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www.demeter.de

Heft 16

Winter 2012

Kostenlos zum Mitnehmen

GenieĂ&#x;en

Fest ohne Stress

Vor Ort

Kattendorfer Hof: gemeinsam wirtschaften

Nachgefragt

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Gemeinwohl berechnen


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Verstehen

Das Demeter-ABC Im Frühjahr 2011 startete das Demeter ABC – natürlich mit dem Begriff Anthroposophie. Sie erinnern sich: wörtlich: Weisheit vom Menschen. Demeter arbeitet auf Basis der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Von Rudolf Steiner (1861 – 1925) entwickelte Geisteswissenschaft (wissenschaftliche Erforschung des Geistigen) als Methode der Bewusstseinsentwicklung. Heute rundet sich der Reigen der Demeter-spezifischen Begriffe. Das gesamte ABC der Biodynamischen Wirtschaftsweise finden Sie jetzt auch unter www.demeter.de.

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TIERZUCHT – Herausforderung für die Biodynamische Gemeinschaft. Es gilt, eigene Tierrassen zu entwickeln, die nicht auf Hochleistung und Industriefutter getrimmt sind, sondern optimal angepasst an den

individuellen Hoforganismus. Mit einem Stierzuchtprojekt fördert Demeter die Stierhaltung auf den Betrieben als bessere Alternative zur künstlichen Besamung. Embryotransfer ist bei Demeter ohnehin ausgeschlossen. Auch Tiefkühl-Sperma der Stiere, die mit reichlich Hormoneinsatz und Leihmüttern aus Embryotransfer entstanden sind, ist tabu. Bei Hühnern sind bereits Elterntier-

Rohstoff-Projekt: Sonnenblumen und Raps aus Ungarn Für ein gesundes Miteinander von Mensch und Natur unterstützt Naturata die bio-dynamische Landwirtschaft seit vielen Jahren. Ein neues Projekt stellt hier das Jászdózsa Projekt in Ungarn dar, das mittlerweile im zweiten Jahr verschiedene Demeter Saaten anbaut. Für die feinen Naturata Öle, Sonnenblume und Raps, strahlen goldgelbe Felder in voller Pracht östlich von Budapest. Die wichtigste Grundlage bildet die Offenheit der Betriebsleitung des Hofes gegenüber dem anthroposophischen Gedankengut und das aufrichtige Bemühen für die Aufrechterhaltung der Bodenfruchtbarkeit zu finden. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Naturata Webseite.

www.naturata.de

herden etabliert. Auch am Zweinutzungshuhn wird gearbeitet.

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VITALQUALITÄT – innere Qualität von Nahrungsmitteln, über das rein Stoffliche hinausgehend. Zeigt mit sogenannten bildschaffenden Methoden die Kräfte die in einem Lebensmittel oder Rohstoff wirken. WESENSGEMÄSSE TIERHALTUNG – Kernbestandteil der Biodynamischen Wirtschaftsweise, die als einzige Anbaumethode die Tierhaltung auf den Bauernhöfen als obligatorisch ansieht. Gerade die Kühe gelten auf Demeter-

Betrieben als Seele des Ganzen. Demeter-Bäuerinnen und -Bauern sehen ihr Bemühen darin, dem Wesen der Tiere gerecht zu werden, es zu verstehen, zu erforschen und zu respektieren – deshalb ist auch das schmerzhafte Enthornen der Rinder untersagt.

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ZUSATZSTOFFE – die Demeter-Verarbeitungsrichtlinien lassen lediglich 13 Zusatzstoffe für die Herstellung von biodynamischen Lebensmitteln zu. In der EU-Bio-Verordnung, die den gesetzlichen Mindeststandard für Bio definiert, sind immerhin 47 solcher Zusatzstoffe erlaubt.


Inhalt

INHALT

04/12

Inspiration

Balsam für Körper und Seele

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Verstehen

genießen verstehen

Das Demeter-ABC Wir sind Demeter

Vor Ort

S

ie kennen die Arbeit der Demeter-Akteure, interessieren sich dafür, was Bäuerinnen und Gärtner, Herstellerinnen und Händler in der biodynamischen Gemeinschaft tun und wissen deren Erzeugnisse sehr zu schätzen. Das freut uns natürlich und wir sind stolz darauf, dass Sie sich mit Ihren Fragen, Anregungen und Rückmeldungen gern direkt an uns wenden. Schon lange sind Verbraucherinnen und Verbraucher Teil der Demeter-Entscheidungsstrukturen, organisiert über die Demeter-Verbrauchervereine. Das zeichnet die biodynamische Gemeinschaft – neben anderen Faktoren – auch vor anderen Anbauorganisationen im ökologischen Bereich aus. Jetzt geht der Demeter e.V. noch einen Schritt weiter. Sie alle haben nun die Chance, als Fördermitglied Teil einer starken Gemeinschaft zu werden. Das stärkt nicht nur unsere Arbeit, sondern bietet Ihnen ganz konkrete Vorteile. Wenn Sie nun neugierig geworden sind, blättern Sie rasch zu Seite 36 vor. Wir freuen uns auf Ihr Bekenntnis zu Demeter. Mehr über diese innovative Gemeinschaft entlang der Wertschöpfungskette erfahren Sie durch die Themen in diesem Journal. Und ganz praktisch will Sie das Heft dabei unterstützen, stressfreie, entspannte und erfüllte Feiertage zu erleben. Dafür bieten wir Ihnen ein kreatives Menü, Tipps rund um Weihnachten und Anregungen für Geschenke mit Sinn. Lassen Sie es sich gutgehen, finden Sie Ruhe und Anregung genau im richtigen Maß, beginnen Sie das neue Jahr optimistisch – in diesem Sinne wünscht Ihnen frohe Weihnachten und ein Gutes 2013 Ihre Renée Herrnkind renee.herrnkind@demeter.de Telefon 06155 846950

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Wirtschaftsgemeinschaft Kattendorfer Hof trägt Verantwortung für konkrete Lebensmittel

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Nachgefragt

Gemeinwohl-Ökonomie: Bilanz unter neuem Blickwinkel

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Wissenswert

Vitamine und Co: Stoffliche Helfer von Lebenskräften 16 Gesund leben

Kraft gewinnen durch Verdauung

18

Genießen

Ein Menü mit optimaler Vorbereitung für ein stressfreies Fest Tipps für entspannte Weihnachten

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Begegnen

Geschenke mit Sinn

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Produkte

Wählen Sie das Demeter-Produkt des Jahres

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Hintergrund

Teil einer starken Gemeinschaft sein – Fördermitglied bei Demeter werden

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Schlusspunkt

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Rubriken

Editorial Aktuell Rätsel

3 30 38

Impressum Vorschau

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Winter 2012 · Demeter Journal

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Inspirationen

Balsam für Körper und Seele

Gerade zum Beginn der dunklen Jahreszeit brauchen Körper und Seele Balsam – also Pflege und Aufmerksamkeit. Dazu inspiriert Ursel Bühring mit ihrem Buch „Kuren für Körper und Seele“ (Verlag Eugen Ulmer) bestens. Für jede Jahreszeit können Journal-LeserInnen auf Tipps der erfahrenen Kräuterfrau (www.heilpflanzensschule.de) zur Stärkung von Gesundheit und Wohlbefinden dank ausgewählter Heilpflanzen setzen. Beispielsweise den Winter dafür nutzen, Weiblichkeit und Männlichkeit zu pflegen. Laut Ursel Bühring heißt das: Sich mit Bewegung, Ernährung und Lebensfreude gesund halten. Dabei unterstützen die wunderschönen Blätter und zarten Blüten Blüt des Frauenmantels und knackige Kürbiskerne. Aus Frauenmantel einen Tee kochen (1–2 TL Frauenmantelkraut mit 1 Tasse heißem Wasser übergießen, 7 Minuten ziehen lassen, abgießen und trinken – vier ma Wochen lang). Kürbiskerne von Cucurbita pepo, dem Medizin-Kürbis, kräftigen das Blasen-BeckenbodenWo system, wirken gegen Prostatavergrößerung und senken Blutfettspiegel. Als Männerkur knabbern, empsy fiehlt die kräuterkundige Autorin.

Wer zuerst berichtet gewinnt Die ersten fünf TeilnehmerInnen der Winterkur, die Ihre Erfahrungen und Erlebnisse bei facebook/demeter-journal posten, bekommen das Bühring-Buch vom Verlag direkt zugesandt.

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Demeter Journal · Winter 2012


Was bewegt Ihr Geld eigentlich, wenn es auf Ihrem Konto liegt?

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Geld allein bewegt nichts. Um etwas zu bewegen, braucht es Menschen. Sie zum Beispiel. Und es braucht eine Bank wie die Triodos Bank: Wir finanzieren ausschließlich ökologische, kulturelle und soziale Projekte und Unternehmen, die für eine gesunde und lebenswerte Zukunft arbeiten. Gestalten Sie diese Zukunft mit, eröffnen Sie ein Konto bei uns! Ihre Triodos Bank. Europas führende Nachhaltigkeitsbank.

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Verstehen

Teil der starken biodynamischen Gemeinschaft sein

Wir sind Demeter Biodynamische Rohstoffe und Demeter-Waren zu erzeugen ist gut und richtig, aber es bildet nicht den tiefsten Kern der biodynamischen Bemühungen ab. Längst geht das, was sich bewusste Konsumenten wünschen und wählen, über die reine Produktqualität hinaus. Für die Akteure der Markengemeinschaft, die als Züchter, Landwirt, Gärtner, Verarbeiter, Hersteller und Händler am richtigen Platz sind, geht es ohnehin schon immer um mehr.

Gemeinsam Korn säen mit den Samen aus biodynamischer Getreidezüchtung das verbindet mit der Arbeit der Demeter-Bauern

Demeter ist der einzige ökologische Verband, der schon immer Verbraucher in seine Arbeit einbezieht. Jetzt klinken sich Konsumenten verstärkt direkt ein, um ihren persönlichen Bezug zur Agrarkultur aufzubauen und die Form der Landbewirtschaftung, Tierhaltung und Lebensmittelerzeugung zu fördern, die sie ganz konkret wollen. 6

Demeter Journal · Winter 2012

In der unmittelbaren Begegnung wird dabei schnell klar, dass es in der Biodynamischen Wirtschaftweise eigentlich um die heilsame Entwicklung der Erde geht. Unsere Gemeingüter – das, wovon wir alle leben, also etwa Boden, Wasser, Luft, Ressourcen, Landschaft – soll gepflegt werden, soll seine eigene Lebendigkeit (wieder) entfalten können. Lebensmittel

oder Pflegeprodukte sind da sozusagen das erfreuliche Nebenprodukt. Und die Gemeinschaft der Menschen soll der Respekt prägen, genauso wie den Umgang mit Tieren und Pflanzen, deren Integrität zu wahren ist. Eine Vielzahl von Beispielen lässt sich für diesen Weg zum zugegebenermaßen hohen Ideal finden – immer wieder auch im Journal.


Verstehen

Was gelingt uns miteinander? Als eine Antwort auf die Frage „Was gelingt uns miteinander?“ lernen Sie in der Vor-Ort-Reportage das Modell des solidarischen Wirtschaftens auf dem Kattendorfer Hof kennen. Hier hat durch die Selbstorganisation einer Gruppe eine beeindruckende Entwicklung stattgefunden. Mit Ernteanteilen sichern fast 500 Verbraucher die Existenz des Demeter-Betriebes, der auf dieser sicheren Basis die volle Konzentration auf das Wesentliche der Arbeit – die Entwicklung des individuellen Hoforganismus – legen kann. Solche Formen der Kooperation zwischen Erzeuger und Konsument werden immer häufiger und immer vielfältiger. Sie tragen dazu bei, das Zusammenleben und die Ernährung ein Stück weit neu zu erfinden. Und es gibt neue Angebote der Zusammenarbeit. Menschen, die sich fragen: Was mache ich mit meinem Geld? Wie unterstütze ich ein faires, nachhaltiges Wirtschaften? Welche Ernährung dient meiner Entwicklung? Wo weht ein Geist, der mich inspiriert und der Entwicklung

Wer biodynamische Qualität beim Einkauf besonders schätzt, sucht oft noch mehr Wege, um die Demeter-Arbeit zu unterstützen

dient? bekommen nun auch die Chance, Teil des Demeter e.V. zu werden. Über die Fördermitgliedschaft und ihre Vorteile informieren wir auf Seite 36. Dabei geht es nicht vorrangig um Vereinsmitgliedschaft, sondern um das Signal, Teil der Post-Kollaps-Gesellschaft sein zu wollen und sie bewusst mitzugestalten.

Was kann besser dazu dienen als öffentliche Vorträge von Rudolf Steiner selbst! Rudolf Steiner

Was ist Anthroposophie?

Eine neue Brücke vom Bauern zum Verbraucher

Wie der Geist das Leben schön macht ISBN 978-3-86772-301-5 64 S., € 2

Rudolf Steiner

Ian Henderson von Demeter International fasst es so zusammen: „Unsere Einstellung gegenüber der Welt im Ganzen zeigt sich durch unser Handeln im Kleinen. Und wenn wir einer gemeinsamen moralischen Einstellung zustimmen, können wir in einem weit höheren Maße gemeinsam handeln. Qualitäten wie Ehrlichkeit, Offenheit, Solidarität und Eigeninitiative haben wir als grundlegende Leitlinien vereinbart – Prinzipien, die uns eine Identität geben. Sie können zu Entwicklung und zu Zusammenarbeit führen und Verantwortung für unser Handeln untermauern.“ Er fragt sich, seine Kollegen und nicht zuletzt Sie: „Können wir diese Basis als Sprungbrett für einen Paradigmenwechsel nutzen? Kann eine Vision für Biodynamik von hier aus entwickelt werden? Und kann die Basis wiederum auf Leitlinien übertragen werden, die für uns die Grundlage für konkrete Definitionen von Richtlinienfragen sind? Kann dies ein Rahmen für eine neue Brücke vom Bauern zum Verbraucher sein – mit der positiven Auswirkung auf Motivation und Qualitätssicherung?“ Wir freuen uns dazu auf einen Austausch mit Ihnen – gern bei www.facebook/demeter-journal oder per Email an journal@demeter.de

Ursprung des Menschen

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Vor Ort

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Demeter Journal 路 Winter 2012


Vor Ort

Kattendorfer Hof – alle in einem Boot

Wirtschaftsgemeinschaft trägt Verantwortung für konkrete Lebensmittel Mathias von Mirbach atmet tief durch: „Es ist einfach ein Riesenunterschied, ob ich zum Beginn des Wirtschaftsjahres im Juni von meinen Mitgliedern eine verbindliche Zusage für ihre Ernteanteile bekomme oder ob ich der Willkür des Marktes ausgesetzt bin.“ Britta Johannesson lacht: „Und für mich und meine Familie ist es ein Riesenunterschied, Salat, Kohl, Käse oder Brot zu essen, für dessen Erzeugung ich die Mitverantwortung übernommen habe.“ Der 53jährige Landwirt vom Kattendorfer Hof in der Nähe von Hamburg und die 51jährige Verbraucherin aus Norderstedt sitzen – wie sie es formulieren – in einem Boot. Das Boot heißt Wirtschaftsgemeinschaft WGS Kattendorfer Hof.

Fast 250 Ernteanteile haben die Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft übernommen. Jeder Ernteanteil entspricht einer Fläche von 2500 Quadratmetern. Und die wiederum garantiert pro Woche 700 Gramm Fleisch und Wurst, neun Liter Milch beziehungsweise die entsprechende Menge an Milchprodukten wie Joghurt oder Käse, kiloweise grüne Frische vom Salat bis zu den Kräutern, Möhren, Kartoffeln. 500 Menschen erreicht der Kattendorfer Hof damit jede Woche. Pro Ernteanteil sind monatlich 170 Euro zu zahlen. Dazu kommen vereinbarte Investitionszuschüsse wie aktuell die drei Euro für die Beregnungsanlage, die in fünf Jahren abgezahlt sein wird, oder die zwei Euro für den Aufbau der Imkerei. 24 Bienenvölker sind gerade angekommen hier in der Endmoränenlandschaft aus der vorletzten Eiszeit. 40 Kilometer von Hamburg auf der A 7 gen Norden liegen die fast 200 Hektar des Kattendorfer Hofes. Wie eine Waldinsel am Dorfrand zeigt sich der Betrieb harmonisch gegliedert durch die sogenannten Knicks mit ihren vielfältigen Hecken, durch Bachläufe und Wald. Die Gebäude stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, doch den Hof gibt es an diesem Platz bestimmt mindestens seit dem 30jährigen Krieg. Vorbei ist die Zeit, als hier schwer erziehbare Jungen separiert wurden. Heute tummeln sich die Mädchen der beiden Landwirtsfa-

milien von Mirbach/Elisabeth Bach sowie Klaus und Annette Tenthoff auf dem Gelände. Dazu kommen natürlich die Kinder der Kunden aus dem Hofladen, die rasch mal bei den Tieren vorbeilaufen – oder die Familien aus der WSG, die zur Möhrenernte durchaus mal mit 150 Menschen anrücken um zu helfen.

Ein Ernteanteil entspricht 2500 Quadratmetern Von Mirbach ist seit 1995 auf dem Hof, stellte um auf biodynamisch. Das war für ihn Bedingung, als er Pächter beim Hofbesitzer, einer mildtätigen Stiftung wurde. Schließlich gehört Mathias von Mirbach zum ersten Jahrgang des Jahreskurs der Landbauschule auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel, wo biodynamisch noch heute in allen Facetten gelehrt wird. Zur Hofgemeinschaft stießen bald Klaus Tenthoff (51) und seine Frau Annette, die für den Hofladen zuständig ist. Jetzt streben sie den Kauf des Hofes an, wollen eine GmbH mit drei Gesellschaftern, stiller Beteiligung und Kommanditisten gründen. Fünf Auszubildende, Aushilfen und 15 Mit-

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Vor Ort

arbeiter tragen dazu bei, die Arbeit im Stall, auf den Feldern, in der Gärtnerei und im Vertrieb zu stemmen. 45 Milchkühe und der Stier sind das Herz des Hofes. Altes Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind und Rotbunte kreuzt der Landwirtschaftsmeister. Die gesamte Nachzucht bleibt auf dem Hof, für Milch und Fleisch gibt es reichlich Genießer. In der Käserei bei Klaus Tenthoff wird die Milch veredelt. 35 bis 40 verschiedene Produkte von der Milch über diverse Joghurts, saure Sahne bis hin zu den leckeren Rohmilchkäsen wie Tilsiter, Flachländer, Romadur sind im Angebot. Vielfalt ist ohnehin höchstes Ziel hier bei den Kattendorfer DemeterAkteuren. Die zehnköpfige Herde der schönen Thüringer Waldziegen soll wachsen, damit auch das Ziegenkäse-Sortiment größer wird. Angler Sattelschweine sollen angeschaff t werden, dankbare Abnehmer für die Molke aus der Käserei, die ihren Beitrag dazu leistet, dass aromatisches Fleisch reifen kann. Seit 14 Jahren schon kooperiert der Hof mit der nur 15 Kilometer entfernten Landschlachterei. So wird auch der letzte Gang der Tiere angemessen gestaltet. Die Fleischverarbeitung findet dann auf dem Hof statt. Brotgetreide vom Kattendorfer Hof wird in der Hofbäckerei Wittmark verarbeitet und kommt als Brot, Brötchen, Kuchen zurück für den Hofladen und die Depots der Wirtschaftsgemeinschaft.

Vielfalt als oberstes Prinzipn Die profitiert natürlich auch von den drei Hektar Kartoffeln, dem Anbau von Zwiebeln, Kohl, Kürbissen und Möhren. Fünf Hektar sind für Feingemüse reserviert. „Wir wollen schließlich jede Woche Salat liefern – Endivie, Zuckerhut, bis Weihnachten noch Kopfsalat aus dem Tunnelanbau, dazu Feldsalat“, betont Gärtnermeisterin Elisabeth Bach. 50 verschiedene Kulturen versprechen den Konsumenten Abwechslung. Das Prinzip der Wirtschaftsgemeinschaft ist ebenso einfach wie genial: Bauern und Konsumenten teilen den Ertrag des biodynamischen Hofes in Holstein genauso wie das Risiko, etwa bei schlechter Ernte durch Wetterkapriolen. Für Landwirtschaftsmeister von Mirbach und seine Kollegen ist das ebenso wie für die 500 Verbraucher die Alternative zum üblichen Wirtschaften. „Wir Bauern schaffen das nicht mehr allein. Aber so, im direkten Verbund mit den Menschen, die unsere Produkte essen wollen, hat Landwirtschaft Zukunft“, ist Mathias von Mirbach zutiefst überzeugt. Er weiß: „Wir machen Landwirtschaft wie Menschen sie wollen und wie wir sie wollen. Wir erzeugen konkrete Nahrung für konkrete

Annette und Klaus Tenthoff sowie Mathias von Mirbach sind die drei Mitglieder der Betriebsgemeinschaft Kattendorfer Hof

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Demeter Journal · Winter 2012


Vor Ort

Von Hand geerntet und schon mal grob geputzt landet der Salat für die Wirtschaftsgemeinschaft in der Kiste

Menschen.“ So vermeidet er weitgehend die manchmal zähen Auseinandersetzungen mit Großhändlern oder Verarbeitern um Rohstoff preise. Noch gehen erst 60 Prozent der Kattendorfer Lebensmittel direkt an die WSGler. Angestrebt ist, weitere 500 Menschen zu gewinnen und nur für die zu arbeiten, die sich mit dem Hof unmittelbar verbinden. Schon 1989 hat er das Konzept aufgeschrieben, inspiriert durch ein Seminar mit Wilhelm Ernst Barkhoff auf dem Dottenfelderhof während seiner Ausbildungszeit.

Weitere 500 Menschen können versorgt werden Die Wirtschaftsgemeinschaft wurde dann 1998 gegründet, inzwischen gibt es acht solcher Coops in Hamburg, die vom Kattendorfer Hof jede Woche beliefert werden. Drei Touren pro Woche verteilen die Lebensmittel bis zu den Depots. Dort regeln die Abholstellen die weitere Verteilung selber. „Jedes Mitglied stellt sich ganz flexibel zusammen, was es haben möchte“, betont Britta Johannesson. Sie ist Initiatorin der ersten Food Coop in Norderstedt. Zum Start waren es vier Familien, die es wenig sinnvoll fanden, jede Woche zum

Kattendorfer Hof zu fahren. Heute zählen zwölf Familien zu diesem Teil der WSG. Im separaten Kellerraum eines Einfamilienhauses hier in Norderstedt stehen drei Kühlschränke für Milchprodukte, Fleisch, Salate, Kräuter, dazu eine Waage und Schneidebretter. Jedes Mitglied hat einen Schlüssel. Die Liste an der Wand zeigt, wer schon da war und sich bedient hat. Alles läuft auf Vertrauensbasis. „Jeder guckt, nehme ich dem anderen auch nix weg“, berichtet Britta Johannesson. „Allein das tiefe Vertrauen untereinander ist so viel wert gerade in der heutigen Zeit, das kann man gar nicht mit Geld bezahlen.“ Längst sind gute Kontakte entstanden bis hin zu Freundschaften. Wichtig ist allen der unmittelbare Bezug zum Demeter-Ansatz des Bauernhofs mit seinen Tieren – „gerade für Kinder so etwas Besonderes“. Alle schätzen es, wieder ein Bewusstsein für Saisonales entwickelt zu haben. „Selbst wenn im April dann die Sehnsucht nach dem ersten Spinat riesig ist oder im Kohl-dominierten Winter dann doch mal eine Paprika dazugekauft wird.“ Aber wer lernt schon den Rosenkohl am Strunk kennen oder erfährt hautnah, dass roter Mangold nicht mit Rhabarber verwechselt werden sollte? Jedes Mitglied der WSG weiß durch eigenes Miterleben, wie hart Bauern arbeiten müssen, jeder entwickelt Bewusstsein für die Prozesse im biodynamischen Wirtschaften. Winter 2012 · Demeter Journal

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Vor Ort

Neben dem Hofladen und dem Depot in Norderstedt liefert der Kattendorfer Hof seit 2009 auch nach Elmsbüttel an die dortige Food Coop. „Wir sind wirklich näher dran an den Menschen, die unsere Lebensmittel essen“, sagt Mathias von Mirbach. Das wird gepflegt bei der jährlichen obligatorischen Budget-Planung des Hofes mit allen Mitgliedern. Einmal im Jahr wird ausführlich diskutiert und gemeinsam festgelegt. Alles ist transparent bis hin zu den Löhnen und Anschaff ungen. „Bei uns gibt es keine Preisdrückerei, fairer Umgang ist Prinzip“, so Mirbach. Die Kerngruppe mit Vertretern aus jedem Depot triff t sich sogar alle zwei Monate und nimmt sich Zeit für Hofentwicklungsgespräche. Zwei Vollversammlungen im Jahr und manche Coop-Grillfete kommen noch dazu und sorgen für reibungslosen Infofluss.

Hof-Budget wird gemeinsam festgelegt Britta Johannesson organisiert mit anderen Familien die Ernteanteile ihrer Coop

Geschmack dank Kompostwirtschaft „Wenn wir Gäste haben, sind die oft überrascht vom Aroma der Früchte. Dann sagen wir immer, da schmeckt ihr, dass es mit veredeltem Mist gedüngt wurde“, erzählt Britta Johannesson. Sie ist sich einig mit ihren Coop-Freunden: „Wir fühlen uns reich beschenkt durch diese Lebensmittel, deren Qualität wir so sehr zu schätzen wissen.“ Die meisten gehen kaum noch zusätzlich einkaufen. Sie akzeptieren, wenn der Blumenkohl besonders klein ist, weil sie durch den Hofbrief erfahren haben, dass dafür die nasse Witterung verantwortlich ist. Sie nehmen die Möhren mit Ehrfurcht entgegen, weil sie selbst dabei waren, als sie aus der Erde gezogen wurden. Diese Hilfe auf dem Hof ist freiwillig, aber innerhalb der Coop hat jeder einen Dienst zu übernehmen. Einer bestellt, der andere putzt den Kühlschrank, organisiert Leergut oder besorgt Spülmittel. Und natürlich tauschen sich die WSGMitglieder untereinander aus, um auch Neulingen Tipps zu geben, wie manches unbekannte und gerade so reichlich vorhandene Lebensmittel sinnvoll verwendet werden kann. „Man muss schon viel kochen“, räumt Britta Johannesson ein und weiß, dass dies für manche erst mal ungewohnt ist. 12

Demeter Journal · Winter 2012

Längst wissen alle, was den Kattendorfern wichtig ist. Mathias von Mirbach fasst es so zusammen: „Wir betrachten unsere Art der Landbewirtschaftung als Kreislaufwirtschaft, die im Sinne des Koberwitzer Impulses von Rudolf Steiner eine sich steigernde Fruchtbarkeit aus sich selbst hervorbringt. Darum bemühen wir uns durch die unserem Land angepassten Fruchtfolgen und eine Tierhaltung, die von dem lebt und gedeiht, was auf unseren Feldern und Weiden wächst. Durch die Biologisch-dynamischen Präparate stei-

Mathias von Mirbach ist stolz auf seine prächtige Kuhherde und pflegt die Beziehung zwischen Mensch und Tier ganz bewusst


Vor Ort

Frisch & knackig ins neue Jahr...

Wer weiß, wie der Salat in langen Reihen über Wochen hinweg gepflegt werden muss, weiß seinen Wert besonders zu schätzen

gern wir die Fruchtbarkeit der Erde. In der Tierhaltung begegnen wir unseren Mitgeschöpfen, denen es gutgehen soll. Wir sichern den Tieren ein Fortbestehen der Herde auf dem Hof zu: in die Herde werden die Tiere geboren, aus der Herde gehen sie; die Kuh-, Ziegen- und Schweineherde bleibt. Wir haben uns auf Vielfalt spezialisiert. Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und den Markt-, sogar den Weltmarktpreisen ab. Auf beide Faktoren haben sie keinen Einfluss. Aber sie zwingen sie häufig, über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie die von Boden und Tieren zu gehen oder ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen. Wie gut ist es dagegen, durch unsere Wirtschaftsgemeinschaft entspannt arbeiten zu können, weil das Budget klar ist. So können wir viel intensiver am geschlossenen Hoforganismus arbeiten. Das wirkt ja auch bis hinein in die Lebensmittel.“ Britta Johannesson und ihre Mitstreiter stimmen dem voll und ganz zu. Sie haben sich entschieden und wissen, warum es gut ist, wenn konkrete Menschen konkrete Lebensmittel direkt anbieten. Ihre Idee trägt längst Früchte. Sicherlich werden im Juni 2013 mehr Ernteanteile als jemals zuvor verteilt werVielfalt ist Prinzip auf dem Kattendorfer den. Vielleicht nicht nur auf dem Hof: Möhren gedeihen neben vielen anderen Kulturen Kattendorfer Hof?

...mit unserem

Winter-Gemüse Das Tiefkühl-Gemüse von Natural Cool können Sie mit einem guten Gefühl genießen, denn in ihm stecken nicht nur wertvolle Vitamine, sondern auch echte Vitalkraft. Dafür sorgen unsere Demeter-Landwirte – aus Überzeugung nach biodynamischen Prinzipien. Wir, als weltweit erste Erzeugergemeinschaft, arbeiten seit 40 Jahren auf faire und verantwortungsvolle Weise mit unseren Mitgliedern zusammen.

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Nachgefragt

Gemeinwohl-Ökonomie:

Demeter und Partner sind dabei Bilanz unter neuem Blickwinkel Das Modell der „Gemeinwohl-Ökonomie“, bei dem Menschenwürde, Solidarität, Kooperation, Vertrauen, Verantwortung und Mitgefühl als zentrale Werte des Wirtschaftens im Fokus stehen, fi ndet auch im Bio-Bereich immer mehr Mitstreiter. Die Demeter-Partner Bodan, Naturkost-Großhändler in Süddeutschland, die Brotbäckerei Märkisches Landbrot in Berlin sowie Sekem in Ägypten legen ihre Gemeinwohl-Bilanzen bereits offen.

Dabei werden Gemeinwohl-orientierte Werte ermittelt und bewertet. Ziel ist ein gutes Leben für alle Lebewesen und den Planeten. Menschenwürde, globale Fairness und Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung gelten als wesentlich. Schon seit 30 Jahren ist MÄRKISCHES LANDBROT eine reine Bio-Brotbäckerei, seit 1992 arbeitet das Unternehmen nach Demeter-Richtlinien. Damals wurde auch die erste jährliche Ökobilanz erstellt. 1994 erhielt es als erstes Unternehmen der Lebensmittelbranche in Europa ein Öko-AuditZertifi kat für ein geprüftes Umweltmanagementsystem. „Seitdem zählen und messen wir unseren Ressourcenbedarf 14

Demeter Journal · Winter 2012

an Wasser, elektrischer und thermischer Energie, unser Abfallaufkommen und seit 2008 auch Sozialkennwerte im Rahmen unseres Managementreviews“, betont Joachim Weckmann vom Landbrot. 2011 kam der erste Nachhaltigkeitsbericht heraus. „Es gibt immer einen Anfang für das Bessere“, lautet das Motto der Brotbäckerei. Es drückt das kontinuierliche Streben zu nachhaltigem Wirtschaften aus. Deshalb war die Gemeinwohl-Bilanzierung der nächste logische Schritt, so der engagierte Unternehmer, der sich immer als Pionier versteht. „So haben wir erstmals ein Managementinstrument, mit dem Nachhaltigkeit rechenbar gemacht wird. Unsere


Nachgefragt

Auch für die Herstellung von Brot und Backwaren ist die Gemeinwohl-Bilanz ein gutes Instrument

Wer viel frisches Obst und Gemüse aus der Region genießt, verbessert seine individuelle Gemeinwohl-Bilanz

Gemeinwohl-Bilanz ermöglicht uns, unsere Nachhaltigkeitsperformance mit den Erwartungen der Gesellschaft zu vergleichen. Daraus leiten wir Verbesserungspotenziale ab und erkennen Themen, denen wir uns zukünftig öffentlich stellen sollten.“

„Das auf Solidarität aufbauende Prinzip der GemeinwohlÖkonomie passt zu Bodan und wird hier, in einem der Pionier-Unternehmen für diese Wirtschaftsweise umgesetzt“, ist sich Horst Müller sicher, der inzwischen die Ausbildung zum Gemeinwohl-Berater absolviert.

Nachhaltigkeit rechenbar machen

Transparenz als Teil der Bewertung

Das Verfahren beinhaltet die gemeinsame gegenseitige Bewertung der einzelnen Kriterien durch eine Gruppe von Unternehmen, der Peer-Group. Aufgrund des Pilotcharakters in Berlin bestand die Peer-Group für MÄRKISCHES LANDBROT ausnahmsweise nicht aus anderen Unternehmen, sondern aus einem Mitarbeiter der Gemeinwohlökonomie/Energiefeld Berlin und einer Studentin, die über dieses Thema ihre Masterarbeit verfasste. Die gemeinsam erarbeiteten Unterlagen wurden zusätzlich von einem externen Gutachter auditiert. Das Ergebnis sieht MÄRKISCHES LANDBROT mit einigen anderen Unternehmen an der Spitze der bisherigen Bilanzierungen.

Beim Demeter e.V. Bundesgeschäftsstelle, der die Gemeinwohl-Bilanz erreichen will, findet Vorstand Stephan Illi es besonders spannend, ein integriertes Bewertungssystem für die Verbandsaktivitäten zu haben. „Daran können wir uns selbst, aber auch unsere Anforderungen an neue Demeter Partner messen“, meint er. Bei den 17 Indikatoren mit 60 Kriterien beschäftigt die Geschäftsstelle von Demeter jetzt Fragen wie Beitrag zum Gemeinwesen, ethisches Finanzmanagement und die Transparenz innerhalb der Verbandsstrukturen vom Aufsichtsrat über die Vorstände, Mitarbeiter bis hin zu den Delegierten und den Landesarbeitsgemeinschaften. www.gemeinwohl-oekonomie.org, www.bodan.de, www.landbrot.de.

Bei BODAN in Überlingen gilt seit 25 Jahren „dem Gemeinwohl verpflichtet“. 2011 haben 60 Unternehmen aus drei Staaten ihre erste Gemeinwohl-Bilanz veröffentlicht, darunter auch BODAN als eines dieser Pionier-Unternehmen. Es ist erklärtes Unternehmensziel, die Verbreitung der Idee dieses alternativen Wirtschaftens aktiv zu unterstützen und so einen weiteren Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten. Horst Müller betont: „Die Intention des Unternehmens haben wir schon vor mehr als 25 Jahren als „allgemeinnützig“ beschrieben. Die eigenen Vorgaben sind im „Bodan-Impuls“ (www.der-bodan-impuls.de) festgelegt und transparent, orientiert am ethischen Umgang mit Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern.“

Buchtipp Der Autor und politische Aktivist Christian Felber hat in seinem Buch „Neue Werte für die Wirtschaft. Eine Alternative zu Kommunismus und Kapitalismus“ 2008 die Grundlagen für die Gemeinwohl-Ökonomie ausgearbeitet.

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M u in ns er er als er Te to Näh il 4 ff r s e to un ffr d eih Vi e : ta m in e

Mineralstoffe und Vitamine

Stoff liche Helfer von Lebenskräften

Lange galten die Hauptnährstoffe Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate als wichtigste Bestandteile der Nahrung. Bereits im 19. Jahrhundert entdeckten Forscher jedoch die große Bedeutung von Mineralstoffen wie etwa Eisen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden dann immer mehr Mineralstoffe und auch Spurenelemente als wichtig erkannt. Spurenelemente – klein aber wichtig Spurenelemente sind Bestandteile, die mit weniger als 50 mg pro Kilogramm Körpergewicht im Menschen gemessen werden. Ein 70 Kilogramm schwerer Mensch gilt dabei als Norm. Besitzt er mehr als 3,5 Gramm einer Substanz, ist diese ein Mineralstoff, bei weniger ein Spurenelement. Spurenelemente werden in Mikrogramm (µg) gemessen – das entspricht einem Millionstel Gramm. Trotz der geringen Menge gilt: Fehlt ein Spurenelement wie zum Beispiel Selen, kann es zu Störungen im Stoffwechsel bis hin zu schweren Erkrankungen kommen. Zu den Spurenelementen zählen inzwischen zwölf Elemente. Die meisten sind Metalle wie Zink, Kupfer oder Mangan. Daneben erforscht die Wissenschaft weitere Elemente, die einen förderlichen Einfluss haben könnten, wie Bor oder Antimon. Es gibt sieben Mineralstoffe, wobei Kalium (in den Zellen) und Calcium (in Knochen und Zähnen) die beiden wichtigsten sind. Mineralstoffe und Spurenelemente sind Bestandteil von Gesteinen, Erzen oder Erden, existieren also im als unbelebt geltenden Bereich. Ganz ähnlich wie der Mensch benötigen auch Pflanzen und Tiere zahlreiche Mineralstoffe. Sie ziehen sie aus dem Boden und betten diese „unlebendigen“ Substanzen in ihre Zellen und Gewebe ein. Mit dem Verzehr von Obst, Gemüse oder tierischen Lebensmitteln nehmen wir Menschen dann diese Mineralstoffe und Spurenelemente auf. Sie sind so schon „vorbereitet“ für den Einbau in den Organismus und gut zu verwerten. Mineralstoffe als Pulver, Tablette weisen dagegen eine sehr schlechte Verfügbarkeit für den Menschen auf. In Mineralwasser liegen sie bereits in einer aktivierten Form (ionisiert) vor, sind daher leichter als in festem Zustand aufzunehmen, aber schwerer als aus einer Pflanze oder einer tierischen Nahrung.

Reichen die Mineralstoffe in der Nahrung aus? Da der pflanzliche und tierische Stoffwechsel auf Mineralstoffe angewiesen ist, zeigt sich ein Mangel an verminderter Entwicklung. Wenn Pflanzen durch entsprechende Düngung gepusht werden, kann sich ein Verdünnungseffekt im Bezug auf den Mineralstoffgehalt einstellen. Ein größerer Mineralstoffverlust ergibt sich jedoch vor allem durch eine intensive Verarbeitung – zum Beispiel beim Getreide durch das Abtrennen von Randschichten für helles Mehl oder weißen Reis. Auch Auslaugprozesse im Wasser sind relevant. Wer das Gemüsewasser wegschüttet, schickt auch Mineralstoffe und Spurenelemente in den Kanal. Wer sich mit vitalen Früchten wie aus der Biodynamischen Wirtschaftsweise ernährt, braucht normalerweise keinen Mineralstoffmangel zu befürchten.


Wissenswert

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Vitamine vor 100 Jahren entdeckt Die Substanzgruppe Vitamine wurde vor genau 100 Jahren entdeckt. Die heute bekannten 13 Vitamine benannte die Wissenschaft zunächst nach dem Alphabet A, B, C, D, um dann noch Untergruppen wie B1, B2 einzuführen. Heute wird häufig die chemische Bezeichnung verwendet wie Thiamin für Vitamin B1. Es wird auch immer deutlicher, dass es sich gar nicht um eine einzige Substanz handelt, sondern um Gruppen ähnlicher Substanzen, wie die Tocopherole (Vitamin E) oder die Pyridoxine (Vitamin B6). Vitamine sind weniger als starr definierte Substanzen zu denken, sondern eher als dynamische, sich in den Zellen verändernde. Ihr guter Ruf führte dazu, dass zahlreiche Nahrungsergänzungspräparate und funktionelle Lebensmittel mit Vitaminen erfunden wurden. Längst ist jedoch klar, dass die beste Vitaminversorgung durch vollwertige Nahrung erfolgt. Künstliche Vitamine werden viel schlechter aufgenommen oder können sogar gesundheitsschädlich sein, wenn zu viel davon zugeführt wird. Bei Demeter ist die Vitaminierung von Lebensmitteln nicht gestattet. Einzige Ausnahme ist die Säuglingsnahrung, weil der Gesetzgeber sie zwingend vorschreibt. Eine Änderung versucht Demeter International seit Jahren in Brüssel durchzusetzen. Vitamine haben vielfältige Aufgaben im Organismus. Die Gruppe der B-Vitamine wirkt in Stoffwechselprozessen, sie ist Bestandteil von Enzymen. Vitamin D hat seine wichtigste Aufgabe in der Knochenhärtung, aber auch im Muskelaufbau. Vitamin A hilft beim Sehen und die Vitamine A, C und E schützen die Zellen vor Oxidation. Dies zeigt, dass Vitamine die stofflichen Helfer von Lebenskräften sind, die für Gesundheit und Regeneration des Körpers sorgen. Große Nahrungsmittelstudien wie die Nationalen Verzehrstudien I und II zeigen, dass die Vitaminversorgung in Deutschland durch die Nahrung im Prinzip mit zwei Ausnahmen ausreichend oder sogar optimal ist. Eine Ausnahme ist Folsäure, ein B-Vitamin, das für Wachstumsprozesse wichtig ist. Daher brauchen es vor allem Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere (vor allem in den ersten sechs Wochen) und Kinder – weniger aber alte Menschen. Folsäure ist in allem Grünen (folium = das Blatt) und auch im Getreide vorhanden. Vollwertige Ernährung kann genügend Folsäure zur Verfügung stellen. Die zweite Ausnahme ist Vitamin D. Dieses Vitamin hat eine Sonderstellung. Der Körper kann es nämlich aus Sonnenlicht selber bilden. Nur bei zu wenig Aufenthalt im Freien wird es über die Nahrung benötigt. Durch veränderte Lebensstile (kaum Spaziergänge, zu viel Sonnencreme, Ganzkörperbekleidung) tritt ein Mangel ein, der kaum durch Nahrung zu beheben ist – es sei denn, man verzehrt viel Innereien, Fischöle, Eier, Sahne, was aus anderen eren Gründen nicht empfehlenswert ist. Daher hilft hier der tägliche Spaziergang bei Tageslicht. Eine Nahrung reich an Obst, Gemüse, Salaten, Milch- und Getreideprodukten (Vollkornbrot, Vollkornreis, Bulgur) enthält ausreichend dieser wichtigen Nahrungsbestandteile.

Empfindliche Vitamine Gegen Säure:

Vitamin B12, Folsäure

Gegen Sauerstoff (Luft): Vitamin A, B1, B12, C, D, E Gegen Licht:

it skreis e, A rb e a K ühn ng e. V. u h c Dr. Petr rs o ährungsf rn E r fü

Vitamin A, D, E, K, B2, B6, B12,, C

Vitamin B1 mg

Niacin mg

Eisen mg

Baguette

0,06

0,8

1,2

Weizenmischbrot

0,14

1,2

1,7

Weizenvollkornbrot

0,23

3,3

2,0

Sonett: 35 Jahre ökologisch konsequent Seit 35 Jahren setzt Sonett Standards Am Anfang war das Wasser. Und der Naturwissenschaftler Johannes Schnorr, der anhand der Tropfbildmethode herausfand, in welch starkem Maße bereits Ende der 60er Jahre das Trinkwasser durch Waschmitteltenside verunreinigt war. Dies gab 1977 den Gründungsimpuls der Firma Sonett und mit ihm war die Idee des umweltfreundlichen Waschens im Baukastensystem geboren. Denn, nur wenn Waschmittel, Enthärter und Bleichmittel getrennt dosiert werden, können die Waschsubstanzen optimal genutzt werden. Der Verzicht auf Rohstoffe aus der Erdölchemie, entschiedene Ablehnung der Gentechnik, keine Enzyme und der Einsatz von Ölen und ätherischen Ölen aus Bioanbau sind auch heute die Ökokriterien für nachhaltiges Waschen und Reinigen. Effektiv, ökologisch, sozial und sinnvoll Unser Verständnis von Nachhaltigkeit geht weit über die reine Ökologie hinaus. Nicht nur in Bezug auf Effizienz und Sparsamkeit der Produkte sondern auch in der sozialen Gestaltung des Unternehmens versteht sich Sonett als Pionier. Viele der Sonett-Produkte werden von behinderten Mitarbeitern der nahen Camphill-Werkstätten Lehenhof etikettiert. Das Unternehmen Sonett wird partnerschaftlich geführt und wurde vor vielen Jahren der gemeinnützigen Stiftung Sonett übertragen. Den Sinn unserer Arbeit sehen wir darin, dass wir die Natur und insbeNEU sondere das Wasser, nicht nur etwas weniger belasten, sondern Wasser als Träger alles Lebendigen verstehen, achten und neu Das neue Erscheinungsbeleben wollen. Dafür energetisiebild von Sonett hat den renommierten red dot ren wir unser Produktionswasser award für herausragende in zwölf eiförmigen Glaswirblern Gestaltung gewonnen. und rhythmisieren unsere WaschEine internationale Jury hat Sonett „für wegweimittelpräparate in einer 8-förmisendes und smartes gen Bewegung im Oloid.

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Gesund leben

Wunderwerk Verdauungssystem

Je mehr Kraft der Mensch für die Verdauung aufwenden muss, desto mehr Kraft gewinnt er Ein wahres Wunderwerk ist das Verdauungssystem des Menschen. Eigentlich beginnt es schon im Mund und führt über Speiseröhre und Magen in den Darm und zum After. Über das Endprodukt dieser Stoff wechselaktivitäten sprechen die wenigsten – am ehesten noch, wenn Störungen auftreten wie Durchfall oder Verstopfung. Dabei gelingt es nur mit intaktem Darm optimal, pflanzliche und tierische Nahrung zu verwerten. „Nahrung aufnehmen heißt, Pflanzliches, Mineralisches und Tierisches Mensch werden zu lassen. Artfremde Stoffe werden so verän- Thomas Breitkreuz dert, dass wir sie uns einverleiben können. So gewinnen wir Energie und Wärme, außerdem Substanzen für den Aufbau des Körpers“, erklärt Thomas Breitkreuz, Internist am Paracelsus-Krankenhaus in Unterlengenhardt. Sein Kollege Harald Matthes von der Havelhöhe in Berlin ergänzt: „Und das läuft ganz unbewusst ab.“ Nach der sinnlichen Freude am Sehen, Riechen, Schmecken und Kauen verabschieden wir uns innerlich meist vom Lebensmittel, das wir zu uns nehmen. Säuren und Enzyme aus B a u c h s p e ic he ldrüse, Leber, Galle, Magen sowie rhythmische Bewegungen (PersiHarald Matthes 18

Demeter Journal · Winter 2012

Künstlerische Therapien unterstützen taltik) leisten wirklich Erstaunliches. Hinzu kommt natürlich das seelische Gleichgewicht. Ist das gestört, vergeht manchem der Appetit. Oder das Essen liegt schwer im Magen. Überhaupt: wie gut wir das Leben im Ganzen verdauen können mit seinen Herausforderungen und Belastungen – das spiegelt sich oft wider in den Verdauungsfunktionen unseres Leibes. Anthroposophische Ärzte beziehen neben dem rein Organischen Seele und Geist in ihre Heilungsangebote mit ein. So kann Verstopfung auch unter

dem Aspekt der seelischen Stauung, dem ständigen Zusammennehmen, erklärt werden. Durchfall lässt eher an einen möglichen Mangel an Selbstbehauptung denken. Deshalb bieten Dr. Breitkreuz und Dr. Mattes in ihren Kliniken auch künstlerische Therapien an. Gerade bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie der Colitis ulcerosa, einer Dickdarmentzündung, sind zum Beispiel Plastizieren mit Tonerde oder beim Reizdarmsyndrom das Musizieren mit der Celloähnlichen Chrotta dank ihrer rhythmischen Schwingungen hilfreich. Immer sprechen die anthroposophischen Mediziner mit ihrem Darm-Patienten auch über die Qualität ihrer Nah-

BKK advita mit Bonus für Bio Als erste Kasse verwirklicht die BKK advita eine neue Idee innerhalb der Bonus- und Vorteilsprogramme in der Krankenkassenlandschaft: den Gutschein für den Einkauf von Bio-Produkten. Erfüllen die Mitglieder alle Maßnahmen zu Vorsorge und gesunder Lebensführung, erhalten Sie einen 100 Euro Bio-Lebensmittel-Gutschein zuzüglich 50 Euro Barprämie. Zum Start beteiligen sich bundesweit fünf Anbieter von Bio-Produkten: Biodirekt, Natur.com, Mensch & Natur AG, Müsli.de sowie Novum – Das Bio Obst und Gemüseabo. Nun will die BKK adviat die Gutscheineinlösung auch vor Ort in Bio- und Hofläden voranzubringen. www.bkk-advita.de/bio-fit-bonus


Gesund leben

Beschwerdestelle eröffnet Beim Kontakt zu Ihrem anthroposophischen Arzt ist es zu einem Missverständnis gekommen? Ihre Erwartungen oder Hoffnungen wurden nicht erfüllt? Wenn ein Gespräch mit dem Behandler nicht weiterhilft, gibt es jetzt die Beschwerdeund Vermittlungsstelle der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte Deutschland. Einfach Email an beschwerde@gaed.de oder per Telefon (Montag und Mittwoch zwischen 13 und 17 Uhr) unter 0711 / 7799711. http://www.gaed.de/

Das Verdauungssystem ist für den Stoffwechsel verantwortlich

rung. „Der Darm ist ja als Sinnesorgan in der Lage, wahrzunehmen, ob ein Lebensmittel wirkliche Lebendigkeit Merkblatt zu Fieber bei Kindern

Was ist Fieber? Was hat es zu bedeuten? Und was ist zu tun und zu bedenken, wenn ein Kind fiebert? Die Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) hat ein Merkblatt zum Thema „Fieber im Kindes- und Jugendalter“ herausgegeben. Neben Informationen und Tipps ist auch weiterführende Literatur angegeben. Das Merkblatt gibt es online unter: http://www.gaed.de/fileadmin/gaad/ PDF/Aktuelles/Merkblätter/MerkblattFieber-im-Kindesalter.pdf

besitzt, also aus einem Naturprozess stammt. Solch ein Lebensmittel stärkt die aufbauenden Kräfte des Organismus. Wer industriell produzierte, quasi tote Nahrung aufnimmt, kann sich zwar vielleicht rein stoffl ich gesehen ernähren, aber es fehlen Wachstums- und Regenerationskräfte, also die eigentlichen Lebenskräfte“, erklärt Dr. Matthes. Die Qualitäten des Lebendigen werden beim Abbauprozess freigesetzt. Je mehr Kraft der Mensch für die Verdauung aufwenden muss, desto mehr Kraft gewinnt er. „Durch den Abbau des Alten wird Neues möglich – Vergehen und Werden. Tod und Auferstehung. Verdauung hat durchaus eine spirituelle Dimension“, so sieht es Dr. Breitkreuz vom anthroposophischen Paracelsus-Krankenhaus. Vielleicht verändert dieser Zusammenhang auch den Blick auf das eigene Verdauungssystem?

Die 32 schönsten Formen dem Weihnachtsmann beim Backen zu helfen Bei der Weihnachtsaktion von Spielberger kommt sofort weihnachtliche Stimmung auf. Denn jede Packung unserer Demeter Mehle, ob Weizen oder Dinkel, wird von einem Ausstecherle begleitet. Die bringen Ihre tollen Rezepte so richtig in Form.

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Das Weihnachtsmenü von Ernst Voit

Gut vorbereitet ganz entspannt genießen Mit diesen kreativen Rezepten vom Profi wird das Weihnachtsesssen nicht nur kulinarisch reizvoll, sondern dank guter Planung und praktischer Tipps auch ganz entspannt. Lassen Sie sich inspirieren. Wir wünschen nicht nur schöne Feiertage, sondern auch „Guten Appetit.“

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Demeter De D eme metteer JJo Journal ou urrna rn naa l · Winter Wiin W ntter er 2012 201 012

FOTOGRAFIE

Fotostudio Viscom

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Siggi Schenk


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Der 54jährige Koch, Ernährungsberater, Hotelbetriebswirt und Heilpraktiker Ernst Voit ist ein echter Tausendsassa. Haiti, Sydney, San Francisco sowie einige „Traumschiffe“ sind Stationen seiner Laufbahn. Seit 1996 ist der vierfache Familienvater mit der Gründung und dem Ausbau des Voit Catering-Services in München-Waldtrudering sesshaft geworden. Vollwert und Naturkost, Genuss und Gesundheit ziehen sich durch seine Angebote in Veranstaltungsservice, Schul- und Kindergartencatering und natürlich auch durch seine Seminare und Schulungen für Kollegen. „Wir belassen bewusst den natürlichen Geschmack der Speisen, sensibilisieren damit die Geschmacksnerven, unterstützen regionale Erzeuger und bekennen uns zu bester Bio-Qualität”, lautet sein Unternehmenscredo. Für das Demeter Journal hat Ernst Voit ein Festtagsmenü zusammengestellt, das sowohl Vegetarier als auch Fleischessende begeistern wird. www.voit-services.de

Sellerie-Apfelsalat mit Senfsauce für 4 Personen 300 g Knollensellerie geschält grob gerieben 200 g Winterapfel in Würfel Saft von 1 Zitrone Salz Senfdressing 4 EL mittelscharfer Senf 3 EL heißes Wasser 70 ml Olivenöl 1 EL Zitronensaft Salz Pfeffer 2 TL Honig Garnitur Petersilie feingehackt

Geriebenen Sellerie mit Zitronensaft und Salz vermischen, etwas ziehen lassen. Senfsauce: Senf in eine Schüssel geben und mit Rührbesen langsam das kochende Wasser unterrühren. Olivenöl wie bei einer Mayonaise in kleinen Mengen unterrühren, es soll eine dickere glatte Sauce entstehen. Zitronensaft tropfenweise unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Den marinierten Sellerie mit der Senfsauce vermischen und bis zu 2 Stunden durchziehen lassen. Mit gerösteten Nüssen (Haselnüssen oder gehackter Blattpetersilie servieren). Gut am Tag vorher vorzubereiten. Im Kühlschrank aufbewahren.

Blattsalat mit Walnusssauce für 4 Personen 1/2 Frisée mittelfein geschnitten 1/2 Eichblattsalat in mundgerechten Stücken 1 Chicorée in kleinen Ringen Walnusssauce: 30 g Walnüsse leicht geröstet gehackt, 2 EL Balsamicoessig, 5 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1/2 rote Zwiebel in feinen Ringen

Die Blattsalate in einer Schüssel anrichten. Die Zutaten für die Sauce gut verrühren. Salat mit der Sauce mischen und mit den milden roten Zwiebeln bestreuen. Die Salatsauce lässt sich gut am Tag vorher zubereiten. Im Kühlschrank im Schraubglas aufbewahren. Winter 2012 · Demeter Journal

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Spinat-SchafskäseTomate mit gerösteten Sonnenblumenkernen für 4 Personen 4 mittelgroße feste Tomaten 3 EL Sonnenblumenkerne 2 TL Shojusauce 300 g winterlichen festen Blattspinat Salz 2 EL Olivenöl 1/2 Zwiebel fein gehackt 2 Knoblauchzehen zerdrückt 100 g Schafskäse in sehr kleinen Würfeln 3 EL Frischkäse 1/2 TL Thymian 1 Prise geriebene Muskatnuss

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Demeter Journal · Winter 2012

3 EL Sonnenblumenkerne ohne Fett in einer Pfanne geröstet und mit 2 TL Shojusauce ablöschen und kalt werden lassen. Von den Tomaten Deckel abschneiden, mit einem Löffel aushöhlen, größere Tomaten vorher halbieren. Gewaschenen Spinat mit etwas Salz in einem geschlossenen Topf bei mäßiger Hitze kurz blanchieren, ausdrücken, grob hacken. 2 EL Olivenöl erwärmen. Zwiebeln und Knoblauch andünsten, Spinat kurz mitdünsten, in eine Schüssel geben, mit Schafskäse, Frischkäse, den Gewürzen und den gerösteten Sonnenblumenkernen vermischen. Die Masse

in die Tomaten füllen. Eine kleine Auflaufform leicht fetten, Tomaten hineinsetzen, mit restlichem Olivenöl benetzen. 20 Minuten im vorgeheizten Ofen bei mittlerer Hitze backen und servieren. Dazu passt eine würzige kalte Joghurtsauce mit entsteinten schwarzen Oliven fein gehackt gewürzt mit Kräutersalz und frisch gehackter Blattpetersilie. Diese warme Vorspeise lässt sich am Vortag gut vorbereiten und muss dann nur noch gebacken werden.


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Minestrone mit winterlichen Gemüsen Eine bunte Suppe quer durch den winterlichen Gemüsegarten für 4 Personen 50g weiße Bohnen über Nacht eingeweicht 100 g Zwiebeln fein gehackt 5 Knoblauchzehen fein gehackt 5 EL Olivenöl 100 g Karotten kleine Würfel 100 g Lauch feine Streifen 100 g Knollensellerie kleine Würfel 100 g Weißkraut in Streifen 100 g Kartoffeln kleine Würfel 100 g Blumenkohlröschen 100 g Zucchini in Scheiben 100g Pastinaken 100 g Champignons 2 EL Petersilie Blatt feingehackt 100 frischen Parmesan Pfeffer Salz 1000 ml Gemüsebrühe 1 TL Basilikum 1 TL Thymian 1 TL Oregano 1 Lorbeerblatt

Alle Kräuter grob gerebelt trocken im Mörser fein zerdrücken oder noch besser in der elektrischen Kaffeemühle zerstäuben. Die weißen Bohnen in 500 ml Wasser ohne Salz so lange kochen, bis sie weich sind. Vom Kochwasser 250 ml aufbewahren. Zwiebeln und Knoblauch im Olivenöl glasig dünsten. Karotten, Lauch, Sellerie, Kraut, Kartoffeln und weiße Bohnen dazugeben, leicht salzen und unter Rühren 5 Minuten andünsten. Mit der kochenden Brühe und dem Kochwasser der Bohnen aufgießen. Gewürze fein gemahlen dazugeben und danach die restlichen Gemüse in die Suppe geben und weitere 10 bis 15 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen. Die Gemüse sollten weich sein, aber trotzdem noch einen kleinen Biss haben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Petersilie garnieren und mit Parmesan servieren. Diese Suppe lässt sich ohne Weiteres schon vor dem Feiertag zubereiten. Dann nur noch ganz kurz erwärmen.

Der Wein zum festlichen Menü Alexander Gysler vom Weingut Gysler in AlzeyWeinheim hat einen edlen Tropfen ausgewählt: Sowohl zum Lammragout als auch zur vegetarischen Variante passt der 2011 Riesling JC trocken. Der Top-Riesling trägt die Namen seiner Kinder Johanna und Caroline. Die Sandsteinverwitterungsböden des Gutes prägen die Weine durch ihre mineralische Art, sorgen für Filigranität und das Kleinklima bedingt stets etwas höhere Säurewerte, was die Weine frisch und spritzig werden lässt. GyslerWeine haben Typizität und Charakter, die sich aus ihrem Standort entwickeln – so lautet das Leitbild des biodynamischen Winzers – und Riesling JC wird diesem Anspruch gerecht. www.weingut-gysler.de

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Polenta für 4 Personen 1500 ml Wasser mit Gemüsebrühe 300 g Polenta Maisgrieß 80 g Frischkäse 30 g Parmesanflocken

Gemüsebrühe zum Kochen bringen, Polenta in einem dünnen Strahl einrühren. Weiterrühren, bis die Polentamasse zu kochen beginnt und Blasen schlägt. Auf kleiner Flamme im offenen Topf ca. 45 Minuten kochen. Häufig umrühren und ausquellen lassen Die ausgequollene Polenta vom Herd nehmen, Frischkäse und Parmesan gut einrühren. Falls die Masse zu weich ist, mit Semmelbrösel nachbinden. Die noch heiße Masse mit Eisportionierer direkt auf den Teller geben.

Peperonata Schmeckt heiß zur Polenta, allein und auch zum Lamm für 4 Personen 1000 g rote und gelbe Paprikaschoten 100 ml Olivenöl 400 g Zwiebeln dünne Scheiben 400 g Tomatenwürfel frisch abgezogen oder gewürfelte Dosentomaten Salz und bei Bedarf etwas Chillipulver

Paprikaschoten 15 Minuten im sehr heißen Ofen auf einem gefetteten Backblech backen. Haut abziehen, Kerne entfernen und in Streifen schneiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln andünsten, Paprikaschoten dazugeben, mit Salz würzen und 10 Minuten unter Wenden anbraten. Zum Schluss die gewürfelten Tomaten dazugeben, kurz einreduzieren lassen und abschmecken. Auch dieser Gemüsegang lässt sich gut am Vortag zubereiten.

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Lammragout für 4 Personen 800 g entbeinte Lammkeule oder Lammschulter in 50 g Stücke geschnitten 4 Zehen Knoblauch 2 TL fein gerebelter Rosmarin trocken 1 Lorbeerblatt 1/8 l Rotwein 60 g Olivenöl 1 Zwiebel in Würfel geschnitten 20 g Tomatenmark 1/2 l Gemüsefond 1 Prise Salz und schwarzer Pfeffer

Die Fleischstücke mit den angegebenen Zutaten gut vermengen und mindestens 6 Stunden marinieren. In einem Braten-

topf Olivenöl erhitzen, Lammfleischstücke rundherum kurz anbraten. Herausnehmen. Zwiebeln mit Tomatenmark im Bratentopf braun rösten. Mit Gemüsefond und der in der Marinadenschüssel verbliebenen Flüssigkeit aufgießen. Fleisch wieder dazu geben und nach dem Aufkochen zugedeckt bei schwacher Hitze weichdünsten – etwa 50 Minuten. Eventuell muss dabei noch etwas Flüssigkeit hinzugefügt werden, damit die Sauce nicht zu dick wird. Kräftig abschmecken. Das Ragout eignet sich ebenfalls für eine Vorbereitung vor dem Feiertag.


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Obstsalat Aphrodite für 4 Personen 1 kleine Honigmelone in kleinen Kugeln oder Stücken 100 g getrocknete Feigen fein geschnitten 1 Granatapfel einzelne Kerne 1 Mandarine kleine Stücke 1 Winterapfel kleine Würfel 2 EL Pistazien 2 EL Honig 2 EL Zitronensaft 1 TL frisch geriebener Ingwer

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Früchte und Nüsse in eine Schüssel geben. Zitronensaft, Ingwer und Honig verrühren. Obstsalat mit der Sauce vermischen und im Kühlschrank ziehen lassen. Dazu Weihnachtsplätzchen servieren.

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So werden die Feiertage ganz stressfrei Entspannt durch Musik und Bewegung

Deko

Viel Besuch, viel Pflichtprogramm – manchen werden an den Weihnachtstagen die Kontakte zu viel. Planen Sie einfach mal mindestens eine halbe Stunde für sich ein – jeden Tag. Gehen Sie raus, egal wie das Wetter ist. Legen Sie eine CD auf – besonders geeignet zur Entspannung sollen übrigens Mozart-Känge sein. Laut Psychoakustik (ja, auch das gibt es) folgt die Musk dieses Genies dem idealen Herzrhythmus von 60 Schlägen in der Minute.

Wenn Sie sich bei der weihnachtlichen Dekoration auf wenige Farben beschränken, freuen sich ihre Augen über diese ruhigen Akzente. Kunterbunt ist zwar schön, aber auch unruhiger. Kombinieren Sie ganz klassisch grün und rot, oder etwa kühler silber und blau – wie ware es mal mit dem orange von Bienenkerzen mit einem dunklen Grün.

Ruhe für die Augen

Schlemmen mit Wohlfühlgewicht Wenn es überall verführerisch duftet, draußen eher ungemütlich ist und manche Weihnachtsfeier schon im Vorfeld Kalorien in sonst eher gemiedenen Dimensionen liefert, sorgen sich manche Frauen und auch immer mehr Männer um ihr individuell-richtiges Wohlfühlgewicht. Ein paar einfache Tipps helfen gegen unbewusste Völlerei, die bald bereut wird. Wer einen aromatischen Pfefferminztee auf dem Schreibtisch stehen hat, wird immun gegen die Aromaattacken der Plätzchenteller. Auch ein Pfefferminzbonbon kann da Wunder wirken. Wenn bei Ihnen zu Hause oder bei der Arbeit ein bunter Teller mit reichlich Plätzchen und Schokolade gute Tradition ist, füllen sie den doch einfach mal mit Mandarinen und kleinen Äpfeln oder ein paar getrockneten Aprikosen auf – und greifen Sie dann auch zu dieser Alternative. Vielleicht entscheiden Sie sich höchst vorsorglich dafür, in jeder Dezember-Woche einen Suppentag einzubauen oder immer mittwochs nur Obst und Gemüse zu essen? Da kommt erst gar kein Hungergefühl auf und die Freude aufs Naschen am nächsten Tag wächst.

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Geschmack dank Bläschen Wissenschaftler haben auch das erforscht: Wenn im Champagnerglas die Bläschen zerplatzen, entweichen die vielen Duftstoffe, die das Bouquet bilden. Forscher des Helmholtz-Zentrums München und der Uni Reims in Frankreich fanden heraus, dass die Bläschen entscheidend zum Geschmackserlebnis beim Champagnergenuss beitragen. Hunderte sogenannte oberflächenaktive Substanzen reichern sich in den Bläschen an und werden mit ihnen an die Oberfläche transportiert. Zerplatzen sie, zerstäuben die angereicherten Aromen und lassen so eine intensive Duftwolke über dem Champagnerglas entstehen. Nehmen Sie doch mal eine Nase voll!

Neurodoron® – natürliche Wirksamkeit bei Stress und Erschöpfung Die Komposition natürlicher Substanzen in Neurodoron ® stärkt die Nerven und gibt innere Ruhe.

Auch der Weihnachtsbaum kann bio sein Unter den alle Jahre wieder verkauften 25 Millionen Weihnachtsbäumen sind die allerwenigsten ohne Chemie aufgewachsen. Inzwischen gibt es jedoch Blaufichten oder Nordmanntannen auch mit Bio-Siegel. Infos dazu auch unter www.oekolandbau.de

Neurodoron® Tabletten Enthält Lactose und Weizenstärke – bitte Packungsbeilage beachten. Anwendungsgebiete gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis. Dazu gehören: Harmonisierung und Stabilisierung des Wesensgliedergefüges bei nervöser Erschöpfung und Stoffwechselschwäche, z. B. Nervosität, Angst- und Unruhezustände, depressive Verstimmung, Rekonvaleszenz, Kopfschmerzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Weleda AG, Schwäbisch Gmünd

www.weleda.de www.gesund-durchs-jahr.de


Produkte

Überraschungspakete zu gewinnen

Wählen Sie das Demeter-Produkt des Jahres 2013 Wählen Sie Ihr Lieblingslebensmittel zum Produkt des Jahres 2013. Aus dem reichhaltigen Demeter-Sortiment mit mehr als 3 000 Lebensmitteln und Kosmetika haben Fachleute eine Vorauswahl getroffen. Nun sind Sie an der Reihe: Stimmen Sie unter den sechs Vorschlägen ab und gewinnen Sie dabei mit etwas Glück sogar ein Überraschungspaket mit „Demeter für unterwegs“.

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18 Demeter-Partner hatten ihre Produkte eingereicht. Die kompetente Jury aus Ernährungswissenschaftlern, MarketingExperten und Händlern, die ja alle auch Verbraucherinnen und Verbraucher sind, haben stundenlang probiert, diskutiert und ihre Entscheidung getroffen. Die erste Hürde genommen haben diese sechs besonders gelungenen biodynamischen Waren, unter denen jetzt alle Leser des Demeter Journals den Gewinner ermitteln. Entscheiden Sie sich zwischen diesen sechs Demeter-Produkten:

DemeterSchinkenwurst grob 1

Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall Wer deftig fein abgeschmeckte Wurst mag, sorgt mit diesem Produkt nicht nur für den eigenen Genuss, sondern auch für den Erhalt alter Landrassen und Kulturlandschaften sowie für regionale Schlachtung und faire Preise. Selbst die Gewürze stammen aus regionaler Kooperation und aus ökologischen Hilfsprojekten in Indien. Die Warm-Fleischverarbeitung und das eigene Reinheitsgebot mit höchstem Qualitätsstandard garantieren den intensiven Fleischgeschmack dieser

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Demeter Journal · Winter 2012

Wurstkonserve. Sie ist zwei Jahre haltbar und sollte deshalb im Vorrat nicht fehlen. Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall ist Pionier in Sachen artgerechter Schweinehaltung und jetzt auch DemeterPartner. www.besh.de

Ofengetrocknete Amfissa Oliven mit Stein in Olivenöl nativ extra 2

Naturata Handverlesene biodynamische Oliven aus einem kleinen Bergdorf in Griechenland und schonende Verarbeitung sorgen dafür, dass

hier höchster Genuss ins Glas kommt. Entbitterung und Fermentation erfolgen selbstverständlich ohne chemische Hilfsstoffe und auch auf Pasteurisierung wird verzichtet. Die Lufttrocknung bei maximal 70 Grad im Ofen sichert alle Aromen der feinen Früchte bestens. Der außergewöhnlich intensive Geschmack wird durch würziges Oregano noch verfeinert. So wird die Anbauarbeit des kleinen Familienunternehmens in den Olivenhainen von Atrapos, wo die ersten Demeterzertifizierten Oliven Griechenlands gedeihen, konsequent fortgeführt. Auch das Olivenöl der höchsten Güteklasse nativ extra stammt aus der hofeigenen Ölmühle. Ideal als Antipasti oder für mediterrane Speisen. www.naturata.de


Produkte

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Sonam’s Tsampa

ErdmannHAUSER Die Exil-Tibeterin Sonam Dölma Brauen bürgt für die Authentizität dieses tibetische Hauptnahrungsmittels. Nach ihren Vorgaben wird „Sonam’s Tsampa“ von ErdmannHAUSER hergestellt. Aus biodynamisch gezüchteter Nacktgerste von Dr. Müller lassen Demeter-Bauern der Region pralle Körner reifen. Sie werden werterhaltend geröstet und vermahlen. Gesalzen oder gesüßt, schmeckt Tsampa mit Milch, Tee oder Joghurt zubereitet köstlich, etwa als Frühstücksbrei mit Früchten oder als Energiekugel für unterwegs. Mit einem Teil des Erlöses unterstützt Sonam ihre Landsleute im Kampf gegen die chinesische Vorherrschaft. www.tsampa.ch

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Espresso Kaapi Kerala

(ganze Bohne) von Lebensbaum Anspruchsvolle Anbautradition, vorbildlicher Naturschutz und eine gekonnte Veredlung kommen im Kaapi Kerala zusammen und spiegeln sich im würzig-intensiven Aroma des Espressos wider. Die Arabica- und Robustabohnen reifen geschützt unter Schattenbäumen auf den Plantagen eines langjährigen Lebensbaum-Partnerbetriebes in Südindien und auf der ältesten DemeterFinca in Mexiko. Deren fruchtbare Böden

Zur Auswahl standen: Geflügelgyros vom Brunnenhof; Leindotteröl vom Hofgut Medewege; 7 Zwerge Kindersaft Sonnenfrüchte von Voelkel; Breite Dinkel- Bandnudeln von Spielberger; Olivenöl nativ-extra von Il Cesto; Lichtkorn-Roggenmehl von Bauck; Stutenmilch vom Kurgestüt Hoher Odenwald; Lebenskeimbrot von Bettinas Keimbackstube; Rindfleischburger von Frischland, Country Potatoes von Natural Cool; Seidentofu von Taifun; Sheabutter Tonic von Martina Gebhardt Naturkosmetik.

und das Höhenklima prägen den Geschmack, der durch die schonende Röstung perfekt ausbalanciert wird. Die beiden Erzeugerbetriebe gelten weit über den biodynamischen Anbau hinaus als Vorzeigeprojekte, wenn es um den Einsatz für Mensch und Natur vor Ort geht und wurden vielfach ausgezeichnet. www.lebensbaum.de

Gekochte Rote Beete im Vakuumbeutel 5

Demeter Nordseeküstengemüse Als beste Alternative zum selber Kochen sehen Dirk und Susanne Schoof ihr Nordseeküstengemüse mit der samenfesten Rote Beete. Die biodynamisch gezüchtete Sorte Robuschka wird schonend gegart. Kurze Wege in der Verarbeitung schlagen als klimafreundliche Lösung positiv zu Buche. Das traditionelle Gemüse ist ideal für den Vorrat und bietet sich für die schnelle Küche als wirklich gesundes Lebensmittel an – nicht zuletzt dank des überzeugenden Geschmacks und der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Schoofs haben sich konsequent spezialisiert auf Kohl und Wurzelgemüse, gereift im gesunden Nordseeklima. Sie kooperieren mit der Bingenheimer Saatgut AG und bevorzugen samenfeste Sorten. www.demeter-nordseekuestengemuese.de

Erdbeere Fruchtjoghurt mild 6

Molkerei Schrozberg Dieses Milchprodukt ist leckeres Zeugnis gelungener Kooperation. Schrozberger Milchbauern liefern die Milch, die Fruchtzubereitung in Demeter-Qualität – eine wirkliche Novität – kommt von den beerenbauern, alles direkt aus der Region. Die Erdbeeren werden sorgsam biodynamisch kultiviert und handverlesen für die Bedürfnisse der Molkerei ausgewählt. Dank langsamer Säuerung in der Molkerei überzeugt ein ausgereifter Joghurt Zunge und Gaumen. Wenn also Milchbauern und die beerenbauern zusammenarbeiten entsteht etwas ganz Besonderes. Diese Innovation der größten Demeter-Molkerei könnte aber auch beispielhaft werden für weitere Zusammenarbeit mit anderen Obstbauern. So entstehen nachhaltige Perspektiven für regionale Erzeuger und für die Verbraucherinnen tolle Produkte. www.molkerei-schrozberg.de

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Das Ergebnis der Wahl lesen Sie im Demeter Journal Nr 17, das im Februar 2013 erscheint – und natürlich unter www.demeter.de sowie bei facebook unter Demeter Journal. Einsendeschluss für Ihre Wahl ist der 14. Dezember 2012

Schicken Sie Ihre Wahl bis spätestens 14. Dezember 2012 per Post an: Demeter e. V., „Produkt des Jahres“, Brandschneise 1, 64295 Darmstadt, oder per Fax an: 06155 – 846911 oder per E-Mail an demeterjournal@demeter.de

Im Internet unter www.demeter.de gibt es außerdem ein Online-Wahlformular, mit dem Sie ab dem 15. November Ihre Stimme abgeben können! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Winter 2012 · Demeter Journal

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Aktuell

Eurythmie-Projekt „What moves you“ fasziniert Ein überaus lebendiges vierwöchiges Projekt mit 83 Teilnehmern aus 14 Nationen fand mit einem vibrierenden Geburtstagsfest für die Eurythmie ein begeisterndes Finale. What moves you kam nach drei Jahren Planungszeit im Sommer in Berlin mit zwei Auff ührungen vor jeweils über 1000 Gästen zu einem Abschluss, der viele Wünsche nach Wiederholungen aufkommen ließ. Neben der Einstudierung Ludwig van Beethovens fünfter Symphonie und eines Werks des zeitgenössischen Komponisten Arvo Pärt wurden Workshops, Kurse und verschiedene Freizeitaktivitäten angeboten. Im Konzertsaal der Freien Waldorfschule Kreuz-

berg präsentierten die jungen Menschen mit ansteckender Energie und Freude gemeinsam mit dem weltbekannten Jugend-Orchester der Gnessin-Virtuosen aus Moskau unter Leitung von Mikhail Khokhlov ihr Gemeinschaftswerk. Projektleiter André Macco betont nach Gesprächen mit den Beteiligten: „Sie sind erfüllt von unvergesslichen Erlebnissen und behalten auch das durch gemeinsames Üben gestärkte Gemeinschaftsgefühl in bester Erinnerung. Viele betonen vor allem den professionellen und künstlerisch herausfordernden Charakter der eurythmischen Arbeit in den einzelnen Kursen.“ Begleitet und betreut wurden

Kinderbilder auf Brodowiner Milch

die Teilnehmer von einem Team international erfahrener Eurythmie-Pädagogen (Sonnhild Gädeke-Mothes, Mikko Jairi, Aurel Mothes, Astrid Thiersch, Reinhard Wedemeier, Ulrike Wendt und Jakob M. von Verschuer), diverser Kursleiter, Fachleute und von freiwilligen Helfern. Unter der Regie von Christian Labhart (Wetzikon) entsteht gerade ein Film, der das gesamte Projekt dokumentiert. www.whatmovesyou.de

Bedarf an Waldorflehrern steigt

Mit dem Schulbeginn in Berlin und Brandenburg randenburg startete die Brodowiner Milchflasche im ganz neuen Look. Eine ganze Reihe von Sonderetiketten aus der Aktion "Kinder malen eine Kuh (mit Hörnern) für die Brodowiner Milchflasche" ziert nun die Milchflaschen. Aus den über 100 eingeschickten Motiven fiel die Auswahl und Beschränkung auf 35 Motive sehr schwer. www.brodowin.de

Deutsches Bio-Städte-Netzwerk In Nürnberg, dem jährlichen Schauplatz der BioFach – Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, wurde das deutsche Bio-Städte-Netzwerk gegründet. Gründungsmitglieder sind 15 Städte und Gemeinden, darunter die Großstädte Augsburg, Freiburg, Heidelberg, München, Nürnberg, aber auch kleinere Städte und Gemeinden wie Altdorf, Ebermannstadt, Eggenfelden, Igensdorf, Kirchensittenbach, Lauf/Pegnitz, Röthenbach/Pegnitz, Schwabach und Witzenhausen. Sie alle wollen sich für Bio-Lebensmittel und BioUnternehmen engagieren. Sogar eine Gemeinde aus Österreich, Seeham im Salzburger Land, ist an der Zusammenarbeit beteiligt. Das deutsche Bio-Städte-Netzwerk kooperiert mit dem in Italien gegründeten Städteverbund Città del Bio und trägt so zum Aufbau eines europäischen Netzwerks von Bio-Städten bei. Dies soll dem ökologischen Landbau auf europäischer Ebene einen weiteren Schub geben.

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Demeter Journal · Winter 2012

Rund 600 neue WaldorflehrerInnen werden pro Jahr an den deutschen Waldorfschulen benötigt, Tendenz steigend. Dieser Bedarf kann durch die 300 AbsolventInnen der Waldorflehrer-Seminare und Hochschulen aktuell nicht gedeckt werden. Dennoch haben die meisten Seminare noch Kapazitäten, um die Studienplätze zu erhöhen. Der Bund der Freien Waldorfschulen arbeitet mit der WalfiiSch-Kampagne (Waldorflehrer finden Ihre Schule) kräftig daran, über den „schönsten Berufe der Welt“ zu informieren. www.bildung-fuers-leben.de


Aktuell

Namibia

Kinostart: More than honey

MORE THAN

HONEY Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus. (Albert Einstein)

Luxus der Weite DAS BUCH ZUM FILM

EIN FILM VON MARKUS IMHOOF SENATOR FILM VERLEIH präsentiert eine Koproduktion von ZERO ONE FILM ALLEGRO FILM THELMA FILM ORMENIS FILM in Koproduktion mit SRF SCHWEIZER RADIO UND FERNSEHEN / SRG SSR BAYERISCHER RUNDFUNK Buch und Regie MARKUS IMHOOF Schnitt ANNE FABINI Kamera JĂ–RG JESHEL (BVK) Makrokamera ATTILA BOA Ton DIETER MEYER Sounddesign NILS KIRCHHOFF Tonmischung BERNHARD MAISCH Co-Autorin und Regie 2. Unit KERSTIN HOPPENHAUS Musik PETER SCHERER Sprecher ROBERT HUNGER-BĂœHLER Herstellungsleitung TASSILO ASCHAUER KATHARINA BOGENSBERGER Produzenten THOMAS KUFUS HELMUT GRASSER PIERRE-ALAIN MEIER MARKUS IMHOOF

artwork: esterer und horn

Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in hĂśchster Gefahr: die Honigbiene. Es ist ein mysteriĂśses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die groĂ&#x;e Ernährerin der Menschen. Der Film More than honey entfĂźhrt in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und BienenzĂźchtern. Mit spektakulären Aufnahmen Ăśffnet er dabei den Blick auf eine Welt jenseits von BlĂźte und Honig – die Bilder brennen sich in Hirn und Herz. Das Buch zum Film More Than Honey präsentiert Grundlegendes zur Biene sowie RecherchehintergrĂźnde und geht da ins Detail, wo das Medium Film sich auf Bilder beschränken muss. www.morethanhpney.senator.de

IM HANDEL ERHĂ„LTLICH

www.morethanhoney.senator.de

Start am 08.11.2012

Europa-MinikÜche mit Dr. Wild-Preis ausgezeichnet Die Heidelberger Dr. Rainer Wild-Stiftung hat die Europa-MinikÜche ausgezeichnet. Die Europa-MinikÜche zeigten deutlich, wie aus einer regionalen Idee eine breite Bewegung entstehen kÜnne, die das Wissen um eine gesunde Ernährung bei Kindern verankerte. Seit ßber 20 Jahren vermitteln die Europa-MinikÜche Kindern Wissenswertes ßber Lebensmittel, Landwirtschaft und Umweltschutz. Bei der Zubereitung einfacher Speisen erproben die zehnbis zwÜlfjährigen NachwuchskÜche erste Handgriffe in der Kßche und erfahren viel ßber gesunde Ernährung, Esskultur und Benimmregeln bei Tisch. Der Dr. Rainer Wild-Preis ist mit 15 000 Euro dotiert und wird seit 1993 an herausragende PersÜnlichkeiten, Institutionen und Projekte verliehen, die sich um die FÜrderung einer gesunden Ernährung verdient gemacht haben. Die Dr. Rainer Wild-Stiftung ist ein Kompetenzzentrum fßr gesunde Ernährung und befasst sich mit Ernährungsbildung, Verbraucherverhalten, Esskultur und Geschmacksforschung.

Andechser Molkerei bietet Ausbildungsplätze

Geschenkt: 6,1 Millionen fĂźr Projekte

Die Andechser Molkerei Scheitz wurde fĂźr NachwuchsfĂśrderung ausgezeichnet. Mit einem Zertifkat bedankte sich die Bundesagentur fĂźr Arbeit bei der Demeter-Partner-Molkerei fĂźr die groĂ&#x;e Bereitschaft Jugendliche aus zubilden. Sie wĂźrdigte insbesondere den konstant hohen Anteil an Auszubildenden – bei rund 180 Beschäftigten immer mehr als zehn Azubis. www.andechser-natur.de

Auch 2011 konnte die GLS Treuhand erneut durch die UnterstĂźtzung mehrerer Tausend Menschen Projekte mit insgesamt rund 6,1 Millionen Euro fĂśrdern. Während grĂśĂ&#x;ere Spenden zurĂźckgingen, blieben die Einnahmen aus kleineren Spenden konstant. Eine Ăœbersicht Ăźber alle Zuwendungen gibt es unter www.gls-treuhand.de

Studienreise 23.08. - 07.09.2013 14 tägige Rundreise mit Prof. Dr. Albrecht Schad. Bei ausgedehnten Safaris im Etosha-Nationalpark erleben wir die einzigartige Tierwelt. Durch die geheimnisvolle NebelwĂźste gelangen wir zur malerischen Landschaft des Tsondap Valley. Spektakuläre Ăœbernachtungen unter freiem Sternenhimmel an der Spitzkoppe, ein Besuch der Felsenzeichnung „White Lady“ und ein Aufenthalt auf der biologisch-dynamischen Farm Krumhuk zählen zu den unvergesslichen HĂśhepunkten dieser Reise.

Namibia mit Kindern

Einzigartige Erlebnisreise Termine nach Wunsch Exotische Tiere, spektakuläre Landschaften, faszinierende Safari-Touren - als Namibia-Spezialisten freuen wir uns, dieses einzigartige Reiseziel auch fßr Familien erlebbar zu machen. Die Route der Selbstfahrertour zu den Sehenswßrdigkeiten des Landes ist den Bedßrfnissen von Familien angepasst. Die Unterbringung bei Gastfamilien und in unberßhrter Buschsavanne auf der biologischdynamischen Farm Krumhuk bietet einzigartige Einblicke in das echte Namibia.

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Begegnen

Bio-Pionier seit 1974

Sonnige Schätze aus der Türkei Süße Früchte knackige Nüsse Rapunzel Trockenfrüchte und Nüsse aus dem TürkeiProjekt werden von der mediterranen Sonne verwöhnt. Sie sind eine wahre Schatzkammer an wertvollen Inhaltsstoffen und vollem Aroma – ins Müsli, zum Backen oder zum Knabbern. Entdecken Sie Ihre Lieblingsprodukte. Mehr unter www.rapunzel.de

e Die neu a! d t s i Ernte

Wir machen Bio aus Liebe.


Begegnen

Sinnvoll schenken

Lesefutter mit Zugabe Bücher gehen immer als Geschenk. Journal-Leserinnen wissen anregende Lektüre zu schätzen – das verbindet sie auch mit den Macherinnen des Kundenmagazins. Individueller wird das Lesefutter, wenn noch eine Zugabe mit eingepackt wird – natürlich in biodynamischer Qualität. Dann ist garantiert, dass sie gut ankommt und schnell verbraucht wird. Mit wenig Aufwand lässt sich sogar Kulinarisches aus der Kategorie selbst gemacht dazuschenken. Und wer jetzt schon anfängt zu planen, vermeidet Stress in der allzu oft hektischen Vorweihnachtszeit.

Winter 2012 · Demeter Journal

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Begegnen

Das Lesefutter Zukunftsorientiert Das Klimasparbuch München und Frankfurt, oekom e. V. – Verein für ökologische Kommunikation Klimaschock, Ursachen, Auswirkungen, Prognosen, Günter Michler, Ullmann Fürchtet euch nicht, Die Vertreibung der deutschen Angst, eine Reportagereise mit prominenten Gesprächspartnern, Martin Häusler, Scorpio

Das Prinzip Empathie, Was wir von der Natur für eine bessere Gesellschaft lernen können, Frans de Waal, Hanser

Vom Geheimnis der Ernährung, Rudolf Steiner ausgewählte Texte, kommentiert von Christian von Arnim, Rudolf-Steiner-Verlag

Wir sind der Wandel, Warum die Rettung der Erde bereits voll im Gang ist – und kaum einer es bemerkt, Paul Hawken, Hans-Nietsch-Verlag

Mit allen Sinnen leben, tägliches Genusstraining, Beate Handler, Goldegg

2052, Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre – der neue Bericht an den Club of Rome, Jorgen Randers, oekom

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Lob der Pause. Von der Vielfalt der Zeiten und der Poesie des Augenblicks. Karlheinz A. Geißler, oekom

Anthroposophische Persektiven, Manon Haccius und Götz Rehn, Dumont

Mit allen Sinnen

Ab 18 – Was junge Menschen wirklich machen, Anne Kunze, Katrin Zeug, rowohlt Handbuch Welternährung, Lioba Weingärtner, Claudia Trentmann, campus

Der Feelgood-Faktor, Marion Grilparzer, Susanne Wendel, Südwest

Ganz im Hier und Jetzt

Die dritte industrielle Revolution, Jeremy Rifkin, campus

Stille in der Stadt – ein City-Guide für kurze Auszeiten und überraschende Begegnungen, Ursula Richard, Kösel

Im Bann der sinnlichen Natur von David Abram und Minima animalia von Andreas Weber, Drachenverlag, beide aus der neuen Reihe thinkOya in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift Oya. anders denken, anders leben.

Packen wir´s an, lebendige Demokratie als Werkzeug für unsere Zukunft Frances Moore Lappé, J.Kamphausen

Die vier Ziele des Lebens, Dan Millmann, Ansata

Heilrituale in der Natur, Ursula WalserBiffiger, AT-Verlag

Maeva!, Dirk C. Fleck, Fortsetzung des Buches Das Tahiti-Projekt, Piper

Dimensionen der Zeit, die Entschleunigung unseres Lebens, Ernst Peter Fischer und Klaus Wiegandt, Forum für Verantwortung, rowohlt

Kalender Wahre Kühe haben Hörner, Hädecke

Demeter Journal · Winter 2012

Kalender Die schönsten Kuhhörner, Fiona


Begegnen

Die Zugabe in biodynamischer Qualität Lassen Sie sich inspirieren von den Weihnachtsangeboten im Bioladen Ihres Vertrauens. Wie wäre es denn mit … Einem Set Naturkosmetik von Martina Gebhardt – es gibt immerhin zwölf verschiedene. Dank der Kooperation von beerenbauern und Windmühlenmesser gibt es das Set von Buckelsmesser und Fruchtaufstrichen – Handwerkskunst von zwei Seiten. Von Lebensbaum kommen Kostbarkeiten für die Tasse: Drei neue DarjeelingPremiumtees verzaubern die Sinne. Und Kaffeetrinker freuen sich über den ersten Demeter-Espresso Kaapi Kerala vom Spezialisten Lebensbaum.

Weihnachtsnudeln von Naturata kommen als Nikolini auf den Teller – nicht nur für die Kleinsten schön. Ideal ergänzt mit den ofengetrockneten Amfissa-Oliven. Ein Früchteglühpunsch von Beutelsbacher wärmt von innen. Zum Backen animiert das Spielberger-Paket Mehl mit Ausstechförmchen. Und wer es nicht geschafft hat, selber Plätzchen zu backen, der wählt aus der ganzen Vielfalt der Sommer & Co-Kekse das Passende: Vanillekipferl, Spekulatius, Buttergebäck, Zimtsterne, Anissterne oder Nusskipferl – oder alle zusammen?

Tsampa, Kandidat bei der Wahl zum Produkt des Jahres (s. S. 28) ist ideal für Reiselustige und all diejenigen, die sich in die Ferne träumen wollen. ErdmannHauser bietet das armoatische Gerstenmehl der Exil-Tibeterin Sonam Dölma Brauen an. Blumensamen oder Kräuter- und Gemüsesaatgut der Bingenheimer Saatgut AG lassen schon mal an die nächste Ernte denken. Das verkürzt den Winter!

Klasse Qualität: Demeter-Säfte aus vielen Früchten DER ORIGINALE KINDERSAFT

MULTI PUR

100% Direktsaft ohne Zuckerzusatz aus erntefrischen Trauben, Äpfeln, Möhren, Birnen und Heidelbeeren, Erdbeeren, Hagebutten. Mit dem Arbeitskreis für Ernährungsforschung Bad Vilbel entwickelt und mit Kindern getestet.

100% Direktsaft aus einheimischen bzw. tropischen Früchten und Möhren, enthält von Natur aus Vitamin A und C. Zutaten: Säfte aus Orangen, Äpfeln, Birnen, Möhren, Mangos, Guaven, Maracujas, Granatäpfeln.

WALDFRUCHTCOCKTAIL

EXOTIK PUR

Wildfrüchte sind wegen ihrer urwüchsigen Energie in der menschlichen Ernährung von besonderer Bedeutung. 100% naturtrüber Direktsaft mit den wildgewachsenen Waldfrüchten: Heidelbeeren, Schlehen, Hagebutten, Brombeeren, Preiselbeeren, Himbeeren, Erdbeeren und mit Apfelsaft.

100% Direktsaft als tropischer Cocktail aus: Ananas, Mango, Guave, Maracuja, Banane, Birne, Orange und Acerola-Kirsche.

VITAL TRANK Säfte aus Äpfeln, Roten Trauben, Möhren, Rote Beten (milchsauer vergoren), Schlehen, Hagebutten, Schwarzen Johannisbeeren, Blütenhonig, Auszügen aus Kräutern, Enzian und Gerste. Mit dem Arbeitskreis für Ernährungsforschung Bad Vilbel entwickelt. BEUTELSBACHER Fruchtsaftkelterei GmbH · Postfach 21 66 · D-71370 Weinstadt

Winter 2012 · Demeter Journal 35 www.beutelsbacher.de


Hintergrund

Teil einer starken Gemeinschaft sein

Fördermitglied bei Demeter werden Demeter ist der einzige ökologische Verband, der auch VerbraucherInnen die aktive Mitarbeit ermöglicht. Bereits jetzt gibt es unter den Delegierten, die über die strategische Ausrichtung von Demeter entscheiden, auch Verbraucher-Vertreter. Die Demeter-Verbrauchervereine in Nürnberg, München, Wiesbaden bieten Veranstaltungen und Exkursionen an. Ganz neu wird ab 2013 die Möglichkeit geschaffen, Fördermitglied von Demeter e.V. zu werden. Wer Wert legt auf den achtsamen Umgang mit Erde, Pflanzen, Tieren und biodynamische Qualität von Lebensmitteln und Pflegeprodukten schätzt, will irgendwann einfach mehr: Gemeinsam die Stimme erheben für nachhaltige Lebensqualität. Deshalb initiiert Demeter nun diesen Bio-Konsumentenverband. Damit wird einerseits die Stimme der Verbraucher im Demeter e.V. noch kräftiger. Andererseits gilt es, gemeinsam Einfluss zu nehmen auf gesellschaftliche und politische Weichenstellungen. Das gelingt am besten, wenn viele sich dazu bekennen. „Wenn wir durch die Fördermitgliedschaft bei Demeter einen starken und einflussreichen Konsumentenverband aufbauen, der national die politischen Interessen der Bio-Konsumenten vertritt, können Entscheidungsträger an diesen Willensäußerungen auf Dauer nicht mehr vorbei“, betont Demeter-Vorstand Klemens Fischer. So könnte die Lobbyarbeit des Dachverbandes BÖLW (Bundesverband Ökologische Lebensmittelwirtschaft) in Berlin und von Demeter International in Brüssel sinnvoll ergänzt werden, betont Fischer. Wer sich durch die Fördermitgliedschaft zu Demeter bekennt, erhält Stimmrecht im Demeter e.V. und kann in der Fachgruppe Verbraucher mitreden. Die Teilnahme an Kursen der Demeter Akademie, an Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen wird dadurch vergünstigt möglich. Das Demeter Journal und die Zeitschrift Lebendige Erde kommen dann per Abo direkt ins Haus und auch den Newsletter erhalten die engagierten Konsumenten exklusiv. Durch Musterpakete der Demeter-Hersteller sind die Fördermitglieder als Erste über neue Produkte informiert und können Kost36

Demeter Journal · Winter 2012

proben bewerten. Bei facebook tauschen sich die DemeterUnterstützer dann über ihre Erfahrungen aus, geben Einkaufstipps oder Rezeptideen weiter und informieren sich gegenseitig über Hoffeste, Weinproben oder Mitkoch-Events. Wichtig ist zudem der direkte Draht zum Demeter-Bauern oder -Hersteller und -Händler. „Gemeinsam bauen wir eine Stimme für Verbraucherschutz, biologisch-nachhaltige Landwirtschaft und sinnvolle Ernährung auf “, hofft Klemens Fischer auf viele engagierte Frauen und Männer, denen der Einkauf von Demeter-Waren allein zu wenig ist.

Nutzen auch Sie die Vorteile und werden Sie Demeter-Fördermitglied! Unsere Leistungen für Sie • Exklusive Kostprobenpakete mit Demeter-Produkten • Einmal jährlich bis zu 50 % vergünstigte Teilnahme am Ernährungsseminar oder Fortbildungsworkshop in der Demeter Akademie • Kostenloses Demeter Journal Abo, vier Mal jährlich • Vergünstigtes Abo der Fachzeitschrift „Lebendige Erde“, sechs Mal im Jahr • Kostenloser Online-Newsletter, vierteljährlich • Einmalig kostenloses Fördermitgliedspaket mit DemeterWerbeartikeln im Wert von mehr als € 50,00 • Exklusive Einladung zur Fachgruppe „Verbraucher“ und Teilnahme der Delegierten an der Delegiertenversammlung


Schlusspunkt

Zusätzlich entwickelt der Demeter e.V. jedes Jahr Leistungen für seine Fördermitglieder, die weit über den Wert des geleisteten Jahresbeitrags hinausgehen. Der jährliche Fördermitgliedsbeitrag liegt bei mindestens € 50,00 pro Person. Schüler, Auszubildende, Rentner und Studenten zahlen mindestens € 30,00 pro Person. Informieren Sie sich über unser Leistungsangebot unter www.demeter.de/foerdermitgliedschaft Rufen Sie uns an unter 06155 84 69 50 oder schreiben Sie uns unter foerdermitglied@demeter.de Noch schneller geht alles, wenn Sie einfach diesen Coupon ausfüllen und schicken an Demeter e.V. Fördermitgliedschaft Brandschneise 1 64295 Darmstadt Bzw. faxen an 06155 846911

Schlusspunkt

Biodynamische Demeter-Gemeinschaft Teil der Welt-Gemeinschaft Einerseits finden sich virtuelle Gemeinschaften zusammen, andererseits leiden Vereine unter Mitgliederschwund. Einerseits steht das Individuum im Mittelpunkt, andererseits wächst die Sehnsucht nach Verbundenheit, nach einem Wir-Gefühl. Wir leben in Zeiten polarer Entwicklungen. Anspruchsvolle KundInnen kaufen selbstverständlich biodynamische Qualität mit dem Demeter-Markenzeichen, aber werden sie sich als Fördermitglied zum Demeter e. V. bekennen? In unserer Demeter-Gemeinschaft ringen wir als Bauern und Gärtner, als Müller, Bäcker und Molker, als Händler und Verbraucher gemeinsam darum, in der Wertschöpfungskette fair miteinander zu handeln. Kern von Gemeinschaften ist das Geben und Nehmen. Nicht immer können die viel zitierten „win-win“-Situationen hergestellt werden. Auch Verzicht kann einen Gewinn darstellen. In zeitgemäßen Gemeinschaften ordnet sich der Einzelne nicht einfach unter. Ziel ist es vielmehr, durch die Gemeinschaft befähigt zu werden, unterstützt zu sein, die eigene Aufgabe bestmöglich zu erfüllen. Dafür müssen wir Interesse an den Arbeitsbedingungen, Aufgaben und Zielen des Anderen entwickeln. Für uns b ei Demeter geht es genau darum, in diese Entwicklung von der Wertschöpfungskette zur Wertschätzungskette Sie, die Verbraucherinnen und Verbraucher, einzubeziehen. Das ist ein Schritt zur Zukunftsfähigkeit – gehen Sie ihn mit? Christoph Simpfendörfer, Vorsitzender des Aufsichtsrates im Demeter e. V. Landwirt in Stuttgart-Möhringen auf dem Reyerhof

Fördermitglied im Demeter e. V. Ich möchte Fördermitglied werden und akzeptiere die Bedingungen wie dargestellt unter: www.demeter.de/foerdermitgliedschaft Ich möchte mehr Informationen zur Fördermitgliedschaft

Meine Bankverbindung Kontonummer: Bankleitzahl: Kontoinhaber:

Name, Vorname, Unterschrift: Straße, Hausnummer: PLZ, Ort: E-Mail:

Kreditinstitut:

Ich bin damit einverstanden, dass der Demeter e. V. den Förderbeitrag und evtl. Kosten für die Inanspruchnahme von Angeboten bis auf Widerruf vom angegebenen Konto abbuchen lässt.

senden an: Demeter e. V., Brandschneise 1, 64295 Darmstadt Fax: 06155/846911, oder eingescannt per mail: foerdermitgliedschaft@demeter.de Ort, Datum

Unterschrift

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Rätselhaft

Gewinnen Sie Urlaub im Hotel Esplanade Resort & Spa Die glückliche Gewinnerin – oder wird Fortuna sich für einen Mann entscheiden? – dieses Journal-Rätsels wird vom Hotel Esplanade Resort & Spa in Bad Saarow in Brandenburg zu einem Wohlfühl-Urlaub mit vier Übernachtungen eingeladen. Nur eine Autostunde von Berlin entfernt liegt Bad Saarow am Scharmützelsee. Hier gibt es mit „Marienhöhe“ nicht nur den ältesten Demeter-Betrieb Deutschlands (siehe Demeter Journal Nr. 15). Der weitläufige Kurort mit seinen gut gepflegten, teils historischen Villen vermittelt dem Besucher ein angenehmes Gefühl von Beschaulichkeit und Ruhe. Als ehemaliges Moor- und heutiges Soleheilbad hat Bad Saarow eine rund 100jährige Geschichte. Dort, wo in den 20er Jahren das Kurhaus Esplanade die Kunst- und Filmszene zu Gast hatte, steht heute das Hotel Esplanade Resort & Spa. Das 2003 eröffnete Haus am Hafen der Scharmützelsee-Schifffahrt bietet den Gästen auch in den kühleren Jahreszeiten ein abwechslungsreiches Programm. Eigene Behandlungsmethoden sowie die Verwendung von heimischen Rohstoffen sind seine Kennzeichen. Das wirkt bis in die Küche hinein, wo Leckereien vom Demeter-Hof „Marienhöhe“ verarbeitet werden.

Entspannung hoch vier – Gewinnen Sie ein Arrangement mit vier Übernachtungen Im Arrangement enthalten sind vier Übernachtungen im Doppelzimmer, Wohlfühlfrühstück, Fahrrad-Verleih für einen halben Tag und an einem der Abende erwartet Sie ein vier-Gang-Galadiner bei Kerzenschein im Restaurant „Dependance“. Im Hotel Esplanade erleben Sie zusätzlich eine vier-Hand-Synchronmassage (20 Min.) und für entspannte Pflegeerlebnisse zu Hause erhalten Sie eine ESPLANADE SPA-Überraschungsbox. Das „Esplanade Spa“ ist mit 3500 Quadratmetern der Anziehungspunkt des Hotels Esplanade Resort & Spa: Sole-Außenschwimmbad, Sportschwimmbecken, Whirlpool, Aqua Relax Tempel, Saunalandschaft mit Eisbrunnen, Ruhebereiche, Fitness-, Beauty- und Massagebereich. Neben Hydrotherapie spielen Stresstherapie, Schönheitspflege, Fitness und Ernährung eine zentrale Rolle im Wellness-Konzept des Esplanade Resort & Spa. Die Restaurants „Dependance“ und „Pechhütte“ bieten für jeden Geschmack und jede Jahreszeit etwas Überraschendes. Küchenchef Stephan Bullerjahn und sein Team lassen sich stets neu inspirieren. www.esplanade-resort.de

Impressum Herausgeber Demeter e. V. Vorstand Klemens Fischer Brandschneise 1 64295 Darmstadt www.demeter.de Telefon 06155 – 84690 Fax 06155 – 846911 Leserservice demeterjournal@demeter.de Redaktion Renée Herrnkind, Journalistinbüro Schwarz auf Weiss, Wetzlar. Alle Texte außer den namentlich gekennzeichneten

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Demeter Journal · Winter 2012

Grafik Eberle GmbH Werbeagentur GWA, Schwäbisch Gmünd Fotos Fotostudio Viscom: Titel, S. 3, S. 15, S. 16–17, S. 20–25, S. 32–35; Martin Egbert & Tobias Golger: S. 3, S. 8–13; Fotolia: Sergii Figurnyi (S. 3), emer (S. 4), mahey (S. 15), ag visuell (S. 19), Karramba Production (S. 26), racamani (S. 26), Kati Molin (S. 26), fotoart111 (S. 27), ArVis (S. 27), Elisabeth Rawald (S. 30), Ramona Heim (S. 31), Tombaky (S. 29), photocrew (S. 39); iStock: S. 4; Uwe Wüst: S. 14; Charlotte Fischer: S. 30 Anzeigen stefanie.twittenhoff@demeter.de

Beantworten Sie nur diese Frage richtig:

Wie viele Mahlzeiten hat ein „durchschnittlicher“ 50jähriger Deutscher in seinem Leben schon gegessen? Schreiben Sie die gesuchte Zahl auf eine Postkarte an Demeter e. V. – Rätsel Demeter Journal – Brandschneise 1 – 64295 Darmstadt oder schicken Sie eine Email mit dem Lösungswort an demeterjournal@demeter.de Stichwort Rätsel Demeter Journal. Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2012. Absender nicht vergessen. Fortuna entscheidet Demeter. hei e det au aauch ch bei D emet eter er. Sie können gewinnen. Wir verlosen unterr allen alle al l n richtigen Einsendungen neben dem Hotelauflau auffenthalt noch drei Geschenksets mit feinen enn Demeter-Fruchtaufstrichen von „Die Beerenrenbauern“ mit Aufstrichmesser „Kleine Buckels“ ckels“ von der Windmühlenmesser Manufactur. www.demeter-dienste.de

Vertrieb Naturkosthandel andreas.schmidt@demeter.de Vertrieb über Demeter-Hofläden, Demeter-Aktiv-Partner-Läden (DAP), Naturkostfachgeschäfte, Bio-Supermärkte, Reformhäuser

Lebendige Erde, Brandschneise 1, 64295 Darmstadt, 06155 – 84 690, www.LebendigeErde.de Demeter-Gartenrundbrief www.gartenrundbrief.de, 0711– 902540

Druck Auflage: 200.000 Exemplare, Konradin Druck GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Arbeiten und lernen im Bio-Dynamischen? Auskunftsstelle 06155 – 846940, www.demeter.de

Wer mehr wissen will Lebendige Erde, Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur Kostenloses Probeexemplar:


Vorschau

VORSCHAU 65 000 Produkte sind derzeit mit dem

sechseckigen staatlichen Bio-Siegel gekennzeichnet. Fast 11 Jahre nach der Einführung haben sich 4 080 Unternehmen für die Kennzeichnung mit dem staatlichen Bio-Siegel entschieden. Etwa 87 Prozent der Bevölkerung kennen das Zeichen. 21,6 Milliarden Euro kostet die alltägliche, vermeidbare Verschwendung von Lebensmitteln jährlich auf ganz Deutschland hochgerechnet (Quelle: Studie der Universität Stuttgart). Für einen durchschnittlichen 4 -Personen-Haushalt bedeutet dies, dass in 1 Jahr Lebensmittel im Wert von 935 Euro in Restmüll, Biotonne und Kanalisation entsorgt werden. Im Schnitt wird ein 50jähriger Deutscher 100 000 Mahlzeiten gegessen haben, was etwa 20 Tonnen Lebensmitteln entsprechen soll. Immerhin rund 10 Prozent aller Menschen verzichten auf das Mittagessen. 1 300 000 Deutsche gehören zu den Vegetariern und essen nichts von toten Tieren. Vegan leben über 82 000 Deutsche. Die täglich empfohlene Ration Obst liegt bei 250 Gramm. Davon sollten 100 Prozent zumindest Bio-Qualität haben, möglichst sogar biodynamische Qualität von Demeter, meinen die Demeter-Obstbauern voller Überzeugung.

Vor Ort

Der Züchter sorgt für die biodynamische Getreidesorte, der Anbauer für bestes Korn und beim Müller wird gereinigt, geflockt und gemahlen: Der Weg vom Korn bis zum Mehl in der Tüte.

Genießen

Kochen und Backen mit den samenfesten Sorten von Gemüse und Getreide. Rätselhaft

Gewinnen Sie einen Besuch in einem biodynamischen Zuchtgarten.

Das nächste Demeter Journal erscheint im Februar 2013

Anzeige ...und bleiben Pionier. Abseits der heutigen Trends haben wir uns schon – vor über 75 Jahren – zum Ziel gesetzt, ökologisch, verantwortungsbewusst und ganzheitlich zu wirtschaften. Die Pflege eines Bewusstseins für Nachhaltigkeit und Ethik ist seit der ersten Stunde fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur – und nicht erst, seit die Medien den Begriff der Nachhaltigkeit entdeckt haben. Wir wirtschaften auch weiterhin nachhaltig und biologisch. Damit investieren wir in die Zukunft unserer Welt.

Wir gestalten ZUKUNFT

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Weitere Informationen findest Du auf www.voelkeljuice.de

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Voelkel Kundgebung gegen Atomstrom

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Mit dem Verkauf unserer 7 Zwerge Kindersäfte unterstützen wir das Kinderhilfswerk Plan.

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Wir setzen auf fairen Handel und langfristige, persönliche Beziehungen zu unseren Obst- und Gemüseanbauern.

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Fruchtjoghurt mild Erdbeere MOL K ER EI SCHROZ BERG

Sonam‘s Tsampa E R DM A N N H AUSE R

Espresso Kaapi Kerala L E BE NSB AU M

Amfi ssa Oliven mit Stein in Olivenöl

B ÄU E R L IC H E E R Z EUG E RG E M E I NSC H A F T

NAT U R ATA

S C H WÄ B I S C H H A L L

Schinkenwurst grob

Gekochte Rote Bete DE M ET ER NOR DSE EK ÜST E NGE M ÜSE

Stimmen Sie für Ihr Demeter Produkt des Jahres 2013 ab! demeter – biodynamisch seit 1924


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Demeter Journal | 16 | Winter 2012  

Wie wird die Wertschöpfungskette zu einer Wertschätzungskette? Diese Frage - die zugleich Herausforderung und Aufgabe ist - begleitet die bi...

Demeter Journal | 16 | Winter 2012  

Wie wird die Wertschöpfungskette zu einer Wertschätzungskette? Diese Frage - die zugleich Herausforderung und Aufgabe ist - begleitet die bi...

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