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m b o m H e b r H r g r e e e e D rr www.derhomberger.info

Das 6. Homberger Jugendforum

02/2005 03/2005

Der Handlungsbedarf der Homberger Politiker für die Jugend wird immer dringender Was für unsere Senioren im Dorf schon lange Realität ist, davon können unsere Jugendlichen nur träumen. Für die älteren Mitbürger gibt es Räumlichkeiten, Veranstaltungen, Fahrten, alles was das Herz begehrt. Nur der Jugend fehlen die Räumlichkeiten, wo sie am Nachmittag oder abends zusammen kommen können. Es gibt das Café du Nord, die lobenswerte Einrichtung der Kirche und der Stadt, aber bei drei Öffnungszeiten in der

Woche reicht dies bei weitem nicht aus. Junge Leute brauchen einen Jugendtreff, wo Hausaufgabenbetreuung oder auch mal ein Discoabend stattfinden kann. Wie wichtig es ist, sich für Jugendliche einzusetzen, haben die Parteien in ihren Wahlprogrammen vor der Wahl am 26.09.04 verkündet. Die CDU hatte zugesagt, sich um die Bereitstellung von Räumlichkeiten für Discoabende zu bemühen, die Grünen hatten

„Hi Olli, mit 60 können wir auch im Luthersaal feiern.“

versprochen mehr für den Dialog mit Kindern und Jugendlichen zu tun und die SPD sagte zu sich darum zu kümmern, dass die Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche ausgebaut werden. Wenn es um die Jugendlichen geht, sind sich alle einig, aber getan hat sich seitdem nichts. Pfarrer Füsgen, evangelischer Pfarrer und selbst Vater einer heranwachsenden Tochter, hat sich bemüht, einen Discoabend an der

Zeichnung: Gerda Lomoth


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Dorfstraße auf die Beine zu stellen, aber er erhielt keine Genehmigung, weil ein Bewohner Einspruch eingelegt hat. Da stellt sich doch langsam die Frage, warum von Seiten der Stadt einem Ignoranten immer nachgeben wird, obwohl eine solche Veranstaltung im öffentlichen Interesse liegt und im Nachbarschaftsrecht auch Feiern geduldet werden müssen. Die Jugend hat in unserem Dorf kaum eine Lobby, es fehlt ein Jugendtreff und auch ehrenamtliche Kräfte, die sich über die Parteien und Vereine hinweg für die Jugendlichen stark machen. Schon beim TuS fällt es auf. Das Programm wird stark angenommen, wenn es um Beckenbodentraining, Wirbelsäulengymnastik oder Gehirntraining geht. Die übergreifende Jugendarbeit, die an jugendliche Vertreter delegiert wurde, dümpelt vor sich hin und stellt kaum etwas auf die Beine. Bei den Parteienvertretern fehlt der nahe Kontakt zu den jugendlichen Gruppen (sind auch keine Wähler), hier hat nur die SPD mit der engagierten Anne Korzonnek es mit Spielgeräten auf den Spielplätzen zu sichtbaren Erfolgen gebracht. Beim 6. Homberger Jugendforum waren dies-

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Seite 2 mal die Jugendlichen zur Überraschung aller in der Überzahl und schon war Schwung in der Veranstaltung. Das übliche Schulterklopfen über das Erreichte (Basketballkorb und Unterstand in Homberg Nord) war bald zu Ende als die Jugendlichen das Wort ergriffen. Josefine Treudt stellte die Situation für die Jugendlichen dar. Der Wunsch ist ein Raum, wo man sich treffen könnte, so dass man sich nicht mehr auf Spielplätzen oder vor dem Kiosk aufhalten müsste. Solche Jugendtreffs gibt es Hösel und auch in Ratingen. In der anschließenden Diskussion ging esdarum, ob eine bestehende Halle (Borthhalle im Industriegebiet in Nord) hierfür geeignet sei. Herr Schmoll, CDU Homberg, hatte schon mal nachgefragt und festgestellt, dass keine ausreichenden Kanalanschlüsse vorhanden sind. Überhaupt sei die Halle in Privatbesitz und somit nur mit viel Geld zu bekommen. Außerdem wäre Jugendarbeit, so die Aussage der Vertreter der Stadt nur mit einer ausgebildeten Kraft zu machen, die zusätzlich vor Ort sein müsste. Die Widerstände waren schnell aufgebaut. Politische Vertreter, die es fast geschafft hatten, in Homberg eine Mehrzweckhalle zu bauen, meldeten sich hier nicht zu Wort. Der Blick ging dann zu der Vertreterin der katholischen Kirche. Jugendarbeit findet im Gegensatz zu den evangelischen hier nur im kleinen Kreis statt, obwohl Räumlichkeiten für größere Aufgaben genug vorhanden sind. Ein weiteres Engagement wird es nicht geben. Letzte Hoffnungsträgerin der Veranstaltung und auch der Jugendlichen war die neue zweite Bürgermeisterin Anne Korzonneck.

Mit der direkten Nähe zum Bürgermeister, Herrn Birkenkamp, entstand Hoffnung, der gute Kontakt könnte etwas Bewegung in die Sache bringen. Anne Korzonnek, man glaubte es kaum, versprach auch am nächsten Tag den Bürgermeister auf die Situation anzusprechen. Da keimte Zuversicht auf, dass sich doch etwas bewegen könnte. Schließlich kam von der freiwilligen Feuerwehr noch ein spritziger Gedanke. Dieter Bruhy, der schon mal die Schützen vor einem Desaster gerettet hatte, weil sie nirgendwo feiern durften, und der sonst auch niemand im Regen stehen lässt, sollte helfen. In seinen Räumlichkeiten könnten doch Kinder und Jungendliche tanzen und Freude haben. Man beschloss ihn anzusprechen. Zum Schluss der Veranstaltung blieb die Frage nach dem Erreichten. Es gab von Seiten der Parteienvertreter Kritik an einem Redakteur des ,,Hombergers“, der das Engagement der Parteien für die Jugend vehement in Frage stellte. Aber was kann daran falsch sein, liebe Ratsmitglieder, wenn das eingefordert wird, was unserer Jugend nutzt und in den Wahlprogrammen nachzulesen ist. Heinz Schulze


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Die erste Homberger Jugenddisco bei Sporting Bruhy am 26.02.05 Selten wurden Wünsche von Jugendlichen so schnell in Realität umgesetzt, wie es wohl nun bei der ersten Homberger Jugenddisco Wirklichkeit wird. Dank hierfür als ersten Dieter Bruhy, der sich von Schilderungen des Jugendamtes in Bezug auf Jugendveranstaltungen nicht beeindrucken ließ. Pit Fronhof, von der Stadt Ratingen für den sicheren Betrieb der Manage in Lintorf verantwortlich, und damit Fachmann für Jugendveranstaltungen berichtete darüber, was alles zu beachten ist. Die Musik ist das eine, aber es ist auch Wachpersonal, also kantige Burschen, erforderlich, die innen und außen für Respekt und Ordnung sorgen. Dies hätte manch anderen dazu veranlasst, sich für die Unterredung schnell zu bedanken und einen guten Abend zu wünschen, denn jeder Geschäftsmann kann sich ausrechnen, dass dies nicht zu kalkulieren ist. Dieter Bruhy ließ sich aber nicht beeindrucken, sondern will es erst einmal auf einen Versuch ankommen lassen. Am Samstag den 26.02.05, soll es in den Räumlichkeiten von Sporting Bruhy zum ersten Mal soweit sein. Von 18.30 Uhr bis 24.00 Uhr soll es dauern und eingeladen sind junge Leute im Alter von 14 bis 19 Jahren. Die Musik soll ganz nach den Wünschen des jungen Publikums aufgelegt werden. Somit kann die erste Party steigen. Die Räumlichkeiten bei Sporting Bruhy sind bestens geeignet, dass wurde bei manch anderer Veranstaltung bewiesen. Unterstützt wird die Veranstaltung vom Jugendamt (wenn auch nicht finanziell) und auch von der evangelische Kirche mit ihrem Jugendleiter Uwe Reuning.


Auch in diesem Jahr lies die Karnevalsfeier des Homberger Feetz keine Wünsche offen. Man kann nur immer wieder staunen, wie Klaus Witzel und sein Team es fertig bringen eine solche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Allein schon das Publikum mit seinen fantasievollen Kostümen zeigt, dass jeder bereit ist an einem gelungenen Abend mitzuwirken. Da wird nicht einfach das Matrosenkostüm vom letzten Mal aus der Kiste gekramt, nein, diesmal geht man als Kater und die Partnerin als Maus. Die Mitglieder des Vereins sind den ganzen Abend gut unterwegs. Diesmal unter dem Motto ,,Auch im Westen sind die Feetze wild“ kommen sie als Cowboys daher, haben sie den ganzen Abend alle Hände voll zu tun, denn die Jecken sind durstig und hungrig sind sie auch. Kein Anzeichen von Müdigkeit ist ihnen anzumerken, obwohl einiges an Strecke zurückzulegen ist. Der Aufwand hat sich, wie immer gelohnt. Das merken auch die auswärtigen Gruppen, wie das Oberbilker Fanfarencorps oder ,,De Albatrosse“, die sich immer wieder begeistert über das Publikum äußerten. DJ Gert Dörner sorgte zwischen den Darbietungen dafür, dass auch getanzt werden konnte.

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Seite 7 Klaus Witzel und seine Assistentin Josie Treudt hatten genügend Orden zu verteilen. Höhepunkt des Abends war sicherlich der Auftritt von Ulrike Seifert und Annemarie Steege, die als Minna und Billa mit ihren Dialogen begeisterten. Da konnte man sehen, dass auch die so genannten ,,Eigengewächse“ oft für noch mehr Stimmung sorgen, weil ein engerer Kontakt zum Publikum besteht. Dies war auch bei den ,,Backstage Boys“ unter Leitung von Oliver Hamacher der Fall, die mit jugendlichem Elan besonders das weibliche Publikum zur Verzückung brachten und mit einer Mädchengruppe ein Feuerwerk an Rhythmus entfachten. Hervorzuheben war Marcel Schumacher, der mit seinen parodistischen Einlagen sein künstlerisches Talent zum Ausdruck brachte. Mit dem Einmarsch des Ratinger Prinzenpaares Prinz Michael II und Claudia I mit Schirmherrin Gaby Stefes und der Gefolgschaft war der Höhepunkt des Abends erreicht. Klaus Treudt, der vom Homberger in den Ratinger Karneval aufgestiegen ist, würdigte die Leistung der Homberger Feetze. Petra Hamacher, die über die Finanzen des Vereins wacht, und Helga Schäfer bekamen für ihren unermüdlichen Einsatz von Prinz Michael hierfür mit einem obligatorischen Bützchen einen Orden überreicht. Bis tief in die Nacht wurde noch gefeiert mit der langen Erwartung, dass es nach 364 Tagen die Homberger Feetze im Luthersaal wieder richtig krachen lassen.


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Die Vision vom Leben unter einem Brückenbauwerk

Eigentlich hatten Marlies und Georg Baums von einem Leben in landschaftlicher Idylle geträumt. Dies war auch der Grund, warum sie sich 1974 dazu entschieden haben ein Haus im grünen Angertal zu bewohnen. Man erreicht die kleine Wohnsiedlung in der Hofermühle, wenn man von Homberg aus die Schneppersdelle hinuntergeht bis der Weg sich gabelt und auf der linken Seite unter der

kleinen Eisenbahnunterführung hindurch ins Angertal führt, nach rechts an einem Gestüt vorbei, zur Ratinger Strasse, die nach Heiligenhaus führt. Das Gebiet um die Hofermühle erwachte zu neuem Leben als 1903 die einspurige, 18 Kilometer lange Eisenbahnstrecke, in Betrieb genommen wurde und in der Nähe eine Bahnstation entstand. Durch die Bahn war die Abgeschiedenheit aufgehoben und der gütermäßige Anschluss an die Städte Düsseldorf, Essen und Elberfeld geschaffen. Eine ganz andere Trasse ist hundert Jahre später für den Schwerlastverkehr in Planung. Als Autobahnanschluss an die A3 soll ein Teilstück der A44 durch dieses landschaftlich höchst schützenwerte Gebiet gebaut werden. Durch die Tektonik der Gegend wird auf den Bildschirmen der Planer die Autobahn über 30 m hohe Brücken geführt. Sowohl im ersten Teilstück beginnend am Wittenhausweg bis am ,,Häuschen“ und dann über den Bereich der Hofermühle, wo die Pfeiler der Brücken den Anliegern in die Gärten gesetzt werden sollen. Obwohl die Autobahn ihren eigentlichen Sinn,

Draufsicht auf die geplante Brücke über das Angertal

als ,,DüBoDo“ verloren hat, weil bei den Städten Bochum und Dortmund die Trasse zugebaut wurde, soll an dem Teilstück bis Velbert festgehalten werden, auch wenn Gefahr für ein Wasserschutzgebiet besteht und ein Naherholungsgebiet unwiderruflich zerstört wird. Marlies und Georg Baums haben gehofft, dass der Kelch dieses Wahnsinnprojektes an ihnen vorübergehen würde. Ende der 80er Jahre


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merkte die Familie Baums, dass es mit der Baumaßnahme Ernst werden könnte. 1990 gab es eine Entscheidung vom Oberverwaltungsgericht gegen das Planfeststellungsverfahren und für das Trinkwasserschutzgebiet. Aber die langfristige Planung war trotz großem Engagement in der Bürgerinitiative nicht aufzuhalten. Im Frühjahr 2005 soll die Planfeststellung offen gelegt werden. Drei Jahre später könnte Baubeginn sein. Marlies und Georg Baums haben Ausschnitte der Planung schon in ihren Händen. Wenn sie hinaus in ihren Garten gehen und dann nach oben, schauen wird der Himmel durch einen 30 Meter breiten Betonstreifen verdeckt sein. 40 Meter ist der erste Pfeiler von ihrem Haus entfernt. Hinzu kommt Tag und Nacht ein immer währender

Geräuschpegel, dazu kommt die Emission der Fahrzeuge. Durch ihren Kopf geht das Unglück auf der Wiehltal-Brücke der A 4. Dort ist bei einem Unfall im August letzten Jahres ein LKW von der Brücke gestürzt und in Flammen aufgegangen. Demnächst im Angertal? Die Eheleute Baums haben immer positiv in die Zukunft geschaut. Zu ihren Leidenschaften gehört ein großer Garten und die Liebe zur Natur. Ihr Motto ist nach Martin Luther: wenn morgen die Welt untergeht, sollte man heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. So haben sie mit ihren mittlerweile drei erwachsenen Kindern, Larissa, Daniel und Christoph in ihrem schönen Haus gelebt und auf dem Grundstück und dem dazu angepachteten Land den Anbau von Obstbäumen und

Hecken nach ökologischen Gesichtspunkten betrieben. Ihr Sohn Christoph, der heute als Tierarzt und Mikrobiologe an der Hochschule Hannover wissenschaftlich arbeitet, hat versucht, besondere Vogelarten wie den Neuntöter hier anzusiedeln. Noch heute versorgt Marlies Baums zwölf Heidschnucken und Schafe. Hierdurch spart sie den Rasenmäher. Georg Baums hat sich in der Bürgerinitiative gegen den Bau der A 44 engagiert, nicht nur weil er Direkt-Betroffener ist, sondern weil er an Sinn und Nutzen der Autobahn nicht glauben kann. Ein erhaltenswertes schönes Stück Natur, das den in der Umgebung lebenden Menschen zur Erholung dient, soll zerstört werden. Der Preis ist zu hoch. Heinz Schulze


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Pilgern ist Beten mit den Füßen Homberger auf dem Weg nach Santiago de Compostela

Pilger-Tour 1987 von l. n. r.: P. Pfeiffer, M. Hamm, L. Busch, C. Bartsch, A. Billion, Dr. H. P. Gertz, O. Uhlen

Das Grab des Apostels Jacobus in Santiago de Compostela, im äußersten Nordwesten Spaniens, wurde ab der Jahrtausendwende – neben den Pilgerstätten Jerusalem und Rom – zum Ziel einer bedeutenden Pilgerbewegung, die über Jahrhunderte nicht abreißen sollte und heute eine Renaissance erlebt. Die ersten Pilger nach Santiago de Compestela waren Adlige und hohe Geistliche wie Bischöfe und Äbte, darunter unter anderem Franz von Assisi. Doch schon bald folgte auch das einfache Volk. Im Mittelalter waren es ausschließlich religiöse Motive, die die Pilger zu der beschwerlichen Reise veranlasste: Wer an das Apostelgrab pilgerte, dem wurden seine Sünden vergeben. Manch einer zog nach Santiago, um ein Gelübde abzulegen, andere wollten den Apostel um etwas bitten. Im Spätmittelalter gab es auch das Straf- oder Bußpilgern, zu dem ein Verbrecher oder Sünder von weltlichem oder kirchlichen Gerichten verurteilt werden konnte. Heute sind nur noch knapp fünfzig Prozent aus rein religiöser Überzeugung unterwegs. Jeder hat seinen ganz persönlichen Grund diesen Weg zu gehen, manchmal offenbart er sich erst auf dem Weg. Über eines sind sich aber alle Jakobuspilger einig: ,, Jeder, der diese Strecke läuft, ist danach ein anderer Mensch“. Für eine Strecke, die ein

Auto in einer halben Stunde zurücklegt, brauchen sie einen ganzen Tag. Pilger entdecken die Langsamkeit wieder und kehren verändert in den Alltag zurück. Pilgern war immer der Beginn eines großen Abenteuers mit ungewissem Ausgang, aber zumindest mit einem klaren Ziel: das Heil für die Seele zu finden. Im Christentum hat das Pilgern eine alte Tradition. ,, Leute des Weges“ haben sich die Christen in den ersten Jahrhunderten genannt. Ausgelöst wurde die Lust zum Pilgern in der Homberger katholischen Kirchengemeinde durch Pfarrer Dr. Kurt-Peter Gertz, der 16 Jahre Pfarrer in Homberg war. Seine letzte große Tour fand im Jahre 2004 statt, bei der er vier Monate lang auf der 2900 Kilometer langen Strecke von Homberg nach Compostela unterwegs war. Dabei führte ihn sein Weg von seiner Gemeinde in Kaarst zuerst nach Homberg und dann über Düsseldorf, Köln, Trier, Dijon, Bilbao nach Compostela. Für die Homberger begann das Pilgern im August 1985 mit einer BusWallfahrt nach Santiago de Compostela. Es folgten Touren in Abschnitten in den Jahren 1987 von Saint Jean de Port bis Burgos und dann in


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folgenden Jahr von Burgos nach Compostela. Immer wieder machte man sich auf den Weg, so in den Jahren 1992, 1999, 2001 und zuletzt 2004. Bei der ersten Tour 1987 war außer Dr.Gertz, Anne Billion, Luise Busch, Hans Damjakob, Christiane Bartsch, Peter Pfeiffer, Manfred Hamm und Otto Uhlen dabei. Otto Uhlen, der seit 1964 in seinem Haus an der Ringstrasse wohnt, hat sich schon früh zu der Homberger Kirche St.Jacobus hingezogen gefühlt. 18 Jahre lang war er im Kirchenvorstand. Besondere Freude hat er am Männerkochclub, dem 12 Männer angehören Auch seine Frau Anna gehört dem Kirchenkreis an. Sie ist Mitglied im Handarbeitskreis und im KFD. Von Beruf ist Otto Uhlen Schreinermeister, und er stammt von Lengerich aus dem Emsland. 1978 machte er sich mit einer Montagefirma für den Raum Ratingen-Homberg selbstständig. Hier wurde er mit seinen Arbeiten für den Denkmalschutz und für die Kirchengemeinde tätig. Als Pfarrer Dr. Gertz 1984 nach Homberg kam, lernte ihn Otto Uhlen durch seine Tätigkeit im Kirchenvorstand kennen. Auf einigen Touren teilten sie das Zimmer. Unterwegs war es im August so heiß, dass der Schweiß den Rücken hinunterlief. Die Tour war für alle ein Erlebnis. Beeindruckend waren die Kulturdenkmäler, die Landschaft und die vielen Klöster, aber auch die Möglichkeit abzuschalten und sich in Ruhe zu besinnen. Gepilgert wurde von morgens 8 bis 13 Uhr, eine stunde Pause, Brot, Schinken und Käse zur Stärkung. Das Tagesziel wurde zwischen 17

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und 19 Uhr erreicht; dann eine Bleibe für die Nacht suchen. Um 21 Uhr, beim leckeren Abendessen mit Rotwein und Käse, kam Urlaubsstimmung auf. Jeder Pilger hat einen Pilgerpass, der an einzelnen Stationen der örtlichen Kirche oder einem Gasthaus abgestempelt wird. Dabei ist Dr. Gertz (wie auch heute noch) immer alleine gelaufen um sich in Ruhe auf sich selbst besinnen zu können und somit den nötigen Abstand zum Alltag zu finden. Die Gruppe lief vorne weg und Dr. Gertz hinterher. Angekommen in Compostela ist immer das Größte, den Heiligen umarmen und ihm danken. Am nächsten Tag um 12 Uhr findet für die Ankömmlinge eine Plilgermesse statt. Hier wird die Anzahl der Pilger bekannt gegeben und welchen Weg sie gegangen sind. Als Symbol wird ein 1,20 Meter hohes Weihrauchfass hochgezogen, dass wie ein Feuerball glüht. Jeder Pilger erhält eine vom Bischof unterschriebene Urkunde.


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Boca Chica - ein Stück Karibik „Bist Du deutsch?“ In meiner Überraschung antworte ich ihm auf Spanisch: „Si, si!“ Es ist ein junger Bursche, der ein paar Brocken bei den Touristen aufgeschnappt hat und mich nun in seine Strandbar locken möchte. Es gibt also auch hier im Süden der Dominikanischen Republik deutsche Touristen, aber gesehen habe ich noch keinen, denn Boca Chica liegt außerhalb des üblichen deutschen Touristenstroms. Es ist der Hausstrand der Hauptstadt, aber jetzt im Winter ist es den Einheimischen zu kalt zum Baden. Die Lücke füllen Franzosen, Italiener, Engländer und Amerikaner, also Touristen aus aller Welt, ohne Reiseorganisation im Rücken. Das macht den Reiz von Boca Chica aus, denn für die unabhängigen Touristen hat sich im Ort ein buntes Gemisch von kleinen und größeren Hotels, zum Teil direkt am Strand angesiedelt, und viele kleine Restaurants, in denen man zu günstigen Preisen einheimische leckere Gerichte essen kann. Kleine Geschäfte bieten den üblichen Touristen-Schnick-Schnack an. Der Ort liegt direkt an einer großen flachen Lagune, mit einem teilweise breiten weißen Sandstrand. Das Wasser ist warm und sehr sauber. In den zahlreichen Strandbars kann man sich einen Liegestuhl mieten, aber auch ohne irgendeinen Verzehrszwang an den Strand legen. Hoteleigene Strände gibt es nicht. Einheimische Händler ziehen am Strand entlang und bieten ihre Waren feil, sind aber nie aufdringlich. Dafür sorgt schon die Touristenpolizei, die am Ende des Strandes eine kleine Hütte bezogen hat, und sonst kaum zu sehen ist. Jetzt im Winter herrscht am Strand ein gemächliches Leben. Man sitzt an den Bars, oder genießt die Sonne im Liegestuhl direkt am Wasser. Leben und leben lassen heißt die Devise. Das gleiche gilt für den kleinen Ort selbst. Man genießt die Kühle des Winters mit Temperaturen, wie bei uns im Sommer. Wer in der Karibik Urlaub machen möchte, fern ab vom „All-inclusive“ muss wissen, dass er Einblick bekommt in die reale Welt des Urlaubslandes. Das ist in Boca Chica nicht anders. Der Lebensstandard ist sehr niedrig und nicht immer findet man den hygienischen Standard vor, den wir gewohnt sind. Nicht alle Hotels und alle Restaurants entsprechen unseren Vorstellungen, darum sollte man sich vorher kritisch umsehen. Das gleiche gilt für die persönliche Sicherheit und die der Wert-

sachen. Grundsätzlich begegnet man außerordentlich liebenswürdigen und freundlichen Menschen, die davon leben, dem Touristen möglichst alle Wünsche zu erfüllen. Trotzdem sollte man keine Wertsachen und nur das nötigste Kleingeld bei sich tragen, für Ausflüge in die Hauptstadt einen öffentlichen Bus benutzen und nachts außerhalb des Ortes sich möglichst in Gruppen bewegen. Wer all dies berücksichtigt, es versteht, sich im karibischen Leben treiben zu lassen und es zu genießen, wird in Boca Chica einen Traumurlaub erleben.


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��������� Jugendfreizeit im Sommer 2005 der Ev. Kirche

Vom 03.08 – 17.08.2005 wollen wir (Pfarrer Füsgen, Jugendleiter Reuning, 2 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen) mit Euch 14 –17 Jährigen nach Korsika fahren. Unser Camp befindet sich an der wildromantischen Westküste Korsikas, ca. 20 km. nördlich von Ajaccio. Unser Zeltlager ist für 52 Personen ausgerichtet, wir werden aber nur 25 Personen sein. Somit campieren immer 2 Personen in 4-er Zelten mit zwei separaten Innenkabinen. Jeder kann demnach für Zeltverhältnisse luxuriös nächtigen. Der Platz verfügt über mehrere Sanitätshäuser, einen Laden, eine Disco und eine Pizzeria. Zur körperlichen Ertüchtigung stehen kostenlos Plätze für Volleyball und Basketball zur Verfügung. Außerdem liegt der Sandstrand lediglich 650 m entfernt. Ein abwechslungsreiches Programm von unserer Seite wird keine Langeweile aufkommen lassen. Hinzu kommt, daß nicht nur der Strand direkt vor der Tür liegt, sondern wir werden auch auf Ausflügen die romantische Landschaft entdecken und das korsische Stadtleben in Ajaccio kennen lernen. Der Preis beträgt Euro 500,-. Darin sind enthalten der Bustransfer, Fähre, Unterkunft, Verpflegung, Ausflüge, Programm und einiges mehr. Sollten Eure Eltern Schwierigkeiten haben, die Fahrt zu finanzieren, können Sie sich wegen möglicher Zuschüsse vertrauensvoll an uns wenden. Nähere Informationen entnehmt bitte dem Prospekt oder sprecht uns an. Wir freuen uns auf eine bunte Truppe und hoffen, daß Ihr Euch bald anmeldet. (Kontaktadresse: Uwe Reuning, 0211 / 295875 oder 0151 17357514)

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Kinderkarneval des Homberger Feetz Nach dem großen Karnevalsball des Homberger Feetz fand am Sonntag im Luthersaal die Kinderkarnevalparty statt. Mit Beginn der Veranstaltung fand eine Polonaise statt. Da kam schon richtig Schwung in den Saal. Alle Kinder und auch teilweise die Erwachsenen waren bunt gekleidet, so dass es ein farbenfrohes Bild ergab. Nach den letzten Jahren, als noch Klaus Witzel allein moderierte, hatte er diesmal Unterstützung von Josephine Treudt und Rebekka Grenz, die in den nächsten Jahren das Kommando übernehmen werden. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Auf der Bühne fanden lustige Wettbewerbsspiele statt wie Torwandschießen, BobbyCar-Rennen und Hula-Hupp. Ein Höhepunkt war die Aufführung der Jugendtanztruppe des TuS Homberg unter Leitung von Petra Berein. Dann war Zeit für den der Auftritt der Prinzenpaare. Zuerst kam Prinz Philipp II mit seiner Prinzessin Leonie I mit seiner Schirmherrin Rosa Maria Kaleja sowie dem Präsidenten des Ratinger Kinderkarnevals Max Ellinghaus. Das Kinderprinzenpaar konnte sich dem Jubel seiner Anhängerschaft sicher sein, denn sowohl der Prinz und die Prinzessin stammen aus Homberg. Das Prinzenpaar Michael II und Claudia I waren so begeistert von dem Empfang und der Menge der Kinder, so dass sie vorschlugen für Homberg einen eigenen Kinderkarnevalszug zu organisieren. Da kann man sehen, wie gut der Homberger Kinderkarneval von den zahlreichen Gästen aufgenommen wurde.

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MBERG

Wirbelsäulengymnastik

Neue Kurse

ab Januar 2005 8 x montags 18.00 –19.00 Uhr Halle Homberg-Nord Kursleiterin Helga Breuer ab 24. 01. 2005

Nicht-Vereinsmitglieder 40 €

8 x montags 16.30 –17.30 Uhr BeckenbodenGemeinschaftsraum am Sportplatz Gymnastik für Anfängerinnen Kursleiterin Helga Breuer ab 24. 01. 2005

Nicht-Vereinsmitglieder 40 €

Mit viel Spaß beim Gehirntraining

8 x dienstags 17.30 –18.30 Uhr Gemeinschaftsraum am Sportplatz Kursleiterin Helga Breuer ab 25. 01. 2005

Nicht-Vereinsmitglieder 40 €

Bauchtanz

10 x mittwochs 17.30 –19.00 Uhr Halle Homberg-Süd Kursleiterin Marie Amerkamp ab 12. 01. 2005

Nicht-Vereinsmitglieder 90 €

Basketball für Mädchen 7–10 Jahre

8 x dienstags 15.00 –16.00 Uhr Halle Homberg-Süd Kursleiter Viktor Hamann ab 25. 01. 2005

Nicht-Vereinsmitglieder 12 €

Basketball für Jungen 7–10 Jahre

8 x donnerstags 15.00 –16.30 Uhr Halle Homberg-Süd Kursleiter Viktor Hamann ab 27. 01. 2005

Nicht-Vereinsmitglieder 12 €

Mitglieder 10 € Teilnehmerzahl begrenzt

Mitglieder 10 € Teilnehmerzahl begrenzt

Mitglieder 10 € Teilnehmerzahl begrenzt

Mitglieder 50 € Teilnehmerzahl begrenzt

Mitglieder 5 €

Mitglieder 5 €

Auskunft und Anmeldung zu allen Kursen bei der Geschäftsstelle! Kursleiter/in Helga Breuer, Fachübungsleiterin für Gesundheits- und Seniorensport Viktor Hamann, Diplom-Sportlehrer Marie Amerkamp, Bauchtanz

Infos über unser ganzjähriges Programm: Fußball, Handball, Gymnastik, Spiel & Sport, Badminton, Budo, Turnen, Volleyball, Leichtathletik, Lauftreff, Walking

Geschäftsstelle: Füstingweg, Sportplatz Homberg Bürozeit: Mo.+Mi. 10.00–13.00 Uhr Telefon (0 2102) 5 24 40, Telefax (0 2102) 5 09 09 In den Ferien bleibt die Geschäftsstelle geschlossen!

Aktuelle Termine unter: www .DerH o

mbe rger.

info

��������� Herausgeber: Homberger Verein zur Förderung von Bürgerinteressen e. V. Anschrift der Redaktion: Schumannstrasse 15, 40882 Ratingen Tel.: 02102/51998 ������������������������ ������������������������������� Redaktionsteam: Helmut Frericks, Hermann Pöhling, Hannelore Sánchez Penzo, Heinz Schulze Layout: Simon Schulze Bild/Anzeigenbearbeitung: Josè Sánchez Penzo Redaktionsschluss: jeweils Monatsende Erscheinen: zweimonatlich Druck: Schöttler Druck, Ratingen Auflage: 2500 Exemplare Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos sowie für deren Richtigkeit übernimmt der Herausgeber keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Texte spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.

Malermeister Dirk Lüdorf

Malerei Anstrich modernes Raumdesign Tapezierungen Bodenbeläge Fassaden Altbausanierung Nelkenweg 2 40882 Ratingen-Homberg Tel. 02102/5 11 10 Fax 02102/5 11 10


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Jahreshauptversammlung der Schützen am 13.01.05 Bei den Wiesnasen läuft alles nach Plan

Vorsitzender Jovan Mitic und Hauptmann Bernd Conrad

So hatte man die Versammlung der Schützen lange nicht erlebt. Keine kontroversen Diskussionen über den Standort des Schützenfestes, keine Probleme bei den Finanzen. Das einzige, was Bernd Conrad anmahnte, war die schleppende Beteiligung an den Veranstaltungen. Und diese gab es über das Jahr genug, denn die Wiesnasen, wie die Homberger Schützen sich nennen, haben nicht nur eigene Termine, die über das Jahr abzuarbeiten sind, es gibt auch genügend auswärtige Veranstaltungen, die besucht werden sollen. Da gibt es den Festzug und Krönungsball der Schützenbruderschaft Duisburg-Ruhrort oder den Marineball der Marinekameradschaft Friedrichstadt in Düsseldorf. Da bleibt auch mal der ein oder andere Platz im Bus unbesetzt. Die eigenen Aktivitäten reichen auch. Es gibt den Wandertag, das Maibaumfest am Wichernheim, das Schützenfest, das Seifenkistenrennen und das Fußballturnier. Hier muss mit angepackt werden und wer da mitmacht, weiß das dies ohne gute Vorbereitung und teilweise richtigen körperlichen Einsatz nicht geht. Der eigentliche Star des Abends war Schatzmeister Guido Kube. Er hat es geschafft, die abgeräumten Konten der Wiesnasen der letzten Jahre auszugleichen, so dass es kein Minus mehr gibt. Da kann man froh in die Zukunft schauen, denn die Zeiten der kühnen Ideen, wo man noch die Bläck Fööss nach Homberg bringen wollte, sind vorbei. Im Verein ist bei den Planungen Ruhe eingekehrt, man weiß was einen erwartet und die Grenzen, die früher nicht für alle gleich waren, sind jetzt abgesteckt. Das Fußballturnier der Wiesnasen findet am 29. Mai 2005 statt. Wie im letzten Jahr ist das

Dorf- und Schützenfest an der Dorfstraße geplant und zwar vom 17. Juni bis 19. Juni 2005. Am Freitag startet die Oldie Night, am Samstag ist dann das Königsschießen, wo dann die Nachfolger für Doris und Bernd Conrad als Königspaar gesucht werden. Die Wahlen verliefen fast ohne Gegenstimme. So kann das bewährte Team des letzten Jahres seine Arbeit weiterhin erfolgreich fortführen. Hochkarätigen Besuch bekam die Veranstaltung durch den Besuch des Kinderprinzenpaares Philipp II und Leonie I, die beide aus Homberg stammen und das Königspaar Bernd und Doris Conrad, die die stolzen Eltern von Philipp sind. Aber auch das amtierende Prinzenpaar, Prinz Michael II und Prinzessin Claudia I, besuchten die Schützen auf ihrer Versammlung. So kam es am späten Abend noch zu einer echten Vereinigung zwischen Winter- und Sommerbrauchtum. Weil

Paul Peiffer

Zu Besuch: Das Kinderprinzenpaar Leonie I und Philipp II

das Prinzenpaar besonders tierlieb ist und zu Hause Geckos hält, kam man auf die Idee ihm mit einem Gutschein für einen Besuch im Wuppertaler Zoo eine besondere Freude zu machen. Damit sie auf dem Ausflug nicht ganz alleine sind, werden die Homberger Wiesnasen das Prinzenpaar begleiten, wobei hier wieder ein toller Anlass für einen gemeinsamen Ausflug gegeben ist.


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Karneval bei den flotten Hombergern Die flotten Homberger zeigen, dass es auch ohne Verein geht. In diesem Jahr ist ihr Wagen mit dem Motto „Im Himmel ist die Hölle los“ noch um einiges länger geworden. Zwei Monate hat die Gruppe nach Feierabend und am Wochenende daran gearbeitet. Ihrem Motto gemäß, wird sich der liebe Gott warm anziehen müssen, wenn die zweiundzwanzig Teufel mit ihren über zwanzig kleinen Teufelchen bei ihm auftauchen. Dem Vernehmen nach hat er, um die Gemüter sanft zu stimmen, vorsichtshalber schönes Wetter bestellt. Nach dem Umzug wird neben der Krone kräftig gefeiert. Am Aschermittwoch ist dann alles wieder vorbei, dies zum Trost für nervenschwache Anwohner.

Gas ist konkurrenzlos teuer. Auf dem Gasmarkt fehlt der Wettbewerb, die Gaslieferanten können nehmen, was sie wollen. Da hilft nur eins, der Kunde muss sich wehren. Bis zu 50 000 Kunden haben bereits bundesweit ihren Versorgern einen zornigen Protest geschrieben, den die Verbraucherschützer eigens hierfür vorbereitet haben und im Internet abzurufen ist. Sie kündigen ihren Gaslieferanten an, den Rechnungsbetrag nur teilweise und unter Vorbehalt zu zahlen. Das Bundeskartellamt hat inzwischen ein förmliches Missbrauchsverfahren gegen einen Anbieter eingeleitet. Was haben die Stadtwerke nicht alles getan, um bei uns in Homberg, die Hausbesitzer zu bewegen, zum Gas überzuwechseln. Man finanzierte den Anschluss, man gab Geld dazu, den Öltank auszubauen, man war mit Rat und Tat am Ort und zur Stelle. Nun, wo Homberger Verbraucher nach der teueren Umstellung zum Gas abhängig sind, langen die Gaslieferanten ungeniert hin. Der

Endkunde hat so gut wie keine Wahl. Der Gesetzgeber hat zwar den Gasmarkt liberalisiert, aber für den Endkunden gibt es keinen Wettbewerb, dafür haben die Großkonzerne gesorgt. Die staatliche Überprüfung des Preises, wie beim Strompreis, wurde in den 50er Jahren abgeschafft, weil angeblich das Erdgas in einem ausgeprägten Wettbewerb stehe, heißt es beim Branchenverband der Gasversorger, mit dem Heizöl zum Beispiel. Doch das ist ein durchsichtiges Alibi. Hier handeln die Gasversorger nach Belieben. Welche Preisanpassung an den Ölpreis beim Kunden ankommen, ist unterschiedlich. Die Preisgleitklausel in den Verträgern ist ein streng gehütetes Geheimnis und wird völlig unterschiedlich gehandhabt. So kommt es, dass der Preis für ein Kubikmeter Gas in den verschiedenen Bereichen der Bundesrepublik um ein Drittel differieren kann. Der Protest der Verbraucher zeigt inzwischen erste Wirkung. Einige Gasversorger haben

sich bereits verpflichtet, ihre Preise zurückzunehmen und die bereits bezahlten überhöhten Preise zurückzuerstatten. Es lohnt sich also, sich zu wehren. Leider ist dies auch die einzige Möglichkeit, denn die Mittel des Bundskartellamtes sind, im Gegensatz zu den vollen Kassen der Energieversorger, nur bescheiden, und die Energieversorger verstehen es, den Streitwert eines Gerichtsverfahrens derart in die Höhe zu treiben, dass das Bundeskartellamt es lieber auf dem Wege der Verhandlungen versuchen muss, die Gaskonzerne zum Einlenken zu bewegen. Dies gelingt umso eher, je mehr die Verbraucher sich wehren und für eine schlechte Presse sorgen. Inwischen hat sich ein Verein gegründet, der gegen den Missbrauch der Energieversorger vorgehen will. Unter seiner Adresse im Internet können die oben erwähnten Protestschreiben herunter geladen werden: www. energiepreise-runter.de


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Erste Aufführung des Schultheaters im neuen Forum Die Legende vom Christbaum In der Woche vor Weihnachten war es wieder so weit. Die Theatergruppe der Christian-Morgenstern-Schule hatte ihren Auftritt vor den Weihnachtsferien. Das Besondere diesmal war, dass die Aufführung nicht im altehrwürdigen Luthersaal stattfand, sondern zum ersten Mal im neu errichteten Forum. Es zeigte sich, dass das Gebäude für diese Aufführungen sehr gut geeignet ist. Der Raum ist kleiner und der Kontakt vom Publikum zur Bühne direkter. Hierdurch ergibt sich eine größere Nähe zum Geschehen auf der Bühne. Die Rektorin der Schule, Frau Angela Zeyen, konnte auch feststellen, dass mit dem neuen Gebäude die Theatergruppe einen professionellen Rahmen für ihre Aufführungen gefunden hat. Wie nicht anders zu erwarten, wurden die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler dieser Herausforderung voll gerecht. Diesmal wurde das Stück ,,Die Legende vom Christbaum“ von Martha Heselberger aufgeführt. Die Lehrerin Frau Sara Schroers hatte dieses klassische Weihnachtsstück für dieses besondere Ereignis ausgewählt. Die Kinder hatten auf vielfältige Art Gelegenheit ihre Talente zu zeigen. Liebevoll waren die Kostüme für die Großmutter, das Christkind, die Engel und die Teufel für die Aufführung geschneidert worden.


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Thema des Stückes war den Menschen zu zeigen, warum an Weihnachten ein Christbaum mit Lichtern aufgestellt wird. Er soll die Menschen an das Gute erinnern, denn kleine rote Teufel haben ihnen eingeredet, dass sie Reichtum, Macht, Ansehen und Wissen brauchen. Dies geht aber nur so lange gut, denn Gottes weise Schöpfung wird hierdurch auf den Kopf gestellt. Nun haben die Menschen die Chance zu beweisen, dass es noch Positives im Herzen gibt. Gott schickt ihnen das Christkind auf die Erde. Doch zuerst beachten die Menschen das Christkind nicht und gehen an ihm vorbei. Hungrig und frierend geht es in den Wald und legt sich unter einer Tanne schlafen. Aus Liebe zu dem Kind erglüht im Folgenden der Baum. Waldarbeiter, die in der Nähe sind, glauben einen Waldbrand entdeckt zu haben. Als sie näher kommen entdecken sie das Kind und nehmen es bei sich auf. Diese Geschichte wird von der Großmutter ihrem Enkelkind erzählt und das Publikum konnte dies alles in der tollen Atmosphäre miterleben. Mit lang anhaltendem Beifall wurde den Akteuren für ihren Einsatz gedankt. Frau Zeyen gab dem Eindruck aller Anwesenden am Schluss der Vorstellung wieder, dass es eine besonders gelungene Veranstaltung war, bei der es kaum Unsicherheiten oder Versprecher gegeben hätte, was sicherlich auf den neuen Saal und die hervorragende Atmosphäre zurückzuführen wäre. Genug Anlass uns auf die nächste Aufführung vor den Sommerferien zu freuen.

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Mauth vom 9.1.- 23.1.2005

Mauth hat uns wieder, die kleine Stadt, wir sind sie immer noch nicht satt. Wir kommen schon viele Jahre her, und ich denke, es werden noch mehr. Doch, was seh’ ich, oh ach und weh, es liegt ja wirklich fast kein Schnee! Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, bisher hat uns der Winter noch nie versetzt.

fast alle waren mit im Bunde. Der lange Abhang war „oho“, die meisten bremsten mit dem Po.

Wandern war am Montag Morgen, die Loipe machte uns erst noch Sorgen. Doch Viktor meinte, es geht ganz gut Und machte uns allen damit Mut. Die Sonne lachte, und es war ganz toll. Am Abend meinten alle, es war wundervoll.

Am Freitag war die Welt ganz weiß, der Schnee verdeckte das ganze Eis. In der Loipe lief es gut, wir hatten alle richtig Mut. Wir rissen 20 Km runter und waren am Abend trotzdem munter. Doch dann der Schock: Mosi ist tot. Nun hat Daisy große Not. Wer bringt nur einen andern um? Das ist doch wirklich äußerst dumm.

Am Dienstag war es morgens sehr kalt, erst später ging es auf die Piste dann halt. Die war dann eisig und glatt, drum hatten manche es sehr schnell satt. Lieber saßen wir im „Cafe Beer“ Und aßen dort die Kuchentheke leer.

Am Donnerstag war Ruhetag, jeder machte, was er mag. Im Wellness-Bad war’s wunderschön, die andern wollten shoppen geh’n

Samstag wollten wir was tun, in die 20er Loipe geh’n. Andere blieben vor Ort,

wir trieben richtig Leistungssport. Am Sonntag lachte die Sonne vom Himmel, es fehlte nur die Kutsche mit Schimmel. So genießt man Urlaub pur, Sonne Schnee und die Natur. Zum Abendbrot ging’s ganz hoch her, es waren 15 Leute mehr. Der Braten schmeckte super lecker, manch Bäuchlein wurde etwas dicker. Am Montag ging’s nach Annathal, dann in die Loip’ nach eig’ner Wahl. Es wurd’ gelaufen hin und her, oder aber kreuz und quer. Am Dienstag ging’s den Berg hinauf, runter ging’s in einem Lauf. Nach Finsterau auch welche fuhr’n, um dort zu kontrollier’n die Spur’n. Roland war nicht tot zu kriegen, man müsst’ ihm schon die Ski verbiegen. In der Nacht fiel sacht und leis’

Am Mittwoch auf die „Zehnerrunde“,

„Ach, du dickes Ei ...

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... das sind ja zwei.“

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Schnee hernieder, fein und weiß. Verzauberte die ganze Welt, so hatten wir es längst bestellt. Doch manche hatten große Müh’, der Schnee hing fest am Brett, wie nie. Nach Regensburg fuhr uns der Max, mit dem Omnibus war das ein Klacks. Wir verließen den Schnee und hatten nur Regen, schließlich ist Regensburg am Regen gelegen. Die andern genossen den Wellness-Spaß, man höre: Wasser macht nicht nur nass! Am Samstag gab es Schnee in Massen, wir konnten es ja kaum noch fassen. Bei manchen brach fast Panik aus, sie packten Koffer für nach Haus’. Die Kreuzberg Loipe lockte uns, doch leider war sie „grottenstumpf“. Im Stüberl dann bei Jagertee, war alles wieder dann ok. Man kann fallen, selbst im steh’n, das konnten wir dann bei Roland seh’n. Darüber lachte laut die Ruth, doch das fand er dann gar nicht gut. Viel hat der Urlaub uns gelehrt, fahr auf der Piste nie verkehrt, Grüß freundlich Gott und jedermann, sonst kommst du im Geschäft nie dran. Und noch was hat mich ganz verstört, dass Bayern nicht zu Deutschland gehört. Bayern ist ein freies Land, nur von der Welt nicht anerkannt. Doch, liebe Leut’, ich hab’ vernommen, die meisten woll’n nächstes Jahr wiederkommen. Im Säumerpfad lebt es sich gut, das sagt die Gruppe und die Ruth!! Ruth Nieswand

100 Söckchen und mehr - Danke Mehr als 100 Söckchen, Socken und Strumpfhosen kamen für die Kinderhilfe Rumänien e.V. auf der Weihnachtsfeier der Abteilung Gymnastik und Turnen des TUS Homberg in der Sammelaktion am 4.12.2004 zusammen. Danke dafür - an die Teilnehmer - im Namen der Kinder in Rumänien und der Familie Vander, die mit viel persönlichem Einsatz die Kinderhilfe Rumänien e.V. vor Jahren ins Leben gerufen haben. Astrid Weßnigk Abteilungsleiterin Gymnastik und Turnen TUS Homberg

TuS Homberg informiert Handball für Mädchen von 8 bis 12 Jahren Ab dem 01.02.2005 findet dienstags in der Halle Süd (Ulmenstraße) von 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr das Training Statt. Für Fragen wenden Sie sich bitte an die Übungsleiterin Anke Grashaus Tel.: 80203 oder an unsere Geschäftsstelle Tel.: 52440. Das Handballtraining der Jungen ist weiterhin in der Halle Süd montags von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr. Die neuen Kurse im TuS-Homberg fangen in 2005 mit leichter Verspätung an. Der Wirbelsäulenkurs beginnt am 24.01.2005 jeden Montag von 18.00 –19.00 Uhr in der Halle-Nord an der Mozartstr. Der Kurs „Beckenbodentraining“ beginnt wieder neu für Anfänger und Wiedereinsteiger ab 24.01.05 jeden Montag von 16.30 – 17.30 Uhr im Gemeinschaftsraum am Sportplatz, am Füstingweg. Der Kurs „Viel Spass am Gehirntraining“ findet immer dienstags von 17.30 – 18.30 Uhr im Gemeinaschaftsraum am Sportplatz statt, und beginnt am 25.01.2005 Anmeldung unter der Tel.Nr. 841710 oder montags von 10.00 –13.00 Uhr im Büro des TuS-Homberg Bauchtanz beim TuS-Homberg Nachdem der erste Kurs so viel Anklang bei den Teilnehmerinnen fand, werden wir diesen Kurs auch Im Jahr 2005 gerne wieder aufnehmen. Wie gewohnt wird in der Halle Süd, Ulmenstr. jeden Mittwoch von 17.30-19.00 Uhr geübt. Frau Marie Amerkamp führt mit viel Einfühlungsvermögen in diese Sportart ein, so dass die Teilnehmerinnen schon nach kurzer Zeit die ersten kleinen Erfolge vorweisen können. Es hat allen sehr viel Spass gemacht. In diesem Kurs sind noch ein paar wenige Plätze frei. Der Kurs beginnt am 12.01.2005. Die Anmeldung erfolgt dann im Kurs

Lust auf Aerobic Es gibt zahlreiche Gründe Aerobic zu betreiben. Aerobic leistet einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der persönlichen Fitness und des Wohlbefindens. Es sind verschiedene positive Aspekte zu beobachten. Zum einen sorg Aerobic für Stressabbau und trägt wesentlich zur Steigerung des Selbstwertgefühls bei. Es fördert das Durchhaltevermögen im Alltag und gibt Kraft alltägliche Lasten zu bewältigen. Zum anderen kann Aerobic auch auf unsere Gesundheit wirken. Der Energieumsatz vermeidet und reduziert Übergewicht, der Fettstoffwechsel wird begünstigt und Stoffwechselerkrankungen wird vorgebeugt.Durch regelmäßiges Training kann der Blutdruck Gesengt werden und es kommt zur Erhöhung der Knochendichte (Osteoporosevorbeugung). Der Hauptgrund sollte allerdings der Spaß an der Bewegung sein. Interessiert? Mittwochs, von 18.30 h bis 20.00 h, sind wir im TuS Homberg In der Halle Nord (Mozartstr.) aktiv. In erster Linie trainieren wir Ausdauer, Kraft, Koordination Und Beweglichkeit. Neben der Figurformung wird die Haltungsverbesserung durch Kraftausdauertraining erzielt. Ein klassisches High-Low-Aerobic, kombiniert mit Body Workout führt uns kurzweilig durch die Stunde. Unterstützt wird unser Training durch flotte Musik und auch das Miteinander in der Gruppe motiviert und bringt gute Laune. Überzeugt? Dann schau einfach mal rein!

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Nie mehr Hemdenbügeln Fragt man Hausmänner oder -frauen, was die schrecklichste Hausarbeit ist, kommt meistens spontan: „das Hemdenbügeln“. Was hat es nicht schon alles für Verrenkungen der Industrie gegeben, um diese Fron abzuschaffen. Erinnern Sie sich noch an die Nyltesthemden, die man immer mit hochgeklappten Kragen aufhängen musste? Was sich auch immer die Bekleidungsindustrie einfallen ließ, letzten Endes kehrte man zum guten alten Baumwollhemd zurück und zur Fron des Bügelns. Doch nun kommen in Homberg neue Zeiten. Herr Kokkinos, dem wir normalerweise unsere schmutzigen Hosen und Kostümchen anvertrauen, hat seinen Betrieb umorganisiert, eine große Industrtie-Waschmaschine, einen Riesentrockner gekauft und dazu noch einen so genannten „Hemdenfinisher“, auf dem die Hemden gebügelt, d.h. glatt gedämpft werden. Damit die Hemden aber doch noch, wie von „Muttern gebügelt“ aussehen, werden Kragen und Manschetten, wie Frau Kokkinu versichert, mit der Hand gebügelt. Ein bisschen Fron darf‘s noch sein. Ab Ende Februar ist es so weit.


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Neue Praxis in Homberg

Kerstin Gorbauch, Physiotherapeutin, lebt seit rund einem Jahr in Homberg. 15 Jahre lang hat sie in Süddeutschland in Wertheim eine eigene Praxis für Physiotherapie gehabt. Am 15. März 2005 wird sie in Homberg am Mergelskaul 19 eine Praxis für Physiotherapie eröffnen. Folgende physiotherapeutische Anwendungen bietet sie in ihrer Praxis an: 1. Krankengymnastik: Nachbehandlung nach Operationen (z.B. Bandscheibenoperationen, Knieoperationen, neue Gelenke wie Kniegelenk oder Hüftgelenk), Krankengymnastik bei akuten und chronischen Rückenbeschwerden, sowie bei Haltungsschäden bei Kindern 2.manuelle Lymphdrainage (notwendig bei Venenleiden und nach verschiedenen Operationen, aber auch bei Migränebehandlung von großer Wirksamkeit) 3. Massagen aller Art zur Lösung von Muskelverspannungen, aber auch als Entspannungsmassage 4. Neurologische Behandlungen z.B. nach Schlaganfällen, MS- und Parkinsonpatienten 5.Zusatzanwendungen, wie Naturmoor zur Vorbereitung von Massage und auch Krankengymnastik, Eisbehandlungen nach empfindlichen Gelenksbehandlungen, Schlingentischbehandlungen zur Entlastung der Wirbelsäule und anderer Gelenke, zur Schmerzlinderung aber auch zur Kräftigung der Muskulatur. Kerstin Gorbauch freut sich auf ihre neue Aufgabe in Homberg und hofft vielen Patienten helfen zu können, um wieder eine bessere Lebensqualität zu erlangen. Sie können gerne schon Kontakt aufnehmen über Tel. 5289233 oder per e-mail Kerstingorbauch@aol.com

Brennpunkt Literatur - Königliche Hoheit Der neue VHS-Kurs von Ursula Finkbeiner „Brennpunkt Literatur“ beginnt am 21.2.2005 (19.30 - 21.00 Uhr) am gewohnten Ort in der Bibliothek im Calvinhaus. Diesmal möchte Ursula Finkbeiner mit den Kursteilnehmern das Buch von Thomas Mann „Königliche Hoheit“ lesen. Noch immer regt das Schicksal gekrönter Häupter die Fantasie vieler Menschen, doch wie geht Thomas Mann mit diesem Thema um? In liebenswürdiger Ironie, manchmal parodistisch-satirisch verschärft, erzählt er die Geschichte einer kleinen deutschen Residenz vor dem 1. Weltkrieg. Das Großherzogtum steht kurz vor dem Bankrott und muss sich neuen wirtschaftlichen und finanziellen Anforderungen stellen. Wie dies gelingt und wie es dann doch noch zu einem Happy-End kommt

zwischen der bürgerlichen Imma Spoelmann und dem Prinzen Klaus Heinrich, darf an dieser Stelle nicht verraten werden. Der Leser wird sich an mancher Stelle erinnert fühlen an die Probleme unserer Wirtschaftsminister und viele Parallelen zu unserer politischen und wirtschaftlichen Situation entdecken. Doch es soll nicht nur beim gemeinsamen Lesen bleiben, denn auch Theater, Kino und Kunstausstellungen regen zur geistigen Auseinandersetzungen mit sich selbst und mit der Zeit an. Fest eingeplant ist der Besuch der Tut-Ench-Amun-Ausstellung in Bonn am 9. April 2005 um 12 Uhr. Alle Homberger, die des Lesens kundig und neugierig sind auf das, was sich rundherum im Kunstbetrieb tut, sind herzlich eingeladen.

Mut zur Selbstständigkeit Zugegeben, die Zeiten sind nicht einfach. Aber manchmal zwingen einen gerade diese schlechten Zeiten zu einem Neuanfang. Dieter Beek hat sich vom Elektroinstallateur zum Elektroingenieur über den zweiten Bildungsweg hochgearbeitet, war viele Jahre in namhaften Firmen tätig und hat dort viel Erfahrung in seinem Beruf sammeln können, bis es auch ihn traf, er verlor die Arbeit. Doch nun warten, bis sich da wieder etwas findet? Solange wollte er nicht warten, nahm seine berufliche Zukunft selbst in die Hand und machte sich selbstständig. Ein neuer Lebensabschnitt, eine neue Herausforderung. Was

irgendwie mit Strom zu tun hat, das ist Dieter Beeks Metier, von der einfachen Elektroinstallation, wenn die Sicherung durchgebrannt ist, bis zur elektrischen Einbruchssicherung, die nicht mal teuer sei, aber vor manchem Schreck in der Abendstunde bewahren kann. Darum denkt Dieter Beek daran, bei Gelegenheit zu einer Informationsveranstaltung hierzu einzuladen. Das kleine Unternehmen ist schon ganz gut angelaufen, darum sucht Dieter Beek nun eine Werkstatt und einen Lagerraum von ca. 50 qm im Umfeld von Homberg. Tel. 02102/136221.


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Farbreste in den Gully? Wohin mit den Farbresten, wenn man seine Wohnung renoviert hat? Offensichtlich sind viele Bürger hier hilflos, und schütten die Farbreste in den Gully. „Aus den Augen, aus dem Sinn“, mag da mancher Bürger denken. Nur trifft in diesem Fall dieses Sprichwort nicht zu, denn irgendwann könnte es uns passieren, dass gerade die Farbreste - freilich nun stark verdünnt - wieder in unserem Trinkwas-

ser auftauchen. Darum sollte jeder zunächst an sich denken und einfach einen Blick in den Abfallwegweiser werfen. Für diejenigen, die ihn nicht gleich finden können, hier die nächsten Möglichkeiten, alte Farbe und noch einiges mehr loszuwerden:

am Freitag, den 6.5., 5.8. und 4.11. 2005 von 15 - 18 Uhr, am Sportplatz Füstingweg


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��������� Am „Dreck-weg-Tag“ wird Homberg geputzt

Im letzten Jahr haben über 150 Homberger Bürgerinnen und Bürger, zusammen mit vielen Kindern, drei Tonnen Müll weggeräumt. Man glaubt es kaum. Und dies ist offensichtlich Jahr für Jahr notwendig. Darum will auch in diesem Jahr die Homberger SPD mit den Bürgern den Dreck in Homberg einsammeln. Viele machen bereits mit, wie jedes Jahr auch die Pfadfinder, jede große und kleine Hand wird gebraucht. Die Stadtverwaltung unterstützt die Aktion und stellt Warnwesten und das nötige Greifgerät zur Verfügung. Nach schwerer Arbeit muss man sich stärken, darum gibt es anschließend für alle Helfer Grillwürstchen und Kaffee und Kuchen bei Life-Musik, und für die Kinder kommt das Felix Spielmobil. Unter allen Teilnehmern werden schöne Preise verlost! Hauptpreis ist eine 3-tägige Reise nach Berlin, gestiftet von der Bundestagsabgeordneten der SPD Kerstin Griese. Wer sich schon lange über die Autoreifen im Wald ärgert, oder über den Tannenbaum, den einfach jemand an der Straßenecke hat stehen lassen, melde dies bitte am Treffpunkt. Treffpunkt: Sa., 09. April um 10.00 Uhr vor der Christian-Morgenstern-Schule.

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Der Homberger 2005 02