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Lay Out ; Eine Ann채herung zum Wesen des Layouts Kulturgeschichtliche Thesisarbeit; von B체rgisser Debby Mentoriert; von dr. prof. nicolaj van der meulen Fachhochschule Nordwestschweiz; Hochschule f체r Gestaltung und Kunst Basel; Institut Visuelle Kommunikation Basel; Februar 2012


Inhalt 1 Vorwort 2 Einleitung 3 Begriffliche Bedeutung 3.1 Sinngemässe Bedeutung 3.2 Wortgemässe Bedeutung 4 Funktion zur Orientierung 4.1 Aspekt der Ordnung 4.2 Systematisierung 4.3 Einflüsse für Gestaltungsprinzipien 4.4 Erkenntnis durch den Entwurf 5 Querbezüge aus ferneren Feldern 5.1 Raum/Zeit-Ambivalenz 5.2 Darstellender Aspekt der Architektur 5.3 Gedankenplan in der antiken Rhetorik 5.4 Mittelnder Aspekt der Medienwissenschaft 6 Zusammnfassung 7 Schlussgedanke

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1 Vorwort Folgende Arbeit bildet die kulturtheoretische Thesisarbeit meines Bachelorabschlusses an der Hochschule für Kunst und Gestaltung Basel. Sie dient als theoretische Grundlage für die darauf folgende entwurfsorientierte gestalterische Arbeit. Das Thema Layout beinhaltet Bereiche wie Gestaltung und Entwurf, aber auch Reflexion über das Erstellen und Wirken visueller Botschaften. Das Layout vereint somit zentrale Auseinandersetzungspunkte meines Tätgigkeitfeldes in der Visuellen Kommunikation. Die Undefiniertheit dieses Themenfeldes veranlasste mich, eine grundlegende Auseinandersetzung zu dieser Thematik vorzunehmen. Inhalt, Gestaltung und die daraus resultierende Bedeutung ist die Ausgangslage meiner gestalterischen Entwurfsarbeit. Durch Layoutuntersuchungen möchte ich die Bedeutung der Gestaltung ausloten und einen persönlichen Zugang zur Thematik des Gestaltens finden. Ich denke, für das heutige Verständnis meines Berufes unabdingbar. Wie beeinflussen sich die verschiedenen Parameter gegenseitig? Im Hinblick auf die entwurfsorientierte gestalterische Arbeit möchte ich in meiner schriftlichen Arbeit das gegenwärtige (audio-) visuelle Layoutverständnis ausweiten. Welche Erkenntnisse für das Layoutverständnis gewinne ich, wenn ich das Layout entsprechend dem Wandel der Zeit, der Rhetorik oder der Medienwissenschaft beurteile? Ist doch das Layout abhängig vom Zeitgeist, stellt Teil eines Kommunikationsprozesses dar und – kann als Medium für die Vermittlung einer Absicht gesehen werden.


2 Einleitung Das verbreitete Bild vom Layout meint ein Gefäss für die Anordnung von Inhalten. Betrachtet man das Layout einer Zeitung, stellt das Layout ein passives Gerüst dar, mit der Funktion, den Inhalt zu strukturieren. Die Gliederung in Übertitel, Untertitel und Textabschnitte helfen dem Leser, in der Informationsflut eine Orientierung zu finden. Der Inhalt der Zeitung wechselt täglich. Er ist austauschbar. Die Bedeutung des Inhalts ist nicht von der Gestaltung abhängig. Die bewusste Anordnung und Gestaltung von Bild und Textmaterial kann banalen Inhalt zum Kultstatus verhelfen. Bestes Beispiel dafür ist die Werbebranche. Die Werbung der Chiquittabanane hat sich in unser Gedächtnis eingeprägt. Der eingebrachte Witz wird automatisch auf die Marke übertragen und lässt uns das Produkt sympathisch erscheinen. Nebst dem Text wird das Bild, die Komposition des Bildes, sowie die gewählte Farbe selbst zur Aussage. Die Gestaltung wird zum Inhalt. Das Layout, als das Gerüst der Gestaltung betrachtet, wirkt nicht mehr nur als funktionelles Gerüst, sondern als ein bedeutungsgebendes Gerüst. Was meint das Layout? Welche Funktion hat das Layout? Ist es ein Werkzeug des Gestalters? Ist es neutral oder wie ist seine Wirkung? Woran orientiert sich das Layout? Gibt es Regeln? Wie äussert sich das Layout? Ist das Layout sichtbar oder ist eine gedankliche Abhandlung erkennbar? Die Definition des Layouts wirft einen umfangreichen Fragenkomplex auf. Das Wort Layout wird in diversen Abhandlungen angesprochen. Das Layout wird vorwiegend als Teil des ästhetischen Kontextes verstanden. Der Begriff wird auch in anderen Sparten verwendet. So existiert beispielsweise auch ein Musik-Layout. Es bezeichnet die unvollendete, skizzierte Version eines musikalischen Werkes. Ein Layout wird als Vorgeschmack auf die atmosphärische Wirkung vorgelegt. Nebst künstlerischen Ausdrucksformen wird auch in wissenschaftlichen Berichten von einem Layout gesprochen. Beispielsweise in der Elektronik. Das Layout bezeichnet die flache Leiterplatte, welche als Träger für die darauf platzierten elektronischen Bauteile dient und deren Anordnung vorgibt. Eine allgemeingültige Definition existiert nicht. Je nach Betrachtungsweise wird dem Layout eine andere

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Bedeutung zukommen. Der Kern des Layouts kann womöglich nicht vollständig entschlüsselt werden. Die Medien greifen heute ineinander über – Stichwort crossmedia. Information wird nicht mehr nur via Printmedien weitergegeben, sondern muss multimedial funktionieren. Unser Beruf hat heute nicht mehr eine passive, dienende Rolle, im Sinne des Gebrauchsgrafikers. Was heisst das in Bezug auf das Layout? Im digitalen Bereich wird von Desktop Publishing anstelle des Layouts gesprochen. Das Layout schwingt immer mit – erscheint uns oft unter anderem Namen. Die Betrachtung der Wortbedeutung in sinngemäss und etymologisch. Im Hinblick auf die Frage der Funktionsweise des Layouts sehe ich durch die Einbindung des Begriffs in den Kommunikationprozess und die Medienwissenschaft aktuelle Felder. In nachfolgender Arbeit möchte ich – wie im Wort Layout verankert – eine Auslegung des Begriffs vornehmen. Durch eine hermeneutische Angehensweise sehe ich eine Annäherung an den Kern des Layouts.


3 Begriffliche Bedeutung 3.1 Sinngemässe Bedeutung Der erste assoziierte Begriff mit Layout ist Gestaltung. Gestaltung ist der zentrale Begriff der Ästhetik, eng verknüpft mit Kreativität. Diverse Bereiche der Ästhetik beschäftigen sich mit Gestaltung. Sei es die bildende Kunst oder die Musik. Aber auch Innenarchitektur oder Möbeldesign unterliegen einem Prozess des Formens und Bildens.Via Sinneseindrücke wird beim Menschen eine Wirkung ausgelöst. Dem voran geht eine Analyse der Wirkungskanäle. Betrachten wir die Notation eines Musikstücks. Die Notation stellt eine codierte Sprache dar. Ein fixes System, das dem schriftlichen Festhalten einer Melodie dient. Die Notation muss lernbar und eindeutig verständlich sein. Der auf den Menschen wirkende Kanal ist nicht die visuelle Notation, sondern die akustische Wiedergabe des Stückes. Die Notation ist Ergebnis einer rein dienlichen Gestaltung. Ihre Erscheinungsform wurde durch die Analyse ihrer Wirkungsweise – dass eine Notation eindeutig und lernbar sein muss – definiert. Einem Musikstück liegen mehrere Gestaltungsprozesse zugrunde. Was lässt sich von der Gestaltung als allgemein geltend eruieren? Der Gestaltung geht ein zu übermittelnder Gedanke voran – eine Absicht. Sie bildet den Input, der den gestalterischen Prozess auslöst. Der Output – das Ziel – meint die Wirkung beim Menschen. Information steht jedoch nie in reiner Form da, sondern unterliegt einem komplexen Beziehungsnetz von Feldern, die in Wechselwirkung stehen. Diese Felder stellen die zu gestaltenden Elemente dar. Durch sie wird Einfluss auf die Information genommen. Sie bilden die Grundlage für jeden Gestaltungsprozess. Durch sie erhält die Absicht eine Form – eine Definition, welche eine Funktion ermöglicht, damit die einstige Absicht ihre Wirkung erzeugen kann. Gestaltung kann als Oberbegriff eines zeitlichen Intervalls betrachtet werden. Der Prozess des Gestaltens, der verschiedene Stadien mit einschliessen kann und einen Abschluss hat. Diese Bedeutung lässt sich auch auf das Wort Layout übertragen. Damit bezeichnet Layout nicht mehr ein zeitlich stillstehendes, physisch sichtbares Moment, sondern beinhaltet eine Dauer, in der etwas geschieht. Im Sinne eines Tunwortes – man layoutet.

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Gestaltung beinhaltet das Wort Gestalt. Gestalten umfasst den Prozess des Formens und Bildens. Die Form meint die äussere Abgrenzung. Sie löst die sinnliche Wahrnehmung aus. Beim Betrachter als Wirkung verstanden. Bilden meint ein Bild geben. Ein Begriff der von der Plastik kommt, die mit der Entstehung von Körperhaftigkeit verbunden ist. Aus dem Gestaltungsprozess resultiert etwas Eigenständiges, dessen Inners durch definierte Grenzen nach Aussen uns gegenüber tritt.

3.2 Wortgemässe Bedeutung

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Die wortgemässe Übersetzung von Layout lässt sich noch deutlicher in der alten Schreibweise, mit einem Bindestrich lay-out, ablesen. Es besteht aus dem englischen Verb to lay, zu deutsch stellen, legen, setzen, und dem Adjektiv oder Adverb out, das soviel wie aus, aussen, heraus meint. Auslegen meint mehrere Dinge: Es dient zur Ansicht, und meint zur Schau stellen (lat. exponere – engl. exposition für Ausstellung). Dem Betrachter wird etwas vor Augen geführt, nämlich das direkte Konfrontieren mit einer Sache und damit die direkte Auseinandersetzung. So wie der Museumsraum eine sehr direkte, intime Beziehung von Werk und Betrachter zulässt. Weiter wird auslegen im Sinn von erklären verwendet. «Der Text wurde falsch ausgelegt.» Die lateinische Wortbetrachtung zeigt drei Übersetzungen. Enarrare verweist auf das Narrative, Erzählerische; explicare als explizit verstanden, auf das Verdeutlichende, Klärende und interpretari, als Interpretation verstanden den individuellen Aspekt einer persönlichen Auseinandersetzung einschliessend.

4 Funktion zur Orientierung Layout wird heute auch auf seine Funktion bezogen mit Anordnung, Plan oder Entwurf übersetzt. Der Begriff Layout wird jedoch erst 1910 im Sinne von rough design of a printing job verwendet. Der Begriff taucht 1852 das erste Mal in einem Zeitungsbericht auf: «The new lay-out at the Wholesale Comission Warehause and store […] on California street, proves quite attractive.»1 San Diego Herald Das Layout meint einen Begriff der Raumplanung für 1  Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache nach Kluge


Strassen oder Warenhäuser. Seine Bedeutung meint den Plan, oder das gedankliche Konzept zur Anordnung oder Gliederung der Elemente innerhalb eines bestimmten Raumes.

4.1 Aspekt der Ordnung Das Raster als erste Assoziation mit dem Begriff Layout kommt nicht von ungefähr. Das Raster bietet ein System zur Anordnung und Gliederung des Inhalts. Betrachten wir Layout im Sinn von Anordnung. Anordnung geschieht, sobald Dinge aus ihrer natürlich vorgefundenen Ordnung austreten. In der Rhetorik wird zwischen einer natürlichen, vorgefundenen Anordnung (lat. ordo naturalis) und einer gemachten Anordnung (lat. ordo artificialis) unterschieden. Die Anordnung verfolgt einen Zweck, der die Umstellung bedingt. Ihr geht somit eine Absicht voraus. Das Erzählen einer Geschichte in ihrem chronologischen Verlauf weist auf eine natürliche Ordnung hin. Jede Umstellung, etwa als nachgeholte Vorgeschichte, bedeutet eine künstlich gemachte. Als Eingriff in die natürliche Ordnung sehe ich schon die gedankliche Auswahl. Man beschränkt sich auf einen bestimmten Bereich. Die natürliche Ordnung kennt diese künstliche Abtrennung nicht. Durch die Absicht kommt es bereits zu einer Anordnung. Die Bedeutung des Wortes Anordnung im heutigen Sprachgebrauch meint Regel, Befehl oder Gebot. Regeln und Gebote geben uns Richtlinien, mit der Absicht, das Zusammenleben unterschiedlicher Individuen zu erleichtern. Unsere westliche Kultur2 hat ein System geschaffen in Form eines Regel- und Ordnungsstaates, das eine gewisse Festigkeit gibt. Ein System funktioniert aber nur, wenn es von innen kommt und von der Gesamtheit ihrer darin befindenden Individuen getragen wird. Ansonsten wird das System als eine Eingrenzung empfunden, welche wesensfremd übergestülpt wird. Das Layout, als Anordnung verstanden, führt zur Frage nach Anhaltspunkten. Wie ordne ich an? Diese Frage kann als Motiv für viele Bücher zum Thema Layout verstanden werden. Das 2009 erschienene Buch Layout-Basics von Beth

2 Kultur meint die durch den Einfluss des Menschen künstlich entstandene Natur. Die Natur stellt die ursprüngliche Form unserer Kultur dar. Daher griff man bei Erklärungsversuchen immer wieder auf die Natur zurück.

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Tondrea3, beschränkt sich auf den Einsatz des Layouts für Printmedien und bietet ein Nachschlagewerk zum Umgang mit Rastern. Tondrea setzt das Raster als Grundlage für alle im Grafikdesign ablaufenden Prozesse voraus. Layout meint darin das Anordnen der grafischen Elemente innerhalb des gegebenen Rasters (Makrotypografie4). Das Raster bietet sich an, weil ein solches System sämtlichen Informationseinheiten einen bestimmten Platz zuweist. Zudem ist das Raster vielfältig. Der modulare Charakter lässt Flexibilität zu. Sichtbar wird die Bedeutung des Rasters, wenn viel zu ordnende Informationen in Form von Text und Bild vorliegt. Das Raster ist Werkzeug oder Hilfsmittel – nicht Botschaft, sondern lediglich Gerüst. Die Entscheidung für das Raster als Ordnungssystem wird bei Tondrea vorweggenommen.

4.2 Systematisierung

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Ein Raster ist aber nicht in jeder Layoutfrage notwendig. Der Gestaltung eines Logos geht ebenfalls eine Anordnung und Gliederung der zu transportierenden Idee voraus. Die Verwendung eines Rasters ist dabei nicht sinnvoll. Die Idee wird nicht in Form einer Abfolge von Text- oder Bildmaterial vermittelt, sondern im Gesamtbild der einzelnen Buchstaben. Ihre Form soll eine Wirkung haben. Gewisse Informationen – beispielsweise der i-Punkt – dürfen umgestaltet werden, weil die Gestaltung diesen Bereich kompensiert. Inhalt und Gestaltung erfüllen ihre Wirkung gemeinsam. Das Raster als Orientierung für ein Layout ist somit zu eng gedacht – die Entscheidung für eine Anordnung geschieht schon früher. Das ebenfalls 2009 erschienene Buch Gestaltung, Typografie etc.5 stellt für das Verständnis von Layouts grundlegende Gestaltungprinzipien voraus. Layout wird nicht mehr als Raster, sondern als Thematik verstanden. Das Rastersystem als 3 Beth Tondreau, Gründerin und Leiterin eines kleinen Grafikbüros, das für Verlage die Gestaltung von Büchern und Buchumschlägen übernimmt, Dozentin für Designkurse am Fashion Institute of Technology in New York. 4 Typografie geht zurück auf die griechischen Worte typos das mit Abdruck, Abbild, Form übersetzt wird und graphein das schreiben oder einritzen meint. In der gestalterischen TypograFie differenziert man grundsätzlich zwischen der Makrotypografie, dem Gesamtkomplex einer gestalterischen Schrift/satzarbeit bis hin zur Schriftwahl, und der Mikrotypografie, der Gestaltung und Anwendung der Schrift selbst. 5  2009 erschienenes Buch von Damian und Claire Gautier, Grafikdesigner


Orientierung ist ein Teil dieser Thematik. Für die Orientierung massgebliche Gestaltungprinzipien wie Symmetrie, Goldener Schnitt, Rhythmus, Kontraste und Farbe werden durch einfache Darstellungen dokumentiert. Beispielsweise die unterschiedliche Wirkung vier gleicher schwarzen Streifen auf einer quadratischen Fläche. Die Anordnung beeinflusst die Wahrnehmung des Mengenverhältnisses von weissem und schwarzen Raum. Gleichzeitig kann durch systematische oder zufällige Anordnung der Teile ein Eindruck von harmonischer Rhythmik oder Irritation ausgelöst werden. Das Buch möchte dem Gestalter einen strukturierten Gesamtüberblick der wirksamen Parametern der Gestaltung geben. Der Gestalter soll einen persönlichen Zugang zu Bezugspunkten für die Anordnung nehmen. Diese Notwendigkeit eines individuellen und wandelbaren Verhältnisses zur Funktion des Layouts nimmt der Autor aus dem Zeitgeschehen und der gegenwärtigen Situation der Gestaltung. Das Vorwort von Ludovic Balland6 betont die Dynamik der Gestaltung, die darin gründet, dass eine gestaltete Sache mehreren Faktoren unterliegt. Die Wirkung wird in ihrem Zusammenspiel erlangt.

«Layout ist Inszenierung! Es ordnet verschiedene Protagonisten in einem vorgegebenen Raum an, hebt bestimmte Informationen hervor, verändert die Arten des Lesens, automatisch oder per Skript, manchmal auch manuell.» Ludovic Balland, 2009 Die Leseform, die Information, die Funktion von Text und Bild, sowie sein Beruf sind veränderbar. Das Buch betrachtet das Thema des Layouts vom gegenwärtigen Wissensstand auf dem Gebiet der Gestaltung. Die Gestaltungsprinzipen entspringen dem heutigen Verständnis von Gestaltung.

6  Ludovic Balland, Schweizer Grafikdesigner. Studium an der HGK Basel. Sein Themengebiet bildet Schriftgestaltung, Satz und Konzeption von Buchprojekten. Gastdozent u.a. an der ECAL/ University of art and design

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4.3 Einflüsse für Gestaltungsprinzipien Wo liegen die Ansätze dieser Gestaltungsprinzipien, die als Orientierungshilfen für die Anordnung dienen? Gavin Ambrose7 und Paul Harris8, greifen in ihrem Buch Das Layout-Buch über den gegenwärtigen Anwendungsbereich des Layouts hinaus und stellen die Ursprünge der Gestaltungsprinzipen in Voran. Der historische Kontext zeigt, dass die Gestaltungsprinzipen eng an den Zeitgeist gekoppelt sind. Die Suche nach Harmonie kann als Grundbedürfnis des Menschen verstanden werden. Eine proportionale Anordnung zeigt sich bereits in den architektonischen Bauten der Antike. Diesem harmonischen Mass liegt die Natur zu Grunde. Der Goldene Schnitt zeigt sich beispielsweise im Schneckengehäuse. Proportion kommt vom lateinischen proportium (lat. pro meint vor, für oder zugemessen und portio meint portion, anteil ). Es meint die angemessene Verteilung oder das richtige Verhältnis. Die Proportionen und der Goldene Schnitt trifft man in der Gestaltung immer wieder an. Wie kommt das? Der Rückgriff auf historische 14 Erkenntnisse und das Wissen ist ein Weg, wie sich Gestaltungsprinzipen entwickelt haben. Der Klassizismus und damit die klassischen Werte wie Einfachheit, Harmonie, proportionale Darstellung und emotionale Zurückhaltung, beziehen sich auf Erkenntnisse der Antike. Die Renaissance und der Humanismus stellten den Mensch als das Mass aller Dinge dar. Man orientierte sich grundsätzlich an der menschlichen Natur. Leonardo DaVinci brachte in dieser Zeit das Bild des Vitruvischen Menschen hervor. Das Prinzip greift auf die Erkenntnisse des römischen Architekten Vitruv zurück und überträgt die Proportionen auf den menschlichen Körper. Le Corbusiers setzte mit seinem Masssystem Le Modulor zwischen 1943 und 1955 die Erkenntnis von Leonardo DaVinci’s Vituvischem Menschen fort. Er entwickelte daraus ein Masssystem, das dem Bedürfnis der Architekten und Designern nach Orientierung bezüglich den physikalischen Anfor7  Gavin Ambrose, englischer Grafikdesigner und Co-Autor/ Desinger mehrerer Sachbücher über Branding, Verpackungs- und Zeitschriftendesign. 8  Paul Harris, freiberuflicher Autor, Journalist und Redakteur. Er schreibt für internationale Magazine und Journale in London und New York. Co-Autor von Sachbüchern über Verpackungsdesign und Designgrundsätze.


derungen entsprach. Diese drei Beispiele für geltende Gestaltungsprinzipen zeigen, dass sie aus einem Bedürfnis hervorgingen. Ein Bedürfnis, das sich aus dem jeweiligen Zeitgeist entwickelte. Daraus kann geschlossen werden, dass der Zeitgeist, der die moralische Vorstellung, sowie den Wissensstand einer Gesellschaft beinhaltet, massgeblich an der Orientierung der Gestaltung beteiligt ist. Kurz, das Layout unterliegt dem Wandel der Zeit. Das Layout wirkt als Ausdruck der jeweiligen Zeit und Gesellschaft. Dass ein Layout nicht nur Ausdruck einer Gesellschaft darstellt, sondern auch aus der Haltung des Grafikers herausgehen kann, zeigen die Arbeiten von David Carson. David Carson, der Punk des Grafikdesigns und Vertreter der Postmoderne, stellte Ausdruck und persönliche Intuition über Formeln und Strukturen der herrschenden Ordnung. 1991 druckte er im Magazin RayGun ein Interview in einer unleserlichen Symbolschrift. Es ging im nicht mehr primär um das Verständnis des Textes. Er wollte durch die Irritation den Betrachter zum Nachdenken anregen. Die gewählte Form, und die Anordnung der Elemente, entspringt seiner persönlichen Haltung und nicht einem gesellschaftlichen Bedürfnis. Sie unterliegt primär keinem ästhetischen Grundsatz und kann als Statement verstanden werden. Dass die Art und Weise der Anordnung zu einem Statement und damit zu einer Aussage führen kann, legt die Kunst als Inspirationsquelle nahe. Immer wieder wurden Erkenntnisse aus der Kunst für die Anordnung herangezogen. Nebst der Geschichte und der persönlichen Haltung, leistet somit die Ästhetik – Kunst – eine wichtigen Bezugsquelle für das Layout. Naheliegendes Beispiel ist die das Bauhaus, welches 1919 in Dessau durch Walter Gropius gegründet wurde. Das Bauhaus, als Kunstschule brachte die bildenden Künste, Design und Architektur unter einem Dach zusammen. Dem Bauhaus entsprang ein neues Verständnis von Gestaltung. Als Reaktion auf die damalige Zeit, die von einschneidenden technischen Errungenschaften geprägt war, ging man neue Wege. Blosses harmonisches oder naturalistisches Anordnen wurde abgelehnt. Funktionalität, Klarheit und Sachlichkeit rückten in den Vordergrund. Das Bild meinte nicht mehr ein Abbild der Natur, sondern stellte durch seine Darstellungsweise eine Aussage dar. Vertreter des Bauhauses liessen diese neue Sichtweise auch auf diverse Tätigkeitsberei-

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che der Gestaltung einfliessen. Die Anordnung und damit das Layout rückte in den Mittelpunkt und ist bis heute ein ausgiebig behandeltes Thema. Die frühen Collage-Arbeiten von Picasso oder die Bild/Text-Untersuchungen von Emil Ruder sind nur Auszüge einer umfangreichen Auseinandersetzung mit der Anordnung und damit mit dem Layout. Gehen wir einen Schritt zurück zur begrifflichen Betrachtung.

4.4 Erkenntnis durch den Entwurf Verstehen wir das Layout als Entwurf? Otl Aicher rückte mit der Aussage «Design ist zuerst Entwurf»9 den Entwurf ins Zentrum des Gestaltens. Er sah ihn als Erkenntnisquelle für die unabdingbare Entscheidung, welche das Layout mit sich bringt. Der Entwurf meint einen Prozess des Machens. Aus ihm geht etwas Konkretes hervor, das als Grundlage zur Weiterverfolgung dient – oder verworfen wird. Entwurf beinhaltet etwas Skizziertes. Eine Skizze stellt die Grundgedanken schemenhaft dar – ein Gerüst. Der Entwurf selbst entspricht im Wesentlichen den Gedanken der Skizze. Die Skizze – als Teil betrachtet – dessen Visualisierung. Sie kann als sichtbarer Teil des16 Entwurfs verstanden werden. Durch unsere Bildungskultur haben wir ein grosses Wissen und damit eine bestimmte Erkenntnis gewonnen. Erkenntnis, die einerseits auf dem menschlichen Verstand und andererseits auf seiner Vernunft gründet. Der menschliche Verstand bedeutet ein eigenständiges Denken und beinhaltet eine gewisse Moral, die im gesellschaftlichen Zusammenleben verwurzelt ist. Verstand meint rationales, zielorientiertes Denken. Dem haftet die Funktionalität einer Sache an. Im Hinblick auf die Gestaltung hat man sich schon früh auf den Verstand und die Vernunft berufen. Bestes Beispiel für die Begründung des Verstandes ist die auf Funktion und Zweck ausgerichtete Gestaltungshaltung der Vertreter des Bauhausstils (siehe S.9). Daraus entwickelte sich die Neue Typographie und der Internationale Stil. Jan Tschichold hat im Druckwesen mit der Neuen Typographie die Funkiton der Typografie untersucht. Darin nennt er das Wesen der neuen Typografie Klarheit 10. Klarheit und Eindringlichkeit im Umgang mit Text. Die axiale Mittelanordnung, die auf Schönheit beruht, wurde durch eine asymetrische Anordnung der einzelnen Textele9  Zitat von Otl Aicher aus seinem Buch Die Welt als Entwurf, s.219 ff, erschienen 1991 in Berlin. 10  Zitat von Jan Tschichold in seinem Buch die neue Typographie, 1928.


mente ersetzt. Die Textteile wurden so gegliedert, dass sie die Lesbarkeit erhöhten. Weiter wurde ästhetisches Geschnörkel, das lediglich dem Zweck der Dekoration und damit der Gefühlsverwirrung diente, weggelassen. Man wollte nicht manipulieren. Otl Aicher erkannte, dass Verstand und Vernunft als Erkenntnisquelle allein nicht reichen. Er brachte die von Kant erkannte Urteilskraft als dritte Quelle ein. Das Fällen eines Urteils kann nicht nur auf Grund von allgemeinen Regeln zustande kommen. In unserer dynamischen Welt steht alles in Relation. Umfassende Allgemeinprinzipien lassen sich nicht ausmachen. Es braucht eine konkrete Auseinandersetzung mit der Sache, welche auch den individuellen Charakter mit einbezieht. Die Erfahrung kommt nur durch das Tun. Wir können keine generellen Regeln aufstellen. Die Welt ist in stetiger Bewegung. Diese stetige Veränderung bedingt, dass es kein allgemeines Prinzip gibt. «Der Entwurf hält sich an die Sache und an die Forderungen, er greift auf Fakten zurück und öffnet neue Denkräume. Er zählt die Erbsen und reisst Perspektiven auf. Er berechnet und eröffnet Landschaften der Möglichkeiten.» Otl Aicher, 1991

Otl Aicher versteht den Entwurf als zentralen, wegweisenden Prozess, aus dem eine Anordnung geschieht. Eine Verlagerung des Schwerpunktes auf den Entwurf als eine Weiterführung des vom Bauhaus und Jan Tschichold gesetzten Funktionalitätsprinzipes ist offensichtlich.

5 Querbezüge aus ferneren Feldern 5.1 Raum/Zeit-Ambivalenz Der Begriff Layout hat sich im 20. Jh aus dem gleichbedeutenden neuenglischen layout im deutschen Sprachgebrauch manifestiert. Im Englischen werden zwei grundsätzliche Bedeutungen unterstrichen. Die Übersetzung mit planing oder disposition beinhaltet den zeitlichen Bezug. Gleichzeitig lässt sie sich auch als spread verstehen. Eine räumliche Ausdehnung. Das Synonym Plan in der Raum/Zeit-Ambivalenz. Im Lateinischen wird Plan unter anderem mit propositum übersetzt. Die Vorsilbe pro kann als zeitliches vor oder zweckliches für verstanden werden. Positum kommt vom Verb ponere, das soviel wie stellen, legen, setzen heisst. Als Verb planing verstan-

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den, meint es die gedankliche Vorbereitung der eigentlichen Sache. Der Plan hat einen Zweck. Er führt zur Klärung grundlegender Entscheidungen im Vorfeld und ist Hilfsmittel für effizientes Fortschreiten in einem Prozess. Plan mit dem lateinischen planum übersetzt, das flach oder eben meint, bringt den Raum ein.

5.2 Darstellender Aspekt der Architektur

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Nebst Plan ist diese Doppeldeutigkeit auch in der englischen Übersetzung disposition enthalten. Planung oder auch Grundriss wecken Assoziationen mit Architektur. Der Begriff disposition wird ebenfalls in der Architektur verwendet. Das legt den Vergleich von Layout mit der Bedeutung von disposition in der Architektur nahe. Disposition geht auf den lateinischen Begriff dispositio zurück, der u.a. vom römischen Architekten Vitruv verwendet wurde. Dispositio ist dabei Bestandteil eines Architekturprinzips für Gestaltung und Beurteilung architektonischer Bauten. Nach Vitruv hat die Architektur drei Hauptaufgaben. Firmitas das Festigkeit meint, utilitas das Nützlichkeit meint und venustas das sich auf Emotionen, den Reiz, sowie Anmut und Schönheit bezieht. Letzteres fasst die Ästhetik der Architektur zusammen. Der Bereich der Ästhetik, der den Reiz und die Anmut des Werkes bestimmen. Weiter unterteilt Vitruv diesen Bereich in sechs Grundbegriffe: ordinatio, dispositio, eurythmia, symmetria, decor und distributio11. Ordinatio, eurythmia und symmetria beziehen sich dabei auf die Proportionierung des Gebäudes. Ordinatio steht für eine durchgängige Proportionierung der Teile nach Massen oder Modulen, eurythmia für die Wirkung der Proportionierung auf den Betrachter und symmetria für den Einklang der einzelnen proportionierten Elemente untereinander. Dispositio bezieht sich auf den Bauentwurf und seine Darstellungsmöglichkeiten. Vitruv setzt diese auf Grundriss ichnographia12, Schnitt orthographia und perspektivische Ansicht scaenographia fest. Grundriss wiederum stellt einen Riss dar, welcher die Einteilung eines Platzes im Grunde zeigt, oder was für einen Raum eine Sache nach ihren Teilen auf

11  Decor meint die Angemessenheit der gewählten Ausgestaltung durch Schmuckelemente. Distributio die angemessene Verteilung der Materialien und Ausgaben für den Bau, sowie die dem jeweiligen Bewohner angemessene Bauweise. 12  Wörterbucheintrag Latein-Deutsch zu ichnographia.


dem Erdboden einnimmt13. Grundriss wird auch als Entwurf oder Modell verstanden. Der Schnitt bezeichnet den Aufriss eines Gebäudes. Die Zeichnung der Standrisse, die man anblickt. Die perspektivische Zeichnung, schliesst die Vorderund Nebenseiten eines Gebäudes mit ein. Sie entspricht nicht mehr unserer natürlichen Sichtweise. Layout aus architektonischer Sicht betrachtet, zeigt, dass die dispositio sich mit der grundsätzlichen Sichtweise beschäftigt. Die Sichtweise nimmt einen eigenen Stellenwert ein, die ausschlaggebend für alles danach ist. Die Sicht von oben, der Grundriss, meint eine möglichst objektive Sicht. Sie legt die Gegebenheiten in aller Breite dar. Der Aufriss meint, eine subjektive Sicht, welche sich mit dem beschäftigt, was man aus seiner Position sieht. Die perspektivische Sicht fordert eine Auflösung unserer gewohnten Sichtweise. Aus Distanz wird eine Sichtweise konstruiert. Die dispositio unterliegt der venustas (Ästhethik) und nicht der Nützlichkeit (Funktionalität) oder Festigkeit (Statik) des zu entstehenden Werkes. Das Layout zielt damit eindeutig auf den emotionalen Bereich.

5.3 Gedankenplan in der antiken Rhetorik Dispositio findet sich in der Rhetorik wieder. Die Rhetorik, die Kunst der Rede. Durch Sprache wird die rohe Botschaft zu einem überzeugenden Werk geformt, das den Betrachter beeinflusst. Die Beeinflussung geschieht unsichtbar. Zwischen Rhetorik und visueller Gestaltung gibt es interessante Parallelen. Rhetorik und Gestaltung sind Kommunikationsprozesse. Sie unterliegen einem komplexen Sender/Empfänger-Modell, das eng an Gesellschaft und das Zeitgeschehen gekoppelt ist. Weiter lässt sich als Input eine rohe Materia und als Output ein wirkungsvolles Werk festhalten. Dazwischen steht der unsichtbare Prozess, der Gestalt gibt. Klassische Rhetorik stellt Organisations- und Regelsystem dar, mit dem Ziel, wirkungsorientierte Texte anzufertigen. Die Vorbereitung und Gestaltung der Rede wird im Vorfeld systematisch ausgearbeitet. Fünf Bearbeitungsschritte, die mit dem Begriff officia oratoris zusammengefasst sind, werden von der Idee bis zum Vortrag unterschieden. Inventio, dispositio, elocutio, memoria und actio. Die ersten drei Stadien meinen die 13  Wörterbucheintrag zu Grundriss. Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 835.

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FIRM FESTI


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eigentliche Produktion oder Bearbeitung des Textes. Letztere zwei beziehen sich auf die Vorbereitung des Vortragens. Memoria schliesst Techniken zur Einprägung der Rede ein und actio stellt die Auseinandersetzung mit der angewendeten Gestik dar14. In der ersten Phase, der inventio, werden Argumente zu einem bestimmten Thema gesammelt. Mittels der Topik werden systematisch allgemeine Begriffe und Sätze (gr. Topen, lat. loci communes) zusammenstellt, die beim Ausarbeiten der Rede als Richtschnur für die Auffindung und Wahl zweckmässiger Beweisgründe dienen. Die dispositio, als zweite Produktionsphase, schliesst das Anordnen, Gliedern, Auswählen und Gewichten des in der inventio erarbeiteten Stoffes ein. Dispositio wird im lateinischen als planmässige Anordnung übersetzt. Dispositio besteht aus dem Prädikat dis und dem Stamm posito. Dis im lateinischen meint entzwei. Das birgt die Gegen-über-stellung oder Veran-schau-ung. Eine Distanz zwischen zwei wird geschaffen. Es ist der Unterschied zu composito, das mit Zusammensetzung übersetzt wird. Posito wird mit Stellung, Lage, Form oder Position übersetzt. In der dispositio erfährt die Rede eine Gliederung des Ablaufs. Wie beginne ich? Mit was ende ich? Was geschieht dazwischen? Die Rhetorik unterscheidet vier Teile der Rede. Exordium meint die Aufmerksamkeitgewinnung der Zuhörer, sowie ein Ausdrücken des Wohlwollens. Die Darlegung des Sachverhalts narratio, eine Erörterung des für und wider argumentatio und die Bewegung des Gemüts, also der emotionale Affekt, das Anregen zum Nachdenken, das haften bleibt peroratio. Die dispositio ist im Gegensatz zu anderen Produktionsstadien nur schwach von festen Regeln bestimmt. Eine generelle Regel von oben wäre falsch. Die Ordnung erfolgt aus der Sache selbst.

«Eine gute Disposition aber ist diejenige, welche die Gedanken in einer natürlichen Ordnung vorträgt, die von der Materie selbst an die Hand gegeben, oder nach der klugen Absicht erfordert wird.» Hallbauer, 1725 14  memoria: Einprägen der Rede für den auswendigen Vortrag; Auswendig lernen durch Memotechnik, etwa durch bildliche Vorstellungen. pronuntiatio/actio: Öffentlicher Vortrag, bei dem stimmliche, mimische und gestische Mittel eingesetzt werden.


Die dispositio meint ein Stadium, in dem der zu gehaltene Vortrag in der Form, welche beim Betrachter eine Sinnesreizung auslöst, noch nicht existiert. Dasselbe gilt im Bereich der visuellen Gestaltung. Auf die dispositio folgt als dritte Phase die elocutio. Sie meint die konkrete Ausformulierung, die der Zuhörer letztendlich erfährt. Das Einkleiden der Gedanken in Worte, wie sie später dem Zuhörer artikuliert werden. Wortwahl, Rhetorische Figuren, kommunikative Direktion, Satzbau, Pausen. Zeitlich geschieht die Disposition, das Layout, vor der Entscheidung der wirkenden Elemente, welche dem Betrachter entgegengesetzt werden. Womöglich resultiert diese Entscheidung aus den gewonnen Erkenntnissen des Layoutprozesses. Weiter wird daraus ersichtlich, dass die gedankliche, reflektierende Auseinandersetzung von zentraler Bedeutung ist. FÜNF PRODUKTSTADIEN DER ANTIKEN RHETORIK

VORBEREITUNG – OFFICIA ORATORIS

INTENSION

PRODUKTIONSSTADION DER REDE

REDE

PRODUKTION DES VORTRAGS

1. INVENTIO

2. DISPOSITIO

3. ELOCUTIO

4. MEMORIA

5. ACTIO

SAMMLUNG UND SUCHE DER ARGUMENTE

ANORDNUNG UND GLIEDERUNG DER GEDANKEN

FORMULIERUNG DER GEDANKEN ZU TEXT

EINPRÄGUNG DES TEXTES INS GEDÄCHNIS

VORBEREITUNG DES VORTRAGS

SYSTEMATISCHE SUCHE NACH ARGUMENTEN

REDETEILE :

RHETORISCHE FIGUREN SCHMUCK KLARHEIT GRAMMATIK ANGEMESSENHEIT

MEMORIENTECHNIKEN VORSTELLUNGSBILDER WIEDERHOLUNG

MIMIK GESTIK STIMME

INTELLECTO ERKENNEN DES REDEGEGENSTANDES

EXORDIUM AUFMERKSAMKEIT NARRATIO DARLEGUNG DES SACHVERHALTS ARGUMENTIATION BEWEGUNG DES GEMÜTS PERORATIO ANHAFTUNG

FIRMITAS FESTIGKEIT

DREI HAUPTAUFGABEN DER ARCHITEKTUR NACH VITRUV Der Aspekt der Reflexion und der kritischen Betrachtung UTILITA VENUSTAS ist Teil der Gestaltung. Was meint das konkret? Welche NÜTZLICHKEIT ÄSTHETIK Aspekte behandelt ein solcher gedanklicher Vorgang? Oder 5. DISTRIBUTIO 1. EURYTHMIA 3. ORDINATO 4. DISPOSITIO kommen welche Felder2. SYMMETRIA ausser der Wahrnehmung hinzu?6. DECOR Ein wichtiger Beitrag sehe ich BAUENTWURF in Joseph Müller-BrockSCHMUCK UND UND PROPORTIONIERUNG MATERIALIEN DARSTELLUNGSFORMEN mann. Er bringt den Aspekt ein, dass nebst gestalterischen Fähigkeiten, die technischen, wirtschaftlichen und kulturellen OCHNOGRAPHIA GRUNDRISS Kompetenzen des Grafikers von zentraler Bedeutung sind. ORTHOGRAPHIA AUFSICHT Die Auseinandersetzung mit sozialkritischen und gesellschaftSCAENOGRAPHIA lichen Fragen ist Teil der Arbeit des Gestalters. Eigenständiges PERSPEKTIVE Gedankengut entwickeln, das Anordnen und Auslegen von

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Gedankengut, welches in der Gesellschaft vorherrscht, gehören dazu. Ist das nicht auch schon ein Teil des Layouts? Müller-Brockmann war ein Vertreter des International Style, auch Schweizer Stil genannt. Dieser etablierte sich in den 60er Jahre und baut im Wesentlichen auf den revolutionären Grundsätzen der 20er Jahre, die den De Stijl, das Bauhaus und Jan Tschicholds Neue Typographie miteinbeziehen. Die Schweizer Typografie legte eine sachliche Herangehensweise ins Zentrum. In erster Linie sollten Gedanken transportiert werden. Die künstlerisch, ästhetische Form war somit der Thematik des Inhalts untergeordnet. Zur Komposition der Bildelemente verwendeten die Vertreter des Schweizer Stils das Rastersystem.

5.4 Mittelnder Aspekt der Medienwissenschaft

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Unsere gegenwärtige Gesellschaft ist durch das rasante Fortschreiten der digitalen Technologie durch eine Masse neuer Medien konfrontiert. Unsere Medienkultur nutzt die Medien als Werkzeug und Hilfsmittel. Die Kanäle der Information haben durch die Digitalisierung neue Dimensionen erreicht. Unser Verhältnis zu den Medien scheint gespalten. Einerseits sehen wir darin einen Nutzen, wie die Masse und Schnelligkeit der Information, andererseits schwingt auch ein gewisses Ohnmachtsgefühl gegenüber dieser medialen Welt mit. Herbert Marshall McLuhan, Begründer der modernen Medienwissenschaft, machte in den 60er Jahren, als die Mediendominanz in unserem Privatleben allmählich begann – wichtige Erkenntnisse. Sein Buch Das Medium ist die Massage beschäftigt sich mit der grundsätzlichen Wirkung des Mediums. Wissen festzuhalten und weiterzugeben ist ein menschliches Bedürfnis. Kommunikation ist zentraler Punkt einer Kultur. Das gesprochene Wort – die Sprache – ist ein Medium zur Orientierung unserer Gefühlswelt. Kommunikation geschieht mittels eines Mediums, respektive eines Medienkomplexes. Die Schrift meint ein Medium zum Festhalten von Wissen, das weitergegeben wird. Das tragbare Buch unterstützt den Individualismus. Durch das Buch kann man sich selbstständig bilden. Man kann Wissen von irgendwo abholen. Man kann sich inspirieren lassen. Das führt zu Distanz und Gleichmut des Menschen. Die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg ersetzt das Handgeschriebene durch eine Maschine. Der Druck, als weiteres Medium, macht durch uniform wieder-


holbare Ware eine Ausweitung der Kommunikation möglich. Im 20. Jahrhundert kommt die digitale Technologie. Massenmedien sprechen heute in kürzester Zeit zu einem riesigen Publikum. Unser Umfeld ist eine Verflechtung von Medien. Die Direktheit vom Input des Senders zum Output vom Empänger geht durch die dazwischen geschaltete Mediengebilde verloren. Eine totale Verwicklung der Massenkultur – alles steht in Relation. Die Medien greifen stets neue Wege auf. Medium ist einerseits dasjenige, welches in der Mitte ist. Das Medium steht zwischen mindestens zwei Bezugspunkten. Andererseits meint Medium aber auch – im Sinn vom französischen milieu – Masse oder Materie. Es bezeichnet diejenige Materie, welche den Körper umgibt und in welcher er sich bewegt15. Die Rolle des Mediums scheint sich in einem Feld zwischen passivem Rahmen und aktivem Teil des Inhalts zu bewegen. Die Position scheint nicht fix, da sie medien-, inhalts- und betrachterabhängig ist. Das Layout aus medialer Sicht bringt das Schwanken zwischen Beeinflussung und Funktion mit. Beeinflussung und Funktion wirken beide auf den Betrachter ein. Diese Wirkung nennt McLuhan magische Linien. Magisch16 deshalb, weil unbewusst unser Denken und Fühlen beeinflusst wird. Kanäle die wir mit unserem rationalen, vernunftsorientierten Denken unserer Kultur nicht erklären können. McLuhan zeigt, dass es eine Erweiterung unserer gefestigten Sichtweise bedarf, um die Medien zu verstehen. Medien funktionieren nicht nur visuell, nicht nur durch Sinneseindrücke, sondern ziehen noch mehr unerklärliche Felder mit ein. In unserer abendländischen Kultur ist die visuelle Wahrnehmung der Umwelt tief verankert. Die Fluchtpunktdarstellung der Renaissance entspricht nicht mehr der natürlichen Sichtweise des Menschen, sondern meint ein konstruiertes Bild. Das visuelle Bild ist im westlichen Menschen so tief verankert, dass er seine natürliche Sicht unterordnet. Die visuelle Wahrnehmung kann als eine Oberflächenbetrachtung

15  Vorwiegender Gebrauch in der Naturlehre. 16  Magisch, Geist, Spiritualität entgegen Wissenschaftlich, Vernunft. Magie schliesst den individuellen Geist und die persönliche Gefühlswelt ein. Im Gegensatz zur Wissenschaft, die auf einer Systematik gründet und auf Verallgemeinerung abzielt.

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verstanden werden. McLuhan verweist darauf, dass es primitive voralphabetische Völker gab, die Zeit und Raum als Einheit verstanden haben. Das Visuelle war nicht so dominant, Kommunikation geschah auch durch Gerüche und Gesten, sowie mit spiritueller Lenkung. Wir müssen unsere Umwelt mehr wie Röntgenstrahlen wahrnehmen, denn die Medien wirken nicht nur auf visueller Ebene, sondern haben auch andere unbewusste Kanäle, die unser Handeln bestimmen. Im Layout – als Medium verstanden – sind diese magischen Kanäle ebenfalls erkennbar. Das Layout massiert die Botschaft. Die Kanäle, wo Wirkung beim Betrachter erfolgt, gilt es zu erforschen. Das schliesst nebst allen Sinneskanälen auch die individuelle Gefühlswelt ein. Denn Gefühle lenken unser Denken. Diese Magie der unbewussten Lenkung verleiht dem Medium eine Macht. Wir selbst sind uns oft nicht bewusst, was alles unser Denken beeinflusst. Dadurch, dass die Form, das Layout, wie Information zu uns kommt, unsere Denkvorgänge schon analysiert hat, wird die Macht der Medien ersichtlich. Objektivität in der heutigen Zeit ist fast nicht mehr möglich. Im Buch Die mechanische Braut zeigt McLuhan, dass wir durch einen reflektierten Umgang mit Medien den positiven Aspekt des Mediums stärken können und zwar aktiv. Das Layout muss von uns bewusst betrachtet werden. Das meint nicht nur die Botschaft, die wir primär bekommen, sondern auch wie es dazu gekommen ist. Aus welchem Umfeld sie kommt und wie sie ihre Wirkung erlangt.


6 Zusammnfassung Die Betrachtung des Layouts unter den begrifflichen, funktionalen und quervernetzten Feldern lässt wichtige Punkte aufkommen. Die Annäherung an das Wesen des Layouts reisst Felder auf, die verdeutlichen, in welchem Beziehungsnetz unser Beruf und unsere Arbeit sich bewegt. Konkret, was es meint, Teil der Kreativbranche zu sein. Das Layout ist Ergebnis und somit Teil unserer Gesellschaft. Unsere gegenwärtige Gesellschaft meint eine Massenverknüpfung von Medien. Das Layout hat mediale Eigenschaften. Medial meint, das Layout steht als Mittler im Dazwischen und ist selbst Mittel (etwas). Die mediale Wirkung unterliegt nicht nur dem Intellekt und der Emotion, sie schliesst das Geistige mit ein. Die Gedankenwelt, welche die Individualität jedes Menschen ausmacht. Das Layout bedarf damit einer persönlichen Auslegung. Als Mittler einer Botschaft steht das Layout in der Mitte eines Feldes. Im Feld der Kommunikation. Die Rhetorik wird der verbalen Kommunikation als künstlerische Ausdrucksform herangezogen. Diese künstlerische Ausdrucksform legt nebst dem Akt des verbalen Werks, der Produktionsprozess im zeitlichen Davor als Teil des Werks. Die Phase des Layouts meint die in der Mitte liegende. In einem Prozess meint dass das Layout eine vorgefundene Ausgangslage hat und aus dem Layout ein Entschluss folgt, damit der Prozess weitergeht. Das Layout ist eine definierte Gestalt. Der Entscheidung, als Resultat des Layouts, geht die Scheidung eines Teils voran. Das Ganze geht voran und wird geteilt. Die Teile des Ganzen liegen in einer Anordnung vor. Die Anordnung meint zunächst die Teile auszulegen. Auslegen meint ein Lösen und eine Distanz zu schaffen. Distanz führt zu einer Sichtweise auf etwas. Die Sicht auf etwas kann objektiv sein. Man zieht nur mit sich, was die Sache selbst gibt. Funktional, wie der Grundriss. Die subjektive Sicht meint von einem bestimmten Standpunkt aus. Sie meint eine bestimmte Haltung. Die Sichtweise kann perspektivisch sein. Die gezeigten Teile dieser Sicht folgen einer Systematik. Diese Systematik hat ihre Wurzeln im Abbild der Natur und mutierte durch Bedürfnisse des Zeitgeistes. Eine Sicht dem ein Bedürfnis vorausgeht. Teil des Layouts ist die Erkenntnis der adäquaten Sicht. Die Erkenntnis meint die Umstände sehen. Was ist der Absicht umstellt? Das heisst, wie die Absicht – Auslöser des ganzen

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Prozesses – entstand und wer das Zielpublikum darstellt. Moralische Aspekte, der Verstand wird betrachtet, sowie das Wissen der Zielgruppe. Vernunft und Moral entspringen der jeweiligen Kultur und ihrer Gesellschaft. Diese unterliegt dem stetigen Wandel der Zeit. Die Zeit bringt stets neue Relationen hervor. Der Entwurf geht mit diesem Wandel mit. Seine Rückschlüsse lassen den stetigen Wandel in die Entscheidung einfliessen. Der Entwurf ist nebst Moral und Wissen bestand des Layouts.

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7 Schlussgedanke

Die Funktion des Layouts sehe ich darin, dass es ein Instrumentarium darbietet, das unserer gedanklichen Auseinandersetzung im Gestaltungsprozess ein Gerüst bietet. Das Layout ist nichts Sichtbares, sondern meint eine gedankliche Abhandlung, aus dem etwas Wirkendes resultiert. Die gestalterische Komposition selbst meint nicht das Layout, sondern die gedankliche Komposition, die ihr voraus geht. Das kann beispielsweise ein Gestaltungkonzept der Arbeit sein. Dadurch, dass das Layout in unseren Gedanken abläuft, ist es nicht mediengebunden, sondern an den Menschen. Das legt dem Layout seine individuelle Begegnung nahe, die sich immer wieder durch seine Nichtfassbarkeit äussert. Das Layout als Instrumentarium für Gedankengänge verstanden, die zu einer ästhethischen Arbeit führen, möchte ich in meiner folgenden Entwurfsarbeit konkret testen. Insbesondere mache ich bei meiner praktischen Arbeit den Weg zurück zum (audio-) visuellen Raum und werde mich an vorhandenem Material aus dem Feld der Visuellen Kommunikation bedienen. Herausforderung stellt die Visualisierung zur Verdeutlichung des Wesens des Layouts dar. Inwiefern kann ich das gedankliche Wesen des Layouts in meiner Entwurfsarbeit vermitteln?

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8 Literaturverzeichnis 8.1 Internet Der Rhetoriker. Beitrag von smogpaster, Stand 05.01.2012, Entnommen: 15.01.2012 [http://derrhetoriker.wordpress.com/2012/01/05/officia-oratoris-aufgaben-des-redners/] Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Trier Center for Digital Humanities, Trier:1998-2011, Entnommen: 02.02.2012 [http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&le mid=GM06036] Latein Wörterbuch online. Albert, Martin, Entnommen im: Januar 2012 [http://www.albertmartin.de/latein/] LiGo, Literaturwissenschaftliche Grundbegriffe online. Uwe Spörl, Letzte Änderung 08.04.2007, Entnommen am 05.02.2012 http://www.li-go.de/prosa/rhetorik/dispositio.html] The Medium is the Message: Medientheater goes Volkspalast. Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft, Stand: 05.07.11 JM, Entnommen: 26.01.2011 [http://www.medientheorien.hu-berlin.de/chronik/the-medium-is-themessage-medientheater-goes-volkspalast] Rhetorik Homepage. Christian von Zimmermann, Ergebnis der Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg, Bern: 1996-2008. Entnommen am 02.02.2012 [http://www.rhetorik-homepage.de/produktionsstufen_disposio.html] Rhetorik und Poetik : Grundlagen der westlichen Schriftkultur. O.A., Entnommen am 03.02.2012 [http://home.arcor.de/yerrick/Die_5_Bearbeitungsstadien__officia_oratoris_.htm] Oekonomische Encyklopädie J. G. Krünitz. Stand: Januar 2012 [http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/m/km07009.htm] Online Etymology Dicitonary. Douglas Harper, 2001-2012, Entnommen am 05.02.2012 [http://www.etymonline.com/index.php?term=layout&allowed_in_ frame=0] Wikipedia Enzyklopädie. Diverse Autoren. Stand: Februar 2012 [http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite] Zeno.org, Deutschsprachigen Volltextbibliothek DIV.AUTOREN, Stand: Januar 2012 [http://www.zeno.org/]


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Lay out; Eine Annäherung zum Wesen des Layouts  

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