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Februar 2009 | 10. Jahrgang | www.dasinvestment.com

Pflichtblatt aller deutschen Wertpapierbörsen Aktien | Beteiligungen | Derivate | Fonds | Immobilien | Rohstoffe | Versicherungen | Währungen

Gib mir 5 Hauptsache sicher: Fonds und Zertifikate, die mindestens 5 Prozent Rendite bringen

SPECIAL Finanzberatung: Verkaufen in der Krise Betriebliche Altersvorsorge: Neue Regeln bei Zeitwertkonten

Schwellenländer

Vergleich: Ranglisten und Ratings der 1.000 wichtigsten Fonds

Das umfassende Booklet auf Seite 35. In Kooperation mit

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3

DAS INVESTMENT 02/09 | RUBRIKEN | Editorial

Skandal: „Barron’s“ hatte bereits im Mai 2001 erste Bedenken gegenüber Bernard Madoff. Die Doppelrolle des New Yorker Investors als einer der größten Broker und Fondsmanager an der Wall Street war dem Finanzmagazin nicht geheuer. „Don’t ask, don’t tell“ hieß damals das Enthüllungsstück – nichts fragen, nichts erzählen. Treffender hätten es die amerikanischen Kollegen nicht ausdrücken können, wenngleich auch sie damals sicher nicht mit einem 50-Milliarden-Dollar-Betrug und einem kompletten Versagen aller Kontrollbehörden gerechnet hatten. „Berater, Fondsgesellschaften und Medien müssen sich zu Recht blindes Vertrauen vorwerfen lassen“, Malte Dreher, sagt Redakteur Malte Dreher. Nur wenige Stunden vor der Redakteur DAS INVESTMENT Verhaftung Madoffs erreichten Dreher bei der Vorbereitung seiner aktuellen Titelgeschichte (Seite 26) über schwankungsarme Investments noch E-Mails, die den von Madoff betreuten Fonds „kein Risiko“ und das „Bestehen jeglicher Crashtests“ bescheinigten.

Sportsgeist: Die Zertifikatebranche hat ein katastrophales Jahr hinter sich. Nur schien das Önder Ciftci von der Royal Bank of Scotland nicht allzu sehr zu beeindrucken. „Bremsen Sie mich bitte, wenn ich zu viel rede oder gestikuliere“, forderte der Zertifikatespezialist die Redakteure Malte Dreher und Önder Ciftci, Royal Bank of Scotland, Malte Dreher und Andreas Scholz, Andreas Scholz beim Gespräch in Hambeide DAS INVESTMENT (von links) burg auf. Gewohnt lebhaft, salopp und kämpferisch legte Ciftci anschließend los und diskutierte über die Zukunft seiner Branche. Deutlich einsilbiger und zurückhaltender zeigte sich der Kölner lediglich beim Gespräch über seine zweite Leidenschaft: den Fußball. Einen Tag vor dem Gespräch hatte der HSV seine Auswärtsstärke unter Beweis gestellt und den 1. FC Köln mit 2 : 1 besiegt. „Das sehe ich sportlich“, so Ciftci kurz angebunden, „aber nun lassen Sie uns bitte über angenehmere Themen reden.“ Lesen Sie das darauffolgende Gespräch auf Seite 40.

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KIRSTEN NIJHOF

Aus der Redaktion

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Oliver Lepold, Redakteur DAS INVESTMENT

Umgangsformen: Beratung in der Krise – das ist durchaus doppeldeutig zu verstehen. Die Palette der durch die Finanzmarktkrise bei Anlegern ausgelösten Emotionen reicht von Agonie über Angst und Wut bis hin zu Hass. Damit müssen Berater erst einmal umgehen können. Gelernt haben sie dies – zumindest in ihrer Basisausbildung – nicht. Dennoch scheint die Krise nicht für alle ein Problem zu sein, erfuhr Redakteur Oliver Lepold. Während sich derzeit so mancher Produktverkäufer nachhaltig auf Tauchstation befindet, geht der qualifizierte Finanzberater aktiv, aufklärend und selbstkritisch auf seine Kunden zu – so ist zumindest das Bild, dass die Vertriebsbranche von sich selbst zeichnet. Wie Vertriebe und Maklerpools jetzt ihre Berater unterstützen und wie die Krise sich auf Produktportfolios und Beratungsformen auswirkt, lesen Sie im SPECIAL Finanzberatung ab Seite 64.

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COVER: DREAM PICTURES / OSTROW / GETTY

4

DAS INVESTMENT 02/09 | RUBRIKEN | Inhalt

Titel: 5 Prozent Rendite fast ohne Risiko – dieses Ziel rückt angesichts dramatisch sinkender Kapitalmarktzinsen in immer weitere Ferne. DAS INVESTMENT stellt letzte Oasen vor. Seite 26

IMAGE 100

Gib mir 5 MÄRKTE

DERIVATE

PORTFOLIO

8

36 Namen & Nachrichten

62 Nachrichten & Termine

Renten: Große Chancen bei Unternehmensanleihen

37 Discountzertifikate: Favoriten für die wichtigsten Aktienindizes

SPECIAL Finanzberatung

12 Aktien: Substanzwerte sind so günstig wie noch nie

40 Zur Sache: Önder Ciftci, Leiter Strukturierte Produkte bei der Royal Bank of Scotland, über Lehren aus der Lehman-Pleite

64 Krisenhilfe: Wie Vertriebe und Pools ihre Berater auf die Rezession vorbereiten

14 Marktplatz: Zahlen und Fakten zu den globalen Finanzmärkten

VERSICHERUNGEN

10 Interview: Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer über die Zinspolitik der Notenbanken

18 Indikatoren: Trends, die das Auf und Ab der Kurse bestimmen

TITEL

26 Absolute Return: Die besten Angebote für jede Marktphase

32 Zertifikate: Deep-Discounter mit 5 Prozent Rendite

66 Interview: Coaching-Experte Heinz-Kurt Wahren über kundenorientierte Beratung

42 Namen & Nachrichten

68 Trend: Finanzkrise verschafft Honorarberatern Zulauf

44 Betriebsrente: Neue Chancen für Versicherer bei Zeitwertkonten 48 Geiselnahme: Wie Entführungspolicen funktionieren

ALTERNATIVE INVESTMENTS

72 Jahressteuergesetz: Welche Änderungen das Jahr 2009 bringt 73 Recht & Steuern: Treugeber haften nicht wie Gesellschafter

50 Namen & Nachrichten

RUBRIKEN 3

Editorial

20 Namen & Nachrichten

54 Managed Futures: Glänzende Ergebnisse für 2008, aber unsichere Aussichten für 2009

6

Impressum

24 Value-Fonds: Die aktuellen Schwerpunkte der globalen Freestyle-Manager

58 Zweitmarkt Geschlossene Fonds: Vom Liebling zum Ladenhüter

94

Kontakte

95

Leserbriefe

96

Bücher

97

Gewinnspiel

98

Rückspiegel/Vorschau

INVESTMENTFONDS

74 Statistik: Über 1.000 Investmentfonds mit sechs Ratings

 auf dem Titel angekündigte Themen

60 Schiffsfonds: Gute Aussichten für Produktentanker

DAS INVESTMENT März 2009 erscheint am 19. Februar


RICHARD SCHNEIDER / GETTY

STRINGER / GETTY

P.J. CROOK / GETTY

5

Behütet: Kunden kompetenter Berater

Gefährdet: Russische Geisel im Irak

Gesucht: Globale Sonderangebote

Helfer in der Krise

Retter in der Not

Fonds außer Balance

SPECIAL Finanzberatung: Anleger vertrauen zurzeit vor allem Beratern, die aktiv auf ihre Ängste eingehen. Welche Unterstützung Vertriebe und Pools dabei geben und warum die Krise die Honoraberatung fördert. Seite 64

Entführungspolicen: Das Geschäft mit Lösegeldern boomt. Bislang gibt es nur eine Handvoll Versicherer, die Mitarbeitern von Unternehmen und betuchten Privatpersonen für den Ernstfall Schutz anbietet. Seite 48

Substanzaktien: Die Manager globaler Value-Fonds suchen rund um den Erdball nach unterbewerteten Unternehmen. Eine ausgewogene Portfoliostruktur spielt dabei keine Rolle – für manche Anleger ein Problem. Seite 24

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HUTH + WENZEL

6

DAS INVESTMENT 02/09 | RUBRIKEN | Impressum

Fonds & Friends Verlagsgesellschaft mbH Goldbekplatz 3–5, 22303 Hamburg Telefon: +49 (40) 40 19 99-50 Telefax: +49 (40) 40 19 99-60

Postanschrift: Postfach 13 07 71, 20107 Hamburg E-Mail: info@dasinvestment.com www.dasinvestment.com

Redaktion Peter Ehlers, Gerd Bennewirtz Peter Ehlers Sabine Groth, Markus Deselaers Imke Lessentin Egon Wachtendorf Malte Dreher (Investmentfonds, Aktien), Caroline Heidig (Geschlossene Fonds), Oliver Lepold (Finanzberatung), Astrid Lipsky (Nachhaltigkeit, Immobilien), Christopher Nachtweh (Derivate, Hedge-Fonds), Karen Schmidt (Versicherungen), Andreas Scholz (Anleihen, Asset Allocation) Autoren: Herbert Friedrich, Stefan Wolff Online-Redaktion: Felix Hannemann (Leitung) Schlussredaktion: Arnd M. Schuppius Layout: Manfred Bornitz, Konzept & Grafik, Hamburg, Ulrike Hemme, Konzept&Design, Hamburg Bildredaktion: Claudia Kampeter Fondsdaten: Kay Uwe Wahner, Eurofonds Datenbanken

Herausgeber: Magazinkonzept: Chefredaktion: Chefin vom Dienst: Berater der Chefredaktion: Print-Redaktion:

Logisch: Ausgezeichnete Asset Manager haben ausgezeichnete Fonds.

Verlag Geschäftsführer: Jürgen Heins Vermarktung & Vertrieb: Jürgen Heins (verantw.) Vermarktung: Frank Gerkens, gerkens@dasinvestment.com, Telefon: +49 (40) 40 19 99-47 Hans-Jörg Stiens, stiens@dasinvestment.com, Telefon: +49 (40) 40 19 99-67 Disposition: Susann Junge, junge@dasinvestment.com, Telefon: +49 (40) 40 19 99-65 Mitarbeit: Liudmila Smerdina Anzeigenpreise: Es gilt die Anzeigenpreisliste 11/2009

Service

Bei der Wahl eines Fonds zählt im Grunde nur eines: die Fakten. Durch seine besonders gute Wertentwicklung in den letzten fünf Jahren erhielt der H&A Lux Equities – VALUE Invest (WKN: 921695) u. a. im Juni 2008 das Prädikat AA von der unabhängigen Ratingagentur Standard & Poor´s. Seine Macher: die vielfach prämierten Fondsexperten von Hauck & Aufhäuser. Sein Fokus: Aktien Europa. Sein Erfolgsrezept: sorgfältige quantitative und qualitative Aktien-Auswahl. Sein Ziel: risikokontrollierte Qutperformance. Seine Zukunft: mehr als interessant. * Stand 01.12.08

Abo-Verwaltung: DAS INVESTMENT Leserservice, Schloßstraße 5, 37412 Herzberg Telefon: +49 (55 21) 85 53 55, Fax: +49 (55 21) 85 53 99 abo@dasinvestment.com, www.dasinvestment.com/abo Einzelhandels-Auflage: DPV Network GmbH, Postfach 570412, 22773 Hamburg, www.dpv-network.de Einzelheftpreis: 4,80 Euro; Jahresabonnement 49 Euro und für Studenten 37 Euro (ge gen Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung) Erscheinungsweise: monatlich Einzelheftbestellung: Telefon +49 (55 21) 85 53 55 oder abo@dasinvestment.com Nachdruckrechte/Sonderdrucke: Susann Junge, junge@dasinvestment.com, Telefon: +49 (40) 40 19 99-65 Druckerei: Dierichs Druck + Media GmbH & Co KG, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel Bankverbindung: Sparkasse Neuss, Konto-Nr.: 80 104 532, BLZ: 305 500 00 ISSN-Nummer: 1866-2358 Haftung: Den Artikeln, Empfehlungen und Tabellen liegen Informationen zu Grunde, die die Redaktion für verlässlich hält. Die Garantie für die Richtigkeit kann die Redaktion nicht übernehmen. © 2009 für alle Beiträge und Statistiken bei der Fonds & Friends Verlagsgesellschaft mbH. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigungen auf Datenträger wie CD, DVD etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlags. Für Mitglieder der nachstehenden Verbände ist der Bezug von DAS INVESTMENT im Mitgliedsbeitrag enthalten: • Arbeitgeberverband der finanzdienstleistenden Wirtschaft e. V. • Bundesverband Finanz-Planer e. V. • AfW Bundesverband Finanzdienstleistungen e. V. • Bundesverband Alternative Investments e. V. • Votum Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungsunternehmen in Europa e. V. • Bundesverband Deutscher Investmentberater e. V. • Verein zur Förderung der Investmentidee in Deutschland e. V.

DAS INVESTMENT ist Pflichtblatt aller regionalen Börsen

Sie möchten mehr wissen? Sprechen Sie mit uns: Telefon 0 89 / 23 93 - 25 41 info@haam.de www.haam.de


Bei uns steht der Berater im Vordergrund

12 von über 100 Mitarbeitern der Jung, DMS & Cie. AG, die tagtäglich für unsere Poolpartner im Einsatz sind.

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DAS INVESTMENT 02/09

|MÄRKTE| Analyse & Ausblick

BLOOMBERG

Der neue USPräsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel planen milliardenschwere Konjunkturpakete

FINANZAGENTUR DES BUNDES

Anleihen:

 | Sie wirkt, als käme sie aus der „Sendung mit der Maus“, schüttelt den greisen Kopf über die ach so unbelehrbaren Aktienanleger und wirbt für die „entspannendste Geldanlage der Welt“ – die animierte Schildkröte Günther Schild. Sie hält ihren gepixelten Panzer für Bundeswertpapiere in die Kamera, insbesondere für die neue Tagesanleihe, eine Art verbrieftes Tagesgeld. Am 1. Juli offiziell auf den Markt gekommen, knackte die Tagesanleihe Ende November nach vorläufigen Schätzungen der Deutschen Finanzagentur bereits die Volumenmarke von 3 Milliarden Euro. Anleger stecken ihr Geld derzeit vor allem in sichere Anleihen. Und da gibt es nur wenige Schuldneradressen: die USA und die Staaten der Eurozone, hier insbesondere das als stabil geltende Deutschland. Und wer mit Geld überrannt wird, kann die Preise senken. Am 4. Dezember fiel die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erstmalig unter

Das Geld fließt zum Staat Anleiheanleger kennen derzeit nur einen Drang: den nach Sicherheit und Verfügbarkeit. Das führt zu merkwürdigen Verwerfungen an den Zinsmärkten

Werbe-Ikone Günther Schild

3 Prozent und schloss bei 2,94 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie noch bei knapp über 4 Prozent. In den USA waren am 9. Dezember Investoren gar für kurze Zeit bereit, dem Staat Geld zu leihen und dafür Zinsen zu zahlen, statt welche zu bekommen. Zwar waren es aufs Jahr gerechnet nur 0,05 Prozent, doch Premiere bleibt Premiere. Dass die US-Notenbank Fed den Leitzins am 17. Dezember von ein Prozent auf eine vorher nie dagewesene Spanne zwischen 0 und 0,25 Prozent senkte, bestätigte nur die vorangegangene Entwicklung. „Die Anleger suchen Anlagen, die sicher sind, nur geringen Kursschwankungen unterliegen und andererseits schnell wieder verkaufbar sind“, erklärt Allan Valentiner von der Vermögensverwaltung Johannes Führ das Phänomen. Angesichts der weltweiten Finanzkrise hätten sie keine andere Wahl, meint der Direktor für Anleihen und


9 Wichtige Renditen im Überblick

Wie in den 30er Jahren

Zusatzprämie bei Unternehmensanleihen

Der Chart zeigt, welchen Renditeaufschlag amerikanische spekulative Unternehmensanleihen im Vergleich zur risikofreien US-Staatsanleihe bringen (rote Linie). Inzwischen haben die Risikoaufschläge das Niveau der Rezession in den 30er Jahren erreicht. Die Ausfallquote (orangefarbene Linie) dieser Papiere liegt jedoch noch weit darunter.

Diese Komponenten ergeben die Rendite einer Unternehmensanleihe. Das Unternehmensrisiko bildet der Credit Default Swap (CDS) ab. Über ihn werden die Ausfallrisiken von Unternehmen gehandelt. Die Liquiditätsprämie gibt es, weil Unternehmensanleihen derzeit selten umgesetzt werden.

in Basispunkten (100 Basispunkte = 1 Prozentpunkt) 800

in Prozent 18

Spread zu US-Staatsanleihen (linke Skala) Moody’s 12-Monats-Ausfallrate für spekulative Anleihen (rechte Skala)

700 600

14 12

500

10

400

Quelle: Schroders

16

8

300

6

200

4

100

2

0

CommerzbankAnleihe WKN: CB8 RHB Fälligkeit: 11. Dezember 2013 Gesamtrendite der Unternehmensanleihe an der Börse: 6,25 Prozent

2,85

0,9

Durch den Börsenkurs unterstellte Liquiditätsprämie – bei dieser Anleihe: 2,85 Prozentpunkte Individueller Risikoaufschlag für das Unternehmen gemäß Credit Default Swap – bei der Commerzbank: 0,9 Prozentpunkte

2,5 Rendite einer fünfjährigen Bundesanleihe: 2,5 Prozent

0 1. Januar 1925

1. November 2008

Stichtag: 17. Dezember 2008

Quelle: Bloomberg / DAS INVESTMENT

Leiter des Renten-Research. Während es mit Staatsanleihen kaum noch etwas zu verdienen gibt, Als kaufenswert bezeichnet Verglichen mit den Proble- liegen die Renditen von Unternehmensanleihen auf Rekordniveau. er dagegen Unternehmensmen in sämtlichen anderen anleihen, hier vor allem die Deutschland USA Anlageklassen trete das KursSchulden von nichtzykliLeitzins 2,50% 0–0,25% risiko von Staatsanleihen zuschen Unternehmen. „Diese nächst in den Hintergrund. stammen vornehmlich aus Durchschnittsrendite Staatsanleihen 2,66% 1,51% So ganz zu unterschätzen ist dem Konsum-, TelekommuRendite zehnjährige Staatsanleihe 3,00% 2,19% dieses Risiko aber nicht. Der nikations- und VersorgungsRendite Unternehmensanleihen amerikanische Markt für bereich“, meint Löschen. (Investment-Qualität1)) 6,92% 8,12% Staatsanleihen zeige bereits Und sie rechnen sich. Laut Rendite Unternehmensanleihen Eigenschaften einer SpekulaMerrill Lynch werfen et(Spekulative Qualität2)) 25,72% 22,40% tionsblase, warnt der Mana- 1) Mindest-Rating: BBB 2) Maximal-Rating: BB wa hochwertige Anleihen ger des weltgrößten Renten- Quelle: Merrill Lynch / Deutsche Börse (Investment-Grade) europäiStand: 18. Dezember 2008 fonds Pimco Total Return, scher Energieversorger inBill Gross. Den Nadelstich zwischen durchschnittlich für das Platzen könnte das von Barack programme eventuell gegenzusteuern im Jahr 5,4 Prozent ab. Zyklische Werte Obama geplante Konjunkturprogramm (siehe Interview Seite 10). wie Autohersteller oder gar Finanzhäuliefern. Wie viel Geld der neue US-PräsiNachdem sich die Bundesregierung wohl ser bringen 7,3 beziehungsweise 7,5 Prodent nun tatsächlich in die Wirtschaft zu einem zweiten, größeren Konjunkturzent. Für Anleihen mit einem schlechpumpen wird, steht zwar noch nicht fest. programm durchringt, steht der Markt teren Rating als BBB (Speculative-Grade) Es kursieren jedoch bereits Zahlen von bis für Bundesanleihen vor einem ähnlichen gibt es in Europa im Schnitt 26 Prozent zu 1,5 Billionen Dollar. Das wäre noch Problem. Wenngleich es noch nicht so im Jahr. einmal mehr als ein Siebtel der schon vorstark ausgeprägt ist, denn das Konjunkhandenen US-Schulden obendrauf. turpaket wird kleiner als das der USA, die Ausfallgefahr steigt Renditen liegen noch nicht so tief. Die Wenn es sie denn gibt, denn dass angeAnleihenflut voraus Anleihekurse sind folglich noch nicht sichts der erwarteten Wirtschaftskrise alDie dafür nötigen Neuemissionen werganz so stark überspitzt. „Die Marktteille Schuldner am Ende auch wirklich zahden das Angebot an US-Anleihen stark nehmer spielen eine lang anhaltende len können, ist eher unwahrscheinlich. ausweiten. Die Kurse müssten dann zuWirtschaftsstagnation mit entsprechend Im Durchschnitt fielen seit 1981 in allen mindest theoretisch einbrechen, die Rendauerhaft niedrigen Renditen“, sagt Jörg Fünfjahreszeiträumen 15 Prozent aller diten entsprechend steigen. Die grobe Löschen von Signal Iduna Asset Managespekulativen Anleihen aus. Die aktuellen Daumenregel: Je Prozentpunkt Renditement. Der Leiter des DachfondsmanageKurse unterstellen aber, dass in den komanstieg fällt der Kurs einer zehnjährigen ments und ehemalige Rentenanalyst hält menden fünf Jahren fast zwei Drittel der Anleihe um 10 Prozent. Allerdings künes trotzdem für falsch, jetzt noch den Kurspekulativen Schuldner den Konkursan | digte die Fed bereits an, hier durch Kaufsen hinterherzuspringen. trag einreichen.


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DAS INVESTMENT 02/09 |MÄRKTE| Analyse & Ausblick

Von den guten Schuldnern ging seit 1981 im Schnitt in fünf Jahren nur jeder Hundertste pleite. Nun sollen sich jedoch in den kommenden fünf Jahren 16 Prozent der BPs, Daimlers und Eons dieser Welt in eine Konkursmasse verwandeln. Zumindest signalisieren die Anleihepreise, dass Marktteilnehmer so etwas erwarten. Mut bringt Zusatzprämie Wer die Lage nicht ganz so schwarz sieht, findet also gerade ein ideales Einstiegsumfeld vor. Nur ist der Kauf über die Börse inzwischen etwas schwieriger und teurer geworden. Die Spannen zwischen den An- und Verkaufskursen (Spreads) haben sich bei Unternehmensanleihen flächendeckend auf 2,5 Prozent ausgeweitet, vereinzelt sind sie noch höher. Die Umsätze sind inzwischen so dünn geworden, dass die Papiere mit einem zusätzlichen Preisabschlag notieren, der Liquiditätsprämie. Es ist eine Art Rabatt, dass Anleger ihr Geld in einer schwierig zu handelnden Anlage unterbringen (siehe Gra-

fik Seite 9 rechts unten). Weil der Kauf über die Börse so schwierig geworden ist, trafen die jüngsten Neuemissionen von Unternehmensanleihen auf rege Nachfrage. Für die Emittenten selbst ist so et-

was allerdings ein teurer Spaß, weil sie ihre Anleihen mit einem hohen jährlichen Zinskupon anhübschen müssen (siehe Tabelle). Bei Daimler betrug er zu| Andreas Scholz letzt 9 Prozent.

Erfolgreiche Emissionen Diese Unternehmen platzierten in den vergangenen zwei Monaten erfolgreich Anleihen am Markt. Die Renditen richten sich unter anderem danach, wie stark das Unternehmen von der Konjunktur abhängt. Energieversorger sind im Normalfall deutlich unempfindlicher gegenüber Rezessionen als beispielsweise Autoproduzenten. Volumen in Milliarden Euro

WKN

Zinskupon

Aktuelle Rendite

Eon International Finance

ENA G0K

4,750%

3,7%

25.11.2010

1

Electricité de France

A0T 30L

5,625%

4,3%

23.01.2013

2

Schuldner

Fällig am

Danone

A0T 38F

6,375%

5,2%

04.02.2014

1

Total

A0T 4C0

4,750%

4,2%

10.12.2013

1

BASF

A0T 4DU

6,000%

4,7%

04.12.2013

1,25

Daimler

A0T 4GP

9,000%

7,8%

30.01.2012

1

Volkswagen

A0T 4SJ

5,100%

8,5%

10.06.2009

0,2

Quelle: Onvista / Johannes Führ Deutschland

Stand: 17. Dezember 2008

„US-Nullzinspolitik ist gut“ DAS INVESTMENT sprach mit Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, über die Zinspolitik der amerikanischen und europäischen Notenbank ist. So könnte aus der guten Idee eine schlechte werden. Jörg Krämer

 | DAS INVESTMENT: Am 16. Dezember senkte die US-Notenbank Fed den Leitzins auf praktisch 0 Prozent. Ist das eine gute oder schlechte Idee? Jörg Krämer: In erster Linie ist es eine gute Idee, denn die Fed bekämpft schnell und entschieden die Gefahr sinkender Preise, also einer Deflation. Diese entsteht, wenn zu wenig Geld für Güter im Umlauf ist. Dann gewinnt Geld an Wert, und die Preise für Güter fallen. Leider tut sich die Fed traditionell schwer, die Zinsen rechtzeitig auch wieder heraufzusetzen, sobald die Gefahr gebannt

Was passiert denn dann? Krämer: Dann könnte zuviel Geld in Umlauf kommen und sich an den Finanzmärkten eine neue Preisblase bilden. Was ist so schlimm an einer Deflation? Krämer: Sie bremst die Wirtschaft. Denn wenn Geld an Wert gewinnt, können die offiziellen, nominalen Zinssätze noch so tief sein. Der reale Zins ist trotzdem positiv. Wenn man aber die Wirtschaft stimulieren will, muss der reale Zins negativ sein. Dann wird das Geld investiert und nicht einfach weggelegt.

Ihr Zinspulver hat die Notenbank Fed nun verschossen. Was hat sie jetzt noch in ihrem Waffenkasten? Krämer: Sie könnte ein Maximum für die Renditen von langjährigen US-Staatsanleihen festsetzen. Bislang kauft sie nur durch Hypotheken besicherte Anleihen auf. Eine weitere Maßnahme wäre es, wenn der Staat Konsumgutscheine ausgibt und sie über die Notenbank finanziert. Das wäre die Situation, die dem FedChef Ben Bernanke den Namen Helikopter-Ben einbrachte. Konsumgutscheine über die Notenpresse zu finanzieren, wirkt, als würde er aus einem Hubschrauber Geld über das Volk schütten.

Wird die Europäische Zentralbank, die EZB, demnächst ähnlich forsch vorgehen? Krämer: Sicher nicht ganz so extrem. Ich erwarte aber, dass sie den Leitzins wegen der schweren Rezession bis zum Frühjahr auf ein Prozent senkt. Und einen Nullzins? Krämer: Die Europäer gehen in diesem Punkt etwas gehemmter vor als die Amerikaner. Allerdings will ich in der aktuellen Krise nichts ausschließen. Wenn die EZB die Gefahr sieht, dass in den Märkten Geld und Kredite deutlich zu knapp werden, wird wohl auch sie eine Nullzinspolitik beginnen. | Das Gespräch führte Andreas Scholz


Advertorial

„Strategiefonds fürs Leben“ Wieland Thyssen (l.), Jyske Invest-Vertriebschef Deutschland, Schweiz, Luxemburg und Sören Thomsen (M.), Strategiefonds-Manager im Gespräch mit Michael Sero (r.)

Sero:

Thyssen: Jyske Invest, eine der führenden europäischen Fondsgesellschaften mit Sitz in Dänemark, hat im Sommer dieses Jahres eine Niederlassung in Düsseldorf eröffnet. Unter der Leitung von Vertriebschef Wieland Thyssen wird Jyske Invest zukünftig verstärkt den deutschsprachigen Raum bedienen. Michael Sero sprach mit Wieland Thyssen und dem für die Strategiefonds zuständigen Fondsmanager Sören Thomsen über strategische Lebensplanung.

Sero:

Die sechs Strategiefonds von Jyske Invest Jyske Invest Income Strategy 80% Anleihen 20% Hochzinsanleihen

Jyske Invest Stable Strategy 65% Anleihen 15% Hochzinsanleihen 20% Aktien

Jyske Invest Balanced Strategy 50% Anleihen 10% Hochzinsanleihen 40% Aktien

Jyske Invest Dynamic Strategy 30% Anleihen 10% Hochzinsanleihen 60% Aktien

Jyske Invest Growth Strategy 10% Anleihen 10% Hochzinsanleihen 80% Aktien

Jyske Invest Aggressive Strategy 100% Aktien

Michael Sero:

Wieland Thyssen: J

Sören Thomsen:

Sero:

Thyssen: Sero: Thyssen: Sero: Thomsen:


DAS INVESTMENT 02/09 | MÄRKTE | Analyse & Ausblick

dessen gehandelt, was seine Anlagen, Ausrüstungen, Lagerbestände und Immobilien wert sind: Das Kurs-BuchwertVerhältnis (KBV) beträgt 0,56. Das KBV setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Unternehmensvermögen. Schon ein KBV von unter 2 gilt als sehr günstig – und ist derzeit keine Seltenheit: Der Datenanbieter Bloomberg listet aktuell 3.546 Unternehmen aus Nordamerika und Europa mit einem KBV von unter 1. Günstig ist etwa die dänische Brauerei Carlsberg zu haben: Weniger als 50 Prozent des Werts ihrer Brauereien, Anlagen und Immobilien spiegelt sich derzeit im Aktienkurs.

Carlsberg-Dosen: Die dänische Brauerei gibt es derzeit zum Schnäppchenpreis

Anlagestil:

„Ein Paradies für Value-Investoren“ Kaum Schulden, stete Erträge und spottbillig: Substanzwerte bringen Value-Investoren ins Schwärmen. Auch Growth-Titel sind günstig – sie werden aber unter der Krise stärker leiden | „Es sieht danach aus, als liebäugelten sogar wachstumsorientierte Manager derzeit mit Value-Investments – selbst wenn sie die Welt der echten Werte nicht mögen“, sagt Eric Ristuben, Investmentchef der US-Gesellschaft Russell. Value-Titel haben einer Umfrage seines Hauses unter Fondsmanagern zufolge auf der Beliebtheitsskala in den vergangenen drei Monaten so stark zugelegt wie nie und sind heute beliebter denn je. Value-Inves-

toren sehen sich derweil bereits im Himmel: „Es ist eine für Value-Investoren gemachte Version des Paradieses“, sagt James Montier, Chefstratege bei Société Générale. „Bei all den Gelegenheiten da draußen bin ich optimistisch wie noch nie“, ergänzt der als notorischer Pessimist bekannte Stratege. Exzellente Firmen seien zum Spottpreis zu haben. Der US-Aluminiumriese Alcoa etwa wird an der Börse aktuell für gerade 56 Prozent

16%

Getrunken wird immer Auch die Natur des Carlsberg-Geschäfts spricht für die Aktie: Getrunken wird immer, erst recht in schlechten Zeiten. Ohnehin sind im aktuellen Umfeld defensive Substanzwerte wie Telekom-Firmen, Versorger, Produzenten von Nahrungsmitteln und Haushaltsgütern attraktiv. Firmen, die nur in geringem Maße auf fremdes Geld angewiesen sind, die regelmäßige Einnahmen haben oder Produkte herstellen, die Menschen kaufen, egal wie viel Geld sie zur Verfügung haben, werden es besser durch die Krise schaffen als Firmen, die auf Kredite angewiesen sind, um überdurchschnittlich wachsen | Christopher Nachtweh zu können.  Was bei einer Anlage in Value-Fonds zu beachten ist, lesen Sie auf Seite 24.

Substanz siegt

24%

BLOOMBERG

12

Differenz der Wertentwicklungen des MSCI Welt Value und des MSCI Welt Growth: Nach oben gerichtete Säulen zeigen eine Outperformance des ValueIndex, nach unten gerichtete, dass der Growth-Index besser abgeschnitten hat. Value schlägt Growth Beispiel: 1993 legte der MSCI Value 27,7 Prozent zu. Das waren 14,7 Prozentpunkte mehr als das Plus des MSCI Welt Growth (plus 13,0 Prozent)

MSCI Welt Value minus MSCI Welt Growth

8%

-8%

-16%

‘79 ‘80 ‘75 ‘76 ‘77 ‘78

‘82 ‘81

‘84 ‘85 ‘83

‘90 ‘91 ‘86 ‘87 88 ‘89

Growth schlägt Value Beispiel: 1991 legte der MSCI Welt Growth 21,0 Prozent zu und schnitt damit 9,6 Prozentpunkte besser ab als der MSCI Welt Value (plus 11,4 Prozent)

‘95 ‘92 ‘93 ‘94

‘97 ‘98 ‘99 ‘96

‘02 ‘00 ‘01

‘05 ‘03 ‘04

‘07 ‘06

‘08

Quelle: MSCI

0%


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DAS INVESTMENT 02/09 | MÄRKTE | Zahlen & Fakten

Autokrise: Platin auf Goldkurs

Kapitalmärkte: Tiefrotes 2008 Ein dramatisches Börsenjahr ist vorbei: Mit 8.067 Punken startete der Dax ins Jahr 2008, mit 4.810 Punkten beendete der deutsche Leitindex ein chaotisches Börsenjahr. 380 Milliarden Euro an Börsenwert gingen verloren und eine fünfjährige Hausse zu Ende. Nur 2002 fiel der Dax mit einem Jahresminus von 44 Prozent tiefer. Ansonsten gibt es keinen vergleichbaren Absturz. Nun befindet sich der Leitindex wieder in Gegenden, wo er sich bereits vor zehn Jahren bewegte. Daran ändert auch ein versöhnliches kleines Dezember-Plus nichts.

Am 12. Dezember kostete eine Unze Platin erstmals seit 1996 weniger als eine Unze Gold. Im Tagesverlauf fiel des Preis des edlen Industriemetalls auf 807,50 Dollar je Unze. Für Gold mussten mindestens 808 Dollar gezahlt werden. Zum Monatsende lagen die beiden Metalle nahezu gleichauf. Der enorme Preisrutsch bei Platin ist den Problemen der weltweiten Automobilindustrie geschuldet. Sie trägt zum jährlichen Platinverbrauch gut zwei Drittel bei, größtenteils zum Bau von Katalysatoren. Allein im November wurden in den USA 37 Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahresmonat. Der weltweit größte Autobauer, Toyota, erwartet erstmals in der rund 70-jährigen Unternehmensgeschichte einen Jahresverlust.

Wertentwicklung seit Anfang 2008 In Klammern: Wertentwicklung 1. bis 31. Dezember auf Euro-Basis, Stichtag: 31. Dezember 2008

Dax

Dollar

-40,4%

+4,4%

(+3,0%)

(-9,2%)

Euro Stoxx 50

Gold

-44,3%

+10,6%

(+0,9%)

(-1,8%)

2.400 1.800

S&P 500

Öl (Brent)

-35,7%

-53,5%

1.200

(-8,2%)

(-26,5%)

600

Platin Gold

Preis pro Unze in US-Dollar

882,00 881,50

0

Nikkei 225

1. Januar 1999

Rohstoffe (S&P GSCI)

-24,7%

Platin kostet so viel wie Gold: Noch vor sechs Monaten kostete eine Unze Platin über 2.000 Dollar. Derzeit ist das Metall für unter 900 Dollar zu bekommen.

-44,1%

(-0,9%)

Hedge-Fonds (HFRX)

-52,4%

-23,6%

(-2,2%)

(-0,8%)

FOTOLIA

(-21,1%) MSCI Emerging Markets

Top- und Flop-Aktienmärkte Ghana

27,2%

Guayaquil SE

Ecuador

10,8%

Tunindex

Tunesien

7,8%

Bangladesch

-2,3%

Venezuela

-3,2%

DSE General Index Venezuela Stock Mkt. OMX Island 15 PFTS Index Sofix Belex 15 CSE Quelle: Bloomberg

Island

-97,0%

Ukraine

-83,2%

Bulgarien

-79,4%

Serbien

-78,6%

Sri Lanka

-77,2%

Stichtag: 31. Dezember 2008

FOTOLIA

Wertentwicklung seit Jahresbeginn 2008 auf Euro-Basis Ghana All Share

29. Dezember 2008

Quelle: Bloomberg

14

Zitat des Monats „Wir erwarten eine Erholung der Märkte in der ersten Jahreshälfte ...“ ... so Wolfgang Sawatzki, Leiter des Aktienresearchs bei der Privatbank Sal. Oppenheim. Sawatzki zufolge könnte der Dax im Laufe des Jahres auf bis zu 6.300 Punkte oder um über 30 Prozent steigen. Seine Prognosen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen: Im Dezember 2007 prognostizierte er ein „chancenreiches Aktienjahr 2008“ und ein Dax-Niveau von 8.400 Punkten.


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16

DAS INVESTMENT 02/09 | MÄRKTE | Zahlen & Fakten

Der Euro ist wieder im Höhenflug. Waren Sommer und Herbst des vergangenen Jahres geprägt von einer überraschenden Dollar-Erholung, so kam es im Dezember zu einer deutlichen Gegenbewegung. Dabei spielt der Euro – trotz der Zinssenkungserwartungen auch in Europa – die wesentliche Rolle. Im Dezember hat er gegen den Dollar 10 Prozent zugelegt, gegen das Pfund 16 und gegen den kanadischen Dollar etwas mehr als 8 Prozent. Selbst gegen den japanischen Yen konnte die europäische Einheitswährung Boden gutmachen, nachdem sie seit Juli einen Teil der massiven Überbewertung abgebaut hatte. Marktteilnehmer machen für die deutlichen Kursbewegungen die extremen Zinssenkungen und sonstigen geldpolitischen „Lockerungsübungen“ in den USA verantwortlich. Tiefe Nominal- und negative Realzinsen machen die Geldanlage dort uninteressant. Der Euro im grünen Bereich. Lediglich gegenüber dem Schweizer Franken zeigte sich der Euro im Dezember schwächer. Größter Verlierer ist das britische Pfund Angaben in Prozent

zum ... Entwicklung des ...

USD

US-Dollar (USD) Euro (EUR)

EUR

JPY

-9,2 10,1

Yen (JPY)

5,4

-4,3

Pfund (GBP)

-5,1

-13,8

GBP

CHF

CAD

AUD

-5,1

5,4

-11,9

-1,7

-6,7

-0,2

4,5

16,1

-3,1

8,2

2,7

10,1

11,0 -9,9

-7,2

3,6

-1,7

5,4

-16,4

-6,7

-11,5

-5,1

5,9

13,6

-5,1

1,7

Schweizer Franken (CHF)

13,6

3,1

7,7

19,6

Kanadischer Dollar (CAD)

1,7

-7,6

-3,5

7,2

Australischer Dollar (AUD)

7,2

-2,6

1,7

13,0

-5,6

5,4

Hongkong-Dollar (HKD)

0,2

-9,2

-5,1

5,4

-11,9

-1,7

Zeitraum: 1. bis 31. Dezember 2008

HKD

11,6 -10,4

7,2 -6,7 Quelle: Bloomberg

ERSTE BANK

Zertifikat des Monats: Erste Bank Öl Bonuszertifikat (EB5 EP2) Über eine vorweihnachtliche Bonuszahlung freuten sich die Zeichner des Bonuszertifikats der österreichischen Erste Bank. Der Bank war bei der Auflegung des Zertifikats ein Rechenfehler unterlaufen. Im Prospekt wurde das Zertifikat zu einem Preis von 100 Euro plus 1,5 Prozent Ausgabeaufschlag zur Zeichnung angeboten. Der Auszahlungsbetrag zur Fälligkeit am 15. Dezember 2010 wurde auf 190 Euro festgesetzt. Die Bedingung: Der Ölpreis darf während der gesamten Laufzeit niemals auf oder tiefer als 55 Prozent seines Startwerts notieren. Das verlockende Angebot war zu schön, um wahr zu sein. Derartige Konditionen konnte der Emittent unter Rückgriff auf die am Markt gehandelten Terminkontrakte niemals darstellen. Die Reaktion der Bank auf den viel zu niedrigen Produktpreis erfolgte jedoch unmittelbar zum Handelsstart. sprudeln: at ik e Gewinne Lassen Si up Öl Bonus-Zertif Auf einen Schlag setzte sie den Kurs des Papiers Erste Gro um über 70 Euro herauf. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 67,5 Prozent innerhalb von drei Tagen – vom Ende der Zeichnungsfrist bis zum Börsenlisting.

Fonds des Monats: Blackrock World Gold Hedged (A0M 9SB) Eine furiose Erholung erlebte der World Gold Hedged von Blackrock. Der von Graham Birch gemanagte GoldminenFonds zeigte sich in den vier Handelswochen im Dezember sehr volatil und stieg auf Monatssicht um über 17 Prozent. Seit Mitte November 2008 legte der Fonds Erfolgreich: sogar um knapp Blackrock-Manager Graham Birch 60 Prozent zu. Die Bilanz für das vergangene Börsenjahr bleibt jedoch mit einem Minus von 41 Prozent negativ. Birch investiert in die größten Gold- und Edelmetallminen der Welt und sichert diese Investments gegenüber Währungsschwankungen ab. Für ihn sind die Kurserholungen des vergangenen Jahres Vorboten einer anstehenden Rally: „Die weltweite Goldförderung ist am Limit angekommen“, so der Rohstoffexperte. „Die Rezession ist in den Kursen eingepreist, und das Blatt wird sich sehr schnell zum Positiven wenden.“ 21% 14% 7%

Blackrock Gold Fonds MSCI Welt (in Euro)

+17,7%

0% -9,3%

-7% -14% 28. Nov. 2008

23. Dez. 2008

ate.com ank-zertifik www.ersteb

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usz  90 % Bon  Risikopuf

 kurze Lau  bör

* Der Ölpreis

chreiten. en oder unters it nicht berühr der Laufze e während darf die Barrier

Goldener Dezember: Starke Kurssprünge unter Goldminenaktien und ein konsequenter Währungsschutz bescherten dem Gold-Fonds von Blackrock einen starken Jahresausklang.

Quelle: Bloomberg

Währung des Monats: Euro


Ifo-Exporterwartungen (Indexstand)

24 12 0 -12

Auftragseingänge der Exportwirtschaft (Veränderung zum Vorjahr in Prozent, gleitender Drei-Monats-Durchschnitt)

-24 -36

1. Januar 1993

31. Dezember 2008

Klare Parallele: Die Erwartungen von Unternehmern über die Entwicklung der Exporte verläuft meist synchron mit der Auftragslage

Hamburger Hafen: Viele Exportgüter verlassen Deutschland auf dem Seeweg

Deutsche Exporte: Überzogener Pessimismus? Die deutsche Wirtschaft rechnet mit einem dramatischen Einbruch der Exporte. Das zeigt der Stimmungsindikator des Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo). Das Barometer ist eine Komponente des monatlich veröffentlichten Ifo-Geschäftsklimaindex, für den rund 7.000 Unternehmen befragt werden. Er spiegelt die Erwartungen der Entwicklung der Exporte in den kommenden drei Monaten wider und ist Ende 2008 auf ein historisches Tief abgesackt. Auffällig dabei: Nie in den vergangenen 15

Zinssätze der wichtigsten Notenbanken 6% 5%

3%

EZB (Euroland) Bank of England Fed (USA) Bank of Japan

2% 1% 0%

1. Januar 2007 31. Dezember 2008

Was ein Euro wert ist • • • •

1,3971 US-Dollar 126,70 japanische Yen 0,9548 britische Pfund 9,5347 chinesische Yuan

Quelle: Bloomberg Stand: 31. Dezember 2008

2,50% 2,00% 0,25% 0,10%

Quelle: Bloomberg

4%

Börsengänge: Volumen bricht ein

Zahl des Monats

Im Zuge der Finanzkrise wurde es für Unternehmen immer schwieriger, sich frisches Kapital an der Börse zu besorgen. Das Volumen geplanter Börsengänge war in den ersten neun Monaten 2008 so niedrig wie zuletzt im gleichen Zeitraum 2004. Vor allem außerhalb der führenden Industrienationen besorgten sich Unternehmen in den vergangenen Jahren Geld an der Börse. Der Anteil der G7-Staaten am weltweiten Aktienemissionsvolumen ging von deutlich über 50 Prozent im Jahr 2000 auf nur noch rund ein Viertel im Jahr 2007 zurück.

… Barrel Rohöl weniger fördert die Gemeinschaft Erdöl exportierender Länder (Opec) seit Anfang des Jahres pro Tag. Das ist die schärfste Drosselung der offiziellen Förderquote, die jemals beschlossen wurde. Mit 24,845 Millionen Barrel liegt die Quote nun so tief wie zuletzt Mitte 2004. Die Ankündigung der Opec am 17. Dezember hat den Preisverfall kurzfristig aber nicht stoppen können: Bis Heiligabend sank der Preis für Öl der Nordseesorte Brent um weitere 20 Prozent; die anschließende Erholung fiel dürftig aus.

500 400

Volumen angekündigter Börsengänge weltweit in Milliarden US-Dollar Rest der Welt G7

300 200 100 0

2000 ‘01

‘02

‘03

‘04

2,2 Millionen

Quelle: Bloomberg

Leitzinsen

Jahren wichen die Erwartungen derart stark von der Auftragslage der Exporteure ab. Auch die ist zwar schlecht, aber bei weitem noch nicht so dramatisch, wie die Ifo-Exporterwartungen andeuten: Bereinigt um kurzfristige Schwankungen zeigen die zuletzt veröffentlichten Oktober-Zahlen nach einer langen Wachstumsphase einen im Vergleich zu den Erwartungen moderaten Rückgang der Aufträge von rund 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

‘05 ‘06 ‘07 2008 1) 1) erste drei Quartale

Quelle: Bloomberg

DAS INVESTMENT 02/09 | MÄRKTE | Zahlen & Indikatoren

BLOOMBERG

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Schweiz-Banker: Ihr 2. Beratungsstandbein

Wolffs Revier

Nutzen Sie die Erfahrung Schweizer Banken als Fundament Ihres Erfolges und zum legalen Nutzen Ihrer Kunden – mit weltweit anerkannten Alleinstellungsmerkmalen.

Stefan Wolff vom ARD-Börsenstudio kommentiert für DAS INVESTMENT das aktuelle Börsengeschehen

Das Dollar-Debakel Der Euro hat 2008 eine dramatische Achterbahnfahrt hingelegt. Erst schwang sich die Gemeinschaftswährung auf ein Rekordhoch bei 1,60 Dollar, dann sackte der Euro kräftig durch, hat im Jahressaldo sogar verloren. Doch mit der Zinssenkung der USNotenbank auf „null“ haben sich die Koordinaten gründlich verschoben. Gleich mehrere Faktoren werden den Dollar voraussichtlich weiter belasten: Zum einen wird das von Barack Obama initiierte Infrastrukturprogramm maßgeblich durch neue Schulden finanziert. Zwei Billionen Dollar an Neuverschuldung müssen über Anleihen refinanziert werden. Auf der anderen Seite flutet die Notenbank die Märkte zusätzlich mit Geld. Das heizt im Inneren die Inflation an und belastet den Außenwert, das heißt: Der Dollar fällt. Das steigende Angebot an Devisen wird durch keinen wirtschaftlichen Wert gedeckt. Billiges Geld kann ein teurer Spaß werden. Noch sind Anleger bereit, den USA für niedrige Zinsen Geld zu leihen. Der Drang nach „Sicherheit“ ließ die Zinsen für eine kurzfristige Anleihe vor kurzem auf Null sinken. Doch mit steigender Verschuldung der USA wird es schwerer werden, die zweifellos wachsende Menge an Papieren in die Welt hinaus zu tragen. Die hat ohnehin wegen der angespannten Konjunkturlage andere Probleme. Sinken die Wachstumsraten in China, sinkt auch die Anlagebereitschaft. Die USA werden in den sauren Apfel beißen und trotz fallender Leitzinsen höhere Renditen bieten, um ihre Gläubiger bei der Stange zu halten.

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DAS INVESTMENT 02/09

|INVESTMENTFONDS| Namen & Nachrichten

ADREES LATIF / REUTERS

20

Zwischenruf

Landminenopfer 2007 Kolumbien

895

Quelle: ICBL, Landmine Monitor 2008

Afghanistan

750

Kambodscha

353

Pakistan Irak

216

Tschad

186

Indien

170

Libanon

DAS-INVESTMENT-Kolumnist Egon Wachtendorf

271

130

Vietnam

110

Nepal

104

5.426 Menschen wurden 2007 durch Landminen verletzt oder getötet. Die Grafik zeigt die zehn Länder mit den meisten Opfern.

Fonds mit Lizenz zum Töten ZÜNDSTOFF: „Mindestens 2.000 Fonds sind weltweit in die Geschäfte mit Minen und Streumunition verwickelt“, sagt Thomas Küchenmeister vom Aktionsbündnis Landmine.de. Die Organisation hat eine weltweite Datenbank erstellt, die rund 250 Unternehmen enthält, die geächtete Waffen oder deren Komponenten anbieten, herstellen oder entwickeln oder direkt an solchen Firmen beteiligt sind. Landminen und Streubomben gefährden in vielen Ländern das Leben von Millionen Menschen. „Selbst nachhaltige Fonds beispielsweise von Dexia, Sarasin oder BNP Paribas sind betroffen“, so Küchenmeister. Meist geht es dabei um Investments in Finanzwerte wie Allianz, UBS oder Axa, die an Rüstungsunternehmen beteiligt sind. Die Fondsanbieter sind sich der daraus ableitbaren Probleme bewusst, setzen aber mehr auf Einfluss als Ausschluss: „Unsere Analysten stehen im Dialog mit den Firmen. Zudem nutzen unsere Fondsmanager auf den Hauptversammlungen ihre Stimmrechte, um entsprechende Anträge zu unterstützen“, so Sarasin-Sprecher Harald Melzer. Als überdurchschnittlich stark vermint bezeichnet Landmine.de die Produkte von JP Morgan Asset Management. Rund 150 Fonds seien direkt oder indirekt in Rüstungsunternehmen investiert. Auch hier sucht man das Gespräch: „Bestimmte Unternehmen sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Wir setzen vielmehr auf den Austausch mit den jeweiligen Firmen“, so Sprecherin Annabelle Unger.

Deutschlands größter Fondsverwalter

Thomas Wiesemann, Geschäftsführer Allianz-GI

RATIONALISIERUNG: Dekabank und Allianz GI haben die Dealis Fund Operations GmbH gegründet. Seit Anfang Januar betreut der Fondsadministrator rund 275 Milliarden Euro. „Durch die Bündelung der zentralen Back-OfficeTätigkeiten in einer Gesellschaft entsteht in Deutschland der größte Dienstleister für Fondsbuchhaltung und -verwaltung“, sagt Allianz-GI-Geschäftsführer Thomas Wiesemann. Die Prozesse würden dadurch effizienter und schneller. Dealis hat 340 Mitarbeiter, an der Spitze stehen jeweils zwei Vertreter von Dekabank und Allianz GI.

Vertrauensfrage „Madoff-Skandal? Betrifft uns nicht.“ So lauteten unisono erste Statements aus der Investmentbranche, als der Zusammenbruch des größten Schneeballsystems der Finanzgeschichte dem ohnehin katastrophalen Anlagejahr 2008 die Krone aufsetzte. Ein fataler Irrtum. Tatsache ist: Die kriminellen Geschäfte von Bernard Madoff erschüttern die Branche bis ins Mark, weil sie ihre aktuelle Imagekampagne „Investmentfonds? Aber sicher!“ ad absurdum führen. Das im Rückblick etwas naiv anmutende Urvertrauen, das viele Vermögensverwalter und Dachfondsmanager den wie mit dem Lineal gezogenen Performance-Charts der Madoff-Produkte Thema Fund und Herald (Lux) US Absolute Return entgegenbrachten, ist die eine Sache. Die andere ist die, dass sie sich in erster Linie auf deren Rechtsform Ucits III verlassen haben und darauf, dass die gesetzlich vorgeschriebene Trennung von Kapitalanlagegesellschaft, Depotbank und Anlageberater funktioniert. Offenbar zu Unrecht, wie das wochenlange Schweigen der Depotbank HSBC Securities belegt. Seit dem IOS-Skandal gab es lediglich zwei Fälle, die das Anlagevehikel Investmentfonds ähnlich grundsätzlich in Frage stellten. Das erste Mal (Morgan Grenfell 1996) bekannte sich die Muttergesellschaft Deutsche Bank zu ihrer Verantwortung, ein anderes Mal (Orbitex 2002) blieben die Anleger auf dem Schaden sitzen. Das in puncto Vertrauen richtungsweisende Ende im Fall Madoff erscheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig offen.


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DAS INVESTMENT 02/09 | INVESTMENTFONDS | Namen & Nachrichten

BLOOMBERG

22

Wertvolles vom Rentenmarkt

BMW-Logos: Acatis setzt auf Autobauer

RENTENFONDS: Acatis Investment hat ihren ersten Rentenfonds aufgelegt. Der Acatis IFK Value Renten wird von Martin Wilhelm gemanagt, dem Inhaber des IFK Instituts für Kapitalmarkt. „Er hat die gleiche Value-Philosophie wie wir, nur eben auf Renten bezogen“, so Acatis-Gründer Hendrik Leber. Mindestens zwei Drittel des Portfolios muss Wilhelm in Anleihen investieren. Maximal ein Drittel darf er in Aktien oder aktienähnliche Produkte anlegen. Aktuell besteht sein Portfolio überwiegend aus Firmenanleihen, langfristig soll deren Anteil bei 35 Prozent liegen. Leber: „Wenn bei einer Firmenanleihe der Aufschlag für das Ausfallrisiko deutlich höher ist als die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit, wird sie Acatis IFK Value Renten für uns als Value-Investoren interessant.“ WKN: A0X 758 Ausgabeaufschlag: 3 Prozent Als Beispiel nennt er die Anleihen der Verwaltungsgebühr: 1,4 Prozent p.a. Autobauer Daimler oder BMW.

Namen BARING: Joji Maki ... ... verlässt Baring Asset Management Mitte dieses Jahres, weil das Japan-Aktien-Team von Tokio nach London verlagert wird. Maki arbeitet seit 2000 für den britischen Fondsanbieter. Er leitet das Team für japanische Aktien und ist für den Baring Japan Fund verantwortlich. Makis Nachfolger steht noch nicht fest.

VERSIKO: Josef Pfannenstill ... ... will sich neuen Herausforderungen stellen. Er ist aus dem Vorstand der Versiko AG ausgeschieden. Seit April 2007 hat er dort den Vertrieb der nachhaltig investierenden Fonds der Tochter Ökoworld verantwortet. Sein Posten wird zunächst kommissarisch intern besetzt, heißt es von Versiko. Ein Nachfolger werde noch gesucht.

DWS: Asoka Wöhrmann ... ... verantwortet von März 2009 an das Rentenfondsmanagement der DWS. Er ersetzt Heinz Fesser, der künftig neue Aufgaben bei der Luxemburger Tochter übernehmen wird. Wöhrmann kam 1998 zur DeutscheBank-Tochter und leitet das Währungsmanagement sowie die Absolute-Return-Strategien im Rentenbereich.

SAM: Sander van Eijken ... ... zieht von Rotterdam nach Zürich. Er ersetzt Reto Ringger als Geschäftsführer von Sustainable Asset Management (SAM). Gleichzeitig behält er seinen Posten in der Geschäftsleitung von Robeco, dem strategischen Kooperationspartner von SAM, und bleibt dort für Private Equity, Hedge-Fonds und Nachhaltigkeit zuständig.

Kurz gemeldet VERKAUF: Die Schweizer Großbank Credit Suisse verkauft einen Großteil ihres Asset-Management-Bereichs „Global Investors“ an Aberdeen Asset Management. Das abgegebene Geschäft umfasst ein verwaltetes Vermögen von etwa 50 Milliarden Euro. Im Gegenzug erhalten die Schweizer eine 24,9-prozentige Beteiligung an Aberdeen im Wert von rund 256 Millionen Euro. UMFRAGE: Fondsbesitzer sind überdurchschnittlich eifrige Riester-Sparer. 45 Prozent haben einen Vertrag abgeschlossen, hat eine Umfrage von Forsa im Auftrag von Union Investment ergeben. Befragt wurden 500 Finanzentscheider in privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren mit mindestens einer Geldanlage. Die Riester-Rente ist die bekannteste Form der Altersvorsorge. Umso erstaunlicher ist, dass insgesamt nur 39 Prozent der Befragten einen Vertrag abgeschlossen haben. Hauptargument dafür ist die Präferenz einer anderen Altersvorsorge. NEUEINSTEIGER: ETF Securities betritt den deutschen Markt für börsennotierte Indexfonds. Sechs Produkte haben die Briten an die Deutsche Börse gebracht: Jeweils einen auf die US-Aktienindizes Russell 1000 und Russel 2000 sowie vier Branchenfonds auf folgende Indizes: Dax Global Alternative Energy, WNA Global Nuclear Energy, Janney Global Water und S-Net ITG Global Agri Business.

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DAS INVESTMENT 02/09 | INVESTMENTFONDS | Global-Value-Fonds

Fonds mit Schlagseite Echte Werte finden die Manager von Value-Fonds rund um den Globus. Doch nicht alle kaufen überall, die regionalen Schwerpunkte unterscheiden sich extrem. Das kann zu unbeabsichtigten Schwerpunkten

P. J. CROOK / GETTY

im Portfolio führen

 | „Wir haben nichts in Japan“, sagt Carlos Jarillo. „Wir haben dort keine interessanten Gelegenheiten entdeckt.“ Jens Moestrup Rasmussen dagegen findet nirgends sonst auf der Welt so viele Investment-Chancen wie in Tokio: „Ich könnte auch 70 Prozent des Fondsvermögens dort investieren“, sagt er. Tatsächlich stecken derzeit 38 Prozent des Vermögens seines Sparinvest Global Value in japanischen Aktien. Jarillo, Manager des Long Term Investment Classic der Schweizer InvestmentBoutique Sia, und Rasmussen sind klassische Value-Investoren. Sie suchen nach Firmen, deren Aktienkurs unter ihrem wahren Wert liegt. Beträgt der Unterschied 30 Prozent oder mehr, greifen Va-

lue-Manager zu und warten ab. Irgendwann, so das Kalkül, wird der Markt die Fehlbewertung korrigieren. Dann verkaufen sie – unabhängig vom weiteren Potenzial. Eine Herangehensweise, die in der aktuellen Marktphase gute Chancen verspricht (siehe Marktausblick Seite 12). Ein Ziel, viele Wege Doch auch wenn sich alle Value-Manager auf den Begründer der Philosophie, Benjamin Graham, und dessen Schüler Warren Buffett berufen: Die Portfolios ihrer Fonds unterscheiden sich fundamental. Jarillos Long Term Investment Fund besitzt zwar keine einzige japanische Aktie, dafür ist er zu 36 Prozent in den USA und Kanada investiert. Der Sparinvest

Global Value dagegen hält gerade 4 Prozent US-Aktien. „Das Herkunftsland eines Titels ist für uns nur von geringer Bedeutung“, kommentiert Rasmussen. „Die Substanz und ein günstiger Preis der Einzelaktie stehen bei unserer Asset Allocation im Vordergrund.“ Die beiden Manager sind keine extremen Einzelfälle; sie stehen beispielhaft dafür, wie unabhängig global orientierte ValueManager investieren. Auch Gregor Trachsel und Sven Sommer von Credit Suisse, Manager des Warburg Value, begreifen ihren Vergleichsindex nur als Maßstab, um ihre Wertentwicklung zu messen. „Wir suchen rund um den Globus an jeder ordentlichen Börse nach attraktiven Aktien“, sagt Sommer. „Dabei sind wir


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Große Freiheit Bandbreite der Regionen-Gewichtung bei globalen Aktienfonds-Klassikern und bei globalen Value-Fonds: In der Verteilung des Vermögens auf einzelne Länder sind die Value-Manager wesentlich freier als ihre Klassiker-Kollegen.

100% 90% 80% 70%

Globale Klassiker1)

Value-Fonds

Sparinvest Global Value (A0D QN4) Nordea Global Value (358 643) Acatis Aktien Global UI (978 174) Long Term Investment Fund Sia (A0J D7E)

Warburg Value (A0D N29) Lingohr Systematic LBB Invest (977 479) Franklin Mutual Global Discovery (A0D QXW)

Starcap Priamos (805 784) 60% 50%

Quelle: Fondsgesellschaften

40% 30% 20% 10% 0%

USA

Value USA

Europa

Value Europa

Japan

Value Japan

1) DWS Vermögensbildungsfonds I, M&G Global Basics, Templeton Growth, Uniglobal

völlig unabhängig von Regionen, Branchen und der Marktkapitalisierung.“ Während Anleger bei klassischen globalen Aktienfonds wie dem DWS Vermögensbildungsfonds I, dem Uniglobal oder dem M&G Global Basics jeweils ähnlich über die Welt streuen, gehen sie mit den Value-Produkten daher häufig implizite Länderwetten ein (siehe Grafik). Auch der Templeton Growth, der vielerorts als Value-Klassiker gilt, orientiert sich stärker am Vergleichsindex MSCI Welt als die Konkurrenz von Sparinvest, Sia und Warburg. Fondsexperte Björn Drescher bezeichnet den Investmentstil von Trachsel und Sommer beispielhaft als „Freestyle“ und weist auf das Problem hin, das sich aus einem solchen Ansatz ergeben kann:

„Niemand weiß, wie ein derartiger Fonds in sechs Monaten investiert.“ Risiken durch Länderfokus Insbesondere gelte das für Fonds, die per Computer gemanagt werden wie etwa der Lingohr Systematic LBB oder der Starcap Priamos. „Privatanleger interessiert es häufig nicht so sehr, wo ein Fonds genau investiert ist, wenn er einen überzeugenden Ansatz verfolgt“, räumt Drescher ein. Doch für Profis, die auf eine ausgewogene Asset Allocation achten, ist ein Ansatz wie der von Rasmussen nicht ohne Tücke. Im Zusammenspiel mit anderen Produkten können sich leicht unbeabsichtigte Schwerpunkte in einem Portfolio ergeben. Wer den Spar-

invest besitzt, braucht im Zweifelsfall keinen Japan-Fonds. Ohnehin birgt ein starker Länderfokus Risiken, die man bei einem global anlegenden Fonds nicht erwartet – auch wenn die meisten Value-Manager bei ihren regionalen Engagements inzwischen Grenzen setzen. „Vor einigen Jahren haben wir eine Menge interessanter Aktien in Brasilien identifiziert – so viele, dass wir schließlich bei der Ländergewichtung eine Grenze von 20 Prozent gezogen haben“, sagt etwa Jarillo. Grenzen setzen auch die anderen Manager. Festgeschrieben sind sie aber nicht, und auch 20 Prozent Brasilien dürften nicht das sein, was Anleger von einem globalen Aktienfonds | Christopher Nachtweh erwarten.


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DAS INVESTMENT 02/09

|TITEL| Defensiv durch die Krise

Gib mir

5

Ein dauerhafter Schutz vor Verlusten und stabile Erträge müssen auch in Krisenzeiten kein Widerspruch sein. Echte Absolute-Return-Fonds bewähren sich in Höhen und Tiefen. Doch nur wenige meistern die 5-Prozent-Hürde TITEL: Defensiv durch die Krise Gib mir 5 Die besten AbsoluteReturn-Fonds für jede Marktphase Seite 26 Zertifikate mit Tiefgang Konservative Zertifikate für Dax und Euro Stoxx 50 Seite 32

 | „Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist es wohl auch so“, erklärte Jim Vos, Leiter des Risikomanagements bei der US-Investmentfirma Aksia, unmittelbar nach der Festnahme von Bernard Madoff. Madoff, einer der einflussreichsten Investoren New Yorks, soll in einem Betrugsskandal Anleger seiner Hedge-Fonds um bis zu 50 Milliarden Dollar geprellt haben (siehe Seite 20 und 50). Kein Schutz gegen Kriminalität Der 70-Jährige ist auch für die Anlageentscheidungen des Herald US Absolute Return Fonds (WKN: A0N FHW) der Wiener Privatbank Medici zuständig. Erst

Ende November 2008 ist der Fonds in Deutschland zum Vertrieb an Privatanleger zugelassen worden. Er war lange Zeit nur als Single-Hedge-Fonds und Private Placement zu bekommen und hat – zumindest auf dem Papier – kein Quartal oder Kalenderjahr seit 1990 im Minus beendet, die durchschnittliche Rendite beträgt 7 Prozent im Jahr oder 0,6 Prozent auf Monatsbasis, und das alles bei einer Schwankungsbreite von durchschnittlich 2,3 Prozent. Ein Erfolg, der auf einem Schneeballsystem beruhte, bei dem Investoren hohe Gewinne versprochen wurden, die zunächst mit dem Geld später hinzuge-

+13,0%

JP Morgan Highbridge Statistical Market Neutral 6. November 2006

„Mit einem BullenMarkt können wir nicht mithalten, aber in schlechten Zeiten liefern wir positive Erträge“ Evan Dick, verantwortlicher Portfoliomanager

JP Morgan Highbridge Statistical Market Neutral

S&P 500

WKN: A0L HKW Performance 2008: 12,1 Prozent1) Auflage: 6. November 2006 Performance seit Auflage: 13,0 Prozent1) Volatilität seit Auflage: 4,8 Prozent1) Besonderheit: Verfolgt einen computergesteuerten, quantitativen Investmentansatz. Seit 2004 ist Highbridge eine Tochter von JP Morgan.

-39,0%

1) bis 16. Dezember 2008

Quelle: Bloomberg

16. Dezember 2008


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Kaum noch 5 Prozent ZInsen Bei Redaktionsschluss lohnte es sich noch, die Top-Angebote zu empfehlen, die der deutschen Einlagensicherung unterliegen. Sie schaffen noch die sichere Fünf vorm Komma (siehe Kasten „Festgeld“, Seite 30). Ein lohnendes Geschäft, nicht nur für den Anleger. „Die Anbieter sind offen für das Vermittlergeschäft und arbeiten auf Provisions- oder Prämienbasis mit Beratern“, erklärt Max Herbst, Finanzexperte und Geschäftsführer der Finanzberatungsgesellschaft FMH. Nur Angebote der BWM-Bank musste Herbst von der Homepage entfernen. „Die kamen mit der Bearbeitung der Anträge nicht mehr nach.“ Aber: Nach maximal einem Jahr ist Schluss mit 5 Prozent und drüber. Neu- und Folgeabschlüsse werden durch fallende Zinsen deutlich niedriger ausfallen. Dauerhaft wird kein Angebot – bei einem Leitzins von 2,5 Prozent und darunter – auch nur in die Nähe der 5-Prozent-Hürde kommen.

Herald Europe

18. Dezember 2008

15. August 2005

Euro Stoxx 50 -19,7%

Quelle: Bloomberg

+21,3%

Herald Europe WKN: A0F 5LP Performance 2008: 8,6 Prozent1) Auflage: 15. August 2005 Performance seit Auflage: 21,3 Prozent1) Volatilität seit Auflage: 3,6 Prozent1) Besonderheit: Mindestanlagesumme: 100.000 Euro. Die Zulassung einer Publikumsfondsklasse ist für Ende Januar geplant.

Der Fonds wird von einem Investment-Team der Baader Bank gemanagt. Von links: Rudolf Maier, Martin Haider und Jörg Heineke

1) bis 18. Dezember 2008

Wer sich dann noch die Fünf vor dem Komma sichern will, muss nach den Gesetzen der Kapitalanlage ins Risiko gehen, denn einen Ersatz zum risikolosen Zins kann es auf Dauer nicht geben. „Alle Anlagen, die eine höhere Rendite versprechen, sind mit einem entsprechend hö-

heren Risiko behaftet“, sagt Ulrich Hax, Leiter für alternative Investments bei der Privatbank Sal. Oppenheim. Marktneutral zahlt sich aus Wer jedoch einen höheren Ertrag sucht und dafür bereit ist, ein wenig mehr | 

Robeco All Weather

+22,4%1)

30. November 2005

12. Dezember 2008 Robeco All Weather

„Wenn ein Fonds unseres Experimentiergartens erfolgreich ist, lassen wir ihn als Publikumsfonds zu“ Michael Strating, Manager

WKN: A0Q 740 Performance 2008: 9,4 Prozent1) Auflage: 14. November 2008 Performance seit Auflage: 22,4 Prozent1) Volatilität seit Auflage: 2,3 Prozent1) Besonderheit: Publikumsfonds des Global Long/Short Quant, ein Hedge-Fonds von Robeco 1) Performance des Global Long/Short Quant bis 12. Dezember 2008

-38,1% MSCI Welt Quelle: Bloomberg

kommener Anleger bezahlt wurden. Einzig überdurchschnittlich scheint rückblickend nur die kriminelle Energie des Managements gewesen zu sein. Der Herald US Absolute Return gehörte zu den Top-Favoriten vieler unabhängiger Berater – und wäre der „Fall Madoff“ erst nach Redaktionsschluss publik geworden, so hätte DAS INVESTMENT den Herald-Fonds wohl ein weiteres Mal in einen Reigen von Produkten aufgenommen, die vom Profil her wie maßgeschneidert zur fragilen Finanz- und verunsicherten Gemütslage deutscher Anleger passt. Am Aktienmarkt haben sie in den vergangenen Monaten viel Geld verloren, und konservative Formen der Geldanlage erleben eine Renaissance. Doch wie schnell die Sehnsucht nach Sicherheit zulasten der Erträge gehen kann, zeigt die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen. Anfang Dezember ist sie erstmals unter 3 Prozent gesunken. Einen derart niedrigen Schuldzins hat es selbst während der Depression in den 30er und der Ölkrise in den 70er Jahren nicht gegeben. Gleichzeitig haben Anleger spätestens nach dem Merkelschen Garantiegelübde auf Spareinlagen Milliardensummen vom Aktienmarkt abgezogen und ihr Kapital auf Festgeldkonten eingezahlt.


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DAS INVESTMENT 02/09 | TITEL | Defensiv durch die Krise

Dexia Index Arbitrage WKN: A0M W1Q Performance 2008: 5,5 Prozent1) Auflage: 9. September 20031) Performance seit Auflage: 22,3 Prozent1) Volatilität seit Auflage: 1,8 Prozent1) Besonderheit: 2003 in Frankreich zugelassen, seit November 2008 in Deutschland. Schlägt Kapital aus Indexveränderungen

Dexia Index Arbitrage

9. September 2003

15. Dezember 2008

Risiko einzugehen, findet in AbsoluteReturn-Fonds vereinzelt sehr souveräne Alternativen. Einfach ist die Suche indes nicht: 2008 kamen bis Ende November laut Statistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) 126 neue Fonds dieser Art auf den Markt. Zugleich stehen die Fondsmanager vor einer harten Bewährungsprobe. Denn die Verlustvermeidung, der sie sich verschrieben haben, ist zuletzt kaum einem Anbieter gelungen. Von 233 Fonds, die die Rating-Agentur Morningstar in der Kategorie „Absolute Return“ erfasst, stehen im Einjahresvergleich nur 90 im Plus, und nur 31 von ihnen erreichten eine Rendite von mehr als 3,5 Prozent. Einige schossen auch über

MSCI Welt -17,1%

1) bis 15. Dezember 2008

das Ziel hinaus, und sollten daher ebenfalls nicht in Betracht gezogen werden. Ein treffliches Beispiel ist der SEB Asset Allocation Fund: Der nach einem Absolute-Return-Ansatz verwaltete Fonds der schwedischen Großbank erzielte in den vergangenen zwölf Monaten einen Ertrag von fast 20 Prozent. Das ist in chaotischen Zeiten eine durchaus beachtliche Leistung. Dass dieses Ergebnis nur mit einer Volatilität von zeitweise über 25 Prozent zu schaffen war, verwundert nicht. Warum der Rendite wegen die vom Management veranschlagte Zielvolatilität von 10 Prozent so maßlos überschritten wurde, jedoch umso mehr. Gemessen an der übersteuerten Volatilität hätte der Fonds genauso gut abstürzen können. „Erfolgreiche Absolute-Return-

Sehnsucht nach Sicherheit Von Februar bis Oktober 2008 befragte das Meinungsforschungsinstitut TNS Anleger vierteljährlich zu ihrer Stimmung in der Krise. Je stärker die Märkte korrigierten, desto deutlicher fiel die Entscheidung für defensive Anlagen aus. Welche der folgenden Anlageformen kämen für Sie infrage, wenn Sie in den kommenden Monaten 10.000 Euro anlegen müssten? CSA PLASTOCK / GETTY

(Mehrfachnennungen möglich, alle Angaben in Prozent)

72 63

Februar Mai August Oktober

66 67

44

28

30

33

32

37

35

40 33

26 26 20 20 21

22

15

Tages- oder Festgeld

Bundesschatz- Rentenfonds briefe

Quelle: TNS

Quelle: Bloomberg

+22,3%

Aktien

Aktienfonds

Fonds zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie in der Lage sind, die Lockerung der Anlagerichtlinien durch das europäische Investmentrecht Ucits III in komplexe Anlagemodelle zu übertragen“, erklärt Hax. War es früher den kaum regulierten Hedge-Fonds vorbehalten, auch von fallenden Aktien- oder Anleihekursen zu profitieren, ist dies inzwischen in festgelegten Bandbreiten ebenfalls normalen Investmentfonds möglich. Europäisches Recht bietet Freiheit „Der Manager eines guten Absolute-Return-Fonds achtet daher in erster Linie darauf, das Kapital zu erhalten“, sagt Thorsten Pörschmann, Geschäftsführer der auf alternative Investments spezialisierten Beratungsgesellschaft 1 Sigma. Erst dann komme das Ziel, eine Rendite von 300 bis 500 Basispunkten über dem Geldmarkt zu erzielen. Fonds, die diese Anforderungen in der richtigen Reihenfolge erfüllen, kommen in der Tat aus dem Hedge-Fonds-Bereich. Der Highbridge Statistical Market Neutral von JP Morgan Asset Management, der Dexia Index Arbitrage, der All Weather Fonds von Robeco und der in Kürze auf den deutschen Markt kommende Harewood Dynamic Money Market Fonds von BNP Paribas überzeugten in den vergangenen Jahren durch stabile Erträge und schafften auch im Krisenjahr 2008 mehr als 5 Prozent bei niedrigen Schwankungen und einem konsequenten, krisenerprobten Management. Vorteil für Berater und Anleger gleichermaßen: Alle Fonds sind, trotz klassischer Hedge-Fonds-Strategien, im Ucits-IIIMantel zum öffentlichen Vertrieb zugelassen. Es fallen keine mühseligen Registrierungen an, die Informationen | 


Börsenweisheit

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Von jeder Bewegung profitieren. CFDs handeln beim 3-maligen CFD-Broker des Jahres. Im Sekundentakt agieren und jede Kursschwankung ausnutzen. Mit der preisgekrönten Plattform Markets-proTM. Zu minimalen Gebühren. Bei über 2.500 Werten aus 20 Märkten. 24 Stunden pro Tag. Weitere Infos unter der kostenlosen Rufnummer 0800 240 80 80.

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DAS INVESTMENT 02/09 | TITEL | Defensiv durch die Krise

FOTOLIA

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Festgeld: Wo es noch über 5 Prozent für zwölf Monate gibt Wer aktuell noch über 5 Prozent sicher für die kommenden zwölf Monate bekommen möchte, muss sich beeilen: Nur noch fünf Geldhäuser bieten einen Zinssatz für Festgeldanlagen von über 5 Prozent für eine Spardauer von zwölf Monaten an (Stand: 22. Dezember 2008). Alle Banken sind Mitglied des Einlagensicherungsfonds.

Mercedes-Benz Bank ICICI Bank GE Money Bank Ziraat Bank Santander Consumer Bank

Zinssatz Festgeld 12 Monate

Information

5,40% 5,30% 5,25% 5,20% 5,10%

www.mercedes-benz-bank.de www.icicibank.de www.gemoneybank.de www.ziraatbank.de www.santander.de

Quelle: www.fmh.de

sind transparent, und die Historie der Fonds ist jederzeit abrufbar. Optionen sichern Portfolios ab Lediglich bei der Einstiegssumme eines fünften Kaufkandidaten, des mit den Vorgängen um Bernard Madoff nicht in Verbindung stehenden Herald Europe der Baader Wertpapierhandelsbank, wird der Ursprung des Fonds noch deutlich: Das Management-Team von Baader verlangt mindestens 100.000 Euro. Im Lauf der kommenden Wochen soll jedoch eine Fondstranche mit deutlich niedrigerer Einstiegshürde folgen. JP Morgan, Dexia, Robeco und BNP Paribas bieten ihre Produkte aus dem institutionellen Geschäft schon länger in einer Publikumsvariante an. „Wir bemerken eine gestiegene Nachfrage nach defensiven Fonds, die unabhängig vom Marktumfeld eine positive Rendite erzielen“, erklärt Christine Dillinger, Vertriebsleiterin bei BNP Paribas. Daher

importiert die französische Investmentbank noch im ersten Quartal des laufenden Jahres Fonds ihrer Tochter Harewood nach Deutschland. Allerdings, so Dillinger, seien für marktunabhängige Erträge „mitunter hochkomplexe Strukturen notwendig, die in der Beratung ein entsprechendes Know-how verlangen“. So verfolgt das Harewood-Management einen auf regen Optionsscheinhandel ausgerichteten Anlagestil. Während ein Großteil des Portfolios vom Dynamic Money Market Fonds am Geldmarkt investiert ist, werden je nach Marktlage täglich Put- oder Call-Optionen auf den Europa-Index Euro Stoxx 50 verkauft. Einnahmen aus diesem Geschäft sorgen für einen Zusatzertrag. Nur wenn sich keine Bewegungsmuster des Index erkennen lassen oder wenn ein überdurchschnittlicher Verlust droht, findet kein Handel mit Optionsscheinen statt. 2008 ging diese Strategie auf: Bis Mitte Dezember legte der Fonds um 7,9

Quelle: Bloomberg

Harewood Dynamic Money Market Trend

+20,8% 1. Mai 2005

12. Dezember 2008

Euro Stoxx 50 -8,3%

Prozent zu; bei einer Volatilität von 2,4 Prozent und lediglich einem Monatsminus (0,07 Prozent im April). Wetten auf Auf- und Absteiger Die Fonds von Dexia, Robeco und Baader operieren dagegen mit einer klassischen Long-Short-Strategie. Durch den Kauf von Aktien und den gleichzeitigen Leerverkauf anderer Titel agieren die Manager marktneutral, deshalb können sie unabhängig vom Auf und Ab an den Börsen einen positiven Ertrag erzielen. Dexia konzentriert dieses Spiel auf Indexaufund -absteiger. Soll ein Unternehmen in einen Index neu aufgenommen werden, kauft Dexia-Manager Fabrice Cuchet die Aktie und verkauft im Gegenzug Papiere des potenziellen Absteigers leer. Damit profitiert er vom kurzfristigen Durcheinander, das solche Umstellungen an den Märkten regelmäßig hervorrufen. Hat die Rochade stattgefunden, wendet sich das Investment: Cuchet kauft den Absteiger, der Aufsteiger wird zur Short-Position. Seit Auflegung des Fonds vor drei Jahren ging die Spekulation, auf Monatsbasis gerechnet, in 87 Prozent aller Fälle auf – durchschnittlich mit einem Plus von 0,42 Prozent. Die Schwankungsbreite ist mit 2 Prozent sehr niedrig, was auch daran liegt, dass Cuchet stets den Großteil des Fondsvermögens am Geldmarkt parkt. Ganz ähnlich geht auch Michael Strating vor: Der Manager des Robeco All Weather filtert aus einem Universum von 3.000 Aktien computergestützt jeweils 250 attraktive und unattraktive Aktienwerte heraus. Mit einer Wette auf fallende Kurse finanziert er den Kauf der attraktiven Aktien und macht sich so von der Entwicklung des Gesamtmarkts | 

Harewood Dynamic Money Market Trend ISIN: FR 001 014 033 5 Performance 2008: 7,9 Prozent1) Auflage: 1. Mai 2005 Performance seit Auflage: 20,8 Prozent1) Volatilität seit Auflage: 1,5 Prozent1) Besonderheit: 2005 in Frankreich zugelassen. Zulassung in Deutschland folgt im ersten Quartal. 1) bis 12. Dezember 2008


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