DETAIL 11/2018 - Licht und Raum / Lighting and Space

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Green Special Mischnutzungen Green Special Mixed-use Concepts

MCEA Arquitectura Lichtspiele für eine Sporthalle MCEA Arquitectura Playing with Light in a Sports Hall

11.2018

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details Licht und Raum  Lighting and Space


8 Magazin Reports 11.2018  ∂

Kleinode in norwegischer Natur Norway’s Hidden Architectural Gems

KAP Kontor for Arkitektur og Plan

Text: Julia Liese

Die Natur mit ambitionierter Mikroarchitektur zu inszenieren ist die I­ntention der Norwegischen Landschaftsrouten. Diesen Sommer gingen wieder neue Rast­ plätze und Aussichtspunkte in Betrieb. The Norwegian Scenic Routes offers experiences of natural wonder in harmony with ambitious microarchitecture. This summer, new rest areas and vista points were once again added to the collection of select road trips. Mit ihren unzähligen Bergen und Fjorden steckt die norwegische Landschaft voller größerer und kleine­ rer Attraktionen. Um die abwechslungsreiche Natur Besuchern besser zugänglich zu machen, hat die staatliche Straßenverwaltung 1994 die sogenannten Landschaftsrouten (norwegisch: turistveger) ins Leben gerufen, von denen es mittlerweile 18 gibt: An besonders schönen, eher abgelegenen Strecken sind immer wieder Picknickplätze und Aussichts­ punkte angelegt, die Touristen dazu einladen, die vielfältige Landschaft zu entdecken. Zum einen wird die notwendige Infrastruktur bereitgestellt – etwa WCs oder Sitzmöglichkeiten –, zum anderen bieten Plattformen, gesicherte Wege und Brücken die ­Möglichkeit, Naturattraktionen wie Wasserfälle aus

With its countless mountains and fjords, Norway is full of attractions, big and small. In order to make the multifaceted landscape more accessible to ­visitors, the state road administration began in 1994 to establish various tourist routes (in Norwegian: turistveger); today there are 18 designated “Scenic Routes”. Picnic areas and overlooks have been established along these particularly beautiful, often secluded stretches of road, inviting tourists to ­discover the varied landscape. They include tourist-oriented infrastructure, such as toilets and ­seating, while secured paths and bridges offer ­possibilities to experience natural attractions such as waterfalls at close range. One might think that ­little effort would be dedicated to such minor

W Weitere Fotos und ­Pläne von Rastplatz und Aussichtspunkt More photos and plans of the rest area and scenic outlook detail.de/ 11-2018-norwegen


Norwegische Landschaftsrouten Norwegian Scenic Routes 9

nächster Nähe zu erleben. Angesichts solcher ver­ gleichsweise kleinen Baumaßnahmen könnte man denken, dass ihnen wenig Beachtung geschenkt wird. Das Gegenteil ist der Fall: Von Anfang an gehörte ein hoher Gestaltungsanspruch zum festen Bestandteil der Landschaftsrouten. Über Wettbe­ werbe erhalten einheimische Architekten die Chance, ungewöhnliche Konzepte zu realisieren. So durften die jungen Architekten von KAP ihr Können bei dem im Juni eröffneten Rastplatz Osta­ steidn nordwestlich von Stavanger unter Beweis stel­ len. Inspiriert von den Landschaftsbildern des nor­ wegischen Malers Lars Hertervig, zielten sie auf eine naturnahe Gestaltung. Der markante, namensge­ bende Felsen am Sandsfjord bleibt Mittelpunkt der Anlage; um ihn verteilen sich ein Picknickplatz, eine Aussichtsplattform sowie – als eine Art Felspendant – ein skulptural anmutender Betonbau mit WCs. Natürliche Pflanzen und moderne Baustoffe gehen eine ungewöhnliche Synthese ein. Wege aus glasfa­ serverstärkten Kunststoffgittern verbinden die einzel­ nen Bereiche und sollen bald von den einheimischen Bodenpflanzen bewachsen werden; ebenso ist vor­ gesehen, dass Moos die unteren Wandbereiche des Betonhauses vollständig überwuchert. Die größte Überraschung aber wartet im Innern des WC-Gebäu­ des: Durch die Innenwände aus Geotextil mit sicht­ barem Faltenwurf wähnt sich der Toilettengänger im Inneren eines überdimensionalen Sacks, der oben offen ist und natürliches Licht in den sonst dunklen Raum einfallen lässt. Zahlreiche Versuche waren not­ wendig, um diese außergewöhnliche Idee zu realisie­ ren: Die locker fallenden, durch Reißverschlüsse zum Sack verbundenen Textilbahnen wurden unmittelbar festbetoniert und dabei von einem Kran gehalten.

interventions, but quite the opposite is the case. From the very beginning, the Scenic Routes have been created according to ambitious aesthetic standards. And design competitions provide local architects with opportunities to realise unusual concepts. The young architects from KAP, for example, demonstrated their skills at the Ostasteidn rest area northwest of Stavanger on Sandsfjorden, which opened in June. Inspired by the landscape paintings of the Norwegian painter Lars Hertervig, they devised a nature-inspired design concept. At the heart of the complex is a massive boulder, for which the rest area is named. Situated around it are a picnic area, a viewing platform and a restroom building, the latter of which serves as the boulder’s sculptural pendent. Natural vegetation and modern building materials enter into an unusual synthesis

Lageplan Maßstab 1:500 Site plan scale 1:500

KAP Kontor for Arkitektur og Plan

Was aussieht wie ein locker fallender Vorhang ist in Wirklichkeit festbetoniert: Oberlicht in einer WC-­ Kabine. What appears to be a loosely draped curtain is actually hard concrete framing the view of a skylight in the ­r estroom.

KAP Kontor for Arkitektur og Plan

KAP Kontor for Arkitektur og Plan

Eine ungewöhnliche Haptik erzeugen die mit Reißverschlüssen verbundenen Geo­ textilbahnen. Geotextile panels connected by zippers create an unusual haptic experience.


38 Dokumentation Documentation 11.2018  ∂

Maggie’s Centre Barts in London Maggie’s Centre Barts in London

Lageplan Maßstab 1:2500 Site plan scale 1:2500

NAARO

NAARO

Steven Holl Architects, jmarchitects


Steven Holl Architects, jmarchitects

Leicht und immateriell wirkt der Neubau des Maggie’s Centre, einer Beratungsstelle für Krebspatienten, für Londons älteste ­Klinik, das St. Bartholomew’s Hospital. Tagsüber zeigt sich das Gebäude als kompaktes Volumen mit schimmernder Hülle aus mattiertem Glas. Am Abend wird es zu einem Leuchtkörper, der aus dem Inneren heraus strahlt. An der Nordseite des denkmalgeschützten viktorianischen Haupthauses setzt der Anbau mit

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Located at St Bartholomew’s Hospital, London’s oldest clinic, the new building for Maggie’s Centre, an open support centre for cancer sufferers, seems light and immaterial. While during the day the building is a compact volume with a shimmering envelope of matt glass, in the evening it becomes a light source that glows from within. The extension is docked to the north side of the Victorian main building, a listed monument,


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2. Obergeschos Second floor

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1. Obergeschoss First floor a a a

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Grundrisse • Schnitt Maßstab 1:400 1 Klinik (Bestand) 2 Eingang 3 Teeküche 4 Beratung 5 Bibliothek 6 Gruppenraum 7 Dachterrasse

Floor plan • Section scale 1:400 1 clinic (existing) 2 entrance 3 tea kitchen 4 consultation 5 library 6 group room 7 roof terrace

seiner weiß-transluzenten Glasfassade einen Gegenpol zu den mächtigen Natursteinfassaden des Altbaus. Auf dessen Steinquader und Eckrustizierung antwortet die gebänderte Fassade aus Glaspaneelen, die mit wärmedämmenden Kapillarplatten gefüllt sind. An den beiden Schmalseiten verlaufen die Bänder horizontal, an der Nordfassade dynamisch diagonal. Transparente Gläser geben im Erdgeschoss Aus- und Einblicke in das ansonsten in sich gekehrte Haus. Mit farbigen, in die Paneele ­integrierten Glaselementen erzeugt Steven Holl eine weitere ­Bedeutungsebene. Inspiriert von Neumen, grafischen Zeichen zur Notation mittelalterlicher Musik, werden sie zu Noten auf den Fassadenriegeln als Notenlinien. Inspirierend, einladend, ruhig

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Erdgeschoss Ground floor

and its white translucent glass facade contrasts with the old building’s weighty stone front. It responds to the stone blocks with a facade of bands of glazing that are filled with insulating ­capillary panels. On the two short sides these bands are ­horizontal, while on the north facade they run dynamically on the diagonal. Steven Holl creates a further level of meaning with coloured glass panels integrated in the envelope. Inspired by neumes, graphic symbols used for the notation of medieval music, they form, as it were, notes arranged on the “staves” of the facade. The interior of the building is also inspiring, ­inviting, calm and bright: open spatial volumes bathed


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Iwan Baan

Steven Holl Architects, jmarchitects

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und hell ist das Haus auch im Inneren. Über drei Etagen erstreckt sich das offene, in Licht getauchte Raumvolumen. Je 3 nach Tageszeit verändert sich die Lichtstimmung, zusätzlich ­belebt durch die polychromen Gläser. Zur schwebenden Wirkung trägt auch das 1 Tragwerk aus schräggestellten, von der 4 eigenständiges Fassade abgesetzten Stahlbetonpfeilern bei. Als skulpturales Element führt die raumprägende geschwungene 2 Treppe nach oben – vorbei an der offenen Teeküche und wohn­ a lichen Sitzgruppen zu Beratungsräumen, Bibliothek und Dachterrasse. Das Gebäude wirkt vertraut wie ein Wohnhaus und schafft für die Patienten ein positives und angenehmes Umfeld, das sie nicht an den Klinikalltag erinnert.  CF

in light extend through three storeys. The mood of the light changes over the course of the day, additionally animated by the polychrome glass. The structure of angled reinforced ­concrete piers is detached from the façade, which also contributes to the hovering effect. The curved staircase is an independent sculptural element that shapes the character of the space as it leads upwards – past the open tea kitchen and comfortable seating areas to the consultation rooms, the library and the roof terrace. The new building seems as familiar as a dwelling house and ­creates positive, pleasant surroundings for the patients that do not remind them of everyday life in the clinic. CF


42 Dokumentation Documentation 11.2018  ∂

vertical section facade scale 1:20 horizontal section connection to existing building horizontal section facade scale 1:5

1 Betonplatte 40 mm in Kiesbett Drainagematte 40 mm Abdichtung Bitumenbahn Wärmedämmung Vakuum paneel 60 mm Dampfbremse Stahlbetondecke 350 mm abgehängte Decke: Bambus­ furnierpaneel 12 mm 2 Absturzsicherung VSG Weißglas, teilvorgespannt aus 8 mm + 10 mm + 10 mm, mit transluzentweißen PVB-Folien, Außenseite säuregeätzt 3 Stahlprofil L 250/150 mm 4 VSG aus 2× 6 mm ESG mit ­transparenter PVB-Folie + ­K apillarröhrchen PMMA 24 mm + VSG aus 2× 6 mm ESG mit

1 40 mm concrete paver in gravel bed 40 mm drainage mat bitumen membrane 60 mm vacuum panel as thermal insulation vapour barrier 350 mm reinforced concrete slab suspended ceiling: 12 mm bamboo veneer panel 2 fall protection: laminated safety white glass, part pretensioned made of 8 mm + 10 mm + 10 mm with translucent white PVB films, external face acid-etched 3 steel angle 250/150 mm 4 laminated safety glass made of 2× 6 mm toughened glass with transparent PVB film + 24 mm PMMA capillary tubes + laminated

transparenter PVB-Folie, Außenseite säuregeätzt   5 Konsole Stahlprofil L 150/200 mm   6 A bhängung für Fassadenriegel: Stahlseil beschichtet Ø 10 mm   7 Fassadenriegel Stahlprofil I beschichtet 80/140 mm   8 K lappfenster: ESG 8 mm + ­K apillarröhrchen PMMA 24 mm + ESG 8 mm in Aluminium­ rahmen   9 Edelstahlblech 3 mm 10 S tufe: Terrazzo, Oberfläche ­ver­siegelt Ortbeton 11 Bambussperrholzplatte 40 mm 12 H artbeton poliert, versiegelt 100 mm Trennlage Polyethylen ­PIR-Dämmplatten 25 mm mit Fußbodenheizung 13 Aluminiumblech gebogen, ­pulverbeschichtet 3 mm 14 Mauerwerk (Bestand) 15 Abdichtung Silikon

safety glass made of 2× 6 mm toughened glass with transparent PVB film, external face acid-etched   5 steel bracket 150/200 mm   6 s uspension system for facade profiles: Ø 10 mm coated steel cable   7 facade profiles 80/140mm coated steel T section   8 top hung window: 8 mm toughened glass + 24 mm PMMA capillary tubes + 8 mm toughened glass in aluminium frame   9 stainless steel sheet 3 mm 10 terrazzo step, sealed surface; in situ concrete 11 4 0 mm bamboo plywood panel 12 100 mm granolithic concrete, ­p olished, sealed polyethylene separating layer 25 mm PIR insulating panels with underfloor heating 13 3 mm folded aluminium sheet, powder-coated 14 masonry (existing) 15 silicone seal

Iwan Baan

Vertikalschnitt Fassade Maßstab 1:20 Horizontalschnitt Anschluss Bestand Horizontalschnitt Fassade Maßstab 1:5

W Steven Holl über sein Entwurfskonzept Steven Holl explains his design concept detail.de/ 11-2018-holl

Die transluzenten Glasbänder über­setzen die Rustizierung des Altbaus in eine neue Form. Die geschützte Dachterrasse wird von gebogenen Gläsern eingefasst.

The translucent bands of glazing translate the rustication of the old building into a new form. The protected roof terrace is enclosed by curved glazing.


Steven Holl Architects, jmarchitects

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70 Technik Technology 11.2018  ∂

Lichtplanung für die Gesundheit Light, Health and Well-being

Zumtobel Lighting GmbH

Text: Mathias Wambsganß, Johannes Zauner

Das richtige Licht zur richtigen Zeit kann Gesundheit und Wohl­ befinden von Menschen positiv beeinflussen. Dafür müssen neben der Art der Lichtquelle und der räumlichen Situation vor allem die Tageszeit und der Einfluss des Tageslichts stärker berücksichtigt werden. The right light at the right time can have a positive effect on people’s health and well-being. In addition to the type of light source and spatial situation, greater consideration must be given to the time of day and the influence of daylight.


Licht, Gesundheit und Wohlbefinden Light, Health and Well-being

Licht ist die Voraussetzung dafür, dass wir etwas sehen. Doch das Licht, das in unsere Augen fällt, beeinflusst auch das Wohlbefinden und die Gesund­ heit. Will man seine positiven gesundheitlichen Effekte in Gebäuden nutzen, müssen die bisher gülti­ gen Kriterien für die Lichtplanung erweitert werden. Vor allem dem Tageslicht kommt dann eine ganz neue Bedeutung zu. Erst vor wenigen Generationen hat der Mensch den Weg von der Außenraum- zur Innenraumgesell­ schaft angetreten – und ist damit ohne nennenswerte Chance, sich diesem Wandel genetisch anzupassen. Gerade am Morgen fehlen im Innenraum wichtige Strahlungsanteile in der notwendigen Intensität am menschlichen Auge, um den Körper auf Aktivität und Leistung einzustellen. Bei Nacht hingegen ist der Mensch deutlich sensibler. Der gleiche Reiz, der tagsüber zu gering wäre, erschwert dann die wich­ tige nächtliche Regeneration. Die bisher üblichen Lichtniveaus in Innenräumen sind daher aus physio­ logischer Sicht zu hinterfragen. Wissenschaftliche Grundlagen Wie bei fast allen Lebewesen ist auch beim Men­ schen der Tag-Nacht-Rhythmus essenziell für den Ausgleich von Aktivität und Regeneration. Als Takt­ geber unserer inneren Uhr fungiert dabei der supra­ chiasmatische Kern, eine kleine Hirnregion, die unmittelbar über dem Kreuzungspunkt der beiden Sehnerven liegt. Das Helligkeitsniveau im persönli­ chen Umfeld synchronisiert diesen Taktgeber mit der Außenwelt. Empfangen werden die dafür notwendigen Lichtreize nicht von den Stäbchen und Zapfen, die für das Nacht- und Farbsehen verantwortlich sind, sondern von einem dritten, erst 2001 entdeckten Lichtrezeptor in der Netzhaut. Dieser reagiert im Ver­ gleich zu den anderen beiden Rezeptortypen eher träge auf Helligkeitsveränderungen. In Anlehnung an das lichtempfindliche Pigment Melanopsin in diesen Zellen bezeichnet man die nicht-visuelle Wirkung von Licht über das Auge als melanopische Lichtwirkung. Nach heutigem Stand des Wissens beeinflus­ sen vor allem blaue Lichtanteile den Hormonhaushalt und den Tag-Nacht-Rhythmus des Menschen. Das richtige Licht zur richtigen Zeit kann das Wohlbefin­ den und die Konzentration steigern sowie Fehlerund Unfallhäufigkeiten senken. Gleichzeitig schützt es langfristig die Gesundheit, indem es zum Beispiel die Schlafqualität steigert. Untersuchungen in Kern­ spintomographen zeigen, dass der aktivierende Effekt direkt mit der Beleuchtung in Zusammenhang steht und in mehreren Hirnkernen zu einer Erhöhung des Stoffwechsels führt. Umgekehrt kann aber auch das falsche Licht zur falschen Zeit die Gesundheit und das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Der menschliche Körper ist ein planendes Sys­ tem. Wenn er seine Teilsysteme auf Arbeit, Sport oder Schlafen vorbereiten kann, verursacht die glei­ che Leistung viel weniger Stress als bei einem uner­ warteten Übergang zu diesen Tätigkeiten. Licht ist mit seiner melanopischen Wirkung ein zentraler Bestandteil der Aufgabenplanung des Körpers.

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In den IWL-Werkstätten in Landsberg am Lech (links) spenden Direktstrahler normgerechtes Licht am Arbeitsplatz. Für einen ausreichenden nichtvisuellen Reiz sorgen das Tageslicht sowie Indirektleuchten unter dem Sheddach. In the IWL workshops in Landsberg am Lech (left), direct downlights provide standard-­ compliant light in the workplace. Daylight and indirect luminaires beneath the sawtooth roof provide sufficient non-visual stimulus.

Die Autoren The authors Mathias Wambsganß und Johannes Zauner betreiben mit zwei weiteren Partnern das Lichtplanungsbüro 3lpi in München. Daneben lehrt Mathias Wambsganß Lichtgestaltung, Lichttechnik und Gebäudetechnologie an der Hochschule Rosenheim und ist seit 2007 Vorstandsmitglied der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft. Johannes Zauner promoviert derzeit im Fach Humanbiologie zum Thema Licht und Gesundheit an der Hochschule München.

Mathias Wambsganß and Johannes Zauner run the lighting design office 3lpi in Munich together with two other partners. In addition, Mathias Wambsganß teaches lighting design, lighting technology and building technology at the Rosen­ heim University of Applied Sciences and has been a board member of the German Lighting Society since 2007. Johannes Zauner is currently doing his doctorate in human biology on the subject of light and health at the Munich University of Applied Sciences. Z3lpi.de

We need light to see things. But the light that enters our eyes also affects our well-being and health. To use light’s positive health effects in buildings, the ­traditional criteria for lighting design must be expanded. Daylight in particular then takes on an entirely new significance. Our transition from outdoor to indoor society began only a few generations ago – and thus we have had no appreciable chance to genetically adapt to this change. Indoors, especially in the morning, important spectral components are lacking at the human eye in the intensity needed for the body to adjust its activity and performance. At night, however, humans are much more sensitive. So a stimulus that would be too low during the day impedes crucial nocturnal regeneration. The illumination levels that have been common for indoor spaces until now thus need scrutiny from a physiological point of view. Scientific basis As for almost all organisms, the day-night rhythm is also essential for balancing activity and regeneration in humans. Our internal clock is regulated by the suprachiasmatic nucleus, a small region of the brain directly above where the optic nerves cross. The brightness level of one’s personal surroundings synchronises it with the outside world. The light stimuli needed for this are not received by the rods and cones, which are responsible for night and colour vision, but by a third type of light receptor in the retina that was discovered in 2001. Compared to the other two types, this receptor reacts rather slowly to changes in brightness. These cells contain the light-sensitive pigment melanopsin, hence the non-visual effect of light on the eye is called the melanopic effect. Based on current knowledge, most notably blue spectral components influence people’s hormonal balance and day-night rhythm. The right light at the right time can increase well-being and concentration and reduce the frequency of errors and accidents. It also protects health in the long term, for example by improving sleep quality. Studies in MRI scanners show the activating effect is directly related to lighting and leads to increased metabolism in several brain nuclei. Conversely, the wrong light at the wrong time can significantly impair health and well-being. The human body is a predictive system. If it can prepare its subsystems for work, sports or sleep, the same performance will cause much less stress than an unexpected transition to those same activities. Light, with its melanopic effect, plays a central role in the body’s task planning. The medium- and long-term effects of light, however, are generally not caused by a single light situation. Each place a person visits throughout the day and night contributes to the overall light exposure. Thus the melanopic effect also depends on a user’s personal light history. Quantitative evaluation of biological effects Due to this topic’s great practical significance, the International Commission on Illumination (CIE) has


72 Technik Technology 11.2018  ∂

Mittel- und langfristige Lichtwirkungen werden aber in aller Regel nicht von einer Lichtsituation allein ver­ ursacht. Jeder Ort, den ein Mensch im Laufe des Tages und der Nacht aufsucht, trägt zur Lichtexposi­ tion bei. So hängt die melanopische Wirkung auch von der persönlichen Lichthistorie eines Nutzers ab. Biologische Lichtwirkungen quantitativ bewerten Aufgrund der großen Bedeutung des Themas für die Praxis hat die internationale Beleuchtungskommis­ sion CIE erste Empfehlungen veröffentlicht, mit denen sich die melanopische Wirkung unterschiedli­ cher Lichtquellen quantitativ bewerten lässt (CIE TN 003:2015). Dabei wird die von einer Lichtquelle aus­ gehende sichtbare Strahlung entsprechend ihrer spektralen Zusammensetzung neu gewichtet. Als Maßeinheit dient die melanopisch gewichtete Strah­ lungsmenge je Fläche in W/m2. Auf dieser Basis hat auch das Deutsche Institut für Normung erste Empfehlungen für die Lichtpla­ nung in Form von Spezifikationen publiziert (DIN SPEC 5031-100:2015-08 und 67600:2013-04). In Anlehnung an die Bewertungsmethode der CIE ver­ wendet man in Deutschland die melanopisch bewer­ tete, tageslichtäquivalente Beleuchtungsstärke oder kurz MDEI (Melanopic Daylight Equivalent Illumi­ nance). Diese wird in der Regel vertikal am Augpunkt

Jeder Ort, den ein Mensch im Laufe des Tages und der Nacht aufsucht, trägt zu seiner Lichtexposition bei. Each place a person visits throughout the day and night contributes to his or her overall light exposure. eines Nutzers gemessen oder für diesen berechnet. Vereinfacht erläutert entspricht 1 lx MDEI auch 1 lx Tageslicht – das biologisch gesehen unsere Referenzlichtquelle ist – im Freien. Diese Aussagen zur Wirkung betreffen jedoch nur die Lichtquelle. Bis zum Beispiel Tageslicht das Nutzerauge erreicht, passiert es meist mehrere Glas­ scheiben und wird an raumumschließenden Oberflä­ chen reflektiert. Dabei verändert es jeweils seine spektrale Zusammensetzung. So reflektiert eine hell­ gelbe Wand zwar viel Licht – der melanopisch rele­ vante Anteil ist jedoch möglicherweise geringer als bei einer dunkler wirkenden grauen Wand. Das gilt in gleichem Maß für Materialien, etwa beim Vergleich einer Holz- mit einer Betonoberfläche. Die melanopi­ sche Wirkung ist zudem umso größer, je mehr Netz­ hautfläche beleuchtet wird. Das heißt zum Beispiel, dass große leuchtende oder indirekt beleuchtete Flä­ chen bei gleicher Intensität einen größeren Reiz ver­ ursachen als eine akzentuierte Beleuchtung. Schreinerei in Landsberg am Lech 2014 ging in Landsberg ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude für die IWL-Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Betrieb. Bau und

published initial recommendations for quantitative assessment of the melanopic effect of diverse light sources (CIE TN 003:2015). The visible radiation ­emitted by a light source is weighted according to its spectral composition. The unit of measurement is the melanopic weighted quantity of light per area in W/m2. On this basis, the German Institute for Stand­ ardization (DIN) has also published initial recommendations as specifications for lighting design (DIN SPEC 5031-100:2015-08 and DIN SPEC 67600:201304). In Germany, the melanopic daylight equivalent illuminance (MDEI) is used in accordance with the CIE assessment method. It is typically measured vertically at, or calculated for, the eye point of a user. Put simply, an MDEI of 1 lux corresponds to 1 lux of daylight (our reference light source from a biological viewpoint) measured outdoors. The statements about effect pertain only to the light source, however. Before daylight reaches the user’s eye, for example, it usually passes through several panes of glass and is reflected by surfaces enclosing the space. In doing so, its spectral composition changes. Thus a pale yellow wall reflects a lot of light – but the melanopically relevant component might be lower than with a seemingly darker grey wall. This is likewise applicable for materials, such as when comparing wood and concrete surfaces. In addition, the melanopic effect increases when more retinal surface is illuminated. This means, for example, that expansive luminous or indirectly illuminated surfaces trigger greater stimulus than accent lighting of the same intensity. Carpentry workshop in Landsberg am Lech In 2014, a new production and administration building for the IWL workshops for people with disabilities went into operation in Landsberg. Construction and monitoring of the building, designed by Hermann Kaufmann Architekten, was sponsored by the German Federal Environmental Foundation (DBU). A key topic was integrating a biologically effective lighting solution and evaluating its effect on the employees. During the planning process, it was possible to increase the amount of daylight inside by 40 %, but in some areas, that is still not enough to provide the needed non-visual stimulus of 240 lux MDEI, especially in winter. A direct-radiating, energy-­ efficient LED lighting component with 4,000 K ­colour temperature ensures horizontal illuminance of 500 lux at the work surfaces. Time-controlled ­indirect lighting (with 17,000 K) aimed into the ­sawtooth roofs is turned on between 8 and 11 a.m. This, together with the direct lighting, provides the ­equivalent of 240 lux of daylight at the user’s eye. To minimise energy consumption, the direct and ­indirect components are dimmed as daylight increases. With an annual consumption of approx. 6.4 kWh/(m2a), the system also proved to be energy efficient. With a non-daylight-controlled solution ­commonly used in 2013, the energy demand would have been 12.5 kWh/(m2a) .


relative relative relative Intensit Inte In 2

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Tageslicht Daylight (D65) 1 Tageslicht Daylight (D65) 1 0,8 0,8 0,6 0,6 0,4 0,4 0,2 0,2 0 0380

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580 630 680 730 780 580Wellenlänge 630 680 730 [nm] 780 Wavelength Wavelength 580Wellenlänge 630 680 730 [nm] 780 Wellenlänge Wavelength [nm]

LED 2700 K (Phosphor Phosphorus) LED 2700 K (Phosphor Phosphorus) 1 1 LED 2700 K (Phosphor Phosphorus) 0,8 1 0,8 0,6 0,8 0,6 0,4 0,6 0,4 0,2 0,4 0,2 0 0,2 0380 0380

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relative Intensität relative relative intensity intensity relative relative Intensität Intensität relative intensity

relative relative Intensität Intensität relative relative intensity intensity

1 Halogenlampe Halogen lamp

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Leuchtstofflampe Fluorescent lamp 1 Leuchtstofflampe Fluorescent lamp 1 Leuchtstofflampe Fluorescent lamp 0,8 1 0,8

Wellenlänge Wavelength [nm] Halogenlampe Halogen lamp

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LED 8000 K (RGB) LED 8000 K (RGB) 1 1 LED 8000 K (RGB) 0,8 1 0,8 0,6 0,8 0,6 0,4 0,6 0,4 0,2 0,4 0,2 0 0,2 0380 0380 380

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580 630 680 730 780 580Wellenlänge 630 680 730 [nm] 780 Wavelength Wavelength 580Wellenlänge 630 680 730 [nm] 780

Visueller (grün) und biologischer (blau) Wirkkanal des Lichts beim Menschen 1 Suprachiasma­tischer Nucleus (SCN) 2 Sehzentrum 3 Zirbeldrüse 4 oberes Zervikalganglion 5 Rückenmark

Wellenlänge Wavelength [nm]

Leuchtstofflampe Fluorescent lamp 1 Leuchtstofflampe Fluorescent lamp 1 0,8 0,8 0,6 0,6 0,4 0,4 0,2

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580 630 680 730 780 Lichtquelle Wavelength [nm] 580Wellenlänge 630 680 730 Light 780 source Wellenlänge Wavelength [nm]

LED 2700 K (Phosphor Phosphorus) 1 LED 2700 K (Phosphor Phosphorus) 5 1 0,8

relative relative Intensität Intensität relative relative intensity intensity

4

0,8 0,6 Visual (green) and bio0,6 logical (blue) active 0,4 channel of light in 0,4 ­h umans 0,2 1 Suprachiasmatic Nucleus (SCN) 0,2 0 centre 2 Visual 3 Pineal 430 480 0380gland 4 Upper cervical 380 430 480 ganglion 5 Spinal cord LED 8000 K (RGB)

sity

angepasst von adapted from licht.de

3

relative relative Intensität Intensität relative relative intensity intensity

Wellenlänge Wavelength [nm]

2

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1

relative relative relative Intensität Intensität Intensität relative relative relative intensity intensity intensity

80

relative relative relative Intensität Intensität Intensität relative relative relative intensity intensity intensity

The melanopic effect of light on the human eye reaches its maximum at nearly 490 nanometres. Daylight has its maximum radiation intensity in the same range. 1 spectral sensitivity of the melanopic system S mel(λ) 2 spectral sensitivity of the visual system V(λ)

100

100 60 100 80

relative relative Intensität Intensität relative relative intensity intensity

Die melanopische Wirkung des Lichts auf das menschliche Auge erreicht bei knapp 490 nm ihr Maximum. Im gleichen Bereich hat das Tageslicht ­seine maximale Strahlungsintensität. 1 spektrale Empfindlichkeit des melanopischen Systems Smel(λ) 2 spektrale Empfindlichkeit des visuellen Systems V(λ)

Wirkung Wirkung Effect Effect [%] [%] effect [%] relative Wirkung relative

Licht, Gesundheit und Wohlbefinden Light, Health and Well-being

0,2 0,4 0,2

1 LED 8000 K (RGB)

530 530

MDEI (Melanopic Daylight Equivalent ­Illuminance)

Notwendige Menge für tageslichtähnliche Wirkung Necessary amount for daylight-like effect

Tageslicht Daylight (D65)

1,00 lx

100 %

Halogenlampe Halogen lamp (2800 K)

0,45 lx

220 %

Leuchtstofflampe Fluorescent lamp (4000 K)

0,55 lx

180 %

0,38 lx

265 %

1,00 lx

100 %

LED (2700 K) 580 630 680 730 780 Wellenlänge Wavelength [nm] 580 630 680 730 LED 780 Wellenlänge Wavelength [nm] (7000 K)


In diesem Lernraum der Hochschule München wurde die Beleuchtung auf den menschlichen SchlafWach-Rhythmus abgestimmt. Die Lichtfarbe der LED-Flächenleuchten variiert je nach Tageszeit deutlich.

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74 Technik Technology 11.2018  ∂

In this study room at the Munich University of Applied Sciences, the lighting was attuned to the human sleep-wake rhythm. The light colour of the LED panel luminaires varies considerably ­d epending on the time of day.

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Y Y [m] [m] [m] Y Y Konzept: Abend 16 16Konzept: Aktivierung 16 Bestand (8 – 11 Uhr) (Sonnenuntergang  [m] [m] [m](alle Uhrzeiten) Activation concept bis Existing space Y Y 16 16 16 14Mitternacht) 14 14 Evening concept [m] [m](8 – 11 a.m.) [m] (all times of day)Y Y Y YY (sunset to midnight) Y YY 16 16 16 14 14 14 12 12 12 [m] [m] [m] [m] [m] [m] [m] [m] [m] [m] [m] [m] Y YY Y YY 1616 1616 1616 16 16 16 16 16 16 14 14 14 12[m] 12 12 10 [m] [m] 10[m] 10[m] [m] [m] [m] [m] 16 16 16 16 16 16 16 16 1414 !"#$%& 2 3 4$-(-*/035$-36/%/(7& 14 1414 !"#$%& 2 3 4$-(-*/035$-36/%/(7&16 14 14 14 14 14 14 !"#$%& 2 3 4$-(-*/035$-36/%/(7&14 12 12 12 10 10 10 8 8 8 '()*+$ 2 3 4$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C '()*+$ 2 3 4$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C '()*+$ 2 3 4$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C H=120cm !"#$%& 2 3 4$-(-*/035$-36/%/(7& 3 !"#$%& 2 3 4$-(-*/035$-36/%/(7& 3 14 14 14 14 14 14 14 14 14 1212 12 1212 ,-.#$%&(/00$2 D EFG;)H0 ,-.#$%&(/00$2 D EFG;)H0 12 12 !"#$%& 2 3 4 3 12 12 12 12 12 ,-.#$%&(/00$2 D$-(-*/035$-36/%/(7& EFG;)H0 H=150cm 106 10 106 8 8 8 '()*+$ 2 3 4D9FD98FDE $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C '()*+$ 2 4 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 6 1*&/0 2 I3 1*&/0 2 3 ID9FD98FDE 3 '()*+$ 2 4 3 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 1*&/0 2 I 3 D9FD98FDE H=120cm !"#$%& 22 3 43 !"#$%& 22 3 43 H=75 cm 12 12 12 ,-.#$%&(/00$D$-(-*/035$-36/%/(7& EFG;)H0 ,-.#$%&(/00$D$-(-*/035$-36/%/(7& EFG;)H0 12 12 12 12 12 12 1010 10 1010 !"#$%& 22 3 43 10 10 ,-.#$%&(/00$D$-(-*/035$-36/%/(7& EFG;)H0 10 10 10 10 10 H=150cm 86 86 86 '()*+$ 2 4 3 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C '()*+$ 2 3 4 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 4 1*&/0 ID9FD98FDE 1*&/0 I D9FD98FDE 4 4 !"#$%& 23 42 3 $-(-*/035$-36/%/(7& !"#$%& 2 4 3 $-(-*/035$-36/%/(7& '()*+$ 2 3 4 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C !"#$%& !"#$%& !"#$%& 2 4 2 $-(-*/035$-36/%/(7& 4 3 4 3 $-(-*/035$-36/%/(7& $-(-*/035$-36/%/(7& 1*&/0 ID9FD98FDE !"#$%& !"#$%& !"#$%& 2 3 422 $-(-*/035$-36/%/(7& 3 43 4$-(-*/035$-36/%/(7& $-(-*/035$-36/%/(7& !"#$%& 42 H=120cm !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 H=75 cm !"#$%& !"#$%& !"#$%& 22 3 43 $-(-*/035$-36/%/(7& 2$-(-*/035$-36/%/(7& 43 3 4$-(-*/035$-36/%/(7& $-(-*/035$-36/%/(7& ,-.#$%&(/00$2 3 D EFG;)H0 ,-.#$%&(/00$2 3 D EFG;)H0 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 10 10 10 8 10 '()*+$ 422 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C ,-.#$%&(/00$2 3 D EFG;)H0 '()*+$ 422 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 88 10 810 8 H=150cm 88 10 810 8 8 810 8 '()*+$ '()*+$ '()*+$ 22 3 43 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 43 3 4$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C '()*+$ '()*+$ '()*+$ 22 3 43 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 43 3 4$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C '()*+$ 42$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 62 62 62 '()*+$ '()*+$ '()*+$ 22 3 43 2$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 3 43 4$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 4 1*&/0 2 I 3 D9FD98FDE 1*&/0 2 I 3 D9FD98FDE 4 4 H=120cm !"#$%& !"#$%& !"#$%& 2 4 3 2 $-(-*/035$-36/%/(7& 2 4 3 4 3 $-(-*/035$-36/%/(7& $-(-*/035$-36/%/(7& !"#$%& !"#$%& !"#$%& 2 4 3 2 $-(-*/035$-36/%/(7& 2 4 3 4 3 $-(-*/035$-36/%/(7& $-(-*/035$-36/%/(7& H=120cm H=120cm H=120cm ,-.#$%&(/00$D EFG;)H0 1*&/0 2 3 IDD9FD98FDE 3 ,-.#$%&(/00$23 322EFG;)H0 D EFG;)H0 !"#$%& !"#$%& !"#$%& 2 4 2 $-(-*/035$-36/%/(7& 2 4 3 4 3 $-(-*/035$-36/%/(7& $-(-*/035$-36/%/(7& ,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$2 D D 3 D 3 EFG;)H0 EFG;)H0 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 ,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$2 D 3 2 2 EFG;)H0 3 D D 3 EFG;)H0 EFG;)H0 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 ,-.#$%&(/00$EFG;)H0 H=75 cm H=150cm 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 ,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$2 D 3 2 2 EFG;)H0 D 3 3 D EFG;)H0 EFG;)H0 H=150cm H=150cm H=150cm 8 8 4&5&$%'('63&56&.'233&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 8 8 8 8 8 8 6 '()*+$ '()*+$ '()*+$ 22 3 4I32D9FD98FDE 2 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 23 4 3 4$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 3 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 6'()*+$ '()*+$ '()*+$ 2 4 2 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 23 3 4 3 4$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 1*&/0 D9FD98FDE 1*&/0 D9FD98FDE 6 668 66 '()*+$ 6'()*+$ 6 6 66 '()*+$ 2 4 2 $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 3 4 3 4$-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C $-(-*/0389!:31;:$"</5$=3>-$??$(@*/A3B1;888C 1*&/0 1*&/0 1*&/0 2 I3 2 ID9FD98FDE ID9FD98FDE 3 1*&/0 1*&/0 1*&/0 2 3 II2D9FD98FDE 3 2 ID9FD98FDE ID9FD98FDE 3 1*&/0 D9FD98FDE 42 42 42 1*&/0 1*&/0 1*&/0 2 3 II2D9FD98FDE 3 223 ID9FD98FDE ID9FD98FDE 3 H=120cm H=120cm H=75 cmcm 0 0,-.#$%&(/00$0 ,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$2H=120cm D2EFG;)H0 3 2D 33 DEFG;)H0 EFG;)H0 ,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$2 D 3 2 EFG;)H0 2 D 3 D 3 EFG;)H0 EFG;)H0 H=75 H=75 H=75 cm cm !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 ,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$,-.#$%&(/00$2 3 D2EFG;)H0 23 D3 DEFG;)H0 EFG;)H0 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !8"4$%9816&'7*:();&6&'&*<=<*>?$@ 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 Falschfarben, Nutzebene 1.1 (Ec) !8"4$%9816&'7*:();&6&'&*<=<*>?$@ !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 H=150cm H=150cm H=150cm !8"3$%985.&'7*:();&.&'&*<=<*>?$@ 4&5&$%'('63&56&.'233&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 6 6 6 6 6 6 6 6 4 4;G9F 4 4 1*&/0 1*&/0 1*&/0 2 3 ID9FD98FDE 22 3 ID9FD98FDE ID9FD98FDE 1*&/0 3 1*&/0 1*&/0 2 I 3 D9FD98FDE 2 2 I 3 D9FD98FDE I 3 D9FD98FDE ;G9F ;89F F9F ;G9F ;89F F9F 4 46 ;89F F9F 4 1*&/0 41*&/0 4 4 44 1*&/0 2 I 3 D9FD98FDE 2 2 I 3 D9FD98FDE I 3 D9FD98FDE !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 2 2 2 V0W V0W 0 H=75 H=75 H=75 cm cm cm !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 0 0!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !8"4$%9816&'7*:();&6&'&*<=<*>?$@ 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 Falschfarben, Nutzebene 1.1 (Ec) !8"4$%9816&'7*:();&6&'&*<=<*>?$@ !8"3$%985.&'7*:();&.&'&*<=<*>?$@ 4&5&$%'('63&56&.'233&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 50 100 300 500 700 D3238OF D3238OF D3238OF 4 4 4 4 4 4 ;89F F9F visuell: Beleuchtungsstärke (lx) Y Y 22 2;G9F 24 ;89F F9F 22 2;G9F 24 22!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 2;G9F 24 ;89F F9F V0W !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 V0W 0 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 0 0 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 !"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 5&1&$%'('24&12&6'/44&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.)/0/&1('2*'3'0/4 visual: illuminance levels (lx) 4&5&$%'('63&56&.'233&7*!"#$%&'"&($%)&'*+,+*-.&'/*'0'123 !8"4$%9816&'7*:();&6&'&*<=<*>?$@ Falschfarben, Nutzebene 1.1 (Ec) !8"4$%9816&'7*:();&6&'&*<=<*>?$@ 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Mischnutzungen Mixed-use Concepts

noshe

green

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Firmenzentrale in Seoul Corporate Headquarters in Seoul

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Wohn- und Bürohaus in Straßburg Residential and Office Building in Strasbourg

David Chipperfield Architects

Dominique Coulon & Associés


88 DETAIL green

11.2018  ∂

Wohn- und Bürohaus in Straßburg Residential and Office Building in Strasbourg Dominique Coulon & Associés

11

1

7

7

3

10 7 8

7

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9

1

3

Eugeni Pons

6

b

a

a 2

4 1

A

A

1

1

B 5

3 3 B Erdgeschoss Ground floor

b 1. Obergeschoss First floor

2. Obergeschoss Second floor


Dominique Coulon & Associés

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Um Wohneigentum in der Stadt zu fördern und innerstädtische Baulücken zu schließen, lobte die Stadt Straßburg 2009 einen Wettbewerb aus: Zehn kleinteilige Brachflächen im städtischen Besitz sollten kostengünstig an Baugruppen und selbst nutzende Privateigentümer abgegeben werden. Im Gegenzug mussten die Bewerber Konzepte entwickeln, die drei Kriterien erfüllten: Mischnutzung, einen geringen Energiebedarf und die Verwendung nachwachsender Rohstoffe in der Baukonstruktion. Fünf der zehn Parzellen fanden im Rahmen des Wettbewerbs Abnehmer, darunter auch das 120 m2 große Eckgrundstück im Stadtteil Krutenau, auf dem der Straßburger Architekt Dominique Coulon sein neues Wohn- und Bürohaus errichtet hat. Von der zentrumsnahen Lage nur einen Kilometer östlich des Straßburger Münsters ist in der Gegend wenig zu spüren:

Lageplan  Maßstab 1:2000

In 2009, the City of Strasbourg announced a competition to promote home ownership in the city and to fill gaps between buildings in the city centre: Ten small brownfield sites in urban ownership were to be sold at a low cost to owner-occupiers. In return, the applicants had to develop concepts that met three criteria: mixed use, low energy consumption and the use of renewable raw materials in the construction. Five of the ten plots were sold in the course of the ­competition, including the 120 m2 corner property in the Krutenau ­district, on which the Strasbourg architect Dominique Coulon has meanwhile built his new residential and office ­building. The quiet side street belies its central location just one kilometre east of Strasbourg’s cathedral and main square. It is lined with residential buildings and small commercial

Site plan scale  1:2000

aa

Schnitte • Grundrisse Maßstab 1:250 1 Büro 2 Eingang 3 Lufraum

Sections • Floor plans scale  1:200 1 Office 2 Vestibule 3 Void

bb

4 Gästezimmer 5 Besprechungsraum 6 Bibliothek 7 Schlafzimmer 8 Küche

4 5 6 7 8

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Guest room Conference room Library Bedroom Kitchen

9 Wohnbereich 10 Sauna 11 Dachterrasse

9 Living area 10 Sauna 11 Roof terrace

7

3

10 7 7

8

11

9

1

3 6

3. Obergeschossb Third floor

a

4. Obergeschoss Fourth floor

a

5. Obergeschoss Fifth floor


90 DETAIL green

11.2018  ∂

Im Inneren des Hauses schufen die Ar­ chitekten ein offenes Raumgefüge mit vielen vertikalen Luft­ räumen. Dennoch sind1 die beiden Nutzungen klar getrennt. Konzeptdiagramme 1 Wohnen 2 Büro

1 2

Wohnen Accomm Büro Office

Eugeni Pons

2

Inside the building, the architects created a sequence of open spaces connected by multistorey voids. None-theless, the residential and office areas remain clearly separated. Schematic diagrams 1 Apartment 2 Office

1

Eugeni Pons

2

Wohngebäude und kleine Gewerbebetriebe, eine historische Badeanstalt sowie ein Schulhof säumen die ruhige Nebenstraße. Obwohl es in der Nachbarschaft deutlich höhere Gebäude gibt, setzt das fünfeinhalbgeschossige Haus einen vertikalen Akzent an der Straßenecke. Mit der geflammten Lärchenholzverschalung bildet es auch farblich den denkbar größten Kon­ trast zu den Putzfassaden ringsum. Die innere Geschossteilung lässt sich auf den ersten Blick kaum erahnen, denn keine zwei Fensteröffnungen liegen exakt auf der gleichen Höhe. Vor allem nach Süden öffnet sich der Neubau mit großen, teils über zwei Ebenen reichenden Verglasungen. Zur Verschattung dienen motorisch angetriebene, orange- und silberfarbene Schrägmarkisen. Dem Fassadenbild entspricht eine komplexe innere Raumsequenz, die von Adolf Loos’ Konzept des Raumplans mit seinen stark divergierenden Raumhöhen und überraschenden Erschließungssequenzen inspiriert ist. Die Arbeitsräume der Architekten verteilen sich auf die unteren dreieinhalb Ebenen, der private Wohnbereich des Hausherrn und ein Gästeappartement auf die dreieinhalb oberen. Im Treppenhaus im rückwärtigen Teil des Hauses sind zwei Treppenläufe so miteinander verschränkt, dass zwar Blickbeziehungen zwischen beiden durch raumhohe Metallgewebe möglich sind, die räumliche Trennung zwischen Wohnund Bürobereich aber auch hier erhalten bleibt. In den Wohngeschossen sind die Treppen deutlich schmaler und teils auch steiler. Das gilt vor allem für die beiden Verbindungen ins fünfte Obergeschoss, das dem restlichen Baukörper

­ nterprises as well as a historical swimming pool and a school e playground. Although there are considerably taller buildings in the neighbourhood, the five-and-a-half storey house sets a vertical accent at the street corner. With the flamed larch wood cladding, it also forms a strong colour contrast to the render facades surrounding it. At first glance, it is tricky to imagine the interior floor division, as no two window openings are exactly aligned. On the south facade in particular, the new building has large expanses of glazing, some of which extend over two levels. Shading is provided by motorised, orange and silver-coloured slanted awnings. The facade configuration corresponds to a complex inner spatial sequence inspired by Adolf Loos’ concept of the Raumplan (spatial plan) with its variation of ceiling heights and often surprising access routes. The architects’ studio occupies the lower three and a half levels, while the private living area of the proprietor and a guest apartment are situated on the three and a half upper levels. In the main staircase in the rear part of the house, two flights of stairs are interlocked in such a way that although visual contact between the two is possible through floor-to-ceiling-high steel mesh, the spatial separation between the living and office areas is nevertheless maintained. The stairs on the living floors are significantly narrower and in some cases steeper. This applies above all to the two connections to the fifth floor, which are superimposed on the rest of the building as a recessed exposed concrete cube. Situated here are the landlord’s bedroom, a small outdoor sauna and a low


Dominique Coulon & Associés

mezzanine that can be used as a play and sleeping area. Dominique Coulon had a swimming pool with a constructed ­wetland installed on the roof of the house. The house is a conventional reinforced concrete construction. In the interior, however, changes in materials repeatedly provide a surprising element. The main stairs are made of untreated, folded sheet steel, the built-in furniture consists of spruce multilayer boards and stained MDF. On the second and third floors in particular, the architects provided for the possibility for a later conversion of individual rooms. On these floors, partitions are made of timber-clad drywall construction, while the ceilings consist of removable wooden hollow box elements enabling the addition of stairs and the opening up of double-volume spaces at a later date.

Eugeni Pons

als zurückspringender Sichtbetonkubus aufgesetzt ist. Hier befinden sich das Schlafzimmer des Hausherrn, eine kleine Außensauna sowie ein niedriges, als Spiel- und Schlafecke ­nutzbares Mezzanin. Auf dem Hausdach ließ Dominique Coulon einen Swimmingpool mit Pflanzenkläranlage anlegen. Das Haus ist ein konventioneller Stahlbetonbau, sorgt jedoch durch Materialwechsel im Innenraum immer wieder für Überraschungen. Die Haupttreppen sind aus unbehandeltem, gekantetem Stahlblech gefertigt, das Einbaumobiliar aus ­Fichten-Mehrschichtplatten und durchgefärbtem MDF. Vor allem im zweiten und dritten Obergeschoss sorgten die Architekten für eine spätere Umnutzung einzelner Räume vor. Dort sind die Trennwände als holzbeplankte Trockenbaukonstruktionen ­gefertigt und die Decken bestehen aus herausnehmbaren

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W Weitere Fotos des Wohn- und Geschäftshauses Further photographs of the building detail.de/ 11-2018-coulon


11.2018  ∂

David Romero-Uzeda

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­ olz-Hohlkastenelementen, um auch nachträglich noch Treppen H und zweigeschossige Lufträume einfügen zu können. Die Betondecken wurden auf der Oberseite lediglich geglättet, sodass der Kieszuschlag deutlich sichtbar zutage tritt. Während einige Außenwände in den Büroetagen eine zusätzliche, verputzte Innenschale aus Porenbeton erhielten, blieb der Sichtbeton in den Wohngeschossen sichtbar oder die Wände wurden innen durch Einbauschränke aufgedoppelt, sodass sich rund um die Fenster tiefe Sitznischen öffnen. Die größeren Fenster sind meist fest und dreifach verglast, während schmale, mit Blech oder Holz verkleidete Lüftungsflügel eine manuelle Luftzufuhr ermöglichen. Im Technikraum im Untergeschoss ist außerdem eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung installiert. Damit und mit der guten Dämmung erreicht das Haus einen ­Primärenergiebedarf, der etwa 20 % geringer ist als der derzeitige gesetzliche Standard in Frankreich. Wärme liefern ein Gasbrennwertkessel im Keller und ein 3 m2 großer Vakuum-Röhrenkollektor an der Südfassade des fünften Obergeschosses. Von der Anforderung aus dem Wettbewerb, nachwachsende Rohstoffe zu verwenden, blieben letztlich nur noch die Holzverkleidungen an der Fassade und im Innenausbau übrig. Der Plan, das Haus mit Biomasse zu beheizen, wurde ebenso fallen gelassen wie eine zwischenzeitlich angedachte Zellulose- oder Holzfaserdämmung. Die große Qualität des Hauses liegt vor allem in seiner mustergültig umgesetzten Nutzungsmischung – auch wenn die schließlich realisierte räumliche Komplexität sicher nicht beliebig auf andere Bauvorhaben übertragbar ist. JS

The upper surfaces of the concrete floor slabs were simply smoothed, thus revealing the gravel aggregate from the Rhine Valley. While some of the outer walls on the office floors were given an additional, plastered inner shell of cellular concrete, the exposed concrete walls on the living floors remained bare or were furnished with built-in cupboards, thereby creating deep seating niches in front of the windows. The larger, triple-glazed windows are mostly fixed, while narrow ventilation flaps covered in metal sheeting or timber provide natural ventilation. A central ventilation system with heat recovery is also installed in the technical room in the basement. Thanks to this and the high levels of insulation, the house achieves a primary energy requirement that is about 20 % lower than the current legal standard in France. Heat for heating and hot water is supplied by a gas-condensing boiler in the basement and a three-square-metre vacuum tube collector on the southern facade of the fifth floor. Roof installations for solar energy were avoided in order to maximise usable space there. Assessed according to the requirements of the competition, not much has remained of the criterion of renewable raw materials except the facade cladding and the interior timber finishes. The architects’ original intention to heat the house with wood pellets was abandoned, as was the plan to insulate the facades with cellulose or wood fibres.What is remarkable about the building is above all its exemplary mix of uses, although the spatial complexity in which this has been implemented is certainly not easily transferable to other buildings. JS


David Romero-Uzeda

Produkte Products

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Beleuchtung Lighting Digitale Prozesse/BIM Digital Processes/BIM


102 Produkte Products 11.2018  ∂

Außenleuchten Innenleuchten Outdoor Lighting Indoor Lighting

Lichtkonzept für eine Fahrradtiefgarage Lighting Concept for an Bicycle Garage

Zwei Treppen mit bodennahen Wandeinbauleuchten verbinden die Fahrradtiefgarage mit dem darüberliegenden Park.

Two staircases with low-set recessed wall luminaires connect the underground bicycle garage with the park above.

Johannes Roloff

zlichtkunstlicht.com

Die riesigen, diffus abstrahlenden Ringleuchten in der Fahrradtiefgarage des Novartis-Campus in Basel erinnern an Oberlichter.

The huge, diffuselyradiating ring luminaires in the underground bicycle garage on the Novartis Campus in Basel are reminiscent of skylights.

Weitere Informationen zum Thema Further information about the topic detail.de/produkte

Johannes Roloff

Der Pharmakonzern Novartis hat für seine Mitarbeiter auf seinem Campus in Basel eine Tiefgarage für Fahrräder bauen lassen. Die Allgemeinbeleuchtung übernehmen überdimensionale, diffus abstrahlende Ringleuchten mit einem Außendurchmesser von 7 m in den Deckenrücksprüngen. Die 16 leuchtenden „Räder“ entwarf und konstruierte das Büro Licht Kunst Licht aus Bonn, das sie anschließend vom Leuchtenhersteller Trilux fertigen ließ. Jede Sonderleuchte besteht aus einer ringförmigen, geneigten Schale aus weiß eingefärbtem, transluzentem PMMA, welche in 12 Einzelsegmente unterteilt ist. Neben dem Anspruch, die Ringleuchte insektendicht zu bauen, stellten die konstruktionsbedingten Bautoleranzen des Rohbaus von ± 2 cm eine große Herausforderung dar. Als Lichtquelle dient ein 120° abstrahlendes LED-Band, welches zusammen mit den Betriebsgeräten an einem rückseitigen Montageblech befestigt ist und die PMMA-Fläche umlaufend homogen mit neutralweißem Licht hinterleuchtet. Eine tageslicht- und präsenzabhängige Lichtsteuerung stellt sicher, dass beim Betreten der Tiefgarage eine Grundhelligkeit von mindestens 150 lx erreicht wird, um Orientierung und das Gefühl von Sicherheit zu gewährleisten.

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Johannes Roloff

Beleuchtung Lighting

Pharmaceutical company Novartis has had an underground bicycle garage built for its employees on its campus in Basel. General lighting is provided by oversized, diffuse ring luminaires with an outside ­diameter of 7 m in the ceiling ­recesses. The 16 luminous “wheels” were designed and constructed by Licht Kunst Licht from Bonn and then manufactured by lighting manufacturer Trilux. Each special luminaire consists of a ring-shaped, ­inclined shell of white-coloured, translucent PMMA, which is ­divided into 12 individual segments. In addition to the requirement that the ring luminaire be

insect-proof, the construction tolerances of ± 2 cm for the building shell due to its design posed a major challenge. The light source is a 120° emitting LED strip which is attached to a rear mounting plate together with the operating units, and which homogeneously backlights the PMMA surface with neutral white light. Daylight- and presence-dependent lighting control ensures a basic brightness of at least 150lx when entering the underground bicycle garage, so that users can orientate themselves and feel safe.


104 Produkte Products 11.2018  ∂

Das Lichtplanungsbüro Electrolight inszeniert den Sportplatz der Monash University in Melbourne mit Leuchten von WE-EF. Bei der Freiraumgestaltung arbeiteten die Landschaftsarchitekten von Taylor Cullity Lethlean eng mit den Lichtplanern zusammen, um den Campus auch nachts wirken zu lassen. Exemplarisch für die Integration der Beleuchtung ist die Lichtlösung für den von Agatha Gothe-Snape künstlerisch gestalteten Sportplatz. Die LED-Scheinwerfer FLC141 mit Abblendtuben sind an geneigten Masten installiert, die wie die Scheinwerfer im Blau des Bodenbelags lackiert sind. Mit ihren unterschiedlichen Neigungswinkeln und versetzt zueinander angeordnet, beleuchten sie nicht nur den Sportplatz, sondern werden selbst zum dekorativen Element. Die bühnenartige Plattform mit Pavillon wird mit Bodeneinbauleuchten der ETC300-Serie von WE-EF illuminiert.

Jackie Chan

Integrale Landschafts- und Lichtplanung Integral Landscape and Lighting Design

Lighting design office Electrolight has opted for luminaires by WEEF to illuminate the sports field at Monash University in Melbourne. Landscape architects Taylor Cullity Lethlean worked closely with the lighting designers on the design of the open space to ensure that the campus was also impressive at night. The lighting solution for the sports field designed by Agatha Gothe-Snape is an example of how the lighting

Jackie Chan

zwe-ef.com

Licht statt Leuchten Light Instead of Luminaires

Adel Bikulov / gmp Architekten

Das von gmp Architekten geplante Fußballstadion des russischen Erstligisten FC Krasnodar wurde 2016 eingeweiht, seit kurzem ist auch das umliegende Parkgelände fertig. Das Lichtkonzept für Stadion und Park stammt von Conceptlicht aus Traunreut, nach deren Vorgaben LMT Leuchten + Metall Technik zahlreiche Sonderleuchten lieferte. Bei Tageslicht strahlt die von kannelierten Pilastern in drei horizontale Ebenen gegliederte Travertinfassade des Stadionbaus beinahe weiß. Diese Anmutung bleibt auch bei der nächtlichen Beleuchtung bestehen, da

has been integrated: The FLC141 LED spotlights with dipped-beam tubes are installed on inclined masts which, like the spotlights, are painted in the same blue colour as the surface material. With their different tilt angles and offset to each other, they become a decorative element in themselves. The stage-like platform with a pavilion is illuminated with recessed floor luminaires from WE-EF’s ETC300 series.

die Leuchten optisch im Hintergrund bleiben. Dafür lassen Kranzlichter, Up- und Downlights sowie Arkadenleuchten das Gebäude von innen erstrahlen. Für das Fußballstadion lieferte LMT Mini-Downlights und Uplights mit speziellen Aufsätzen zur Illuminierung der Säulen und der dazwischen befindlichen, 10 m langen Stahllamellen sowie Leuchten für Kassenhäuschen und Arkadenbereich, Mastleuchten für den Vorplatz und die Leuchten für die VIP-Garage. Der Park wird von BaumscheibenUplights, asymmetrischen Unterbauleuchten, Lichtstelen, Pollerleuchten, Pilzleuchten und Wandflutern erhellt. zlmtgmbh.de

The football stadium planned by gmp architects for Russian firstdivision team FC Krasnodar was inaugurated in 2016, and the surrounding park area has recently been completed. The lighting concept for the stadium and park came from Conceptlicht in Traunreut, LMT Leuchten + Metall Technik supplying numerous special luminaires according to their specifications. During the day, the travertine facade of the stadium, divided into three horizontal levels by fluted pilasters, appears almost white. This impression is retained even with night-time lighting, as the lumi-

naires remain optically in the background. Garland lights, uplights and downlights as well as arcade lights illuminate the building from the inside. For the football stadium, LMT supplied mini downlights and uplights with special attachments for illumina­ting the columns and the 10-m-long steel slats in between, as well as luminaires for the ticket office, ­arcade area, pole luminaires for the forecourt and the luminaires for the VIP garage. The park is ­illuminated by tree disc uplights, asymmetrical substructure luminaires, light steles, bollard luminaires or wallwashers.


108 Produkte Products 11.2018  ∂

Licht in Linien, Winkeln und Bögen Light in Lines, Angles and Arcs Die Profile des Leuchtensystems A.24 von Artemide lassen sich entlang von Decken und Wänden, über Ecken und auch als Pendelleuchte installieren. Dank elektrischer Direktverbindungspunkte kann sich A.24 bis zu 14 m Länge frei im Raum bewegen. Die linearen Profile wurden nun durch A.24 Circular ergänzt. So lassen sich nun auch Bögen mit verschiedenen Radien und Standalone-Ringe konfigurieren. Drei unterschiedliche Performance-Lösungen sind in das System integrierbar: diffuses Licht, Sharp-Lichtleiter und eine Magnetschiene. Diese kann flexibel verschiedene Leuchtenfamilien aus der Architektur- und Designkollektion aufnehmen. Das Design der A.24 stammt von Carlotta de Bevilacqua. zartemide.com

The profiles of the Artemide A.24 luminaire system can be installed along ceilings and walls, over corners and also as pendant luminaires. Thanks to direct electrical connection points, A.24 can move around in a room up to a length of 14 m. The linear profiles have now been supplemented by A.24 Circular, meaning that it is also possible to configure arcs

auf der BAU 2019 14. – 19. Januar in München

at BAU 2019 January 14 – 19 in Munich

with different radii and standalone rings. Three different performance solutions can be integrated into the system: diffuse light, Sharp light guides and a magnetic rail. The latter can flexibly accommodate different luminaire families from the architecture and design collection. The A.24 was designed by Carlotta de Bevilacqua.

Besuchen Sie uns: Visit us: EINGANG WEST WEST ENTRANCE STAND 06

detail.de/bau2019


114 Produkte Products 11.2018  ∂

Systemstrahler für Regale System Spotlights for Shelves

Stromschienenstrahler für kompaktes Licht Track-mounted Spotlight for Compact Light

Bei dem neuen Doppelstrahler Grado Twin von Oktalite handelt es sich um einen flexiblen, um 110° schwenkbaren Systemstrahler, der sich vor allem für Regalsysteme und Sortimentsgänge eignet. Mit seinen zwei Leuchtenköpfen lassen sich besonders Produkte rechts und links in den Sortimentsgängen ausleuchten. Mit Grado Twin lässt sich die Zahl der Leuchten verringern. Bei einer Montagehöhe von 3,20 m kann der Doppelstrahler Sortimentsgänge von 1,60 bis 2,20 m Breite und Regalhöhen bis 2,20 m ausleuchten.

Den Stromschienenstrahler Jamie von LTS gibt es in zwei Modellgrößen. Jamie 200 und Jamie 300 erzeugen ein kompaktes Licht. Möglich sind Farbtemperaturen von Warmweiß bis Neutralweiß und bis zu vier Abstrahlwinkel. Beide Varianten lassen sich um 350° drehen und um 90° schwenken. Sie sind in Schwarz, Silber und Weiß sowie in RAL-Farben erhältlich. Als Zubehör gibt es Wabenraster zur Entblendung. Die Passivkühlung wird vollständig durch das Leuchtengehäuse aus Aluminium übernommen.

zoktalite.de

The new double radiator Grado Twin from Oktalite is a flexible 110° swivelling system radiator. With its two lamp heads, products to the right and left in the product ranges in particular can be illuminated. With Grado Twin,

the number of luminaires in the shop can be reduced. With an installation height of 3.20 m, the double spotlight can illuminate aisle widths from 1.60 m to 2.20 m and shelf heights up to 2.20 m.

The Jamie rail-mounted spotlight from LTS is available in two model sizes. Jamie 200 and Jamie 300 produce a compact light. Colour temperatures from warm white to neutral white and up to four beam angles are possible. Both versions can be rotated by 350° and swivelled by 90°. They are available in black, silver and white as well as in RAL colours. Honeycomb louvres for glare control are available as accessories. Passive cooling is provided entirely by the aluminium luminaire housing.

zlts-licht.de

Einbaustrahler und Downlight in einem Recessed Spotlight and Downlight in One

Kubische Aufbauleuchte für den Bestand Cubic Surface-mounted Luminaire

Die Strahlerserie Ato 80 Single und Ato 80 Twin von Kreon sind eine Kombination von Einbau-Downlight und Strahler. Sie sind fast nahtlos in die Decke versenkbar und in verschiedenen Oberflächen und Materialien erhältlich. Gleichzeitig bieten die im Einbauelement versenkten, schwenkbaren Strahler eine hohe Effizienz und einen besonderen Lichtkomfort. Besonders effizient ist der Ato 80 Twin, der die bidirektionale Ausrichtung zweier Strahler ermöglicht. So können das Licht von nur einem Auslass aus verschiedene Bereiche beleuchten.

Einfach dimmbar und daher für Lichtplanungen im Bestand geeignet sind die beiden Aufbauvarianten Modul Q 36 Frame und Cubic 36 Frame, die Nimbus neu in sein LED-LeuchtenPortfolio aufgenommen hat. Beide Modelle haben die Phasenan-/abschnittsdimmung integriert und benötigen lediglich einen klassischen Wanddimmer, wahlweise einen handelsüblichen Tast- oder Drehdimmer. Somit lassen sich die bestehenden Hausinstallationen mit dreiadriger Leitung nutzen. znimbus-lighting.com

The Ato 80 Single and Ato 80 Twin spotlight series from Kreon are a combination of a recessed downlight and spotlight. They can be almost seamlessly recessed into ceilings and are available in various surfaces and materials. At the same time, the swivelling spotlights recessed in the built-in element offer high efficiency and special lighting comfort. The Ato 80 Twin is particularly efficient, allowing the bidirectional alignment of two spotlights. Thus, the light from just one outlet can illuminate different areas.

zkreon.com

The two surface-mounted variants Q 36 Frame and Cubic 36 Frame, which Nimbus has added to its LED luminaire portfolio, are easily dimmable and therefore suitable for lighting planning in existing buildings. Both models

have integrated phase-angle dimming and only require a classic wall dimmer – either a standard push-button dimmer or a rotary dimmer. This means that the existing house wiring can be used with a three-core cable.


136 Contributors

11.2018  ∂

Contributors

Anneke Bokern ist Architekturkritikerin und Eigentümerin des Unternehmens Architour, das von Architekten geführte Touren zu Bauwerken in den Niederlanden anbietet. Sie studierte Kunstgeschichte und Englisch an der Freien Universität Berlin und lebt seit 2000 in Amsterdam. In ihren Texten befasst sich Anneke Bokern über­ wiegend mit Architektur und Design aus den Niederlanden. Derzeit verfasst sie einen Architekturführer über Rotterdam. Für die aktuelle Ausgabe von Detail hat Anneke Bokern mit dem Lichtplaner Roger Narboni gesprochen (S. 22).

Marieke Kums Seit 2010 leitet Marieke Kums das Architekturbüro Studio Maks in Rotterdam. Auf bestimmte Entwurfsaufgaben will sie sich und ihr Team nicht festlegen lassen – ihre bisherigen Projekte reichen von Regionalplanung bis zu Kunstinstallationen. Marieke Kums hat an der Technischen Universität Delft und am MIT in Boston studiert und danach bei OMA und Sanaa gear­ beitet. Als Dozentin und Entwurfsbetreuerin war sie unter ande­ rem in Delft, Harvard, Princeton und Yokohama tätig und seit 2014 berät sie den niederländischen Stimuleringsfonds zur Förderung der Kreativindustrie. Im gleichen Jahr erhielt sie eine Nominierung für den Prix de Rome. Gemeinsam mit dem Team von Junya Ishigami entwarf sie den Pavillon im nieder­ ländischen Park Vijversburg (S. 50).

Just Justa

Studio Maks

zanneke-bokern.com

Anneke Bokern is an architecture critic and owner of architour, a company offering architect-­ guided tours of buildings in the Netherlands. Bokern studied art history and English at the Free University of Berlin and has lived in Amsterdam since 2000. She

writes about Dutch architecture and design, and is currently working on an architectural guide to Rotterdam. For the ­current issue of Detail, Anneke Bokern spoke with lighting ­designer Roger Narboni (page 22).

zstudiomaks.nl

Marieke Kums has been head of Studio Maks, an architecture firm in Rotterdam, since 2010. She and her team choose not to limit themselves to a narrow scope of work – their multifaceted portfolio ranges from regional planning to art installations. Kums studied at Delft University of Technology and MIT in Boston, and previously worked at OMA and Sanaa. She has been a lecturer and

­ esign supervisor at academic d institutions such as Delft, Harvard, Princeton and Yokohama. She was nominated for the Prix de Rome in 2014 and since that year has advised the Dutch ­Creative Industries Fund. She collaborated with the team of Junya Ishigami on the design of the pavilion in Vijversburg Park in the Netherlands (page 50).

in the renovation of the Olympic swimming hall in Munich, which was originally designed by Frei Otto and Günter Behnisch. Mathias Wambsganss and ­J ohannes Zauner are the authors

of the feature on lighting planning and health for the Technology section of the current issue of Detail (page 70).

The Munich lighting design office 3lpi works across a broad spectrum in the areas of daylight planning, artificial lighting planning for indoor and outdoor spaces, sustainable construc-

tion, visual perception and human biology. It is led by Mathias Wambsganss, Beatrice Seidt, ­Florian Zach and Johannes Zauner (pictured from left to right). Currently, 3lpi is involved

Bernhard Haselbeck

3lpi Das Münchner Lichtplanungsbüro 3lpi bearbeitet ein breites Aufgabenspektrum in den Bereichen Tageslichtplanung, Kunstlichtplanung für Innen- und Außenräume, nachhaltiges Bauen, visuelle Wahrnehmung und Humanbiologie. Geleitet wird es von Mathias Wambsganß, Beatrice Seidt, Florian Zach und Johannes Zauner (von links auf dem Foto). Derzeit wirkt 3lpi unter anderem an der Sanierung der Olympia-Schwimm­ halle in München von Frei Otto und Günter Behnisch mit. Mathias Wambsganß und Johannes Zauner haben den Tech­ nikbeitrag über Lichtplanung und Gesundheit für die aktuelle Detail-Ausgabe verfasst (S. 70).

z3lpi.de


20 Impressum Imprint 11.2018  ∂

Impressum Imprint

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details ISSN 0011-9571/B 2772 DETAIL Business Information GmbH Messerschmittstr. 4, 80992 München Munich, Germany Tel. +49 (0)89 381620-0 Fax: +49 (89) 381620-877 www.detail.de www.detail-online.com Postanschrift  Postal Address: Postfach PO Box: 500205, 80972 München Munich, Germany Geschäftsführung  Managing Director: Karin Lang Redaktion Editorial: Tel. +49 (0)89 381620-866 redaktion@detail.de Dr. Sandra Hofmeister (Chef­­re­dak­ teurin Editor-in-Chief, V. i. S. d. P., SaH), Jakob Schoof (stellvertretender Chef­­re­dak­teur Deputy Editor-inChief, JS), Sabine Drey (SD), Frank Kaltenbach (FK), Julia L ­ iese (JL), Peter Popp (PP), Edith Walter (EW), Heide Wessely (HW) Claudia Fuchs (CF), Roland Pawlitschko (RP) (freie Mitarbeit Contributing Editors) Assistenz   Editorial Assistants: Michaela Linder, Laura Oberhofer, Maria Remter Gestaltung  Design: strobo B M, München Munich, Deutschland Germany Herstellung, CAD  Production, DTP: Peter Gensmantel (Leitung Manager), Michael Georgi, Cornelia Kohn, Roswitha Siegler, ­Simone Soesters Dejanira Ornelas Bitterer, Marion ­G riese, Barbara Kissinger, Martin Hämmel, Emese M. Köszegi (Zeichnungen Drawings) Ralph Donhauser, Irini Nomikou (freie Mitarbeit Freelance Contributors) Fotografen dieser Ausgabe Photographers of this issue: Iwan Baan, Bruce Damonte, Bernd Duckek, David Frutos Fotografía de Arquitectura, Giovanni Emilio Galanello, Nelson Garrido, Bernhard Haselbeck, Michael Heinrich, Florian Holzherr, Hufton + Crow, Just Justa, NAARO, noshe, Silja Lena Løken, Eugeni Pons, David Romero-­U zeda, Kjersti Wold

Autoren dieser Ausgabe  Authors of this issue: Katrin Bäumler, Anneke Bokern, Daniel Reisch, Barbara Mertins, Renate Delucchi Danhier, Judith Wulf, Holger Mertins, Mathias Wambsganß, Johannes Zauner Übersetzungen   Translations: David Koralek, Alisa Kotmair, Roderick O’Donovan, Marc Selway Redaktion Produktinformation, Detail Research Product Information Editors, Detail Research: produkte@detail.de Katja Reich (V. i. S. d. P., KR), Tina Barankay (TB), Thomas Jakob (TJ), Sabina Strambu (SAS) Brigitte Bernhardt (BB), Bettina Sigmund (BS) (freie Mitarbeit Contributing Editors) Gabriele Oldenburg (Korrektorat Proofreading) Medialeistungen und Beratung   Media Services & Consulting: Annett Köberlein (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-849 Marion Arnemann, Anna Bendl Anzeigendisposition Advertisement Scheduling: Claudia Wach (Leitung Manager), Tel. +49 (0)89 381620-824 Tel. +49 (0)89-38 16 20-0 Detail Transfer: Wika Pösl, Kathrin Wiblishauser, Birgit Wöhrle, Martina Zwack Vertrieb und Marketing   Distribution & Marketing: Kristina Weiss (Leitung Manager) Irene Schweiger (Vertrieb Distri­ bution), Tel. +49-(0)89-38 16 20-837 CAD-Zeichnungen   CAD drawings: Alle CAD-Zeichnungen der Zeitschrift sind mit dem Programm ­erstellt. All CAD drawings of the journal were produced with VectorWorks®. Auslieferung an den Handel   Delivery to Trade: VU Verlagsunion KG Meßberg 1, 20086 Hamburg, Deutschland Germany Repro  Reprographics: Martin Härtl OHG, München Munich, Deutschland Germany Druck   Printing: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Stuttgart, Augsburger Straße 722 70329 Stuttgart Deutschland Germany Auslandsversand über IMX  International distribution by IMX

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MCEA Arquitectura Lichtspiele für eine Sporthalle MCEA Arquitectura Playing with light in a sports hall

11.2018

Zeitschrift für Architektur + Baudetail Review of Architecture + Construction Details Licht und Raum Lighting and Space

Cover 11.2018: Sporthalle in Puig d’en Valls Sports Hall in Puig d’en Valls Architekten Architects: MCEA Arquitectura