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Wegweiser fßr Eltern –

von der Schwangerschaft bis zum Vorschulalter 2017/2018


ltern & Kind in HD

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Kids Logo A. Kraus GmbH & Co. KG HauptstraĂ&#x;e 39-43, 69117 Heidelberg




Inhaltsverzeichnis Schwangerschaft & Geburt 4-15

Hallo, ich bin‘s, der Ben. Ich bin vier Jahre alt und lebe mit meinen beiden Schwestern und meinen Eltern in Heidelberg. Meine Schwester Carla ist sechs und unser Baby heiĂ&#x;t Lotti. Mir gefällt‘s hier richtig gut! Hier gibt es ganz schĂśn viele tolle Sachen fĂźr uns, die wir machen kĂśnnen. WeiĂ&#x;t du, was mir hier besonders gut gefällt? Ich finde Ziegen fĂźttern und Ăźberhaupt Tiere anschauen super. Deshalb gehe ich ganz oft in den Zoo. Da ist es total schĂśn! Meine Schwester singt lieber im Chor, das kann sie richtig gut. Lotti mag es, wenn sie drauĂ&#x;en ganz viel sehen kann, sie sitzt ja noch im Kinderwagen und kann noch nicht so viel machen. Ich kann es kaum abwarten, wenn wir im Sommer drauĂ&#x;en wieder schwimmen kĂśnnen. Ein schĂśnes Schwimmbad ist sogar direkt neben dem Zoo! Und wenn ich endlich bald in die Schule komme, freue ich mich, wenn ich das alles hier auch mal lesen kann. Ich sag euch dann, ob das alles richtig ist, was in dieser BroschĂźre drin steht!


Und jetzt schau‘s Dir mal an. Viel SpaĂ&#x; beim Lesen!


Entwicklung des Babys im Mutterleib | Vorsorgeuntersuchungen | Mutterschutz | Erstausstattung fĂźrs Baby | Geburt | Sicherer Schlaf

Finanzen & Co. 16-17 Kindergeld | Elterngeld | Bildungs- und Teilhabepaket | Heidelberg Pass und Landesfamilienpass | Finanzielle Hilfen fĂźr Familien mit geringem Einkommen

Gesundheit & Sicherheit 18-36 Die Vorsorgetermine U1 bis U9 | Impfungen | Fachärzte | Krankheits­symptome deuten und behandeln | Bewährte Hausmittel | HomÜopathie | Not- und Krankheitsfälle | Gesunde Zähne | Sicherheit fßr Kinder

Ernährung 37-40 Stillen und Säuglingsnahrung | Beikost | Trinken

Alltag mit Kindern 41-58 Meilensteine im Kinderleben | FÜrderangebote | Spielen, malen, kneten, bas­teln, lesen und Co. | Kindergeburtstag | Kleidung und Schuhe | Mobil mit Nachwuchs | Rat und Hilfe in schweren Zeiten

Kinderbetreuung 59-62 BetreuungsmÜglichkeiten fßr Babys und Kleinkinder – von der Krippe bis zur Leihoma | Wissenswertes rund um den Kindergartenstart

Kultur mit Kindern 63-66 Kulturelle Angebote fĂźr Familien mit Kleinkindern

Freizeit mit Kindern 67-83 AusflĂźge und Kurztrips | Urlaub

Impressum 83 NĂźtzliche Nummern 84 Telefonnummern und Internet-Adressen, die weiterhelfen



Schwangerschaft & Geburt


Willkommen im Leben! Faszinierende Entwicklung im Mutterleib Der Schwangerschaftstest zeigt eindeutig positiv – für die meisten werdenden Eltern bedeutet das Freude pur. Und dennoch macht sich Unsicherheit breit: Was ist jetzt zu tun? Was passiert im Mutterleib? Schaffen wir das alles? Was müssen wir beachten, um unserem Kind den bestmöglichen Start ins Leben zu bieten? Und wie geht es dann weiter, wenn das Baby erst mal da ist? Am Ende der 5. Woche schlägt bereits das Herz des wenige Millimeter großen Embryos, ab der 8. Woche ist dies auch im Ultraschall zu sehen. Am Ende der 12. Woche ist der Fötus schon rund 6 cm lang und wiegt ca. 15 Gramm – ein richtiger kleiner Mensch, der sich auf das Leben außerhalb des Mutterleibs vorbereitet. Um Sicherheit von Anfang an zu gewährleisten, begleiten Frauenärzte und/oder Hebammen die werdende Mutter. Bis auf die Ultraschalluntersuchungen können Sie alle Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft von ihrer Hebamme machen lassen – dazu gehören Fragen nach der Befindlichkeit der Schwangeren, Gewichts- und Blutdruckmessungen, Urin- und Blutuntersuchungen, Feststellen und Kontrolle der Lage und Größe des Kindes sowie die Kontrolle der Herztöne des Kindes. Für diese Begleitung durch die Schwangerschaft kön-

Tätigkeiten einer Hebamme Betreuung des Kindes nach der Geburt: Körper- und Nabelpflege, Ernährungsberatung und Hilfe bei Blähungen, Blutentnahme für den Stoffwechseltest, Hilfe bei Hautveränderungen und anderen Problemen. Betreuung der Mutter: Beratung bei Kinderwunsch, Hilfe bei Beschwerden oder Wehen ab positivem Schwangerschaftstest, Vorsorgeuntersuchungen, Beratung zu Ernährung, pränataler Diagnostik, Wunschkaiserschnitt, Leben mit dem Neugeborenen und zu jedem anderen Thema rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, Begleitung bei und nach Fehl- oder Totgeburt, Beratung bei seelischen und körperlichen Veränderungen, Beobachtung und Unterstützung der Rückbildungs- und Heilungsvorgänge, Hilfe beim Stillen und bei Stillproblemen sowie Anleitung zur Rückbildungsgymnastik. Außerdem können Kontakte zu Rückbildungskursen, Stillgruppen, Beratungsstellen, Gesprächskreisen und Selbsthilfegruppen für Frauen und Kinder vermittelt werden. Hebammen in Baden-Württemberg:

nen Sie ausschließlich zum Frauenarzt, ausschließlich zur Hebamme oder abwechselnd zu beiden gehen. In allen Fällen trägt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Natürlich finden die werdenden Eltern bei den Untersuchungen Antworten auf die vielen Fragen, die ihnen jetzt durch den Kopf schwirren. Der Arzt/die Hebamme berät zu den Themen Alkohol, Zigaretten und Drogen, gibt Tipps zu ­Ernährungs- und Verhaltensweisen, die Mutter und Kind jetzt gut tun. ­Gerade in den ersten Schwangerschaftswochen kämpfen viele Frauen mit klassischen Beschwerden – Übelkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen. Alle Untersuchungsergebnisse werden in den Mutterpass eingetragen, den der Frauenarzt/die Hebamme bei der ersten Mutterschafts-Vorsorgeuntersuchung ausstellt. Dieses hellblaue Büchlein ist ein wichtiges Dokument, das werdende Mütter stets bei sich tragen sollten. Hier sind alle ­Labor- und Untersuchungsergebnisse, persönliche Risiken, die Entwicklung des Kindes und vieles mehr aufgeführt – im Notfall und wenn der Geburtstermin bevorsteht wichtige Daten für Ärzte und Hebammen. Die Vorsorgeuntersuchungen finden anfangs alle 4 Wochen statt, ab der 32. Woche kontrolliert der Arzt/die Hebamme zweiwöchentlich die Entwicklung des Babys. Wird der Geburtstermin überschritten, wird die Schwangere jeden zweiten Tag zur Untersuchung gebeten. Ab der 28. Schwangerschafts­woche wird bei den meisten Ärzten/Hebammen bei ­jeder Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung ein CTG geschrieben – dies dauert etwa 30 Minuten. Während der Schwangerschaft gibt es drei Ultraschalltermine, die von den gesetzlichen Krankenversicherungen empfohlen und vom Frauenarzt durchgeführt werden: > 9.-12. Woche: Der Arzt kontrolliert den Sitz der Fruchthöhle, Bewegungen, Größe und Herztätigkeit des Embryos. Zudem wird hier der errechnete Geburtstermin überprüft. > 19.-22. Woche: Bei diesem Termin werden vor allem die Organe und die Fruchtwassermenge sowie der Sitz des Mutterkuchens kontrolliert. > 28.-30. Woche: Beim dritten Termin liegt das Hauptaugenmerk auf dem Wachstum des Babys.

Schwangerschaft & Geburt

Wer möchte, dass der Frauenarzt diese Untersuchungsmethode öfter a­ nwendet, kann dies im Rahmen der Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) in Anspruch nehmen. Diese bieten Ärzte ihren gesetzlich krankenversicherten Patienten gegen Selbstzahlung an. Darüber hinaus gibt es weitere Untersuchungen, die von Ärzten (zum Teil auch von den Hebammen) angeboten werden, deren Kosten die gesetzlichen Krankenkassen aber nur zum Teil oder bei bestimmten Indikationen übernehmen. Die Methoden der vorgeburtlichen Diagnostik, deren Ziel das Erkennen von Fehlbildungen und Erkrankungen des Kindes ist, werden ständig weiter entwickelt. Hierzu gibt es umfangreiches Informationsmaterial, auch die Krankenkassen-Berater stehen Rede und Antwort.


Von der Eizelle zum Baby 1.-8. Woche: 3-4 Tage nach der Befruchtung nistet sich die Eizelle in der Gebärmutter ein. In der 4. Woche ist der Embryo 1,5 bis 3 mm lang, das Herz schlägt, die Organe werden angelegt. In der 5. Woche sind Hände und Füße als Knospen zu erkennen. Am Ende des 2. Monats nehmen die Ohrmuscheln ihre endgültige Form an und der Herzschlag ist im Ultraschall erkennbar. Der Embryo ist vom Schädel bis zum Steiß ca. 3 cm groß. 9.-12. Woche: Das Gesicht ist zu erkennen, die Wirbelsäule entwickelt sich und die Fingernägel beginnen aus dem Nagelbett zu wachsen. In der 12. Woche wiegt der Fötus rund 15 g und misst etwa 6 cm. 13.-16. Woche: Mitte des 4. Monats macht der Fötus eifrig Atemübungen und wird immer lebhafter. In der 16. Woche misst er ca. 14 cm und sein Herz pumpt bereits ca. 25 Liter Blut pro Tag. 17.-20. Woche: Das Baby hat nun einen eigenen Blutkreislauf, wird aber immer noch über die Plazenta und die Nabelschnur von der Mutter mit Nährstoffen versorgt. In der 20. Woche ist das Baby etwa 19 cm lang, die ersten Bewegungen sind zu spüren. Rund 430 g wiegt es nun. 21.-24. Woche: Das Baby kann seine Umwelt akustisch wahrnehmen, es macht Purzelbäume, lutscht am Daumen und trinkt Fruchtwasser. Manchmal spürt man ein regelmäßiges Pochen – es hat Schluckauf. Die Wimpern bilden sich, die Knochen werden allmählich fester. Am Ende des Monats wiegt es rund 820 g bei einer Länge von 23 cm vom Schädel bis zum Steiß.

Einblicke in Babys kleine Welt sind per Ultraschall möglich. Zu diesen Untersuchungen zählt beispielsweise die Suche nach ausreichend vorhandenen Toxoplasmose-Antikörpern. Frauen ab 35 Jahren wird eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) angeboten, die zwischen der 15. und 17. Woche durchgeführt wird. Daneben gibt es die Chorionzottenbiopsie (Gewebeentnahme aus dem kindlichen Anteil des späteren Mutterkuchens, ab der 11. Schwangerschaftswoche) und die Cordo­zentese (Blutprobe aus der Nabelvene des Fötus, ab der 18. Woche). Per Ultraschall kann der Arzt auch die Dicke der Nackenfalte des Kindes messen (12. bis 14. Woche), zusammen mit dem Alter der Schwangeren lässt sich so ein statistisches Risiko errechnen, ob beim Kind eine der drei häufigsten Chromosomen-Anomalien vorliegt. Ein gleichzeitiger Bluttest liefert zusätzliche Hinweise – zusammen werden diese beiden Untersuchungen Ersttrimester-

25.-28. Woche: Das Baby legt sich eine Fettschicht zu, die es später wärmen soll. Es ist jetzt 25 bis 27 cm lang. Sein Hörsinn entwickelt sich weiter, die Augenlider können sich jetzt öffnen und schließen. 29.-32. Woche: Die Pigmentierung der Augen ist noch nicht abgeschlossen. Deshalb sind sie in dieser Entwicklungsphase zumeist blau. Die endgültige Augenfarbe stellt sich erst ein, wenn die Augen einige Wochen dem Licht ausgesetzt sind. Das Baby wird nun ruhiger, der Platz in der Gebärmutter beengter. Ende des Monats wiegt es etwa 2.200 g. 33.-36. Woche: Das Baby ist nun rund 2.900 g schwer und etwa 34 cm lang vom Schädel bis zum Steiß. 95 Prozent aller Babys gehen nun in Startposition für die Geburt – mit dem Köpfchen nach unten. 37.-40. Woche: Das Baby ist bereit für die Welt „da draußen“. 75 Prozent der Babys kommen übrigens vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt, 20 Prozent lassen sich mehr Zeit.


Schwangerschaft & Geburt


Screening genannt. Beim Triple-Test wird in der 16. und 17. Woche anhand dreier Blutwerte die statistische Wahrscheinlichkeit für ein Down-­ Syndrom oder einen Neuralrohrdefekt errechnet. Zu Beginn der Schwangerschaft wird die Schwangere auf eine Infektion mit Chlamydien hin untersucht. Ein Glukose-Belastungs-Test zwischen der 24. und 28. Woche kann Aufschluss geben, ob die Gefahr einer Schwangerschaftsdiabetes besteht. Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen kommt die Doppler-Sonografie zum Einsatz, bei der der Arzt die Blutgefäße untersucht. Faszinierende Bilder aus dem Mutterleib bietet die 3- oder 4-D-Ultraschalltechnik. Ein entsprechendes Gerät finden Patienten heute immer häufiger in den Arztpraxen. Meist können die werdenden Eltern diese Aufnahmen auf CD gebrannt mit nach Hause nehmen.

Schwangerenberatung Nicht immer löst eine Schwangerschaft Freude aus. Wenn die finanzielle Situation nicht gerade rosig ist, die Frau mitten in der Ausbildung steckt, der Partner ein Kind nicht akzeptiert, die Partnerschaft schon zerbrochen ist oder die Möglichkeit einer Behinderung besteht, kann sie Ängste, S­ orgen und Unsicherheit hervorrufen. Qualifizierte B ­ eratungs­gespräche können Lösungsmöglichkeiten aufzeigen und neue Perspektiven eröffnen. pro familia Heidelberg | Hauptstraße 79 | 69117 HD  06221/18 44 40  Institut für Humangenetik – Genetische Poliklinik Psychosoziale Beratung | Im Neuenheimer Feld 344a | 69120 HD  06221/56-5087  IFZ Internationales Frauen- und Familienzentrum Heidelberg e.V. Theaterstraße 16 | 69117 HD |  06221/18 23 34  donum vitae Regionalverband HD/MA/Rhein-Neckar e.V. Friedrichstraße 3 | 69117 HD |  06221/43 40 281  Diakonisches Werk Heidelberg Karl-Ludwig-Straße 6 | 69117 HD |  06221/53 75-25 oder -26  Diakonisches Werk der ev. Kirchenbezirke im Rhein-Neckar-Kreis Friedrich-Ebert-Anlage 9 | 69117 HD |  06221/972 00  Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Felix-Wankel-Straße 25 | 69126 HD |  06221/13 70 86 13  Caritasverband Rhein-Neckar-Kreis Kuno-Fischer-Straße 7 | 69120 HD |  06221/43 99 61 

Alltag mit Babybauch Während dem Mutterschutz gelten andere Regelnn Ein Kind ist unterwegs – und wie geht’s jetzt im Alltag weiter? Viele Fragen stellen sich: Wann muss der Chef unterrichtet werden? Darf ich noch nach 22 Uhr arbeiten? Und wie sieht es mit dem Heben von schweren ­Gegenständen aus? Sobald der Frauenarzt die Schwangerschaft feststellt und die Frau ihren Arbeitgeber von den „anderen Umständen“ unterrichtet, greift das Mutterschutzgesetz. Alle Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, genießen während der Schwangerschaft und nach der Geburt einen besonderen Schutz. Grundsätzlich schützt das Mutterschutzgesetz (MuSchG) die schwangere Frau und Mutter vor Kündigung und in den meisten Fällen auch vor vorübergehender Minderung des Einkommens. Darüber hinaus regelt es, was die Gesundheit der (werdenden) Mutter und des Kindes beeinträchtigen könnte – Arbeitszeiten, Arbeitsbelastung, das Verhalten beim Umgang mit gefährdenden Stoffen und vieles mehr. Wichtig: Die Bescheinigung des Frauenarztes muss dem Arbeitgeber vorgelegt werden. Darin ist der mutmaßliche Tag der Entbindung aufgeführt – und das ist wichtig für den Start der Mutterschutzfrist. Diese beginnt grundsätzlich sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und e­ ndet regulär acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten und Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung. Bei vorzeitigen Ent­bindungen verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die Tage, die vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnten. Somit haben alle Arbeitnehmerinnen einen Anspruch auf eine Mutterschutzfrist von insgesamt mindestens 14 Wochen. Etwa sieben Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin stellt der Frauenarzt ein gelbes Formular aus, mit dem das Mutterschaftsgeld beantragt werden kann. Anspruch darauf haben alle erwerbstätigen Schwangeren, die bei einer gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig oder pflichtversichert sind. Nach der Vervollständigung des Formulars wird dieses bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht und so der Antrag auf Mutterschaftsgeld gestellt.

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Das Mutterschutzgesetz regelt zudem, dass Ärzte ein Beschäftigungsverbot aussprechen können, wenn eine Weiterbeschäftigung das Leben und die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden würde. In diesem Fall ­erhält die werdende Mutter ihren bisherigen Durchschnittsverdienst (Mutterschutzlohn). Auch während der Mutterschutzfristen vor und nach der ­Geburt sowie für den Entbindungstag sind die­Frauen finanziell abgesichert, indem sie Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse plus einen Arbeitgeberzuschuss erhalten. Auch den nicht in der gesetzlichen Krankenkasse versicherten schwangeren Arbeitnehmerinnen muss ohne Kürzung des Arbeitsentgelts die Freizeit für notwendige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen, die nur während der Arbeitszeit möglich sind, gewährt werden. Die Mutterschutzfristen und andere mutterschutzrechtliche Beschäftigungsverbote zählen bei der Berechnung des Erholungsurlaubs übrigens als ­Beschäftigungszeiten, für die anteilig Urlaubstage gewährt werden. Ein bisschen anders sieht es für privat ver­sicherte Schwangere aus – sie erhalten keinen Tagessatz von der Krankenkasse, sondern stattdessen nur einmal 210 Euro vom Bundesversicherungsamt (Mutterschaftsgeldstelle Friedrich-Ebert-Allee 38, 53113 Bonn, Tel. 0228/61 91 888). Der Arbeit­ geber berechnet seinen Zuschuss aber so, als seien sie gesetzlich versichert und bekämen den üblichen Kassensatz. Unterm Strich erhalten privat ­Versicherte also etwas weniger als gesetzlich Versicherte. Die wichtigsten arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen: > Der Arbeitgeber muss für werdende Mütter, die bei ihrer Arbeit ständig stehen oder gehen müssen, eine Sitzgelegenheit zum Ausruhen bereitstellen. > Für Arbeitnehmerinnen, die bei ihrer Tätigkeit ständig sitzen, muss der Arbeitgeber Gelegenheit für kurze Unterbrechungen bieten. > Der Arbeitgeber muss für werdende Mütter Liegeräume einrichten. > Werdende Mütter dürfen nicht mit schweren körperlichen Arbeiten und nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, bei denen sie schädlichen Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen oder Strahlen ausgesetzt sind. > Arbeiten, bei denen regelmäßig Lasten von mehr als 5 kg oder gelegentlich Lasten von 10 kg von Hand gehoben oder befördert werden müssen, dürfen werdende Mütter nicht ausführen. > Akkord- und Fließarbeit sind verboten. > Werdende Mütter dürfen – von Ausnahmen abgesehen – nicht mit Mehrarbeit (über 8,5 Stunden pro Tag oder 90 Stunden in 2 Wochen), nicht in der Nacht zwischen 20 und 6 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden. Weitere Informationen zum Mutterschutzgesetz, den Leistungen der Krankenkassen und zum Mutterschaftsgeld erhalten Sie beim Bundesminis­terium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter

Das Baby isst und trinkt mit! Alles was das Baby für seine Entwicklung benötigt, kann es nur über die Mutter bekommen. Auf die richtige und ausgewogene Ernährung sollte also jetzt besonders geachtet werden. Ganz oben auf dem Speise­ plan steht Eiweiß, gefolgt von Vitaminen, vor allem B-Vitamine, Vitamin C, A und D. An dritter Stelle stehen Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Kalzium. Ebenfalls erhöht ist der Bedarf an Jod, Phosphor und Fluor. Wichtig ist zudem eine ballaststoffreiche Ernährung, um den in der Schwangerschaft trägeren Darm auf Touren zu bringen. Schon vor der Schwangerschaft ist die Einnahme von Folsäure sinnvoll. Verzichten sollten Schwangere auf rohe Eier, rohes und geräuchertes Fleisch, rohe Milch und Rohmilchkäse, Alkohol, Innereien und Waldpilze. Nur in Maßen sollte Kaffee und schwarzer Tee genossen werden.


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Jetzt geht’s los!

tionen sind die Hebammen die wichtigsten Ansprechpartnerinnen und Begleiterinnen im Kreißsaal. Erst wenn es in die Austreibungsphase geht, ist Keine Angst vor der Geburt in der Regel ein Arzt anwesend. In vielen Geburtskliniken gibt es auch Beleghebammen – freiberufliche Hebammen, die Kreißsaal sowie ärztliche Lange Wochen des Wartens, Bangens und Hoffens liegen hinter den wer- und pflegerische Leistungen am Tag der Geburt nutzen können. Der Vordenden Eltern. Für die Mutter wird die letzte Zeit vor der Geburt immer teil für die werdenden Eltern liegt darin, dass sie die Hebamme im Verlauf ­beschwerlicher – der Bauch engt die Bewegungsfreiheit ein, das zusätzliche der Schwangerschaft schon kennen gelernt haben und dass sie während Gewicht belastet. Rückt der Geburtstermin in greifbare Nähe, werden die des gesamten Geburtsverlaufs und auch danach von ihr betreut werden. Sind eine Neugeborenen-Intensivstation und eine Kinderklinik an die GeEltern immer nervöser. Gut dran sind all die, die Ruhe bewahren und sich von allen möglichen kursierenden („Horror-“)Geschichten nicht verun­ burtsklinik angeschlossen, spricht man von einem Perinatalzentrum. So ist sichern lassen. Jede Mutter erlebt die Geburt anders: Die eine spürt drei, die größtmögliche medizinische und technische Sicherheit gewährleistet, vier Tage ständig leichte Wehen, ehe sie regelmäßiger und stärker werden weshalb etwa Früh- oder Risikogeburten hier am besten aufgehoben sind. und zur Fahrt ins Krankenhaus oder ins Geburtshaus mahnen. Die andere Kaiserschnitte und schulmedizinische Schmerzbehandlung sind in der Klinik erlebt einen Blasensprung mit anschließenden Wehen direkt im Fünf-­ ebenfalls jederzeit möglich. Und nach der Geburt können sich die frisch geMinuten-Abstand. Für die eine Mutter fühlen sich Wehen wie Rücken- backenen Mütter auf der Wöchnerinnenstation von der Geburt erholen. Wem eine Klinikgeburt zu technisch scheint, der ist in einem Geburtsschmerzen an, eine andere vergleicht sie mit einer Schmerzwelle, die sich im ganzen Körper ausbreitet. Es gibt nichts zu beschönigen: Wehen tun haus gut aufgehoben. Hier können Schwangere ihr Kind auf möglichst weh! Und dennoch ist für die meisten Frauen das Erlebnis Geburt einma- natürliche Weise, also weitgehend ohne medizinische Hilfe mit viel menschlig, ganz besonders und eine Zeit höchsten Glücks – wenn sie das kleine licher Zuwendung zur Welt bringen. In Geburtshäusern herrscht meist eine eher familiäre Atmosphäre, eine Notfallausrüstung steht natürlich beWunder, ihr Kind, endlich in den Armen halten dürfen! Frühzeitig sollten sich die werdenden Eltern Gedanken machen, wo der reit und die Zusammenarbeit mit umliegenden Kliniken bietet Sicherheit für den Ernstfall. Geburtshäuser haben keine Wochenstation, das heißt, Nachwuchs das Licht der Welt erblicken soll. Eine Klinik bietet die Gewissheit, dass im Notfall sofort medizinische dass Mutter, Vater und Kind etwa drei bis vier Stunden nach der EntbinHilfe für Mutter und Kind bereitsteht. Verläuft die Geburt ohne Komplika- dung wieder nach Hause gehen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die ­eigentlichen Hebammenleistungen sowie die Betriebskosten im Geburtshaus. Trotzdem können Kosten auf die werdenden Eltern zukommen Willkommen – beispielsweise für die Rufbereitschaft der Hebamme um den errechnekleiner Mensch! ten Geburtstermin. Im ausführlichen Beratungsgespräch mit den Hebammen erfahren Eltern alles Wissenswerte. Auch die Krankenkassen beraten ihre Versicherten. Heidelberger Gebärzimmer in der Klinik St. Elisabeth Max-Reger-Straße 5-7 | 69121 HD |  06221/488 61 71  In Heidelberg stehen vier Geburtskliniken zur Auswahl. Das Angebot an Kursen und Informationsveranstaltungen dieser Kliniken umfasst u.a. ­Infoabende mit Führungen durch Wochenstation und Kreißsaal, Geburtsvorbereitungs- und Säug­lingspflegekurse, Hebammensprechstunden, Stillberatung, Rück­bildungsgymnastik, Wochenbettnachsorge und Babymassagekurse. Es empfiehlt sich, frühzeitig Kontakt mit Ihrer Wunschklinik aufzunehmen; einerseits, um die für Sie in Frage kommenden Kurse buchen zu können, andererseits um die bevorstehende Geburt in der Klinik anzumelden und die Aufnahmeformalitäten im Vorfeld zu erledigen. Gerade

bei so genannten Risikoschwangerschaften ist die Vorstellung in einem ­Perinatalzentrum sinnvoll, damit bereits im Vorfeld Fragen geklärt werden kĂśnnen und bei der Geburt im Ernstfall ein Kinderarzt sofort anwesend ist. Ist der „Papierkram“ erledigt, kĂśnnen sich die werdenden Eltern ganz aufs Wesentliche – die Geburt – konzentrieren. Bei der Geburt im Krankenhaus werden die Paare in der Regel von angestellten Hebammen ­betreut. MĂśglich ist es nach RĂźcksprache jedoch häufig auch, eine freiberufliche Hebamme als Beleghebamme zur Geburt mit in die Klinik zu bringen. Dies sollten Sie im Vorfeld abklären. Frauenklinik der Ruprecht-Karls-Universität Im Neuenheimer Feld 440 | 69120 HD Perinatalzentrum. Terminvergabe fĂźr Schwangerenambulanz, Privatsprechstunde, Pränataldiagnostik sowie Hebammensprechstunde  06221/56-7896,  KreiĂ&#x;saal 06221/56-7971  Klinik St. Elisabeth (Belegärztliche Klinik) Max-Reger-StraĂ&#x;e 5-7 | 69121 HD |  06221/488-0  KreiĂ&#x;saal: 06221/488-280  St. Josefs-Krankenhaus LandhausstraĂ&#x;e 25 | 69115 HD |  Sekretariat: 06221/526-236  KreiĂ&#x;saal: 06221/526-217  Krankenhaus Salem ZeppelinstraĂ&#x;e 11-33 | 69121 HD |  Sekretariat: 06221/483-208  KreiĂ&#x;saal: 06221/483-344 |  Elternschule: 06221/483-155  Immer mehr Eltern setzen auf eine Hausgeburt. In gewohnter Umgebung kann das Baby zur Welt kommen, wenn die werdende Mutter und das Kind im Bauch gesund sind und die Schwangerschaft problemlos verlaufen ist. Die modernen Geräte der Hebammen und deren groĂ&#x;e Erfahrung geben den Eltern Sicherheit. Beratung dazu bieten die Hebammen. Hebammen sind wertvolle Helfer bei der Geburt. Sie kĂśnnen Vorsorge­ untersuchungen Ăźbernehmen und stehen während der Geburt und auch danach im Wochenbett und die gesamte Stillzeit hindurch den frisch ­gebackenen MĂźttern mit Rat und Tat zur Seite. Auch die RĂźckbildungsgymnastik ist Aufgabe der Hebammen. Viele Hebammen wenden alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur, HomĂśopathie und Laser­ therapie zur Schmerz- und Beschwerdenbehandlung vor, während oder nach der Geburt an, um Mutter und Kind zu schonen. Empfehlenswert ist es, schon frĂźhzeitig mit einer Hebamme Kontakt ­aufzunehmen. Zum ­einen sollte sich die werdende Mutter mit ihr gut verstehen und auf einer Wellenlänge liegen. Zum anderen ist es manchmal gerade in Urlaubszeiten gar nicht so einfach, eine Hebamme mit freien ­Terminen zu finden.


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St. Josefskrankenhaus Heidelberg GmbH Abteilung fĂźr Geburtshilfe und Gynäkologie - Chefarzt Dr. med. Holger Kaufmann LandhausstraĂ&#x;e 25 - 69115 Heidelberg - Telefon (06221) 526-236

Die WĂźnsche und BedĂźrfnisse der Frau stehen im Mittelpunkt

• Sicherheit durch Ă„rzte und Hebammen rund um die Uhr • 24-Stunden-Anästhesie- und OP-Bereitschaft • Familienzimmer fĂźr Partner und Geschwisterkinder Informationsabend und KreiĂ&#x;saalfĂźhrung jeden letzten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr KreiĂ&#x;saalfĂźhrung jeden Sonntag um 11:00 Uhr


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Der beschützte Schritt ins Leben Die moderne Geburtshilfe Noch scheint die Geburt in weiter Ferne – und doch machen sich Eltern heute frühzeitig Gedanken über den Geburtsvorgang und die damit verbundenen Fragestellungen. Die Gynäkologin Ingrid Schwaighofer-Bender, Belegärztin der Klinik Sankt Elisabeth in Heidelberg, und Sabine Steuer, Hebamme an der Klinik Sankt Elisabeth wissen Rat. Was geben Sie werdenden Müttern mit auf den Weg, um ihrem Kind den bestmöglichen Start ins Leben zu bieten? Ingrid Schwaighofer-Bender: Für die werdende Mutter ist der Gedanke an die Entbindung mit vielen Fragen und Gefühlen verbunden. Das wichtigste Ziel der Geburtshilfe ist die Gesundheit von Mutter und Kind. Wir bemühen uns, individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Eltern und auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Sowohl durch eine hochwertige medizinische Betreuung als auch durch eine persönliche und vertrauensvolle Atmosphäre. Wir raten allen werdenden Eltern: Besuchen Sie Informationsabende in verschiedenen Kliniken. Machen Sie sich selbst ein Bild und stellen Sie die Fragen, die Sie bewegen. Schauen Sie sich die Kreißsäle an. In diesen sollen sich die Frauen wohlfühlen, gleichzeitig sollten die Kreißsäle mit modernster Technik ausgestattet sein. Entscheiden Sie sich dann in Ruhe für die Klinik, in die Sie das meiste Vertrauen haben. Vertrauen und Gelassenheit sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Geburtserlebnis und für den bestmöglichen Start Ihres Kindes ins Leben. Gebären heute – welche Möglichkeiten haben Frauen? Sabine Steuer: Die Geburt ist für jede Frau – und für uns Hebammen auch – ein einzigartiges und sehr persönliches Erlebnis. Es gibt verschiedene Wege, ein Kind zur Welt zu bringen: „Klassisch“ im Liegen. Viele Frauen entscheiden sich für eine Geburt im Sitzen oder in der Hocke, im Vierfüßlerstand oder im Wasser. Zusätzlich dienen Pezziball, Sprossenwand und Hängeschlaufen der Entlastung unter der Geburt. In Badewannen können die Gebärenden entspannen, spezielle Gebärwannen ermöglichen die Wassergeburt. Schon im Vorfeld kann eine Schwangere sich überlegen, welche Geburtsmethode ihr am sympathischsten scheint. Und wenn es Mutter und Kind gut geht, unterstützen wir als Hebammen und Geburtshelfer immer die individuellen Entscheidungen. Unser Erfahrungswert zeigt, dass die letztendliche Entscheidung meist spontan getroffen wird, denn die Frau merkt während des Geburtsvorganges instinktiv, was ihr guttut und hilft.

 Wie können Sie Frauen helfen, wenn die Schmerzen während der Geburt zu stark werden? Sabine Steuer: Wir raten allen Schwangeren, das große Kursangebot zur Geburtsvorbereitung zu nutzen: Geburtsvorbereitungskurse, Schwangerschaftsgymnastik, Wassergymnastik, Yoga, Pilates, Akupunktur. Dort erlernte Entspannungs- und Atemtechniken helfen beim Verarbeiten der Schmerzen bei der Geburt und führen zur Verkürzung der GeLinks: Sabine Steuer, Hebamme burtsdauer. Während der Geburt hat sich Rechts: Ingrid Schwaighofer-Bender, die Begleitung durch den Partner oder Gynäkologin, Sprecherin der Belegärzte der Klinik Sankt Elisabeth eine Vertrauensperson sowie eine professionelle Unterstützung durch Hebamme und Geburtshelfer hinsichtlich der Schmerzlinderung als sehr positiv erwiesen. Darüber hinaus gibt es eine breite Palette von sanften Methoden, mit deren Hilfe die Geburt schmerzarm gestaltet werden kann. Dazu zählen neben erlernten Entspannungs- und Atemtechniken auch Entspannungsbad, Massage, Entspannungsmusik, Homöopathie und Akupunktur. Ingrid Schwaighofer-Bender: Des Weiteren haben wir Ärzte immer auch die Möglichkeit, schmerzlindernde Medikamente einzusetzen sowie mit Hilfe verschiedener Methoden der geburtshilflichen Regionalanästhesie durch die Anästhesisten sogar Schmerzfreiheit zu erreichen. Es gibt auf dem Weg zur Geburt für jede Frau das passende Mittel und die geeigneten Methoden zur Erleichterung und Unterstützung. Somit kann jede Frau den Geburtsschmerz bewältigen. Meine persönliche Erfahrung der letzten 25 Jahre zeigt mir eindrucksvoll, dass Frauen während der Geburt viel größere Kräfte entwickeln als sie sich zuvor je zugetraut hätten. Notfalldienst der Frauenärzte für Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis Gerade in der Schwangerschaft besteht verständlicherweise ein großes Bedürfnis, Probleme schnellstmöglich durch einen Facharzt abklären zu lassen. Dafür steht Ihnen der Notfalldienst der Frauenärzte in der Klinik Sankt Elisabeth in Heidelberg außerhalb der üblichen Sprechzeiten zur Verfügung. Gynäkologisches Ärztenetz Heidelberg/Rhein-Neckar e.V. Klinik Sankt Elisabeth | Max-Reger-Straße 5-7 | 69121 HD  06221/488-0  

Das Team der Klinik Sankt Elisabeth kann auf über 90 Jahre und mehr als 70.000 Geburten zurückblicken. Wir sind also schon ein bisschen stolz darauf, sagen zu können: „Wir haben mit die größte Geburtshilfe-Erfahrung in der Metropolregion Rhein-Neckar.“ All unser Wissen vermitteln wir Ihnen gerne in unserem umfangreichen Kursangebot rund um die Geburt Ihres Kindes – und darüber hinaus. Besuchen Sie einfach einen unserer Informations-Abende für werdende Mütter und Väter.

Umstands- und Stillmode, Wunderschöne Kleidung für Babies und Kids, Möbel, Spielsachen und Accessoires. Stresemannstraße 6 • 68165 Mannheim • Unsere Öffnungszeiten Montag Bis Freitag von 10.00 bis 18.30 Uhr, Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr

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Schwangerschaft & Geburt

Die Besuche der Hebamme werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Während der Schwangerschaft kann die Hebamme ca. ein- bis zweimal monatlich kommen (bei Bedarf öfter), nach der Geburt sieht die gesetzliche Regelung in den ersten 8 Wochen bis zu 26 Hausbesuche vor (bei B ­ edarf mehr). Diese Betreuung kann bis zum Ende der Stillzeit wahrgenommen werden. Bei Still- oder Ernährungsproblemem kann sie noch weitere acht Mal kontaktiert werden. Die Stillbetreuung, Geburtsvorbe­reitungskurse und Rückbildungskurse werden ebenfalls von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt. Jede Frau kann sich direkt an eine Hebamme wenden. Privatversicherte müssen sich bei ihrer Krankenkasse informieren. Eine weitere Möglichkeit der Geburtsbegleitung bieten Doulas. Sie arbeiten mit der Hebamme Hand in Hand und sorgen für eine Geburt in Geborgenheit und Würde. Doulas gibt es schon seit Jahrtausenden. Ihren Namen erhielten sie in den 1970er Jahren von den Professoren John Kennell und Klaus Marshall, die das Phänomen der kundigen Geburtsbegleiterin erforschten. Sie gaben dem neuen alten Beruf einen Namen. Dieses altgriechische Wort leitet sich von „doulalei“ ab und bedeutet „Dienerin der Frau“.

Die Erstausstattung fürs Baby Kleidung


5-6 Bodys (in der Größe 50, 56 oder 62) 5-6 Langarmshirts oder leichte Pullis, Hemdchen und Jäckchen 4 Strampler (in 50, 56 oder 62) 2 Paar Söckchen, 1-2 Paar warme Socken, 1-2 Strumpfhosen 4 Schlafanzüge (Größe 50, 56 oder 62) 2 Mützen (dick und dünn) 1 Ausfahrgarnitur (je nach Wetter) Spucklätzchen

Wickelkommode oder Wickel­ aufsatz für die Wanne Wickelauflage mit abwaschbarer oder abnehmbarer Auflage Windeleimer mit Deckel Windeln Mullwindeln oder Moltontücher (als Spucktücher und Unterlage) Pflegemittel (Wundschutzcreme, Feuchttücher, Babyöl) Badetücher Babybadewanne oder Badeeimer Badethermometer Waschhandschuh Bürste/Kamm Fieberthermometer Baby-Nagelschere eventuell Babywaage eventuell Heizstrahler


Top Ten der Vornamen – 2016 5.549 Babys erblickten 2016 in Heidelberg das Licht der Welt. In den Wochen und Monaten vor der Geburt ist für die Eltern meist die spannende Frage: Wie soll der Sprössling heißen? Erlaubt ist, was gefällt – diese Maxime gilt bei der Wahl des Vornamens nicht unbedingt. Lehnt ein Standesbeamter einen Namen ab, muss die Namensgebung vielleicht sogar vor Gericht geklärt werden. Als Richtlinie dient das „Internationale Handbuch der Vornamen“ des Standesamtsverlags. Darin sind über 65.000 Namen aufgeführt. MÄDCHEN Heidelberg Deutschland 1. Marie Mia 2. Sophie Emma 3. Maria Sophia 4. Emilia Hanna 5. Anna Emilia 6. Sophia Anna 7. Emma Marie 8. Johanna Mila 9. Lina Lina 10. Elisabeth Lea

Jungen Heidelberg Deutschland 1. Alexander Ben 2. Paul Paul 3. Maximilian Jonas 4. Elias Elias 5. Felix Leon 6. Jakob Finn 7. David Noah 8. Ben Luis 9. Moritz Lukas 10. Noah Felix

Quellen: Standesamt der Stadt Heidelberg/

Kinderbett, Stubenwagen oder Wiege mit Matratze und Laken Schlafsack Babyphon Wärmeflasche/Kirschkernkissen Nachtlicht Spieluhr Schnuller Ernährung Stillkissen Stilleinlagen 6 Milchfläschchen aus Glas oder Kunststoff mit Saugern, Größe 1 Teefläschchen mit Teesauger Baby-Anfangsnahrung Flaschenbürste Babykostwärmer Wasserkocher Sterilisator Thermobox/Thermoflasche Lätzchen

Unterwegs Kinderwagen mit Innentasche und Decke oder Fußsack, Regenschutz, Sonnenschirm und Wagennetz Tragetuch oder Tragesack Wickeltasche im Auto: Babyschale mit ECEPrüfnorm (mind. ECE 44/03; bis 13 kg, 0 bis etwa 15 Monate) Spielen waschbare Stofftiere Greifringe Krabbeldecke Spieltrapez

Heidelberger Kinderschutz-Engagement – HEIKE Frühe Hilfen Hier fällt keiner durchs Netz. HEIKE ist ein Kooperationsprojekt der Stadt und des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Heidelberg. Ziel von HEIKE ist es, das Engagement zum Schutz der Kinder zu verstärken und das System „Frühe Hilfen“ zu erweitern. „Frühe Hilfen“ versteht sich als Erstanlaufstelle für Anfragen und Mitteilungen in Zusammenhang mit elterlicher Überlastung und möglicher Kindeswohlgefährdung in der Phase der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr des Kindes. An die Anlaufstelle können sich werdende und frischgebackene Eltern wenden, die durch die Veränderungen und Anforderungen der Elternschaft verunsichert sind und Hilfe oder Beratung benötigen. Außerdem gibt es hier Informationen und Antworten auf alle Fragen zur frühen Kindheit und zum Kindesschutz. Anliegen der Anlaufstelle ist es, belasteten Familien eine individuell passende Hilfe und Unterstützung zu vermitteln, sowie die Familien durch die sensible Phase der frühen Kindheit zu begleiten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, schwer belasteten und Hilfe suchenden Familien ­eine ­Familienhebamme zu vermitteln, die die Familie in der Schwangerschaft und nach der Geburt zu Hause begleitet und sie im direkten ­Umgang mit dem Kind unterstützt. Bis zu einem Jahr lang kann sie die Familie besuchen.

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Schwangerschaft & Geburt

Möbel – sicher, gesund und schön sollen sie sein Für den Anfang benötigt das Baby noch nicht allzuviel. Ein Bettchen und eine Wickelkommode sind die wichtigsten Utensilien. Als erste Schlafstätte empfiehlt sich eine Wiege oder ein Stubenwagen – häufig werden diese an die nachfolgenden Generationen weiter gereicht, nachfragen bei der Familie lohnt sich also! Die Matratze sollte aus Latex oder Schaumstoff und darf nicht zu weich sein, den Baumwollbezug sollte man bei mindestens 60 Grad waschen können. Wichtiger Tipp: Weil eine Decke verrutschen und auch mal über dem Gesichtchen landen kann, ist ein Schlafsack die bessere und sicherere Variante. Der Wickeltisch sollte über eine ausreichend große Wickelfläche (möglichst flach, gepolstert und abwaschbar) verfügen sowie eine zur eigenen Körpergröße passende Höhe. Damit die Kleinen nicht abstürzen, empfiehlt sich außerdem eine seitliche Absicherung. Sinnvoll für kältere Tage: Ein Heizstrahler über dem Wickelbereich. Generell ist beim Kauf oder Eigenbau von Kindermöbeln auf zwei Dinge zu achten: Die sichere Verarbeitung sowie die Gestaltung, denn dem Kind sollte das Kinderzimmer auch gefallen, schließlich wird es viel Zeit darin verbringen. Das benutzte Material sollte auf jeden Fall gesundheitsunbedenklich sein, das heißt Lacke und Farben müssen schadstofffrei, speichel- und schweißecht sein, damit das Kind keine giftigen Stoffe aufnimmt. Empfohlen werden Möbel, die von einem unabhängigen Institut wie etwa dem TÜV Rheinland geprüft und mit dem GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ versehen wurden. Diese Möbel wurden anhand strenger Vorschriften gecheckt und erfüllen die erforderlichen Sicherheitsstandards für Kindermöbel. Weitere Gütezeichen für Möbel sind „Der Blaue Engel“ und das das „Goldene M“. Diese garantieren Schadstoffarmut und die Einhaltung von Qualitätskriterien. Des Weiteren sollten Kindermöbel keine scharfen Ecken und Kanten aufweisen, damit sich das Kind nicht verletzt. Darüber hinaus sollten Möbel, insbesondere Schränke und Regale, fest mit der Wand verschraubt sein, damit sie nicht umkippen, wenn ein Kind sämtliche Schubladen herauszieht oder daran hochklettert. Das eigene Zimmer ist mehr als „nur“ ein Platz zum Schlafen und Spielen. Das Kind soll sich in seinem Zimmer auch wirklich wohl fühlen und sich gerne darin aufhalten. Für gute Stimmung sorgen z.B. helle und freundliche Farben. Ist das Kind schon etwas größer, dann nehmen Sie es am besten mit zum Möbelkauf – Kinder wissen schon früh was ihnen gefällt! Noch ein Tipp: Ideale Kindermöbel wachsen mit; so wird aus dem Hochstuhl ein Jugendstuhl, aus dem Wickeltisch eine Kommode und aus dem Babybettchen eine Kindercouch.

Bitte nicht schütteln! Das Baby schreit andauernd, spuckt die Milch wieder aus, schläft kaum und ist permanent unzufrieden. Die Wäscheberge wachsen bis zur ­Decke, man hat es wieder nicht vor 14 Uhr geschafft zu frühstücken und Duschen und Schlafen sind zum Luxus geworden. Die erste Zeit mit Kind ist manchmal anstrengend. Da steigt das Risiko, dass die Nerven irgendwann blank liegen und man sich zu einer unüberlegten Handlung hinreißen lässt, um das Baby irgendwie still zu bekommen. Bitte schütteln Sie in solchen Stresssituationen niemals ihr Kind! Das kann schwere Verletzungen verursachen. Mediziner sprechen vom „Shaken-Baby-Syndrom“, zu deutsch Schütteltrauma. Dieses wird durch Schütteln des meist an Brustkorb, Schultern oder Armen gehaltenen Kindes verursacht. Dabei schlägt der Kopf des Kindes ungeschützt hin und her. Das Gehirn ist noch zart und verletzlich. Durch das Schütteln kommt es zu Einrissen in den Blutgefäßen. Diese Blutungen können zu schweren bleibenden Schäden führen wie Sehstörungen bis zur Blindheit oder Nervenschäden mit der Folge einer geistigen oder körperlichen Behinderung, im schlimmsten Fall sogar zum Tod. Wenn Sie spüren, dass Sie an Ihre Grenzen kommen, dann legen Sie das Kind vorsichtig in sein Bettchen und versuchen, etwas Distanz zu bekommen. Manchmal hilft auch ein Gespräch mit einer Vertrauensperson.

Schwangerschaft & Geburt


Gesunder und sicherer Schlaf So fühlen sich Babys wohl

Gerade in den ersten Wochen „tut“ das Baby noch nicht viel – trinken, schlafen und verdauen sind die Hauptthemen für den kleinen Erdenbürger. Und dennoch sind die frischgebackenen Eltern fast 24 Stunden mit der Pflege des Sprösslings beschäftigt. Zur sichersten Schlafposition des Babys informiert Sie der Kinderarzt im Krankenhaus oder bei der U2 ausführlich. Vorweg: Ein sich stets wiederholendes Zu-Bett-Geh-Ritual und ein fester Rhythmus erleichtern vielen Babys und Kindern den Übergang zur Schlafenszeit und geben ihnen ­Sicherheit. Für die richtige Umgebung gilt: Das Kind schläft im gesamten ersten Lebensjahr am besten im eigenen Bettchen im Schlafzimmer der Eltern. Das Bett sollte rundum gut belüftet sein, von der Verwendung von Nestchen oder Himmel wird heutzutage abgeraten. Die Gitterstäbe am Bett müssen einen geringen Abstand (4,5 bis 6,5 cm) aufweisen, so dass das Baby nicht mit dem Kopf dazwischen stecken bleiben kann. Ecken und Kanten müssen abgerundet sein, es sollen keine Schrauben hervorstehen. Im Bett sollte eine feste, glatte und luftdurchlässige Matratze liegen – Kissen, Decken, Felle oder Nestchen sind tabu, erläutert die Bun-


deszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BzGA). 16 bis 18 Grad Celsius Raumtemperatur sind optimal zum Schlafen, das Kind liegt am ­sichersten in einem Schlafsack auf dem Rücken. Nimmt das Kind einen Schnuller, sollte es diesen zu jedem Schlaf bekommen. Wichtig ist zudem eine rauchfreie Umgebung. Wer all diese Maßnahmen berücksichtigt, kann das Risiko des Plötz­ lichen Kindstodes deutlich minimieren. Mediziner sprechen vom plötzlichen Kindstod (Sudden infant death syndrome; kurz SIDS), wenn ein z­ uvor gesundes Kind vollkommen unerwartet im ersten Lebensjahr stirbt und sich keinerlei Erklärung dafür finden lässt. Laut Statistischem Bundesamt waren in Deutschland 2013 insgesamt 152 Kinder betroffen. Meist trifft es Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten mit einer Häufung zwischen der 5. und 11. Lebenswoche. Und: Im Winter sterben doppelt so viele Kinder am plötzlichen Kindstod wie im Sommer. Ausreichend Schlaf hat auch ganz andere Vorzüge: Eine aktuelle US-amerikanische Studie, die 17 Untersuchungen zum Thema Kinderschlaf und Übergewicht analysierte, kam zu dem Schluss, dass ausreichender und tiefer Schlaf bei Kindern offenbar das Risiko für Fettleibigkeit mindern kann. Die Wissenschaftler geben als optimale Richtwerte an, dass Kinder unter fünf Jahren mindestens elf Stunden am Tag und Kinder zwischen fünf und zehn Jahren etwa zehn Stunden pro Nacht schlafen sollten.


Finanzen & Co.


Finanzen & Co. Wichtige Anträge nach der Geburt Die Anstrengungen der Geburt sind geschafft, nun steht das Ausfüllen einiger Antragsformulare auf dem Programm. Denn nur so erhalten Eltern mögliche finanzielle Unterstützungen.

Kindergeld Grundsätzlich besteht für alle Kinder ab der Geburt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Anspruch auf Kindergeld. Für das erste und zweite Kind erhalten Sie monatlich 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro und für das vierte und jedes weitere Kind monatlich 223 Euro. Das Kindergeld beantragen Sie schriftlich bei der Familienkasse in Heidelberg. Die Anträge können Sie bei der Familienkasse anfordern oder per Download aus dem Internet ziehen – Diese sind ausgefüllt, unterschrieben und zusammen mit der Geburts­urkunde bzw. -bescheinigung an die Familienkasse zu schicken. Keine Sorge, wenn Sie nicht sofort daran denken, Kindergeld zu beantragen: Kindergeld wird rückwirkend für bis zu vier Jahre ausgezahlt. Familienkasse Heidelberg | Czernyring 22/11 | 69115 HD  0800/4 5555 30 

Elterngeld Elterngeld bekommen Erwerbstätige, Beamte, Selbstständige und erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende, Adoptiv-Eltern, Pflegeeltern und in Ausnahmefällen auch Verwandte dritten Grades. Das Elterngeld ist also allen Eltern garantiert, auch wenn sie vor der Geburt nicht berufstätig waren. Wer jedoch nach der Geburt eines Kindes mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, hat keinen Anspruch auf Elterngeld. Das Elterngeld wird in Höhe von 67 Prozent des in den zwölf Kalendermonaten vor dem Monat der Geburt des Kindes durchschnittlich erzielten monatlichen Einkommens aus Erwerbstätigkeit bis zu einem Höchstbetrag von 1.800 Euro monatlich für volle Monate gezahlt. Bei einem Nettoeinkommen von mehr als 1.200 Euro wird das Elterngeld in Stufen von 67 auf 65 Prozent gekürzt. Das Elterngeld beträgt für nicht erwerbstätige Elternteile mindestens 300 Euro monatlich. Gering verdienende Eltern werden zusätzlich unterstützt. Liegt das bereinigte Nettoeinkommen eines betreuenden Elternteils vor der Geburt des Kindes unter 1.000 Euro monatlich, so wird die Ersatzrate in kleinen Schritten von 67 Prozent auf bis zu 100 Prozent erhöht. Es empfiehlt sich, den Antrag auf Elterngeld zeitnah nach der Geburt des Kindes zu stellen, da die Zahlungen rück­wirkend nur für die letzten drei Monate geleistet werden. Elterngeld wird zusätzlich zum Kindergeld aus-

gezahlt. In den ersten zwei Monaten nach der Geburt wird es mit dem Mutterschaftsgeld verrechnet. Wer kein Mutterschaftsgeld erhält, bekommt von Anfang an Elterngeld. Arbeitnehmerinnen erhalten in den meisten Fällen erst ab dem dritten Monat Elterngeld, da die Mutterschutzleistungen ihres Arbeitgebers und ihrer Krankenkasse in den ersten beiden Monaten nach der Geburt meist höher sind. Anschließend haben sie noch höchstens zehn Monate Anspruch auf Elterngeld. Das Elterngeld wird an Vater und Mutter für 14 Monate gezahlt, beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann höchstens zwölf Monate allein nehmen, zwei weitere Monate sind als Option für den anderen Partner reserviert. Lebt der anspruchsberechtigte Elternteil mit einem weiteren Kind unter drei Jahren oder mit zwei weiteren Kindern unter sechs Jahren in einem Haushalt, wird das errechnete Elterngeld um 10 Prozent, mindestens jedoch um 75 Euro erhöht. Als soziale Komponente wird das Elterngeld für Personen, die der Reichensteuer unterliegen, komplett gestrichen. Neu eingeführt wurde das Elterngeld-Plus. Es steht Eltern zu, deren Kind nach dem 1. Juli 2015 geboren wurde und soll Müttern die frühzeitige Rückkehr in den Beruf ermöglichen. Statt wie bisher für 14 Monate gibt es nun die Möglichkeit, für 28 Monate Elterngeld-Plus zu beziehen – allerdings ist das dann nur halb so hoch. Außerdem wurden neue Bonusmonate eingeführt. Wenn beide Elternteile mindestens vier Monate gleichzeitig 25 bis 30 Stunden pro Woche in Teilzeit arbeiten, gibt es einen Partnerschaftsbonus und das Paar kann bis zu 36 Monate Elterngeld beziehen. Die Unterlagen für den Elterngeldantrag werden den Eltern circa zwei bis drei Wochen nach Anmeldung der Geburt beim Standesamt automatisch vom zuständigen Ministerium zugesendet. Landesbank Familienförderung | 76113 Karlsruhe  0800/664 54 71 (gebührenfrei)   Achtung: Das Elterngeld selbst ist steuerfrei, es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das heißt: Für das Einkommen des Ehepaars ist ein höherer Steuersatz zu zahlen. Er entspricht dem Satz, der zu zahlen wäre, wenn auch das Elterngeld als Einkommen gewertet würde. Dieser Sachverhalt wird beim Lohnsteuerabzug jedoch nicht berücksichtigt. Die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber vom Gehalt des weiter berufstätigen Partners abzieht, wird deshalb oft nicht ausreichen. Eine eventuell erwartete Steuer­ rückzahlung könnte dementsprechend nach Abgabe der Steuererklärung ausbleiben oder Sie müssen sogar mit einer Nachzahlung rechnen. Je nach Verdienst kann diese mehrere hundert Euro betragen. Durch die Wahl der richtigen Steuerklasse schon vor der Geburt können verheiratete Arbeitnehmer die Höhe des Elterngeldes beeinflussen. Da das

Finanzen & Co.

Elterngeld vom Nettogehalt berechnet wird, ist die Lohnsteuerklasse III mit den geringsten Abzügen vom Bruttolohn die günstigste Wahl und Lohnsteuerklasse V mit den höchsten Abzügen die ungünstigste. Doch der Wechsel in die andere Steuerklasse muss mindestens sieben Monate vor der Geburt erfolgt sein. Bei der Berechnung des Elterngelds zählt nämlich allein die Steuerklasse, die am längsten in den zwölf Monaten vor der Geburt des Kindes eingetragen war. Wer die Steuerklasse wechseln möchte, kann dies beim zuständigen Finanzamt beantragen. Die Wahl der Steuerklasse ist immer für ein Jahr bindend. Mehr Informationen zum Thema „Elterngeld“ sowie einen „Elterngeld­rechner“ finden Sie unter

Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung Das Bildungs- und Teilhabepaket fördert und unterstützt Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen. Leistungen aus diesem Paket können von Familien in Anspruch genommen werden, die Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe, Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen. Bestandteil dieses Paketes sind unter anderem Zuschüsse oder Kos­ tenübernahmen von Schul- und Kindergartenausflügen, für die Teilnahme an einem gemeinschaftlichen Mittagessen in der Kindertages­einrichtung sowie die finanzielle Unterstützung von Kultur,- Sport- und Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel die Übernahme der Kosten für den Sportverein oder die Musikgruppe. Fragen zum Bildungs- und Teilhabepaket können beim Jobcenter Heidelberg  06221/9159-409 bzw. 9159-459 oder beim Amt für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg  06221/58-37400 bzw. 58-38718 gestellt werden.

Landesfamilienpass Baden-Württemberg Den Landesfamilienpass erhalten Alleinerziehende, Familien mit mindes­ tens drei kindergeldberechtigten Kindern und Familien mit einem schwerbehinderten Kind sowie Familien, die Hartz IV- oder kinderzuschlags­ berechtigt sind und mit mindestens einem kindergeldberechtigten Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben – unabhängig von ihrem Einkommen. Der Pass ist erhältlich bei den Bürgerämtern der Stadt Heidelberg. Mit diesem Pass können insgesamt zwanzig Mal im Jahr kostenlos oder verbilligt zahlreiche staatliche Schlösser, Gärten und Museen besucht werden. Der Landesfamilienpass enthält Gutscheine u.a. für das Technoseum in Mannheim, das Heidelberger Schloss, das ZKM in Karlsruhe und die Wilhelma in Stuttgart. Zu einem vorgegebenen Termin können der Erlebnispark Tripsdrill und der Europa-Park in Rust ermäßigt besucht werden.

Finanzielle Hilfen für Familien mit geringem Einkommen Die Bundesregierung unterstützt Familien mit geringem oder keinem Einkommen dabei, ihren Alltag finanziell zu bewältigen. Auf der InternetSeite finden sich die wichtigsten Regelungen und Hilfen im Überblick. Darunter Informationen zu den Themen Kinderzuschlag, Hilfe für Schwangere in Notlagen, Elterngeld, Kinderbetreuung, Schulbedarfspaket, Einschulung, Zuschuss zu Klassenfahrten, Familienerholung, Freizeit gestalten, Ferien mit der Familie und vieles mehr.

Heidelberg-Pass und Heidelberg-Pass+ Anspruchsberechtigte Heidelberger des Bildungs- und Teilhabepakets haben auch Anspruch auf den Heidelberg-Pass. Alle anderen – geringverdienenden – Heidelberger können den Heidelberg-Pass+ beantragen. Neben der Beitragsfreiheit im letzten und vorletzten Kindergartenjahr in allen Kitas, des bezuschussten Mittagessens in Kindertageseinrichtungen sowie finanziell geförderten Sportvereinsmitgliedschaften bieten diese Pässe viele Vergünstigungen beim Besuch öffentlicher Einrichtungen wie Schwimmbädern, der Stadtbücherei, der städtischen Musik- und Singschule und des Kurpfälzischen Museums. Der Heidelberger Zoo kann kostenlos besucht werden. Auskünfte zur Beantragung der Heidelberg-Pässe und zu den Vorteilen des Heidelberg-Pass+ für Geringverdienende erhalten Sie bei den Bürgerämtern. Bürgeramt der Stadt Heidelberg Zentrale Verwaltung Bergheimer Straße 69 | 69115 HD  06221/58-17000 oder -17010  Es gib Bürgerämter in zehn Heidelberger Stadtteilen.


Das macht fröhlich: Familien mit Kindern erhalten finanzielle Unterstützung und Vergünsti­gungen von Stadt, Land und Bund.




Check beim Kinderarzt Zehn Vorsorgetermine geben Sicherheit Nie wieder wird Ihr Kind so schnell wachsen, nie wieder wird es sich so stark entwickeln, und nie wieder wird es so viel lernen, wie in den ersten Lebensjahren. Daher ist es wichtig, die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes regelmäßig zu überwachen, denn Früherkennung ist die Voraussetzung für erfolgreiche Behandlung. Frühzeitig sollten sich die werdenden Eltern um einen Kinderarzt bemühen, dem sie vertrauen – nicht nur bei ernsten Krankheiten wird man dem Doktor häufiger einen Besuch abstatten. Auch Impfungen werden in seiner Praxis durchgeführt, und nicht zu vergessen die Vorsorgeuntersuchungen. Zehn Untersuchungstermine stehen deshalb für Kinder auf der Vorderseite des gelben Vorsorgehefts, das den Eltern nach der Geburt ausgehändigt wird. Es begleitet den Nachwuchs von der Geburt bis zum 6. Lebensjahr. In diesem Heft sind neben den Untersuchungsergebnissen des Kinderarztes die Wachstumskurven für Gewicht, Körpergröße und Kopfumfang im Altersvergleich aufgeführt. Alle Untersuchungen werden übrigens von den Krankenkassen bezahlt.

U1 > Beim Check direkt nach der Geburt werden Herz und Lunge abgehört. Atmung, Durchblutung, Farbe, Muskelspannung und angeborene Reflexe werden kontrolliert. Etwas Blut aus der durchtrennten Nabelschnur wird entnommen und auf den Sauerstoff- und pH-Wert hin untersucht. Zudem wird der APGAR-Test durchgeführt – eine Minute und nochmals fünf und zehn Minuten nach der Geburt beurteilt der Arzt dabei den Gesamtzustand des Neugeborenen anhand folgender Aspekte: Atmung, Puls, Grundtonus und Aussehen und Reflexe. Für jeden Aspekt gibt es zwei Punkte – im bes­ten Fall also zehn. Natürlich wird zudem die Körperlänge, der Kopfumfang und das Gewicht des Neugeborenen vermerkt. U2 > Oft ist die U2 der letzte Termin vor der Entlassung aus dem Krankenhaus. Bei dieser Untersuchung werden alle Organsysteme des Kindes überprüft. Um Stoffwechselerkrankungen erkennen zu können, wird dem Baby eine kleine Blutprobe entnommen, meistens aus der Ferse. Und natürlich steht wieder das Messen und Wiegen, die Kontrolle der Reflexe, die Überprüfung von Herz und Atmung sowie weiteres mehr auf dem Programm. U3 > Neben der gründlichen Untersuchung bietet die U3 wieder Gelegenheit zu einem ausführlichen Beratungsgespräch mit dem Arzt. Das besondere Augenmerk liegt diesmal auf dem Ernährungszustand und dem Gewicht des Säuglings. Ein erster Hörtest kann zeigen, ob mit den Ohren alles in Ordnung ist. Auch wird eine Ultraschalluntersuchung der Hüften durchgeführt.

U4 > Neben den Routine-Checks (Gewicht, Größe, Reflexe, etc.) wird jetzt die Motorik immer wichtiger – Kopfkontrolle, Richtungshören, Kopf-­ Augen-Kontrolle, Sprachentwicklung. Zudem werden diesmal die ersten Impfungen besprochen oder gleich vorgenommen. Die ständige Impfkommission (STIKO) am staatlichen Robert Koch Institut empfiehlt in diesem ­Alter (frühestens ab der 9. Lebenswoche) mit dem Start der Grundimmunisierung in Form der folgenden Impfungen zu beginnen: Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Häemophilus Influenzae Typ B (HIB), Kinderlähmung, Hepatitis B sowie Pneumokokken. Angeboten wird zusätzlich die Impfung gegen Rotavirus-Infektionen (als IGeL-Leistung).

Genau hingeschaut Die ersten zehn Untersuchungstermine bis zur Einschulung sollte man keinesfalls versäumen. Auf der Vorderseite des gelben Vorsorgehefts sind die Zeitspannen aufgeführt, während der die Untersuchung vorgenommen wird. U1 – direkt nach der Geburt U2 – 3. bis 10. Lebenstag U3 – 4. bis 5. Lebenswoche U4 – 3. bis 4. Lebensmonat U5 – 6. bis 7. Lebensmonat U6 – 10. bis 12. Lebensmonat U7 – 21. bis 24. Lebensmonat U7a – 34. bis 36. Lebensmonat U8 – 43. bis 48. Lebensmonat U9 – 60. bis 64. Lebensmonat

U5 > Beweglichkeit und Körperbeherrschung – das sind die zentralen Themen bei dieser Untersuchung. Neben den Routine-Checks (Größe, ­Gewicht, Reflexe, etc.) nimmt der Kinderarzt außerdem die Funktion von Augen und Ohren unter die Lupe. Wenn alle Impfungen zeitgerecht vorgenommen wurden, sollten alle drei Impfungen der Grundimmunisierung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, HIB und Hepatitis B sowie Pneumokokken jetzt verabreicht worden sein. U6 > Im Mittelpunkt der U6 stehen die Prüfung der Feinmotorik sowie der sozialen Kontaktfähigkeiten. Außerdem werden Hör- und Sehstörungen mit entsprechenden Tests ausgeschlossen. Ab einem Alter von 11 Monaten werden die ersten

­ Lebendimpfungen“ verabreicht – eine gegen Mumps-, M „ ­ asern-, Röteln (MMR-Impfstoff) und eine gegen Windpocken (Varizellen-Impfstoff). Im ­Alter von 11 bis 14 Monaten (6 Monate nach der letzten Impfung der Grundimmunisierung) wird auch die 1. Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, HiB und Hepatitis B sowie die 4. Impfung gegen Pneumokokken gegeben. Die erste Impfung gegen Meningokokken ist ab vollendetem 12. Lebensmonat empfohlen.

Fröhliche, gesunde und aktive Kinder!

U7 > Sprach- und Hörentwicklung, die motorischen Fähigkeiten sowie die Entwicklung des Sozialverhaltens sind die wichtigsten Themen bei der U7. Generell sollte ein Kleinkind am Ende des 2. Lebensjahres bestimmte F­ ähigkeiten besitzen – beispielsweise mindestens 10 Worte sprechen, einfache Zeichnungen von Tier und Mensch benennen können, verbalen Aufforderungen folgen können, die Mehrzahl verwenden und den Vornamen sagen. Motorisch stehen ebenfalls einige Tests auf dem Programm, zum Beispiel wird gecheckt, ob das Kind einen Turm aus Klötzchen bauen kann, eine Kugel in eine Flasche stecken kann oder ähnliches. Auch das Treten und Werfen eines Balls, das sichere Vorwärts- und das Rückwärtslaufen wird der Kinderarzt sehen wollen. U7a > Schwerpunkte bei dieser Untersuchung für etwa 3-Jährige sind das Erkennen von allergischen Erkrankungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Übergewicht, Sprachentwick­lungs­störungen, Zahn-, Mundund Kieferanomalien. Zusätzlich wird auch überprüft, ob das Wachstum, z.B. der Wirbelsäule, ohne Störungen verläuft. Ebenso wird über die Kindergartenreife gesprochen. U8 > Jetzt darf Ihr Kind zeigen, was es kann. Auf einem Bein hüpfen, der Gebrauch einer Schere, 3-Teile-Männchen zeichnen – all so etwas wird sich der Kinderarzt jetzt demonstrieren lassen. Zudem gibt es einen gründlichen Check aller Organe und ihrer Funktion sowie einen Urin-Test. Ebenso wichtig ist ein umfangreicher Sehtest, denn spätestens jetzt sollten 100 Prozent Sehschärfe erreicht sein. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht natürlich auch ein ausführliches Gespräch mit den Eltern, um beispielsweise familiäre Risikofaktoren klären zu können. U9 > Die Einschulung steht bevor – Grund genug, noch einmal genau hinzuschauen. Sprachvermögen, Seh- und Hörtests, soziale Fähigkeiten – anhand verschiedener Tests wird der Arzt die Entwicklung des Kindes untersuchen. Zudem sollten bei der U9 Auffrischimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten vorgenommen werden. Wieder wird sich der Kinderarzt intensiv mit den Eltern über den Alltag unterhalten – und so auch die Beziehung zwischen Eltern und Kind unter die Lupe nehmen. Infos auch unter  und 

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Impfen, Fachärzte und vieles mehr Hilfreiche Informationen für Eltern Ein kleiner Pieks für mehr Sicherheit Der Termin für die erste Impfung steht fest – doch viele Eltern fragen sich erstmal, ob Kombinationsimpfungen sinnvoll sind, welche Impfungen wirklich nötig sind und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist. In Gesprächen mit dem Kinderarzt und mit anderen Eltern haben Sie es vielleicht schon bemerkt: Kein anderes Thema wirft so viele Fragen auf, wird so hitzig diskutiert, führt zu solch großer Unsicherheit, wie das Thema Impfen. Generell lässt sich sagen: Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Unmittelbares Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer ansteckenden Krankheit zu schützen. Als Beispiel soll die Verbreitung von Masern dienen: Die Masern werden durch den Masernvirus hervorgerufen. Diese sehr ansteckende und weltweit verbreitete Infektionskrankheit mit dem typischen rot-fleckigen Hautausschlag ist keine harmlose Kinderkrankheit. Sie schwächt das Immunsystem so stark, dass in der Folge schwere Komplikationen auftreten können. Besonders gefürchtet ist eine Hirnhautentzündung, zu der es in 1 von 1.000 Fällen kommt – eine Komplikation, die für etwa 10 bis 20 Prozent der Betroffenen tödlich endet, bei 20 bis 30 Prozent muss mit bleibenden geistigen Behinderungen gerechnet werden. In Deutschland geht die Zahl Maserninfizierter seit Einführung der Impfung im Jahr 1973 deutlich zurück.

Der richtige Facharzt Manchmal ist neben dem Besuch des Kinderarztes ein Termin in einer Facharztpraxis nötig. Da ist es gut zu wissen, dass sich auch Fachärzte auf kleine Patienten eingestellt haben. Denn: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und sollten deshalb kindgerecht behandelt werden. Die Spielecke im Wartezimmer gehört dann ebenso zur Praxisausstattung wie entsprechende Untersuchungsmethoden und -geräte. Hals-Nasen-Ohrenarzt: Neben der Feststellung der Hörfähigkeit ist der HNO-Arzt Anlaufstelle bei Mittelohrergüssen. Durch immer wiederkehrende Infekte der oberen Luftwege kann es zudem zu einer entzündlichen Schwellung des lymphatischen Rachenringes (dazu gehören Gaumen- und Rachenmandeln) kommen – auch dann ist der HNO-Arzt gefordert. Orthopäde: Haben Sie den Verdacht, dass mit der Haltung oder dem Knochengerüst Ihres Kindes etwas nicht stimmt, sollten Sie zum Orthopäden gehen. Der Facharzt übernimmt auch die Ultraschalluntersuchung der Hüfte des Säuglings, um eine Hüftdysplasie frühzeitig erkennen zu können (Kinderärzte, die ein Ultraschallgerät besitzen, machen diese Untersuchung häufig selbst). Augenarzt: Die Diagnose und Therapie häufiger Augenkrankheiten bei Kindern, augenärztliche Untersuchungen sowie Farbensehtests sind das Gebiet der Augenärzte.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) gibt gemäß § 20 Abs. 2 Satz 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Empfehlungen zur Durchführung von Schutzimpfungen und zur Durchführung anderer Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe übertragbarer Krankheiten beim Menschen. Der Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene (Stand August 2016) umfasst folgende Impfungen:

Hautarzt/Allergologe: Die Haut von Kindern gerät leichter aus dem Gleichgewicht als die von Erwachsenen. Neben Pilzen, Warzen, Blutschwämmen und Malen behandeln Hautärzte und Allergologen auch Neurodermitis, Allergien oder Heuschnupfen.

> Grundimpfschutz als Kombinationsimpfung: Tetanus, Diphterie, Keuch-

Ergotherapeut: Die Behandlung von Störungen des Bewegungsablaufs, der sensomotorischen Entwicklung, der Wahrnehmungsfähigkeit und -ver­arbei­ tung aber auch psychischer Erkrankungen wie Verhaltensstörungen, ADHS oder frühkindlichem Autismus ist Aufgabe eines Ergotherapeuten. Eine ergotherapeutische Behandlung kann vom Kinderarzt verordnet werden.

husten, HiB, Kinderlähmung, Hepatitis B in vier Teilimpfungen sowie Pneumokokken im Alter von 2, 3, 4 und 11-14 Monaten. > Auffrischungsimpfung: Tetanus, Diphterie, Keuchhusten in zwei Teilimpfungen im Alter von 5-6 und 9-17 Jahren. > Auffrischungsimpfung: Kinderlähmung im Alter von 9-17 Jahren. > Grundimpfschutz: Rotaviren im Alter von 6 Wochen und 2 u. 3-4 Monaten. > Grundimpfschutz als Kombinationsimpfung: Masern, Mumps, Röteln, Windpocken in zwei Teilimpfungen im Alter von 11-14 und 15-23 Monaten. > Grundimpfschutz: Meningokokken im Alter ab 12 Monaten.



„ich habe bauchweh!“ Krankheitssymptome richtig deuten und behandeln Wenn Kinder sprechen können, sagen sie uns, wo es wehtut. Allerdings können sie bis zum sechsten Lebensjahr Schmerzen kaum orten – meist sagen sie „Ich habe Bauchweh“, auch wenn eine Halsentzündung der Grund für das Unwohlsein ist. Noch schwieriger ist es, bei einem Säugling oder Kleinkind zu erkennen, ob es krank ist. Eltern müssen hier ganz genau hinschauen. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass ein Kind, das trotz Fieber spielt, nicht schwer krank ist. Auch ein gelegentlich laut schreiendes Kind ist wahrscheinlich nicht bedrohlich krank. Gefährlich wird es, wenn das Kind lethargisch ist, keinen Blickkontakt hält oder leise wimmert. Weitere ernst zu nehmende Anzeichen können sein: Das Kind spielt oder lacht weniger als sonst. Es lässt sich nur schwer beruhigen. Es klammert sich in übertriebener Weise an die Eltern. Zu Zeiten, in denen es sonst hellwach ist, will es nur schlafen und dämmert vor sich hin. Bei sehr jungen Säuglingen, hohem Fieber, bei unklaren Symptomen, entzündeten Augen, anhaltender Appetitlosigkeit, bei länger anhaltendem flüssigem Durchfall und Erbrechen, Ausschlag oder Atemnot sollte man das Kind unbedingt dem Arzt oder dem Notdienst beziehungsweise in einer Klinik vorstellen. Auch wenn man unsicher ist, kann der Anruf bei diesen Stellen Sicherheit geben. Bei leichtem Husten und Schnupfen, breiigem Stuhl oder Fieber können Eltern erst einmal abwarten, wenn das Kind trotzdem fidel ist und Appetit hat. Oft zeigt sich am nächsten Tag, wie sich das Krankheitsbild entwickelt, ob es sich verschlimmert oder ob die Symptome mit Hausmitteln zu lindern sind.

Zehn Tage „Extra-Urlaub“ Für berufstätige Eltern oft eine mittlere Katastrophe: Morgens wird klar, die oder der Kleine ist krank und kann nicht in den Kindergarten oder zur Tagesmutter. Wer bleibt nun zu Hause? Wie lange darf ich bei der Arbeit fehlen? Und wer zahlt meinen Lohn? Vorweg: Vor allem Hort- und Kindergartenkinder sind häufig krank: Bis zu zehn Infekte im Jahr gelten als normal. Jeder Elternteil darf für die Betreuung des kranken Kindes zehn Arbeitstage im Jahr frei nehmen – so ist der gesetzliche Anspruch. Alleinerziehende haben Anspruch auf die Gesamtzahl, das heißt 20 Tage. Bei zwei Kindern verdoppelt sich die Anzahl der Krankheitstage. Bei mehr als zwei Kindern gibt es dann allerdings eine Obergrenze: Diese liegt bei 25 Tagen pro Elternteil und 50 Tagen bei Alleinerziehenden. Diese Regelung gilt, wenn Elternteil und Kind gesetzlich krankenversichert sind.


Bewährte Hausmittel Husten, Schnupfen, Hals- oder Bauchschmerzen – manchmal muss man gar nicht zu Medikamenten greifen. Viele Hausmittel zeigen schnelle ­Wirkung und lindern die Beschwerden auf natürliche Weise. Wenn sich die Beschwerden allerdings nicht nach wenigen Tagen bessern, sollten Sie mit Ihrem Sprössling zum Arzt gehen! Kräutertees Bei vielen Beschwerden schaffen Tees aus Heilkräutern bereits Linderung:

> Anistee: bei Koliken, Blähungen und Verdauungsbeschwerden > Fencheltee: bei Bauchweh, Husten und Erkältungskrankheiten > Kümmeltee: bei Blähungen, Völlegefühl, Krämpfen im Magen-DarmTrakt, Mundgeruch, Muskelschmerzen, Rheuma, Husten und Milch­ mangel bei Stillenden, als Öl auch zur Baby-Bauch-Massage > Kamillentee: bei Magen- und Darmbeschwerden, wirkt krampflösend und entzündungshemmend. Bei Erkrankungen der Atemwege auch als Inhalation. > Pfefferminztee: bei Magen- und Darmbeschwerden > Salbeitee: bei Halsschmerzen, grippalen Infekten, Mundschleimhautentzündungen, Durchfall, Verstopfung, Schwitzen. > Lindenblütentee: bei Erkältung, Fieber, Abwehrschwäche. > Thymiantee: bei Husten, Bronchitis, Magen- und Darmbeschwerden > Melissentee: bei Magenproblemen, Kopfschmerzen, Stress Wickel Wickel sind eines der ältesten Hausmittel zur Behandlung von Krankheiten und deren Symptome. Sie werden kurzzeitig angelegt, um Wirkstoffe schnell in den Körper zu bringen, und haben eine stärkende Wirkung auf die Abwehrkräfte. Wickel nutzen für ihre Wirkung das System zur Regelung der Körpertemperatur aus. Je nach Funktion werden Wickel unterschieden in: wärmeentziehende Wickel, wärmestauende Wickel, heiße Wickel und schweißtreibende Wickel. Anwendungsbeispiele:

> Wadenwickel: bei hohem Fieber > Zwiebelwickel/-säckchen: bei Ohrenschmerzen, Bronchitis > Zitronenwickel: bei beginnender Halsentzündung, Heiserkeit > Senf-Wickel: bei Atembeschwerden, Bronchitis, Schnupfen, Gelenkund Muskelschmerzen

> Retterspitzwickel: bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Blut­ ergüssen, Hals- und Nackenschmerzen, Erkältungen, Kopfschmerzen

> Quark-Wickel: bei Schwellungen, Halsschmerzen, Insektenstichen > Kartoffel-Wickel: bei Muskelschmerzen, Bronchitis



Homöopathische Mittel

Bewährte homöopathische Mittel bei Kinderkrankheiten

Die Homöopathie ist ein schonendes Heilverfahren, viele Beschwerden bei Kindern und Erwachsenen lassen sich mit ihrer Hilfe lindern. Sie gilt als natürlich, unschädlich und nebenwirkungsarm. Bei Kindern empfiehlt sich die Anwendung von Globuli, zuckerhaltigen Streukügelchen. Sie lassen sich leicht dosieren und werden in der Regel gut angenommen. Neugeborene und Säuglinge bekommen pro Gabe 1 Globulus, Kleinkindern geben Sie 3 Globuli, ab dem Schulkindalter verabreichen Sie 5 Globuli pro Gabe. Je akuter die Krankheit und je niedriger die Potenz, desto öfter erfolgt die Arzneigabe.

Aconitum Napellus: Angst- und Unruhezustände, Erkältungskrankheiten, Fieber

> Tiefe Potenzen (D1 bis D6) werden im Akutfall öfter gegeben > mittlere Potenzen (D12, D30) gibt man ein- bis dreimal täglich > Hochpotenzen (D200) werden bei chronischen Krankheiten nur einmalig angewendet und gehören in die Hände erfahrener Homöopathen. Gut zu wissen: Die Homöopathie wirkt als Reiz- und Regulationstherapie. Nach der erstmaligen Einnahme des Mittels kann es zur so genannten Erstverschlimmerung kommen. Falls Ihr Kind eine Erstverschlimmerung zeigt, sollte das Mittel abgesetzt werden und ein Homöopath hinzugezogen werden. Die niedrigen Potenzen und Dosierungen rufen allerdings eher selten eine Erstverschlimmerung hervor. Auch die Behandlung mit homöopathischen Mitteln hat Grenzen. Sie sollten immer dann einen Kinderarzt hinzuziehen, wenn es Ihrem Kind schlechter geht, als das bei den alltäglichen Wehwehchen und Erkrankungen üblich ist.

Apis Mellifica:

Insektenstiche, allergische Hautreaktionen

Arnica Montana: Verletzungen, Wunden, Blutergüsse, Muskelkater, Zerrungen Arsenicum album: Brechdurchfall mit unstillbarem Erbrechen, Magen-Darm-Infekt Belladonna: Mittelohrentzündung, Halsschmerzen, Erkältungskrankheiten, fieberhafte Infekte, Sonnenbrand, Verbrennungen Bryonia Cretica: Kopfschmerzen, fieberhafte Atemwegserkrankungen, will absolut in Ruhe gelassen werden Calendula Officinalis: Hautverletzungen Cantharis: Harnwegsinfekte Chamomilla: Zahnungsbeschwerden, fieberhafte Infekte, Blähungen Clematis Recta: Windeldermatitis Coffea Arabica:

Unruhezustände, Schlafstörungen

Drosera: akute Atemwegsinfekte, trockener Husten, der zum Erbrechen führt Dulcamara: Erkältungen und Infekte der Atem- oder Harnwege vor allem nach Durchnässung Euphrasia:

Entzündungen der Augen

Ferrum Phosphoricum: fieberhafte Infekte, Mittelohrentzündung Hepar Sulfuris: eitrige Hautentzündungen, Atemwegs­ erkrankungen, Pseudo-Krupp Ledum Palustre: Insektenstiche, Zeckenbisse, Augen­ verletzungen Nux Vomica: Atemwegserkrankungen, Verdauungs­ beschwerden, Übelkeit Okoubaka: Durchfall, verdorbener Magen, Nahrungsmittel­unverträglichkeit Phytolacca Americana: Halsschmerzen, Mandelentzündung Bei vielen alltäglichen Wehwehchen und Erkrankungen lassen sich mit Hausmitteln gute Erfolge erzielen.

Pulsatilla Pratensis:

Mittelohrentzündung, Infekte der Atemwege


Verhaltensauffälligkeiten, Impffolgen


Heiserkeit, Pseudo-Krupp, Reizhusten



Im Fall der Fälle richtig reagieren Gut gerüstet für Not- und Krankheitsfälle Die Hausapotheke – das sollte stets griffbereit sein Kopfweh, Bauchschmerzen, Durchfall oder blaue Flecke sind im Alltag mit kleinen Kindern an der Tagesordnung. Mit der richtigen Vorsorge können Eltern im Notfall selbst schnell reagieren, um Schmerzen zu lindern und Krankheiten entgegenzuwirken. Eine gut sortierte Hausapotheke speziell für kleine Patienten sollte in jedem Haushalt mit kleinen Kindern jederzeit griffbereit sein. Tipps zu sinnvollen Medikamenten und Verbandsmaterialien sind in Apotheken, aber auch beim Kinderarzt erhältlich. Damit die Hausapotheke im Krankheits- oder Notfall nicht erst lange gesucht werden muss, sollte sie einen festen, für Kinder jedoch unzugänglichen Platz haben. Am besten eignet sich ein verschließbarer Schrank. Fast alle Medikamente müssen kühl, trocken und dunkel aufbewahrt werden. Kontrollieren Sie bei allen Medikamenten in regelmäßigen Abständen das Haltbarkeitsdatum und erneuern Sie Ihre Vorräte rechtzeitig. Hier einige Hilfsmittel und Medikamente, die im Fall der Fälle helfen können und deshalb als Grundausstattung in eine kindgerechte Hausapotheke gehören:

> digitales Fieberthermometer > Verbandsschere > Pinzette > Zeckenzange > Pipette > Einmalhandschuhe > Leinentuch für Umschläge > Wärmflasche oder Kirschkernkissen > Rettungsdecke aus Aluminiumfolie > Desinfektionsmittel zum Säubern von Wunden > Pflaster in verschiedenen Größen und Pflasterrolle > sterile Wundschnellverbände in verschiedenen Größen > Mullbinden, Brandwundauflage und Dreieckstuch > Sofortkältepackungen (im Gefrierschrank aufbewahren) > fiebersenkende/schmerzstillende Zäpfchen oder Saft > abschwellende Nasentropfen (nur für den kurzzeitigen Gebrauch) oder Meersalzlösung

> schleimlösende Präparate (z.B. mit dem Wirkstoff Acetylcystein, ACC) > pflanzlicher Hustensaft > Wund- und Heilsalbe für kleinere Verletzungen > Zinkoxidsalbe gegen einen wunden Po


> Antihistamingel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche > medizinische Kohle und Entschäumungstropfen, z.B. Sab Simplex Erste Hilfe am Kind Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Die Zweijährige zieht den Topf mit kochendem Wasser vom Herd, der Vierjährige wird von einer Biene gestochen, das Baby verschluckt sich an einem Apfelstück. In solchen Notfällen ist Besonnenheit und richtiges Handeln oberstes Gebot. Das ist meist leichter gesagt als getan. Aber die Eltern können beruhigt sein: Wer gut vorbereitet ist, kann mit solchen Situationen besser umgehen. Deshalb lohnt es sich, einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, bei dem speziell auf Kindernotfälle eingegangen wird. In diesen Erste-Hilfe-Kursen werden die stabile Seitenlage und die HerzLungen-Wiederbelebung bei Kindern geübt. Man lernt, was beim Verschlucken, bei Verbrennungen, Vergiftungen und Luftnot zu tun ist und wird über die Maßnahmen bei Verletzungen der Haut, der Gelenke und Knochen informiert. Ebenso geben die Notfall-Experten Tipps zum Verhalten bei plötzlichen Erkrankungen im Kindesalter.

Erste Hilfe am Kind

Ausbildung für Schutzengel!

Mit allen Sinnen entdecken Kinder ihre Welt. Bei Notfällen sind meist die Eltern oder Großeltern die rettenden Schutzengel. Dieser Lehrgang vermittelt die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Notfällen vom Säuglings- bis zum Grundschulalter. Kurstermine und Infos unter: Telefon 0621 48303-30



Auf jeden Fall sollten Sie eine Broschüre über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kindern griffbereit zu Hause haben – und diese sollte man in einer ­ruhigen Minute schon einmal lesen. Griffbereit neben das Telefon gehört natürlich ein Verzeichnis mit Notfallnummern, zum Beispiel die für Ihre R ­ egion zuständige Giftnotrufzentrale, die Telefonnummer der Kinderarztpraxis, der nächsten Notdienstzentrale und Ähnliches. Spezielle Erste-Hilfe-Kurse für Kindernotfälle bieten in Heidelberg neben den Geburtskliniken unter anderen folgende Institutionen an: Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. Langer Anger 2 | 69115 HD  06221/90 100  Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Regionalverband Baden Saarburger Ring 61 | 68229 MA  0621/48 303-30  Malteser Hilfsdienst e.V. Mittermaierstraße 15 | 69115 HD  06221/16 08 64  Zentrum Erste Hilfe Notfalltraining (ZEHN) Bildäcker 24 | 69168 Wiesloch  06222/58 53 93 

Gut zu wissen ... In der Vielzahl der Fälle werden Sie Ihrem erkrankten oder verunglückten Kind selbst helfen können. Manch eine Verletzung sieht auf den ersten Blick schlimmer aus, als sie wirklich ist. Immer aber gilt: Ruhe bewahren und – wenn Sie nicht mehr weiter wissen – Kinderarzt, Notfallambulanz oder Rettungsdienst ( 112) kontaktieren. Hier einige Tipps zur Ersthilfe: Fieber: Kinder haben häufig Fieber, vor allem in den frühen Lebensjahren. Fieber ist ein Zeichen dafür, dass sich der Organismus mit Krankheitserregern auseinandersetzt. Der erste Schritt für die Eltern ist der Griff zum Fieberthermometer. Bei Kindern bis zum Alter von vier Jahren sollte die Körpertemperatur rektal, also im After gemessen werden. Die normale Körpertemperatur eines Kindes liegt zwischen 36,5 Grad und 37,5 Grad. Bis zu 38,5 Grad spricht man von erhöhter Temperatur. Steigt die Temperatur noch höher, hat das Kind Fieber. Ab 39,5 Grad spricht man von hohem Fieber. Ein Kind, das eine fieberhafte Erkrankung ausbrütet, kann zunächst stiller als gewöhnlich sein. Vielfach ist auch der Appetit schlechter oder das Schlafbedürfnis größer. Ein leichter Infekt, zu viel Anstrengung oder Sonne sowie eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme können Fieber bis 38,5 Grad verursachen. Schwere bakterielle oder virale Infektionen sind oft Grund für Fieber über 38,5

Bei Babys und Kleinkindern sind andere Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen als bei Erwachsenen. Deshalb gibt es spezielle Kurse. Grad. Auch nach Impfungen kann es zu Fieber kommen. Wichtig ist es, bei einem fiebernden Kind auf ausreichende Flüssigkeits­zufuhr zu achten. Die Kleidung sollte angemessen sein. Ein einfaches Hausmittel zur Fiebersenkung sind Wadenwickel. Prinzipiell gilt, dass bei Kindern immer a­ nzuraten ist, die Fieberursache von einem Kinderarzt abklären zu lassen. Für Eltern ist es oft sehr schwierig einzuschätzen, ob das Fieber ihres Kindes harmlos ist oder ernstzunehmende Ursachen hat. Eine mögliche Komplikation sind Fieberkrämpfe – Infektkrämpfe, die besonders im Kleinkindalter auftreten. In diesem Fall heißt es: Ruhe bewahren und einen Arzt oder Notarzt rufen. Meist ist der Verlauf übrigens unkompliziert. Insektenstiche: Normalerweise sind Insektenstiche harmlos, oft jedoch schmerzhaft und verursachen Juckreiz. Gerade Bienen- und Wespenstiche können beim Zweitkon­takt zudem allergische Reaktionen hervorrufen. Wichtig ist zunächst, das Kind zu beruhigen. Ein zurückgebliebener Stachel in der Haut muss vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden. Kalte Umschläge, Eis oder Hausmittel wie Zitronensaft, Gurkenscheiben oder Zwiebeln lindern die Schwellung und die Schmerzen. Im Fall einer allergischen Reaktion sollte sofort der Notarzt gerufen werden. Hat eine Zecke

zugebissen, sollte diese umgehend mit einer Zeckenkarte oder -zange entfernt werden. Die Zecke kann gerade herausgezogen oder herausgedreht werden. Ist sie entfernt, sollte die Stelle desinfiziert werden. Öl, Creme, ­Nagellack, Kleber oder Alkohol haben auf einer Zecke nichts zu suchen – Giftstoffe und Bakterien gelangen mit diesen Mitteln noch schneller in den Blutkreislauf.

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Kleinere Verbrennungen: Bei Verbrennungen die Kleider entfernen, wenn sie nicht an der Haut haften. Die betroffene Körperstelle unter fließendem, nicht zu kaltem Wasser 15 bis 20 Minuten kühlen. Kleinere Verbrennungen oder Verbrühungen ohne Blasenbildung nicht mit Pflaster oder Verband abdec­ken sondern an der Luft heilen lassen. Eis sollte nicht angewendet werden, denn bei zu starker Kühlung kann die Haut einen Kälteschaden erleiden. Vermeintliche Hausmittel wie Butter, Mehl oder auch Puder und Salben dürfen nicht angewendet werden; sie halten die Hitze im Gewebe fest und verhindern, dass Sauerstoff an die Wunde gelangt, oder verkleben mit der Wunde. Stürze: Fast die Hälfte aller Unfallverletzungen im häuslichen Bereich sind Stürze und oft landet das Kind dabei auf seinem Kopf. Nach einem solchen Unfall ist es wichtig, das Kind genau zu beobachten – Symptome schwerer innerer Verletzungen können noch bis zu 48 Stunden nach einem Sturz auftreten. Fremdkörper in Luft- oder Speiseröhre: Erdnüsse, kleine Spielsachen, Apfelstücke – kaum ein Notfall tritt so unvermittelt ein wie ein Erstickungsanfall. Je kleiner die Kinder sind, desto größer ist die Gefahr des Verschlu­ ckens und Erstickens. Schnellstmögliche Hilfe ist besonders wichtig, wenn die Atemwege komplett verlegt sind, denn wenn die Sauerstoffversorgung länger als 3 bis 5 Minuten unterbrochen ist, drohen massive Schäden des Gehirns oder gar der Tod. Hilfreich ist die Beherrschung der Rückenklopfmethode und des so genannten Heimlich-Manövers, die beide dazu dienen, festsitzende Fremdkörper zu lösen. Schürf- und Schnittwunden: Nicht nur abenteuerlustige Kinder haben sie ganz schnell – Schürf- und Schnittverletzungen sind im Kleinkindalter an der Tagesordnung. Schürfwunden sind meist sehr schmerzhaft. Die Wunde sollte mit einem desinfizierenden Mittel gereinigt werden. Versehen mit einem atmungsaktiven Sprühpflaster oder einer Wundauflage, die mit einer Mullbinde fixiert wird, ist das Unheil schnell vergessen. Schnittwunden sollte man kurz bluten lassen, damit Keime und Schmutz herausgespült werden. Anschließend desinfizieren und mit einem Wundverband bedecken. Größere Wunden muss unbedingt ein Arzt in Augenschein nehmen.

Kinder, stellt die Lauscher auf! Gutes Hören ist genauso wichtig wie gutes Sehen. Was das Auge unter schwierigen Sichtverhältnissen nicht leisten kann, gleicht ein gutes Hörvermögen aus. Sicher ist sicher. Ein kostenloser Hörtest bringt Gewissheit. Wir freuen uns auf Euren Besuch. Rohrbacher Str. 57 69115 Heidelberg Tel.: 06221.599122 •

Bahnhofsplatz 1 69221 Dossenheim Tel.: 06221.9855014




Mit dem ersten zähnchen geht es los Ein Besuch beim Zahnarzt steht an Gesunde Zähne sind wichtig, sie bleiben im besten Fall ein Leben lang erhalten. Schon früh sollten daher die Pflege und die Kontrolle der kleinen Beißerchen ein großes Thema für Eltern sein. Frau Dr. med. dent. Debora Schlieter ist Kinderzahnärztin und beantwortet für Eltern & Kind wichtige Fragen zum Thema Kinderzahngesundheit. Wann sollte mein Kind zum ersten Mal zum Zahnarzt gehen? Dr. med. dent. Debora Schlieter: Wir Kinderzahnärzte empfehlen einen Besuch beim Zahnarzt ab dem ersten Zähnchen, denn leider haben etwa 10 bis 20 Prozent der Kleinkinder in Deutschland bereits vor ihrem dritten Geburtstag kariöse Zähne. Aus diesem Grund enthält das gelbe Kinderuntersuchungsheft seit Juli 2016 sechs rechtsverbindliche Verweise vom Kinderarzt zum Zahnarzt, beginnend ab der U5, d. h. im Zeitraum zwischen dem 6. und 7. Lebensmonat. So kann sich Ihr Kind auch langsam an die Zahnarztpraxis gewöhnen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sorgen für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zum Zahnarzt und auftretende Probleme werden frühzeitig erkannt. So werden Folgebehandlungen wesentlich erleichtert. Mein Kind will nicht Zähneputzen!? Spätestens sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, sollten Sie mit dem Zähneputzen beginnen. Doch Zähneputzen ist nicht einfach, weder für Ihr Kind noch für Sie. Massieren Sie bitte bereits vor dem Durchbruch der ersten Zähnchen regelmäßig den Kieferkamm spielerisch und sanft mit einer weichen Kinderzahnbürste. Fangen Sie spätestens mit dem ersten Zahn das Zähneputzen an. So gewöhnt sich Ihr Kind leichter und schnel-

ler an die Zahnbürste. Es ist auch sehr wichtig, dass Sie konsequent sind, sonst wird es immer mehr Ausnahmen vom Zähneputzen geben. Bitte bedenken Sie, dass Ihr Kind die/der Leittragende sein wird, wenn die Mundhygiene nicht gut ist und Löcher entstehen. Kinder mit zwei oder drei Jahren können noch nicht einschätzen, welcher Schaden auf sie zu kommt, wenn sie sich nicht die Zähne putzen lassen. Hier müssen Sie als Mama und Papa Ihren Liebling zu seinem Glück bringen. Sie können versuchen, Ihr Kind mit „Entertainment“ das Zähneputzen näher zu legen und leichter zu machen. Es gibt blinkende Zahnbürsten oder elektrische Bürsten, die Musik spielen. Manchmal hilft es auch, eine kleine Geschichte zu erzählen oder ein Lied zum Zähneputzen zu singen. Warum müssen Milchzähne behandelt werden? Der Schmelzmantel der Milchzähne ist sehr viel dünner als bei bleibenden Zähnen. Karies kann sich dementsprechend schneller in das Zahnmark und schließlich bis zum Zahnnerv ausbreiten, Nachbarzähne können angesteckt werden. Es kann relativ schnell zu Schmerzen kommen, unbehandelt bis zu einem Abszess führen und dadurch zu einem akuten Notfall werden. Der Zahnkeim des bleibenden Zahnes kann einen dauerhaften Schaden davontragen. Geht ein Milchbackenzahn verloren, können die Nachbarzähne in die Lücke kippen und eine Fehlstellung der Zähne und des Kieferwachstums verursachen. Eine frühe Behandlung aller kariösen Läsionen an Milchzähnen spielt deshalb eine besondere Rolle: Die Anzahl kariesverursachender Bakterien in der Mundhöhle wird reduziert und somit ein besseres Milieu für die bleibenden Zähne geschaffen. Was tun wenn ein Milchzahn frühzeitig verlorengegangen ist? Früh verloren gegangene Milchzähne in der Front werden in der Regel nicht ersetzt. Zur Unterstützung der Sprachentwicklung oder aus psychologischen Gründen (wenn ein Kind sich für die Frontzahnlücke schämt oder deswegen gehänselt wird) kann eine Frontzahnprothese angezeigt sein. Wenn Seitenzähne vorzeitig entfernt werden müssen, ist es sehr häufig sinnvoll, einen Platzhalter einzusetzen. Dieser soll verhindern, dass sich die Lücke verengt und der bleibende Zahn im Durchbruch behindert wird. Platzhalter gibt es herausnehmbar und festsitzend. Warum sollte ich mit meinem Kind zum Kinderzahnarzt gehen? Ein Kinderzahnarzt ist wie ein Kinderarzt ganz auf kleine Patienten und deren Eltern eingestellt. Auch das Praxisteam ist im Umgang mit Kindern speziell geschult. Materialien und Geräte sind auf Kinder und deren Bedürfnisse zugeschnitten – und nicht zuletzt sorgt die auf Kinder ausgerichtete Praxiseinrichtung für eine entspannte Atmosphäre, so dass die kleinen Patienten sich wohlfühlen und im optimalen Fall ein Leben lang gerne zum Zahnarzt gehen.

Ihre K in zahnar derzt in Heid praxis elberg ! Vom e

rste zum 18 n Zahn bis . Gebu rtstag

PRAXIS FÜR KINDER- & JUGENDZAHNHEILKUNDE NDE Dr. med. dent. Debora Schlieter (Spezialistin für Kinder-und Jugendzahnheilkunde der DGKIZ) Schloss-Wolfsbrunnenweg 40 69118 Heidelberg Telefon: 06221 / 67 358 55 E-Mail: Alle Kassen




Gesunde Zähne von Anfang an Gute Startvoraussetzungen dank früher Pflege

Sie sind echte Schwerarbeiter: unsere Zähne. Die Knospen der 20 Milchzähne werden bereits zwischen der achten und zehnten Schwangerschaftswoche angelegt. Meist blitzen als erstes die Vorderzähne aus dem Unterkiefer hervor, durchschnittlich im 6. oder 7. Lebensmonat. Ist das Kind zwischen 2 und 3 Jahre alt, sind alle da – und hinter Eltern und Kindern liegen mehr oder weniger beschwerliche Zeiten. Während bei dem einen die Zähnchen ganz unbemerkt sprießen, hat das andere sichtlich Schmerzen – erkennbar an einer feuerroten, entzündeten Wange, an Schlafproblemen und Quengeligkeit, möglicherweise sogar Fieber. Ein wenig Abhilfe schaffen einfache Mittel: Kalte Umschläge, gekühlte, PVC-freie Beißhilfen (das kann im Notfall auch eine Packung Tiefkühl­erbsen sein) oder Zahnfleischmassagen mit dem Finger (wenn das Baby es zulässt). Kommt das Kleine gar nicht zur Ruhe, können – nach Rücksprache mit dem Kinderarzt – Schmerzmittel oder Gele und Tropfen, die ins Zahnfleisch massiert werden, Linderung bringen. Wichtig: Gerade in dieser Zeit sollte auf Zuckerzusätze verzichtet werden, da die kleinen Beißerchen darauf schon sehr empfindlich reagieren. Zahnärzte raten ohnehin: Sollen die Zähne des Kindes von Anfang an geschützt werden, sollte man mit gutem Beispiel vorangehen: regelmäßig Zähne putzen und wenig Süßes essen. Bei der Ernährung lohnt sich der Blick auf die Inhaltsstoffe, denn gerade versteckte Zucker, zum Beispiel in Marmelade, Müsli und zahlreichen Getränken, nagen an den Zähnchen. Karies hat keine Chance, wenn man ein paar einfache Zahnpflege-Regeln beachtet.

Instant-Tees enthalten mehr als 95 Prozent, Kakaopulver und Frucht­aromen mehr als 80 Prozent Zucker – besser sind ungesüßte Tees, Wasser und Fruchtschorlen. Ab und zu naschen ist natürlich durchaus erlaubt – am besten zahnfreundliche Süßigkeiten, erkennbar am Zahnmännchen mit Schirm auf der Verpackung. Die sorgfältige Pflege der Milchzähne lohnt sich, obwohl sie ja ab einem Alter von etwa 6 Jahren schon wieder ausfallen, um den bleibenden Zähnen Platz zu machen. Bis alle Milchzähne ersetzt worden sind, dauert es in der Regel bis zum elften oder zwölften Lebensjahr. Wenn Milchzähne wegen nicht ausreichender Pflege zu früh eingebüßt werden, kann es zu Fehlstellungen kommen, da sie das Kieferwachstum und den Durchbruch der bleibenden Zähne beeinflussen. Zudem sind gesunde Milchzähne wichtig für die Kau- und Verdauungsfunktion sowie für die Sprachentwicklung.

Durchbruch der Milchzähne Mittlere Schneidezähne unten: Mittlere Schneidezähne oben: Seitliche Schneidezähne oben: Seitliche Schneidezähne unten: Vordere Backenzähne: Eckzähne: Hintere Backenzähne:

4. - 10. Lebensmonat 5. - 11. Lebensmonat 6. - 12. Lebensmonat 6. - 12. Lebensmonat 10. - 18. Lebensmonat 12. - 20. Lebensmonat 18. - 30. Lebensmonat

Früh übt sich, wer ein Zahnputzmeister werden will Weil Zahnbelag schon auf dem ersten Zähnchen entsteht, ist die regelmäßige Entfernung durch Putzen wichtig. Es gibt spezielle Zahnbürsten, die den verschiedenen Altersklassen zugeordnet sind und gezielt auf die Anforderungen der künftigen Zahnputzmeister eingehen. Wichtig ist, dass die Zahnbürste regelmäßig – spätestens alle drei Monate – gegen eine neue ausgetauscht wird. Gerade bei den ers­ten Zähnchen kann man sich auch mit einem Mull-Läppchen, einem Wattestäbchen oder einer Fingerhut-Zahnbürste behelfen. Mit zunehmenden motorischen Fähigkeiten wollen die Kleinen auch selbst putzen. Am einfachsten ist hier die KAI-Methode: Erst die Kau­ flächen, dann die Außenflächen, zum Schluss die Innenflächen putzen. Dennoch gilt: Bis zum Alter von mindestens 6 Jahren sollten die Eltern nachputzen, um eine gute Reinigung der Milchzähnchen und später der bleibenden Zähne zu gewährleisten.

Fluoride – Salze für gesunde Zähne Fluoride sind ein Schutz für die Zähnchen und wichtiger Bestandteil der ­Kariesprophylaxe. Sie härten den Zahnschmelz und haben eine positive


Wirkung auf die Zahnoberflächen. Dadurch können sich die Bakterien nur schwer dort anheften, vermehren sich weniger und der Zahnbelag entsteht langsamer. Als natürliche Spurenelemente sind Fluoride im Trinkwasser und in verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Diese natürlichen Quellen reichen jedoch für die Deckung des Bedarfs nicht aus. Kinderärzte und Zahnärzte sind sich darin einig, dass bereits Säuglinge ausreichend damit versorgt werden müssen. Die Fachleute sind sich allerdings ein wenig uneins über das Wie. Fluoride können in Form von Tabletten oder Tropfen verabreicht werden (im ersten Lebensjahr in der Regel als Kombination mit ­Vitamin D zur Rachitisprophylaxe und für das Knochenwachstum). Zahnpasta ist erhältlich mit und ohne Fluoride, je nachdem, ob Tabletten ­gegeben werden oder nicht, denn es sollte immer nur eine Fluoridquelle geben, um die Gefahr der Überdosierung zu minimieren. Für welche ­Variante sich die Eltern auch entscheiden – wichtig ist auf jeden Fall, dass eine individuelle Fluorid-Anamnese des Kindes vom Zahnarzt erstellt wird.

… und plötzlich ist ‘ne Ecke weg Manchmal geht es einfach zu schnell: Auf dem Spielplatz gestolpert oder im Kinderzimmer getobt und gegen die Kommode gerannt – und schon fehlt ein Stück Milchzahn. Macht nichts? Doch. Denn auch wenn die Milchzähne über kurz oder lang ausfallen, muss die Lücke behandelt werden. Gerade bei Kindern wächst und verändert sich der Kiefer schnell. Eine Zahnlücke kann dazu führen, dass Ober- und Unterkiefer nicht mehr exakt zusammenpassen. Langfristig hat das Kind Schmerzen beim Kauen und die bleibenden Zähne zeigen Fehlstellungen. Außerdem sind abgebrochene Zähne durch Karies und Bakterien gefährdet.

Das hilft beim Zahnen > Kühlen Sie die Wange des Babys mit kalten Umschlägen. > Abgeraten wird von der Verwendung so genannter Beißringe aus PVCKunststoff, da diese gefährliche Weichmacher enthalten können.

> Ihr Kind sollte in dieser Zeit keine zu süßen oder sauren Speisen bekommen. Bereits die kleinsten Zähne reagieren sehr empfindlich.

> Bevor Sie Ihrem Kind ein Mittel gegen die Schmerzen geben, sollten Sie den Zucker­gehalt des Medikamentes überprüfen.

> Zucker-Ersatzstoffe sind keine Alternative, da sie den Geschmackssinn des Kindes zu früh auf Süßes trainieren.

> Es gibt verschiedene Gele und Tropfen, die ins Zahnfleisch massiert werden und so den Schmerz lindern. Fragen Sie Ihren Kinderarzt nach zuckerfreien Zahnungshilfen.


Im Fall des Falles sollte man mit seinem Kind also gleich zum Zahnarzt gehen und – ganz wichtig – das abgebrochene Zahnstück mitnehmen. In vielen Fällen kann der Zahn wieder repariert werden. Damit das funktioniert, gibt es eine spezielle Zahnrettungsbox, in der das abgebrochene Stück Zahn oder sogar ein komplett ausgeschlagener Zahn sauber aufbewahrt werden kann. Eine Zahnrettungsbox bekommen Sie in jeder Apotheke. Alternativ können Sie den ausgeschlagenen Zahn in ein Glas H-Milch legen. Notfalls können Sie auch Ihren Mund oder den Ihres Kindes als „Rettungsbox“ verwenden. Passiert der Zahnunfall außerhalb der üblichen Zahnarztsprechstunden – nachts und am Wochenende – können Sie den Zahnärztlichen Notdienst der Uniklinik in Anspruch nehmen: Zahnärztlicher Notdienst im Europa-Center Sofienstraße 29 | 69115 HD |  06221/35 44 917 Öffnungszeiten: Täglich von 19.00 bis 6.00 Uhr. An Wochenenden von Freitag, 19.00 Uhr bis Montag, 6.00 Uhr. An Feiertagen auch von 6.00 bis 19.00 Uhr.

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Bergheimer Str. 56a • 69115 Heidelberg • Tel. 06221/22516 Fax: 06221/655807 • Sprechzeiten: Mo-Fr 9-13 Uhr, Mo-Do 14-18 Uhr und nach Vereinbarung




Richtig Krankenversichert wichtig für jedes kind

Über die Krankenversicherung des neugeborenen Kindes sollte man sich schon vor seiner Geburt Gedanken machen und Informationen einholen. Roland Schmitt, Geschäftsführer der IKK classic, Regionaldirektion RheinNeckar in Heidelberg, gibt Antworten auf häufige Fragen. Was muss man tun, um ein Kind krankenzuversichern? Roland Schmitt: In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder grundsätzlich bis zum 18. Lebensjahr, Schüler und Studenten bis zum 25. Lebensjahr beitragsfrei familienversichert. Damit die Voraussetzungen für die Familienversicherung geprüft werden können, füllen die Eltern den Feststellungsbogen für die Familienversicherung aus. Diese Angaben werden regelmäßig geprüft bzw. müssen von den Eltern bestätigt werden. Die Krankenkassen verschicken zu den gesetzlich vorgegebenen Abständen die entsprechenden Bögen. Das ist in der Regel jährlich der Fall. Welche Hebammenleistungen übernimmt die Krankenkasse? Die Krankenkasse übernimmt Hebammenleistungen wie Vorsorgeuntersuchungen und Hilfeangebote bei Schwangerschaftsbeschwerden, sowie die Geburtsvorbereitungskurse. Natürlich wird auch die Geburtshilfe übernommen – entweder von einer Beleghebamme im Krankenhaus, bei der Geburt in einer ärztlich oder von einer Hebamme geleiteten Einrichtung oder bei einer Hausgeburt. Nach der Geburt sind die Wochenbettbetreuung, die Beratung der Wöchnerin und die Erstuntersuchung des Säuglings, die U1 inklusive. Auch Kurse in Rückbildungsgymnastik können bei der Hebamme gebucht werden und werden von der Krankenkasse übernommen. Gibt es Schwierigkeiten beim Stillen oder will das Kind nicht richtig trinken, dann kann die Hebamme die Mutter beraten, was zu tun ist. Die IKK bietet einen Anreiz durch das Gesundheitskonto, mit dem Versicherte zum Beispiel bis zu 100 Euro im Kalenderjahr für Extra-Mineralstoffe für Schwangere erstattet bekommen. Ebenfalls bis zu 100 Euro können wir für zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen bei Schwangerschaft erstatten. Manche Krankenkassen übernehmen eine sogenannte Hebammenrufbereitschaftspauschale bis zu einem gewissen Betrag unter bestimmten Voraussetzungen, wie z.B. eine 24-stündige Erreichbarkeit der Hebamme.  arf ich eine zweite Meinung einholen, wenn mich D eine Diagnose des Kinderarztes verunsichert? Ja, das ist problemlos möglich und oft sinnvoll. Mein Tipp: Viele Krankenkassen arbeiten mit einer medizinischen Hotline, an der auch Fachärzte sitzen. Die Zweitmeinung gibt es so schnell, kostenlos und unkompliziert.

F ür wen ist eine Mutter-Kind-Kur geeignet und wann kann ich diese beantragen? Eine Mutter-Kind-Kur ist kein Urlaub auf Rezept, sondern eine vorbeugende medizinisch notwendige Maßnahme. Sie soll verhindern, dass stark belastete Mütter (oder in Einzelfällen auch Väter) ernsthaft erkranken. Die Kinder können den Elternteil bei der Kur in der Regel bis zu einem Alter von zwölf Jahren begleiten, auch wenn die Kinder selbst nicht kurbedürftig sind. Die Kur sollte Roland Schmitt, Geschäftsführer rechtzeitig beantragt werden (einige der IKK classic, Regionaldirektion Monate vor Kurantritt), um sicherzuRhein-Neckar in Heidelberg stellen, dass noch Plätze in einer geeigneten Einrichtung frei sind. Die Genehmigung einer Kur ist aber in der Regel nur für sechs Monate gültig. Bis auf die gesetzliche Zuzahlung für Erwachsene in Höhe von 10 Euro pro Tag übernimmt Ihre Krankenkasse die gesamten Kosten der Maßnahme.  bernimmt die Krankenkasse homöopathische Ü Leistungen und wenn ja, welche? Für alle Krankenkassen gilt: Kinder bis elf Jahre bekommen apothekenpflichtige Arzneimittel auf Rezept. Für Kinder über elf gibt es unterschiedliche Regelungen, das ist abhängig von den einzelnen Krankenkassen. Viele Kassen haben Verträge mit den kassenärztlichen Vereinigungen zur Vergütung von homöopathischen Leistungen, da die üblichen Gebührensätze die Kos­ten nicht abdecken. Die Vertragsärzte, die diese Leistungen erbringen, benötigen in der Regel eine Zusatzqualifikation im Bereich „Homöopathie“. Diese können dann Leistungen wie die homöopathische Erst­ anamnese, die Folgeanamnese, Beratungsleistungen und die Arzneimittelauswahl mit der Kasse abrechnen.  erden besondere Impfungen übernommen, W also z.B. auch Reiseimpfungen für Kinder? Die Krankenkassen können die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen übernehmen. Für bestimmte Risikogruppen werden zusätzliche, ebenfalls von dieser Impfkommission festgelegte Impfungen übernommen. Reiseimpfungen können von den Krankenkassen als Zusatzleistung übernommen werden. Den aktuellen Stand der Impf-Empfehlungen findet man unter

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Sicherheit für Kinder Gefahren erkennen und vermeiden Sicherheit im Auto Kinder sind laut Statistik im Straßenverkehr beim Mitfahren im Auto ihrer Eltern oder Großeltern besonders gefährdet. Jedes Jahr werden in Deutschland tausende Kinder als Mitfahrer im eigenen Auto verletzt oder getötet. Ursache hierfür ist oft eine unvorschriftsmäßige Installation des Kindersitzes oder die Sicherung der Kinder mit dem Gurt für Erwachsene. Häufig sitzt das Kind auch ungesichert auf dem Schoß von Erwachsenen, steht zwischen den Vordersitzen oder kniet auf dem Beifahrersitz. Eine Sicherung in geeigneten Kinder-Rückhaltesystemen ist für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 1,50 m gesetzlich vorgeschrieben. Bei der Mitnahme eines ungesicherten Kindes droht ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt im Flensburger Zentralregister. Die Sorge um die Gesundheit Ihrer Kinder sollte für Sie jedoch den Ausschlag geben, auch auf noch so kurzen Fahrten mit dem Auto Ihr Kind in einem geeigneten und amtlich zugelassenen Kindersitz sicher unterzubringen. Bei der Wahl eines Kindersitzes ist in erster Linie das Gewicht Ihres Kindes ausschlaggebend. Kindersitze sind in Gruppen eingeteilt, die den nachfolgend aufgeführten Körpergewichten entsprechen: Rückwärts gerichtete Babyschalen sichern Babys mit einem Gewicht bis zu 13 kg (bis ca. 18 Monate) in der Gruppe 0+ (in der Gruppe 0 nur bis 10 kg, bis ca. 6 Monate). Befindet sich der Kopf des Babys auf der Höhe des Schalenrandes oder ragt er bereits heraus, dann ist es Zeit für den Wechsel des Kindersitzes. Kindersitze der Gruppen 0+ und 1 sind für Kleinkinder mit einem Gewicht bis 18 kg, etwa 4 Jahre geeignet, der Gruppe 1 (Gewicht 9 bis 18 kg, ca. 9 Monate bis 4 Jahre), Gruppe 1-2-3 (Gewicht 9 bis 36 kg, ca.1 bis 12 Jahre) und Gruppe 2-3 (Gewicht 15 bis 36 kg, ca. 4 bis 12 Jahre) sichern die größeren Kinder. Abweichend von dieser Einteilung empfehlen verschiedene Institutionen den Transport von Kindern in rückwärts gerichteten Kindersitzen Sicherheit geht vor (sogenannte Reboard-Sitze) bis Ein Aufprall mit 50 km/h ohne zum Alter von vier Jahren, da die Kindersitz kann einem Sturz aus Hals- und Nackenmuskulatur eines 10 m Höhe entsprechen. Kindes die Wucht eines Aufpralls in Ohne Kindersitz kann schon ein einem Sitz in Fahrtrichtung nicht Aufprall mit 15 km/h für ein Kind kompensieren können. tödlich sein. Ein Kindersitz sollte der neuesten Ein Sturz vom Fahrrad bei 30 amtlichen Prüfnorm ECE 44 entsprekm/h entspricht einer Fallhöhe chen. Am Sitz ist ein orangefarbevon ca. 4 Metern! nes Etikett angebracht, auf dem die

Prüfnorm steht. Beim Kauf eines Kindersitzes ist es ratsam, mit Kindersitz und Kind eine Einbau- und Sitzprobe im Fahrzeug durchzuführen, da nicht jeder Sitz in jedes Fahrzeug gleich gut passt. Er muss möglichst fest und standsicher ins Fahrzeug eingebaut werden können und die Gurtlänge sollte ausreichend sein. Der Besuch eines Fachgeschäftes sollte beim Kauf eines Kindersitzes selbstverständlich sein. Hier können Sie sich beraten lassen, verschiedene Sitze unter Anleitung ausprobieren und gegebenenfalls Tipps zum Einbau erhalten. Aufgrund der Vielzahl der Hersteller von Kindersitzen und damit einhergehend der Vielzahl der Kindersitzmodelle fällt die Wahl des „richtigen“ Modells vielfach nicht leicht. Orientieren Sie sich bei der Auswahl eines Kindersitzes am besten an Testurteilen und Tipps von Verbraucherorganisationen und Automobilclubs. Teilweise stellen die Tests dieser Institutionen hinsichtlich der Prüfkriterien Sicherheit, Bedienung, Komfort und Gebrauch höhere Anforderungen an die Kindersitze als die gesetzlich vorgeschriebenen Zulassungstests. Umfassende Informationen zur Kindersicherheit in Kraftfahrzeugen bietet das Projekt „Sicher im Auto“, das gemeinsam von ADAC und einem Autohersteller organisiert wird. Bei zahlreichen Veranstaltungen in Spielwaren- und Kinder-Fachgeschäften können Sie sich vor Ort zeigen lassen, wie der optimale Schutz von Kindern unterwegs in der Praxis aussieht. Bei den Veranstaltungen von „Sicher im Auto“ stehen Ihnen Experten für alle Ihre Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltungstermine, Kindersitztests, Kaufemp­fehlungen und viele weitere Informationen rund um die Kindersicherheit im Auto können Sie unter abrufen.

Ein Sturz vom Rad ist schnell passiert. Gut, wenn der Helm dann den Kopf schützt und so Schlimmeres verhindert wird.


Sicherheit auf Roller und Rad Kinder benutzen Fahrgeräte zunächst vor allem als Spielzeug und nicht als Verkehrsmittel. Schon Einjährige fahren voller Begeisterung mit ihrem Bobby­car über den Hof und machen erste Erfahrungen auf Rädern. Mit gut zwei Jahren steigen Kinder aufs Laufrad um. Beim Üben auf dem Laufrad und dem Roller als Vorbereitung aufs Fahrradfahren wird der Gleichgewichtssinn des Kindes trainiert und die Fähigkeit erworben zu lenken, aufund abzusteigen und anzuhalten. Schon in dieser Phase ist es wichtig, dass das Kind einen Fahrradhelm trägt. Im Falle eines Sturzes bietet er den notwendigen Kopfschutz und gleichzeitig gewöhnen Sie Ihr Kind an das spätere Tragen einer Schutzausrüstung beim Fahrradfahren im Straßenverkehr. Ob möglichst bunt oder mega-cool: Helme gibt es in vielen Varianten. Wichtig ist, dass Sie Ihr Kind beim Helmkauf mitnehmen. Wenn das Kind einen Helm aussuchen darf, der ihm gefällt und gut passt wird er auch gerne getragen werden. Fahrradhelme wiegen zwischen 200 und 300 g. Zu haben sind gute Helme zu Preisen zwischen 15 und 60 Euro. Achten Sie darauf, dass der Helm eine EU-einheitliche Prüfnorm erfüllt. Dies muss aus einem eingeklebten Etikett mit dem Aufdruck DIN EN 1078 (CE) hervorgehen. Tests zu Kinderfahrradhelmen finden Sie auf oder auf der Homepage der Stiftung Warentest ( Die Akzeptanz zum Tragen eines Fahrradhelmes ist am größten, wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen und selbst einen Kopfschutz aufziehen. Doch Vorsicht – das Kind sollte einen Fahrradhelm nur zum Fahrradfahren tragen. Nach dem Absteigen muss der Helm abgesetzt werden. Sonst b ­ esteht die Gefahr, an Gegenständen oder Spielgeräten hängen zu ­bleiben und sich durch das Gurtband zu strangulieren. Mehr Tipps rund um Verkehrserziehung, Radfahrausbildung und Mobilitätsbildung für Kinder finden Sie auf dem Portal der Deutschen Verkehrswacht (

dieses Maßnahmenpaket gehört seit 2015 auch eine Reihe von anschaulichen Sicherheits-Videos, die unter anderem auf typische Gefahrensituationen in Bussen und Bahnen aufmerksam machen. Um diese Maßnahmen umsetzen zu können, arbeitet die rnv mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Rhein-Neckar/Heidelberg, den Polizeipräsidien und der ­Jugendverkehrsschule zusammen.

Sicher unterwegs in Bussen und Bahnen der rnv Rund 230.000 Schülerinnen und Schüler nutzen täglich die Busse und Bahnen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv). Für eine sichere und selbstständige Verkehrsteilnahme der Kinder und Jugendlichen hat es sich die rnv zur Aufgabe gemacht, Jungen und Mädchen mithilfe zahlreicher Projekte der Verkehrserziehung frühzeitig an eine eigenständige Nutzung der Busse und Bahnen heranzuführen. Vor diesem Hintergrund erhalten Kindergärten sogenannte rnv-Medienkisten mit kindgerechtem Inhalt: Bücher, Malhefte, Bastelbusse sowie Reflektionswesten bereiten die jüngsten Fahrgäste spielerisch auf ihre sichere Teilnahme im Nahverkehr vor. Auch die Busschule ist Teil eines Präventivkonzepts der rnv: Auf dem Stundenplan stehen hierbei das sichere Ein- und Aussteigen in den Bus sowie die Sicherheit an Haltestellen. In


Fahr‘ mit der rnv-Busschule. Tipps zum sicheren Verhalten in Bus und Bahn gibt‘s auch unter Informationen und Anmeldung unter Weitere Informationen zur rnv finden Sie auch auf Facebook, Twitter und YouTube.



Weitere Informationen gibt‘s unter  Die Videoclips sind unter zu sehen. Servicenummer rnv:  0621/465-4444 Servicenummer VRN:  0621/10770-77

Sicherheit im Haushalt Kinder sind vom ersten Tag an voller Entdeckungslust. Sie entwickeln fast täglich neue Fähigkeiten und erkunden ihre Umwelt voller Neugier und Tatendrang. Dabei können sie – vor allem, wenn sie noch klein sind – gefährliche nicht von harmlosen Situationen unterscheiden. Babys und Kleinkinder verunglücken vor allem zu Hause, in ihrer unmittelbaren Umgebung. Vieles, was Erwachsenen selbstverständlich ist, ist für Kinder eine potentielle Gefahrenquelle. Versuchen Sie deshalb, die Welt aus dem Blickwinkel ihres Kindes zu betrachten. So entwickeln Sie selbst ein Gefühl dafür, wo Sie vorbeugend eingreifen müssen, um Unfälle zu vermeiden. Stürze aus der Höhe gehören für die Kleinsten zu den größten Unfallrisiken. Lassen Sie Ihr Kind darum niemals allein auf dem Wickeltisch oder anderen erhöhten Flächen liegen und lassen Sie am Wickeltisch immer eine Hand am Kind. Erstickungsgefahr droht durch herumliegende Kleinteile, die eingeatmet werden können und durch Gegenstände, die beim Schlafen auf das Gesicht des Säuglings gelangen. Je größer der Aktionsradius Ihres Kindes wird, um so wichtiger wird der kindersichere „Um-

bau“ Ihres Zuhauses. Mit wenigen Handgriffen sind Kindersicherungen an Steck­dosen montiert, Kantenschutzvorrichtungen für Möbel angebracht, Herdgitter, Schubladen-, Fenster- und Schranktürsicherungen sowie Treppen- und eventuell Türschutzgitter installiert. Denken Sie bitte auch daran, für Kinder giftige und gefährliche Subs­ tanzen stets außer Reichweite des Kindes und möglichst verschlossen aufzubewahren. Dies gilt insbesondere für Reinigungsmittel, Medikamente, alkoholische Getränke, Nagellackentferner, Rasierwasser, Lampenöle, Giftpflanzen und Zigaretten sowie Aschenbecher. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passieren, dass ein Kind eine giftige Substanz verschluckt und Vergiftungssymptome (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Erregungszustände, Halluzinationen, Verwirrtheitszustände, Beschleunigung oder Verlangsamung des Pulses, Blässe, gerötete Haut, Hitzegefühl, Schock, Bewusst­seinstrübung bis Bewusstlosigkeit, Atemnot bis Atemstillstand oder Herz-Kreislaufstillstand) zeigt, zögern Sie nicht, den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu rufen und holen Sie dann Rat bei einer Giftnotrufzentrale (siehe Seite 35) ein.

Sicherheit im Garten Kinder – vor allem im Kriech- und Krabbelalter – nehmen bei Ihren Ent­ deckungsreisen gerne Gegenstände in den Mund oder befühlen und zerpflücken sie. So kann es passieren, dass ein Kind mit giftigen Pflanzen in

Früchte und Blütenstände von Giftpflanzen: Fingerhut (giftig bis sehr giftig; links), Maiglöckchen (gering bis mittelstark giftig; oben links), Eibe (giftig bis sehr giftig; unten links), Eisenhut (sehr giftig; 2. von rechts), Oleander (giftig; oben rechts), Engelstrompete (sehr giftig; unten rechts).



Berührung kommt. Eltern, die einen Garten haben, tun deshalb gut da­ran, Giftpflanzen zu kennen und Kinder daran zu hindern, in Kontakt mit ihnen zu kommen. Erkundigen Sie sich vor dem Pflanzenkauf nach möglichen Giftstoffen und greifen Sie lieber zu ungiftigen Pflanzen. Der Verzehr giftiger Pflanzen oder Pflanzenteile kann – je nach Giftigkeit der Pflanze und eingenommener Dosis – Hautrötung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Krämpfe, Lähmung bis hin zur Atemlähmung oder zum Herzstillstand führen. Als giftige oder sehr giftige Pflanzen in Garten und freier Natur gelten unter anderem Alpenveilchen, Aronstab, Bärenklau, Besenginster, Bilsenkraut, Blauregen, Buchsbaum, Christrose, Christuspalme, Efeu, Eibe, Eisenhut, Engelstrompete, Fingerhut, Glyzine, Goldregen, Herbstzeitlose, Herkulesstaude, Kirschl­orbeer, Lupine, Maiglöckchen, Nachtschatten, Oleander, Pfaffenhütchen, Rhododendron, Rizinus, Robinie, Sadebaum, Stechapfel, Tabak, Thuja, Tollkirsche, Tulpe, Wasserschierling, verschiedene Wolfsmilcharten und der Wunderbaum. Wussten Sie, dass auch einige Nutzpflanzen in ungekochtem oder unreifem Zustand giftig sind? Hierzu zählen z.B. die oberirdischen Pflanzenteile der Kartoffel, Blätter, Stängel und unreife (grüne) Früchte der Tomate und alle Arten von rohen Bohnen. Tödliche und lebensgefährliche Pflanzenvergiftungen bei Kindern sind glücklicherweise sehr selten, aber auch „leichte“ Vergiftungen können für Kinder unangenehm und schmerzhaft sein.

Bei Verdacht auf Vergiftungserscheinungen hilft die Vergiftungs-Informationszentrale Freiburg im 24 Stunden-Dienst an 365 Tagen im Jahr weiter. Hier erhalten Sie Informationen über Giftstoffe, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Gifteinwirkungen aller Art sowie zu gefährlichen Inhaltsstoffen von Produkten. Außerdem berät das Team bei Fragen zu Medikation in Schwangerschaft und Stillzeit sowie zu Wechsel- und Nebenwirkungen von Medikamenten. Vergiftungs-Informationszentrale Freiburg

 0761/19 240 

Schutz für neugierige Kinderfinger bieten Steckdosensicherungen.

Eine weitere Gefahr für Kinder im Garten geht von Planschbecken, Gartenteichen, Regentonnen und anderen mit Wasser gefüllten Behältnissen aus. Das Ertrinken ist eine häufige Ursache der tödlichen Unfälle im Alter zwischen ein und fünf Jahren. Kleine Kinder ertrinken aufgrund ihres Körperschwerpunktes leichter als Erwachsene. Heimtückisch an solchen ­Unfällen ist, dass sie meist lautlos ertrinken und dabei schnell zu Boden sinken, ohne noch einmal auftauchen zu können. Meist passieren diese ­Unfälle, weil Eltern die Gefahren unterschätzen und ihre Kinder unbeaufsichtigt lassen. Dabei ist das Ertrinken keine Fra-



ge der Wassertiefe. Ein Kleinkind kann im wenigen Zentimeter flachen Wasser ertrinken, wenn es mit dem Gesicht hineinfällt. Es verliert dabei die Orientierung und bleibt unter Wasser liegen. Gartenteiche und Schwimmbecken sollten deshalb mit einem für Kinder nicht überwindbaren Zaun gesichert werden, Regentonnen und andere Wasserbehälter sollten gut verschlossen sein. Außerdem muss das Spielen im Planschbecken immer unter Aufsicht geschehen. Betreiben Sie Gartengeräte – insbesondere motorbetriebene – nicht in Kindernähe und räumen Sie diese Hilfsmittel nach Gebrauch immer weg. Auch Astscheren, Handsägen und andere spitze oder scharfe Werkzeuge können Kinder schwer verletzen. Sie gehören nicht in Kinderhände und sollten nicht herumliegen. Dies gilt natürlich ebenfalls für Blumendünger und Pflanzenschutzmittel. Bewahren Sie diese am Besten im verschlossenen Gartenhaus auf und sorgen Sie dafür, dass ihr Kind nicht mit diesen Chemikalien in Berührung kommt. Schaukeln, Wippen, Rutschen und Klettergeräte bereiten Kindern viel Spaß. Damit dieser Spaß lange anhält, sollten Sie beim Kauf eines solchen Spielgerätes auf Nummer Sicher gehen. Das GS-Zeichen garantiert, dass Sicherheitsnormen eingehalten werden. Es darf an Geräten nur angebracht werden, wenn dieses Gerät von einer anerkannten Prüfstelle abgenommen wurde. Spielplätze und Spielgeräte im Öffentlichen Raum müssen seit 1998 der europäischen Norm DIN EN 1176 und 1177 entsprechen. Für private – ausschließlich eigengenutzte – Spielplätze und Spielgeräte gilt die DIN EN 71. Neben der Qualität des eigentlichen Spielgerätes ist die Standfestigkeit desselben für den sicheren Betrieb maßgeblich. So sollten die Spielgeräte fachgerecht aufgebaut und Standpfosten fest im Boden verankert werden.

Sicheres Spielzeug Spielend entwickeln Kinder ihre Fähigkeiten und lernen so die Welt begreifen. Allein in den ersten sechs Lebensjahren spielen sie rund 15.000 Stunden. Eltern stehen oft vor der Aufgabe, aus einem immensen Angebot das richtige Spielzeug für ihr Kind auszuwählen. „Billigspielzeug“, aber auch Produkte von Markenfirmen sind häufig nicht sicher und nicht frei von Schadstoffen. Gefährliche Mängel am Spielzeug sind für Eltern kaum zu erkennen, wenn der Mangel nicht durch scharfe Kanten, spitze Teile oder kleine verschluck­ bare Teile offensichtlich ist. Der Schadstoffgehalt in Spielsachen (bleihaltige Lacke und Farben, Formaldehydgasausdünstungen aus Holzkleber, gefährliche Weichmacher in Kunststoffteilen, Nitrosamine in Luftballons und Schadstoffe in Textilien) ist für den Verbraucher nicht ersichtlich. Alle Spielwaren, die hierzulande verkauft werden, müssen zwar der europäischen Spielzeugrichtlinie EN 71 entsprechen und mit dem CE-Zeichen

versehen sein, doch dieses CE-Zeichen hilft dem Verbraucher bei der Beurteilung der Qualität eines Spielzeugs kaum weiter: Das CE-Zeichen sagt nichts über Inhaltsstoffe und Schadstoffbelastungen aus – mit dem CEZeichen erklärt der Hersteller lediglich, dass er bei der Produktion der Spielwaren alle Vorschriften eingehalten hat. Eine Kontrolle durch unabhängige Gutachter findet hierbei nicht statt. Bei der Beurteilung von Spielwaren können anerkannte Prüfsiegel helfen, die unbedenkliche Produkte kennzeichnen. Diese von unabhängigen Kontrollstellen ausgestellten Prüfsiegel sind für verantwortungsvolle Eltern eine wertvolle Orientierungshilfe beim Spielzeugkauf: GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit Das GS-Siegel bestätigt, dass der Produzent die Schadstoffund Sicherheitsrichtlinien einhält. Das GS-Siegel können Hersteller bei unabhängigen Prüfstellen (z.B. TÜV) beantragen. Mit dem GS-Zeichen versehenes Spielzeug darf keine scharfen Kanten aufweisen und muss stabil sein. Überprüft wird auch, ob sich bei unsachgemäßer Nutzung Kleinteile lösen können. Direkt neben diesem Siegel muss angegeben werden, welches Prüf­institut das Zeichen vergeben hat. TÜV-Proof-Zeichen Das Siegel mit dem Teddybär wurde vom TÜV Rheinland speziell für Spielzeug entwickelt und legt strengere Maßstäbe an als der Gesetzgeber. Es kennzeichnet schadstoffgeprüfte Produkte, die keine Risiken für die Gesundheit aufweisen. Es gewährleistet Schadstofffreiheit und beinhaltet auch eine Prüfung auf krebserregende Stoffe und auf weitere Schadstoffe: Holzschutzmittel in Holzspielzeug, Weichmacher, Nickel in Metallteilen sowie Azofarbstoffe in Spielzeugen für Kleinkinder. Waschgänge sollten Stofftiere & Co. unbeschadet überstehen und sie müssen aus schwer entflammbarem Material hergestellt sein. spiel gut-Siegel Der Ulmer Verein „spiel gut“ vergibt an Kinderspielzeug ein eigenes Siegel. Unabhängige Pädagogen, Psychologen, Techniker, Chemiker, Architekten und Mitglieder anderer Berufsgruppen bewerten und empfehlen Spielzeug, das „die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern positiv beeinflussen kann“. Die Publikationen des Vereins können unter bestellt werden. Unsicheres und gefährliches Spielzeug wird im Schnellwarnsystem der EU RAPEX (Rapid Exchange of Information System; Produktwarnungen) unter aufgelistet (englischsprachig).



Gesunde Ernährung Von der Milch zum Familientisch Am Anfang ist es noch ganz einfach: Ein Säugling trinkt Milch – nicht mehr und nicht weniger. Und da geht’s auch schon los: Stillen oder Säuglingsnahrung, Brust oder Flasche?

Muttermilch Fest steht: Muttermilch ist die beste Ernährung für den Säugling. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, sechs Monate voll und danach noch teilweise zu stillen, so lange Mutter und Kind es wollen. Gestillt wird nach Bedarf: Zeitpunkt und Dauer bestimmt das Kind. Stillen kann das Risiko für Durchfall, Mittelohrentzündung und für ein späteres Übergewicht beim Kind senken. Auch für die Gesundheit der Mutter bringt es Vorteile: Die Gebärmutter bildet sich nach der Geburt schneller zurück. Außerdem werden Fettreserven durch das Stillen abgebaut und die frühere Figur ist schneller wieder erreicht. Allerdings sollte die Mutter sehr auf eine ausgewogene und ausreichende Ernährung achten und keinesfalls Diät halten: Bei einer schnellen Gewichtsabnahme gelangen vermehrt Schadstoffe in die Milch. Für den Stillerfolg ist neben dem Willen zum Stillen die richtige Information besonders wichtig. Denn ob wohl praktisch alle Frauen die körperlichen Voraussetzungen mitbringen, um ein Kind – oder auch Zwillinge – zu stillen, bekommen doch viele von ihnen Zweifel und Probleme. Nur sehr wenige Frauen (unter 5 Prozent) können nicht bzw. nur eingeschränkt stillen. Bei auftretenden Problemen sollte sich die stillende Mutter an eine Stillberaterin oder eine stillerfahrene Hebamme wenden. Die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen e.V. ( und die La Leche Liga Deutschland e.V. ( bieten ehrenamtliche Stillberatung und Stillgruppenarbeit an und organisieren Ausbildungen zur Stillberaterin. Hauptziel dieser beiden Selbsthilfe-Organisationen ist die Förderung der Stillkultur in Deutschland und das Verbreiten fundierter Informationen rund ums Thema Stillen. Desweiteren gibt es professionelle Stillund Laktationsberaterinnen, die einen medizinischen Beruf ausüben und eine fundierte Ausbildung im Bereich des Stillens und der Stillberatung haben. Die Beratung ist für die Stillende kostenpflichtig, in vielen Fällen übernimmt aber die Krankenkasse die Kosten dieser Beratung. Hilfestellung bieten auch Stillcafés. Übrigens: In Deutschland stehen jeder Mutter, die während der Stillzeit arbeitet, Stillpausen und weitere Sonderregelungen gesetzlich zu; diese sind im Mutterschutzgesetz aufgeführt (erhältlich beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 


Schutz vor Allergien Jedes dritte Kind kommt mit einem erhöhten Allergierisiko auf die Welt. Wenn Sie als Eltern oder die Geschwister des Säuglings bereits an Heuschnupfen, Neurodermitis, Lebensmittelallergien oder allergischem Asthma leiden, ist Vorsicht geboten. Für betroffene Babys ist es besonders wichtig, bis zum 6. Lebensmonat voll gestillt zu werden. Nicht oder nicht voll gestillte Babys sollten im ersten Halbjahr ihres Lebens eine sogenannte HA-Nahrung (hypoallergene Nahrung) erhalten, mindestens bis zum Beginn des fünften Monats. Bei der HA-Nahrung ist das Kuhmilcheiweiß so weit aufgespalten, dass es nicht mehr so stark allergieauslösend wirkt. Mit Einführung der Beikost kann nach neuesten WHO-Empfehlungen auf eine „normale“ Säuglingsmilchnahrung umgestellt werden. Der Schutzeffekt der HA-Nahrung wird allerdings oft überschätzt, heißt es in den neuesten WHO-Empfehlungen. Besonders wichtig sei es vielmehr, in Familien mit Allergierisiko eine allergen- und schadstoffarme Umgebung zu schaffen.

Muttermilch enthält alles, was ein Neugeborenes zu einer gesunden Entwicklung braucht. Arteigene Eiweiße, Fette, Milchzucker sowie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind in ausgewogenem Verhältnis enthalten und perfekt dem Verdauungssystem des Babys angepasst. Je nach Alter des Kindes ist Muttermilch unterschiedlich zusammengesetzt, entsprechend den Bedürfnissen des wachsenden Kindes. Eine Reihe wichtiger Schutzstoffe sind in der Muttermilch vorhanden, z.B. Immunglobuline, die körpereigenen Abwehrstoffe. Besonders in der allerersten Milch, dem sogenannten Kolostrum, sind sie in konzentrierter Form enthalten. Diese Immunstoffe sind auf die familiäre Umgebung der Mutter abgestimmt, und

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die Mutter kann bei Bedarf Antikörper bilden gegen Keime, die auch ihr Kind gefährden, und diese Antikörper durch ihre Milch an das Baby weitergeben. Dadurch sind gestillte Kinder weniger anfällig für Erkrankungen des MagenDarm-Traktes und der Atemwege und andere infektiöse Erkrankungen. Muttermilch ist frisch, keimfrei und immer richtig temperiert. Und solange Mama in der Nähe ist, auch stets verfügbar. Für die Flexibilität der Mutter kann eine Milchpumpe sorgen, die im Baby-Fachgeschäft, in Drogerien oder Apotheken erhältlich ist. Damit lässt sich die Muttermilch abpumpen und später per Fläschchen füttern. Es gibt manuelle oder elektrische Modelle. Da es große Unterschiede zwischen den Milchpumpen gibt – ebenso wie es verschiedene Brustformen bei den Frauen gibt – ist es sinnvoll, sich bei Stillorganisationen, Hebammen oder Müttern mit Erfahrung beraten zu lassen. Die hygienische Aufbewahrung von Muttermilch ist natürlich besonders wichtig. Am besten sind für diesen Zweck entworfene verschließbare Gefäße aus Glas oder klarem Hartplastik aus Polycarbonat sowie Einmalbeutel für Muttermilch geeignet. Grundsätzlich sollte Muttermilch so frisch wie möglich verfüttert werden, bei Raumtemperatur sollte sie innerhalb von sechs Stunden verbraucht werden, im Kühlschrank bei 4° bis 6° C hält sie etwa 3 Tage, bei -18° C im Gefrierschrank etwa sechs Monate.

Säuglingsnahrung Wer nicht stillen kann oder will, für den gibt es eine Fülle an Produkten in Pulverform, die mit der Flasche gefüttert werden. Zu welchem Produkt man greift, bleibt den persönlichen Vorlieben überlassen – nur selbst herstellen sollte man die Nahrung nicht. Der Grund: Babys gedeihen mit selbst hergestellter Milchnahrung nicht so gut. Man sollte, wie beim Stillen auch, die Flasche nach Bedarf füttern, also dann, wenn das Kind Hunger hat und sich deswegen bemerkbar macht. Besonders wichtig ist es dabei, dass Sie sich bei der Zubereitung der Milch genau an die Anweisungen des Herstellers halten, damit das Baby die Milch auch gut verträgt und sie leicht verdauen kann. Die künstlich hergestellte Babynahrung ist zwar von ihrer Zusammensetzung her nicht identisch mit der Muttermilch, sie ist dieser aber weitgehend angepasst und enthält außer den Immunstoffen alle Nährstoffe, die ein Baby braucht. Am Anfang, wenn das Baby noch sehr klein ist, sollte man mit der Erstlingsmilch beginnen, die der Muttermilch am ähnlichsten ist. Wenn das Baby etwas größer ist, eignet sich eine Folgemilch, die mehr Kohlenhydrate enthält und dadurch mehr sättigt. Zu den Anfangsnahrungen zählen Produkte mit dem Zusatz „Pre“, die als Kohlenhydrat wie die Muttermilch ausschließlich Milchzucker enthält und nach Bedarf gefüttert werden kann. Im Gegensatz dazu enthält Milchnahrung mit dem Zusatz „1“ zusätzlich Stärke und manchmal auch überflüssige Zucker. Analog dazu gibt es für allergiegefährdete Säuglinge die

Produkte mit den Zusätzen „HA Pre“, „Pre HA“ oder „HA 1“. Anfangsnahrung kann dem Baby das ganze erste Lebensjahr hindurch gegeben werden. Folgemilch mit den Zusätzen „2“ oder „3“ bzw. „HA 2“ entsprechen in ihrer Zusammensetzung weniger der Muttermilch, sondern mehr der Kuhmilch. Deshalb sind sie eher für ältere Babys neben der Beikost geeignet. Notwendig ist Folgemilch allerdings nicht. Gemäß WHO-Empfehlung kann ab dem Ende des 1. Lebensjahres mit der Einführung von Kuhmilch begonnen werden. Ebenso sind „Trinkmahlzeiten“, „Trink-Breis“ oder „Gute-Nacht-Fläschchen“ nicht empfehlenswert. Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) warnt sogar, dass solche Milch-Getreide-Fläschchen unverantwortlich seien und die Gesundheit gefährden würden. Sie entsprächen nicht der europäischen Gesetzgebung zu Säuglings- und Folgenahrungen. Denn die europäische Säuglingsnahrungsrichtlinie legt fest, dass zur Flaschenfütterung von Säuglingen und Kleinkindern geeignete Produkte eine Energiedichte von 60 bis 70 Kalorien pro 100 Milliliter aufweisen müssen. Der Energiegehalt der Mehrzahl dieser Produkte liegt hingegen bei 80 bis 110 Kalorien pro 100 Milliliter. Die hohe Energiedichte dieser Trinknahrungen sei laut der DGKJ bei gesunden, nicht unterernährten Kindern gänzlich ungeeignet. Es bestehe bei einem regelmäßigen Verzehr ein erhöhtes Risiko für Überfütterung, übermäßige Gewichtszunahme im Säuglings- und Kleinkindalter und späteres massives Übergewicht. Unter gibt es eine Auflistung von mehr als 20  Beikostprodukten zur Flaschenfütterung mit ihrem jeweiligen Energiegehalt. Im Normalfall ist es unnötig, neben der Mutter- oder Säuglingsmilch ­etwas anderes zu geben. Lediglich an sehr heißen Tagen oder wenn das Baby eine fiebrige Erkrankung hat, kann ein zuckerfreies Getränk, am bes­ ten abgekochtes Wasser, helfen, den Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Beikoststart Irgendwann kommt der Moment im Leben eines Säuglings, wo Milch allein nicht mehr ausreicht, um das Baby mit ausreichend Energie und Nährstoffen zu versorgen. Dann muss „Handfestes“ her. Die WHO empfiehlt heute die Einführung der Beikost ab dem 7. Lebensmonat. Zur Vorbeugung von Allergien wird empfohlen, nicht vor Vollendung des fünften Lebensmonats mit der Einführung von Beikost zu beginnen. Bereichern Sie den Speiseplan Ihres Sprösslings, indem Sie nach und nach eine Milchmahlzeit durch Brei ersetzen. Die Frage nach dem „richtigen“ Zeitpunkt für die Einführung der Beikost kann übrigens so pauschal nicht beantwortet werden. Jedes Baby hat sein eigenes Entwicklungstempo. Es gibt durchaus Babys, die Beikost auch weit nach dem 7. Lebensmonat noch ablehnen. Erzwingen sollten Eltern hier nichts – solange sich der Sprössling weiterhin gut entwickelt, gibt es keinen Grund zur Beunruhigung.



Anzeichen für den Start ins Beikostalter können sein, dass der Nachwuchs ein reges Interesse an fester Nahrung zeigt, interessiert beobachtet, wie andere mit Essen hantieren und alles in den Mund steckt, was er erwischt. Diese natürliche Neugier können Eltern nutzen. Übrigens: Brei sollte mit dem Löffel gefüttert werden und nicht in die Flasche gefüllt werden. Die Verdauung beginnt mit dem Einspeicheln der Nahrung im Mund. Erfahrungsgemäß ist es günstig, zunächst die Mittagsmahlzeit durch Brei zu ersetzen. Dann ist das Baby nicht müde, es sollte auch nicht übermäßig hungrig sein. Der Brei sollte fein püriert und lauwarm sein, der Löffel am bes­ten aus Kunststoff sein. Und dann kann’s losgehen. Je ungezwungener man an diesen Schritt herangeht, desto besser. Übrigens: Auch die Hebamme oder der Arzt sind im Zweifelsfall oder bei Fragen rund um die Beikost eine gute Anlaufstelle. Und was kommt nun auf den Löffel? Einfache Empfehlung: Alles, was dem Baby schmeckt. Wurde früher noch häufig vor allergenreichen Nahrungsmitteln wie Milcheiweiß, Eier oder Fisch gewarnt, hat man heute erkannt, dass das Meiden oder spätere Einführen derartiger Lebensmittel keinen Schutz vor Allergien bietet. Im Gegenteil: eine frühe Vielfalt in der Ernährung erhöht die Bereitschaft der Kinder, später auch neue und bis dahin unbekannte Lebensmittel zu akzeptieren. Nicht zuletzt aus diesem Grund sollen Eltern ermutigt werden, für ihr Baby selbst zu kochen – Brei aus dem Gläschen schmeckt stets gleich, wohingegen der Geschmack frischer Zutaten je nach Jahreszeit variiert. Wasser löscht am besten den Durst.

Leckermäulchen aufgepasst Ernähren Sie Ihr Kind möglichst zuckerarm, um seinen unverdorbenen Geschmackssinn so lange wie möglich zu bewahren. Denn ein Kind, das nicht an Zucker gewöhnt ist, knabbert später auch gerne mal eine Karotte oder einen Apfel – die gesündere Mahlzeit für Gewicht, Zähne und Organismus. Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten wie Schokolade und Gummibärchen enthalten, genauso schädlich sind versteckte Zu­cker, wie sie in Marmelade, Müsli, Cornflakes, in zahlreichen Getränken wie Instant-Tees, Limonaden und Kakaopulver, Ketchup, Fruchtjogurts, Fertiggerichten und Bonbons zu finden sind.

Zucker in Lebensmitteln versteckt sich oft hinter folgenden Bezeichnungen: Saccharose, Glucose, Fructose, Glucosesirup, Maltodextrin, Maltose, Lactose, Invertzucker. Faustregel: Alles, was mit der Silbe „-ose“ endet, ist Zucker. Und alle Zucker liefern etwa die gleiche Menge an Kalorien, sie sind schädlich für die Zähne, weil sie von den Mundbakterien zu ätzenden Säuren umgebaut werden. Übrigens: Auch Honig besteht zu 80  Prozent aus Zucker – und sollte wegen der Gefahr des Säuglings-Botulismus im ersten Lebensjahr nicht verabreicht werden. Dicksäfte sind keine sinnvolle Alternative, denn diese sind extrem fruchtzuckerreich.

Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind zwar kalorienfrei, sie geben dem Körper jedoch auch nicht die Befriedigung des Süßhungers – während „echte“ Süßspeisen die Bildung von Serotonin, dem Botenstoff für das Wohlbefinden im Gehirn anregen, können Süßstoffe das nicht. Im Gegenteil – sie wirken sogar appetitanregend. Und einige haben einen unangenehmen Nachgeschmack. Aber: Wer sich jegliche Süßigkeit versagt, bekommt schnell Heißhunger auf Schokolade & Co – das gilt auch für Ihr Kind. Ab und zu naschen ist durchaus erlaubt. Am besten natürlich zahnfreundliche Süßigkeiten, die mit dem kleinen Zahnmännchen (ein Zahn mit Schirm) gekennzeichnet sind.



Brei-Rezepte Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei 90-100 g Gemüse 40-60 g Kartoffeln 30-45 g Obstsaft/Obstpüree 20-30 g mageres Fleisch 8-10 g Öl (Rapsöl) Das Fleisch klein schneiden, in wenig Wasser weich kochen und pürieren. Das Gemüse und die Kartoffeln putzen, klein schneiden und in wenig Wasser weich kochen und ebenfalls pürieren. Dann Obst zugeben, alles vermischen und das Öl unterrühren.

Milch-Getreide-Brei 200 ml Vollmilch (3,5 % Fett) 20 g Vollkorngetreideflocken 20 g Obstsaft oder Obstpüree Getreide-Obst-Brei 20 g Vollkorngetreideflocken 90 ml Wasser 100 g Obstsaft oder Obstpüree 5 g Fett (Butter oder Rapsöl) Instantflocken mit heißer Milch oder Wasser verrühren, andere Getreide­flocken mit Milch oder Wasser aufkochen. Saft oder Püree und evt. Fett unter den Brei rühren.

Viele Babys mögen Karottenpüree, da es etwas süßlich schmeckt und meist gut vertragen wird. Bei manchen Babys führen Karotten allerdings zu Verstopfung. Gut geeignet sind Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli, Pastinaken und Kürbis. Wichtig ist, immer erst ein neues Nahrungsmittel einführen und dieses einige Tage lang testen. Auch bei der Menge ist Geduld gefragt. Die meisten Babys starten mit wenigen Löffelchen in ihr Beikost-Leben, stillen den größten Hunger aber immer noch über die anschließende Stillmahlzeit oder die Milchflasche. Erst wenn das Essen vom Löffel besser klappt – die neue Technik muss trainiert werden –, wird sich auch die Menge erhöhen, bis die Mahlzeit komplett aus Brei besteht. Wird die erste Gemüsesorte gut vertragen, können die Eltern nach und nach Kartoffeln, Öl, Fleisch und Obstsaft dazumischen. Wenn der kleine Beikoststarter eine Menge von rund 150 bis 200 Gramm zu sich nimmt, braucht er keine Milch mehr hinterher. Im Handel ist eine riesige Auswahl an Gläschen mit Babynahrung verschiedenster Hersteller erhältlich – ein Blick auf die Zutatenliste kann helfen, das Richtige zu erwischen. Denn: Die ersten Breimahlzeiten sollten möglichst wenige Zutaten enthalten. Salz, Zucker und andere Zusätze sind unnötig. Allerdings sollte auch auf die Menge der Zutaten geachtet werden – häufig ist in Gemüse-Fleisch-Breis der Fleisch- und Ölanteil nur gering. Besonders letzteres muss dann ergänzt werden, da die wichtigen fettlöslichen Vitamine aus dem Gemüse sonst nicht aufgenommen werden können. Wird der Brei selbst gekocht, sollten die Produkte aus biologischem Anbau stammen. Bewährt hat es sich, eine größere Menge Brei vorzukochen und portionsweise (beispielsweise in Eiswürfelformen) einzufrieren. Gerade am Anfang hat man so kleine Mengen verfügbar. Fleisch ist in der Babynahrung wichtig, da es wertvolles Eisen und Vitamine enthält. Vitamin-C-reicher Obstsaft macht das Eisen für den Körper erst verfügbar. Hat das Baby seine Mittagsmahlzeit mit dem Gemüse-Kartoffel-FleischBrei ersetzt, kann der Speiseplan um einen Milch-Getreide-Brei am Abend ergänzt werden. Ab etwa dem 8. Lebensmonat steht der dritte Brei als Getreide-Obst-Brei auf dem Speiseplan.

Am Familientisch Ab dem 10. Lebensmonat kann das Baby am Familientisch mitessen. Natürlich muss dann zurückhaltend gewürzt werden. Die Speisen müssen nun nicht mehr ganz fein püriert werden, denn die Zähne wollen das Kauen trainieren. Und das geht am besten mit weichen Stücken: Brot ohne Rinde, weiches Obst ohne Schale und weich gekochtes Gemüse können gut mit den Fingern genommen und in den Mund gesteckt werden. Das trainiert zugleich die Feinmotorik und bereitet auf das selbstständige Essen vor. Drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten – bestehend aus Obst oder einem Getreideprodukt wie Brot oder Müsli – sind jetzt ausreichend.

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Vom säugling zum Vorschulkind Der Alltag mit Nachwuchs ist abwechslungsreich Das kleine Wunder Mensch in seiner Hilflosigkeit erobert das Herz seiner Eltern und seines gesamten Umfeldes im Nu. Unmittelbar nach der Geburt ist das Leben des Säuglings vom Wachsen, Schlafen und Trinken bestimmt. Doch schon nach kurzer Zeit beginnt die rasante Entwicklung der ersten Lebensjahre, in denen der kleine Mensch so vieles lernt, dass für die meis­ ten Eltern die Zeit wie im Flug zu vergehen scheint. Immer wieder staunen sie, was ihr Nachwuchs zu leisten vermag – eine Zeit voller u ­ nvergesslicher Momente.

Meilensteine im ersten Lebensjahr Von Anfang an haben Neugeborene ihre Eltern erstaunlich gut im Griff. Alle Sinne des Babys sind hellwach. Vom ersten Tag an erlebt es rasante Entwicklungsschritte, der Organismus wächst in Rekordzeit, ebenso die geistigen Fähigkeiten. In den ersten drei Lebensmonaten ist bei den meis­ ten Babys noch „Ankommen in der Welt“ angesagt. Mit etwa drei Monaten hebt das Baby in der Bauchlage immer öfter kurz den Kopf, es lächelt zunehmend bewusst, lacht sogar schon laut. Es beginnt, nach Gegenständen zu greifen und schaut nach Geräuschquellen. Einige Babys beginnen sogar schon, sich vom Rücken auf den Bauch und zurück zu drehen. Mit etwa sechs Monaten verfolgt es aufmerksam Gegenstände, die sich bewegen, es greift nach Dingen und gibt sie von einer in die andere Hand. Auch die Füße werden nun zum Spielzeug. Einige Babys können bereits mit etwas Hilfe sitzen. Kleine „Gespräche“ sind nun auch möglich, das Baby reagiert mit Lächeln oder Gebrabbel auf Ansprache. Mit etwa neun Monaten kann das Baby sitzen und hält sein Gleichgewicht immer besser. Auch Krabbeln oder Robben wird eifrig geübt. Routineabläufe geben dem kleinen Entdecker Sicherheit. Vielfach taucht im ­Gebrabbel jetzt die richtige Verwendung der Wörter „Mama“ und „Papa“ auf. Die Gegenstände, die es greifen kann, werden immer kleiner. Mit etwa zwölf Monaten versucht es sich zum Stehen hochzuziehen und wagt vielleicht sogar schon die ersten Schritte. „Ja“ und „Nein“ versteht es nun schon recht gut. Beim Greifen kommt der so genannte Pinzettengriff mit Daumen und Zeigefinger zum Einsatz. Gegenstände werden so hin- und hergeräumt. Übrigens: Jedes Baby ist anders und ganz einzigartig. Und so entwickelt sich auch jedes Kind anders. Dank der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen werden Fehlentwicklungen hierzulande meist frühzeitig erkannt. Grund zur Sorge, wenn Ihr kleiner Liebling sich mit einigen Fähigkeiten mehr Zeit lässt, ist also in den seltensten Fällen gegeben.

Die Sprachentwicklung schreitet im zweiten Lebensjahr rasant voran. Da sind sogar schon erste Telefonate möglich ...

Meilensteine im zweiten Lebensjahr So lebendig und aufregend die Entwicklung im ersten Lebensjahr war, so geht sie weiter. Das Baby wird langsam zum Kleinkind . Der Drang, Neues zu erlernen, ist unbändig. Es beginnt, die Welt auf zwei Beinen zu erkunden, es hat einen eigenen Willen, eigene Wünsche und eigene Bedürfnisse – und will diese auch durchsetzen. Den Entdeckergeist zu unterstützen und für eine sichere Umgebung mit vielen Anregungen zu sorgen, das ist nun Aufgabe der Eltern. Zuweilen müssen sie den kleinen Welt-Eroberer aber auch bremsen. Auf der Straße oder im Supermarkt müssen die Kleinen lernen, dass es wichtige Regeln gibt, die befolgt werden müssen – und das ist manchmal gar nicht so einfach. Die Sprachentwicklung schreitet rasant voran. Die meisten Babys fangen mit etwa zwölf Monaten an, erste Worte zu sprechen. Mit rund zwei Jahren verfügen die Kleinen bereits über einen Wortschatz mit mindestens 50 Wörtern, viele Kinder beherrschen schon 200 bis 300 Wörter. Das Spielen ist die kreativste Form des Lernens. Und die Kleinen sind enorm kreativ – schon kleine Steine und Blätter oder einfache Haushaltsgegenstände beschäftigen sie für längere Zeit. Zwischen 18 und 24 Monaten setzt die so genannte Selbstwahrnehmung ein. Jetzt beginnt das Kind, sich selbst und andere Menschen als eigenständige Personen wahrzunehmen. Gegen ­Ende des zweiten Lebensjahres entdeckt Ihr Kind seinen eigenen Willen – die Trotzphase ist ganz natürlich und sehr wichtig für die Ich-Entwicklung.

Meilensteine im dritten bis fünften Lebensjahr Nach dem zweiten Geburtstag ist sie nicht mehr zu stoppen: Ihre kleine Quasselstrippe hat jetzt große Freude am Sprechen und am Experimentieren mit Wörtern. Aus schlichten Ein-Wort-Sätzen werden Zwei-Wort-Sätze.


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Auch grammatikalisch entwickelt sich das Sprachvermögen rasant. Ab dem dritten Lebensjahr werden die Sätze immer komplexer und die Aussagen umfangreicher. Um seinen dritten Geburtstag herum kennt Ihr Kind schon die Bedeutung von über tausend Wörtern. Im dritten Lebensjahr verfeinert Ihr Kind seine motorischen Fähigkeiten weiter. Zusätzlich entwickelt es immer mehr seine Selbstständigkeit – eine Zeit, in der es immer wieder hin- und hergerissen ist zwischen dem Wunsch nach Unabhängigkeit und dem Sehnen nach Liebe und Schutz. Wutanfälle und heftige Gefühlsschwankungen sind übrigens in diesem Alter völlig normal. Im dritten ­Lebensjahr spielen die Kinder oft noch alleine für sich, mit zunehmendem Alter interessieren sie sich immer mehr fürs gemeinsame Spielen mit anderen Kindern, Rollenspiele sind häufig beliebt. Die meisten Kinder beginnen im dritten Lebensjahr mit dem Sauberwerden. Vor dem 18. Lebensmonat sind übrigens die Voraussetzungen für das Sauberwerden noch nicht gegeben. Wichtig dafür ist die Fähigkeit, willentlich einen bestimmten Muskel zu betätigen. Bis dahin funktioniert die Verdauung über eine Art Reflex, der nicht zu steuern ist. Sauberwerden ist ein Lernprozess. Es wird viele Misserfolge und Rückschläge geben. Haben Sie Geduld. Ein weiterer Meilenstein im Leben der Kleinen ist sicher der Kindergartenstart, der bisher meist mit drei Jahren erfolgte. Im 4. Lebensjahr werden alle Fähigkeiten trainiert und weiterentwickelt. Zum Beispiel vergrößert sich nicht nur der Wortschatz zusehends, sondern auch die Qualität der Inhalte des Gesprochenen entwickelt sich. Nun beginnt auch die Phase der „Warum“-Fragen: Die Kleinen möchten wissen, wie die Welt funktioniert. Kinder im 4. und 5. Lebensjahr sind unermüdlich: Sie testen ihre körperlichen Fähigkeiten aus. Kraft, Beweglichkeit und Koordination werden so trainiert. Ebenso erweitern sich die sozialen Fähigkeiten im Spiel mit anderen Kindern zusehends.

Meilensteine im sechsten Lebensjahr Im sechsten Lebensjahr verabschiedet sich der Nachwuchs langsam aber sicher vom Kleinkinddasein. Das Sprechen fällt nun nicht mehr schwer, alle Laute können gesprochen werden, die Grammatik kommt meist fehlerfrei zur Anwendung. Der Schulstart steht unmittelbar bevor – auch das ist wieder ein tiefgreifender Einschnitt in das Leben des Kindes. Und es ist die Zeit, in der der Nachwuchs immer selbstständiger wird – höchste Zeit also für die Verkehrserziehung. Wichtig ist spätestens jetzt auch die Einführung fester Schlafenszeiten – in der Schule können die Kinder nicht einfach mal fünf Minuten zu spät kommen wie vielleicht noch im Kindergarten. Auch die Motorik ist in diesem Alter schon recht ausgefeilt: Fahrrad fahren, auf einem Bein stehen, Purzelbaum und Kopfstand – alles kein Problem. Auch die Muskeln an der Hand sind jetzt soweit entwickelt, dass die körperlichen Voraussetzungen zum Schreibenlernen gegeben sind.

Spielen, lernen, Spass haben Viele Förderangebote für Babys und Kleinkinder PEKiP, Babymassage, Englisch für Kindergartenkinder, Ballett, Kinderkonzerte, und und und – die Liste der Förderangebote für Babys und Kleinkinder lässt sich beliebig fortsetzen. Langeweile kommt nicht auf, eher die Gefahr von Freizeitstress, wenn Sie zu viele Angebote wahrnehmen möchten und die ganze Woche verplant ist. Doch was ist das Richtige für mich und meinen kleinen Liebling? Diese Frage stellen sich viele Mütter und Väter. Gut zu wissen: Meist kann man sich die Angebote erstmal unverbindlich anschauen und ausprobieren.

Angebote für Babys und Kleinkinder PEKiP: Das Prager-Eltern-Kind-Programm ist ein Konzept für die Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr. Ziel des PEKiP ist es, Eltern und Babys im sensiblen Prozess des Zueinanderfindens zu unterstützen Eine PEKiP-Gruppe besteht aus 6 bis 8 Erwachsenen und deren möglichst gleichaltrigen Babys, sie beginnt ab der 4. bis 6. Lebenswoche der Babys und erstreckt sich über das erste Lebensjahr. Die Babys sind ­nackt, der Raum gut geheizt. Die Gruppenleiterin zeigt Anregungen, die dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechen. Im Mittelpunkt stehen in der Gruppenarbeit die PEKiP-Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanregungen für Eltern und Kinder. Generationsübergreifend sind Eltern und Kinder gemeinsam spielend tätig. Das Prager-Eltern-Kind-Programm wurde in den 70er Jahren als sozialpädagogische Methode entwickelt. Babymassage: Nähe spüren, mit sanften Bewegungen Sicherheit und Geborgenheit geben – Massagen tun auch Babys gut. Babymassagen sind Streicheleinheiten für Körper und Seele. Atmung, Durchblutung, Kreislauf und Stoffwechsel werden angeregt, die Verdauungsorgane positiv beeinflusst. Die Kurse werden bereits für wenige Wochen alte Säuglinge angeboten. Erlernbar ist Babymassage bei ausgebildeten Kursleitern sowie in den Geburtskliniken. Babymassage nach Leboyer: Der französische Gynäkologe Frédérick Leboyer lebte einige Zeit in Indien und brachte die im Ayurveda verwurzelte Babymassage mit nach Europa. Diese ist eine sanfte, traditionelle Art der Berührung und bietet die Möglichkeit, sein Kind auf eine besondere Art und Weise wahrzunehmen und kennenzulernen. Nach Leboyer werden einzelne Körperteile in einer bestimmten Reihenfolge sanft massiert. Die Massage endet mit Yogaübungen. Diese Praktik fördert nicht nur das seelische Wohlbefinden des Kindes durch die Vermittlung von Geborgenheit,

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sondern auch die körperliche Gesundheit durch eine verbesserte Durchblutung sowie Lockerung der Muskulatur. Auch das Immunsystem und der Kreislauf werden gestärkt. Babymassagekurse nach Leboyer werden u.a. angeboten von den Heidelberger Geburtskliniken und freien Anbietern wie z.B. Hebammenpraxen. Babyschwimmen: Spaß im Wasser und die Förderung der Bewegung stehen immer im Vordergrund des Babyschwimmens. Die Eltern sind immer dabei und erlernen vor Ort wichtige und vor allem sichere Griffe und Haltetechniken. Durch das gemeinsame Erleben und den intensiven Körperkontakt wird die innige Beziehung zwischen Baby und Eltern gefördert. Babyschwimmen hat somit für die Entwicklung aller Bewegungen eine herausragende Bedeutung. Schwimmkurse für Babys und Kleinkinder bieten Schwimmvereine und Schwimmschulen an. Krabbelgruppen: Spielen, Kontakt zu Gleichaltrigen aufnehmen, beobachten, Liedern zuhören und die ungeteilte Aufmerksamkeit von Mama oder Papa genießen, die sich in diesem Umfeld auch prima mit Gleichgesinnten austauschen können – in der Krabbelgruppe können die Kleinen allerhand lernen. Aber: Krabbelgruppe ist nicht gleich Krabbelgruppe. So vielfältig wie die Zahl der Anbieter sind auch ihre Strukturen. Ob speziell geschulte Kursleiterinnen bei den Treffen dabei sind oder diese eher im privaten Rahmen stattfinden, ob pädagogische Konzepte zugrunde liegen oder das freie Spiel im Mittelpunkt steht – Mütter und Väter werden in allen Teilen Heidelbergs fündig. Übrigens können hier die Zwerge schon erste kleine Freundschaften schließen, Teilen lernen und erstes Loslösen von der Mutter einüben. Angeboten werden Krabbel- oder Spielgruppen sowie Babytreffs zum Beispiel von kirchlichen Einrichtungen. Eltern-Kind-Turnen: Im zweiten und dritten Lebensjahr können die Kleinen beim Eltern-Kind-Turnen viele Bewegungsabläufe üben, klettern, rennen und springen trainieren sowie den Gleichgewichtssinn und die Körperkoordination schulen. Mama und Papa sind immer mit dabei, geben Hilfestellung, aber auch emotionale Sicherheit durch ihre Anwesenheit. Tanzen/Ballett: Musik macht den meisten Mädchen und Buben Spaß. Rhythmusgefühl und Kreativität fördern – kaum eine andere Sportart kann das so wie das Tanzen. In der Altersgruppe von 3 bis 6 Jahren werden die Kinder mit altersgerechter Musik an die Bewegung herangeführt, erlernen kleine Choreografien. Körperbeherrschung, Koordinationsfähigkeit und Musikalität werden ebenso im Ballett gefördert. Kindertanz oder Ballett werden von Sport- oder Karnevalsvereinen sowie Tanz-, Musik- oder Ballettschulen angeboten.

Überlebenswichtig: Schwimmen lernen Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste Todesursache. Bei Kindern im Alter bis 15 Jahren stieg 2015 die Zahl der tödlichen Unfälle auf 25, vier mehr als im Vorjahr. Das traurige Ergebnis hängt laut Deutscher LebensRettungs-Gesellschaft (DLRG) eindeutig mit dem heißen Sommerwetter zusammen – dies ist die Schattenseite eines schönen Sommers. Die Experten nehmen an, dass Eltern vor allem zu Hause zu wenig aufpassen und beispielsweise Gartenteiche als Gefahr unterschätzen – ein fataler Irrtum. Denn: Kinder unter drei Jahren haben noch keinen Orientierungssinn im Wasser. Das heißt, wenn sie mit dem Kopf untergetaucht sind, finden sie oft nicht mehr an die Oberfläche und können so selbst in flachem Wasser ertrinken. Am und im Wasser müssen Kinder immer lückenlos beaufsichtigt werden! Kinder sollten unter Aufsicht ihrer Eltern möglichst früh Erfahrungen am und im Wasser sammeln, damit sie lernen sich sicher zu verhalten. Babyschwimmen ist beliebt, fördert aber nicht die Fähigkeit zu Schwimmen. Für Kinder ab etwa drei Jahren stehen so genannte Wassergewöhnungskurse zur Verfügung, die kleine Angsthasen ganz spielerisch und mit viel Spaß an das Element Wasser heranführen. Dabei wird auch schonmal das Luftanhalten beim Untertauchen geübt. Ab etwa vier Jahren können sich Kinder kurze Zeit mit Wassertreten über Wasser halten, ab zirka fünf Jahren können sie die richtige Schwimmtechnik erlernen, häufig klappt beispielsweise die Technik des Brustschwimmens aber erst mit sechs Jahren – das Zusammenspiel aus Arm- und Beinbewegung erfordert Körperkoordination. Und dann heißt es: Üben, üben, üben.


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Anbieter von Förderangeboten für Babys und Kleinkinder Volkshochschule Heidelberg e.V. Bergheimer Straße 76 | 69115 HD |  06221/911 911  PEKiP-Kurse, Babymassage, Eltern-Kind-Spielkreise, Musikkurse, NotfallKurse, Vorträge über Ernährung Elternschule der Klinik St. Elisabeth Max-Reger-Straße 5-7 | 69121 HD  06221/48 80  Säuglings- und Babypflegekurse, Babymassage, Elternkurse, PEKiP, Erste Hilfe am Kind, Yoga für Kinder, Elterncafé Elterntreff am St. Josefskrankenhaus Landhausstraße 25 | 69115 HD  06221/52 66 90   Babytreff, Babymassage, PEKiP, Erste Hilfe, Elternkurse, Krabbelgruppe Fußballspielen, Turnen, Judo, Eishockey – die Liste der sportlichen Möglichkeiten in den örtlichen Vereinen ist lang.

Sport: Fußball, Turnen, Judo, Eishockey – die Sportvereine sind auf den Nachwuchs bestens eingestellt. Fast überall können die Kleinen erstmal zum Schnuppern kommen. Leistung steht in diesem frühen Stadium noch nicht auf dem Programm, sondern vielmehr, die Begeisterung der Kleinen für körperliche Betätigung zu wecken. Um den Grundstein zu legen, dass für die Kinder später Sport zum Alltag gehört, können Eltern also früh aktiv werden und sich bei den verschiedenen Vereinen nach entsprechenden Angeboten für ihre Sprösslinge erkundigen. Musik: Mit Musik begeistert man schon die Allerkleinsten. In Eltern-KindGruppen experimentieren Kinder unter 4 Jahren mit der eigenen Stimme, mit Instrumenten und Rhythmen. Bei der Musikalischen Früherziehung üben Kinder zwischen 4 und 6 Jahren ihre Grob- und Feinmotorik, ihre Ausdauer und Konzentration und werden so ganz nebenbei für den ­Instrumental- und Vokalunterricht vorbereitet. Schwimmen: Viele Schwimmbäder und Vereine bieten Schwimmkurse an. Ab etwa vier Jahren bringen Kinder die körperlichen Voraussetzungen mit, um schwimmen zu lernen. Im Vordergrund steht das spielerische Vertrautmachen mit dem Element Wasser.

Elternberatungszentrum der Universitätsfrauenklinik Neuenheimer Feld 440 | 69120 HD |  06221/56-7655  Babymassage-Kurse, Mutter-Kind-Gymnastik, Erste Hilfe für Säuglinge, Informationen über Ernährung, Fitness für Mutter mit Kind Elternschule am Krankenhaus Salem Zeppelinstraße 11-33 | 69121 HD |  06221/48 31 55   Säuglingspflegekurs, Babymassage, PEKiP, Erste Hilfe für Babys, Yoga für Mutter & Baby, Geschwisterchenkurs Rosemarie Koch-Eckart Lenaustraße 4 | 69115 HD  06221/80 43 20  www.raum-fü PEKiP-Kurse, Infos zur Ernährung, Geschwisterkurs, Erste Hilfe pro familia Heidelberg Hauptstraße 79 | 69117 HD |  06221/18 44 40  Mutter-Kind-Kurse, Babytreffen, Babymassage, Treff für allein erziehende Mütter, Entwicklungspsychologische Beratung, Geburtsvorbereitungskurs Elke Langefeld Feuerbachstraße 4 | 69126 HD  06221/33 61 27  Babymassage, Das Baby verstehen, babySignal

in-flux Kinder- und FamilienfĂśrderung GrenzhĂśfer Weg 28/4 | 69123 HD  06221/726 41 47  PEKiP, Eltern-Kind-Turnen Kulturfenster e.V. Heidelberg KirchstraĂ&#x;e 16 | 69115 HD  06221/137 48-60  Spielenachmittage, Basteln und Werken, Musikalische FrĂźherziehung Baby Fun 69207 Sandhausen  06224/90 21 005  Krabbelgruppe, Babymassage, Waldprojekt, Singstunde, Malkurs




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Ballettschule-Tanzforum Szymczak-Weber Hebelstraße 3 · 69115 Heidelberg · Tel.: 0 62 21 - 23 635 E-Mail:


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Keine Chance für Langeweile Spielen, malen, kneten, basteln, lesen ... Im Alltag mit Kindern sind manchmal Ideen gefragt, um der Langeweile zu entgehen. Allerdings: Oft entstehen aus der Langeweile heraus die schöns­ten Spiele – lassen Sie also ruhig Raum für Kreativität. Denn häufig ist es so, dass die Tage mit festen Terminen verplant sind; zwischen Tanzund Musikunterricht, Sport und dem festen Spielplatznachmittag mit dem bes­ten Freund bleibt nur wenig Zeit zum freien spielen, zum malen, basteln, kneten oder lesen. Dass weniger mehr ist, zeigt sich an Kindern, die einem regelrechten Terminstress ausgesetzt sind. Dieser kann nämlich zu Beschwerden wie Mattigkeit, Schlafstörungen und Kopfschmerzen führen – und letztlich dazu, dass das Kind die Lust an den vielen Angeboten komplett verliert. Da ist es besser, ein oder zwei Dinge fest einzuplanen, an d ­ enen das Kind besonders viel Spaß hat und den Rest der Woche frei zu gestalten. So kann Freizeit ohne Druck und ohne Erwartungen genossen werden, schließlich erleben die Kleinen im Kindergartenalltag genügend Situationen, die auch verarbeitet werden müssen – und das braucht Zeit. Genießen Sie ruhig mal einen Spaziergang, vielleicht finden sich unterwegs tolle Materialien, die zu einer Bastelei anregen. Mindestens genauso viel Spaß macht es, beispielsweise Knete oder Fingerfarben selbst anzurühren und der Kreativität dann freien Lauf zu lassen. Sie werden vielleicht überrascht sein, was Ihr kleiner Künstler daraus alles zaubern kann.

Kreatives für kleine Künstler Selbst gemachte Knete 2 Tassen Mehl, 2 Tassen Salz 2 Tassen Wasser, 2 EL Öl 2 TL Weinsteinsäure (aus der Apotheke) Lebensmittelfarbe Alle Zutaten in einen Topf geben, kurz erwärmen und gut durchrühren. Die Knete abkühlen lassen. In luftdichten Behältern aufbewahren. Selbst gemachte Fingerfarbe 1/4 Tasse Maisstärke 2 Tassen Wasser Lebensmittelfarbe Wasser und Stärke in einem Topf verrühren, kochen bis die Masse dick wird. Abkühlen lassen, in Schraubgläser verteilen. Anschließend die Lebensmittelfarbe hineinrühren.

In Büchern können Kinder die ganze Welt für sich entdecken.

Spiele für Kinder Kinder spielen für ihr Leben gern. In vielen Kinderzimmern fällt den Kleinen die Wahl jedoch ganz schön schwer, mit was sie denn nun überhaupt spielen wollen, denn hier müssen sie sich unter einer riesigen Auswahl an Puppen, Stofftieren, Brettspielen, Puzzles, Kugelbahnen, Bauklötzen, Autos, Büchern, Kinderküche, Kaufladen, Maltafel und und und entscheiden. Besser ist es da, öfter mal auszusortieren und solche Spielsachen wegzuräumen, mit denen gerade gar nicht gespielt wird. Wer Platz hat, kann so öfter mal die komplette Kinderzimmerausstattung auswechseln – so gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken. Brettspiele sind übrigens immer wieder begehrt – da lohnt es sich schon, eine kleine Auswahl anzuschaffen. Wichtig: Brettspiele sollten bei kleinen Kindern nicht zu kompliziert sein und auch nicht zu lange dauern. Hilfestellung kann die folgende Liste geben: Eine unabhängige Jury bewertet Spiele und vergibt die Auszeichnung „Kinderspiel des Jahres“. Kinderspiel des Jahres 2016 Stone Age Junior (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2015 Spinderella (2-4 Spieler, ab 6 Jahren) 2014 Geister, Geister, Schatzsuchmeister (2-4 Spieler, ab 7 Jahren) 2013 Der verzauberte Turm (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2012 Schnappt Hubi! (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2011 Da ist der Wurm drin (2-4 Spieler, ab 4 Jahren) 2010 Diego Drachenzahn (2-4 Spieler, ab 5 Jahren) 2009 Das magische Labyrinth (2-4 Spieler, ab 6 Jahren)

Kinder- und Jugendbücherei Papp-Bilderbücher für die Kleinsten, Vorlesegeschichten und Sachbilderbücher – Bücher regen die Fantasie an und machen Spaß. Die Stadtbücherei Heidelberg bietet jede Menge Lesestoff auch schon für jüngere Kinder an. Zusätzlich gibt es Hörspiele, Musik-CDs, Filme, erste Computer- und Konsolenspiele, Zeitschriften und E-Books zum Ausleihen. Erwachsene finden hier Bücher mit Finderspielen und Reimen, Familienratgeber, Bastelbücher, Tipps für den nächsten Kindergeburtstag und vieles mehr. Die helle und freundliche Kinderbücherei lädt mit gemütlichen Leseecken sowie zahlreichen Brettspielen zu einem Besuch ein. Eltern mit Kindern bis zu drei Jahren erhalten gratis als Geschenk ein Lesestart-Set mit einem Bilderbuch sowie Informationen und Tipps zur Leseförderung in der Familie. Neue Leser ohne Stadtbüchereiausweis erhalten in diesem Rahmen auch eine ermäßigte Jahresgebühr im ersten Jahr von 9 Euro. Schon für die Kleinen gibt es ein buntes Veranstaltungsprogramm, das einen unkomplizierten Zugang zu Büchern und anderen Medien bietet. Wer es gerne einfach hat, trifft den Bücherbus regelmäßig in seinem Stadtteil und an vielen Heidelberger Schulen an – mit einer großen Vielfalt und Menge an Kindermedien. Alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren nutzen die Medien mit einer kostenfreien Bücherei-Card. Stadtbücherei Heidelberg | Poststraße 15 | 69115 HD  06221/58-36100 


Kindergartenlabor Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren sind besonders neugierig auf naturwissenschaftliche Phänomene, sie sind sehr aufnahmebereit und forschen und experimentieren begeistert. Diese frühkindliche Bildung gilt es zu fördern. Der Bildungsclown führt mit den Kindergartenkindern in kleinen Gruppen naturwissenschaftliche Experimente durch. Wie man Raketen mit Backpulver- und Essigantrieb baut oder Gummibärchen tauchen lernen ohne nass zu werden – solche spannenden Themen werden hier erforscht. Ziel ist es, schon sehr junge Kinder für Naturwissenschaften zu begeistern. Neben dem Spaß am Experimentieren steht Sprachförderung und dieRZANZ_Eltern+Kind.indd Förderung der sozialen Kompetenz im Vordergrund des Kindergartenlabors. Clown Jörn kommt auch an die Grundschulen. Die Kinder werden dann spielerisch an Naturwissenschaft und Technik herangeführt. Dabei nutzt der Clown ihre natürliche Neugier, Dinge zu entdecken. Das fördert die Teamarbeit und löst Diskussionen der Kinder untereinander aus. Dabei steht nicht im Vordergrund, eine richtige Antwort zu finden, sondern sich über verschiedenen Möglichkeiten Gedanken zu machen. Kindergartenlabor e.V. | Alfred Delp Straße 5 | 68163 Mannheim  0621/81 47 24 

Tinti GmbH & Co. KG ∙ Mittelgewannweg 10 ∙ 69123 Heidelberg ∙


15.02.17 13:58


Alltag mit Kindern

Roller, Dreirad und Rutschauto


Bewegung, Bewegung, Bewegung – und das am liebsten draußen. Die meisten Kinder blühen auf, wenn sie im Freien toben können. Und dabei spielen die verschiedensten Gefährte von Anfang an eine Rolle. Sitzt das 1-Jährige noch auf dem Rutschauto und übt mit zunehmender Begeisterung das Vorwärtskommen, flitzt das 2-jährige Kind vielleicht schon bald auf dem Laufrad umher und ist stolz auf den bunten Helm auf seinem Kopf. Auf dem Dreirad können 2- bis 3-Jährige den Umgang mit den Pedalen üben oder auf dem Roller den Gleichgewichtssinn trainieren. Bei den Fahranfängern wichtig: Suchen Sie eine Trainingsstrecke, auf der keine Autos unterwegs sind und wo auch nicht allzuviele Fußgänger und Radfahrer belästigt werden können. Ein wenig Zeit und viel Platz sind die bes­ten Voraussetzungen, um aus den anfangs unbeholfenen Versuchen echtes Können zu machen. Das erste Fahrrad verhilft spielerisch, den Gleichgewichtssinn zu schulen und das Lenken, Anhalten, Auf- und Absteigen zu erlernen. All diese Fahrzeuge sind eine gute Vorbereitung für die spätere Teilnahme am Straßenverkehr. Im Kleinkindalter sind die Mädchen und Jungen noch nicht in der Lage, sich sicher auf der Straße zu bewegen. Deshalb sind die Spielräder wie auch der Roller nicht mit einer Beleuchtung ausgestattet. Im Winter und in der Dunkelheit sollten die Eltern auf entsprechende Schutzkleidung mit auffälligen Reflektoren achten. Und: Der Helm ist auch in diesem Alter ein Muss, um den Kopf vor schweren Verletzungen zu schützen. Kinder sind übrigens erst ab etwa 8 Jahren in der Lage, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren – und somit auch sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Eltern sollten Hoppla, jetzt komm’ ich! Dreiradfahren ein Vorbild sein und mit ihüben Kinder am besten erstmal abseits rem Kind die Verkehrs­ des Straßenverkehrs. sicherheit trainieren.

Es beginnt im Sandkasten, wenn Mama oder Papa anfangen, imaginäre Kuchen zu essen. Und es wird ab diesem Zeitpunkt eine ganze Weile nicht mehr enden: Kinder lieben Rollenspiele. Mädchen und Jungen möchten ab und zu einfach mal jemand anderes sein: die Prinzessin, die Mama, der Doktor. Rollenspiele machen den Kleinen großen Spaß – und sie machen fit für die Zukunft, trainieren sie doch die sozialen Fähigkeiten. Die Eltern sollten diese Spiele nicht als albernes Getue abtun, sondern ruhig einfach mal mitspielen. Die Zeit der Rollenspiele beginnt um den 2. Geburtstag, wenn sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn als eigenständige Person wahrnimmt. Sie ahmen Handlungen und Tätigkeiten nach – im Kindergarten schließlich werden andere Kinder mit einbezogen. Hilfreich sind für Rollenspiele neben ausreichend Platz auch die passenden Utensilien. Stellen Sie doch eine Verkleidungskiste bereit, dann kann Ihr Nachwuchs nach Herzenslust in die verschiedensten Rollen schlüpfen. Ebenso sollte es nicht an Requisiten fehlen – ausrangierte Taschen, Handys, Fotoapparate, Hüte, Verbandszeug finden hier noch Verwendung. Und: Schauen Sie ruhig mal genauer hin. Im Spiel zeigt Ihr Kind, wie es die Welt der „Großen“ sieht. So können Sie viel da­rüber erfahren, wie Ihr Kleines sein Umfeld erlebt.

Die Natur ist unerschöpflich Eine schier unerschöpfliche Quelle an Ideen und Anregungen bietet die Natur, egal ob im heimischen Garten, im Park um die Ecke oder im Wald. Sogar auf dem Balkon können die Kleinen Natur erleben und erforschen. Wie schnell wächst selbst gesäte Kresse? Was tummelt sich unter einem großen Stein? Wer findet ein buntes Blatt? Und welche Formen haben die Wolken? Bei einem Ausflug ins Grüne können sich auch die Eltern einfach einmal treiben lassen und miterleben, welche Ideen ihr Nachwuchs entwickelt. Zudem macht es großen Spaß, nach dem Ausflug einmal in einem Bestimmungsbuch nachzulesen, welche Vogel- oder Baumarten man gerade noch gesehen hat – ein Erlebnis, das Groß und Klein verbindet.

Wenn Streithähne „kämpfen“ Wenn mehrere Kinder zusammen spielen, kommt es oft auch zum Streit um Spielsachen. Was tun? Keine Sorge, das ist völlig normal und sogar notwendig, denn so können Kinder soziale Regeln üben. Sie als Eltern oder Betreuer sollten nur darauf achten, dass der Zank nicht in Handgreiflichkeiten ausartet, bei denen sich ein Kind ernsthaft verletzen könnte. Ebenso sollten Sie darauf achten, dass nicht eines der Kinder immer den Kürzeren zieht. In solchen Fällen ist es nötig einzugreifen.

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Und wieder ein Jahr älter Wie der Geburtstag zu einem besonderen Tag wird Die Kleinen freuen sich das ganze Jahr über auf diesen einen, ganz besonderen Tag: ihren Geburtstag. Endlich ein Jahr älter! Geschenke, Kuchen mit Kerzen und eine große Feier mit den besten Freunden – so sieht er aus, der perfekte Tag.

Für die Eltern ist der erste Geburtstag vielleicht der bedeutendste: Im Rückblick hat sich das Baby vom hilflosen Säugling hin zum eigenständigen Wesen an der Schwelle zum Kleinkind entwickelt. Gerne lässt man dieses Jahr nochmals Revue passieren, erinnert sich an die Meilensteine und die vielen kleinen Begebenheiten. Für Ihr Kind ist es eigentlich herzlich egal, was da gefeiert wird. Nur dass gefeiert wird, merkt es natürlich. Und es freut sich über die Feststimmung, über die Zuwendung und vielleicht auch über ein neues Spielzeug. Wichtig ist, das Kleine nicht zu überfordern – viele Besucher, viele Geschenke, viel Kuchen, viel Aufregung, das kann schnell auch zuviel werden. Etwas Ideenreichtum ist dann ab dem zweiten Geburtstag gefragt. Inzwischen gibt es sicher den einen oder anderen kleinen Freund, der gerne mitfeiern möchte. Zwar ist der Begriff „Geburtstag“ für das Kind noch abstrakt, dennoch merkt es, dass da ein ganz besonderes Ereignis vor der Tür steht. Und es freut sich natürlich über eine kleine Party. Viele Spiele müssen Sie dabei nicht vorbereiten. Auch beim Essensangebot greifen Sie auf das zurück, was die Mädchen und Jungen auch sonst gerne essen. Wichtig bei allem: Nicht zu viel planen und die Zeit des Feierns nicht zu lang ansetzen. Je älter das Kind wird, desto abwechslungsreicher werden die Kindergeburtstage gestaltet. Mottopartys erfreuen sich großer Beliebtheit, denn beim Verkleiden und bei lustig benannten Leckereien fühlen sich die Gäs­ te schnell wie Ritter, Prinzessin oder Pirat. Solche Geburtstagsfeste bleiben


den Kindern lange im Gedächtnis. Für Spaß und Abwechslung sorgen Geburtstagsspiele. Man muss gar nicht zu viele Spiele vorbereiten – auch beim Geburtstag gilt: weniger ist mehr. Die Regeln der Spiele sollten einfach sein, damit sie jeder schnell versteht und keine Missverständnisse aufkommen. Die meisten Kinder freuen sich, wenn sie kleine Preise gewinnen können – es sollte aber niemand leer ausgehen. Beliebt ist bei den Geburtstagskindern und ihren Gästen ab drei Jahren die Schnitzeljagd (durch Wohnung oder Garten), gemeinsames Malen, Bewegungsspiele oder auch Klassiker wie Blinde Kuh und Topfschlagen, die die Eltern vielfach noch aus ihrer ­eigenen Kinderzeit kennen. Wichtig ist, Spiele zu veranstalten, an denen alle kleinen Gäste teilnehmen können. Aktionsreiche und ruhigere Spiele können sich dabei abwechseln. Wer auf professionelle Hilfe setzt, engagiert einen Clown, einen Zauberer oder geht mit der ganzen Bande gleich in den nächsten Indoor-Spielplatz oder in einen Wildpark. Am besten geben Sie gleich auf der Einladung an, wie der Ablauf geplant ist, so können Sie sich mit den anderen Eltern abstimmen, wenn es um Bring- oder Abholzeiten geht. Auch einen tatkräftigen Helfer – vielleicht die ältere Tochter der Nachbarin? – sollten Sie frühzeitig engagieren.


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Rot, rot, rot sind alle meine Kleider Schick und funktionell ist angesagt Sie müssen ganz schön viel aushalten: beim Buddeln im Sandkasten, beim Schaukeln, querfeldein beim Spaziergang, beim Sprung in die Regenpfütze – Kleider von kleinen Kindern sind hohen Anforderungen ausgesetzt. Und trotzdem müssen sie den Mädchen und Jungen auch gefallen. Denn nicht nur, wenn es kratzt oder einengt gibt es beim morgendlichen Anziehen Diskussionen, spätestens die Kindergartenkinder wissen ganz genau, was sie tragen möchten und was ihnen gefällt. Manchmal kommen Kombinationen heraus, die vielleicht nicht ganz passend erscheinen – wie das rot-weiß gestreifte T-Shirt zur grün-blau karierten Hose –, aber die Mini-Models haben ihren eigenen Willen und setzen ihn gerade mit 3 Jahren gerne mal durch. Gute Worte helfen da wenig. Einfacher ist es, den Nachwuchs in die Auswahl der Kleider frühzeitig mit einzubeziehen, vielleicht schon beim Kauf. In Boutiquen und Kaufhäusern werden Eltern fündig. Die Hersteller von Kindermoden sind auf die Wünsche ihrer kleinen Kunden bestens eingestellt. Die heute verwendeten Materialien sind leicht zu reinigen, unempfindlich gegen Flecken und strapa-

zierfähig. Und natürlich kann man beim Kauf zusätzlich auf das Öko-Tex-Siegel achten. Das Zeichen „Textiles Vertrauen – Schadstoffgeprüft nach ÖkoTex Standard 100plus“ kennzeichnet darüber hinaus schadstoffgeprüfte Textilien, die in umweltbewusst arbeitenden Betrieben hergestellt wurden. Wer gebrauchte Kinderkleidung bevorzugt, sollte sich nach so genannten Kinderbasaren erkundigen. Viele Vereine, Kirchengemeinden oder Kindergärten veranstalten – meist im Frühjahr und im Herbst – solche Basare, bei denen Eltern ihre gebrauchten Kinderkleider, aber auch Spielwaren und praktisches Zubehör zum Kauf anbieten. Je nach Anbieter gibt es Märkte nach dem Flohmarkt-Prinzip, d.h. jeder Anbieter präsentiert seine Waren auf einem Tisch und verhandelt dann mit dem Interessenten über den Preis. In anderen Basaren sind die angebotenen Artikel nach Größe und Kategorie sortiert und mit einem Preisschild versehen. Fündig werden Eltern bei ihrer Suche nach Kinderkleidung auch in ­Second-Hand-Läden. Hier ist gut erhaltene Kleidung zu einem recht ­geringen Preis erhältlich. Und: Zusätzlich gibt es in diesen Läden Zubehör vom Babybett bis zum Schaukelpferd.


Tipps gegen Flecken

Wer kleine Kinder hat, kennt das Problem: Ständig sind irgendwo auf der Kleidung Flecken: Karottenbrei, Jogurt, Eis, Gras, Schokolade oder Spinat – oft ist nicht nur die Waschmaschine gefordert, sondern ein wirkungsvolles Fleckenmittel gefragt. Hier einige gängige Flecken und die Methode, wie man sie wieder los wird: Eiscremeflecken auf der Kleidung behandeln Sie mit einer Mischung aus Spiritus und Salmiak­ geist. Anschließend mit lauwarmem Wasser nachwaschen. Schokoladeneis sofort mit Mineralwasser ausspülen. Karottenflecken weichen Sie am besten erst in Schmierseife ein, bevor Sie die Kleidung in die Waschmaschine geben. Vielfach hilft es auch, das Kleidungsstück nass in die pralle Sonne zu legen (hilft auch bei anderen Obstflecken). Oder Sie reiben den Fleck mit Babyöl ein, danach wie gewohnt waschen und der Fleck ist weg.

Milchflecken entfernt man mit Kernseife, lässt diese einwirken und spült das Kleidungsstück mit warmem Wasser aus. Erdbeer-/Kirschflecken lassen sich mit Sprudelwasser und Küchenrolle behandeln. Auch Essigessenz oder Zitronensaft können hartnäckige Obstflecken lösen. Eine weitere Möglichkeit ist die Zuhilfenahme von Glycerin. Ebenso kann man die Kleidungsstücke in Milch einweichen. Grasflecken lassen sich mit Zitronensaft oder Essigessenz spurlos beseitigen. Auch mit Spiritus oder Butter erzielen Sie gute Ergebnisse. Flecken von ausgelaufenen Babywindeln oder Muttermilchflecken werden Sie Herr, wenn sie den Fleck mit Babyöl einweichen und in die pralle Sonne legen. Dann wie gewohnt waschen. Matschflecken entfernt man am besten sofort. Trockenen Fleck einweichen und mit Gallseife behandeln. Danach waschen.

Flecken von Filzstiften lassen sich mit Alkohol entfernen. Schokoladenflecken mit lauwarmem Seifenwasser ausreiben, danach mit klarem Wasser ausspülen, mit Zitronensaft beträufeln und nochmals gründlich ausspülen. Spinatflecken kann man mit einer rohen Kartoffelhälfte einreiben. Danach gut nachspülen. Tomatenflecken sollten schnellstens mit lauwarmer Seifenlauge oder Salmiaklösung ausgewaschen und gut eingeweicht werden. Dann normal waschen. Aufkleber entfernt man, wenn man diese zuvor mit einem Föhn erwärmt. Danach lassen sie sich abziehen. Auch Nagellackentferner, Benzin oder Terpentin können helfen.


Generell hat sich gerade bei frischen Flecken das Auswaschen mit Sprudelwasser bewährt.

Alltag mit Kindern

Das Bekleidungsangebot der Heidelberger Kleiderkammern reicht vom Strampelanzug bis zur hippen Jeans. Hier wird Familien mit Kindern geholfen, die über geringes Einkommen verfügen. Neue und gebrauchte Kinderkleidung in allen gängigen Größen und Zubehör wie Spielsachen werden hier kostenlos abgegeben. Kleiderkammern Johanniter in der Arche Glatzerstraße 31 | 69124 HD |  06221/78 53 00 Deutscher Kinderschutzbund Theaterstraße 11 | 69117 HD |  06221/61 80 13 Deutscher Kinderschutzbund Emmertsgrundpassage 9 | 69124 HD |  06221/38 09 00 DRK Kleiderladen – Jacke wie Hose Siemensstraße 36 | 69123 HD |  06221/901 00 Second-Hand-Läden Möbellager der Heidelberger Dienste | Oftersheimer Weg (Recyclinghof der Stadt HD) |  06221/14 10 54 Recyclinghaufhaus | Czernyring 15 | Im Postgelände Halle 7-10 69115 HD |  06221/647 91 90 Brot & Salz – Der Laden der Diakonie Plöck 22 (Im Hinterhaus) | 69117 HD |  06221/61 81 90 Kaufhaus „bric + brac“ und ifa-Möbelmarkt Fabrikstraße 28 | 69126 HD |  06221/36 31 30

Augen auf beim Schuhkauf

Sie tragen uns ein Leben lang durchs Leben – unsere Füße sind echte Schwerstarbeiter. Umso wichtiger, dass man ihnen von Anfang an viel Aufmerksamkeit schenkt. Und das gilt vor allem beim Schuhkauf. Barfußlaufen ist das Allerbeste für Kinderfüße. Aber das geht nunmal nicht überall. Spätestens mit der zunehmenden Mobilität müssen Schuhe her. Und diese sollten qualitativ hochwertig sein und optimal passen, um späteren Fehlstellungen der Füße vorzubeugen. Ein gut sitzender Schuh sollte leicht, flexibel und atmungsaktiv sein. Gegen die Weiterbenutzung von Schuhen, ­etwa unter Geschwistern, spricht übrigens nichts, solange die Schuhe nicht im Fersenbereich einseitig abgelaufen sind und richtig sitzen. Wichtig ist, dass Länge, Höhe und Weite der Schuhe optimal zu den Kinderfüßen passen. Im Fachgeschäft werden deshalb vor der Anprobe immer die Füße vermessen – idealerweise nicht nur die Fußlänge, sondern eben auch die Breite und Höhe. Spezielle Messsysteme können verwendet werden, um die Innengröße der Schuhe auszumessen – diese sind auch perfekt geeignet, um Schuhe und Füße regelmäßig zu Hause zu kontrollieren. Kinderfüße wachsen schnell: Im zweiten und dritten Lebensjahr tra-


gen Kinder zwei bis drei Schuhgrößen pro Jahr, im Kindergartenalter dann zwei Größen. Bei 1- bis 3-Jährigen sollten Sie alle zwei Monate nachmessen, bei 3- und 4-Jährigen reicht es alle 4 Monate, bei 4- bis 6-Jährigen zwei mal im Jahr. Übrigens: Es gibt keine einheitliche EU-Norm für Schuhgrößen. Die Innenlänge eines Schuhs stimmt sehr oft nicht mit der angegebenen Größe überein – bis zu 50 Prozent der Schuhe sind kleiner als ausgezeichnet! Tipp: Kaufen Sie Kinderschuhe nicht vormittags, sondern am Nachmittag. Denn auch Kinderfüße schwellen im Tagesverlauf an. Die Gefahr, zu kleine Schuhe zu kaufen, wird so minimiert. Beim Schuhkauf sollte das Kind natürlich dabei sein. Zum einen haben auch die Kleinen oft Spaß am Aussuchen, zum anderen müssen sie die Schuhe natürlich anprobieren. Und gefallen sollten Sie dem Kind selbstverständlich auch – es bringt ja nichts, wenn das Kind die Schuhe nicht anziehen mag.


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Wohnen mit Kindern Das Fertighaus, ein Haus, das zur Familie passt Fertighäuser lassen sich individuell planen und schonen durch energieeffiziente Bauweise das Familienbudget – Im Deutschen Fertighaus Center Mannheim sind rund 40 Musterhäuser das ganze Jahr über zu besichtigen Beim Hausbau hat jede Familie ihre eigenen Bedürfnisse, die sich im Lauf der Jahre bisweilen verändern: Der Bedarf an Kinderzimmern steigt, ein Home-Office soll eingerichtet werden, eine Einliegerwohnung für das AuPair-Mädchen oder für die Oma wäre praktisch. Gut, wenn die Planung viele Optionen offenhält, wie das bei Fertighäusern der Fall ist. Diese sind in allen erdenklichen Varianten zu haben. Sie werden von den einzelnen Herstellern individuell nach den Wünschen der Bauherren geplant, im Werk gefertigt und auf der Baustelle montiert und ausgebaut. Der Riesenvorteil: Im Deutschen Fertighaus Center Mannheim, einem der größten und ältesten Musterhauszentren Deutschlands, kann man das ganze Jahr über rund 40 komplett eingerichtete Häuser von über 30 Herstellern besichtigen, vergleichen und sich beraten lassen. Der Eintritt ist frei. Die Musterhäuser in der Ausstellung zeigen große Vielfalt – von der Stadtvilla bis zum raffiniert aufgeteilten Mehrgenerationenhaus, vom kompakten Siedlerhaus für kleine Grundstücksgrößen bis zum ebenerdigen Luxusbungalow. Oft koordiniert ein Ansprechpartner alle Serviceleistungen von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Wer möchte, kann beim Innenausbau eigene Wunschbetriebe beauftragen oder selbst mit anpacken und durch diese „Muskelhypothek“ Kosten sparen. Die Vielfalt der Fertighäuser bezieht sich nicht nur auf den Stil, sondern auch auf die Energiebilanz. Das Spektrum bewegt sich zwischen Niedrigenergiehaus, Passivhaus und Plus-Energie-Haus, bei dem unterm Strich mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Möglich wird das mit einer raffinierten Kombination unterschiedlicher Energiequellen, wie zum Beispiel Solarenergie oder Erdwärme mit geeigneter Speichertechnik, Wärmepumpen, kontrollierter Heizung und Lüftung. Wärmedämmung und Anordnung der Fenster spielen eine wichtige Rolle bei der Energieoptimierung, ebenso die Haustechnik, die vom Smartphone aus gesteuert werden kann. Deutsches Fertighaus Center Mannheim am Maimarktgelände, verkehrsgünstig an der BAB 656 Geöffnet: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr Eintritt frei.

„Jetzt will ich ein Haus!“ Fertig bauen? Ganz easy! Über 40 Musterhäuser von mehr als 30 Herstellern

Dienstag bis Sonntag 10 -17 Uhr • Eintritt frei

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Mobil mit Nachwuchs Praktisches für unterwegs Gerade in den ersten Lebensjahren Ihres Babys müssen Sie an allerhand denken, wenn Sie vor die Tür gehen: Wickeltasche, Babynahrung, Spielsachen, Schmusetuch, Schnuller... – die Liste lässt sich beliebig verlängern. Gut dass es praktische Hilfsmittel gibt, die Eltern das Leben ungemein erleichtern. Dank Tragetuch, Kinderwagen, Buggy und Co. ist die Mobilität nicht eingeschränkt, praktische Taschen als Zubehör und viele Ablageflächen bieten jede Menge Stauraum für alles, was Baby und Eltern benötigen. Ob Sie nun einen Kinderwagen nutzen, Ihr Baby im Tragetuch immer dicht am Körper tragen oder einen Dreirad-Jogger bevorzugen – der Markt an Transportmitteln ist reich bestückt. Genau hinschauen lohnt sich, eine fachkundige Beratung klärt offene Fragen. Und: Bei der Testfahrt merkt man schnell, ob der praktische Helfer gut zu handhaben ist.

Still- und Wickelpunkte Mit Baby und Kleinkind unterwegs zu sein, ist zuweilen eine logistische Herausforderung. Gut, wenn es Initiativen gibt, die Eltern unterstützen. Eine solche ist das Familienfreundlichkeitslabel „Still- und Wickelpunkt“ – für Eltern eine echte Erleichterung und ein hilfreicher Wegweiser zu jenen Stellen, wo sie mitsamt ihrem Nachwuchs willkommen sind. Ursprünglich von der Weinheimer Elterninitiative entwickelt und in der Zweiburgenstadt erfolgreich eingeführt, weisen die grünen (für Stillpunkte) und blauen Aufkleber (für Wickelpunkte) jungen Eltern auch in Heidelberg den Weg zu Geschäften, öffentlichen Gebäuden und gastronomischen Betrieben mit einer passenden Stilloder Wickel­möglichkeit. Wer mit den Still- und Wickelpunkt-Aufklebern werben möchte, muss bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. So zeichnet einen Stillpunkt aus, dass hier eine Sitzgelegenheit in warmer, heller und sauberer Umgebung geboten wird. Ein Wickelpunkt muss für Frauen und Männer gleichermaßen zugänglich sein und als Mindestanforderung einen Wickeltisch mit Fallschutz und einer rutschfesten Auflage sowie bereitgestellte Reinigungstücher aufweisen. Um die Vergabe der Aufkleber für die Still- und Wickelpunkte und die Einhaltung der Qualitätsstandards kümmern sich die Lokalen „Bündnisse für Familien“. Eine Übersicht über die Still- und Wickelmöglichkeiten in Heidelberg findet sich auf


Mit Bus & Bahn Für Kinder ein Abenteuer, für Erwachsene entfällt die Parkplatzsuche und sie können sich auch während der Fahrt ihrem Sprössling widmen: Das Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs ist in Heidelberg engmaschig geknüpft – und auch wenn man mit kleinen Passagieren unterwegs ist, kommt man schnell und bequem von A nach B. Zusätzliches Plus: Die Fahrt bietet jederzeit die Gelegenheit, mit netten Mitreisenden in Kontakt zu kommen. Wer den Kinderwagen oder Buggy dabei hat, weiß den „Kinderwagenknopf“ zu schätzen, mit dem viele Stadtbahnen der RNV ausgestattet sind. Wenn Sie diesen drücken, bleiben die Türen länger geöffnet. Sie haben genug Zeit, mit dem Kinderwagen ein- und auszusteigen. Der blaue Knopf befindet sich außen an der zweiten Tür von vorne und innen unter jedem regulären roten Haltewunsch-Knopf. Sollte das Ein- und Aussteigen doch mal länger dauern, sorgen Lichtschranken und Türkontakte dafür, dass sich die Türen erst schließen, wenn niemand mehr dazwischen steht. Besonders bequem und ebenerdig steigen Sie an den mit Hochbahnsteigen ausgestatteten Haltestellen ein und aus. Bei Schwierigkeiten hilft übrigens der Fahrer gerne beim Ein- und Aussteigen. Meist haben auch Mitreisende eine helfende Hand parat. Ein Einzelfahrschein für Erwachsene innerhalb Heidelbergs kostet zurzeit 2,50 Euro je Fahrt. Kinder ab 6 bis 14 Jahre zahlen 1,80 Euro. Sollten Sie öfter mit Bus und Bahn unterwegs sein, nutzen Sie die Möglichkeit, Mehrfahrtenkarten zu kaufen. Diese im 5er-Pack erhältlichen Fahrkarten kosten je Fahrt 2,38 Euro. Kinder zahlen 1,72 Euro. Wer nur in der Innenstadt unterwegs ist, fährt erheblich günstiger: Das City-Ticket kostet 1,30 Euro und berechtigt für die Fahrt im Bereich zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof, Betriebshof, Ringstraße, West/Südstadt, Altstadt, Brückenstraße und Hirschgasse. Mit einem gültigen Fahrschein können maximal drei Kinder unter 6 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen kostenlos mitfahren.

RNV Kundenzentrum Kurfürsten-Anlage 62 (am Hbf.) Montag - Freitag 9 - 18 Uhr Samstag 10 - 15 Uhr Kostenlose App für Smartphones  RNV ServiceHotline

 0621 465-4444 VRN-Hotline Tarifauskünfte Mo - Fr von 8 - 17 Uhr Fahrplanauskünfte rund um die Uhr Kostenlose App für Smartphones  0621/10 77 077 | 


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Rat und Hilfe in schweren Zeiten Anlaufstellen für spezielle Situationen Manchmal läuft alles ganz anders, als man denkt. Wenn der Kinderwunsch aus medizinischen Gründen unerfüllt bleibt, wenn das Kind behindert auf die Welt kommt oder wenn Eltern mit dem Familienalltag überfordert sind, ist spezielle Unterstützung nötig. Für all diese Fälle findet man in Heidelberg Anlaufstellen, die Eltern mit Tipps und Hilfen zur Seite stehen.

Anlaufstellen für Eltern behinderter Kinder Die Mitteilung an die Eltern über eine Behinderung ihres Kindes stellt ein äußerst traumatisierendes Ereignis dar. Die Wünsche und Hoffnungen auf ein ganz gesundes Kind sind urplötzlich geplatzt. Das Erleben dieser Situation ist für Eltern bedrückend und mit vielen Fragen verbunden – unabhängig davon, ob diese Information nach einer Fruchtwasseruntersuchung, nach der Geburt oder sogar erst im Laufe der Kindheit vermittelt wird. Die Erstkontaktgruppe der Lebenshilfe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in dieser schwierigen Anfangs- und Akutsituation beizustehen. Mitarbeiter aus den Fachbereichen Sonderpädagogik und Psychologie/Psychotherapie beraten Familien mit entwicklungsgefährdeten oder behinderten Kindern im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulalter. Das Angebot umfasst die Abklärung des Entwicklungsstandes des Kindes, Beratung zu Fragen der kindlichen Entwicklung, Frühförderung und Elternbegleitung sowie Hilfen bei Erziehungsfragen. Die Lebenshilfe Wiesloch teilt sich mit der Mannheimer Lebenshilfe die Erstberatung aller betroffenen Eltern in der Metropolregion auf. Erstkontaktgruppe der Lebenshilfe Mannheim e.V. Dr. Nicolai Russ | Stengelhofstraße 36 | 68219 Mannheim  0621/80 42 360  Lebenshilfe Wiesloch | Sonderpädag. Beratungsstelle Frühförderung Münchäck­er­weg 21 | 69168 Wies­loch |  06222/66 39 42 In Heidelberg gibt es zwei integrative Kindergärten der Lebenshilfe. Deren Arbeit orientiert sich an den Fähigkeiten der Kinder und richtet sich nach der Lebenssituation und den Bedürfnissen des einzelnen Kindes. Pusteblume | Freiburger Straße 2a | 69126 HD  06221/30 23 25 Kleine Pusteblume | Helaweg 30 | 69126 HD  06221/33 79 225 Die Angebote des Sonderpädagogischen Beratungszentrums Heidelberg richten sich an Familien mit entwicklungsgefährdeten oder behinderten Kindern vom Säuglings- bis zum Vorschulalter. Sämtliche Fragen zum Entwicklungsverlauf, dem Förderbedarf sowie zu aktuellen Problemen wie

Schlaf- oder Essstörungen werden dort kompetent beantwortet. Den Eltern kann durch Paarberatung geholfen werden, mit der Situation klar zu kommen. Das Sonderpädagogische Beratungszentrum ist eine Abteilung des Hör-Sprachzentrums Heidelberg/Neckargemünd. Sonderpädagogisches Beratungszentrum Schützenhausstraße 34 | 69151 Neckargemünd  06223/80 72 80 |  Der „Frühförderwegweiser für Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis“, gibt einen Überblick über sämtliche Angebote im medizinisch-therapeutischen, pädagogischen, psychologischen und sozialen Bereich. Erstellt hat ihn die „Arbeitsgruppe Interdisziplinäre Frühförderung am Gesundheitsamt“ (aif), die sich aus Mitgliedern verschiedener Disziplinen und Institutionen zusammensetzt. Sie erhalten ihn als Download im Internet oder direkt hier: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Gesundheitsamt | Kurfürstenanlage 38-40 | 69115 HD  06221/522 18 64 

Frühchen Kommt das Baby zu früh auf die Welt, ist es zu klein und zu leicht, dann hat es oft aufgrund der Unreife mit weiteren Schwierigkeiten zu kämpfen – zuweilen ein holpriger Start ins Leben. Und auch die wenigsten Eltern und Familien sind auf eine zu frühe Geburt vorbereitet. Während des oftmals wochen- oder sogar monatelangen Klinikaufenthalts und auch in der ersten Zeit zu Hause sind sie emotional stark belastet und fühlen sich hilflos und alleingelassen. Das Frühchen e.V. Heidelberg bietet seit 5 Jahren eine Familienbegleitung nach der Klinikentlassung an. Dies beinhaltet eine psycho-soziale Unterstützung nach der Entlassung aus der Klinik. Ziel ist es, die Familie bei der Bewältigung ihrer Situation positiv zu unterstützen. Das Frühchen e.V. Heidelberg – Verein zur Förderung von Frühund Risikogeborenen | Alte Eppelheimer Straße 38 | 69115 HD  06221/65 30 96 oder 0176/34 42 92 12  Frauenklinik Universitätsklinikum Heidelberg Konzept der sanften und entwicklungsfördernden Betreuung Perinatalzentrum | Im Neuenheimer Feld 440 | 69120 HD  06221/56-7896 | 

Pflegestellenvermittlung/Adoption Wenn Eltern aus sozialen oder gesundheitlichen Gründen die Betreuung ihres Kindes nicht sicherstellen können, sind Pflegefamilien eine große Chance für das Kind. Die Stadt Heidelberg sucht deshalb stets engagierte Familien und Paare, die bereit sind, Kinder vorübergehend oder dauerhaft

Alltag mit Kindern

bei sich aufzunehmen. Der Pflegekinderdienst ist Ansprechpartner für ­interessierte Eltern. Ein differenziertes Angebot sowohl für die betroffenen Kinder und ihre Eltern als auch für die Pflegefamilien ermöglicht es, individuelle Lösungen umzusetzen – ob in Kurzzeitpflegestellen, Bereitschaftspflegestellen oder Dauerpflegestellen. Wenn Eltern der Wunsch nach einem eigenen Kind verwehrt bleibt, denken sie vielleicht über Adoption nach. Und Mütter, die ein Kind in die Obhut anderer Eltern geben möchten, denken ebenfalls an diese Möglichkeit. Kinder suchen Eltern – Eltern suchen Kinder. Wer sich für eine Adoption interessiert, wendet sich zuerst an eine Adoptionsberatungsstelle. Die Mitarbeiter beraten, vermitteln und begleiten bei Inlands-, Auslands- und Stiefelternadoption. Adoptions- und Pflegestellenvermittlung der Stadt Heidelberg Friedrich-Ebert-Platz 3 | 69117 HD |  06221/58-37770 Diakonisches Werk Rhein-Neckar-Kreis Friedrich-Ebert-Anlage 9 | 69117 HD  06221/97 200  Eltern-Kind-Brücke e.V. Wernher-von-Braun-Straße 18 | 69214 Eppelheim  06221/33 942-0  Ein Adoptivkind aufzunehmen heißt, ein Kind mit seiner eigenen Geschichte und seinen Wurzeln anzunehmen. Der Verein der Pflege- und Adop­tivfamilien ist eine Anlaufstelle für alle interessierten und betroffenen Familien, die sich mit Fragen und Herausforderungen rund um das Thema Adoptions- und Pflegekinderwesen auseinandersetzen. Er besteht aus Pflege- und Adoptivfamilien, die Informationen und Beratung sowie Weiterbildung in Seminaren und Vorträgen zu psychologischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen der Familienpflege und Adoption anbieten. Verein der Adoptiv- und Pflegefamilien Ortsverband Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis e.V. – PFAD e.V. |  Erste Vorsitzende: Stefanie Müller | Rudolf-Diesel-Straße 4 68766 Hockenheim |  06205/30 84 554

Es gibt Zeiten, da brauchen Eltern Hilfe Das Baby schreit, die Dreijährige trotzt und irgendwie fühlen Sie sich überfordert und wissen nicht mehr weiter. Oder die Partnerschaft ­zerbricht. Wenn Eltern unsicher sind oder wenn sie sich Rat holen möchten, kann ein Gespräch und ein bisschen Zuspruch manchmal wahre Wunder wirken. Die Experten der Beratungsstellen für Eltern sind hilf­ reiche Ratgeber.



Alltag mit Kindern

Erziehungsberatungsstelle des Jugendamtes der Stadt Heidelberg Plöck 2a | 69117 HD |  06221/58-38080  Diese Erziehungsberatungsstelle bietet Beratung bei allen Problemlagen in der Erziehung sowie Informationen zum Angebot „Familien stark machen – Elternberatung an Heidelberger Kindertagesstätten“. Einmal im Monat gibt es in Kitas eine 90-minütige feste Sprechstunde. Damit erhalten Mütter und Väter ein unkompliziertes Erziehungshilfeangebot von ausgebildeten Fachkräften in vertrauter Umgebung. AGFJ Familienhilfe-Stiftung – Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von Kindern und Jugendlichen Hospitalstraße 3 | 69115 HD |    06221/16 58 55  Einzelfall- und Familienhilfe, Erziehungsbeistand, Trainingsangebote pro familia Heidelberg Hauptstraße 79 | 69117 HD |  06221/18 44 40  Entwicklungspsychologische Beratung für Eltern mit Babys und Kleinkindern, Ehe-, Familien- und Lebensberatung Institut für analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie Heidelberg e.V. | Lessingstraße 24 | 69115 HD  06221/43 91 98  Themen rund um Erziehung und Entwicklung von Kindern Kinderschutzzentrum der Arbeiterwohlfahrt Adlerstraße 1/6 | 69123 HD |  06221/73921-34  Beratungsstelle für alle, die mit Gewalt gegen Kinder und Jugendliche konfrontiert sind Psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Caritas Veit-Stoß-Straße 5 | 69126 HD |  06221/40 90 24  Beratung für Eltern, Kinder und Jugendliche bei Krisen und in Erziehungsfragen Soziale Dienste beim Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg Friedrich-Ebert-Platz 3 | 69117 HD  06221/58-315 10  Allgemeine soziale Beratung Bundesweite Beratungstelefone: Elterntelefon  0800/111 0 550 Kinder- und Jugendtelefon  0800/111 0 333 

Mutter-/Vater-Kind-Kuren Sie fühlen sich erschöpft, ausgebrannt, gestresst? Manchmal ist das kein Wunder: Familie, Beruf, Haushalt und die eigene Gesundheit unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht so einfach. Kommen dann noch chronische Erkrankungen, psychische Konflikte oder gesundheitliche Belastungen hinzu, fällt es zuweilen schwer, alleine aus diesem Tief herauszukommen. Je früher Übergewicht, Burnout, Kopfschmerz, Depressionen, Hauterkrankungen und Co. behandelt werden, desto größer der Erfolg. Unterstützung und Hilfe leisten da Mutter-/Vater-Kind-Kuren. Das sind medizinisch verordnete, stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen, die gesundheitliche Störungen verbessern oder bereits bestehende Krankheiten therapieren. Alle Mütter oder Väter, die ein Kind erziehen, können eine solche Kur beantragen. Alle Frauen und Männer in Familienverantwortung haben Anspruch auf entsprechende stationäre Maßnahmen zur Vorsorge und Rehabilitation. Die Krankenkassen müssen medizinisch notwendige Kuren bewilligen. Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur können Sie beantragen, wenn bei Ihnen eine Kurbedürftigkeit vorliegt, der Arzt diese Maßnahme befürwortet und entsprechend attestiert, bei Ihrem Kind eine Behandlungsbedürftigkeit aus ärztlicher Sicht vorliegt oder wenn eine Trennung unzumutbar wäre und die Versorgung zu Hause nicht gewährleistet werden kann. Auch Säuglinge dürfen übrigens schon mitgenommen werden! Allerdings: Eine medizinische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme ist kein Urlaub auf Krankenschein, sie bietet vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe mit unterstützenden Therapieangeboten. Die Mutter-Kind-Kur ist eine medizinische Leistung, die von den Krankenkassen finanziert wird und drei Wochen dauert. Diese Zeit ist prall gefüllt mit Gruppen- und Einzelgesprächen, Bewegungsprogramm, Ernährungsberatung, Entspannungsverfahren und vielem mehr. Ein Team aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Pädagogen, Ernährungsberatern und Erziehern kümmert sich um Sie und Ihre Kinder. Je nach Kurklinik gibt es Betreuungsangebote für Kinder, damit die Mutter oder der Vater alle Behandlungen in Anspruch nehmen können. Diakonisches Werk Rhein-Neckar-Kreis Friedrich-Ebert-Anlage 9 | 69117 HD |  06221/97 200  Deutscher Arbeitskreis für Familienhilfe e.V. Kostenfreie Info-Hotline  0800/932 11 11  KAG Müttergenesung der Katholischen Kirche Online Beratung:  Telefonische Beratung:  0180/140 0 140 (3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz)

Caritasverband Heidelberg e.V.


In den besten Händen Krippe, Oma oder Tagesmutter?

Der kompetente Partner fĂźr Familien und Kinder

Der Alltag mit Baby kehrt ein und macht vielleicht eine BetreuungsmĂśglichkeit nĂśtig. Keine leichte Entscheidung: In welche Hände gebe ich meinen Liebling, wenn ich auĂ&#x;er Haus bin? Es gibt verschiedene Modelle, die angepasst an die individuelle Situation zur Anwendung kommen. Wir stellen die Modelle vor, bei denen Kinder ab einem Alter von wenigen Wochen betreut werden kĂśnnen.



viele weitere Angebote fĂźr alle Lebenslagen und jedes Alter

FĂźr viele die erste Wahl sind Oma und Opa. Zahlreiche Kinder werden regelmäĂ&#x;ig den GroĂ&#x;eltern anvertraut, um Eltern flexibler zu machen. Bestens geeignet ist diese MĂśglichkeit der Betreuung fĂźr alle, deren Eltern in der Nähe wohnen und natĂźrlich die entsprechende Zeit haben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Kleinen fĂźhlen sich bei Oma und Opa meist pudelwohl und die Zeiten kĂśnnen flexibel vereinbart werden. Wichtig sind jedoch klare Absprachen beispielsweise Ăźber den Erziehungsstil, Ăźber SĂźĂ&#x;igkeitenkonsum, Mittagsschlaf und Freizeitgestaltung.

Psychologische Beratungsstelle fßr Kinder – Jugendliche – Eltern Kinderkrippe St. Bernhard Kindertagespflege Quartiersmanagement Hasenleiser



PatenOma/PatenOpa Leben die GroĂ&#x;eltern nicht in der Nähe, kĂśnnen Sie versuchen, eine Ersatz­ oma fĂźr eine regelmäĂ&#x;ige Betreuung der Kinder zu finden. Vielleicht gibt es im Umfeld jemanden, der sich nach dem Eintritt ins Rentenalter freut, Kinder zu betreuen. Im besten Fall wird die Leihoma oder der Leihopa zu einem echten Familienmitglied. Das Nachfragen bei Vermittlungsstellen fĂźr TagesmĂźtter und Babysitter lohnt sich, vielleicht wird man auch durch eine Anzeige in der Lokalzeitung fĂźndig. Der Preis fĂźr die Betreuung gestaltet sich nach Absprache. Das Amt fĂźr Soziales und Senioren vermittelt mit seinem Angebot ältere Damen und Herren in Familien, um in erster Linie die Beziehungen zwischen den Generationen zu fĂśrdern. Freude an Kinderbetreuung, gemeinsamen Spiel und vor allem Interesse am Familienanschluss sollten die PatenOmis und -Opis mitbringen. Das ist es auch, was die älteren Herrschaften von normalen Babysittern unterscheidet: Hier wird ihre Lebenserfahrung benĂśtigt, sie bekommen das GefĂźhl, gebraucht zu werden und nehmen so am Leben in der Gesellschaft aktiv teil. Und vielen MĂźttern geht es nicht nur um die Betreuung der Kinder, sondern auch darum, dass ihr Kind liebevolle „GroĂ&#x;eltern“ hat. PatenOma/PatenOpa Seniorenzentrum Weststadt | DantestraĂ&#x;e 7 | 69115 HD  06221/58-38 990

 Tagesbetreuung fĂźr Kleinkinder von 0-3 Jahren und Kinderhotel (nur fĂźr interne Kinder)          Â  Â?    Â?


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Eltern können sich auch zusammenschließen und die Betreuung ihrer Kinder gegenseitig übernehmen. Hierfür ist ein hohes Maß an Organisation und Absprache nötig. Gleichgesinnte findet man über private Kleinanzeigen, eventuell auch übers Jugendamt, die Kirchengemeinden oder einen Aushang im Laden um die Ecke.

Wer keinen Krippenplatz ergattert hat oder sich für seinen Nachwuchs einen kleineren Betreuungsrahmen wünscht, liegt mit einer Tagesmutter richtig. Die Betreuungszeiten können flexibel vereinbart werden und richten sich nach dem Bedarf der Eltern. In der Regel kann man zwischen einer stundenweisen oder Halb- bzw. Ganztagsbetreuung wählen. Viele Tagesmütter nehmen auch am Wochenende Tageskinder auf. Bei der Stadt Heidelberg gibt es ein Fördermodell für in Tagespflege betreute Kinder. Eltern, die berufstätig, in Aus- oder Weiterbildung oder arbeitssuchend sind, haben die Möglichkeit, beim Kinder- und Jugendamt einen Antrag auf Förderung zu stellen. Die Tagesmutter erhält dann 3,90 Euro pro Stunde vom Kinder- und Jugendamt, Eltern zahlen einen einkommensabhängigen Kostenbeitrag an das Amt. Mit diesem Modell wird die Betreuung eines Kindes in Kindertagespflege für Eltern deutlich günstiger als bisher. Der Bundesverband für Kindertagespflege empfiehlt übrigens einen Stundenlohn von 5,50 Euro. Ausgebildete Tagesmütter mit entsprechender Qualifikation und Pflege­ erlaubnis haben einen Qualifizierungslehrgang über 160 Stunden absolviert. Eine regis­trierte und qualifizierte Tagesmutter sowie deren Ausbildungs- und Pflegenachweise geben den Eltern Sicherheit – eine gehörige Portion Vertrauen ist dennoch nötig. Klare Absprachen können den Rahmen der Betreuung festlegen. Diese werden in einem schriftlich abgefassten Betreuungsvertrag festgehalten. Vordrucke dafür gibt es bei den Vermittlungsstellen. Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg Friedrich-Ebert-Platz 3 | 69117 HD  06221/58-37790 und 58-37642  Heidelberger Tagesmütter Verein e.V. Kirschgartenstraße 46 | 69126 HD  06221/37 33 71  Generationsbrücke | Spitzwegstraße 2 | 69126 HD  06221/337888  – Tagesmutter-Suchmaschine Heidelberg 



HeiHieLS richtet sich an alle Heidelberger Eltern, die in einer extremen Lebenssituation für eine kurze Zeit ganz dringend unbürokratische Hilfe benötigen, z.B. wenn sie ungeplant ins Krankenhaus oder auf Reisen müssen und die Kinder und der Haushalt versorgt werden sollen. Über die Hotline kann man von Montag bis Freitag durchgehend von 16.00 bis 6.00 Uhr sowie an Wochenenden und an Feiertagen rund um die Uhr jemanden erreichen. HeiHieLs – Heidelberger Hilfen in extremen Lebenssituationen  01805/36 56 90

Ein Abend allein zu zweit, eine Party bei Freunden oder ein gemütliches Abendessen im Restaurant – manchmal brauchen Mama und Papa jemanden, der den Nachwuchs für ein paar Stunden liebevoll betreut. Da sind Babysitter genau die richtigen Ansprechpartner: Sie passen auf, spielen mit den Kleinen, trösten und bringen sie ins Bett – und im besten Fall werden sie zu großen Freunden. Babysitter sind für viele Eltern eine echte Hilfe bei der Betreuung des Nachwuchses. Diese – zumeist jugendlichen – Betreuerinnen sind zum Teil sogar richtig ausgebildet und für diese Tätigkeit qua-

Mittlerweile gibt es eine große Fülle an Betreuungs­modellen für Kinder.

Privates Netzwerk


lifiziert worden (entsprechende Kurse für 16 - bis 24-Jährige werden an­ geboten). Viele haben zu Hause Erfahrung mit der Betreuung jüngerer Geschwister gesammelt. Die Kosten für die Inanspruchnahme eines Babysitters belaufen sich auf 6 bis 8 Euro pro Stunde. Bei wiederkehrendem Betreuungsbedarf oder der Betreuung von mehreren Kindern kann unter Umständen auch eine Pauschale vereinbart werden. Die Beratung und Vermittlung durch die Babysitterbörse vom Bündnis für Familie Heidelberg ist für Eltern kostenfrei. Diese Babysitterbörse, die in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Volkshochschule Heidelberg entstanden ist, hilft dabei, einen qualifizierten Babysitter in Heidelberg zu finden. Babysitter-Börse vom „Bündnis für Familie Heidelberg“  06221/14 10 16 

Kinderkrippe Kinderkrippen sind moderne Einrichtungen, die speziell auf die Bedürfnisse der ganz Kleinen bis zu einem Alter von drei Jahren ausgerichtet sind. Freundliche Räume, kleine Gruppengrößen und gut ausgebildetes Personal sorgen für den Wohlfühlfaktor. Der klar strukturierte Alltag bietet den Kindern Orientierung. Viele Anregungen und der Kontakt zu Gleichaltrigen sind klare Pluspunkte der Krippe. Allerdings können die Kleinen Schwierigkeiten mit der Eingewöhnung und mit dem Finden ihres Platzes innerhalb der Gruppe haben. In der Regel sind die Krippen in den Räumlichkeiten einer Kindertagesstätte untergebracht, es gibt aber auch Einrichtungen – zumeist von freien Trägern – die sich ganz auf die Allerkleinsten konzentrieren und keinem Kindergarten angeschlossen sind. Ab dem Alter von acht Wochen bis zum Eintritt in den Kindergarten stellen in Heidelberg verschiedene Träger Kinderkrippenplätze zu Verfügung. Eine stetige Verbesserung der Familienfreundlichkeit ist eine der zentralen politischen Zielsetzungen für Heidelberg. Die Stadt hat in enger Zusammenarbeit mit vielen freien Trägern das Angebot an Betreuungsplätzen in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Für 42 Prozent der Kinder unter drei Jahren steht in Heidelberg ein Betreuungsplatz bereit. Damit wurde das Ziel, das die Bundesregierung für das Jahr 2013 anstrebt hat, erreicht. Dennoch stehen der weitere Platzausbau und die Qualitätsentwicklung weiterhin auf der Agenda, damit die hohe Nachfrage nach guten Betreuungsplätzen befriedigt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert wird. Die Plätze für Kinder unter drei Jahren sind aufgrund des hohen Personalbedarfs, der auch ein Garant für hohe Qualität ist, sehr kostenintensiv. Damit die Betreuungsplätze auch bezahlbar sind, hat der Gemeinderat beschlossen, Eltern direkt bei den Kosten für einen Betreuungsplatz für


Kleinkinder zu entlasten. Sie erhalten je nach Höhe des Familieneinkommens einen bargeldlosen Gutschein für die Betreuung Ihres Kindes in einer Kinderkrippe bei freien Trägern.

Gutscheinmodell für die Kleinkindbetreuung In Heidelberg gibt es ein Zuschuss- und Gutschein­modell zur Förderung der Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Alle Eltern, deren Kinder



einen Kleinkindbetreuungsplatz bei freien Trägern nutzen, und deren „bereinigtes anrechenbares Bruttoeinkommen“ nicht über 4.500 Euro liegt, können einen Betreuungsgutschein beantragen. Je nach täglicher Betreuungszeit gibt es Gutscheine über 50, 75 oder 100  Euro monatlich. Die Gutscheinhefte sind in den jeweiligen Betreuungseinrichtungen, den Bürgerämtern und beim Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg erhältlich und leicht auszufüllen. Die Gutscheine gelten maximal ein Jahr und müssen rechtzeitig neu beantragt werden. Jugendamt Heidelberg  06221/58-31510

Kinderbetreuungsdatenbank der Metropolregion Die Kinderbetreuungsdatenbank ist ein Projekt des Forums „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ der Metropolregion Rhein-Neckar. In der Kinderbetreuungsdatenbank können Eltern Betreuungsangebote in ihrer Nähe abrufen – von der privaten Krabbelgruppe über Babysitter- und Tagesmütter bis hin zu Kindertagesstätten sowie Au-Pair-Agenturen und Anbieter von Betreuungsangeboten für Schüler. Über Auswahlfilter wie Betreuungsart, Stadt und Stadtteil, Alter des Kindes oder Öffnungszeiten lässt sich die Suche beliebig verfeinern. KIndertageseinrichtungen, Tagesmütter und Schulen aus der ganzen Region sind mit ihren Kontaktdaten im System gelistet. Viele haben darüber hinaus weiterführende Informationen hinterlegt wie etwa zu Sprachangeboten, Verpflegung oder Betreuungsphilosophie. Metropolregion Rhein-Neckar GmbH 

Kindergärten Jedes Kind hat ab seinem dritten Geburtstag bis zum Schuleintritt den gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Bei den Öffnungszeiten gibt es sowohl die durchgehende Teilzeitbetreuung, also sechs Stunden durchgehende Betreuung mit und ohne Mittagessensangebot, als auch die Ganztagsbetreuung von morgens bis spätnachmittags. Über die pädagogischen Ansätze der einzelnen Einrichtung kann man sich in einem persönlichen Gespräch, bei so genannten Schnuppernachmittagen oder auf der jeweiligen Homepage im Internet informieren. Für den Besuch einer Kindertageseinrichtung kann der Träger der öffentlichen Jugendhilfe den Beitrag beziehungsweise die Gebühr ganz oder teilweise übernehmen, wenn den Eltern die finanzielle Belastung nicht zuzumuten ist. Für geringverdienende Familien gibt es auch den HeidelbergPass. Wer im Besitz dieses Passes ist, zahlt für das letzte und vorletzte Kindergartenjahr keine Betreuungsgebühren. Alle nötigen Informationen finden Sie auf Dort finden sich auch sämtliche Kindergärten nach Stadtteilen sortiert – konfessionelle, städtische und freie.

Kindergarten oder Kindertagesstätte? Kindergärten sind meist Einrichtungen, die sich auf die Betreuung der 3- bis 6-Jährigen beschränken. Kindergärten werden auch als Kindertagesstätten bezeichnet, wenn sie eine Ganztagsbetreuung anbieten. Kindertagesstätten betreuen oft alle drei Altersgruppen (Kinderkrippe für unter 3-Jährige, Gruppen für 3- bis 6-Jährige und Schüler im Hort). Unterhalten werden in Deutschland Kindergärten durch freie Träger oder von den Kommunen. Freie Träger sind vor allem kirchliche Träger, Institutionen der Freien Wohlfahrtspflege, Vereine und Elterninitiativen oder privatwirtschaftliche Träger. Eine Suchfunktion für Kindertagesstätten in Heidelberg mit Anzeige von freien Plätzen, Informationen zu den jeweiligen Einrichtungen, Kontaktformular und Voranmeldungsfunktion gibt es unter: – Kita-Suchmaschine Heidelberg 

Mögliche Fragen für das Kindergartengespräch Einige Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Kindergartens:

> Ist die Einrichtung wohnortnah und fußläufig zu erreichen? > Welche Regeln und pädagogischen Ziele gibt es? > Wie sind die Räumlichkeiten – hell, freundlich, kindgerecht, eventuell schallgedämpft? Gibt es abgegrenzte Themenbereiche? Wie sieht es mit einem Turnraum aus? Wieviele Gruppen/Kinder betreut die Einrichtung? Auch ein Blick in Waschraum und Toiletten ist aufschlussreich. > Raus ins Freie: Wie stellt sich der Außenspielbereich dar? Wie oft wird dieser genutzt? Achten die Erzieher auf angemessene Bekleidung (Regenhose, -stiefel bzw. Sonnenhut und -creme)? > Wie ist der tägliche Ablauf in den Gruppen? Wird Wert gelegt auf Freispielzeiten? Wie stellt sich beim Schnupperbesuch der Umgang der Erzieher mit den Kindern dar? Und: Haben die Kleinen die Möglichkeit zum Mittagsschlaf/-ruhe? > Wie sieht’s aus mit der Verpflegung? > Gibt es auch über die Kindergartenbetreuung hinausgehende Veranstaltungen? Wie sieht es aus mit dem Engagement der Eltern? > Wie sind die Betreuungszeiten? Und wann bzw. wie lange sind die Ferien? Gibt es Wartelisten? > Was ist, wenn mein Kind noch nicht sauber ist? Was passiert im Krankheitsfall?


Musik trifft Malerei Kulturelle Angebote für Familien mit Kleinkindern Vielseitig interessierte Familien wollen ihren Kindern die Fülle an kulturellen Angeboten näherbringen. Und dabei können sie in Heidelberg aus dem Vollen schöpfen. Jugendkunstschule, Theater, diverse Museen sowie kleine Kulturzentren und Bühnen lassen die Herzen von Musik- und Kunstfans höher schlagen. Und viele Kulturstätten haben sich heute schon bestens auf den Nachwuchs eingerichtet, bieten eigene Programme für Kinder und spezielle Mitmachaktionen für die Kleinen an – so lassen sich kleine Picassos, Nachwuchs-Musiker oder die Bühnenstars von Morgen gerne von der Muse küssen.

Kurpfälzisches Museum Wie anders war das Leben vor Hunderten von Jahren ohne künstliches Licht und in eng geschnürten Kleidern, wie fantasievoll gestaltete man das Familienleben ganz ohne Fernseher und Computer. Im wunderschönen Barockpalais Morass lassen sich Dinge dieser Zeiten bestaunen. So fühlt sich jeder Besucher ganz schnell ein bisschen „kurfürstlich“. Überraschende Einblicke gewähren auch die Gemälde vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Präzise nach der Natur gemalt oder mit viel Fantasie in leuchtenden Farben auf Leinwand gebannt zeigen sich Landschaftspanoramen mit verblüffenden Details, majestätische Kurfürsten, holde Prinzessinnen und anmutige Schoßhündchen. Noch viel weiter zurück in vergangene Jahrtausende führt die Archäologische Abteilung. Schöner Schmuck und alte Waffen, Kinderspiele und Kosmetika, Küchenutensilien und römisches Töpferhandwerk faszinieren Klein und Groß. An vielen Nachmittagen ist die Malstube mit ihrem offenen Programm für Kinder ab vier Jahren geöffnet. Die Ferienprogramme bieten aufregende Entdeckungsreisen und wecken die Lust am eigenen Gestalten. Der Märchenerzähler Dirk Nowakowski begeistert seine jungen Zuhörer an einigen Samstagnachmittagen im Jahr mit seinen wunderbaren Geschichten. Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg | Hauptstraße 97 69117 HD |  06221/58 34 020 

Heidelberger Schloss Das Heidelberger Schloss steckt voller packender Geschichten für Kinder. Zum Beispiel diese: Der trinkfeste Südtiroler Perkeo war Hofnarr und Fasswächter unter Kurfürst Karl Philipp im 18. Jh. Die Legende erzählt, dass er starb, nachdem er einmal aus Versehen statt Wein ein Glas Wasser getrunken hatte. Sein Name soll sich aus seiner Antwort herleiten, die er auf jedes Trinkangebot gab: „Perche No?“ („Warum nicht?“). Seine Statue


Kultur mit Kindern

steht auf einem Sockel gegenüber dem großen Fass. Dieses größte HolzWeinfass der Welt konnte 195.000 Liter aufnehmen. Oder diese: Am Tor des Schlosshofs hängt ein eiserner Ring, mit dem die Besucher einst ein Klopfzeichen gaben, wenn sie Einlass begehrten. Der Sage nach bekäme derjenige das Schloss geschenkt, der es schafft, den Ring durchzubeißen. Eine Hexe versuchte es mehrmals, aber sie schaffte es nicht, weil ihre Zauberkräfte versagten. Nur eine kleine Vertiefung blieb in dem Klopfring zurück, der so genannte „Hexenbiss“. Oder diese: Der Sage nach sprang bei einem Zimmerbrand ein Ritter aus dem Schloss. Durch den Sprung bohrte sich der schwere Stiefel so sehr in den Boden ein, dass er dort einen Fußstapfen hinterließ, der heute noch zu sehen ist. Das Volk belegte diese sonderbar vertiefte Stelle mit dem Namen „Rittersprung“. Also nichts wie hin und mal schauen, ob der eigene Fuß da hinein passt. Übrigens können Kinder im Schloss auch selbst aktiv werden: Kinderfest, Halloweenfeier, Geisterstunde und Schlossweihnacht ergänzen das Programm. Schloss Heidelberg | Schlosshof 1 | 69117 HD  06221/53 84 72 

Deutsches Apotheken-Museum In der Kinderapotheke dürfen Kinder Erfrischungs-, Husten- oder Magentee selbst mischen. An der Duft- und Taststation können sie Rätsel lösen oder sie versuchen sich an einer Waage. Für den Kindergeburtstag kann man aus verschiedenen Mottos wählen – je nach Alter der Kinder. Zudem gibt es Führungen eigens für Kindergartengruppen. Deutsches Apotheken-Museum | Heidelberger Schloss | 69117 HD  06221/258 80 

Jugendkunstschule Heidelberg-Bergstraße e.V. Die Eltern-Kind-Kurse heißen hier „Zehn kleine Malerfinger“ und da wird mit allen Fingern gemalt und gearbeitet. Für Kinder von ein bis drei Jahren gibt es die musisch-ästhetische Kleinkindbetreuung „Paletti“, in der die Kinder täglich vormittags auf spielerische Weise mit zwei Erzieherinnen gemeinsam spielen, singen, bauen, malen und plastisch gestalten. Dreijährige können zu den „Farbtupfern“, die im Atelier mit Farben, Stiften, Ton oder Kleister experimentieren. Ab vier Jahren bietet die Jugendkunstschule die musisch-ästhetische Früherziehung an, in der die Kinder durch Musik und Bewegung an die Bildende Kunst herangeführt werden. Jugendkunstschule Heidelberg-Bergstraße e.V. Büro Handschuhsheim | Steubenstraße 54/1 | 69121 HD |  06221/45 22 66 Büro Dossenheim | Konrad-Adenauer-Straße 10 | 69221 Dossenheim  06221/86 14 86 

Junges Theater Heidelberg im Zwinger3 Das Theater und Orchester Heidelberg ist ein Fünfspartenhaus: Musiktheater, Konzert, Tanztheater, Schauspiel und Junges Theater bieten für alle Altersstufen Theatererlebnisse an. Speziell für Kinder und Jugendliche entstehen in jeder Spielzeit mindestens fünf neue Produktionen, wovon eine Inszenierung auf der großen Bühne im Alten Saal und eine Inszenierung open-air auf dem Schloss im Rahmen der Heidelberger Schlossfestspiele gespielt wird. Für Kindergartenkinder wird jede Spielzeit eine Produktion im Jungen Theater angeboten. Zudem stehen Piccolokonzerte für die Allerkleinsten (0-3 Jahre) und Familienkonzerte für alle ab vier Jahren auf dem Spielplan. In der Vorweihnachtszeit erarbeiten Ensemblemitglieder des gesamten Hauses kleine Programme für Kinder ab drei Jahren und zeigen diese im Rahmen des „Adventskalenders“. Neben dem Theatergucken kann man im Jungen Theater auch selbst spielen, unter anderem im „Familien-Workshop“ für alle ab fünf Jahren. Jede Menge Möglichkeiten also, das Theater in seinen verschiedenen Facetten zu erleben und kennenzulernen! Theater und Orchester Heidelberg Theaterstraße 10 | 69117 HD Junges Theater Heidelberg Zwingerstraße 3-5 | 69117 HD  06221/58-20 000 (Kartentelefon) 

Haus der Astronomie und Astronomieschule e.V. Der Kreativität freien Lauf lassen: Die meisten Kinder malen gern.

Auf dem Königstuhl wird spannende Forschung im Bereich Astrophysik betrieben. Forscher entdecken hier z.B. Exoplaneten und ferne Sterne oder die Eigenschaften ferner Galaxien. Internationale Forschergruppen arbei-

Kultur mit Kindern

ten gemeinsam an einer Erklärung der Beobachtung dieser Himmelsobjekte. Sie wollen insbesondere Kindern und Jugendlichen nahebringen, was es „da draußen“ alles gibt. Es geht um Sonne, Mond und Planeten. Das Haus der Astronomie ist eine Einrichtung der Max-Planck-Gesellschaft in Partnerschaft mit der Klaus Tschira Stiftung, der Universität Heidelberg und der Stadt Heidelberg. Durch Vorträge, die für jedermann verständlich sind und Führungen zu den historisch bedeutenden Instrumenten der Landessternwarte und durch die Forschungseinrichtungen wird das Interesse geweckt. Es werden auch Familienworkshops ab Kindergartenalter oder auch Kindergeburtstage ausgerichtet, bei denen neben dem Feiern auch das Staunen nicht zu kurz kommt. Haus der Astronomie  Astronomieschule e.V.  Königstuhl 17 | 69117 HD |  06221/52 81 60

Junges Museum Speyer Als Teil des Historischen Museums der Pfalz konzipiert das Junge Museum Ausstellungen und Angebote für Kinder zwischen drei und 12 Jahren und deren Eltern. Ob auf den Spuren der Steinzeitjäger, bei den Rittern oder unterwegs in Playmobil-Spielwelten, das Junge Museum lädt dazu ein, Kunst, Kultur und Geschichte mit allen Sinnen zu erfahren. Die MitmachAusstellungen lassen längst vergangene Epochen lebendig werden und erklären die Welt, in der wir heute leben. Anfassen, Ausprobieren und Spielen ist hier ausdrücklich erwünscht! Zahlreiche museumspädagogische Angebote fördern die Kreativität und machen das Junge Museum zu einem spannenden Lernort. Bei Ferien-Workshops, Kindergeburtstagen oder im JuMus-Club ist jede Menge Spaß garantiert. Noch bis zum 23.4.2017 lädt die Ausstellung „Maya – Das Rätsel der Königsstädte“ mit vielen Mitmachstationen und einem Audioguide für Kinder ab acht Jahren zur Entdeckungsreise nach Speyer ein. Ab November präsentiert das Junge Museum Speyer mit „Robin Hood“ eine interaktive Familienausstellung für Kinder unter sechs Jahren mit zahlreichen Mitmachstationen und kindgerechten Erläuterungen. Junges Museum im Historischen Museum der Pfalz Speyer Domplatz 4 | 67346 Speyer  06232/62 02 22 

Explo Heidelberg Junge Entdecker und Tüftler von heute sind die Wissenschaftler und Ingenieure von morgen. Deswegen möchte das Explo als interaktives Zentrum mit naturwissenschaftlichem Bildungsangebot bei Kindern schon ab dem


Grundschulalter die Neugier für naturwissenschaftliche und technische Phänomene wecken und somit für die Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften begeistern. In der interaktiven Ausstellung laden Exponate zum Experimentieren und Ausprobieren ein. Physikalische Phänomene werden dadurch begreifbar und anschaulich dargestellt. Abgerundet wird das Programm durch zahlreiche Workshops zu verschiedenen Schwerpunkten, wie z.B. Optik, Akustik, Statik, Bionik oder Technik wie Robotik, Elektronik und Energie. Explo Heidelberg Im Neuenheimer Feld 582 | 69120 HD  06221/728 23 46 

Heidelberger Bergbahn Eine Fahrt in der ältesten und gleichzeitig modernsten deutschen Bergbahn – geht das? Klar! Denn die untere Bergbahn ist die modernste Standseilbahn in Deutschland und die obere die älteste. Außerdem ist die Strecke vom Kornmarkt bis Königstuhl mit 1,5 Kilometern die längste Bergbahn-Strecke in Deutschland. Lauter Superlative also. Und so fühlt sich die Fahrt in den schrägen Waggons auch wirklich an – einfach unvergesslich! Die Heidel-


Theater für die Allerkleinsten

Ferien-Workshops entdecken Sonntagsvorstellungen

zuschauen Spielclubs

Geschichten Theater und Schule

Familien-Workshops Theaterlabor Neugier




Weitere Informationen und Tickets unter ✆ 06221 | 5820 000 |


Kultur mit Kindern

berger Bergbahnen sind vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung bezeichnet und mit einem Eintrag ins Denkmalbuch des Landes gewürdigt worden. Bergbahn Heidelberg  06221/513-2150 

Wald erleben Auf dem Walderlebnispfad, dem Lehr- und Erlebnisweg auf dem Königsstuhl, wird die Fantasie angeregt und mit Augen, Ohren, Nasen und Händen die Welt des Waldes erfahren. Der Einstieg ist direkt am Königsstuhl, also mit der Bergbahn und mit dem Auto gut zu erreichen. Von der Forstabteilung der Stadt Heidelberg wurde extra das Wald­erlebnisgelände am Pferchel konzipiert. Das Gelände bietet für die ersten Berührungen mit der umgebenden Natur genügend Schutz, weil es eingezäunt ist und gerne von Kindergartengruppen genutzt wird, um die ersten Schritte zu unternehmen und später von dort aus Aktivitäten im angrenzenden Wald starten zu können. Das Gelände befindet sich an der Hirtenaue. Buchungsbüro der Geschäftsstelle „Natürlich Heidelberg“ Weberstraße 7 | 69120 HD  06221/58-28333 

Kulturfenster Heidelberg Das Kulturfenster hält für Menschen (fast) aller Altersstufen eine vielfältige und bunte Palette pädagogischer und kultureller Angebote bereit. Ein besonderes Highlight für Familien ist das KinderTheaterFestival, das jedes Jahr im Oktober Theaterensembles aus ganz Deutschland auf die Bühne im Zelt an der Neckarwiese holt. An den Wochenenden von September bis April findet regelmäßig Kindertheater statt. Familiennachmittage im Kulturfenster bieten die Möglichkeit, gemeinsam zu spielen, in der Kuschelecke zusammen zu schmökern und bei jeweils wechselnden offenen Werkstattangeboten zu töpfern, malen, filzen, basteln oder bauen. Beim Familienspektakel kommt das Kulturfenster-Team mit den zwei Spielmobilen in den Oster- und Pfingstferien jeweils in einen Heidelberger Stadtteil. Im großen breitgefächerten Kurs-, Workshop- und Ausflugsangebot des Kulturfensters dürfte für jeden etwas dabei sein – Töpfern, Filzen, Malen, Musik, Tanz, Hafenrundfahrten, Ausflüge in den Wald und vieles mehr. Kulturfenster e.V. Heidelberg Kirchstraße 16 | 69115 HD  06221/137 48-60 

Die Grüne Schule Heidelberg Die Grüne Schule Heidelberg steht für das vielfältige öffentliche Bildungsangebot des Botanischen Gartens der Universität Heidelberg. Sie erklärt die pflanzliche Vielfalt unserer Erde und ist eingebunden in die Aktivitäten der „Jungen Universität“. Es gibt Angebote für Kindergärten und Schulen sowie Ferienprogramme und Angebote für Kindergeburtstage. Dabei stehen spielerisches Lernen und Sinneserfahrungen im Vordergrund. Grüne Schule/Botanischer Garten Heidelberg Im Neuenheimer Feld 340 | 69120 HD |  06221/54 57 83 

Werkraumtheater Walldorf

Raus ins Freie: In Heidelberg gibt es viele Angebote für kleine Naturforscher.

Hier spielen Kinder und Erwachsene für Kinder und Erwachsene! Von Räuber Hotzenplotz über Frau Holle bis zu Alfred Hitchcock werden hier wohlausgesuchte Stücke von höchst engagierten Laien wunderbar auf die Bühne gebracht. Innerhalb der vielgestaltigen deutschen Amateurtheaterlandschaft zeigt sich die besondere Stärke des Werkraumtheaters in seiner lokalen Verbundenheit zwischen Spiel, Spielern und Publikum. Das Werkraumtheater ist mit seinem gemütlichen Ambiente zudem ein idealer Ort für Kindergeburtstage. Werkraumtheater Walldorf Hauptstraße 11 | 69190 Walldorf  06227/85 94 199 

Freizeit mit Kindern


Ausflüge und Kurztrips mit Kindern Spielen, planschen, Tiere streicheln und staunen

Outdoor-Spielplätze Toben, rutschen, klettern, schaukeln – für Kinder ist das Glück dieser Erde beim Spielen zum Greifen nah. Eine kleinkindgerechte Ausstattung mit Sandbereichen, Klettergeräten, Rutschen und Schaukeln sowie Häuschen und Türmen zum Versteckspielen gehört auf den meisten Spielplätzen „um die Ecke“ zum Standard. Daneben gibt es aber auch Spielplätze, die mit besonderen Attraktionen aufwarten und die eine kleine Reise in andere Stadtteile wert sind.

Spielplatz an der Neckarwiese Zwischen Ernst-Walz-Brücke und Theodor-Heuss-Brücke am Leinpfad liegt ein großes Spielplatz-Areal, das nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt. Direkt am Neckar wird für alle Altersklassen etwas geboten. Ein riesiger Sandkasten bietet jede Menge Platz zum Buddeln. Schaukeln, Rutschen, Klettergeräte und Wippen sorgen für Abwechslung. Highlight an


warmen Tagen ist der große Wasserspielplatz: Er enthält eine Quelle mit einem Quellstein in naturähnlicher Umgebung aus regionalem Buntsandstein. Das fließende Wasser wird über einen Bachlauf geführt, kann aber auch umgeleitet werden und fließt dann in den Neckar ab – toll für kleine Entdecker.

Spielplatz im Heidelberger Zoo Rutschen, Sandkästen, Schaukeln und Klettergarten lassen sich prima dazu nutzen, all die Fähigkeiten und Kunststücke nachzuahmen, die Erdmännchen, Affen und andere Zootiere in voller Perfektion vormachen. Besonderer Hingucker ist aber die „Arche Noah“ – ein Spielschiff, dessen gigantische Ausmaße alle Spielgeräte in der Region in den Schatten stellen dürfte. In dem 60 Meter langen und als Labyrinth angelegten Rumpf verbirgt sich eine phantastische Erlebniswelt für Kinder. Ein Krabbelgang führt über Treppen in mehreren Etagen zu einer „Puppenstube“, in der Kinder in verschiedene Rollen schlüpfen können. Über Gitterröhren gelangt man in eine Spielkammer, die hoch oben in der Luft schwebt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Für die Erwachsenen sorgen am Spielplatz viele Sitzbänke für eine angenehme Ruhepause.

Spielplatz in Ziegelhausen-Peterstal Bei diesem Spielplatz – am Hang neben der Bürgerbegegnungsstätte in der Wilhelmsfelderstraße gelegen – erinnert die Gestaltung der Spielgeräte an die Tradition der Wäschereidörfer Ziegelhausen und Peterstal. So ist in Anspielung an das Thema Wäsche das Karussell ein Wasch-Drehkreuz, ein Steigstamm hat die Form eines Waschschlegels ein, die Rundbank ist ein Waschzuber, das Balancierseil eine Wäscheleine, das Kletternetz die Wäschespinne. Außerdem gibt es eine Kleinkindrutsche und Doppelschaukel mit Wäschemotiven.


Viel Platz zum Buddeln – das darf auf keinem Spielplatz fehlen.

Draußen ist es nass, kalt und ungemütlich, und die Kleinen wollen trotzdem hüpfen, toben und spielen? Da ist ein Besuch in einem Indoor-Spielplatz eine willkommene Alternative zum Spielen im Freien. Diese zu großen Spieloasen umgebauten Hallen bieten Spiel- und Spaßgeräte in allen Größen und für alle Altersstufen. Das Angebot reicht von überdimensionalen Hüpf- und Kletterburgen über Rutsch- und Rollerbahnen, Minicars und Trampoline bis hin zu Babybereichen mit Bällebad, Stoff- und Schaukeltieren. Für das leibliche Wohl der großen und kleinen Besucher sorgen Snacks, Getränke und Süßigkeiten. Gut zu wissen: Hier können auch Kinder­ geburtstage nach Lust und Laune gefeiert werden. Die Kosten für den


Freizeit mit Kindern

Eintritt für Kinder liegen zwischen drei und sieben Euro, je nach Wochentag und Uhrzeit. Jumpinn Heidelberg | Harbigweg 1-3 | 69124 HD  06221/60 21 06  Zweimal im Monat hat das Jumpinn für Menschen ab 18 Jahren geöffnet Happy Kids | Wasserturmstraße 52 | 69214 Eppelheim  06221/75 07 143  FunArena 4 KIDS | Ahornstraße 80 | 68542 Heddesheim  06203/44 123 

Freibäder und Badeseen Die meisten Kinder fühlen sich im Wasser pudelwohl – und gerade im Sommer bieten die beiden Freibäder und die umliegenden Badeseen eine willkommene Abkühlung. Rutsche, Kinderplanschbecken oder ein Matschplatz machen das Glück der Kleinen vollkommen. Sollten Sie Fragen zur Wasserqualität der städtischen Badegewässer haben, werden diese unter  06221/513-0 beantwortet.

Tiergartenbad Mitten in einer weitläufigen Parkanlage lockt das Tiergarten-Schwimmbad kleine und große Wasserratten. Das Bad bietet ein Schwimmerbecken (25  x 50 m), ein Nichtschwimmerbecken (25 x 50 m) mit Kinderrutsche, ein Springerbecken (15 x 14,50 m) mit verschiedenen Sprung­anlagen sowie ein tolles Kinderplanschbecken mit kindgerechtem Wasserspielbereich. Rasant geht‘s auf der Breitwellenrutschbahn zu: Aus 4,50 Meter Höhe geht‘s über die 17 Meter lange Bahn ins Becken. Der große Kinderspielplatz

Schattiges Planschvergnügen für kleine Wasserratten: Der Kleinkind­ bereich mit Planschbecken im Heidelberger Thermalbad. mit Nass- und Trockenspielzone lädt zum Toben, Balancieren, Klettern und Matschen ein. Zwei Volleyballplätze, ein Basketballplatz und zwei Tischtennisplatten stehen ebenfalls zur Verfügung. Tiergartenbad | Tiergartenstraße 13 | 69121 HD  06221/513-4420

Thermalbad Heidelberg Dort, wo sich heute das beheizte Freibad befindet gab es früher eine Thermalquelle. Das Bad hat ein 50m-Schwimmerbecken, ein 50-Nichtschwimmerbecken mit Rutsche sowie ein Kinderplanschbecken. Zusätzliches Plus: Der Kleinkindbereich ist mit Sonnensegeln beschattet. Das Thermalbad öffnet je nach Wetterlage von Mitte April bis Mitte Oktober. Thermalbad | Vangerowstraße 4 | 69115 HD  06221/513-2877 

Terrassen-Freischwimmbad Neckargemünd

Kräftig planschen und spritzen – das macht Spaß an heißen Tagen!

Idyllisch im Neckartal gelegen, lädt das Terrassen-Freischwimmbad zu einem Badeausflug ein. Neben Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken stehen hier ein separates Planschbecken, ein Sprungbecken mit Springerfelsen und schwingender Liane sowie diverse Spiel- und Sportangebote zur Verfügung. Schwimmer- und Sprungbecken sind als Naturbad gestaltet. Terrassen-Freischwimmbad Neckargemünd | Schwimmbadstraße 24 69151 Neckargemünd |  06223/74 403

Nie wieder Langeweile! Das Jumpinn in Heidelberg ist Süddeutschlands erste Hallen-Spielanlage mit 2.300 m2 Spass für alle !

Einmalig in der Region:

Unser faszinierender Eltern-Kind-Bereich Unser Eltern-Kind-Bereich ist ein Wohlfühl-Paradies für Kleinkinder und ihre Eltern – mit Wolken, aus denen es sanft regnet, mit geschwungenen Wassersträßchen, mit kleinkindgerechten Spielgeräten und mit einer wohligen Dauertemperatur.

Feiern, Toben, Springen, Essen & Trinken satt… • Spiel, Sport, Spaß mit riesigem Außenbereich • Fussball-Kunstrasenplätze • Kindergeburtstage drinnen und draussen • Minigolf auf 18 Kunstrasenbahnen • gemütlicher Biergarten im Sommer • Boulebahnen • hausgemachte Pizza aus dem Steinofen • Outdoor-Spielplatz mit Hüpfkissen, Mini-Tretbooten

und Hüpfburgen

Öffnungszeiten: Odenwaldring · Tel. 06202 978280

Mo. – Fr.: 14.30 – 19.00 Uhr Sa., So., Feiertag, Ferien (BW): 10.00 – 19.00 Uhr

JUMPINN | Harbigweg 1-3 | 69124 Heidelberg | Tel.: 06221 - 60 2106 |


Freizeit mit Kindern

AQWA Freibad und Badesee Walldorf Im Sommer lädt ein naturnaher Badesee zum Schwimmen ein. Nebenan, im Olympia-Becken drehen Schwimmer ihre Runden. Im Nicht-Schwimmer-Becken gibt es eine Spaß-Rutsche: Toben und Spritzen erlaubt! Abenteuer für die Jüngsten bieten das Piratendorf und der Wasserspielgarten am Seeufer. Wenn das Wetter mal nicht mitspielt, lädt unterm Dach eine abwechslungsreiche große Bäder- und Saunalandschaft zum Verweilen ein. AQWA Walldorf | Schwetzinger Straße 88 | 69190 Walldorf  06227/82 88 260 | 

Hallenbäder und Freizeitbäder Spielt das Wetter nicht mit, um Wasserspaß unter freiem Himmel genießen zu können, zieht man sich unters Dach zurück. Hallenbäder sind der richtige Ort, um einem ungemütlichen Tag ein bisschen Ferienstimmung zu verleihen. Wer seine Badehose mit einem Seepferdchen verzieren möchte, erhält es nach erbrachter Leistung – schwimmen, tauchen, springen – hier vom Bademeister persönlich. G ­ eöffnet sind die Hallenbäder in der Regel von September bis April.

Hallenbad Hasenleiser Hier gibt es Aquafitness- und Schwimmkurse, Wassergymnastik für Schwangere bis hin zum „Kunterbunten Badespaß“, der dreimal im Jahr stattfindet. Außerdem kann man hier aufs Schönste ins Schwitzen kommen: In einer finnischen Sauna oder in einer Biosauna mit Farblicht nämlich. Hallenbad Hasenleiser | Baden-Badener-Straße 14 | 69126 HD  06221/513-2871

Hallenbad Köpfel Im Ziegelhäuser Hallenbad Köpfel ist sehr schön gelegen: Hier, hoch über dem Neckartal, schwimmt man mit Blick ins Grüne. Man kann zwischen zahlreichen Aquafitness- und Schwimmkursen wählen, in der Sauna mit Tageslicht relaxen oder einfach nur die Seele baumeln lassen. Für die Kleinsten gibt es das beliebte Babyschwimmen. Außerdem verfügt das Bad über eine Sauna, eine Cafeteria mit Terrasse sowie eine Liegewiese. Hallenbad Köpfel | Stiftweg 32 | 69118 HD |  06221/513-2880

City-Bad im Darmstädter Hof-Zentrum Während die einen sich einfach unter der Sternendecke im Nichtschwimmerbecken treiben lassen, ziehen sportbegeisterte Besucher ihre Bahnen.

Außerdem kann man sich in zahlreichen Schwimm- und Aquafitnesskurse fit halten. Jeden Donnerstag gibt es am Aquafitnessabend die Möglichkeit, ohne öffentlichen Badebetrieb zu trainieren. City-Bad im Darmstädter-Hof-Centrum | Fahrtgasse 12 | 69117 HD  06221/513-2873

Noch mehr Badespaß Manchmal lohnt sich auch die Fahrt über die Stadtgrenzen hinaus. In der Region gibt es tolle Freizeitbäder, die viel zu bieten haben – im Sommer sogar einen Freibadbereich: Bellamar | Odenwaldring | 68723 Schwetzingen  06202/97 82 80  Miramar | Waidallee 100 | 69469 Weinheim  06201/600 00  Aquadrom | Beethovenstraße 41 | 68766 Hockenheim  06205/28 55 600 

Tierparks und Zoos Bären, Löwen, Pinguine und Affen faszinieren Kinder von Anfang an. Ein Besuch in einem Zoo oder Tierpark ist für die Kleinsten das Allergrößte. Ob imposante Elefanten oder kleine Insekten, bunte Fische oder streichelzahme Ziegen – die Begegnung mit diesen Tieren ist für Kinder ein ganz besonderes Erlebnis.

Heidelberger Zoo Am Eingang begrüßen schon die Syrischen Bären die Besucher des Zoos. Elefanten, Affen, Löwen und farbenfrohe Vögel – die Welt des Heidelberger Zoos ist bunt und artenreich. Eine Attraktion ist die Fütterung der Mähnenrobben (tägl. 11 und 16 Uhr außer freitags), bei der die Tiere ihr Geschick zeigen und die man auf keinen Fall verpassen darf. Das große Elefantenhaus beherbergt Deutschlands einzige Jungbullen-WG. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms verbringen die vier Asiatischen Elefanten ihre Jugendjahre in Heidelberg. Wie im Urwald fühlt man sich im tropisch gestalteten Menschenaffenhaus und kann die großen Primaten in ihrem faszinierenden Sozialverhalten beobachten. An einem Touchscreen erhalten die Besucher beeindruckende Informationen zu den Fähigkeiten der Affen und können sich selbst an entsprechenden Aufgaben versuchen. Wer es lieber etwas kühler hat, der besucht das Nordsee-Küstenpanorama, eine große begehbare Voliere, wo Meeresvögel am Sandstrand auf den Wellen schaukeln. Der riesige Spielplatz mit der großen erkletterbaren Holzarche bietet für jeden etwas: ein behinder-


euch gibt’s eine oase mit ganz viel blau

Hallenbad Köpfel – das Bad im Grünen für jedes Lebensgefühl.


n* e r a p s e m l lle Fi a r ü f g a T Jeden

KINOPOLIS Rhein-Neckar Robert-Schumann-Straße 8 • 68519 Viernheim

* In Begleitung eines Kindes unter 12 Jahren bezahlen Familienangehörige in allen Vorstellungen vor 19:00 Uhr den Kinderpreis, ggf. zuzüglich Zuschläge. Ausgenommen sind Sonderveranstaltungen.


Mehr Infos im Kino und unter



Freizeit mit Kindern

tengerechtes Karussell, Trampoline, Rutschen, Schaukeln und Klettergerüste. Für Kinder, die mehr über die Tiere und den Zoo erfahren möchten, bietet die Zooschule Workshops, Camps und Zoo-Ferien an. Heidelberger Zoo | Tiergartenstraße 3 | 69120 Heidelberg  06221/6455-0 

Falknerei Tinnunculus Tinnunculus ist der lateinische Name für den Turmfalken. Kinder und Eltern haben hier die besondere Gelegenheit, majestätische Greifvögel hautnah zu erleben. Bei den täglichen Flugvorführungen erfahren die Familien vom Falkner wissenswerte Details über die Tiere. Auch die Jagdgewohnheiten sowie die Aufzucht und Pflege werden ausführlich erklärt. Kinder werden von Uwe Jacob, dem Falkner, immer wieder dazu aufgefordert, in die Rolle des Falkners zu schlüpfen. Dann dürfen sie den ledernen Falknerhandschuh selbst anziehen, sehen die Tiere aus nächster Nähe und dürfen auch mal das weiche Gefieder berühren. Von Oktober bis März geschlossen. Tinnunculus – Die Falknerei in Heidelberg Königstuhl 2a | 69117 HD |  06221/48 59 36 

Tierpark Walldorf Der kleine Tierpark ist längst kein Geheimtipp mehr. Über 300 Tiere beherbergt der Tierpark, darunter viele Vogelarten, aber auch Lamas, Alpakas, Esel, Mähenspringer, Kamerunschafe, Sikahirsche, Schildkröten, Enten, Meerschweinchen, Hasen und andere Kleintiere haben hier ihr Zuhause. Beim Rundgang wird man sicherlich dem ein oder anderen Pfau begegnen, der schon von weitem zu hören ist – mit etwas Glück umwirbt er gerade eines der Weibchen und zeigt sich in voller Pracht. Ein Halt bei der Ponymanege lohnt sich vor allem am Wochenende: Von 14 bis 17 Uhr stehen hier die Ponys für die kleinen Besucher bereit. Geführt werden sie von jugendlichen Ponymädchen, die sich liebevoll um sie kümmern. Tierpark Walldorf | Schwetzinger Straße 99 | 69190 Walldorf  0179/975 38 76 

Bergtierpark Fürth-Erlenbach Inmitten des Odenwaldes liegt der Bergtierpark Erlenbach. Eingebettet in eine herrliche Landschaft leben hier Gebirgstiere aus fünf Erdteilen in großzügigen Freianlagen, die ihrer natürlichen Umgebung nahezu entsprechen. Aufgrund dieser artgerechten Haltung sind fast das ganze Jahr über Jungtiere zu bestaunen. Hier leben Skudde (Schaf), Guanako (Kamel) und Magot (Affe) friedlich nebeneinander. Eine echte Attraktion aber sind die Kängurus. Besonders niedlich sind die Babys, die aus dem Beutel ihrer Mutter linsen. Alle Tiere dürfen gefüttert werden, was besonders den kleinen Gästen gefällt. Spezielles Futter ist am Eingang erhältlich. Bergtierpark Fürth-Erlenbach | Werner-Krauß-Straße 64658 Fürth-Erlenbach  06253/213 26 

Wildpark Schwarzach ... wo Kinder willkommen sind! + + + +

großes Spielzimmer Wickeltisch & Stillecke Frühstück sonn- und feiertags ab 9:00 Uhr hausgemachter Kuchen, Waffeln, Quiche etc. Landhausstraße 3 / Weststadt Tel. 06221/6737274 - täglich 10:00 bis 18:00 Uhr

Auf 100.000 m2 Fläche erwartet die Besucher im Kleinen Odenwald ein Naturerlebnispark mit großen und artgerecht gestalteten Gehegen, modernen Stallungen für über 50 verschiedene Tierarten und ein großzügiges Naturgelände. Mehr als 400 einheimische und exotische Wild- und Haustiere vom Zebra bis zum Wildschwein und vom Papagei bis zur Gans bevölkern das Parkgelände. Hits für Kids: Kindereisenbahn, Afrika-Spielplatz, Streichelzoo und Schaubauernhof. Eine Mineralienausstellung zeigt im Birkenhof über 600 Mineralien aus aller Welt. Regelmäßig finden Veranstaltungen mit attraktivem Rahmenprogramm für die ganze Familie statt. Wildpark Schwarzach Eintrittshaus am Birkenhof in der Wildparkstraße | 74869 Schwarzach  06262/17 34 

Freizeit- und Erlebnisparks Natur und Spaß für die gesamte Familie oder Action pur – Freizeit- und Erlebnisparks laden zu ausgedehnten Ausflügen ein, die das alltägliche Einerlei schnell vergessen lassen. Abwechslungsreiche Angebote gibt es in den Parks „um die Ecke“ oder in den großen Themenparks, die sogar Übernachtungsmöglichkeiten bieten und somit auch mal ein Ziel für einen Wochenendausflug sein können.

Märchenparadies Königstuhl Zwischen dem Lügenbaron Münchhausen, dem Goldesel, Rumpelstilzchen und den sieben Zwergen liegen nur wenige Meter: Im Märchenparadies – malerisch mitten im Wald auf dem Königstuhl gelegen – geben sich all die bekannten Figuren aus den Kinderbüchern ein Stelldichein. Auf Knopfdruck setzen sich die Szenerien in den Pavillons in Bewegung und erzählen ihre Geschichten. Für Fahrspaß sorgen Mini-Autoscooter oder die Park­eisenbahn, in der „Crazy World“ steht die Welt buchstäblich Kopf und bei den Wasserspielen oder auf lustigen Fahrrädern können die Besucher ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Von November bis März ist hier Winterpause. Märchenparadies Königstuhl | Königstuhl 5 | 69117 Heidelberg  06221/234 16 

Luisenpark und Herzogenriedpark Mannheim Bekannt und gleichermaßen beliebt ist eine beschauliche Bootsfahrt mit der Gondoletta, die über den Kutzerweiher führt. Dieses Angebot des Mannheimer Luisenparks ist jedoch nur eines von vielen. Die Pflanzenwelt begeistert nicht nur Naturfreunde – auch die Tiere, die im Luisenpark leben, ziehen die Blicke auf sich. Störche, Affen, sprechende Beos, jede Menge Fische und Schmetterlinge, Nasenbären aber auch Riesenschildkröten und Schlangen sind hier zu Hause. Viele Spielplätze, eine Trampolinanlage, Minicars, eine Holzeisenbahn für die Kleinsten und die 80.000 m2 große Spiel- und Freizeitwiese bieten genügend Raum für Bewegung und Spaß. Und wer einen Blick weit über Mannheim hinaus werfen möchte, besteigt den Aufzug des Fernmeldeturms, der die Besucher auf die Aussichtsplattform in rund 120 Meter Höhe bringt. Im Herzogenriedpark liegt der Fokus auf abwechslungsreichen Spielmöglichkeiten. Die kleinen Park­besucher kommen im Seilzirkus, in der Spritzpis­tolenanlage oder im Höhlenlabyrinth voll auf ihre Kosten. Auf dem Schaubauernhof gibt’s Kaninchen, Gänse, Wollschweine, Schafe, Zwergziegen und noch andere Tiere zu sehen. Luisenpark | Haupteingang Theodor-Heuss-Anlage | 68165 MA  0621/41 005-0  Herzogenriedpark | Haupteingang Max-Joseph-Straße | 68167 MA  0621/293-75 12 

Auf ins Märchen-Paradies. Es gibt so viel zu entdecken. Corporate Design Märchenparadies – Schriftart & Farbe

Hoch oben, auf dem Heidelberger Königstuhl, erwartet Sie ein unvergesslicher Erlebnistag an der frischen Luft. Auf 29000 qm Parkfläche bietet das Märchenparadies Heidelberg alles, was einen Familienausflug zu einem echten Highlight macht. Ob rasante Drachenfahrt, Hexenritt oder Spielspaß auf der Kletterburg – hier können sich Kinder nach Herzenslust austoben und die C 80% M 0% Y 100% K 0% neu entdecken. C 0% 80%Y 90%K 0% Märchenklassiker inMliebevoll gestalteten Inszenierungen R 18 G 165 B 55 R 232 G 78 B 36 Die Fahr- und Spielattraktionen bieten dabei Ihren Kindern viel Freiraum, selbständig Märchenparadiesrot Märchenparadiesgrün ihre Märchen und Abenteuer zu erleben, während Sie sich einen Tag voller Entspannung und Ruhe gönnen. Zum Beispiel mit den leckeren Speise- und *CMYK wird für den Druck verwendet RGB für Web Getränkeangeboten im Park-Vespergarten. Außerdem bietet das Märchenparadies verschiedene Pakete für Geburtstagsfeiern an. Genaue Infos finden Sie unter

Lebe Dein Märchen.

*Die Schriftart TimKid wird für den Slogan, Headlines und die Webadresse verwendet.

Liebe Besucher, erleben Sie mit der ganzen Familie zauberhafte Stunden im Märchenparadies. Erholung und Unterhaltung für Jung und Alt auf Heidelbergs Hausberg, dem Königstuhl. *Die Schriftart Helvetica Medium wird für Fließtexte, Adresse, Preise und Angaben zu den Öffnungszeiten verwendet. Für eine bessere Lesbarkeit kann sie auch als Roman oder Bold verwendet werden.

Wir freuen uns auf Sie. Bis bald im Märchenparadies Heidelberg Märchenparadies Heidelberg GmbH & Co. KG Königstuhl 5, 69117 Heidelberg Telefon: 06221 – 23416


Freizeit mit Kindern

Holiday Park Haßloch Karussells, Minicars, Tretboote, Hüpfburgen, Kinderschminken, Abenteuerspielburg – hier kommen die Kleinen voll auf ihre Kosten und den Eltern wird auch nicht langweilig. Lustig sind die Attraktionen im Park rund um Biene Maja, die sich speziell an Familien mit Kindern unter zehn Jahren richten. Neben Fahrgeschäften wie dem sich rasant drehenden Schaukelbaum macht ein Restaurant- und Veranstaltungsgebäude in Form eines überdimensionalen, ausgehöhlten Baumstammes die Illusion von Majas Serienwelt perfekt. Winterpause ist von November bis März. Holiday Park Haßloch | Holiday-Park-Straße 1-5 | 67454 Haßloch  06324/599 33 18 

Playmobil-FunPark Zirndorf Seit vielen Jahren begeistert der Playmobil-FunPark in Zirndorf bei Nürnberg Besucher aus nah und fern. Grund dafür ist das einzigartige Konzept der rund 90.000 m2 großen Freizeitanlage: Spielen, Bewegen, Erleben. Hier gibt es keine Fahrgeschäfte oder Shows, dafür Playmobil-Spielwelten im

XXL-Format, die Kinder zum Ausprobieren, Klettern, Toben und Balancieren motivieren. Aktiv sein statt in der Schlange stehen und Bewegung im Spiel heißt das Motto. Fitness-Parcours, Niedrigseilgarten, eine Wasserstraße und natürlich die Spielewelten im Großformat – hier kommen Jung und Alt in Bewegung. Leihen können sich Besucher Buggys und Kameras, und sogar ein Wäschetrockner kann genutzt werden. Spielt das Wetter mal nicht mit, bietet das 5.000 m² große, verglaste HOB-Center mit seinen lebensgroßen Playmobil-Kulissen, ausgedehnten Spielflächen, Showbühne, Erlebnisgastronomie und Kaffeebar jede Menge Platz für ungetrübten Spielspaß. Übernachten kann man direkt im Aparthotel Playmobil-Inn. Playmobil-FunPark | Brandstätterstraße 2-10 | 90513 Zirndorf  0911/96 66 14 55 

Erlebnispark Tripsdrill Der Erlebnispark Tripsdrill ist der älteste seiner Art in Deutschland. Das Angebot reicht von rasanten Achterbahnen über wilde Wasserschussfahrten und gemütliche Familienattraktionen bis hin zu spannenden Abenteuern für die Kleinsten. Bei der neuen Familienattraktion „Heißer Ofen“ können Klein und Groß auf Motorrädern ordentlich Gas geben und in die Steilkurve heizen. Neu: Hoch hinaus geht es 2017 mit einem turbulenten Flug-Duell. Übernachten kann man im Natur Resort stilecht im Baumhaus oder im Schäferwagen. Der Erlebnispark ist von Ostern bis Anfang November täglich geöffnet, das benachbarte Wildparadies ganzjährig. Hier laden auf 47 Hektar neben rund 40 Tierarten ein Walderlebnispfad, Barfuß-Pfad und ein Abenteuerspielplatz zu Erkundungstouren in der Natur ein. Erlebnispark Tripsdrill | 74389 Cleebronn/Tripsdrill  07135/999 333 

Legoland Günzburg

Rasante Fahrgeschäfte auch für die Kleinsten: Im „Honigtopf“ im Holiday Park geht's richtig rund.

Das Miniland ist das Herzstück des Legolands Günzburg. Hier sind Städte und Landschaften Europas aus Legosteinen nachgebaut. Alles bewegt sich, die Geräuschkulisse ist der Realität nachempfunden und die kleinen Besucher können die Fahrt in verschiedenen Attraktionen genießen. Wer es rasanter mag, wird natürlich auch fündig. Insgesamt machen über 50 Millionen Legosteine das Legoland aus. Selbst aktiv werden können kleine Erfinder und Bauherren hier natürlich auch. Für Bequemlichkeit sorgt ein Buggy- und Kinderwagenverleih, für die Kleinsten gibt es einen Hipp BabyService. Im Legoland-Feriendorf gibt es Ferienwohnungen, Familienzimmer und einen Campingplatz. Winterpause ist im Legoland von N ­ ovember bis ­Mitte März. Legoland Günzburg | Legoland Allee | 89312 Günzburg  0180/670 07 57 01 


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Familie unterwegs mit der VRN-Tages-Karte Die VRN-Tages-Karte ist der ideale Partner für Ausflüge in der Region mit Bus und Bahn. Denn sie bringt Sie einen Tag lang überall hin, wo was los ist. Sie kostet je nach Geltungsbereich für eine Person ab 6,50 Euro, vier weitere können für einen Aufpreis ab 2,70 Euro pro Person mitfahren. Ganz besonders günstig ist die Tages-Karte für Familien: Wenn Mama und Papa oder die Großeltern (maximal zwei Erwachsene) unterwegs sind, dürfen alle eigenen Kinder oder Enkelkinder bis einschließlich 14 Jahren kostenfrei mitfahren. Und obendrein erhalten Sie mit Ihrer TagesKarte bei vielen Ausflugszielen im Verbundgebiet Vergünstigungen. Infos zur Tages-Karte, zu Ausflugszielen und Ihren Fahrplan zum Ziel gibt es unter

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Freizeit mit Kindern

Ausflugsziele Die Metropolregion hat einiges zu bieten, der Freizeitwert ist hoch. Und auch Kleinkinder haben ihren Spaß an folgenden Ausflugszielen, die als tolles Erlebnis noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

Weiße Flotte Heidelberg So eine Schifffahrt auf dem Wasser macht auch schon den Allerkleinsten Spaß. Sie sind an der frischen Luft, bekommen was zu sehen und können sich bewegen. Eine Fahrt auf einem Schiff ins landschaftlich reizvolle, mit Burgen und Schlössern umrahmte Neckartal oder auf dem Rhein gehören zu den Ausflügen, die allen Spaß machen. Viel Spaß macht immer der Piraten-Nachmittag. Für fast alle Fahrten gibt es Familienkarten, die günstiger sind als die regulären Karten. Weiße Flotte Heidelberg Anlegestelle: Stadthalle | Neckarstaden 25 | 69117 HD  06221/20 181 

Die Welt zu entdecken kann ganz schön spannend sein ...

Besucherbergwerk Grube Anna-Elisabeth

Sommerrodelbahn Wald-Michelbach

Das Bergwerk ist eine Attraktion anderer Art: Mit Helm und orangefarbenem Umhang geht es in den Berg. Dort wo vor 500 Jahren Bergleute ihre schwere Arbeit verrichtet haben, macht heute der Bergwerksverein Schriesheim e.V. Führungen zum Thema Tradition des Bergbaus. Es geht durch die verschiedenen Stollen, Schächte und Abbaue, erklärt wird die Arbeit der Bergleute und die Geschichte des Bergwerks. Die Führung ist auch für Kinder ein interessantes Erlebnis. Gerade im Sommer ist das Bergwerk mit einer Temperatur von ca. 11 Grad eine willkommene Abkühlung. Es liegt auf einem von Grün umgebenen Gelände, das sich hinter den Häusern der Talstraße versteckt. Grube Anna-Elisabeth | Talstraße 157 | 69198 Schriesheim  06203/681 67 

In Wald-Michelbach im Odenwald sorgt die Sommerrodelbahn „Odenwaldbob“ für jede Menge Freizeitspaß bei Jung und Alt. Dabei bestimmen die Rodler ihre Geschwindigkeit selbst, von eher gemütlich bis rasant ist alles erlaubt. Sollte es regnen, werden die Schlitten mit Regendächern bestückt, sodass die Rodler trocken fahren können. Direkt an der Rodelbahn befindet sich ein Kiosk mit angrenzender Sonnenterrasse und Panoramablick auf die Bahn und den grünen Odenwald. Die Spielscheune, der Außenspielplatz und eine große Röhrenrutsche begeistern besonders die kleineren Besucher. An der Sommerrodelbahn lassen sich auch Kindergeburtstage feiern. Direkt neben der Rodelbahn ist ein Kletterwald errichtet worden. Er besteht aus acht Parcours mit insgesamt 68 Kletterübungen. Ein Highlight des Kletterwaldes ist der Flying Fox Parcours, bei dem die Kletterer an einem Seil über die angrenzende Wiese durch die Luft fliegen. Sommerrodelbahn Odenwaldbob in Wald-Michelbach Kreidacher Höhe 2 | 69483 Wald-Michelbach  06207/922 48 48 

Eberstadter Tropfsteinhöhle Abtauchen in eine geheimnisvolle Welt: Das Alter der Eberstadter Tropfsteinhöhle wird auf ein bis zwei Millionen Jahre geschätzt. Der begehbare Teil der ehemaligen Flusshöhle schlängelt sich rund 600 m durch die unterirdische Muschelkalkformation. Der Formenreichtum und seine Schönheit hinterlassen tiefe Eindrücke, Stalagtiten und Stalagmiten glitzern und funkeln in kühlen 11 Grad – Jacken nicht vergessen. Eberstadter Tropfsteinhöhle Höhlenweg 6 | 74722 Buchen  06281/27 80 

Planetarium Mannheim Das Planetarium lädt bei jedem Wetter zum „Sternegucken“ ein, denn das Programm läuft hier völlig wetterunabhängig. Eltern und Kinder nehmen gemütlich unter der 20 m großen Kuppel Platz und verfolgen die naturgetreue Projektion der Gestirne. Eine tolle Kombination aus Show und

Wissen bieten die speziellen Kinderprogramme: „Wo geht‘s denn hier zur Milchstraße?“, „Abenteuer Planeten“ oder der Dauerbrenner „Lars der kleine Eisbär“. Seit 2014 läuft hier auch „Tabaluga“ als Musikgeschichte für Groß und Klein. Der kleine Drache, gezeichnet von Helme Heine, erlebt hier spannende Abenteuer. Im Hintergrund läuft die passende und unverwechselbare Musik von Peter Maffay dazu. Planetarium | Wilhelm-Varnholt-Allee 1 (Europaplatz) | 68165 MA  0621/41 56 92 

Sea Life Speyer Bei der Reise in die Unterwasserwelt folgt man thematisch dem Verlauf des Rheins, von seinem Ursprung in den Alpen über den Bodensee in die Nordsee. Ein über acht Meter langer Acrylglastunnel führt durch die „Tropische Lagune der Haie“, in der Hunderte von farbenprächtigen Schwarmfischen, majestätische Haie und „Marty“, die tropische Meeresschildkröte, vorüber ziehen. In 35 Süß- und Salzwassertanks gibt es über 3.000 Tiere zu sehen – vom Seepferdchen über den Rochen bis zum Zebrahai. Sea Life Speyer | Im Hafenbecken 5 | 67346 Speyer  06232/69 780 

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Freizeit mit Kindern


Urlaub mit Kindern Mit der Natur auf Du und Du Die schönsten Wochen des Jahres – für viele Familien ist der Urlaub die Zeit, in der sie endlich einmal etwas gemeinsam unternehmen können, fernab der Hektik des Alltags. Aber wo erholt man sich als junge Familie am bes­ten? Ein wichtiger Aspekt bei der Wahl ist sicher die Anreise zum Urlaubsort. Will man mit kleinkindgerechtem Gepäck 16 Stunden im Flieger verbringen? Oder belädt man das Auto und schaut sich nach einem Domizil um, das in wenigen Stunden erreichbar ist? Bei der Entscheidung für ein Urlaubsziel fallen als Familie ganz neue Aspekte ins Gewicht: Langweilt sich der Vierjährige, wenn Mama und Papa Kirchen, Museen und historische Ausgrabungsstätten abklappern? Schafft die Dreijährige eine ganztägige Wandertour? Auch ein Hotel, in dem überwiegend Singles ihren Urlaub verbringen, ist vielleicht nicht ganz das Richtige für den quirligen Nachwuchs. Generell gilt: Erlaubt ist, was allen gefällt. Ob Ponyhof mit vielen Streicheltieren, Wellness-Oase mit Massageangeboten für Babys und Eltern, abwechslungsreiche Wandertour oder Badeparadies mit Kinderbetreuung – inzwischen bieten viele Reiseveranstalter für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas Passendes. Viele Unternehmen haben sich ganz auf die Bedürfnisse junger Familien eingestellt. Und so wird der Urlaub ganz sicher zur schönsten Zeit des Jahres.

So machen Ferien auch den Kleinsten Spaß!

Urlaub auf dem Bauernhof Herumtollen und toben, im Heu hüpfen, Bauernhoftiere streicheln und mal auf einem Pferd reiten, erkunden, wo die Milch herkommt, beim Kühe melken und Eier einsammeln helfen – ein Bauernhof hat alles zu bieten, was Kindern Spaß macht, fernab von Straßenlärm und Großstadthektik. Gerade für Stadtkinder ist ein Aufenthalt auf dem Bauernhof ein besonderes Naturerlebnis, von dem sie nachhaltig profitieren können. Das Angebot ist vielfältig – vom einfachen Zimmer bis zur Ferienwohnung mit kleinkindgerechter Ausstattung ist alles möglich. Gerade zu den Bauernhöfen, die sich ganz auf Familien als Gäste eingerichtet haben, kann man also getrost mit kleinem Gepäck anreisen. Zusätzliches Plus ist die herzliche und familiäre Atmosphäre. Häufig bieten die Feriendomizile zusätzliche Erlebnisangebote wie Traktor- und Kutschfahrten, organisierte Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten der Region, gemeinsame Lagerfeuerabende und vieles mehr. Wer lieber „unter sich“ bleiben will und die Zeit ganz der Familie widmen möchte, ist hier natürlich auch richtig.

Bauernhöfe in Baden-Württemberg

Hautnah Natur erleben – auf dem Bauernhof ist das möglich.

Warum in die Ferne schweifen ...? Landleben und Tiere zum Anfassen gibt es bereits in der näheren Umgebung. Eine stattliche Anzahl von Bauernhöfen im Odenwald und am Bodensee, in Schwarzwald und Taubertal, im Allgäu und auf der Schwäbischen Alb sind an den Verein „Landesarbeitsgemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof in Baden-Württemberg“ angeschlossen. Hier finden sich Höfe mit Baby- und Kleinkindausstattung eben-

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so wie Angebote, die das Mitbringen eigener Haustiere gestatten. Neben traditionellen Betrieben mit Viehzucht gibt es Winzer- und Obsthöfe und auch speziell ausgewiesene Reiterhöfe, die Reiterferien für alle Altersstufen anbieten. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener – auf dem Rücken der Vierbeiner lässt sich die Landschaft beim Ausritt intensiv erleben. Landesarbeitsgemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof in Baden-Württemberg e.V. Merzhauser Straße 111 | 79100 Freiburg  0761/271 33 600 

Bauernhöfe in Franken Die Interessengemeinschaft „Family Farm“ ist ein Zusammenschluss von rund 30 Bauernhöfen in Franken. Unter dem Motto „Glückliche Kinder – erholte Eltern“ bieten die ländlichen Betriebe zwischen Altmühltal und Steigerwald Ferienwohnungen und Apartments speziell für den Urlaub mit Baby und Kind an. Die baby- und kleinkindgerechte Ausstattung der Wohnungen mit Kinderbetten, Nachtlicht, Verdunkelungsmöglichkeit, Steck­ dosensicherungen, Flaschenwärmer, Kindergeschirr, Babybadewanne und Kinderwagen oder Buggy gehören hier zum Standard. Selbst eine Kinderbetreuung kann nach Absprache organisiert werden. In den Außenbereichen der Anlagen finden sich Sandkasten, Spielplatz, Spielwiese, ein Fuhrpark für alle Altersstufen und Spielbereiche für die Kleinsten. Je nach Struktur des Hofes können die Kinder auch bei der Landarbeit helfen und die Bauernhoftiere füttern. 

Bauernhöfe deutschlandweit Wer seinen Kindern immer schon einmal zeigen wollte, wo die Milch herkommt, für den ist ein Urlaub auf dem Land genau das Richtige. Hier erleben Familien das Landleben und schauen dem Landwirt bei seiner Arbeit zu. Auf der Informations- und Buchungsplattform für Urlaub auf dem Bauernhof und auf dem Land in ganz Deutschland,, gibt es verschiedene Arten von Bauernhöfen, die jeder für sich ein ganz besonderes Programm und Urlaubserlebnis bieten. Etwa 10.000 Anbieter von Bauernhofund Landurlaub zwischen Berchtesgaden und Ostsee haben sich hier zusammengeschlossen. Das Internetportal beinhaltet ein riesiges Angebot rund um den Urlaub auf dem Bauern­hof und zu Ferienunterkünften auf ­Kinder-, Winzer-, Fischer-, Obst-, Bio- und Reiterhöfen. Zusätzlich zur konkreten Suche nach dem individuellen Wunschhof besteht die Möglichkeit, Kataloge zu bestellen sowie vielfältige Recherchen durchzuführen. So lassen sich speziell auf Familien mit Kindern ausgerichtete Höfe mit wenigen Mausklicks ausfindig machen. 


Verreisen mit Kindern Wer mit seinen Kindern auf eine Reise geht, sollte vor allem eines: den Stress rausnehmen und es genießen! Kinder sind häufig viel entspannter als man denkt und machen alles mit, was Spaß macht – Hauptsache Mama und Papa sind dabei. Sogar eine Weltreise kann so zu einem traumhaften Familien-Erlebnis werden. Einmal angekommen, ist ja meist die Welt in Ordnung. Urlaub mit den Kids kann ja so schön sein, kleine Füßchen im Sand, erste Schwimmversuche im Erlebnisbad oder das erste Mal warm eingepackt im Schnee. Doch bis man so weit ist, gibt es doch so einige Hürden zu meistern. Welche Länder sind am besten für den Urlaub mit Kind geeignet? Spielt das Wetter vor Ort mit? Wie viel muss ich bei der Buchung für mein Kind extra zahlen? Wie unterhalte ich den kleinen Sprössling im Flugzeug? Wo kann ich wickeln und wo stelle ich den Kinderwagen ab? Muss ich Babynahrung mitnehmen oder kaufe ich sie besser vor Ort? Wie transportiere ich mein Baby im Ausland in öffentlichen Verkehrsmitteln? Über all diese Dinge zerbrechen sich Eltern vorab den Kopf – zu Recht, denn eine Reise mit einem oder gar gleich mehreren kleinen Kindern bedarf eben besonderer Überlegung und Vorbereitung. Hier ein paar Stichworte, über die man sich vorab den ein oder anderen Gedanken machen kann – von A bis Z. Auslandskrankenschutz, Autofahrt, Buchung: frühzeitig oder last minute, Bilderbücher, Camping, Dokumente, Einreisepapiere, Ferienzeiten vermeiden, Flugzeug, Hitze, Hotel, Impfschutz, Kinderermäßigung, Kinderpass, Klima, Langstreckenflug, Lieblings-Kuscheltier, Mückenschutz, nachts reisen, Organisation, Packen, Pausen, Reiseapotheke, Rucksack oder Koffer, Sonnenschutz, Spielsachen, Unterkunft, Zeitverschiebung, Zugfahrt.



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Urlaub in der Jugendherberge

Ferien in der Stadt

Große Schlafsäle, gemeinsamer Spüldienst und Erbsensuppe – das war einmal. Heute präsentieren sich die Jugendherbergen als moderne Dienstleister in Sachen Urlaub. Über 100 Jugendherbergen zwischen Nordsee und Alpen können mittlerweile mit dem Profil „Familien-Jugendherberge“ und speziellen Standards aufwarten. So bieten diese Häuser zum Beispiel Familienzimmer mit Dusche und WC an. Kinderbetten, Wickeltisch, Windeleimer, Babyphon und Steckdosensicherungen gehören hier ebenso zum Inventar wie Flaschenwärmer und Hochstühle. Ein kindgerechtes Speisenangebot, vielfältige Spielmöglichkeiten im Haus und auf dem Gelände sowie die Veranstaltung von Familien-Freizeitprogrammen sind weitere Merkmale dieser zertifizierten Herbergen. Voraussetzung für die Übernachtung in Jugendherbergen ist die Mitgliedschaft im Deutschen Jugendherbergswerk. Sie kostet für Familien mit minderjährigen Kindern 21 Euro pro Jahr und gilt weltweit. Die Organisation der Jugendherbergen auf Landesebene bringt es mit sich, dass die Preisgestaltung der Übernachtungs- und Verpflegungspauschalen für Familienaufenthalte in den verschiedenen Bundesländern variiert. Während in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland Kinder bis zu zwei Jahren frei sind und Kinder zwischen drei und 14 Jahren eine Ermäßigung von 50% auf den Gesamtpreis erhalten, sind Unterkunft und Verpflegung beim Aufenthalt in Baden-Württemberg und Bayern für Kinder unter sechs Jahren generell kostenfrei. Die Eltern zahlen für die Übernachtung nur den „Juniorpreis“. DJH Service GmbH | Bismarckstraße 8 | 32756 Detmold  05231/7401-0 

Wer Schulkinder hat, weiß: Sechs Wochen Sommerferien sind ganz schön lang. An Angeboten für die Ferienzeit in und um Heidelberg mangelt es zum Glück nicht, so dass bei den älteren Geschwisterkindern keine Langeweile aufkommt. Eine Übersicht über die Ferienangebote erstellt jedes Jahr das Jugendamt der Stadt. In einer Broschüre sind die Ferienangebote von Heidelberger Einrichtungen zusammengefasst: Von päd-aktiv über Diakonie, Arbeiterwohlfahrt, Stadtjugendring, Kulturfenster, Natur-Erlebnis-Pädagogik bis hin zu Sportvereinen – hier findet jeder zwischen drei und 18 Jahren etwas Passendes. Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg Familienoffensive | Plöck 2a | 69117 HD  06221/58-37980, -31580 und -31570 

Heidel York Bis zu 500 Kinder spielen alle zwei Jahre für zwei Wochen in den Sommerferien eine ganze Stadt nach, mit eigener Währung und Bank, Arbeitsamt, Läden und Behörden. Kinder erhalten dabei die Möglichkeit, in die Rolle von berufstätigen Erwachsenen zu schlüpfen. Sie werden zu Bäckern, Schreinern, Fotografen, oder Beamten – ganz wie im richtigen Leben eben. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen 7 und 12 Jahren und findet an wechselnden Orten in Heidelberg statt. Kulturfenster | Kirchstraße 16 | 69115 HD  06221/137 48 60 

Mit Kindern auf Berghütten Wandern mit Kindern macht Spaß. Man ist gemeinsam in freier Natur unterwegs und Kinder lieben es, Neues zu entdecken und sich in frischer Luft zu bewegen. Wenn Sie mit Kindern eine län-

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gere Tour planen, kann das zu einem echten Familienabenteuer werden. Übernachten auf einer Berghütte – das verspricht aufregende Erlebnisse abseits von Fernseher, Playstation und Computer. Die Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Italien bieten in knapp 100 familienfreundlichen Hütten schon ab dem Babyalter Übernachtungsmöglichkeiten in Bayern, Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich/Salzburg/Steiermark, Kärnten/Osttirol und Südtirol an. Die Hütten gibt es in zwei Kategorien: Einige sind Schutzhütten im ursprünglichen Sinn mit schlichter Ausstattung und Verköstigung, andere haben eine bessere Ausstattung und bieten ein reichhaltigeres Angebot an Mahlzeiten. Die Preise für eine Übernachtung liegen für Alpenvereinsmitglieder bei maximal 18 Euro, Kinder bis einschließlich sechs Jahren schlafen im Matratzenlager kostenlos. Nichtmitglieder zahlen mindestens 10 Euro mehr als Mitglieder. Decken und Kissen sind vorhanden, die Benutzung von Hüttenschlafsäcken ist vorgeschrieben. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Mit Kindern auf Hütten“ des Deutschen Alpenvereins. Deutscher Alpenverein DAV | Von-Kahr-Straße 2-4 | 80997 München  089/140 03-0 

Gemeinnützige Familienferienstätten Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung Urlaub mit der ganzen Familie in familienfreundlichen Unterkünften und zu erschwinglichen Preisen anzubieten, ist das Anliegen der 69 gemeinnützigen Familienferienstätten in Deutschland. Familienferienstätten bieten sich quer durch Deutschland von der Nordsee bis zum Allgäu und vom Rhein bis an die tschechische Grenze als Feriendörfer oder als einzelne, individuell ausgestattete Ferienstätten in landschaftlich reizvoller ­Umgebung an. Anders als bei den kommerziellen Anbietern steht nicht die Gewinnerzielung, sondern die familienorientierte Erholungsförderung der Gäste im Mittelpunkt. Familienerholung wendet sich an alle Familien. Dabei werden besonders einkommensschwache und kinderreiche Familien, allein Erziehende sowie Familien mit behinderten oder zu pflegenden Angehörigen berücksichtigt. 

Urlaub mit Hotelkomfort Wer auf Komfort im Urlaub nicht verzichten möchte, kann als junge Familie mit kleinen Kindern auf spezialisierte Reiseveranstalter und Hotelketten setzen. Neben der kleinkindgerechten Ausstattung der Zimmer, die als Famili-

Wandern vor imposanter Bergkulisse – ein Spaß für Groß und Klein.



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enzimmer oder -apartment eingerichtet sind, legt man hier Wert darauf, dass die Kleinen nicht zu kurz kommen. Spielmöglichkeiten in Hülle und Fülle, altersgerechte Betreuungsmöglichkeiten und Freizeitangebote, Badelandschaften, in denen auch Nichtschwimmer richtig Spaß haben können und natürlich eine kindergerechte Essensauswahl – all das und vieles mehr machen die Familienferien perfekt. Natürlich gibt es auch bei den großen Reiseveranstaltern Angebote, die auf die Zielgruppe „Eltern mit Kindern“ zugeschnitten sind. Daneben haben sich aber auch spezialisierte Anbieter etabliert, die sich ausschließlich den Eltern-Kind-Reisen verschrieben haben.

Bambino-Tours All inclusive, Riesenrutschen und Bettenburgen sucht man bei Bambino-Tours vergebens. Dafür setzen die Anbieter auf individuelle und landestypische Quartiere, niveauvolle Gästegruppen und ein liebevolles, handgemachtes Betreuungsprogramm. Die Größe der jeweiligen Ferienanlage ist meist überschaubar. Und die Formel geht auf: Die Kleinen sind ausgeglichen und die Eltern gut erholt. Ferienziele in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Österreich, Kroatien, Griechenland, Dänemark und Großbritannien warten darauf, entdeckt zu werden. Hier herrscht eine familienfreundliche Atmosphäre. Jeder kann hier seinen Interessen nachgehen und zugleich harmonisch mit der ganzen Familie zusammen sein. Ein buntes und abwechslungsreiches Betreuungsprogramm für die Kids sowie Sport- und Kreativangebote für die Jugendlichen bieten immer eine willkommene Abwechslung. Engagierte und liebevolle Betreuer und Betreuerinnen sind an den verschiedenen Urlaubszielen stets für die gesamte Familie da. 

Vamos Seebadflair in Warnemünde, Heilklima auf Lanzarote, wohnen mit Königsblick an der Zugspitze – Vamos bietet 125 Reiseziele in 16 verschiedenen Ländern an, die alle auf die speziellen Bedürfnisse von Familien zugeschnitten sind. Reisen mit Kinderbetreuung sind das Herzstück von Vamos. Ziel ist eine gelungene Balance zwischen eigenen Aktivitäten der Eltern und Kinder sowie gemeinsamen Aktivitäten der ganzen Familie. Neben der Familienfreundlichkeit zählen bei Vamos die Gastfreundschaft, die Atmosphäre und die Lage abseits der Zentren des Massentourismus. Wählen kann man aus drei Produktlinien, die speziell für Familien und deren individuelle Bedürfnisse entwickelt wurden: „Zeit für mich – Zeit für dich“ – Reisen mit Kinderbetreuung, „Kleine Abenteuer“ für die ganze Familie oder „Geheimtipps“ – Reisen ohne Kinderbetreuung. 

Familienferien leicht gemacht – es gibt entsprechend spezialisierte Anbieter.

Freizeit mit Kindern

Familotel Urlaub mit Kindern und für Kinder – der Familotel-Gruppe angeschlossene Hotels bieten jede Woche mindestens 35 Stunden Kinderbetreuung, in den Babyhotels werden sogar die Kleinsten liebevoll betreut. Babysittervermittlung, die passende Ausstattung der Zimmer, Büffets, die ganz auf den Geschmack der Jüngsten zugeschnitten sind und bei denen dennoch die Eltern nicht zu kurz kommen, sowie ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein – in den Familotels wird ganz auf die Bedürfnisse der Familien eingegangen. Das Motto der Kinder heißt: Spiel, Spaß und viele Freunde – das ihrer Eltern: Ruhe, Erholung und Genießen. Orientierungshilfen für die Suche nach einem Hotel mit bestimmten Merkmalen geben die Hotelbewertungen mit den Kronen. Zum Angebot gehören 55 Hotels in Deutschland, Österreich, Italien, in Ungarn und der Schweiz. 

Center Parcs Seit über 40 Jahren bietet Center Parcs Familienkurzurlaub in Ferienparks inmitten von Naturlandschaften an. Heute gibt es 21 Parks in den Niederlanden, in Frankreich, in Deutschland und in Belgien. Die meisten Parks umfassen jeweils eine Wald- und Seenfläche von rund 100 Hektar, auf denen durchschnittlich 650 Ferienhäuser in die Natur integriert sind und ein hohes Maß an Privat­sphäre bieten. Es gibt verschiedene Ferienhaus­ kategorien – von höchster Luxusausstattung mit eigener Sauna, Geschirrspüler und Brötchen-Service bis hin zu komfortabler Zweckmäßigkeit mit komplett eingerichteter Küche, Zentralheizung, TV und Radio, Garten- und Kindermöbeln. Als Hauptattraktion gilt in allen Parks die subtropische­ Badelandschaft. Zusätzlich gibt es ein breit gefächertes Freizeitangebot für Groß und Klein. 

Kinderhotels Kinderhotels Europa bieten Familienurlaub in Österreich, Deutschland, Italien und Kroatien. Schon kleinste Babys werden in den Kinderhotels betreut und verwöhnt. Altersgruppengerechte Baby- und Kinderbetreuung an mindestens 5 Tagen der Woche und All-Inclusive-Ausstattung sind die Hauptmerkmale der Kinderhotels. Von Spielzimmer bis Kräuterwanderung, von Zirkus-Partys bis zur Wellness-Massage – das Angebot ist groß. Das Augenmerk liegt hier auch bei den Alleinerziehenden, die mit Kind oder Kindern verreisen. Es gibt für diese Ein-Eltern-Familien spezielle Angebote und Preise. Mama oder Papa können dann entweder mal alleine im modernen Wellnessbereich entspannen oder sich über Anschluss an die Gruppe bei gemeinsamen Aktivitäten freuen. 


Impressum Produktion DER PLAN OHG – Werbeagentur Siegmund-Schuckert-Straße 5 | 68199 Mannheim  0621/83 59 69-0  Anzeigenberatung Renate Neutard |  06224/17 43 30 |  Redaktion Connie Lorenz-Aichele, Rainer Frank Bildnachweis © DER PLAN (Seiten 17, 39, 41, 43, 44, 67, 68 unten, 78 oben, 81) © Jutta Asmuth (Seite 50) © ASB Bundesverband – P. Nierhoff (Seite 24), © Pixelio (Seite 34), © Petra Arnold, Firefish Photography (Seite 57), © (Seiten 3, 14), © Bambino-Tours (Seite 62), © Holiday Park Haßloch (Seite 74), © Stadtbücherei Heidelberg (Seite 48), © Heidelberger Institut für Pflanzenwissenschaften (Seite 66), © Stadtwerke Heidelberg Energie GmbH (Seite 68 oben), © DFC Mannheim (Seite 54), © (Seiten 1, 83: Pétrouche, Seiten 4, 18: NLshop, Seite 5: Alexander Raths, Seite 6: Jari Aherma, Seite 7: Roman Hense, Seite 8: OPL, Seite 15: antjeegbert, Seite 20: drubig-photo, Seite 22: Oleg Kozlov, Seite 23: lantapix, Seite 28: lagom, Seite 32: Gina Sanders, Seite 35: Nicole Effinger, Seite 40: Redstarstudio, Seite 46: alexeyzet, Seiten 51, 79 oben: Robert Knesche, Seite 79 unten: sunny studio, Seite 64: Michael Hampel, Seite 76: ramonag, Seite 78 unten: Didier Sibourg, Seite 80: Iva Villi, Seite 82: Freefly) © Titelillustration: Bubert/ Eltern & Kind in Heidelberg 4. Ausgabe, März 2017 Redaktionsschluss: März 2017 Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben wird nicht übernommen. Nachdruck – auch auszugsweise – nicht erlaubt. Diese Broschüre wird kostenlos abgegeben.


Nützliche Nummern


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Wichtige Rufnummern stets griffbereit

Nützliche Homepages

Notruf Freizeitangebote, Kindertreffs, Ferienbetreuung, Still- und Wickelpunkte, Familienpass, Kindergeld, Stärke-Gutscheine etc. Infos zu Schwangerschaft & Geburt, Entwicklung & Erziehung, Eltern-KindAngebote, Alleinerziehende, Haushalt- und Familienhilfe, Kinderbetreuung, Notfallpflege, Babysitter-Börse, Kinderflohmarkt-Termine etc. Kita- und Tagesmüttersuche in Heidelberg Qualifizierung, Fortbildung und Vermittlung von Tagesmüttern, Notmüttern, Kinderfrauen, Tagesomas und Babysittern Infos des Bundesfamilienministeriums zu Leistungen, rechtlichen Regelungen und Beratungsangeboten, die Eltern nach der Geburt eines Kindes und darüber hinaus unterstützen. Kindertagespflege, Sozialdienst und Sozialberatung, Familienpflege, Erziehungsberatung Internetseite des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) mit Ärzte- und Klinikverzeichnis und vielen Informationen rund um Gesundheit und Entwicklung. Online-Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit aktuellen und unabhängigen Informationen rund um die Themen Gesundheit und Entwicklung von Kindern sowie Erziehung.

Polizei  110 Feuerwehr/Rettungsdienst  112 Notfallrettung/Krankentransport  19 222 Ärztlicher Bereitschaftsdienst  116 117 Gift-Notruf Freiburg  0761/19 240 Die 5 W’s im Notruf-Fall Genaue Bezeichnung des Notfallorts > Wo Kurze Beschreibung der Notfallsituation > Was > Wie viele Anzahl der Verletzten/Betroffenen > Welche Art der Verletzung/der Krankheitssymptome > Warten auf Rückfragen!

Medizinische Hilfe Ärztlicher Bereitschaftsdienst Behandlung im Akutfall außerhalb der Praxisöffnungszeiten. Hier kann auch erfragt werden, welche Apotheken Bereitschaftsdienst haben. Ärztlicher Bereitschaftsdienst Heidelberg Alte Eppelheimer Straße 35 | 69115 HD  116 117 Bereitschaftszeiten: Mittwochnachmittag, über Nacht, am Wochenende und an Feiertagen. An einigen Tagen sind neben Allgemeinärzten auch Fachärzte zu sprechen. Der Notdienst der niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte findet sich unter dem Dach des Universitätsklinikums Heidelberg, im Neuenheimer Feld 430. Über den Eingang der Kinderklinik erreicht man die Räume, die Mittwochnachmittag, am Abend, in der Nacht, am Wochenende und an Feiertagen für den Kinder-Notdienst genutzt werden.  01806/622 122 Zahnärztlicher Notdienst im Europacenter Sofienstraße 29 | 69115 HD |  06221/35-44 917 – bitte vorher anrufen! Bereitschaftszeiten: Täglich von 19 bis 6 Uhr, an Feiertagen auch von 6 bis 19 Uhr. Jedes Wochenende von Freitag, 19 Uhr, bis Montag, 6 Uhr.

Sonstige Hilfen Zentrale Rufnummer Bürgerservice  06221/58-10 580 oder  115 Fundbüro der Stadt Heidelberg  06221/65 37 97 Störungsstellen: Meldestelle Strom: 06221/513-2090 Meldestelle Erdgas: 06221/513-2030 Meldestelle Fernwärme und Trinkwasser: 06221/513-2060 ADAC-Pannen-Notdienst  0180/222 22 22 | vom Handy:  222 222

Zuhause wohlfühlen – vom ersten Tag an.


SMILA MÅNE Wandleuchte. IKEA, SMILA MÅNE V09021. Diese Leuchte ist geeignet für Leuchtmittel der Energieklassen A++ bis D. Skala der Energieeffizienzklasse reicht von A++ (höchste Effizienz) bis E (geringste Effizienz). Kunststoff. 31×22 cm. Gelb 200.108.33

Bei IKEA Walldorf findest du jetzt viele liebevolle Einrichtungsideen, um deinem Nachwuchs zu Hause einen schönen Platz zu schaffen.


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Alle Preise gültig bei IKEA Walldorf, solange der Vorrat reicht. IKEA – Niederlassung Walldorf, Josef-Reiert-Straße 9, 69190 Walldorf Mehr Infos und Angebote sowie unsere Öffnungszeiten findest du unter Dein Vertragspartner ist die IKEA Deutschland GmbH & Co. KG, Am Wandersmann 2–4, 65719 Hofheim-Wallau.

© Inter IKEA Systems B.V. 2016

Eltern & Kind in Heidelberg 2017  

Wegweiser für Eltern – von der Schwangerschaft bis zum Vorschulalter 2017/2018

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