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Postwurfsendung mit Tagespost

Sept./Okt. 2009 www.mobil.org

MOBIL

in Deutschland

U n a b h ä n g i g e s M a g a z i n f ü r Au t o , M o b i l i t ä t, R e i s e n u n d V e r k e h r

Ausgabe München

Kein Tempolimit 130 km/h auf deutschen Autobahnen interviews Guttenberg, Seehofer, Westerwelle, Gauweiler

iaa 2009 Neuheiten und Wissenswertes

B li t z at l a s 2 0 0 9 München ist Radarmetropole

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Mobil in München Juli 2007 

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obil in Deutschland ist wie immer am Puls der Zeit. Auch wenn die ganze Welt von der Autokrise spricht: das Automobil bleibt Fortbewegungsmittel Nr. 1 in Deutschland. Dennoch muss und wird sich viel verändern. Und das wollen wir uns näher ansehen. Zum ersten Mal sind wir selbst auf der IAA mit einem eigenen Stand vor Ort, vertreten dort die Interessen der Autofahrer und sichten neueste Trends und Fahrzeuge. Sie finden uns gegenüber dem Eingangsbereich der Halle 5 im Freigelände auf der „Straße der Nationen“. Dort befindet sich der neue Stand von Mobil in Deutschland und es stehen Ihnen unsere Experten mit Rat und Tat jederzeit zur Verfügung. Wir sind selbstverständlich für alle Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet da. Das war nicht immer so.

Zum ersten mal auf der IAA

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Der Erfolg von Mobil in München (so der Gründername unseres Vereins) war in den vergangenen 20 Jahren so groß, dass immer mehr

Anfragen an uns herangetragen wurden, wir sollten doch unser Engagement ausweiten. Das haben wir jetzt getan und so entstand Mobil in Deutschland e.V.. An den Zielen unseres unabhängigen Vereins hat das aber nichts geändert: Mobil in Deutschland bleibt ein unabhängiger Verein für Auto, Mobilität, Reisen und Verkehr. Aber wir möchten nicht nur Ihre Interessen vertreten, wir möchten Ihnen auch einen umfangreichen und einmalig günstigen Service anbieten. Daher sind wir eine Kooperation mit Europas Rechtsschutzversicherer Nr. 1,

der D.A.S. eingegangen. Vereinsmitglieder profitieren in dieser Kooperation ab sofort von einer Reihe äußerst günstiger Leistungen – Mobil in Deutschland ist jetzt ein Mobilitätsverein und Automobilclub: Unser KfzDeutschland-Schutzbrief (ein Pannen- und Unfall-Schutzbrief und eine dauerhafte Telefonauskunft), gibt Ihnen automobile Sicherheit und Hilfe. Das Ganze zu einem sagenhaft günstigen Preis. Für nur 2 Euro im Monat sind Sie dabei. Wir wollen, dass Sie mobil in Deutschland sind. ■

So profitieren unsere Mitglieder Wir möchten, dass Sie „mobil in Deutschland“ sind. Für nur 2 Euro im Monat d.h. 24 Euro im Jahr bekommen Sie automobile Sicherheit und eine hervorragende Leistung, die in Deutschland zu diesem Preis so einmalig ist. L Den Kfz-Deutschland-Schutzbrief L Einen Pannen und Unfall Schutzbrief L Abschleppen und Bergen L Übernachtungskosten und Bahnfahrt nach Fahrzeugausfall L Ersatzteilversand für Fahrzeugfahrbereitschaft L Eine dauerhafte telefonische Rechtsauskunft L Einkaufsvorteile bei vielen Partnern z.B. Vodafone L Unser regelmäßiges Mitgliedermagazin, das Mobil in Deutschland Magazin L Viele nützliche Online Tools für Mitglieder ... und noch vieles mehr In Zusammenarbeit mit der D.A.S, Europas Nr.1 in Sachen Rechtsschutz Jetzt Mitglied werden unter: www.mobil.org/_mitgliedsantrag

Seite 3 Mobil in Deutschland – Mobilitätsverein und Automobilclub Seite 3 Editorial Seite 4-5 IAA 2009 – Wohin die Reise geht Seite 6-7 Dr. Karl Theodor zu Guttenberg, Horst Seehofer und Dr. Guido Westerwelle im Mobil in Deutschland e.V. Interview Seite 8 Verkehrstauglichkeit der Parteien

Mobil in Deutschland September/Oktober 2009

Seite 9 Dr. Peter Gauweiler im Interview – unsere Wahlempfehlung Seite 10-13 Der Blitzatlas Seite 14 München wird endlich mobil im Untergrund Seite 16 Kein Tempolimit in Deutschland Seite 18-19 Oktoberfest Routencheck Seite 20-21 Der große Navitest Seite 22 Impressum

Liebe Leser, ein wenig stolz sind wir schon, dass wir zum ersten Mal mit einem eigenen Stand auf die internationale Automobilausstellung IAA (17.–27.09.2009) nach Frankfurt gehen. Wir wollen dort unseren Verein, unsere tollen Produkte wie unseren Kfz-Deutschland-Schutzbrief und besonders unsere Aktion „130-Danke-Nein.de“ bewerben. Das ist eine OnlineAktion, mit der auch Sie gegen ein mögliches Tempolimit auf deutschen Autobahnen voten und das auch entsprechend kommentieren können. Haben Sie Lust, uns kennenzulernen? Dann kommen Sie doch auf einen Abstecher auf die Messe nach Frankfurt! Die IAA ist mit seinen technischen, innovativen und umweltfreundlichen Neuheiten auf jeden Fall eine Reise wert. Liegt Ihnen die Mobilität in Deutschland auch am Herzen? Dann vergessen Sie bitte nicht, am 27. September zur Bundestagswahl zu gehen. Da können Sie noch einmal abstimmen, wie sich der Verkehr die nächsten Jahre entwickeln wird. Als kleine Wahlhilfe haben wir Ihnen in diesem Heft zusammengestellt, wie Parteien und Politiker über Auto und Mobilität denken. Viel Spaß beim Lesen – und beim Wählen!

Dr. Michael Haberland 1. Vorsitzender Mobil in Deutschland e.V. www.mobil.org


Audi R8 Spyder: Diesen rasanten Sportwagentraum in Elektroversion wird Audi auf der IAA als Studie präsentieren.

IAA Neuheiten

Vom 17. bis 27. September zeigen Autohersteller aus aller Welt auf der IAA in Frankfurt ihre neuesten Modelle und Technologien. Besonders toll finden wir die mobile Vielfalt in Sachen alternative Antriebe. Sehen Sie selbst. AUDI

BMW

Der Audi R8 Spyder ist eines der optischen Highlights der IAA! Noch toller als sein schnittiges Design finden wir aber, dass es den R8 auch in einer E-Version geben soll. Damit will Audi beweisen, dass sich Elektrofahrzeuge nicht nur bei kleineren Autos umsetzen lassen. Eine weitere Neuheit, die Audi auf der IAA vorstellen will, ist der Audi A5 Sportback.

Neben der Serienversion des BMW 5er GT sowie dem brandneuen BMW X1 finden wir vor allem die drei Hybrid-Modelle von BMW sehenswert. Auf der diesjährigen IAA hat BMW den Active Hybrid 7, den Sport-Hybrid „Vision Z“ und den X6 Hybrid mit dabei. Der BMW X6 Hybrid etwa braucht rund 20 % weniger Kraftstoff und kommt mit weniger als zehn Liter pro 100 Kilometer aus.

Mobil in Deutschland auf der IAA Mobil in Deutschland e.V. goes IAA. Die IAA PKW Automesse findet alle 2 Jahre immer in Frankfurt und immer Mitte September statt. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Erleben, was bewegt,“ und in diesem Jahr hat sich in Sachen Automobilindustrie und neue Modelle sehr viel bewegt. Die IAA findet schon zum 63. Mal statt. Wir hingegen präsentieren uns zum ersten Mal auf der weltgrößten Automesse und freuen uns sehr auf Ihren Besuch. Wir haben uns viel vorgenommen. Unser Stand befindet sich im Freigelände gegenüber den Eingängen der Halle 5. Dort präsentieren wir uns auf 50 Quadratmeter mit einem wunderschönen Pavillon, vielen Quickbords, Beachflags und vielen interessanten Aktionen. Unterstützt wird unser Stand von unseren IAA Partnern D.A.S., Vodafone, Germanwings, Tectrol, Mio und mydays. Sie können uns gar nicht verfehlen. Wir starten eine große online Eintragungsaktion gegen ein Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen, wir verlosen täglich nützliche Dinge Ihres Autobedarfs, starten eine große IAA Mitglieds-Sonderaktion und noch vieles mehr. Es lohnt sich also vorbeizuschauen.

Stand F2 35 gegenüber Halle 5

Besonders gut gefällt uns auch der ElektroMini. Seit 22. Juni fahren 50 Elektro-Minis durch Berlin, 15 durch München. Der Mini E fährt emissionsfrei bis zu 250 Kilometer weit und bis zu 152 km/h schnell. Den Spurt auf 100 km/h erledigt er in 8,5 Sekunden.

MERCEDES Auch bei Mercedes stehen 2009 das Thema alternative Antriebe und verbrauchsoptimierte Motorentechnologien im Vordergrund. Der Supersportwagen SLS AMG etwa soll mit Elektroantrieb vorgestellt werden. Vier Elektromotoren sorgen mit einer Höchstleistung von 392 kW für die rasante und gleichzeitig umweltfreundliche Fahrt. Emissionsfreier Hightech-Antrieb gepaart mit spektakulärer Flügeltür-Mechanik – damit zählt Mercedes ebenso wie Audi mit seinem Elektro-R8 zu den Pionieren im Segment „Öko-Sportflitzer“. Weitere „Umwelt“-Highlights von Mercedes: Der Brennstoffzellen-Mercedes B-Klasse FCell und der Vision E300 BlueTec Hybrid.

OPEL Opel präsentiert auf der IAA 2009 den Ampera, ein Elektroauto mit Voltec-Antriebssystem. Ganz ohne CO2-Emissionen soll man damit bis zu 60 Kilometer mit der Energie aus Lithium-Ionen-Speicherbatterien zurücklegen können. Weitere Öko-Angebote: Den Astra gibt’s in einer sparsameren 1.3 CDTI EcoflexVersion, die mit nur 4,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer auskommt und auch den Insignia

Golf Blue Motion: Der „blaue“ Golf punktet mit 3,8 Liter Diesel im Normverbrauch sowie mit 99 Gramm CO2 pro Kilometer. Mobil in Deutschland September/Oktober 2009


Opel Ampera: Das Elektroauto hat eine Reichweite bis 500 km und wird 2011 in Serie gehen.

Mini E: Der Elektro-Mini wird durch die Batterien im Heck zum Zweisitzer.

Mercedes SLS AMG: Den Superflitzer mit Flügeltüren gibts auch als Elektroversion.

wird Opel auf der IAA als Ecoflex vorstellen. Die Modelle Corsa, Meriva, Astra Caravan und Zafira wird es demnächst mit AutogasAntrieben geben.

die Ausweitung des Hybridantriebskonzepts auf das gesamte Toyota-Modellangebot sein. Dann wird es den Prius aus der Steckdose zu bestaunen geben, den Prius Plug-in Hybrid. Mit ihm ist es möglich, bis zu 25 km im Alltagsbetrieb rein elektrisch zu bewältigen. Und dann hat Toyota noch zwei Versionen des lustigen, kleinen iQ mit dabei: Einen mit frechem Kuh-Design und einen getunten „iQ for Sports“.

Indi-Kar und die Ingenieursgesellschaft IAV wollen den Trabant nT vorstellen, ein reines Elektroauto mit nostalgischem Design.

TOYOTA Toyota präsentiert ein Konzept des ersten Vollhybriden in der Kompaktklasse, den Auris HSD Hybrid. Er soll der erste Schritt in

TRABANT IAA goes Retro! Herpa, Spezialfahrzeugbauer Toyota Auris HSD Hybrid: Mit diesem Auto präsentiert Toyota das erstes Voll-Hybridfahrzeug in der Kompaktklasse.

VW Mit einer neuen Generation von BlueMotionModellen will VW Verbrauch und CO2-Ausstoß reduzieren. Ab November 2009 starten Passat, Golf und Polo BlueMotion nacheinander. Ebenfalls auf der IAA mit dabei: Der VW Golf R, der VW Pickup oder die Serienversion des VW Up (eine Art viersitziger Smart). Wild spekuliert wurde darüber, ob VW auch ein Einliter-Auto auf der IAA 2009 vorstellen wird. Gewissheit darüber werden wir alle erst haben, sobald sich die IAA-Tore geöffnet ■ haben.

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Interviews mit Deutschlands Kurz vor der Bundestagswahl wollte Mobil in Deutschland e.V. wissen, wohin die Reise in Sachen Verkehr und Mobilität geht und bat um ein Interview mit Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, mit Dr. Guido Westerwelle, FDP-Partei- und Fraktionsvorsitzender und mit Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender. Alle drei Politiker standen dem Verein gerne Rede und Antwort.

„Ich setze nicht auf Vermeidung und Verhinderung von Verkehr sondern auf technischen Fortschritt“ Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

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den Realitäten – die Straße ist und bleibt der Hauptverkehrsträger mit rund 90 Prozent des Personenverkehrs und über 70 Prozent des Güterverkehrs. Gleichzeitig stößt das Schienennetz in vielen Regionen an die Kapazitätsgrenze. Beides muss – neben Umweltgesichtspunkten – auch bei der Verteilung der Investitionsmittel berücksichtigt werden. Die Bereitstellung der Verkehrsinfrastruktur ist eine Aufgabe des Staates. Das bedeutet aber nicht, dass der Staat Planung, Bau und Betrieb selbst durchführen muss. In vielen Fällen können Private dies besser und effizienter. MiD: Welche Verkehrsprojekte müssen Ihrer Meinung nach jetzt in Deutschland dringend umgesetzt werden? Guttenberg: Vorrang müssen die Verkehrsprojekte mit den größten Effizienzwirkungen für das gesamte Verkehrssystem haben. Das sind zum Beispiel Projekte, die zu einer Reduzierung von Staus führen, denn Staus verursachen hohe volkswirtschaftliche Kosten. Bei der Straße geht es daher vor allem um die Beseitigung von Engpässen in Ballungsräumen und bei der Schiene um den Ausbau von wichtigen Knotenpunkten. MiD: Was halten Sie von einem Grundrecht auf Mobilität? Guttenberg: Mobilität ist bereits heute Bestandteil des Grundgesetzes, denn ohne sie wären einige Grundrechte - wie z.B. das Recht auf Freizügigkeit – gegenstandslos. Wir brauchen daher keine Verfassungsänderung. Westerwelle: Mobilität ist auf jeden Fall ein Grundbedürfnis von Menschen und die Voraussetzung für individuelle Lebensqualität, Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand. Die FDP lehnt deshalb ideologisch geprägte Behinderungen beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und die Gängelei der Bürger bei der Wahl des Verkehrsmittels ab. Jeder soll selbst darüber entscheiden dürfen, welches Verkehrsmittel zu seinen Bedürfnissen passt. MiD: Was müsste Ihrer Ansicht nach geschehen, damit es mit der deutschen Automobilindustrie wieder richtig aufwärts geht? Guttenberg: Die Bundesregierung hat be-

reits einiges für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Automobilindustrie getan. Die Zukunftsfähigkeit der Branche liegt aber zuallererst in den Händen der Wirtschaft selbst. Mit einem Höchstmaß an Qualität und Innovation können die deutschen Hersteller auch in Zukunft ihre Spitzenposition verteidigen. Ich bin zuversichtlich, dass ihnen das mit ihren hervorragend qualifizierten Mitarbeitern auch gelingen wird. Westerwelle: Dafür braucht Deutschland endlich bessere strukturelle Rahmenbedingungen wie ein einfacheres, niedrigeres und gerechteres Steuersystem, geringere Lohnzusatzkosten, den Abbau von Bürokratie und vor allem eine forschungsfreundliche Politik. Seehofer: Die Fahrzeugindustrie ist der industrielle Innovationstreiber Nummer eins in Deutschland. Hersteller wie Audi, BMW und MAN stehen auch in ganz besonderer Weise für High Tech Made in Bavaria. Der Schlüssel für die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte liegt eindeutig im technischen Fortschritt und der permanenten Innovation. Unsere AutobauFoto: CSU

Foto: BMWi

MiD: Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Wofür stehen Sie in der Verkehrspolitik? Guttenberg: Zunächst einmal dafür, sie nicht an Wahlterminen sondern an den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft auszurichten. Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist stellenweise an ihre Belastungsgrenzen gerückt. Deshalb haben wir bereits mit den beiden Konjunkturprogrammen erhebliche Mittel für Investitionen in die Fernverkehrsinfrastruktur bereitgestellt. Auch in Zukunft brauchen wir ein moderndes Verkehrsangebot, das dem steigenden Bedürfnis von Menschen und Wirtschaft nach Mobilität gewachsen ist und zugleich die Belastungen verringert, die der Verkehr mit sich bringt. Ich setze dabei nicht auf Vermeidung und Verhinderung sondern auf technischen Fortschritt. Damit sind wir auch in der Vergangenheit im doppelten Wortsinn gut gefahren. Westerwelle: Die bisherige Unterfinanzierung der Verkehrsinfrastruktur muss beendet werden. Unsere Infrastrukturpolitik orientiert sich nicht an Wunschträumen, sondern an

„Eine generelle Festlegung der Höchstgeschwindigkeit auf unseren Autobahnen wird von uns abgelehnt “ Horst Seehofer, Bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender

Mobil in Deutschland September/Oktober 2009


er sind dafür gut gerüstet. Die Politik muss ihrerseits die besten Rahmenbedingungen schaffen zum Beispiel durch verlässliche Klimaschutzvorgaben, durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und vor allem auch durch die gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung neuer Technologien. Die Staatsregierung setzt genau in diesen Bereichen wichtige Investitionsschwerpunkte. So haben wir erst vor Kurzem eine breite „Zukunftsinitiative Elektromobilität“ angestoßen, um gemeinsam mit Stromanbietern und Automobilindustrie in Bayern dieses wichtige Zukunftsthema schnell voranzubringen. MiD: Was halten Sie von einem generellen Tempolimit 130 km/h auf deutschen Autobahnen? Guttenberg: Mittlerweile ist es doch ohnehin so, dass die Möglichkeiten schneller als 130 km/h zu fahren ausgesprochen beschränkt sind. Darüber hinausgehende Forderungen nach einem generellen Tempolimit müssen sich am Maßstab der Verkehrssicherheit und Umweltverträglichkeit und nicht lediglich an Behauptungen messen lassen. Westerwelle: Nichts. Seehofer: Die Forderung nach einem generellen Tempolimit auf Autobahnen wird immer einmal vorgebracht. Die Argumente dafür überzeugen nicht. Eine generelle Festlegung der Höchstgeschwindigkeit auf unseren Autobahnen wird von uns daher abgelehnt. Die Autobahnen in Deutschland sind, gerade auch im Vergleich mit Ländern, die ein allgemeines Tempolimit eingeführt haben, sehr sicher. Die bestehenden Möglichkeiten, das Geschwindigkeitsverhalten dort zu beeinflussen, haben sich bewährt. Unsere Autobahnen sind für den schnellen, weiträumigen Verkehr ausgebaut und haben eine herausragende Transport- und Bündelungsfunktion. Dies entlastet auch das nachgeordnete Straßennetz. An Stelle eines generellen Tempolimits setzt Bayern verstärkt auf eine intelligente Verkehrssteuerung. Dieser Weg hat in den letzten Jahren viel gebracht und den werden wir konsequent fortsetzen, um Mobilität, Verkehrssicherheit und Umweltschutz vernünftig in Einklang zu bringen. MiD: Welche Auswirkungen hat der Klimaschutz auf die Mobilität? Wie lässt sich die Automobil- und Umweltpolitik unter einen Hut bringen? Guttenberg: Im Bereich Verkehr wird die Umwelttechnologie eine immer größere RolMobil in Deutschland September/Oktober 2009 

Foto: FDP

Spitzenpolitikern! – weniger Abgase aus Autos sorgen vor allem in den Städten für sauberere Luft und weniger Lärm und somit für insgesamt mehr Lebensqualität.

„Mobilität ist ein Grundbedürfnis von Menschen und die Voraussetzung für individuelle Lebensqualität “ Dr. Guido Westerwelle, FDP-Partei- und -Fraktionsvorsitzender

le spielen. Klimaschutz und Mobilität bilden deshalb keinen Widerspruch, sondern bieten vielmehr beide zusammen große Chancen für den Innovationsstandort Deutschland. Ganz gleich, ob ein Fahrzeug von einem PlugIn-Hybrid, einer Brennstoffzelle oder einer Batterie angetrieben wird – die Zukunft wird in Fahrzeugen liegen, die mit Strom betrieben werden. Um diese Entwicklung zu beschleunigen, hat die Bundesregierung im zweiten Konjunkturpaket 500 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung im Bereich Mobilität bereitgestellt. Dadurch soll Deutschland seine bestehende Spitzenposition in der Automobilbranche ausbauen und die verlorene Technologieführerschaft bei der Batterieproduktion wieder nach Deutschland zurückholen. Seehofer: Die Anforderungen einer modernen und innovativen Klimaschutzpolitik erhöhen unbestreitbar den Innovationsdruck hin zu hoch effizienten und noch sparsameren Fahrzeugen. Wir haben auf diesem Weg schon viel erreicht. Obwohl das Verkehrsaufkommen erheblich wächst, sind die Klimaemissionen des deutschen Straßenverkehrs rückläufig – gegenüber 1999 um knapp ein Fünftel weniger CO2-Ausstoß. Der Klimaschutz bietet enorme Chancen, Umwelttechnologien wie zum Beispiel neue synthetische Hochleistungskraftstoffe, Leichtbau und Elektromobilität voranzubringen. Mobilität wird damit nachhaltig

MiD: Wie lässt sich die Automobil- und Umweltpolitik unter einen Hut bringen? Westerwelle: Das Wichtigste ist, dass wir neuen Technologien eine Chance geben. Die emissionsfreie Fortbewegung in den Städten mit Hilfe von Elektromobilen ist eine Technik, die wir gesellschaftlich wollen und deswegen auch politisch unterstützen. Damit erhalten die erneuerbaren Energien einen großen Schub. Über die Art und den Umfang der Nutzung verschiedener neuer Optionen werden letztlich die technologische Entwicklung und der Markt entscheiden. Die Politik muss aber heute durch Forschungs- und Entwicklungsausgaben für Speichertechnologien und Antriebe sowie den Aufbau einer zukunftstauglichen Infrastruktur die Voraussetzungen dafür schaffen. Als subventionsfreien Kaufreiz befürworten wir zudem verkehrsrechtliche Erleichterungen und die Einführung von Wechselkennzeichen für Elektroautos als Zweitwagen für den innerstädtischen Verkehr. Außerdem setzen wir auf einen konsequenten Klimaschutz mit Hilfe des Emissionshandels - das schafft übrigens auch zusätzliche Spielräume für eine drastische Senkung der Ökosteuer. Seehofer: Automobil- und Umweltpolitik sind kein Widerspruch. Die bayerische und deutsche Automobilindustrie setzt schon heute weltweit Maßstäbe mit ihren kraftstoffeffizienten und mit höchsten Sicherheitsstandards ausgestatteten Modellen. Erste Euro-SechsFahrzeuge sind beispielsweise von deutschen Herstellern schon heute zu kaufen, obwohl diese strengsten Abgasvorschriften erst Mitte des nächsten Jahrzehnts verpflichtend werden. Unsere Autobauer wissen: Investitionen in den Klima- und Umweltschutz sind der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg. Denn es ist völlig klar, nur umwelt- und klimaverträgliche Automobile können den globalen Herausforderungen wirklich gerecht werden. Gerade mit deutscher Ingenieurskunst und Technologie lässt sich der weltweite CO2-Ausstoß bei den Pkw’s in den nächsten Jahren noch weiter erheblich senken. Das ist der richtige Weg für die Automobil- und die Umweltpolitik. MiD: Was war Ihr erstes Auto? Westerwelle: Ein uralter, kleiner, roter Fiat, der immer angeschoben werden musste.  ■ 7


Verkehrstauglichkeit der Parteien Rechtzeitig zur Bundestagswahl wollten wir einige Parteien Deutschlands auf ihre „Verkehrstauglichkeit“ überprüfen: CDU, CSU, FDP, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und die Linken. Unsere Fragen: 1. Was ist Ihre strategische Ausrichtung in der Verkehrspolitik? 2. Was halten Sie von einem generellen Tempolimit 130 km/h auf deutschen Autobahnen? Ronald Pofalla (Generalsekretär) Zur Mobilität: Die Nutzung des Straßenverkehrs ist für viele Menschen Grundlage für die Teilnahme am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben, bringt aber gleichzeitig Umweltbelastungen mit sich. Der Straßenverkehr kann und muss umweltfreundlicher werden. Wir wollen, dass ein umweltgerechter Straßenverkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet, die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger berücksichtigt und gleichzeitig zum Wachstumsmotor für den Automobilstandort Deutschland wird. Zum Tempolimit: Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen lehnen wir ab. Bereits heute sind knapp 40 Prozent des Autobahnnetzes dauerhaft oder zeitweise geschwindigkeitsbeschränkt. Sinnvoller ist der Einsatz von Verkehrsbeeinflussungsanlagen, die das Tempo abhängig von Verkehrsaufkommen und Witterung regeln und so eine optimale Nutzung der Autobahnen ermöglichen.

Alexander Dobrindt (Generalsekretär) Zur Mobilität: Mobilität ist für die Zukunft unserer hoch entwickelten Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Wohlstand und Freiheit der Menschen hängen unmittelbar davon ab, dass sie mobil sein können. Das gilt besonders für den ländlichen Raum. Gerade außerhalb der Ballungszentren sind die Menschen auf eine gute Verkehrsanbindung angewiesen. Auch unsere Unternehmen brauchen gut ausgebaute und leistungsfähige Transportwege, damit Deutschland Exportweltmeister bleiben kann. Zum Tempolimit: Die CSU lehnt ein starres Tempolimit ab. Wir setzen dagegen auf flexible Geschwindigkeitsregulierung durch moderne Technologien. Mit intelligenter Verkehrstelematik können wir präzise auf die jeweilige Verkehrslage reagieren. Damit tun wir mehr für die Verkehrsicherheit, als mit einem starren Tempolimit. In Frankreich und Österreich passieren auf den Autobahnen mehr Unfälle, obwohl dort Tempo 130 gilt.

Patrick Döring (Ausschuss für Verkehr) Zur Mobilität: Mobilität ist die Grundlage für unsere soziale Marktwirtschaft, für Freiheit und Wohlstand in Europa. Daher ist es wichtig, Verkehrspolitik so zu gestalten, dass Mobilität nicht nur umweltfreundlicher wird, sondern auch für jeden bezahlbar bleibt. Außerdem müssen wir wieder mehr in den Ausbau und die Erhaltung der Straßeninfrastruktur investieren. Anstatt Verkehr zu verteuern und zu verbieten, muss effizientere Mobilität ermöglicht werden. Zum Tempolimit: Ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen lehne ich ab. Die deutschen Autobahnen sind die sichersten in Europa. Statt eines Tempolimits, das den CO2-Ausstoß nur um 0,3 Prozent senkt, brauchen wir mehr Verkehrsleitsysteme, die Geschwindigkeit und Überholverbote je nach Situation regeln. Das leistet einen wichtigen Beitrag zum angepassten Fahrverhalten.

Wolfgang Tiefensee (Verkehrsminister) Zur Mobilität: Ziel unserer Verkehrspolitik ist, Mobilität als Grundlage für Wohlstand und Lebensqualität langfristig zu sichern. Mobilität zu erhalten bedeutet aber auch, sich gesellschaftlichen Umwälzungen bewusst zu sein, die Mobilität beeinflussen: Globalisierung, Umweltschutz, Sicherung der Energieversorgung und demografischer Wandel. Angesichts dieser Herausforderungen benötigen wir langfristige Lösungsansätze für eine nachhaltige Mobilität, die leise, sauber, klimafreundlich und bezahlbar ist. Zum Tempolimit: Ich bin gegen ein generelles Tempolimit. Autobahnen sind die sichersten Straßen. Und wir haben auf 1/3 der Autobahnen dauerhaft Tempobeschränkungen. Wo Unfallschwerpunkte, gefährliche oder stauanfällige Strecken sind, sind Tempolimits sinnvoll. Um die Umweltbelastungen zu senken, setze ich auf eine Reduktion der Schadstoffe durch Kraftstoff-Innovationen und neue Antriebe.

Undine Kurth (Parlamentarische Geschäftsführerin) Zur Mobilität: Wir wollen, dass endlich auch im Verkehrsbereich mit dem Klimaschutz ernst gemacht wird. Um die Emissionen des Pkw-Verkehrs zu senken, schlagen wir vor, ab dem 1.1.2011 ein Marktanreizprogramm für Elektroautos mit einem Anschaffungszuschuss von anfangs 5.000 Euro pro Auto aufzulegen. Zu unserer Klimaschutzpolitik gehört auch die Förderung der Alternativen zum privaten Auto. Wir wollen Bahn-, Bus,- Radfahren, Car-Sharing und das Flanieren in den Städten attraktiv machen. Zum Tempolimit: Bei der Polizei und Verkehrssicherheitsexperten ist unstrittig, dass ein generelles Tempolimit einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn bringen würde, d.h. hunderte weniger Verkehrstote, zehntausende weniger Schwerverletzte. Klare Zahlen auch beim Klimaschutz: Je nach Berechnungsweise würden zwischen 1,5 Millionen (ADAC) und 2,2 Millionen (Umweltbundesamt) Tonnen CO2 einspart.

Dietmar Bartsch (Bundesgeschäftsführer) Zur Mobilität: DIE LINKE will Mobilität für alle gewährleisten – nicht nur für die, die sich das leisten können. Öffentlicher Verkehr muss in öffentlicher Regie durchgeführt werden und bezahlbar sein. Eine Privatisierung der Deutschen Bahn und von Nahverkehrsunternehmen lehnen wir ab. Es sind flächendeckend Sozialtickets und eine SozialBahncard für einkommensschwache Menschen anzubieten. Vorrang bei Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur haben der seit Jahrzehnten vernachlässigte Erhalt der Verkehrswege und der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, insbesondere der Schiene. Die Subventionierung des Flugverkehrs muss beendet werden. Zum Tempolimit: Senkung der Unfall- und Opferzahlen, Senkung des CO2-Ausstoßes und Senkung des Anreizes, stark motorisierte und schwere Fahrzeuge zu kaufen – vieles spricht für ein Tempolimit auf Bundesautobahnen. Deshalb wäre Tempo 130 sinnvoll. 8

Mobil in Deutschland September/Oktober 2009


Die EU entscheidet nicht Der Bundestagsabgeordnete aus dem Münchner Süden und Rechtsanwalt Dr. Peter Gauweiler im Interview zu Themen wie man Verkehr organisieren sollte, was man mehr für Sicherheit tun könnte und ob die EU in Deutschland ein Tempolimit entscheidet. MiD: Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Wofür steht Peter Gauweiler in der Verkehrspolitik? Gauweiler: Im Vordergrund steht für mich eine Staubeseitigungspolitik. Als Bau- Staatssekretär war ich unter anderem zuständig für den Bau der Autobahnen. Unter meiner Verantwortung wurden weite Teile des Autobahnringes um München gebaut. Dort habe ich die legendären sogenannten „24-Stunden-Baustellen“ eingeführt, wo in mehreren Schichten rund um die Uhr an der Fertigstellung der Baumaßnahmen gearbeitet wurde. So konnte die Bauzeit deutlich gesenkt werden und der enorme volkswirtschaftliche Schaden durch Staus an Autobahnbaustellen spürbar verringert werden. Im Jahr 1996 wurde auf meine Initi-

ative hin der Ausbau des Mittleren Rings durch einen Volksentscheid auf den Weg gebracht. Der Petuel-Tunnel und der RichardStrauß-Tunnel sind inzwischen fertiggestellt. Als Abschluss wird nun endlich auch der Tunnel am Luise-Kieselbachplatz im Münchner Süden in Angriff genommen. Damit wird sich die Verkehrssituation an den betroffenen Nadelöhren spürbar verbessern. Ich war gegen den Transrapid in München und hatte mich dafür ausgesprochen, die vorgesehenen Gelder für die Fertigstellung des Mittleren Rings in München zu verwenden und die Konzeptstudie einer Transrapidverbindung Berlin-Moskau anzugehen, wo der Transrapid auf langer Strecke seine unbestrittenen Stärken hätte ausspielen können. Beim Öffentlichen Nahverkehr habe

ich mich für eine Verbesserung der Benutzbarkeit durch mehr Sicherheit eingesetzt. Es sollte abends ab einer gewissen Uhrzeit in jedem S-Bahn-Waggon einen Wachmann mitfahren. Dies könnte durch einen „Sicherheitsaufschlag“ auf jeden Fahrschein von zehn Cent finanziert werden. Die Promis von Politik und Gesellschaft beobachteten die abstoßende Brutalität in U- und S-Bahnen wie aus einer VIP-Loge, aber umgeben sich mit immer mehr Leibwächtern. Dabei ist jede Kellnerin, die nachts mit der S-Bahn nach Hause fährt, im Durchschnitt mehr gefährdet als ein deutscher Minister. Das kann so nicht richtig sein. MiD: Was halten Sie von einem Grundrecht auf Mobilität? Gauweiler: Es gibt ein Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit.

Dazu gehört auch die Mobilität. Es gibt aber kein Grundrecht auf Rasen. MiD: Was halten Sie von einem generellen Tempolimit 130km/h auf deutschen Autobahnen? Gauweiler: Nichts. MiD: Nebst einigen Parteien drängt die EU auf ein generelles Tempolimit in Deutschland. Wie ist dem beizukommen? Gauweiler: Das hat die EU nicht zu entscheiden. MiD: Was war Ihr erstes Auto? Gauweiler: Ein kleiner VW ■ Käfer 1200.

Der Tag der Entscheidung Am 27. September sind Bundestagswahlen – eine gute Gelegenheit für alle Bürger, die in unserem Land so weit verbreitete autofeindliche Politik zu verändern.

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utofahren in Deutschland? Das macht schon seit Jahren keinen Spaß mehr. Da gibt es sinnlose Parkverbote verbunden mit exzessiven Parkkontrollen, um die Kassen der Kommune zu füllen. Gefolgt von Radarüberwachungen, die nach dem Prinzip der größtmöglichen Einnahmengewinnung auf gut gesicherten Hauptverkehrsstraßen und Tunnels (siehe im hochmodernen RichardStrauß-Tunnel in München) durchgeführt werden, nicht aber an Unfallschwerpunkten oder vor Schulen und Kindergärten. Dann steht auch noch der Verzicht auf die Grüne Welle ganz oben auf der Hitliste. Sie ist zwar technisch längst möglich, würde die Umwelt schonen, wird aber nicht umgesetzt, um den Individualverkehr so nervenaufreibend wie möglich zu gestalten. Oder ist Ihnen die Lust an Ihrem Vierrad längst vergangen wegen unangemessen hoher Bußgelder und teilweise existenzzerstörender Strafen bei Verkehrsverstößen, einem mittlerweile völlig wüsten Schilderwald oder der unkoordinierten Baustellenplanung? Anführen könnten wir hier auch noch den Schneckentempo-Ausbau von Hauptverkehrsstraßen wie des Mittleren Rings in München oder der Forderung von SPD, Grü-

Mobil in Deutschland September/Oktober 2009 

nen und Linken nach Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen. Die Liste der Attacken auf deutsche Autofahrer ist lang und könnte gern noch länger sein, ginge es nach der rot-grünen Stadtverwaltung in München oder der Politik des jetzigen Bundesverkehrsministers Tiefensee, SPD. Es wird höchste Zeit, diese ideologisch geprägte und nur auf das Abkassieren ausgerichtete Verkehrspolitik zu ändern. Dafür brauchen wir eine starke bürgerliche Regierung. Deshalb empfiehlt Mobil in Deutschland für die anstehende Bundestagswahl mit der Zweitstimme bürgerlich, d.h. FDP oder Union zu wählen. Mit der Erststimme ist es sinnvoll, ausschließlich den Kandidaten der Union zu unterstützen, da nur dieser eine reelle Chance hat, den jeweiligen Stimmkreis gegen den SPD-Bewerber direkt zu gewinnen und nur so verhindert werden kann, dass ein Vertreter der schikanösen, rot-grünen Verkehrspolitik ins Parlament einzieht. Also, bitte lieber Autofahrer, wählen Sie sich die Freude am Straßenverkehr zurück in den Alltag! ■

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Foto: i-Stockphoto.com

München ist Radarmetropole Mobil in Deutschland präsentiert seinen fünften Blitzatlas und hat die Top-Radarstraßen der Unfallstatistik gegenüber gestellt. Das Ergebnis stimmt nachdenklich…

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adarkontrollen machen Sinn, wenn sie dort angebracht sind, wo sie Unfälle verhindern können. Schade nur, dass in Deutschland an jeder Ecke munter drauf los geblitzt wird – um abzukassieren. Ganz vorne in der Radar-Städtebilanz ist München. Stellt sich die Frage: Wird dort sinnfrei oder sinnvoll geblitzt? Mobil in Deutschland hat die Antwort: Im Blitzatlas 2009. Schon zum fünften Mal listet Mobil in Deutschland die häufigsten Radarfallen in der Stadt München auf – und bewertet sie nach ihrer Berechtigung. Dabei fragt der Verkehrsverein: Sind die mobilen Radarkontrollen in München gerechtfertigt? Werden sie dort installiert, wo Unfälle passieren, wo Schulbusse halten, Kindergärten sind, Familien wohnen? Oder auf breiten, gut ausgebauten Straßen, nur um die Kassen zu füllen?

Die Entstehung des Blitzatlas Der Verein Mobil in Deutschland e.V. hat im Juli und August 2009 neun Wochen lang alle Blitzmeldungen (nur für München) der Münchner Radiosender Charivari, 2day und Arabella gelistet und ausgewertet. Rund 1800 HörerMeldungen konnten dabei notiert werden. Das Ergebnis: In München wird pro Tag 22 Mal, 10

pro Woche 155 Mal, pro Monat 700 Mal und pro Jahr 8000 Mal geblitzt.

Die Auswertung Wie sinnvoll sind die massiven Verkehrskontrollen in München? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, stellten wir die Radiohörer-Meldungen den TOP 10-Unfallstraßen aus der Unfallstatistik 2008 der Polizei München gegenüber. Hieraus bildeten wir eine Schnittmenge, die im Idealfall eine komplette Überschneidung ergeben müsste.

Die Ergebnisse 1. In München gibt es um ein Viertel weniger mobile Blitzer als vor zwei Jahren. Während es beim Blitzatlas 2007 noch 990 Blitzer im Monat gab, waren es 2009 „nur“ noch 700! 2. Die Top-Blitzmeile ist eine andere! Während 2007 die Landshuter Allee vorne lag, steht nun mal wieder die Ingolstädter Straße an der Spitze. Hier wird 320 Mal im Jahr geblitzt. Ihr folgen die Wasserburger Landstraße (210), die Menzinger Straße und die Ifflandstraße (200), die Claudius-Keller-Straße (150), die Eduard-Schmidt-Straße und die Schleißheimer Straße (140) sowie die Heinrich-Wieland-Straße mit 120 Blitzern im Jahr. Jeweils 110mal im Jahr wird auf der Mars-

straße und der Ungerer Straße geblitzt. Nicht-Münchnern sei an dieser Stelle erklärt: Fast alle Straßen der Blitz Top 10 sind zweispurige Aus- und Einfallstraßen, auf denen viel Verkehrsfluss von Berufspendlern stattfindet und wo man sich gut für Radarkontrollen positionieren kann.

Unsere Kernaussage Dort, wo besonders viel geblitzt wird, passiert wenig und dort, wo am meisten passiert, wird kaum geblitzt. Das belegt unsere Gegenüberstellung zwischen den TOP 10 Blitzstraßen 2009 und den TOP 10 Unfallstraßen aus 2008. In den größten Unfallstraßen, der Landsberger Straße und der Dachauer Straße (hier zählt München die meisten Unfälle, Verletzten und Verkehrstoten) wird so gut wie gar nicht geblitzt. Doch: 2009 gibt es zum ersten Mal auch 3 Überschneidungen zwischen den Top-Blitzstraßen und den Top-Unfallstraßen: Diese sind die Ingolstädter Straße, die Wasserburger Landstraße und die Schleissheimer Straße.

Mehr fest installierte Blitzer Der Blitzatlas von Mobil in Deutschland ist eine Erhebung von mobilen Blitzern. Die haben in diesem Jahr erstmals abgenom-

men und sich auf dem Niveau von 2004 eingependelt. Doch das ist noch kein Grund zum Jubeln, denn: München verzeichnet einen massiven Zuwachs an fest installierten Blitzgeräten. 2008 wurden so am McGraw-Graben rekordverdächtige 100.000 Bußgeldbescheide verhängt. 2009 wurde der Richard-Strauß-Tunnel und mit ihm 24 hochmoderne Geisterblitzer für den Verkehr frei gegeben. Multipliziert man die sechs dauerhaften Standorte im Richard-Strauß-Tunnel mit 365 Tagen, wäre 2009 das absolute Blitzrekordjahr und München die „Radarmetropole“ Deutschlands.

Unser Fazit Beim Blitzen in Münchens Straßen geht es überwiegend um das Geld der Autofahrer und weniger um die Sicherheit der Bürger. Mobil in Deutschland bedauert dies. Schon mehrmals haben wir die Polizei gebeten, ihre Radarmessungen an der Unfallursache „überhöhte Geschwindigkeit“ zu orientieren. Ohne Erfolg.

Das fordern wir! Die Forderung von Mobil in Deutschland e.V. bleibt: Blitzen nur da, wo es eindeutig um die Sicherheit geht. Etwa auf Unfallstraßen und dort, wo gefährdete Personengruppen leben, wie vor Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern oder Altenheimen. Und eine Bitte an die Autofahrer: Petzen Sie den Radiosendern jeden Radarkasten. Die machen einen guten Job und freuen sich über Ihren Anruf. ■

Mobil in Deutschland September/Oktober 2009


Der nächste Prius. Wegweisend.

Führend in Umweltverträglichkeit bei maximaler Steuerersparnis.

Der niedrigste Kraftstoffverbrauch seiner Klasse.

Ein neues Fahrerlebnis: auch rein elektrisch – völlig emissionsfrei.

Wichtige Informationen direkt im Sichtfeld des Fahrers.

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Maximale Effizienz jederzeit im Blick.

Technische Innovation – einfach und intuitiv bedienen.

30% Energieersparnis bei maximaler Lebensdauer.

Fahrzeuginnenraum schon vor dem Einsteigen kühlen.

Strömungsoptimierte Form für weniger Luftwiderstand und Windgeräusche.

toyota.de/prius Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,0–3,9 l/100 km (innerorts 4,0–3,9 l/außerorts 3,8–3,7 l) bei CO 2 -Emissionen von 92–89 g/km nach dem vorgeschriebenen EU-Messverfahren. Abb. zeigt Prius Executive mit Sonderausstattung. *Je nach Ausstattungsvariante oder optional erhältlich.


Blitzatlas 2009 3

2

3

7

5

Festinstallierte Geschwindigkeitsblitzer

1

9

•McGraw Graben/Tegernseer Landstraße stadteinwärts bei Einmündung Chiemgaustraße •Richard-Strauß-Tunnel in beide Richtungen 24 Geisterblitzer (12 Kameras und 12 Infrarotblitzer)

6

Rotlicht Dauerblitzer •Boschetsrieder Straße •Zweibrückenstraße (zw. Isartor und Dt. Museum) •Kreiller Straße/Baumkirchner Straße •Landsberger Straße/Wotanstraße (Rotlicht- und Geschwindigkeit)

•Ständlerstraße/Balanstraße (in östlicher Richtung) •Belgradstraße/Herzogstrraße (stadtauswärts) •Elisenstraße/Lehnbachplatz (von Marsstr. stadteinwärts) •Steinsdorfstraße (Höhe Mariannenbrücke) •Menzinger Straße/Wintrichring

4

(Rotlicht- und Geschwindigkeit)

•Garmischer Autobahn (Autobahnende) •Fürstenrieder Straße (Ammerseestr. stadtauswärts)

Dìe Blitzer-Hotlines Radio Charivari (0800) 0955 955 Radio 2 Day 08000002DAY Radio Arabella (089) 54 47 00 44 Radio Energy (089) 933 933 Radio Gong 96,3 (089) 38 38 38 38 12

Mobil in Deutschland September/Okotber 2009


Top 10 Blitzstraßen 2009

1

Blitzer Straße Kreuzung  

Anzahl Blitzer p.a. 2009

1. Ingolstädter Straße  2. Wasserburger Landstraße  3. Menzinger Straße  4. Ifflandstraße  5. Claudius-Keller-Straße  6. Eduard-Schmid-Straße  7. Schleißheimer Straße  8. Heinrich-Wieland-Straße  9. Marsstraße  10. Ungererstraße 

9 7 10

320 210 200 180 150 140 140 120 110 110

Top 10 Unfallstraßen 2008 Straße 

Anzahl 2008

1. Landsberger Straße  2. Dachauer Straße  3. Schleißheimer Straße  4. Fürstenrieder Straße  5. Arnulfstraße  6. Lindwurmstraße  7. Ingolstädter Straße  8. Prinzregentenstraße  9. Frankfurter Ring  10. Wasserburger Landstraße 

4

373 313 236 164 130 128 90 90 89 84

8

10

2

6 5 8

Karte mit freundlicher Unterstützung von:

Mobil in Deutschland September/Oktober 2009 

13


München wird im Untergrund mobil E

ndlich ein Stück mehr Sicherheit, ein Stück mehr Lebensqualität für Münchens Bürger. Seit vergangener Woche kann man auch in den U-Bahnen mit dem Handy telefonieren. Auf diesen zeitgemäßen Service hatte Mobil in Deutschland seit Jahren gedrängt. Doch erst nach mehreren schlimmen Gewaltübergriffen auf Fahrgäste war die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) bereit, die Münchner U-Bahn-Tunnel mit einem modernen Mobilfunk-Netz ausbauen zu lassen. Dazu hat die MVG mit den Netzbetreibern Vodafone, E-Plus, T-Mobile und O2 einen Vertrag über die Versorgung in allen Schächten und Zwischengeschossen abgeschlossen. Ein schwieriger Auftrag. „Das Münchner Tunnelsystem muss-

te von Spezialisten zunächst in mühsamer Detailarbeit sorgfältig ausgemessen werden“, sagt Vodafone-Sprecherin Dr. Margarete Steinhart. „Rund 75 Kilometer Tunnelstrecke und 89 unterirdische U-Bahnhöfe sollen bis voraussichtlich 2011 mit Mobilfunktechnologie ausgestattet sein.“ Vodafone & Co. setzen dabei auf modernste Funkstandards GSM und UMTS. Dazu werden rund 100 Verstärkereinheiten und über 250 Sendeantennen benötigt. Mit Glasfaser sind die einzelnen Einheiten an die Zentralstation am Hauptbahnhof angebunden. Von dort aus werden die Gespräche und Daten dann an die Vermittlungsstellen der jeweiligen Netzbetreiber weitergeleitet. Damit

Die Münchner U-Bahn ist ein echtes Schmuckstück. Gut ausgebaut, sauber, schnell und jetzt dann auch noch mobil erreichbar.

wird der Hauptbahnhof auch zum Knotenpunkt der Münchner U-Bahn-Telefonie. Derzeit lässt sich schon in der gesamten Innenstadt, also Stachus, Marienplatz, Odeonsplatz, Sendlinger Tor und eben Hauptbahnhof mobil im Untergrund telefonieren. Und der erste Härtetest steht schon vor der

Tür: die Wiesn. Das Betreiberkonsortium um Vodafone hat es ermöglicht, dass heuer auch im U-Bahn-Halt Theresienwiese mit dem Handy telefoniert werden kann. Als nächstes sollten dann die Strecken zur Allianz-Arena und zur Messe München ausgebaut werden. ■

Es ist Deine Zeit.

Moderne Kommunikation vereinfacht das Leben Moderne Kommunikation ist die Infrastruktur des 21. Jahrhunderts und Datenautobahnen sind die Wege der Zukunft. Mobilfunknetze und Handys werden immer leistungsfähiger und machen unser Leben sicherer und mobiler. Handys retten Leben Für 2008 zählte das statistische Bundesamt 4550 Verkehrstote. Wie viele davon könnten eventuell noch leben, wenn schneller Hilfe vor Ort gewesen wäre. Durchschnittlich gehen in Deutschland unter der 110 und 112 pro Tag etwa 60.000 Notrufe per Handy ein. Mit dem Projekt eCall will die EU Kommission dafür sorgen, dass Unfallopfern schneller geholfen wird. Vodafone unterstützt die EU Kommission bei ihren Bemühungen.

In Kontakt bleiben Immer auf dem aktuellsten Stand der Dinge zu sein, das ist das Geheimnis erfolgreicher Geschäftsleute. Die ständige Synchronisierung von Daten ermöglicht es auf E-mails, Termine und Adressbücher zuzugreifen und wie gewohnt zu telefonieren. Staufrei durch die City Intelligente Verkehrsführungen sind ein wichtiger Beitrag Stau zu umgehen, Zeit zu sparen und die Umwelt zu schonen. Vodafone liefert hier einen wichtigen Beitrag für Autofahrer und Anwohner. Immer informiert sein Zuhause und unterwegs bietet Vodafone live! Ihnen Aktualität, Service und Entertainment der Extraklasse: Aktuelle News aus Sport, Wirtschaft, Politik, Lifestyle, Auto, Reise und IT sowie eine Riesenauswahl an TopDownloads.

Einfacher Bezahlen und Reisen Kleingeld hat man oft nicht passend, ein Handy aber meistens. Also ist die Idee naheliegend, dass dieses künftig die Kleingeldbörse ersetzt. Und bei größeren Beträgen kann das Handy künftig sogar EC- oder Kreditkarte ersetzen. Probeläufe hierzu von Vodafone gib es bereits.

Es ist Deine Zeit.

Foto: MVV München; Vanessa/Fotolia.com

Vodafone & Co. dürfen endlich ran an den Münchner Untergrund und das U-Bahn-Netz mobil vernetzen. Was in anderen Ländern und Städten schon längst Alltag ist, passiert jetzt auch in München. München wird mobil.


VIP-Mobilitätscheck Mobil in Deutschland wollten wissen, wie deutsche Prominente unterwegs sind – ob mit Auto, Bahn oder Flugzeug? Und wie sich daraus ihre Umweltbilanz zusammensetzt. Lesen Sie hier drei ganz besonders „ökofreundliche Fälle“: Sandra Thier, RTL2-Nachrichtensprecherin:

Ultraschlank. Megastark. Nie mehr was verpassen. Kein Spiel. Kein Tor. Kein Ziel. High-End-Navigation gepaart mit bestem TV-Empfang. Die beste Kombination: Moov Spirit V735 TV oder Moov Spirit V505 TV.

Foto: Privat

Ich bin eine leidenschaftliche Fußgängerin oder Fahrradfahrerin, doch wegen meines Berufs bin ich meist aufs Auto angewiesen. In letzter Zeit gings auch oft in die Luft. Der Grund: Für RTL durfte ich von der waghalsigen „Red Bull Air Race“-Weltmeisterschaft aus den coolsten Städten der Welt berichten. Dafür pendelte ich in den letzten Monaten zwischen Abu Dhabi, San Diego, Windsor in Kanada, Porto, Barcelona und Budapest. In Sachen „Umweltbilanz“ muss ich also im nächsten Jahr einiges gut machen. Aus Überzeugung: Ich halte alternative Antriebe für das große Thema der Zukunft. Mein nächstes Auto soll auf jeden Fall ein Elektro-Auto werden. Und wer weiß, vielleicht sitzen wir bald in von Solarzellen betriebenen, fliegenden Untertassen. Das wär doch was...

Claude-Oliver Rudolph, Schauspieler: Ich lege fast alle Strecken in Europa mit dem Auto zurück. Das ist die größtmögliche Unabhängigkeit von Zeit und Raum. Meine bevorzugten Autos sind Ferrari und Alfa Romeo. Sie verfügen über Doppelkat und Lambdasonde, haben EU-weit den günstigsten CO2-Ausstoß. Die Deutsche Bahn kommt für mich nicht in Frage. Sie ist oft unpünktlich, teuer und unbeobachtet bewegen kann ich mich dort auch nicht. Ins Flugzeug steige ich nur, wenn es nach Übersee geht. Ansonsten bin ich viel per pedes unterwegs. Mein Rottweiler-Schäferhund-Mischling braucht viel Auslauf, und ich wandere seit dem Jacobsweg 2007 wöchentlich etwa 50 Kilometer. Meine Umweltbilanz ist also bestens.

Foto: Detlev Schneider

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Christiane Paul, Schauspielerin:

Mobil in Deutschland September/Oktober 2009

Scharfe Kurven, scharfe Bilder: Mit den Navigeräten von Mio hat man alles im Blick: Intelligente Routenführung, regelmäßig aktualisierte Karten-Software, einfach lesbare Kreuzungs- und TruMap™ Ansichten bringen Sie sicher ans Ziel. Das integrierte Digital-TV mit 4,7’’ bzw. 7’’-Breitbild-Farbdisplay sorgt für perfekte Unterhaltung. In der Version Moov Spirit V735 sogar als echte Multimediastation mit Speicherfunktion für Fotos, Videos und MP3. www.mio.com Foto: christiane-paul.net

Ich lege längere Strecken am liebsten mit dem Zug zurück. Wenn ich in die Stadt muss, fahre ich automatisch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, also Bus, S-Bahn, U-Bahn. Und wenn ich mir ein Taxi bestelle, dann aus Prinzip ein Umwelttaxi. Auto fahre ich nur, wenn es wirklich sein muss. Meinen Renault Mégane Eco, mit dem kleinsten Dieselmotor. Mein neuester Plan? Wir haben Bekannte mit einem Paralleltandem, auf dem man zwei Kinder bequem und sicher unterbringen kann. So etwas schwebt uns auch für Hamburg vor, wohin ich demnächst ziehe. (Quelle: mylife)

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Foto: Andrejs Pidjass/Fotolia

Nein zum Tempolimit Merkel meint nein, Steinmeier vielleicht und Mobil in Deutschland ist eindeutig GEGEN ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen.

A

ngie – da weiß man, was man hat. Mit diesem alten Waschmittel-Slogan hätte Angela Merkel (CDU) in den Wahlkampf ziehen müssen. Denn die Blütenweiße ihrer Weste hat sich die Kanzlerin in den letzten vier Jah-

Stimmen Sie auf unserer Internetseite www.130-danke-nein.de gegen ein Tempolimit.

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ren hart erarbeitet. „Mit mir bleibt alles, wie es ist!“ In Sachen Tempolimit und PKW-Maut immerhin ein Argument, um bei der Bundestagswahl für Angie zu stimmen. „Mit mir wird es kein Tempolimit und keine Pkw-Maut geben“, sagt die Kanzlerin im Interview mit „auto motor und sport“ für den Fall der Wiederwahl. Vielmehr setzt Merkel auf intelligente Verkehrsleitsysteme. Und was sagt SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier? „Wir wollen, dass in Deutschland weiter Top-Autos gebaut und die Arbeitsplätze in der Branche gesichert werden. Die Automobilindustrie ist und bleibt das Rückgrat unserer Volkswirtschaft.“ Bravo, möchte man

sagen. Vermutlich hat Steinmeier hier die Mobil-in-DeutschlandSatzung zitiert. Was der Kandidat dann aber zum Tempolimit sagt, ist nicht Fisch und nicht Fleisch: „Ich halte nichts von Schlagworten, auch hier nicht. Wir wissen, dass ein Tempolimit nur ein Prozent der notwendigen CO2-Einsparung bringt. Viel mehr bringen moderne Antriebstechnologien oder marktreife Elektroautos. Das ist entscheidend.“ Ein klares Nein hört sich anders an. Wir sagen: keine dehnbaren Politiker-Formulierungen und ein klares NEIN zum Tempolimit auf Autobahnen. Daher: Tragen Sie sich ein. Denn, nur wer klar NEIN sagt, ist auch wirklich dagegen. ■

Bitte jetzt eintragen! Achtung Autofahrer: Unter allen Einträgen gegen ein Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen auf

www.130-danke-nein.de verlosen wir jeden Monat ein Navigationsgerät – die Gewinner werden jeweils online bekannt gegeben! Wir freuen uns auf Ihren Eintrag!

September/Oktober 2009


www.red.de

Menschen bewegen Verbindungen zu schaffen – das ist unsere Profession. Als eine der führenden europä­ ischen Luftverkehrsdrehscheiben führen wir am Flughafen München Menschen über Ländergrenzen und Kontinente hinweg zueinander. Mit freundlichen und kompetenten Mitarbeitern, einem umfangreichen Serviceangebot und einem ebenso schönen wie funktionalen Flughafen machen wir Jahr für Jahr mehr Mobilität möglich. 2008 nutzten weit über 34 Millionen Reisende unser breites Flugangebot – mehr als jemals zuvor. Im gleichen Jahr wurden wir zum vierten Mal in Folge bei der weltweit größten Passagier­ befragung zum besten Airport Europas gewählt. Schön, dass die Menschen bei uns genauso gut ankommen wie wir bei ihnen. Wir werden auch künftig für bewegende Momente am Flughafen München sorgen. www.munich­airport.de


Auf geht’s zur Wiesn! M

obil in Deutschland hat den Vorab-Check gemacht und eine München-Fahrt ab Hamburg, Berlin, Köln, Hannover, Leipzig und Frankfurt mit dem Flugzeug, der Bahn und dem Auto getestet. Welches Reisemittel ist das wiesntauglichste? Lesen Sie selbst.

So haben wir getestet Als Testzeitraum wählten wir das mittlere Wiesnwochenende. Die Anreise findet am Freitag, den 25. September, die Abreise am Sonntag, den 27. September, statt. Bei der Flugbuchung verhielten wir uns wie „Schnäppchenjäger“. Lediglich der Samstag wurde als reiner Wiesntag berechnet, die beiden anderen standen als An- und Abreisetage zur Verfügung. Somit konnten wir die günstigste Flugverbindung ohne Rücksicht auf die Abflugzeit wählen. Als Airlines buchten wir abwechselnd Lufthansa, Germanwings und AirBerlin Probe. Bei

der Bahn wählten wir immer nur ICE-Verbindungen, da diese vom Zeitfaktor her unschlagbar sind. Wer hier noch günstiger reisen will, muss mehrmaliges Umsteigen sowie eine weitaus längere Fahrt in Kauf nehmen. Bei der Berechnung der Autofahrt-Kosten wählten wir den allgemein üblichen Faktor km x 0,3 Euro. Darin enthalten sind Benzinkosten, Betriebskosten und Wertverlust. Während wir bei der Autofahrt von einer Haus-zu-HausFahrt ausgingen, berücksichtigten wir beim Flugzeug und bei der Bahn auch Dauer und Preis des öffentlichen Nahverkehrs ab „Hauptbahnhof der Ausgangsstadt“ bis zur U-Bahn-Haltestelle „München Theresienwiese“.

Auswertung Preis Bei wiesnbegeisterten Singles ist das Flugzeug als Transportmittel bis auf die Verbindung München-

Fotos: Fotolia.com

Vom 19. September bis 4. Oktober ist es wieder soweit: Dann wird München zum Nabel der Welt. Doch wie kommt man am schnellsten und am günstigsten in den Genuss des leckeren Oktoberfest-Bieres? Frankfurt unschlagbar. Obwohl das mittlere Wiesnwochenende für München-Reisende ganz sicher zur Hauptreisezeit zählt, waren bei der Testbuchung vier Wochen vor Abflug bei allen Airlines noch günstige Flugtickets erhältlich. Schnäppchenjäger müssen jedoch zeitlich flexibel sein. Abflüge schon früh am Tag bzw. spät abends sind günstiger als solche zu Rush-Hour-Zeiten. Die Bahn ist für Alleinreisende auf jeden Fall günstiger als das eigene Auto. Im Fall München-Frankfurt ist dieses Fortbewegungsmittel für Single sogar Testsieger. Hinzu kommen hier jedoch noch Gebühren einer Platzreservierung, die zur Wiesnzeit anzuraten ist. Der Privatwagen schnitt bei Alleinreisenden in Sachen „Preis“ am schlechtesten ab. Packt man jedoch noch andere Mitfahrer ein, ändert sich die Sachlage schlagartig. Schon beim reinen Pärchen-

trip schnellt das Auto bei einigen Städten an die Spitze. Doch Vorsicht: Noch nicht berücksichtigt im Gesamtpreis sind die Parkgebühren in München, die zur Wiesnzeit rekordverdächtig sein können.

Auswertung Dauer Von allen Großstädten des Mobil in Deutschland-Routencheck gelangt man mit dem Flugzeug am schnellsten nach München. Das überrascht, da viele Flugzeugreisende „gefühlte Ewigkeiten“ bis zum Abflug in Bus, S-Bahn oder Airport verbringen. Doch trotz langen Transfers (in München rekordverdächtige 40 min!) und Check-In: Der Luftweg musste sich nur bei der Strecke München-Frankfurt mit der Bahn ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Mobil in Deutschland rät Reisenden, die möglichst schnell in München ankommen wollen, vom Auto ab. Erfahrungsgemäß

Mobil in Deutschland – Städteempfehlung Für den Single: Berlin: Flugzeug  Frankfurt: Bahn  Hamburg: Flugzeug  Hannover: Flugzeug  Köln: Flugzeug  Leipzig: Flugzeug 

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Fürs Pärchen: Berlin: Flugzeug  Frankfurt: Auto  Hamburg: Flugzeug  Hannover: Flugzeug  Köln: Flugzeug  Leipzig: Auto 

Mobil in Deutschland September/Oktober 2009


Berlin

Frankfurt

Fluggesellschaft Preise

Germanwings (ab Schönefeld) 139,98 Euro (Quelle: Homepage AirportExpress Berlin: der Airline & des 5,60 Euro

FLUGZEUG BAHN

Hannover

Köln

Leipzig

Lufthansa

AirBerlin

AirBerlin

Germanwings

Lufthansa

Airport Bus München Hin/Rück: 17,00 Euro U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 164,98 Euro Dauer Flugzeit 1,10 Stunden (Quelle: Homepage AirportExpress Berlin: der Airline & des Hbhf-Schönefeld: Nahverkehran28 Minuten bieters) AirportBus München Flughafen-Hbhf: 40 Minuten U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute Check-In: 1 Stunde 3,19 Stunden Preise ICE: 226,00 Euro (Quelle: bahn.de) (Rückfahrkarte) U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 228,40 Euro Bahnfahrt: Dauer (Quelle: bahn.de) 6,57 Stunden U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute 6,58 Stunden Preis 1.172 km x 0,3 Euro = 351,60 Euro (km  x  0,3 Euro) (Quelle: maps 1 Mitreisender: google) 175,80 Euro pro Person

179,57 Euro S-Bahn Frankfurt Hbhf-Flughafen: 2 x 3,70 Euro Airport Bus München Hin/Rück: 17,00 Euro U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 206,37 Euro Flugzeit 55 Minuten S-Bahn Frankfurt Hbhf-Flughafen: 18 Minuten AirportBus München Flughafen-Hbhf: 40 Minuten U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute Check-In: 1 Stunde 2,54 Stunden ICE: 178,00 Euro (Rückfahrticket) U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 180,40 Euro Bahnfahrt: 3,10 Stunden U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute 3,11 Stunden 786 km x 0,3 Euro = 235,80 Euro 1 Mitreisender: 117,90 Euro pro Person

218 Euro S-Bahn Hamburg Hbhf-Flughafen: 2 x 2,70 Euro Airport Bus München Hin/Rück: 17,00 Euro U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 242,80 Euro Flugzeit 1,20 Stunden S-Bahn Hamburg Hbhf-Flughafen: 24 Minuten AirportBus München Flughafen-Hbhf: 40 Minuten U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute Check-In: 1 Stunde 3,25 Stunden ICE 254,00 Euro (Rückfahrkarte) U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 256,40 Euro Bahnfahrt: 5,41 Stunden U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute 5,42 Stunden 1.550 km x 0,3 Euro = 465,00 Euro 1 Mitreisender: 232,50 Euro pro Person

168 Euro S-Bahn Hannover Hbhf-Flughafen: 2 x 2,80 Euro Airport Bus München Hin/Rück: 17,00 Euro U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 193,00 Euro Flugzeit 1,10 Stunden S-Bahn Hannover Hbhf-Flughafen: 17 Minuten AirportBus München Flughafen-Hbhf: 40 Minuten U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute Check-In: 1 Stunde 3,08 Stunden ICE 232,00 Euro (Rückfahrkarte) U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 234,40 Euro Bahnfahrt: 4,12 Stunden U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute 4,13 Stunden 1.264 km x 0,3 Euro = 379,20 Euro 1 Mitreisender: 189,60 Euro pro Person

178,99 Euro S-Bahn Köln Hbhf-Flughafen: 2 x 2,40 Euro Airport Bus München Hin/Rück: 17,00 Euro U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 203,19 Euro Flugzeit 1,05 Stunden S-Bahn Köln Hbhf-Flughafen: 14 Minuten AirportBus München: Flughafen-Hbhf: 40 Minuten U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute Check-In: 1 Stunde 3 Stunden ICE 254,00 Euro (Rückfahrkarte) U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 256,40 Euro Bahnfahrt: 4,38 Stunden U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute 4,39 Stunden 1.154 km x 0,3 Euro = 346,20 Euro 1 Mitreisender: 173,10 Euro pro Person

Dauer

5,27 Stunden

3,41 Stunden

6,52 Stunden

5,41 Stunden

5,12 Stunden

104,05 Euro Bahn Leipzig Hbhf-Flughafen: 2 x 3,40 Euro Airport Bus München Hin/Rück: 17,00 Euro U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 130,25 Euro Flugzeit 40 Minuten Bahn Leipzig Hbhf-Flughafen: 14 Minuten AirportBus München: Flughafen-Hbhf: 40 Minuten U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute Check-In: 1 Stunde 2,35 Stunden ICE 174,00 Euro (Rückfahrkarte) U-Bahn-Ticket: 2 x 1,20 Euro 176,40 Euro Bahnfahrt: 5,29 Stunden U-Bahn zur Theresienwiese: 1 Minute 5,30 Stunden 860 km x 0,3 Euro = 258,00 Euro 1 Mitreisender 129,00 Euro 2 Mitreisende 86,00 Euro 3,59 Stunden

Empfehlung

Flugzeug

Bahn

Flugzeug

Flugzeug

Flugzeug

Flugzeug

Empfehlung

Flugzeug

Auto

Flugzeug

Flugzeug

Flugzeug

Auto

Nahverkehranbieters)

PKW

Hamburg

(Quelle: maps google)

Fotos: Berlin: Berlin/Partner FTP-Werbefotografie; Frankfurt: Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt/Tanja Schäfer; Hamburg: Hamburg Mediaserver/Martin Brinckmann; Hannover: C.Hesse/fotolia.com; Köln: www.koelntourismus.de; Leipzig: lts-leipzig.de

nimmt der Verkehr am mittleren Wiesnwochenende nicht nur in der Bayrischen Landeshauptstadt, sondern auch auf allen Zuund Abfahrtstraßen chaotische Züge an.

Faktor Komfort Null mal Umsteigen, kein Stress, kein Stau, ein Restaurant mit an

Bord: In Sachen Komfort ist nach Meinung von Mobil in Deutschland die Bahn ganz vorne mit dabei. Schließlich gibt es ab allen sechs Städten Non-Stop-ICEVerbindungen. Einziger Nachteil: Die Bahn hat feste Abfahrtszeiten und größere Transporte sind beschwerlich. Angenehm am Privatwagen

Mobil in Deutschland September/Oktober 2009 

ist die Fahrt von Haustür fast bis vors Wiesn-Zelt. Parkplatzsuche und -gebühr rund um die Theresienwiese jedoch trüben das Komfort-Gefühl. Nachteile einer Autofahrt sehen wir auch in der Staugefahr, der benötigten Konzentrationsleistung und im Restalkohol-Spiegel des Fahrers auf der Heimfahrt. Wer entspannt

ankommen will, wählt lieber ein anderes Transportmittel. Dreimal Umsteigen, Wartezeiten vor Ort und dann noch der Stress mit den fixen Abflugszeiten nehmen dem Flugzeug wertvolle Komfortpunkte. Hier kann man nur während des Fluges entspannt durchatmen – vorausgesetzt man hat keine Flugangst… W 19


Navigationsgeräte im Test Einschalten, Ziel eingeben, losfahren und schnell und sicher am richtigen Ort ankommen. Das verlangen Autofahrer von ihrem Navigationssystem. Doch bei welchem Gerät ist das tatsächlich möglich? Und bei welchem verirrt man sich bereits vor dem Losfahren in Untermenüs?

M

obil in Deutschland hat acht, aktuelle Navigationsgeräte für Sie auf Herz und Nieren geprüft. Mit dabei sind Schnäppchen, Alleskönner und Premiumgeräte. Und so haben wir den großen Test aufgestellt:

Die Test-Route Die Testfahrer legten folgende Strecken zurück: Sie fuhren in München von der Münchner Freiheit zum Tierpark sowie vom Friedensengel zum Pasinger Knie. Alle Geräte wurden dabei nebeneinander ins Auto montiert und zeitgleich getestet. Dann haben wir die im nachfolgenden angeführten Stichpunkte ganz genau unter Augenschein genommen und die Ergebnisse notiert. Verarbeitung/Design

Wie wirkt das Design des Navigationsgeräts auf uns? Ist das Material robust, die Verarbeitung stabil? Und: Wie kompliziert ist der Einbau des Geräts? TomTom

Go 740 Live Europe 32

Inbetriebnahme Wie lange dauert das Einschalten? Ist der Touchscreen durchdacht? Wie verständlich ist die Menüführung?

Graphische Darstellung

sind diese? Stimmen Aussage und Grafik überein?

Technik

Hat der Fahrer auch im Tunnel oder Parkhaus Empfang? Wie lange hält der Akku?

Ist eine 3D-Grafik vorhanden? Ist der Darstellungswinkel stimmig und der Ausschnitt nicht zu begrenzt? Sind die Straßennamen korrekt? Erfasst das Gerät auch Nebenstraßen?

Extras

Routenberechnung/ Navigation

Preis

Wie lange braucht das Gerät, um die Route zu berechnen? Wie flexibel reagiert es auf eine spontane Streckenänderung? Wie viele Alternativrouten bietet es dem Fahrer an?

Aktualität/Karten Wie aktuell ist die Karte? Wird vor Baustellen, Staus und Umleitungen gewarnt?

Stimme Aus wie vielen Stimmen kann man wählen? Wie verständlich Mio Moov Spirit V735 TV

Welche Extras sind inklusive? Gibt es etwa Speichererweiterung, Bluetooth und MP3-Player? Oder ist sogar ein Fernseher mit im Paket? Wie teuer ist das Gerät? Stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis?

Unser Ergebnis Alle acht getesteten Geräte überraschten mit eigenen Highlights: Das Garmin nüvi 1490T etwa verfügte über ein außergewöhnlich gutes Baustellenausweichsystem. Das NavGear Streetmate GT-43 3D ist perfekt für Schnäppchenjäger. Medion GoPal P5235 überzeugte uns mit seiner schnellen Routenberechnung, das Mio Moov Spirit 500 empfanden wir Nokia 6710 Navigator

Mio MOOV Spirit 500

3 . P LAT Z

2 . P LAT Z

1 . P LAT Z

als ein sehr ausgewogenes Gerät ohne unsinnige Extras. Das BlackBerry 8900 Smartphone ist ein Alleskönner für Businessleute. Unsere TOP 3: Am allerschönsten war die Fahrt zum Ziel mit dem Tom Tom Go 740 Live Europe 32. Dieses Premiumgerät lässt in Sachen Navigation keine Wünsche offen. Platz 2 vergeben wir an Mio Moov Spirit V735 TV. Hier wurde die Testfahrt dank TV-Option und Multimedia-Center zum unvergessenen Erlebnis. Außerdem gibt es hier einen Slide Touch Modus wie beim IPhone mit dem man die Seiten blättern kann. Die Bronzemedaille bekommt von uns der Nokia 6710 Navigator. Dieses Gerät ist nämlich nicht „nur“ ein Navigationsgerät, sondern gleichzeitig ein Handy, Organizer und eine Kamera – alles zusammen mit überraschend hoher Akkulaufzeit. Mobil in Deutschland wünscht ein gutes Ankommen! ■

Verarbeitung/Design (Max. 4 Punkte) 4 Punkte Inbetriebnahme (Max. 5,3 Punkte) 5 Punkte Graphische Darstellung (Max. 5,3 Punkte) 5,3 Punkte Routenberechnung / Navigation (Max. 8 Punkte) 7,3 Punkte Aktualität/Karten (Max. 6 Punkte) 5,5 Punkte Stimme (Max. 5,3 Punkte) 5,3 Punkte Technik (Max. 6 Punkte) 5,7 Punkte Extras (Max. 6 Punkte) 5,5 Punkte Preis (inkl MwSt.) ab 290,00 Euro Gesamtpunktzahl 43,6 Punkte

Verarbeitung/Design (Max. 4 Punkte) 3 Punkte Inbetriebnahme (Max. 5,3 Punkte) 4,7 Punkte Graphische Darstellung (Max. 5,3 Punkte) 4,3 Punkte Routenberechnung / Navigation (Max. 8 Punkte) 6,3 Punkte Aktualität/Karten (Max. 6 Punkte) 5,5 Punkte Stimme (Max. 5,3 Punkte) 4,4 Punkte Technik (Max. 6 Punkte) 5,3 Punkte Extras (Max. 6 Punkte) 5,5 Punkte Preis (inkl MwSt.) ab 300,00 Euro Gesamtpunktzahl 39 Punkte

Verarbeitung/Design (Max. 4 Punkte) 4 Punkte Inbetriebnahme (Max. 5,3 Punkte) 4,3 Punkte Graphische Darstellung (Max. 5,3 Punkte) 3,7 Punkte Routenberechnung / Navigation (Max. 8 Punkte) 6 Punkte Aktualität/Karten (Max. 6 Punkte) 4,5 Punkte Stimme (Max. 5,3 Punkte) 4,7 Punkte Technik (Max. 6 Punkte) 5,7 Punkte Extras (Max. 6 Punkte) 6 Punkte Preis (inkl MwSt.) ab 329,00 Euro Gesamtpunktzahl 38,9 Punkte

Verarbeitung/Design (Max. 4 Punkte) 3 Punkte Inbetriebnahme (Max. 5,3 Punkte) 4,7 Punkte Graphische Darstellung (Max. 5,3 Punkte) 4 Punkte Routenberechnung / Navigation (Max. 8 Punkte) 6,3 Punkte Aktualität/Karten (Max. 6 Punkte) 5,5 Punkte Stimme (Max. 5,3 Punkte) 4,4 Punkte Technik (Max. 6 Punkte) 5,3 Punkte Extras (Max. 6 Punkte) 5 Punkte Preis (inkl MwSt.) ab 200,00 Euro Gesamtpunktzahl 38,2 Punkte

Fazit

Fazit

Fazit

Fazit

Absolutes Premiumgerät, hervorragende Zielführung, einfache Handhabung, aber hoher Preis.

Sehr gutes Navi mit großem 7“ Display und integriertem Multimediacenter mit TV- Funktion.

Funktionelles Alles-Könner-Handy + Organizer + Kamera + Navi enorme Verbesserung zum Vorgänger.

Sehr ausgewogenes Gerät ohne unsinnige Funktionen und sehr verbraucherfreundlich.

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20

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Mobil in Deutschland September/Oktober 2009


Foto: dinostock/Fotolia.com

Garmin nüvi 1490T

BlackBerry

Verarbeitung/Design (Max. 4 Punkte) 3 Punkte Inbetriebnahme (Max. 5,3 Punkte) 5 Punkte Graphische Darstellung (Max. 5,3 Punkte) 4,3 Punkte Routenberechnung / Navigation (Max. 8 Punkte) 6,5 Punkte Aktualität/Karten (Max. 6 Punkte) 5 Punkte Stimme (Max. 5,3 Punkte) 4,3 Punkte Technik 4,3 Punkte (Max. 6 Punkte) Extras 5,5 Punkte (Max. 6 Punkte) Preis (inkl MwSt.) ab 255,00 Euro Gesamtpunktzahl 37,9 Punkte

Verarbeitung/Design (Max. 4 Punkte) 2 Punkte Inbetriebnahme (Max. 5,3 Punkte) 5 Punkte Graphische Darstellung (Max. 5,3 Punkte) 5 Punkte Routenberechnung / Navigation (Max. 8 Punkte) 7,5 Punkte Aktualität/Karten (Max. 6 Punkte) 6 Punkte Stimme (Max. 5,3 Punkte) 4 Punkte Technik 5,3 Punkte (Max. 6 Punkte) Extras 5,8 Punkte (Max. 6 Punkte) Preis (inkl MwSt.) ab 350,00 Euro Gesamtpunktzahl 37,1 Punkte

8900 Smartphone

Fazit

Fazit Schönes Gerät, gute Funktionalität und sehr gute Baustellenführung. Jetzt bei www.garmin.com

Ein Alles-Könner-Handy + Organizer + Kamera + Navi – Idealkonzept für Businessleute. Jetzt bei www.blackberry.de

Medion GoPal P5235

NavGear

Verarbeitung/Design (Max. 4 Punkte) 3 Punkte Inbetriebnahme (Max. 5,3 Punkte) 4,7 Punkte Graphische Darstellung (Max. 5,3 Punkte) 5 Punkte Routenberechnung / Navigation (Max. 8 Punkte) 6,3 Punkte Aktualität/Karten (Max. 6 Punkte) 4 Punkte Stimme (Max. 5,3 Punkte) 4 Punkte Technik 4,3 Punkte (Max. 6 Punkte) Extras 4,8 Punkte (Max. 6 Punkte) Preis (inkl MwSt.) ab 230,00 Euro Gesamtpunktzahl 36,1 Punkte

Verarbeitung/Design (Max. 4 Punkte) 3 Punkte Inbetriebnahme (Max. 5,3 Punkte) 5 Punkte Graphische Darstellung (Max. 5,3 Punkte) 4,7 Punkte Routenberechnung / Navigation (Max. 8 Punkte) 5,5 Punkte Aktualität/Karten (Max. 6 Punkte) 3 Punkte Stimme (Max. 5,3 Punkte) 3 Punkte Technik 4,3 Punkte (Max. 6 Punkte) Extras 4,8 Punkte (Max. 6 Punkte) Preis (inkl MwSt.) ab 100,00 Euro Gesamtpunktzahl 33,3 Punkte

Streetmate GT-43 3D

Fazit

Fazit Schönes Design und gute Routenführung – solides Gerät. Jetzt bei www.medion.de

Solides Gerät zu gutem Preis-/ Leistungsverhältnis – Nachfolger wesentlich verbessert. Jetzt bei www.pearl.de

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Freude am Fahren

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Impressum Mobil in Deutschland Magazin Unabhängiges Magazin für Auto, Mobilität, Reisen und Verkehr Ausgabe: September/Oktober 2009 Erscheinungsweise: Zwei Mal im Jahr Auflage: 120.000 Stück Verteilung durch Tagespost und auf der IAA Herausgeber: Haberland Beratungs- und Verlagsgesellschaft, Tulpenweg 24 81379 München Verein: Mobil in Deutschland / Mobil in München e.V. Postfach 70 20 26, 81320 München Tel.: (089) 780 785 14; Fax: (089) 780 785 15 E-Mail: verein@mobil.org http://www.mobil.org

Verantwortlicher Redakteur: Dr. Michael Haberland Redaktion: Ralf Baumeister, Julitta Ammerschläger, Stefan Alsbach, Martin Wagner Gestaltung/Grafik/DTP: M-DESIGN I Michaela Reitinger Reitinger@mgrafikdesign.de Tel.: 0151/124 82 703 Druck: Mayer & Söhne Druck und Mediengruppe GmbH Gerichtsstand und Erfüllungsort: München. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder.


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