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DETAIL 3.2026 - Naturbaustoffe / Natural Building Materials

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Industrialisierung 2.0:

High-Tech trifft Ökologie

Industrialisation 2.0:

High-Tech Meets Ecology

Naturbaustoffe

Natural Building Materials

Bauen auf drei Kontinenten:

Interview mit Mariam Issoufou

Building on Three Continents: Interview with Mariam Issoufou

JETZT ANMELDEN

Fassadenkongress 2026

Adaptiv, klimagerecht, schön –Fassaden am Limit?

Fassaden sind Rüstungen – mit offenem Visier. An diese schützenden Hüllen werden immer mehr Anforderungen gestellt. Wie lassen sie sich gleichzeitig

Ist Schönheit heute noch ein valides Argument? Der Fachkongress von DETAIL

Moderation

Hybrid-Veranstaltung

Claudia Hildner (Redaktion DETAIL)

Jeanette Kunsmann (Chefredakteurin DETAIL)

21. Mai 2026

Einlass 14.00 Uhr

Beginn 14.30 Uhr anschließendes Get-together

Architektenkammer Düsseldorf Zollhof 1, 40221 Düsseldorf und online

detail.de/fassadenkongress-2026

Sponsoren

Fortbildungspunkte werden bei verschiedenen Architektenkammern angefragt. Die Kammern werden hier laufend aktualisiert.

Nature knows best. In nature, circularity is not some unfamiliar process, but the self-evident basis of all existence. Just as nothing is left behind in nature, energy is never wasted. Which means that every end contains a new beginning.

Although there were smart ideas and approaches over 50 years ago that sought to do so much better, ecological building has, to this day, been stuck with the dry image of muesli. Perhaps it was also the underlying ideology that meant natural building materials almost automatically sorted themselves into a niche. Now modernity has evidently failed to deliver on its promises too, and we must once again look back in order to move forward. Anyone who has ever stood in a house made of timber, earth, or straw knows that architecture means far more than “form follows function”. Today, natural building materials are

Die Natur weiß es besser. Kreislauf ist für sie kein unbekannter Prozess, sondern selbstverständliche Grundlage allen Seins. Ebenso, wie in der Natur nichts liegen bleibt, wird auch niemals Energie verschwendet. Was konsequent dazu führt, dass in jedem Ende ein neuer Anfang innewohnt. Auch wenn es vor über 50 Jahren bereits kluge Ideen und Ansätze gab, die so vieles besser machen wollten, haftet dem ökologischen Bauen bis jetzt das trockene Image von Haferflocken an. Vielleicht lag es auch an der zugrundeliegenden Ideologie, dass sich Naturbaustoffe fast von selbst in eine Nische sortieren. Nun hat die Moderne ihre Versprechen offensichtlich ebenfalls nicht eingelöst und wir müssen mal wieder zurückblicken, um vorwärts zu kommen. Wer einmal in einem Haus aus Holz, Lehm oder Stroh stand, hat erfahren, dass Architektur so viel mehr bedeutet als „form follows function“. Naturbaustoffe folgen heute weniger einer Ideologie, sondern meist pragmatischen Entscheidungen und dem Streben nach Dauerhaftigkeit. Dass sich Hightech und „Öko“ zu einer Synthese verbinden, überzeugt längst auch mit ästhetischem Anspruch. Wir zeigen in diesem Heft deshalb die Schönheit und Potenziale von Naturstein, Hanfziegeln und Hanfbeton, besuchen einen wiederaufgebauten Strickbau, der die Definition Immobilie auf den Kopf stellt, blicken einem 16-geschossigen Wohnungsbau aus Holz hinter die Fassaden und untersuchen die Holz-Lehm-Decke für Hortus, Schlüsselprojekt für das Büro Herzog & de Meuron. Entscheidend sind für Alexander Franz, Project Director & Associate Architect, die Zertifizierungen für Bauelemente (Interview siehe Seite 32). Bei Hortus dient der Lehm in der Decke als Teil des Brandschutzkonzeptes. Der Gamechanger ist bereits brandschutzzertifiziert für die Schweiz, kein Herrschaftswissen und es gilt wie in der Natur: Nachahmen erlaubt.

Jeanette Kunsmann zchefredaktion@detail.de

driven less by ideology than by pragmatic choices and a pursuit of longevity. The synthesis of high-tech and “eco” has long been aesthetically convincing too. In this issue, we showcase the beauty and potential of natural stone, hemp bricks, and hempcrete; visit a reconstructed “Strickbau” (traditional timber-log construction) that upends the very definition of “immovable property”; look behind the facades of a 16-storey timber housing block; and examine the timber-earth slabs at Hortus, a key project by Herzog & de Meuron. For Alexander Franz, Project Director & Associate Architect, certifica tions for building components are decisive (see interview on page 32). At Hortus, the earth in the ceilings serves as part of the fire safety strategy. This game-changer is already firesafety certified for Switzerland; it isn’t restricted to insiders and, as in nature, imitation is encouraged.

The rammed earth in the timber-earth slabs used at Hortus serves as thermal mass and is part of the fire protection concept.

Magazin Reports

Jakob Schoof 04 Im Fahrstuhl zur Kunst

A Lift for Art

Interview Mariam Issoufou 07 „Wir haben die richtige Technik für das Bauen mit Lehm verlernt” “We Have Forgotten the Proper Techniques for Building with Earth”

Axel Körner, Edith Anahi Gonzalez

San Martin, Jan Knippers 12 Research

FlectoLine – Adaptive faserverstärkte Fassadenelemente im Praxistext FlectoLine – Responsive FibreReinforced Facade Elements in Practical Test

Produkte & Referenzen Products & References

Raya Stoyanova Trifonova, Andrea Pilla 90 Fassaden der Zukunft Next-Generation Facades

Fast 110 Wohnungen sind in Sawa entstan den, einem der größ ten Holzbauten in Rot terdam. Der bis zu sechzehngeschossige Gebäudekomplex bil det den Schlussstein der Bebauung im Lloydkwartier.

Sawa, one of Rotterdam’s largest timber structures, houses around 110 apartments. Rising 16 storeys, the complex forms the keystone of the Lloyd kwartier development.

Alles außer Beton: Beim Bürogebäude Hortus in Allschwil bei Basel kombinierten Herzog & de Meuron stützen mit einer neu Lehmdecke.

Anything but concrete: For the Hortus office building in Allschwil near Basel, Herzog & de Meuron combined profiled solid timber columns with a newly developed timber-earth slab.

Naturbaustoffe Natural Building Materials

Dokumentation Documentation

22 Bürogebäude Hortus in Allschwil (CH)

Office Building Hortus in Allschwil (CH)

Herzog & de Meuron

36 Umweltbildungszentrum in Marseille (FR)

Environmental Education Centre in Marseille (FR)

Zakarian Navelet Architectes Urbanistes

46 Gässlihus in Grabs (CH)

Allen + Crippa

56 Wohngebäude Sawa in Rotterdam (NL)

Sawa Residential Building in Rotterdam (NL)

Mei architects and planners

68 Unternehmenszentrale in Niederösterreich (AT)

Corporate Headquarters in Lower Austria (AT)

Juri Troy Architects

78 Wohnhaus Toue Cabanée bei Nantes (FR)

Toue Cabanée House near Nantes (FR)

Atelier du Ralliement + Clémence Mansons

Bis zu 85 cm dicke gen eine Hälfte des Gemeinschaftshauses in Grabs. Die andere besteht aus einem über 400 Jahre alten Strickbau, der zerlegt und am neuen Stand ort wieder aufgebaut wurde.

Ergänzende Fotos, Pläne und weitere Pro gabe haben wir auf unserer Website für Sie zusammengestellt.

Additional photos, plans, and projects related to this issue are available on our website: detail.de/

Rammed earth walls up to 85 cm thick support one half of the community house in Grabs. The other half consists of a 400 yearold log structure that was dismantled and reassembled at the new location.
Rory Gardiner

Bürogebäude Hortus in Allschwil

Herzog & de Meuron

Text: Sabine Drey

Bei dem benachbarten Laborgebäude für denselben Bauherrntät gefragt, bei dem neuen Bürogebäude Hortus stand Nachhaltigkeit im Fokus.

Das fünfgeschossige Bürogebäude Hortus dient Herzog & de Meuron als Experimentierfeld nachhaltiger Architektur in großem Maßstab. Zentrale Elemente der Holzkons truktion sind die Holz-Lehm-Decke und die Photovoltaik-Fassade.

Maris
Mezulis

Photovoltaik-Module prägen die Fassade. Die schwarzen Bänder stehen im Kontrast zu den weißen Holzfenstern und dem textilem Sonnenschutz.

Vertikalschnitt

Horizontalschnitt

Maßstab 1:20

1 Photovoltaikelement

Lattung 40/80 mm

Konterlattung

80/120 mm; Abdichtung; Windpapier Schalung Fichte

30 mm; Sparren

Fichte 120/280 mm

2 Kies 30 mm; Abdichtung EPDM

Schalung Fichte

27 mm; Ständerwerk 50/50 mm dazw. Wärmedämmung Zellulosefaser 560 mm; Dreischicht platte als Dampf bremse 40 mm; Balken Fichte 260/120 mm

dazw. Gewölbe-

3 Stulpschalung Fichte schwarz lasiert 25/250 mm

4 Vertikalmarkise textil

5 Isolierverglasung VSG 2× 4 mm + SZR 16 mm + Float

6 mm in Fichtenrahmen weiß lackiert

6 Stütze Fichtenholz 320/320 mm

7 Photovoltaikelement

Lattung 40/80 mm

Unterkonstruktion Kantholz 60/60 mm Windpapier Schalung Fichte sägerau 21 mm BSH Fichte

400/60 mm dazw. Wärme dämmung Zellulose -

faser; Dreischichtplatte als Dampfbremse 27 mm

8 Konvektor mit Verkleidung Akustikplatte Weißtanne geschlitzt 33 mm

9 Parkett Eiche 22 mm; Lattung 37/40 mm dazw. Schüttung aus Recycling-Ziegelsand/-splitt Öl papier; Weichfaser platte 30 mm

Dreischichtplatte Fichte 40 mm

Träger Fichte 260/240 mm dazw. Gewölbe decke

10 Hauptträger Stabschichtholz Buche 360/160 mm-

Maris
Mezulis

Wohngebäude Sawa in Rotterdam

Sawa Residential Building in Rotterdam

Mei architects and planners

Text: Jakob Schoof

Mit Sawa haben Mei Architects and planners einen Holzbau realisiert, der Zeichen

nössischen Wohnungsbau? With Sawa, Mei architects and planners realised a timber building that makes a statement: 55 m tall, comprising more than 100 apartments that

Lageplan

Maßstab 1:5000

1 ehemaliges Verwal tungsgebäude Rotterdamsche

2 Schiecentrale

3 Kraton 230 (Fernsehstudios)

5 Shipping and Transport College

Site plan scale 1:5000 1 Rotterdamsche

2 Schiecentrale

3 Kraton 230 (TV studios)

5 Shipping and Transport College

In Richtung Westen ist der Baukörper mit großzügigen Terras

saden wechseln sich

To the west, the buildfloors complete with the north and south, balconies feature alternating wood and glass

Schnitte Südfassade Maßstab 1:20

1 Dachaufbau: Abdichtung Bitumenbahn zweilagig

Dampfsperre

Decke Brettsperrholz 220 mm fertigteil, braun durchgefärbt, Außenseite mit Brettschalung

3 Kragbalken Brettschichtholz 600/520 mm

4 Abdeckung Mehrschichtplatte 18 mm

5 Außenwandaufbau: Holzschalung 15 mm

Lattung/Konterlattung 2x 28 mm

Faserzementplatte 9 mm

Kantholz 38/235 mm dazwischen Wärmedämmung Mineralwolle Dampfbremse

Gipsfaserplatte 12,5 mm l 150/75 mm

7 Fenstertür: Isolierverglasung in Holzrahmen

8 Holzschalung 18 mm

Lattung 28 mm

Unterkonstruktion Stahlrohr R 40/40 mm

9 Bodenaufbau: Holzdielen 15 mm

Anhydritestrich 80 mm

kaschiert 40 mm

Schüttung 100 mm

Decke Brettsperrholz 240 mm

10 Stütze Brettschichtholz 600/600 mm

Sections South facade scale 1:20

1 roof construction:

insulation to falls

220 mm CLT ceiling

prefabricated concrete element,

formwork traces (board width 110 mm)

beam

15 mm wood siding battens

inlaid mineral wool thermal

insulation

strip

wood frame

8 18 mm wood siding 28 mm battens

prefabricated sheet steel planter 15 mm wood floorboards

40 mm impact soundproofing, laminated film

100 mm fill

240 mm CLT ceiling slab

10

Licht und Gebäudeautomation Lighting and Building Automation

Redaktion Editor:

Kontemplativer Raum im Spital A Contemplative Space in the Hospital

Im Universitäts-Kinderspital Zürich realisierte Zumtobel gemeinsam mit dem Lichtkünstler James Turrell den Skyspace Sustenance 2024. Als Generalplaner und Lichtpartner verantwortete Zumtobel die technische Umsetzung und integrierte den Lichtraum in das architektonische Gesamtkonzept von Herzog & de Meuron, das die Heilung unterstützen soll (mehr in Detail 4.2026). Der Skyspace ist Teil der zentralen Erschließung und richtet sich an Patientinnen, Angehörige und Mitarbeitende. Der elliptische, rund 8 m hohe Raum erstreckt sich über zwei Geschosse. Eine Öffnung in der Dachfläche verbindet ihn mit dem natürlichen Himmel. Die räumliche Geometrie verjüngt sich nach oben und führt den Blick gezielt zur Öffnung. Ein präzise abgestimmtes LED-Lichtsystem ergänzt das Tageslicht und moduliert die Wahrnehmung des Himmelsausschnitts. Insgesamt 433 Hochleistungsleuchten sind in drei umlaufenden Lichtringen angeordnet und und werden mit vorprogrammierten Farbverläufen angesteuert. Zusätzlich beleuchten LEDs einen Diffusor in der Dachkonstruktion, der als Reflexionsfläche wirkt und den Kontrast zwischen Boden, Wand und Öffnung verstärkt. Ein verdeckt angeordnetes Stahltragwerk übernimmt die Lastabtragung und erlaubt zugleich die notwendige Beweglichkeit der Konstruktion. Eine verschiebbare Kuppel schließt den Raum bei Witterungseinflüssen oder Hubschrauberbetrieb des benachbarten Landeplatzes. Auch im geschlossenen Zustand bleibt die Lichtwirkung erhalten, da ein zusätzlicher Lichtring die Innenschale gleichmäßig anstrahlt.

zzumtobel.com

At the University Children’s Hospital in Zurich, Zumtobel collaborated with light artist James Turrell to create the Skyspace Sustenance 2024. As the project’s general planner and lighting partner, Zumtobel was responsible for the technical implementation, integrating the light space into the overall architectural concept designed by Herzog & de Meuron to support healing (see Detail 4.2026). The Skyspace forms part of the central access area and is used by

Die verschiebbare Kuppel reagiert auf Wetter und Helikopterbetrieb und schließt den Skyspace temporär, ohne die atmosphärische Lichtwirkung zu verlieren.

The sliding dome responds to weather conditions and helicopter operations, temporarily closing the Skyspace while retaining the atmospheric lighting effect.

patients, relatives, and staff. The elliptical space is around 8 m high and extends over two floors. An opening in the roof connects it to the natural sky. The geometry tapers upwards, directing the gaze towards the opening. A coordinated LED lighting system supplements daylight and modulates the perception of the visible sky section. In total, 433 luminaires are arranged in three surrounding light rings and controlled via pre-programmed colour gradients. Additional LEDs illuminate a diffuser within the roof structure, acting as a reflective surface that sharpens the contrast between floor, wall, and opening. A concealed steel support structure carries the load an at the same time allows structural flexibility. In adverse weather or during helicopter operations at the adjacent landing pad, a sliding dome closes the room. When closed, an additional light ring evenly illuminates the inner shell, maintaining the lighting effect.

Innenleuchten aus eigener Fertigung

In-House Manufactured Interior Lights

Rezyklat und Leistungssteigerung

Recyclate and Performance Enhancement

Mit Pollux New und Skim Panlens erweitert Erco sein Programm um zwei Leuchtenfamilien für Grund- und Akzentbeleuchtung. Skim Panlens basiert konstruktiv auf der bestehenden SkimDownlightserie und ist als Einbau- oder Aufbauleuchte konzipiert. Zentrales Element ist eine optische Linse aus 100 % recyceltem Polymer. Das Rezyklat stammt aus Angussresten der Erco-eigenen Linsenfertigung, die gereinigt, granuliert und erneut verarbeitet werden. Die Linse steuert Wide-Flood- und

zerco.com

Erco expands its range with two new luminaire families for basic and accent lighting: Pollux New and Skim Panlens. Both systems are designed for efficient material use, durable lighting technology and versatile architectural applications. Skim Panlens, based on the Skim downlight series, is available as a recessed or surface-mounted luminaire. Its key element is an optical lens made from 100 % recycled polymer, sourced from and reprocessed within Erco’s own lens production. The lens provides wide flood and extra-wide flood distributions

and is combined with mid-power LEDs. The housing and built-in components are made of cast aluminium, with control gear compatible with DALI or Casambi. Pollux New evolves the compact Pollux spotlight, retaining its cylindrical head and track transadapter. Revised control gear allows an additional LED without increasing the housing diameter. The cast aluminium housing supports thermal management of the high-power LEDs, while Spherolit lenses provide differentiated beam characteristics, including wall washing.

Studio Line ist eine Innenleuchtenserie von Bega mit klar definierter Material- und Lichtwirkung. Die Fertigung erfolgt vollständig im eigenen Werk. Die Leuchtenkörper bestehen aus Aluminium. Die Außenflächen sind matt ausgeführt, die Innenflächen galvanisch veredelt, geschliffen und beschichtet. Für die Innenfarben stehen Kupfer, Messing sowie Aluminium in heller oder dunkler Ausführung zur Wahl. Die Leuchten entstehen in manueller Fertigung und nutzen integrierte LED-Technik mit gleichmäßiger Lichtverteilung. Verarbeitet werden recycelbares Aluminium sowie CO2-reduzierter Kunststoff. Optische Abdeckungen bestehen aus einem von Bega spezifizierten PMMA (Polymethylmethacrylat), intern als NeoGlass bezeichnet, und werden ebenfalls im eigenen Werk gefertigt.

The Studio Line series from Bega comprises interior luminaires with clearly defined material and lighting effects. They are manufactured entirely in-house. The luminaire bodies are made of aluminium. The outer surfaces are matt, while the inner surfaces are electroplated, ground and coated. Interior colours available include copper, brass and aluminium, in light or dark finishes. The lumi-

naires are manually assembled and use integrated LED technology to provide uniform light distribution. Recyclable aluminium and CO 2-reduced plastic are used in their manufacture. The optical covers are made of PMMA (polymethyl methacrylate), specified by Bega and known internally as “NeoGlass”, and are also manufactured in-house.

Extra-Wide-Flood-Lichtverteilungen und ist mit Mid-Power-LEDs kombiniert. Gehäuse und Einbauteile bestehen aus Aluminiumguss, die Betriebsgeräte sind DALI- oder Casambi-fähig. Pollux New knüpft an den kompakten Strahler Pollux an und übernimmt dessen Bauform mit zylindrischem Leuchtenkopf und Transadapter für Stromschienen. Ein überarbeitetes Betriebsgerät ermöglicht den Betrieb einer zusätzlichen LED bei unverändertem Gehäusedurchmesser. Das Aluminiumgussgehäuse unterstützt das Thermomanagement der High-Power-LEDs. Die Lichtlenkung erfolgt über Spherolitlinsen mit differenzierten Abstrahlcharakteristiken bis hin zu Wallwash.

zbega.com

Zentrale Smart-Home-Steuerung Central Smart-Home Control

Mit dem Access Point 3.0 aktualisiert Busch-Jaeger die Systemzentrale seines Smart-Home-Systems Busch-free@home. Das Gerät bündelt die Systemsteuerung in einer kompakten Einheit und ist für Neubau wie Nachrüstung ausgelegt. Die Kommunikation erfolgt wahlweise drahtlos oder über ein proprietäres 2-Draht-Bussystem. Die Zentrale ist in zwei Varianten erhältlich: mit kombinierter Bus- und Wireless-Anbindung oder als reine Wireless-Version. Letztere ermöglicht die Integration von bis zu 150 Geräten und eignet sich für Bestandsbauten ohne

Underfloor Cassettes for Screeds

Geschliffene Sichtestriche, Terrazzo- und Gussböden werden zunehmend als durchgehende, fugenlose Bodenflächen eingesetzt. Die Integration von Zugriffspunkten für die Elektroinstallation stellt dabei erhöhte konstruktive Anforderungen. Die Unterflurkassetten für geschliffene Estriche von Obo Bettermann ermöglichen eine bodenbündige Einbindung in fugenlose Estrichkonstruktionen. Das System ist vollständig schallentkoppelt ausgeführt und schwimmt im Sicht- und Tragestrich. Eine zusätzliche Dehnungsfuge ist nicht erforderlich. Durch die konstruktive Einbindung in den Estrichaufbau wird das Risiko von Rissbildung reduziert. Die Kassetten sind höhennivellierbar und lassen sich an unterschiedliche Aufbauhöhen anpassen.

Polished screeds, terrazzo and cast floors are increasingly being used as continuous, jointless floor surfaces, and the integration of access points for electrical installations is placing increased demands on the designs. Obo Bettermann’s underfloor cassettes for polished screeds enable flush integration into jointless screed constructions. The system is completely sound-insulated and floats in the visible and

load-bearing screed. An additional expansion joint is not necessary. The risk of cracking is reduced by the structural integration into the screed structure. The cassettes are heightadjustable and can be adapted to different installation heights.

zusätzliche Leitungsführung. Die Stromversorgung erfolgt über USB-C. Ein versenkter USB-A-Port erlaubt die Aufnahme von Erweiterungsmodulen ohne sichtbare Anbauteile. Über einen optionalen Thread-USB-Stick übernimmt der Access Point die Funktion eines Thread Border Routers. Matter-over-ThreadGeräte lassen sich damit direkt in das System einbinden und zentral konfigurieren. Die Inbetriebnahme erfolgt über ein integriertes Webinterface oder per App. Szenen, Zeitprogramme und Systemfunktionen werden systemweit verwaltet.

With Access Point 3.0, BuschJaeger is updating the central unit of its Busch-free@home smart-home system. The device combines system control in a compact unit and is designed for both new builds and retrofitting. Communication is either wireless or via a 2-wire bus system. The system control centre is available in two versions: with a bus and wireless connection or as a purely wireless version. The latter allows the integration of up to 150 devices and is suitable for existing buildings without addi-

tional cabling. Using an optional Thread USB stick, the access point takes on the function of a Thread Border Router. Matterover-Thread devices can be integrated directly into the system and configured centrally. Commissioning is carried out via a web interface or app, and scenes and time programmes are managed system-wide.

Zwei Farben. Ein System

Two colours. One system

Ladepunkte mit gemeinsamer Zuleitung

Charging Points with a Shared Supply Line

Mit Witty Park 2 bietet Hager eine Doppelladestation für halböffentliche und öffentliche Ladepunkte. Zwei Fahrzeuge laden parallel mit bis zu 22 kW je Anschluss. Die Station wird an der Wand montiert oder freistehend aufgestellt. Der Standfuß nimmt größere Anschlussquerschnitte auf. Mehrere Ladestationen lassen sich über eine gemeinsame Zuleitung versorgen. Das reduziert den Verkabelungsaufwand. Gehäuse und Standfuß bestehen aus Metall. Die Konstruktion erfüllt IP55 und IK10. Jeder

Mit den Farbtönen Champagner und Mokka erweitern sich die Schalterserien A 550 und A Flow von Jung um zwei zusätzliche Nuancen. Beide Serien basieren auf dem System-55-Raster und sind mit den entsprechenden Unterputz-Einsätzen des Herstellers kompatibel. Der Einbau erfolgt in genormten Gerätedosen und ermöglicht Einzel- und Mehrfachkombinationen innerhalb eines einheitlichen Maßsystems. A 550 besteht aus Thermoplast und zeichnet sich durch eine klare, rechtwinklige Geometrie aus. A Flow ist weicher konturiert und für unterschiedliche Raumkonzepte ausgelegt. Die neuen Farben werden auf Rahmen und Abdeckungen angewendet und sind mit Lichtschaltern, Steckdosen sowie weiteren Systemkomponenten kombinierbar. Die Farbe Champagner zeigt eine helle, metallisch wirkende Oberfläche, während die Farbe Mokka einen dunkleren, warmen Braunton aufweist.

Hager’s Witty Park 2 is a dual charging station designed for semi-public and public charging points. Two vehicles can be charged simultaneously with up to 22 kW per connection. The station can be wall-mounted or free-standing. The base can accommodate larger connection cross-sections. Multiple charging stations can be supplied via a common supply line. This reduces the amount of cabling required. The housing and base are made of metal. The design complies with IP55 and IK10 standards. Each charging point

has an integrated RCD/LS switch. A separate installation space is provided for surge protection. Two RJ45 sockets enable network cabling to be looped through. This reduces the number of connection points and the amount of cabling required. The charging stations can be operated via an integrated keyboard and display on the front. The system architecture enables several charging points to be grouped together within a shared infrastructure.

Two additional shades, champagne and mocha, have been added to the Jung A 550 and A Flow switch series. Both series are based on the System 55 grid and compatible with the manufacturer’s flush-mounted inserts. They can be installed in standardised device boxes and allow for single and multiple combinations within a uniform measurement system. The A 550 is made

of thermoplastic and features clear, rectangular geometry. The A Flow series has softer contours and is designed for different room concepts. The new colours are applied to the frames and covers, which can be combined with light switches, sockets, and other system components. The champagne colour has a light, metallic-looking surface, while the mocha colour is a darker, warm brown.

Ladepunkt verfügt über einen integrierten FI/LS-Schalter. Für einen Überspannungsschutz ist ein separater Bauraum vorgesehen. Zwei RJ45-Buchsen erlauben die Durchschleifung der Netzwerkverkabelung. Das reduziert Anschlusspunkte und Leitungsaufwand. Bedienen lassen sich die Ladestationen über ein frontseitig integriertes Display mit Tastatur. Die Systemarchitektur ermöglicht die Bündelung mehrerer Ladepunkte innerhalb einer gemeinsamen Infrastruktur.

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details

ISSN 2627-2598

DETAIL Architecture GmbH

Messerschmittstraße 4, 80992 München Munich, Germany

Tel. +49 (0)89 381620-0 Fax: +49 (89) 381620-877 detail.de

Postanschrift

Postal Address: Postfach PO Box: 500205, 80972 München Munich, Germany

Geschäftsführung

Managing Director: Lena Engel, Johann Schouten, Markus Wolf

Redaktion

Editorial: Tel. +49 (0)89 381620-866 redaktion@detail.de editors@detail.de einsendungen@detail.de submissions@detail.de

Jeanette Kunsmann (Chefredakteurin Editor-in-Chief, V.i.S.d.P.), Jakob Schoof (stellvertretender Ch efredakteur Deputy Editor-in-Chief ), Sabine Drey, Valentina Grossmann, Nora Good, Claudia Hildner, Frank Kaltenbach, Heike Kappelt , Julia Liese, Peter Popp, Laura Traub, Edith Walter, Barbara Zettel; Mara Strom (Praktikantin Intern); Nils Freiwald, Tim Petersen, Lilli Ritter, Zoe Scholz (Werkstudierende Student Trainees)

Assistenz

Editorial Assistants: Jasmin Rankl

Produkte & Referenzen

Products & References: produkte@detail.de products@detail.de

Gestaltung Design: strobo B M (Matthias Friederich, Sabrina Baumann, Monnier Ostermair), München Munich, Germany

CAD-Zeichnungen

CAD-Drawings: Dejanira Ornelas Bitterer, Marion Griese, Barbara Kissinger, Martin Hämmel, Julia Voitl (Werkstudierende Student Trainee), Rana Aminian, Ralph Donhauser (Freie Mitarbeit Freelance Contributors)

Herstellung

Production, DTP: Peter Gensmantel (Leitung Manager), Michael Georgi, Natalia Shelenina, Roswitha Siegler, Simone Soesters

dieser Ausgabe

Photographers of this issue: Sébastian Agnetti, Martin Argyroglo, Gianluca Bellomo, Frank Blümler, Chiara Bonetti, Esther Crippa, Croce & Wir, Ossip van Duivenbode, Ditz Fejer, Uwe Gärtner, Rory Gardiner, Clément Guillaume, Florian Holzherr, Patrick Johannsen, Robert Koelewijn, François Massin Castan, Maris Mezulis, Aiste Rakauskaite, Henrik Schipper, Dietmar Strauß, David Walter, James Wang, Tom Wilkinson

Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe Authors of this issue:

Edith Anahi Gonzalez San Martin, Jan Knippers, Axel Körner, Andrea Pilla, Raya Stoyanova Trifonova, Tom Wilkinson

Übersetzungen Translations:

Alisa Kotmair, Mark Kammerbauer, Raymond Peat, MarcSelway

Director Sales & Events:

Margit Färber

Tel. +49 (0)89 381620-836

Anzeigendisposition

Advertisement Scheduling: Elisabeth Plomitzer-Kanzler

Tel. +49 (0)89 381620-879

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Tel. +49 (0)89-381620-868

Detail Events:

Katharina Brückl, Johanna Eberl Tel. +49 (0)89 381620-887

Director Marketing & Distribution:

Lena Engel

Tel. +49-(0)89-381620-851

Auslieferung an den Handel

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Meßberg 1, 20086 Hamburg, Deutschland Germany

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DETAIL erscheint 10× jährlich am 15. Januar/2.März/1. April/ 4. Mai/ 2. Juni/15. Juli/1. September/ 1. Oktober/2. November/ 1. Dezember

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Jahresabonnement Studierende

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Dieses Heft ist auf chlorfreigebleichtem Papier gedruckt. This journal is printed on chlorine-free bleached paper.

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Any use of contributions in whole or in part (including drawings) is permitted solely within the terms of relevant copyright law and is subject to fee payment. Any contravention of these conditions will be subject to

∂ 2026 Vorschau Preview

4Gesundheitsbauten

Healing Architecture

5Klimaadaptive Gebäudehüllen

Climate Adaptive Building

Envelopes

6 65 Jahre Detail

65 Years of Detail

7/8Massivbau

Solid Construction 9Vorfertigung und Modulbau

Prefabrication and Modular Construction

10Kulturbauten

Cultural Buildings 11Bauen im Bestand Building in Existing Contexts 12Fassaden

Facades 1/2Zirkuläres Bauen

Circular Construction

Projekteinsendungen jeweils sechs Monate vorher an Project submissions six months in advance to: einsendungen@detail.de submissions@detail.de

Cover 3.2026:

Gestaltung Design: Sabine Drey

Umweltbildungszentrum in Marseille Environmental Education Centre in Marseille

Architektur Architecture: Zakarian Navelet Architectes Urbanistes

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