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MATERIALprobe Porotonziegel

Siedlung Schwyzer StraĂ&#x;e

Wohnen am Auwald

Berlin

Bruno Fioretti Marquez Ingolstadt

su und z Architekten

Medienfenster Adlershof

Berlin

Thomas MĂźller Ivan Reimann Architekten

Gartenstadt Falkenberg Anne Lampen Architekten

in Kooperation mit

Berlin


BRUNO FIORETTI MARQUEZ

Siedlung Schwyzer Straße Berlin, 2015

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1 Die neue Siedlung charakterisieren Lochfassaden mit präzise gesetzten Fenstern und Farben, wie auch in der benachbarten Weltkulturerbesiedlung von Bruno Taut. 2 Durchgänge an den Gebäudeecken führen in einen von Architektur gerahmten Gartenhof. 3 Holzfenster und in die Laibung integrierte Schalldämmlüfter tragen zur Wohnqualität bei. 4 Einer der Baukörper folgt dem ­Verlauf der Schwyzer Straße. ©B  ilder: Deutsche Poroton / ­ Gerhard Zwickert

Bewusste Anleihen an die gegenüberliegende Siedlung Schillerpark, 1924 bis 1930 im Stil der Berliner ­Moderne von Bruno Taut errichtet, nimmt im Stadtteil Wedding ein Neubauquartier mit­ 74 Wohneinheiten des Berliner Architekturbüros Bruno Fioretti Marquez. Der Hybrid aus Zeilenbebauung und Baublock samt Hof fügt sich passend in die städtebauliche Struktur und schafft nicht nur über großzügige Durchgänge an den Gebäudeecken eine Verbindung zum Kontext. Entstanden ist

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generationen­übergreifender, bezahl­barer Wohnraum, ba­ sierend auf Modulen à 6 ­,5 × 3,75 m­für flexible Grund­ risse. Die ­ Planer entschieden sich für eine ­monolithische Mauerwerks­konstruktion b estehend aus dämmstoffverfüllten ­ Porotonziegeln S10-MW in der Stärke 42,5 cm. Die Wände weisen in Kom­ bination mit einem Wärmedämmputz einen U-Wert von 0,20 W/(m2K) auf. Wo statisch erforderlich, kam Stahlbeton kombiniert mit Porotonziegeln oder betonverfüllten Planfüllziegeln zum Einsatz.


Medienfenster Adlershof

THOMAS MÜLLER

Berlin, 2016

IVAN REIMANN ARCHITEKTEN

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1 Unterschiedliche Tiefen der Ziegellagen erwecken den Eindruck ­verschiebbarer Fensterläden. 2 Mit der Materialwahl für den Massivbau wird dem notwendigen Schallschutz Rechnung getragen. 3 Durch die vor dem Brennen aufgetragene Schlämme erhält das kräftige Orangerot dunkle und helle Farbschattierungen. 4 Die Wasserstrichziegel und großzügige Fensteröffnungen charakterisieren die Fassade. © Bilder: Wienerberger / Claudius Pflug

Der Name knüpft an die Tradition als Medienstandort an, errichtet ist das ­ ­Gebäude auf dem Grundstück des Deutschen Fernsehfunks der ehemaligen DDR: Im Südosten Berlins markiert der Wohnund Gewerbeneubau „Medienfenster“ den Eingang zum Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof. Damit setzt das Berliner Büro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten ein Zeichen für mehr Urbanität und nimmt gleichzeitig mit der Ziegelfassade Bezug auf die ­Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts.

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­ n einen 8-geschossigen Turm schließt A entlang der Rudower Chaussee und­ Moriz-Seeler-Straße ein 5-geschossiger Baukörper an. Ein öffentlicher Durchgang zwischen Turm und Riegel verbindet die Parallelstraßen. Umgesetzt ist der Komplex als zweischalige Ziegelkonstruktion. Die Hintermauer besteht aus mit Mineralwolle v­ erfüllten Porotonziegeln S­ 10-MW in der Stärke 36,5 cm, die Vormauer aus Terca-Wasserstrichziegeln Keitum orangebunt geschlämmt. Für die Innenwände wurden Planfüllziegel verwendet.


Gartenstadt Falkenberg

ANNE LAMPEN

Berlin, 2017

ARCHITEKTEN

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1 Farbwahl und Satteldächer ohne Dachüberstand interpretieren die Tuschkastensiedlung zeitgemäß. 2 Das Gartenhaus suggeriert eine ­Reihenhausstruktur, beinhaltet jedoch Geschosswohnungen. 3 Das Quartier verfolgt ein genossenschaftliches, soziales und integratives Wohnkonzept. 4 Dem flach gedeckten Vorderhaus ist ein 1-geschossiger Sonderbau mit Gemeinschaftsraum ­angegliedert. ©B  ilder 1 bis 3: Deutsche Po­roton / Lon Godin; Bild 4: Deutsche ­Poro­ton / Wolfgang Deil

Eine weitere Siedlung von Bruno Taut mit Unesco-Weltkulturerbestatus ist die Gartenstadt Falkenberg von 1912 im Berliner Stadtteil Treptow-Köpenick. Im Gegensatz zur damals vorwiegenden Architektur in originalen Materialfarben, schuf Taut hier eine Vielfalt an Fassadenfarben, was den Namen Tuschkastensiedlung ein­ brachte. Auch formal sollte der Eindruck einer g ­ewachsenen Siedlung erweckt werden. Diesem architektonischen und städtebaulichen Erbe stellten sich die Berliner Anne Lampen Architekten mit dem

E­ ntwurf zweier rechtwinklig angeordneter Neubauten als Eingangssituation zur ­Gartenstadt. Für die verputzte Hülle wurde ein bewusst neutrales Schwarz ­gewählt. Rote Fensterlaibungen nehmen Bezug zur historischen Nachbar­bebauung. Die Gebäude sind monolithisch ausgeführt ­ mit ­perlitverfüllten Porotonziegeln S10-P in der Stärke 42,5 cm. Der Verbund mit speziellen Poroton-Schallschutzziegeln und -Deckenrandschalen an den Wand-Decken-Knoten trägt erhöhten Schallschutzanforderungen Rechnung.


SU UND Z ARCHITEKTEN

Wohnen am Auwald Ingolstadt, 2016

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1 Quadratische Fensteröffnungen gliedern die Lochfassade. Die hochwertig verputzten Baukörper sind bewusst monolithisch ausgeführt. 2 Alle Wohnungen werden über ­die Innenhöfe erschlossen. 3 Die tiefen Fensterrahmen und betonen­den Faschen heben sich von der rauen Putzoberfläche ab. 4 Öffnungen der Loggien und Balkone sind geschickt in die Fassade integriert.

© Bilder: su und z Architekten

Das Gelände einer ehemaligen Pionierkaserne im Südosten von Ingolstadt ­bot Ge­legenheit zur Errichtung von ­neuem Wohnraum. Den Rahmen bildet e­ in Grünzugausläufer des Auwalds, der ­gemein­sam mit den Donauauen eine ­bedeutende Flusslandschaft Mittel­ europas darstellt. Zwei der 18 ausgewiesenen Parzellen auf dem Konversions­ areal g ­estalteten die Münchner su und z Architekten.­ Entstanden ist ein Quartier ­aus 2- und 3-geschossigen Kuben für ­ 36 Wohn­ einheiten, die sich windmühlen­artig um

je einen Innenhof gruppieren. Zur Straße schließen die Gebäude als Stadthäuser mit Dachterrassen ab, zu den u ­ nbefahrbaren Außenräumen sind ­ barrierefreie Ge­ schosswohnungen mit Balkonen und Loggien ausgebildet. Realisiert wurden die Baukörper in ­monolithischer Massivbauweise mit hochwärmedämmenden Außenwänden aus perlitverfüllten Ziegeln Poroton-S9. Die 36,5 cm dicken Wände haben einen U-Wert von 0,23 W/(m2K) und tragen so zum KfW-­Effizienzhaus 70Standard bei.


Poroton-S8 mit Perlitfüllung

Wärmeschutz: keine Zusatzdämmung an der Fassade nötig, dank integrierter Perlitfüllung Schallschutz: auch Lösungen für erhöhte Schallschutz­anfor­derungen realisierbar Statik: bis zu neun Geschosse möglich Brandschutz: nicht brennbares Material (A1)

Poroton-S9 mit Perlitfüllung

Aus den bewährten Materialien Lehm und Ton wurde ein Hoch­leistungs­­­ baustoff der Zukunft entwickelt: der Porotonziegel. Dieser kommt im gesamten Hochbau zum Einsatz, insbesondere bei ­ wärmedämmenden Außenwänden, tragenden und nichttragenden Innen­ wänden sowie für Schallschutzwände.

Poroton-T7 mit Perlitfüllung

Dazu bietet Poroton eine Reihe von System­ ergänzungen an für Lösungen vom K ­ eller bis zum Dach. Zu den Innovationen jüngerer Zeit gehören Ziegel, die mit dem rein natürlichen Dämmstoff P­ erlit gefüllt sind, sowie die Wärmedämm­­ ­­fas­­sade ­WDF, mit der sich Neubauten­ und Sanierungsprojekte umsetzen lassen.

Poroton-S8 Objektziegel

Poroton-S9 Objektziegel

Poroton-T7 klimaneutraler Ziegel

Anwendungsbereich

mehrgeschossiger Wohnungsbau

mehrgeschossiger Wohnungsbau

energieeffiziente Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser

Wanddicke

36,5 | 42,5 | 49 cm

36,5 | 42,5 cm

36,5 | 42,5 | 49 cm

Format Dünnformat

12 | 14 | 16 DF

12 | 14 DF

12 | 14 | 16 DF

Rohdichteklasse

≤ 0,75

0,85

≤ 0,60

0,08 W/(mK)

0,09 W/(mK)

0,07 W/(mK)

U-Wert

0,21 | 0,18 | 0,16 W / (m 2K)

0,23 | 0,20 W / (m 2K)

0,18 | 0,16 | 0,14 W / (m 2K)

korrigiertes, bewertetes Schalldämmmaß R W, Bau, ref

48,2 | 48,7 | 48,7 dB

52,2 | 50,1 dB

k. A.

Feuerwiderstandsklasse nach DIN 4102-2

F 90 AB

F 90 AB

F 90 AB

Festigkeitsklasse

10

12

k. A.

charakteristischer Wert der Mauerwerks­druckfestigkeit fk

3,6 MN / m2

5,3 MN / m2

1,8 | 1,8 | 1,3 MN / m2

Zulassung des Instituts für Bautechnik Berlin

Nr. Z-17.1-1120

Nr. Z-17.1-1153

Nr. Z-17.1-1057

Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit

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Weitere Informationen

Durch Forschung und Entwicklung sowie durch die Unterstützung des eigenen Wissenschaftlichen Beirates, stellte die Deutsche Poroton in den vergangenen 50 Jahren dem Markt die richtigen Innovationen zur richtigen Zeit zur Verfügung: porosierte Ziegel in den 1960er Jahren, die Erfindung der mörtellosen Stoßfuge in den 1980er Jahren, geschliffene Planziegel in den 1990er Jahren, verfüllte Ziegel zu Beginn der 2000er Jahre, energetische Sanierung mit der Poroton Wärmedämmfassade (WDF) seit 2010 und Ziegelfertigteile Redbloc als neueste Innovation seit 2018. Im Dialog mit führenden Institutionen und Wissenschaftlern des deutschen Bauwesens werden weiterhin praktikable und wirtschaftliche Lösungen für zukünftige Anforderungen des Bauens entwickelt. Kontakt und weitere Informationen: Deutsche Poroton GmbH Kochstraße 6–7 10969 Berlin Telefon: 030 25 29 44 99 mail@poroton.org www.poroton.de

© Titelbild  und Materialbilder: Deutsche Poroton

Herausgeber:  DETAIL Business Information GmbH · Messerschmittstraße 4 · 80992 München · T +49 89 38 16 20 - 0 · www.detail.de Konzept, Gestaltung und Redaktion: DETAIL – Corporate Publishing · Sabina Strambu Verantwortlich für den Inhalt dieser Ausgabe: Deutsche Poroton GmbH

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DETAIL Materialprobe – Porotonziegel 6.2019  

DETAIL Materialprobe – Porotonziegel 6.2019