Eltern & Kind in Mainz 2019

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ltern & Kind in Mainz Wegweiser fßr Eltern –

von der Schwangerschaft bis zum Vorschulalter 2019/2020



Inhaltsverzeichnis

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Vorwort

Inhaltsverzeichnis Schwangerschaft & Geburt 4-15

Hallo, ich bin‘s, der Ben. Ich bin vier Jahre alt und lebe mit meinen zwei Schwestern und meinen Eltern in Laubenheim. Meine Schwester Carla ist 6 und unser Baby heiĂ&#x;t Lotti. Mir gefällt‘s hier richtig gut. Von unserer Sorte – also Kindern bis zum Vorschulalter – gibt es hier in Mainz ganz schĂśn viele. Und deswegen gibt es auch ganz schĂśn viele tolle Sachen fĂźr uns, die wir hier machen kĂśnnen. WeiĂ&#x;t Du, was mir hier am besten gefällt? Ich finde Ziegen fĂźttern super. Meine Schwester mag lieber Theater spielen, das kann sie schon echt gut. Lotti macht ja noch nicht so viel, aber sie mag es, wenn wir mit ihr im Kinderwagen spazieren gehen. Und ich kann es kaum erwarten, dass wir im Sommer wieder drauĂ&#x;en schwimmen gehen kĂśnnen. Das ist superklasse! Und wenn ich dann mal endlich in die Schule komme, freue ich mich, wenn ich das alles hier lesen kann! Ich sag euch dann, ob das alles richtig ist, was in dieser BroschĂźre so steht! Langweilig wird‘s hier bestimmt nicht, es gibt immer wieder was Neues. Und du kannst das jetzt prima nachlesen und alles ausprobieren.

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Ich wĂźnsche dir viel SpaĂ&#x; dabei!

Ben

Entwicklung des Babys im Mutterleib | Vorsorgeuntersuchungen Mutterschutz | Erstausstattung fĂźrs Baby | Geburt | Sicherer Schlaf Kindergeld und Elterngeld

Finanzen & Co. 16-17 BehÜrdengänge | Finanzielle Hilfen

Gesundheit 18-28 Die Vorsorgetermine U1 bis U9 | Impfungen | Fachärzte Krankheits­symptome deuten und behandeln | HomÜopathie Not- und Krankheitsfälle | Gesunde Zähne

Sicherheit 29-32 Sicher im Auto und auf dem Fahrrad | GeschĂźtzt im Haushalt Sicherheit im Garten | Sicheres Spielzeug

Ernährung 33-37 Stillen und Säuglingsnahrung | Beikost | Trinken

Alltag mit Kindern 38-50 Meilensteine im Kinderleben | Kindergeburtstag | FĂśrderangebote Freizeitgestaltung | Kleidung und Schuhkauf | Rat und Hilfe in schweren Zeiten

Kinderbetreuung 50-53 BetreuungsmÜglichkeiten fßr Babys und Kleinkinder – von der Krippe bis zur Leihoma | Wissenswertes rund um den Kindergartenstart

Kultur mit Kindern 53-57 Kulturelle Angebote fĂźr Familien | Theater, Musik, Malerei

Freizeit mit Kindern 58-68 Spielplätze, Schwimmbäder und Parks | Ausflßge | Urlaub

Impressum 68

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Schwangerschaft & Geburt

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Willkommen im Leben! Faszinierende Entwicklung im Mutterleib Der Schwangerschaftstest zeigt eindeutig positiv – für die meisten werdenden Eltern bedeutet das Freude pur. Und dennoch macht sich Unsicherheit breit: Was ist jetzt zu tun? Was passiert im Mutterleib? Schaffen wir das alles? Was müssen wir beachten, um unserem Kind den bestmöglichen Start ins Leben zu bieten? Und wie geht es dann weiter, wenn das Baby erst mal da ist? Am Ende der 5. Woche schlägt bereits das Herz des wenige Millimeter großen Embryos, ab der 8. Woche ist dies auch im Ultraschall zu sehen. Am Ende der 12. Woche ist der Fötus schon rund 6 cm lang und wiegt ca. 15 Gramm – ein richtiger kleiner Mensch, der sich auf das Leben außerhalb des Mutterleibs vorbereitet. Um Sicherheit von Anfang an zu gewährleisten, begleiten Frauenärzte und/oder Hebammen die werdende Mutter. Bis auf die Ultraschalluntersuchungen können sie alle Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft von ihrer Hebamme machen lassen – dazu gehören Fragen nach der Befindlichkeit der Schwangeren, Gewichts- und Blutdruckmessungen, Urin- und Blutuntersuchungen, Feststellen und Kontrolle der Lage und Größe des Kindes sowie die Kontrolle der Herztöne des Kindes. Für diese Begleitung durch die Schwangerschaft kön-

Tätigkeiten einer Hebamme Betreuung des Kindes nach der Geburt: Körper- und Nabelpflege, Ernährungsberatung und Hilfe bei Blähungen, Blutentnahme für den Stoffwechseltest, Hilfe bei Hautveränderungen und anderen Problemen. Betreuung der Mutter: Beratung bei Kinderwunsch, Hilfe bei Beschwerden oder Wehen ab positivem Schwangerschaftstest, Vorsorgeuntersuchungen, Beratung zu Ernährung, pränataler Diagnostik, Wunschkaiserschnitt, Leben mit dem Neugeborenen und zu jedem anderen Thema rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, Begleitung bei und nach Fehl- oder Totgeburt, Beratung bei seelischen und körperlichen Veränderungen, Beobachtung und Unterstützung der Rückbildungs- und Heilungsvorgänge, Hilfe beim Stillen und bei Stillproblemen sowie Anleitung zur Rückbildungsgymnastik. Außerdem können Kontakte zu Rückbildungskursen, Stillgruppen, Beratungsstellen, Gesprächskreisen und Selbsthilfegruppen für Frauen und Kinder vermittelt werden. Hilfe beim Finden einer Hebamme: www.hebammensuche.de

nen sie ausschließlich zum Frauenarzt, ausschließlich zur Hebamme oder abwechselnd zu beiden gehen. In allen Fällen trägt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Natürlich finden die werdenden Eltern bei den Untersuchungen Antworten auf die vielen Fragen, die ihnen jetzt durch den Kopf schwirren. Der Arzt/die Hebamme berät zu den Themen Alkohol, Zigaretten und Drogen, gibt Tipps zu ­Ernährungs- und Verhaltensweisen, die Mutter und Kind jetzt gut tun. ­Gerade in den ersten Schwangerschaftswochen kämpfen viele Frauen mit klassischen Beschwerden – Übelkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen. Alle Untersuchungsergebnisse werden in den Mutterpass eingetragen, den der Frauenarzt/die Hebamme bei der ersten Mutterschafts-Vorsorgeuntersuchung ausstellt. Dieses hellblaue Büchlein ist ein wichtiges Dokument, das werdende Mütter stets bei sich tragen sollten. Hier sind alle ­Labor- und Untersuchungsergebnisse, persönliche Risiken, die Entwicklung des Kindes und vieles mehr aufgeführt – im Notfall und wenn der Geburtstermin bevorsteht wichtige Daten für Ärzte und Hebammen. Die Vorsorgeuntersuchungen finden anfangs alle 4 Wochen statt, ab der 32. Woche kontrolliert der Arzt/die Hebamme zweiwöchentlich die Entwicklung des Babys. Wird der Geburtstermin überschritten, wird die Schwangere jeden zweiten Tag zur Untersuchung gebeten. Ab der 28. Schwangerschafts­woche wird bei den meisten Ärzten/Hebammen bei ­jeder Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung ein CTG geschrieben – dies dauert etwa 30 Minuten. Während der Schwangerschaft gibt es drei Ultraschalltermine, die von den gesetzlichen Krankenversicherungen empfohlen und vom Frauenarzt durchgeführt werden: > 9.-12. Woche: Der Arzt kontrolliert den Sitz der Fruchthöhle, Bewegungen, Größe und Herztätigkeit des Embryos. Zudem wird hier der errechnete Geburtstermin überprüft. > 19.-22. Woche: Bei diesem Termin werden vor allem die Organe und die Fruchtwassermenge sowie der Sitz des Mutterkuchens kontrolliert. > 28.-30. Woche: Beim dritten Termin liegt das Hauptaugenmerk auf dem Wachstum des Babys.


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Wer möchte, dass der Frauenarzt diese Untersuchungsmethode öfter a­ nwendet, kann dies im Rahmen der Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) in Anspruch nehmen. Diese bieten Ärzte ihren gesetzlich krankenversicherten Patienten gegen Selbstzahlung an. Darüber hinaus gibt es weitere Untersuchungen, die von Ärzten (zum Teil auch von den Hebammen) angeboten werden, deren Kosten die gesetzlichen Krankenkassen aber nur zum Teil oder bei bestimmten Indikationen übernehmen. Die Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik, deren Ziel das Erkennen von Fehlbildungen und Erkrankungen des Kindes ist, werden ständig weiter entwickelt. Hierzu gibt es umfangreiches Informationsmaterial, auch die Krankenkassen-Berater stehen Rede und Antwort.

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Von der Eizelle zum Baby 1.-8. Woche: 3-4 Tage nach der Befruchtung nistet sich die Eizelle in der Gebärmutter ein. In der 4. Woche ist der Embryo 1,5 bis 3 mm lang, das Herz schlägt, die Organe werden angelegt. In der 5. Woche sind Hände und Füße als Knospen zu erkennen. Am Ende des 2. Monats nehmen die Ohrmuscheln ihre endgültige Form an und der Herzschlag ist im Ultraschall erkennbar. Der Embryo ist vom Schädel bis zum Steiß ca. 3 cm groß. 9.-12. Woche: Das Gesicht ist zu erkennen, die Wirbelsäule entwickelt sich und die Fingernägel beginnen aus dem Nagelbett zu wachsen. In der 12. Woche wiegt der Fötus rund 15 g und misst etwa 6 cm. 13.-16. Woche: Mitte des 4. Monats macht der Fötus eifrig Atemübungen und wird immer lebhafter. In der 16. Woche misst er ca. 14 cm und sein Herz pumpt bereits ca. 25 Liter Blut pro Tag. 17.-20. Woche: Das Baby hat nun einen eigenen Blutkreislauf, wird aber immer noch über die Plazenta und die Nabelschnur von der Mutter mit Nährstoffen versorgt. In der 20. Woche ist das Baby etwa 19 cm lang, die ersten Bewegungen sind zu spüren. Rund 430 g wiegt es nun. 21.-24. Woche: Das Baby kann seine Umwelt akustisch wahrnehmen, es macht Purzelbäume, lutscht am Daumen und trinkt Fruchtwasser. Manchmal spürt man ein regelmäßiges Pochen – es hat Schluckauf. Die Wimpern bilden sich, die Knochen werden allmählich fester. Am Ende des Monats wiegt es rund 820 g bei einer Länge von 23 cm vom Schädel bis zum Steiß.

Einblicke in Babys kleine Welt sind per Ultraschall möglich. Zu diesen Untersuchungen zählt beispielsweise die Suche nach ausreichend vorhandenen Toxoplasmose-Antikörpern. Frauen ab 35 Jahren wird eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) angeboten, die zwischen der 15. und 17. Woche durchgeführt wird. Daneben gibt es die Chorionzottenbiopsie (Gewebeentnahme aus dem kindlichen Anteil des späteren Mutterkuchens, ab der 11. Schwangerschaftswoche) und die Cordo­zentese (Blutprobe aus der Nabelvene des Fötus, ab der 18. Woche). Per Ultraschall kann der Arzt auch die Dicke der Nackenfalte des Kindes messen (12. bis 14. Woche), zusammen mit dem Alter der Schwangeren lässt sich so ein statistisches Risiko errechnen, ob beim Kind eine der drei häufigsten Chromosomen-Anomalien vorliegt. Ein gleichzeitiger Bluttest liefert zusätzliche Hinweise – zusammen werden diese beiden Untersuchungen ErsttrimesterScreening genannt. Beim Triple-Test wird in der 16. und 17. Woche anhand dreier Blutwerte die statistische Wahrscheinlichkeit für ein Down-­

25.-28. Woche: Das Baby legt sich eine Fettschicht zu, die es später wärmen soll. Es ist jetzt 25 bis 27 cm lang. Sein Hörsinn entwickelt sich weiter, die Augenlider können sich jetzt öffnen und schließen. 29.-32. Woche: Die Pigmentierung der Augen ist noch nicht abgeschlossen. Deshalb sind sie in dieser Entwicklungsphase zumeist blau. Die endgültige Augenfarbe stellt sich erst ein, wenn die Augen einige Wochen dem Licht ausgesetzt sind. Das Baby wird nun ruhiger, der Platz in der Gebärmutter beengter. Ende des Monats wiegt es etwa 2.200 g. 33.-36. Woche: Das Baby ist nun rund 2.900 g schwer und etwa 34 cm lang vom Schädel bis zum Steiß. 95 Prozent aller Babys gehen nun in Startposition für die Geburt – mit dem Köpfchen nach unten. 37.-40. Woche: Das Baby ist bereit für die Welt „da draußen“. 75 Prozent der Babys kommen übrigens vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt, 20 Prozent lassen sich mehr Zeit.


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Syndrom oder einen Neuralrohrdefekt errechnet. Zu Beginn der Schwangerschaft wird die Schwangere auf eine Infektion mit Chlamydien hin untersucht. Ein Glukose-Belastungs-Test zwischen der 24. und 28. Woche kann Aufschluss geben, ob die Gefahr einer Schwangerschaftsdiabetes besteht. Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen kommt die Doppler-Sonografie zum Einsatz, bei der der Arzt die Blutgefäße untersucht.

Schwangerenberatung Nicht immer löst eine Schwangerschaft Freude aus. Wenn die finanzielle Situation nicht gerade rosig ist, die Frau mitten in der Ausbildung steckt, der Partner ein Kind nicht akzeptiert, die Partnerschaft schon zerbrochen ist oder die Möglichkeit einer Behinderung besteht, kann sie Ängste, S­ orgen und Unsicherheit hervorrufen. Qualifizierte B ­ eratungs­gespräche können Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und neue Perspektiven eröffnen. pro familia Zentrum Quintinsstraße 6 | 55116 Mainz |  06131/287 66 10  www.profamilia-mainz.de Beratungszentrum „Blickpunkt“ Diakonisches Werk Kaiserstraße 56 | 55116 Mainz |  06131/37 444-17  www.diakonie-mainz-bingen.de Interkulturelles Bürgerzentrum „Katzenberg-Treff“ Diakonisches Werk Nelkenweg 2 | 55126 Mainz |  06131/47 53 70  www.diakonie-mainz-bingen.de Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Römerwall 67 | 55131 Mainz |  06131/23 38 95  www.skf-mainz.de Viele Informationen rund um die Schwangerschaft und die ersten Monate mit dem Baby gibt es auch im Internet unter www.schwanger-info.de

Bundesstiftung Mutter und Kind Wenn schon während der Schwangerschaft klar ist, dass nach der Geburt wegen einer Notlage das Geld nicht reichen wird, können sich ­Schwangere an die Bundesstiftung Mutter und Kind wenden. Der Antrag auf finanzielle Unterstützung wird bei einer regionalen Schwangerenberatungs­stelle gestellt. Man sollte sich rechtzeitig um einen Termin bemühen, da die Gelder vor der Geburt beantragt werden müssen. Die Mittel werden etwa für Schwangerschafts­bekleidung, Erstausstattung des Kindes, Weiterführung des Haushalts, Betreuung des Kleinkindes oder Einrichtung der Wohnung gewährt. Die Höhe und Dauer der ­Hilfe richten sich nach den persönlichen Umständen der Antragstellerin.  www.bundesstiftung-mutter-und-kind.de

Alltag mit Babybauch Während dem Mutterschutz gelten andere Regelnn Ein Kind ist unterwegs – und wie geht’s jetzt im Alltag weiter? Viele Fragen stellen sich: Wann muss der Chef unterrichtet werden? Darf ich noch nach 22 Uhr arbeiten? Und wie sieht es mit dem Heben von schweren ­Gegenständen aus? Sobald der Frauenarzt die Schwangerschaft feststellt und die Frau ihren Arbeitgeber von den „anderen Umständen“ unterrichtet, greift das Mutterschutzgesetz. Alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, genießen während der Schwangerschaft und nach der Geburt einen besonderen Schutz. Grundsätzlich schützt das Mutterschutzgesetz (MuSchG) die schwangere Frau und Mutter vor Kündigung und in den meisten Fällen auch vor vorübergehender Minderung des Einkommens. Darüber hinaus regelt es, was die Gesundheit der (werdenden) Mutter und des Kindes beeinträchtigen könnte – Arbeitszeiten, Arbeitsbelastung, das Verhalten beim Umgang mit gefährdenden Stoffen und vieles mehr. Wichtig: Die Bescheinigung des Frauenarztes muss dem Arbeitgeber vorgelegt werden. Darin ist der mutmaßliche Tag der Entbindung aufgeführt – und das ist wichtig für den Start der Mutterschutzfrist. Diese beginnt grundsätzlich sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und e­ ndet regulär acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung. Bei vorzeitigen Ent­bindungen verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die Tage, die vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnten. Somit haben alle Arbeitnehmerinnen einen Anspruch auf eine Mutterschutzfrist von insgesamt mindestens 14 Wochen. Etwa sieben Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin stellt der Frauenarzt ein gelbes Formular aus, mit dem das Mutterschaftsgeld beantragt werden kann. Anspruch darauf haben alle erwerbstätigen Schwangeren, die bei einer gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig oder pflichtversichert sind. Nach der Vervollständigung des Formulars wird dieses bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht und so der Antrag auf Mutterschaftsgeld gestellt.


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Das Mutterschutzgesetz regelt zudem, dass Ärzte ein Beschäftigungsverbot aussprechen können, wenn eine Weiterbeschäftigung das Leben und die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden würde. In diesem Fall ­erhält die werdende Mutter ihren bisherigen Durchschnittsverdienst (Mutterschutzlohn). Auch während der Mutterschutzfristen vor und nach der ­Geburt sowie für den Entbindungstag sind die­Frauen finanziell abgesichert, indem sie Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse plus einen Arbeitgeberzuschuss erhalten. Auch den nicht in der gesetzlichen Krankenkasse versicherten schwangeren Arbeitnehmerinnen muss ohne Kürzung des Arbeitsentgelts die Freizeit für notwendige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen, die nur während der Arbeitszeit möglich sind, gewährt werden. Die Mutterschutzfristen und andere mutterschutzrechtliche Beschäftigungsverbote zählen bei der Berechnung des Erholungsurlaubs übrigens als ­Beschäftigungszeiten, für die anteilig Urlaubstage gewährt werden. Ein bisschen anders sieht es für privat ver­sicherte Schwangere aus – sie erhalten keinen Tagessatz von der Krankenkasse, sondern stattdessen nur einmal 210 Euro vom Bundesversicherungsamt (Mutterschaftsgeldstelle Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn, Tel. 0228/61 91 888). Der Arbeit­ geber berechnet seinen Zuschuss aber so, als seien sie gesetzlich versichert und bekämen den üblichen Kassensatz. Unterm Strich erhalten privat ­Versicherte also etwas weniger als gesetzlich Versicherte. Die wichtigsten arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen:

> Der Arbeitgeber muss für werdende Mütter, die bei ihrer Arbeit ständig stehen oder gehen müssen, eine Sitzgelegenheit zum Ausruhen bereitstellen.

> Für Arbeitnehmerinnen, die bei ihrer Tätigkeit ständig sitzen, muss der Arbeitgeber Gelegenheit für kurze Unterbrechungen bieten.

> Der Arbeitgeber muss für werdende Mütter Liegeräume einrichten. > Werdende Mütter dürfen nicht mit schweren körperlichen Arbeiten und nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen ausgesetzt sind. > Arbeiten, bei denen regelmäßig Lasten von mehr als 5 kg oder gelegentlich Lasten von 10 kg von Hand gehoben oder befördert werden müssen, dürfen werdende Mütter nicht ausführen. > Akkord- und Fließarbeit sind verboten. > Werdende Mütter dürfen – von Ausnahmen abgesehen – nicht mit Mehrarbeit (über 8,5 Stunden pro Tag oder 90 Stunden in 2 Wochen), nicht in der Nacht zwischen 20 und 6 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden. Weitere Informationen zum Mutterschutzgesetz, den Leistungen der Krankenkassen und zum Mutterschaftsgeld erhalten Sie beim Bundesminis­terium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter www.bmfsfj.de.

Das Baby isst und trinkt mit! Alles was das Baby für seine Entwicklung benötigt, kann es nur über die Mutter bekommen. Auf die richtige und ausgewogene Ernährung sollte also jetzt besonders geachtet werden. Ganz oben auf dem Speise­ plan steht Eiweiß, gefolgt von Vitaminen, vor allem B-Vitamine, Vitamin C, A und D. An dritter Stelle stehen Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalzium. Ebenfalls erhöht ist der Bedarf an Jod, Phosphor und Fluor. Wichtig ist zudem eine ballaststoffreiche Ernährung, um den in der Schwangerschaft trägeren Darm auf Touren zu bringen. Schon vor der Schwangerschaft ist die Einnahme von Folsäure sinnvoll. Verzichten sollten Schwangere auf rohe Eier, rohes und geräuchertes Fleisch, rohe Milch und Rohmilchkäse, Alkohol, Innereien und Waldpilze. Nur in Maßen sollte Kaffee und schwarzer Tee genossen werden.


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Sicher und geborgen ins Leben Was macht einen guten Kreißsaal aus? Der erste Schrei, der erste Blick. Für die Eltern ist die Geburt ihres Kindes ein einzigartiges und aufregendes Ereignis. Um diesen Augenblick rundum zu genießen muss auch das Umfeld stimmen. Doch was gehört zu einem guten Kreißsaal, auf was sollen werdende Eltern achten, wenn Sie die richtige Geburtsklinik auswählen? Wir haben darüber mit Anke Thöle, leitende Hebamme des Kreißsaals der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin an den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden, gesprochen. Auf was sollen werdende Eltern bei der Wahl der passenden Geburtsklinik aus Ihrer Sicht achten? Anke Thöle: „Die meisten Paare machen sich über die Geburt viele Gedanken und sind manchmal auch unsicher. Ich sehe es als wichtig an, dass auf individuelle Bedürfnisse und Wünsche des Paares eingegangen wird. Die Geburtssituation sollte so angenehm wie möglich gestaltet werden, in einer ruhigen und geschützten Atmosphäre, in der die Gebärende entspannen kann, ohne auf Sicherheit und ein optimales Notfallmanagement zu verzichten. Dabei ist es auch wichtig, dass ausreichend erfahrenes Personal zur Betreuung der Schwangeren vor Ort ist. Zu einem geburtshilflichen Team gehören neben den Hebammen auch Ärzte, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Bei Komplikationen im Geburtsverlauf müssen fachkundige Spezialisten schnell zur Stelle sein, um eventuell notwenige Notfallmaßnahmen einzuleiten.“

Bonding und eine liebevolle Stillbeziehung sind nach der Geburt ganz wichtig Bild: Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden

Wie sollte ein guter Kreißsaal ausgestattet sein? Anke Thöle: „Zu einer individuellen Geburt gehört auch, dass die Frauen zwischen verschiedenen Gebärpositionen wählen können. Dafür stehen in gut ausgestatteten Kreißsälen eine Gebärwanne, Pezzibälle, Matten, Gebärhocker und flexible Kreißbetten zur Verfügung. Für die Überprüfung der Herztöne und der Wehentätigkeit stehen heute kabellose CTG-Geräte zur Verfügung, so dass Bewegungsfreiheit gewährleistet ist. Es sollten mehrere Entbindungszimmer zur Verfügung stehen, damit mehrere Frauen gleichzeitig entbinden können.“ Welche Möglichkeiten der Schmerzlinderung bieten moderne Kreißsäle an? Anke Thöle: „Um die Geburtsschmerzen zu lindern, können den Gebärenden heute verschiedene Angebote gemacht werden. Die Entscheidung, welches letztendlich Anwendung findet, wird eng mit der Gebärenden abgesprochen. Es gibt krampf- und schmerzlindernde Medikamente, Schmerzlinderung durch Einatmung von Sauerstoff und Lachgas, aber auch Entspannungsbäder, Massage unter Einbeziehung des Geburtspartners. Homöopathie und Akupunktur und die Periduralanästhesie (PDA) gehören auch zu einem breiten Angebot.“ Wie gehen gute Kreißsäle mit Komplikationen um? Anke Thöle: „Für viele werdende Eltern spielt das Thema Sicherheit bei der Geburt eine große Rolle. Diese Paare legen sicher großen Wert darauf, dass eine Neugeborenen-Station und Kinderärzte im gleichen Haus vorhanden sind. Ein weiteres Sicherheitskriterium stellt ein in den Kreißsaalbereich integrierter OP, in dem Kaiserschnitte durchgeführt werden können, dar. Hier ist darauf zu achten, dass die Nachbetreuung nach dem Kaiserschnitt in den Räumlichkeiten des Kreißsaals ohne Trennung von Mutter und Kind stattfindet. Die erste ungestörte Zeit nach der Geburt mit ihrem Kind ist für die Mutter sehr wertvoll. Diesen Momenten sollte viel Raum und Ruhe gegeben werden. Denn es ist die Phase des Kennenlernens und sich Verliebens – auch Bonding genannt. Außerdem wird in dieser Phase mit dem ersten Anlegen auch der Grundstein für eine liebevolle Stillbeziehung gelegt.“


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Jetzt geht’s los!

Frühzeitig sollten sich die werdenden Eltern Gedanken machen, wo der Nachwuchs das Licht der Welt erblicken soll. Keine Angst vor der Geburt Eine Klinik bietet die Gewissheit, dass im Notfall sofort medizinische Hilfe für Mutter und Kind bereitsteht. Verläuft die Geburt ohne KomplikaLange Wochen des Wartens, Bangens und Hoffens liegen hinter den wer- tionen sind die Hebammen die wichtigsten Ansprechpartnerinnen und Bedenden Eltern. Für die Mutter wird die letzte Zeit vor der Geburt immer gleiterinnen im Kreißsaal. Erst wenn es in die Austreibungsphase geht, ist ­beschwerlicher – der Bauch engt die Bewegungsfreiheit ein, das zusätzliche in der Regel ein Arzt anwesend. In vielen Geburtskliniken gibt es auch BeGewicht belastet. Rückt der Geburtstermin in greifbare Nähe, werden die leghebammen – freiberufliche Hebammen, die Kreißsaal sowie ärztliche Eltern immer nervöser. Gut dran sind all die, die Ruhe bewahren und sich und pflegerische Leistungen am Tag der Geburt nutzen können. Der Vorvon allen möglichen kursierenden („Horror-“)Geschichten nicht verun­ teil für die werdenden Eltern liegt darin, dass sie die Hebamme im Verlauf sichern lassen. Jede Mutter erlebt die Geburt anders: Die eine spürt drei, der Schwangerschaft schon kennen gelernt haben und dass sie während vier Tage ständig leichte Wehen, ehe sie regelmäßiger und stärker werden des gesamten Geburtsverlaufs und auch danach von ihr betreut werden. Sind eine Neugeborenen-Intensivstation und eine Kinderklinik an die und zur Fahrt ins Krankenhaus oder ins Geburtshaus mahnen. Die andere erlebt einen Blasensprung mit anschließenden Wehen direkt im Fünf-­ Geburtsklinik angeschlossen, spricht man von einem Perinatalzentrum. So Minuten-Abstand. Für die eine Mutter fühlen sich Wehen wie Rücken- ist die größtmögliche medizinische und technische Sicherheit gewährleisschmerzen an, eine andere vergleicht sie mit einer Schmerzwelle, die sich tet, weshalb etwa Früh- oder Risikogeburten hier am besten aufgehoben im ganzen Körper ausbreitet. Es gibt nichts zu beschönigen: Wehen tun sind. Kaiserschnitte und schulmedizinische Schmerzbehandlung sind in der weh! Und dennoch ist für die meisten Frauen das Erlebnis Geburt einma- Klinik ebenfalls jederzeit möglich. Und nach der Geburt können sich die lig, ganz besonders und eine Zeit höchsten Glücks – wenn sie das kleine frisch gebackenen Mütter auf der Wöchnerinnenstation von der Geburt erholen. Wunder, ihr Kind, endlich in den Armen halten dürfen!

Willkommen kleiner Mensch!


Schwangerschaft & Geburt

In Mainz stehen zwei Geburtskliniken zur Auswahl. Das Angebot an ­ ursen und Informationsveranstaltungen dieser Kliniken umfasst u.a. K ­Infoabende mit Führungen durch Wochenstation und Kreißsaal, Geburtsvorbereitungs- und Säug­lingspflegekurse, Hebammensprechstunden, ­Stillberatung, Rück­bildungsgymnastik, Wochenbettnachsorge und Babymassagekurse. Es empfiehlt sich, frühzeitig Kontakt mit Ihrer Wunsch­klinik aufzunehmen; einerseits, um die für Sie in Frage kommenden Kurse buchen zu können, andererseits um die bevorstehende Geburt in der Klinik anzumelden und die Aufnahmeformalitäten im Vorfeld zu erledigen. ­Gerade bei so genannten Risikoschwangerschaften ist die Vorstellung in einem ­Perinatalzentrum sinnvoll, damit bereits im Vorfeld Fragen geklärt werden können und bei der Geburt im Ernstfall ein Kinderarzt sofort anwesend ist. Ist der „Papierkram“ erledigt, können sich die werdenden ­Eltern ganz aufs Wesentliche – die Geburt – konzentrieren. Bei der Geburt im Krankenhaus werden die Paare in der Regel von angestellten Hebammen ­betreut. Möglich ist es nach Rücksprache jedoch häufig auch, eine freiberufliche Hebamme als Beleghebamme zur Geburt mit in die Klinik zu bringen. Sie begleitet die Geburt dann von Anfang bis zum Ende. Dies sollten Sie im Vorfeld abklären. Katholisches Klinikum Mainz (kkm) St. Vincenz und Elisabeth Hospital An der Goldgrube 11 | 55131 Mainz Sekretariat  06131/575-1400 | Kreißsaal  06131/575-1440  www.kkm-mainz.de Klinik für Geburtshilfe der Universitätsmedizin Mainz Langenbeckstraße 1 | Gebäude 102 | 55131 Mainz Anmeldung  06131/17-2432 | Kreißsaal  06131/17-7318  www.unimedizin-mainz.de Besonderheit: Die perinatologische Intensiveinheit garantiert die Neu­ geborenennotfallversorgung auch in den anderen Mainzer Entbindungskliniken sowie einen Abholdienst. HELIOS Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden Ludwig-Erhard-Straße 100 | 65199 Wiesbaden Kreißsaal  0611/43-2274 | Pränatalambulanz  0611/43-2577  www.helios-gesundheit.de Als zertifiziertes Perinatalzentrum Level I ist die Klinik ein Zentrum für Mutter und Kind mit der höchsten Versorgungsstufe Wem eine Klinikgeburt zu technisch scheint, der ist in einem Geburtshaus gut aufgehoben. Hier können Schwangere ihr Kind auf möglichst natürliche Weise, also weitgehend ohne medizinische Hilfe mit viel menschlicher Zuwendung zur Welt bringen. In Geburtshäusern herrscht meist eine eher

Die Erstausstattung fürs Baby Kleidung

Pflege

5-6 Bodys (in der Größe 50, 56 oder 62) 5-6 Langarmshirts oder leichte Pullis, Hemdchen und Jäckchen 4 Strampler (in 50, 56 oder 62) 2 Paar Söckchen, 1-2 Paar warme Socken, 1-2 Strumpfhosen 4 Schlafanzüge (Größe 50, 56 oder 62) 2 Mützen (dick und dünn) 1 Ausfahrgarnitur (je nach Wetter) Spucklätzchen

Wickelkommode oder Wickel­ aufsatz für die Wanne Wickelauflage mit abwaschbarer oder abnehmbarer Auflage Windeleimer mit Deckel Windeln Mullwindeln oder Moltontücher (als Spucktücher und Unterlage) Pflegemittel (Wundschutzcreme, Feuchttücher, Babyöl) Badetücher Babybadewanne oder Badeeimer Badethermometer Waschhandschuh Bürste/Kamm Fieberthermometer Baby-Nagelschere eventuell Babywaage eventuell Heizstrahler

Schlafen Kinderbett, Stubenwagen oder Wiege mit Matratze und Laken Schlafsack Babyphon Wärmeflasche/Kirschkernkissen Nachtlicht Spieluhr Schnuller Ernährung Stillkissen Stilleinlagen 6 Milchfläschchen aus Glas oder Kunststoff mit Saugern, Größe 1 Teefläschchen mit Teesauger Baby-Anfangsnahrung Flaschenbürste Babykostwärmer Wasserkocher Sterilisator Thermobox/Thermoflasche Lätzchen

Unterwegs Kinderwagen mit Innentasche und Decke oder Fußsack, Regenschutz, Sonnenschirm und Wagennetz Tragetuch oder Tragesack Wickeltasche im Auto: Babyschale mit ECEPrüfnorm (mind. ECE 44/03; bis 13 kg, 0 bis etwa 15 Monate) Spielen waschbare Stofftiere Greifringe Krabbeldecke Spieltrapez

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Schwangerschaft & Geburt

familiäre Atmosphäre, eine Notfallausrüstung steht natürlich bereit und die Zusammenarbeit mit umliegenden Kliniken bietet Sicherheit für den Ernstfall. Geburtshäuser haben keine Wochenstation, das heißt, dass Mutter, Vater und Kind etwa drei bis vier Stunden nach der Entbindung wieder nach Hause gehen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die ­eigentlichen Hebammenleistungen sowie die Betriebskosten im Geburtshaus. Trotzdem können Kosten auf die werdenden Eltern zukommen – beispielsweise für die Rufbereitschaft der Hebamme um den errechneten Geburtstermin. Im ausführlichen Beratungsgespräch mit den Hebammen erfahren Eltern alles Wissenswerte. Auch die Krankenkassen beraten ihre Versicherten. Immer mehr Eltern setzen auf eine Hausgeburt. In gewohnter Umgebung kann das Baby zur Welt kommen, wenn die werdende Mutter und das Kind im Bauch gesund sind und die Schwangerschaft problemlos verlaufen ist. Die modernen Geräte der Hebammen und deren große Erfahrung geben den Eltern Sicherheit. Beratung dazu bieten die Hebammen. Hebammen sind wertvolle Helfer bei der Geburt. Sie können Vorsorge­ untersuchungen übernehmen und stehen während der Geburt und auch danach im Wochenbett und die gesamte Stillzeit hindurch den frisch ­gebackenen Müttern mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Rückbildungsgymnastik ist Aufgabe der Hebammen. Viele Hebammen wenden alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Homöopathie und Laser­therapie zur Schmerz- und Beschwerdenbehandlung vor, während oder nach der Geburt an, um Mutter und Kind zu schonen. Empfehlenswert ist es, schon frühzeitig mit einer Hebamme Kontakt a­ ufzunehmen. Zum e­ inen sollte sich die werdende Mutter mit ihr gut verstehen und auf einer Wellenlänge liegen. Zum anderen ist es manchmal gerade in Urlaubszeiten gar nicht so einfach, eine Hebamme mit freien Terminen zu finden. Die Besuche der Hebamme werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Während der Schwangerschaft kann die Hebamme ca. ein- bis zweimal monatlich kommen (bei Bedarf öfter), nach der Geburt sieht die gesetzliche Regelung in den ersten 8 Wochen bis zu 26 Hausbesuche vor (bei B ­ edarf mehr). Diese Betreuung kann bis zum Ende der Stillzeit wahrgenommen werden. Bei Still- oder Ernährungsproblemen kann sie noch weitere acht Mal kontaktiert werden. Die Stillbetreuung, Geburtsvorbe­reitungskurse und Rückbildungskurse werden ebenfalls von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt. Jede Frau kann sich direkt an eine Hebamme wenden. Privatversicherte müssen sich bei ihrer Krankenkasse informieren. Eine weitere Möglichkeit der Geburtsbegleitung bieten Doulas. Sie arbeiten mit der Hebamme Hand in Hand und sorgen für eine Geburt in Geborgenheit und Würde. Doulas gibt es schon seit Jahrtausenden. Dieses altgriechische Wort leitet sich von „doulalei“ ab und bedeutet „Dienerin der Frau“.

Bitte nicht schütteln! Das Baby schreit andauernd, spuckt die Milch wieder aus, schläft kaum und ist permanent unzufrieden. Die Wäscheberge wachsen bis zur ­Decke, man hat es wieder nicht vor 14 Uhr geschafft zu frühstücken und Duschen und Schlafen sind zum Luxus geworden. Die erste Zeit mit Kind ist manchmal anstrengend. Da steigt das Risiko, dass die Nerven irgendwann blank liegen und man sich zu einer unüberlegten Handlung hinreißen lässt, um das Baby irgendwie still zu bekommen. Bitte schütteln Sie in solchen Stresssituationen niemals ihr Kind! Das kann schwere Verletzungen verursachen. Mediziner sprechen vom „Shaken-Baby-Syndrom“, zu deutsch Schütteltrauma. Dieses wird durch Schütteln des meist an Brustkorb, Schultern oder Armen gehaltenen Kindes verursacht. Dabei schlägt der Kopf des Kindes ungeschützt hin und her. Das Gehirn ist noch zart und verletzlich. Durch das Schütteln kommt es zu Einrissen in den Blutgefäßen. Diese Blutungen können zu schweren bleibenden Schäden führen wie Sehstörungen bis zur Blindheit oder Nervenschäden mit der Folge einer geistigen oder körperlichen Behinderung, im schlimmsten Fall sogar zum Tod. Wenn Sie spüren, dass Sie an Ihre Grenzen kommen, dann legen Sie das Kind vorsichtig in sein Bettchen und versuchen, etwas Distanz zu bekommen. Manchmal hilft auch ein Gespräch mit einer Vertrauensperson.


Beratungsstelle Mainz

Schwangerschaft

Möbel – sicher, gesund und schön sollen sie sein Für den Anfang benötigt das Baby noch nicht allzuviel. Ein Bettchen und eine Wickelkommode sind die wichtigsten Utensilien. Als erste Schlafstätte empfiehlt sich eine Wiege oder ein Stubenwagen – häufig werden diese an die nachfolgenden Generationen weiter gereicht, nachfragen bei der Familie lohnt sich also! Die Matratze sollte aus Latex oder Schaumstoff und darf nicht zu weich sein, den Baumwollbezug sollte man bei mindestens 60 Grad waschen können. Wichtiger Tipp: Weil eine Decke verrutschen und auch mal über dem Gesichtchen landen kann, ist ein Schlafsack die bessere und sicherere Variante. Der Wickeltisch sollte über eine ausreichend große Wickelfläche (möglichst flach, gepolstert und abwaschbar) verfügen sowie eine zur eigenen Körpergröße passende Höhe. Damit die Kleinen nicht abstürzen, empfiehlt sich außerdem eine seitliche Absicherung. Sinnvoll für kältere Tage: Ein Heizstrahler über dem Wickelbereich. Generell ist beim Kauf oder Eigenbau von Kindermöbeln auf zwei Dinge zu achten: Die sichere Verarbeitung sowie die Gestaltung, denn dem Kind sollte das Kinderzimmer auch gefallen, schließlich wird es viel Zeit darin verbringen. Das benutzte Material sollte auf jeden Fall gesundheitsunbedenklich sein, das heißt Lacke und Farben müssen schadstofffrei, speichel- und schweißecht sein, damit das Kind keine giftigen Stoffe aufnimmt. Empfohlen werden Möbel, die von einem unabhängigen Institut wie etwa dem TÜV Rheinland geprüft und mit dem GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ versehen wurden. Diese Möbel wurden anhand strenger Vorschriften gecheckt und erfüllen die erforderlichen Sicherheitsstandards für Kindermöbel. Weitere Gütezeichen für Möbel sind „Der Blaue Engel“ und das das „Goldene M“. Diese garantieren Schadstoffarmut und die Einhaltung von Qualitätskriterien. Des Weiteren sollten Kindermöbel keine scharfen Ecken und Kanten aufweisen, damit sich das Kind nicht verletzt. Darüber hinaus sollten Möbel, insbesondere Schränke und Regale, fest mit der Wand verschraubt sein, damit sie nicht umkippen, wenn ein Kind sämtliche Schubladen herauszieht oder daran hochklettert. Das eigene Zimmer ist mehr als „nur“ ein Platz zum Schlafen und Spielen. Das Kind soll sich in seinem Zimmer auch wirklich wohl fühlen und sich gerne darin aufhalten. Für gute Stimmung sorgen z.B. helle und freundliche Farben. Ist das Kind schon etwas größer, dann nehmen Sie es am besten mit zum Möbelkauf – Kinder wissen schon früh was ihnen gefällt! Noch ein Tipp: Ideale Kindermöbel wachsen mit; so wird aus dem Hochstuhl ein Jugendstuhl, aus dem Wickeltisch eine Kommode und aus dem Babybettchen eine Kindercouch.

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Schwangerschaft & Geburt

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Gesunder und sicherer Schlaf So fühlen sich Babys wohl

Gerade in den ersten Wochen „tut“ das Baby noch nicht viel – trinken, schlafen und verdauen sind die Hauptthemen für den kleinen Erdenbürger. Und dennoch sind die frischgebackenen Eltern fast 24 Stunden mit der Pflege des Sprösslings beschäftigt. Da ist es gut zu wissen, dass die täglichen Handgriffe bald leicht von der Hand gehen – Übung macht eben den Meister. Gerade das Wickeln haben die Eltern schnell im Griff. Wer trotzdem gut vorbereitet ins ­Elterndasein starten möchte, kann einen Wickelkurs belegen (bei Krankenhäusern oder Hebammen). Für welche Windelart sich die Eltern letztlich entscheiden, ist eine Sache der persönlichen Vorliebe. Im Handel sind Einwegwindeln in allen Größen und Formen erhältlich. Das Wickeln mit Stoffwindel erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit – es gilt als schonender für die Haut des Babys und als umweltfreundlicher, da weniger Müll produziert wird. Wie’s geht, zeigt Ihnen jede Hebamme.

Zur sichersten Schlafposition des Babys informiert Sie der Kinderarzt im Krankenhaus oder bei der U2 ausführlich. Vorweg: Ein sich stets wiederholendes Zu-Bett-Geh-Ritual und ein fester Rhythmus erleichtern vielen Babys und Kindern den Übergang zur Schlafenszeit und geben ihnen ­Sicherheit. Für die richtige Umgebung gilt: Das Kind schläft im gesamten ersten Lebensjahr am besten im eigenen Bettchen im Schlafzimmer der Eltern. Das Bett sollte rundum gut belüftet sein, von der Verwendung von Nestchen oder Himmel wird heutzutage abgeraten. Die Gitterstäbe am Bett müssen einen geringen Abstand (4,5 bis 6,5 cm) aufweisen, so dass das Baby nicht mit dem Kopf dazwischen stecken bleiben kann. Ecken und Kanten müssen abgerundet sein, es sollen keine Schrauben hervorstehen. Im Bett sollte eine feste, glatte und luftdurchlässige Matratze liegen – Kissen, Decken, Felle oder Nestchen sind tabu, erläutert die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BzGA). 16 bis 18 Grad Celsius Raumtemperatur sind optimal zum Schlafen, das Kind liegt am s­ ichersten in einem Schlafsack auf dem Rücken. Nimmt das Kind einen Schnuller, sollte es diesen zu jedem Schlaf bekommen. Wichtig ist zudem eine rauchfreie Umgebung.


Schwangerschaft & Geburt

Wer all diese Maßnahmen berücksichtigt, kann das Risiko des Plötz­lichen Kindstodes deutlich minimieren. Mediziner sprechen vom plötzlichen Kindstod (Sudden infant death syndrome; kurz SIDS), wenn ein z­ uvor gesundes Kind vollkommen unerwartet im ersten Lebensjahr stirbt und sich keinerlei Erklärung dafür finden lässt. Laut Statistischem Bundesamt waren in Deutschland 2014 insgesamt 119 Kinder betroffen. Meist trifft es Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten mit einer Häufung zwischen der 5. und 11. Lebenswoche. Und: Im Winter sterben doppelt so viele Kinder am plötzlichen Kindstod wie im Sommer. Ausreichend Schlaf hat auch ganz andere Vorzüge: Eine aktuelle US-amerikanische Studie, die 17 Untersuchungen zum Thema Kinderschlaf und Übergewicht analysierte, kam zu dem Schluss, dass ausreichender und tiefer Schlaf bei Kindern offenbar das Risiko für Fettleibigkeit mindern kann. Die Wissenschaftler geben als optimale Richtwerte an, dass Kinder unter fünf Jahren mindestens elf Stunden pro Tag/Nacht und Kinder zwischen fünf und zehn Jahren etwa zehn Stunden pro Nacht schlafen sollten.

Geburtsbeurkundung Jede Geburt eines Kindes wird im Geburtenregister des Standesamtes beurkundet. Die Mainzer Kliniken – Universitätsklinikum und Katholische Kliniken – zeigen die Geburt des Kindes dort schriftlich innerhalb einer Woche an. Frischgebackene Eltern können die zur Beurkundung notwendigen Unterlagen entweder in der Klinik direkt oder ohne Termin im Standesamt abgeben. Welche Unterlagen sie vorlegen müssen, hängt von ihren persönlichen Verhältnissen ab (Staatsangehörigkeit, Familienstand etc.). Bei Hausgeburten sind die sorgeberechtigten Elternteile oder jede andere Person, die bei der Geburt zugegen war, selbst zur Anzeige verpflichtet. Die Beurkundung der Geburt eines Kindes ist gebührenfrei. Sie erhalten kostenlos je eine Geburtsbescheinigung für die Beantragung von Kindergeld, Elterngeld und für die Krankenkasse (Mutterschaftshilfe). Zusätzlich können Sie folgende kostenpflichtige Urkunden erwerben: Geburtsurkunde, Stammbucheintrag, beglaubigter Geburtenregisterauszug oder internationale Geburtsurkunde. Wichtig: In der Klinik erhalten Sie ein Formular vom Standesamt, auf dem Sie die zur Beurkundung erforderlichen Angaben machen und den oder die Vornamen und den Familiennamen festlegen. Nach der Beurkundung der Geburt ist eine Änderung des Vorund Familiennamens in der Regel nicht mehr möglich. Nach Eingang der Unterlagen beim Standesamt wird die Geburt innerhalb weniger Tage beurkundet und dem Meldeamt des Wohnortes der Eltern mitgeteilt. Die Eltern erhalten die Geburtsurkunden danach per Post. Standesamt Mainz | Stadthaus | Kreyßig-Flügel Kaiserstraße 3-5 | 55116 Mainz  06131/12-2615, -2616, -2443  www.mainz.de

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Willkommen in Mainz! Die Geburt eines Kindes ist ein freudiges Ereignis. Aber sie bringt auch eine Vielzahl an Veränderungen und Unsicherheiten mit sich. Besonders beim ersten Kind tauchen viele Fragen auf, die z.B. die Gesundheit, die Pflege und die Entwicklung betreffen. Je besser der Start für die Familie gelingt, desto einfacher wird der weitere Entwicklungsweg gemeistert. Um junge Eltern zu informieren und unterstützen wurde das Projekt „Willkommen im Leben“ gestartet. Jede Mainzer Familie, die es möchte, wird unabhängig von ihrer Lebenssituation oder Herkunft von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin besucht – entweder direkt im Krankenhaus oder zuhause. Ein speziell für diese Aufgabe ausgebildetes Team ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nimmt sich für jede Familie die Zeit, um individuelle Fragen zu besprechen und wertvolle Tipps zu geben. Neben dem Gesprächsangebot erhalten die Eltern eine Broschüre, die leicht verständlich über Themen wie Gesundheit und Entwicklung des Kindes in den ersten Monaten informiert und viele praktische Fragen wie Nachsorge durch Hebammen, Elternzeit und Elterngeld beantwortet. Sie enthält zudem nützliche Informationen und Adressen von Einrichtungen, Programmen und Beratungsstellen, die für Eltern mit kleinem Baby interessant und hilfreich sind. Willkommen in Mainz | Ludwigstraße 7 | 55116 Mainz  06131/61 41 91 |  www.willkommen-in-mainz.de


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Finanzen & Co.

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Finanzen & Co. Wichtige Anträge nach der Geburt

Die Anstrengungen der Geburt sind geschafft, nun steht das Ausfüllen einiger Antragsformulare auf dem Programm. Denn nur so erhalten Eltern mögliche finanzielle Unterstützungen.

Kindergeld Grundsätzlich besteht für alle Kinder ab der Geburt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Anspruch auf Kindergeld. Auch darüber hinaus kann unter bestimmten Voraussetzungen weiter gezahlt werden, längstens jedoch bis zum 25. Lebensjahr. Für das erste und zweite Kind erhalten Sie monatlich 194 Euro, für das dritte Kind 200 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 225 Euro. Das Kindergeld beantragen Sie schriftlich bei der Familienkasse in Bad Kreuznach. Die Anträge können Sie direkt dort erhalten oder im Internet unter  www.familienkasse.de. Diese sind ausgefüllt, unterschrieben und zusammen mit der Geburts­urkunde bzw. -bescheinigung an die Familienkasse zu schicken. Keine Sorge, wenn Sie nicht sofort daran denken, Kindergeld zu beantragen: Kindergeld wird rückwirkend für bis zu sechs Monaten ausgezahlt. Familienkasse Rheinland-Pfalz/Saarland Untere Zahlbacher Straße 27 | 55131 Mainz |  0800/4 5555 30  Familienkasse-Rheinland-Pfalz-Saarland@arbeitsagentur.de

Das macht fröhlich: Familien mit Kindern erhalten finanzielle Unterstützung und Vergünsti­gungen von Stadt, Land und Bund.

Elterngeld Elterngeld bekommen Erwerbstätige, Beamte, Selbstständige und erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende, Adoptiv-Eltern, Pflegeeltern und in Ausnahmefällen auch Verwandte dritten Grades. Das Elterngeld ist also allen Eltern garantiert, auch wenn sie vor der Geburt nicht berufstätig waren. Wer jedoch nach der Geburt eines Kindes mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, hat keinen Anspruch auf Elterngeld. Das Elterngeld beträgt 65 Prozent des entfallenden Nettoeinkommens, wenigstens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro, für mindestens die ersten zwölf Lebensmonate des Kindes. Ist das Nettoeinkommen vor der Geburt niedriger als 1.000 Euro monatlich, wird die Ersatzrate von 65 Prozent auf bis zu 100 Prozent angehoben; für je 20 Euro, die das Einkommen unter 1.000 Euro liegt, steigt die Ersatzrate um ein Prozent. Bei Teilzeittätigkeit von maximal 30 Wochenstunden erhält die betreuende Person 65 Prozent des entfallenden Teileinkommens. Es empfiehlt sich, den Antrag auf Elterngeld zeitnah nach der Geburt des Kindes zu stellen, da die Zahlungen rück­wirkend nur für die letzten drei Monate geleistet werden. Elterngeld wird zusätzlich zum Kindergeld ausgezahlt. In den ersten zwei Monaten nach der Geburt wird es mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet. Wer kein Mutterschaftsgeld erhält, bekommt von Anfang an Elterngeld. Arbeitnehmerinnen erhalten in den meisten Fällen erst ab dem dritten Monat Elterngeld, da die Mutterschutzleistungen ihres Arbeitgebers und ihrer Krankenkasse in den ersten beiden Monaten nach der Geburt meist höher sind. Anschließend haben sie noch höchstens zehn Monate Anspruch auf Elterngeld. Das Elterngeld wird an Vater und Mutter für 14 Monate gezahlt, beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann höchstens zwölf Monate allein nehmen, zwei weitere Monate sind als Option für den anderen Partner reserviert. Für alleinerziehende Mütter oder Väter gelten grundsätzlich dieselben Voraussetzungen wie für Elternpaare, d.h. sie dürfen auch die zusätzlichen zwei Partnermonate nutzen. Als soziale Komponente wird das Elterngeld für Personen, die der Reichensteuer unterliegen, komplett gestrichen. Elterngeld-Plus: Für Eltern, die Elternzeit und Teilzeitarbeit miteinander verbinden möchten, lohnt sich ElterngeldPlus. Man erhält es in maximal halber Höhe des Elterngeldes, dafür aber doppelt so lange. Eltern haben so auch über den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus mehr Spielraum, die privaten und beruflichen Bedürfnisse zu verbinden. Teilen sich die Eltern sowohl Betreuung sowie Arbeitszeiten zwischen 25 und 30 Wochenstunden für vier Monate, erhalten sie zudem den Partnerschaftsbonus in Form von jeweils vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten. Für die Beantragung benötigt man folgende Bescheinigungen: Geburts-


Finanzen & Co.

urkunde des Kindes, Einkommensnachweise (letzte 12 Monate vor der Geburt), Bescheinigung der Krankenkasse über den Bezug von Mutterschaftsgeld, Bescheinigung über den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld durch den Arbeitgeber, Arbeitszeitbestätigung durch den Arbeitgeber der Teilzeitarbeit, letzter Steuerbescheid von beiden Elternteilen. Stadtverwaltung Mainz | Amt für soziale Leistungen Stadthaus | Lauteren-Flügel | Kaiserstraße 3-5 | 55116 Mainz  06131/12-3620  amt-fuer-soziale-leistungen@stadt.mainz.de Achtung: Das Elterngeld selbst ist steuerfrei, es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das heißt: Für das Einkommen des Ehepaares ist ein höherer Steuersatz zu zahlen. Er entspricht dem Satz, der zu zahlen wäre, wenn man das Elterngeld als Einkommen werten würde. Dies wird beim Lohnsteuerabzug jedoch nicht berücksichtigt. Die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber vom Gehalt des berufstätigen Partners abzieht, wird deshalb oft nicht ausreichen. Eine erwartete Steuer­rückzahlung könnte dementsprechend nach Abgabe der Steuererklärung ausbleiben oder man sollte sogar mit einer Nachzahlung rechnen. Je nach Verdienst kann diese mehrere hundert Euro betragen. Durch die Wahl der richtigen Steuerklasse schon vor der Geburt können verheiratete Arbeitnehmer die Höhe des Elterngeldes beeinflussen. Da das Elterngeld vom Nettogehalt berechnet wird, ist die Lohnsteuerklasse III mit den geringsten Abzügen vom Bruttolohn die günstigste Wahl und Lohnsteuerklasse V mit den höchsten Abzügen die ungünstigste. Der Wechsel in die andere Steuerklasse muss mindestens sieben Monate vor der Geburt erfolgt sein. Bei der Berechnung des Elterngelds zählt nämlich allein die Steuerklasse, die am längsten in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes eingetragen war. Wer die Steuerklasse wechseln möchte, kann dies beim zuständigen Finanzamt beantragen. Die Wahl der Steuerklasse ist immer für ein Jahr bindend. Mehr Informationen zum Thema „Elterngeld“ sowie einen „Elterngeld­rechner“ finden Sie unter www.bmfsfj.de.

Wohngeld Wohngeld wird gewährt, damit einkommensschwache Haushalte, die keine Transferleistungen wie Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II erhalten, die Wohnkosten für familiengerechten Wohnraum tragen können. Die Leistung kann für Mieterhaushalte und für selbstnutzende Wohneigentümer erbracht werden. Sie wird in Form von Mietzuschuss für Mieterhaushalte und in Form von Lastenzuschuss an selbstnutzende Wohneigentümer gezahlt. Die Höhe des Wohngeldes hängt von drei Faktoren ab: Der Zahl der Haushaltsmitglieder, der Höhe des Gesamteinkommens aller zu berücksichtigender Haushaltsmitglieder und der Höhe der zuschussfähigen Mie-

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te oder der Höhe der zuschussfähigen Belastung des Wohneigentums. Das Wohngeld wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt, danach ist ein neuer Antrag erforderlich. Arbeitslosengeld II sowie Sozialgeld und Wohngeld können nicht nebeneinander bezogen werden. Je nach Fall wird die für den Antragsteller günstigere Leistung gewährt. Anträge sind bei allen Ortsverwaltungen, an der Rathauspforte und bei der Bürgerinformation im Stadthaus erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.fm.rlp.de. Stadtverwaltung Mainz | Amt für soziale Leistungen Stadthaus | Lauteren-Flügel | Kaiserstraße 3-5 | 55116 Mainz  06131/12-3153  amt-fuer-soziale-leistungen@stadt.mainz.de

Kinderzuschlag Der Kinderzuschlag ist einkommensabhängig und wird an Eltern gezahlt, die mit ihrem Einkommen zwar den eigenen Bedarf decken können, nicht aber den ihrer Kinder. Der Zuschlag wird für unverheiratete, unter 25 Jahre alte, im Haushalt der Eltern lebende Kinder gezahlt und beträgt ab bis zu 170 Euro monatlich. Stellen Sie den Antrag so schnell wie möglich, denn für die Zeit vor der Antragstellung können Sie grundsätzlich keinen Kinderzuschlag erhalten. Der Kinderzuschlag wird wie das Kindergeld bei der Familienkasse Agentur für Arbeit beantragt und wird mit dem Kindergeld ausgezahlt. Familienkasse Rheinland-Pfalz/Saarland Untere Zahlbacher Straße 27 | 55131 Mainz |  0800/4 5555 30  Familienkasse-Rheinland-Pfalz-Saarland@arbeitsagentur.de

Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung Das Bildungs- und Teilhabepaket fördert und unterstützt Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Leistungen aus diesem Paket können von Familien in Anspruch genommen werden, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen. Ebenfalls leistungsberechtigt sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben. Bestandteil dieses Paketes sind unter anderem Zuschüsse oder Kos­ tenübernahmen von Schul- und Kindergartenausflügen, für die Teilnahme an einem gemeinschaftlichen Mittagessen in der Kindertageseinrichtung sowie die finanzielle Unterstützung von Kultur,- Sport- und Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel die Übernahme der Kosten für den Sportverein oder die Musikgruppe. Fragen zur Antragstellung für Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket können beim Jobcenter Mainz  06131/8808-0 oder beim Amt für soziale Leistungen der Stadt  06131/12-2962 gestellt werden.


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Gesundheit

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Check beim Kinderarzt Zehn Vorsorgetermine geben Sicherheit Nie wieder wird Ihr Kind so schnell wachsen, nie wieder wird es sich so stark entwickeln, und nie wieder wird es so viel lernen, wie in den ersten Lebensjahren. Daher ist es wichtig, die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes regelmäßig zu überwachen, denn Früherkennung ist die Voraussetzung für erfolgreiche Behandlung. Frühzeitig sollten sich die werdenden Eltern um einen Kinderarzt bemühen, dem sie vertrauen – nicht nur bei ernsten Krankheiten wird man dem Doktor häufiger einen Besuch abstatten. Auch Impfungen werden in seiner Praxis durchgeführt, und nicht zu vergessen die Vorsorgeuntersuchungen. Zehn Untersuchungstermine stehen deshalb für Kinder auf der Vorderseite des gelben Vorsorgehefts, das den Eltern nach der Geburt ausgehändigt wird. Es begleitet den Nachwuchs von der Geburt bis zum 6. Lebensjahr. In diesem Heft sind neben den Untersuchungsergebnissen des Kinderarztes die Wachstumskurven für Gewicht, Körpergröße und Kopfumfang im Altersvergleich aufgeführt. Alle Untersuchungen werden übrigens von den Krankenkassen bezahlt.

U1 > Beim Check direkt nach der Geburt werden Herz und Lunge abgehört. Atmung, Durchblutung, Farbe, Muskelspannung und angeborene Reflexe werden kontrolliert. Etwas Blut aus der durchtrennten Nabelschnur wird entnommen und auf den Sauerstoff- und pH-Wert hin untersucht. Zudem wird der APGAR-Test durchgeführt – eine Minute und nochmals fünf und zehn Minuten nach der Geburt beurteilt der Arzt dabei den Gesamtzustand des Neugeborenen anhand folgender Aspekte: Atmung, Puls, Grundtonus, Aussehen und Reflexe. Für jeden Aspekt gibt es zwei Punkte – im bes­ten Fall also zehn. Natürlich wird zudem die Körperlänge, der Kopfumfang und das Gewicht des Neugeborenen vermerkt. U2 > Oft ist die U2 der letzte Termin vor der Entlassung aus dem Krankenhaus. Bei dieser Untersuchung werden alle Organsysteme des Kindes überprüft. Um Stoffwechselerkrankungen erkennen zu können, wird dem Baby eine kleine Blutprobe entnommen, meistens aus der Ferse. Und natürlich steht wieder das Messen und Wiegen, die Kontrolle der Reflexe, die Überprüfung von Herz und Atmung sowie weiteres mehr auf dem Programm. U3 > Neben der gründlichen Untersuchung bietet die U3 wieder Gelegenheit zu einem ausführlichen Beratungsgespräch mit dem Arzt. Das besondere Augenmerk liegt diesmal auf dem Ernährungszustand und dem Gewicht des Säuglings. Ein erster Hörtest kann zeigen, ob mit den Ohren alles in Ordnung ist. Auch wird eine Ultraschalluntersuchung der Hüften durchgeführt.

U4 > Neben den Routine-Checks (Gewicht, Größe, Reflexe, etc.) wird jetzt die Motorik immer wichtiger – Kopfkontrolle, Richtungshören, Kopf-­ Augen-Kontrolle, Sprachentwicklung. Zudem werden diesmal die ersten Impfungen besprochen oder gleich vorgenommen. Die ständige Impfkommission (STIKO) am staatlichen Robert Koch Institut empfiehlt in diesem ­Alter (frühestens ab der 9. Lebenswoche) mit dem Start der Grundimmunisierung in Form der folgenden Impfungen zu beginnen: Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Häemophilus Influenzae Typ B (HIB), Kinderlähmung, Hepatitis B sowie Pneumokokken. Angeboten wird zusätzlich die Impfung gegen Rotavirus-Infektionen (als IGeL-Leistung). U5 > Beweglichkeit und Körperbeherrschung – das sind die zentralen Themen bei dieser Untersuchung. Neben den Routine-Checks (Größe, ­Gewicht, Reflexe, etc.) nimmt der Kinderarzt außerdem die Funktion von Augen und Ohren unter die Lupe. Wenn alle Impfungen zeitgerecht vorgenommen wurden, sollten alle drei Impfungen Genau hingeschaut der Grundimmunisierung gegen TeDie ersten zehn Untersuchungs- tanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kintermine bis zur Einschulung sollte derlähmung, HIB und Hepatitis B soman keinesfalls versäumen. Auf wie Pneumokokken jetzt verabreicht der Vorderseite des gelben Vor- worden sein. sorgehefts sind die Zeitspannen U6 > Im Mittelpunkt der U6 stehen aufgeführt, während der die Undie Prüfung der Feinmotorik sowie tersuchung vorgenommen wird. der sozialen Kontaktfähigkeiten. U1 – direkt nach der Geburt Außerdem werden Hör- und SehU2 – 3. bis 10. Lebenstag störungen mit entsprechenden Tests U3 – 4. bis 5. Lebenswoche ausgeschlossen. Ab einem Alter von U4 – 3. bis 4. Lebensmonat 11 Monaten werden die ersten U5 – 6. bis 7. Lebensmonat „Lebendimpfungen“ verabreicht – U6 – 10. bis 12. Lebensmonat ­eine gegen Mumps-, ­Masern-, Röteln U7 – 21. bis 24. Lebensmonat (MMR-Impfstoff) und eine gegen U7a – 34. bis 36. Lebensmonat Windpocken (Varizellen-Impfstoff). U8 – 43. bis 48. Lebensmonat Im ­Alter von 11 bis 14 Monaten (6 U9 – 60. bis 64. Lebensmonat Monate nach der letzten Impfung der Grundimmunisierung) wird auch die


Gesundheit

1. Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hib und Hepatitis B sowie die 4. Impfung gegen Pneumokokken gegeben. Die erste Impfung gegen Meningokokken ist ab vollendetem 12. Lebensmonat empfohlen. U7 > Sprach- und Hörentwicklung, die motorischen Fähigkeiten sowie die Entwicklung des Sozialverhaltens sind die wichtigsten Themen bei der U7. Generell sollte ein Kleinkind am Ende des 2. Lebensjahres bestimmte F­ ähigkeiten besitzen – beispielsweise mindestens 10 Worte sprechen, einfache Zeichnungen von Tier und Mensch benennen können, verbalen Aufforderungen folgen können, die Mehrzahl verwenden und den Vornamen sagen. Motorisch stehen ebenfalls einige Tests auf dem Programm, zum Beispiel wird gecheckt, ob das Kind einen Turm aus Klötzchen bauen kann, eine Kugel in eine Flasche stecken kann oder ähnliches. Auch das Treten und Werfen eines Balls, das sichere Vorwärts- und das Rückwärtslaufen wird der Kinderarzt sehen wollen. U7a > Schwerpunkte bei dieser Untersuchung für etwa 3-Jährige sind das Erkennen von allergischen Erkrankungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Übergewicht, Sprachentwick­lungs­störungen, Zahn-, Mundund Kieferanomalien. Zusätzlich wird auch überprüft, ob das Wachstum,

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z.B. der Wirbelsäule, ohne Störungen verläuft. Ebenso wird über die Kindergartenreife gesprochen. U8 > Jetzt darf Ihr Kind zeigen, was es kann. Auf einem Bein hüpfen, der Gebrauch einer Schere, 3-Teile-Männchen zeichnen – all so etwas wird sich der Kinderarzt jetzt demonstrieren lassen. Zudem gibt es einen gründlichen Check aller Organe und ihrer Funktion sowie einen Urin-Test. Ebenso wichtig ist ein umfangreicher Sehtest, denn spätestens jetzt sollten 100 Prozent Sehschärfe erreicht sein. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht natürlich auch ein ausführliches Gespräch mit den Eltern, um beispielsweise familiäre Risikofaktoren klären zu können. U9 > Die Einschulung steht bevor – Grund genug, noch einmal genau hinzuschauen. Sprachvermögen, Seh- und Hörtests, soziale Fähigkeiten – anhand verschiedener Tests wird der Arzt die Entwicklung des Kindes untersuchen. Zudem sollten bei der U9 Auffrischimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten vorgenommen werden. Wieder wird sich der Kinderarzt intensiv mit den Eltern über den Alltag unterhalten – und so auch die Beziehung zwischen Eltern und Kind unter die Lupe nehmen. Weitere Infos unter  www.kinderaerzte-im-netz.de


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Impfen, Fachärzte und vieles mehr Hilfreiche Informationen für Eltern Ein kleiner Pieks für mehr Sicherheit Der Termin für die erste Impfung steht fest – doch viele Eltern fragen sich erstmal, ob Kombinationsimpfungen sinnvoll sind, welche Impfungen wirklich nötig sind und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist. In Gesprächen mit dem Kinderarzt und mit anderen Eltern haben Sie es vielleicht schon bemerkt: Kein anderes Thema wirft so viele Fragen auf, wird so hitzig diskutiert, führt zu solch großer Unsicherheit, wie das Thema Impfen. Generell lässt sich sagen: Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Unmittelbares Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer ansteckenden Krankheit zu schützen. Als Beispiel soll die Verbreitung von Masern dienen: Die Masern werden durch den Masernvirus hervorgerufen. Diese sehr ansteckende und weltweit verbreitete Infektionskrankheit mit dem typischen rot-fleckigen Hautausschlag ist keine harmlose Kinderkrankheit. Sie schwächt das Immunsystem so stark, dass in der Folge schwere Komplikationen auftreten können. Besonders gefürchtet ist eine Hirnhautentzündung, zu der es in 1 von 1.000 Fällen kommt – eine Komplikation, die für etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen tödlich endet, bei 20 bis 30 Prozent muss mit bleibenden geistigen Behinderungen gerechnet werden. In Deutschland geht die Zahl Maserninfizierter seit Einführung der Impfung im Jahr 1973 deutlich zurück. Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) gibt gemäß § 20 Abs. 2 Satz 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Empfehlungen zur Durchführung von Schutzimpfungen und zur Durchführung anderer Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe übertragbarer Krankheiten beim Menschen. Der Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Stand August 2018) umfasst folgende Impfungen:

> Grundimpfschutz als Kombinationsimpfung: Tetanus, Diphterie, Keuchhusten, HiB, Kinderlähmung, Hepatitis B sowie Pneumokokken in vier Teilimpfungen im Alter von 2, 3, 4 und 11-14 Monaten. > Auffrischungsimpfung: Tetanus, Diphterie, Keuchhusten in zwei Teil­ impfungen im Alter von 5-6 Jahren und 9-17 Jahren. > Auffrischungsimpfung: Kinderlähmung im Alter von 9-17 Jahren. > Grundimpfschutz: Rotaviren im Alter von 6 Wochen und 2 sowie 3-4 Monaten. > Grundimpfschutz als Kombinationsimpfung: Masern, Mumps, Röteln, Windpocken in zwei Teilimpfungen im Alter von 11-14 und 15-23 Monaten. > Grundimpfschutz: Meningokokken im Alter ab 12 Monaten.


Gesundheit

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Chronische Erkrankungen

Der richtige Facharzt und Therapeut

In Deutschland leiden rund 25 Prozent der Kinder unter sechs Jahren an einer chronischen Krankheit. Die häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter sind Allergien, Erkrankungen der Atemwege, Erkrankungen der Haut, Neurofibromatose Typ 1, Chronische Darmentzündungen, Diabetes mellitus Typ-1 und Typ-2, angeborene Herzfehler, Epilepsien und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Die Broschüre „Chronische Erkrankungen im Kindesalter – Ein gemeinsames Thema von Elternhaus, Kindertagesstätte und Schule“ kann kostenlos bestellt werden bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Maarweg 149-151 | 50825 Köln  0221/8992-0  order@bzga.de

Manchmal ist neben dem Besuch des Kinderarztes ein Termin in einer Facharztpraxis nötig. Da ist es gut zu wissen, dass sich auch Fachärzte auf kleine Patienten eingestellt haben. Denn: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und sollten deshalb kindgerecht behandelt werden. Die Spielecke im Wartezimmer gehört dann ebenso zur Praxisausstattung wie entsprechende Untersuchungsmethoden und -geräte.

Kindliche Krebserkrankungen Kinderkrebshilfe Mainz e.V. Von den Kinderärzten des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz und weiteren Hochschulmedizinern und Wissenschaftlern der Johannes-Gutenberg-Uni wurde die Kinderkrebshilfe Mainz gegründet. Zusammen mit den Eltern-Selbsthilfegruppen und anderen gemeinnützigen Vereinen und Stiftungen arbeiten sie daran, krebskranken Kindern die bestmögliche Behandlung zu bieten. So fördert der Verein wichtige Forschungsprojekte, finanziert zusätzliche Arzt- und Schwesternstellen und beschafft neue medizinische Geräte, um eine Behandlung auf dem modernsten Stand der Technik zu gewährleisten. Kinderkrebshilfe Mainz e.V. | Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Langenbeckstraße 1 | 55131 Mainz  06131/32700-30  www.kinderkrebshilfe-mainz.de Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Der Förderverein unterstützt betroffene Kinder und ihre Angehörigen über die reguläre Krankenhausversorgung hinaus. Psychologische Betreuung und soziale Hilfestellungen sind für Eltern und Kinder in Extremsituationen wichtig. Daher unterstützt der Förderverein z.B. neben Anschaffungen medizinischer Geräte auch das klinikeigene Spielzimmer mit Materialien, ermöglicht Kindern eine Kunsttherapie und sorgt für die regelmäßigen Besuche vom „Musikmann“, der für jedes Kind ein Instrument mitbringt um gemeinsam mit ihnen zu musizieren. Die eigene Ferienanlage in Gemünden bietet Erholungsmöglichkeiten für die ganze Familie. Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Lindenschmittstraße 53 | 55131 Mainz  06131/23 72 34  www.krebskrankekinder-mainz.de

Hals-Nasen-Ohrenarzt: Neben der Feststellung der Hörfähigkeit ist der HNO-Arzt Anlaufstelle bei Mittelohrergüssen. Durch immer wiederkehrende Infekte der oberen Luftwege kann es zudem zu einer entzündlichen Schwellung des lymphatischen Rachenringes (dazu gehören Gaumen- und Rachenmandeln) kommen – auch dann ist der HNO-Arzt gefordert. Orthopäde: Haben Sie den Verdacht, dass mit der Haltung oder dem Knochengerüst Ihres Kindes etwas nicht stimmt, sollten Sie zum Orthopäden gehen. Der Facharzt übernimmt auch die Ultraschalluntersuchung der Hüfte des Säuglings, um eine Hüftdysplasie frühzeitig erkennen zu können (Kinderärzte, die ein Ultraschallgerät besitzen, machen diese Untersuchung häufig selbst). Augenarzt: Die Diagnose und Therapie häufiger Augenkrankheiten bei Kindern, augenärztliche Untersuchungen sowie Farbensehtests sind das Gebiet der Augenärzte. Hautarzt/Allergologe: Die Haut von Kindern gerät leichter aus dem Gleichgewicht als die von Erwachsenen. Neben Pilzen, Warzen, Blutschwämmen und Malen behandeln Hautärzte und Allergologen auch Neurodermitis, Allergien oder Heuschnupfen. Ergotherapeut: Die Behandlung von Störungen des Bewegungsablaufs, der sensomotorischen Entwicklung, der Wahrnehmungsfähigkeit und -ver­arbeitung aber auch psychischer Erkrankungen wie Verhaltensstörungen, ADHS oder frühkindlichem Autismus ist Aufgabe eines Ergotherapeuten. Eine ergotherapeutische Behandlung kann vom Kinderarzt verordnet werden.


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„ich habe bauchweh!“ Krankheitssymptome richtig deuten und behandeln Wenn Kinder sprechen können, sagen sie uns, wo es wehtut. Allerdings können sie bis zum sechsten Lebensjahr Schmerzen kaum orten – meist sagen sie „Ich habe Bauchweh“, auch wenn eine Halsentzündung der Grund für das Unwohlsein ist. Noch schwieriger ist es, bei einem Säugling oder Kleinkind zu erkennen, ob es krank ist. Eltern müssen hier ganz genau hinschauen. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass ein Kind, das trotz Fieber spielt, nicht schwer krank ist. Auch ein gelegentlich laut schreiendes Kind ist wahrscheinlich nicht bedrohlich krank. Gefährlich wird es, wenn das Kind lethargisch ist, keinen Blickkontakt hält oder leise wimmert. Weitere ernst zu nehmende Anzeichen können sein: Das Kind spielt oder lacht weniger als sonst. Es lässt sich nur schwer beruhigen. Es klammert sich in übertriebener Weise an die Eltern. Zu Zeiten, in denen es sonst hellwach ist, will es nur schlafen und dämmert vor sich hin. Bei sehr jungen Säuglingen, hohem Fieber, bei unklaren Symptomen, entzündeten Augen, anhaltender Appetitlosigkeit, bei länger anhaltendem flüssigem Durchfall und Erbrechen, Ausschlag oder Atemnot sollte man das Kind unbedingt dem Arzt oder dem Notdienst beziehungsweise in einer Klinik vorstellen. Auch wenn man unsicher ist, kann der Anruf bei diesen Stellen Sicherheit geben. Bei leichtem Husten und Schnupfen, breiigem Stuhl oder Fieber können Eltern erst einmal abwarten, wenn das Kind trotzdem fidel ist und Appetit hat. Oft zeigt sich am nächsten Tag, wie sich das Krankheitsbild entwickelt, ob es sich verschlimmert oder ob die Symptome mit Hausmitteln zu lindern sind.

Zehn Tage Extra-„Urlaub“ Für berufstätige Eltern oft eine mittlere Katastrophe: Morgens wird klar, das Kleine ist krank und kann nicht in den Kindergarten oder zur Tagesmutter. Wer bleibt nun zu Hause? Wie lange darf ich bei der Arbeit fehlen? Und wer zahlt meinen Lohn? Vorweg: Vor allem Hort- und Kindergartenkinder sind häufig krank: Bis zu zehn Infekte im Jahr gelten als normal. Jeder Elternteil darf für die Betreuung des kranken Kindes zehn Arbeitstage im Jahr frei nehmen – so ist der gesetzliche Anspruch. Alleinerziehende haben Anspruch auf die Gesamtzahl, das heißt 20 Tage. Bei zwei Kindern verdoppelt sich die Anzahl der Krankheitstage. Bei mehr als zwei Kindern gibt es dann allerdings eine Obergrenze: Diese liegt bei 25 Tagen pro Elternteil und 50 Tagen bei Alleinerziehenden. Diese Regelung gilt, wenn Elternteil und Kind gesetzlich krankenversichert sind.

Bewährte Hausmittel Husten, Schnupfen, Hals- oder Bauchschmerzen – manchmal muss man gar nicht zu Medikamenten greifen. Viele Hausmittel zeigen schnelle ­Wirkung und lindern die Beschwerden auf natürliche Weise. Wenn sich die Beschwerden allerdings nicht nach wenigen Tagen bessern, sollten Sie mit Ihrem Sprössling zum Arzt gehen! Kräutertees Bei vielen Beschwerden schaffen Tees aus Heilkräutern bereits Linderung:

> Anistee: bei Koliken, Blähungen und Verdauungsbeschwerden > Fencheltee: bei Bauchweh, Husten und Erkältungskrankheiten > Kümmeltee: bei Blähungen, Völlegefühl, Krämpfen im Magen-DarmTrakt, Mundgeruch, Muskelschmerzen, Rheuma, Husten und Milchmangel bei Stillenden, als Öl auch zur Baby-Bauch-Massage > Kamillentee: bei Magen- und Darmbeschwerden, wirkt krampflösend und entzündungshemmend. Bei Erkrankungen der Atemwege auch als Inhalation. > Pfefferminztee: bei Magen- und Darmbeschwerden > Salbeitee: bei Halsschmerzen, grippalen Infekten, Mundschleimhautentzündungen, Durchfall, Verstopfung, Schwitzen. > Lindenblütentee: bei Erkältung, Fieber, Abwehrschwäche. > Thymiantee: bei Husten, Bronchitis, Magen- und Darmbeschwerden > Melissentee: bei Magenproblemen, Kopfschmerzen, Stress Wickel Wickel sind eines der ältesten Hausmittel zur Behandlung von Krankheiten und deren Symptome. Sie werden kurzzeitig angelegt, um Wirkstoffe schnell in den Körper zu bringen, und haben eine stärkende Wirkung auf die Abwehrkräfte. Wickel nutzen für ihre Wirkung das System zur Regelung der Körpertemperatur aus. Je nach Funktion werden Wickel unterschieden in: wärmeentziehende Wickel, wärmestauende Wickel, heiße Wickel und schweißtreibende Wickel. Anwendungsbeispiele:

> Wadenwickel: bei hohem Fieber > Zwiebelwickel/-säckchen: bei Ohrenschmerzen, Bronchitis > Zitronenwickel: bei beginnender Halsentzündung, Heiserkeit > Senf-Wickel: bei Atembeschwerden, Bronchitis, Schnupfen, Gelenkund Muskelschmerzen

> Retterspitzwickel: bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Blut­ ergüssen, Hals- und Nackenschmerzen, Erkältungen, Kopfschmerzen

> Quark-Wickel: bei Schwellungen, Halsschmerzen, Insektenstichen > Kartoffel-Wickel: bei Muskelverspannung, Muskelschmerzen, Bronchitis


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Homöopathische Mittel

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Die Homöopathie ist ein schonendes Heilverfahren, viele Beschwerden bei Kindern und Erwachsenen lassen sich mit ihrer Hilfe lindern. Sie gilt als natürlich, unschädlich und nebenwirkungsarm. Bei Kindern empfiehlt sich die Anwendung von Globuli, zuckerhaltigen Streukügelchen. Sie lassen sich leicht dosieren und werden in der Regel gut angenommen. Neugeborene und Säuglinge bekommen pro Gabe 1 Globulus, Kleinkindern geben Sie 3 Globuli, ab dem Schulkindalter verabreichen Sie 5 Globuli pro Gabe. Je akuter die Krankheit und je niedriger die Potenz, desto öfter erfolgt die Arzneigabe.

> Tiefe Potenzen (D1 bis D6) werden im Akutfall öfter gegeben > mittlere Potenzen (D12, D30) gibt man ein- bis dreimal täglich > Hochpotenzen (D200) werden bei chronischen Krankheiten nur einmalig angewendet und gehören in die Hände erfahrener Homöopathen. Gut zu wissen: Die Homöopathie wirkt als Reiz- und Regulationstherapie. Nach der erstmaligen Einnahme des Mittels kann es zur so genannten Erstverschlimmerung kommen. Falls Ihr Kind eine Erstverschlimmerung zeigt, sollte das Mittel abgesetzt werden und ein Homöopath hinzugezogen werden. Die niedrigen Potenzen und Dosierungen rufen allerdings eher selten eine Erstverschlimmerung hervor. Auch die Behandlung mit homöopathischen Mitteln hat Grenzen. Sie sollten immer dann einen Kinderarzt hinzuziehen, wenn es Ihrem Kind schlechter geht, als das bei den alltäglichen Wehwehchen und Erkrankungen üblich ist.

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Im Fall der Fälle richtig reagieren Gut gerüstet für Not- und Krankheitsfälle Die Hausapotheke – das sollte stets griffbereit sein Kopfweh, Bauchschmerzen, Durchfall oder blaue Flecke sind im Alltag mit kleinen Kindern an der Tagesordnung. Mit der richtigen Vorsorge können Eltern im Notfall selbst schnell reagieren, um Schmerzen zu lindern und Krankheiten entgegenzuwirken. Eine gut sortierte Hausapotheke speziell für kleine Patienten sollte in jedem Haushalt mit kleinen Kindern jederzeit griffbereit sein. Tipps zu sinnvollen Medikamenten und Verbandsmaterialien sind in Apotheken, aber auch beim Kinderarzt erhältlich. Damit die Hausapotheke im Krankheits- oder Notfall nicht erst lange gesucht werden muss, sollte sie einen festen, für Kinder jedoch unzugänglichen Platz haben. Am besten eignet sich ein verschließbarer Schrank. Fast alle Medikamente müssen kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden. Kontrollieren Sie bei allen Medikamenten in regelmäßigen Abständen das Haltbarkeitsdatum und erneuern Sie Ihre Vorräte rechtzeitig. Hier einige Hilfsmittel und Medikamente, die im Fall der Fälle helfen können und deshalb als Grundausstattung in eine kindgerechte Hausapotheke gehören:

> digitales Fieberthermometer > Verbandsschere, Pinzette, Pipette > Zeckenzange > Einmalhandschuhe > Leinentuch für Umschläge > Wärmflasche oder Kirschkernkissen > Rettungsdecke aus Aluminiumfolie > Desinfektionsmittel zum Säubern von Wunden > Pflaster in verschiedenen Größen und Pflasterrolle > sterile Wundschnellverbände in verschiedenen Größen > Mullbinden, Brandwundauflage und Dreieckstuch > Sofortkältepackungen (im Gefrierschrank aufbewahren) > fiebersenkende/schmerzstillende Zäpfchen oder Saft > abschwellende Nasentropfen (nur für den kurzzeitigen Gebrauch) oder Meersalzlösung

Bei vielen alltäglichen Wehwehchen und Erkrankungen lassen sich mit homöopathischen Mitteln gute Erfolge erzielen.

> schleimlösende Präparate (z.B. mit dem Wirkstoff Acetylcystein, ACC) > pflanzlicher Hustensaft > Wund- und Heilsalbe für kleinere Verletzungen > Zinkoxidsalbe gegen einen wunden Po > Antihistamingel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche > medizinische Kohle und Entschäumungstropfen, z.B. Sab Simplex


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Erste Hilfe am Kind Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Die Zweijährige zieht den Topf mit kochendem Wasser vom Herd, der Vierjährige wird von einer Biene gestochen, das Baby verschluckt sich an einem Apfelstück. In solchen Notfällen ist Besonnenheit und richtiges Handeln oberstes Gebot. Das ist meist leichter gesagt als getan. Aber die Eltern können beruhigt sein: Wer gut vorbereitet ist, kann mit solchen Situationen besser umgehen. Deshalb lohnt es sich, einen ErsteHilfe-Kurs zu besuchen, bei dem speziell auf Kindernotfälle eingegangen wird.

Notdienst-Service der Apotheken Jede Nacht und jeden Feiertag leisten etwa 2.000 Apotheken Notdienst. Sie garantieren eine umfassende Versorgung mit lebenswichtigen Arzneimitteln. In Deutschland ist der Notdienst der Apotheken gesetzlich festgelegt. Ein Notdienstkalender regelt die Reihenfolge, wann welche Apotheke Dienst hat. Die Apotheken müssen den Kalender gut sichtbar aushängen. Schneller geht es im Internet: Unter www.aponet.de findet man mit der Notdienstsuche die nächstgelegene diensthabende Apotheke. Auch per Telefon lassen sich Bereitschaftsapotheken ermitteln. Nach Anruf der Kurzwahl 228 33 von jedem Handy (69 Cent/Min) oder der kostenlosen Rufnummer 0800 00 228 33 aus dem deutschen Festnetz wird der Kunde mit einem computergesteuerten Sprachdialogsys­ tem verbunden. Dieses fordert den Benutzer auf, seinen Standort anzugeben, und ermittelt so die nächstgelegenen, geöffneten NotdienstApotheken. Gibt der Kunde www.22833.mobi in den Internetbrowser seines Handys ein, gelangt er auf eine mobile Webseite. Hier kann man mit einem Klick mit dem telefonischen Notdienstfinder verbunden werden oder seinen Standort in eine Suchmaske eingeben. Daraufhin erhält der Kunde eine Liste mit Notdienst-Apotheken. In diesen Erste-Hilfe-Kursen werden die stabile Seitenlage und die HerzLungen-Wiederbelebung bei Kindern eingeübt. Man lernt, was beim Verschlucken, bei Verbrennungen, Vergiftungen und Luftnot zu tun ist und wird über die Maßnahmen bei Verletzungen der Haut, der Gelenke und Knochen informiert. Ebenso geben die Notfall-Experten Tipps zum Verhalten bei plötzlichen Erkrankungen im Kindesalter. Auf jeden Fall sollten Sie eine Broschüre über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kindern griffbereit zu Hause haben – und diese sollte man in einer ­ruhigen Minute schon einmal lesen. Griffbereit neben das Telefon gehört natürlich ein Verzeichnis mit Notfallnummern, zum Beispiel die für Ihre Region zuständige Giftnotrufzentrale, die Telefonnummer der Kinderarztpraxis, der nächsten Notdienstzentrale und Ähnliches.

Bei Babys und Kleinkindern sind andere Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen als bei Erwachsenen. Deshalb gibt es spezielle Kurse. Spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Kindernotfälle bieten in Mainz neben dem Katholischen Klinikum und einigen Hebammenpraxen unter anderem folgende Institutionen an: Deutsches Rotes Kreuz Mainz-Bingen e.V. Mitternachtsgasse 6 | 55116 Mainz  06131/2690  www.drk-mainz.de Arbeiter-Samariter-Bund Kv Mainz-Bingen Hattenbergstraße 5 | 55122 Mainz  06131/96 510-350  www.asb-mainz.de Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. | Regionalverband Rheinhessen Hans-Böckler-Straße 109 | 55128 Mainz  06131/93 555-22  www.juh-mainz.de Malteser Hilfsdienst e.V. Jägerstraße 37 | 55131 Mainz  06131/28 58-810  www.malteser-mainz.de Sabine Lindau | Am Fort Muhl 3a | 55129 Mainz  06136/40 81 921  www.sabinelindau.de Diana Nordmann | Karl-Sieben-Straße 70 | 55268 Nieder-Olm  06136/756069  www.diana-nordmann.de

Gut zu wissen ... In der Vielzahl der Fälle werden Sie Ihrem erkrankten oder verunglückten Kind selbst helfen können. Manch eine Verletzung sieht auf den ersten Blick schlimmer aus, als sie wirklich ist. Immer aber gilt: Ruhe bewahren


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und – wenn Sie nicht mehr weiter wissen – Kinderarzt oder Rettungsdienst unter  112 kontaktieren. Hier einige Tipps zur Ersthilfe: Fieber: Kinder haben häufig Fieber, vor allem in den frühen Lebensjahren. Fieber ist ein Zeichen dafür, dass sich der Organismus mit Krankheitserregern auseinandersetzt. Der erste Schritt für die Eltern ist der Griff zum Fieber­thermometer. Bei Kindern bis zum Alter von vier Jahren sollte die Körpertemperatur rektal, also im After gemessen werden. Die normale Körpertemperatur eines Kindes liegt zwischen 36,5° C und 37,5° C. Bis zu 38,5° C spricht man von erhöhter Temperatur. Steigt die Temperatur noch höher, hat das Kind Fieber. Ab 39,5° C spricht man von hohem Fieber. Ein Kind, das eine fieberhafte Erkrankung ausbrütet, kann zunächst stiller als gewöhnlich sein. Vielfach ist auch der Appetit schlechter oder das Schlafbedürfnis größer. Manchen Kindern merkt man aber auch kaum etwas an. Ein leichter Infekt, zu viel Anstrengung oder Sonne sowie eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme können Fieber bis 38,5° C verursachen. Schwere bakterielle oder virale Infektionen sind oft der Grund für Fieber über 38,5° C. Auch nach Impfungen kann es zu Fieber kommen. Wichtig ist es, bei einem ­fiebernden Kind auf ausreichende Flüssigkeits­zufuhr zu achten. Prinzipiell gilt, dass bei Kindern immer anzuraten ist, die Fieberursache von einem ­Kinderarzt abklären zu lassen. Für Eltern ist es oftmals sehr schwierig einzuschätzen, ob das Fieber ihres Kindes harmlos ist oder ernstzunehmende Ursachen hat. Eine mögliche Komplikation sind Fieberkrämpfe – Infektkrämpfe, die besonders im Kleinkindalter auftreten. In diesem Fall heißt es: Ruhe bewahren und einen Arzt oder Notarzt rufen. Meist ist der Verlauf übrigens unkompliziert. Insektenstiche: Normalerweise sind Insektenstiche harmlos, oft jedoch schmerzhaft und verursachen Juckreiz. Gerade Bienen- und Wespenstiche können beim Zweitkon­takt zudem allergische Reaktionen hervorrufen. Wichtig ist zunächst, das Kind zu beruhigen. Ein zurückgebliebener Stachel in der Haut muss vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden. Kalte Umschläge, Eis oder Hausmittel wie Zitronensaft, Gurkenscheiben oder Zwiebeln lindern die Schwellung und die Schmerzen. Im Fall einer allergischen Reaktion sollte sofort der Notarzt gerufen werden. Hat eine Zecke zugebissen, sollte diese umgehend mit einer Zeckenkarte oder -zange entfernt werden. Die Zecke kann gerade herausgezogen oder herausgedreht werden. Ist sie entfernt, sollte die Stelle desinfiziert werden. Öl, Creme, N ­ agellack, Kleber oder Alkohol haben auf einer Zecke nichts zu suchen – Giftstoffe und Bakterien gelangen mit diesen Mitteln noch schneller in den Blutkreislauf. Kleinere Verbrennungen: Bei Verbrennungen die Kleider entfernen, wenn sie nicht an der Haut haften. Die betroffene Körperstelle unter fließendem, nicht zu kaltem Wasser 15 bis 20 Minuten kühlen. Kleinere Verbrennungen oder Verbrühungen ohne Blasenbildung nicht mit Pflaster oder Verband ab­

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de­c­ken sondern an der Luft heilen lassen. Eis sollte nicht angewendet werden, denn bei zu starker Kühlung kann die Haut einen Kälteschaden erleiden. Vermeintliche Hausmittel wie Butter, Mehl oder auch Puder und Salben dürfen nicht angewendet werden; sie halten die Hitze im Gewebe fest und verhindern, dass Sauerstoff an die Wunde gelangt, oder verkleben mit der Wunde. Fremdkörper in Luft- oder Speiseröhre: Erdnüsse, kleine Spielsachen, Apfelstücke – kaum ein Notfall tritt so unvermittelt ein wie ein Erstickungsanfall. Je kleiner die Kinder sind, desto größer ist die Gefahr des Verschlu­ ckens und Erstickens. Schnellstmögliche Hilfe ist besonders wichtig, wenn die Atemwege komplett verlegt sind, denn wenn die Sauerstoffversorgung länger als drei bis fünf Minuten unterbrochen ist, drohen massive Schäden des Gehirns oder gar der Tod. Hilfreich ist die Beherrschung der Rückenklopfmethode und des so genannten Heimlich-Manövers, die beide dazu dienen, festsitzende Fremdkörper zu lösen. Schürfwunden: Schürfwunden sind meist sehr schmerzhaft. Die Wunde sollte mit einem desinfizierenden Mittel gereinigt werden. Versehen mit einem atmungsaktiven Sprühpflaster oder einer Wundauflage, die mit einer Mullbinde fixiert wird, ist das Unheil schnell vergessen.


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Gesunde Zähne von Anfang an Gute Startvoraussetzungen dank früher Pflege Sie sind echte Schwerarbeiter: unsere Zähne. Die Knospen der 20 Milchzähne werden bereits zwischen der achten und zehnten Schwangerschaftswoche angelegt. Meist blitzen als erstes die Vorderzähne aus dem Unterkiefer hervor, durchschnittlich im sechsten oder siebten Lebensmonat. Ist das Kind zwischen zwei und drei Jahre alt, sind alle da – und hinter Eltern und Kindern liegen mehr oder weniger beschwerliche Zeiten. Während bei dem einen die Zähnchen ganz unbemerkt sprießen, hat das andere sichtlich Schmerzen – erkennbar an einer feuerroten, entzündeten Wange, an Schlafproblemen und Quengeligkeit, möglicherweise sogar Fieber. Ein wenig Abhilfe schaffen einfache Mittel: Kalte Umschläge, gekühlte, PVC-freie Beißhilfen (das kann im Notfall auch eine Packung Tiefkühlerbsen sein) oder Zahnfleischmassagen mit dem Finger (wenn das Baby es zulässt). Kommt das Kleine gar nicht zur Ruhe, können – nach Rücksprache mit dem Kinderarzt – Schmerzmittel oder Gele und Tropfen, die ins Zahnfleisch massiert werden, Linderung bringen. Wichtig: Gerade in dieser Zeit sollte auf Zuckerzusätze verzichtet werden, da die kleinen Beißerchen darauf schon sehr empfindlich reagieren. Zahnärzte raten ohnehin: Sollen die Zähne des Kindes von Anfang an geschützt werden, sollte man mit gutem Beispiel vorangehen – regelmäßig Zähne putzen und wenig Süßes essen. Bei der Ernährung lohnt sich der Blick auf die Inhaltsstoffe, denn gerade versteckte Zucker, zum Beispiel in Marmelade, Müsli und zahlreichen Getränken, nagen an den Zähnchen. Karies hat keine Chance, wenn man ein paar einfache Zahnpflege-Regeln beachtet.

Instant-Tees enthalten mehr als 95 Prozent, Kakaopulver und Frucht­aromen mehr als 80 Prozent Zucker – besser sind ungesüßte Tees, Wasser und Fruchtschorlen. Ab und zu naschen ist natürlich durchaus erlaubt – am besten zahnfreundliche Süßigkeiten, erkennbar am Zahnmännchen mit Schirm auf der Verpackung. Die sorgfältige Pflege der Milchzähne lohnt sich, obwohl sie ja im Alter von fünf bis sechs Jahren schon wieder ausfallen, um den bleibenden Zähnen Platz zu machen. Bis alle Milchzähne ersetzt worden sind, dauert es in der Regel bis zum elften oder zwölften Lebensjahr. Wenn Milchzähne wegen nicht ausreichender Pflege zu früh eingebüßt werden, kann es zu Fehlstellungen kommen, da sie das Kieferwachstum und den Durchbruch der bleibenden Zähne beeinflussen. Zudem sind gesunde Milchzähne wichtig für die Kau- und Verdauungsfunktion sowie für die Sprachentwicklung.

Durchbruch der Milchzähne Mittlere Schneidezähne unten: Mittlere Schneidezähne oben: Seitliche Schneidezähne oben: Seitliche Schneidezähne unten: Vordere Backenzähne: Eckzähne: Hintere Backenzähne:

4. - 10. Lebensmonat 5. - 11. Lebensmonat 6. - 12. Lebensmonat 6. - 12. Lebensmonat 10. - 18. Lebensmonat 12. - 20. Lebensmonat 18. - 30. Lebensmonat

Früh übt sich, wer ein Zahnputzmeister werden will Weil Zahnbelag schon auf dem ersten Zähnchen entsteht, ist die regelmäßige Entfernung durch Putzen wichtig. Es gibt spezielle Zahnbürsten, die den verschiedenen Altersklassen zugeordnet sind und gezielt auf die Anforderungen der künftigen Zahnputzmeister eingehen. Wichtig ist, dass die Zahnbürste regelmäßig – spätestens alle drei Monate – gegen eine neue ausgetauscht wird. Gerade bei den ers­ten Zähnchen kann man sich auch mit einem Mull-Läppchen, einem Wattestäbchen oder einer Fingerhut-Zahnbürste behelfen. Mit zunehmenden motorischen Fähigkeiten wollen die Kleinen auch selbst putzen. Am einfachsten ist hier die KAI-Methode: Erst die Kau­flächen, dann die Außenflächen, zum Schluss die Innenflächen putzen. Dennoch gilt: Bis zum Alter von mindestens 6 Jahren sollten die Eltern nachputzen, um eine gute Reinigung der Milchzähnchen und später der bleibenden Zähne zu gewährleisten.

Fluoride – Salze für gesunde Zähne Fluoride sind ein Schutz für die Zähnchen und wichtiger Bestandteil der ­Kariesprophylaxe. Sie härten den Zahnschmelz und haben eine positive


Gesundheit

Das hilft beim Zahnen > Kühlen Sie die Wange des Babys mit kalten Umschlägen. > Massieren Sie das Zahnfleisch schon vor dem Durchbruch der Zähne mit sauberen Fingern oder speziellen Silikon-Fingerlingen

> Das Kauen auf leicht gekühlten Gegenständen wirkt ebenfalls wie eine Massage. Es mindert die Durchblutung sowie den Schmerz und hemmt mögliche Entzündungen. Gut geeignet sind Karotten, Brotkanten oder Apfelschnitze. Aber lassen Sie Ihr Baby mit diesen Zahnungshilfen nicht allein, es könnte sich verschlucken. > Achten sie beim Kauf von Beißringen darauf, dass diese weder Weichmacher (wie Phtalat) noch PVC enthalten. Unbedenklich sind Ringe aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE). > Es gibt verschiedene Gele und Tropfen, die ins Zahnfleisch massiert werden und so den Schmerz lindern. Fragen Sie Ihren Kinderarzt nach zuckerfreien Zahnungshilfen. Wirkung auf die Zahnoberflächen. Dadurch können sich die Bakterien nur schwer dort anheften, vermehren sich weniger und der Zahnbelag entsteht langsamer. Als natürliche Spurenelemente sind Fluoride im Trinkwasser und in verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Diese natürlichen Quellen reichen jedoch für die Deckung des Bedarfs nicht aus. Kinderärzte und Zahnärzte sind sich darin einig, dass bereits Säuglinge ausreichend damit versorgt werden müssen. Die Fachleute sind sich allerdings ein wenig uneins über das Wie. Fluoride können in Form von Tabletten oder Tropfen verabreicht werden (im ersten Lebensjahr in der Regel als Kombination mit ­Vitamin D zur Rachitisprophylaxe und für das Knochenwachstum). Zahnpasta ist erhältlich mit und ohne Fluoriden, je nachdem, ob Tabletten ­gegeben werden oder nicht, denn es sollte immer nur eine Fluoridquelle geben, um die Gefahr der Überdosierung zu minimieren. Für welche ­Variante sich die Eltern auch entscheiden – wichtig ist auf jeden Fall, dass eine individuelle Fluorid-Anamnese des Kindes vom Zahnarzt erstellt wird.

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die bleibenden Zähne zeigen Fehlstellungen. Außerdem sind abgebrochene Zähne durch Karies und Bakterien gefährdet. Manchmal kommt es durch fehlende Milchzähne auch zu Sprachstörungen. Im Fall des Falles sollte man mit seinem Kind also gleich zum Zahnarzt gehen und – ganz wichtig – das abgebrochene Zahnstück mitnehmen. In vielen Fällen kann der Zahn wieder repariert werden. Damit das funktioniert, gibt es eine spezielle Zahnrettungsbox, in der das abgebrochene Stück Zahn oder sogar ein komplett ausgeschlagener Zahn sauber aufbewahrt werden kann. Eine Zahnrettungsbox bekommen Sie in jeder Apotheke. Alternativ können Sie den ausgeschlagenen Zahn in ein Glas H-Milch legen. Notfalls können Sie auch Ihren Mund oder den Ihres Kindes als „Rettungsbox“ verwenden. Passiert der Zahnunfall außerhalb der üblichen Zahnarztsprechstunden können Sie den notdiensthabenden Zahnarzt unter folgenden Rufnummern erreichen: Zahnärztlicher Notfalldienst für die Mainzer Innenstadt Altstadt, Neustadt, Oberstadt und Zentrum  01805/66 61 60 Zahnärztlicher Notfalldienst für die Mainzer Vororte Bretzenheim, Drais, Ebersheim, Finthen, Gonsenheim, Hartenberg, Hechtsheim, Laubenheim, Lerchenberg, Marienborn, Mombach, Münchfeld und Weisenau  01805/66 61 61 Dienstzeiten: An Feiertagen von 8 bis 8 Uhr des folgenden Tages. Jedes Wochenende von Freitag 15 Uhr bis Montag 8 Uhr.

… und plötzlich ist ‘ne Ecke weg Manchmal geht es einfach zu schnell: Auf dem Spielplatz gestolpert oder im Kinderzimmer getobt und gegen die Kommode gerannt – und schon fehlt ein Stück Milchzahn. Macht nichts? Doch. Denn auch wenn die Milchzähne über kurz oder lang ausfallen, muss die Lücke behandelt werden. Gerade bei Kindern wächst und verändert sich der Kiefer schnell. Eine Zahnlücke kann dazu führen, dass Ober- und Unterkiefer nicht mehr exakt zusammenpassen. Langfristig hat das Kind Schmerzen beim Kauen und

Zahnärzte empfehlen den ersten Zahnarztbesuch mit dem ersten Milch­ zahn. Ein harmonisches Patient-Zahnarzt-Verhältnis schafft Vertrauen – in entspannter Atmosphäre können Kinder die Kontrolluntersuchungen positiv erleben.


Die SchnullerentwĂśhnung

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Der medizinisch optimale SchnullerentwĂśhnungs-Zeitraum liegt im Alter von zweieinhalb Jahren. Schnullern ist eine Form der Selbstberuhigung. Aus psychologischer Sicht kann sie in folgenden Situationen immer wieder auftreten:

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2. Die Familie vergrĂśĂ&#x;ert sich – ein Baby kommt an;

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All dies kann bedeuten, dass der Schnuller mĂśglicherweise erst nach dem 18. Lebensmonat entwĂśhnt wird. Der Kiefer kann sich in dem letzten halben Jahr vor dem vierten Geburtstag bei wenig Zungendruck noch selbst regulieren. Ab dem 4. Geburtstag sollte es wenn mĂśglich keinen Schnuller mehr geben.

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1. Die Eltern werden geschieden – ein Trennungsschmerz entsteht; 3. Die gewohnte Umgebung verändert sich – ein Umzug erfolgt.

Vorschläge fßr schÜne SchnullerentwÜhnungs-Rituale:

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• M anche Kindergärten haben einen Schnullerbaum, an dem man seinen Schnuller hängen kann, weil man schon groĂ&#x; ist und den Schnuller nicht mehr braucht. • M an hängt den Schnuller mit einem Brief an einen mit Heliumgas gefĂźllten Ballon, lässt ihn zum Himmel hinauffliegen, und bittet in dem Brief den Finder um die Schnuller-Entsorgung. • M an ruft die Schnullerfee an, und sie holt den Schnuller ab, damit es fĂźr die kleinen Babys wieder genĂźgend Schnuller gibt. Bei Kindern, die den Schnuller hergeben mĂśchten, kommt die Schnullerfee mit ihrer Schnullerfee-Schere, und eine Woche lang holt sie immer ein kleines StĂźck vom Schnuller mit. Meist belohnt die Schnullerfee das Hergeben des geliebten Schnuller mit einem Geschenk. • M anchmal helfen auch der Osterhase, der Weihnachtsmann oder das Christkind, den Schnuller abzuholen, und auch sie belohnen das Kind mit einem „Extra-Geschenk“. (Alle Ideen und Autor von Mausini) Manchmal mĂśchten die Kinder nichts hergeben, sondern den Babyschnuller gegen einen Kindergartenschnuller eintauschen. Hier gibt es unterschiedliche Geräte die als Mundvorhofplatte oder Infanttrainer bekannt sind. Text: Dr. Sandra Goedecke – Kinderzahnarztpraxis Kamilla, Mainz


Sicherheit

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Sicherheit für Kinder Gefahren erkennen und vermeiden Sicherheit im Auto

Kinder sind laut Statistik im Straßenverkehr beim Mitfahren im Auto besonders gefährdet. Jedes Jahr werden in Deutschland tausende Kinder im Auto verletzt oder getötet. Ursache hierfür ist oft eine unvorschriftsmäßige Installation des Kindersitzes oder die Sicherung der Kinder mit dem Gurt für Erwachsene. Nur 59 Prozent der Kinder werden korrekt mit Sitz und Gurt befördert. Gefährlich – denn das Verletzungsrisiko eines ungesicherten Kindes ist um ein Vielfaches größer als das eines korrekt angeschnallten. Eine Sicherung in geeigneten Kinder-Rückhaltesystemen ist für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 1,50m gesetzlich vorgeschrieben. Bei der Mitnahme eines ungesicherten Kindes drohen Bußgeld und Punkte im Flensburger Zentralregister. Die Sorge um die Gesundheit Ihrer Kinder sollte für Sie jedoch den Ausschlag geben, auch auf noch so kurzen Fahrten mit dem Auto Ihr Kind in einem geeigneten und amtlich zugelassenen Kindersitz sicher unterzubringen. Man kann zwischen Kindersitzen wählen, die eine Zulassung nach R 44/04 oder nach der neueren Richtlinie R 129 haben. Die Sitze nach Prüfnorm 129 richten sich nach der Körpergröße und nicht nach dem Gewicht des Kindes. Es gibt keine Klasseneinteilung mehr, jeder Hersteller kann die jeweilige Minimal- und Maximalgröße selbst festlegen. Um in einem Kindersitz in Fahrtrichtung sitzen zu dürfen, muss das Kind mindestens 15 Monate alt sein. Vor dem Kauf ist zu klären, ob der Sitz für das eigene Fahrzeug freigegeben ist. Bei den Sitzen, die der Prüfnorm 44/04 entsprechen, ist in erster Linie das Gewicht des Kindes ausschlaggebend. Kindersitze sind in Gruppen eingeteilt, die den nachfolgend aufgeführten Körpergewichtsklassen entsprechen: Rückwärts gerichtete Babyschalen sichern Babys mit einem Gewicht bis zu 13kg (bis ca. 15 Monate) in der Gruppe 0+ (in der Gruppe 0 nur bis 10kg, bis ca. 1 Jahr). Befindet sich der Kopf des Babys auf der Höhe des SchalenranSicherheit geht vor des oder ragt er bereits heraus, dann ist es Zeit für den Wechsel in die nächsEin Aufprall mit 50 km/h ohne te Kindersitzgruppe. Kindersitze der Kindersitz kann einem Sturz aus Gruppen 0+ und 1 sind für Kleinkin10 m Höhe entsprechen. der mit einem Gewicht bis 18kg, etwa Ohne Kindersitz kann schon ein 4 Jahre geeignet. Kindersitze der Aufprall mit 15 km/h für ein Kind Gruppe 1 (Gewicht 9 bis 18kg, ca. 1 tödlich sein. Ein Sturz vom Fahrbis 4 Jahre), Gruppe 1-2-3 (Gewicht rad bei 30 km/h entspricht einer 9 bis 36kg, ca. 1 bis 12 Jahre) und Fallhöhe von ca. 4 Metern Gruppe 2-3 (Gewicht 15 bis 36kg, ca.

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4 bis 12 Jahre) sichern die größeren Kinder. Abweichend von dieser Einteilung empfehlen verschiedene Institutionen den Transport von Kindern in rückwärts gerichteten Kindersitzen (sogenannte Reboard-Sitze) bis zum Alter von vier Jahren, da die Hals- und Nackenmuskulatur eines Kindes die Wucht eines Aufpralls in einem Sitz in Fahrtrichtung nicht kompensieren können. Beim Kauf eines Kindersitzes ist es ratsam, mit Kindersitz und Kind eine Einbau- und Sitzprobe im Fahrzeug durchzuführen, da nicht jeder Sitz in jedes Fahrzeug gleich gut passt. Der Besuch eines Fachgeschäftes sollte beim Kauf eines Kindersitzes selbstverständlich sein. Hier können Sie sich beraten lassen, verschiedene Sitze unter Anleitung ausprobieren und gegebenenfalls Tipps zum Einbau erhalten. Aufgrund der Vielzahl der Hersteller von Kindersitzen und damit einhergehend der Vielzahl der Kindersitzmodelle fällt die Wahl des „richtigen“ Modells vielfach nicht leicht. Orientieren Sie sich bei der Auswahl eines Kindersitzes am besten an Testurteilen und Tipps von Verbraucherorganisationen und Automobilclubs. Teilweise stellen die Tests dieser Institutionen hinsichtlich der Prüfkriterien Sicherheit, Bedienung, Komfort und Gebrauch höhere Anforderungen an die Kindersitze als die gesetzlich vorgeschriebenen Zulassungstests. Umfassende Informationen zur Kindersicherheit in Kraftfahrzeugen bietet das Projekt „Sicher im Auto“, das gemeinsam von ADAC und einem Fahrzeughersteller organisiert wird. Bei zahlreichen Veranstaltungen in Spielwaren- und Kinder-Fachgeschäften können Sie sich vor Ort zeigen lassen, wie der optimale Schutz von Kindern unterwegs in der Praxis aussieht. Bei den Veranstaltungen von „Sicher im Auto“ stehen Ihnen Experten für

Ein Sturz vom Rad ist schnell passiert. Gut, wenn der Helm dann den Kopf schützt und so Schlimmeres verhindert wird.


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alle Ihre Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltungstermine, Kindersitztests, Kaufemp­fehlungen und viele weitere Informationen rund um die Kindersicherheit im Auto können Sie unter  www.sicher-im-auto.com abrufen.

Sicherheit auf Roller und Rad Kinder benutzen Fahrgeräte zunächst vor allem als Spielzeug und nicht als Verkehrsmittel. Schon Einjährige fahren voller Begeisterung mit ihrem Bobby­car über den Hof und machen erste Erfahrungen auf Rädern. Mit gut zwei Jahren steigen Kinder aufs Laufrad um. Beim Üben auf dem Laufrad und dem Roller als Vorbereitung aufs Fahrradfahren wird der Gleichgewichtssinn des Kindes trainiert und die Fähigkeit erworben zu lenken, auf- und abzusteigen und anzuhalten. Schon in dieser Phase ist es wichtig, dass das Kind einen Fahrradhelm trägt. Im Falle eines Sturzes bietet er den notwendigen Kopfschutz und gleichzeitig gewöhnen Sie Ihr Kind an das spätere Tragen einer Schutzausrüstung beim Fahrradfahren im Straßenverkehr. Ob möglichst bunt oder mega-cool: Helme gibt es in vielen Varianten. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind beim Helmkauf mitnehmen. Wenn das Kind einen Helm aussuchen darf, der ihm gefällt und gut passt wird er auch gerne getragen werden. Fahrradhelme wiegen zwischen 200 und 300 g. Zu haben sind gute Helme zu Preisen zwischen 15 und 60 Euro. Achten Sie darauf, dass der Helm eine EU-einheitliche Prüfnorm erfüllt. Dies muss aus einem eingeklebten Etikett mit dem Aufdruck DIN EN 1078 (CE) hervorgehen. Tests zu Kinderfahrradhelmen finden Sie auf www.adac.de oder auf der Homepage der Stiftung Warentest (www.test.de). Die Akzeptanz zum Tragen eines Fahrradhelmes ist am größten, wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen und selbst einen Kopfschutz aufziehen. Doch Vorsicht – das Kind sollte einen Fahrradhelm nur zum Fahrradfahren tragen. Nach dem Absteigen muss der Helm abgesetzt werden. Sonst besteht die Gefahr, an Gegenständen oder Spielgeräten hängen zu bleiben und sich durch das Gurtband zu strangulieren. Mehr Tipps rund um Verkehrserziehung, Radfahrausbildung und Mobilitätsbildung für Kinder finden Sie auf dem Portal der Deutschen Verkehrswacht (www.verkehrswacht-medien-service.de).

Sicherheit im Haushalt Kinder sind vom ersten Tag an voller Entdeckungslust. Sie entwickeln täglich neue Fähigkeiten und erkunden ihre Umwelt voller Neugier und Tatendrang. Dabei können sie – wenn sie noch klein sind – gefährliche nicht von harmlosen Situationen unterscheiden. Babys und Kleinkinder verunglücken vor allem zu Hause. Vieles, was Erwachsenen selbstverständlich ist, ist für Kinder eine potentielle Gefahrenquelle. Versuchen Sie deshalb, die Welt aus dem Blickwinkel ihres Kindes zu betrachten. So entwickeln Sie ein Gefühl dafür, wo Sie vorbeugend eingreifen müssen, um Unfälle zu vermeiden.

Schutz für neugierige Kinderfinger bieten Steckdosensicherungen. Stürze aus der Höhe gehören für die Kleinsten zu den größten Unfallrisiken. Lassen Sie Ihr Kind darum niemals allein auf dem Wickeltisch oder anderen erhöhten Flächen liegen und lassen Sie am Wickeltisch immer eine Hand am Kind. Erstickungsgefahr droht durch herumliegende Kleinteile, die eingeatmet werden können und durch Gegenstände, die beim Schlafen auf das Gesicht des Säuglings gelangen. Je größer der Aktionsradius Ihres Kindes wird, um so wichtiger wird der kindersichere „Umbau“ Ihres Zuhauses. Mit wenigen Handgriffen sind Kindersicherungen an Steck­dosen montiert, Kantenschutzvorrichtungen für Möbel angebracht, Herdgitter, Schubladen-, Fenster- und Schranktürsicherungen sowie Treppen- und eventuell Türschutzgitter installiert. Denken Sie bitte daran, für Kinder giftige und gefährliche Sub­s­tanzen stets außer Reichweite des Kindes und möglichst verschlossen aufzubewahren. Dies gilt für Reinigungsmittel, Medikamente, alkoholische Getränke, Nagellackentferner, Rasierwasser, Lampenöle, Giftpflanzen und Zigaretten sowie Aschenbecher. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passieren, dass ein Kind eine giftige Substanz verschluckt und Vergiftungssymptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Erregungszustände, Halluzinationen, Verwirrtheitszustände, Beschleunigung oder Verlangsamung des Pulses, Blässe, gerötete Haut, Hitzegefühl, Schock, Bewusst­seinstrübung bis Bewusstlosigkeit, Atemnot bis Atemstillstand oder Herz-Kreislaufstillstand) zeigt, zögern Sie nicht, den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu rufen und holen Sie dann Rat bei einer Giftnotrufzentrale ein.


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Sicherheit im Garten Kinder – vor allem im Kriech- und Krabbelalter – nehmen bei ihren Ent­ deckungsreisen gerne Gegenstände in den Mund oder befühlen und zerpflücken sie. So kann es passieren, dass ein Kind mit giftigen Pflanzen in Berührung kommt. Eltern, die einen Garten haben, tun deshalb gut da­ran, Giftpflanzen zu kennen und Kinder daran zu hindern, in Kontakt mit ihnen zu kommen. Erkundigen Sie sich vor dem Pflanzenkauf nach möglichen Giftstoffen und greifen Sie lieber zu ungiftigen Pflanzen. Der Verzehr giftiger Pflanzen oder Pflanzenteile kann – je nach Giftigkeit der Pflanze und eingenommener Dosis – Hautrötung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Krämpfe, Lähmung bis hin zur Atemlähmung oder zum Herzstillstand führen. Als giftige oder sehr giftige Pflanzen in Garten und freier Natur gelten unter anderem Alpenveilchen, Aronstab, Bärenklau, Besenginster, Bilsenkraut, Blauregen, Buchsbaum, Christrose, Christuspalme, Efeu, Eibe, Eisenhut, Engelstrompete, Fingerhut, Glycine, Goldregen, Herbstzeitlose, Herkulesstaude, Kirschl­orbeer, Lupine, Maiglöckchen, Nachtschatten, Oleander, Pfaffenhütchen, Rhododendron, Rizinus, Robinie, Sadebaum, Stechapfel, Tabak, Thuja, Tollkirsche, Tulpe, Wasserschierling, verschiedene Wolfsmilcharten und der Wunderbaum. Wussten Sie, dass auch einige Nutzpflanzen in ungekochtem oder unreifem Zustand giftig sind? Hierzu zählen z.B. die oberirdischen Pflanzenteile der Kartoffel, Blätter, Stängel und unreife (grüne) Früchte der Tomate und alle Arten von rohen Bohnen.

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Tödliche und lebensgefährliche Pflanzenvergiftungen bei Kindern sind glücklicherweise sehr selten, aber auch „leichte“ Vergiftungen können für Kinder unangenehm und schmerzhaft sein. Bei Verdacht auf Vergiftungserscheinungen hilft das Giftinformationszentrum Mainz im 24 Stunden-Dienst an 365 Tagen im Jahr weiter. Hier erhalten Sie Informationen über Giftstoffe, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Gifteinwirkungen aller Art sowie Beratung zur Erkennung und Verhütung von Vergiftungen. Außerdem erstellt das Team Berichte von Unfällen durch Medikamente und Chemikalien und bewertet deren Gefährdungspotential. Giftinformationszentrum Mainz Klinische Toxikologie der II. Medizinischen Klinik der Universität Mainz Langenbeckstraße 1 | 55131 Mainz  06131/19 240 (Notruf)  06131/232 466 (Infoline) oder 0700-GIFTINFO  www.giftinfo.uni-mainz.de | mail@giftinfo.uni-mainz.de Eine weitere Gefahr für Kinder im Garten geht von Planschbecken, Gartenteichen, Regentonnen und anderen mit Wasser gefüllten Behältnissen aus. Das Ertrinken ist eine häufige Ursache der tödlichen Unfälle im Alter zwischen ein und fünf Jahren. Kleine Kinder ertrinken aufgrund ihres Körperschwerpunktes leichter als Erwachsene. Heimtückisch an solchen ­Unfällen ist, dass sie meist lautlos ertrinken und dabei schnell zu Boden sinken, ohne noch einmal auftauchen zu können. Meist passieren diese

Früchte und Blütenstände von Giftpflanzen: Fingerhut (giftig bis sehr giftig; links), Maiglöckchen (gering bis mittelstark giftig; oben links), Eibe (giftig bis sehr giftig; unten links), Eisenhut (sehr giftig; 2. von rechts), Oleander (giftig; oben rechts), Engelstrompete (sehr giftig; unten rechts).


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­ nfälle, weil Eltern die Gefahren unterschätzen und ihre Kinder unbeaufU sichtigt lassen. Dabei ist das Ertrinken keine Frage der Wassertiefe. Ein Kleinkind kann im wenigen Zentimeter flachen Wasser ertrinken, wenn es mit dem Gesicht hineinfällt. Es verliert dabei die Orientierung und bleibt unter Wasser liegen. Gartenteiche und Schwimmbecken sollten deshalb mit einem für Kinder nicht überwindbaren Zaun gesichert werden, Regentonnen und andere Wasserbehälter sollten gut verschlossen sein. Außerdem muss das Spielen im Planschbecken immer unter Aufsicht geschehen. Betreiben Sie Gartengeräte – insbesondere motorbetriebene – nicht in Kindernähe und räumen Sie diese Hilfsmittel nach Gebrauch immer weg. Auch Astscheren, Handsägen und andere spitze oder scharfe Werkzeuge können Kinder schwer verletzen. Sie gehören nicht in Kinderhände und sollten nicht herumliegen. Dies gilt natürlich ebenfalls für Blumendünger und Pflanzenschutzmittel. Bewahren Sie diese am b esten im verschlossenen Gartenhaus auf und sorgen Sie dafür, dass ihr Kind nicht mit diesen Chemikalien in Berührung kommt. Schaukeln, Wippen, Rutschen und Klettergeräte bereiten Kindern viel Spaß. Damit dieser Spaß lange anhält, sollten Sie beim Kauf eines solchen Spielgerätes auf Nummer Sicher gehen. Das GS-Zeichen garantiert, dass Sicherheitsnormen eingehalten werden. Es darf an Geräten nur angebracht werden, wenn dieses Gerät von einer anerkannten Prüfstelle abgenommen wurde. Für private – ausschließlich eigengenutzte – Spielplätze und Spielgeräte gilt die DIN EN 71. Andere Geräte müssen zwar nicht gefährlich sein, aber die Beurteilung ist für einen Laien schwierig und mit erheblichem Aufwand verbunden. N ­ eben der Qualität des eigentlichen Spielgerätes ist die Standfestigkeit desselben für den sicheren Betrieb maßgeblich. So sollten die Spielgeräte fachgerecht aufgebaut und Standpfosten fest im Boden verankert werden.

Sicheres Spielzeug Spielend entwickeln Kinder ihre Fähigkeiten und lernen so die Welt begreifen. Allein in den ersten sechs Lebensjahren spielen sie rund 15.000 Stunden. Eltern stehen oft vor der Aufgabe, aus einem immensen Angebot das richtige Spielzeug für ihr Kind auszuwählen. „Billigspielzeug“, aber auch Produkte von Markenfirmen sind häufig nicht sicher und nicht frei von Schadstoffen. Gefährliche Mängel am Spielzeug sind für Eltern kaum zu erkennen, wenn der Mangel nicht durch scharfe Kanten, spitze Teile oder kleine verschluck­bare Teile offensichtlich ist. Der Schadstoffgehalt in Spielsachen (bleihaltige Lacke und Farben, Formaldehydgasausdünstungen aus Holzkleber, gefährliche Weichmacher in Kunststoffteilen, Nitrosamine in Luftballons und Schadstoffe in Textilien) ist für den Verbraucher nicht ersichtlich. Alle Spielwaren, die hierzulande verkauft werden, müssen zwar der europäischen Spielzeugrichtlinie EN 71 entsprechen und mit dem CE-Zeichen

versehen sein, doch dieses CE-Zeichen hilft dem Verbraucher bei der Beurteilung der Qualität eines Spielzeugs kaum weiter: Das CE-Zeichen sagt nichts über Inhaltsstoffe und Schadstoffbelastungen aus – mit dem CE-Zeichen erklärt der Hersteller lediglich, dass er bei der Produktion der Spielwaren alle Vorschriften eingehalten hat. Eine Kontrolle durch unabhängige Gutachter findet hierbei nicht statt. Bei der Beurteilung von Spielwaren können anerkannte Prüfsiegel helfen, die unbedenkliche Produkte kennzeichnen. Diese von unabhängigen Kontrollstellen ausgestellten Prüfsiegel sind für verantwortungsvolle Eltern eine wertvolle Orientierungshilfe beim Spielzeugkauf: GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit Das GS-Siegel bestätigt, dass der Produzent die Schadstoffund Sicherheitsrichtlinien einhält. Das GS-Siegel können Hersteller bei unabhängigen Prüfstellen (z.B. TÜV) beantragen. Mit dem GS-Zeichen versehenes Spielzeug darf keine scharfen Kanten aufweisen und muss stabil sein. Überprüft wird auch, ob sich bei unsachgemäßer Nutzung Kleinteile lösen können. Direkt neben diesem Siegel muss angegeben werden, welches Prüf­institut das Zeichen vergeben hat. TÜV-Proof-Zeichen Das Siegel mit dem Teddybär wurde vom TÜV Rheinland speziell für Spielzeug entwickelt und legt strengere Maßstäbe an als der Gesetzgeber. Es kennzeichnet schadstoffgeprüfte Produkte, die keine Risiken für die Gesundheit aufweisen. Es gewährleistet Schadstofffreiheit und beinhaltet auch eine Prüfung auf krebserregende Stoffe und auf weitere Schadstoffe: Holzschutzmittel in Holzspielzeug, Weichmacher, Nickel in Metallteilen sowie Azofarbstoffe in Spielzeugen für Kleinkinder. Waschgänge sollten Stofftiere & Co. unbeschadet überstehen und sie müssen aus schwer entflammbarem Material hergestellt sein. spiel gut-Siegel Der Ulmer Verein „spiel gut“ vergibt jährlich an 600 Produkte ein eigenes Siegel. Etwa 40 unabhängige Päda­gogen, Psychologen, Techniker, Chemiker, Architekten und Mitglieder anderer Berufsgruppen bewerten und empfehlen Spielzeug, das „die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern positiv beeinflussen kann“. Auf Schadstoffe wird nur gelegentlich untersucht. Jedoch kann seit 2005 nur PVC-freies Spielzeug ausgezeichnet werden. Die Pub­ likationen des Vereins können unter www.spielgut.de bestellt werden.


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Gesunde Ernährung Von der Milch zum Familientisch Am Anfang ist es noch ganz einfach: Ein Säugling trinkt Milch – nicht mehr und nicht weniger. Und da geht’s auch schon los: Stillen oder Säuglingsnahrung, Brust oder Flasche?

Muttermilch Fest steht: Muttermilch ist die beste Ernährung für den Säugling. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, bis zum Beginn des 6. Lebensmonats voll zu stillen und das Teilstillen, so lange Mutter und Kind es wollen. Gestillt wird nach Bedarf: Zeitpunkt und Dauer bestimmt das Kind. Stillen kann das Risiko für Durchfall, Mittelohrentzündung und für ein späteres Übergewicht beim Kind senken. Auch für die Gesundheit der Mutter bringt es Vorteile: Die Gebärmutter bildet sich nach der Geburt schneller zurück. Außerdem werden Fettreserven durch das Stillen abgebaut und die frühere Figur ist schneller wieder erreicht. Allerdings sollte die Mutter sehr auf eine ausgewogene und ausreichende Ernährung achten und keinesfalls Diät halten: Bei einer schnellen Gewichtsabnahme gelangen vermehrt Schadstoffe in die Milch. Für den Stillerfolg ist neben dem Willen zum Stillen die richtige Information besonders wichtig. Denn obwohl praktisch alle Frauen die körperlichen Voraussetzungen mitbringen, um ein Kind – oder auch Zwillinge – zu stillen, bekommen doch viele von ihnen Zweifel und Probleme. Nur sehr wenige Frauen (unter 5 Prozent) können nicht bzw. nur eingeschränkt stillen. Bei auftretenden Problemen sollte sich die stillende Mutter an eine Stillberaterin oder eine stillerfahrene Hebamme wenden. Die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen e.V. (www.afs-stillen.de) und die La Leche Liga Deutschland e.V. (www.lalecheliga.de) bieten ehrenamtliche Stillberatung und Stillgruppenarbeit an und organisieren Ausbildungen zur Stillberaterin. Hauptziel dieser beiden Selbsthilfe-Organisationen ist die Förderung der Stillkultur in Deutschland und das Verbreiten fundierter Informationen rund ums Thema Stillen. Desweiteren gibt es professionelle Stillund Laktationsberaterinnen, die einen medizinischen Beruf ausüben und eine fundierte Ausbildung im Bereich des Stillens und der Stillberatung haben. Die Beratung ist für die Stillende kostenpflichtig, in vielen Fällen übernimmt aber die Krankenkasse die Kosten dieser Beratung. Hilfestellung bieten auch Stillcafés. Übrigens: In Deutschland stehen jeder Mutter, die während der Stillzeit arbeitet, Stillpausen und weitere Sonderregelungen gesetzlich zu; diese sind im Mutterschutzgesetz aufgeführt (erhältlich beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend  www.bmfsfj.de).

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Schutz vor Allergien Jedes dritte Kind kommt mit einem erhöhten Allergierisiko auf die Welt. Wenn Sie als Eltern oder die Geschwister des Säuglings bereits an Heuschnupfen, Neurodermitis, Lebensmittelallergien oder allergischem Asthma leiden, ist Vorsicht geboten. Für betroffene Babys ist es besonders wichtig, bis zum 6. Lebensmonat voll gestillt zu werden. Nicht oder nicht voll gestillte Babys sollten im ersten Halbjahr ihres Lebens eine sogenannte HA-Nahrung (hypoallergene Nahrung) erhalten, mindestens bis zum Beginn des fünften Monats. Bei der HA-Nahrung ist das Kuhmilcheiweiß so weit aufgespalten, dass es nicht mehr so stark allergieauslösend wirkt. Mit Einführung der Beikost kann nach neuesten WHO-Empfehlungen auf eine „normale“ Säuglingsmilchnahrung umgestellt werden. Der Schutzeffekt der HA-Nahrung wird allerdings oft überschätzt, heißt es in den neuesten WHO-Empfehlungen. Besonders wichtig sei es vielmehr, in Familien mit Allergierisiko eine allergen- und schadstoffarme Umgebung zu schaffen. Muttermilch enthält alles, was ein Neugeborenes zu einer gesunden Entwicklung braucht. Arteigene Eiweiße, Fette, Milchzucker sowie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind in ausgewogenem Verhältnis enthalten und perfekt dem Verdauungssystem des Babys angepasst. Je nach Alter des Kindes ist Muttermilch unterschiedlich zusammengesetzt, entsprechend den Bedürfnissen des wachsenden Kindes. Eine Reihe wichtiger Schutzstoffe sind in der Muttermilch vorhanden, z.B. Immunglobuline, die körpereigenen Abwehrstoffe. Besonders in der allerersten Milch, dem sogenannten Kolostrum, sind sie in konzentrierter Form enthalten. Diese Immunstoffe sind auf die familiäre Umgebung der Mutter abgestimmt, und die Mutter kann bei Bedarf Antikörper bilden gegen Keime, die auch ihr Kind gefährden, und diese Antikörper durch ihre Milch an das Baby weitergeben. Dadurch sind gestillte Kinder weniger anfällig für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Atemwege und andere infektiöse Erkrankungen. Muttermilch ist frisch, keimfrei und immer richtig temperiert. Und solange Mama in der Nähe ist, auch stets verfügbar. Für die Flexibilität der Mutter kann eine Milchpumpe sorgen, die im Baby-Fachgeschäft, in Drogerien oder Apotheken erhältlich ist. Damit lässt sich die Muttermilch abpumpen und später per Fläschchen füttern. Es gibt manuelle oder elektrische Modelle. Da es große Unterschiede zwischen den Milchpumpen gibt – ebenso wie es verschiedene Brustformen bei den Frauen gibt – ist es sinnvoll, sich bei Stillorganisationen, Hebammen oder Müttern mit Erfahrung beraten zu lassen.


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Die hygienische Aufbewahrung von Muttermilch ist natürlich besonders wichtig. Am besten sind für diesen Zweck entworfene verschließbare Gefäße aus Glas oder klarem Hartplastik aus Polycarbonat sowie Einmalbeutel für Muttermilch geeignet. Grundsätzlich sollte Muttermilch so frisch wie möglich verfüttert werden, bei Raumtemperatur sollte sie innerhalb von sechs Stunden verbraucht werden, im Kühlschrank bei 4° bis 6° C hält sie etwa 3 Tage, bei -18° C im Gefrierschrank etwa sechs Monate.

Säuglingsnahrung Wer nicht stillen kann oder will, für den gibt es eine Fülle an Produkten in Pulverform, die mit der Flasche gefüttert werden. Zu welchem Produkt man greift, bleibt den persönlichen Vorlieben überlassen – nur selbst herstellen sollte man die Nahrung nicht. Der Grund: Babys gedeihen mit selbst hergestellter Milchnahrung nicht so gut. Man sollte, wie beim Stillen auch, die Flasche nach Bedarf füttern, also dann, wenn das Kind Hunger hat und sich deswegen bemerkbar macht. Besonders wichtig ist es dabei, dass Sie sich bei der Zubereitung der Milch genau an die Anweisungen des Herstellers halten, damit das Baby die Milch auch gut verträgt und sie leicht verdauen kann. Die künstlich hergestellte Babynahrung ist zwar von ihrer Zusammensetzung her nicht identisch mit der Muttermilch, sie ist dieser aber weitgehend angepasst und enthält außer den Immunstoffen alle Nährstoffe, die ein Baby braucht. Am Anfang, wenn das Baby noch sehr klein ist, sollte man mit der Erstlingsmilch beginnen, die der Muttermilch am ähnlichsten ist. Wenn das

Obst ist eine gesunde Zwischenmahlzeit. Baby etwas größer ist, eignet sich eine Folgemilch, die mehr Kohlenhydrate enthält und dadurch mehr sättigt. Zu den Anfangsnahrungen zählen Produkte mit dem Zusatz „Pre“, die als Kohlenhydrat wie die Muttermilch ausschließlich Milchzucker enthält und nach Bedarf gefüttert werden kann. Im Gegensatz dazu enthält Milch-

Leckermäulchen aufgepasst Ernähren Sie Ihr Kind möglichst zuckerarm, um seinen unverdorbenen Geschmackssinn so lange wie möglich zu bewahren. Denn ein Kind, das nicht an Zucker gewöhnt ist, knabbert später auch gerne mal eine Karotte oder einen Apfel – die gesündere Mahlzeit für Gewicht, Zähne und Organismus. Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten wie Schokolade und Gummibärchen enthalten, genauso schädlich sind versteckte Zu­cker, wie sie in Marmelade, Müsli, Cornflakes, in zahlreichen Getränken wie Instant-Tees, Limonaden und Kakaopulver, Ketchup, Fruchtjogurts, Fertiggerichten und Bonbons zu finden sind.

Zucker in Lebensmitteln versteckt sich oft hinter folgenden Bezeichnungen: Saccharose, Glucose, Fructose, Glucosesirup, Maltodextrin, Maltose, Lactose, Invertzucker. Faustregel: Alles, was mit der Silbe „-ose“ endet, ist Zucker. Und alle Zucker liefern etwa die gleiche Menge an Kalorien, sie sind schädlich für die Zähne, weil sie von den Mundbakterien zu ätzenden Säuren umgebaut werden. Übrigens: Auch Honig besteht zu 80  Prozent aus Zucker – und sollte wegen der Gefahr des Säuglings-Botulismus im ersten Lebensjahr nicht verabreicht werden. Dicksäfte sind keine sinnvolle Alternative, denn diese sind extrem fruchtzuckerreich.

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind zwar kalorienfrei, sie geben dem Körper jedoch auch nicht die Befriedigung des Süßhungers – während „echte“ Süßspeisen die Bildung von Serotonin, dem Botenstoff für das Wohlbefinden im Gehirn anregen, können Süßstoffe das nicht. Im Gegenteil – sie wirken sogar appetitanregend. Und einige haben einen unangenehmen Nachgeschmack. Aber: Wer sich jegliche Süßigkeit versagt, bekommt schnell Heißhunger auf Schokolade & Co – das gilt auch für Ihr Kind. Ab und zu naschen ist durchaus erlaubt. Am besten natürlich zahnfreundliche Süßigkeiten, die mit dem kleinen Zahnmännchen (ein Zahn mit Schirm) gekennzeichnet sind.


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nahrung mit dem Zusatz „1“ zusätzlich Stärke und manchmal auch überflüssige Zucker. Analog dazu gibt es für allergiegefährdete Säuglinge die Produkte mit den Zusätzen „HA Pre“, „Pre HA“ oder „HA 1“. Anfangsnahrung kann dem Baby das ganze erste Lebensjahr hindurch gegeben werden. Folgemilch mit den Zusätzen „2“ oder „3“ bzw. „HA 2“ entsprechen in ihrer Zusammensetzung weniger der Muttermilch, sondern mehr der Kuhmilch. Deshalb sind sie eher für ältere Babys neben der Beikost geeignet. Notwendig ist Folgemilch allerdings nicht. Gemäß WHO-Empfehlung kann ab dem Ende des 1. Lebensjahres mit der Einführung von Kuhmilch begonnen werden. Ebenso sind „Trinkmahlzeiten“, „Trink-Breis“ oder „Gute-Nacht-Fläschchen“ nicht empfehlenswert. Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) warnt sogar, dass solche Milch-Getreide-Fläschchen unverantwortlich seien und die Gesundheit gefährden würden. Sie entsprächen nicht der europäischen Gesetzgebung zu Säuglings- und Folgenahrungen. Denn die europäische Säuglingsnahrungsrichtlinie legt fest, dass zur Flaschenfütterung von Säuglingen und Kleinkindern geeignete Produkte eine Energiedichte von 60 bis 70 Kalorien pro 100 Milliliter aufweisen müssen. Der Energiegehalt der Mehrzahl dieser Produkte liegt hingegen bei 80 bis 110 Kalorien pro 100 Milliliter. Die hohe Energiedichte dieser Trinknahrungen sei laut der DGKJ bei gesunden, nicht unterernährten Kindern gänzlich ungeeignet. Es bestehe bei einem regelmäßigen Verzehr ein erhöhtes Risiko für Überfütterung, übermäßige Gewichtszunahme im Säuglings- und Kleinkindalter und späteres massives Übergewicht. Unter www.dgkj.de gibt es eine Auflistung von mehr als 20 Beikostprodukten zur Flaschenfütterung mit ihrem jeweiligen Energiegehalt. Im Normalfall ist es unnötig, neben der Mutter- oder Säuglingsmilch ­etwas anderes zu geben. Lediglich an sehr heißen Tagen oder wenn das Baby eine fiebrige Erkrankung hat, kann ein zuckerfreies Getränk, am bes­ ten abgekochtes Wasser, helfen, den Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Beikoststart Irgendwann kommt der Moment im Leben eines Säuglings, wo Milch allein nicht mehr ausreicht, um das Baby mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. Dann muss „Handfestes“ her. Die WHO empfiehlt heute die Einführung der Beikost ab dem 7. Lebensmonat. Bereichern Sie den Speiseplan Ihres Sprösslings, indem Sie nach und nach eine Milchmahlzeit durch Brei ersetzen. Generell ist das Verdauungssystem des Säuglings vor dem vollendeten fünften Lebensmonat noch nicht ausreichend ausgereift für die Fütterung von Beikost. Die Frage nach dem „richtigen“ Zeitpunkt für die Einführung der Beikost kann übrigens so pauschal nicht beantwortet werden. Jedes Baby hat nunmal sein eigenes Entwicklungstempo. An-

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Brei-Rezepte Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei 90-100 g Gemüse 40-60 g Kartoffeln 30-45 g Obstsaft/Obstpüree 20-30 g mageres Fleisch 8-10 g Öl (Rapsöl) Das Fleisch klein schneiden, in wenig Wasser weich kochen und pürieren. Das Gemüse und die Kartoffeln putzen, klein schneiden und in wenig Wasser weich kochen und ebenfalls pürieren. Dann Obst zugeben, alles vermischen und das Öl unterrühren.

Milch-Getreide-Brei 200 ml Vollmilch (3,5 % Fett) 20 g Vollkorngetreideflocken 20 g Obstsaft oder Obstpüree Getreide-Obst-Brei 20 g Vollkorngetreideflocken 90 ml Wasser 100 g Obstsaft oder Obstpüree 5 g Fett (Butter oder Rapsöl) Instantflocken mit heißer Milch oder Wasser verrühren, andere Getreide­flocken mit Milch oder Wasser aufkochen. Saft oder Püree und evt. Fett unter den Brei rühren.


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zeichen können sein, dass der Nachwuchs ein reges Interesse an fester Nahrung zeigt, interessiert beobachtet, wie andere mit Essen hantieren und alles in den Mund steckt, was er erwischt. Die natürliche Neugier können Eltern nutzen und die ersten Löffelversuche starten. Übrigens: Brei sollte grundsätzlich mit dem Löffel gefüttert werden und nicht in die Flasche gefüllt werden. Die Verdauung beginnt schließlich mit dem Einspeicheln der Nahrung im Mund, was beim Füttern mit der Flasche nicht mehr gegeben ist. Erfahrungsgemäß ist es günstig, zunächst die Mittagsmahlzeit durch Brei zu ersetzen. Dann ist das Baby nicht müde, es sollte auch nicht übermäßig hungrig sein. Der Brei sollte fein püriert sein, lauwarm, der Löffel (am bes­ten aus Kunststoff), sollte keine scharfen Kanten haben. Und dann kann’s losgehen. Übrigens: Auch die Hebamme oder der Arzt sind im Zweifelsfall oder bei Fragen rund um die Beikost eine gute Anlaufstelle. Und was kommt nun auf den Löffel? Einfache Empfehlung: Alles, was dem Baby schmeckt. Wurde früher noch häufig vor allergenreichen Nah-

Hmmm, das schmeckt!

rungsmitteln wie Milcheiweiß, Eier oder Fisch gewarnt, hat man heute erkannt, dass das Meiden oder spätere Einführen derartiger Lebensmittel keinen Schutz vor Allergien bietet. Im Gegenteil: eine frühe Vielfalt in der Ernährung erhöht die Bereitschaft der Kinder, später auch neue und bis dahin unbekannte Lebensmittel zu akzeptieren. Auch aus diesem Grund sollen Eltern ermutigt werden, für ihr Baby selbst zu kochen. Viele Babys mögen Karottenpüree, da es etwas süßlich schmeckt und meist gut vertragen wird. Bei manchen Babys führen Karotten allerdings zu Verstopfung. Gut geeignet sind Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli, Pastinaken und Kürbis. Wichtig ist, immer erst ein neues Nahrungsmittel einführen und dieses einige Tage lang testen. Auch bei der Menge ist Geduld gefragt. Die meisten Babys starten mit wenigen Löffelchen in ihr Beikost-Leben, stillen den größten Hunger aber immer noch über die anschließende Stillmahlzeit oder die Milchflasche. Erst wenn das Essen vom Löffel besser klappt – die neue Technik muss trainiert werden – wird sich auch die Menge erhöhen, bis die Mahlzeit komplett aus Brei besteht. Wird die erste Gemüsesorte gut vertragen, können die Eltern nach und nach Kartoffeln, Öl, Fleisch und Obstsaft dazumischen. Wenn der kleine Beikoststarter eine Menge von rund 150 bis 200 Gramm zu sich nimmt, braucht er keine Milch mehr hinterher. Im Handel ist eine riesige Auswahl an Gläschen mit Babynahrung verschiedenster Hersteller erhältlich – ein Blick auf die Zutatenliste kann helfen, das Richtige zu erwischen. Denn: Die ersten Breimahlzeiten sollten möglichst wenige Zutaten enthalten. Salz, Zucker und andere Zusätze sind unnötig. Allerdings sollte auch auf die Menge der Zutaten geachtet werden – häufig ist in Gemüse-Fleisch-Breis der Fleisch- und Ölanteil nur gering. Besonders letzteres muss dann ergänzt werden, da die wichtigen fettlöslichen Vitamine aus dem Gemüse sonst nicht aufgenommen werden können. Wird der Brei selbst gekocht, sollten die Produkte aus biologischem Anbau stammen. Bewährt hat es sich, eine größere Menge Brei vorzukochen und portionsweise (beispielsweise in Eiswürfelformen) einzufrieren. Gerade am Anfang hat man so die kleinen Mengen verfügbar, die ­benötigt werden. Fleisch ist in der Babynahrung wichtig, da es wertvolles Eisen und Vitamine enthält. Vitamin-C-reicher Obstsaft macht das Eisen für den Körper erst verfügbar. Mit der Einführung fester Nahrung muss den Kleinen mehr Flüssigkeit angeboten werden. Geben Sie zu den Mahlzeiten und auch zwischendurch ein zuckerfreies Getränk, am besten Wasser. Hat das Baby seine Mittagsmahlzeit mit dem Gemüse-Kartoffel-FleischBrei ersetzt, kann der Speiseplan um einen Milch-Getreide-Brei am Abend ergänzt werden. Dies sollte ab dem sechsten Lebensmonat geschehen. Ab dem achten Lebensmonat steht der dritte Brei als Getreide-Obst-Brei auf dem Speiseplan.


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Wasser löscht am besten den Durst.

Am Familientisch Ab dem 10. Lebensmonat kann das Baby am Familientisch mitessen. Natürlich muss dann zurückhaltend gewürzt werden. Die Speisen müssen nun nicht mehr ganz fein püriert werden, denn die Zähne wollen das Kauen trainieren. Brot ohne Rinde, weiches Obst ohne Schale und weich gekochtes Gemüse können gut mit den Fingern genommen und in den Mund gesteckt werden. Drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten – bestehend aus Obst oder einem Getreideprodukt wie Brot oder Müsli – sind jetzt ausreichend. Zwischendurch muss das Baby natürlich auch trinken – am besten Wasser oder ein zuckerfreies Getränk aus dem Becher. Wichtig: Wenn Kinder ausgewogen ernährt werden und sich viel bewegen, ist das die Basis für eine gesunde körperliche und geistige Entwi­cklung.

Ein Wort zum Wasser Es ist das wichtigste Lebensmittel: Wasser. In der Regel macht man sich über Herkunft und Qualität des Wassers wenig Gedanken. Das wird anders, wenn ein Baby im Haus ist. Um Flaschennahrung oder Brei anzurühren, braucht man Wasser. Auch in die Trinkflasche kommt Wasser – nur welches ist denn überhaupt geeignet? Die Qualität des Trinkwassers unterliegt gesetzlichen Vorgaben. Welche Inhaltsstoffe sich darin befinden dürfen, regelt die Trinkwasserverordnung. Die Stadtwerke Mainz AG als regionaler Wasserversorger hat die Aufgabe, die Wasserqualität stets sicherzustellen und lässt das Trink- und Rohwasser über die gesetzlichen Vorschriften hinaus regelmäßig untersuchen. Das Trinkwasser ist weitgehend nitratfrei und enthält neben wichtigen Spurenelementen auch Mineralien wie Calcium und Magnesium. Die aktuellen Analyseergebnisse können auf der Homepage unter www.stadtwerke-mainz.de abgerufen werden. Weitere Informationen über die Trinkwas-

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serqualität erhalten Sie unter der Rufnummer  06131/12 78 78. Für die Verwendung von Trinkwasser für Säuglinge sollte das Wasser auf jeden Fall abgekocht werden. Nicht abgekochtes Leitungswasser kann Mikroorganismen oder Bakterien enthalten. Auch Blei- und Kupferrückstände aus den Leitungen sind nicht auszuschließen. Gerade in alten Häusern sind möglicherweise Bleirohre verlegt. Fragen Sie den Hausbesitzer oder kontrollieren Sie die sichtbaren Leitungen. Ein Fachbetrieb des Sanitär- und Heizungshandwerks kann Ihnen hierbei helfen.Wer genau wissen möchte, ob und wieviel Blei sich im Trinkwasser findet, kann den Gehalt von Laboren messen lassen. Für die Zubereitung von Säuglings- und Kleinkindernahrung sollten Sie keinesfalls Wasser verwenden, das durch Bleirohre geflossen ist. Ein erhöhter Bleigehalt beeinträchtigt die Blutbildung und Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Säuglingen und Kleinkindern. Besonders empfindlich auf Blei reagiert das sich entwickelnde kindliche Nervensystem. Sie können auch Mineralwasser verwenden – auf dem Etikett sollte der Zusatz vermerkt sein „Geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung“, dann ist garantiert, dass die gesetzlich festgelegten Höchstwerte für bestimmte Inhaltsstoffe nicht überschritten sind.

Wir bieten Ihnen in unserem Hofladen das ganze Jahr über frisches Obst und Gemüse der Saison aus kontrolliert biologischem Anbau.

Wir bieten an: Auswahl an Saisongemüse verschiedene Apfel- und Birnensorten verschiedene Kartoffelsorten, vorwiegend festkochend und festkochend verschiedene Frucht- und Mischsäfte (Direktsäfte) breites Sortiment an Nudeln, Müsli und Vollkorngebäck

Am Olmer Weg 1 · 55128 Mainz-Bretzenheim Tel. 06131 - 36 44 45 (direkt neben der Koblenzer Str.)

Öffnungszeiten: MO bis SA 9:00-13:00 Uhr, DI, MI, DO, FR 15:00-18:30 Uhr


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Alltag mit Kindern

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Vom säugling zum Vorschulkind Der Alltag mit Nachwuchs ist abwechslungsreich Das kleine Wunder Mensch in seiner Hilflosigkeit erobert das Herz seiner Eltern und seines gesamten Umfeldes im Nu. Unmittelbar nach der Geburt ist das Leben des Säuglings vom Wachsen, Schlafen und Trinken bestimmt. Doch schon nach kurzer Zeit beginnt die rasante Entwicklung der ersten Lebensjahre, in denen der kleine Mensch so vieles lernt, dass für die meis­ ten Eltern die Zeit wie im Flug zu vergehen scheint. Immer wieder staunen sie, was ihr Nachwuchs zu leisten vermag – eine Zeit voller u ­ nvergesslicher Momente.

Meilensteine im ersten Lebensjahr Von Anfang an haben Neugeborene ihre Eltern erstaunlich gut im Griff. Alle Sinne des Babys sind hellwach. Vom ersten Tag an erlebt es rasante Entwicklungsschritte, der Organismus wächst in Rekordzeit, ebenso die geistigen Fähigkeiten. In den ersten drei Lebensmonaten ist bei den meis­ ten Babys noch „Ankommen in der Welt“ angesagt. Mit etwa drei Monaten hebt das Baby in der Bauchlage immer öfter kurz den Kopf, es lächelt zunehmend bewusst, lacht sogar schon laut. Es beginnt, nach Gegenständen zu greifen und schaut nach Geräuschquellen. Einige Babys beginnen sogar schon, sich vom Rücken auf den Bauch und zurück zu drehen. Mit etwa sechs Monaten verfolgt es aufmerksam Gegenstände, die sich bewegen, es greift nach Dingen und gibt sie von einer in die andere Hand. Auch die Füße werden nun zum Spielzeug. Einige Babys können bereits mit etwas Hilfe sitzen. Kleine „Gespräche“ sind nun auch möglich, das Baby reagiert mit Lächeln oder Gebrabbel auf Ansprache. Mit etwa neun Monaten kann das Baby sitzen und hält sein Gleichgewicht immer besser. Auch Krabbeln oder Robben wird eifrig geübt. Routineabläufe geben dem kleinen Entdecker Sicherheit. Vielfach taucht im ­Gebrabbel jetzt die richtige Verwendung der Wörter „Mama“ und „Papa“ auf. Die Gegenstände, die es greifen kann, werden immer kleiner. Mit etwa zwölf Monaten versucht es sich zum Stehen hochzuziehen und wagt vielleicht sogar schon die ersten Schritte. „Ja“ und „Nein“ versteht es nun schon recht gut. Beim Greifen kommt der so genannte Pinzettengriff mit Daumen und Zeigefinger zum Einsatz. Gegenstände werden so hin- und hergeräumt. Übrigens: Jedes Baby ist anders und ganz einzigartig. Und so entwickelt sich auch jedes Kind anders. Dank der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen werden Fehlentwicklungen hierzulande meist frühzeitig erkannt. Grund zur Sorge, wenn Ihr kleiner Liebling sich mit einigen Fähigkeiten mehr Zeit lässt, ist also in den seltensten Fällen gegeben.

Meilensteine im zweiten Lebensjahr So lebendig und aufregend die Entwicklung im ersten Lebensjahr war, so geht sie weiter. Das Baby wird langsam zum Kleinkind. Der Drang, Neues zu erlernen, ist unbändig. Es beginnt, die Welt auf zwei Beinen zu erkunden, es hat einen eigenen Willen, eigene Wünsche und eigene Bedürfnisse – und will diese auch durchsetzen. Den Entdeckergeist zu unterstützen und für eine sichere Umgebung mit vielen Anregungen zu sorgen, das ist nun Aufgabe der Eltern. Zuweilen müssen sie den kleinen Welt-Eroberer aber auch bremsen. Auf der Straße oder im Supermarkt müssen die Kleinen lernen, dass es wichtige Regeln gibt, die befolgt werden müssen – und das ist manchmal gar nicht so einfach. Die Sprachentwicklung schreitet rasant voran. Die meisten Babys fangen mit etwa zwölf Monaten an, erste Worte zu sprechen. Mit rund zwei Jahren verfügen die Kleinen bereits über einen Wortschatz mit mindestens 50 Wörtern, viele Kinder beherrschen schon 200 bis 300 Wörter. Das Spielen ist die kreativste Form des Lernens. Und die Kleinen sind enorm kreativ – schon kleine Steine und Blätter oder einfache Haushaltsgegenstände beschäftigen sie für längere Zeit. Zwischen 18 und 24 Monaten setzt die so genannte Selbstwahrnehmung ein. Jetzt beginnt das Kind, sich selbst und andere Menschen als eigenständige Personen wahrzunehmen. Gegen ­Ende des zweiten Lebensjahres entdeckt Ihr Kind seinen eigenen Willen – die Trotzphase ist ganz natürlich und sehr wichtig für die Ich-Entwicklung.

Meilensteine im dritten bis fünften Lebensjahr Nach dem zweiten Geburtstag ist sie nicht mehr zu stoppen: Ihre kleine Quasselstrippe hat jetzt große Freude am Sprechen und am Experimentieren mit Wörtern. Aus schlichten Ein-Wort-Sätzen werden Zwei-Wort-Sätze. Auch grammatikalisch entwickelt sich das Sprachvermögen rasant. Ab dem dritten Lebensjahr werden die Sätze immer komplexer und die Aussagen umfangreicher. Um seinen dritten Geburtstag herum kennt Ihr Kind schon die Bedeutung von über tausend Wörtern. Im dritten Lebensjahr verfeinert Ihr Kind seine motorischen Fähigkeiten weiter. Zusätzlich entwickelt es immer mehr seine Selbstständigkeit – eine Zeit, in der es immer wieder hin- und hergerissen ist zwischen dem Wunsch nach Unabhängigkeit und dem Sehnen nach Liebe und Schutz. Wutanfälle und heftige Gefühlsschwankungen sind übrigens in diesem Alter völlig normal. Im dritten ­Lebensjahr spielen die Kinder oft noch alleine für sich, mit zunehmendem Alter interessieren sie sich immer mehr fürs gemeinsame Spielen mit anderen Kindern, Rollenspiele sind häufig beliebt. Die meisten Kinder beginnen im dritten Lebensjahr mit dem Sauberwerden. Vor dem 18. Lebensmonat sind übrigens die Voraussetzungen für das Sauberwerden noch nicht gegeben. Wichtig dafür ist die Fähigkeit, willentlich einen bestimmten Muskel zu betätigen. Bis dahin funktioniert die


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Und wieder ein Jahr älter Wie der Geburtstag zu einem besonderen Tag wird

Die Sprachentwicklung schreitet im zweiten Lebensjahr rasant voran. Da sind sogar schon erste Telefonate möglich ... Verdauung über eine Art Reflex, der nicht zu steuern ist. Sauberwerden ist ein Lernprozess. Es wird viele Misserfolge und Rückschläge geben. Haben Sie Geduld. Ein weiterer Meilenstein im Leben der Kleinen ist sicher der Kindergartenstart, der bisher meist mit drei Jahren erfolgte. Im 4. Lebensjahr werden alle Fähigkeiten trainiert und weiterentwickelt. Zum Beispiel vergrößert sich nicht nur der Wortschatz zusehends, sondern auch die Qualität der Inhalte des Gesprochenen entwickelt sich. Nun beginnt auch die Phase der „Warum“-Fragen: Die Kleinen möchten wissen, wie die Welt funktioniert. Kinder im vierten und fünften Lebensjahr sind unermüdlich: Sie testen ihre körperlichen Fähigkeiten aus. Kraft, Beweglichkeit und Koordination werden so trainiert. Ebenso erweitern sich die sozialen Fähigkeiten im Spiel mit anderen Kindern zusehends.

Meilensteine im sechsten Lebensjahr Im sechsten Lebensjahr verabschiedet sich der Nachwuchs langsam aber sicher vom Kleinkinddasein. Das Sprechen fällt nun nicht mehr schwer, alle Laute können gesprochen werden, die Grammatik kommt meist fehlerfrei zur Anwendung. Der Schulstart steht unmittelbar bevor – auch das ist wieder ein tiefgreifender Einschnitt in das Leben des Kindes. Und es ist die Zeit, in der der Nachwuchs immer selbstständiger wird – höchste Zeit also für die Verkehrserziehung. Wichtig ist spätestens jetzt auch die Einführung fester Schlafenszeiten – in der Schule können die Kinder nicht einfach mal fünf Minuten zu spät kommen wie vielleicht noch im Kindergarten. Auch die Motorik ist in diesem Alter schon recht ausgefeilt: Fahrrad fahren, auf einem Bein stehen, Purzelbaum und Kopfstand – alles kein Problem. Auch die Muskeln an der Hand sind jetzt soweit entwickelt, dass die körperlichen Voraussetzungen zum Schreibenlernen gegeben sind.

Die Kleinen freuen sich das ganze Jahr über auf diesen einen, ganz besonderen Tag: ihren Geburtstag. Endlich ein Jahr älter! Geschenke, Kuchen mit Kerzen und eine große Feier mit den besten Freunden – so sieht er aus, der perfekte Tag. Für die Eltern ist der erste Geburtstag vielleicht der bedeutendste: Im Rückblick hat sich das Baby vom hilflosen Säugling hin zum eigenständigen Wesen an der Schwelle zum Kleinkind entwickelt. Gerne lässt man dieses Jahr nochmals Revue passieren, erinnert sich an die Meilensteine und die vielen kleinen Begebenheiten. Für Ihr Kind ist es eigentlich herzlich egal, was da gefeiert wird. Nur dass gefeiert wird, merkt es natürlich. Und es freut sich über die Feststimmung, über die Zuwendung und vielleicht auch über ein neues Spielzeug. Wichtig ist, das Kleine nicht zu überfordern – viele Besucher, viele Geschenke, viel Kuchen, viel Aufregung, das kann schnell auch zuviel werden. Etwas Ideenreichtum ist dann ab dem zweiten Geburtstag gefragt. Inzwischen gibt es sicher den einen oder anderen kleinen Freund, der gerne mitfeiert. Zwar ist der Begriff „Geburtstag“ für das Kind noch abstrakt, dennoch merkt es, dass da ein ganz besonderes Ereignis vor der Tür steht. Und es freut sich natürlich über eine kleine Party. Viele Spiele müssen Sie dabei nicht vorbereiten. Auch beim Essensangebot greifen Sie auf das zurück, was die Mädchen und Jungen auch sonst gerne essen. Wichtig bei allem: Nicht zu viel planen und die Zeit des Feierns nicht zu lang ansetzen. Je älter das Kind wird, desto abwechslungsreicher werden die Kindergeburtstage gestaltet. Mottopartys erfreuen sich großer Beliebtheit, denn beim Verkleiden und bei lustig benannten Leckereien fühlen sich die Gäs­ te schnell wie Ritter, Prinzessin oder Pirat. Für Spaß und Abwechslung sorgen Geburtstagsspiele. Man muss gar nicht zu viele Spiele vorbereiten – auch beim Geburtstag gilt: weniger ist mehr. Die Regeln der Spiele sollten einfach sein, damit sie jeder schnell versteht und keine Missverständnisse aufkommen. Die meisten Kinder freuen sich, wenn sie kleine Preise gewinnen können – es sollte aber niemand leer ausgehen. Beliebt ist bei den Geburtstagskindern und ihren Gästen ab 3 Jahren die Schnitzeljagd (durch Wohnung oder Garten), gemeinsames Malen, Bewegungsspiele oder auch Klassiker wie Blinde Kuh und Topfschlagen, die die Eltern vielfach noch aus ihrer eigenen Kinderzeit kennen. Wer auf Profi-Hilfe setzt, engagiert einen Clown, einen Zauberer oder geht mit der ganzen Bande gleich in den nächsten Indoor-Spielplatz. Am besten geben Sie gleich auf der Einladung an, wie der Ablauf geplant ist, so können Sie sich mit den anderen Eltern abstimmen, wenn es um Bringoder Abholzeiten geht.


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Alltag mit Kindern

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Spielen, lernen, Spass haben Viele Förderangebote für Babys und Kleinkinder PEKiP, Babymassage, Englisch für Kindergartenkinder, Ballett, Kinderkonzerte, und und und – die Liste der Förderangebote für Babys und Kleinkinder lässt sich beliebig fortsetzen. Langeweile kommt nicht auf, eher die Gefahr von Freizeitstress, wenn Sie zu viele Angebote wahrnehmen möchten und die ganze Woche verplant ist. Doch was ist das Richtige für mich und meinen kleinen Liebling? Diese Frage stellen sich viele Mütter und Väter.

Angebote für Babys und Kleinkinder PEKiP: PEKiP ist ein handlungs- und situationsorientiertes Konzept der ­Familienbildung. Eine PEKiP-Gruppe besteht aus sechs bis acht Erwachsenen und deren möglichst gleichaltrigen Babys, sie beginnt ab der vierten bis sechsten Lebenswoche der Babys und erstreckt sich über das erste Lebensjahr. Die Babys sind ­nackt, der Raum gut geheizt. Die Gruppenleiterin zeigt Anregungen, die dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechen. Das Prager-Eltern-Kind-Programm wurde in den 70er Jahren als sozialpädagogische Methode entwickelt. Kurse in Ihrer Nähe finden Sie über  www.pekip.de. Babymassage: Nähe spüren, mit sanften Bewegungen Sicherheit und Geborgenheit geben – Massagen tun auch Babys gut. Babymassagen sind Streicheleinheiten für Körper und Seele. Atmung, Durchblutung, Kreislauf und Stoffwechsel werden angeregt, die Verdauungsorgane positiv beeinflusst. Die Kurse werden bereits für wenige Wochen alte Säuglinge angeboten. Erlernbar ist Babymassage bei ausgebildeten Kursleitern sowie in den Geburtskliniken. Babymassage nach Leboyer: Nach Leboyer werden einzelne Körperteile in einer bestimmten Reihenfolge sanft massiert. Die Massage endet mit Yogaübungen. Diese Praktik fördert nicht nur das seelische Wohlbefinden des Kindes durch die Vermittlung von Geborgenheit, sondern auch die körperliche Gesundheit durch eine verbesserte Durchblutung sowie Lo­ ckerung der Muskulatur. Auch das Immunsystem und der Kreislauf werden gestärkt. Babymassagekurse nach Leboyer werden u.a. angeboten von den Mainzer Geburtskliniken und freien Anbietern wie z.B. Hebammenpraxen. Babyschwimmen: Spaß im Wasser und die Förderung der Bewegung stehen im Vordergrund beim Babyschwimmen. Die Eltern sind immer dabei und erlernen vor Ort wichtige und vor allem sichere Griffe und Haltetechniken. Durch das gemeinsame Erleben und den intensiven Körperkontakt

Fußballspielen, Turnen, Judo, Tanzen und Schwimmen – die Liste der sportlichen Möglichkeiten in den örtlichen Vereinen ist lang. wird die innige Beziehung zwischen Baby und Eltern gefördert. Babyschwimmen hat somit für die Entwicklung aller Bewegungen eine herausragende Bedeutung. Schwimmkurse für Babys und Kleinkinder bieten in Mainz verschiedene Schwimmvereine, Hebammenpraxen und das Katholische Klinikum an. Krabbelgruppen: Spielen, Kontakt zu Gleichaltrigen aufnehmen, beobachten, Liedern zuhören und die ungeteilte Aufmerksamkeit von Mama oder Papa genießen, die sich in diesem Umfeld auch prima mit Gleichgesinnten austauschen können – in der Krabbelgruppe können die Kleinen allerhand lernen. Aber: Krabbelgruppe ist nicht gleich Krabbelgruppe. So vielfältig wie die Zahl der Anbieter sind auch ihre Strukturen. Ob speziell geschulte Kursleiterinnen bei den Treffen dabei sind oder diese eher im privaten Rahmen stattfinden, ob pädagogische Konzepte zugrunde liegen oder das freie Spiel im Mittelpunkt steht – Mütter und Väter werden in allen Stadtteilen fündig. Übrigens können hier die Zwerge schon erste kleine Freundschaften schließen, Teilen lernen und erstes Loslösen von der Mutter einüben. Angeboten werden Krabbel- oder Spielgruppen sowie Babytreffs zum Beispiel von kirchlichen Einrichtungen.


TSV SchOTT MaiNZ BaBy-KiSa

FußBallSchule

Teil der preisgekrönten Kindersportakademie (KiSA)

Spaß am Fußball

Babys ab 6 Monate

Jungen und Mädchen im Alter von 3-12 Jahren

Erfahrungen mit allen Sinnen sammeln

Altershomogene Gruppen

Bewegungsförderung in entspannter Atmosphäre

Fußballspezifische Techniken erlernen

Austausch der Eltern untereinander

Altersgerechtes Training

Donnerstags, 9 bis 10 und 10 bis 11 Uhr

Geschulte und erfahrene Trainer

Anmeldung und nähere Informationen unter: kisa@tsvschott.de und fussballschule@tsvschott.de

Englisch für Kinder ab 18 Monaten - 17 Jahre

Bei uns wird gesungen, gelacht, gespielt, getanzt und gebastelt – alles auf Englisch! SE ENLO E KO ST ND JETZT PPERSTU U N! SCHN EINBARE VER

LEARNING CENTRE MAINZ tel: 0 61 31 - 4 94 49 76 mail: mainz@helendoron.de web: www.helendoron.de


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Alltag mit Kindern

Eltern-Kind-Turnen: Im zweiten und dritten Lebensjahr können die Kleinen beim Eltern-Kind-Turnen viele Bewegungsabläufe üben, sie können klettern, rennen und springen trainieren sowie den Gleichgewichtssinn und die Körperkoordination schulen. Mama und Papa sind immer mit dabei, geben Hilfestellung, aber auch emotionale Sicherheit durch ihre Anwesenheit. Tanzen/Ballett: Musik macht den meisten Mädchen und Buben Spaß. Rhythmusgefühl und Kreativität fördern – kaum eine andere Sportart kann das so wie das Tanzen. In der Altersgruppe von drei bis sechs Jahren werden die Kinder mit altersgerechter Musik an die Bewegung herangeführt, erlernen kleine Choreografien. Körperbeherrschung, Koordinationsfähigkeit und Musikalität werden ebenso im Ballett gefördert. Kindertanz oder Ballett werden von Sport- oder Karnevalsvereinen sowie Tanz-, Musik- oder Ballettschulen angeboten. Sport: Fußball, Turnen, Judo, Eishockey – die Sportvereine sind auf den Nachwuchs bestens eingestellt. Fast überall können die Kleinen erstmal zum Schnuppern kommen. Leistung steht in diesem frühen Stadium noch nicht auf dem Programm, sondern vielmehr, die Begeisterung der Kleinen für körperliche Betätigung zu wecken. Um den Grundstein zu legen, dass für die Kinder später Sport zum Alltag gehört, können Eltern also früh aktiv werden und sich bei den verschiedenen Vereinen nach entsprechenden Angeboten für ihre Sprösslinge erkundigen.

Musik: Musik begeistert schon die Allerkleinsten. Darauf haben sich viele Musikschulen eingestellt und bieten sogar schon Kurse für Babys an, in denen Kinder ab vier Monatenen spielerisch ihre angeborene Musikalität entdecken können. In Eltern-Kind-Gruppen experimentieren Kinder unter vier Jahren mit der eigenen Stimme, mit Instrumenten und Rhythmen. Bei der Musikalischen Früherziehung üben Kinder zwischen vier und sechs Jahren ihre Grob- und Feinmotorik, ihre Ausdauer und Konzentration und werden so ganz nebenbei für den ­Instrumental- und Vokalunterricht vorbereitet.

Anbieter von Förderangeboten für Babys und Kleinkinder Evangelische Familienbildung Mainz Kaiserstraße 37 | 55116 Mainz  06131/96 00 447  www.efb-mainz.de Eltern-Kind-Gruppen, betreute Spielkreise und Abenteuer Kinderweltkurse ab dem 6. Monat, Spiel-, Bewegungs- und Musikgruppen für Eltern und Kinder, Kreativ- und Werkkurse, Veranstaltungen zu Ernährungs-, Gesundheits- und Entwicklungsfragen, Wellcome – Praktische Hillfe, Babysittervermittlung Katholische Familienbildungsstätte Mainz Rochusstraße 9 | 55116 Mainz  06131/25 32 94  www.familienbildung-mainz.de Spielkreise, Musik, Tanz und Bewegung für Kinder ab 2 Jahren, Kurse zu Erziehungs-, Entwicklungs- und Ernährungsfragen, Kess-Erziehen, Ausbildung und Vermittlung von Tagespflegepersonen Katholisches Klinikum Mainz | St. Vincenz und Elisabeth Hospital An der Goldgrube 11 | 55131 Mainz  06131/575-1404  www.kkm-mainz.de Säuglingspflegekurse, Wasserspaß für Säuglinge, Babymassage, Erste Hilfe bei Kindernotfällen Deutscher Kinderschutzbund Mainz e.V. Ludwigsstraße 7 | 55116 Mainz  06131/61 41 91  www.kinderschutzbund-mainz.de Elternkurs Starke Eltern – Starke Kinder, Babykurse mit Spiel und Bewegung, Eltern-Kind-Café, Erziehungs- und Familienberatung, Kinderkrippe Kangatraining Sonja Mirzazadeh  0178/297 9834 |  www.kangatraining-mainz.de

Beim Babyschwimmen steht die Freude an der Bewegung im nassen Element im Vordergrund.

Helen Doron Learning Centre Mainz  06131/494 4976  www.helendoron.de Englisch für Kinder ab 18 Monaten bis 17 Jahre


Alltag mit Kindern

Peter-Cornelius-Konservatorium der Stadt Mainz Binger Straße 18 | 55122 Mainz  06131/25 00 812  www.pck-mainz.de Baby-Musikgarten, Musikgarten, musikalische Früherziehung, elementares Musizieren, Sing- und Spielkreise, Kinderchor Kreative Kinder Mainz Mainzer Straße 94 | 55124 Mainz  06131/437 99  www.kreative-kinder-mainz.de Malen, backen, modellieren, sägen, schleifen, nähen und filzen (ab 1,5 J.) Musikschule Instrumentenkinder Weihergarten 9 | 5116 Mainz  0157/52 47 46 60  www. instrumentenkinder.de Musikgarten (6 Mon. bis 5 J.), Klangstraße (ab 4 J.), Musik und Tanz (ab 4 J.) Kinderschwimmschule Maike und Meike

 www.kischwischu.de, Schwimmkurse ab 4,5 Jahren TSV Schott Mainz e.V. Otto-Schott-Sportzentrum Karlsbader Straße 23 | 55122 Mainz-Gonsenheim  06131/68 18 97  www.tsvschott.de Kindersportakademie für Kinder zwischen 3 und 8 Jahren, neues Ernährungskonzept Diana Nordmann Karl-Sieben-Straße 70 | 55268 Nieder-Olm  06136/756069  www.diana-nordmann.de Familien-Kinderkrankenschwester, Babymassage, Beikostberatung, ElternKind-Gruppen, Erste-Hilfe am Kind Kurse, Stillberatung Sabine Lindau Am Fort Muhl 3a | 55129 Mainz  06136/40 81 921  www.sabinelindau.de Babymassage, Bewegungsspiele, Erste-Hilfe-Kurse, Beratung in allen Lebens- und Gesundheitsfragen Private Musikschule Laubenheim

 06131/88 10 31  www.musikschule-laubenheim.de Musikgarten ab 10 Monaten, Musikalische Früherziehung ab 4 Jahren Volkshochschule Mainz Karmeliterplatz 1 | 55116 Mainz  06131/2625-0  www.vhs-mainz.de Kurse für Kinder und Jugendliche

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Keine Chance für Langeweile Spielen, malen, kneten, basteln, lesen ...

Im Alltag mit Kindern sind manchmal Ideen gefragt, um der Langeweile zu entgehen. Allerdings: Oft entstehen aus der Langeweile heraus die schöns­ten Spiele – lassen Sie also ruhig Raum für Kreativität. Denn häufig ist es so, dass die Tage mit festen Terminen verplant sind; zwischen Tanzund Musikunterricht, Sport und dem festen Spielplatznachmittag mit dem bes­ten Freund bleibt nur wenig Zeit zum freien spielen, zum malen, basteln, kneten oder lesen. Dass weniger mehr ist, zeigt sich an Kindern, die einem regelrechten Terminstress ausgesetzt sind. Dieser kann nämlich zu Beschwerden wie Mattigkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen führen – und letztlich dazu, dass das Kind die Lust an den vielen Angeboten komplett verliert. Da ist es besser, ein oder zwei Dinge fest einzuplanen, an ­denen das Kind besonders viel Spaß hat und den Rest der Woche frei zu gestalten. So kann Freizeit ohne Druck und ohne Erwartungen genossen werden, schließlich erleben die Kleinen im Kindergartenalltag genügend Situationen, die auch verarbeitet werden müssen – und das braucht Zeit. Genießen Sie ruhig mal einen Spaziergang, vielleicht finden sich unterwegs tolle Materialien, die zu einer Bastelei anregen. Mindestens genauso viel Spaß macht es, beispielsweise Knete oder Fingerfarben selbst anzurühren und der Kreativität dann freien Lauf zu lassen. Sie werden vielleicht überrascht sein, was Ihr kleiner Künstler daraus alles zaubern kann.

Kreatives für kleine Künstler Selbst gemachte Knete 2 Tassen Mehl 2 Tassen Salz 2 Tassen Wasser 2 EL Öl 2 TL Weinsteinsäure (aus der Apotheke) Lebensmittelfarbe Alle Zutaten in einen Topf geben, kurz erwärmen und gut durchrühren. Die Knete abkühlen lassen. In luftdichten Behältern aufbewahren. Selbst gemachte Fingerfarben 1/4 Tasse Maisstärke 2 Tassen Wasser Lebensmittelfarbe Wasser und Stärke in einem Topf verrühren, kochen bis die Masse dick wird. Abkühlen lassen, in Schraubgläser verteilen. Anschließend die Lebensmittelfarbe hineinrühren.


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Alltag mit Kindern

Spiele für Kinder

Bücherei am Dom

Kinder spielen für ihr Leben gern. In vielen Kinderzimmern fällt den Kleinen die Wahl jedoch ganz schön schwer, mit was sie denn nun überhaupt spielen wollen, denn hier müssen sie sich unter einer riesigen Auswahl an Puppen, Stofftieren, Brettspielen, Puzzles, Kugelbahnen, Bauklötzen, Autos, Büchern, Kinderküche, Kaufladen, Maltafel und und und entscheiden. Besser ist es da, öfter mal auszusortieren und solche Spielsachen wegzuräumen, mit denen gerade gar nicht gespielt wird. Wer Platz hat, kann so öfter mal die komplette Kinderzimmerausstattung auswechseln – so gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Brettspiele sind übrigens begehrt – da lohnt es sich, eine Auswahl anzuschaffen. Wichtig: Sie sollten gerade bei kleinen Kindern nicht zu kompliziert sein und nicht zu lange dauern. Eine unabhängige Jury bewertet Spiele und vergibt die Auszeichnung „Kinderspiel des Jahres“.

Als öffentliche Bibliothek in Trägerschaft des Bistums Mainz ist die Bücherei am Dom für jeden zugänglich. Das umfassende Angebot an Kinderund Jugendbüchern sowie an Hörbüchern macht Lust aufs Lesen. Zahlreiche Veranstaltungen wie Vorlesestunden, Buchausstellungen und Begegnungen mit Autoren gehören hier zum Programm. Bücherei am Dom Grebenstraße 24-26 | 55116 Mainz  06131/25 34 10  buecherei-am-dom@bistum-mainz.de

Kinderspiel des Jahres 2018 Funkelschatz (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2017 Icecool (2-4 Spieler, ab 6 Jahren) 2016 Stone Age Junior (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2015 Spinderella (2-4 Spieler, ab 6 Jahren) 2014 Geister, Geister, Schatzsuchmeister (2-4 Spieler, ab 8 Jahren) 2013 Der verzauberte Turm (2-4 Spieler, ab 6 Jahren) 2012 Schnappt Hubi! (2-4 Spieler, ab 5 Jahren)

Öffentliche Bücherei - Anna Seghers In der Zentralen Kinderbücherei stehen rund 21.000 Bilderbücher, Sachbücher aus vielen Wissensgebieten, Erzählungen und Romane, Comics und Mangas, Zeitschriften, Hörbücher und Musik-CDs und Filme bereit. Natürlich gibt es auch Internet sowie Platz zum Lesen und Lernen. Mit fünf Stadtteilbüchereien in Gonsenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, Mombach und Weisenau sind Zweigstellen auch in den Mainzer Vororten präsent. Die Angebote unterstützen Eltern bei der Förderung der Sprachentwicklung ihrer Kinder. Sprache ist die Voraussetzung für Austausch, sie ermöglicht Wissenserwerb und Teilhabe an der Gesellschaft. Besonders wichtig ist eine frühe Vermittlung von Freude am Lesen, denn Lesen ist eine wichtige Grundlage für den Umgang mit allen Medien sowie für die geistige, emotionale und kreative Entwicklung. Zudem helfen alle Angeboite der Bücherei bei der der Entwicklung von Medienkompetenz. Hier wird schon früh die Fähigkeit gefördert, die jeweils passenden Medien zu finden und zu nutzen. Bibliotheksausweise für Kinder und Jugendliche sind kostenlos. Öffentliche Bücherei - Anna Seghers Anna-Seghers-Platz | 55118 Mainz  06131/12 26 59  www.bibliothek.mainz.de

Buchkinder-Werkstatt Von der Idee über das Schreiben, das Gestalten und die Bindung: In der Buchkinder-Werkstatt entsteht ein Buch komplett aus Kinderhand. Mit diesem Kinderkunst-Projekt will der Kunstverein Eisenturm die künstlerische Kompetenz von Kinder und Jugendlichen ab sechs Jahren fördern. Am Anfang lernen die Kinder die einzelnen Schritte eines Druckvorgangs kennen. Dann sind sie in der Lage, durch das Schreiben und Drucken ihre eigene Welt zu erdenken und ihre Erfahrungen auszudrücken. Erfahrene Kunstpädagogen unterstützen sie dabei. Die Buchkinder arbeiten mit Buchstaben-Lettern unterschiedlichster Schriften sowie einer Tiefdruck- und einer Hochdruckpresse. Auf diese Weise entstehen farbenprächtige Bücher in kleiner Auflage mit Titeln, wie „Eine kleine Ente groß“, „In der Johannisnacht“, „Der verschwundene Koffer“ oder „Das kleine Ich“. Das kann schon mal mehrere Wochen dauern. Aber auch ein „Schnuppertag“ lohnt sich, denn bereits in kurzer Zeit lassen sich einzelne Seiten oder auch Plakate anfertigen. Kostproben der Bücher gibt es auf der Homepage der Buchkinder-Werkstatt. Buchkinder-Werkstatt Haus Haifa | Zeystraße 5 | 55120 Mainz-Mombach  06131/36 24 05  www.mainz.de

Mal-Werk Hier dürfen Kinder ihre Kreativität ausleben und am Ende ein ganz besonderes Stück Keramik mit nach Hause nehmen. Und so gehts: Zu einem Festpreis dürfen sie sich hier einen Keramik-Rohling wie eine Tasse oder eine Schüssel aussuchen und starten unter Anleitung mit dem Bemalen. Ungiftige und auswaschbare Glasuren gibt es reichlich und in allen Farben. Benutzt werden dazu Schablonen, Stempel oder der Drehteller, ganz wie das Kind möchte. Nach der Endglasur kommt die Keramik für drei Tage in den Keramikofen und fertig ist ein tolles Werk, das zudem spülmaschinenfest ist. Auch Kindergeburtstage kann man hier feiern. Mal-Werk | Weißliliengasse 10 | 55116 Mainz  06131/14 33 966  www.mal-werk.com


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Rollenspiele Es beginnt im Sandkasten, wenn Mama oder Papa anfangen, imaginäre Kuchen zu essen. Und es wird ab diesem Zeitpunkt eine ganze Weile nicht mehr enden: Kinder lieben Rollenspiele. Mädchen und Jungen möchten ab und zu einfach mal jemand anderes sein: die Prinzessin, die Mama, der Doktor. Rollenspiele machen den Kleinen großen Spaß – und sie machen fit für die Zukunft, trainieren sie doch die sozialen Fähigkeiten. Die Eltern sollten diese Spiele nicht als albernes Getue abtun, sondern ruhig einfach mal mitspielen. Die Zeit der Rollenspiele beginnt um den zweiten Geburtstag, wenn sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn als eigenständige Person wahrnimmt. Sie ahmen Handlungen und Tätigkeiten nach – im Kindergarten schließlich werden andere Kinder mit einbezogen. Hilfreich sind für Rollenspiele neben ausreichend Platz auch die passenden Utensilien. Stellen Sie doch eine Verkleidungskiste bereit, dann kann Ihr Nachwuchs nach Herzenslust in die verschiedensten Rollen schlüpfen. Ebenso sollte es nicht an Requisiten fehlen – ausrangierte Taschen, Handys, Fotoapparate, Hüte, Verbandszeug finden hier noch Verwendung. Und: Schauen Sie ruhig mal genauer hin. Im Spiel zeigt Ihr Kind, wie es die Welt der „Großen“ sieht. So können Sie viel da­rüber erfahren, wie Ihr Kleines sein Umfeld erlebt. In Büchern können Kinder die ganze Welt für sich entdecken.

Stiftung Lesen Die Stiftung Lesen arbeitet dafür, dass Lesen Teil jeder Kindheit und Jugend wird. Denn Lesefreude und Lesekompetenz sind wichtige Voraussetzungen für die persönliche Entwicklung und ein erfolgreiches Leben. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen breitenwirksame Programme wie den „Bundesweiten Vorlesetag“, den „Welttag des Buches“ und das frühkindliche Leseförderprogramm „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ durch. Darüber hinaus finden Eltern, Kitafachkräfte, Lehrerinnen und Lehrer, ehrenamtliche Vorlesepaten und Interessierte in der Mediendatenbank und den Themenschwerpunkten der Stiftung Lesen altersgerechte Leseempfehlungen für Kinder und Jugendliche. Die Stiftung Lesen steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von zahlreichen prominenten Lesebotschaftern unterstützt. Stiftung Lesen Römerwall 40 | 55131 Mainz  06131/28890-0  www.stiftunglesen.de

Die Natur ist unerschöpflich Eine schier unerschöpfliche Quelle an Ideen und Anregungen bietet die Natur, egal ob im heimischen Garten, im Park um die Ecke oder im Wald. Sogar auf dem Balkon können die Kleinen Natur erleben und erforschen. Wie schnell wächst selbst gesäte Kresse? Welche Insekten leben in einer Blumenwiese? Und was tummelt sich unter einem großen Stein? Wer findet ein buntes Blatt? Bei einem Ausflug ins Grüne können sich auch die Eltern einfach einmal treiben lassen und miterleben, welche Ideen ihr Nachwuchs entwickelt. Zudem macht es großen Spaß, nach dem Ausflug einmal in einem Bestimmungsbuch nachzulesen, welche Vogel- oder Baumarten man gerade noch gesehen hat – ein Erlebnis, das Groß und Klein verbindet.

Wenn Streithähne „kämpfen“ Wenn mehrere Kinder zusammen spielen, kommt es oft auch zum Streit um Spielsachen. Was tun? Keine Sorge, das ist völlig normal und sogar notwendig, denn so können Kinder soziale Regeln üben. Sie als Eltern oder Betreuer sollten nur darauf achten, dass der Zank nicht in Handgreiflichkeiten ausartet, bei denen sich ein Kind ernsthaft verletzen könnte. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass nicht eines der Kinder immer den Kürzeren zieht. In solchen Fällen ist es nötig einzugreifen.


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Alltag mit Kindern

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Rot, rot, rot sind alle meine Kleider Schick und funktionell ist angesagt Sie müssen ganz schön viel aushalten: beim Buddeln im Sandkasten, beim Schaukeln, querfeldein beim Spaziergang, beim Sprung in die Regenpfütze – Kleider von kleinen Kindern sind hohen Anforderungen ausgesetzt. Und trotzdem müssen sie den Mädchen und Jungen auch gefallen. Denn nicht nur, wenn es kratzt oder einengt gibt es beim morgendlichen Anziehen Diskussionen, spätestens die Kindergartenkinder wissen ganz genau, was sie tragen möchten und was ihnen gefällt. Manchmal kommen Kombinationen heraus, die vielleicht nicht ganz passend erscheinen – wie das rot-weiß gestreifte T-Shirt zur grün-blau karierten Hose –, aber die MiniModels haben ihren eigenen Willen und setzen ihn gerade mit drei Jahren gerne mal durch. Gute Worte helfen da wenig. Einfacher ist es, den Nachwuchs in die Auswahl der Kleider frühzeitig mit einzubeziehen, vielleicht schon beim Kauf. In Boutiquen und Kaufhäusern werden Eltern fündig. Die heute verwendeten Materialien sind leicht zu reinigen, unempfindlich gegen Flecken und strapazierfähig. Und natür-

lich kann man beim Kauf zusätzlich auf das ÖkoTex-Siegel achten. Die unabhängigen Prüfinstitute der Internationalen Öko-Tex-Gemeinschaft stehen mit ihren Schadstoffprüfungen nach Öko-Tex-Standard 100 seit 1992 für gesundheitlich einwandfreie Textilprodukte. Das Zeichen „Textiles Vertrauen – Schadstoffgeprüft nach Öko-Tex Standard 100plus“ kennzeichnet darüber hinaus schadstoffgeprüfte Textilien, die in umweltbewusst arbeitenden Betrieben hergestellt wurden. Wer gebrauchte Kinderkleidung bevorzugt, sollte sich nach so genannten Kinderbasaren erkundigen. Viele Vereine, Kirchengemeinden oder Kindergärten veranstalten – meist im Frühjahr und im Herbst – solche Basare, bei denen Eltern ihre gebrauchten Kinderkleider, aber auch Spielwaren und praktisches Zubehör zum Kauf anbieten. Fündig werden Eltern bei ihre Suche nach Kinderkleidung auch in ­Second-Hand-Läden. Hier ist gut erhaltene Kleidung zu einem recht ­geringen Preis erhältlich. Und: Zusätzlich gibt es in diesen Läden Zubehör vom Babybett bis zum Schaukelpferd.

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Tipps gegen Flecken

Wer kleine Kinder hat, kennt das Problem: Ständig sind irgendwo auf der Kleidung Flecken: Karottenbrei, Jogurt, Eis, Gras, Schokolade oder Spinat – oft ist nicht nur die Waschmaschine gefordert, sondern ein wirkungsvolles Fleckenmittel gefragt. Hier einige gängige Flecken und die Methode, wie man sie wieder los wird: Eiscremeflecken auf der Kleidung behandeln Sie mit einer Mischung aus Spiritus und Salmiak­ geist. Anschließend mit lauwarmem Wasser nachwaschen. Schokoladeneis sofort mit Mineralwasser ausspülen. Karottenflecken weichen Sie am besten erst in Schmierseife ein, bevor Sie die Kleidung in die Waschmaschine geben. Vielfach hilft es auch, das Kleidungsstück nass in die pralle Sonne zu legen (hilft auch bei anderen Obstflecken). Oder Sie reiben den Fleck mit Babyöl ein, danach wie gewohnt waschen und der Fleck ist weg.

Milchflecken entfernt man mit Kernseife, lässt diese einwirken und spült das Kleidungsstück mit warmem Wasser aus. Erdbeer-/Kirschflecken lassen sich mit Sprudelwasser und Küchenrolle behandeln. Auch Essigessenz oder Zitronensaft können hartnäckige Obstflecken lösen. Eine weitere Möglichkeit ist die Zuhilfenahme von Glycerin. Ebenso kann man die Kleidungsstücke in Milch einweichen. Grasflecken lassen sich mit Zitronensaft oder Essigessenz spurlos beseitigen. Auch mit Spiritus oder Butter erzielen Sie gute Ergebnisse. Flecken von ausgelaufenen Babywindeln oder Muttermilchflecken werden Sie Herr, wenn sie den Fleck mit Babyöl einweichen und in die pralle Sonne legen. Dann wie gewohnt waschen. Matschflecken entfernt man am besten sofort. Trockenen Fleck einweichen und mit Gallseife behandeln. Danach waschen.

Flecken von Filzstiften lassen sich mit Alkohol entfernen. Schokoladenflecken mit lauwarmem Seifenwasser ausreiben, danach mit klarem Wasser ausspülen, mit Zitronensaft beträufeln und nochmals gründlich ausspülen. Spinatflecken kann man mit einer rohen Kartoffelhälfte einreiben. Danach gut nachspülen. Tomatenflecken sollten schnellstens mit lauwarmer Seifenlauge oder Salmiaklösung ausgewaschen und gut eingeweicht werden. Dann normal waschen. Aufkleber entfernt man, wenn man diese zuvor mit einem Föhn erwärmt. Danach lassen sie sich abziehen. Auch Nagellackentferner, Benzin oder Terpentin können helfen.

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Generell hat sich gerade bei frischen Flecken das Auswaschen mit Sprudelwasser bewährt.


Alltag mit Kindern

Das Bekleidungsangebot der Mainzer Kleiderkammern reicht vom Strampelanzug bis zur hippen Jeans. Hier wird Familien mit Kindern geholfen, die über geringes Einkommen verfügen. Neue und gebrauchte Kinderkleidung in allen gängigen Größen und Zubehör wie Spielsachen oder Kinderwägen werden hier zum Teil auch kostenlos abgegeben. Kleiderladen und Babybedarf Klamotte im SkF-Haus Römerwall 67 | 55131 Mainz |  06131/23 38 95 Kleiderkammer des ZMO – Zusammenarbeit mit Osteuropa Karl-Zörgiebel-Straße 2 | 55128 Mainz |  06131/217 68 01

Augen auf beim Schuhkauf Unsere Füße tragen uns ein Leben lang durchs Leben – umso wichtiger, dass man ihnen von Anfang an viel Aufmerksamkeit schenkt. Und das gilt vor allem beim Schuhkauf. Barfußlaufen ist das Allerbeste für Kinderfüße. Aber das geht nunmal nicht überall. Spätestens mit der zunehmenden Mobilität müssen Schuhe her. Und diese sollten qualitativ hochwertig sein und optimal passen, um späteren Fehlstellungen der Füße vorzubeugen. Ein gut sitzender Schuh sollte leicht, flexibel und atmungsaktiv sein. Gegen die Weiterbenutzung von Schuhen, ­etwa unter Geschwistern, spricht übrigens nichts, solange die Schuhe nicht im Fersenbereich einseitig abgelaufen sind und richtig sitzen.

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Wichtig ist, dass Länge, Höhe und Weite der Schuhe optimal zu den Kinderfüßen passen. Im Fachgeschäft werden deshalb vor der Anprobe immer die Füße vermessen – idealerweise nicht nur die Fußlänge, sondern eben auch die Breite und Höhe. Spezielle Messsysteme können verwendet werden, um die Innengröße der Schuhe auszumessen – diese sind auch perfekt geeignet, um Schuhe und Füße regelmäßig zu Hause zu kontrollieren. Kinderfüße wachsen schnell: Im zweiten und dritten Lebensjahr tragen Kinder zwei bis drei Schuhgrößen pro Jahr, im Kindergartenalter dann zwei Größen. Bei 1- bis 3-Jährigen sollten Sie alle zwei Monate nachmessen, bei 3- und 4-Jährigen reicht es alle 4 Monate, bei 4- bis 6-Jährigen zweimal im Jahr. Übrigens: Es gibt keine einheitliche EU-Norm für Schuhgrößen. Die Innenlänge eines Schuhs stimmt sehr oft nicht mit der angegebenen Größe überein – bis zu 50 Prozent der Schuhe sind kleiner als ausgezeichnet! Auch zwischen den einzelnen Schuhfabrikanten gibt es teilweise große Unterschiede bei den Größen. Zudem variiert die Breite der Schuhe. Wo beispielsweise Größe 28 draufsteht, muss noch lange nicht die reale Größe 28 drinstecken. Wichtig: Kaufen Sie Kinderschuhe nicht vormittags, sondern nur am Nachmittag. Denn auch Kinderfüße vergrößern sich im Tagesverlauf und schwellen an. Die Gefahr, am Nachmittag zu kleine Schuhe zu kaufen, wird so minimiert. Beim Schuhkauf sollte das Kind natürlich dabei sein. Zum einen haben auch die Kleinen oft Spaß am Probieren und Aussuchen, zum anderen müssen sie die Schuhe natürlich anprobieren.


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Alltag mit Kindern

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Rat und Hilfe in schweren Zeiten Anlaufstellen für spezielle Situationen Manchmal läuft alles ganz anders, als man denkt. Wenn der Kinderwunsch aus medizinischen Gründen unerfüllt bleibt, wenn das Kind Auffälligkeiten zeigt oder wenn Eltern mit dem Familienalltag überfordert sind, ist spezielle Unterstützung nötig. Für all diese Fälle findet man in Mainz Anlaufstellen, die Eltern die Hand reichen und ihnen mit Tipps und Hilfen oder auch einfach mit einer starken Schulter zur Seite stehen.

Anlaufstellen für Eltern auffälliger Kinder Die Rheinhessen-Fachklinik Mainz bietet in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mainz ein breites Behandlungsspektrum für Kinderneurologie, Sozialpädiatrie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik an und unterhält darüber hinaus noch eine integrative Montessorie-Kindertagesstätte. Hier werden behinderte, von Behinderung bedrohte und entwicklungsverzögerte Kinder sowie deren Familien betreut. Ärzte, Psychologen und Therapeuten behandeln gemeinsam das Kind und legen außerdem großen Wert auf die Beratung der Eltern unter Berücksichtigung der Lebenssituation. Zeigt das Kind Auffälligkeiten wie eine verzögerte Entwicklung, Verhaltensauffälligkeiten oder machen sich die Eltern einfach Sorgen, dass es sich nicht richtig entwickelt, dann ist eine Vorstellung im Kinderneurologischen Zentrum angeraten. Landeskrankenhaus Rheinhessen – Fachklinik Mainz Kinderneurologisches Zentrum Hartmühlenweg 2-4 | 55122 Mainz  06131/378 20 00  www.rheinhessen-fachklinik-mainz.de

Frühchen Kommt das Baby zu früh auf die Welt, ist es zu klein und zu leicht, dann hat es oft aufgrund der Unreife mit weiteren Schwierigkeiten zu kämpfen und ist häufig auch anfälliger für Krankheiten. Der Start ins Leben fällt diesen Kindern oft nicht leicht. Eltern tut da Hilfe und Rat gut – am besten von anderen Eltern, die die Situation kennen. Der Verein Frühstart e.V. besteht aus engagierten Mitgliedern, die andere Eltern von Frühgeborenen beraten, nützliche Kontakte vermitteln und sich einsetzen für die Fort- und Weiterbildung des pflegerischen und ärztlichen Personals sowie die Anschaffung wichtiger medizinischer Geräte unterstützen. Regelmäßig findet ein Elterntreff statt und gefeiert wird im Sommer das Sommerfest und im Winter eine Nikolausfeier. Frühstart e.V.  www.fruehstart-mainz.de

Pflegekinderdienst Wenn Eltern aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen die Betreuung ihres Kindes nicht sicherstellen können, sind Pflegefamilien eine große Chance für das Kind. Die Stadt Mainz sucht deshalb stets engagierte Familien und Paare, die bereit sind, Kinder vorübergehend oder dauerhaft bei sich aufzunehmen. Der Pflegekinderdienst ist Ansprechpartner für ­interessierte Eltern. Ein differenziertes Angebot sowohl für die betroffenen Kinder und ihre Eltern als auch für die Pflegefamilien ermöglicht es, individuelle Lösungen umzusetzen – ob in Kurzzeitpflegestellen, Bereitschaftspflegestellen oder Dauerpflegestellen. Pflegekinderdienst der Stadt Mainz Stadthaus | Lauteren-Flügel | Kaiserstraße 3-5 | 55116 Mainz  06131/12-2408 oder 06131/12-2763

Adoption Wenn Eltern der Wunsch nach einem eigenen Kind verwehrt bleibt, denken sie vielleicht über Adoption nach. Und Mütter, die ein Kind in die Obhut anderer Eltern geben möchten, denken ebenfalls an diese Möglichkeit. Kinder suchen Eltern – Eltern suchen Kinder. Wer sich für eine Adoption interessiert, wendet sich zuerst an eine Adoptionsvermittlungsstelle. Die Mitarbeiter beraten, vermitteln und begleiten bei Inlands-, Auslands- und Stiefelternadoption. Adoptionsvermittlungsstelle der Stadt Mainz | Stadthaus Lauteren-Flügel | Kaiserstraße 3-5 | 55116 Mainz |  06131/12-35 59


Alltag mit Kindern

Allgemeiner Sozialer Dienst Wenn in der Nachbarschaft ständig ein Kind schreit oder wenn man den Eindruck hat, dass Kinder über längere Zeit alleine zuhause sind, dann sollte man nicht zögern und schnell kompetente Fachleute informieren. Der Allgemeine Soziale Dienst nimmt mit seinen nach Stadtteilen zugeordneten Sozialarbeitern tagsüber telefonisch und persönlich im Jugendamt Meldungen entgegen. Diese können auf aktuelle Situationen hinweisen oder auf schon länger zurückliegende. Am Abend, Wochenende und wenn es um Gewalt, Alkoholmissbrauch, Aggressionen und Auseinandersetzungen in der Familie geht, ist die Polizei erster Ansprechpartner. Sie klärt vor Ort, ob eine Bedrohung für ein Kind besteht. Neben dem Kinder- und Jugendschutz gehören die Mitwirkung bei familiengerichtlichen Verfahren um Sorge- und Umgangsrecht und die Vermittlung von Erziehungshilfen zu den Aufgaben des Allgemeinen Sozialen Dienstes. Allgemeiner Sozialer Dienst der Stadt Mainz | Stadthaus Lauteren-Flügel | Kaiserstraße 3-5 | 55116 Mainz |  06131/12-35 59

Es gibt Zeiten, da brauchen Eltern Hilfe Das Baby schreit, die Dreijährige trotzt und irgendwie fühlen Sie sich überfordert und wissen nicht mehr weiter. Oder die Partnerschaft zerbricht. Wenn Eltern unsicher sind oder wenn sie sich Rat holen möchten, können ein Gespräch und ein bisschen Zuspruch manchmal wahre Wunder wirken. Die Experten der Mainzer Beratungsstellen sind für Eltern hilfreiche Ratgeber. Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Kinderschutzbundes Beratungsstelle Mainz-Innenstadt | Ludwigsstraße 7 | 55116 Mainz  06131/61 41 91  www.kinderschutzbund-mainz.de Allgemeine Lebens-, Erziehungs- und Familienberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung, Beratung zum Sorge- und Umgangsrecht und bei Gewalt in der Familie, Krisenintervention, Diagnostik und Therapie Evangelische Psychologische Beratungsstelle Kaiserstraße 37 | 55116 Mainz  06131/96 55 40  www.erziehungsberatung-mz.de Beratung von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Paaren in allen Bereichen des familiären und partnerschaftlichen Zusammenlebens, der Erziehung und in besonderen Lebens- und Krisensituationen Caritas-Beratungszentrum St. Nikolaus Lotharstraße 11-13 | 55116 Mainz  06131/90 74 60  www.caritas-mainz.de Beratung bei Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensfragen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Mediation

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Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. Römerwall 67 | 55131 Mainz  06131/23 38 95  www.skf-mainz.de Allgemeine Lebensberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung, Schwangerenberatung, Gruppenangebote wie Elternkurse, Sommerfreizeiten oder heilpädagogisches Reiten, Lern- und Spielstube, Beratung bei Gewalt im engen sozialen Bereich KinderSchutzZentrum Mainz e.V. Lessingstraße 25 | 55118 Mainz  06131/61 37 37 oder 61 10 10  www.ksz-mainz.de Frühe Hilfen, Familientherapie und Beratung, Beratung von Einzelnen und Paaren, Kindertherapie, Jugendberatung Bundesweite Beratungstelefone: Elterntelefon  0800/111 0 550 Kinder- und Jugendtelefon  11 6 111  www.nummergegenkummer.de Bei Fragen können Sie sich auch an das Mainzer Amt für Jugend und Familie unter  06131/12-27 53 wenden. Dort finden die Mitarbeiter das für Sie passende Hilfeangebot.

Eltern-Kind-Kompetenzzentrum El KiKo international El KiKo ist eine Anlaufstelle für Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren in der Mainzer Neustadt. Hier werden die Kleinsten nicht nur gut versorgt, sondern auch gefördert. Und die Mütter und Väter können reden, sich austauschen, Probleme klären oder im besten Fall feststellen, dass sie sich über ganz normale Entwicklungsphasen unnötig gesorgt haben. El KiKo bietet eine Vielzahl an Kursen und Treffmöglichkeiten an, zum Beispiel mit dem Elterncafé – einem gemeinsamen Frühstück für Eltern und Kinder – Stillberatung, Rückenschule für Mütter, ein Sprachtreff, um die deutsche Sprache zu üben, Beratung bei familiären Fragen und vieles mehr. Die Babys werden während der Angebote von Mitarbeiterinnen betreut, damit man auch mal Luft und Raum für sich hat. Frühförderung sowie Angebote der Begegnung, Beratung und Unterstützung für Eltern – das ist El KiKo-international. El KiKo Eltern-Kind-Kompetenzzentrum  www. kinderschutzbund-mainz.de Standorte: Mainz-Neustadt: Blauer Elefant | Leibnizstraße 80 | 55118 Mainz  06131/48 06 925 Mainz-Ebersheim: Dresdnerstraße 46 | 55129 Mainz  01590/490 09 58


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Alltag mit Kindern / Kinderbetreuung

Mutter-/Vater-Kind-Kuren

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Sie fühlen sich erschöpft, ausgebrannt, gestresst? Manchmal ist das kein Wunder: Familie, Beruf, Haushalt und die eigene Gesundheit unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht so einfach. Kommen dann noch chronische Erkrankungen, psychische Konflikte oder gesundheitliche Belastungen hinzu, fällt es zuweilen schwer, alleine aus diesem Tief herauszukommen. Unterstützung und Hilfe leisten da Mutter-/Vater-Kind-Kuren. Das sind medizinisch verordnete, stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen, die gesundheitliche Störungen verbessern oder bereits bestehende Krankheiten therapieren. Alle Mütter oder Väter, die ein Kind erziehen, können eine solche Kur beantragen. Seit 2007 haben alle Frauen und Männer in Familienverantwortung Anspruch auf entsprechende stationäre Maßnahmen zur Vorsorge und Rehabilitation. Die Krankenkassen müssen medizinisch notwendige Kuren bewilligen. Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur können Sie beantragen, wenn bei Ihnen eine Kurbedürftigkeit vorliegt, der Arzt diese Maßnahme befürwortet und entsprechend attestiert, bei Ihrem Kind eine Behandlungsbedürftigkeit aus ärztlicher Sicht vorliegt oder wenn eine Trennung unzumutbar wäre und die Versorgung zu Hause nicht gewährleistet werden kann. Auch Säuglinge dürfen übrigens schon mitgenommen werden! Allerdings: Eine medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme ist kein Urlaub auf Krankenschein, sie bietet vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe mit unterstützenden Therapieangeboten. Beratungen rund um die Mutter-/Vater-Kind-Kur sowie Unterstützung bei der Antragstellung bietet überregional das Müttergenesungswerk. Deutsches Müttergenesungswerk Bergstraße 63 | 10115 Berlin  030/33 00 29 29  www.muettergenesungswerk.de Deutscher Arbeitskreis für Familienhilfe e.V. Im Eck 3 | 79199 Kirchzarten  0800/932 1111 |  07661/932 10  www.ak-familienhilfe.de

In den besten Händen Krippe, Oma oder Tagesmutter? Der Alltag mit Baby kehrt ein und macht vielleicht eine Betreuungsmöglichkeit nötig. Keine leichte Entscheidung: In welche Hände gebe ich meinen Liebling, wenn ich außer Haus bin? Es gibt verschiedene Modelle, die angepasst an die individuelle Situation zur Anwendung kommen. Wir stellen die Modelle vor, bei denen Kinder ab einem Alter von wenigen Wochen betreut werden können.

Großeltern Für viele die erste Wahl in Sachen Kleinkindbetreuung sind Oma und Opa. Zahlreiche Kinder werden regelmäßig den Großeltern anvertraut, um Eltern flexibler zu machen. Bestens geeignet ist diese Möglichkeit der Betreuung für alle, deren Eltern in der Nähe wohnen und natürlich die entsprechende Zeit haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Kleinen fühlen sich bei Oma und Opa meist pudelwohl und die Zeiten können flexibel vereinbart werden. Wichtig sind jedoch klare Absprachen beispielsweise über den Erziehungsstil, über Süßigkeitenkonsum, Mittagsschlaf und Freizeitgestaltung.

Wunschoma/Wunschopa Im oft hektischen Familienalltag wünschen sich so manche Eltern, einmal jemanden zu haben, der sich für eine Zeit um die Kinder kümmert: Hausaufgaben machen, auf den Spielplatz gehen, einen Kuchen backen, ein Gesellschaftsspiel spielen. Und Mama und Papa haben etwas Zeit, andere Dinge zu tun oder auch nur mal auszuruhen. Das können Wunschomas und Wunschopas übernehmen, wenn keine eigenen Großeltern zur Verfügung stehen. Der Kinderschutzbund Mainz e.V. vermittelt solche „Wunschomas und Wunschopas“ an Familien. Je nach Familienbedarf werden passende Ehrenamtliche gesucht, die sich ein- bis zweimal pro Woche um den Nachwuchs kümmern. Das Angebot ist kostenlos. Deutscher Kinderschutzbund Mainz | Wunschoma/Wunschopa Ludwigsstraße 7 | 55116 Mainz |  06131/61 41 91  wunschoma-wunschopa@kinderschutzbund-mainz.de

Privates Netzwerk Eltern können sich auch zusammenschließen und die Betreuung ihrer Kinder gegenseitig übernehmen. Hierfür ist ein hohes Maß an Organisation und Absprache nötig. Gleichgesinnte findet man über private Kleinanzeigen, eventuell auch übers Jugendamt, die Kirchengemeinden oder einen Aushang im Laden um die Ecke.


Kinderbetreuung

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Projekt Kinderschirm Das Kinderschirmprojekt wurde 1991 vom rheinland-pfälzischen Landesverband Alleinerziehender ins Leben gerufen und vermittelt seither unbürokratisch und kurzfristig Kinderbetreuung in Notfällen. Seit 1999 bietet es auch die Vermittlung von Tagespflege in der häuslichen Umgebung des Kindes an. Die Angebote richten sich auch an nicht-alleinerziehende Eltern in Mainz und Umgebung. Die Vermittlung ist kostenlos, der Preis für die Betreuung wird zwischen Eltern und Betreuungsperson ausgehandelt. Projekt Kinderschirm | Verband Alleinerziehender Mütter und Väter Landesverband Rheinland-Pfalz | Kaiserstraße 29 | 55116 Mainz  06131/61 66 33  www.vamv-rlp.de

Tagespflege – Betreuung durch Tagesmutter oder -vater Wer keinen Krippenplatz ergattert hat oder sich für seinen Nachwuchs einen kleineren Betreuungsrahmen wünscht, liegt mit einer Tagesmutter richtig. Die Betreuungszeiten können flexibel vereinbart werden und richten sich nach dem Bedarf der Eltern. In der Regel kann man zwischen einer stundenweisen oder Halb- bzw. Ganztagsbetreuung wählen. Ausgebildete Tagesmütter mit entsprechender Qualifikation und Pflege­erlaubnis haben einen Qualifizierungslehrgang über 160 Stunden absolviert. Eine regis­trierte und qualifizierte Tagesmutter sowie deren Ausbildungs- und Pflegenachweise geben den Eltern Sicherheit – eine gehörige Portion Vertrauen ist dennoch nötig. Klare Absprachen können den Rahmen der Betreuung festlegen. Diese werden in einem schriftlich abgefassten Betreuungsvertrag festgehalten. Vordrucke dafür gibt es bei den Vermittlungsstellen. Die Kinderbetreuungsbörse „Kinderbetreuung Mainz“ ist ein Angebot des Jugendamtes der Stadt Mainz und der Katholischen Familienbildungsstätte Mainz. Die Homepage gibt ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Arten der Kinderbetreuung. Ob Sie Ihr Kind in einer Einrichtung anmelden oder privat betreuen lassen möchten, Anschluss an eine Spielgruppe suchen oder Ihr Kind für zwei Stunden in einer Spielgruppe betreuen lassen wollen – KinderbetreuungMainz gibt Tipps und vermittelt Sie an die richtige Adresse. KinderbetreuungMainz |  www.kinderbetreuungmainz.de  06131/25 32 85  fachberatung.kindertagespflege@bistum-mainz.de oder  06131/12 24 36 beim Jugendamt Mainz

Elterninitiativen In Mainz gibt es zahlreiche Kindergruppen, die von Elterninitiativen geführt werden. Dort werden Kinder im Krippen-, Kindergarten- und Schulalter betreut. Die Einrichtungen folgen unterschiedlichen Aufgabenstellungen und verwirklichen in der Regel eigene Konzepte. Informationen zu Elterninitiativen  06131/12 28 88

Mittlerweile gibt es eine große Fülle an Betreuungs­modellen für Kinder.

Babysitter Ein Abend allein zu zweit, eine Party bei Freunden oder ein gemütliches Abendessen im Restaurant – manchmal brauchen Mama und Papa jemanden, der den Nachwuchs für ein paar Stunden liebevoll betreut. Da sind Babysitter genau die richtigen Ansprechpartner: Sie passen auf, spielen mit den Kleinen, trösten und bringen sie ins Bett – und im besten Fall werden sie zu großen Freunden. Babysitter sind für viele Eltern eine echte Hilfe bei der Betreuung des Nachwuchses. Diese – zumeist jugendlichen – Betreuerinnen sind zum Teil sogar richtig ausgebildet und für diese Tätigkeit qualifiziert worden (entsprechende Kurse für 16 - bis 24-Jährige werden angeboten). Viele haben zu Hause Erfahrung mit der Betreuung jüngerer Geschwister gesammelt. Die Kosten für die Inanspruchnahme eines Babysitters belaufen sich auf circa 6 bis 8 Euro pro Stunde. Bei wiederkehrendem Betreuungsbedarf oder der Betreuung von mehreren Kindern kann unter Umständen auch eine Pauschale vereinbart werden.


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Kinderbetreuung

Über www.babysitter.de, Kleinanzeigen in der Zeitung oder über schwarze Bretter in Ortsverwaltungen oder Supermärkten wird man schnell fündig. In der Evangelischen Familienbildung werden regelmäßig BabysitterKurse für Schülerinnen durchgeführt. Auch Anfragen zur Vermittlung von Babysittern werden telefonisch oder per E-Mail angenommen; dank einer Babysitterkartei finden Babysitter und Eltern schnell zueinander.. Evangelische Familienbildung | Kaiserstraße 37 | 55116 Mainz  06131/960 04-47  www.efb-mainz.de

Au-pair Um ein Au-pair aufzunehmen, benötigt man ein freies Zimmer in der Wohnung. Die 18- bis 24-jährigen Familienmitglieder auf Zeit sollen maximal 30 Stunden pro Woche arbeiten und haben ­Anspruch auf einen bezahlten Sprachkurs, 260 Euro Taschengeld im Monat und eine Kranken- und Haftpflichtversicherung. Au-pairs werden über Agenturen vermittelt, auch die

Agentur für Arbeit kennt Vermittlerkontakte. Weitere Infos unter  www. au-pair-agenturen.de oder unter  www.au-pair-society.org.

Kinderkrippe Kinderkrippen sind moderne Einrichtungen, die speziell auf die Bedürfnisse der ganz Kleinen ab acht Wochen bis zu einem Alter von drei Jahren ausgerichtet sind. Freundliche Räume, kleine Gruppengrößen und gut ausgebildetes Personal sorgen für den Wohlfühlfaktor. Der klar strukturierte Alltag bietet den Kindern Orientierung. Viele Anregungen und der Kontakt zu Gleichaltrigen sind klare Pluspunkte der Krippe. Allerdings können die Kleinen Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung und mit dem Finden ihres Platzes innerhalb der Gruppe haben. In der Regel sind die Krippen in den Räumlichkeiten einer Kindertagesstätte untergebracht, es gibt aber auch Einrichtungen – zumeist von freien Trägern – die sich ganz auf die Allerkleinsten konzentrieren und keinem Kindergarten angeschlossen sind. Seit 2013 haben Kinder schon ab Vollendung des ersten Lebensjahres bis zum dritten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege.

Kindergarten Der Besuch einer Kindertagesstätte ist ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung eines Kindes. In Rheinland-Pfalz ist der Kindergarten für Kinder ab zwei Jahren beitragsfrei. Zudem gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für alle Zweijährigen. Über die pädagogischen Ansätze der einzelnen Einrichtung kann man sich in einem persönlichen Gespräch mit der Kindergartenleitung, bei so genannten Schnuppernachmittagen, mithilfe einer Konzeptionsbroschüre oder auf der jeweiligen Homepage im Internet informieren. Viele nützliche Informationen finden Sie auf  www.familien-in-mainz.de oder auf  www.mainz.de. Dort finden sich auch sämtliche Kindergärten alphabetisch sortiert – konfessionelle, städtische und freie.

Familienpflege für den Fall der Fälle Was passiert, wenn Sie krank werden, womöglich ins Krankenhaus müssen und das bestehende Betreuungsnetzwerk diese Lü­cke nicht schließen kann? In solchen Fällen können Sie sich helfen lassen. Grundsätzlich muss jede gesetzliche Krankenkasse eine Haushaltshilfe stellen, wenn Versicherte ihren Haushalt wegen einer Krankenhausbehandlung, einer stationären Rehaoder Vorsorgebehandlung nicht mehr führen können. Wenn mindestens ein Kind unter zwölf Jahren im Haushalt zu versorgen ist, kann eine Haushaltshilfe einspringen. Ihr Arzt muss ein Attest ausstellen, damit Sie die Hilfe beantragen können. Die Krankenkasse nennt Ihnen dann Dienstleister samt Kontaktdaten, die diese Form der Haushaltshilfe anbieten.


Kinderbetreuung / Kultur mit Kindern

Kindergarten oder Kindertagesstätte? Kindergärten sind meist Einrichtungen, die sich auf die Betreuung der 3- bis 6-Jährigen beschränken. Kindergärten werden auch als Kindertagesstätten bezeichnet, wenn sie eine Ganztagsbetreuung anbieten. Kindertagesstätten betreuen oft alle drei Altersgruppen (Kinderkrippe für unter 3-Jährige, Gruppen für 3- bis 6-Jährige und Schüler im Hort). Unterhalten werden in Deutschland Kindergärten durch freie Träger und von den Kommunen. Freie Träger sind vor allem kirchliche Träger, Institutionen der Freien Wohlfahrtspflege, Vereine und Elterninitiativen oder privatwirtschaftliche Träger.

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Musik trifft Malerei Kulturelle Angebote für Familien mit Kleinkindern Vielseitig interessierte Familien wollen ihren Kindern die Fülle an kulturellen Angeboten näherbringen. Und dabei können sie in Mainz aus dem Vollen schöpfen. Landesmuseum, Staatstheater, Botanischer Garten oder Konservatorium lassen die Herzen von Musik-, Natur- und Kunstfans höher schlagen. Und viele Kulturstätten haben sich heute schon bestens auf den Nachwuchs eingerichtet, bieten Programme für Kinder und spezielle Mitmachaktionen für die Kleinen an – so lassen sich kleine Picassos, NachwuchsMusiker oder die Bühnenstars von morgen gerne von der Muse küssen.

Staatstheater Mainz

Mögliche Fragen für das Kindergartengespräch Einige Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Kindergartens:

> Ist die Einrichtung wohnortnah und fußläufig zu erreichen? > Welche Regeln und pädagogischen Ziele gibt es? > Wie sind die Räumlichkeiten – hell, freundlich, kindgerecht, eventuell schallgedämpft? Gibt es abgegrenzte Themenbereiche? Wie sieht es mit einem Turnraum aus? Wieviele Gruppen/Kinder betreut die Einrichtung? Auch ein Blick in Waschraum und Toiletten ist aufschlussreich.

> Raus ins Freie: Wie stellt sich der Außenspielbereich dar? Wie oft wird dieser genutzt? Achten die Erzieher auf angemessene Bekleidung (Regenhose, -stiefel bzw. Sonnenhut und -creme)?

> Wie ist der tägliche Ablauf in den Gruppen? Wird Wert gelegt auf Freispielzeiten? Wie stellt sich beim Schnupperbesuch der Umgang der Erzieher mit den Kindern dar? Und: Haben die Kleinen die Möglichkeit zum Mittagsschlaf/-ruhe?

> Wie wird die Eingewöhnung unterstützt? > Wie sieht’s aus mit der Verpflegung? > Gibt es auch über die Kindergartenbetreuung hinausgehende Veranstaltungen? Wie sieht es aus mit dem Engagement der Eltern?

> Wie sind die Betreuungszeiten? Und wann bzw. wie lange sind die Ferien? Gibt es Wartelisten?

> Was ist, wenn mein Kind noch nicht sauber ist? Was passiert im Krankheitsfall?

Das Junge Staatstheater Mainz – justmainz – steht für ein Theaterprogramm mit Oper, Schauspiel und Tanz für junges Publikum sowie für generationenübergreifende Theaterpädagogik. Meist im intimen Rahmen der Studiobühne U17, im Glashaus oder im Foyer des Großen Hauses – wie bei der Schauspielproduktion „Unterm Kindergarten“ für Zuschauer ab 3 Jahren – erleben Kinder Theater hautnah. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit sorgt das Familienstück im Großen Haus für leuchtende Augen. Führungen und Workshops sowie längerfristige Projekte mit Kindergärten und Schulen vermitteln altersgerechte Einblicke hinter die Kulissen. Staatstheater Mainz | Gutenbergplatz 7 | 55116 Mainz  06131/2851-0  www.staatstheater-mainz.de

Philharmonisches Staatsorchester Mainz Wer die Wirkung klassischer Musik auf Babys erfahren möchte, der sollte die Krabbelkonzerte des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz besuchen. Unter dem Motto „Erst einmal Mozart!“ spielen Ates Yilmaz und das Jubelquartett Mozarts „Klarinettenquintett“ für die Kleinsten von 0 bis 2 Jahren. Aber auch für Kindergarten- und Grundschulkinder sind märchenhaft schöne Musikerlebnisse mit Erzähler, zum Mitmachen oder auch nur zum Zuhören im Programm. Vor den meisten Kinderkonzerten ist die „Klangwerkstatt“ geöffnet. Im Foyer können die Kinder direkt mit den MusikerInnen sprechen und mit deren Hilfe Instrumente ausprobieren. Daneben können Kita-Gruppen und Schulklassen immer gerne hinter die Kulissen schauen. Zusammen mit einem Orchestermitglied erleben die Kinder den Blick von der Bühne in den Zuschauerraum, sie erfahren wie das Inspizientenpult funktioniert oder zu was der Schnürboden gebraucht wird und sie wandern durch die Flure des Fundus und der Requisite. Zum Abschluss dürfen die Mädchen und Jungen bei einer Orchesterprobe dabei sein.


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Kultur mit Kindern

Zu regelmäßigen Gesprächen, Einführungen, gemeinsamen Vorstellungs-, Werkstattbesuche, Theaterführungen etc. lädt der Opernclub ein. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, aufgenommen wird jeder, der sich unter www.orchester-mainz.de oder mit einem Formular, das im Theater ausliegt, anmeldet. Der Opernclub-Newsletter informiert regelmäßig über alle Aktivitäten, die der Orchesterpädagoge Ates Yilmaz anbietet. Der Klangkörper ist oft mit dem „Orchester mobil“ unterwegs. Mit „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew oder „Die Moldau“ von Bedrich Smetana reist das Philharmonische Staatsorchester Mainz zu Kitas oder Schulen, wo die Kinder in vertrauter Umgebung klassische Musik erleben. Umgekehrt können Schulklassen auch aktiv bei ausgewählten Kinderkonzerten mitwirken und so die Welt des Theaters unmittelbar kennenlernen. Ein Orchestermitglied bereitet die Kinder in der Schule vor. Im theatereigenen Malersaal dürfen die Kids zusammen mit den Theatermalern Plakate und Bühnendekoration gestalten – „Theater hinter der Bühne“ live und hautnah. Philharmonisches Staatsorchester Mainz Gutenbergplatz 7 | 55116 Mainz  06131/2851-161  www.orchester-mainz.de

Landesmuseum Mainz Kinder sind aktiv, Kinder sind klug, Kinder sind kreativ. Sie sind authentisch, neugierig und trauen sich was. Und sie können mehr als Erwachsene glauben. Mit allen Sinnen nehmen sie die Welt auf und erklären sie auf ihre Weise. Das ist in der Kunst nicht anders als in Musik, Sport, Tanz und auch in der Schule. Geben wir ihnen Gelegenheit, sich ihre Welt zu gestalten und zu „bilden“! Das Landesmuseum Mainz bietet zahlreiche Möglichkeiten, mit Kindern die hauseigene Sammlung zu erforschen und sich praktisch zu beschäftigen. Samstags gibt es meist das Offene Atelier, in dem junge Menschen künstlerische Techniken ausprobieren; sonntags locken Familienführungen oder „Kunst gucken“, ein Format für Kinder, deren Eltern an einer parallelen Führung teilnehmen. Sehr beliebt sind Kindergeburtstage im Werkraum des Museums. Viele Schulklassen besuchen das Haus mit dem „Goldenen Ross“ auf dem Dach – unter der Woche auch gerne mal zum Unterricht jenseits vom Klassenzimmer. Sogar alleine wird es Kindern im zeitRAUM nicht langweilig. An zehn Stationen kann jeder seine Ideen selbständig verwirklichen. Und in den Ferien bietet das Landesmuseum ein attraktives Ferienprogramm, bei dem vor allem das Selbermachen im Vordergrund steht. Mehr dazu immer aktuell auf der Homepage und im Monatsprogramm. Landesmuseum Mainz | Große Bleiche 49-51 | 55116 Mainz  06131/2857-0  www.landesmuseum-mainz.de

Gutenberg-Museum Im Gutenberg-Museum sind vier Jahrtausende Schriftkultur aus aller Welt zu erleben: Rund um Johannes Gutenberg, den Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, wird die Entwicklung von Buch, Druck und Schrift gezeigt. Eine besondere Attraktion des Museums ist die rekonstruierte Gutenberg-Werkstatt, in der live das Drucken zu Gutenbergs Zeiten vorgeführt wird. Das Museum bietet neben Sonderausstellungen und vielfältigen Veranstaltungen ein großes museumspädagogisches Programm: Im Druckladen drucken die Besucher selbst und können in verschiedenen Workshops die unterschiedlichen Drucktechniken kennenlernen. Schulkinder können ihren Geburtstag im Druckladen feiern. Mit Holzlettern werden hier z.B. lustige Plakate gesetzt und auf alten Handpressen mehrfarbig gedruckt. Gutenberg-Museum Mainz | Liebfrauenplatz 5 | 55116 Mainz  06131/12 26 40  www.gutenberg-museum.de

Mainzer Kinder- und Jugendtheater Jedes Jahr von November bis kurz nach Weihnachten wird hier ein neues Weihnachtsstück für Kinder uraufgeführt. Mal ist es witzig, mal überraschend, mal poetisch und immer spannend. In diesem Jahr wird „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“ aufgeführt. Das ist eine bezaubernde Geschichte über Freundschaft, Mut und wie man lernt, das Richtige zu tun. Das Stück ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Ein Tipp: Eintrittskarten rechtzeitig kaufen, denn sie sind sehr schnell vergriffen. Der kleine Bru-

Der Kreativität freien Lauf lassen: Die meisten Kinder malen gern.


der des Kindertheaters heißt „Krümel-Theater“ und hat fünf Stücke im Repertoire, die sich an die Allerkleinsten richten. Kindern ab zwei Jahren wird hier beim Zusammenspiel einer Handpuppe und Schauspielern auf fantasievolle Weise der Unterschied zwischen groß und klein, rot und grün oder den verschiedenen Tönen nahe gebracht. Für Kinder ab drei Jahren gibt es dann Angebote für den ersten Kontakt mit klassischer Musik. Mainzer Kinder- und Jugendtheater in den Mainzer Kammerspielen Malakoff Passage | Rheinstraße 4 | 55116 Mainz  06131/22 50 02  www.mainzer-kindertheater.de

Naturhistorisches Museum Spannendes aus Natur und Umwelt bietet das Naturhistorische Museum für Groß und Klein. Es gewährt Einblicke in unsere naturgeschichtliche Vergangenheit und zeigt fossile Tiere, die vor 400 Millionen Jahren bei uns in Meeren schwammen, aber auch riesige Urzeitmolche, das winzige Urpferdchen und Überreste von Mammuten und anderen Eiszeittieren. Man kann die heute bei uns lebenden Tiere in ihren Lebensräumen kennenlernen und sie als Präparate bestaunen. Sonderausstellungen zeigen immer ganz besondere ausgewählte Ausschnitte und Themen und oft sind dort lebende Tiere zu bewundern. Zu Recht wird das Naturhistorische Museum als ein Familienmuseum bezeichnet, richten sich doch viele seiner Angebote an Familien und Kinder. In der Vorlesestunde erfahren 5- bis 9-Jährige viel über Hasen, Wölfe, Wildschweine, Küken und andere Tiere und lernen Geschichten über sie kennen. Zweimal unter der Woche und manchmal auch an Sonntagen sind die Kinder hierzu eingeladen. „Hand in Hand“ heißt das Angebot, bei dem Großeltern gemeinsam mit ihren Enkeln einmal im Monat Interessantes über ausgewählte Tiere erfahren können. In der Osterzeit können Besucher an einer Brutstation das Schlüpfen von Küken beobachten und Osterschmuck gestalten. Es gibt Familientage und Taschenlampenführungen. Mit seinen Freunden kann man hier auch Kindergeburtstag feiern und zu Fährtenjägern werden. Ein Kreativangebot rundet das zweistündige Geburtstagsprogramm ab. Naturhistorisches Museum Reichklarastraße 1 | 55116 Mainz  06131/12 26 46  www.mainz.de/nhm

justmainz Oper, Schauspiel, Tanz und Konzerte für Kinder und Jugendliche

Peter-Cornelius-Konservatorium Dieses Konservatorium ist eines der ganz wenigen, das die musikalische Ausbildung von Laien und Profis unter einem Dach vereint. Es werden mehr als 3.000 Schüler im Alter von 3 Monaten bis über 80 Jahren von fast 140 Lehrkräften unterrichtet, die alle einen musikpädagogischen Abschluss vorweisen können. Schon die Allerkleinsten kommen hier in den Genuss

www.staatstheatermainz.com


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Kultur mit Kindern

einer fundierten musikalischen Ausbildung. Das Angebot umfasst z.B. Baby-Musikgarten, musikalische Früherziehung, einen Sing- und Spielkreis und den Kinderchor. Letzterer erarbeitet jedes Jahr ein Kindermusical, das stets große Begeisterung auslöst. Einmal im Jahr findet auch die Klangstraße statt – ein Tag der Offenen Tür, bei dem die Kinder alle möglichen Instrumente kennenlernen und ausprobieren können. Peter-Cornelius-Konservatorium der Stadt Mainz Binger Straße 18 | 55122 Mainz  06131/25 00 80  www.pck-mainz.de

Botanischer Garten Riesige Bananenstauden Sumpf- und Wasserpflanzen, Kakteen, die mit bunten Blüten übersät sind und amerikanische Mammutbäume, die schier unendlich in den Himmel ragen – hier erwartet die Besucher eine überwältigende Pflanzenwelt. In den letzten Jahren wurde der Botanische Garten der Johannes Gutenberg-Universität spektakulär umgestaltet. Rund 8.500 Pflanzenarten aus verschiedenen Natur- und Kulturlandschaften gibt es hier zu sehen. In der Grünen Schule können sich kleine Forscher ihrer Leidenschaft für Pflanzen voll hingeben. Hier steht bei den Veranstaltungen für Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter spielerisches Lernen im Vordergrund. Durch Tasten, Riechen und Schmecken lernen die Kinder Bäume oder Sträucher und deren Blüten, Früchte und Samen kennen. Es werden alle Sinne benötigt, um den Dingen genau auf den Grund zu gehen. Botanischer Garten der Johannes Gutenberg-Universität Anselm-Franz-von-Bentzel-Weg 9b | 55128 Mainz  06131/392-22 51  www.botgarten.uni-mainz.de

05er Kids Club Die Kinder des 05er KidsClub des 1. FSV Mainz 05 brennen nicht nur für Fußball, sie gehen auch auf viele spannende Ausflüge, bei denen sie spielerisch und erlebnispädagogisch lehrreiche Dinge erlernen und erfahren. Jede Saison gibt es ein neues Jahresthema, wie „Umwelt“ oder „Gesundheit und Ernährung“, das dann bei sämtlichen Events thematisiert wird. Höhepunkt in jedem Jahr ist die große 05er-KidsClub-Weihnachtsfeier, zu der alle Mitglieder eingeladen werden und gemeinsam mit dem gesamten Profiteam ein spannendes Programm erleben. Darüber hinaus können bei jedem Bundesliga-Heimspiel 25 Kinder das Spiel aus dem 05er-KidsClub-Fanblock live im Stadion verfolgen und jeweils fünf Kids als Schiri- oder Fahnenkids mit dabei sein und mit den Mannschaften einlaufen. 05er Kids Club Isaac-Fulda-Allee 5 | 55124 Mainz  06131/37 550 596  www.05er-kidsclub.de

Mainzer Dom St. Martin Der Mainzer Dom ist zwar über 1.000 Jahre alt, es lassen sich aber einige Überraschungen aufstöbern, wenn eine Kunsthistorikerin eine Kindergruppe durch die geschichtsträchtige Kathedrale führt. Die Kleinen erkunden hier wie Forscher den Dom. Das ist ein Spaß für alle Sinne – sogar Anfassen ist erlaubt. Denn bei diesen Führungen dürfen die Kleinen am Bronzetor reiben oder Löwenstatuen und andere Tierbilder entdecken. Wie bei einem Detektivspiel geht es zu, wenn die Kinder in kleinen Gruppen durch den Dom laufen und in den Seitenkapellen, an den Marmoraltären und neben den Grabplatten kleine bunte „Edelsteine“ suchen. Darüber hinaus können die Kleinen in der Kreativwerkstatt ihr künstlerisches Geschick erproben und zu richtigen Dom-Handwerkern werden. Mainzer Dom | Markt 10 | 55116 Mainz  06131/253-412  www.mainz-dom.de

unterhaus Hier dürfen Kinder ruhig Theater machen. Beim Kinder- und Jugendtheater im Mainzer unterhaus stehen die Kleinen im Rampenlicht. Für Kinder ab vier Jahren gibt es Theater zum Anfassen, mit einfachen, nachspielbaren Mitteln, kindgerechten Lerninhalten, zudem phantasievoll, frech, pfiffig und unangepasst, mit Stücken, die die kindliche Seele verstehen und auch Erwachsene erreichen, mit Darstellern und Regisseuren, die mit Lust und Engagement an die Sache heran gehen – vom lustigen Zauberspektakel mit Frieder Fizz über spannendes Puppentheater oder einem Stück über Angst und Heldentum bis zum Märchenstück der Brüder Grimm. Mainzer Forum Theater unterhaus Münstergasse 7 | 55116 Mainz  06131/23 21 21  www.unterhaus-mainz.de

Kreativhaus Im Kreativhaus treffen sich Kids, die Spaß an den unterschiedlichsten Arten von Musik und Kunst haben. Die Angebote gliedern sich hier in Kunst & Raum, Musik & Ton und Tanz & Ausdruck. Schon ganz Kleine machen hier im Babymusikgarten mit, später versuchen sie sich dann an Trommeln oder der Blockflöte. Ganz neu ist ein Anfängerkurs für Ukulele, einem Instrument ähnlich der Gitarre. Die Malwerkstatt öffnet ihre Pforten für kleine Künstler ab vier Jahren. Ballett, Kindertanz und Hip Hop gibt es ebenfalls schon für Kindergartenkinder. Spielerisch werden die Kinder in die Welt des Tanzes eingeführt. Bei kleinen Auftritten haben sie die Gelegenheit, das Gelernte zu präsentieren. Kreativhaus | Zur Oberlade 2 | 55124 Mainz Infotelefon  069/300 376 43  www.kreativhaus.org


Kunsthalle Mainz Familien, Kinder und Jugendliche können mit den Kunstvermittlern der Kunsthalle Mainz die aktuellen Ausstellungen erkunden. Jeden dritten Sonntag können Familien mit Kindern die Ausstellung gemeinsam spielerisch zu erkunden. Die Kosten sind im Eintritt enthalten. Für Kinder unter 6 Jahren ist der Rundgang kostenfrei. Zudem werden zahlreiche Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten, bei denen im Anschluss an den Rundgang durch die Ausstellung in der Werkstatt selbst künstlerisch gearbeitet wird. Auch während der Ferien gibt es ein spannendes Programm mit vielen verschiedenen Workshops für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren. Kunsthalle Mainz Am Zollhafen 3-5 | 55118 Mainz  06131/12 69 38  www.kunsthalle-mainz.de

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Galli Theater Mainz Seit Juni 2018 gibt es endlich auch ein kleines Galli Theater in Mainz­Gonsenheim! Auf dem Spielplan stehen bezaubernde Märcheninsze­ nierungen und interaktives Mitspieltheater, das vor allem bei den kleinen Gästen sehr beliebt ist! Aufführungen gibt es außerdem auch an Vormittagen für Kitas und Grundschulen. Neben Theateraufführungen steht ein breites Angebot an wöchentlichen Kursen, Wochenend- und Ferienworkshops sowie Kindergeburtsangeboten im Programm. Märchenprogramm: jeden Samstag um 16.00 Uhr und Sonntag um 11.00 und 16.00 Uhr Galli Theater Mainz Kurt-Schumacher-Straße 41 b | 55124 Mainz  06131/49 25 313  www.galli-mainz.de

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Das neue Theater für Groß & Klein in Mainz!

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Kindertheater

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Kunsthalle Mainz

Am Zoll– hafen 3 – 5


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Freizeit mit Kindern

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Ausflüge und Kurztrips mit Kindern Spielen, planschen, Tiere streicheln und staunen

Outdoor-Spielplätze Toben, rutschen, klettern, schaukeln – für Kinder ist das Glück dieser Erde beim Spielen zum Greifen nah. Eine kleinkindgerechte Ausstattung mit Sandbereichen, Klettergeräten, Rutschen und Schaukeln sowie Häuschen und Türmen zum Versteckspielen gehört auf den meisten Spielplätzen um die Ecke zum Standard. Daneben gibt es aber auch Spielplätze, die mit besonderen Attraktionen aufwarten und die eine kleine Reise in andere Stadtteile wert sind.

Volkspark Ob zu Fuß, mit dem Buggy, auf Skates oder dem Laufrad, zwischen Rosengarten und Volkspark sind alle willkommen. Der „Meenzer PlitschPlatsch-Platz“ ist ein riesiges Wasserspielareal und in der warmen Jahreszeit von 9 bis 18 Uhr für Wasserratten geöffnet. Eine Attraktion ist auch das Palmenhaus mit Goldfischen, die – man glaubt es kaum – gestreichelt werden wollen. Auch das Kakteen- und Blütenhaus birgt Überraschungen:

Der stachelige „Schwiegermutter­ sessel“ beispielsweise ist ein Kaktus. Daneben gibt es Fische, Meerschweinchen und Eidechsen zu bewundern. Außerdem laden verschiedene Grillplätze, eine Rollschuhbahn und eine Minigolf-Anlage zur Benutzung ein.

Hartenbergpark Zu den beliebtesten Ausflugszielen der Mainzer Kinder gehört der ausgedehnte Hartenbergpark im Stadtteil Münchfeld-Hartenberg über dem Gonsbachtal. Folgende Attraktionen gibt es hier: Wasser- und Abenteuerspielplatz, Volleyballfeld, Seilbahn, Klettergerüste, Hangrutsche, Bolzplatz, Skateranlage, Rollschuhbahn, Tischtennis, Minigolf und eine Grillhütte. Das größte Gedränge herrscht auf dem von Kindern selbst entworfenen Erlebnisparcours: Hier wird gesprungen, gewackelt, balanciert, gekrochen und gelacht.

Spielplatz am Goetheplatz in Mainz-Neustadt Hier erwartet die Kiddies ein Wasserspielplatz mit Fontänen und Wasserkissen samt Wasserspieltisch und Elefantenrutsche, eine Rollschuhbahn, ein Basketballfeld sowie genügend grüne Wiesen zum Toben und Herumlümmeln. Die Kleinsten buddeln hier gemütlich im Sand und die Älteren hangeln sich im Stangenwald von Seil zu Seil oder balancieren Richtung Adlerhorst. Auch eine Toilettenanlage ist vorhanden.

Spielplatz am Zagrebplatz in Hechtsheim Dieser Spielplatz ist in eine hügelige Parkanlage eingebettet und verfügt über einen Kleinkindsandbereich, ein paar Schaukeln und eine Kletterspielanlage mit Rutsche und verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten. Die Größeren kicken auf der Bolzwiese oder spielen hier Basketball.

Spielplatz am Rodelberg in Mainz-Oberstadt

Viel Platz zum Buddeln – das darf auf keinem Spielplatz fehlen.

Was es hier alles gibt, sorgt für große Augen und macht Lust auf Bewegung: Seilbahn, Kletterwand, Wackelbrücke, Tunnelrutsche, Murmelplatte, Wackelschlange, Balancierklötze, Kletternetze, Vogelnetzschaukel, Tischtennisplatten und Kletterturm. Da findet jeder etwas, das ihm Spaß macht. Und während die Kleinsten selig im Sand buddeln, sitzen die Eltern derweil gemütlich an der Tisch-Bank-Kombi und richten das Picknick.


Freizeit mit Kindern

Indoor-Spielplätze Draußen ist es nass, kalt und ungemütlich, und die Kleinen wollen trotzdem hüpfen, toben und spielen? Da ist ein Besuch in einem Indoor-Spielplatz eine willkommene Alternative zum Spielen im Freien. Diese zu großen Spieloasen umgebauten Hallen bieten Spiel- und Spaßgeräte in allen Größen und für alle Altersstufen. Das Angebot reicht von überdimensionalen Hüpf- und Kletterburgen über Rutsch- und Rollerbahnen, Minicars und Trampoline bis hin zu Babybereichen mit Bällebad, Stoff- und Schaukeltieren. Für das leibliche Wohl der großen und kleinen Besucher sorgen Snacks, Getränke und Süßigkeiten. Gut zu wissen: Hier können auch Kinder­ geburtstage nach Lust und Laune gefeiert werden. Die Kosten für den Eintritt für Kinder liegen zwischen drei und sieben Euro, je nach Wochentag und Uhrzeit. Tobolino | Dammweg 11 | 55130 Mainz  06131/62 28 202  www.tobolino-mainz.de Rambazamba | Mombacher Straße 76a | 55122 Mainz  06131/570 1770  www.rambazamba-mainz.de

Freibäder und Badeseen Die meisten Kinder fühlen sich im Wasser pudelwohl – und gerade im Sommer bieten die beiden Freibäder und die umliegenden Badeseen eine willkommene Abkühlung. Rutsche, Kinderplanschbecken oder ein Matschplatz machen das Glück der Kleinen vollkommen.

Freibad Maaraue Das Freibad liegt auf einer zu Hessen gehörenden Rheininsel nördlich der Mainmündung, die Lage ist landschaftlich ausgesprochen schön. Es gibt ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken, eine Sprungbucht und zwei Planschbecken. Rutschbahn und Wasserlandschaft sowie ein Spielplatz machen es für Familien zu einem beliebten Ausflugsziel. Freibad Maaraue | Maaraue 27 | 55246 Mainz-Kostheim  06134/28 56 64

Hallenbäder/Freizeitbäder Spielt das Wetter nicht mit, um Wasserspaß unter freiem Himmel genießen zu können, zieht man sich unters Dach zurück. Hallenbäder sind der richtige Ort, um einem ungemütlichen Tag ein bisschen Ferienstimmung zu verleihen. Wasserspielzeug in allen Variationen und Blöcke, von denen die Kinder springen können, gibt es hier. Wer seine Badehose mit einem Seepferdchen verzieren möchte, erhält es nach erbrachter Leistung – schwimmen, tauchen, springen – vom Bademeister persönlich. G ­ eöffnet sind die Hallenbäder in der Regel von September bis April.

Sport- und Freibad Am Taubertsberg Hier kommt jeder auf seine Kosten, denn das Bad ist sowohl Spaß- und Erlebnisbad wie auch Wellness- und Entspannungsbad mit Saunabereich. In

Sport- und Freibad Am Taubertsberg Schwimmen unter freiem Himmel ist immer besonders schön. Hier erwartet die Besucher ein 50m-Becken, ein Nichtschwimmerbecken mit Wellenball und Rutsche sowie ein Planschbecken für die Kleinen. Ringsherum gibt es eine wunderschöne Parkanlage mit großzügiger Liegewiese. Taubertsbergbad | Wallstraße 9 | 55122 Mainz  06131/12 91 00  www.mainzer-taubertsbergbad.de

Schwimmbad Mainzer Schwimmverein Das Freibad verfügt über einen Olympic-Pool, zwei 50m-Becken, ein 25mBecken, einen Kinderbeckenbereich samt Rutschen, ein Babyplanschbecken und einen Abenteuerspielplatz. Außerdem gibt es zwei Beachvolleyballfelder, einen Basketballplatz und zwei Tischtennisplatten. Angeboten werden Schwimmkurse vom Schwimmstar bis zum Goldenen Abzeichen. Schwimmbad Mainzer Schwimmverein | Obere Kreuzstraße 11-13 55120 Mainz |  06131/62 99 90  www.mainzersv01.de

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Kräftig planschen und spritzen – das macht Spaß an heißen Tagen!


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Freizeit mit Kindern

drei Kinderbecken planschen hier die Jüngsten im wohlig warmen Wasser rund um Rutsche und Wasserpilz. Die Älteren toben sich auf den verschiedenen Rutschen aus oder beschießen sich mit den Wasserkanonen. Beim Wassermattenlauf geht es um Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Jeden Donnerstag findet hier ein „Kinderzauber“ mit dem Animationsteam statt. Taubertsbergbad | Wallstraße 9 | 55122 Mainz  06131/12 91 00  www.mainzer-taubertsbergbad.de

Schwimmbad Mainzer Schwimmverein Hier können die Kinder vom „Schildkrötenkurs“ ab vier Jahren bis zum Delphinkurs (100 m am Stück schwimmen) verschiedene Schwimmkurse absolvieren. In der Halle gibt es ein Schwimmerbecken, ein Lehrschwimmbecken, eine Wassergrotte, eine Kinderrutsche und Sprungtürme. Im Winter findet an manchen Sonntagen der Mainzer Family Treff statt. Schwimmbad Mainzer Schwimmverein | Obere Kreuzstraße 11-13 55120 Mainz |  06131/62 99 90  www.mainzersv01.de

Badespaß mal anders Manchmal lohnt sich auch die Fahrt über die Stadtgrenzen hinaus. In der Region gibt es tolle Erlebnisbäder: Rheinwelle | Binger Straße | 55435 Gau-Algesheim  06725/300 50 Rheinhessen-Bad | Pariser Straße 165 | 55268 Nieder-Olm  06136/64 62

Tierparks und Zoos Bären, Löwen, Pinguine und Affen faszinieren Kinder von Anfang an. Ein Besuch in einem Zoo oder Tierpark ist für die Kleinsten das Allergrößte. Ob imposante Elefanten oder kleine Insekten, bunte Fische oder streichelzahme Ziegen – die Begegnung mit diesen Tieren ist für Kinder ein ganz besonderes Erlebnis.

Wildpark Gonsenheim Mitten im Stadtteil Mainz-Gonsenheim liegt der drei Hektar große Wildpark. Hier leben Rothirsche, Damhirsche, Mufflons und Hängebauchschweine. 2006 entstanden ein Minizoo mit Kaninchen und Meerschweinchengehege mit einsehbaren Innenanlagen und Kinder-Tunnel. Auch Ziegen, Wildkatzen und Waschbären freuen sich über Besuch. Und über Futter – am Automaten kann man es kaufen. Auf dem Gelände befindet sich auch eine Auffangstation für verletzte Wildvögel. Der Wildpark ist barrierefrei. Der Eintritt ist kostenlos, Hunde an der Leine sind erlaubt. In

den Sommerferien veranstaltet der Wildpark Führungen für Besitzer der Mainzer Ferienkarte. In der Nähe gibt es einen großen Abenteuerspielplatz. Und auch der Lennebergwald ist nebenan. Im dortigen Waldladen am Grünen Haus werden Waldprodukte und Wein aus der Region verkauft. Ob Wild, Honig oder eine naturbelassene Holzbank für den Garten, alles kommt hier direkt aus dem Wald. Wildpark Gonsenheim | Finther Landstraße 55 | 55124 Mainz  06131/477 638  www.wildpark-mainz.de

Fasanerie Groß-Gerau Der alte Name ist geblieben, aber hier werden schon längst keine Fasane mehr für Treibjagden gezüchtet. In dem Tiergarten leben heute etwa 400 Tiere, darunter Wildschweine, Zwergzebus, Hängebauchschweine, allerlei Wasservögel, Pfaue, Luchse, Störche, Wellensittiche und ein „Lachender Hans“. Im Frühjahr kann hier der Nachwuchs vieler Tiere bestaunt werden: Die auf wackeligen Beinen stehenden Zicklein oder die flaumigen Entenküken, die ihrer Mama im Gleichschritt ins Wasser nachwatscheln. Platz zum Toben bietet der große Abenteuerspielplatz. Fasanerie Groß-Gerau | Fasanerie 1 | 64521 Groß-Gerau  06152/558 40  www.tiergarten-grossgerau.de

Frankfurter Zoo Rund 4.500 Tiere aus 500 Tierarten leben im Frankfurter Zoo. Darunter sehr große wie die Nashörner und ganz kleine wie die Kurzohrrüsselspringer. Nachtaktive Tiere wie Fledermäuse und Fingertiere kann man im Grzimekhaus bestaunen, wo der Tag zur Nacht gemacht wird. Wer Pinguine, Fische, Schlangen und Leguane mag, sollte unbedingt im Exotarium vorbei schauen – dort findet auch zweimal täglich ein Tropengewitter statt. Im Borgori-Wald leben Gorillas, Orang-Utans und Bonobos. Zwergseebären und Seehunde tummeln sich auf den Robbenklippen. Durch große Scheiben kann man ihnen beim Schwimmen und Spielen unter Wasser zuschauen. Vorbei an Kamelen und Alpakas geht es zum Streichelzoo, wo sich kleine Zwergziegen auf Besuch freuen. Ein großer Spielplatz lädt zum Toben und Picknicken ein. Wegen der vielen Tierhäuser macht ein Besuch im Frankfurter Zoo auch bei Regen Spaß. Zoo Frankfurt | Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt  069/212 337 35  www.zoo-frankfurt.de

Kobelt Zoo Frankfurt Nur am Wochenende öffnet der Kobelt-Zoo in Frankfurt seine Pforten, da sich in diesem kleinen Zoo engagierte Ehrenamtliche um alles kümmern. Am Rande des Schwanheimer Waldes leben hier Waschbären, Affen, Esel, und Pferde. Hasen, Ziegen und Schafe warten auf Streicheleinheiten. Ver-


Freizeit mit Kindern

schiedene Vogelarten wie Papageien, Nymphensittiche, Enten und Pfaue sind im Kobelt-Zoo ebenfalls zuhause. Das 1,7 Hektar große Gelände ist auch Heimat von Schildkröten, Frettchen und Schlangen. Während sich die Eltern eine Pause gönnen, toben sich die Kinder auf dem Spielplatz aus. Sonntags wird im Kobelt-Zoo Frankfurt Kaffee und Kuchen angeboten. Der Park öffnet immer am 1. Mai mit einem Fest und schließt Ende September. Der Eintritt ist frei, es stehen Spendenboxen an den Wegen. Kobelt-Zoo | Schwanheimer Bahnstraße 5 | 60529 Frankfurt  069/35 35 30 47  www.kobelt-zoo.de

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wie das Ostereier-Suchen oder die „ZooFari – Afrikanische Nächte im OpelZoo“ sind weitere Attraktionen. Opel-Zoo | Königsteiner Straße 35 | 61476 Kronberg  06173/325 90 30  www.opel-zoo.de

Tier- und Pflanzenpark Fasanerie Wiesbaden Im Nordwesten von Wiesbaden betreibt die Stadt den 23 Hektar großen Tier- und Pflanzenpark Fasanerie. Er bietet etwa 50 Tierarten, darunter zahlreichen heimischen Wild- und Haustieren, ein Zuhause. Angefangen vom gewöhnlichen Hausschwein, über Wölfe und Füchse, bis hin zu den zur Zeit wohl bekanntesten Bewohnern, den Bären Ronja, Troxi II und Kuno. Auch landschaftlich hat der Park einiges zu bieten. Wiesen, Wald, Gewässer sowie exotische Pflanzen lassen den Besucher das städtische Leben vor den Toren vergessen und in eine einmalige Naturlandschaft eintauchen. Täglich außer freitags finden Fütterungstouren statt, vormittags geht es zu den Bären, Wölfen und Luchsen, nachmittags zu den Kleinraubtieren. Einmal im Monat besucht Maskottchen Kruschel den Zoo – dann werden Kindern schöne Märchen vorgelesen. Außerdem gibt es einen großen Spielplatz, eine Naturwerkstatt und einen Jugendbauernhof. Tier- und Pflanzenpark Fasanerie | Wilfried-Ries-Straße 20 65195 Wiesbaden |  0611/40 90 77-0  www.fasanerie.net

Opel-Zoo Kronberg Auf dem riesigen Gelände des Opel Zoos leben über 1.400 Tiere aus über 200 Arten in großen Gehegen. Zum Beispiel Elefanten, Elche, Strauße, Kamele, Affen, Flusspferde, Hyänen, Erdmännchen, Pandas und viele andere. Im Streichelzoo mit Bruthaus oder beim Ponyreiten erleben Kinder ihre Lieblingstiere hautnah. Ein besonderes Highlight ist die Anlage „Afrika Savanne“, in der die Giraffen mit ihren Jungtieren, die Zebras, Gnus und Impalas am Wasserloch, beim Weiden oder beim Füttern am großen Baobab beobachtet werden können. Ganz neu ist die begehbare Freiflugvoliere mit Störchen, Ibissen und Enten. Neben den Tieren sind auch die Spielmöglichkeiten im Zoo der Renner: Große Abenteuerspielplätze mit Kletterwald, Riesenrutschen und einem Waldlehrpfad mit interaktiven Stationen lassen den Besuch zu einem tollen Erlebnis werden. Einmal im Monat und in den Ferien bietet der Zoo öffentliche Führungen an. Ein zoopädagogisches Programm inklusive einer Rallye und einer Märchenstunde kann für Gruppen organisiert werden. Veranstaltungen

Mit dem Reh auf Tuchfühlung: In Wildparks freuen sich die freilaufenden Vierbeiner über Besuch.


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Freizeit mit Kindern

Freizeit- und Erlebnisparks Natur und Spaß für die gesamte Familie oder Action pur – Freizeit- und Erlebnisparks laden zu ausgedehnten Ausflügen ein, die das alltägliche Einerlei schnell vergessen lassen. Abwechslungsreiche Angebote gibt es in den Parks „um die Ecke“ oder in den großen Themenparks, die sogar Übernachtungsmöglichkeiten bieten und somit auch mal ein Ziel für einen Wochenendausflug sein können.

Volkspark und Stadtpark Der Volkspark und der Stadtpark bilden das Naherholungsgebiet um die Ecke. Verbunden durch eine Brücke erstrecken sich die beiden Teile der Parkanlage von Mainz-Weisenau bis zur Altstadt. Hier finden sich für jeden Geschmack genügend Möglichkeiten, freie Zeit genussvoll zu verbringen: Der Volkspark bietet alles, was das Herz begehrt: Vom Minigolfplatz bis zur Rollschuhbahn, von der Tischtennisplatte bis zum Basketballkorb und vom Bouleplatz bis zum Abenteuerspielplatz und riesigen Wasserspielplatz, der im Sommer für die Kleinen das Freibad ersetzen kann. Auf den Hartplätzen kann man prima Fußball spielen oder Drachen steigen lassen. Eine kleine Eisenbahn zieht die Kleinsten magisch an. Der Grillplatz ist mit einem Hängegrill und Sitzmöglichkeiten ausgestattet. Auch als Veranstaltungsort hat sich das Volksparkgelände einen Namen gemacht: Zirkus, Rheinland-Pfalz-Ausstellung und Mainzer Weinmarkt stellen hier gerne ihre Zelte auf. Mit seinen Brunnen und dem Rosengarten stellt der Stadtpark zwar den kleineren aber dafür prachtvolleren Teil der Anlage dar. Die großen Rasenflächen mit den mächtigen Bäumen laden zum Entspannen oder Picknicken ein. Im Palmenhaus befindet sich ein Terrarium für Leguane und Geckos. Im Parkhotel Favorite, das sich auf dem Gelände befindet, ist zudem ein frei zugängliches Pflanzen- und Tierschauhaus integriert. In zwei je 3.000 Liter fassenden Seewasseraquarien schwimmen Fische in den schönsten Farben. Auf dem Freigelände des Parks befinden sich weitere Tieranlagen. Das Vogelhaus mit seinen Außenvolieren am Übergang zum Volkspark hat sich noch aus den 1960er Jahren erhalten. Hauptattraktion dieses Schauhauses sind die Aras. Flamingos bewohnen gemeinsam mit den Kronenkranichen im Sommerhalbjahr einen großen Weiher im unteren Teil des Parks. Direkt daneben befindet sich ein Streichelzoo mit Westafrikanischen Zwergziegen und Heidschnucken. Schön anzuschauen ist auch die liebevoll angelegte Blumenuhr. Mit dem Ziffernblatt komplett aus Blumen zeigt sie die aktuelle Uhrzeit an. Volkspark und Stadtpark Göttelmannstraße | 55131 Mainz  www.mainzer-volkspark.de

Taunus Wunderland Mehr als 30 Attraktionen für Kids zum Inklusivpreis – mal spritzig, mal luftig hoch, mal zauberhaft, mal rätselhaft, mal rasant, mal ausgeflippt und kunterbunt. Die Attraktionen im Taunus Wunderland sind auf den großen Spiel- und Abenteuerhunger abgestimmt. Da heißt es, reichlich Zeit einzuplanen – am besten einen ganzen Tag. Hier können Kids sich richtig austoben, selbst für die Kleinsten ab einem Meter gibt es genug zum Mitfahren oder selbst steuern. Wer wollte nicht schon einmal Pirat oder Klettermaxe sein? Oder Papa in der heißen Wasserschlacht besiegen? Wer bleibt am längsten auf dem Teufelsrad? Bötchen fahren, Miniscooter, Spielhaus oder eine Partie auf dem neuen Schwanensee machen allen großen Spaß. Und immer wieder gilt es: Rutschen, rutschen, rutschen. Auf rund 40.000 qm Fläche gibt es hier viel zu erleben und zu entdecken. Und auch an die Kleinsten wird hier gedacht. Der Baby-Ball-Pool, das Froschkonzert oder eines der vielen Kinderkarussells machen den Kleinen viel Freude. Sehr beliebt ist auch das Märchenland und der Streichelzoo. Taunus Wunderland Haus zur Schanze 1 | 65388 Schlangenbad  06124/40 81  www.taunuswunderland.de

Freizeitpark Lochmühle Der Park verbindet Spaß, Natur und Lernen miteinander. Ob Achterbahn, ein Ritt auf dem Ponyrücken oder ein Besuch im Streichelzoo – in der Lochmühle ist für jeden etwas dabei. Das landwirtschaftliche Museum zeigt die Besonderheiten des bäuerlichen Arbeitsalltags, die Traktor-Schienenbahn führt durch einen liebevoll angelegten Lehrpfad und heimische Tierarten lassen sich ganz nah erleben. Noch weiter in die Vergangenheit führt ein Lehrpfad namens Römer-Parcours. Hier kann man die Reste eines römischen Kleinkastells sowie den Limes erforschen und viel Neues über das Leben und Arbeiten in der Antike erfahren. Der Baumwipfelpfad ist besonders für junge Besucher spannend. Er verläuft in zwei Metern Höhe und führt durch die vorhandenen Bäume. Highlight der Strecke ist eine sieben Meter lange Gitterröhre, durch die man nach oben steigt. Der Weg hinab führt die Besucher durch eine Röhrenrutsche. Wenn der Magen knurrt stehen ein Restaurant, die Brezelbäckerei oder der Kiosk bereit. Auch eigenen Proviant kann man sich schmecken lassen. Es gibt Grillhütten, die man nach vorheriger Anmeldung nutzen kann. Freizeitpark Lochmühle | 61273 Wehrheim  06175/79 00 60  www.lochmuehle.de


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Legoland Günzburg

Playmobil-FunPark Zirndorf

Neun Themenwelten bieten mit über 55 Attraktionen und mehr als 56 Millionen Legosteinen ein tolles Erlebnis für Familien mit Kindern im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren. Es gibt Live-Shows, ein 4D-Kino und die faszinierende Unterwasserwelt Atlantis. In der Junior-Fahrschule durchkreuzen Kinder zwischen drei und sechs Jahren selbstständig einen Rundparcours, in der Kanu X-pedition erpaddeln sie ihr eigenes großes Abenteuer und begegnen dabei riesigen LEGO Dinosauriern. Ebenfalls für junge Parkgäste sind die Safari Tour, der Flughafen, das Ritterturnier und der Duplo Spielplatz geeignet Für die allerkleinsten Gäste gibt es einen Hipp Baby-Service und einen praktischen Buggy- und Kinderwagenverleih. Noch neu sind das Virtual Reality Achterbahnerlebnis sowie das Pirateninsel-Hotel mit 142 thematisierten Zimmern und einem gigantischem Spielplatz mit riesigem Piratenschiff. Im Legoland Feriendorf gibt es außerdem Burgen, Themenhäuser und einen Campingplatz, in denen man übernachten kann. Legoland Günzburg | Legoland Allee | 89312 Günzburg  01806/700 75 701  www.legoland.de

Hier laden auf insgesamt 90.000 Quadratmetern zahlreiche PlaymobilSpielwelten im Großformat zu unbegrenztem Spiel- und Kletterspaß ein. Kleine und große Entdecker dürfen ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Als Freibeuter entern sie das Piratenschiff, als mutige Ritter erkunden sie die Geheimgänge der Burg und erleben als Dino-Forscher oder Goldsucher jede Menge Abenteuer. „Do it yourself“ ist auch in den weitläufigen Sandund Wasserspielbereichen angesagt. An der großen Polizeistation mit Gefängniszelle und Ermittlungsfotowand können alle Nachwuchspolizisten ihr fahrerisches Können testen. Neu ist 2018 das „Zauberhafte Feenland“ – eine faszinierende Spielwelt rund um Feen und Einhörner. Wenn die Sonne mal nicht scheint, geht das Spielen im gläsernen HOBCenter weiter. Das FunPark-Aktionsteam bietet abwechslungsreiche Mitmachaktionen auf der HOB-Center Bühne an. Zusätzlich gibt es einmal im Monat eine besondere Veranstaltung: Ob Sommerparty, Ritterspektakel oder Halloween, stets stehen Spiel, Spaß und Bewegung im Mittelpunkt. Playmobil-FunPark | Brandstätterstraße 2-10 | 90513 Zirndorf  0911/9 666 1455  www.playmobil-funpark.de


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Ausflugsziele Ausflugsparadies Rheinhessen Umschlossen durch Rhein und Nahe präsentiert sich Rheinhessen als junge, pulsierende Region, die ihr ländliches Flair nicht verloren hat. In der Nibelungen- und Martin-Luther-Stadt Worms sollte man die Nibelungenfestspiele im August auf keinen Fall verpassen. Auch ein Besuch im Wormser Dom und den anderen Wormser Kirchen ist eine Reise wert. In der 1800 Jahre jungen Stadt Alzey kann der Besucher bei der Vielzahl von kulturhistorischen Bauwerken auf seine ganz persönliche Entdeckungsreise gehen. Aber nicht nur die großen Städte Rheinhessens haben einiges zu bieten. Ein Besuch der Kaiserpfalz in der Rotweinstadt Ingelheim sollte ebenso zum Ausflug in die Umgebung gehören wie ein Besuch der wohl einzigartigen Unterstadt in Oppenheim. Rheinhessen ist auch eine Region des Obst- und Weinanbaus – in der Nähe der großen Ballungszentren kann die Natur in ihrer ursprünglichen Pracht bewundert werden. Entdecken kann man bei Wanderungen und Radfahrten auch den Reiz der rheinhessischen Hügellandschaft. Infos unter  www.gastlandschaften.de oder  www.rheinhessen.de

Barfußpfad Bad Sobernheim Schon vor rund 100 Jahren hat der „Lehmpastor“ Emanuel Felke seinen Patienten das Barfußlaufen dringend empfohlen. Seit 1992 gibt es in Bad Sobernheim einen Barfußpfad – der erste in ganz Deutschland. Der Weg spricht alle Sinne an und stimuliert wie eine Fußreflexzonenmassage den kompletten Organismus. Es geht zum Beispiel über einen Geschicklichkeitsparcours, durch die Nahe und über eine 40 m lange Hängebrücke. Der Boden ist mit Gras, Lehm, Kieseln, Sand oder Rindenmulch belegt. Das macht Groß und Klein Spaß und alle sind im wahrsten Wortsinn von den Socken. Die Strecke ist 3,5 km lang und auch mit kleineren Kindern in eineinhalb bis zwei Stunden zu bewältigen. Interessant ist auch der Geologiepfad, auf dem man sich nicht nur über die Erdgeschichte der Region informieren, sondern auch verschiedene Gesteinsarten mit Händen und Füßen fühlen kann. Bad Sobernheimer Barfußpfad Staudernheimer Straße 90 | 55566 Bad Sobernheim  06751/81-241  www.barfusspfad-bad-sobernheim.de

Freilichtmuseum in Bad Sobernheim Das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum in Bad Sobernheim, malerisch in einem Seitental der Nahe gelegen, zeigt in vier Baugruppen, wie die Menschen in Rheinland-Pfalz während der letzten fünf Jahrhunderte gewohnt, gelebt und gearbeitet haben. Viele attraktive Veranstaltungen

bieten ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Auch der neu gestaltete Spielplatz und die zahlreichen Mitmachstationen für Kinder lassen den Besuch zu einem einmaligen Erlebnis werden. Auf der Hälfte des zwei km langen Rundwegs kann man sich bei der Museumsgaststätte stärken oder nutzt die Streuobstwiesen zu einem Picknick. Öffnungszeiten: Mitte März bis Mitte November, Dienstag bis Sonntag von 9 – 18 Uhr, letzter Einlass 17 Uhr. An Feiertagen, von Juni bis August und in den rheinland-pfälzischen Schulferien ist das Museum auch montags geöffnet Rheinland-Pfälzisches Freilichtmuseum Bad Sobernheim Nachtigallental 1 | 55566 Bad Sobernheim  06751/85 58 8-0  www.freilichtmuseum-rlp.de

Wetterpark Offenbach Alle reden vom Wetter. Aber wer weiß zum Beispiel, wie Wind entsteht? Oder Wolken? Und wann es regnet oder schneit? Antworten auf diese Fragen gibt es im Wetterpark. Denn Wetter entsteht aus einem Zusammenspiel von Sonne, Wasser, Erde und Luft. Der Wetterpark bietet sowohl Naherholung als auch gut aufbereitete Informationen zum Wettergeschehen in anschaulicher Form. Schließlich ist Offenbach am Main durch den Hauptsitz des Deutschen Wetterdienstes die Wetterstadt Deutschlands. Hier gibt es eine Sonnenuhr, die nicht nur die Zeit sondern auch das ungefähre Datum anzeigt. Von dem 13 Meter hohen Wetterpark-Turm kann man bis zu 30 Kilometer weit schauen und von hier oben kann man das Wetter und die Veränderungen am Himmel beobachten. So lässt es nach einem Besuch doch gleich noch viel besser übers Wetter reden. Der Eintritt ist frei. Geeignet ist der Park für Kinder ab fünf Jahren. Wetterpark Offenbach Besucherzentrum | Am Wetterpark 15 | 63071 Offenbach  069/83 83 68 96  www.offenbach.de/wetterpark

ie es wirklich war ... erleben, w

Rheinland-Pfälzisches Freilichtmuseum Bad Sobernheim Nachtigallental 1 | 55566 Bad Sobernheim Tel. (0 67 51) 85 58 8-0 | www.freilichtmuseum-rlp.de Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre


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Urlaub mit Kindern Mit der Natur auf Du und Du Die schönsten Wochen des Jahres – für viele Familien ist der Urlaub die Zeit, in der sie endlich einmal etwas gemeinsam unternehmen können, fernab der Hektik des Alltags. Aber wo erholt man sich als junge Familie am bes­ten? Ein wichtiger Aspekt bei der Wahl ist sicher die Anreise zum Urlaubsort. Will man mit Kind und Kegel 16 Stunden im Flieger verbringen? Oder belädt man das Auto und schaut sich nach einem Domizil um, das in wenigen Stunden erreichbar ist? Bei der Entscheidung für ein Urlaubsziel fallen als Familie ganz neue Aspekte ins Gewicht: Langweilt sich der Vierjährige, wenn Mama und Papa Kirchen, Museen und historische Ausgrabungsstätten abklappern? Schafft die Dreijährige eine ganztägige Wandertour? Auch ein Hotel, in dem überwiegend Singles ihren Urlaub verbringen, ist vielleicht nicht ganz das Richtige für den quirligen Nachwuchs. Generell gilt: Erlaubt ist, was allen gefällt. Ob Ponyhof mit vielen Streicheltieren, Wellness-Oase mit Massageangeboten für Babys und Eltern, abwechslungsreiche Wandertour oder Badeparadies mit Kinderbetreuung – inzwischen bieten viele Reiseveranstalter für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas Passendes. Viele Unternehmen haben sich ganz auf die Bedürfnisse junger Familien eingestellt. Und so wird der Urlaub ganz sicher zur schönsten Zeit des Jahres.

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So machen Ferien auch den Kleinsten Spaß!

Urlaub auf dem Bauernhof Herumtollen und toben, im Heu hüpfen, Bauernhoftiere streicheln und mal auf einem Pferd reiten, erkunden, wo die Milch herkommt, beim Kühe melken und Eier einsammeln helfen – ein Bauernhof hat alles zu bieten, was Kindern Spaß macht, fernab von Straßenlärm und Großstadthektik. Gerade für Stadtkinder ist ein Aufenthalt auf dem Bauernhof ein besonderes Naturerlebnis, von dem sie nachhaltig profitieren können. Das Angebot ist vielfältig – vom einfachen Zimmer bis zur Ferienwohnung mit kleinkindgerechter Ausstattung ist alles möglich. Gerade zu den Bauernhöfen, die sich ganz auf Familien als Gäste eingerichtet haben, kann man also getrost mit kleinem Gepäck anreisen. Zusätzliches Plus ist die herzliche und familiäre Atmosphäre. Häufig bieten die Feriendomizile zusätzliche Erlebnisangebote wie Traktor- und Kutschfahrten, organisierte Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Region, gemeinsame Lagerfeuerabende und vieles mehr. Wer lieber „unter sich“ bleiben will und die Zeit ganz der Familie widmen möchte, ist hier natürlich auch richtig.

Urlaub auf Bauern- und Winzerhöfen

Hautnah Natur erleben – auf dem Bauernhof ist das möglich.

Warum denn in die Ferne schweifen...? Landleben und Tiere zum Anfassen gibt es bereits in der näheren Umgebung. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland e.V. sowie die Landtourismus Marketing GmbH präsentiert das deutschlandweit größte Angebot an Unterkünften und Urlaubszielen im ländlichen Raum.


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Durch die Vergabe eines eigenen Qualitätssiegels wird die Erlebnisqualität der persönlich überprüften Gastgeber ausgezeichnet. Auf den Landsichten Höfen in ganz Deutschland ist für jeden Geschmack das Richtige dabei. Für Erholungssuchende, Aktivurlauber und Genießer. Es gibt Kinderhöfe, Erlebnishöfe, Mitmachhöfe, Reiterhöfe, Winzerhöfe, Biohöfe, Wellnesshöfe, Obsthöfe, Fisherhöfe, Heuherbergen, Berg- und Almhütten. Landtourismus  www.landsichten.de

Urlaub in der Jugendherberge Große Schlafsäle, Linoleumboden, gemeinsamer Spüldienst und Erbsensuppe – das war einmal. Heute präsentieren sich die Jugendherbergen als moderne Dienstleister in Sachen Urlaub. 130 Jugendherbergen zwischen Nordsee und Alpen können mittlerweile mit dem Profil „Familien-Jugendherberge“ und speziellen Standards aufwarten. So bieten diese Häuser zum Beispiel Familienzimmer mit Dusche und WC an. Kinderbetten, Wickeltisch, Windeleimer, Babyphon und Steckdosensicherungen gehören hier ebenso zum Inventar wie Flaschenwärmer und Hochstühle. Ein kindgerechtes Speisenangebot, vielfältige Spielmöglichkeiten im Haus und auf dem Gelände sowie die Veranstaltung von Familien-Freizeitprogrammen sind weitere Merkmale dieser zertifizierten Herbergen. Voraussetzung für die Übernachtung in Jugendherbergen ist die Mitgliedschaft im Deutschen Jugendherbergswerk. Sie kostet für Familien mit minderjährigen Kindern 22,50 Euro pro Jahr und gilt weltweit. Die Organisation der Jugendherbergen auf Landesebene bringt es mit sich, dass die Preisgestaltung der Übernachtungs- und Verpflegungspauschalen für Fami-

lienaufenthalte in den verschiedenen Bundesländern variiert. Während in Rheinland-Pfalz und im Saarland Kinder bis zu drei Jahren frei sind und Kinder zwischen vier und 14 Jahren eine Ermäßigung von 50% auf den Gesamtpreis erhalten, sind Unterkunft und Verpflegung beim Aufenthalt in Baden-Württemberg und Bayern für Kinder unter 6 Jahren generell kostenfrei. Die Eltern zahlen für die Übernachtung nur den „Juniorpreis“. Deutsches Jugendherbergswerk Leonardo-da-Vinci-Weg 1 | 32760 Detmold  05231/7401-0  www.jugendherberge.de

Ferien in der Stadt Wer Schulkinder hat, weiß: Sechseinhalb Wochen Sommerferien sind ganz schön lang. An Angeboten für die Ferienzeit in und um Mainz mangelt es zum Glück nicht, so dass keine Langeweile aufkommt. Eine Übersicht über die Ferienangebote findet man auf der Website  www.jugend-in-mainz. de. Hier sind die Ferienangebote diverser Mainzer Einrichtungen zusammengefasst. Von der Stadt, Kirchengemeinden, Unternehmen und Vereinen gibt es allerhand, was Spaß macht – von der Ferienkarte und die Ferienfreizeit bis zum Familien Jazz Picknick. Stadtverwaltung Mainz | 51 - Amt für Jugend und Familie Abteilung Kinder, Jugend und Senioren Stadthaus | Lauteren-Flügel | Kaiserstraße 3-5 | 55116 Mainz  06131/12-28 70  jugendarbeit@stadt.mainz.de

Stadtjugendring Mainz Unter www.jugendunterwegs.de sind die Ferienfreizeiten von Veranstaltern der Region für Kinder ab fünf Jahren gesammelt aufgeführt. Das vielfältige Angebot reicht vom Zeltlager in der Pfalz über eine Ostseefreizeit bis zu Ferien unter griechischer Sonne. Auch Tagesveranstaltungen wie Ferienspiele oder ein Fußballcamp und Wochenendtrips in die na-


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he Umgebung werden angeboten. Alle Freizeitmaßnahmen werden mit viel ehrenamtlichen Engagement von Jugendverbänden und Vereinen auf die Beine gestellt und mit großem persönlichem Einsatz von ausgebildeten Jugendgruppenleitern durchgeführt. Das Zusammensein mit anderen Kindern gibt die Möglichkeit, soziales Verhalten zu fördern. Beim Mitbestimmen und Mitanpacken merken alle, wie schön es sein kann, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Stadtjugendring Mainz e.V. Josefsstraße 52 | 55118 Mainz |  06131/83 48 95  www.jugendunterwegs.de  www.sjr-mainz.de

Gemeinnützige Familienferienstätten Familienferienstätten Urlaub mit der ganzen Familie in familienfreundlichen Unterkünften und zu erschwinglichen Preisen anzubieten, ist das Anliegen der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung. Über 60 gemeinnützige Familienferienstätten bieten sich quer durch Deutschland von der Nordsee bis zum Allgäu und vom Rhein bis an die tschechische Grenze als Feriendörfer oder als einzelne, individuell ausgestattete Unterkünfte in landschaftlich reizvoller ­Umgebung an. Anders als bei den kommerziellen Anbietern steht nicht die Gewinnerzielung, sondern die familienorientierte Erholungsförderung der Gäste im Mittelpunkt. Familienerholung wendet sich an alle Familien. Dabei werden besonders einkommensschwache und kinderreiche Familien, allein Erziehende sowie Familien mit behinderten oder zu pflegenden Angehörigen berücksichtigt.  www.urlaub-mit-der-familie.de

Preisgünstiger Familienurlaub Für das Land Rheinland-Pfalz ist die besondere Förderung der Familienerholung ein Gebot sozialer Gerechtigkeit und zugleich eine Maßnahme gezielter Familienförderung. Tatsächlich fällt es insbesondere jungen Familien mit mehreren Kindern und Ein-Eltern-Familien mit häufig niedrigem Familieneinkommen, aber auch Familien mit einem behinderten Familienmitglied oft finanziell schwer, sich einen Familienurlaub zu leisten. Bezuschusst werden gemeinsame Ferien in Familienferienstätten gemeinnütziger Träger oder in familiengeeigneten Jugendherbergen sowie auf Winzer- und Bauernhöfen in Rheinland-Pfalz. Der Zuschuss des Landes für Familienferien ist generell einkommensabhängig. Das heißt, das Familieneinkommen darf eine von der Größe der Familie abhängige Einkommensgrenze nicht überschreiten. Gezahlt werden grundsätzlich 25 Euro pro Tag und Kind und 30 Euro für ein Kind mit einer wesentlichen Behinderung. Eltern mit besonders niedrigem

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Einkommen erhalten einen Zuschuss für sich selbst, und zwar 10 Euro pro Tag und Elternteil. Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung – Landesjugendamt Reiterstraße 16 | 67829 Landau  06341/26-267 oder -413  www.lsjv.rlp.de

Urlaub mit Hotelkomfort Wer auf Komfort im Urlaub nicht verzichten möchte, kann als Familie mit kleinen Kindern auf spezialisierte Reiseveranstalter und Hotelketten setzen. Neben der kleinkindgerechten Ausstattung der Zimmer legt man hier Wert darauf, dass die Kleinen nicht zu kurz kommen. Spielmöglichkeiten in Hülle und Fülle, altersgerechte Betreuungsmöglichkeiten und Freizeitangebote, Badelandschaften, in denen auch Nichtschwimmer richtig Spaß haben können und natürlich eine kindergerechte Essensauswahl – all das und vieles mehr machen die Familienferien perfekt. Natürlich gibt es auch bei den „großen“ Reiseveranstaltern Angebote, die auf die Zielgruppe „Eltern mit Kindern“ zugeschnitten sind. Daneben haben sich aber auch spezialisierte Anbieter etabliert, die sich ausschließlich den Eltern-Kind-Reisen verschrieben haben.

Bambino-Tours „All inclusive“, Riesenrutschen und Bettenburgen sucht man bei BambinoTours vergebens. Dafür setzen die Anbieter auf individuelle und landestypische Quartiere, niveauvolle Gästegruppen und ein liebevolles Betreuungsprogramm. Die Größe der jeweiligen Ferienanlage ist meist überschaubar. Die Formel geht auf: Die Kleinen sind ausgeglichen und die Eltern gut erholt. Ferienziele in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Österreich, Kroatien, Griechenland, Dänemark, Holland, England und Malta warten darauf, entdeckt zu werden.  www.bambino-tours.de

Vamos Seebadflair in Warnemünde, Heilklima auf Lanzarote, Blick auf die Zugspitze – Vamos bietet 127 Reiseziele, davon 66 mit Kinderbetreuung, in vielen Ländern und zu jeder Jahreszeit an, die alle auf die speziellen Bedürfnisse von Familien zugeschnitten sind. „Zeit für mich – Zeit für dich“ lautet das Motto für eine gelungene Balance zwischen eigenen Aktivitäten der Eltern und Kinder sowie gemeinsamen Aktivitäten der ganzen Familie. Wer’s abwechslungsreich mag: Die Linie „Kleine Abenteuer“ bietet Aktivreisen für die ganze Familie. Neben der Familienfreundlichkeit zählen bei Vamos die Gastfreundschaft, die Atmosphäre und die Lage abseits der Zentren des Massentourismus.  www.vamos-reisen.de


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Familotel Urlaub mit Kindern und für Kinder – Der Familotel-Gruppe angeschlossene Hotels bieten jede Woche mindestens 35 Stunden Kinderbetreuung, in den Babyhotels werden sogar die Kleinsten liebevoll betreut. Babysittervermittlung, die passende Ausstattung der Zimmer, Büffets, die ganz auf den Geschmack der Jüngsten zugeschnitten sind und bei denen dennoch die Eltern nicht zu kurz kommen, sowie ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein – in den Familotels wird ganz auf die Bedürfnisse der Familien eingegangen. Das Motto der Kinder heißt „Spiel, Spaß und viele Freunde“, das ihrer Eltern „Ruhe, Erholung und Genießen“. Orientierungshilfen für die Suche nach einem Hotel mit bestimmten Merkmalen geben die Hotelbewertungen mit Kronen. Es gibt 60 Hotels in Deutschland, Österreich, Italien, Südtirol und Ungarn.  www.familotel.de

Center Parcs Seit über 40 Jahren bietet Center Parcs Familienkurzurlaub in Ferienparks inmitten von Naturlandschaften an. Heute gibt es insgesamt 21 Parks in Holland, Frankreich, Deutschland und Belgien. Die meisten Parks umfassen jeweils eine Wald- und Seenfläche von rund 100 Hektar, auf denen durchschnittlich 650 Ferienhäuser in die Natur integriert sind und ein hohes Maß an Privat­sphäre bieten. Es gibt verschiedene Ferienhauskategorien – von höchster Luxusausstattung mit eigener Sauna, Geschirrspüler und Brötchen-Service bis hin zu komfortabler Zweckmäßigkeit mit komplett eingerichteter Küche, Zentralheizung, TV und Radio, Garten- und Kindermöbeln. Als Hauptattraktion gilt stets die subtropische Badelandschaft. Zusätzlich gibt es kinderfreundliche Restaurants und ein breit gefächertes Freizeitangebot für Groß und Klein.  www.centerparcs.de

Eurocamp Entspannend, unkompliziert, naturnah und trotzdem komfortabel, ohne Kleiderordnung und feste Essenszeiten: Das ist Urlaub, wie ihn Eltern gerne mögen. Eurocamp bietet Familien mit Baby, Kleinkindern oder Schulkindern Ferien auf schönen Campingplätzen und verwöhnt sie dort mit gutem Komfort. Denn die Ansprüche an die Plätze sind hoch – von der Sauberkeit über die Sicherheit bis hin zu Angebot oder Gastronomie. Alle Plätze haben einen See, einen Fluss oder einen Strand in der Nähe, sowie gute Sport- und Spielmöglichkeiten. Die Unterkünfte sind so unterschiedlich wie die Urlauber selbst. Zelt, Caravan, Chalet oder Lodge, hier hat man die Qual der Wahl. Die Unterkünfte bieten Raum zum Spielen, Essen und Entspannen. Alle Eurocamp Zelte und Caravans erwarten die Gäste bereits fix und fertig aufgebaut und komplett ausgestattet.  www.eurocamp.de

Impressum Produktion DER PLAN OHG – Werbeagentur | Siegmund-Schuckert-Straße 5 68199 Mannheim |  0621/83 59 69-0 |  www.derplan-online.de www.facebook.com/elternundkind www.elternundkind.com Anzeigenberatung Renate Neutard |  06224/17 43 30  neutard.werbung@t-online.de Redaktion Connie Lorenz-Aichele, Rainer Frank Bildnachweis: © DER PLAN (Seiten 2, 16, 27, 34, 36, 37, 39, 40, 42, 58, 59, 61, 65) © Jutta Asmuth (Seite 45) © ASB Bundesverband – P. Nierhoff (Seite 24), © Pixelio (Seite 31), © Petra Arnold, Firefish Photography (Seite 20), © Bambino-Tours (Seite 51),© Pia Steinmann (Seite 3), © Landsichten. de (Seite 65), © Fotolia.com (Seite 1: Pétrouche, Seiten 4, 18: NLshop, Seite 5: Alexander Raths, Seite 6: Jari Aherma, Seite 7: Roman Hense, Seite 10: OPL, Seite 12: todoma, Seite 14: antjeegbert, Seite 15: alexeyzet, Seite 21: drubig-photo, Seite 23 oben: lantapix, Seite 23 unten: Oleg Kozlov, Seite 26: lagom, Seite 29: Gina Sanders, Seite 30: Nicole Effinger, Seite 34: Altanaka, Seite 35: Redstarstudio, Seite 47: Joanna Zielinska, Seite 48: Sunny Studio, Seite 54: Michael Hampel, Seite 58: Dron, Seite 66: Iva Villi), © Titelillustration: Bubert/istockphoto.com Eltern & Kind in Mainz 4. Ausgabe, Oktober 2018 Redaktionsschluss: Oktober 2018 Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben wird nicht übernommen. Nachdruck – auch auszugsweise –nicht erlaubt. Diese Broschüre wird kostenlos abgegeben.


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Polizei  110 Feuerwehr/Rettungsdienst  112 Ärztlicher Bereitschaftsdienst  19 292 Gift-Notruf Mainz  06131/19 240 Die 5 W’s im Notruf-Fall Genaue Bezeichnung des Notfallorts > Wo Kurze Beschreibung der Notfallsituation > Was > Wie viele Anzahl der Verletzten/Betroffenen > Welche Art der Verletzung/der Krankheitssymptome > Warten auf Rückfragen!

Medizinische Hilfe Ärztlicher Bereitschaftsdienst Behandlung im Akutfall außerhalb der Praxisöffnungszeiten. Hier kann auch erfragt werden, welche Apotheken Bereitschaftsdienst haben.

> Bereitschaftsdienstzentrale Mainz

St. Vincenz Krankenhaus | An der Goldgrube 11 | 55131 Mainz  116 117 Öffnungszeiten: Wochenende: Fr 16.00 Uhr bis Mo 7.00 Uhr Werktags: 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr Mittwochs: 14.00 Uhr bis donnerstags 7.00 Uhr

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www.familien-in-mainz.de Familie & Arbeitswelt, Kinderbetreuung, Stärkung der Elternkompetenz, Information für Familien, Ferienbetreuung, Familie & Gesundheit www.kinderbetreuungmainz.de Infos über alle Arten der Kinderbetreuung: Kindertagesstätten, Tagesmütter, Spielkreise, Babysitter, Notfall- und Ferienbetreuung www.beraten-in-mainz.de Auflistung sämtlicher Beratungsangebote für Familien und Kinder

Weitere wichtige Telefonnummern Nummer gegen Kummer  116 111 Frauenhaus Mainz  06131/27 92 92 Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen  06131/22 12 13 Mädchenhaus FEMMA e.V.  06131/4 87 50 67 oder -68 Elterntelefon  0800/111 05 50 Notruf für Schwangere  0180/50 88 88 0 Telefonseelsorge Mainz  0800/111 01 11 oder 0800/111 02 22

> Zahnärztlicher Notfalldienst Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten Augustusplatz 2 | 55131 Mainz  06131/17-3041 Notdienstzeiten: Montags, Mittwoch, Donnerstag: 17.00 Uhr bis 22.00 Uhr Dienstag: 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr Freitag: 13.00 Uhr bis 22.00 Uhr Samstag, Sonntag: 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr

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Mutter-Kind-Zentrum Wiesbaden Kliniken für Geburtshilfe & Pränatalmedizin / Kinder & Jugendliche / Kinderchirurgie & angeborene Fehlbildungen

Gemeinsam für die Gesundheit Ihres Kindes! Kinder sind unsere Zukunft und zeigen uns die Welt von morgen. Daher liegen uns die Gesundheit und das Wohl der kleinsten Patienten besonders am Herzen. In unserem Mutter-Kind-Zentrum steht Ihnen ein erfahrenes Team von Hebammen, Pflegekräften und Ärzten aus drei Fachkliniken jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Wir kümmern uns liebevoll um all Ihre Bedürfnisse rund um die Versorgung Ihres kleinen und großen Schützlings.

Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden Mutter-Kind-Zentrum Wiesbaden Ludwig-Erhard-Straße 100 65199 Wiesbaden Telefon (0611) 43-2551 E-Mail mkz-wiesbaden.HSK@helios-gesundheit.de

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