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Architektur und Baudetails / Architecture and Construction Details

David Chipperfield Architects

Edition


Diese Veröffentlichung basiert auf Beiträgen, die in den Jahren 1999 bis 2018 in der Fachzeitschrift DETAIL erschienen sind. / This publication is based on articles published in the journal DETAIL between 1999 and 2018. Herausgeber / Editor: Dr. Sandra Hofmeister Projektleitung / Project Manager: Steffi Lenzen Englischübersetzungen / Translation into English: Giovanna Dunmall, Eurocat Translations, Elise Feiersinger, Peter Green, Mark Kammerbauer, Keiki Communication, Alisa Kotmair, James Roderick O´Donovan, Anna Roos, Ingrid Taylor, Stefan Widdess Lektorat deutsch / Proofreading (German): Sandra Leitte, Valley City, Gabriele Oldenburg, München /Munich Lektorat englisch / Proofreading (English): Stefan Widdess, Berlin Gestaltung / Design: strobo B M (Matthias Friederich, Samuel Hinterholzer, Julian von Klier), München /Munich Zeichnungen / Drawings: DETAIL Business Information GmbH, München­ /Munich Redaktionelle Mitarbeit / Editorial team: Signe Decker, Duy Mac, Eva Schönbrunner, Lena Stiller Druck und Bindung / Printing and binding: Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG, Calbe Papier: Profibulk 1,1-f. Vol. 135 g/m² Bezug Umschlag: Caribic grau 120 g/m² Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeich­ net diese Publikation in der Deutschen Nationalbiblio­grafie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Bibliographic information published by the German National Library: The German National Library lists this publication in the Deutsche Nationalbibliografie; detailed ­bibliographic data is available on the Internet at http://dnb.d-nb.de. © 2019, erweiterte Neuauflage / ­ Expanded new edition © 2018, 1. Auflage /1st edition DETAIL Business Information GmbH, München­ /Munich detail.de, detail-online.com Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks, des Vor­trags, der Entnahme von Abbildungen und Tabellen, der Funksendung, der Mikroverfilmung oder der Verviel­fältigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Datenverarbeitungs­anlagen, bleiben, auch bei nur aus­zugsweiser Verwertung, vorbehalten. Eine Verviel­fältigung dieses Werks ist auch im Einzelfall nur in den Grenzen der gesetz­lichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes in der j­ eweils geltenden Fassung zulässig. Sie ist grund­sätzlich vergü­tungs­pflichtig. Zuwiderhandlungen unter­liegen den Strafbestimmungen des ­Urheberrechts. / This work is subject to copyright. All rights reserved, whether the whole or part of the material is c­ oncerned, spe­ cifically the rights of translation, reprint­ ing, citation, reuse of illustrations and tables, broadcasting, reproduction on micro­film or in other ways and storage in data processing systems. ­Reproduction of any part of this work in individual cases, too, is only permitted within the limits of the provisions of the valid edi­ tion of the copyright law. A charge will be levied. Infringements will be subject to the penalty clauses of the copyright law. ISBN 978-3-95553-466-0 (Print) ISBN 978-3-95553-467-7 (E-Book)

Impressum / Imprint


007 Vorwort /  Preface 008 Ein Gespräch mit / An Interview with David Chipperfield 018 James-Simon-­ Galerie, Berlin, DE 026 Amorepacific Headquarters, Seoul, KR 042 Carmen Würth Forum, Künzelsau, DE 050 Valentino Flagship Stores, Rom / Rome, IT und / and New York, USA 060 Xixi Wetland Estate, Hangzhou, CN 068 Campus Joachimstraße, Berlin, DE Inhalt / Index

078 The Hepworth Wakefield, West Yorkshire, UK

140 Galeriehaus Am Kupfergraben, Berlin, DE

090 City of Justice, Barcelona, ES

158 Veles e Vents, Valencia, ES

102 Kaufhaus Tyrol, Innsbruck, AT

166 Literatur­museum der Moderne / Museum of Modern Literature, Marbach am Neckar, DE

148 084 Rena Lange Turner Contemporary, Headquarters, Margate, München / Munich, UK DE

108 Museum Folkwang, Essen, DE 116 Rockbund Project & Rockbund Art Museum, Shanghai, CN 122 Neues Museum, Berlin, DE 128 Ein Gespräch mit / An Interview with David Chipperfield

182 Joseph Menswear Boutique, London, UK 186 River and Rowing Museum, Henley-­on-Thames, Oxfordshire, UK 196 Projektbeteiligte / Persons and Organisations Involved in the Planning 200 Bildnachweis / Picture Credits 005


Flagshipstores in Rom und New York

Text: Jakob Schoof DETAIL inside 2/2016

Eine Palladio-Villa in Pink – das wäre in etwa die passende Architekturanalogie zu den Kleidern, Schuhen und Accessoires von Valentino. Die Kollektionen des 1960 von Valentino ­Garavani gegründeten Modelabels kombinieren klassische Schnitte und Formen mit einer bunten und bisweilen überbordenden Mate­ rial- und Farbvielfalt. Auf Kontraste durfte man also gefasst sein, als Valentino 2008 den britischen Architekten David Chipperfield beauftragte, ein neues Ladenkonzept zu gestalten. Denn Chipperfield ist ebenfalls für klassische Formen, aber kaum für Ornamente, extravagante Farben und architektonischen Rüschenbesatz bekannt. 2012 eröffnete der erste Flagshipstore in Mailand nach Chipperfields Entwürfen seine Türen. Seither sind im Jahrestakt neue Läden hinzugekommen: 2013 an der Rue St.-Honoré in Paris, 2014 an der Fifth Avenue in New York, 2015 unweit der Spanischen Treppe in Rom und zuletzt im Frühjahr 2016 an der Londoner Old Bond Street.

ehemaliger Stadtpaläste zu tun haben. Aus­ gehend von einer großzügig bemessenen ­Eingangshalle reiht sich dort eine große Zahl vergleichsweise intimer Kammern zu einer ­Enfilade auf. Jede von ihnen dient der Präsentation eines anderen Produkts oder einer anderen Kollektion und hat daher ihren eigenen Charakter. Die Abteilungen für Accessoires, Damen und Herren sind, wo die Bestands­ gebäude es erlauben, in dieser Reihenfolge übereinander angeordnet. Die Herkunft des Hausherrn ist vor allem an der Materialpalette ablesbar, mit der Chipperfield Architects die Räume ausstatteten. Den atmosphärischen Grundton geben dabei zwei Werkstoffe vor: ein grauer Terrazzo mit Splittzusatz aus weißem Carrara-Marmor sowie ein Marmormosaik in etwas gröberer Körnung aus dem gleichen Naturstein. Sie finden sich an Fußböden, Wänden, Sockelleisten und Türdurchgängen sowie (in Paris und London) auch als Fassadenverkleidung. Vor allem bei den vertikalen Oberflächen griffen die Architekten auf großformatige Platten zurück, die in Italien Italienisches Handwerk für alle Welt vorgefertigt wurden. Das Gestaltungskonzept der Häuser basiert Ton in Ton mit den Terrazzooberflächen wurauf drei Prinzipien, die sich mit den Schlagwor- den Säulenverkleidungen und Podeste aus ten Wohnlichkeit, italienische Handwerkskunst Carrara-Marmor hergestellt. Hinzu komund Anpassung an den Standort beschreiben men Bodenbeläge, Vitrinen und Wandver­ lassen. Als räumliches Leitbild wählten die Ar- kleidungen aus Eichenholz. Während in den chitekten einen italienischen Palazzo, dessen Herrenabteilungen messingfarbene Regale Ambiente sie in den Metropolen der Welt wie- mit Eichenböden an den Wänden hängen, dererstehen lassen wollen. Das gelingt ihnen ­werden die Damenkollektionen auf filigranen Warenträgern aus kohlefaserverstärktem vor allem dort, wo sie es — wie in Rom — tatKunststoff präsentiert. Den bewegten und sächlich mit der kleinteiligen Raumstruktur

Flagship Stores in Rome and New York A Palladio villa in pink – that would be the ­fitting architectural analogy of Valentino’s clothes, shoes and accessories. Valentino Garavani founded his eponymous fashion label in the 1960 s and still today the brand’s collections combine classic patterns and shapes with an exuberant wealth and variety of mater­ ials and colours. Customers should therefore have been prepared for contrasts when Valentino commissioned British architect David Chipperfield to design a new store concept in 2008. Chipperfield may be known for classical forms but he isn’t exactly renowned for ornamentation or extravagant colours and architectural frills. The first flagship store based on Chipperfield’s design opened in Milan in 2012. Since then stores have been opened annually: in 2013 in Paris’ rue Saint-Honoré; in 2014 on New York’s Fifth Avenue; in 2015 near Rome’s Spanish Steps; and in spring 2016 on London’s Old Bond Street.

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doch dezenten Hintergrund hierfür bilden ­gewellte Stuckprofile auf Gipskartonwänden, die auf den ersten Blick Vorhangstoffen täuschend ähnlich sehen. Auch die Beleuchtung stammt aus Italien und basiert ausnahmslos auf LED-Technologie. Dezente Strahler sowie verdeckte Lichtleisten in Deckenaussparungen und unter Regalböden bilden die Grundbeleuchtung. Gestalterische Akzente setzen abgependelte Balkenleuchten und LED-»Glühbirnen« sowie opulente Kronleuchter aus Messing und Kristallglas. Ein Thema mit vielen Variationen Aus diesem Material- und Formenfundus komponieren die Architekten die Inneneinrichtung jedes Mal neu, erfinden, wo es die räumlichen Bedingungen erfordern, Elemente hinzu und lassen andere weg. Vielleicht am stärksten schlägt sich das Spannungsfeld zwischen Markenarchitektur und Standortcharakter jedoch an den Fassaden nieder. In Rom nimmt der Valentino-Store die unteren drei Ebenen eines sechsgeschossigen Stadtpalasts ein, dessen Straßenfront nahezu unangetastet blieb. Dahinter gelangen Besucher in eine 6 m hohe Eingangshalle, die mit ihrer Tiefenstaffelung und voluminösen Marmorsäulen an ein antikes Bühnenbild erinnert. Daran schließt sich seitlich die Damenabteilung an. Zwei ringsum mit Marmor ausgekleidete Treppenhäuser führen ins erste Obergeschoss, wo weitere Damenkollektionen unter Arkadengängen aus weiß gestrichenem Mauerwerk und polierten Gipsbögen präsentiert werden.

Text: Jakob Schoof DETAIL inside 2/2016

hall leads on to an enfilade of relatively intimate rooms. Each room is dedicated to presenting a different product or collection and has its own character. Where the existing building allows, the accessories, women’s and gentlemen’s departments are arranged above each other in this order. The client’s origins are especially visible in the materials palette that Chipperfield Architects used to fit out the rooms. Two basic materials set the tone and atmosphere: a grey terrazzo with the addition of white Carrara marble chippings and a marble mosaic with a somewhat coarser grain out of the same natural stone. These are found on floors, walls, skirting boards, doorways and (in Paris and London) as facade cladding. For the vertical surfaces in particular, the architects used prefabricated large-format panels manufactured in Italy. Tone-on-tone terrazzo surfaces are complemented by pillar cladding and plinths produced out of Carrara marble. Floors, display cabinets and wall coverings are made of oak. In the Italian craftsmanship around the world men’s department, oak shelves are suspended The design concept of the houses is based on from the walls with polished brass fixtures, three principles, which can be described with while the women’s collections are presented the keywords liveability, Italian craftsmanship on delicate display shelves made of carbon-­ and adaptation to the location. The architects fibre-reinforced plastic. The animated yet subtle background to these is provided by wave-like selected the Italian palazzo as the spatial ­model for the stores and their aim was to rec- corrugated plaster walls, which at first glance reate its atmosphere in various metropolises resemble curtain fabrics. The lighting too around the globe. They succeeded particularly comes from Italy and is based exclusively on well in small-scale spatial structures, as in LED technology. Subtle spotlights in the form Rome, where the location was in fact a former of strip lighting hidden in ceiling recesses and city palazzo. A 6-metre-tall theatrical entrance under shelving provide the basic illumination.

Creative accents are provided by suspended batten luminaires and LED “bulbs” as well as by opulent brass and crystal chandeliers. One theme, many variations The architects used the same material and form palette to create a new interior design each time. However, where the space warranted or asked for it, they invented new elements and subtracted others. Perhaps, however, the tension between a brand’s architecture and its location is most strongly reflected in the ­facades. In Rome, the Valentino store occupies the lower three levels of a six-storey city palace, the road front of which was almost untouched. Behind this, visitors enter a six-metre-high ­entrance hall, which is reminiscent of an ­antique stage with its staggered depth and ­voluminous marble columns. The women’s ­department attaches to the side. Two stairs, lined with marble all around, lead to the first floor, where further women’s collections are presented under arcades of white-painted ­masonry and polished gypsum arches. The men’s collection is spread over all three storeys and shows the already well-known picture of above-head-height (but not ceiling-high) terrazzo wall claddings, in direct lighting and oakwood shelves on brass fixtures. Palazzo all’americana In New York, however, the architects created a stage set for the shopping metropolis of the 2 st century. The existing building, built in 1993, was once a popular Japanese

Valentino Flagship Stores


Die Herrenkollektion verteilt sich über alle drei Geschosse und zeigt das bereits bekannte Bild mit übermannshohen (aber nicht deckenhohen) Wandverkleidungen aus Terrazzo, indirekter Beleuchtung und Eichenholztablaren auf Messinggestellen.

die drei Ebenen mit in sich verschachtelten Treppenläufen, die an Adolf Loos erinnern. Es ist jedoch ein ins Monumentale übersteigerter Loos, der in seiner konstruktiven Extravaganz zur Schau gestellt wird. Intimität entsteht in dem New Yorker Flagshipstore weniger durch kleine Kammern als vielmehr durch die Palazzo all’americana Deckenhöhen, die in den oberen Geschossen In New York hingegen schufen die Architekten teils deutlich unter 3 m liegen. ein Bühnenbild für die Shoppingmetropole des 21. Jahrhunderts. Das 1993 errichtete Bestandsgebäude beherbergte zuvor ein japanisches Kaufhaus und mutete mit schwarzen dorischen Säulen und riesigen Sprossenfenstern selbst für die Postmoderne erstaunlich antiquiert an. Dahinter öffnete sich eine dreigeschossige Eingangshalle. David Chipperfield Architects befreiten das Bauwerk von seinem schweren Schmuck und blendeten ihm eine achtgeschossige Stahlund Glasfassade vor, deren filigrane Bauweise sichtlich von Mies van der Rohes Seagram Building inspiriert ist. In den unteren drei, von Valentino genutzten Geschossen sind die Fassadenprofile messingfarben, in den fremdvermieteten Ebenen darüber schwarz. Im Gebäudeinneren behielten die Architekten die bestehende räumliche Großzügigkeit bei. 8 m hoch ist die Eingangshalle, in der zur Rechten eine raumhoch mit Terrazzo bekleidete Schauwand die Blicke auf sich zieht. Daran werden Highlights aus der aktuellen Kollektion im Licht unzähliger Messingstrahler präsentiert. Dominiert wird der Eingangsraum jedoch von der gewaltigen Treppenskulptur, die von der Wand gegenüber auskragt. Sie ist rundum mit Marmormosaik verkleidet und verbindet

In den kommenden Jahren steht den Architekten die spannende Aufgabe bevor, das Valentino-Ladenkonzept an den asiatischen Kulturraum anzupassen. In Planung sind derzeit Niederlassungen in Peking, Tokio, Hongkong und Doha.

Inside the building the architects retained the existing spatial generosity. The entrance is eight metres high and clad with terrazzo. To the right a floor-to-ceiling display wall becomes the focus of attention and showcases highlights from the latest collection under brass spots. The entrance space is dominated by a massive sculptural staircase that protrudes from the wall on the other side of the room. It is encased in marble mosaic and connects the three levels with interlocking ramps that are reminiscent of Adolf Loos. It is however an exceedingly monumental Loos presented in its

full constructive extravagance. In the New York Flagship Store, intimacy is created less by small rooms but rather via ceiling heights that, on parts of the upper floors, are less than three metres high. In the coming years, the architects will be faced with the exciting task of adapting the Valentino store concept for the Asian cultural region. Currently in the works are sites in Beijing, Tokyo, Hong Kong and Doha.

department store and appeared surprisingly antiquated, even for a postmodern structure, with its black Doric columns and large transom windows. Beyond this it opened on to a three-storey entrance hall. David Chipperfield Architects freed the building of its heavy adornments and gave it an eight-storey steeland-glass facade whose delicate design is clearly inspired by Mies van der Rohe’s Seagram Building nearby. On the lower three floors, used by Valentino, the facade profiles are brass-coloured, while they are black in the rented-out floors above. Store in Rom/Rome, Grundriss Erdgeschoss, Maßstab 1: 400 / Ground floor plan, scale 1: 400

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Eingang, Lobby

Entrance, Lobby

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Herrenaccessoires

Men’s accessories

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Kasse

Cash desk

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Damenaccessoires

Women’s accessories

Rom / Rome, 2015, New York, 2014

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Vertikal- / Horizontalschnitt Regal Damenabteilung, Maßstab 1:5 / Vertical /horizontal sections, Shelf in women’s department, scale 1:5

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Vertikalschnitt Regal Herrenabteilung, Maßstab 1:5 / Vertical section, Shelf in men’s department, scale 1:5

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Gipskarton 2× 12,5 mm

2× 12.5 mm plasterboard

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Stahlrohr Ø 26/3 mm in CFK-Rohr Ø 30/2 mm

Ø 26/3 mm steel CHS inside Ø 30/2 mm carbon fibre profile

3

CFK auf Trägermaterial Polyester ≤ 20 mm

≤ 20 mm carbon fibre shelf with polyester core

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Kabelkanal

cable duct

5

Terrazzo 20 mm Zementestrich 40 mm ­Abdichtung Decke Stahlbeton

20 mm terrazzo 40 mm cement screed sealing, reinforced concrete ceiling

6

Abdeckscheibe CFK Ø 50 mm

Ø 50 mm carbon fibre cover disc

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Stützenfuß Stahl, ­höhenverstellbar

threaded element, steel, height adjustable

8

Wandpaneel Gips 10 mm auf Trägermaterial EPS Silikonkleber, Gipskarton 12,5 mm, Unterkonstruktion Metall 50 mm

10 mm gypsum on EPS profile, glued to 12.5 mm plasterboard 50 mm metal structure

9

Sockelleiste /Türrahmen Fertigelement Terrazzo 100/60 mm

100/60 mm precast terrazzo skirting /door frame

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LED-Lichtleiste

linear LED strip bar

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Stromschiene /Verankerung für Regale

busbar /anchorage for display furniture

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Flachstahl 60/8 mm, ­höhenverstellbar

60/8 mm steel flat height-adjustable

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Fertigelement Terrazzo 20 mm geklebt auf ­Wabenpaneel Aluminium 20 mm

20 mm precast terrazzo panel, glued to 20 mm aluminium honeycomb panel

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Flachstahl eloxiert, Farbton Messing seidenmatt 25/10 mm

25/10 mm galvanised steel flat, brass finish

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Regalboden Eiche furniert 25 mm oak veneer plank 25 mm

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13

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Valentino Flagship Stores


Rom / Rome, 2015, New York, 2014

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Kaufhaus Tyrol, Innsbruck, AT

aa

bb

Schnitte, MaĂ&#x;stab 1:1500 / Sections, scale 1:1,500

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Kaufhaus Tyrol in Innsbruck Der Name »Kaufhaus Tyrol« trügt – denn hier handelt es sich um eine große Shopping-Mall mit über 50 Läden, die einen kompletten Häuserblock umfasst. Jedoch verweist der Begriff auf seine Geschichte. Bereits 1908 entstand hier an der Maria-Theresien-Straße, der heu­ tigen Fußgängerzone, das erste Kaufhaus Westösterreichs. Das Konzept, unterschiedlichste Waren unter einem Dach anzubieten, war ein großer Erfolg. Auch der Bau, ein Stahlbetonskelett mit Zentralheizung, Lift und einem Glasdach über der 18 m hohen Halle, war eine Sensation. Nach den Wirren des Zweiten Weltkriegs, Konkurs und Zerstörung verlor das Warenhaus an Bedeutung und wurde 2002 geschlossen. Dank eines österreichischen Immobilieninvestors, der Abriss und Neubau finanzierte, ist das Kaufhaus Tyrol heute wieder ein Magnet im Zentrum der Stadt. Kraftvoll und doch zurückhaltend fügt sich die stringente Fassade aus mit Naturstein versetzten Betonfertigteilen in die historische Häuserzeile ein. Mehrfach geknickt und stark profiliert schafft sie einerseits den Bezug zur beeindruckenden Alpennordkette im Hintergrund und gleicht sich andererseits im Maßstab den Häusern aus früheren Epochen mit ihren Erkern und Risaliten an. An der Ostseite wird das Thema der Hauptfassade wiederholt, jedoch in Form einer vorgehängten PfostenRiegel-Konstruktion in eloxiertem gebürstetem Aluminium. Auch im Inneren ist der Brückenschlag zur Vergangenheit gelungen. Wie in der Altstadt wirken die Läden kleinteilig, geben durch

Text: Heide Wessely DETAIL 3/2011

raumhohe »Schaufenster« Blicke auf die gegenüberliegenden pittoresken Fassaden frei. Diese sowie die Berge mit ihren schneebedeck­ ten Gipfeln kann der Besucher auch von der Halle oder einem der zahlreichen kleinen Cafés aus bewundern, die teilweise über Terrassen verfügen. Beeindruckend ist das Glasdach, das auf hohen, rautenförmig angeordneten Stahlträgern ruht und Tageslicht bis in das erste Untergeschoss fallen lässt. Darunter befinden sich zwei weitere Tiefgaragengeschosse, die das komfortable Einkaufen mit dem Auto im Herzen von Innsbruck ermöglichen. Lageplan, Maßstab 1:7000 / Site plan, scale 1:7,000

Kaufhaus Tyrol in Innsbruck

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“Kaufhaus Tyrol” is a deceptive title, for instead of a department store, as the name implies, one finds an unexpectedly large shopping mall occupying an entire housing block and containing more than 50 shops. The name is a ­reference to the history of the site. As early as 1908, the first department store in western Austria was created in the Maria-TheresienStraße in what is today the pedestrian zone of Innsbruck. The idea of offering many different kinds of wares beneath a single roof proved to be a great success and resulted in a lasting change in shopping habits. The building itself was a sensation, too, consisting of a concrete skeleton-frame structure with central heating, a lift and a glass roof over an 18-metre-high hall. After the upheavals of the Second World War and the destruction and economic ruin it brought with it, the store declined in import­ ance and was finally closed in 2002. Thanks to an Austrian property investor who financed the demolition of the old building and the ­erection of a new one, the Kaufhaus Tyrol is once again a centre of attraction in the city. Powerful, yet restrained in design, its strict ­facade of stone-clad concrete fits in well with the historic row of buildings. With its different angles and bold articulation, the store forges a link with the imposing backdrop of the Alps to the north and at the same time matches the scale of the neighbouring buildings from earl­ ier periods. On the east facade, the theme of the main facade is repeated, but in the form of a suspended mullion-and-transom structure of anodised, brushed aluminium.

Text: Heide Wessely DETAIL 3/2011

Internally, too, a successful relationship has been established with the past. As in the rest of the historic city centre, the shops seem small in scale and, with their storey-height display windows, they afford views of the attract­ ive facades opposite. Shoppers can admire these and the snow-tipped peaks from the hall or from one of a number of small cafés, some of which have their own terraced roof areas.

The glazed roof is an impressive structure. Borne by deep steel girders in a lozengeshaped layout, it allows daylight to penetrate down to the first basement level. Beneath this are two further storeys with parking facilities, so that customers can use their cars to shop in comfort in the heart of Innsbruck.

Kaufhaus Tyrol


Grundrisse, Maßstab 1:1500 / Floor plans, scale 1:1,500 b

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4. Obergeschoss / Fourth floor

Erdgeschoss / Ground floor

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2 3

3

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2. Obergeschoss / Second floor

1. Untergeschoss / First basement

1

Haupteingang

Main entrance

2

Atrium

Atrium

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Laden

Shop

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Café

Café

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Büro

Office

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Hof

Courtyard

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Anlieferung

Deliveries

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Gastronomie

Restaurant

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Supermarkt

Supermarket

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Technik

Mechanical services

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Terrasse

Terrace

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Elektrohandel

Electrical goods

Innsbruck, 2010

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Kaufhaus Tyrol


Innsbruck, 2010

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»Mit Mauerwerk bauen macht mich nervös« / “I Suppose I Am Nervous About Brickwork”

Ein Gespräch mit David Chipperfield / An Interview with David Chipperfield

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»Mit Mauerwerk bauen macht mich nervös« – Ein Gespräch mit David Chipperfield

Interview: Heide Wessely DETAIL 10/2005

Detail: Sie haben an der Architectural Association studiert und bei Richard Rogers und Norman ­Foster gearbeitet. Die Gebäude, die Sie entwerfen, sind jedoch sehr klar, fast minimalistisch. Sie selbst sagen, dass Ihre Architektur einer »Kontinuität« folgt. Was genau drücken Sie damit aus?   David Chipperfield: Damit will ich sagen, dass zeitgenössische Architektur oft darauf fixiert ist, innovativ zu sein. Das ist zwar ein zulässiges Motiv, aber I­nnovationen ergeben doch nur dann einen Sinn, wenn sie in ein Geflecht von Bewährtem eingebunden sind. Deshalb denke ich, dass Erfindungen und Innovationen innerhalb eines kontinuierlichen Prozesses stattfinden sollten – und man nicht bei null beginnen muss. Sie sprechen aber nicht von Tradition?  Nein, jedoch besteht das tiefe Bedürfnis jedes Menschen, in die eigene Geschichte oder in Traditionen verwurzelt zu sein. Man muss Dinge zuordnen können, geschichtlich und auch im Hinblick auf den Ort. Es mag zwar eine abstrakte Idee sein, aber ich denke, es ist immens wichtig, dass die Menschen auch verstehen, welche Gedanken hinter einem Gebäude stecken. Ist das auch ein Grund, weshalb Sie gerne unbehandelte ­Materialien einsetzen?  Materialien können auch helfen, Erinnerungen wachzurufen oder bestimmte Bedeutungen zu vermitteln. Das ist ganz offensichtlich: Manche Materialien haben eine eigene ­Erinnerung, eine eigene Geschichte. Und jedes Material hat eine eigene Charakteristik. Die Materialwahl zwingt oft dazu, sich mit konventionellen Themen auseinanderzusetzen. Einerseits bietet z. B. Mauerwerk ganz spezifische Möglichkeiten, weil es so kleinteilig ist. Andererseits bleibt nicht viel Spielraum für Neues. Wir wählen die Materialien nach ganz verschiedenen Ansätzen aus: Das hat mit Atmosphäre zu tun, mit Intuition und manchmal auch mit Begeisterung: »Das ist schön, warum nehmen wir nicht dieses Material?« Natürlich versuchen wir immer, eine Verbindung zwischen der Wahl der Baustoffe und dem Konzept des Gebäudes herzustellen. So

“I Suppose I Am Nervous About Brickwork” – An Interview with David Chipperfield

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Interview: Heide Wessely DETAIL 10/2005

Detail: You studied at the Architectural Association and have worked for Richard Rogers and Norman Foster. However, the buildings you design are very clear, almost minimalistic. When d ­ escribing your work, you often use the term continuity. Can you explain what exactly you mean by that?  David Chipperfield: I think often modern architecture is a little over-concerned with trying to demonstrate invention. Although this is a completely valid preoccupation, I think it ought to be within a framework that accepts the importance of memory and meaning. Things have to mean something and therefore i­nvention and novelty should look for ways of operating within a continuum and not just, as it were, start from nothing. You mean it has to operate within a tradition?  No, every human has a deeply held need to be rooted in their own history or tradition, but you have to find ways of locating things both physically and historically. That might be a literal idea, a very abstract idea, but I certainly think you have to find something by which people, not just other architects, can understand what the idea is about. Is that perhaps also why you like to use untreated materials?  I think materials can be a way of ­giving some meaning or evoking a memory. Obviously certain materials come with their own memory, their own history. And every material has its own possibilities. Sometimes you are looking for material ideas which force you in a way into confronting conventional issues. If you are building in brick, then there are certain possibilities because it is such a small-scale material. On the other hand, your opportunity to ­invent is limited. We pick the materials according to very different approaches: it’s an atmospheric thing or an intuitive thing and sometimes just a thing of enthusiasm: “This is nice, why don’t we use this material?” Obviously you try to find a connection between the conceptionual idea and the material idea. With the library in Des Moines, for example, we wanted a high level of transparency between the inside


wollten wir für die Bibliothek in Des Moines eine starke Transparenz zwischen innen und außen erzeugen und mussten die Bücher doch gleichzeitig vor der Sonne schützen. Wir wählten ein in den Scheibenzwischenraum eingelegtes Kupfergewebe. Durch diesen fest eingebauten Sonnenschutz entsteht eine homogene Hülle. Für diesen Zweck war es das perfekte Material. Sie haben außer ein paar Wohnhäusern und einem Bürogebäude in Hamburg nur wenige Gebäude in Mauerwerk realisiert. Auch bei Ihren Kollegen erfreut es sich derzeit keiner großen Beliebtheit. Ist Ziegel aus der Mode geraten?  Nein, aus der Mode geraten ist er nicht. Wir bauen auch zurzeit mit Ziegel. Im Neuen Museum in Berlin setzen wir viel davon ein: Mauerwerk hat eine großartige Textur, eine fantastische Haptik. Es ist einerseits sinnlich und kann gleichzeitig sehr roh sein. Aber es birgt auch Probleme in sich: Mauerwerk unterliegt enormen ökonomischen und technischen Anforderungen – das ist für moderne Konstruktionsweisen eigentlich normal. Jedoch wird Mauerwerk immer noch als traditionelles, zeitloses und einfaches Baumaterial wahrgenommen, das sehr schön altert. Und das ist der Widerspruch. Man kann zwar immer noch wunderbare, authentische Wände mauern, die nur sehr wenige oder gar keine Dehnungsfugen haben. Aber der Aufwand, um die Bauvorschriften einzuhalten, ist gestiegen. Auch kann man nur sehr selten massive, also sehr dicke Mauerwerkswände bauen, die statisch und thermisch den Anforderungen genügen, denn sie benötigen viel Platz und treiben die Baukosten in die Höhe. Im Wohnhaus in Berlin haben wir für einen wunderschönen, handgemachten Ziegel gekämpft. Er ist kunstvoll Stein für Stein aufeinandergesetzt. Die Maurer mochten den Ziegel nicht, weil jeder Stein ein anderes Maß hat. Aber bei kleineren Baumaßnahmen ist es leichter, sich durchzusetzen, bei einem Bürogebäude sind einem durch eng gesteckte Verträge meist die Hände gebunden. Auch wird, um Kosten zu drücken, oft billiges Material verwendet. Ehrlich gesagt macht es mich nervös, wenn ich für ein Gebäude Mauerwerk wähle. Im Entwurf hat man noch die schöne Textur vor Augen, das homogene Spiel der Farben. Aber ein Mauerwerksbau kann so leicht

and outside of the building, but had to protect the books from sun at the same time. We decided to insert a copper fabric between the window panes. The result of this fixed sun protection is a homogenous envelope. The material chosen there was perfect for the task. Except for a few apartments and an office building in Hamburg, you have done few buildings in brick. Your colleagues, too, seem to avoid it. Is brick out of fashion now?  No, it’s not out of fashion. We are currently using bricks. In the Neues Museum in Berlin, we use a lot of them: I think brick has a great texture, a fantastic feel. It is sensual on the one hand and can be very raw at the same time. One of the problems with using brick today is the enormous economic and technical demands on modern construction which stands against the general perception of brick as a traditional, timeless, simple and well aging material. There is a c­ ontradiction there. You can still build a beautiful authentic brick wall with very few or no expansion joints, but it is hard to get it to comply with contemporary building regulations. You can rarely build a massive, very thick brick wall which works both structurally and thermally, because it takes up a lot of space and increases the material costs. In the villa in Berlin we used a really nice handmade brick; but we had to fight to get it used the way we wanted. It is artfully arranged stone by stone. The ­bricklayers didn’t like it because all the bricks were slightly different sizes. But with smaller building projects, it is easier to get a thing like this through, in office buildings your hands are usually tied by very restrictive contracts. Also, cheap ­material is often used in order to hold down costs. So, I suppose I am nervous about using brick. At the beginning of the project you have this vision of a beautiful brick texture, the homogeneous play of colours. And then none of this works out quite like you wanted, brick can look very ordinary. The building company uses a bad industrial stone, with sharp edges and uniformly dull colour, then they don’t lay them well, and suddenly the reality is so different from the picture in your head.

Gespräch mit David Chipperfield / Interview with David Chipperfield

131


Entwurfsskizze / Design sketch, David Chipperfield

140


Galeriehaus Am Kupfergraben Berlin, DE bb

aa

Schnitte, Maßstab 1: 500 / Sections, scale 1: 500

cc

dd

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1

Betonplatte (Dachrand­ bereich) 85 mm Kiesbett 50 mm Filtervlies Wärmedämmung druck­ fest 160 mm Dichtungsbahn Stahl­beton 340 mm Putz 15 mm

85 mm concrete slab at edge of roof 50 mm bed of gravel; filter mat 160 mm compression-re­ sistant thermal insulation; sealing layer 340 mm reinforced ­concrete roof slab 15 mm plaster

2

Betonfertigteil 235/200 mm hoher Weißzementanteil, Zuschlagstoff Naturstein, sandgestrahlt

235/200 mm precast concrete element, with high white-cement con­ tent and stone aggregate, sandblasted

3

Sturz Betonfertigteil 100 mm, seitlich auf Vor­ mauerwerk aufgelegt, über Dorne mit oberem Fertigteil verbunden, hoher Weißzementanteil, Zuschlagstoff Naturstein, sandgestrahlt

100 mm precast concrete lintel bearing on facing brickwork, with high white-cement content and stone aggregate, sandblasted and fixed with pins to upper precast element

4

Sandwichpaneel 60 mm, innen: Stahlblech grau ­lackiert 2 mm

60 mm sandwich panel with 2 mm sheet-steel lining internally, painted grey

5

Isolierverglasung ESG 8 mm + SZR 16 mm + VSG 2× 5 mm

double glazing: 8 mm toughened glass + 16 mm cavity + 2× 5 mm lamin­ ated safety glass

6

Natursteinplatte 30 mm Dünnbettmörtel 10 mm Anhydritestrich 60 mm Fußbodenheizung Trennlage Trittschalldämmung 30 mm Wärmedämmung 50 mm Stahlbetondecke 320 mm Putz 15 mm

30 mm stone slabs, 10 mm thin bed of mortar; 60 mm anhydrite screed with underfloor heating; separating layer 30 mm impact-sound ­insulation 50 mm thermal insulation 320 mm reinforced con­ crete floor; 15 mm plaster

7

Natursteinplatte 40 mm in Sandbett Bautenschutzmatte ­Filtervlies Wärmedämmung druck­ fest 120 mm Dichtungsbahn Stahl­beton im Gefälle 320 mm, Putz 15 mm

40 mm stone slabs in bed of sand protective mat; filter mat 120 mm compression-re­ sistant thermal insulation sealing layer; 320 mm ­reinforced concrete slab to falls; 15 mm plaster

8

Verblendmauerwerk Ziegel recycelt, mit Kalk­ mörtel geschlämmt 250/120/65 mm im Blockverband, Lager- und Stoßfugen 10 mm, ­zurückgesetzt 3–5 mm Mörtel alkaliarm, einge­ färbt, luftkalkgebunden, zementfrei Einschlaganker Wärmedämmung 130 mm Stahlbeton 300 mm

250 mm facing brickwork with recycled bricks (250/120/65 mm) in Eng­ lish bond, pointed and slurried with lime mortar; with 10 mm horizontal and vertical joints, raked out 3–5 mm, low-alkali mortar with added colour, ties through 130 mm thermal insulation 300 mm reinforced con­ crete wall

9

Stahlblech gekantet, ­geklebt 8 mm Gitterrost Stahl 10 mm Rinne Edelstahl

8 mm sheet steel bent up at edges, glued 10 mm steel grating; stainless-steel gutter

10

Vollholz Ipe, geschliffen, unbehandelt 25 mm Türblatt Sandwichelement gedämmt 68 mm

25 mm wrought ipe (trop­ ical wood), untreated; door leaf: 68 mm sand­ wich element with insula­ tion

11

BSH grau lackiert 190/50 mm

190/50 mm laminated timber, painted grey 12

12

Pfosten BSH 2× 49/235 mm, ­dazwischen Flachstahl 12/155 mm

2× 49/235 mm laminated timber rail, with 155/12 mm steel plate between

13

Aufsatzprofil 70/5 mm Deckleiste Holzprofil Ipe 80/80 mm

80/80 mm ipe cover strip clipped on 70/5 mm ­mullion cap

14

Klappladen Furniersperr­ holz 30 mm

30 mm laminated con­ struction board folding shutter

15

Öffnungselement Ipe 20 mm Sandwichelement ­gedämmt 80 mm

20 mm ipe opening ­element 80 mm sandwich slab with insulation

Berlin, 2007

145


Bildnachweis / Picture Credits

008: Simon Menges 012 oben /top: Simon Menges 012 unten /bottom: David Chipperfield Architects

090: Christian Richters 094: Duccio Malagamba

013: Simon Menges

095: Rafael Vargas Fotografía

015: Simon Menges

097: Rafael Vargas Fotografía

018 oben: Ute Zscharnt for David Chipperfield Architects

099 oben /top: Christian Richters

018 unten /bottom: David Chipperfield Architects 021: Richard Davies 022 oben /top: David Chipperfield Architects

099 Mitte /middle: Christian Richters 099 unten /bottom: Rafael Vargas Fotografía

154 /155: Christian Richters 156 oben /top: Christian Richters 156 unten /bottom: Ioana Marinescu 158: Christian Richters 161: Duccio Malagamba 162: Christian Schittich 163: Hisao Suzuki 164: Duccio Malagamba 165: Christian Schittich

100: Christian Richters

166: Duccio Malagamba

101: Christian Richters

168: Duccio Malagamba

022 unten /bottom: Björn Schumann

102: Ute Zscharnt

169: Duccio Malagamba

023: BBR /Björn Schumann

104: Sabine Drey

170: Duccio Malagamba

024: Dreßler Bau GmbH

106: Sabine Drey

171: David Chipperfield Architects

025 oben /top: David Chipperfield Architects

107: Sabine Drey

173: Duccio Malagamba

108: Christian Richters

174/175: Christian Richters

111: Christian Richters

177 oben /top: Christian Richters

112/113: Ute Zscharnt © Andreas Gursky/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Courtesy Sprüth Magers

177 unten /bottom: ­ Stefan Müller-Naumann /arturimages

025 unten /bottom: Jakob Schoof 026: Noshe 028: Noshe 029: Noshe 030: Noshe 031: Noshe 032: Noshe 034 /035: Noshe 039: Noshe 041: Noshe 042: Simon Menges 044 oben /top: © Dennis Gilbert / VIEW

114: Ute Zscharnt 115: Christian Richters 116 oben /top: Frank Kaltenbach

182 oben /top: Hisao Suzuki

119: Simon Menges

182 unten /bottom: Richard Bryant / Arcaid

121 oben /top: Christian Richters 121 Mitte /middle: Christian Schittich 121 unten /bottom: Christian Schittich

125 oben links /top left: David Chipperfield Architects

050: Santi Caleca 053: Santi Caleca 054: Santi Caleca 055: Santi Caleca 057: Santi Caleca 058: Santi Caleca 059: Santi Caleca 060: Simon Menges 062/063: Simon Menges

125 oben rechts /top right: Christian Schittich 125 unten /bottom: Christian Schittich 126: Christian Schittich 127 oben /top: Christian Schittich 127 Mitte /middle: David Chipperfield Architects 127 unten /bottom: Jörg von Bruchhausen 128: Christian Schittich 132 oben /top: David Chipperfield Architects 132 unten links /bottom left: Stefan Müller

064: Simon Menges

132 unten rechts /bottom right: Stefan Müller

066: Simon Menges

133: Christian Richters

068: Bartosz Haduch /NArchitekTURA

136: Hélène Binet

070/071: Simon Menges

140 oben /top: Ioana Marinescu

073: Bartosz Haduch /NArchitekTURA

140 unten /bottom: David Chipperfield Architects

074: Bartosz Haduch /NArchitekTURA 075: Ute Zscharnt für/for David Chipperfield Architects

142: David Chipperfield Architects 143: Ioana Marinescou

076: Simon Menges

144: Christian Schittich

078: Iwan Baan

145: Ioana Marinescu

080: Iwan Baan

146: Ioana Marinescu

081: Iwan Baan

147: Ioana Marinescu

083: Iwan Baan

148: Christian Richters

084: Richard Bryant /David Chipperfield Architects

150: Christian Schittich

086 /087: Richard Bryant / David Chipperfield Architects

181 oben /top: Duccio Malagamba

118: Simon Menges

122: Christian Richters

048 unten /bottom: © Dennis Gilbert / VIEW

179: Christian Richters

181 unten /bottom: David Chipperfield Architects

045: Simon Menges

048 oben /top: Simon Menges

178: © Nathan Willock / VIEW

116 unten /bottom: Christian Richters

044 unten /bottom: Simon Menges

046 /047: Simon Menges

200

089: Richard Bryant / David Chipperfield Architects

152: Christian Richters 153: Ioana Marinescu

184 oben links /top left: Hisao Suzuki 184 oben rechts /top right: Richard Bryant /Arcaid 184 unten /bottom: Richard Bryant / Arcaid 186: Hisao Suzuki 188: Hisao Suzuki 189: Hisao Suzuki 190: Hisao Suzuki 191: Ingrid Geisel 192 unten /bottom: Hisao Suzuki 193: Hisao Suzuki Fotos, zu denen kein Fotograf genannt ist, sind Architektenaufnahmen, Werkfotos oder stammen aus dem Archiv von DETAIL. Trotz intensiven Bemühens konnten wir einige Urheber der Abbildungen nicht ermitteln, die Urheberrechte sind jedoch gewahrt. Wir bitten in diesen Fällen um entsprechende Nachricht. / Photographs not specially credited were taken by the architects or are works photographs or were supplied from the DETAIL archives. Despite intensive endeavours we were unable to establish copyright ownership in just a few cases; however, copyright is assured. Please notify us accordingly in such instances.

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David Chipperfield Architects  

Architektur und Baudetails/Architecture and Construction Details. Alle Informationen/More information: https://bit.ly/2HT3yn4

David Chipperfield Architects  

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