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Marco Ellinger

Editorial Design

Konzeption und Gestaltung eines Special-InterestMagazins mit dem Schwerpunkt Gestaltung und einer neuen Methode der Content-Beschaffung


Master-Thesis zur Erlangung des akademischen Grades Master of Arts 端ber das Thema: Editorial Design: Konzeption und Gestaltung eines Special-Interest-Magazins mit dem Schwerpunkt Gestaltung und einer neuen Methode der Content-Beschaffung

Eingereicht im Studiengang Elektronische Medien mit dem Schwerpunkt Unternehmenskommunikation an der Hochschule der Medien Stuttgart Eingereicht von: Marco Ellinger Matrikel-Nummer: 21164 Erster Pr端fer: Prof. Gabriele Kille Zweiter Pr端fer: Prof. Harald Eichsteller Praxisbetreuer: Anne-Kathrin Utiger Ort, Abgabetermin: Stuttgart, den 25.08.2011 Im: Sommersemester 2011


Marco Ellinger

Editorial Design

Konzeption und Gestaltung eines SpecialInterest-Magazins mit dem Schwerpunkt Gestaltung und einer neuen Methode der Content-Beschaffung


© Hochschule der Medien 2011 Satz, Layout & Titelcover: Marco Ellinger Druck: Walter Digital GmbH Steinbeisstraße 11 70825 Korntal-Münchingen Papier: ProfiSILK, Igepa group (Umschlag) und DigiGold Icewhite, Papyrus (Innenseiten)


Inhalt AbstractR체cktitel InhaltII Eidesstattliche Erkl채rung V Abk체rzungsverzeichnisVI AbbildungsverzeichnisVII TabellenverzeichnisVII 1. Einleitung 1.1. Begriffskl채rung/Abgrenzung 1.2 Grafik-Zeitschriften in Deutschland 1.3 Editorial Design

1 3 6 10

2. Grundlegende Komponenten 2.1 Textredaktion 2.2 Format 2.3 Papier 2.4 Stil 2.5 Farbe

12 13 16 17 19 21

3. Gestaltungsraster 3.1 Satzspiegel 3.2 Spalteneinteilung 3.3 Satzausrichtung

24 26 26 32

4. Layout/Seitenaufbau 4.1 Formen setzen 4.2 Bilder setzen

34 36 37

5. Titel-Cover 5.1 Logo-Design 5.2 Foto-Cover 5.3 Illustrations-Cover 5.4 Typografie-Cover

42 45 46 47 47

6. Innenseiten 6.1 Editorial

49 51

II


6.2 Impressum 6.3 Inhaltsverzeichnis 6.4 Trennseiten

51 51 52

7. Textbausteine 7.1 Font 7.2 Schriften mischen 7.3 Überschrift 7.4 Initialen 7.5 Fließtext 7.6 Vorspann 7.7 Quotes 7.8 Bildunterschrift 7.9 Pagina 7.10 Rubriktitel

53 54 57 58 59 60 61 62 62 63 63

8. Bild & Grafik 8.1 Fotografien 8.2 Illustrationen

65 67 68

9. Konzeption »Designfuzzis«69 9.1 Produktdefinition 70 9.2 Textredaktion 71 9.3 Umfrage Designmagazine 75 9.4 Basics 77 9.5 Name und Logo 79 9.6 Preisgestaltung 80 9.7 Dummy 81 9.7.1 Strukturplan 84 10. Fazit/Ausblick

86

AnhangVIII LiteraturverzeichnisXXVIII Styleguide »Designfuzzis«beigelegt

III


IV


Eidesstattliche Erklärung

Ich erkläre hiermit an Eides Statt, dass ich die vorliegende Studienarbeit selbstständig angefertigt, keine anderen als die angegebenen Quellen benutzt, die wörtlich oder dem Inhalt nach aus fremden Arbeiten entnommenen Stellen, bildlichen Darstellungen und dergleichen als solche genau kenntlich gemacht und keine unerlaubte fremde Hilfe in Anspruch genommen habe.

Stuttgart, 25.August 2011

Marco Ellinger

V


Abkürzungsverzeichnis Abb. bzw. ca. etc.. f. ff. IVW

– – – – – – –

Nr. o. Ä. POS PR S. u. a. vgl.

– – – – – – – – – –

www z. B. z. T.

VI

Abbildung beziehungsweise circa et cetera folgende fortfolgende Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern Nummer oder Ähnliche/s Point of Sale Public Relation Seite unter anderem vergleiche World Wide Web zum Beispiel zum Teil


Abbildungsverzeichnis Abb. 1: Schematischer Ablauf einer Zeitschriftenentwicklung Abb. 2: Gestaltungsraster Abb. 3: Nebeneinandereihung von Bildern Abb. 4: Gleicher Inhalt verschieden dargestellt Abb. 5: Tableauartige Blöcke Abb. 6: proud Magazin Logo Abb. 7: Modezeitschriftenlogos Abb. 8: »Designfuzzis« Logo mit Claim Abb. 9: Strukturplan »Designfuzzis«

14 28 37 38 38 45 55 80 84

Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Kategorisierung von Publikumszeitschriften Tabelle 2: Vergleich verschiedener Magazine

5 8

VII


1.

Einleitung

1. Einleitung

> 1.1_Begriffsklarung / Abgrenzung > 1.2_Grafik-Zeitschriften in Deutschland > 1.3_editorial design 1


Print ist tot. So proklamierte es David Carson in seinem 1995 erschienenen Buch »The End of Print«1 und noch heute wird darüber diskutiert, inwieweit das zutrifft. Dabei wird übersehen, dass es nach wie vor – 15 Jahre später – noch immer gedruckte Publikationen gibt und auch immer wieder neue Titel auf den Markt gebracht werden. Vor allem die Branche der Zeitschriften ist in Bewegung. Absolut sinken zwar die Auflagen pro Ausgabe, dafür wächst die Anzahl einzelner Titel. 2 Es gibt es immer wieder neue Ideen und Ansätze die Printprodukte nicht sterben lassen. Die Frage ist, wie es heutzutage möglich ist ein neues Magazin zu launchen. Hierfür ist es neben den theoretischen Grundlagen notwendig, sich auch mit neuen Methoden der Inhaltsbeschaffung auseinanderzusetzen. So wird im Abschnitt 9.2 Textredaktion ein Ansatz vorgestellt, der für eine Textredaktion in Zukunft relevant werden könnte. Zunächst soll in der Thesis auf alle Bereiche eingegangen werden, die bei der Gestaltung eines Magazins eine Rolle spielen. Dafür werden im Abschnitt 2 die grundlegenden Komponenten erläutert und im Abschnitt 3 die Funktionen und Arten eines Gestaltungsrasters charakterisiert. Nach einem Exkurs zum Thema Seitenaufbau im Abschnitt 4 werden im Abschnitt 5 verschiedene Arten von Titel-Covern und deren Besonderheiten an Beispielen verdeutlicht. Die Innenseiten (siehe Abschnitt 6) bilden mithilfe von Textbausteinen (siehe Abschnitt 7) sowie Bilder und Grafiken (siehe Abschnitt 8) den Inhalt einer Zeitschrift. Anschließend wird unter Zuhilfenahme der theoretischen Grundlagen ein Magazin 1  Vgl. (Carson, 1995) 2  ((IVW), 2011)

2


konzipiert (siehe Abschnitt 9). So wird eine Brücke vom theoretischen Teil zum praktischen Teil geschlagen, an dessen Ende ein fertiger Dummy des Magazins »Designfuzzis« steht. Zusammenfassend teilt sich die Thesis also in drei Bereiche: 1. Editorial Design 2. Konzeption eines Magazins & Ausarbeitung eines Styleguide 3. Magazin-Dummy »Desingfuzzis« Zunächst wird im Folgenden erst einmal der Untersuchungsgegenstand näher definiert und innerhalb diesen Bereichs voneinander abgegrenzt.

1.1. Begriffsklärung/Abgrenzung Printmedien sind periodisch erscheinende Druck-Erzeugnisse, die sich in Zeitungen und Zeitschriften unterteilen lassen. Versucht man beide Gattungen voneinander abzugrenzen, muss man sie anhand der folgenden Kriterien miteinander vergleichen: • Periodizität (regelmäßiges Erscheinen): Zeitschriften erscheinen wie Zeitungen regelmäßig, allerdings nicht so häufig. • Publizität (öffentliche Zugänglichkeit): Beide Medien wenden sich an die Öffentlichkeit, jedoch ist üblicherweise aufgrund der viel kleineren Zielgruppe die Auflage einer Zeitschrift wesentlich kleiner als die einer Zeitung. Es gibt aber auch Zeitschriften wie z. B. die ADAC-Kundenzeitschrift, die sehr hohe Auflagen haben.

3


Aktualität (Zeitnähe): eine täglich erscheinende Zeitung ist aktuell, was Neuigkeiten des Tages betrifft, eine Zeitschrift dagegen ist aktuell, was Fachthemen betrifft, man spricht bei Zeitschriften von einer sekundären Aktualität in Fachfragen. Universalität (inhaltliche Vielfalt): Das Themenspektrum einer Zeitung ist sehr vielfältig, das von Zeitschriften jedoch meist auf ein bestimmtes Themengebiet beschränkt. Eine Ausnahme bilden Nachrichtenmagazine wie z. B. der Spiegel, die sich mit der Universalität von Zeitungen messen lassen.3

„Zeitschriften sind regelmäßig erscheinende, meist geheftete oder gebundene Druckschriften sowie neuerdings auch elektronische Publikationen.“4 Sie erfüllen die Kriterien der Periodizität und Publizität, entgegen von Zeitungen jedoch nicht die der Aktualität und der Universalität.5 Zeitschriften sind mehr auf Hintergrundinformationen als auf aktuelle Nachrichten, meist thematisch und nicht geografisch ausgerichtet6 und haben einen eingeschränkten Leserkreis.7 Grenzt man Zeitschriften anhand des Zielgruppenkriteriums ab, lassen sie sich in Publikums-, Fach-. SpecialInterest- und Very-Special-Interest-Zeitschriften unterteilen (siehe Tabelle 1, S.5). Eine weitere Unterteilung kann anhand der Periodizität erfolgen: Es gibt täglich, wöchentlich, monatlich oder in noch größeren Zeitabständen erscheinende Printmedien.8 Die unterschiedlichsten Zeitschriftengattungen lassen sich häufig schon auf den ersten Blick voneinander abgrenzen. Dabei unterscheidet sich meist das Format, die Gestaltung des Titels, die Typografie oder die Papierqualität, je nachdem ob es sich 3  4  5  6  7  8 

4

Vgl. (Medien von A bis Z, 2006, S. 399) & (Menhard & Treede, 2004, S.18 f.) (Medien von A bis Z, 2006, S. 395) Vgl. (Merten, 1999, S. 315) Vgl. (Medien von A bis Z, 2006, S. 399) Vgl. (Menhard & Treede, 2004, S.17) Vgl. (Prof. Dr. Bruhn, 2003, S. 278)


Zeitschriftentyp

Inhalt

Zielgruppe

Beispiel

Publikums- (General-Interest)Zeitschriften

Universelle Themen

Allgemeines Publikum

Spiegel, TV Today, Gala

Fach- (Zielgruppen)Zeitschriften

Universelle Themen

Spezielle Zielgruppe

Brigitte, Popcorn

Special-Interest-Zeitschriften

Spezielle Themen

Allgemeines Publikum

Auto Motor Sport, Fit for Fun

Very-Special-InterestZeitschriften

Spezielle Themen

Spezielle Zielgruppe

tennis magazin, Boote, aerokurier

Tabelle 1 Kategorisierung von Publikumszeitschriften; Quelle: Vgl.(Menhard & Treede, 2004, S.23)

um eine Zeitungsbeilage, ein Magazin oder ein Veranstaltungsblatt handelt.9 Ein Magazin bezeichnet entweder eine Sonderbeilage einer Tageszeitung (wie z. B. das »SZ‑Magazin«) oder ein Gattungsbegriff für Zeitschriften, die eine spezielle Zielgruppe oder einen Themenbereich abdecken. Inhaltlich ist es eine Mischung von Lese- und Unterhaltungsthemen.10 Im Folgenden wird der Terminus Magazin synonym mit dem Begriff Zeitschrift verwendet. Die vorliegende Abhandlung befasst sich mit Zeitschriften, die Konzeption (siehe Abschnitt 9) beinhaltet die Entwicklung einer Zeitschrift mit dem Schwerpunkt Gestaltung. Damit bewegt sich das konzipierte Erzeugnis je nach Definition zwischen einer Special-Interest-Zeitschrift und einer Very-Special-Interest-Zeitschrift. Eine designorientierte Zielgruppe legt mehr Wert auf das Layout und die Gestaltung, als andere Zielgruppen, was bei der Konzeption berücksichtigt werden muss.11 9  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 6) 10  Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 258) 11  Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 120)

5


1.2 Grafik-Zeitschriften in Deutschland Deutschland ist das Land der Publikationen. „Zeitschriften sind eine Synthese aus Buchproduktion, Zeitungsjournalismus, Illustration und Fotografie.“ 12 Besonders Fortschritte in der Entwicklung der Druck- und Reproduktionstechnik trugen zur heutigen Entwicklung dieser Branche bei.13 Bereits in den Dreißiger Jahren wurden 7000 verschiedene Zeitschriften herausgegeben. Die ersten Grafikdesignmagazine in Deutschland gab es schon in den Zwanziger Jahren. 1925 wurde die als avantgardistisch und radikal angesehene Zeitschrift »Typografische Mitteilungen« herausgegeben. Die Zeitschrift »Gebrauchsgrafik« ab 1923 oder die ab 1929 publizierte Zeitschrift »die neue linie« gelten als die bemerkenswertesten Designzeitschriften der damaligen Zeit.14 Laut IVW gibt es im 2.Quartal 2011 insgesamt 2020 eingetragene Zeitschriften. Davon sind 878 Publikumszeitschriften und 1142 SpecialInterest Zeitschriften, doch die tatsächliche Zahl ist um einiges höher. 2005 gehen Schätzungen von 6000 Zeitschriften einschließlich Fachpublikationen aus.15 Heutzutage lässt sich eine parallele Entwicklung von Grafikdesignmagazinen mit der Entwicklung von Designblogs, -tweets oder Facebook-Gruppen feststellen. So gab es den Typografie-Blog »slanted.de« schon ein Jahr vor dem Magazin »slanted«, und fungiert noch immer als eigenständiges Projekt. Die auflagenstarken Branchenführer »Page« oder »Eye« veröffentlichen dagegen publizistische Weiterführungen ihrer Hefte.16 Neuer und interessanter Nachschub kommt aus den Akademien, in denen im Rahmen von z. B. Designstudiengängen Magazine herausgegeben werden.17 Laut Horst Moser wird die Gattung der General-Interest-Magazine zunehmend 12  13  14  15  16  17 

6

(Brielmaier & Wolf, 2000, S. 111) Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 111 f.) Vgl. (Conrads, 2010) Vgl. (Gehrs, Dezember 2005, S. 28) & ((IVW), 2011) Vgl. (Conrads, 2010) Vgl. (Conrads, 2010)


unbedeutender. Die Interessen der Leser sind inzwischen so vielfältig, dass es vielmehr General-Interest-Magazine zu bestimmten Themen wie Musik oder Mode gibt, und dann Special-Interest-Magazine für Detailaspekte innerhalb dieses Bereichs.18 Andere Definitionen der Begriffe führen die Spezialisierung der Special-InterestZeitschriften zu Very-Special-Interest Zeitschriften, da die Verwendung des Begriffes General-Interest-Magazin wie Moser es tut, zu Verwirrungen führt. So findet auch Mike Meiré in einem Gespräch mit Horst Moser, dass immer mehr Nischenmagazine entstehen werden.19 Die zwei am weitest verbreiteten Magazine für Gestalter auf dem deutschsprachigen Markt sind »Novum« und »Page«, weswegen diese im Folgenden kurz verglichen werden sollen. 82% der kreativ Schaffenden lesen die »Novum«, die »Page« wird nur von 25% dieser Zielgruppe gelesen und der größere Teil der Leserschaft ist Entscheidungsträger. Während das Papier von »Page« eher vernachlässigt wird, setzt »Novum« auf sehr hochwertige Innenseiten und veredelt jedes Cover jedes Mal anders. Auch im Seitenlayout ist »Page« mit sieben, immer einzuhaltenden Spalten eher bieder, während »Novum« zumindest bei der Bildsetzung vom Raster kreativ abweicht. Wo »Novum« auf Understatement setzt, ist das Cover der »Page« reißerischer als der Inhalt. Letztendlich ist der Werbeseitenanteil bei der »Novum« mit 0,26 Werbeanzeigen/Seite geringer als bei der »Page« mit 0,34 Werbeanzeigen/ Seite, was sich auf den Verkaufspreis auswirkt. So kostet die »Page« pro Ausgabe 9,80 Euro, und die »Novum« 11 Euro. Insgesamt wird der erste Eindruck bestätigt: »Page« ist ein Magazin vor allem für Entscheidungsträger in der Kreativwirtschaft, »Novum« eher für die kreativ Schaffenden der selbigen.20

18  Vgl. (Moser, 2002, S. 174) 19  Vgl. (Moser, 2002, S. 17) 20  Vgl. (Haas, 2010)

7


NOVUM

PAGE

DOCMA

BEEF

Unterzeile Titel

World of Grafik Design

Ideen und Knowhow für Design, Werbung, Medien

Doc Baumanns Magazin für professionelle Bildbearbeiter

Magazin für kreative Kommunikation

Seitenzahl

86 Seiten

114 Seiten

114 Seiten

98 Seiten

Hauptthema

Heftthema, mit diversen Beiträgen

nur Titelthema

Sonstiges

sehr aufwendige Covergestaltung

Kategorien sehr strikt

fast nur Workshops

4 große Kategorien:

Kategorien

First

Szene

Reportagen

1. Intro

News

Titel

Workshop

2. Titel: Communities: Kicks für Klicks

Showroom (übers Heft verstreut)

Gestaltung

Software/ Hardware

3. Spezial: Tallinn

Novum Plus: Education

Typo

Redaktionelles

4. Outro

Basics

Bild

News

Tooltime: workshops

Technik (Software, Workshops)

Ateliebesuch (Porträts)

Focus

36 Seiten Extra

Bildfälschung

Typografie

Services & Standards (wie Basics)

Bildkritik (Photoshop Disaster)

Publikationen

Workshops

Fundstücke

Tipps + Tricks

Heftthema, mit diversen Beiträgen


LÜRZER‘S ARCHIV

WALLPAPER

ART

DESIGNINTERIORSFASHIONARTLIFESTYLE

Das Kunstmagazin

Anzeigen, TV und Poster aus aller Welt

212 Seiten

124 Seiten

182 Seiten

Heftthema, mit diversen Beiträgen

Titelthema

KINKI

CASTLE MAGAZIN CONTEMPORARY ART & ILLUSTRATION

114 Seiten

100 – 146 Seiten Heftthema, mit diversen Beiträgen Onlinemagazin

Architecture

Titel

Auftakt (Editorial)

Standard

Start

Design

Themen

Interview

Report (Bilderstrecke)

Titelthema Illustriert von verschiedenen Künstlern

Fashion

Ausstellungen

wechselnde Rubriken wie:

Musik

Interviews

Food

News

Accessoires

Mode

Showcase (Portfolios)

Interiors

Rubriken (Editorial, Leserbriefe etc.)

Audio & Video

Kunst

Specials

Making Of

Service

Fahrzeuge und Zubehör

Books

Sketchbook

Studio

Banken und Versicherung

Galleries

Travel

Kinder

Backend

Resources

Kosmetik

Space Entertaining Lifestyle Tabelle 2 Vergleich verschiedener Magazine; Quelle: (Eigene Darstellung)


Weitere Design-Magazine auf dem deutschen Markt sind z.B.: Beef, Slanted, Weave und Hochschulmagazine wie Komma oder Vier. 21 (mehr Magazine in Tabelle 2, S.8)

1.3 Editorial Design Die Bezeichnung visueller Journalismus kennzeichnet den Hauptunterschied zu z. B. Marketing oder Verpackungsgestaltung. Anstatt ein einzelnes Produkt oder eine bestimmte Anschauung zu bewerben, können „journalistische Publikationen gezielt unterhalten, informieren, anleiten und Bildungsinhalte kommunizieren“.22 In der Regel ist Editorial Design eine Kombination aus Bild- und Textmaterial, wobei Bilder sowie Texte einzeln vorkommen können. „Editorial Design kreiert den visuellen Rahmen für eine Lektüre und das Verstehen eines Textes. Es umfasst sowohl die gestalterische Gesamtkonzeption der Publikation (und der ihr zugrunde liegenden strukturellen Logik) als auch die Gestaltung der einzelnen Textbeiträge (auch wenn diese sich der strukturellen Logik widersetzen).“ 23 Ein Ziel des Editorial Designs ist es Ideen und Sachinhalte in redaktionellen Publikationen zu vermitteln. Hierfür stehen zwei Ebenen zur Verfügung: 1. Zum einen gibt es den Text (bestehend aus einer Überschrift, die die größtmögliche Aufmerksamkeit des Lesers wecken soll sowie dem Haupttext mitsamt hervorgehobenen Passagen). 2. Zum anderen steht die visuelle Informationen wie Fotos, Illustrationen, Diagramme, zumeist als eine ergänzende Erläuterung zum Haupttext.24 21  22  23  24 

10

Vgl. (Design made in Germany, 2010) (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 6) Martin Venezky in (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 198) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 6)


Die Gestaltung des redaktionellen Materials hat vielfältige Funktionen: Sie soll dem Inhalt Ausdrucksstärke und Individualität verleihen. Mithilfe der Gestaltung muss um die Aufmerksamkeit des Lesers geworben, sowie die Materialvielfalt strukturiert werden. 25 „Im Idealfall bildet Editorial Design eine Art innovatives Forschungslabor, das fortwährend neue Gestaltungsideen kreiert.“ 26 „Editorial Design erfolgt auf der Grundlage sich stetig verändernder Inhalte, weshalb eine gute Planung für den täglichen kreativen Prozess unumgänglich ist.“ 27 Unterscheiden muss man dabei, ob es sich um eine tägliche, wöchentliche oder monatliche Publikation handelt. Bei täglich erscheinenden Titeln sind die Vorgaben bezüglich des Layouts viel enger gefasst, da nicht genug Zeit bleibt jeden Tag neue Ansätze zu erarbeiten. Deswegen wird meist nach einer Art Baukastensystem gearbeitet, welches den redaktionellen Inhalten gerecht wird. Bei einem wöchentlich oder monatlich erscheinendem Medium ist die Vorlaufzeit länger, sodass man sich mit Fotografen oder Illustratoren treffen kann, um gemeinsam Themen zu erarbeiten und diese Inhalte dann individuell ins Raster einzupassen.28 Diese Arbeit befasst sich überwiegend mit Zeitschriften die wöchentlich, monatlich oder in einem größeren Turnus erscheinen und deren Hauptaugenmerk auf der Gestaltung der Inhalte liegt.

25  26  27  28 

Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 6) (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 6) (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 20) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 20 ff.)

11


2.

Grundlegende Layoutkomponenten

2. Grundlegende Komponenten

> 2.1_ Textredaktion > 2.2_ Format > 2.3_Papier > 2.4_Stil > 2.5_Farbe 12


„Am Anfang einer Zeitschrift steht eine Idee.“ 29 Diese kann von einer Person, von einer Gruppe von Menschen stammen, oder aufgrund systematischer Überlegungen entstanden sein. Um ein Magazin zu launchen, bedarf es einer schematischen Vorgehensweise. Diese unterscheidet sich zwar von Fall zu Fall, die Grundprinzipien sind jedoch immer ähnlich. 30 (siehe Abbildung 1, S. 14) Die Bearbeitungszeit der einzelnen Punkte unterscheidet sich jedoch in einigen Fällen stark. Die Idee endet nach der Marktforschung bei der Produktdefinition. Wenn alle Anforderungen des konzipierten Druck-Erzeugnisses aufgelistet sind, wird ein Dummy hergestellt, in dem mögliche Geschichten recherchiert sowie die Optik und Gestaltung simuliert werden können. Hierbei arbeiten die Textredaktion und Grafikabteilung eng zusammen. 31 Wenn ein neues Magazin gelauncht werden soll, muss nach der Themenwahl zunächst das passende Format gefunden werden. Auch das Papier entscheidet, wie das Magazin auf den Betrachter wirkt. Noch entscheidender für die Wirkung auf den Leser ist jedoch der Stil einer Publikation. Auf all das soll im Folgenden eingegangen werden.

2.1 Textredaktion „Zu Beginn eines Heftes steht die Themenkonferenz.“ 32 Zuständige Redakteure diskutieren mit dem Chefredakteur über ihre eingereichten Themenvorschläge. Diese Vorschläge werden auf die Ergiebigkeit bezüglich des geplanten Objektes geprüft, außerdem wird nach einer optimalen journalistischen Umsetzung gesucht. In der 29  30  31  32 

(Brielmaier & Wolf, 2000, S. 114) Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 114) Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 116 ff.) (Moser, 2002, S. 16)

13


Trendbeobachtung / Marktforschung / Leseranalye

Idee

Marktforschung

Produktdefinition

Dummy-Produktion „Text“ / Dummy-Produktion „Optik“

Synthese / Produktion einer Nullnummer

Logistik Abb. 1 Schematischer Ablauf einer Zeitschriftenentwicklung (Quelle: Vgl.(Brielmaier & Wolf, 2000, S. 115))

abschließenden Planung werden dann die endgültigen Themen ausgewählt, und anschließend in der Aufmacherkonferenz zu einzelnen Beiträgen und Visualisierungsideen formuliert. In dieser Phase liegen meist noch keine fertigen Texte, sondern lediglich Inhaltsangaben vor. Dies kann bei der Gestaltung und Bildauswahl zu ungenügenden Ergebnissen führen, da sich aus sprachlichen Details sowie der Stimmung des Beitrags interessante visuelle Gestaltungen ableiten lassen. Je weniger Text vorliegt, desto allgemeiner und ungenauer wird die Bebilderung ausfallen. 33 Entgegen dem Layout von Büchern oder Zeitungen wird bei einer Zeitschrift die Gestaltung dem Inhalt vorangestellt, da die optische Erscheinung einer Zeitschrift 33  Vgl. (Moser, 2002, S. 16 f.) & (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 120)

14


kaufentscheidend ist. Geplante Artikel werden meist nach einem vorher angefertigten Layout geschrieben. 34 In Magazinen werden neben Kurzmeldungen auch Hintergrundberichte veröffentlicht. Ziel ist es, zu unterhalten oder tief greifende fachliche Hintergrundinformationen zu liefern. So kann das Hauptthema um Beiträge aus anderen Perspektiven oder persönliche Reportagen bereichert werden. Eine Vielzahl aller Beiträge in Zeitungen basiert auf Agenturmeldungen, z. B. von der Deutschen Presseagentur dpa. Zeitschriften dagegen suchen sich ihre Themen selbst aus. Magazine werden meist in der Freizeit gelesen, weswegen sich in vielen Beiträgen ein Magazin-Stil erkennen lässt. Dieser zeichnet sich wie folgt aus: • • • •

Überschriften sind witzig und voller Wortspiele, selten nüchtern-sachlich Vorspanne sollen den Leser neugierig machen und nicht den Artikel zusammenfassen die Textsprache ist bildlich und verspielter als bei einer Zeitung eine Fachzeitschrift bildet dabei eine Ausnahme: sie ist sachlich nüchtern 35

Klassischerweise werden der redaktionelle Teil und die Anzeigen voneinander getrennt. Da sich diese aber größtenteils durch Werbeeinnahmen finanzieren, wird diese Trennung nicht immer konsequent beibehalten. Wenn ein Artikel zwar von der Redaktion geschrieben aber von einem Anzeigenkunden bezahlt wird, so ist dies eine offizielle Mischform, wie es z. B. bei einer Produktseite oft der Fall ist. Diese müsste genau genommen als Public Relation gekennzeichnet sein, vor allem wenn Bezugsquellen und Preise genannt werden. 36 Daneben finden auf diesem Weg Themen in ein Magazin, die für den Anzeigenkunden geschrieben werden 34  Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 137) 35  Vgl. (Menhard & Treede, 2004, S.107 ff.) 36  Vgl. (Moser, 2002, S. 162)

15


aber den Leser nicht interessieren. Zudem werden negative (Produkt-) Beiträge, aus Rücksicht gegenüber dem Anzeigenkunden, nicht gedruckt, Testberichte schöngeschrieben oder ein für den Leser unwichtiges Thema künstlich vergrößert, damit es wichtiger erscheint. Aus diesen Gründen ist es selbst für seriöse Publikationen oft ein Kompromiss zwischen redaktioneller Unabhängigkeit und finanziellen Anzeigenerlösen. 37

2.2 Format Als nächste Überlegung ist es sinnvoll, sich das geeignetste Format für diese Publikation zu suchen. Beeinflusst ist diese Entscheidung von den verschiedensten Faktoren: Wenn die Veröffentlichung unterwegs gelesen werden soll, dann ist ein kleines Format sinnvoller, damit es in jede Tasche passt, wobei das Handtaschenformat ("Frauenzeitschriften") wiederum kleiner ist als das Aktentaschenformat ("Männerzeitschriften"). Es muss darauf geachtet werden, wie das aufgeschlagene Format wirkt und wie es in der Hand liegt. Wenn vorher schon feststeht, dass z. B. viele großflächige CD oder Plattencover abgedruckt werden, eignet sich dafür ein quadratisches Format besser, und wenn inhaltlich größtenteils Flaschen abgebildet werden, so wäre ein schmales Hochformat die richtige Wahl. Drucktechnische Aspekte sind ebenfalls zu berücksichtigen, so können unübliche Formate schnell zu erheblichen Mehrkosten führen. Man sollte darauf achten, dass die Druckmaschinen die bestmögliche Ausnutzung erreichen. Bei dieser Angelegenheit ist es sinnvoll, vorher Absprache mit der Druckerei zu treffen. 38

37  Vgl. (Menhard & Treede, 2004, S.147 f.) 38  Vgl. (Moser, 2002, S. 24)

16


Zudem unterliegt jedes Brief- bzw. Faxpapier, jede Versandhülle und jeder Laserdrucker einer DIN-Norm. Das heutzutage am meisten verbreitete Format ist DINA4 (210 mm x 297 mm), das passt in jeden handelsüblichen Drucker und ist durch die Normierung am preisgünstigsten. Weitere Normierungen spielen ebenfalls eine Rolle, da Periodika z. B. in Ladenregale oder in Briefkästen passen müssen. Fachzeitschriften werden häufig im DIN-A4-Format gedruckt, bei Publikumszeitschriften hat sich ein etwas größeres Format als DIN-A4 etabliert. 39

2.3 Papier Obwohl ein Magazin vollständig aus Papier hergestellt ist, wird diesem Thema oft nicht die Beachtung geschenkt, die es verdient. Papierhersteller können aufschlussreiche Informationen darüber geben, was für ein Papier für welchen Zweck geeignet ist. Das Format und die Grammatur (Papiergewicht) stehen in einer Wechselbeziehung zueinander. Anhand eines vorher angefertigten Dummys „kann man prüfen, ob das Papier und die Grammatur zum Format und dem geplanten Umfang passt, ob das Heft zu steif oder zu weich ist“.40 Die Papierdicke des Umschlags sollte sich zu denen der Innenseiten unterscheiden, denn dieses Verhältnis ist für die Anmutung entscheidend. Die Umschlagseiten sind immer schwerer als die Innenseiten. Wenn die Umschlagseiten zu dünn sind, reißt es an den Heftklammern aus.41 Die Qualität von Druck-Erzeugnissen hängt unmittelbar von der Wahl des Papieres, der Bindung und der Einbandgestaltung ab. Das Papier muss mit dem Charakter der 39  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 26 ff.) & (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 128) 40  (Moser, 2002, S. 24) 41  Vgl. (Moser, 2002, S. 24)

17


Zeitschrift abgestimmt sein, so wirkt z. B. Zeitungspapier umweltfreundlicher als Hochglanzpapier. Auch die Haptik unterscheidet sich stark, so sind Klatschblätter wesentlich dünner als Hochglanz-Modemagazine.42 Während in den 90ger Jahren für hochwertige Publikationen Hochglanz-Papier verwendet wurde, lässt sich laut Frutiger derzeit ein gegenteiliger Trend feststellen, der zur Verwendung von mattem Papier.43 Wenn z. B. die naturgetreue Farbwiedergabe das wichtigste Kriterium darstellt, ist ein blau-weiß gestrichenes, mattes Papier von hoher Dichte die richtige Wahl. Das Gewicht oder die Frage, ob vorwiegend Text abgedruckt werden soll, spielen bei der Entscheidung des richtigen Papiers ebenso eine Rolle. Die Wahl des Papieres richtet sich nach folgenden Faktoren: •

• •

Auf oberflächenveredeltem, d. h. gestrichenem Papier können Abbildungen besser dargestellt werden, da das Licht besser reflektiert und Druckfarbe weniger absorbiert wird. Ungestrichene Papiere wiederum fördern die Lesbarkeit von Texten, da Kontraste gedämpft werden. Während üblicherweise für hochwertige, bebilderte Publikationen glänzendes Papier bevorzugt wird, kann mattes Papier ein Qualitätsmerkmal darstellen. Dickes Papier wirkt wertiger und wird zumeist mit intellektuellen Printmedien wie Kunstbüchern in Verbindung gebracht, wobei mit oberflächenveredeltem, dünnem Papier, mit hoher Opazität und hohem Weißanteil die gleiche Wirkung erzielt werden kann. Eine hohe Opazität bezeichnet eine hohe Lichtundurchlässigkeit, eine niedrige Opazität demnach eine höhere Transparenz, was vor allem bei asymmetrischen Rastern störend ist.

42  Vgl. (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 111 f.) 43  Vgl. (Frutiger, 2005, S. 53)

18


Schweres Papier signalisiert Luxus, verursacht aber bei der Beschaffung wie beim Versand höhere Kosten und führt zu einem höheren Gesamtgewicht einer Publikation. Je höher der Anteil an Bleichmitteln, desto höher der Weißgrad und desto mehr blaues Licht wird reflektiert.44 „Dies verbessert die Reproduzierbarkeit von Bildmaterial, kann aber die Lesbarkeit von Texten verschlechtern.“45 Außerdem kann die Stabilität und Bedruckbarkeit des Papiers beeinträchtigt werden. Zuletzt stellt sich die Frage ob Recycling-Papier oder Papier aus originären Rohstoffen verwendet werden soll.46

In der heutigen Zeit kommen viele neue Papiere auf den Markt, alle mit für gewisse Zwecke relevanten Eigenschaften. Bei der Wahl des Papieres sollte man sich von der Druckerei beraten lassen und vor Ort fertige Druck-Erzeugnisse begutachten, um das geeignete Papier auszuwählen.

2.4 Stil Den Stil einer Publikation erkennt man sofort: „ernsthaft oder lustig, traditionell oder modern, symmetrisch oder asymmetrisch“.47 Ein typischer Leser „fühlt“ den Stil einer Zeitschrift, kann aber meist die charakteristischen Stilelemente nicht benennen. Im Groben lassen sich drei unterschiedliche Bereiche ausmachen, die den Charakter einer Zeitschrift bestimmen: den redaktionellen Stil, den Designstil und den Stil der Werbung.48 44  45  46  47  48 

Vgl. (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 126 f.) (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 127) Vgl. (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 127) (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 108) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 108 f.)

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„Der redaktionelle Stil bestimmt die organisatorische Abfolge der einzelnen Seiten, den Sprachstil, die Art der Abbildungen und grafischen Elemente sowie die Anzahl und Zusammensetzung der Beiträge.“ 49 Ein Großteil der Verleger gestalten ihre Zeitschriften nach einem festen Layoutschema, in dem sie z. B. Reportagen und Interviews mehr Raum (und damit Präsenz) geben als andere Bereiche. Der Hintergrund ist, dass Reportagen und Interviews in einem Stück gelesen werden, während das restliche Heft mit Kritiken, Nachrichten oder Veranstaltungshinweise eher überflogen oder in freier Reihenfolge durchstöbert wird. Wichtig ist, dass die Reihenfolge der Beiträge in verschiedenen Ausgaben konsequent beibehalten wird, nur so erhält der Leser eine Orientierungshilfe. 50 Der Designstil umfasst alle visuellen Gestaltungsfaktoren einer Zeitschrift. Durch das Format, die Papierqualität, die Heftstruktur und spezifische Designelemente entsteht ein individueller Charakter, ein Stil und somit ein Wiedererkennungswert.51 Der Stil einer Periodika wird vor allem durch individuelle Verwendung und Kombination aus vielen einzelnen Designelementen wie Schrifttypen, Farben, Einbandgestaltung oder Grafiken bestimmt. Üblicherweise werden Zeitschriften nicht von der ersten bis zur letzten Seite gelesen, vielmehr werden einzelne Features und Beiträge gezielt herausgesucht, und andere Seiten einfach überblättert. Die Struktur eines Magazins kann auch experimenteller ausfallen, da der geübte Leser sich mit jeder denkbaren Struktur eines Heftes vertraut machen kann. Wichtig ist, dass man den ungeübten Leser eine Navigationshilfe wie z. B. Rubriktitel (siehe Abschnitt 7.10, S. 63) zur Hand gibt. 52

49  50  51  52 

20

(Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 109) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 109) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 108) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 112)


Der dritte Bereich, der den Stil einer Zeitschrift prägt, ist der Stil der Werbung. Da nahezu alle Periodika ihre Kosten größtenteils durch Werbeannoncen decken, haben diese Einfluss auf das Gesamtkonzept und auf die für redaktionelle Beiträge verfügbare Seitenzahl. Oft befindet sich die Anzeige auf der zwar teureren, aber eher ins Auge fallenden rechten Seite der Zeitschrift. Demzufolge bleibt der redaktionelle Teil tendenziell eher auf die linke Seite. 53

2.5 Farbe Farbinformationen im Printbereich werden als CMYK (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz) gespeichert. Aus diesen Farben lassen sich im Druck nahezu alle Farben mischen. Wünscht sich der Designer eine speziellere Farbgebung, so muss er Sonderfarben verwenden, die im Druck eine fünfte Farbe darstellen. Sonderfarben sind meist lebendiger als die üblichen Farbtonmischungen und können ein Design aufpeppen, man sollte jedoch die dadurch entstehenden Mehrkosten berücksichtigen. 54 Vor allem bei hochwertigen, designorientierten Publikationen finden Sonderfarben vermehrt Anwendung. „Jede Farbe kann potenziell Aufmerksamkeit und Emotionen erwecken, wobei einige von ihrem Symbolgehalt her stärker festgelegt sind als andere.“55 Als Farbe in Magazinen Einzug hielt, konnten sie noch den Einzelverkauf stimulieren. Doch als ziemlich bald alle anderen Blätter nachzogen, war dieses Kaufargument nichtig. Wenn man heutzutage die Wahl hat zwischen einem farbigen und einem Schwarz-Weiß-Foto, sollte man immer unabhängig von der Farbe das bessere 53  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 112 f.) 54  Vgl. (Ambrose & Harris, 2006, S. 14, 20 ff.) 55  (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 29)

21


Foto wählen. Der Einsatz einer Zweit- oder Schmuckfarbe als ordnendes oder auflockerndes Element wirkt nur ansprechend, wenn sie sinnvoll und zurückhaltend eingesetzt wird. Bei übermäßigem Einsatz verliert sie für den Leser an Funktion. 56 Für die Wahl der Farben und deren Umgang gibt es kein allgemein gültiges Rezept, aber dennoch einige geltenden Grundregeln: • • • •

• •

Farbe ändert sich nach gesellschaftlichem Geschmack in bestimmten Zyklen Farbe darf nicht von den Inhalten ablenken und muss deswegen überlegt eingesetzt werden empfohlen wird eine begrenzte Farbpalette: zu viel Farbe wirkt unübersichtlich als Leitsystem verwendet findet Farbe vor allem im Einsatz bei Titelzeilen oder Kästen eine leitende Wirkung; ein Kasten sticht hervor, bei vielen farbige Kästen geht ein einzelner unter Rot ist die intensivste und am ehesten wahrgenommene Farbe, Blau wirkt dezent, schwarz und grau fallen am wenigsten auf Verwendung von Farben hängt vom ästhetischem Umfeld der Zielgruppe ab: während die »Yello Press« eher bunt mit vielen warmen Farben gestaltet wird, setzt die Wirtschaftspresse eher auf einen dezenten Einsatz von Farbe und allenfalls rote Titelzeilen, Jugendzeitschriften lieben es bunt und naturverbundene Magazine sind grün oder erdfarben jeder einzelne Artikel folgt einer eigenen, zum Thema passenden Farbwahl, so werden z. B. Farben oder Formen eines Fotos im Layout aufgegriffen, wodurch sich der Text mit dem Bild zu einem harmonischen Ganzen verbindet. 57

56  Vgl. (Meissner 1992, S. 166 ff.) 57  Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 223 ff.) & (Menhard & Treede, 2004, S.161 ff.)

22


Ein Farbleitsystem ist ein Konzept, bei dem einzelnen Rubriken einer Zeitschrift eine spezifische Farbe zugewiesen wird. Diese Farbwahl kann im Inhaltsverzeichnis sowie auf den Seiten der jeweiligen Rubrik anzufinden sein. 58

58  Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 252)

23


3.

Gestaltungsraster 3. Gestaltungsraster

> 3.1_Satzspiegel > 3.2_Spalteneinteilung > 3.3_Satzausrichtung 24


Das Gestaltungsraster ist ein „aus vertikalen und horizontalen Linien bestehendes „Gerüst“, das Gestaltungseinheiten in einem Layout definiert.“59 „Ein Gestaltungsraster hat die Aufgabe, alle Gestaltungselemente nach eigenen Vorlieben zu ordnen.“60 Die Schweizer Rastertypografie entstand in den Jahren 1950–55 und führte für die Gestaltung ein Rastersystem ein, dessen Einhalten für die Schönheit aller Publikationen entscheidend sei.61 Während das Raster laut den Schweizern nicht übertreten werden darf, vergleicht Maxbauer das Gestaltungsraster eher mit einem Musiktakt: Ohne ihn wäre Musik nur eine sinnlose Aneinanderreihung von Tönen ohne Struktur. Erst die scheinbare Beschränkung durch den Takt lässt verschiedene Instrumente gleichzeitig erklingen und daraus ein Musikstück entstehen. Analog dazu schränkt ein gutes Gestaltungsraster den Grafiker nicht ein, sondern gibt der Publikation einen Rahmen, eine Struktur, in der man sich frei entfalten kann.62 Vor allem bei Seriengestaltungen wie Zeitschriften erleichtert das Raster das freie Arbeiten und hilft dabei, den vorhanden Raum zu nutzen und Zeit zu sparen. Bei paralleler Zusammenarbeit mehrerer Kollegen an einem Projekt führt ein Raster bei abwechslungsreichen Layouts zu homogenen Ergebnissen.63 Das Anlegen eines Templates für Musterseiten erleichtert und verkürzt diesen Layout- und Herstellungsprozess erheblich.64 Ein wichtiges Kriterium bei der Gestaltung eines neuen Rasters ist das Papierformat (siehe Abschnitt 2.2, S. 16), an dem sich dann der Satzspiegel sowie die Spalten59  60  61  62  63  64 

(Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 200) (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 14) Vgl. (Frutiger, 2005, S.61) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 4 f.) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 17, 21) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 74)

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einteilung richtet.65 Auf die Bildanpassung und die typografischen Parameter die eingesetzt werden, wird in den nächsten Kapiteln eingegangen.

3.1 Satzspiegel „Der Satzspiegel ist die von den Papierrändern umschlossene Druckfläche einer Seite, bestehend aus Grundtext, Rubriken, eventuellen Kolumnentiteln und Fußnoten.“66 Diese Entwurfsgrundlage ist im Prinzip ein in das Gestaltungsraster integrierter Text- und Bildcontainer, anhand dessen einzelne voneinander unabhängige Seitenlayouts entstehen können. Da eine bedruckte Doppelseite als Einheit gesehen wird, ergeben sich außen (Außensteg) andere Ränder als innen (Bundsteg)67 (siehe Abbildung 2, S. 28).

3.2 Spalteneinteilung Wenn das Format und der Satzspiegel festgelegt sind, muss sich der Designer entscheiden, was für eine Spalteneinteilung die geeignete für die jeweilige Zeitschrift ist. Die passende Spaltenzahl richtet sich nach dem gewählten Format, so passen auf eine DIN-A3 Seite mehr Spalten als auf eine Seite nach DIN-A5. Einspaltige Publikationen strahlen Ruhe aus, finden sich allerdings eher in Büchern denn in Zeitschriften. Grund für Einspalter sind die weitgehend homogenen Inhalte wie in einem Buch, die linear gelesen werden wollen. Ein Grund, wel65  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 20) 66  (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 48) 67  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 48 f.)

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cher dagegen spricht, ist die schnell abnehmende Lesemotivation bei langen Zeilen. Charakteristisch für einen Einspalter ist der großzügige Weißraum, der durch besonders breite Stege entsteht.68 Lebendiger wird der Entwurf mit mehreren Spalten, wobei zu beachten ist, dass die gestalterische Basis nicht verloren geht. Die Spaltenanzahl wirkt sich direkt auf die Spaltenbreiten aus: je mehr Spalten es gibt, desto dünner sind sie. Als Faustregel für den Spaltenabstand gilt, dass er nicht geringer ausfallen darf als der Zeilenabstand im Grundlinienraster.69 Weiterhin sollte eine Textzeile aus mindestens sechs Wörtern bestehen, also ca. 40 Zeichen lang sein. Je komplexer der Inhalt, desto flexibler muss das Raster sein, damit die unterschiedlichsten Inhalte eingepasst werden können.70 Zweispaltige Layouts wirken aufgrund der ruhigen Symmetrie ausgeglichen. Sie finden sich vor allem in Geschäftsberichten oder Imagebroschüren, aber auch Essays in Zeitschriften sind häufig zweispaltig gesetzt. Ein großer Vorteil ist, dass die Zeilen kürzer sind und sich damit der Text besser lesen lässt. Gerade wegen der Ausgeglichenheit kann man die Ruhe durch asymmetrisch oder rhythmisch angeordnete Bilder und Farbflächen beleben. Ein breit gestalteter Außensteg gäbe mehr Freiraum für z. B. Marginalien, Quotes oder Fotos.71 Wegen der Variabilität bei gleichzeitigen, unproblematischen, konsistenten Layouts ist das dreispaltig angelegte Layout zum Standard avanciert. Es ist sehr variabel, da man Texte sowie Bilder in einer Spalte, in zwei Spalten oder großflächig in drei Spalten anlegen kann, ohne dass sie aus dem Raster fallen. Auch Informationskäs68  69  70  71 

Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 110 f.) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 40) Vgl. (Spiekermann, 2004 S. 149) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 112)

27


Kopfsteg

Dokumentraster

Satzspiegel

Bundsteg

AuĂ&#x;ensteg

FuĂ&#x;steg


Spaltenabstand/ Zwischenschlag

Zweispaltiges Layout

Abb. 2 Gestaltungsraster; Quelle: (Eigene Darstellung)


ten oder Tabellen können so wirksam in Szene gesetzt werden.72 Von Natur aus lebhaft präsentieren sich vierspaltige Entwürfe, da sie mit Eigenschaften wie umfangreich oder abwechslungsreich in Verbindung gebracht werden. Durch z. B. Zusammenfassen von zwei Spalten zu einer Textspalte, kann die Lesbarkeit ohne zu häufige Silbentrennung gewährleistet werden. Kurze, strukturierte Informationen hingegen lassen sich gut in ein vierspaltiges Layout aufbereiten. Bilder können in den unterschiedlichsten Größen angelegt werden, wobei empfohlen wird, sich an den Spaltenbreiten zu orientieren, da Zwischengrößen sich zu einem unruhigen Layout entwickeln würden.73 Bei der Verwendung von einem Raster mit mehr als vier Spalten liegt die große Herausforderung darin, ein ruhiges, ausgewogenes Design (aus DIN-A4) zu entwickeln. Kurze, in sich strukturierte Informationen lassen sich unter Zuhilfenahme von Überschriften gut aufbereiten, was z. B. bei einem Reiseführer der Fall sein muss.74 Diese Einschränkung gilt allerdings nur, wenn der Designer jede Spalte einzeln nutzt. Bei komplexen Inhalten können sich vielspaltige Layouts sehr gut eignen. Der Fließtext streckt sich dann über mehrere Spalten, und Bilder lassen sich in diesem Raster frei platzieren. Der Vorteil ist, dass in dieser weiteren Unterteilung auch Bildunterschriften in kleinerer Schrift und kurzen Zeilen in das Raster passen.75 Eine aus der schweizer Typografie kommende Gestaltungsform ist das modulare Raster. Dieses weißt neben den vertikalen Unterteilungen auch horizontale Linien auf. So entstehen Module, die durch ihre feste Position und das feste Format ein 72  73  74  75 

30

Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 115) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 117 f.) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 120) Vgl. (Spiekermann, 2004 S. 149)


sehr aufgeräumtes Layout ergeben.76 Je nachdem für was ein Raster entwickelt werden soll, müssen verschiedene Dinge beachtet werden. Das funktionierende Gestaltungsraster einer Zeitschrift wirkt auf drei Ebenen: 1. Es bietet Orientierung mit wechselnden Inhalten, 2. es entwickelt ein eigenes Profil, einen Stil, an den sich der Leser erst gewöhnen und dann binden kann und 3. zuletzt ist es flexibel genug, um Bilderstrecken, individuellen Layouts von Serien und anderen besonderen Artikeln Raum zu geben. Im Gegensatz zu einem Buchraster sind die Stege bei einem Magazin viel dünner. Die meisten Zeitschriften beinhalten verschiedene Gestaltungsraster gleichzeitig, abhängig von den Rubriken und Inhalten, mit unterschiedlichen Spaltenzahlen und -breiten.77 Bei diesen ganzen Regeln muss man sich bewusst sein, dass sie zwar konsequent, aber nicht starr angewandt werden dürfen. Wenn ein Bildausschnitt nicht ins Raster passt, oder eine Überschrift im Raster nicht wirkt sollte man lieber eine Ausnahme machen und das Raster nur als eine Art Leitprinzip verstehen.78 Komplexe Tabellen wie z. B. Preislisten oder Fahrpläne passen meist gar nicht in das vorgegebene Raster. Hierbei muss sich der Seitenaufbau nach dem Inhalt und der Struktur der Information richten.79

76  77  78  79 

Vgl. (Lupton, 2007, S.151) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 62) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 34) Vgl. (Spiekermann, 2004 S. 153)

31


3.3 Satzausrichtung Die Satzausrichtung bezeichnet die Anordnung und den Lauf von Textzeilen entlang von Achsen. Entscheidend ist nicht allein die erzielte optische Wirkung, sondern vor allem die Lesbarkeit sowie der Einsatzzweck. Die graue Linie kennzeichnet die jeweilige Textachse. Ein linksbündiger Satz wird als aktiv und lebendig empfunden, da er von der linken, geraden Kante nach rechts ausflattert. Er wird gewählt, um den natürlichen Sprachfluss zu erhalten und um unterschiedliche Wortabstände zu vermeiden. Es sollten übertriebene Silbentrennungen vermieden werden, damit der Satz natürlich flattert. Ein rechtsbündiger Satz ist die optisch aktivste Form des Zeilenfalls. Die Zeilen wirken „kraftvoll – so, als wollten sie gegen die gemeinsame Satzkante drücken.“80 Die Lesbarkeit wird dadurch gemindert, dass das Auge Schwierigkeiten hat den Zeilenanfang der nächsten Zeile zu finden, weswegen sich der Einsatz auf sehr kurze Texte wie Headlines, Seitenleisten oder Bildunterschriften beschränkt. Beim Blocksatz schließen beide Enden mit einer geraden Kante ab, die Zeilen sind demnach links als auch rechts bündig. So erreicht der Blocksatz die Ruhe und Neutralität eines Rechtecks. Damit jede Zeile auf beiden Seiten bündig endet, müssen die Wortabstände verändert werden. Dies kann zu unschönen Lücken führen. Trotzdem ist er wegen seiner effizienten Raumnutzung in Büchern, Zeitungen und Zeitschriften die beliebteste Art und Weise der Satzausrichtung.

80  (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 220 ff.)

32


Ein zentrierter Satz hat die Achse in der Mitte, was bedeutet, dass er zu beiden Seiten hin flattert, wodurch er von den Seitenrändern losgelöst wirkt. Diese Form wird meist gewählt, wenn Zurücknahme oder Ehrfurcht dargestellt werden soll. Das entspricht den bevorzugten Einsatzgebieten: Buchinnentitel, Überschriften im Feuilleton, Urkunden oder Briefpapiere von Kanzleien. Bedingt durch schlechte Lesbarkeit bietet er sich nur für kurze Textpassagen an, und sollte nicht mit einem anderen Satz vermischt werden. 81

Wenn alle Zeilen unterschiedlich lang sind und keine gemeinsamen Linien aufweisen, spricht man von einem Freien Zeilenfall. Dieser findet vor allem in der Werbung Verwendung. Oftmals findet man diesen Satz in Kombination mit verschieden großen, fetten oder farbigen Head- und Subheadlines.

G Z e e s i t l ü e r n z t e

– oder auch senkrechte Zeilen genannt – finden aufgrund der sehr schlechten Lesbarkeit nur selten und meist in kurzen Texten Anwendung. Auf Buchrücken sowie in manchen Ladenbeschriftungen ist es oft nicht anders möglich. Bei Plakaten, Broschüren oder Magazinen kann es eine interessante Brechung des Layouts bewirken, wodurch diese Zeilen besonders herausragen und auffallen.

Der Beginn eines neuen Gedankengangs oder Inhaltes wird oft mit einem Absatz markiert, was bedeutet, dass der neue Textabschnitt eine Zeile tiefer, bzw. nach einer Zeile Abstand anfängt. Verstärkt werden kann die Wirkung durch einen unbedruckten Raum – den Einzug – der die erste Zeile des Absatzes nach rechts versetzt beginnen lässt. Vor allem bei längeren Texten erlauben Absatzzwischenräume neben dem gelockerten Layout eine inhaltliche Gliederung. 82 81  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 216 ff.) & (Lupton, 2007, S. 84 f.) 82  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 220 ff.)

33


4.

Layout / Seitenaufbau

4. Layout/Seitenaufbau

> 4.1_Formen setzen > 4.2_Bilder setzen 34


Ein Druck-Erzeugnis ist ein Markenprodukt und das Layout dessen sollte zu einer Wiedererkennbarkeit führen. Dazu gehören der Titel als Markenzeichen, einheitliche Schriften, eine wiederkehrende Heftstruktur sowie wiederholte Elemente an festen Plätzen.83 Für ein gutes Layout gibt es keine Patentlösung. Neben den Faktoren Planung, Kommunikation und Organisation kommen eine effektive Kostenkontrolle und Kenntnisse über den gesamten Layoutprozess zum Tragen. Die Reihenfolge und Anzahl der redaktionellen Seiten werden in einem Heftplan vorher festgelegt und stehen in einem bestimmten Verhältnis zu den Werbeseiten. Dabei ist der ganze Prozess fließend84: „Ständig wird geplant, realisiert, wieder verworfen und neu begonnen.“85 Schon frühzeitig werden budgetintensive Entscheidungen, welche Bildmaterial, Papier, Drucksonderfarben und Papierveredelungen wie Prägungen betreffen, gefällt. Der Designprozess beginnt, wenn die Themen mitsamt passender Bilder bzw. Illustrationen eintreffen bzw. ausgewählt werden. Das Vorgehen wird meist vom Termindruck bestimmt, denn der vorher festgelegte Zeitplan der Druckerei entscheidet, ob man z. B. ein minder gelungenes Layout durch ein neues ersetzen kann oder nicht.86 Heutzutage muss eine Publikation inhaltlich vielfältig, unkompliziert zu handhaben und interessant zu lesen sein. Diesen Ansprüchen muss das Layout durch z. B. die Bildwahl, die Headlines, hervorgehobene Textstellen, Aufzählungspunkte oder einem Weißraum entsprechen. Ein gutes Layout zeichnet sich durch Harmonie der räumlichen Verteilung von Text, Bildern und grafischen Elementen aus.87 Der Eindruck einer Seite entsteht schon bevor der Leser nur ein Wort gelesen hat und 83  84  85  86  87 

Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 13) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S.90 ff.) (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S.90) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S.90 ff.) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S.90 ff.)

35


setzt sich zusammen aus der Interaktion der Elemente sowie dem Aussehen jedes einzelnen davon.88 „Grundsätzlich ist bei der Gestaltung einer Zeitschriftenstrecke eine gewisse Verteilung von Bild und Text zu beachten.“89 Innerhalb der Publikation muss es ebenso ein Wechsel zwischen bild- und textlastigen Beiträgen geben, da das Heftlayout sonst erstens zu monoton und zweitens zu unübersichtlich werden könnte.90

4.1 Formen setzen Das Arrangement von Formen bildet einen wichtigen Aspekt des Editorial Designs. Laut Mark Porter vom Guardian gibt es vier wesentliche Elemente: Überschriften, Text, Grafiken und Weißraum. Mit zusammengekniffenen Augen verschwimmen Textblöcke zu grauen Flächen, Bilder zu Vier- oder Dreiecken und unregelmäßige Zeichnungen zu undefinierbaren Formen. Auf einer (Doppel-) Seite wirken diese Formen miteinander, stehen in Verbindung oder bilden stark strukturierte Diagonalen. So können Muster gebildet werden, die den Lesefluss entscheidend verbessern können. Dadurch bekommt jede Seite einen bestimmten Charakter, einzelne Beiträge werden voneinander abgegrenzt und nicht zuletzt kann der Blick des Lesers auf einen bestimmten Punkt der Seite gelenkt werden. Je größer und auffälliger ein Objekt ist, desto schneller wird der Blick auf dieses Objekt gelenkt.91 Weißflächen führen bei einem überladenen Layout zu einem klar und einfach strukturierten Zeitschriftendesign. Besonders bei der Gestaltung von Kopf- oder 88  89  90  91 

36

Vgl. (Spiekermann, 2004 S. 40) (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 223) Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 223) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S.95 f.)


Abb. 3 Nebeneinandereihung von Bildern, (Quelle: (Playboard, 05.2010, S. 10)) Eine Nebeneinanderreihung mehrerer Bilder ergibt einen Handlungsablauf, hier ein Skateboard-Trick

Fußzeilen, von Headlines und Vorspann, Kolumnen oder herausgestellten Zitaten entfalten Weißflächen ihre vollständige Wirkung.92 Formen werden vor allem bei textlastigen Seiten eingesetzt, um die Monotonie aufzubrechen. Mit Farbe unterlegte Formen können Elemente trennen oder verbinden. Die gleiche Wirkung können farbige Überschriften, Linien und Balken entfalten.93

4.2 Bilder setzen Bilder spielen bei Magazinen eine tragende Rolle, und das Einbinden verschiedener Bilder in ein Layout erfolgt keinesfalls zufällig. Beim Layouten einer (Doppel-) Seite sollte man das große, blickfangende Bild zuerst platzieren. Danach arbeitet man auf den kleinteiligen Bilderebenen weiter. Dabei gilt (in der westlich geprägten Welt): •

Die obere Hälfte einer Fläche ist mit der Assoziation Aktivität belegt, die untere Hälfte mit Passivität.

92  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 56) 93  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S.98)

37


Abb. 4 Gleicher Inhalt verschieden dargestellt, (Quelle: (Karlberg, 2005, S. 57)) Hier werden zwei Fotos mit verschiedenen Ausschnitten der selben Motivs dargestellt. Dies eignet sich, um wenig vorhandenes Bildmaterial interessant zu präsentieren. Außerdem erfüllt es die Funktion einer Lupe.

Abb. 5 Tableauartige Blöcke , (Quelle: (Shin, 2005, S. 104 f.)) Doppelseite zum Thema Entwicklungshilfe, viele Bilder angeordnet zu tableauartigen Blöcken, kann die Vielfalt des Themas darstellen und dabei die Stimmung einfangen

• •

38

Die linke Seite steht für den Start, die Rechte für das Ziel und die Mitte steht als ruhender Pol. Weiterhin haben Menschen einen Reflex, Blicken oder Bewegungen anderer


zu folgen. Dies kann man sich in der Bildgestaltung zunutze machen. 94 „Blicke und Bewegungen werden in der Regel durch andere Bilder, durch Headlines oder Logos "abgefangen" und auf ein Ziel weitergeleitet.“ 95 So ergibt sich bei vielen Bildern ihre Position im Layout aus dem Motiv heraus. Ist kein Ziel für die Blickbewegung erwünscht bzw. vorhanden, sollten Blicke und Bewegungen zum Heftbund laufen, um kompakter und ruhiger zu wirken. Bei z. B. Sportzeitschriften, bei denen die Bewegung schon ein Wert für sich darstellt, gelten entgegengesetzte Regeln: Alle Blicke sowie Bewegungsrichtungen gehen nach außen und wirken so dynamischer.96 „Manche Ideen oder Konzepte lassen sich schwer in einem einzelnen Bild ausdrücken“97 und müssen als Bilderfolge gezeigt werden. Dies benötigt zwar mehr Raum beim Setzen, dafür lassen sich komplexere Sachverhalte darstellen.98 Eine Nebeneinanderreihung mehrerer aufeinander folgender Bilder bietet sich für die Darstellung eines linearen Handlungsablaufes an (siehe Abbildung 3, S. 37). So wirken mehrere Bilder in einem Layout zusammen als Komposition – wie bei einem Filmstreifen. Dem verwandt ist das Bildordnungsprinzip zu tableauartigen Blöcken, wodurch ein Gesamteindruck erzielt werden kann, ohne dass ein einzelnes Bild heraussticht. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass alle Bilder ähnliche Formen, Farben oder Motive aufzeigen. Bei diesem Prinzip unterscheidet man drei Kompositionen:

94  95  96  97  98 

Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 154) (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 154) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 154) (Ambrose & Harris, 2006, S. 104) Vgl. (Ambrose & Harris, 2006, S. 104)

39


1. Es werden Bilder gleichen Bildinhaltes in unterschiedlichen Entfernungen und/oder Perspektiven gezeigt, wodurch das Motiv besonders wirksam inszeniert wird (siehe Abbildung 4, S. 38). 2. Eine große Vielfalt lässt sich durch die Nebeneinandereihung unterschiedlicher Bilder darstellen (siehe Abbildung 5, S. 38) 3. Die Mischung aus beiden vorigen Kompositionen zeigt ähnliche Objekte in anderer Umgebung oder verschiedene Objekte bei konstanter Umgebungsfarbe.99 Ein anderes Prinzip, die Vielfalt meist ähnlicher Gegenstände gleichmäßig darzustellen, ist die gleichmäßige Verteilung von Bildern, die Streuung, die allerdings nur bei einer Doppelseite befriedigend funktioniert. Im Gegensatz zu tableauartigen Blöcken bietet sich die Streuung ebenso für freigestellte Motive an. Außerdem lassen sich einzelne Objekte vergrößert darstellen und das Gesamtbild wirkt lebhafter. Sind die Motive zu uneinheitlich, muss ein gemeinsamer Darstellungsstil über Farben, Formen oder dominante Begleittypografie gefunden werden.100 „Eine der beliebtesten Anordnungen von Bildern, aber auch von Initialen und Seitenansprachen, ist deren Positionierung im Dreieck.“<?> Der Blick des Betrachters lässt sich besonders gut steuern, wenn die Abbildungen in ihrer Größe kontinuierlich abnehmen: Oben links steht das größte Bild, dann das mittelgroße und rechts das kleinste.101 Eine andere Möglichkeit Bilder anzuordnen ist das Kumulationsprinzip. Hierbei wird eine größere Hauptabbildung durch mehrere kleine Fotos ergänzt. Je markanter der Größen- und Proportionsunterschied ist, desto aktiver ist die Optik. So 99  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 158 f.) 100  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 161) 101  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 160)

40


lassen sich mehrere Inhalte zu einer kleinen Geschichte oder zu einem atmosphärischen Gebilde zusammenfügen.102 Auch Fotos „aus extremen Kamerawinkeln, ungewöhnlich beschnitten oder riesig vergrößert, können die Wirkung eines Layouts erheblich beeinflussen und ebenso originelle wie unerwartete Perspektiven eröffnen.“ 103

102  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 162) 103  (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 72)

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5.

Titel-Cover

5. Titel-Cover

> 5.1_Logo-Design > 5.2_Foto-Cover > 5.3_Illustrations-Cover > 5.4_Typografie-Cover 42


Das Erste, was man in einem Laden zu sehen bekommt, ist das Cover bzw. Titelbild einer Publikation. Es ist die Visitenkarte einer Publikation und dient als Verkaufsargument, mit dem es sich von der Masse an Konkurrenztiteln abheben kann. Es muss einerseits einen Widererkennungswert haben und andererseits muss erkennbar sein, dass es sich um eine neue Ausgabe handelt. Anhand des Covers lässt sich der Inhalt sowie der Charakter einer Publikation erkennen. Vor allem soll es dazu einladen einen Blick ins Heft zu werfen, weswegen für das Cover fast so viel Zeit und Geld investiert wird, wie für den Rest des Druck-Erzeugnisses.104 Die Cover bei Special-Interest-Magazinen bilden in der Regel eigene visuelle Formen aus, wodurch sich die Gattung auf den ersten Blick erkennen lässt. Bei Computermagazinen unterscheiden sich die Cover innerhalb dieser Gattung sogar nur unwesentlich, alle Cover setzen auf eine typografische Auflistung möglichst vieler Themen. Bei Magazinen für Frauen ist meist eine Frau auf dem Cover zu sehen, als Porträt, Ganzkörper, meist aber als Close-up und fast immer im Augenkontakt zur Leserin. Das männliche Pendant zeigt sich noch homogener. Das typische Motiv zeigt schon seit Jahren ein leicht bekleidetes Mädchen, in Augenkontakt zum Leser vor einem diffus-monochrom-wässrigem Hintergrund.105 Bei Frauenmagazinen spiegelt das Coverfoto die Wunschvorstellung des eigenen Aussehens wider, bei Magazinen für Männer die Traumpartnerin. Eine wirksame Alternative stellen z. B. Abbildungen berühmter Persönlichkeiten dar.106 Zusätzlich gibt es Sonderformen der Gestaltung eines Magazin-Covers. Beliebt ist hierbei, den Titel mit dem Rücktitel in Verbindung zu setzen, dass man z. B. das Titelbild auf der Rückseite von hinten sieht. Eine weitere Möglichkeit bilden unterschiedliche Titelseiten oder sich ergänzende Puzzlestücke für die gleiche Ausgabe. 104  Vgl. (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 29 f.) 105  Vgl. (Moser, 2002, S. 174 ff.) 106  Vgl. (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 30)

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So gab z. B. der Rolling Stone im August 2001 eine Ausgabe mit fünf verschiedenen Covern heraus: Auf jedem war ein anderes Bandmitglied von ‘N Sync zu sehen.107 Der Rücken eines Magazins wird sehr oft unterschätzt, und das, obwohl er bei gestapelten Zeitschriften der einzig sichtbare Teil ist. Meist wird dieser nur für den Aufdruck des Titels und des Erscheinungsdatums genutzt. Durch das Platzieren von ansprechenden Texten die in der Serie ein Ganzes ergeben, werden die Leser zum Sammeln angeregt. Außerdem können die wichtigsten Themen einer Ausgabe platziert werden, was es zu einem bequem nutzbaren Archiv macht.108 Veredelungen wie Stanzungen, Prägungen, Lackierungen, Hologramme und Vexierbilder sind geeignete Mittel, um Aufmerksamkeit zu erregen und sich so von den Wettbewerbern abzusetzen. Durch eine deutliche Produktionskostensteigerung eignet sich dies allerdings nur bei hochwertigen Magazinen. Wichtig ist auch, dass die Veredelung einen konzeptionellen Zweck erfüllt, da sie sonst ihre nachhaltige Wirkung verliert.109 Das Erstellen eines Titelbildes ähnelt der Gestaltung eines Plakates. Ein Titelbild muss ähnliche Prämissen erfüllen: Aufmerksamkeit erzeugen, Informationen vermitteln und Lust auf mehr machen.

107  Vgl. (Moser, 2002, S. 88) 108  Vgl. (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 46 f.) 109  Vgl. (Moser, 2002, S. 28)

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Abb. 6 proud Magazin Logo (Quelle: (proud, Dezember 2009)) Das Logo des Magazins „proud“ mit einem sehr gelungenem Ambigramms, das heißt, dass es richtig herum und auf dem Kopf gelesen werden kann.

5.1 Logo-Design „Zeitschriften sind Markenartikel wie andere Konsumgüter.“ 110 Das Logo auf dem Cover stellt sicher, dass die Leser das Magazin im Regal wiedererkennen. Deshalb sollte das Logo immer gleich aussehen und dem potenziellen Leser zugleich Charakter, Inhalt und Zielsetzung des Druck-Erzeugnisses vermitteln (wie in Abbildung 6, S. 45). In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte sich ein roter Balken mit weißer Schrift als klassische Lösung etabliert. Doch um bei der größer werdenden Titelflut eine Unterscheidbarkeit zu gewährleisten, wurden die Logos variantenreicher. Die Platzierung erfolg meist oben links, damit es am Kiosk in jedem Fall sichtbar ist, selbst wenn es im Regal hinter anderen Magazinen platziert ist. Die Schriftzüge können mit einem Zeichen bzw. Signet – wie es z. B. bei allen Publikationen des Sterns der Fall ist – zu einem Logo zusammengefügt werden. Zudem steht das Logo oft auf einem farbigen Balken, um es vom restlichen Text abzugrenzen.111 Ein gut getexteter Claim unter dem Logo kann den Charakters eines Heftes treffend 110  (Moser, 2002, S. 92) 111  Vgl. (Moser, 2002, S. 92) & (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 44)

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Bild 1 links: intro Mai 2010 Nr. 192, Cover (Quelle: (intro, Mai 2011)) // rechts: Dummy Sommer 2009 Cover (Quelle: (Dummy, Sommer 2011)) Beispiele für Foto-Cover

umreißen und so die vorhandene Zielgruppe bestärken sowie neue Interessenten zum Lesen bewegen.112 Bei allen Möglichkeiten ein Cover zu gestalten, lassen sich grob drei Kategorien feststellen: das Foto-Cover, das Typografie-Cover und das Illustrations-Cover.113

5.2 Foto-Cover Das Foto auf dem Cover ist das weit verbreitetste und am häufigsten genutzte Motiv, wobei hierbei die fotografischen Stilrichtungen und Motive sehr vielfältig sind (siehe Bild 1, S. 46). Ein Porträt – gerne fast lebensgroß und im Prinzip immer mit Blick zum Leser – verspricht die stärkste Suggestivkraft. Starkes heranzoomen oder ungewöhnliche Anschnitte werden ebenfalls genutzt um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Noch interessanter wirkt es, wenn das Foto Menschen mit echten Emotionen 112  Vgl. (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 61) 113  Vgl. (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, 2008, S. 34)

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wie Lächeln, Wut, Angst oder Begeisterung abbildet. Das Multipicture-Prinzip ist zwar unplakativer, dafür kann mit dieser Methode Vielfalt oder unterschiedliche Aspekte gezeigt werden.114

5.3 Illustrations-Cover Eine andere Möglichkeit sich von Mitbewerbern abzugrenzen und Eigenständigkeit zu beweisen sind Illustrations-Cover (siehe Bild 2, S. 48). Durch die künstlerische und persönliche Note, die ein Illustrator dem Cover verleiht, wird der Interpretationsspielraum beim Leser erhöht.115 „Das Künstlerisch-Elitäre einer guten Illustration ist allerdings für die breite Masse nicht geeignet. Deshalb wird sie immer eine Ausnahme bleiben.“ 116 So finden sich Illustrations-Cover „nur selten bei gängigen Publikumszeitschriften, jedoch regelmäßig bei Fachzeitschriften, reinen Abonnementblättern, wöchentlich erscheinenden Nachrichtenmagazinen oder bei Zeitungsbeilagen.“ 117

5.4 Typografie-Cover Die Titelgestaltung mit typografischen Mitteln ist weniger populär als das Fotobzw. Illustrations-Cover. Ein Grund hierfür ist unsere Kultur, die eher visuell ausgerichtet ist, obwohl die expressive Wirkung und Direktheit von Typografie nur selten von Bildern übertroffen werden kann. Es existiert ein großes Arsenal an stilistischen Möglichkeiten ein Cover nur mit Buchstaben zu gestalten, und jede 114  115  116  117 

Vgl. (Moser, 2002, S. 60) & (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, 2008, S. 34) Vgl. (Moser, 2002, S. 84) (Moser, 2002, S. 84) (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 35)

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Bild 2 links: fluter Herbst 2010 Nr. 36, Cover (Quelle: (fluter, Sommer 2011)) // mitte: shoes-up Nr.26, Cover (Quelle: (shoes-up, August 2010))// rechts: Novum 03/06, Cover (Quelle: (Novum, 03/06)) // Beispiele für Illustrations-Cover

Bild 3 links: brand eins Heft 06 Juni 2009, Cover (Quelle: (brand eins, Juni 2009)) // mitte: fluter Nr.39, Cover (Quelle: (fluter, Herbst 2011)) // rechts: Süddeutsche Zeitung Magazin Nr. 47, Cover (Quelle: (Süddeutsche Zeitung Magazin, 2010)) // Beispiele für Typografie-Cover

hat unterschiedliche Wirkungen (siehe Bild 3, S. 48). Während filigrane Formen sehr intellektuell anmuten, können große und farbig-kraftvolle Buchstaben starke Emotionen auslösen. Es ist darauf zu achten, dass Typografie gezielt eingesetzt wird. Bloße Textwüsten, wie sie z. B. auf Computermagazinen zu finden sind, ähneln eher einem Teppichladenprospekt als einem Magazin, wohlgleich sie ebenfalls ihren Zweck erfüllen.118

118  Vgl. (Moser, 2002, S. 78) & (Zapparaterra, Art Direction + Editorial Design, 2007, S. 39)

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6.

Innenseiten

6. Innenseiten

> 6.1_Editorial > 6.2_Impressum > 6.3_Inhaltsverzeichnis > 6.4_Trennseiten 49


In Deutschland gibt es 2020 in der IVW eingetragene Zeitschriften.119 Trotz des unterschiedlichen Aussehens und verschiedenen Inhalten, gibt es Strukturen und Sektionen, die jedes Magazin beinhaltet: Nahezu jede Periodika folgt einem den Lesern vertrauten Spannungsbogen: Zuerst kommt der Titel. Der macht neugierig und bietet eine gewisse Orientierung. Danach folgt das Editorial, dann meist das Inhaltsverzeichnis und der Eingangsteil mit mehreren aktuellen Artikeln. Im Mittelteil findet man Features und Leitartikel. Nach vielen mittellangen sowie kurzen, meist serviceorientierten und/oder unterhaltenden Texten kommen meist noch ein oder zwei wichtige Artikel bevor das Heft mit kleinteiligen Infoblöcken wie Impressum, Serviceadressen und der Vorschau seinen Abschluss findet. Sinnvoll ist die Verwendung spezieller Layoutelemente wie abweichende Spaltengrößen, Headlines oder Schriften um die Sektionen formal voneinander abzugrenzen. Die Publikation insgesamt folgt einem übergeordneten Grundrhythmus, aber auch jeder Artikel selbst folgt einem grafischen Spannungsbogen. Dabei unterscheidet man im Wesentlichen drei Arten: 1. Mehrere unterschiedlich lange, zu einem Themenkreis gehörende Artikel werden gemeinsam aufbereitet. In der Regel wird dafür ein verbindendes grafisches Element oder eine gemeinsame Schrift verwendet. 2. Ein relativ kurzer, allerdings sehr interessanter Artikel. Dieser beginnt meist mit großformatigen Bildern, und zum Ende werden die Bilder kleiner und der Textanteil nimmt zu. 3. Bei einem großen Artikel muss die Spannung über viele Seiten hinweg aufrechterhalten werden. Beginnend mit einem doppelseitigen Aufmacher, wandert der optische Seitenschwerpunkt in den Folgeseiten stetig.120 119  ((IVW), 2011) 120  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 103) & (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 47)

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6.1 Editorial Als Schnittstelle zwischen Redaktion und Leser eignet sich das Editorial – auch Vorwort genannt – das sich meistens auf Seite 3 im Magazin befindet. Oft wird ein Bild des Redakteurs sowie dessen Unterschrift angefügt. Inhaltlich kann es sich dabei um z. B. einen Leitartikel handeln, der die Meinung des Chefredakteurs wiedergibt. In einem anmoderierten Editorial werden die wichtigsten Themen des Heftes vorgestellt, wohingegen beim Making-of-Editorial Hintergründe zur Entstehung einzelner Beiträge gegeben werden. Überdies ist es denkbar, dass das Editorial von wechselnden Gastkommentatoren geschrieben wird. Als erste redaktionell gestaltete Seite müssen alle tragenden Gestaltungselemente wie Schrift und Farben verwendet werden.121 Außerdem sollte es inhaltlich sowie grafisch die redaktionelle Tonlage des Magazins vermitteln.122

6.2 Impressum Durch das Pressegesetz vorgeschrieben muss das Impressum die Verantwortlichen für den Inhalt, für Anzeigen sowie Copyrightvermerke enthalten. Weitere Angaben z. B. über Zuständigkeiten sind rein informativ und nicht obligatorisch.123

6.3 Inhaltsverzeichnis Im Inhaltsverzeichnis spiegelt sich die Struktur des Heftes wieder. Die Beiträge 121  Vgl. (Moser, 2002, S. 152) & (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 170.) 122  (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 51) 123  Vgl. (Moser, 2002, S. 170)

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sind durch die Pagina ergänzt und bilden so ein Navigationsinstrument, welches die Orientierung im Heft erleichtert. Je nach Inhalt arbeitet man in diesem Bereich überwiegend mit Text oder zusätzlich mit Bildern. Die Arbeit mit Bildern bietet dem Leser die Möglichkeit in ein Thema einzusteigen und betont außerdem die zentralen Themen, die mit kurzen Zusammenfassungen angereichert werden können.124 Ein Inhaltsverzeichnis muss gut lesbar, übersichtlich und leicht zu finden sein. Außerdem sollte es so übersichtlich gestaltet sein, dass der Leser mühelos z. B. die Titelgeschichte oder seine Lieblingsrubrik entdecken kann. Wenige Magazine verzichten völlig auf ein Inhaltsverzeichnis, jedoch nicht ohne den Lesern eine andere Orientierungshilfe in Form von Balken, Symbolen oder Farben zu geben. Dies gelingt nur bei speziellen Gattungen von Zeitschriften meist aus künstlerischen Branchen.125

6.4 Trennseiten Ein Luxus, den sich vor allem hochpreisige Publikationen leisten, sind Trennseiten als Aufmacher für einzelne Rubriken. Inhaltlich überflüssig bieten sie dennoch Raum für die Präsentation großflächiger Bilder im Querformat. Außerdem können sie als nützliche Orientierungspunkte dienen und den Leser zu dem gesuchten Beitrag führen.126

124  Vgl. (Moser, 2002, S. 156) 125  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 47 ff.) 126  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 57)

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7.

Textbausteine 7. Textbausteine

> 7.1_Font > 7.2_Schriften mischen > 7.3_Ă&#x153;berschrift > 7.4_Initialen > 7.5_FlieSStext > 7.6_Vorspann > 7.7_Quotes > 7.8_Bildunterschrift > 7.9_Pagina > 7.10_Rubriktitel 53


7.1 Font Ein Font bezeichnet einen kompletten Zeichensatz eines bestimmten Schrifttyps, der Begriff wird heutzutage auch auf einzelne Schriftschnitte angewandt.127 Verschiedene Schriften assoziieren bestimmte Bereiche. So stehen die in Modemagazinen verwendeten Schriften Bodoni oder Didot schon beim ersten Blick für die Sparte Mode.128 Dies wurde geprägt und gelernt aufgrund der Logos von Modemagazinen wie »Harper‘s Bazaar« oder »Vogue«, die ihrerseits die Sparte entscheidend geprägt haben und noch prägen (siehe Abbildung 7, Seite 55). Schriften haben so etwas wie Persönlichkeit: Sie können leicht oder schwer, rund oder eckig, mager oder füllig wirken. So kann man das Thema Fröhlichkeit besser mit einer lockeren, leichten Schrift ausdrücken als mit einer Kantigen, Schweren.129 Auch bei Produkt-Beschriftungen lässt sich beobachten, dass eine Zuordnung zu entsprechenden Schriftschnitten üblich ist. So trägt ein großer Teil aller Pflegeund Kosmetik-Produkte eine Optima-Beschriftung. „Frische verlangt immer nach einer flüchtigen, handgeschriebenen Mitteilung, während Technik den kühlen, konstruierten Ausdruck braucht.“ 130 Für die meisten pharmazeutischen Produkte hat sich eine sachlich-schmalfette Grotesk-Beschriftung etabliert und Rechtsanwälte bevorzugen die seriösen Versalien der Times.131 Dies lässt sich auf das Editorial Design übertragen, auch hier entfalten Schriften die gleiche Wirkung wie bei Produkt-Beschriftungen. 127  128  129  130  131 

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Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 198) Vgl. (Moser, 2002, S. 174) Vgl. (Spiekermann, 2004 S. 45) (Spiekermann, 2004 S. 163) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 177)


Abb. 7 Modezeitschriftenlogos oben: Harper‘s Bazaar Logo (Quelle: (Harper‘s Bazaar Logo)) // unten: Vogue Logo (Quelle: (Vogue Logo, 2011)) Logogestaltung die mit ihren typischen Schriften Ditot (links) und Bondoni (rechts) die Branche geprägt haben

Die Wahl der richtigen Schrift wird von verschiedensten Faktoren bestimmt, wobei Lesbarkeit und Funktionalität die wichtigsten Faktoren darstellen. Außerdem muss eine Schrift zum Charakter, zum Inhalt und zu anderen Designelementen der Publikation passen.132 Die Lesbarkeit ist abhängig von der Leserlichkeit und Erkennbarkeit: Die Leserlichkeit gibt an, wie viel Text man in einer bestimmten Zeit lesen kann. Diese Prämisse ist für die Lesbarkeit allerdings nicht wirklich ausschlaggebend. Vielmehr kommt es darauf an, ob eine Schrift erkennbar ist bzw. wie viel Zeit es kostet, diese zu erkennen. Einflussfaktoren hierfür sind die Schrift an sich, die Schriftformatierung sowie die Gestaltung. Empfehlenswert ist eine normale Leseschrift, alles vom Gewöhnlichen Abweichende erschwert das Lesen. Genauso wenig sollte Schrift mit einer kräftigen Farbe hinterlegt werden, auch der Umgebungsraum sollte nicht zu knapp gestaltet werden.133

132  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 132, 134 f.) 133  Vgl. (Turtschi, Texte leserlich gestalten, 2010, S. 68 f.)

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Ob eine Schrift zum Inhalt oder Stil eines Magazins oder einer Zeitschrift passt oder nicht, sieht auch ein unerfahrener Betrachter sofort. Eine schlecht gewählte Satzschrift ermüdet beim Lesen. Die Kunst des Designers besteht darin, die Gestaltung der Schrift für den Leser unsichtbar zu machen, sodass er nicht über den Text stolpert.134 Leser wissen meist aufgrund gelernter Konventionen, welche Zeile in einer Publikation z. B. die Überschrift und welches die Bildunterschrift ist. Dieses Wissen ist sprachen- und kulturübergreifend, da alle Zeitungen der Welt den gleichen Aufbau haben. Leser können typografierte Inhalte einordnen und lesen, das verschafft dem Designer einen größeren Spielraum beim Layouten.135 „Bei einem Roman ist der Leser daran gewöhnt, viele formal identische Seiten vor Augen zu bekommen, bei einer Zeitschrift keineswegs.“ 136 Ein Magazin, das mit nur einer Grundschrift in einer Textgröße auskommt, egal ob für Überschriften, den Titel oder den redaktionellen Teil, wäre schwer lesbar, das Layout wäre zu monoton – es wäre langweilig. Um dem zu entgehen, braucht man eine typografische Modulation. Die Möglichkeiten hierfür sind mannigfaltig: Man kann von der Grundschrift abweichen, den Schriftgrad ändern oder Farbe einsetzen. Es werden zwei Auszeichnungsweisen unterschieden: die integrierte Auszeichnung und die aktive Auszeichnung. Die Integrierte wird vom Leser erst beim Lesen wahrgenommen, da lediglich der (Fließ-) Text z. B. kursiv oder versal gesetzt wird. Die aktive Auszeichnung unterscheidet sich in Schriftstärke, Schriftbreite und/oder –größe von der Grundschrift, sodass sie schon auf den ersten Blick wahrgenommen werden kann. Außerdem werden abweichende Schriftarten, Unterstreichungen, farbliche Hervorhebungen, Verzerrungen oder Symbole verwendet.137 134  135  136  137 

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Vgl. (Spiekermann, 2004 S. 15) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 204) (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 128) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 184)


7.2 Schriften mischen „Eine der häufigsten Arten der typografischen Auszeichnungen ist das Mischen unterschiedlicher Schriften.“ 138 Neben der bildhaften Wirkung ist vor allem die ordnende Funktion von entscheidender Bedeutung. Insbesondere in journalistische Periodika wird die Schriftmischung durch ihre typografischen Funktionen als Fließtext, Headline oder Bildunterschrift bestimmt. Hierfür müssen sogenannte Schriftpartner gefunden werden, die in gleichem Maße verbindende sowie trennende Elemente aufweisen: Einerseits müssen die Schriften miteinander harmonieren, andererseits müssen sie auf den ersten Blick unterscheidbar sein, damit ein Kontrast entsteht. Eine sehr gute typografische Wirkung erreicht man mit Schriftfamilien, die neben der Sans und der Serif noch eine Informal beinhalten. Wenn man Schriftfamilien desselben Gestalters mischt, gelangt man ebenfalls zu einem homogenen Schriftbild, da diese Schriften meist gleiche Vorlieben des Typografen, auch über die Klassifikationsgrenzen hinweg, aufweisen. Schriften aus der gleichen Epoche passen gleichfalls oft zusammen. Soll das Mischungsergebnis kräftiger ausfallen, muss sich der Unterschied vergrößern. Schriftbreiten beeinflussen die Optik genauso stark wie die Proportionen der Ober- und Unterlängen oder unterschiedliche Fetten.139 Maxbauer empfiehlt einen Schriftsatz mit mindestens drei Fetten mit den dazugehörigen Kursiven sowie Kapitälchensatz auszusuchen, um einen größeren Bereich an typografischen Funktionen abdecken zu können. Dies ist bei journalistisch oder werblich genutzten Schriften von besonderer Bedeutung.140 Es gibt aber auch Schriften, die mehr als 200 unterschiedliche Schnitte und Stärken haben, wodurch sich für einen Designer genauso viele Möglichkeiten ergeben.141 138  139  140  141 

(Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 201) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 201 f.) & (Spiekermann, 2004 S. 111) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 160) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 134)

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7.3 Überschrift Überschriften haben innerhalb einer Publikation eine wichtige Funktion: Sie markieren den Beginn eines inhaltlich neuen Abschnitts und erleichtern so die Orientierung im Text sowie die Entscheidung, ob jemand den Text lesen will. Sie geben den Seiten eine Gliederung und lassen sie ruhiger oder lebhafter erscheinen, und können so den Leser durch die Publikation geleiten. Für die Gestaltung von Headlines – auch als Steuerungselement – helfen gelernte typografische Gewohnheiten. So wirken z. B. große Headlines wichtiger und Kommentare werden meist kursiv gesetzt. Der Zeilenabstand bei mehrzeiligen Überschrifen muss so weit verringert werden, dass diese als Einheit wahrgenommen wird. Um unschöne Wortzwischenräume zu vermeiden, werden Headlines im Regelfall in Flattersatz gesetzt. Obwohl „Überschrift“ eher impliziert oben zu stehen, muss dies nicht immer der Fall sein. Eine besonders große Headline ist eher grafisches Element als reiner Informationsträger.142 Unterschiedliche Größen der Überschriften erleichtern die Orientierung für den Leser, sie können die Seite interessanter machen und den redaktionellen Inhalt unterstreichen, indem sie unterschiedliche Hierarchien grafisch darstellen. Wenn z. B. ein einzelnes Wort in der Überschrift größer gestellt wird, kann das die Aussage einer ganzen Seite verändern.143 Unterüberschriften, auch Subheadlines genannt, werden benutzt, wenn eine Überschriftenebene inhaltlich nicht ausreicht. Diese sind kleiner und gestalterisch an die Headline angelehnt, indem sie z. B. die Satzart oder die Headlinefarbe übernehmen.144 Eine Zwischenüberschrift kann für lange Texte ein weiteres Gliede142  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 205 ff.) 143  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 100 f.) 144  Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 206)

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Bild 4 links: Nido 2-2011, S.74 (Quelle: (Nido, 2-2011)) // rechts: Dummy Sommer 2009, S. 38-39 (Quelle: (Dummy, Sommer 2011)) // Initiale links etwas extrovertierter, rechts in klassischer Ausführung, angeordnet in einem Dreieck auf einer Doppelseite

rungsinstrument sein. Sie wird inhaltlich verwendet, um einen neuen Textabschnitt zu markieren, oder sie ist lediglich optische Gliederungshilfe für den Gestalter.145 Headlines prägen entscheidend das Erscheinungsbild eines Magazins. Empfehlenswert ist ein anderer Schrifttyp als im Fließtext. Je markanter und je größer der Headline-Font, desto prägender ist er für die visuelle Erscheinung des Magazins.

7.4 Initialen Initium bedeutet Eingang oder Anfang – so ist das Initial ein Anfangsbuchstabe, der sich durch seine Größe, seine Schrifttype, Ornament oder Farbe vom Fließtext unterscheidet. Dieser hervorgehobene Buchstabe markiert den Anfang eines Buches, eines Kapitels oder eines neuen Textabschnittes (siehe Bild 4, S. 59). Neben der Ordnungsfunktion wird es heutzutage oft als reines Schmuckelement eingesetzt. Ein Initial gibt dem Schriftbild durch ihre dekorativen Elemente eine feierliche, festliche Note. Heute wird es üblicherweise vergrößert aus der normalen oder halbfetten Schrift des Fließtextes gesetzt und farblich entweder dem Fließtext oder der Headline angepasst. Abweichende Schriftarten, Bilder, Symbole und Ziffern 145  Vgl. (Moser, 2002, S. 128)

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können ebenso als Initial eingesetzt werden.146 Initialen werden entweder oben bündig gesetzt, oder sie sind auf der Schriftlinie positioniert.147

7.5 Fließtext Der Fließtext bildet den „Hauptteil eines redaktionellen Textes, in Abgrenzung zu anderen Textformen wie Überschrift, Vorspann oder Bildunterschrift.“ 148 Ein Designer muss die Spalten eines Fließtextes so gestalten, dass einerseits der Inhalt gut vermittelt wird und andererseits die Identität der Zeitschrift gewahrt bleibt.149 Bei der Auswahl der Schrift hat der Designer jedoch nur wenig Möglichkeiten, denn die Grundschrift wird – einmal gewählt – in jedem Fließtext der Publikation erscheinen. Deswegen muss man die Wahl der Grundschrift gründlich abwägen. Sie ist abgestimmt auf den Charakter und das Layoutraster einer Zeitschrift und sorgt für den einheitlichen Zusammenhalt des Gesamtproduktes.150 Traditionellerweise werden in langen Textspalten Serifenschriften verwendet, währenddessen serifenlose Schriften eher bei kürzeren Kolumnen eingesetzt werden.151 „Schriften mit Serifen wirken eher formell, serifenlose eher informell und modern.“ 152 Obwohl im Allgemeinen anders angenommen, sind Serifenschriften nicht per se besser leserlich als Serifenlose. Dass diese Schriften trotzdem in den meisten Werken als Grundschrift eingesetzt werden, liegt daran, dass sie durch einen etwas kleineren Zeilenabstand in der Summe platzsparender sind.153 Bei 146  147  148  149  150  151  152  153 

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Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 208) & (Stiebner & Walter, 1977, S. 78 ff.) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 80 f.) (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 199) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 64) Vgl. (Meissner 1992, S. 127) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 132) (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 132) Vgl. (Turtschi, Schriften für Zeitungen und Magazine, 2011, S. 69)


der Wahl einer Grundschrift ist zu bedenken, dass sich der Zeilenabstand und der Wortabstand gegenseitig beeinflussen: • • •

Je länger eine Zeile ist, desto größer sollte der Wortabstand sein. Je größer der Wortabstand, desto größer muss der Zeilenabstand sein. Optisch muss der Zeilenabstand immer größer sein als der Wortabstand, da das Auge sonst eher zur nächsten Zeile als zum nächsten Wort springen würde.154

Die Wahl der Grundschrift bestimmt den Charakter einer Zeitschrift nicht allein. Es genügen schon wenige Auszeichnungen wie ein anderer Schriftschnitt, Absätze, Zwischenüberschriften oder Spaltenlinien um das Layout aufzulockern. Auch die Satzgestaltung nimmt Einfluss.155 Hierfür stehen verschiedene Mittel zur Verfügung: Üblich ist der Blocksatz oder die linksbündige Anordnung (siehe Abschnitt 3.3, S. 32) in weder zu dünnen noch zu breiten Spalten (siehe Abschnitt 3.2, S. 26). Nach der redaktionellen Bearbeitung wird am Text noch der Feinschliff vorgenommen: So werden einzelne Wörter in der letzten Zeile („Schusterjungen“) bzw. zu Beginn einer Spalte („Hurenkinder“) verschoben und falsche Silbentrennungen korrigiert.156

7.6 Vorspann Ein Vorspann oder Lead ist ein Textblock, mit dem meist längere Texte eingeleitet werden. Er gibt einen Kurzüberblick über das Folgende und schafft so einen weite154  Vgl. (Spiekermann, 2004 S. 131 ff.) 155  Vgl. (Meissner 1992, S. 127 ff.) 156  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 78)

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ren Leseanreiz. Typografisch kann er sich vom Fließtext rein farblich unterscheiden, oder er dient als Übergang zwischen Überschrift zum Text.157 Dabei sollte er aus nicht mehr als 40–50 Wörtern bestehen, um seinen Zweck erfüllen zu können. „Inhaltlich ist der Vorspann wichtiger als die Headline, weil er noch stärker den Ton des Artikels vorgibt und die Leser über dessen Aussageabsicht informiert.“ 158

7.7 Quotes Eine ähnliche Funktion wie die Zwischenüberschrift haben die Quotes, sie sollen Texte auflockern. Durch die Verwendung von Zitaten oder kurzen Resümees werden die Artikel leichter zugänglich, da damit eine zweite Informationsebene geschaffen werden kann. Quotes stehen typografisch hervorgehoben meist im oder über dem Haupttext. Eine verbreitete Hervorhebung ist das Setzen von im Schriftgrad überdimensionierten Anführungszeichen. Vor allem bei textlastigen Passagen wie z. B. bei Interviews, lockern Quotes das Gesamtlayout optisch auf.159

7.8 Bildunterschrift Eine Bildunterschrift liefert eine sinnvolle Erklärung zum Bild. Hat sie eine rein beschreibende Funktion, wird sie eher zurückhaltend gestaltet sein. Als gestalterisches Element gesetzt liegen Bildunterschriften z. B. auf farbigen Balken, sind in Rahmen gesetzt oder mit eigenem Initial aufgewertet – und bekommen so mehr Gewicht.160 „Weit verbreitet ist die inhaltliche Zweiteilung [der Bildunterschrift] in 157  158  159  160 

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Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 215) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 63) Vgl. (Moser, 2002, S. 132) & (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 210) & (Meissner 1992, S. 162) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 212)


einen sachlichen und einen kommentierenden Teil“.161 Ein Bildnachweis darf bei keinem Bild fehlen. Dieser wird normalerweise senkrecht neben, waagerecht unter oder direkt auf dem Bild abgedruckt. Sollte es von einem bekannten Fotografen stammen, steht der Name oft in einer eigenen Zeile oder im Vorspann.162

7.9 Pagina Das Ordnungssystem, mit welchem die einzelnen Seiten einer Publikation mit fortlaufenden Zahlen versehen werden, nennt man Paginierung, die im Layout ablesbare Seitenzahl Pagina.163 Diese gehört fest zum Seitenlayout und bietet dem Leser Orientierung und verleiht der formalen Seitenstruktur Rückhalt. Bei ästhetisch anspruchsvollen Zeitschriften wird die Pagina oft zum Gestaltungselement.164

7.10 Rubriktitel „Bei vielen Broschüren, nahezu allen Magazinen, Geschäftsberichten, Internetauftritten sowie umfangreichen Broschüren sind die dargebotenen Informationen nach einem inhaltlichen Kriterium in einem übergeordneten Schema – den Rubriken – geordnet.“ 165 Um dem Leser eine Zuordnung zu einer bestimmten Information zu erleichtern, muss sich das Schema dem Betrachter sofort erschließen.166 161  162  163  164  165  166 

(Moser, 2002, S. 136) Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 84) (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 200) (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 65 f.) (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 142) Vgl. (Maxbauer & Maxbauer, 2003, S. 142)

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Der Rubriktitel, auch Kolumnentitel oder Dachzeile genannt, kann diese Funktion erfĂźllen. Er ist eine meist am Kopf stehende Zeile, die auf jeder Seite entweder nur den Namen der Publikation (toter Kolumnentitel) oder weitere Informationen wie die Themenrubrik (lebendiger Kolumnentitel) zeigt. Gestalterisch kann der Kolumnentitel durch grafische Elemente wie Linien, BlĂścke oder besondere Farben hervorgehoben werden.167

167â&#x20AC;&#x192; Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 83 & S. 200)

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8.

Bild & Grafik

8. Bild & Grafik

> 8.1_Fotografien > 8.2_Illustrationen 65


Neben dem Text spielen Bilder in einem Magazin eine tragende Rolle. Als zentrales Gestaltungselement prägen grafische Elemente in ihrer Beziehung zum Text das Layout in verschiedener Weise: Entweder illustriert ein Bild den Text, oder der Text wird durch die Abbildung bestimmt und beschreibt diese näher. Als Übermittler von Botschaften machen Bilder ein Design lebendig, ob als Hauptfokus oder visuelle Zugabe. Als wichtiger Bestandteil der visuellen Identität einer Zeitschrift bilden ergibt sich ein Dialog zwischen Bild und Text. Dabei haben Bilder einen entscheidenden Vorteil: Sie lösen beim Betrachter eine unmittelbare emotionale Reaktion aus, können schneller detaillierte Informationen liefern und als Metapher zum Text fungieren.168 Generell hat die visuelle Qualität des Bildmaterials einen großen Einfluss auf die Gestaltung. Bei guten Bildern von exzellenten Fotografen oder Illustratoren muss sich der Designer zurücknehmen und darf weder durch Schrift noch durch andere Fotos das Motiv überfrachten. Nur dann kann ein gutes Bild seine Wirkung entfalten. Entgegen den Computer- und Wirtschaftsmagazinen, bei denen Fotostrecken eine sehr untergeordnete Rolle spielen, ist bei Zeitschriften über Mode, Architektur, Essen, Wohnen, Erotik, Kunst, Design und Garten der Rhythmus und die Abwechslung der Fotosprache von Bedeutung. So stehen bunte, farbenfrohe Fotostrecken hinter z. B. schwarz-weiß stilistischen Fotos und grenzen sich so inhaltlich voneinander ab. Demzufolge sind bei einem Gourmetmagazin nicht nur fertige Gerichte zu sehen, sondern auch die Rohzutaten oder der Koch bei der Arbeit. So kann Abwechslung erreicht werden, damit der Leser der Bilder nicht überdrüssig wird.169 Insgesamt ist die Bildgestaltung abhängig vom Inhalt und der Zielgruppe. Bei einem Magazin mit gestalterischem Schwerpunkt ist die Darstellung von Bil168  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 84 ff.) & (Ambrose & Harris, 2006, S. 6) 169  Vgl. (Moser, 2002, S. 176 f.)

66


dern von elementarer Bedeutung, man kann sie in zwei Bereiche unterteilen: in Fotografien und in Illustrationen.

8.1 Fotografien Fotos dienen der visuellen Berichterstattung und können selbst in Auftrag gegeben, oder bei Agenturen erstanden werden. Das Bildmaterial lebt vor allem von guten Fotovorlagen. Genau so wichtig ist der vom Designer gewählte Ausschnitt, die Positionierung, die Größe als auch die Papierqualität. Danach können die Farben verändert und andere technische Manipulationen vorgenommen werden. Durch Fotos kann man Sachverhalte aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten und somit ganz neue Perspektiven schaffen.170 Wichtig ist auch, wie Fotos in einem Layout platziert werden (siehe Abschnitt 4.2, S. 37). Außerdem ist zu beachten, dass ein Foto die zum Drucken ausreichende Auflösung – 300 dpi ist die Standardauflösung – aufweist, da es sonst zu unschönen Verpixelungen kommen kann.171 Zudem sind Fotos heutzutage dank Digitalkameras und passender Computerprogramme leicht zu bearbeiten und relativ kostengünstig.172 Eine besondere Art des Fotos ist die Reportagefotografie. Dieser Stil zeichnet sich durch unmittelbare Momentaufnahmen der Realität aus. Die Emotionen sind nicht künstlich, denn es wird in eine echte Situation herein fotografiert, und sie prägen damit die Wahrnehmung der Welt. Diese Bilder werden meist unbearbeitet verwendet.173

170  171  172  173 

Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S.67 f.) Vgl. (Ambrose & Harris, 2006, S. 12 f.) Vgl. (Ambrose & Harris, 2006, S. 46) Vgl. (Ambrose & Harris, 2006, S. 100)

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8.2 Illustrationen Eine Illustration – also ein gezeichnetes Bild – kann einen interessanten Dialog zwischen Text- und visuellen Gestaltungselementen kreieren, da Illustrationen Emotionen und Meinungen oft unmittelbarer vermitteln können als Fotos. Es kann sein, dass Texte eine grafische Erläuterung erfordern, oder kein geeignetes Fotomaterial vorhanden ist. Zudem ist eine Illustration oft preiswerter und schneller zu erstellen als ein passendes Foto. Daneben können Illustrationen den jeweiligen Zeitgeist meist besser einfangen als Fotos.174 Obwohl Fotografien das Medium Illustration nahezu verdrängt haben, lässt sich eine Rückbesinnung zugunsten der Illustration erkennen. Mit ihrer persönlichen Note können sie über die existenziellen Grenzen des fotografierten Objekts hinausgehen.175

174  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S.71 f.) 175  Vgl. (Ambrose & Harris, 2006, S. 36)

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9.

Konzeption »Designfuzzis« 9. Konzeption »Designfuzzis«

> 9.1_Produktdefinition > 9.2_ Textredaktion > 9.3_Umfrage Designmagazine > 9.4_Basics > 9.5_Name und Logo > 9.6_Preisgestaltung > 9.7_Dummy > 9.7.1_Strukturplan 69


9.1 Produktdefinition Kreativ-Schaffende in Deutschland, die ein Magazin für ihr Metier lesen wollen, haben es nicht leicht. Es ist zwar ein Land für Creative Industries, trotzdem gibt es nur eine überschaubare Anzahl an Magazinen die diese Branche bedienen und auch über gängige Beschaffungswege erhältlich sind. Zur Wahl stehen z. B. die »Novum« – zu inaktuell und zu teuer, die »Page« – zu technisch und zu theoretisch oder die »Slanted« – die wiederum zu speziell ist. Magazine wie Computer Arts oder Eye bieten zwar eine Alternative, jedoch sind diese nur in englischer Sprache erhältlich. Das www ist zwar eine unendliche Fundgrube für Websites oder Online-Magazine, aber diese muss man erst einmal finden. Die Zielgruppe hat einen Bedarf an einem deutschsprachigen und zeitgemäßen Allround-Grafikdesign-Magazin. Die Struktur des Magazins »Designfuzzis« zielt darauf ab, eine Mischung verschiedenster Themen des Grafikdesigns abzubilden und mithilfe des Titelthemas einen einzelnen Bereich jeweils näher zu beleuchten. Mit jeder Ausgabe können so die charakteristische Vielfalt und die wichtigen Bewegungen der Branche dargestellt werden. Alle Themen werden strukturell inhaltlich sinnvoll in einzelnen Rubriken abgedruckt, ohne dass das Magazin zu einem linearen Lesewerk wird. Dabei ist es kein Fachblatt, es richtet sich gleichermaßen an Kreativ-Schaffende wie Grafikdesigner, Illustratoren und Art Directoren sowie an designinteressierte Laien und Grafik-Konsumenten. Diese sollen sich an das Heft kaufen, sich an das Heft binden und selbst mitwirken. Es gleicht der Herangehensweise eines Fanzines: ein Magazin, welches von Fans für

70


Fans176, in dem Fall von Designern für Designer, geschaffen wird. »Designfuzzis« kommuniziert auf Augenhöhe und wird mit Herzblut gestaltet. Trotz des FanzineCharakters hat sich »Designfuzzis« zum Ziel gesetzt ein sich selbst tragendes Magazin mit bundesweiter Verbreitung zu entwickeln, wobei der gestalterische Aspekt immer vor dem Kommerziellen steht. Der Inhalt entsteht aus einer Mischung von Beiträgen aus dem www, anderen Magazinen sowie Hochschularbeiten (siehe Abschnitt 9.2). Es kann als eine Art Filter der Designbranche gesehen werden, das von bestehenden Inhalten das Beste bzw. Relevanteste zusammenträgt und zu einem Lesewerk bündelt. Es geht inhaltlich sowie gestalterisch darum, den Leser zu unterhalten und sich auf das Wesentliche, das Schöne, das Ästhetische – kurz das Design – zu konzentrieren.

9.2 Textredaktion Neben den üblichen Methoden redaktionellen Inhalt zu erlangen (siehe Abschnitt 2.1, S. 13) gibt es weitere vielversprechende und kostensparende Ansätze. Im Folgenden werden Methoden erläutert, die »Designfuzzis« nutzt, um an qualitativ wertvolle und relevante redaktionelle Inhalte zu gelangen. Entgegen der üblichen Vorgehensweise werden meist erst Texte gesucht, um diese danach grafisch umzusetzen. Das führt dazu, dass die Texte wieder mehr Gewicht bekommen, da sie am Anfang des Gestaltungsprozesses stehen. Die grafische Umsetzung muss sicherstellen, dass sie den Ansprüchen der designorientierten Zielgruppe genügen.

176  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 198)

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Der Inhalt trägt sich – neben eigenen redaktionellen Beiträgen – auf drei wesentliche Säulen: 1. Zweitverwertung von Texten aus dem www Online gibt es viele Texte, die von der journalistischen Qualität mit der gedruckten Konkurrenz mithalten können. Dieses Potenzial soll für das Magazin genutzt werden. Ziel ist es, einzeln ausgewählte Artikel zu veröffentlichen. Zur Auswahl stehen alle im Internet veröffentlichen Texte, deren Inhalt und redaktionelle Qualität den Maßstäben von »Designfuzzis« genügt. Dies geschieht in Absprache mit dem Urheber, ohne dessen schriftlichen Einverständnisses nichts abgedruckt werden darf. Aus dieser Zweitverwertung resultiert eine Win-Win Situation, also ein Mehrwert auf beiden Seiten: »Designfuzzis« bekommt redaktionellen Inhalt und als Gegenleistung bekommt die Website Platz im Magazin, in dem Websitecontent präsentiert wird. Zusätzlich wird auf der Magazinseite per Logo und URL auf den Verfasser verwiesen, woraufhin dort die Leserschaft steigt. 2. Zweitverwertung von Texten aus anderen Medien Eine weitere Möglichkeit bieten andere Magazine/Zeitungen/Zeitschriften. Aus diesen können vollständige Artikel entnommen werden, es sollten nur keine Magazine sein, die in direkter Konkurrenz zu »Designfuzzis« stehen. Hier ist die rechtliche Frage ebenfalls vorher zu klären, auch wenn es sich um Publik Relation für das jeweilige Magazin handelt wären erneute Honorare für Journalisten fällig. Dadurch begründet wird diese Methode zur Inhaltsbeschaffung nicht so oft Anwendung finden.

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3. Kooperationen Die Leser, Designer und Designinteressierte sollen die Möglichkeit bekommen sich in das Magazin einzubringen. So gibt es spezielle Seiten im Heft, bei denen ein Leser aufgefordert wird, ein bestimmtes Design zu einem bestimmten Thema zu entwickeln. Zusätzlich geht jeder Ausgabe eine internationale Online-Ausschreibung voraus, die sich via Flickr.com oder facebook. com an potenzielle Grafiker wendet, um ein vorher bestimmtes Thema zu gestalten. So kann Bildmaterial wie Illustrationen zu einem Beitrag generiert werden, zu dem noch kein geeignetes Bildmaterial vorliegt. Das Heft dient so auch als Plattform für Designer, die sich und ihr Können in einem realen Umfeld präsentieren wollen, um so für sich Werbung zu machen. Eine weitere relevante Möglichkeit der Kooperationen bildet die Zusammenarbeit mit Hochschulen aus den Bereichen Design und Journalismus, deren Studenten mit »Designfuzzis« eine Möglichkeit erhalten erste Erfahrungen in einem real umgesetzten Magazin zu sammeln. So finden Portfolios, Abschluss- und Semesterarbeiten den Weg in »Designfuzzis«, doch anders als üblich werden die Arbeiten, sofern es möglich ist, inhaltlich bzw. thematisch mit eingebunden. Dies bildet vor allem für die Studenten selbst einen attraktiven Mehrwert, da erfahrungsgemäß viele Arbeiten sonst in der Schublade verschwinden würden. Die Interaktivität, die der Name »von und für Designfuzzis« impliziert, wird so inhaltlich weitergetragen. Die Leser und Designer werden mit einbezogen in die Gestaltung sowie in den Inhalt. Wichtig ist eine ausreichend große Kennzeichnung aller Inhalte, eine Auszeichnung aller Fotos sowie aller Texte. Sollte ein Beitrag nur in einer anderen Sprache verfügbar sein, so muss dieser ins Deutsche übersetzt werden.

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Jeder Beitrag ist als eine Art Leseprobe zu verstehen und »Designfuzzis« bündelt folglich vollständige Artikel verschiedenen Ursprungs zu einer Gesamtpublikation. Die Verfasser müssen für die daraus resultierende Werbeleistung in Form von PR nicht bezahlen und »Designfuzzis« kann sich die geeignetsten Beiträge für das Magazin raussuchen, ohne dass Geldleistungen fließen. Dieses Konzept stellt einen innovativen Ansatz für die Beitragsbeschaffung dar, den es so in diesem Umfang (nach Wissen des Autors) noch nicht gibt. Es werden hierbei die üblichen Beziehungen zwischen Initiator und Magazin umkehrt. »Designfuzzis« sucht sich die passenden Inhalte, und nicht die Magazine suchen sich eine geeignete Plattform für ihre Public Relation. Durch diese Art der Inhaltsbeschaffung und die daraus resultierenden geringen Kosten kann sich das Heft in großen Teilen über den Verkaufspreis finanzieren. Gleichzeitig verliert dadurch Werbung an Bedeutung und damit an Einfluss auf die Publikation. Das Magazin ist unabhängig in seiner Meinung sowie in der Wahl der Themen und Beiträge und nicht abhängig von Werbetreibenden, welche Texte aus lediglich kommerziellem Hintergrund platzieren wollen. Die Textauswahl und -zusammenstellung erfolgt alleinig vom Herausgeber nach qualitativen Kriterien, und wird eventuell unter journalistischen Gesichtspunkten nachbearbeitet, weswegen sich Kürzungen nicht immer vermeiden lassen. Überschriften können zugunsten des Magazincharakters geändert werden. Dies geschieht zwar immer in Absprache mit dem Autor, dennoch ist das Ziel, die Artikel so zu belassen, wie sie vorliegen. Die Zusammenstellung der einzelnen Texte ergibt den Heftinhalt und bildet so verschiedenste Sichtweisen ab. Das Layout wird nach den gestalterischen Vorgaben von »Designfuzzis« bearbeitet und Bilder werden,

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wenn sie inhaltlich dazu passen und in ausreichender Auflösung vorhanden sind, übernommen; andernfalls werden neue Bilder gesucht oder illustriert. Insgesamt muss bei allen Methoden immer darauf geachtet werden, dass beide Parteien, also Urheber und »Designfuzzis« gleichermaßen voneinander profitieren. Ziel darf es nicht sein externe Beiträge ohne monetäre Gegenleistung abzudrucken, um den eigenen Gewinn zu maximieren. Es ist eher eine zukunftsweisende Möglichkeit einem Lowbudget-Liebhaber-Magazin die nötige inhaltliche Qualität zu verleihen, und für hochwertige Weblogs und Websites die Möglichkeit neue Leser zu generieren in dem die Inhalte auch offline gelesen werden können.

9.3 Umfrage Designmagazine Es wurde eine Onlineumfrage mit dem Online-Tool auf www.voycer.de zum Thema Designmagazine durchgeführt. Der vollständige Fragebogen sowie alle Antworten befindet sich im Anhang, ab S. VIII. Im Folgenden sollen kurz die Ergebnisse vorgestellt werden, die in Ihrer Betrachtung in die Konzeption mit einfließen. Teilnahmezeitraum: Teilnehmerzahl:

07.11.2010 – 07.02.2011 236

Fast drei Viertel der Teilnehmer befassen sich beruflich mit dem Thema Design, für fast ein Viertel ist es ein schönes Hobby. Etwas weniger als die Hälfte lesen überhaupt keine Designmagazine (44,92%) und etwas mehr als die Hälfte (54,24%) lesen Magazine mit Design-Schwerpunkt. Auf

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die Frage, warum fast 45% der Befragten keine Designmagazine lesen, lassen sich verschiedene Antworten ausmachen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Teilnehmer entweder über nicht genügend Zeit verfügen, noch nicht das richtige Magazin gefunden haben oder dass bestehende Magazine für sie zu teuer sind. Allerdings bedienen sich viele der Befragten stattdessen des Internets als Quelle aktueller, vielfältiger und vor allem kostenloser Informationen zum Thema Design. Diejenigen der Befragten, welche Designmagazine lesen, tun dies vor allem aus ästhetischer Motivation: 36,68% nutzen Designmagazine als Inspirationsquelle und 20,79% schauen die Magazine wegen der schönen Bilder an (insgesamt 57,47%). Die Frage, was bei Designmagazinen fehlt, lässt sich mit einem Zitat beantworten: „Eine Mischung aus Lürzers Archiv und Page wäre toll.“ Außerdem fehlen den potentiellen Lesern Tutorials, es fehlt der Praxisbezug und die Befragten wünschen sich Hintergrundinformationen zum Gestalteten – einen Einblick in den Gedankengang des Designers. 34,62% gaben an, ein neues, weiteres Grafikdesign-Magazin haben zu wollen, den meisten (52,56%) war es egal und nur 12,82% finden, dass es schon zu viele gibt, und wollen kein neues. Das Wunschmagazin der Befragten sähe wie folgt aus: Optisch eine Mischung aus freakig und aufgeräumt, hat es mehr Bilder als Text (88,93 % der Befragten sprachen sich dafür aus), ist bunt und insgesamt trotzdem tiefgründig (87,23%). Das verwendete Papier sollte eher dick und matt sein, recyceltes Papier wünschten sich hingegen nur 15,6%. Das gewünschte Heftformat ist etwas größer als A4 (49,36%), aber auch A4 können sich 25,96% vorstellen. Als andere Größen wurden überwiegend ein quadratisches Format gewünscht, vor

76


allem um sich von bestehenden Formaten abzugrenzen. Die von den Befragten gewünschten Themenfelder sind ausgeglichen, zur Auswahl standen 9 Themenfelder und die Antworten schwanken zwischen 8,63% und 14,82%.

9.4 Basics Erscheinungsweise: alle 3 Monate So kann zwar keine Aktualität gewährleistet werden, dafür bleibt genug Zeit, um den qualitativen Ansprüchen des Heftinhaltes gerecht zu werden. Format: 205 mm x 270 mm Die Umfrage ergab, dass sich die Leser entweder ein DIN-A4 oder ein "normales" Magazinformat wünschen. »Designfuzzis« kann beide Wünsche berücksichtigen. Das gewählte Format ist 5 mm schmaler und 27 mm weniger hoch, demnach hat es fast die Größe von DIN-A4 und das Seitenverhältnis eines "normalen" Magazins. Dadurch lassen sich außerdem die Produktionskosten sehr gering halten. Papier Die Umschlagseiten werden auf 300 g/m 2 ProfiSILK Papier des Hersteller Igepa Group gedruckt und mit einer matten Folienkaschierung einseitig veredelt. Dieses Papier ist silkmatt, vollgestrichen, holzfrei, weiß und eignet sich durch eine hohe Steifigkeit für vor allem für Bilderdruck auf Umschlagseiten. Es vereint die Vorteile eines hohen Farbglanzes mit denen der brillanten Farbwiedergabe bei einer reflexionsfreien Oberfläche.177 Die Innenseiten werden auf 120 g/m 2 DigiGold Icewhite der Herstellers Papyrus 177  Vgl. (Igepa group, 2011)

77


gedruckt. Dieses ungestrichene Papier hat die haptischen und optischen Vorzüge eines Naturpapiers und bleibt dabei farblich brillant, satt, nuancenreich und garantiert leuchtende Effekte. Außerdem trägt es das Umweltzertifikat "FSC Mix", welches dem Papier seinen Ursprung aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft bescheinigt.178 Zielgruppe »Designfuzzis« richtet sich an alle Kreativ-Schaffenden wie Grafikdesigner, Illustratoren, Art Directoren oder auch Design-Studenten. Außerdem soll es auch alle designinteressierte Laien, die Grafikdesign lediglich konsumieren, ansprechen. Typografie Um dem Thema Typografie eine besondere Rolle zu geben, entsteht jede Ausgabe mit zwei anderen Schriften. Ausgehend von der Fließtextschrift wird ein passender Partner für die Headlines gefunden. So kann man typografisch experimentieren und auch den Puls der Zeit aufnehmen. Die zwei Schriften prägen damit jede Ausgabe aufs Neue und können so in ihrer Gänze vorstellen, wie es sonst niemals möglich wäre. Im vorliegenden Dummy wurde die Chaparral Pro als Grundschrift und die Arial als Auszeichnungs-Font gewählt. Die Chaparral Pro ist eine ästhetische und gut lesbare serifenbetonte Linear-Antiqua, die auch in kleiner Punktgröße wirkt. Die Arial als Windows Standardschrift genießt bei Designern einen sehr schlechten Ruf. Im Magazin soll gezeigt werden, dass man auch mit einem nicht optimal gestalteten Font zu einem sehr gelungenen Ergebnis gelangen kann.

178  Vgl. (Papyrus, 2011)

78


Rubriken Das Magazin ist in einzelne Rubriken unterteilt. Diese sind: Basics, das Titelthema, Typografie, Cover, Illustration, Corporate Design, Werbung. Jeder Rubrik ist eine eigene Farbe zugewiesen. Inhaltlich werden die Beiträge den Rubriken zugeordnet, das Titelthema wechselt bei jeder Ausgabe und ist im Heft wenn möglich in der jeweiligen Kategorie eingeordnet. Die Schwierigkeit bei »Designfuzzis« besteht darin, den verschiedensten Inhalten einen grafischen Rahmen zu geben, der ohne sich in den Vordergrund zu drängen der Zeitschrift zu einem Gesamteindruck verhilft. Diese Rahmenbedingungen betreffen die Farbe, die Schrift und die Platzierung von bestimmten Informationen. Detailliert wird hierzu im beiliegenden Styleguide Stellung genommen.

9.5 Name und Logo Der Name des Magazins ist »von und für Designfuzzis« – kurz »Designfuzzis«. (Logo siehe Abbildung 7, S. 80) Dieser setzt sich zusammen aus: 1. Design: das beschreibt schon beim ersten Hören, in welchem Themenbereich sich das Magazin bewegt 2. Fuzzi: umgangssprachlich eigentlich abwertend gebraucht: eine nicht ganz ernst zu nehmende Person als Vertreter eines bestimmten Berufsstands179 3. der Zusatz „von und für“ präzisiert den Inhalt: Es ist ein Mitmach-Magazin mit mit Fanzine-Charakter

179  (TheFreeDictionary, 2009)

79


Because Graphicdesign matters. Abb. 7 »Designfuzzis« Logo mit Claim (Quelle: (eigene Darstellung)) // Die Darstellungsmodalitäten des Logos befinden sich im Styleguide.

Der Name ist humorvoll und bewusst ironisch gewählt, zeigt eine gewisse Selbstironie, die der Branche fehlt. Es geht darum sich selbst und die Branche nicht so wichtig zu nehmen. Es geht um Design, nicht um Ego oder Geld. Der Name »Designfuzzis« übertritt in gewisser Weise Grenzen und bildet damit einen Kontrastpunkt zum visuellen Rauschen der Medien und deren permanentem „Selbst-zu-wichtigNehmen“. Es ist ein ungewöhnlicher Name für ein Magazin, der gerade dadurch Aufmerksamkeit erzeugt und einen hohen Wiedererkennungswert hat. Zudem ist es ein geläufiger Name, einfach zu merken und weiterzusagen. Einen weiteren, nicht ganz unwichtigen Beweggrund, der für den Namen »Designfuzzis« spricht, gibt das Internet: »designfuzzis.de« ist noch verfügbar und »Designfuzzis« führt bei google gerade mal 115 Treffer180. Grafisch ist das Logo dreigeteilt. Hervor sticht das Wort »Design«, das in der Helvetica Neue black versal gesetzt wurde. Diese für Design sehr typische Schrift, unterstreicht die Wortbedeutung. Eingeklammert wird das Wort durch zwei Balken, in denen jeweils in Chaparral Pro, italic, Kleinbuchstaben einzelne Wörter randlos ausgespart sind. Dies gibt dem Textblock jeweils eine gewisse leichtigkeit. Die längliche Form unterstreicht den Magazincharakter, der Claim »Because Graphicdesign matters.« präzisiert die Branche und bringt den Charakter des Heftes auf den Punkt. 180  (google, 2011)

80


9.6 Preisgestaltung Ein Punkt, der in der Umfrage oft angesprochen wurde, ist der Preis eines Designmagazins, den viele mit im Schnitt über 12 Euro als zu teuer empfinden. Entscheidend für den Verkaufspreis sind folgende Komponenten: Kosten: 1. Produktionskosten (Papiertyp, Papierformat, Tinte, Produktion an sich) 2. Vertriebskosten & Handelsspanne 3. Content Umsatz: 4. Heftverkaufspreis 5. Werbeerlöse Der Gewinn ergibt sich aus Umsatz minus Kosten. Damit sich ein Magazins selbst tragen kann, muss der Umsatz höher als die Kosten sein. Um dies zu erreichen, wird im Folgenden kurz auf die einzelnen Komponenten eingegangen: 1. Bei einem Designmagazin ist es wichtig, dass die Haptik, das Papier und die Qualität hochwertig sind. An diesem Punkt darf nicht gespart werden. Aber durch das gewählte Format ergeben sich Kostenpotenziale, die sich nicht auf die Qualität auswirken. 2. Ein Magazin sollte in allen relevanten Verkaufsstellen verkauft werden können, weswegen hierbei nur bedingt gespart werden kann. Sparpotenziale ergäben sich, wenn sich das Magazin zu einem Abonnenten-Titel etabliert, nur ist dies bei einem frisch auf den Markt gebrachten Magazin nahezu ausgeschlossen.

81


3. Der Inhalt ist sehr wichtig, denn aus ihm besteht das Heft. Um Kosten beim Inhalt sparen zu können, ohne dass die Qualität leidet, muss ein Konzept entwickelt werden, wie es in Abschnitt 10.2 beschrieben ist. Dadurch entstehen bei »Designfuzzis« weit weniger finanzielle Aufwendungen als bei einem vergleichbaren anderen Magazin, so ergeben sich Kostenpotenziale, ohne dass die Qualität leidet. 4. Der Heftverkaufspreis ist ein Kaufargument vor allem für Neukäufer, die ein hoher Preis abschreckt. Deswegen sollte ein Heftpreis von unter 10 Euro angestrebt werden. Für Designfuzzis liegt der Verkaufspreis bei 6 – 8 Euro. 5. Werbeerlöse haben einen großen Einfluss auf den Umsatz. Dadurch dass keine redationellen Inhalte werbewirksam platziert werden können, lassen sich hiermit nicht die Erlöse erzielen, wie es bei einem anderen Magazin der Fall wäre. Andererseits stellt die Unabhängigkeit ein Qualitätsmerkmal dar, was die Zeitschrift für den Leser glaubwürdiger, und damit für die Werbetreibenden wiederum interessanter macht.

9.7 Dummy Üblicherweise werden zuerst Dummys für das Layout sowie für den Text separat erstellt. Dabei ist es nicht notwendig, ein komplettes Heft zu gestalten, um die Anmutung des entstehenden Heftes zu vermitteln. Es werden meist nur die wichtigsten Bestandteile, das Titelbild, Inhalt, Editorial, Magazin sowie je ein großer und kleiner Beitrag simuliert.181 Das vorliegende Magazin »Designfuzzis« ist ein detailliert ausgearbeiteter Dummy, 181  Vgl. (Brielmaier & Wolf, 2000, S. 137)

82


da nahezu alle Seiten inhaltlich sowie grafisch ausgearbeitet sind. Bei den noch vorhandenen Leerseiten ist die inhaltliche Idee beschrieben. Alle Beiträge sind nur für dieses Heft zusammengetragen und aufbereitet. Dabei übertrifft es die Anforderungen eines Dummys in einem solchen grad, sodass man fast von einer Nullnummer sprechen kann.

9.7.1 Strukturplan Einen Struktur- oder Seitenplan lässt sich mit dem Storyboard einer Filmproduktion vergleichen. Diese Übersicht stellt die Seitenfolge des Magazins dar und gibt Auskunft über die Heftstruktur, die Rubriken sowie den Inhalt mitsamt Position der einzelnen Seiten. Dies erleichtert das Arbeiten und den Überblick.182 Auf Seite 84 befindet sich der Strukturplan der ersten Ausgabe von »Designfuzzis«.

182  Vgl. (Zapparaterra, Editorial Design, 2008, S. 124)

83


basics // inhaltsverzeichnis Titel

Editorial

Anzeige

basics // news

Inhaltsverzeichnis

xxx

U1

U2

basics // klicktipps

3

4

5

xxx

Spezial: blau // Startseite

xxx

9

10

titelthema: blau Stefan Sagmeister Pausezeichen

16

17

Stefan Sagmeister Pausezeichen

Spezial: blau // Basics

25

Typografie // Bacis:

Typomaps

20

21

Food Combo Ampersand Illustrations

34

23 titelthema: blau

Food Combo Ampersand Illustrations

28

29

Fucking Design Advise

35

36

Fucking Design Advise

30

cover gute Kulturplakate

Cover // Basics

Typomaps

22

31 cover

gute Kulturplakate

gute Kulturplakate

Anforderungen an das Medium Plakat

33

15 typografie

Anatomy der Buchstaben

cover Cover // Startseite

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84

27

Stefan Sagmeister Pausezeichen

14

typografie

Vorstellen der Heftschriften: Chaparral Pro und Arial

26

titelthema: blau Fucking Design Advise

32

19

Making Geometric Type Work

13

Typografie // Startseite

typografie

Making Geometric Type Work

24

12

Stefan Sagmeister Pausezeichen

typografie

Stefan Sagmeister Pausezeichen

18

typografie Making Geometric Type Work

11 titelthema: blau

7 titelthema: blau

Pantone Sonderfarbe ganzfl채chig

8

6

titelthema: blau

basics // kalender

xxx

Stefan Sagmeister Pausezeichen

xxx

Anzeige

U4 xxx

Inhaltsverzeichnis

37

38

Gestalte ein Designfuzzi Cover

39


cover Interview mit AlbumcoverDesigner

titelthema: blau Plakat: Berlin

Interview mit AlbumcoverDesigner

40

Illustration // Startseite

Illustration // Basics

41

42

43

44

illustration

fertige Mappe + Kurzinterview

45 Corporate Design // Startseite

bittbox modern arrows

49

50

corporate design Geschichte Nokia Kristina Scandurra

57

Corporate Design // Basics

52

59

Interview: Werbung nervt

53

Geschichte Nokia Kristina Scandurra

Farbmarken

54

61

blaue Logos

blaue Logos

62

werbung

Interview: Werbung nervt

55 titelthema: blau

Geschichte Nokia Kristina Scandurra

60

werbung

Werbung // Basics:

Farbmarken

corporate design

Geschichte Nokia Kristina Scandurra

58

werbung Werbung // Startseite

51

Geschichte Nokia Kristina Scandurra

47 corporate design

Peter Behrens

corporate design

Geschichte Nokia Kristina Scandurra

56

gogoplata

46

corporate design

Anzeige

48

gogoplata

Tutorial stern

illustration fertige Mappe + Kurzinterview

illustration

illustration

Plakat: Berlin

63 werbung

Interview: Werbung nervt

Joe la Pompe

Joe la Pompe

Print wirkt Anzeige

64

65

66

67 Basics

werbung Joe la Pompe

jetzt bist Du gefragt

74

71

Abonnentenseite Vorschau auf das nächste Heft

73

70

Basics

jetzt bist Du gefragt

Anzeige

72

69

68

75

76

Anzeige

U3

Abb. 8 Strukturplan »Designfuzzis« #001 (Quelle: (eigene Darstellung))

85


10.

Fazit / Ausblick

10. Fazit/Ausblick

86


Editorial Design ist ein großes Feld und jedes Printprodukt ist individuell. Die vorgestellten Inhalte und Vorgehensweisen sind nicht allgemeingültig, bilden jedoch eine gute Grundlage für die Gestaltung einer Zeitschrift. Neue Magazine haben es schwer. So ist das Problem der großen Verlage hausgemacht: zu viel Bürokratie und zu viele Hierarchien, zu lange Entwicklungszyklen und vor allem: zu viel Marktforschung. Das alles kostet Zeit und hauptsächlich Geld, welches beim Verkauf erst wieder erwirtschaftet werden muss. Wenn es nach der Marktforschung gegangen wäre, würde es etablierte Magazine wie »Focus« oder »Ein Herz für Tiere« nicht geben. So verwundert es nicht, dass es in den letzten Jahren vor allem kleine oder ausländische Verlage waren, die neue, erfolgreiche Magazine wie »Slanted«, »Monopol« oder »Mare« auf den Markt bringen konnten. Denn das Bauchgefühl eines erfahrenen Journalisten führt häufig zum gewünschten Erfolg und ist zudem billiger.183 Diese Entwicklung bürgt auch Chancen, vor allem für kleine Liebhaberobjekte. Ein Beispiel hierfür ist das »Missy Magazin«. 2008 hatten drei Freundinnen die Idee ein Magazin zu kreieren, und haben inzwischen neun Ausgaben herausgegeben. Die Leserschaft des als Young Miss für Feministinnen geplanten Magazins ist stabil, die Auflage liegt bei 20.000 Exemplaren. Dieser Erfolg kam ganz ohne Marktforschung oder Entwicklungsabteilung zustande, nur mit einem guten Gespür, Elan und Spaß.184 Möglich macht solche Entwicklungen unter anderem das deutsche Remissionsrecht, was alle Einzelhändler und Grossisten das Recht gibt, alle nicht verkauften Exemplare zum vollen Preis zurückzugeben. Andernfalls hätten kleinauflagige oder neue Titel keine Chance.185 183  Vgl. (Gehrs, Dezember 2005, S. 28 ff.) 184  Vgl. (Böge, 03/2011, S. 77 ff.) 185  Vgl. (Medien von A bis Z, 2006, S. 397)

87


Heutzutage ein neues Magazin zu launchen ist also schwer und leicht zugleich: Einerseits ist der Markt fast gesättigt, die Menschen schauen lieber fern oder DVD als ein Magazin zu lesen, es muss sich also gegen verschiedene Wettbewerber durchsetzen. Andererseits war es noch nie so einfach ein Magazin zu kreieren, durch Desktop-Publishing kann inzwischen jeder der einen Computer und die passenden Programme hat ein Magazin kreieren. Die Entwicklung zeigt außerdem an, dass der Bedarf an Nischenmagazinen weiter steigen wird. In Deutschland gibt immer mehr Designer, das heißt die Zielgruppe für ein Grafikdesign-Magazin wächst. »Designfuzzis« hat das Potenzial diese immer größer werdende Nische zu füllen. Das Konzept beinhaltet eine Kostenstruktur, die es mit einem überschaubaren finanziellen Einsatz möglich macht dieses Magazin zu launchen. Wie sich der Zeitschriftenmarkt entwickelt, ist schwer vorherzusagen. So könnten elektronische Neuerungen den künftigen Markt bestimmen, oder die Leser werden der Technik überdrüssig und Zeitschriften erleben einen neuen Nachfrageboom. Wahrscheinlicher ist eine Mischung aus beidem. Die Vergangenheit zeigt, dass es in Zukunft immer wieder neue Magazine geben wird.186

186  Vgl. (Menhard & Treede, 2004, S.347)

88


89


Anhang Anhang

VIII


Umfrage Grafikdesign-Magazine Liebe Freunde der visuellen Kommunikation, im Rahmen meiner Masterthesis brauche ich zum Thema Grafikdesign-Magazine 4 Minuten Eurer wertvollen Zeit. Dieser Fragebogen richtet sich hauptsächlich an Gestalter, aber auch an Designinteressierte. Nur mit Deiner Hilfe kann ich ein Magazin konzipieren, welches am Ende Dir auch gefällt. Wenn du dich zu keiner der beiden Gruppen zählst, brauchst Du an dieser Umfrage nicht teilnehmen, aber danke trotzdem. Die Auswertung der Umfrage erfolgt anonym. Ich würde mich freuen, wenn ihr den Link an Interessierte weiterleitet. Vielen Dank für Deine Hilfe! mArco --------------------Marco Ellinger Elektronische Medien | Master Hochschule der Medien Stuttgart E-Mail: mArco@neromonga.de

Autor: mArco Ellinger

The round symbol means "single choice". Only one answer is valid. The square symbol means "multiple choice". One or more answers are valid.

Seite 1/7

IX


Angaben zu deiner Person Frage 1: Design und Gestalten ist hauptsächlich Teil deines Berufs

nur ein schönes Hobby ein lästiges Muss nichts für mich

Frage 2: In welchem Bereich liegt dein Arbeitsschwerpunkt? 1 to 3 answers are expected. Digitale Medien

Illustration/Grafik/Foto Corporate Design Editorial Design

Produkt-/Verpackungsdesign Werbung

Sonstiges

________________________________________________________________________________

The round symbol means "single choice". Only one answer is valid. The square symbol means "multiple choice". One or more answers are valid.

X

Seite 2/7


Grafikdesign-Magazine Allgemein Frage 3: Ließt Du Designmagazine? Ja

Nein

h h ic gl tä

lic at

w

öc

he

nt

h

lic

A on

lm

ei m

ge

a

re

w et

e

un

ni

zw

äß

ig

us

ga

be

n

im

Ja

hr

Frage 4: Welche Designmagazine ließt Du wie häufig?

Page Novum Form Slanted Zwiebelfisch Sonstiges

Frage 5: Wenn Du Sonstiges geklickt hast, welches Magazin ist gemeint? ________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________ ________________________

Frage 6: Warum ließt du keine Designmagazine? __________________________________________________ __________________________________________________ __________________________________________________

The round symbol means "single choice". Only one answer is valid. The square symbol means "multiple choice". One or more answers are valid.

Seite 3/7

XI


Frage 7: Was findest Du an bestehenden Grafikdesign-Magazinen gut? die Aktualität

die schĂśnen bunten Bilder die Themenvielfalt

Ich nutze sie als Inspirationsquelle inhaltliche Tiefe Sonstiges

________________________________________________________________________________

Frage 8: Was fehlt deiner Meinung nach bei Designmagazinen? Stichpunktartig

__________________________________________________ __________________________________________________ __________________________________________________

Frage 9: Braucht die Welt noch ein (richtig gutes) Grafikdesign-Magazine? Ja, unbedingt. Ist mir egal.

Nein, es gibt schon zu viele.

The round symbol means "single choice". Only one answer is valid. The square symbol means "multiple choice". One or more answers are valid.

XII

Seite 4/7


Wunsch Grafikdesign-Magazin Frage 10: Wie müsste ein Designmagazin aussehen / wie müsste es sein?

Es werden imm zwei Begriffen gegenüber gestellt. Bitte entscheide Dich für eine Seite oder klicke auf die Abstufungen. freakig Bilder bunt

oberflächlich

aufgeräumt Text

schwarzweiß tiefgründig

Frage 11: Was für ein Papier würdest du dir für die Innenseiten wünschen? 1 to 3 answers are expected. ist mir egal

eher dünnes Papier eher dickes Papier

eher mattes Papier

eher glänzendes Papier recyceltes Papier

andere Beschaffenheiten

________________________________________________________________________________

Frage 12: Wie groß sollte ein Designmagazin sein? wie eine Postkarte (A5)

wie ein "normales" Blatt Papier (A4)

wie ein "normales" Magazin (etwas größer breiter als A4) wie eine kompakte Zeitung (A3)

wie eine Tageszeitung (etwa A2) Andere Größe

________________________________________________________________________________

The round symbol means "single choice". Only one answer is valid. The square symbol means "multiple choice". One or more answers are valid.

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XIII


Frage 13: Welche Themenfelder sollten bei einem Designmagazin enthalten sein? Editorial Design

Corporate Design Illustration

Typografie

Verpackungsdesign Portfolios Werbung

Fotografie / Bildsprache Online

Sonstiges

________________________________________________________________________________

The round symbol means "single choice". Only one answer is valid. The square symbol means "multiple choice". One or more answers are valid.

XIV

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Fragen, Anregungen? Frage 14: Falls du noch Anregungen hast, etwas vermisst hast oder etwas hinzufĂźgen willst, hast du jetzt hier die MĂśglichkeit. __________________________________________________ __________________________________________________ __________________________________________________

The round symbol means "single choice". Only one answer is valid. The square symbol means "multiple choice". One or more answers are valid.

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Auswertung der Umfrage Umfrage Grafikdesign-Magazine Autor: mArco Ellinger

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XVI


Angaben zu deiner Person

Frage 1: Design und Gestalten ist hauptsächlich Teil deines Berufs (73,93%) nur ein schönes Hobby (23,50%) ein lästiges Muss (1,28%) nichts für mich (1,28%) Antworten: 234

Frage 2: In welchem Bereich liegt dein Arbeitsschwerpunkt? Digitale Medien (25,18%) Illustration/Grafik/Foto (29,41%) Corporate Design (19,76%) Editorial Design (6,12%) Produkt-/Verpackungsdesign (4,00%) Werbung (15,53%) Antworten: 425

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XVII


Grafikdesign-Magazine Allgemein

Frage 3: Ließt Du Designmagazine? keine Antwort (0,85%) Nein (44,92%) Ja (54,24%) Antworten: 236

Frage 4: Welche Designmagazine ließt Du wie häufig? a1: Page

a2: Novum a3: Form

a4: Slanted

a5: Zwiebelfisch a6: Sonstiges q1: nie

q2: unregelmäßig

q3: etwa zwei Ausgaben im Jahr q4: monatlich

q5: wöchentlich q6: täglich q1

q2

q3

q4

q5

q6

a1 15,22 % 36,96 % 23,19 % 22,46 % 1,45 % 0,72 % a2 40,60 % 29,32 % 16,54 % 12,03 % 1,50 % 0,00 % a3 65,67 % 22,39 % 5,22 %

6,72 % 0,00 % 0,00 %

a5 77,44 % 13,53 % 4,51 %

4,51 % 0,00 % 0,00 %

a4 72,93 % 17,29 % 3,01 %

4,51 % 2,26 % 0,00 %

a6 59,40 % 18,80 % 10,53 % 7,52 % 3,01 % 0,75 %

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XVIII


Antworten: 132

Frage 5: Wenn Du Sonstiges geklickt hast, welches Magazin ist gemeint? art,w&v | cut | ComputerArts | computer arts | eye, idea, graphic, etapes, idn | Computer Arts, Creative Review, Communication Arts | Beef | weave | computer arts | hjghj | ZOO - Fashion/ Quest - Fashion/ ACHTUNG -

Fashion | Onlinemagazine: Fontblog, diskurdisko.de | weave | CUT | Computer Arts | weave | Alles was ich so in die finger bekomme | Weave Magazin | Das Magazin \'Vier\' von der HfK Bremen (kostenlos) | Weave |

Advanced Photoshop | Lürzers Archiv | Advanced Photoshop | fotografie-magazine | Brand Eins | Computer arts projects (englisches Magazin) | Internationale Magazine, Webmagazine | designtagebuch.de | Mac Welt (falls das zählt) | Docma | Photoshop | Weave | Publisher | ---------------- | Lürzers Archiv | Weave |

Onlinemagazine | Brand Eins | weave | smashing | Online Magazine PSD Tutorials | verschiedene

Photoshop/Fotografie Hefte | http://www.smashingmagazine.com/ | Weave und andere | Unterschiedliche, was

einem halt auffällt. | design magazin | Docma | Amateur Magazin, Advanced Photoshop | advanced photoshop | plugged & designreport | wechselt | CMY-K | design report, md | weave | weave | Plot | PLOT | Designreport, ... Antworten: 58

Frage 6: Warum ließt du keine Designmagazine? keine Zeit, kein Geld | zu teuer - meine infos bekomme ich aus dem netz | zu langweilig, habe genug mit design zu tun, die ganze zeit, da muss ich nicht noch designmagazine lesen. | -inspirieren mich nicht | online gibt es ein größeres angebot an inspirationsquellen. | Weil diese wie Modemagazine sind. | Einblick in die aktuelle

Designszene (kann das Web allerdings besser), zum Teil auch die Haptik. | Ich lese Marketing-Lektüre aller Art, worin auch Design-Themen etc. abgehandelt werden, aber keine dedizierte Designmagazine. Unsere

Grafik-Abteilung erstellt auf Basis meiner Konzepte finale Designs und Grafiken. | Design ist nicht lesbar | Es

gibt keine fuer meinen Bereich. | zu teuer | Meistens sind die Themen in den Magazinen wenig interessant für

mich. Ich lese eher im Internet in der Animation- und Designforen. Außerdem ist die Informationen dort täglich aktuell und kostenlos | inhaltlich uninteressant | Interessiere mich für Design, aber nicht so stark dass ich

explizit Magazine lese | Kein Geld und nicht genügend Interesse, da ich noch nicht lange studiere | kenne keins

für meine dedürfnisse | Nicht interessant fuer mich. | kein geld, und zeit | zu teuer | kein Geld | die sind meistens sehr teuer | kein Interesse | Da steht meistens nichts interessantes für mich drin und ich will auch keinen Stil kopieren. | Ich schaue mir lieber Designblogs an. Diese sind sehr aktuell und kostenlos und es gibt viele. | Leider oft zu teuer. Auch finde ich Designtrends o.ä.in der Regel nicht besonders spannend, da man ja

eigentlich nicht mit der Masse mitschwimmen, sondern etwas eigenes, neues kreieren will. | zu teuer | dafür

gebe ich kein geld aus, ich schaue wenn dan im Internet | Ich habe bisher nicht viel gelesen und das, was ich gelesen habe, war nicht ansprechend. | Nicht damit beschäftigt bisher/brauch keine vorschläge .. | Ich kenne

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keines | hab mich (leider) noch nie mit solchen magazinen beschäftigt... | zu wenig zeit LEIDER | Lese eher selten magazine | teurer Preis, generell halte ich von Textbeiträgen über Design nicht so viel, wie von Bildbeiträgen. Designblogs plus Bildmaterial im Web bieten hier eine ausreichende Informationsquelle... | meist zu teuer | Momentan kein Geld, die sind sehr teuer. | Teuer, es gibt das Internet | Habe ich bis jetzt noch nie gebraucht | hab keinen richtigen Zugang zu ihnen | . | Uninteressant | Anregungen und Informationen zu Design-Programmen und Trends hole ich mir im Internet, Da der Aktuelle Preis vieler designmagazine zu hoch ist. | Keine zeit, Magazine oft zu teuer (dafür natürlich schön verarbeitet, aber dennoch) | kenn keine guten / noch nicht informiert; generell aber interesse! | zu wenig Zeit, andere Fachbereiche sind wichtiger | Kenn die nich.... | weil ich keine Zeit habe | Design ist nur ein Hobby. Keine Zeit& Geld dafür... | Zu wenig Zeit | Komme auch ganz gut so zurecht, wenn ich Inspiration brauche, dann such ich mir sie woanders. :) | Zu teuer, ich lese sie gerne wenn ich sie in die Hände bekomme, abonniere aber leider keines. | nur Online-Angebote wie z. B. Design-Tagebuch | Kein großes Interesse daran | Kein Interesse, kann mir Dinge die mich interessieren auch im Netz anlesen. | Learning by Doing es gibt genug tutorials zum anlernen... kein interesse an der desing industrie selbst | Kosten | keine Zeit | - | Ich schau lieber im Internet nach Ideen | kein geld | ich bräuchte mehr Technikbezug | ich hole mir tipps aus foren im internet | für mich nur ein Hobby, im Studium nur bedingt notwendig, aber anderer Vertiefungsschwerpunkt | nicht interessant, viel werbung, teuer | zu teuer | darum | Bin nicht im Grafikbereich tätig | Weil mir das Internet viele interessante Blogs bietet, welche das Beste an Design direkt anzeigt. | keine Zeit, und die meisten sind mir zu teuer. Es gibt Design-Blogs, die reichen mir. | zu teuer | keine zeit und wenn man was bestimmtes sucht, wird man im netz fündig | kein großes interesse daran | keine Gelegenheit | viel zu teuer, ich mag den Schreibstil nicht | Kein Interesse | brauch ich nicht | zu teuer | - | Kaum Zeit, ich vergess es oft, bzw. es geht im Alltagschaos unter | meist zu teuer und und zu uninteressant werden meist auch nicht dort verkauft wo ich magazine kaufen wollen würde (bhf, sbar, mensa, kneipen etc.) | keine Zeit, Geld muss in andere Dinge investiert werden | Kein Bedarf, Internet als Informationsquelle | Internet | kein zugang zu welchen zu teuer | Weil ich nie bewusst danach gesucht habe, Quellen sind aus dem Internet | keinen bedarf | lese lieber online - aktueller | interessiert mich nicht | interessiert mich nicht | kenne ich nicht | Bin nie auf die Idee gekommen welche zu lesen. | Habe beruflich nur am Rande mit Design zu tun und wenn, dann kommt es v.a. auf Schlichtheit, weniger auf Innovationen an. Oft ist auch sowieso ein Corporate Design vorgegeben. Daher brauche ich keine aktuellen Informatinen über Trends etc. | Da ich ausschließlich für Online-Medien produziere finde ich relevantere Quellen im Web. | Online Blogs reichen mir aus. | - | Da ich mich mit der Thematik nicht professionell auseinander setze. | nicht gebraucht | Lese lieber Wirtschaftsmagazine! | Zu Teuer. Gewaltig zu Teuer! | Zeitmangel | zu teuer, eher Onlinelektüre | darum | Uninteressant | interessiert mich nicht | zu teuer | zu teuer, habe internet | zu spezifisch | Weiss eigentlich auch nicht. Ach doch, weil die scheiss teuer sind, oder? | keine Zeit | zu teuer

Antworten: 110

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Frage 7: Was findest Du an bestehenden Grafikdesign-Magazinen gut? die Aktualität (16,36%) die schönen bunten Bilder (20,79%) die Themenvielfalt (15,89%) Ich nutze sie als Inspirationsquelle (36,68%) inhaltliche Tiefe (10,28%) Antworten: 428

Frage 8: Was fehlt deiner Meinung nach bei Designmagazinen? Beigelegte DVDs, Daten | oft zu oberflächlich in portraits von künstlern/designern | nüschtz. außer vielleicht so werdegänge der designer. persönlichen hintergrund quasi | - gute künstlerportraits (nicht nur interviews) -

aufbereitete produktinformationen (nicht nur werbung) | weiß nicht, les ja keine | mehr bilder | mehr mut | blick über den tellerrand | -Praxisbezug | wie man sich als kleines büro gut aufstellen kann, strategisch bzw.

geschäftlich. | humor | inhaltliche Tiefe | Packaging, Fotografie | -zu wenig tiefgründiger Marketing-Bezug

(verhaltenswissenschaftlich) | Aktualität | noch mehr aktuelle Projekte | Schwerpunkt Internet | mehr info über

Design-Symposien oder Vorträge oder so Sachen wie DEKUMO | noch mehr Schrott | frosch | df | lese keine. | kostenguenstige alternativen fuer viel zu teure technik | - vieles was man in z.B Page sieht ist bei

veröffentlichung schon veraltet - mir ist es egal welcher Designer wie wohnt / arbeitet und ob er IKEA Möbel

oder exklusive Designer Möbel besitzt... mehr Arbeiten wenniger bla bla | -der Newcomer-Support | weiß nicht | - Ich vermisse ein gutes Magazin für Illustratoren :) - ansonsten finde ich die meisten Designmagazine ziemlich unkritisch, z.B: APPLE oder politischen/gesellschaftlichen Themen gegenüber | - - - | diskussionen über werte, die den alltag der Designer betrifft, nicht the happy few 5 % workaholics | keine angabe | manchmal die

abwechslung. | ?! Wenn ich sie lesen würde, könnte ich antworten | Crossmedialität | Verknüpfung mit anderen

Disziplinen wie Text etc | Mehr Technikbewusstsein für digitale Medien, die einfach erklährt und kreativ genutzt werden | crossover themen grafikdesign in unüblichen disciplinen | nix | - Basics fuer Anfaenger | kp | ? | - ? | technische Aspekt wir oft vernachlässig, mehr Tutorials, | - | Mir persönlich fehlt oft das Konzept bzw. der

Hintergrund der Arbeit, die Intention des Gestalters. Ich finde es total spannend die Arbeiten anderer Gestalter zu begutachten und kann mich davon gut inspirieren lassen. Was mir jedoch immer fehlt ist mehr

Hintergrundinformation darüber warum er wie, was gestaltet hat (der Gedankengang des Designers). Eigentlich genau das mit dem jeder Gestalter anfängt oder anfangen sollte bevor man sich in ein Projekt stürzt. | Ein

digitales Magazin für iPad & Co. | nichts | Adressen von renommierten Agenturen | Der Bezug zur \"normalen

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Welt\" vieles ist zu abgehoben. | - der Bezug zu anderen Disziplinen - eine Mischung aus brand eins und Designmagazin wäre gut | Ich lese keine | Der Bezug zu form follows function. | kommt immer auf das Thema drauf an... evtl: -mehr Tips/Tricks um auch mit kostenfreien/günstigen Programmen/Dingen herrlich kreativ sein kann | Der Reiz sie zu kaufen, wenn man sich sehr gut auch ohne Magazine inspirieren kann. Sie sollten noch mehr Informationen geben zu verschiedenen Themen, auch zum Berufseinstieg. | Da ich keine lese, kann ich hier leider nichts zu sagen. | weiß nicht | spontan nichts | ? | Tutorials - Einführungen in neuere Technologien | mehr Tutorials | Allgemein bessere Zugänglichkeit zu verschiedenen Plattformen (nicht hauptsächlich Mac OSx orientiert) | -abstraktness | eigentlich nichts(warum ist das ein Pflichtfeld?!) | kann ich nicht beantworten, weil ich keines kenne | - | keine ahnung | -nichts | vielleicht ein paar mehr infos zu studien- und weiterbildungen kursen etc. | -Übersichtlichkeit | Richtiges Preis-/Leistungsverhältnis, Mehr moderne Designtheorie und wissenschaftliche Ausarbeitungen innerhalb dessen, Aspekte des Freelancings, Selbstständigkeit, Aspekte des Geschäftswesens, Finanzierung und Einforderungen | ich lass mich überraschen | - cases. von der konzeption bis zum endprodukt | - Gimmicks - Webtipps - ein übersichtliches Jahresverzeichnis nach Themenschwerpunkten sortiert | Poster | aktualität | Leserbriefe Ungewöhnliches Format CDs | - mehr Buchempfelungen - Freeware Vorstellungen | ...kein Plan | weiß nicht | ein thema zu denen beiträge geschrieben werden können bzw. gestaltet | ? | - etwas, das auch die Beratung versteht | -/- | ? | nichts, es gibt eine breite angebot an themen | ? | k.A. | ka | ? | . | der blick ueber den tellerrand weg von den grossen agenturen | nichts, is alles dabei | Mehr Tutorial-Stuff zum selber nachmachen | ich lese sie nicht, kann ich nicht sagen | Es fehlt eine gewisse nähe zu Personen die Design als Hobby verfolgen. Zu großen Teilen sind die Magazine an berufstätige Designer/Gestalter gerichtet. | Keine Ahnung | nichts, vielleicht mehr in Richtung Kunst gehen | - | -weis nicht | Online Verknüpfung | Mehr Anwendungsbezogene Beispiele in der Adobe Creativ Suite | - | mir fällt momentan nichts ein | lernen, schön | themen wie: marketingstrategien, wahnehmungspsychologie | In Page würde ich mich über Illustrator oder Photoshop Tutorials freuen | Leses diese nicht. | keine Ahnung | Keine Ahnung, da ich keine lese!! | kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich sie zu unregelmäßig lese | k. A. | -Eine Mischung aus Lürzers Archiv und Page wäre toll | XX | keine Ahnung | der günstige Preis | Siehe oben | Hintergründe, Welche Techniken/ Technik werden / wurden eingesetzt. | -einsteigerfreundlichkeit | - Bezahlbarkeit | - | Ein All-In-One Heft was News aus Technik und Design und Designwirtschaft konzentriert und kombiniert | - keine ahnung - eine app | ich lese keine | - | - | Bezug zur Realität | Sie sind im Vergleich zum Internet ziemlich teuer. | nix | zu teuer | Nichts was ich vermissen würde | | * | die technischen Aspekte | kA | ich lese keine | spezielle hefte, nicht so viele themen in eiem heft und dafür nur oberflächlich istr nicht so toll | mehr tutorials | weiß nicht | Der Bezug zur Realität -> Realisierbarkeit. | ich lese keine | - | ausgefallene,unkonventionelle Designs | Viele Hefte sind zu teuer. Nicht alles muss auf Hochglanz gedruckt werden. | keine Meinung | ? | Einerseits inhaltliche Tiefe, andererseits aber die Tatsache, daß viel zu viel über Design philosophiert wird; man kann auch einfach über Schönheit oder Häßlichkeit reden, ohne ein Konzept dahinter zu sehen oder etwas in die Intentionen des Künstlers hineinzuinterpretieren. | technische Tipps zu Grafikprogrammen, inhaltliche Tiefe | Tutorials | - | . | themenübergreifender besseres preis-/leistungs verhältniss | kenne keine | mehr Anleitungen | eines mit neuen digitalen medien (social media etc.) | weiß nicht | -- | x | - Grafikdesign sowohl im Print- als auch Webbereich, auch Design History aber auch aktuelle Themen eingeht - Datenvisualisierung/Informationsdesign - Design und Szene | vertiefte Artikel | - viele

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sind zu teuer | mehr Vielfalt | mehr und vertieftere Beispiele für gutes Design. Auf keinen Fall noch mehr Technikanleitungen! | möglicherweise eine Beschreibung der Arbeitsmethoden | Ist mir egal | weiß ich nicht | ???? | - | - keine Ahnung | k. a. | - | Ideen und Vorschlage bzgl. Usability | warum design wirkt wie es wirkt | Schön anzusehen, aber nur selten echte Infos, wie es gemacht wurde. | mehr bekanntheit eines magazins | Eine kombination der bestehenden... | - | fehlt nichts wahrscheinlich | Ich denke die Magazine müssen noch anspruchsvollere Tutorials und Designtips bieten um sich gegen kostenlose Web-Angebote durchzusetzen. Tutorials sind für mich persönlich auch nur dann interessant, wenn sie mir Tips zu aufwändigen stylischen Composings liefern und keine realistischen Retuschen da ich dies schon ausreichend beherrsche. Außerdem sollten es ihnen gelingen die aktuellsten Designtrends und Looks (für ist insb. der Werbebereich interessant) festzuhalten. | ka | - infos über ausbildungsmöglichkeiten bzw verschiedene berufe in diesem bereich agenturen sollten häufiger vorgestellt werden | gscheiter inhalt | Ich vermisse bisher nichts | ? | Mehr seriöse Nachwuchswettbewerbe, Tutorials | geringere Preise | guter redaktioneller inhalt | - | - | kp | ich lese keine | Auch mal weniger ausgefippte, trendige Themen. Man will ja nicht nur hippe Flyer/Internetseiten gestalten, sondern auch mal einfach nur schlichte Präsentationen, wo es weniger um das Emotionale, sondern mehr um die Vermittlung komplexer Zusammenhänge/Zahlen/etc. geht. | ich lese keine Designmagazine. | ich beantworte die Frage an Hand von Blogs: Den Bezug zur Realität | - | kann ich nicht beurteilen | nix | Günstiger Preis. | -- | Ein vernünftiger Preis | - | Da ich nie etwas bestimmtes suche, fehlt mir auch nichts. | fällt mir nichts ein | zu wenige Interviews mit Designgrößen | tiefe | -ein typolastiges magazin | - das eingehen auf nachwuchdesigner/auch hochschulprojekte - wettbewerbe | infos zum berufsalltag/praktische tipps für berufseinsteiger | s.o. | nichts | ? | nichts | ... | teilweise einfachere Herangehensweisen, da diese meistens zu kompliziert für Laien sind. | hmm k.A vll. mehr Arbeitsbeispiele und Stellenangebote oder Praktikumsstellen. | meistens leider inhaltliche tiefe | alles | -preiswertes wöchentliches/14-tägig erscheinendes Magazin für Designstudenten | weiß nicht | nichts | Ein günstiger(er) Preis ;-) | inhaltliche Tiefe, Aktualität, ... | - | - | mehr Inovation | keine Ahnung | ich weiß nicht | - billigheit | könnte jetzt nichts auf anhieb benennen. | Kann ich schwer beurteilen, da ich keine regelmäßig lese. | Typo alter Schule

Antworten: 229

Frage 9: Braucht die Welt noch ein (richtig gutes) Grafikdesign-Magazine? Ja, unbedingt. (34,62%) Ist mir egal. (52,56%) Nein, es gibt schon zu viele. (12,82%) Antworten: 234

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Wunsch Grafikdesign-Magazin

Frage 10: Wie müsste ein Designmagazin aussehen / wie müsste es sein? 1

2

3

4

5

6

7

2,98 %

1,70 %

8

a1 5,96 % 11,06 % 17,87 % 16,17 % 13,62 % 17,02 % 10,21 % 8,09 % q1 a2 9,36 % 21,70 % 35,74 % 22,13 % 6,38 % a3 22,13 % 20,85 % 17,45 % 24,68 % 9,36 % a4 1,70 %

0,85 %

2,55 %

3,40 %

0,00 %

0,00 % q2 2,13 % q3

7,66 % 14,04 % 31,49 % 25,96 % 15,74 % q4

a1: freakig

q1: aufgeräumt a2: Bilder q2: Text

a3: bunt

q3: schwarzweiß a4: oberflächlich q4: tiefgründig

Antworten: 235

Frage 11: Was für ein Papier würdest du dir für die Innenseiten wünschen? ist mir egal (7,42%) eher dünnes Papier (5,63%) eher dickes Papier (26,60%) eher mattes Papier (30,18%) eher glänzendes Papier (14,58%) recyceltes Papier (15,60%) Antworten: 391

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Frage 12: Wie groß sollte ein Designmagazin sein? Andere Größe (12,34%) Querformat schmaleres A4 | Format interessiert nur sekundär - schön ist es wenn es zum konzept passt. ich

mag keine riesenformate (schlecht zu archivieren) | schon wieder frosch | wie wäre es mal mit quadratisch! | A5 (postkarte ist A6) | quadratisch 20x20 | Cinemascope | keine feste Größe. Je nach Thematik sich ändernd...

auch wenn das mit ziemlichen Kosten verbunden ist. Wäre aber mal was anderes! | 25x18 | etwas kleiner als A4 | quadratisch praktisch gut | Heb dich ab! | es sollte sich irgendwie hervorheben vom Rest | quadratisch | Vielleicht Din A 4 Querformat | zwischen A5 und A4, oder A4 | kleiner als a4 | kleiner aber breiter als a4 |

Sonderformat, das sich auch optisch von bisherigen Magazinen unterscheidet, aber dennoch handlich ist und

gut in jede Tasche passt... z.B. quadratisch (210 x 210 mm) oder Querformat. | Gar keine Din-Größen, da diese schon lange keine Aufmerksamkeit mehr erregen -> vielleicht quadratisch?! | A4, jedoch etwas breiter, jedoch

mehr als üblich Magazine: villeicht 21x36 | keine Din Norm | Keine Normgröße | auch hier glaube ich nicht, dass es \"das\" Format gibt, aber wenn es mit den Produktionskosten vereinbar ist, wäre etwas außergewähnliches

schön, gerade um sich abzuheben von der Masse und den bereits bestehenden Magazinen | eigentlich wie ein übliches Magazin also etwas breiter als eine A4 Seite, aber was anderes wäre auch interessant. quadratisch find ich immer sehr innovativ. | ausgefllenes format wie eine Postkarte (A5) (4,26%)

wie ein "normales" Blatt Papier (A4) (25,96%) wie ein "normales" Magazin (etwas größer breiter als A4) (49,36%) wie eine kompakte Zeitung (A3) (7,66%) wie eine Tageszeitung (etwa A2) (0,43%) Antworten: 235

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Frage 13: Welche Themenfelder sollten bei einem Designmagazin enthalten sein? Editorial Design (8,86%) Corporate Design (12,07%) Illustration (14,67%) Typografie (14,82%) Verpackungsdesign (7,79%) Portfolios (8,63%) Werbung (10,31%) Fotografie / Bildsprache (13,60%) Online (9,24%) Antworten: 1309

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Fragen, Anregungen?

Frage 14: Falls du noch Anregungen hast, etwas vermisst hast oder etwas hinzufügen willst, hast du jetzt hier die Möglichkeit. gibt es eine designzeitschrift die für studenten ausgerichtet ist? | vielleicht verschiedene stile beleuchten? was ja auch wieder im kommen ist, so letter press geschichten. | viel spass beim auswerten | billig, damit man sich ein abo bestellt, zu kosten, die nicht weh tun. | Eine Rubrik, in der sich junge Designer (1 pro Ausgabe) oder

junge Agenturen und ihre Arbeiten vorstellen können...und die Zeitschrift sollte nicht 0815 sein, jede Ausgabe soll besonders sein - bisschen wie bei der NOVUM - jedes Titelblatt ist auf besonderem Papier...die Zeifschrift soll Sammlerwert haben, dann zahlt man gerne die 11 Euro ;) | frosch | frosch frosch | In Zeiten von fffound,

swissmiss etc. ist es meiner Meinung nach schwehr ein wirklich gutes und aktuelles Magazin zu finden. Meist

blätter ich kurz durch...lese aber nur selten längere Artikel. Dennoch denke ich das ein gut gemachtes Magazin in die Hand genommen wird. | Alles gute den Master! | viel erfolg! :) | Preis!! > Die meisten Designmagazin sind

teuer | WTF :-) | VIel Erfolg dir, Marco! :) | Postkarten sind doch im Allgemeinen A6 oder? | der fragebogen war an einer stelle nicht intuitiv. :) gruß, claudi | Deine Fragen sind etwas seltsam, z.B. wer willschon ein

oberflächliches Magazin oder warum sollte ein Designmagazin schwarz-weiß sein? | viel erfolg! | interaktive elemente aufnehmen. Also eine Art kleione Ecke im Magazin, in der selber Beiträge veröffentlich werden

können | Alles toll. | Werd mir mal eins kaufen jetz.. :) | nein | Allgemein gibt es zu differenzierte Magazine die

nicht allen Zielgruppen entsprechend handeln im Hinblick auf Aufbereitung und Seitenzahl sowie die oder deren inhaltsverarbeitende Themenauswahl der Designs, die veraltet oder aufrührerisch wirken. | werbeanzeigen

sollten das magazin auf keinen fall dominieren, das ist lästig und macht die Zeitschrift nur unnötig unahndlich | Wünsch dir erstmal viel Erfolg sowas in die Tat umzusetzen. Denke jedoch, dass es schwer sein wird, wirklich etwas neues zu bringen. Angesicht der Tatsache, dass die anzusprechende Zielgruppe doch relativ klein ist, bzw einfach schon extrem viel starke und überzeugende Magazine auf dem Markt sind. Slanted, Novum, Design Report, ? | viel Erfolg! | Vermisst habe ich den Punkt \"Interface Design\"... klar ist unter digitalen

Medien, aber ist ja schon eine eigene Sache. Was in Magazinen fehlt, ist wie ich finde Usability und Artikel die

ueber \"Google Wissen\" hinausgehen. Ohne diese gibt es fuer mich wenig Anreiz sie zu kaufen... | Viel Glück | Mach einen guten Blog zu deinem Magazin - hier wird das aktuelle Heft ebenfalls teilweise aufgegriffen. Check mal the cool Hunter! Und komm am Donnerstag zum Stammtisch - du Pflaume. Greetz Philipp | Nö, alles gut.

Viel Erfolg weiterhin bei deiner Master-Thesis :-) | Besonders Interessant finde ich längere Artikel über neues / junges Design mit vielen Illustrationen. | - | Qualität statt Quantität | gern geschehen :) | viel Erfolg bei deiner Thesis | tv | - | Designmagezine sind zu teuer, als Studentin kann ich sie mir nicht leisten. | die schreibwese von deinem namen ist so mega cool und voll individuell.und erwachsen. | A5 ist kein Postkartenformat, das

wäre nämlich A6 | - interviews mit echten korifähen wären ne tolle sache, sowie auch techniken zur vörderung von kreativität, herangehensweisen usw | Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen. Viel Erfolg =) Beste Grüße | Ich

hätt gern ein fertiges Exemplar ;) falls das wirklich geht: jk075@hdm-stuttgart.de | Ich lese du liest er/sie/es liest

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Literaturverzeichnis

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Literaturverzeichnis Bücher Ambrose, Gavin, und Paul Harris: Bild & Grafik. München, Stiebner Verlag GmbH 2006. Bruhn, Manfred: Kommunikationspolitik. München, Verlag Franz Vahlen GmbH 2003. Brielmaier, Peter; Wolf, Eberhard: Zeitungs- und Zeitschriftenlayout. Konstanz, UVK Medien 2000. Carson, David: The End of Print. San Francisco, Chronicle Books 1995. Frutiger, Adrian: Nachdenken über Zeichen und Schrift. Bern, Haupt Verlag 2005. Hans-Bredow-Institut: Medien von A bis Z. Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften 2006. Lupton, Ellen: Mit Schrift denken. New York, Princeton Architectural Press 2007. Maxbauer, Andreas, and Regina Maxbauer: Praxishandbuch Gestaltungsraster - Ordnung ist das halbe Leben. Mainz, Verlag Hermann Schmidt 2003. Meissner, Michael: Zeitungsgestaltung. München, Paul List Verlag 1992. Menhard, Edigna; Treede, Tilo: Die Zeitschrift. Konstanz, UVK Verlagsgesellschaft 2004. Merten, Klaus: Einführung in die Kommunikationswissenschaft. Münster, LIT Verlag 1999. Moser, Horst. Surprise me: Editorial Design. Mainz, Verlag Hermann Schmidt 2002. Spiekermann, Erik: Über Schrift. Mainz, Verlag Hermann Schmidt 2004. Stiebner, D. Erhardt, und Leonard Walter: Bruckmann‘s Handbuch der Schrift. München, Verlag F. Bruckmann KG 1977. Zapparaterra, Yolanda: Art Direction + Editorial Design. London, Harry N. Abrams 2007. Zapparaterra, Yolanda: Editorial Design. München, Stiebner Verlag GmbH 2008.

XXIX


Magazine Bauer, Jochen: Playboard, 05.2010: 10. Böge, Frederike: „Für freche Gören.“ brand eins, 03 / 2011: 76-79. Bundeszentrale für politische Bildung: fluter, Herbst 2011: Cover. Bundeszentrale für politische Bildung: fluter, Sommer 2011: Cover. Ebert, Michael; Klotzek, Timm: Nido, 2-2011. Gehrs, Oliver: Dummy, Sommer 2011: Cover. Gehrs, Oliver: „Mit Vivian nach Rio.“ brand eins, 12 / 2005: 28-36. Guthart, Nicolas: shoes-up, August 2010: Cover. Fischer, Gabriele: brand eins, 06 / 2009: Cover. Hörstmann, Matthias: intro, Mai 2011: Cover. Karlberg, Sascha: „Das verrückte Experiment.“ brand eins, 12 / 2005: 57. Kirschstein, Richard; Mahrt, Emin Henri: proud, Dezember 2009: Cover. Shin, Heji: „Entwicklungshilfe? Nein danke!“ brand eins, 12 / 2005: 104-105. Turtschi, Ralf: „Schriften für Zeitungen und Magazine.“ Publisher, 2011: 66-69. Turtschi, Ralf: „Texte leserlich gestalten.“ Publisher, 2010: 66-69. Ulrich, Bettina: novum, 03 / 06: Cover. Wichmann, Dominik: Süddeutsche Zeitung Magazin, 26. November 2010: Cover.

Online (IVW), Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. „http://daten.ivw.eu/index.php?menuid=5&u=&p=.“ 20. April 2011. http://daten.ivw.eu/ download/Ali20111.zip (Zugriff am 2. Juli 2011). Conrads, Martin: Die neuen Grafikdesign-Magazine. 22. Mai 2010. http://www.fluter.de/

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Editorial Design: Konzeption und Gestaltung eines SpecialInterest-Magazins mit dem Schwerpunkt Gestaltung und einer neuen Methode der Content-Beschaffung Die vorliegende Master-Thesis teilt sich in drei Bereiche: in einen theoretischen Teil zum Thema Editorial Design, in einen konzeptionellen Teil, in dem ein neues Magazin skizziert wird, sowie in die praktische Umsetzung der Konzeption. Im theoretischen Teil wird auf alle Besonderheiten eingegangen, die das Editorial Design mit sich bringt. Es werden sämtliche Grundlagen wie z. B. das Gestaltungsraster, das Layout bis hin zu den Innenseiten beschrieben. Im konzeptionellen Teil wird ein Magazin mit dem Schwerpunkt Grafikdesign entwickelt, welches sich auf dem deutschsprachigen Markt etablieren soll. Schwerpunkt hierbei ist die Beschaffung der Inhalte, die zum einen aus dem Internet, aber auch aus anderen Magazinen, Beiträgen von Lesern sowie studentischen Arbeiten bestehen. Außerdem ist ein Styleguide beigelegt, in dem die grafische Identität von »Designfuzzis« festgehalten ist. Dieser dient als übersichtliches Sammelwerk aller grafischen Komponenten wie den Aufbau des Heftes, den Satzspiegel und auch die Heftfarben. Schließlich wird das gesammelte Wissen in Form eines Dummys mit dem Namen »Designfuzzis« praktisch umgesetzt.

www.hdm-stuttgart.de www.studiengang-emm.de


Editorial Design