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Das Zaza-Alphabet (Nord) Aa Bb Cc

IPA [a] [b] [dz] [c]

Çç Dd Ee Êê Ff Gg  Hh I i Jj Kk Ll Mm Nn Oo Pp Qq Rr rr Ss  Tt Uu Üü Vv Ww Xx Yy Zz çh kh ph th

© Asmêno Bêwayir

[tsh] [#h] [d] [ä] [jä] [e] [f] [g] [Ò] [h] [ö] [i] [Z] [kh] [l] [É] [m] [n] [o] [ph] [q] [r] [R] [r] [s] [S] [th] [u] [y] [v] [w] [] [j] [z] [ts] [#] [k] [p] [t]

Aussprache wie „„a”” in „„Vater““ wie deutsches „„b““. Intervokalisch oder im Auslaut auch „„v““ ausgesprochen. im Auslaut oder im Inlaut vor den Vokalen a, e, , o, u wie „„ds““ in „„Mondsichel““. Intervokalisch oder im Auslaut auch manchersorts „„z““ ausgeprochen. vor den Vokalen ê, i, ü wie „„dsch““ und Dschungel; intervokalisch mancherorts auch „„j““ ausgeprochen. im Auslaut oder im Inlaut vor den Vokalen a, e, , o, u wie „„z““ in Zimmer vor den Vokalen ê, i, ü wie „„tsch““ in „„Tschüss““ (behaucht)

Beispiel adr bra cor cêr

Deutsch Feuer Bruder oben unten

çm çi

Auge Sache, Ding

wie „„d““ in „„Dach““ wie deutsches „„ä““ in „„Bäcker““ im Inlaut nach einem Konsonant wie „„je”” in jetzt (regional auch wie dt.””e““) im Auslaut wie deutsches „„e““ in „„eben““

d des dês rocê

zwei zehn Wand eines Tages

wie deutsches „„f““ wie deutsches „„g““ ähnlich dem deutschen oder französischem „„r““ (arab. ) wie deutsches „„h““ (Anlaut) kurzes „„i””, ähnlich wie „„e”” in „„Bitte”” wie „„ie”” in „„Frieden““ wie französisches „„j““ oder wie das letztere „„g““ in „„Garage““ wie deutsches „„k““ im „„kommen““ (behaucht) wie deutsches „„l““ in „„Liebe““ tiefes „„l““, ähnlich holländischem „„l““ (selten)

fek ga erib her blbl isan jü kay lac lnci

Mund Ochse Fremder Esel Nachtigall Mensch eins Spiel Sohn Schlamm

wie deutsches „„m““ wie deutsches „„n““ wie „„o”” in Oliven wie deutsches „„p““ in „„Pause““ (behaucht) Kehllaut (arab. ), ein Gurgel „„k““, uvular ausgesprochen Am Wortanfang wie bayerisches „„rr““ in „„Herr““ Im Inlaut Zungenspitzes „„r““ (wie bayerisches „„r““ in „„Bruder““) Im Inlaut wie bayerisches „„rr““ in „„Herr““

mae new oraji pi qatr roc ara brr

Mutter neun bergauf Vater Maultier Sonne Frühstück Wald

wie deutsches „„s““ in „„Post““ (stimmlos) wie deutsches „„sch““ in „„Schule““ wie deutsches „„t““ in „„Tanne““ (behaucht) wie „„u““ in „„Fuߓ“ wie „„ü““ in „„Würze““ wie deutsches labiodentales „„w““ in „„Wasser““ wie englisches bilabiales „„w““ in „„water““ wie deutsches „„ch““ in „„Bach““ (arab. ) wie deutsches „„j““ in „„Yacht““ wie deutsches stimmhaftes „„s““ in „„Sommer““

sae êr tici uca dü va wae xoz yaxe zon

Apfel Löwe Sonnenschein dort Rauch Wind Schwester Schwein Kragen Sprache

wie „„tz““ in „„Quartz““, aber unbehaucht. Lautregel wie bei „„ç““ wie „„tsch““ in „„Deutsch““ (unbehaucht)

çhep çhik

links Funken

wie „„k““ in „„Skulptur““ (unbehaucht) wie „„p““ in „„Spass““ oder franz. „„p““ in „„pas““ (unbehaucht) wie „„t““ in „„Stall oder franz. „„t““ un „„tu, tonne““ (unbehaucht), ähnlich arab. 

khez phon theyr

blond glatt Vogel

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Lektion 1: Naskerdene - Kennenlernen

Hesen:

Ma be xêr di !

Hallo!

Gulizare:

Xêr be slamet !

Grüß dich! (Gegengruß)

Hesen:

Namê m Heseno. Namê to çko ?

Ich heisse Hesen. Wie heißt du?

Gulizare:

Namê m Gulizara.

Ich heiße Gulizare.

Hesen:

Namê i mormeki çko?

Was ist der Name von dem Mann dort?

Gulizare:

Namê dey Heydero. Ma, namê a cênke çko?

Sein Name ist Heyder. Wie heißt denn die Frau?

Hesen:

Namê dae Viala.

Sie heißt Viale.

Gulizare:

Çturia?

Wie geht es dir ?

Hesen:

T wes be, ez rndane. Hal - demê to çturio?

Danke, mir geht’’s gut. Wie ist dein Befinden?

Gulizare:

Rndo, Heq raji bo.

Gut, danke.

Hesen:

Heyder kamo?

Wer ist Heyder?

Heyder:

Heyder ezane.

Ich bin Heyder.

Gulizare:

Viale kama?

Wer ist Viale?

Viale:

Viale ezane.

Ich bin Viale.

Hesen:

T Melisa niya?

Bist Du nicht die Melissa?

ezale:

Nê, namê m ezala. Hama namê tüyo xêr Heseno, heni?

Nein, ich heiße Ghezale. Aber dein werter Name ist doch Hesen, nicht wahr?

Hesen:

Heya, ez Hesenane. O ciamord kamo?

Ja, ich bin der Hesen. Wer ist der junge Mann?

ezale:

Nêzanane kamo. Ma, a çêneke kama?

Ich weiß nicht, wer er ist. Wer ist denn das Mädchen?

Hesen:

Ez ki nêzanon kama.

Ich weiß auch nicht, wer sie ist.

© Asmêno Bêwayir

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Vokabeln: Nomen: Das Zazaki kennt das maskuline und feminine Genus, es unterscheidet also bei den Substantiven zwischen männlich und weiblich. Maskuline Nomen sind am Ende betont, feminine auf ––e wie Çêneke, Viale sind auf der vorletzten Silbe betont (m: männlich/maskulin, f: weiblich/feminin). ma ma, ... be, ebe ... xêr m di slamet m name m namê to namê dey (ey) namê dae (ae) m to çk, ç mormek, mordemek cênke f a i

wir, unser, uns denn, ja mit Glück, Gunst sah, gesehen Friede Name dein Name sein Name ihr Name mein, mich dein, dich was Mann Frau, Dame 1. sie (weibl.) 2. jener, der dortigen jenes, des dortigen (flektiert)

çturi, çtur ez t rnd hal m dem m wes wes be Heq raji bo! kam nê heya, ya hama ciamord (ciamêrd) nêzanane/nêzanon çêneke f ki

wie ich du gut Befinden, Zustand Zeit schön; lebendig Danke Danke! (Dank sei Gott) wer nein ja ama junger Mann ich weiss nicht Mädchen auch

Grammatik 1: Konjugation von „„biyene: sein““ mit Adjektiv ez rndane (rndu) t rnda o rndo a rnda

mir geht’’s gut („„ich bin gut””) ma rndime uns geht’’s gut sma rndê euch geht’’s gut dir geht’’s gut i rndê ihnen geht’’s gut ihm geht’’s gut ihr geht’’s gut

Vokabeln: ez nisenane (nison) ro koti ... de ... ra Erzngan

ich wohne (lebe) wo in ... (Postposition) aus ..., von ... (Postp.) Erzincan

Estamol Eleziz (Xarpet) ez heni zanon ke beno

Istanbul Elaz ich glaube dass kann sein, möglich

Hesen:

Ez Hamburg de nisenane ro. T koti nisena ro ?

Ich wohne in Hamburg. Wo wohnst du?

Gulizare:

Ez Darmstadt de nisenane ro. Ez Plemoriye rawane, t koti rawa ?

Ich wohne in Darmstadt. Ich komme aus Pülümür, woher kommst du?

Hesen:

Ez Erzngan rawane. Ma, Heyder koti rao?

Ich komme aus Erzincan. Woher kommt denn der Heyder?

Gulizare:

Heyder Estamol rao. ezale koti rawa?

Hesen:

Nêzanon koti rawa.

Ich weiß nicht woher sie kommt.

Gulizare:

Ez heni zanon ke a Eleziz rawa.

Ich glaube sie kommt aus Elazi.

Hesen:

Heya, beno.

Ja, kann sein.

© Asmêno Bêwayir

Woher kommst du? t koti rawa ? t yê kotia ?

Heyder ist aus Istanbul. Woher kommt Ghezale?

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Lektion 2: T ç kar kena? - Was ist dein Beruf?

Vokabeln: ez sonane (son)... kar, gure m t kena malm, malme malmê sma ... rê sma rê ez salx danane t salx dana Zonê Ma mekteb m universte m mhends m mhendse f insat m

ich gehe nach/auf ... Arbeit du machst Lehrer, Lehrerin euer Lehrer dem, der, den (Dativ) euch (Dativ) ich bringe bei du bringst bei, lehrst unsere Sprache (Zazaki) Schule Universität Ingenieur Ingenieurin Baustelle

ez gurinane thal, bêkar u bêgure khebaniye f pê çnay t sona t çtur sona kar? otoboz m trene f arebe (m), makina (f) peya / lngu ra ez kar nêsonane karê m çino

ich arbeite arbeitslos Hausfrau mit was du gehst Wie kommst du zur Arbeit? Bus Zug Auto zu Fuß, per pedes ich gehe nicht zur Arbeit ich habe keine Arbeit (wörtl.: „„meine

çino esto

es gibt nicht es gibt

Arbeit gibt es nicht““)

T ç kar kena? Ez malmane, malmê sma. Ez sma rê Zonê Ma salx danane. Hesen: Ez sonane (son) mekteb. Gulizare: Ez sonane universte. Viale: Ez mhendsane. Heyder: Ez insat de gurinane (gurin). ezale: Ez khebaniyane. Melisa: Ez thalane / bêkar u bêguriyane. - Ma, t çtur (pê çnay) sona kar? Hesen: Ez ebe otoboz sonane mekteb. Gulizare: Ez ebe trene sonane universte. Viale: Ez ebe arebe sonane kar. Heyder: Ez peya (lngu ra) sonane kar. ezale: Ez kar nêsonane, khebaniyane. Melisa: Ez ki kar nêsonane. Karê m çino!

wie gehst du auf die Arbeit? t çturi sona kar? t se sona kar? t pê çnay sona kar?

ich gehe mit... ez ebe... sonane ez ... ra sonane ez pê ... sonane

Grammatik 2: Kopula (Bildung von „„biyene: sein““) Mit Kopula ist die Bildung von „„ist““ gemeint. Die Kopula wird dem Nomen oder Adjektiv angehängt. (ez) (t) (o) (a)

ezane tya uyo awa

ich bin es du bist es er ist es sie ist es

(ma) mayme (sma) smaê iyê (i)

wir sind es ihr seid es sie sind es

Verneinung: ez niyane t niya o niyo a niya

© Asmêno Bêwayir

ich bin es nicht du bist es nicht er ist es nicht sie ist es nicht

ma nime sma niyê i niyê

wir sind es nicht ihr seid es nicht sie sind es nicht

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Übung 1 Peri –– Fragen. Setzen Sie bitte die richtige Kopula ein und korrigieren Sie gegebenfalls die falschgestellten Fragen! Beispiel: Viale ç kar kena? –– Viale mhendsa. Viale peya sona kar? –– Nê, Viale ebe arebe sona kar. ezale ç kar kena? –– ezale ________________. Heyder insat de gurino? –– Heya, Heyder ____________________. Melisa profesora? - Nê, Melisa profesore niya, Melisa _________________. Hesen ebe trene sono mekteb? - Nê, Hesen ___________________ sono mekteb. Gulizare pê çnay sona universte? - Gulizare pê __________ sona universte. Melisa ebe otoboz sona kar? –– Nê, Melisa kar nê__________. No çko? –– Was ist das?

Beispiel: Na çka? Na trena.

No çko? –– No ________________.

No çko? - ____ ________________.

No mormek koti gurino? –– No mormek ___________ de gurino. No mormek kamo (Kam insat de gurino)? No _____________.

Na cênke çtur sona kar? –– Na cênke _________________. Grammatik: Weibliche Nomen oder adjektive haben nach einem Konsonanten am Ende eine ––e Endung (ohne Kopula), welches unbetont ist! malm: Heyder malm niyo. Heyder rndo? Heyder rnd niyo, nêweso. malme: Melisa ki malme niya. Melisa rnda? Melisa ki rnde niya, pêrsana. Vokabeln: no m / na f nêwes, pêrsan profesore malm malme

© Asmêno Bêwayir

dieser / diese; das krank Professorin Lehrer Lehrerin

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Lektion 3: Sobeta Têlefoni - Telefongespräch

Vokabeln: têlefon keno Heq raji bo t se kena? pi u bra haa! amke amkê doman pêro pêro ki Gule çê m

er telefoniert Danke! (Dank dem Gott!) was machst du (wie geht’’s)? mein Lieber (Anrede für Jungen) [„„Vater und Bruder““] Ach so! Tante (väterlicher Seits) Anredeform für eine ältere Frau das Kind; domani - die Kinder alle alle („„alle auch““) Frauenname („„Rose““) 1. Haus (innerlich) 2. Familie

de in, bei çê dera sie ist zu Hause çê de niya sie ist nicht zu Hause hona noch sonde am Abend mekteb ra aus der Schule yeno er kommt reyna nochmal ez têlefon kenane ich rufe an xatr be to Auf Wiedersehen (der Verabschiedende) or bo Tschüß, mach’’s gut (Gegengruß)

Hesen têlefon keno... Hesen: Ma be xêr di! Esma: Xêr be slamet! Hesen: Çturia? Esma: Rndane, Heq raji bo! T se kena? Hesen: Wes be, ez ki rndane. Esma: T kama, pi u bra? Hesen: Ez Hesenane. Esma: Haa, Hesen, tya? Hesen: Heya amkê. Domani çturiê? Esma: Pêro ki rndê. Hesen: Gule çê dera? Esma: Nê, çê de niya. A hona kar dera. Hesen: Ma, Heyder çê dero? Esma: O ki çê de niyo. Sonde mekteb ra yeno. Hesen: Rnd. Ez sonde reyna telefon kenane. Xatr be to! Esma: Or bo!

Wie geht’’s?: çturia ? çtana ? sena ? senêna? wesa, rnda? halê to çturio ? se kena?

Mir geht’’s gut: rndane weiya to Danke: Heq raji bo! t wes be! wes u war be! Heq kemaniye medo!

Grammatik 3: Plural Im Zazaki erfolgt die Pluralbildung im Nominativ durch Anhängen der unbetonten Pluralendung ––i: doman –– domani têlefon –– têlefoni çêneke –– çêneki

das Kind –– die Kinder das Telefon –– die Telefone; die Telefonate das Mädchen –– die Mädchen

bei weiblichen Wörtern, die mit einem ––e enden, entfällt die Endung ––e, das Wort erhält ein ––i. Endet das Wort mit einem Vokal wie a, e, o, u und ist männlich (maskulin), erhält das Wort ein ––y: universte –– universtey bra –– bray

die Universität –– die Universitäten der Bruder –– die Brüder

Andere Pluralbildungen werden später erläutert.

© Asmêno Bêwayir

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Lektion 4 - namê taê kes u çiyu –– Einige Personennamen und Sachen maskuline Nomina: defter Heft ktab Buch ap Onkel (väterlicherseits) xal Onkel (mütterlicherseits) bon (ban) Haus (äusserlich) lac Sohn çêber Tür çê Wohnung [innerlich] iskeme Stuhl pi Vater bra Bruder

feminine Nomina: kade qeleme amke xalke sate çêna masa xonça sandalya mae wae

Papier Stift Tante (väterl.) Tante (mütterl.) Uhr, Stunde Tochter Tisch Rundtisch Stuhl Mutter Schwester

Grammatik 4: Genus (gramm. Geschlecht) Zazaki besitzt 2 Genera: maskulin (männlich) und feminin (weiblich). Femimina enden immer auf folgenden Vokalen: 1. -e (letzte Silbe unbetont): amke –– die Tante: a amka –– Das ist die Tante [Achtung: -e Endung enfällt, ––a angehängt] 2. -i (letzte Silbe unbetont): kardi –– das Messer: na kardia –– Das ist das Messer [-i liest sich kurz, in etwa {kardya}] 3. -a (letzte Silbe betont): xonça –– runder Tisch: na xonçawa –– Das ist der runde Tisch [-a bleibt] Pluralisierung der Feminina, die mit ––a enden: Bei weiblichen Nomina, die mit einem -a enden, entfällt in der Mehrzahlform die Endung ––a, sie erhalten die Pluralendung ––ey: manga  mangey die Kuh –– die Kühe çêna  çêney die Tochter –– die Töchter kesa  kesey die Schildkröte-(n) xonça  xonçey der Tisch –– die Tische Achtung: Es gibt einige Maskulina, die ebenfalls auf ––a enden: bra, va (Wind), la (Schnur), ga (Ochse)!

Übung 2 Bilden Sie die Sätze mit den aufgeführten Wörtern und der jeweiligen Kopula. Bsp. a kada: ““es ist das Papier”” (defter)

_____________

(kade)

a kada

(ktab)

_____________

(qeleme)

_____________

(ap)

_____________

(amke)

_____________

(xal)

_____________

(xalke)

_____________

(bon)

_____________

(sate)

_____________

(lac)

_____________

(çêna)

a çênawa

(çêber)

_____________

(masa)

_____________

(çê)

_____________

(xonça)

_____________

(iskeme)

_____________

(sandalya)

_____________

(pi)

_____________

(mae)

_____________

(bra)

o brao

(wae)

____________

© Asmêno Bêwayir

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Lektion 5 - Marey - Zahlen 1 jü, zu 2 dde, d 3 hirê 4 çar 5 phonc 6 ses 7 hawt 8 het 9 new 10 des 11 des u jü 12 des u dde (des u d) 13 des u hirê 14 des u çar 15 des u phonc 16 des u ses 17 des u hawt 18 des u het 19 des u new 20 vist 21 vist u jü

30 hirs 31 hirs u jü 40 çewres 50 phoncas 60 seti 70 hawtae 80 hetae 90 newae 100 se 101 se u jü 200 dsey 222 dse u vist u dde 300 hirêsey 400 çarsey 500 phonsey 1000 hazar 1100 hazar u se 1234 hazar u dse u hirs u çar 1999 hazar u newse u newa u new 2000 dhazari 2001 dhazar u jü

Hinweis: „„dde““ wird bei der Aufzählung benutzt, als Numerale jedoch immer „„d““: d bray.

Serri –– das Alter T çand serri dera ? Ez hirs u d serri derane.

Wie alt bist du ? Ich bin zweiunddreissig Jahre alt.

Viale çand serri dera ? Heyder çand serri dero ? Gulizare hirs serre dera? Hesen des u het serri dero?

Viale des u new serri dera. Heyder vist serre dero. Nê, Gulizare hirs serre de niya, a vist u hawt serri dera. Heya, Hesen des u het serri dero. çand / çend –– Wieviel

Andere Frageformen: T çand serriya? ezale çand serriya? Hesen çand serriyo? Gule hirs u phonc serriya? Mstefa phoncas serriyo?

Ez çewres serriyane. ezale vist u d serriya. Hesen des u ses serriyo. Nê, Gule hirs u jü serriya. Nêzanon, çand serriyo.

Serrê to çandê?

Serrê m hirs u dyê.

T çand serranê xo dera?

Ez vist u het serranê xo derane.

t çand serri dera? t çand serriya ? serrê to çandê ?

Achtung: Bei Zahlen, die durch zehn teilbar sind, wird die Einzahlform benutzt: 10 serre ; 11 serri 20 qeleme ; 25 qelemi

© Asmêno Bêwayir

30 bra ; 34 bray 40 çê ; 44 çêi

50 kade ; 59 kadi 60 ktab ; 62 ktabi

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Grammatik 5: Der 2. Fall (Casus Obliquus) der Personalpronomina Das Zazaki besitzt für das Nomen zwei Fälle: - der 1. Fall, den Casus rectus, der auf die Frage „„wer oder was““ antwortet - der 2. Fall, den Casus obliquus, welcher alle anderen Fragen wie „„wen, wem, wessen““ usw. beantwortet. Die unter Grammatik 1 aufgeführten Peronalpronomen bilden demnach den Casus rectus (1. Fall; Nominativ). Im Akkusativ oder mit Prä- oder Postpositionen wird der 2. Fall angewandt. Der Casus obliquus (2. Fall) sieht zunächst in Form von Possesivpronomen folgendermassen aus (mit Konjugationsstamm für die Kopula; „„biyene““):

Poss. m to ey (dey), c ae (dae), c

mit Kopula mntüy(d)ey(d)a-

Poss. ma sma inu (dinu)

mein dein(e) sein(e) ihr(e)

mit Kopula masma(d)inan-

unser euer (eure) ihr(e)

Grammatik 6: Ezafe-Verbindung –– Substantiv-Verbindung Besitzverhältnisse werden im Zazaki duch Ezafe-Verbindungen ausgedrückt. Attribute (Adjektive, Possesivpronomen oder Substantive im Genitiv), die ein Nomen näher bestimmen, werden im Zazaki in der Regel nachgestellt. Hierbei wird das zu bestimmende Nomen durch eine Endung erweitert, die man Ezafe (Arab. „„Hinzufügung““) nennt. Die Betonung liegt auf der letzten Silbe vor der Ezafe. Bei Substantiv-Verbindungen ist die Ezafe-Endung: - bei maskulinen Nomina: - bei femininen Nomina: - im Plural für beides:

-ê -a -ê

Maskulina, die auf einem Konsonant enden, erhalten die Ezafe ––ê: kar: karê m ktab: ktabê to

meine Arbeit (wörtl.: die Arbeit, die meine) dein Buch

Maskulina, die auf dem Vokal ––e enden, erhalten die Ezafe ––ê, wobei der Vokal ––e mit ––ê kontrahiert wird: name: namê dey (ey)

sein Name

gure: gurê dae (ae)

ihre Arbeit

Maskulina, die auf Vokalen wie ––a oder ––o enden, erhalten die Ezafe ––ê (ohne Bindekonsonant): bra: braê ma unser Bruder ko: koê sma euer Berg Maskulina, die auf Vokalen wie ––i oder ––ü enden, erhalten den Bindekonsonanten ––y-, dann die Ezafe ––ê: pi: piyê m mein Vater çü: çüyê to dein Stock Bei Feminina, die auf ––e enden, entfällt die Endung ––e und erhält stattdessen die Ezafe ––a: qeleme: qelema dey (ey)

sein Stift

mae: maa dae (ae)

Feminina, die auf ein ––i enden, erhalten die Ezafe ––a: kardi: kardia ma unser Messer saci: sacia sma

ihre Mutter

euer Backblech

Feminina, die auf ein ––a enden, erhalten keine Ezafe: manga: manga dinu (inu)

ihre Kuh

çêna: çêna dinu (inu)

Plurale erhalten für beide Geschlechter ein ––ê: ktabê m: meine Bücher namê to: deine Namen koê ma: unsere Berge iskemê sma: eure Stühle qelemê m: meine Stifte kardiê to: deine Messer

ihre Tochter (pl.)

braê dey: seine Brüder çüyê dinu: ihre Stöcke mangê ma: unsere Kühe

Hinweis: Feminina, die mit einem ––a enden, erhalten beim Plural (wie bei ““manga””) ein ––ê, wobei das ––a entfällt!

© Asmêno Bêwayir

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Übung 3 Bilden Sie bitte aus den vorgegebenen Wörtern Substantiv-Verbindungen mit der richtigen Ezafe und dem Possesivpronomen! Bsp.: pi –– ez : piyê m sono kar bra –– t

_________ _______ Hamburg de niseno ro.

çêna –– sma

_________ _______ sona mekteb.

laci –– o

_________ _______ pêro mhendsê.

ktab –– ez

_________ _______ çê dero.

4 iskemey –– ma

_________ _______ estê.

wae –– a

_________ _______ büro de gurina.

mae –– i

_________ _______ malma.

pi –– t

_________ _______ thalo, nêgurino.

qeleme –– ez

_________ _______ çina.

xal –– o –– o

_________ _______ piyê _____ rê têlefon keno.

xalki –– a

Çand _________ _______ estê?

ap –– ez

_________ _______ 44 serri dero.

Setzen Sie bitte die Possesivpronomen und die Kopula ein! Bsp.: defter –– ez : no defter defterê mno defter –– sma

No defter defter__ _______.

Hesen –– bra –– ez

Hesen bra__ ______.

Heyder –– xal –– t

Heyder xal__ ______.

mormeki –– ap –– o

Ni mormeki ap__ _______.

Gule - xalke –– ez –– Viale –– ez

Gule xalk__ ____ niya, Viale xalk___ mn___.

domani –– sma

Ni domani doman__ sma ___?

sate –– ma

Na sate sat__ ma____.

ez –– lac- t

Ez lac___ tüy______.

ma –– domani –– sma

Ma doman__ sma_____.

t –– br a –– i

T bra__ _______.

a –– wae –– a

A wa__ da____.

a –– mae –– o

A cênke ma__ dey__.

o –– pi –– ma

O mormek pi___ ma___.

sma –– laci –– i

Sma lac___ dinan___.

Grammatik 6a: Besitztumpronomen „„yê““ Im Zazaki lässt der Ausdruck „„das meine, deine usw.““ durch das Besitztumpronomen „„yê““ ausdrücken, für beide Geschlechter, auch im Plural, gilt. No ktabê tüyo? Ni ktabi yê tüyê? oder: No ktab yê tüyo? Plural: Na qelema dawa? oder: Na qeleme yê dawa? Ni qelemi yê daê? Plural: Ni domanê mnê No yê mno –– das ist meins. oder: Ni domani yê mnê. generell:

© Asmêno Bêwayir

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Lektion 6 - Ratê jübini biyaene - Begegnung Vokabeln: ratê jübini benê çari m weeeey Ero! braê mno hal-kêf nao new serrio çêna xo xo ita t itara çand serrio... key zeweciya qe xebere f xebera ma çina

sie begegnen sich Stadtmitte hey! Mensch! [Ausrufwort gegenüber dem jüngeren] er ist mein Bruder Zustand, Befinden nun seit neun Jahren [eigene] Tochter selbst, eigen hier du bist hier wieviel Jahres sind es, dass... Wann er hat geheiratet nie, überhaupt nicht Nachricht, Ahnung wir wissen nichts davon

nae ra new serri ravêr xanme xanma xo çêna amka lac lacê m torn torne tornê piyê m musade m m rê musade zaf slam m emso c rê mheqeq mheqeq vanane

vor neun Jahren Ehefrau, Dame seine (‚‚eigene’’) Frau sie ist die Tochter der Tante Sohn mein Sohn Enkel Enkelin der Enkel meines Vaters Erlaubnis bitte um Erlaubnis viel Gruß heute Abend ihm, ihr [für beide Genera!] auf jeden Fall, bestimmt sag ich auf jeden Fall

Mstefa u Weli çari de ratê jübini benê…… Mstefa: Weey! Ero, t Heyder niya? Weli: Nê, ez Weliyane, Heyder braê mno. Mstefa: Çturia, hal-kêf ? Weli: Rndane, Heq raji bo. T çturia? Mstefa: T wes be, rndane. Ma, Heyder se keno? Weli: Heyder nao new serrio Opel de gurino. Jü çêna xo esta, ses serriya, sona mekteb. T çand serrio itara? Mstefa: Ez hirê serrio itarane. Heyder key zeweciya? Qe xebera ma çina…… Weli: Nae ra new serri ravêr zeweciya. Xanma xo ki çêna amka. Mstefa: Ma, no ki lacê tüyo? Weli: Lacê m niyo, tornê piyê mno…… Namê xo Serdaro. Phonc serri dero. Mstefa: He he he! Bra, m rê musade, ez sonane kar. Zaf slamê m esto Heyderi rê. Ez emso c rê têlefon kenane. Weli: Musade yê tüyo! Ez slamê to mheqeq vanane. Xatr be to! Mstefa: Or bo!

Übung 4 Peri –– Beantworten Sie bitte die Fragen: -

Weli u Mstefa koti ratê jübini benê? Heyder ç kar keno? Çand domanê Heyderi estê? Xanma Heyderi kama? Lacê Weli çand serri dero? Braê Weli key zeweciya? Mstefa çand serrio itaro?

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Grammatik 7: Die Demonstrativpronomina Demonstrativpronomen, d.h. zeigende Fürwörter, dienen zum zeigen der Bezugsperson bzw. ––objekt. Je nach dem, ob sich das zu zeigende Objekt oder die Person in der Nähe oder etwas ferner befindet, werden die Demonstrativpronomen (in zwei Gruppen aufgeteilt) verwendet. Die Pronomen unterscheiden weiterhin maskuline (männliche), feminine (weibliche) und pluralische (mehrzahl) Formen.

Die Demonstrativpronomina im 1. und 2. Fall . Fall: fern: o a i

2. Fall: der, jener die, jene die, jene

nah: no dieser na diese ni diese (plural)

2. Fall mit Substantiv folgend:

dey/ey jenen i ... dae/ae jene(r) a ... dinu/inu jene i ...

yê i mormeki jenen, jenes jener, der jenen yê a cênke yê i domanu jener

ney nae ninu

diesen, dieses dieser dieser

diesen ni ... diese na ... diese ni ...

des jenen Mannes der jenen Frau jener Kinder

yê ni mormeki dieses Mannes dieser Frau yê na cênke 1 yê ni domanu dieser Kinder

Hinweise: Wird auf eine Person, Sache oder Sachlage besonders hingedeutet (z.B. mit dem Finger), wird den Demonstrativpronomina mit Substantiv folgend auch ein a- angehängt: ano mormek ana sandalya ani domani In einigen Gebieten wird das feminine Demonstrativpronomen na auch generell für alle Objekte (maskulin, plural) verwendet: na mordemek na sandalya na domani

Beispiele zu den Demonstrativpronomen: fern:

nah:

O ktabê mno. ‘‘Das ist mein Buch.’’  ktabê mnê. ‘‘Die (jene) sind meine Bücher.’’ O mormek kamo? ‘‘Wer ist der Mann?’’ A cênke kama? ‘‘Wer ist die (jene) Frau?’’ T inu nas kena? ‘‘Kennst du sie (jene Leute)?’’ T i domanu nas kena? ‘‘Kennst du die Kinder?’’ Gulizare maa (d)eya. ‘‘Gulizare ist seine Mutter.’’ Viale waa (d)awa. ‘‘Viale ist ihre Schwester.’’ Heyder braê (d)inano. ‘‘Heyder ist deren Bruder.’’

No ktab yê mno. ‘‘Dieses Buch ist meins.’’ Ni ktabi yê mnê. ‘‘Diese Bücher sind meine.’’ Namê ni mormeki çko? ‘‘Wie heisst dieser Mann?’’ Namê na cênke çko? ‘‘Wie heisst diese Frau?’’ T ninu nas kena? ‘‘Kennst du diese Leute?’’ T ni domanu nas kena? ‘‘Kennst du diese Kinder?’’ Hesen piyê neyo. ‘‘Hesen ist dessen Vater.’’ Waa Viale nawa. ‘‘Diese ist Viales Schwester.’’ Mstefa braê ninu niyo. ‘‘Mstefa ist nicht der Bruder dieser.’’

1

näheres über die Pluralform (Mehrzahl) im 2. Fall im der 9. Lektion

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Lektion 7 - Sate çanda? –– Wie spät ist es? Um die Uhrzeit im Zazaki auf die Frage ““Sate çanda?”” zu nennen, erhält die Zahl, die die Uhrzeit ausdrückt, die weibliche Kopula ––a (bezogen auf das femimine Nomen ““sate””). Generell wird die Uhrzeit im 12-Stunden-Format jeweils mit dem Tagesabschnitt (Morgen, Mittag, Abend, Nacht) angegeben, nicht wie im Deutschen mit ““13, 14 ... 24 Uhr””. Uhrzeit mit Stundenbezug:

  

sate jüya ‘‘es ist ein/dreizehn Uhr’’ sate dya ‘‘es ist zwei/vierzehn Uhr’’ sate hirêa ‘‘es ist drei/fünfzehn Uhr’’

  

sate phonca ‘‘es ist fünf/siebzehn Uhr’’ sate des u jüya ‘‘es ist elf/dreiundzwanzig Uhr’’ sate des u dya ‘‘es ist zwölf/vierundzwanzig Uhr’’

Sate çandine de? –– Um wieviel Uhr? Bei der bestimmten Uhrzeit oder der Uhrzeit mit Minutenbezug wird im Zazaki die Stunde mit der Ordinalzahl (Ordnungszahl) ausgedrückt. Wörtlich übersetzt hiesse es ‘‘zur ersten, zweiten, dritten usw. Stunde’’. Ordinalzahlen: Ordinalzahlen erhalten bei der Bildung die Endung ––ine. Çar + ine  çarine: 4. (vorletze Silbe betont) 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11.

jüine / verên [bei der Uhrzeit nur ““jüine””] ddine (dyine) hirêine çarine phoncine seine hawtine hetine newine deine des u jüine

20. vitine 24. vist u çarine 30. hirine 40. çewreine 50. phoncaine 60. setine 70. hawtaine [-e (hawtae, hetae, newae) entfällt!] 80. hetaine 90. newaine 100. seyine 1000. hazarine

Uhrzeit mit Minutenbezug: nêm –– halb: 10:30 sate des u nêma –– ‘‘Es ist halb elf’’ (Achtung: Es wird auf die vergangenen Stunde Bezug genommen!) ... nach ... Uhr: Sate ...-ine ra ... vêrenê 5:10 Sate phoncine ra des vêrenê –– ‘‘Es ist zehn nach fünf’’ 8:24 Sate hetine ra vist u çar vêrenê –– ‘‘Es ist vierundzwanzig nach acht’’ 2:17 Sate ddine ra des u hawt vêrenê –– ‘‘Es ist siebzehn nach zwei’’ 4:15 Sate çarine ra çeyreg vêrenê –– ‘‘Es ist viertel nach vier’’ ... vor ... Uhr: Sate ...-ine rê ... estê 5:50 Sate seine rê des estê –– ‘‘Es ist zehn vor sechs’’ 8:48 Sate newine rê des u d estê –– ‘‘Es ist zwölf vor neun’’ 2:53 Sate hirêine rê hawt estê –– ‘‘Es ist sieben vor drei’’ 1:45 Sate ddine rê çeyreg estê –– ‘‘Es ist viertel vor zwei’’ gegen ... Uhr: Sate yena ...-ine Sate yena çarine –– ‘‘Es ist gegen vier Uhr’’ Sate yena hetine –– ‘‘Es ist gegen acht Uhr’’

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Vokabeln: verên sate f nêm çeyreg sodr (lêl ra) mete (sodr, sora) tiyare m tiyare kuno ra hewa tiyare urzeno ra pesewe f peroc verasan, varasan deqa f

erste(r) [gilt nicht für die Uhrzeit] 1. Uhr 2. Stunde 3. Moment halb viertel Morgen, früh Morgen, der folgende Tag Flugzeug das Flugzeug startet Das Flugzeug startet (““steht auf””) Mitternacht Mittag Nachmittag Minute

saniya f unceno uca ita ra be uca (trene) bena rat t urzena ra ara f ara xo kerdene perociye f t wena verasaniye f sami f t kuna ra

Sekunde es dauert (““es zieht””) dort von hier bis dort (Zug) fährt los du stehst auf das Frühstück frühstücken das Mitagsessen du isst Nachmitagsessen Abendessen du gehst ins Bett

sodr sate deine de: trene sodr sate deine de bena rat. sonde sate hawtine de: otoboz sonde hawtine de yeno. peroc sate des u ddine de: ez peroc sate ddine de sonane kar pesewe sate jüine de: sma pesewe sate jüine de sonê çê • • • •

T sate çandine de yena? - Mete sate het u nêm de yenane. Tiyare pesewe hirê u çewres u çar de urzeno ra. Tiyare pesewe hirê u çewres u çar de kuno ra hewa.

sate: ta ra be uca çand sate unceno? deqa: ta ra be uca çand deqa unceno? saniya: ta ra be uca çand saniya unceno?

Nicht umgangssprachlich wären die folgenden Uhrzeitangaben: 1:35 Sate jü u hirs u phonc de 8:30 Sate het u nêm de 13:22 Sate des u jü vist u d de 21:01 Sate vist u jü u jü de

Übung 5 Beantworten Sie bitte die folgenden Fragen: -

T sate çandine de urzena ra? T sate çandine de ara xo kena? T sate çandine de sona kar / sona mekteb? T sate çandine de perociya xo wena? T sonde sate çandine de yena çê? T sate çandine samia xo wena? T sate çandine de kuna ra?

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Phonetik (Lautlehre): Das Auftreten der Laute „„”” und „„j““ in den Ost-Dersim-Mundarten Die Laute  und j treten in den Dersim-Mundarten nur bedingt auf. Das gilt auch für die verschiedenen Aussprachevarianten der Laute c und ç (s. Alphabet). Die Laute  und j sind in den Dersim-Munarten Allophone, d.h. sie treten nur unter Einfluss bestimmter Laute auf. Die Laute, die in den anderen Mundarten auf eigentliche  oder j zurückgehen, werden in den Dersim Mundarten als s oder z ausgesprochen. Daher auch die unterschiedliche Aussprache der Laute c [dz und dZ] und ç [ts und tS] . In den Ost-Dersim-Mundarten (wie Pülümür, Erzincan, Mamekiye, Nazmiye, Tekman, Xns, Sivas) des Zazaki wandeln sich die Laute s und z in erster Linie zu einem  oder j (Palatalisierung), wenn nach diesen ein i, ü oder ê folgt. Ebenso werden die Konsonanten c und ç im selben Lauteverhältnis wie oben beschrieben, ausgesprochen: s+i

s + ê   (nicht im Auslaut)

s+ü

des ‘‘zehn’’  deine ‘‘zehnte’’

êr ‚‚der Löwe’’

parüye (f) ‚‚die Rippe’’

ia ‘‘schwarz’’

êne (m) ‚‚die Brust’’

üye (f) ‚‚Bergkamm; Scheitel’’

hirs ‚‚dreissig’’  hirine ‚‚dreissigste’’

Uên ‚‚Hüseyin’’ (Männername)

üane (m) ‘‘der Hirte’’

z+ij

z + ê  j (nicht im Auslaut!)

z+üj

1 otoboz  2 otoboji

jêde ‚‚viel’’

jükek ‚‚einzeln’’

jil ‚‚der Spross’’

jên ‚‚der Sattel’’

jüa ‚‚trocken’’

c [dz] + i  c [dj]

c [dz] + ê  c [dj] (nicht im Auslaut!)

c [dz] + ü  c [dj]

ciran/e ‚‚Nachbar/in’’

cêr ‚‚unten’’

cüin ‚‚Dreschplatz’’

ciamord ‚‚Mann’’

cênke ‚‚Frau’’

cüanke (f) ‚‚angesehne Dame’’

ç [ts] + i  ç [t]

ç [tsh] + ê  ç [t] (nicht im Auslaut!)

ç [ts] + ü  ç [t]

çi ‚‚Sache, Ding’’

çêber ‚‚Tür’’

çü (m) ‚‚Stock’’

çite (f) ‚‚Kopftuch’’

çêneke ‚‚das Mädchen’’

çüal (m) ‘‘Sack’’

Unbehauchtes (inaspiriertes) ç (s. Alphabet) : çh [ts] + i  çh [t] çh [ts] + ê  çh [t] (nicht im Auslaut!) çhik ‘‘Funken’’

çhêr ‘‘tapfer’’

Hinweis: mit ‚‚nicht im Auslaut’’ ist z.B. gemeint: 2 masê ma estê. Rocê ‚‚eines Tages’’, Hirsê asme ‚‚der 30. des Monats’’ Ausnahme: çê [sprich: tê] Folgen Laute wie ––t oder nach den d- oder ––t Lauten ein ––i, wandeln sich diese in vielen Mundarten auch zu  oder j: ronite ‘‘sitzend’’, nejdi ‘‘nah’’, watiye ‘‘die Verlobte/Freundin’’, het ‘‘acht (8)’’  dest  2 deti ‘‘1 Hand  2 Hände’’

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Lektion 8 - Das Präsens (Gegenwart) Das Verb im Zazaki hat einen Präsens- (Gegenwart) und einen Präteritalsstamm (Vergangenheit), manche auch zusätzlich einen Konjunktivstamm. Im Gegensatz zum Deutschen wird der Infinitiv nicht vom Präsensstamm, sondern vom Präteritalstamm (Vergangeheitsstamm) abgeleitet. Bisher wurde anstatt des Infinitivs nur die konjugierte Form der Verben angegeben. In der untenstehenden Liste sind die bisherigen Verben im Infinitiv und der Präsensstamm angegeben. Das Präsens wird durch den Präsensstamm des Verbs, das Präsenssuffix (in der Regel mit) ––en- gebildet und erhält bei der Konjugierung die Personalendung (z.B. ez ––ane). Das Verb steht am Satzende: e z w - en - a n e Präsensstamm-Suffix Personalendung

Es gibt auch trennbare Verben wie ronitene, vergleichbar mit dem deutschen hinsetzen, wobei das Präverb ro- eine ähnliche Bedeutung wie das dt. Präverb hin- : t nisena ro ‘‘du setzt dich hin.’’ Infinitiv biyene çinê biyaene esti biyaene biyaene zantene, zanaene kerdene amaene rautene untene ronitene iyene guriyaene zeweciyaene daene salx daene nas kerdene diyaene

Präsensstamm + Präs.suffix - (Kopula) sein çinnicht vorhanden sein estvorhanden sein, geben b-enwerden zan-enwissen k-entun, machen y-enkommen urz-en- ra aufstehen unc-enziehen, dauern nis-en- ro hinsetzen, wohnen s-ongehen gur-inarbeiten zewec-inheiraten d-angeben salx d-anbeibringen, ratgeben nas k-enkennen vên-ensehen

Konjugationsbeispiel: wendene (wan-en-) - lesen, studieren (Betonug auf ––en-): ez wan-en-ane (umgangsspr.: ez wanon) t wan-en-a o wan-en-o a wan-en-a

ma wan-en-ime sma wan-en-ê i wan-en-ê

ich lese du liest er liest sie liest

wir lesen ihr lest sie lesen

Verneinung: Die Verneinung des Präsens wird durch das Anfügen des Präfixes nê- gebildet, wobei die Betonung auf nê- liegt: ez nê-wan-en-ane (ez nêwanon) t nê-wan-en-a o nê-wan-en-o a nê-wan-en-a

ich lese nicht du liest er liest nicht sie liest nicht usw.

Konjugation und Verneinung des Verbs amaene ““kommen””: Eine Abweichung von der gewohnten Konjugation zeigt das Verb amaene „„kommen““, dessen Präsensstamm aus einem ybesteht, wobei bei der Verneinung (Negation) das y- kontrahiert wird: ez yenane (yon) ich komme t yena du kommst

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ez ninane (ez nin, nün) t nina

ich komme nicht du kommst nicht

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Übung 6 Konjugieren Sie die in der Tabelle oben angebenen Verben für jeweils eine Person im Präsens. Z.Bsp.: rautene - ez urzenane ra, t wanena, o esto... Substantivierung des Infinitivs Der Infinitiv kann auch als Substantiv verwendet werden. Verbalsubstantive sind feminin. zantene

das Wissen Zantena m ra: Meines Wissens, meinem Wissen zufolge

vatene

das Sagen; das Denken, die Aussage Vatena to esta?: Möchtest du etwas sagen? Vatena dey ra Almanya de kar zafo: Nach seiner Aussage gibt es in Deutschland reichlich Beschäftigung.

qeseykerdene das Reden, Sprechen Qeseykerdena sma rnda: Ihr sprecht gut; Sie sprechen gut. („„Euer/Ihr Sprechen ist gut““)

Ap Memed u xalk Saseneme –– Onkel Memed und Tante Saseneme Vokabeln: fotoraf kokum endi nka mendene (manen-) Plemoriye f ... teni i hirê domani amnan amnani hefte m heftey ya... ya ki... Trki m qesey kerdene (qesey ken-) …… de qesey kerdene …… rê qesey kerdene zon zonê xo

Foto alt nicht mehr jetzt bleiben, leben Pülümür Stücke (plural) die drei Kinder Sommer im Sommer Woche Wochen entweder ... oder.... Türkisch sprechen mir jem. sprechen jmndn. etw. erzählen Sprache eigene Sprache

Almanki m Deutsch tenê etwas (unzählbar) Saseneme (ahseneme) ein Frauenname karê çêi Hausarbeit televizyon Fernseher êr kerdene (êr ken-) schauen, gucken zaf viel, oft, sehr qewa f 1. Kaffee 2. Caféhaus uca dort kade kay kerdene (k. kay ken-) Karten spielen sosyolociye f Soziologie musaene (musen-) lernen ke 1. als, wenn 2. dass a ke yena wenn sie (nach...) kommt khalk Opa pirke f Oma inu ra von ihnen ma u pi Mutter und Vater, Eltern

No mormeko fotoraf de ap Memedo. Ap Memed kokumo, 71 serri dero, endi nêgurino. O nka Almanya de nêmaneno, Plemoriye de maneno. Yê dey hirê lacê, d teni ki çêneyê. D domani Plemoriye de nisenê ro, hirê teni ki Almanya derê. Jü lacê Ap Memedi Frankfurt de insat de gurino, jü çêna xo Universtê Berlini de wanena. Jü çêna xo ki Plemoriye de malma.  hirê domani amnani Almanya ra yenê Plemoriye, çar-phonc heftey manenê, sonê. Ses tornê Ap Memedi estê, pêro sonê mekteb. Tornê dey Zazaki rnd nêzanenê, Trki qesey kenê. Plemoriye de pêro Zazaki qesey kenê. Ap Memed zonê xo zaf rnd zaneno, Trki ki zaneno, Almanki tenê zaneno. Namê xanma xo Sasenema. Saseneme 65 serri dera, khebaniya, Trki rnd qesey nêkena. A ya karê çêi kena, ya ki çê de nisena ro, televizyon êr kena. Ap Memed zaf televizyon êr nêkeno, sono qewa, uca niseno ro, kade kay keno, sonde yeno çê. Torna Ap Memedi Berlin de sosyolociye wanena, jü büro de gurina, jü ki zonê xo ra ktab wanena, Zazaki rnd musena. Namê xo Gulizara. A ke yena Plemoriye, khalkê xo de, pirka xo de Zazaki qesey kena, inu ra zonê xo musena, sona Almanya, uca ma u piyê xo de qesey kena.

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Lektion 9 - Der 2. Fall bei Substantiven Wie bereits erwähnt, besitzt das Zazaki einen Subjekt und einen 2. Fall (Casus Obliquus). 2. Fall bedeutet, dass das Nomen dekliniert (gebeugt) wird, Endungen erhält. Dementsprechend gibt es bei Substantiven bei Maskulina und im Plural Kasusendungen. Männliche Substantive haben beim Singular die Kasusendung ––i (für Wörter, die mit Vokalen enden: -y), weibliche haben keine Kasusendung. Im 2. Fall liegt beim Singular die Betonung auf der vorletzten Silbe. Für beide Genera (Geschlechter) im Plural gilt die betonte Endung ––u (-an-) : -

maskulin (männlich) feminin (weiblich) Plural (mehrzahl) Plural mit Kopula oder Ezafe:

Bsp.: Hesen  Maa Heseni Bsp.: Gule  Piyê Gule Bsp.: domani  Maa domanu Bsp.: Gule maa ni domanana

-i - (unverändert) -u -an-

Hinweis: - feminine Substantive, die mit ––e und ––a und maskuline Substantive, die mit einem ––e enden, fallen im 2. Fall bei der Pluralendung weg - maskulinen Substantiven, die mit ––a enden, weiblichen Substantiven, die mit ––i enden wird die Pluralendung ––u (-an-) angehängt. Feminina: çêneki  çêneku xalki  xalku kadi  kadu

xonçey  xonçu mangey  mangu kardi  kardiu

Maskulina: namey  namu universtey  universtu heftey  heftu

bray  brau gay  gau vay  vau

Anwendungsbereich des 2. Falls:

a) Prä-, Zentri- oder Postposition b) Genitivattribut (Genitiv-Verbindung mit Substantiv) c) bestimmtes direktes Objekt 2 d) Direktiv (Ziel des Verbs)

a)

2

in Verbindung mit Prä- oder Postpositionen bei belebten Objekten oder bestimmten unbelebten Objekten: Prä- und Post- und Zentripositionen sind Verhältniswörter (Relationalia), die dem Substantiv vor- (Präposition), nach(Postposition) oder zwischengestellt (Zentriposition) werden. Im Zazaki gibt es mehr Postpositionen als Präpositionen. Einige sind bereits schon bekannt3. Prä- und Postpositionen haben im Zazaki in etwa folgende Funktionen, die dem deutschen Dativ-Fall nahestehen: Präpostionen ebe, be ebe, be4 hata, hata ke pê bê vera, verba, verbe

Deutsch mit dem/der/zu bis mit, mittels (instrumental) ohne gegen, entgegen

Postpostionen de5, derra rê ro ver

Deutsch in von zu, ihm/ihr hin, gen, entlang wegen

Beispiel Ez ebe otoboz sonane kar. O be to se keno? A hata ke yena, sate bena hawtine. T pê çnay sona kar? A bê m yena çê sma. Ma verba mekteb sonime. Beispiel  nka dewe derê ya ki dewe de niyê? T nka koti ra yena? Pirke m rê sanke qesey kena. Sma koti ro sonê? A m ver ita ra sona.

Das direkte Objekt ist im Deutschen der Akkusativ-Fall

3 Viele Wörter wie z.B. zê, serba werden als Präposition aufgefasst, obwohl es eigentlich Genitiv-Verbindungen sind. Nähers dazu in den späteren Kapiteln. 4 5

Diese Präposition wird selten und mit bestimmten Verben, manchmal als verstärkende Richtugnsweisung verwendet. In manchen Fällen, wie z.Bsp.: „„m de qesey kena““, „„m de yena”” hätte es die Bedeutung „„mit““

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Präpositionen wie era, ero oder Postpositionen wie pro, pra, tro, tra, vero, vera, die ausschliesslich mit Verben verwendet werden, sowie andere Relationalia (Verhältniswörter) kommen in den späteren Kapitel zur Erwähnung, da diese wie im Deutschen zahlreich vertreten und kompliziert sind.

Zentripostion ebe, be ... ra

Deutsch mit (zusammen), und

Beispiel Ez be to ra sonime mekteb.

Im Falle, wenn das Bezugsobjekt zur Prä-, Post- oder Zentriposition belebt oder ein bestimmtes Objekt, in jedem Falle aber wenn das Objekt im Plural steht, erhält das Substantiv die jeweilige Casusendung6: von Onkel Memed sie kommt vom Arzt sie kommt von der rztin sie kommt von den rzten (-innen)

Ap Memedi ra doxtori ra yena doxtore ra yena doxtoru ra yena b)

in jenem Buch (bestimmtes Buch) sie arbeiten für den Agha sie geht mit der rztin sie arbeiten für die Aghas

als Genitivattribut Wie aus Grammatik 6 bekannt, werden zwei Nomen, die im Besitzverhältnis stehen, mittels der Ezafe miteienander verbunden. Das zu bestimmende, vorgestellte Nomen erhält je nach Geschlecht die Genitiv-Ezafe ––ê / -a. Das Attribut, in diesem Fall das Possesivpronomen oder das Substantiv, unanhängig davon ob das Objekt belebt (animat) oder unbelebt (inanimat) ist, steht immer im 2. Fall:

p i r ı k - a Hes en bestimmtes Nomen Genitivezafe

i

bestimmendes N o m e n Casusendung (2. Fall)

die Enkelin des Onkels der Enkel der Tante die Enkel der Onkel die Enkel der Tanten

torna api tornê amke tornê apu tornê amku c)

i ktabi de7 aay rê gurinê doxtore de sona aau rê gurinê

çêna xali çêna xalke çênê xalu çênê xalku

die Tochter des Onkels die Tochter der Tante die Töchter der Onkel die Töchter der Tanten

als direktes Objekt bei belebten Objekten oder bestimmten unbelebten Objekten: Ein einfacher Satz mit einem transitiven Verb besteht aus einem Subjekt, Objekt und einem Prädikat. Transitive Verben sind Zeitwörter, die ein direktes Objekt haben und ins Passiv übertragen werden können. Das bedeutet, das Subjekt, der Träger der Handlung, fügt mittels dem Prädikat (Verb) dem Objekt etwas zu. Steht der Subjekt im 1. Fall, so stehen belebte maskuline Objekte mit Namen, sowie unbelebte aber bestimmte maskuline Objekte im Präsens im 2. Fall, erhalten also die Casusendung ––i (vgl. Akkusativ im Deutschen). Unbestimmte maskuline belebte (ohne Namen) und unbelebte Objekte erhalten keine Casusendung. Ist das Objekt im Plural, erhält es in jedem Fall ––bestimmt oder unbestimmt, belebt oder unbelebt- die Plularendung ––u / -an-. In jedem Fall steht das Objekt im 2. Fall, wenn Personalpronomen verwendet werden, da es sich um bestimmte Objekte handelt: O inu nas keno –– „„Er kennt sie““ (Mehrzahl) im Subjekt

im Objekt

ez t o a Subjekt

ma sma i

m to ey ae

Heyder Heseni Objekt

im Subjekt

-i

nas keno

Casusendg.

Prädikat

im Objekt ma sma inu

‘‘Heyder

kennt den Hesen’’

- Belebt, bestimmtes Objekt, singular (einzahl): ich kenne den Heyder ez Heyderi nas kenane ich kenne unseren Heyder ez Heyderê ma nas kenane ich kenne jenen Heyder ez i Heyderi nas kenane Du kennst die Viale t Viale nas kena Du kennst jene Viale t a Viale nas kena sie sieht jenen Bären a i hei vênena

(vgl. ez ey8 nas kenane) (von dem die Rede ist; hindeutend) (vgl. t ae nas kena) (von dem die Rede ist; hindeutend) (vgl. a ey vênena)

- Belebt, unbestimmtes Objekt, singular: Bei einem unbelebten oder unbestimmten Objekt würde es keine Casusendung erhalten, wie z.B.: Erzngan  Erzngan ra Bei einem unbestimmten Buch würde es hier heissen: ktab de 8 Beim direkten Objekt werden die 3. Personalpronomen nur in der Form ey, ae, inu verwendet, also nicht mit d-: dey, dae, dinu! 6 7

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sie sieht einen Bären a jü hes vênena Ihr seht einen Mann sma jü mormek vênenê sie lesen (irgendein) Buch i ktab wanenê - Unbelebt, unbestimmtes Objekt, singular: wir sehen ein Haus ma jü bon vênenime ich weiss, sprachlich zurecht zu kommen (‘‘ich kann die Sprache’’) ez zon zanane - Unbelebt, bestimmtes Objekt, singular: wir sehen das (bestimmte) Haus ma i boni vênenime ich kann (‘‘weiss’’) diese Sprache ez ni zoni zanane - Belebt, bestimmte Objekte, plural (mehrzahl): er sieht Kinder (vgl. o inu vêneno) o domanu vêneno er sieht unsere Kinder o domananê ma vêneno er kennt diese Kinder (vgl. o ninu nas keno) o ni domanu nas keno - Unbelebt, unbestimmte Objekte, plural: wir sehen Häuser ma bonu vênenime ich kann viele Sprachen ez xeylê zonu zanane ich kann manche Sprachen Europas ez taê zonanê Ewropa zanane sie liest Bücher (vgl. a inu wanena) a ktabu wanena - Unbelebt, bestimmte Objekte, plural: wir sehen die Häuser (hindeutend) ma i bonu vênenime ich kann diese Sprachen ez ni zonu zanane sie liest diese Bücher a ni ktabu wanena sie liest Heyders Bücher a ktabanê Heyderi wanena d) als Direktiv (Ziel des Verbs nach dem Objekt) bei belebten Objekten oder bestimmten unbelebten Objekten: Wenn bei bestimmten Verben, wie z.B. iyene, amaene, cdaene (dan- c) das Objekt dem Prädikat ohne ein Verhältniswort nachgestellt wird, so ist es ein Zielobjekt, ein indirektes Objekt. Piyê mı kıtab Subjekt

Objekt

-u

dano mı

Casusendg. Prädikat indirektes Obj.

‘‘Mein

Vater gibt mir Bücher’’

Die Fallstellung ist wie bei c): ez sonane doxtori t defter dana ni mormeki o sono doxtore sma sonê mektebu

ich gehe zum Arzt Du gibt diesem Mann das (unbestimmte) Heft er geht zur rztin Ihr geht auf die Schulen (ihr besucht mehrere Schulen)

Hinweis: Bei Verneinung wird in der Regel das Verb dem indirekten Objekt nachgestellt (in manchen Dialekten auch nicht) : ez doxtori nêsonane; t defter ni mormeki nêdana; o doxtori nêsono; sma mektebu nêsonê.

Übung 6 Übersetzen Sie bitte die folgenden Sätze ins Zazaki! Ich komme von Onkel Memed. Er geht morgen zum Arzt. Onkel Memeds Tochter Viale geht zur rztin der Universität. Die Kinder der Nachbarn kennen Onkel Memed gut, aber seine Tochter kennen sie nicht gut. Onkel Memed kennt die Kinder auch gut, weiß aber ihre Namen nicht gut. Er gibt ihnen Bücher. Die Kinder der Nachbarn lesen die Bücher. Seine Tochter Viale geht zur Universität. Sie liest zu Hause Bücher. Onkel Memeds Sohn Uên wohnt in Hamburg. Er arbeitet auf der Baustelle. Er hat zwei Kinder. Sie sind Onkel Memeds Enkel. Sie besuchen die Schule. Uêns Sohn Hesen ist 10 Jahre alt. Fidane ist Hesens Schwester. Sie ist sieben Jahre alt.

© Asmêno Bêwayir

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Rechtschreibung: Wann werden die Bindekonsonanten ““y”” und ““w”” eingesetzt? Die Buchstaben ““y”” und ““w”” dienen im Zazaki auch zwischen zwei Vokalen als Bindekonsonanten. Bindekonsontant Y Die einfache Regel lautet: Ist das ––i, oder ––ü betont, erhält es vor dem folgenden Vokal ein ––y. Werden diese beiden Vokale nicht betont, so erhalten sie vor dem folgenden Vokal kein ––y. betontes i + Vokal:

betontes ü + Vokal:

pi + ê m  piyê m itiri + o  no itiriyo ‘‘die Träne’’ khebani + e  khebaniye ni + a / ê / o  niya, niyê... ‘‘ist/sind nicht’’ unbetontes i + Vokal:

çü + o  no jü çüyo ‘‘es it ein Stock’’ parü + e  parüye (f) ‘‘die Rippe’’ tü + e  tüye (f) ‘‘die Maulbeere’’ jü + a / e / o  a jüye ‘‘die eine’’ Diphtong ––üa-

kardi + a / ê  kardia to no bonê Hesenio ‘‘das ist Hasans Haus’’ na kardia Hesenia ‘‘das ist Hasans Messer’’ nia ‘‘so, auf diese weise’’ a nia niya ‘‘sie ist nicht so’’

jüa ‘‘trocken’’ üane (m) ‘‘der Schäfer, Hirte’’ çüal ‘‘der Sack’’

Bindekonsontant W Endet ein feminines Nomen, ein Pronomen oder Adjektiv mit einem ––a, erhält es bei der Kopula vor dem folgenden ––a ein ––w : sandalya Na sandalyawa ‘‘Es ist dieser Stuhl’’ ma  A jüye çêna mawa ‘‘Die eine ist unsere Tochter’’

ia  Masa iawa. ‘‘Der Tisch ist schwarz’’ ma T piyê mawa ‘‘Du bist unser Vater’’

Lektion 10 - Gulizare lewê pirk u khalkê xo de –– Gulizare bei ihren Großeltern Vokabeln: sanke f –– Märchen lewe m –– Anwesenheit b. jmnd., neben lewê ... de –– bei, zu jemandem, neben sona lewê pirka xo –– sie geht zu ihrer Oma hin vatene (van-) –– sagen, erzählen, meinen sanku vatene (sanku van-) –– Märchen erzählen ya ki - oder hêkate f - Geschichte hêkate qesey kerdene –– Geschichte erzählen pil –– gross, älter hona –– noch ... ra has kerdene (has ken-) –– jmdn./etw. lieben kes –– jemand (bei Verneinung: niemand) c rê –– ihm / ihr (für beide Geschlechter) waxt –– Zeit waxtê kei çino –– niemand hat Zeit coka –– deswegen, deshalb, daher watene (wazen-) –– wollen xeylê –– viel(e) (zählbar) lawke f –– Lied lawke vatene (lawke van-) –– Lied singen

çê m –– hier: Familie 2. Haus zê ... –– wie jmd./etw. zê Ap Memedi –– wie Onkel Memed her –– jede(r), jedes her rae –– jedes Mal lawka „„Cani Cani““ –– das Lied Cani Cani (ein Liebeslied) sair –– 1. Sänger 2. Dichter hama –– aber wes biyene –– leben, am Leben sein wes niyo –– er lebt nicht mehr Dêsm –– Dersim (Das Gebiet um Tunceli) mlet –– das Volk, die Leute jü ki –– und dann, und noch zaf wes –– sehr schön mesela f –– Kurzgeschichte, witzige Erzählung huyiyaene (huyin-) - lachen ebe meselanê dey huyina –– Sie lacht über seine Witze rocê –– eines Tages vetene (vecen-) - herausbringen

Pirka Gulizare sanku rnd zanena. Gulizare sona lewê pirka xo, nisena ro, pirka xo ki ae rê jü sanke vana ya ki jü hêkate qesey kena. Gulizare endi domane niya, nka pila, wanena, sona universte, hama sanku ra hona ki zaf has kena. Almanya © Asmêno Bêwayir

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de kes c rê sanku qesey nêkena, pêro sonê kar, waxtê kei çino. A coka pirka xo ra sanke wazena. Khalkê dae Ap Memed ki xeylê lawku zaneno. Gulizare lawku ra ki zaf has kena. Çê Gulizare de kes zê Ap Memedi lawku nêvano. Gulizare her rae khalkê xo ra lawka ““Cani Cani”” wazena. Na lawke, lawka Ap Memedi niya, yê Sa Heyderia. Sa Heyder jü sairo, hama endi wes niyo; Dêsm de mlet ey zaneno. Jü ki Ap Alibeg esto, braê Ap Memedio. Çê Ap Alibegi lewê çê Ap Memedi dero. O ki zaf wes meselu qesey keno. Gulizare ebe meselanê Ap Alibegi zaf huyina. Vana, ““Ap Alibeg, ez sankanê pirka xo ra, jü ki meselanê to ra rocê jü ktab vecenane!”” Grammatik 8: Der 2. Fall (Obliquus) mit Ezafe oder Kopula Dem Nomen kann im 2. Fall eine Ezafe oder Kopula hinzugefügt werden. Das Attribut, also das nachgestellte Nomen, erhält je nach Genus (Geschlecht) wie bei Grammatik Nr. 6 eine eigene Ezafe. Beim Plural ist auf die Endung ––an- zu achten! Die Kopula bezieht sich auf das bestimmende Nomen (vorgestellt): Hinzufügung einer Ezafe: mit Kopula: lacê amke  lacê amka m no lacê amko çêna xali  çêna xalê to na çêna xalia ktabê Gulizare  ktabê Gulizara sma no ktabê Gulizaro qelema Heseni  qelema Hesenê ma na qelema Hesenia Plural: lacê amku  lacê amkanê m çênê xalu  çênê xalanê to malma domanu  malma domananê ma malmê domanu  malmê domananê ma

mit Ezafe und Kopula: no lacê amka mno na çêna xalê tüya no ktabê Gulizara smao na qelema Hesenê mawa

mit Kopula: ni lacê amkanê ni lacê amkanê mnê ni çênê xalanê ni çênê xalanê tüyê na malma domanana na malma domananê mawa ni malmê domananê ni malmê domananê maê

Lektion 11 –– Weli sono sole herineno –– Weli geht Salz holen Vokabeln: sole f –– Salz herinaene (herinen-) –– kaufen Sarz –– Kleinprovinz in Kayseri dewe f –– Dorf Ortili m –– ein Dorf in Sarz; Küçük Örtülü Qeyseriye f –– Kayseri (Stadt in Zentralanatolien) tm –– immer mendene (manen-) –– bleiben jêde –– viel teber –– draussen, raus zaf senk –– sehr wenig cêniye –– Ehefrau c ra pers kerdene (pers ken-) –– jmdn. fragen mormek –– hier: Anrede für den Ehemann sodra, çhike ra –– am Morgen, Morgengrauen suke f –– Stadt, Einkaufsort ardene (an-) - bringen ewro –– heute yene m - Freitag seme m –– Samstag

t ke …… –– Wenn du …… kiloê –– ein kilo biyaene (ben-) –– werden. Hier: möglich sein beno seme –– es wird Samstag rat biyaene (ben- rat) –– aufbrechen, losgehen cêrêniye f –– unterhalb susa f –– Landstrasse, Chausse vndetene (vnden-) –– warten, stehen ero c nitene (nisen- ro c) –– einsteigen war amaene (yen- war) –– aussteigen bazar –– Basar hem …… hem ki …… - (Verb) …… und (Verb); sowie, als auch feteliyaene (fetelin-) –– spazieren fiat –– Preis iyê ke …… - diejenigen, die .. rotene (rosen-) –– verkaufen watene (wazen-) –– wollen bê sole –– ohne Salz acêraene, yacêraene (cêren- ya) - zurückkehren

Sarz de jü dewe esta, namê xo Ortiliyo. A dewe de Zazaki qesey kenê. Sarz yê Qeyseriyo. Ortili de jü mormek esto, namê xo Weliyo, 59 serri dero. Weli tm dewe de maneno, jêde dewe ra teber nêsono, Trki zaf © Asmêno Bêwayir

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senk zaneno. Rocê cêniya Weli, Elife, yena, Weli ra pers kena, vana, - Mormek, çê de sole çina. Mete sodra sona, ma rê suke ra sole ana? Weli vano, - Heya. Ewro yeneo, mete semeo. Ez çhike ra urzenane ra, sonane suke, sole herinenane. Elife vana, - Hama, t ke sole herinena, kiloê sole vist u phonc (Lira) ra jêde nêbeno! Beno seme. Weli çhike ra sate çarine de urzeno ra, tenê ara xo keno, beno rat, sono suke. Sono cêrêniya dewe, susa de hata ke otobozê suke yeno, vndeno. Otoboz yeno, Weli niseno ro c. Suke de yeno war, sono bazar. Bazar de hem fetelino, hem ki fiatê sole pers keno. - Sen tuz kilosu qaça satyor? (gebrochenes Türkisch: Für wieviel verkaufst du das Kilo Salz?) Kami ra ke pers keno, mormeko ke sole roseno, vano, - Kilosu yirmibee! (Türk.: Für ein Kilo fünfundzwanzig) Weli vano, - Yox, xanm dedi, vist u phonc’’dan yuxari olmaz! (Nein, die Frau hat gemeint, nicht mehr als ‘‘vist u phonc’’) yê ke sole rosenê, nêzanê ““vist u phonc”” çko, nêzanê Weli inu ra ç wazeno. Beno verasan, Weli bê sole cêreno ya, sono dewe. Eke yeno dewe, cêniya xo Elife c ra pers kena, vana, - Ma, mormek, sole kotia? Weli vano, - Ma, t vana sole, vana kiloê xo vist u phonc ra jêde nêbena. Bazar de pêro vanê ““yirmibes yirmibes””, kes nêvano ““vist u phonc vist u phonc!””

Die Wochentage dseme (pey-bazar) êseme çarseme phoseme yene seme (pey-yene) bazar ewro vjêri mete birro, bürro; roca bine emso, esmo emser

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag heute gestern morgen übermorgen heute Abend, heute Nacht dieses Jahr

par

letztes Jahr

roca dsemiye (pey-bazare) roca êsemiye roca çarsemiye roca phosemiye roca yeniye roca semiye (pey-yeniye) roca bazare roca ewroêne roca vjêrêne perey perarey betrperarey serrêna serrtrêna, seterrêna pêrar betrpêrar

am Montag am Dienstag am Mittwoch am Donnerstag am Freitag am Samstag am Sonntag der heutige Tag der gestrige Tag vorgestern vorvorgestern vor vier Tagen nächstes Jahr übernächstes Jahr vorletztes Jahr vorvorletztes Jahr

Übung 7 Bilden Sie für jeden Wochentag und Tagesadverb (heute, morgen ……) auf Zazaki einen Satz, indem Sie oder jemand anderes etwas tut. Z.B.: Ez dseme (roca dsemiye) sonane kar. A mete mekteb nêsona.

Fragepronomen Im folgenden werden die wichtigsten Fragepronomen (Interrogativpronomen) des Zazaki mit Bespielsätzen aufgeführt. Fragepronomen werden im Satz immer betont, hierzu wird das Fragepronomen selbst im Gegensatz zur üblichen Regel auf ihrer ersten Silbe betont. Fragepronomen fangen im Zazaki mit k-, ç- oder s- an. Es gibt einige Interrogativpronomen, die im Deutschen dieselbe entsprechung haben und die Unterschiede leider schwer zu definieren sind. Es ist daher ratsam, im Laufe der Lernphase die Pronomen je nach Anwendungsfall zu merken. Das Interrogativpronomen steht in der Regel an der Stelle des Satzes, an der schließlich auch das Erfragte stehen muß.

Vokabeln: ri m –– Gesicht riyê .. ra –– wegen, auf Grund …… çke, çra ke - weil coka, coke ra, a ri ra –– deswegen, daher çnay rê beno? –– Wozu ist (es) gut? thawaê, çiyê –– (b. Fragen und Verneinungen) etwas irgendetwas © Asmêno Bêwayir

waxt, taw –– Zeit melmeket –– Heimat; Heimatsort, Provinz nia –– so, auf die Weise heni –– so, auf jene Weise hunde –– so viel derg –– lang; hoch

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Fragepronomen

deutsche Entsprechung

Beispiel T ç wanena? Namê to çko? No çko, çbao? A çnay ra nina çê ma? No çnay rê beno? Sma çturi sonê kar? O çra nêgurino?  ç waxt yenê ita? T ç waxto malma? Sma çand wa u braê? Melisa nka çqa pila?

Ez ktabu wanenane. Namê m Delala. Kes nêzano, çko, çbao. A riyê to ra nina çê ma. No thawaê rê nêbeno. Ma ebe arebe sonime kar Çke nêweso, a ri ra nêgurino.  phoseme yenê ita. Ez 3 serrio malmane. Ma 1 bra, 4 wayme. A nka nia hunde pila, ha. Viale serrêna sona mekteb Heyder piyê Delalo. A çêna xo vênena. Weli çê xo rê sole ano. A torna Ap Memedia. Ez Tekman rawane. Ma mete suke derime. A sona çari. Maa Heseni ra zanenê. Lacê to çê Ali dero. Vano, qelema m çina. Ma sonime kurs. No karê universteyo. O mormek zaf dergo.

ç çk çba çnay ra, riyê çnay ra çnay rê çturi, çtan çra, ça, çae ç waxt, ç taw ç waxto, ç tawo çand çqa, çqai

was was (mit Kopula oder Ezafe) was (Umstand, Sache) weswegen, warum wofür, für was wie warum, weswegen, für was wann seit wann wieviel, wie viele wieviel (unzählbar), wie sehr

key kam kami

wann wer wessen, wem, wen

kamci koti, koti de kata ..., ... koti, koti ro koti ra ku

welcher, welche(s) wo wohin woher wo (für bewegliche Objekte)

Viale key sona mekteb? Heyder kamo? A kami vênena? Weli kami rê sole ano? Gulizare torna kamia? T kamci melmeket rawa? Sma mete kotiê? A kata sona / sona koti?  koti ra nae zanenê? Lacê m kuyo?

se se senê senên

was (für kerdene/vatene/biyaene) wie, auf welche Weise welche(s), was für ein wie, was für eine Form

O to ra se vano? Sma zonê ma se musenê? No senê karo, t vana? O mormeko ke t vana, senêno?

Beispielantwort

Übung 8 Vervollständigen Sie bitte die Frage-Antwort-Sätze, indem Sie das richtige Fragepronomen einsetzen. Z.Bsp.: Ewro kam yeno çê sma? –– Ewro waa m yena çê ma. •

Braê Saseneme _______ sono melmeket? –– O serrêna sono melmeket.

Ni ktabu ra ______ ktabê tüyo. –– Ano ktabê mno.

Gulizare Ap Memedi ra _____ wazena? –– A Ap Memedi ra lawku wazena.

Uên ____ Plemoriye de nêmaneno? –– Çke uca c rê kar çino.

_____ dewe de maneno? –– Ap Alibeg dewe de maneno.

Halê maa to ______? –– Halê maa m rndo, t wes be!

Weli ______ sono? –– Weli sono suke.

Ma, Weli suke de ______ keno? –– O sono sole herineno.

No defterê m _____? –– Defterê to nuyo.

Çêna ma _____? –– A mekteb dera.

T _____ serri dera? –– Ez 33 serri derane.

Xalê maa to ______ rao? –– O ki dewa ma rao.

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Kirmancki für Anfänger - Asmêno Bêwayir