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“ A u f e i n W o r t… ” Was vor einigen Jahren noch als negativ be­ setzter Begriff galt; nämlich die Bevölkerungs­ gruppe über 50, ist heutzutage ein Gütesiegel. Ein Garant für Zuverlässigkeit, gute Ausbil­ dung, Arbeits­ und Erfolgswillen.

Wir sind Diejenigen die seit den späten 60er­ und 70er Jahren den Wachstum, die wirtschaft­ liche Gesundung unseres Landes, die Lebensqua­ lität in der Region und eine feste Haltung zur freiheitlich­demokratischen Grundordnung erar­ beitet und verantwortet haben. Wir sind die Arbeiter ohne die das Wirt­ schaftswunder nicht hätte blühen können, die Selbstständigen, die mit Mut und Vision aus kleinen Unternehmen maßgebliche und dauer­ hafte Größen erarbeitet haben. Wenn wir nun Heute auf unser Land und unse­ re Region blicken, dann übermannen uns nicht nur positive Gefühle. Die Zeiten wo zum Beispiel Politiker im wahrs­ ten Sinne des Wortes Volksvertreter waren und wo ein friedliches soziales Miteinander die Basis für erfolgreiches Wachstum war, schei­ nen weit weg. Mit einer Kanzlerin an der Spitze unserer Ge­ sellschaft, die Probleme nicht löst sondern aussitzt, mit Parteien deren Parteiprogramme einander so ähneln daß es vollkommen egal scheint, wen wir letztendlich wählen und neuen politischen Gruppierungen die nur aus aktuel­ len Tendenzen heraus mit Schlagworten und ideologischen Einzelthemen punkten wollen. Ich, verehrte Leser, vermisse die Standfestig­ keit eines Franz­Josef Strauß, die Gradlinigkeit eines Helmut Schmidt, die ehrliche und unbe­ queme Art von Willy Brandt und die haltungs­ feste Representation unseres Landes wie durch einen Richard von Weizäcker in der heutigen Zeit bitter. Heutzutage verkommt die Position des höchs­ ten Representanten unseres Staates zur Kre­ dit­ und Bildzeitungs­Affäre, das große Geschenk der deutschen Einheit zum Spal­ tungsthema und viele der neu zugezogenen Mitbürger wollen den Staat der sie aufnimmt und unterstützt nicht innerlich stärken, son­ dern uns allen ihr zuweilen verqueres Weltbild von konservativem, rückständigen Religions­ idealismus aufzwingen. Wohl gemerkt natürlich nicht alle und Jeder.

Und was sich in der Politik vorrangig fehlent­ wickelt, zieht seine Spuren durch die gesamte

Von 50+ Chefredakteur Dennis Manz

Gesellschaft. Die Zeiten wo man für gute Ar­ beit noch ein menschenwürdiges Auskommen erhielt und die Renten sicher waren, erschei­ nen in weiter Ferne. Heutzutage ist ein Stundenlohn von € 4,50 in einem befristeten Arbeitsverhältnis eher die Regel als die Ausnahme.

Die dringend notwendige Reform unseres So­ zialsystems aus der Agenda 2010, ein mutiges Unterfangen was z.B. Gerhardt Schröder den politischen Kopf kostete, ufert aus in eine Ar­ mutsagenda. Wie kann ein Land indem große Teile der Fa­ milien an der Armutsgrenze leben, wo Kinder­ armut ein relevantes Thema ist, wo „Ausbildungsnotstand“ kein Fremdwort mehr ist, wo soziale Gerechtigkeit und Solidarität aussterbende Begriffe darstellen ernsthaft er­ wägen, den Bankrottstaaten der Europäischen Union, die Milliarden zu schenken die notwen­ dig wären um das eigene Land zu gesunden. Ich weiß, das ist harter Tobak. Aber es muß auch einmal ausgesprochen wer­ den. Und so schließt sich der Kreis zu unserem neuen Regionalmagazin.

Wir wollen, in unserem Rahmen, dazubeitra­ gen daß Sie unterhalten, Ihnen regionale In­ formationen geliefert, unbequeme Wahrheiten ausgesprochen und Ihnen, unsere Leserinnen und Lesern, Möglichkeiten zu einem besseren regionalen Leben im schönen Landkreis Dillin­ gen geboten werden. In diesem Sinne, vielen Dank für Ihre Auf­ merksamkeit, bleiben Sie uns treu. Herzlichst Ihr, Dennis Manz Chefredakteur 50+

Dennis Manz

Jetzt ist es endlich da, Ihr Magazin für jungge­ bliebene Erwachsene. Ein regionales Leitmedi­ um für die Generation 50+.

Kolumne 50+

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