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IRG END WAS MIT INTER NET

2011

DESIGNLABOR PROJEKT Titel

Ergebnisse

Datum

Kategorie


IRG END WAS MIT INTER NET

2011

DESIGNLABOR PROJEKT Titel

Ergebnisse

Datum

Kategorie


MODERN CRAFTS Das Konzept Modern Crafts macht den eigentlichen Kern von raumplus zum Thema: Die Verbindung von Handwerk und Design. Design hat sich im vergangenen Jahrhundert aus dem Handwerk heraus entwickelt. Die Gestaltung von Produkten sollte mit industriellen Fertigungstechniken verbunden werden und gut gestaltete Objekte sollten vielen Menschen zugänglich werden. raumplus hat – auf der Ebene eines Unternehmens – einen ähnlichen Weg genommen: Zu Beginn noch ein Handwerksbetrieb ist raumplus heute sehr erfolgreich mit einem systemorientierten Ansatz der Fertigung auf hohem gestalterischen Niveau und im internationalen Kontext. Damit befindet sich raumplus in der Mitte einer aktuellen Entwicklung, in der die Globalisierung die Form und die Nutzung von Produkten immer mehr angleicht: IKEA findet sich heute in nahezu jedem Land der Welt und bietet dort die gleichen Produkte für den Wohnbereich an. Auf der anderen Seite suchen mehr und mehr Menschen nach Dingen, die eine eigene Identität besitzen und geformt sind von regionalen Unterschieden, Traditionen, Materialien und Fähigkeiten. Modern Crafts stellt die Frage in den Mittelpunkt: Was wäre wenn wir junge, talentierte Designer mit Handwerkern aus unterschiedlicheb Kulturen auf der Welt in einem gemeinsamen Projekt verbinden. Was könnte raumplus davon lernen und welche Bedeutung könnten solche Kooperationen auf die weitere Entwicklung des Unternehmens haben. Dabei ist Modern Crafts aber keine introvertierte Übung oder ein luftiges Experiment. Hinter Modern

Crafts ist vielmehr ein Kommunikationsprojekt. Die Kooperationen werden als Wettbewerb konzipiert, in dem sich Designer mit einer Ideenskizze bewerben können. Zu gewinnen gibt es das Abenteuer, die Idee in einem fernen Land auf der Welt mit einem lokalen Handwerker in die Tat umszusetzen. Auf diese Art und Weise generiert raumplus originäre und eigene Inhalte, die in Form von Ausstellungen, Presseberichten, Messepräsentationen und möglicherweise auch vermarktbaren Produkten ins Licht der Öffentlichkeit gestellt werden. Ziel ist es eine markenorientierte Kommunikation für raumplus aufzubauen in deren Mittelpunkt nicht das Reden, sondern das Machen steht und mit dem sich raumplus noch stärker als bisher als Designmarke positionieren kann. Das ist umso wichtiger als die Produkte von raumplus keine hohe technologische Komplexität haben und daher relativ leicht zu kopieren sind. Investitionen in eine starke Marke sind der beste Weg, in diesem Wettbewerb international zu bestehen. Florian Pfeffer, Projektleiter


THE MAGAZINE HOME Dies ist die Startseite des Modern Crafts Magazine. Das zentrale Banner hat eine starke visuelle Kraft und kann auf und ab gescrollt werden. Bis auf den kurzen Teaser findet sich kein Text auf der Seite. Der Nutzer wird eingeladen, sich frei auf der Seite zu bewegen und Bilder auszuwählen, die ihn interessieren. Diese leiten dann zum entsprechenden Artikel weiter. Das Magazin besteht aus den Bereichen »The competition«, »What we like« und »The makers«, die über den zentralen Menübalken direkt angewählt werden können. Zudem können Artikel direkt über die Seite in facebook und twitter gepostet werden.


THE MAGAZINE HOME – banner Dies könnte der komplette Banner der Magazinseite sein. Die Artikel erscheinen chronologisch. Das weißblaue animierte gif informiert über den jeweiligen Stand des »Modern Crafts competition«, wie zum Beispiel Bewerbungsschluss, etc.


THE STORY – BANNER Es wird ein stark visueller Eindruck des Workshops wiedergegeben. Der regionale Bezug, die Landschaft, das verwendete Material sowie die Arbeit im Team von Designern und Handwerkern werden erfahrbar gemacht.


THE people – banner Im Bereich »The people« gibt es kurze Beschreibungen und Kontaktdaten der beteiligten Personen, Handwerker, Designer und der Jurymitglieder.


THE HAND WORKER OF THE YEAR Klaus Titze ist ein gelernter Korbmacher, der von Berlin nach D채nemark gezogen ist. Er kombiniert traditionelle Korbflechttechnik mit unterschiedlichsten Materialien wie zum Beispiel Faserbeton. Er ist beispielhaft f체r Handwerker, die sich sehr gut eignen, im Workshop mit jungen Gestaltern zu arbeiten.


THE MAKERS Im Magazinteil »The makers« werden die Mitarbeiter von raumplus präsentiert. Wöchentlich wird eine Person des raumplus Teams vorgestellt. Der Nutzer bekommt Insiderinformationen und Einblicke in die Produktentwicklung und Produktion. So wird raumplus für den Kunden erfahrbar und transparent.


DO IT! Das Konzept DO IT! ist mehr als eine weitere Personalisierungsstrategie eines designorientierten Herstellers. Verschiedene Nutzergruppen (von professionellen Gestaltern bis hin zu ambitionierten Konsumenten) können über eine Website tief in den Produktionsprozess von raumplus eingreifen und frei eigene Räume gestalten. DO IT! ist Teil einer Entwicklung im Design, die die Rolle des Designer nicht mehr als autorenhaften Gestalter eines fertigen Produktes definiert. Der Designer gestaltet vielmehr die Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich Nutzer bewegen und selber zu Gestaltern werden können. Bei DO IT! sind diese Parameter sehr weit gefasst und erstrecken sich auf nahezu alle Aspekte der Oberflächengestaltung von Raumtrennern. Dadurch bietet die Plattform deutlich mehr und innovativere Möglichkeiten als das bisher im Bereich der Individualisierung der Fall war. Dazu stehen dem Nutzer eine Reihe von Werkzeugen zur Verfügung, deren Komplexität von »ganz einfach« (Applizieren von Bildmotiven) bis hin zu »sehr komplex« geht (Steuerung einer CNC-Fräse mit denen Oberflächen und Materialien bearbeitet werden können). Durch den Einsatz von generativen Programmen lassen sich dabei aus nahezu jedem Bildmotiv ästhetisch hochwertige Motive erstellen. DO IT! ist aber nicht nur eine Designmaschine im besten Sinne, sondern darüber hinaus eine neuartige Distributions Plattform für individuelle Produkte.

Professionelle Designer können auf der Plattform eigene Shops aufbauen, in denen sie die von ihnen gestalteten Lösungen einem größeren Publikum in Form von Editionen (gegen eine Beteiligung an der Marge) anbieten können. Private Nutzer können ihre gestalteten Raumtrenner mit anderen teilen (beispielsweise in Social Media Kanälen): Jeder Besucher kann den Entwurf jedes anderen Besuchers nutzen und zum Teil der eigenen Lebensumwelt machen. Gestaltung verliert auf diese Art und Weise ihren elitären Nimbus - und gewinnt gleichzeitig eine Vielzahl von neuen Ideen hinzu. Mit DO IT! greift raumplus den Gedanken von Open-Source-Design auf und setzt ihn in einem praxistauglichen Konzept um. Florian Pfeffer, Projektleiter


DIE STARTSEITE Die Startseite von DO IT! bietet dem Besucher einen Einstieg in die Plattform. Am oberen Rand der Seite befindet sich die Menüleiste, welche den Wechsel zwischen den Hauptbereichen der Seite – Galerie, Raum und Tür ermöglicht. Im Hintergrund ist ein Beispielraum, in bewusst stilisierter Darstellungsweise zu sehen. Zentrales Element der Startseite ist ein Bilderstrom, der sich - angereichert mit einigen beschreibenden Sätzen zur Plattform – von unten ins Bild schiebt. Bilder aus diesem Strom werden gleichzeitig auf den Schrank im Beispielraum projiziert. So sind alle wesentlichen Elemente der Seite – Inspiration für die Schrankgestaltung, Raumplanung und individuelle Motive – für den Besucher sofort zu erkennen.


STRUKTUR DER PLATTFORM Die Plattform DO IT! besteht im Wesentlichen aus drei thematischen Bereichen: der Galerie, dem Bereich Türgestaltung und dem Bereich Raumplanung. Der Nutzer kann über die Menüführung jederzeit zwischen den Bereichen wechseln. Die Galerie ist das Zentrum der Seite. Hier fließen die Möglichkeiten der Bereiche zusammen. Der Nutzer kann aus vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten für die Schranktüren auswählen und so schnell einen Eindruck davon bekommen, wie diese auf einer Schiebetür aussehen könnten. Neben der gesamten bestehenden Produktpalette von Raumplus speist sich die Galerie im wesentlichen aus folgenden Quellen: Zum einen gibt es Motive, die von Raumplus ausgesucht werden. Dabei handelt es sich zum Teil um zugekaufte und zum Teil um ausgewählte Motive, die von Nutzern gestaltet wurden. Zudem gibt es Motive, die von ausgewählten Gestaltern im Auftrag von Raumplus entworfen werden. Wechselt der Nutzer in den Bereich Raumplanung, so kann er den Grundriss des Beispielraumes mit einfachen Einstellmöglichkeiten so verändern, dass dieser »seinem« Raum entspricht. Der Bereich Türgestaltung bietet schließlich die Möglichkeit Motive zu editieren, Größe und Aufteilung des Schrankes oder Raumteilers anzupassen sowie eigene Bilder hochzuladen oder mit den angebotenen Gestaltungswerkzeugen eigene Motive für die Türen zu erstellen. Über die Möglichkeit für die selbst geplante Konfiguration ein Angebot einzuholen wird die neue Plattform in den bestehenden Bestell- und Herstellungsprozess von Raumplus eingebunden.


ILLUSTRATION Die Grafikedition bietet Illustratoren eine Plattform, die Ihre Entwürfe hier verkaufen können.

PHOTOGRAPHIEN Die Edition »Photographie« ist , genau wie die Edition für Grafiker, eine Distributionsplattform für Profis, die hier Ihre Entwürfe anbieten.

3D Fräsen Hier werden dreidimensionale Türfüllungen angeboten, die ebenso extra als Edition für Raumplus angefertigt wurden.


DESIGN EDITIONEN Die Designeditionen unterstützen den Teil von DO IT!, der sich auf professioneller Ebene mit Entwerfen auseinandersetzt. Hier können Designer, die sich entweder selbst mit Entwürfen bewerben, oder »eingekauft« werden, eine Art eigenen kleinen Shop aufbauen, und die Seite als Distributionsplattform nutzen. Dies führt einerseits zu einer größeren Bekanntheit von raumplus im Designmarkt und in den entsprechenden Foren, und fördert die positive Unterstützung der Marke in bestimmten Bereichen. Auf der anderen Seite sorgen die Designeditionen für eine ausgewogene Mischung in der Galerie - user generated content wird mit professionellen Entwürfen gemischt und gewichtet sich so gleich. Durch einen regelmäßigen Wechsel von unterschiedlichen Designern wird stets spannender und neuer Inhalt gewährleistet, der die Nutzer der Seite immer wieder zum Besuch animiert und auffordert. Über einen monatlichen Newsletter und über Social Media wird der Kunde auf neue Editionen, generative Tools und wechselnden Inhalt der Seite hingewiesen.


RAUM ANPASSEN Wer die Wirkung seines entworfenen Schrankes oder Raumteilers in seinen persönlichen Räumlichkeiten bewerten möchte, hat hier die Möglichkeit den Standardraum skizzenhaft individuell anzupassen und zu planen. Um die Eindrücke so nah wie möglich am persönlichen Raum darzustellen, lässt sich die Bodenoberfläche ändern. Eine Anknüpfung an Social Media gibt dem Kundengestalter die Möglichkeit, die Meinungen seiner Familie und Freunde miteinzubeziehen.


PERSÖNLICHER RAUM Ein Account speichert alle bisherigen Einstellungen und ermöglicht eine Unterbrechung der Anwendung. Anpassungen und Favoritenentwürfe bleiben so jederzeit für den Accountinhaber zugänglich, was eine größere Kundenbindung schafft.


IMPRESSUM Ein Projekt des Desiglnlabor Bremerhaven in Zusammenarbeit mit raumplus Besitz- und Entwicklungs-GmbH & Co. KG

Projektteam Guido Fantuzzi, Romin Heide, Hanna Hermann, Janine Iser, Esther-Marie Kröger, Claudia Schiedt

Projektleitung Prof. Florian Pfeffer

Beratung Prof. Boris Müller Hendrik Weiner

Projektmanagement Holger Kattert

Institutsleitung Anne Havliza

Herausgeber Designlabor Bremerhaven WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH An der Geeste 25 27570 Bremerhaven T. +49.471.391560 www.designlabor.com

Gestaltung und Fotografien Designlabor Bremerhaven

© Designlabor Bremerhaven 2011



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