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www.demeter.de

Heft 7

Herbst 2010

Verstehen Auf dem Weg zur Wir-Kultur

Vor Ort Talhof Heidenheim mit Michaelschule

GenieĂ&#x;en Kochen mit Kids

Gesund leben

Foto: Wolfgang Schmidt

Wenn Schule gesund macht

Kostenlos zum Mitnehmen


Nach dem Vorbild der Natur bauen wir Häuser in konsequent biologischer Bauweise ausschließlich mit schadstoffgeprüften Materialien. Zum Beispiel mit unserer atmungsaktiven, 37 cm starken Voll-Werte-Wand - eine echte Innovation, da sie mit ihrer einzigartigen Xund-E-Schutzebene vor Elektrosmog schützt und für ein ausgeglichenes Raumklima sorgt. Im Sommer ist es angenehm kühl, im Winter wohlig warm. Das Ganze bei einem extrem geringen Energieverbrauch mit entsprechender Haustechnik weit unter den geforderten Werten der Energieeinspar-Verordnung (EnEV). In Kombination mit Erdwärmenutzung oder Solarkollektoren ergibt sich eine Passivhaus-Qualität mit attraktiver KfW-Förderung. Lassen Sie sich von unserer ökologischen Bauweise überzeugen und von unserem umfassenden kostenlosen Stilwelten-Katalog inspirieren. Tel. 0 83 36 - 9000, www.baufritz-dj.de

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2009


Inhalt

INHALT

03/10

Inspiration

Empathische Zivilisation

5

Verstehen

Soziale Aspekte rund um biodynamische Landwirtschaft

genießen verstehen

J

6

Talhof Heidenheim: ein Ort für besondere Pädagogik

8

Vor Ort

edes Demeter Journal entwickelt sich in einem vielschichtigen sozialen Prozess: Recherche bei Gärtne-

rinnen, Bauern, Herstellern, Händlern, Abstimmung

Hof Dinkelberg: Heilung zwischen Gemüse und Kühen

11

Nachgefragt

Vertrieb. Passend zum Themen-Schwerpunkt „Soziales

Wie und warum wird Alex Pasternak Demeter-Bauer? 13

in der Landwirtschaft“ haben wir dieses Mal Waldorf-

Begegnen

zwischen Redaktion und Grafik, mit Druckerei und

schüler mit auf den Sozius (Begriff für Beifahrersitz und lateinisch für sozial) genommen. 14-jährige Jungen und Mädchen sowie ein Elftklässler haben Beiträge geschrieben – aus ihrem Blickwinkel auf DemeterProjekte, in ihrer Sprache. Kinder aus der Wuppertaler Waldorfschule haben uns mit in ihre Küche genommen und Lieblingsrezepte beigesteuert. Das war spannend,

Zukunft säen: Zeichen setzen gegen Agrogentechnik 14 Leben in der Alte(n)scheune auf Hof Klostersee 16 Gesund leben

Waldorfpädagogik: damit Schule nicht krank macht Markt

Windrather Talhandel: Transparenz auf Augenhöhe

anders als sonst, anregend und ungewöhnlich für beide Seiten. Nun sind wir neugierig, wie Ihnen als weitere Verbündete und damit soziale Partner in Sachen nachhaltig genussvoller Lebensstil das neue Heft gefällt.

17

18

Genießen

Kochen mit Kids:

wenn es schmeckt wie bei Oma

20

Kennenlernen

Bauckhof Naturkost ist 40

24

Hintergrund

Regionalwert AG: investieren in die Landwirtschaft 28 Schlusspunkt

Renée Herrnkind renee.herrnkind@demeter.de Telefon 06155 846950

Bedingungsloses Grundeinkommen

29

Rubriken

PS: Das Titelfoto von Wolfgang Schmidt zeigt Daniel Wohlgemuth aus der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Lautenbach, 20 km nördlich vom Bodensee, der Heimat für rund 180 betreute Menschen. www.dorfgemeinschaft-lautenbach.de

Editorial 3 Aktuell 19 Rätsel 25 Zahlensalat 25

Neuheiten 26 Vorschau 30 Impressum 30

Demeter Journal 3


Geschichte

it Neu se 0 01 01. 03. 2

Die neuen Demeter Jogurts mit Herkunftsgarantie Genießen Sie die neue Andechser-Linie in Demeter-Qualität. Wertvolle Demeter-Milch, traditionelle Fruchtsorten, verarbeitet mit hohen Qualitätsansprüchen, ergeben ein gesundes und wertvolles Lebensmittel und höchsten Genuss. Das kann man nicht nur schmecken, sondern auch prüfen, denn sowohl für die Bio-Milch als auch die regionale Auswahl an Früchten gibt es eine Herkunftsgarantie. mit L.acidophilus und B.Bifidum, die überwiegend (L+) rechtsdrehende Milchsäure bilden extra hoher Fruchtanteil – mit weniger Zucker Pur, echt und natürlich im Geschmack

4 Demeter Journal

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Inspiration

Essen

die Speiseröhre. Die Lebensmittelbranche endet in den > schluckt

sich die Preise hoch. Die Kekse werden vor dem Ve

Abwasserkanälen. Der Doktor muss die verschluckten Bestandteile mit Mun

Metzger schlachten das Hab und Gut der Stallbauern. >

> In den Lebensmittelketten biegen

Maßstab getestet. Die Nahrungsmittel dürfen nicht dem üblen Geruchssi

serviert die Abspeckkarte. Die

rzehr mit dem

nn verfallen. Die Essrückstände kommen auf die Mülldeponie. Wer zu viel kaut, ver- >

Das Essen müssen wir regelmäßig

rumpelt es im Magen. Manchmal qualmen die Bäuche wie Kübel über. Die Gastronomie

dwasser ausspülen. Georg Paulmichl, Ins Leben gestemmt – neue Texte und Bilder, Haymon-Verlag

in den Rachenschlund stecken. Wenn es schmeckt,

dann

Paulmichl, Jahrgang 1960, bekam früh die Diagnose „geistig behindert“. In der Werkstatt für Behinderte in Prad (Südtirol) förderte Betreuer Dietmar Raffeiner sein dichterisches Talent. Paulmichl selbst sagt über sich als „Gehinderter“: „In der Werkstatt bin ich ein Dichter. Dichter sein ist ein feiner Beruf.“

„Empathie ist das innere Instrument, das es uns ermöglicht, am Leben und an den Erfahrungen anderer Menschen teilzuhaben. Transzendenz bedeutet in diesem

Sinne, über sich hinauszureichen, aktiv in größere Gemeinschaften und in ein vielschichtigeres Bedeutungs­ geflecht eingebunden zu sein.“

Aus Jeremy Rifkin „Die empathische Zivilisation – Wege zu einem globalen Bewusstsein“, Campus Verlag 2010. Er meint: Die entscheidende Frage, mit der sich die Menschheit jetzt konfrontiert sieht, lautet: Wird globale Empathie rechtzeitig erreicht sein, um den Zusammenbruch der Zivilisation abzuwenden?

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Reportage

Verstehen

Soziale Aspekte rund um die biodynamische Wirtschaftsweise

Auf dem Weg zur Wir-Kultur Ist biodynamische Landwirtschaft nicht per se auch sozial? Schließlich erzeugen Demeter-Bauern und -Gärtner umweltverträglich gesunde Lebensmittel. Sie sichern so die Nahrungsgrundlage für uns Menschen und zugleich eine Kulturlandschaft, die unser Auge erfreut. Abgesehen von diesen Überlegungen verbinden die meisten beim Thema Soziales in der Landwirtschaft am ehesten die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Hofarbeit. Dabei weist ÖkoLandbau weit mehr an sozialen Aspekten auf.

Demeter Amaranth aus deutschem Anbau Als Ergebnis unserer intensiven Bemühungen können wir Ihnen erstmals Amaranth aus Baden-Württemberg anbieten. In biologisch-dynamischer Wirtschaftsweise wird dort exklusiv für Davert Amaranth angebaut.

Unter dem Motto „Überraschend anders – Denkanstöße von Rudolf Steiner“ präsentiert die Medien­stelle Anthroposophie eine Kampagne mit Postkarten, die neugierig machen auf einen der großen Denker des 20. Jahrhunderts. Dieses Motiv steht für das Thema Gemeinschaft. Immer mehr Menschen sehnen sich nach einem neuen „Wir“ und entdecken den Sinn für eine Form von Gemeinschaft, die nicht einen Rückfall in verordneten Kollektivismus bedeutet, sondern die Kraft des Einzelnen mit der Sorge um den Nächsten verbinden kann. Mehr unter www.medienstelle-anthroposophie.de

Davert – Ihre Marke für beste Getreideprodukte. Jetzt im Naturkosthandel.

Rudolf Steiners „Landwirtschaftlicher Kurs“, 1924 die Geburtsstunde von Demeter, und sein „Heilpädagogischer Kurs“ sind Impulsgeber für zahllose Projekte, die soziale Arbeit und Landbau vor anthroposophischem Hintergrund verbinden. „Soziale Landwirtschaft wird von der Gesellschaft zunehmend entdeckt und nachgefragt: als Perspektive für Menschen mit Betreuungsbedarf, als Arbeitsfeld für landwirtschaftliche Betriebe, zur Belebung ländlicher Räume“, ist sich Dr. Thomas van Elsen (Uni Kassel/Witzenhausen) sicher. Er hat im Rahmen des EU-Projekts SoFar am

Davert GmbH · Ascheberger Straße 2 · D-48308 Senden 6 Demeter Journal hotline: 025 98 / 69 54 · info@davert.de · www.davert.de

Thema geforscht, in dessen Rahmen das „Witzenhäuser Positionspapier zum Mehrwert Sozialer Landwirtschaft“ erarbeitet wurde. Es sieht darin sogar den Baustein für eine sozialere Zukunft. Das Prinzip der Wertschätzung von menschlicher Unterschiedlichkeit und der Anerkennung jedes Menschen als Mitglied von Gemeinschaft erweitern die Initiatoren und wenden es auch auf die Beziehung des Menschen zu den Naturreichen an. Viele Demeter-Betriebe verbinden menschliche Entwicklung, soziale Teilhabe, pädagogische und therapeutische Wirkungen mit der Zuwendung zu den


Verstehen

Naturreichen. Dass so sinnvolle Arbeitsplätze entstehen, ist da beinahe nur ein Nebeneffekt. Die im Oktober 2009 gegründete Deutsche Arbeitsgemeinschaft Soziale Landwirtschaft soll Höfe und Akteure weiter vernetzen und unterstützen. Nach therapeutischen und pädagogischen Aspekten arbeiten zum Beispiel sozialtherapeutische Lebensgemeinschaf­ ten wie der Bauckhof in der Lüneburger Heide (s. S. 24), Hof Dinkelberg (s. S. 11), der Lernort Bauernhof auf Gut Ostler in Bonn oder auf Loheland in der Rhön, die Michaelschule auf dem Talhof Heidenheim (s. S. 8), die Suchthilfe Fleckenbühl im oberhessischen Cölbe. Ältere Menschen sind unter anderem auf Hof Klostersee in der Lübecker Bucht willkommen (s. S. 16).

Soziale Teilhabe bis zu den Naturreichen Neue Formen des miteinander Wirtschaftens bei Demeter spiegeln sich nicht nur wider in den runden Tischen zu Milch und Getreide über alle Wertschöpfungsebenen und die Arbeit am Leitbild zum gerechten Wirtschaften. In der Wirtschaftsform Communitysupported Agriculture (CSA) versorgt ein Hof sein Umfeld mit Lebensmitteln und das Umfeld sorgt für die nötigen finanziellen Mittel, damit der Hof sicher wirtschaften kann. Diese Art der gemeinsamen Verantwortung für die Gemeingüter Boden, Wasser, Pflanzen steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Aber immerhin sind bereits neun Demeter-Höfe mit CSA dabei (s. S. 13). Beteiligungsmodelle an biodynamischen Höfen sind vielfältig: Genussrechte wie beim Brunnenhof in Baden-Württemberg, Aktien wie beim Oberfeld in Darmstadt oder bei Apfel­ t­raum in Brandenburg, Stiftungen wie beim Landgut Pretschen im Spreewald,

demeter Bio-Heumilch

Gläserne Molkerei Pädagogische Arbeit wird auf vielen Demeter-Höfen geleistet

Rebzeilen wie beim Weingut Im Zwölberich im Rheingau. Die Regionalwert AG geht noch einen Schritt weiter (s. S. 28). Betriebsgemeinschaften – häufig sogar getragen von gemeinnützigen Vereinen – ziehen sich von Nord nach Süd: etwa Dannwisch in der Nähe von Hamburg, Dottenfelderhof bei Frankfurt, Birkenhof im Siegerland, Schepershof im Wind­ rather Tal (s. S. 18), Heggelbachhof in Schönach und Boschenhof in Leutkirch. Auch ein vielfältiges Kulturangebot zählt zum erweiterten Kreis sozialer Leistungen. Bei Thea und Rolf Clostermann auf dem Neuhollandshof in Wesel darf mitten in der Apfelbaumplantage Konzerten gelauscht werden. Auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel erleben Kunden die Reifeprüfung als Käseverkostung mit Rahmenprogramm und bei den Aktionen „Zukunft säen“ jetzt im Herbst verbinden sich Menschen mit der Arbeit in der Landwirtschaft und zeigen Flagge gegen Agro-Gentechnik (s. S. 14). Mehr Informationen Details zu sozialen Aspekten innerhalb der biodynamischen Demeter-Gemeinschaft unter www.demeter.de, www.soziale-landwirtschaft.de, www.verband-anthro.de (Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozial­ therapie und soziale Arbeit e. V.)

Aromatisch frisch und vollmundig durch die natürliche Fütterung der Kühe mit Gras, Heu und frischen Kräutern. Gläserne Molkerei GmbH Molkereistraße. 1 · 15748 Münchehofe www.glaeserne-molkerei.de

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Vor Ort

Talhof mit Michaelschule in Heidenheim

Offen für Besucher und ein Ort für besondere Pädagogik Der Talhof liegt am Stadtrand von Heidenheim an der Brenz im Ugental. Wer die hektische Innenstadt und das Wohngebiet hinter sich lässt, erreicht das ruhige Landleben von Heidenheim. Als Erstes fallen einem die Ackerflächen und die bunten Wiesen mit den Kühen ins Auge. Mittendrin liegen der Talhof und die neu gebaute Michaelschule mit der Tagesstätte. Der biodynamische Betrieb im Besitz einer gemeinnützigen GmbH ist der drittälteste Demeter-Hof der Welt.

A

uf dem Talhof wird sehr großer Wert auf die sozialen Aspekte gelegt: Der Hof öffnet seine Tore für Besucher, damit diese sich einen Eindruck von den Kühen, ihrer Lebensweise und dem ganzen Bauernhof machen können. Zu den sozialen Aspekten gehört noch das Aufnehmen von Praktikanten und auch die Michaelschule spielt eine wichtige Rolle. Der Talhof bietet den Kindern dieser Schule zweimal täglich die Möglichkeit, sich bei der Mithilfe im Stall zu entfalten. Ein Großteil der Ruhe, die man auf dem Talhof finden kann, wird von den Demeter-Kühen ausgestrahlt. Das spüren auch die Kinder im Umgang mit den ruhigen Wiederkäuern.

Der Talhof verfügt über einen neuen Außenklimastall mit Laufstall, neben dem sich der Melkstand, der Hofladen und die Käserei befinden. Der nach Heu duftende Stall wirkt sowohl innen als auch außen freundlich und einladend. Alle zwei Stunden fährt ein automatischer Mistschieber durch und schiebt den Mist in die Güllegrube. Auf dem Talhof leben 42 Milchkühe der Rasse Fleckvieh, sechs trocken gestellte Kühe, die trächtig sind, 14, die zur Nachzucht gehören, und acht Kälbchen. Das Besondere an diesen Kühen ist, dass alle Hörner tragen. Ein Agrarstudent, der ein Praktikum auf dem Hof macht, meinte, eine Kuh ohne Hörner ist nicht kom-

Die Kinder der Michaelschule arbeiten auf dem Talhof regelmäßig auch im Stall mit. Sie übernehmen Verantwortung und erleben den Rhythmus der Natur unmittelbar.

8 Demeter Journal

plett. Oft werden sonst den Kühen die Hörner aber weggemacht. Zu den Tieren auf dem Talhof gehören auch noch zwei Schweine und ein Bulle namens Polar. Über diese Tiere wacht der schwarze Hofhund Deimen, ein Border-Collie-Mix.

Die Ruhe der Kühe Um den Talhof befinden sich Wiesen und Äcker. Die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt circa 56 Hek­tar mit Ackerfläche, Dauergrünland und ein wenig Wald. Der Hof baut Dinkel, Hafer und Winterweizen an, was auch zur Herstellung von eigenen Produkten verwendet wird. 2003 wurde eine neue Käserei erbaut. Hier werden Trinkmilch, Quark, Naturjoghurt, Fruchtjoghurt, Sahne und Sauerrahm, Frischkäse, Camembert, Brie und Backsteinkäse hergestellt. Besonders der Camembert ist sehr zu empfehlen. Die Bäckerei des Talhofs befindet sich im Wohnhaus. Dort werden im uralten Holzbackofen verschiedene Sorten von Brot und Kuchen hergestellt. Die eigenen Produkte des Talhofs werden über den Hofladen und einen Stand auf dem Wochenmarkt verkauft. >>>


Reportage Vor Ort

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Vor Ort

Schule mit Garten und Geflügel Neben dem Talhof befindet sich die Michaelschule mit der Kindertagesstätte für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren, die Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten haben. Die private Schule für Erziehungshilfe und Förderschule des Vereins Freie Michaelschule wird geleitet von Tanja Birkhold (Heilpädagogin), Jasmin Jablonski (Heilpädagogin) und Isolde Multerer (Jugend- und Heim­ erzieherin). Die Gebäude der Michaelschule sind hellgelb angestrichen und von Feldern umgeben. Auf dem Gelände befinden sich Gemüse-, Kräuter- und Blumengärten sowie eine Feuerstelle,

Auf dem Talhof kümmern sich die Kinder der Michaelschule um die Hühner. Sie übernehmen Verantwortung für die Tiere und erkennen, wo Lebensmittel herkommen

ein Teich und ein Stall. Darin leben Hühner und zwei Enten. Auf dem Talhof, den die Kinder über einen kleinen geschlängelten Weg erreichen, können

sie zweimal täglich bei der Stallarbeit mitmachen. So sollen neue Fähigkeiten entwickelt werden, die den Lernprozess stärken. www.talhof-hdh.de

Zu den Autorinnen Die beiden 15-jährigen Mädchen Lea Riepe und Seraina Gladis berichten über den Talhof und die Michaelschule. Die derzeitige Praktikantin, Lea Riepe, besucht die Waldorfschule Ötlingen bei Kirchheim-Teck. Seraina Gladis machte Anfang 2010 ein Praktikum auf dem Talhof und hilft nun nachmittags bei der Stallarbeit mit. Sie besucht die Waldorfschule Aalen.

In Klasse 9 zum Landbaupraktikum

Erleben, wie viel Arbeit in einer Packung Milch steckt Waldorfschüler erleben in Klasse 9 vier Wochen lang Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung hautnah. Bei den 14-jährigen Jungen und Mädchen der Klasse 9 der Waldorfschule Ulm (Römerstraße) mit Lehrerin Claudia Hawkridge hat das Landbaupraktikum auf Demeter-Höfen Respekt und Verständnis erzeugt. Der Eindruck von 3 000 Hühnern war total faszinierend – außer dem Geruch. Ines Vogel Beim Landbaupraktikum habe ich eine komplett andere Lebensweise kennengelernt. Auf meinem Hof wurde von morgens bis abends gearbeitet, aber trotzdem waren fast immer alle fröhlich. Denn oft, wenn Erwachsene um 17 Uhr oder 18 Uhr Feierabend haben, wollen sie von ihrer Arbeit nicht mehr viel hören und dort wurde nachts der nächste Tag vorbereitet. Das fand ich total faszinierend! Lea Niklas Morgens war es immer schön, den Mond noch sehen zu können und die Morgenkälte zu spüren. Auch wenn das frühe Aufstehen nicht toll war. Felicitas Sternagel

Man sah, wie hart die Bauern arbeiten, um Geld zu verdienen. Georg Bauerschmidt Da konnte ich allen beweisen, dass ich nicht nur das Mädchen bin, die sich jeden Tag die Haare macht, sondern auch ein Mädchen, das ein Kälbchen zur Welt bringt. Lea Herr Zum Glück hörte der Bulle auf meinen Hund und ist brav auf die Weide gegangen. Roxanne Rößler

Morgens hat die Luft gut gerochen, nach Silo. Olivia Flach Ich habe mitbekommen, dass viel Arbeit hinter einer Packung Milch steckt. Lea Täuber Wenn man dann Feierabend hat und total fertig am Esstisch sitzt, ist es doch irgendwie auch ein klasse Gefühl, zu wissen: „Wow … Das Ganze habe ich heute geschafft." Artjom Ostapenko

Ich fand das Praktikum sehr informativ, weil gleichzeitig die Sache mit den Milchpreisen war. Maximilian Merk Spannend war die Arbeit von den Bauern – zu sehen, wie lang sie arbeiten und was sie am Tag alles fertigbringen. Timo Becker

Mich hat am meisten gewundert, dass die Bauern das alles aushalten und nie in die Ferien können. Kenneth Mayer

Beim Füttern haben mich die Kälber jedes Mal fast umgerannt. Ich war dann ihr Highlight. Katharina Baumgärtel Wir sind früher ins Bett gegangen, als wir am Anfang des Praktikums dachten. Wir waren einfach müde! Nicolas König

10 Demeter Journal

Mir hat die Arbeit mit den Kühen am besten gefallen. Sie waren morgens so verschlafen. Isabelle Hänßler


Vor Ort

Hof Dinkelberg – ein sozial­therapeutischer Landwirtschaftsbetrieb

Heilung zwischen Gemüse und Kühen Der Hof Dinkelberg hat sich als sozialtherapeutischer Landwirtschaftsbetrieb im Südschwarzwald einen guten Namen gemacht. Mit der Integration psychisch kranker Menschen in die Hofarbeit gelingt es, Lebensmittel von hoher Qualität anzubieten und eine wichtige soziale Aufgabe zu erfüllen. Schon 1880 wurde der Hof zusammen mit dem Markus-Pflüger-Pflegeheim in Wiechs bei Schopfheim errichtet. Markus Feig und Markus Hurter als neue Verantwortliche des Hofs Dinkelberg stellten 2004 auf biodynamische Landwirtschaft um und integrierten motivierte Heimbewohner in die Hofarbeit. „Durch die Kombination von therapeutischer Arbeit und Produktion ist der Hof überlebensfähig“, betont Markus Hurter. So kann man die Zusammenarbeit der beiden Bereiche als gegenseitiges Geben und Nehmen bezeichnen.

Individuell fördern, Struktur vorgeben Täglich beleben 20 bis 25 Männer und Frauen mit psychischer Beeinträchtigung das Hofgelände in Wiechs bei Schopfheim. Sie arbeiten in der Ge­ müseproduktion mit. Dabei werden ihre feinmotorischen Fähigkeiten optimal gefordert. Dank der an sinnvollen Abläufen orientierten Tagesstruktur freuen sich die Menschen mit Behinderung über Abwechslung. Als Gegenstück zur Arbeit im Gewächshaus wird als „geschützter“ Arbeitsplatz die „Gemüsewerkstatt“ angeboten. Hier wird Gemüse für Großküchen der Region vorverarbeitet. Im gemeinsamen Morgenkreis begrüßt Sozialtherapeutin Silke Köhler die psychisch beeinträchtigten Mitarbeiter. Eine

anspruchsvolle Herausforderung ist es, jedem die nötige spezielle Förderung zu geben. Keiner wird mit den Fähigkeiten der anderen verglichen, sondern individuell als Persönlichkeit behandelt. Dadurch entsteht eine entspannte, aber dennoch konzentrierte und produktive Atmosphäre. Jeder Betreute beherrscht seine Arbeitsabläufe und ist auf seine Art bei der Sache. Auch bietet der Hof Arbeit für sechs sogenannte Schwerbehinderte, die noch selbstständig leben können. Als zweite vom Heim unabhängige Personengruppe werden vier Bewohner der WfbM (Werkstatt für behinderte Menschen) beschäftigt. Auf dem Hof Dinkelberg steht aktuell eine Umstrukturierung bevor. Neue Gruppen und Einrichtungen müssen für Kooperationen gefunden werden. Dabei

werden sozialpsychiatrische Rehabili­ tation und die Fachwerkerausbildung neu dazu kommen. Die Gemeinschaft des Hofs Dinkelberg ist überzeugt von der heilenden, Energie spendenden Kraft der Landwirtschaft. Etwa 15 Mitarbeiter sind auf dem Hof beschäftigt, bilden mit Betriebsleitern und Betreuten eine Gemeinschaft. Auf 100 Hektar haben neben dem Gemüsebau 80 Rinder Platz. Auf den Feldern wird Ackerbau betrieben. Durch die besondere Vielfalt an sozialen Angeboten und die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel entsteht ein vorbildliches Gesamtpaket, das eine wertvolle Bereicherung für die Region ist. Abokisten und Marktstand Der Hof Dinkelberg liegt zwischen Wiesen­tal und Rheintal. Er wird als Betriebs­ gemeinschaft von den Familien Feig, Hurter und Schubiger geführt. Vermarktet wird auf dem Schopfheimer Wochenmarkt, über Abokisten und an mehrere Großküchen. In Zusammenarbeit mit zwei Bäckern entsteht das „Demeter Dreilandbrot“. Die Landbauwerkstatt Hof Dinkelberg ist das Projekt des Vereins „Kambium e. V.“. www.kambium.org, Spendenkontonummer 6 404 405, VR-Bank Schopfheim e. G., BLZ 683 915 00

Der Autor Benedikt Arnold ist 17 Jahre alt und Schüler der 11. Klasse der Freien Waldorfschule Schopfheim. Sein Besuch auf dem Hof Dinkelberg war für ihn ein außergewöhnliches Erlebnis, denn er ermöglichte ihm ganz besondere Einblicke in die Arbeit mit beeinträchtigten Menschen. „Die Menschen sind erstaunlich konzentriert und motiviert bei ihrer Arbeit. Man merkt ihnen an, dass sie sich freuen, etwas Sinnvolles zu tun.“

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Spielberger Report: Für uns Müller ist dies ein feierlicher Moment. Wenn das sonnengereifte Korn seinen Schatz freigibt. Wenn das weiße Gold, voller kerngesunder und lebenswichtiger Stoffe uns zum ersten Mal in die Hände rinnt. Und Sie ernten mit.

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Nachgefragt

Der Bauer, das unbekannte Wesen Viele Menschen wissen heute besser darüber Bescheid, was in der Werkstatt mit ihrem Auto gemacht wird, als darüber, wie unsere Nahrungsmittel entstehen. Auf vielen DemeterHöfen wird ausgebildet, oft eingebunden in die sogenannte Freie Ausbildung. Die absolviert gerade Alex Pasternak auf dem Gärtnerhof Entrup in Altenberge (NRW). Warum hat er sich für diesen Weg entschieden? Der 23-Jährige lacht: „Ich bin nicht auf dem Bauernhof groß geworden und war in unserer Familie auch der erste Öko.“ Mit 17 wurde Alex Kunde im Bio-Laden, interessierte sich für Tierschutz und Klimawandel. Nach Abitur und einem anregenden Jahr auf einem Bio-Saatgut­ betrieb studierte er zunächst Ökologische Agrarwissenschaft. „Das war mir zu theoretisch.“ Sein erstes Lehrjahr führte ihn auf den Hof zur Hellen im Windrather Tal. „Ich musste richtig arbeiten lernen“, erinnert er sich. Mancher Kampf mit dem Hofteam und dem inneren Schweinehund musste ausgefochten werden. „Aber für mich war das spannendes Neuland. Eigentlich hatte ich mich für Gemüsebau interessiert, jetzt sind mir auch die Tiere ans Herz gewachsen und ich schätze vor allem die Vielfalt, die Demeter-Höfe bieten können.“

Arbeiten lernen Die Freie Ausbildung ist überwiegend von biodynamischen Betrieben eigenständig organisiert und zu einem großen Teil selbst finanziert. Sie wird in Demeter-Zusammenhängen im Norden und

Osten, in Hessen und NRW sowie in Baden-Württemberg angeboten. Ohne jede Voraussetzung darf kommen, wer Offenheit und Einsatzbereitschaft mitbringt. Zur praktischen Arbeit kommt einmal im Monat das drei- bis vier­tägige Lehrlingstreffen. Da geht es etwa um Grundlagen des Biodynamischen Wirtschaftens mit wesensgemäßer Tierhaltung als Teil des Hoforganismus oder Züchtungsarbeit bei Gemüse und Getreide und um den anthroposophischen Übungsweg. „Wir arbeiten vor allem an uns selber“, betont Pasternak. Genau die-­ sen Prozess der Entwicklung schätzt er.

Wie wirtschaften?

Novembertagung der Jungbauern Alex Pasternak und seine Mitstreiter laden zur Novembertagung: Reichen Salathacken und Kühemelken aus, auch wenn es Demeter-Salat und Demeter-Kühe sind, um die Welt zu verändern? Infos und Anmeldungen unter www.novembertagung.de. Termin: 5. bis 7. November in der Waldorfschule Kassel. Die Tagung wird durch Spenden finanziert: Konto 3 005 626, BLZ 240 501 10, Verein für Fortbildung, Forschung, Fürsorge.

CSA-Modell fasziniert Mit Entrup hat Alexander sich als zweite Station seiner Lehrjahre ein CSA-Modell (Community-supported Agriculture) ausgesucht, das den direkten Kontakt zu den Kunden sucht. „Ich lebe ja auf dem Hof, füge mich in eine Gemeinschaft, verbinde Arbeit und Freizeit, muss vieles selbst organisieren, entscheiden und umsetzen. Da stecken Chancen drin.“ Zu verstehen, wie eine Pflanze wächst, was sie dafür braucht, beim Melken die ruhige Verbindung zwischen Mensch und Tier zu spüren oder durch Aufräumen den Hof zu verschönern – all das fasziniert ihn so, dass er oft erst abends merkt, wie erschöpft er manchmal doch ist. „Mein Traum ist, dass die Kraft reicht, weiterzumachen“, sagt er. www.entrup119.de, www.freie-ausbildung.de Demeter Journal 13


Begegnen

Zukunft säen –

Mitmachen und Zeichen setzen gegen Agro-Gentechnik

„Zukunft säen!“ startet im Herbst neu durch mit Aktionen in zehn Ländern. Allein rund 60 biodynamische Höfe in Deutschland laden ein: „Säen Sie Ihre Zukunft mit!“ Verbraucher können so ein beeindruckendes Gemeinschaftserlebnis gestalten und Flagge zeigen mit biodynamischen Alternativen gegen Agro-Gentechnik.

2009 zählten die Schweizer Initiatoren von Avenirse rund 6 000 Teilnehmer bei Zukunft säen-Veranstaltungen in der Schweiz, in Deutschland, Luxemburg, England und den USA. „Das Säen ist ein urbildlicher Akt. Es berührt jeden Menschen. Nach dem Säen ist man ein anderer Mensch. Viele empfinden ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit“, beschreiben die Akteure um den Schweizer Züchter Peter Kunz ihre Beobachtungen. Wer macht sich Gedanken darüber, welches Saatgut und wie viel Arbeit nötig sind, um gutes Brot, frische Brötchen, ein gesundes Müsli oder knackige Möhren essen zu können? Dank biodynamischer Züchtungsarbeit, die sich an ganzheitlicher Qualität der Nahrung orientiert, werden gesunde Lebensmittel höchster Qualität mit gutem Geschmack und 14 Demeter Journal

optimaler regionaler Anpassung ohne Einsatz von Agro-Gentechnik und Pestiziden möglich. Damit das auch weiter so sein kann, braucht es Zeichen an die Politik, die bisher der Gentechnik in Deutschland und der EU Priorität einräumt. Die Regeln für Haftung und Saatgut stehen auf dem Spiel, Koexistenz erweist sich als überaus fragwürdig, betont Demeter.

Saatgut mit eigener Geschichte Bei der Mitmach-Aktion „Zukunft säen“ auf Demeter-Höfen jetzt im Herbst wird das Thema Saatgut lebendig. Die Demeter-Landwirte laden dazu ein, gemeinsam ein Getreidefeld mit biodynamischem Saatgut einzusäen und damit auch ein politisches Statement abzugeben. Das Saatgut für die Veranstaltungen hat seine eigene Geschichte. Es kommt aus bio­ dynamischer Getreidezüchtung, die bewusst auf die Entwicklung gesunder, robuster Sorten im Einklang mit der Natur setzt. Züchter Peter Kunz, einer der

Initiatoren der Aktion, erklärt: „Hybridsorten aus dem Labor, die mit Gen­ technologie manipuliert und bewusst unfruchtbar gemacht werden, gehören wenigen großen Konzernen. Sie werden auf die Erfordernisse des konventionellen Anbaus ausgerichtet. Das passt nicht zur Biodynamischen Wirtschaftsweise. Deshalb selek­­tieren wir samenfeste Sorten mit hoher Ernährungsqualität und guter Bekömmlichkeit, die auch beim Bäcker Anklang finden.“ Wichtig ist den Demeter-Bauern auch, dadurch unabhängig zu sein von den Saatgutkonzernen, die Saatgut auf ihre Agrochemikalien abstimmen und mit Lizenzeinnahmen in Gentechnik investieren. „Die Auswüchse der Agrarindustrie, die auf Gentechnik setzt, obwohl diese weder Akzeptanz in der Bevölkerung hat noch einen nachweisbaren Nutzen bringt, bedrohen nicht nur den Ökolandbau, sondern inzwischen sogar die Demokratie. Koexistenz funktioniert nicht, wie aktuell Verunreinigungen im Maissaatgut oder die Kontamination der Rapsbestände in Kanada beweisen. Zehn Jahre


Begegnen

Gentechnik-Anbau in den USA zeigen, dass der Bedarf an chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln dadurch sogar steigt. Auch das Versprechen höherer Erträge konnte nicht eingelöst werden und ungeahnte Nebenwirkungen bis hin zur Immunität bei Schädlingen sind zu beobachten“, informieren die biodynamischen Bauern ihre Mitstreiter bei Zukunft säen.

Die Natur ist stark, sie braucht keine Verstärker.

NEU! Bei den Aktionen zu Zukunft säen 2009 konnten die Teilnehmer zum Beispiel auf dem Heggelbachhof in Baden-Württemberg auch Saatgut-Brot aus der Initiative von Züchter Berthold Heyden mit Heggelbacher Käse und Apfelsaft probieren. Auf Hof Hollergraben in Schönwalde (Schleswig-Holstein) genossen alle bei angeregten Gesprächen Kaffee und Kuchen. Ob der diesmal schon aus dem selbst gesäten Dinkel sein wird? Einkorn wurde auf dem Lindenhof in Sachsen ausgesät. Auf Hof Wörme in Schleswig-Holstein streuten rund 80 Menschen den Roggensamen, der schon seit Jahren auf dem Hof angebaut wird. Jeder Säer konnte sich mit seinem Namen auf einem großen Banner verewigen. Das Plakat war lange Zeit schon von Weitem am Ackerrand zu sehen. Auf dem Reyerhof in Stuttgart-Möhringen sorgten Klänge von Gongs und anderen In­ strumenten für eine musikalische Untermalung. Assoziationen zu den vier Jahreszeiten leiteten an, den Lauf des Samenkorns durch das Jahr vom Säen bis zur Ernte zu verfolgen. Alle Termine der Aktion „Zukunft säen“ auf Demeter-Höfen in Deutschland werden ab August unter www.demeter.de > Ich bin Verbraucher > Zukunft säen! veröffentlicht.

Bedrohte Saat Sieben Autoren berichten über die fragwürdigen Methoden, durch wirtschaftlichen Druck und politische Einflussnahme, mithilfe neuer Technologien und rechtlicher Fehlentwicklungen die Kontrolle über das Saatgut zu erlangen. Sie verdeutlichen die daraus resultierenden Probleme von globalem Ausmaß aus politisch-ökonomischer, sozialer, kulturhistorischer wie auch ernährungswissenschaftlicher Sicht und berichten von ihren Erfahrungen in der Saatgutzucht und Entwicklungshilfe. Herausgegeben von Manfred Christ, Beiträge von Nikolai Fuchs, Tina Goethe, Bertold Heyden, Manfred Klett, Petra Kühne, Ursula Prall und Vorwort von Oliver Willing (Zukunfts­ stiftung Landwirtschaft), Pforte Verlag, Dornach (2010). Bedrohte Saat. Saatgutpflege und der Kampf gegen die Macht der Agro­ konzerne, hrsg. von Manfred Christ, Pforte Verlag Dornach 2010, 326 S., ISBN 978-85636-197-6, 14,00 Euro

demeter Olivenöl nativ extra aus Griechenland Das erste demeterOlivenöl Griechenlands! Das flüssige Gold stammt aus dem kleinen Bergdorf Mendenitsa in Zentralgriechenland. Umgeben von Wasserquellen und Pinienbäumen wird das Öl an den Hängen des Kallidromon Gebirges kultiviert. Das Ergebnis sind griechische AmfissaOliven höchster Qualität, deren Öl noch am Erntetag in der hauseigenen Mühle kalt gepresst und nach der Lagerung vor Ort ohne weiteres Filtrieren in Flaschen abgefüllt wird. Mehr Informationen www.naturata.de.

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Begegnen

Alte(n)scheune auf Hof Klostersee an der Ostsee

„Es ist gut, als Ältere erwünscht zu sein“ Wo vor 150 Jahren der Klostersee, eine ehemalige Bucht der Ostsee, trockengelegt wurde, blüht heute biodynamische Landwirtschaft. Im Park mit der imposanten 500 Jahre alten Eiche macht Heide Seelenbinder gern Station auf ihren Hofführungen. Seit zwei Jahren lebt die 66-Jährige in der Alte(n)scheune auf Hof Klostersee. Das Wohnprojekt zwischen Wald und Dünen nahe der Lübecker Bucht bietet seit 2001 sieben Wohnungen für die ältere Generation. „Damit wollen wir ganz bewusst unsere ehemalige Waldorflehrerin und Thera- Organisation des Therapieraums oder Hofgemeinschaft erweitern“, erklärt Ger- peutin hat den Ausstieg aus dem Beruf der Gemeinschaftskasse für Geschenke. linde Ariberti, in der Klostersee-Gemein- und Einstieg in den neuen Lebensab- Wöchentliche Hoftreffen, Ausflüge, schaft unter anderem zuständig für den schnitt sehr bewusst gestaltet. „Wenn die Haus­­­gemeinschaftssitzungen dienen dem Hofladen. Neben den neun Verantwortli- berufliche Einbindung wegfällt, brauche Austausch. „Wir arbeiten daran, die Eichen mit Kindern, Azubis, Ferigentümlichkeiten des anderen engästen und Kunden des Hofzu achten, versuchen vieles mit ladens gehören die Senioren für Humor zu nehmen und suKlostersee unabdingbar dazu. chen die Balance von zwiSeit 1990 wird hier biodynamischenmenschlicher Anteilnahsche Demeter-Landwirtschaft me und Besinnung auf uns betrieben. 140 Hektar Fläche, selber“, beschreibt Heide Seedavon 80 Hektar Acker, werden lenbinder die Prozesse, mit dekultiviert. 55 Schwarzbunte Rin­nen am Ideal gerungen wird. der und ihre Nachzucht liefern Sie erlebt es als anregend und Milch für Käse, Quark und Jomanchmal auch als anstrenghurt aus der Hofkäserei. Wer gend. „Anders hab ich es nicht immer der Nase nachgeht, langewollt und nun muss das Humor und Respekt prägen das Zusammenleben auf Hof Klostersee. Die Mändet unweigerlich in der BackZusammenleben aktiv und ner und Frauen aus der Alte(n)scheune gehören dazu – sie sind erwünscht. stube und im Hofladen gibt es le­ bendig gestaltet werden.“ neben dem kompletten Naturkostange- ich im Privaten die Gemeinschaft“, war Dafür ist Initiative gefragt. bot Fleisch und Wurst Marke Klostersee. für sie klar. Und auf Hof Klostersee weiß Ihr Tipp für Menschen, die eine Altenman: Ein Hof braucht ältere Menschen, WG oder ein Mehrgenerationenprojekt Zukunftsfähige Formen des alle Altersstufen sollen vertreten sein. „Wir gründen wollen: Zeit und Ort festlegen sind als Ältere hier gewünscht“, freut sich und dann die passenden Menschen suZusammenlebens erproben Heide Seelenbinder. Die Verbindung zu chen – nicht umgekehrt. Und wer zu eiden Menschen, aber auch zu Erde, Pflan- ner Gemeinschaft dazukommt, hat es Landwirtschaft, Kultur, Sozialarbeit und zen, Tieren empfindet sie als heilsam und ihrer Meinung nach leichter, wenn er das zukunftsfähige Formen des Zusammen- ist dankbar dafür. „Es ist gut, in einen absolute „ich will das“ mitbringt und lebens von Alt und Jung will der gemein- sinnstiftenden Zusammenhang eingebet- nicht eine Probierhaltung. Für sie hat es nützige Verein Klostersee als Träger des tet zu sein.“ Bei aller individuellen Diffe- geklappt. „Ich bin hier am richtigen Ort.“ gesamten Hofs fördern. „Das Zusam- renzierung, die die Wohnungen und das Das spürt die Rentnerin, wenn sie menleben entsteht aus den Bedürfnissen, großzügige Gelände ermöglichen, gibt es manchmal für die Kühe ein Lied singt, Möglichkeiten und Initiativen der hier Gemeinsames: Arbeit am Selbstverständ- den Landwirt über seine Arbeit befragt lebenden Menschen“, betont Heide See- nis, Vereinbarungen zu ganz konkreten oder auf dem Hochsitz im nahen Wald lenbinder. Verpflichtungen zur Mitarbeit Tätigkeiten wie Archiv aufbauen, Fotos in einem Buch versinkt. gibt es nicht, aber das Recht dazu. Die sortieren, Bäume und Beete pflegen, www.hof-klostersee.de 16 Demeter Journal


Gesund leben

Waldorfpädagogik setzt auf Salutogenese – damit Schule nicht krank macht

Oft wird geklagt: Schule macht krank. Waldorfpädagogik dagegen nimmt für sich in Anspruch, gesundend zu wirken. Der gesamte Lehrplan der Waldorfschule sei darauf ausgerichtet – nicht nur das Bewegungsfach Eurythmie. Der Erfolg wird durch Studien untermauert. Stockholmer Wissenschaftler untersuchten Kinder an Waldorfschulen in Schweden, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland. Sie verglichen die Ergebnisse mit denen von Kindern konventioneller Schulen aus der gleichen Region. Die Studie mit 6600 Kindern scheint zu bestätigen, was die Forscher zuvor beobachtet hatten: Waldorfschüler leiden seltener an Allergien als ihre Altersgenossen. Als Gründe vermuten die Forscher den weitgehenden Verzicht auf Antibiotika und fiebersenkende Medikamente sowie die bewusst selektiven Impfentscheidungen. Auch eine biodynamische Ernährung wird als Pluspunkt aufgeführt. Der gesündere Lebensstil zeige sich schon bei Eltern von Waldorfschulkindern: sie rauchen weniger, stillen länger. Weitere Studien bestätigen inzwischen die Stockholmer Untersuchung.

Kognitiv, emotional und motorisch fördern Waldorflehrer betonen, dass durch eine individuelle Pädagogik, die aus einem tiefen Verständnis für die kindliche Entwicklungsstufen dem Alter des Kindes angepasst sei, durch künstlerisch gestalteten und leben­ digen Unterrichtsstoff, durch eine ganzheit­ liche Förderung der leiblichen, seelischen und geistigen Entwicklung der Kinder (Hand, Herz und Kopf) und aller Seelenkräfte (Denken, Fühlen, Wollen),durch eine bewusste Sinnes- und Rhythmus-Pflege bis in die

Unterrichtsgestaltung hinein die Saluto­ genese gefördert werde. Waldorfpädagogik bemühe sich um den ganzen Menschen mit allen seinen Anlagen und Fähigkeiten. Sie fördere kognitive, emotionale und motorische Fähigkeiten gleichermaßen, damit sich jedes Kind „körperlich gesund, seelisch frei und geistig klar“ entwickeln könne. Die psychosoziale Belastung der Kinder sei deshalb geringer. Leistungsdruck verschiebe sich auf später, wenn die Jugendlichen stabiler seien. Übrigens: Rund 50 Prozent aller Waldorfschüler machen das Abitur. Gestresste Schüler – das muss nicht sein, ergab dann auch eine weitere Untersuchung. Sie zeigte ein signifikant geringeres Auftreten von psychosomatischen Beschwerden – psychisch bedingte körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Nervosität, Bauchweh – bei Waldorfschülern. Und die Grundlagen wirken bis ins hohe Alter. Eine empirische Studie über ehemalige Waldorfschüler bis ins Alter von 82 Jahren zeigte, dass diese Menschen deutlich gesünder waren als die durchschnittliche Vergleichsgruppe. Wer mehr wissen will

Infotelefon zur Waldorfpädagogik Der Bund der Freien Waldorfschulen in Stuttgart bietet unter seiner Service-Nummer Informationen rund um die Waldorf­ pädagogik, zu Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten: 0800-Waldorf, immer besetzt werktags zwischen 8 und 17 Uhr.

Demeter Journal 17


Reportage

Markt

Wissenswert Vor 25 Jahren startete der Windrather Talhandel

Transparenz auf Augenhöhe

Pizza-Genuss in

biodynamischer Qualität

Im Windrather Tal zwischen Wuppertal und dem südlichen Ruhrgebiet liegen die fünf Demeter-Höfe fast in Rufnähe. Sie haben es geschafft, Konkurrenz­ situationen zu vermeiden. Alle arbeiten bewusst zusammen und gestalten so das Erfolgsmodell Windrather Talhandel. Der feiert gerade 25-jähriges Bestehen. Winnie Winter hält die Fäden schon seit 1985 in der Hand. Die 60-Jährige hatte sich bewusst gegen ihre Arbeit im Außenhandelsbereich entschieden, eine landwirtschaftliche Lehre auf Hof Dannwisch in Norddeutschland absolviert, um dann doch zum Handel zurückzukehren. „Aber unter ganz anderen Vorzeichen“, lacht sie. Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Käse der Windrather Talhöfe waren damals nicht mehr allein über den gemeinsamen Marktstand und die jeweilige Ab-Hof-Vermarktung abzusetzen. Sollte es wirklich sinnvoll sein, dass von fünf Höfen aus jeweils einzeln die Bioläden der Umgebung angesteuert werden, um dort die Demeter-Waren anzubieten? Unterstützt von der GLS Bank in Bochum und dem anthroposophisch orientierten Anwalt Wilhelm-Ernst Barkhoff entwickelte sich eine ungewöhnliche Kooperation.

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Morgens so gegen 6.30 Uhr liefern Hof Vorberg, Hof im Sondern, Örk-Hof, Schepershof und Hof zur Hellen genau das bei Winnie Winter an, was die rund 45 Kunden zuvor telefonisch bestellt haben – exakt gepackt für den jeweiligen Naturkostladen, Biosupermarkt, Hofladen oder die Gastronomie. Die Gärtner und Bauern stellen ihre Kisten auf die dem Adressaten zugeordnete Palette, haken auf dem Lieferschein ab und garantieren für die beste biodynamische Qualität ihrer Lebensmittel. Winnie Winter hat mit dem selbstständigen Lkw-Fahrer längst die Route abgesprochen und ergänzt nur noch das, was über ihren kleinen Großhandel zusätzlich bestellt wurde. Jeder trägt die Verantwortung für seinen Part. Transparenz ist oberstes Gebot, deshalb wissen auch die Ladner, was beim Bauern ankommt. „So erzielen wir die Preise, die unsere Höfe lebensfähig machen“, betont Martin Grützmacher vom Hof im Sondern. Winnie Winter und ihr Geschäftspartner Stefan Rahm bekommen neun Prozent Provision für den Vertrieb, der Lkw wird mit 5 Prozent vom Warenwert mitgetragen und der Fahrer finanziert sich zu einem Drittel aus der Anlieferungsgebühr. „Je mehr die Situation der jeweils anderen und nicht die eigene Betriebswirtschaftlichkeit in den Vordergrund tritt, desto gesünder wird der Gesamtzusammenhang.“ Kein Wunder also, dass die Verknüpfungen der Höfe im Windrather Tal auch in der Maschinengemeinschaft, in der Kooperation mit Bäckermeister Enrique Rosales, bei Festen und Kontakten zu Schulen, Altersheimen und Kindergärten erfolgreich sind. www.biohoefe-windrathertal.de


Aktuell

Tausendundein-Kartoffeltraum

Vielfalt gestalten Vielfalt in der Landwirtschaft ist eines der wesentlichen Ziele biodynamischer Landwirtschaft. Wie Demeter-Bauern Biodiversität fördern – mit der Züchtung von Öko-Sorten oder seltenen Tier-Rassen, abwechslungsreicher Fruchtfolge und Engagement für Natur und Landschaft –, lesen Sie in der September-Ausgabe der Zeitschrift Lebendige Erde. Kostenloses Probeheft: Telefon 06155 846-0, Fax -846-911 oder www.LebendigeErde.de

Schloss Bedheim in Thüringen plant:

Biodynamisch gärtnern mit Betreuten Im idyllisch gelegenen Schloss Bedheim in Südthüringen will die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft an den Gleich­bergen die sozialtherapeutische biodynamische Gärtnerei weiter ausbauen und hofft auf finanzielle Unterstützung. Telefon 03685 706135, www.schloss.bedheim.de, Konto GLS Bank 6 004 642 200 BLZ 430 609 67

Weniger Gift – mehr Fettsäuren Die Quality Low Input Food-Studie hat aus 180 Publikationen herausgefiltert, dass Bio-Lebensmittel deutlich weniger Pestizidrückstände, Schwermetalle und Pilzgifte enthalten als konventionelles Essen. Bio bietet dafür mehr hochwertige Fettsäuren, Vitamine, antibakteriell wirkende Pflanzenfarbstoffe und Anti­oxidantien – alles Stoffe, die als gesund­heitsfördernd gelten.

Erziehungskunst - Zeitschrift für Waldorfpädagogik Die traditionsreiche Zeitschrift für Waldorfpädagogik, die „Erziehungskunst“, erscheint neu gestaltet. „Wir brauchen ein Publikationsorgan, das der größten freien reformpädagogischen Schulbewegung in Deutschland entspricht“, betont der Herausgeber, der Bund der Freien Waldorfschulen. So wandelt sich die „Erziehungskunst“ von einer „Special-Interest-Zeitschrift“ zu einem lesefreundlichen pädagogischen Publikumsmagazin. Schüler werden mit der Rubrik „Junge Autoren“ ebenso angesprochen wie Lehrer mit Tipps zur Unterrichtspraxis. Kindergärtnerinnen und junge Eltern lesen Beiträge zur frühen Kindheit. Kritische Stimmen kommen in der Rubrik „Gegenlicht“ zu Wort. Der neue Internetauftritt (www. erziehungskunst.de) mit umfangreicher Archiv- und Download-Funktion sowie die geplante wissenschaftlich ausgerichtete „Erziehungskunst spezial“ komplettieren das Angebot. Infos: Verlag Freies Geistesleben, Telefon 0711 2853 200, E-Mail antje.breyer@geistesleben.com

Die Waldorfschule Biberach plant den Ausbau des Schulgebäudes. Bei der Baufinanzierung geht die Schulgemeinde ungewöhnliche Wege und bietet 1000 „Aktionären“, die jeweils 1 000 Euro leihen, einen Naturalien-Ertrag in Form feiner DemeterKartoffeln. Mehr dazu unter Telefon 07351 528555, Fax -528556, E-Mail waldorfschule. biberach@gmx.de, www.waldorfschulebiberach.de

Biosiegel wirkt aufs Hirn Das von Renate Künast 2001 eingeführte Biosiegel wirkt – und zwar direkt aufs Gehirn. Das fanden Forscher der Universitäten Bonn und Greifswald in einem Experiment mit insgesamt 30 Personen heraus. Das Logo stimuliere einen Teil des Belohnungssystems im Gehirn, das sogenannte ventrale Striatum. Es wird immer dann aktiv, wenn Menschen eine erstrebenswerte Erfahrung machen.

Taubstumme Frauen bei Naturetex Bei Naturetex, der SEKEM-Firma für biologische Textilien, arbeiten jetzt 50 neue Mitarbeiterinnen, die alle taubstumm sind. Die Frauen aus einer Berufsschule in der Provinzhauptstadt Zagazig konnten nach kurzer Einarbeitungszeit in der Produktion von Puppen integriert werden. Sie arbeiten sorgfältig und bereichern das Arbeitsleben in einer von SEKEMs größten Firmen, betont Helmy Abouleish, der Chef des ungewöhnlichen biodynamischen Projekts SEKEM in der ägyptischen Wüste. Behinderten Mitmenschen ihren Platz in der Gesellschaft und im Arbeitsleben zu bieten ist ein wichtiges Anliegen von SEKEM, wo seit Beginn der ersten Landarbeiten vor über 30 Jahren bereits geistig behinderte Menschen integriert und gefördert werden.

Demeter Journal 19


Genießen

Kochen mit Kids

„Das schmeckt wie bei Oma“ Katharina Grieger unterrichtet an der Waldorfschule Essen. Seit 20 Jahren kümmert sie sich vor allem um Förderschüler. Beim gemeinsamen Kochen ab Klasse 6 geht es ihr darum, Freude zu wecken. „Wer gemeinsam in der Schulküche werkelt, nimmt die individuelle Anstrengung wahr. So entsteht Wertschätzung für die Arbeit und das Essen“. Die engagierte Waldorfpädagogin sieht Hausmannskost und mediterrane Küche als Favoriten der Kids. Über die besondere Qualität von biodynamischen Produkten spricht sie eher in der Oberstufe und nach dem Landbaupraktikum, das Waldorfschüler auf Demeter-Höfen absolvieren. „Die Jüngeren sind häufig noch in so einer Bio-Oppositionshaltung“. Am wichtigsten ist es, mit Liebe und Zeit zu kochen und alles sehr fein abzuschmecken, ist ihre Erfahrung. Dann laufen herzhafte Getreidebratlinge den Hamburgern locker den Rang ab. Das höchste Lob lautet übrigens: Das schmeckt ja wie bei meiner Oma. Für das Demeter Journal hat Katharina Grieger mit den Kindern ausgewählt, was auf der Favoritenliste ganz oben steht. Am besten gleich mal mit dem eigenen Nachwuchs ausprobieren. Viel Freude beim gemeinsamen Kochen und natürlich

guten Appetit. Rote-Bete-Dill-Salat Zutaten für 4 Personen 200 g saure Sahne 100 g süße Sahne Öl, Essig, Salz, Pfeffer 1–2 TL Meerrettich 2 Rote Beten 2 saure Äpfel 1 Zwiebel 2 eingelegte Gurken 2 Bund Dill

Saure und süße Sahne, Öl, Essig, Salz, Pfeffer und Meerrettich mit dem Schneebesen verschlagen und abschmecken. Rote Beten und Äpfel waschen, schälen und raspeln. Zwiebel und eingelegte Gurken in kleine Würfel schneiden. Dill hacken. Alles miteinander vermengen und abschmecken.

Möhrencremesuppe Zutaten für 4 Personen 400 g Möhren 200 g Kartoffeln 50 g Sellerie ¾ l Wasser 1 TL gekörnte Brühe 100 g Gouda gerieben 2 EL Crème fraîche Salz, Pfeffer, Curry gehackte Petersilie

Gemüse waschen, schälen, würfeln. In Wasser und gekörnter Brühe 20 Minuten kochen. Pürieren. Gouda und Crème fraîche zufügen und aufkochen, mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken und mit gehackter Petersilie bestreuen. Fotografie Siggi Schenk · Foodstyling Armin Wiedmann 20 Demeter Journal


Reportage Genießen

Weißkohlsalat Zutaten für 4 Personen

Gemüsekuchen Zutaten für 4 Personen Teig für 1 Blech 400 g Mehl ½ Päckchen Hefe 4 EL Olivenöl ¼ l warmes Wasser 1 TL Salz 750 g geputztes Gemüse (z. B. Möhren, Porree, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Brokkoli, Kürbis, Erbsen) 2 EL Ghee

500 g Weißkohl 1 l Wasser 1 TL Salz 1 TL Kümmel 2 Äpfel 1 Zwiebel 2 Gewürzgurken 2 Bund Dill gehackt

Kohl vierteln, Strunk entfernen, fein schneiden. 10 Minuten zusammen mit Wasser, Salz und Kümmel kochen. Abkühlen lassen. Äpfel, Zwiebel, Gewürzgurken raspeln und alles mit gehacktem Dill und Kohl vermischen.

Haferfrikadellen Zutaten für 4 Personen

Zutaten für Soße

150 g feine Haferflocken 3 EL Mehl 1 EL gemahlene Haselnüsse oder Mandeln ¼ l Milch 1 EL Honig 200 g Möhren 1 Zwiebel 100 g geriebener Gouda 2 Eier 1 EL gehackte Petersilie, Salz, Curry Ghee oder Öl zum Braten

1 Becher Crème fraîche 3 Eier 300 g Käse 1 TL Schabziger Klee ½ TL Kümmel

Zutaten für Teig verkneten, 20 Minuten gehen lassen, nochmals durchkneten und auf einem gefetteten Blech ausrollen. Geputztes Gemüse 10 Minuten in Ghee dünsten und auf den Teig geben. Zutaten für Soße verrühren und über Gemüse verteilen. 15 –20 Minuten bei 200 °C backen.

Haferflocken, Mehl, Nüsse, Milch und Honig mischen. Möhren schälen, fein reiben, Zwiebel würfeln. Petersilie, Gouda und Eier hinzugeben. Mit Salz und Curry abschmecken. In Ghee oder Öl kleine Frikadellen braten.

Pikante Taler Zutaten für 4 Personen 200 g Mehl 80 g Butter, 1 Ei 1–2 EL Tomatenmark 15 g Pinienkerne gehackt, 1 TL Oregano 50 g Parmesan

Alle Zutaten verkneten. 30 Minuten kühl stellen. Etwa ½ cm dick ausrollen. Taler ausstechen (z. B. mit Glas), auf Backblech legen, Taler mit verschlagenem Ei einpinseln. Mit Pinienkernen bestreuen und andrücken. Bei 140 °C etwa 20 Minuten backen.

Demeter Journal 21


Genießen

Herbstlicher Bohneneintopf Zutaten für 4 Personen 1 EL Ghee 200 g Schinkenspeck 500 g Kartoffeln 200 g Möhren 200 g Sellerie 200 g Porree 400 g dicke Bohnen ½ l Wasser 1 Becher Sahne Salz, Pfeffer, Senf, gehackte Petersilie

Schinkenspeck in Ghee andünsten. Kartoffel-Stücke zufügen und 20 Minuten kochen. Möhren, Sellerie, Porree schneiden und mit dicken Bohnen, Wasser und Sahne garen. Mit Salz, Pfeffer und Senf abschmecken und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Walnuss-Porree-Quiche Zutaten für 4 Personen 200 g Mehl 1 Ei 1 EL Milch ½ TL Salz 75 g Butter 1 Prise Zucker 500 g Porree 1 EL Ghee 200 g Frischkäse ½ Becher Sahne 2 Eier Pfeffer, Muskatnuss, ½ TL Salz 100 g Walnüsse

Mehl, Ei, Milch, Salz, Butter und Zucker mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. Porree in Ringe schneiden und waschen. 5 Minuten in Ghee dünsten. Frischkäse, Sahne, Eier, Pfeffer, Muskatnuss, Salz und Walnüsse verrühren. Eine Springform mit der Hälfte des Teigs auslegen. Vom restlichen Teig einen Rand formen. Porree und Käsemasse einfüllen. Bei 200 °C etwa 30 Minuten backen.

Bircher Müsli Zutaten für 4 Personen 200 g feine Haferflocken (oder andere Flocken) ¼ l Wasser oder Apfelsaft 500 g Äpfel 200 g Obst (der Jahreszeit) 2 EL Honig 2 EL grob geriebene Haselnüsse oder Mandeln 2 EL Rosinen 1 Zitrone (Saft) 200 g Sahne geschlagen

22 Demeter Journal

Haferflocken in Wasser oder Apfelsaft 3 – 4 Stunden einweichen. Äpfel schälen, fein reiben und mit gewürfeltem Obst unterheben. Honig, Nüsse, Rosinen, Zitronensaft und geschlagene Sahne unterrühren.

Hafercreme Zutaten für 4 Personen 100 g Hafer 400 ml Milch 150 ml Fruchtsaft 200 g Quark 1 Becher Joghurt 1 Becher Sahne 1 Zitrone (Schale und Saft) 1 Prise Salz 1 Packung Vanillezucker 200 g klein geschnittene Früchte geröstete Mandeln

Hafer fein mahlen, mit Milch und Fruchtsaft mischen und unter Rühren 5 Minuten aufkochen. Creme abkühlen lassen. Quark, Joghurt, geschlagene Sahne unterrühren. Saft und abgeriebene Schale der Zitrone, Salz, Vanillezucker, klein geschnittene Früchte untermischen, abschmecken und mit gerösteten Mandeln verzieren.


Genießen

Möhrenbutter Zutaten für 4 Personen

Walnuss-Paprika-Paste Zutaten für 4 Personen 2 rote Paprika 2 Knoblauchzehen 5 Zwiebäcke 100 g Walnusskerne 15 EL Olivenöl 2 EL Harissa (scharfe Paprikapaste) ½ TL Kumin (Kreuzkümmel) 1 EL Limettensaft Salz

Paprika grob würfeln. Knoblauch durch die Presse drücken, zusammen mit Zwieback und Walnusskernen mit Olivenöl pürieren und verrühren. Paste mit Harissa, Kumin, Limettensaft und Salz abschmecken.

Käse-Creme Zutaten für 4 Personen 2 kleine Zwiebeln 1 EL Kapern 250 g weiche Butter 250 g Quark 2 TL scharfer Paprika 2 TL milder Paprika Salz, Pfeffer

125 g Butter 1 Zwiebel 3 kleine Möhren 100 g Tomatenmark ½ Bund glatte Petersilie ¼ TL Salz, 1 Messerspitze Pfeffer

Zwiebel fein hacken. Möhren fein raspeln, Butter, Tomatenmark, Petersilie, Salz und Pfeffer zugeben. Alle Zutaten pürieren und abschmecken.

Zwiebeln und Kapern sehr fein hacken. Butter cremig rühren, mit Quark und Paprika vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kürbisbrot Zutaten für 4 Personen 800 g Weizen 350 g Roggen etwa ½ l warmes Wasser

Getreide fein schroten, mit Wasser verrühren und über Nacht quellen lassen. 1 Päckchen Hefe 350 g Weizen 150 g Nüsse 500 g Kürbis 250 g Äpfel 2–3 EL Honig, 1 Zitrone – entsaftet 2 EL Salz

Am Morgen gequollenen Schrot mit Hefe vermischen. Weizen und Nüsse fein mahlen. Kürbis und Äpfel fein raspeln. Alles mit Honig, Salz und Zitronensaft mischen. Alle Zutaten gut verkneten, evtl. Mehl zufügen. 30 Minuten ruhen lassen, nochmals kneten und in gefettete Kastenform legen. Kreuze einschneiden und etwa 30 Minuten gehen lassen. Bei 170 °C ca. 60 Minuten backen.

Demeter Journal 23


Kennenlernen

Bauckhof Naturkost

Seit 40 Jahren Angebote für schnelle und gesunde Getreideküche Vor 40 Jahren startete ein Erfolgs-Projekt, das Tradition und Innovation verbindet: Bauckhof Naturkost wurde gegründet, um die Produkte von biodynamischen Höfen in Norddeutschland zu verarbeiten und zu vermarkten. Heute sind rund 100 Lebensmittel mit dem markanten Bauckhof-Signet im Naturkostfachhandel zu finden. Gut zwei Drittel davon haben biodynamische Demeter-Qualität. Für das Abpacken sind zum Teil Menschen mit Handicap zuständig. Die Truppe kommt regelmäßig aus der Sozialtherapie des Bauckhofs in Stütensen ins nahe Rosche. Unter strengen hygienischen Anforderungen packt sie sorgsam die glutenfreien Mehle per Hand in Tüten. Das Team wird kompetent angeleitet von Johann Müller. 20 Jahre lang war er in der Bauckhof-Mühle für die Getreidereinigung verantwortlich. Als ihn Rückenschmerzen dauerhaft plagten, konnte er als Anleiter von Menschen mit Behinderungen seine vielfältigen Erfahrungen einbringen. Das ist ein Stück weit typisch für das Unternehmen, zu dem 60 Mitarbeiter und zwei Azubis gehören. „Wir arbeiten hier möglichst in familienfreundlichen, flexiblen Teilzeitmodellen. Viele Kollegen gehören schon lange zum Betrieb und identifizieren sich stark mit ihrer Arbeit“, freut sich Marketingchefin Susan Bauck.

24 Demeter Journal

Menschen mit Handicaps packen glutenfreie Mehle ein Backmischungen für Kuchen, Brot, Pizza, Mehl in allen Varianten, Flocken, Müslis, Schnellkochgetreide, Burger-Mischungen, Desserts, Malzkaffee, Kartoffelpüree, Apfelkraut und -mark sowie eine glutenfreie Linie machen Bauckhof Naturkost zu einem der Marktführer im Bereich Bio-Getreideprodukte. Engagiert setzt sich das Führungsteam Susan und Jan-Peter Bauck für biodynamisch gezüchtete Getreidesorten ein: „Das sind wichtige, schmackhafte und bekömmliche Alternativen zu Agrogentechnik mit stereotypen Hybridsorten.“ Weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung von Rezepturen, die für Allergiker geeignet sind. Besonders am Herzen liegt allen

Beteiligten die Entwicklung einer anthro­ posophischen, menschengemäßen Getreideverarbeitung. Aromen und künst­ liche Zusatzstoffe sind da klar tabu. Vom Getreidekorn bis zum fertigen Produkt finden alle Verarbeitungsschritte in der Bauckhof-Mühle statt. Beim Reinigen, Mahlen, Mischen oder Rösten wird auf optimale Qualität geachtet. ChargenRückverfolgung bis zum einzelnen Landwirt, genaue Analysen und Volldeklaration auf der Packung sind Selbstverständlichkeiten. Die IFS-Zertifizierung (International Food Standard) bestätigt, dass sich traditionelles Mühlenhandwerk und moderne Lebensmittelproduktion überhaupt nicht ausschließen. Langfristige Zusammenarbeit mit den Demeter-Bauern und die Förderung der gewachsenen bäuerlichen Struktur in der Region gehören zur Unternehmens­ philosophie. Fairness vom Acker bis zum Teller wird gelebt und sichtbar durch die Zertifizierung der Demeter-Mehle und -Flocken nach den Richtlinien des Bio&Fair-Vereins. www.biofairverein.de, www.bauckhof.de


Rätsel · Zahlensalat

Rätselhaft

Vor wie vielen Jahren wurde der Windrather Talhandel gegründet ? Schreiben Sie die richtige Zahl auf eine Postkarte an Demeter e. V. · Rätsel Demeter Journal · Brandschneise 1 · 64295 Darmstadt oder schicken Sie eine E-Mail mit Ihrer Lösungszahl an demeterjournal@ demeter.de, Stichwort Rätsel Demeter Journal. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2010. Absender nicht vergessen. Sie können gewinnen. Fortuna entscheidet auch bei Demeter (Rechtsweg ausgeschlossen). Mitarbeiter des Demeter e. V. und ihre Angehörigen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Verlost werden drei Gewinner-Pakete „Küchenschmuckstück“ mit jeweils sechs Gewürzdosen in moderner Edelstahl-Optik mit praktischer Tafelfolie zum Beschriften inklusive Spezialgriffel plus handgewebtem Küchenhandtuch in orange-rot.

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10

Prozent aller arbeiten auch im sozialen Bereich.

Demeter-Betriebe In Deutschland gibt es rund 1400

Demeter-Höfe und -Gärtnereien. Hinzu kommen etwa 500 Hersteller und Händler. Die biodynamische Gemeinschaft kommt auf rund 12 000 Arbeitsplätze. Knapp 1400 neue Aktien hat

die Freiburger Regionalwert AG bei ihrer Kapitaler­ höhung im Mai 2010 vergeben. Die Freie Ausbildung zum Deme4 Jahre. Mehr als 8 Millionen Menschen mit Behinderungen leben in Deutschland. Der Verband für anthroposo-

ter-Bauern oder -Gärtner dauert

phische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit hat organisationen.

Dazu gehören

156

Mitglieds­

226 Einrichtungen. 2009 wurden da

14 877 Menschen betreut. 6 943 Mitarbeiter, inklusive Verwaltung, FSJ, FÖJ und Zivildienstleistenden, sind in diesem Zusammenhang be-

HAPPY AGING-Line

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schäftigt.

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Karotten-Kartoffeln mit Rindfleisch. Als Mittags-

lichen Nahrung ist es vielseitig zu verwenden – zum Beispiel im

mahlzeit ab dem 6. Monat geeignet, versorgt es

Müsli, in Drinks oder Getreidemahlzeiten.

das Baby auch mit dem lebensnotwendigen Eisen.

www.lindenmeyer.de

Das Produkt ist glutenfrei und wie alle Sunval Menüs ohne Salzzusatz hergestellt. www.sunval.de

26 Demeter Journal


Produkte

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Naturata

nischen Essigs, der für den leicht süß-sauren

Aceto Balsamico di Modena, auch bianco

Geschmack und die ausgewogene Konsistenz

und als Crema

sorgt. Abgefüllt in einer praktischen Squeeze-

Aceto Balsamico ist der „König unter den

Flasche, eignet sich die Crema perfekt zum

Essigen“. Samtig-süß und dennoch würzig.

Dekorieren und Verfeinern von herzhaften

Naturata bereichert nun das Demeter-Sorti-

Speisen wie Fisch, Fleisch und Käse und be-

ment mit zwei edlen Essig-Sorten. In Modena

gleitet auch wunderbar helle Eissorten sowie

in Norditalien hat der Aceto Balsamico sei-

saisonale Fruchtgerichte.

ne Wurzeln. Und genau dort liegt die kleine

Auch der helle Bruder, der Balsamico Bi-

Demeter-Azienda, auf welcher der Naturata

anco Condimento, wird nun entsprechend

Aceto Balsamico di Modena hergestellt wird.

den Demeter-Richtlinien auf der kleinen

Über viele Jahre hinweg reift der Essig in höl-

italienischen Azienda in Mode-

zernen Fässern, bis er sein charakteristisches

na hergestellt. Traubenkonzen-

Aroma entwickelt hat. Für die neue Naturata

trat aus der Trebbiano-Traube,

„demeter Crema di Balsamico“ wird dieses

einer der ältesten Rebsorten,

edle Tröpfchen mit Traubenmost versetzt, der

wird mit Weißwein-

noch immer nach traditioneller Art auf offe-

essig veredelt. Das

nem Feuer unter freiem Himmel gekocht wird.

macht den „Nektar

Das Ergebnis ist die erste Crema di Balsamico

zur Würzung“ absolut

auf Basis des Aceto Balsamico di Modena aus

einzigartig. Sein gerin-

Demeter-Anbau – ein Balsam für den Gau-

ger Säureanteil macht

men, der noch dazu völlig frei von Konservie-

den Balsamico Bianco

rungs- und Farbstoffen ist. Weiteres Novum:

Condimento besonders

Die Crema enthält mit 60 Prozent einen au-

leicht und bekömmlich.

ßergewöhnlich hohen Anteil des feinen italie-

www.naturata.de

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Naturkost aus der Heide

Mein Lieblingsprodukt

Demeter-Butter und berichten, dass auch ihr Sohn bei seinen Besuchen immer ganz begeistert

Großefehn-Wrisse

davon ist. Maria und Thomas Baier vom

orientieren sich

Bio-Markt haben gerade Jubiläum gefeiert.

beim Einkauf im

Fünf Jahre alt ist ihr Laden und bei der De-

Bio-Markt Baier

meter-Woche zum Fest konnten die Kunden

in

am

schätzen, wie viele Demeter-Produkte es in

orangefarbenen Demeter-Markenzeichen:

den Regalen und Theken gibt. Die richtige

„Danach gucken wir immer zuerst.“ Vor vier

Antwort: 236. Verlost wurden natürlich

Jahren haben sie das Fachgeschäft entdeckt

Demeter-Lebensmittel: bis zum Ende des

und erstaunliche Erfahrungen gemacht.

Jahres jede Woche ein Brot vom Störte­

„Seitdem wir Demeter-Milchprodukte be-

bäcker, eine Kiste Augustin-Äpfel, Allgäuer

vorzugen, bekommt meine Frau keinen

Bergkäse und Zwölberich-Wein. „Für uns ist

Ausschlag mehr. Andere Milchprodukte

die biodynamische Qualität ganz wichtig,

verträgt sie nämlich gar nicht“, berichtet

um unseren Kunden beste und gesündeste

Martin Scharf. Zu den Lieblingsprodukten

Lebensmittel zu bieten“, begründet Baier,

gehört die Demeter-Butter. „Die schmeckt

warum er mit seinem Bio-Markt Demeter-

so gut wie Butter früher und ist wunder-

Aktiv-Partner (DAP) geworden ist. Alle DAP-

bar streichfähig“, schwärmen die Scharfs

Adressen unter www.demeter.de

Aurich

Fair backen & kochen Fairness vom Acker bis zum Teller. Unsere Mehle sind nach den Richtlinien des Bio & Fair-Vereins zertifiziert. Denn durch kurze Transportwege und langfristige Beziehungen mit den Landwirten stärken wir die biologisch-dynamische Landwirtschaft in unserer Region. Und leben damit Fair Trade vor der eigenen Haustür. Weitere Infos unter www.biofairverein.de

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Helga und Martin Scharf aus


Hintergrund

Regionalwert AG bietet Beteiligungschancen

Investieren in die Landwirtschaft Wie lassen sich Hofnachfolge und landwirtschaftliche Neugründungen organisieren? Wie können Bürger an der Erzeugung gesunder Nahrungsmittel beteiligt werden? Diese Fragen führten den ehemaligen Demeter-Gärtner Christian Hiß zum ungewöhnlichen Konzept der Regionalwert AG. Inzwischen ist sie als vorbildliches Modell für die Region um Freiburg eingeführt, hat sofort große Begeisterung ausgelöst und das Interesse der Bürger geweckt. Mit einer Kapitalerhöhung im Mai 2010 und der Vergabe knapp 1400 neuer Aktien wird der Erfolgskurs der Regionalwert AG weitergeführt. bio­dynamische Gärtnerei. Immer vielfältiger wurde der Familienbetrieb: Gemüseanbau, Direktvermarktung, Saatgutgewinnung, Stallbau mit Schülern und sogar ein Cateringunternehmen kamen dazu. „Das war für einen Einzelnen kaum noch zu händeln“, blickt Hiß kritisch zurück. Weil er aufgrund seiner eigenen Erfahrung die Frage des Betriebsnachfolgers und Kapitalverantwortlichen für sein gesamtes Netzwerk aus der Zwangsläufigkeit der Übergabe an seine Söhne lösen wollte, begann er nach neuen Wegen zu suchen. Das Büro der Regionalwert AG (RWAG) hat seinen Sitz im Winzerdorf Eichstetten bei Freiburg. Bereits auf den Infotafeln am Bahnhof wird der Besucher über den vielfältigen Wein-, Gemüseund Obstanbau und die Eichstetter Pioniere der Bio-Landwirtschaft informiert. Christian Hiß (49 Jahre) ist in Eichstetten geboren. Hier wuchs er auf einem der ersten DemeterHöfe der Region auf. Mit gerade mal 21 Jahren gründete er seine eigene

Nicht an der Börse notiert Wie aber kann die für jeden Menschen zweifellos lebensnotwendige Landwirtschaft erhalten werden, wenn die Zahl der Familienbetriebe rasant sinkt und den interessierten Landwirten das Geld fehlt für eine Betriebsübernahme? Für Hiß war die Integration der Landwirtschaft in die Gesellschaft immer ein wichtiges Thema – aber wie sollte es umgesetzt werden?

Drei Organe entscheiden

Geld fließt in Öko-Landwirtschaft Die Regionalwert AG setzt sich aus drei Organen zusammen: Hauptversammlung (jährliches Treffen der Aktionäre), Aufsichtsrat (Christian Fernow, Gerhard Kiechle, Dr. Diana Pretzell, Dr. Jörgen Beckmann, Till Bannasch, Friedbert Schill) und Vorstand (Christian Hiß und Volker Schwarz). Die mit dem Kapital unterstützten Unternehmen sind bisher biologische und biodynamische Betriebe, eine Gärtnerei, ein Obstbau­b etrieb, ein Bio-Catering und -Großhandel, ein Marktladen, ein Milchvieh­s tall mit Käserei und ein Abo-Lieferservice. www.regionalwert-ag.de

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Christian Hiß betont, dass nicht allein seine Überlegungen die AG geboren haben: „Es war ein gesellschaftlicher Prozess interessierter Bürger und Fachleute.“

Aktionäre übernehmen Verantwortung im Netzwerk Als passend wurde die Bürgeraktiengesellschaft gewählt, ein Aktiensystem, das nicht an der Börse notiert ist. Durch vinkulierte Namensaktien der RWAG, deren Übertragung nur durch Zustimmung der Aktiengesellschaft möglich ist, beteiligt sich jeder Aktionär an dem Netzwerk und übernimmt Verantwortung. Die Zahl der Aktionäre spricht für den Erfolg der Regionalwert AG: 370 Bürger, größtenteils aus der Region, gehören der Aktiengesellschaft an und unterstützen durch ihr Geld ein vielfältiges Netzwerk. Die Regionalwert AG erwirbt die Höfe und verpachtet sie an qualifizierte Betriebsleiter. Ziel der AG ist eine komplette Wertschöpfungskette, ein Geflecht vom Rohstoff bis zum Verbraucher. Der Autor Benedikt Arnold (17 Jahre, Waldorfschüler in Schopfheim) meint: Auf den ersten Blick mag der soziale Aspekt der Regionalwert AG vielleicht nicht sehr deutlich sein. Aber wenn wir uns als Nicht-Landwirte klarmachen, wie sehr wir auf die Land­ wirtschaft und deren Produkte angewiesen sind, verstehen wir wahrscheinlich, wie viel wert uns Konzepte und Ideen wie die der Regionalwert AG sein sollten.


Schlusspunkt

Schlusspunkt

Grundeinkommen ermöglicht die Sinnfrage Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen, das jedem ein bescheidenes, aber würdiges Leben ermöglicht, entkoppeln wir Arbeit vom Einkommen. Die bestehende Kopplung ist nicht mehr zeitgemäß, denn erstens: Sozialversicherungspflichtige weisungsgebundene Vollzeitarbeitsstellen gehen uns aus. Es ist Aufgabe der Wirtschaft, Ressourcen einzusparen, und die Folge dieses Bemühens ist eine höhere Produktivität. Zweitens führt sie zu einem zwanghaften Starren auf Erwerbsarbeit. Menschen fragen nicht mehr, worin sie einen Sinn sehen und wo sie ihre Fähigkeiten am besten in die Gemeinschaft einbringen können, sondern suchen nur noch sichere Arbeitsplätze. Das hat fatale Folgen für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft. Nur wenn sich der Einzelne mit seiner Arbeit verbindet, arbeitet er kreativ und initiativ. Und drittens werden viele für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft wichtige Tätigkeiten nicht aufgenommen, weil sie nicht oder nur schlecht bezahlt werden. Im Bereich der Erziehung oder der Pflege haben wir einen enormen Mangel, obwohl es viele Menschen gibt, die in diesen Aufgaben einen Sinn sehen. Wir sollten uns bewusst machen, dass wir Arbeit brauchen, um uns in der Gemeinschaft zu entwickeln. Einkommen benötigen wir, um leben zu können, um die Leistungen anderer in Anspruch zu nehmen. Ein sicheres Grundeinkommen ermöglicht jedem Menschen, sich zu fragen, worin er einen Sinn sieht, und sich dort einzubringen. Das würde unsere Gesellschaft gewaltig verändern. Prof. Götz W. Werner Prof. Götz W. Werner ist Leiter des Instituts für Entrepreneurship der Universität Karlsruhe und Gründer von dm-drogerie markt. Für das bedingungslose Grundeinkommen setzt sich der gebürtige Heidelberger schon seit vielen Jahren ein. Mit seinem Buch „Einkommen für alle“, seinen zahlreichen Vorträgen und Interviews hat er die Diskussion dazu ange­ facht. Sein neues Buch „1000 Euro für jeden“ gemeinsam mit Adrienne Goehler, ist gerade im Econ Verlag erschienen.

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Wie wirkt ein Grundeinkommen? • Kinderarmut – was gesellschaftlich gesehen Dummheit ist, denn Kinder sind die Zukunft – gibt es nicht mehr, ebenso keine Altersarmut.

Mischung weist optimales Verhältnis von Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren auf

• Die Würde des Menschen ist tatsächlich unantastbar. Denn die Würde und die Freiheit des Menschen beinhalten das Recht, Nein sagen zu können. Diese Freiheit hat nur der, dessen Existenzminimum gesichert ist.

Wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Babyernährung, liefert Energie und essentielle Fettsäuren

• Es gibt keine Gängelung, keine Stigmatisierung oder Ausgrenzung von Transferempfängern mehr und der Staat kann die hohen Kosten bei der Prüfung der Bedürftigkeit einsparen. • Jeder hat einen Freiraum, aus dem heraus er kreativ und eigen- initiativ handeln kann. Viele neue Initiativen entstehen. Niemand ist mehr an einen Arbeitsplatz gebunden. In Deutsch- land gäbe es einen richtigen Arbeitsmarkt. Unternehmen müssten sich bemühen, attraktive Arbeitsplätze zu schaffen.

Liebe, Geborgenheit und Holle

Demeter Journal 29

Holle baby food GmbH • Baselstr. 11 • CH-4125 Riehen • www.holle.ch • www.babyclub.de


Vorschau

Vorschau Verstehen

Gerade an den Feiertagen verwechseln manche Menschen Völlerei mit Feinschmeckerei. Aber wie wird man zum Ge­ nießer? Wie schule ich meine Sinne, um immer feiner schmecken zu können?

Impressum Druck Auflage: 150 000 Exemplare Konradin Druck GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Herausgeber Demeter e. V. Vorstand Klemens Fischer Brandschneise 1 64295 Darmstadt www.demeter.de Telefon 06155 84690 Fax 06155 846911 Leserservice demeterjournal@demeter.de Redaktion Renée Herrnkind Journalistinbüro Schwarz auf Weiss Wetzlar

Genießen

Mutter und Tochter Saahs vom Nikolaihof Wachau, dem ältesten Weingut Österreichs, leben biodynamisch und kochen für ihr Leben gern. Aus der ehrlichen Küche des Nikolaihofs stammen Rezepte für festliche Menüs. Nachgefragt

Was zeichnet Demeter-Rebkultur und -Kellerwirtschaft aus? Winzer Siglinger aus dem Remstal nutzt die Biodynamischen Präparate für seine fruchtbetonten Weine.

Grafik Eberle GmbH Werbeagentur GWA, Schwäbisch Gmünd Fotos Schmidt (Titelfoto mit Daniel Wohlgemuth aus Lautenbach), Benedikt Arnold, Schüler Klasse 9 Waldorfschule Ulm/Römerstraße, Fotostudio Viscom, Siggi Schenk (S. 7–10, 20–23) Anzeigen diana.hahn@demeter.de

Wer mehr wissen will: Lebendige Erde, Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirt­ schaft, Ernährung und Kultur – kostenloses Probeexemplar: Lebendige Erde, Brandschneise 1, 64295 Darmstadt, 06155 84690, www.LebendigeErde.de Demeter-Gartenrundbrief: www.gartenrundbrief.de, 0711 902540 Demeter-Infos per E-Mail? Einfach E-Mail an info@demeter.de Arbeiten und lernen im Biodynamischen? Auskunftsstelle: 06155 846940, www.demeter.de

Vertrieb Naturkosthandel andreas.schmidt@demeter.de, Vertrieb über Demeter-Hofläden, Demeter-Aktiv-Partner-Läden (DAP), Naturkostfachgeschäfte, Bio-­Super­märkte, Reformhäuser

Das nächste Demeter Journal erscheint im November.

der Kindersaft-Klassiker mit 7 Früchten und mildem Möhrensaft eine wertvolle Kombination mit den besten Früchten vom Baum, vom Strauch und aus der guten Erde ohne Zitrusfrüchte, ohne Zuckerzusatz (Fruchtsaft enthält von Natur aus Zucker)

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30 Demeter Journal www.voelkeljuice.de

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