Eltern & Kind in Wiesbaden 2020

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Wegweiser fßr Eltern – von der Schwangerschaft bis zum Vorschulalter 2020/2021



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ltern & Kind in Wiesbaden Wegweiser fßr Eltern –

von der Schwangerschaft bis zum Vorschulalter 2020/2021


Den Moment genießen ist einfach. Wenn man weiß, was auf einen zukommt. Wie ist das mit dem Elterngeld? Welche Versicherungen sind sinnvoll für unsere Familie? Was müssen wir bei der Elternzeit beachten? Egal, was Sie gerade am meisten interessiert – unser digitaler Ratgeber gibt Antworten. Jetzt entdecken: clever.naspa.de/kinder-und-familie

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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die Corona-Pandemie hat uns auch Monate nach dem Ausbruch fest im Griff. Veranstaltungen werden abgesagt und das kulturelle und soziale Leben ist nur sehr eingeschränkt möglich. Schwimmbäder, Kinos, Theater, Museen und andere Einrichtungen haben Zutrittsbeschränkungen, viele Beratungsstellen können Hilfestellungen nur telefonisch oder per E-Mail anbieten und das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist vielerorts unerlässlich. Die etwa 20.000 Wiesbadener Kinder im Vorschulalter leben momentan in einer Zeit mit Kontaktbeschränkungen. Ungezwungen mit Oma und Opa spielen, Ziegen im Wildpark füttern oder in der Gruppe toben – all dies ist nur eingeschränkt und unter Hygieneauflagen möglich. Wir freuen uns, Ihnen dennoch auch in diesem Jahr einen Wegweiser durch die ersten sechs Lebensjahre Ihres Kindes kostenfrei an die Hand geben zu können – gespickt mit tollen Tipps, Informationen und Kontaktadressen. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Informationsbroschüre gefällt und Sie hier viele Informationen, Anlaufstellen und Einrichtungen finden, die Sie in den ersten Jahren mit Ihrem Kindes unterstützen, beraten, entlasten und inspirieren. Bleiben Sie gesund!

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Die Herausgeber

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Entwicklung des Babys im Mutterleib | Vorsorgeuntersuchungen Schwangerenberatung | Mutterschutz | Geburt | Erstausstattung fürs Baby Sicherer Schlaf

Finanzielle Unterstützung 15-16 Behördengänge | Vergünstigungen | Finanzielle Hilfen

Gesundheit 16-24 Die Vorsorgetermine U1 bis U9 | Impfungen | Fachärzte Krankheits­symptome deuten und behandeln | Bewährte Hausmittel Not- und Krankheitsfälle | Gesunde Zähne

Sicherheit 25-28 Sicher im Auto und auf dem Fahrrad | Geschützt im Haushalt Sicherheit im Garten | Sicheres Spielzeug

Ernährung 29-33 Stillen und Säuglingsnahrung | Beikost | Trinken

Alltag mit Kindern 34-47 Meilensteine im Kinderleben | Kindergeburtstag | Förderangebote Freizeitgestaltung | Kleidung | Tipps gegen Flecken | Rat und Hilfe in schweren Zeiten | wellcome | Kuren

Kinderbetreuung 47-50 Betreuungsmöglichkeiten für Babys und Kleinkinder – von der Krippe bis zur Leihoma | Wissenswertes rund um den Kindergartenstart

Kultur mit Kindern 51-54 Kulturelle Angebote für Familien | Theater, Musik, Malerei

Freizeit mit Kindern 55-66 Spielplätze, Schwimmbäder und Parks | Ausflüge | Urlaub

Impressum 67 Nützliche Nummern 68 Wichtige Rufnummern | Klicktipps


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Willkommen im Leben! Faszinierende Entwicklung im Mutterleib Der Schwangerschaftstest zeigt eindeutig positiv – für die meisten werdenden Eltern bedeutet das Freude pur. Und dennoch macht sich Unsicherheit breit: Was ist jetzt zu tun? Was passiert im Mutterleib? Schaffen wir das alles? Was müssen wir beachten, um unserem Kind den bestmöglichen Start ins Leben zu bieten? Und wie geht es dann weiter, wenn das Baby erst mal da ist? Am Ende der 5. Woche schlägt bereits das Herz des wenige Millimeter großen Embryos, ab der 8. Woche ist dies auch im Ultraschall zu sehen. Am Ende der 12. Woche ist der Fötus schon rund 6 cm lang und wiegt ca. 15 Gramm – ein richtiger kleiner Mensch, der sich auf das Leben außerhalb des Mutterleibs vorbereitet. Um Sicherheit von Anfang an zu gewährleisten, begleiten Frauenärzte und/oder Hebammen die werdende Mutter. Bis auf die Ultraschalluntersuchungen können Sie alle Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft von ihrer Hebamme machen lassen – dazu gehören Fragen nach der Befindlichkeit der Schwangeren, Gewichts- und Blutdruckmessungen, Urin- und Blutuntersuchungen, Feststellen und Kontrolle der Lage und Größe des Kindes sowie die Kontrolle der Herztöne des Kindes. Für diese Begleitung durch die Schwangerschaft kön-

Tätigkeiten einer Hebamme Betreuung des Kindes nach der Geburt: Körper- und Nabelpflege, Ernährungsberatung und Hilfe bei Blähungen, Blutentnahme für den Stoffwechseltest, Hilfe bei Hautveränderungen und anderen Problemen. Betreuung der Mutter: Beratung bei Kinderwunsch, Hilfe bei Beschwerden oder Wehen ab positivem Schwangerschaftstest, Vorsorgeuntersuchungen, Beratung zu Ernährung, pränataler Diagnostik, Wunschkaiserschnitt, Leben mit dem Neugeborenen und zu jedem anderen Thema rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, Begleitung bei und nach Fehl- oder Totgeburt, Beratung bei seelischen und körperlichen Veränderungen, Beobachtung und Unterstützung der Rückbildungs- und Heilungsvorgänge, Hilfe beim Stillen und bei Stillproblemen sowie Anleitung zur Rückbildungsgymnastik. Außerdem können Kontakte zu Rückbildungskursen, Stillgruppen, Beratungsstellen, Gesprächskreisen und Selbsthilfegruppen für Frauen und Kinder vermittelt werden. Hilfe beim Finden einer Hebamme: www.hebammensuche.de

nen Sie ausschließlich zum Frauenarzt, ausschließlich zur Hebamme oder abwechselnd zu beiden gehen. In allen Fällen trägt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Natürlich finden die werdenden Eltern bei den Untersuchungen Antworten auf die vielen Fragen, die ihnen jetzt durch den Kopf schwirren. Der Arzt/die Hebamme berät zu den Themen Alkohol, Zigaretten und Drogen, gibt Tipps zu ­Ernährungs- und Verhaltensweisen, die Mutter und Kind jetzt gut tun. ­Gerade in den ersten Schwangerschaftswochen kämpfen viele Frauen mit klassischen Beschwerden – Übelkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen. Alle Untersuchungsergebnisse werden in den Mutterpass eingetragen, den der Frauenarzt/die Hebamme bei der ersten Mutterschafts-Vorsorgeuntersuchung ausstellt. Dieses hellblaue Büchlein ist ein wichtiges Dokument, das werdende Mütter stets bei sich tragen sollten. Hier sind alle ­Labor- und Untersuchungsergebnisse, persönliche Risiken, die Entwicklung des Kindes und vieles mehr aufgeführt – im Notfall und wenn der Geburtstermin bevorsteht wichtige Daten für Ärzte und Hebammen. Die Vorsorgeuntersuchungen finden anfangs alle 4 Wochen statt, ab der 32. Woche kontrolliert der Arzt/die Hebamme zweiwöchentlich die Entwicklung des Babys. Wird der Geburtstermin überschritten, wird die Schwangere jeden zweiten Tag zur Untersuchung gebeten. Ab der 28. Schwangerschafts­woche wird bei den meisten Ärzten/Hebammen bei ­jeder Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung ein CTG geschrieben – dies dauert etwa 30 Minuten. Während der Schwangerschaft gibt es drei Ultraschalltermine, die von den gesetzlichen Krankenversicherungen empfohlen und vom Frauenarzt durchgeführt werden: > 9.-12. Woche: Der Arzt kontrolliert den Sitz der Fruchthöhle, Bewegungen, Größe und Herztätigkeit des Embryos. Zudem wird hier der errechnete Geburtstermin überprüft. > 19.-22. Woche: Bei diesem Termin werden vor allem die Organe und die Fruchtwassermenge sowie der Sitz des Mutterkuchens kontrolliert. > 28.-30. Woche: Beim dritten Termin liegt das Hauptaugenmerk auf dem Wachstum des Babys.


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Wer möchte, dass der Frauenarzt diese Untersuchungsmethode öfter a­ nwendet, kann dies im Rahmen der Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) in Anspruch nehmen. Diese bieten Ärzte ihren gesetzlich krankenversicherten Patienten gegen Selbstzahlung an. Darüber hinaus gibt es weitere Untersuchungen, die von Ärzten (zum Teil auch von den Hebammen) angeboten werden, deren Kosten die gesetzlichen Krankenkassen aber nur zum Teil oder bei bestimmten Indikationen übernehmen. Die Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik, deren Ziel das Erkennen von Fehlbildungen und Erkrankungen des Kindes ist, werden ständig weiter entwickelt. Man sollte sich allerdings vorab Gedanken machen, wie man mit dem Befund umgeht, denn es könnten nicht heilbare Auffälligkeiten gefunden werden.

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Von der Eizelle zum Baby 1.-8. Woche: 3-4 Tage nach der Befruchtung nistet sich die Eizelle in der Gebärmutter ein. In der 4. Woche ist der Embryo 1,5 bis 3 mm lang, das Herz schlägt, die Organe werden angelegt. In der 5. Woche sind Hände und Füße als Knospen zu erkennen. Am Ende des 2. Monats nehmen die Ohrmuscheln ihre endgültige Form an und der Herzschlag ist im Ultraschall erkennbar. Der Embryo ist vom Schädel bis zum Steiß ca. 3 cm groß. 9.-12. Woche: Das Gesicht ist zu erkennen, die Wirbelsäule entwickelt sich und die Fingernägel beginnen aus dem Nagelbett zu wachsen. In der 12. Woche wiegt der Fötus rund 15 g und misst etwa 6 cm. 13.-16. Woche: Mitte des 4. Monats macht der Fötus eifrig Atemübungen und wird immer lebhafter. In der 16. Woche misst er ca. 14 cm und sein Herz pumpt bereits ca. 25 Liter Blut pro Tag. 17.-20. Woche: Das Baby hat nun einen eigenen Blutkreislauf, wird aber immer noch über die Plazenta und die Nabelschnur von der Mutter mit Nährstoffen versorgt. In der 20. Woche ist das Baby etwa 19 cm lang, die ersten Bewegungen sind zu spüren. Rund 430 g wiegt es nun. 21.-24. Woche: Das Baby kann seine Umwelt akustisch wahrnehmen, es macht Purzelbäume, lutscht am Daumen und trinkt Fruchtwasser. Manchmal spürt man ein regelmäßiges Pochen – es hat Schluckauf. Die Wimpern bilden sich, die Knochen werden allmählich fester. Am Ende des Monats wiegt es rund 820 g bei einer Länge von 23 cm vom Schädel bis zum Steiß.

Einblicke in Babys kleine Welt sind per Ultraschall möglich. Zu diesen Untersuchungen zählt beispielsweise die Suche nach ausreichend vorhandenen Toxoplasmose-Antikörpern. Frauen ab 35 Jahren wird eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) angeboten, die zwischen der 15. und 17. Woche durchgeführt wird. Daneben gibt es die Chorionzottenbiopsie (Gewebeentnahme aus dem kindlichen Anteil des späteren Mutterkuchens, ab der 11. Schwangerschaftswoche) und die Cordo­ zentese (Blutprobe aus der Nabelvene des Fötus, ab der 18. Woche). Per Ultraschall kann der Arzt auch die Dicke der Nackenfalte des Kindes messen (12. bis 14. Woche), zusammen mit dem Alter der Schwangeren lässt sich so ein statistisches Risiko errechnen, ob beim Kind eine der drei häufigsten Chromosomen-Anomalien vorliegt. Ein gleichzeitiger Bluttest liefert zusätzliche Hinweise – zusammen werden diese beiden Untersuchungen Ersttrimester-Screening genannt. Beim Triple-Test wird in der 16.

25.-28. Woche: Das Baby legt sich eine Fettschicht zu, die es später wärmen soll. Es ist jetzt 25 bis 27 cm lang. Sein Hörsinn entwickelt sich weiter, die Augenlider können sich jetzt öffnen und schließen. 29.-32. Woche: Die Pigmentierung der Augen ist noch nicht abgeschlossen. Deshalb sind sie in dieser Entwicklungsphase zumeist blau. Die endgültige Augenfarbe stellt sich erst ein, wenn die Augen einige Wochen dem Licht ausgesetzt sind. Das Baby wird nun ruhiger, der Platz in der Gebärmutter beengter. Ende des Monats wiegt es etwa 2.200 g. 33.-36. Woche: Das Baby ist nun rund 2.900 g schwer und etwa 34 cm lang vom Schädel bis zum Steiß. 95 Prozent aller Babys gehen nun in Startposition für die Geburt – mit dem Köpfchen nach unten. 37.-40. Woche: Das Baby ist bereit für die Welt „da draußen“. 75 Prozent der Babys kommen übrigens vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt, 20 Prozent lassen sich mehr Zeit.


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und 17. Woche anhand dreier Blutwerte die statistische Wahrscheinlichkeit für ein Down-Syndrom oder einen Neuralrohrdefekt errechnet. Zu Beginn der Schwangerschaft wird die Schwangere auf eine Infektion mit Chlamydien hin untersucht. Ein Glukose-Belastungs-Test zwischen der 24. und 28. Woche kann Aufschluss geben, ob die Gefahr einer Schwangerschaftsdiabetes besteht. Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen kommt die Doppler-Sonografie zum Einsatz, bei der der Arzt die Blut­ gefäße untersucht. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel kann eine spezielle diagnostische Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, bei der gezielt nach Fehlbildungen gesucht wird, die zum Teil behandelbar sind. 3D-Ultraschall bietet hierzu in der Regel keinen Erkenntnisgewinn, aber faszinierende Bilder. Es gibt allerdings durchaus auch ein Recht auf Nicht-Wissen.

Schwangerschaftsberatung Nicht immer löst eine Schwangerschaft Freude aus. Wenn die finanzielle Situation nicht gerade rosig ist, die Frau mitten in der Ausbildung steckt, der Partner ein Kind nicht akzeptiert, die Partnerschaft schon zerbrochen ist oder die Möglichkeit einer Behinderung besteht, kann sie Ängste, Sorgen und Unsicherheit hervorrufen. Qualifizierte B ­ eratungsgespräche können Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und neue Perspektiven eröffnen. pro familia | Langgasse 3 | 65183 Wiesbaden  0611/450 458-0  www.profamilia.de Diakonisches Werk | Kaiser-Friedrich-Ring 5 | 65185 Wiesbaden  0611/987 123 70  www.dwwi.de Donum Vitae | Ehrengartstraße 15 | 65201 Wiesbaden  0611/205 68 06  www.donum-vitae-wiesbaden.de Sozialdienst katholischer Frauen | Platter Straße 80 65193 Wiesbaden |  0611/952 87-0  www.skf-wiesbaden.de Viele hilfreiche Informationen und Tipps rund um die Schwangerschaft und die ersten Monate mit dem Baby gibt es auch unter www.familienplanung.de.

Bundesstiftung Mutter und Kind Wenn schon während der Schwangerschaft klar ist, dass nach der Geburt wegen einer Notlage das Geld nicht reichen wird, können sich ­Schwangere an die Bundesstiftung Mutter und Kind wenden. Der Antrag auf finanzielle Unterstützung wird bei einer regionalen Schwangerenberatungs­stelle gestellt (siehe oben). Die Mittel werden etwa für Schwangerschafts­ bekleidung, Erstausstattung des Kindes, Weiterführung des Haushalts, Betreuung des Kleinkindes oder Einrichtung der Wohnung gewährt. Die Höhe und Dauer der H ­ ilfe richten sich nach den persönlichen Umständen der Antragstellerin.  www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de

Alltag mit Babybauch Während dem Mutterschutz gelten andere Regeln Ein Kind ist unterwegs – und wie geht’s jetzt im Alltag weiter? Viele Fragen stellen sich: Wann muss der Chef unterrichtet werden? Darf ich noch nach 22 Uhr arbeiten? Und wie sieht es mit dem Heben von schweren Gegenständen aus? Sobald der Frauenarzt die Schwangerschaft feststellt und die Frau ihren Arbeitgeber von den „anderen Umständen“ unterrichtet, greift das Mutterschutzgesetz. Alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, genießen während der Schwangerschaft und nach der Geburt einen besonderen Schutz. Grundsätzlich schützt das Mutterschutzgesetz (MuSchG) die schwangere Frau und Mutter vor Kündigung und in den meisten Fällen auch vor vorübergehender Minderung des Einkommens. Darüber hinaus regelt es, was die Gesundheit der (werdenden) Mutter und des Kindes beeinträchtigen könnte – Arbeitszeiten, Arbeitsbelastung, das Verhalten beim Umgang mit gefährdenden Stoffen und vieles mehr. Wichtig: Die Bescheinigung des Frauenarztes muss dem Arbeitgeber vorgelegt werden. Darin ist der mutmaßliche Tag der Entbindung aufgeführt – und das ist wichtig für den Start der Mutterschutzfrist. Diese beginnt grundsätzlich sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und e­ ndet regulär acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung. Bei vorzeitigen Ent­bindungen verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die Tage, die vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnten. Somit haben alle Arbeitnehmerinnen einen Anspruch auf eine Mutterschutzfrist von insgesamt mindestens 14 Wochen. Etwa sieben Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin stellt der Frauenarzt ein gelbes Formular aus, mit dem das Mutterschaftsgeld beantragt werden kann. Anspruch darauf haben alle erwerbstätigen Schwangeren, die bei einer gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig oder pflichtversichert sind. Nach der Vervollständigung des Formulars wird dieses bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht und so der Antrag auf Mutterschaftsgeld gestellt.


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Das Mutterschutzgesetz regelt zudem, dass Ärzte ein Beschäftigungs­ verbot aussprechen können, wenn eine Weiterbeschäftigung das Leben und die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden würde. In diesem Fall erhält die werdende Mutter ihren bisherigen Durchschnittsverdienst (Mutterschutzlohn). Auch während der Mutterschutzfristen vor und nach der Geburt ­sowie für den Entbindungstag sind die­Frauen finanziell abgesichert, indem sie Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse plus einen Arbeit­ geberzuschuss erhalten. Auch den nicht in der gesetzlichen Krankenkasse versicherten schwangeren Arbeitnehmerinnen muss ohne Kürzung des ­Arbeitsentgelts die Freizeit für notwendige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen, die nur während der Arbeitszeit möglich sind, gewährt werden. Die Mutterschutzfristen zählen bei der Berechnung des Erholungsurlaubs übrigens als Beschäftigungszeiten, für die anteilig Urlaubstage gewährt werden. Ein bisschen anders sieht es für privat ver­sicherte Schwangere aus – sie erhalten keinen Tagessatz von der Krankenkasse, sondern stattdessen einmal 210 Euro vom Bundesversicherungsamt ( 0228/619 1888,  www. mutterschaftsgeld.de). Der Arbeitgeber berechnet seinen Zuschuss aber so, als seien sie gesetzlich versichert und bekämen den üblichen Kassensatz. Unterm Strich erhalten privat Versicherte also etwas weniger als gesetzlich Versicherte. Die wichtigsten arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen: > Der Arbeitgeber muss für werdende Mütter, die bei ihrer Arbeit ständig stehen oder gehen müssen, eine Sitzgelegenheit zum Ausruhen bereitstellen. > Für Arbeitnehmerinnen, die bei ihrer Tätigkeit ständig sitzen, muss der Arbeitgeber Gelegenheit für kurze Unterbrechungen bieten. > Der Arbeitgeber muss für werdende Mütter Liegeräume einrichten. > Werdende Mütter dürfen nicht mit schweren körperlichen Arbeiten und nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen von Staub, Gasen oder Dämpfen, von Hitze, Kälte oder Nässe, von Erschütterungen oder Lärm ausgesetzt sind. > Arbeiten, bei denen regelmäßig Lasten von mehr als 5 kg oder gelegent­ lich Lasten von 10 kg von Hand gehoben oder befördert werden müssen, dürfen werdende Mütter nicht ausführen. > Akkord- und Fließbandarbeit sind verboten. > Werdende Mütter dürfen – von Ausnahmen abgesehen – nicht mit Mehr­ arbeit (über 8,5 Stunden pro Tag oder 90 Stunden in 2 Wochen), nicht in der Nacht zwischen 20 und 6 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden. Weitere Informationen zum Mutterschutzgesetz, den Leistungen der Krankenkassen und zum Mutterschaftsgeld erhalten Sie beim Bundesminis­ terium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter www.bmfsfj.de.

Das Baby isst und trinkt mit! Alles was das Baby für seine Entwicklung benötigt, kann es nur über die Mutter bekommen. Auf die richtige und ausgewogene Ernährung sollte also jetzt besonders geachtet werden. Ganz oben auf dem Speise­ plan steht Eiweiß, gefolgt von Vitaminen, vor allem B-Vitamine, Vitamin C, A und D. An dritter Stelle stehen Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalzium. Ebenfalls erhöht ist der Bedarf an Jod, Phosphor und Fluor. Wichtig ist zudem eine ballaststoffreiche Ernährung, um den in der Schwangerschaft trägeren Darm auf Touren zu bringen. Schon vor der Schwangerschaft ist die Einnahme von Folsäure sinnvoll. Verzichten sollten Schwangere auf rohe Eier, rohes und geräuchertes Fleisch, rohe Milch und Rohmilchkäse, Alkohol, Innereien und Waldpilze. Nur in Maßen sollte Kaffee und schwarzer Tee genossen werden.


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Jetzt geht’s los!

gerische Leistungen am Tag der Geburt nutzen können. Der Vorteil für die werdenden Eltern liegt darin, dass sie die Hebamme im Verlauf der SchwanKeine Angst vor der Geburt gerschaft schon kennen gelernt haben und dass sie während des gesamten Geburtsverlaufs und auch danach von ihr betreut werden. Sind eine Neugeborenen-Intensivstation und eine Kinderklinik an die Lange Wochen des Wartens, Bangens und Hoffens liegen hinter den werdenden Eltern. Für die Mutter wird die letzte Zeit vor der Geburt immer Geburtsklinik angeschlossen, spricht man von einem Perinatalzentrum. So ­beschwerlicher – der Bauch engt die Bewegungsfreiheit ein, das zusätzliche ist die größtmögliche medizinische und technische Sicherheit gewährleisGewicht belastet. Rückt der Geburtstermin in greifbare Nähe, werden die tet, weshalb etwa Früh- oder Risikogeburten hier am besten aufgehoben Eltern immer nervöser. Gut dran sind all die, die Ruhe bewahren und sich sind. Kaiserschnitte und schulmedizinische Schmerzbehandlung sind in der Klinik ebenfalls jederzeit möglich. Und nach der Geburt können sich die frisch gebackenen Mütter auf der Wöchnerinnenstation von der Geburt Willkommen erholen. kleiner Mensch! In Wiesbaden stehen drei Geburtskliniken zur Auswahl. Das Angebot an Kursen und Informationsveranstaltungen dieser Kliniken umfasst u.a. Infoabende mit Führungen durch Wochenstation und Kreißsaal, Geburtsvorbereitungs- und Säug­lingspflegekurse, Hebammensprechstunden, Stillberatung, Rück­bildungsgymnastik, Wochenbettnachsorge und Babymassagekurse. Es empfiehlt sich, frühzeitig Kontakt mit Ihrer Wunschklinik aufzunehmen; einerseits, um die für Sie in Frage kommenden Kurse buchen zu können, andererseits um die bevorstehende Geburt in der Klinik anzumelden und die Aufnahmeformalitäten im Vorfeld zu erledigen. Gerade bei so genannten Risikoschwangerschaften ist die Vorstellung in einem Perinatalzentrum sinnvoll, damit bereits im Vorfeld Fragen geklärt werden können und bei der Geburt im Ernstfall ein Kinderarzt sofort anwesend von allen möglichen kursierenden („Horror-“)Geschichten nicht verunsi- ist. Ist der „Papierkram“ erledigt, können sich die werdenden Eltern ganz chern lassen. Jede Mutter erlebt die Geburt anders: Die eine spürt drei, aufs Wesentliche – die Geburt – konzentrieren. Bei der Geburt im Kranvier Tage ständig leichte Wehen, ehe sie regelmäßiger und stärker werden kenhaus werden die Paare in der Regel von angestellten Hebammen beund zur Fahrt ins Krankenhaus oder ins Geburtshaus mahnen. Die andere treut. Häufig ist es nach Rücksprache auch möglich, eine freiberufliche erlebt einen Blasensprung mit anschließenden Wehen direkt im Fünf-­ Hebamme als Beleghebamme zur Geburt mit in die Klinik zu bringen. Dies Minuten-Abstand. Für die eine Mutter fühlen sich Wehen wie Rücken- sollten Sie im Vorfeld abklären. schmerzen an, eine andere vergleicht sie mit einer Schmerzwelle, die sich Asklepios Paulinen Klinik | Geisenheimer Straße 10 | 65197 Wiesbaden im ganzen Körper ausbreitet. Es gibt nichts zu beschönigen: Wehen tun Schwangerenberatung  0611/847-2371 Kreißsaal  0611/847-2375 weh! Und dennoch ist für die meisten Frauen das Erlebnis Geburt einmalig, ganz besonders und eine Zeit höchsten Glücks – wenn sie das kleine Geburtsanmeldung  0611/847-2381  www.asklepios.com Wunder, ihr Kind, endlich in den Armen halten dürfen! HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Frühzeitig sollten sich die werdenden Eltern Gedanken machen, wo der Ludwig-Erhard-Straße 100 | 65199 Wiesbaden Nachwuchs das Licht der Welt erblicken soll. Kreißsaal  0611/43-2274 | Pränatalambulanz  0611/43-2577 Eine Klinik bietet die Gewissheit, dass im Notfall sofort medizinische Hil www.helios-gesundheit.de fe für Mutter und Kind bereitsteht. Verläuft die Geburt ohne Komplikatio- Als zertifiziertes Perinatalzentrum Level I ist die Klinik ein Zentrum für Mutnen sind die Hebammen die wichtigsten Ansprechpartnerinnen und Beglei- ter und Kind mit der höchsten Versorgungsstufe terinnen im Kreißsaal. Erst wenn es in die Austreibungsphase geht, ist in der St. Josefs-Hospital | Beethovenstraße 20 | 65189 Wiesbaden Regel ein Arzt anwesend. In vielen Geburtskliniken gibt es auch BeleghebGeburtsanmeldung  0611/177-1502 | Kreißsaal  0611/177-1520 ammen – freiberufliche Hebammen, die Kreißsaal sowie ärztliche und pfleHebammen-Hotline  0611/177-1533  www.joho.de


Ein Teil des Hebammenteams

Geburtsklinik Wir leben das Motto „babyfreundliches Krankenhaus“

Die Berücksichtigung Ihrer Wünsche und Bedürfnisse liegt uns besonders am Herzen. Wir unterstützen Sie in der Anfangszeit als Familie und beantworten Ihre Fragen. Es ist uns wichtig, dass Sie sich bei uns gut aufgehoben fühlen. Wir arbeiten nach den Kriterien der Initiative „Babyfreundlich“ mit großer Überzeugung und ermöglichen Ihnen dadurch einen optimalen Start in Ihre Elternschaft. Auf unserer Entbindungsstation finden Sie Ruhe, Entspannung und allen medizinischen Komfort.

„Willkommen im Leben“

Paulinen Klinik Wiesbaden

Chefärztin der Frauenklinik Dr. Stefanie Buchen

Kreißsaal

Info-Abend: alle 2 Wochen donnerstags um 19 Uhr im Bistro unserer Klinik Hebammen & Geburtsanmeldung: (0 611) 847-23 81 Asklepios Paulinen Klinik, Geisenheimer Str. 10, 65197 Wiesbaden, www. asklepios.com/wiesbaden, Tel. 0611-847-0

Gesund werden. Gesund leben.

www.asklepios.com


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Wem eine Klinikgeburt zu technisch scheint, der ist in einem Geburtshaus gut aufgehoben. Hier können Schwangere ihr Kind auf möglichst natürliche Weise, also weitgehend ohne medizinische Hilfe mit viel menschlicher Zuwendung zur Welt bringen. In Geburtshäusern herrscht meist eine eher familiäre Atmosphäre, eine Notfallausrüstung steht natürlich bereit und die Zusammenarbeit mit umliegenden Kliniken bietet Sicherheit für den Ernstfall. Geburtshäuser haben keine Wochenstation, das heißt, dass Mutter, Vater und Kind etwa drei bis vier Stunden nach der Entbindung wieder nach Hause gehen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die eigentlichen Hebammenleistungen sowie die Betriebskosten im Geburtshaus. Trotzdem können Kosten auf die werdenden Eltern zukommen – beispielsweise für die Rufbereitschaft der Hebamme um den errechneten Geburtstermin. Im ausführlichen Beratungsgespräch mit den Hebammen erfahren Eltern alles Wissenswerte. Auch die Krankenkassen beraten ihre Versicherten. Geburtshaus Idstein e.V. | Weiherwiese 38 | 65510 Idstein  06126/22 57 74  www.geburtshaus-idstein.de Hier werden auch Kurse für werdende Eltern und Babys angeboten, z.B.: Babymassage und -schwimmen, Elternseminare, Geburtsvorbereitung, Kindernotfallkurse, Rückbildungsgymnastik und Säuglingspflegekurse. Immer mehr Eltern setzen auf eine Hausgeburt. In gewohnter Umgebung kann das Baby zur Welt kommen, wenn die werdende Mutter und das Kind im Bauch gesund sind und die Schwangerschaft problemlos verlaufen ist. Die modernen Geräte der Hebammen und deren große Erfahrung geben den Eltern Sicherheit. Beratung dazu bieten die Hebammen. Hebammen sind wertvolle Helfer bei der Geburt. Sie können Vorsorge­ untersuchungen übernehmen und stehen während der Geburt und auch danach im Wochenbett und die gesamte Stillzeit hindurch den frisch gebackenen Müttern mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Rückbildungsgymnastik ist Aufgabe der Hebammen. Empfehlenswert ist es, schon frühzeitig mit einer Hebamme Kontakt ­aufzunehmen. Zum einen sollte sich die werdende Mutter mit ihr gut verstehen und auf einer Wellenlänge liegen. Zum anderen ist es manchmal gerade in Urlaubszeiten gar nicht so einfach, eine Hebamme mit freien ­Terminen zu finden. Die Besuche der Hebamme werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Während der Schwangerschaft kann die Hebamme ca. einbis zweimal monatlich kommen (bei Bedarf öfter), nach der Geburt sieht die gesetzliche Regelung in den ersten 8 Wochen bis zu 26 Hausbesuche vor (bei Bedarf mehr). Diese Betreuung kann bis zum Ende der Stillzeit wahrgenommen werden. Bei Still- oder Ernährungsproblemen kann sie noch weitere acht Mal kontaktiert werden. Die Stillbetreuung, Geburtsvorbe­

Die Erstausstattung fürs Baby Kleidung

Pflege

5-6 Bodys (in der Größe 50, 56 oder 62) 5-6 Langarmshirts oder leichte Pullis, Hemdchen und Jäckchen 4 Strampler (in 50, 56 oder 62) 2 Paar Söckchen, 1-2 Paar warme Socken, 1-2 Strumpfhosen 4 Schlafanzüge (Größe 50, 56 oder 62) 2 Mützen (dick und dünn) 1 Ausfahrgarnitur (je nach Wetter) Spucklätzchen

Wickelkommode oder Wickel­ aufsatz für die Wanne Wickelauflage mit abwaschbarer oder abnehmbarer Auflage Windeleimer mit Deckel Windeln Mullwindeln oder Moltontücher (als Spucktücher und Unterlage) Pflegemittel (Wundschutzcreme, Feuchttücher, Babyöl) Badetücher Babybadewanne oder Badeeimer Badethermometer Waschhandschuh Bürste/Kamm Fieberthermometer Baby-Nagelschere eventuell Babywaage eventuell Heizstrahler

Schlafen Kinderbett, Stubenwagen oder Wiege mit Matratze und Laken Schlafsack Babyphon Wärmeflasche/Kirschkernkissen Nachtlicht Spieluhr Schnuller Ernährung Stillkissen Stilleinlagen 6 Milchfläschchen aus Glas oder Kunststoff mit Saugern, Größe 1 Teefläschchen mit Teesauger Baby-Anfangsnahrung Flaschenbürste Babykostwärmer Wasserkocher Sterilisator Thermobox/Thermoflasche Lätzchen

Unterwegs Kinderwagen mit Innentasche und Decke oder Fußsack, Regenschutz, Sonnenschirm und Wagennetz Tragetuch oder Tragesack Wickeltasche im Auto: Babyschale mit ECEPrüfnorm (mind. ECE 44/03; bis 13 kg, 0 bis etwa 15 Monate) Spielen waschbare Stofftiere Greifringe Krabbeldecke Spieltrapez


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reitungskurse und Rückbildungskurse werden ebenfalls von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt. Jede Frau kann sich direkt an eine Hebamme wenden. Privatversicherte müssen sich bei ihrer Krankenkasse informieren.

Geburtsbeurkundung Jede Geburt eines Kindes wird im Geburtenregister im Standesamt beurkundet. Das Standesamt Wiesbaden bietet Ihnen bereits vor der Geburt des Kindes (frühestens ab Beginn der Mutterschutzfrist) die Möglichkeit, alle Formalitäten vorab zu erledigen. Zur Terminvereinbarung nutzen Sie am besten das Terminreservierungssystem des Standesamtes unter https://standesamt.wiesbaden.de. So können Sie Wartezeiten vermeiden. Nach der Geburt erstellen die Krankenhäuser Geburtsanzeigen, die beim Standesamt so schnell wie möglich bearbeitet werden. Sie erhalten kostenlos je eine Geburtsurkunde zur Beantragung von Kindergeld, Elterngeld und für Hilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft (zur Vorlage bei der Krankenkasse). Für weitere Ausfertigungen fallen Kosten an. Eine vom Standesamt Wiesbaden herausgegebene Elternmappe hält ausführliche Informationen über die notwendigen Formalitäten bereit. Diese Elternmappe können Sie unter  www.wiesbaden.de als PDF-Datei herunterladen. Standesamt Wiesbaden | Altes Rathaus | Marktstraße 16 | 65183 Wiesbaden  0611/31-3406  geburten@wiesbaden.de

FrAnKHA – Frühe Anleitung durch Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Ärztinnen Die Geburt eines Kindes ist ein freudiges Ereignis. Aber sie bringt auch eine Vielzahl an Veränderungen und Unsicherheiten mit sich. FrAnKHA unterstützt Schwangere und Eltern von Kindern im ersten Lebensjahr, sowohl bei Fragen zur eigenen Gesundheit und zur Geburtsvorbereitung, als auch zur Gesundheit, Ernährung und Pflege des Babys. Das Präventionsangebot zielt darauf ab, Eltern dabei zu unterstützen, ihre Unsicherheiten zu überwinden und sie in ihrer Kompetenz zu stärken. Dies geschieht im Rahmen von Hausbesuchen, bei denen sowohl praktische Anleitungen stattfinden als auch ausführlich über Themen wie gesunde Ernährung, Stillen, Schlafen und Schreien, notwendige Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Pflege und Entwicklung des Säuglings informiert wird. Die Mitarbeiterinnen begleiten Kind und Eltern und helfen auch dabei, falls erforderlich, weitere Unterstützungsangebote zu vermitteln. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Ärztinnen des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Gesundheitsamtes und den behandelnden Kinder- und Frauenärzten. FrAnKHA ist ein freiwilliges, kostenfreies und vertrauliches Beratungs- und Unterstützungsangebot.

FrAnKHA Gesundheitsamt | Kinder-, Jugend- und Zahnärztlicher Dienst Konradinerallee 11 | 65189 Wiesbaden  0611/31-28 11 oder  0611/31-28 57  frankha@wiesbaden.de

Top Ten der Vornamen – 2019 2019 kamen 4.559 kleine Wiesbadener zur Welt. In den Wochen und Monaten vor der Geburt ist für die Eltern meist die spannende Frage: Wie soll der Sprössling heißen? Erlaubt ist, was gefällt – diese Maxime gilt bei der Wahl des Vornamens nicht. Lehnt ein Standesbeamter einen Namen ab, muss die Namensgebung vielleicht sogar vor Gericht geklärt werden. Als Richtlinie dient das „Internationale Handbuch der Vornamen“ des Standesamtsverlags. Darin sind über 66.000 Namen aufgeführt. Schon seit den sechziger Jahren gibt es an der Universität Leipzig eine Namenberatungsstelle. Hier erhält man für 40 bis 60 Euro ein Gutachten zur Eintragungsfähigkeit eines Vornamens, um es beim Standesamt, vor Gericht oder einer anderen Behörde vorlegen zu können. Kontakt: Philologische Fakultät der Universität Leipzig Namenkundliches Zentrum – Namenberatungsstelle Beethovenstraße 15 | 04107 Leipzig namenberatung@uni-leipzig | www.namenberatung.eu MÄDCHEN Wiesbaden Deutschland 1. Emilia Hannah/Hanna 2. Emma Emma 3. Lina Mia 4. Sofia Emilia 5. Ella Sophia/Sofia 6. Lara Lina 7. Amalie Klara/Clara 8. Mila Ella 9. Charlotte Mila 10. Anna Marie

Jungen Wiesbaden Deutschland 1. Leon Noah 2. Noah Ben 3. Ben Paul 4. Elias Leon 5. David Louis/Luis 6. Milan Henry/Henri 7. Oskar Felix 8. Alexander Elias 9. Anton Jonas 10. Jonas Finn

Quellen: Standesamt der Stadt Wiesbaden/Gesellschaft für deutsche Sprache



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Schwangerschaft & Geburt

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Gesunder und sicherer Schlaf So fühlen sich Babys wohl Gerade in den ersten Wochen „tut“ das Baby noch nicht viel – trinken, schlafen und verdauen sind die Hauptthemen für den kleinen Erdenbürger. Und dennoch sind die frischgebackenen Eltern fast 24 Stunden mit der Pflege des Sprösslings beschäftigt. Zur sichersten Schlafposition des Babys informiert Sie der Kinderarzt im Krankenhaus oder bei der U2 ausführlich. Vorweg: Ein sich stets wiederholendes Zu-Bett-Geh-Ritual und ein fester Rhythmus erleichtern vielen Babys und Kindern den Übergang zur Schlafenszeit und geben ihnen ­Sicherheit. Für die richtige Umgebung gilt: Das Kind schläft im gesamten ersten Lebensjahr am besten im eigenen Bettchen im Schlafzimmer der Eltern. Das Bett sollte rundum gut belüftet sein, von der Verwendung von Nestchen oder Himmel wird heutzutage abgeraten. Die Gitterstäbe am Bett müssen einen geringen Abstand (4,5 bis 6,5 cm) aufweisen, so dass das Baby nicht mit dem Kopf dazwischen stecken bleiben kann. Ecken und Kanten müssen abgerundet sein, es sollen keine Schrauben hervorstehen. Im Bett sollte eine feste, glatte und luftdurchlässige Matratze liegen – Kissen, Decken, Felle oder Nestchen sind tabu, erläutert die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BzGA). 16 bis 18 Grad Celsius Raumtemperatur sind optimal zum Schlafen, das Kind liegt am ­sichersten in einem Schlafsack auf dem Rücken. Nimmt das Kind einen Schnuller, sollte es diesen zu jedem Schlaf bekommen. Wichtig ist zudem eine rauchfreie Umgebung. Wer all diese Maßnahmen berücksichtigt, kann das Risiko des Plötz­ lichen Kindstodes deutlich minimieren. Mediziner sprechen vom Plötzlichen Kindstod („Sudden infant death syndrome“, kurz SIDS), wenn ein zuvor gesundes Kind vollkommen unerwartet im ersten Lebensjahr stirbt und sich keinerlei Erklärung dafür finden lässt. Laut Statistischem Bundesamt waren in Deutschland 2015 insgesamt 127 Kinder betroffen. Meist trifft es Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten mit einer Häufung zwischen der 5. und 11. Lebenswoche. Und: Im Winter sterben doppelt so viele Kinder am plötzlichen Kindstod wie im Sommer. Ausreichend Schlaf hat auch ganz andere Vorzüge: Eine aktuelle USamerikanische Studie, die 17 Untersuchungen zum Thema Kinderschlaf und Übergewicht analysierte, kam zu dem Schluss, dass ausreichender und tiefer Schlaf bei Kindern offenbar das Risiko für Fettleibigkeit mindern kann. Die Wissenschaftler geben als optimale Richtwerte an, dass Kinder unter fünf Jahren mindestens elf Stunden pro Tag/Nacht und Kinder zwischen fünf und zehn Jahren etwa zehn Stunden pro Nacht schlafen sollten.

Bitte nicht schütteln! Das Baby schreit andauernd, spuckt die Milch wieder aus, schläft kaum und ist permanent unzufrieden. Die Wäscheberge wachsen bis zur ­Decke, man hat es wieder nicht vor 14 Uhr geschafft zu frühstücken und Duschen und Schlafen sind zum Luxus geworden. Die erste Zeit mit Kind ist manchmal anstrengend. Da steigt das Risiko, dass die Nerven irgendwann blank liegen und man sich zu einer unüberlegten Handlung hinreißen lässt, um das Baby irgendwie still zu bekommen. Bitte schütteln Sie in solchen Stresssituationen niemals ihr Kind! Das kann schwere Verletzungen verursachen. Mediziner sprechen vom „Shaken-Baby-Syndrom“, zu deutsch Schütteltrauma. Dieses wird durch Schütteln des meist an Brustkorb, Schultern oder Armen gehaltenen Kindes verursacht. Dabei schlägt der Kopf des Kindes ungeschützt hin und her. Das Gehirn ist noch zart und verletzlich. Durch das Schütteln kommt es zu Einrissen in den Blutgefäßen. Diese Blutungen können zu schweren bleibenden Schäden führen wie Sehstörungen bis zur Blindheit oder Nervenschäden mit der Folge einer geistigen oder körperlichen Behinderung, im schlimmsten Fall sogar zum Tod. Wenn Sie spüren, dass Sie an Ihre Grenzen kommen, dann legen Sie das Kind vorsichtig in sein Bettchen und versuchen, etwas Distanz zu bekommen. Manchmal hilft auch ein Gespräch mit einer Vertrauensperson.


Finanzielle Unterstützung

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Finanzielle Unterstützung Wichtige Anträge nach der Geburt

Die Anstrengungen der Geburt sind geschafft, nun steht das Ausfüllen einiger Antragsformulare auf dem Programm. Denn nur so erhalten Eltern mögliche finanzielle Unterstützungen.

Kindergeld Grundsätzlich besteht für alle Kinder ab der Geburt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Anspruch auf Kindergeld. Auch darüber hinaus kann unter bestimmten Voraussetzungen das Kindergeld weiter gezahlt werden, längstens jedoch bis zum 25. Lebensjahr. Für das erste und zweite Kind erhalten Sie monatlich 204 Euro (ab 2021: 219 Euro), für das dritte Kind 210 Euro (ab 2021: 225 Euro) und für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 235 Euro (ab 2021: 250 Euro). Das Kindergeld beantragen Sie schriftlich bei der Familienkasse. Die Anträge können Sie bei der Familienkasse anfordern oder per Download aus dem Internet ziehen. Diese sind ausgefüllt, unterschrieben und zusammen mit der Geburts­urkunde bzw. -bescheinigung an die Familienkasse zu schicken. Keine Sorge, wenn Sie nicht sofort daran denken, Kindergeld zu beantragen: Kindergeld wird rückwirkend für bis zu sechs Monate ausgezahlt. Familienkasse Wiesbaden | Agentur für Arbeit Klarenthaler Straße 34 | 65197 Wiesbaden  0800/4 5555 30  www.familienkasse-hessen@arbeitsagentur.de

Elterngeld und ElterngeldPlus Elterngeld bekommen Erwerbstätige, Beamte, Selbstständige und erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende, Adoptiv-Eltern, und in Ausnahmefällen auch Verwandte dritten Grades. Das Elterngeld ist also allen Eltern garantiert, auch wenn sie vor der Geburt nicht berufstätig waren. Alle berechtigten Eltern erhalten einen Mindestbetrag von 300 Euro. Wer nach der Geburt eines Kindes mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, hat keinen Anspruch auf Elterngeld. Das Elterngeld beträgt 65 Prozent des entfallenden Nettoeinkommens, wenigstens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro, für mindestens die ersten zwölf Lebensmonate des Kindes. Ist das Nettoeinkommen vor der Geburt niedriger als 1.000 Euro monatlich, wird die Ersatzrate von 65 Prozent auf bis zu 100 Prozent angehoben; für je 20 Euro, die das Einkommen unter 1.000 Euro liegt, steigt die Ersatzrate um ein Prozent. Bei Teilzeittätigkeit von maximal 30 Wochenstunden erhält die betreuende Person 65 Prozent des entfallenden Teileinkommens. Es empfiehlt sich, den Antrag auf Elterngeld zeitnah nach der Geburt

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des Kindes zu stellen, da die Zahlungen rück­wirkend nur für die letzten drei Monate geleistet werden. Elterngeld wird zusätzlich zum Kindergeld ausgezahlt. In den ersten zwei Monaten nach der Geburt wird es mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet. Wer kein Mutterschaftsgeld erhält, bekommt von Anfang an Elterngeld. Arbeitnehmerinnen erhalten in den meisten Fällen erst ab dem dritten Monat Elterngeld, da die Mutterschutzleistungen ihres Arbeitgebers und ihrer Krankenkasse in den ersten beiden Monaten nach der Geburt meist höher sind. Anschließend haben sie noch höchstens zehn Monate Anspruch auf Elterngeld. Das Elterngeld wird an Vater und Mutter für 14 Monate gezahlt, beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann höchstens zwölf Monate allein nehmen, zwei weitere Monate sind als Option für den anderen Partner reserviert. Für alleinerziehende Mütter oder Väter gelten grundsätzlich dieselben Voraussetzungen wie für Elternpaare, d.h. sie dürfen auch die zusätzlichen zwei Partnermonate nutzen. Als soziale Komponente wird das Elterngeld für Personen, die der Reichensteuer unterliegen, komplett gestrichen. Elterngeld-Plus: Für Eltern, die Elternzeit und Teilzeitarbeit miteinander verbinden möchten, lohnt sich ElterngeldPlus. Man erhält es in maximal halber Höhe des Elterngeldes, dafür aber doppelt so lange. Eltern haben so auch über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus mehr Spielraum, die privaten und beruflichen Bedürfnisse zu verbinden. Teilen sich die Eltern sowohl Betreuung sowie Arbeitszeiten zwischen 25 und 30 Wochenstunden für vier Monate, erhalten sie zudem den Partnerschaftsbonus in Form von jeweils vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten. Für die Beantragung benötigt man folgende Bescheinigungen: Geburtsurkunde des Kindes, Einkommensnachweise (letzte 12 Monate vor der Geburt), Bescheinigung der Krankenkasse über den Bezug von Mutterschaftsgeld, Bescheinigung über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld durch den Arbeitgeber, Arbeitszeitbestätigung durch den Arbeitgeber der Teilzeitarbeit, letzter Steuerbescheid von beiden Elternteilen. Hessisches Amt für Versorgung und Soziales – Elterngeldstelle Mainzer Straße 35 | 65185 Wiesbaden  0611/7157-0  poststelle@havs-wie.hessen.de Achtung: Das Elterngeld selbst ist steuerfrei, es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das heißt: Für das Einkommen des Ehepaares ist ein höherer Steuersatz zu zahlen. Er entspricht dem Satz, der zu zahlen wäre, wenn man das Elterngeld als Einkommen werten würde. Dies wird beim Lohnsteuerabzug jedoch nicht berücksichtigt. Die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber vom Gehalt des berufstätigen Partners abzieht, wird deshalb oft nicht ausreichen. Eine erwartete Steuer­rückzahlung könnte dementsprechend nach Abgabe der Steuererklärung ausbleiben oder man sollte sogar mit einer Nachzahlung


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Finanzielle Unterstützung / Gesundheit

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rechnen. Je nach Verdienst kann diese mehrere hundert Euro betragen. Durch die Wahl der richtigen Steuerklasse schon vor der Geburt können verheiratete Arbeitnehmer die Höhe des Elterngeldes beeinflussen. Da das Elterngeld vom Nettogehalt berechnet wird, ist die Lohnsteuerklasse III mit den geringsten Abzügen vom Bruttolohn die günstigste Wahl und Lohnsteuerklasse V mit den höchsten Abzügen die ungünstigste. Der Wechsel in die andere Steuerklasse muss mindestens sieben Monate vor der Geburt erfolgt sein. Bei der Berechnung des Elterngelds zählt nämlich allein die Steuerklasse, die am längsten in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes eingetragen war. Wer die Steuerklasse wechseln möchte, kann dies beim zuständigen Finanzamt beantragen. Die Wahl der Steuerklasse ist immer für ein Jahr bindend. Mehr Informationen zum Thema „Elterngeld“ sowie einen „Elterngeld­rechner“ finden Sie unter www.bmfsfj.de.

Check beim Kinderarzt

Kinderzuschlag

Zehn Untersuchungstermine stehen deshalb für Kinder auf der Vorderseite des gelben Vorsorgehefts, das den Eltern nach der Geburt ausgehändigt wird. Es begleitet den Nachwuchs von der Geburt bis zum 6. Lebensjahr. In diesem Heft sind neben den Untersuchungsergebnissen des Kinderarztes die Wachstumskurven für Gewicht, Körpergröße und Kopfumfang im Altersvergleich aufgeführt. Alle Untersuchungen werden übrigens von den Krankenkassen bezahlt.

Der Kinderzuschlag ist einkommensabhängig und wird an Eltern gezahlt, die mit ihrem Einkommen zwar den eigenen Bedarf decken können, nicht aber den ihrer Kinder. Der Zuschlag wird für unverheiratete, unter 25 Jahre alte, im Haushalt der Eltern lebende Kinder gezahlt und beträgt monatlich bis zu 185 Euro je Kind. Stellen Sie den Antrag so schnell wie möglich, denn für die Zeit vor der Antragstellung können Sie grundsätzlich keinen Kinderzuschlag erhalten. Der Kinderzuschlag wird wie das Kindergeld bei der Familienkasse Agentur für Arbeit beantragt und wird mit dem Kindergeld ausgezahlt. Familienkasse Wiesbaden | Agentur für Arbeit Klarenthaler Straße 34 | 65197 Wiesbaden  0800/4 5555 30  www.familienkasse-hessen@arbeitsagentur.de

Wohngeld Wohngeld wird gewährt, damit einkommensschwache Haushalte, die keine Transferleistungen wie Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II erhalten, die Wohnkosten für familiengerechten Wohnraum tragen können. Die Leistung kann für Mieterhaushalte und für selbstnutzende Wohneigentümer erbracht werden. Sie wird in Form von Mietzuschuss für Mieterhaushalte und in Form von Lastenzuschuss an selbstnutzende Wohneigentümer gezahlt. Die Höhe des Wohngeldes hängt von drei Faktoren ab: Der Zahl der Haushaltsmitglieder, der Höhe des Gesamteinkommens aller zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder und der Höhe der zuschussfähigen Miete oder der Höhe der zuschussfähigen Belastung des Wohneigentums. Das Wohngeld wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt, danach ist ein neuer Antrag erforderlich. Wohngeldbehörde | Amt für Soziale Arbeit | Konradinerallee 11 65189 Wiesbaden |  0611/31-2790 oder -2636  wohngeld@wiesbaden.de

Zehn Vorsorgetermine geben Sicherheit Nie wieder wird Ihr Kind so schnell wachsen, nie wieder wird es sich so stark entwickeln und nie wieder wird es so viel lernen, wie in den ersten Lebensjahren. Daher ist es wichtig, die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes regelmäßig zu überwachen, denn Früherkennung ist die Voraussetzung für erfolgreiche Behandlung. Frühzeitig sollten sich die werdenden Eltern um einen Kinderarzt bemühen, dem sie vertrauen – nicht nur bei ernsten Krankheiten wird man dem Doktor häufiger einen Besuch abstatten. Auch Impfungen werden in seiner Praxis durchgeführt, und nicht zu vergessen die Vorsorgeuntersuchungen.

U1 > Beim Check direkt nach der Geburt werden Herz und Lunge abgehört. Atmung, Durchblutung, Farbe, Muskelspannung und angeborene Reflexe werden kontrolliert. Etwas Blut aus der durchtrennten Nabelschnur wird entnommen und auf den Sauerstoff- und pH-Wert hin untersucht. Zudem wird der APGAR-Test durchgeführt – eine Minute und nochmals fünf und zehn Minuten nach der Geburt beurteilt der Arzt dabei den Gesamtzustand des Neugeborenen anhand folgender Aspekte: Atmung, Puls, Grundtonus und Aussehen und Reflexe. Für jeden Aspekt gibt es zwei Punkte – im bes­ten Fall also zehn. Natürlich wird zudem die Körperlänge, der Kopfumfang und das Gewicht des Neugeborenen vermerkt. U2 > Oft ist die U2 der letzte Termin vor der Entlassung aus dem Krankenhaus. Bei dieser Untersuchung werden alle Organsysteme des Kindes überprüft. Um Stoffwechselerkrankungen erkennen zu können, wird dem Baby eine kleine Blutprobe entnommen, meistens aus der Ferse. Und natürlich steht wieder das Messen und Wiegen, die Kontrolle der Reflexe, die Überprüfung von Herz und Atmung sowie weiteres mehr auf dem Programm. U3 > Neben der gründlichen Untersuchung bietet die U3 wieder Gelegenheit zu einem ausführlichen Beratungsgespräch mit dem Arzt. Das besondere Augenmerk liegt diesmal auf dem Ernährungszustand und dem Gewicht des Säuglings. Ein erster Hörtest kann zeigen, ob mit den Ohren alles in Ordnung ist. Auch wird eine Ultraschalluntersuchung der Hüften durchgeführt.


Gesundheit

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impfungen“ verabreicht – eine gegen Mumps, ­Masern, Röteln (MMR-Impfstoff) und eine gegen Windpocken (Varizellen-Impfstoff). Im ­Alter von 11 bis 14 Monaten (6 Monate nach der letzten Impfung der Grundimmunisierung) wird auch die 1. Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hib und Hepatitis B sowie die 4. Impfung gegen Pneumokokken gegeben. Die erste Impfung gegen Meningokokken ist ab vollendetem 12. Lebensmonat empfohlen. U7 > Sprach- und Hörentwicklung, die motorischen Fähigkeiten sowie die Entwicklung des Sozialverhaltens sind die wichtigsten Themen bei der U7. Generell sollte ein Kleinkind am Ende des 2. Lebensjahres bestimmte ­Fähigkeiten besitzen – beispielsweise 10 Worte sprechen, einfache ZeichU4 > Neben den Routine-Checks (Gewicht, Größe, Reflexe, etc.) wird jetzt nungen von Tier und Mensch benennen, verbalen Aufforderungen folgen die Motorik immer wichtiger – Kopfkontrolle, Richtungshören, Kopf-­ können, die Mehrzahl verwenden und den Vornamen sagen. Motorisch Augen-Kontrolle, Sprachentwicklung. Zudem werden diesmal die ersten stehen ebenfalls einige Tests auf dem Programm, es wird gecheckt, ob das Impfungen besprochen oder gleich vorgenommen. Die ständige ImpfkomKind einen Turm aus Klötzchen bauen kann, eine Kugel in eine Flasche mission (STIKO) am staatlichen Robert Koch Institut empfiehlt in diesem stecken kann oder ähnliches. Auch das Treten und Werfen eines Balls, das ­Alter (frühestens ab der 9. Lebenswoche) mit dem Start der Grundimmusichere Vorwärts- und das Rückwärtslaufen wird der Arzt sehen wollen. nisierung in Form der folgenden Impfungen zu beginnen: Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Häemophilus Influenzae Typ B (HIB), Kinderlähmung, U7a > Schwerpunkte bei dieser Untersuchung für etwa 3-Jährige sind das Hepatitis B sowie Pneumokokken. Angeboten wird zusätzlich die Impfung Erkennen von allergischen Erkrankungen, Sozialisations- und Verhaltensgegen Rotavirus-Infektionen (als IGeL-Leistung). störungen, Übergewicht, Sprachentwick­lungs­störungen, Zahn-, Mundund Kieferanomalien. Zusätzlich wird auch überprüft, ob das Wachstum, U5 > Beweglichkeit und Körperbez.B. der Wirbelsäule, ohne Störungen verläuft. Ebenso wird über die Kinherrschung – das sind die zentralen dergartenreife gesprochen. Genau hingeschaut Themen bei dieser Untersuchung. Die ersten zehn Untersuchungs- Neben den Routine-Checks (Größe, U8 > Jetzt darf Ihr Kind zeigen, was es kann. Auf einem Bein hüpfen, der termine bis zur Einschulung sollte ­Gewicht, Reflexe, etc.) nimmt der Gebrauch einer Schere, 3-Teile-Männchen zeichnen – all so etwas wird sich man keinesfalls versäumen. Auf Kinderarzt außerdem die Funktion der Kinderarzt jetzt demonstrieren lassen. Zudem gibt es einen gründlider Vorderseite des gelben Vor- von Augen und Ohren unter die Lu- chen Check aller Organe und ihrer Funktion sowie einen Urin-Test. Ebensorgehefts sind die Zeitspannen pe. Wenn alle Impfungen zeitgerecht so wichtig ist ein umfangreicher Sehtest, denn spätestens jetzt sollten 100 aufgeführt, während der die Un- vorgenommen wurden, sollten die Prozent Sehschärfe erreicht sein. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht tersuchung vorgenommen wird. drei Impfungen der Grundimmunisie- natürlich auch ein ausführliches Gespräch mit den Eltern, um beispielsweirung gegen Tetanus, Diphtherie, se familiäre Risikofaktoren klären zu können. U1 – direkt nach der Geburt Keuchhusten, Kinderlähmung, HIB U2 – 3. bis 10. Lebenstag U9 > Die Einschulung steht bevor – Grund genug, noch einmal genau hinund Hepatitis B sowie PneumokokU3 – 4. bis 5. Lebenswoche zuschauen. Sprachvermögen, Seh- und Hörtests, soziale Fähigkeiten – anken jetzt verabreicht worden sein. U4 – 3. bis 4. Lebensmonat hand verschiedener Tests wird der Arzt die Entwicklung des Kindes unterU5 – 6. bis 7. Lebensmonat U6 > Im Mittelpunkt der U6 stehen suchen. Zudem sollten bei der U9 Auffrischimpfungen gegen Tetanus, U6 – 10. bis 12. Lebensmonat die Prüfung der Feinmotorik sowie Diphtherie und Keuchhusten vorgenommen werden. Wieder wird sich der U7 – 21. bis 24. Lebensmonat der sozialen Kontaktfähigkeiten. Au- Kinderarzt intensiv mit den Eltern über den Alltag unterhalten – und so U7a – 34. bis 36. Lebensmonat ßerdem werden Hör- und Sehstörun- auch die Beziehung zwischen Eltern und Kind unter die Lupe nehmen. U8 – 43. bis 48. Lebensmonat gen mit entsprechenden Tests ausgeU9 – 60. bis 64. Lebensmonat schlossen. Ab einem Alter von 11 Mo- Weitere Infos auch unter www.kindergesundheit-info.de und naten werden die ersten „Lebend- www.kinderaerzte-im-netz.de


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Gesundheit

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Impfen, Fachärzte und vieles mehr Hilfreiche Informationen für Eltern Ein kleiner Pieks für mehr Sicherheit Der Termin für die erste Impfung steht fest – doch viele Eltern fragen sich erstmal, ob Kombinationsimpfungen sinnvoll sind, welche Impfungen wirklich nötig sind und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist. In Gesprächen mit dem Kinderarzt und mit anderen Eltern haben Sie es vielleicht schon bemerkt: Kein anderes Thema wirft so viele Fragen auf, wird so hitzig diskutiert, führt zu solch großer Unsicherheit, wie das Thema Impfen. Generell lässt sich sagen: Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Unmittelbares Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer ­ansteckenden Krankheit zu schützen. Schul- und Kindergartenkinder sollen wirksam vor Masern geschützt werden. Das ist Ziel des Masernschutzgesetzes, das am 1. März 2020 in Kraft getreten ist. Das Gesetz sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen. Auch bei der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson muss in der Regel ein Nachweis über die Masernimpfung erfolgen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) gibt gemäß § 20 Abs. 2 Satz 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Empfehlungen zur Durchführung von Schutzimpfungen und zur Durchführung anderer Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe übertragbarer Krankheiten beim Menschen. Der Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Stand August 2020) umfasst folgende Impfungen:

> Grundimpfschutz als Kombinationsimpfung: Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, HiB, Kinderlähmung, Hepatitis B sowie Pneumokokken in vier Teilimpfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten. > Auffrischungsimpfung: Tetanus, Diphterie, Keuchhusten in zwei Teil­ impfungen im Alter von 5-6 Jahren und 9-16 Jahren. > Auffrischungsimpfung: Kinderlähmung im Alter von 9-16 Jahren. > Grundimpfschutz: Rotaviren im Alter von 6 Wochen und 2 sowie 3-4 Monaten. > Grundimpfschutz als Kombinationsimpfung: Masern, Mumps, Röteln, Windpocken in zwei Teilimpfungen im Alter von 11 und 15 Monaten. > Grundimpfschutz: Meningokokken im Alter ab 12 Monaten.

Der richtige Facharzt und Therapeut Manchmal ist neben dem Besuch des Kinderarztes ein Termin in einer Facharztpraxis nötig. Da ist es gut zu wissen, dass sich auch Fachärzte auf kleine Patienten eingestellt haben. Denn: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und sollten deshalb kindgerecht behandelt werden. Die Spielecke im Wartezimmer gehört dann ebenso zur Praxisausstattung wie entsprechende Untersuchungsmethoden und -geräte. Hals-Nasen-Ohrenarzt: Neben der Feststellung der Hörfähigkeit ist der HNO-Arzt Anlaufstelle bei Mittelohrergüssen. Durch immer wiederkehrende Infekte der oberen Luftwege kann es zudem zu einer entzündlichen Schwellung des lymphatischen Rachenringes (dazu gehören Gaumen- und Rachenmandeln) kommen – auch dann ist der HNO-Arzt gefordert. Orthopäde: Haben Sie den Verdacht, dass mit der Haltung oder dem Knochengerüst Ihres Kindes etwas nicht stimmt, sollten Sie zum Orthopäden gehen. Der Facharzt übernimmt auch die Ultraschalluntersuchung der Hüfte des Säuglings, um eine Hüftdysplasie frühzeitig erkennen zu können (Kinderärzte, die ein Ultraschallgerät besitzen, machen diese Untersuchung häufig selbst). Augenarzt: Die Diagnose und Therapie häufiger Augenkrankheiten bei Kindern, augenärztliche Untersuchungen sowie Farbensehtests sind das Gebiet der Augenärzte. Hautarzt/Allergologe: Die Haut von Kindern gerät leichter aus dem Gleichgewicht als die von Erwachsenen. Neben Pilzen, Warzen, Blutschwämmen und Malen behandeln Hautärzte und Allergologen auch Neurodermitis, Allergien oder Heuschnupfen. Ergotherapeut: Die Behandlung von Störungen des Bewegungsablaufs, der sensomotorischen Entwicklung, der Wahrnehmungsfähigkeit und verarbeitung aber auch psychischer Erkrankungen wie Verhaltensstörungen, ADHS oder frühkindlichem Autismus ist Aufgabe eines Ergotherapeuten. Eine ergotherapeutische Behandlung kann vom Kinderarzt verordnet werden.


Gesundheit

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„ich habe bauchweh!“ Krankheitssymptome richtig deuten und behandeln Wenn Kinder sprechen können, sagen sie uns, wo es wehtut. Allerdings können sie bis zum sechsten Lebensjahr Schmerzen kaum orten – meist sagen sie „Ich habe Bauchweh“, auch wenn eine Halsentzündung der Grund für das Unwohlsein ist. Noch schwieriger ist es, bei einem Säugling oder Kleinkind zu erkennen, ob es krank ist. Eltern müssen hier ganz genau hinschauen. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass ein Kind, das trotz Fieber spielt, nicht schwer krank ist. Auch ein gelegentlich laut schreiendes Kind ist wahrscheinlich nicht bedrohlich krank. Gefährlich wird es, wenn das Kind lethargisch ist, keinen Blickkontakt hält oder leise wimmert. Weitere ernst zu nehmende Anzeichen können sein: Das Kind spielt oder lacht weniger als sonst. Es lässt sich nur schwer beruhigen. Es klammert sich in übertriebener Weise an die Eltern. Zu Zeiten, in denen es sonst hellwach ist, will es nur schlafen und dämmert vor sich hin. Bei sehr jungen Säuglingen, hohem Fieber, bei unklaren Symptomen, entzündeten Augen, anhaltender Appetitlosigkeit, bei länger anhaltendem flüssigem Durchfall und Erbrechen, Ausschlag oder Atemnot sollte man das Kind unbedingt dem Arzt oder dem Notdienst beziehungsweise in einer Klinik vorstellen. Auch wenn man unsicher ist, kann der Anruf bei diesen Stellen Sicherheit geben. Bei leichtem Husten und Schnupfen, breiigem Stuhl oder Fieber können Eltern erst einmal abwarten, wenn das Kind trotzdem fidel ist und Appetit hat. Oft zeigt sich am nächsten Tag, wie sich das Krankheitsbild entwickelt, ob es sich verschlimmert oder ob die Symptome mit Hausmitteln zu lindern sind.

Zehn Tage Extra-„Urlaub“ Für berufstätige Eltern oft eine mittlere Katastrophe: Morgens wird klar, das Kleine ist krank und kann nicht in den Kindergarten oder zur Tagesmutter. Wer bleibt nun zu Hause? Wie lange darf ich bei der Arbeit fehlen? Und wer zahlt meinen Lohn? Vorweg: Vor allem Hort- und Kindergartenkinder sind häufig krank: Bis zu zehn Infekte im Jahr gelten als normal. Jeder Elternteil darf für die Betreuung des kranken Kindes zehn Arbeitstage im Jahr frei nehmen – so ist der gesetzliche Anspruch. Alleinerziehende haben Anspruch auf die Gesamtzahl, das heißt 20 Tage. Bei zwei Kindern verdoppelt sich die Anzahl der Krankheitstage. Bei mehr als zwei Kindern gibt es dann allerdings eine Obergrenze: Diese liegt bei 25 Tagen pro Elternteil und 50 Tagen bei Alleinerziehenden. Diese Regelung gilt, wenn Elternteil und Kind gesetzlich krankenversichert sind.

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Bewährte Hausmittel Husten, Schnupfen, Hals- oder Bauchschmerzen – manchmal muss man gar nicht zu Medikamenten greifen. Viele Hausmittel zeigen schnelle ­Wirkung und lindern die Beschwerden auf natürliche Weise. Wenn sich die Beschwerden allerdings nicht nach wenigen Tagen bessern, sollten Sie mit Ihrem Sprössling zum Arzt gehen! Kräutertees Bei vielen Beschwerden schaffen Tees aus Heilkräutern bereits Linderung:

> Anistee: bei Koliken, Blähungen und Verdauungsbeschwerden > Fencheltee: bei Bauchweh, Husten und Erkältungskrankheiten > Kümmeltee: bei Blähungen, Völlegefühl, Krämpfen im Magen-DarmTrakt, Mundgeruch, Muskelschmerzen, Rheuma, Husten und Milchmangel bei Stillenden, als Öl auch zur Baby-Bauch-Massage > Kamillentee: bei Magen- und Darmbeschwerden, wirkt krampflösend und entzündungshemmend. Bei Erkrankungen der Atemwege auch als Inhalation. > Pfefferminztee: bei Magen- und Darmbeschwerden > Salbeitee: bei Halsschmerzen, grippalen Infekten, Mundschleimhautentzündungen, Durchfall, Verstopfung, Schwitzen. > Lindenblütentee: bei Erkältung, Fieber, Abwehrschwäche. > Thymiantee: bei Husten, Bronchitis, Magen- und Darmbeschwerden > Melissentee: bei Magenproblemen, Kopfschmerzen, Stress Wickel Wickel sind eines der ältesten Hausmittel zur Behandlung von Krankheiten und deren Symptome. Sie werden kurzzeitig angelegt, um Wirkstoffe schnell in den Körper zu bringen, und haben eine stärkende Wirkung auf die Abwehrkräfte. Wickel nutzen für ihre Wirkung das System zur Regelung der Körpertemperatur aus. Je nach Funktion werden Wickel unterschieden in: wärmeentziehende Wickel, wärmestauende Wickel, heiße Wickel und schweißtreibende Wickel. Anwendungsbeispiele:

> Wadenwickel, lauwarm: bei hohem Fieber > Zwiebelwickel/-säckchen: bei Ohrenschmerzen, Bronchitis > Zitronenwickel: bei beginnender Halsentzündung, Heiserkeit > Senf-Wickel: bei Atembeschwerden, Bronchitis, Schnupfen, Gelenkund Muskelschmerzen

> Retterspitzwickel: bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Blut­ ergüssen, Hals- und Nackenschmerzen, Erkältungen, Kopfschmerzen

> Quark-Wickel: bei Schwellungen, Halsschmerzen, Insektenstichen > Kartoffel-Wickel: bei Muskelverspannung, Muskelschmerzen, Bronchitis


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Im Fall der Fälle richtig reagieren Gut gerüstet für Not- und Krankheitsfälle Die Hausapotheke – das sollte stets griffbereit sein Kopfweh, Bauchschmerzen, Durchfall oder blaue Flecke sind im Alltag mit kleinen Kindern an der Tagesordnung. Mit der richtigen Vorsorge können Eltern im Notfall selbst schnell reagieren, um Schmerzen zu lindern und Krankheiten entgegenzuwirken. Eine gut sortierte Hausapotheke speziell für kleine Patienten sollte in jedem Haushalt mit kleinen Kindern jederzeit griffbereit sein. Tipps zu sinnvollen Medikamenten und Verbandsmaterialien sind in Apotheken, aber auch beim Kinderarzt erhältlich. Damit die Hausapotheke im Krankheits- oder Notfall nicht erst lange gesucht werden muss, sollte sie einen festen, für Kinder jedoch unzugänglichen Platz haben. Am besten eignet sich ein verschließbarer Schrank. Fast alle Medikamente müssen kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden. Kontrollieren Sie bei allen Medikamenten in regelmäßigen Abständen das Haltbarkeitsdatum und erneuern Sie Ihre Vorräte rechtzeitig. Hier einige Hilfsmittel und Medikamente, die im Fall der Fälle helfen können und deshalb als Grundausstattung in eine kindgerechte Hausapotheke gehören:

> digitales Fieberthermometer > Verbandsschere, Pinzette, Pipette > Zeckenzange > Einmalhandschuhe > Leinentuch für Umschläge > Wärmflasche oder Kirschkernkissen > Rettungsdecke aus Aluminiumfolie > Desinfektionsmittel zum Säubern von Wunden > Pflaster in verschiedenen Größen und Pflasterrolle > sterile Wundschnellverbände in verschiedenen Größen > Mullbinden, Brandwundauflage und Dreieckstuch > Sofortkältepackungen (im Gefrierschrank aufbewahren) > fiebersenkende/schmerzstillende Zäpfchen oder Saft > abschwellende Nasentropfen (nur für den kurzzeitigen Gebrauch) oder Meersalzlösung

> schleimlösende Präparate (z.B. mit dem Wirkstoff Acetylcystein, ACC) > pflanzlicher Hustensaft > Wund- und Heilsalbe für kleinere Verletzungen > Zinkoxidsalbe gegen einen wunden Po > Antihistamingel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche > medizinische Kohle und Entschäumungstropfen, z.B. Sab Simplex

Erste Hilfe am Kind Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Die Zweijährige zieht den Topf mit kochendem Wasser vom Herd, der Vierjährige wird von einer Biene gestochen, das Baby verschluckt sich an einem Apfelstück. In solchen Notfällen ist Besonnenheit und richtiges Handeln oberstes Gebot. Das ist meist leichter gesagt als getan. Aber: Wer gut vorbereitet ist, kann mit solchen Situationen besser umgehen. Deshalb lohnt es sich, einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, bei dem speziell auf Kindernotfälle eingegangen wird. In diesen Erste-Hilfe-Kursen werden die stabile Seitenlage und die HerzLungen-Wiederbelebung bei Kindern eingeübt. Man lernt, was beim Verschlucken, bei Verbrennungen, Vergiftungen und Luftnot zu tun ist und wird über die Maßnahmen bei Verletzungen der Haut, der Gelenke und Knochen informiert. Ebenso geben die Notfall-Experten Tipps zum Verhalten bei plötzlichen Erkrankungen im Kindesalter. Auf jeden Fall sollten Sie Unterlagen über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kindern griffbereit zu Hause haben – und diese sollte man in einer ­ruhigen Minute schon einmal lesen. Griffbereit neben das Telefon gehört natürlich ein Verzeichnis mit Notfallnummern, zum Beispiel die für Ihre Region zuständige Giftnotrufzentrale, die Telefonnummer der Kinderarztpraxis, der nächsten Notdienstzentrale und Ähnliches. Spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Kindernotfälle bieten in Wiesbaden unter anderem folgende Institutionen an: Arbeiter-Samariter-Bund Bierstadter Straße 49 | 65189 Wiesbaden  0611/1818-141  www.asb-westhessen.de Deutsches Rotes Kreuz Flachstraße 6 | 65197 Wiesbaden  0611/4687-0  www.drk-wiesbaden.de Johanniter-Unfall-Hilfe Wiesbadener Landstraße 80-82 | 65203 Wiesbaden  0611/504008-30  www.johanniter.de Malteser Hilfsdienst Friedrichstraße 24a | 65185 Wiesbaden  0611/174-155  www.malteser-limburg.de Evangelische Familienbildung im Dekanat Wiesbaden Schlossplatz 4 | 65183 Wiesbaden  0611/52 40 15  www.familienbildung-wi.de

Gut zu wissen ... In der Vielzahl der Fälle werden Sie Ihrem erkrankten oder verunglückten Kind selbst helfen können. Manch eine Verletzung sieht auf den ersten


Gesundheit

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Notdienst-Service der Apotheken

Bei Babys und Kleinkindern sind andere Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen als bei Erwachsenen. Deshalb gibt es spezielle Kurse. Blick schlimmer aus, als sie wirklich ist. Immer aber gilt: Ruhe bewahren und – wenn Sie nicht mehr weiter wissen – Kinderarzt anrufen oder bei schweren Unfällen und lebensbedrohlichen Notfällen die  112 wählen. Hier einige Tipps zur Ersthilfe: > Fieber: Kinder haben häufig Fieber, vor allem in den frühen Lebensjahren. Fieber ist ein Zeichen dafür, dass sich der Organismus mit Krankheitserregern auseinandersetzt. Der erste Schritt für die Eltern ist der Griff zum Fieberthermometer. Bei Kindern bis zum Alter von vier Jahren sollte die Körpertemperatur rektal, also im After gemessen werden. Die normale Körpertemperatur eines Kindes liegt zwischen 36,5°C und 37,5°C. Bis zu 38,5°C spricht man von erhöhter Temperatur. Steigt die Temperatur noch höher, hat das Kind Fieber. Ab 39,5°C spricht man von hohem Fieber. Ein Kind, das eine fieberhafte Erkrankung ausbrütet, kann zunächst stiller als gewöhnlich sein. Vielfach ist auch der Appetit schlechter oder das Schlafbedürfnis größer. Ein leichter Infekt, zu viel Anstrengung oder Sonne sowie eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme können Fieber bis 38,5°C verursachen. Schwere bakterielle oder virale Infektionen sind oft Grund für Fieber über 38,5°C. Auch nach Impfungen kann es zu Fieber kommen. Wichtig ist es, bei einem fiebernden Kind auf ausreichende Flüssigkeits­zufuhr zu achten. Prin-

Jede Nacht und jeden Feiertag leisten etwa 2.000 Apotheken Notdienst. Sie garantieren eine umfassende Versorgung mit lebenswichtigen Arzneimitteln. In Deutschland ist der Notdienst der Apotheken gesetzlich festgelegt. Ein Notdienstkalender regelt die Reihenfolge, wann welche Apotheke Dienst hat. Schneller geht es im Internet: Unter www.aponet. de findet man mit der Notdienstsuche die nächstgelegene diensthabende Apotheke. Auch per Telefon lassen sich Bereitschaftsapotheken ermitteln. Nach Anruf der Kurzwahl 228 33 von jedem Handy (69 Cent/ Min) oder der kostenlosen Rufnummer 0800 00 228 33 aus dem deutschen Festnetz wird der Kunde mit einem computergesteuerten Sprachdialogsys­tem verbunden. Dieses fordert den Benutzer auf, seinen Standort anzugeben, und ermittelt so die nächstgelegenen, geöffneten Notdienst-Apotheken. Gibt der Kunde www.22833.mobi in den Internetbrowser seines Handys ein, gelangt er auf eine mobile Webseite. Hier kann man mit einem Klick mit dem telefonischen Notdienstfinder verbunden werden oder seinen Standort in eine Suchmaske eingeben. Daraufhin erhält der Kunde eine Ansicht mit Notdienst-Apotheken. Den Apothekenfinder gibt es auch als App für das Smartphone.

Wohin im Notfall? Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden Geisenheimer Straße 10 | 65197 Wiesbaden  0611/847-2242 HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Ludwig-Erhard-Straße 100 | 65199 Wiesbaden  0611/43-2020 St. Josefs-Hospital | Beethovenstraße 20 | 65189 Wiesbaden

 0611/177-0 Kinderärztlicher Notdienst  0611/461020


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zipiell gilt, dass bei Kindern immer anzuraten ist, die Fieberursache von einem Kinderarzt abklären zu lassen. Für Eltern ist es oft sehr schwierig einzuschätzen, ob das Fieber ihres Kindes harmlos ist oder ernstzunehmende Ursachen hat. Eine mögliche Komplikation sind Fieberkrämpfe – Infektkrämpfe, die besonders im Kleinkindalter auftreten. In diesem Fall heißt es: Ruhe bewahren und einen Arzt oder Notarzt rufen. Meist ist der Verlauf übrigens unkompliziert. > Insektenstiche: Normalerweise sind Insektenstiche harmlos, oft jedoch schmerzhaft und verursachen Juckreiz. Gerade Bienen- und Wespenstiche können beim Zweitkon­takt zudem allergische Reaktionen hervorrufen. Wichtig ist zunächst, das Kind zu beruhigen. Ein zurückgebliebener Stachel in der Haut muss vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden. Kalte Umschläge, Eis oder Hausmittel wie Zitronensaft, Gurkenscheiben oder Zwiebeln lindern die Schwellung und die Schmerzen. Im Fall einer allergischen Reaktion sollte sofort der Notarzt gerufen werden.

Hat eine Zecke zugebissen, sollte diese umgehend mit einer Zeckenkarte oder -zange entfernt werden. Die Zecke kann gerade herausgezogen oder herausgedreht werden. Ist sie entfernt, sollte die Stelle desinfiziert werden. Öl, Creme, ­Nagellack, Kleber oder Alkohol haben auf einer Zecke nichts zu suchen – Giftstoffe und Bakterien gelangen mit diesen Mitteln noch schneller in den Blutkreislauf. > Schürf- und Schnittwunden: Schürf- und Schnittverletzungen sind im Kleinkindalter an der Tagesordnung. Schürfwunden sind meist sehr schmerzhaft. Die Wunde sollte mit einem desinfizierenden Mittel gereinigt werden. Versehen mit einem atmungsaktiven Sprühpflaster oder einer Wundauflage, die mit einer Mullbinde fixiert wird, ist das Unheil schnell vergessen. Schnittwunden sollte man kurz bluten lassen, damit Keime und Schmutz herausgespült werden. Anschließend desinfizieren und mit einem Wundverband bede­cken. Größere Wunden muss unbedingt ein Arzt in Augenschein nehmen. > Kleinere Verbrennungen: Bei Verbrennungen die Kleider entfernen, wenn sie nicht an der Haut haften. Die betroffene Körperstelle unter fließendem, nicht zu kaltem Wasser 15 bis 20 Minuten kühlen. Kleinere Verbrennungen oder Verbrühungen ohne Blasenbildung nicht mit Pflaster oder Verband abdec­ken sondern an der Luft heilen lassen. Eis sollte nicht angewendet werden, denn bei zu starker Kühlung kann die Haut einen Kälteschaden erleiden. Vermeintliche Hausmittel wie Butter, Mehl oder auch Puder und Salben dürfen nicht angewendet werden; sie halten die Hitze im Gewebe fest und verhindern, dass Sauerstoff an die Wunde gelangt oder verkleben mit der Wunde. > Fremdkörper in Luft- oder Speiseröhre: Erdnüsse, kleine Spielsachen, Apfelstücke – kaum ein Notfall tritt so unvermittelt ein wie ein Erstickungsanfall. Je kleiner die Kinder sind, desto größer ist die Gefahr des Verschlu­ckens und Erstickens. Schnellstmögliche Hilfe ist besonders wichtig, wenn die Atemwege komplett verlegt sind, denn wenn die Sauerstoffversorgung länger als drei bis fünf Minuten unterbrochen ist, drohen massive Schäden des Gehirns oder gar der Tod. Hilfreich ist die Beherrschung der Rückenklopfmethode und des so genannten Heimlich-Manövers, die beide dazu dienen, festsitzende Fremdkörper zu lösen.


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Gesunde Zähne von Anfang an Gute Startvoraussetzungen dank früher Pflege Sie sind echte Schwerarbeiter: unsere Zähne. Die Knospen der 20 Milchzähne werden bereits zwischen der achten und zehnten Schwangerschaftswoche angelegt. Meist blitzen als erstes die Vorderzähne aus dem Unterkiefer hervor, durchschnittlich im sechsten oder siebten Lebensmonat. Ist das Kind zwischen zwei und drei Jahre alt, sind alle da – und hinter Eltern und Kindern liegen mehr oder weniger beschwerliche Zeiten. Während bei dem einen die Zähnchen ganz unbemerkt sprießen, hat das andere sichtlich Schmerzen – erkennbar an einer feuerroten, entzündeten Wange, an Schlafproblemen und Quengeligkeit, möglicherweise sogar Fieber. Ein wenig Abhilfe schaffen einfache Mittel: Kalte Umschläge, gekühlte, PVC-freie Beißhilfen (das kann im Notfall auch eine Packung Tiefkühlerbsen sein) oder Zahnfleischmassagen mit dem Finger (wenn das Baby es zulässt). Kommt das Kleine gar nicht zur Ruhe, können – nach Rücksprache mit dem Kinderarzt – Schmerzmittel oder Gele und Tropfen, die ins Zahnfleisch massiert werden, Linderung bringen. Wichtig: Gerade in dieser Zeit sollte auf Zuckerzusätze verzichtet werden, da die kleinen Beißerchen darauf schon sehr empfindlich reagieren. Zahnärzte raten ohnehin: Sollen die Zähne des Kindes von Anfang an geschützt werden, sollte man mit gutem Beispiel vorangehen – regelmä-

Karies hat keine Chance, wenn man ein paar einfache Zahnpflege-Regeln beachtet.

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ßig Zähne putzen und wenig Süßes essen. Bei der Ernährung lohnt sich der Blick auf die Inhaltsstoffe, denn gerade versteckte Zucker, zum Beispiel in Marmelade, Müsli und zahlreichen Getränken, nagen an den Zähnchen. Instant-Tees enthalten mehr als 95 Prozent, Kakaopulver und Frucht­aromen mehr als 80 Prozent Zucker – besser sind ungesüßte Tees, Wasser und Fruchtschorlen. Ab und zu naschen ist natürlich durchaus erlaubt – am besten zahnfreundliche Süßigkeiten, erkennbar am Zahnmännchen mit Schirm auf der Verpackung. Die sorgfältige Pflege der Milchzähne lohnt sich, obwohl sie ja im ­Alter von fünf bis sechs Jahren schon wieder ausfallen, um den bleibenden Zähnen Platz zu machen. Bis alle Milchzähne ersetzt worden sind, d ­ auert es in der Regel bis zum elften oder zwölften Lebensjahr. Wenn Milchzähne wegen nicht ausreichender Pflege zu früh eingebüßt werden, kann es zu Fehlstellungen kommen, da sie das Kieferwachstum und den D­urchbruch der bleibenden Zähne beeinflussen. Zudem sind gesunde Milchzähne wichtig für die Kau- und Verdauungsfunktion sowie für die Sprachentwicklung.

Durchbruch der Milchzähne Mittlere Schneidezähne unten: Mittlere Schneidezähne oben: Seitliche Schneidezähne oben: Seitliche Schneidezähne unten: Vordere Backenzähne: Eckzähne: Hintere Backenzähne:

4. - 10. Lebensmonat 5. - 11. Lebensmonat 6. - 12. Lebensmonat 6. - 12. Lebensmonat 10. - 18. Lebensmonat 12. - 20. Lebensmonat 18. - 30. Lebensmonat

Früh übt sich, wer ein Zahnputzmeister werden will Weil Zahnbelag schon auf dem ersten Zähnchen entsteht, ist die regelmäßige Entfernung durch Putzen wichtig. Es gibt spezielle Zahnbürsten, die den verschiedenen Altersklassen zugeordnet sind und gezielt auf die Anforderungen der künftigen Zahnputzmeister eingehen. Wichtig ist, dass die Zahnbürste regelmäßig – spätestens alle drei Monate – gegen eine neue ausgetauscht wird. Gerade bei den ers­ten Zähnchen kann man sich auch mit einem Mull-Läppchen, einem Wattestäbchen oder einer Fingerhut-Zahnbürste behelfen. Mit zunehmenden motorischen Fähigkeiten wollen die Kleinen auch selbst putzen. Am einfachsten ist hier die KAI-Methode: Erst die Kau­flächen, dann die Außenflächen, zum Schluss die Innenflächen putzen. Dennoch gilt: Bis zum Alter von mindestens 6 Jahren sollten die Eltern nachputzen, um eine gute Reinigung der Milchzähnchen und später der bleibenden Zähne zu gewährleisten.


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Das hilft beim Zahnen > Kühlen Sie die Wange des Babys mit kalten Umschlägen. > Massieren Sie das Zahnfleisch schon vor dem Durchbruch der Zähne mit sauberen Fingern oder speziellen Silikon-Fingerlingen

> Das Kauen auf leicht gekühlten Gegenständen wirkt ebenfalls wie eine Massage. Es mindert die Durchblutung sowie den Schmerz und hemmt mögliche Entzündungen. Gut geeignet sind Karotten, Brotkanten oder Apfelschnitze. Aber lassen Sie Ihr Baby mit diesen Zahnungshilfen nicht allein, es könnte sich verschlucken. > Achten sie beim Kauf von Beißringen darauf, dass diese weder Weichmacher (wie Phtalat) noch PVC enthalten. Unbedenklich sind Ringe aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE). > Es gibt verschiedene Gele und Tropfen, die ins Zahnfleisch massiert werden und so den Schmerz lindern. Fragen Sie Ihren Kinderarzt nach zuckerfreien Zahnungshilfen.

Fluoride – Salze für gesunde Zähne Fluoride sind ein Schutz für die Zähnchen und wichtiger Bestandteil der ­Kariesprophylaxe. Sie härten den Zahnschmelz und haben eine positive Wirkung auf die Zahnoberflächen. Dadurch können sich die Bakterien nur schwer dort anheften, vermehren sich weniger und der Zahnbelag entsteht langsamer. Als natürliche Spurenelemente sind Fluoride im Trinkwasser und in verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Diese natürlichen Quellen reichen jedoch für die Deckung des Bedarfs nicht aus. Kinderärzte und Zahnärzte sind sich darin einig, dass bereits Säuglinge ausreichend damit versorgt werden müssen. Die Fachleute sind sich allerdings ein wenig uneins über das Wie. Fluoride können in Form von Tabletten oder Tropfen verabreicht werden (im ersten Lebensjahr in der Regel als Kombination mit ­Vitamin D zur Rachitisprophylaxe und für das Knochenwachstum). Zahnpasta ist erhältlich mit und ohne Fluoriden, je nachdem, ob Tabletten ­gegeben werden oder nicht, denn es sollte immer nur eine Fluoridquelle geben, um die Gefahr der Überdosierung zu minimieren. Für welche ­Variante sich die Eltern auch entscheiden – wichtig ist auf jeden Fall, dass eine individuelle Fluorid-Anamnese des Kindes vom Zahnarzt erstellt wird.

Gerade bei Kindern wächst und verändert sich der Kiefer schnell. Eine Zahnlücke kann dazu führen, dass Ober- und Unterkiefer nicht mehr exakt zusammenpassen. Langfristig hat das Kind Schmerzen beim Kauen und die bleibenden Zähne zeigen Fehlstellungen. Außerdem sind abgebrochene Zähne durch Karies und Bakterien gefährdet. Manchmal kommt es durch fehlende Milchzähne auch zu Sprachstörungen. Im Fall des Falles sollte man mit seinem Kind also gleich zum Zahnarzt gehen und – ganz wichtig – das abgebrochene Zahnstück mitnehmen. In vielen Fällen kann der Zahn wieder repariert werden. Damit das funktioniert, gibt es eine spezielle Zahnrettungsbox, in der das abgebrochene Stück Zahn oder sogar ein komplett ausgeschlagener Zahn sauber aufbewahrt werden kann. Eine Zahnrettungsbox bekommen Sie in jeder Apotheke. Alternativ können Sie den ausgeschlagenen Zahn in ein Glas HMilch legen. Notfalls können Sie auch Ihren Mund oder den Ihres Kindes als „Rettungsbox“ verwenden. Passiert der Zahnunfall außerhalb der üblichen Zahnarztsprechstunden können Sie die telefonische Ansage des zahnärztlichen Notdienstes unter folgender Nummer erreichen: Zahnärztlicher Notdienst  0611/46870

… und plötzlich ist ‘ne Ecke weg Manchmal geht es einfach zu schnell: Auf dem Spielplatz gestolpert oder im Kinderzimmer getobt und gegen die Kommode gerannt – und schon fehlt ein Stück Milchzahn. Macht nichts? Doch. Denn auch wenn die Milchzähne über kurz oder lang ausfallen, muss die Lücke behandelt werden.

Zahnärzte empfehlen den ersten Zahnarztbesuch mit dem ersten Milch­ zahn. Ein harmonisches Patient-Zahnarzt-Verhältnis schafft Vertrauen – in entspannter Atmosphäre können Kinder die Kontrolluntersuchungen positiv erleben.


Sicherheit

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Sicherheit für Kinder Gefahren erkennen und vermeiden Sicherheit im Auto Kinder sind laut Statistik im Straßenverkehr beim Mitfahren im Auto besonders gefährdet. Jedes Jahr werden in Deutschland tausende Kinder im Auto verletzt oder getötet. Ursache hierfür ist oft eine unvorschriftsmäßige Installation des Kindersitzes oder die Sicherung der Kinder mit dem Gurt für Erwachsene. Nur knapp 60 Prozent der Kinder werden korrekt mit Sitz und Gurt befördert. Gefährlich – denn das Verletzungsrisiko eines ungesicherten Kindes ist um ein Vielfaches größer als das eines korrekt angeschnallten. Eine Sicherung in geeigneten Kinder-Rückhaltesystemen ist für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 1,50 m gesetzlich vorgeschrieben. Bei der Mitnahme eines ungesicherten Kindes drohen Bußgeld und Punkte im Flensburger Zentralregister. Die Sorge um die Gesundheit Ihrer Kinder sollte für Sie jedoch den Ausschlag geben, auch auf noch so kurzen Fahrten mit dem Auto Ihr Kind in einem geeigneten und amtlich zugelassenen Kindersitz sicher unterzubringen. Bei der Wahl eines Kindersitzes sind je nach Zulassung die Größe und das Alter oder das Gewicht ausschlaggebend. Ein Kindersitz sollte der neuesten amtlichen Prüfnorm ECE R129 (i-Size-Norm) entsprechen. Hiernach müssen Kinder bis zum Alter von mindestens 15 Monate rückwärts transportiert werden. Verschiedene Institutionen wie z.B. der ADAC empfehlen den Transport von Kindern in rückwärts gerichteten Kindersitzen (so genannte Reboard-Sitze) bis zum Alter von vier Jahren, da die Hals- und Nackenmuskulatur eines Kindes die Wucht eines Aufpralls in einem Sitz in Fahrtrichtung nicht kompensieren kann. Parallel gilt weiterhin auch die Prüfnorm ECE R 44/04 (nach Gewicht des Kindes, nicht nach Größe und Alter) An jedem Sitz ist ein orangefarbenes Etikett angebracht, auf dem die Prüfnorm steht. Kindersitze sind nach Gruppen eingeteilt, Gruppe 0/0+ ab Geburt Sicherheit geht vor für ca. das erste Lebensjahr. Befinden sich die Gurte in der obersten Ein Aufprall mit 50 km/h ohne Einstellung auf Schulterhöhe, ist es Kindersitz kann einem Sturz aus Zeit für einen Wechsel des Kinder10 m Höhe entsprechen. sitzes. Sitze der Gruppe 1 sind für Ohne Kindersitz kann schon ein Kleinkinder bis 105 cm oder 18 kg Aufprall mit 15 km/h für ein Kind (ca. 9 Monate bis 4 Jahre) geeignet, tödlich sein. Ein Sturz vom FahrSitze der Gruppe 2/3 sichern größerad bei 30 km/h entspricht einer re Kinder ab 100 cm bzw. 15 kg (ca. Fallhöhe von ca. 4 Metern 3-12 Jahre). Bei Sitzen der Misch-

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gruppen 1-2-3 (9-36 kg, ca. 1-12 Jahre) ist neben des (zu) frühen Vorwärtstransports auch zu bedenken, dass die meisten Hersteller eine maximale Nutzungsdauer von 6-8 Jahren empfehlen aufgrund der Materialermüdung der verwendeten Kunststoffe. Beim Kauf eines Kindersitzes ist es ratsam, mit Kindersitz und Kind eine Einbau- und Sitzprobe im Fahrzeug durchzuführen, da nicht jeder Sitz in jedes Fahrzeug gleich gut passt. Der Besuch eines Fachgeschäftes sollte beim Kauf eines Kindersitzes selbstverständlich sein. Hier können Sie sich beraten lassen, verschiedene Sitze unter Anleitung ausprobieren und gegebenenfalls Tipps zum Einbau erhalten. Aufgrund der Vielzahl der Hersteller von Kindersitzen und damit einhergehend der Vielzahl der Kindersitzmodelle fällt die Wahl des „richtigen“ Modells nicht leicht. Orientieren Sie sich bei der Auswahl eines Kindersitzes am besten an Testurteilen und Tipps von Verbraucherorganisationen und Automobilclubs. Teilweise stellen die Tests dieser Institutionen hinsichtlich der Prüfkriterien Sicherheit, Bedienung, Komfort und Gebrauch höhere Anforderungen an die Kindersitze als die gesetzlich vorgeschriebenen Zulassungstests. Umfassende Informationen zur Kindersicherheit in Kraftfahrzeugen bietet das Projekt „Sicher im Auto“, das vom ADAC organisiert wird. Bei zahlreichen Veranstaltungen in Spielwaren- und Kinder-Fachgeschäften können Sie sich vor Ort zeigen lassen, wie der optimale Schutz von Kindern unterwegs in der Praxis aussieht. Bei den Veranstaltungen von „Sicher im Auto“ stehen Ihnen Experten für alle Ihre Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltungstermine, Kindersitztests, Kaufemp­fehlungen und viele weitere Informationen rund um die Kindersicherheit im Auto können Sie unter  www.sicher-im-auto.com abrufen.

Ein Sturz vom Rad ist schnell passiert. Gut, wenn der Helm dann den Kopf schützt und so Schlimmeres verhindert wird.


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Sicherheit

Sicherheit auf Roller und Rad Kinder benutzen Fahrgeräte zunächst vor allem als Spielzeug und nicht als Verkehrsmittel. Schon Einjährige fahren voller Begeisterung mit ihrem Bobby­ car und machen erste Erfahrungen auf Rädern. Mit gut zwei Jahren steigen Kinder aufs Laufrad um. Auf Laufrad und Roller wird der Gleichgewichtssinn des Kindes trainiert und die Fähigkeit erworben zu lenken, auf- und abzusteigen und anzuhalten. Schon in dieser Phase ist es wichtig, dass das Kind einen Fahrradhelm trägt. Im Falle eines Sturzes bietet er den notwendigen Kopfschutz und gleichzeitig gewöhnen Sie Ihr Kind an das spätere Tragen einer Schutzausrüstung beim Fahrradfahren im Straßenverkehr. Ob möglichst bunt oder mega-cool: Helme gibt es in vielen Varianten. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind beim Helmkauf mitnehmen. Wenn das Kind einen Helm aussuchen darf, der ihm gefällt und gut passt wird er auch gerne getragen werden. Fahrradhelme wiegen zwischen 200 und 300 g. Zu haben sind gute Helme zu Preisen zwischen 15 und 60 Euro. Achten Sie darauf, dass der Helm eine EU-einheitliche Prüfnorm erfüllt. Dies muss aus einem eingeklebten Etikett mit dem Aufdruck DIN EN 1078 (CE) hervorgehen. Tests zu Kinderfahrradhelmen finden Sie auf www.adac.de oder auf der Homepage der Stiftung Warentest (www.test.de). Die Akzeptanz zum Tragen eines Fahrradhelmes ist am größten, wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen und selbst einen Kopfschutz aufziehen. Doch Vorsicht – das Kind sollte einen Fahrradhelm nur zum Fahrradfahren tragen. Nach dem Absteigen muss der Helm abgesetzt werden. Sonst besteht die Gefahr, an Gegenständen oder Spielgeräten hängen zu bleiben und sich durch das Gurtband zu strangulieren. Mehr Tipps rund um Verkehrserziehung, Radfahrausbildung und Mobilitätsbildung für Kinder finden Sie auf dem Portal der Deutschen Verkehrswacht (www.verkehrswachtmedien-service.de).

Sicherheit im Haushalt Kinder sind vom ersten Tag an voller Entdeckungslust. Sie entwickeln fast täglich neue Fähigkeiten und erkunden ihre Umwelt voller Neugier und Tatendrang. Dabei können sie – vor allem, wenn sie noch klein sind – gefährliche nicht von harmlosen Situationen unterscheiden. Babys und Kleinkinder verunglücken vor allem zu Hause, in ihrer unmittelbaren Umgebung. Vieles, was Erwachsenen selbstverständlich ist, ist für Kinder eine potentielle Gefahrenquelle. Versuchen Sie deshalb, die Welt aus dem Blickwinkel ihres Kindes zu betrachten. So entwickeln Sie selbst ein Gefühl dafür, wo Sie vorbeugend eingreifen müssen, um Unfälle zu vermeiden. Stürze aus der Höhe gehören für die Kleinsten zu den größten Unfallrisiken. Lassen Sie Ihr Kind darum niemals allein auf dem Wickeltisch oder anderen erhöhten Flächen liegen und lassen Sie am Wickeltisch immer eine Hand am Kind. Erstickungsgefahr droht durch herumliegende Klein-

Schutz für neugierige Kinderfinger bieten Steckdosensicherungen. teile, die eingeatmet werden können und durch Gegenstände, die beim Schlafen auf das Gesicht des Säuglings gelangen. Je größer der Aktionsradius Ihres Kindes wird, umso wichtiger wird der kindersichere „Umbau“ Ihres Zuhauses. Mit wenigen Handgriffen sind Kindersicherungen an Steck­dosen montiert, Kantenschutzvorrichtungen für Möbel angebracht, Herdgitter, Schubladen-, Fenster- und Schranktürsicherungen sowie Treppen- und eventuell Türschutzgitter installiert. Denken Sie bitte auch daran, für Kinder giftige und gefährliche Subs­ tanzen stets außer Reichweite des Kindes und möglichst verschlossen aufzubewahren. Dies gilt insbesondere für Reinigungsmittel, Medikamente, alkoholische Getränke, Nagellackentferner, Rasierwasser, Lampenöle, Giftpflanzen und Zigaretten sowie Aschenbecher. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passieren, dass ein Kind eine giftige Substanz verschluckt und Vergiftungssymptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Erregungszustände, Halluzinationen, Verwirrtheitszustände, Beschleunigung oder Verlangsamung des Pulses, Blässe, gerötete Haut, Hitzegefühl, Schock, Bewusst­seinstrübung bis Bewusstlosigkeit, Atemnot bis Atemstillstand oder Herz-Kreislaufstillstand) zeigt, zögern Sie nicht, den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu rufen und holen Sie dann Rat bei einer Giftnotrufzentrale ein.

Sicherheit im Garten Kinder – vor allem im Kriech- und Krabbelalter – nehmen bei Ihren Ent­ deckungsreisen gerne Gegenstände in den Mund oder befühlen und zerpflücken sie. So kann es passieren, dass ein Kind mit giftigen Pflanzen in


Sicherheit

Berührung kommt. Eltern, die einen Garten haben, tun deshalb gut da­ran, Giftpflanzen zu kennen und Kinder daran zu hindern, in Kontakt mit ihnen zu kommen. Erkundigen Sie sich vor dem Pflanzenkauf nach möglichen Giftstoffen und greifen Sie lieber zu ungiftigen Pflanzen. Der Verzehr giftiger Pflanzen oder Pflanzenteile kann – je nach Giftigkeit der Pflanze und eingenommener Dosis – Hautrötung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Krämpfe, Lähmung bis hin zur Atemlähmung oder zum Herzstillstand führen. Als giftige oder sehr giftige Pflanzen in Garten und freier Natur gelten unter anderem Alpenveilchen, Aronstab, Bärenklau, Besenginster, Bilsenkraut, Blauregen, Buchsbaum, Christrose, Christuspalme, Efeu, Eibe, Eisenhut, Engelstrompete, Fingerhut, Goldregen, Herbstzeitlose, Herkulesstaude, Kirschl­orbeer, Lupine, Maiglöckchen, Nachtschatten, Oleander, Pfaffenhütchen, Rhododendron, Rizinus, Robinie, Sadebaum, Stechapfel, Tabak, Thuja, Tollkirsche, Tulpe, Wasserschierling, verschiedene Wolfsmilcharten und der Wunderbaum. Wussten Sie, dass auch einige Nutzpflanzen in ungekochtem oder unreifem Zustand giftig sind? Hierzu zählen z.B. die oberirdischen Pflanzenteile der Kartoffel, Blätter, Stängel und unreife (grüne) Früchte der Tomate und alle Arten von rohen Bohnen. Tödliche und lebensgefährliche Pflanzenvergiftungen bei Kindern sind glücklicherweise sehr selten, aber auch „leichte“ Vergiftungen können für Kinder unangenehm und schmerzhaft sein.

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Bei Verdacht auf Vergiftungserscheinungen hilft das Giftinformationszentrum Mainz im 24 Stunden-Dienst an 365 Tagen im Jahr weiter. Hier erhalten Sie Informationen über Giftstoffe, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Gifteinwirkungen aller Art sowie Beratung zur Erkennung und Verhütung von Vergiftungen. Außerdem erstellt das Team Berichte von Unfällen durch Medikamente und Chemikalien und bewertet deren Gefährdungspotential. Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen Langenbeckstraße 1 | 55131 Mainz  06131/19 240 (Notruf)  06131/6377-202 Sekretariat  06131/232 466 Infoline  www.giftinfo.uni-mainz.de | mail@giftinfo.uni-mainz.de Eine weitere Gefahr für Kinder im Garten geht von Planschbecken, Gartenteichen, Regentonnen und anderen mit Wasser gefüllten Behältnissen aus. Das Ertrinken ist eine häufige Ursache der tödlichen Unfälle im Alter zwischen ein und fünf Jahren. Kleine Kinder ertrinken aufgrund ihres Körperschwerpunktes leichter als Erwachsene. Heimtückisch an solchen ­Unfällen ist, dass sie meist lautlos ertrinken und dabei schnell zu Boden sinken, ohne noch einmal auftauchen zu können. Meist passieren diese ­Unfälle, weil Eltern die Gefahren unterschätzen und ihre Kinder unbeaufsichtigt lassen. Dabei ist das Ertrinken keine Frage der Wassertiefe. Ein Kleinkind kann im wenigen Zentimeter flachen Wasser ertrinken, wenn es

Früchte und Blütenstände von Giftpflanzen: Fingerhut (giftig bis sehr giftig; links), M ­ aiglöckchen (gering bis mittelstark giftig; oben links), Eibe (giftig bis sehr giftig; unten links), Eisenhut (sehr giftig; 2. von rechts), Oleander (giftig; oben rechts), Engelstrompete (sehr giftig; unten rechts).


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Sicherheit

mit dem Gesicht hineinfällt. Es verliert dabei die Orientierung und bleibt unter Wasser liegen. Gartenteiche und Schwimmbecken sollten deshalb mit einem für Kinder nicht überwindbaren Zaun gesichert werden, Regentonnen und andere Wasserbehälter sollten gut verschlossen sein. Außerdem muss das Spielen im Planschbecken immer unter Aufsicht geschehen. Betreiben Sie Gartengeräte – insbesondere motorbetriebene – nicht in Kindernähe und räumen Sie diese Hilfsmittel nach Gebrauch immer weg. Auch Astscheren, Handsägen und andere spitze oder scharfe Werkzeuge können Kinder schwer verletzen. Sie gehören nicht in Kinderhände und sollten nicht herumliegen. Dies gilt natürlich ebenfalls für Blumendünger und Pflanzenschutzmittel. Bewahren Sie diese am Besten im verschlossenen Gartenhaus auf und sorgen Sie dafür, dass ihr Kind nicht mit diesen Chemikalien in Berührung kommt. Schaukeln, Wippen, Rutschen und Klettergeräte bereiten Kindern viel Spaß. Damit dieser Spaß lange anhält, sollten Sie beim Kauf eines solchen Spielgerätes auf Nummer Sicher gehen. Das GS-Zeichen garantiert, dass Sicherheitsnormen eingehalten werden. Es darf an Geräten nur angebracht werden, wenn dieses Gerät von einer anerkannten Prüfstelle abgenommen wurde. Für private – ausschließlich eigengenutzte – Spielplätze und Spielgeräte gilt die DIN EN 71. Andere Geräte müssen zwar nicht gefährlich sein, aber die Beurteilung ist für einen Laien schwierig und mit erheblichem Aufwand verbunden. ­Neben der Qualität des eigentlichen Spielgerätes ist die Standfestigkeit desselben für den sicheren Betrieb maßgeblich. So sollten die Spielgeräte fachgerecht aufgebaut und Standpfosten fest im Boden verankert werden.

Sicheres Spielzeug Spielend entwickeln Kinder ihre Fähigkeiten und lernen so die Welt begreifen. Allein in den ersten sechs Lebensjahren spielen sie rund 15.000 Stunden. Eltern stehen oft vor der Aufgabe, aus einem immensen Angebot das richtige Spielzeug für ihr Kind auszuwählen. „Billigspielzeug“, aber auch Produkte von Markenfirmen sind häufig nicht sicher und nicht frei von Schadstoffen. Gefährliche Mängel am Spielzeug sind für Eltern kaum zu erkennen, wenn der Mangel nicht durch scharfe Kanten, spitze Teile oder kleine verschluck­bare Teile offensichtlich ist. Der Schadstoffgehalt in Spielsachen (bleihaltige Lacke und Farben, Formaldehydgasausdünstungen aus Holzkleber, gefährliche Weichmacher in Kunststoffteilen, Nitrosamine in Luftballons und Schadstoffe in Textilien) ist für den Verbraucher nicht ersichtlich. Alle Spielwaren, die hierzulande verkauft werden, müssen zwar der europäischen Spielzeugrichtlinie EN 71 entsprechen und mit dem CE-Zeichen versehen sein, doch dieses CE-Zeichen hilft dem Verbraucher bei der Beurteilung der Qualität eines Spielzeugs kaum weiter: Das CE-Zeichen sagt nichts über Inhaltsstoffe und Schadstoffbelastungen aus – mit dem CE-

Zeichen erklärt der Hersteller lediglich, dass er bei der Produktion der Spielwaren alle Vorschriften eingehalten hat. Eine Kontrolle durch unabhängige Gutachter findet hierbei nicht statt. Bei der Beurteilung von Spielwaren können anerkannte Prüfsiegel helfen, die unbedenkliche Produkte kennzeichnen. Diese von unabhängigen Kontrollstellen ausgestellten Prüfsiegel sind für verantwortungsvolle Eltern eine wertvolle Orientierungshilfe beim Spielzeugkauf: GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit Das GS-Siegel bestätigt, dass der Produzent die Schadstoffund Sicherheitsrichtlinien einhält. Das GS-Siegel können Hersteller bei unabhängigen Prüfstellen (z.B. TÜV) beantragen. Mit dem GS-Zeichen versehenes Spielzeug darf keine scharfen Kanten aufweisen und muss stabil sein. Überprüft wird auch, ob sich bei unsachgemäßer Nutzung Kleinteile lösen können. Direkt neben diesem Siegel muss angegeben werden, welches Prüf­institut das Zeichen vergeben hat. TÜV-Proof-Zeichen Das Siegel mit dem Teddybär wurde vom TÜV Rheinland speziell für Spielzeug entwickelt und legt strengere Maßstäbe an als der Gesetzgeber. Es kennzeichnet schadstoffgeprüfte Produkte, die keine Risiken für die Gesundheit aufweisen. Es gewährleistet Schadstofffreiheit und beinhaltet auch eine Prüfung auf krebserregende Stoffe und auf weitere Schadstoffe: Holzschutzmittel in Holzspielzeug, Weichmacher, Nickel in Metallteilen sowie Azofarbstoffe in Spielzeugen für Kleinkinder. Waschgänge sollten Stofftiere & Co. unbeschadet überstehen und sie müssen aus schwer entflammbarem Material hergestellt sein. spiel gut-Siegel Der Ulmer Verein „spiel gut“ vergibt jährlich an 600 Produkte ein eigenes Siegel. Etwa 40 unabhängige Pädagogen, Psychologen, Techniker, Chemiker, Architekten und Mitglieder anderer Berufsgruppen bewerten und empfehlen Spielzeug, das „die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern positiv beeinflussen kann“. Auf Schadstoffe wird nur gelegentlich untersucht. Jedoch kann nur PVC-freies Spielzeug ausgezeichnet werden. Die Publikationen des Vereins können unter www.spielgut.de bestellt werden. Unsicheres und gefährliches Spielzeug wird im Schnellwarnsystem der EU RAPEX (Rapid Exchange of Information System; Produktwarnungen) unter ec.europa.eu/ rapex aufgelistet (englischsprachig).


Ernährung

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Gesunde Ernährung Von der Milch zum Familientisch Am Anfang ist es noch ganz einfach: Ein Säugling trinkt Milch – nicht mehr und nicht weniger. Und da geht’s auch schon los: Stillen oder Säuglingsnahrung, Brust oder Flasche?

Muttermilch Fest steht: Muttermilch ist die beste Ernährung für den Säugling. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, bis zum Beginn des 6. Lebensmonats voll zu stillen und das Teilstillen, so lange Mutter und Kind es wollen. Gestillt wird nach Bedarf: Zeitpunkt und Dauer bestimmt das Kind. Stillen kann das Risiko für Durchfall, Mittelohrentzündung und für ein späteres Übergewicht beim Kind senken. Auch für die Gesundheit der Mutter bringt es Vorteile: Die Gebärmutter bildet sich nach der Geburt schneller zurück. Außerdem werden Fettreserven durch das Stillen abgebaut und die frühere Figur ist schneller wieder erreicht. Allerdings sollte die Mutter sehr auf eine ausgewogene und ausreichende Ernährung achten und keinesfalls Diät halten: Bei einer schnellen Gewichtsabnahme gelangen vermehrt Schadstoffe in die Milch. Für den Stillerfolg ist neben dem Willen zum Stillen die richtige Information besonders wichtig. Denn obwohl praktisch alle Frauen die körperlichen Voraussetzungen mitbringen, um ein Kind – oder auch Zwillinge – zu stillen, bekommen doch viele von ihnen Zweifel und Probleme. Nur sehr wenige Frauen (unter 5 Prozent) können nicht bzw. nur eingeschränkt stillen. Bei auftretenden Problemen sollte sich die stillende Mutter an eine Stillberaterin oder eine stillerfahrene Hebamme wenden. Die Arbeits­ gemeinschaft Freier Stillgruppen e.V. ( www.afs-stillen.de) und die La Leche Liga Deutschland e.V. ( www.lalecheliga.de) bieten ehrenamtliche Stillberatung und Stillgruppenarbeit an und organisieren Ausbildungen zur Stillberaterin. Hauptziel dieser beiden Selbsthilfe-Organisationen ist die Förderung der Stillkultur in Deutschland und das Verbreiten fundierter Informationen rund ums Thema Stillen. Desweiteren gibt es professionelle Still- und Laktationsberaterinnen, die einen medizinischen Beruf ausüben und eine fundierte Ausbildung im Bereich des Stillens und der Stillberatung haben. Die Beratung ist für die Stillende kostenpflichtig, in vielen Fällen übernimmt aber die Krankenkasse die Kosten dieser Beratung. Hilfestellung bieten auch Stillcafés. Übrigens: In Deutschland stehen jeder Mutter, die während der Stillzeit arbeitet, Stillpausen und weitere Sonderregelungen gesetzlich zu; diese sind im Mutterschutzgesetz aufgeführt (erhältlich beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  www.bmfsfj.de).

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Schutz vor Allergien Jedes dritte Kind kommt mit einem erhöhten Allergierisiko auf die Welt. Wenn Sie als Eltern oder die Geschwister des Säuglings bereits an Heuschnupfen, Neurodermitis, Lebensmittelallergien oder allergischem Asthma leiden, ist Vorsicht geboten. Für betroffene Babys ist es besonders wichtig, bis zum Beginn des 6. Lebensmonats lang voll gestillt zu werden. Nicht oder nicht voll gestillte Babys sollten im ersten Halbjahr ihres Lebens eine sogenannte HA-Nahrung (hypoallergene Nahrung) erhalten, mindestens bis zum Beginn des fünften Monats. Mit Einführung der Beikost kann nach neuesten WHO-Empfehlungen auf eine „normale“ Säuglingsmilchnahrung umgestellt werden. Bei der HANahrung ist das Kuhmilcheiweiß so weit aufgespalten, dass es nicht mehr so stark allergieauslösend wirkt. Der Schutzeffekt der HA-Nahrung wird allerdings oft überschätzt, heißt es in den neuesten WHO-Empfehlungen. Besonders wichtig sei es vielmehr, in Familien mit Allergierisiko eine allergen- und schadstoffarme Umgebung zu schaffen.

Muttermilch enthält alles, was ein Neugeborenes zu einer gesunden Entwicklung braucht. Arteigene Eiweiße, Fette, Milchzucker sowie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind in ausgewogenem Verhältnis enthalten und perfekt dem Verdauungssystem des Babys angepasst. Je nach Alter des Kindes ist Muttermilch unterschiedlich zusammengesetzt, entsprechend den Bedürfnissen des wachsenden Kindes. Eine Reihe wichtiger Schutzstoffe sind in der Muttermilch vorhanden, z.B. Immunglobuline, die körpereigenen Abwehrstoffe. Besonders in der allerersten Milch, dem sogenannten Kolostrum, sind sie in konzentrierter Form enthalten. Diese Immunstoffe sind auf die familiäre Umgebung der Mutter abgestimmt, und die Mutter kann bei Bedarf Antikörper bilden gegen Keime, die auch ihr Kind gefährden, und diese Antikörper durch ihre Milch an das Baby weitergeben. Dadurch sind gestillte Kinder weniger anfällig für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Atemwege und andere infektiöse E­ rkrankungen. Muttermilch ist frisch, keimfrei und immer richtig temperiert. Und solange Mama in der Nähe ist, auch stets verfügbar. Für die Flexibilität der Mutter kann eine Milchpumpe sorgen, die im Baby-Fachgeschäft, in Drogerien oder Apotheken erhältlich ist. Damit lässt sich die Muttermilch abpumpen und später per Fläschchen füttern. Es gibt manuelle oder elektrische Modelle. Da es große Unterschiede zwischen den Milchpumpen gibt – ebenso wie es verschiedene Brustformen bei den Frauen gibt – ist es sinnvoll, sich bei Still­ organisationen, Hebammen oder Müttern mit Erfahrung beraten zu lassen.


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Ernährung

Die hygienische Aufbewahrung von Muttermilch ist natürlich besonders wichtig. Am besten sind für diesen Zweck entworfene verschließbare Gefäße aus Glas oder klarem Hartplastik aus Polycarbonat sowie Einmalbeutel für Muttermilch geeignet. Grundsätzlich sollte Muttermilch so frisch wie möglich verfüttert werden, bei Raumtemperatur sollte sie innerhalb von sechs Stunden verbraucht werden, im Kühlschrank bei 4° bis 6° Celsius hält sie etwa 3 Tage, bei -18° Celsius im Gefrierschrank etwa sechs Monate.

Säuglingsnahrung

Brei-Rezepte Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei 90-100 g Gemüse 40-60 g Kartoffeln 30-45 g Obstsaft/Obstpüree 20-30 g mageres Fleisch 8-10 g Öl (Rapsöl) Das Fleisch klein schneiden, in wenig Wasser weich kochen und pürieren. Das Gemüse und die Kartoffeln putzen, klein schneiden und in wenig Wasser weich kochen und ebenfalls pürieren. Dann Obst zugeben, alles vermischen und das Öl unterrühren.

Milch-Getreide-Brei 200 ml Vollmilch (3,5 % Fett) 20 g Vollkorngetreideflocken 20 g Obstsaft oder Obstpüree Getreide-Obst-Brei 20 g Vollkorngetreideflocken 90 ml Wasser 100 g Obstsaft oder Obstpüree 5 g Fett (Butter oder Rapsöl) Instantflocken mit heißer Milch oder Wasser verrühren, andere Getreide­flocken mit Milch oder Wasser aufkochen. Saft oder Püree und evt. Fett unter den Brei rühren.

Wer nicht stillen kann oder will, für den gibt es eine Fülle an Produkten in Pulverform, die mit der Flasche gefüttert werden. Zu welchem Produkt man greift, bleibt den persönlichen Vorlieben überlassen – nur selbst herstellen sollte man die Nahrung nicht. Der Grund: Babys gedeihen mit selbst hergestellter Milchnahrung nicht so gut. Man sollte, wie beim Stillen auch, die Flasche nach Bedarf füttern, also dann, wenn das Kind Hunger hat und sich deswegen bemerkbar macht. Besonders wichtig ist es dabei, dass Sie sich bei der Zubereitung der Milch genau an die Anweisungen des Herstellers halten, damit das Baby die Milch auch gut verträgt und sie leicht verdauen kann. Die künstlich hergestellte Babynahrung ist zwar von ihrer Zusammensetzung her nicht identisch mit der Muttermilch, sie ist dieser aber weitgehend angepasst und enthält außer den Immunstoffen alle Nährstoffe, die ein Baby braucht. Am Anfang, wenn das Baby noch sehr klein ist, sollte man mit der Erstlingsmilch beginnen, die der Muttermilch am ähnlichsten ist. Wenn das Baby etwas größer ist, eignet sich eine Folgemilch, die mehr Kohlen­hydrate enthält und dadurch mehr sättigt. Zu den Anfangsnahrungen zählen Produkte mit dem Zusatz „Pre“, die als Kohlenhydrat wie die Muttermilch ausschließlich Milchzucker enthält und nach Bedarf gefüttert werden kann. Im Gegensatz dazu enthält Milchnahrung mit dem Zusatz „1“ zusätzlich Stärke und manchmal auch überflüssige Zucker. Analog dazu gibt es für allergiegefährdete Säuglinge die Produkte mit den Zusätzen „HA Pre“, „Pre HA“ oder „HA 1“. Anfangsnahrung kann dem Baby das ganze erste Lebensjahr hindurch gegeben werden. Folgemilch mit den Zusätzen „2“ oder „3“ bzw. „HA 2“ entsprechen in ihrer Zusammensetzung weniger der Muttermilch, sondern mehr der Kuhmilch. Deshalb sind sie eher für ältere Babys neben der Beikost geeignet. Notwendig ist Folgemilch allerdings nicht. Gemäß WHO-Empfehlung kann ab dem Ende des 1. Lebensjahres mit der Einführung von Kuhmilch begonnen werden. Ebenso sind „Trinkmahlzeiten“, „Trink-Breis“ oder „Gute-Nacht-Fläschchen“ nicht empfehlenswert. Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) warnt sogar, dass solche Milch-Getreide-Fläschchen unverantwortlich seien und die Gesundheit


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gefährden würden. Sie entsprächen nicht der europäischen Gesetzgebung zu Säuglings- und Folgenahrungen. Denn die europäische Säuglingsnahrungsrichtlinie legt fest, dass zur Flaschenfütterung von Säuglingen und Kleinkindern geeignete Produkte eine Energiedichte von 60 bis 70 Kalorien pro 100 Milliliter aufweisen müssen. Der Energiegehalt der Mehrzahl dieser Produkte liegt hingegen bei 80 bis 110 Kalorien pro 100 Milliliter. Die hohe Energiedichte dieser Trinknahrungen sei laut der DGKJ bei gesunden, nicht unterernährten Kindern gänzlich ungeeignet. Es bestehe bei einem regelmäßigen Verzehr ein erhöhtes Risiko für Überfütterung, übermäßige Gewichtszunahme im Säuglings- und Kleinkindalter und späteres massives Übergewicht. Unter  www.dgkj.de gibt es eine Auflistung von mehr als 20 Beikostprodukten zur Flaschenfütterung mit ihrem jeweiligen Energiegehalt. Im Normalfall ist es unnötig, neben der Mutter- oder Säuglingsmilch ­etwas anderes zu geben. Lediglich an sehr heißen Tagen oder wenn das Baby eine fiebrige Erkrankung hat, kann ein zuckerfreies Getränk, am bes­ ten abgekochtes Wasser, helfen, den Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Beikoststart Irgendwann kommt der Moment im Leben eines Säuglings, wo Milch allein nicht mehr ausreicht, um das Baby mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. Dann muss „Handfestes“ her. Die WHO empfiehlt heute die Einführung der Beikost ab dem 7. Lebensmonat. Bereichern Sie den Speiseplan Ihres Sprösslings, indem Sie nach und nach eine Milchmahlzeit

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Leckeres Obst ist immer eine gesunde Zwischenmahlzeit. durch Brei ersetzen. Generell ist das Verdauungssystem des Säuglings vor dem vollendeten fünften Lebensmonat noch nicht ausreichend ausgereift für die Fütterung von Beikost. Die Frage nach dem „richtigen“ Zeitpunkt für die Einführung der Beikost kann übrigens so pauschal nicht beantwortet werden. Jedes Baby hat nunmal sein eigenes Entwicklungstempo. Anzeichen können sein, dass der Nachwuchs ein reges Interesse an fester

Leckermäulchen aufgepasst Ernähren Sie Ihr Kind möglichst zuckerarm, um seinen unverdorbenen Geschmackssinn so lange wie möglich zu bewahren. Denn ein Kind, das nicht an Zucker gewöhnt ist, knabbert später auch gerne mal eine Karotte oder einen Apfel – die gesündere Mahlzeit für Gewicht, Zähne und Organismus. Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten wie Schokolade und Gummibärchen enthalten, genauso schädlich sind versteckte Zu­cker, wie sie in Marmelade, Müsli, Cornflakes, in zahlreichen Getränken wie Instant-Tees, Limonaden und Kakaopulver, Ketchup, Fruchtjogurts, Fertiggerichten und Bonbons zu finden sind.

Zucker in Lebensmitteln versteckt sich oft hinter folgenden Bezeichnungen: Saccharose, Glucose, Fructose, Glucosesirup, Maltodextrin, Maltose, Lactose, Invertzucker. Faustregel: Alles, was mit der Silbe „-ose“ endet, ist Zucker. Und alle Zucker liefern etwa die gleiche Menge an Kalorien, sie sind schädlich für die Zähne, weil sie von den Mundbakterien zu ätzenden Säuren umgebaut werden. Übrigens: Auch Honig besteht zu 80  Prozent aus Zucker – und sollte wegen der Gefahr des Säuglings-Botulismus im ersten Lebensjahr nicht verabreicht werden. Dicksäfte sind keine sinnvolle Alternative, denn diese sind extrem fruchtzuckerreich.

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind zwar kalorienfrei, sie geben dem Körper jedoch auch nicht die Befriedigung des Süßhungers – während „echte“ Süßspeisen die Bildung von Serotonin, dem Botenstoff für das Wohlbefinden im Gehirn anregen, können Süßstoffe das nicht. Im Gegenteil – sie wirken sogar appetitanregend. Und einige haben einen unangenehmen Nachgeschmack. Aber: Wer sich jegliche Süßigkeit versagt, bekommt schnell Heißhunger auf Schokolade & Co – das gilt auch für Ihr Kind. Ab und zu naschen ist durchaus erlaubt. Am besten natürlich zahnfreundliche Süßigkeiten, die mit dem kleinen Zahnmännchen (ein Zahn mit Schirm) gekennzeichnet sind.


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Ernährung

Nahrung zeigt, interessiert beobachtet, wie andere mit Essen hantieren und alles in den Mund steckt, was er erwischt. Die natürliche Neugier können Eltern nutzen und die ersten Löffelversuche starten. Übrigens: Brei sollte grundsätzlich mit dem Löffel gefüttert werden und nicht in die Flasche gefüllt werden. Die Verdauung beginnt schließlich mit dem Einspeicheln der Nahrung im Mund, was beim Füttern mit der Flasche nicht mehr gegeben ist. Erfahrungsgemäß ist es günstig, zunächst die Mittagsmahlzeit durch Brei zu ersetzen. Dann ist das Baby nicht müde, es sollte auch nicht übermäßig hungrig sein. Der Brei sollte fein püriert sein, lauwarm, der Löffel (am bes­ten aus Kunststoff), sollte keine scharfen Kanten haben. Und dann kann’s losgehen. Übrigens: Auch die Hebamme oder der Arzt sind im Zweifelsfall oder bei Fragen rund um die Beikost eine gute Anlaufstelle.

Wasser löscht am besten den Durst.

Und was kommt nun auf den Löffel? Einfache Empfehlung: Alles, was dem Baby schmeckt. Wurde früher noch häufig vor allergenreichen Nahrungsmitteln wie Milcheiweiß, Eier oder Fisch gewarnt, hat man heute ­erkannt, dass das Meiden oder spätere Einführen derartiger Lebensmittel keinen Schutz vor Allergien bietet. Im Gegenteil: eine frühe Vielfalt in der ­Ernährung erhöht die Bereitschaft der Kinder, später auch neue und bis ­dahin unbekannte Lebensmittel zu akzeptieren. Auch aus diesem Grund sollen Eltern ermutigt werden, für ihr Baby selbst zu kochen. Viele Babys mögen Karottenpüree, da es etwas süßlich schmeckt und meist gut vertragen wird. Bei manchen Babys führen Karotten allerdings zu Verstopfung. Gut geeignet sind Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli, Pastinaken und Kürbis. Wichtig ist, immer erst ein neues Nahrungsmittel einführen und dieses einige Tage lang testen. Auch bei der Menge ist Geduld gefragt. Die meisten Babys starten mit wenigen Löffelchen in ihr Beikost-Leben, stillen den größten Hunger aber immer noch über die anschließende Stillmahlzeit oder die Milchflasche. Erst wenn das Essen vom Löffel besser klappt – die neue Technik muss trainiert werden – wird sich auch die Menge erhöhen, bis die Mahlzeit komplett aus Brei besteht. Wird die erste Gemüsesorte gut vertragen, können die Eltern nach und nach Kartoffeln, Öl, Fleisch und Obstsaft dazumischen. Wenn der kleine Beikoststarter eine Menge von rund 150 bis 200 Gramm zu sich nimmt, braucht er keine Milch mehr hinterher. Im Handel ist eine riesige Auswahl an Gläschen mit Babynahrung verschiedenster Hersteller erhältlich – ein Blick auf die Zutatenliste kann helfen, das Richtige zu erwischen. Denn: Die ersten Breimahlzeiten sollten möglichst wenige Zutaten enthalten. Salz, Zucker und andere Zusätze sind unnötig. Allerdings sollte auch auf die Menge der Zutaten geachtet werden – häufig ist in Gemüse-Fleisch-Breis der Fleisch- und Ölanteil nur gering. Besonders letzteres muss dann ergänzt werden, da die wichtigen fettlöslichen Vitamine aus dem Gemüse sonst nicht aufgenommen werden können. Wird der Brei selbst gekocht, sollten die Produkte aus biologischem Anbau stammen. Bewährt hat es sich, eine größere Menge Brei vorzukochen und portionsweise (beispielsweise in Eiswürfelformen) einzufrieren. Gerade am Anfang hat man so die kleinen Mengen verfügbar, die b ­ enötigt werden. Fleisch ist in der Babynahrung wichtig, da es wertvolles Eisen und Vitamine enthält. Vitamin-C-reicher Obstsaft macht das Eisen für den Körper erst verfügbar. Mit der Einführung fester Nahrung muss den Kleinen mehr Flüssigkeit angeboten werden. Geben Sie zu den Mahlzeiten und auch zwischendurch ein zuckerfreies Getränk, am besten Wasser. Hat das Baby seine Mittagsmahlzeit mit dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ersetzt, kann der Speiseplan um einen Milch-Getreide-Brei am Abend ergänzt werden. Dies sollte erst ab dem 6. bis 8. Lebensmonat geschehen. Ab dem 7. bis 9. Lebensmonat steht der dritte Brei als Getreide-Obst-Brei auf dem Speiseplan.


Ernährung

Am Familientisch Ab dem 10. Lebensmonat kann das Baby am Familientisch mitessen. ­Natürlich muss dann zurückhaltend gewürzt werden. Die Speisen müssen nun nicht mehr ganz fein püriert werden, denn die Zähne wollen das Kauen trainieren. Brot ohne Rinde, weiches Obst ohne Schale und weich gekochtes Gemüse können gut mit den Fingern genommen und in den Mund gesteckt werden. Drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten – bestehend aus Obst oder einem Getreideprodukt wie Brot oder Müsli – sind jetzt ausreichend. Zwischendurch muss das Baby natürlich auch trinken – am besten Wasser oder ein zuckerfreies Getränk aus dem Becher. Wichtig: Wenn Kinder ausgewogen ernährt werden und sich viel bewegen, ist das die Basis für eine gesunde körperliche und geistige Entwi­cklung.

Ein Wort zum Wasser Es ist das wichtigste Lebensmittel: Wasser. Auch in die Trinkflasche kommt am besten nur reines Wasser – nur welches ist denn überhaupt geeignet? Die Qualität des Trinkwassers unterliegt gesetzlichen Vorgaben. Welche Inhaltsstoffe sich darin befinden dürfen, regelt die Trinkwasserverordnung. Die Wasserversorgung wird durch die Wasserversorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (WLW) sichergestellt. Das Wassernetz wird von der ESWE Versorgungs AG betrieben. Das Trinkwasser hat höchste Qualität, Proben und Kontrollen stellen dies sicher. Es stammt zu 40 Prozent aus dem Hessischen Ried und zu jeweils 30 Prozent aus den Wiesbadener Taunusstollen sowie dem Schiersteiner Wasserwerk. Ein zertifiziertes Wasserlabor sorgt dafür, dass im Trinkwasser nichts ist, was nicht hinein gehört. Dazu werden jedes Jahr Tausende von Proben genommen, die unterschiedliche analytische Kontrollen durchlaufen. Weitere Informationen über die Trinkwasserqualität erhalten Sie bei unter der Rufnummer  0611/7803417 und unter  www.wlw-wiesbaden.de. Für die Verwendung von Trinkwasser für Säuglinge sollte das Wasser auf jeden Fall abgekocht werden. Nicht abgekochtes Leitungswasser kann Mikroorganismen oder Bakterien enthalten. Auch Blei- und Kupferrückstände aus den Leitungen sind nicht auszuschließen. Wer genau wissen möchte, ob und wieviel Blei sich im Trinkwasser findet, kann den Gehalt von Laboren messen lassen. Für die Zubereitung von Säuglings- und Kleinkindernahrung sollten Sie keinesfalls Wasser verwenden, das durch Bleirohre geflossen ist. Ein erhöhter Bleigehalt beeinträchtigt die Blutbildung und Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern. Besonders empfindlich auf Blei reagiert das sich entwickelnde kindliche Nervensystem. Sie können auch Mineralwasser verwenden – auf dem Etikett sollte der Zusatz vermerkt sein „Geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung“, dann ist garantiert, dass die gesetzlich festgelegten Höchstwerte für bestimmte Inhaltsstoffe nicht überschritten sind.

Hmmm, das schmeckt!

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Alltag mit Kindern

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Vom säugling zum Vorschulkind Der Alltag mit Nachwuchs ist abwechslungsreich Das kleine Wunder Mensch in seiner Hilflosigkeit erobert das Herz seiner Eltern und seines gesamten Umfeldes im Nu. Unmittelbar nach der Geburt ist das Leben des Säuglings vom Wachsen, Schlafen und Trinken bestimmt. Doch schon nach kurzer Zeit beginnt die rasante Entwicklung der ersten Lebensjahre, in denen der kleine Mensch so vieles lernt, dass für die meis­ ten Eltern die Zeit wie im Flug zu vergehen scheint. Immer wieder staunen sie, was ihr Nachwuchs zu leisten vermag – eine Zeit voller u ­ nvergesslicher Momente.

Meilensteine im ersten Lebensjahr Von Anfang an haben Neugeborene ihre Eltern erstaunlich gut im Griff. Alle Sinne des Babys sind hellwach. Vom ersten Tag an erlebt es rasante Entwicklungsschritte, der Organismus wächst in Rekordzeit, ebenso die geistigen Fähigkeiten. In den ersten drei Lebensmonaten ist bei den meis­ ten Babys noch „Ankommen in der Welt“ angesagt. Mit etwa drei Monaten hebt das Baby in der Bauchlage immer öfter kurz den Kopf, es lächelt zunehmend bewusst, lacht sogar schon laut. Es beginnt, nach Gegenständen zu greifen und schaut nach Geräuschquellen. Einige Babys beginnen sogar schon, sich vom Rücken auf den Bauch und zurück zu drehen. Mit etwa sechs Monaten verfolgt es aufmerksam Gegenstände, die sich bewegen, es greift nach Dingen und gibt sie von einer in die andere Hand. Auch die Füße werden nun zum Spielzeug. Einige Babys können bereits mit etwas Hilfe sitzen. Kleine „Gespräche“ sind nun auch möglich, das Baby reagiert mit Lächeln oder Gebrabbel auf Ansprache. Mit etwa neun Monaten kann das Baby sitzen und hält sein Gleichgewicht immer besser. Auch Krabbeln oder Robben wird eifrig geübt. Routineabläufe geben dem kleinen Entdecker Sicherheit. Vielfach taucht im ­Gebrabbel jetzt die richtige Verwendung der Wörter „Mama“ und „Papa“ auf. Die Gegenstände, die es greifen kann, werden immer kleiner. Mit etwa zwölf Monaten versucht es sich zum Stehen hochzuziehen und wagt vielleicht sogar schon die ersten Schritte. „Ja“ und „Nein“ versteht es nun schon recht gut. Beim Greifen kommt der so genannte Pinzettengriff mit Daumen und Zeigefinger zum Einsatz. Gegenstände werden so hin- und hergeräumt. Übrigens: Jedes Baby ist anders und ganz einzigartig. Und so entwickelt sich auch jedes Kind anders. Dank der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen werden Fehlentwicklungen hierzulande meist frühzeitig erkannt. Grund zur Sorge, wenn Ihr kleiner Liebling sich mit einigen Fähigkeiten mehr Zeit lässt, ist also in den seltensten Fällen gegeben.

Meilensteine im zweiten Lebensjahr So lebendig und aufregend die Entwicklung im ersten Lebensjahr war, so geht sie weiter. Das Baby wird langsam zum Kleinkind. Der Drang, Neues zu erlernen, ist unbändig. Es beginnt, die Welt auf zwei Beinen zu erkunden, es hat einen eigenen Willen, eigene Wünsche und eigene Bedürfnisse – und will diese auch durchsetzen. Den Entdeckergeist zu unterstützen und für eine sichere Umgebung mit vielen Anregungen zu sorgen, das ist nun Aufgabe der Eltern. Zuweilen müssen sie den kleinen Welt-Eroberer aber auch bremsen. Auf der Straße oder im Supermarkt müssen die Kleinen lernen, dass es wichtige Regeln gibt, die befolgt werden müssen – und das ist manchmal gar nicht so einfach. Die Sprachentwicklung schreitet rasant voran. Die meisten Babys fangen mit etwa zwölf Monaten an, erste Worte zu sprechen. Mit rund zwei Jahren verfügen die Kleinen bereits über einen Wortschatz mit mindestens 50 Wörtern, viele Kinder beherrschen schon 200 bis 300 Wörter. Das Spielen ist die kreativste Form des Lernens. Und die Kleinen sind enorm kreativ – schon kleine Steine und Blätter oder einfache Haushaltsgegenstände beschäftigen sie für längere Zeit. Zwischen 18 und 24 Monaten setzt die so genannte Selbstwahrnehmung ein. Jetzt beginnt das Kind, sich selbst und andere Menschen als eigenständige Personen wahrzunehmen. Gegen ­Ende des zweiten Lebensjahres entdeckt Ihr Kind seinen eigenen Willen – die Trotzphase ist ganz natürlich und sehr wichtig für die Ich-Entwicklung.

Meilensteine im dritten bis fünften Lebensjahr Nach dem zweiten Geburtstag ist sie nicht mehr zu stoppen: Ihre kleine Quasselstrippe hat jetzt große Freude am Sprechen und am Experimentieren mit Wörtern. Aus schlichten Ein-Wort-Sätzen werden Zwei-Wort-Sätze. Auch grammatikalisch entwickelt sich das Sprachvermögen rasant. Ab dem dritten Lebensjahr werden die Sätze immer komplexer und die Aussagen umfangreicher. Um seinen dritten Geburtstag herum kennt Ihr Kind schon die Bedeutung von über tausend Wörtern. Im dritten Lebensjahr verfeinert Ihr Kind seine motorischen Fähigkeiten weiter. Zusätzlich entwickelt es immer mehr seine Selbstständigkeit – eine Zeit, in der es immer wieder hin- und hergerissen ist zwischen dem Wunsch nach Unabhängigkeit und dem Sehnen nach Liebe und Schutz. Wutanfälle und heftige Gefühlsschwankungen sind übrigens in diesem Alter völlig normal. Im dritten ­Lebensjahr spielen die Kinder oft noch alleine für sich, mit zunehmendem Alter interessieren sie sich immer mehr fürs gemeinsame Spielen mit anderen Kindern, Rollenspiele sind häufig beliebt. Die meisten Kinder beginnen im dritten Lebensjahr mit dem Sauberwerden. Vor dem 18. Lebensmonat sind übrigens die Voraussetzungen für das Sauberwerden noch nicht gegeben. Wichtig dafür ist die Fähigkeit, willentlich einen bestimmten Muskel zu betätigen. Bis dahin funktioniert die


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Alltag mit Kindern

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Und wieder ein Jahr älter Wie der Geburtstag zu einem besonderen Tag wird

Die Sprachentwicklung schreitet im zweiten Lebensjahr rasant voran. Da sind sogar schon erste Telefonate möglich ... Verdauung über eine Art Reflex, der nicht zu steuern ist. Sauberwerden ist ein Lernprozess. Es wird viele Misserfolge und Rückschläge geben. Haben Sie Geduld. Ein weiterer Meilenstein im Leben der Kleinen ist sicher der Kindergartenstart, der bisher meist mit drei Jahren erfolgte. Im 4. Lebensjahr werden alle Fähigkeiten trainiert und weiterentwickelt. Zum Beispiel vergrößert sich nicht nur der Wortschatz zusehends, sondern auch die Qualität der Inhalte des Gesprochenen entwickelt sich. Nun beginnt auch die Phase der „Warum“-Fragen: Die Kleinen möchten wissen, wie die Welt funktioniert. Kinder im vierten und fünften Lebensjahr sind unermüdlich: Sie testen ihre körperlichen Fähigkeiten aus. Kraft, Beweglichkeit und Koordination werden so trainiert. Ebenso erweitern sich die sozialen Fähigkeiten im Spiel mit anderen Kindern zusehends.

Meilensteine im sechsten Lebensjahr Im sechsten Lebensjahr verabschiedet sich der Nachwuchs langsam aber sicher vom Kleinkinddasein. Das Sprechen fällt nun nicht mehr schwer, alle Laute können gesprochen werden, die Grammatik kommt meist fehlerfrei zur Anwendung. Der Schulstart steht unmittelbar bevor – auch das ist wieder ein tiefgreifender Einschnitt in das Leben des Kindes. Und es ist die Zeit, in der der Nachwuchs immer selbstständiger wird – höchste Zeit also für die Verkehrserziehung. Wichtig ist spätestens jetzt auch die Einführung fester Schlafenszeiten – in der Schule können die Kinder nicht einfach mal fünf Minuten zu spät kommen wie vielleicht noch im Kindergarten. Auch die Motorik ist in diesem Alter schon recht ausgefeilt: Fahrrad fahren, auf einem Bein stehen, Purzelbaum und Kopfstand – alles kein Problem. Auch die Muskeln an der Hand sind jetzt soweit entwickelt, dass die körperlichen Voraussetzungen zum Schreibenlernen gegeben sind.

Die Kleinen freuen sich das ganze Jahr über auf diesen einen, ganz besonderen Tag: ihren Geburtstag. Endlich ein Jahr älter! Geschenke, Kuchen mit Kerzen und eine große Feier mit den besten Freunden – der perfekte Tag. Für die Eltern ist der erste Geburtstag vielleicht der bedeutendste: Im Rückblick hat sich das Baby vom hilflosen Säugling hin zum eigenständigen Wesen an der Schwelle zum Kleinkind entwickelt. Gerne lässt man dieses Jahr nochmals Revue passieren, erinnert sich an die Meilensteine und die vielen kleinen Begebenheiten. Für Ihr Kind ist es eigentlich herzlich egal, was da gefeiert wird. Nur dass gefeiert wird, merkt es natürlich. Und es freut sich über die Feststimmung, über die Zuwendung und vielleicht auch über ein neues Spielzeug. Wichtig ist, das Kleine nicht zu überfordern – viele Besucher, viele Geschenke, viel Kuchen, viel Aufregung, das kann schnell auch zuviel werden. Etwas Ideenreichtum ist dann ab dem zweiten Geburtstag gefragt. Inzwischen gibt es sicher den einen oder anderen kleinen Freund, der gerne mitfeiern möchte. Zwar ist der Begriff „Geburtstag“ für das Kind noch abstrakt, dennoch merkt es, dass da ein ganz besonderes Ereignis vor der Tür steht. Und es freut sich natürlich über eine kleine Party. Viele Spiele müssen Sie dabei nicht vorbereiten. Auch beim Essensangebot greifen Sie auf das zurück, was die Mädchen und Jungen auch sonst gerne essen. Wichtig bei allem: Nicht zu viel planen und die Zeit des Feierns nicht zu lang ansetzen. Je älter das Kind wird, desto abwechslungsreicher werden die Kindergeburtstage gestaltet. Mottopartys erfreuen sich großer Beliebtheit, denn beim Verkleiden und bei lustig benannten Leckereien fühlen sich die Gäs­ te schnell wie Ritter, Prinzessin oder Pirat. Solche Geburtstagsfeste bleiben den Kindern lange im Gedächtnis. Für Spaß und Abwechslung sorgen Geburtstagsspiele. Man muss gar nicht zu viele Spiele vorbereiten – auch beim Geburtstag gilt: weniger ist mehr. Die Regeln der Spiele sollten einfach sein, damit sie jeder schnell versteht und keine Missverständnisse aufkommen. Die meisten Kinder freuen sich, wenn sie kleine Preise gewinnen können – es sollte aber niemand leer ausgehen. Beliebt ist bei den Geburtstagskindern und ihren Gästen ab drei Jahren die Schnitzeljagd (durch Wohnung oder Garten), gemeinsames Malen, Bewegungsspiele oder auch Klassiker wie Blinde Kuh, Hänschen piep einmal und Topfschlagen, die die Eltern vielfach noch aus ihrer eigenen Kinderzeit kennen. Wichtig ist, Spiele zu veranstalten, an denen alle kleinen Gäste teilnehmen können. Aktionsreiche und ruhigere Spiele können sich dabei abwechseln.


Alltag mit Kindern

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Spielen, lernen, Spass haben Viele Förderangebote für Babys und Kleinkinder PEKiP, Babymassage, Englisch für Kindergartenkinder, Ballett, Kinderkonzerte, und und und – die Liste der Förderangebote für Babys und Kleinkinder lässt sich beliebig fortsetzen. Langeweile kommt nicht auf, eher die Gefahr von Freizeitstress, wenn Sie zu viele Angebote wahrnehmen möchten und die ganze Woche verplant ist. Doch was ist das Richtige für mich und meinen kleinen Liebling? Diese Frage stellen sich viele Mütter und Väter.

Angebote für Babys und Kleinkinder PEKiP: PEKiP ist ein handlungs- und situationsorientiertes Konzept der ­Familienbildung. Eine PEKiP-Gruppe besteht aus sechs bis acht Erwachsenen und deren möglichst gleichaltrigen Babys, sie beginnt ab der vierten bis sechsten Lebenswoche der Babys und erstreckt sich über das erste Lebensjahr. Die Babys sind ­nackt, der Raum gut geheizt. Die Gruppenleiterin zeigt Anregungen, die dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechen. Das Prager-Eltern-Kind-Programm wurde in den 70er Jahren als sozialpädagogische Methode entwickelt. Kurse in Ihrer Nähe finden Sie über  www.pekip.de. Babymassage: Nähe spüren, mit sanften Bewegungen Sicherheit und Geborgenheit geben – Massagen tun auch Babys gut. Babymassagen sind Streicheleinheiten für Körper und Seele. Atmung, Durchblutung, Kreislauf und Stoffwechsel werden angeregt, die Verdauungsorgane positiv beeinflusst. Die Kurse werden bereits für wenige Wochen alte Säuglinge angeboten. Erlernbar ist Babymassage bei Hebammen sowie in Geburtskliniken. Babymassage nach Leboyer: Nach Leboyer werden einzelne Körperteile in einer bestimmten Reihenfolge sanft massiert. Die Massage endet mit Yogaübungen. Diese Praktik fördert nicht nur das seelische Wohlbefinden des Kindes durch das Geben von Geborgenheit, sondern auch die körperliche Gesundheit durch eine verbesserte Durchblutung sowie Lockerung der Muskulatur. Auch das Immunsystem und der Kreislauf werden gestärkt. Eltern-Kind-Gruppen: Spielen, Kontakt zu Gleichaltrigen aufnehmen, beobachten, Liedern zuhören und die ungeteilte Aufmerksamkeit von Mama oder Papa genießen, die sich in diesem Umfeld auch prima mit Gleichgesinnten austauschen können – hier können die Kleinen allerhand lernen. Aber: So vielfältig wie die Zahl der Anbieter von Eltern-Kind-Gruppen sind auch ihre Strukturen. Ob speziell geschulte Kursleiterinnen bei den Treffen dabei sind oder diese eher im privaten Rahmen stattfinden, ob pädagogische Konzepte

Turnen, Fußballspielen, Judo, Eishockey – die Liste der sportlichen Möglichkeiten in den örtlichen Vereinen ist lang. zugrunde liegen oder das freie Spiel im Mittelpunkt steht – Mütter und Väter werden in allen Teilen Wiesbadens fündig. Übrigens können hier die Zwerge schon erste kleine Freundschaften schließen, Teilen lernen und erstes Loslösen von der Mutter einüben. Kirchliche und freie Träger bieten diese auch Krabbel-, Spielgruppen oder Babytreffs genannten regelmäßigen Termine an. Eltern-Kind-Turnen: Im zweiten und dritten Lebensjahr können die Kleinen beim Eltern-Kind-Turnen viele Bewegungsabläufe üben, sie können klettern, rennen und springen trainieren sowie den Gleichgewichtssinn und die Körperkoordination schulen. Mama und Papa sind immer mit dabei, geben Hilfestellung, aber auch emotionale Sicherheit durch ihre Anwesenheit. Zahlreihe Sportvereine bieten regelmäßig Eltern-Kind-Turnkurse an. Tanzen/Ballett: Musik macht den meisten Mädchen und Buben Spaß. Rhythmusgefühl und Kreativität fördern – kaum eine andere Sportart kann das so wie das Tanzen. In der Altersgruppe von drei bis sechs Jahren werden die Kinder mit altersgerechter Musik an die Bewegung herangeführt, erlernen kleine Choreografien. Körperbeherrschung, Koordinationsfähigkeit und Musikalität werden ebenso im Ballett gefördert. Kindertanz oder Ballett werden von Sport- oder Karnevalsvereinen sowie Tanz-, Musik- oder Ballettschulen angeboten.


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Alltag mit Kindern

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Mit Kindern an der frischen Luft GREENLETICS – Kinderturnen im Freien GREENLETICS ist der einzige Fitnessanbieter in Wiesbaden, der seine Mitglieder das ganze Jahr über draußen trainiert. Angeboten wird unter anderem der Kurs Moving Kids – ein Bewegungsangebot für Kinder im Freien. Hierzu haben wir Tatjana Körner, Gründerin von GREENLETICS und Fachtrainerin für gesundheitsorientierte Fitness, einige Fragen gestellt:

Frau Körner, wie sind Sie auf die Idee gekommen, speziell Fitnesskurse für draußen anzubieten? Es gibt nichts Besseres für das Immunsystem, als bei jedem Wetter raus zu gehen. Gerade unseren Kindern können wir so eine gute Basis schaffen und sie vor ständigem Kranksein schützen. Darum findet das Kinderturnen bei uns auch draußen statt – auch bei Regen! Gleichzeitig ist jedem bekannt, dass regelmäßige Bewegung für eine gesunde Entwicklung sehr wichtig ist. Beim Kinderturnen wird die körperliche Entwicklung gefördert, was sich langfristig auch auf die psychische Entwicklung positiv auswirkt. Es stärkt beispielsweise das Selbstvertrauen und fördert einen gesunden Schlaf. Zudem wird das Sozialverhalten positiv beeinflusst und Übergewicht vorgebeugt.

Was erwartet mein Kind beim Outdoor-Kinderturnen? Wir bieten Kurse in drei Altersklassen an: 2- bis 3-Jährige, 3- bis 5-Jährige und 6- bis 12-Jährige. Eine Einheit Moving Kids dauert 45 Minuten. Im Vorfeld wird eine Einheit mit einem altersklassenabhängigen Themenschwerpunkt geplant und die Kinder werden von der Kursleitung durch

die Stunde geführt. In jeder Stunde gibt es nach einem Begrüßungsritual einen Parcours zum Balancieren, Klettern, Krabbeln oder Springen; Wurfoder Fangspiele und eine kleine Naturerfahrung (z. B. Kastanien sammeln und sie anschließend für ein Wurfspiel nutzen etc.). Inhaltlich liegt der Fokus der Kurseinheiten auf folgenden Aspekten: Förderung der Gesamtkoordination, Entwicklung der feinmotorischen Geschicklichkeit, Verbesserung der konditionellen Fähigkeiten (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit), Vorbeugung von Unfällen durch Verbesserung der motorischen Fähigkeiten, Stärkung des Immunsystems und Bezug zur Natur.

Was müssen Eltern für ihre Kinder mitbringen? Die Kinder benötigen für den Kurs ausschließlich bequeme Kleidung, in der sie sich gut bewegen können. Das muss keine Sportkleidung sein. Je nach Wetter eignet sich wasser- und/oder winddichte Kleidung, eine kleine Flasche Wasser und gegebenenfalls einen Snack für danach. Und keine Sorge, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Outdoorsport das Richtige für Ihr Kind ist: Sie können bei uns jederzeit eine Schnupperstunde online buchen.

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Alltag mit Kindern

Babyschwimmen: Spaß im Wasser und die Förderung der Bewegung stehen im Vordergrund beim Babyschwimmen. Die Eltern sind immer dabei und erlernen vor Ort wichtige und vor allem sichere Griffe und Haltetechniken. Durch das gemeinsame Erleben und den intensiven Körperkontakt wird die innige Beziehung zwischen Baby und Eltern gefördert. Babyschwimmen hat somit für die Entwicklung aller Bewegungen eine herausragende Bedeutung. Schwimmkurse für Babys und Kleinkinder bieten in Wiesbaden u.a. Schwimmschulen, das St. Josefs-Hospital, Hebammen, das Thermalbad Aukammtal oder das Hallenbad Kleinfeldchen an.

Überlebenswichtig: Schwimmen lernen Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache. Allein 2017 ertranken mindestens 14 Kinder im Grund- und Vorschulalter. Das traurige Ergebnis hängt laut Deutscher Lebens-RettungsGesellschaft (DLRG) eindeutig mit dem heißen Sommerwetter zusammen – dies ist die Schattenseite eines schönen Sommers. Die Experten nehmen an, dass Eltern vor allem zu Hause zu wenig aufpassen und beispielsweise Gartenteiche als Gefahr unterschätzen – ein fataler Irrtum. Denn: Kinder unter drei Jahren haben noch keinen Orientierungssinn im Wasser. Das heißt, wenn sie mit dem Kopf untergetaucht sind, finden sie oft nicht mehr an die Oberfläche und können so selbst in flachem Wasser ertrinken. Am und im Wasser müssen Kinder immer lückenlos beaufsichtigt werden! Kinder sollten unter Aufsicht ihrer Eltern möglichst früh Erfahrungen am und im Wasser sammeln, damit sie lernen sich sicher zu verhalten. Babyschwimmen ist beliebt, fördert aber nicht die Fähigkeit zu Schwimmen. Für Kinder ab etwa drei Jahren stehen so genannte Wassergewöhnungskurse zur Verfügung, die kleine Angsthasen ganz spielerisch und mit viel Spaß an das Element Wasser heranführen. Dabei wird auch schonmal das Luftanhalten beim Untertauchen geübt. Ab etwa vier Jahren können sich Kinder kurze Zeit mit Wassertreten über Wasser halten, ab zirka fünf Jahren können sie die richtige Schwimmtechnik erlernen, häufig klappt beispielsweise die Technik des Brustschwimmens aber erst mit sechs Jahren – das Zusammenspiel aus Arm- und Beinbewegung erfordert Körperkoordination. Und dann heißt es: Üben, üben, üben.

Sport: Fußball, Turnen, Judo, Eishockey – die Sportvereine sind auf den Nachwuchs bestens eingestellt. Fast überall können die Kleinen erstmal zum Schnuppern kommen. Leistung steht in diesem frühen Stadium noch nicht auf dem Programm, sondern vielmehr, die Begeisterung der Kleinen für körperliche Betätigung zu wecken. Damit für die Kinder später Sport zum Alltag gehört, können Eltern früh aktiv werden und sich bei den verschiedenen Vereinen nach entsprechenden Angeboten für ihre Sprösslinge erkundigen. Musik: Musik begeistert schon die Allerkleinsten. Darauf haben sich viele Musikschulen eingestellt und bieten sogar schon Kurse für Babys an, in denen Kinder ab vier Monaten spielerisch ihre angeborene Musikalität entdecken können. In Eltern-Kind-Gruppen experimentieren Kinder unter vier Jahren mit der eigenen Stimme, mit Instrumenten und Rhythmen. Bei der Musikalischen Früherziehung üben Kinder zwischen vier und sechs Jahren ihre Grob- und Feinmotorik, ihre Ausdauer und Konzentration und werden so ganz nebenbei für den I­nstrumental- und Vokalunterricht vorbereitet.


Alltag mit Kindern

Anbieter von Förderangeboten für Babys und Kleinkinder Nachbarschaftshaus Wiesbaden e.V. Rathausstraße 10 | 65203 Wiesbaden  0611/96 72 10  www.nachbarschaftshaus-wiesbaden.de Kinderkrippe, Eltern-Kind-Turnen, Babysittervermittlung, Musik mit Babys, PEKiP, Babymassage, Tragekurse, Spiel und Bewegung, Familienberatung, Hüpfburgvermietung SIRONA Wiesbadener Frauengesundheitszentrum e.V. Schiersteiner Straße 21 | 65187 Wiesbaden  0611/301694  www.fgz-sirona.de PEKiP, Babymassage, Yoga und Pilates für Mutter und Kind, Musikgarten Evangelische Familienbildung im Dekanat Wiesbaden Schlossplatz 4 | 65183 Wiesbaden  0611/52 40 15  www.familienbildung-wi.de PEKiP, Babymassage, Tragekurse, Musikgarten, Eltern-Kind-Turnen Katholische Familien-Bildungsstätte Wiesbaden Friedrichstraße 26-28 | 65185 Wiesbaden  0611/174-117  www.fbs-wiesbaden.bistumlimburg.de PEKiP, PerLe, Stillcafé, Musikgarten, Bewegungsspiele und Babymassage, Krabbeltreff, Eltern-Kind-Gruppen, Elterntraining KESS Sozialdienst katholischer Frauen e. V. Wiesbaden | Platter Straße 80 65193 Wiesbaden |  0611/952 87-0  www.skf-wiesbaden.de Mütter-Baby-Sprechstunde, Junge-Mütter-Gruppe, ElternTreff mit Kinderbetreuung, PEKIP, Vorträge, ZusammenSpiel

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Keine Chance für Langeweile Spielen, malen, kneten, basteln, lesen ... Im Alltag mit Kindern sind manchmal Ideen gefragt, um der Langeweile zu entgehen. Allerdings: Oft entstehen aus der Langeweile heraus die schöns­ ten Spiele – lassen Sie also ruhig Raum für Kreativität. Denn häufig ist es so, dass die Tage mit festen Terminen verplant sind; zwischen Tanz- und Musikunterricht, Sport und dem festen Spielplatznachmittag mit dem bes­ten Freund bleibt nur wenig Zeit zum freien spielen, zum malen, basteln, kneten oder lesen. Dass weniger mehr ist, zeigt sich an Kindern, die einem regelrechten Terminstress ausgesetzt sind. Dieser kann nämlich zu Beschwerden wie Mattigkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen führen – und letztlich dazu, dass das Kind die Lust an den vielen Angeboten komplett verliert. Genießen Sie ruhig mal einen Spaziergang, vielleicht finden sich unterwegs tolle Materialien, die zu einer Bastelei anregen. Mindestens genauso viel Spaß macht es, beispielsweise Knete oder Fingerfarben selbst anzurühren und der Kreativität dann freien Lauf zu lassen. Sie werden vielleicht überrascht sein, was Ihr kleiner Künstler daraus alles zaubern kann.

Wiesbadener Musik- & Kunstschule

Jugendmusikschule Wiesbaden e.V. Schlesierstraße 17 | 65205 Wiesbaden  06122/535 99 30  www.jugendmusikschule-wiesbaden.de Musikalische Früherziehung Wiesbadener Musik- & Kunstschule Schillerplatz 1-2 | 65185 Wiesbaden  0611/31 30 32,  www.wmk-wiesbaden.de Musikalische Eltern-Kind-Gruppe, Musikalische Früherziehung In Wiesbaden gibt es zahlreiche Turn- und Sportvereine. Auf  www. wiesbaden.de findet man eine Datenbank, die alle Sportvereine auflistet. Daneben gibt es auch private Anbieter von Tanz-, Musik- und ­Bewegungsangeboten. In einer Gruppe lernen Kinder, anderen zu vertrauen, Konflikte zu lösen und Freundschaften zu knüpfen. Schon kleine Kinder entwickeln so Teamgeist.

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Instrumental- & Gesangsunterricht für alle!

Info-Telefon 0611-31 30 32


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Alltag mit Kindern

Spiele für Kinder

Roller, Dreirad und Rutscherauto

Kinder spielen für ihr Leben gern. In vielen Kinderzimmern fällt den Kleinen die Wahl jedoch ganz schön schwer, mit was sie denn nun überhaupt spielen wollen, denn hier müssen sie sich unter einer riesigen Auswahl an Puppen, Stofftieren, Brettspielen, Puzzles, Kugelbahnen, Bauklötzen, Autos, Büchern, Kinderküche, Kaufladen, Maltafel und und und entscheiden. Besser ist es da, öfter mal auszusortieren und solche Spielsachen wegzuräumen, mit denen gerade gar nicht gespielt wird. Wer Platz hat, kann so öfter mal die komplette Kinderzimmerausstattung auswechseln – so gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Brettspiele sind übrigens immer wieder begehrt – da lohnt es sich schon, eine kleine Auswahl anzuschaffen. Wichtig: Brettspiele sollten bei kleinen Kindern nicht zu kompliziert sein und auch nicht zu lange dauern. Hilfestellung kann die folgende Liste geben: Eine unabhängige Jury bewertet Spiele und vergibt die Auszeichnung „Kinderspiel des Jahres“.

Bewegung, Bewegung, Bewegung – und das am liebsten draußen. Die meisten Kinder blühen auf, wenn sie im Freien toben können. Und dabei spielen die verschiedensten Gefährte von Anfang an eine Rolle. Sitzt das Einjährige noch auf dem Rutscherauto und übt mit zunehmender Begeisterung das Vorwärtskommen, flitzt das zweijährige Kind vielleicht schon bald auf dem Laufrad umher und ist stolz auf den bunten Helm auf seinem Kopf. Auf dem Dreirad können Zwei- bis Dreijährige den Umgang mit den Pedalen üben oder auf dem Roller den Gleichgewichtssinn trainieren. Bei den Fahranfängern wichtig: Suchen Sie eine Trainingsstrecke, auf der keine Autos unterwegs sind und wo auch nicht allzuviele Fußgänger und Radfahrer belästigt werden können. Ein wenig Zeit und viel Platz sind die bes­ten Voraussetzungen, um aus den anfangs unbeholfenen Versuchen echtes Können zu machen. Das erste Fahrrad verhilft spielerisch, den Gleichgewichtssinn zu schulen und das Lenken, Anhalten, Auf- und Absteigen zu erlernen. All diese Fahrzeuge sind eine gute Vorbereitung für die spätere Teilnahme am Straßenverkehr. Im Kleinkindalter sind die Mädchen und Jungen noch nicht in der Lage, sich sicher auf der Straße zu bewegen. Deshalb sind die Spielräder wie auch der Roller nicht mit einer Beleuchtung ausgestattet. Im Winter und in der Dunkelheit sollten die Eltern auf entsprechende Schutzkleidung mit auffälligen Reflektoren achten. Und: Der Helm ist auch in diesem Alter ein Muss, um den Kopf vor schweren Verletzungen zu schützen. Kinder sind übrigens erst ab etwa acht Jahren in der Lage, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren – und somit auch sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Eltern sollten ein Vorbild sein und mit ihHoppla, jetzt komm’ ich! Dreiradfahren rem Kind die Verkehrs­ üben Kinder am besten erstmal abseits sicherheit trainieren. des Straßenverkehrs.

Kinderspiel des Jahres 2019 Tal der Wikinger (2-4 Spieler, ab 6 Jahren) 2018 Funkelschatz (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2017 Icecool (2-4 Spieler, ab 6 Jahren) 2016 Stone Age Junior (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2015 Spinderella (2-4 Spieler, ab 6 Jahren) 2014 Geister, Geister, Schatzsuchmeister (2-4 Spieler, ab 8 Jahren) 2013 Der verzauberte Turm (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2012 Schnappt Hubi! (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2011 Da ist der Wurm drin (2-4 Spieler, ab 4 Jahren) 2010 Diego Drachenzahn (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2009 Das magische Labyrinth (2-4 Spieler, ab 6 Jahren) 2008 Wer war’s? (2-4 Spieler, ab 6 Jahren)

Mauritius-Mediathek Die moderne Mauritius-Mediathek vereint Stadtbibliothek, Musikbibliothek sowie Medienzentrum unter einem Dach. Bücher, Filme, CDs, Hörbücher, Noten und noch vieles mehr findet man hier. Der Geschichtenraum führt Kinder ins Reich der Fantasie – beim Vorlesen und Erzählen, bei „Kamishibai“ oder Kasperletheater. Sich mit selbst ausgewählten Geschichten auf Audio-CD in die Hörkabinen zurückziehen und die Welt vergessen – das kann man in der Mediathek ausgiebig tun. An vier eigens eingerichteten Internet-Plätzen können jetzt auch Kinder hier im Internet surfen und recherchieren. Für die kleinsten Besucher gibt es Krabbeltunnel unter den Treppen und Kuschelecken. Mauritius-Mediathek | Hochstättenstraße 6-10 | 65183 Wiesbaden  0611/31-2381  stadtbibliothek@wiesbaden.de


Alltag mit Kindern

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Rollenspiele Es beginnt im Sandkasten, wenn Mama oder Papa anfangen, imaginäre Kuchen zu essen. Und es wird ab diesem Zeitpunkt eine ganze Weile nicht mehr enden: Kinder lieben Rollenspiele. Mädchen und Jungen möchten ab und zu einfach mal jemand anderes sein: die Prinzessin, die Mama, der Doktor. Rollenspiele machen den Kleinen großen Spaß – und sie machen fit für die Zukunft, trainieren sie doch die sozialen Fähigkeiten. Die Eltern sollten diese Spiele nicht als albernes Getue abtun, sondern ruhig einfach mal mitspielen. Die Zeit der Rollenspiele beginnt um den zweiten Geburtstag, wenn sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn als eigenständige Person wahrnimmt. Sie ahmen Handlungen und Tätigkeiten nach – im Kindergarten schließlich werden andere Kinder mit einbezogen. Hilfreich sind für Rollenspiele neben ausreichend Platz auch die passenden Utensilien. Stellen Sie doch eine Verkleidungskiste bereit, dann kann Ihr Nachwuchs nach Herzenslust in die verschiedensten Rollen schlüpfen. Ebenso sollte es nicht an Requisiten fehlen – ausrangierte Taschen, Handys, Fotoapparate, Hüte, Verbandszeug finden hier noch Verwendung. Und: Schauen Sie ruhig mal genauer hin. Im Spiel zeigt Ihr Kind, wie es die Welt der „Großen“ sieht. So können Sie viel da­rüber erfahren, wie Ihr Kleines sein Umfeld erlebt.

Herzlich willkommen ! Mittagstisch

Die Natur ist unerschöpflich Eine schier unerschöpfliche Quelle an Ideen und Anregungen bietet die Natur, egal ob im heimischen Garten, im Park um die Ecke oder im Wald. Sogar auf dem Balkon können die Kleinen Natur erleben und erforschen. Wie schnell wächst selbst gesäte Kresse? Was tummelt sich unter einem großen Stein? Wer findet ein buntes Blatt? Und welche Formen haben die Wolken? Bei einem Ausflug ins Grüne können sich auch die Eltern einfach einmal treiben lassen und miterleben, welche Ideen ihr Nachwuchs entwickelt. Zudem macht es großen Spaß, nach dem Ausflug einmal in einem Bestimmungsbuch nachzulesen, welche Vogel- oder Baumarten man gerade noch gesehen hat – ein Erlebnis, das Groß und Klein verbindet.

Wenn Streithähne „kämpfen“ Wenn mehrere Kinder zusammen spielen, kommt es oft auch zum Streit um Spielsachen. Was tun? Keine Sorge, das ist völlig normal und sogar notwendig, denn so können Kinder soziale Regeln üben. Sie als Eltern oder Betreuer sollten nur darauf achten, dass der Zank nicht in Handgreiflichkeiten ausartet, bei denen sich ein Kind ernsthaft verletzen könnte. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass nicht eines der Kinder immer den Kürzeren zieht. In solchen Fällen ist es nötig einzugreifen.

Café

kreative

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kinder willkommen

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unsere Angebote:

unsere Öffnungszeiten:

Das WellRitz empfängt Sie mit freundlichem Service, großzügigem Gastraum und Außenterrasse, frischen Farben und Platz zum Spielen für die Kleinen.

Montag bis Freitag von 09:30 bis 17:30 Uhr Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr

Die Karte bietet Ihnen vom Frühstück über Mittagsgerichte bis zu Kaffee und Kuchen eine kleine und feine Auswahl an Speisen und alkoholfreien Getränken. Wir achten auf gute Qualität und Frische und bereiten alle Speisen in eigener Küche zu. Gerne erhalten Sie unsere aktuelle Wochenkarte per Mail. Samstags erwartet Sie das WellRitz mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet.

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Gönnen Sie sich eine Pause vom Alltag. Genießen Sie Gastfreundlichkeit und feine Küche zum kleinen Preis. Treffen Sie nette Menschen in einem lebendigen Quartier. Das Team vom WellRitz freut sich auf Ihren Besuch! BWW BauHaus Werkstätten Wiesbaden Wellritzstraße 38a 65183 Wiesbaden Anfragen und Informationen unter: Tel.: 0611-450 85 24, Fax: 450 85 27 Mail: wellritz@bauhaus-wiesbaden.de WEB: www.cafe-wellritz.de Dieses Projekt wird gefördert vom Sozialleistungs- und Jobcenter Fallmanagement


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Alltag mit Kindern

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Rot, rot, rot sind alle meine Kleider Schick und funktionell ist angesagt Sie müssen ganz schön viel aushalten: beim Buddeln im Sandkasten, beim Schaukeln, querfeldein beim Spaziergang, beim Sprung in die Regenpfütze – Kleider von kleinen Kindern sind hohen Anforderungen ausgesetzt. Und trotzdem müssen sie den Mädchen und Jungen auch gefallen. Denn nicht nur, wenn es kratzt oder einengt gibt es beim morgendlichen Anziehen Diskussionen, spätestens die Kindergartenkinder wissen ganz genau, was sie tragen möchten und was ihnen gefällt. Manchmal kommen Kombinationen heraus, die vielleicht nicht ganz passend erscheinen – wie das rot-weiß gestreifte T-Shirt zur grün-blau karierten Hose –, aber die MiniModels haben ihren eigenen Willen und setzen ihn gerade mit drei Jahren gerne mal durch. Gute Worte helfen da wenig. Einfacher ist es, den Nachwuchs in die Auswahl der Kleider frühzeitig mit einzubeziehen, vielleicht schon beim Kauf. In Boutiquen und Kaufhäusern werden Eltern fündig. Die heute verwendeten Materialien sind leicht zu reinigen, unempfindlich gegen Flecken und strapazierfähig. Und natür-

lich kann man beim Kauf zusätzlich auf das Öko-Tex-Siegel achten. Die unabhängigen Prüfinstitute der Internationalen Öko-TexGemeinschaft stehen mit ihren Schadstoffprüfungen nach Öko-Tex-Standard 100 seit 1992 für gesundheitlich einwandfreie Textilprodukte. Das Zeichen „Textiles Vertrauen – Schadstoffgeprüft nach Öko-Tex Standard 100plus“ kennzeichnet darüber hinaus schadstoffgeprüfte Textilien, die in umweltbewusst arbeitenden Betrieben hergestellt wurden. Wer gebrauchte Kinderkleidung bevorzugt, sollte sich nach so genannten Kinderbasaren erkundigen. Viele Vereine, Kirchengemeinden oder Kindergärten veranstalten – meist im Frühjahr und im Herbst – solche Basare, bei denen Eltern ihre gebrauchten Kinderkleider, aber auch Spielwaren und praktisches Zubehör zum Kauf anbieten. Fündig werden Eltern bei ihrer Suche nach Kinderkleidung auch in ­Second-Hand-Läden. Hier ist gut erhaltene Kleidung zu einem recht ­geringen Preis erhältlich. Und: Zusätzlich gibt es in diesen Läden Zubehör vom Babybett bis zum Schaukelpferd.

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Tipps gegen Flecken

Wer kleine Kinder hat, kennt das Problem: Ständig sind irgendwo auf der Kleidung Flecken: Karottenbrei, Jogurt, Eis, Gras, Schokolade oder Spinat – oft ist nicht nur die Waschmaschine gefordert, sondern ein wirkungsvolles Fleckenmittel gefragt. Hier einige gängige Flecken und die Methode, wie man sie wieder los wird: Eiscremeflecken auf der Kleidung behandeln Sie mit einer Mischung aus Spiritus und Salmiak­ geist. Anschließend mit lauwarmem Wasser nachwaschen. Schokoladeneis sofort mit Mineralwasser ausspülen. Karottenflecken weichen Sie am besten erst in Schmierseife ein, bevor Sie die Kleidung in die Waschmaschine geben. Vielfach hilft es auch, das Kleidungsstück nass in die pralle Sonne zu legen (hilft auch bei anderen Obstflecken). Oder Sie reiben den Fleck mit Babyöl ein, danach wie gewohnt waschen und der Fleck ist weg.

Milchflecken entfernt man mit Kernseife, lässt diese einwirken und spült das Kleidungsstück mit warmem Wasser aus. Erdbeer-/Kirschflecken lassen sich mit Sprudelwasser und Küchenrolle behandeln. Auch Essigessenz oder Zitronensaft können hartnäckige Obstflecken lösen. Eine weitere Möglichkeit ist die Zuhilfenahme von Glycerin. Ebenso kann man die Kleidungsstücke in Milch einweichen. Grasflecken lassen sich mit Zitronensaft oder Essigessenz spurlos beseitigen. Auch mit Spiritus oder Butter erzielen Sie gute Ergebnisse. Flecken von ausgelaufenen Babywindeln oder Muttermilchflecken werden Sie Herr, wenn sie den Fleck mit Babyöl einweichen und in die pralle Sonne legen. Dann wie gewohnt waschen. Matschflecken entfernt man am besten sofort. Trockenen Fleck einweichen und mit Gallseife behandeln. Danach waschen.

Flecken von Filzstiften lassen sich mit Alkohol entfernen. Schokoladenflecken mit lauwarmem Seifenwasser ausreiben, danach mit klarem Wasser ausspülen, mit Zitronensaft beträufeln und nochmals gründlich ausspülen. Spinatflecken kann man mit einer rohen Kartoffelhälfte einreiben. Danach gut nachspülen. Tomatenflecken sollten schnellstens mit lauwarmer Seifenlauge oder Salmiaklösung ausgewaschen und gut eingeweicht werden. Dann normal waschen. Aufkleber entfernt man, wenn man diese zuvor mit einem Föhn erwärmt. Danach lassen sie sich abziehen. Auch Nagellackentferner, Benzin oder Terpentin können helfen.

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Generell hat sich gerade bei frischen Flecken das Auswaschen mit Sprudelwasser bewährt.


Alltag mit Kindern

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Rat und Hilfe in schweren Zeiten Anlaufstellen für spezielle Situationen Manchmal läuft alles ganz anders, als man denkt. Wenn der Kinderwunsch aus medizinischen Gründen unerfüllt bleibt, wenn das Kind Auffälligkeiten zeigt oder wenn Eltern mit dem Familienalltag überfordert sind, ist spezielle Unterstützung nötig. Für all diese Fälle findet man in Wiesbaden Anlaufstellen, die Eltern die Hand reichen und ihnen mit Tipps und Hilfen oder auch einfach mit einer starken Schulter zur Seite stehen.

Anlaufstellen für Eltern auffälliger Kinder Zeigt das Kind Auffälligkeiten wie eine verzögerte Entwicklung oder machen sich die Eltern einfach Sorgen, dass es sich nicht richtig entwickelt, dann ist eine Vorstellung in einem Sozialpädiatrischen Zentrum – SPZ – angeraten. Das SPZ-Wiesbaden ist ein Teil der Klinik für Kinder und Jugendliche der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken. Behandelt werden hier Auffälligkeiten der Sprachentwicklung, der Bewegung, der geistigen Entwicklung, des Sozialverhaltens, Epilepsie, Chromosomale Erkrankungen und Muskelkrankheiten. Betroffene Familien finden hier Ärzte und Therapeuten, die als interdisziplinäres Team die diversen Krankheitsbilder gut kennen und die den kleinen Patienten helfen, ihre Körper sicherer zu bewegen, die Sprache besser zu beherrschen, notwendige Hilfsmittel anzupassen oder sie auch dabei unterstützen, sich in ihrer Umwelt gut zurecht zu finden. Sozialpädiatrisches Zentrum | Zwerg Nase Haus | 2. OG Ludwig-Erhard-Straße 100 | 65199 Wiesbaden  0611/53 27 66-0 www.zwerg-nase.de Das Angebot der Frühförder- und Beratungsstellen richtet sich an Familien mit behinderten, entwicklungsauffälligen oder entwicklungsverzögerten Kindern vom Säuglings- bis zum Schulalter. Darüber hinaus beraten die Stellen pädagogisches Fachpersonal im Umgang mit Kindern, die im Gruppenalltag auffallen oder bei Entwicklungsauffälligkeiten einzelner Kinder. Frühförder- und Frühberatungsstelle der Lebenshilfe Albert-Schweitzer-Allee 48 | 65203 Wiesbaden  0611/69 07 525  fruehfoerderung@lebenshilfe-wiesbaden.de Känguru Frühförder- und Frühberatungsstelle Ehrengartstraße 15 | 65201 Wiesbaden  0611/23 85 56 21  www.kaenguru-hilft.de Interdisziplinäre Frühberatungsstelle für Kinder mit Sehbehinderung oder Blindheit | Albrecht-Dürer-Straße 11 | 65195 Wiesbaden  0611/447 99 12  fruehberatung-sehen-wiesbaden@lwv-hessen.de

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Pflegekind Wenn Eltern aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen die Betreuung ihres Kindes nicht sicherstellen können, sind Pflegefamilien eine große Chance für das Kind. Diese Kinder brauchen Pflegeeltern, die ihnen konstante und einfühlsame Zuwendung und Versorgung geben können, so dass sie langsam die Trennung von ihren Eltern verarbeiten, Ängste und Misstrauen abbauen und Vertrauen entwickeln können. Die Stadt Wiesbaden sucht deshalb stets engagierte Familien und Paare, die bereit sind, Kinder vorübergehend oder dauerhaft bei sich aufzunehmen. Die Abteilung Vollzeitpflege ist Ansprechpartner für interessierte Eltern. Ein differenziertes Angebot sowohl für die betroffenen Kinder und ihre Eltern als auch für die Pflegefamilien ermöglicht es, individuelle Lösungen umzusetzen. Fachstelle Vollzeitpflege Amt für Soziale Arbeit | Konradinerallee 11 65189 Wiesbaden |  0611/31-3506 oder 31-4622

Adoptionsvermittlung und -beratung Die Adoptionsvermittlung des Amtes für Soziale Arbeit findet Adoptiveltern für Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben können und zur Adoption freigegeben wurden. Mütter, die überlegen, ihr Kind zur Adoption freizugeben, werden umfassend beraten und unterstützt. Die Adoptionsvermittlung berät und überprüft adoptionswillige Paare. Sie erstellt auch den Sozialbericht für eine Auslandsadoption. In gerichtlichen Verfahren zur Adoption (auch bei Stiefeltern) ist die Adoptionsvermittlung mit einer fachlichen Stellungnahme beteiligt. Die Adoptionsvermittlung ist adoptierten Jugendlichen und Erwachsenen sowie leiblichen Eltern auch bei der Suche nach Informationen und Kontakten zu ihrer Herkunftsfamilie behilflich. Adoptionsvermittlung und -beratung | Konradinerallee 11 65189 Wiesbaden |  0611/31-4341 oder 31-3452

Mutter -/Vater -Kind-Kuren vom Schwarzwald bis an die See

Persönliche Beratung Unterstützung beim Antrag Vorbereitung auf die Kur Professionelle Behandlung

Kostenlose Info - Hotline: 0800 - 932 11 11 · www.ak-familienhilfe.de


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Alltag mit Kindern

Es gibt Zeiten, da brauchen Eltern Hilfe

wellcome – Praktische Hilfe für die Familie

Das Baby schreit, die Dreijährige trotzt und irgendwie fühlen Sie sich überfordert und wissen nicht mehr weiter. Oder die Partnerschaft zerbricht. Wenn Eltern unsicher sind oder wenn sie sich Rat holen möchten, können ein Gespräch und ein bisschen Zuspruch manchmal wahre Wunder wirken. Die Experten der Beratungsstellen sind für Eltern hilfreiche Ratgeber.

Alle haben es sich eigentlich so schön vorgestellt, das Leben mit dem Neugeborenen. Aber dann bricht doch alles über der Familie zusammen: die Wäschekörbe stapeln sich, die Essensvorräte gehen zur Neige und man ist nur noch müde und geschlaucht. Nach einem Anruf bei der wellcomeKoordinatorin kann es aber ganz schnell gehen. Eine Mitarbeiterin von wellcome kommt vorbei, nimmt den Säugling, während die Mutter in Ruhe duschen, den Einkaufszettel schreiben und wichtige Telefonate führen kann. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin spielt auch mit dem Geschwisterkind, vielleicht ist ein Spielplatzbesuch möglich. Und beim nächsten Besuch kann die Mutter sogar Schlaf nachholen, denn die Kinder kennen dann die Frau schon und sind ins Spielen oder Lesen mit ihr vertieft. Diese Nachbarschaftshilfe für die ersten Monate nach der Geburt bis maximal zum ersten Geburtstag ist kein Traum, sondern die Wirklichkeit von wellcome in Wiesbaden. Hier treffen familienfreundliche Nachbarschaft und bürgerschaftliches Engagement aufeinander, fachlich begleitet von den Koordinatorinnen der Katholischen Familienbildungsstätte. wellcome – Katholische Familienbildungsstätte Wiesbaden Friedrichstraße 26-28 | 65185 Wiesbaden  0179/2799579  wiesbaden@wellcome-online.de

Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e.V. Beratungsstelle im Roncalli-Haus für Familien, Paare und Einzelne Friedrichstraße 26-28 | 65185 Wiesbaden  0611/174 186  www.caritas-WiRT.de Erziehungsberatung , Ehe-, Familien-, Lebensberatung und Sozialpädagogische Familienhilfe Diakonisches Werk | Rheinstraße 65 | 65185 Wiesbaden

 0611/ 3 60 91-0  www.dwwi.de

Erziehungs- und Familienberatung, vertrauliche Onlineberatung Ev. Familienbildung im Dekanat Wiesbaden Schlossplatz 4 | 65183 Wiesbaden  0611/52 40 15  www.familienbildung-wi.de Kursangebote für Familien und Alleinerziehende Sozialdienst katholischer Frauen e. V. | Platter Straße 80 65193 Wiesbaden |  0611/952 87-0  www.skf-wiesbaden.de FamilienPaten, Kursangebote für Familien und Alleinerziehende, Familienmediation, Orientierungshilfen für Frauen in Trennungssituationen Nachbarschaftshaus Wiesbaden e.V. Rathausstraße 10 | 65203 Wiesbaden-Biebrich  0611/967 21-26  www.nachbarschaftshaus-wiesbaden.de Beratung zu Erziehung und Entwicklung von Kindern, Familienprobleme, Schul- und Lernschwierigkeiten, Ehe- und Partnerschaftsprobleme, Trennung und Scheidung, aktuelle Krisen Institut für Beratung und Therapie für Familien und Jugendliche Bahnhofstraße 36 | 65185 Wiesbaden |  0611/37 00 12  www.erziehungsberatung-wiesbaden.de Beratung bei Erziehungsfragen, Paarproblemen, Trennungen Deutscher Kinderschutzbund, OV Wiesbaden e.V. Kaiser-Friedrich-Ring 5 | 65185 Wiesbaden  0611/52 28 46  www.kinderschutzbund-wi.de Forum für Erziehungsfragen Kinder- und Jugendtelefon  116 111  www.nummergegenkummer.de Elterntelefon  0800/111 0 550


Alltag mit Kindern

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Mutter-/Vater-Kind-Kuren Sie fühlen sich erschöpft, ausgebrannt, gestresst? Familie, Beruf und Haushalt unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht so einfach. Kommen dann noch chronische Erkrankungen, psychische Konflikte oder gesundheitliche Belastungen hinzu, fällt es zuweilen schwer, alleine aus diesem Tief herauszukommen. Unterstützung und Hilfe leisten da Mutter-/VaterKind-Kuren. Das sind medizinische Leistungen, die von den Krankenkassen finanziert werden, mehrere Wochen dauern und prall gefüllt sind mit Gruppen- und Einzelgesprächen, Bewegungsprogrammen, Ernährungsberatung, Entspannungsverfahren und vielem mehr. Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten, Pädagogen, Ernährungsberater und Erzieher kümmern sich um Sie und Ihre Kinder. Diese können entweder als gesunde Begleitpersonen mit zur Kur oder werden mitbehandelt. Häufige Ursachen bei ihnen sind Krankheiten des Atmungssystems, Infektanfälligkeit, Verhaltensstörungen, Probleme mit der Haut und des Bewegungsapparates. Alle Eltern in Familienverantwortung haben Anspruch auf solche stationäre Maßnahmen zur Vorsorge und Rehabilitation. Es empfiehlt sich, vorab eine Beratungsstelle zu kontaktieren. Dort gibt es Antworten auf folgende Fragen: Was ist der Unterschied zwischen einer Mütterkur und einer Mutter-Kind-Kur? Wann habe ich Anspruch auf eine Kur und wie lange dauert sie? Können meine Kinder auf jeden Fall mitfahren und werden sie dann auch behandelt? Wie kann ich meine Kinder versorgen, wenn ich alleine in Kur fahren möchte? Welche Kosten entstehen für mich? Wie finde ich die passende Klinik? Gibt es spezielle Kliniken für verschiedene Therapien? Gibt es auch Nachsorge? Im Mittelpunkt der Beratung stehen dabei auch Themen wie Gesundheitsstörungen und familiäre Belastungen, stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen, die Klärung der Voraussetzungen und organisatorischer Fragen zum Ablauf, Unterstützung beim Antragsverfahren, die Auswahl der geeigneten Klinik, eine Vorbereitung auf die stationäre Maßnahme, gegebenenfalls die Versorgung der Familie zuhause und Angebote der Nachsorge. Informationen gibt es bei diesen Stellen: Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e. V. Friedrichstraße 26-28 | 65185 Wiesbaden  0611/174-213  www.caritas-wirt.de Deutscher Arbeitskreis für Familienhilfe e.V.  0800/932 11 11  www.ak-familienhilfe.de Deutsches Müttergenesungswerk Bergstraße 63 | 10115 Berlin  030/33 00 29 29  www.muettergenesungswerk.de

Elterntelefon – heißer Draht zur schnellen Hilfe Eltern sein ist manchmal ganz schön schwer! Hin- und hergerissen zwischen den Ansprüchen der Kinder, des Partners, der Partnerin und den sozialen oder beruflichen Anforderungen und Belastungen kann einem manchmal alles über den Kopf wachsen. In diesen Fällen kann ein ­Gespräch oder eine Information schon weiterhelfen. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-111 0 550 bietet das Elterntelefon Beratung und Information, aber vor allem ein gutes Gespräch – direkt erreichbar ohne lange Wartezeiten und vollkommen anonym und vertraulich. Die ausgebildeten Beraterinnen und Berater des Kinderschutzbundes Wiesbaden hören Eltern ohne Zeitdruck zu und suchen gemeinsam mit ihnen nach Ideen und Lösungen. Montags bis Freitags: 9 - 11 Uhr Dienstags und Donnerstags: 17 - 19 Uhr Die Beraterinnen und Berater hören zu, solange Eltern möchten: » wenn Eltern sich Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes machen » wenn es Probleme in der Schule oder im Kindergarten gibt » wenn Eltern Fragen zur Erziehung haben » wenn es Streitigkeiten in der Familie gibt » wenn Eltern sich in schwierigen Situationen befinden » wenn Eltern mal mit jemandem in Ruhe sprechen möchten » wenn Eltern einen Rat oder Informationen benötigen Das Elterntelefon ist ein bundesweites Projekt des Netzwerkes Nummer gegen Kummer e.V.


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Kinderbetreuung

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Zeit haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Kleinen fühlen sich bei Oma und Opa meist pudelwohl und die Zeiten können flexibel vereinbart werden. Wichtig sind jedoch klare Absprachen wie z.B. über den Erziehungsstil, Süßigkeitenkonsum, Mittagsschlaf und Freizeitgestaltung.

Großeltern

Wer keinen Krippenplatz ergattert hat oder sich für seinen Nachwuchs einen kleineren Betreuungsrahmen wünscht, liegt mit einer Tagesmutter oder einem Tagesvater richtig. Die Wiesbadener Tagesmüttervermittlung ist ein Projekt der Evangelischen Familien-Bildungsstätte in Kooperation mit dem Amt für Soziale Arbeit der Landeshauptstadt Wiesbaden. Dabei stehen den Eltern qualifizierte Tagesmütter und auch -väter zur Verfügung, die mit pädagogischem Geschick, Freude am Zusammenleben mit Kindern und Organisationstalent Tageskinder ganztags, halbtags oder stundenweise betreuen. Evangelische Familienbildung im Dekanat Wiesbaden Schlossplatz 4 | 65195 Wiesbaden  0611/53 19 319  tagesmutter@familienbildung-wi.de

In den besten Händen Krippe, Oma oder Tagesmutter? Der Alltag mit Baby kehrt ein und macht vielleicht eine Betreuungsmöglichkeit nötig. Keine leichte Entscheidung: In welche Hände gebe ich meinen Liebling, wenn ich außer Haus bin? Es gibt verschiedene Modelle, die angepasst an die individuelle Situation zur Anwendung kommen. Wir stellen die Modelle vor, bei denen Kinder ab einem Alter von wenigen Wochen betreut werden können.

Für viele die erste Wahl in Sachen Kleinkindbetreuung sind Oma und Opa. Zahlreiche Kinder werden regelmäßig den Großeltern anvertraut, um Eltern flexibler zu machen. Bestens geeignet ist diese Möglichkeit der Betreuung für alle, deren Eltern in der Nähe wohnen und natürlich die entsprechende

Tageseltern

Auch die Stadt vermittelt Kindertagesbetreuung. Im Treffpunkt Kindertagespflege finden Eltern kompetente Ansprechpartnerinnen, die bei der Suche nach einer passenden Tagespflegeperson behilflich sind. Man erhält dort alle wichtigen Informationen, Beratung und Vermittlung von qualifizierten Tagespflegepersonen. Ein besonderes Leistungsangebot ist das Modell Kinderbrücke. Neben regelmäßigen Spielkreisen und fachlicher Begleitung bietet die Kinderbrücke ein Vertretungssystem im Krankheitsfall der Tagesmutter an. Alle Serviceleistungen sind für Eltern unentgeltlich. Für die Leistung Kindertagespflege erhebt die Stadt Wiesbaden Kostenbeiträge und eine Verpflegungspauschale analog der Betreuung Kindertagesstätten. Treffpunkt Kindertagespflege | Bahnhofstr. 55-57 | 65185 Wiesbaden  0611/31 42 63  kindertagespflege@wiesbaden.de

Babysitter

Mittlerweile gibt es eine große Fülle an Betreuungs­modellen für Kinder.

Ein Abend allein zu zweit, eine Party bei Freunden oder ein gemütliches Abendessen im Restaurant – manchmal brauchen Mama und Papa jemanden, der den Nachwuchs für ein paar Stunden liebevoll betreut. Da sind Babysitter genau die richtigen Ansprechpartner: Sie passen auf, spielen mit den Kleinen, trösten und bringen sie ins Bett – und im besten Fall werden sie zu großen Freunden. Babysitter sind für viele Eltern eine echte Hilfe bei der Betreuung des Nachwuchses. Diese – zumeist jugendlichen – Betreuerinnen haben allesamt einen Babysitterkurs absolviert und einige haben zu Hause Erfahrung mit der Betreuung jüngerer Geschwister gesammelt. Die Kosten für die Inanspruchnahme eines Babysitters belaufen sich auf circa 5 bis 10 Euro pro Stunde. Bei wiederkehrendem Betreuungsbedarf oder


der Betreuung von mehreren Kindern kann unter Umständen auch eine Pauschale vereinbart werden. Bei der Familien-Bildungsstätte erhält man die Adressen von den gelisteten Babysittern für je einen Euro. Die Bezahlung der Babysitter wird zwischen den Beteiligten selbst ausgehandelt. Evangelische Familienbildung im Dekanat Wiesbaden Schlossplatz 4 | 65183 Wiesbaden  0611/52 40 15  www.familienbildung-wi.de

Privates Netzwerk Eltern können sich auch zusammenschließen und die Betreuung ihrer Kinder gegenseitig übernehmen. Hierfür ist natürlich ein gewisses Maß an Organisation, Zuverlässigkeit und Absprache nötig. Gleichgesinnte findet man als junge Eltern an vielen Stellen: in der Krabbelgruppe, der Krippe, auf dem Spielplatz, in der Kirchengemeinde, der Nachbarschaft, dem Sportverein, über private Kleinanzeigen, eventuell auch übers Jugendamt oder einfach durch einen Aushang im Laden um die Ecke. Einfach mal einen ersten Kontakt knüpfen und das Kind samt Mama oder Papa einladen. Man merkt dann recht schnell, ob sich Vertrauen aufbaut und sich daraus eine Freundschaft entwickeln kann. Es gilt dann bei der Betreuung die Devise: Nimmst du mal mein Kind, dann nehme ich gerne auch mal deins. Diese Art der Kinderbetreuung ist kostenlos und es können sich so schon früh echte Freundschaften zwischen den Kindern bilden.

Familienhilfe für den Fall der Fälle Fällt ein Elternteil aufgrund von Krankheit oder aus beruflichen Gründen in der Kinderbetreuung aus, stellen sich Familien oft neue Fragen: Wer kann die Kinder betreuen, wenn ich z.B. im Krankenhaus, in der Kur oder beruflich länger von zu Hause weg bin als sonst? Wer bringt meine Kinder zum Kindergarten oder zur Schule und holt sie ab? Ist man als Elternteil alleinerziehend, bekommt das Thema Kinderbetreuung noch eine viel größere Dimension. Denn was passiert, wenn die Großeltern, andere Verwandte oder Freunde nicht in der Nähe wohnen? Der Notmütterdienst bietet Kinderbetreuung und Haushaltshilfe vor Ort in den eigenen vier Wänden an. Das Ziel ist es, das Familienleben möglichst ruhig aufrechtzuerhalten. Alltägliche Dinge wie Einkaufen, die Zubereitung von Mahlzeiten, Putzen, Wäsche waschen u.v.m. werden von den Betreuungspersonen übernommen – je nach Bedarf. Es sind die flexiblen und individuell angepassten Betreuungsangebote, die den Verein auszeichnen. Notmütterdienst Familien- und Seniorenhilfe e.V. Geschäftsstelle Frankfurt Sophienstraße 28 | 60487 Frankfurt  069/95 10 33-0  www.notmuetterdienst.de/frankfurt

„Ella spielen.

Mama Arbeit.“

Manchmal haben Eltern und Kinder verschiedene Bedürfnisse. Die Betreuung durch Tagesmütter und -väter kann helfen, dass beide zufrieden sind.

kindertagespflege@wiesbaden.de Einfach fragen: Gefördert vom:

0611 - 31 42 63


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Kinderbetreuung

Kindergarten/Kindertagesstätten

Masernimpfpflicht für Kinder Masern sind hoch ansteckend und können zu schwerwiegenden Komplikationen und Folgeerkrankungen wie Ohren-, Lungen- und Hirnhautentzündung führen. Deshalb sollen Schul- und Kindergartenkinder wirksam vor Masern geschützt werden. Das ist Ziel des Masernschutzgesetzes, das am 1. März 2020 in Kraft getreten ist. Das Gesetz sieht vor, dass alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in die Schule oder den Kindergarten die von der Ständigen Impfkommission (siehe auch Seite 22) empfohlenen Masern-Impfungen vorweisen müssen. Auch bei der Betreuung durch eine Kindertagespflegeperson muss ein Nachweis über die Masernimpfung erfolgen.

Kinderkrippe/Krabbelstube Kinderkrippen sind Einrichtungen, die speziell auf die Bedürfnisse der ganz Kleinen bis zu einem Alter von 3 Jahren ausgerichtet sind. Freundliche Räume, kleine Gruppengrößen und gut ausgebildetes Personal sorgen für den Wohlfühlfaktor. Der klar strukturierte Alltag bietet den Kindern Orientierung. Viele Anregungen und der Kontakt zu Gleichaltrigen sind klare Pluspunkte der Krippe. Allerdings können die Kleinen Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung und mit dem Finden ihres Platzes innerhalb der Gruppe haben. In der Regel sind die Krippen in den Räumlichkeiten einer Kindertagesstätte untergebracht, es gibt aber auch Einrichtungen – zumeist von freien Trägern – die sich ganz auf die Allerkleinsten konzentrieren und keinem Kindergarten angeschlossen sind.

Der Kindergarten gilt als wichtige Institution mit Bildungsauftrag. Über die pädagogischen Ansätze der einzelnen Einrichtung kann man sich in einem persönlichen Gespräch mit der Kindergartenleitung, bei so genannten Schnuppernachmittagen oder auf den jeweiligen Homepages im Internet informieren. Die jeweiligen Öffnungszeiten in den Kindertageseinrichtungen liegen zwischen 7 und 17 Uhr. Unter www.wiesbaden.de/kitas findet man Datenbanken, die bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung helfen sowie eine Kindergartenplatz-Börse als trägerübergreifende Übersicht aller freien Krippen- und Kindergartenplätze in Wiesbaden. In Wiesbaden gibt es das elektronische Vormerksystem WiKITA. Hiermit haben Sie als Eltern die Möglichkeit, Ihr Kind im Internet für einen Betreuungsplatz vorzumerken. Der Besuch in einer Kita für eine Vormerkung ist also nicht mehr unbedingt notwendig. Sie können sich für Krippenplätze (0 - 3 Jährige), für Kindergartenplätze (3 - 6 Jährige), für Kindergemeinschaftsgruppen und für Geöffnete Kindergartengruppen (2 - 6 Jährige) vormerken. Für jede Betreuungsform sind bis zu 10 Vormerkungen möglich. Eltern, die keinen Zugang zu elektronischen Medien haben, können persönlich Kontakt zu den Kindertagesstätten aufnehmen und sich vor Ort in das Vormerksystem eintragen lassen. Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Eltern einen Zuschuss zu den Kindertagesstättenbeiträgen. Amt für Soziale Arbeit Abteilung Kindertagesstätten Konradinerallee 11 | 65189 Wiesbaden |  0611/31-2655  kindertagesstaetten@wiesbaden.de

Mögliche Fragen für das Kindergartengespräch Einige Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Kindergartens:

> Ist die Einrichtung wohnortnah und fußläufig zu erreichen? > Welche Regeln und pädagogischen Ziele gibt es? > Wie sind die Räumlichkeiten – hell, freundlich, kindgerecht, eventuell schallgedämpft? Gibt es abgegrenzte Themenbereiche? Wie sieht es mit einem Turnraum aus? Wieviele Gruppen/Kinder betreut die Einrichtung? Auch ein Blick in Waschraum und Toiletten ist aufschlussreich. > Raus ins Freie: Wie stellt sich der Außenspielbereich dar? Wie oft wird dieser genutzt? Achten die Erzieher auf angemessene Bekleidung (Regenhose, -stiefel bzw. Sonnenhut und -creme)?

> Wie ist der tägliche Ablauf in den Gruppen? Wird Wert gelegt auf Freispielzeiten?

> Gibt es die Möglichkeit, einen Mittagsschlaf oder Mittagsruhe zu halten? > Wie wird die Eingewöhnung unterstützt? > Wie sieht’s aus mit der Verpflegung? > Gibt es auch über die Kindergartenbetreuung hinausgehende Veranstaltungen? Wie sieht es aus mit dem Engagement der Eltern?

> Wie sind die Betreuungszeiten? Und wann bzw. wie lange sind die Ferien? Gibt es Wartelisten?

> Was ist, wenn mein Kind noch nicht sauber ist? > Was passiert im Krankheitsfall?


Kultur mit Kindern

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Musik trifft Malerei Kulturelle Angebote für Familien mit Kleinkindern Vielseitig interessierte Familien wollen ihren Kindern die Fülle an kulturellen Angeboten näherbringen. Und viele Kulturstätten haben sich heute schon bestens auf den Nachwuchs eingerichtet, bieten Programme für Kinder und spezielle Mitmachaktionen für die Kleinen an – so lassen sich kleine Picassos, Nachwuchs-Musiker oder die Bühnenstars von morgen gerne von der Muse küssen.

Junges Staatstheater Wiesbaden Für große und kleine Theaterfans gibt es so einiges zu entdecken. Neben einer großen Auswahl an Theaterproduktionen für jede Altersgruppe können Theaterbegeisterte sogar selbst mitmischen, anstatt nur zuzuschauen. In Workshops dürfen sich schon Kinder ab vier Jahren mit viel Fantasie beim Spiel ausprobieren. Im Großen Haus erklingt große Oper für Kinder, mit Stücken wie „Die Zauberflöte für Kinder“. Die Familien- und Kinderkonzerte bringen den kleinen Musikliebhabern wichtige Komponisten mit Werken für ein großes Sinfonieorchester näher. Filu, das Känguru präsentiert die Kammerkonzerte für Kinder, in denen Musiker des Hessischen Staatsorchesters in kleiner Besetzung musikalische Geschichten und Märchen erzählen. Und auch die Kleinsten kommen in den Genuss von klassischer Musik: In den Konzerten der Reihe „Brüderchen, komm tanz mit mir!“ dürfen Babys und Kleinkinder dem Klang lauschen und sich im Rhythmus dazu bewegen. In den Veranstaltungen zu „Spiel & Musik“ erleben die kleinsten Besucher klassische Orchesterinstrumente mit allen Sinnen. Junges Staatstheater Christian-Zais-Straße 3 | 65189 Wiesbaden  0611/132-325 (Karten)  0611/132-1 (Infos)  www.staatstheater-wiesbaden.de

Galli Theater Ein Kindertheaterkurs im Galli Theater ist eine schöne Sache. Über das gemeinsame Spiel mit anderen Kindern werden die Grundlagen des Theaterspiels vermittelt. Die Theaterstücke werden mit den Kindern aus einem Märchen oder einer Geschichte entwickelt und aus spontanen Impulsen der Kinder inszeniert. Höhepunkt ist die Aufführung am Ende eines Kurses auf der Bühne für Freunde und Verwandte. Verschiedene Märchen- und Clownstücke aus dem „normalen“ Repertoire machen schon Zuschauern ab vier Jahren großen Spaß, weil es immer viel zu kichern gibt. Galli Theater | Adelheidstraße 21 | 65185 Wiesbaden  0611/341 89 99  www.galli-wiesbaden.de

Der Kreativität freien Lauf lassen: Die meisten Kinder malen gern.

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Kultur mit Kindern

Velvets Theater

Museum Wiesbaden

Das Velvets Theater ist eines der wenigen Schwarzen Theater der Welt und gehört zu den kulturellen Attraktionen in Wiesbaden. Schwarzes Theater ist das faszinierende Spiel von Objekten, Puppen und Menschen mit und ohne Worte. Auf einer schwarzen Bühne bewegen sich schwarz vermummte Schauspieler und werden so völlig unsichtbar, denn schwarz auf schwarz verschwindet. Alles, was die Schauspieler in die Hand nehmen, bekommt ein eigenes Leben. Gezeigt wird auf diese besondere Art und Weise für Kinder z.B. „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ oder „Momo“. Velvets Theater Schwarzenbergstraße 3 | 65189 Wiesbaden  0611/71 99 71  www.velvets-theater.de

Kinder dürfen hier mehr als nur schauen, denn sie dürfen selbst aktiv werden: Vor Originalen unterhalten sie sich über die Werke und skizzieren sie zuerst kurz, anschließend entwickeln sie gemeinsam im MuseumsAtelier Ideen, die zu eigenen Werken oder zu Experimenten führen. Die Teilnehmer sind zwischen 5 und 12 Jahre alt und treffen sich zu unterschiedlichen museumspädagogischen Aktivitäten wie „Museumswerkstatt für Kinder“, „Natur unter die Lupe genommen“, „Offenes Atelier für Familien“ oder Ferienworkshops für Kinder. Museum Wiesbaden Friedrich-Ebert-Allee 2 | 65185 Wiesbaden  0611/335-2250  www.museum-wiesbaden.de

Hin & Weg Theater

Traumkino im Caligari

Das ehemals mobile Theater Hin & Weg gibt es seit 1987. In der Truppe macht jeder alles: spielen, Regie führen, Bühnenbild gestalten, schminken und organisieren. Dieser urdemokratische Prozess ist das Prinzip von Hin & Weg. Die Stücke sind z.B. „Neues vom Räuber Hotzenplotz“, „Rumpelstilzchen“, „Das kleine Gespenst“, „Max und Moritz“ oder „Kleiner König Kalle Wirsch“. Theater Hin & Weg e. V. Am Kloster Klarenthal 15 | 65195 Wiesbaden  0611/308 16 32  www.hin-u-weg.de

Samstag- und Sonntagnachmittag ist die Caligari Filmbühne für die jungen Freunde des Films reserviert. Dann stehen tolle Filme für das jüngere Filmpublikum auf dem Programm. Filme mit einer Freigabe ab zwölf Jahren dürfen von Kindern ab sechs Jahren in Begleitung eines Elternteils besucht werden. Caligari Filmbühne Marktplatz 9 | 65183 Wiesbaden  0611/31-4709  caligari@wiesbaden.de

Clowntheater Zwei gute Freunde werben um die Gunst des Publikums. Gemeinheit und Ausgrenzung sind die Folge. Werden sich Antonio & Kaktus wieder vertragen? Das Publikum wird hier gefragt, in das Spiel einbezogen und hat somit Einfluss auf den Lauf der Dinge. arco Wiesbaden | Wellritzstraße 49 | 65183 Wiesbaden  0611/97 14 168  www.arco-wiesbaden.de

Kinderzirkus Flambolino Spielend einfach sollte es möglichst aussehen – dafür muss oft ganz schön lange geprobt werden beim Wiesbadener Kinderzirkus Flambolino. Unter fachkundlicher Anleitung lernt jedes Kind in seinem eigenen Tempo und mit viel Spaß seine Lieblingskunststücke: ob Jonglieren, Einrad fahren, Akrobatik, Seiltanz, Balancen auf Kugeln und Leitern, Zaubern, Clownerie, Diabolospiel und vieles mehr. Beim Zirkus gibt es vielfältige Bewegungsmöglichkeiten und Raum für Kreativität. Flambolino | Stadtteilzentrum Schelmengraben Hans-Böckler-Straße 7-9 | 65199 Wiesbaden  info@zirkus-wiesbaden.de  0151/15 19 65 48

KiKaWi Kinder Kalender Wiesbaden Auf der Website  www.kikawi.de finden Wiesbadener Eltern und Kinder tolle Tipps und Anregungen, wie sie ihre Freizeit abwechslungsreich verbringen können. Denn manch einer weiß gar nicht, was in der hessischen Landeshauptstadt so alles geboten wird.  www.kikawi.de

Wiesbadener Musik- und Kunstschule Die Wiesbadener Musik- & Kunstschule bietet Musikunterricht für alle Altersgruppen – vom Kleinkind bis zum Erwachsenen. Frühes Musizieren fördert die selbstbewusste Persönlichkeitsentwicklung. Davon profitieren Kinder ein Leben lang. Der Unterricht ist erlebnis- und handlungsorientiert. Durch Stimme, Sprache, Körper und Instrument erfährt das Kind mit allen Sinnen die Welt der Musik. Für Kinder zwischen 6 Monaten und 4 Jahren gibt es musikalische Eltern-Kind-Gruppen, ab 4 Jahren können sie dann in die Musikalische Früherziehung. Wiesbadener Musik- & Kunstschule Schillerplatz 1-2 | 65185 Wiesbaden  0611/31 30 32  www.wmk-wiesbaden.de


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Kultur mit Kindern

die kunstwerker

KinderKunstGalerie

Die Kunstwerker sind freischaffende Künstler, die mit sozial- und bildungsbenachteiligten Kindern künstlerisch arbeiten. Die „mobile kunstwerkstatt”, ein Bauwagen oder ein Container, öffnet einmal die Woche vor Ort – also auf einem Spielplatz oder einem Schulhof. Sie sind offen für jedermann und kostenfrei. Jede Woche arbeiten hier rund 100 Kinder mit unterschiedlichsten Materialien und künstlerischen Techniken. Viele kommen ganz regelmäßig, die Altersspanne reicht von 3 bis 16 Jahren. die kunstwerker e.V. | Panoramastraße 20 | 65199 Wiesbaden  0163/605 35 46  www.diekunstwerker.de

Hier dürfen Kinder ihre eigenen Kunstwerke zeigen. Mit fachlicher Unterstützung werden die Ausstellungen und Vernissagen vorbereitet und beworben Außerdem wird in der KinderKunstGalerie nicht nur Kunst von Kindern ausgestellt und verkauft, sondern auch produziert: Zweimal die Woche werden Kinder beim offenen und kostenfreien Angebot „Malen an Staffeleien und Gestalten mit Ton“ angeregt, kreativ tätig zu werden. Für Kindergruppen gibt es szenische Kinderbuchlesungen mit anschließendem Kreativangebot. KinderKunstGalerie Dotzheimer Straße 99 | 65197 Wiesbaden  0611/31 35 98  www.wiandyou.de

Das KinderAtelier Das KinderAtelier bietet Kindern einen Raum, verschiedene Techniken und Materialien kennenzulernen und sich individuell künstlerisch zu verwirklichen. Neben dem Malen mit Farben wird mit Ton, Gips, Speckstein, Pappmaché, Holz und vielen weiteren Materialien gearbeitet. Die Kinder erlernen die Handhabung von verschiedenen Werkzeugen und Techniken und bekommen ein Gefühl für plastisches Gestalten. In kleinen Workshops zu speziellen Themen können die Kinder unter fachlicher Anleitung arbeiten oder auch ohne Vorgabe eigene Ideen umsetzen. Das Angebot ist kostenfrei und es bedarf keiner Anmeldung. KinderAtelier Karlstraße 15 | 65185 Wiesbaden  0163/60 53 546  www.wiandyou.de

Villa Farbenfroh In der Villa Farbenfroh entstehen nicht nur Gemälde, sondern finden auch Malkurse statt – auch schon für die Allerkleinsten ab zwei Jahren, die hier ohne Vorgaben mit flüssiger Farbe, Kleister oder Ton experimentieren können. Auf kunterbunte Entdeckungsreisen gehen auch die Kinder im Kurs Farbenzauber zwischen 4 und 11 Jahren. Beim Ausdrucksmalen im Stehen freuen sie sich an der Entstehung des Bildes. Die Phantasie und die Konzentration werden angeregt und gefördert. Villa Farbenfroh Biebricher Allee 109 | 65187 Wiesbaden  0611/16 89 190  www.villafarbenfroh.de


Freizeit mit Kindern

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Ausflüge und Kurztrips mit Kindern Spielen, planschen, Tiere streicheln und staunen

Outdoor-Spielplätze Toben, rutschen, klettern, schaukeln – für Kinder ist das Glück dieser Erde beim Spielen zum Greifen nah. Eine kleinkindgerechte Ausstattung mit Sandbereichen, Klettergeräten, Rutschen und Schaukeln sowie Häuschen und Türmen zum Versteckspielen gehört auf den meisten Spielplätzen um die Ecke zum Standard. Daneben gibt es aber auch Spielplätze, die mit besonderen Attraktionen aufwarten und die eine kleine Reise in andere Stadtteile wert sind. Insgesamt stehen jungen Familien, Kindern und Jugendlichen in Wiesbaden etwa 150 Kinderspielplätze zur Verfügung. Zusammen mit 133 attraktiven Grünanlagen und Parks bestimmen sie das Stadtbild des „Grünen Wiesbadens“. Das Grünflächenamt der Stadt Wiesbaden hat eine Broschüre herausgebracht, in der 45 der schönsten Spielplätze samt ihrem Angebot und einer Altersempfehlung vorgestellt werden. Auch online ist sie einzusehen unter  www.wiesbaden.de/spielplaetze.

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Unter den Eichen Ruhig und idyllisch liegt das Freizeitgelände Unter den Eichen im Norden von Wiesbaden, hervorgegangen 1921 aus dem Luft- und Sonnenbad. Die grüne Oase mit besonderem Charme bietet alles zum Entspannen und Erholen. Die Liegeflächen des traditionsreichen Luft- und Sonnenbades sind von altem Baumbestand gesäumt und bieten viele lauschige Plätzchen, um die Seele baumeln zu lassen. Mit einer Rasenfläche und Spielanlage von 34.000 qm eignet sich das einmalige Gelände mit seinen großzügigen Liegeflächen bestens für die Freizeitgestaltung mit der Familie. Kinder fühlen sich auf dem liebevoll gestalteten Spielplatz und im angrenzenden Planschbecken wohl, das nicht nur an heißen Tagen von den kleinen Besuchern gerne genutzt wird. Luft- und Sonnenbad Unter den Eichen | Platter Straße 200 65195 Wiesbaden |  0611/31-8079

Kinderbauernhof

Viel Platz zum Buddeln – das darf auf keinem Spielplatz fehlen.

Der Kinderbauernhof ist eine Einrichtung für Kindergruppen aus Kindertageseinrichtungen städtischer, kirchlicher und freier Trägerschaft, Elterninitiativen und Grundschulklassen aus Wiesbaden. Die Gruppen haben die Gelegenheit, eine Woche naturpädagogische Erfahrungen zu machen und am Alltagsleben eines Bauernhofs teilzunehmen. Der Kinderbauernhof entwickelte sich aus einer ehemaligen Gärtnerei und liegt mitten in Wiesbaden. Er verfügt über ein großes Freigelände mit einer Feuer- und Wasserstelle und einen Bauerngarten. Die Kinder versorgen mit ihren Erziehern und Lehrern die Tiere wie Schafe, Hühner, Gänse, Enten, Kaninchen, Meerschweinchen, Ponys und Bienen. Sie arbeiten aktiv im Bauerngarten, auf dem Feld und im Freigelände, backen Brot im Steinbackofen, schleudern Honig und experimentieren mit Feuer, Wasser, Erde und Solarenergie. Auf dem Kinderbauernhof können verschiedene Handwerke gelernt werden, zum Beispiel Kerzen ziehen, Papier schöpfen, Wolle filzen, Weben, Spinnen und Werken mit Holz. Tierversorgung, Gartenarbeit, Hauswirtschaftstätigkeiten, Reparatur- und Werkstattarbeit sowie Produktverarbeitung bieten praxisnahe Einblicke in die Betriebsabläufe. Kinderbauernhof | Kleinfeldchen 2 | 65197 Wiesbaden  0611/71615-40  www.wiesbaden.de


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Freizeit mit Kindern

Biberbau

Die Wiesbadener Familienkarte Die mit der Wiesbadener Familienkarte verbundenen Angebote sind breit gefächert und bieten Familien tolle Möglichkeiten Freizeiteinrichtungen zu besuchen und kulturelle Angebote wahrzunehmen. Auch und gerade dann, wenn das Geld nicht so locker sitzt und man für kulturelle oder sportliche Aktivitäten eigentlich nicht unbedingt die Mittel hat. Mit der Familienkarte erhält man eine Ermäßigung von 50 Prozent bei vielen Wiesbadener Bildungs-, Kultur- und Sportstätten. Sie ist für Wiesbadener Familien mit mindestens drei Kindern bis zum Alter von 18 Jahren, Alleinerziehende und Empfänger von Arbeitslosengeld II mit Kindern bis 18 Jahren und Familien, die Pflegekinder betreuen. Neubürgerinnen und Neubürger, die zur Zielgruppe gehören, erhalten die Familienkarte einmal kostenlos. Für alle anderen kostet sie 25 Euro und ist ein ganzes Kalenderjahr gültig. Antrag, Flyer und Infoblatt mit Kontaktdaten sind bei allen Ortsverwaltungen, im Rathaus, in der Stadtbibliothek, in der Volkshochschule und in der Abteilung Jugendarbeit im Amt für Soziale Arbeit erhältlich. Amt für Soziale Arbeit | Abteilung Jugendarbeit Konradinerallee 11 | 65189 Wiesbaden Nähere Informationen und Kontaktdaten:  0611/31-2297  www.wiesbaden.de/familienkarte

Die Familienkarte Hessen Die Familienkarte Hessen können alle Familien mit mindestens einem Kind beantragen, die ihren Hauptwohnsitz in Hessen haben. Die Familienkarte ist kos­tenlos und einkommensunabhängig. Sie umfasst eine kostenlose Unfallversicherung für Kinder und die Vermittlung von Betreuungsangeboten wie Babysitter oder Au-Pairs über eine Hotline. Zudem werden bei zahlreichen Partnerunternehmen und Institutionen attraktive Ermäßigungen angeboten – die großen Partner sind Hipp, Mövenpick, Sparkasse, REWE, Entega und RMV. Ein Elternratgeber hilft bei Erziehungsfragen über eine Hotline oder einen Onlineratgeber. Hessisches Ministerium für Soziales und Integration Referat Familienkarte Hessen | Sonnenberger Str. 2/2a | 65193 Wiesbaden  0611/3219-0  www.familienkarte.hessen.de

Auf dem 5.000 qm großen Gelände dürfen Kinder einfach so richtig Kind sein. Und hier findet jeder etwas, was ihm Spaß macht, sei es beim Hüttenbauen mit Holz, bei der Versorgung der Tiere, dem Kokeln am Lagerfeuer, dem Umgang mit Foto- oder Videokamera, beim Kochen oder Backen oder einfach beim ausgelassenen Versteckspiel mit anderen Kindern. Dies alles geschieht auf Basis der Freiwilligkeit und des Spiels, kein Kind muss an einer Aktivität teilnehmen sondern kann einer eigenen Beschäftigung nachgehen. Für die Kleinen unter sechs Jahren, die mit Ihren Eltern kommen dürfen, gibt es einen eigenen Kleinkindbereich in Tiernähe mit zwei sonnengeschützten Sandmulden. Darüber hinaus bietet der Biberbau Kindergartengruppen Angebote wie Gartenarbeit, Backen im Grudeofen, Basteln oder Stockbrot backen an, man kann hier toll Feste feiern und es werden Ferienspiele angeboten. Biberbau – Lernen durch Tun | Sauerwiesweg 4 | 65187 Wiesbaden  0611/565 053 82  www.biberbau-biebrich.de

Schloss Freudenberg Die über 100 Jahre alte Villa wird seit 1994 saniert und so nach und nach zu einer Art Labor, in dem jeder experimentieren kann. Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne ist mit 160 Stationen, Instrumenten und Versuchen bestückt, die alle Sinne des Menschen anregen sollen. Spielerisches Entdecken und Erkunden steht hier an erster Stelle. Im Bereich „Hören“ lauscht man dem Klang der Singenden Trommeln, der Orgelpfeifen oder dem Summstein, Kinder erzeugen Töne mit Klangschalen oder steigen gleich in die Tempelglocke. Im Bereich „Sehen“ hilft die Sinneswahrnehmung, den Gang der Finsternis zu beschreiten. Bewegung, Strömung, Schwingung, Körper und Tastsinn sind die Themen im Erfahrungsfeld „Bewegung“. Ein Barfuß-Fühlweg und ein Steinlabyrinth ziehen groß und klein in ihren Bann. Es werden Führungen und Kindergeburtstage durchgeführt. Schloss Freudenberg | Freudenbergstraße 224-226 | 65201 Wiesbaden  0611/41 101 41  www.schlossfreudenberg.de

Indoor-Spielplätze Draußen ist es nass, kalt und ungemütlich, und die Kleinen wollen trotzdem hüpfen, toben und spielen? Da ist ein Besuch in einem Indoor-Spielplatz eine willkommene Alternative zum Spielen im Freien. Diese zu großen Spieloasen umgebauten Hallen bieten Spiel- und Spaßgeräte in allen Größen und für alle Altersstufen. Das Angebot reicht von überdimensionalen Hüpf- und Kletterburgen über Rutsch- und Rollerbahnen, Minicars und Trampoline bis hin zu Babybereichen mit Bällebad, Stoff- und Schaukeltieren.


Freizeit mit Kindern

Für das leibliche Wohl der großen und kleinen Besucher sorgen Snacks, Getränke und Süßigkeiten. Gut zu wissen: Hier können auch Kinder­ geburtstage nach Lust und Laune gefeiert werden. Die Kosten für den Eintritt liegen zwischen 1,50 und 8,50 Euro. Wunderkiste | Heimbacher Straße 11 | 65307 Bad Schwalbach  06124/72 75 800  www.wunderkiste.com Rambazamba | Mombacher Straße 76a | 55122 Mainz  06131/570 1770  www.rambazamba-mainz.de

Freibäder und Badeseen Die meisten Kinder fühlen sich im Wasser pudelwohl – und gerade im Sommer bieten Freibäder und Badeseen eine willkommene Abkühlung.

Freibad Kallebad Freizeitspaß für die ganze Familie: Ausgedehnte Liegewiesen, ein riesiges Spiel- und Sportangebot von Beach-Volleyball bis Badminton und 2.600 qm Wasserfläche machen das Kallebad zu einem der beliebtesten Freibä-

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der Wiesbadens. Für die Kleinen sind die vielen Spielgeräte, der Matschspielplatz und das Planschbecken besonders klasse. Und natürlich gibt es ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken mit breiter Rutsche und eine Sprunganlage. Wer‘s gerne nackig mag, geht in den FKK-Bereich. Freibad Kallebad | Wörther-See-Straße 14 | 65187 Wiesbaden  0611/31-2524  www.freibad-kallebad@wiesbaden.de

Freibad Maaraue Mitten im gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet liegt das Freibad Maaraue, das mit 50.000 qm Liegewiese und einer Wasserfläche von fast 3.700 qm Wiesbadens größtes Bad unter freiem Himmel ist – und es liegt außerdem noch landschaftlich ausgesprochen schön. Neben Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken gibt es Rutschen und eine Wasserlandschaft für Kleinkinder. Ein Basketballfeld, zwei Beach-Volleyball-Felder, eine BocciaBahn, zwei Tischtennisplatten, zwei Schachtische, ein Badminton-Feld und drei Tischtennisplatten sorgen für Spielespaß total. Das Bad ist behindertengerecht. Freibad Maaraue | Maaraue 27 | 55246 Mainz-Kostheim  06134/ 556 71 12  www.maaraue@wiesbaden.de


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Freizeit mit Kindern

Freibad Opelbad Umgeben von Wäldern und Weinbergen thront das Opelbad hoch oben auf dem Neroberg. Der atemberaubende Blick über die Dächer der Stadt und die denkmalgeschützten Gebäude im klaren Bauhausstil machen den Besuch des eleganten Sommerbades zu einem Erlebnis der besonderen Art. Das Wasser ist solarbeheizt und 24°C warm. Das Bad ist stufenförmig angelegt: Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken liegen tiefer als die Liegewiesen. Für 3 Euro kann man eine Liege mieten. Freibad Opelbad | Neroberg | 65193 Wiesbaden  0611/174 64 990  www.opelbad@wiesbaden.de

Hallenbäder/Freizeitbäder Spielt das Wetter nicht mit, um Wasserspaß unter freiem Himmel genießen zu können, zieht man sich unters Dach zurück. Wer seine Badehose mit einem Seepferdchen verzieren möchte, erhält es nach erbrachter Leistung – schwimmen, tauchen, springen – hier vom Bademeister persönlich. ­

Hallenbad Kostheim Im Südosten Wiesbadens liegt dieses kleine, aber feine moderne Bad. Es gibt einen Schwimmbereich mit 25-m-Becken und separatem Sprungbecken. Der Kleinkind-Bereich lädt mit angenehmen 32°C Wassertemperatur zum ausgiebigen Planschen ein. Auf dem Dach des Gebäudes erwartet die Badegäste eine attraktive Saunalandschaft mit drei Saunen und einer großzügigen Frischluftzone. Ein großer Außenbereich mit Liegewiese, Sportflächen und ein anregender Wasser­spielplatz öffnen die Anlage nach außen. Das Bad hat im Sommer wie im Winter geöffnet. Hallenbad Kostheim | Waldhofstraße 11 | 55246 Mainz-Kostheim  06134/603-355  www.hallenbad-kostheim@wiesbaden.de

Freizeitbad Mainzer Straße Mit seinem 50-m langen Becken und dem 7,50-m hohen Sprungturm ist das Freizeitbad Wiesbadens sportlichstes Familienbad, das nicht nur Kraulprofis optimale Trainingsbedingungen bietet. Junge Wasserfreunde können im Kleinkindbecken mit Rutsche und Fontänen ganz entspannt ihre ersten Schwimmversuche machen und am Spielnachmittag der einmal im Monat sonntags im großen Becken stattfindet, ihre „Seetüchtigkeit“ auf Mini-Pontons und einer Riesenkrake demonstrieren. Wer keine Lust zum Schwimmen hat, darf sich vor den Massage­düsen des Warmbadbeckens oder in der Dampfgrotte, dem Sonnengarten mit Sonnenliegen und der weitläufigen Saunalandschaft mit attraktivem Außenbereich entspannen. Freizeitbad Mainzer Straße | Mainzer Straße 144 | 65189 Wiesbaden

 0611/31-8041  www.freizeitbad-mainzerstr@wiesbaden.de Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen Nur wenige Minuten von der Wiesbadener City entfernt lädt das Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen zu Spaß im Wasser ein. Im Innenbereich machen Schwimm- und Lehrschwimmbecken, Baby­bereich, eine separate Trainingshalle, Sauna und Bewegungsangebote wie Aquarobics oder Aqua-Jogging das Schwimmzentrum zu einem attraktiven Fitness-Center für Groß und Klein. Im Sommer lockt eine 32.000 qm große Außenfläche mit vielen Attraktionen. Auf dem 10-m-Sprungturm, der Großwasser- und SpeedRutsche und im Nichtschwimmer­becken mit Strömungs­kanal, Massagedüsen und Whirl-Liegen wird der Aufenthalt im Kleinfeldchen zum Badevergnügen für die ganze Familie. Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen Hollerbornstraße 9 | 65197 Wiesbaden |  0611/31-22 86  www.frei-und-hallenbad-kleinfeldchen.de

Themalbad Aukammtal In dem anspruchsvollem Gesundheitsbad geht es in erster Linie um das Wohlbefinden. Das große Innenbecken bietet sowohl einen Nichtschwimmer- (1,20m tief) und einen Schwimmerbereich (1,80m tief). Ein Schwimmkanal verbindet dieses Becken mit dem großen Außenbecken (1,20-1,35m tief). Im kleinen Aktionsbecken werden Kurse wie Aqua Workout, und Rückenfit angeboten. Auch in der Sauna oder mit einer Massage kann man sich hier verwöhnen lassen. Jeden ersten Samstag im Monat dürfen auch die Kids mit in die Sauna. Kinder können sich in Kursen langsam auf das Wasser einlassen und auch schwimmen lernen. Thermalbad Aukammtal Leibnizstraße 7 | 65191 Wiesbaden  0611/31-7080  www.thermalbad@wiesbaden.de

Tierparks und Zoos Bären, Löwen, Pinguine und Affen faszinieren Kinder von Anfang an. Ein Besuch in einem Zoo oder Tierpark ist für die Kleinsten das Allergrößte. Ob imposante Elefanten oder kleine Insekten, bunte Fische oder streichelzahme Ziegen – die Begegnung mit diesen Tieren ist für Kinder ein ganz besonderes Erlebnis.

Tier- und Pflanzenpark Fasanerie Haustiere wie Schafe, Ziegen, Schweine und Hühner leben hier neben Wildtieren wie Wölfe, Luchse, Wildkatzen, Hirsche, Füchse und Greifvö-


Freizeit mit Kindern

gel. Die drei wohl bekanntesten Bewohner aber sind die Braunbären Ronja, Troxi und Kuno. Aber auch landschaftlich ist der Park reizvoll: Wiesen, Wald, Gewässer sowie ein exotischer Baumbestand lassen den Besucher das städtische Leben vergessen und ganz in die Natur eintauchen. Ein großer Wasser- und Erlebnisspielplatz und ein breites naturpädagogisches Angebot für Menschen jeden Alters runden das Angebot ab. Der Eintritt ist frei. Auf den Fütterungstouren geht es vormittags zu den Bären, Wölfen und Luchsen, nachmittags zu den Kleinraubtieren. Daneben gibt es eine Fülle von naturpädagogischen Angeboten – Führungen, Vorträge, Seminare, Kurse, usw. zu ganz unterschiedlichen Themen rund um Natur und Mensch. Tier- und Pflanzenpark Fasanerie Wilfried-Ries-Straße 20 | 65195 Wiesbaden |  0611/40 90 77-0  www.wiesbaden.de/fasanerie  www.fasanerie.net

Tierpark Mainz-Kastel In dem ehrenamtlich geführten Park leben zahlreiche Tiere wie Damhirsche, Waschbären, Ziegen, Frettchen, Esel, Kaninchen, Hühner, Enten und seltene Coburger Fuchsschafe. Im Schauhaus werden einheimische Kaltwasserfische, tropische Süßwasserfische und verschiedene Reptilien gepflegt. Am Ententeich und dem Wasserschildkrötenweiher gibt es auch Eisvögel, seltene Insekten und Amphibien. Ein Imker bereichert neben einem Bienen-Schauhaus mit Bienenvolk die jährlichen Feste mit verschiedenen Aktivitäten, wie z.B. Honigschleudern oder Kerzenziehen. Sonntags wird bei gutem Wetter Kaffee und Kuchen aus einem Planwagen verkauft. Tierpark Mainz-Kastel | Unterer Zwerchweg | 55252 Mainz-Kastel  0611/60 77 36  www.tierpark-mainz-kastel.de

Zoo Frankfurt Im Zoo Frankfurt leben rund 4300 Tiere – die im wahrsten Sinne des Wortes unzähligen Insekten nicht mitgerechnet – aus rund 460 Tierarten. Die meisten findet man im Exotarium und im Grzimekhaus. Unter den vielen vielen Tieren leben hier so große wie die Nashörner und so kleine wie die Kurzohrrüsselspringer. Nachtaktive Tiere wie Fledermäuse und Fingertiere leben im Grzimekhaus, wo der Tag zur Nacht gemacht wird. Wer Pinguine, Fische, Schlangen und Leguane mag, sollte unbedingt im Exotarium vorbei schauen – dort findet auch zweimal täglich ein Tropengewitter statt. Im Borgori-Wald leben die Gorillas, Orang-Utans und die lustigen Bonobos. Zwergseebären und Seehunde tummeln sich auf den Robbenklippen. Durch große Scheiben kann man ihnen beim Schwimmen und Spielen unter Wasser zuschauen. Vorbei an Kamelen und Alpakas geht es zum Streichelzoo, wo sich kleine Zwergziegen auf Besuch freuen. Ein großer Spielplatz

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lädt zum Toben und Picknicken ein. Wegen der vielen Tierhäuser macht ein Besuch im Frankfurter Zoo auch bei Regen Spaß. Zoo Frankfurt | Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt  069/212-33735  www.zoo-frankfurt.de

Kobelt Zoo Frankfurt Nur am Wochenende öffnet der Kobelt-Zoo in Frankfurt seine Pforten, da sich in diesem kleinen Zoo engagierte Ehrenamtliche um alles kümmern. Am Rande des Schwanheimer Waldes leben Waschbären und Affen. Esel, Pferde, Hasen, Ziegen und Schafe warten auf Streicheleinheiten. Und verschiedene Vogelarten wie Papageien, Nymphensittiche, Enten und Pfaue sind im KobeltZoo ebenfalls zuhause. Das Gelände ist Heimat von Schildkröten, Frettchen und Schlangen. Während sich die Eltern eine Pause gönnen, toben sich die Kinder auf dem Spielplatz aus. Sonntags wird im Kobelt-Zoo Frankfurt Kaffee und Kuchen angeboten. Der Park öffnet immer am 1. Mai mit einem Fest und schließt Ende September. Der Eintritt ist frei, es stehen Spendenboxen bereit. Kobelt-Zoo | Schwanheimer Bahnstraße 5 | 60529 Frankfurt  069/35 35 30 47  www.kobelt-zoo.de

Zoo Vivarium Darmstadt Lautstarke Affen, farbenprächtige Vögel, tropische Fische und exotische Reptilien haben in naturnah gestalteten Gehegen, Terrarien und Aquarien ihr Zuhause. Auf 5 Hektar Fläche leben 2.000 exotische und einheimische Tiere in 190 Arten. Hautnahe Tierbeobachtungen bieten die begehbare Känguru-Anlage und der Streichelzoo mit Afrikanischen Zwergziegen. Üppig bepflanzte Tierhäuser wie die Aquarien- und Terrarienhalle, das Tropen-, Schopfmakaken- und Binturong-Zwergotterhaus lassen selbst im Winter tropische Tiererlebnisse zu. Zoo Vivarium | Schnampelweg 5 | 64287 Darmstadt  06151/13 46 900  www.zoo-vivarium.de

Opel-Zoo Kronberg Über 1.600 Tiere aus mehr als 230 Arten leben hier. Im Streichelzoo oder beim Ponyreiten erleben die Kinder ihre Lieblingstiere hautnah. Ein besonderer Anziehungspunkt ist die „Afrika Savanne“ mit Giraffenschauhaus und Außenanlage, auf der Giraffen, Zebras, Gnus und Impalas am Wasserloch, beim Weiden oder beim Füttern am großen Baobab zu beobachten sind. Ein weiteres Highlight ist die großzügige Elefantenanlage mit Elefantenhaus und dem Restaurant Sambesi, von dessen Terrassen man einen spektakulären Blick auf die Tiere hat. Neu sind die Tierpfleger-Gespräche: Täglich werden die Pinguine gefüttert und die Pfleger gehen auch zu anderen Tieren ins Gehege und trainieren mit ihnen. Große Abenteuerspielplätze mit Kletterwald und Riesenrutschen und ver-


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Freizeit mit Kindern

schiedene Lehrpfade lassen den Tag im Opel-Zoo zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Opel-Zoo Am Opel-Zoo 3 | 61476 Kronberg  06173/325 903-0  www.opelzoo.de

Freizeit- und Erlebnisparks Naturgenuss für die ganze Familie oder Action pur – Freizeit- und Erlebnisparks laden zu ausgedehnten Ausflügen ein, die das alltägliche Einerlei schnell vergessen lassen. Abwechslungsreiche Angebote gibt es neben den kleinen Parks „um die Ecke“ auch in den großen Themenparks, die auch Übernachtungsmöglichkeiten bieten und auch mal ein Ziel für einen Wochenendausflug sein können.

Taunus Wunderland 52 Attraktionen für Kids zum Festpreis – mal spritzig, mal luftig hoch, mal zauberhaft, mal rätselhaft, mal rasant, mal ausgeflippt und kunterbunt. Egal ob Jung oder Alt, ob Groß oder Klein, im Taunus Wunderland kann – getreu des Mottos „Raus in die Natur, rein ins Abenteuer“ – jeder gute Laune bekommen und vom Alltag abschalten. Da heißt es, reichlich Zeit einzuplanen, am besten einen ganzen Tag. Hier können sich Kleine und Große richtig austoben, selbst für die Kleinsten ab ein Meter Körpergröße gibt es genug zum Mitfahren oder selbst steuern. Der Baby-Ball-Pool, das Froschkonzert oder eines der vielen Kinderkarussells machen den Kleinen viel Freude. Beliebt ist auch das Märchenland. Und immer wieder heißt es: Rutschen, rutschen, rutschen. Saison ist von April bis Ende Oktober. Taunus Wunderland | Haus zur Schanze 1 | 65388 Schlangenbad  06124/40 81  www.taunuswunderland.de

Freizeitpark Lochmühle Der Park verbindet Spaß, Natur und Lernen miteinander. Ob Achterbahn, ein Ritt auf dem Ponyrücken oder ein Besuch im Streichelzoo – in der Lochmühle ist für jeden etwas dabei. Das landwirtschaftliche Museum zeigt die Besonderheiten des bäuerlichen Arbeitsalltags, die Traktor-Schienenbahn führt durch einen liebevoll angelegten Lehrpfad und heimische Tierarten lassen sich ganz nah erleben. Noch weiter in die Vergangenheit führt ein Lehrpfad namens Römer-Parcours. Hier kann man die Reste eines römischen Kleinkastells sowie den Limes erforschen und viel Neues über das Leben und Arbeiten in der Antike erfahren. Der Baumwipfelpfad ist besonders für junge Besucher spannend. Er verläuft in zwei Metern Höhe und führt durch die vorhandenen Bäume. High-

light der Strecke ist eine sieben Meter lange Gitterröhre, durch die man nach oben steigt. Der Weg hinab führt die Besucher durch eine Röhrenrutsche. Wenn der Magen knurrt stehen ein Restaurant, die Brezelbäckerei oder der Kiosk bereit. Auch eigenen Proviant kann man sich schmecken lassen. Es gibt Grillhütten, die man nach vorheriger Anmeldung nutzen kann. Freizeitpark Lochmühle | 61273 Wehrheim  06175/79 00 60  www.lochmuehle.de

Erlebnispark Steinau Als ehemaliger Tier- und Botanikpark mit exotischen Tieren beherbergt der Erlebnispark immer noch viele tierische Gefährten. Im Streichelzoo können die kleinen Besucher mit Eseln, Ziegen und Hühnern spielen, in den Volieren die Vögel beobachten oder in der Tierkinderstube kleinen Küken beim Schlüpfen zusehen. Unterschiedliche Fahrgeschäfte erwarten die Besucher. So können sie beispielsweise die 850 Meter lange Sommerrodelbahn hinuntersausen, sich beim Wasserbobfahren im kühlen Nass erfrischen und von der Albatrosbahn aus den Park von oben betrachten. Wer sich einmal wie ein großer Goldgräber fühlen möchte, der geht in der Ausgrabungsstätte auf Schatzsuche oder versucht in der Goldwaschanlage sein Glück. Attraktionen sind die kleinste Achterbahn der Welt, die Zwergenbaustelle, Opa Theos Floßfahrt, der Wasserspielplatz „Wasser-Schorsch“, eine Schiffschaukel auf Schienen oder das Schubkarrenrennen. Im Grimm-Keller können sich die Kleinen spannende Geschichten erzählen lassen. Es stehen zahlreiche Picknick- und Grillplätze zur Verfügung, sie können nach Voranmeldung kostenlos genutzt werden. Erlebnispark Steinau | Thalhof 1 | 36396 Steinau an der Straße  06663/68 89  www.erlebnispark-steinau.de

Holiday Park Haßloch Hier kommen die Kleinen voll auf ihre Kosten und den Eltern wird auch nicht langweilig: Es gibt Karussells, Minicars, Tretboote, Hüpfburgen, Kinderschminken oder eine Abenteuerspielburg. Ständig ist irgendwo etwas los. Neu ist der Themenpark Holiday Indoor. Die Besucher können sich bei Wind und Wetter auf eine Familienachterbahn, ein interaktives Flugkarussell, eine riesige Wellenrutsche, ein Karussell mit geschnitzten Bauernhoftieren für die kleinsten Gäste, ein großes Bällebad, einen fantasievollen Kletterbaum und einen Spielplatz freuen. Zwei Imbisse mit Terrassen und ein neuer Shop runden das Indoor-Erlebnis ab. Auch die täglichen Shows für Familien und Kinder finden im Indoorpark statt. Hierfür wurde eigens ein Theater mit über 500 Sitzplätzen errichtet. Die Attraktionen im neuen Indoorbereich werden rund um die beliebte TV-Figur Heidi sowie Mia & Me, eine der meistgesehenen Kinderserien im Deutschen Fernsehen, thematisiert. Darüber hinaus wird hier Tabaluga eine neue Heimat finden. Die


Freizeit mit Kindern

Biene Maja und Wickie hatten bereits in den letzten Jahren Einzug gehalten und werden nun von den altbekannten TV-Kollegen unterstützt. Holiday Park Haßloch | Holiday-Park-Straße 1-5 | 67454 Haßloch  06324/5993-0  www.holidaypark.de

Erlebnispark Tripsdrill Im Jahr 1929 eröffnet, ist der Erlebnispark Tripsdrill der älteste seiner Art in Deutschland. Heute verfügt er über mehr als 100 Attraktionen. Gerade für Kinder ist dieser Park besonders geeignet, da er sehr viele Fahrgeschäfte speziell für die Kleinen bietet – Karussells und Bahnen wie der Wäschekorb-Rundflug, die Suppenschüsselfahrt oder die Gugelhupf-Gaudi-Tour drehen hier munter ihre Runden. Spielmöglichkeiten ohne Grenzen und ein knapp acht Meter hoher Murmelturm warten im neuen wetterfesten Gaudi-Viertel auf die kleinen Besucher. Zusätzlich gibt’s viele Wasserspiele und einen eigenen Tierpark mit Streichelzoo. Neben den Attraktionen im Erlebnispark erwartet die Besucher in Tripsdrill das 47 Hektar große Wild-

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paradies mit seinen tierischen Bewohnern, das auch im Winter täglich geöffnet hat. Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Übernachtung im Schäferwagen oder in einem der Baumhäuser, auch das ist ganzjährig möglich. Erlebnispark Tripsdrill | 74389 Cleebronn/Tripsdrill  07135/9999  www.tripsdrill.de

Europapark Rust Ganz Europa auf rund 70 Hektar erleben – der Europapark Rust macht‘s möglich. Mehr als 100 Attraktionen und Live-Shows in verschiedenen Länderbereichen machen den Ausflug zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Achterbahnen, Fjord-Rafting, Geisterschloss oder Gladiatoren-Stunt­show gibt es ebenso wie Märchenland, Spielwiese, lustige Comic-Figuren in Lebensgröße und sogar ein Schokoland. Der Weg von Frankreich nach Griechenland, von Holland nach Russland misst dabei nur wenige Meter. Europapark | Europaparkstraße 2 | 77977 Rust bei Freiburg  07822/66 88  www.europapark.de


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Freizeit mit Kindern

Ausflugsziele Die Rhein-Main-Region hat einiges zu bieten, der Freizeitwert ist hoch. Und auch Kleinkinder haben ihren Spaß an folgenden Ausflugszielen, die als tolles Erlebnis noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

Freilichtmuseum Hessenpark Über 100 Fachwerkgebäude aus fünf Jahrhunderten laden auf dem 65 Hektar großen Museumsgelände dazu ein, die Alltagsgeschichte unserer Vorfahren zu entdecken. Die harten Schulbänke aus der Zeit um 1900, die kühlen Wände im Gotteshaus aus dem 15. Jahrhundert, das Klappern von Geschirr im Gasthaus der 1950er-Jahre oder die enge Stube im Rauchhaus aus dem 18. Jahrhundert – die Wohnhäuser, Kirchen, Werkstätten, Hofanlagen und Mühlengebäude erlauben als Zeitzeugen aus Holz und Stein einen direkten Blick in die Vergangenheit. Indem sie in die Vergangenheit eintauchen, können sich die Besucher ein Bild davon machen, wie es vor 100 bis 400 Jahren im ländlichen Hessen zuging – und das auf spielerische, unterhaltsame Weise. Neben Bauernhoftieren gibt es altes Handwerk zu erleben, Kinderspiele aus der guten alten Zeit oder wie früher aus Korn das Brot gemacht wurde. Der Hessenpark ist ein lebendiges Museum mit einer Fülle von Angeboten. Ob bei einer Geburtstagsfeier, in der KinderUni oder bei einer Ferienaktion: Hier kommt jeder auf seine Kosten. Freilichtmuseum Hessenpark | Laubweg 5 | 61267 Neu-Anspach  06081/588-0  www.hessenpark.de

Rhein-Main-Schifffahrt So eine Schifffahrt macht auch schon den Allerkleinsten Spaß. Sie sind an der frischen Luft, bekommen etwas zu sehen und können sich bewegen. Die Schiffe der Primus-Linie und der Köln-Düsseldorfer gehen auf große Rheinfahrt. Sie legen an der Anlegestelle in Wiesbaden-Biebrich direkt vor dem Biebricher Schloss ab. Primus-Linie  069/13 38 37-0  www.primus-linie.de Köln Düsseldorfer Rheinschifffahrt  06131/61 04 51  www.kd-rhein-main.de Personenschiffahrt Nikolay  06139/378 oder 2415  www.schiffahrt-nikolay.de

Kletterwald Neroberg Hoch über Wiesbaden auf dem Neroberg liegt zwischen uralten Eichen und Buchen einer der größten Hochseilgärten in Deutschland. Er bietet Abenteuer, Spaß, Natur- und Teamerlebnis für Groß und Klein. Ab vier

Jahren können sich die kleinen Kletterer in einem großen spannenden Parcours austoben. Die Parcours verlaufen auf 1,50 bis 1,80m Höhe. Die Beaufsichtigung erfolgt durch die erwachsenen Begleiter. Kinder ab sechs Jahren können mit einem speziellen Sicherheitssystem auch alleine in die hohen Parcours einsteigen, wenn sie eine Greifhöhe von 1,65m erreichen. Kletterwald Neroberg | Neroberg 1 | 65193 Wiesbaden Büro  0611/580 22 46 | Kletterwald  0170/458 04 66  www.kletterwald-neroberg.de

Ponyland Ebentaler Hof Auf diesem schön gelegenen Gehöft mit weitem Rundumblick ist immer was los. Man kann hier mit einem Pony den kleinen etwa zwei Kilometer langen Rundkurs reiten oder eine Tour mit der Kutsche oder einem Planwagen fahren. Noch aufregender ist nur der Flug mit dem Helikopter! Beliebt sind die Wochenendübernachtungen für junge Eltern: dann wird auf der Mirabellenwiese gezeltet – man kann auch ein Zimmer mieten – und groß und klein dürfen ganz viel reiten, das kleine Eselfohlen versorgen und auch sonst auf dem Hof mithelfen. Ponyland Ebentaler Hof | Auf dem Ebental 1 | 65385 Rüdesheim  06722/25 18  www.ebental.de

Lama- und Alpakahof Kisselmühle ­­­Auf den Waldwiesen der ehemaligen Kisselmühle grasen schon seit einigen Jahren Alpakas und Lamas sowie Trampeltiere, Dromedare, Kängurus und Emus, die dort hautnah erlebt werden dürfen. Nach Voranmeldung finden ganzjährig geführte Lama- oder Kameltrekkingtouren oder vergnügtes Erzählen und Picknicken inmitten der Lamaherde statt – ein großartiges Erlebnis für Kinder und Erwachsene. Kisselmühle | Untere Kisselmühle 1 | 65346 Eltville  06723/873 60  www.kisselmuehle.de

Abenteuerland der Sinne Hier darf und soll alles angefasst, bewegt und erkundet werden – auf die den Dingen zugeschriebene Art und Weise, aber auch ganz anders: kleine Seeräuber können in der Piratenhöhle toben, klettern oder gegen das Schaummonster kämpfen, während sich kleine Hofdamen im Spiegelkabinett begutachten können. Kleine Forscher kommen im Chemielabor auf ihre Kosten, während Tier-Babysitter die Hasenbabys im Puppenwagen spazieren fahren können. Junge Künstler können ihre Ideen im Kreativ-Pavillon ausleben. Die außergewöhnliche Spielideen und Sinnesanregungen machen auch Kinder-Geburtstage zu einem unvergessenen Erlebnis. Abenteuerland der Sinne | Im Hängl 7 | 65232 Taunusstein-Wehen  06128/868 46  www.abenteuerland-taunusstein.de


Freizeit mit Kindern

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Urlaub mit Kindern Mit der Natur auf Du und Du Die schönsten Wochen des Jahres – für viele Familien ist der Urlaub die Zeit, in der sie endlich einmal etwas gemeinsam unternehmen können, fernab der Hektik des Alltags. Aber wo erholt man sich als junge Familie am bes­ ten? Ein wichtiger Aspekt bei der Wahl ist sicher die Anreise zum Urlaubsort. Will man mit Mann und Maus fünf Stunden im Flieger verbringen? Oder belädt man das Auto und schaut sich nach einem Domizil um, das in wenigen Stunden erreichbar ist? Bei der Entscheidung für ein Urlaubsziel fallen als Familie ganz neue Aspekte ins Gewicht: Langweilt sich der Vierjährige, wenn Mama und Papa Kirchen, Museen und historische Ausgrabungsstätten abklappern? Schafft die Dreijährige eine ganztägige Wandertour? Auch ein Hotel, in dem überwiegend Singles ihren Urlaub verbringen, ist vielleicht nicht ganz das Richtige für den quirligen Nachwuchs. Generell gilt: Erlaubt ist, was allen gefällt. Ob Ponyhof mit vielen Streicheltieren, Wellness-Oase mit Massageangeboten für Babys und Eltern, abwechslungsreiche Wandertour oder Badeparadies mit Kinderbetreuung – inzwischen bieten viele Reiseveranstalter für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas Passendes. Viele Unternehmen haben sich ganz auf die Bedürfnisse junger Familien eingestellt. Und so wird der Urlaub ganz sicher zur schönsten Zeit des Jahres.

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So machen Ferien auch den Kleinsten Spaß!

Urlaub auf dem Bauernhof Herumtollen und toben, im Heu hüpfen, Bauernhoftiere streicheln und mal auf einem Pferd reiten, erkunden, wo die Milch herkommt, beim Kühe melken und Eier einsammeln helfen – ein Bauernhof hat alles zu bieten, was Kindern Spaß macht, fernab von Straßenlärm und Großstadthektik. Gerade für Stadtkinder ist ein Aufenthalt auf dem Bauernhof ein besonderes Naturerlebnis, von dem sie nachhaltig profitieren können. Das Angebot ist vielfältig – vom einfachen Zimmer bis zur Ferienwohnung mit kleinkindgerechter Ausstattung ist alles möglich. Gerade zu den Bauernhöfen, die sich ganz auf Familien als Gäste eingerichtet haben, kann man also getrost mit kleinem Gepäck anreisen. Zusätzliches Plus ist die herzliche und familiäre Atmosphäre. Häufig bieten die Feriendomizile zusätzliche Erlebnisangebote wie Traktor- und Kutschfahrten, organisierte Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Region, gemeinsame Lagerfeuerabende und vieles mehr. Wer lieber „unter sich“ bleiben will und die Zeit ganz der Familie widmen möchte, ist hier natürlich auch richtig.

Bauernhöfe deutschlandweit

Hautnah Natur erleben – auf dem Bauernhof ist das möglich.

Etwa 10.000 Anbieter von Bauernhof- und Landurlaub zwischen Berchtesgaden und Ostsee haben sich in der „Bundesarbeitsgemeinschaft für ­Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland“ zusammengeschlossen. Das Internetportal  www.landsichten.de beinhaltet ein riesiges Angebot rund um den Urlaub auf dem Bauern­hof und Urlaub auf dem Land, aber auch zu Ferienunterkünften auf ­Winzer-, Fischer- und Reiterhöfen.


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Freizeit mit Kindern

Zusätzlich zur konkreten Suche nach dem individuellen Wunschhof besteht die Möglichkeit, Kataloge zu bestellen sowie vielfältige Recherchen durchzuführen. So lassen sich speziell auf Familien mit Kindern ausgerichtete Höfe mit wenigen Mausklicks ausfindig machen.  www.landsichten.de

Urlaub in der Jugendherberge Große Schlafsäle, gemeinsamer Spüldienst und Erbsensuppe – das war einmal. Heute präsentieren sich die Jugendherbergen als moderne Dienstleister in Sachen Urlaub. Rund 130 Jugendherbergen zwischen Nordsee und Alpen können mittlerweile mit dem Profil „Familien-Jugendherberge“ und speziellen Standards aufwarten. So bieten diese Häuser zum Beispiel Familienzimmer mit Dusche und WC an. Kinderbetten, Wickeltisch, Windeleimer, Babyphon und Steckdosensicherungen gehören hier ebenso zum Inventar wie Flaschenwärmer und Hochstühle. Ein kindgerechtes Speisenangebot, vielfältige Spielmöglichkeiten im Haus und auf dem Gelände sowie die Veranstaltung von Familien-Freizeitprogrammen sind weitere Merkmale dieser zertifizierten Herbergen. Voraussetzung für die Übernachtung in Jugendherbergen ist die Mitgliedschaft im Deutschen Jugendherbergswerk. Sie kostet für Familien mit minderjährigen Kindern 22,50 Euro pro Jahr und gilt weltweit. Die Organisation der Jugendherbergen auf Landesebene bringt es mit sich, dass die Preisgestaltung der Übernachtungs- und Verpflegungspauschalen für Familienaufenthalte in den verschiedenen Bundesländern variiert. Während in Rheinland-Pfalz und im Saarland Kinder bis zu drei Jah-

ren frei sind und Kinder zwischen vier und 14 Jahren eine Ermäßigung von 50% auf den Gesamtpreis erhalten, sind Unterkunft und Verpflegung beim Aufenthalt in Baden-Württemberg und Bayern für Kinder unter 6 Jahren generell kostenfrei. Die Eltern zahlen für die Übernachtung nur den „Juniorpreis“. Deutsches Jugendherbergswerk Leonardo-da-Vinci-Weg 1 | 32760 Detmold  05231/7401-0  www.jugendherberge.de

Mit Kindern auf Berghütten Wandern mit Kindern macht Spaß. Man ist gemeinsam in freier Natur unterwegs und Kinder lieben es, Neues zu entdecken und sich in frischer Luft zu bewegen. Wenn Sie mit Kindern eine längere Tour planen, kann das zu einem echten Familienabenteuer werden. Übernachten auf einer Berghütte – das verspricht aufregende Erlebnisse abseits von Fernseher, Playstation und Computer. Die Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Italien bieten in knapp 100 familienfreundlichen Hütten schon ab dem Babyalter Übernachtungsmöglichkeiten in Bayern, Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich/Salzburg/Steiermark, Kärnten/Osttirol und Südtirol an. Einige sind Schutzhütten im ursprünglichen Sinn mit schlichter Ausstattung und Verköstigung, andere haben eine bessere Ausstattung und bieten ein reichhaltigeres Angebot an Mahlzeiten. Die Preise für eine Übernachtung in einer Kategorie-1-Hütte liegen für Mitglieder im Mehrbettzimmer bei maximal 20 Euro, Kinder bis einschließ-


Freizeit mit Kindern

lich 6 Jahre zahlen 6,50 Euro, Jugendliche zwischen 7 und 18 Jahren 10 Euro. Nichtmitglieder zahlen mindestens 10 Euro mehr als Mitglieder. Decken und Kissen sind vorhanden, die Benutzung von Hüttenschlafsäcken ist vorgeschrieben. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Mit Kindern auf Hütten“ des Deutschen Alpenvereins. Deutscher Alpenverein DAV | Von-Kahr-Straße 2-4 | 80997 München  089/140 03-0  www.alpenverein.de

Gemeinnützige Familienferienstätten Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung Urlaub mit der ganzen Familie in familienfreundlichen Unterkünften und zu erschwinglichen Preisen anzubieten, ist das Anliegen der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung, die durch einen Zusammenschluss des Arbeitskreises Evangelische Familienerholung, des Katholischen Arbeitskreises für Familienerholung und des Arbeitskreises Familienerholung gebildet wird. Über 50 gemeinnützige Familienferienstätten bieten sich quer durch Deutschland von der Nordsee bis zum Allgäu und vom Rhein bis an die tschechische Grenze als Feriendörfer oder als einzelne, individuell ausgestattete Ferienstätten in landschaftlich reizvoller U ­ mgebung an. Hier steht nicht die Gewinnerzielung, sondern die familienorientierte Erholungsförderung im Mittelpunkt. Dabei werden besonders einkommensschwache und kinderreiche Familien, allein Erziehende sowie Familien mit behinderten oder zu pflegenden Angehörigen berücksichtigt.  www.urlaub-mit-der-familie.de

Urlaub mit Hotelkomfort Wer auf Komfort im Urlaub nicht verzichten möchte, kann als Familie mit kleinen Kindern auf spezialisierte Reiseveranstalter und Hotelketten setzen. Neben der kleinkindgerechten Ausstattung der Zimmer, die als Familienzimmer oder -apartment eingerichtet sind, legt man hier Wert darauf, dass die Kleinen nicht zu kurz kommen. Spielmöglichkeiten in Hülle und Fülle, altersgerechte Betreuungsmöglichkeiten und Freizeitangebote, Badelandschaften, in denen auch Nichtschwimmer richtig Spaß haben können und natürlich eine kindergerechte Essensauswahl – all das und vieles mehr machen die Familienferien perfekt. Natürlich gibt es auch bei den „großen“ Reiseveranstaltern Angebote, die auf die Zielgruppe „Eltern mit Kindern“ zugeschnitten sind. Daneben haben sich aber auch spezialisierte Anbieter etabliert, die sich ausschließlich den Eltern-KindReisen verschrieben haben.

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Familotel Urlaub mit Kindern und für Kinder – der Familotel-Gruppe angeschlossene Hotels bieten jede Woche mindestens 35 Stunden Kinderbetreuung, in den Babyhotels werden sogar die Kleinsten liebevoll betreut. Babysittervermittlung, die passende Ausstattung der Zimmer, Büffets, die ganz auf den Geschmack der Jüngsten zugeschnitten sind und bei denen dennoch die Eltern nicht zu kurz kommen, sowie ein abwechslungsreiches Programm


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Freizeit mit Kindern

für Groß und Klein – in den Familotels wird ganz auf die Bedürfnisse der Familien eingegangen. Das Motto der Kinder heißt „Spiel, Spaß und viele Freunde“, das ihrer Eltern „Ruhe, Erholung und Genießen“. Orientierungshilfen für die Suche nach einem Hotel mit bestimmten Merkmalen geben die Hotelbewertungen mit Kronen. Zum Angebot gehören 55 Hotels, davon 27 in Deutschland, 22 in Österreich, vier in Südtirol und je ein Hotel in der Schweiz und in Ungarn.  www.familotel.de

Bambino-Tours „All inclusive“, Riesenrutschen und Bettenburgen sucht man bei BambinoTours vergebens. Dafür setzen die Anbieter auf individuelle und landestypische Quartiere, niveauvolle Gästegruppen und ein liebevolles Betreuungsprogramm. Die Größe der jeweiligen Ferienanlage ist meist überschaubar. Die Formel geht auf: Die Kleinen sind ausgeglichen und die Eltern gut erholt. Ferienziele in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Österreich, Dänemark, England, Griechenland und Malta warten darauf, entdeckt zu werden.  www.bambino-tours.de

Vamos Seebadflair in Warnemünde, Heilklima auf Lanzarote, wohnen mit Königsblick an der Zugspitze – Vamos bietet 127 Reiseziele in 18 verschiedenen Ländern und zu jeder Jahreszeit an, die alle auf die speziellen Bedürfnisse von Familien zugeschnitten sind. Reisen mit Kinderbetreuung sind das Herzstück von Vamos. „Zeit für mich – Zeit für dich“ lautet das Motto für eine gelungene Balance zwischen eigenen Aktivitäten der Eltern und Kinder sowie gemeinsamen Aktivitäten der ganzen Familie. Wer’s abwechslungsreich mag: Die Linie „Kleine Abenteuer“ bietet Aktivreisen für die ganze Familie. Neben der Familienfreundlichkeit zählen bei Vamos die Gastfreundschaft, die Atmosphäre und die Lage abseits der Zentren des Massentourismus.  www.vamos-reisen.de

Center Parcs Seit über 40 Jahren bietet Center Parcs Familienkurzurlaube in Ferienparks inmitten von Naturlandschaften an. Heute gibt es 24 Parks: Neun in Holland, sechs in Frankreich, sechs in Deutschland und drei in Belgien. Die meisten Parks umfassen jeweils eine Wald- und Seenfläche von rund 100 Hektar, auf denen durchschnittlich 650 Ferienhäuser in die Natur integriert sind und ein hohes Maß an Privat­sphäre bieten. Es gibt verschiedene Ferienhauskategorien – von höchster Luxusausstattung mit eigener Sauna, Geschirrspüler und Brötchen-Service bis hin zu komfortabler Zweckmäßigkeit mit komplett eingerichteter Küche, Zentralheizung, TV und Radio,

Garten- und Kindermöbeln. Als Hauptattraktion gilt stets die subtropische Badelandschaft. Zusätzlich gibt es kinderfreundliche Restaurants und ein breit gefächertes Freizeitangebot für Groß und Klein. Man kann wochenweise buchen aber auch eine Wochenmitte oder ein Wochenende.  www.centerparcs.de

Eurocamp Entspannend, unkompliziert, naturnah und trotzdem komfortabel, ohne Kleiderordnung und feste Essenszeiten: das ist Urlaub, wie ihn Eltern gerne mögen. Eurocamp bietet Familien mit Baby, Kleinkindern oder Schulkindern Ferien auf rund 180 schönen Campingplätzen in ganz Europa und verwöhnt sie dort mit gutem Komfort. Denn die Ansprüche an die Plätze sind hoch – von der Sauberkeit über die Sicherheit bis hin zu Angebot oder Gastronomie. Alle Plätze haben einen See, einen Fluss oder einen Strand in der Nähe, sowie gute Sport- und Spielmöglichkeiten. Die Unterkünfte sind so unterschiedlich wie die Urlauber selbst. Zelt, Caravan, Chalet oder Lodge, hier hat man die Qual der Wahl. Die Unterkünfte bieten Raum zum Spielen, Essen und Entspannen. Alle Eurocamp Zelte und Caravans erwarten die Gäste bereits fix und fertig aufgebaut und komplett ausgestattet.  www.eurocamp.de

Kinderhotels Die Kinderhotels Europa bieten betreuten Urlaub mit der ganzen Familie, 52 Mal in Österreich, Italien, Kroatien, Bayern und Portugal. Smilies zeigen die Kategorien der Unterkünfte an. Schon kleinste Gäste, nämlich Babys ab dem siebten Lebenstag, werden in den Kinderhotels verwöhnt. Altersgruppengerechte Baby- und Kinderbetreuung an mindestens fünf Tagen der Woche und all-Inclusive-Ausstattung sind die Hauptmerkmale der Kinderhotels. Von Spielzimmer bis Kräuterwanderung, von Zirkus-Partys bis zur Wellness-Massage – das Angebot ist breit gefächert.  www.kinderhotels.com


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Impressum Produktion DER PLAN OHG – Werbeagentur | Siegmund-Schuckert-Straße 5 68199 Mannheim |  0621/83 59 69-0 |  www.derplan-online.de www.facebook.com/elternundkind www.elternundkind.com Anzeigenberatung Bernd Riedel Redaktion Rainer Frank, Susanne Frank Bildnachweis © DER PLAN (Seiten 24, 32, 33, 36, 38, 40, 55 unten, 63 oben ), © Jutta Asmuth (Seiten 39, 41), © ASB Bundesverband – P. Nierhoff (Seite 21), © Pixelio (Seite 27), © Bambino-Tours (Seite 48), © Landsichten.de (Seite 63 unten), © www.pia-steinmann.de (Seite 3), © Fotolia.com (Seiten 1, 66: Pétrouche, Seiten 4, 17, 22: NLshop, Seite 5: Alexander Raths, Seite 6: Jari Aherma, Seite 7: Roman Hense, Seite 8: OPL, Seite 13: alexeyzet, Seite 14: todoma, Seite 18: drubig-photo, Seite 20: lantapix, Seite 23: lagom, Seite 25: Gina Sanders, Seite 26: Nicole Effinger, Seite 30: Redstarstudio, Seite 31: altanaka, Seite 37: Pavel Losevsky, Seite 43: Joanna Zielinska, Seite 44: Antalia, Seite 51: Ozgur Koskun, Seite 55 oben: Dron, Seite 64: Iva Villi, Seite 67: Yevgeniy Zateychuk). Titel­illustration: bubert/istockphoto.com Eltern & Kind in Wiesbaden 5. Ausgabe, September 2020 Redaktionsschluss: August 2020 Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben wird nicht übernommen. Nachdruck – auch auszugsweise – nicht erlaubt. Diese Broschüre wird kostenlos abgegeben.

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Polizei  110 Feuerwehr/Rettungsdienst/Notarzt  112 Notfallrettung/Krankentransport  19 222 Ärztlicher Bereitschaftsdienst  116 117 Kinderärztlicher Notdienst  0611/46 10 20 Zahnärztlicher Notdienst  01805/60 70 11 Medikamenten-Notdienst  0611/18 180 Gift-Notruf Mainz  06131/19 240

www.flummi-magazin.de Regionales Familienmagazin für Wiesbaden und Umgebung

Die 5 W’s im Notruf-Fall Genaue Bezeichnung des Notfallorts > Wo Kurze Beschreibung der Notfallsituation > Was > Wie viele Anzahl der Verletzten/Betroffenen > Welche Art der Verletzung/der Krankheitssymptome > Warten auf Rückfragen!

Weitere wichtige Telefonnummern Kinder- und Jugendtelefon  116 111 Elterntelefon  0800/111 05 50 Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“  0800/116 016 Frauen helfen Frauen e.V.  0611/5 12 12 Haus für Frauen in Not  0611/80 60 50 Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt  0611/59 90 339 Wildwasser e.V.  0611/80 86 19 Mutter-Kind-Haus  0611/51 886

Medizinische Hilfe > Kinderärztliche Notdienste Der Kinderärztliche Notdienst wird von der Kinderklinik der HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken übernommen. Hier kann man jederzeit ohne Vorankündigung mit seinem erkrankten Kind erscheinen. Telefonisch ist das Team des kinderärztlichen Notdienstes unter  0611/46 10 20 zu erreichen. Praxiszeiten: mittwochs 16 - 20 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von Mai bis Oktober 9 - 19 Uhr, von November bis April 9 - 20 Uhr

www.wiesbaden.de Kinder-Kultur-Kalender, Ferienprogramm, Kinderbetreuung, Ausflugstipps www.rheinmain4family.de Tipps, Veranstaltungen, Ratgeber & News zu den Themen Freizeit, Kultur, Sport, Einkaufen, Gastronomie

Sonstige Hilfen Fundbüro Wiesbaden  0611/31 21 20 ADAC-Pannen-Notdienst  0180/222 22 22 | vom Handy:  222 222

HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Ludwig-Erhardt-Straße 100 | 65199 Wiesbaden  0611/43-2667

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St. Josefs-Hospital Beethovenstraße 20 | 65189 Wiesbaden  0611/177-1188

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Asklepios Paulinen Klinik Geisenheimer Straße 10 | 65197 Wiesbaden  0611/847-2242


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