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Informationen und Berichte aus der Unternehmensgruppe

kaco actuell Für die KACO-Mitarbeiter 02/12

Gewinnen kann man nur im Team!

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KACO Spezial Schalten in Richtung Zukunft.

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KACO Spezial Die „grüne“ Herausforderung meistern.

Aus den Werken Ein Plus an Produktivität.


Inhalt Ausgabe 02/12 Vorwort Geschäftsführung 02 Vorwort von Markus Schwerdtfeger und Richard Ongherth.

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Aus den Werken Ein Plus an Produktivität. Ganz schön mobil. Gewinner Eisstockschießen. Werksfoto St. Michael.

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KACO Spezial Erfahrung teilen, Chancen mehren. Schalten in Richtung Zukunft. Ein Prüfstand mit „Knoff-hoff“. Das neue Top-Modell. Die „grüne“ Herausforderung meistern. Citrix macht vieles leichter. Lohnender Blick über den Tellerrand.

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Menschen In Ulm, um Ulm und um Ulm herum. Königliches Wandererlebnis. Laufend spitze. Senioren besichtigen St. Michael. Arbeitsjubiläen 2012.

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KACO Spezial Professor Herbert Windisch erläutert Trends und Chancen.

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Der Experte für Kühlsysteme zu Trends, die für KACO von Bedeutung sein können.

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Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein äußerst wechselreiches Jahr liegt nun fast hinter uns. Wir sind mit sehr ehrgeizigen Plänen in das Geschäftsjahr 2012 gestartet und wussten, dass es eine große Herausforderung werden wird. Wir hatten mit starken Umsatzsteigerungen in allen Produktgruppen gerechnet und dementsprechend unsere Ressourcen und Kapazitäten ausgerichtet. In den ersten sieben Monaten konnten wir trotz eines geringeren Umsatzes im Vergleich zur Planung unsere Ergebnisziele erreichen. Das heißt, wir haben ein deutlich besseres Ergebnis als im gleichen Zeitraum 2011 verzeichnen können. Das ist ein eindeutiger Beleg für die verbesserten Strukturen in unseren Prozessen und Abläufen.

Schwächelnde Automobilkonjunktur

Ausbildung Gelungene Premiere. KACO-Auszubildende grüßen aus St. Michael. Verdienter Messebesuch. Werk St. Michael auf Lehrlingsmesse.

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Vorwort von Markus Schwerdtfeger und Richard Ongherth

Kacoactuell 02/12 // Vorwort Geschäftsführung

Unser Ziel war und bleibt es, die KACO Tag für Tag einen Schritt weiter zu entwickeln. Der Erfolg der ersten sieben Monate des Jahres bestätigt die Arbeit, die von der gesamten Organisation geleistet wurde. Allerdings kühlte sich in den vergangenen vier Monaten die Automobilkonjunktur gerade in Europa sehr stark ab. Dies führte in erheblichem Maß zu weiteren Umsatzeinbußen. Schon seit geraumer Zeit schwächeln die Märkte in Südeuropa aufgrund der Eurokrise. Die Flaute in Italien, Frankreich und Spanien schlägt sich sehr stark auf die Absatzzahlen unserer Produkte für Dieselmotoren nieder. Der Grund dafür ist der sehr hohe Anteil von Dieselfahrzeugen an der gesamten Flotte in diesen Ländern. Der deutsche Markt konnte dies nicht kompensieren. Wir sind gut beraten, möglichst frühzeitig auf diese Warnsignale zu reagieren und die Kapazitäten anzupassen. Dies machte es notwendig, in allen Standorten in Deutschland Kurzarbeit und in Österreich vergleichbare Modelle einzuführen. Wie schon im Jahr 2009 gehen wir davon aus, dass diese Maßnahmen ausreichen, um diese Krise durchzustehen.

Von China profitieren Im Gegensatz zu Europa entwickelt sich der Markt in China weiterhin sehr dynamisch. Auch die KACO kann kurz- und mittelfristig davon profitieren, sowohl in unserem Werk in China als auch in Europa. Wir konnten den Umsatz des Werkes Wuxi um circa 60 % steigern, und auch in den folgenden Jahren ist ein erhebliches Wachstum möglich. Eine Reihe


wichtiger Projekte, die gestartet wurden, ermöglichen im nächsten Jahr ähnliche Zuwachsraten. Auch in Europa haben wir einige interessante und wichtige Projekte in der „Pipeline“. Allen voran die Kunststoffflansche, die unser Werk Enese einen großen Schritt nach vorne bringen werden. Es bedarf weiterhin großer Sorgfalt und die Aufmerksamkeit aller Beteiligten, damit diese Projekte sicher ins Ziel gesteuert werden. Das Werk Enese blieb bisher von dem rückgängigen Absatz verschont. Im Laufe des Jahres konnten einige neue Projekte gestartet und dadurch der Rückgang bei anderen Produkten aufgefangen werden.

Investitionen in Kirchardt und Talheim In Kirchardt wurde der Warenfluss deutlich verbessert. Die Flansch- und die Seal Cover-Fertigung wurden hinsichtlich Ablauf und Prozess optimiert. Als nächster Schritt steht der Bau einer Leichtbauhalle an dem Standort an. Dies ermöglicht eine weitere Effizienzsteigerung und löst einige der seit Langem vorhandenen Platzprobleme. Dadurch können künftig aus dem Werk heraus Direktlieferungen an die Kunden getätigt werden. In Werk Talheim wurde der neue Tandemmontageautomat in Betrieb genommen. Die neue Anlage trägt zur Entspannung der Platzverhältnisse bei und wird uns eine deutliche Produktivitätssteigerung bringen.

Neue Produkte für St. Michael Von der aktuellen Absatzkrise ist das Werk St. Michael am stärksten betroffen. Dort stellen wir die größten Abweichungen von der Umsatzplanung fest, nicht zuletzt, weil hier ein Großteil

unserer Produkte für Dieselmotoren hergestellt wird. Wie bereits erwähnt, ist dieser Markt derzeit eher rückläufig. Entsprechende Maßnahmen im Laufe des Jahres waren daher unumgänglich. Unser Ziel muss es sein, mit neuen Produkten in den nächsten Jahren auch in St. Michael für signifikantes Wachstum zu sorgen. Eine neue Generation der Dieselpumpendichtungen wurde entwickelt und befindet sich mittlerweile in der Erprobung beim Kunden. Ebenso gehen wir davon aus, dass mit der neuen AXIA Lipseal für Wasserpumpen bald der Markteintritt gelingen wird.

Anstrengungen intensivieren Wie Sie sehen, ist in allen Bereichen eine Vielzahl von Fortschritten erzielt worden. Natürlich belastet uns die gegenwärtig eingetrübte Automobilkonjunktur und lässt uns vermeintlich auf der Stelle treten. Unsere Aufgabe ist es, auch unter diesen schwierigen Umständen, Tag für Tag an der Weiterentwicklung unseres Unternehmens zu arbeiten. Wenn sich die konjunk- turelle Lage verbessert, können wir dann umso schneller und umso erfolgreicher durchstarten. Unsere Anstrengungen in allen Bereichen müssen intensiviert werden, um weiterhin am Markt bestehen zu können. Wir müssen noch viel stärker an innovativen Produkten und Prozessen arbeiten, die unsere Kunden begeistern und unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern. Das zentrale Thema ist hier die bereichsübergreifende Projektarbeit. Wir können nur gemeinsam zum Ziel kommen – ausnahmslos! Daher lautet unser Jahresmotto 2013: Gewinnen kann man nur im Team!

Jahresmotto 2013: Gewinnen kann man nur im Team!

Kacoactuell 02/12 // Vorwort Geschäftsführung

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Ein Plus an Produktivität Optimierter Federautomat 11 in St. Michael Im April 2012 hat der neue Federautomat 11 im Werk St. Michael die Produktion aufgenommen. Er setzt sich aus der automatischen Teilezuführung, der automatischen Federmontage, fünf hochauflösenden Videoprüfsystemen und einer automatischen Verpackungsmaschine zusammen. Die Anlage ist eine Weiterentwicklung des Federautomaten 10, der letztes Jahr in Betrieb ging. Gegenüber dem Federautomaten 10 konnten durch eine optimierte Auslegung der Emsen, Puffer, Ausschussboxen sowie der Verpackungsanlage und Wartungseinheiten die Eingriffszeiten der Mitarbeiter um 70 % reduziert werden. Gleichzeitig wurden der Nutzungsgrad um 2 % erhöht und der Pseudoausschuss um 5 % verringert, da separate Reinigungsstationen installiert wurden. Durch die Installation verbesserter Wechselsätze und sogenannter Poka Yoke-Vorrichtungen konnten die Rüstzeiten zusätzlich nochmals um ein gutes Drittel verkürzt werden.… Der neue Federautomat 11 überzeugt durch weiteren Produktivitätsgewinn.

Ganz schön mobil Mobile Datenerfassung vereinfacht manuelle Buchungen Seit Anfang dieses Jahres wird im Werk St. Michael gemeinsam mit dem Heilbronner Werk am Projekt MDE (Mobile Datenerfassung) gearbeitet. Ziel des Projektes ist es, in Zukunft die gesamten manuellen Buchungen mit Scanner durchzuführen. Die mobile Datenerfassung verspricht enorme Vorteile bei der Rückverfolgbarkeit sowie Einsparungen bei den manuellen Buchungsvorgängen. In St. Michael wurden inzwischen alle Lagerplätze mit Barcode ausgezeichnet und in der Halle B4 die dafür benötigten Access Points installiert. Derzeit wird der Barcode für Gummiund Gehäuseanlieferungen erstellt. Die erste Programmierung der Software durch die Firma Trend ist abgeschlossen und in Heilbronn laufen bereits die ersten Tests. Auch in St. Michael werden in diesem Jahr noch Tests stattfinden.…

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Kacoactuell 02/12 // Aus den Werken

Die mobile Datenerfassung bietet große Vorteile bei der Buchung von Warenbewegungen.


Auch im Werk St. Michael in Österreich ist der Betriebssport immer wichtiger und dient dem Teamgeist des Werkes. So nahmen die Herren Erich Sampl, Lukas Pöllitzer, Florian Hartsleben und Johannes Wieland (von links) erfolgreich am Eisstockschießen teil.

In diesem Jahr wurde in St. Michael ein Werksfoto mit fast allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemacht. Die T-Shirts wurden vom Betriebsrat gesponsert: die rosafarbenen T-Shirts für die Damen und die blauen für die Herren. Kacoactuell 02/12 // Aus den Werken

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Erfahrung teilen, Chancen mehren KACO-Wissensdatenbank unterstützt Fertigungsprozesse Seit Ende 2011 existiert eine Wissensdatenbank für die KACO-Fertigungsprozesse. KACO verfolgt mit dieser Datenbank zwei Ziele: Zum einen sollen grundlegende neue Prozesse bzw. Verfahren, die getestet wurden, mit den Ergebnissen der Tests (auch wenn diese negativ sein sollten) erfasst werden. Zum anderen soll sie Informationen über Prozessoptimierungen, die in einem KACO-Werk durchgeführt wurden, den anderen Werken und den Zentralabteilungen in Heilbronn zur Verfügung stellen. Die Effizienz der bestehenden Fertigungsprozesse und bei der Entwicklung neuer Prozesse soll damit verbessert werden. Die Werke können von dem Austausch der jeweiligen Erfahrungen profitieren, des Weiteren kann die zentrale

Oben: In der Auswahlmaske wird das betreffende Thema ausgewählt. Rechts: In der Eingabemaske werden unter anderem Problemlösungen eingetragen.

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Kacoactuell 02/12 // KACO Spezial

Fertigungsplanung/Technologie diese Erfahrungen bei Neuanlagen von Beginn an mit einfließen lassen. Mit der Wissens- datenbank soll außerdem vermieden werden, dass sich bei ähnlichen Fertigungsprozessen alte, bereits abgestellte Fehler nochmals wiederholen. Eingabeberechtigt sind die Prozessentstehung in den Werken, die zentrale Fertigungsplanung sowie die Technologie und Formenkonstruktion. Zusätzlich haben die Fertigungsleiter, Werksleiter und Projektleiter (Entwicklung) eine Leseberechtigung. Die berechtigten Personen können die Datenbank über den Link auf ihrem Citrix-Desktop öffnen.…


Schalten in Richtung Zukunft Zukunftsträchtiges Schaltkolbenprojekt mit BorgWarner in China Das CCF-Projekt des Zulieferers BorgWarner bietet vielversprechende Perspektiven für KACO Aufgrund der positiven Entwicklung des Doppelkupplungsgetriebes DQ250 (DSG) für VW und von Projekten für andere OEMs wurde KACO von dem Automobilzulieferer BorgWarner nach einjähriger Vorarbeit für das Projekt CCF (China Clutch Family) nominiert. Bei dem CCF-Projekt handelt es sich im Prinzip um einen Ableger des DQ250 für den chinesischen Markt. Der hierzu bereitgestellte Schaltkolben von KACO besteht aus zwei Druckkolben, zwei Ausgleichskolben und einem Nutring. Gegenüber der laufenden Serie wurden die Kolben nur geringfügig geändert. KACO kann somit auf eine design- und prozesstechnisch bekannte Ausführung aufbauen. Kunde für dieses Projekt ist BWUTS, ein im Jahr 2009 gegründetes Joint Venture zwischen BorgWarner und der China Automobile Development United Investment Co. Ltd

Der neue Schaltkolben unterscheidet sich geringfügig von der laufenden Serie.

(CDUI) mit dem Ziel, Doppelkupplungsgetriebe in China zu fertigen. Sitz des Unternehmens ist die nordchinesische Hafenstadt Dalian in der Provinz Liaoning. Die Stadt liegt circa 1.000 km nördlich des KACO-Werks Wuxi – für chinesische Verhältnisse ist das keine große Entfernung.

Hoher Bedarf Mit diesem Joint Venture eröffnet sich BorgWarner – und somit auch KACO als Schaltkolbenlieferant – der Zugriff auf den noch immer sehr stark wachsenden chinesischen Markt. Für erste Kunden sind im Jahr 2013 insgesamt 25.000 Doppelkupplungen geplant, mit einem Anstieg auf 300.000 Doppelkupplungen (1,2 Millionen Schaltkolben) im Jahr 2016. Da weitere Kunden aus dem Zusammenschluss mit CDUI hinzukommen können, kann sich dieser Bedarf noch deutlich steigern.

Der Kunde BWUTS hat seinen Sitz in der chinesischen Hafenstadt Dalian.

Kacoactuell 02/12 // Spezial

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Ein Prüfstand mit „Knoff-hoff“ Innovativer Prüfstand für dynamische Elastomerprüfung Ein neuer Exzenterprüfstand, der im Werk Talheim entworfen wurde, bietet gleich zwei wichtige Vorteile: Er ermöglicht exakte Aussagen zur Betriebssicherheit von Bauteilen und ist wesentlich günstiger als eine servohydraulische Prüfmaschine. Die betriebssichere Auslegung von technischen Bauteilen im Automotive-Bereich ist Teil des Entwicklungsprozesses und steht i. d. R. ganz am Anfang einer Neuentwicklung. Als betriebssicher gilt ein Bauteil, wenn es die ihm auferlegten Betriebslasten in genügender Anzahl bzw. in einem entsprechend großen zeitlichen Rahmen schadensfrei überträgt.

Der KACO-Exzenterprüfstand liefert verlässliche Aussagen.

Prüfung der Festigkeit Festigkeitsnachweise geben Aussagen über die Betriebssicherheit eines Bauteils. Dabei wird der maximale Beanspruchungszustand des Bauteils mit einem zulässigen Materialkennwert (z. B. ertragbare Kraftamplitude, Lastspielzahl) verglichen. Die Ermittlung der ertragbaren Lastspiele ist schwierig und zeitaufwendig, weil solche Untersuchungen zyklisch auf servo- hydraulischen Prüfmaschinen in mehreren Laststufen und - zyklen durchgeführt werden. KACO besitzt eine solche Maschine nicht, da sie extrem teuer ist. Eine sehr innovative Alternative speziell für Elastomer- prüfungen hat nun der Versuchsbereich E-PE im Werk Talheim konzipiert. Mit dem neuen Exzenterprüfstand können Prüfungen im Kurzzeit- bzw. Niedriglastspielbereich (kleiner 10.000) durchgeführt werden. Das weitere Plus: Er hat deutlich niedrigere Anschaffungskosten als ein servohydraulischer Prüfstand.

Eindeutige Zuordnung Der Exzenterprüfstand funktioniert wie folgt: Über einen Exzenter werden durch radialen Versatz des Lagereinsatzes Unterund Oberdehnung an den Probekörpern eingestellt. Damit ist eine Variation der Belastungsamplitude möglich und die ertragbare Lastspielzahl (Anzahl Belastungen bis zum Bruch) kann ermittelt werden. Bricht während der Prüfung eine Probe, wird dies mittels einer Webcam und Kraftmessdose dokumentiert.

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Kacoactuell 02/12 // KACO Spezial

Ein servohydraulischer Prüfstand wie dieser wäre sehr viel teurer gewesen.

Die Probe und die ertragene Lastspielzahl können damit eindeutig zugeordnet werden. Der KACO-Exzenterprüfstand für dynamische Material- untersuchungen ist eine kostengünstige Alternative zu handelsüblichen Prüfstandskonzepten. Mit ihm lassen sich recht einfach Aussagen zu dynamischen Kennwerten wie Materialermüdung, Festigkeit und ertragbaren Lastspielzahlen gewinnen. Künftig werden sich damit exaktere und detailliertere Aussagen zur Betriebssicherheit von Bauteilen machen lassen.…


Über den Exzenter (links) werden durch radialen Versatz des Lagereinsatzes Unter- und Oberdehnung an den Probekörpern (rechts) eingestellt.

Das neue Top-Modell Zuverlässiges Materialmodell für gefüllte Elastomerwerkstoffe Mit einem von KACO entwickelten Materialmodell lässt sich jetzt das Verhalten gefüllter Elastomere realitätsnah beschreiben. Elastomere Werkstoffe sind heute in der Technik nicht mehr wegzudenken, denn sie erfüllen vielfältigste Aufgaben wie die Kraftübertragung, Dichtfunktionen, Schwingungs- und Ge- räuschentkopplung und vieles mehr. Die rasante technische Entwicklung, aber auch ein steigender Kostendruck, machte den Einsatz chemisch hergestellter Polymere in Verbindung mit unterschiedlichsten Füllstoffen erforderlich, die dem Bauteil je nach Anforderung spezielle Eigenschaften verleihen. Gleichzeitig wurde insbesondere im Automotive-Bereich die Entwicklungsverantwortung immer mehr in die Hände der Zulieferer gelegt.

Simulations-Tools haben Grenzen Der Zwang zu immer kostengünstigeren Lösungen und immer kürzere Entwicklungszeiten bei gleichzeitig steigenden Qualitätsansprüchen erforderten moderne Simulations-Tools wie FEM (Finite Elemente Methode). Mit ihnen kann man bereits im Konstruktionsprozess Aussagen zum Bauteilverhalten erhalten und gegebenenfalls Optimierungsmaßnahmen einleiten. In Verbindung mit metallischen Werkstoffen gelingt dies sehr gut und effizient. Bei gefüllten Elastomerwerkstoffen ist dies leider noch nicht der Fall. Bis vor Kurzem hat kein Modell existiert, welches das sehr komplex-nichtlineare, mechanische

Kacoactuell Kacoactuell 02/12 02/12 // Rubrikbezeichnung // KACO Spezial

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Verhalten exakt beschreiben kann. Mit den in der Software hinterlegten Standardmaterialmodellen gelingt dies nur unzureichend.

Modell mit hoher Beschreibungsgüte Betrachtet man einen speziellen Effekt, den sogenannten Mullins-Effekt, erkennt man, dass sich das Material beim Be- bzw- Entlasten (Rückfederung) vollkommen unterschiedlich verhält. Dieses Verhalten hat Konsequenzen für eine betriebssichere Auslegung eines technischen Bauteils, wie z. B. eines Schaltkolbens, und muss berücksichtigt werden. KACO hat diesem Umstand Rechnung getragen und ein eigenes, physikalisch motiviertes Materialmodell für gefüllte Elastomere mit hoher Beschreibungsgüte entwickelt. Das Modell erlaubt sowohl thermische als auch thermo-viskoelastische Berechnungen. Mit dem neuen Modell bestätigen sich die Versuchsergebnisse von Schaltkolbenberechnungen, im Gegensatz zum Standardmodell. Somit ist eine optimale Gestaltung der kritischen Bereiche möglich.

Für komplette Produktpalette In kommerziellen Finite-Elemente-Codes (FE-Codes) sucht man vergeblich nach implementierten Materialmodellen, welche die besonderen Effekte gefüllter Elastomere beschreiben können. Es ist aber von großem Interesse, dieses spezielle Verhalten möglichst realitätsnah wiederzugeben. Mit dem KACO-Materialmodell gelingt dies nun sehr gut. Es kann für die komplette Produktpalette angewendet werden.…

Kurve oben: Der Mullins-Effekt zeigt, dass sich das Material beim Be- und Entlasten unterschiedlich verhält. Kurve unten: Das KACO-Modell hat eine hohe Beschreibungsgüte.

Gegenüberstellung zweier Schaltkolben- berechnungen mit dem Standard-Modell (links) bzw. KACO-Modell (rechts).

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Kacoactuell 02/12 // KACO Rubrikbezeichnung Spezial


Die „grüne“ Herausforderung meistern Neue IOSS-Dichtflansche leisten Beitrag zur Umweltentlastung Die Automobilindustrie muss einerseits einen Beitrag zur Umweltentlastung leisten und andererseits weltweite CO₂- Emissionsminderungsziele erfüllen. Die neuen IOSSDichtflansche von KACO für Motoren mit StartStopp-Funktion tragen hierzu bei. Wem es gelingt, die „grüne“ Herausforderung niedrigerer CO₂-Emissionen zu meistern, hat künftig maßgebliche Vorteile hinsichtlich der Marktakzeptanz und damit der Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte. Für die IOSS-Dichtflansche von KACO bedeutet dies eine Fokussierung auf eine hochpräzise Detektierung der Kurbelwellenstellung.

Optimierung der Kraftstoffeinsparung Für eine weiter optimierte Kraftstoffeinsparung und Schadstoffreduzierung im Leerlauf, z. B. an Ampeln, besitzen moderne Fahrzeugsysteme eine Start-Stopp-Funktion. Wird der Motor wieder gestartet, muss die Drehrichtung und exakte Auslaufposition der Kurbelwelle erkannt werden, damit das Motorsteuergerät über die exakte Position informiert ist. Durch präzises Einspritzen mit anschließender Zündung kann ein komfortabler, schneller und somit emissionsarmer Start erreicht werden. Im Verbrennungsmotor kommen sogenannte differenzielle Hall-Sensoren zum Einsatz, die mit dem IOSS-Dichtsystem in exakter Lage fest verschraubt werden. Dadurch ergibt sich eine definierte Position zum Stahlgeberrad, das im Motor in definierter Stellung auf die Kurbelwelle gepresst wird. Bei den aktuellen Anwendungen für Volkswagen werden Stahlgeberräder eingesetzt, die am Außendurchmesser ein

gewelltes Profil aufweisen. Als Bezugsmarke für die Kurbelwellenstellung fehlen den Geberrädern meist an einer bestimmten Stelle ein einzelner oder mehrere Zähne. Bei Dieselmotoren ist dieser „Zahnlückenbereich“ für eine Zusatzanforderung speziell gestaltet. Durch den fehlenden Impuls kann das Steuergerät ermitteln, wann der erste Zylinder im oberen Totpunkt steht und sowohl den Zündzeitpunkt als auch die Zündreihenfolge festlegen.

Neue IOSS-Dichtflansche mit Sensor und Geberrad IOSS-Dichflansche mit Multipolgeberrädern sind inzwischen seit mehr als zwölf Jahren in Serie und millionenfach weltweit in Fahrzeugen unterwegs. Für Benzinmotoren mit Start-Stopp-Funktion ist für den Flansch mit Geberrad in Stahlausführung im chinesischen Werk Wuxi die Bemusterung abgeschlossen und die Stückzahlen ziehen bis Ende des Jahres noch kräftig an. Für Dieselfahrzeuge soll der IOSS-Flansch mit Stahlgeberrad Anfang 2013 im ungarischen Werk in Enese in Serie gehen.…

Kacoactuell 02/12 // KACO Spezial

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Citrix macht vieles leichter Vernetzte Anwendungen für Datenaustausch in Echtzeit Die Terminalserver-Lösung Citrix ermöglich von jedem PC aus einen Zugriff auf das Unternehmens- netzwerk. In keinem Bereich ist die technische Entwicklung so rasant wie in der IT. Dem ständigen Wandel auf Augenhöhe zu begegnen, ist eine enorme Herausforderung. Offen zu sein für Neues und ständiges Lernen ist im IT-Bereich deshalb unabdingbar. Um einen Datenaustausch in Echtzeit zu gewährleisten, sind bei KACO die Anwendungen untereinander vernetzt. Unterschiedliche Sprachversionen der Anwendungen sind dabei selbstverständlich. Inzwischen können selbst chinesische Schriftzeichen dargestellt werden.

Zentraler Zugriff dank Citrix Die Grafik veranschaulicht die IT-Landschaft von KACO. Alles innerhalb des Kreises läuft unter Citrix als Terminalanwendung. Citrix bietet dabei den großen Vorteil, von jedem Computer aus über eine Terminalanwendung auf das Unternehmensnetzwerk zuzugreifen – wo immer dieser PC auch steht.

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Kacoactuell 02/12 // KACO Spezial

Terminalanwendungen und lokale Anwendungen bei KACO Terminalanwendungen • Trend (Einkauf, Verkauf, Produktionsplanung und -steuerung, Materialwirtschaft, Logistik) • Portolan (Controlling, Finanzwesen) • RQM (Formularverwaltung, Prüfpläne, FMEA, 8D-Report, Aktionspläne, Instandhaltung) • Lotus Notes (E-Mails, Kalender, Aufgaben, Kontakte) • MS-Office (Word, Excel, PowerPoint, Access) • HABEL (Archivierte E-Mails und Dokumente) • Productstream/Compass (Zeichnungsverwaltung, Projektstamm) Lokale Anwendungen • PAISY (Lohn- und Gehaltsabrechnung) • AEB (Sanktionslistenprüfung) • AZ (Zolltarifkalkulation) • ProCtec (Steuerung Gummifertigung) • Scarabaeus (Rezepturverwaltung Gummifertigung) • Hyscore (Verwaltung Unternehmenskennzahlen)

Gäbe es Citrix nicht, müsste jedes einzelne Programm lokal auf dem PC installiert werden. Für die IT-Verantwortlichen würde dies bedeuten, dass sie jeden PC mit der jeweiligen Software immer mit Updates aktualisieren müssten. Der Personalaufwand wäre erheblich, weil sie jeden einzelnen PC aufsuchen müssten. Wird dagegen auf dem zentralen Citrix-Server ein Update von einem der installierten Programme durchgeführt, greifen auch alle anderen PCs über Citrix auf die Aktualisierung zentral zu. Die Updates für das jeweilige Softwareprodukt an jedem einzelnen PC entfallen dadurch.…


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IT-Landschaft

 









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Lohnender Blick ßber den Tellerrand Professor Herbert Windisch erläutert Trends und Chancen Das AXIA-Entwicklungsteam hatte Professor Herbert Professor Herbert Windisch ist anerkannter Experte im Bereich Kßhlsysteme. Windisch von der Hochschule Heilbronn zu einem Gespräch eingeladen. Der Gedankenaustausch ßber moderne Kßhlsysteme bot eine gute Gelegenheit, ßber den Tellerrand einer Wasserpumpendichtung zu schauen. Der anerkannte Experte im Bereich Kßhlsysteme hat Einblick in die Entwicklungsabteilungen vieler namhafter Automobilhersteller. Mit seinem Wissen kann er richtungweisende Trends abschätzen, die auch fßr KACO von Bedeutung sein kÜnnen. Kacoactuell 02/12 // KACO Spezial

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Um die scharfen Emissionsverordnungen einzuhalten, wurde das klassische Kühlsystem aus Kühler, Thermostat und Wasserpumpe längst durch immer komplexere Regelungen wie das Thermomanagement erweitert. Werden die CO₂-Grenzwerte überschritten, drohen den Fahrzeugherstellern in Zukunft empfindliche Strafen. Daher rechnen sich heute selbst teurere Maßnahmen. Durch die notwendigen Änderungen am Kühlsystem ergeben sich komplizierte Systeme, die schwieriger zu entlüften sind und deshalb robustere Gleitringdichtungen benötigen. Eine höhere Systemtemperatur zur Wirkungsgradverbesserung erschwert die Bedingungen für diese Dichtungen weiter.

zum reinen Elektroauto wird wahrscheinlich abgeschwächt werden, da einige grundlegende Probleme wie Energiespeicherung und Aufladung noch nicht zufriedenstellend gelöst sind. Daher werden eher Hybridlösungen kurzfristig weiterentwickelt. Der hierzu benötigte Verbrennungsmotor, der z. B. als sogenannter „Range Extender“ den Akku mittels Generator lädt, wird weiterhin eine Wasserkühlung benötigen. Wird zum Umwälzen des Kühlmittels künftig eine elektrische Pumpe ohne dynamische Dichtung oder eine mechanisch angetriebene Pumpe (auch mit Abschaltung bzw. Abstufung der Leistung) eingesetzt? Diese Abwägung kann durch den einfachen, günstigen und dabei robusten Aufbau der mechanischen Pumpe zu deren Gunsten entschieden werden. Für KACO bedeutet dies, dass der Einsatz von mechanischen Dichtungen in Wasserpumpen bei diesen Anwendungen möglich sein wird.

Mehr Turbolader günstig für AXIA

Im modularen Design der CS2-Dichtung sind bereits wichtige Anforderungen der Automobilhersteller umgesetzt.

Eine Weiterentwicklung der Gleitringdichtungen hinsichtlich Trockenlauf, Geräuschreduzierung und höhere Drücke ist hierbei sinnvoll. Diese Aspekte wurden im modularen Design der CS2Dichtung von KACO bereits umgesetzt. Die erschwerten Bedingungen wurden auch bei der Entwicklung der neuen AXIA-Lippendichtung für Kühlmittelpumpen berücksichtigt. Für KACO ergeben sich zudem Chancen, andere Komponenten zu entwickeln, die beispielsweise zur Regulierung von Kühlmittelströmen dienen, wie mechanische Drosseln (z. B. Regelschieber).

Wasserpumpendichtungen für Hybridfahrzeuge Ein weiterer Gesprächspunkt war die Elektromobilität. Der Trend

Kühlsysteme werden immer anspruchsvoller. Daraus ergeben sich auch Chancen für KACO.

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Kacoactuell 02/12 // KACO Spezial

Durch verminderte Reibungsverluste, u. a. durch weniger Zylinder, lassen sich effizientere Verbrennungsmotoren entwickeln. Um dennoch ausreichende Leistung zur Verfügung zu stellen, muss die Literleistung beispielsweise mit Turboladern erhöht werden. Die Turbostückzahlen werden dadurch steigen. Dem Manko des Turboladers, geringe Mengen Motorenöl in die Verbrennungsluft zu mischen, kann mit einer speziell entwickelten Gleitringdichtung entgegengewirkt werden. Für die AXIA-Gruppe eröffnen sich dadurch weitere Geschäftsfelder, wie z. B. mechanische Dichtungen für Turbolader.

Chancen für neue Ideen und Lösungen Als Fazit des Gesprächs mit Professor Windisch lässt sich feststellen, dass zukünftige Änderungen im Bereich der Verbrennungsmotoren angenommen und positiv gesehen werden müssen. Der Markt bietet Chancen für neue Ideen und robustere Lösungen.…


Gelungene Premiere KACO erstmals auf IHK-Bildungsmesse vertreten Auf der Bildungsmesse der IHK Heilbronn-Franken wurde erfolgreich für eine Ausbildung bei KACO geworben. Der zunehmende Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte hat KACO bewogen, dieses Jahr zum ersten Mal an der Bildungsmesse der IHK (Industrie- und Handelskammer) Heilbronn-Franken teilzunehmen. Die Bildungsmesse fand vom 21. bis 23. Juni 2012 in direkter Nachbarschaft der IHKZentrale in Heilbronn statt. Die Veranstaltung bot eine gute Gelegenheit, sich als Ausbildungsbetrieb für technische und kaufmännische Berufsbilder zu präsentieren und für das Dualen Hochschulstudium bei KACO zu werben.

Auszubildende und Studenten informierten Das Konzept des Messestands mit Einzelexponaten Die KACO-Ausbildungsabteilung hatte 2012 wurde von der Ausbildungs- und Personalabteilung erstmalig einen Stand auf der Heilbronner IHK-Bildungsmesse. entworfen und vor Ort bestens umgesetzt. An dem Stand haben Auszubildende sowie Studenten der KACO ihre Erfahrungen an die Interessenten weitergegeben und haben ihnen erläutert, weshalb sie sich damals für KACO entschieden hatten. Der KACO-Stand war an den drei Messetagen recht gut besucht. Der Platz direkt neben dem Messestand von Audi war sehr vorteilhaft und brachte erheblichen Zulauf. Die Nachbereitung der Bewerbungen während der Messe ergab viele Anfragen zu Ausbildungsplätzen..…

KACO-Auszubildende und -Studenten waren Ansprechpartner für die Interessenten (von links mit grauen Shirts: Auszubildender Artur Mai, Student Matthias Grimm, Auszubildende Natalie Tenus und Auszubildender Georg Seifert).

Kacoactuell Kacoactuell 02/12 02/12 // Rubrikbezeichnung // Ausbildung

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Die neuen Heilbronner Auszubildenden und ihre Ausbilder nutzten die schon traditionelle Tour nach St. Michael zum gegenseitigen Kennenlernen.

Auf nach St. Michael Traditionelle Kennenlerntour der Heilbronner Auszubildenden Um den Auszubildenden und DHBW-Studenten des ersten Lehrjahrs von KACO Heilbronn den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, unternehmen sie alljährlich eine Kennenlerntour ins Zweigwerk der Firma nach St. Michael im Lungau. Bei dieser schon zur Tradition gewordenen Veranstaltung sollen sich die Auszubildenden und ihre Ausbilder gegenseitig besser kennenlernen. Am Donnerstag, dem 7. Sept. 2012 starteten die Teilnehmer mit zwei Kleinbussen in Richtung Österreich. Am Ziel angekommen stießen die Auszubildenden aus St. Michael dazu und gemeinsam wurde eine spannende Raftingtour durchgeführt.

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Kacoactuell 02/12 // Ausbildung

Am Freitag stand eine Werksbesichtigung in St. Michael auf dem Programm, bevor es in die Berge zum Wandern ging. Nach einer anstrengenden Tour erreichten alle erschöpft, aber guter Dinge die Tappenkarseehütte, die für zwei Nächte ihr Domizil sein sollte. Samstags wurde bei schönstem Wetter eine Rundwanderung unternommen. Die Abende ließ man in gemütlicher Runde mit Spielen ausklingen. Für die neuen Auszubildenden ist diese Kennenlerntour stets ein besonderes Erlebnis. Denn manche der jungen Menschen waren zuvor noch nie mit dem Rucksack in den Bergen gewesen und haben in einer Wanderhütte übernachtet.…


Verdienter Messebesuch KACO-Auszubildende besuchen AMB 2012 Als Dank für erfolgreiche Leistungen durfte ein ausgewählter Kreis Auszubildender die Fachmesse AMB 2012 besuchen, die vom 18. bis 22. November in Stuttgart stattfand. Die jungen Menschen zeigten während des eintägigen Besuchs der internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung ein reges Interesse. In den weitläufigen Stuttgarter Messehallen konnten sie sich ein gutes und aktuelles Bild von der Komplexität moderner Maschinen machen. KACO war auf der Messe auch mit einem Exponat vertreten: Für die Elektrospindel des Ausstellers REXIM Werkzeug GmbH stellte man leihweise eine Vorrichtung zu Demonstra- tionszwecken zur Verfügung.

Großes Bild: Einige Auszubildende wurden für besondere Leistungen mit einem Besuch der AMB 2012 belohnt. Kleines Bild: Auf dem Messestand der REXIM Werkzeug GmbH war ein Exponat von KACO zu sehen.

Werk St. Michael auf Lehrlingsmesse in Tamsweg Auf der Berufsinfobörse Lungau in Tamsweg präsentierten am 19. Oktober 2012 rund 35 Unternehmen aus allen Sparten der regionalen Wirtschaft einen Querschnitt von Lehrberufen und Berufsbildern. Das Werk St. Michael war mit dem Verantwortlichen für die Lehrlingsausbildung Franz Pfeifenberger sowie mit dem Einrichter Florian Hartsleben und zwei Auszubildenden auf der Berufsinformationsveranstaltung vertreten. Die vier KACO-Mitarbeiter stellten interessierten Jugendlichen das Unternehmen und die möglichen Ausbildungsberufe vor.…

Kacoactuell 02/12 // Ausbildung

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In Ulm, um Ulm und um Ulm herum Ausflug von Werk Talheim an die Donauund Münsterstadt 2012 fand der Betriebsausflug des Talheimer Werks schon im Frühjahr statt. Die Donau-Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm war dieses Mal das Ziel. Bei leichtem Nieselregen und frischen Temperaturen traf sich eine Gruppe Talheimer Kollegen am Samstagmorgen des 12. Mai 2012 für die Abfahrt nach Ulm und Neu-Ulm. Wie bei jedem Ausflug wurde auch dieses Mal bei einem Zwischenstopp das traditionelle Frühstück eingenommen. Wie immer mangelte es an nichts: Gereicht wurden Kaffee, Orangensaft, belegte Brötchen, Paprika, Oliven und selbst gemachte Teigwaren – Hefezopf von Olga Stanic, Hefehörnchen von Anica Sunjic und Kirschmarmorkuchen von Rosa Babic. Zufrieden und mit vollem Magen ging es dann weiter Richtung Ulm, das kurz vor 11 Uhr erreicht wurde.

Durchwachsenes Wetter Kaum hatte die Stadtführung begonnen, mussten auch schon die Regenschirme aufgespannt und die Kapuzen aus den Regenjacken gekramt werden, um nicht vollständig nass zu werden. Bei der Stadtführung erfuhren die Talheimer Interessantes zur Geschichte und Gegenwart der Doppelstadt. Sie gingen vorbei am Ulmer Münster, durchstreiften das romantische Fischerviertel mit seinen Fachwerkhäusern und

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Kacoactuell 02/12 // Menschen Rubrikbezeichnung

dem „Schiefem Haus“ (laut Guiness-Buch der Rekorde das schiefste Hotel der Welt) und ließen sich von den Neubauten in Ulms „Neuer Mitte“ beeindrucken. Nach der Stadtführung konnten sich die einzelnen Gruppen in Cafés und Restaurants stärken, sich in Geschäften aufwärmen oder sie haben das Münster besichtigt und den mit 161,5 m höchsten Kirchturm der Welt bezwungen. Von dort oben bot sich ein eindrucksvolles Panorama der Stadt und ihrer Umgebung.

Gelungener Ausflug Der Tag in Ulm endete mit einem gemeinsamen Abendessen in der „Schwarzen Henne“. Gut gelaunt genossen alle das leckere Essen, bis um 19 Uhr die Rückfahrt nach Talheim angetreten wurde. Trotz des durchwachsenden Wetters war es ein gelungener Ausflug und ein schöner Tag für alle Ausflügler. Die Werksleitung Talheim bedankt sich dafür bei allen Teilnehmern sowie bei der Organisatorin Frau Eble.

Nieselregen und kühle Temperaturen taten der guten Stimmung beim Betriebsausflug der Talheimer keinen Abbruch.


Königliches Wandererlebnis KACO-Wandergruppe auf dem Maximiliansweg

Im August-Schuster-Haus am Pürschling verbrachten die fünf Wanderer die erste Nacht.

Auf dem prächtigen Höhenweg von den Pürschlinghäusern zur Kenzenhütte überquerte die fünfköpfige KACO-Wandergruppe die Ammergauer Alpen. Der Panoramaweg ist Teil des berühmten Maximilianswegs, eines Wegs über Kämme, Grate und Gipfel der bayrischen Berge. Am Freitag, dem 3. August 2012 erreichten Wolfgang Schöner, Dietmar Lieck, Carsten Pfeiffer, Dieter Meister und Kurt Gögelein den Pürschling-Parkplatz (895 m) in Unterammergau. Gestärkt und gut gelaunt ging es von dort aus aufwärts – den Blick immer wieder gen Himmel gerichtet, denn Regen war angekündigt. Unterwegs erfreuten sich die fünf KACO-Wanderer der abwechslungsreichen Aussichten, konnten Gämsen beobachten und wurden auch etwas nass durch einen kurzen Regenschauer. Gegen 16 Uhr erreichten sie verschwitzt die reizvoll gelegenen Pürschlinghäuser (1.564 m). Nach einer ausgiebigen Rast erklommen Wolfgang Schöner, Dieter Meister und Carsten Pfeiffer noch den Hausberg Teufelstättkopf (1.755 m). Angenehm müde und zufrieden erlebten die fünf nach dem Abendessen mit anderen Wandergruppen einen lustigen Hüttenabend.

Traumhafter Blick Am nächsten Tag ging es los zu den Brunnenkopfhäusern (1.602 m). Auf einem Bergpfad genossen die Wanderfreunde die Aussicht ins traumhafte Graswangtal zum Schloss Linderhof und zum Wettersteingebirge. Gegen 11 Uhr kamen sie bei den Brunnenkopfhäusern an. Mit Blick auf Gipfel und Anstiege der Großen Klammspitze überquerten sie dann die Hänge des Brunnenkopfs. Nach einer letzten anstrengenden Kletterei wurde gegen 14 Uhr das Gipfelkreuz erreicht (1.924 m). Bei der anschließenden Höhenwanderung auf dem sogenannten Klammspitzgrat lagen die Täler links und rechts in dichten Nebelwolken. G

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Anspruchsvoller Abstieg Der Abstieg über die Hirschwangalm (1.710 m) zum Bäckenalmsattel (1.536 m) wurde durch Regen- und Hagelschauer gefährlich rutschig. Nach Stunden kamen alle völlig durchnässt in der Kenzenhütte (1.294 m) an, wo sie nach der anstrengenden Tageswanderung mit einem sehr guten Abendessen belohnt wurden. Am Sonntagmorgen wanderten Wolfgang Schöner, Carsten Pfeiffer und Dieter Meister zurück über den Bäckenalmsattel durch das Sägertal zum Schloss Linderhof (943 m). Die „Senioren“ Kurt Gögelein und Dietmar Lieck fuhren mit dem Pendelbus von der Kenzenhütte nach Halblech (825 m). Glücklicherweise bot sich der freundliche Busfahrer an, die beiden weiter nach Unterammergau zum Auto zu fahren, mit dem diese dann die anderen drei Wanderer abholten. Resümee der diesjährigen Tour: Auch ein wechselhaftes Wanderwetter hat seine erlebnisreichen schönen Seiten. Die KACO-Wanderfreunde freuen sich schon auf die nächste Tour im Jahr 2013.… Die KACO-Wanderfreunde am Gipfelkreuz.

Laufend spitze KACO Heilbronn mit vielen Läufern beim Stimme Firmenlauf 2012 20

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Der alljährlich stattfindende Stimme Firmenlauf ist ein beliebter Team-Laufwettbewerb für Firmen aus der Region Heilbronn. Mit 4.444 gemeldeten Startern erlebte der Firmenlauf auch in diesem Jahr wieder eine Rekordteilnahme. Namens- geber des Laufs ist die regionale Tageszeitung „Heilbronner Stimme“. Für KACO meldeten sich 49 Teilnehmer für den sportlichen Event an, wovon 40 Läuferinnen und Läufer schließlich an den Start gingen – eine erhebliche Steigerung gegenüber 2011! In diesem Jahr stand wieder der Teamgedanke im Vordergrund. Aber auch bei den Einzelleistungen konnte KACO ganz vorne mitmischen. So belegte Damien Noel mit einer Zieleinlaufzeit von 20:23 Minuten einen der vorderen Plätze. Und das Team aus Damien Noel, Dr. Peter Selka, Peter Schäfer und Kresimir Strangar überquerte als 13. Team aller Starterteams die Ziellinie – eine hervorragende Platzierung. Damien Noel (orangefarbenes Trikot) erreichte zusammen mit seinen Teamläufern den exzellenten 13. Platz in der Teamwertung.

Senioren besichtigen St. Michael Wichtiges Instrument der Öffentlichkeitsarbeit Am 21. September 2012 hatten sich zahlreiche Senioren der Gemeinde Mariapfarr für gut drei Stunden im Werk St. Michael eingefunden und machten mit großem Interesse eine ausführliche Werksbesichtigung. Sie waren der Einladung von KACO-Werksleiter Dipl. Ing. Armin Jaag gefolgt, der die über 30 Senioren herzlich willkommen hieß. Mariapfarr ist der drittgrößte Ort des Lungaus, und das St. Michaeler Werk ist der größte Privatbetrieb in der Region. Nach einer Werkspräsentation folgte eine spannende Führung durch die Firma, der sich ein kleiner Snack und eine rege Fragestunde anschlossen. Die Mitglieder des Seniorenbunds Mariapfarr waren

so fasziniert von dem KACO-Werk, dass sie in der regionalen Zeitschrift „Bezirksblatt Lungau“ einen Artikel über dessen Produktspektrum und seine Bedeutung als Arbeitgeber initiierten.

Senioren als wichtige Multiplikatoren Die Senioren von St. Michael waren bereits im Frühling im Werk zu Besuch. Im Dezember 2012 hat sich der Seniorenbund Tamsweg zu einer Betriebsführung angesagt. Veranstaltungen wie diese eignen sich sehr gut, den Bekanntheitsgrad des KACO-Werks lokal und regional zu steigern, da die Senioren stark in der Region vernetzt sind.…

Die Mitglieder des Seniorenbunds Mariapfarr waren fasziniert vom Werk St. Michael.

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Arbeitsjubiläen 2012 Wir gratulieren zum 40-jährigen Jubiläum: G Weisshaar, Reinhold G Hamann, Günther (FS-HN) (T-SO) 11.09.2012 02.10.2012

G Spengler, Erich

G Sommer, Erika

G Jonak, Walter

(FW-HN) 02.10.2012

(Q-TH) 09.10.2012

(V-V) 30.10.2012

Wir gratulieren zum 25-jährigen Jubiläum: G Dudek, Richard (T-EL) 07.01.2012

G Brokelmann, Thomas (F-HN) 07.01.2012

G Schneider, Heike (K-PSA) 16.03.2012

G Benseler, Tom

G Götz, Michael

G Meister, Dieter

(V-V) 07.01.2012

(K-RW) 07.01.2012

(E-PE) 16.03.2012

G Kübler, Jörg (FV-KI) 04.05.2012

G Schick, Martin (FV-KI) 04.05.2012

Herzlichen Glückwunsch! G Candeias, Ana-Rosa (FV-KI) 04.05.2012

G Gansser, Roland (E-PE) 07.01.2012

G Eisele, Sigrid (FV-KI) 04.05.2012

G Kücük, Nurhan (FV-KI) 07.01.2012

G Ogaza, Eckhard (A-BL) 16.03.2012

Im Rahmen des Preisausschreibens der KACOactuell 01/12 wurde gefragt, wo sich der dort gezeigte Bildausschnitt bei der KACO befindet. Die Lösung des Rätsels lautet: Zu sehen ist ein Ausschnitt aus dem KACO-Museum in Heilbronn im Erdgeschoss. Die Gewinner sind: G Tina Köbernick (Auszubildende Heilbronn) G Natalie Tenus (Auszubildende Heilbronn) G Georg Seifert (Auszubildender Heilbronn) Die drei Gewinner erhalten jeweils zwei Eintritts- gutscheine für das Auto & Technik Museum in Sinsheim. Viel Spaß!…

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Federleicht und dicht

Kurbelwellenflansche aus Metall und Kunststoff

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Leichtgewicht oder dynamische Dichtung – Kurbelwellenflansche aus Metall und Kunststoff von KACO sind einbaufertige Lösungen für die zuverlässige Abdichtung von Kurbelwellen in Pkw und Lkw. Als einziger Hersteller produziert KACO auch Aluminiumblechflansche für höchste Gewichtseinsparung. Die Kunststoffflansche überzeugen überall dort, wo Kurbelwellen dynamisch abgedichtet werden müssen – niedrigere Total Cost of Ownership (TCO) inklusive. Erfahren Sie mehr unter www.kaco.de

KACO GmbH + Co. KG Dichtungswerke Rosenbergstraße 22 74072 Heilbronn/Germany Telefon: +49 7131 636-334 Fax: +49 7131 636-418 vertrieb@kaco.de

Zum Gedenken: † Hanelore Graf (Rentnerin) verstorben am 19.03.2012 † Werner Ulmer (Rentner) verstorben am 17.05.2012 † Heinz Nerger (Rentner) verstorben am 30.05.2012 † Roland Rosendorf verstorben am 26.09.2012

Impressum Herausgeber: KACO GmbH + Co. KG Wir danken allen Beteiligten für ihre Mitarbeit. Konzeption und Gestaltung: cyperfection gmbh Druck: Reuffurth GmbH

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KACO GmbH + Co.KG Dichtungswerke Heilbronn RosenbergstraĂ&#x;e 22, 74072 Heilbronn/Germany


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