohem Wohnkomfort. Minimal-Wohnräume für Menschen zählen zu den Bauaufgaben, für die sich Architekten seit jeher ebenso begeistern können wie für Projekte mit unbegrenztem Budget. Häufig geht es dabei um die Verwirklichung sozialer Konzepte, um Notunterkünfte für Erdbebenopfer oder um Klosterzellen. Das Minihaus von Renzo Piano hat mit alldem nichts zu tun. Es ist vielmehr eine leicht zu transportierende, auf das Notwendigste reduzierte Wohneinheit, die es den Menschen ermöglichen soll, sich für einen bestimmten Zeitraum prinzipiell überall niederzulassen – auf der grünen Wiese oder in den Bergen ebenso wie im Schrebergarten. Mit einer Grundfläche von 2,40 ≈ 2,96 m, und aufgeteilt in einen Wohnraum mit Klappschreibtisch und Klappbett sowie einen Nebenraum mit Miniküche, Dusche und Kompost-WC, bietet das kleine Holzhaus mit Aluminiumhülle sicher keinen allzu großen Komfort. Dafür befinden sich die Nutzer in einem Haus, das als geschlossenes System vollkommen autark funktioniert. Beispielsweise wird Regenwasser gesammelt und nach Gebrauch gereinigt wieder an die Umwelt abgegeben, während in die Fassade integrierte Photovoltaikpaneele die Strom- und Sonnenkollektoren die Warmwasserversorgung gewährleisten. Die Idee eines solchen Hauses hatte Renzo Piano bereits vor einigen Jahren in der Zeitschrift »Abitare« veröffentlicht. Realisierbar wurde sie allerdings erst zusammen mit dem hiervon begeisterten Vitra-Chairman Rolf Fehlbaum. Und so ist das erste fertige Haus heute auch auf

dem Campus in Weil am Rhein zu besichtigen. Ab 2014 wird die Wohneinheit, deren Name »Diogene« sich unmittelbar auf Diogenes von Sinope bezieht, je nach gewünschtem Einsatzzweck und individuellen Bedürfnissen der Bewohner in drei

verschiedenen Varianten erhältlich sein. Konkrete Preisangaben liegen bislang nicht vor. Fest steht jedoch, dass Interessenten mehr Geld ausgeben müssen als einst der griechische Philosoph für seine legendäre Tonne.


_ NEUE INTEGRATIVE FASSADEN

Die ausgefeilte Technik und das intelligente Möblierungskonzept zeigen, dass das Minihaus »Diogene« weit komplexer ist als es zunächst scheint.

17


18

Integrative Fassaden als Vermittler zwischen innen und außen Für Tina Wolf, Leiterin des Fachgebiets für Technologie und Design von Hüllkonstruktionen an der TU München, sollten integrative Fassaden vor allem für behagliche Räume sorgen. Wodurch unterscheiden sich »integrative« Fassaden von herkömmlichen Fassaden? Integrative Fassaden – an unserem Fachgebiet nennen wir sie auch aktivierte adaptive Fassaden – beinhalten verschiedene, zu einem Ganzen vereinigte Funktionen oder Systeme. Dies kann durch ein Bauteil, aber auch durch die Schichtung von Bauteilen erfolgen. Auf jeden Fall handelt es sich um multifunktionale Fassaden, die zusätzliche bautechnische Aufgaben übernehmen und z.B auch Einfluss auf das Gebäudeklima haben. In ihrer Eigenschaft als Schnittstelle zwischen innen und außen gehört es zu ihren Aufgaben, die witterungs-, tages- und jahreszeitbedingten dynamischen Verhältnisse im Außenbereich zu kontrollieren und mit den statischen Anforderungen der Nutzung und des Nutzers in Einklang zu bringen. Konkret geht es also um die

Lüftung und Belichtung ebenso wie um Sonnenschutz und das Raumklima. Je besser integrative Fassaden funktionieren, desto weniger technische Unterstützung ist im Gebäudeinneren nötig.

Sind einfache einschalige Fassaden deswegen zwangsläufig unzureichend? Es kommt darauf an, was man von der Fassade erwartet, und um welche Bauaufgabe es sich an welchem Standort handelt. In einem Wohnhaus ist eine einschalige Fassade mit gewöhnlichen Jalousien vor den Fenstern meist völlig ausreichend – es sei denn, man strebt PassivhausStandard an.

Gibt es in Bezug auf integrative Fassaden besonders gelungene Beispiele aus der Architekturgeschichte? Bemerkenswert ist das von Jean Prouvé zu Beginn der

1950er-Jahre für die kongolesische Hauptstadt Brazzaville entwickelte »Maison Tropicale« – ein modulares Wohnhaus, das auf der Erkenntnis beruht, dass Häuser in Afrika anders konzipiert sein müssen als in Europa. Also verfügt es über ein weit auskragendes Dach, Sonnenschutzlamellen sowie über große runde, von Hand drehbare Lüftungsöffnungen, mit denen sich die kühlende Luftzirkulation individuell regulieren lässt. Für mich ist das ein faszinierendes Beispiel für wirklich gelungenes Bauen im Kontext. Jean Prouvé hat sich intensiv mit den Klimabedingungen Afrikas auseinandergesetzt und dabei eine der ersten modernen integrativen Fassaden entwickelt. Damit war er wesentlich weiter als viele heutige Architekten, deren Bürohäuser trotz völlig unterschiedlichem Außenklima überall auf der Welt gleich aussehen.


_ BLICK IN DIE FORSCHUNG

Vakuumröhren-Kollektoren, Forschungsprojekt bei Stefan Behling, Universität Stuttgart

Welche Aufgaben sollten heutige integrative Fassaden erfüllen? Oberstes Ziel ist es, in den Innenräumen für Behaglichkeit zu sorgen. Das gelingt bei bestimmten Bauvorhaben wie etwa Bürogebäuden nicht, wenn man nicht integrativ denkt.

Es geht also nicht in erster Linie um Energieeffizienz oder Klimaschutz? Energieeffizienz und Klimaschutz sollten heute eigentlich längst Standard sein. Schließlich tragen Architekten und Planer in Bezug auf diese Themen eine große Verantwortung: 40 Prozent des Primärenergiebedarfs in Deutschland werden für Gebäude verwendet. Hier gilt es, eine drastische Reduzierung zu erzielen, bei gleichzeitiger Aktivierung der Gebäudeoberflächen zur aktiven Solarenergienutzung. Dennoch werden Gebäude nicht aus rein gestalterischen Bedürfnissen heraus entworfen, sondern um den Menschen behagliche Räume zu bieten, in denen sie sich wohlfühlen und in denen sie gesund bleiben. Daher steht der Mensch für mich in jedem Fall ganz klar im Mittelpunkt.

Gibt es die »perfekte« Fassade? Oder kann es immer nur Annäherungen an optimale Lösungen geben? Es gibt nicht die »perfekte« Fassade, es gibt aber sehr wohl Fassaden, die vorbildlich auf die Dynamik im Außenraum des jeweiligen Orts und auf die Anforderungen aus der Nutzung abgestimmt sind. Und es gibt Strategien für unterschiedliche Bauaufgaben, Nutzeranforderungen oder städtebauliche Rahmenbedingungen. In dieser Hinsicht kann – zumindest für den

Anfang – auch ein Blick in die Literatur hilfreich sein. Beispielsweise in die neue Publikation von Gerhard Hausladen »Klimagerecht Bauen – ein Handbuch«. Als ehemaliger Professor für Bauklimatik und Haustechnik an der TU München schreibt er natürlich ganz aus der Sicht des Bauklimatikers. Dabei zeigt er aber grundsätzliche Strategien auf, welche Maßnahmen in bestimmten Klimazonen in Bezug auf Fassadenkonzepte, Baukörperausrichtung, Dämmstärken, Fensterflächenanteile etc. sinnvoll sind. Gewissermaßen stellt er hier einige grundlegende Spielregeln zusammen.

Die klimatische und energetische Optimierung von Gebäuden geht oft mit hochtechnischen, automatisierten und computergesteuerten Lösungen einher. Geht das nicht auch einfacher? Wenn man die Entwicklung seit den 1980erJahren von den Doppelfassaden bis hin

19

Solarstation auf dem Dach der TU München

zur Closed-Cavity-Fassade mit all ihrer notwendigen Sensorik verfolgt, sieht man, dass alles immer komplizierter und technisch aufwändiger wird. In letzter Zeit sind aber auch immer wieder Gebäude entstanden, bei denen es mit relativ einfachen Mitteln gelungen ist, einen hohen Nutzerkomfort zu erreichen. In diesem

»Der Mensch steht für mich auf jeden Fall ganz klar im Mittelpunkt.« Zusammenhang finde ich zwei Projekte von Sauerbruch Hutton interessant. So plante das Büro erst das Frankfurter KfW-Verwaltungsgebäude – mit einer hochtechnischen Glasfassade, deren Klappen sich temperatur- und windgesteuert zum richtigen Zeitpunkt öffnen müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Auf der anderen Seite realisierten

»Maison Tropicale«, Brazzaville; Arch.: Jean Prouvé


20

_ BLICK IN DIE FORSCHUNG

Zur Person: Tina Wolf studierte Architektur an der Universität Stuttgart und war danach unter anderem in den Architekturbüros Renzo Piano Building Workshop, Paris, und Thomas Herzog, München, tätig, bevor sie als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Stuttgart am Institut für Baukonstruktion, Stefan Behling, arbeitete und promovierte. Seit 2009 leitet sie das neu gegründete Fachgebiet für Technologie und Design von Hüllkonstruktionen an der TU München. Zentrales Forschungsgebiet ist die Entwicklung innovativer Komponenten für Gebäudehüllen. Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg; Arch.: Sauerbruch Hutton

die gleichen Architekten beim Bau für die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg eine verblüffend einfache Gebäudehülle. Unmittelbar neben den normalen Fensterflügeln gibt es hier leicht zu bedienende Öffnungsklappen, die das Lüften auch bei starkem Wind ermöglichen. Hinzu kommt ein außenliegender

»Autoreaktive Materialien entscheiden selbst darüber, ob Bewegungen stattfinden.« Sonnenschutz, der durch seine leicht zurückversetzte Lage weniger exponiert im Wind liegt als sonst bei solchen Gebäuden üblich. Diese Fassade weist zweifellos eine gewisse Intelligenz auf – auch im Zusammenhang mit ökonomischen Faktoren. In finanzieller Hinsicht sind die meisten komplizierten Sonderlösungen alles andere als ein geeigneter Maßstab. KfW Westarkade, Frankfurt; Arch.: Sauerbruch Hutton

Abgesehen von gebäudeintegrierter Photovoltaik an geschlossenen Wandbereichen – wie lässt sich die Gebäudehülle noch nutzen, um nicht nur den Energieverbrauch zu reduzieren, sondern selbst Energie zu erzeugen? Eine sehr gute Methode, an der ich schon seit vielen Jahren forsche und die auch Thema meiner Doktorarbeit war, sind die transparenten Vakuumröhren-Kollektoren. Ausgangspunkt meiner Arbeit war die Erkenntnis, dass sich alle opaken Systeme nur schwer durchsetzen werden, weil sie nicht zur Ausbildung völlig transparenter Fassaden geeignet sind – einem nach wie vor ungebrochenen gestalterischen Wunsch der Architekten. Also versuchte ich, die für die Aufdach-Montage bereits erhältlichen Vakuumröhren unmittelbar vor Glasfassaden zu integrieren. Einerseits lassen sich die Glasröhren durch die integrierte Silberbedampfung (mit der das auftreffende Sonnenlicht auf den

Absorber konzentriert wird) zur Erzeugung von heißem Wasser nutzen, mit dem dann solar unterstützt geheizt oder gekühlt werden kann. Auf der anderen Seite ergibt sich aus dieser Teilverspiegelung aber auch eine Verschattung der dahinter liegenden Räume. Resultat ist eine Art feststehender Sonnenschutz, der Tageslicht in den Raum gelangen lässt und zugleich Energie sammelt.

An den Vakuumröhren-Kollektoren haben Sie auch während Ihrer Zeit bei Stefan Behling am Institut für Baukonstruktion 2 an der Universität Stuttgart geforscht. Haben Sie die Arbeit hier in München fortgesetzt? Das von mir bereits in Stuttgart bei Stefan Behling beantragte Folgeprojekt zur Entwicklung eines transparenten Fassadenkollektors für Verwaltungsbauten konnte ich um die Aspekte Sonnenschutzpotenzial und Tageslichtnutzung erweitern. Hierfür


_ BLICK IN DIE FORSCHUNG

21

» Je besser integrative Fassaden funktionieren, desto weniger technische Unterstützung ist im Gebäudeinneren nötig.« stand mir nach meinem Wechsel an die TU München eine von Thomas Herzog für Forschungszwecke errichtete Solarstation auf dem Dach der TU zur Verfügung. Dort haben wir den Prototypen der neuen Fassadenkollektor-Generation integriert und ein Messkonzept entwickelt, mit dem wir sowohl das Sonnenschutzpotenzial wie auch die Tageslichtnutzung des Systems in einem Musterraum messen konnten. Gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut und anderen Partnern aus dem Fassadenbau denken wir aber auch über ein flexibler montierbares System nach, das sich gestalterisch zurücknimmt, um in der Fassade weniger dominant und technisch zu wirken. Eine solche Lösung dürfte die heute eher mäßige Akzeptanz für solche Systeme steigern.

Welche aktuellen Forschungen gibt es derzeit am Fachgebiet für Technologie und Design von Hüllkonstruktionen?

Wir forschen nach wie vor im Bereich der Aktivierung von Oberflächen – Aktivierung im Sinne der Solarenergienutzung. Nicht nur bei Vakuumröhren, sondern auch an »bionischen« Strukturen. Bionische Prinzipien dienen als Inspirationsquelle, wenn wir adaptive Mechanismen der Natur auf Gebäudehüllenkonzepte zu übertragen versuchen. Außerdem beschäftigen wir uns mit autoreaktiven Systemen, die sich adaptiv-autoreaktiv je nach äußeren Rahmenbedingungen ohne Energiezufuhr oder menschliches Zutun anpassen können. Dabei ist das Material der Mechanismus, und das Material entscheidet, welche Bewegung stattfindet. Im Moment widmen wir uns in diesem Zusammenhang dem Thema Wärme, d.h. bestimmte Temperaturen entscheiden darüber, ob eine Bewegung stattfindet oder nicht.

Können Sie Beispiele für autoreaktive Materialien oder Systeme nennen?

Studentenprojekt »suntrap« – autoreaktives Material, das sich unter Wärmeeinwirkung selbstständig bewegt

Gemeinsam mit Studenten haben wir versucht, Architekturlösungen mit autoreaktiven Komponenten zu entwickeln, etwa mit eigentlich ein ganz einfachen Bauteilen aus dem Gewächshausbau, mit denen Fenster automatisch geöffnet werden, damit die Pflanzen bei sommerlicher Hitze nicht verbrennen. Ergebnis war z.B. eine Struktur aus opaken Dreiecksflächen, die sich im direkten Sonnenlicht aufwölben und so den benachbarten transparenten Teil verschatten. Ist die Sonne dann wieder weg, gehen sie in die Ausgangsposition zurück. Im Prinzip könnte man damit auch den Luftaustausch zwischen innen und außen regeln.

Also verhält sich jeder Teil der adaptiven aktiven Fassade je nach Sonneneinstrahlung anders? So ist es. Eine weitere Studentenarbeit, die den ersten Preis beim Cloudscap.es Award gewonnen hat, war inspiriert durch die Fähigkeit von


22

_ BLICK IN DIE FORSCHUNG

Tulpen, ihre Blütenblätter zu bewegen. Bei Sonnenschein wächst die innere Schicht der Blütenblätter schneller, wodurch sie nach außen gedrückt und geöffnet werden. Wird es kälter, wächst die äußere Schicht schneller als die innere und sorgt dafür, dass sich die Blüte wieder schließt. Basierend auf diesem Grundprinzip haben die Studenten ein Fassadenkonzept für eine Verschattung entwickelt – mit einem autoreaktiven Bauteil und einer blütenförmigen textilen Struktur, die sich auffalten kann. Bei Sonnenschein öffnet sich die »Blüte« und bildet große »Teller«, die in diesem Fall zweilagig angeordnet sind, weil sonst die Zwischenräume nicht verschattet wären. Wenn ein Teil des Gebäudes etwa durch Nachbargebäude oder Bäume im Schatten liegt, gehen die Blüten innerhalb weniger Minuten wieder zu (wir haben das mit einem kleinen

Prototyp getestet) und geben den Blick auf die Fassade bzw. umgekehrt auf die Umgebung frei.

Ist die Realisierung solcher, mehr oder weniger komplexer integrativer Systeme innerhalb »normaler« Entwurfs- und Realisierungsprozesse möglich? Die gerade erläuterten Arbeiten stammen aus dem Bereich der Forschung, sind also weit weg von konkreten Umsetzungen. Die Realisierung komplexer integrativer Fassadensysteme bedarf der Zusammenarbeit mit den erforderlichen Fachplanern bereits zu Projektbeginn. Im Interesse des Bauvorhabens und dessen ökonomischem, ökologischem und architektonischem Erfolg gilt es, im Vorfeld klug mit dem Bauherrn zu verhandeln, um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Anfang an zu ermöglichen. Im üblichen

Studentenprojekt »bloom« – autoreaktives Bauteil mit blütenförmiger Struktur

Planungsprozess werden die Fachplaner – Tragwerksplaner ebenso wie Haus- und Bautechniker – meistens zu spät beteiligt. Unser Ziel an der TU München ist es daher, den Studenten durch konkretes Praktizieren während des Entwurfsprozesses eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zu ermöglichen und ihnen die Kompetenz mit auf den Weg zu geben, parallel zum Entwurf auch Gebäudetechnik- bzw. Energiekonzepte entwickeln und diskutieren zu können. Überlegungen und Konzepte hierzu verlangen wir ihnen bereits bei der Präsentation der ersten Entwurfsideen ab. Schließlich würde es keinen Sinn machen, erst Häuser zu entwerfen und danach zu sehen, wie das Ganze bautechnisch funktionieren könnte. Das ist bei uns eigentlich nicht anders als in der Praxis. b weitere Informationen zu den Projekten auf S. 47

Studentenprojekt »lotec« – autoreaktives Bauteil mit Dreiecksflächen


_ RUBRIK

23

Edition

Gebäudehüllen Christian Schittich (Hrsg.), 2006, 2. erweiterte Auflage. 200 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Zeichnungen. Format 23 × 29,7 cm. Hardcover: € 74,95 ISBN 978-3-7643-7633-8 aus der Reihe im ∂

Die emotionale Seite der Hülle Die Gebäudehülle ist weithin sichtbares Signet eines Gebäudes. Sie schafft Verbindungen zwischen Außen- und Innenraum, schützt vor Witterungseinflüssen und hilft nicht zuletzt den Energiebedarf im Gebäude zu senken. Wie kaum an ein zweites Bauteil werden heute an die Hülle unterschiedlichste Anforderungen gestellt, ihre Ausformulierung ist zu einer komplexen Herausforderung geworden. Mit der 2. erweiterten Auflage von »im Detail Gebäudehüllen« tragen wir dieser Entwicklung

1 Lüftungselement Aluminium mit Wetterschutzlamellen 2 Kabelpritsche mit Abdeckblech Aluminium 3 Lüftung Korridor, Glaslamellen 4 Stahlbetonstütze Ø 500 mm 5 Holzelementfassade Hemlock mit Dickschichtlasur 6 Festverglasung 4 + 16 + 6 mm, U=1,1 W/m2K 7 natürliche Lüftung Schiebefenster 8 mechanische Lüftung Sockelkanal mit Luftauslass 9 Revisionsöffnung Hemlockfurnier auf Sperrholz 35 mm 10 Verkleidung Hemlockfurnier auf Sperrholz 35 mm 11 textiler Blendschutz 12 Teppichboden Velours Verbundestrich 100 mm mit Elektroinstallation und Leitungsschlangen für Bauteilheizung

Rechnung. Neben einer Vielzahl innovativer Projekte die von außergewöhnlichen Hüllen bis zu intelligent optimierten Fassaden reichen, bietet ein Materialkatalog Überblick über aktuelle Produkte und deren Einsatzmöglichkeiten. Was energieoptimierte Hüllen leisten können ist von Fachautoren anschaulich beschrieben. In ihrer Informationsdichte ist die Neuauflage des Klassikers »im Detail Gebäudehüllen« unverzichtbares Arbeitsmittel für jeden Planer und Architekten.

Diagramme Maßstab 1: 200 Detailschnitte Doppelfassade

Lüftung

thermoaktive Decke

Maßstab 1:10

Materialkatalog mit neuen Produkten

Winter: ¤ Temperatur der im Estrich verlegten Rohre zur Heizung ca. 23 °C Raumtemperatur ca. 20 °C ¤ warme Zuluft mechanisch über Brüstungskanal, kühle Zuluft natürlich über Fensterlüftung

1

Sommer: ¤ Temperatur der im Estrich verlegten Rohre zur Kühlung ca. 21 °C Raumtemperatur ca. 26 °C ¤ kühle Zuluft mechanisch über Brüstungskanal, warme Zuluft natürlich über Fensterlüftung

Außergewöhnliche Hüllen im Detail

2

Die energieoptimierte Hülle – von Fachautoren beschrieben

3 5

11

e 4

e 6

9

7

8

10 12

5

d

6

9

5

7

d

dd

172

10

ee

173

www.detail.de/ghuellen


24

Neue Produkte

X-LED von Carl Stahl X-LED mesh ist eine komplett outdoorfähige Kombination aus einem Edelstahlseilnetz und LED-Modulen, die in einem Pixelabstand von 60–300 mm stehen und über DMX steuerbar sind. Das Netz kann mit hohen Festigkeitswerten über große Spannweiten horizontal, vertikal, aber auch dreidimensional installiert werden. Das Eigengewicht ist mit 0,9 bis 5,0 kg/m² äußerst gering und bietet mit 71–94% gleichzeitig einen sehr hohen Transparenzgrad. Bei Bedarf lassen sich einzelne LED-Dots innerhalb kürzester Zeit und auch ohne Spezialwerkzeug auswechseln. b www.x-led.de

Alucobond media von Suisse Technology Partners Die Kombination des Fassadenmaterials Alucobond mit eigens entwickelten LEDLeuchtpunkten macht Licht und interaktive Videobotschaften zum integralen Bestandteil von Architektur. Modulare Standard-Alucobond-Fassaden mit großer Farb- und Oberflächenvielfalt können ohne augenscheinliche Oberflächenwechsel in mediale Bereiche übergehen. Der IP67Schutz der LEDs ermöglicht außentaugliche Fassadenlösungen, die selbst Hochdruckreinigungen schadlos überstehen. b www.alucobond-media.com


_ N E U E P R O D U K T E: M E D I E N F A S S A D E N

Mediamesh mit RGB-SMD-LEDs von GKD – Gebr. Kufferath Als GKD-Spezialentwicklung sind RGBSMDs nun erstmals auch für Außenanwendungen mit Mediamesh verfügbar. Kennzeichnend für die in Edelstahlgewebe eingewebten LED-Zeilen ist die besonders kompakte Bauweise mit den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau in einem einzigen SMD-Baukörper – dies ermöglicht höhere Auflösungen und eine homogenere Bildwirkung. Die Lichtstärke von bis zu 11.000 Nits, die optimierte Seitenlesbarkeit sowie die Farbtreue zählen zu den weiteren Vorteilen. b www.gkd.de

Lichtbeton von Lucem Transluzenter Beton besteht aus hochfestem Beton mit integrierten lichtleitenden Fasern, ist witterungs- und UV-beständig, abriebfest und außerdem nicht brennbar. Beim Einsatz in Medienfassaden sind Lichtbetonplatten einzeln und in Farbe ansteuerbar. Das besondere dabei: Tagsüber weist die Fassade eine massive Steinoptik auf, während sie bei einsetzender Dämmerung die unterschiedlichsten Licht-, Schrift-, aber auch großflächigen Videoinstallationen erlaubt. b www.lucem.de

Dot XL von Traxon Technologies Dot XL LED-Lichtpunkte verfügen über drei, sechs oder neun LEDs, die in Bezug auf Farbe (RGB, Warm- oder Kaltweiß), Pixel-Abstand und Diffusor flexibel anpassbar sind. Jeder Dot ist einzeln über DMX oder e:pix/DVI steuerbar, sodass Texte, Grafiken und Videoinhalte optimal wiedergegeben werden. Dabei eignen sie en sich dank der Schutzklasse IP67 für den taAußenbereich und sind durch die Montamge an flexiblen Kabeln nicht auf bestimmte Strukturen festgelegt. b www.traxontechnologies.eu

25


26

_ N E U E P R O D U K T E: F A S S A D E N B E L E U C H T U N G

Tower von Dexter Tower LED-Leuchten für den Außenbereich verfügen über ein um 180° drehbares Gehäuse mit drei unterschiedlichen Reflektoren, lassen sich auf dem Boden wie auch an der Wand montieren und sind nun in vier verschiedenen Farben erhältlich. Zusätzlich zu den natureloxierten Aluminiumrahmen und -gehäusen gibt es ab sofort auch pulverbeschichtete Varianten in Mattweiß, Mattschwarz und Mattoxid. b www.dexterdesign.nl

Focalflood von Erco

Borg von Horizon Borg ist eine zurückhaltend elegant gestaltete zylinder- oder quaderförmige LED-Wandleuchte für den Außenbereich – mit 3 bzw. 4,5 Watt LEDs, bei Doppelleuchten auch mit 6 bzw. 9 Watt LEDs. Sie verfügt über ein lackiertes Gehäuse, einen inneren Körper aus schwarz eloxiertem Aluminium sowie über eine hinter gehärtetem Glas geschützte Optik, die enge, mittlere oder breite Ausstrahlwinkel ermöglicht. b www.horizonfromspace.com

Mit farbigem bzw. weißem Streiflicht die Oberflächen von Gebäuden inszenieren und Details mit kontrastreichen Schattenwirkungen betonen – diese Effekte lassen sich mit Focalflood LED-Fassadenleuchten effizient und dank der individuell einstellbaren Neigung der Leuchte auch einfach realisieren. Die auf sehr gleichmäßiges Streiflicht optimierte Optik ermöglicht weite Leuchtenabstände. Zur präzisen Lichttechnik der Focalflood Fassadenleuchten gehört eine eng strahlende Lichtverteilung über die Höhe der Wand, um das Streulicht zu minimieren. b www.erco.com


_ N E U E P R O D U K T E: F A S S A D E N B E L E U C H T U N G

27

Linealuce Compact/Mini von iGuzzini Die zwei neuen, DALI bzw. DMX kompatiblen Versionen von Linealuce Compact und Linealuce Mini erweitern die Palette der Außenleuchten zur Wandmontage. Die Leuchten sind mit einer innovativen Optik ausgestattet, die einen sehr homogenen Wallwasher-Effekt mit Streiflicht ermöglicht. Die Verteilung der LEDs in der Leuchte erlaubt die Realisierung von Lichtbandsystemen ohne Schattenbereiche zwischen den Modulen. b www.iguzzini.de

Elevo von Zumtobel Mit dem 3,5 cm flachen LED-Strahler können Fassadenelemente, Reliefe und Vorsprünge wirkungsvoll mit warm- und kaltweißem bzw. farbigem Licht hervorgehoben werden. Die monochrome Leuchte lässt sich schalten oder über eine separate PWM-Steuerleitung dimmen, während die RGB-Leuchte über das schnelle und dynamische DMX-Protokoll gesteuert wird. b www.zumtobel.com

225TGM von LemTec Innova Anstatt der bisher 96 alten 400-WattStrahler wird das achteckige Kirchenschiff der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin heute mithilfe von 718 energiesparenden 13-Watt-Ministrahlern des Bautyps 225TGM von LemTec Innova beleuchtet. Die neuen Strahler, die nach IP66 staub- und strahlwassergeschützt sind, verfügen trotz kleiner Bauform über eine große Lichtleistung, die das Kirchenoktogon nicht nur viel gleichmäßiger, sondern nach außen heller und nach innen farbechter beleuchten. b www.lemtec.de


28

_ N E U E P R O D U K T E: V E R G L A S U N G

Höfe am Brühl von CLIMAplusSECURIT-Partner Thiele Glas/Eckelt Glas Die »Goldfassade« des von Grüntuch Ernst Architekten in Leipzig geplanten Einkaufszentrums verfügt über 3550 m² des Wärmedämmglases SGG CLIMAPLUS ULTRA N aus 2≈ 12 mm VerbundSicherheitsglas (VSG) mit unregelmäßigem gold-metallic Siebdruck. Für die Glaselementfassade mit schwarzen Natursteinpaneelen wurden 1650 m² SGG CLIMAPLUS ULTRA N, ebenfalls aus 2≈ 12 mm VSG mit SGG PARSOL grau und schwarzem, horizontal verlaufenden Lochrasterverlauf bedruckt. b www.climaplus-securit.com

Architecture VISION Gewebe von Sefar Im neuen Bauensemble an der Züricher Europaallee entschieden sich David Chipperfield Architects und Gigon / Guyer Architekten in den vorgelagerten Glasfassaden für verschiedene Gewebetypen aus der Reihe Sefar Architecture VISION – darunter ein mit Goldtönen bedrucktes Sondergewebe. Dieses, von der Materialagentur raumprobe mit dem Materialpreis 2013 ausgezeichnete Gewebe gewährt keine Einblicke, dafür aber eine optimale Sicht nach außen sowie eine reduzierte Sonnen- und Wärmeeinwirkung. b www.sefar.com

OKASOLAR F von Okalux Mit Lichtlenkprofilen für nur 16 mm tiefe Scheibenzwischenräume eignet sich dieses Tageslichtlenksystem vor allem für Dreifachisolierverglasungen und schmale Isolierglasaufbauten. Bis 1,80 m Höhe reflektieren spezielle Lamellentypen den Hauptteil des Sonnenlichts nach außen, während es im oberen Bereich tief in den Raum gelenkt wird. Die Folge: Kunstlichtbedarf und sommerlicher Wärmeeintrag sinken und die Energiebilanz des Gebäudes verbessert sich. b www.okalux.com


X-LED Silverstar Zero von Glas Trösch Mit einem Lichttransmissionsgrad von 71% sorgt Silverstar Zero bei dem vom Serau Architectes in Paris geplanten Haarforschungszentrum für ein helles Ambiente. Zugleich verfügt das 2-fach Isolierglas mit Argon-Füllung und einem Ug-Wert von 1,0 W/m²K aber auch über beste Wärmedämmwerte. Raumhohe Gläser sind bis zum Format von 2,40 ≈ 1,35 m eingesetzt und prägen so die transparente Raumwirkung. 8000 m² Silverstar Zero ergänzen zudem den baulichen Sonnenschutz: Während es im Sommer, wenn die Fenster verschattet sind, angenehm kühl bleibt, sorgt die Verglasung mit einem gWert von 50% bei tiefstehender Sonne für solare Wärmegewinne. Damit trägt das Fassadenglas zu einer positiven Energiebilanz bei. b www.glastroesch.ch

29

Videofähige RGB-LED-DOTS auf hochfesten Stahlseilnetzen Hohe Transparenz Geringes Eigengewicht Große Spannweiten 3D-formbar Outdoor tauglich (IP65) Einfache Montage Pixel Abstand 60 - 300mm Made by Carl Stahl GmbH

www.x-led.de


30

_ N E U E P R O D U K T E: V E R G L A S U N G

System Ug 0,85 von Wacotech Der Einsatz der lichtdurchlässigen Wärmedämmeinlage TIMax GL von Wacotech erreicht im neuen System Ug 0,85 für Profilglasfassaden deutlich verbesserte Ug-Werte. So weist die Fassade einen Ug-Wert von 0,85 W/m2K auf. Dazu werden zwei einschalige Profilglassysteme mit 130 mm gegeneinander versetzt und der entstehende Scheibenzwischenraum mit zwei Lagen TIMax GL gedämmt. Durch die eingeschlossene, stehende Luft bietet die Fassade eine optimale Wärmedämmung und bei guter Lichtdurchlässigkeit gleichzeitig eine starke Lichtstreuung – was zu einer guten Raumtiefenausleuchtung führt. Die Wärmedämmeinlage erzielt Sonnen- und Blendschutz und damit auch Schutz vor sommerlicher Überhitzung. Der g-Wert wird dabei auf 19% herabgesetzt. b www.wacotech.de

Suncool optilam 65/59 von Pilkington Dieses neue Sonnenschutzverbundglas wurde speziell für Doppelfassaden entwickelt und verbessert die energietechnischen Werte von Gebäuden. Bei Pilkington Suncool Optilam 65/59 wird die beschichtete Seite des Glases zur Folie laminiert – eine technische Neuerung, die den transparenten Sonnenschutz in Form von beschichtetem, hochleistungsfähigem Sonnenschutzglas in Sekundärfassaden ermöglicht. Nun hat dieses Verbundglasprodukt auch die Sicherheitsklasse 1(B)1 erreicht. Verglasungen, die die Sicherheitsklasse 1(B)1 erfüllen, sind bei Pendelschlägen aus 1,20 m Höhe nicht gebrochen oder zumindest nicht durchschlagen worden. b www.pilkington.com


_ N E U E P R O D U K T E: V E R G L A S U N G

31

Semco Klimaglas

Qbiss Air

von Semco

von Trimo

Transparenz, Offenheit und Energieeffizienz standen für den Bauherrn beim Neubau der Vierol Unternehmenszentrale in Oldenburg im Vordergrund. Um diesem Wunsch entsprechen zu können, setzten die Architekten auf Semco Klimaglas. Energieberechnungen ergaben, dass damit auf visuell störende Verschattungselemente und den dauerhaften Betrieb einer energieaufwändigen Klimatisierung verzichtet werden kann. Das verwendete Glas verfügt über einen Ug-Wert von 0,5 W/m²K, einen g-Wert von 23% und einen Lichttransmissionsgrad von 43%. b www.semcoglas.com

Qbiss Air ist ein modulares Glasfassadensystem mit gasgefülltem MehrkammerDämmkern, das ganz ohne konventionelle feste Dämmstoffe auskommt und dadurch extrem geringe Wandstärken ermöglicht. Qbiss Air bietet die Kombination von niedriger Wärmeleitfähigkeit, hoher Lichttransmission und geringem Energiedurchgangswert, und ist in den Varianten transparent, transluzent und nichttransparent erhältlich. b www.qbiss.eu

SGG COOL-LITE SKN 145 von Saint Gobain SGG COOL-LITE SKN 145 blockiert bis zu 78% der anfallenden Solarstrahlung, durch einen Lichttransmissionswert von 41% gelangt jedoch ausreichend Licht in die Räume. Auch im Hochsommer kann daher auf verdunkelnde und verschmutzungsanfällige Vorbauten wie Jalousien, Lamellen oder Rollläden zumeist verzichtet werden. Auf diese Weise werden die Einbau- und die Wartungskosten erheblich reduziert, während das Gebäude einen gleichbleibenden ästhetischen Anblick bietet. b de.saint-gobain-glass.com


32

_ N E U E P R O D U K T E: S O N N E N S C H U T Z

Solarleaf-Lamellen von Colt International Bei der nun in Hamburg in Betrieb gegangenen, gemeinsam von Colt International, Strategic Science Consult (SSC) und Arup Deutschland geplanten Pilotanlage einer Bioreaktorfassade an einem fünfgeschossigen Wohnhaus werden Algen sowohl zur Energiegewinnung wie auch zur Lichtsteuerung und Beschattung eingesetzt. Zum Einsatz kamen von Colt entwickelte SolarLeaf-Lamellen – 2,70 ≈ 0,70 m große geschosshohe Glaselemente. Diese sind vertikal einzeln drehbar, sodass sie der Sonne nachgeführt werden können. Der als Photobioreaktor nutzbare Hohlraum ist 18 mm breit und enthält 24 Liter Nährflüssigkeit, in der die Algen wachsen. Insgesamt soll der CO2-Ausstoß des Wohnhauses durch dieses System um sechs Tonnen jährlich reduziert werden. Zusätzlich absorbieren die Algen 2,5 Tonnen CO2 aus der zugeführten Luft. b www.colt-info.de

Stamisol FT 371 von Serge Ferrari Bei der Renovierung und Erweiterung eines Golf-Leistungszentrums in Madrid setzten Allende Arquitectos die Gittermembran Stamisol FT 371 ein. Einerseits, um mehrere Baukörper zu einer harmonischen Einheit zusammenzufassen, andererseits um einen Wind- und Blendschutz zu erreichen, der zugleich einen guten Blickkontakt ins Freie bietet. Beim Neubau wurde die durchscheinende Textilfassade als vorgehängte hinterlüftete Bekleidung 50 cm vor die Glasfassade montiert, um die Wartungsarbeiten wie auch die Ableitung der erwärmten Luft aus der Doppelfassade zu ermöglichen. Stamisol FT trägt dabei erheblich zur Energieeffizienz des Gebäudes bei. Es reduziert den Wärmeeintrag um 70% und senkt so den Energieverbrauch für die Klimatisierung deutlich. b www.sergeferrari.com


_ RUBRIK

Tesselate von Zahner Tessellate ist ein modulares Verschattungssystem für Glasfassaden, das aus jeweils vier identischen perforierten, hintereinander verschiebbar angeordneten Metallpaneelen besteht. Diese Paneele erzeugen in der Bewegung unterschiedlichste dynamische Strukturen, mit denen sich die Licht-, Luft- und Blickdurchlässigkeit der dahinter liegenden Räume regulieren lassen. Zum Schutz der beweglichen Teile, aber auch der Nutzer liegen die Paneele beidseitig geschützt in verglasten Fassadenelementen, die auch in bestehende Gebäude integriert werden können. Dieses ebenso funktionale wie überaus elegante Verschattungssystem geht aus einer Kooperation zwischen dem Designer Chuck Hoberman, den Ingenieuren vom Buro Happold und dem Hersteller Zahner hervor. b www.azahner.com

33

VHF-Systeme aus Aluminium Ästhetisch, funktional und wirtschaftlich Mit dem FC Fassadensystem bietet Kalzip Architekten und Planern ein variables und zugleich montagefreundliches Bauprodukt zur Umsetzung von Neubau- und Sanierungsvorhaben. Die dezente glatte Oberfläche der Aluminiumpaneele vermittelt Großzügigkeit und Klarheit und betont die formale Ästhetik des Gebäudes. Im Fokus dieses Systems steht, neben den materialtechnischen Vorteilen, die flexible, zum Patent angemeldete Vario-Systemmontage. Die Funktionalität der vorgehängten Metallfassade kombiniert mit dem optimierten, zeitsparenden Montageverlauf macht das Kalzip FC Fassadensystem zu einem flexibel einsetzbaren, höchst wirtschaftlichen Bauprodukt.

Kalzip GmbH August-Horch-Str. 20-22 · D-56070 Koblenz T +49 (0) 261 - 98 34-0 · E germany@kalzip.com www.kalzip.com


34

_ N E U E P R O D U K T E: P H O T O V O L T A I K

ATF Black Line XXL Modul von Antec Solar Mit maximalen Abmessungen von bis zu 2,30 ≈ 3,60 m zählt das ATF Black Line XXL Modul zu den größten, derzeit im Markt erhältlichen Dünnschicht-PhotovoltaikModulen. Die besondere Oberflächenstruktur ist reflexarm und verhindert so Spiegelungen und Blendungen ohne Leistungseinbußen. Hervorragend geeignet sind diese Module vor allem dort, wo solaraktive Fassaden ohne störende Reflexionen und Spiegelungen genutzt werden sollen. b www.antec-solar.de

Dünnschicht-Solarzelle auf Emaillierstahl Forscher am Stuttgarter Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) haben einen völlig neuen Typ flexibler CIGSDünnschicht-Solarzellen entwickelt. Als Trägermaterial für die stromerzeugende Absorberschicht kam dünner emaillierten Stahl zum Einsatz, der im Vergleich zu Kunststofffolien nicht nur wesentlich robuster, sondern auch langlebiger ist. Der Wirkungsgrad der biegsamen, 0,5 m² großen Zelle beträgt 18,6%. Ein Modul auf einer Fläche von 23 ≈ 30 cm konnte 12,9% des Sonnenlichts in Strom umwandeln – weltweit einer der besten Werte für monolithisch verschaltete Module auf Metallsubstraten. b www.zsw-bw.de

eFORM Crystal von Mage Sunovation Prägendes Gestaltungselement dieses Neubaus der Architekturwerkstatt Vallentin sind die insgesamt 84 m² großen, individuell gefertigten Photovoltaik-FassadenElemente. Zu den Besonderheiten zählen die Veredelung der Modulrückseite mittels selektivem Siebdruck, vor allem aber die beiden gebogenen Photovoltaik-Elemente an den abgerundeten Gebäudeecken. Diese sind jeweils rund 3 m² groß und in einem Radius von ca. 3,50 m gebogen. b www.sunovation.de


_ N E U E P R O D U K T E: P H O T O V O L T A I K

35

VSG DesignPV von ertex Solar VSG DesignPV ermöglichen durch optisch homogene Siebdruckoberflächen die Realisierung völlig neuer Möglichkeiten gebäudeintegrierter Photovoltaik. Farbe und Transparenzgrad der bis zu 3 ≈ 6 m großen Paneele mit absolut gleichmäßigem Erscheinungsbild sind dabei frei wählbar. Standardmäßig gibt es derzeit 17 verschiedene Druckformen, die je nach gewählter Druckdichte/Transparenz fein abgestimmte Sichtbarkeiten der darunter liegenden Photovoltaik-Zellen ermöglichen – bis hin zur optisch völligen Verdeckung der kristallinen PV-Zellen. b www.ertex-solar.at

Wicosolaire PV-Lamellenmodule von Wicona Wicosolaire PV-Lamellenmodule machen aus einem passiven Beschattungssystem ein aktives Stromkraftwerk. AluminiumSonnenschutzlamellen werden dabei mit Photovoltaik-Elementen zu einem Komplettsystem kombiniert, das je nach Gebäudeanforderung oder Architektur vertikal oder horizontal montiert werden kann. Die Lamellenmodule mit 185 mm Tiefe und 1200 mm Breite lassen sich in verschiedenen Neigungen optimal zur Sonne ausrichten und bieten dadurch eine maximale Energieeffizienz. b www.wicona.de

StoVentec ARTline Invisible von Sto Die Module des nicht sichtbar befestigten PV-Systems für homogene Fassadenoberflächen sind mit dünnen Blähglas-Trägerplatten zu einem Sandwich-Element verbunden. Die auf CIS-Technologie basierenden Paneele sind in Blau, Rot, Gelb, Grün, Schwarz und Weiß erhältlich. Schwarz ist die energetisch effektivste Variante, bei farbigen Gläsern müssen wegen höherer Lichtreflexion Wirkungsgradeinbußen hingenommen werden. b www.sto.de

1 2 3 4 5

1

2

3

4

5

Verankerungsgrund Wärmedämmung (vlieskaschiert) Unterkonstruktion Agraffenprofile StoVentec ARTline Invisible Panel


36

_ N E U E P R O D U K T E: S O L A R T H E R M I E

Solarfassade von Siko Solar Besonderheit dieses Wohnhauses im Tiroler Ort Mils ist die Kombination einer Wärmepumpe mit einer Solaranlage zu einer Fassadenlösung, die die Bewohner mithilfe des Komplettheizsystems Kombisol mit Energie aus Sonnenlicht und Erdwärme versorgt. Die 70 m² großen Solarflächen wurden dabei so in die Fassade integriert, dass beide eine gestalterische Einheit bilden. b www.solar.at

Solarthermie & Co. von Frener Reifer Alleinstellungsmerkmal von Vakuumröhren-Kollektoren ist die Kombination eines Systems zur Solarenergiegewinnung und Sonnenschutz bei gleichzeitiger visueller Transparenz. Im Rahmen des aus einem Vorgängerprojekt an der Universität Stuttgart hervorgegangenen Forschungsprojekts »Solarthermie & Co.« wird dieses System derzeit unter der Federführung von Frener & Reifer zu einem modularen integralen Fassadensystem weiterentwickelt. Zu den Kooperationspartnern zählt u.a. die TU München (siehe S. 18ff.). b www.frener-reifer.com EinscheibenSicherheitsglas

Twinsolar compact von Grammer Solar Egal, ob in WDVS-Fassaden integriert oder vorgehängt – frische Außenluft wird gefiltert, in die gedämmten Solarluft-Kollektoren aus Aluminium gesaugt und zur Beheizung der Räume ins Haus geleitet. Dieses System arbeitet ohne Wasser oder Kühlmittel nur mit Luft und ist daher besonders betriebssicher und wartungsarm. Dank integrierter PV-Module ist zum Betrieb des Ventilators kein Elektroanschluss nötig. b www.grammer-solar.de

PV-Zelle Rippenabsorber Auslassstutzen

Dämmstoff Ansaugöffnung mit Filter und Ventilator

Außenluft

Solarerwärmte Frischluft


_ N E U E P R O D U K T E: D E Z E N T R A L E L Ü F T U N G

emcovent Typ UZAS von Emco Bau- und Klimatechnik emcovent Typ UZAS bietet erstmalig auf dem Markt eine von der dezentralen bedarfsorientierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung unabhängige Raumlufttemperierung kombiniert in einem Gerät. Ebenso geräuscharm wie platzsparend ist das neue Bodenlüftungsgerät vor allem für Bürogebäude geeignet, die wegen ihrer dichten Bauweise geringere Heiz- und Kühlleistungen erfordern. b www.emco.de

InvisiventEVO AKD von Renson InvisiventEVO AKD ist ein eleganter, thermisch getrennter und selbstregelnder Fensterlüfter mit niedrigem U-Wert und geringer Bauhöhe, der für eine kontinuierliche schallgedämmte Frischluftzufuhr sorgt und kontrolliertes Lüften nach DIN 1946-6 ermöglicht. Die oben auf Aluminium-, Holz- oder Kunststofffenstern montierbaren Fensterlüfter aus stranggepresstem Aluminium sind geeignet für Fenster der Einbruch-Widerstandsklasse WK2. b www.renson.eu

Schüco Lüftungsstudie von Schüco Nach Einführung der dezentralen Lüftungssysteme VarioAir und VentoTherm widmet sich die aktuelle Studie den Anforderungen im Gewerbebau. Neben der anvisierten Leistungssteigerung und optimierten Wärmerückgewinnung steht die Profil- und Systemintegration bei Fensterund Fassadenprofilen im Vordergrund. In Sandwich-Paneele integrierte Lüftungskomponenten ermöglichen auf kleinem Bauraum eine optimale Lüftungsleistung bei maximaler Geräuschdämmung. b www.schueco.com

37


38

_ N E U E P R O D U K T E: G E B Ä U D E M A N A G E M E N T

Deseo von basalte Der mit dem German Design Award 2013 ausgezeichnete KNX-Raumregler verfügt über ein mehrfarbiges 1,7-Zoll-OLEDDisplay und ermöglicht die Steuerung aller Raumfunktionen auf sehr einfache und intuitive Weise. Deseo setzt die Multitouch-Technologie von basalte zum Steuern allgemeiner Raumszenen ein, sodass das Blättern durch die Menüs wegfällt, wenn z.B. Lichtpunkte im Raum ein- oder ausgeschaltet werden sollen. b www.basalte.be

tebis KNX domovea Touch-Panel von Hager Neben dem bekannten 15-Zoll-TouchPanel-PC bietet Hager jetzt als weitere Anzeigeeinheit für tebis KNX domovea ein 8-Zoll-Touch-Panel im Format 16:9 zum Wandeinbau an. Zum Wechseln der Anzeigen steht dabei dieselbe Bedientechnik wie bei den domovea-Apps zur Verfügung. Per Fingerwisch können Anwender schnell und einfach blättern, um Steuerfunktionen auszulösen oder Schaltzustände und Werte abzulesen – z.B. zu Energieverbrauch, Wetter oder Kamera-Anzeigen. b www.hager.de

Touchzone von Divus Dieses mit Android-Betriebssystem ausgestattete Touchpanel zur Steuerung von Raumfunktionen ist individuell gestaltbar und ermöglicht die freie Skalierung und Definition von Schaltelementen auf einer Tastenfläche. Beschriftungen, Texte und Symbole lassen sich auf dem 7-Zoll-Vollglas-Multitouch-Display dadurch in einer Größe darstellen, die auch Kinder oder ältere Menschen verstehen, lesen und sicher bedienen können. Divus Touchzone kann im Hoch- und Querformat eingebaut werden: entweder wandbündig oder so, dass nur das 3 mm dünne Glas des Touchpanels aus der Wand herausragt. b www.divus.eu


_ N E U E P R O D U K T E: G E B Ä U D E M A N A G E M E N T

KNX Raumcontroller OLED von Jung Mit diesem neuen Raumcontroller erweitert Jung die Tastsensoren F 40. Das kompakte Bediengerät mit integriertem Busankoppler in den Design-Serien CD und LS verfügt über ein hochauflösendes OLED-Grafikdisplay. Dessen Bedienung erfolgt über große Tasten, die jeweils mit zwei LEDs zur Statusanzeige ausgestattet sind und zusätzlich individuell mit Symbolen oder Texten gelasert bzw. bedruckt werden können. b www.jung.de

InSideControl von Merten Mit der neuen InSideControl-App bietet Merten die zusätzliche Option der mobilen KNX-Gebäudesteuerung und verwandelt Smartphones und Tablets in eine praktische Fernbedienung für alle Gebäudefunktionen – Licht- und Temperatursteuerungen sind damit ebenso möglich wie das Abrufen von Szenen oder die Visualisierung des Energieverbrauchs. b www.merten.de

Roma Pad von Roma Mit dem Roma Pad kommt eine neue Multifunktionssteuerung auf den Markt, die per Funk Rollläden, Raffstore und alle weiteren Sonnenschutzelemente am Haus verbindet. Dabei handelt es sich um eine einfache, auf »io-homecontrol« Funktechnologie basierende Fernbedienung, die mithilfe einer 128-Bit-Verschlüsselung und einer individuellen Codierung vor fremden Zugriffen geschützt ist. Mit übersichtlichen Menüs erlaubt die schlicht schwarz-weiße Multifunktionssteuerung die Ausführung unmittelbarer Befehle ebenso wie die Steuerung täglich wiederkehrender Szenarien. b www.roma.de

39


40

_ N E U E P R O D U K T E: S I C H E R H E I T S T E C H N I K

Ultivest Funkalarmsystem von Abus Die bisher oft getrennt betrachteten Technologien Zutrittskontrolle, mechatronischer Schutz, IP-basierte Videoüberwachung, Alarm, Brandschutz sowie Hausautomation via KNX werden mit diesem Funkalarmsystem zu einer ganzheitlichen Sicherheitslösung verschmolzen. Nach dem Gewinn des Plus X Awards 2013 in gleich fünf Kategorien (Innovation, High Quality, Design, Bedienkomfort und Funktionalität) sowie als »Bestes Produkt des Jahres« wurde das Premium-Funkalarmsystem nun auch mit dem German Design Award 2014 ausgezeichnet. b www.abus.com

Q1765-LE Netzwerk-Kamera von Axis Die für den Außenbereich geeignete Netzwerk-Kamera im Bullet-Format wurde zur Überwachung von Ein- und Ausgängen, aber auch für innerstädtische Bereiche entwickelt. Sie eignet sich ideal für eine Dauerüberwachung, bei der große Entfernungen mit breiten Übersichtsaufnahmen ebenso wie Detailbilder zur Identifizierung abzudecken sind. AXIS Q1765-LE verfügt über HDTV 1080p Auflösung, 18-fachen optischen Zoom sowie Infrarot-LEDs. b www.axis.com


Bewahren

M-SVP 2000 DCW von Dorma Das selbstverriegelnde Mehrpunkt-Motorschloss mit Panikfunktion und DCWBustechnologie sichert Türen umfassend gegen Aufbruch. Der kräftige Doppelmotor entriegelt die Tür bei Ansteuerung, z.B. über Zutrittskontrollsysteme oder TMS, und verriegelt die Tür bei jedem Schließen versicherungstechnisch, sodass in Verbindung mit den Stahlschwenkriegeln hoher Einbruchschutz bis Widerstandsklasse 4 erreicht wird. M-SVP 2000 DCW ist als Notausgangsverschluss für Türen in Rettungswegen und für den Einsatz in Feuer- und Rauchschutztüren zugelassen. b www.dorma.com

Referenz: Ehemaliges Gefängnis, Gernsbach

In der Umnutzung liegt nicht nur schöpferisches, sondern auch ökologisches und nicht zuletzt ökonomisches Potenzial. Siedle folgt dieser Erkenntnis seit vielen Jahren. www.siedle.de/bewahren


42

_ N E U E P R O D U K T E: S I C H E R H E I T S T E C H N I K

SecuLogic IQ eStrike von Geze Der Geze Kompakt-Türöffner IQ eStrike A5000/A5300 kann an allen Türen eingesetzt werden, die mit hohem Komfort zugehalten werden sollen – als neue Alternative gibt es den A5000 nun auch mit integriertem Funkempfänger. Eine weitere Variante, IQ eStrike FT500/FT501, gilt als kleinster zugelassener Feuerschutztüröffner und findet seine Anwendung an Feuerschutztüren mit erhöhten Sicherheitsanforderungen. Beide Modelle sind auch für den Einsatz an Rauchschutztüren zugelassen. b www.geze.de

Dragon Dome SFH 4783 von Osram Mit der neuen infraroten Dragon Dome LED lassen sich Sicherheitsüberwachungen über große Distanzen realisieren – der gebündelte Strahl der Hochleistungs-IRED reicht mehr als 100 m weit. Dragon Dome ist kompakt gebaut und kommt ohne externe Linse aus. Mit einer Wellenlänge von 850 nm ist die LED hervorragend als Lichtquelle für Sicherheitsüberwachungsaufgaben wie CCTV (Closed-Circuit-Television) geeignet. b www.osram.de

blueSmart von Winkhaus blueSmart ist die neue Generation elektronischer Zutrittsorganisation von Winkhaus. Sie verbindet die komfortable Verwaltung von komplexen Gebäudestrukturen mit modernem Design. Das intelligente System mit batterielos arbeitendem Schlüssel verknüpft in neuartiger Weise die Vorteile von Offline- mit dem Nutzen von Online-Lösungen. Mit blueSmart können Schließanlagen mit bis zu 195.000 Zylindern und/oder Schlüsseln realisiert werden. b www.winkhaus.de


_ RUBRIK

Edition

Putze, Farben, Beschichtungen Korrigierter Nachdruck 2013. Alexander Reichel, Anette Hochberg, Christine Köpke. 112 Seiten mit zahlreichen Zeichnungen und Fotos. Format 21 × 29,7 cm. Softcover: € 32,50 ISBN 978-3-920034-11-9 aus der Reihe ∂ Praxis

Putzfassaden und dann: Farbe, Anstrich oder Beschichtung? Putze, Farben und Beschichtungen prägen Oberflächen, erzeugen Raumwirkungen, spielen mit Licht. Ihr Einsatz ist entscheidend für das Erscheinungsbild eines Gebäudes und dient gleichzeitig als Schutzschicht. Überzeugende Lösungen, bewährte wie innovative, stellt Ihnen DETAIL Praxis »Putze, Farben, Beschichtungen« vor. Die Autoren

beschreiben und definieren wesentliche Grundlagen, zeigen worauf zu achten ist und geben wertvolle Tipps für den Einsatz in der Praxis. Anhand von zwei exemplarischen Bauten dokumentieren die Autoren außerdem die konstruktive Ausführung aller wichtigen Anschlusspunkte im Maßstab 1:10.

Putzoberflächen

Putzoberflächen

Neubau oder Sanierung: Lösungen für den Einsatz von Putz und Farbe 87

86

89

90

56

91

88

Gefilzte oder geglättete Putze Kurz vor dem Erhärten wird mit einer weichen Filz- oder Schwammscheibe oder einer Glättkelle (Traufel) die Oberfläche verrieben. Es entsteht eine sehr feine, verdichtete Oberfläche (Korngrößen: fein 0,3–grob 2,5 mm) mit der gleichen Mörtelkonsistenz wie bei den Kellenstrichputzen, wobei sie feiner behandelt ist. Wegen seiner zurückhaltenden Struktur kommt es bei diesem Oberputz auf die Materialqualität an, z.B. Lehm- und Kalkputze. Heute werden nur noch gröbere Unterputze gefilzt. Das Glätten der Oberputze erfolgt in der Regel mit dem Schwammbrett, da sie aufgrund verarbeitungstechnisch notwendiger Zusatzmittel für die Filzscheibe zu klebrig sind. Varianten: • Gekämmte Putze Die feinkörnige Oberputzschicht wird in frischem Zustand mit Zahnkelle, Stahloder Holzkamm senkrecht, waagerecht oder in verschiedene Richtungen gezogen (Jugendstilputze). • Stempel- und Walzputze Sie sind feinkörnig, aber dick aufgetragen, mittels Holz-, Gummi-, Lederoder Metallstempel oder Walzen werden plastische Strukturen, Muster oder Ornamente eingedrückt.

Kellenstrichputze Sie gehören zu den schwach strukturierten Putzen in Bezug auf die Zuschläge (Korngrößen: fein 0,3–2,5 mm). Der angeworfene und leicht angezogene Mörtel wird mit der Glättkelle (Traufel) verdichtet. Der einzelne Kellenstrich bleibt sichtbar, er kann waagerecht, senkrecht, bogenförmig, f��cher- oder schuppenförmig verstrichen werden. Ihren Ursprung haben Kellenstrich- oder so genannte Traufelputze im Mittelalter. Mit der Kelle wurde der angeworfene oder aufgezogene Putzmörtel geglättet (Kellenstrichglattputz). Aus dieser Zeit kommt auch die Technik, in diesem Arbeitsgang gleich eine Weißkalkhydratschlämme mit einzuglätten (chemischer Verbund zwischen Putz und Anstrich). So entsteht ein ebenflächiger, von den Unebenheiten des Mauerwerks beeinflusster, leicht welliger, kuppiger Putz (Klosterputz). Als Werkzeug für Kellenstrichputze werden Vierecks-, Dreiecks- und Glättkelle mit abgerundeten Kanten verwendet. Varianten: • fächer/schuppenförmig, mit einheitlichen oder wechselnden Kellenstrichen stark strukturiert • schwach verwaschen, Klosterputz • dekorative Streifen- oder Riffelstruktur

Kellenwurfputze Die Struktur entsteht durch Anwerfen des Mörtels mit der Kelle. In der Regel wird grober Zuschlag (Korngröße: fein 6–grob 12 mm) verwendet. Sie gehören zu den ältesten handwerklich ausgeführten Strukturputzen. Die raue Oberflächenstruktur ergibt sich aus der Kornzusammensetzung und den handwerklichen Fertigkeiten des Putzers. Besonders seine Anwurftechnik kann unterschiedlich grobe und feinen Strukturen erzeugen. Die Aufwurfwucht des Mörtels auf den Spritzbewurf oder Unterputz sorgt für den guten Verbund. Varianten: • Kellenwurfputz, angeworfener Mörtel bleibt stehen, • Kellenwurfputz verwaschen, angeworfener Mörtel wird schwach verwaschen, • Kellenspritzputz, Anwerfen flüssigen Mörtels mit großem, korngerundeten Zuschlag (auch Rieselwurfputz mit Zuschlag Rieselputzschotter (3–16 mm), • Rapputz, hervorstehende Stellen werden mit Kellenkante aufgerappt und in Mörtelvertiefungen hineingeworfen, • Patschputz, nach Anwerfen und grobem Abziehen wird ein nasses Reibebrett eingedrückt und ruckartig abgezogen. • Stepputz, mit dem stumpfen Reisigbesen gestupft.

86 Kellenstrichputz, modelliert 87 gefilzter Putz 88 Kellenwurfputz 89 Kellenstrichputz, geglättet( Klosterputz) 90 gekämmter Putz (aus dem Jugendstil) mit Putzkamm strukturiert 91 Spritzputz 92 Münchner Rauputz 93 Kratzputz 94 Scheibenputz

92

93

Geriebene/gezogene Strukturputze, Scheibenputze Die Struktur entsteht beim Verreiben der Oberschicht durch das Größtkorn. Die Korngrößen betragen: fein 1,5–grob 5 mm, Sonderkörnungen bis 7 mm. Das Korn wird auf dem frischen Oberputzmörtel verrieben und erzeugt so Rillen. Als Werkzeug dient ein Holzbrett (Holzscheibe). Als Varianten gelten: • Münchner Rauputz, waagerechtes Reiben, • Wurmputz, rundförmiges Reiben, • Rinden- oder Schlepputz, senkrecht mit einer Kartätsche abgezogen, • Altdeutscher Putz, großes Reiben mit Holzreibebrett in allen Richtungen, sowie weitere Bezeichnungen.

Spritzputze Durch Aufspritzen eines feinkörnigen, dünnflüssigen Mörtels entsteht eine ebenmäßige, körnige Struktur, die sich durch die Kornstärke des Zuschlags variieren lässt (Korngrößen: fein 1,5–grob 4,0 mm). Die feine Körnung und Dünnflüssigkeit sind optimale Voraussetzungen für Maschinengängigkeit. Heute werden sie meist mit Spritzputzgeräten durch zweioder mehrlagiges Aufsprenkeln angebracht. Durch den Einsatz von Putzmaschinen ist Spritzputz ein sehr günstiger und weit verbreiteter Oberputz. Früher bezeichnete man diese Technik als Besenputz, die älteste Putzart. Mit einem in Mörtel getauchten Reisigbesen, der auf ein an die Wand gehaltenes Rundholz aufgeschlagen wurde, spritzte der Mörtel auf den noch nicht abgebundenen, abgeriebenen Unterputz. Dieses Prinzip des guten Verbundes durch den feuchten, chemisch noch aktiven Unterputz führt zur Bildung eines festen Spritzputzes.

94

Kratzputze Sie können nur mit mineralischen Bindemitteln aus Kalk oder Zement hergestellt werden. Ihre Auftragsdicke liegt zwischen 10 – 15 mm, abhängig vom Größtkorn des Zuschlags. Die heute verwendeten Korngrößen gehen, bedingt durch die geforderte Maschinengängigkeit, von 1 – 9 mm. Händisch aufgetragen sind bis zu 16 mm möglich. Kratzputze müssen dicker – um das 3- bis 4fache ihrer Kornstärke – aufgetragen werden als andere Putze. Nach bestimmter Erhärtungszeit wird mit einem Nagelbrett (Putzigel) bis auf eine Dicke von 8–10 mm die bindemittel- und spannungsreiche Oberfläche abgekratzt. Dadurch entsteht eine größere Oberfläche, Schwindrissbildung wird vermieden. Bei einer einlagigen Putzausführung ist eine Gesamtdicke von 20–25 mm nötig. Die charakteristische Struktur entsteht durch das herausspringende runde oder gebrochene Korn. Materialbedingt rieselt ein mineralischer Kratzputz. Gemäß DIN 18550 stellt dies keinen Mangel dar. Mit den herunter rieselnden Körnern werden Schmutz, Keime und Sporen von der Fassade entfernt. Durch die raue Oberfläche läuft das Regenwasser nur gebremst die Fassade hinab. Das Wasser verteilt sich durch die Kapillarkräfte im Material und konzentriert sich nicht auf der Oberfläche. Eine zu starke Algenbildung kann dadurch verhindert werden. Die Putze können ohne Anstrich ihre Eigenfarbigkeit beibehalten. Bei Verschmutzung können sie nur mit Wasserdruck gereinigt werden. Steinmetzmäßig bearbeitete Putze Ihr Untergrund muss druck- und schlagfest sein. Um die erhärteten, festen Putze steinmetzartig scharrieren, stocken oder spitzen zu können, sind Zuschläge von geringer bis mittlerer Härte, z.B. Kalksandstein-, Muschelkalk- oder Marmorgranulat geeignet.

Ratgeber: Welcher Untergrund für welche Farbe Konstruktionsdetails zu Lösungen mit Wärmedämmverbundsystemen Separate Herstellerhinweise für Putze und Farben Dokumentation von 8 ausgewählten Beispielen

57

www.detail.de/p-putze

43


44

_ N E U E P R O D U K T E: T Ü R K O M M U N I K A T I O N

Modesta von Elcom Elcom bietet nun auch für das ModestaProgramm ein Aufputz-Rahmensystem in matt gebürstetem Edelstahl ohne sichtbare Verschraubung an. Das modulare Baukonzept dieser Türstationen-Serie bietet maximale Freiheit bei der Zusammenstellung der nötigen Kommunikations- und Zutrittskontrollfunktionen – z.B. Fingerprint, RFID-Leser oder andere Module der IP-Serie. b www.elcom.de

Welcome von Busch Jäger Busch-Jaeger erweitert das bereits mehrfach ausgezeichnete Türkommunikations-System Welcome durch neue Lösungen für die Vernetzung mit der Gebäudesystemtechnik und der mobilen Kommunikation. Beispielsweise bietet das IP-Gateway die Möglichkeit, die Türkommunikation mit bis zu vier Gegenstellen zu vernetzen, wobei als Gegenstellen mit der Busch-Welcome-App ausgestattet Smartphones bzw. Tablets und/oder das Busch-ComfortPanel infrage kommen. b www.busch-jaeger.de

TKS-IP-Gateway von Gira Gira TKS-IP-Gateway vereinfacht nicht nur die Bedienung der Türkommunikation, sondern erweitert insbesondere die Möglichkeiten des Gira TürkommunikationsSystems erheblich. Denn mit der Integration von Skype in das TKS-IP-Gateway ist jetzt auch mobile Türkommunikation von unterwegs möglich: per iPhone, iPad sowie mit allen Smartphones und Tablets, für die eine Skype App erhältlich ist. b www.gira.de


_ N E U E P R O D U K T E: T Ü R K O M M U N I K A T I O N

Plan S von Renz Renz hat das Angebot an Einbauarten bei seiner hochwertigsten Briefkastenserie erneut erweitert. Neu ist z.B. die wärmegedämmte Mauerdurchwurf-Montage mit doppelt isolierten Briefkästen für den Einbau in Hauseingängen. Die geräuschgedämpfte Einwurfklappe ist zugluftgeschützt und ebenfalls isoliert. Und während die Tiefe des Kastens immer kundenspezifisch angefertigt wird, gibt es bei den Breiten und Höhen Standardgrößen – dennoch sind auch hier individuelle Größen möglich. b www.briefkasten.de

Ritto Sets für Acero pur von Ritto Die neuen Video-Sets von Ritto sind jeweils mit einer mechanisch verstellbaren Color-Kamera ausgestattet. Diese erfasst einen Bereich von 150° horizontal und 90° Grad vertikal und liefert auch bei völliger Dunkelheit klare Farbaufnahmen. Die Video-Color-Freisprechstelle verfügt über ein TFT-Farbdisplay mit 89 mm Bildschirmdiagonale, ergonomisch angeordnete Tasten und ein leicht navigierbares On-Screen-Display in 13 Sprachen. b www.ritto.de

Intelligente Zusatzfunktionen von Siedle Briefkästen von Siedle können viel mehr, als nur Post sammeln. Die Verbindung mit der Türkommunikation macht den Briefkasten intelligent und schafft mehr Komfort. Beispiele dafür sind die elektrische Entriegelung, die den Briefkasten per Fingerabdruckleser, Codeschloss oder Electronic-Key öffnet, sowie der neue Postmelder, der im Innenraum ein optisches Signal gibt, sobald draußen Post eingeworfen wurde. b www.siedle.de

45


46

_ PROJEKTE / BETEILIGTE

Projektbeteiligte / Hersteller / Ausführende Firmen

S. 4, Volker Staab im Interview

S. 12, Wohnhaus in Mailand (2014)

S. 16 Minihaus in Weil am Rhein (2013)

Staab Architekten GmbH Schlesische Straße 27, D–10997 Berlin www.staab-architekten.com

Porta Nuova Isola – »Bosco Verticale« Via Confalonieri/Via De Castillia I–20124 Milano

Vitra AG Charles-Eames-Straße 2, D–79576 Weil am Rhein www.vitra.com

Projekte: - Kunstmuseum Ahrenshoop (2013) Weg zum Hohen Ufer 36, D–18347 Ostseebad Ahrenshoop www.kunstmuseum-ahrenshoop.de - Besucherzentrum am Herkules (2011) Bad Wilhelmshöhe, D–34131 Kassel www.museum-kassel.de - Hochhaus C10, Hochschule Darmstadt (2011) Schöfferstraße 3, D–64295 Darmstadt www.h-da.de - Erweiterung Nya Nordiska (2010) An den Ratswiesen 4, D–29451 Dannenberg www.nya.com/de - Neubau Bioquant, Universität Heidelberg (2007) Im Neuenheimer Feld 267, D–69120 Heidelberg www.bioquant.uni-heidelberg.de

Bauherr: Hines Italia, www.hines.com

Auftraggeber: Vitra Verwaltungs GmbH, D–79576 Weil am Rhein www.vitra.com

Architektur: Boeri Studio (Stefano Boeri, Gianandrea Barreca, Giovanni La Varra) Via Donizetti 4, I–20122 Milano www.stefanoboeriarchitetti.net Grünplanung Hochhaus: Emanuela Borio and Laura Gatti www.lauragatti.it

Beteiligte Planer: - Maurizio Milan, Andrea Amoretti (Statik) - Transsolar Energietechnik GmbH (MEP) Matthias Schuler, Nadir Abdessemed www.transsolar.com

S. 14, Bürogebäude in Zürich (2013) Richtiplatz 1, CH–8034 Wallisellen

S. 10, Kunstzentrum in Orléans (2013) FRAC (Fonds Régional d’Art Contemporain) Centre 88 rue du Colombier, F–45000 Orléans www.frac-centre.fr Bauherr: Région Centre www.regioncentre.fr Architektur: Jakob + MacFarlane 13-15 rue des Petites Écuries, F–75010 Paris jakmak1.dotster.com Beteiligte Firmen: - Quinze & Milan, RBC (Möblierung) www.quinzeandmilan.tv www.rbcmobilier.com - ERTCM Industries (Stahlbau) www.ertcm.fr - Bonnardel (Holzbau) www.bonnardel.fr - Philips (LED-Fassade) www.philips.de - Erco (Ausstellungsbeleuchtung) www.erco.com - Thorn (Außenbeleuchtung) www.thornlighting.de

Architektur: Renzo Piano Building Workshop Via Rubens 29, I–16158 Genova www.rpbw.com Team: Susanna Scarabicchi (partner in charge) Emanuele Donadel (associate in charge) Milly Rossato Piano Margherita Menardo Paolo Colonna

Bauherr: Allreal Generalunternehmung AG Eggbühlstraße 15, CH–8050 Zürich www.allreal.ch Architektur: Wiel Arets Architects De Lairessestraat 41, NL–1071 NS Amsterdam www.wielaretsarchitects.com Beteiligte Planer: - gkp fassadentechnik ag (Fassadenplaner) www.gkpf.ch - JägerPartner AG (Bauingenieur) www.jpbi.ch - R+B engineering ag (Elektroingenieur) www.rbeag.com - Ahochn AG (HLKS/MSRL) www.ahochn.ch - BAKUS Bauphysik & Akustik GmbH (Bauphysik + Bauakustik) www.bakus.ch Beteiligte Firmen: - Josef Gartner GmbH (Fassade) josef-gartner.permasteelisagroup.com - Feldmann Bau AG/Vistona AG (Baumeisterarbeiten) www.feldmannbau.ch www.vistona.com


_ BILDNACHWEIS / IMPRESSUM

S. 18, Blick in die Forschung – ein Gespräch mit Tina Wolf, TU München Fakultät Architektur an der TU München Fachgebiet für Technologie und Design von Hüllkonstruktionen Raum 4119, Arcisstraße 21, D–80333 München www.hk.ar.tum.de Projekte: Vakuumröhren-Kollektoren, Forschungsprojekt bei Stefan Behling Institut für Baukonstruktion Lehrstuhl 2 www.uni-stuttgart.de/ibk2 Vakuumröhren-Kollektoren, Forschungsprojekt an der TUM (Solarstation Dach, Projektskizze Fraunhofer ISE) Fachgebiet für Technologie und Design von Hüllkonstruktionen www.hk.ar.tum.de »Maison Tropicale« (1949) Architekt: Jean Prouvé Insgesamt entstanden drei Exemplare des Maison Tropicale – zwei davon in Brazzaville, der Hauptstadt von Kongo. Die Häuser waren bis 1995 in Benutzung und wurden dann vom Pariser Galeristen Eric Touchaleaume nach Frankreich zurückgeholt und saniert. KfW Westarkade, Frankfurt (2010) Zeppelinallee 4, D–60325 Frankfurt Architekt: Sauerbruch Hutton www.sauerbruchhutton.com Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Hamburg (2013) Neuenfelder Straße 19, D–21109 Hamburg Architekt: Sauerbruch Hutton www.sauerbruchhutton.com Projekt »suntrap« Fachgebiet für Technologie und Design von Hüllkonstruktionen Studenten: Yadong Li, Jan Freiburger, Hyung il Kim, Ebert Lukas, Frickova Kristina, Janosch Elsner Projektbetreuung: Philipp Molter, Sandra Persiani Projekt »bloom« Fachgebiet für Technologie und Design von Hüllkonstruktionen Studenten: Julian Eberhart, David Gautrand Projektbetreuung: Philipp Molter Projekt »lotec« Fachgebiet für Technologie und Design von Hüllkonstruktionen Studenten: Michael Mühlhaus, Nils Seifert Projektbetreuung: Philipp Molter

47

Bildnachweis

Impressum

Fotos, zu denen kein Fotograf genannt ist, sind Architektenaufnahmen, Werkfotos oder stammen aus dem Archiv DETAIL.

integrative fassaden – eine Sonderpublikation von DETAIL

Titel, S. 6 unten, 8, 9 oben: Werner Huthmacher, D–Berlin S. 4, 46 oben: Michael Zeeh, D–Berlin S. 5, 28 Mitte: Stefan Müller, D–Berlin S. 6 oben,7 : Marcus Ebener, D–Berlin S. 9 unten: Jens Achtermann, D–Berlin S. 10, 11, 46 links unten: Roland Halbe, D–Stuttgart S. 12 oben: designed by Dolce Vita Homes, in collaboration with Coima Image S. 13: barreca & la varra, I–Milano S. 14, 15, 20 unten rechts, 46 Mitte unten: Jan Bitter Fotografie, D–Berlin S. 16, 17, 46 rechts oben: Vitra, Foto: Julien Lanoo S. 19 rechts oben: Philipp Molter, D–München S. 19 unten: aus: Sulzer, Peter; Jean Prouvé complete works Volume 3: 1944-1954, Birkhäuser S. 20 oben: Frank Kaltenbach, D–München S. 20 unten links: Christian Schittich, D–München S. 28 oben: CLIMAplusSECURIT-Partner S. 29: Hans Ege/Glas Trösch AG S. 30 oben: Sabrina Scheja, CH–Heerbrugg S. 31 unten: Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH/rohl fotografie S. 32 unten: Jaime Sicilia S. 34 unten: Mage Sunovation

Verlag: Institut für internationale ArchitekturDokumentation GmbH & Co. KG Hackerbrücke 6, D–80335 München Tel. (089) 381620-0, Fax (089) 338761 www.detail.de Postanschrift: Postfach 201054, D–80010 München Geschäftsführer: André Weijde, Tel. (089) 381620-0 Verlagsleitung Marketing und Verkauf: Christian Wala Verlagsleitung Architektur und Design: Meike Regina Weber Redaktion integrative fassaden: (Anschrift wie Verlag, Telefon Durchwahl -57 redaktion@detail.de): Roland Pawlitschko (verantwortlich, Interviews Volker Staab/Tina Wolf, Projekttexte) Grafische Gestaltung: Christine Bernard, Kommunikationsdesign www.buero-bernard.de Anzeigen: Thomas Perskowitz (Leitung), DW -48 Claudia Wach, DW -24 (Anschrift wie Verlag) Tel. (089) 38 16 20-0 Repro: Repro Ludwig, Schillerstraße 10 A–5700 Zell am See Druck: Sachsendruck Plauen GmbH Paul-Schneider-Straße 12, D–08525 Plauen Alle Rechte vorbehalten. Für unverlangte Manuskripte und Fotos wird nicht gehaftet. Nachdruck nur mit Genehmigung. Für Vollständigkeit und Richtigkeit aller Beiträge wird keine Gewähr übernommen. Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 45 Dieses Heft ist auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. © 2013 für alle Beiträge, soweit nichts anderes angegeben, bei Institut für internationale ArchitekturDokumentation GmbH & Co. KG Kommanditist: ATEC Business Information GmbH Persönlich haftender Gesellschafter: Institut für internationale Architektur-Dokumentation Verwaltungs-GmbH, eine 100 %ige Tochter der ATEC Business Information GmbH. Die Beiträge in integrative fassaden sind urheberrechtlich geschützt. Eine Verwertung dieser Beiträge oder von Teilen davon (z. B. Zeichnungen) sind auch im Einzelfall nur in den Grenzen der gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung zulässig. Sie ist grundsätzlich vergütungspflichtig. Zuwiderhandlungen unterliegen den Strafbestimmungen des Urheberrechts.


Individuelle Gestaltungsfreiheit für höchste Transparenz

Intelligente Sensortechnik für ein Höchstmaß an Sicherheit

Automatisierte und leise Bedienung für größten Komfort

Barrierefreie Übergänge von drinnen nach draußen

Die Aussichten? Bestens. Genießen Sie beste Aussichten mit dem Schüco Panorama Design: Mit Schiebeelementen ASS 77 PD, die keine Grenzen kennen. Drinnen wird zu draußen. Die Weite des Raums bekommt eine neue Dimension. Das mehrfach ausgezeichnete Design verbindet sich mit intelligenter Sensortechnik. Für ein Höchstmaß an Sicherheit und Komfort. Was Sie zusätzlich von dem Schüco Schiebesystem erwarten dürfen, erfahren Sie online: www.schueco.de /panorama-design


DETAIL Special - Integrative Fassaden