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Begründungen der Jury zu den Hauptpreisen Judgements of the Jury on the Main Prizes

Staatspreis Design Räumliche Gestaltung National Design Prize Architectural Design

Sprache als Umsetzung des Themas Integration »Hotel am Domplatz«

Language as a tool for the implementation of integration »Hotel am Domplatz«

Die Verbindung von innovativem Design und emotional ansprechenden Unterkunftsmöglichkeiten ist ein Thema, das großteils noch ungelöst ist. Hier wurde der Versuch unternommen, in einer anderen Sprache zu sprechen, die sich gegen das Nostalgische wendet und sich dem Hotel der Zukunft stellt. Der Ansatz wäre auch für andere Orte geeignet, an denen eine größere Zahl von Menschen zusammenkommt. Hier geht es nicht um vordergründige Gestaltung; der Transport sozialer Themen wie Behinderung und Menschenrechte trägt zu einer gelungenen Lösung der Aufgabenstellung Integration bei. Es stehen Inhalte im Vordergrund, die eine adäquate Form gefunden haben. Derartige Gestaltungsvorschläge kommen auf wohltuende Art und Weise einer Antithese von Design als Behübschungsinstrument gleich.

The question of the connection between innovative design and emotionally appealing accommodations remains largely unresolved. An experiment was made here to speak another language, one that turns its back on nostalgia to address the hotel of the future. The same approach would also be suitable for other places where large numbers of people congregate. This is not a matter of cosmetic design; the handling of such social themes as disabilities and human rights contributes to a successful solution of the task of integration. Paramount is the content, which has found an adequate form. Such design proposals amount to a pleasant and satisfying antithesis of design as an instrument of superficial embellishment.

Sonderpreis »DesignConcepts« »DesignConcepts« Award

Straßensicherheits- und Lärmschutzsystem »Sound Guardian«

Road safety and noise control system »Sound Guardian«

Mit diesem Projekt wird ein wichtiger Aspekt der Lärmbelästigung – ein dringliches Problem für Umwelt und Gesellschaft – einer verbesserten Lösung zugeführt. Und das nicht nur in technischer, sondern auch in optischer Hinsicht. Bisher zum Einsatz kommende Lärmschutzwände haben sich zumeist als große ästhetische Niederlage entpuppt. Eine Förderung, die dazu führt, dass auch in diesem Bereich ansprechendere Möglichkeiten gefunden werden, erscheint somit höchst sinnvoll. Auch der in Aussicht gestellte Zusatznutzen einer Reduktion von Unfallfolgen spricht für eine Unterstützung des Projekts. Die weniger hohe Beplankung scheint ausreichend effektiv, um eine Eindämmung von Lärm zu gewährleisten. Gleichzeitig erlaubt die geringe Höhe Ausblicke in die Landschaft, was gerade in einem Tourismusland wie Österreich nicht unterschätzt werden sollte. Damit ist der Vorschlag auch ein Aufruf an die Politik, offen für neue Lösungen zu sein.

With this project an important aspect of noise pollution, a pressing problem for the environment and society, has been supplied with an improved solution – not only technically, but also visually. The noise barriers in use until now have for the most part turned out to be aesthetic failures. Funding leading to more attractive designs would therefore seem to make a lot of sense. The promise of a reduction in the consequences of accidents is also an argument in favour of backing the project. The less high planking appears to be sufficiently effective to deliver a reduction in noise. At the same time, the lower height allows for views of the landscape – something that should not be underestimated in a tourism country like Austria. The project proposal is thus also an appeal to politicians to be open to new solutions.

Staatspreis Design Catalogue 2011  

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