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Vers. 03/2009 Montage-, Betriebs- und Reparaturanleitung für selbsttätige Zugmäuler A10, A11, CH-I 1. Verwendbare Zugösen


2. Einsetzen / Verstellen eines Zugmauls, K80, ISO 50 oder Pitonfixwinkels in den Führungsschienen

TYPE JSV Den Handgriff zuerst anheben (entriegeln A), danach durch Schwenken nach rechts (B) die Rastbolzen aus der Führungsnut ziehen. Die Verstellung in die gewünschte Raste kann erfolgen. Die Rastbolzen und der Handgriff rasten federunterstützt ein, dies ist zu kontrollieren! ! Achtung ! Keine selbsttätige Verriegelung möglich bei deformiertem Handgriff, starker Verschmutzung. Gefahr der Zugtrennung, das Zugmaul kann aus den Rastschienen treten. Bei guten Sichtverhältnissen ist eine Kontrolle visuell möglich, ansonsten durch rütteln / tasten.

Alle Typen Lochrastschiene (RM, S32, S30, KN, SE, SEL) Bewegen des Handgriffes zur Mitte zieht die Rastbolzen aus den Bohrungen der Rastschiene. Anheben oder Absenken in die gewünschte Position, zurückbewegen des Handgriffs in die Ausgangsstellung, dabei werden die Verriegelungsbolzen zwangsweise wieder aus der Schiebeplatte nach außen in die Rastbohrungen geführt. ! Achtung ! Bringen Sie den Handgriff ganz in die Endlage, der Vorgang wird durch Federkraft ünterstützt, ist aber besonders bei tiefen Temperaturen oder starker Verschmutzung nicht selbsttätig! Sichtkontrolle auf die Verriegelungsbolzen in der Rastbohrung, bei Rastschienenstärke bis 30 mm (bis ca. 100 PS) sind die Rastbolzen etwa bündig, bei S=35mm etwa 5mm innen, aber gut erkennbar. Bei schlechter Sicht oder starker Verschmutzung drücken sie auf den Handgriff, Rütteln und Tasten. In der Verriegelungsstellung sind die Bolzen gegen öffnen ohne Handgriffsbetätigung gesichert, das können Sie überprüfen, indem Sie gegen beide Bolzen drücken. Nach ca. 4 mm Weg sind Sie gesperrt. Dies ist nur in ausgebautem Zustand überprüfen!


3. Kontrolle des Verriegelungszustandes am Automatikgehäuse: Der Sicherungsstift ist bei verriegeltem Kuppelbolzen sichtbar. Bei jedem Kuppelvorgang überprüfen. Bei guten Sichtverhältnissen ist eine Kontrolle visuell möglich, ansonsten durch tasten. ! Achtung ! Bei Betrieb mit nicht verriegeltem Kuppelbolzen besteht die Gefahr der Zugtrennung, da die Verriegelungslaschen keine Kräfte abfangen können. Als erstes wird der Mittelhebel deformiert, eine Funktionsstörung tritt innerhalb weniger Betriebsstunden auf (Schwergängigkeit des Kuppelbolzens)

4. Reinigung und Wartung Reinigen: 1. Kuppelbolzen ( A ) je nach Verschmutzung mittels Putzlappen, beginnen Sie bei geschlossenem Automaten den Bolzen zu reinigen, wiederholtes Öffnen und Schließen fördert Schmutz teilweise aus dem Gehäuse wieder heraus. 2. Bolzensitz ( B ) in der Sattelbüchse: der Kuppelbolzen muß soweit in den Sitz einfahren können, dass noch verriegelt wird. Achten Sie beim Reinigen darauf, daß der Schließmechanismus nicht ausgelöst wird, z.B. durch Betätigen der Auslösezunge. Halten Sie mit einer Hand den Handgriff sicherheitshalber in der Offenstellung. 3. Verriegelungsbolzen ( C ) der Schiebeplatte. Auf Leichtgängigkeit achten. 4. Handgriff: wenn erforderlich, Deckel ( H ) abnehmen (3 Schrauben, 4. lockern, wegklappen) und reinigen. Auf selbsttätiges Verriegeln achten (leichtgängig). Verwenden Sie für leichte Reinigungsarbeiten möglichst keinen Hochdruckreiniger, obwohl die Mechanik durch geeignete Maßnahmen gut geschützt ist, kann man ein auswaschen von Fett und Wassereintritt nicht immer vermeiden.


Schmieren: Je nach Ausführung der Schiebeplatte und des Zugmauls sind Schmiernippel vorgesehen. 1. Drehgelenk: Schmiernippel (D) bis zum Austritt mit Fett füllen (Calciumbasis, z.B. Fuchs Renolith CX-EP1 oder CX-EP0 oder gleiche Qualität). Zugmaul min. 70 Grad nach links und rechts schwenken (verwenden Sie eine etwa 0 cm lange Stange bei geschlossenem Zugmaul). Das Drehmoment darf 50 – 150 Nm (15 kpm) nicht überschreiten. Scharmüller Zugmäuler haben eine Raststellung (ab Bj.92) alle 30 bzw. 45 oder 90 Grad. Sollte das Zugmaul eingerastet sein, z.B. durch Spritzdünger, keinen Rostlöser verwenden, Funktionsstörung möglich. Kontaktieren Sie den Hersteller. 2. Schmiernippel (E) je nach Bedarf etwa alle 1000 h, sparsam 3. Schmiernippel (F)je nach Bedarf etwa alle 1000 h, sparsam. .(max.4 Hübe mit der Handfettpresse) 4. Sollten Sie sich zu einer Fetterneuerung entschließen, entfernen Sie den Deckel (G) und waschen Sie das Automatikgehäuse durch. Betätigen Sie den Automaten mehrmals, befüllen mit z.B. Fuchs Renolith CX-EP1 oder 0 oder gleiche Qualität. Achten Sie auf gute Verteilung des Fettes bis zu den Bolzen in den Laschen und dem Mittelhebel, dies wird erreicht durch mehrmaliges Öffnen und Schließen des Kuppelbolzens. Art. Nr. 20 600.130 Fett-Tube ! Der Fahrer hat sich lt. Gesetzgeber zu vergewissern, daß alle Sicherheitsmechanismen (Verriegelungen) positiv kontrolliert wurden.Ohne diese Kontrollen erlischt jeglicher Garantie – und Haftungsanspruch ! Hinweis: Kuppeln Sie ihre Anhänger / Geräte waagrecht an, um die im Betrieb erforderlichen Schwenkwinkel von 20 Grad nicht einzuschränken (Zulässige Abweichung: 3°) Beachten Sie die Angaben am Typschild, sie können höher sein als die verbindlichen Angaben im KfZ – Brief. Kuppeln von Anhängern: Zugmaul mittels Handgriff oder Fernbedienung öffnen. ! Achtung ! Vor jedem Kuppelvorgang: Kontrollieren Sie, daß die Schiebeplatte in der gewünschten Höhenstellung sicher verriegelt ist! Diese einfache Kontrolle kann Sie und andere vor großen Schaden bewahren! Lassen Sie Ihr Zugmaul in geschlossener Stellung und öffnen Sie erst unmittelbar vor dem Kuppelvorgang. Eine Verschmutzung des Bolzens kann mit einem Lappen einfach beseitigt werden, dafür reduziert sich die Verletzungsgefahr durch unbeabsichtigtes Auslösen und die Verschmutzung in der Büchse. Das Zugmaul nicht mit irgendwelchen Teilen oder Werkzeugen schließen! Verwenden Sie den Auslöser mit der linken Hand und achten Sie auf Ihre rechte Hand beim Schließen der Kupplung. Herunterschnellender Handgriff! Bei Fernbedienung mit Bowdenzug beachten Sie, daß die Einstellung ein vollständiges Eintauchen des Kuppelbolzens in die Sattelbüchse ermöglicht. Fahrkomfort am Beispiel der schweren Kombination: Zugöse DIN 11026 Nennmaß D40 und Zugmaul, Kuppelbolzen Ø 31,5 mm - Spiel zwischen Fangmaulgrund und Kuppelbolzen im Fahrbetrieb horizontal 3,2 mm (bei einem nicht selbsttätigen Zugmaul wären das min 8,5mm) Der Komfortverlust gegenüber dem 38er Bolzen ist gering, aber spürbar. Dies ändert sich, wenn das Zugmaul oder die Zugöse verschlissen oder deformiert ist. Bei Kuppelbolzen Ø 38 mm reduziert sich die Bewegung auf die Differenz Zugösen Innenmaß 40 mm und Ist - Maß Kuppelbolzen 37,4 mm, Spiel = 2,6 mm Das Zugmaul kann man mit einem Schloss vergleichen - paaren Sie es mit dem passenden Schlüssel, (Zugöse), und es wird mit etwas Pflege seinen Zweck zu Ihrer Zufriedenheit erfüllen,


Wartung & Reperatur

Auswechseln des Kuppelbolzens (45/2) (Bild1) Ausführung bis 10/98: Deckel (43/41/36) abschrauben, Klemmring am Handhebel abheben (muss erneuert werden). Ausführung ab 10/98: Spannstift mit Durchschlag entfernen. Schenkelfeder aus dem Gussteil ziehen. Durch Drücken des Auslösehebels Mechanik spannungsfrei machen und Handhebel mit Schenkelfeder gemeinsam herausziehen. Nun kann die Bolzeneinheit (2/45,4,5) mittels Spitzzange aus dem Gussteil entnommen werden. Bei festsitzendem Bolzen (45) muss vor dem Herausschlagen die Verriegelung gelöst werden mit dem Mittelhebel (5) die Lasche (4) nach oben anheben. Die Bolzeneinheit (2/45,4,5) ist durch Ausschlagen der Bolzen zu zerlegen. Beim Zusammenbau ist auf spielfreie Montage der Vier- bzw. Zweikant-Verbindung zu achten, ggf. ist auch der Mittelhebel (5) zu tauschen. Die Lasche (4) mit der Abschrägung nach außen und den Kuppelbolzen (2/45) mit der erhöhten Nase in Fahrtrichtung nach hinten montieren bei Ausführungen bis 10/98. Der Führungsbolzen (3) muss mittels 3 bis 4 leichten Körnereinschlägen in den Laschen (4) vorab befestigt werden. Den Fernbedienungshebel mit der montierten Feder beim Zusammenbau so ausdistanzieren, daß er von der Zugfeder leicht zurückgeholt werden kann. Auswechseln der Auslösezunge (10) Den Kuppelbolzen (45/2) wie zuvor beschrieben ausbauen. Klemmring am Auslösehebel abheben und demontieren bzw. Seegeringe demontieren. Nun kann die Zunge (10) entfernt werden. Bei der Montage ist darauf zu achten, daß die Klinke (6) in die Zunge (10) eingerastet hat. Man drückt die Zunge (10) gegen den Federdruck (11) in das Kupplungsmaul, gleichzeitig drückt man (mittels Schraubenzieher) auf die Klinke (6), bis sie in die Zunge einschnappt. Durch Montage des Auslösehebels wird die Lage der Zunge (10) danach fixiert. Es ist auf die Lage der Feder (9) zu achten. Nun ist zu prüfen, ob sich die Klinke (6) bei gedrücktem Auslösehebel gegen die Feder (9) frei schwenken lässt. Auswechseln des Handhebels Deckel (36/41/43) abschrauben, Handhebel wie oben beschrieben entfernen. Die Bohrung Æ10 für die Handhebellagerung in Fahrtrichtung links, am Gussgehäuse innen, muss angefast sein. Bei Ausf. bis 12/97 ist mit einem 16mm Bohrer 2 bis 3mm tief anzufasen – kann von Hand erfolgen. Dies stellt sicher, dass der Handhebel weit genug einzuschieben ist, und der Vierkant im Mittelhebel (5) volle Überdeckung hat. Steht das Zugmaul dabei auf dem Kopf, fallen die Späne sicher heraus. Der neue Handhebel muss durch den Vierkant des Mittelhebels (5) spielfrei zu montieren (siehe Vorgangsweise wie oben) sein, bei einem Spiel ist auch der Mittelhebel (5) auszuwechseln.


Funktionskontrolle Nach dem Zusammenbau den Auslösehebel drücken – Kuppelbolzen muss mit einem hörbaren Schlag schließen. Die Verriegelung wie folgt prüfen: Kuppelbolzen muss in vertikaler Richtung 0,5 – 2mm Spiel haben, und dann verriegeln (darf sich auch nicht mit Gewalt nach oben drücken lassen). Bei nochmaligem Aufziehen gleichzeitig Auslösehebel drücken, Betätigungshebel nach Endlage langsam loslassen. Nach ca. 5mm muss der Handgriff in die Übergabeposition einrasten. Auslösehebel loslassen– Kuppelbolzen muss oben bleiben. Bei Wiederbetätigung des Auslösehebels oder der Auslösezunge (10) muss der Kuppelbolzen schließen. In geschlossener Stellung muss der Anzeigestift deutlich sichtbar sein. Typschildangaben Das Typenschild weist die zulässigen Kennwerte für die Anhängevorrichtung aus. Sofern im Fahrzeugbrief der Zugmaschine niedrigere Werte eingetragen sind, sind diese maßgebend.

EWGGenehmigung bis 40 km/h

Nationale Genehmigung (BRD) über 40 km/h Anhängelast Stützlast

Anhängelast = D Wert x GG Zgm : 9,81 x GG Zgm - D Wert Zur einfachen Anhängelastbestimmung finden Sie auf unserer Homepate www.scharmueller.at eine D-Wert Tabelle !Achtung! Bitte verändern Sie die Bauteile nicht ohne mit uns die Änderungen zu abzusprechen. Rechtlich geht das Produkt in die Verantwortlichkeit des Letzten der daran gearbeitet hat über. In vielen Fällen erlischt die bestehende Genehmigung/Fahrzeugzulassung und muss durch geeignete Ersatzmaßnahmen wieder in Kraft gesetzt werden. Bei Fragen kontaktiern Sie bitte unsere Vertriebspartner, unseren technischen Verkauf oder Ihren TÜV/Dekra Sachverständigen Für weitere Informationen stehen Ihnen unsere Verkaufsabteilung und unsere Händler gerne zur Verfügung oder schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an office@scharmueller.at

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