Page 1

www.diplomacyandcommerce.at

Dezember 2019 / Jänner 2020 | Ausgabe Nr. 9 | Preis: Gratis

9772466380019

Einweihung der Malteser Krippe in der Anwesenheit des Präsidenten der Republik Malta, George Vella, und von Wiener Bürgermeister Michael Ludwig

Emmanuel Macron Grosses Interview des französischen Präsidenten

Neuaufstellung der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft

Die IAEO steht vor erheblichen Herausforderungen Rafael Mariano Grossi, Generaldirektor der IAEO Interview

Advent in der Stallburg der Spanischen Hofreitschule in Wien feiert Premiere

International Festival Charity Bazar Gemeinsam handeln, um Kindern zu helfen

Historische Hotels: 115 Jahre Hotel St. Regis – New York

Das Mercosur-EU-Abkommen ist eine große Leistung für alle Beteiligten und auch für die Welt S.E. J. Antônio Marcondes,

Botschafter Föderative Republik Brasilien – Interview


Wir liefern Überleben im Karton. Ohne Wenn und Aber.

Jetzt spenden unter: unicef.at/jetzt

Mit Ihrer Spende helfen Sie schnell und konkret Kindern, die am dringendsten ROBERT Coban Hilfe brauchen. Publisher / Herausgeber

AT46 6000 0000 0151 6500 „Überleben“


editorial

Inhalt

Dezember

Years of Living Dangerously

01

Rumänien

Wenn man im Dezember alles

Jahrestag der Vollziehung des einheitlichen Nationalstaates (1918)

zusammenzählt, was im vergangenen Jahr passierte, sagen Analytiker meist, dass

02

wir in dynamischen Zeiten leben und dass

Laos

das Jahr vor uns „viele Herausforderungen

Jahrestag der Ausrufung der Volksrepublik (1975)

mit sich bringen wird“. In diesem Dezember

02

sind es genau 10 Jahre seit wir „The World In...“ herausgeben, die spezielle Ausgabe des Magazins „The Economist“, die die Voraussagen von Staatsmännern, Ökonomen und Experten aus dem Gebiet der Geopolitik, Wissenschaft und Kultur dazu befragen, was im nächsten Jahr auf uns zukommen wird. Das Abkommen über diese Lizenz verwirklichten wir auf dem Event FIPP Magazin Market Place, das im November 2009 im luxuriösen Hotel „Jumeira Beach“ in Dubai stattfand. Die prächtige Innenausstattung des Hotels war im völligen Kontrast zur gallopierenden ökonomischen Krise, die in Kombination mit der Penetration des Internets mittels Smartphones wortwörtlich das, was wir früher die Medienindustrie nannten, zermahlen hatte. Wir glaubten jedoch, dass die Kraft einer Brand, wie es zum Beispiel „The Economist“ ist, all diesen Herausforderungen gewachsen sein würde, und wir hatten auch recht. Dieses Jahres gaben wir „The World In“ auf den Märkten von Serbien, Nordmazedonien und Kroatien heraus, und das

Nat ionalfeiertage

05

INTERVIEW S.E. J. Antônio Marcondes Botschafter der Föderativen Republik Brasilien – Interview

10

INTERVIEW Emmanuel Macron

Präsident Frankreich (The Economist)

Magazin „Diplomacy & Commerce“ benutzt heute die Syndikationen von „The

Vereinigte Arabische Emirate

Nationalfeiertag

05

Thailand Geburtstag S.M. König Bhumibol Adulyadej

06

Finnland Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung

10

Irak Nationalfeiertag / National Day

Economist“ in Österreich, Slowenien, Serbien und Kroatien.

12

Die Autoren dieser Ausgabe haben ihre Prognosen oft verfehlt. Vor vier Jahren, in der Ausgabe „The World in 2016“ zum Beispiel, wetteten alle auf den Gewinn

Kenia

von Hillary Clinton bei der US-Wahl und auf ein überzeugendes „Remain“ beim

Unabhängigkeitstag

Brexitreferendum im Vereinigten Königreich. In beiden Fällen passierte das

16

Gegenteil. Ich erinnere mich noch daran, wie der Herausgeber unseres Blatts,

Kasachstan

Zikica Milosevic, darüber erzählte, dass der britische Botschafter ihn auf einem Empfang in Skopje anlässlich der Veröffentlichung der mazedonischen Ausgabe

Tag der Republik

dieses Magazins im Dezember 2015 fast verspottete, als dieser sagte, dass es

17

möglich wäre, dass die Briten eine Entscheidung für den Austritt aus der EU

Bangladesch

treffen könnten. Seine Exzellenz dachte, es handle sich um einen schlechten

Unabhängigkeitstag

Witz, und gab dem „Leave“ bei dem Referendum überhaupt keine Chance. Wer

17

die Wahlen in den USA gewann und was alles im Vereinigten Königreich in den

Sri Lanka

letzten vier Jahren passierte – wir konnten es alle sehen. Die vergangenen vier „Jahre des gefährlichen Lebens“ lehrten uns, vorsichtig zu sein und dass wir über

Gedenktag der Unabhängigkeit

alles sehr gut nachdenken, bevor wir es schreiben, und ich hoffe auch, bevor wir

18

etwas auf einem Stimmzettel ankreuzen!

Katar Nationalfeiertag

23

Japan Geburtstag S.M. Kaiser Akihito

24

18 www.diplomacyandcommerce.at Svetlana Nenadovic Direktor / Chefredakteur

svetlana.nenadovic@diplomacyandcommerce.at

Jakob Riess Journalist

Vladimir Dudas Design

Robert Coban

Publisher / Herausgeber

robert.coban@diplomacyandcommerce.at

Libyen National Independence Day

INTERVIEW Rafael Mariano Grossi Generaldirektor der IAEO

46 PaN

feierte sein 60. Jubiläum

Jänner 01

Kuba Jahrestag der Revolution

01

Sudan Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung (1956)

04 ”Color Media Communications” LTD, 21132 Petrovaradin, Štrosmajerova 3 TIN 107871532 • Matriculation number 20887303 · Phone: +381 21 4897 100 • Fax: +381 21 4897 126 Office: Vase Čarapića 3/IV/38, Belgrade • 011 4044 960 Verteilung: CIP - Katalogizacija u publikaciji Biblioteke Matice Srpske, Novi Sad 33 Diplomacy & Commerce / glavni i odgovorni urednik Žikica Milošević, 2016, br. 1 (mart)-.Novi Sad: Color Media Communications, 2016 - , -33cm Mesečno. ISSN 2466-3808 = Diplomacy & Commerce COBISS.SR-ID 303269895

Myanmar Unabhängigkeitstag (1948)

26

Australien „Australia Day“

3


d e parture s & ar r i vals Foto: Carina Karlovits und Clemens Schwarz/HBF

Herzlich willkommen in Österreich! Überreichung von Beglaubigungsschreiben an Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen empfing am 28. November folgende neue Botschafterin und Botschafter in der Präsidentschaftskanzlei und nahm ihre Beglaubigungsschreiben entgegen: S.E. Herr Ibrahim Salim Mohamed Al Musharrakh, Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, S.E. Herr Richard

Travers Sadleir, Botschafter des Commonwealth von Australien, S.E. Herr Mordechai Denis Paul Rodgold, Botschafter des Staates Israel, S.E. Herr Robinson Njeru Githae, Botschafter der Republik Kenia, I.E. Frau Loipa Sánchez Lorenzo, Botschafterin der Republik Kuba und S.E. Herr Jalal E. A. Alashi, Botschafter des Staates Libyen.

S.E. Herr Ibrahim Salim Mohamed Al Musharrakh, Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate

S.E. Herr Richard Travers Sadleir, Botschafter des Commonwealth von Australien

S.E. Herr Mordechai Denis Paul Rodgold, Botschafter des Staates Israel

S.E. Herr Robinson Njeru Githae, Botschafter der Republik Kenia

I.E. Frau Loipa Sánchez Lorenzo, Botschafterin der Republik Kuba

S.E. Herr Jalal E. A. Alashi, Botschafter des Staates Libyen

4

www.diplomacyandcommerce.at


Politik / Diplomatie

Das Mercosur-EU-Abkommen ist eine große Leistung für alle Beteiligten und auch für die Welt Das Inkrafttreten des Mercosur-EU-Abkommens ist ein zentrales Element für den weiteren Ausbau unserer wirtschaftlichen Beziehungen

S.E. J. Antônio Marcondes Botschafter der Föderativen Republik Brasilien – Interview

S.E. J. Antônio Marcondes studierte Rechtswissenschaften und ist seit 1976 brasilianischer Diplomat. Zu Beginn seiner diplomatischen Karriere arbeitete Marcondes in verschiedenen Bereichen. Er leitete acht Jahre lang die Abteilung für regionale Integration des brasilianischen Außenministeriums, danach arbeitete S.E. J. Antônio Marcondes in den brasilianischen Botschaften in Washington (USA) und Havanna (Kuba), dann in der brasilianischen Mission bei den Vereinten Nationen in New York und als Chef der brasilianischen Vertretung bei der FAO - der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen („Food and Agriculture Organization“) und als Botschafter der Brasilianische Botschaft in Caracas (Venezuela). S.E. Marcondes war Staatssekretär war von 2013 und 2018 für Unterstaatssekretär für Umwelt, Energie, Wissenschaft und Technologie und Brasiliens Chefunterhändler für den Klimawandel. Seit genau einem Jahr ist S.E. Marcondes Botschafter Brasiliens in Österreich und bei den Internationalen Organisationen in Wien. S.E. J. Antônio Marcondes ist ein charismatischer Botschafter, verheiratet, Vater von drei Kindern und Großvater von fünf Enkeln. Für das Magazin „Diplomacy and Commerce Austria“ sprachen wir mit S.E. J. Antônio Marcondes

Wir befinden uns derzeit in einem sehr ehrgeizigen Wirtschaftsreformprozess, der neue Investitionen nach Brasilien bringen wird. Wir haben viele Möglichkeiten durch das Investment Partnerships Program (PPI). Brasilien hat gerade das weltweit gröSSte Öl-Bieterverfahren mit neuen Feldern in der Vorsalzschicht/ Tiefwasserbereich durchgeführt. über Wirtschaft, Tourismus, die Beziehungen zwischen Österreich und Brasilien, die jüngsten Brände im Amazonasgebiet und die „Ölpest“ an der brasilianischen Küste, über den Mercosur und was das Mercosur-EU-Abkommen für der Weltwirtschaft bedeutet. Es ist genau ein Jahr her, dass Sie nach Österreich gezogen sind und das Amt des brasilianischen Botschafters in Wien übernommen haben. Haben

Sie sich in der österreichischen Hauptstadt eingelebt und wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Das Verstehen des Landes, seiner Regierung - auf nationaler und lokaler Ebene - der Funktionsweise der Wirtschaft, sowie die Beobachtung der Komplexität der Menschen und die Anerkennung ihrer Einzigartigkeit machen die Verantwortungsbreite eines jeden Botschafters deutlich. Meine Mission als brasilianischer Botschafters in Österreich

ist es, den ständigen Ausbau unserer bereits hervorragenden bilateralen Beziehungen voranzutreiben. Über meine bilateralen Verpflichtungen hinaus vertrete ich mein Land in Wien bei den Vereinten Nationen. Wie Sie sehen, gibt es nur noch sehr wenig freie Zeit, die ich mit Bedacht einzusetzen versuche. Österreich im Allgemeinen und Wien im Besonderen bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten. Patricia, meine Frau, ist eine promovierte Künstlerin und steht kurz vor dem Abschluss der Einrichtung ihres Ateliers, damit sie wieder mit voller Kraft malen, zeichnen und ihre Skulpturen herstellen kann. Uns als Musikliebhaber ist es immer sehr schwierig zu entscheiden, welches Konzert oder welche Oper in Österreich besucht wird. Ganz zu schweigen vom Besuch verschiedener Museen, historischer Stätten sowie Kunstgalerien. 5


Politik / Diplomatie

Rio de Janeiro / Foto: Ministerium für Tourismus von Brasilien

Ich wünschte nur, ich wäre in einer besseren Verfassung, um das Skifahren in den wunderschönen österreichischen Bergen genießen zu können. Wie vereinbaren Sie die Verantwortung, die Ihre Position als Botschafter von Ihnen verlangt, und Ihr Familienleben miteinander, da Sie das Oberhaupt einer mehrköpfigen Familie sind?

Die Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Anforderungen ist immer eine große Herausforderung für jemanden mit langen Stunden im und außerhalb des Büros. Diesen Sommer sind alle unsere drei Kinder, ihre Ehepartner und unsere fünf Enkelkinder nach Wien gekommen, um mit meiner Frau und mir zusammen zu sein. Familientreffen machen Spaß, sind aber immer zu kurz. Patricia und ich zählen schon den (langen) Countdown für den nächsten Sommer, wenn wir uns alle wieder sehen wollen.

Wo sehen Sie, Ihrer Meinung nach, das Potenzial für eine Zusammenarbeit zwischen Österreich und Brasilien?

Ich glaube, dass Brasilien und Österreich in so vielen Bereichen zusammenarbeiten, dass es äußerst schwierig ist, nur einen zu nennen. Zuallererst arbeiten unsere Länder auf internationaler Ebene zusammen, indem sie wichtige Werte und Prinzipien wie die Achtung der Demokratie und die Frage, wie multilaterale Anstrengungen zu Frieden und Sicherheit sowie zum Streben nach Entwicklung beitragen können, teilen. Dies ist bereits eine solide Grundlage, auf der wir unsere Beziehung festigen können. 6

Brasilien ist ein riesiges Land mit einer sehr diversifizierten Wirtschaft. Um Fragen in die richtige Perspektive zu rücken, ist es wichtig zu erwähnen, dass Brasilien hundertmal so groSS ist wie Österreich und zwanzigmal so viele Einwohner und ein BIP von 1,868 Trillionen US-Dollar hat Bilateral besteht eine unserer Hauptprioritäten darin, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu fördern. Dies ist ein Gebiet, in dem es noch ein fantastisches Potenzial zu erkunden gibt. Unsere beiden Länder können ihre bilateralen Handelsströme steigern. Es gibt bereits wichtige österreichische Unternehmen, die in Brasilien investieren, und wir sind daran interessiert, andere Unternehmen anzuziehen. Dieses Land ist bekannt für seine „Hidden Champions“ und wir glauben, dass unsere Industrie in der Heimat von engeren Beziehungen zu den österreichischen Unternehmen profitieren könnte. Wir befinden uns derzeit in einem sehr ehrgeizigen Wirtschaftsreformprozess, der neue Investitionen nach Brasilien brin-

gen wird. Wir haben viele Möglichkeiten durch das Investment Partnerships Program (PPI). Brasilien hat gerade das weltweit größte ÖlBieterverfahren mit neuen Feldern im Vorsalzgebiet/Tiefwasserbereich durchgeführt. Ich halte es für wichtig zu betonen, dass das Inkrafttreten des Mercosur-EU-Abkommens ein zentrales Element für den weiteren Ausbau unserer wirtschaftlichen Beziehungen darstellt, damit der Privatsektor das vorhandene Potenzial effektiv nutzen kann. Ein weiterer Bereich, der meinem Land sehr wichtig ist, ist die Innovation. Im vergangenen Juni besuchte unser Minister für Wissenschaft, Technologie, Innovation und Kommunikation Österreich, traf sich mit seinen Amtskollegen und sprach auch mit

Corcovado - Rio de Janeiro / Foto: Ministerium für Tourismus von Brasilien

www.diplomacyandcommerce.at

Vertretern des österreichischen Innovationsökosystems. Einige Früchte dieses Besuchs sehen wir bereits in Initiativen mit dem in Wien ansässigen WeXelerate, dem größten Start-up-Hub in Europa, und in Kontakten zu Smart Cities. Brasilien ist der bevölkerungsreichste und wirtschaftlich bedeutendste Staat Lateinamerikas, welche Wirtschaftszweige sind am wichtigsten für Ihr Land? Brasilien ist ein riesiges Land mit einer sehr diversifizierten Wirtschaft. Um Fragen in die richtige Perspektive zu rücken, ist es wichtig zu erwähnen, dass Brasilien hundertmal so groß ist wie Österreich und zwanzigmal so viele Einwohner und ein BIP von 1,868 Trillionen US-Dollar hat. Verhältnismäßig sind also die meisten Aspekte meines Landes eher Superlative. Derzeit würde ich sagen, dass das Hauptproblem für Brasilien die Infrastruktur ist. Aufgrund unserer Größe haben wir wichtige Lücken, die geschlossen werden müssen. Es ist eine große Herausforderung, denn es ist entscheidend, unsere Wettbewerbsfähigkeit in einer sich schnell verändernden Welt zu sichern. Darüber hinaus führt die brasilianische Regierung derzeit eine Reihe von Wirtschaftsreformen durch, um das Geschäftsumfeld im Land zu verbessern. Eine sehr wichtige Reform des Rentensystems wurde gerade genehmigt und wird die öffentlichen Ausgaben entlasten und Raum für mehr Infrastrukturinvestitionen schaffen. Neue Vorschriften wurden verabschiedet, um die Bürokratie für Kleinunternehmen zu verringern. Die Regierung von Präsident Bolsonaro analysiert derzeit das Projekt der Steuerreform. All dies wird mein Land für ausländische Investoren zugänglicher machen. Ich habe bereits erwähnt, dass wir ein Invest-


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Besucher durch negative Schlagzeilen über das Land in verschiedenen Medien irregeführt. Unsere Behörden arbeiten fleißig daran, die Wettbewerbsfähigkeit von Reisen nach Brasilien zu verbessern, indem sie den Betrieb ausländischer Fluggesellschaften in Brasilien sowie die Visabestimmungen für einige Nationalitäten erleichtern. Österreicher benötigen kein Visum, um Brasilien touristisch zu besuchen, und ich freue mich sehr, dass sich die Zahl der Besucher aus diesem Land nach Brasilien im Jahr 2018 im Vergleich zu 2017 fast verdoppelt hat. Österreich ist damit zahlenmäßig die Nummer zehn in Europa bei Touristen in Brasilien. Ich hoffe, dass diese Zahl in den kommenden Jahren zunimmt, da auf Sie viele fantastische Attraktionen warten! Ich nutze diese Gelegenheit auch, um die Leser von „Diplomacy and Commerce“ einzuladen, den brasilianischen Stand auf der Ferien-Messe Wien im Januar zu besuchen. Es wird eine sehr gute Gelegenheit sein, mehr über die unglaublichen Erfahrungen zu erfahren, die man in Brasilien machen kann.

ment Partnerships Program (PPI) eingerichtet haben, das sich genau auf die Infrastruktur konzentriert. 52 Projekte des Portfolios wurden bereits versteigert, weitere 117 sind für zukünftige Auktionen in Vorbereitung. Dazu gehören unter anderem Autobahnen, Eisenbahnen und Flughafenkonzessionen, Bergbaurechte und Elektrizitätswerke. Der Weg ist frei und die Ergebnisse machen bereits einen Unterschied. Meine beste Empfehlung für Investoren ist, nach Brasilien zu reisen und die fantastischen wirtschaftlichen Möglichkeiten meines Landes nicht zu verpassen. Nur wenige Menschen auf der Welt haben noch nie etwas von Rio de Jaineiro, den Stränden von Copacabana und Ipanema gehört; zumindest auf Bildern, die Christusstatue auf dem Hügel über Rio gesehen, den Karneval bewundert oder nach Bossa Nova getanzt. Wie wichtig ist der Tourismus für die brasilianische Wirtschaft?

Immer mehr ausländische Touristen kommen nach Brasilien, um die natürlichen und kulturellen Attraktionen zu genießen. Der Tourismus ist für Brasilien von großer Bedeutung und bringt der Wirtschaft erhebliche Einnahmen. Unsere Haupttouristen sind jedoch die Brasilianer selbst, die wissen, dass sie die unvergleichlichen Attraktionen nicht verpassen dürfen. Letztes Jahr haben wir ungefähr 6,5 Millionen ausländische Touristen aufgenommen, eine Zahl, die der Größe meines Landes und den vielen Attraktionen, die wir haben, nicht angemessen ist. Dies ist auf eine Reihe von Gründen zurückzuführen, beispielsweise auf die Entfernung und die Kosten. Es ist immer noch recht teuer, nach Brasilien zu reisen, und leider werden einige potenzielle

Nur wenige Länder können sich mit 73 Nationalparks und 21 UNESCO-Welterbestätten rühmen. Inwieweit investiert Brasilien in die Erhaltung dieser einzigartigen Stätten?

Selarón Staircase - Rio de Janeiro / Foto: Ministerium für Tourismus von Brasilien

Immer mehr ausländische Touristen kommen nach Brasilien, um die natürlichen und kulturellen Attraktionen zu genieSSen. Der Tourismus ist für Brasilien von groSSer Bedeutung und bringt der Wirtschaft erhebliche Einnahmen.

Foto: Agência Brasil / Marco Antonio Cavalcanti

Brasilien ist in der Tat mit einer reichen und vielfältigen Natur ausgestattet, die wir verantwortungsvoll bewahren. Die Schaffung von Nationalparks ist bei diesem Bestreben ein grundlegendes Instrument. Sie sind Bereiche der wissenschaftlichen Forschung, der Umwelterziehung und in einigen Fällen des Ökotourismus, die jedes Jahr Tausende von Besuchern anziehen. Jedes Biom in Brasilien hat mindestens einen Nationalpark, und sie können sehr unterschiedlich sein, vom Pantanal von Mato Grosso bis zum Lençóis Maranhenses im Nordosten. Wir haben eine Reihe verschiedener Ökosysteme, die auch die Iguaçu-Wasserfälle und den Amazonas umfassen. Wir haben sogar Meeresnationalparks wie Fernando de Noronha, der auch ein Weltkulturerbe ist. Da ich aus dem Bundesstaat Rio Grande do Sul stamme, muss ich sagen, dass einer meiner Lieblingsparks in Brasilien der Parque Nacional de Aparados da Serra ist, der beeindruckende Canyons und eine reiche Artenvielfalt aufweist. Neben natürlichen Sehenswürdigkeiten haben wir auch sehr beeindruckende Welterbestätten, die sehr unterschiedlich sein können. Ich werde nur zwei Bei7


Politik / Diplomatie

spiele nennen. Brasília, unsere Landeshauptstadt, wurde in den 1950er Jahren von Lucio Costa entworfen und hat viele von Oscar Niemeyer signierte Gebäude. Brasilia gilt als Ikone der modernistischen Architektur. Das 800 km entfernte Ouro Preto ist ein Juwel der Barockarchitektur und grenzt an eine Reihe von Städten von historischer Bedeutung in Brasilien, in denen die Besucher exquisite Kostproben der brasilianischen Gastronomie genießen können. Alle diese Schätze werden entweder vom Instituto Chico Mendes im Falle von Nationalparks oder vom Instituto do Patrimonio Histórico e Artístico Nacional (IPHAN) überwacht, das für das historische und künstlerische Erbe Brasiliens verantwortlich ist. Vor wenigen Monaten haben schreckliche Brände, die den Amazonas-Regenwald verschlungen haben, die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich gezogen. Von allen Seiten konnte man Kommentare hören, dass auf diese Weise Wälder abgeholzt und der fruchtbare Boden freigesetzt werde. Wie ist die offizielle Haltung Brasiliens zu diesem Thema?

Die Brände im Amazonas sind ungünstige Ereignisse, aber sie sind auch ein natürliches Phänomen, das jedes Jahr während der Trockenzeit auftritt. Man muss jedoch erkennen, dass ähnliche Situationen in anderen Ländern beobachtet werden. Die Vorwürfe, dass die Landwirtschaft in Brasilien für die Brände und die Entwaldung im Amazonas verantwortlich ist, sind überspannt und unbegründet. Ein paar Zahlen machen dies deutlich: 84% des Amazonas-Regenwaldes bestehen aus ursprünglicher Vegetation - und der Amazonas allein entspricht 49% des Territoriums Brasiliens. Dies bedeutet eine Fläche, ungefähr 50-mal so groß wie Österreich mit unberührter Vegetation oder ungefähr so groß wie 15 europäische Länder zusammen (von Portugal bis in die Ukraine). Die Regierung von Präsident Bolsonaro setzt sich nach wie vor für die Erhaltung des Regenwaldes und auch für das Pariser Abkommen ein. Aus diesem Grund hat Brasilien in den letzten Jahrzehnten seine öffentliche Politik zur Bekämpfung der Entwaldung verschärft. Auch bei negativen Schwankungen, wie dies in diesem Jahr der Fall ist, sind wir nach wie vor auf dem historischen Trend, die Entwaldungsrate zu senken. Trotz ihrer Saisonalität mobilisier8

Brasília / Foto: Ministerium für Tourismus von Brasilien

Die Brände im Amazonas sind ungünstige Ereignisse, aber sie sind auch ein natürliches Phänomen, das jedes Jahr während der Trockenzeit auftritt. Die Vorwürfe, dass die Landwirtschaft in Brasilien für die Brände und die Entwaldung im Amazonas verantwortlich ist, sind überspannt und unbegründet. Ein paar Zahlen machen dies deutlich: 84% des Amazonas-Regenwaldes bestehen aus ursprünglicher Vegetation - und der Amazonas allein entspricht 49% des Territoriums Brasiliens. Dies bedeutet eine Fläche, ungefähr 50-mal so groSS wie Österreich mit unberührter Vegetation oder ungefähr so groSS wie 15 europäische Länder zusammen (von Portugal bis in die Ukraine). te die Regierung mehr als 8000 Soldaten, um die Brände zu bekämpfen, und es wurden Bußgelder in Millionenhöhe verhängt. Die Anzahl der Brände ist seit August drastisch gesunken und liegt nun auf dem niedrigsten Stand der letzten zwei Jahrzehnte. Brasilien ist weltweit führend im Schutz tropischer Wälder, verfügt über eine der saubersten und vielfältigsten Energiematrizen und ist mit über 200

Märkten nach wie vor der größte Nettoexporteur von Nahrungsmitteln der Welt. Lassen Sie mich klarstellen, Brasilien schont seine Natur und produziert mit Nachhaltigkeit und Qualität.

Vor kurzem wurde die brasilianische Küste von einer weiteren Umweltkatastrophe getroffen. Berichten der internationalen Presse

Corcovado - Rio de Janeiro / Foto: Ministerium für Tourismus von Brasilien

www.diplomacyandcommerce.at

zufolge waren über 200 Strände in Brasilien von einer Ölpest verseucht. Wie ist es, Ihrer Meinung nach, als Unterstaatssekretär für Umwelt, Energie, Wissenschaft und Technologie und Brasiliens Chefunterhändler für den Klimawandel möglich, das Land in Zukunft zu schützen, damit solche Umweltkatastrophen nicht mehr vorkommen? Dies ist ein sehr schwerwiegender Vorfall, und die brasilianischen Behörden ermitteln derzeit die Verantwortlichen. Die Bundespolizei und die Marine analysieren derzeit die Schifffahrtsaufzeichnungen der letzten Monate entlang der brasilianischen Küste, um festzustellen, welches Schiff den Ausfluss verursacht hat und warum. Das Öl, das die Küste erreichte, wurde bereits mit Ursprung in Venezuela identifiziert, aber wir können immer noch nicht genau feststellen, wie es im Nordosten Brasiliens gelandet ist. Es könnte ein Unfall, ein Leck oder eine Straftat sein, wenn das Öl absichtlich ins Meer geworfen wurde. Die jüngsten Informationen über die Untersuchung wiesen auf einige Möglichkeiten hin, es wurden jedoch bis zu diesem Zeitpunkt keine Anklagen erhoben. Die zuerst betroffenen Strände wurden bereits von Freiwilligen und vom Militär gesäubert, und die Regierungen auf Bundes- und Länderebene verpflichten sich, die Strände zu säubern, sobald Ölflecken gefunden werden. Bis Ende Oktober wurden über 3600 Tonnen Öl von den Stränden in Brasilien entfernt. Bridgestone erhielt in Brasilien den Mercedes-Benz-Umweltpreis. Der Automobilhersteller würdigte damit ein Bridgestone-Projekt, in dem der Reifenhersteller in seiner Fabrik im brasilianischen Santo André die Wiederverwendung von gebrauchtem Wasser umgesetzt hatte. Wie wichtig sind diese und ähnliche Projekte für die Zukunft der Welt?

Initiativen dieser Art sind sehr wichtig, weil sie Innovationen in Richtung Nachhaltigkeit fördern und wertschätzen. Gerade bei Bridgestone ist das Einsparen von Wasser besonders wichtig, da São Paulo, in dem die Anlage installiert ist, in den letzten zwei Jahren eine schwere Wasserkrise durchgemacht hat, die auf weniger als erwartete Niederschläge zurückzuführen ist. Ich glaube jedoch, dass dies auch ein Symbol dafür ist, dass sich die Automobilindustrie dazu verpflichtet fühlt, ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern. Das ist


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

unterhalten Geschäftsbeziehungen zu den Mercosur-Ländern, und die Europäische Kommission schätzt, dass 32 000 Arbeitsplätze hier direkt mit dem Export in den Mercosur zusammenhängen. Ich hoffe aufrichtig, dass das Abkommen bei der Vorlage seines endgültigen Textes vor einem soliden sachlichen Hintergrund analysiert werden kann und dass Österreich dem zustimmt. Es wird ein sehr gutes Instrument sein, um unsere wirtschaftlichen Beziehungen weiter zu vertiefen.

eine Geschichte von Brasilien, auf die wir stolz sind. Seit den 1970er Jahren haben wir daran gearbeitet, Ethanol aus Zuckerrohr als Kraftstoff zu verwenden. Heutzutage kann fast jedes Auto in Brasilien mit Benzin oder Ethanol betrieben werden, abhängig von der Entscheidung des Fahrers. Außerdem ist es seit 2015 obligatorisch, dem Benzin Ethanol in einem Anteil von 27% (E27) beizumischen, was auch zur Reduzierung der CO2-Emissionen in die Atmosphäre beiträgt. Das Ethanol aus Zuckerrohr ist heute der Kraftstoff mit dem kleinsten CO2- Fußabdruck und wir sind sehr stolz auf seine Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in der gesamten Produktionskette. Seitdem die Bi-Fuel-Autos bis Dezember letzten Jahres in Brasilien produziert wurden, konnte durch den Einsatz von Ethanol die Emission von 523 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden - so, als hätten wir in den letzten zwanzig Jahren 4 Milliarden Bäume gepflanzt.

Glauben Sie, dass die Furcht in einigen EU-Ländern unbegründet ist, wenn sie auf die Angst eigener Bauern vor einer Flut billiger Agrarprodukte aus Südamerika hinweisen?

Wie ist Ihre Meinung über das EU-Mercosur Handelsabkommen?

Das Mercosur-EU-Abkommen ist eine große Leistung für alle Beteiligten und auch für die Welt, da es den Abbau von Handelshemmnissen in Zeiten von Handelsspannungen und steigenden Zöllen zum Ziel hat. Zusammen haben die Länder der beiden Blöcke ein kombiniertes BIP von 20 Trillionen USD, 25% der Weltwirtschaft. Allein im vergangenen Jahr belief sich der Handelsstrom zwischen dem Mercosur und der EU auf 80 Mrd. USD, und mit der Vereinbarung werden über 90% dieses Handels reduzierte Tarife haben. Österreich ist mit einem sehr starken Industriesektor, der auch sehr exportorientiert ist, eines der Länder, die aus dem Abkommen viele Vorteile ziehen werden. Betrachtet man nur deb Bereich Maschinen und Ausrüstungen in Österreich, in den über 120.000 Menschen beschäftigt sind, deren Zölle heute zwischen 14% und 20% liegen und die schrittweise auf Null gesetzt werden, exportierte Österreich 2018 241 Mio. EUR in 2018 in die Mercosur-Länder. Auch wenn Österreich nicht direkt in den Mercosur exportierte, hat dies Vorteile, da die Industrie hier Komponenten von Endprodukten exportiert, die dann aus anderen Ländern in den Mercosur exportiert werden. Insgesamt exportierte Österreich im vergangenen Jahr über 1 Milliarde Euro mit einem Überschuss von 500 Millionen Euro an den Mercosur. Über 1400 österreichische Unternehmen

Das Mercosur-EU-Abkommen ist eine groSSe Leistung für alle Beteiligten und auch für die Welt, da es den Abbau von Handelshemmnissen in Zeiten von Handelsspannungen und steigenden Zöllen zum Ziel hat. Zusammen haben die Länder der beiden Blöcke ein kombiniertes BIP von 20 Trillionen USD, 25% der Weltwirtschaft.

Iguaçu Falls National Park / Foto: Ministerium für Tourismus von Brasilien

Ja, es gibt absolut keinen Grund zu befürchten, dass unsere landwirtschaftlichen Produkte aufgrund der Vereinbarung den europäischen Markt überschwemmen werden. Tatsächlich wird der Mercosur im Agrarhandel mehr liberalisieren als die EU (96% des Handelsvolumens und 94% der Zolllinien gegenüber 82% des Handelsvolumens und 77% der Zolllinien). In unser Angebot haben die Mercosur-Länder mehrere Produkte aufgenommen, die für die europäischen Erzeuger von großem Interesse sind, wie Olivenöl, Whisky, Käse, mit einer Quote von 30 Tausend Tonnen, und Wein, der 10 bis 30% billiger sein wird als nationale Weine im Fall von Brasilien, zum Beispiel. Es ist auch wichtig zu bemerken, dass die EU bereits der größte Importeur von Agrargütern in der Welt ist - und in diesem Zusammenhang gehört Brasilien bereits zu den Top-5-Lieferanten, wenn es um Lebensmittelzubereitungen von Tierfutter, Kaffee, Bohnen und andere Körner und Gemüse geht. Wenn es um Fleisch, Tabak, Obst, Zucker und pflanzliche Öle geht, ist Brasilien bereits ein relevanter Lieferant außerhalb des europäischen Marktes, der bessere Zugangsbedingungen erhält. Wir müssen jedoch bedenken, dass unsere landwirtschaftlichen Produkte die dem Abkommen unterliegen, nur einen Bruchteil dessen darstellen, was in der Europäischen Union jedes Jahr konsumiert wird. Die Rindfleischquote von beispielsweise 99 000 Tonnen und die Geflügelquote von 180 000 Tonnen entsprechen lediglich 1,2% des Verbrauchs in der EU. Es ist an der Zeit, die Zahlen rational zu analysieren und die fantastischen Möglichkeiten, die das Handelsabkommen bietet, zu erkennen. 9


Transcript

Emmanuel Macron in His Own Words

(English)

The French president’s interview with The Economist Emmanuel Macron The French president

Editor’s note: The interview was conducted at the Elysée Palace in Paris on October 21st. The French transcript has been lightly edited for clarity. This English translation was made by The Economist The Economist: We were all struck by the very sombre tone of your recent speech at the ambassadors’ conference. You began on an almost existential note about the future of Europe; you spoke of Europe’s possible disappearance. Aren’t you over-dramatising the situation? Why such a bleak vision of Europe’s future?

I don’t believe I’m over-dramatising things, I’m trying to be lucid. But just look at what is happening in the world. Things that were un10

thinkable five years ago. To be wearing ourselves out over Brexit, to have Europe finding it so difficult to move forward, to have an American ally turning its back on us so quickly on strategic issues; nobody would have believed this possible. How did Europe come into existence? I’m trying to face the facts. Personally, I think Europe is a miracle. This continent has the gre-

the fact that Europe experienced one of the most brutal conflicts, the most brutal in its entire history, and, I would say, reached its lowest ebb in the 20th century. Europe was built on this notion that we would pool the things we had been fighting over: coal and steel. It then structured itself as a community, which is not merely a market, it’s a political project.

I don’t believe I’m over-dramatising things, I’m trying to be lucid. atest geographical concentration of cultural and linguistic diversity. Which explains why, for almost two millennia, Europe was rocked by constant civil wars. And over the past 70 years we’ve achieved a minor geopolitical, historical and civilisational miracle: a political equation free of hegemony which permits peace. And this is due to

www.diplomacyandcommerce.at

But a series of phenomena have left us on the edge of a precipice. In the first place, Europe has lost track of its history. Europe has forgotten that it is a community, by increasingly thinking of itself as a market, with expansion as its end purpose. This is a fundamental mistake, because it has reduced the political scope of its project,

essentially since the 1990s. A market is not a community. A community is stronger: it has notions of solidarity, of convergence, which we’ve lost, and of political thought. Moreover, Europe was basically built to be the Americans’ junior partner. That was what lay behind the Marshall Plan from the beginning. And this went hand in hand with a benevolent United States, acting as the ultimate guarantor of a system and of a balance of values, based on the preservation of world peace and the domination of Western values. There was a price to pay for that, which was NATO and support to the European Union. But their position has shifted over the past 10 years, and it hasn’t only been the Trump administration. You have to understand what is happening deep down in American policy-making. It’s the idea put forward by President Obama: “I am a Pacific president”.


Text: the economist

So the United States were looking elsewhere, which was in fact very astute from their point of view at the time: they were looking at China and the American continent. President Obama then theorised it as a geopolitical strategy of trading blocs, signed treaties and withdrew from the Middle East, saying: “This is no longer my neighbourhood policy”. But that then created a problem and a weakness: the 20132014 crisis, the failure to intervene in response to the use of chemical weapons in Syria, which was already the first stage in the collapse of the Western bloc. Because at that point, the major regional powers said to themselves: “the West is weak”. Things that had already begun implicitly became apparent in recent years. Which already modified the relationship between Europe and the United States?

The United States remains our major ally, we need them, we are close and we share the same values. I care a lot about this relationship and have invested a great deal in it with President Trump. But we find ourselves for the first time with an American president who doesn’t share our idea of the European project, and American policy is diverging from this project. We need to draw conclusions from the consequences. The consequences, we can see them in Syria at the moment: the ultimate guarantor, the umbrella which made Europe stronger, no longer has the same relationship with Europe. Which means that our defence, our security, elements of our sovereignty, must be re-thought through. I didn’t wait for Syria to do this. Since I took office I’ve championed the notion of European military and technological sovereignty. So, firstly, Europe is gradually losing track of its history; secondly, a change in American strategy is taking place; thirdly, the rebalancing of the world goes hand in hand with the rise—over the last 15 years—of China as a power, which creates the risk of bipolarisation and clearly marginalises Europe. And add to the risk of a United States/China “G2” the re-emergence of authoritarian powers on the fringes of Europe, which also weakens us very significantly. This re-emergence of authoritarian powers, essentially Turkey and Russia, which are the two main players in our neighbourhood policy, and the consequences of the Arab Spring, creates a kind of turmoil.

All this has led to the exceptional fragility of Europe which, if it can’t think of itself as a global power, will disappear, because it will take a hard knock. Finally, added to all this we have an internal European crisis: an economic, social, moral and political crisis that began ten years ago. Europe hasn’t re-lived civil war through armed conflict, but has lived

we’ve also had a very tough social crisis, which we haven’t yet put behind us, and which has been the French way of responding to this crisis. Not a single European country has been spared. Except those that turned their backs on liberal democracy, and decided to get much tougher. You could say that Hungary and Poland have sheltered themselves from such crises,

So the United States were looking elsewhere, which was in fact very astute from their point of view at the time: they were looking at China and the American continent. through selfish nationalism. In Europe there has been a northsouth divide on economic issues, and east-west on the migration issue, resulting in the resurgence of populism, all over Europe. These two crises—economic and migration—hit the middle classes particularly hard. By raising taxes, by making budgetary adjustments which hurt the middle classes, which I believe was a historic mistake. That’s incidentally what lies behind the rise in extremism throughout Europe. A Europe that has become much less easy to govern. Given all the challenges I’ve just listed, we have a Europe in which many countries are governed by coalitions, with fragile majorities or unstable political balances. Look at Germany, Italy, Spain, Belgium, look at the United Kingdom which you know well, look at France. Admittedly, we have strong institutions, a majority until 2022. But

even though there are warning signs in Budapest. So, given all these factors, I don’t think I’m being either pessimistic or painting an overly gloomy picture when I say this. I’m just saying that if we don’t wake up, face up to this situation and decide to do something about it, there’s a considerable risk that in the long run we will disappear geopolitically, or at least that we will no longer be in control of our destiny. I believe that very deeply. But how in practical terms can you meet the challenge you describe? How will you actually overcome all the resistance, the obstacles, and build this European sovereignty?

First of all, things are changing; we need to keep explaining this. There is a deep current of thought that was structured in the period between 1990 and 2000 around the idea of the “end of history”, of a

limitless expansion of democracy, of the triumph of the West as a universal value system. That was the accepted truth at the time, until the 2000s, when a series of shocks demonstrated that it wasn’t actually so true. So I think the first thing to do is to regain military sovereignty. I pushed European defence issues to the forefront as soon as I took office, at the European level, at the Franco-German level. At the Franco-German Council of Ministers on 13 July 2017, we launched two major projects: the tank and the aircraft of the future. Everyone said: “We’ll never manage that.” It’s very tough, but we’re making progress, it’s possible. We launched the European Intervention Initiative that I announced at the Sorbonne and which is now a reality: on Bastille Day this year, we had the nine other member states in Paris. Since then, Italy has joined us, and Greece would also like to join this initiative. This shows that there is growing awareness of the defence question. Countries like Finland and Estonia have joined this initiative, countries which up until now were, for one, deeply suspicious of NATO, and, for the other, distrustful of Russia, so in a mindset of: “I surrender completely to NATO”. The instability of our American partner and rising tensions have meant that the idea of European defence is gradually taking hold. It’s the aggiornamento for a powerful and strategic Europe. I would add that we will at some stage have to take stock of NATO. To my mind, what we are currently experiencing is the brain death of NATO. We have to be lucid. 11


Transcript

“The brain death of NATO?”

Just look at what’s happening. You have partners together in the same part of the world, and you have no coordination whatsoever of strategic decision-making between the United States and its NATO allies. None. You have an uncoordinated aggressive action by another NATO ally, Turkey, in an area where our interests are at stake. There has been no NATO planning, nor any coordination. There hasn’t even been any NATO deconfliction. A meeting is coming up in December. This situation, in my opinion, doesn’t call into question the interoperability of NATO which is efficient between our armies, it works well in commanding operations. But strategically and politically, we need to recognise that we have a problem.

Do you now believe that Article Five doesn’t work either, is that what you suspect?

I don’t know, but what will Article Five mean tomorrow? If the Bashar al-Assad regime decides to retaliate against Turkey, will we commit ourselves under it? It’s a crucial question. We entered the conflict to fight against Daesh [Islamic State]. The paradox is that both the American decision and the Turkish offensive have had the same result: sacrificing our partners who fought against Daesh on the ground, the Syrian Democratic Forces [a militia dominated by Syrian Kurds] That’s the crucial issue. From a strategic and political standpoint, what’s happened is a huge problem for NATO. It makes two things all the more essential on the military and strategic level. 12

Firstly, European defence—Europe must become autonomous in terms of military strategy and capability. And secondly, we need to reopen a strategic dialogue, without being naive and which will take time, with Russia. Because what all this shows is that we need to reappropriate our neighbourhood policy, we cannot let it be managed by third parties who do not share the same interests. So that for me is an important point, it’s a priority issue which is both geopolitical and military. Then there’s the technological issue...

Secondly, in my opinion, Europe has the capacity to defend itself. European countries have strong armies, in particular France. We are committed to ensuring the safety of our own soil as well as to many external operations. I think that the interoperability of NATO works well. But we now need to clarify what the strategic goals we want to pursue within NATO are. Europe may be in a position to do so if it accelerates the development of European defence. We’ve decided on enhanced cooperation between several member states,

These two crises—economic and migration—hit the middle classes particularly hard. The gap between Europe’s defence, which doesn’t have an Article Five equivalent, and NATO is very hard to bridge though, isn’t it? It’s very hard to guarantee each other’s security with the same credibility that NATO has, even allowing for the weakening of NATO that you’ve just spoken of. So how do you get from an idea of collaboration to the guarantee of security, that NATO perhaps can’t provide anymore? How do you cross that gap, and project power too if necessary?

First of all, NATO is only as strong as its member states, so it only works if the guarantor of last resort functions as such. I’d argue that we should reassess the reality of what NATO is in the light of the commitment of the United States.

www.diplomacyandcommerce.at

which involves pooling, a solidarity clause between member states. A European Defence Fund has been set up. We have the European Intervention Initiative, designed to be complementary to NATO. But you also need to have stress tests on these issues. France knows how to protect itself. After Brexit, it will become the last remaining nuclear power in the European Union. And so it’s also essential to think about this in relation to others. It’s an aggiornamento for this subject. NATO was designed in response to an enemy: the Warsaw Pact. In 1990 we didn’t reassess this geopolitical project in the slightest when our initial enemy vanished. The unarticulated assumption is that the enemy is still Russia. It’s also true that when we intervene in Syria against terrorism, it’s not actually NATO that intervenes.

We use NATO’s interoperability mechanisms, but it’s an ad hoc coalition. So, the question about the present purpose of NATO is a real question that needs to be asked. Particularly by the United States. In the eyes of President Trump, and I completely respect that, NATO is seen as a commercial project. He sees it as a project in which the United States acts as a sort of geopolitical umbrella, but the trade-off is that there has to be commercial exclusivity, it’s an arrangement for buying American products. France didn’t sign up for that. You’re right, Europe hasn’t demonstrated its credibility yet. I just think that attitudes are changing and that today European defence is complementary to NATO. But I also believe it now needs to become stronger, because it needs to be able to decide and increasingly take responsibility for more of our neighbourhood security policy, that’s legitimate. In my discussions with President Trump when he says, “It’s your neighbourhood, not mine”; when he states publicly, “The terrorists, the jihadists that are over there, they’re European, they’re not American”; when he says, “It’s their problem, not mine”—we must hear what he’s saying. He’s stating a fact. It simply means what was only implicit under NATO until now: I am no longer prepared to pay for and guarantee a security system for them, and so just “wake up”. The NATO we’ve known since the beginning is changing its underlying philosophy. When you have a United States president who says that, we cannot, even if we don’t want to hear it, we cannot in all responsibility fail to draw the conclusions, or at least begin to think about them. Will he be prepared to activate solidarity? If something happens at our borders? It’s a real question. When he says such things, which are perfectly legitimate from the standpoint of a United States president, it means that perhaps some alliances, or the strength of these ties, are being reconsidered. I think that many of our partners have realised this and things are starting to move on this issue. As I was saying, I also see the issue of technology as essential: artificial intelligence, data, digital technology and 5G, all forms of technology which are both civilian and military. But on the question of 5G, Europe is divided...

Because Europe has simply failed to have any degree of thinking or coordination on the issue.


Text: the economist

In other words, sovereign decisions and choices were de facto delegated to telecoms operators. I would put it as bluntly as that. I discussed it the other day at the European Round Table with the German Chancellor, and it was as if I’d used a swear word when I said: “Can you guarantee that the development of 5G on the most technologically sensitive cores will be totally European?” Nobody can. In my opinion some elements must only be European. Exactly, these are divisions…

They’re not divisions!

Opinions diverge on the attitude to be taken towards Huawei, for example.

I don’t want to stigmatise any manufacturer in particular, it wouldn’t be effective. And those on the other side of the Atlantic who have occasionally stigmatised them ended up making deals. I’m just saying that we have two European manufacturers: Ericsson and Nokia. We have a number of key issues. The day that everyone is connected to 5G with critical information, will you be able to protect and secure your system? The day you have all your cyber-connections on a single system, will you be able to ring-fence it? That’s the only thing that matters to me. On the other issues I’m business-neutral. But this is a sovereign matter. This is what sovereignty is all about. For years we delegated the thinking on these issues to the telecoms operators. But they’re not in charge of the sovereignty of security systems. Their duty is to provide their shareholders with profits, I can’t blame them for that. In a way we’ve completely abandoned what used to be the “grammar” of sovereignty, which are issues in the general interest that cannot be managed by business. Business can be your partner, but it’s the role of the state to manage these things. So we put our foot in it, and I think there’s a change starting to take place on this issue. But it isn’t about mistrust or being commercially aggressive towards anyone. I’ve always said to our partners, whether it’s the Americans or the Chinese: “I respect you because you’re sovereign”. And so I believe Europe will only be respected if it reconsiders its own sovereignty. You have to grasp the sensitivity of what we’re talking about. On the issue of 5G, we refer mostly to relationships with Chinese manufacturers; on the subject of data we mostly talk about relationships

And so I believe Europe will only be respected if it reconsiders its own sovereignty. with US platforms. But today we’ve created conditions in Europe where it’s business that has decided these things. The result is that if we just allow this to continue, in ten years’ time, no one will be able to guarantee the technological soundness of your cyber-systems, no one will be able to guarantee who processes the data and how, of citizens or companies. From what you’re saying, it sounds as if you think your European partners are somewhat naive! I think Europe’s agenda was imposed on it for years and years. We were too slow on many issues. We did discuss these issues. But it wasn’t really a question we wanted to ask ourselves, because we lived in a trade-maximising world with secure alliances. The dominant ideology had a flavour of the end of history. So there will be no more great wars, tragedy has left the stage, all is wonderful. The overriding agenda is economic, no longer strategic or political. In short, the underlying idea is that if we’re all linked by business, all will be fine, we won’t hurt each other. In a way, that the indefinite opening of world trade is an element of making peace. Except that, within a few years, it became clear that the world was breaking up again, that tragedy had come back on stage, that the alliances we believed to be unbreakable could be upended, that people could decide to turn their

backs, that we could have diverging interests. And that at a time of globalisation, the ultimate guarantor of world trade could become protectionist. Major players in world trade could have an agenda that was more an agenda of political sovereignty, or of adjusting the domestic to the international, than of trade. We have to be clear-sighted. I’m trying to understand the world as it is, I’m not lecturing anyone. I may be wrong. Can we blame anyone for not having seen this five or ten years ago? The United States also has its weaknesses. Take 5G: huge country, the biggest technology market. They no longer have their own genuine 5G players. They are dependent on the technology of others, the Europeans or Chinese. So it’s not easy for anyone. But what I mean by this is that it seems to me that Europe was driven by a logic whose primacy was economic, with an underlying belief that was, basically, that the market economy suits everyone well. And that’s not true, or not any more. We have to draw conclusions: it’s the return of a strategic agenda of sovereignty. If we don’t act, in five years’ time I won’t be able to tell my fellow citizens: “Your data is protected. You want your data to be protected in France? You have this system that ensures your information is private, I can guarantee it”. If I tell them: “I can’t guarantee

it, I’m not the one who decides what shapes your life, from your relationship with your girlfriend, to managing your children’s daily lives and your accounts, etc...” and if we just let things happen, everything that makes up your life will be managed, used, monitored by people who have nothing to do with the state. If you want proof of this, look at Google’s attitude to the European directives on copyright policy, a subject that affects you. But in defence and technology, you described a Europe that’s failed to work together, a Europe that’s too fragmented. Do you believe that Europe can act together, within the present constitution of the European Union? Does it require a big centralisation of power, of money?

These are subjects which Europe hadn’t previously taken on board. European defence was relaunched in the summer of 2017. It was something that hadn’t been put on the table since the mid1950s, despite various efforts that began in 1999. We’ve only thought about technology in Europe in terms of the single market, ie, how to remove barriers, roaming, etc. We haven’t thought it through at all in terms of suppliers and the strategic aspect. Europe is divided on some issues, and it moves too slowly, notably on issues of economic stimulus, budgetary solidarity. It’s more the issue of integrating the euro zone, banking union, which aren’t moving fast enough, and which are a subject of division in Europe. Europe is also divided on the migration issue. Basically, 13


Transcript

Europe has been too slow to manage the two major crises it has experienced over the past ten years and to find joint solutions, on that you are right. On the sovereignty agenda I’ve referred to, these are fairly new questions, and so we can move fast. On defence, Europe has moved quite quickly. Much more so than on other issues, because it’s basically a new environment. We need to share this geopolitical awareness and make sure that everyone is on board. On many of these subjects, the European Commission has competence: digital, single market, and now defence under enhanced cooperation. This incidentally is the French portfolio in the next Commission. That’s why it’s so important for us, but these are subjects in which the Commission has a major role to play. As to the question of whether we change constitution, personally I don’t see the topic as closed, I’ve said that several times. But the question of whether we share the same agenda, in other words of pooling more in order to move towards a system that is somehow looser, softer, less and less strategic, I’m not in favour of that. I’m in favour of making things more effective, deciding more quickly, more clearly, changing the dogma and ideology that drive us collectively today. And to have a more sovereign, more ambitious project for Europe’s future, which is more democratic, and which on both digital and climate issues goes much faster and is more powerful. But that depends on getting the major European players behind this agenda. Having said that, I think at some point of course Europe will need to be reformed, of course we’ll need a Commission with fewer members, of course we’ll need to have qualified majority voting on a range of issues. When we interviewed you in July 2017, you already seemed quite frustrated by Europe’s slow pace and especially by the Franco-German relationship and the Germans’ ability to work alongside you, and keep pace with you. Who will you build this Europe with, if it’s not the Germans?

I’ve always said we must have the Germans alongside us, and that the British must be a partner on European defence. We’re keeping the bilateral treaties we upheld at Sandhurst. I believe that the UK has an essential role to play. Actually, the UK will be faced with 14

To my mind, what we are currently experiencing is the brain death of NATO. the same question because the UK will be even more affected than us if the nature of NATO changes. So I see the bilateral relationship as essential from a military perspective. What is true is that the UK, even prior to Brexit, was opting for a much more aggressive strategy. From a technological and many other standpoints, they decided to abandon sovereignty for a Singapore-type model, I would call it. Personally, I’m not so sure that’s sustainable. I discussed this with Theresa May, and then with Boris Johnson, because I think it was the middle classes who reacted and voted for Brexit. I think the elites stand to gain from that type of model. I don’t believe that the middle classes do. I think the British middle classes need a better-functioning European model, in which they are better protected. And with the Germans?

And with the Germans you have to…

They don’t share your strategic vision!

I’m in no position to lecture the Germans. They handled the turn of the millennium far better than we did. Why is there an issue with Germany? Germany isn’t at the same stage of its economic and po-

www.diplomacyandcommerce.at

litical cycle as we are, so we need to rephase. Firstly, they handled the first decade of this century very successfully. They introduced reforms at the right time, they succeeded in opening up, in having a very competitive economy. They are the big winners of the euro zone, including of its dysfunctions. Today, it’s just that the German system needs to acknowledge that this situation is not sustainable. But as I said: persuading them, encouraging them to go in that direction, are the only means I have to bring them round to my position. I carry out my reforms, I’m not asking for their support or anything. But I tell them, even for you, this system is not sustainable. So at some point, they will be forced to readjust. Experience has shown that they sometimes take longer, but once they have made up their minds, they are better organised than many. They don’t show very much sign of wanting to make that effort. I mean they push you back all the time.

That’s not so true. On defence, they are with us, which was taboo. They are with us strategically, including on ambitious projects, including on arms exports, that’s a real asset. They’ve also supported the mechanisms for integrating the

euro zone. Now we have a problem of scale, and it’s true that the taboo is the question of budget stimulus. That’s true for the whole of Europe. We set our ratios in an environment which was a very different environment in terms of rates and liquidity. I would widen the focus. We’re in a geopolitical situation where no one can really describe China’s budgetary state. We assume that they’re going for it, they’re investing massively. The United States has increased its deficit in order to invest in strategic issues and boost the middle-income brackets. As Europe is alone in consolidating, what is Europe’s situation today? I’ve said this to other bosses in rather brutal terms, but it is a macroeconomic and financial reality. Europe is one of the continents with the highest levels of savings. A large part of those savings is used to buy American Treasury bonds. So with our savings, we’re paying for America’s future, and what’s more we’re exposing ourselves to vulnerability. It’s absurd. Given this context, we need to rethink our macroeconomic deal. We need more expansion, more investment. Europe can’t be the only zone not to do so. I think that’s also why the debate about the 3% of national budgets and the 1% for the European budget, belongs in the past century. This sort of debate won’t enable us to develop this policy. This sort of debate won’t allow us to prepare the future. When I


Text: the economist

look at our level of investment in artificial intelligence, compared with China or the United States, we’re just not in the same league. Could we come back to your diplomatic activity? We’ve seen a great deal of activity on the Iranian dossier, but also Ukraine. You put forward the idea of France as a balancing power, that’s to say a power that can talk to others, have an open dialogue with all. Isn’t there an element of contradiction between that ambition and the ambition to create a militarily powerful Europe?

I don’t believe so in the slightest. Quite the contrary. Europe in any case has to think of itself as a balancing power. But I think that it’s France’s role, as a permanent member of the Security Council, a nuclear power, founding member of the European Union, a country which is present through its overseas territories on every continent and which remains very present because of the French-speaking world. We have unparalleled reach. Basically, only the UK, via the Commonwealth, can claim a similar reach, although it’s decided to follow a different path. But our traditions and our diplomatic history are different: we’re less aligned with American diplomacy, which in this world gives us more room for manoeuvre. When I say balancing power, that also raises the question of our allies. But to put it very simply, we have the right not to be outright enemies with our friends’ enemies.

In almost childish terms, that’s what it means. That we can speak to people and therefore build balances to stop the whole world from catching fire. I don’t think it’s in the least incompatible. Because it’s first of all what enables us to be effective and have leverage in the European neighbourhood. It’s also what allows us to enact the fact that, for me, the point of military power is not necessarily for it to be used. It’s used in the fight against terrorism, in Africa, and as a partner in the international coalition. However, it essentially serves our diplomacy. I think it’s very important to keep both levers, and therefore to seek to play this role of balancing power as well as to maintain military credibility. These days, if you don’t have military credibility, in a world where authoritarian powers are on the rise again, it won’t work. And actually this is why what just happened in Syria is dramatic. We’ve enacted a military retreat. It’s the opposite of what we obtained from the Americans on 13 April 2018, during the strikes against the Syrian chemical-weapons programme, which enhanced our credit in the region, including from a diplomatic standpoint. With Operation

Hamilton, we carried out surgical strikes on chemical-weapons bases in Syria. We showed that the red line was being enforced. Which was not done in 2013-2014. So it’s a combination of both, I think it’s very complimentary. You have spoken about the essential value of humanism as being the essence of what Europe brought to the world. And this evening you’ve spoken to us about a world that is more and more dominated by realpolitik, that the idea that Western values had permanently triumphed was false. Yet many of your European partners find it very difficult to act in a realpolitik way because it requires them to look the other way, to talk to Mr Putin for instance, or to deal with China despite what’s happening to the Uighurs in Xinjiang. How do you reconcile that question of humanity and humanism and the requirements of realpolitik in a hostile and dangerous world?

First of all, there’s a factor which we may have underestimated, which is the principle of the sovereignty of the people. And I think

We need to share this geopolitical awareness and make sure that everyone is on board. On many of these subjects, the European Commission has competence: digital, single market, and now defence under enhanced cooperation

that the spread of values, of the humanism that we hold high, and the universalisation of these values in which I believe, only work to the extent that you are able to convince the people. We’ve sometimes made mistakes by wanting to impose our values, by changing regimes, without popular support. It’s what happened in Iraq or in Libya. It’s perhaps what was envisaged at one point in Syria but failed. It’s an element of the Western approach, I would say in generic terms, that was a mistake at the beginning of this century, undoubtedly fatal, and sprang from the union of two forces: the right to intervene with neo-conservatism. And these two forces intertwined and produced dramatic results. Because the sovereignty of the people is in my opinion an unsurpassable factor. It’s what made us what we are, and it must be respected everywhere. The great difficulty is that we are witnessing a sort of backlash, the return of other competing values. Non-democratic models, which are challenging European humanism like never before. I’ve often said that our model was built in the 18th century with the European Enlightenment, the market economy, individual freedom, democratic rule and the progress of the middle classes. The Chinese model is a model that brings together a market economy and an expanding middle class, but without freedom. Some people say it works, so there’s some kind of living proof. I don’t know whether it’s sustainable, I don’t think so. But I think that this non-sustainability is at some point demonstrated by the people in terms of the tension it creates. The question now is whether our model is sustainable, because I see people everywhere in our countries who are willing to go back on some of these parameters. People who say: “Well, I’m having second thoughts about the market economy, maybe in fact we should withdraw from the world and move towards protectionism or isolationism.” Others who say: “Well, I’m willing to give up certain freedoms to move towards a more authoritarian regime if it protects me more, and allows for growth and greater wealth.” This crisis is right here among us, advocated by a number of parties in our democracies. It’s emerging in Europe, and should lead us to question ourselves. And so I think it would be wrong simply to say: “I want humanism and I’m going to impose it on others.” The question is how to pursue a strategic agenda while at 15


Transcript

the same time fostering an agenda for development, an economically open agenda, a political, cultural agenda, through which you can consolidate this humanism. That’s my firm belief for Africa and it’s what I’m pushing for in African policy: a massive reinvestment in education, health, work, with Africans, a deep empowerment. It’s also the reason why I want to work with new partners. I was for example the first to host the Sudanese prime minister, from the transitional government, we’ve provided a great deal of help to Prime Minister Abiy in Ethiopia, because they embody this model, in countries we thought had turned their backs on this model. Basically, I think that European humanism, in order to win, needs to become sovereign once again and to rediscover a form of realpolitik. We now need to think about this, to equip ourselves with the “grammar” of today, which is a grammar of power and sovereignty. This is also what justifies my cultural and copyright policy, for example. I want to defend European authors and European creativity, because this is how humanism spreads. Today the biggest threat to humanism is authoritarian regimes, but also political religious ideology. The rise of radical political Islam is undoubtedly the foremost enemy of European humanist values, which are based on the free and rational individual, equality between women and men, and emancipation. The model of subjugation and domination today is that of radical political Islam. How do you fight this? You can say, when they resort to terrorism, I’ll fight them. The other way is by fostering democracy, by demonstrating that other models, including cultural, economic and social models, can emerge. On the subject of authoritarian regimes, you have called for a rapprochement with Russia, evoking in a way Obama’s reset policy, which in the end was not a great success. What gives you reason to think that this time it will be different?

I look at Russia and I ask myself what strategic choices it has. We’re talking about a country that is the size of a continent, with a vast land mass. With a declining and ageing population. A country whose GDP is the same size as Spain’s. Which is rearming at the double, more than any other European country. Which 16

was legitimately the subject of sanctions over the Ukrainian crisis. And in my view this model is not sustainable. Russia is engaged in over-militarisation, in conflict multiplication, but has its own internal issues: demography, economy, etc. So what are its strategic options? One option is: rebuild a superpower by itself. That will be extremely difficult, even if our own errors have given it some leverage. We showed ourselves to be weak in 2013-2014, and Ukraine happened. Today Russia is optimising its game in Syria because of our own errors. We’re giving it some breathing space, so it can still play that way. But all that is very tough, for the reasons I mentioned, along with a political and ideological model based on identity-based conservatism that prevents Russia from having a migration policy. Because the Russian population is composed of and surrounded by Muslim populations that worry it a lot. Given the size of the territory,

see things are changing, and I’m not sure he likes it. But the Russian president is a child of St Petersburg. He was born there; his elder brother died in the great famine and is buried in St Petersburg. I don’t believe for one second that his strategy is to be China’s vassal. And so what other options does he have left? Re-establishing a policy of balance with Europe. Being respected. He’s hard-wired to think: “Europe was the vassal of the United States, the European Union is a kind of Trojan Horse for NATO, NATO was about expansion right up to my borders.” For him, the 1990 deal wasn’t respected; there was no “safe zone”. They tried to go as far as Ukraine, and he wanted to put a stop to it, but through traumatic dealings with us. His conservatism led him to develop an anti-European project, but I don’t see how, in the long term, his project can be anything other than a partnership project with Europe.

The Germans are the big winners of the euro zone, including of its dysfunctions it could have had a tremendous growth lever, namely a migration policy. But no, it’s an Orthodox conservative political project, so that won’t work. I don’t believe much in this stand-alone option. A second path that Russia could have taken is the Eurasian model. Only it has a dominant country, namely China, and I don’t think that this model would ever be balanced. We’ve seen this in recent years. I look at the table plans that are laid out for meetings for the new Silk Road, and the Russian president is seated further and further away from President Xi Jinping. He can

www.diplomacyandcommerce.at

But you’re basing your analysis on logic, not on his behaviour?

Yes I am. His behaviour in recent years has been that of a man who was trained by the [security] services with a state that is more disorganised than we realise. It’s a huge country with the logic of power at its centre. And a kind of obsidional fever, that’s to say the feeling of being besieged from everywhere. He experienced terrorism before we did. He strengthened the structure of the state at the time of the Chechen wars, and then he said: “it’s coming at us from the West”.

My idea is not in the least naive. I didn’t by the way talk about a “reset”, I said it might take ten years. If we want to build peace in Europe, to rebuild European strategic autonomy, we need to reconsider our position with Russia. That the United States is really tough with Russia, it’s their administrative, political and historic superego. But there’s a sea between the two of them. It’s our neighbourhood, we have the right to autonomy, not just to follow American sanctions, to rethink the strategic relationship with Russia, without being the slightest bit naive and remaining just as tough on the Minsk process and on what’s going on in Ukraine. It’s clear that we need to rethink the strategic relationship. We have plenty of reasons to get angry with each other. There are frozen conflicts, energy issues, technology issues, cyber, defence, etc. What I’ve proposed is an exercise that consists of stating how we see the world, the risks we share, the common interests we could have, and how we rebuild what I’ve called an architecture of trust and security. What does that mean in practical terms?

It means, for example, that we’re aligned on the terrorist issue, but we don’t work enough on it together. How do we achieve that? We get our [intelligence] services to work together, we share a vision of the threat, we intervene perhaps in a more coordinated way against Islamist terrorism throughout our neighbourhood. We show that it’s in our best interests to collaborate on cyber, which is where we’re waging total war against one another. How it’s in our interests to deconflict on many issues. How it’s in our interests to resolve frozen conflicts, with perhaps a broader agenda than just the Ukrainian issue, so we look at all the frozen conflicts in the region and explain our position. What guarantee does he need? Is it in essence an EU and a NATO guarantee of no further advances on a given territory? That’s what it means. It means: what are their main fears? What are ours? How do we approach them together? Which issues can we work on together? Which issues can we decide no longer to attack each other on, if I can put it that way? On which issues can we decide to reconcile? Already, sharing, we have more discussions. And I think it’s very productive.


Text: the economist

And when you speak to your counterparts in Poland and the Baltic States about this vision, what do they say?

It depends on the country. In Poland, there’s some concern. But I’m starting to talk to them. Obviously I’ve talked about it first with Germany, but I do have partners who are moving on this. Finland has moved significantly, they’re in the European Intervention Initiative. I went to Finland, I was the first French President in more than 15 years to go there. President Niinistö and I spoke together, we made some progress. I’ve discussed it with Denmark, I’ve discussed it with the Baltic States—Estonia and Latvia. Things are moving forward. I’m not saying that everyone is on the same line. I had a very long discussion on this subject with Viktor Orban. He’s quite close to our views and has a key intellectual and political role within the Visegrad group, which is important. That’s also the way we may be able to convince the Poles a little more. So, I think things are changing. I can’t blame the Poles. They have a history, they have a relationship with Russia, and they wanted the American umbrella as soon as the wall fell. Things won’t happen overnight. But once again, I am opening a track that I don’t think will yield results in 18 or 24 months. But I have to start all these projects at the same time, in a coherent way, with some things that should have an immediate effect and others that may have an effect in five or ten years’ time. If I don’t take this path, it will never open up. And I think that would be a huge mistake for us. Having a strategic vision of Europe means thinking about its neighbourhood and its partnerships. Which is something we haven’t yet done. During the debate over enlargement, it was clear that we are thinking about our neighbourhood above all in terms of access to the European Union, which is absurd.

Speaking of which, your policy towards North Macedonia and Albania has sparked a lot of criticism from your partners. How do you explain your position?

But I’ve told them they’re not being consistent…

But you yourself said that you wanted a strategic Europe with regard to its neighbourhood!

But should we be the only ones to say: “the strategy is to integrate our neighbourhood”? That’s a

That’s my firm belief for Africa and it’s what I’m pushing for in African policy: a massive reinvestment in education, health, work, with Africans, a deep empowerment weird political purpose. In fact I’d urge you to examine the consistency of an approach that amounts to saying: “the heart of our foreign policy is enlargement”. That would mean Europe thinks of its influence only in terms of access, notably to the single market. That’s antagonistic to the idea of a powerful Europe. It’s Europe as a market. I’ve tried to be consistent, I’ve told them: “We have a problem. We can’t make it work with 27 of us; 28 today, 27 tomorrow. Do you think it will work better if there are 30 or 32 of us?” And they tell me: “If we start talks now, it will be in ten or 15 years.” That’s not being honest with our citizens or with those countries. I’ve said to them: “Look at banking union”. The crisis in 2008 with these big decisions; end of banking union in 2028. It’s taking us 20 years to reform. So even if we open these negotiations now, we still won’t have reformed our union if we carry on at today’s pace. So for me we need: one, a consistency test. If we want a powerful Europe, it has to move faster and be more integrated. That’s not compatible with the opening of an enlargement process right now. Two, those who tell you that we must enlarge are the same who say we must keep the budget at 1%. That’s the metaphor I used about toast the other day. Some want the piece of toast to keep getting bigger and bigger, but when it comes to spreading on more butter, they refuse. In the end Europe becomes a market, but there is no longer any

solidarity, and no policy for the future. If we spend the same amount of money on something that’s bigger, there’s no longer any convergence policy, there’s no longer any political project in the long run, and there’s no longer any capacity to invest in relation to the outside world. So then they tell you: it’s the only way to prevent Russia, Turkey and China from being the kingmakers in these countries. But these influences persist, and are increasing, in countries that are already in negotiations, or sometimes even already members. At the very least if we said: “We’ll make an effort, we’ll invest, we’ll tell our businesses to go full speed ahead, we’ll spend on development, on culture, education”, that would make sense. Opening a purely bureaucratic process is absurd. I should add that most of them were in favour of opening up to North Macedonia, but nearly half of them were against opening up to Albania. Fatal error. Do you think they’re hiding behind France?

I don’t just think that, I know it. Ask them tomorrow whether they want to open the door to Albania. Half of them will say no. They want to open up to North Macedonia, it’s small, it’s changed its name and that’s a real historic achievement. It doesn’t frighten anyone. The reality is that if we don’t open up to Albania, we’ll inflict a terrible trauma on the region. There are Albanian-speaking communities

everywhere. If you humiliate Albania, you will destabilise the region in a lasting way. So my conviction is that, one, we need to reform our membership procedures, they’re no longer fit for purpose. They’re not strategic. They’re not political, too bureaucratic and not reversible, whereas you have to be able at some point to consider the question of reversibility. Two, if you’re concerned about this region, the first question is neither Macedonia, nor Albania, it’s BosniaHerzegovina. The time-bomb that’s ticking right next to Croatia, and which faces the problem of returning jihadists, is Bosnia-Herzegovina. The third issue is that we need to reform our membership procedures before we open negotiations. If we achieve this reform in the coming months, I’d be ready to open negotiations. If they’ve also made the few extra remaining efforts. But I don’t want any further new members until we’ve reformed the European Union itself. In my opinion that’s an honest, and indispensable, prerequisite. One last question: it seems to me a corollary of what you are saying about Syria and Turkey that, in the long run, Turkey doesn’t belong in NATO. Is that your view?

I couldn’t say. It’s not in our interest to push them out but perhaps to reconsider what NATO is. I applied exactly the same reasoning to the Council of Europe and Russia. I was roundly criticised for that, but I believe it’s a stronger message because the Council of Europe involves obligations. Keeping Russia in the Council of Europe was about giving greater protection to Russian citizens. In any case, I think the question that needs to be asked is: “What does it mean to belong to NATO?” I think that, in the current context, it’s more in our interest to try to keep Turkey within the framework, and in a responsible mindset, but that also means that given the way NATO operates today, NATO’s ultimate guarantee must be clear with regards to Turkey. And today, what’s caused this friction? What we have seen, why I spoke about “brain death”, is that NATO as a system doesn’t regulate its members. So as soon as you have a member who feels they have a right to head off on their own, granted by the United States of America, they do it. And that’s what happened.

Thank you very much

Thank you

17


Politik / Diplomatie

Neuer Generaldirektor der IAEO Rafael Mariano Grossi Die IAEO steht vor erheblichen Herausforderungen

Rafael Mariano Grossi Generaldirektor der IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation)

Der argentinische Botschafter, S.E. Rafael Mariano Grossi, wurde bei der Sitzung der Internationalen Atomenergie-Organisation, die am 30. Oktober in Wien stattgefunden hat, und bei der Vertreter aller IAEO-Mitgliedstaaten teilgenommen haben, von  der Mehrheit des 35-köpfigen Gouverneursrat zum Generaldirektor der IAEO ernannt.  18

Für das Magazin Diplomacy and Commerce Austria sprachen wir mit dem neuen Generaldirektor der IAEO, S.E. Rafael Mariano Grossi, über seinen neuen Posten, Verpflichtungen und die Pläne, die er für die Internationale AtomenergieOrganisation für das Jahr 2020 hat. Nach Ihrer Ernennung zum neuen Generaldirektor der IAEO kommen Glückwünsche von allen Seiten und es berich-

ten alle Medien der Welt darüber. Wie fühlen Sie sich dabei?

Ich fühle mich natürlich sehr geehrt über die vielen Glückwünsche, die ich von vielen Regierungen erhalten habe. Ich glaube, dass dies über das Persönliche hinaus das Engagement und die Unterstützung der Länder für die Arbeit der Atomenergiebehörde widerspiegelt und für den Erfolg unserer Mission von wesentlicher Bedeutung ist.

Die Ernennung zum Generaldirektor der IAEO impliziert zwangsläufig, dass ich nicht mehr argentinischer Botschafter sein werde. Ich bin jetzt ein internationaler Beamter, und dieser Mission werde ich meine besten Anstrengungen widmen

www.diplomacyandcommerce.at

Bedeutet die Übernahme einer neuen Position in der IAEO, dass Sie sich künftig nur noch mit der Agentur befassen werden, oder werden Sie weiterhin die Arbeit des argentinischen Botschafters in Österreich, Slowenien und der Slowakei sowie bei internationalen Organisationen mit Sitz in Wien verrichten?

Die Ernennung zum Generaldirektor der IAEO impliziert zwangsläufig, dass ich nicht mehr argentinischer Botschafter in Österreich, der Slowakei, Slowenien und ständiger Vertreter bei den internationalen Organisationen in Wien sein werde. Ich bin jetzt ein internationaler Beamter, und dieser Mission werde ich meine besten Anstrengungen widmen. Es war mir eine große


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Ehre, mein Land in Wien vertreten zu haben, was bei mir eine unauslöschliche Erinnerung hinterlässt. In Kürze wird es einen neuen Vertreter aus Argentinien in Wien geben. Ab Anfang Dezember übernehmen Sie die Funktion des Generaldirektors. Haben Sie Pläne für die IAEO oder bleiben Sie auf dem Kurs, den Ihr Vorgänger Amano eingeschlagen hat?

Die Atomenergie Behörde (IAEO) steht sowohl im Bereich der Nichtverbreitung als auch in der Förderung einer friedlichen Nutzung der Kernenergie vor erheblichen Herausforderungen. Hinzu kommt die technische Zusammenarbeit bei Projekten in den Bereichen Nuklearmedizin und Gesundheit, Ernährungssicherheit für die Landwirtschaft und viele andere Anwendungen der Nukleartechnologie, die von wesentlicher Bedeutung sind, um das Leben der Menschen zu verbessern. Um die Aktivitäten der IAEO an die technische Entwicklung und an die Nachfrage der Länder anzupassen, muss sie sich ständig anpassen und weiterentwickeln. Dies erfordert Änderungen und Anpassungen, wobei das Gute, das bereits getan wurde, mit einer Vision des Wandels und der Dynamik beibehalten werden muss. Ich glaube an eine IAEO, die an den großen Debatten über die Energie der Zukunft, über die Entwicklung und den Erhalt von Frieden und Sicherheit aktiv beteiligt ist und die die ausschließlich friedliche Nutzung der Kerntechnologie garantiert. Es gibt viel zu tun.

Die Atomenergie Behörde (IAEO) steht sowohl im Bereich der Nichtverbreitung als auch in der Förderung einer friedlichen Nutzung der Kernenergie vor erheblichen Herausforderungen. Hinzu kommt die technische Zusammenarbeit bei Projekten in den Bereichen Nuklearmedizin und Gesundheit, Ernährungssicherheit für die Landwirtschaft und viele andere Anwendungen der Nukleartechnologie, die von wesentlicher Bedeutung sind, um das Leben der Menschen zu verbessern Erfordern die neuen Zeiten, Technologien und neuesten Entwicklungen in der Weltpolitik eine straffere Haltung der

Agentur oder diplomatische Verhandlungen?

Unsere Organisation ist eng mit der Technologie verbunden,

sowohl in der Nichtverbreitungsdimension von Atomwaffen als auch bei der friedlichen Nutzung von Energie und nuklearen An-

Über Rafael Mariano Grossi: Rafael Mariano Grossi wurde 1961 in Buenos Aires geboren, sein Studium der Politikwissenschaften beendete er 1983 an der „Universidad Católica Argentina“, seinen Master und sein Doktorat in Geschichte und internationaler Politik machte er in der Schweiz, an der Universität Genf. Zwischen 1997 und 2000 war er Vorsitzender der Gruppe der Regierungsexperten der Vereinten Nationen für das internationale Waffenregister und dann Berater des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Abrüstung. Von 2002 bis 2007 war er Chef des Stabes der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien (Österreich) und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen, mit Sitz in Den Haag (in den Niederlanden). Er war Generaldirektor für politische Koordinierung im Auswärtigen Amt von Argentinien von 2007 bis 2010, danach war er Botschafter und Missionschef Argentiniens in Belgien und bei den Vereinten Nationen in Genf. Von 2010 bis 2013 war er stellvertretender Generaldirektor der IAEO (Internationale Atomenergiebehörde) und von 2014 bis

2016 Präsident der Gruppe der Nuklearversorgerländer (NSG) und Präsident der Diplomatischen Konferenz des Übereinkommens über nukleare Sicherheit und stellvertretender Generaldirektor der IAEO-Organisation für das Verbot chemischer Waffen. Seit 2013 war Rafael Mariano Grossi Botschafter in Österreich und Ständiger Vertreter Argentiniens bei internationalen Organisationen in Wien, außerdem war Herr Grossi gleichzeitig Botschafter Argentiniens in der Slowakei und in Slowenien. Ab 3. Dezember übernimmt Herr Grossi die Funktion des Generaldirektors bei der Internationalen Atomenergie-Organisation mit Sitz in Wien. Neben allen Verpflichtungen, die er als argentinischer Botschafter für drei Staaten hatte (Österreich, Slowenien und die Slowakei), war er zusätzlich noch Ständiger Vertreter Argentiniens bei den Internationalen Organisationen in Wien sowie seine Tätigkeit in der IAEO-Organisation und NTP. S.E. Rafael Mariano Grossi ist auch Ehemann und Vater von acht Kindern - sieben Töchtern und einem Sohn.

wendungen. Dies erfordert neue Ansätze und die notwendige Anpassung unserer Praktiken. Wir verfügen jedoch über die besten Fachkräfte, um problemlos erfolgreich zu sein. Für die IAEO ergibt sich hiermit eine aktive Phase mit großem Potenzial. Ich bin auf die Herausforderung vorbereitet. 19


Gesellschaften / Diplomatie

Am 19. November 2019 nahm Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein am Grand Opening der Österreichisch-Amerikanischen-Gesellschaft teil. Im Bild mit dem ÖÄG-Generalsekretär Rainer Newald (l.), dem amerikanischen Botschafter Trevor Traina (m.l.) und dem ÖAG-Präsident Philipp Bodzenta (r.).

Neuaufstellung der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft Bundeskanzlerin Bierlein: US-Unterstützung in den Nachkriegsjahren bleibt unvergessen

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat am Dienstag dem 19. November an den Feierlichkeiten zur Neuaufstellung der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft (ÖAG) teilgenommen. „Es ist für mich eine besondere Freude, die Neuaufstellung der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft zu begehen, die sich seit 1946 der Förderung der österreichisch-amerikanischen Beziehungen widmet. Gerade im Jahr 2019, in welchem historischen Meilensteinen wie etwa dem Fall der Berliner Mauer oder die EU-Erweiterung gedacht wird, erinnern wir uns daran, dass die europäische Integration ohne die tatkräftige amerikanische Unterstützung in der Nachkriegszeit nicht möglich gewesen 20

BundeskanzlerinBundeskanzlerin Brigitte Bierlein Brigitte Bierlein

Die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft (ÖAG) wurde 1946 gegründet und ist die älteste zwischenstaatliche Gesellschaft Österreichs

www.diplomacyandcommerce.at

wäre“, sagte die Bundeskanzlerin in ihrer Rede. Diese Tatsache verdeutliche auch eine der Kernaufgaben der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft in den Anfangsjahren, als primär die Auslieferung von CARE-Paketen organisiert worden sei. Sie selbst sei in den Nachkriegsjahren geboren, so Bierlein, und sie erinnere sich noch gut an die „widrigen Umstände“. Die Gründung des für den Wiederaufbau der österreichischen Wirtschaft so wichtigen Marshall Fonds und die Unterstützung der USA für die österreichische Bevölkerung in jenen Jahren würden „unvergessen“ bleiben. „Diese Unterstützung ist auch Symbol für die tiefe Freundschaft und die starken Bande zwischen unseren beiden


Foto: BKA / Andy Wenzel

S.E. Trevor Traina, Botschafter der Verneigten Staaten von Amerika

Ländern. Die engen Wirtschaftsbeziehungen, der rege Besuchsaustausch, der verstärkte politische Dialog sowie nicht zuletzt der intensive und erfolgreiche kulturelle Austausch legen davon Zeugnis ab“, betonte die Bundeskanzlerin. Diese enge Freundschaft ermögliche es, auch in herausfordernden Zeiten zueinander zu stehen und einen „offenen Dialog“ miteinander pflegen zu können. Auch wenn es in gewissen Fragen unterschiedliche Ansätze gebe, so würden beide Länder „für dieselben Ziele eintreten: für die Förderung von Frieden, Sicherheit und Wohlstand“, so Brigitte Bierlein. „Auf diese Gemeinsamkeiten dürfen wir nicht vergessen. Ich appelliere an uns alle, stets das Miteinander in den Vordergrund zu stellen. Ich bin

Am 19. November 2019 nahm Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein (r.) am Grand Opening der ÖsterreichischAmerikanischen-Gesellschaft teil. Im Bild mit dem amerikanischen Botschafter Trevor Traina (l.).

„Diese Unterstützung ist auch Symbol für die tiefe Freundschaft und die starken Bande zwischen unseren beiden Ländern. Die engen Wirtschaftsbeziehungen, der rege Besuchsaustausch, der verstärkte politische Dialog sowie nicht zuletzt der intensive und erfolgreiche kulturelle Austausch legen davon Zeugnis ab“ Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein der festen Überzeugung, dass wir die aktuellen globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen können.“ Abschließend erklärte die Bundeskanzlerin, dass die USA ein guter Freund und ein wichtiger Partner für Österreich seien und es auch bleiben. „Es ist wichtig, dass wir uns stets darauf

besinnen, wie eng wir einander verbunden sind. Die Arbeit der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft und der Einsatz ihrer engagierten Mitglieder leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag. Ich bin zuversichtlich, dass diese Aktivitäten auch in Zukunft Freundschaft, Inspiration und gegenseitiges Verständ-

nis stiften werden. Ich wünsche der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft alles erdenklich Gute und größtmöglichen Erfolg.“ ÖsterreichischAmerikanische Gesellschaft

Die Österreichisch-Amerikanische Gesellschaft (ÖAG) wurde 1946 gegründet und ist die älteste zwischenstaatliche Gesellschaft Österreichs. In den Nachkriegsjahren bestand ihre Aufgabe darin, die Auslieferung der CARE-Pakete an die österreichische Bevölkerung zu organisieren. Heute dient sie als Plattform zur Vertiefung der wechselseitigen Beziehungen und des interkulturellen Austauschs zwischen den USA und Österreich.

Am 19. November 2019 nahm Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein am Grand Opening der ÖsterreichischAmerikanischen-Gesellschaft teil. Im Bild mit dem ÖÄG-Generalsekretär Rainer Newald (l.), dem amerikanischen Botschafter Trevor Traina (m.l.) und dem ÖAG-Präsident Philipp Bodzenta (r.).

21


WIRTSCHAFT

Text: Andreas Baumeister

Wie versaut man die Chance des Jahrzehnts? Wir sind bei Albuquerque links abgebogen

Westeuropa und die USA haben sich die Chance des Jahrzehnts regelrecht versaut. Als die Sowjetunion sich nach 74 Jahren der Existenz und der „Bedrohung“ im Dezember 1991 auflöste, ergab sich eine Chance, dass sich eine Szene wie aus dem Song „Wind of Change“ von den Scorpions auftat. Aber na ja... Sogar Godzilla wäre umsichtiger

Nachdem die westlichen Länder mit ihrer Elefant-im-PorzellanladenPolitik, indem sie sich zu den Siegern des Kalten Krieges erklärten (obwohl sie dies nicht waren, es ging hier einfach nur um Gorbatschows guten Willen, der, wie wir sehen, vergeblich war) und Chaos im ehemaligen Jugoslawien zwischen 1991 und 2008 anrichteten, Hunderttausende von Menschenleben zerstörten und Martti Ahtisaari 2008 den Friedensnobelpreis verliehen, zogen sie in den Kaukasus weiter, wo man Georgien aufforderte, die eigenen, geschützten Autonomien anzugreifen und dadurch eine russische Intervention zu provozieren; und danach kam man mit der ach so tollen Idee, Anfang 2014 die Regierung in der Ukraine zu stürzen und das Land in drei Teile zu teilen. (Ja, drei: die Krim - formal unter Russland, das Donezbecken - bis auf Weiteres abgetrennt, und der Rest der Ukra-

ine - ohne ihre zwei größten finanziellen Einnahmequellen!). Was für ein Lebenslauf! Sogar Godzilla wäre umsichtiger. Wie kann man die Situation normalisieren? Nun ist es an den Leuten in Osteuropa, vor allem denjenigen auf dem Balkan, im Kaukasus und der Ukraine, aber auch den anderen in der Region, die Sache wieder zu normalisieren. Und es sieht so aus, als würde dieser Prozess im Osten seinen Anfang nehmen und dass die Letzten, die gescheitert sind,

einer terroristischen Organisation zu erklären - was diese auch ist), den Prozess der sprachlichen Unifizierung der Ukraine und die chauvinistischen Sprachgesetze umzukehren und den Kampf gegen die Korruption fortsetzen müssen. Wie kann man gleichzeitig gegen die Nationalisten und Nord Stream 2 kämpfen? Wie kann man den formellen Weg des Landes in Richtung NATO erhalten und die Gebiete zurückgewinnen, die nur dann zurückgewonnen werden können, wenn die Ukraine wie Serbien, Bosnien und Herzegowina oder Aserbaidschan neutral bleibt? Für Zelensky wird das wohl eine „Mission: Impossible“, aber er gilt ja als sehr klug.

Solange unter Flaggen marschiert wird, bleiben die Taschen leer. Unsere. Nicht die von Tycoons und Politikern. die Ersten sein werden müssen, die sich gegen den Nationalismus und den Krieg erheben. Anscheinend wird es die Ukraine sein. Der Präsident Volodymyr Zelensky stellt eine große Hoffnung für den gesamten zerstörten Osten Europas dar, aber er hat nicht sehr viel Zeit und noch viele schwierige Aufgaben vor sich: Bald fängt die große Gasabrechnung mit Gazprom an, er wird die Neonazis des Asowschen extremistischen Bataillons auflösen, zum Schweigen bringen oder sogar verhaften (sie haben auch selbst schon begriffen, dass „Schluss mit lustig“ ist, als in den USA die Idee aufkam, Asow zu

Fragen Sie sich zuerst selbst!

Die Ukraine schrumpft demografisch am schnellsten und wird bald unter die Zahl von 40 Millionen Einwohner fallen. Ähnlich ist es auch mit anderen Ländern. Jedes Land wird die folgenden zwei Fragen beantworten müssen: Warum fühlen sich einige Bürger des Landes nicht als solche und sind bereitet für einen Aufstand (Donezk, Kosovo, Abchasien, BergKarabach, Südossetien, Lugansk, Transnistrien)? Warum sind die loyalen Bürger von der Korruption und Pathokratie, dem Nationalismus

Demographischer Absturz Neun von zehn Ländern, deren Einwohnerzahl sich am schnellsten verringert, sind aus der Region Osteuropa und ganz vorne dabei sind Bulgarien und Litauen, die schon EU-Mitglieder sind. In Osteuropa ist der Nationalismus am stärksten und wird demnächst Folgendes verursachen: In der Ukraine werden bald nicht mehr die unbeliebten russischsprachigen Ukrainer leben, sondern Afghanen; in Kroatien nicht mehr die unbeliebten Serben, sondern Somalier; in Serbien nicht mehr die

22

www.diplomacyandcommerce.at

unbeliebten Albaner, sondern Mauretanier. Du willst die JNA nicht in Zadar? Kein Problem. Jetzt küssen sich zwei schwule, schwarze Marinesoldaten in einem Cafè und werden von zehn Einheimischen verprügelt. Wie stellt ihr euch das vor, in einer globalisierten Welt zu leben, auszuwandern, aber dabei Nationalist zu bleiben und ihr erwartet, dass keiner in euer Land kommt und dass ihr die Regeln des Westens, dem ihr so stark nachstrebt, nicht akzeptieren müsst. Wer kein Lied hören will, wird den Sturm hören. Prost.

und der Armut angeekelt bereit, ihre Länder zu verlassen und sich nie wieder umzudrehen? Und die Politiker der abgetrennten Entitäten werden begreifen müssen, dass sie, wer immer sie auch schützen möge, mit den Zentralregierungen zusammenarbeiten müssen, denn diese Gebiete werden noch schneller verlassen. Und was nützt dann Albin Kurti die albanische Flagge in seinem Kabinett (vielleicht auch als offizielle Flagge), wenn eines Tages keiner mehr im Kosovo lebt oder wenn Donezk und Transnistrien nur noch die Hälfte der heutigen Einwohnerzahl zählen? Die Zeit vergeht wie im Flug: Im September 2021 werden in Donezk die Kinder eingeschult, die in einer Zeit geboren wurden, als die ukrainische Regierung schon nicht mehr da war. Im Kosovo gehen die Kinder, die in einer Zeit geboren wurden, als es schon keine serbische Regierung mehr dort gab, schon zur Universität, und in Abchasien sind sie schon 28. Wie toxisch der Nationalismus ist, sieht man auch schon daran, dass die größte Hoffnung für Verbesserung bei jenen ist, deren Sprache und Nationalität nicht mit denen des Heimatlandes übereinstimmen. Alexander Lukaschenko ist ein Ukrainer, der als Erstsprache Russisch spricht, Igor Dodon (Moldawien) spricht als Erstsprache auch Russisch, und Volodymyr Zelensky ist Jude, der auch Russisch spricht. Solange unter Flaggen marschiert wird, bleiben die Taschen leer. Unsere. Nicht die von Tycoons und Politikern.


Politik

Text: Andreas Baumeister

Russland und Afrika eng umschlungen Während du schliefst… Das Erbe der UdSSR und die Perspektive Russlands

While You Were Sleeping“ ist der Titel einer romantischen Komödie aus den Neunzigern, in der Sandra Bullock mitspielte. Sie war in einen Schickimicki-Typen verliebt, der sich nicht für sie interessierte. Dann fiel dieser in ein Koma, und sie verliebte sich in der Zwischenzeit in seinen Bruder, der zwar nicht so sehr „glänzte“, aber ein besser Mensch war. Als der Bruder schließlich aus dem Koma erwachte und die „Turteltauben“ so sah, fragte er „Wann das alles passiert sei?“ und die Antwort war „Während du schliefst“. Nur das Afrika gleich zwei attraktive Verehrer fand und zwar China und jetzt auch noch Russland, während Europa geschlafen hat.   Der chinesische Durchbruch als Vorposten

In Sotschi, „der südlichen Hauptstadt Russlands“, in dem Ort wo Wladimir Putin all seine Weltprobleme klärt, kamen Ende Oktober mehr als 50 Vertreter afrikanischer Länder beim Russland-Afrika-Gipfel zusammen. Während die Westeuropäer schliefen und in ihrem postkolonialen Eifer der Demokratisierung versuchten, die Länder zu reformieren und in die Bedingungen des demokratischen Wandels zu investieren, gingen die Chinesen zunächst mit ihren Infrastrukturinvestitionen, wie der ersten Hochbahn in Schwarzafrika (Addis Abeba) oder der modernen Eisenbahn in Kenia, in Richtung afrikanischer Kontinent, und zwar durch ihre „Ein Gürtel, eine Straße“Investitionen und ihre Basis in Dschibuti. Das Ganze ist natürlich humorvoll und eine große Farce. Die Westeuropäer hatten nie ernsthafte Absichten zur Demokratisierung Afrikas, da sie regelmäßig mit der Republik Südafrika, auch während der Apartheid, zusammengearbeitet hatten, während ihre Geschäftsbüros von Sicherheitsleuten mit langen Schusswaffen bewacht wurden. Demokratische Anforderungen gibt es nur, wenn das Regime jemandem nicht passt.

Russen als Garantie für Frieden und Energie

Die Russen erkannten das Vakuum in den Bereichen Investition und Frieden und fingen langsam an, sich in Richtung Afrika zu orientieren, zuerst in die Zentralafrikanische Republik und dann überall in Afrika. Und das nach der alten „Begleitmethode“ zwischen diesen beiden Supermächten: Die Chinesen bringen Investitionen und Infrastruktur und arbeiten mit allen zusammen. Ohne jede Bedingung - sie interessieren sich nicht für den Grad der parlamentarischen Demokratie, da sie ja auch keine haben. Und sie beschweren sich auch nicht – sie weisen oft auf die Überlegenheit des Einparteiensystems hin und dass es ihnen nichts ausmacht, wenn sie „es schlucken müssen“, um mit jemandem zusammenarbeiten, der die westliche Demokratie nicht bevorzugt. Sie würden eher ihr System weiterempfehlen. Und die Russen erscheinen immer, wie in Syrien, ein bisschen in Libyen, in der Zentralafrikanischen Republik oder anderswo, als Friedensstifter, die als einzige mit allen Parteien reden können, aber auch als Energielieferanten. Beides fehlt in Afrika. Genau aus diesem Grund organisierte Putin diesen Gipfel, als er sah, dass er in den Augen der Af-

„Wir exportieren derzeit Lebensmittel im Wert von 25 Milliarden US-Dollar nach Afrika - das sind mehr als Waffen, die wir im Wert von 15 Milliarden US-Dollar exportieren. Ich denke, dass wir diesen Handel in den kommenden vier bis fünf Jahren verdoppeln werden, und das laut den pessimistischsten Prognosen“, sagte Putin. Und Putin gelang es tatsächlich, Russland als Friedens- und Energielieferant zu verkaufen. Das bezieht sich natürlich auf die Dritte Welt und auch auf einen Teil des Balkans. Im Westen betrachtet man ihn immer noch als Kriegsführer und Träger einer Energieabhängigkeit. Putin kümmert sich aber nicht mehr um den Westen. Nach seiner Rückkehr aus Saudi-Arabien, wo er Investitionen in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar für sein Land ausmachte, öffnet er nun die Tür nach Afrika, wo die UdSSR von 1960 bis 1990 sehr aktiv war und wo er in guter Erinnerung der Länder blieb, die sich dem Sozialismus angeschlossen hatten - wie beispielsweise Mosambik, Angola, Gabun oder der DR Kongo. Jetzt kehrt Russland dorthin zurück, wo die UdSSR schon war, aber nicht nur dorthin. Die UdSSR half auch bei der Dekolonisation Afrikas, was nun für Russland ein großes Sprungbrett darstellt. „Ohne die feste Stellungnahme der UdSSR

Putin gelang es, Russland als Friedensbringer und Energielieferant zu verkaufen. Das bezieht sich natürlich auf die Dritte Welt und auch auf einen Teil des Balkans. rikaner genügend Glaubwürdigkeit aufgebaut hatte. Die zweitägige Veranstaltung brachte mehr als 3.000 afrikanische Delegierte zusammen, um alles, von der Kernenergie bis zur Mineraliengewinnung, zu besprechen. Alle 54 afrikanischen Länder entsandten einen Vertreter zu dem Treffen, darunter 43 Staats- und Regierungschefs, so der Berater des Kreml Juri Uschakow. Und all das hinter dem Rücken des wiedermal überraschten Westens.

während des Kalten Krieges und des Höhepunktes des antikolonialen Kampfes hätten viele unserer Länder niemals das Licht der Unabhängigkeit erblickt“, sagte Obadiah Mailafia, ehemaliger stellvertretender Zentralgouverneur von Nigeria zum Portal Deutsche Welle. „Ruanda glaubt, dass Russland uns als Gleichberechtigte behandelt, da es keinerlei Einmischungen in innere Angelegenheiten gibt“, äußert Christopher Kayumba, Politologe

an der Universität von Ruanda, ebenfalls zur Deutschen Welle. Die Elfenbeinküste, gezeichnet von Instabilität, verzichtet auf den Schutz von Frankreich und sucht ihn jetzt bei Russland. Das Land schickte 70 Delegierte nach Sotschi. An einigen Orten wird Russland gegen Ebola kämpfen und an allen Orten wird Russland afrikanisches Personal ausbilden. Zwei russische Atombomber sind in Südafrika gelandet, „um die friedenserhaltenden Aktivitäten zu intensivieren“. Rosatom wird in Äthiopien ein Atomkraftwerk errichten, und dasselbe wird in Sambia erwogen, wo die Energie aus Dämmen ständig fehlt, aber auch in Ruanda, Ägypten und Nigeria. Zwischen den Zeilen lesen: Erlassen der Schulden

Das Wichtigste für die afrikanischen Länder war der Schuldenerlass, den Putin auf dem Gipfel verkündete, indem er Schulden aus der Zeit der UdSSR im Wert von 20 Milliarden US-Dollar abschrieb. Sie könnten sie ohnehin nicht zurückzahlen und die Zinszahlung allein behindern schon die Entwicklung der Länder. Natürlich werden nun zufriedene Afrikaner neue Verträge mit denjenigen abschließen, die ihre Schulden erlassen haben, was ein guter Wegweiser für Angela Merkel und Wolfgang Schäuble für die Situation mit Griechenland gewesen sein könnte. Aber halt! Griechenland war 2015, also ist es schon zu spät. Manche Einsichten kommen einfach zu spät. Die Griechen hätten jetzt wohl liebend gerne mehr Deutsche, mehr deutsche Firmen und mehr deutsche Produkte. 23


Watching the world burn

“Joker” is not especially perceptive or politically sophisticated It may win Oscars nonetheless

WHEN THE Venice film festival announced that it would screen a movie about a grinning, green-haired Batman supervillain— from the director of “The Hangover”, no less—it sounded like a joke. Comic-book flicks are not usually granted competition slots at prestigious festivals, and yet that very film, “Joker”, went onto win the top prize, the Golden Lion. Judging by the last two recipients of the same award, “Roma” and “The Shape of Water”, “Joker” could well win an armful of Oscars as well. To quote the title character, played by Joaquin Phoenix: “no one’s laughing now”. Actually, the people who are laughing—all the way to the bank, among other places—are the executives at Warner Bros, the studio which adapts DC’s superhero comics. Their attempts to copy the interlinked “shared universe” model of their rival, Marvel, led to such disappointments as “Justice League” and “Suicide Squad”, so Warner / DC has now opted to make more distinctive, stand-alone films instead. “Joker” is the first of these. Co-written and directed by Todd Phillips, it recounts how the Joker became the Joker. Unlike “Batman Begins” and other such origin stories, however, it does not include the standard-issue mentor to teach him the tricks of the trade, nor the standard-issue antagonist for him to defeat. Its setting is unconventional, too. “Joker” may take place in Batman’s time-honoured hometown, Gotham City, but it looks a lot like the rough and tough New York of Martin Scorsese’s “Taxi Driver” and “The King of Comedy”. It pays explicit homage to these two urban classics by featuring Robert DeNiro as a talk-show host. The main effect of this homage, though, is to remind the viewer that everything done by “Joker” was done better by those other films 40 years ago. The protagonist, Arthur Fleck, is a mentally ill aspiring stand-up

24

comedian who lives in a rundown flat with his ailing mother, Penny (Frances Conroy). He pays the rent by working as a clown, but the only time he makes anyone laugh is when they are cornering him in a dark alley and beating him to a pulp. That would be enough of a creation myth for most self-respecting villains: in a typical Batman film, Arthur would be reborn as the Joker a scene or two after being beaten up.

The upside of this repetitive narrative is that there is plenty of time to admire Mr Phoenix’s creepy performance—particularly his dramatic, Oscar-friendly weight loss. The downside is that Arthur is obviously a hopeless case from the beginning, and just as obviously he is going to be a flamboyant killer by the end, so there is no tension. There is just a two-hour wait for him to put on his colourful suit,

Do not be fooled by the miserable mood and the grimy 1970s backdrop. “Joker” may well win Oscars, but it is still very much a superhero movie. But Mr Phillips spends the rest of “Joker” offering variations on that theme. The same thing happens over and over again. There is more bad luck, more humiliation, more harsh treatment by an uncaring society, more drab corridors with flickering lights, but nothing that really explains how a frail, bullied loner could blossom into a charismatic criminal mastermind.

www.diplomacyandcommerce.at

smear on his white make-up, and start shooting people. When this finally happens, the Joker is presented not as the malign agent of chaos he is in the Batman comics, but as a “V For Vendetta”style anti-capitalist revolutionary. Several critics have condemned the film for lionising and inviting empathy with someone who massacres civilians and then blames his mental-

health problems and personal hardships; they have expressed concern that it may inspire “copycat crimes”. But it is tempting to respond to this concern with another line spoken by the Joker, as played by Heath Ledger in “The Dark Knight”: why so serious? Because as gloomy as it may be, “Joker” is no more plausible, insightful or politically sophisticated than the Batman movie from 1997 which featured Arnold Schwarzenegger as the bluefaced Mr Freeze. The idea that it is scarier than most depictions of the character is questionable, too, given that Ledger’s incarnation jammed a pencil through someone’s eye and blew up a hospital. The notion that it transcends its pulpy source material is belied by the numerous geek-pleasing references to other events from Batman lore. Do not be fooled by the miserable mood and the grimy 1970s backdrop. “Joker” may well win Oscars, but it is still very much a superhero movie.  From The Economist, published under licence. The original article, in English, can be found on www.economist.com


Spezialitäten vom Holzkohlerost Die Nummer 1 in Wien Feinste Grillspeisen auf jugoslawische Art sowie internationale Klassiker werden im Restaurant Semendria aufgetischt, dass sich auf Spezialitäten aus der serbischen Region rund um Smederevo konzentriert. Besonders beliebt sind hier Spezialitäten vom Grill wie Cevapcici, Würste oder Schweinespieße. Auch den jugoslawischen Hackbraten Pljeskavica sollte man mal probiert haben – genauso wie die gegrillte Forelle oder das Rindersteak.

Qualität die man schmeckt Durch unsere hauseigenen Fleischereien können wir stets höchste Qualität und Frische bei unseren Fleischspezialitäten garantieren. Das Ergebnis sieht und schmeckt man – überzeugen Sie sich selbst! Catering & Zustellung Das Catering gehört zu Semendrias gepflegter Tradition. Wir beliefern alle Arten von Events wie Hochzeiten und Feiern mit unseren Grillspezialitäten. Ab einer Bestellsumme von mindestens 50.- Euro stellt Semendria gerne und GRATIS in Wien zu.

Familie Barnic Wünscht einen angenehmen Aufenthalt und guten Appetit! Restaurant Semendria Stadiongasse 5 1010 Wien Telefon: +43 660 36 25 276 E-Mail: office@semendria.at Web: www.semendria.at


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

28 Das war das 8. Orange okt

Wine Festival

In Zusammenarbeit der Botschaft der Republik Slowenien in Österreich und der Slowenischen Tourismuszentrale fand am Montag, dem 28. Oktober, zum achten Mal das Orange Wine Festival in Wien statt. Zum Auftakt des Festivals lud die Botschafterin der Republik Slowenien in Österreich, I.E. Ksenija Skrilec, zur Pressekonferenz mit kulinarischer Verkostung in Ihre Residenz ein.

Das 8. Orange Wine Festival fand in der Ovalhalle und Arena 21 des MuseumsQuartiers statt - mit mehr als 100 Ausstellern aus 13 Ländern, davon 75 Winzern, 20 Gastronomen, 10 Handwerksbetrieben sowie Verlegern und Repräsentanten aus der Tourismusbranche. Das Interesse für das Wein Festival war so groß, dass im Laufe des Tages zahlreiche Besucher das Orange Wine Festival im MQ besuchten.

I.E. Ksenija Skrilec hat die Versammelten beim Empfang in Ihrer Residenz begrüßt.

I.E. Ksenija Skrilec, Botschafterin von Slowenien, mit den Experten aus der Wein-Branche: Walter Götz, Prof. Ali Meyer und Kurt Steiner

Dr. Reinhard E. Bösch mit Gattin, Prof. Ali Meyer, Botschafterin Ksenija Skrilec und Walter Götz

Wichtig ist es, ein Original zu sein… dabei waren auch ausgefallene Ideen zu sehen.

Wunderbares Olivenöl aus Slowenien

26

Botschafter unter sich: S.E. Dr. Ivan Sirakov (Bulgarien), Prof. Dr. Andrej Rahten (ehemaliger Botschafter von Slowenien in Österreich) mit Gattin und S.E. Salah Abdel Shafi (Palästina)

www.diplomacyandcommerce.at


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

29 Nationalfeiertag okt

der Republik Türkei

Anlässlich des 96. Jahrestags der Ausrufung der Republik Türkei lud der Botschafter der Republik Türkei in Österreich, S.E. Ümit Yardim, gemeinsam mit Gattin Nurtop Yardim zum Empfang ein. Der Empfang zum Nationalfeiertag fand am 29. Oktober in der türkischen Botschaft statt, und viele folgten die Einladung von Botschafter Yardim. Der Empfang im Namen des Nationalfeiertages wurde in zwei Events

aufgeteilt. Zuerst wurden die Gäste aus dem Diplomatischen Korps, der Internationalen Organisationen und österreichische Beamte eingeladen, dann folgte der Empfang für die türkische Diaspora, die zahlreich in Wien vertreten ist. Für den Nationalfeiertag hat die Gastgeberin, Frau Nurtop Yardim, die bekanntesten türkischen Spezialitäten, besten Delikatessen und berühmten Süßigkeiten aus der Türkei  servieren lassen.

Ausgezeichnete Gastgeber - Frau Nurtop und S.E. Ümit Yardim, Botschafter der Republik Türkei in Österreich

S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, und I.E. Vivian Okeke, Botschafterin Nigeria

Erzherzogin Camilla Habsburg-Lothringen und Senator h.c. Walter J. Gerbautz, Generalsekretär PaN

S. E. Dr. Andor Nagy, Botschafter von Ungarn, und S.E. Olexander Scherba, Botschafter der Ukraine

Militärdelegierte aus Serbien, China und dem Iran

Botschafter unter sich: S.E. Shin Chae-hyun, Botschafter der Republik Korea, I.E. Vivian Okeke, Botschafterin von Nigeria, und S.E. Sultan Salmeen Almansouri, Botschafter von Katar

S.E. Salah Abdel-Shafi, Botschafter von Palästina, und S.E. Haytham Abdulmomen Shoja´aadin, Botschafter von Jemen

Dr. Heinz Nissel (außerordentlicher Professor), Frau Kommerzialrat Jannette Nissel (SPC) und S.E. Galib Israfilov, Botschafter der Republik Aserbaidschan

27


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

31 Wunderbares Konzert der

Österreichisch-Koreanischen Philharmonie okt

Am Donnerstag, dem 31. Oktober, wurde im MozartSaal des Wiener Konzerthauses das Konzert der Österreichisch-Koreanischen Philharmonie aufgeführt. Im Programm des wunderbaren Konzerts waren berühmte Werke zu hören, angefangen von Yongbom Lee über W.A. Mozart und Gustav Mahler bis zu  Francis Poulene, und das in der Ausführung der Österrei-

chisch-Koreanischen Philharmonie, bestehend aus Kun-Woo Paik (Pianist) und Rafael Fingerlos (Bariton), unter der Leitung von Dirigenten Lorenz C. Aichner. Zum Konzert luden die Botschaft der Republik Korea in Wien und S.E. Shin Chae-hyun, Botschafter der Republik Korea, ein und viele Diplomaten und Musikliebhaber aus beiden Ländern kamen.

Kun-Woo Paik, berühmter Pianist aus Republik Korea, begeisterte alle Anwesenden.

Längenderer Pianist: Kun-Woo Paik mit Dirigent Lorenz C. Aichner

S.E. Takeshi Hikihara, Botschafter von Japan, I.E. Vivian Okeke, Botschafterin von Nigeria, S.E. Haytham Abdulmomen Shoja´aadin, Botschafter des Jemen, und S.E. Bakar Fattah Hussen, Botschafter des Irak

Bei der Begrüßung: S.E. Shin Chae-hyun, Botschafter der Republik Korea, mit Gattin und S.E. Bakar Fattah Hussen, Botschafter des Irak

I.E. Morakot Sriswasdi, Botschafterin von Thailand, und S.E. Shin Chae-hyun, Botschafter der Republik Korea, mit Gattin S.E. Nenad Kolev, Botschafter von Nordmazedonien

28

www.diplomacyandcommerce.at

Jeannette und Dr. Heinz Nissel mit I.E. Vivian Okeke, Botschafterin von Nigeria


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

07 Schweizer Buchpreis 2019 –

Die Nominierten - Die Autorinnen auf Lesetour nov

Der schweizerische Botschafter in Österreich, S.E. Walter Haffner, und Frau Tamar Haffner luden. gemeinsam mit dem schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband zu „Schweizer Buchpreis 2019 – Die Nominierten - Drei Autorinnen auf Lesetour“ ein. Der literarische Abend fand am Donnerstag, dem 7. November, in der Residenz des schweizerischen Botschafters Haffner in Wien statt, der auch eine Begrüßungsrede hielt. Die Stars des Abends waren die zwei nominierten Autorinnen für

den „Schweizer Buchpreis 2019“: Sibylle Berg und Tabea Steiner, die an diesem Abend das Gespräch mit Julia Knapp, Literaturwissenschaftlerin und Vorstandsmitglied im Literarischen Club Zürich, führten. Nach den Literatur-Gesprächen folgte ein angenehmer Apéro. Übrigens, die renommierte Schriftstellerin Sibylle Berg hat am Sonntag, dem 10. November, auf dem Literaturfestival BuchBasel für ihren Roman „GRM. Brainfuck“ den diesjährigen Schweizer Buchpreis erhalten.

Tabea Steiner, Julia Knapp und Sibylle Berg vor dem Wiener Publikum

Begrüßungsrede von S.E. Walter Haffner, Botschafter der Schweiz

Moderatorin des Abends, Julia Knapp, und die Autorinnen Tabea Steiner und Sibylle Berg. Die dritte Autorin, Ivana Zic, musste aus gesundheitlichen Wunderbarer Gastgeber, Schweizerischer Botschafter S.E. Walter Haffner und Frau Tamar Haffner Gründen die Reise nach Wien absagen.

Gewinnerin des diesjährigen Schweizer Buchpreises, Sibylle Berg, im Gespräch mit der Wiener Leserschaft

29


Veranstaltungen

Fotos: BKA / Andy Wenzel

07 Bundeskanzlerin Bierlein:

„Erinnern heiSSt, die Dinge beim Namen zu nennen“ nov

Eröffnung der Ausstellung „Nicht mehr verschüttet. Jüdisch-österreichische Geschichte in der Wiener Malzgasse“ im Haus der Geschichte Österreich „Am Beginn des Verzeihens steht das Erinnern. Erinnern heißt auch, die Dinge beim Namen zu nennen. Diese Haltung ist für unser Land und seine Menschen angesichts der Zeitgeschichte verpflichten“, sagte Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Nicht mehr verschüttet. Jüdisch-österreichische Geschichte in der Wiener Malzgasse“ im Haus der Geschichte Österreich (HdGÖ).

Sensibilisierung gegen Antisemitismus Bedauerlicherweise seien viele Jahrzehnte von Verdrängen und Vergessen geprägt gewesen. „Dieser Umgang bedeutete auch Leugnung der schuldhaften Verstrickungen vieler Österreicherinnen und Österreicher in die grauenvollen Verbrechen der 1930er und 40er Jahre“, so Bierlein. Es gebe weder Wiedergutmachung noch eine Entschuldigung für das Geschehene, „man kann 6 Millionen Tote mit nichts entschuldigen“. Es gebe auch keine Entschädigung für verlorene Leben, verlorenen Besitz, verlorene Heimat, für erlittene Qualen und für millionenfache Angst und Erniedrigung. „Das heißt aber nicht, untätig bleiben zu dürfen“, betonte die Kanzlerin mit Verweis auf den Nationalfonds, den Entschädigungsfonds und Zukunftsfonds der Republik Österreich. Damit seien – „spät aber doch“ – ernsthafte Gesten zur symbolhaften Abgeltung der Ansprüche von Opfern und zur Sensibilisierung der Gesellschaft gegen Hass, Verhetzung und Antisemitismus gesetzt worden.

besonders an die ganz jungen Opfer des Holocaust.“ Die Geschichte der Malzgasse mache betroffen: „Das Erinnern muss uns betroffen machen, in einem Sinne, dass jede und jeder weiß: Es geht auch mich etwas an. Es geht jeden von uns etwas an, was im Holocaust passiert ist, völlig unabhängig von Konfession oder Herkunft. Und es liegt in unser aller Verantwortung, Fremdenhass und Antisemitismus, der tragischer Weise auch heute noch existiert, aufs Schärfste zu bekämpfen.“ Auch die Malzgasse 16 stehe beispielhaft für die Verbrechen im November 1938: „Dort befand sich eine Talmud-Thora Schule, später eine Synagoge und das weltweit erste jüdische Museum. Alles fiel den Nationalsozialisten und Reichspogromen zum Opfer. Die Malzgasse war dann Sammellager für die Deportation von österreichischen Jüdinnen und Juden und tragischer Ausgangspunkt für Hass, Vertreibung und Mord“, so Brigitte Bierlein. Als Bundeskanzlerin der Republik Österreich sei es ihr größtes Anliegen, das friedliche Miteinander und das Gemeinsame vor alles andere zu stellen. „Ich danke allen an der Ausstellung Beteiligten und allen Menschen, die ihre Zeit dem Erinnern widmen. Es wird helfen, dass wir auch weiterhin sagen dürfen: Niemals wieder“, so Brigitte Bierlein abschließend.

Orte des Erinnerns und Begreifens schaffen Die Bundeskanzlerin erinnerte daran, dass immer weniger Menschen noch unter uns weilen, die direkte Zeugenschaft über den Holocaust ablegen können: „Wir haben daher umso mehr die Verpflichtung, die wichtige Arbeit der überlebenden Opfer der Shoah weiterzuführen.“ Die Ausstellung „Nicht mehr verschüttet“ leiste einen wichtigen Beitrag zum „Niemals vergessen“, indem sie einen weiteren Ort des Erkennens und Begreifens schafft. „Die Malzgasse 16 ist Teil der österreichischen Identität. Sie steht für das Erinnern,

30

www.diplomacyandcommerce.at

Am 7. November 2019 eröffnete Bundeskanzler Brigitte Bierlein die Ausstellung „Nicht mehr verschüttet“ im Haus der Geschichte Österreich.


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Veranstaltungen

08 Konzert: „Vom Bosporus an die

schöne blaue Donau - Eine musikalische Zeitreise auf osmanischtürkischen Spuren in Österreich“ nov

Am Freitag, dem 8. November, lud der türkische Botschafter, S.E. Ümit Yardim, mit Gattin zum Konzert „Vom Bosporus an die schöne blaue Donau - Eine musikalische Zeitreise auf osmanisch-türkischen Spuren in Österreich“ in die Botschaft der Republik Türkei ein. Um einen Beitrag zu österreichisch-türkischen Kulturbeziehungen zu leisten, wird diese Konzertreihe von ÖTZ (Österreichisch-Türkische Zusammenarbeit) organisiert. Beim ersten Konzert dieser Reihe wurden Spuren musikalischer Wechselwirkungen zwischen der ÖsterreichischUngarischen Monarchie und dem Osmanischen Reich aufgedeckt. In der Konzertreihe werden nicht nur Musikbeispiele österreichischer Komponisten oder Komponistinnen aufgeführt, sondern auch solche von Komponistinnen, deren Werke unterschiedliche Bezüge zu Österreich enthalten. Manche sind den Mitgliedern der Dynastie oder den Botschaftern der damaligen Zeit gewidmet.

Am diesem Abend wurden Werke von Tanbur Mustafa, Wolfgang Amadeus Mozart, Dede Efendi, Eduard Seuffert, Devlet Cosmi, Antoine Jóry über Johann Strauß bis zu Sultan Abdülaziz aufgeführt. Bei dem wunderbaren Konzert haben Deniz Gür (Klavir), Serkan Gürkan (I. Violin), Doga Altınok (II. Violin), Tugce Özyanar (Viola), Anne Ewing (Cello), Cigdem Soyarslan (Sopran) und Gökcen Remes (Klavir) mitgewirkt.

JETZT abonnieren!

nur

40 € pro Jahr!

Nachrichten, Analysen, Interviews und Kommentare zu Ereignissen in Österreich, in der diplomatischen und geschäftlichen Gemeinschaft. Jeden Monat, direkt an Ihren Schreibtisch. Zuverlässige und effiziente Informationsplattform mit vielfältigen nützlichen Informationen zu lokalen, regionalen und ausländischen Investitionsmöglichkeiten, Trends, Gesetzesänderungen und Recherchen.

In Print und online.

ABONNIEREN SIE JETZT FÜR EINE UMFASSENDE BERICHTERSTATTUNG ÜBER DIPLOMATIE, POLITIK, WIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT IN ÖSTERREICH. Rufen Sie uns an oder senden Sie uns eine Anfrage an:

E-Mail: svetlana.nenadovic@diplomacyandcommerce.at Telefon: +43 (0) 699 105 99 608

„Diplomacy&Commerce“ für nur 40 € pro Jahr! 12 Ausgaben + 12 Sonderhefte + 12 Beilagen ...

www.diplomacyandcommerce.at

31


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

15 Einweihung der Malteser Krippe in

der Anwesenheit des Präsidenten der Republik Malta, George Vella, und Wiener Bürgermeister Michael Ludwig nov

Am 15. November lud I.E. Natasha Meli Daudey, Botschafterin von Malta in Österreich und permanente Vertreterin Maltas bei der OSZE, zu einem Empfang im Alten AKH Weihnachtsdorf ein. Es handelte sich um die offizielle Einweihung der Malteser Krippe, die im Weihnachtsdorf im Alten AKH ausgestellt wurde.

Wiener Bürgermeister Michael Ludwig hat als erster eine Rede gehalten und den hohen Besuch aus Malta begrüßt.

32

Die Einweihung der Malteser Krippe fand in der Anwesenheit des Präsidenten der Republik Malta - George Vella, Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig und des Ministers für Justiz, Kultur und lokale Regierung von Malta, sowie zahlreichen österreichischen Beamten und Vertreter des Diplomatischen Korps statt.

Gruppenfoto mit dem Präsidenten der Republik Malta George Vella und Wiener Bürgermeister Michael Ludwig

Die Versammelten hat auch Präsident George Vella begrüßt.

Der Präsident der Republik Malta George Vella und seine Gattin bewundern die Krippe.

Präsident Vella hat die Krippe auch selbst fotografiert.

Präsident George Vella und der Minister für Justiz, Kultur und lokale Regierung von Malta

Viele Menschen kamen ins Alte AKH, um die Krippe zu sehen.

Bürgermeister Michael Ludwig und der Pfarrer der Votivkirche

www.diplomacyandcommerce.at


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

15 Rum- und Zigarrenabend der

nov

Dominikanischen Republik

Am Freitag, dem 15. November, luden I.E. Frau Lourdes VictoriaKruse, Botschafterin der Dominikanischen Republik in Österreich, und Petra Cruz, Europa Direktorin des Tourist Board der Dominikanischen Republik mit dem Sitz in Frankfurt, zum Rum- und Zigarrenabend der Dominikanischen Republik ein. Die Präsentation wurde im 7. Stock des Lokals K47 mit Blick über das nächtliche Wien organsiert. Die

versammelten Gäste wurden zuerst von der Botschafterin Victoria-Kruse und dann von Frau Cruz mit einer Rede begrüßt. Nach dem offiziellen Teil folgte die kulinarische Verköstigung, die mit musikalischen Klängen der weit entfernten karibischen Insel sowie der tanzenden Merengue Truppe, die wunderbare dominikanische Atmosphäre nach Wien gezaubert haben.

I.E. Frau Lourdes Victoria-Kruse, Botschafterin der Dominikanischen Republik in I.E. Lourdes Victoria-Kruse und Petra Cruz mit der Merengue Truppe Österreich – Begrüßungsrede

Petra Cruz, Europa Direktorin des Tourist Board der Dominikanischen Republik mit dem Sitz in Deutschland

Botschafter unter sich: S.E. Nenad Kolev (Nordmazedonien), S.E. Antonio Ribeiro (Portugal), I.E. Lourdes Victoria-Kruse (Dominikanische Republik), I.E. Gloria Navarrete (Chile), S.E. Dr. Arthur Hermann Kroiher (Generalsekretär der UNO Korrespondenten I.E. Dr. Alena Kupchyna, Botschafterin Belarus, und Winkler-Hermaden, Botschafter des Bundesministeriums für Europa, in Wien) mit Begleiterin Andrea, Oberst Ernst Bachner (Leiter des Gastgeberin I.E. Frau Lourdes Victoria-Kruse, Botschafterin der Integration und Äußeres und I.E. Dr. Alena Kupchyna (Belarus) Militärischen Protokolls) mit Gattin Dominikanischen Republik

S.E. Antonio Ribeiro, Botschafter Portugals, und I.E. Frau Lourdes Victoria-Kruse, Botschafterin der Dominikanischen Republik

Sie hat gezeigt wie man den Merengue tanzt - I.E. Gloria Navarrete, Botschafterin von Chile

33


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

18 Königstag Belgiens wurde in der

Residenz des Botschafters D'hoop in Wien gefeiert nov

Anlässlich des Königstages luden die Botschaft von Belgien in Wien, die Ständige Vertretung bei den Internationalen Organisationen und Ständige Vertretung bei der OSZE, S.E. Botschafter D‘hoop und seine Frau Ghislain D‘hoop, sowie S.E. Botschafter Paul Huynen mit Frau, und ihren Teams ein. Der Empfang zum Königstag fand am 18. November in der Residenz des Botschafters statt, und viele folg-

König Philippe, Staatsoberhaupt des Königsreichs Belgien

ten der Einladung von Botschafter D‘hoop. Dem Empfang wohnten zahlreiche Diplomaten, Vertreter internationaler Organisationen und österreichische Beamte bei. Die Residenz war in den Farben der belgischen Fahne geschmückt und alles war mit Gelb-Rot-Schwarz verziert. Auf dem Empfang wurden belgische Spezialitäten sowie die berühmten belgischen Biere serviert.

Zahlreiche Gäste sind der Einladung gefolgt.

S.E. Ghislain D‘hoop, Botschafter Belgiens in Österreich mit Gattin

S.E. Paul Huynen, Botschafter mit Gattin

I.E. Frau Lourdes Victoria-Kruse, Botschafterin der Dominikanischen Republik, und der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Pedro Lopez Quintana

Botschafter unter sich: S.E. Prakash Kumar Suvedi (Nepal), S.E. Antonio De Almeida Ribeiro (Portugal), S.E. Miguel Camilo Ruiz Blanco (Kolumbien), Apostolischer Nuntius, Erzbischof Dr. Pedro Lopez Quintana, und S.E Yousuf Ahmed Hamed Al Jabri (Oman)

Botschafter unter sich: S.E. Nebojsa Rodic (Serbien), S.E. Botschafter Ganeson Sivagurunathan (Malaysia), I.E. Morakot Sriswasdi (Thailand), I.E. Vesna Cvjetkovic (Kroatien) und S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

34

www.diplomacyandcommerce.at

S.E Yousuf Ahmed Hamed Al Jabri, Botschafter des Oman, , I.E. Leena Nayef Shaher Al Hadid, Botschafterin des Haschemitischen Königreichs Jordanien, und I.E. Frau Lourdes Victoria-Kruse, Botschafterin der Dominikanischen Republik

Botschafter unter sich: S.E. Prakash Kumar Suvedi (Nepal), S.E. Salah Abdel-Shafi (Palästina), S.E. Leigh Turner (Großbritannien), S.E. Ibrahim Assaf ( Libanon) und S.E. Haytham Abdulmomen Shoja´aadin (Jemen)


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

18 Der Jahresempfang des

Landesverteidigungausschusses für Diplomaten und Militär nov

Am Montag, dem 18. November, lud NAbg. Dr. Reinhard Eugen Bösch, Obmann des Landesverteidigungausschusses, die Mitglieder des Diplomatischen Korps, Militärangehörige, Abgeordnete zum Nationalrat sowie alle Freunde des österreichischen Bundesheeres zum traditionellen Jahresempfang. Gleichzeitig lud Obmann Bösch zur Geburtstagsfeier von Cav. Marco Mercuri, aus dem Büro des Landesverteidigungausschusses, ein.

Aufgrund der Umbauarbeiten im Parlamentsgebäude fand der Jahresempfang für Diplomaten und Militär in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums statt. Zur Eröffnung hielten NAbg. Dr. Reinhard Eugen Bösch, Obmann des Landesverteidigungausschusses, und Norbert Hofer, FPÖ Obmann und 3. Nationalratspräsident, Begrüßungsreden, dann folgte ein angenehmer Empfang unter Freunden. .

Heeresgeschichtliches Museum

Ing. Wolfgang Meixner, Honorarkonsul von Kap Verde, und Cav. Marco Mercuri

Der Jahresempfang fand in der imposanten Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums statt.

Cav. Marco Mercuri hat den ganzen Abend Glückwünsche entgegengenommen.

Hans-Jürgen Kumpf mit Gattin

Erzherzogin Camilla Habsburg-Lothringen, Marco Di Ruzza Gesandter Italiens, und Christina Marrone aus der italienischen Botschaft in Wien

Oberst Ernst Bachner, Leiter des Militärischen Protokolls, mit Gattin Viele folgten der Einladung von Obmann Bösch.

35


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

20 49. Nationalfeiertag

nov

des Sultanats von Oman

Anlässlich des 49. Nationalfeiertags des Sultanats Oman lud S.E. Yousuf Ahmed Al Jabri, Botschafter und Ständiger Vertreter Omans bei den Internationalen Organisationen in Wien, zum Empfang ein. Der Einladung folgten viele Gäste, und in großer Zahl erschienen Mitglieder vom Diplomatischen Korps und internationalen Organisationen in Wien sowie Vertreter der österreichischen Regierung im

Nobel Hotel „Grand“, wo die Feier stattfand. Am Anfang des Empfangs wurden die Hymnen vom Oman und Österreich gespielt, dann hielt Botschafter Al Jabri die Begrüßungsrede und am Ende wurde die Torte mit der Fahne des Sultanats Oman von S.E. Botschafter Yousuf Ahmed Al Jabri und S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres angeschnitten.

Der Einladung folgten viele und erschienen in großer Zahl.

S.E. Yousuf Ahmed Al Jabri, Botschafter des Sultanats vom Oman, und ein Teil seines Teams beim Empfang der Gäste

S.E. Yousuf Ahmed Al Jabri, Botschafter des Omans, und S.E. Mag. Enno Drofenik, Chef des Protokolls beim Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres beim Anschneiden der Torte

S.E. Sultan Salmeen Almansouri, Botschafter von Katar, I.E. Heidi A. Hulan, Botschafterin von Kanada, und S.E. Shin Chae-hyun, Botschafter der Republik Korea

S.E. Ibrahim Assaf - Botschafter vom Libanon, S.E. Bassam Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Dr. Pedro Lopez Sabbagh - Botschafter von Syrien, und S.E. Bakar Fattah Hussen Quintana, und S.E. Jose Antonio Marcondes de Carvalho, - Botschafter des Irak Botschafter von Brasilien

S.E. Prakash Kumar Suvedil, Botschafter von Nepal, und Frau Komolwan Sriposil,  Beraterin der thailändischen Botschaft

36

www.diplomacyandcommerce.at

S.E. Roland Bimo, Botschafter von Albanien, und S.E. Nenad Kolev, Botschafter von Nordmazedonien


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

20 „30 Jahre Freiheit“ – Tag der

nov

ungarischen Kulturgüter

S.E. Dr. Andor Nagy, Botschafter von Ungarn in der Republik Österreich, und S.E. Karoly Dan, Botschafter und Ständiger Vertreter Ungarns bei der OSZE, den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen in Wien, luden zur Veranstaltung „30 Jahre Freiheit“ – Tag der ungarischen Kulturgüter ein. Die Veranstaltung fand am Mittwoch, dem 20. November, in der Botschaft von Ungarn statt und beinhaltete eine Volktanzaufführung, eine Modeschau, Vorstellung

von Kunsthandwerk, Volkskunst, einer Ausstellung über ungarische wissenschaftliche Erfindungen und Verkostung von ungarischen Spezialitäten. Der Einladung von Botschafter Nagy folgten viele seiner Kollegen sowie zahlreiche angesehene Gäste aus Österreich und der ungarischen Gemeinschaft. Die Begrüßungsreden hielten Botschafter Nagy und Herr Zolt V. Nemeth, Ministerbeauftragter aus Ungarn.

Begrüßungsrede Botschafter Nagy

S.E. Dr. Andor Nagy, Botschafter von Ungarn, und Herr Zolt V. Nemeth, Ministerbeauftragter aus Ungarn

Botschafter Dr. Andor Nagy mit seinen Diplomaten-Kollegen: I.E. Khojesta Fana Ebrahimkhel, Botschafterin Afganistan, I.E. Frau Lourdes Victoria-Kruse, Botschafterin der Dominikanischen Republik, S.E. Bakar Fattah Hussen, Botschafter des Irak, S.E Nenad Kolev, Botschafter Nord-Mazedonien und I.E. Battungalag Gankhuurai, Botschafterin Mongolei

Botschafter Dr. Andor Nagy mit seiner Assistentin, die in einem Die beliebte Süßspeise „Baumkuchen“ kommt ursprünglich aus Ungarn. wunderbaren Kleid mit ungarischen Motiven erschien.

37


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

20 „Bonfire Night“ wurde in der

Residenz des britischen Botschafter Leigh Turner gefeiert nov

S.E. Leigh Turner, Botschafter von Großbritannien, und das politische Team der britischen Botschaft in Wien luden am 20. November zum Empfang „Bonfire Night“ in die Residenz des britischen Botschafters Leigh Turner ein. Die Bonfire Night ist auch als Fireworks‘ Night oder Guy Fawkes Night bekannt. Diese britische Tradition geht auf die Pulververschwörung (Gunpowder Plot) von 1605 zurück, als der katholische Verschwörer Guy Fawkes versuchte, die Houses of Parliament und den König James I. in die Luft zu sprengen. Heute wird die Bonfire Night im Vereinigten Königreich jedes

Jahr mit zahlreichen Feuerwerken gefeiert, und dank des Botschafters Leigh Turner, auch in Wien. Zu Beginn des Abends fand die Party im Garten der Residenz von Botschafter Turner statt, wo er auch die Begrüßungsrede hielt, bei der er alle zum Lachen brachte, mit der Erklärung, was man alles für eine „Bonfire Night“ braucht und wieso das Feuerwerk doch nicht stattfinden könne. Bei dem Empfang im Garten wurde Glühwein serviert sowie warme Kastanien, und die Gesellschaft übersiedelte später in die Wärme der Botschafts-Residenz, wo der Empfang fortgesetzt wurde.

Wie in London… es hat stark geregnet und das Hauptaccesoire war der Regenschirm

Zauberwort bei Kälte – Glühwein

S.E. Leigh Turner, Botschafter des Königreiches Großbritannien und Nordirland, bei der Begrüßungsrede

Glühwein zum Erwärmen: Nerys Jones, Gesandte des Königreiches Großbritannien und Nordirland, mit Gästen

Botschafter Großbritanniens, S.E. Leigh Turner, und I.E. Jolanta Roza Kozlowska, Botschafterin von Polen

Warme Kastanien- der richtige Snack im Winter

Marco Mercuri, (Büro des Obmann des Landesverteidigungsausschusses) und Herr Liu Chang, Gesandter der Volksrepublik China

Dr. Ernst Huber (WKO), Nerys Jones, Gesandte des Königreiches Großbritannien, und S.E. Dr. Arthur Lukas Wiesböck (Botschaft Großbritannien) mit den Kollegen aus der Botschaft der Vereinigten Winkler-Hermaden, Botschafter des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres Staaten von Amerika

Die Party ging später in der Wärme der Residenz weiter.

38

www.diplomacyandcommerce.at


Veranstaltungen

21 Präsentation und Verkostung von

Olivenölen in der italienischen Botschaft in Wien nov

In den Prunkräumen des Palais Metternich, Sitz der italienischen Botschaft in Wien, fand am Donnerstag, dem 21. November, die Präsentation und Verkostung von ausgewählten Extra-Vergine- und DOP-Olivenölen statt. Die Veranstaltung begann mit der Begrüßungsrede des italienischen Botschafters, S.E. Sergio Barbanti, dann folgte die interessante Präsen-

S.E. Sergio Barbanti, Botschafter von Italien – Begrüßungsrede

tation des bekannten italienischen Olivenöl-Experten Marcello Scoccia – Vizepräsident, Direktor, Panel-Leader und Leiter der ONAOO-Schule (Italienischer Verband der OlivenölVerkoster), der die Anwesenden durch die Verkostung führte. Die Gäste haben diesen außergewöhnlichen kulinarischen Ausflug nach Italien wirklich genossen und so vieles über Olivenöl erfahren.

Präsentation und Verkostung von Olivenölen

Marcello Scoccia, Olivenöl-Experte, S.E. Sergio Barbanti, Botschafter von Italien, und Herr Marco Di Ruzza, Gesandter Italiens

Die Präsentation und Verkostung fand in der wunderbaren Kulisse des Palais Metternich statt.

Venedig im Herzen – Botschafter Barbanti machte auf Aktion „Hochwasser-Hilfe Venedig“ aufmerksam.

39


Veranstaltungen

International Festival Charity Bazar Gemeinsam handeln, um Kindern zu helfen Am Samstag, dem 23. November, fand der diesjährige International Festival Charity Bazar im Austria Center Vienna statt. Der Charity Bazar wird traditionell von der United Nation Woman´s Guild (UNGW) organisiert, deren Motto „Gemeinsam handeln, um Kindern zu helfen“ ist. Diese Frauengilde der Vereinten Nationen in Wien wurde im Jahr 1967 gegründet, und seit 27 Jahren organisieren diese engagierten Frauen des UNWG mit vereinten Kräften den  International Festival Charity Bazar. Es handelt sich um einen Weihnachts-Bazar der Extra-Klasse, der international, bunt und viel Liebe für Kinder zeigt, und am wichtigsten ist die Idee

dahinter - die Einnahmen aus dem Bazar werden im darauffolgenden Jahr für Kinderhilfsprojekte auf der ganzen Welt gespendet. Der International Festival Charity Bazar hat heuer wieder unter dem Dach des Austria Center Vienna stattgefunden und zahlreiche Stände verschiedener Nationalitäten (Kunsthandwerk), Restaurant-Stände, UNWG-Stände und Stände von österreichischen Hilfsorganisationen (NGOs) beherbergt. Mehr als 80 Länder waren vertreten und haben Geschenkartikel und landestypische Speisen und Getränke den Besuchern angeboten – die Einnahmen aus dem Verkauf werden ausschließlich für Projekte für Kinder in Not verwendet.

S.E. Miguel Camilo Ruiz Blanco, Botschafter von Kolumbien mit Gattin I.E. Morakot Sriswasdi, Botschafterin von Thailand

S.E. Salah Abdel-Shafi, Botschafter von Palästina

I.E. Leena Nayef Shaher Al Hadid, Botschafterin des Haschemitischen Königreichs Jordanien

40

www.diplomacyandcommerce.at

I.E. Vivian Okeke, Botschafterin von Nigeria

S.E. Kemal Kozaric, Botschafter von Bosnien und Herzegowina

I.E. Saroja Sirisena, Botschafterin von Sri Lanka

S.E. Armen Papikyan, Botschafter von Armenien


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

S.E. Prakash Kumar Suvedil, Botschafter von Nepal

S.E. Miguel Camilo Ruiz Blanco (Kolumbien) und S.E. Prinz Abdullah Bin Khaled Bin Sultan Al Saud, Botschafter vom Königreich Saudi Arabien

Frau Youssef, Gattin des Botschafters von Ägypten

S.E. Bassam Sabbagh, Botschafter von Syrien

S.E. Bakar Fattah Hussen, Botschafter des Irak mit Gattin, S.E. Salah Abdel-Shafi, Botschafter von Palästina, und S.E. Prakash Kumar Suvedil, Botschafter von Nepal

Frau Belkasmi, Gattin des Botschafters von Marokko

Frau Sivagurunathan, Gattin des Botschafters von Malaysia

41


Veranstaltungen

42

www.diplomacyandcommerce.at


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

43


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

26 Nationalfeiertag der Republik

Albanien von der Meldung über das Erdbeben in Albanien überschattet nov

Anlässlich des Nationalfeiertages luden der Botschafter von Albanien, S.E. Roland Bimo, mit Gattin sowie S.E. Igli Hasani, Ständiger Vertreter Albaniens bei der OSZE und anderen internationalen Organisationen in Wien, und Herr Florian Pema, Militär-Berater, zum Empfang ein. Der Empfang fand in den Wiener Börsensälen am Dienstag, dem 26. November, statt und war von den Meldungen über das Erdbeben in Albanien überschattet. Die Feierlichkeiten unter der Anwe-

senheit von S.E. Gent Cakaj, Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten Albaniens, fielen aus diesem Grund aus.  Es handelt sich um das schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten in Albanien und nach ersten Meldungen gibt es circa 600 Verletzte und Dutzende Tote. Viele Anwesende haben S.E. Botschafter Roland Bimo ihr Mitgefühl ausgesprochen und die Sorge um das albanische Volk zum Ausdruck gebracht. 

S.E. Nenad Kolev (Nord-Mazedonien), I.E. Jolanta Roza Kozlowska (Polen) und S.E. Roland Bimo, Botschafter von Albanien

S.E. Roland Bimo, Botschafter von Albanien mit Gattin, S.E. Igli Hasani, Ständiger Vertreter Albaniens bei der OSZE und anderen internationalen Organisationen in Wien, und Herr Florian Pema, Militär-Berater

Marco Mercuri, (Büro des Obmann des Landesverteidigungsausschusses) und Prof. Dr. Josef Höchtl

44

www.diplomacyandcommerce.at

Oberst Ernst Bachner, Leiter des Militärischen Protokolls

S.E. Nebojsa Rodic (Serbien) und I.E. Saroja Sirisena (Sri Lanka)


Veranstaltungen

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

27 Tag der

Streitkräfte von Bosnien und Herzegowina nov

Am Mittwoch, dem 27. November, luden anlässlich des Tages der Streitkräfte von Bosnien und Hezegovina, der Außerordentliche Botschafter und Bevollmächtigte von Bosnien und Herzegowina, S.E. Dr. Kemal Kozaric, sowie der Ständige Vertreter von Bosnien und Herzegowina bei der OSCE, UN und anderen internationalen Organisationen in Wien, S.E. Sinisa Bencun, und der Militärberater der Ständigen Vertretung von Bosnien und Herzegowina bei der OSZE, UN und anderen internationalen Organisationen in Wien sowie Militärattaché von Bosnien und Herzegowina in der Republik Österreich, Dusko Matic, zum Empfang ein. Zuerst hat der Botschafter Kozaric die versammelten Gäste begrüßt, gefolgt von der Begrüßungsrede S.E. Sinisa Bencun, Ständiger Vertreter von Bosnien und Herzegowina bei der OSCE, UN und anderen internationalen Organisationen in Wien. Der Empfang fand in der Rooftop Bar Juwel im 15. Stockwerk, mit Blick auf das nächtliche Wien, statt. Die Gäste haben die Aussicht, die Musikeinlage der Akkordeon Spielerin Anela Cindrak und die kulinarischen Spezialitäten aus Bosnien in gemütlicher Atmosphäre genossen.

Botschafter S.E. Dr. Kemal Kozaric, Militärattaché Dusko Matic und S.E. Sinisa Bencun, Botschafter von Bosnien und Herzegowina

S.E. Dr. Kemal Kozaric mit seinem Team

Davorka Samardzija, Generalkonsulin von Bosnien und Herzegowina, und Selma Uzicanin, Botschaftsrätin

Wunderbarer Blick auf das nächtliche Wien

Akkordeon Spielerin Anela Cindrak

Diplomaten aus der Balkan-Region: S.E. Nenad Kolev, Botschafter von Nordmazedonien, I.E. Dr. Vesna Cvjetkovic, Botschafterin von Kroatien, Gastgeber S.E. Dr. Kemal Kozaric, Botschafter von Bosnien Oberst Ernst Bachner mit den Vertretern der österreichischen Streitkräfte und Herzegowina, und S.E. Nebojsa Rodic, Botschafter von Serbien

45


Veranstaltungen

26 PaN - Dachverband aller

Österreichisch-Ausländischen Gesellschaften feierte sein 60. Jubiläum im Wiener Rathaus nov

Der Bürgermeister der Bundeshauptstadt Wien, Dr. Michael Ludwig, und der Vorstand des Dachverbandes aller ÖsterreichischAusländischen Gesellschaften – PaN luden anlässlich von „60 Jahre PaN“ am Dienstag, dem 26. November, zu einem Festakt in den Festsaal des Wiener Rathauses ein. So ein respektables Jubiläum wurde standesmäßig gefeiert. Zuerst versammelten sich die Gäste im Festsaal des Wiener Rathauses bei einem Sektempfang mit musikalischer

Untermalung von der Gardemusik des Österreichischen Bundesheeres. Zahlreiche Gäste, die sich an diesem Tag im Festsaal des Rathauses versammelt hatten, wurden zuerst vom Bürgermeister Dr. Michael Ludwig und dann von Univ.-Prof. Dr. Hermann Mückler, Präsident von PaN, begrüßt. Nach den bewegenden Reden und den Rückblick auf die geleistete Arbeit, Bedeutung und Wichtigkeit des PaN - „Dachverband aller ÖsterreichischAusländischen Gesellschaften“ in den letzten 60 Jahren seines Bestehens,

Gardemusik des Österreichischen Bundesheeres

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig

Univ.-Prof. Dr. Hermann Mückler, Präsident von PaN

Afrikanische Tanzgrupe aus Uganda

46

www.diplomacyandcommerce.at


Text: Svetlana Nenadovic Glusac

PaN-Generalsekretär Senator h.c. Walter J. Gerbautz , Dr. Magnus Brunner, Mitglied des Bundesrates, Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Univ.-Prof. Dr. Hermann Mückler, Präsident von PaN, PaN Vize-President Dr. Oskar Wawra und Polizeivizepräsident Dr. Michael Lepuschitz

Shaolin Mönche

Mezzosopranistin Solmaaz Adeli

Talentierte junge Musiker der „Prima la musica“

Ensemble Córdoba

Erzherzogin Camilla Habsburg-Lothringen und I.E. Vivian Okeke, Botschafterin Nigeria

Radha Anjali und die Tanzgruppe Natya Mandir Dance Company

Herr Liu Chang, Gesandter der Volksrepublik China, mit Shaolin Mönchen

Der Bürgermeister von Wien, Dr. Michael Ludwig, und der Vorstand des Dachverbandes aller Österreichisch-Ausländischen Gesellschaften – PaN

folgte das Kulturprogramm der Extraklasse. Wie der Name des Dachverbands aller Österreichisch-Ausländischen Gesellschaften – Partner aller Nationen schon sagt, so war auch das Programm international und wunderbar bunt. Das Kulturprogramm hat mit einer Tanzeinlage der afrikanischen Tanzgruppe aus Uganda angefangen, gefolgt von klassischem indischen Tanz, der von Radha Anjali und ihrer Tanzgruppe Natya Mandir Dance Company aufgeführt wurde. Dann folgte der Auftritt der amerikanischen Mezzosopranistin Sokmaz Adeli, die mit ihrer Stimme die Räumlichkeiten des Festsaals im  Wiener Rathaus ausfüllte. Shaolin Mönche aus China begeisterten mit ihrer Kampf-Darbietung, so wie die talentierten jungen Musiker des „Prima la musica“ – Streicher-Kammerensemble aus Wien ernteten den meisten Applaus. Am Ende des Kulturprogramms trat das Ensemble Córdoba auf, die alle Anwesenden mit   Süd- und Lateinamerikanischen Rhythmen verzauberten. Durch den Abend führte Doris Wagner mit wunderbarer Moderation. Nach dem offiziellen Teil folgte ein Empfang zum gemütlichen Ausklang dieser wunderbaren Veranstaltung.

47


Historische Hotels

Synonym für Eleganz und Luxus: Eingang zum St. Regis auf der 55th Street

115 Jahre Hotel St. Regis – New York Jagger, Hitchcock und Dali - 200 Meter von der Kirchentür entfernt

Einem der Schiffsoffiziere gab er eine Notiz für seine Frau Florette, die in New York, im St. Regis Hotel auf ihn wartete: „Wenn mir etwas passieren sollte, möchte ich, dass du weißt, dass ich alles in meiner Macht stehende getan habe, um meine Ehre nicht zu beflecken!“ Benjamins Geliebte, die französische Sängerin Leontine Aubart, die mit ihm auf der Titanic war, stieg unter seiner Aufsicht in das Rettungsboot Nr. 9 und überlebte. Der Mann, der vor acht Jahren das St. Regis gebaut hatte, ging auch in dieser Aprilnacht von 1912 zusammen mit der Titanic auf den Grund des Atlantiks. John Jacob Astor IV., einer der reichsten Männer seiner Zeit, begann 1901 mit dem Bau eines Luxushotels an der Ecke 48

Der Mann, der das St. Regis gebaut hatte, ging auch in dieser Aprilnacht von 1912 zusammen mit der Titanic auf den Grund des Atlantiks - John Jacob Astor IV., einer der reichsten Männer seiner Zeit der 5th Avenue und der 55th Street. Als Mitinhaber des damals renommiertesten Waldorf Astoria Hotels wollte J. J. Astor ein noch luxuriöseres und moderneres Hotel eröffnen. Sein Urgroßvater hatte schon 1836 in Lower Manhattan das erste New Yorker Luxushotel - das Astor House errichtet. Von seiner Nichte dazu überredet, gab J. J. Astor dem neuen Hotel den Namen „St. Regis“ nach dem See im Bundesstaat New York. Und der See wurde nach einem französischen Missionar aus dem 17. Jahrhundert benannt,

www.diplomacyandcommerce.at

J.J. Astor - sank mit der Titanic acht Jahre nach der Eröffnung vom St. Regis Hotel

der als Schutzpatron der Reisenden bekannt war. Der Bau vom St. Regis war von Anfang an umstritten, da sich in unmittelbarer Nachbarschaft Villen der Familie Vanderbilt und anderer wohlhabender New Yorker befanden, die nicht wollten, vom 18-stöckigen Hotel beschattet zu werden... Bald wurde der Bau eingestellt, da das Hotel eine nicht feuerfeste Holztreppe hatte, die aufgrund damaliger häufiger Brände zu den umstrittensten Themen in New York gehörte. Nach einem Jahr wurde der Weiterbau wieder erlaubt und als das Hotel vor der Eröffnung war, versuchten die Nachbarn den Bau ein letztes Mal zu vereiteln. Nach den Gesetzen der Zeit musste ein Hotel oder ein Restaurant, um eine Alkohol-Lizenz zu erhalten, mindestens 200 Meter


Text: Robert Coban

Foto: The St. Regis New York

Foto: The St. Regis New York

St. Regis 1905

von einer Kirche entfernt sein. Das Hotel befand sich (auch heute noch) direkt gegenüber der Presbyterianischen Kirche in der 5th Avenue. So beschloss Astor, den Eingang des Hotels von der 5th Avenue in die seitliche 55th Street zu verlegen und so überwand er auch dieses Problem.

Von seiner Nichte dazu überredet, gab J. J. Astor dem neuen Hotel den Namen „St. Regis“, nach dem See im Bundesstaat New York. Und der See wurde nach einem französischen Missionar aus dem 17. Jahrhundert benannt, der als Schutzpatron der Reisenden bekannt war.

Die Nachricht über seinen Tod auf der Titanic traf seine Witwe im St. Regis Hotel: Benjamin Guggenheim

Japanischer Prinz – der erste prominente Gast

Das Hotel wurde am 4. November 1904 offiziell eröffnet. Die Versuche, dass das St. Regis geschlossen wird, setzten sich jedoch fort. Zu dieser Zeit war laut Gesetz die Zustimmung von mindestens zwei Dritteln der benachbarten Gebäudeeigner

Foto: The St. Regis New York

49


Historische Hotels

Ein Zimmer im St. Regis Hotel in New York

Foto: The St. Regis New York

erforderlich, damit die Abgabe von Alkohol genehmigt wurde. William Rockefeller kaufte ein benachbartes Grundstück, nur um es dem St. Regis zu vereiteln, diese zwei Drittel zu haben. Dann kaufte Astor ein anderes Nachbarhaus und schaffte es so, seine Lizenz zu behalten. Der Ruf des Hotels stieg stark, als der japanische Prinz Fushimi Sadanaru im Dezember 1904 hier übernachtete, wozu Corinne Robinson, Neffe des damaligen Präsidenten Theodore Roosevelt, einen Festball organisierte. Das St. Regis ging in die Geschichte ein.  Acht Jahre später kommt der Hotelbesitzer J. J. Astor auf der Titanic um, und ein Großteil seines Vermögens wird von seinem Sohn aus der ersten Ehe, Vincent Astor, geerbt. An Bord mit Astor war übrigens auch seine 18 Jahre jüngere zweite Frau Madeleine, die zu dieser Zeit schwanger war. Ihr Sohn, J. J. Astor VI., wurde einige Monate nach dem Tod seines Vaters geboren und erhielt den Spitznamen „Titanic Baby“. Die Einführung der Prohibition nach dem Ersten Weltkrieg hat das Hotelgeschäft des jungen Vincent schwer getroffen. Das zweite Hotel seines Vaters -  das Knickerbocker - wurde deshalb 1920 in ein Bürogebäude umgewandelt. Im Jahr 1927 wurde das St. Regis von der Durham Realty Corporation gekauft. Im Jahr 1934, während der Großen Depression, schaffte es Vincent Astor, das Hotel für 300.000 Dollar zurückzugewinnen. Nach seinem Tod ging die Lizenz zum Führen des Hotels von einer Hand zur anderen, und man schaffte es 1964 um Haaresbreite das Gebäude vor dem Abriss zu

vierungsarbeiten im Wert von 100 Millionen US-Dollar machten es zu einem der luxuriösesten Hotels der Welt. Starwood Hotels kaufte die Sheraton-Kette und beschloss 1998, eine weltweite Ultra-LuxusHotelkette mit dem Namen „St. Regis Hotels & Resorts“ zu gründen. Im Jahr 2006 wurden die 8., 9., 10. und 11. Etagen in St. Regis Residences verwandelt, während der Rest des Gebäudes weiterhin als Hotel fungierte. Im Jahr 2013 fand eine weitere umfassende Renovierung im Wert von 90 Mio. USD statt, bei der alle Räume und öffentlichen Bereiche neu gestaltet und ein weiteres Restaurant und ein Fitnesscenter gebaut wurden. Im Mai 2016 wurde bekannt gegeben, dass der Qatar Investment Fund 1 Milliarde US-Dollar für das St. Regis Hotel in New York und San Francisco angeboten hatte. Am Ende wurde allein das Hotel in San Francisco für 175 Millionen US-Dollar verkauft.

50

Salvador Dali mit seinem Haustier – einem Opossum

Berühmte Gäste? Es ist schwer, sie alle aufzulisten. Salvador Dali wohnte von 1966 bis 1973 jeden Winter mit seiner Frau Gala und seinem Haustier - einem Opossum im Hotel. Die Bettwäsche vom St. Regis wurde von Marlene Dietrich, Jacqueline Kennedy, John Lennon, Alfred Hitchcock zerknittert. Hier wurde auch eine verrückte Party anlässlich des 30. Geburtstages von Mike Jagger organisiert. bewahren - um an seiner Stelle einen Business-Wolkenkratzer zu errichten. 1965 wurde das St. Regis als kulturelles und historisches Gut unter den Schutz des Gesetzes gestellt und für immer auf die New Yorker Landkarte gedruckt.

www.diplomacyandcommerce.at

Im folgenden Jahr wurde es von der Sheraton-Kette gekauft und in „St. Regis Sheraton“ umbenannt. Das Hotel wurde 1988 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und 1991 unter dem alten Namen - „St. Regis“ - eröffnet. Die Reno-

Dali, Gala und das Haustier – ein Opossum

Berühmte Gäste? Es ist schwer, sie alle aufzulisten. Salvador Dali wohnte von 1966 bis 1973 jeden Winter mit seiner Frau Gala und seinem Haustier - einem Opossum im Hotel. Die Bettwäsche von St. Regis wurde von Marlene Dietrich, Jacqueline Kennedy, John Lennon, Alfred Hitchcock zerknittert. Hier wurde auch eine verrückte Party anlässlich des 30. Geburtstages von Mike Jagger organisiert. Die berühmte King Cole Hotelbar, die in vielen Filmen zu sehen ist, ist für das Old King Cole Wandgemälde berühmt geworden, das


Text: Robert Coban

Die legendäre The King Cole Bar

Maxfield Parrish ursprünglich für Astors zweites, das Knickerbocker Hotel, gemalt hat, das wegen der Prohibition geschlossen wurde. Im Jahr 1932 wurde das Wandgemälde an das St. Regis übergeben und wurde zum zentralen Motiv der 1948 eröffneten King Cole Bar, die seitdem das Markenzeichen des Hotels ist. Nach der Prohibition von 1934 erfand Barmann Fernand Petiot hier den Bloody Mary-Cocktail, der unter dem politisch korrekten Namen „Red Snapper“ zum Markenzeichen der King Cole Bar wurde. Im Film „Leben und sterben lassen“ trifft sich James Bond mit Felix Lightner in dieser Bar; die Auszubildende Andy kommt zur King Cole Bar, um das unveröffentlichte Manuskript des neuen „Harry Potter“ im Film „Der Teufel trägt Prada“ abzuholen... Als ich in der klimatisierten Bar saß und Billy Holidays Stimme zuhörte, an

Nach der Prohibition von 1934 erfand Barmann Fernand Petiot hier den Bloody Mary-Cocktail, der unter dem politisch korrekten Namen „Red Snapper“ zum Markenzeichen der King Cole Bar wurde.

Foto: The St. Regis New York

meinem Red Snapper nippte und auf die grotesken Gestalten auf Parrishs Wandgemäldes starrte, hatte ich den Eindruck, als ob ich hier den ganzen Tag verbringen könnte. Während meines Aufenthalts im St. Regis habe ich an meinem New Yorker Ritual festgehalten - einem 45-minütigen Lauf im Central Park vor dem Frühstück. Es folgte eine Dusche, dann ein amerikanisches Frühstück, obwohl für 125 US-Dollar hätte ich auch ein 7-Eier-Titanic-Omelett mit ganzem Hummer aus Maine bestellen können. Ein 24-Stunden-Butlerservice, ein Bett, in dem Sie einschlafen, sobald Sie die Augen schließen, freundliches Personal auf Schritt und Tritt – sind einige der Dinge, die das St. Regis neben seiner beeindruckenden Geschichte immer noch zu einem der besten Hotels der Welt machen.

Das Appartement im St. Regis, mit Blick auf den Central Park

51


Reisebericht

Montmartre

Regnerischer Nachmittag auf dem Montmartre Das Ende der Suche nach der „Goldenen Epoche“

Welche Epoche war die beste und die interessanteste?“ Das Dilemma, das die Helden von Woody Allens Film „Midnight in Paris“ plagt und sie dazu bewegt, vom zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts in die „wilden Zwanziger“ zu ziehen, zur Zeit, in der Scott und Zelda Fitzgerald, Picasso, Dalí und viele andere in Paris lebten. Danach gehen sie weiter – zur „belle epoque“, zum Ende des 19. Jahrhunderts, alles auf der Suche nach der „Goldenen Epoche“. Als wir auf den sozialen Netzwerken das Foto hochgeladen haben, auf dem wir in der gleichen Pose wie Hitler mit zwei Mitarbeitern auf dem Trocadéro, mit dem Eiffelturm im Hintergrund, stehen, mit dem Kommentar „Die einen gewannen Paris mit Panzern, die anderen mit Lächeln!“ – begannen die Kommentare, zu fließen. Einer von ihnen zitierte Winston Churchill, der „schockiert“ war, dass die Franzosen im Juni 1940 Paris ohne Widerstand in die Hände Hitlers übergaben. Hätten sie es verteidigt, so wie die Russen es mit Stalingrad taten, wäre es sehr wahrscheinlich, dass 52

viele der Sehenswürdigkeiten, die heute über 100 Millionen Touristen jährlich anziehen, nicht heil geblieben wären. Andererseits steht auch das Argument, dass derselbe Hitler Berlin „Straße um Straße“ verteidigt hat, sodass die deutsche Hauptstadt am Ende des Krieges fast völlig zerstört blieb, danach aufgeteilt und 20 Jahre später sogar „abgemauert“ wurde. Trotzdem erhielt das Berlin des 21. Jahrhunderts seinen kosmopolitischen Geist der „wilden Zwanziger“ und bleibt auch heute ein Mekka des Tourismus in Europa. Touristen. Das sind die „Lebewesen“, die ihren Reiseführern nachlaufen, Souveniere kaufen, in teuren und schlechten Restaurants essen, sich komisch kleiden und in langen Schlangen vor Museen und Kirchen warten. Wenn es einen Ort auf der Erde gibt, der von Touristen überschwemmt ist, dann ist es sicherlich das Künstlerviertel von Paris – der Montmartre, mit seiner dominanten Lage, von der man die Stadt wie auf der Handfläche sehen kann. Der Montmartre, einst der Brennpunkt berühmter Maler, ist heute voll von Gemäldeverkäufern „in China hergestellt“ und

www.diplomacyandcommerce.at

„Malern“, die nur mit ihrem Kleidungsstil an Toulous-Lautrec oder Dalí erinnern und den Mengen an Touristen ihre „Dienste“ für ein Paar Euro anbieten. Ein regnerischer Nachmittag am Montmartre begann mit einer buchstäblichen Drängelei von der Basilika Sacré-Cœur de Montmartre bis hin zum Place du Tertre. Dort traf ich auf meinen pariser Freund Micky, einem Neuankömmling in Paris, der die Sprache der Umgebung fließend spricht, mit den lokalen Journalisten, Schriftstellern und Intellektuellen befreundet ist, die besten Weine trinkt, das französische Essen isst und nicht an „diasporischen Krankheiten“ leidet. Mit ihm war Francois, ein nur scheinbar steifer englischer Gentleman, der die meiste Zeit im Jahr in Paris verbringt. Ich fand sie in einer von diesen „Sartre-Kneipen“ vor, in die man sich setzen und die Stadt vor einem vorbeilaufen lassen sollte. Wir schafften es nicht, den Wein rechtzeitig auszutrinken, weil uns Micky hetzte: „Wir müssen los, der Empfang der neuen Mitglieder der Republik Montmartre geht gleich los!“.

Was wir uns dort ansehen würden, wurde mir erst ein bisschen später klar, als wir den einzigen Weinberg auf dem Territorium von Paris betraten – einige hundert Stöcke, auf dem Hang mit Blick auf die Stadt gepflanzt, zwischen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Hier, auf dem Weingut, fand das Ritual des Empfags neuer Mitglieder in die Republik Montmartre statt. Es handelt sich um lokale Einwohner, alte Familien mit Domizil in diesem pariser Stadtviertel, die jedes Jahr, nach der Weinlese, ein Dutzend neuer Mitglieder in die Reihen ihrer “Republik” aufnehmen. Sie waren alle in schwarze Roben mit rotem Schal gekleidet, so wie einst Toulous-Lautrec. Einige von ihnen hatten auch bemalte Gesichter, wie Schauspieler aus Theaterstücken der Rennaisance. Einer unter ihnen hatte auch einen ausländischen Familiennamen, was heißt, dass “Volkszugehörigkeit” keine Voraussetzung für die “Staatsbürgerschaft” ist. Man muss nur auf dem Montmartre wohnen und sich so benehmen, wie es die Regeln der “Republik” vorschreiben. Der Wein des obengenannten Weinbergs wird für einen hohen Preis von 50 Euro pro Flasche verkauft, wobei das ganze Einkommen zu humanitären Zwecken verwendet wird, was die Leute auch dazu motiviert, diesen Wein von durchschnittlicher Qualität zu kaufen. La République de Montmartre besteht seit 1920 und ist von humanitärem Charakter – alle Einkommen vom Weinverkauf und anderen Aktionen gehen an elternlose Kinder. Nach der Szene im Weinberg gingen wir, gefolgt von Blasmusik und Blicken neugieriger Touristen, weiter zu einem lokalen Restaurant, wo ein Mittagessen nur für “Staatsbürger” der Republik Montmartre und einigen Gästen, unter denen auch wir sind, serviert wurde. An der Kneipe stand ein Schild, auf dem steht, dass im Jahre 2013 die Bruderschaft der Republik Montmartre und des belgrader Bohèmeviertel Skadarlija erneuert wurde. Unser Micky war “Pate” bei dieser Bruderschaftserneuerung und ist daher aus gutem Grund sehr stolz. In der Zwischenzeit schlossen sich uns der berühmte Maler Cile und seine Ehefrau an. Wir setzten uns an den Tisch neben dem Eingang, der zugleich der einzige freie war, und das Festmahl konnte beginnen. Das erste Gericht war ein großer und doch überraschend leichter Knödel, überzogen mit


Text: Robert Coban

Aristide Bruant auf einem Poster von Henri de Toulouse-Lautrec, 1892

gelber Hechtsoße. Dazu gab es Rotwein und wir machten gleich weiter. Auf der Bühne waren Chansonniere und in einem Moment bat uns der Präsident der Republik eine Sängerin, die später auftreten würde, an unserem Tisch willkommenzuheißen. Die sympathische Vierzigjährige ähnelte Edith Piaf sehr und bald fanden wir heraus, dass die Ähnlichkeit nicht nur visuell war. Sie schloss sich unserer Diskussion an, die auf englisch und französisch lief und fand es sehr sympathisch, wie ich das Wort “Katastrophe”, das in beiden Sprachen distinktiv ist, ausspreche. Bald fing unsere Edith am Tisch „Non, je ne regrette rien“ und „La vie en Rose“ zu singen, sodass die ganze Kneipe sich umdrehen und applaudieren mußte. Neue Flaschen Wein kamen an, das Festmahl wurde mit Eiscreme beendet und als einige der „alten Bürger“

Place du Tertre in Montmatre bei Nacht / Foto: Von Loh

gingen, bat man uns an, sich näher an die Zentralbühne zu setzen. Von dort aus konnte ich einen besseren Blick auf die Staatsbürger werfen – meistens Damen und Herren in respektablem Alter. Die Damen alterten schön, französisch eben, und nur wenige von ihnen „bewahrten“ ihre Jugend mithilfe des Skalpells. Nachdem unsere neue Freundin eins ihrer Lieder (mit dem Namen „Das Volk“) sang und noch ein Lied der berühmten Edith Piaf, stieg eine Dame in den späten siebzigern auf die Bühne und sang makellos einige Chansons von Charles Aznavour. Ich überprüfte sofort im Internet, wie alt der berühmteste Armene ist: er ist in das zehnte Jahrzehnt eingegangen und hatte in diesem Jahr einige Konzerte weltweit, vom New York Madison Square Garden über Moskau bis hin zu Genf und Antwerpen. Die Franzosen sind ein wahres Wun-

der. Die neueste Statistik besagt, dass die Lebenserwartung an der französischen Riviera sogar bis 92 Jahre stieg. Französischer Wein, die französische Küche und der französische Lebensstil, Hand in Hand mit dem respektablen Gesundheitsschutz der Fünften Republik machen eine magische Formel der Langjährigkeit aus. Das Programm war zu Ende und wir verließen die Kneipe. Draußen empfing uns ein starker Regenschauer, also setzten wir uns an einen Tisch im Garten, ganz neben der Wand und bestellten noch ein bisschen Wein und Käse. Und dann noch ein bisschen. Unsere Edith setzte sich zu uns, zusammen mit ein paar von ihren pariser Freunden. Wir redeten und sangen abwechselnd: auf Englisch, Russisch, Französisch und Hebräisch. Bald schlossen sich uns die anderen „bisherigen“

Touristen an: zwei Kanadierinnen jüdischer Herkunft, die von unserer „Hava Nagila“ in Stimmung versetzt wurden, danach eine Gruppe von circa zehn mexikanischen Studentinnen von der benachbarten Terrasse, die uns mit „Besame mucho“ antworteten. François und ich fingen an, „God save the queen“ zu singen („Dies war das erste Mal, dass ich François singen sah!“, sagte mir Mickey später), Edith sang wiederum einige ihrer bekannten Chansons und fügte auch Billie Holiday dazu... Mickey stand in einem Moment auf und fing an, mit einer der Kanadierinnen zu tanzen, Cile war der nüchternste und sah uns bewundernd zu, während seine Frau über die französische Kulturpolitik mit den Einheimischen diskutierte. Man sagt, dass jeden Abend in Paris über 200 kulturelle Veranstaltungen stattfinden – Vernissagen, Konzerte, Poesieabende, Lesungen... Man muss hier wirklich Jemand sein, um bemerkt zu werden, um eine Ausstellung zu bekommen, um einen Journalisten auf deine Pressekonferenz geschickt zu bekommen... Man erzählt mir, dass man jemand sein muss, um bemerkt zu werden. Durchschnittliche Politiker, „Touristen“ und mittelmäßige Maler haben am Ufer der Seine auf nichts zu hoffen. Für uns „einfache Leute“ bleibt das Fazit dasselbe wie in Woody Allens Film – es gibt keine „goldene Epoche“. Jede Epoche ist zugleich golden und elend. Das Einzige das zählt sind die Menschen – diejenigen, mit denen du den Wein und den Käse teilst, die die du anziehst oder abstößt, mit denen du singst, über die „Katastrophe“ redest oder „laut schweigst“.

La République de Montmartre / Foto: Par Eric Walter

53


Reportage

Ein Armenier aus Istanbul Eine wunderbare Geschichte über einen Armenier aus Istanbul, der von den Sowjets einen Schatz aus der Eremitage kaufte und diesen Portugal hinterließ.

Ein Nachtflug nach Lissabon. Meine dritte Reise nach Portugal und zum ersten Mal waren meine Augen mit einem armenischen Nachnamen beschäftigt, der auf dem Bildschirm vor meinem Sitz erschien: Calouste Gulbenkian Museum. Wer war Calouste Sarkis Gulbenkian? Er wurde 1869 in einer wohlhabenden armenischen Familie in Konstanti-

nopel, dem heutigen Istanbul, geboren. Sein Vater war ein reicher Ölhändler, daher war es keine Überraschung, dass er seinen Sohn an das Londoner King‘s College schickte, um Petroleum Engineering zu studieren. Gulbenkian verließ Konstantinopel 1896 nach dem Hamidi-Massaker von 1895, einem der vielen Pogrome gegen die Armenier im Osmanischen Reich. Er reiste nach

Der in Istanbul geborene Armenier, britischer Staatsbürger, Bürger von Paris, Käufer des russischen Kunstschatzes, Botschafter des Iran und schlieSSlich Bewohner des Lissaboner Hotels - eine wunderbare Biographie, die die zweite Hälfte des 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wiederspiegelt.

54

www.diplomacyandcommerce.at

Kairo, wo er viele einflussreiche Menschen kennenlernte, die ihn in wenigen Jahren zum erfolgreichsten Ölmagnaten der Alten Welt und zu einem der reichsten Männer seiner Zeit machten und dessen Vermögen vor seinem Tod im Jahr 1955 auf 840 Millionen Dollar geschätzt wurde, was heute dem zehnfachen Betrag entsprechen würde.


Text: Robert Coban

Er war unter dem Spitznamen “Mr. Five Percent”, aufgrund seiner Beteiligung an einer Vielzahl von Ölkonzernen weltweit, bekannt. Man erinnert sich heute noch an sein Sprichwort: „Lieber ein kleines Stück eines großen Kuchens als ein großes Stück eines kleinen!“ In den 1920er Jahren begann Gulbenkian sein großes Vermögen für den Kauf zahlreicher Kunstwerke auszugeben. Berühmt ist seine Akquisition von Bildern aus den Schätzen der Eremitage, als die Sowjets beschlossen, einen Teil des Nationalschatzes zu verkaufen, um „harte Währung“ und Öl zu erhalten, die für die beschleunigte Industrialisierung, die sie in ihrem ersten „Fünfjahresplan“ angekündigt hatten, dringend benötigt wurden. Sein dreistöckiges Pariser Haus in der Avenue d’Iéna war vom Keller bis unters Dach mit Kunstwerken vollgestopft. Als eingebürgerter Bürger des Vereinigten Königreichs schenkte Gulbenkian einen Teil seiner Sammlung der National Gal-

Nach seinem Tod wurde eine Stiftung gegründet, die das Calouste Gulbenkian Museum gründete, in dem fabelhafte Kunstwerke aus seiner Sammlung aufbewahrt werden: von der Antike über prächtige Stücke islamischer Kunst bis hin zu niederländischen Meistern und Namen wie Renoir, Mone und Degas

Kulturen überqueren / Zeiten überqueren. Das Gulbenkian Museum gilt als eines der besten Museen in Portugal und bietet Ihnen in zwei Sammlungen einen Einblick vom Alten Ägypten bis in die Gegenwart. Die Founder‘s Collection und die Modern Collection haben jeweils eine spezifische Präsentation, sie kommunizieren aber auch in temporären Ausstellungen und Projekten miteinander. Diese stellen zeitliche Dialoge zwischen verschiedenen Arten von Kunst und Artefakten sowie zwischen Ost und West her. Zeitgenössische Künstler erinnern uns daran, wie zeitgenössische antike Kunst sein kann und wie Objekte von anderen Orten Reisen darstellen, die uns alle auf unterschiedliche Weise ansprechen, ob wir im Inland oder im Ausland sind. Gründersammlung Mit Werken von der Antike bis zum frühen 20. Jahrhundert umfasst die Sammlung des Gründers mehr als sechstausend Stücke, die im Laufe des Lebens von

Calouste Gulbenkian zusammengetragen wurden, darunter ägyptische Kunst, griechisch-römische Kunst, islamische Kunst und Kunst aus Fernost, Numismatik, Malerei, Skulpturen und europäische Kunstwerke. Werke großer Meister wie Rubens, Rembrandt, Turner, Degas und René Laliques größtes Juwelenset sind nur einige Beispiele dafür, was in einer der besten Privatsammlungen der Welt zu finden ist. Moderne Sammlung Die Modern Collection umfasst mehr als zehntausend Werke und gilt als die umfassendste Sammlung moderner und zeitgenössischer portugiesischer Kunst. Die Galerien bieten eine Einführung in die Kunst- und Kulturgeschichte Portugals vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart mit Werken von Amadeo de Souza-Cardoso, Vieira da Silva, Paula Rego und Almada Negreiros.

lery in London und mehrere ägyptische Statuen dem British Museum. Nach dem deutschen Einzug in Paris im Sommer 1940 zog er sich mit der französischen Regierung in Vichy zurück, wo er als Botschafter des Iran mit Pétains Kollaborationsregime zusammenarbeitete. Dies reichte den Briten aus, um ihn zum „Feind der Alliierten“ zu erklären und sein gesamtes Eigentum in Großbritannien zu beschlagnahmen. Enttäuscht verließ Gulbenkian Frankreich Ende 1942 und ließ sich im „neutralen“ Portugal nieder, das vom Diktator Salazar regiert wurde. Hier, in Lissabon, in der Suite des Luxushotels Aviz, verbrachte er seine letzten 13 Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 1955. Nach seinem Tod wurde eine Stiftung gegründet, die das Calouste Gulbenkian Museum gründete, in dem fabelhafte Kunstwerke aus seiner Sammlung aufbewahrt werden: von der Antike über prächtige Stücke islamischer Kunst bis hin zu niederländischen Meistern und Namen wie Renoir, Mone und Degas. Der in Istanbul geborene Armenier, britischer Staatsbürger, Bürger von Paris, Käufer des russischen Kunstschatzes, Botschafter des Iran und schließlich Bewohner des Lissaboner Hotels - eine wunderbare Biographie, die die zweite Hälfte des 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wiederspiegelt. 55


Weihnachtszeit

Winterfest Novi Sad unter den besten europäischen Weihnachtsmärkten! Das Internetportal European Destinations, das in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission arbeitet, hat das Winterfest in Novi Sad zu den besten Weihnachtsmärkten auf dem alten Kontinent gezählt.

Das Winterfest in Novi Sad, der zweitgrößten Stadt Serbiens und der Hauptstadt der Provinz Vojvodina, ist der erste und älteste Weihnachtsmarkt in diesem Land. Seit 2016 hat das Winterfest eine große Anzahl von Besuchern aus anderen Teilen Serbiens sowie aus den Ländern der Region angezogen. Die größte Attraktion ist der große „singende Weihnachtsbaum“ - „Singing Christmas Tree“, wo jeden Tag Kinder- und Erwachsenenchöre aus der ganzen Vojvodina auftreten. „Da dies eine multikulturelle Provinz ist, singen Chöre in zehn verschiedenen Sprachen (Serbisch, Ungarisch, Slowakisch, Ruthenisch, Kroatisch, Ladino, Jiddisch, Englisch, Deutsch und Russisch)“, schrieb die Website www.europeanbestdestinations.com. „Ungefähr 50 Holzhäuschen befinden sich im historischen Zentrum von Novi Sad, am Freiheitsplatz. Es gibt auch ein „Spielzimmer mit Strohhalm“, in dem Stadtkinder, begierig auf natürliche Materialien, unbekümmert spielen. Nach 30 Jahren haben die Organisatoren des Winterfestes Fiaker auf die Straßen von Novi Sad zurückgebracht“, so die Webseite. Darüber hinaus empfiehlt die Webseite Hotelunterkünfte in Novi Sad sowie Touren in der Vojvodina und in Belgrad. Der Advent in Zagreb wurde von dieser Seite für mehrere Jahre zum besten europäischen Weihnachtsmarkt gekürt, was der kroatischen Hauptstadt in diesem Teil des Jahres einen großen Touristenboom bescherte.

 



Die Abstimmung für den Titel "Bester europäischer Weihnachtsmarkt" auf www.europeanbestdestinations.com beginnt am 29. November.

56

www.diplomacyandcommerce.at


Weihnachtszeit

Text: Svetlana Nenadovic Glusac

Advent in der Stallburg der Spanischen Hofreitschule in Wien feiert Premiere Am 01. Dezember um 16 00 Uhr öffnet der spektakulärste Weihnachtsmarkt im Herzen Wiens seine Tore.

Eine einzigartige wird in den bekannten Stallungen der Lipizzaner unter der neuen Geschäftsführung von Sonja Klima aus der Taufe gehoben. Ein schillernder, überdimensionaler PEGASUS mit einer Flügel-

Spannweite von 10m und einer Länge von 5m, der durch Künstler von „Art for Art“ in Anlehnung an die weißen Stars kreiert wurde, schwebt im überdachten Renaissancehof der Spanischen Hofreitschule über einer ebenso imposanten, wie eleganten Rund-

bar von Red Bull mit 9m Durchmesser. Die Bar ist das kulinarische Zentrum und wird eigens für den Adventzauber gemixte Drinks und kleine Köstlichkeiten anbieten, so Philip Keller von *any act, der mit seinem Team die Bar führt.

Erlesene Schmankerl und Handwerkskunst niederösterreichischer Unternehmen werden passend zum Renaissanceambiente inszeniert und unter dem Motto „So schmeckt Niederösterreich – zu Weihnachten“ dargeboten. Lesungen prominenter Persönlichkeiten, wie auch musikalische Darbietungen bieten ein abwechslungsreiches, stimmungsvolles Programm. Eines der Highlights ist die Präsentation der neuen Lipizzanertorte, die am 1. Dezember im Rahmen der offiziellen Eröffnung von Landeshauptfrau Johanna MiklLeitner und Sonja Klima angeschnitten wird. Die Lipizzanertorte wird danach am Adventmarkt, im Shop und online verkauft. Zuletzt, was an erster Stelle steht: Die berühmten Lipizzaner krönen als neugierige Zaungäste mit ihrer Anwesenheit in den Außenboxen der Stallungen diesen einzigartigen Adventzauber und werden den „ADVENT IN DER STALLBURG“ zu einem unvergesslichen, vorweihnachtlichen Erlebnis machen.  Daten und Fakten – Advent in der Stallburg 2019 Offizielle Eröffnung am 01.12. um 16 00 Uhr Öffnungszeiten: 01.12. 2019 bis 06.01. 2020, täglich von 16:00 22:00 Uhr (Ausgenommen 06.12., 24.12.26.12., 30.12.2019 - 01.01.2020) Adresse: Innenhof der Stallburg, Reitschulgasse 2, 1010 Wien

Sonja Klima Geschäftsführerin der Spanischen Hofreitschule Jahresrückblick 2019 Sonja Klima: „Nach knapp 8 Monaten als Geschäftsführerin sehe ich es nach wie vor, als die wesentliche Zielsetzung, die über Jahrhunderte erhaltene klassische Reitkunst auf höchstem Niveau nachhaltig zu bewahren und die damit verbundene einzigartige Tradition als weltweit einmaliges Kulturerbe für nächste Generationen zu erhalten. Gleichzeitig steht für mich an erster Stelle das Wohl unserer Pferde und ich konnte mit dem engagierten Team in Wien, im Trainingszentrum Heldenberg und im Lipizzanergestüt Piber bereits in der kurzen Zeit viele, kleine Erfolge erzielen, wie zum Beispiel für unsere Pensionshengste in Piber den Grundstein für ihre „Seniorenresidenz“ legen“.

Sonja Klima im Fohlenestall / Foto@Cescutti

57


Wiener Staatsoper

Ba llett & Musical

https://www.wiener-staatsoper.at

Bolschoi Staatsballett Belarus Schwanensee So, 12.01.2020

Wiener Stadthalle, Halle F Das Libretto des Balletts „Schwanensee“, das als eine der gelungensten Tanzschöpfungen gilt, hält sich an die Märchenvorlage von Wladimir P. Begitschew und Wassili Geltzer. Die Choreografie stammt von den legendären Choreografen Marius Petipa, Lew Iwanow und Alexander Gorsky, die Inszenierung von Juri Trojan und Alexandra Tichomirowa. Bei Bolschoi Balletten kann man sicher sein, dass das russische Erbe nicht durch fremde Eingriffe verunstaltet wird. Die international angesehenen Errungenschaften würdigt auch das UNESCO-Weltkulturerbe, das das Bolschoi Staatstheater Belarus mit dem großen Weltkulturpreis „Fünf Kontinente“ für den bedeutenden Beitrag zur Kultur ausgezeichnet hat.

Foto: RBI Konzerte GmbH

Die Schöne und das Biest - Das Musical Sa, 25.01.2020

Foto: Die Schöne und das Biest, 25.01.2020, Wiener Stadthalle, Halle F - © show factory

Do, 16.01.2020

58

Bolschoi Staatsballett Belarus - Der Nussknacker Sa, 11.01.2020

Wiener Stadthalle, Halle F Am 11. Jänner 2020 macht das Bolschoi Staatsballetts Belarus mit „Der Nussknacker“, einer Inszenierung von Alexandra Tichomirowa, in der Wiener Stadthalle Halt.  Die international angesehenen Errungenschaften würdigt auch das UNESCOWeltkulturerbe, das das Bolschoi Staatstheater Belarus mit dem großen Weltkulturpreis „Fünf Kontinente“ für den bedeutenden Beitrag zur Kultur ausgezeichnet hat.

Wiener Stadthalle, Halle F Das deutschsprachige ErfolgsMusical feiert sein 25jähriges Bühnenjubiläum! „Die Schöne und das Biest – Das Musical“ ist eine Mischung aus Romantik und Dramatik, aus einer düsteren Atmosphäre und der absoluten Lebensfreude. Die Zuschauer dürfen sich auf einen Mix aus gefühlvollen Balladen und rockigen Songs in deutscher Sprache sowie auf einzigartige Bühnenbilder und eine spektakuläre Lichtshow freuen.

Das Phantom der Oper - von Paul Wilhelm & Arndt Gerber

Foto: Ovation Events GmbH

Foto: RBI Konzerte GmbH

Wiener Stadthalle, Halle F Das Phantom der Oper nach der Romanvorlage von Gaston Leroux.  Text/Librettist: Paul Wilhelm Musik/Komposition: Arndt Gerber  In einer deutschsprachigen Neuinszenier ung! Erzählt wird die Geschichte des Mannes mit der Maske, der tief in den Gewölben der Pariser Oper lebt. Unverstanden und voller Groll auf die Menschen treibt er dort sein Unwesen.

www.diplomacyandcommerce.at

Foto: ASA Event GmbH

Schwanensee St. Petersburg Festival Ballet

Do, 23.01.2020 und Fr, 24.01.2020

Wiener Stadthalle, Halle F Das St. Petersburg Festival Ballet & Hungary Festival Orchestra präsentieren am 23. und 24. Jänner 2020 „Schwanensee“ in der Halle F der Wiener Stadthalle. Mit 48 Schwänen und begleitet von einem Live Orchester ist diese Darbietung des zeitlosen Klassikers ein einmaliges Kunstwerk. Der größte Schwanensee aller Zeiten - das Original!


Wiener Oper

www.opera.at

Olga Neuwirth

Giacomo Puccini

ORLANDO

TOSCA

03 und 06. Dezember 2019 & 10 und 13. Februar 2020 DIRIGENT Marco Armiliato REGIE Margarethe Wallmann MIT Evgenia Muraveva, Joseph Calleja, Bryn Terfel Oper Rom um 1800. Die Stadt stöhnt unter dem Schreckensregime des grausamen Polizeichefs Scarpia. Der revolutionär gesinnte Maler Cavaradossi kommt in die Fänge Scarpias und soll hingerichtet werden. Cavaradossis Geliebte, die Sängerin Tosca, der Scarpia nachstellt, geht mit dem Polizeichef einen Handel ein: Wenn sie ihn erhört, will er Cavaradossi das Leben schenken. Zum Schein geht sie auf das Angebot ein – und ersticht Scarpia. Doch auch er hat Tosca getäuscht und eine wirkliche Erschießung Cavaradossis befohlen. Verzweifelt stürzt sie sich von der Engelsburg.

Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

08, 11, 14 und 18 Dezember 2019 DIRIGENT Matthias Pintscher REGIE Polly Graham MIT Kate Lindsey, Anna Clementi, Eric Jurenas, Constance Hauman, Agneta Eichenholz, Leigh Melrose, Justin Vivian Bond, Lucas Niggli Oper Olga Neuwirths Musiktheater öffnet eine Tür ins Reich der Gleichzeitigkeit von Erlebtem, Erlesenem, Gehörtem, Wissen und Gefühl. Ins Reich der Fiktion also, aus Erinnerungen gebaut. „Von Kindheit an hat mich einfach alles interessiert, Kunst, Politik, Wissenschaft, die Psychologie der Menschen. Von der wunderbaren Vielfalt des Lebens, den kleinen und großen Dingen in der Welt lasse ich mich gleichermaßen inspirieren. Das spiegelt Orlando wider: Denn die Essenz dieser fiktiven Biografie ist die Liebe zum Seltsamen, Paradoxen, zur Groteske, zur Kunstfertigkeit, Überhöhung und Übertreibung, um eine neue Morphologie der Erzählung zu schaffen. Auch geht es immer wieder um eine kultivierte, höchst raffinierte Form von sexueller Anziehung und gegen das Einzwängen in die Laufrichtung eines einzigen Geschlechts. Und darum, sich nicht bevormunden und herablassend behandeln zu lassen, was Frauen immer wieder geschieht und geschehen wird.“ Das Libretto zu Orlando basiert auf dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf (1928).

Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wolfgang Amadeus Mozart

Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor

George Balanchine

JEWELS

05, 07 und 09 Dezember 2019 & 27 Jänner 2020 DIRIGENT Paul Connelly CHOREOGRAPHIE George Balanchine Ballett Am 13. April 1967 in New York zur Uraufführung gelangt, stellt das Werk das erste „abstrakte Ballett“ George Balanchines mit abendfüllender Gesamtdauer dar. Die drei Teile des Balletts „Emeralds“ (zu Musik von Gabriel Fauré), „Rubies“ (zu Musik von Igor Strawinski) und „Diamonds“ (zu Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski) werden dabei lose durch die Idee der Edelsteine bzw. Juwelen verbunden, die Begegnung mit dem Juwelier Claude Arpels regte Balanchine maßgeblich zu seiner Choreographie an. Durch die Wahl der unterschiedlichen Komponisten bildet das Ballett auch eine Art geographischer Lebensruckschau von George Balanchine mit den Stationen Frankreich, USA und Russland. Auch die Direktionszeit von Manuel Legris ist eng mit dem Werk verbunden: Nach „Rubies“ (2010/2011) und „Diamonds“ (Pas de deux, 2017/2018) steht nunmehr gegen Ende seiner Wiener Amtszeit das vollständige Werk am Spielplan.

DIE ZAUBERFLÖTE

10, 13 und 15 Dezember 2019 DIRIGENT James Conlon REGIE Moshe Leiser, Patrice Caurier MIT Jongmin Park, Andreas Schager, Aleksandra Jovanovic, Andrea Carroll, Rafael Fingerlos Oper Die Zauberflöte gehört zu den wundersamsten Werken der Musikgeschichte: Eine Mischung aus Wiener Vorstadttheater, Freimaurer-Symbolik, Populär-Geheimnisvollem und Märchenstoffen aller Art. Im Laufe der Handlung muss sich der Prinz Tamino Prüfungen unterziehen, ehe er Weisheit – und seine Geliebte Pamina gewinnt. In der aktuellen Produktion wird die Gegenüberstellung eines erwachsenen, gemäßigten Lebensprinzips gegen ein ungezügelt-emotionales vorgenommen: und die Geschichte des Erwachsenwerdens erzählt.

59


W i ener Oper Engelbert Humperdinck

Giacomo Puccini

LA BOHÈME

19, 22 und 25. Dezember 2019 DIRIGENT Marco Armiliato REGIE Franco Zeffirelli MIT Saimir Pirgu, Anita Hartig, Marco Caria, Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn Mariam Battistelli Oper Vier junge Künstler schlagen sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Da tritt die Liebe in  Person der Näherin Mimì in das Leben des Dichters Rodolfo. Doch das Glück ist getrübt: Mimì ist schwer krank. Rodolfo forciert die Trennung, um ihr ein Leben jenseits der Armut zu ermöglichen. Monate später kommen die beiden wieder zusammen: Noch einmal darf die sterbende Mimì für wenige Augenblicke das Glück der Liebe erleben.

Manuel Legris nach Marius Petipa u.a.

LE CORSAIRE

21, 23, 26 und 28 Dezember 2019 DIRIGENT Valery Ovsyanikov CHOREOGRAPHIE Manuel Legris nach Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor Marius Petipa u.a. MIT Liudmila Konovalova, Kimin Kim, Kiyoka Hashimoto, Mihail Sosnovschi, Davide Dato, Ioanna Avraam, Alexis Forabosco … Ballett Seit seiner Uraufführung am 23. Jänner 1856 in der Pariser Opéra (Choreographie: Joseph Mazilier, Musik: Adolphe Adam) zählt das Werk zu den eindrucksvollsten Handlungsballetten des 19. Jahrhunderts. Besondere Popularität gewann das Opus durch die Fassungen von Jules Perrot (1858) und Marius Petipa (1863) sowie durch Dame Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew, welche dem so genannten „Le Corsaire – Pas de deux“ zur weltweiten Bekanntheit verhalfen. An der Wiener Staatsoper wurde es bislang noch nicht zur Gänze gezeigt. Auf Basis der mehr als 150 Jahre umspannenden Tradition des Balletts erarbeitete Manuel Legris, der Ballettdirektor des Wiener Staatsballetts, eine spezielle Fassung für sein Ensemble. Dabei schöpfte er vor allem aus den reichhaltigen Aufführungstraditionen der französischen und russischen Überlieferungslinie des Werkes, die er aus seiner Sicht und Erfahrung interpretierte. Handlung, Musik, Choreographie und Ausstattung wurden dabei behutsam zu einem neuen Gesamtbild zusammengefügt, welches sich auf die Höhepunkte des bunten Treibens rund um das Paar Conrad und Medora konzentriert. Die Ausstattung stammt von Luisa Spinatelli, womit sich ein bereits im Falle des „Schwanensee“ (Spielzeit 2013/2014) erfolgreiches und somit gut aufeinander eingestelltes Team für die Arbeit an „Le Corsaire“ erneut zusammenfand.

John Cranko

ONEGIN

08, 11, 13 und 17 Jänner 2020 DIRIGENT Ermanno Florio CHOREOGRAPHIE John Cranko Ballett John Cranko formte Puschkins Versroman “Eugen Onegin” zu einem der herausragenden Handlungsballette des 20. Jahrhunderts. Auf der Basis von Kompositionen Tschaikowskis entfaltet sich die erschütternde Darstellung des Dramas einer verschmähten Liebe.

60

Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor

www.diplomacyandcommerce.at

HÄNSEL UND GRETEL

27 und 30 Dezember 2019 & 02 und 05 Jänner 2020 DIRIGENT Tomáš Hanus REGIE Adrian Noble Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn MIT Boaz Daniel, Stephanie Houtzeel, Margaret Plummer, Andrea Carroll, Monika Bohinec Oper Wer kennt das Märchen um die beiden Kinder, die sich im Wald verlaufen und in die Finger der gierigen Hexe geraten, nicht? Engelbert Humperdinck hat in einer musikalischen Wagner-Nachfolge eine Oper geschaffen, die für junges und erwachsenes Publikum gleichermaßen geeignet ist. Märchenhandlung und üppige Klangsprache, Melodienklassiker und packende Kompositionskunst sind in dieser Oper vereint, dazu eine liebevolle und malerische Inszenierung: Hänsel und Gretel ist ein Weihnachtsklassiker, der einen stets aufs Neue beseelt!

Johann StrauSS

DIE FLEDERMAUS

31 Dezember 2019 & 01, 04 und 06 Jänner 2020 DIRIGENT Nicholas Carter REGIE Otto Schenk MIT Adrian Eröd, Laura Aikin, Jochen Schmeckenbecher, Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn Margarita Gritskova, Benjamin Bruns, Clemens Unterreiner, Daniela Fally, Peter Simonischek Operette Seit Silvester 1900 steht die Fledermaus zu Jahresende auf dem Spielplan der Wiener Staatsoper: ein Stück Tradition und ein Klassiker des musikalischen Unterhaltungstheaters. „Glücklich ist, wer vergisst“ - so lautet das (Wienerische) Resümee der Operette (übrigens die einzige, die die Wiener Staatsoper im Repertoire hat). In der – international geschätzten – Inszenierung von Otto Schenk geht es turbulent durch allerlei Intrigen-, Verkleidungs- und Verwechslungsspielarten: bis zum verkaterten Happy End!

Gioachino Rossini

IL BARBIERE DI SIVIGLIA

07 und 10 Jänner 2020 DIRIGENT Guillermo García Calvo INSZENIERUNGSKONZEPT Günther Rennert MIT Pavel Kolgatin, Wolfgang Bankl, Tara Erraught, Adam Plachetka, Jongmin Park Oper Der junge Graf Almaviva macht Rosina, dem Mündel von Dr. Bartolo, den Hof. Dieser möchte sie aber selber heiraten und versucht, Almaviva von seinem Haus fern zu halten. In unterschiedlichsten Verkleidungen und mit Hilfe des raffinierten Barbiers Figaro gelingt es Almaviva, Rosina allen Widerständen zum Trotz zu erobern und zu guter Letzt zu heiraten.

Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn


Wiener Oper

www.opera.at

Richard Wagner

LOHENGRIN

09, 12, 16 und 19 Jänner 2020 DIRIGENT Valery Gergiev REGIE Andreas Homoki MIT Ain Anger, Piotr Beczala, Cornelia Beskow, Egils Silins, Linda Watson, Boaz Daniel Oper 1845 begann Richard Wagner seine konzeptionelle Arbeit an Lohengrin, seiner insgesamt sechsten vollendeten Oper. Den alten, in verschiedenen Versionen vorliegenden mittelalterlichen SchwanenritterStoff bearbeitete, veränderte und vereinfachte er für seine Zwecke, wie später auch den Nibelungenstoff. Stilistisch ist Lohengrin ein Stück des Übergangs. Vor allem hinsichtlich der Instrumentation machte Wagner im Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn Lohengrin einen großen Entwicklungsschritt nach vorne – so ist das Orchester zum ersten Mal in seinem Oeuvre auch Träger des Bühnengeschehens. Regisseur Andreas Homoki lässt die Handlung in seiner Inszenierung in der kleinen Welt eines Bergdorfs im 19. oder frühen 20. Jahrhundert spielen – also quasi modellhaft verkleinert – um die Geschichten so zu erzählen, dass sie dem Zuschauer nahekommen und sich mit dessen Lebenserfahrung hier und heute verbinden. Außerdem werden dadurch, wie Homoki meint, scheinbar bekannte Dinge in einen unerwarteten Kontext gesetzt, wodurch sie fremd wirken und deshalb neu erkannt und besser durchschaut werden können.

Gioachino Rossini

LA CENERENTOLA

18, 22 und 25 Jänner 2020 DIRIGENT Evelino Pidò REGIE Sven-Eric Bechtolf MIT Antonino Siragusa, Orhan Yildiz, Alessandro Corbelli, Margarita Gritskova, Roberto Tagliavini Oper Die von der Form her zweitaktige Oper La cenerentola, die im Wesentlichen auf der berühmten Geschichte Aschenbrödels (vor allem in Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn der Version von Charles Perrault) basiert, weist eine gelungene Balance aus Ironie, Komik, Lyrik, Melancholie sowie eine märchenhafte Grundstimmung auf und spricht somit sowohl Erwachsene als auch jüngere Opernbesucher gleichermaßen an. Für viele ist die in sehr kurzer Zeit geschaffene Cenerentola die poetischste von allen komischen Rossini-Opern – und tatsächlich besitzt dieses Werk zumindest in der sehr subtilen musikalischen Porträtierung der Charaktere eine singuläre Stellung innerhalb des Buffo-Oeuvres. Sven-Eric Bechtolf, der Regisseur der aktuellen Inszenierung, verlegte die Handlung ins Italien der 50er-Jahre, genauer in einen, San Sogno genannten, fiktiven Zwergstaat am Mittelmeer, in dem der etwas spleenige, teure Autos sammelnde junge Prinz Don Ramiro die Regentschaft ausübt.

Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Richard Strauss

SALOME

20 und 24 Jänner 2020 DIRIGENT Mikko Franck REGIE Boleslaw Barlog MIT Herwig Pecoraro, Waltraud Meier, Lise Lindstrom, Michael Volle Oper Die heranwachsende Salome verliebt sich in den eingekerkerten und sittenstrengen Propheten Jochanaan, der sie jedoch zurückweist. Als sie vor ihrem lüsternen Stiefvater König Herodes tanzt, verspricht dieser ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Von Jochanaans abweisender Haltung aufs Äußerste gereizt, fordert sie von Herodes den Kopf des Propheten. Schweren Herzens erfüllt der an sein Versprechen gebundene König ihr den Wunsch – und befielt, von Grauen erfasst, den Tod Salomes. 

Giuseppe Verdi

OTELLO

28 und 31 Jänner 2020 DIRIGENT Mikko Franck REGIE Adrian Noble MIT Stephen Gould, Krassimira Stoyanova, Carlos Álvarez Oper Gut 15 Jahre hatte Verdi geschwiegen und – bis auf Überarbeitungen älterer Opern – kein Musiktheaterwerk herausgebracht. Doch dann: 1887 legte er, nach langer Arbeit, seinen Otello vor. Auf Shakespeares bedrohliches Drama Foto: Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn basierend war nicht nur eines der packendsten Opernwerke entstanden, sondern auch ein ungemein modernes. Eines, das virtuos mit Seelenzuständen von Unschuld und Liebe über Eifersucht bis Neid und Wut spielt. In Gegensatz zu anderen populären Verdi-Opern wurde Otello fast unmittelbar nach seiner Uraufführung – 1888 – ins Repertoire der Wiener Oper übernommen. Fast 500mal in sieben unterschiedlichen Produktionen spielte die Staatsoper Verdis vorletzte Oper bisher – in Adrian Nobles Regie – er inszenierte im Haus am Ring Hänsel und Gretel und Alcina – ist nun eine weitere Interpretation des düsteren Dramas zu erleben.

Foto: Wiener Staatsoper GmbH

Antonín Dvořák

RUSALKA

30 Jänner & 02 und 04 Februar 2020 DIRIGENT Tomáš Hanus REGIE Sven-Eric Bechtolf MIT Piotr Beczala, Elena Zhidkova, Jongmin Park, Olga Bezsmertna, Monika Bohinec Oper Die Nixe Rusalka hat sich in einen (menschlichen) Prinzen verliebt und sehnt sich nach menschlicher Gestalt und Seele. Diese aber erlangt sie unter einer Bedingung: Sie verliert ihre Sprache. Und ihre Rückkehr ins Nixenreich kann nur unter der Bedingung des Todes des Prinzen erfolgen. Rusalka und der Prinz werden ein Paar, doch verlässt er die ewig stumme Geliebte für eine mysteriöse fremde Fürstin. Als der Prinz sie später von Reue geplagt sucht, stirbt er in ihrer todbringenden Umarmung.

61


Wiener Stadthalle

Roland-Rainer-Platz 1, 1150 Wien www.stadthalle.com

K ALENDER & NEWS

SISSI

Der Originalfilm mit Live-Orchester

Foto: SISSI - Der Originalfilm mit Live-Orchester, Fr, 20.12.2019 @ Wiener Stadthalle, Halle D - © Show Factory

Fr, 20.12.2019 Wiener Stadthalle, Halle D Die Lebensgeschichte der Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sissi, fasziniert seit jeher Generationen. Mit ihren aufwändigen Flechtfrisuren samt weißem Blütenschmuck ist sie auch heute noch Schönheitsideal und weibliche Ikone. In Ernst Marischka‘s österreichischem Historienfilm wurde sie herzerfrischend von Romy Schneider verkörpert. Es verwundert nicht, dass die legendäre Schauspielerin besonders als Sissi heute wie damals berührt: Beide Frauen gewannen Millionen von Herzen, mussten bereits in jungen Jahren mit großem Ruhm zurechtkommen und sich ihren Weg abseits des Öffentlichkeitsbildes erkämpfen.

Mama Africa Circus der Sinne New Stories from Khayelitsha

Foto: Mama Africa - Circus der Sinne, New Stories from Khayelitsha, Do, 26.12.2019 @ Wiener Stadthalle, Halle F - © Show Factory

Do, 26.12.2019 Wiener Stadthalle, Halle F Die afrikanischen Ausnahmetalente vom „Circus Mama Africa“ (ent-) führen ihre Zuschauer in eines der größten Townships in Südafrika: „Khayelitsha“. Die Township-Show von Winston Ruddle und Hubert Schober (u.a. „Afrika! Afrika!“) hat bereits über 300.000 Menschen begeistert. Am 26. Dezember 2019 ist die erfolgreiche Produktion des „Circus Mama Africa“ in der Wiener Stadthalle zu Gast. Mit neuen, spektakulären Showacts, kraftvoller Musik und leidenschaftlichen Tänzen sorgen die ausschließlich afrikanischen Künstler für 100% Lebensfreude.

The 100 Voices of Gospel

The 100 Voices of Gospel

Foto: COFO Entertainment

62

Sa, 18.01.2020 Wiener Stadthalle, Halle F Mit über einer Million begeisterter Fans und Konzertbesuchern und mehr als 250.000 verkauften Tonträgern sind „The 100 Voices of Gospel“ die wohl größte und gleichzeitig erfolgreichste Gospel-Show der Welt. Bekannt durch die unvergesslichen Auftritte in der TV-Show „Britain‘s Got Talent“ und dem SAT.1-Talent-Battle „It´s Showtime“ geht dieses einzigartige, energiegeladene Gesangsspektakel 2019 und 2020 mit einem brandneuen Programm auf Welttournee und kommt damit am 18.1.2020 erstmals in die Wiener Stadthalle.

www.diplomacyandcommerce.at

Foto: Night of the Dance, Irish Dance Revolution, So, 19.01.2020, Wiener Stadthalle, Halle F - © ASA Event Foto: ASA Event GmbH

Night of the Dance Irish Dance Revolution

So, 19.01.2020 Wiener Stadthalle, Halle F Der beeindruckende irische Stepptanz ist an diesem Abend der wichtigste Bestandteil des über 90-minütigen-Programmes. Aber auch völlig neue und einzigartige Choreographien werden mit klassischem Stepp kombiniert. Schwindelerregende Akrobatikeinlagen der südamerikanischen Artistengruppe „Pura Vida“ oder rasante vielfältige Tanzstile fordern den Künstlern Höchstleistungen ab.

Foto: Wiener Stadthalle Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft m.b.H.

Holiday on Ice SHOWTIME

Holiday on Ice SHOWTIME

Mi, 29.01.2020 - So, 09.02.2020 Wiener Stadthalle, Halle D Mit Holiday on Ice SHOWTIME kommt eine Inszenierung nach Wien, die die Geschichte der weltbekannten und meistbesuchten Eis-Show nachzeichnet - vom Casting des ersten Eisläufers bis zur Welttournee. Es ist eine spektakuläre und abwechslungsreiche Show mit vielen Höhepunkten. It’s SHOWTIME! Vom Durchbruch bis zum atemberaubenden Finale


Folow us!

Austria www.diplomacyandcommerce.at

Juli 2019 | Ausgabe Nr. 5 | Preis: Gratis

www.diplomacyandcommerce.at

Oktober 2019 | Ausgabe Nr. 7 | Preis: Gratis 9772466380019

9772466380019

DIE EUROPÄISCHE ZENTRALBANK

SENKT DIE ZINSEN UND STARTET QUANTITATIVE LOCKERUNG

das war der Life baLL 2019

der grösste Aids-chArity-event, zum 26. mAl in Wien

Trumps GambiT Allein gegen Alle

63. IAEO-GENERALKONFERENZ VON 16. BIS 20. SEPTEMBER 2019 FAND IN WIEN DIE INTERNATIONALE ATOMENERGIE-ORGANISATION-GENERALKONFERENZ STATT

DEr slowEnischE präsiDEnT boruT pahor

s.e. rAFAel mAriAno grossi, botschAFter Argentiniens in österreich - intervieW

EinE ZivilisaTion, die sich selbst zerstörte

Chichén Itzá - die berühmte Ruinenstätte der Maya-Zivilisation

SOFT POWER - DURCH MUSIK

Prinzessin Maha Chakri sirindhorn von ThaiLand in wien

AnlAss: 150 JAhre FreundschAFt zWischen thAilAnd und österreich

La grande beLezza ExporTprEis 2019: beeindruckende leistungen heimischer Exporteure ausgezeichnet

im blute geboren

KrisE in china

Das Imperium der Drachen schlägt zurück

EIN GIGANT AM HORIZONT

DIE ALBANISCHE CHARMEOFFENSIVE

bei der Feier zum nAtionAlFeiertAg der republik sloWenien in Wien

wir Müssen darauf besTehen, dass aLLe Länder die aToMwaffen aufgeben

AFRIKA VEREINT SICH!

Ein Tagebuch über Mailand und den Comer See

Die diplomatische Gemeinschaft in Wien zählt ca. 18.000 DiplomatInnen

Afrika ist die neue ökonomische Destination für die meisten Länder

S.E. MAG. ENNO DROFENIK

Protokollchef des Außenministeriums Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres der Republik Österreich – Interview

I.E. VIVIAN OKEKE

KOSTÜME DER WELT WUNDER DER FARBEN UND TRADITIONEN

DER SCHLAFENDE RIESE UNTER DEM MEDITERRANEN PARADIES

Botschafterin der Bundesrepublik Nigeria in der Republik Österreich – Interview

DIPLOMACY AND COMMERCE – SLOVENIA WURDE IN LJUBLJANA PRÄSENTIERT

Facebook: Diplomacy and Commerce Austria Web: www.diplomacyandcommerce.at Instagram: diplomacyandcommerce.at Twitter: @TheDCAustria

Auch Sie können Ihr Land, Ihre Handelsgesellschaft oder Ihre Firma - in der Sonderausgabe „In Focus“ - darstellen!

Extramagazin „In Focus“ - als Sonderbeilage zu „Diplomacy and Commerce Austria“ Für alle Informationen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Svetlana Nenadovic Glusac – Diplomacy & Commerce Austria – Direktor / Chefredakteur E-Mail: svetlana.nenadovic@diplomacyandcommerce.at / Tel.: ++43 699 105 99 608

www.diplomacyandcommerce.at


CARAVAGGIO & BERNINI Die Entdeckung der Gefühle

Michelangelo Merisi, gen. Caravaggio (1571 Mailand – 1610 Porto Ercole), Rosenkranzmadonna, Um 1601, Leinwand 364,5 × 249,5 cm, Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie, © KHM-Museumsverband

Nur noch bis 19. Jänner 2020

Kunsthistorisches Museum Wien 1010 Wien, Burgring 5

Profile for Diplomacy and Commerce

Diplomacy and Commerce No.9  

Austrian edition

Diplomacy and Commerce No.9  

Austrian edition

Profile for dcinfocus
Advertisement