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Ausgabe 4/2012

DAS

g ! tun LOS h Ac EN ST KO

Das Magazin für Deutschrock, Punk,Rock‘n Roll,Ska & Streetcore

Entschuldigung! Bitte?

Betontod Alles nichts, oder?

Pennywise

Außerdem Soulfly Fuck-A-Bunten Ehrlich & Laut Perkele uvm. CD Reviews | Das Rockt! 1/2011

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CD Reviews

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CD Reviews | Das Rockt! /2011


Los geht‘s... DAS

ROCKT! Inhalt

Los geht‘s

S. 3

Betontod

S. 4

CD Reviews

S. 8

Hamburger Jungz Spit Fire Rockfish Pe Schorowsky Johnny on the spot KillRton Ost+Front Monster of Liedermaching Hoiter Dipoiter

Interview: Fuck-A-Bunten

S. 14

Interview: Ehrlich & Laut

S. 16

Festival: Ehrlich & Laut

S. 18

Interview: Soulfly

S. 20

AGF-Radiocharts

S. 23

Newcomer: Spit Fire

S. 24

Interview: Perkele

S. 26

Interview: Pennywise

S. 28

Tourdates

S. 30

Konzertberichte

S. 36

Wave Gotik Treffen // Rock am Berg Rock am Neckar // With Full Force Rock am Ring

Vorankündigungen Das ROCKT! Ticketshop

S. 42 S. 44

Das ROCKT! Girl

S. 46

Verlosung

S. 47

Impressum

S. 47

Die nächste Ausgabe von DAS ROCKT! erscheint im September

Auf einen Schlag! Werter Leser, das hier sind die ersten und einzigen Zeilen die ich zu diesem Heft beigesteuert habe. Darf man sich so was als „Chef“Redakteur erlauben? Ich weiß es nicht, aber wenn irgendwann die Birne zu platzen droht, man den Schreibtisch nicht mehr sehen kann und einfach alles zu viel wird, ist es wohl bitternötig, eine Auszeit zu nehmen. Aber mit unserem starken Team, kann auch mal ein Ausfall kompensiert werden, so dass ihr trotz Krankheit und somit entstandenen Verzögerungen, mal wieder ein gut gefülltes Heft in den Händen halten könnt. Die Titelseite ziert Betontod, die sich mit einem neuen Album zurückmelden. Susi sprach hier mit Eule über die Studiozeit, was am neuen Album so besonders ist und den anstehenden Festivals. Letztens noch das Fuck-A-BuntenAlbum gehört, mussten wir die Jungs einfach mal bei uns zu Wort kommen lassen, was sie auch ausführlich taten. Das wir eng mit dem Ehrlich & Laut Festival verbunden sind, ist kein Geheimnis und so haben wir mit den Veranstaltern ebenfalls einen Plausch gehalten und uns über das neue Konzept, bzw. den neuen Standort und Ausrichtung unterhalten. Das der Festivalsommer nicht nur bierlastig und fleischintensiv sein kann, kriegen wir als Redakteure nur zu oft mit. So hatten wir das Vergnügen auf dem With Full Force vier großartige Interviews zu führen, die es (aus persönlicher, wie redaktioneller Sicht) in sich haben! Den Anfangen machten Soulfly, hier durften wir mit Gitarrist Marc Rizzo sprechen. Persönlich wurde es mit Perkele, die uns über ihren Werdegang viel erzählt haben und wir haben die Punkrocklegende und Gründer der Band Pennywise, Fletcher, übermüdet angetroffen und über den Sängerwechsel, The Offspring und Punk unterhalten. Herrlich! Natürlich gibt es auch einiges an Konzert/Festivalberichten: Rock am Ring, With Full Force, Wave Gothic Treffen, Rock am Berg, und das Rock am Neckar. Das „Das

Rockt! Girl“ gibt es quasi im Doppelpack, Vorberichte zu anderen Festivals/Konzerten sind zu finden, CD-Kritiken und alles was sonst unser Heft ausmacht. Also alles im Allen: Mal wieder ordentlich Stoff für euch, zwischen Metal und Punk alles vertreten und der Newcomer der Ausgabe heißt „SpitFire“. Wünsche offen? Dann sagt es uns. Cheers und ich sammel mal weiter Kräfte. Sandro „Tiz“ Mehlberg

Los geht‘s... | Das Rockt! 4/2012

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Betontod

Wie bei keiner anderen Band, fällt bei BETONTOD der extreme Alben-Output auf. Motivierter denn je präsentieren sich die seit 1990 aktiven Rheinberger mit ihrem im August erscheinenden Album „Entschuldigung für Nichts“. Mit weit mehr als 500 Konzerten in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz haben die fünf Vollblutmusiker es zuletzt sogar aufs Wacken geschafft. Eule erzählte uns u.a. von der Studiozeit, die sich letztendlich als neuer Bandmeilenstein entpuppte, vom neuen Fanclub und welchen Festivals die Band dieses Jahr besonders entgegen fiebert. DasROCKT!: Hallo Eule, fühlst du dich momentan?

wie

Eule: Es ist ein komisches Gefühl, zu wissen, dass die Arbeit, die man eigentlich gedanklich gerade abgeschlossen hat, da wir die CD ja gerade fertig gestellt haben, nun kurz vor der Veröffentlichung steht und man darauf wartet, wie es den Fans

und den Kritikern gefällt. Wir sind echt überzeugt, dass das was wir da zusammen mit Vincent Sorg (Hosen, H-Blockx, …) produziert haben echt ein Meilenstein in der Bandgeschichte ist und diese CD uns hungrig auf noch mehr gemacht hat. DasROCKT!: Was war Euer Antrieb, nach nur wenigen Monaten wieder ein neues Album raus zu hauen? Eule: Der Antrieb eines Musikers ist immer schwer zu beschreiben. Wie bei wahrscheinlich allen Kunstformen, wird der Musiker auch von seinen Instinkten geleitet und bringt das was da aus ihm raus sprudelt halt

Maik Feldmann Schlagzeug

Mario Schmelz Gitarre Adam Dera (Ado) - Bass

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Betontod | Das Rockt! 4/2012

schnellstmöglich zu etwas Hörbarem heraus. Genau wie der Bildhauer mit einer Idee an seinem Werk arbeitet, haben auch wir mit mehr als 40 Tracks angefangen in die sogenannte Vorproduktion zu gehen. Wir haben uns die Songs zusammen mit Vince angeschaut und jeden Song hinterfragt, ob er unser derzeitiges Lebensgefühl widerspiegelt. Tat es ein Song nicht, wurde nicht lang diskutiert, der Song ist dann halt Geschichte.


Betontod Der Ansporn zur CD in diesem Jahr kam halt einmal aus der Tatsache, dass wir die Chance bekamen mit Vince zusammenzuarbeiten und andererseits, dass wir echt überwältigt waren vom Erfolg der letzten CD. DasROCKT!: „Entschuldigung für Nichts“ ist eine sehr plakative Aussage. Welche konkreten Gedanken standen bei diesem Namen im Raum? Eule: Ich denke ein Albumtitel sollte das auch sein. Das ist halt ein Song der neuen CD gewesen und er hat unser derzeitiges Lebensgefühl am besten widergespiegelt. Wir müssen uns für nichts entschuldigen. Egal was uns vorgeworfen wird, alles Schwachsinn. Alles was wir z. B. einspielen mit der CD, kommt wieder in das System „Better Than Hell“ um neue Bands zu produzieren. Und trotzdem kommt der Vorwurf von manchen nicht wissenden „Kommerz!“. Wenn ich so etwas lese, muss ich immer schmunzeln und denke mir:

„Mein Gott, wenn er oder sie sich mit uns beschäftigt, wird es vielleicht klar, um was es uns geht.“ Wir werden uns jeden falls für nichts was wir getan haben entschuldigen. DasROCKT!: In den letzten 3 Jahren habt ihr mit eurem neuen Werk insgesamt das 4. Album am Start, was eine beachtliche Leistung ist. Sind die neuen Songs tatsächlich erst nach „Antirockstars“ entstanden, oder habt ihr Euch entschieden aus einer Menge fertiger Songs auf „Halde“? Eule: Als die CD „Antirockstars“ in das Presswerk ging, habe ich angefangen neue Stücke zu schreiben. Da ist kein einziger Song von der „Halde“. Alles neu.

DasROCKT!: Ein neues Album heißt ja immer ein Stück weit Veränderung bzw. Weiterentwicklung. An welchen Punkten habt ihr persönliche Hürden höher gesetzt? Eule: Der Schritt einen Produzenten zu suchen und dann auch noch den besten Produzenten für den deutschsprachigen härteren Rockbereich zu finden, das war ein nötiger und wichtiger Schritt. Manche denken nun: „Ah, der Produzent hat die Songs für die entwickelt.“ Das ist allerdings nicht im Entferntesten so. Vincent hat uns gefragt was wir wollen und wohin wir wollen. Dann hab ich ihm gesagt, dass ich von der „Antirockstars“ noch ein paar CDs produzieren könnte, das aber nicht mein Antrieb sei. Das hat ihm glaube ich den letzten Stoß gegeben. Der unbedingte Wille sich immer weiterzuentwickeln. Das ist aus meiner Sicht die größte Veränderung, obwohl sie ja eigentlich für uns keine Veränderung ist, weil wir das immer getan haben.

Frank Vohwinkel (Eule)- Gitarre

Oliver Meister (Meister) - Gesang

Betontod | Das Rockt! 4/2012

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Betontod DasROCKT!: Kannst du dich spontan an besondere / witzige Momente während Euer Zeit im Studio erinnern? Wie war die Zeit dort für Euch? Eule: Witzig war, dass ich am ersten Abend, als ich im malerischen Senden (bei Münster) im Studio übernachtet habe, mir spontan nach langer Zeit mal eine Flasche Wodka geben musste… Das war ein verdammt harter nächster Tag, weil ich irgendwie überhaupt nicht daran gedacht hatte, dass das echt harte Arbeit ist, gute Songs zu produzieren. Die Zeit im Studio war echt total entspannt. Wir haben die Art, wie wir die Songs aufnehmen umgestellt und so ein viel besseres Gefühl für die Songs bekommen. Das war extrem wichtig. DasROCKT!: Was waren die Unterschiede zu früheren Produktionen in der Herangehensweise bei den Aufnahmen im Studio bei Vincent Sorg? (Warum gerade dieser Produzent?) Eule: Jeder Song wurde für sich betrachtet und jeder Song hat dadurch eine eigene Note bekommen. Dadurch ist die CD so abwechslungsreich, wie bisher noch keine unserer CDs. Verschiedene Musikstile, aber immer BETONTOD. Das war die Zielvorgabe. Vincent ist halt ein echt guter Produzent. Er hat ein Gehör, das ist Wahnsinn. Und er hat uns Dinge auf musikalischer Ebene gezeigt, die vollkommen neu waren. Deswegen waren wir dort. DasROCKT!: Eure letzten Platte gab es in unterschiedlichsten Fan-PaketZusammenstellungen. Was habt ihr Euch dieses Mal einfallen lassen? Eule: Es gibt dieses Mal auch diverse Varianten. Verschiedene Box-Sets (die streng limitiert sind), ein weißes Vinyl und vorab

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Betontod | Das Rockt! 4/2012

eine Single! Die Boxen haben wir so zusammengestellt, als ob wir sie kaufen sollten. Alles was da drin ist, würden wir halt auch kaufen. Und alles halt so hochwertig wie noch nie. Die Box-CD kommt im 12-seitigen Digipack mit 3 Exklusiv-Videos aus den Studioproben daher. DasROCKT!: Auf eurer letzten Platte hattet ihr mit Yvonne eine markante, stimmlich zu euch passende Gastsängerin am Start. Habt ihr dieses Konzept bei „Entschuldigung für Nichts“ wieder aufgegriffen? Eule: Nein, dieses Mal nicht. Nur der pure BETONTOD Genuss. Nein, das war das letzte Mal ein Song, wo es gepasst hat. Dieses Mal war nichts, wo man einen Gastsänger vermissen würde. Wir wollten auch, dass diese Platte uns wid e r s p i e ge l t . Da sind Gastsänger nicht wirklich hilfreich.

DasROCKT!: Ihr habt seit kurzer Zeit einen neuen Fanclub. Was hat sich geändert, wie macht man mit, was wird geboten? Eule: Wir haben unser Fanclubmodel umgestellt, da wir der Meinung sind, dass ein Fanclub von dem geleitet werden sollte, der es am besten kann… der Fan. Also hat jeder Fan die Möglichkeit in seinem Ort einen Fanclub zu gründen. Sollte er der Erste in seinem Ort sein, kann er den Präsidenten machen, wenn er Lust hat. Dann wird eine geschlossene Facebook- Gruppe eröffnet und der jeweilige Fanclub bekommt eine Grafik für seine Stadt und die Möglichkeit, zu echt günstigen Preisen in einer professionellen Druckerei, dieses Logo auf Shirts oder was weiß ich drauf zu drucken. Diese Art hat bis jetzt echt genial funktioniert. Es finden Fanclub-Treffen statt, die Fans finden Kontakt zueinander und wir sind echt total begeistert, welche Eigendynamik das Ganze bekommen hat.


Betontod Viele der Leute kennen wir ja mittlerweile persönlich und so wird jeder Gig irgendwo auch zu einem Fanclubtreffen… DasROCKT!: Was kann Euch trotz Euer Erfahrung und Routine aus der Ruhe bringen? Eule: Schöne Frauen und Alkohol… DasROCKT!: Kennt ihr nach 22 Jahren noch so was wie Lampenfieber vor den Auftritten? Eule: Ich persönlich nicht mehr. Das ist eher eine Angespanntheit, da man sich zu 100% auf den Gig konzertiert. Lampenfieber ist das bei mir nicht mehr. Hatte ich aber ganz früher auch mal. Das ist ja auch ok.

DasROCKT!: Was war dein letztes Konzert, was du als Zuschauer besucht hast? Eule: Rammstein in der Dortmunder Westfalenhalle. Das was die Jungs machen ist ja eine geniale Show. Das ist wie Zirkus. Hat mich echt beeindruckt. DasROCKT!: Auf welche Ereignisse freust du Dich dieses Jahr besonders? Eule: Auf das Wacken Open Air. Dort werden wir auf der Partystage versuchen, die Leute zu begeistern. Letztes Mal hat das ja sehr sehr gut funktioniert. Und das Wacken ist halt echt ein absoluter Traum für jeden Musiker aus unserem Genre. Was da abgeht, in welcher Form die das dort auf die Beine stellen, ist echt beeindruckend und macht uns stolz, dass wir dort auftreten dürfen.

Dann natürlich einige andere große Festivals (Open Flair, Summerbreeze, Deichbrand) und natürlich auch die El-Rocknacht, oder diverse andere Open Airs. Das macht halt immer Laune. DasROCKT!: Wie wird die Releaseparty ablaufen, habt ihr besondere Aktionen geplant? Eule: Wir spielen auf dem Spirits from the Streets Festival. Das ist dann quasi unsere Releaseparty. DasROCKT!: Wie groß ist euer Team, dass den Tourbetrieb von BETONTOD am Laufen hält? Eule: Das wächst halt ständig, die feste Crew ist mittlerweile so 7 Mann stark. Ist halt extrem wichtig, dass man gute Leute hat, die dich auf Tour und bei Gigs unterstützen. Dadurch macht das Ganze eigentlich noch mehr Spaß, da wir uns dadurch auf das Wesentliche konzentrieren können... Musik machen! DasROCKT!: Wenn du einen Coversong wählen würdest, den du mit BETONTOD mal gern spielen würdest, welcher wäre es und warum? Eule: Den einzigen Coversong, den wir vertont haben ist „Tanz der Teufel“ von Daily Terror. Im Auftrag der Band zum damaligen 25 Jahre Daily Terror Tribute Sampler. Das war damals echt eine Ehre für uns, die Legenden des deutschen Punkrocks kennen zu lernen. Pedder (der Sänger) ist ja mittlerweile leider gestorben. Da ist ein Teil Deutschpunk gestorben. DasROCKT!: Danke für das Interview. Die Schlussworte gehören Dir! Eule: Helft den Leuten den großen Plattenfirmen in den Arsch zu treten und zu zeigen, dass man auch als kleines Label Großes erreichen kann! (susi) Betontod | Das Rockt! 4/2012

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CD Reviews

CD Reviews

Tiz

Katja

Susi

Jasmine

Lavinia

Carrie

Torsten

Markus

Steffi

Ø

1

Unherz - Die Wahrheit liegt dazwischen

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3,9

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Pe - Dreck und Seelenbrokat

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3,7

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Rockfish - Going to get Bigger

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4

Monsters of Liedermaching - Schnaps & Kekse

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5

Spit Fire - Kings of Rock‘n‘Roll

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3,2

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Störte.Priester - Höllenrock

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Ost + Front - Ave Maria

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KillRton - Unsere Welt

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Platz

h0m3r

Da ihr nicht nur sehen sollt, was ein Einzelner über die Platten so denkt, haben wir uns entschlossen zumindest in Zahlen auszudrücken, was die gesamte Redaktion über die Alben denkt. Wir finden diese Art fairer den Bands gegenüber und wollen euch somit auch nicht die Meinung eines Einzelnen aufzwingen.

Band / Album

9

Johnny on the spot - Emma

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Hamburger Jungz - Rock‘n‘Roll, Fußball & Tattoos

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Hoiter Dipoiter - Auf los geht‘s Los

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CD Reviews | Das Rockt! 4/2012


CD Reviews

Rockfish

Hamburger Jungz

Unherz

Musikalisch haben die Jungs ihren Songs eine große Portion authentisches Lebensgefühl, Gesellschaftskritik und ein wenig Sehnsucht beigefügt. Die meisten Songs sind hart gespielt, melodisch und gehen gut ins Ohr. Die Feinheiten kommen gut rüber. Die Liebe zum Fußball, insbesondere zum HSV kommt ganz klar raus. Da wundert es einen nicht, wenn Abschlach als Gäste hier beim Song „Rautengeil“ vertreten sind und das es hier und da Seitenhiebe auf alle die anderen Fußballvereine gibt. Neben locker flockigen Songs haben die Jungz auch metalartige kreischende lang gezogene Gitarren und dampfende Beats im Angebot. Neben den simplen, aber voll Herzblut gesungenen Fußballsongs gibt es auch schwerer verdauliche Kost auf dem Album. So wird bei „Der Schein trügt“ das Tabuthema Kindesmissbrauch durch Geistliche verarbeitet, was durch den Chorgesang in den Refrains noch böser wird. In „Herr Ruin“ geht es um eine Seele, die den Kampf gegen die starken Drogen verliert. So hart die meisten Songs auch sind, gibt es sogar eine Ballade auf dem Album. Einen weiteren Gastgesang gibt es mit Lotto King Karl beim (InErinnerung-schwelgenden-) Song „Irgendwie“. Fazit: Rock‘n Roll, Fussball & Tattoos ist eine gut produzierte vielseitige Platte, die aber aufgrund der extremen Tiefen zum Teil schwer verdaulich ist. (susi)

Bereits zum dritten Rundumschlag holen die vier Unherzlichen Ende August diesen Jahres aus und nennen ihr neues Werk “Die Wahrheit liegt dazwischen”. Das Album umfasst 11 Songs, welche treu nach dem Bandmotto in Richtung Heavy Metal gehen. Das erste Drittel des Albums ist geprägt von brachialen, schweren und ernstwirkenden Songs, welche sich voll und ganz an den Stil der Band anlehnen. Mit “Schmerz neu definiert” startet das Album gleich mit dem ersten Song richtig ein und macht Lust auf mehr. Höhepunkt dürfte “Paranoia” bilden. Die letzten drei Songs lassen das Album dann etwas seichter und langsamer ausklingen. Grundsätzlich geht das ganze Album um Unherz-typische Texte, es geht um Erlebtes und reale Stories des Lebens. Auch aus dem Rock’n’Roller-Leben wird kein Hehl gemacht und im letzten Lied “Alles was ich will”, sagt schon der Titel aus, um was es hier geht. Natürlich sind die Texte wieder in ausschließlich in deutscher Sprache, die Musik auf der einen Seite hart und aggressiv, auf der anderen auch sehr gefühlvoll und harmonisch. Eine deutliche Weiterentwicklung gegenüber den vorherigen Werken ist festzustellen, in welche Richtung, muss sich der Hörer selbst bewusst werden. (h0m3r)

Rock‘n Roll, Fussball & Tattoos

VÖ: 06.07.2012 New Music Distribution

Going to get Bigger

Die Wahrheit liegt dazwischen

VÖ: 24.08.2012 Massacre Records

Der Albumtitel lässt vermuten, was die Jungs vorhaben. Selbstbewusst präsentieren Rockfish aus Ulm ihr Debutalbum. Man hört zwar, dass die Jungrocker stimmmäßig (altersbedingt) ihre Kapazitäten noch nicht ganz ausgeschöpft haben, aber kräftig und harmonisch ist der Gesang hier dennoch ausgeprägt. Die junge Kombo hat, was vielen Bands fehlt. Eine Unverwechselbarkeit in ihren Songs und den unbedingten Willen, es nach ganz oben zu schaffen. Fette Gitarrenriffs mit modernen Nu-Rock-Elementen und begleitet von starken Drums und markantem Bassspiel sorgen für mehr Druck bei den ohnehin meist starken Songs. Hin und wieder fallen positiv außergewöhnliche Spieltechniken auf, welche die Songs insgesamt bereichern. Bei den muttersprachlichen Liedern hat man jedoch das Gefühl, dass sich die Band mit ihren englischsprachigen Stücken wohler fühlt. Spielerisch sind sie bereits weiter, als einige „alte Hasen“ im Rockgenre, was bei ihrem Jahrgang (1999) alles andere als selbst verständlich ist. Fazit: Mit dieser Platte als Grundstein und ihrem musikalischen Können haben Rockfish gute Chancen im Haifischbecken der Musikszene zu bestehen. (susi) VÖ: 04.03.2012 ruuf-Records

CD Reviews | Das Rockt! 4/2012

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CD Reviews

Pe Schorowsky

Johnny on the spot

KillRton

Als ehemaliges Mitglied der wohl bekanntesten Deutschrock-Band unserer Zeit, lagen auch, wie beim „ W“, die Erwartungen des ersten Solo-Albums bei dem Ein oder Anderen sehr hoch. Doch schon kurz nachdem man die Platte eingelegt hat, kommt eine Erleichterung auf. Dieses Debüt-Album hat Hand und Fuß. Da Pe eher dafür bekannt ist ein Mann von wenig Worten zu sein, freuen wir uns hier umso mehr, dass er sein Schweigen gebrochen hat. Die Texte sind intelligent und hier und da auch ein wenig mit Pe‘s Humor versehen. Im Titel „Naschlag“ heißt es: „Etwas warmes fürs Herz und deftiges fürs Ohr“ und so ist es auch. Man hört, dass die Jungs Spaß bei der Gestaltung der 12 Songs hatten, was dem Hörer noch mehr zum Feiern anregt. Mit Texten wie die des Songs „Viel zu schön“ schafft er es, Themen die Jeder bereits durchleben musste, so zu verpacken das man, egal wie tief man gerade drin hängt, seine vier Buchstaben wieder hoch bekommt. Ebenso sind tiefsinnige Texte wie „Opfer“ vertreten die zum Nachdenken anregen. Wie es sich für einen „Ex-Onkel“ gehört, geht er mit Vollgas voran und nimmt kein Blatt vor den Mund. Eine rundum gelungene Platte die Lust auf mehr macht und mit einem einmaligen Style verpackt wurde. (Steffi)

Mit ihrem Album „Emma“ geben uns JOHNNY ON-THE-SPOT Rock’n’Roll auf die Ohren mit Texten, die Situationen und Gefühle beschreiben, die wohl jeder von uns kennt. In dem ersten Song heißt es: „It’s too hard to say goodbye, it’s too hard to say no!” Und so geht es wohl jedem, der Rock’n’Roll im Blut hat und dieses Album hört. Auch wenn alle Songs eher harte Töne drauf haben, gleichen manche, wie z.B. „Queen of my heart“ oder „Tonight“ doch eher einer Liebeserklärung. Diese ist aber keinesfalls schnulzig, sondern versprüht immer noch Rock’n’Roll. Das Besondere an dem Album ist, dass der Gesang nicht von der Musik begleitet wird, sondern die Musik von dem Gesang. Beim ersten Hören wartet man lange darauf endlich einen Text zu hören, aber es scheint als komme nichts. Dann greift man zu dem Heftchen, liest mit und merkt wie viel Leben und Wahrheit in dem Text steckt, auch wenn man ihn gar nicht hört. Viele Texte sind gereimt und künstlerische geschrieben. Das ist sehr beeindruckend. JOHNNY ON-THESPOT liefert uns hier eine gelungene Kombination aus mitreißenden, rockigen Tönen und facettenreichen Texten. Manche sind lustig, andere ernst oder traurig. Jeder findet einen Song, in dem sich ein Teil von ihm wieder spiegelt. Allein deswegen lohnt es sich, einmal in das Album rein zuhören. (Lavinia)

Dieses Jahr entführen uns KILLERTON in ihre Welt. Mit guten Melodien, harten Texten und einer rauen Stimme zeigen sie sich mal schnell, langsam, gut gelaunt oder melancholisch. Die Mischung ist gut gelungen und verspricht auf jeden Fall Abwechslung. Leider sind die Texte über die üblichen Themen. Schnell wird auch die Verbindung zu FreiWild und Böhse Onkelz erkennbar. Natürlich sind sie schon geübt auf diesem Gebiet, da die Band aus der Böhse Onkelz Coverband STAINLESS STEEL hervorgegangen ist. Doch wie so viele andere Kopien kann sich auch diese nicht mit dem Original messen. Mit ein bisschen mehr Eigenständigkeit was die Texte, deren Themen und den eigenen Stil anbelangt, würde diese Band nicht mehr im Schatten derer stehen, die sie angeblich versucht zu kopieren. Schmeißt man den Vergleich jedoch über Bord, so sieht man, dass man in der Welt von KILLERTON doch guten Deutschrock geboten bekommt. Alle Anhänger dieses Stils sollten mal rein hören und werden bestimmt nicht enttäuscht werden. (Lavinia)

Dreck und Seelenbrokat

VÖ: 31.08.2012 Sinfin-Rox

Emma

Antstreet

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CD Reviews | Das Rockt! 4/2012

Unsere Welt

VÖ: 15.06.2012 Burnout Records / Cargo Records


CD Reviews

CD Reviews | Das Rockt! 4/2012

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CD Reviews

Ost+Front Ave Maria

So heilig und unschuldig, wie der Albumtitel „Ave Maria“ das Album zunächst erscheinen lässt, ist es auf keinen Fall. Schon bei dem ersten Titel „911“ wird die harte und Stimmung des Albums hörbar, die bis zum letzten Titel anhält. Wie schon bei vorherigen Alben singt dir eine Stimme ins Ohr, die dir das Gefühl gibt nicht länger sicher zu sein. Die Berliner nehmen mal wieder kein Blatt vor den Mund und wagen es sich eine Grenze zu durchbrechen vor der sich viele andere Bands fürchten. Nicht nur ihre Musik ist durchsetzungsfähig, auch ihr Aussehen ist extrem. Wie Gestalten die geradewegs der Hölle entsprungen sind, flüstern sie teuflische und anstößige Wörter. Sie wollen nicht nur bloß provozieren, sondern mit einem hämischen Grinsen Themen ansprechen, die sonst tot geschwiegen werden. So halten sie der Gesellschaft und jedem einzelnen den Spiegel vors Gesicht. Ihre heftigen Texte öffnen uns die Augen. OST+FRONT schlägt uns mit ihrem neuen Album wieder erbarmungslos in Gesicht und macht nicht Halt vor unseren Gefühlen. Ob man diese Erschütterung liebt oder nicht, kann man nur beim Reinhören herausfinden. (Lavinia) VÖ: 10.08.2012 Out of Line

Monster of Liedermaching Schnaps & Kekse

Die 7. Werk der Monsters verzaubert mit immer mit ihrem eigenen, mal liebenswerten, manchmal sehr bissigen Humor. Bei manchen Songs muss man um die Ecke denken, um die teils verquere Ansicht auf die besungene Tatsache zu erhalten und man kommt nicht drum herum, sich zu sagen: „Aha, so kann man es also auch sehen.“ So geschehen bei „Meine Freundin hat nen Anderen“ Das Liedermachersixtett sieht das Publikum nicht nur als Zuhörer, sondern als aktiven Bestandteils jeden Konzerts, was auch auf „Schnaps & Kekse“ mal wieder deutlich wird. Manchmal ist es nur ein kurzer Ausruf, mit dem die Monsters (laut ihrer Anweisung an die Besucher) unterstützt werden, mal ganze Textzeilen, stets mit Inbrunst vorgetragen. Die Titel sind monsters-typisch, so wundert man sich nicht über Songs über „Salamander vorhautdiät“oder „Einlegelaus“. Auch wenn jeder Künstler seine eigenen Songs abwechselnd vorträgt, so unterstützen sich die Bandkollegen gesangstechnisch und musikalisch. Was diese Band mit einfachsten Mitteln schafft ist unglaublich. Man kommt nicht aus, bei meisten Liedern mindestens zu schmunzeln. Die Platte ist eine Gute-Laune-Medizin gegen zu viel Alltag. (susi) VÖ: 10.08.2012 Nothing to Lose (Soulfood)

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CD Reviews | Das Rockt! 4/2012

Hoiter Dipoiter Auf los geht’s los

Nach dem sich die Band 2010 nach ihrer Trennung 2 Jahre zuvor wieder zusammen gefunden hat, veröffentlichen sie jetzt ihr Debutalbum. Neben 12 Songs, die aus hartem Oi!-Punk geschnitzt sind, werden auch ein Intro und ein Outro geboten, die den anderen Songs musikalischen in nichts nachstehen. Anstatt mit dem Intro nur Anlauf zu holen, schmeißen uns HOITER DIPOITER sofort ins kalte Wasser. Mit dem ersten Song „Wieder da“ geben die sechs Musiker sofort ein Statement ab und dann geht’s auch schon los. Die Texte reichen von spaßig über ernst bis hin zu nachdenklich. Eine Zeitreise in das Jahr 2007 ermöglicht die Band mit „Medley“, einem gut gelungenem Zusammenschnitt aus älteren Songs. Der Akustik-Titel „Auf die Freundschaft“ ist der letzte und einzige ruhigere Song auf dem Album. Er bringt unter den ganzen harten Titeln mal eine ganz andere Seite zum Vorschein. Auch wenn eine Ähnlichkeit zu den anderen Texten besteht, ist die Stimmung und die Nachricht die der Song verbreitet genial. Diese Stimmung wird im Outro zwar beibehalten, jedoch mit härteren Tönen gemischt. So entsteht ein sehr guter Abschluss für ein Album, das dazu einlädt laut mit zu schreien, bis man keine Stimme mehr hat. (Lavinia) VÖ: 29.02.2012 Bandworm Rekords e.K.


CD Reviews

CD Reviews | Das Rockt! 4/2012

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Fuck-A-Bunten

Kann Musik die Welt verändern? Zumindest die Welt derer, für die sie Antriebsmotor und Ausdrucksweise ihres Denkens und Handelns ist! Dessen ist sich FUCK-A-BUNTEN Frontmann Groosi sicher. Vor wenigen Tagen haben die Jungs ihr brandneues Album „Katzensprung zum Glück“ heraus gebracht. Das Album hat nicht nur in der DasROCKT! -Redaktion (siehe Ausgabe 03/2012) viel Zuspruch gefunden und unser Interesse an der jungen Punkrockkapelle geweckt. Wir sprachen mit einem entspannten Sänger „Groosi“ ausführlich über die Zeit im Studio, seine Liebe zur Musik und darüber, was interessante Menschen ausmacht.

DasROCK!: Hallo Groosi. Schön, dass du dir so kurzfristig Zeit genommen hast. Wie fühlst du dich gerade?

DasROCK!: „Katzensprung zum Glück“ ist gerade frisch rausgekommen. Was kannst du über die Zeit im Studio erzählen?

Groosi: Momentan ganz gut! Die Sonne scheint, das Bier ist kühl, die neue Platte im Kasten, was will man mehr!

Groosi: Wir hatten dieses Mal das Glück im Rheinstudio Mainz aufzunehmen, was absolut die richtige Entscheidung war! Wir haben uns sofort heimisch gefühlt. Im Nachhinein betrachtet lief alles unglaublich glatt.. Vom ersten bis zum letzten Take. Woran die ganze Atmosphäre und unser Produzent Michel sicherlich nicht ganz unschuldig waren! Eine Zeit, an die wir uns immer gerne zurück erinnern werden!

DasROCK!: Für die, die Euch noch nicht kennen, stell unseren Lesern mal bitte kurz Eure Band vor. Groosi: Wir sind die FUCK-A-BUNTEN aus der Gegend Siegen / Dillenburg und ziehen schon seit einigen Jahren gemeinsam durch die Lande. Manchmal leise und nachdenklich, aber meistens laut und auch so gut wie immer viel zu lange! „Eli“ und wir kennen uns eigentlich schon ewig und haben eine Menge zusammen erlebt. Irgendwann bei einer guten Brise Punkrock dachten wir uns: Da haben wir auch Bock drauf! Lass uns Krach machen! Gesagt, getan… irgendwann kam „Dan“ dazu und alles wurde gut!

Seite 14

DasROCK!: Wie lang habt ihr am Album gearbeitet?

DasROCK!: Welchen Herausforderungen galt es im Studio zu bestehen?

Groosi: Das Songwriting zieht sich bei uns immer über mehrere Monate hin, da wir im Proberaum ständig die Sachen ausprobieren, auf die wir gerade Bock haben. Was uns gefällt bleibt hängen. Und das haben wir auf diese Platte gepresst! Wir sind bei „Katzensprung“ das erste Mal so richtig zufrieden. Das Einspielen dauerte dann gerade mal 4 Tage!

Groosi: Eine Schwierigkeit im Studio ist sicherlich immer, bei der ganzen Warterei und Rumlungerei, die Konzentration oben zu halten. Vielleicht war aber dieses Mal die größte Herausforderung sich am Riemen zu reißen und den ganzen leckeren Weinsorten in dieser schönen Stadt zu widerstehen! Ist uns aber, denke ich, ganz gut gelungen…naja, mehr oder weniger…

Fuck-A-Bunten | Das Rockt! 4/2012


Fuck-A-Bunten DasROCK!: Was hat die Zeit vom letzten zum jetzigen Album (außer mehr Erfahrung) in Bezug auf das Album mit sich gebracht? Groosi: Naja, man erlebt in den Jahren viele Dinge mit denen jeder unterschiedlich umgeht und die jeder unterschiedlich verarbeitet. Der eine malt, der Andere geht angeln, manche machen Sport… Wir verpacken diese Erlebnisse zu Songs. Und so ist aus „Katzensprung“ ein eigenständiges, sehr persönliches Ding geworden, das für sich steht und das man, zumindest nicht in allen Belangen, mit der „Schauplatz Normalität“ vergleichen kann!

DasROCK!: Welche Songs sind dir persönlich am wichtigsten und warum?

DasROCK!: Welche Bands und Menschen können dich inspirieren?

Groosi: Jeder Song hat seine Berechtigung! Da jetzt einen raus zu picken ist schon sehr schwierig! Für mich persönlich sind es vielleicht „Wohin Die Reise Geht“ und „Immer Noch“, weil sie unsere Art nach vorne zu denken am besten widerspiegeln. Aber auch ein Statement, wie in „ImPuls“, ist uns, gerade in der heutigen Zeit, sehr wichtig!

Groosi: Bands und Menschen, die was zu sagen haben und nicht den ganzen Einheitsbrei als gegeben hinnehmen. Menschen, mit denen man sich nächtelang unterhalten kann und immer noch nicht das Gefühl hat, schon alles gehört zu haben!

DasROCK!: Habt ihr eine Aufgabenverteilung, was die Songentstehung betrifft?

Groosi: Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon… Früher meistens laut und schnell, heute meistens auch. Es darf aber auch hin und wieder gerne mal etwas gediegener sein. Mozart, Beethoven… haha… Ne, ernsthaft, die Liste würde zu lang!

Groosi: Meistens habe ich eine Idee oder einen Text, zeig das den Jungs, und dann mal schauen was passiert! DasROCK!: Groosi, du bist Gitarrist, Sänger und Frontmann in einem. Seit wann hast du dich der Musik verschrieben und was ist dein Antrieb dafür? Groosi: Ich denke es ist einfach so, dass ich liebe was ich tue! Das ist meine Art mich auszudrücken. Musik mache ich eigentlich schon solange ich zurückdenken kann. Es gibt einfach so verdammt viele Dinge, die meiner Meinung nach gesagt werden sollten. Das ist die Ausdrucksweise, die ich dafür gewählt habe. Und seien wir mal ehrlich: Wenn man mit seinen Jungs eine Platte aufgenommen hat und das Ding dann in den Händen hält, ist das schon ein verdammt geiles Gefühl! DasROCK!: Was waren konzerttechnisch deine persönlichen Highlights? Groosi: Zwei unserer bisherigen Highlights waren sicherlich die Auftritte auf dem Ehrlich & laut Festival 2010 und dem 20 Jahre Betontod Festival! Aber auch die vielen kleinen, abgefahrenen Clubgigs, zwischen Bier und Schweiß, haben sich ins Hirn gebrannt….zumindest bis zur Nacht danach! Haha…

DasROCK!: Welche Songs dürfen auf deiner persönlichen Mix-CD nicht fehlen?

DasROCK!: Wo und wann wird man euch demnächst live sehen? Groosi: Im Sommer werden wir es konzerttechnisch erst mal etwas ruhiger angehen lassen, da sich unser Drummer irgendwo in der Weltgeschichte rumtreibt. Im Herbst ist dann eine Tour mit unseren Freunden von „Straftat“ geplant! Man darf gespannt sein…! Ansonsten immer mal wieder auf unserer Homepage reinschauen, was so ansteht! DasROCK!: Danke für deine Zeit. Die Schlussworte gehören dir! Groosi: Vielen Dank, dass ihr bis hierhin durchgehalten habt! Das spricht für euch… Vielleicht trifft man sich ja demnächst mal irgendwo, irgendwann auf einem Konzert. Wir freuen uns drauf! In diesem Sinne: Bleibt so, wie ihr seid! Weitere Infos unter: www.fuck-a-bunten.de www.facebook.com/fabpunkrock www.myspace.com/fuckabunten (susi)

Fuck-A-Bunten | Das Rockt! 4/2012

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Veranstalter Interview

Ehrlich & Laut Festival 2012 goes Open Air… Die E&L öffnet dieses Jahr erstmals als Open Air seine Tore und legt beim Line Up noch ordentlich was nach. Zu diesem Anlass haben wir mit dem Geschäftsführer Markus Kirchheim gesprochen und Ihn mit Fragen gelöchert. DasROCKT!: Wie werdet Ihr mit dem Ansturm auf die Campingplätze umgehen? Wie Ihr wisst, besteht hier in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit das Auto mit auf den Zeltplatz zu nehmen, sprich die Besucher können direkt neben, bzw. bei ihrem Auto zelten. Um die Anreise inkl. Auto auf den Zeltplatz geordnet durchführen zu können, werden wir den Besuchern die Plätze für Ihre Autos und den dazugehörigen Bereich fürs Zelten zuweisen. Dies wird in der Reihenfolge der Anreise geschehen. Das bedeutet, dass Besucher die nebeneinander zelten wollen auch gleichzeitig anreisen müssten. Es ist leider unmöglich hiervon Ausnahmen zu machen, da sich sonst nicht aufzulösende Rückstauungen bilden würden. Ebenso wird es nicht möglich sein, während des Festivalbetriebs mit dem Auto vom Zeltplatz zu fahren, da die Gefahr für die Camper mit permanentem PKW-Verkehr zu groß wäre. Ausnahmen mit wichtigem Grund sind selbstverständlich in Absprache mit dem Ordnungsdienst möglich. Dies alles sind aber eben auch Auflagen gewesen, um überhaupt die Genehmigung für das Parken auf dem Zeltplatz erhalten zu können. DasROCKT!: Warum ist das Ehrlich & Laut in diesem Jahr Open Air? Das Ehrlich & Laut Festival ist in den letzten Jahren stets gewachsen, sodass wir im letzten Jahr an die Grenzen in und um die Hessenhalle gestoßen sind. Ausschlaggebender Grund war aber letztendlich, dass das Gelände, das bisher als Zeltplatz diente, nicht mehr zur Verfügung stand, so dass wir uns nach Alternativen umschauen mussten. Eine Halle oder ähnliches in dieser Größe war allerdings nicht zu fin-

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den, sodass wir uns dazu entschlossen haben den Schritt in Richtung Open-Air zu wagen. DasROCKT!: Wie sieht es mit Sanitären Anlagen (Duschen, Toiletten, etc.) aus? Wie in den vergangenen Jahren, wird es auch in diesem Jahr auf dem Gelände – sowohl innerhalb des Infields, als auch außerhalb – Dixie Toiletten geben. Für die „Katzenwäsche“ gibt es Waschstationen im Bereich des CampingPlatzes. Vernünftige Duschen wird es auf dem Festivalgelände leider nicht geben, für kleines Geld wird aber jeden Morgen ein „DuschBus“ zum Alsfelder Schwimmbad angeboten, wo ihr eine ordentliche Dusche nehmen könnt. Hier gibt es selbstverständlich auch ordentliche Toiletten. Sind Überraschungen zu erwarten? Wenn wir das hier verraten würden, wären es keine Überraschungen mehr… :-) DasROCKT!: Das nehmen wir als JA!!! Was zeichnet das Ehrlich & Laut Festival aus? Wir denken, dass das der Charme des Ehrlich & Laut Festivals und die familiäre Atmosphäre unter allen Besuchern, Bands und Helfern ist. Die meisten Bands verstecken sich nicht dauerhaft im BackstageBereich, sondern sind für die Fans greifbar. Darüber hinaus sind wir davon überzeugt, dass gerade die etwas extravagante Zusammenstellung der Musikrichtungen & Stile das gewisse Extra ausmacht. Wir geben großen wie kleinen Bands gleichermaßen die Chance auf

Veranstalter Interview | Das Rockt! 4/2012

dem Festival zu spielen. Alle Bands sind handverlesen, wir finden bei jeder Einzelnen Band, dass sie fette Mucke macht und vor allem auch live ein Feuerwerk abbrennt. Aufgrund dieser Vielfalt haben wir sowohl Punks, Skins, Deutschrocker, Hardcorer und Metaller, als auch einfach nur „Rockmusik-Fans“ als Gäste – und das tollste ist, dass alle trotz der verschiedenen Musikgeschmäcker zusammen friedlich feiern. DasROCKT!: Habt Ihr einen Favoriten unter den Bands? Wie bereits erwähnt, sind wir persönlich von jeder einzelnen Band zu 100% überzeugt und sind dementsprechend Fan jeder einzelnen. Sicherlich sind Bands dabei, die wir selber noch nicht sooo oft live gesehen haben und auf die wir uns besonders freuen, letztendlich ist aber doch das „Gesamtkunstwerk E&L“ das, auf was wir besonders stolz sind. DasROCKT!: Ihr habt das Programm dieses Jahr im Style etwas geöffnet, warum? Entgegen einiger Meinungen sind wir nie ein reines „DeutschrockFestival“ gewesen. Auch in den vergangenen Ehrlich & Laut Festivals hat es bereits verschiedenste Musikrichtungen gegeben. Wir haben uns zwei Grundsätze gegeben, denen wir immer treu geblieben sind und auch bleiben werden: Wir wollen keine Coverbands und der überwiegende Teil der Bands soll auf Deutsch singen. Die Musikstile entwickeln sich permanent weiter und wir wollen uns dem Unbekannten nicht verschließen, sondern versuchen vielmehr neue Stile aufzugreifen und mit einzubinden. Bands mit Musikstilen wie z.B. Eskimo Callboy hat es in den letzten Jahren nicht gegeben und dement-


Veranstalter Interview sprechend waren sie auch nicht auf dem Festival vertreten. Auch der diesjährige Headliner In Extremo passt unserer Meinung nach gut ins Line-Up. Sicherlich ist er musikalisch in eine andere Ecke zu stecken, als Punk oder Deutschrock, aber eben doch Musik, die vielen Fans aus der Punk/DeutschrockSzene auch gefällt. Wir versuchen nicht in „Szenen“ oder „Stilen“ zu denken, sondern buchen das, was gefällt. Leider werden wir es nie schaffen, dass jeder Besucher jeden Act top findet, aber das wollen wir auch gar nicht. Wenn jemandem eine Band nicht gefällt, kann er sich an der Biertheke, der Cocktailbar oder auf Zeltplatz ausruhen und das ein oder andere Kaltgetränk zu sich nehmen…;-) DasROCKT!: Auf was seid ihr in diesem Jahr besonders stolz? Wir sind jedes Jahr aufs Neue stolz darauf, dass es Leute gibt, die unseren Musikgeschmack teilen und zu uns aufs Festival kommen. Mit dem Schritt zum Open-Air und den damit verbundenen Mehrkosten und –/aufwand haben wir uns in unbekanntes Terrain begeben und sind nun entsprechend stolz, dass wir alle Aufgaben und Probleme, die sich uns in den Weg stellten, gelöst, bzw. überwunden haben. Nun hoffen wir, dass die E&L für alle Besucher ein richtig geiles Wochenende gibt, an das sie sich noch lange erinnern werden, dann haben wir alles richtig gemacht. DasROCKT!: Das Ehrlich & Laut Festival hatte in den letzten Jahren immer einen hohen Sicherheitsstandart, ist dieser auch am neuen Gelände gegeben? Worauf war hier besonders zu achten? Die Sicherheit des Festivals und damit der Besucher steht selbstverständlich an erster und oberster Stelle. Nur wenn man das Gefühl von Sicherheit hat, kann man Spaß haben und ein paar schöne Tage mit richtiger Party erleben. Mit dem Umzug auf das neue Gelände gab es für uns organisatorisch natürlich viel zu tun um dies zu gewährleisten, es ist uns aber gelungen.

DasROCKT!: Durch tragische Vorfälle auf anderen Veranstaltungen in der Vergangenheit, wurden bekanntlich die Anforderungen an Sicherheit stark angehoben. Wo seid Ihr hier an Grenzen gestoßen um Sicherheit und Spaß unter einen Hut zu bekommen? Da sprichst du in der Tat ein kritisches Thema an. Durch das Unglück auf der Loveparade sind die Anforderungen an Veranstaltungen im Allgemeinen stark angehoben worden. So ist es nun im Gegensatz zu den vorherigen Jahren z.B. notwendig, dass wir als Veranstalter ein Bauantrag inkl. aller benötigen Unterlagen wie ein Sicherheitskonzept für das Festivalgelände behördlich beantragen müssen. Das Problem hierbei ist aber vielmehr die Bürokratie, die hinter den Vorgängen steht, als die Herstellung von Sicherheit. Die Sicherheit war auch in den vergangenen Jahren gegeben. In diesem Jahr ist es aber notwendig diese getroffenen Maßnahmen den Behörden vorzulegen und zu beantragen. Wenn die dann genehmigt sind, müssen sie aber genau eingehalten werden, so dass dem Veranstalter eine gewisse Flexibilität verloren geht. Ein gutes Beispiel hierfür ist z.B. die Größe des Festivalgeländes: Man weiß Monate vor der Veranstaltung noch nicht wie viele Leute letztendlich kommen werden, da die Tickets von Jahr zu Jahr näher am Festival gekauft werden. Da die Sicherheitskonzepte und Bauanträge jedoch frühzeitig eingereicht werden müssen, muss man die Besucherzahlen schätzen. Kommen dann allerdings weniger oder mehr Leute zum Festival als man anfangs annahm, ist es schwer das Gelände einfach etwas zu vergrößern, da man sich nun an die genehmigen Pläne halten muss. Hinzu kommt natürlich, dass die Besucher die gestiegenen Sicherheitsstandards oft als „Schikane“ empfinden. So will am Zeltplatz zwar jeder am liebsten direkt neben seinem Auto zelten können und wegfahren und wiederkommen wie es ihm passt, aber gleichzeitig auch in einer gewissen Sicherheit im Zelt schlafen können, ohne von Dauerverkehr belästigt und gefährdet zu werden. Gleiches gilt für Glas am Camping-Platz: Am liebsten würde

jeder seine Kiste Bier und Flasche Schnaps mitbringen, aber keiner möchte in eine offen rumliegende Scherbe fallen. Das Spiel könnte man jetzt noch mit offenem Feuer, Generatoren, gewissen Gegenständen, etc. fortführen. Um eine gewisse Sicherheit gewährleisten zu können ist es einfach notwendig Regeln festzulegen, die dann auch befolgt werden müssen. Hier würden wir uns von den Besuchern oft etwas mehr Verständnis wünschen, da schlicht nicht jede erdenkliche individuelle WunschSituation erstellt werden kann. So haben wir z.B., nachdem wir nach langem Ringen wieder die Zulassung von Wohnmobilen erreichen konnten, direkt die Anfrage bekommen, wieso man nun nicht direkt als „normaler“ Camper neben den Wohnmobilen campen kann, weil dort doch die Freunde seien. Wir versuchen wirklich alles Menschenmögliche, um jeden einzelnen Festivalbesucher glücklich machen zu können, es kann aber leider nicht immer gelingen. DasROCKT!: Habt Ihr noch abschließende Worte für die Besucher? Klar. Wir freuen uns darauf mit Euch vom 16.-18.8. in Alsfeld ein weiteres unvergessliches Ehrlich & Laut Festival zu feiern. Wir hoffen, dass Ihr alle Eure Teller in der Woche vor dem Festival leer esst, damit wir gutes Wetter bekommen. Wir hoffen, dass am 19.8. alle fix und fertig zu Hause auf der Couch liegen und ein unglaubliches Festivalwochenende Revue passieren lassen können… Wir sehen uns… (steffi)

Veranstalter Markus K. & Marcus L.

Veranstalter Interview | Das Rockt! 4/2012

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Ehrlich & Laut Festival

Ehrlich & Laut Festival 2012 in Alsfeld! Standard oder diesmal doch ganz anders? Hast du Lust auf Non-Stop-Party? Willst du im Gesang und Trubel der Menge baden und alles um dich herum vergessen? Oder willst du mit deinen Freunden ein paar Tage unterwegs sein und bei guter Musik gemeinsam die Zeit genießen? Hast du Lust auf Non-Stop-Party? Willst du im Gesang und Trubel der Menge baden und alles um dich herum vergessen? Oder willst du mit deinen Freunden ein paar Tage unterwegs sein und bei guter Musik gemeinsam die Zeit genießen?

Dieses Jahr gibt es sogar ein weiteres Highlight im Programm: Zum ersten Mal wird samstags ein traditioneller Frühschoppen stattfinden, der dich auf die weiteren Bands einstimmen und wirklich jeden zum Feiern animieren wird.

Dann komm zum diesjährigen Ehrlich & Laut Festival in Alsfeld vom 16-18. August! Egal was du suchst, ob Abwechslung, gute Musik, Party oder Unterhaltung, wir versprechen dir, dieses Jahr wird wirklich für jeden etwas dabei sein! Ganz egal, ob du es langsam angehen lassen möchtest mit einem Tagesticket für 27 oder 37 Euro, oder ob du gleich das volle Programm wünscht und dir ein Festivalticket gönnst, du wirst auf jeden Fall zufrieden sein! Ganz egal ob du „Festival-Neuling“ oder ein „alter Hase“ bist, bei dieser großen Bandbreite an Bands, die auf dem Ehrlich & Laut Festival in Alsfeld zu Gast sein werden, wirst auch du bestimmt überrascht werden. Von Ska der Bad Shakyn, über Mittelalterrock von In Extremo bis hin zu Metal von Troopers (um nur einige der über 20 teilnehmenden Bands zu nennen) werden sicherlich keine Wünsche offen bleiben. Wir versprechen dir drei Tage pausenlos gute Musik zum mitfeiern, tanzen, grölen und singen!

Natürlich ist es auch dieses Jahr möglich, auf unserem Festivalgelände zu campen, sodass man sich quasi nie von der guten Musik und Feierlaune der Masse trennen muss. Das Festivalticket für alle drei Tage sowie Campinggebühren und Müllpfand erhältst du schon für 59,00 Euro! Natürlich wird an allen Tagen nicht nur für das Wohl deines Gehörgangs, sondern auch für dein leibliches Wohl gesorgt: An zahlreichen Ständen hast du die Wahl zwischen Pizza, Würstchen, Steaks, vegetarischen Speisen und vielem mehr. Selbstverständlich kannst du dein Essen aber auch selbst grillen, denn das Betreiben von Grills und Elektrogrills ist wie immer erlaubt. Du solltest aber darauf achten, dass du kein offenes Feuer, sowohl auf dem Boden als auch im Grill, entfachst ;-)

Falls du noch nicht genug hast von der Show und der Party vor und auf der Bühne, hast du dieses Jahr die Möglichkeit, dir für einen Festivaltag ein VIP-Ticket für 50 Euro zu kaufen, um deine Stars und Bands auch noch nach der Show ganz privat zu treffen. Mit diesem Ticket kommst du also in sämtliche Ecken des Backstage-Bereiches und darfst deine Stars von einer anderen Seite kennen lernen.

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Damit du auch morgens schneller munter wirst und schließlich frisch gestärkt weiter feiern kannst, bieten wir dir jeden Morgen einen Frühstücksservice mit frischem Kaffee und Brötchen an. Somit ermöglichen wir dir es, dich ganz wie zuhause zu fühlen. Neben dem traditionellen Campingangebot kannst du dieses Jahr auch mit deinem Wohnmobil bequem anreisen. Damit deine Anreise mit dem Wohnmobil so einfach wie möglich wird, musst du nur eine Wohnmobilplakette im Vorverkauf für 10 Euro kaufen, und deinem Festivaltrip steht nichts

Ehrlich & Laut Festival | Das Rockt! 4/2012

mehr im Wege! Außerdem kannst du auch entspannt mit dem Zug anreisen, da Alsfeld über einen Bahnhof verfügt und das Festivalgelände nur wenige Gehminuten von diesem entfernt liegt. Um deine Anreise zu erleichtern und lange nervtötende Schlangen an der Kasse zu vermeiden, haben wir uns dieses Jahr dazu entschieden, dass wir dein Müllpfand direkt mit der Ticketbestellung abwickeln. Und natürlich bekommst du das Pfand bei der Abgabe deiner Müllsäcke wieder zurück erstattet! Und keine Sorge, auf dem gesamten Festivalgelände sind zahlreiche Toiletten, Duschen und Waschbecken vorhanden. Für unter 18-Jährige Festival Besucher ist zu beachten, dass Kinder und Jugendliche von 8 bis unter 16 Jahren nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person eingelassen werden. Wenn ihr 16 oder 17 seid, braucht ihr eine Aufsichtspflichtübertragung und eine Aufsichtsperson, damit ihr auch nach 24.00 Uhr noch feiern dürft! Falls du über eine bleibende Erinnerung an das Ehrlich & Laut Festival nachdenkst, wird dir dieses Jahr wieder die Möglichkeit geboten, dich piercen und tätowieren zu lassen. Wenn du dich aber jetzt schon auf das Festival einstimmen und eventuell auch dafür einkleiden willst, falls du Infos zur Anreise und weitere Preise suchst, besuche einfach unsere Homepage unter

www.el-rocknacht.de


Ehrlich & laut Festival

Running Order Donnerstag

15:00 15:30 15:00 16:00 15:30 17:00 16:15 18:00 17:15 19:15 18:15 20:30 19:30 22:15 20:45 0:00 22:30 2:00 0:00

Einlass Infield AGF Warm-Up Saints & Sinners Naysayer Brutality Will Prevail First Blood Molotov Terror Krawallbrüder (Partyzelt) AGF-After-Show-Party

Freitag

13:00 14:00 13:00 14:30 14:00 15:15 14:45 16:00 15:30 17:00 16:15 17:45 17:00 18:45 18:00 19:45 19:00 21:00 20:00 23:00 21:30 0:30 23:15 3:00 0:30

Samstag

11:45 12:45 12:00 13:30 13:00 14:30 13:45 15:30 14:45 16:30 15:45 17:30 16:45 18:30 17:45 19:35 18:45 20:50 19:50 22:05 21:05 23:20 22:20 0:30 23:35 3:00 0:30

Einlass Infield AGF Warm-Up Bad Shakin Unherz Wilde Zeiten Rotz & Wasser Firkin Pöbel & Gesocks Wölli & DBDJ Betontod IN EXTREMO Troopers (Partyzelt) AGF-After-Show-Party Einlass Infield Musikverein Leusel Frühschoppen mit dem k Zombies nec Red The Johnny Flesh & Eskimo Callboy S.i.K. BRDigung Unantastbar Serum 114 Wilde Jungs Kärbholz Haudegen Skatoons Berliner Weisse (Partyzelt) AGF-After-Show-Party

ähr. Alle Angaben ohne Gew Ehrlich & Laut Festival | Das Rockt! 4/2012


Soulfly

Auf dem With Full Force Festival haben wir uns mit Marc, dem Gitarristen von Soulfly zusammengesetzt und über ihn, Soulfly und den zusammenhang zwischen Sepultura und Cavalera Conspiracy gesprochen. Abgelenkt durch Übersetzungsfehler und Weibergeschichten gab es viel zu lachen! DasROCKT!: Heute sind wir hier mit Soulfly, es gibt kein anderes deutsches Festival, auf dem ihr so oft gespielt habt wie das With Full Force. Woran liegt das? Was ist das besondere am WFF?

DasROCKT!: Ich bin mir nicht sicher, aber du bist schon am längsten von allen in der Band, richtig? Vermisst du die anderen Jungs, oder denkst du dir „ach, der war doch viel besser“?

Marc: Das WFF war immer das Beste Festival um Hardcore und Metal Bands zusammen zu bringen. Das ist ja auch der Musikstil, den wir spielen. Wir haben ja diesen crossover Sound, deswegen ist es das perfekte Festival für Soulfly.

Marc: Es ist normal, dass die Bandmitglieder wechseln. Sie kommen und gehen immer wieder. So ist das Leben. Darum geht es auch in einer Band, man investiert seine Zeit darin.

DasROCKT!: Plant ihr für solche Headliner Shows bestimmte Sachen, oder spielt ihr einfach wie immer? Marc: Wir spielen ein längeres Set, damit erfahrt ihr Soulfly komplett. DasROCKT!: Euer Album ist härter als alles andere, soll es auch in Zukunft so weiter gehen? Marc: Ich weiß es nicht. Dieses Album ist sicherlich eines der härteren, aber das vorherige ging auch schon in die Richtung. Wer weiß. Das ergibt sich alle wenn man die Songs schreibt. DasROCKT!: In wie fern bist du im Songwriting integriert? Marc: Jeder arbeitet zusammen. Die neuen Jungs haben definitiv einen neuen Vibe mit dazu gebracht. Das ist sicherlich auch einer der Gründe wieso das neue Album Ensleved härter geworden ist.

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Soulfly | Das Rockt! 4/2012

DasROCKT!: Wünsch du dir etwas Bestimmtes für die Band, im musikalischen oder persönlichen Sinne? Marc: Einfach weiter machen. Weiter Touren und weiter Alben produzieren. Max macht das schon für immer. Ich bin jetzt schon fast 10 Jahre in der Band, und seitdem haben wir nicht einmal langsam gemacht. Immer gerade aus. DasROCKT!: Das Debut Album kam 1969 raus….? *verwirrt fragt* (englische zahlen lesen sich andersrum als deutsche :) ) Marc: 1969? DasROCKT!: Oder 1979? Marc: Ähm ein Soulfly Album 1969? Nein das war 1999. Sonst wären wir zusammen mir Jimmy Hendriks auf der Bühne gewesen. *alle lachen*

DasROCKT!: Plant ihr mal ein Gig mit den älteren Mitgliedern? Marc: Ich weiß nicht. So wie es gerade ist läuft es eigentlich gut. Ich weiß es nicht, das ist nicht meine Entscheidung.


Soulfly DasROCKT!: Ihr spielt auch oft im Ausland, wie Japan und Malaysia. Gibt es ein Land in dem ihr noch nie gespielt habt? Oder eines in dem du mal unbedingt spielen möchtest? Marc: Es gibt viele Ländern in denen wir noch nicht waren. Vielleicht ist es in machen auch nicht sicher genug für uns *lacht* DasROCKT!: Was war deine verrückteste Show bisher? Marc: Verrückt? Davon gibt es viele. In Brasilien oder Süd-Amerika, dort ist es immer verrückt. DasROCKT!: Dort auch eure wurzeln. Marc: Ja.

sind

DasROCKT!: Gibt es Unterschiede zwischen den Fans? Marc: In Europa sind sie alle ziemlich gleich. Alle Shows sind sehr gut. In Amerika sind die Shows etwas brutaler, dort gibt es auch oft Schlägerein. Die sind nicht so freundlich wie die Leute hier. Hier sitzen alle zusammen, trinken und haben eine gute Zeit. In Amerika trinkt jeder und verursacht Schlägerein. DasROCKT!: Wirklich? Marc: Ja es ist verrückt. DasROCKT!: Hast du je versucht dazwischen zu gehen oder sie zu unterbrechen, wenn es zu hart wird? Marc: Es ist oft so, dass wir es gar nicht mitbekommen und es erst nach der Show erfahren.

DasROCKT!: Wie sehr ist die Soulfly Musik mit der von Cavalera Conspiracy verbunden? Sind die sich schon zu nahe? Marc: Manche Leute denken das sicherlich. Ich jedoch nicht. Cavalera Conspiracy ist entstanden als Max und Igor Sepultura verlassen haben. Für mich ist Soulfly anders. DasROCKT!: In euren Stücken sind immer Gastmusiker. Gibt es eine Person mit der du gerne mal auf der Bühne stehen würdest? Marc: Einige meiner Lieblings Gitarristen mit denen ich gerne mal jammen würde. DasROCKT!: Kannst du uns einige Namen nennen? Marc: Puh, es sind so viele. Zack Wylde, Al Di Meola, Joe Satriani….

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Soulfly DasROCKT!: Das wäre bestimmt interessant. Marc: Es wäre cool, anders. DasROCKT!: Was habt ihr für die Zukunft geplant? Wird es eine Tour geben, oder spielt ihr hauptsächlich auf Festivals? Marc: Wir werden weiter im Studio sein. Nach dieser Tour für Enslaved werden wir wahrscheinlich mit einer neuen Cavalera Conspiracy Platte auf Tour gehen. DasROCKT!: Spielst du auch mit in der Band? Marc: Ja, in Cavalera Conspiracy spiele ich auch Gitarre. Es ist immer ein Hin und Her mit Soulfly und Cavalera Conspiracy. DasROCKT!: Hast du die Lieder der verschiedenen Bands alle im Kopf? Marc: Ja sicherlich. Als Musiker muss man das. DasROCKT!: Wie viel musst du üben? Marc: Den ganzen Tag. Das ist alles was ich mache. Immer Gitarre spielen. Ich liebe die Musik.

DasROCKT!: Ist es schwer ein Privatleben zu führen, wenn du so oft auf Tour bist? Marc: Ja, es ist fast unmöglich. Eine Freundin länger als zwei Tage zu haben ist unmöglich. *lachen* Und wenn man mal ein Mädchen gefunden hat, dass man wirklich mag, geht sie nach ein paar Wochen weil sie es nicht ertragen kann, dass man immer weg ist. DasROCKT!: Mit eurer Band auf dem Höheren Level ist es doch bestimmt noch schwerer eine Frau kennen zu lernen? Marc: Es ist nicht schwer sie kennen zu lernen. Es ist nur schwer sie in einer Beziehung zu halten. Aber ich will mich nicht beschweren, das gehört zum Job. Man darf sich einfach nicht verlieben. DasROCKT!: Wann warst du das letzte Mal verliebt?

DasROCKT!: Das aktuelle Album handelt viel von Sklaverei. Hast du dich selbst mal wie ein Sklave gefühlt? Marc: Nein. Die Texte stammen ja von Max, das sind also eher seine Konzepte. DasROCKT!: Hast du bei den Texten auch Mitentscheidungsrecht, wenn du z.B. sagt du kannst dich da nicht richtig reinversetzten? Marc: Nein, ich misch mich bei den Lyrics nicht ein. Ich befasse mich mehr mit den Instrumentellen teilen. DasROCKT!: Wie viele Gitarren hast du zuhause? Marc: Viele, zwischen 30 und 40. DasROCKT!: Und wie viele spielst du regelmäßig? Marc: Glaub das sind 2.

Marc: Letzte Nacht! DasROCKT!: Wo war das? Marc: Ich erinnere mich nicht…. Ähm Rumänien. Ich habe mich ein paar Mal verliebt letzte Nacht. Sehr schön.

DasROCKT!: Wechselst du auch mal die Amps und vergleichst die Sounds? Marc: Ähm ich nehmen PB Amplifier 65 oder 5 und BC Rich Gitarren. DasROCKT!: Warum gerade PB? Marc: Weil die die Besten sind. Gerade im Heavy Metal. DasROCKT!: Denkst du, dass Marshall durch BP ersetzt wird. Marc: Ich bin mit Marshall aufgewachsen und mag den alten Sound, aber BP hat dann den Metal Bereich übernommen ist da einfach besser als Marshall. DasROCKT!: Hast du vor jeder Show ein Ritual? Marc: Ähm ich wärm mich bisschen auf und übe. Je länger ich vor der Show meine Gitarre in der Hand habe, umso besser wird die Show. DasROCKT!: Bei welcher Show warst du zuletzt als normal Gast? Marc: Bei den ganzen Festivals auf denen wir spielen, check ich auch immer die anderen Bands aus. Also gestern waren wir ja in Rumänien, da hab ich dann Black Label Soci-

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Soulfly ety und Machine Head gesehen. Heute habe ich Propane gesehen. Auf den großen Festivals kann man dann seine ganzen Lieblingsbands sehen, weil da viele große Bands spielen. DasROCKT!: Kennst Deutsche Bands?

du

auch

Marc: Ja, Tenside, die sind sehr cool. Mit denen haben wir auch schon gespielt. DasROCKT!: Spielst du lieber in Clubs oder auf Festivals? Marc: Ich mag beides. Clubs sind mit dem Soundcheck und nach der Show intimer mit der Menge. Man kann dann einfach mit allen rumhängen und die coolen Städte sehen. Festivals sind aber auch gut. Da spielt man dann vor größeren Mengen, solange es nicht regnet ist es cool. DasROCKT!: Hast du schon Soloalben gemacht? Marc: Ja, ich habe 3 Soloplatten. Die sind rein instrumental. Aber Heavy, es ist Metal. Wenn die Tour vorbei ist geh ich wieder ins Studio und mach eine neue Platte. DasROCKT!: Hast du Leute die Schlagzeug und Bass spielen?

DasROCKT!: Gibt es ein Song bei dem du dir wünschst, dass du ihn geschrieben hättest? Marc: Ähm ja, Roxy. Das ist mein Lieblingssong. DasROCKT!: Was denkst du über Sepultura und deren Erfolge? Marc: Nun ja, sie haben sich eben getrennt. Sie waren eine meiner Lieblingsbands als ich ein Kind war. Die Fans und die Presse machen so viel Druck um ein Comeback. Wenn es soweit ist, dann ist es toll, aber wenn nicht dann ist es auch ok. Schließlich haben wir ja noch die alten Platten die wir anhören können und die restlichen Bandmitglieder machen noch ihr Ding. Dann gibt es auch Soulfly und Cavalera Conspiracy so kann man sich von jedem der Band immer noch das Beste anhören. DasROCKT!: Ich hab gehört das es Streit zwischen Igor und Max gab. Marc: Das ist schon eine Weile her, jetzt spielen sie zusammen bei Cavalera Conspiracy. Das ist schon 5 Jahre her. DasROCKT!: Die Europäer haben nicht mitbekommen, dass das schon so lange her war.

Marc: Ja, daheim hab ich ein Schlagzeuger und ein Bassspieler. Wir sind auch schon durch die USA getourt. Und hoffen bald durch Europa zu touren.

Marc: Wir haben vor vier Jahren eine Europa-Tour mit Cavalera Conspiracy gemacht. Es gibt so viel Musik dort draußen, dass eigentlich jeder glücklich sein muss.

DasROCKT!: Ohne Sänger?

DasROCKT!: Ich glaub wir müssen gehen. Vielen Dank für das tolle Interview, genieße noch das restliche Festival. Hoffentlich bis bald.

Marc: Ich sing ein paar Zeilen, aber es ist hauptsächlich instrumental. Für Leute die Gitarren Sound mögen. DasROCKT!: Wie wichtig sind für dich die Lyrics im Song? Achtest du eher auf die Texte oder auf die Instrumente?

Marc: Ich danke euch, bis bald. (tiz)

Hallo Freunde der gepflegten Musik! Ab sofort werdet Ihr in jedem Magazin unsere Charts vorfinden, in denen Ihr nachlesen könnt, welche Songs in den vergangenen Monaten am häufigsten in unserem Programm gespielt wurden. Diese Statistik bezieht sich sowohl auf Hörerwünsche, als auch auf die Playlisten unserer Moderatoren und wir hoffen, Ihr bekommt somit einen kleinen Einblick in Eure Favoriten. Hier nun die

Charts Juli 2012 Wilde Flamme 01 1000 Meilen, 1000 Worte G.O.N.D. Allstars 02 Treueschwur KrawallBrüder 03 Blut, Schweiss und keine Tränen BRDigung 04 Scheiss Problem 9mm 05 Störtebeker Unherz 06 Herzschlag Durstige Nachbarn 07 Meinungsfreiheit 08 Engel in Zivil SOA Frei.Wild 09 Weil du mich nur verarscht hast Thekenproleten 10 Des kleinen Mannes Sonnenschein

Die nächsten Top10 erscheinen im nächsten Magazin und Ihr habt es in der Hand, welche Bands darin veröffentlicht werden.

Marc: Ich steh mehr auf die Musik als auf die Lyrics. Aber gute Lyrics sind auch wichtig. Aber ich kaufe keine Platten um die Lyrics zu lesen, hälfte der Zeit versteht man eh nicht was die sagen.

Euer AgF-Radio Team http://www.agf-radio.com/top25/

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Das Rockt! Newcomer DAS

ROCKT! E20R NEWCOM 12 August

Fact-Box Name: Spitfire Gründungsjahr: 2011 Mitglieder Dick Dropkick, Johnny Jailbreak, Nikk Nitro

Die dreiköpfige Kombo “SpitFire” ist seit April 2011 musikalisch in dieser Zusammensetzung aktiv und steht seit Mai 2012 beim Label Rookies & Kings unter Vertrag, nachdem die Band bei einem Konzert der R&K-Band Serum 114 entdeckt wurden. SpitFire leben den KickAss Rock’n’Roll: Laut, dreckig und mit nicht fehlendem Selbstbewusstsein! Vom Sound her ein guter

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und passender Mix aus Rockabilly, Rock, etwas Metal und einer Spur Southern Rock ähneln sie im ersten Eindruck Bands wie Volbeat. Das ganze wird in englischer Sprache zum Ausdruck gebracht. Das beweist ihr Motto: „Hail the kings of Rock’n’Roll“ und so machen die drei Münchener keinen Hehl daraus, dass sie ihr musikalisches Genre nicht neu erfunden haben. Desweiteren sollten LiveBewunderer den Arschtritt mit Augenzwinkern betrachten und eine anständige Portion Klischees vertragen können. Neben guten Songs und einer beeindruckenden Live-Energie verfügen Dick Dropkick, Johnny

CD Reviews | Das Rockt! 4/2012

Label: Rookies & Kings Webseite: spitfire-rock.de Star-Potential

Jailbreak und Nikk Nitro über ein enormes Potential, welches sie schon bald auf ihrem ersten Studioalbum zum Ausdrucken bringen werden, aus welchem sie im Rahmen der Arenatour von Frei.Wild diverse Songs zum Besten geben werden.(h0m3r)


CD Reviews

CREW

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Perkele Mit der Band Perkele haben wir über 20 Jahre Musikbusiness gesprochen und über deren Pläne für die Zukunft. Die Jungs aus Schweden haben einiges über sich Preis gegeben.. DasROCKT!: Ihr seid hier auf dem Full Force Festival, wie fühlt sich das an? Perkele: Komisch … Es ist etwas Neues für uns an so einem Festival in Deutschland teil zunehmen, denn wir sind es gewöhnt auf Punk Festivals zu spielen. Das hier ist vollkommen neu für uns. DasROCKT!: Denkt ihr, dass dieses Festival eher was für Punk oder Metal Leute ist? Perkele: Sie haben uns eingeladen und es fühlt sich so an als ob wir etwas machen, das nicht nur für Punk und Metal Leute ist. Wir machen etwas, was ein bisschen anders ist. DasROCKT!: Gefällt es euch? Perkele: Es ist neu und es ist anders, aber es ist toll. Wir mögen es für die Leute zu spielen, die uns hören wollen. DasROCKT!: Letztes Jahr hatten wir ein Interview mit euch, einer von euch hat erzählt, dass er studieren würde. Tut er das immer noch? Perkele: Zurzeit nicht. Er arbeitet jetzt bei der Schwedischen Post, aber vielleicht fängt er wieder an zu studieren. Ihm gefällt seine Arbeit nicht so und er ist jetzt schon seit 10 Jahren da, das reicht jetzt. Jeder braucht etwas, das er machen kann wenn er irgendwann zu alt ist um auf der Bühne zu stehen und ein Punk Rocker zu sein. DasROCKT!: Letztes Jahr hattet ihr nur zwei Shows in Deutschland, dieses Jahr sind es deutlich mehr. Was könnt ihr euch noch alles für 2012 und 2013 vorstellen? Parkele: Das hängt von unserer Arbeit ab. Wenn wir an neuen Songs arbeiten, können wir nicht so viele

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Perkele | Das Rockt! 4/2012

Gigs machen. Denn wir haben nicht die Zeit zu arbeiten, neue Songs, neue Alben und Live Gigs zu gleich zu machen. Das ist einfach zu viel. Dann müssen wir etwas zurück stellen. DasROCKT!: Wie geht ihr vor wenn ihr einen neuen Song kreieren wollt? Nehmt ihr euch zwei Wochen Zeit um nur daran zu arbeiten oder braucht ihr Jahre Zeit und arbeitet nur alle drei bis fünf Tage daran? Perkele: Das ist unterschiedlich. Es kann ein Jahr, zwei oder drei dauern. Aber wenn eine Idee im Kopf ist, dann versucht man sie zur Probe aufzunehmen. Im Studio wird dann versucht ein Song daraus zu machen. Manchmal klappt es, manchmal auch gar nicht. Das nervt dann und wir müssen es über den Haufen werfen. DasROCKT!: Wenn es eine wirklich gute Idee gibt, wird der Song dann auch mal mit dem Home Equipment aufgenommen? Perkele: Meistens hat man nur Ideen für den Beat oder die Drums … DasROCKT!: Also werden nur Teile des Songs sofort aufgenommen? Perkele: Ja, manchmal die Melodie, der Text oder wirklich nur sehr kurze Teile. DasROCKT!: Und dann wird es zu Hause aufgehoben um es wann anders fertig zu stellen? Perkele: Im Moment gibt es viele Ideen für fünf neue Songs. Wir brauchen nur Zeit um sie mal auszuprobieren. Das ist aber viel einfacher als das was vorher mit den Songs passiert ist. Zu Hause kann man sie nur mit der Akustik Gi-

tarre aufnehmen und dazu singen. Danach lässt man es abspielen und versucht eine Basis darunter zu legen und es wieder aufzunehmen. Meistens klappt das nicht so gut und man kann alles wieder weg schmeißen. DasROCKT!: Seid ihr eine demokratische Band? Perkele: Ja, sind wir und wir wollen es auch sein. DasROCKT!: Gibt es irgendwelche Situationen in denen ihr es nicht seid? Perkele: Nein, wir sprechen immer alles ab. Wenn jemand eine neue Idee hat, arbeiten wir zusammen daran im Studio. Manchmal klappt es, manchmal auch nicht, vielleicht weil wir merken, dass das jetzt grade nichts für uns ist. Manche von diesen Ideen sind aber trotzdem brillant und wir können später was daraus machen. Auch wenn jemand was bei unseren Shows nicht so machen will, kann es geändert werden. In der Hinsicht sind wir wirklich sehr demokratisch. DasROCKT!: Ist es spannender wie hier vor Menschen zu spielen, die einen noch nicht kennen oder vor Menschen, die einen schon lange kennen? Perkele: Wenn wir hier spielen, haben wir nur ca. 35 Minuten Zeit. Wenn dann etwas nicht funktioniert, wie z.B. die Technik, dann ist es einfach nur stressig. Hier sind wir auf einem ganz anderen Level und die Umstände sind nicht so gut für uns. Es fühlt sich so an als ob sich niemand um die kleinen Bands kümmert. Aber wir haben trotzdem zugesagt, denn man muss auch mal was anderes ausprobieren. Also probieren wir es, aber wahrscheinlich würden wir es bevorzugen auf


Perkele

einem anderen Festival zu spielen. Wenn wir mehr als eine Stunde Zeit hätten zum spielen, wäre es wesentlich einfacher. Außerdem macht es mehr Spaß für Menschen zu spielen, die nur wegen uns da sind. Hier sind viele, die wegen anderen Bands kommen und uns eben auch sehen können. DasROCKT!: Aber dann wissen sie euren Namen und erinnern sich an euch. Perkele: Ja, und wir hoffen sehr, dass sie Spaß daran finden unsere Musik zu hören und etwas Neues entdecken. DasROCKT!: Fühlt ihr euch bei Aufnahmen im Studio wohl? Perkele: Ja, sehr. Wir hätten keinen besseren Produzenten finden können. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut und wir sind sehr glücklich damit. Wir haben eine sehr enge Verbindung, da wir auch fast täglich Kontakt haben. Das ist es, was diese Zusammenarbeit so stark gemacht hat. Wir haben alle unser Veto und diskutieren alles aus, von Merchandise über Shows bis hin zu den neuen Videos und Songs. Er ist ein sehr guter Zuhörer. Manchmal muss er uns ein wenig härter ran nehmen und ein anderes Mal wir ihn. In der Musikindustrie gibt es viele ungerechte Leute, die dich nur ausnutzen wollen, aber mit ihm haben wir jemanden gefunden, dem wir voll und ganz vertrauen können. Er kennt uns gut und weiß was wir wollen. Bei jeder neuen Idee sagt er: „Okay, dann los. Wir probieren es.“ Das ist wahrscheinlich das Beste an der Zusammenarbeit. Niemand sagt uns was wir zu tun haben. Wir können uns Zeit nehmen und wenn es mal nicht

klappt mit dem Rekord, dann machen wir ihn wann anders. DasROCKT!: In eurer Karriere, in all den Jahren, in eurer Zeit was war für euch das Highlight? Pekele: Wir haben das Highlight immer noch nicht gehabt. Das war eine komische Aussage! Ein Highlight war als wir das erste Mal in Leipzig gespielt und gemerkt haben, wie berühmt wir schon sind. Oder als wir 2003 in Chemnitz gespielt haben. Wir kamen auf die Bühne und das Publikum hat unsere schwedischen Songtexte besser gesungen als wir. Das war ein komisches und verrücktes Gefühl. In Valencia und Barcelona haben sie auch unsere Texte gesungen. Eigentlich immer und überall … bei jedem Konzert. Damit beeindruckt uns das Publikum jedes Mal wieder. Sie kennen unsere neuen Songs aus dem Internet. Niemand kauft sie, alle laden sie nur runter, lernen sie und singen sie dann auf unseren Auftritten. DasROCKT!: Gibt es ein Land in dem ihr gerne mal auftreten würdet ? Z.B. in Japan? Perkele: Nein, das ist zu weit. 2004 haben wir in Athen in Griechenland gespielt, damals hatte es noch Geld. Wir haben es ihnen weggenommen. Dort zu spielen war fantastisch, genau wie in Barcelona. Aber wir haben auch Anfragen aus den USA, Latein Amerika, Malaysia, Indonesien und Russland bekommen. Aus Russland sogar mehrere. Aber die Dinge kamen anders als geplant, vielleicht können wir in Zukunft mal dort auftreten. Außerdem fühlen sich einige aus der Band nicht so sicher, wenn wir in Moskau spielen. Das ist keine leich-

te Entscheidung. Wir haben schon ein Mal in Warschau gespielt, es war interessant, aber dort gibt es so viel Gewalt. DasROCKT!: Wie geht ihr mit Gewalt während euren Konzerten um? Brecht ihr ab oder spielt ihr weiter? Perkele: Es kommt darauf an, wie es abläuft. Ist es einer gegen einen anderen, spielen wir weiter. Sind es 10 gegen einen, brechen wir ab. DasROCKT!: Was können wir uns für die Zukunft erhoffen? Perkele: Tolle Songs, tolle Alben, tolle Shows … Hoffentlich werden wir eine DVD raus bringen mit Shows aus der Vergangenheit und aus dem letzten Jahr, Szenen von Aufnahmen aus dem Studio, ein paar Interviews und anderem Kram. Das wird bestimmt eine tolle DVD. Hoffentlich können wir nächstes Jahr auch ein neues Album veröffentlichen. Alles um 20 Jahre im Geschäft ordentlich zu feiern. DasROCKT!: Habt ihr noch was anderes spezielles geplant? Perkele: Das wissen wir noch nicht. Die DVD ist schon mal eine Sache und das Album auch. Wir haben noch nicht darüber gesprochen wie genau alles ablaufen wird und welche Shows wir machen wollen. Wir reden mit ein paar Promotern und so, aber wir haben noch nichts entschieden. Werden wir aber. DasROCKT!: Okay, dann sind wir fertig. Vielen Dank für das Interview. Genießt eure Zeit hier und fliegt heil wieder nach Hause. Perkele: Dankeschön. Perkele | Das Rockt! 4/2012

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Pennywise

Pennywise Der Gitarrist von Pennywise erzählt uns über den Verlust von Sänger Jim und was das für die Band bedeutet. DasROCKT!: Hallo. Heute sind wir hier mit Pennywise. Wer bist du und was zur Hölle tust du hier? Fletcher: Ich bin Fletcher und ich spiele Gitarre für Pennywise. Ich bin erst vor etwa 9 Minuten aufgewacht. Wir haben in Helsinki gespielt, noch die ganze Nacht durchgefeiert und im Flugzeug auch kein bisschen geschlafen. Dann hab ich nur ein kleines Nickerchen gehalten und mich danach schon wieder fertig gemacht. DasROCKT!: Ist euer neues Album eher zurück zum Alten oder eine Neuorientierung von Pennywise? Fletcher: Es ist ein bisschen von beidem. Es ist schwer zu sagen, dass es zurück zum Alten ist, denn Jim ist nicht mehr unser Sänger. Wie soll man „Old School Pennywise“ machen ohne Jim? Jim war immer unser Sänger und jetzt haben wir etwas, was ein bisschen frischer und anders ist, denn Zolis Stimme ist ganz anders als Jims. Außerdem wollten wir sicher gehen, dass Zoli nicht versucht wie Jim zu singen. Er ist jetzt unsere neue Stimme. Der Grund dafür, dass es doch mehr „old School“ ist, ist dass die Aufnahmen anders verlaufen sind. Es gab mehr Diskussionen und Meinungen, weil niemand ein Problem damit hatte. Jim hatte über 15 Jahre immer Probleme, egal ob mit Touren, Partys oder neuen Songs. Es gab nie eine gute Kommunikation.

Wir wollten es immer härter und härter und Jim wurde immer älter und älter. Seine Stimme war nicht mehr so passend wie vorher. Die Kombination muss stimmen. Auf jeden Fall ist das neue Album eines unserer Favoriten. DasROCKT!: Also hat sich das Songschreiben nicht sehr viel verändert? Fletcher: Wir haben unseren Hauptsongwriter verloren. Jetzt bleibt viel davon an Randy und mir hängen. Das ist bestimmt auch eine Überraschung für die Fans, weil viele dachten, dass nur Jim die Texte geschrieben hat. Das stimmt aber nicht, wir haben eine Zeit lang auch Texte geschrieben, wenn nicht sogar ein ganzes Album. Vielleicht gingen Jims Texte ein bisschen mehr unter die Haut. Es hat sich also viel verändert. Jetzt ist es wieder so, dass wir als Team arbeiten. Deswegen haben sich auch die Texte verändert. DasROCKT!: Nächstes Jahr ist euer 25.Geburtstag, gibt es dafür spezielle Pläne? Fletcher: Wir sagen immer noch, dass es erst 20 sind, aber jetzt sind es schon bald 25. Es muss etwas großes sein. Aber es ist so ein komisches Gefühl das ohne Jim zu feiern.

DasROCKT!: Denkt ihr dass die Fans oder euer Label große Probleme mit dem Sängerwechsel haben? Fletcher: Die Fans schon, das Label nicht. Das Label ist wie eine Familie für uns. Wenn sie Pennywise sagen, meinen sie die Band. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Jim noch dabei ist oder nicht. Für die Fans ist es wohl wie bei jeder anderen Band, die ihren Sänger verliert, sie sind kritisch und ängstlich. Sie denken, dass es mit uns jetzt vorbei ist und dass wir nichts sind ohne Jim, denn Jim ist für sie Gott. Aber Jim war nicht der Gründer von Pennywise. Er war der letzte, der dazu kam. Einige Zeit waren es nur wir mit verschiedenen Sängern, dann erst kam Jason und dann Jim. Vor unserer ersten Europatour hat er uns verlassen. Er hat sich geweigert mit zu kommen. In letzter Minute haben wir ihn noch zurückgeholt, denn Jason hat versucht zu singen aber Jims Stimme war einfach besser. Wir haben mit ihm gesprochen und dann ist er zurückgekommen. Es ist eine lange Geschichte mit Pennywise, aber die Fans haben einfach ein Problem mit dem Sängerwechsel, wir würden es auch haben.


Pennywise Die Idee, die hinter Pennywise steht, ist aber immer noch: Egal was dir in den Weg kommt, du musst es einfach überwinden und weiter machen. Jeden Tag haben wir Probleme in unserem Leben und niemand kann einfach sagen: „Oh, jetzt geb ich auf … Ich leg mich hin und sterbe!“ Wir wussten als Jim die Band verlassen hat, dass wir weiter machen würden und er wusste das auch. Er sagte, er könne nicht mehr touren, unterstütze uns aber zu 100% und hoffe für uns, dass wir einen neuen Sänger finden. Einen Tag später hat er eine eigene Band gegründet. Das Album hörte sich an wie von Pennywise. Dann haben wir von den 5 Wochen Europatour erfahren. Davon waren wir einfach nur enttäuscht. Jim hat uns angelogen und betrogen. Wir glauben fest daran, dass er dachte wir würden ohne ihn versagen, weil er die Stimme von Pennywise ist. Viele Menschen glauben das, aber wenn wir jetzt ein Album machen, dann wird es noch mehr Energie haben als mit Jim. Und auch wenn er jetzt eine eigene Band hat, werden die Fans merken, dass das nicht Pennywise ist. Sie haben ein paar gute Songs auf ihrem Album, aber nur wenn wir dazu gespielt hätten wäre es ein Pennywise-Song, ohne uns ist es irgendwas anderes. Es versucht nur so zu sein. Das ist hart und es ist ein Kampf für uns. Aber alle Leute lieben unser neues Album und das ist, was wir wollen. Bei Pennywise geht es darum die Grenzen zu durchbrechen. Den Sänger zu verlieren ist wohl das Schlimmste, was einer Band passieren kann, aber wir haben es überstanden und machen weiter. Die Leute, die auf den Zug aufspringen wolle, sollen es tun und alle anderen sollen gefälligst aus dem Weg gehen, damit wir sie nicht überrollen. DasROCKT!: Was ist das Beste, das eurer Band je passiert ist? Fletcher: Das ist eine gute Frage. Für Pennywise kommt immer alles in kleinen Stücken. Das Beste ist, dass die Fans unsere Texte verstehen und ihnen die Musik etwas gibt. Wir trafen jemand, der ein Pennywise-Tattoo hat und sagt es sei sein Leben. Er erzählt wie seine Freundin gestorben und wie niedergeschlagen er gewesen sei, dann habe er unsere Musik gehört.

Viele Menschen sagen unsere Musik habe ihr Leben verändert und durch eine harte Zeit gebracht. Musik kann dir so viel Kraft geben um einfach nur frei zu sein. Anstatt alles zu zerstören, kannst du die Kraft finden um deine Träume zu verwirklichen und zu sagen: „F*** you. Sag mir nicht, was ich zu tun habe. Ich mache nur was ich will und werd’s dir zeigen.“ Und das ist Pennywise. DasROCKT!: Sind europäische Shows besser als amerikanische? Fletcher: Die europäischen Festivals sind verrückt. Die Leute in Amerika verstehen nicht, was da vorgeht. In Amerika gibt es nichts, was mit dem Full Force Festival vergleichbar ist. Das ist einfach nur eine verrückte Sache. Trotzdem lieben wir unsere Club Shows in Amerika genauso wie die europäischen Festivals. DasROCKT!: Was ist in euren Augen Punk oder Ska Punk in 2012? Fletcher: Punk ist nur noch ein Wort, es ist nicht mehr Fashion und nicht einmal mehr Musik. Es ist einfach nur, dass du dein Leben lebst wie du es willst. Es geht darum kein Roboter zu sein. Zum Beispiel Green Day, sie sind so berühmt geworden und bestehen darauf, dass sie Punk Rocker wären. Sind sie aber nicht, sie sind Fashion Punk Rocker. DasROCKT!: Aber offensichtlich zieht das nicht so in Deutschland. Als sie bei Rock am Ring waren, hat der Sänger Brian Dexter den Fotografen verboten ihn so zu fotografieren, dass man sein Doppelkinn sieht. Fletcher: Sie sind so berühmt geworden, dass sie vergessen haben was Punk Rock ist. Punk Rock ist, was du gerade bist. Wir stehen auf der Bühne und du kannst so viele Fotos von unseren dicken Bäuchen machen wie du willst, denn die haben wir von zu viel Freibier trinken mit Pennywise. Es geht darum individuell zu sein. Man muss nur schauen ob die Texte und die Band echt sind. Punk Rock kann man nicht lernen, man ist es einfach. „Verurteile uns nicht, rede nicht über uns, schau uns nicht so an.“ … das ist Punk Rock, es ist ein Statement.

DasROCKT!: Was war das letzte Album, das du gekauft hast? Fletcher: Das war „Fun“. Kennst du es? Es würde dir nicht gefallen. Da gibt es diesen einen Song (singt): „We are young, so we set the world on fire tonight … Tonight we are young … On fire … Brighter than the sun …” DasROCKT!: Das läuft im deutschen Radio rauf und runter. Fletcher: Der Song ist einfach nur toll, allein wegen dem Text. Aber es ist Pop und kein bisschen Punk. Meine Freundin und ich mögen es sehr. DasROCKT!: Es hört sich ein bisschen wie Dieter Bohlen an … Modern Talking. Fletcher: Es ist wie: Ich heb dich auf wenn du hinfällst … im Club … betrunken. Das ist eine coole Nachricht. Das Verrückte ist, dass wir mit ihnen zusammen auf einer Show spielen. Sie sind direkt nach uns dran. Ihre Musik ist zwar anders, aber ich werde mir einen Drink holen und ihnen zu sehen. Danach möchte ich noch unbedingt ein Foto mit dem Sänger machen, um es meiner Freundin zu zeigen. DasROCKT!: Was wünscht ihr euch für eure Zukunft? Fletcher: Wir haben immer alles getan, weil es uns Spaß gemacht hat. Die Fans sollen Pennywise verstehen und warum wir weiter machen ohne Jim. Wir wollen nicht berühmt sein und eine Menge Geld verdienen, wir machen das alles nur wegen der Musik. Wir steigen in einen Bus für eine Tour von 35 Tagen mit total betrunkenen Leuten, von denen ich der schlimmste bin, und es macht uns Spaß auch wenn es harte Arbeit ist. Wir machen es, weil wir es lieben. Also hoffentlich werden die Fans verstehen, dass wir nur einen neuen Sänger haben und dass das nicht das Ende ist, sondern ein Neuanfang. Wir wollen eine Nachricht verbreiten und Menschen helfen. DasROCKT!: Vielen Dank für das Interview. (tiz)

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Tourdates

TOUR-DATES 9mm

11.08.12 Kist - Kister Rock Festival 07.09.12 Freiensteinau Salz - WAT 06.10.12 Geiselwind Deutschrock Monsterfestival 26.10.12 Adelsheim - 5 Jahre Geburts tagsparty AGF

Andioliphilipp 26.10.12 Kircheim Unter Teck - Club- Show 27.10.12 Adelsheim - Feuer und Eis Festival 27.12.12 Ludwigsburg X-Mas Inferno 28.12.12 Essen - X-Mas Inferno 2012 29.12.12 Berlin - X-Mas Inferno 2012

All For Nothing 18.08.12 Greifswald Baltic Sea Festival

Beatsteaks 10.08.12 Püttlingen Rocco Del Schlacko 11.08.12 Eschwege Open Flair 12.08.12 Rothenburg Taubertal Festival 16.08.12 (CH) Gampel Open Air Gampel 17.08.12 St. Pölten Frequency 22.08.12 Übersee am Chiemsee Chiemsee Rocks! 01.09.12 Konstanz - Rock am See

BERSERKER 01.09.12 Bad Lauchstädt- Festivalgelände

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21.09.12 Essen - Zeche Carl Essen 08.12.12 München - Tonhalle

05.08.12 Weserwiesen Veltheim - Porta Westfalica 12.08.12 Eschwege Open Flair 17.08.12 Hamburg BRDigung Wutzrock 11.08.12 Gräven25.08.12 Georgsmarien hainichen hütte - Hütte Social Rock Rockt Festival Festival 21.09.12 Gütersloh - Alte 13.09.12 Bochum - Weberei Matrix 22.09.12 Heppenheim 14.09.12 Bremen - Tivoli Starkenburg15.09.12 Hamburg - festival Gruenspan 02.10.12 Hildesheim 16.09.12 Berlin - C-Club Lorettas 18.09.12 Frankfurt a. M. - 03.10.12 Kassel Batschkapp Schlachthof 19.09.12 Ludwigsburg - 04.10.12 Wiesbaden Rockfabrik Räucher20.09.12 Nürnberg - kammer Hirsch 05.10.12 Weinheim 21.09.12 Wien - Szene Räucher22.09.12 München - kammer Backstage 06.10.12 Pforzheim 23.09.12 Köln - Kupferdächle Underground 07.10.12 Giessen - Jokus 27.10.12 Adelsheim - 08.10.12 Jena Feuer & Eis Kassalanca Festival 09.10.12 Potsdam Waschhaus Broilers 11.10.12 Münster Sputnikhalle 03.08.12 Wacken -W:O:A 12.10.12 Krefeld 10.08.12 Rothenburg Kulturfabrik o. d. Tauber - 13.10.12 Bremen Taubertal Lagerhaus Festival 19.10.12 Eschwege 11.08.12 Eschwege - E-Werk Open Air 20.10.12 Wilhelmshaven Festival Palazzo 18.08.12 Großpösna/ 26.10.12 Kiel - Pumpe Leipzig - 27.10.12 Flensburg Highfield Volksbad Festival 31.08.12 Wiesen (A) - Two Days A Die Ärzte Week 11.08.12 Dresden 15.12.12 Düsseldorf - Filmnächte am Mitsubushi Elbufer Electric Halle 12.08.12 Dresden Filmnächte am

Das Pack

03.08.12 Magdeburg Rock im Stadtpark

Tourdates | Das Rockt! 4/2012

Elbufer 17.08.12 Berlin Waldbühne 18.08.12 Berlin Waldbühne

19.08.12 Berlin aldbühne 25.08.12 Hamburg Trabrennbahn Bahrenfeld 14.10.12 Freiburg Rothaus Arena 16.10.12 Regensburg Donau-Arena 18.10.12 Trier - Arena 19.10.12 Bamberg Stechert Arena 21.10.12 (A) Linz TipsArena 23.10.12 Augsburg Schwabenhalle 24.10.12 Passau Dreiländerhalle 26.10.12 Karlsruhe Europahalle

27.10.12 Friedrichshafen Rothaus Halle 28.10.12 Göttingen Lokhalle 31.10.12 Münster - MCC Halle Münsterland 01.11.12 Oldenburg Weser-Ems Halle 04.11.12 Bielefeld Seidensticker Halle 07.11.12 Düsseldorf - ISS Dome

Donots

02.10.12 Bremen - Schlachthof 04.10.12 Erfurt - HsD 05.10.12 München - Backstage 06.10.12 Lindau - Club Vaudeville 11.10.12 Zürich (CH) - Härterei 12.10.12 Karlsruhe - Substage 13.10.12 Stuttgart - LKA Longhorn


Tourdates 17.10.12 Hannover - Capitol 18.10.12 Magdeburg - Factory 19.10.12 Dresden - Reithalle 20.10.12 Berlin - Astra 25.10.12 Kassel Musiktheater 26.10.12 Würzburg - Posthalle 27.10.12 Rostock - MAU 28.12.12 Osnabrück, Rosenhof - Jahresab schlusskonzert

03.11.12 Regensburg - Donauarena 04.11.12 Chemnitz - Arena 09.11.12 Wien (A) - Gasometer 10.11.12 München - Zenith

DIE KASSIERER

Haudegen

16.08.12 Dinkelsbühl - Summer Breeze Open Air 28.09.12 Berlin - Astra 29.09.12 Neustadt Orla - Wotufa 19.10.12 Kleve - Kulturzentrum 20.10.12 Aachen - Musikbunker 24.11.12 Paderborn - Kulturwerkstatt 21.12.12 Hamburg - Markthalle 22.12.12 Münster - Skaters Palace

Engel in Zivil 09.08.12 Gräfen hainichen Social Rock Festival 10.08.12 Gräfen hainichen - Social Rock Festival 11.08.12 Gräfen hainichen Social Rock Festival 07.09.12 Stollberg Bürgerpark

Firkin 17.08.12 Alsfeld Ehrlich & Laut Festival 18.08.12 Jena Papiermühle

Frei.Wild 08.09.12 Ötztal (A) 01.11.12 Dortmund - Westfalenhalle 02.11.12 Mannheim - Maimarkthalle

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Grober Knüppel 01.09.12 Niedergörsdorf Spirit from the Streets 28.09.12 Leipzig - 4 Rooms

12.08.12 Hildesheim - Mera Luna Festival 17.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut Festival

Kärbholz 24.08.12 Dragensdorf - Dragensdorf Rockt 06.10.12 Geiselwind- Deutschrock Monster Festival 26.10.12 Adelsheim - 5 Jahre AGF 01.12.12 Dresden - Club Puschkin

Kneipenterroristen 03.08.12 Jamel - Jamel Rockt Den Förster 18.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut Festival 25.08.12 Jübek - Jübek Open Air

Herzlos 04.08.12 Gera - Rock Open Air 11.08.12 Nanzdiet schweiler - Sau Wilde Party 01.09.12 Bad Ganders- heim Kulturhaus 15.09.12 Rievenich - Toppi`s Sportbar 20.10.12 Kaiserslautern - Irish House 08.12.12 München - Tonhalle 25.12.12 Nanzdiet schweiler - Weihnachtsrock

In Extremo

03.08.12 Wacken -W:O:A 10.08.12 Chemnitz - Wasserschloss 11.08.12 Bildein (A) - Picture on Festival 2012

Tourdates | Das Rockt! 4/2012

09.08.12 Gräfen heinichen Social Rock Festival 11.08.12 Hart im Zillertal (A) - Harter Aufest 13.10.12 Marne - Tonhalle 03.11.12 Schopfheim - Rock In 10.11.12 Paderborn - K.O.N.D. Kultur- werkstatt 01.12.12 Hamburg - t.b.a.

KrawallBrüder 16.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut Festival 19.10.12 Cottbus - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 20.10.12 Chemitz - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 25.10.12 Losheim am See - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 26.10.12 Ellrich - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 27.10.12 Adelsheim Feuer und Eis Festival 29.10.12 Nürnberg - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012

30.10.12 Potsdam - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 31.10.12 Lübeck - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 02.11.12 Augsburg - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 03.11.12 Oberhausen Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 08.11.12 Osnabrück Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 09.11.12 Hannover - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012 10.11.12 Alsfeld - Blut, Schweiss und keine Tränen Tour 2012

Maerzfeld 10.08.12 Mittelbach - Rock im Betonwerk 17.08.12 Pfunds - Open Air Gewerbe- gebiet 685 27.10.12 Sonnenberg - G-Haus 07.02.13 Osnabrück - Rosenhof

Molotov 10.08.12 München - Hansa 39 22.08.12 Frankfurt - Batschkapp 23.08.12 Stuttgart - LKA Longhorn 24.08.12 Nürnberg - Hirsch 28.08.12 Aachen - Musikbunker 29.08.12 Düsseldorf - Zakk

Onkel Tom Angelripper 25.08.12 Kolmberg Mosh Club Open Air 29.09.12 Schrecksbach Bullblast Festival


Tourdates 06.10.12 Geiselwind Deutschrock Monster Festival 13.10.12 Rostock - Alte Zuckerfabrik

Ohrenfeindt

Rotz & Wasser

Subway to Sally

17.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut Festival 18.08.12 Korbach- Strothe Scheunen konzert 01.09.12 Niedergörsdorf Spirit from the Streets

11.08.12 Hildesheim Mera Luna Festival 16.08.12 Dinkelsbühl Summerbreeze Festival 17.08.12 Mühlheim an Ruhr - Burgfolk 2012 24.08.12 Fulda Schlosshof 14.12.12 Stuttgart Schleyerhalle 15.12.12 München Tonhalle 16.12.12 Pratteln - Z7 21.12.12 Dresden - Alter Schlachthof 22.12.12 Gießen Hessenhalle

10.08.12 Kist - Kister Rock Open Air 18.08.12 Kreut - Harley - Glühn 25.08.12 Bockhorn - Serum 114 Friesenfighter Crash and Race Days 01.09.12 Eckernförde - 5. Missunder Rocknacht 14.09.12 Kassel - Fiasko 15.09.12 Stadthagen - 04.08.12 Hohenhameln - Heines Deele Rockbeet 20.09.12 Augsburg - 18.08.12 Alsfeld - Spectrum Ehrlich & Laut 21.09.12 Karlsruhe - Festival Substage 13.09.12 Bochum - 22.09.12 Schopfheim - Matrix Rock In 14.09.12 Bremen - Tivoli 29.09.12 Königswuster- 15.09.12 Hamburg - hausen - Six Grünspan Konzertbühne 16.09.12 Berlin - C-Club 15.11.12 Aschaffenburg - 18.09.12 Frankfurt - Colos-Saal Batschkapp 16.11.12 Bad Homburg- 19.09.12 Ludwigsburg - Kulturzentrum Rockfabrik Englische 20.09.12 Nürnberg - Kirche Hirsch 20.12.12 München - 21.09.12 Wien (A) - Backstage Szene 22.12.12 Burglengenfeld 22.09.12 München - Veranstaltungs- Backstage zentrum 23.09.12 Köln - Underground

Pay No Respect

18.08.12 Greifswald Baltic Sea Festival 19.08.12 Berlin Cassiopeia

Pöbel&Gesocks 17.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut Festival 01.09.12 Niedergörsdorf Spirit of the Street Festival 05.10.12 Magdeburg-tba 06.10.12 Berlin - Berlin Rock City Festival 08.12.12 Neubranden- burg - Club Zebra

TOXPACK 04.08.12 Blackpool - Rebellion Festival 11.08.12 Torgau - Endless Sum mer Open Air 01.09.12 Niedergörsdorf Spirit from the Streets 01.12.12 Berlin Heimspiel 2012

Skatoons

Unantastbar

11.08.12 Brake - Water- quake Festival 18.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut 06.10.12 Köln - Underground 10.11.12 Güstrow - Club Podium

11.08.12 Sachsen-Anhalt (tba) - Social Rock Festival 18.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut Festival 01.09.12 Baden- Württemberg - United Festival 08.09.12 Mühlheim an der Ruhr-RWE - Halle 27.10.12 Baden- Württemberg - Feuer & Eis Festival

Stainless Steel 10.08.12

Kist - Kister Rock Open Air

11.08.12 Spremberg - Heimatfest Spremberg 14.08.12 Oberneu kirchen - Bikdertreffen

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Tragic Couse 01.09.12 Rockenhausen Metallergrillen 2012 14.09.12 Hamburg Marxx Markthalle

Tourdates | Das Rockt! 4/2012

Unheilig 04.08.12 Zwickau Flugplatz

10.08.12 Saarbrücken Messe 11.08.12 Hemer Sauerlandpark Hemer 18.08.12 Weilburg Festplatz 24.08.12 (Graz (A) Messe 25.08.12 Linz (A) TipsArena 26.08.12 Wien (A) Stadthalle 01.09.12 Berlin - Kindl Bühne Wuhlheide 08.09.12 München Reitstadion Riem 21.10.12 Frankfurt am Main - Festhalle Frankfurt

Unherz 11.08.12 Kist - Kister Rock Open Air 17.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut Festival 01.09.12 Lichterfeld - Wir rocken die F60

Wilde Zeiten 17.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut Festival 01.09.12 Niedergörsdorf Spirit from the Streets Festival 23.11.12 Dresden Chemiefabrik 29.12.12 Oberhausen Punk im Pott

Wölli und die Band des Jahres 02.08.12 Wacken-W:O:A 16.08.12 Alsfeld - Ehrlich & Laut 17.08.12 Marne - Dithmarscher Rockfest

Zorn Winkler 14.08.12 München Garage Deluxe 01.12.12 Mannheim - 7er Club 08.12.12 München Tonhalle München


CDTourdates Reviews

CD Tourdates Reviews | Das Rockt! 4/2012 3/2012

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Konzertberichte

Wave Gotik Treffen 2012 Leipzig 25. -28. Mai 2012 Passendere Worte wird man kaum finden können, als die, die Stahlmann uns beim Eintritt in die agra-Halle entgegen schmettern: „Herzlich Willkommen in der Dunkelheit“. Einmal im Jahr zu Pfingsten färbt sich die Stadt Leipzig tiefschwarz, wenn 20.000 Anhänger der Gothic-Szene aus allen Ecken der Welt die Stadt regelrecht überfluten um an einem der größten Gothic-Festivals der Welt, dem Wave-Gotik-Treffen, teilnehmen zu können.

225 bestätigte Künstler verteilen sich auf verschiedene Veranstaltungsorte in ganz Leipzig, u.a. agraHalle (Hauptveranstaltungsort mit großer Verkaufshalle und Campingplatz), Heidnisches Dorf, Werk II, Centraltheater, Moritzbastei, Völkerschlachtdenkmal, Kohlrabizirkus, Anker, Felsenkeller, Krystallpalast, Volkspalast und Parkbühne. Da bedurfte es schon ein wenig logistischer Planung um alle Bands, die wir dieses Jahr sehen wollten, auch auf der Bühne bewundern zu können. Unser Schlachtplan führte uns als erstes zur agra-Halle, um uns von den vier Männern von Stahlmann in schwarzen Anzügen und metallisch glänzenden Gesichtern

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in bester neuer deutscher HärteManier auf das Festival einstimmen zu lassen. Danach ging es weiter zum Werk II, das wie jedes Jahr zum WGT für zahlreiche Künstler seine Tore geöffnet hatte. In unserem Fall Henke, die neue Formation um Künstler Oswald Henke, Gründer von Goethes Erben, der auch bei Musikprojekten wie Erblast, fetisch: Mensch oder Artwork mitarbeitete. Neben ein paar alten Goethes-Erben-Stücken in neuem Henkegewand wartete die Band auch mit eigenen Stücken auf. So auch mit der im Herbst neu erscheinenden Single „Zeitmemory“ aus dem kommenden Album „Maskenball der Nackten“. Der Gastauftritt von Sonja Kraushofer zum David Bowie Cover „Helden“ (erschienen auf der EP „Herz“) und

dutzende gebastelte Papierflieger machten den Auftritt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Danach ging es für das letzte Konzert des ersten Abends wieder zurück in die agra-Halle, wo gerade die Bühnenumbauten zu Eisbrecher im vollen Gange waren. Neben der neuen Single „Die Hölle muss warten“ gab es auch „This is Deutsch“ in einem SITD-Remix, zu dem SITD Bandmitglied Thomas „Tom“ Lesczenski höchst persönlich auf der Bühne erschien und dabei mit einer kleinen Jodeleinlage von Sänger Alexander Wesselsky empfangen wurde. Unser Samstag stand unter dem Motto „Kontrast-Programm“. Am

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Nachmittag packten wir unsere Picknickdecke und machten uns auf den Weg zum Clara-ZetkinPark. Auf dem Weg dorthin wehte einem schon der Duft von Gegrilltem um die Nase, von den unzähligen schwarzen Gestalten, die sich rund um die Parkbühne zum gemütlichen Beisammensein eingefunden hatten. Während wir die Klänge von The Danse Society noch draußen im Schatten der Bäume genossen, lockte uns die Aussicht auf eine volle Stunde Synth-Rock der Formation Dope Stars Inc. dann doch in das Innere der Parkbühne. Als nächster Punkt stand das Völkerschlachtdenkmal auf unserem Programm, in dem das Vocalensemble Borinzi und das Johann Strauss Orchester Leipzig unter der Leitung von Erik Schober das „Requiem in c-moll“ aufführten. Die Krypta des Völkerschlachtdenkmals bietet durch seine Architektur eine wirklich einmalige Konzertkulisse und ist wohl einer der schönsten und beeindruckendsten Veranstaltungsorte des WGT’s. Geradezu ehrfürchtig lauschte das Publikum den Musikern und Sängern, deren Klänge durch die riesige Kuppel des Denkmals verstärkt und dadurch ein unvorstellbares Klangbild erschaffen wurde. Nach Rock und Klassik durfte natürlich eins nicht fehlen, damit der Abend auch wirklich zum Kontrastprogramm wurde: der brachiale elektronische Sound von Combichrist. Die Band um Frontmann Andy LaPlegua (Icon of Coil, Panzer AG) wartete in der agra-Halle mit der vollen Bandbreite ihres Könnens und brachte somit auch die letzten müde Füße noch einmal in Bewegung. Eines darf bei einem WGT-Besuch natürlich nicht fehlen: das Absinthfrühstück. In Leipzig stehen dafür gleich zwei Absintherien zur Verfügung, „La petite Absintherie“ und „Sixtina“. Wir haben uns für Letzteres entschieden, weil wir somit gleich dem im Absinthgarten (von Biergarten kann man hier ja wohl kaum sprechen) stattfindendem Akustikkonzert von Adversus lauschen konnten. Zwischen den musikalischen Stücken las Thorsten „Rosendorn“ Schneyer - Sänger und musikalischer Schöpfer


Konzertberichte von Adversus, Autor und Künstler - drei Passagen aus seinen elf Kurzgeschichten vor, die in Buchform zum Album „Der Zeit abhanden“ erschienen sind. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Cinestar, in welchem in einem der Kinosäle den Besuchern des WGT‘s das ganze Festival über kostenlos szenennahe Filme präsentiert wurden, um dem Film Zombies from outer Space zu genießen. Eine Filmproduktion aus unserer niederbayrischen Heimat, in der ein kleines Budget mit viel Kreativität wieder wett gemacht wurde und am besten mit dem Begriff Scifi-B-Horror-Heimatfilm zu beschreiben ist. Weiter ging es Richtung Centraltheater (ehem. Schauspielhaus) um den Klängen von Aurora Noctis aus Spanien zu lauschen, welche sich dem Genre des Neoclassical Darkwave verschrieben haben. Mit Cello, Piano, Flöte, Percussion und zwei wundervollen weiblichen Stimmen wurden die Zuhörer für eine Stunde in eine traumhaft melancholische Klangwelt entführt. Der letzte Weg an diesem Abend führte uns zum Kohlrabizirkus um der Electropop-Band Frozen Plasma unsere Ehre zu erweisen. Mit der Ruhe der zuvor gehörten Band war es hier aller spätestens aus. Denn der mitreißende Rhythmus ließ niemanden lange still stehen. Und da Sänger Felix Marc (Diorama) obendrein das Publikum mit vollem Körpereinsatz motiviert,

war es kaum verwunderlich, dass beim letzten Lied „Tanz die Revolution“ die Zuhörer eine einzige tanzende Masse formten. Der letzte Festivaltag begann mit einem Besuch im Heidnische Dorf (Torhaus Dölitz), ein großer Mittelaltermarkt der neben vielen Ständen, an denen allerhand Tand, leckere Speisen und Getränke verkauft wurden, auch zwei Bühnen zu bieten hatte. Vor einer der beiden breiteten wir wieder unsere Picknickdecke aus um den Auftritt von Harpyie, einer mittelalterlichen Rockband, genießen zu können. Anschließend spielten Omdulö auf, die etwas sanftere aber nicht minder mittelalterliche Töne erklingen ließen, wobei sie auf eine Auswahl an traditionellen Instrumenten aus der ganzen Welt zurückgriffen. Dann machten wir uns ein letztes Mal auf zur agra-Halle, wo wir leider nur noch die letzten elektronisch-aggressiven Schlussakkorde von Steinkind zu hören bekamen. Darauf folgte Accessory, eine Electro-Band aus Chemnitz um Sänger und Mastermind Dirk Steyer und Keyboarder Ivo Lottig, die durch eine Symbiose von harten elektronischen Beats und eingängigen Melodien ein absolut mitreißendes Konzert ablieferten. Und auch die ganz in rotes Latex gekleidete Tänzerin tat ihr Übriges um die Zuhörerschaft zu begeistern. Für den Ausklang des Festivals ging es noch einmal zum Werk II, aus dem uns bereits beim Eintreffen die Stimme von Frontfrau Sarah „SIN“ Blackwood von The Creepshow entgegen schallte. Die Band aus Kanada, die ihren Stil selbst als Country angehauchten Psycho-Punk-Rock n‘ Roll bezeichnet,

wurde ihrem Ruf mehr als gerecht. Während Sarah mit Gitarre oder Mikro in der Hand mehr Zeit unter den Fans als auf der Bühne verbrachte, sorgte der Rest der Band von dieser aus, dass die Säulen der alten Industriehalle in ihrem Rhythmus bebten. Last but not least folgte gleich darauf auch der Schlussakt des WGT‘s. Dafür kam Geburtstagskind MAD SIN aus Berlin höchstpersönlich auf die Bühne um ihr fünfundzwanzigjähriges Bühnenjubiläum mit Psychobilly Rock vom Feinsten zu feiern. Dass die Band um Frontmann Köfte auch nach 25 Jahren noch versteht, was es heißt eine Halle zu rocken, wurde wohl selbst der hintersten Reihe im Werk sehr schnell klar. Ein wenig traurig darüber, dass es für dieses Jahr schon wieder vorbei ist und ebenso erschöpft von dem Konzertmarathon der letzten Tage, mussten wir danach den Heimweg antreten. Alles in allem war auf dem Wave-Gotik-Treffen wieder einiges für die doch recht unterschiedlich anmutenden, aber doch irgendwo miteinander verbundenen Gäste geboten, so dass bestimmt niemand zu kurz gekommen ist. Die Vielfalt des Musikalischen aber auch des Rahmenprogramms war wie immer überwältigend und so haben wir uns auch dieses Mal von der Stadt Leipzig mit dem Gedanken „Wir kommen wieder.“ verabschiedet! Bericht: Anja B. Fotos: Anton E.

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Rock am Berg Festival Merkers 30. Juni 2012

Das Festivalgelände erreichten wir bei bestem Wetter und mit guter Laune. Am Freitag spielten hier schon Eleanor Lance, The Bottrops, Salopp Crazy und The Lost Lyrics. Die Sonne brannte erbarmungslos runter und so waren die wenigen Plätze im Schatten schnell belegt. Cobra‘s got the Bird machten den Anfang mit harten eingängigen Rocksongs Die Affinität zu Bands wie Metallica & Co war nicht zu leugnen. Die Bad singing Ducks sangen alles andere als schlecht. Mit einer gelungenen Mischung aus eigenen und gecoverten Songs war die überzeugende Truppe die jüngste hier am Start und bedankte sich ausführlich bei den Veranstaltern des Festivals. Die Apotheker hatten fette Covers aus dem Rock und Punkbereich mitgebracht. Der Altersdurchschnitt stieg erheblich und man sah den routinierten Herren ihren Spaß sichtlich an. Durch nichts aus der Ruhe zu bringen, zogen sie ihr Programm mit teils sehr anspruchsvollen Covers (The Clash, Bad Religion, Agnostic Front uvm.) durch. Die gute Laune sprang wie ein Funke auch auf den letzten Musikmuffel über. Die Ska-Spate füllten die 7köpfige Band Skabrot aus der Nähe von Fulda. Der Sänger, als einziger schwarz gekleidet, sprang sehr impulsiv und motiviert über die Bühne. Nachdem sich das meiste Publikum den Auftritt aus „sicherer“ Entfernung ansah, machten 4 Bandmitglieder einen Schritt auf das Publikum zu und stellten sich auf Boxen vorderhalb der Bühne, was einige Zuhörer zum Anlass nahmen, sich das Konzert doch von etwas weiter vorn anzugucken. An der Tanzfreude vom Publikum gab es jedenfalls nichts zu bemängeln und als Belohnung gab es noch ein eigens Band angepasstes Cover vom Ghostbusters-Titel-Song. Das Trio Sonne Ost spielte schönen unverschnörkelten Punkrock mit gut verständlichen deutschsprachigen Texten. Der mehrstimmige Gesang und starke Gitarren sorg-

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ten hier für einen kurzweiligen Auftritt. Der Song „Punk ist mehr als Religion“ unterstreicht zu 100% das Bandgefühl und wurde von den Fans ordentlich abgefeiert. Es wurde langsam dunkel. Die Fans waren hier von Jungspund bis Altrocker in allen Generationen unterwegs. Das Klima war nach wie vor sehr heiß und schwül. Es kam die Zeit für Knüppeldicktion und es wurde relativ voll vor der Bühne. Die Songs waren geprägt von Ska-, Blues-, Rock- und nicht zuletzt Punkelementen. Es wurde einem schon ein wenig wehmütig ums Herz, besonders bei Songs wie z.B. „Schritt für Schritt ins Paradies“ und „Deine Zeit“. Während der Show fiel ein bis dato verstecktes „Überraschungs-Danke-Banner“ für 20 Jahre Knüppeldicktion. Ja, die Band spielte hier ihren letzten Auftritt. Vor den geplanten Zugaben gingen plötzlich die Mikros nicht mehr. Was war da los? Wie aus dem nichts erklang die Stimme vom Wilde Zeiten Frontmann Michel, der sich im Namen aller Gäste und Musiker bei der Band für die lange aktive Zeit bedankte. Im Anschluss wurde der Refrain vom Hosen-Klassiker „Schönen Gruß und auf Wiedersehen“ gespielt, bei dem das Publikum lauthals mitsang. Während die meisten Bandkollegen überrascht und glücklich wirkten, wurde auf der anderen Seite aber das ein oder andere Tränchen verdrückt. Mit einem Cover vom Song „Keine Macht“ wurde das Konzert beendet.

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Die „Freygang-Band“ stand schon in den Startlöchern. Es zog ein leichter Wind auf. Die Combo aus der ehemaligen DDR (damals „Freygang“) bestand aktiv von 1977 – 2009. Nach der Verabschiedung ihres Kapitäns und Sängers Andre wurde aus restlichen Mitgliedern die „Freygang Band“ gegründet, die die Ideen und Songs aus dieser Zeit weiter tragen. Zu hören gab es eine markante Mischung aus Punkrock und Bluesrock, die ich gar nicht so genau beschreiben kann. Aber das Publikum tanzte und lauschte den Klängen vor der Bühne, auch noch als es zu regnen begann. Als sich das Ganze in einen heftigen Sturm mit starkem Regen und Gewitter inklusive Stromausfall entwickelte, sah es dann plötzlich anders aus. Das Festivalgelände war komplett dunkel und nachdem es die auch Technik erwischte, wurde es traurige Gewissheit. Selbst in die relativ massiven Mearchhütten regnete es schutzlos hinein und es galt CDs und Material vor Wasserschäden zu bewahren. Es sah nach Untergangsstimmung aus, aber ich wollte es nicht wahrhaben. In dem Chaos galt es einen kühlen Kopf zu bewahren, dennoch musste Kameramann Friedhelm kurze Zeit während des Gewitters auf der Hebebühne ausharren, ehe er den sicheren Erdboden dank eines Crewmitglieds wieder erreichte. Wilde Zeiten hatten derweil Mühe, ihr Equipment in Sicherheit zu bringen, welches hinter der Bühne bereits für den Auftritt vorbereitet war und nun schutzlos im Regen


Konzertberichte stand, weil der Sturm die Pavillons weg geweht hat. Hameln ließ grüßen, nur mit dem Unterschied, dass das Festival damals am 23.08.2008 schon vormittags im Schlamm versank. Man überlegte welche Alternative es gab. So entschied man sich für einen Gig in der Unterkunft, um diesen Abend im Guten zu beenden. Während die Instrumente erstmal zum Trocknen aufgebaut wurden, machten wir uns nochmal auf den Weg zum Festival um offen-

Rock am Neckar

Epfendorf 25. - 27. Juni 2012 Das erste Mal in der mittlerweile langjährigen Geschichte des Rock am Neckar Festivals, fand es am Pfingstwochenende und somit dreitägig im beschaulichen Epfendorf statt. Am Freitag gaben sich neben Sascha und Michel vom AgF-Radio, welche die Warm-Up- und Aftershow bedienten, die beiden Siegerbands des AgF-Bandcontests 2012 die Ehre. Den Anfang machten Desission, gefolgt von The Crashed. Trotz der eher überschaubaren Zuschauermenge machten die Bands und das AgF-Team den Freitag zu einem würdigen Auftaktabend. Der Samstag versprach Line-Uptechnisch quantitativ mehr und so

sichtlichen WZ Fans die Kunde vom Spontankonzert zu bringen, jedoch ließen unglückliche Umstände den Festivalveranstalter davon Wind kriegen und so wurde auch dieses Konzert von offizieller Seite wegen der daraus resultierenden Ruhestörung für die Nachbarn nahe der Unterkunft untersagt, was irgendwo auch verständlich war. Das war es dann wohl… Oder doch nicht? Michel fand kurz nach 2 Uhr in seinem Auto zufällig eine Akustikgitarre und fing an darauf zu spielen, stromlos versteht sich. Spontane Tränchen entwichen so manchen Augenwinkeln. Es gab ein Konzert! Und was für eins! Nach und nach gesellten sich Matze und Alex, samt E-Gitarre und E-Bass (stromlos!) zu Michel und gaben eine unglaubliche Show im Schlafsaal der Band. David holte eine Minimalausrüstung vom Schlagzeug und es wurden auch Bierflaschen als Percussionobjekte verwendet. Es wurde ein 2 ½ stündiges Wunschkonzert mit Liedern von Wilde Zeiten, Untergangskommando und bekannten Punkrockklassikern bis hin zu allgemein bekannten NDW-Liedgut. Zu einigen Songs wurde der Text spontan neu erfunden und es entstanden kom-

begannen Bringer of Silence auf der Epfendorfer Bühne. Es folgte mit einem soliden Auftritt die nur dreiköpfige Kombo namens Crekko. Nachdem sich der Konzertplatz immer mehr füllte, rockten die Südtiroler von Unantastbar unaufhaltsam in die Nacht hinein. Spätestens mit der Live-Premiere ihres EM-Songs „Das Stadion brennt”, bei welchem die Bühne in Rauch und Licht diverser roter Bengalos gehüllt wurde, waren die Dämme im Publikum gebrochen. Und so strömten immer mehr Pogowütige auf den Platz, als dann schließlich Matt Gonzo Roehr mit Band sein Bestes gab. Neben diverser eigener Songs durften einige OnkelzSongs nicht fehlen. Das Ende des Samstags setzten Sodom. Dank den Pfingstfeiertagen versprach das Line-Up jedoch noch ein paar Schwergewichte am Sonntag und so ging es frühzeitig mit The Jelly Boys los. Wieder füllte sich die große Fläche vor der Bühne stetig,

plett neue Songs. Ich weiß nicht mehr genau, was der Anlass war für den bis dato unbekannten „Matze ist ein Tannenbaum“-Song, aber es war ein Hit! Gegen 5 Uhr morgens sah die Bilanz so aus: Glückliche und teils müde Gesichter von einem erlebnisreichen Rock am Berg Festival 2012. Trotz der Zimmerlautstärke haben vorbeikommende Fans wohl Michels markante Stimme gehört und konnten so an dem Privatkonzert teilnehmen. Ich spreche im Namen von ca. 15 anwesenden Fans und Freunden ein fettes Dankeschön an die Jungs von Wilde Zeiten aus, die mal wieder eine total verfahrene Situation in ein wunderbares Erlebnis verwandelt haben! Die Veranstalter und Festivalcrew waren währenddessen damit beschäftigt, Bühnentechnik in Sicherheit zu bringen und die Kontrolle zu bewahren. Es hat doch alles ein gutes Ende genommen. Danke an alle, die sich dafür eingesetzt haben. Im nächsten Jahr wird das Wetter besser, hoffentlich… :-) (susi)

so konnte die zweite Band Kissin’ Dynamite bereits auf ordentlich Unterstützung aus dem Publikum zählen. Nach der „Steel of Swabia”Band waren die Mannen von Serum 114 dran, gefolgt von Axxis und Haudegen. Das Rock am Neckar Festival 2012 konnte mit diversen hochkarätigen Bands die vielen Besucher in ihren Bann ziehen. Der Einzugsbereich war von den vielen ortsnahen Metal- und Deutschrock-Fans bis hin zu Gästen aus der Schweiz und dem Raum Nürnberg. Trotz dem ein oder anderen technischen Problem, war das Festival ein voller Erfolg, sehr abwechslungsreich und wurde mit sehr viel Leidenschaft und Herzblut von den Veranstaltern, den Ironbones und ihren Helfern exzellent durchgeführt. 2013 kann somit kommen! (h0m3r)

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With Full Force 2012 Löbnitz Flugplatz Roitzschjora 29.06.-01.07.2012 Der krasseste und brutalste Acker der Republik hat wieder mal gerufen. Ca. 25000, dieses Jahr aber Gefühlte 40000, Kids kommen aus aller Herren Länder angereist, um die gewaltige Hardcore, Metal und Punk Party zu feiern. Die 19. Auflage des Ostdeutschen Festivals kommt mit Headlinern wie Machine Head, Soulfly und Heaven Shall Burn daher und verschont auch die Deutschrockscene nicht. Anreise: wie immer gewohnt unproblematisch und schnell, vielleicht weil wir, wie immer, etwas später dran waren. Das Wetter grade zu perfekt für so ein Festival. Dann kann‘s ja los gehen. Angekommen ging es zuerst mal Richtung Infield, wo man das Deutschland Ausscheidungsspiel der EM auf riesiger Leinwand schauen konnte. Genau dieses Ausscheiden entschied offensichtlich dann auch über die Laune und merkwürdige Ruhe am ersten Tag, die man so gar nicht gewohnt ist für dieses Festival. Wie auch immer ging es freitags, nach frustabschütteln und kaltem Bierfrühstück, richtig los. Die erste Band, die wir gesichtet haben, waren Pennywise. Nach dem netten Interview mit deren Gitarrist und Gründer Fletcher Dragge, welches sehr vielversprechend für die Zukunft war, war der Gig leider nicht vom gesundheitlichen Glück geprägt. Sänger Zoli kollabierte nach einem Bandscheibenvorfall auf der Bühne und daraufhin musste auch die Restliche Europatour abgesagt werden. Suicide Silence und Emmure, die absoluten, brutalen, breakdown und TwoStep Neuheiten kommen Gewaltig rüber. Auch weil Emmure kurzerhand auf die Hauptbühne verlegt wurden, da Lamb of God Leider noch abgesagt hatten. Im Prager Rock Café war die Verhaftung von Frontmann Randy Blythe,

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der wegen Körperverletzung mit Todesfolge am 28. Juni von der tschechischen Polizei in Gewahrsam genommen wurde, unumgänglich. Der Headliner des Freitags: Machine Head! Was soll man dazu sagen? Das Gelände vor der Hauptbühne ist so mega voll. Die Bühnenshow brennt im wahrsten Sinne des Wortes alles nieder, als Robb Flynn mit seinen Mitstreitern die Bühne betritt und das erste Riff anschlägt! Wahnsinns Show der Recken aus Oakland. Die Bühnenrückwand komplett aus LEDs und die Pyros, sowie die komplexen Gitarrenriffs mischen sich perfekt ineinander und Robb Schreit den Force-Acker souverän an, als ob‘s kein Morgen gibt.

Bissel Aftershowgedöns, und ab in die Koje während die Knüppelnacht in vollem Gange ist. Samstag: Eskimo Callboy auf der Hardbowl Bühne und Elsterglanz auf der Hauptbühne, starten zeit-

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gleich als Opener an diesem Tag. Schwierig zu entscheiden wer wo hin geht, aber kurzum: Kollege Tiz guckt Elsterglanz und ich die Eskimos. Dabei noch ein paar Leute aus der Heimat entdeckt, im NEO Moshpit die Frische TrancecoreShow der Ruhrpottler angeschaut und mit Tiz nachher ausgetauscht, der von einem coolen alteingesessenem Gig der Urgesteine Elsterglanz erzählt. An dem, laut deren Aussage, die ganze Gage mit ihrer irren witzigen Pyroshow wieder rausgefeuert wurde. Ein paar Interviews und Biere später, das Wetter immer noch brechend heiß, dass jede Bewegung plagt und ins Schwitzen bringt. Nichts lässt erahnen was heute noch kommen soll. Pünktlich zu Bands wie Immortal oder Cannibal Corpse zieht sich der Himmel zu und wird düsterer und düsterer. Zu Anfang von den Circlepit Meistern des Forces, Heaven Shall Burn, fängt ein Unwetter der Superlative an zu wüten. Was zur kompletten Infield-Räumung nach dem 4. - 5. Lied der Band führt. Eigentlich passend, mit gewaltigen Blitzen und Donner, für so eine harte Band die geilste Kulisse die man mit Pyrotechnik kaum nachempfinden kann. Nachdem die Leute auf den Zeltplätzen mit umherstürmenden Pavillions und Zelten zu kämpfen haben, schlägt ein Blitz in den allseits beliebten Tequila Bus ein und fordert sein Tribut mit einigen leicht und einem Schwerverletzten, die allesamt wieder über den Berg sind. Der Sonntag ist einigermaßen durchwachsen. So ist man das vom Vorjahr gewohnt. Aber zunehmend wieder idyllisch schön, kommen


Konzertberichte Bands auf die Bühne die nochmal die letzten kraftreserven der Besucher fordern. Der Block der Deutschenrocker von Serum 114, die es nicht leicht haben in dem Metjé, aber trotzallem eine feste Fanbase haben, machen mit den Crushing Caspars den Anfang und danach machen die Streetrocker von Toxpack, die schon eher Leute mit „hierherbringen“…, Stimmung im Zelt. Trivium auf der Mainstage, gewohnt groovig und danach der heimliche

Deutschrockheadliner: Broilers der auch viele andere Bandgesichter vor die Bühne lockt, die neugierig den Gig verfolgen und mitfeiern. Die Headliner des letzten Tages, Children of Bodom und Soulfly, lassen den Abend gebührend dem Ende entgegen gehen. Den Abschluss macht wie immer das „Letzte Abendmahl“ Im Hardbowl Zelt. Fazit: Erst zu warm, dann gefährlich dann wieder warm. Die Orga Top, die Crew Top und al-

len voran die Sicherheits- und Rettungskräfte die einen souveränen und sehr geordneten Job gemacht haben, sodass keine Panik, oder ähnliches aufkam. Und Natürlich die Besucher die gegenseitig aufeinander achtgegeben haben und gegenseitig geholfen haben wo es ging bei der „Apokalypse“ am Samstag. Alles in Allem immer wieder auf‘n Acker!! Cheers Poldi (Bericht & Fotos)

Rock am Ring 2012

gechartet sind. Die Erwartungshaltung war somit extrem hoch, konnte aber leider nie erfüllt werden. Einzig „Lord of the Boards“ konnte die Stimmung wahrlich heben, war aber doch keine Genugtuung für ein „eher unspektakulären“ Gig. Schade. Nun folgte eines der Highlights des Tages. Machine Head. Die Bay-Area-Thrasher sind einfach Perfektionisten vor dem Herrn und packten gerade mal acht Songs in 60min. Wie immer wirkten Flynn und Co. extrem sympatisch und hatten die Fans stets auf ihrer Seite. Ganz großes Kino! Nun wurde es Headlinerzeit! Linkin Park, die sonst eher für die ganz großen Produktionen zu haben sind, waren heute auf einen minimalistischen Weg unterwegs. Jedoch tat dies der Stimmung keinen Abbruch! Selten hat man die Band so harmonierend gesehen, konnte jeden Skeptiker und NichtFan an diesem Abend von ihrer einzigartigen Klasse überzeugen! Großartige Setlist, was eine Stimmung, Gänsehaut pur! Der erste Abend neigte sich dem Ende und so sahen wir noch einen crowdsurfenden Rollstuhlfahrer (samt Stuhl) bei Motörhead und einen schlechtgelaunten Marilyn Manson. Um uns auf die Highlights der nächsten Tage zu beschränken: Tenacious D sind der heimliche Megaheadliner des Festivals gewesen und nicht nur extreme Entertainer vor dem Herren, sondern auch eine großartige Liveband! Ein Höhepunkt sicherlich in der RAR-Geschichte! Metallica spielten ihr Black-Album komplett, selten hat man James Hetfield derartig gut „Nothing Else Matters“ singen hören und haben sicherlich einen ihrer besten Perfomances hingelegt, die je der Ring sah! Snakepit, die komplette Bühne

war eine riesige LED-Wand, Pyrotechnik. Weltklasse! Sonntags hatten dann leider die Dropkick Murphys einen nicht optimalen Sound, auch die kurze Spielzeit ergab, dass nicht alle Hits gezockt werden konnten. The Off-

Nürburgring 01.-03.06.2012 Was war das mal wieder ein Fest! Ja, Rock am Ring ist und bleibt der Krösus im Festivalbereich. Wieder haben es die Herren Lieberberg geschafft, funktionierende Elemente noch zu verbessern. Alles lief wie gewohnt ab. Organisation top, Technik top und die Bands? Ja die waren auch mehr als spielfreudig! Sogar das „Green Camping“, der bewusste Versuch, so zu zelten, dass die Camper nicht nur auf sich, sondern auch auf ihrer Umwelt Rücksicht nehmen, war ein voller Erfolg und sollte meines Erachtens auch auf anderen Festivals mal in Betracht gezogen werden. Aber nun zu den Bands. Zeitlich bedingt schafften wir es Freitags erst zu Cypress Hill, die mal wieder eine gute Mischung aus alten Hits abfeuerten und die Masse doch schwer begeistern konnten. Minimalistischer Bühnenaufbau traf auf maximale Wortzahl/pro Minute. Ein bisschen Gras hier, ein bisschen Boom Biddy Bye Bye dort und mit „Rap/Rock Superstar“ zum Abschluss, haben Sean Dog und BReal wieder alles richtig gemacht. Hut ab vor dieser Legende. Danach ging es weiter zur Alternastage, wo Killswitch Engage mit ihrem alten/ originalen Sänger auftraten. Was eine Stimme und was eine Stimmung! Die Leute pogten sich die Seele aus dem Leib und spätestens beim Dio-Cover „Holy Diver“ gab es kein Halten mehr! Es folgten Guano Apes, die mit ihrem aktuellen Album überraschend hoch

spring, lange erwartet, entpuppten sich leider als eher langweilig an diesem Abend und haben sicherlich auch schon bessere Konzerte gegeben auf dem Ring. Und während das Festival sich zu ende neigte, die Toten Hosen mit „ewiglanger Setlist“ ihren 30. Geburtstag feierten und locker 70.000 Menschen bewegten, haben weder still noch leise ein paar wenige Leute die Beginner auf der Alternastage abgefeiert. Egal ob Punk oder Hip Hop, an diesem Abend konnte man nichts falsch machen. Großartiger Abschluss, eines großartigen Festivals. Bleibt nur eine Frage offen Herr Lieberberg: Wie wollen sie DAS bitte noch toppen? (tiz) weitere Fotos auf www.dasrockt-magazin.de

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Wasser Turm Rock 04.08.2012 in Gera Ein Rockfestival in Gera hat es noch nie gegeben. Bis jetzt! Denn am 04.08.12 startet zum ersten Mal ein kleines Festival in Gera, direkt am Wasserturm. Eingeladen sind alle, die darauf Lust haben. Der Einlass ist ab 16 Uhr und es gibt genügend Parkmöglichkeiten bei einem nahe gelegenen Supermarkt. Ab 17 Uhr werden Delirium Rock’n’Roll, Herzlos, Falschä Brut und De Bänd eure Stimmung zum überkochen bringen. 5 Stunden lang werden Böhse Onkelz Cover, Frei Wild Cover und eigenen Songs gespielt. Für alles was das Herz sonst noch so begehrt, ist auch gesorgt. Auf eure Hilfe das Ganze zu einer gelungenen Party zu machen und es in den nächsten Jahren noch vergrößern zu können wird gezählt! Wann: 04.08.2012 Wo: Theaterstraße 50 in 07545 Gera Einlass: 16:00 Uhr Tickets: VVK: 10 Euro (AK: 12 Euro) Alle Infos & Tickets unter:

www.wasserturmrock.de oder im Papalapub

5 Jahre AGF 26.10.2012 in Adelsheim Das AgF-Radio feuert am 26.Oktober 2012 aus allen Rohren und möchte gemeinsam mit Euch auf 5 Jahre Deutschrock Nr.1 anstoßen. Mit den Freunden von 9mm, Kärbholz, Saitenfeuer, Viva La Tia und 4 außer Rand und Band wird am Freitag vor dem diesjährigen Feuer & Eis Festival die Live Factory in Adelsheim mit einer grandiosen Megapyroshow sprichwörtlich in Schutt und Asche legen! Tickets gibt es für 17,00 Euro zzgl. Versand im Shop des AgFRadio und für die Sparfüchse unter Euch, die sich ein richtig geiles Wochenende in Adelsheim nicht entgehen lassen wollen, bekommt Ihr das “5 Jahresticket” im Paket mit einem “Feuer & Eis Festivalticket” für unschlagbare 35,00 Euro Als Bonus und Service für Euch, arbeitet das AgF-Team bereits fieberhaft an Möglichkeiten, Euch geeignete Übernachtungsvariationen anbieten zu können, denn wer nicht mit Auto, Wohnmobil oder gar Wohnwagen anreisen möchte, will ganz sicher auch nicht zelten, denn Ende Oktober ist es doch schon etwas frisch draußen. Infos zu geplanten Aktionen des Abends, wie z.B. Happy Hour, Freibier und Meet & Greets, sowie Verlosungen von Freikarten, Backstage-Pässen etc. werden Euch zu gegebener Zeit auf unserer Homepage mitgeteilt. Ihr könnt natürlich auch auf Facebook nachsehen und Euch dort auf dem Laufenden halten! Bleibt also neugierig – es lohnt sich! Das AgF-Radio (PARTY) Team

www.agf-radio.com Seite 42

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Vorankündigung

Feuer & Eis Festival 27.10.2012 in Adelsheim Bereits zum vierten Mal findet das Feuer & Eis Festival 2012 in der LiveFactory statt und was im Jahre 2009 einst als “Notparty” begann, hat sich mittlerweile zu einem fest verankerten Termin im Szenekalender etabliert. Sowohl das AgF-Radio als Veranstalter, als auch die zahlreichen Bands, die bis dato in Adelsheim auf der Bühne standen, sehen die Entwicklung dieses Events als sehr positiv an und vor allem das Organisationsteam ist sich sicher, das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht zu haben. Das stetig steigende Bandaufgebot bestätigt diese Entwicklung ebenfalls und so darf man sich am 27.Oktober 2012 auf folgende Liveacts freuen: AndiOliPhilipp, BRDigung, Ex-Plizit, Hämatom, KrawallBrüder, Plan Z, Saints & Sinners (KB Herbsttour Support), Saitenfeuer, Thekenproleten, Unantastbar, Unherz. Mit elf Livebands ist das Festival so gut ausgefüllt wie noch nie und auch die Qualität der Bands nimmt ebenfalls von Jahr zu Jahr zu. Natürlich bedeutet dies aber nicht, dass die Güte der Bands aus den Vorjahren schlecht war. Ganz im Gegenteil, es wird lediglich versucht in jedem neuen Jahr die Abwechslungsvielfalt zu erhöhen. Eine Bandmischung der Spitzenklasse und bezahlbare Ticketpreise versprechen das Feuer & Eis Festival auch 2012 wieder zu einem der geilsten Events des Jahres werden zu lassen. Der Herbst wird brennen – und wir schüren das Feuer und legen immer ordentlich nach. Alle weiteren Infos auf

www.feuer-eis-festival.de

Krawallbrüder 10.11.2012 in Alsfeld Die Krawallbrüder machen Alsfeld unsicher! Am 10.11.12 werden eine Menge Schweiß, aber hoffentlich kein Blut und nicht allzu viele Tränen fließen, wenn die Krawallbrüder zum Abschluss ihrer Tour 2012 die Alsfelder Stadthalle mit ihren Songs beben und die Herzen der Fans höher schlagen lassen. Wer nach dem Ehrlich & Laut Festival vom 16. bis zum 18. August immer noch nicht genug von den Jungs bekommen hat oder einfach nur den letzten Auftritt der Tour und diese unvergessliche Nacht miterleben will, sollte sich schnell sein Ticket sichern, bevor es zu spät ist. Wann: 10.11.2012 Wo: Stadthalle in 36304 Alsfeld Alle Infos unter:

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www.krawallbrüder.com

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Das Pack 12.10.2012 Krefeld 13.12.2012 Osnabrück

ab 12,10 € ab 13,30 €

Der W 10.11.2012 Stuttgart 13.11.2012 Würzburg 14.11.2012 Nürnberg 16.11.2012 München 19.11.2012 Neu-Isenburg 20.11.2012 Köln 21.11.2012 Göttingen 23.11.2012 Gütersloh 24.11.2012 Mannheim 25.11.2012 Saarbrücken 27.11.2012 Dresden 28.11.2012 Leipzig 30.11.2012 Berlin 01.12.2012 Berlin 02.12.2012 Hannover 04.12.2012 Hamburg 05.12.2012 Hamburg 07.12.2012 Bremen 08.12.2012 Oberhausen

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ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 € ab 34,50 €

12.08.2012 Dresden 25.08.2012 Hamburg 14.10.2012 Freiburg 16.10.2012 Regensburg 19.10.2012 Bamberg 01.11.2012 Oldenburg 06.11.2012 Düsseldorf 07.11.2012 Düsseldorf

ab 39,05 € ab 40,55 € ab 40,50 € ab 40,00 € ab 40,50 € ab 39,50 € ab 40,50 € ab 40,50 €

Die Happy 27.12.2012 München 29.12.2012 Krefeld 30.12.2012 Hamburg

ab 19,98 € ab 20,00 € ab 19,60

Die Kassierer 28.09.2012 Berlin

ab 16,80 €

Dritte Wahl 26.10.2012 Bielefeld 12.11.2012 Köln

ab 12,10 € ab 14,95 €

Donots 02.10.2012 Bremen 03.10.2012 Hamburg 04.10.2012 Erfurt 05.10.2012 München 12.10.2012 Karlsruhe 13.10.2012 Stuttgart 17.10.2012 Hannover 18.10.2012 Magdeburg 19.10.2012 Dresden 20.10.2012 Berlin 25.10.2012 Kassel 26.10.2012 Würzburg 27.10.2012 Rostock 15.12.2012 Münster

ab 23,80 € ab 23,80 € ab 23,80 € ab 24,20 € ab 24,25 € ab 23,80 € ab 24,12 € ab 23,80 € ab 23,80 € ab 23,80 € ab 23,80 € ab 23,80 € ab 24,25 € ab 31,90 €

Eisbrecher 24.08.2012 Chemnitz 02.09.2012 Saarbrücken 02.10.2012 Rostock 03.10.2012 Bremen 04.10.2012 Bielefeld 05.10.2012 Leipzig 10.10.2012 Geiselwind 11.10.2012 Oberhausen 12.10.2012 Memmingen 29.12.2012 München

Ticketshop | Das Rockt! 4/2012

ab 31,95 € ab 30,75 € ab 28,75 € ab 30,85 € ab 30,75 € ab 30,75 € ab 30,60 € ab 31,40 € ab 28,20 € ab 35,70 €

18.08.2012 Alsfeld (E&L)

27,00 €

In Extremo 10.08.2012 Chemnitz 17.08.2012 Alsfeld

ab 37,00 € ab 37,00 €

J.B.O. 07.09.2012 Potsdam 05.10.2012 Leipzig 30.11.2012 Magdeburg 01.12.2012 Rostock

ab 24,00 € ab 24,00 € ab 24,00 € ab 24,00 €

Kärbholz, Rotz & Wasser, uvm. 05.10.2012 Berlin 06.10.2012 Berlin

ab 18,00 € ab 18;00 €

Kraftklub 04.10.2012 Bremen 07.10.2012 Hamburg 09.10.2012 Nürnberg 11.10.2012 Stuttgart 13.10.2012 Würzburg 16.10.2012 Kempten 17.10.2012 Freiburg 19.10.2012 Saarbrücken 20.10.2012 Magdeburg 21.10.2012 Leipzig 23.10.2012 Kiel 24.10.2012 Hannover 25.10.2012 Erfurt 26.10.2012 Rostock 27.10.2012 Heidelberg

ab 22,80 € ab 24,10 € ab 23,85 € ab 24,10 € ab 23,65 € ab 23,00 € ab 24,20 € ab 23,00 € ab 23,00 € ab 23,00 € ab 23,50 € ab 23,40 € ab 23,00 € ab 20,80 € ab 25,65 €

Massendefekt 23.12.2012 Düsseldorf

ab 16,10 €

Molotov 10.08.2012 München 17.08.2012 Berlin 21.08.2012 Osnabrück 23.08.2012 Stuttgart 24.08.2012 Nürnberg 28.08.2012 Aachen 29.08.2012 Düsseldorf

ab 25,90 € ab 19,00 € ab 18,80 € ab 22,30 € ab 21,40 € ab 19,99 € ab 21,95 €


Ticketshop Motörhead & Special Guest: Anthrax 25.11.2012 Oberhausen ab 42,90 € 26.11.2012 Offenbach a.M. ab 42,90 € 28.11.2012 Ludwigsburg ab 42,90 € 30.11.2012 Erfurt ab 42,90 € 01.12.2012 München ab 42,90 € 04.12.2012 Hannover ab 42,90 € 05.12.2012 Berlin ab 42,90 € 11.12.2012 Kempten ab 42,90 €

Nickelback 19.09.2012 Hamburg 21.09.2012 Köln 22.09.2012 Frankfurt 25.09.2012 Stuttgart 26.09.2012 München

ab 64,20 € ab 60,15 € ab 62,15 € ab 63,45 € ab 56,70 €

ab 16,30 € ab 16,30 € ab 16,30 € ab 16,30 € ab 17,10 € ab 17,30 €

Ohrenfeindt 20.09.2012 Augsburg 20.12.2012 München 21.12.2012 Würzburg 22.12.2012 Burglengfeld

ab 20,90 € ab 23,10 € ab 18,95 € ab 18,60 €

Oomph! 23.09.2012 Köln 24.09.2012 Bochum 26.09.2012 Bremen 27.09.2012 Hamburg 29.09.2012 Rostock 30.09.2012 Berlin 02.10.2012 Leipzig 04.10.2012 München 07.10.2012 Ludwigsburg 08.10.2012 Frankfurt 09.10.2012 Saarbrücken 20.10.2012 Wolfsburg

ab 26,40 € ab 26,40 € ab 24,00 € ab 26,00 € ab 24,00 € ab 24,00 € ab 24,00 € ab 24,00 € ab 24,00 € ab 26,55 € ab 24,00 € ab 24,00 €

Serum 114 | BRDigung 13.09.2012 Bochum 14.09.2012 Bremen 16.09.2012 Berlin 19.09.2012 Ludwigsburg 20.09.2012 Nürnberg 22.09.2012 München 23.09.2012 Köln

ab 16,10 € ab 17,65 € ab 16,10 € ab 17,60 € ab 16,10 € ab 16,10 € ab 16,10 €

Shinedown 15.10.2012 Hamburg 17.10.2012 Berlin 20.10.2012 Köln 21.10.2012 Frankfurt

Spack! Festival

ab 15,93 €

17.08.2012 Wirges

ab 33,25 € ab 32,35 € ab 32,20 € ab 32,35 ��� ab 32,95 € ab 33,65 € ab 32,35 € ab 33,20 € ab 32,10 €

22.08.2012 Übersee

Stanfour 02.09.2012 Bochum 08.12.2012 Hamburg 09.12.2012 Oberhausen 10.12.2012 Karlsruhe 11.12.2012 Darmstadt 15.12.2012 München 18.12.2012 Berlin 19.12.2012 Hannover 20.12.2012 Bremen

ab 34,15 €

Chiemsee Rocks ab 39,25 €

Summers End Festival 25.08.2012 Andernach

ab 35,30 €

Rock im Pot 25.08.2012 Gelsenkirchen ab 70,00 €

Sunrise Avenue 27.08.2012 Bochum

ab 39,85 €

Terror

Of Mice & Men 17.10.2012 Hamburg 18.10.2012 Berlin 19.10.2012 Osnabrück 21.10.2012 Duisburg 22.10.2012 München 24.10.2012 Köln

Stammheim 13.10.2012 Flensburg

ab 28,20 € ab 27,50 € ab 27,50 € ab 27,50 €

15.08.2012 Saarbrücken 16.08.2012 Alsfeld (E&L) 25.08.2012 Köln 28.08.2012 Hamburg

ab 19,45 € 27,00 € ab 18,75 € ab 19,70 €

The Civil Wars 19.11.2012 Berlin 03.12.2012 München 04.12.2012 Köln

ab 20,50 € ab 20,50 € ab 20,70 €

W.A.S.P. 30.10.2012 Köln 31.10.2012 Bochum 16.11.2012 München 17.11.2012 Stuttgart 30.11.2012 Nürnberg 03.12.2012 Neu-Isenburg 05.12.2012 Osnabrück

ab 28,20 € ab 28,20 € ab 29,95 € ab 31,90 € ab 35,60 € ab 29,10 € ab 29,15 €

A-Rock-Night Open Air 01.09.2012 Rastatt

ab 21,85 €

Reeperbahn Festival

FESTIVALS

20.09.2012 Hamburg

Taubertal Festival

Deutschrock Monster Festival

10.08.2012 Rothenburg

ab 49,50 €

Schlosshof Festival 11.08.2012 Höchstadt an der Aisch

ab 32,00 €

06.10.2012 Geiselwind

ab 25,10 €

Metal Invasion Festival ab 42,00 €

12.10.2012 Straubing

ab 65,80 €

Mera Luna Festival

Feuer & Eis 2012

11.08.2012 Hildesheim

27.10.2012 Adelsheim

ab 80,25 €

Ehrlich & Laut Festival 16.08.2012 Alsfeld

ab 24,20 €

ab 39,00 €

Area 4 Festival 17.08.2012 Lüdinghausen ab 105,25 €

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CD Reviews

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CD Reviews | Das Rockt! 4/2012


Impressum DAS

ROCKT!

Impressum

Herausgeber: Torsten Schneider c/o DAS ROCKT! Magazin Jahnstr. 14, 36304 Alsfeld Tel: 06631/705440 Fax: 06631/705488 EMail: info@dasrockt-magazin.de Web: www.dasrockt-magazin.de Redaktion: Sandro Mehlberg (tiz) V.i.s.d.P., Torsten Schneider (ts), Markus Kirchheim (mk), Andy Müller (am), Katja Löffler, (kl), Carrie Chilvers (cc), Steffi Dettmar (sd), Patrick Schneiderwind (arti), Sebastian Strottmann (Jalen), Jörg Niethammer (h0m3r), Susanne Zech (susi), Alexandra Hauers (alex), Holger Fichtner (fichte), Marcus Leipold (Poldi) alle erreichbar unter oben genannter Adresse So erreichst Du uns: www.dasrockt-magazin.de www.facebook.com/dasrocktmagazin www.myspace.com/dasrockt www.youtube.com/dasrocktmagazin www.twitter.com/dasrocktmagazin Redaktion: redaktion@dasrockt-magazin.de Tel.: 0176/62878389 Anzeigen: anzeigen@dasrockt-magazin.de Tel: 06638/8408940 Termine: termine@dasrockt-magazin.de Tel: 06631/705441

Die „Das Rockt!“ Redaktion möchte sich verstärken. Deshalb suchen wir ab sofort

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Verlosung Unter allen DAS ROCKT! Abonnenten verlosen wir jede Ausgabe attraktive Preise. In dieser Ausgabe werden folgende Preise verlost: • 2 Platten von Vindikator - on and on • 2 Platten von Emscherkurve 77 - Lieder aus der Kurve • 2 Platten von Kneipenterroristen - Die Ersten werden die Letzten sein • 2 Platten von Kneipenterroristen - Härter als der Rest • 3 Platten von Vogelfrei - Der Dämmerung entgegen

Wenn auch Du zu den glücklichen Gewinnern gehören möchtest, dann musst Du lediglich das Magazin DAS ROCKT! auf www.dasrockt-magazin.de abonnieren. Wir verlosen unter allen aktuellen Abonnenten zum Zeitpunkt der Verlosung die Preise. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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