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Oktober 2019 | Ausgabe Nr. 7 | Preis: Gratis

9772466380019

Die Europäische Zentralbank

senkt die Zinsen und startet quantitative Lockerung

63. IAEO-Generalkonferenz Von 16. bis 20. September 2019 fand in Wien die Internationale Atomenergie-Organisation-Generalkonferenz statt

Afrika vereint sich! Ein Gigant am Horizont

Die Albanische Charmeoffensive Soft Power - durch Musik

Die diplomatische Gemeinschaft in Wien zählt ca. 18.000 DiplomatInnen

Afrika ist die neue ökonomische Destination für die meisten Länder

S.E. Mag. Enno Drofenik

Protokollchef des Außenministeriums Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres der Republik Österreich – Interview

Der schlafende Riese unter dem mediterranen Paradies

I.E. Vivian Okeke

Kostüme der Welt Wunder der Farben und Traditionen  

Botschafterin der Bundesrepublik Nigeria in der Republik Österreich – Interview

Diplomacy and Commerce – Slovenia wurde in Ljubljana präsentiert


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DIE EUROPÄISCHE ZENTRALBANK

SENKT DIE ZINSEN UND STARTET QUANTITATIVE LOCKERUNG

63. IAEO-GENERALKONFERENZ VON 16. BIS 20. SEPTEMBER 2019 FAND IN WIEN DIE INTERNATIONALE ATOMENERGIE-ORGANISATION-GENERALKONFERENZ STATT

AFRIKA VEREINT SICH! EIN GIGANT AM HORIZONT

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DIE ALBANISCHE CHARMEOFFENSIVE SOFT POWER - DURCH MUSIK

Die diplomatische Gemeinschaft in Wien zählt ca. 18.000 DiplomatInnen

Afrika ist die neue ökonomische Destination für die meisten Länder

S.E. MAG. ENNO DROFENIK

Protokollchef des Außenministeriums Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres der Republik Österreich – Interview

DER SCHLAFENDE RIESE UNTER DEM MEDITERRANEN PARADIES

I.E. VIVIAN OKEKE

KOSTÜME DER WELT WUNDER DER FARBEN UND TRADITIONEN

Botschafterin der Bundesrepublik Nigeria in der Republik Österreich – Interview

DIPLOMACY AND COMMERCE – SLOVENIA WURDE IN LJUBLJANA PRÄSENTIERT

Auch Sie können Ihr Land, Ihre Handelsgesellschaft oder Ihre Firma - in der Sonderausgabe „In Focus“ - darstellen!

Extramagazin „In Focus“ - als Sonderbeilage zu „Diplomacy and Commerce Austria“ Für alle Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Svetlana Nenadovic Glusac – Diplomacy & Commerce Austria – Direktor / Chefredakteur E-Mail: svetlana.nenadovic@diplomacyandcommerce.at / Tel.: ++43 699 105 99 608

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editorial

Inhalt

oktober

Guernica

Jedes Mal, wenn ich Picassos „Guernica“ im Museum der Königin Sofia in Madrid sehe, denke ich an den spanischen Bürgerkrieg und wie er 80 Jahre, nachdem Franco 1939 gewonnen hat, noch „unvollendet“ ist. In den Hallen nebenan sind weitere Dokumentationen aus dem Krieg zu sehen, aber auch solche, die nach Francos Sieg entstanden sind und in denen der „Wiederaufbau des Landes“ gefeiert wird. Im Ort Gernika im Baskenland trafen wir 2011 einen alten Mann in einem Café neben dem Schulhof, der uns erzählte, dass sie sich als Kinder im Keller der Schule versteckten, während „deutsche Flugzeuge Bomben abwarfen“. Dieser Krieg ist der älteste große Krieg, aus dem es noch lebende Veteranen gibt: 42 lebende Republikaner und 11 „Franquisten“. Natürlich haben wir alle die Republikaner „angefeuert“, aber in Ceuta, der spanischen Exklave in Marokko, von der aus Franco 1936 seinen Angriff startete, sah ich im Museum der Spanischen Legion ein Denkmal, das Francos Sieg gewidmet war. Der Roman von Ernest Hemingway, der auch selbst auf der Seite der Republikaner kämpfte, zeigt in seinem Roman „Wem die Stunde schlägt“, eine schaurige Beschreibung des Massakers an „Kulaken“ und „Hausherren“, das gerade von diesen Republikanern zu Kriegsbeginn verübt wurde. Einen Bürgerkrieg kann man nicht nur schwarz oder weiß betrachten, und dieser ist dazu noch einer der wenigen, in dem „nicht die Gewinner die Geschichte bestimmten“. Picasso malte sein Bild „Guernica“ in Paris 1939 und es bereiste die Welt, um sich dann im MoMa in New York niederzulassen. Auf Wunsch des Künstlers gelang es schließlich ins Museum der Königin Sofia in Madrid, aber erst 1981, sechs Jahre nach Francos Tod, den Picasso nicht mehr erlebte. Ein Freund erzählte mir, wie er vor ein paar Jahren mit seinem Fußballverein in Valencia war und beim Abendessen mit dem Vorstand der Gastgebermannschaft fragte: „Was halten Sie von Franco? “. Von den sieben Personen am Tisch äußerten sich sechs positiv und eine blieb neutral. Sie erwähnten auch ein seltsames Ritual der Republikaner, bei dem sie Skelette von Bischöfen, Priestern und Nonnen aus den Gräbern der Kirchen entfernten und sie auf der Straße zur Schau stellten, damit sich die Passanten über sie lustig machen konnten. War „der romantischste aller Kriege“ auch für Stalin und Hitler nur eine Probe dessen, was in Europa, ein halbes Jahr nach Francos Sieg in Spanien, noch kommen sollte? Wie können wir sicher sein, dass unsere politischen Vorstellungen und Einstellungen zu den aktuellen Ereignissen in der Welt korrekt sind, wenn wir auch 80 Jahre nach dem Ende des spanischen Bürgerkriegs noch nicht wissen, was da eigentlich passiert ist? Die Berücksichtigung aller Parteien und aller Argumente sowie die historische Distanz sind notwendig, um ein einigermaßen korrektes Urteil zu fällen. Und gerade das fehlt uns in der heutigen Zeit der sozialen Netzwerke, „der Reaktionsschnelligkeit“ und „der kurzen Zündschnuren“.

Nat ionalfeiertage

01

China Jahrestag der Gründung der

Volksrepublik China (1949)

01

Nigeria Nationalfeiertag

05

Interview S.E. Mag. Enno Drofenik

Protokollchef des Außenministeriums Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres der Republik Österreich

08

Interview I.E. Vivian Okeke

Botschafterin der Bundesrepublik Nigeria in der Republik Österreich

01

Zypern Jahrestag der Erklärung der

Unabhängigkeit im Jahre 1960

02

Guinea Jahrestag der Erklärung der

Unabhängigkeit im Jahre 1958

03

Deutschland Tag der Deutschen Einheit

03

Irak Unabhängigkeitstag / Independence Day

03

Korea National Foundation Day

09

Uganda Unabhängigkeitstag

12

ROBERT Coban

Publisher / Herausgeber

Spanien Gedenktag an die Entdeckung Amerikas

26

12 www.diplomacyandcommerce.at Svetlana Nenadovic Direktor / Chefredakteur

svetlana.nenadovic@diplomacyandcommerce.at

Jakob Riess Journalist

Vladimir Dudas Design

Robert Coban

Publisher / Herausgeber

robert.coban@diplomacyandcommerce.at

63. IAEOGeneralkonferenz

51

Albrecht Dürer Spektakuläre Schau des Renaissance-Genies

Österreich Nationalfeiertag

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Turkmenistan Tag der Unabhängigkeit

28

Griechenland Tag des Widerstandes - OXI Tag

28

Tschechien

”Color Media Communications” LTD, 21132 Petrovaradin, Štrosmajerova 3 TIN 107871532 • Matriculation number 20887303 · Phone: +381 21 4897 100 • Fax: +381 21 4897 126 Office: Vase Čarapića 3/IV/38, Belgrade • 011 4044 960 Verteilung: CIP - Katalogizacija u publikaciji Biblioteke Matice Srpske, Novi Sad 33 Diplomacy & Commerce / glavni i odgovorni urednik Žikica Milošević, 2016, br. 1 (mart)-.Novi Sad: Color Media Communications, 2016 - , -33cm Mesečno. ISSN 2466-3808 = Diplomacy & Commerce COBISS.SR-ID 303269895

Unabhängigkeitstag (1918)

29

Türkei Tag der Republik (1923)

3


d e parture s & ar r i vals Fotos: Präsidentschaftskanzlei

Neue Botschafter in Österreich Überreichung von Beglaubigungsschreiben an Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Am 18. September empfing Bundespräsident Alexander Van der Bellen sechs neue Botschafter zur Überreichung ihrer Beglaubigungsschreiben in der Präsidentschaftskanzlei. So haben: S.E. Ralf Beste, neu ernannter Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, S.E. Albert Hendrik Gierveld, Botschafter des Königreichs der Niederlande, S.E. Prinz Abdullah Bin

Khaled Bin Sultan Al Saud, Botschafter des Königreichs Saudi Arabien, S.E. Sultan Salmeen Al-Mansouri, Botschafter von Katar, S.E. Juan Carlos Ojeda Viglione, Botschafter der Republik Östlich des Uruguay, und S.E. Nom Piseth, Botschafter des Königreichs Kambodscha – ihre Beglaubigungsschreiben an Bundespräsident Alexander Van der Bellen überreicht.

S.E. Ralf Beste, neu ernannte Botschafter der Bundesrepublik Deutschland

S.E. Prinz Abdullah Bin Khaled Bin Sultan Al Saud, Botschafter des Königreichs Saudi Arabien

S.E. Albert Hendrik Gierveld, Botschafter des Königreichs Niederlande

S.E. Sultan Salmeen Al-Mansouri, Botschafter von Katar

S.E. Juan Carlos Ojeda Viglione, Botschafter der Republik Östlich des Uruguay

S.E. Nom Piseth, Botschafter des Königreichs Kambodscha

Die Verabschiedung des Botschafters der Vereinigten Arabischen Emirate, S.E. Hamad Alkaabi Der Generalsekretär für Auswärtige Angelegenheiten, Botschafter Dr. Johannes Peterlik, lud zur Verabschiedung S.E. des Botschafters der Vereinigten Arabischen Emirate, Hamad Alkaabi. Der Empfang fand am Donnerstag, dem 26. September, im Alois Mock-Saal des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äusseres statt. Doch S.E. Alkaabi  bleibt  Wien treu und wechselt von der Position des Botschafters der VAE zur neuen Position - Ständiger Vertreter die VAE bei der bei der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien.

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Foto: Diplomacy and Commerce


Politik / Diplomatie

Tekst: Svetlana Nenadovic-Glusac

Die diplomatische Gemeinschaft in Wien zählt ca. 18.000 DiplomatInnen Es ist wichtig, dass sich alle Diplomaten und Diplomatinnen in Wien wohl füllen

S.E. Mag. Enno Drofenik Botschafter und Protokollchef des Außenministeriums Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres der Republik Österreich - Interview

S.E. Mag. Enno Drofenik studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und begann seine Kariere in der Abteilung für multilaterale Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für Auswärtige Angelegenheiten (1987-1999). Darauf folgten Posten bei den Vereinten Nationen (UN) in Wien (1999-2000), dann erste Auslandsposten in Japan, in der Österreichischen Botschaft in Tokyo (2000-2003) und in New York. Nach seiner Rückkehr nach Österreich arbeitete er im Büro des Generalsekretärs im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (2006-2010), danach übernahm er die Leitung desselben Büros (2010-2013). Anschließend übernahm Herr Drofenik das Amt des österreichischen Botschafters in Thailand, wo er auch akkreditierter Botschafter für die Länder Myanmar, Laos und Kambodscha war (2013-2017). 2017 kehrte S.E. Enno Drofenik aus Thailand vom Amt des Botschafters zum Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseress zurück und übernahm die Position des Abteilungsleiters für die Abteilung I.1. Der charmante Diplomat ist ein gerngesehener Gast bei allen Empfängen ausländischer Botschaften in Wien und wird von allen in diplomatischen Kreisen als Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres der Republik Österreich anerkannt.

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Es ist wichtig, dass sich die diplomatische Gemeinschaft in Wien wohl fühlt. Wir sehen uns als Serviceeinrichtung und sind bemüht, für die wichtige Arbeit der ausländischen Diplomaten förderliche Rahmenbedingungen zu schaffen Für das Magazin „Diplomacy and Commerce Austria“ sprachen wir mit Herrn Mag. Enno Drofenik über Diplomatie als Beruf und darüber, was der Beruf eines Diplomaten im Ausland alles miteinbezieht, über das Protokoll, die Besuche ausländischer Beamter, die Komplexität von Zeremoniell-, Etikette- und Rangfragen, die Privilegien und Immunität ausländischer Diplomaten in Österreich und zu vielen anderen Themen, die mit der Welt der Diplomatie verbunden sind.

Sie sind vor zwei Jahren vom Botschafterposten in Thailand zurückgekehrt. Fällt es Ihnen leichter, im Bundesministerium in Österreich zu arbeiten, oder liegt Ihnen eher das diplomatische Engagement im Ausland?

Meine derzeitige Aufgabe als Protokollchef des Außenministeriums macht mir viel Freude. Es ist wichtig, dass sich die diplomatische Gemeinschaft in Wien wohl fühlt. Wir sehen uns als Serviceeinrichtung und sind bemüht, für die wichtige Arbeit der auslän-

dischen Diplomaten förderliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Wien ist einer der Hauptsitze der Vereinten Nationen, und die multilaterale Diplomatie ist ein Kernbereich der österreichischen Außenpolitik. Können Sie durch Ihre Aufenthaltszeit in den Ländern Parallelen und Unterschiede zwischen Japan, den USA und Thailand erkennen? 

Die verschiedenen Posten auf denen ich gedient habe - Japan, die USA und Thailand - sind sicherlich Vertreter verschiedener Kulturkreise und unterschiedlich aufgebauter Gesellschaften. Wichtig ist es, sich auf das jeweilige kulturelle Umfeld einzulassen, nicht nur um sich im Land wohl zu fühlen, sondern vor allem um die dortigen Handlungsweisen und Positionierungen besser verstehen zu können. 5


Politik / Diplomatie

S.E. Enno Drofenik und EU-Kommissar Johannes Hahn / Foto: Mahmoud Ashaf

Was sind Ihrer Meinung nach die Vor- und Nachteile der Position des Diplomaten bei der Arbeit im Ausland?

Aus meiner Sicht ist die schönste Seite der Arbeit im Ausland, dass man einen privilegierten Zugang zu den interessantesten Gesprächspartnern aus Politik, Wirtschaft und Kultur genießt; eine einzigartige Möglichkeit ein neues Land umfassend kennen zu lernen und seinen persönlichen Horizont zu erweitern. Auch der ständige Wechsel der Aufgaben macht den Beruf interessant und bereichernd. Gleichzeitig muss man natürlich sagen, dass ein häufiger Wohnsitzwechsel einige Herausforderungen für Ehegatten und Kinder mit sich bringt.

Wenn Sie es sich aussuchen könnten, in welches Land würden Sie gerne als Botschafter gehen?

Ich bin grundsätzlich sehr flexibel. An oberster Stelle steht jedoch, dass sich meine Frau und mein Sohn in dem jeweiligen Land wohlfühlen.

Hilft Ihnen die Tatsache, dass Sie selbst Diplomat sind, andere Diplomaten, die als Bot-

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schafter in Österreich tätig sind, besser zu verstehen?

Die Erfahrung, selbst als Botschafter bzw. Diplomat im Ausland gedient zu haben, halte ich in meiner Position für sehr wichtig. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele Fragen, die Außenstehenden unter Umständen trivial erscheinen, wie bspw. Schulfragen, Personalfragen, Parkplätze, etc., die tägliche Arbeit sehr belasten und wichtige Kapazitäten unnötig binden können. Ich sehe es daher als Aufgabe der Protokollabteilung, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten soweit wie möglich Hilfe zu leisten. Verlangen die Diplomaten in einigen Fällen zu viel Privilegien und Immunität?

Die Privilegien und Immunitäten der Diplomaten sind in der Wiener Diplomatenkonvention (WDK) und der Wiener Konsularkonvention (WKK) festgelegt und dienen dazu, das ungehinderte Funktionieren der Vertretungen sicherzustellen, sollen jedoch nicht zur Bevorzugung einzelner führen. Grundsätzlich haben sich alle Diplomaten an die Gesetze des Empfangsstaates zu halten. Die diplomatische Gemeinschaft in Wien, die ca. 18.000 Berechtigte

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Diplomacy and Commerce

Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres der Republik Österreich Abteilung I.1. Betreuung der ausländischen Vertretungsbehörden und der internationalen Organisationen in Österreich; Privilegien und Immunitäten; Legitimationskarten, Diplomatenverzeichnisse, Zollfreischreibungen; Fragen der internationalen Courtoisie; zwischenstaatliche Zeremoniell-, Etikette- und Rangfragen; Ordensangelegenheiten; protokollarische Vorbereitung und Betreuung von Staatsbesuchen, Veranstaltungen und anderen Besuchen


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

umfasst, hat Verständnis für diese Regeln. Bei Verkehrsdelikten wird unsererseits jedenfalls die Kooperation der Vertretungen erwartet. Dies ist ein Bereich, der von der Allgemeinheit sorgfältig beobachtet wird und für das Bild der Diplomaten und der Diplomatie in der Öffentlichkeit ausschlaggebend ist. Diejenigen Vertretungen und Organisationen, die mangelnde Kooperation zeigen werden in der Regel zu Gesprächen in die Protokollabteilung eingeladen. Können Sie uns als Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres sagen, ob es ein Standardprotokoll bei offiziellen Besuchen ausländischer Beamter gibt oder ob es sich von Land zu Land unterscheidet?

Im internationalen Bereich ähneln sich die Protokollvorschriften weitgehend in Bezug auf Besuche ausländischer Staats- und Regierungschefs, wobei aber nach wie vor gewisse Unterschiede zwischen den Ländern bestehen. Die Protokollfragen werden daher jeweils mit einer ausländischen Vorausdelegation besprochen, um allfällige Missverständnisse zu vermeiden.

Foto: Präsidentschaftskanzlei

Das Protokoll im Wesentlichen hat die Aufgabe, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich alle wohlfühlen. Wenn man hierfür manchmal Regeln flexibel auslegen muss, ist das legitim. Das Protokoll ist kein Korsett, das einengt, sondern ein Paar Stützräder, das man bei Bedarf heranzieht.

Wie groß muss das Team sein, um den Staatsbesuch einer ausländischen Delegation vorbereiten zu können?

Ihre Abteilung ist für Zeremoniell-, Etikette- und Rangfragen bei offiziellen Besuchen zuständig. Erkennen Sie manchmal einen Fehler bei anderen sofort und stört Sie das generell?

Es ist natürlich eine Art von Betriebskrankheit, dass man auch als Gast bei offiziellen Anlässen, den protokollarischen Arrangements besonderes Augenmerk gibt. Abweichungen von traditionellen Gepflogenheiten fallen natürlich auf. Ich würde diese aber nicht immer als „Fehler“ bezeichnen, da das Protokoll im Wesentlichen die Aufgabe hat, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich alle wohlfühlen. Wenn man hierfür manchmal Regeln flexibel auslegen muss, ist das legitim. Das Protokoll ist kein Korsett, das einengt, sondern ein Paar Stützräder, das man bei Bedarf heranzieht.

Der Staatsbesuch ist die höchste Form eines bilateralen Besuchs (mehrtägig unter Einbeziehung eines Bundeslands und mit erhöhtem protokollarischen Aufwand) und benötigt das Zusammenspiel zahlreicher Personen aus Außenministerium, Präsidentschaftskanzlei, Bundeskanzleramt, Innenministerium, Verteidigungsministerium und vielen anderen Stellen. Es fällt daher schwer, eine bestimmte „Teamgröße“ zu definieren. Sie waren kürzlich in Begleitung Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn von Thailand während ihres Besuchs in Österreich. In diplomatischen Kreisen sagt man, dass Thailand das komplizierteste Protokoll habe, zumindest wenn es um die Mitglieder der königlichen Familie gehe. Stimmt das?

Als ehemaliger Botschafter Österreichs in Thailand, hat Thailand natürlich einen besonderen Platz in meinem Herzen. Grundsätzlich kann man wohl sagen, dass Länder

mit einem monarchischen Staatsoberhaupt besonderen Wert auf gutes Protokoll legen.

Hatten ausländische Diplomaten angesichts der jüngsten Veränderungen in der politischen Szene Österreichs Angst, dass die zuvor getroffenen Vereinbarungen und geplanten Besuche, die die ehemalige Regierung gemacht hat, vielleicht nicht mehr gültig sein werden?

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Der Regierungswechsel hat zu keinem Bruch der außenpolitischen Arbeit geführt. Getroffene Vereinbarungen werden grundsätzlich beibehalten.

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Politik / Diplomatie

I.E. Vivian Okeke, Botschafterin der Bundesrepublik Nigeria in der Republik Österreich

Afrika ist die neue ökonomische Destination für die meisten Länder Es gibt mehrere Länder, die daran interessiert sind, in Afrika generell, und im Besonderen in Nigeria, zu investieren.

I.E. Vivian Okeke Botschafterin der Bundesrepublik Nigeria in der Republik Österreich

I. E. Vivian Okeke ist seit vielen Jahren im Außenministerium von Nigeria beschäftigt, wo sie verschiedene Positionen innehatte und ihre politische Karriere aufbaute. Frau Okeke ist verheiratet und Mutter von vier erwachsenen Kindern, drei Töchtern und einem Sohn. Frau Okekes vorhergehende Position im Außenministerium in Abuja war die der Leiterin der Abteilung für Amerika und Karibik. Dabei war Vivien Okeke für mehrere Länder dieser beiden wichtigen Kontinente verantwortlich. (Sie war verantwortlich für die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen  zwischen Nigeria und den Vereinigten Staaten von Amerika, 8

Kanada, Mexiko, Brasilien, Venezuela, Kuba, Ecuador, Kolumbien, Jamaika, Trinidad und Tobago sowie mehreren anderen lateinamerikanischen und karibischen Ländern).

Neben dem oben genannten Sektor war Frau Okeke stellvertretende Direktorin der Abteilung der Vereinten Nationen im Außenministerium von Abuja, wo sie sich für die Auf-

Nigeria unterhält freundschaftliche politische Beziehungen mit Österreich und die ökonomischen Beziehungen haben einen gegenseitigen Handelswert von 200 Millionen US-Dollar. Die wichtigsten Handelswaren sind Rohöl und Textilien (Spitzenstoffe). Viele österreichische Unternehmen sind in der Dienstleitungsindustrie in Nigeria aktiv, vor allem in der elektrischen/ energieversorgenden Infrastruktur, Krankenhausausstattung, erneuerbarer Energie und technologischen Lösungen.

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gaben der nuklearen Abrüstung, des Übereinkommens über chemische Waffen, des Übereinkommens über biologische Waffen und anderer Massenvernichtungswaffen einsetzte. Darüber hinaus ist Frau Okeke an der Arbeit vieler Organisationen beteiligt und ist Teilnehmerin an Konferenzen internationaler Organisationen, darunter auch an der Konferenz über die Stellung der Frau (UN), der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) und der jährlichen ordentlichen Tagung der Internationalen AtomenergieOrganisation (IAEO). Seit 2017 ist I.E. Vivian Okeke Botschafterin der Bundesrepublik Nigeria in der Republik Österreich und der Slowakei sowie Ständige Vertreterin von Nigeria bei den Internationalen Organisationen in Wien. Im Interview für das Magazin „Diplomacy and Commerce“ sprachen


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Lagos City

wir mit der nigerianischen Botschafterin Vivian Okeke über die Anzahl der nigerianischen Diaspora, über die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen Nigerias mit der EU, mit Österreich und dem Rest der Welt, über die Afrikanische Union (Gründung des African Continental Free Trade Agreement (AfCFTA)), darüber, wer Nigerias wichtigste Wirtschaftspartner sind, über die Ölvorkommen und ihre Bedeutung für Nigeria, sowie über die islamistische Terrororganisation Boko Haram, deren Tätigkeit ein großes Problem für Nigeria darstellt. Nigeria stellt mit seinen 180 Millionen Einwohnern den Staat mit der größten Einwohnerzahl in Afrika dar. Wissen Sie, wie groß die Diaspora in Österreich, in der EU und überhaupt in der ganzen Welt ist?

Nigeria ist der bevölkerungsreichste schwarze Staat auf der Welt. Von über 180 Millionen Nigerianern im Jahr 2016 waren etwa 70% unter 35 Jahre alt, während über 41% unter 15 waren. Dies bedeutet, dass die Jugend von Nigeria in der eindeutigen Mehrheit ist. Konsequenterweise ist die Rate der Emigration bei vielen Nigerianern in die Diaspora hoch. In Österreich haben wir etwa 10.000 Nigerianer, von denen die meisten in Wien leben. Nigerianer leben in großer Zahl in anderen Teilen der EU, sowie in Amerika und Asien.

Bevor Sie die nigerianische Botschafterin in Österreich wurden, waren Sie Leiterin der Ab-

Das African Continental Free Trade Agreement beantragt die Kreierung eines einheitlichen Marktes für Waren und Dienstleistungen, mit Reisefreiheit von Menschen und Investitionen in über 55 Staaten. Nigeria wird seine enormen Bevölkerungs- und Marktpotentiale maximieren, um eine aktive Rolle bei der Implementierung des AfCFTA zu spielen teilung für Amerika und die Karibik und damit auch für die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Nigeria und den Vereinigten Staaten von Amerika, Kana-

da, Mexiko, Brasilien, Venezuela, Kuba, Ecuador, Kolumbien, Jamaika, Trinidad und Tobago verantwortlich. Welche Beziehungen hat Nigeria zu diesen Ländern aufgebaut?

Nigerias Verhältnisse zu vielen von diesen Staaten sind langjährig und ziemlich stabil, vor allem in den Bereichen des Handels und der kommerziellen Beziehungen sowie der politischen Zusammenarbeit. Als ich in den USA arbeitete, führte ich ein Geschäfts- und Investmentforum und meiner Erfahrung nach gab es viele Möglichkeiten für gegenseitige Investitionen und Handel zwischen Nigeria und den USA. Das, was nötig ist, sind Möglichkeiten, dass es Inhabern kleiner und mittelgroßer Unternehmen ermöglicht wird, ihre Geschäftspartner zu treffen und bedeutungsvolle Austäusche zu etablieren. Wir haben auch kulturell starke Verbindungen zu einigen lateinamerikanischen und karibischen Ländern. Wir führen den Ausbau und die Förderung dieser Verbindungen durch unsere Diplomatie weiter. Was für politische und wirtschaftliche Beziehungen pflegt Nigeria zur EU und Österreich, und worin sehen Sie das Potenzial zu einer stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit?

Nigerias politische und ökonomische Beziehungen zur EU sind ziemlich robust und freundschaftlich. Diese Beziehungen werden im Rahmen des größeren Cotonou Abkommens (2000 – 2020) und letztlich der gemeinsamen AfrikaEU-Strategie (2007), die von den afrikanischen Staatsoberhäuptern und Regierungen der AU und der EU unterschrieben wurden, geregelt. Die Kooperation zwischen der EU und Nigeria wuchs und erweiterte sich besonders innerhalb des letzten Jahrzehntes mit dem Dokument EUNigeria Joint Way Forward, das im Jahre 2009 unterschrieben wurde. Darüber hinaus haben Nigeria und 9


Politik / Diplomatie

die EU ein strategisches Dokument, dass den Fokus auf die Sektoren der Zusammenarbeit von 2014 bis 2020 umreißt. Dies ist das sogenannte National Indicative Programme for Nigeria (Nationales Richtprogramm für Nigeria), das unter dem 11-ten Europäischen Etwicklungsfond (EDF) implementiert wird. Es gibt auch eine solide ökonomische Zusammenarbeit mit mehreren EU Investoren in den Bereichen Energie, Klima- und Umweltmaßnahmen und Qualitätsinfrastruktur. Die EU und Nigeria haben eine sehr produktive Zusammenarbeit, die ordnungspolitische Fragen und Menschenrechte, Sicherheit, Terrorismusbekämpfung, humanitäre Unterstützung, Krisen- und Krisenfolgehilfe umfasst. Die Strategie der Zusammenarbeit fokussiert sich auf Reformen der Politikgestaltung – auf allen drei Ebenen der Regierung – den Kampf gegen Korruption; Migration und Menschenhandel und auf den Kampf gegen organisiertes Verbrechen und Reformen in der Justiz. Sie fördert auch die Verbesserung von Aufsicht und Überwachungskapazitäten von nichtstaatlichen Akteuren und der Massenmedien. Nigerias politische Beziehung mit Österreich sind auch freundschaftlich und die ökonomischen Beziehungen haben einen gegenseitigen Handelswert von rund 200 Millionen USDollar. Die wichtigsten Handelswaren sind Rohöl und Textilien (Spitzenstoffe). Viele österreichische Unternehmen sind auch in der Dienstleitungsindustrie in Nigeria aktiv, vor allem in der elektrischen/energieversorgenden Infrastruktur, Krankenhausausstattung, erneuerbarer Energie und technologischen Lösungen. Experten sind der Meinung, dass Afrika in der Zukunft der reichste Kontinent sein wird. Mit der Gründung des African Continental Free Trade Agreement (AfCFTA) und der Einführung des Freihandelsabkommens entstehen neue Gelegenheiten für die Prosperität dieses Kontinents. Warum zögerte Nigeria mit seinem Beitritt zum AfCFTA und befand sich damit unter den letzten Staaten, die unterzeichneten?

Zuerst möchte ich betonen, dass Nigeria an der Spitze des Entschlusses war, mit der AfCFTA in ihren anfänglichen Phasen zu verhandeln und dass es ein sehr aktiver Teilnehmer während der Verhandlungen war. Nigeria zögerte das AfCFTA zu unterschreiben, nicht aus dem Grund, dass die Idee nicht lobenswert war oder als Ablehnung des 10

kleine und mittlere Unternehmer zu schaffen, um sich zu entwickeln und gegen die Konkurrenz antreten zu können und damit Jobs für die arbeitslose Jugend zu schaffen. Es wurde angekündigt, dass 2020 das visumfreie Reisen innerhalb der Zone für alle Einwohner der Länder, die das Abkommen unterzeichneten, möglich sein wird und dass zu diesem Zeitpunkt auch der Pass der Afrikanischen Union eingeführt werden wird. Was bringt diese Veränderung den einzelnen Einwohnern und was bedeutet sie für die Wirtschaft?

Handelsabkommens, sondern weil die Regierung Zeit brauchte, um dies mit den wichtigsten Interessensvertretern im Land zu besprechen, damit sie, die industriellen Unternehmer in Nigeria, sich auf die Veränderungen, die stattfinden werden, vorbereiten können. Nach den nötigen Konsultationen unterschrieb Nigeria das Handelsabkommen und wir sehen nun enthusiastisch seiner Implementierung entgegen. Die beiden wirtschaftlich stärksten Länder des afrikanischen Kontinents sind die Republik Südafrika und Nigeria. Außerdem ist Nigeria mit seinen fast 200 Millionen Einwohnern das wirtschaftlich wichtigste Land. Wie sehen die Prognosen aus

und was erwartet Nigeria von seiner Mitgliedschaft im AfCFTA?

Das African Continental Free Trade Agreement beantragt die Kreierung eines einheitlichen Marktes für Waren und Dienstleistungen, mit Reisefreiheit von Menschen und Investitionen in über 55 Staaten. Nigeria wird seine enormen Bevölkerungs- und Marktpotentiale maximieren, um eine aktive Rolle bei der Implementierung des AfCFTA zu spielen. Von gesteigerten Warenlieferungen und Dienstleistungen in alle Subregionen der ECOWAS, inklusive Arbeitskräften, wird erwartet, dass sie einen positiven Einfluss auf die Wirtschaft von Nigeria haben werden. Nigeria erwartet zudem, dass es seine Mitgliedschaft dazu nutzen kann, Möglichkeiten für

Nigerias finanzielle Einnahmen aus Erdöl- und Erdgasexporten waren seit einem halben Jahrhundert eine Unterstützung der Wirtschaft. Sie haben das Land in eine privilegierte Position im Bezug auf die Finanzierung seines nationalen Entwicklungsplans gebracht.

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Von der Reisefreiheit für Menschen, obwohl sie etwas später kommen wird, wird erwartet, dass sie die grenzenlose Mobilität von Waren katalysiert und die Integration auf dem Kontinent verbessert. Trotz des Problems der Unsicherheit, die verschiedene Teile des Kontinents plagt, ist es wichtig sicherzustellen, dass die Leute sich so frei wie die Waren bewegen können, damit die ökonomische Prosperität, die wir uns durch die AfCFTA vorstellen, weiter gedeihen kann.

Nigeria ist eines der wichtigsten Exportländer von Erdöl der Welt. Wie wichtig ist Erdöl als Ressource für die Wirtschaft Ihres Landes?

Nigerias finanzielle Einnahmen aus Erdöl- und Erdgasexporten waren eine Unterstützung der Wirtschaft seit einem halben Jahrhundert. Sie haben das Land in eine privilegierte Position im Bezug auf die Finanzierung ihres nationalen Entwicklungsplans gebracht. Jedoch hat Nigeria vor kurzem begonnen, andere Sektoren zu erforschen, die noch mehr Potential haben, die Wirtschaft zu stabilisieren und wir stellen uns auf die Seite der Nachhaltigkeit. Diese Sektoren umfassen Landwirtschaft, Energie und Bodenschätze sowie dem enormen Marktpotential aufgrund des demografischen Vorteils von einer mehrheitlich jungen Bevölkerung, das wiederum vergleichsweise billige Arbeitskraft für Investoren in allen Sektoren der Wirtschaft bedeutet. Der Staat hat bedeutende Reformen durchgeführt, besonders im Bereich des Finanzmanagements, um die Korruption zu bekämpfen und die Wirtschaft zu diversifizieren. An der politischen Front wird das Land als entstehende Demokratie gesehen. Allerdings ist es im Norden mit radikal-islamistischem Widerstand konfrontiert – der Boko Haram – und erneuter Instabilität in anderen Teilen des Landes.


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Welche Wirtschaftszweige neben dem Erdölexport, der die größte nigerianische Ressource ist - haben das größte Potenzial?

Nigeria hat eine große Ressource an menschlicher Arbeitskraft, die hauptsächlich aus einer großen, geschulten Population besteht. Dies fördert den Großteil der sekundären und tertiären Sektoren der nigerianischen Ökonomie. Jedoch sind die primären Sektoren der nigerianischen Ökonomie Landwirtschaft, Erdöl und Erdgas. Die Landwirtschaft in Nigeria hat ein großes Potential wegen der sehr großen anbaufähigen Landstriche und den vorteilhaften Klimabedingungen. Die Regierung lädt Investoren, vor allem im Bereich der Verarbeitung von Agrarerzeugnissen, ein.

Experten nach, ist China einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Afrikas geworden. Wie viele Investitionen hat China in Nigeria und welche anderen Länder zeigen ein Interesse daran, in die nigerianische Wirtschaft zu investieren?

China hat eine beträchtliche Anzahl von Investitionen in Nigeria und dem Rest von Afrika, aber neben China gibt es viele andere Partner, die EU inklusive. Da Afrika die neue ökonomische Destination für die meisten Länder ist, gibt es mehrere Länder, die daran interessiert sind, in Afrika generell und in Nigeria im Besonderen, zu investieren.

Sie waren auch stellvertretende Direktorin der Abteilung der Vereinten Nationen, innerhalb des Außenministeriums in Abuja, wo Sie sich für die nukleare Abrüstung, für das Übereinkommen über chemische Waffen, für das Übereinkommen über biologische Waffen und das Verbot anderer Massenvernichtungswaffen einsetzten. Was ist die offizielle Stellung Nigerias zu diesem Thema?

Die Haltung, die Nigeria zu diesem Thema einnimmt, ist ziemlich einfach und sie ist auf das Engagement für den internationalen Frieden und die Sicherheit zurückzuführen. Wir glauben, dass die Nichtverbreitung von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen die Welt zu einem besseren und sicheren Ort machen würde, denn ein Atomwaffenkrieg kann nicht gewonnen werden und sollte auch nicht geführt werden. Wir haben auch alle relevanten internationalen Verträge unterzeichnet, um diese Idee zu fördern - wie

Boko Haram stellte Nigerias sozioökonomischen Fortschritt im letzten Jahrzehnt vor ernste Herausforderungen. Jedoch hat sich auch die nigerianische Regierung in dieser Zeit keine Auszeit genommen. Die Regierung hat zahlreiche Initiativen ergriffen, um die Boko-Haram-Sekte zu schwächen, ihre Angriffe einzuschränken und Normalität in den vom Aufstand betroffenen Gebieten wiederherzustellen. den Atomwaffensperrvertrag, den Kernwaffenteststopp-Vertrag und den Atomwaffenverbotsvertrag. Wir hoffen weiterhin, dass wir eines Tages in einer Welt ohne Angst vor Atomkriegen und gegenseitiger Zerstörung leben werden. Außerdem sind wir uns dessen bewusst, das chemische und biologische Waffen, wie auch Kleinwaffen und leichte Waffen, in Konfliktsituationen ein großes Problem sein können, vor allem für Frauen und Kinder, und arbeiten deswegen mit unseren Partnern weltweit daran, dass chemische und biologische Waffen verboten werden und dass die Nutzung von Kleinwaffen und leichten Waffen reguliert wird. Während Nigeria mit großen Schritten in Richtung Prosperität schreitet, stellen die Aktivitäten der islamistischen Terrororganisation Boko Haram ein großes Problem dar. Wie bekämpft der Staat diese Aktivitäten und inwiefern haben Sie

einen Einfluss auf die Entwicklung von Nigeria?

In der Tat, Boko Haram stellte Nigerias sozio-ökonomischen Fortschritt im letzten Jahrzehnt vor ernste Herausforderungen. Jedoch hat sich auch die nigerianische Regierung in dieser Zeit keine Auszeit genommen. Die Regierung hat zahlreiche Initiativen ergriffen, um die Boko-Haram-Sekte zu schwächen, ihre Angriffe einzuschränken und die Normalität in den vom Aufstand betroffenen Gebiete wiederherzustellen. Einige davon sind gemeinsame Militäreinsätze mit Niger, Kamerun und dem Tschad, unter dem Namen Multinational Joint Task Force; es wurden außerdem gemeinsame zivile Sondereinheiten eingerichtet; eine Sensibilisierung und Orientierung der Bevölkerung wurde vorgenommen; es wurden Antiterrorgesetze verabschiedet und internationale Terrorismusmaßnahmen domestiziert; weitere Schritte, die vorgenommen worden sind, sind Wiederaufbau, Rehabi-

litation und Neuansiedlung; eine Initiative für sichere Schulen wurde gegründet; Deradikalisierungsprogramme; die Mittelzuweisung für die betroffenen Gebiete wurde erhöht und vieles mehr. Viele dieser Initiativen wurden mithilfe von zahlreichen internationalen Partnern, die Europäische Union miteingeschlossen, entwickelt und durchgeführt. Ende Juli diesen Jahres wurden sechs Mitarbeiter der internationalen Hilfsorganisation Action Against Hunger entführt. Darüber wurde weltweit berichtet. Wie sehr zerstören diese Tätigkeiten von terroristischen Gruppen das Bild von einem modernen Nigeria?

Über die Entführung wurde weltweit berichtet, jedoch hat  keine terroristische Organisation die Verantwortung für diese Entführung übernommen. Unabhängig vom Sachverhalt, der diesen Fall betrifft, kann ich sagen, dass die Tätigkeiten der Aufständischen Nigeria doch ein negatives Image in der internationalen Gemeinschaft verliehen haben. Sie haben auch Angst und Unsicherheit bei Ausländern verursacht, was diese davon abhält, Nigeria weder geschäftlich noch touristisch zu besuchen. Deshalb kämpfen die Regierung und alle Beteiligten weiterhin hart dafür, dass der Aufstand bald Geschichte ist. Wir zählen auf die Unterstützung aller wohlwollenden Partner, um im Nordosten Nigerias wieder Normalität herstellen zu können. 11


Politik / Diplomatie

63. IAEO-Generalkonferenz Von 16. bis 20. September 2019 fand in Wien die Internationale Atomenergie-Organisation-Generalkonferenz statt Generalkonferenz bekräftigt die Schlüsselrolle der IAEO bei der Förderung der friedlichen Nutzung von Nuklearwissenschaft und -technologie Die 63. jährliche Generalkonferenz der IAEO ist abgeschlossen mit Auflösungen bei der Erleichterung der Entwicklung und Nutzung der Nuklearwissenschaft und -technologie für Frieden, Gesundheit und Wohlstand in der Welt bekräftigt die Bedeutung der Rolle der Agentur angenommen. Die alljährlich in Wien abgehaltene Generalkonferenz bietet allen IAEO-Mitgliedstaaten die Gelegenheit, Fragen im Zusammenhang mit der laufenden Arbeit, dem Budget und den Prioritäten der IAEO gemeinsam zu erörtern. In diesem Jahr nahmen über 3.000 Teilnehmer an der Veranstaltung teil, darunter Delegierte aus 152 der 171 Mitgliedstaaten der IAEO sowie aus internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und den Medien. In seiner Eröffnungsrede hob Cornel Feruta, amtierender IAEOGeneraldirektor, das einzigartige Leistungsspektrum der IAEO auf dem Gebiet der Nuklearwissenschaft und -technologie hervor und wie diese direkt zur Erreichung von neun der 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung beitragen. Feruta betonte auch die wesentliche Rolle der Agentur bei der Überprüfung, dass Kernmaterial nicht von friedlichen Aktivitäten abgelenkt wird, und ihre umfassende Arbeit, um den Mitgliedstaa12

Wissenschaftliches Forum und Nebenveranstaltungen

ten dabei zu helfen, nukleares und radioaktives Material und Technologien sicher zu halten. Die Konferenzdelegierten verabschiedeten Entschließungen zur Stärkung der Tätigkeiten der Agentur im Bereich der Nuklearwissenschaften, -technologien und -anwendungen. Stärkung der Tätigkeiten im Bereich der technischen Zusammenarbeit und Stärkung der Wirksamkeit und Effizienz der IAEO-Schutzmaßnahmen. Zwischen der Agentur und der Demokratischen Volksrepublik Korea wurden Resolutionen zur Umsetzung des NVV (Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen) und zur Anwendung der IAEO-Sicherheitsvorkehrungen im Nahen Osten verabschiedet. Weitere Entschließungen wurden zur nuklearen Sicherheit, zur Strahlenschutzsicherheit und zur nuklearen Sicherheit angenommen. Die Generalkonferenz billigte den Jahresabschluss der Agentur für 2018 sowie das Programm und den Haushaltsplan für 2020-2021.

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Bis zum Ende der 63. Generalkonferenz hatten sich 94 Mitgliedstaaten dem Fonds für technische Zusammenarbeit für 2020 verpflichtet. Während nicht alle Mitgliedstaaten ihre Beiträge zur Generalkonferenz zusagen, verpflichten sich so viele Länder - etwa 55% aller IAEO-Mitgliedstaaten - einen Datensatz darstellen. Der Gesamtbetrag, der für das Ziel des Fonds für technische Zusammenarbeit von 88,1 Millionen Euro für 2020 zugesagt wurde, beläuft sich auf 29.995.934 Euro, was 34,1% des Ziels entspricht. Dies ist auch die höchste Anzahl von Zusagen, die zum Ende einer IAEOGeneralkonferenz jemals eingegangen sind. Die Generalkonferenz wählte elf Länder für den Zeitraum 2019-2020 zum Mitglied des IAEO-Gouverneursrats mit 35 Mitgliedern. Die neu gewählten Vorstandsmitglieder sind: Estland, Ghana, Griechenland, Ungarn, Kuwait, Mongolei, Nigeria, Norwegen, Panama, Paraguay und Saudi-Arabien.

Während der Woche fanden insgesamt 86 Nebenveranstaltungen statt, die die auf der IAEO und in den Mitgliedstaaten geleistete innovative Arbeit unter Einsatz nuklearer Techniken zeigten. Ein zweitägiges wissenschaftliches Forum zum Thema «Ein Jahrzehnt voller Maßnahmen zur Krebsbekämpfung und zum weiteren Vorgehen». Das Forum bestand aus Experten, Regierungsvertretern und Wissenschaftlern aus 28 Ländern, die über die Erfolge und Herausforderungen auf dem Gebiet der Nuklearmedizin und der Krebsbekämpfung sprachen und Möglichkeiten zur Maximierung der Kapazitäten zur Bekämpfung der wachsenden Krebslast diskutierten. Prinzessin Chulabhorn , Präsidentin des Chulabhorn Research Institute in Thailand, hielt die Grundsatzrede. Zu den hochrangigen Rednern der Eröffnungssitzung gehörten Sika Kaboré , First Lady of Burkina Faso; Lalla Malika Mahamadou , First Lady von Niger; Elizabeth Zulema Tomás Gonzáles , Gesundheitsministerin in Peru; Sergey Kraevoy , stellvertretender Gesundheitsminister der Russischen Föderation; Douglas Lowy , amtierender Direktor des National Cancer Institute, Vereinigte Staaten von Amerika; Tedros Adhanom Ghebreyesus , Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (per Video), und Bandar Hajjar , Präsident der Islamic Development Bank Group.


Foto: Dean Calma / IAEA

Kandidaten die für IAEO-Generaldirektor nominiert sind Botschafterin Mikaela Kumlin Granit übernimmt den Vorsitz des IAEO-Gouverneursrats Die Regierungen von Argentinien, Burkina Faso, Rumänien und der Slowakei haben dem Gouverneursrat der Agentur Kandidaten für den IAEO-Generaldirektor vorgelegt. Argentinien hat Rafael Mariano Grossi nominiert. Burkina Faso hat Herrn Lassina Zerbo nominiert. Rumänien hat Herrn Cornel Feruta ernannt. Die Slowakei hat Frau Marta Žiaková benannt.  Die vier Kandidaten wurden gemäß den vom Vorstand am 1. August nach dem Tod von Generaldirektor Yukiya Amano vereinbarten Verfahren zur Ernennung eines neuen Generaldirektors ernannt. Der Verwaltungsrat entschied, dass der 5. September der Schlusstermin für den Eingang der Nominierungen war. Die Vorstandsvorsitzende Leena Al-Hadid, Botschafterin von Jordanien, informierte die IAEO-Mitgliedstaaten am 6. September über die Nominierungen, die sie innerhalb dieser Frist erhalten hatte. Der Verwaltungsrat erwartet die Ernennung eines Generaldirektors im Oktober und sieht in jedem Fall vor, dass die ernannte Person ihr Amt spätestens am 1. Januar 2020 antritt. Ein Kandidat muss eine Zweidrittelmehrheit im 35-köpfigen IAEO-Gouverneursrat haben, um ernannt zu werden. Wird keine Zweidrittelmehrheit erreicht, beginnt der Nominierungsprozess erneut. Die Ernennung eines neuen Generaldirektors durch den Verwaltungsrat wird der IAEO-Generalkonferenz zur Genehmigung vorgelegt.

Rafael Mariano Grossi (Argentinien)

Lassina Zerbo (Burkina Faso)

Cornel Feruta (Rumänien)

Die schwedische Botschafterin Mikaela Kumlin Granit übernimmt den Vorsitz des IAEO-Gouverneursrats Der Gouverneursrat der IAEO wurde von der Akklamationsbotschafterin Mikaela Kumlin Granit aus Schweden als  Vorsitzende des Gouverneursrats der IAEO für den Zeitraum 2019–2020 gewählt . Ihre einjährige Amtszeit beginnt heute. Sie ersetzt Botschafterin Leena Al-Hadid aus Jordanien. Während der eintägigen Sitzung wählte der Gouverneursrat die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, den Gouverneur von Aserbaidschan, Galib Israfilov, und den Gouverneur von Ägypten, Omar Amer Youssef, durch Zuruf. Elf Länder wurden neu gewählt, um im Zeitraum 2019–2020 dem 35-köpfigen IAEO-Gouverneursrat anzugehören. Die Wahl fand am Donnerstag, 19. September, auf der Plenarsitzung der IAEO-Generalkonferenz statt. Die neu gewählten Vorstandsmitglieder sind: Estland, Ghana, Griechenland, Ungarn, Kuwait, Mongolei, Nigeria, Norwegen, Panama, Paraguay und Saudi-Arabien. Für den Zeitraum 2019–2020 sieht die neue Zusammensetzung des IAEO-Vorstands mit 35 Mitgliedern wie folgt aus: Argentinien, Australien, Aserbaidschan, Belgien, Brasilien, Kanada, China, Ecuador, Ägypten, Estland, Frankreich, Deutschland, Ghana, Griechenland, Ungarn , Indien, Italien, Japan, Kuwait, Mongolei, Marokko, Niger, Nigeria, Norwegen, Pakistan, Panama, Paraguay, die Russische Föderation, Saudi-Arabien, Südafrika, Schweden, Thailand, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland Vereinigte Staaten von Amerika und Uruguay.

Marta Žiaková (Slowakei)

Hintergrund Herr Amano war seit 1957 der fünfte Generaldirektor der IAEO. Er wurde erstmals mit Wirkung vom Dezember 2009 in das Amt berufen und 2013 und 2017 wiedergewählt. Er verstarb am 18. Juli 2019. Yukiya Amano war von Dezember 2009 bis Juli 2019 Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) 

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On shifting ground

Nancy Pelosi launches an impeachment inquiry into Donald Trump As the Trump administration stonewalls Congress, Democrats reach for their most potent weapon

NANCY PELOSI has long been a Republican bogeyman. In 2018 Republican congressional candidates across America built her into a caricature of a wild-eyed, out-of-touch coastal liberal. In fact, Mrs Pelosi is among America’s most calculating politicians. That has frustrated some of those on the left of her caucus, but the leader of the House of Representatives knows that she owes her majority to moderates from conservative districts. For months, progressives pushed to open impeachment proceedings against Donald Trump, while Mrs Pelosi urged caution. On September 24th, though, she joined their calls, announcing that the House was “moving forward with an official impeachment inquiry.” Support for impeachment has spread from the Democratic caucus’s left flank to its centre. On the morning of Mrs Pelosi’s announcement, the Washington Post published an op-ed by seven moderate Democrats from swing districts with military or nationalsecurity backgrounds arguing that the president may have committed “an impeachable offence.” The previous day Adam Schiff, the reserved chair of the House Intelligence Committee, said that impeachment may be “the only remedy” to address Mr Trump’s conduct. Actually impeaching the president remains a long way off and is by no means certain. But it has moved from a theoretical to an actual possibility. The shift has been prompted by a whistleblower’s report that the Office of the Director of National Intelligence (ODNI) is withholding from Congress. Its precise contents are unknown, but it appears to concern Mr Trump allegedly putting pressure on Ukraine to launch a corruption investigation into Hunter Biden, who served

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The report appears to concern Mr Trump allegedly putting pressure on Ukraine to launch a corruption investigation into Hunter Biden, who served on the board of a Ukrainian oil firm, and whose father, Joe, is the Democratic presidential front-runner on the board of a Ukrainian oil firm, and whose father, Joe, is the Democratic presidential frontrunner. The Wall Street Journal reported that Mr Trump pressed Volodymyr Zelensky, Ukraine’s newly-elected president, eight times in one phone call to work with Rudolph Giuliani, the president’s personal lawyer, on a probe into the younger Mr Biden. According to the Washington Post, one week before that call Mr

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Trump ordered that $400m in military aid to Ukraine be withheld, and administration officials were told to lie about the reason it was being withheld. The money was released two months later, after a Democratic senator threatened to freeze $5bn in Pentagon funding. The whistleblower‘s report came to light on September 13th, when Mr Schiff announced that he had subpoenaed it and all related documents from Joseph Maguire, the acting DNI. Mr Schiff

argues that its withholding violates the Intelligence Community Whistleblower Protection Act. That law, passed in 1998, states that if a whistleblower brings an “urgent concern” to the Office of the Intelligence Community Inspector General (ICIG), and the ICIG determines the complaint to be credible, he will forward it to the ODNI, which has seven days to forward it to the House and Senate intelligence communities. The ICIG received a complaint on August 12th, determined it to be credible, then sent it to the ODNI on August 26th. There it has remained, in Mr Schiff’s words, “in a manner neither permitted nor contemplated under the statute.” The ODNI contends that the complaint does not meet the statutory definition of an “urgent concern”. It refers to “conduct by


someone outside the Intelligence Community,” hence unrelated to any “intelligence activity” that DNI supervises, and it therefore need not be sent to Congress. The ODNI did not reveal who “someone” was, though the president, being outside the intelligence community, could fit the bill. Mr Maguire will testify before the House on September 26th. Mr Trump has begun fighting back, initially by offering a fusillade of denials and rationalisations of his behaviour. First he said he withheld the funds because he was worried about “corruption” in Ukraine, potentially a legitimate concern, but presidents tend not to not use their personal lawyers for anti-corruption initiatives. He then said he withheld aid because “Europe and other nations” did not contribute to Ukraine’s defence, though that was not a condition of their appropriation. In the space of two sentences, he denied putting pressure on Ukraine, but then admitted “there was pressure put on with respect to Joe Biden.” That is one of two arguments at the heart of Mr Trump’s defence— that Mr Biden put pressure on Ukraine’s former president to get him to fire a prosecutor investigating his son. Mr Biden did urge Ukraine to more effectively combat corruption, and he urged the sacking of a prosecutor-general, whom America and other Western nations viewed as corrupt. But that prosecutor was not investigating Hunter Biden’s firm, and he was fired, as a Ukrainian anticorruption activist explained, “not because he wanted to do that investigation, but...because he failed that investigation.” A Ukrainian court found no evidence of wrongdoing at Mr Biden’s firm—so on the face of it Mr Trump was not so much asking Ukraine to dig up evidence as he was demanding that they manufacture it. Hunter Biden earning $50,000 per month while his father was vice-president is certainly unseemly, but if it is disqualifying for a politician’s children to trade on his name, Mr Trump should look closer to home. Mr Trump’s second argument is that there was no explicit quid pro quo—that he never overtly made aid to Ukraine conditional on its investigating Mr Biden’s son. But a quid pro quo need not be explicitly stated, only understood by both parties. And that is not the

Democrats hope to decide on impeachment by the end of the year. only impeachable offence being investigated. If what is alleged is true, Mr Trump invited a foreign nation to interfere in an American election. And in contrast to 2016, when he could argue he was simply the passive recipient of foreign aid, here he initiated contact. He leaned on a weaker country that desperately needed American money to fend off a stronger rival that had already invaded and claimed a significant chunk of territory. He used the power of his office and twisted American foreign policy for his personal benefit. Mr Trump said on September 24th he would release a transcript of his “perfect call” with Mr Zelensky. But the complaint certainly concerns more than just a single call. And Democrats will remember that before releasing Robert Mueller’s complete report, Mr Trump dispatched his attorney-general, William Barr, to

provide a misleading “summary”; they will no doubt fear a similar tactic this time. A couple of hours after Mrs Pelosi’s announcement, the White House relented, and said it would release the whistleblower’s complaint and let the whistleblower talk to congressional investigators. But that is just the end of the beginning. It marks yet another misstep caused by Mr Trump’s reflexive hostility to oversight. Had the ODNI simply released the report, it may well have faded into the background as evidence of just another breaking of norms from a norm-breaking president. But by starting a fight that he has now lost, Mr Trump got everyone to focus on the substance of the complaint. Democrats hope to decide on impeachment by the end of the year. That augurs a busy next couple of months for chairs of the

committees holding impeachment hearings, including Jerry Nadler of Judiciary, Elijah Cummings of Oversight, Maxine Waters of Financial Services and Adam Schiff of Intelligence. The sheer number of Mr Trump’s deeds being investigated introduces a risk of sprawl; Mrs Pelosi will need to keep her caucus focused and her chairmen on task. They will have to prosecute the case before the American people, not just preach to the converted. Winning over Republicans will be difficult. But shortly before Mrs Pelosi spoke, the Republicancontrolled Senate voted that the ICIG should release the complaint to their intelligence committee. It was a “sense of the Senate” resolution, so it was neither binding nor a law. But it passed unanimously, and Mitch McConnell, the majority leader, did not object.  From The Economist, published under licence. The original article, in English, can be found on www.economist.com

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Not going quietly

The Turkish rappers who rib the regime Sticking it to the man, sultan, Ottoman, Erdogan

“I GREW UP apolitical, I never voted, and all I cared about was vacation, travel, and debt,” a young man in a buttoned-up polo shirt says into the camera. “Now I’m too scared to tweet, I’m afraid of my own country’s police.” The camera pulls out. The man, it is revealed, is behind bars. Seated to his side is Sarp Palaur, better known as Saniser, a popular rapper. “Sorry to say, but this hopeless generation is your creation,” Mr Palaur snaps back at his cellmate. “The justice that was supposed to protect you will come knocking and break down your door...you didn’t say a word, which means you’re guilty.” Packed with such lyrics and images, “Susamam” (“I can’t stay quiet”) has touched a nerve among a large number of Turks. In the week since its release, the song and accompanying video have earned praise from opposition figures, 20m views on YouTube and accusations of links to terror groups from progovernment newspapers. A searing jeremiad on the current state of Turkey’s democracy, “Susamam” pulls few punches. Over the space of 15 minutes, a parade of about 20 rappers, including Mr Palaur, who masterminded the project, fume about corruption, violence against women, the arrests of journalists, education, the lakes of concrete poured over some of the country’s natural wonders, and creeping fascism. The song does not mention Turkey’s President, Recep Tayyip Erdogan, by name. But it is as good an indictment as any of his government’s recent abuses. The string of losses Mr Erdogan and his Justice and Development (AK) party suffered in local elections earlier this year seems to have emboldened some previously tongue-tied government critics. Ekrem Imamoglu, the opposition politician the government robbed of victory in the Istanbul mayoral race back in March, pointedly called on artists and businessmen to break

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Many Turks are now calculating that it is better to be silent than sorry. A recent study by the Reuters Institute found that 65% of respondents said they were anxious about expressing their political views on the internet, the highest among the 37 countries examined. their silence before the re-run. Many did so, and endorsed Mr Imamoglu, who went on to win big. A handful of former AK bigwigs have since broken with Mr Erdogan, confirming they would launch one or more rival parties. Yet speaking out continues to come at a price. On September 6th,

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the day “Susamam” was released, a Turkish court sentenced Mr Imamoglu’s closest associate, the head of his party’s Istanbul branch, to nearly 10 years in prison for “insulting the president”, “inciting people to hatred and enmity” and “terrorist propaganda”. The evidence against her consisted of a collection

of social-media posts. A couple of weeks earlier, the government unseated the newly elected mayors of Diyarbakir, Van and Mardin, three of the country’s biggest Kurdish cities, over alleged (but unproven) links to an armed separatist group, the PKK. Rumours persist that other opposition mayors may meet a similar fate. Many Turks are now calculating that it is better to be silent than sorry. A recent study by the Reuters Institute found that 65% of respondents said they were anxious about expressing their political views on the internet, the highest among the 37 countries examined. Only last year, over 36,000 people were investigated on charges of insulting Mr Erdogan. The artists behind “Susamam” may be next in line. One government mouthpiece has already referred to the song as the work of outside enemies and terrorist groups. “Susamam” is in fact something more dangerous to Mr Erdogan—a reminder that Turkish society is too diverse, too young and too unruly to remain quiet for long.  From The Economist, published under licence. The original article, in English, can be found on www.economist.com


POLITIK

Text: Svetlana Nenadovic-Glusac

Österreich hat gewählt – Sebastian Kurz ist wieder Bundeskanzler Nationalratswahl 2019 Nach den Ereignissen im Mai und der IbizaAffäre zerbrach die türkis-blaue Koalition und Sebastian Kurz, der jüngste Bundeskanzler aller Zeiten, rief Neuwahlen aus, und kurz danach ist die Regierung Sebastian Kurz abgewählt worden. Es folgten Monate des Wahlkampfs, in denen alle Kandidaten so aktiv zu sein schienen wie nie zuvor. Manchmal schien es so, dass ihnen jedes Mittel recht sei, um sich einer der führenden Parteien anzuschließen (um einer möglichen Koalition willen) und manchmal wiederum, dass sie sich rächen wollten, indem sie neue Informationen veröffentlichten, die der Konkurrenz noch teuer zu stehen kommen können (Wahlprozentsätze). Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen sagte am Tag der Wahlen, am Sonntag, dem 29. September: „Jeder Wahlkampf ist hart“ und fügte hinzu, dass es am wichtigsten sei, dass sich die Kandidaten einer Tatsache bewusst sein müssen, und zwar, „dass sie spätestens ab Montagnachmittag wieder miteinander reden können“. 6,4 Millionen Wahlberechtigte konnten in Österreich in 10.180 Wahllokalen wählen gehen (Wahlbeteiligung 60,61%). Unabhängige Meinungsforscher behaupteten schon lange im Voraus, dass die ÖVP fast sicher die meisten Stimmen bekommen würde – und so war es auch – großer Gewinner mit 38,4 % ist ÖVPSpitzenkandidat Sebastian Kurz, bleibt allerdings abzuwarten, mit wem Sebastian Kurz eine Koalition bilden wird. Der zweite Platz ging an die SPÖ, der dritte an die FPÖ - mit einem Minus von 10 Prozentpunkten im Vergleich zu den Wahlen von vor zwei Jahren. Neben der ÖVP und einem klaren Sieg für Sebastian Kurz (38,4%) triumphierten am 29. September auch die Grünen (12,4%), von de-

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nen man munkelt, dass sie von Kurz bereits als Koalitionspartner ausgewählt wurden. Für eine Regierungsbildung wird Sebastian Kurz ausreichend Zeit haben, da sich auch der Bundespräsident Alexander Van der Bellen diesbezüglich dazu äußerte und meinte, dass er persönlich

„keinen Zeitdruck“ ausüben würde. So oder so werden nach einigen turbulenten Monaten nun alle Plakate mit Wahlsprüchen von den Straßen verschwinden, die Auseinandersetzungen über die sozialen Netzwerke werden aufhören und die Politiker kehren nun endlich

Mandaten in neuen Nationalrat:

Wahlergebnisse: (Endergebnis ohne Briefwahlstimmen) ÖVP - Spitzenkandidat Sebastian Kurz 

zu ihrer Arbeit zurück – zur Staatsführung. Und was die restlichen österreichischen Staatsbürger angeht, werden die sich wieder ihrem normalen Leben widmen in der Hoffnung, dass die neue Regierung ihnen und ihren Familien in der kommenden Zeit eine glänzende Zukunft ermöglichen wird.

(38,4 %)

(Endergebnis ohne Briefwahlstimmen)

(21,5%)

ÖVP 

FPÖ - Chef Norbert Hofer 

(17,3 %)

SPÖ 

41

Grünen - Chef Werner Kogler 

(12,4 %)

FPÖ 

32

SPÖ - Parteichefin Pamela Rendi-Wagner 

73

NEOS - Chefin Beate Meinl-Reisinger 

(7,4 %)

Grüne 

23

JETZT - Spitzenkandidat Peter Pilz 

(1,9 %)

NEOS 

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Wirtschaft

Text: Andreas Baumeister

Afrika vereint sich! Ein Gigant am Horizont

Man sagt, Afrika sei der reichste Kontinent und bezeichnet es als Kontinent der Zukunft. Afrikanische Jugendmannschaften gewinnen oft Weltmeistertitel in der Juniorenkategorie, aber die Erwachsenen niemals. Wenn Afrika reich wird, wird es Weltmeistertitel gewinnen und es wird keine Migranten geben. Im Gegenteil - wir werden Gastarbeiter in Afrika sein. Kommt diese Zeit bald? Vielleicht. Das historische Abkommen, wegen dem man, so wird es zumindest behauptet, auch Gaddafi selbst entmachtet und getötet hat, wurde im Juli von einer Anzahl von Staaten in Afrika unterzeichnet und ist in Kraft getreten. Das Freihandelsabkommen zur Abschaffung der meisten Zölle und Handelsbeschränkungen auf dem afrikanischen Kontinent wurde realisiert, als 54 Länder zugestimmt haben, das Abkommen umzusetzen. Alles begann vor langer Zeit, und beschleunigte sich 2018. Bei der 10. AfCFTA (offizielle Abkürzung) wurden drei separate Erklärungen unterzeichnet: das afrikanische kontinentale Freihandelsabkommen, die Kigali-Erklärung und das Protokoll über den freien Personenverkehr. Das letzte hat das Ziel, innerhalb der Zone visumfreies Reisen  zu ermöglichen und einen Pass der Afrikanischen Union einzuführen (Sie haben richtig gehört - dies hat nicht einmal die EU). Damals haben 44 Länder unterschrieben, dass sie sich der AfCFTA anschließen wollen, 47 haben die Erklärung von Kigali unterzeichnet und 30 wollten einen gemeinsamen Pass und visumfreies Reisen durch Afrika haben. Obwohl es ein Erfolg war, unterschrieben Nigeria und Südafrika, die zwei größ18

ten Volkswirtschaften, nicht. Und das ist wie die EU ohne Deutschland, Italien oder Frankreich. Und doch war es unerlässlich, den Galimathias Afrikas und ihres Handels zu verlassen. Afrika ist in acht besondere Freihandelszonen unterteilt, und jede hat ihre eigenen Regeln. Diese Organisationen werden weiterhin als Koordinierungsstellen bestehen, sodass die acht «Blöcke» zu einem «Cluster» zusammengefasst werden sollten. Und das bringt uns zur Gegenwart. Die Afrikanische Union trat in Niamey, Niger, zusammen und einigte sich darauf, Mechanismen zur Unterstützung des Abkommens

einzuführen, einschließlich eines digitalen Zahlungssystems, um den Waren-, Zoll- und Zahlungsfluss zu überwachen. Obwohl die meisten Menschen in Afrika nie ein Festnetztelefon, einen Desktop-Computer und nicht einmal einen Laptop hatten, sondern nur ein Mobiltelefon, hat Afrika unglaubliche Fortschritte beim M-Payment gemacht. 90% der Tarife werden in den nächsten paar Jahren abgeschafft werden. Es wird erwartet, dass die afrikanischen Länder aus diesem Grund aufhören, nur eine Rohstoffbasis zu sein, von der Westeuropa und Amerika reich werden und dass sie anfangen, auch die Endprodukte selbst zu exportieren. Und warum auch nicht - Schokolade aus Afrika und nicht nur Kakao? Es wird auch ein großer Zustrom von ausländischen Investitionen erwartet. Da Benin und Nigeria (endlich) sich dem Abkommen angeschlossen haben, haben inzwischen 54 Länder das Abkommen unterzeichnet, und 27 Länder haben das Abkommen bis zur “Sommerpause“ Mitte Juli ratifiziert. Nigeria ist mit 200 Millionen

Und wenn Sie kein Fan von Schiffen mit schwarzen Wirtschaftsmigranten sind, die versuchen, die Küste Europas zu erreichen - entweder weil Sie Mitleid mit ihnen haben oder nicht wollen, dass sie nach Europa kommen, dann gibt es für Sie gute Neuigkeiten - es sieht so aus, dass sie nicht mehr kommen werden. In naher Zukunft.

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Einwohnern definitiv die wichtigste Wirtschaft und lässt mit seiner Einwohnerzahl sogar Ägypten weit hinter sich. Deshalb war der Beitritt von Nigeria so etwas wie ein „inverser afrikanischer Brexit“. Der Hauptsitz des Sekretariats wird in Ghana sein, das 10 Millionen US-Dollar in den Aufbau der Infrastruktur investiert - in gewisser Weise wird Ghana das „Brüssel“ dieser Union sein. Und stellen Sie sich auch dieses vor: Ein Reisepass, rot, mit 5 Sprachen auf den Deckblättern (Englisch, Französisch, Portugiesisch, Suaheli und Arabisch) wird angeblich ab 2020 ausgestellt, und auch die Zölle werden im Juli nächsten Jahres abgeschafft, um den Ländern ein Jahr Zeit zu geben, sich den neuen Bedingungen und Vorschriften anzupassen. Was für Neuigkeiten sind denn das! Der Aufstieg der Dritten Welt, wie zum Beispiel einst von Japan, dann von „den asiatischen Tigern“ - Hongkong, Südkorea und danach Singapur, Malaysia, Indonesien u. A., zeigte, dass sich die Macht verlagert oder zumindest diffuser wird. Mit den BRICS-Staaten und insbesondere mit dem Aufstieg Chinas und Indiens hat sich die Welt als noch interessanter erwiesen. Und wenn Sie kein Fan von Schiffen mit schwarzen Wirtschaftsmigranten sind, die versuchen, die Küste Europas zu erreichen - entweder weil Sie Mitleid mit ihnen haben oder nicht wollen, dass sie nach Europa kommen, dann gibt es für Sie gute Neuigkeiten - es sieht so aus, dass sie nicht mehr kommen werden. In naher Zukunft. Es ist Zeit für Afrika. Bereiten Sie sich rechtzeitig vor.


However long it takes

The ECB cuts interest rates and restarts quantitative easing And Mario Draghi sends governments a parting message

FOR WEEKS the question has not been if the European Central Bank would ease policy on September 12th, but how. The euro area’s economy has been flagging and Mario Draghi, the ECB’s president, whose term ends on October 31st, had indicated that he would act to revive it. But with the bank’s policy rate already negative, it was clear he would have to rely on a combination of tools. Meanwhile Dutch and German hawks had insisted that they saw little need for large stimulus. In the event Mr Draghi won the hawks over, and unveiled several easing measures. The ECB cut the interest rate on bank reserves, money banks deposit with it, for the first time since 2016, by a tenth of a percentage point to -0.5%. It will restart its quantitative-easing (QE) scheme, which it drew to a close last year. From November it will buy €20bn-worth ($22bn) of bonds a month. The bank also said it would ease the terms of its lending scheme to banks by lowering the interest rate and extending the maturity of its operations from two years to three. And, in order to mitigate the impact of subzero interest rates on banks’ profit margins, it will exempt some bank reserves from the negative deposit rate. Mr Draghi is probably best known for declaring that he would do “whatever it takes” to save the euro in 2012. The tagline for this package might be “however long it takes”. The ECB had previously pledged not to raise interest rates until mid-2020. It now says instead that rates will not go up until inflation “robustly” converges on the central bank’s target of close to, but below, 2% and until that is also reflected in underlying, or core, inflation (ie, excluding energy and food prices). In August both headline and core inflation

President Donald Trump tweeted his consternation, accusing the ECB of waging a currency war and once again attacking his own country’s Federal Reserve. were around 1%. Asset purchases will continue until the first rate increase is at hand. That may be a while: the ECB reckons inflation will still be only 1% next year, having just cut its forecast, and 1.5% in 2021. Investors had long expected a rate cut. The pace of asset purchases was less generous than many had pencilled in. But it allows the bank to continue buying bonds for longer before it hits its self-imposed limit on the share of a country’s sovereign bonds it can own. The open-endedness of the bank’s guidance seemed to be a welcome surprise, with the euro falling by around 0.5% against the dollar immediately after the announcement, though the effect unwound later in the day.

The aim of all this is to perk up a flagging economy and the subpar inflation rate. An economic slowdown has proved more protracted than expected. Germany, the euro area’s biggest economy, is on the brink of recession. Figures released a few hours before the ECB’s decision showed that the zone’s industrial slump continued into the third quarter. Along with many economists, Mr Draghi believes that the euro zone needs looser fiscal policy to ginger it up, rather than relying solely on monetary means. With only a few weeks of his term left, Mr Draghi could afford to be blunt at the post-meeting press conference. The ECB would have less reason to resort to negative interest rates, he noted, if only governments

spent more. Not all on the bank’s rate-setting body agreed with the decision to restart QE, but, he joked, they all thought that fiscal policy should be the euro zone’s main policy instrument. Asked if he was sending a message to governments, he simply said: “Yes.” But the first politician to respond was not European but American. President Donald Trump tweeted his consternation, accusing the ECB of waging a currency war and once again attacking his own country’s Federal Reserve. “They are trying, and succeeding, in depreciating the Euro against the VERY strong Dollar, hurting U.S. exports.... And the Fed sits, and sits, and sits.” Markets expect the Fed to cut rates again on September 18th—to the accompaniment of further presidential noises off..  From The Economist, published under licence. The original article, in English, can be found on www.economist.com

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Pop Kultur

Text: Andreas Baumeister

Die albanische Charmeoffensive Soft Power - durch Musik

Eine Nation in Europa nutzt ihre „sanfte Kraft“, um die Herzen des Publikums zu erreichen und die öffentliche Meinung neu zu formen, die gewohnt ist, von ihnen als Drogenschmuggler, denen, die im Film „Taken“ Menschen entführen, oder einfach als vom Ort der Unruhen und Aufstände, zu hören. Es sind Albaner. Popstars, alle weiblich, beherrschen die Charts und „lassen Millionen sich in sie verlieben“. Die Albaner können anderen Nationen eine Lektion in PR erteilen. Schalten Sie MTV oder ein anderes Musikprogramm ein. Schalten Sie YouTube ein. Was werden Sie sehen? Der Hauptstar ist die Britin Dua Lipa (die Tochter von Dukagjin Lipa, einem Chansonnier aus dem Kosovo und Pop-Sänger aus der Zeit des ehemaligen Jugoslawien). Rita Ora wird im Kosovo ein Video aufnehmen, in dem sie mit der Kosovo-Flagge wedelt. Ava Max wird sexy mit dem Po wackeln und Ihre Tochter wird ihre Songs summen und ihr Poster in ihrem Zimmer haben. Haben Sie bemerkt, dass sie alle schön und höchst sichtbar sind? Wenn nicht, dann haben Sie viel verpasst. ALBANISCHE SCHÖNHEITEN EINFACHER MELODIEN

Aber jetzt mal Scherz beiseite. Die Albaner haben es geschafft, in den letzten 7-8 Jahren sogar sechs Musikstars einfacher Melodien (nichts Weises, nichts Revolutionäres, aber populär und zielgerichtet) albanischen Ursprungs auf den Markt zu bringen: Dua Lipa (Pristina), Rita Ora (Pristina), Bebe Rexha 20

Aber geben wir uns ein bisschen Mühe, von den Albanern zu lernen. Cari Cari ist mit seiner Dreampop-Synthwave-Kombination vielleicht unser derzeit bester Botschafter in der Welt. Sehen Sie auch, wie viel Publizität Conchita Wurst, die inoffizielle Botschafterin der österreichischen Kultur, nach Österreich gebracht hat.

(Debar, Nordmazedonien), Era Istrefi (Pristina), die neueste MTVSensation, Ava Max (Amanda Ava Koci, Saranda, Albanien), und Illyra (auch Pristina). Man sieht, dass dies ein ernstes Pop-Projekt zur Verbreitung von „soft power“ ist, die heute weltweit am wichtigsten ist (Denken Sie nur an das Neujahrskonzert in Wien oder Schwarzenegger - diese beiden Begriffe bedeuten für Österreich heute mehr als alle Milliarden, die für Werbung für das Land ausgegeben werden). Wenn Sie heute irgendeinen Teenager fragen würden, welche Frauen die schönsten der Welt sind, würde

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er, nachdem er diese Liste gesehen hat, antworten: ,,Die Albanerinnen!“. Zu Recht. Vergessen Sie die Tschechinnen und Ukrainerinnen. Diese haben sich durchgesetzt. Wie hoch steht hier Österreich im Kurs? Erinnern wir uns an 1985, als es zu einem Boom der österreichischen Kultur kam. Milos Forman konzipierte und drehte den Film “Amadeus”, der ganze Touristenmassen nach Österreich, Salzburg und Wien brachte. Plötzlich sang Falco „Rock Me Amadeus“ und eroberte damit die Welt. Dann sagte er „Vienna Calling“ und alle kamen nach Wien. Songs wie Jeanny, die es an die Spitzen der Chartlisten weltweit schafften, brachten junge Leute in der ganzen Welt dazu, die Muttersprache Österreichs zu lernen. Dann kam Opus mit „Life Is Life“. Erinnern Sie sich an diese Hits? Heute, in der Ära der Nostalgie für die 80er und “Stranger Things”, spielen die 80er eine große Rolle. 1994 erschien der Film “Before Sunrise”, der die Aufmerksamkeit der Welt wieder nach Wien zog: Eine Liebesgeschichte, die sich zwischen einem Amerikaner und einer Französin in einer Nacht in Wien entfaltet. Gerade deshalb kann man von den Albanern lernen, besonders

von denen aus dem Kosovo. Sie sind ein junges Land, nicht von allen anerkannt, selbst vom Mutterland. Isoliert und ohne visafreie Regelung für Schengen. Aber trotzdem ist ihre Bemühung auf der Biennale in Venedig, wo sie auch ihren Pavillon bekamen, großartig. Sie versuchen die Welt auch mit Hochkultur zu erobern, vor allem aber mit Popkultur. Seien wir nicht faul und lernen wir von den Albanern. QUO VADIS, ÖSTERREICH?

Österreich schöpft seine Potenziale zur Kulturwerbung nicht genug aus. Für ein kontinentales Land ist die Zahl der Touristen, die ins Land kommen, beeindruckend. Wien ist nach wie vor die Stadt mit den besten Lebensbedingungen. Aber geben wir uns ein bisschen Mühe und lernen wir von den Albanern. Cari Cari ist mit seiner Dreampop-Synthwave-Kombination vielleicht unser derzeit bester Botschafter in der Welt. Es ist schön, auf Deutsch zu singen, aber geben Sie uns einen globalen Star. Finden wir talentierte Mädchen, um unser Bild von uns als der Kultur zu verbessern. Lassen wir die anderen von uns nicht nur als von einem Land der Mozartkugeln, das die Migranten nicht riechen will, denken. Finden wir gute Komponisten und Produzenten auf der Welt und dann ändert man das Image von sich selbst. Wer interessiert sich übrigens für Musik auf Deutsch, Ungarisch oder Litauisch? Ich werde es Ihnen sagen: Deutsche, Österreicher, Schweizer, Ungarn, Litauer. Sonst niemand. Eine lokale Party. Wir können es auch besser!


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

26 Internationale Künstlertage des jul

Sultanats von Oman in Wien

Unter dem Titel „Die Omanische Feine Art“ stellten 17 Künstler, die zu dieser Gelegenheit speziell aus dem Oman anreisten, ihre Werke vom 24. bis 29. Juli in Wien aus. Die Internationalen Künstlertage des Sultanats von Oman in Wien wurden unter dem Patronat der Botschaft von Oman in Wien organisiert und am Freitag, dem 26. Juli, fand eine feierliche Eröffnung der Ausstellung statt, bei der die versammelten Künstler und Besucher von S.E. Yousuf Ahmed Hamed Al Jabri, dem Botschafter des Sultanats von Oman in Österreich, begrüßt wurden. Die Künstler, die an dieser Ausstellung teilnahmen, stellten mit ihren Kunstwerken die Atmosphäre

des fernen Oman dar, brachten die Farben der bunten Landschaften, Darstellungen von Volkstrachten, Porträts von Menschen und typischen Szenen aus dem Orient mit und zeigten ihre künstlerischen Leistungen, die in verschiedenen Techniken gemacht wurden, von Öl auf Leinwand bis hin zur Kalligraphie. Botschafter Al Jabri nahm sich die Zeit, sich das Werk jedes Künstlers anzuschauen und mit den Künstlern zu sprechen. Eine Überraschung der Ausstellung war, als einer der Künstler eine Leinwand enthüllte, auf der das Porträt von Botschafter Al Jabri gemalt war - welche ein Geschenk an den Botschafter für die Bemühungen bei der Verbreitung von Kunst jenseits der Grenzen des Oman war.

Eine Überraschung der Ausstellung: S.E. Yousuf Ahmed Hamed Al Jabri, Botschafter des Sultanats von Oman in Österreich, bekam ein Gemälde, auf dem sein Porträt dargestellt wurde, geschenkt

Die KünstlerInen wurden für die inspirierende und faszinierende Kunst der Omanischen Künstlerwoche belohnt

Botschafter Al Jabri nahm sich die Zeit, sich das Werk jedes Künstlers anzuschauen und mit den Künstlern zu sprechen

Die Künstler, die Organisatoren und Botschafter Al Jabri

Zum ersten Mal stellten sie in Wien aus - die Künstlerinnen aus dem Oman

Am Ende des offiziellen Teils folgte ein Empfang, an dem orientalische Spezialitäten, süße Köstlichkeiten und Kaffee mit Kardamom aus dem Oman serviert wurden

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Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

30 Empfang

anlässlich des 20. Jahrestages der Inthronisation Seiner Majestät Mohammed VI., König von Marokko jul

Am Dienstag, dem 30. Juli, luden der Botschafter Seiner Majestät des Königs von Marokko in Österreich, S.E. Azzeddine Farhane, und Frau Amina Idrissi Belkasmi anlässlich des 20. Jahrestages der Inthronisation Seiner Majestät Mohammed VI., König von Marokko, zum Empfang. Der Empfang fand im Festsaal des Grand Hotels statt, und eine große Anzahl von Vertretern des internationalen Diplomatischen Korps, österreichischen Beamten und angesehenen Leuten aus beiden Ländern folgte der Einladung. Die Gäste wurden am Eingang vom neuen Botschafter Seiner Majestät des Königs von Marokko in Österreich, S.E. Azzeddine Farhane, mit seiner Frau empfangen. Nach einer Begrüßungsrede von S.E. Farhane, der zum ersten Mal seit seiner Amtszeit in Wien öffentlich vor der diplomatischen Gemeinschaft und Vertretern der österreichischen Regierung sprach, wurde den Anwesenden das Königreich Marokko in einem kurzen Video präsentiert. Das Königreich Marokko wurde den Gästen zusätzlich mit kulinarischen Spezialitäten wie Couscous und süßen orientalischen Köstlichkeiten vorgestellt, und die besondere Aufmerksamkeit der Anwesenden zog der Stand, auf dem grüner Tee mit Mandeln vorbereitet und serviert wurde, auf sich.

Die Gäste wurden am Eingang vom Botschafter Seiner Majestät des Königs von Marokko in Österreich, S.E. Azzeddine Farhane, und Frau Amina Idrissi empfangen

Obwohl es Sommer und Ferienzeit war, folgte eine große Anzahl Die Anwesenden wurden vom Botschafter, S.E. Azzeddine Farhane, begrüßt an Gästen der Einladung

Die Gastgeberin des Empfangs, Frau Amina Idrissi Belkasmi, Gattin des Botschafters von Marokko, mit Sohn und der I.E. Botschafterin von Nigeria, Vivien Okeke

S.E. Dr. Arthur Winkler-Hermaden, Botschafter des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres, Oberst Ernst Bachner, Leiter des Militärischen Protokolls, und S.E. Omar Amer Youssef, Botschafter Ägyptens

S.E. Apostolischer Nuntius, Erzbischof Dr. Pedro Lopez Quintana, und Nuntiaturrat Msgr. Dr. George Panamthundil (Vatikan)

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Frau Siham Moufhim, Botschaftsrätin mit Gästen

I.E. Saroja Sirisena, Botschafterin Sri Lanka in Österreich und Wirtschaftsberater von Sri Lanka

Die besondere Aufmerksamkeit der Anwesenden zog der Stand, auf dem grüner Tee mit Mandeln vorbereitet und serviert wurde, auf sich

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

30 Der Nationalfeiertag der Republik

Türkei wurde in der türkischen Botschaft in Wien gefeiert aug

Anlässlich des Tages des Sieges luden S.E. Ümit Yardim, der Botschafter der Republik Türkei, und Militärattaché Oberst Abdülkadit Akturan zum Empfang ein. Der Empfang wurde am Freitag, dem 30. August, im Gebäude der Botschaft im 4. Bezirk organisiert, auf dem eine große Anzahl von Gästen aus der Welt der Diplomatie, Würdenträger der Republik Österreich und angesehene Personen der

Türkei, die in Österreich leben und arbeiten, erschienen. Der Empfang in der türkischen Botschaft war auch der erste Empfang der diplomatischen Gemeinschaft in Wien nach der Sommerpause und zugleich der erste Empfang, der vom neuen Botschafter der Türkei, Herrn Yardim, der sich seit Januar dieses Jahres im Dienst in Österreich befindet, organisiert wurde.

Die wunderbaren Gastgeber, S.E. Ümit Yardim mit seiner Ehefrau Die Rede des Botschafters, S.E. Ümit Yardim

S.E. Botschafter Kemal Kozaric (Bosnien und Herzegowina) und S.E. Botschafter Nebojsa Rodic (Serbien)

Unter den Gästen waren auch Oberst Ernst Bachner, Oberst Mineo Yamaguchi (Japan) und Oberstleutnant Sascha Paul Waleska (v.r.n.l.)

I.E. Botschafterin Jolanta Roza Kozlowska (Polen)

Auf dem Empfang wurden türkische Köstlichkeiten angeboten

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

01 Sonderausstellung sep

„Poland First To Fight“

Am Sonntag, dem 1. September, wurde die Sonderausstellung unter dem Namen „Poland First To Fight“ im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien eröffnet. Die Ausstellung haben der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, Dr. M. Christian Ortner, die Botschafterin der Republik Polen in Österreich, I.E. Mag. Jolanta Roza Kozlowska, der Direktor des Polnischen Institutes Wien, Mag. Rafal Sobczak, und Verteidigungs-, Militär- und

Luftattaché Oberst Adam Stepien organisiert. Die Ausstellung „Poland First To Fight“ ist ein Hommage an den 80. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges, der am 1. September 1939 mit der Bombardierung Polens angefangen hat. Die Sonderausstellung unter dem Namen „Poland First To Fight“ ist noch bis 13. September im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien zu sehen.

Botschafterin der Republik Polen in Österreich, I.E. Mag. Jolanta Roza Kozlowska, und der Direktor des Polnischen Institutes Wien, Mag. Rafal Sobczak, mit dem Ehrengast – einer rüstigen Dame, die die Bombardierung Warschaus im Jahr 1939 überlebt hat.

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

03 Nationalfeiertag der

Slowakischen Republik wurde in der Villa Treibitsch gefeiert sep

Anlässlich des Nationalfeiertages der Slowakischen Republik luden S.E. Peter Misik, Botschafter der Slowakischen Republik in der Republik Österreich und Ständiger Vertreter der Slowakischen Republik bei der UNO und anderen internationalen Organisationen in Wien, mit Gattin, Frau Libusa Misikova, gemeinsam mit S.E. Radomir Bohac, Botschafter und Ständiger Vertreter der Slowakischen Republik bei der Organisation für Sicherheit und Zusam-

menarbeit in Europa, mit seiner Gattin, Frau Zora Bohacova, ein. Der Empfang fand in der Villa Trebitsch statt, einem historischen Gebäude aus dem Jahr 1872, das nach Plänen von Ernst von Gotthilfs errichtet würde, und heutzutage als Residenz der Slowakischen Botschafter dient.  Am 3. September folgten eine große Anzahl von Vertretern des internationalen Diplomatischen Korps, österreichischen Beamten und angesehenen Leuten aus beiden Ländern der Einladung.

Die versammelten Gäste hat S.E. Peter Misik, Botschafter der Slowakischen Republik in der Republik Österreich, in einer Rede begrüßt

S.E. Peter Misik, Botschafter der Slowakischen Republik, mit Gattin, Das wunderbare Wetter sorgte dafür, dass der Gartenempfang Frau Libusa Misikova, und Herr Roman Choren, Verteidigungsattaché ein voller Erfolg wurde.

Villa Trebitsch, ein historisches Gebäude aus dem Jahr 1872

Botschafter von Luxemburg, S.E. Marc Ungeheuer, und seine Frau Lili Shan, Wolfgang Meixner, Honorarkonsul von Cap Verde, S.E. Chae-hyun Shin, Botschafter Republik Korea, S.E. Qairat Sarybai, Botschafter von Kasachstan in Wien mit Gattin, Künstlerin Leyla Mahat

Das wunderbare Trio Peper Moon hat für gute Stimmung gesorgt

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04 Empfang anlässlich des 197.

Jahrestages der Unabhängigkeit von Brasilien sep

S.E. Jose Antonio Marcondes de Carvalho, Botschafter Föderative Republik Brasilien in Österreich und Vertreter Brasiliens bei den internationalen Organisationen in Wien lud anlässlich des 197. Jahrestages der Unabhängigkeit von Brasilien zum Empfang ein. Der Empfang fand am Mittwoch, dem 4. September, im Palais Rotschild, der heutigen Residenz der Brasilianischen Botschaft statt. Auf Einladung des Botschafters kamen eine imposante Anzahl von Diplomaten, österreichischen Beamten und angesehenen Leuten

aus beiden Ländern. Neben den Köstlichkeiten aus dem fernen Brasilien wurde auch Caipirinha serviert. Ein Highlight des Abends war die Band, die Bossa Nova Melodien spielte. Ein Höhepunkt der musikalischen Darbietung war der Auftritt von S.E. Francois Saint-Paul, Botschafter Frankreichs, der ein fabelhafter Klavierspieler ist, und mit der Band ein paar Melodien spielte. Der Flair von Lateinamerika hat alle begeistert, es wurde den ganzen Abend lang gespielt, gesungen und getanzt.

S.E. Jose Antonio Marcondes de Carvalho, Botschafter Republik Brasilien, und S.E. Sergio Barbanti, Botschafter Italiens

Wunderbare Gastgeber: S.E. Jose Antonio Marcondes de Carvalho, Botschafter Republik Brasilien, mit bezaubernder Gattin

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S.E. Nenad Kolev, Botschafter der Republik Nord-Mazedonien, S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, und S.E. Nebojsa Rodic, Botschafter Serbien

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Dr. Marius Calligaris (Botschafter i.R.) mit Gattin Adelaida Calligaris


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

S.E. Jalal E.A. Alashi, Chargé d’Affaires bei der Botschaft von Libyen, S.E. Salah Abdel-Shafi, Botschafter Palästina, und S.E. Haytham Abdulmomen Shoja´aadin, Botschafter Jemen

S.E. Mirghani Abbaker Altayeb Bakhet, Botschafter Sudan, S.E. Sultan Salmeen Almansouri, Botschafter Katar, und S.E Yousuf Ahmed Hamed Al Jabri, Botschafter Oman

Am Klavier: S.E. Francois Saint-Paul, Botschafter Frankreich

S.E. Nebojsa Rodic, Botschafter Serbien, I.E. Ksenia Skrilec, Botschafterin Sloweniens, und S.E. Francois Saint-Paul, Botschafter Frankreich

S.E. Aurimas Taurantas, Botschafter Litauen, Botschafterin von Schweden, I.E. Mikaela Ruth Gunilla Kumlin Granit, und  S.E. Tom Hanney, Botschafter Irlands

S.E. Ibrahim Assaf, Botschafter Libanon, I.E. Leena Nayef Shaher Al Hadid, Botschafterin des Haschemitischen Königreichs Jordanien, S.E. Jose Antonio Marcondes de Carvalho, Botschafter Republik Brasilien, und S.E. Omar Amer Youssef, Botschafter Ägyptens

Erzherzogin Camilla Habsburg-Lothringen und Botschafter Frankreichs, S.E. Francois Saint-Paul

Mag. Andreas Brandstetter (Bundesministerium für Inneres), Nuntiaturrat Msgr. Dr. George Panamthundil und Dr. Ernst Huber (WKO)

Fabelhafter Klavierspieler, S.E. Francois Saint-Paul mit MusikerInnen

Rumba, Samba, Cha cha cha... Gastgeberin, Frau De Carvalho, und S.E. Nebojsa Rodic, Botschafter Serbiens

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

05 Islamische

Republik Afghanistan feierte 100 Jahre sep

Anlässlich des 100. Jahrestages seit der Gründung der Islamischen Republik Afghanistan hat die Botschafterin und Ständige Vertreterin der Islamischen Republik Afghanistan in Wien, I.E. Khojesta Fana Ebrahimkhel, zum Empfang eingeladen. Die Feier zum 100. Geburtstag Afghanistans fand am 5. September im Hotel Savoyen in Wien statt. Leider war die Botschafterin Ebrahimkhel derzeit nicht in Wien, aber statt ihr hat der Botschaftsrat, Herr Naeem Poyesh, die Begrüßungsrede gehalten. Eine bewegende Rede hat auch Prinzessin Soraya Malek d / Afghanistan gehalten, die extra für diesen Tag aus Rom angereist war. Eine sehr schöne Hommage an die Goldene Ära Afghanistans hat die Fotoausstellung dargeboten, die das Land aus der Zeit des König Amanullah Kahn gezeigt hat. Zusätzlich zum Empfang hat eine Modeschau, ein Antiquitätenstand, eine Bilderausstellung und eine Vielfalt kulinarischer Spezialitäten aus Afghanistan  dazu beigetragen, dass die Anwesenden Afghanistan besser kennenlernten.

Antiquitätenstand

Bewegende Rede der Prinzessin Soraya Malek d / Afghanistan

Hommage an die Goldene Ära Afghanistans

Prinzessin Soraya Malek d / Afghanistan und Herr Naeem Poyesh, Botschaftsrat der Botschaft Afghanistan in Wien

Vertreter der Botschaft der Islamischen Republik Afghanistan in Österreich

Antiquitätenstand

S.E. Mag. Enno Drofenik, Protokollchef des Außenministeriums, Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres, und die Vertreter des ungarischen Militär-Korps, die in Wien von der Afghanischen Botschaft für den Verdienst im Kampf gegen die Taliban in Afghanistan ausgezeichnet wurden

Antiquitätenstand

Botschafter unter sich: S.E. Salah Abdel-Shafi, Botschafter Palästinas, I.E. Gloria Navarrete, Botschafterin von Chile, S.E. Nenad Kolev, Botschafter Republik NordAntiquitätenstand Mazedonien, und S.E. Bakar Fattah Hussen, Botschafter Irak

Antiquitätenstand

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

06 Jahrestag der

Unabhängigkeit von NordMazedonien wurde in Wien gefeiert sep

Am Freitag, dem 6. September, fand im Palais Auersperg der Empfang im Namen des Jahrestages der Unabhängigkeit von der Republik Nord-Mazedonien statt. S.E. Nenad Kolev, Botschafter der Republik Nord-Mazedonien in der Republik Österreich, und der Botschafter und Vertreter NordMazedoniens bei der OSCE, UN und den Internationalen Organisationen in Wien, S.E. Igor Djundev, luden zum Empfang. Dem Empfang im Palais Auersperg wohnten zahlreiche Diplomaten, Vertreter internationaler Organisationen und Würdenträger der Republik Österreich bei.

Begrüßungsrede: S.E. Nenad Kolev, Botschafter Republik Nord-Mazedonien

S.E. Nenad Kolev, Botschafter Republik Nord-Mazedonien, und S.E. Igor Djundev, Vertreter Nord-Mazedonien bei der OSCE, UN und den Internationalen Organisationen in Wien

Wunderbare Kulisse des Palais Auersberg

S.E. Jose Antonio Marcondes de Carvalho, Botschafter Republik Brasilien, S.E. Shin Chae-hyun, Botschafter Korea, I.E. Vivian Okeke, Botschafterin Nigeria, und S.E. Nebojsa Rodic, Botschafter Serbien

S.E. Nebojsa Rodic, Botschafter Serbien, S.E. Botschafter Kemal Kozaric, Botschafter Bosnien und Herzegowina, und S.E. Prakash Kumar Suvedi, Botschafter Nepal

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

06 Kostüme der Welt - Wunder der sep

Farben und Traditionen  

Vom 1. bis 6. September fand in der International Cultural Diversity Organisation (ICDO) in Wien die Veranstaltung mit dem Namen „The Long Nights of Interculturality“ statt. Nach mehreren Veranstaltungen fand die Abschlusszeremonie am Freitag, dem 6. September, mit dem Event „Kostüme der Welt“ in den Wiener Börsensälen statt. An diesem Abend wurde eine Vielpracht an Farben und  Trachten aus 28 Ländern gezeigt. Österreich,

Kroatien, Russland, Aserbaidschan, Afghanistan, Irak, Ägypten, Sambia, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Kolumbien, Dominikanische Republik, Mexiko, Philippinen, Polynesien, Indonesien, Bali, Singapur, Thailand, Sri Lanka, Indien, Kirgistan, Turkmenistan, Usbekistan, Serbien, Tschechien, und der Slowakei, sowie die Trachten aus Uiguristan (Chinesisches Uigurisches Autonomes Gebiet - Xinjiang) haben ihre jeweiligen Repräsentanten in den Wiener Börsensälen gezeigt.

Trachten aus der ganzen Welt an einem Ort

S.E. Miguel Camilo Ruiz Blanco, Botschafter Kolumbiens in Österreich, mit Gattin, die die Tracht aus Kolumbien auch vorführte

Herr Amr Ibrahim Abdelrahman Elatraby, Kulturrat und Direktor der Kulturabteilung (Botschaft von Ägypten in Wien)

Afghanistan

Mexiko

Russland

Sri Lanka

Afghanistan und Sambia

Burkina Faso

Thailand

Serbien

Bali und Java

Österreich

Elfenbeinküste

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Kirgistan und Aserbaidschan

Polynesien


Veranstaltungen

Foto: BKA / Andy Wenzel

10 Brigitte Bierlein: Mode soll zum

Nachdenken und zur kritischen Selbstreflexion anregen sep

Eröffnung der 11. Vienna Fashion Week “Mode ist nicht nur Ausdrucksform des eigenen Stils, sondern auch ein Spiegelbild einer Gesellschaft. Es ist unser aller Verpflichtung, Freiheit und Solidarität in unserer Gesellschaft aktiv zu leben”, sagte in der Zwischenzeit Ex-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein anlässlich der Eröffnung der Vienna Fashion Week im Wiener Museumsquartier, wo von 9. bis 15. September mehr als 70 Modeschauen gezeigt werden. Die Regierungschefin betrachtet Mode als “besondere Form der Kommunikation”. Dazu gehöre auch das Bewusstsein, dass es ein großes Privileg sei, sich mit Mode in der präsentierten Form auseinandersetzen zu können oder diese zu erwerben. Vielen Menschen käme dieses Privileg nicht zu. Dies “sollte jeden von uns zum Nachdenken und zur kritischen Selbstreflexion anregen, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und

Herstellungsmethoden”, betonte die Ex-Bundeskanzlerin. Es gehe dabei auch um den Wert und die Güte unserer Gesellschaft in einer globalisierten Welt. “Mir ist es ein großes Anliegen, die Initiativen von jungen Menschen zu unterstützen”, gratulierte Brigitte Bierlein den Gründerinnen der Vienna Fashion Week, Maria Oberfrank, Elvyra Geyer und Zigi Mueller-Matyas. “Ihnen und allen Mitwirkenden gilt mein großer Respekt: Eine Idee zu haben, ist oft einfach; diese dann umzusetzen, ist schwer”, erläuterte die Frau Brigitte Bierlein. Neben nationalen und internationalen Designern sind auch Arbeiten der 3 Wiener Modeschulen Hetzendorf, Michelbeuern und Herbststraße zu sehen. Abgesehen vom Design stehen die Perfektion textilbearbeitender Techniken im Mittelpunkt der Shows.

Am 09. September 2019 eröffnete in der Zwischenzeit Ex-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein die “MQ Vienna Fashion Week” im MuseumsQuartier.

First Lady Doris Schmidauer, Gattin von Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen und Ex-Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein

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Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

10 Weltpremiere

vom Thai Volksdrama „Likay“ sep

Im Rahmen von 150 Jahren freundschaftlicher Verbindung zwischen Thailand und Österreich, die in diesem Jahr mit mehreren Kulturveranstaltungen gefeiert wird, wurde am Dienstag, dem 10. September, im Ballroom des Hotel Palais Hansen Kempinski die Weltpremiere vom Thai Volksdrama „Likay“ aufgeführt. Die Musik für dieses Stück wurde von Nat Yontararak (Klavier) und Lukasz Kurzydlo (Percussion) komponiert und gespielt. Es handelt sich um einen musikalischen und visuellen Genuss, der von thailändischer Klassik bis zur Thai Volksmusik reicht und die thailändische Nationaltracht und -tanz wunderbar zur Schau stellt. Am Beginn des Abends begrüßte die Botschafterin des Königreichs Thailand in Wien, I. E. Morakot Sriswasdi, die anwesenden Gäste.

I. E. Morakot Sriswasdi, Botschafterin des Königreichs Thailand in Österreich

19 Präsentation

des Buches „Von der Donau an den Chao Phraya“ sep

I.E. Morakot Sriswasdi, Botschafterin von Thailand in Österreich mit ihrem Mitarbeiter

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Im Jahr 2019 werden 150 Jahre freundschaftliche Verbindung zwischen Österreich und Thailand zelebriert. Im Rahmen dieses großen Jubiläums, wurden mehrere Kulturveranstaltungen organisiert, eine davon war die Buchpräsentation, die die Königliche Thailändische Botschaft in Wien und das Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres organisiert hat. Die Präsentation des Buches „Von der Donau an den Chao Phraya“ fand am Donnerstag, dem 19. September, im Alois-Mock-Saal des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äusseres statt.


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

10 „NOSTALGIE-

DISCO - zurück in das Jahr 1989” sep

Anlässlich des 30. Jahrestages der Öffnung der österreichischungarischen Grenze lud S. E. Dr. Andor Nagy, Botschafter von Ungarn in der Republik Österreich, zu einem musikalischen Abend unter dem Motto  „NOSTALGIE-DISCO - zurück in das Jahr 1989” ein. Der Retro-Abend fand in der ungarischen Botschaft in Wien statt. Zu Beginn des Abends hielt S. E. Dr. Nagy eine Begrüßungsrede: „Das Wendejahr 1989 stellt ein ganz besonderes Merkmal in der Geschichte von Österreich und Ungarn

sowie ganz Europa dar. Das Durchtrennen des Grenzzaunes, der Fall des Eisernen Vorhangs, die Öffnung des Weges in Richtung Wiedervereinigung Europas – dies alles ist im historischen Bewusstsein der ÖsterreicherInnen und UngarInnen wohl eingeprägt. Mit einer Nostalgie-Disco möchten wir diesem Wunderjahr bestens gelaunt gedenken“, sagte der Botschafter. Für gute Unterhaltung und Retrostimmung sorgte der ungarische DJ Lásló Szabo mit den internationalen Hits aus dem Jahr 1989, und der Highlight des Abends, besonders für ungarische Gäste, war der Auftritt von Elsö Emelet, Pop-Berühmtheit aus Budapest.

Veranstaltungen

S. E. Dr. Andor Nagy, Botschafter von Ungarn in der Republik Österreich – Begrüßungsrede

S. E. Dr. Andor Nagy, Botschafter von Ungarn in der Republik Österreich, Frau Dr. Ivana Cervenkova, Botschafterin Tschechische Republik, und Zsolt Bota, Gesandter Ungarns in Wien

Botschafter Nagy hat als erster den Tanzabend eröffnet

Gesandte unter sich am Tanzparket… Zsolt Bota, Gesandter Ungarns, und Frau Nerys Jones, Gesandte des Vereinigten Schöner Abend unter freiem Himmel im Garten der ungarischen Botschaft in Wien Königsreiches Großbritannien und Nordirland

Elsö Emelet, Pop-Berühmtheit aus Budapest

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

11 Nationalfeiertag Kataloniens

sep

wurde in Wien gefeiert

Am Dienstag, dem 11. September, lud die neue Delegierte der Regierung von Katalonien in Wien, Frau Krystyna Schreiber, zum offiziellen Nationalfeiertag Kataloniens ein. Die Feier „Diada de Catalynia“, die von der Regierung Kataloniens in Wien organisiert wurde, hat im Vienna Ballhaus stattgefunden. Zu Beginn des Abends hat sich Frau Krystyna Schreiber an die Versammelten mit einer Begrüßungs-

rede gewendet, wobei sie S.E. Juan Buatista Sunye Mendia, Botschafter vom Königreich Spanien in Österreich, für sein Kommen dankte sowie an alle Katalonier die in Wien leben und an der Feier zum „Diada de Catalynia“ teilnahmen. Die versammelten Gäste wurden mit Jazz Musik von Andrea Motis und ihrem Quartett, das für diesen Auftritt extra aus Barcelona angereist war, unterhalten sowie mit katalanischen Tapas und Weinen verwöhnt.

Neue Delegierte der Regierung von Katalonien in Wien, Frau Krystyna Schreiber, und Herr Alex Zarubin, Referent für Kommunikation

Diada de Catalynia

Begrüßungsrede von der neuen Delegierten der Regierung von Katalonien in Wien, Frau Krystyna Schreiber

S.E. Juan Buatista Sunye Mendia, Botschafter vom Königreich Spanien, und Frau Krystyna Schreiber, Delegierte der Regierung von Katalonien

Stolze Katalonier

Herr Hermann Kroiher (Generalsekretär der UNO Korrespondenten in Wien) in Begleitung schöner Damen

Alex Zarubin, Referent für Kommunikation der Regierung Kataloniens (Vertretung für Mitteleuropa) mit Gästen

Einen wunderbaren Auftritt haben Jazz Sängerin Andrea Motis und ihr Quartett absolviert und mit ihrer Musik das Flair von Barcelona nach Wien gebracht.

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

12 209. Jahrestag der Unabhängigkeit sep

von Mexiko

Im Namen des 209. Jahrestags der Unabhängigkeit von Mexiko luden die mexikanische Botschafterin in Österreich, I.E. Frau Alicia Buenrostro Massieu, und Herr Javier Montalio Wilmot zum Empfang. Am Donnerstag, dem 12. September, sind viele der Einladung gefolgt und sind zahlreich in der Residenz der mexikanischen Botschafterin am Parkring erschienen.

Nach der Begrüßungsrede von Botschafterin Massieu und den Hymnen von Mexiko und Österreich haben die Gäste den Abend im Stil des Gastgeberlandes genossen. Mit Salsa Musik, Nachos mit Guacamole, ausgezeichneten Margaritas sowie Bier und Weinen aus Mexiko wurde der Genuss des fernen Landes, das zwischen Pazifik und dem Golf von Mexiko liegt, den anwesenden Gästen präsentiert.   Begrüßungsrede I.E. Alicia Buenrostro Massieu

Vertreter mexikanischen Botschaft in Wien

Botschafterin in Österreich I.E. Frau Alicia Buenrostro Massieu

.E. Rafael Grossi, Botschafter Argentiniens und nominierte Kandidat für IAEO-Generaldirektor und Frau Dr. Elisabeth Kehrer, Leiterin der Abteilung Amerika (Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres)

Botschafterin der Dominikanischen Republik, I.E. Lourdes Gisela Antonia Victoria-Kruse und I.E. Vivian Okeke, Botschafterin Nigeria

I.E. Pirkko Hämäläinen, Botschafterin Finnlands in Österreich mit Gatten, S.E. Hermann Aschentrupp Toledo, Botschafter Mexiko bei der Internationalen Organisationen in Wien, und S.E. Dr. Juan Francisco Facetti, Botschafter Paraguay

S.E. Salah Abdel-Shafi, Botschafter Palästina und S.E. Bassam Sabbagh, Botschafter Syrien

Dusan Psenicnik, Botschaftsrat Slowenien, I.E. Dr. Vesna Cvjetkovic Botschafterin Kroatien, S.E. Nebojsa Rodic, Botschafter Serbien und Silvio Kus, Gesandte Kroatien

Alejandro Rodrigez Coronado (IAEA), I.E. Alicia Buenrostro Massieu, Botschafterin Mexiko, PR Lady Eva Waldersdorf und Dipl. Ing. Wolfgang Meixner, Honorarkonsul von Kap Verde in Österreich

Nachos, Guacamole und ausgezeichnete Margaritas

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Veranstaltungen

12 Die 1. Ausgabe „Diplomacy and

Commerce - Slovenia“ wurde in der Residenz der britischen Botschafterin in Ljubljana präsentiert sep

Mit einem Empfang in der Residenz der Botschafterin vom Vereinigten Königsreich Großbritannien und Nordirland in Ljubljana wurde die erste Ausgabe des Magazins „Diplomacy and Commerce – Slovenia“ gefeiert. Zu den Gästen sprachen Nikola Papak, verantwortlicher Direktor der Ausgabe, I.E. Sophie Honey, die Botschafterin von Großbritannien in Ljubljana, und Robert Coban, der Präsident der Color Press Group, die das Magazin veröffentlicht und der in seiner Rede an die Geschichte dieses Magazins erinnerte: „Es war März 2016, als wir in der Residenz des Botschafters von Großbritannien in Belgrad die Erstausgabe des Magazins ‚Diplomacy & Commerce‘, die in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung ‚The Economist‘ aus London entstand, zelebrierten. Ein Jahr später feierten wir in der Residenz des Botschafters von Großbritannien in Zagreb das ‚Diplomacy & Commerce - Croatia‘. Im Februar dieses Jahres sorgten wir

in der Residenz des Botschafters von Großbritannien in Wien auch für ein ‚Diplomacy & Commerce – Austria‘. Demnach betrachte ich dieses heutige Ereignis, wenn ich Sir Winston Churchill zitieren dürfte, als ‚business as usual‘. Heute befinden wir uns in der Residenz der Botschafterin von Großbritannien in Ljubljana und stoßen auf die Veröffentlichung der ersten Ausgabe des Magazins „Diplomacy and Commerce – Slovenia“ an und hoffen darauf, dass es einen ähnlichen Erfolg wie seine Vorgänger in dieser Region erzielen wird. ‚Diplomacy and Commerce – Slovenia‘ wird regelmäßig die aktuellsten Themen in der diplomatischen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Szene Sloweniens verfolgen. Ich möchte mich auch bei Ihrer Exzellenz der Botschafterin Sophie Honey für Ihre Gastfreundschaft in Ihrer Residenz bedanken, bei allen Klienten und Ansprechpartnern dieser Ausgabe, die uns von Anfang an unterstützt haben und meinem Kollegen Nikola Papak für seine erstklassige Arbeit!“.

Nikola Papak (DC Slovenia), S.E. Denis Knobel, Botschafter Schweiz und I.E. Florence Ferrari, Botschafterin Frankreich

Nikola Papak, Director Diplomacy and Commerce Slovenia, Robert Coban, President Color Press Group und I.E. Sophie Honey, Botschafterin Vereinigten Königsreich Großbritannien und Nordirland in Slowenien

Robert Coban, President Color Press Group, I.E. Lynda Blanchard, Botschafterin der Vereinigten Staaten in Slowenien, I.E. Sophie Honey, Botschafterin Großbritannien und Nikola Papak, Director Diplomacy and Commerce Slovenia

Botschafter unter sich: S.E. Irakli Koplatadze ( Georgien), S.E. Pëllumb Qazimi (Albanien), S.E. Denis Knobel (Schweiz) und S.E. S.E. Masaharu Yoshida (Japan)

S.E. Boris Grigic, Botschafter Kroatien mit Gattin und Marta Berglez (SILA IWCL)

I.E. Eva Ponomarenkova, Botschafterin Slowakei, S.E. Myles Gerian, Botschafter Irland und I.E. Florence Ferrari, Botschafterin Frankreich

Dr. Bernhard Hauer, Stellvertretender Leiter Deutsche Botschaft in Slowenien, Frau Kamilla Duda-Kawecka, Missionsleiter Botschaft Polen in Slowenien und S.E. Mladen Tcherveniakov, Botschafter Bulgarien

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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

I.E. Lynda Blanchard, Botschafterin der Vereinigten Staaten in Slowenien, I.E. Sophie Honey, Botschafterin Großbritannien und Tomaz Kovcic, Honorarkonsul Serbiens in Slowenien

Nikola Papak: „Nach Serbien, Kroatien und Österreich hat die diplomatische und wirtschaftliche Gemeinschaft in Slowenien endlich die Möglichkeit, die Interviews und Artikel über Politik, Diplomatie, Wirtschaft und Kultur auf Englisch zu lesen. Vielleicht noch wichtiger ist, dass die slowenische Öffentlichkeit und die wichtigsten Akteure des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens in Slowenien die Gelegenheit haben, sich über die diplomatischen Aktivitäten aller Botschaften zu informieren. Selbst möchte ich mich bei der britischen Botschafterin I.E. Sophie Honey und dem gesamten Team der britischen Botschaft für ihre Unterstützung und die Ausrichtung dieser Veranstaltung bedanken. Im Laufe der Zeit ist es zu einer Tradition geworden, dass alle Launchpartys, bei denen die ersten Ausgaben aller D&C-Ausgaben - serbischer, kroatischer und österreichischer - gefeiert wurden, in den Residenzen der britischen Botschafter stattfanden.“ I.E. Sophie Honey, die Botschafterin von Großbritannien in Slowenien: „Ich gratuliere zur Erstausgabe. Wir freuen uns sehr, dass wir die Gastgeber bei der Lancierung eines neuen englischsprachigen Diplomatie- und Wirtschaftsmagazins in Slowenien sind, das Informationen für Diplomaten

und die internationale Gemeinschaft in Slowenien erleichtern wird. Ich möchte die Verbindung und die Partnerschaft dieses Magazins mit dem bekannten britischen Medienbrand „The Economist“ hervorheben, die, und davon bin ich überzeugt, großartige Texte und Analysen bringen und die Debatten vorantreiben wird. „ Dem Empfang wohnten unter anderem auch Botschafterinnen und Botschafter: I.E. Lynda Blanchard, (USA), I.E. Sophie Honey (Vereinigten Königsreich Großbritannien und Nordirland), S.E. Denis Knobel, (Schweiz), I.E. Zorana Vlatkovic (Serbien),  S.E. Myles Gerian (Irland), I.E. Florence Ferrari (Frankreich), S.E. Anton Niculescu (Rumäninnen), I.E. Esen Altug (Türkei), S.E. Boris Grigic (Kroatien), S.E. Zoran Stanicic (EU), S.E. Mladen Tcherveniakov (Bulgarien), S.E. Renato Mosca (Brasilien), S.E. Juraj Chmiel (Tschechische Republik), S.E. Irakli Koplatadze ( Georgien), S.E. Pëllumb Qazimi (Albanien), S.E. Masaharu Yoshida (Japan), I.E. Eva Ponomarenkova (Slowakei) und Herr Tomaz Kavcic, Honorarkonsul Serbien in Slowenien bei. Das Magazin „Diplomacy and Commerce – Slovenia“ wird jeden zweiten Monat erscheinen (sechs Ausgaben jährlich) und dem Publikum nur im Abonnement erhältlich sein.

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Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

18 Nationalfeiertag von Chile wurde sep

im Palais Eschenbach gefeiert

Anlässlich des Nationalfeiertages von Chile lud am Mittwoch, dem 18. September, I.E. Gloria Navarrete, Botschafterin Chile in Österreich, zum Empfang ein.   Die Feier des Nationalfeiertags von Chile hat im Haus der Ingenieure, einem der bedeutendsten Ringstrassenpalais in Wien, stattgefunden. Der Einladung der Frau Botschafterin Navarrete folgten viele Gäste und kamen in das historische Gebäude des Palais Eschenbach, darunter zahlreiche Diplomaten,

Vertreter internationaler Organisationen, österreichische Beamte und Prominente der Hauptstadt. Nach den Nationalhymnen von Österreich und Chile, die live am Klavier gespielt und gesungen wurden, hat I.E. Gloria Navarrete eine Begrüßungsrede gehalten. Die Anwesenden hatten vor Ort die Möglichkeit, die speziell für diesen Anlass aus Chile gelieferten Weine zu probieren, sowie nationale Spezialitäten – wie die Empanadas, Asado und viele andere Gaumenfreuden.

I.E. Gloria Navarrete, Botschafterin Chile in Österreich

S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, Auf Chile! - Botschafterin Gloria Navarrete hebt das Glas auf Chile. und I.E. Gloria Navarrete, Botschafterin Chile in Österreich

S.E. Juan Buatista Sunye Mendia, Botschafter vom Königreich Spanien, Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Pedro Lopez Quintana, und Nuntiaturrat Msgr. Dr. George Panamthundil

S.E. Jose Antonio Marcondes de Carvalho, Botschafter Republik Brasilien, und S.E. Herr David Roberto Betancourt Ruales, Botschafter Ecuador

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S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, S.E. Tom Hanney, Botschafter Irlands, und S.E. Salah Abdel-Shafi, Botschafter Palästina

S.E. Rafael Grossi, Botschafter Argentiniens

I.E. Gloria Navarrete, Botschafterin Chile in Österreich, und Botschafterin der Dominikanischen Republik, I.E. Lourdes Gisela Antonia Victoria-Kruse


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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

23 62. Nationalfeiertag von Malaysia

wurde mit Panoramablick über Wien gefeiert sep

Anlässlich des 62. Nationalfeiertags von Malaysia, luden der Botschafter und Ständiger Vertreter von Malaysia, S.E. Dato ‚Ganeson Sivagurunathan, und Gattin Datin Gowri Kirubamoorthy zum Empfang ein. Auf die Einladung von S.E. Sivagurunathan kamen viele Diplomaten, Mitglieder der Internationalen Organisationen und Vertreter der österreichischen Regierung.

Der Empfang fand hoch über den Dächern Wiens statt, in der Circle Lounge, die sich im Florido Tower befindet und einen wunderschönen Ausblick über Wien bietet. Der offizielle Teil des Abends begann mit den Hymnen von Österreich und Malaysia, die live gesungen wurden. Danach hielt der Botschafter Dato ‚Ganeson Sivagurunathan eine Begrüßungsrede, und es wurden köstliche Spezialitäten aus Malaysia serviert.

Wunderbare Gastgeber: S.E. Dato ‚Ganeson Sivagurunathan und Gattin Datin Gowri Kirubamoorthy

Botschafter Dato ‚Ganeson Sivagurunathan Begrüßungsrede

S.E. Miguel Camilo Ruiz Blanco, Botschafter Kolumbiens in Österreich, mit Gattin und Gastgeber: S.E. Dato ‚Ganeson Sivagurunathan und Gattin Datin Gowri Kirubamoorthy

S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, S.E. Dato ‚Ganeson Sivagurunathan mit Gattin und I.E. Saroja Sirisena, Botschafterin Sri Lanka Der Empfang fand hoch über den Dächern Wiens statt

Gastgeber S.E. Dato ‚Ganeson Sivagurunathan mit Gattin Datin Gowri Kirubamoorthy und S.E. Omar Amer Youssef, Botschafter Ägyptens mit Gattin

S.E. Salah Abdel-Shafi, Botschafter Palästina und Botschafter Seiner Majestät des Königs von Marokko in Österreich, S.E. Azzeddine Farhane

S.E. Dr. Arthur Winkler-Hermaden, Botschafter des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres und S.E. Sultan Salmeen Almansouri, Botschafter Katar

S.E. Dato ‚Ganeson Sivagurunathan und Cornel Feruta, amtierender IAEO-Generaldirektor

S.E Yousuf Ahmed Hamed Al Jabri, Botschafter Oman, Wirtschafdelegierte aus Sri Lanka, S.E. Omar Amer Youssef, Botschafter Ägyptens, Botschafter von Malaysia, S.E. Dato ‹Ganeson Sivagurunathan, S.E. Jalal E.A. Alashi, Chargé d’Affaires bei der Botschaft von Libyen und S.E. Salah Abdel-Shafi, Botschafter Palästina

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Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

24 Wunderbarer

Musikabend mit der berühmten Opernsängerin Fatima Alhashmi aus Abu Dhabi sep

Am Dienstagabend, dem 24. September, luden S.E. Hamad Alkaabi, Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, und der Verein „PaN“ zum ersten gemeinsamen emiratisch-österreichischen Konzert ein. Auf dem Konzert traten die jungen Musikerinnen des „Prima la Musica“ aus Wien auf, aber Star des Abends war Fatima Alhashmi aus Abu Dhabi, die nicht nur mehrfach preisgekrönte emiratische Pianistin und Opernsängerin ist, sondern auch die erste Opernsängerin, die aus dem arabischen Raum kommt. Fatima Alhashmi hat das Publikum mit der Aufführung der Serenade „Leise flehen meine Lieder“ von Franz Schubert, die die arabische Opernsängerin auf Deutsch sang, wortwörtlich begeistert. Das Konzert fand im schönen Ambiente des Salons Razumovsky statt, wo nach dem Konzerts ein Empfang stattfand.

S.E. Takeshi Hikihara, Botschafter Japan mit Gattin

Dem Konzert wohnten auch Botschafter bei: S.E. Omar Amer Youssef, Botschafter Ägyptens, S.E. Takeshi Hikihara, Botschafter Japan, S.E. Hamad Alkaabi, Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate und Dr. Walter Gehr, Gesandte des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres 

Opernsängerin Fatima Alhashmi

Das Publikum war begeistert.

S.E. Omar Amer Youssef, Botschafter Ägyptens, Generalsekretär Senator h.c. Walter J. Gerbautz (Verein PaN), S.E. Samir Koubaa, Botschafter der Liga der arabischen Staaten in Wien und Herr Hermann Kroiher (Generalsekretär der UNO Korrespondenten in Wien) 

26 Die Verabschiedung des Botschafters

der Vereinigten Arabischen Emirate, S.E. Hamad Alkaabi sep

Der Generalsekretär für Auswärtige Angelegenheiten, Botschafter Dr. Johannes Peterlik, lud zur Verabschiedung S.E. des Botschafters der Vereinigten Arabischen Emirate, Hamad Alkaabi. Der Empfang fand am Donnerstag, dem 26. September, im Alois MockSaal des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äusseres statt. Die Reden haben S.E. Dr. Johannes

S.E. Hamad Alkaabi und die Leiterin der Spanischen Hofreitschule, Sonja Klima, hatten Anfang des Jahres ein gemeinsames Projekt, bei dem die Generalsekretär für Auswärtige Angelegenheiten, Botschafter Dr. Johannes Peterlik und S.E. des Botschafters Spanische Hofreitschule zu Gast in Abu Dhabi war. der Vereinigten Arabischen Emirate, Hamad Alkaabi. 

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Peterlik und S.E. Hamad Alkaabi im Beisein mehrerer Botschafter, sowie Frau Sonja Klima, der Leiterin der Spanischen Hofreitschule, gehalten. Doch S.E. Alkaabi bleibt  Wien treu und wechselt von der Position des Botschafters der VAE zur neuen Position - Ständiger Vertreter die VAE bei der bei der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien.


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Text: Svetlana Nenadovic Glusac

25 Tag der Verfassung und

Nationalfeiertag Nepals wurden gefeiert sep

Anlässlich des Nationalfeiertags von Nepal luden der nepalesische Botschafter in Österreich, S.E. Prakash Kumar Suvedi, und seine Gattin, Frau Susan Suvedi, zum Empfang ein. Ein sehr gut besuchter Empfang fand am Mittwoch, dem 25. September, im Hotel Marriott statt.  Unter den Gästen war auch eine Vielzahl von Mitgliedern des Diplomatischen Korps, Vertreter der österreichischen

Behörden und Institutionen. Der offizielle Teil begann mit den Hymnen von Nepal und Österreich, gefolgt von der Rede von Botschafter Prakash Kumar Suvedi. Während des Empfangs liefen auf einem Bildschirm im Hintergrund Videoaufnahmen vom wunderschönen Himalaya-Gebirge, inklusive imposanter Aufnahmen vom Mount Everest und von den Sehenswürdigkeiten Nepals.

Begrüßungsrede des Botschafter, S.E. Prakash Kumar Suvedi

Die Gattin des nepalesischen Botschafters mit Freundinnen

S.E. Prakash Kumar Suvedi mit Gattin Susan Suvedi und Mitarbeiter der nepalesischen Botschaft in Wien

Botschafter des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres: S.E. Dr. Arthur Winkler-Hermaden, S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Botschafter unter sich: S.E. Kazem Gharib Abadi, Botschafter Iran Integration und Äußeres, und S.E. Mag. Bernhard Faustenhammer und I.E. Dr.Alena Kupchyna Botschafterin Belarus

S.E. Nebojsa Rodic, Botschafter Serbien mit Gattin und S.E. Prakash Kumar Suvedi mit Gattin

Gastgeber nepalesische Botschafter in Österreich, S.E. S.E Yousuf Ahmed Hamed Al Jabri, Botschafter Oman, S.E. Bakar Fattah Hussen, Botschafter Irak und S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Prakash Kumar Suvedi, und seine S.E. Dato ‘Ganeson Sivagurunathan und Gattin Datin Gowri Kirubamoorthy Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres Gattin, Frau Susan Suvedi

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Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

26 Traditioneller tschechischer

Wenzelkirtag wurde in der tschechischen Botschaft in Wien gefeiert sep

Der Herbst ist der Zeit der Trauben, des Sturmes aber auch des in Tschechien gefeierten, böhmischen Fürst Wenzel von Böhmen, der am 28. September 929 (oder 935) starb. Wenzel von Böhmen war Fürst und Herrscher einer kleinen Region um Prag und zugleich Oberhaupt des böhmischen Stammesverbandes. Aus diesem traditionellen Anlass, den Wenzel zu feiern,  eine nunmehr schon tausend Jahre alte Tradition, luden I.E. Dr. Ivana Cervenkova, außerordentliche und bevollmächtigte Botschafterin der Tschechischen Republik, und Dr. Jiri Behounek, Kreishauptmann der Region Vysocina, zum traditionellen tschechischen

Wenzelkirtag ein. Der Kirtag fand in der tschechischen Botschaft in Wien statt, und viele folgten der Einladung von Botschafterin Cervenkova. Nach der Begrüßungsrede von Frau Botschafterin Cervenkova und des Kreishauptmann der Region Vysocina konnten sich die Versammelten über touristische Angebote, Kunst und Kultur der Region informieren und hatten auch die Möglichkeit, die Spezialitäten und Weine aus der Region Vysocina zu verkosten.

In dem Garten der Botschaft waren Zelte aufgestellt, und das schöne Herbstwetter spielte mit, sodass es ein wunderbarer Abend mit tschechischer Musik wurde.

Begrüßungsrede I.E. Dr. Ivana Cervenkova, Botschafterin der Tschechischen Republik, die im Dirndl kam

Für die richtige Stimmung hat die traditionelle Band aus Tschechien gesorgt. Prof. Dr. Josef Höchtl und KommR Anton Bucek

Frau Magdalena Zielinska, Gesandte Poland und Herr Rafal Damian Sobczak, Erster Botschaftsrat und Direktor des Polnischen Instituts Wien

Wunderbarer Abend im Garten der tschechischen Botschaft

In den Räumlichkeiten der Botschaft wurde Traditionelles aus der Region Vysocina gezeigt - wie die Kunst des Käsemachens und der Schnitzerei.

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Köstlichkeiten aus dem Heimatland


Reisebericht

Text: Robert Coban

Der schlafende Riese unter dem mediterranen Paradies Kreuzfahrt in der Ägäis - Teil 1

Sobald man auf Mykonos von Bord geht, trifft der Reisende am Eingang der Stadt auf ein Denkmal, einem weiblichen Kopf aus Marmorstein, unter dem einfach nur steht: Manto Mavrogenous (1796–1848). Die Frau, die ihr ganzes Leben und ihr ganzes Vermögen für den Griechischen Unabhängigkeitskrieg aufopferte, wurde in Triest in einer reichen griechischen Händlerfamilie geboren. Ihr Vater war Mitglied des Geheimbundes Filiki Eteria (Freundesgesellschaft), der in Odessa mit dem Ziel gegründet wurde, die von den Türken besetzten Regionen zu befreien. Die Frau von

Wir fahren zum Städchen Ia im Norden der Insel, von dem aus sich wahrscheinlich einer der schönsten Anblicke weltweit streckt. Die entlang der Klippe angereihten und in WeiSS gefärbten Häuser und Kirchen mit blauen Dächern, die die Farbe des Schleiers der Gottesmutter symbolisieren, erheben sich dramatisch über dem Meer ungewöhnlicher Schönheit studierte griechische Philosophie und Geschichte und sprach Griechisch, Französisch, Italienisch und Türkisch fließend. Als der Griechische

Unabhängigkeitskrieg begann, reiste Manto nach Mykonos um die dortigen politischen Führer davon zu überzeugen, sich an der Revolution zu beteiligen. Sie gab enorme Sum-

men ihres eigenen Geldes für die Aufrüstung von Schiffen, die gegen die Türken kämpften, aus. Sie finanzierte zahlreiche Schlachten griechischer Revolutionäre, aber sie konnte sich nie vergeben, dass sie das berüchtigte Massaker von Chios nicht verhindern konnte, das Eugène Delacroix später auf seinem gleichnamigen Gemälde, einem seiner ingressivsten Werke, das heute an den Wänden in Louvre hängt, darstellte. Damals töteten die osmanischen Truppen 20.000 Griechen auf dieser Insel. Bekannt ist ihr Brief an die „Pariser Frauen“, in dem sie sie anfleht, nicht den Griechen zu helfen, sondern ihre Ehemänner daran zu 43


Reisebericht

hindern, ihren Feinden zu helfen. Sie starb 1848 auf der Insel Paros, arm und von allen vergessen, nachdem sie ihr ganzes Vermögen für den griechischen Kampf für die Unabhängigkeit ausgab. Erst später revanchierten sich die Griechen mit zahlreichen Statuen und Straßennamen und bevor der Euro eingeführt wurde hatte die Zwei-DrachmenMünze ihr Bild auf der Rückseite. Natürlich kümmert sich die Mehrheit der Besucher auf Mykonos recht wenig um Manto und ähnliche Geschichten. Hier kommt man nicht her um Museen und Galerien zu besuchen oder über die Geschichte zu diskutieren. Schon ein kurzer Spaziergang durch die Straßen der Kleinstadt genügt, damit man sich ein Bild von dem Touristenprofil malen kann: Mode, Spaß und Posen für Instagram sind anscheinend die Hauptmotive für einen Besuch. Obwohl es auf der Insel ziemlich windig ist, sind die Preise fast doppelt so hoch wie in anderen Teilen Griechenlands und die Strände gehören nicht zu den schönsten im Mittelmeer: Auf Mykonos Urlaub zu machen ist eine Prestige-Sache unter den Neureichen von London über Wien bis hin zu Moskau geworden. Gut, man muss schon zugeben, dass Fotos von der Windmühle gleich über Klein-Venedig im Sonnenuntergang schon gute Szenen sind, mit denen man auf Instagram prahlen kann. Klein-Venedig mit seinen Reihen von Fischerhäusern über dem Wasser, seinen Cafés und Restaurants, auf die die Wellen platschen, entspricht schon eher meinem Geschmack. Am nächsten Tag hielt unser Schiff an der winzigen Insel Milos. Ich erinnerte mich an das bekannte gleichnamige Restaurant in New York in der 55. Straße und die ca. zehn Lämmer, die sich am Karsamstag 2016 davor am Spieß drehten. Die Hitze im Hafen war so stark, dass wir uns gleich am Strand Polonia im nördlichen Teil der Insel versteckten. Sandra fragte nach dem Preis für die Liegestühle am Strand vor der Taverne, in die ich mich setzte, um am Computer arbeiten zu können, und die Antwort war: Kostenlos, wenn wir Gäste im Restaurant sind. Die Bedienung freundlich, das Essen lecker, die Liegestühle kostenlos und am Ende, wie fast überall in Griechenland: Süßes und Digestif aufs Haus. Den ganzen Sommer lang verfolgte ich die Posts von Matia Babic, dem Inhaber von Index.hr-Portal, zu diesem Thema. Er besucht für sein neues Projekt TasteAtlas-com, aber auch wegen des eigenen Hedonismus, verschiedene Orte des Planets 44

Eruption des Vulkans auf Santorini 1950

Manto Mavrogenous, Heldin des Griechischen Unabhängigkeitskrieges

Auf Mykonos Urlaub zu machen ist eine Prestige-Sache unter den Neureichen von London über Wien bis hin zu Moskau geworden. Gut, man muss schon zugeben, dass Fotos von der Windmühle gleich über Klein-Venedig im Sonnenuntergang schon gute Szenen sind, mit denen man auf Instagram prahlen kann

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und schreibt über lokale Genüsse, authentische Speisen, Restaurants.... Fast während des ganzen Sommers meldete er sich aus verschiedenen Teilen Griechenlands und verglich Preise und Dienstleistungen mit denen in Kroatien und nannte dabei auch die Gründe dafür, warum die touristische Saison bei den Kroaten dieses Jahr schlechter war als sonst. Einen ähnlichen Vergleich könnte man auch mit Griechenland machen und da können wirklich alle Länder des Mittelmeeres etwas von den Griechen lernen, die ihren traditionellen Unternehmergeist in einem niemals unterbrochenen Kapitalismus bewahrten und sie den Bedürfnissen der Touristen des 21. Jahrhunderts anpassten. Ich scherze mit den Kindern darüber, warum es so viele Katzen auf den griechischen Inseln gibt, vor allem auf Milos: Da Griechen „Danke!“ auf Englisch „Tenk ju veri matz“ aussprechen, mit Betonung auf „matz“, hat das viele große Garfields angezogen, die einem überall dort um die Füße streichen, wo es nach Essen riecht. Wir kehren nach Plaka, die Hauptstadt von Milos, zurück und bei weitaus angenehmeren Wetter mache ich mich auf den Weg, die steilen Straßen, die zur Kirche am Gipfel des Bergs führen, zu besichtigen. Es ist der Abend vor Maria Himmelfahrt und die Kirche ist voll alter und junger Leute, Männer, Frauen und Kinder... Ich lausche dem wunderschönen, beinahe kathartischen Gesang der Priester, die Gläubigen schreiten hinein, kaufen Kerzen und zünden sie an, küssen die Ikonen, lassen Brot und Olivenöl weihen... Von allen orthodoxen Ländern hat Griechenland mit


Text: Robert Coban

Kirche auf Milos: Gläubige lassen Brot und Olivenöl weihen

Malerisches Santorini

Sicherheit die meisten Gläubigen. Vielleicht weil sie nicht das (Un) Glück hatten, jahrzehntelang im Kommunismus zu leben wie die Russen, Serben, Montenegriener, Äthiopier, Armenier, Ukrainer, Bulgaren, Rumänen und andere größtenteils orthodoxe Völker. Den dritten und vierten Kreuzfahrttag verbrachten wir auf der Insel Santorini. Vom kleinen Hafen am Fuße der Vulkaninsel bis zur Kleinstadt Fira bis zu den Gipfeln ihrer Klippen gibt es drei mögliche Wege. Den einen beschreitet man zu Fuß den steilen Weg hinauf und der zweite geht den gleichen Weg hinauf, aber auf dem Rücken eines Esels und das kostet einen sechs Euro. Es gibt auch eine dritte Möglichkeit, die seit 1979 existiert, als der lokale Schiffsbesitzer Evangelos Nomikos den Einwohnern der Insel eine Seilbahn schenkte und den gesamten Bau finanzierte. Ein Foto von ihm und seiner Frau hängt am Eingang der Seilbahn. Wir fahren zum Städchen Ia im Norden der Insel, von dem aus sich wahrscheinlich einer der schönsten Anblicke weltweit streckt. Die entlang der Klippe angereihten und in Weiß gefärbten Häuser und Kirchen mit blauen Dächern, die die Farbe des Schleiers der Gottesmutter symbolisieren, erheben sich dramatisch über dem Meer. Weiter fällt der Blick auf die Kreuzfahrtschiffe und Yachten im Wasser und den aktiven Vulkan auf der

Klein-Venedig auf Mykonos

Sobald man auf Mykonos von Bord geht, trifft der Reisende am Eingang der Stadt auf ein Denkmal, einem weiblichen Kopf aus Marmorstein, unter dem einfach nur steht: Manto Mavrogenous (1796–1848). Die Frau, die ihr ganzes Leben und ihr ganzes Vermögen für den Griechischen Unabhängigkeitskrieg aufopferte, wurde in Triest in einer reichen griechischen Händlerfamilie geboren kleinen Insel dahinter. Seine letzte Eruption dauerte vom 10. Januar bis zum 1. Februar 1950 und zur Erinnerung an dieses Ereignis dienen die vielen Fotos, die man sich in Fira anschauen kann, während man auf die Seilbahn wartet. Sie ermahnen uns, dass unter jedem

mediterranen Paradies ein schlummernder Riese hockt, und man kann sich nie ganz sicher sein, wann er aufwachen wird. Im Städchen Ia befindet sich auch einer der bekanntesten Buchläden der Welt – Atlantis Books – der sich in einer Höhle befindet

und Bücher in vielen verschiedenen Sprachen verkauft und alte oder seltene Bücher, Mappen und Globen anbietet. Fans von Büchern und Antiquitäten könnten hier leicht mehrere Stunden verbringen. Die Strände sind am anderen Ende der Insel und gehören nicht zu den schönsten in Griechenland, weshalb ich auch nach einem Schwimmbad gesucht habe, um gemeinsam mit den Kindern diesen heißen Augusttag zu überleben. In Ia habe ich eins über ein Forum auf TripAdvisor aus dem Jahr 2007 gefunden und es begann so: „Ich bin ein Fotograf aus Italien und komme für einen Tag mit sieben Models nach Santorini. Kennt jemand ein Hotel mit Schwimmbad, in dem die Mädchen schwimmen könnten, während ich sie fotografiere?“. Jemand antwortete: „Mit sieben Models dürfte dich jedes Hotel mit Schwimmbad aufnehmen!“. Am Ende schlug jemand die Lioyerma Cafe Pool Bar mit Blick aufs Meer vor. Zwölf Jahre später heißt es immer noch Gäste willkommen. Nach einem spektakulären Sonnenuntergang, den viele in Ia von den Ruinen der venezianischen Festung aus betrachten, kehrten wir nach Fira zurück. Im Restaurant Volkan on the Rocks befindet sich ein kleines Freiluftkino mit nur zwei Filmen im Repertoire: An einem Tag läuft Mamma Mia und am anderen My Big Fat Greek Wedding – Hochzeit auf griechisch.

Der portugiesische Jude, der über Griechenlands Inseln herrschte! Während ich in Plaka auf Milos zum Hafen ging, traf ich auf die Geschichte von noch einer wichtigen und wenig bekannten Person, deren Schicksal mit den griechischen Inseln verbunden ist. João Miguez alias Joseph Nasi war ein portugiesischer Jude mit einer unglaublich interessanten Lebensgeschichte. Er herrschte durch einen Zufall von 1566 bis 1579 über die Insel Milos. Er wurde in Lissabon in einer anerkannten sephardischen Familie geboren, war Universitätsprofes-

sor. Nachdem die Juden, nach Spanien, von der Inquisition auch aus Portugal vertrieben wurden, zog er 1546 nach Antwerpen in die Österreichischen Niederlande. Von da aus zog er nach Frankreich und danach in die Republik Venedig, um sich am Ende in Konstantinopel niederzulassen. Dort unterstützte er weise Sultan Selim im Kampf gegen seinen Rivalen Bayezid. Als Dank dafür bekam er den diplomatischen Dienst und spielte eine wichtige Rolle in den Kriegen zwischen der Türkei, Venedig, der Republik Venedig

und Spanien. Der Sultan ernannte ihn zum Herzog von Naxos und unter seiner Verwaltung standen einige griechische Inseln der Kykladen (Santorini, Mykonos, Milos usw.). Er hatte die Idee, dass das Osmanische Reich einen Teil Zyperns in eine jüdische Kolonie verwandelt, was in gewisser Weise ein Vorläufer vom Britischen Uganda-Programm und dem Madagaskarplan ist. In seinem Palast druckte er Zeitungen auf Hebräisch, was nach seinem Tod seine Witwe Dona Reyna fortsetzte.

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Reisebericht

Geburtsort der Industrie und des teuersten Fußballs

Unterwegs in Manchester

“Manchester, England, England – Across the Atlantic See …” sang Claude Bukowski im Film “Hair” vor genau 40 Jahren, während er im Paradeschritt ins Flugzeug stieg, das ihn in den Vietnamkrieg befördern sollte. Wir, die sechs Vertreter verschiedener Medien, kommen vier Jahrzehnte danach in Manchester an, der ersten Industriestadt der Welt und der Heimat von „Manchester United“, einem der besten und dem offiziell teuersten Fußballklub der Welt. Während wir im „Red Cafe“ zu Mittag essen, dem offiziellen Restaurant innerhalb des Old Trafford Stadions, erzählt uns unser Gastgeber Rob, dass in Manchester, wo die Ergebnisse des Brexit-Referendums verkündet wurden, die Mehrheit gegen einen Austritt aus der EU stimmte. Heute, nach knapp drei Jahren, ist diese Zahl, so glaubt er zumindest, noch wesentlich höher, da im Falle Großbritanniens das Sprichwort: „Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst“ deutlich an Bedeutung gewinnt. Man spricht immer öfter über die Möglichkeit eines neuen Referendums und die Annullierung dessen, was im Juni 2016 entschieden wurde. Wir trinken unser Lieblingsbier aus Irland „Guinness“ und hören uns die Geschichte des Vereins an, den es bereits seit 1878 gibt, seit 1903 unter dem Namen „Manchester United“. Das Stadion, in dem wir uns befinden, wurde 1910 eröffnet, allerdings ist von den ersten Gebäuden nur ein winziger Teil übrig geblieben, und zwar der 46

„Tunnel“, durch den die Spieler von der Umkleidekabine zum Spielfeld laufen müssen. Manchester und das Old Trafford blieben nämlich wie viele andere britische Industriezentren nicht von Hitlers Bombenangriffen 1940 verschont. 1949 wurde schließlich ein neues Sta-

Die Kathedrale in Manchester wurde nach den deutschen Bombenangriffen im Dezember 1940 schwer beschädigt

Museumsabteilung, die der Flugzeugtragödie in München 1958 gewidmet ist

Busby Babes 1955

dion eröffnet, das seitdem ständig ausgebaut und neuen Standards angepasst wurde, sodass es heute mit seinen 74.994 Sitzplätzen zu den modernsten Sportarenas der Welt zählt. Seit 2005 ist der Verein in Mehrheitsbesitz der Familie Glazer, Amerikanern jüdischer Abstammung. Nach Einschätzung des „Forbes Magazine“ aus 2017 ist „Manchester United“ der wertvollste Klub auf der Welt, satte

3,69 Milliarden Dollar „schwer“, d. h. er steht vor „Barcelona“, „Real Madrid“ und den „Bayern“. Interessanterweise geht der fünfte Platz ebenfalls an einen Fußballklub aus dieser Stadt – „Manchester City“. Obwohl Sir Alex Ferguson schon seit 2013 nicht mehr Cheftrainer ist, wird sein Name überall im Stadion, aber auch in der ganzen Stadt, mit großem Respekt - beinahe mit Verehrung - ausgesprochen.

Während wir im „Red Cafe“ zu Mittag essen, dem offiziellen Restaurant innerhalb des Old Trafford Stadions, erzählt uns unser Gastgeber Rob, dass in Manchester, wo die Ergebnisse des Brexit-Referendums verkündet wurden, die Mehrheit gegen einen Austritt aus der EU stimmte.

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Nach einem Rundgang durch das ganze Stadion – Tribüne, Loge, Umkleidekabine und Konferenzraum – gehen wir ins Museum, in dem die wichtigsten Momente einer ereignisreichen Vereinsgeschichte dokumentiert sind. Am meisten interessierte mich der Teil, der dem Flugzeugabsturz in München 1958 gewidmet war. Was war da eigentlich vorgefallen? Nach dem Spiel gegen Roter Stern Belgrad, landete das Flugzeug mit Spielern, Journalisten und dem gesamten Vereinsmanagement am 06. Februar 1958 am Münchener Flughafen. Beim dritten Startversuch kam es schließlich dazu, dass das Flugzeug, unter katastrophalen Wetterbedingungen, die Schneewehen und Matsch auf der Startund Landebahn verursachten, in das Schutzgeländer einschlug. 23


Text: Robert Coban

Das Rathaus in Manchester, in dem 2016 die Ergebnisse des Brexit-Refferendums verkündet wurden

Der Tisch neben dem Fenster, der Ort, an dem sich 1845 Karl Marx und Friedrich Engels das erste Mal trafen

von insgesamt 44 Passagieren, darunter auch Mitglieder der Flugbesatzung, kamen dabei ums Leben. Der Torhüter von „Manchester United“, Harry Gregg, trat dabei durch seine Rettungsaktion hervor, in der er Überlebende aus dem Flugzeugwrack rettete. Acht Spieler, zwei Trainer, ein Sekretär, acht Journalisten, zwei Freunde des Vereins und zwei Mitglieder der Flugzeugbesatzung starben an diesem Tag. Die Nachricht von der Tragödie erklang weltweit, unter anderem auch deswegen, weil sich Manchester United, unter der damaligen Leitung von Bobby Charlton, der den Unfall auch überlebte, an der Spitze des europäischen Fußballs befand. „Busbys Babys“, so nannte man sie nämlich (nach ihrem Manager Matt Busby) – hatten die Möglichkeit, das dritte Team in der Geschichte zu werden, das die Premier League dreimal in Folge gewinnt. Nach dem Unglück folgte die schwerste Zeit in der Vereinsgeschichte, man überlegte sogar, den Verein aufzulösen. Zehn Jahre später gewinnt eine neue Generation von „Busbys Babys“ gemeinsam mit zwei Überlebenden – Charlton und Bill Foulkes – die Champions League. Im Finale besiegte Manchester United das Team von Benfica mit 4:1.

dass gerade in diesem Rathaus die Ergebnisse des Brexit verkündet wurden, welche, so scheint es zumindest, dazu führten, dass vielen im Vereinigten Königreich die Sonne nun „verdunkelt“ erscheint. Vor dem Rathaus befinden sich mehrere Gedenktafeln, die den Bürgern von Manchester gewidmet sind, die in zahlreichen Kriegen im 20. Jahrhundert ihr Leben ließen. Von den Opfern der Weltkriege, über die Gefallenen im Koreakrieg, bis hin zu den Toten nach den Nukleartests auf den Weihnachtsinseln im Pazifischen Ozean 1957. Da ist auch die Chetham‘s Library, die älteste öffentliche Bibliothek Großbritanniens, die auch als der Ort bekannt ist, an dem sich

Da ist auch die Chetham‘s Library, die älteste öffentliche Bibliothek GroSSbritanniens, die auch als der Ort bekannt ist, an dem sich 1845 Karl Marx und Friedrich Engels das erste Mal trafen. Der Tisch neben dem Fenster, wo das Treffen stattfand und nachdem das „Manifest der Kommunistischen Partei“ entstanden ist, ist heute immer noch eine Art Heiligtum, das von „kommunistischen Pilgern“ aus der ganzen Welt aufgesucht wird Wir aßen in einem „gentrifizierten“ Viertel in der Nähe des Bridgewater-Kanals zu Abend, wo die ehemaligen Fabrik- und Lagerhallen in Clubs, Restaurants und Galerien umgebaut wurden. Die Preise sind um ein Drittel günstiger als in London, ein ähnliches Verhältnis wie zwischen Chicago und New York. Am nächsten Tag spazierten wir durch das Stadtzentrum und kamen auf dem Platz hinter dem Rathaus am Denkmal von Prinz Albert vorbei, das seine geliebte Königin Victoria errichten ließ, die Herrscherin Großbritanniens zur Zeit des „Imperiums, in dem die Sonne nie untergeht“. Die Ironie der Geschichte führte schließlich dazu,

1845 Karl Marx und Friedrich Engels das erste Mal trafen. Der Tisch neben dem Fenster, an dem das Treffen stattfand und auf dem das „Manifest der Kommunistischen Partei“ entstanden ist, ist heute immer noch eine Art Heiligtum, das von „kommunistischen Pilgern“ aus der ganzen Welt aufgesucht wird, die eine Verbindung zu den Gründern ihrer Ideologie herstellen möchten. Ein paar Meter weiter beten sie, in der vom blühenden Kirschbaum umgebenen Kathedrale, einen anderen Gott an. Die Kathedrale war wie das Stadion nach den deutschen Bombenangriffen im Dezember 1940 schwer beschädigt worden, wobei auch insgesamt 684 47


Reisebericht

Zugang zum Hotel vom Kanal

Tod und Leben in Venedig Historische Hotels: Excelsior, Lido, Venedig Das Grand Hotel des Bains, 1900 erbaut, Thomas Manns beliebtester Urlaubsort, in dem er auch die Handlung seines Romans „Der Tod in Venedig“ platzierte, ist nur einen Kilometer von Venedig entfernt… In diesem Hotel drehte der brillante Luchino Visconti 1971 auch den gleichnamigen Film. Das Hotel wurde 2010 mit einem Vorhängeschloss versehen, um in einen privaten Luxus-Apartmentkomplex (ähnlich wie New Yorks Plaza) verwandelt zu werden, mit dem Plan Ende 2011 feierlich eröffnet zu werden. Im August 2019 steht das Grand Hotel des Bains jedoch noch im Dunkeln, geschlossen und „under renovation“. Professor Gustav von Aschenbach aus Manns Roman müsste in diesem Sommer einen anderen melancholischen Zufluchtsort suchen... Wenn das Grand Hotel des Bains durch das Buch, den Film und die Dunkelheit, die es heute umgibt - gleichbedeutend mit „Tod in Venedig“, Angst und Melancholie ist - ist das Hotel Excelsior sowohl in der Geschichte als auch heute ein Symbol des „Lebens in Venedig“. Gehen wir 111 Jahre in die Vergangenheit zurück. Es ist der 21. Juli 1908 - der Abend der Eröffnung des Excelsior Hotels am Lido: Hier sind über 3.000 Gäste aus der ganzen Welt und 30.000 Venezianer, die zu diesem Anlass an den Lido gekommen sind! Der Bau des Hotels wurde von einem berühmten Geschäftsmann der Zeit, Nicolas Spada, in 48

Postkarte mit dem Hotel aus 1908

Als ob die Zeit stillsteht – die Kabinen auf dem Hotelstrand

Auftrag gegeben, und der Auftrag des Architekten wurde Giovanni Sardi anvertraut. Nikola Spades Vision war es, Lido in etwas mehr als eine Sandbarriere zwischen der Lagune

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und dem berühmten Venedig zu verwandeln. Die üppige und entspannte Atmosphäre der Belle Epoque war der perfekte Hintergrund für die Eröff-

nung dieses neuen internationalen Jet-Set-Reiseziels. Sehr bald wurde der Lido zu einer Luxusoase für Gäste aus der ganzen Welt: Die weiten Sandstrände auf der einen Seite mit Blick auf die Adria, die Parks auf der anderen Seite und Venedig, das nur eine Viertelstunde mit dem Boot entfernt ist, machten Lido zum beliebten Urlaubsort für stilvolle Menschen aus der ganzen Welt. Sehr schnell tauchte am Lido eine Vielzahl von Villen, Residenzen und Luxushotels auf. In den 1930er Jahren, nach der Gründung der Internationalen Filmfestspiele von Venedig (1938) und der Eröffnung des Casinos von Venedig, nahmen die Hotels an Bedeutung noch mehr zu. In den folgenden Jahren war das fast vollständige irdische Who is Who mindestens einmal in diesem Hotel untergebracht: Von Barbara Hatton bis zum Herzog von Windsor, von Erol Flynn bis Elizabeth Taylor, Ingrid Bergman und Winston Churchill. Heute strahlt das Excelsior eine Mischung aus Charme längst vergangener Zeiten, die die Gewohnheiten und Bräuche der heutigen Gäste mitbringen, aus. Als wir 2013 im Hotel übernachteten, endete das festliche Abendessen anlässlich des Festes Maria Himmelfahrt, am 15. August, mit einer DJ-Party am Pool, die mit Szenografie und Konzept eher den Partys auf Ibiza als den eleganten Partys mit klassischer Musik aus der Zeit von Professor Ashenbach ähnelte. Inzwischen wurde das 111 Jahre alte Objekt größtenteils renoviert, erzählte mir letzte Woche der Hotelmanager, und die gesamte Rekonstruktion des Restaurants, der Zimmer, Terassen und des Schwimmbads erwartet man im nächsten Jahr. Ende Juli geht die Sonne am Schwimmbad schon gegen 17 Uhr unter, aber scheint immer noch bis 20 Uhr auf den Strand vor dem Hotel. Da können Sie an der Mole die überteuerten RetroKabinen wie aus Viscontis Film mieten oder einfach im seichten Wasser vor dem Hotel schwimmen. Die Rettungsschwimmer werden Sie warnen, dass es im tieferen Wasser Quallen gibt und dass Sie nicht weiter als 50 Meter von der Mole wegschwimmen sollen. Weit vom touristischen Gedränge Venedigs (die die Gäste des Hotels „Danieli“ schon vor dem Ausgang aus ihrer Lobby, neben des Dogenpalasts, erleben) – Das „Excelsior“ ist eine kostenlose 15-minütige Fahrt mit dem Bootshuttle des Hotels entfernt, der diese Strecke jede halbe Stunde fährt. Das Dock für diese Boote wurde in einem Kanal gebaut, der sich dem Hotel auf der


Text: Robert Coban

Der Lido zwischen der Lagune und der berühmten Stadt Venedig

Seite gegenüber dem Strand nähert und den Lido in zwei Hälften teilt und ist eines der romantischsten Orte, die ich je gesehen habe. Es kann vorkommen, wie es auch während unseren Aufenthaltes einige Male der Fall war, dass das Wasser wegen des Phänomens „acqua alta“ so hoch steigt, dass das Bootshuttle gar nicht zum Hotel kommen kann, wegen der mangelnden Höhe der letzten Brücke vor dem Hotel und in diesem Fall müssen die Gäste fünf Minuten bis zur Mole vor dem Kasino spazieren. Eines Abends stieg das Wasser in der Lagune innerhalb von nur zwei Stunden so hoch, dass wir auf unserem Rückweg von der beliebten „Trattoria alla Madonna“ neben der Rialto Brücke auf einen komplett überschwemmten Piazza San Marco trafen und die einzige Weise ihn zu durchqueren, war mit unseren Schuhen in der Hand. Das obengenannte Restaurant war eine Empfehlung des Autors Wladimir Pistalo, der während seiner Arbeit am Roman „Venedig“ die Stadt ausführlich untersuchte. In diesem Restaurant speisen die Einheimischen, es ist nicht teuer und das Essen ist hervorragend, was für Venedig, das voll von „Touristenfallen“ ist, eine wahre Seltenheit ist. Wir kehrten mit nassen Füßen und vollen Bäuchen mit dem Bootes zurück zum Lido. Es erinnerte mich an meinen Besuch des Friedhofs auf der Insel San Michele, wo Napoleon nach dem Fall der Republik die Bewohner der Markusrepublik lehrte, ihre Toten zu begraben, anstatt sie unhygienisch auf den Kirchhöfen in der Statt zu vergraben. Ein besonders bizarres Detail ist, dass die Zimmer der Patienten des Stadtkrankenhauses in Venedig einen Blick auf San Michele haben. Bis zur Insel werden die Verstorbenen mittels spezieller Bestattungsgondeln gefahren. Auf dem Friedhof San Michele wurden unter anderen auch Igor Strawinsky, Joseph Brodsky und Ezra Pound beerdigt. Vor zwei Jahren

Die Hotellobby

Venedig bei Sonnenuntergang

hat uns der berühmte Balletttänzer und Choreograf Mikhail Baryshnikov beim Abendessen erzählt, wie Susan Sontag ein Skandal auf der Beerdigung von Joseph Brodsky verursachte, indem sie insistierte, dass er, als Jude, nicht neben Ezra Pound beerdigt werden darf, der zwischen den zwei Weltkriegen ein großer Sympathisant der Nazis war. Es ist interessant, dass Venedig den meisten Menschen in ziemlich stresshafter Erinnerung bleibt, da sie die Stadt meistens nur einen halben Tag, in der heißesten Sonne, besuchen, in langen Schlangen vor dem Dogenpalast oder dem Markusdom stehen, schlechte und teure Pizzen essen und vor dem Sonnenuntergang in ihre Busse oder Schiffe einsteigen. Venedig hinterlässt einen völlig anderen Eindruck, wenn man es auf einer Reise erlebt, die einige Tage lang dauert. Das ideale Szenario: Am Vormittag erkunden Sie die Stadt oder besuchen die Biennale, am Nachmittag kühlen Sie sich am Schwimmbad ab, und am Abend gehen Sie zum Abendessen in die Stadt, die jetzt frei von Tagestouristen und angenehm frisch ist. Ansonsten ist das „Excelsior“ eines der fünf Hotels in Venedig, das ein Schwimmbad hat und das einzige, dass seinen eigenen Strand hat. Der amerikanische Finanzier Pierpont Morgan hat einmal gesagt: „Die Amerikaner, die Europa besuchen reden mehr über das Hotel „Excelsior“ als über den Dogenpalast!“

Die Drachenknochen hinter dem Altar Den Reisenden nach Venedig empfehle ich das Buch „Secret Venice“, das einige weniger bekannte und sichtbare aber auch sehr spannende und interessante Orte in der Stadt entdeckt. Mit Hilfe dieses Buches habe ich Stadteile und Details in Kirchen, Palästen auf den Fassaden der Gebäude gesehen, die ich als normaler Tourist überhaupt nicht bemerken würde. Hinter dem Altar der Basilika der Heiligen Maria

und Donatus zum Beispiel befinden sich die gehängten „Drachenknochen“, den St. Donatus besiegte und die zusammen mit seiner Reliquie von Kefalonia hierher gebracht wurden. Natürlich handelt es hierbei um einen Teil des Skeletts eines prähistorischen Tiers, jedoch begeistert der bloße Gedanke an die Tatsache, dass man jahrhundertlang glaubte, dass hinter dem Altar dieser Kirche Drachenknochen liegen.

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Reisebericht

Text: Robert Coban

Fußballstadion Manchester United

Sir Matt Busby Statue

Menschen starben. Der aktuelle Bischof von Manchester ist Rogers Govender und stammt ursprünglich aus Afrika. Es war an der Zeit, den Tempel zu besuchen, der heutzutage offenbar die meisten „Gläubigen“ hat. Am Eingang zum Stadion „Old Traford“ ist folgende Überschrift ganz groß geschrieben „All Red, All Equal“ („Alle Rot, alle gleich“). Dabei handelt es sich um den Namen einer Kampagne, mit der der Verein die Individualität feiert und sagen will, dass ihm alle Fans gleich wichtig sind, unabhängig von der Hautfarbe, Sexualität und anderen Sachen, die uns unterscheiden. Manchester United startete diese Kampagne in der Saison 2016/2017 und machte damit seine jahrzehntelange Entschlossenheit im Kampf gegen Rassismus und sonstigen Arten der Diskriminierung offiziell. Es wäre interessant zu sehen, dass Vereine aus ganz Europa auf diese Art und Weise mit solchen Unterschieden umgehen und ihren Fans verkünden, dass jeder von ihnen genauso wichtig ist wie der andere, unabhängig davon, wo er herkommt oder zu welchem Gott er betet. Unser Mittagessen nahmen wir in einem Restaurant Mitten in der Loge ein, das eigentlich für 50

die großen Sponsoren und Partner gedacht ist. Neben unseren Gastgebern saßen in derselben Loge auch die Vertreter des berühmten Weinguts aus Chile „Casilliero del Diablo“, die ebenfalls den Verein sponsorn und dessen Weine wir tranken. Das Spiel gegen West Ham ging 2:1 zugunsten der Heimmannschaft aus, während der Halbzeitpause kehrten wir in das Restaurant zurück, um noch ein Glas Wein zu trinken, und nach dem Spiel gab es dann noch Kaffee und Dessert. Eltern mit ihren Kindern, alte und junge Menschen, Männer und Frauen, sowohl in den Logen als auch auf den Tribünen, ein so seltenes Bild in anderen Stadien auf der Welt. Die wenigen Fans der Gastmannschaft waren zwar etwas lauter, aber alles verlief reibungslos, ohne einen einzigen Zwischenfall, und das Publikum, das konnte sich beim Verlassen des Stadions im offiziellen Fan-Shop Souvenirs kaufen, aber auch bei den „Schwarzhändlern“, denen der Vereinsvorstand ganz offen-

sichtlich den Verkauf von Schals beider Teams ums Stadion herum erlaubte. Nach zwei Tagen im Stadion haben wir den Eindruck, das „Manchester United“ nicht zufällig der teuerste Fußballklub der Welt ist: Professionalität, Hingabe und Ethik – auf jedem Schritt. Den Sieg „unserer Mannschaft“ feierten wir im Pub „Britons Protection“ nur einige Meter von unserem Hotel entfernt. In diesem historischen Gebäude aus 1806 wurden einst Soldaten rekrutiert und daher auch der Name. An einer Wand befindet sich auch ein Mural als Andenken ans „PeterlooMassaker“ – ein Ereignis aus der Geschichte von Manchester, als vor etwa 200 Jahren – am 16. August 1819 – bewaffnete Kavalleriesoldaten gegen die Massen von Demonstranten vorgedrungen sind, die gegen eine freiheitsraubende Parlamentsreform protestierten. Dabei kamen 18 Menschen ums Leben und 700 weitere wurden verletzt, als sie nach dem Ansturm der Kavallerie in Panik gerieten.

Nach Einschätzung des „Forbes Magazine“ aus 2017 ist „Manchester United“ der wertvollste Klub auf der Welt, satte 3,69 Milliarden Dollar „schwer“, d. h. er steht vor „Barcelona“, „Real Madrid“ und den „Bayern“. Interessanterweise geht der fünfte Platz ebenfalls an einen FuSSballklub aus dieser Stadt – „Manchester City“.

Es war einmal... Docks von Manchester

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Das Ereignis spielte sich auf dem St. Peter’s Platz in Manchester ab und bekam den Namen „Peterloo“ als Anspielung auf die Schlacht von Waterloo, der letzten, finalen Niederlage Napoleons. Am letzten Tag in der Stadt besuchten wir zwei äußerst wichtige Museen: „Das Museum der Wissenschaft und Industrie“, das 1830 im Bahnhofsgebäude in Manchester, dem offiziell ersten Bahnhof für Personenverkehr, eröffnet wurde. Der Bahnhof wurde 1975 geschlossen, damit ihn die Stadtverwaltung nur drei Jahre später von der britischen Eisenbahngesellschaft für einen symbolischen Preis von einem Pfund aufkaufte. Seit 2007 findet hier jedes Jahr das Internationale Festival der Wissenschaft statt. Das Museum ist ganz gezielt den ersten Tagen der Industrie auf dem Planeten Erde gewidmet, denn genau hier in Manchester hat alles begonnen. Die industrielle Revolution, die am Ende des 18. Jahrhundert begann, machte aus Manchester die erste Industriestadt der Welt. Millionen von Tonnen an Baumwolle, die zu der Zeit von Sklavenhand gepflückt wurden, kamen aus der ganzen Welt nach Manchester, der Kattun, leichter und einfacher zu waschen, trocknen und erhalten als die bis dahin weitverbreitete Wolle – wurde sehr schnell zum Standard, wenn es um die Textilindustrie geht. In direkter Verbindung mit dem, was die industrielle Revolution dem Menschen alles brachte, ist auch das People‘s History Museum ausgestattet. Hier können Sie sehen, wie der Kampf für die Arbeiter- und Gewerkschaftsrechte in Großbritannien, aber auch auf der ganzen Welt, begann. Die jahrhundertealte britische Geschichte des Parlamentarismus und der Kampf um die Rechte der Arbeiter in einem Land, das nun vor einer seiner größten Krisen steht, lehrt uns, dass obwohl die „darkest hour“ zu kommen scheint, es immer Hoffnung gibt, wenn die Menschen an die hohen Ideale von Freiheit und Gleichheit glauben.


kultur

Albrecht Dürer Spektakuläre Schau des Renaissance-Genies

Spektakuläre Schau des Renaissance-Genies

Albrecht Dürer / Anbetung der Könige, 1504 / Öl auf Holz / Florenz, Gallerie degli Uffizi © Gabinetto Fotografico delle Gallerie degli Uffizi

Seit Jahrzehnten war das Werk Albrecht Dürers (1471–1528) nicht in dieser Fülle zu erleben: Die ALBERTINA in Wien ist Heimat zahlreicher weltweit bekannter Ikonen der Zeichnung, darunter der Feldhase, die Betenden Hände und das Große Rasenstück. Die um wertvolle internationale Leihgaben ergänzte Ausstellung präsentiert im Herbst 2019 mit über 200 Exponaten Dürers zeichnerische, druckgrafische und malerische Werke. Zu ihrer Wiedereröffnung 2003 konnte die ALBERTINA mit ihrer letzten Dürer-Ausstellung eine halbe Million BesucherInnen begrüßen. Mit über 100 Zeichnungen, einem Dutzend Gemälde, persönlichen Aufzeichnungen und anderen seltenen Dokumenten wird das Werk des Renaissance-Genies nun noch umfassender gezeigt als jemals zuvor. Historische Sammlung der ALBERTINA

Mit nahezu 140 Arbeiten besitzt die ALBERTINA den weltweit bedeutendsten Bestand an Zeichnungen Albrecht Dürers. Die Sammlungsgeschichte seines Œuvres in der ALBERTINA ist von besonderer Bedeutung: Seine Provenienz lässt sich lückenlos bis ins Jahr 1528 zurückverfolgen, und bildet damit ein seit fast 500 Jahren geschlossen erhaltenes Konvolut aus Dürers Werkstatt. Die Sammlung bietet daher wie keine andere den idealen Ausgangspunkt, um sich auch seiner persönlichen, vom Gedankengut des frühen Humanismus geprägten Kunstauffassung zu nähern. Albrecht Dürer / Feldhase, 1502 / Aquarell und Deckfarben, Pinsel, mit Deckweiß erhöht / © Albertina, Wien

Albrecht Dürer / Flügel einer Blauracke, um 1500 / Aquarell und Deckfarben, mit Deckweiß gehöht / © Albertina, Wien

Internationale Leihgaben vereint

Für die Jahrhundertausstellung konnte die ALBERTINA bedeutende internationale Leihgaben gewinnen: Die Anbetung der Könige aus den Uffizien, das erschütternde und schonungslose Selbstbildnis des nackten Albrecht Dürer aus Weimar, Die Marter der Zehntausend aus dem Kunsthistorischen Museum Wien, Jesus unter den Schriftgelehrten aus dem Museum Thyssen-Bornemisza und aus dem benachbarten Prado Dürers wohl schönstes Männerporträt. Sein malerisches Spätwerk der letzten niederländischen Reise, den Heiligen Hieronymus, präsentiert die ALBERTINA mit allen dazugehörigen Studien. Kunsthistorische Sensationen

Albrecht Dürer / Heiliger Hieronymus, 1521 / Öl auf Holz / Lissabon, Museu Nacional de Arte Antiga © Museu Nacional de Arte Antiga, Lissabon, Foto: Luisa Oliveira/José Paulo Ruas, Direção-Geral do Património Cultural / Arquivo de Documentação Fotográfica (DGPC/ADF)

Albrecht Dürer / Die Marter der zehntausend Christen, 1508 / Öl, von Holz auf Leinwand übertragen / Wien, Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie © KHM-Museumsverband

Albrecht Dürer / Bildnis eines bartlosen Mannes mit Barett, 1521 / Öl auf Holz / Madrid, Museo Nacional del Prado

Albrecht Dürer / Betende Hände, 1508 / Pinsel in Grau und Schwarz, Grau laviert, mit Deckweiß gehöht / © Albertina, Wien

Der Dürer-Spezialist und Kurator der Ausstellung, Christof Metzger, hat in den vergangenen Jahren den Bestand der ALBERTINA, dem weltweit bedeutendsten an Dürer-Zeichnungen und -Aquarellen, einer Neubewertung unterzogen. Am überraschendsten sind seine Überlegungen zu den großen Naturstudien der ersten Jahre des 16. Jahrhunderts – der Feldhase oder das Große Rasenstück – und zu den Hell-Dunkel-Studien auf farbigen Papieren, wie etwa die berühmten Betenden Hände, die allesamt an die Grenze des mit Feder und Pinsel Machbaren führen. Sie sind Demonstrationsstücke, die jedem Besucher in Dürers Atelier die vollendeten zeichnerischen und malerischen Fähigkeiten des Meisters unter Beweis stellten. Nicht Vor-Studien sind sie, sondern autonome Bilder, Virtuosenstücke, die das stupende Können des Meisters und die geistige Tiefe seiner Naturauffassung demonstrieren.  ALBERTINA 20. September 2019 – 6. Jänner 2020 ÖFFNUNGSZEITEN Täglich | 10 bis 18 Uhr Mittwoch & Freitag | 10 bis 21 Uhr

Albrecht Dürer / Bildnis eines 93-jährigen Mannes, 1521 / Pinsel in Schwarz und Grau, mit Deckweiß gehöht / © Albertina, Wien

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KULTUR

Foto: Wiener Staatsoper

Benjamin Britten

A MIDSUMMER NIGHT‘S DREAM

Richard Strauss

ARIADNE AUF NAXOS

02., 09., 13. und 17. Oktober 2019 / 19:00 - 21:45 / 1 Pause DIRIGENTIN Simone Young REGIE Irina Brook MIT Lawrence Zazzo, Erin Morley, Théo Touvet, Peter Kellner, Szilvia Vörös, Josh Lovell, Rafael Fingerlos, Rachel Frenkel, Valentina Naforniţa, Peter Rose, Benjamin Hulett Oper Quer durch alle Genres geht die Inspirationskraft von William Shakespeares Sommernachtstraum: Schrieben unter anderem Henry Purcell, Ambroise Thomas, Carl Maria von Weber und Felix Mendelssohn Bartholdy unterschiedlich ausgestaltete Sommernachtstraum-Musiken, so ließen sich auch bildende Künstler, Choreografen und Filmemacher vom vielschichtigen Stoff inspirieren. 1960 brachte Benjamin Britten mit A Midsummer Night’s Dream eine der bekanntesten OpernFassungen heraus: Ein amüsantes, leichtes, poetisches und psychologisches Meisterwerk, das zu seinen meistgespielten Musiktheaterwerken zählt. Nachdem A Midsummer Night’s Dream erstmals 1962 im Haus am Ring erklungen ist, wird die Oper nun, nach mehr als einem halben Jahrhundert, wieder neu herausgebracht.

10., 14. Und 18. Oktober 2019 / 18:00 - 22:30 / 2 Pausen DIRIGENT Christian Thielemann REGIE Vincent Huguet MIT Andreas Schager, Camilla Nylund, Mihoko Fujimura, Sebastian Holecek, Tomasz Konieczny, Nina Stemme Oper Im Haus am Ring wurden nicht allzu viele bedeutende Meisterwerke zur Uraufführung gebracht. Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals vierte gemeinsame Oper Die Frau ohne Schatten bildet aber eine der diesbezüglich wenigen Ausnahmen: Am 10. Oktober 1919 erblickte das Werk, das Strauss „als die letzte romantische Oper“ ansah, an der Wiener Staatsoper das Licht der Welt und gehört seither zum fixen Bestandteil der internationalen Spielpläne. Schon während der gemeinsamen Arbeit schwärmte der Komponist vom Libretto: „Unglaublich edel, großartig, reif und interessant, mit prachtvollen dramatischen, sittlichen Problemen, herrliche scenische Vorgänge.“ Musikalisch und musikdramaturgisch griff Strauss Ideen von Richard Wagner auf und führte sie in seinem Sinne weiter. Hinsichtlich des zaubermärchenhaften Ambientes und den Prüfungen, die den Helden auferlegt sind, stand hingegen Mozarts Zauberflöte Pate.

Foto: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Foto: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

acomo Puccini

LA BOHÈME

03., 07., Oktober und 13. und 17. Dezember 2019 / 19:30 - 22:00 / 1 Pause DIRIGENT Louis Langrée REGIE Franco Zeffirelli MIT Jinxu Xiahou, Aida Garifullina, Adrian Eröd, Bryony Dwyer Oper Vier junge Künstler schlagen sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Da tritt die Liebe in  Person der Näherin Mimì in das Leben des Dichters Rodolfo. Doch das Glück ist getrübt: Mimì ist schwer krank. Rodolfo forciert die Trennung, um ihr ein Leben jenseits der Armut zu ermöglichen. Monate später kommen die beiden wieder zusammen: Noch einmal darf die sterbende Mimì für wenige Augenblicke das Glück der Liebe erleben.

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Giacomo Puccini

MADAMA BUTTERFLY

12. und 16. Oktober 2019 / 19:30 - 22:15 / 1 Pause DIRIGENT Jonathan Darlington REGIE Josef Gielen MIT Kristīne Opolais, Ivan Magrì, Paolo Rumetz Oper Der US-amerikanische Leutnant Pinkerton heiratet die japanische Geisha Cio-Cio-San – nach damals tolerierter Sitte – für eine kurze Zeit: Was für ihn kaum mehr als ein Zeitvertreib ist, bedeutet für sie die große Liebe. Nach seiner Abreise wartet sie lange auf seine Rückkehr: Als er endlich wiederkehrt, muss Cio-Cio-San – die ihm eine Sohn geboren hat – erkennen, dass er erneut geheiratet hat. Aus Verzweiflung tötet sie sich: „Ehrenvoll zu sterben, wer nicht länger in Ehren leben kann.“


Wiener Staatsoper

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Gioachino Rossini

IL BARBIERE DI SIVIGLIA

19. und 24. Oktober 2019 19:30 - 22:15 / 1 Pause DIRIGENT Graeme Jenkins INSZENIERUNGSKONZEPT Günther Rennert MIT René Barbera, Paolo Rumetz, Svetlina Stoyanova, Samuel Hasselhorn, Sorin Coliban Oper Der junge Graf Almaviva macht Rosina, dem Mündel von Dr. Bartolo, den Hof. Dieser möchte sie aber selber Foto: Axel Zeininger heiraten und versucht, Almaviva von seinem Haus fern zu halten. In unterschiedlichsten Verkleidungen und mit Hilfe des raffinierten Barbiers Figaro gelingt es Almaviva, Rosina allen Widerständen zum Trotz zu erobern und zu guter Letzt zu heiraten. 

Giuseppe Verdi

SIMON BOCCANEGRA

23., 26. Und 29. Oktober 2019 19:00 - 22:00 / 1 Pause DIRIGENT Paolo Carignani REGIE Peter Stein MIT Simone Piazzola, Ferruccio Furlanetto, Fabio Sartori, Marina Rebeka Oper Giuseppe Verdis oftmals unterschätztes Meisterwerk Simon Boccanegra erzählt die Geschichte eines Mannes, dessen Foto: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn Schicksal sich zwischen Liebe und Politik aufspannt. Boccanegra, zunächst Freibeuter, dann Doge von Genova, wird vom Schicksal gebeutelt und ist Klassenkampf wie Intrigen ausgesetzt. Darüber hinaus stirbt seine Geliebte und sein Kind geht verloren – erst spät kann er sie wiederfinden. Am Ende steht zwar der Friede, doch auch sein Tod… Verdi schrieb mit dieser Oper eines seiner reifsten, ungewöhnlichsten und berührendsten Werke: an der Wiener Staatsoper ist die Oper in einer ästhetisch fein aufgelösten Inszenierung von Peter Stein zu erleben.

Giuseppe Verdi

MACBETH

21. und 28. Oktober / 01. November 2019 / 19:00 - 22:00 / 1 Pause DIRIGENT Giampaolo Bisanti REGIE Christian Räth MIT Plácido Domingo, Ryan Speedo Green, Tatiana Serjan, Jinxu Xiahou Oper Mit Macbeth begann Giuseppe Verdis künstlerische Auseinandersetzung mit dem Werk William Shakespeares. Dessen Macbeth – 1611 uraufgeführt – Foto: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn inspirierte Verdi zu einem damals neuartigen Werk, musikalisch betrat er Neuland und wagte manches stilistische Experiment. Seine zehnte Oper markiert so in manchem Aspekt eine Abkehr von der italienischen MusiktheaterTradition. Verdi selbst verlangte von der Interpretin der Lady Macbeth keinen schlichten Schöngesang, sondern eine ausdrucksstarke Klangsprache, die vor hohlen, sogar hässlichen Tönen keinen Halt macht. 

Foto: Chad Batka

EUROPÄISCHE KULTURPREISGALA

EUROPÄISCHE KULTURPREISGALA

20. Oktober 2019 19:00 - 22:00 / Keine Pause MIT Simone Young, Plácido Domingo, Olga Peretyatko, Nina Stemme, René Pape, Daniel Hope, Alma Deutscher Sonderprogramm Der Europäische Kulturpreis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen Europas. Nach der Frauenkirche in Dresden und der Hamburger Elbphilharmonie findet 2019 die Preisverleihung anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Opernhauses in der Wiener Staatsoper statt. Zu den Stars des Abends zählen neben dem Orchester der Wiener Staatsoper KS Plácido Domingo, KS Nina Stemme, Olga Peretyatko, KS René Pape, Dirigentin Simone Young sowie der Geiger Daniel Hope. Geehrt werden unter anderen die Wiener Staatsoper, der italienische Filmstar Sophia Loren, der amerikanische Komponist und Mäzen Gordon Getty, die Designerin Vivienne Westwood sowie die von Arnold Schwarzenegger mitbegründete Umweltinitiative R20 AUSTRIAN WORLD SUMMIT. Der Nachwuchspreis 2019 geht an die junge Komponistin Alma Deutscher.

Foto: Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Jules Massenet

WERTHER

27. und 31. Oktober 2019 19:00 - 21:30 / 1 Pause DIRIGENT Frédéric Chaslin REGIE Andrei Serban MIT Vittorio Grigolo, Adrian Eröd, Elena Maximova, Daniela Fally Oper Jules Massenets Werther basiert auf dem berühmten Briefroman Goethes Die Leiden des jungen Werthers. Die tragische Handlung rund um den unglücklichen jungen Werther, der in die verheiratete Charlotte verliebt ist und aus unerfüllter Leidenschaft Selbstmord begeht, rührte und rührt auch in der Opernfassung Generationen von Zuschauern. Für Wien hat die Oper eine besondere Bedeutung – wurde sie doch im Jahr 1892 im Haus am Ring mit großem Erfolg uraufgeführt! In der aktuellen Inszenierung von Andrei Serban ist das Geschehen in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts verlegt.

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Wiener Stadthalle

Roland-Rainer-Platz 1, 1150 Wien www.stadthalle.com

K ALENDER & NEWS

Herbie Hancock Live in Concert

Di, 12.11.2019 / 20:00 Uhr Wiener Stadthalle, Halle F Foto: ©Abu Dhabi Jazz Festival Jetzt, im sechsten Jahrzehnt seiner Karriere, ist Herbie Hancock nach wie vor dort zu finden, wo er immer war: an der Spitze von Kultur, Technologie, Wirtschaft und Musik. Als legendärer Pianist und Komponist erhielt Hancock einen Oscar für Round Midnight und 14 Grammy Awards, darunter das Album des Jahres. Derzeit ist er als „Creative Chair“ für Jazz für die Los Angeles Philharmoniker und als Institutsvorsitzender des Thelonious Monk Institute of Jazz tätig. 2011 wurde Hancock von der Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, zum Botschafter des guten Willens der UNESCO ernannt, erhielt 2013 einen Kennedy Center Honours Award und 2016 einen Grammy Award für sein Lebenswerk.

Woodstock The Story - Das Rockmusical 50th Anniversary Tour Di, 05.11.2019 / 20:00 Uhr Wiener Stadthalle, Halle F  Foto: © COFO Entertainment 50 Jahre Woodstock: Das legendärste Festival aller Zeiten feiert 2019 großes Jubiläum. Heute, ein halbes Jahrhundert später, lädt „WOODSTOCK THE STORY – DAS ROCKMUSICAL“ alle Blumenkinder dazu ein, den Spirit des unsterblichen Sommers 1969 noch einmal live zu erleben. In einer mitreißenden Show wird das Lebensgefühl einer ganzen Generation aus drei Tagen Love, Peace & Musik auf die Bühne katapultiert.

Es war der Höhepunkt der Flower-Power-Bewegung der USamerikanischen Hippie-Kultur: das Woodstock Festival. Es begann am 15. August 1969 mit Folk-Sänger Richie Havens und endete am 18. August, als der geniale Jimi Hendrix die Zuschauer mit seinem „Hey Joe“ auf den Heimweg schickte. Drei Tage voller Musik im Zeichen der Liebe und des Friedens auf einem 2,4 Quadratkilometer großen Farmgelände in Bethel im US Bundesstaat New York. Eine halbe Million Menschen pilgerten zu dem berühmten Open-AirEvent, das die Welt veränderte und 50 Jahre später noch immer unvergessen ist.

MUSICAL

One Night of Tina A Tribute to the

CATS

Music of Tina Turner

Der Welterfolg ab Herbst im Ronacher Ronacher / Seilerstätte 9 / Wien1010 ab September 2019 CATS - EINE LEGENDE KEHRT ZURÜCK Das erfolgreichste Musical aller Zeiten ab Herbst 2019 im Ronacher Die Vereinigten Bühnen Wien zeigen das weltberühmte Musical in einer neuen Version der Originalproduktion in deutscher Sprache ab Herbst im Ronacher. Ein weltweites Phänomen Unmittelbar nach der Uraufführung in London trat CATS einen Siegeszug rund um den gesamten Globus an, der so beispiellos war, dass er die gesamte Musicalwelt revolutionierte. Das legendäre Stück wurde mit allen wichtigen Theaterpreisen, u.a. sieben „Tony® Awards“ - darunter als „Bestes Musical“ - sowie drei „Olivier Awards“, drei „Drama Desk Awards“, einem „Evening Standard Award“ u.v.m. ausgezeichnet.

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Über 73 Millionen BesucherInnen – und die Erfolgsgeschichte geht weiter Weltweit haben bisher über 73 Millionen Menschen in 30 Ländern und 16 Sprachen dieses außergewöhnlich faszinierende Musical gesehen. Die deutschsprachige Erstaufführung fand damals direkt nach London und New York in Wien statt und lief sieben Jahre lang ohne Unterbrechung.

Fr, 13.12.2019 / 20:00 Uhr Wiener Stadthalle, Halle F Foto: © Show Factory Die gefeierte Konzertshow aus London mit den unsterblichen Welthits der “Queen of Rock” Tina Turner ist eine lebende Legende und mit fast 200 Millionen verkauften Tonträgern und 12 Grammy Awards eine der erfolgreichsten Sängerinnen überhaupt. Pünktlich zu ihrem 80. Geburtstag in diesem Jahr, kommt mit „One Night of Tina – A Tribute to the Music of Tina Turner” eine spektakuläre Hommage an diese Ausnahmekünstlerin auf die Live Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Tina Turners Karriere und ihre größten Hits werden mit einer brillanten Showinszenierung am 13.12.2019 in der Wiener Stadthalle zum Leben erweckt!


Frühjahrsputz made by DIMMI Made by DIMMI …und Ihr Objekt erstrahlt in Sauberkeit und frühlingshafter Frische.

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Albrecht Dürer Spektakuläre Schau des Renaissance-Genies

Foto: Albrecht Dürer / Anbetung der Könige, 1504 / Öl auf Holz / Florenz, Gallerie degli Uffizi © Gabinetto Fotografico delle Gallerie degli Uffizi

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