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Wohnungs b ­ au Kostengünstige Modelle für die Zukunft

Edition


005 Vorwort Sandra Hofmeister 007 Wohnbau in Wien – Das eigentliche Weltkulturerbe der Stadt Dietmar Steiner 015 Vom Bedarf zum Bedürfnis Thomas Jocher 021 Ansätze und Tendenzen im vorgefertigten Wohnungsbau Roland Pawlitschko 029 Planerische Aspekte für kosteneffizientes Bauen Benedikt Hartl

Genossenschaft 035 Mehr als Wohnen in Zürich, CH Duplex Architekten, pool Architekten 043 Zwicky Süd bei Zürich, CH Schneider Studer Primas Grundriss und Kubatur 057 Wohnblocks Montmartre in Paris, FR Atelier Kempe Thill, Fres Architectes 067 Smart-Wohnen Sonnwendviertel II in Wien, AT Geiswinkler & Geiswinkler 079 HipHouse in Zwolle, NL Atelier Kempe Thill Vorfertigung 087 Wohnhaus am Dantebad in München, DE Florian Nagler Architekten 097 White Clouds in Saintes, FR MORE Architecture, poggi Architecture 105 Frankie und Johnny in Berlin, DE Holzer Kobler Architekturen 113 Studentenwohnheim in Sant Cugat del Vallès, ES dataAE, Harquitectes Raummodule aus Holz 127 Woodie in Hamburg, DE Sauerbruch Hutton 137 Wohnsiedlung in Rive-de-Gier, FR Tectoniques Architectes 147 Modulare Apartments in Toulouse, FR PPA architectures

Appendix 188 Projektbeteiligte 190 Autoren 191 Bildnachweis 192 Impressum

Materialien und Standards 159 Sozialwohnungen in Paris, FR Dietmar Feichtinger Architectes 169 Vaudeville Court in London, GB Levitt Bernstein 177 Patiohäuser in Cabeza del Buey, ES Antonio Holgado Gómez


Grundriss und Kubatur

Atelier Kempe Thill / Fres Architectes

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Wohnblocks Montmartre in Paris, FR


Wohnblocks Montmartre in Paris, FR

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Auf einem ehemaligen Industriegelände entlang der Pari­ser Stadtautobahn mit gesichtsloser Blockrandbe­ bau­ung aus den 1960er-Jahren stehen die Wohnblocks Mont­martre des Architektenduos Atelier Kempe Thill, entstanden in Zusammenarbeit mit Fres Architectes. In­ spiriert vom Haussmannschen Stadtumbau des 19. Jahr­ hunderts, der dem heutigen Paris sein unverwechselba­ res Bild gab, wurde ein Gebäudeensemble als Prototyp für hochwertigen und dennoch erschwinglichen urba­ nen Wohnbau nach dem Vorbild der städtischen Villen entwickelt. Die systematische Analyse der Wohnungs- und Bau­ vorschriften in Frankreich sowie des geringen Kosten­ rahmens für Sozialwohnungen mündete in einem Kon­ zept mit kompakten Volumen. Anstelle eines großen Blocks besetzen zwei Gebäude mit Abmessungen von 19 x 20 m die Stirnseiten des Grundstücks. Sie sind über einen begrünten Innenhof miteinander verbunden. Städte­bauliche Dichte und Offenheit vereinen sich so sensibel in einem Ensemble. Die diagonale Schrägstel­ lung der Fassade des südlichen Teils führt zu einer zu­ sätzlichen Öffnung des Blocks. Zum Raumprogramm gehören 50 Sozialwohnungen, öffentliche Nutzungen im Erdgeschoss und eine Tief­ garage im Untergeschoss. Von der ersten bis zur fünften Etage sind die Wohnungen um einen zentralen Erschlie­ ßungskern herum angeordnet, was eine freie Platzierung der Räume an der Fassade erlaubt. Die Aufteilung der ­Wohnungen wurde systematisiert. Sie sind fast alle über Eck orientiert und folgen denselben Prinzipien: Die Kü­ che ist das räumliche Rückgrat und zugleich die Verlän­ gerung des Wohnraums, die Schlafzimmer orientieren sich zum Innenhof oder Straßenraum. Trotz der geringen Raumhöhe wirken die Wohnungen hell und offen, da sich die Räume entlang der transparenten Fassade über Schiebeelemente zusammenschalten lassen. Charakteristisches Merkmal des Gebäudes sind die umlaufenden Wintergärten, die als geschützte Außen­ räume mehrere Funktionen erfüllen: Sie dienen als Klima­ puffer, Lärmschutz und Erweiterung des Wohnraums. Rahmenlose gläserne Schiebetüren geben Ausblicke auf die Umgebung frei und wahren die Privatsphäre, ein bodentiefer Vorhang sorgt für Sonnenschutz. Das Glas verleiht den Gebäuden einen edlen Anstrich, den das champagnerfarbene Wellblech an der Fassade noch ver­ stärkt. Um die Gebäudehöhe der kompakten Kuben maximal ausnutzen zu können, wurde auch die Konstruktion opti­ miert. So gibt es keine aufwändigen Abfangungen der Lasten, die Betondecken sind roh belassen und ihre Stär­ ke wurde auf 20 cm beschränkt. Zugunsten einer groß­ zügigen schwellenlosen Verbindung zum Außenraum sind in den Wohnungen die Ecken von tragenden Stüt­ zen freigehalten, ebenso fügen sich die Glasscheiben der Wintergärten an den Ecken rahmenlos. Der redu­ zierte Ausbau verleiht dem Gebäude einen industriellen

Charme, gleichzeitig konnte er große Bautoleranzen auf­ nehmen und die Baukosten ließen sich senken. Die kompakte Typologie ermöglichte es – im Rahmen des Budgets –, mit den umlaufenden Wintergärten einen räumlichen Mehrwert für die Bewohner zu schaffen. Mit einer Mischung aus rohem Minimalismus und edlem Ma­ terial konnten die Architekten ihr Anliegen, dem nega­ tiven Image des sozialen Wohnungsbaus zu entkom­ men, verwirklichen.

Fertigstellung: 

2016

Grundstücksfläche:

1.450 m²

Bruttogeschossfläche:

5.598 m²

Lichte Raumhöhe: 

2,50 m

Personen pro ha: 

ca. 930 Personen

Nutzung: 

50 Wohnungen (1 bis 5 Zimmer) plus Gemeinschaftsraum, Zahnklinik, Mutter-Kind-Zentrum, 31 Tiefgaragenplätze

Baukosten (gesamt): 

7,3 Mio. €

Baukosten pro m2: 

1.304 €

Bauzeit: 

2 Jahre

Wohnkosten:  Bewohner: 

Miete, staatlich geförderter Wohnungsbau Geringverdiener, Sozialleistungs­empfänger


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Atelier Kempe Thill, Fres Architectes

Schnitt, Grundrisse Maßstab 1:750

1 Hausmeister 2 Fahrradabstellraum 3 Eingangshalle

4 Müllraum 5 Mutter-Kind-Zentrum 6 Mehrzweckraum

7 Zahnarztpraxis 8 Zufahrt Tiefgarage 9 Küche

10 Wohnraum 11 Schlafzimmer 12 Garten / Hof

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Erdgeschoss

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Grundriss und Kubatur

Lageplan Maßstab 1:4000


Wohnblocks Montmartre in Paris, FR

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Grundriss und Kubatur

Atelier Kempe Thill, Fres Architectes


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Wohnblocks Montmartre in Paris, FR

Vertikalschnitt Maßstab 1:20 1 Kies 40 mm Wabenblock Polypropylen extrudiert mit PET kaschiert 100 mm Geotextil Dichtungsbahn Dämmung im Gefälle i. M. 70 mm Dämmung Polyurethan 280 mm Dichtungsbahn Stahlbetonplatte 200  mm 2 Spritzputz grau 15 mm Dämmung 75 mm Dichtungsbahn

Stahlbeton 200 mm Dämmung Polyurethan 80 mm Dichtungsbahn 3 Betonfertigteil mit Harzbeschichtung 4 Profilblech Aluminium eloxiert 40/50 mm, Lattung 25/45 mm Dichtungsbahn OSB-Platte 12 mm Kantholz 100/38 mm dazwischen Dämmung Glaswolle Stahlbetonsturz 300/600  mm 5 Sperrholzplatte Lärche 15 mm

 6 Bodenbelag PVC Sperrholzplatte Lärche 2x18 mm  7 Schiebeelement VSG 10 mm  8 Isolierverglasung ESG 6 mm + SZR 16 mm + ESG 6 mm in Aluminiumrahmen eloxiert  9 Brüstung Flachstahl 10 mm mit Stahlstab t 14 mm 10 Flachstahl 10/200  mm 11 Vorhang Aluminium-/Acryl-/­ Polyester-Gewebe 12 Gitterrost GFK 24 mm Edelstahlblech gekantet Dichtungsbahn

13 Profilblech Aluminium eloxiert 40/50 mm Sperrholzplatte Lärche 18 mm Lattung 22/45 mm Paneel Aluminium eloxiert mit Sperrholz 12 + Dämmung 24 mm in Aluminiumrahmen 14 Gipskarton 12,5 mm 15 Bodenbelag Kautschuk Stahlbetonplatte 250  mm Dämmung Schaumstoff 150 mm

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Grundriss und Kubatur

Atelier Kempe Thill, Fres Architectes


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Wohnblocks Montmartre in Paris, FR

Vertikalschnitt, Horizontalschnitt Maßstab 1:20 1 Profilblech Aluminium eloxiert 40/50 mm, Lattung 25/45 mm Dichtungsbahn OSB-Platte 12 mm

Kantholz 200/50 mm dazwischen Dämmung Glaswolle Dampfbremse, Ständerwerk dazw. Dämmung 100 mm Gipskarton 2 x 12,5 mm

2 Aluminiumblech gekantet eloxiert, Dämmung 3 Schiebeelement VSG 10 mm 4 Isolierverglasung ESG 6 mm + SZR 16 mm + ESG 6 mm in ­Aluminiumrahmen eloxiert

5 Brüstung Flachstahl 10 mm mit Stahl­ stab t 14 mm 6 Kies 40  mm Wabenblock Polypropylen extrudiert mit PET kaschiert 100 mm Geotextil, Dichtungsbahn

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Atelier Kempe Thill, Fres Architectes

Dämmung im Gefälle i. M. 70 mm Dämmung Polyurethan 280 mm Dichtungsbahn Stahlbetonplatte 200 mm 7 Betonfertigteil mit Harzbeschichtung

 8 Flachstahl 10/200 mm  9 Vorhang: Aluminium- / Acryl- / Polyester-Gewebe 10 Bodenbelag: Kautschuk Stahlbetonplatte 250 mm Dämmung Schaumstoff 150 mm

11 Gitterrost GFK 24 mm Rinne Polymerbeton Dichtungsbahn

12 Kautschuk 20  mm Harzbeschichtung Estrich 75 mm Stahlbeton 300 mm 13 Sonnenschutzrollo

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Grundriss und Kubatur

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Vorfertigung

MORE Architecture, poggi Architecture

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White Clouds in Saintes, FR


White Clouds in Saintes, FR

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Sozialer Wohnungsbau wird in Frankreich oft mit indus­ triell vorgefertigten Großsiedlungen am Stadtrand in Verbindung gebracht, die durch die fehlende soziale Durchmischung und marode Bausubstanz zu sozialen Brennpunkten mutieren. Dass kostensparendes Bauen auch anders gehen kann, zeigt der Neubau »White Clouds« (Weiße Wolken) am Rand der französischen Stadt Saintes, etwa 90 Minuten nördlich von Bordeaux. Die geschickte Kombination von konventioneller Bauweise, günstigen Materialien und kompakten Grundrissen erlaubte es den Architekten, das knappe Budget einzuhalten und zugleich mit einem gestalterischen Kunstgriff wertvollen zusätzlichen Wohnraum und ein spannungsreiches Erscheinungsbild zu schaffen. Der soziale Wohnungsbau bildet das neue Entree zum kürzlich sanierten Arbeiterviertel Les Boiffiers und vermittelt in seiner Setzung und Kubatur zwischen den monotonen Wohnblocks aus den 1970er-Jahren und den angrenzenden Einfamilienhäusern. 30 Wohneinheiten mit Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen verteilen sich auf drei Gebäude, die in ihrer Form, Materialität und Farbgebung einen bewussten Gegenpool zu den nahe gelegenen Wohnblocks markieren. Wie sich auflösende Wolken­ formationen fransen die klaren Gebäudeformen an ihren Rändern aus. Die mit weißem Wellblech bekleideten Baukörper wirken leicht und immer in Bewegung, wie aus veränderbaren modularen Kuben zusammengesetzt, und ergeben trotzdem ein erkennbares Gesamtbild. Die Gebäude sind so positioniert, dass sie die Qualitäten des Baugrundstücks sichtbar und erlebbar machen. Die Landschaft fließt um die Volumen, die sich, anstatt sich abzuschotten, gezielt zur Umgebung öffnen. Durch die Anordnung der Fußwege entstehen immer neue Blickbeziehungen und ein Eindruck von Tiefe. Gleichzeitig gewährt die differenzierte Körnung der Metallverkleidung Schutz vor direkten Einblicken und Lärm. Bei den zwei parallel am Hang stehenden aufgeständerten Bauten sind die Stellplätze von außen unsichtbar in das halb abgesenkte Untergeschoss integriert und natürlich belüftet und belichtet. Aufgrund des knappen Budgets ist der Rohbau konventionell gemauert, die Decken wurden vor Ort betoniert und die Architekten verzichteten auf eine Unterkellerung. Der Clou der Gebäude sind die vorgesetzten Loggien, die als kubische Stahlmodule kostengünstig im Werk vorgefertigt wurden. Mit ihren individuellen Abmessungen und unterschiedlich weiten Auskragungen tragen die Raumerweiterungen nicht nur zu einem luftigen Erscheinungsbild bei, sondern ergänzen die knapp bemessenen Grundrisse um gut nutzbare außen liegende Räume. Das Fehlen einer eindeutigen Hauptfassade bzw. einer Vorder- oder Rückseite eröffnet vielfältige räumliche Qualitäten und ermöglicht die unterschiedliche Orientierung der Wohnungen. Die Grundrisstypen unterscheiden sich zwar innerhalb der Gebäude, wiederholen sich je-

doch geschossweise. Trotzdem gleicht keine Wohnung der anderen. Denn während die Volumen kompakt und damit effizient gehalten sind, weiten sich die Privaträume in den Wohnungen entsprechend ihrer inneren Anordnung und der Ausrichtung der Loggien in den Außenraum auf. An fast alle Wohnungen schließen zwei dieser bewusst gesetzten Kuben an, die den Innen- mit dem Außenraum verschmelzen lassen. Unterschiedliche Maschenweiten der weißen Metallgitter dosieren den Grad der Privatsphäre. Lediglich einzelne Aussparungen schaffen offene Ein- und Ausblicke.

Fertigstellung: 

2016

Wettbewerb: 

2013

Grundstücksfläche: 

3.230 m²

Geschossfläche: 

2.016 m²

Wohnfläche: 

1.886 m²

Nutzung: 

30 Wohnungen (2 oder 3 Zimmer)

Lichte Raumhöhe: 

2,45 m

Personen pro ha: 

ca. 270

Art der Konstruktion:  Massivbau aus Mauerwerk und Ortbeton mit Loggien aus ­vorgefertigten Stahlmodulen Baukosten (gesamt):  Baukosten pro m2:  Bauzeit:  Wohnkosten:  Bewohner: 

2,82 Mio. € netto 1.399 € 14 Monate

Miete, staatlich geförderter Wohnungsbau Geringverdiener und Sozialleistungsempfänger


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MORE Architecture, poggi Architecture

Lageplan ­Maßstab 1:2500 Schnitte, Grundrisse Maßstab 1:500

1 Hauseingang 2 Fahrradabstellraum

3 Kochen / Essen / Wohnen

4 Zimmer 5 Gitterloggia

6 Küche 7 Essen / Wohnen 8 Garagenabfahrt

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2. Obergeschoss

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b Erdgeschoss

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White Clouds in Saintes, FR

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Vorfertigung

MORE Architecture, poggi Architecture


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White Clouds in Saintes, FR

Horizontalschnitt Maßstab 1:20

1 Wellblech Stahl weiß lackiert 18 mm Wärmedämmung Steinwolle 160 mm Mauerwerk Betonstein Außenseite verspachtelt 200 mm Gipskartonplatte 12,5 mm

2 Stahlgitter 3 mm Maschenweite 47 × 45 mm bzw. 15 × 15 mm weiß ­lackiert auf Rahmen Stahlrohr r 60/60 mm 3 Abhängung Stahlrohr r 40/40 mm

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MORE Architecture, poggi Architecture

2 Rollladenkasten gedämmt, Antrieb manuell 3 Zweifachisolierverglasung in Rahmen PVC 4 Wandaufbau: Gipskarton 12,5 mm Mauerwerk Betonstein 200 mm Wärmedämmung Steinwolle 160 mm Wellblech Stahl weiß lackiert 18 mm

5 Laibung Stahlblech weiß lackiert 6 Gitter Loggia Stahlblech weiß ­lackiert Maschenweite 47 × 45 mm bzw. Gitter Erker Abstellraum und Garage Maschenweite 15 × 15 mm 7 Rahmen Stahlrohr r 60/60 8 Abhängung Stahlrohr r 40/40 mm verzinkt

 9 Holzdielen 20  mm Holzbalken 175/80  mm Entwässerungsebene Stahlblech verzinkt Wellblech weiß lackiert 18 mm 10 Regenrinne Zinkblech 11 Stahlprofil j 280/80 mm 12 Riffelblech Aluminium 3 mm

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Vorfertigung

Vertikalschnitt Maßstab 1:20 1 Dachaufbau: Abdichtung bituminös beschiefert Wärmedämmung Polyurethan 160 mm, Dampfsperre Stahlbetondecke 200 mm weiß ­gestrichen


Autoren

Bildnachweis

Dietmar Steiner ist eine der maßgeblichen Persönlich­ keiten in der Architekturvermittlung Österreichs: Seit rund vier Jahrzehnten ist er Beobachter und Akteur des internationalen Architekturdiskurses. Der studierte Architekt diskutiert und schreibt als Publizist, Kritiker und Historiker über Architektur. Steiner war unter anderem beim italienischen Magazin Domus tätig und zählte 1993 zu den Mitbegründern des Architekturzentrums Wien, das er bis 2016 als Direktor leitete. Er kuratierte zahlreiche Ausstellungen, ist Mitglied und Juror von Gremien und Beiräten und auf der ganzen Welt mit Vorträgen unterwegs. 2016 erschien bei Park Books sein Buch »Steiners Diary – Über Architektur seit 1959«, das unbekannte Texte und Bilder aus über vier Jahrzehnten versammelt.

Argyroglo, Martin S. 18 unten Atelier Kempe Thill S. 82 Ateliers Jean Nouvel (Jean Nouvel & Jean-Marc Ibos), Jean Nouvel / © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Olivier Boissière S. 17 Baan, Iwan S. 23 oben Balogh, Istvan S. 49, 51 Bitter, Jan S. 105, 108, 109, 110, 111, 127, 130/131, 134 unten, Nachsatz (2x) Blau, Anna, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 S. 8 oben Boureau, David S. 159, 161, 163, 164, 165, 166, 167 Callejas, Javier S. 97, 100/101, 102, Vorsatz, courtesy of Seagate Structures Pollux Chung S. 25 unten Crocker, Tim S. 169, 171, 173, 174, 175 dataAE 119 unten links/rechts Druot, Frédéric S. 18 oben Ebert, Thomas S. 134 oben Enriquez, Pablo S. 23 unten Errico, Steven S.24 unten, 25 oben Field Condition S. 22 unten Feichtinger, Dietmar S. 159, 161, 162, 163, 164, 165, 166, 167, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Goula, Adrià S. 113, 116/117, 119, 120, 121, 122, 123, 124, Vorsatz Granada, Jesús S. 177, 179, 180, 181, 182/183, 184, 185, Cover Hofmeister, Sandra S. 19 oben Horschinegg, Michael S. 12 Hurnaus, Herta S. 10 Kaufmann Bausysteme Götz S. 132 unten Keystone / Andrea Helbling S. 41 oben, 43, 46/47, 48, 50, 52, 53, Vorsatz Klomfar, Bruno S. 9 oben Kroth, Andrea S.32 Mair, Walter S. 39 oben Marburg, Johannes S. 39 unten Masmann, Jens S. 19 unten Mayer, Karoline S. 9 unten Müller-Naumann, Stefan S. 87, 90/91, 92, 93, 94, Cover nArchitects S. 22 oben NCCR Digital Fabrication / Roman Keller S. 27 Palma, Cristobal S. 31 Ruault, Philippe S. 147, 150/151, 152, 153, 155, Cover Schoof, Jakob S. 37, 40 Schwarz, Ulrich S. 57, 60/61, 62, 63, 64, 65, 79, 83, 84, Nachsatz Seidl, Manfred S. 67, 69, 72/73, 74, 77 SsD architecture and urbanism S. 16 Tectoniques Architectes S. 137, 140, 141, 142, 143, 144, 145, Nachsatz Waki, Tohru S. 30 unten Wrage, Götz 132 oben/mitte WStLA, Fotoarchiv Gerlach, FC1.2564M S. 8 unten Ziegler, Lucas S. 35, 41 unten

Thomas Jocher ist Universitätsprofessor, Architekt und Stadtplaner. Er studierte an der Technischen Universität München Diplom-Architektur und wurde 1984 Akademischer Rat am Institut für Städtebau und Regionalplanung. Im Jahre 1990 folgte die Promotion zum Thema »Siedlungsstruktur und Topographie mittelalterlich gegründeter Dörfer«. Nach einer selbständigen Tätigkeit nahm er 1997 den Ruf der Universität Stuttgart an und ist seitdem Direktor des Instituts Wohnen und Entwerfen (IWE). 2007 wurde Prof. Jocher Advisory Professor an der Tongji University in Schanghai, China; 2009 war er als Gastprofessor an der University of California, Berkeley, USA, tätig. Roland Pawlitschko ist Architekt sowie freier Autor, Redakteur, Übersetzer und Architekturkritiker. Nach seinem Architekturstudium an der Hochschule Karlsruhe und an der Technischen Universität Wien war er in verschiedenen deutschen und österreichischen Architekturbüros tätig. Heute kuratiert er Ausstellungen rund um das Thema Architektur und Öffentlichkeit, organisiert Architekturexkursionen und veröffentlicht Artikel und Aufsätze in Büchern, Zeitschriften und Tageszeitungen. Seit 2007 arbeitet er mit der Detail-Redaktion zusammen. Dabei schreibt und gestaltet er Print- und Onlinebeiträge insbesondere für Detail structure. Benedikt Hartl ist Architekt sowie freier Autor. Er studierte Architektur an der Technischen Universität in München, an der School of Architecture and Design in Oslo und an der Ardhi University in Dar Es Salaam. Er arbeitete als Projektleiter in verschiedenen Architekturbüros in München, Zürich und Paris. Von 2013 bis 2015 lehrte er am Lehrstuhl Architektonisches Gestalten bei Prof. Uta Graff an der TU München. Seit 2017 ist er dort als wissenschaftlicher Mit­arbeiter am Lehrstuhl für Baukonstruktion und Baustoffkunde mit dem Forschungsschwerpunkt kosteneffizientes Bauen tätig. 2017 gründete er das Architekturbüro Opposite Office.


Appendix

Impressum Herausgeberin: Sandra Hofmeister Autoren: Benedikt Hartl, Eva Herrmann (Projekttexte), Sandra Hofmeister, Thomas Jocher, Roland Pawlitschko, Dietmar Steiner Projektleitung: Nicola Bower, Eva Herrmann Lektorat (Deutsch): Sandra Leitte Schlusskorrektur DE: Gabriele Oldenburg Gestaltung: strobo B M (Matthias Friederich, Julian von Klier, Samuel Hinterholzer) Zeichnungen: DETAIL Business Information GmbH, München Reproduktion: ludwig:media, Zell am See Druck und Bindung: Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co.KG, Calbe Die für dieses Buch verwendeten FSC®-zertifizierten Papiere werden aus Fasern hergestellt, die nachweislich aus umwelt- und sozialverträglicher Herkunft stammen. © 2018, erste Auflage DETAIL Business Information GmbH, München detail.de detail-online.com ISBN 978-3-95553-445-5 (Print) ISBN 978-3-95553-446-2 (E-Book) ISBN 978-3-95553-447-9 (Bundle)

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks, des Vortrags, der Entnahme von Abbildungen und Zeichnungen, der Mikroverfilmung oder der Vervielfältigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten. Eine Vervielf ältigung dieses Werks oder von Teilen dieses Werks ist auch im Einzelfall nur in den Grenzen der gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung zulässig. Sie ist grundsätzlich vergütungspflichtig. Z uwiderhandlungen u nterliegen den Strafbestimmungen des Urheberrechts. Bibliografische I nformation d er D euts chen N ationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische D aten s ind i m I nternet ü ber dnb.d-nb.de abrufbar.


In vielen Städten ist bezahlbarer Wohnraum kaum noch zu finden. Um den akuten Bedarf zu decken, braucht es überzeugende Modelle und Perspektiven für die Zu­ kunft. Wie aber können im Wohnungsbau die Kosten gesenkt werden, ohne die Qualität des Wohnens ein­ zuschränken? Dieses Buch dokumentiert herausragende aktuelle Wohnungsbauten, die sich durch ihre Qualität aus­

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zeichnen und gleichzeitig mit reduzierten Baukosten realisiert werden konnten. Die einzelnen Beispiele aus ganz Europa überzeugen durch unterschiedliche Kon­ zepte für das bezahlbare Wohnen – sowohl von Bau­ herren– als auch von Mieterseite. Ihre konstruktiven ­Lösungen, die bedachte Materialwahl und spezifische Bauprozesse waren entscheidend für die Kosten­ senkung beim Bau.

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ISBN 978-3-95553-445-5

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9 783955 534455 DETAIL Business Information GmbH, München / Munich detail.de detail-online.com

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Wohnungsbau  

Kostengünstige Modelle für die Zukunft. Mehr Informationen und bestellen: https://bit.ly/2Pn6Iml

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