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Bürgerverein gegründet Fast 30 Bürger waren zur Gründungsversammlung des neuen Bürgervereins gekommen, ohne dass die Bürgerinitiative den Termin über den engeren Kreis hinaus bekannt gemacht hatte. Man wollte zunächst noch einmal die von Dr. Siegfried ausgearbeitete Satzung diskutieren und einen Vorstand wählen, bevor man an die Öffentlichkeit geht. Aber das Interesse der Homberger Bürger an dem neuen Verein ist groß. Man Die Vorstandsmitglieder des neuen Bürgervereins wollte bei der Gründung mit dabei sein. Der Bürgerverein Ratingen-Homberg e.V. – so Aktivitäten des Vereins unterstützen will, ist der offizielle Titel – hat sich laut der verab- willkommen. schiedeten Satzung zur Aufgabe gemacht, Die bisherige Arbeit der Bürgerinitiative, die Interessen der Homberger Bürgerschaft die mit der Gründung des Bürgervereins ihr und das soziale Leben in der Gemeinde zu för- Dasein beendet, kann sich sehen lassen. dern. Er will die gesellschaftliche Entwicklung Noch im Frühjahr waren die Aussichten, das unterstützen und die Identifikation der Hom- Gemeindezentrum für den Ort zu erhalten, berger mit ihrem Stadtteil. Und das alles soll ziemlich aussichtslos. Lediglich die SPD und überkonfessionell und überparteilich gesche- die FDP unterstützen die Bürgerinitiative. Das hen. Entsprechend hatte sich im Vorfeld die Blatt begann sich zu wenden, als plötzlich der Bürgerinititive Gedanken gemacht über die Vorschlag auf dem Tisch lag, die BürgerinitiVorschlagsliste für den Vorstand des neuen ative solle das Gemeindezentrum als Träger Vereins, denn man will jeden Bürger einladen, übernehmen. Mitglied zu werden, ganz gleich welcher Kon- So hatten sich die Mitglieder der Bürgerinitifession er angehört oder an welcher Stelle er ative das allerdings nicht gedacht. Sie fühlam Wahltag das bewusste Kreuzchen macht. ten sich dieser Aufgabe nicht gewachsen. Jeder, der im Sinne der Satzung für Homberg Wie sollten die Finanzen aufgetrieben werden tätig sein will oder als passives Mitglied die für den Betrieb des Hauses? Was geschieht,

wenn plötzlich größere Reparaturen anstehen? Wie kann ein größerer Mietausfall überbrückt werden? Schließlich einigte man sich darauf, dass lediglich das Erdgeschoss mit seinen beiden Räumen, Küche und Toilettenanlagen von der Bürgerinitiative verwaltet werden, alle anderen Teile des Gebäudekomplexes, die beiden Wohnungen mit den Garagen und das Obergeschoss bleibt in der Verantwortung der Kommune. Die Kommune machte allerdings für dieses Konzept zur Bedingung, dass die Bürgerinitiative einen gemeinnützigen Verein gründet. Am 28. September 2010 stimmten alle Ratsmitglieder, auch die der bis zuletzt zögernden Bürgerunion, dem Vorschlag zu. Dieser Beschluss ist aber vor allem zustande gekommen, weil 850 Homberger Bürger mit ihrer Unterschrift eindeutig ihren Willen bekundet hatten, dass das Gemeindezentrum nicht einfach verhökert werden darf, sondern als Zentrum des Gemeindelebens erhalten bleiben soll. Den Politikern im Rat war schnell klar, dieses Votum darf man nicht einfach ignorieren. Die ausgearbeitete Vereinssatzung wurde von den anwesenden Gästen einstimmig angenommen und damit konnte nun der Vorstand des Vereins gewählt werden. Als Vorsitzen-


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Seite 2 der wurde Dr. Gerhard Siegfried gewählt, ihm zur Seite stehen zwei Stellvertreter: Sigrid Langguth und Ernst Nickel. Zum Schatzmeister wurde Herr Meißner gewählt und als Schriftführer Wolfgang Weitzig. Dem Vorstand wurden noch vier Beisitzer an die Seite gestellt: Günther Ziebell, Jochen Schröder, Dieter Schmoll und Ingeborg Komossa. Die Kasse prüfen Reinhard Brinkmann und Hannelore Hanning. Alle Mitglieder des neu gewählten Vorstandes haben im Kampf um das Gemeindezentrum an erster Stelle gestanden und mit den Politikern und den zuständigen Mitarbeitern der Stadtverwaltung eng zusammengearbeitet, sodass der Verein mit seinem Ziel, das Gemeindezentrum für den Stadtteil zu erhal-

ten, in keinen besseren Händen liegen kann. Nun kommt es darauf an, noch mehr Homberger als Mitglieder zu gewinnen, damit in drei Jahren, wenn die Übereinkunft mit der Kommune erneut auf den Prüfstand gestellt wird, das Gemeindezentrum für immer Teil des Gemeindelebens werden kann. Sobald der Verein in das öffentliche Vereinsregister eingetragen ist, plant der Vorstand eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürger und Bürgerinnnen, die sich näher informieren möchten, hoffentlich viele

Anregungen für die Vereinsarbeit mitbringen, und vielleicht aktives oder passives Mitglied werden möchten. HSP

A 44 – nun Transitautobahn? Kaum hatte das Bundesverwaltungsgericht sein Urteil zur A 44 gesprochen, ließ der Landesbetrieb Straßenbau (baut für den Bund die Straßen) die Katze aus dem Sack. Nicht nur, dass plötzlich das letzte Teilstück der A 44 über Nacht nicht mehr ca. 120 Millionen, sondern 200 Millionen kosten soll, was wahrscheinlich auf 300 Millionen hinauslaufen wird, es wurde nun gleich, da nun die

entscheidende Hürde genommen war, eine weitere Planung durch Essen mit dem Bau eines Ruhralleetunnels an die Planung angehängt und in A 44 umbenannt. Was auf den ersten Blick so aussieht, als handele es sich lediglich darum, dem Kind einen Namen zu geben, hat für uns Homberger weitreichende Konsequenzen. Hier geht es nicht mehr, wie uns immer wieder verkauft wurde, um die Entlastung der innerstädtischen Verkehre von Heiligenhaus, Homberg und Hösel, sondern um eine Transitautobahn zwischen Gelsenkirchen und Düsseldorf. Die Befürchtungen der Bürgerinitiative A 44, dass es bei den vorhergesagten 40.000 Fahrzeugen pro Tag nicht bleiben wird, stellen sich nun als berechtigt heraus. Eine Transitautobahn zwischen Gelsenkirchen und Düsseldorf wird mindestens das Doppelte an Verkehr mit sich bringen. Dies bedeutet, dass Homberg künftig von zwei stark befahrenen Autobahnen im Westen und im Norden eingekreist ist, und nach wie vor eine stark befahrene L 422 mit Schwerlastverkehr mitten durch unseren Stadtteil führt. Die Folgen dieser Verkehrsplanung werden wir unmittelbar spüren. Doch entlang der vorgesehenen Trasse regt sich nun der Widerstand. Der Bürgerinitiative A 44 haben sich 7 weitere Bürgerinitiativen angeschlossen, die gemeinsam gegen eine Transitautobahn quer durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet vorgehen wollen. Allerdings bleibt abzuwarten, welche Pläne die neue Landesregierung überhaupt verwirklichen will. Laut Koalitionsvertrag zwischen der SPD und

den GRÜNEN sollen zunächst alle fest disponierten Vorhaben des vordringlichen Bedarfs realisiert werden d.h., es werden zunächst Engstellen beseitigt, die den Verkehrsfluss behindern. Dazu gehört weder das Teilstück der A44 noch eine Transitautobahn von Gelsenkirchen nach Düsseldorf. HSP

Impressum

Herausgeber: Homberger Verein zur Förderung von Bürgerinteressen e. V. Anschrift der Redaktion: Schumannstrasse 15, 40882 Ratingen Tel.: 02102/51998 e-mail: homberger@gmx.de Internet: www.derhomberger.de Redaktionsteam: Helmut Frericks, Hannelore Sánchez Penzo, Heinz Schulze Layout: Lisa Schulze & Simon Schulze Bild/Anzeigenbearbeitung: José Sánchez Penzo Redaktionsschluss: jeweils Monatsende Erscheinen: zweimonatlich Druck: Schöttler Druck, Ratingen Auflage: 2500 Exemplare Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie für deren Richtigkeit übernimmt der Herausgeber keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Texte spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.


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Bezirksausschuss vor leeren Rängen Das war für die Vertreter der Homberger Bürgerschaft schon eine größere Überraschung: Ihre Sitzung vom 22. September fand fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dabei standen zwei höchst brisante Themen auf der Agenda, nämlich die Belastung der Bürger während der Baumaßnahmen für die A 44 und zwei Hundeauslaufgebiete für Homberg. Der Landesbetrieb Straßen NRW hatte gleich drei Führungskräfte in das Forum der Christian-Morgenstern-Schule entsandt. Offenbar hatte man mit einem Sturm der Entrüstung aus der Bevölkerung gerechnet, denn: Wo Autobahnen gebaut werden, gibt es Baustellenverkehr und damit Belastungen nicht nur für den Nahbereich. Die Bauleute entrollten ein mehrere Meter langes Banner, auf dem der A 44 - Verlauf vom Autobahndreieck Ost an Heiligenhaus vorbei bis nach Velbert eingezeichnet war. Auf dieser Trasse gibt es eine Anschlussstelle an der L 156 zwischen Hofermühle und Heiligenhaus. Diese Auf- und Abfahrt teilt das neue Autobahnstück in zwei Abschnitte - der westliche, etwas kürzere führt nahe an Homberg vorbei. Der Blick auf den Plan zeigte sehr schnell, dass die Bauleute keine große Auswahl an Zubringerstraßen haben. Die L 422, also unsere Brachter bzw. Meiersberger Straße, muss die Hauptlast tragen! Abzweigend von der L 422 werden – soweit es den Homberger Bauabschnitt betrifft - der Wittenhausweg sowie der Füstingweg einschließlich der Straße Am Häuschen benutzt. Wie die das aushalten sollen, ist noch nicht ganz klar, denn man sei noch in der Detailplanung. Viel-

leicht müssen die Straßen verbreitert werden, vielleicht reicht es aus, Wartebuchten einzurichten. Man wird also sehen. Während der Bauphase sei mit fünf Lkw pro Stunde zu rechnen, hinzu kommen bedarfsabhängig die Fahrten von Kehrmaschinen. Dass die Landstraße auch ohne das Autobahnprojekt werktäglich während der „rush hours“ rund vier Stunden so gut wie zu ist, das ist den Bauleuten vom Landesbetrieb Straßen natürlich bekannt, aber, wie gesagt, sie sehen keine Alternative! Die neue Autobahn soll 2016 fertig sein. Mit dem Bau wurde an einzelnen Stellen schon begonnen, für Homberg dürfte es 2011 oder 2012 Ernst werden. Das hängt alles vom Geldfluss ab. Wenn alles gut läuft, wird die gesamte Strecke zum gleichen Zeitpunkt fertig und dem Verkehr übergeben. Wenn nicht, und das konnte von den Planern nicht ausgeschlossen werden, so ist auch vorstellbar, dass zunächst das östliche Teilstück zwischen Heiligenhaus und Velbert für den Verkehr geöffnet wird. Dann würden nicht nur Baufahrzeuge durch Homberg fahren, sondern auch zahlreiche neue Nutzer der A 44 auf dem Weg zum Kreuz Ost. Wie lange das dann zu ertragen wäre, vermag niemand zu sagen. Noch emotionaler als bei der A 44 ging es bei der Ausweisung von Hundeauslaufgebieten zu. Die Stadtverwaltung hatte vor drei Jahren vom Rat den Auftrag erhalten, den Bedarf von Hundeauslaufflächen im gesamten Stadtgebiet zu ermitteln und Vorschläge zu machen, welche öffentlichen Wege und Flächen ggf. dafür frei gegeben werden könnten. Die

Grünflächenverordnung der Stadt sagt dazu u.a.: „Hunde sind an der Leine zu führen. Sie dürfen nur auf den ausgewiesenen und ausgeschilderten Hundeauslaufbereichen ohne Leine laufen gelassen werden.“ Die Verwaltung machte dem Homberger Bezirksausschuss zwei Vorschläge, nämlich den Grünzug Milanstraße (das ist der Weg am nördlichen Rand von Homberg zwischen der Bebauung Milanstraße und den Feldern) und den Grünzug Geibelstraße (die sogenannte Schlucht zwischen Untere Steinhauser Straße und Hamannstraße). Die Diskussion, die hier nicht wiedergegeben werden kann, teilte den Ausschuss in zwei gleich große Lager der Befürworter und der Gegner. Auch der – nach längerer Diskussion - spontane Vorschlag der Verwaltung, die Flächen wenigstens probeweise einzurichten, führte nicht zu einer Einigung. So passierte, was bei Stimmengleichheit immer passiert: Der Beschlussvorschlag war damit abgelehnt! Wie am Rande zu hören war, hatten auch andere Bezirksausschüsse für ihre jeweiligen Zuständigkeitsbereiche Probleme mit den vorgeschlagenen Gebieten. So wird es demnächst Aufgabe des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt sein, den gordischen Knoten wenn möglich zu zerschlagen. Zum Ende gab es dann doch noch Versöhnliches: Die Aufnahme des Naturschutzgebietes Sandgrube Homberg (uns als Sandgrube Liethen geläufiger) in den Landschaftsplan durch den dafür zuständigen Kreis Mettmann wurde einstimmig begrüßt. Hermann Pöhling

Neues aus der Sandgrube „Ruhe ist die erste Bürgerpflicht.“ Dies war die Aufforderung, die ein preußischer Minister nach der verlorenen Schlacht von Jena 1806 an die Einwohner Berlins richtete. Dies ist sinngemäß auch der Wunsch, mit dem sich der Landrat im September 2010 an die Bürgerinitiative gegen die Verfüllung der Sandgrube Liethen (BSL) wandte: “ ... wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie uns die Zeit für die notwendigen Sondierungen zur Sachund Rechtslage sowie für die behördlichen Abstimmungen einräumen würden.“ Das Problem Sandgrube ist seit vielen Jahren bekannt – was gibt es da noch groß zu sondieren? Zeit ist genau das, was nach Auffassung

zahlreicher Homberger seit Jahren verplempert wird und eben nicht in beliebigem Ausmaße zur Verfügung steht! Die Zustände in der Sandgrube sollen – wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete – nach wie vor so schlimm sein, dass bauordnungsrechtliche Maßnahmen dringend nötig wären. Doch halten sich Kreis und Stadt da offenbar zurück. Die BSL hat mittlerweile mit dem BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland eine Zusammenarbeit zum Nutzen der Sandgrube vereinbart. Dieses Gespräch fand am 1. Oktober im Rahmen des BUND-Monatstreffens statt und führte u.a. zu der Verein-

barung, dass das übernächste Treffen des BUND in Homberg stattfinden soll, gemeinsam mit der BSL und deren interessierten Mitgliedern, am 3. Dezember um 20 Uhr, idealerweise im Forum der Christian-Morgenstern-Schule. Interessenten werden gebeten, die Tagespresse hinsichtlich Zeit und Ort zu verfolgen. Man kann sich auch bei der BSL per eMail in einen Verteiler setzen lassen und erhält dann die nötigen Informationen direkt: bi-sandgrube-liethen@ish.de. Hermann Pöhling, Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen die Verfüllung der Sandgrube Liethen e.V.


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Das Sommerfest 2010

Die Homberger feierten 15 Jahre mit dem „Der Homberger“

Jedes Dorf hat seinen eigenen Charakter. Er ist geprägt von seinem historischen Aufbau, dem Ursprung, der Mentalität seiner Einwohner und auch von der wirtschaftlichen Präsenz. Bis zum Jahre 1960 war Homberg eine kleine Ortschaft mit dem altertümlichen Dorfkern mit weniger als tausend Einwohnern. Die erste neue Bauphase nach dem Krieg war der Bau der neuen Häuser im Bereich der heutigen Wagnerstraße. Ab 1970 entstand der neue Teil Hombergs südlich der L 422 mit Ansiedlungen von ehemaligen Flüchtlingen aus Ostdeutschland, die hier eine neue Heimat fanden. Mit der neuen Bevölkerung entstanden auch neue Aktivtäten im Dorfleben. Neben dem Sportverein von 1912 gab es ab 1987 einen

Sabine Gutzeit Fotografin

Karnevalsverein, den Homberger Feetz, 1997 „die Wiesnasen“ mit dem Schützenverein. Aber auch gesellschaftliche Gruppen formierten sich, wie der Verein zur Förderung von Bürgerinteressen, der 1995 gegründet wurde und mit einer Zeitung, anfangs unter dem Namen „Insider“ später „Der Homberger“ zu poltischen Themen wie der Verlegung der L 422 und dem Bau der A 44 Stellung bezog, aber auch über alles Wissenswerte im Dorf berichtete. Nachdem seit mittlerweile 15 Jahren die Dorfbevölkerung von der Redaktion des Hombergers mit Neuigkeiten versorgt wird, war der Anlass gegeben, dies mit den Hombergern Bürgern und den Inserenten der Zeitung ausgiebig zu feiern. Thomas Hampe, dem Kronewirt, Gianpaolo vom Fabio , Stefan Deselaers von Deselaers Optik waren als örtliche Unternehmer maßgeblich an der Organisation des Festes beteiligt. Aber auch Arthur Lenhardt, Hemuth Geiger und das Homberger Unternehmen Borth Audio Messebau, das unentgeltlich die Bühne zur Verfügung stellte. Es gab zahllose freiwillige Helfer, denen nochmals auf diesem Wege gedankt werden soll. Hervorzuheben ist der Einsatz von Gerd Dörner, der trotz überstandender schwerer Krankheit die Moderation des Festes übernahm. Die Eröffnung fand am Samstagabend durch

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Ratsfrau Claudia Luderich und der Vorsitzenden des Hombergers Hannelore Sánchez Penzo statt. Danach gab es Live-Musik der Band „Nice-Try“. Mit Grillspezialitäten, Bier und Wein entstand auf dem alten Homberger Dorfplatz mit der historischen St. Jacobus Kirche eine beeindruckende Stimmung. Am Sonntag wurde das Programm mit einem Jazz-Frühstück mit der Band „Die Neandertaler-Dixie Friends“ fortgesetzt. Mittlerweile war die gesamte Dorfstraße von Trödelmarktständen gesäumt. Am frühen Nachmittag wurde das Programm auf dem Marktplatz mit dem gemeinsamen Trommeln mit Wilfried Mach als Benefizveranstaltung für das Kinderhospiz „Regenbogenland“ fortgesetzt. Hier entdeckte mancher Teilnehmer ihm bisher


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unbekannte rhythmische Fähigkeiten. Nach der Vorführung chinesischer Kampfkunst zog unser früherer Grundschuldirektor und Chorleiter Heinrich Arndt mit gemeinsamem Gesang die Mitwirkenden und Zuhörer in den Bann des alten Liedergutes. Mit Hüpfburg, Spielmobil, Kaffee und Kuchen und PonyReiten gab es rund um die Dorfstraße und auf dem Grashof zahlreiche Programmpunkte. Die Künstlerin Mo Kleinen öffnete ihr Atelier, Katja Klapproth zeigte ihre Fotoausstellung

und Monika Haenlein malte mit den Kindern. Bei strahlendem Sonnenschein war es ein fröhliches Fest, an dem viele Homberger sich beteiligt haben. Paolo Porku, der Wirt vom Fabio, der seine Sommerterrasse für das Fest kostenlos zur Verfügung stellte, war begeistert von dem Miteinander. „Der Sommer ist in diesem Jahr leider ausgeblieben, aber das Sommerfest, das hat Spaß gemacht. Ein Dankeschön an alle, die mitgemacht haben.“ Heinz Schulze


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Seifenkistenrennen 2010

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Seifenkistenrennen nach amerikanischem Vorbild auch in Deutschland gestartet. In über 200 deutschen Städten mit 60.000 Fahrern wurden Verstaltungen vornehmlich in der damaligen amerikanischen Besatzungszone organisiert. Meisterschaften fanden in München auf der Theresien-Wiese auf einer Holzbahn von 220 Meter Länge statt und in Stuttgart begleiteten 20.000 Zuschauer das Rennen. In Duisburg wurde 1952 extra eine 10 Meter hohe Startrampe gebaut. Die große Euphorie an den Rennen in Deutschland ist in den Jahren danach abgeklungen, doch die schöne Tradition wird

immer noch in einigen Orten fortgeführt. Mittlerweile kann auch unser Homberg auf sein siebtes Seifenkistenrennen zurückblicken. Mit der Steinhauser Straße hat Homberg eine ideale Strecke für die Seifenkisten. Die Strecke hat die richtige Steigung und mit dem leichten Bogen hat sie auch einen besonderen Reiz. Seit dem Jahre 2004 wurde die Veranstaltung von dem Stadtmarketing der Stadt Ratingen organisiert. Seit zwei Jahren ist nun „Der Homberger“ mit seinem Verein zur Förderung von Bürgerinteressen der Ausrichter. Der Aufwand ist dabei doch größer, als es zuerst erscheint. Die Straße muss gesperrt und

Strohballen auf zwei mal 600 Meter seitlich zum Schutz der Fahrer und Zuschauer ausgelegt werden. Eine Startrampe wird am Morgen des Rennens zusammengebaut. Dann kommt die Abnahme der Fahrzeuge hinzu, denn nur technisch unbedenkliche Seifenkisten können an dem Rennen teilnehmen. In Homberg hat sich mittlerweile ein kompetentes Team für das Rennen zusammen gefunden. Arthur Lenhardt übernimmt die Straßensperrung, Hans-Peter Grashaus die Organisation der Strohballen, Stefan Deselaers die Startrampe, Norbert Ernecke und Dirk Mokwa die Fahrzeugsicherheit und den Rennablauf, Gerd Dörner die Moderation der


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Veranstaltung. Anne Korzonnek und Hannelore Sánchez-Penzo sind für die allgemeine Organisation und die Preisverleihung zuständig. Mit dabei ist auch Rainer Stengert mit den Pfadfindern und Doris Conrad mit dem Schützenverein. Einen besonderen Einsatz zeigte Norbert Versen, der für den Rücktransport der Seifenkisten zum Start sorgte. Bei herrlichem Wetter war das Seifenkistenrennen wieder eine rundherum gelungene Veranstaltung. Bei dem zusätzlichen Bobby-

car-Rennen konnten alle Kinder mitmachen. Homberg hat somit eine Veranstaltung, die von dem guten Zusammenhalt geprägt ist und einen unverwechselbaren Charakter hat. Heinz Schulze Mit besonderem Dank seien nochmals die Sponsoren der Veranstaltung genannt. - Stadtmarkting der Stadt Ratingen - Stadtwerke Ratingen - Deselaers Optik


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Lebenshilfe gibt Homberger Pläne auf Nachdem die Lebenshilfe ihren Plan aufgegeben hatte, das ev. Gemeindezentrum zu kaufen, konzentrierte sich das Interesse der Lebenshilfe auf das kath. Gemeindezentrum in Homberg-Süd. Für 90.000 € wollte man das Gebäude der kath. Kirche abkaufen und zu einem Verwaltungs- und Begegnungszentrum ausbauen. Angeblich waren die Pläne schon ausgearbeitet. Woher das Geld kommen sollte für den Ankauf und den Ausbau, blieb allerdings „im Nebel“. Nun ist der Rat der Stadt Ratingen daran schuld und vor allem die „bockbeinigen“ Homberger, dass aus diesen Plänen nichts wird. Dabei waren die Pläne der Lebenshilfe von vornherein unrealistisch. Bereits auf der ersten Gemeindeversammlung zum Thema „Gemeindezentrum“ hatten viele Bürger sich dafür ausgesprochen, dass das ev. Gemeindezentrum in städt. Hand bleiben und als

Begegnungszentrum für den Stadtteil dienen sollte. Herr Weidenfeld, Leiter der Lebenshilfe, war auf dieser Bürgerversammlung anwesend. Angesichts der Eindeutigkeit, mit der die anwesenden Bürger und Politiker sich für den Verbleib des Gebäudes in städt. Hand einsetzten, musste ihm klar sein, dass ein Verkauf des Gebäudes an die Lebenshilfe auf großen Widerstand stoßen würde. Auch der Plan B, der dann folgte, nämlich das kath. Gemeindezentrum zu kaufen, wäre wahrscheinlich nicht anders ausgegangen, denn nach wie vor handelt es sich um ein Grundstück, dass der kath. Kirche für die Arbeit in ihrer Gemeinde kostenlos überlassen wurde. Nun, da das Grundstück diesen Zweck nicht mehr erfüllt, gebietet es der Anstand, dieses Grundstück an die Kommune zurückzugeben. Ein Verscherbeln dieses wertvollen Grundstücks für 90.000 €, wie im Aushang

der kath. Kirche zu lesen war, hätte sicher ebenfalls großen Protest hervor gerufen. Nun wird die „Mitleidskarte“ gezogen: die Homberger haben etwas gegen Behinderte. Das ist schon allein deshalb unfair, weil von den Homberger Politikern immer wieder versichert wurde, dass die Lebenshilfe in Homberg willkommen ist, zumal es in Homberg besser geeignete Objekte für die Lebenshilfe gäbe. Damit wird versucht zu vertuschen, dass die Pläne der Lebenshilfe schon aus finanziellen Gründen unrealistisch waren. Die notwendigen Mittel für den Kauf eines der Gemeindezentren standen wahrscheinlich überhaupt nicht zur Verfügung. „Der Landschaftsverband Rheinland will das Vorhaben unterstützen“, teilte die Lebenshilfe mit. Doch eine derartige „Unterstützung“ hätte weder für das ev. Gemeindezentrum noch für das kath. Gemeindezentrum ausgereicht. HSP

Viele Abwasserleitungen sind sanierungsbedürftig Bis zu 70 Prozent der Abwasserleitungen von privaten Häusern sind sanierungsbedürftig. Schadhafte Abwasserleitungen stellen eine massive Belastung für die Umwelt dar und können beispielsweise bei einem Rohrbruch große finanzielle Schäden anrichten. Dies ist Grund genug für den Gesetzgeber, um im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) festzuhalten, dass Abwasser so zu beseitigen ist, dass das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird. Außerdem wird der Hauseigentümer in die Pflicht genommen. In Nordrhein-Westfalen ist das Gesetz bereits umgesetzt worden. Gemäß dem Landeswas-

sergesetz NRW muss jeder Hauseigentümer bis spätestens 31.12.2015 durch einen Fachbetrieb die sogenannte Dichtheitsprüfung vornehmen lassen, ob sämtliche Grundstücksentwässerungsleitungen und Schächte vollständig dicht sind und keine Gefahr für Boden und Grundwasser darstellen. Falls das Haus sich in einem Wasserschutzgebiet befindet, musste die Dichtheitsprüfung sogar bis Ende 2009 durchgeführt worden sein. Bei einem Neubau sind alle Leitungen, Schächte und Reinigungsöffnungen nach Errichtung einer Dichtheitsprüfung zu unterziehen. Wird diese

Prüfung nicht oder nicht rechtzeitig durchgeführt, ist dies eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld geahndet werden kann. Die Kosten für die Durchführung einer Dichtheitsprüfung sind regional unterschiedlich, bewegen sich aber in der Regel zwischen 200 Euro bis 500 Euro. Auf diesem Gebiet tummelt sich inzwischen eine Reihe von „schwarzen Schafen“. Die Stadtwerke Ratingen führen eine Liste vertrauenswürdiger Unternehmen. Darum wenden Sie sich zunächst an die Stadtwerke Ratingen, bevor Sie ein Unternehmen mit der Prüfung beauftragen. Marina Schwane

Der Nikolaus kommt! Am Freitag, den 3.12.2010 um 18 Uhr macht der Nikolaus halt vor dem Geschäftszentrum in Homberg-Nord. Er hat für alle braven Kindergarten- und Grundschulkinder in seinem Sack eine Tüte mit Apfel, Nuss und Mandelkern und für die lieben Eltern sicher noch die eine oder andere Überraschung. Aus diesem Anlass bleiben die Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet. Das Duo „Los hombres“ sorgt unter dem Tannenbaum für die weihnachtliche Stimmung. HSP


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Homberger Blumentauschbörse

Im Frühjahr und im Herbst ist Blumentauschbörse, initiiert von der SPD in Homberg, und das hat sich inzwischen herumgesprochen. „Von überall her kommen die Gartenfreunde“, so Anne Korzonneck, „die Leute wollen nicht immer alles wegschmeißen und freuen sich, wenn sie mal etwas Neues mit nach Hause bringen!“ Aber vor allem ist der fachmännische Rat von Hubert Gamsjäger gesucht, der mittlerweile die Blumentauschbörsen fest in seinen Gartenplan integriert hat. Probleme mit dem Boden, Pflanzen, die nichts werden, Schneckenplage, Hubert Gamsjäger hat immer einen Rat parat, den er selbst in seinem Garten ausprobiert hat. Das kann kein noch so kluges Gartenbuch bieten. Mehr davon! HSP

Ausschreibung einer Sonnenuhr

Der Homberger Verein zur Förderung von Bürgerinteressen e.V. (Herausgeber des Homberger) möchte aus Anlass seines 15jährigen Jubiläums an der Südseite des neuen Anbaus des Wichernheims (Am Ostring, siehe Foto) eine Sonnenuhr anbringen lassen. Wir stellen uns vor, dass auf dem Zifferblatt der Uhr typische Elemente des Dorfcharakters zu erkennen sind. Die Wand ist 6 m breit, an der höchsten Seite 11 m und an ihrer kürzeren Seite 9 m hoch. Entwürfe hierzu können bis zum 31.1.2011 in unserer Redaktion, Schumannstr. 15, abgegeben werden. Die Entwürfe werden anschließend im Wichernheim ausgestellt. Ein Gremium wird danach den Entwurf auswählen, der verwirklicht werden soll. Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel. 51998. HSP

Seite 9 Jammerfreie Zone – die neue Lust auf Menschlichkeit Den wahren Reichtum unserer Gesellschaft finden wir nicht an der Börse, sondern überall dort, wo Menschen füreinander da sind. Eigentlich eine Binsenweisheit. Aber „Geiz ist geil“ oder endloses Selbstfinden haben verdrängt, dass eine Gesellschaft ohne das „Miteinander“ nicht auskommen kann. Doch neuerdings ist zu beobachten, dass es eine große Sehnsucht nach gemeinsamer Verantwortung gibt. Rainer Haak, erfolgreicher Buchautor, hat sich auf die Suche nach Zeichen der Menschlichkeit begeben und ist fündig geworden. Er hat faszinierende Beispiele gefunden für Nächstenliebe, die eine zutiefst beglückende und lebendige Erfahrung wurde, und nennt dies die „neue Lust auf Menschlichkeit“. Über diese Entdeckungen wird er am 4.11.2010 ab 9 Uhr beim Frühstückstreffen für Frauen (und Männer) in Homberg im Lutherhaus berichten. Selbstverständlich sind auch Männer herzlich willkommen. Eine Kinderbetreuung kann organisiert werden. HSP Anmeldung bei Frau Arndt Tel. 02102/5832, Frau Lerch Tel. 02102/51343 oder Frau Herweg Tel. 02102/51403.

Sankt Martin in Homberg: Fackelausstellung und Umzug Sankt Martin an der Christian-MorgensternSchule: Das sind traditionell die Fackelausstellung in der Schule und der große Martinszug durch Homberg. Zur Fackelausstellung lädt die Schule am Freitag, 5. November, alle interessierten Hombergerinnen und Homberger ein. In gemütlicher Atmosphäre, bei Glühwein und dampfender Suppe, haben alle Besucher die Gelegenheit, die von den Kindern gebastelten Laternen in aller Ruhe zu betrachten. Jede Klasse hat ihr eigenes Motto und danach sowohl die Laternen als auch ihr Klassenzimmer gestaltet. So

kann es passieren, dass man vom herbstlichen Wald direkt in eine Ritterburg gerät und von dort in eine schnatternde Gänseschar... Beginn der Ausstellung ist um 17 Uhr, Ausklang gegen 18.30 Uhr. Am Martinstag, 11. November, veranstaltet die Schule ihren Martinsumzug. Angeführt von Sankt Martin auf dem Pferd und begleitet von Posaunenchören gehen die Kinder mit ihren Laternen durch das Dorf. Alle Homberger Bürger sind herzlich eingeladen, an dem stimmungsvollen Zug teilzunehmen. Es ist gute Tradition, dass die Anwohner die Zugstrecke mit Lichtern und Kerzen festlich gestalten. Damit die Schulkinder den Weg genau so stimmungsvoll erleben wie die erwachsenen Teilnehmer, bittet die Schule alle Besucher, sich hinter den Schulkindern einzureihen.

Los geht es um 17.15 Uhr an der Turnhalle Mozartstraße. Abschluss ist auf dem Schulhof in der Ulmenstraße, wo Sankt Martin seinen Mantel teilen wird. Dort findet zwischen 17.00 Uhr und 18.30 Uhr auch die Ausgabe der Martinstüten gegen Wertmarken statt. Die Marken werden übrigens in diesen Tagen an den Haustüren in Homberg verkauft. Gerne nehmen die Sammler im Auftrag der Schule auch Spenden entgegen, mit deren Hilfe die schöne Tradition des Martinsfestes auch in Zukunft fortgesetzt werden kann. Ab dem 4. November sind die Wertmarken auch bei Raschke erhältlich. Sixta Görtz


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Tschernobyl-Kinderhilfe feiert 15jähriges Jubiläum

Der Reaktorunfall Tschernobyl, jener Größter Anzunehmender Unfall (GAU), ist längst Geschichte. Fast 25 Jahre ist er her. Man hört nur noch selten davon. Zurück geblieben sind diejenigen, denen der Reaktorunfall die Gesundheit zerstörte, die heimatlos wurden, die einen lieben Angehörigen verloren, weil die Gefahr durch die radioaktive Strahlung entweder verschwiegen oder heruntergespielt wurde. Wir hätten wahrscheinlich von dem Reaktorunfall nur wenig erfahren, wenn nicht zu jener Zeit in der Sowjetunion ein neuer politischer Wind geweht hätte durch den neuen Präsidenten Gorbatschow. Er hatte den Mut, die Weltöffentlichkeit um Hilfe zu bitten, denn mit den Folgen der Katastrophe wurde die Sowjetunion nicht fertig. Es fehlte an allem, insbesondere an der sachgerechten Versorgung der Kranken und an der Betreuung und Unterbringung der Flüchtlinge. Kaum war der Hilferuf Gorbatschows verklungen, beschloss der Ratinger Stadtrat „wir helfen“ und stellte 10.000 DM als erste

Hilfe zur Verfügung. Hinzu kamen nach einem Spendenaufruf noch 150.000 DM aus der Bevölkerung. Von dieser beträchtlichen Summe wurden Lebensmittel und Hilfsgüter gekauft. Als bedürftige Stadt wurde Gagarin, eine Stadt mit 28.000 Einwohnern, vorgeschlagen, wo 200 Familien aus dem Reaktorgebiet untergekommen waren. Im Februar 1991 brachte das Technische Hilfswerk acht LKW-Ladungen der eingekauften Waren nach Gagarin. Doch die Hilfsbereitschaft der Ratinger Bürger brach nicht ab. Weitere Hilfsladungen folgten. Ab 1993 wurden Patenschaften zwischen Ratinger Familien und Tschernobyl-geschädigten Kindern vermittelt. Es folgten Pakete und Briefe, die hin- und hergingen. Zahlreiche Dolmetscher halfen die Briefe zu übersetzen. Um die vielfältigen Organisationsaufgaben, die nun einmal notwendig waren, um das große Engagement der Ratinger Bevölkerung in praktische Hilfe umzusetzen, beschloss man 1995 einen Verein zu gründen, den Verein TschernobylKinderhilfe Ratingen e.V., der auch die Kontakte nach Gagarin vereinfachen sollte. Der Verein begann seine Arbeit mit 200 Mitgliedern, meistens Pateneltern Tschernobyler Kinder. Anläßlich des Empfangs einer Vereinsdelegation beim Bürgermeister der Stadt Gagarin, machte dieser den Vorschlag, eine offizielle Partnerschaft mit der Stadt Ratingen zu gründen. Dieser Vorschlag wurde im Ratinger Stadtrat

gern aufgenommen, zumal der Verein Tschernobyl-Kinderhilfe e.V. hier schon gute Vorarbeit geleistet hatte. Welche Probleme der Verein zu lösen hatte, lässt sich in der Korrespondenz des Vereins


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nachlesen: ein neuer LKW für die Hilfslieferungen muss angeschafft werden; es muss geprüft werden, ob die von einem Düsseldorfer Sanitär-Handel gespendeten Duschtassen in Gagarin montiert werden können; für 30 Kinder muss ein Ferienplatz organisiert werden; wegen der Zollbürokratie in Russland läuft die Haltbarkeitsgarantie der Medikamente ab; und so ganz nebenbei die Vorbereitung des nächsten Hilfstransports in das 2.500 km entfernte Gagarin. Mittlerweile hatte sich der Kreis der Spendenempfänger ausgeweitet. Ausgesuchte Projekte und Einrichtungen werden gezielt unterstützt, entweder mit Sachleistungen, oder mit Geld, mit dem bestimmte Projekte direkt vor Ort gefördert werden. Jährlich reist eine Abordnung des Vereins nach Gagarin, zum einen um zu überprüfen, ob die Hilfe auch richtig angekommen ist, zum anderen, um Kontakte zu pflegen und um vor Ort zu erkunden, wo weitere Hilfe notwendig ist. Oft sind es die einfachen Dinge, die fehlen: Röntgenplatten, Einweghandschuhe, ärztliches Bestecke. Auch Hilfe zur Selbsthilfe leistet der Verein. So wurde eine Schule über Jahre mit Stoffen, Nähgarn und Knöpfen versorgt. Die angehenden Näherinnen gewannen sogar einen Preis für ihre Produkte. Aktionen dieser Art, die inzwischen auch überregional Beachtung finden, brachten dem Verein eine Ehrenmedaille der Robert-BoschStiftung ein. In Gagarin erhielt der Verein als Anerkennung für seine Arbeit eine Ehrenurkunde des Tschernobyl-Komitees. Im Jahr 2008 erfolgte ein tiefer Einschnitt in die Arbeit des Vereins. Das Zollamt in Gagarin, das bisher die Einfuhr aller Hilfsgüter und Pakete abwickelte, wurde aufgelöst. Was zunächst wie eine Vereinfachung der Bürokratie erschien, hatte für den Tschernobyl-Hinderhilfe-Verein e.V. weitreichende Konsequenzen. Die Hilfslieferungen konnten nun nicht mehr direkt vor Ort abgefertigt werden bei einem verlässlichen Partner, sondern in einem weit entfernten Zollamt, wo die Pakete geplündert wurden. Nur noch 50% der Hilfslieferungen kam bei den Empfängern an. Für den Vorsitzenden Anton König war sofort klar, die Hilfslieferungen in der bisherigen Form kann nicht mehr geleistet werden. Es müssen andere Wege der Hilfe gefunden werden, zumal Kindergärten, Schulen oder Krankenhäuser auf die Unterstützung aus Deutschland nach wie vor dringend angewiesen sind. Als am 17. September der Verein Tschernobyl-Kinderhilfe-Ratingen e.V. sein 15jähriges Jubiläum feierte in Anwesenheit des Partnervereins aus Gagarin und zahlreichen Ehrengästen, appellierte Bürgermeister Birkenkamp an die Mitglieder: „Machen Sie weiter. Die Menschen in Gagarin brauchen Sie!“ und sicherte seine Unterstützung zu. Für das „Weitermachen“ hat sich inzwischen eine gute Lösung gefunden. Offizieller Partner in Gagarin soll künftig ein staatliches Internat für Senioren und Behinderte sein, über das Hilfslieferungen verteilt

werden können. Angedacht ist auch eine Kleiderkammer, wie es sie bei uns in vielen Städten gibt, wo sich die Menschen direkt vor Ort die passende Kleidung aussuchen können. „Das hätte den Vorteil, dass wir die bedürftige Bevölkerung viel effizienter mit Kleidung versorgen könnten,“ so der Vorsitzende Anton König. Wenn alles klappt, wird er im Dezember nach Gagarin fahren, um die Verträge zu unterzeichnen, „und dann könnten ab 2011 wieder Hilfslieferungen nach Gagarin gebracht werden.“ Anton König ist hier ganz zuversichtlich. Es hat in der Vergangenheit schon viele Probleme gegeben, die alle irgendwie gelöst werden konnten, denn in Gagarin wird die Hilfe dringend gebraucht. Bis dahin bleibt es bei den vielen Kontakten zwischen den deutschen und russischen Familien, die sich über die Grenze hinweg zu Freundschaften entwickelt haben. Und für die russischen Jugendlichen, die alle zwei Jahre durch die Vermittlung des Vereins in einer Ratinger Familien ihre Ferien verbringen, bleibt der Aufenthalt bei uns ein unvergessliches Erlebnis. HSP

Was? Wo? Wann? 4. 11. 2010 9 – 11.30 Lutherhaus in Homberg

Frühstückstreffen für Frauen „Jammerfreie Zone – Die neue Lust auf Menschlichkeit“ Referent: Rainer Haak, Lüneburg Eintritt: 5 € incl. Frühstück 6. 11. 2010 17 Uhr Stadtteiltreff Homberg-Süd

Herrenhuter Straße Lachen-Lieben-Leiden Liederabend mit Claire Joanne Thompson mit Werken von Brahms, Grieg, Wolf u.a. und klassischer schottischer Folklore am Klavier: Mariko Kageyama Eintritt frei 7. 11. 2010 17 Uhr Lutherhaus in Homberg

Mensch & Mensch (liches) Renate Ursula Brechtel liest vor aus Literatur von Eugen Roth und Theodor Fontane am Flügel: Waldemar Schmidt - Eintritt frei 28. 11. 2010 17 Uhr Pfarrkirche St. Jacobus d.Ä.

37 Jahre Musik zum Advent - Homberger Chöre und Instrumentalkreise musizieren. - Eintritt frei ab 1. Dezember Lebender Adventskalender

Näheres an den bekannten Aushangstellen

12. 12. 2010 11 Uhr Christuskirche Homberg

Kantaten-Gottesdienst unter dem Motto „Machet die Tore weit“ - Kantate von Georg Philipp Telemann - Soli und Orchester Chor der Christuskirche


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Die Nacht der offenen Kirchen

St. Jacobus und Christuskirche boten eine beeindruckende Präsentation

Zu Anfang der nächtlichen Veranstaltung zeigten die evangelische Christuskirche und die katholische Kirche St. Jacobus D.Ä. mit einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst ihr seit Jahren gutes Verhältnis in Homberg. Anschließend wurde der Dialog mit dem Glockenspiel der beiden Kirchen fortgesetzt. In der katholischen Kirche wurden die Glocken von Peter Pfeiffer zum Klingen gebracht, in der Christuskirche sorgten Roland Bruckhaus, Carsten Bammert und Helmut Prinz für die Klänge. Dann bestand die Gelegenheit in der Kirche St. Jacobus zum Glockenturm zu steigen und auch die Petrusglocke zu besichtigen, die am 11. Oktober 2003 geweiht wurde. In der Christuskirche berichtete Pfarrer Michael Füsgen von Simchat-Thora ,,der Freude an den Geboten“ dem Brauch der Juden, wenn einmal im Jahr die Thorarollen aus den Schränken geholt und abwechselnd von allen Männern tanzend getragen werden.

Dies verband Michael Füsgen mit der Aufforderung die Gebote nicht nur als Regeln zu betrachten, sondern sie auch mit aktivem Leben zu erfüllen. Nach einem stimmungsvollen Auftritt des Blasquintetts „Blasholz“ wurde in der Christuskirche der Film „Lemon Tree“ von Eran Riklis gezeigt, einem israelischen Spielfilm aus dem Jahre 2008. Der Film zeigt das Schicksal der palästinensischen Witwe Salma Zidane, die am Rande der Westbank lebt und den Zitronenhain ihres verstorbenen Vaters pflegt. Es kommt zu einem Konflikt mit dem israelischen Verteidigungsminister, der gegenüber dem Zitronenhain in ein neues Haus zieht. Es wird ein Zaun gezogen, ein Beobachtungsturm aufgestellt und der Zitronenhain soll gegen Zahlung einer Entschädigung enteignet werden. Mit Hilfe eines Rechtsanwaltes versucht die Witwe Salma Zidane ihren Zitronenhain zu retten. Sie gibt nicht auf, zieht bis vor den Obersten Israelischen Gerichtshof. Die Richterin des Obersten Gerichts-

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hofes fällt ein salomonisches Urteil. Die Hälfte der Bäume müssen in ihrer Höhe reduziert werden. Aber mittlerweile ist aus dem Zaun eine riesige Mauer geworden und es gibt nur Verlierer. Der Zitronenhain kann nicht mehr gedeihen, der Verteidigungsminister wohnt in einem Haus umgeben von einer hohen Mauer. Anschließend nutze Michael Füsgen den Film zu einer Diskussion über die Härte des israelisch-palästinensischen Konfliktes. In der katholischen Kirche hatte nach der Turmbesteigung Meinhard Trennhaus zur Kirchenführung das Wort ergriffen. Niemand kann in Homberg eindrucksvoller über die Historie der St. Jacobus Kirche berichten als Meinhard Trennhaus. Der Umbau der Kirche wurde mit der Weihe des neuen Altars am 14. November 2004 abgeschlossen. Besonders beeindruckend sind die Skulpturen des Düsseldorfer Künstlers Bert Gerresheim, den eine Freundschaft mit dem ehemaligen Pfarrer der St. Jacobus Kirche Dr. Kurt-Peter Gertz verbindet. Einen sakralen Charakter boten die Holzstelen, die im Kirchhof angestrahlt wurden. Diese sogenannte Flurprozession war von Brigitte Trennhaus aus Hölzern von Akazienbäumen von einem Sturmschaden an der Bahnstrecke nach Wuppertal gefertigt. Einen Höhepunkt bot der gregorianische Choral, die Schola juvenialis, gesungen von fünf jungen Männern unter Leitung von Chri-


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stian Siegert. Christel Lueb-Pietron rezitierte in den Pausen mit brillanter Stimme u.a. Texte von Rose Ausländer, Masche Kaléko und Marie Lusie Kaschnitz. Im Anschluss präsentierte Josef Pietron Geheimnisse aus dem Bereich der St. Jacobus Kirche, die sonst nicht zu sehen sind. Hierzu gehörten Bilder von Kirchenfenstern, die von dem Innenraum aus nicht sichtbar sind. Beeindruckend war ein von René Hahn erzeugter Lichteffekt, der die Kirche von außen anstrahlte und dadurch die Kirchenfenster in vollem farblichem Glanz erstrahlen ließ. Dies war ein glanzvoller Abschluss der Kirchenpräsentation. In der Christuskirche wurde die Weltverbun-

denheit mit den Klängen der DidgeridooMusik fortgesetzt. Das Didgeridoo gilt als traditionelles Musikinstrument der Aborigines. Sie wurden meistens aus einem von Termiten ausgehöhlten Stamm lokaler Eukalyptusarten gefertigt und dienen überwiegend als rhythmisch eingesetztes Begleitinstrument für Gesänge und Tänze. Der Homberger Hans Schlumpf zeigte, dass er dieses Instrument perfekt beherrscht und ließ in der Christuskirche den vollen Klang ertönen. Im Anschluss wurde die Diskussion zu dem Thema Gebote als Wegweiser der Freiheit fortgesetzt. Der Ausklang des Abends erfolgte gemeinsam bei einem Glas Wein in der Kirche St. Jacobus. Wer die Gelegenheit zu einem Besuch beider Kirchenhäuser in der Nacht der offenen Kirchen nutzte, wurde von zwei Seiten inspiriert. Zum einen von dem sakralen Glanz der St. Jacobus Kirche, zum anderen von der weltoffenen Diskussion in der Christuskirche. Ein Spektrum, das meditative Besinnlichkeit hervorruft, aber auch die gedankliche Auseinandersetzung mit anderen Glaubensbereichen fördern kann. Heinz Schulze

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Seite 13 Rosenkranzausstellung im Jacobus-Saal

Auf Initiative von Frau Monika K. Dietz fand im Oktober im Jacobus-Saal eine Rosenkranzausstellung statt. In der Ausstellung waren 150 Rosenkränze zu sehen, die teilweise von Pfarrmitgliedern ausgeliehen worden waren. Dabei waren Rosenkränze von Franziskanern, aus Wallfahrtsorten, aber auch kostbare Halbedelsteinkränze und einfach geknotete aus Holzperlen. Sehr schön war es, dass Gruppen aus der Gemeinde, so die Vorschulkinder aus dem Kindergarten und die Kommunionkinder sowie die älteren Frauen aus dem Werkkreis der kdf Rosenkränze für die Ausstellung hergestellt hatten.


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Tischa - die gute Seele des TCHM Behutsames Schweigen ist das Heiligtum der Klugheit.

Im Tennisclub TCHM wird Tennis gespielt, aber es gibt auch eine herrliche Terrasse. Hier kann man einen Drink zu sich nehmen oder zuschauen, wie andere mehr oder minder erfolgreich den Ball über das Netz befördern. Manch einer kommt auch nur einmal so vorbei, um die gute Atmosphäre zu genießen. Tischa, mit bürgerlichem Namen Pehar Tihomir, kennt sich hier aus. Er ist für die Bewirtung zuständig, aber auch dafür, dass die Ascheplätze schön eben sind und der Ball nicht verspringt. Tischa kennt natürlich jeden

und jeder kennt Tischa. Er kennt die Hobbygruppen, die ehrgeizigen Spieler, die Jugendlichen und natürlich die vielen Frauen, die morgens und nachmittags auf der Anlage verweilen. Er kennt ihre Wehwehchen, die Nöte, die kleinen und großen Geschichten, die das Leben im Tennisclub ausmachen. Immer ist er freundlich und verbindlich und hat für alles Verständnis. Er gehört zu den Verschwiegenen, ein Schicksal, das er mit Pfarrern und Ärzten teilt. Er könnte sich äußern, denn er weiß, wer Schildchen verschiebt, wer großzügig ist oder eher verkniffen oder wankelmütig. Tischa ist seit 2007 auf der Anlage, als Otto Deter den Platz und die Gastronomie übernahm. Er hatte zuvor einen Lehrgang zur Platzpflege in Kevelaer besucht und war nun zuständig für die sieben Außenplätze. 1995 war er aus Herzegowina nach Deutschland gekommen. Davor hatte er als Soldat in dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien eine sehr schwere Zeit hinter sich. Da hat er das erlebt, was mit das Schlimmste ist,

was einem Menschen widerfahren kann, fünf Jahre Elend in einem Kriegsgebiet mitten in seiner Heimat. Da war er froh, dass er durch seine Cousine Drazenka und ihren Mann Mile, die Möglichkeit hatte, nach Deutschland zu kommen und bei dem bekannten Ratinger Wirt Heinz Hülshoff im Haus Langhardt Arbeit mit Gastronomie und Gartenpflege zu finden. Gelernt hat Tischar Kaufmann, aber die Möglichkeit in diesem Gebiet zu arbeiten, eröffnete sich in Deutschland nicht. Der Tennisclub Homberg-Meiersberg ist Tichas neues Zuhause. Mit seiner Cousine Drazenka, die frische Salate, bürgerlicherKüche, aber auch kroatische und italienischen Spezialitäten anbietet, sorgen sie für das kulinarische Ambiente. Die Terrasse ist im Sommer sein Lebensmittelpunkt, denn er genießt die Abwechslung durch die unterschiedlichen Gesellschaften. Im Winter geht es dann nach Mostar zu Mutter und Bruder, um in seiner alten Heimat die Erinnerungen wieder aufzufrischen. Heinz Schulze


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Pater Staszek Sliwinski OFMConv

Ein Franziskanerpater in der Kirchengemeinde St. Jacobus

Das Leben bietet Begegnungen mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Die Zusammenkunft mit Pater Staszek Sliwinski wird mir immer in guter Erinnerung bleiben. Dies liegt daran, dass Pater Staszek Sliwinski mir in dem Dialog die Möglichkeit gab, mein eignes Verhältnis zu Kirche und Glauben auszuloten. Die moderne Welt mit Internet, Events und der Fun-Gesellschaft hat sicherlich ihren Reiz, aber es gibt auch Schattenseiten, denn oft kommen Ruhe und Besinnung zu kurz. Der Verzicht auf die Spiegelung und des Abgleichens des eigenen Handeln ist die Ursache eines Lebens, welches die Bestimmung der eigenen Mitte vernachlässigt und somit zu einem geistigen und oft auch körperlichen Ungleichgewicht führt.

Pater Staszek ist im Rahmen der Fusion der vier Gemeinden: Herz Jesu, St. Jacobus der Ältere, St. Peter und Paul und St. Suibertus für die Kirchengemeinde St. Jacobus der Ältere in Homberg zuständig. Er gehört dem Orden der Franziskaner-Minoriten der Krakauer Provinz an, hat in Wien studiert, war zuerst in Neunkirchen (Österreich) als Kaplan tätig, seit Januar 2009 in Deutschland zunächst in Neustadt an der Waldnaab (Bayern) und nun im Ratinger Kloster St. Suibertus. Er stammt aus einer religiösen Familie, hat nach dem Abitur daran gedacht Medizin zu studieren, dann aber in Exerzitien wie von einem Schlag getroffen, die Nähe Gottes gespürt und dies hat ihn nicht mehr losgelassen. Seine Skiund Kletterausrüstung hat er verschenkt und auch eine Reise zur Besteigung des Himalajas sagte er ab. Seine Reise ging mehr nach innen zur Stärkung seiner Persönlichkeit. Hierbei ging es nicht um einen Verzicht, denn dieser ist im Leben unvermeidbar, wenn man eine Wahl trifft. Der Blick ist dann nach vorne gerichtet, denn mit einer Entscheidung zu hadern gibt keinen Sinn. Der Apostel Paulus hat es in dem 1.Korintherbrief so treffend dargestellt: ein Läufer im Stadion verzichtet auf Vieles um den Preis zu gewinnen. Er erzieht sich selbst, nicht zuletzt durch Askese.

Die Bibel ist für Pater Staszek wichtige Lektüre, ein Ratgeber und geistliche Begleitung. Dabei sind hier die Antworten auf die Fragen des Lebens nicht unmittelbar erkennbar. Aber in den Darstellungen menschlicher Schicksale gibt es Antworten und Lösungen. So auch im Buch Hiob. Das Buch Hiob ist eine erzählerische und klagende Dichtung, welche eine menschlich allzu einfache Gottesvorstellung tiefer hinterfragt. Ausgangspunkt des Buches Hiob ist die Herausforderung an Gott, ob Hiob nur deswegen fromm sei, weil er ohnehin glücklich lebe, die Diskussion der Fragen „Warum lässt ein gütiger Gott überhaupt Leid zu?“ und „Wie kann man Leid beenden?“. In der Antwort erweist sich das Leid Einzelner als Prüfstein in einem größeren Zusammenhang. Hierbei muss man menschliches Leben immer als Leben in einer unvollkommenen Welt verstehen, das man nicht verstehen kann ohne sie zu bejahen. Pater Staszek nährt seine Urteilskraft mit der Hinterfragung von Lebensfragen. Mit der ihm eigenen Aufmerksamkeit und Ausgeglichenheit hat er sich Authentizität und Nachhaltigkeit zu Eigen gemacht, die notwendig ist um ein sinnhaltiges Leben zu führen. Nicht die Flucht in eine Religiosität und eine damit verbundene Unterordnung gibt ihm die Kraft, sondern der offensive und vorurteilslose


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Umgang mit der Heiligen Schrift, die für ihn einen unerschöpflichen Fundus an Lebensweisheit erhält. So ist auch das Vorbild des Franz von Assisi dem Stifter des Ordens der FranziskanerMinoriten für Pater Staszek von besonderer Bedeutung. Franz von Assisi hat schon ein bewegtes Leben hinter sich, als ihn im Alter von 23 Jahren der Ehrgeiz packt in den Krieg zu ziehen. Sein Vater, Pietro Bernardone, ein begüterter Kaufmann, unterstützt seinen Sohn und rüstet ihn mit allem Notwendigen aus. Drei Tage später ist er wieder zurück in Assisi: nachdenklich, verändert, nicht mehr der Alte. Ein Traumerlebnis hat ihn zur Umkehr bewogen. "Wenn du hoch hinaus willst", hört er eine Stimme zu sich sprechen, "warum läufst du dann einem kleinen Fürsten nach, statt in den Dienst des große Königs zu treten?" Franz glaubt die Stimme des höchsten Gottes vernommen zu haben. Für den jungen Mann beginnt eine Zeit des Suchens. Er flieht in die Einsamkeit, verkriecht sich in Wäldern und Höhlen. Seine gewohnte Welt steht auf dem Kopf. Statt Krieg will er nun Frieden. Statt Adelstiteln nachzujagen, gibt er sich mit Bettlern ab. Nicht mehr der

Ruhm fasziniert ihn, sondern die Demut. Eine Karriere nach unten erscheint ihm sinnvoller und menschlicher zu sein als eine nach oben. Zwei Begebenheiten machen die Sache endgültig. Ein Aussätziger kreuzt seinen Weg. Franz überwindet Abscheu und Ekel, küsst den Kranken und erfährt ein nie gekanntes Glück. Was Franziskus suchte, lag zu Beginn des dreizehnten Jahrhunderts in der Luft. Nachrichten über die Armutsbewegung machten auf den Marktplätzen Umbriens die Runde. War es möglich, so zu leben, wie einst Jesus und die Apostel gelebt hatten? Franz versuchte es. Erste Gefährten schlossen sich ihm an. Die Brüder sahen es als ihre Hauptaufgabe an, überall die Erneuerung zu predigen. In der ersten Zeit waren sie ständig unterwegs. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie sich als Gelegenheitsarbeiter. In einer Zeit tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbruchs war eine Ordensgemeinschaft entstanden, die dem Geist der heraufziehenden Epoche entsprach: demokratisch organisiert, mit großer Beweglichkeit, engagiert in Kirche und Welt. In der Gedankenwelt von Franz von Assisi fühlt sich Pater Staszek zu Hause. Die Nachhaltigkeit im Leben mit dem Glauben

zu stärken. Hierbei sind ihm die Kinder und Jugendlichen besonders ans Herz gewachsen. Er ist ihr Partner und Kamerad mit einer Botschaft, die zu jeder Zeit Menschen anspricht und fasziniert. Auch für uns Erwachsene bietet Pater Staszek Sliwinski das Erlebnis fundamentaler Lebensbetrachtung. Einer Sichtweise, die unser Denken auffrischen kann, mit einem Gedankengut, die seit Jahrhunderten Philosophie und Theologie angesammelt haben, um auch unserer neuzeitlichen Betrachtungsweise den wegweisenden Charakter zu geben. Heinz Schulze

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Seite 18 Karate-Nachwuchsturnier in Mettmann Am 11. Juli fand das 2. Karate Jugendturnier im Dojo des ME-Sport statt. Über 40 Starter aus vier Vereinen fanden sich zusammen, um sich in einem Freundschaftsturnier in den einzelnen Disziplinen zu messen. Die Karateabteilung des TuS Homberg war mit neun Teilnehmern in der Gruppe 8-13 Jahren 9. 7. Kyu am Start. Die Starter des TuS waren dabei überaus erfolgreich! Im Kata Mannschaftswettbewerb konnten Elise, Kim und Svenja mit der Darbietung der Heian Shodan auf das oberste Treppchen steigen und holten verdient die Goldmedaille. Auch die Mannschaft von Mettmann Sport, denen fünf Minuten zuvor unser Jean Louis zugeteilt wurde, erreichte einen tollen dritten Platz und damit die Bronzemedaille. Weiter ging es mit dem Kata Einzelwettbewerb. Hier zeigte Svenja mit der Kata Heian Shodan in der Vorrunde und Heian Sandan in der Finalrunde, dass sie an diesem Tag sehr

gut vorbereitet war. Mit ihren Darbietungen erkämpfte sie sich auch in dieser Kategorie den ersten Platz! Dann folgte der Kumite Einzelwettbewerb (Kihon Ippon Kumite). Schon im ersten Kampf trafen leider Svenja und Elise direkt aufeinander, sodass man sich hier bereits gegenseitig ausschaltete. Svenja gewann bis zum Finale alle Kämpfe und musste sich nur der Gesamtsiegerin des ASC Ratingen geschlagen geben, die hier verdient gewonnen hatte. Aber auch die Silbermedaille ist ein großer Erfolg. Die Ausrichter vergaben anschließend noch einen „Besten-Pokal“, den der Kämfer oder die Kämpferin erhalten sollte, die über das gesamte Turnier die beste Leistung erbracht hatte. Das einstimmige Votum der anwesenden Kampfrichter fiel auf Svenja, die an diesem Tag einen wirklich guten Lauf hatte und tatsächlich in allen drei Disziplinen die konstanteste Leistung zeigte. An alle, die sich an diesem Tag dem Urteil der Kampf-

richter und den anwesenden Zuschauern stellten von hier aus ein ganz großes Lob vor allem an unserer Debütantin Kim, die das erste Mal bei einem Vergleichswettbewerb mitgemacht hat, und die trotz großer Aufregung - wie alle anderen - eine tolle Leistung zeigte. Hier sei noch einmal festgestellt: Nicht der Sieg darf im Vordergrund stehen - wobei das unbestreitbar Spaß macht - vielmehr das Gemeinschaftsgefühl, das Anfeuern, die gemeinsame Vorbereitung und die gemeinsame Aufgeregtheit - das alles konnte man an diesem Tag auch sehen - Herzliche Gratulation hierfür an alle Teilnehmer!! Nach dem Turnier war es für einige noch immer nicht zu Ende. Jetzt stand die KyuPrüfung zum 9. Kyu, 8. Kyu und auch 6. Kyu an. Zeitlich ein wenig kurz geraten aber dennoch erfolgreich haben alle Anwesende diese Schülerprüfung bestanden und konnten die Urkunden anschließend in Empfang nehmen.

„Jump“ in Ratingen TuS-Homberg Karate Abteilung engagiert sich bei Jump Der Sportschnuppertag als Teil des Sportund Bewegungsmodells der Stadt Ratingen „Jump“ fand am 12. Juni 2010 in der Sporthalle des CFW-Gymnasiums und der umliegenden Sportstätten statt. Diese Veranstaltung dient dazu, den Kindern der 2. und 4. Klassen vielfältige Möglichkeiten der sportlichen Betätigung nahe zu bringen. Die Karate Abteilung des TuS-Homberg war mit 5 aktiven Karateka vor Ort. Hierbei konnten die interessierten Teilnehmer im Alter von 6 – 10 Jahren direkt von den die Kampfkunst übenden Kindern und Jugendlichen des TuS

erfahren, warum diese Übungen so viel Spaß machen. In einer kurzen praktischen Einheit von jeweils ca. 30 Minuten pro Gruppe wurden Selbstverteidigungstechniken und einige Basisbewegungen dieser asiatischen Kampfkunst demonstriert und geübt. Der Abteilungsleiter Gerhard Kupschus und seine fleißigen Assistenten (Lukas, Marc, Elise und Svenja) demonstrierten praktische Anwendungen, die auch sogleich von den Lernwilligen ausprobiert wurden. Viele Kinder waren anschließend sehr erstaunt über die eigenen Fähigkeiten, die in dieser halben

Stunde zu Tage traten. Auch die zusehenden Eltern waren beeindruckt vom schnellen Lernerfolg der Teilnehmer. Es war aber auch allen klar, dass nur ein regelmäßiges Üben den gewünschten Effekt der Gesunderhaltung des eigenen Körpers und der Steigerung des Selbstbewusstseins dient. Es war auf jeden Fall ein schönes Erlebnis – auch für die engagierten Homberger – an diesem Sportschnuppertag teilzunehmen, so dass im nächsten Jahr sicherlich wieder mit der Karate Abteilung des TuS-Homberg bei „Jump“ zu rechnen ist.


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50 Jahre Tischlerei Peiffer – ein Handwerk im Wandel der Zeiten.

Von der linksrheinischen zur rechtsrheinischen Seite kamen Ursula und Peter Peiffer, weil sie nach einer Tischlerwerkstatt möglichst mit einer Wohnung Ausschau hielten. Als frischgebackener Tischlermeister wollte sich Peter Peiffer selbständig machen und suchte mit seiner gerade angetrauten Frau Ursula ein passendes Objekt. Da ergab es sich, dass Tischlermeister Fritz Schweitzer seine Werkstatt mit Wohnung bei uns an der Brachter Straße aufgeben und nach Kanada auswandern wollte. Peter Peiffer konnte die Werkstatt übernehmen und mit Frau Ursula die Wohnung beziehen. Zu der Zeit war für einen jungen Handwerksmeister an ein Auto überhaupt nicht zu denken, also zog Peter Peiffer mit dem Fahrrad und einen Anhänger zu seinen Baustellen oder zu seinen Kunden. Doch bald gab es auch in Homberg viel zu tun. Die Häuser an der Wagnerstraße wurden errichtet, dann folgten Mozart- und Schumannstraße und die Ringstraße. Anfang der 70er Jahre begann

dann die Besiedlung von Homberg-Süd. Anfang der 60er Jahre plante man ein Industriegebiet östlich von Homberg für Kleingewerbe, in dem sich Betriebe zusammen mit den dazugehörigen Familien ansiedeln konnten. Das war für Peter Peiffer mit seiner Familie eine ideale Kombination, denn nicht nur die Werkstatt war inzwischen viel zu klein geworden, sondern auch die Wohnung für die Familie mit vier Kindern. Zuerst wurde 1966 die Werkstatt an der Obersten Linde errichtet, und da das Wohnhaus nicht rechtzeitig fertig wurde, zog die Familie zunächst mit den vier kleinen Kindern in eine Werkstatthalle. „Es geht alles“, erinnert sich Ursula Peiffer, „irgendwie hat man das hingekriegt.“ Ein Jahr später war dann das Haus endlich fertig und die Familie konnte in das Haus

umziehen. Zu der Zeit wurde noch vieles vom Schreiner angefertigt, Fenster, Türen, Treppen und passgenaue Möbel. Es gab noch keine Normtüren und –fenster und noch keine Billig-Möbelhäuser. „Mein Vater hat oft bis in die Nacht gearbeitet“, berichtet Sohn Paul, „und viele Lehrlinge ausgebildet.“ Aber die Zeiten haben sich auch im Tischlerhandwerk geändert. Vieles kann heute preiswerter industriell gefertigt werden und wird hinzugekauft. Dies gilt insbesondere im Hausbau. Da ist eine Zusammenarbeit mit anderen Kollegen dringend geboten. Das eine kann der eine besser, weil er die notwendigen Maschinen und das Know-how hat, das andere kann der andere besser. Ohne Kooperation mit den Kollegen geht es nicht mehr. „Die Zeiten ändern sich und das ist gut so.“ Paul Peiffer sieht dies ganz nüchtern und die Zukunft seines Betriebs in den Nischen, die jeder Betrieb für sich finden muss. Peter Peiffer hat sich inzwischen in den wohlverdienten Ruhestand zurückgezogen und den Betrieb seinem Sohn Paul übertragen, der bereits von seinem Vater ausgebildet wurde und nach einigen Semestern Innenarchitektur an der Fachhochschule wieder in die väterliche Werkstatt zurückgekehrt war. „Im Studium habe ich gemerkt, dass ich doch lieber beim Handwerk bleiben sollte,“ erzählt er. Hier fühle er sich einfach wohl.


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Ihm zur Seite steht sein Bruder Roman, der ebenfalls vom Vater ausgebildet wurde, und nach einigen Jahren im Ausland nach Homberg zurückgekehrt ist. Roman Peiffer leitet heute die Werkstatt, während Paul Peiffer die Organisation des Betriebes übernommen hat. Bereits 1964 hatte Ursula Peiffer als zweites Standbein begonnen, Bestattungen durchzuführen. Das lag nahe, denn schließlich muss der Sarg vom Schreiner angefertigt werden. Ihr zur Seite steht inzwischen Sohn Paul, der sich auf diesem Gebiet mit zahlreichen Fortbildungen als Bestatter im Tischlerhandwerk weitergebildet hat. Hier gehe es vor allem um die Bereitschaft, sich ganz auf den Kunden in seiner besonderen Situation einzulassen, um eine Atmosphäre des Vertrauens, erläutert Paul Peiffer. Dies wissen die Kunden zu schätzen und hinterlegen ihre Urkunden für den Notfall schon mal im Tresor der Firma Pfeiffer, damit sie schnell zur Hand sind.

Als drittes Standbein hat die Schreinerei Peiffer eine Vertretung für das Schlafsystem Samina übernommen, das, angefangen vom Lattenrost bis zu Kopfkissen und Zudecke, ein ganzheitliches Konzept passgenau für jeden Schläfer anbietet. Wir berichteten bereits in unserer Ausgabe 4/5-2008 darüber. „Gesunder Schlaf ist Gold wert, darüber kann man sich jede Nacht freuen“. Paul Peiffer weist auf die vielen positiven Rückmeldungen hin, die er bisher erhalten hat. Vor fünfzig Jahren hat Peter Peiffer zusammen mit seiner Frau Ursula begonnen die Schreinerei aufzubauen. Daneben wurden noch vier Kinder groß gezogen. Als zweites Standbein kamen die Bestattungen hinzu und schließlich zog man in die eigene Schreinerei mit einem stattlichen Wohnhaus. Hier ging der Aufbau weiter mit Ausdauer und unermüdlichem Fleiß. Das haben die Söhne von ihren Eltern mitgenommen und führen heute

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das Unternehmen in ihrem Sinne weiter, wenn auch in veränderter Form, wie es eben die Zeit mit sich bringt. Die Handwerkskammer überreichte aus Anlass des 50jährigen Jubiläums eine Ehrenurkunde. HSP

Kreuze der sieben Fußfälle

Die Zahl Sieben ist von alters her eine heilige Zahl. Erinnert sie doch an das „Siebentagewerk“ des Herrn aus der Schöpfungsgeschichte, den sieben Worten Christi am Kreuz, den sieben Sakramenten der katholischen Kirche und manchmal schweben Verliebte im „Siebten Himmel“, aber das ist eine andere Geschichte. Fußfälle sind Zeichen des Gebets, der Demut, der Mensch macht sich klein vor Gott. Sie erinnern aber auch an den Pilgerweg nach Rom, an die sieben Hauptkirchen, die der Pilger noch heute besucht. Als Erinnerung baute man in der Heimat sieben Stationen, damit diejenigen, die nie nach Rom kommen konnten, ein Stück der „ewigen Stadt“ erleben konnten. Bei uns in Ratingen gibt es auch diesen traditionellen Weg der „Sieben Fußfälle. Ursprünglich verlief er außerhalb der Stadtmauer. Der Mensch, der sich außerhalb der Stadtmauer aufhielt, genoss nicht mehr den Schutz der Stadt und stellte sich unter den besonderen Schutz des Herrn, denn die Wege waren mar-

kiert mit Zeichen des Glaubens, die den Menschen das Gefühl der Sicherheit vermittelten. Die Menschen gingen aber auch den Weg der sieben Fußfälle als Bittweg für einen Kranken oder für Hilfe aus der Not. Wer den Bittweg heute noch gehen will, findet das erste Kreuz im Schatten des großen Turms von Peter und Paul, direkt hinter dem Bürgerhaus. Früher stand das Kreuz am Düsseldorfer Tor, später an der Düsseldorfer Straße und schließlich fand es seinen angemessenen Platz vor der Ratinger Hauptkirche. Das zweite Kreuz stammt aus der Mitte des 18. Jhs. und stand zunächst in der Nähe des Obertors, danach auf der Hochstraße und nach dem zweiten Weltkrieg wurde es schließlich im Patientengarten des MarienKrankenhauses aufgestellt. Das dritte Kreuz ist eine Neuschöpfung und ersetzt das alte Kreuz, welches einst an der Ecke Rosenstraße/Brückstraße stand. Es besteht aus drei Fundamentsteinen, die die Künstlerin Lisa Lepper-Behl aufeinander türmte. Diese Fundamentsteine stammen aus dem Fundament der Fabrik Cromford, und wurden ursprünglich im Steinbruch am „Schwarzen Loch“ gebrochen. Das vierte Kreuz steht noch heute an seinem angestammten Platz, in der Kreuzkapelle, dem sogenannten „Heiligenhäuschen“ an der Kreuzstraße/Ecke Brückstraße. Auch das fünfte Kreuz steht noch an seinem ursprünglichen Platz. Es ist das „Steinerne Kreuz“ an der Mülheimer Straße/Ecke Kreuz-

straße. Die sechste Station ist das „Hauser Kapellchen“, das von den Besitzern der Burg Haus zum Haus als Burgkapelle errichtet wurde. Das alte Altarkreuz erinnert an die Tradition des Bittweges. Das siebte Kreuz ist verschwunden. Es war ein Bildstock an der Ecke Hauser Ring/Lintorfer Straße, der 1913 von einem „durchgehehenden“ Fuhrwerk zerstört worden sein soll. Bei dem Unfall haben zwei Kinder den Tod gefunden, als sie sich hinter dem Bildstock in Sicherheit bringen wollten – so die Überlieferung. Zurzeit dient das alte Friedhofskreuz auf dem Ehrenfriedhof als siebte Station. Peter Kleemann aus Homberg möchte aus persönlichenr Dankbarkeit diesen alten Brauch wieder beleben und den siebten Bildstock bei uns in Homberg errichten, und zwar am Wanderweg im äußersten Norden unseres Stadtteils, parallel zur Milanstraße (siehe Foto). Dieser Standort würde unmittelbar an die alte Tradition anknüpfen, als die Bildstöcke noch außerhalb der Ortschaften standen, und den Wanderer - damals wie heute - anregen, über seine eigenen Lebensziele nachzudenken. Dafür sucht Peter Kleemann auf diesem Wege ideelle und finanzielle Unterstützung. Wenn Sie sich näher über das Projekt informieren möchten, wenden Sie sich bitte direkt an Peter Kleemann, Adlerstr. 27, Tel. 705075, e-mail: peter-kleemann@t-online.de HSP/Heimatverein Ratinger Jonges e.V.


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Erfolgreiche Jugendarbeit im TCHM Sommertenniscamp ein voller Erfolg

Überall wo man Kindern mit strahlendem Gesicht begegnet und sofort mit Freude von dem Erlebten berichtet will, da weiß man, dass sich jemand gekümmert hat, der selbst mit Begeisterung dabei ist. Dies ist der Fall, wenn Ines Heise mit ihrem Bruder Manuel die Kinder und Jugendlichen vom Homberger Tennisclub unterrichtet. Im Vordergrund steht immer das kindgerechte Spiel, es muss Spaß machen, dann stellen sich Erfolge von selbst ein. Mit 4 Jahren kann man beginnen, auf einem Minifeld gibt es hier mit anderen Vereinen die ersten Meisterschaften.

Die Kameradschaft und das gemeinsame Erleben stehen im Vordergrund. Dafür gibt es Vereinsfahrten zum Ostercamp nach Mallorca und natürlich das Sommertenniscamp, jeweils in der letzten und ersten Ferienwoche. Hier können die Kinder und Jugendlichen „schnuppern“, das heißt, sie brauchen noch nicht Vereinsmitglied zu sein und können erleben, wie mit Schlagtechnik und auch körperlichem Einsatz schnell kleine Erfolge zu erreichen sind. Doch es bedarf viel Konzentration und einer gewissen Disziplin um sich zu verbessern. Dies zu erlernen macht sehr

viel Spaß, denn oft sind die Ballwechsel überraschend, und in dem abwechslungsvollen Spielverlauf liegt der besondere Reiz. Beim Ostercamp in Cala Ratjada waren 22 Kinder und Jugendliche dabei. Das Sommertenniscamp wurde von insgesamt 80 Teilnehmern besucht. Natürlich hatten Ines Heise und ihr Bruder Manuel dabei Unterstützung von Spielern der noch jugendlichen Herrenmannschaft mit Marius und David Röttig, Patrick und David Sonnleitner, Sven Bloch, Pascal Wawrzinek und Lars Becker. Besonderen Spaß machte den Kindern das Zelten mit


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Lagerfeuer und Grillen auf der Anlage zum Abschluss der Veranstaltung. Ines Heise trainiert auch die Damen und Herrenmannschaft im Verein. Ihre Eltern Iris und Frank Heise waren Gründungsmitglieder des TCHM, und mit 6 Jahren begann Iris mit dem Tennis. Nach ihren ersten Jahren in Homberg wechselte sie zum LTC Lintorf, CHTC Krefeld, Babcoc Oberhausen und Blau-Weiß Bochold. Iris Heise spielte in der Bundesliga, war als Jugendliche schon unter den ersten 5 in Deutschland und wurde 1993 DoppelEuropameisterin der Junioren mit ihrer Partnerin Petra Begerow in Lissabon. Dies nur als kleiner Einblick was man als Spielerin und jetzige Trainerin des TCHM erreichen kann. Weitere Erfolge der Jugendmannschaften des TCHM in der letzten Saison 2009/2010 bei den Stadtmeisterschaften Ratingen:

U18: 1.Platz Marius Röttig, 2.Platz Lars Becker, 3.Platz Pascal Wawrzinek U16: 1.Platz Sven Bloch, 2. Platz Björn Barwinski U12: 2.Platz Dennis Cu Thai U12: 1.Platz Nguyen Cu Thai, 3.Platz Laura Fischbach (Mädchen) Bezirksmeisterschaften Doppel: U18: 1.Platz Marius Röttig/ Pascal Wawrzinek U16: 1.Platz Björn Barwinski/Lorenz Schwab U12: 3.Platz Melanie Papenhoff/Caroline Balatovic Bezirksmeisterschaften U11: 3.Platz Melanie Papenhoff Verbandsmeisterschaften U14: 3.Patz Björn Barwinski Die Mannschaft U18 erreichte den Aufstieg in die Niederrheinliga. Heinz Schulze

Wieder Weihnachtsmärchen im Autohaus Bruhy Auch in diesem Jahr gibt es wieder im Autohaus Bruhy für alle kleinen und großen Märchenfans ein Weihnachtsmärchen. Diesmal steht „Rumpelstilzchen“ auf dem Programm. Am 12.12.2010 um 11 Uhr erfahren alle Besucher, welche Belohnung Rumpelstilzchen versprochen wurde, wofür er sie bekommen soll und ob er sie auch wirklich bekommt. Der Eintritt von 3,- € pro Person wurde bisher ohne Abzug an öffentliche Einrichtungen wie z. B. dem ev. Kindergarten oder der Christian-Morgenstern-Grundschule in Homberg gespendet, oder an das Jugendcafe Homberg und das Behindertenzentrum in Ratingen-West. In diesem Jahr bittet das Autohaus Bruhy die Homberger Bürger um Vorschläge, an wen der diesjährige Erlös gespendet werden soll. Einrichtungen in Homberg werden bevorzugt. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge an folgende email-Adresse: sabine@bruhy.de. Sabine Birnbach/HSP

Ästhetische ganzheitliche Zahnmedizin. Funktionsdiagnostik


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Kunstrasenplatz am Füstingweg ist fertig Die Zeiten der roten Asche sind vorbei

Aufatmen bei der Homberger Fußballjugend. Die Zeit der Renovierung ihres Sportplatzes am Füstingweg ist vorüber. Keine Fahrten mehr zum Trainingsgelände nach Ratingen an die Talstraße. Nie mehr der Ärger mit dem Platzabkreiden und der Asche, die bei nassem Wetter mit den Pfützen auf dem Platz immer unangenehmer wurde. Wie es nach einer solchen teilweise Erneuerung der Sportanlage nun einmal ist, verlangt jetzt natürlich das Gebäude neben dem Sportplatz wenigstens nach einem Neuanstrich. Auch könnte der Name des Vereins für die Gäste in großen Buchstaben sichtbar an der Sportstätte angebracht werden. Aber die Jugendabteilung des TuS Homberg ist dank-

bar. Sie ist trotz der vielen Fahrerei gut in die Saison gestartet und mit neun Mannschaften gut im Wettbewerb um Punkte und Meisterschaft vertreten. Die Bambinis werden gerade neu zusammengestellt und die A1-Jugend mit Trainer Achim Berein will diesmal ganz oben angreifen und den Aufstieg in die Leistungsklasse schaffen. Aushängeschild ist die Mädchenmannschaft mit den Trainerinnen Kathrin Kippenberg und Cornelia Krill, die schon in der letzten Saison hervorragende Spiele gezeigt hat. Anmeldungen sind jederzeit möglich, Kontaktdaten erhält man über das Internet: TuS Homberg Jugendabteilung, www.tus-homberg.de. Heinz Schulze

Neue Ausrichtung bei Lotto-Post-Agentur Zum Ende des Monats gibt Irmgard Raschke die Non-Food-Artikel des Tchibo-Depots wieder auf. Nach wie vor hat sie jedoch den Tchibo-Kaffee in ihrem Angebot. „Ich brauche einfach mehr Platz für mein eigentliches Geschäft, den Schreibwarenhandel,“ sagt Irmgard Raschke, darum trenne sie sich von ihrer Non-Food-Abteilung. „Überall stehen die Ständer im Wege“, so berichtet Irmgard Raschke weiter, das sei allmählich sehr unübersichtlich für die Kunden. Außerdem will sie mehr Bücher für Kinder und Erwachsene anbieten. Die Non-Food-Artikel von Tchibo können inzwischen im Frischemarkt in Homberg-Süd gekauft werden. Somit erscheint die Lotto-Post-Agentur bald in neuem Glanz. HSP


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Mit dem TuS Homberg nach Jordanien

Der TuS Homberg als moderner Sportverein macht nicht nur mit seinem Sportangebot, sondern auch seit 10 Jahren mit exotischen Reisen von sich reden. Blieben die Homberger Gruppen zunächst noch in Europa, so ging es später nach und durch China, Vietnam, Kambodscha und Thailand – der HOMBERGER berichtete in früheren Ausgabe immer sehr ausführlich. Im nächsten Frühjahr, vom 5. bis

15. April 2011, soll es also Jordanien sein. Am 5. April, einem Dienstag, fliegt die Reisegruppe von Düsseldorf über Istanbul nach Amman und damit in die Hauptstadt des Landes, das mit 92.300 qkm nur unwesentlich größer als Österreich ist. „Willkommen heißen wird uns dieses Land mit seinen offenen und herzlichen Menschen und seiner traditionellen Gastfreundschaft. Wir erleben die fruchtbare Zone im Jordantal, bergige Landschaften im Norden des Landes, die große Graben- und Wüstensenke Wadi Araba zwischen dem Toten Meer und dem Roten Meer und die Wüstenlandschaft mit dem einmaligen Wadi Rum. Als Höhepunkt wird uns Petra, die Felsenstadt der Nabatäer beeindrucken.“ sagt Hermann Pöhling, der die Reise organisiert hat. Während der Reise werden Mittelklassehotels genutzt. Fans der arabischen Küche kommen sicher auf ihre Kosten. Sorgen um Hygiene

oder Verträglichkeit braucht man sich kaum zu machen. Und natürlich ist für einheimische, deutschsprachige Reiseleiter gesorgt. Dieser Bericht kann naturgemäß nur einen kleinen Einblick in eine interessante Reise geben. Ausführliche Informationen erhält man im Internet unter www.tus-homberg. de oder bei Hermann Pöhling (Tel. 51371), dem Ehrenvorsitzenden des TuS, der die deutsche Reiseleitung hat; er allein nimmt auch ab sofort Anmeldungen entgegen. Die Gruppe soll übrigens nur 16 bis 18 Personen umfassen. Verantwortlicher Reiseveranstalter ist ein auf Gruppenreisen spezialisiertes Reiseunternehmen, das voraussichtlich auch ein Vorbereitungstreffen durchführen wird. Der TuS Homberg hält seine fördernde Hand über die Reise - Mitgliedschaft im Verein ist jedoch nicht erforderlich! Alle netten Leute sind als Mitreisende willkommen.

Gymnastik und Turnen: breites Angebot für Frauen und Männer beim TuS Homberg Step-Aerobic? Muskelaufbautraining? Fitness oder Volkstanz? Der TuS Homberg bietet mit seiner Abteilung „Gymnastik und Turnen“ allen interessierten Frauen und Männern eine Vielzahl von Kursen an, um Kondition, Koordination, Kraft und Ausdauer zu trainieren. Die Kurse werden von ausgebildeten Übungs 

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leitern, Physiotherapeuten und Sportlehrern durchgeführt, die sich fortlaufend weiterbilden und so immer auf dem aktuellsten Stand der Sportwissenschaft sind. Im breiten Kursangebot werden alle Altersschichten fündig. So gibt es beispielsweise den Kurs „Fit in den Tag“, der sich an jüngere Frauen und Mütter von Kindern richtet, die zur selben Zeit im Kindergarten oder Schule versorgt werden. Darüber hinaus finden sich Möglichkeiten zum Muskelaufbautraining für Ausdauersportler, moderne Fitness für Frauen ab 50 Jahren, Volkstanz oder auch spezielle Gymnastikgruppen für Frauen, Männer und

Senioren. Eine vollständige Übersicht des Kursangebotes findet sich unter www.tushomberg.de in der Rubrik „Sportangebot/ Gymnastik und Turnen“.


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Das Abenteuer liegt vor der Tür

In unserer letzten Ausgabe berichtete Pfadfinder Daniel Helbach von seiner abenteuerlichen Wanderung zusammen mit Frank, Kai und Jan allein durch den Westerwald. Hier erzählt Daniel, wie es auf der Wanderung weiterging 16.07.2010 11 Uhr: Die Nacht ist nicht zu warm und ein frisches Lüftchen sorgte für Abkühlung. Wach werden wir um 8:30 Uhr. Kurz nachdem wir uns dann aus unseren Schlafsäcken schälen, fährt plötzlich ein Traktor mit zwei Männern vor. Sollte es nun ein Donnerwetter geben? Aber nicht doch. Wir werden von ihnen freundlich begrüßt und sie sagen uns, dass wir uns ruhig Zeit mit dem Packen lassen sollten. Sie würden erst einmal die Feuerstelle und die Grillhütte reinigen. Der eine sagt dann freundlich zu uns: "Ich schließe Euch die Toiletten auf, ihr könnt sie zum Waschen und Zähneputzen nutzen". Dies lassen wir uns nicht zweimal sagen. Zurück an den Rucksäcken fragt er uns, wo wir denn hinwollen. Als

er erfährt, dass wir nach Westernohe wollen, erzählt er uns alles was er über das Lager weiß. Als Etappenziel für heute geben wir noch den Secker See an. Dort sollen wir, seiner Meinung nach, auch eine Fischerhütte mit Grill vorfinden. Wir brechen ohne Frühstück auf, um die Gastfreundschaft nicht zu überstrapazieren. Dies holen wir dann 1 km von der Schutzhütte entfernt nach. 12 Uhr: Zuerst inspizieren wir den Secker See. Dieser stellt sich als reiner Anglersee heraus und Teile der Wasseroberfläche sehen auch nicht appetitlich aus, sprich, die Hautkrankheit wäre garantiert. Die angesagte Grillhütte sieht wiederum ordentlich aus und daneben genug Platz für uns. Vor der Hütte stehen zwei Personen und machen gerade eine Übergabe der Hütte. Wir sehen schon unser Nachtquartier den Bach runter gehen, weil wir so Satzfetzen aufschnappten wie: "Die Grillhütte gehört mit zu der Schutzhütte". Wir sprechen den Verwalter des Domizils an und fragen, ob wir heute Abend hier kochen und schlafen dürfen. Er ist von uns begeistert und erlaubt es uns direkt, vorausgesetzt, dass wir die Grillhütte sauber verlassen. Unser Nachtlager ist damit gesichert und wir können uns um unseren Badetag kümmern. In nördlicher Richtung liegt noch der Große Weiher, direkt neben einem Campingplatz. Also nicht lang gefackelt, einen Platz gesucht, von wo aus wir unsere Rucksäcke im Blick behalten können und dann und rein ins kühle Nass. Was gibt es Schöneres, als bei gefühlten 30 Grad sich in einem Badesee zu vergnügen? Man vertreibt sich die Zeit mit Wasserkämpfen, entspannen und mit Moormonsterverkleidungen basteln. Dann kommt Jan auf die Idee, sich bis zum Bersten Algen in die Hose zu stecken. Seitdem hat für uns "einen auf dicke Hose machen" eine ganz neue Bedeutung. Den Abschluss des Badespaßes bildet ein kühles Eis. Dies können wir in einem kleinen Lädchen neben der Rezeption des Campingplatzes kaufen. Dort erfahren wir auch, dass das Baden hier nicht kostenlos ist. „Kinder 1 Euro, Erwachsene 2 Euro“ sagt uns die Verkäuferin. Wir erklären ihr, dass wir vom Süden her über einen Wanderweg gekommen sind und nicht von den Gebühren gewusst haben. Die Kassiere-


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rin ist aber so nett und sagt: „Ich schenke Euch den Eintritt“. Dies ist einer der Momente, wo unsere Pfadfinderkluft auch eine Eintrittkarte sein kann. 17.07.2010 00:15 Uhr: Abrupt werde ich aus dem Schlaf gerissen. Der Wind weht von Moment zu Moment immer stärker. "Hey, Leute aufwachen!" rufe ich zweimal leise. Ein verschlafenes "Ja, was ist?" schallt mir leise entgegen. "Hier geht es gleich richtig rund, schaut bitte, ob noch irgendwo Dinge lose herumliegen" antwortete ich. Sofort sind alle hellwach und es beginnt ein munteres Treiben. Es ist interessant zu sehen, wie viele Dinge noch herumliegen, obwohl alles aufgeräumt ist. Der Wind weht immer stärker. Es kommen Erinnerungen an die letzten Tage hoch, wo jeder zu Hause diese Hitzegewitter im sicheren Schutz der eigenen vier Wände miterlebt hat. Doch dieses Mal liegen wir draußen in einem Holzpavillion ohne Seitenwände und der Wind zieht scharf durch unser Häuschen. Erst später, als der Wind aufhört, beginnt es zu regnen, was uns dann aber kaum noch stört. 8:30 Uhr: Der Himmel ist bedeckt, aber trocken. Statt aufzustehen, quasseln wir in den Schlafsäcken über Gott und die Welt. Gegen 9 Uhr setzt dann wieder Regen ein. Wir packen dann ruhig alles zusammen, räumen die Hütte auf und frühstücken. Als wir dann loslaufen, hat es aufgehört zu regnen. 17:20 Uhr: Die uns empfohlene Pizzeria in Seck stellt sich als Griechisches Restaurant ohne Pizzas heraus. Wir können dort aber trotzdem gut speisen. Die drei Jungs haben die Chance genutzt, um mit Hilfe der Servietten die griechische Sprache zu lernen. Nun sagen sie andauernd so Sachen wir S'AGAPÁO und M'ARÉSSIS was so viel bedeutet wie: "Ich liebe dich" und "Du gefällst mir". Ob sie es nun auf diese Art und Weise auf dem Lagerplatz bei den Mädels versuchen

wollen? 20:30 Uhr: Die neue Schutzhütte hat im Gegensatz zur letzten einen dekadenten Fliesenboden. Auch sie ist verschlossen und hat wieder eine große Veranda. Von hier aus ist es nicht mehr weit zu dem Rest des Stammes. Wenn die anderen im Lager dies wüssten. Wir futtern noch den Obstsalat, eine Schokokeksrolle und trinken noch die ein oder andere Brause. Bei einer Erkundungstour um die Hütte herum haben die Jungs ein aktives Wespennest in einem der Fenster gefunden. Bleibt zu hoffen, dass uns die Wespen freundlich gesinnt sind. 18.10.2010 8:00 Uhr Guten Morgen. Der Wecker hat vor einer halben Stunde geklingelt und jetzt ist annähernd alles eingepackt. Um 9 Uhr sind wir mit unserem Stamm an ihrem Lagerplatz verabredet, um gemeinsam zu frühstücken. Dann hoffen wir mal, bei unserer Ankunft eine gedeckte Wiese vorzufinden…… Bericht: Daniel Helbach Wenn Dir diese Chronik gefallen hat und Du auch solche Abenteuer erleben möchtet, Du im Alter von 10 und 14 Jahre alt bist, so besuche uns dienstags in der Zeit von 17:30 Uhr bis 19 Uhr in unserem Pfadfinderheim an der Brachterstraße 1 . Dann kannst Du die Gruppe aus diesem Abenteuer kennen lernen. Kontakt: Sebastian Georg Tel.: 02102/895814

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