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02/2009 03/2009

Gemeindezentrum bald in städtischer Hand? Auf einmal geht alles ganz schnell.

Homberger Politiker bei der Diskussion für den Erhalt des Gemeindezentrums

Acht Monate wartet der Bezirksausschuss Homberg auf eine Antwort. Sein Wille: Die Stadt möge die beiden Kirchengrundstücke in HombergSüd kaufen und ein Nutzungskonzept für beide Gebäude erarbeiten. Seitdem steht das Thema zwar immer wieder auf der Tagesordnung, doch legt die Stadtverwaltung einfach kein Konzept vor. Deshalb muss das „Gemeindezentrum“ von Mal zu Mal von der Tagesordnung abgesetzt werden. Aus der Verwaltung ist indessen aus berufenem Mund zu hören: „Dafür gibt es keinen Cent!“ Irgendwann haben die im Bezirksausschuss vertretenen Parteien „die Faxen dicke“! Da das evangelische Gemeindezentrum dringend für die Übermittagbetreuung der Schulkinder gebraucht wird und die Eltern wissen müssen, ob sie mit der Betreuung auch im nächsten Schuljahr rechnen können, laden SPD und CDU zu einer Bürgerversammlung am 3. Februar 2009 ein. Auf dem Podium sitzen auch Vertreter von FDP und Grünen. Während der sehr gut besuchten Versammlung fordern Bürger mit Nachdruck den Erhalt wenigstens des evangelischen Gemeindezentrums.

Danach finden sich Politiker der genannten Fraktionen zusammen und formulieren einen gemeinsamen Antrag für die Ratssitzung am 10. Februar. Weil die Tagesordnung für den Rat längst gedruckt ist, wird der Antrag als Dringlichkeitsantrag eingebracht. Bürgermeister Birkenkamp spricht dem gemeinsamen Antrag von Bündnis 90 / Die Grünen, CDU, FDP und SPD jede Dringlichkeit ab und versucht mit aller rhetorischer Macht, ihn von der Tagesordnung fern zu halten. Seine Behauptung: Er habe bereits Verhandlungen zum Kauf der beiden Kirchengrundstücke aufgenommen. So liest es sich auch in der Ratsvorlage, die, oh Wunder, plötzlich und unmittelbar zur Ratssitzung und seit acht Monaten sehnsüchtig erwartet in den Postfächern der Ratsmitglieder liegt. In der Vorlage sind jedoch nur statistische Daten zu Bevölkerungszahlen und diverse Angebote und Einrichtungen dargestellt. Dass es den TuS Homberg gibt und dass der Sport für Ältere anbietet, das ist dem Rat und den Hombergern erst Recht hinlänglich bekannt. Was ein Ortsteil dieser Größe aber haben müsste und wie man die Lücke zwischen Istund Soll-Zustand schließen könnte, also von einem Entwicklungs- und Nutzungskonzept, wie es nicht nur der Bezirksausschuss gefordert hatte, keine Spur. Man merkt dem Druckwerk an, dass es entweder unwillig oder mit der heißen Nadel gestrickt und noch druckfrisch vor die Kommunalpolitiker geworfen wurde. Dieses unzumutbare Verfahren empört die Homberger Ratsfrauen Korzonnek, Luderich und Hanning ebenso wie die Ratsmänner Pöhling und Weidtmann. Die Mehrheit des Rates, identisch mit den antragstellenden Fraktionen, entscheidet deshalb anders, beschließt zunächst die Aufnahme in die Tagesordnung gegen den Willen von Birkenkamp und Bürgerunion. Später beauftragt der Rat mit den Stimmen der Antragsteller Bürgermeister und Verwaltung, mit der Gemeinde über den Kauf des Gemeindezentrums zu verhandeln. Am 10. Februar, ein Tag nach der Ratssitzung, unmittelbar vor der Sitzung des Bezirksausschusses, besichtigt BM Birkenkamp (erstmals?) die beiden Gemeindezentren. Wie zu erfahren war, bemerkt er gegenüber einem Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde: „Wir können verhandeln.“ Daraus mag nun jeder seine Schlüsse ziehen. Auch


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Seite 2 daraus, dass Bürgermeister Birkenkamp sich anschließend in der Sitzung des Bezirksausschusses gar nicht erst sehen ließ. Fazit: Obwohl immer wieder aus der Stadtverwaltung zu hören war, dass der Ankauf der Gebäude überhaupt nicht in Frage komme, haben sich die politischen Parteien in Homberg nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ durchgesetzt. Sie haben den Wahlkampf Wahlkampf sein lassen, haben alle politischen Differenzen im Detail beiseite geschoben und schließlich erreicht, dass die Verwaltung Erwerbsverhandlungen aufnehmen muss. Dafür gebührt ihnen ein ganz dickes Lob. Homberger Bürger sollten dies mit einer hohen Wahlbeteiligung honorieren. Nun bleibt nur zu hoffen, dass die Kaufverhandlungen zügig und zwar noch vor der Wahl abgeschlossen werden, dass auch die Kirchengemeinden sich konstruktiv bewegen, dass die Gespräche unabhängig von Wahlterminen bis zum Erfolg fortgesetzt werden, und dass in einem weiteren Schritt das ehemals katholischen Gemeindezentrum ebenfalls wieder mit Leben zum Wohle aller Homberger gefüllt werden kann. Die Redaktion

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Offener Brief zum Gemeindezentrum Ratingen, den 4. 2. 2009 Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, als interessierter und betroffener Homberger Bürger nahm ich an diversen Veranstaltungen zum Thema “Gemeindezentren in HombergSüd“ teil. Ein zentraler Aspekt in den Diskussionen dieser Veranstaltungen war die Frage nach dem Bedarf dieser Zentren und dem daraus möglicherweise resultierenden Kauf der Liegenschaften durch die Stadt Ratingen. Unter ihrer Trägerschaft könnte aus den Zentren ein Bürgerzentrum (o.ä.) entstehen, welches den wichtigsten Bedarf der Homberger Bürgerschaft abdeckt. Art des Bedarfs ergibt sich in vielfältiger Weise, wie die folgende Auflistung verdeutlichen soll. Wohlgemerkt – es handelt sich nicht um eine imaginäre Wunschliste, sondern um konkrete Forderungen, die von vielen Homberger Bürgerinnen und Bürgern wiederholt zum Ausdruck gebracht wurden. Das Bedarfsspektrum erstreckt sich bezüglich der Altersgruppen von ganz jung bis betagt. Ich will einige Punkte des oft geäußerten Bedarfs auflisten: -Forum für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern bezüglich der vielfältigen Anforderungen (z.B. Erfahrungsaustausch, Still- und Krabbelgruppen, Miniclub) -Begegnungsstätte und Angebote für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger -Räume zur Erweiterung der gesetzlich geplanten Kindergartenangebote, z.B. - für erweiterte Angebote der benachbarten

Grundschule und dringend benötigte weitere Fachräume, - zur Freizeitgestaltung für Kinder- und Jugendgruppen und zur Förderung von Kreativität und Kommunikation, - für Sport und Weiterbildung von Jugendlichen und Erwachsenen, - für kulturelle Angebote, Vorträge, musikalische und literarische Darbietungen, - für eine weitere Bücherei in Homberg-Süd und schließlich braucht Homberg Räume für Wochenendangebote für Kinder und Jugendliche und für öffentliche und private Feiern. Diese Liste sollte nicht als abgeschlossen betrachtet werden. Erst bei der Entwicklung eines konkreten Konzeptes wird man erkennen können, welche Angebote als vorrangig und realisierbar angesehen werden können. Möglicherweise müssen einige Wünsche zugunsten eines anderen hier noch nicht aufgelisteten Bedarfs zurückgestellt werden. Es ist meiner Meinung nach dringend geboten die Liegenschaften von den Kirchengemeinden zu erwerben, und zeitnah ein konkretes Konzept zur Nutzung eines zukünftigen Hom-

Impressum

Herausgeber: Homberger Verein zur Förderung von Bürgerinteressen e. V. Anschrift der Redaktion: Schumannstrasse 15, 40882 Ratingen Tel.: 02102/51998 e-mail: homberger@gmx.de Internet: www.derhomberger.de Redaktionsteam: Helmut Frericks, Hermann Pöhling, Hannelore Sánchez Penzo, Heinz Schulze Layout: Lisa Schulze & Simon Schulze Bild/Anzeigenbearbeitung: Josè Sánchez Penzo Redaktionsschluss: jeweils Monatsende Erscheinen: zweimonatlich Druck: Schöttler Druck, Ratingen Auflage: 2500 Exemplare Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie für deren Richtigkeit übernimmt der Herausgeber keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Texte spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.


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berger Bürgerzentrums zu entwickeln und dies umzusetzen. Es liegt mir fern, in diesem Zusammenhang die bessere Situation in anderen Ratinger Stadtteilen als Argument anzuführen, jedoch wird von der Mehrheit der Homberger Bürger und ihrer politischen Vertreter das städtische Angebot in Homberg bezüglich Einrichtungen, die dem Gemeinwohl dienen, als sehr unbefriedigend angesehen. Die Einrichtung eines Bürgerzentrums ist also dringend geboten. Die Umwid-

mung der Gemeindezentren in ein städtisches Bürgerzentrum fände eine sehr hohe Akzeptanz in der Homberger Bürgerschaft. Mit freundlichen Grüßen Ernst Nickel Kirchfeldstr. 34, 40882 Ratingen

Bürgerversammlung zur Schließung des Gemeindezentrum am 03.02.2009 Gut besucht war das Forum der Christian-Morgenstern-Schule als mit den Politikern aller Homberger Parteien über den Fortbestand des Gemeindezentrums in Homberg-Süd diskutiert wurde. Die Politiker forderten die Homberger Bürger auf, Druck auf die Verwaltung auszuüben, da der Bedarf für die Betreuung von Senioren und Jugendlichen in Homberg-Süd unzureichend ist. Die Stadtverwaltung lehnt aber bisher einen Kauf ab, weil auf Grund der Kreisverordnung nur sechs Seniorentreffs im Stadtgebiet unterhalten werden können. Doch so war die einhellige Meinung, was nutzt den Hombergern der Seniorentreff in Tiefenbroich oder Hösel. Zusätzlich ist kurzfristig das Problem mit der Über-Mittag-Betreuung entstanden, weil die evangelische Kirchengemeinde den Mietvertrag mit der Stadt nicht verlängern will. Bei der Verhandlung über den Verkauf ist zu beachten, dass die Grundstücke den Kirchengemeinden geschenkt wurden, und somit nur über den Wert der Gebäude und der Erschließungskosten zu verhandeln ist. Der frühere Stadtdirektor Dr. Alfred Dahlmann erinnerte daran, dass die Grundstücke an eine gemeinnützige Nutzung gebunden seien und somit eine Bebauung mit Wohngebäuden, wie schon vermutet, zukünftig nicht möglich sei. In eindrucksvoller Weise schilderten Homberger Bürger, wie ihr Leben durch das Gemeindezentrum geprägt wurde. So berichtete Britta Linnenweber, wie in den vergangenen Jahrzehnten mit der Familienfreizeit, den Veranstaltungen der Kirche, Kulturabenden und nicht zuletzt Geburtstagsfeiern die Räumlichkeiten des Gemeindezentrum von zentraler Bedeutung in der familiären und gesellschaftlichen Kommunikation geworden sind. Würde dies wegbrechen, so fehlte in Homberg-Süd für einen gesamten Stadtteil der Ort für gesellschaftliche Begegnungen. Die Einigkeit zwischen Bürgern und Politikern gab Mut doch noch etwas bewegen zu können. Wie wir inzwischen wissen, bringt gerade der Zusammenhalt von Politikern und Bügern eine positive Wende (s. Leitartikel).


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Die Oscarverleihung beim Homberger Feetz Mit 2 x 11 war alles rund

Schon am Eingang zum Luthersaal mit dem roten Teppich und dem goldenen Vorhang konnte man erkennen, dass die Jubiläumssitzung in besonderem Glanz erstrahlen würde. Diesem Anspruch wurde die KG Homberger Feetz mit dem großen Jubiläumsball auch voll gerecht. Im Treppenhaus waren die Bilder der zehn Gründungsmitglieder zu sehen, mittlerweile sind es 150 Mitglieder, fast ein Drittel im jugendlichen Alter. Darauf ist Präsident Klaus

Witzel auch besonders stolz, und mit der Gruppe der ,,Backstageboys & Sweetest Temptations“ zeigte der Vereinsnachwuchs, dass die Jugend voll in das Karnevalsgeschehen des Vereins integriert ist. Die Darbietung, die Oliver Hamacher mit seiner Tanztruppe bot steckte voller überraschender Showeffekte und war voller Leidenschaft dargeboten, egal ob es sich um die Darstellung als Blues Brothers, Michael Jackson oder Pippi-Langstrumpf-Mariechen handelt.


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Das gesamte Programm war bunt gemischt, so dass nie Langeweile aufkam. So begann es mit der Tanz- und Funkengarde Fidele Geister aus Niederaußern, gefolgt von Feuerwehrmann Kresse, der auf Inlineskatern von den Erlebnissen beim Brandeinsatz und aus seiner Ehe berichtete. Nach den ersten Darbietungen wurde das närrische Publikum mit einem vorzüglichen Essen, Burgunderbraten in Rotweinsoße mit Knödeln und Rotkohl aus der Küche von Raymund Prawda verwöhnt. Diesmal nicht serviert von den Mitgliedern des Feetz, sondern von einem Cateringservice, damit alle Vereinsmitglieder die Jubiläumsveranstaltung in vollen Zügen genießen konnten. So hatte es der Vorstand entschieden. Es folgten die zwei Pillhöhner mit einem Dialog über Männer im Alter, die Werstener Showfanfaren mit einem bunten Musikprogramm und die legendären drei Colonias. Die Scheunenrocker aus Ostfriesland verteilten Plastikkühe an das Publikum und als Abschluss bestieg das Ratinger Prinzenpaar Jürgen I. und Gabriele I. die alterwürdige Bühne des Luthersaals. Sie hatten sich damit die wohl attraktivste Karnevalsveranstaltung in Ratingen bis zum

Schluss ihrer Rundreise aufgespart. Es war wieder ein Fest des Karnevals in Homberg wie es besser kaum ablaufen konnte. Der schon legendäre Ausspruch von Klaus Witzel: ,,Unser Publikum ist eigentlich schon ein eigener Programmpunkt“ traf den Kern der Veranstaltung. Jeder trug mit seiner

guten Laune und seiner fantasievollen Kostümierung zum Gelingen des Festes bei. So wurde noch bis 3.30 Uhr zu den Klängen von DJ Gerd Dörner getanzt und zum Abschluss konnte man sich nur noch auf das nächste Karnevalsfest des Homberger Feetz im kommenden Jahr freuen. Heinz Schulze


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Neueröffnung Deselaers Optik

Der gute Standort ist wichtig. Deswegen haben Jutta und Stefan Deselaers ihr Inventar in ihrem bisherigen Laden an der Homberger Straße zusammengeräumt und sind in die frei gewordenen Geschäftsräume von Herbes Moden eingezogen. Der Weg ist kürzer und auch die Präsenz des Geschäftes wird bei der Einfahrt ins Dorf besser wahrgenommen. Die Kunden werden wieder mit der gewohn-

ten Freundlichkeit empfangen und es umgibt einen die Klarheit der Einrichtung, die für eine gute Beratung beim Brillenkauf notwendig ist. Jeder weiß es selbst, eine Brille kauft man nicht, wie ein Hemd oder ein Paar Schuhe, die Entscheidung hängt von der Stimmung ab und ist Vertrauenssache und da ist man bei Jutta und Stefan Deselaers bestimmt richtig. Unterstützend dabei ist der Augenoptiker

Karsten Bormacher und Bettina Schütz, die für die Kundenberatung und Buchhaltung zuständig ist. Das Angebot entspricht den Anforderungen eines modernen Optikerbetriebes. Die Brille ist nicht mehr eine Sehhilfe, sondern auch modisches Accessoire. So erhält man bei Deselaers Optik den kostenlosen Computersehtest, die Augenglasbestimmung, den amtlichen Führerscheintest, die Kontaktlinsenberatung, die Brillenversicherung, die Verträglichkeitsgarantie für Gleitsichtgläser und das breite Angebot an Brillen aller Art wie auch Sonnen- und Sportbrillen. Jutta und Stefan Deselaers haben das Geschäft von Stefans Eltern, das früher an der Dorfstraße neben der Fleischerei Kempken war, in Homberg weitergeführt. Sie gehören zu dem Kreis von Geschäftsleuten, die Homberg neuen Schwung gebracht haben. Im Dorf sind sie aktiv, sei es im Tennisverein oder bei den Schützen und man weiß, wenn mal, wie es so schön heißt, Not am Mann ist, dann ist auf Familie Deselaers Verlass. Heinz Schulze

Guter Blick für den Jugendsport wo sie weiter mit Freude getragen werden. Die Spieler jedoch wechselten altersbedingt in die D-Jugend. Da Jutta und Stefan Deselaers von dieser Problematik wussten und auch die Wichtigkeit und Besonderheit von einem Trikotsatz für Selbstbewusstsein und Teambuilding kennen, scheuten sie erneut keine Kosten und Mühen, um neue Trikots zu ermöglichen. Schnell und unproblemtisch wurden die Trikots durch Deselaers Optik bestellt. Für den Tag der Neueröffnung des neuen Deselaers-Optikergeschäfts wurden die Fuss-

In neuem Glanz erstrahlen die Homberger DFußballer im neuen Jahr. Schon zum zweiten Mal macht Deselaers Optik den Fussballsamstag noch etwas schöner und sponsert einen neuen schwarz-gelben Trikotsatz. Die ehemaligen, liebgewonnenen (ungeschlagenen) Deselaerstrikots blieben auf Grund der Größe und der Anzahl in der E-Jugend,

baller eingeladen, den Trikotsatz persönlich in Empfang zu nehmen. Trotz des Besucherandrangs und der damit verbunden Arbeit, nahmen sich Deselaers in gewohnt freundlich, sympathischer Weise Zeit für die Nachwuchskicker. Sowohl Sponsor als auch die Spieler waren grenzenlos begeistert von den neuen Deselaerstrikots. Die Mannschaft bedankt sich für das längst nicht selbstverständliche Engagement von Deselaers Optik und wünscht nochmal alles Gute zur Neueröffnung.


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Der Leiter der Feuerwehr Ratingen René Schubert

Wenn der Beruf die Berufung ist, so ist es für denjenigen Menschen ein Glücksfall. Wer jeden Tag Aktenberge durchwühlen muss, bei dem hängt der Staub abends in den Augenlidern. René Schubert, der Leiter der Ratinger Feuerwehr, muss sich zwar als Kommunalbeamter auch häufig durch Akten kämpfen, aber seine berufliche Aufgabe ist weitgehend durch seinen aktiven Einsatz geprägt. In seinem Zimmer hängt ein Lautsprecher, der mit der Leitstelle verbunden ist. Somit ist René Schubert mit dem Geschehen vor Ort informiert. Im Bedarfsfall entscheidet er über die zu ergreifenden Maßnahmen und die Strategie zur Gefahrenabwehr. Dabei stehen über 80 Berufsfeuerwehrleute und über 360 ehrenamtliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren in Abrufbereitschaft. Mit seiner Berufung als Leiter der Ratinger Feuerwehr ging für René Schubert ein Kindheitstraum in Erfüllung. Sein Vater war Notarzt und somit bekam er viel davon mit, wie wichtig richtig angewendete Hilfsmaßnahmen zur Rettung von Menschenleben sein können. Als er noch ein kleiner Junge war, brannte zu Sylvester in Sichtweite eine Holzbaracke. Dieses Erlebnis setzte sich in seiner Erinnerung fest und als ihm die Kindergärtnerin ein Buch zum Thema Feuerwehr schenkte, war der Wunsch einmal im Brandfall Hilfe zu leisten nicht mehr zu verdrängen. In der Folge seines Lebensweges war alles für den 1973 in Köln geborenen René Schubert mit dem Thema Retten und Feuerwehr befasst. In der Nähe seines Wohnortes war er ab 1993 bei der Freiwilligen Feuerwehr. 1994 absolvierte er eine Ausbildung als Rettungssanitäter

und einen Atemschutzlehrgang. Anschließend studierte er in Wuppertal Sicherheitstechnik. Nach Beendigung des Studiums 1999 wurde Dipl.Ing.René Schubert Brandreferendar der Berufsfeuerwehr in Essen und 2001 übernahm er die Abteilung Einsatzdienst bei der Essener Berufsfeuerwehr. Die Entscheidung, sich 2007 für Ratingen als Leiter der Feuerwehr zu bewerben, fiel René Schubert nicht schwer, da hier eine gute Struktur für den Einsatz der Feuerwehr vorhanden ist. Seit 2008 besteht die Ratinger Feuerwehr aus einer Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr in acht Standorten, der Jugendfeuerwehr und der Ehrenabteilung. Der Neubau an der Mettmanner Straße schafft zusätzliche Motivation für die gesamte Truppe. Das Gebäude soll am 20. September 2009 der Öffentlichkeit vorgestellt werden Die Aufgaben der Feuerwehr werden zusammengefasst unter dem Motto ,,Retten, Löschen, Bergen, Schützen“. Das Retten ist die Abwendung einer Lebensgefahr von Menschen durch Sofortmaßnahmen, die der Erhaltung oder Wiederherstellung von Atmung, Kreislauf oder Herztätigkeit dienen. Das Löschen ist die älteste Aufgabe der Feuerwehr. Die Zahl der Brände ist jedoch infolge der besseren Vorsorge an den Gebäuden und der modernen Heiztechniken zurückgegangen. Das Bergen gehört, insbesondere bei schweren Autounfällen auf der A3 zu den Einsätzen mit der größten psychischen Belastung für die Rettungskräfte. Die vorbeugenden Maßnahmen des Schützens beinhalten im wesentlichen

Elemente des vorbeugenden Brandschutzes. Diese dienen der Vermeidung von Entstehungsbränden z. B. durch Brandsicherheitswachen bei öffentlichen Veranstaltungen. Die Feuerwehr betreibt aktiven Umweltschutz, etwa bei der Eindämmung von Ölunfällen und Schutz vor chemischen Gefahren. So hat René Schubert auch eine eindeutige Skepsis gegen den Bau der CO-Pipeline. Bei einem früheren Einsatz in Essen konnte eine Frau nach Einatmen von Autoabgasen aus einen leblosen Zustand gerettet werden. Es wurde wieder einmal deutlich, welche heimtückischen Auswirkungen von Gasen auf Menschenleben ausgehen können. In Hinblick auf die Branderkennung rät René Schubert unbedingt zu der Installation von Heimrauchmeldern. Der Rauch sammelt sich unter der Zimmerdecke und durch die hohe Konzentration werden schlafende Opfer bewusstlos und können nicht mehr rechtzeitig reagieren, bevor sie durch die giftigen Gasen ersticken. Eine weitere gute Entscheidung hat René Schubert getroffen, indem er Ostern 2008 nach Homberg gezogen ist. Dort wohnt er mit seiner Frau Stefanie Am Wäldchen. Mittlerweile haben sich die Homberger darauf eingestellt, wenn er mit seinem roten Einsatzfahrzeug manchmal mit Blaulicht, zum Dienst eilt. René Schubert und seine Frau genießen die gute Nachbarschaft und die herrliche Landschaft, die sie im Laufschritt mit ihren Joggingschuhen durchqueren. Natürlich ist der Brandprofi René Schubert auf der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr in Homberg ein gern gesehener Gast. Dort werden wir ihn bei der Feier zum 100 jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Homberg am 28.02.2009 und beim Feuerwehrschießen am 11.07.2009 auf ein Glas „leckeres Alt“ begrüßen dürfen. Heinz Schulze


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��������� Die 12. Mitgliederversammlung des Schützenvereins Schützenfest vom 19.-21.Juni

Hombergs Schützen erleben ihr 12. Jahr. Dies ist für einen Menschen der Beginn der Pubertät; für alte Schützenvereine eine Zeit, als nach ihrer Gründung in Deutschland noch Postkutschen unterwegs waren. Eine der größten Neuerungen, die Hombergs Schützen erfahren haben ist, dass sie mit Doris Conrad eine Frau als erste Vorsitzende haben, gewiss ungewöhnlich für einen Schützenverein, wo doch manche altbackenen Vereine mit der Existenz von Frauen in ihren Reihen heute noch ihre Probleme haben. Das Image, welches Schützenvereinen anhaftet, ist nun einmal, sich mit dem gegorenen Gerstensaft in Gemeinschaft gemütliche Stunden zu gestalten. Die Homberger Schützen haben und hatten immer einen anderen Anspruch. Ihnen ging es darum, im so genannten Sommerbrauchtum etwas für unser Dorf zu bewegen. Dies haben sie auch in der Vergangenheit praktiziert. Dabei mussten sie auch Lehrgeld bezahlen, als sie manchmal über das Ziel hinausschossen. Das Hauptproblem ist und bleibt das Schützenfest selbst. Auf der Dorfstraße ist der Platz begrenzt, die Anlieger sind auch noch lärmempfindlich. Bleibt die Veranstaltung nur in kleinerem Rahmen, ist sie dagegen für Schausteller und auswärtige Besucher nicht attraktiv genug ist. Wichtiger Faktor ist immer das Geld, denn ein Überschuss aus den Einnahmen nach Abzug der Kosten ist bei dem großen Aufwand nur schwer zu erzielen. Der Schützenverein hat sich verändert. Die Zeiten der großen Außendarstellung sind vorbei. Es gilt die Kräfte und das Engagement der Mitglieder so zu aktivieren, damit die

Veranstaltungen trotzdem positiv gestaltet werden können. Zu den Ereignissen gehört das Maibaumfest, das Fußballturnier, das Seifenkistenrennen und nicht zuletzt das Schützenfest. Arbeit gibt es genug. Doris Conrad muss versuchen Schausteller zu überzeugen, muss mit Behörden verhandeln. Das Seifenkistenrennen droht nicht mehr statt zu finden. In den Vorstand des Vereins wurden mehr Frauen als Männer gewählt. Lediglich Konstantin Maurer als Schriftführer und Peter Mitze als Schießwart vertreten das männliche Geschlecht. Ob es daran liegt, dass Frauen das weiterführen müssen, wozu Männer nicht in der Lage sind, wird sich noch herausstellen. Jedenfalls scheint es so zu sein, dass sich einige Männer bei abnehmendem Rampenlicht von der Bühne geschlichen haben. Gut, dass der Schützenverein auf sie nicht mehr angewiesen ist. Heinz Schulze

Seite 9 Unfall auf der Kreuzung Dorfstraße/Brachter Straße Die Druckerschwärze unserer letzten Ausgabe, in der wir über das gefährliche Überqueren der Brachter Straße berichteten (S. 13) war noch nicht trocken, da passierte es auch schon. Eine 12-jährige Schülerin überquerte lt. Polizeibericht bei roter Ampel die Straße, um den gegenüber haltenden Bus zu erreichen, und wurde von einem PKW erfasst. Glücklicherweise fuhr der PKW trotz grüner Ampel langsam auf die Ampel zu, sodass es bei einigen Prellungen und einem Sachschaden von 1.200 € blieb. Im Nachhinein erfuhren wir, dass der Polizei bereits seit langem die Gefahrensituation bekannt ist, und Herr Kohl, unser zuständiger Beamter, bereits Vorschläge unterbreitet hat, diese Gefahrensituation abzuwehren. Aber nichts ist bisher geschehen. Die Rheinbahn lehnt es ab, den Anschlussbus in der Dorfstraße warten zu lassen, weil die Haltestelle vor der Apotheke ständig widerrechtlich zugeparkt sei (wie wahr!!). Trotzdem darf dieser Zustand nicht länger hingenommen werden. Vor allem die Politiker sind jetzt gefragt. Sie müssen mit Nachdruck von der Rheinbahn fordern, diese gefährliche Situation für die Schulkinder zu entschärfen. HSP


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Stadtmarketing Ratingen streicht das Homberger Seifenkistenrennen aus seinem Veranstaltungsprogramm

Der Stadtteil Homberg hat in Ratingen keinen hohen Stellenwert. Dies musste die kleine Delegation von Hombergern, angeführt von der Bürgermeisterin Anne Korzonnek, beim Besuch des Ratinger Stadtmarketing in dem malerischen Fachwerkhaus in der Lintorfer Straße 29 feststellen. Obwohl die beiden letzten Male das Seifenkistenrennen vom Stadtmarketing organisiert wurde, erscheint den Organisatoren der Aufwand für das Homberger Seifenkistenrennen zu hoch. Veranstaltungen in der Innenstadt stehen mehr im Focus der Öffentlichkeit, obwohl man bedenken sollte, dass auch die einzelnen Stadtteile den Reiz Ratingens ausmachen. Auf dem Programm des Ratinger Stadtmarketing stehen somit nach Aussage seines Leiters Frank Rehmann, der seit Februar 2008 das Amt inne hat, andere Veranstaltungen wie das Dumeklemmer Triathlon, das Dumeklemmer Spektakel, das Ratinger Festival, das Open Air Kino und die TOP Job Börse. Der Hinweis von Anne Korzonnek, dass auch Stadtteile wie Homberg förderungswürdig seien, fand keinen großen Widerhall. Gerade Homberg-Süd hat durch private unternehmerische Initiative, insbesondere durch die Eröffnung des Frische-Marktes nach vorherigem längerem Leerstand, nochmals eine Belebung erfahren. Doch der ganze Stadtteil droht durch die Schließungen der kath. und ev. Gemeindezentren in einen tiefen Dornröschenschlaf zu fallen. Da war und ist, so banal es auch erscheinen mag, ein Seifenkistenrennen auch im Hinblick auf das Ein-

kaufszentrum von nicht zu unterschätzendem Wert. Die Bevölkerung erlebte bei den Veranstaltungen ein Volksfest, bei dem sich die verschiedensten Gruppen des Dorfes engagierten. Sei es der Schützenverein, die Pfadfinder und auch Familie Grashaus, die bei der Beschaffung der Strohballen behilflich war. Die für das Stadtmarketing wichtige Berichterstattung in der Presse war immer gegeben. Zusätzlich wurde die Fußgängerinsel von der Stadt an der unteren Steinhauser Straße extra so umgebaut, dass sie für die Veranstaltung demontierbar ist. Dem Ratinger Stadtmarketing erscheint nun der Aufwand für die Organisation zu hoch. Die Genehmigungen einzuholen, bei der Rheinbahn die Umleitung der Busstrecke zu beantragen, sich um die Versicherung und Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern, gerade diese Aufgaben, die städtische oder stadtnahe Institutionen gut beherrschen, weil die Dienstwege kurz und die Kontakte vorhanden, sind für das Stadtmarketing zu aufwendig. Stattdessen wurde der Homberger Delegation angeboten, den Flyer für die Veranstaltung zu entwerfen, doch das können Homberger selber, dafür braucht man in Homberg nicht die Unterstützung des Ratinger Stadtmarketing. Alles andere soll nun nach der Vorstellung des Stadtmarketing von Privatpersonen vor Ort erledigt werden. Aber, wie es nun mal ist, hat die Vorsitzende des Schützenvereins, Doris Conrad, zeitnah ihr Schützenfest zu organisieren, und die Pfadfinder, die sich überall nach Kräften einbringen, sind mit Behördenanträgen überfordert, weil das nicht unbedingt ihre Aufgabe ist. Bleiben noch die Geschäftsleute, die schon manches Fest auf die Beine gestellt

haben, oder die politischen Parteien, die vielleicht im Rahmen ihres Wahlkampfes das Seifenkistenrennen unterstützen. Nun, da das Ratinger Stadtmarketing den Ordner für das Homberger Seifenkistenrennen zugeschlagen hat, zeigt sich, dass es am Fingerspitzengefühl mangelt, um die Stadt in allen ihren Facetten darzustellen und für sie zu werben. Ist dies mit etwas Aufwand verbunden und weniger mit der Möglichkeit der eigenen Selbstdarstellung, hat man kein Interesse mehr daran. Es bleibt der fade Nachgeschmack, dass gerade in diesem Fall, die Institution, die zur Förderung des Marketings der Stadt Ratingen verantwortlich zeichnet, leichtfertig einen schönen und lukrativen Beitrag aufgibt, um Ratingen in seiner Vielfalt und Attraktivität darzustellen.

Wer macht mit beim Seifenkistenrennen 2009? Auch wenn das Ratinger Stadtmarketing das Homberger Seifenkistenrennen wie eine zu heiße Kartoffel fallen gelassen hat, gibt es Homberger, die versuchen wollen, diese für unseren Ortsteil wichtige Veranstaltung am Leben zu erhalten. Schicken Sie alle Vorschläge an den homberger@gmx.de bis Ende März 2009. Ein großer Posten ist die Organisation der Strohballen an der Strecke und die Versicherung. Wer hier helfen kann, ist aufgefordert seine Ideen einzubringen. In der Ausgabe 04/05 2009 werden wir alle Vorschläge vorstellen und hoffen, dann ein Team für ein Seifenkistenrennen im September zusammenstellen zu können.


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Markt für Heimtier- und Gartenbedarf eröffnet.

Seit der Raiffeisenmarkt im Industriegebiet geschlossen ist, müssen Gartenbesitzer weit fahren, wenn sie Rasensamen, Dünger, Gartengeräte und Ähnliches brauchen. Das hat nun ein Ende, denn in das Lebensmittelgeschäft in der Ringstraße hat Stefan Deisenroth sein Geschäft eröffnet. „Kein Kunde schleppt sich bei mir mit einem schweren Sack ab“, erklärt er und will damit sagen, dass er sich vom Baumarkt durch individuelle Beratung und Service und vor allem durch Qualität unterscheiden will. Stefan Deisenroth bringt für sein Geschäft die allerbesten Voraussetzungen mit. Eigentlich wollte er immer Landwirt werden, hatte

schon als Kind beim Nachbarn auf dem Hof geholfen. Aber die wirtschaftlichen Aussichten für einen jungen Landwirt ohne eigenen Hof, sind nicht gerade rosig, darum hat er zunächst Groß-und Außenhandelskaufmann gelernt. Doch die Liebe zur Landwirtschaft ließ ihn nicht los und so folgte nach der Lehre noch eine Ausbildung zum Landwirt. Diese umfangreiche Ausbildung kam seiner Tätigkeit in einem landwirtschaftlich orientierten Baumarkt sehr zu gute, aber letzten Endes träumte er davon, ein eigenes Geschäft zu eröffnen, wo er eigenverantwortlich arbeiten kann. Sein Sortiment deckt zwei große Bereiche ab, den Garten, Balkon‚Terrasse und die Heimtierhaltung. Für den Gartenbereich gibt es Düngemittel, Sämereien, Pflanzenschutzmittel und individuelle Beratung bei Rasenproblemen. Für die Rasenpflege und –beratung konnte Stefan Deisenroth die Traditionsfirma Manna (www. manna.de) aus Süddeutschland hinzugewinnen, die regelmäßig Sprechstunden in dem Laden abhalten wird. Und natürlich gehören zum Garten- und Balkonbereich auch Blumenerde, Blumenzwiebeln, Töpfe und Gartengeräte.

Im Heimtierbereich wird ein Grundsortiment für die Heimtierernährung und –pflege angeboten. Hier muss sich noch ergeben, was vor Ort wirklich gebraucht wird, welche Marken die kleinen Lieblinge bevorzugen, denn bekanntlich frisst eine Katze und ein Hund nicht alles. Eine Herzensangelegenheit von Stefan Deisenroth sind die Spielzeugmodelle landwirtschaftlicher Geräte der Marken siku und bruder, die für ihre gute und solide Qualität bekannt sind. Da wird manch Kinderherz höher schlagen und Mama und Papa oder Oma und Opa werden sich daran erinnern, dass sie sich so etwas schon immer gewünscht haben. Für Stefan Deisenroth ist der Sprung in die Selbständigkeit ein großes Wagnis, für die Homberger ist es eine Bereicherung. HSP

Die Klön-Tür ist offen. Alle zwei Wochen ein freier Nachmittag ist für Angehörige an Demenz erkrankter Männer und Frauen ein Segen. In der Klön-Tür kümmern sich Renate Vermeulen, Angelika Pöhling und Melanie Frank liebevoll um ihre Gäste. Heute war der Tisch geschmückt mit Luftschlangen und Konfetti. Alle trugen ein Karnevalshütchen und man sang gemeinsam Karnevalslieder. Zwischendurch

wurde Kaffee getrunken mit leckeren Krapfen, die die Bäckerei Winkels stiftete. Für alle ein schöner und gemütlicher Nachmittag. Die Klön-Tür ist das nächste Mal wieder geöffnet am 26. Februar von 15 bis 17 Uhr. Gönnen Sie sich mal eine Auszeit. Weitere Informationen unter Tel. 02102/950830 (Vermeulen), 02102/51371 (Pöhling) und 02102/9550 (Frank) und per e-mail: kloentuer@arcor.de HSP


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Als der Beat ins Westmünsterland kam....

lebt. Viele „Dönkes“ hat Beyering selbst erlebt, nur wenige hat er „ausgeschmückt“. Lehrer und Geistliche sind mit Klarnamen erkenntlich, andere Namen sind leicht verändert. Es mag sich also der eine oder andere sogar in dem Roman wiederentdecken. Alle Zeitzeugen aber finden unterhaltsame Stories mit großem Erinnerungswert vor. Und die Jüngeren und Zugereisten können sich an gut erzählter Unterhaltung mit dem Anspruch historisch getreuen „großen Kinos“ erfreuen. Der Roman ist ab sofort in allen Buchhandlungen erhältlich. „Ringo Nr. 7 macht beinahe Karriere“ Buchwerft-Verlag, Kiel ISBN 978-3-940900-00-5 Paperback, 250 Seiten 13,50 Euro Kontakt: Lutz Beyering 40882 Ratingen Telefon: 02102/588 699 EMail: beyering@campaignhouse.de

„Ach, du dickes Ei ... ... das sind ja zwei.“

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Mit „Ringo Nr.7 macht beinahe Karriere“ legt der gebürtige Bocholter Lutz Beyering einen Roman vor, der die 60er Jahre im westlichen Münsterland schildert – lebendig, anschaulich, authentisch, humorvoll. Die Presse schreibt: „Ein wundervoller Roman voller Witz und Melancholie. Beyering schürt Wehmut bei allen, die die Zeit bewusst erlebten und nimmt die Jüngeren mit in einen aufregenden Zeitabschnitt.“ In Bocholt, Beyerings Heimatstadt, ist das Buch schon nach wenigen Tagen zum Bestseller avanciert. Der Roman ist mehr als die wunderschön erzählte Geschichte des kleinen Richard, der sich im Kreis Borken durch seine Pubertät kämpft und es später als halbwüchsiges Mitglied einer Beatband unter dem Spitznamen „Ringo“ zu gefühltem Weltruhm bringt – immerhin stellt ihm die Bundespost eine Ansichtskarte zu, die nur an „Ringo, 429 Bocholt“ adressiert ist... Wenn die Post schon weiß, wer in Bocholt „Ringo“ ist, dann hat man doch den Gipfel des Ruhms erklommen...? Viele Skurrilitäten und Paradoxien sind in dem vorliegenden Roman beschrieben, vielen scheinbar „normalen“ Vorgängen hat Beyering witzige und humorvolle Seiten abgewonnen.

So zum Beispiel auch die Szene, in der „Ringo“ einen anderen Westmünsterländer als BandSchlagzeuger überflügelt: einen gewissen Udo Lindenberg aus Gronau Der Roman greift die Spannungsfelder der damaligen Zeit auf: Die Nachkriegswehen zwischen den Deutschen und den Holländern, die Verhaltens- und Charakter-Unterschiede zwischen den Niederrheinern und Westfalen, die Verwerfungen zwischen Muff und Aufbruch, Alt und Jung.... Aus allen Schilderungen aber spricht seine Liebe zu seiner Heimat, dem Westmünsterland: „Die Menschen hier sind nicht so mitteilungsfreudig. Und das wird leider oft von den Medien der glattgebügelten Yuppieund Handy-Generation negativ ausgelegt. Wer nicht mit Fremden reden will, ist gleich verdächtig, Dreck am Stecken zu haben. Ich finde es schön, dass es nach wie vor regionale, ja sogar kommunale Eigenarten gibt, die man hinter den Waldsäumen am Horizont in der Parklandschaft des Münsterlandes gut verstecken kann“, so der Autor, der seit vielen Jahren im eher ungeliebten Rheinland, in der Nähe von Düsseldorf,

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Personal-Training – der Weg zur individuellen Fitness

Ein Trost für alle, die am liebsten im Sessel hinter der Zeitung sitzen, lieber mit dem Auto um die Ecke fahren, lieber im Sommer faul am Strand liegen, auch Hollywood-Stars und Sternchen haben diesen inneren Schweinehund, nur mit dem Unterschied, sie müssen superschlank und fit sein, um am Markt attraktiv zu bleiben. Darum wurde in Hollywood der Beruf des Personal-Trainers erfunden, der die Stars und Möchtegerns gezielt berät und begleitet. Personal-Trainer gibt es inzwischen auch bei uns und der Markt boomt. Schließlich erfordert der Arbeitsmarkt nicht nur in puncto Ausbildung, sondern auch im äußeren Auftreten neue Bedingungen. Als Schlaffi ist man da schnell weg vom Fenster. Aber auch die Tatsache, dass wir immer älter werden und bis ins hohe Alter gesund und fit bleiben möch-

ten, bringt viele ältere Menschen dazu, nun da sie mehr Zeit haben, endlich etwas für ihren Körper zu tun. Bianca Meisters, seit einigen Jahren selbständige Personal-Trainerin, hat bereits während ihres Studiums an der Sporthochschule in Köln als Schwerpunkthema die Prävention und Rehabilitation gewählt und danach in einem Fitness-Reha-Zentrum gearbeitet. „Zur Zeit habe ich Clienten im Alter von 20 bis 72 Jahre“, berichtet sie. Die Motive, sich für einige Zeit einem Personal-Trainer anzuvertrauen seien ganz unterschiedlich: von der fachmännischen Beratung bis zur Begleitung beim Joggen oder Walken. „Es geht beim Personal-Training nicht um Leistung, sondern um ein gesundheitsorientes Training,“ erläutert Bianca Meisters weiter, darum seien für sie drei Schritte wichtig, bevor man mit dem Training überhaupt beginne: 1. kostenloses ausführliches Beratungsgespräch 2. eine Gesundheitsanalyse, die im Wesentlichen Alter, Puls, Blutdruck, Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und Koordination in der Bewegung umfasst, 3. ein Trainingsprogramm, das zusammen mit

dem Clienten oder der Clientin entsprechend der Gesundheitsanalyse aufgestellt wird. Das Training kann entweder drinnen - zu Hause oder Fitness-Studio Bruhy - stattfinden, oder man geht gemeinsam nach draußen. Jede Trainingseinheit (60 Min) beginnt mit einer Aufwärmphase, an die sich dann die geplanten Übungen anschließen. Bei allen ihren Clienten, so Bianca Meisters, stehe die körperlich Fitness an erster Stelle, und da käme es eben darauf an, richtig zu trainieren. Ein hoher Blutdruck erfordere ein anderes Training als ein niedriger Blutdruck, und junge Leute wollen „sich mehr austoben“, während ältere Menschen ein sanftes Ausdauertraining bevorzugen. Personal-Training bedeute eben, sich ganz auf die mentalen und körperlichen Bedürfnisse des Clienten einzustellen, nur so gelange jeder zu seinem ganz eigenen inneren Wohlgefühl. Bianca Meisters leitet außerdem verschiedene Kurse bei Sporting-Bruhy (Wirbelsäulengym. Ski-Gym., Flexi-Bar) und ist bei dem TV-Sender QVC Expertin für Sportgeräte. Weitere Informationen im Internet: mobilerpt@arcor.de oder unter Tel. 02102/32371, mobile 01777984193

Homberger Hundebesitzer haben es gut.

Es gibt zwar auch bei uns für die Stadtverwaltung die Möglichkeit von Hundebesitzern, die den Kot ihres Hundes nicht einsammeln und entsorgen, ein Bußgeld zu erheben. Aber da

die Bürger in Homberg es offenbar klaglos hinnehmen, des öfteren in Hundedreck zu treten und dies auch noch als Glück bezeichnen, sieht die Stadtverwaltung offenbar keinen Grund, gegen rücksichtslose Hundebesitzer mit Bußgeldern vorzugehen. In unseren Nachbarländern sieht man dies anders. Das abgebildete Plakat, das ich in einem Park in Reading bei London fand, spricht eine höfliche, aber eindeutige Sprache: Frei übersetzt lautet der Text wie folgt. Nachricht an alle Hundebesitzer. Verschmutzung durch Hundekot. Die Stadtverwaltung Earley begrüßt alle verantwortungsvollen Hundebesitzer in diesem Revier. Gleichwohl, eine kleine Minderheit Hundebesitzer sammelt nicht den Hundekot auf. Dieses asoziale Verhalten finden die meisten Besucher unakzeptabel, da sie es nicht lustig finden, die

Hundeexkremente zu Hause auf dem Teppich breit zu treten. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit wird die Stadtverwaltung demnächst jeden Hundebesitzer, der die Hundeexkremente nicht beseitigt, mit einer Strafe von 50 £ (ca. 55 Euro ) belegen. Hundemülleimer sind um das Revier aufgestellt, Hundemüllbeutel sind kostenlos im Büro der Stadtverwaltung oder im Bürgerbüro erhältlich. Danke für Ihre Mitarbeit. Philip Truppin, Angestellter der Stadtverwaltung Nachzutragen ist, dass Hunde einen Schmarotzer verbreiten, den die Kühe mit dem Gras auf der Weide oder im Winter mit dem Heu aufnehmen, der sie unfruchtbar macht. Dies mag einen Hundebesitzer nicht stören, schließlich sind es nicht seine Kühe. Aber vielleicht ist von Interesse, dass Schmarotzer, deren Eier und Ausscheidungen in der Milch und in den Milchprodukten landen. Da kann man nur noch Guten Appetit! wünschen. Hannelore Sánchez Penzo


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Fastenzeitinstallation in der Pfarrkirche St. Martinus in Kaarst Einführung Pfarrer Dr. Kurt-Peter Gertz am 01.03.2009 um 12.00Uhr

Der frühere Homberger Pfarrer Dr. Kurt-Peter Gertz predigt seit neun Jahren in der katholischen Gemeinde der Martinus Kirche in Kaarst. Wie schon in Homberg hat er sein Blickfeld von der seelsorgerischen Aufgabe immer zur Kunst hin ausgeweitet. Dabei, so sagt er, wird die Kunst genutzt, um als Medium über die sichtbare Wirklichkeit hinaus zu weisen. Mit Installationen durch KünsterInnen wurde

in der Vergangenheit die Kirche St. Martinus in der Fastenzeit gestaltet. Hier ergab sich die Möglichkeit, durch den veränderten äußeren Rahmen der Besinnlichkeit weiteren Raum zu geben. Diesmal wurden großflächige Bildtafeln des Künstlers Ildefons Höying an einem Gerüst aufgehängt. Ildefons Höying ist Absolvent der Kunstakademie Düsseldorf und studierte bei Professor Gerhard Richter. Seine Bilder sind von Farbstreifen durchflutet, die dem Betrachter sowohl Lebendigkeit als auch Ruhe anbieten. Somit werden in dem ansonsten wenig dekorierten Kircheninnenraum mit Pastellfarben neue Akzente gesetzt. Seit 2001 hat es in der Marinus Kirche zur Fastenzeit fünf Installationen der KünstlerInnen Erika Maria Riemer-Sartory, Theresia Schüllner, Renate Hoffmann-Korth, Wilhelm Schiefer und Marianne Reiners-Maaz gegeben. Mit Ildefons Höying werden diese Installationen nun fortgesetzt. Nach der Einführung durch Pfarrer Dr. Kurt-Peter Gertz wird von

Annika Monz eine Orgelmeditation geboten. Im Anschluss haben die Besucher die Möglichkeit, in der Galerie Splettstößer weitere Objekte von Ildefons Höying zu besichtigen. Ende Juni wird Pfarrer Dr. Gertz Kaarst in Richtung Ratingen verlassen, um seinen Ruhestand anzutreten. Sicherlich wird sich auch dann ab und zu mit ihm die Gelegenheit bieten, in Gesprächen von Kirche und Kunst sich inspirieren zu lassen.

Neueröffnung in Homberg Ab Donnerstag, den 05.03.2009 eröffnet Anne Schwartz in den ehemaligen Räumen von Deselaers-Optik am Ostring 2 h einen Outlet-Store mit Markenmode für Damen, wie z.B.: Tom Tailor, Bogner, etc.. Aber auch für den modischen Mann und für Kinder wird es ein ausgesuchtes Angebot geben. Die in Homberg bereits bekannte Dänische Mode von Friendtex wird das Sortiment erweitern. Dieses Label, sowie das der Firma Passigiatti wurde bereits bei Herbes Moden angeboten. Cornelia Herbes und Susanne Klatt werden mit ihrer langjährigen Erfahrung Anne Schwartz unterstützen. Abgerundet wird das modische Angebot durch ausgefallene Accessoires, wie Schals, Schmuck, Gürtel und Taschen. - Outlet-Mode

und Accessoires unter einem Dach - . Geöffnet ist der Outlet-Store donnerstags und freitags durchgehend von 9.00 bis 18.30 Uhr,

sowie samstags von 9.00 bis 14.00 Uhr. Die „neuen“ modischen Zeiten in Homberg können beginnen. AS/HSP


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Fit mit Flexi-Bar

Flexi-Bar? Da fällt einem zuallererst die Bar ein, in der man sich ein Bier bestellen kann. Das ist gar nicht so falsch, denn aus dem Englischen übersetzt bedeutet bar eine Barriere oder Schranke (im Western zwischen barkeeper und Saufkumpane), es bedeutet aber auch Stange oder Stab. Der 1,5 Meter lange Flexi-Bar ist aus Fiberglas, daher federleicht und hochelastisch mit einem breiten Griff in der Mitte und mit jeweils einem Gewicht an den Enden, die man mit Geduld und etwas Geschick zum Auf- und Abschwingen bringt. Die Beine schulterbreit auseinander halte ich den Flexi-Bar waagerecht vor mir und soll ihn locker in Schwingungen bringen. Das geht anfangs ziemlich einfach und macht mir Mut. Allerdings hängen die Gewichte bei mir schon längst wieder schlapp nach unten, während bei meinen Mitstreitern die Stangenenden noch lustig auf- und abwippen. Man muss also – und das ist die große Kunst – dem Flexi-Bar unentwegt einen kleinen Impuls

geben, damit er weiter schwingt. Die Glasfiberstange hat jedoch ihren eigenen Schwingrhythmus, sodass ich immer wieder aus dem Takt komme und die Stange anfängt zu flattern. Nur wenn ich mich auf den Schwingungrhythmus des Flexi-Bars konzentriere und entsprechend meine Muskeln in ihren Bewegungen koordiniere, gelingt mir das Wippen der Gewichte. Das ist ganz schön anstrengend und darum bin ich froh, dass meine Trainerin Ulla die Übungen mit dem Flexi-Bar kombiniert mit anderen Übungen, damit die übrigen Muskeln nicht zu kurz kommen. Acht, sieben, sechs … in großen Bewegungen das gestreckte Bein auf und ab, dann acht, sieben, sechs, … die kleinen Bewegungen. Meine Lieblingszahl ist inzwischen die Null. Ich darf das Bein wieder absetzen. Und wie froh bin ich, dass ich den Flexi-Bar wieder aufnehmen darf. Aber nun geht es darum mit dem ausgestreckten Arm seitlich den Flexi-Bar zum Schwingen zu bringen. Ich spüre nicht nur meine Armmuskeln, sondern auch die Bauch- und Rückenmuskeln. Wieviele Muskeln habe ich eigentlich im Rücken, geht es mir durch den Kopf. Wissenschaftlich betrachtet haben wir viele kleine sogenannte Rückenstrecker, die die Wirbelsäule stützen und für den Hexenschuss verantwortlich sind, wenn sie nicht ausreichend trainiert werden. Zusammen mit der Rumpf- und Bauchmuskulatur sorgen sie dafür, dass wir aufrecht gehen können.

Rücken gerade, Bauchmuskulatur anspannen, sich auf die Armmuskeln konzentrieren, es gelingt mir sogar für ein, zwei Minuten, die Schwingungen aufrecht zu erhalten. Und es macht Spaß so ganz ohne Kraftanstrengung und Schwitzen seine Muskeln und die Konzentrationsfähigkeit zu trainieren. Kein Wunder, dass der Flexi-Bar inzwischen in der Rehabilitation eingesetzt wird, denn gerade nach einem Unfall oder einer langen Krankheit können mit dem Flexi-Bar ohne große körperliche Anstrengung Muskeln und Bindegewebe der Gelenke gezielt trainiert werden. Hinzu kommt noch, dass für die Schwingungen das Zusammenspiel der im Gehirn trainiert wird, und dadurch die Bewegungen allgemein harmonischer und effektiver werden. Mit anderen Worten, es fällt einfach leichter, sich zu bewegen. Davon merke ich allerdings nach meiner ersten Stunde noch nichts. Ich bin zwar erschöpft aber rundherum zufrieden. Irgendwie habe ich das Gefühl, der Flexibar hat mir gut getan. Hannelore Sánchez Penzo


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Wanderwochenende im Schnee

Endlich Freitag. Um 18 Uhr soll’s losgehen. Wir, das sind die Pfadfinder Jens (20), Daniel(23), Guido (30), Nico und Philip(14) und ich vom Homberger Pfadfinderstamm Hratuga. Wir trafen und am Pfadfinderheim, um mit unserem Bulli ins Sauerland zu fahren. Wir hatten uns vorgenommen ein Wochenende im Schnee zu wandern, nur mit Rucksack und Zelt. Kochen auf Feuer und waschen im Bach. Nachdem wir gegen halb elf abends in Niedersfeld angekommen waren und einen Parkplatz gefunden hatten, stiegen wir aus und - man kann fast sagen - wir erstarrten vor Kälte. Es war kalt…richtig kalt…gefühlte 15 Grad minus. Schleunigst machten wir uns auf den Weg zu der in der Karte eingezeichneten nächsten Schutzhütte. Nach schätzungsweise 150 Höhenmetern waren wir endlich da. Die Stelle war perfekt mit Feuerstelle und Hütte, wo wir trocken und relativ warm übernachten konnten. Sofort begannen wir uns einzurichten, wir packten Beil und Säge aus dem Rucksack und

sammelten Äste und Stöcke für Feuer und Dreibein. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir die Kälte immer noch in den Knochen, obwohl der Aufstieg uns spürbar aufgewärmt hatte. Daniel hatte Schwierigkeiten, wegen des Schnees Stangen für das Dreibein zu finden, aber bald kam er mit geeigneten Stöcken auf seinem Schlitten zurück. Nach einiger Zeit hatten wir das Dreibein aufgestellt, das Feuer an und der Topf mit Wasser baumelte über dem Feuer. Nico schnitt Zwiebeln, Jens öffnete die Pfifferling- und Championdosen und ich fütterte weiter das Feuer, was bei den deutlich spürbaren Minusgraden keine einfache Aufgabe war. Wer gerade nichts zu tun hatte, richtete sich schon mal in der gemütlichen Hütte ein. Endlich kochte dann auch das Wasser für unseren Reis. Pilze, Zwiebeln und die Jäger-Soße hinzu und fertig war ein leckeres warmes Essen. Zum Nachtisch gab es vorher von mir präparierte Bananen, die unter der angeschlitzten Schale mit Schokolade gefüllt waren. Ab ins Feuer und fertig war die heiße Schokoba-

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Immer da, immer nah.

nane. Zwei Uhr nachts. Es war eine herrliche Nacht, genau wie wir es uns vorgestellt hatten: sternenklar und der Mond erleuchtete den schneebedeckten Berg. Durch den hellen Schnee konnte man selbst zu dieser späten Stunde noch gut ohne Taschenlampe sehen. Doch noch lange am Feuer sitzen, dazu war uns nicht mehr zumute. Wir hatten ja schließlich am nächsten Tag noch einiges vor, also löschten wir das Feuer und machten es uns in unseren Schlafsäcken gemütlich. Den Wecker ließen wir klingeln und quälten uns erst um 11 Uhr vormittags aus den Federn. Die Nacht war echt kalt, aber wir waren gut darauf vorbereitet. Wir schlüpften schnell in unsere Kleidung, die zwar kalt war, aber zum Glück nicht feucht oder nass, so dass wir die Kälte nur kurz spürten. Die wirkliche Überraschung kam, er als wir bemerkten, was über Nacht alles eingefroren war. Dinge, mit denen wir niemals gerechnet hätten: Zahnpasta, Nutella und das Wasser in den Trinkflaschen. Das Frühstück dauerte an diesem Morgen etwas länger, weil wir manchmal einfach nur damit beschäftigt waren, uns warm zuhalten, und ein paar Mal im Kreis herum liefen.

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Unser heutiges Ziel war der Langenberg, der höchste Berg Nordrhein-Westfalens (843,2 m ü. NN). Also mussten wir auf kurzer Strecke 250 Höhenmeter bewältigen. Der Schnee war hoch, die einzigen Spuren, die wir erkennen konnten, waren die von wilden Tieren. War der Weg steil, schwitzten wir, war er eben oder führte er bergab, fingen wir an zu frieren. Meine Handschuhe zog ich immer wieder an und aus, bis ich schließlich beschloss, sie aus zu lassen. Oben auf dem Langenberg machten wir dann eine etwas größere Pause und packten unsere Äpfel und Kekse aus. Von einem Langlauf-Skifahrer erfuhren wir, dass es ganz in der Nähe ein Gasthaus gibt, wo man zu günstigen Preisen etwas Warmes zu Trinken kaufen kann. Die Pause bei einem heißen Kakao tat uns gut. Allerdings war es mittlerweile schon fast dunkel geworden und die Sonne ging wie ein flammendes Inferno am Horizont unter, während auf der anderen Seite schon der Vollmond zu sehen war. Wir beschlossen, uns so schnell wie möglich ein Plätzchen zu suchen, um unser Zelt aufzuschlagen. An diesem Abend sollte es CousCous mit Ananas und Salamistückchen geben. Anschließend saßen wir noch lange am Lagerfeuer. Der Himmel war sternenklar. Gegen Null Uhr verschwanden wir in unseren Zelten. Am Sonntagmorgen klingelte der Wecker um 9 Uhr, meine Hosenbeine waren steinhart gefroren, ebenso unsere Wanderkarte. Aber am schlimmsten waren die Schuhe. Sie waren so steif, dass wir nicht mehr hineinkamen. So

Ein Licht am Horizont von Belo Horizonte

mussten wir erstmal ein Feuer machen, um unsere Sachen aufzutauen. Beim Frühstück hatten wir allerdings dazugelernt. Ich hatte die Nutella-Tube mit in meinen Schlafsack genommen, so war wenigstens sie an diesem Morgen nicht eingefroren. Um 12 Uhr waren wir dann soweit, alles war gepackt und wir wanderten bergab ins Tal. Jetzt verstanden wir, warum Daniel unbedingt den Schlitten mitnehmen wollte. Nicht nur, dass er ein praktisches Transportmittel für das Feuerholz war, mit ihm konnten wir die Abfahrten in kürzester Zeit meistern. Nach einer Stunde erreichten wir wieder unseren Bus und waren froh, dass es endlich nach Hause ging. Für mich war dieses Wochenende im Schnee sehr lehrreich. Die Tage sind viel kürzer, man kommt viel langsamer voran und jede Bewegung fällt schwer wegen der dicken Winterkleidung. Lippen und Hände werden schnell trocknen und die Körperhygiene wird auf ein Minimum beschränkt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass wir Pfadfinder mit unserem Know-how und unserer Ausrüstung in der Lage sind, einige Tage bei hohen Minustemperaturen nicht nur gut überleben können, sondern auch noch die Natur genießen und viel Spaß dabei haben können.

„Was habt Ihr, was habt Ihr nicht?“ fragt der 10jährige Alexander aus Deutschland und Karine da Silva de Jesus aus Brasilien anwortet: „Ich würde gerne lesen lernen.“ Karine lebt in Belo Horizonte, einer Drei-Millionen-Stadt im Westen Brasiliens in einer Favela. Kinder streunen auf der Straße herum, schlafen unter Brücken, sind zugekifft mit Leim oder Crack, Mädchen werden mit 11 Jahren schwanger. Das ist der Alltag vieler Kinder Brasiliens. Trotzdem gibt es in dieser Trostlosigkeit ein Ort der Hoffnung, das Kinderzentrum Centro de Integracão Martinho, eine Oase für eine vorläufig nur begrenzte Zahl von Kindern. Anläßlich der Beerdigung von Karl-Friedrich Windgassen, dem Mitbegründer der Kindernothilfe, wurden ca. 4000 € gesammelt, die diesem Kinderzentrum für einen Neubau und für dessen Ausstattung zur Verfügung gestellt wurden. Für das Kinderzentrum ist der gespendete Betrag eine große Hilfe, die auch uns im reichen Europa zugute kommt, denn jedes Kind, das Geborgenheit erfährt, lesen und schreiben lernt, ist ein Multiplikator für ein Leben ohne Gewalt und ohne Drogen, ist ein Botschafter für eine friedliche Welt. HSP

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Am Sondert.

Eine Ausstellung des Homberger Künstlers Yildirim Denizli.

Viele Homberger sind schon auf einem Spaziergang, oder weil sie ihre Kinder zum städtischen Kindergarten gebracht haben, bei Yildirim Denizli in der alten Schule Mozartstraße vorbei gekommen. Meist ein bisschen ratlos standen sie vor dem alten Schuleingang. Große Holzfiguren blickten sie an, teils ernst, teils zum Schmunzeln ermunternd. Hier arbeitet der deutsch-türkische Künstler seit vielen Jahren. Nach dem Kunststudium in Istanbul und an der Kunstakademie in Düsseldorf hat Yildirim Denizli seine Gemälde und Skulpturen bei zahlreichen Ausstellungen in Museen und Galerien in ganz Deutschland präsentiert. Trotzdem kennen ihn viele Homberger noch nicht. Er lädt ein, ihn in der alten Schule, in der noch einige andere Künstler(innen) arbeiten, zu besuchen (Tel: 3 59 88). 1994 verbrachte Yildirim Denizli einige Wochen im Übergangswohnheim „Am Sondert“, in einem Wäldchen nahe dem Krummenweg gelegen. Dort lebten zu dieser Zeit vorwiegend Roma-Familien, Kriegsflüchtlinge aus dem ehemaligen Yugoslawien mit z. T. furchtbaren Fluchtschicksalen. Yildirim Denizli hat diese Menschen porträtiert und in diesen Porträts aus dem Alltagsleben Gefühle von Heimatlosigkeit und Angst, aber auch von Lebensfreude und Hoffnung eingefangen. Die Bilder, in Kreide oder Öl gemalt, sind mit einem grünen Rahmen als Symbol für den Wald umgeben. Vor jedem Bild hängt ein Maschendrahtzaun als Symbol der Absonderung. Nur die Kinder kennen keine Ausgren-

zung. Ihnen gelingt es, Löcher in den Zaun zu schneiden. Die Ausstellung der Porträts lief bis Ende Januar in der Mahn- und Gedenkstätte der Stadt Düsseldorf. Das Übergangswohnheim „Am Sondert“ ist auch heute noch umstritten. Kürzlich erschien in der Rheinischen Post ein Artikel, in dem die Verbesserung der Wohnbedingungen durch die Stadt sehr gelobt wurde. Als Kronzeuge wurde ein Mann vorgestellt, der seit 10 Jahren in diesem „Übergangs“Wohnheim leben muss. „Am Sondert“ gibt es immer noch Menschen, die als Sozialhilfe nur Gutscheine, kein Bargeld erhalten. Solche Menschen, die nur geduldet sind und keine Aufenthaltserlaubnis besitzen, müssen sich regelmäßig beim Ausländeramt melden, was wegen der abseitigen Lage der Übergangswohnheime schon schwierig zu Fuß zu bewältigen ist. Problematisch wird die Verlegung des Ausländeramtes nach Mettmann, die schon beschlossen ist. Eine Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel kann erworben werden. Der Betrag wird aber von den Gutscheinen, die ohnehin knapp bemessen sind, abgezogen. Vor allem Jugendliche verführt dieser Umstand zum Schwarzfahren, damit sie mehr zum Essen zur Verfügung haben. Der Einkauf mit Gutscheinen ist ein Spießrutenlaufen an der Kasse. Geld zurück gibt es nur bis 1 €, die Einkaufsumme muss mit den Stückelungen der Gutscheine genau übereinstimmen, der Rest verfällt. Rasierklingen gehören nicht zum notwendigen Lebensbe-

darf und müssen zurückgelegt werden usw.. Welche Menschenschlangen sich an der Kasse bilden und mit welchen Schimpfkanonaden alle Vorurteile drastisch zu Tage treten, kann man sich vorstellen. Die Ausstellung von Yildirim Denizli ist sicher ein Anlass für jeden, über die Flüchtlingsproblematik erneut nachzudenken und sich für menschlich akzeptable Lösungen einzusetzen.

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Der Wald ist weg!

Hermann Pöhling, Homberger Ratsmitglied, traute seinen Augen nicht. Ihm war beim Befahren der Unteren Steinhauser Straße aufgefallen, dass ein ganzer Wald unweit des Golfplatzes abgeholzt und damit einfach verschwunden war. Der Weg am Wäldchen entlang heißt Grevenmühle. Er wird gerne von Spaziergängern genutzt, die von der L 156 am Golfplatz entlang Richtung Kläranlage gehen. Das Wäldchen war etwa 100 m lang, im Mittel etwa 25 m breit, also rund 2500 qm groß. Wenn man mit GoogleEarth ins Internet schaut, dann steht der Wald noch: Im Bild sieht man unten rechts den Parkplatz vom Golfclub Grevenmühle, links daneben ein landwirtschaftliches Gebäude, daneben dann dreieckig zulaufend den kleinen Wald, um den es hier geht. RM Pöhling erfuhr dazu vom zuständigen Regionalforstamt Bergisches Land in Wipperfürth, dass die Waldfläche mit Ausnahme des Bereichs, der für eine genehmigte Hallenerweiterung benötigt wird, wieder aufgeforstet

würde. Zur Verwirklichung des Bauvorhabens wurde eine Waldumwandlungsgenehmigung durch das seinerzeit zuständige Forstamt Mettmann erteilt. Die Forstreform der amtierenden Landesregierung hat dazu geführt, dass heute das weit entfernte Regionalforstamt Wipperfürth zuständig ist. Das erklärt: Das Forstrecht sieht bei der Nutzung von Waldbeständen erst eine Genehmigungspflicht ab 2 ha vor. Das sind 20.000 qm. Unterhalb der Grenze ist es ins Belieben des Grundeigentümers gesetzt, wann immer er es für richtig hält, seine Bäume zu fällen. Im Anschluss an die Fällung beginnt die Zweijahresfrist zu laufen. Die Art und Weise der Aufld? forstung regelt das nig Ge für we hrank Die nächs idersc le K te Party Gesetz nicht. Auch im Neues kommt bes Etwas timmt! hier gilt die FreiNic groß heit des Eigentums. ht Viel zu me n! e d hr r o w e g Allerdings muss die me in S til ! Bestockung ausreiPret - a`- porter Klamotten chend sein. l Pöhling meint dazu: me Fum Zu schade zum e ick „Den Nachweis Sch Wegwerfen über den Fristablauf Wintertyp hat die Behörde zu Somm erty p erbringen. Die sitzt in Wipperfürth und Mittwoch, den 1. April 2009 das ist weit weg. Da Von 18.30 bis 20.30 Uhr in Ratingen muss die Bürgerschaft schon selbst Homberg-Nord, die Augen offen Im Luthersaal neben der ev. Kirche, Dorfstr. 10 halten.“

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Kinderkarneval beim Homberger Feetz

Auch die Kinder beim Homberger Feetz haben ihr großes Karnevalsfest. Da darf es natürlich an entsprechender Verkleidung nicht fehlen. Wieder waren im Luthersaal alle Berufsgruppen vertreten. So trafen sich Feuerwehrleute, Astronauten, Cowboys, Prinzessinnen und Teufel. Der Fantasie war keine Grenzen gesetzt.Die Programmgestaltung ließ keine

Langeweile aufkommen. Es gab unter der Leitung von Josie Treudt Wettbewerbe, bei denen die Kinder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen konnten und dann mit Preisen belohnt wurden. Natürlich war der Einzug der Prinzenpaare mit ihrer Gefolgschaft der Höhepunkt der Veranstaltung. Da träumte so mancher davon, in den kommenden Jahren

auch einmal diese Rolle zu übernehmen und so begeistert empfangen zu werden. Das Besondere am Homberger Kinderkarneval ist, dass die Kinder freien Eintritt bei der Veranstaltung haben. Ein Zeichen dafür, wie wichtig für den Homberger Feetz die Förderung des Kinderkarnevals ist. Heinz Schulze


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2 x 11 Jahre Homberger Feetz - ein Grund zum Feiern.

Den Grund zum Feiern hatten nicht nur die Mitglieder des Karnevalvereins Homberger Feetz, sondern auch die Homberger Bürger, die seit fast 22 Jahren jedes Jahr den Ball besuchen und am Rosenmontag in Ratingen den Feetzen auf ihren Wagen zujubeln. Mit vielen Gästen aus Nah und Fern, aus den Vereinen und der Politik feierten die Feetze ihr Jubiläum am Vorabend ihres großen Karnevalsballs. Klaus Treudt, der erste Präsident, erinnerte mit seinem Vortrag an die ersten elf Jahre, an die Gründung auf einem Bierdeckel im Kachelofen, an den ersten Wagen auf dem Dorfplatz, an die Kälte am ersten Rosenmontag, an die ersten Orden, die zum Trocknen am Gartenzaun hingen. Das war nicht immer einfach, aber viele Freunde halfen dem Verein

auf die Beine. Z.B. stellte die Familie Grashaus ihre Scheune zur Verfügung, als der erste Wagen gebaut werden sollte, und natürlich feierte man die erste Wageneinweihung in deren Wohnzimmer. Die Familie Bruhy spendiert seitdem jedes Jahr zur Hoppeditzbeerdigung ein Fischessen. Bald wagte man sich an den ersten Ball im Lutherhaus, dachte sich Sketche aus und organisierte die Bewirtung. Die Homberger standen Schlange, wenn die Karten in der Krone verkauft wurden. Es hatte sich schnell herumgesprochen, dass der Karnevalsball im Lutherhaus ein Ereignis ist. Höhepunkt dieser ersten elf Jahre war die Jubiläumsfeier im großen Zelt vor dem Sportplatz. An alles war gedacht, nur an die Kälte im Zelt nicht. Die Gäste mussten sich warm

schunkeln. In den zweiten elf Jahren unter dem Vorsitzenden Thomas Riemenschneider und dem Präsidenten Klaus Witzel, der auch als Hoppeditz fungiert, wuchs der Verein auf über 150 Mitglieder. Trotzdem blieb es bei der alten Devise „wir machen alles selbst“. Und genau das macht den Charme des Vereins aus und hält die Mitlieder zusammen, wenn auch inzwischen professionelle Darsteller für den Ball dazugekauft werden und die Orden nicht mehr zum Trocknen am Gartenzaun hängen. Für die nächsten elf Jahre ist der Verein gut aufgestellt. Die Kinder der Gründungsfamilien – heute junge Erwachsene – sind inzwischen in den Verein hineingewachsen, haben Freunde mitgebracht und übernehmen immer mehr Verantwortung im Vereinsleben, sei es in der Führung des Vereins, sei es am Kindernachmittag, sei es als Tanzgruppe, die schon seit Jahren ein Höhepunkt im Programm des Karnevalsballs ist. Alt und Jung – Jung und Alt arbeiten Hand in Hand für den gemeinsamen Frohsinn und für die Freude und den Spaß, den sie im Dorf und darüber hinaus verbreiten. Die Gründer des Vereins können stolz sein auf ihr Pflänzchen, das inzwischen ein veritabler Baum geworden ist. Liebe Homberger Feetze, das habt Ihr gut gemacht. HSP


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Von Moskau nach Peking

Beim letzten Frühstückstreffen für Frauen der ev. Kirche berichtete Antje Maiyer von ihrer 9288 km Eisenbahnreise von Moskau nach Peking, durch unterschiedliche Länder, Städte und Landschaften. Sie zeigte Fotos bekannter Sehenswürdigkeiten, von Moskau mit Kreml, Roter Platz, Metrostationen usw. bis Peking mit Großer Mauer, Verbotener Stadt und, dem Platz des Himmlischen Friedens, und informierte kenntnisreich über geschichtliche und politische Hintergründe. Der erste Halt nach Moskau auf der transibirischen Strecke, die 1903 durch den letzten Zaren eingeweiht wurde, war die tatarische Hauptstadt Kazan, in der Christen und Muslime seit Jahrhundert friedlich miteinander leben. Der Zug fuhr durch die sibirische Weite mit ihren teilweise verarmten und sterbenden Dörfern und den aufstrebenden Millionen-

städte Sibiriens, die stolz sind auf ihre Industrie, ihre Universitäten, Hochschulen und Theater. Aber Antje Maiyer erinnerte auch an die bis heute aktuelle dunkle Seite Sibiriens, an die „Verbotenen Städte“, die niemand betreten darf, an Verbannung und Todeslager. Es folgten Bilder von fantastischen Brücken über gewaltige Ströme, technische Meisterleistungen von Ingenieuren, Technikern und Arbeitern aus aller Welt. Am Naturwunder Baikalsee mit seiner besonderen Flora und Fauna erfuhren die Zuhörer etwas über „sanften Tourismus“ und die unwirtlichen klimatischen Bedingungen Sibiriens, mit denen die Einheimischen zu kämpfen haben. Es folgten Bilder aus der Mongolei, dem bevölkerungsärmsten Land der Welt. Auf dem Land leben die Menschen in weitverstreuten Jurten, in der Hauptstadt dagegen dicht gedrängt in öden Hochhaussiedlungen. Trotzdem versteht sich das Volk der Mongolen nach wie vor als Nomadenvolk, wie besonders eindrucksvoll die Bilder vom Besuch bei einer Familie in ihrer Jurte zeigten. Die Reise endete in Peking, einer Stadt, die stets zwei gegensätzliche Seiten zeigt, einerseits das alte traditionelle Peking, andererseits das moderne Beijing, moderne Architektur und ärmliche Behausungen, ständiges Verkehrschaos und wunderschöne Parks, in denen die Menschen der Stadt tanzen, singen, spielen und Tai Chi ausüben. Peking, eine stets widersprüchliche Stadt. Russen, Tataren, Burjaten, Mongolen und Chinesen leben entlang der Transib unter den unterschiedlichsten Bedingungen. Vieles

davon mag uns fremd erscheinen, aber es ist gerade die bunte Vielfalt der verschiedenen Kulturen und Religionen, die uns anzieht. Wer ihnen neugierig begegnet, wird angstfrei mit den Konflikten und Problemen umgehen können, die in einer immer enger zusammenwachsenden Welt nur gemeinsam zu lösen si nd. AM/HSP


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��������� Im Frühjahr ein schöner neuer Balkon

Seite 25 Wieder Dreck-Weg-Tag in Homberg Am 7. März 2009 ab 11 Uhr treffen sich wieder die großen und kleinen Homberger Saubermacher. Treffpunkt ist die Christian-MorgensternSchule, wo jeder, der mitmachen möchte, rote Warnwesten, Arbeitshandschuhe, Greifer und Mülltüten bekommt. Nach der getanen Arbeit hat Anne Korzonnek, die den Dreck-Weg-Tag wieder für die SPD organisiert, einen kleinen Imbiss organisiert und eine Tombola, zu der viele Geschäftsleute Preise gestiftet haben. Der Hauptpreis ist wieder eine dreitägige Reise nach Berlin. Mitmachen, damit Homberg wieder sauber wird. HSP

Nach einem kalten Winter wie diesen, kommen die Bausünden zu Tage. Hauseigentümer kennen das. Besonders betroffen sind Balkone und Terrassen. Der Belag geplatzt, Wasser dringt bis ins Haus, häufig ist der Estrich gerissen. Da hilft nur eine gründliche Sanierung. Fliesenlegermeister Heiko Kranz hat sich diesem Thema angenommen, weil viele seiner Kunden nicht nur ein schönes neues Bad, sondern endlich die Terrasse oder den Balkon wieder in Ordnung haben wollen. „Das größte Problem bei einer Sanierung eines Balkons ist die Aufbauhöhe,“ erklärt Heiko Kranz, denn der sanierte Balkonbelag dürfe natürlich nach der Sanierung nicht höher sein als vorher. Darum hat er sich auf das ausgeklügelte Schlüter-System spezialisiert, das mit einer Drainagematte die Temperaturschwankungen ausgleichen kann und mit verschiedenen Dichtungen absolut wasserdicht ist. Wählt man noch als Bodenbelag stranggezogene (offenporige) Platten zur besseren Abtrocknung, hat der Hauseigentümer für lange Zeit Ruhe. Voraussetzung ist der fachgerechte Einbau, darum hat Heiko Kranz bei der Firma Schlüter sich fortbilden lassen. Darüber hinaus stehen Fachkräfte der Firma Schlüter und des Kleberherstellers zur Beratung des Hauseigentümers zur Verfügung. „Das Gute an dem System ist, dass alles aufeinander abgestimmt ist, auch wenn dies seinen Preis hat,“ so Heiko Kranz, der selbst ein Haus besitzt und aus Erfahrung weiß, dass billige Lösungen sich letzten Endes für einen Hauseigentümer nicht auszahlen. HSP


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Radweg kommt erst in 10 Jahren

Kreisbaudirektor Friedhelm Reusch redete nicht lange um den heißen Brei. Geplant ist fast nichts und ein kaum zu gebrauchendes Umweltgutachten für den Radweg liegt vor. Der Radweg zwischen Homberg und Metzkausen liegt z Zt. auf der Prioritätenliste auf Platz 7. Es ist noch gar nicht so lange her, da lag er auf Platz 2, daher die ersten Ansätze einer Planung. Dabei ist für den Radweg nicht sehr viel Aufwand notwendig, denn es sind

kaum große Erdarbeiten notwendig, wenn der Radweg parallel zur Fahrbahn gebaut würde und man könnte auch auf eine Bewässerung verzichten, wie Friedhelm Reusch versicherte. Es hat in der Vergangenheit schon verschiedene Überlegungen gegeben, den Radweg zu verwirklichen, weil er für die Schüler, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren und auch für Anwohner der L 156 dringend notwendig ist. Aber offenbar hat es im politischen Bereich nicht den notwendigen Druck auf die Entscheidungsgremien gegeben. Nur so ist zu erklären, dass der Radweg so weit abgestuft worden ist. Dabei ist die Strecke bis Metzkausen Teil eines Radwegenetzes, wie der Wegweiser am Füstingweg/L 422 zeigt. Nur ist die Strecke zum Radfahren überhaupt nicht geeignet. Die Autofahrer dürfen, obwohl die Fahrbahn sehr schmal ist und teilweise unübersichtlich, 70 km/h fahren. Da bleibt einem Radfahrer in Krisensituationen nur ein Sprung in den Graben. Stufe 7 in der Prioritätenliste bedeu-

tet, dass der Radweg, wenn nichts Wesentliches auf der politischen Ebene geschieht, in ca. 10 Jahren verwirklicht wird. Aber auch die Eltern der Kinder, die in Metzkausen die Schule besuchen können Druck machen in ihrer Schule, bei der Elternpflegschaft, in der Schulkonferenz. Am Beispiel des Gemeindezentrums ist zu beobachten, dass Druck aus der Bevölkerung, aus den Institutionen (Schule) und aus der Politik durchaus Wirkung zeigen kann. HSP


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TuS-Mitglied referiert auf dem Frauensport Forum 2009 beim RTB

Martina Weiß, bei vielen Homberger Eltern auch durch ihre Tätigkeit als Übungsleiterin für Kinder und Eltern-Kind-Turnen bekannt, macht sich nun auch für Frauen stark! Nach ihrer Ausbildung als Selbstbehauptungstrainerin für Kinder und Frauen hat sie im Sommer 2008 begonnen ein eigenes Konzept zu entwickeln: IBS (Ich bin stark!). Bei Bruhy wurden bereits IBS-Kurse für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter durchgeführt. Die nächste Staffel startet im März. Am 05.03., 20.00 Uhr und am 06.03., 09.00 Uhr finden die nächsten kostenlosen

Info-Veranstaltungen für Eltern statt (Anmeldung bei Bruhy, Tel.: 5966). Danach werden neben Vorschul- und Grundschulkursen auch Teeny-Seminare angeboten. Flyer und Anmeldeformulare liegen bereits bei Bruhy aus. Am Samstag, den 07.03.09 wird Martina Weiß auf dem Frauensportforum beim RTB ein Referat zum Thema Selbstbewusstsein halten. Anschliessend wird sie den Frauen praktische Übungen zur Selbstverteidigung vermitteln. Den RTB-Flyer kann man sich auf der TuSHomepage (www.tus-homberg.de) oder auf der IBS-Homepage(www.ich-bin-stark.com) runterladen, sowie bei der TuS-Geschäftsstelle am Sportplatz abholen. Anmeldungen für das Frauensportforum nimmt Frau Konrad (RTB) unter 02202-200312 entgegen. Die Teilnahmegebühr kostet 20 €. Die Selbstverteidigungstechniken für Frauen hat Martina Weiß, die seit April 2008 auch stellvertretende Abteilungsleiterin der Abteilung Gymnastik + Turnen beim TuS ist, zusammen mit Gerd Kupschus, Karate-Trainer beim TuS, entwickelt. Vielleicht kann das IBS-Selbstbehauptungstraining für Frauen wird auch irgendwann ein neues Angebot des TuS werden. Weitere Informationen gibt es bei Martina Weiß, Tel. 532645, E-Mail: martina.weiss@vodafone.de .

Kunstrasen doch noch in 2009? Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung könnte sich auch in Homberg positiv auswirken! Der Stadtsportverband Ratingen e.V. (SSV), Dachorganisation der Ratinger Sportvereine, bittet in einem Schreiben vom 13. Februar Rat und Bürgermeister, die Tennenplätze Breitscheid und Homberg kurzfristig mit Kunstrasen auszustatten. SSVVorsitzender Hermann Pöhling: „Mit dem Konjunkturprogramm sollen Projekte angeschoben werden, die nicht sowieso schon in den Büchern stehen und genau geplant und kalkuliert sind.“ Nach den bisherigen Vorstellungen der Stadtverwaltung sind für 2009 nur Planungskosten für unseren Sportplatz vorgesehen. Aus der Planung sollen sich belastbare Zahlen als Investitionssumme ergeben. Erst wenn die feststünde, würde sie in den Haushaltsentwurf eines Folgejahres übernommen. Danach würde frühestens 2010 mit den Arbeiten begonnen. Das Konjunkturprogramm könnte

das Vorhaben erheblich beschleunigen – sofern Rat und Verwaltung mitziehen.

Fußball Notstand in Homberg

TuS Homberg Mitgliederversammlung am 22.04.09 Der TuS Homberg veranstaltet seine alljährliche Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 22.04.09 um 19:00 Uhr im Forum der Christian-Morgenstern-Schule, Ulmenstraße. Es sind zwei Vorstandsposten vakant, so dass sich, zunächst für ein Jahr,der Eine oder die Andere zur Vorstandsarbeit wählen lassen kann. Weiterführende Informationen erhalten Sie an gleicher Stelle und in den Schaukästen des TuS Homberg.


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Der Homberger 2009 02  
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