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. e i t a r k o m e D t s i s a D

G A M DAS e

Wir kÜnnen die Welt nicht ändern, unser Land schon.


Das Forum Leser, Liebe Leserinnen und schek Stiftung initiierte die Münchner Nemet e Kampagne „Das ist im November 2012 di Demokratie.“ pagne nen brachte die Kam Mit zahlreichen Aktio lichen Prozess in den öffent den demokratischen unmitmokratie so für jeden Raum und machte De telbar erlebbar. ndet zeigte: Demokratie fi „Das ist Demokratie.“ Teil lurne statt, sondern ist nicht nur an der Wah ganz i war uns immer Ihre unseres Alltags. Dabe für wichtig: Was bedeutet persönliche Meinung aden, haben Sie dazu eingel Sie Demokratie? Wir d sich talten, mitzudenken un Demokratie mitzuges einzumischen. mpaund Eindrücke der Ka Einige der Ergebnisse en em e-Mag. Wir wünsch gne finden Sie in dies nken Durchblättern und da Ihnen viel Spaß beim e mit ihren Ideen und allen, die die Kampagn reichert haben. ihrem Engagement be

Raum für kontroverse Diskussionen. Beim Nemetschek Forum für sichtbare Demokratie wurde in prominenter Besetzung über die Rahmenbedingungen für demokratische Teilhabe diskutiert. Die Zuschauer konnten mit digitalen Abstimmungsgeräten interaktiv in den Diskussionsverlauf eingreifen. Ob politische Streitkultur und Vertrauen, Müdigkeitsgesellschaft oder die Frage „Mehr oder weniger Demokratie?“ – immer waren die Debatten der Diskutanten unter der Moderation von Wolf-Christian Ulrich und Andreas Korn kontrovers und luden zum Mitdiskutieren ein.

Herzlichst

Ralf Nemetschek

Volksherrschaft oder Zuschauerdemokratie? – diese Frage beherrschte das Rededuell zwischen Laszlo Trankovits, Autor des Buches „Weniger Demokratie wagen“, und Roman Huber von „Mehr Demokratie e.V.“ bei der Auftaktveranstaltung 2012.

Suchen Sie Streit? Gerhart Baum, Bundesinnenminister a.D., und Thomas Darnstädt, Redakteur beim SPIEGEL, diskutierten über die Frage: Wie viel Streit braucht die Politik?

Keine Zeit für Demokratie? Die Zeit, hierüber zu diskutieren, haben sich genommen: Regisseur Florian Opitz, Philosophieprofessor Otfried Höffe und Politikberaterin Teresa Bücker.


Das Demokratie-Lab Wenn Sie nicht zu uns kommen, kommen wir zu Ihnen. Mit dem Demokratie-Lab als mobiler Veranstaltungsplattform ging die Kampagne auf die Straße und forderte auf, spielerisch und kreativ eine eigene Meinung zur Demokratie zu äußern. Immer dabei: Die gelbe Ape als Demokratie-Mobil.

Wir haben die Vertrauensfrage gestellt! Und beantwortet haben sie uns die Politikwissenschaftlerin Patrizia Nanz, der Philosoph Martin Hartmann und der Vertrauensforscher Martin Schweer.

Demokratie feiert! Die Kampagne war im Juni und September zu Gast auf dem Corso Leopold.

Einkaufen gehen – und zwischendurch über Demokratie diskutieren. Das konnten die Passanten beim ersten Lab in den Pasing-Arkaden in München. „Bitte gehen Sie weiter. Hier gibt es nichts zu sehen.“ Oder doch? Anregende Gespräche auf dem Sendlinger Tor Platz und beim KinderKulturSommer.


. . . n a n e g 3 Fra 1. Was bedeutet Demokratie für Sie? 2. Haben Sie schon einmal nicht gewählt? Falls ja, wann und warum? 3. Wo hört bei Ihnen die Demokratie auf? 1. Demokratie ist in unserer Kultur alternativ-

Prof. Martin Schweer Psychologe und Vertrauensforscher

1. Demokratie bedeutet über die etablierlos. Sie kann viele Gestalten annehmen. Für te politische Partizipation hinaus, dass das Gelingen braucht es die Säulen unveränein stetiges gegenseitiges Bemühen um derbarer Grundrechte, eine wirkliche GewaltenVertrauen erfahrbar und konstruktives teilung und strikte Rechtsstaatlichkeit sowie Misstrauen möglich ist – im Dialog zwiLaszlo Trankovits, viele gebildete, informierte und schen Bürger/innen und politisch VerantJournalist und Autor engagierte Bürger. Schließlich kommt auch wortlichen, aber auch im sozialen Miteindes Buches „Weniger eine Demokratie nicht ohne verantwortungsander der Gesellschaft insgesamt. Demokratie wagen“ bewusste Eliten und Bürger aus. Roman Huber 2. Nein, ich habe mich bislang immer an 2. Fast immer habe ich gewählt - wenn aber mal „Mehr Demokratie e.V.“ der Wahl beteiligt. Aber wie im Fußball ist nicht, dann vor allem, weil ich als Auslandskorrenach der Wahl vor der Wahl, wenn es um 1. Wenn jeder Mensch, der von einer spondent weit weg war und ich es schlicht vermein Vertrauen in die Politiker/innen geht. Entscheidung betroffen ist, zumindest die schwitzt habe, mir rechtzeitig die Unterlagen zu 3. Bei meinen Freizeitaktivitäten. Möglichkeit hat, an dieser Entscheidung besorgen. mitzuwirken. 3. In der Familie. In der Firma. Beim Fußball. 2. Nein, doch einmal, da hab ich‘s am Sonntag auf dem Rückweg aus den Bergen 1. Eine sich an das Recht und die Meschenrechte bindende Herrschaft einfach nicht mehr ins Wahllokal geschafft. des Volkes. Seitdem bin ich Briefwähler. 2. Nein 3. Bei der Kunst, bei schöpferischen 3. Mit Ausnahme vom Recht und den Menschenrechten hat die Gestaltungsfragen, bei BewußtsseinsproDemokratie keine grundsätzlichen Grenzen. zessen, bei direkten Gotteserfahrungen. Prof. Otfried Höffe, Philosophieprofessor


? e i t a r k o m e D r e t n u e i S n e h e t s Was ver JA 76% NEIN

Wir wollten von Ihnen wissen... ...spielt Demokratie in Ihrem Alltag eine Rolle?

24%

T-Shirt-Wettbewerb

Thomas Darnstädt Redakteur beim SPIEGEL

1. Es ist die Voraussetzung für alles, was mir im Leben wichtig ist. 2. Niemals nicht. 3. Bei den Freiheitsrechten jedes Einzelnen.

Was verstehen Sie ganz persönlich unter Demokratie? In der Politik, im Alltag oder in der Familie? Das wollten wir von Ihnen wissen und riefen alle Interessierten dazu auf, einen Slogan für das Kampagnen-T-Shirt zu entwerfen. Wie vielfältig die Antworten auf diese Frage ausfallen, zeigten die eingesendeten Beiträge. Die Gewinner wurden – ganz demokratisch – durch eine Abstimmung auf der Kampagnen-Website und auf Facebook gekürt. 1. Platz: Kathrin Neumeier vom Münchner Sophie-Scholl Gymnasium


h c u b e g a Das T

ken von Privatpersonen, Politikern und Prominenten. Insgesamt finden sich im Tagebuch der Demokratie rund 80 Einträge. Demokratie - ein Wort mit zehn Buchstaben. Groß und bedeutungsvoll. Ein Wort, das jeder kennt, und das doch nicht immer greifbar ist. Die Reise beginnt in München... Angekommen in Berlin schreibt der Verein Mehr Demokratie e.V.: „Wenn wir aufhören die Demokratie zu entwickeln, fängt die Demokratie an aufzuhören.“

Tagebuch der Demokratie – Persönliche Gedanken aus ganz Deutschland „Was bedeutet Demokratie für Sie? Ganz persönlich.“ Das Tagebuch der Demokratie ging auf Deutschlandreise, auf der Suche nach persönlichen Geschichten und Gedan-

Danach geht die Reise weiter, quer durch Deutschland. Zurück in München schreiben die Gäste des ersten Nemetschek Forums für sichtbare Demokratie ihre Gedanken auf. Ein Eintrag lautet: „Das Vertrauen in den Menschen im Politiker entwickelt die Überzeugungskraft, die auch unbequeme


Entscheidungen tragen hilft.“ Eine kritische Besucherin hält fest: „Es zeigt sich die repräsentative Demokratie immer mehr als Theater für’s Volk – es wird ihm Entscheidungsmacht vorgegaukelt.“ Gerhart Baum, Bundesminister a. D. notiert: „Die Menschenwürde (Art.1 unseres Grundgesetzes) lässt sich nur in der Demokratie bewahren.“ Und Thomas Darnstädt, Redakteur und Leiter des Ressorts Deutsche Politik beim SPIEGEL betont: „Streit ist der Geltungsgrund demokratischer Entscheidungen.“ An vielen weiteren Orten, wie zum Beispiel am Goethe-Institut, am Münchner Jugendinformationszentrum oder der Antidiskriminierungsstelle für Menschen mit Migrationshintergrund, beim Verein Gesicht Zeigen! e.V. in Berlin, an der Münchner Beratungsstelle des Lesbentelefons e.V. sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft der

Immigrantenverbände, füllt sich das Tagebuch mit vielen Gedanken und Geschichten zum Thema Demokratie. Der Moderator Wolf-Christian Ulrich schreibt im Nachgang an ein Forum: „Vertrauen ist ein Wagnis, das sich lohnt.“ Das, so finden wir, gilt auch für die Demokratie!


S WEITER GEHT ’’S Foto: © Julia Krüger, Jens Hartmann

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