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20 Jahre Musi-Kuss Musizierschule e.V.

1990 - 2010

gute Gr端nde f端r den Erfolg

www.musi-kuss.de


... denn was man gerne macht, macht man gut!

Agentur & Verlag Idee | Konzept | Kreation

Coaching & Kommunikation Ausbildung | Beratung | Entwicklung

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20 Jahre Musi-Kuss ...eine Geschichte von Musik und Kindern, von der Liebe zu Kindern und von musikbegeisterten Menschen „Musik und Kinder – die schönste, erfüllendste Kombination, die ich mir vorstellen kann...“ Das ist meine ganz persönliche Einstellung. Glücklicherweise denken viele Lehrer/innen und Pädagog/innen so und haben sich in der MusiKuss Musizierschule zusammengetan, um ihren Traum zu verwirklichen. Die positive Einstellung den Kindern gegenüber, die Begeisterung an der Musik, das macht den Geist der Musikschule aus, das macht es aus, dass man sich dort wie in einer großen Familie fühlt, die ein harmonisches Umfeld für gute Arbeit bietet: Für Spitzenleistungen wie für Breitenarbeit, für Frühförderung und Frühestförderung wie für Studienvorbereitung, für Berufsbegleitende Ausbildung bis zur Ensemble-Arbeit für ältere Menschen. Wo man sich wohlfühlt, kann man auch sein Bestes geben. Wo man sich zu Hause fühlt, verbringt man gern auch viel Zeit in den Ferien und an Wochenenden – nicht des bloßen Geldverdienens wegen, sondern weil es Freude macht. Weil es eine echte, innere Befriedigung mit sich bringt, wenn unter der eigenen Anleitung andere Menschen über sich hinauswachsen, wenn sie Freude an der eigenen Leistung und am eigenen Erfolg haben. Mir war die Bedeutung von musikalischer Förderung für Kinder schon lange bewusst. In den 80er Jahren sah ich die Möglichkeit, das „Zeitfenster“ in der individuellen Entwicklung von Kindern für das Lernen von Musik zu nutzen, als noch nicht so oft von „Zeitfenstern“ in der Erziehung gesprochen wurde. Im Jahr 1991 schrieb ich ein Buch „Musik ist Liebe“ (AMA-Verlag, Brühl), in welchem ich auf die Bedeutung der musikalischen Erziehung vom frühen Alter hingewiesen habe, spätere Bücher über dieses Thema folgten (AMA-Verlag, Hohner-Verlag). Ich hielt Vorträge und Seminare, auch Arbeitsgruppen an der Hochschule in Hannover, als die Wichtigkeit von breit angelegter kultureller Bildung noch bei weitem nicht so anerkannt war wie heutzutage. Heute hat sich vieles geändert: Diejenigen, die das aktive Musizieren als „altmodisch, unnötig oder zu konservativ“ bezeichnet haben (eine Meinung aus den 70er und 80er Jahren), sind durch die Forschungen auf den Gebieten der Entwicklungsphysiologie, Psychologie und Neurologie davon überzeugt worden, dass musikalische Ausbildung für eine gesunde persönliche Entwicklung nicht nur nettes Beiwerk, sondern hilfreich oder sogar notwendig ist. Inzwischen ist allgemein bekannt, dass, wenn man einen jungen, heranwachsenden Menschen seines kulturellen Hintergrundes beraubt, man ihn quasi seiner Identifikationsgrundlagen beraubt, und dass dies verhängnisvoll für die Entwicklung der Persönlichkeit sein kann. Ich persönlich führe viele Probleme unserer Zeit darauf zurück, dass junge Menschen nicht mehr wissen, wohin sie gehören, da sie keinen haltgebenden kulturellen Hintergrund haben. Jetzt, da Wissenschaft und Politik umgedacht haben und um die Wichtigkeit der kulturellen Teilhabe wissen, kann sich das ändern und es wird hoffentlich eine neue Generation heranwachsen, die in aktivem Musizieren mit Gleichgesinnten Erfüllung findet und somit weniger anfällig für Gewalt und Drogen ist.

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

Nach 20 Jahren ist es Zeit zum Feiern. Zeit für einen Rückblick, Zeit zum Reflektieren, welches die Voraussetzungen waren, unter denen sich die ursprünglich sehr kleine Organisation zu einer gut arbeitenden, weit über die Grenzen von Göttingen und auch Niedersachsen bekannten Musikschule entwickeln konnte. Und zu überlegen, wie es weitergehen soll – unter den neuen Bedingungen, die sich in den letzten Jahren so dramatisch verändert haben. Was sich geändert hat? Der Druck der Schule auf die Kinder durch die auf zwölf Jahre verkürzte Schulzeit und der zunehmende Nachmittagsunterricht in den öffentlichen Schulen. Hoffen wir, dass den Kindern zwischen all diesen Anforderungen genügend Zeit bleibt, ein Musikinstrument zu lernen – und dass besonders begabte Kinder und Jugendliche dies auch noch mit der nötigen Intensität und unter dem nötigen Zeitaufwand tun können, die erforderlich sind, um wirklich gut spielen zu können. Sehen wir voll Freude und Dankbarkeit auf zwei Jahrzehnte Musi-Kuss zurück. Wem ist der Erfolg der Musikschule zu verdanken? Vor allem ist er dem Team zu verdanken. Den Kolleginnen und Kollegen, die über so viele Jahre mit Freude, Liebe zu den Kindern und viel Zeit und Energie bei der Sache waren und weiterhin sind. Einen genauso wichtigen Anteil am Erfolg haben die Eltern. Sie tragen durch ihr Engagement, durch ihre Fahrten zu Unterricht und Konzerten zum Erfolg der Sache „Musi-Kuss Musizierschule“ bei, sie richten ihr persönliches Budget und ihren Zeitplan auf die Bedürfnisse der Kinder, der Lehrkräfte und der Schule ein. Genauso wichtig sind die Kinder. Sie bringen ihre Freude, ihre Begeisterung, ihre Lebendigkeit, ihren Tatendrang in die Schule ein. Durch ihre Freude an der Musik, durch ihr Streben nach gutem Instrumentalspiel oder Gesang, durch ihren Fleiß werden die Ergebnisse des Unterrichts sichtbar und hörbar. Was noch wichtig ist? Das sind viele weitere Personenkreise und Umstände, die den Erfolg ermöglichen. Sie kommen in dieser Schrift vor, sie finden Würdigung, Anerkennung und Dank. So ist in dieser Schrift ein Blick auf die wichtigsten Personenkreise gerichtet: Lehrkräfte, Eltern, Kinder und viele weitere, die – jeder auf seine Weise – zum Gelingen des Projekts „Musi-Kuss Musizierschule“ beitragen. Darüberhinaus wird hier in dieser Schrift einiges beschrieben, was sich hinter den Kulissen tut, wohin man beim ersten Blick auf den Musi-Kuss e.V. keinen Einblick hat. Danke allen, die am Wohl des Musi-Kuss e.V. beteiligt sind! Auf weitere erfolgreiche Jahrzehnte!

Christine Büttner Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende

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Grußwort Landrat Schermann Musik ist Trumpf - das ist das unausgesprochene Motto der Musi-Kuss Musizierschule. Musik ist Trumpf, weil Musik hier voll und ganz im Mittelpunkt allen Wirkens steht und alle Interessierten Musik als eine Bereicherung ihres Lebens erfahren. Und damit wurde die Musik beziehungsweise die erfolgreiche Bemühung um Musik auch zu einer Trumpfkarte der Musi-Kuss Musizierschule: Denn sie blickt in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück. Zu diesem Jubiläum möchte ich Ihnen, sehr geehrte Frau Büttner, und Ihrem Team im Namen des Landkreises Göttingen sowie auch persönlich sehr herzlich gratulieren. Sie können heute mit Fug und Recht eine positive Bilanz ziehen. Sie sind Ihrem guten Ruf immer aufs Neue gerecht geworden. Die vielen Veranstaltungen, die Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern auf die Beine stellten, haben stets die Qualität Ihrer Ausbildung unter Beweis gestellt. Doch was am wichtigsten ist: Sie haben dazu beigetragen, dass viele junge Menschen Freude am Musizieren gewinnen und ihr großes oder kleines Talent entfalten konnten. Ihr Erfolg spricht für sich, und deshalb können Sie beruhigt in die Zukunft blicken. Mir bleibt nur noch, Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihre Bemühungen um das Musikleben in unserer Region zu danken und Ihnen schöne, von vielen musikalischen Leckerbissen umrahmte Jubiläumsveranstaltungen zu wünschen.

Göttingen, im Jahr 2010

Reinhard Schermann Landrat

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20 Jahre Musi-Kuss Musizierschule e.V.


Grußwort Oberbürgermeister Meyer 20 gute Gründe gibt es, kann man nachlesen, um ein 20jähriges Jubiläum zu feiern; vertont vom Pop bis zur Klassik, ganze leise oder auch ohrenbetäubend. Ein ganz entscheidender Anlass für die besten Grüße und herzlichen Glückwünsche unserer Stadt zum Geburtstag des Musi-Kuss e.V. darf allerdings nicht vergessen werden: das bestechende Konzept einer Musizierschule, die immer wieder die Freude daran mehrt, Musik zu lernen, und die es vielen jungen Menschen aus Göttingen denkbar einfach macht, das reine Vergnügen am Musizieren zu erleben. Bei so viel pädagogischem Engagement, bei so viel Begeisterung für die Musikerziehung und bei so viel Leidenschaft für die Musik kommt der große, über 20 Jahre gewachsene Erfolg nicht überraschend! Dieses Kompliment gebührt Christine Büttner und ihrem hoch motivierten Team. Sie haben seit nunmehr zwei Jahrzehnten mit vielen dankbaren Kindern zu tun, denen sie bei den ersten Schritten in die große und reiche Welt der Musik kompetente und fürsorgliche Begleiter sind. Ich wünsche der Musi-Kuss Musizierschule weiterhin erfolgreiches Wirken, allen Veranstaltungen in ihrem Jubiläumsjahr einen guten Verlauf.

Göttingen, im Jahr 2010

Wolfgang Meyer Oberbürgermeister Göttingen

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

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Grußwort Vorsitzender Dr. Hildebrandt Der Musi-Kuss Musizierschule e.V. entführt seit 20 Jahren Kinder in das Zauberland Musik. Auch meine beiden Söhne Robert und Lorenz haben hier die ersten Schritte auf den Weg dorthin gehen können. Heute zaubern sie selbst mit der Musik, als Mittel zur Bewältigung von Emotionen oder um taktvoll Emotionen im Tanz ausdrücken zu können. Mich - als Elternteil musizierender Kinder - hat das musikalisch-pädagogische Konzept des Vereins, verbunden mit dem sozialen Engagement für Kinder aus einkommensschwachen Familien sehr beeindruckt. Quasi als Elternvertreter im Vorstand bin ich seit 8 Jahren von der bewundernswerten Arbeit der Vereinsgründerin Christine Büttner und ihrem kompetenten Team begeistert und habe mich, wie die Musiklehrer der Musizierschule mitreißen lassen, an diesem nun 20 Jahre währenden Projekt mitzuwirken. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er gibt darüber hinaus den musizierenden Kindern die Möglichkeit, durch besondere Konzerte, Musicals oder andere musikalische Veranstaltungen, finanzielle Mittel zu sammeln, um bedürften Kindern in aller Welt Unterstützung zu gewähren. Sie lernen damit soziale Verantwortung mitzuübernehmen. Wir Eltern wünschen uns, dass Christine Büttner und ihre Mitstreiter das „Zaubern“ nicht verlernen und uns und unseren Kindern noch viele Stunden bei zauberhafter Musik ermöglichen. Dafür danken wir ihnen von ganzem Herzen.

Göttingen, im Jahr 2010

Dr. Dieter Hildebrandt 2. Vorsitzender Musi-Kuss Musizierschule e.V.

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20 Jahre Musi-Kuss Musizierschule e.V.


Grußwort bdpm-Vorsitzender Moch Liebe Christine Büttner, sehr geehrtes Musi-Kuss-Kollegium, nie war das Jubiläum einer Mitgliedsschule unseres Verbandes enger verknüpft mit dessen Geschichte, als hier beim „Musik-Kuss“ in Göttingen. Die herzlichen Glückwünsche des bdpm e.V. zum 20-jährigen Bestehen Ihrer Musikschule sind verbunden mit dem großen Dank für unermüdliche Aufbauleistung für den bdpm e.V.. Ihr bewundernswertes Engagement, sowohl für das Göttinger Musikleben als auch für die Geschicke des Musikschulverbandes, gelten verbandsintern als positive Beispiele pädagogischen und musikpolitischen Handelns. Als Gründungsmitglied war es Ihnen bereits 1997 klar, wie wichtig es ist, dass sich die privaten Anbieter qualitätvollen Musikunterrichts zusammenschließen, gemeinsam auf sich aufmerksam machen und eine wichtige und sinnvolle Ergänzung zum mit öffentlichen Mitteln geförderten Musikschulwesen bilden. In Zeiten leerer kommunaler Kassen ist es für Städte und Gemeinden eine willkommene und wichtige Unterstützung, dass musische Ausbildung durch privaten Einsatz, unabhängig von der Förderung aus öffentlichen Kassen, stattfindet. So ist der Musi-Kuss e.V. in Göttingen nicht nur die Heimat von großen und kleinen Künstlern sondern auch die zweite Wiege des Bundesverbands Deutscher Privatmusikschulen. Ich wünsche beiden, Musi-Kuss und bdpm, dass es in den nächsten Jahrzehnten ebenso bergauf geht, wie in den vergangenen! Die Stadt Göttingen kann sich glücklich schätzen, eine solche Musikschule beheimaten zu können.

Göttingen, im Jahr 2010

Michael Moch 1. Vorsitzender Bundesverband deutscher Privatmusikschulen

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

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Impression aus den Weender Musikschulräumen des Musi-Kuss e.V.

IMPRESSUM Verantwortlich für den Inhalt:

Danksagung

Musi-Kuss e.V. vertreten durch Christine Büttner Daniela Banzhaf Uwe Kausch

Der Musi-Kuss e.V. dankt allen Sponsoren für die Unterstützung: Sparkasse Göttingen Volksbank Göttingen Göttinger Entsorgungsbetriebe Bio Kompostwerk Göttingen Stadtwerke Göttingen Göttinger Sport- und Freizeit GmbH GDA Wohnstift Kaufpark Göttingen Fa. Klinge, Sanitär Fa. Becker Bedachungen Fa. Hesse Bodenarbeiten Musik Kontor Sound & Vision Nota bene Rainer Curdt (Wüstenrot) Dr. Dieter Hildebrandt Schünemann Stiftung

Layout, Satz: René Kopp [Mauritz & Grewe] GmbH & Co. KG Postfach 3013, 37020 Göttingen Fotos: Privat / Musi-Kuss e.V. / sxc.hu Druck: Druckhaus Göttingen, Göttinger Tageblatt, Dransfelder Straße 1, 37079 Göttingen Druckauflage: 10.000 Verteilung: über Musi-Kuss e.V.

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

besonderer Dank für die Zusammenarbeit: GSO Göttinger Symphonie Orchester Internationale Händel Festspiel GmbH [Mauritz & Grewe] GmbH & Co. KG | Stadtmagazin 37 Ein Dank auch an die Stadt Göttingen, Fachbereich Kultur, für den einmaligen Zuschuss zum 20-Jährigen von 1.000 € Dieser Zuschuss hilft bei der Finanzierung des Konzertes am 16. Mai

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gute Gründe

für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule: 1. Freude an der Musik Die Philosophie des Musi-Kuss e.V.: Das wichtigste Ziel ist, die Freude an der Musik zu wecken. Dann ist die Bereitschaft zu guter Leistung besser zu erreichen als unter Druck.Wenn die Kinder hervorragende Leistungen erbringen, muss das nicht daher kommen, dass der Unterricht nur mit Druck und Stress verbunden ist. Im Gegenteil: Freude an der Musik bedingt die Bereitschaft zu guter Leistung und umgekehrt: Gute Fähigkeiten im Instrumentalspiel führen am besten zu dem Ziel, dass die Schüler mehr Freude an der Musik entwickeln.

2. Schüler-Nähe Das Motto lautet: „Musik zu den Kindern bringen, damit nicht die Kinder zur Musik gebracht werden müssen“. Drei Musikschulen im Stadtgebiet Göttingen und zwei im Landkreis schaffen Nähe zum Zuhause der Schüler/innen und ermöglichen vielen Kindern, Musikunterricht zu nehmen, denen es versagt bliebe, wenn weite Wege zurückzulegen wären.

3. Das engagierte Mitarbeiter/innen – Team Die Lehrer sind loyal und motiviert. Sie stellen sich – auf der Grundlage der Lehrpläne des VdM – auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers ein, um jeden optimal zu fördern. Die Verwaltung wird ehrenamtlich erledigt – was manchmal zu Verzögerungen in der Organisation führt, aber dafür keine Personalkosten verursacht.

4. Tolle, interessierte Eltern Als Beispiel für die vielen Familien, die manchmal über Jahrzehnte, ganze Generationen lang, dem Musi-Kuss treu sind, sind hier exemplarisch einige erwähnt. Es gibt viele solche Familien. Allen diesen sei Dank gesagt, auch wenn in dieser Schrift nur einige davon erscheinen können.

5. Förderung von früh an, auch an Orchesterinstrumenten Kleine Kinder haben vom ersten Lebensjahr an Kontakt mit allen Arten von Instrumenten: Von OrffInstrumenten bis zu Orchester-Instrumenten. Sie „begreifen“ in der wichtigen Prägungsphase die Instrumente und die Musik.

6. Regelmäßige GDA-Wohnstift-Konzerte und andere öffentliche Konzerte Regelmäßige, monatliche Konzerte haben den Vorteil, dass die Kinder das Auftreten vor Publikum üben. Wenn sie in ihrem Unterricht ein Ziel haben, auf welches hin geübt wird, bringt das einen Motivationsschub.

7. Spitzenleistungen Für besonders motivierte, leistumgsstarke Schüler/innen besteht die Möglichkeit, regelmäßig an Wettbewerben teilzunehmen. Zum Beispiel am Wettbewerb „Jugend musiziert“, in dem fast jedes Jahr Bundessieger des Musi-Kuss e.V. zu verzeichnen sind, aber auch an dem Bad Sulzaer Musikwettbewerb, diversen Pianisten-Wettbewerben oder TIM (Torneo Internazionale di Musica)

8. Breitenförderung an öffentlichen Schulen und Kindergärten, Unterricht für Jung und Alt Der Musi-Kuss e.V. gibt Unterricht an öffentlichen Schulen, Kindertagesstätten und anderen öffentlichen Einrichtungen. Auch bietet er Menschen im Dritten Lebensalter eine musikalische Heimstätte.

9. Große Veranstaltungen, eigens komponierte Musicals und Singspiele Große Veranstaltungen geben vielen Kindern unterschiedlichen Alters und Könnens die Möglichkeit, an einem großen musikalischen Ereignis mitzuwirken.

10. Ensemblespiel, Band-Arbeit, unbürokratische Möglichkeiten zur Raumnutzung Die Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen, zum Beispiel in der Raumnutzung. Dies schafft Unabhängigkeit von bürokratischen Strukturen.

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11. Der Sozialfonds – Musik auch für Kinder aus einkommensschwachen Familien Eigentlich ist das eine öffentliche Aufgabe – aber wo die öffentlichen Strukturen nicht greifen, ist private Initiative gefordert. So füllen Eltern mit freiwilligen Beiträgen den „Sozialfonds“, aus dem bedürftige Schüler/innen unterstützt werden. Großzügige Spenden für besonders Begabte kommen dazu, so zum Beispiel von der Schünemann-Stiftung.

12. Eigene, stilvolle Räume, tolle Vermieter, Gestaltungsfreiheit Wichtige Bedingung für ein sicheres, sorgenfreies Arbeiten sind wohlwollende Vermieter, die gestatten, dass die Räume dem Musikschulbedarf angepasst werden, die ein langfristiges Mietverhältnis eingehen und dem Musi-Kuss e.V. den Rücken stärken.

13. Wohlwollende Menschen in Politik und Verwaltung Auch wenn man manchmal auf scheinbaren Widerstand trifft, so gibt es doch immer wieder Mitglieder aus Politik, Rat, Kreistag und Verwaltung, die dem Musi-Kuss e.V. den nötigen, beflügelnden „Rückenwind“ geben, der antreibt, motiviert und den Erfolg greifbar macht.

14. Zusammenarbeit mit der Kindergruppe „Regenbogen e.V.“ Die Kindergruppe „Regenbogen e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der Halbtagsbetreuung und Förderung von Kleinkindern bis zum Schulalter als Vereinszweck hat. Die Kombination von Kinderbetreuung und Musikschule ist ideal, damit die Kinder in die Musik hineinwachsen und sie als selbstverständlichen Teil des Alltags in ihr Leben integrieren.

15. Zusammenarbeit mit der Berufsbildenden Schule BBS III am Ritterplan Erwachsenenbildung: Die Ausbildung von Multiplikatoren ist besonders effektiv, wenn es um die Verbreitung von Musik unter Kindern geht. Deshalb bildet der Musi-Kuss e.V. in Kooperation mit der BBS III Erzieherinnen musikalisch aus, auch Hortbetreuer/innen und Menschen aus anderen Berufen, die mit Kindern zu tun haben.

16. Auch Randfächer: Musiktherapie, Tanz, Ballett Auch verwandte Fächer werden gelehrt wie Musiktherapie, Tanz, Ballett

17. Gemeinsame Reisen, Abenteuer Was für Sportvereine gemeinsame Reisen zu auswärtigen Spielen oder Wettkämpfen sind, das sind für junge Musiker/innen gemeinsame Reisen zu musikalischen Veranstaltungen: Jugendmusikfeste, Jubiläen von befreundeten Musikschulen etc.

18. Mitgliedschaft im bdpm Der Bundesverband deutscher Privatmusikschulen (bdpm), heute mit Sitz in Berlin und 16 gut funktionierenden Landesverbänden bzw. Landesgruppen, hat in der Reinhäuser Landstraße 55 seine zweite Wiege gehabt und wurde acht Jahre lang von Stadt und Landkreis Göttingen aus geleitet.

19. Das Salonorchester „Göttinger Nostalgiker“ Die „Göttinger Nostalgiker“ waren die unterstützende Kraft, die den Musi-Kuss e.V. vor 20 Jahren aus der Taufe gehoben hat. Mit Rat und Tat, insbesondere mit dem juristischen Hintergrundwissen und jahrzehntelanger Treue unterstützen die jetzigen und ehemaligen Musiker/innen den Musi-Kuss e.V.

20. Persönliche Bemerkung Die Gründerin und Leiterin Christine Büttner schreibt über sehr persönliche Erlebnisse, die sie auf ihre ganz persönliche Lebensaufgabe „Musi-Kuss Musizierschule“ geführt haben.

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

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n n i g e B r

De

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Mein Name ist Holge r Kühnhold. Auf de m Foto aus dem Jahr 1992 bin ich ganz links zu sehen. Inzwischen bin ich 24 Jahre alt und studie re in Bremerhaven Ma ritime Technologien im 5. Semester. Dies ist ein Ingenieursstudium mit dem Schwerpunkt Meerestechnik und Marine Ressourcen. Seit dem Flötenunter richt vor 18 Jahren hat sich viel getan. Meine Erinnerungen sind seh r positiv, allerdings üb erwogen bei mir da ma ls wie heute die sportlichen Hobbies. So musste mi ch meine Mutter für de n Flötenunterricht begeistern. Ich bin im Na chhinein sehr froh, dass ich damals die Chance hatte, diesen Unter ric ht zu besuchen. Ich glaub e der Unterricht ha t eine Seite in mir geförd ert, die in der Schu le und beim Sport zu kurz gekommen ist. Ich denke, dass ich durch die Mu sik sehr viel ausgegli chener geworden bin. Nach dem Flötenun terricht hatte ich noch mehr ere Jahre Keyboard unterricht, Gesangsstunde n und Klavierunterr icht. Auch heute im Stud ium ist Musik sehr wi chtig für mich. Wenn ich mich entspannen wi ll oder meinen Kopf vom Le rnstress befreien mö ch te, spiele ich Klavier.

usschnitt Hier ein A öttinger aus dem G aus dem Tageblatt 2. Jahr 199

20 Jahre Musi-Kuss Musizierschule e.V.


Aktuell 2010:

Historie Das Gründungsjahr 1990 hatte folgende markante Daten: 25. April 1990 15. Mai 1990 26. Juni 1990 Sommer 1990 1. Okt. 1990

Gründungssitzung Musi-Kuss e.V. erster Unterricht, vorerst in einem Zimmer Reinhäuser Landstraße 55 Eintragung ins Vereinsregister Ausbau weiterer Räume, auch Rhythmikraum Reinhäuser Landstraße 55 Erster Gruppenunterricht

Weiter ging es mit folgenden Expansionen bzw. Verlagerungen: 1994 2001 2002 2003 2007 2008

Neu: Filiale Rosdorf, An der Ziegelei 2 Neu: Filiale Göttingen-Weende, Hennebergstraße 13 Neu: Filiale Duderstadt, An der Leerenschen Rinne 2 Neu: Filiale Göttingen-Ostviertel, Friedländer Weg 13 Neu: Filiale Rosdorf, Sellenfried 1 Verlagerung der Filiale Rosdorf, An der Ziegelei 2 komplett in den Sellenfried 1

Hauptstelle und Büro: Reinhäuser Landstraße 55, 37083 Göttingen Tel. 0551 / 704973 Weitere Musikschulen in: Weende, Hennebergstraße 13 Göttingen-Ostviertel, Friedländer Weg 13 Rosdorf, Sellenfried 1 Duderstadt, An der Leerenschen Rinne 2 Unterricht in öffentlichen Räumen in: Rosdorf Grone Geismar Weende Nikolausberg Ca. 1.500 Schüler/innen Alter: ¾ Jahr bis 85 Jahre 60 Mitarbeiter/innen

Und so w ird heute ber ichtet: Hier ein A usschnitt aus dem Har zkurie r 23.03.20 10.

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

Wie es im Sport üb erall selb verständ stlich ist, werden HarzKuri im er auch im Bereic Musik die h der ausbilde nde Insti on und d tutiie ausbil denden genannt. Lehrer Schön w äre es, w auch die enn tonange bende G ger Pres öttinse sie ne nnen wü rde.

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Wie kam es zu der Entscheidu gründen? ng, eine Mus ikschule zu Die „Göttinge r Nostalgiker “, da chester, waren mals ein jung es Salonordie treibende Kraft. Das Wohnzim mer der Bütt ne rs war reichl Freude am M ich eng., die usizieren war groß. Die Plän e ebenso. So entstand de r Entschluss, durch Gründ sikschule viel ung einer Muen Menschen die Möglichk ihr Leben du eit zu bieten rch Musi k zu , ge Wichtig war allen Mitgliede stalten und zu beleben. rn: Den Mensc che Freude an hen die gleider musik wei terzugeben, am Musiziere die sie selbst n empfanden. Dieser Zeitung sartikel aus de m Jahr 1987 Einblick in die zeigt einen Entwicklung, die zur Gründ Kuss e.V. gefü ung des Mus hrt hat. i-

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20 Jahre Musi-Kuss Musizierschule e.V.


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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Freude an der Musik Die Philosophie des Musi-Kuss e.V. ist: Das wichtigste Ziel ist, Freude an der Musik zu wecken. Wenn eine Schüler–Lehrer–Beziehung im Entstehen ist, dann gilt es zunächst, „Das Herz des Schülers zu erreichen“, wie eine Kollegin das so schön ausgedrückt hat. Denn wenn das Herz des Schülers erreicht ist, wenn er Feuer gefangen hat und er innere Freude an der Musik verspürt, dann ist die Bereitschaft zu guter Leistung größer, als wenn mit Druck gearbeitet wird. Freude an der Musik ist Voraussetzung für die Bereitschaft zu guter Leistung und umgekehrt: Gute Fähigkeiten im Instrumentalspiel führen am ehesten dazu, dass die Schüler mehr Freude an der Musik entwickeln – und damit wiederum mehr Bereitschaft zu guter oder hervorragender Leistung zeigen. Wenn die Kinder hervorragende Leistungen erbringen, wenn sie ihr Instrument gut spielen und in Konzerten, Festivals oder im Kreise der Familie vorspielen, muss das nicht bedeuten, dass der Unterricht nur streng und ernst ist und keine Freude macht. Im Gegenteil: Freude an der Musik, am Unterricht bedingt die Bereitschaft zu guter Leistung. Das wichtigste Ziel ist also, die Freude an der Musik zu wecken. Dann kommt die Bereitschaft zu guter Leistung besser als unter Druck. Ein schönes Beispiel dafür, dass es Freude macht, gemeinsam zu musizieren, war das „Größte Göttinger Mitmach-Orchester“ am Tag der Musik, 12. Juni 2009. Dazu war öffentlich aufgerufen worden und es waren viele aktive Musizierende gekommen, um miteinander mit den unterschiedlichsten Instrumenten die Samba zu spielen, die eigens für diesen Zweck entstanden ist. Wer kein Instrument in der Hand hatte, tanzte zur schwungvollen, rhythmischen Musik. Viele hatten Spaß daran: Groß und Klein, Jung und Alt, Väter und Töchter, Mütter und Söhne. Für jeden gab es eine passende Stimme zu spielen.

Bundespreisträgerinnen – einmal am Instrument und einmal beim genüsslichen Kuchenessen: Leonie Pahlke und Aila Becker gewannen im Jahr 2009 mit ihrem exzellenten Klavierspiel einen Ersten Platz im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Neben dem Klavierspielen gab es bei einer der Konzertreisen leckere Torten zu essen, es wurde viel Spaß gemacht und die wohltuende Gemeinschaft mit den anderen jungen Musikern und Musikerinnen erlebt.

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20 Jahre Musi-Kuss Musizierschule e.V.


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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Schüler-Nähe Ein weiteres Motto der Musi-Kuss Musizierschule lautet: „Musik zu den Kindern bringen, damit nicht die Kinder zur Musik gebracht werden müssen“. In fünf eigens dafür eingerichteten Musikschulen wird Unterricht gegeben. Unsere Devise ist: „Eine Musikschule sollte in Sichtweite von Grundschule und Kirche sein“. Dann ist der Schulweg für die Kinder vertraut und die Nähe zum Ortszentrum und gute Erreichbarkeit für Kinder und Erwachsene sind gewährleistet. Für viele Kinder aus großen Familien ist das Lernen eines Instrumentes daran gebunden, dass die Kinder selbständig und alleine zur Musikschule gelangen können. Bei der Errichtung der Musi-Kuss Musizierschulen wurde dieser Grundsatz berücksichtigt. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2008 die Rosdorfer Musikschule von der Peripherie (An der Ziegelei) ins Zentrum verlegt: In Sichtweite der Kirche und in unmittelbare Nähe der Grundschule. Bei den anderen Standorten waren diese Bedingungen von vorneherein gegeben:

Reinhäuser Landstraße 55 In der Nähe der Hermann-NohlGrundschule, des Hainberggymnasiums „HG Junior“ (ehemals Orientierungsstufe Bert-Brecht-Schule) und der Kreuzkirche

Friedländer Weg 13 In der Nähe des HG (Hainberggymnasium) und der Albani-Grundschule sowie der Albani-Kirche

Hennebergstraße 13 In der Nähe der Henneberg-Grundschule und der Petrikirche

Darüber hinaus gehen die Musi-Kuss-Kollegen und -Kolleginnen in öffentliche Schulen, um dort zu unterrichten und um die Musik noch etwas mehr in Erreichbarkeit der Kinder zu bringen. In Weende, Nikolausberg, Grone, Geismar und an anderen Orten wird in öffentlichen Räumen Instrumentalunterricht gegeben. Duderstadt – An der Leerenschen Rinne 2 In unmittelbarer Nähe des Walls und der innerhalb des Walles gelegenen Schulen und Kirchen

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Rosdorf, Sellenfried 1 (Lange Straße)

20 Jahre Musi-Kuss Musizierschule e.V.


Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Das gute, engagierte Mitarbeiter/innen – Team

Nach dem erfolgreichen Jugend-musiziert-Wettbewerb: Christine Büttner stößt mit ihren Zöglingen Marthe, Henri und Sarah an. Zum Wohl!

Kinder lernen in erster Linie durch Nachahmung (auch wenn es den Eltern manchmal nicht so erscheint!). Ein oft zitierter Satz der Musikschulleiterin zu Eltern und Lehrkräften:„Ihr könnt an den Kindern herumerziehen, wie ihr wollt! Sie werden doch so wie ihr!“ Eine ebenso starke Nachahmungskraft wie zwischen Kindern und Eltern ist im Musikunterricht im Spiel. Oftmals kann man schon im Vorbeigehen an einem Zimmer hören, bei welcher Lehrkraft das Kind Unterricht hat, das dort gerade spielt. Die Persönlichkeit der Lehrkraft ist durch das Kind zu hören. Sie schimmert gleichsam durch jeden Ton und zeigt sich in der Gestik und in vielen Kleinigkeiten im Benehmen des Kindes. Deshalb liegt bei den Lehrkräften – genauso wie bei den Eltern und Erziehern - eine große Verantwortung. Zu wissen, dass die Kinder viel von der eigenen Persönlichkeit in ihr eigenes Leben mitnehmen, veranlasst die Lehrkräfte zu Achtsamkeit und zu bewusstem, respektvollem Verhalten den Kindern gegenüber. Die Musi-Kuss-Lehrkräfte wissen von der Wichtigkeit dessen, ein gutes Vorbild zu sein. Die Lehrer sind loyal und motiviert. Sie empfinden Freude an der Ausübung ihres Berufs. Im Unterricht halten sie sich an die Richtlinien und Lehrpläne des VdM (Verband deutscher Musikschulen). Die durch den VdM vorgegebenen Lernziele werden verfolgt, und zwar auf Wegen, die individuell an den Geschmack, die Fähigkeiten und die Bedürfnisse des jeweiligen Schülers angepasst werden. So wird die Freude am Spiel vermehrt und so kann guter Fortschritt stattfinden.

Irina Guseva mit ihrem Klavierschüler Daniyal Daneshyar und Tünde Zekes Schülerin Hai Linh Briese freuen sich über einen Ersten Preis bei „Jugend musiziert“.

Aus Platzgründen können hier nicht alle Mitarbeiter/innen mit einer eigenen Würdigung vorkommen. Wenn hier nur ein Teil des kompetenten, engagierten Mitarbeiter/innen-Stammes abgebildet ist, hat das keine Aussagekraft über die anderen. Diese hier stehen exemplarisch für alle anderen.

Endre Toth und seine Horn-Schüler Jakob Glatzel Mariana Suciu mit ihrer Geiund Janis Becker, Preisträger im Landeswettbewerb. genschülerin Pia Schlüter. Soeben hat Pia einen Ersten Preis im Wettbewerb erspielt.

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Strahlende Gesichter und Freude über den Bundessieg bei Tünde Zeke mit ihren Schülern Leonie Pahlke und Hung Do.

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Gabi Felsch hat sich in langen Jahren als Blockflötenlehrerin im Einzelunterricht und im Gruppenunterricht gut bewährt.

Jurij Batzel unterrichtet Saxophon, Trompete und Keyboard und leitet das JugendBlasorchester.

Irina Kern freut sich, wenn ihre Zöglinge gute Fortschritte auf dem Akkordeon, Keyboard und Klavier machen.

Angelika König ist Musiktherapeutin und gibt auch Unterricht in Rhythmik / Musisches Lernen und in Blockflöte.

Frank Dau zeigt den künftigen Band-Musikern, wie das Schlagzeug zu spielen ist.

Arnd von Rundstedt bringt Kindern das Spiel auf Keyboard und Klavier bei.

Matthias SchneiderDominco weist Kinder in die Kunst des Cellospiels ein.

Sonja Behrens ist ebenfalls Klarinettenlehrerin aus Leidenschaft.

Martin Tschoepe ist hier mit seinem Kontrabass zu sehen. Er leitet auch die Band-Gruppen und gibt Gitarren- und E-BassUnterricht. Sein Kontrabass-Schüler Claudius ist Landessieger bei „Jugend musiziert“.

Olga Vetter leitet die Kinder und Jugendlichen in die Künste des Tanzens ein, insbesondere Ballett und HipHop.

Daiva Schumann gibt Harfenunterricht: Für die Anfänger auf kleinen keltischen Harfen und später auf den großen Konzertharfen.

Annette Busse-Schlereth lehrt Kinder im Einzel- und Gruppenunterricht das Geigenspiel.

Per-Michael Agunte gibt sein Können auf der Gitarre weiter und unterrichtet auch Schlagzeug, sowie Blockflöte und Querflöte.

Eugen und Christina Beidinger – hier im gemeinsamen Konzert – unterrichten Gitarre, Keyboard und Akkordeon.

20 Jahre Musi-Kuss Musizierschule e.V.


Peter Kaltenhäuser hat große Freude daran, Kindern und Jugendlichen das Saxophon- und Klarinettenspiel beizubringen.

Klavierlehrerin Tanja Barth freut sich mit ihrer Schülerin Karla Schwedtfeger über den ersten Preis bei „Jugend musiziert“.

Saxophon- und Klarinettenlehrer Sergij Quast hat seine Schülerin Linda Blanken bis in den Landeswettbewerb gebracht.

Daniela Banzhaf macht den kleinen, zweijährigen Korvinian mit verschiedenen Instrumenten vertraut: Hier mit dem Cello.

Karsten Heckhausen gibt Gitarrenkurse – auch im Einzel- und Gruppenunterricht.

Gerrit Großmann weist die Kinder in die Kunst des Geigespielens ein.

Inna Walter gibt ihre Künste auf dem Klavier an ihre Schüler/ innen weiter.

Karin Fuhrberg leitet Kinder und Jugendliche im Klarinettenspiel an.

Heike Knötzele unterrichtet musikalische Früherziehung, im Musi-Kuss unter dem Namen „Rhythmik – Musisches Lernen“bekannt. Auch Blockflöten-Anfänger lernen gern bei ihr.

Stefan Möhle spielt virtuos auf der Blockflöte. Neben der Tätigkeit in der MusiKuss Musizierschule unterrichtete er auch an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover.

Hedda Lustfeld-Scheuermann spielt mit einer kleinen Schülerin im GDA-Konzert auf der Blockflöte. Sie gibt auch Gesangsund Klavierunterricht.

Katharina Zebrowski mit ihren QuerflötenSchülerinnen Elena und Hannah, die hier einen Zweiten Jugend musiziert-Preis errungen haben. Hannah bekam im darauffolgenden Jahr einen Ersten Preis für ihr Solo-Spiel.

Gesangslehrerin Ingrid Kremin gibt Gesangsunterricht in einer öffentlichen Grundschule.

Katharina Müller spielt hier ein Gitarren-Duo im Konzert mit ihrer Schülerin Theresa.

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

Die Liste der engagierten Lehrerinnen und Lehrer geht weiter … wir wollen es aus Platzgründen bei dieser Zahl belassen, was keinerlei Aussage über die anderen, hier nicht erwähnten Kolleginnen und Kollegen hat.

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Wenn sie nicht gerade ihren Schülern das Klavierspiel beibringt, nimmt Tünde Zeke sich die Abrechnungen vor.

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Die Musi-Kuss Musizierschule arbeitet ohne feste Verwaltungskraft, die Verwaltungstätigkeit wird durch die Lehrkräfte nebenbei erledigt. Dies führt dazu, dass es – leider – oftmals Verzögerungen gibt, wenn es darum geht, Anrufe zu beantworten oder einfach durchgehend erreichbar zu sein. Es wäre dringend angesagt, dass eine volle Verwaltungskraft die Bearbeitung der 1.500 Schüler übernimmt. Doch dafür sind die finanziellen Mittel nicht da. Ohne öffentliche Förderung ist dies nicht möglich. Oder doch? Dazu Christine Büttner: „Wir haben in unseren Musikschulen insgesamt 30 Klaviere und 6 Flügel. Diese werden jährlich zweimal gestimmt. Das ist nötig, um qualitätsvollen Unterricht zu geben. Wenn wir diese 36 Instrumente kurzerhand durch elektronische, quasi wartungsfreie Instrumente ersetzen würden, bliebe eine Menge Geld übrig. Fast schon so viel wie eine Halbtagskraft kosten würde. Aber das ginge auf Kosten der Qualität. Wenn wir vor der Frage stehen: Qualität in der Ausbildung oder eine perfekte Verwaltung? Dann entscheiden wir uns natürlich für die Qualität. Das ist doch klar! Oder sollen wir an den Zuschüssen sparen, die wir in sozialen Fällen geben? Ohne diese Zuschüsse wäre es ebenfalls möglich, eine halbe Stelle zu bezahlen. Aber sollen wir den Kindern, denen es durch unsere Zuschüsse möglich ist, ein Instrument zu lernen, sagen, sie müssen mit ihrem geliebten Instrument aufhören? Zugunsten einer Verwaltungskraft? Nein, das bringen wir nicht übers Herz! Vielleicht gibt es eines Tages die Möglichkeit, eine volle Stelle zu besetzen, ohne die Qualität der Ausbildung zu reduzieren und ohne lernbereite, musikbegeisterte Kinder zu enttäuschen und vor den Kopf zu stoßen. Dann würden wir das sofort machen.“

Christina Beidinger kann außer dem Akkordeon- und Keyboardspiel auch gut Telefonkontakte aufbauen und pflegen.

Freundschaft und Herzlichkeit im Team. Im Schaltzentrum der Musikschulen: Mit minimalem Aufwand wird durch die Musiklehrer/innen ehrenamtlich die Verwaltung erledigt.

Endre Toth ist eigentlich Horn-Lehrer, aber er kann auch gut mit Computern umgehen und ist stets zur Stelle, wenn etwas nicht richtig funktioniert.

Daniela Banzhaf hat sich mit frischer Energie dazu bereiterklärt, BüroTätigkeiten zu übernehmen und hilft bei administrativen Aufgaben.

Christine Büttner ist immer voll von neuen Ideen, die ihren Kopf und ihren Schreibtisch überschwemmen.

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Interessierte Eltern – ganze Generationen, die dem Musi-Kuss treu sind Die drei tragenden Säulen für das Gelingen einer Musikschule sind: Das Lehrer/innen-Team, die engagierten Eltern und die lernbereiten Schülerinnen und Schüler. Den einsatzbereiten, geduldigen, verständnisvollen Eltern ist dieser Abschnitt gewidmet. Gerade wenn die Kinder etwas Besonderes leisten, wenn es um Konzertauftritte und Wettbewerbe geht, um Extra-Proben und Zusatztermine, sind die Eltern mit ihrer Einsatzbereitschaft und ihrem logistischen Talent besonders gefordert. Alle Eltern leisten etwas Großartiges, wenn sie ihren Kindern ermöglichen, ein Musikinstrument zu lernen. Für alle Eltern bedeutet es Energie, Zeit, logistischen Aufwand und letztlich auch finanziellen Aufwand, ihre Kinder über Jahre hinweg im Erlernen eines Musikinstrumentes zu unterstützen. Der Lohn dafür? Manchmal ist es schöne Musik, die die eigene Wohnung erfüllt, alleine oder zu mehreren gespielt. Manchmal ist es auch die Freude der Kinder, die für Eltern beglückend ist. Manchmal sind es die leuchtenden Augen der Kinder, wenn sie Erfolge auf ihrem Instrument haben. Manchmal sind es Bemerkungen wie „wenn ich aus der Schule komme und total gefrustet bin, dann nehme ich mein Instrument, spiele darauf und dann weiß ich wieder, dass die Welt in Ordnung ist“. Manchmal ist es auch allein die Gewissheit, dass das Kind, wenn es später einmal von zu Hause wegzieht, wenn es zum Studium oder für den Beruf in eine andere Stadt kommt, schneller Kontakt findet, und zwar zu netten, positiv eingestellten, musizierenden Menschen. So gilt es hier, all den Familien Dank zu sagen, die diese Zusammenhänge so sehen und deshalb die Sache „Musi-Kuss Musizierschule“ über Jahre, manchmal sogar schon über Generationen, unterstützen und ihr treu sind. Das Musi-Kuss-Team versucht, dies zu würdigen, indem es den Kindern und Familien einen festen, außerhäuslichen Bezugspunkt bietet, der erfüllt ist von positiven Inhalten: Von Musik, Teamgeist und freundschaftlichem Zusammenhalt. Für viele Kinder und Jugendliche, besonders in der Pubertät, ist dies eine wichtige Sache. Wann hat man schon – außer im Musikunterricht – einen verständnisvollen Erwachsenen an der Seite, der einem die Zeit ganz alleine widmet, der sich alle persönlichen Sorgen und Probleme geduldig anhört und dem man sein Herz ausschütten kann? Dabei noch Musik zu lernen und mit Hilfe der Musik persönliche Kompetenzen zu entwickeln ist eine hilfreiche Unterstützung für die Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen. Doch auch für Erwachsene ist dieser außerhäusliche Bezugspunkt manchmal sehr hilfreich. Im Musiklehrer einen freundschaftlich gesinnten Menschen zu finden, bei dem man auch noch eine Menge lernen kann, ist für manche Erwachsene ebenso wichtig wie für Kinder.

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Familie Schwerdtfeger Die Kinder Linus (15, Keyboard), Karla (13, Klavier, Cembalo), Magnus (9, Keyboard), Marthe (9, Blockflöte, Klavier) und Julius (6, Cello) verbringen viel Zeit im Musi-Kuss. Die Mädchen haben im Wettbewerb „Jugend musiziert“ im Bereich „Alte Musik“ mit Cembalo und Blockflöte gespielt und einen Ersten Preis bekommen. Die großen Jungs hatten schon öffentliche Auftritte mit ihrem Keyboard und Julius hat an der Alten Musik so einen Gefallen gefunden, dass er sich dazu entschlossen hat, Cello zu lernen. Manchmal gibt es ein schönes FamilienOrchester, wenn Vater Stefan mit seiner Klarinette dazu spielt oder Mutter Frauke auf dem Klavier.

Familie Asmus Leon Die jungen Eltern machen selbst Musik. Jahrelang waren Mutter Cecilia mit der Geige und Vater Thorben mit dem Saxophon Mitglieder des Salonorchesters „Göttinger Nostalgíker“ (siehe auch Punkt 19). Jetzt tritt der Sohn Johann mit dem Klavier als musizierendes Familienmitglied dazu, die beiden Geschwister Cecilia und Rafael folgen demnächst.

David Hampe Seit dem Tod seines Vaters hat Davids Tante Astrid die Zuständigkeit für die musikalische Ausbildung ihres Neffen übernommen. Geduldig und liebevoll hat sie jahrelang mit ihm zusammen in der Frühest-Erziehung die Grundlagen der Musik mitgelernt, hat David dann regelmäßig in den Kurs „RhythmikMusisches Lernen“ gebracht, in den die Kinder ohne Begleitung von Erwachsenen gehen, und nun lernt der kleine Knirps schon Blockflöte. Das tiefe C kriegt er mit seinen fünf Jahren schon sicher und gut klingend aus seiner Flöte heraus. Weiter so, junger Mann!

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

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Familie Knötzele Die Kinder Lydia (17, Klavier, Trompete), Jonathan (14, Schlagzeug, Bariton), Timon (11, Geige, Klavier, Trompete) und Rhoda (5, Geige, Trompete) sind fast in der Musikschule zu Hause. Klar, denn sie wohnen in einem Musi-Kuss-Gebäude und Mutter Heike unterrichtet dort. Vater Eric begleitet das muntere Quartett auf der Tuba und Heike auf der Gitarre.

Familie Zeeck Lina (8, Blockflöte, Trompete, Klavier) und Thea (6, Geige, Blockflöte) leben den größeren Teil der Zeit mit ihrer Mutter Hilke zusammen. Im Musi-Kuss lernt Lina das Blockflöten- und Klavierspiel, dazu über eine Gemeinde die Trompete. Thea lernt in ihrer Grundschule das Geigenspiel und setzt das Blockflötenspiel fort, das sie im Musi-Kuss angefangen hatte. Schön, dass die beiden im musischen Bereich so gefördert werden.

Familie Morgenstern-Suarez ...das sind Mutter Angela Suarez und ihr Sohn Samuel. Angela ist alleinerziehend und ist daran interessiert, dass ihr Sohn alle Ausbildungs-Chancen bekommt. Samuel über seinen Lehrer Tobias: „Was ich im Musi-Kuss am meisten mag, ist dass mein Lehrer sehr nett und geduldig ist und mir viel beibringt.“ Wie es aussieht, wird er später einmal die E-Gitarre spielen, denn Samuel möchte gern einmal in einer richtigen Band spielen wie sein großes Vorbild: Die Gruppe Metallica.

Familie Blauw - Sanchez Yasmina ist mit Recht stolz auf ihre Blockflöten-Künste. Mutter Manuela Blauw und Vater Israel Sanchez unterstützen die Ausbildung ihrer Tochter. Zwar kennt der Papa aus seiner kubanischen Heimat keine Blockflöten, denn dort spielt man eher Querflöte, jedoch hört er mit Interesse die Klänge des Instruments und freut sich über Yasminas Fortschritte.

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Familie Merkel Almuth (18, Blockflöte, Klavier, E-Bass), Friederike (17, Blockflöte, Klavier, Bratsche) und Clara (14, Blockflöte, Klavier, Cello), dieses „Dreimäderlhaus“ ist seit mehr als einem Jahrzehnt in der Musi-Kuss Musizierschule dabei. In dieser Zeit sind die drei Töchter fast erwachsen geworden, haben gute Musikwettbewerbs-Erfahrungen gemacht und sich in zahlreichen Konzerten und auf Konzertreisen bewährt. Friederike wird die Musik zu ihrem Beruf machen und hat zu diesem Zweck ihren Wohnort gewechselt: Seit Oktober 2008 besucht sie das Musikinternat in Weimar. mit hervorragendem Erfolg. Im „Jugend musiziert“- Bundeswettbewerb bekam sie im vergangenen Jahr für ihr Blockflötenspiel einen Zweiten Preis. Mutter Beatrix und Vater Hubert unterstützen die musikalische Ausbildung ihrer Töchter mit allen Kräften und empfinden berechtigten Stolz über die Entwicklung der drei jungen, selbstbewussten Damen.

Familie Dobbelstein Clara (10, Geige), Adrian (6, Geige), Andreas (8, Geige) und Anna (2, derzeit musikalische Früherziehung) hat sich ganz auf Geige ausgerichtet: Die drei Großen spielen Geige, alle haben am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen, und alle haben einen Ersten Preis bekommen. Clara war als Einzige alt genug für den Niedersächsischen Landeswettbewerb, und so spielte sie dort ebenfalls hervorragend und bekam einen Zweiten Preis auf Landesebene. Man darf gespannt sein, welches Trio oder Quartett sich aus dieser musikalischen Familie entwickelt.

Diese Familien und Elternteile stehen exemplarisch für alle, die sich seit vielen Jahren für die Sache „MusiKuss“ engagieren und aktiv am Musikschulleben teilnehmen. Hier kann nur eine kleine Anzahl von den vielen Familien dargestellt werden, die aktiv zum Wohl des Musi-Kuss e.V. beitragen. Gern setzen die Lehrkräfte sich ihrerseits dafür ein, dass die Kinder und Jugendlichen in der Musikschule gleichsam ein zweites Zuhause und einen verlässlichen Anker finden können, der sie durch die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens leitet.

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Förderung von früh an, auch an Orchesterinstrumenten

Neben den Orff-Instrumenten wie Trommeln, Glockenspiel, Xylophon, sind es die Orchester-Instrumente, die das Interesse der Kinder erwecken. Arthur zeigt Emma die Ventile des Waldhorns.

Xylophone haben einen angenehmen, warmen, runden Klang. Die Töne sind übersichtlich angeordnet, durch das Spiel werden Gehör, Motorik und Rhythmusempfinden geschult.

Die wirkungsvollste Phase im Leben, Kinder in die Welt der Musik einzuführen, ist die Zeit des Spracherwerbs. Hier finden Prägungen statt, hier werden Weichen gestellt für spätere Interessen und Vorlieben. Neben dem Orff-Instrumentarium (Xylophon, Glockenspiel, Trommeln und anderes Schlagwerk) werden die Kinder schon von früh an mit den Instrumenten eines klassischen Sinfonieorchesters und auch mit moderneren Instrumenten wie Saxophon, Schlagzeug, E-Gitarre und Keyboard vertraut gemacht. Spielerisch lernen hier kleine Kinder die Orchesterinstrumente kennen. Diesen Kindern wird, nachdem sie die Instrumente ausgiebig befühlt, gehört und selbst gespielt haben, ein Rätsel gestellt, das sie sehr interessiert: „Zeige mir die Wirbel vom Cello!“ … nach einigem Überlegen wandern die kleinen Finger zu den Wirbeln des Cellos „Wo ist der Steg vom Kontrabass?“ … begeistert zeigt ein kleiner Junge den großen Steg mit den darüber gespannten vier Saiten. „Zupfe an einer Saite der Bratsche!“ … welches Instrument war nochmal die Bratsche? Ach ja, das, was fast so aussieht wie eine Geige, nur etwas größer. Vorsichtig werden die Saiten gezupft. „Hat das Cello einen Hals?“ … na klar! Vorsichtig fahren kleine Hände den glatten Hals des Cellos entlang. „Wo ist die Schnecke der Geige?“... auch die ist gut bekannt und schnell entdeckt. Besonders lustig sind dann die „Quatsch-Fragen“ wie zum Beispiel: „Zeige mir die Kinnstütze vom Kontrabass!“ … stolz und lauthals lachend erzählen die Kinder, warum der Kontrabass keine Kinnstütze haben kann. Der ist ja viiiiiel zu groß, als dass man ihn ans Kinn nehmen könnte! „Wo ist der Stachel von der Geige?“ … das wäre ja Quatsch! Stachel gehören an das Cello und an den Kontrabass, damit diese Instrumente in der richtigen Höhe stehen können. An der Geige wäre das doch dumm! Die hält man doch ans Kinn! Da würde doch ein Stachel nur pieken! Das Gelächter ist groß, wenn die Kinder sich das vorstellen. Lernen im Spiel, mit Freude, durch spannende Rätsel, das interessiert die Kinder und bewirkt, dass das Gelernte lange behalten wird. Der zweijährige Nils spielt mit Vater Steffens Hilfe eine kleine Melodie.

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Wichtige Themen sind auch die Jahreszeiten. Über passende Lieder und Bewegungsspiele lernen Kinder, sich im Jahresablauf zurechtzufinden und die Geschehnisse um sie herum besser einzuordnen. Darüber hinaus werden rhythmische und musikalische Übungen gemacht, immer in passende Spiele verpackt, die den Kindern Spaß machen. Höhepunkte für die Kinder sind Auftritte in Musi-Kuss-Konzerten. Zu diesen Gelegenheiten hören auch die Kleinsten, wie die Größeren spielen. Sie lernen schon früh die Situation eines Bühnenauftritts kennen und gewinnen Sicherheit und Unbefangenheit in dieser Situation.

Drei- bis fünfjährige Kinder wirken in einem Konzert im GDA-Wohnstift mit. Bis zu ihrem Auftritt sehen und hören sie die musikalischen Vorträge der „Großen“, hier Gundula Sopper mit ihrem Akkordeon im März 2009.

Der spannende Auftritt kommt: Die Kleinen spielen das „SchmetterlingsSpiel“

Gerne nehmen alle den wohlverdienten Applaus entgegen und bekommen als Dank für ihren Beitrag vom Wohnstift eine kleine Belohnung.

Nach dem Auftritt gab es begeisterten Applaus.

Ebenfalls ein gelungenes Konzert mit den Kleinsten: Oktober 2007 im GDAWohnstift.

Eine kleine süße Belohnung für jedes Kind: Da ist die Freude groß!

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

Auch kleine Finger wollen die Klaviertasten ausprobieren und die Ohren hören interessiert den Klängen zu.

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ÂĽZLUKDEHQDXFKDQ(XFKJHGDFKW Musik Kontor Rote StraĂ&#x;e GmbH Musikinstrumente – Noten – Kinder-CDs Rote StraĂ&#x;e 29 – 37073 GĂśttingen Tel: 0551-55051

Bei uns spielt die Musik im Behälter. Unzählige Mikroorganismen erzeugen Biogas, und das aus Abfall... Bioabfall! FĂźr neugierige „Musi-KĂźsse“ veranstalten wir gern ein Konzert vor Ort.

Besichtigungen in Gruppen nach Anmeldung: Tel: 0551-503820


Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Regelmäßige öffentliche Konzerte

Jubiläums-Konzert Nr.5 am 14. März 2010 im GDA-Wohnstift.

Eine beliebte, langjährige Tradition sind die monatlich stattfindenden Konzerte im schönen, großen Konzertsaal im GDA-Wohnstift in Geismar, Charlottenburger Straße 19. Am 23. Juni 2002 hat das erste Konzert im dieser Reihe stattgefunden. Seitdem ist die Konzertreihe zu einer beliebten Tradition geworden. Das 50. Konzert fand im September 2006 statt, das 75. Konzert im November 2008. Jeden Monat besteht für viele Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihr Können zu präsentieren, sich der Kritik zu stellen (die angesichts dieses angenehmen und freundlichen Publikums durchwegs positiv ist) und auf diese Weise Selbstbewusstsein zu entwickeln, das zu freiem, unbefangenem Auftreten vor Publikum befähigt. Ein Wert, der in künftigen Zeiten nur nützlich sein kann. Jeden letzten Sonntag des Monats – außer in den Schulferien – findet um 16.00 Uhr das traditionelle Konzert statt. Die Schüler/innen haben dadurch eine gute Übung im Auftreten vor großem Publikum, im Bewältigen von Lampenfieber und Aufregung. Wenn Kinder von klein an in die Situation des Auftretens vor Publikum hineinwachsen, werden sie später, wenn sie im Studium vor der Aufgabe stehen, einen Vortrag zu halten, oder wenn eine Prüfung abzulegen ist, solchen Ereignissen gelassen gegenübertreten. Eine gute Vorbereitung also für die Aufgaben, die das Leben den Kindern später stellt.

Vier große Konzertharfen spielen zusammen. Die warmen, schwebenden Klänge gehen unter die Haut!

Junge Künstler präsentieren ihr Können unter Begleitung des Gitarrenlehrers Karsten Heckhausen.

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In den Konzerten hören die Kinder auch andere Instrumente, haben Kontakt mit anderen Kindern auf unterschiedlichem Könnens-Stand und bekommen dadurch eine bessere Selbsteinschätzung.

Bei den allmonatlichen GDA-Wohnstiftkonzerten ist der Saal immer gut gefüllt. Hier begleitet Klavierlehrerin Tünde Zeke die junge Geigerin Elène Chaubard-Mackinnon. Beide ernten für ihr Spiel wohlverdienten Applaus.

Der Chor der Erich-Kästner-Grundschule in Grone singt gut und artikuliert klar verständlich. Es sind sehr musikalische Kinder dabei und es bereitet großes Glück, den Kindern die Möglichkeit zu solchen Auftritten zu geben.

Manches kleine Anfänger-Kind wurde durch die im gleichen Konzert spielenden Fortgeschrittenen schon erheblich zum Üben motiviert, weil es diese anderen, wunderschönen Stücke unbedingt einmal selbst spielen möchte. Umgekehrt ist es auch so, dass die Fortgeschrittenen, die vielleicht mit der einen oder anderen Schwierigkeit auf dem Instrument zu kämpfen haben, ihrerseits einen Motivations-Schub bekommen, wenn sie die kleinen Anfängerchen sehen und merken, wie viel sie in Wirklichkeit schon geschafft haben.

In den ersten Jahren moderierte Herr von Massow in Vertretung des GDA-Wohnstifts mit viel Ermunterung und Einfühlsamkeit die Konzerte. Hier das 50. Konzert dieser Reihe am Sonntag, dem 18. September 2006.

Inzwischen hat Ursula Bamberger, Bewohnerin des GDA-Wohnstifts, die Konzert-Moderation übernommen und macht sie mit großer Freude. Hier fand im November 2008 das 75. Konzert der Reihe statt.

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Grund

7

für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Regelmäßige Teilnahme an Wettbewerben, z.B. Jugend musiziert

Landespreisträger Timon Knötzele und Clara Dobbelstein

Juni 2009: Lob von höchster Ebene Auszeichnung der Musi-Kuss-Schüler/ innen durch den Ministerpräsindenten Christian Wulff.

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Musi-Kuss-Schülerinnen und -Schüler haben regelmäßig große Erfolge im Regionalwettbewerb, Landeswettbewerb und Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und in anderen Musik-Wettbewerben. Teilnehmer-Rekord des Musi-Kuss im Wettbewerb „Jugend musiziert“ war: im Jahr 2008 – 40 Teilnehmer/innen, davon 15 Erste Plätze, 26 Zweite Plätze. Teilnehmer-Rekord des Musi-Kuss im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ war: im Jahr 2009 – 8 Bundeswettbewerbs-Teilnehmer/innen, davon 3 Erste Plätze, 4 Zweite Plätze, 1 Sehr guter Erfolg in der „Bundesliga der jungen deutschen Musiker/innen“ Die Qualität einer Musikschule zeigt sich zum einen durch die Art und Effizienz der Breiten-Förderung und zum andern durch die Möglichkeit zur Spitzen-Förderung. Spitzen-Förderung ist nur möglich durch hochqualifizierten Einzelunterricht von klein an. Wenn nicht von Anfang an die besten Grundlagen gelegt werden, wenn nicht die grundlegenden Voraussetzungen einer hervorragenden Technik auf dem Instrument gegeben werden, dann ist die spätere Teilnahme an einem Musikwettbewerb nicht von Erfolg gekrönt. Die hohe Anzahl von Teilnehmer/innen am Regional-, Landes- und Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ beweist, dass die Kolleginnen und Kollegen dieser Musikschule auf dem richtigen Weg sind, Spitzenförderung wirkungsvoll zu betreiben.

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Alle hier abgebildeten Musi-Kuss-Kolleginnen und Kollegen haben bereits Preisträger/innen ausgebildet: Tünde Zeke (Klavier), Endre Toth (Horn, Trompete), Stefan Möhle (Blockflöte), Mariana Suciu (Geige), Irina Guseva (Klavier), Sergiy Quast (Saxophon, Klarinette), Martin Tschoepe (Kontrabass), Ingrid Kremin (Gesang), Katharina Zebrowski (Querflöte), Christine Büttner (Blockflöte, Klavier), Tanja Barth (Klavier). Elf Musi-Kuss-Kolleginnen und -Kollegen waren an den „Jugend-musiziert“Erfolgen beteiligt.

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Im Jahr 2003 bekommen Hung und seine Piano-Partnerin Shandra Applaus vom stellvertretenden Landrat Lothar Koch, dem die beiden in der Duderstädter Musi-Kuss Musizierschule ein kleines Privatkonzert gegeben haben.

Hung Do 2005 am Flügel bei einem Konzert in der Stadthalle.

Hung Do 2010 als Bundespreisträger mit seiner Geigenpartnerin Leonie Pahlke und Klavierlehrerin Tünde Zeke.

Wie lang der Weg vom jungen Schüler zum anerkannten Spitzentalent ist, sei hier am Beispiel des Musi-Kuss-Schülers Hung Do exemplarisch dargestellt: Bei Hung treffen die drei wichtigen Faktoren zusammen, die erforderlich sind, um ein Spitzentalent zum Ausdruck zu bringen: Begabung, Fleiß und die richtige pädagogische Begleitung. Hung ist außerordentlich begabt und hat den notwendigen Fleiß, aus seiner Begabung das Beste zu machen. Er hat mit 5 Jahren mit dem Klavierspiel begonnen, zunächst bei Christine Büttner. Nach etwa zwei Jahren befand sie: „Dieser Junge braucht intensive Förderung, er braucht eine sehr gute Hand, die ihn leitet!“ Von da an hatte er Unterricht bei Tünde Zeke. Regelmäßig nimmt er an Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ teil, sowohl im Fach Klavier als auch mit seinem Horn, das er als Zweitinstrument dazu gelernt hat. Mit dem Klavier hat er schon mehrfach Preise auf Bundesebene bekommen, mit dem Horn hat er sich auf Niedersächsischer Landesebene bewährt. Ein Jahr lang hat er aufgrund seiner hervorragenden Leistung ein Stipendium der „Stiftung Jugend musiziert“ bekommen. Zur Zeit hat er dreimal pro Woche Unterricht: 45 Minuten Horn und zweimal 60 Minuten Klavier. Das ist nötig, um solch eine Spitzenleistung zu vollbringen wie er es schafft.

Hier spielt er im Jahr 2004 die Klavierbegleitung für Jakob Glatzel (Horn).

Hung Do 2005 mit seinem Hornlehrer Endre Toth.

Ein Höhepunkt im Leben des jungen Musikers Hung Do: Solokonzert mit dem Göttinger Symphonie Orchester im Jahr 2009.

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S y m p h o n i e

O r c h e s t e r

Auf gleicher Ohrenhöhe

Foto: Ingo Bulla

G ö t t i n g e r

Göttinger Symphonie Orchester Godehardstraße 19 – 21 · 37081 Göttingen Tel. 05 51 305 44-0 · info@gso-online.de www.gso-online.de

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Bei uns hat musikalische Nachwuchsarbeit Tradition. In Kindergärten und Schulen, Familien- und Jugendkonzerten und im Rahmen besonderer Begabtenförderung.


Grund

8

für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Breitenförderung an öffentlichen Schulen und Kindergärten, Unterricht für Jung und Alt

Weende, August 2008: Probe für das „Drachenspiel“, mit dem die neuen Erstklässler empfangen wurden.

Ein „Lieblings-Projekt“ der Musikschulleiterin Christine Büttner ist der Unterricht in Grundschulen vor ganzen Klassenverbänden. Hier ihr Bericht über das Projekt im Jahr 2007 in der Henneberg-Grundschule: „Nach den Sommerferien gab es für die Erstklässler erst einmal allgemeinen Musikunterricht. Die Kinder haben laute und leise, kurze und lange, hohe und tiefe Töne auseinanderzuhalten gelernt und haben erste Erfahrungen mit kleinen Melodien auf dem Glockenspiel sammeln dürfen. Nach den Herbstferien, Anfang November, haben die Kinder das erste Mal ihre Blockflöten benutzt. Das war anstrengend für die Ohren! Jeder, der Erfahrung mit Blockflötespielenden Kindern hat, weiß, wie anstrengend die erste Zeit ist – und das auch noch mit einer ganzen Schulklasse! Es war frustrierend, wenn ich morgens mit meinem Flötenkoffer zu den Schülern kam und ein allgemeines Stöhnen durch die Klasse ging: „Oh nein! Nicht schon wieder Blockflöte!“ Doch ich habe mir gedacht: „Wartet nur! Euch kriege ich schon!“ Ich habe mir genau angeschaut, was die Kinder gern machten, und womit ich ihre Aufmerksamkeit und später ihre Begeisterung gewinnen konnte. Und es ist gelungen: Ab Februar ging, ein begeisterter Ruf durch die Klasse: „Oh cool! Wieder Blockflöte!“ „So muss das sein!“ Mein Ziel war: Vor den Großen Ferien einen vierstimmigen Kanon zu spielen. In vier Stimmen versteht sich. Dieses Ziel wurde erreicht: Vor den Osterferien saß der erste vierstimmige Kanon. Und klang gut! Richtig schön sauber und zusammen gespielt. Mit den exakten, kleinen Atemhol-Pausen zur selben Zeit – von der ganzen Klasse gespielt, von den Langsamen wie von den überaus Aktiven, von den Schüchternen wie von den Selbstbewussten, alle rauften sich mit Hilfe der Musik zusammen, hielten sich je nach Temperament zurück oder wurden aus ihrem Schneckenhaus geholt. Am Ende das Ersten Schuljahres wurde ein Singspiel eingeübt: Das „Drachen-Spiel“. Die Aufführung des Drachen-Spiels war ein voller Erfolg: Die Musik ganz alleine gespielt, teilweise sogar in vierstimmigen Sätzen, das machte den frischgebackenen Zweitklässlern große Freude. Im nächsten Jahr war die nächste Erste Klasse dran. Da gab es dann ein „Piraten-Spiel“ für die ABC-Schützen des kommenden Jahrgangs.


Die Piraten müssen erkennen, dass es Schätze gibt, die mit allem Geld der Welt nicht zu kaufen sind.

August 2009: Im darauffolgenden Jahr trug der frischgebackene Zweite Jahrgang den ABC-Schützen ein Spiel von Piraten vor. Ebenfalls ganz auf eigenen Instrumenten gespielt.

August 2009: Musik zum „Piratenspiel“ zur Einschulung der ABC-Schützen.

Die Piraten: Sie haben nur Stehlen und Schätze-Rauben im Kopf.

Die Piraten-Geschichte handelte von drei Piraten, die nichts anderes im Sinn hatten, als Schätze zu rauben. Sie hatten schwer zu schleppen an ihrer großen Kiste mit Gold. Als sie sahen, dass nacheinander drei Kinder leichtfüßig angehüpft kamen und davon sangen, dass sie einen großen Schatz haben, beschlossen sie, diese offensichtlich wertvollen Schätze zu rauben. Die Kinder hatten ja gesungen, dass diese Schätze einem das Leben leichter machten. Da die Piraten an der Gold-Truhe so schwer zu schleppen hatten, wollten sie auch solche Schätze, die einem das Leben leicht machten und nicht schwer. Der Reihe nach überfielen sie die Kinder und wollten die Schätze rauben, doch sie bekamen jedes Mal ein herzhaftes Lachen zur Antwort: Ein Kind erklärte den Piraten, dass es seinen Schatz im Herzen trage: Das ist das Glück.Das kann man nicht rauben! Das zweite Kind zeigte auf seinen Kopf und meinte, dort sitze sein Schatz: Das ist alles, was es gelernt hat und weiß. Da kann kein Mensch auf der ganzen Welt rauben. Und das dritte Kind zeigte seine Hände und sagte, sein Schatz sei die Geschicklichkeit mit den Händen. Auch die sei nicht zu rauben, wenn man sie einmal erworben hat. Die Piraten wollten auch solche Schätze erwerben. Da man diese aber mit allem Geld der Welt nicht kaufen kann, beschlossen sie, in die Schule zu gehen. Dort würden sie Geschicklichkeit mit den Händen lernen, würden viel Wissen im Kopf erwerben und würden darüber ganz glücklich im Herzen. Eine Geschichte für Blockflöten, Gesang und Schauspiel, die Lust auf Schule macht. Passend für den Schulanfang.

Wo es nicht gelingt, ganze Jahrgänge oder ganze Klassen im Instrumentalspiel zu unterrichten, bietet der Musi-Kuss e.V. für Interessierte den Unterricht in den Betreuungsstunden oder nachmittags an. Dieses Modell findet in Nikolausberg, Geismar, Weende und an anderen Orten statt. Instrumentalkurse finden auch in kleineren Gruppen in den Betreuungszeiten oder nachmittags in öffentlichen Schulen statt. Zum Beispiel hat sich mit der WilhelmBusch-Schule in Geismar eine jahrelange, gute Kooperation entwickelt, unter der die Kinder Blockflöte, Trommeln, Geige, Querflöte und Gitarre lernen können.

Die Kinder: Sie verfügen über „unwegnehmbare“ Schätze.

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Uwe Kausch mit seinem Trompetenlehrer Endre Toth

Ingeborg Gläser mit ihrer Blockflötenlehrerin Christine Büttner.

Eine weitere Form der Breitenförderung ist das Angebot für Menschen im sogenannten „Dritten Lebensalter“. Das sind Menschen, die aus ihrem Beruf ausscheiden, die Zeit haben, unabhängig und voll von Tatendrang und Lust am Lernen sind, die ihre geistige Beweglichkeit behalten wollen und sich den Traum erfüllen, ein Instrument entweder neu zu lernen oder früher erworbene Kenntnisse aufzufrischen. Viele solche Menschen finden Erfüllung in der Musik, knüpfen durch die Musik nette Kontakte, fiebern gemeinsam auf Auftritte hin und halten auf diese Weise ihren Kopf, ihre Hände, ihre Finger und ihren Geist fit.

Blockflötengruppe für Senioren: Den dritten Lebensabschnitt mit Musik verbringen, das schult Geist, Gehirn und die Bewegungsfertigkeit.

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Großveranstaltungen, in denen die Kleinsten mit den Größten zusammen spielen Was motiviert die großen und kleinen Schüler/innen am meisten, ihr Instrument gut zu üben und zu lernen? In der Regel sind das bevorstehende Konzerte und andere Veranstaltungen. Das hat wohl schon jeder Pädagoge erfahren: Wenn es darum geht, auf einen Auftritt hinzuüben, sich auf der Bühne zu bewähren, in einer Veranstaltung seine Stimme zu spielen und seinen eigenen Beitrag zu einem Großen, Ganzen zu leisten, dann wachsen die Schüler/innen gleichsam über sich hinaus. Dann gibt es einen MotivationsSchub, der seinesgleichen sucht. Nur durch die Teilnahme an Wettbewerben ist dies noch zu toppen, doch das sind ja im weiteren Sinne auch Auftritte, auf welche die Schüler/innen konzentriert hin üben. Von Zeit zu Zeit gibt es deshalb für alle Schülerinnen und Schüler eine Großveranstaltung. Begonnen hat diese Reihe im Jahr 2000 mit dem eigens für diesen Zweck komponierten Musical: „Die fünf Glückssteine“, das in der fast ausverkauften Lokhalle aufgeführt wurde. Die Musik war vom damals 18-jährigen Sohn Christian der Musikschulleiterin komponiert worden und genau auf die Gegebenheiten der Musikschule zugeschnitten: Alle konnten mitmachen: Anfänger und Fortgeschrittene auf jedem Instrument. Sogar für die Rhythmik-Kinder gab es einen Tanz, den sie mittanzen durften, für die Blockflöten-Anfänger gab es eine leichte Blockflötenstimme zu spielen, für Fortgeschrittene auf Geige, Querflöte, Cello, Trompete und anderen Instrumenten, bis zu Gitarre und Saxophon, gab es eigene Stimmen in unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Die tänzerischen Beiträge wurden durch die Ballettgruppen des ASC übernommen. In den Proben durften sich die Kinder als ein Teil des Großen, Ganzen erleben. Selbst die sechs- und siebenjährigen Blockflöten-Anfänger saßen interessiert mitten zwischen den Musikern, wenn gesagt wurde: „Jetzt noch einmal der Einsatz mit den Hörnern … jetzt die Streicher dazu, aber noch ohne Klavier... bitte einmal die Klarinetten allein … und jetzt alle zusammen, auch mit den Blockflöten!“ Dann wurde begeistert gespielt, und spielerisch hatten die Kinder eine Menge über die Instrumente und das Zusammenspiel im Orchester gelernt.

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Bei den „Glückssteinen“ (2001 in der Lokhalle), genau so wie beim darauffolgenden Musical „Der Hutzelzwick“ (2002 zwei Aufführungen in der Stadthalle) und „Die Sternenkinder“ (2003 drei Aufführungen in der Waldorfschule) wurden diese Prinzipien eingehalten: Schwierige und leichte Stimmen boten für alle Instrumente und alle Kinder die Möglichkeit zur Teilnahme, die sich auf diese Weise als Teil eines großen Musik-Ereignisses erleben durften. Alle diese Ereignisse wurden in Kooperation mit dem ASC und dessen Ballettgruppen gestaltet, für die „Sternenkinder“ brachte die damalige Orientierungsstufe der Luther-Schule am Albaniplatz den schauspielerischen Teil dar.

Christine Büttner gibt den Tänzern und Musikern letzte Anweisungen vor dem großen Auftritt.

Im Jahr 2005 gab es das „Regenbogenspiel“ in der Stadthalle, 2008 „Das schwarze Schäfchen“ in der Waldorfschule und 2009 das „Größte Göttinger Mitmach-Orchester“ auf dem Albaniplatz. Im Jubiläumsjahr 2010 findet das große Konzert „Zauberland Musik“ in der Stadthalle in Kooperation mit der Internationalen Händel Festspiel GmbH und dem GSO (Göttinger Symphonie Orchester) statt, in dem die kleinen und größeren Musi-Küsse sogar mit echten Profis zusammen spielen dürfen. Hier einige Eindrücke aus der Uraufführung des Kindermusicals „Der Hutzelzwick“ im November 2002. Die Musik entstammte der Feder von Christian Büttner (damals 23 Jahre alt), der inzwischen immer noch Musik komponiert, und zwar für die Gruppe Monrose und andere populäre Stars.

Sehr gut vorbereitet: Die Tanzgruppen des ASC, hier die „Wilden Tiere“.

Der Hutzelzwick konnte Wünsche erfüllen und bekam für jeden Wunsch eine Farbe des Regenbogens. Er wurde gespielt von Frederik Palmer und Martin Thies.

Das Mädchen Liese wünschte sich mal das allerschönste Kleid, dann das schönste Spielzeug, doch nie wurde sie wirklich zufrieden. Hier wünschte sie sich, so mächtig zu sein wie der Kaiser von China. Sie wurde gespielt von Theresa Schmalzriedt und Lena Hennig.

Tanz der Glühwürmchen, getanzt von einer ASC-Gruppe.

Nachdem sich das Mädchen Liese immer mehr gewünscht hatte und der Regenbogen immer weniger Farben hatte, entdeckte Liese, dass alles vorher viel schöner gewesen war. Sie wünschte die Farben des Regenbogens zurück.

Schluss-Szene: Der Regenbogen erstrahlt wieder in allen Farben. Den Regenbogen für den Beamer programmiert und Szene für Szene passend animiert hatte der damals 19-jährige Michael Büttner, der inzwischen die Animation von Grafiken zu seinem Beruf gemacht hat.

Glückwunsch dem Komponisten Christian Büttner, der Leiterin der Tanzgruppen Jasmin Törner und der Drehbuchautorin Christine Büttner vom damaligen Minister für Wissenschaft und Kultur Thomas Oppermann und dem ASC-Geschäftsführer Jörg Schnitzerling. Von dem Erlös der Aufführungen wurde in Ulan Bator in der Mongolei eine Schule für Straßenkinder gebaut.

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

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Im Jahr 2003 wurde in der Waldorfschule das Kindermusical „Die Sternenkinder“ aufgeführt, das ebenfalls aus der Feder von Christian Büttner stammte. Die damalige Orientierungsstufe der Luther-Schule am Albaniplatz brachte mit ihrer Theater-AG den schauspielerischen Teil ein.

„Die Sternenkinder“ im Jahr 2003: Das große Orchester.

Die Schäfchen warten auf ihren Trommel-Einsatz.

Gute Kooperation mit den Ballettgruppen des ASC.

Im Jahr 2005 gab es das „Regenbogenspiel“ in der Stadthalle, 2007 das „Drachenspiel“ in der Aula der Martin-Luther-King-Schule und 2008 „Das schwarze Schäfchen“ in der Waldorfschule.

Professor Gerrit Zitterbarth bereicherte das Konzert durch einen pianistischen Beitrag und füllte die Spendenkasse für Sri Lanka durch den Erlös von verkauften CDs.

Benefizkonzert am 6. Februar 2005, Regenbogen-Spiel zugunsten von einem Waisenhaus für Tsunami-Opfer in Sri Lanka. Viele Kinder bildeten einen farbigen und klingenden Regenbogen.

Viele Bläser spielten im großen Ensemble.

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Geigen und Gitarren, Querflöten und Trompeten, alle wurden gut und sicher durch die Trommeln begleitet.

2009 wurde das „Größte Göttinger Mitmach-Orchester“ auf dem Albaniplatz organisiert. Hier trafen sich nicht nur Musi-Kuss-Schülerinnen und -Schüler, sondern es wurde öffentlich zum Mitspielen, Mitsingen und Mittanzen eingeladen. Rechtzeitig wurden an den Schulen und in den Musikgeschäften Noten von einem Sambalied ausgelegt, sodass jeder schon vorher üben konnte, um bei der gemeinsamen Aktion mitspielen zu können. Allgemeine Meinung: „Es hat total Spaß gemacht!“

Trompeten und Saxophone unter der Leitung von Jurij Batzel.

Jede Menge Blockflöten spielten den Samba-Rhythmus unter der Leitung von Musi-Kuss-Lehrerin Susanne Schreiber.

Jung und Alt, Groß und Klein, alle spielten die Samba mit.

Das Konzert „Zauberland Musik“ findet am 16. Mai in der Stadthalle in Kooperation mit der Internationalen Händel Festspiel GmbH und dem GSO (Göttinger Symphonie Orchester) statt. In diesem Konzert dürfen die kleinen und größeren Musi-Küsse sogar mit echten Profis, den GSO-Musikern, zusammen spielen.

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Ensemblespiel, Band-Arbeit, unbürokratische Möglichkeiten zur Raumnutzung Die Zusammenarbeit von Musi-Kuss-Organisatoren und Musi-Kuss-Nutzern basiert auf Vertrauen, zum Beispiel in der Raumnutzung. Dies schafft Unabhängigkeit von bürokratischen Strukturen. Viele Kinder und Jugendliche, die im Unterricht einzeln oder in kleinen Gruppen ihr Instrument lernen, möchten das erworbene Können in Ensembles zur Geltung bringen: Da werden Bands gegründet, da finden Treffen unter einzelnen Musikern statt. Auftritt einer Musi-Kuss-Band im Nörgelbuff.

Einige Bands gibt es unter Anleitung, zum Beispiel von Martin Tschoepe oder das Jugendblasorchester unter Anleitung von Jurij Batzel. Nicht selten befindet so ein jugendliches Ensemble, dass es auch mal unabhängig von der Lehrkraft seine ganz eigene Musik ausprobieren möchte und sich einfach so treffen möchte. Das ist in der Musi-Kuss Musizierschule möglich. Auf Vertrauen basierend werden die Räume zur Verfügung gestellt und die Kinder überraschen ihre Lehrkraft später mit eigener, zum Teil völlig neuer, neuartiger Musik.

Für die Auftritte muss natürlich gut geübt werden.

Die Musi-Kuss-Band „Wie´s Geht“ im Nörgelbuff

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Hier wird unter Anleitung des Lehrers Martin Tschoepe geprobt.

Ganz schön laut, die Musik – Paul Krug, Marco Haase und Daniel Brockmann im März 2010

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Jurij Batzel und sein Jugend-Blasorchester haben schon viele Veranstaltungen durch ihr Spiel bereichert.

Hier zum Beispiel eine KunstwerksEnthüllung im Dezember 2008 in Gegenwart von Kulturdezernentin Dr. Dagmar Schlapeit-Beck, dem Künstler Professor Bernd Altenstein, MdB Thomas Oppermann und Kunstförderer Heinz-Peter Adams.

Auch das „Ensemble Alte Musik“ kann sich in den Musikschulräumen für gemeinsame Proben verabreden, um – wie hier – gemeinsam im Konzert aufzutreten.

Auch in anderer Hinsicht eröffnet der unbürokratische, unkonventionelle Umgang miteinander viele Möglichkeiten: Ein Beispiel: Der Musiker und Komponist Wieland Ulrichs veranstaltet einmal pro Monat ein „Offenes Musizieren“. Das ist ein Abend, an dem sich interessierte Laien zum gemeinsamen Musikmachen treffen. Noten sind vorher bei „nota bene“ in der Innenstadt abzuholen, damit jeder sich auf den Abend vorbereiten kann. Die Besetzung ist manchmal abenteuerlich: Gitarren und Saxophon, Blockflöten und Klarinette oder etwas Ähnliches. Doch Wieland hat eine gute Hand in der Auswahl der Stücke und schreibt diese jeweils für die erwartete Besetzung um. Honorar? Gibt es so gut wie nicht, allenfalls ein kleiner Kostenbeitrag für Noten und Kopien. Raummiete? Hausmeister-Stundenlohn? Wird auch nicht in Rechnung gestellt. Wovon sollte das bezahlt werden? Wenn man hier Forderungen stellen würde, wenn hier Hausmeister-Löhne in Rechnung gestellt würden, käme das ganze Projekt, das doch vielen Menschen Freude macht, nicht zustande. Die Leitlinie hier heißt: Vertrauen. Also werden Schlüssel ausgegeben – zu treuen Händen – und sich darauf verlassen, dass alles seine Ordnung hat und sorgsam behandelt wird. Ebenso locker und unkonventionell ging es bei den Proben für‘s Jazz-Festival zu. Da kam der berühmte Trompeter Jens Winther und suchte dringend für den Vorabend seines Konzertes einen Proberaum, in dem er bis spät in die Nacht mit seinen Kumpels, die aus verschiedenen Ländern angereist waren, üben konnte. Unter Musikern ist das kein Problem: Da wurden die Schlüssel übergeben, wurde vereinbart, wo die Schlüssel nach der Probe und nach dem Abschließen der Räume wieder eingesteckt werden sollten, und schon waren der Probenabend und das Konzert am darauffolgenden Tag gesichert. Gewisse Dinge sind eben kein Problem in privat geführten Institutionen. Die beschriebene Unabhängigkeit von bürokratischen Strukturen gibt Freiheit, weil das Zusammenarbeiten auf Vertrauen basiert. Auch für viele ortsansässige junge Menschen, die eigene musikalische Ideen kreativ entwickeln möchten, ist es manchmal schwierig, geeignete Probenräume zu finden. Hier hat es sich im Musi-Kuss gezeigt, dass in der Regel das Vertrauen berechtigt ist. So wird der Schlüssel unkompliziert denjenigen Musikern überlassen, die schon bekannt sind und sich als vertrauenswürdig erwiesen haben, damit diese selbständig die Räume und das Equipment nutzen können. Ein teurer Hausmeister wird auch hier eingespart und so das Üben ermöglicht. Auch für Kurse der VHS (Volkshochschule) stehen die Musi-Kuss-Räume offen. Regelmäßig finden seit vielen Jahren dort VHS-Kurse statt.

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Der Sozialfonds – Musik auch für Kinder aus einkommensschwachen Familien „Wir stehen sozusagen an der Front“ sagen die Lehrerinnen und Lehrer der Musi-Kuss Musizierschule. „Wir haben tagtäglich mit Kindern zu tun, deren größter Wunsch es ist, ein Instrument zu lernen – und wir wären dazu gezwungen, vielen von diesen Kindern abzusagen mit der Begründung: ‚Deine Eltern haben nicht genug Geld für den Unterricht!‘ - wenn nicht auf freiwilliger Basis neben all der sonstigen Verwaltungsarbeit der Sozialfonds aufrecht gehalten würde.“ Tatsächlich ist es für viele Geringverdiener oder Hartz IV-Empfänger ein schwer oder gar nicht zu erfüllenden Wunsch, ihre Kinder ein Instrument lernen zu lassen und so am kulturellen Leben teilhaben zu lassen.

Auch die Kleinsten, die auf hochwertigen Instrumenten geschult werden sollen, brauchen manchmal finanzielle Unterstützung.

Da stehen aber die Kinder mit großen Augen und wollen etwas lernen. Was tun? Sie abweisen? „Das bringe ich nicht über‘s Herz!“ meint dazu Christine Büttner. „Musik ist etwas so Schönes, etwas so Hilfreiches, sie kann einen durch schwierige Situationen tragen, sie kann stützen und helfen, kann Stärke und Trost geben, so etwas darf man einfach keinem Kind verwehren. Schon gar nicht aus finanziellen Gründen. Wie sollen Kinder das verstehen?“ Eigentlich ist das eine öffentliche Aufgabe – aber wo die öffentlichen Strukturen nicht greifen, ist private Initiative gefordert. So füllen Eltern mit freiwilligen Beiträgen den „Sozialfonds“, aus dem bedürftige Schüler/innen unterstützt werden. Großzügige Spenden für besonders Begabte kommen dazu, so zum Beispiel von der Schünemann-Stiftung. Herzlichen Dank im Namen der Kinder für die Unterstützung! So können wir allen Kindern, die ein Instrument lernen wollen, dieses ermöglichen. Der Musi-Kuss e.V. ist glücklich darüber, den Fehlbetrag, der nicht durch Spenden gedeckt wird, aus eigener Kraft erwirtschaften zu können und so den Kindern das Lernen zu ermöglichen.

Im Vorschulalter Grob- und Feinmotorik üben – schön, dass es jedem Kind zugänglich ist.

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Was sehr bewegend war: Von den ca. 175 Schüler/innen, die großzügige Unterstützung aus dem Sozialfonds bekommen, scheuten sich ausnahmslos alle davor, mit Namen oder gar mit Foto an dieser Stelle genannt zu werden. Kein Einziger war dazu bereit. Diese Menschen haben eine große Scheu davor, sich als Empfänger von finanziellen Mitteln, oder gar als Bedürftige darzustellen. Das geht so weit, dass – wie sich bei den Recherchen ergeben hat – sogar Eltern vor ihren eigenen Kindern verheimlichen, dass sie arbeitslos geworden sind und zu den Empfängern von Leistungen gehören.

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Die Kinder und Jugendlichen, die aus dem Musi-Kuss-Sozialfonds Zuschüsse empfangen, sehen sich als Leistungs-bereit, als Leistungs-fähig, und nicht als sogenannte „Leistungs-Empfänger“. Wohl ihnen, denn diese grundsätzliche Einstellung zur eigenen Person, die etwas mit Würde zu tun hat, wird ihnen später beim Erwachsen-werden und als Erwachsene hilfreich sein. Kleine aber wichtige Anmerkung dazu: Das Prinzip der Suggestion, das diesem Zusammenhang zugrunde liegt, sollte auch in der Politik, die sich mit sogenannten „Leistungs-Empfängern“ befasst, Beachtung finden. Menschen stetig in die Empfänger-Position zu drängen, hat etwas mit Entwürdigung zu tun. Allen Bürgerinnen und Bürgern dagegen ein grundsätzliches Recht auf Leben und Anteilnahme an der Gesellschaft zu geben – ohne entwürdigende Überprüfungen – hat etwas mit dem § 1 unseres Grundgesetzes zu tun. Ein weiteres soziales Projekt, das der Musi-Kuss e.V. bisher aus eigenen Kräften geschultert hat, ist der Musikunterricht an der Erich-Kästner-Grundschule in Grone Süd. Im Jahr 2010 ist Unterstützung durch den Lions-Club Göttingen dazugekommen, der einen Teil der Kosten übernimmt.

Begeistert singen die Kinder vor dem Publikum im Festzelt, unter anderem das Lied: „Kleine Europäer rücken immer näher“

Faszinierend ist, wie sehr die Kinder durch Musik ansprechbar sind, wie sie einem gemeinsamen Chor-Auftritt entgegenfiebern, wie stolz sie das Eingeübte vortragen und wie sehr sie die Anerkennung und den Applaus genießen. Kinder, die so etwas erfahren dürfen, sind auf einem guten Weg, in unserem Land, in unserer Kultur und in unserer Gesellschaft integriert zu werden. Die Erfahrungen an der Erich-Kästner-Schule haben Mut gemacht: Seit Beginn 2010 wird zusätzlich zum Chor-Angebot auch Instrumentalunterricht gegeben – für die Kinder kostenlos, die Eltern bezahlen nichts. Am 23. Oktober 2009 war der Chor der Erich-Kästner-Schule dazu eingeladen, zum 125. Firmenjubiläum der Firma Börner-Eisenacher zu singen. Ein Dank geht an Familie Eisenacher, die das ermöglicht und finanziell unterstützt hat! Nach dem aufregenden Auftritt wurden die Kinder von Familie Eisenacher zum Essen eingeladen. Das war eine schöne Belohnung für die Kinder und eine Bestätigung, dass ihre Leistung anerkannt wurde.

Bei den Recherchen zu diesem Punkt kam auf geradezu erschütternde Weise zutage, wie sehr die Menschen sich in ihrer Würde verletzt fühlen, wenn sie sich dazu bekennen, auf der Empfänger-Seite zu stehen. Deshalb sind hier keine Namen genannt und keine Identitäten preisgegeben. Begnügen wir uns also mit einigen nicht identifizierbaren Fotos.

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Eigene, stilvolle Räume, tolle Vermieter, Gestaltungsfreiheit

Ehemaliger Vermieter der Duderstädter Musi-Kuss Musizierschule: Dr. Hubert Heckhausen sen., hier zusammen mit dem stellvertretenden Landrat Lothar Koch und Musikschulleiterin Christine Büttner in den renovierten, auf die Bedürfnisse der Musikschule zugeschnittenen Räumen.

Wo man sich wohlfühlt, hält man sich gerne auf. Wo man sich gerne aufhält, ist man mehr dazu bereit, sich anzustrengen, als wenn man sich in unangenehmer Umgebung befindet. Wo man sich wohlfühlt, ist man mehr dazu bereit, gute Leistungen zu vollbringen, dort fällt es auch leichter, eine Sache mit Freude zu machen, Kritik anzunehmen und diese positiv umzusetzen, kurz: Richtig gut zu lernen. Wo man sich wohlfühlt, da sprießen die Ideen und kreativen Einfälle. Deshalb ist es dem Musi-Kuss-Team wichtig, Räume zum Wohlfühlen zu haben, in denen der Unterricht stattfindet. In den fünf eigenen Musikschulen mit gut ausgestatteten Räumen ist dies dank wohlwollender, kooperativer Vermieter gelungen. Die Vermieter haben gestattet, die Räume nach dem Bedarf der Musikschule aus- und umzubauen – oder haben sie von vorneherein selbst nach den Musikschul-Bedürfnissen umgebaut. Sie sind offen, wenn es um besondere Veranstaltungen geht oder wenn spezielle Wünsche bestehen, zum Beispiel was die Außenwerbung, die Innen-Gestaltung oder den Schallschutz betrifft. Beispielhaft seien hier zwei Vermieter-Familien erwähnt, die für ihre Familien das Schöne mit dem Nützlichen verbunden haben: Sie brauchen ihre eigenen Kinder nicht in die Musikschule zu fahren, denn sie haben die Musikschule in ihr Haus bzw. in unmittelbare Nähe ihres selbst bewohnten Hauses geholt: Familie Lesjak, Vermieter der Rosdorfer Musi-Kuss-Filiale und Familie Heckhausen, Vermieter der Duderstädter Musi-Kuss-Filiale. Danke auch an die Kolleginnen und Kollegen aus den Musi-Kuss-Reihen, die sich freiwillig und rein ehrenamtlich um die schöne, ästhetische Gestaltung der Räume kümmern. Es gibt einige in den Reihen, die gern und mit gutem Geschmack die Räume ausstatten. Wenn man dies als besonderes Engagement würdigt, winken sie ab und sagen nur kurz: „Das ist doch selbstverständlich! Ich möchte doch, dass es dort schön ist, wo ich arbeite!“ Diese Einstellung ist super, aber nicht selbstverständlich. Deshalb hier ein ausdrückliches Dankeschön!

Jetziger Vermieter: Karsten Heckhausen jun., auch Musi-Kuss-Kollege.

Danke auch an die Vermieter der Musikschuleigenen Räume, danke für die Gestaltungsfreiheit und die gute Zusammenarbeit, danke für die Geduld. Wir versuchen, gute und zuverlässige Mieter zu sein und – im Idealfall – jahrzehntelange Mieter, denn im Idealfall lebt der Verein Musi-Kuss e.V. länger als seine derzeitigen Mitglieder. Das hundertste Jubiläum wird wohl kaum einer von den jetzigen Mitgliedern erleben, aber wenn nichts Ernsthaftes dazwischenkommt, wird zum hundertsten Jubiläum immer noch in den bestehenden Räumen musiziert.

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Vermieter der Rosdorfer Musikschule: familie Lesjak mit den Kindern Fabio, Mona und Amelie, alle MusiKuss-Schüler. Links: Diese Baustelle war die Vorstufe der Rosdorfer Musi-Kuss Musizierschule. Durch Familie Lesjak wurden die Räume mit viel Aufwand, Einfühlungsvermögen und Geschmack an die Bedürfnisse der Musikschule angepasst. Rechts: Nach dem Umbau: Helle, freundliche, gut ausgestattete Räume, hier der Rhythmikraum, in dem die Kleinsten singen und springen dürfen.

Auch in der Reinhäuser Landstraße sind genügend Räume für Einzel- und Ensembleunterricht.

Friedländer Weg – Flügelzimmer. Hier lässt es sich gut musizieren.

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

Hier zwei weitere Räume der Rosdorfer Musikschule

Rhythmikraum im Friedländer Weg.

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Wohlwollende Menschen in Politik und Verwaltung Auch wenn man manchmal auf scheinbaren Widerstand trifft, so gibt es doch immer wieder Mitglieder aus Politik, Rat, Kreistag und Verwaltung, die dem Musi-Kuss e.V. den nötigen, beflügelnden „Rückenwind“ geben, der antreibt, motiviert und den Erfolg greifbar macht. Es wird viel geredet über „Die Beamten“, es wird auch viel gelästert. Das pauschal so zu sehen, ist nicht richtig, denn es finden sich immer wieder absolut verantwortungsbewusste, positiv eingestellte Menschen auf den Beamten-Posten, die danach streben, den Bürgern die Wege zu ebnen, damit diese etwas schaffen und etwas bewirken können. An dieser Stelle sei allen Menschen aus Politik und Verwaltung, die dem Musi-Kuss e.V. wirkungsvollen „Rückenwind“ gegeben haben und dies auch noch weiterhin tun, herzlich „Danke“ gesagt! Vielerorts gibt es Menschen, die beflügelnden Rückenwind geben, so auch im Göttinger Rathaus. Keyboardlehrer Arnd von Rundstedt mit seinem Sohn Marcel, Jahrgang 1994, freut sich über den Rückenwind. Einigen Mitgliedern aus Politik und Verwaltung ist es zu verdanken, dass der Musi-Kuss e.V. ihm und seiner Frau mit Tochter Chantal und Sohn Marcel sowie vielen anderen Kollegen-Familien eine sichere Existenzgrundlage bieten kann.

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Die Kindergruppe „Regenbogen“

Im Advent gehört das Krippenspiel dazu. Die Kinder singen verschiedene Krippenlieder, spielen dabei die Weihnachtsgeschichte und lernen auf diese Weise neben der Musik auch unsere christliche Kultur kennen.

Eine wirkungsvolle Vorbereitung auf die Schule: Erste Übungen auf der Blockflöte.

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Die Vormittags-Betreuungsgruppe „Regenbogen e.V.“ ist gleichzeitig mit den ersten Anfängen des Musi-Kuss e.V. entstanden. Zwei engagierte Mütter suchten für ihre eigenen Kinder Spielgefährten und passende Räume, um eine Kindergruppe zu betreuen. Es bot sich an, in den Vormittagsstunden die Musikschul-Räume dafür zu verwenden. Daraus entstand dann ein Konzept, das sich bis heute gut bewährt. Die ursprünglich betreuten Kinder sind schon längst erwachsen, die Gruppe besteht nach wie vor, hat sich gut bewährt und ist zu einer festen Institution in Göttingen geworden. Das Angebot geht weit über die reine Betreuung hinaus: Die Räume der Musikschule regen zu musikalischer und weiterer künstlerischer, kreativer Tätigkeit an. Also wurden tägliche musikalische Tätigkeiten in den Kindergruppen-Alltag mit eingebaut, einmal pro Woche unter fachkundiger Anleitung einer Musi-Kuss-Lehrerin, an den anderen Tagen mit den Gruppenleiterinnen zusammen. Glücklicherweise ist auch der ASC nicht weit entfernt, sodass auch regelmäßig einmal pro Woche Kinderturnen angeboten wird. In den Räumen der Musikschule, im großen Rhythmik-Raum, lassen sich auch die dort gelernten Übungen gut wiederholen. Die Betreuerinnen machen regelmäßige pädagogische Fortbildungen bei anerkannten Wissenschaftlern, um die neuesten pädagogischen und entwicklungspsychologischen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Dabei geht es zum Beispiel darum, Kindern schon im frühen Alter die friedliche Lösung von Konflikten beizubringen, Kinder wirkungsvoll auf die Anforderungen der Schule vorzubereiten, die Wahrnehmungsfähigkeiten zu schulen und die Kinder zu selbstbewussten, sozialen Menschen heranwachsen zu lassen. Im Rahmen der Vorschularbeit lernen alle das Blockflötenspiel, wodurch die Feinmotorik und die Ausdauer geschult werden, sowie die Wahrnehmungsfähigkeiten. Musikalische Aufführungen vor den Eltern und vor interessiertem Publikum gehören zu den regelmäßigen Angeboten der Kindergruppe.

Das Regenbogen-Team: Uschi, Christine Büttner, Manuela Steylaers, Carola Lampe, Annemarie Germeyer, Petra Thiemann.

Rechts unten: Das Vorspiel im Sommer 2009, diesmal ein „Froschfest“, in welchem vom Froschkanon bis zum Storch-Lied viel gesungen und gespielt wurde. Zu sehen ist dies auch bei Youtube unter www.youtube.com/watch?v=NojxrEwLnEE

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Impressionen aus dem Kindergruppenalltag.

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Zusammenarbeit mit der Berufsbildenden Schule BBS III Erwachsenenbildung: Berufsbegleitende Ausbildung mit Lehrer/innen, Erzieher/innen, Hortbetreuer/innen und anderen Berufen, die mit Kindern zu tun haben. Die wirkungsvollste Methode, Musik weitverbreitet zu Kindern zu bringen, ist, sich an Multiplikatoren zu wenden und sie auszubilden. In praktischen Kursen und Theorie-Kursen lernen Menschen, die mit Kindern zu tun haben, wie man mit Kindern Musik macht. BBS-Lehrerin Beate Quaas, die unter anderem verantwortlich für die ErzieherinnenAusbildung ist, hält viel davon, den Menschen, die täglich mit Kindern zu tun haben, einen praktischen Grundstock an Wissen über Kinder und Musik zu geben. Dann kann die Musik zum festen Bestandteil des Alltags werden. Das ist für Kinder die beste Voraussetzung dafür, dass sie Musik ebenfalls zu einem festen Bestandteil ihres Lebens werden lassen.

Unter Leitung von Musi-Kuss-Kollege Martin Tschoepe lernen die Kursteilnehmer in der BBS, mit der Gitarre umzugehen, Lieder zu begleiten und Melodien zu spielen.

Beate Quaas in ihrem Element: Singend an Klavier oder Keyboard.

BBS-Lehrerin Beate Quaas, die das Konzept der Ausbildung entwickelt hat, weist die Kursteilnehmer/innen in die Kunst des Trommelns ein.

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Auch verwandte Fächer werden gelehrt wie Musiktherapie, Tanz, Ballett Neben dem Musikunterricht werden im Rahmen des Musi-Kuss e.V. auch verwandte Fächer gelehrt: Die in Russland gebürtige Ballettlehrerin Olga Vetter, die auch ihre Tanz- und Ballettausbildung in Russland absolviert hat, gibt Kurse für Kinder und Jugendliche. Innerhalb der Musi-Kuss-Konzerte bietet sich ab und an die Möglichkeit für Auftritte, bei denen die vorwiegend weiblichen jungen Tänzerinnen ihr Können zeigen.

Zu moderner Musik wird mit einer ganzen Gruppe ein HipHop getanzt.

Zierlich und anmutig: Solo-Tanz zum Menuett von Boccherini.

Die Musiktherapeutin Angelika König gibt Kurse in Musiktherapie. Seit langen Jahren behandelt sie junge und alte Menschen mit Autismus, Demenz oder Hirnschädigungen.

Schwungvoll wirbelt der Rock im Zigeunertanz um die junge Tänzerin.

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Da geht die Post ab: Zu fetzigen Rhythmen tanzen Lehrerin Olga Vetter (Mitte) und Schülerinnen zusammen.

Weiterhin findet in Altenheimen Musik für Demenzkranke statt. Die alten Menschen, die aufgrund des Verlust ihres Kurzzeitgedächtnisses nicht mehr alleine zurechtkommen, entwickeln oftmals strahlende Freude, wenn sie vertraute Melodien aus ihrer Kindheit hören. Dann fangen sie an mitzusingen, dann kommt Leben in die Menschen, dann fangen sie an zu summen und zu singen und kommunizieren auch wieder mit ihren Mitmenschen. Eine dankbare Aufgabe, die große Freude macht.

20 Jahre Musi-Kuss Musizierschule e.V.


Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Gemeinsame Reisen und Abenteuer Höhepunkte im musikalischen Leben sind gemeinsame Reisen zu Konzerten, Festivals oder auch einfach zum gemeinsamen Zusammensein. Als Beispiele für die vielfältigen Reisen seien hier nur kurz einige besonders erlebnisreiche erwähnt:

Ein einmaliger Eindruck: Genau zur Zeit, als der Göttinger Trupp in Papenburg war, fand der Stapellauf der „Norwegian Jewel“ aus der Meyer.Werft durch die Ems statt.

Bundesmusikfest anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Bundesverband deutscher Privatmusikschulen bdpm in Paderborn.

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1. Nach Papenburg an die Ems, einen Stapellauf erleben. Selbst für Einheimische ein Erlebnis. Musi-Küsse durften unverhofft dabeisein. 2. bdpm-Jubiläum in Paderborn. Bundesverband deutscher Privatmusikschulen 10-jähriges Jubiläum des bdpm, Bundesjugendmusikfest 2007. 3. Walsrode, September 2009 Natürlich wurden neben Konzert-Vorspielen auch andere Sachen unternommen: Hier ein Besuch im Vogelpark.

Das Horn-Trio Hung Do, Jakob Glatzel und Janis Becker spielte zum feierlichen Konzert im Paderborner Schloss.

Neben der Musik gibt es immer etwas Besonderes zu erleben: Hier im Jahr 2009 eine Reise zum Jugendmusikfest nach Walsrode, und ein Ausflug in den Vogelpark.

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Mitgliedschaft im bdpm – Bundesverband deutscher Privatmusikschulen Der Bundesverband deutscher Privatmusikschulen bdpm hat seine zweite Wiege in Göttingen, Reinhäuser Landstraße 55. Die erste Wiege stand in Erfurt. Dort wurde der bdpm im Jahr 1997 gegründet. Christine Büttner war bei den Gründungsmitgliedern, ebenso wie der Berliner Musikschulleiter Frank-Henry Gaebelein. Im Jahr 1999 nahmen die Geschicke des Verbandes eine Wendung, die nicht im Sinne vieler Mitglieds-Schulen war. Die Folge war eine Austrittswelle insbesondere von Musikschulen aus den alten Bundesländern.

Aus dem Landesvorstand: Lutz König, Christine Büttner, Axel Nicolaus und Eric Ridder (von links nach rechts)

Frank-Henry Gaebelein aus Berlin war das Anliegen des bdpm so wichtig, dass er sich im Sommer 1990 kurzerhand ins Auto setzte und nach Göttingen kam, um die Vorgehensweise zu besprechen, was zu tun sei, um den Verband auf gute, sichere Füße zu stellen und sein langfristiges Bestehen zu sichern. Es folgte eine außerordentliche Sitzung im Herbst 1999 in Schwerte und eine anschließende, neu konstituierende Sitzung in Göttingen am 8. Januar 2000 in Göttingen. Dort wurde beschlossen, dass ab sofort der Sitz des Verbands nach Göttingen verlegt würde. Christine Büttner übernahm das Amt der Schatzmeisterin und der Bundesgeschäftsführerin und leitete vier Jahre lang die Geschäfte des Bundesverbandes in der Reinhäuser Landstraße 55.

Auch bdpm-Vorstandsmitglied Eric Ridder aus Ritterhude war mit einer musizierenden Abordnung gekommen, um in den Konzerten zu spielen.

Im Jahr 2004 legte sie die Bundesvorstandstätigkeit nieder und konzentrierte sich auf den Aufbau des niedersächsischen Landesverbands des bdpm. Die Bundesgeschäftsstelle des bdpm ist inzwischen in Berlin ansässig, von wo aus 16 Landesverbände bzw. Landesgruppen in der gesamten Bundesrepublik geleitet werden. Der niedersächsische Landesverband wird inzwischen von Walsrode aus geleitet, Erster Vorsitzender ist der Musikschulleiter Axel Nicolaus. Christine Büttner: „Nach den anstrengenden vier Jahren des Aufbaus und der Konsolidierung des bdpm hier in unserem Haus bin ich froh, dass wir inzwischen ganz normales, einfaches Mitglied sein dürfen. Ich weiß, wieviel an der Leitung eines solchen Verbandes dranhängt. Deshalb danke ich an dieser Stelle ganz besonders denen, die inzwischen die Geschicke des Verbandes geleitet haben und weiterhin leiten und viel Energie dort hinein stecken.“

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Landesmusikfest des Landesverbands Niedersachsen in Walsrode. Musi-KussSchüler fuhren dorthin, um mit ihrem Spiel die Konzertreihe zu bereichern und um dem dortigen Musikschulleiter und gleichzeitig Landesvorsitzenden Axel Nicolaus die besten Glückwünsche zum dreißigjährigen Bestehen seiner Musikschule zu überbringen.

Inzwischen hat sich der bdpm zu einer wirkungsvollen bundesweiten Vertretung der privaten Musikschulen entwickelt und wirkt dahingehend, dass die Privaten auch von der Politik wahrgenommen werden. In den Zeiten leerer öffentlicher Kassen sind private Musikschulen eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Lücken in der Versorgung der öffentlichen Musikschulen gefüllt werden.

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Das Salonorchester „Göttinger Nostalgiker“ Die „Göttinger Nostalgiker“, liebevoll intern auch als „Die Nostis“ bekannt, haben in diesem Jahr ebenfalls Jubiläum: Sie werden 25 Jahre alt. Seit 25 Jahren sind sie fester Bestandteil des Göttinger Kulturlebens. Die Besetzung hat von Zeit zu Zeit gewechselt, meistens weil Studenten ihr Examen machten und in eine andere Stadt umsiedelten. Doch eins ist geblieben: Die Freundschaft unter den aktiv Musizierenden und mit den Ehemaligen, die Anteilnahme an Beruf, Familie, Kindern und was einen noch so bewegt. August 2009: Naturschwimmbad Grone

Die „Göttinger Nostalgiker“ waren die unterstützende Kraft, die den Musi-Kuss e.V. vor 20 Jahren aus der Taufe gehoben hat. Mit Rat und Tat, insbesondere dem juristischen Hintergrundwissen und jahrzehntelanger Treue unterstützen die jetzigen und ehemaligen Musiker/innen den Musi-Kuss e.V. Die Musik ist es, die den Zusammenhalt zwischen den Aktiven und Ehemaligen „Göttinger Nostalgikern“ schafft und eine Atmosphäre wie in einer großen Familie bietet. Jede Woche wird miteinander geprobt und wird gemeinsam auf große Auftritte hin gearbeitet, geübt, geplant und gefiebert. So gab es schon viele öffentliche, halb-öffentliche und private Anlässe, zu denen das Salon- und Festorchester geladen wurde.

23. Oktober 2009: 125. Firmenjubiläum der Firma Börner-Eisenacher. Links im Bild: Firmeninhaber FrankWalter Eisenacher. Alumni-Treffen der Universität Göttingen im Jahr 2008. Die Göttinger Nostalgiker spielten im Botanischen Garten.

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Vor 25 Jahren, im Jahr 1985, machte die neu gegründete Gruppe, die sich der Salonmusik verschrieben hatte, einen gemeinsamen Urlaub in Österreich. Es gab viele Vorschläge für den Namen des Orchester, zum Beispiel: „Salonorchester Kaiserschmarrn“ (auch nicht schlecht!). Doch unter allen Vorschlägen fiel die Wahl auf „Göttinger Nostalgiker“. Die wöchentlichen Proben im Büttner‘schen Wohnzimmer im Walkemühlenweg waren schön, besonders für die beiden Söhne Christian (* 1979) und Michael (* 1982). Wenn abends Probe war, achtete niemand darauf, dass die Kinder rechtzeitig ins Bett gingen, sondern sie blieben noch lange zwischen den musizierenden Freunden.

Im Gründungsjahr 1985: Michael (2 Jahre), Christian (5 Jahre) und Carsten Zander, damals Jura-Student.

Ein fester Termin im Jahr ist das Ehemaligen-Treffen, zu dem die jetzigen Ärzte, Juristen, Richter, Lehrer/innen, Ministerialmitarbeiter, Physiker, Betriebswirte und so weiter mit ihren Geigen, Bratschen, Celli, Kontrabässen, Klarinetten, Querflöten, Oboen, Trompeten und mit den Klaviernoten nach Göttingen kommen, um miteinander zu musizieren, viel Spaß zu haben und in alten Erinnerungen zu schwelgen. Die Wege werden unter anderem aus Berlin, Dresden, Chemnitz, München, Paris, Essen und Bremen gemacht, um am jährlichen „Nosti-Treffen“ dabei zu sein. Dann wird ein Wochenende lang gespielt, erzählt, gegessen, gespielt, gelacht, geschlemmt und in die Zeit von vor 25 Jahren eingetaucht.

Frankreich, Paris 1989

England Cheltenham 1990

Tel.: 0551-704973 | www.musi-kuss.de

25 Jahre – ein Vierteljahrhundert. Die Nostalgiker sind dazu entschlossen, nach weiteren 25 Jahren auch das 50. Jubiläum miteinander zu feiern.

Österreich, Kössen 1992

Landesgartenschau Thüringen 2004

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Grund

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für den Erfolg der Musi-Kuss Musizierschule:

Persönliche Erfahrungen Es gibt eine Kraft, die mich antreibt den sich vor mir ausbreitenden Weg zu gehen, die ich selbst nicht ganz fassen kann und schwer beschreiben kann. Trotzdem möchte ich dem Ausdruck geben, weil hier die wichtigste Adresse beschrieben ist, um „danke“ zu sagen. So seien hier Ausschnitte aus einem Lied von Julie Hausmann (1826 – 1901) zitiert:

So nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich! Ich mag allein nicht gehen, Nicht einen Schritt; Wo du wirst geh‘n und stehen, Da nimm mich mit.

Wenn ich auch gleich nicht fühle Von deiner Macht, Du bringst mich doch zum Ziele, Auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich!

Manchmal wurde mir die hier beschriebene Führung in einer Weise deutlich, die schon an ein Wunder grenzt. Da habe ich einen Geldbetrag, der mir gefehlt hat, völlig unverhofft am nächsten Tag bekommen, und der hat auch noch auf die Mark genau gestimmt. Da haben sich Menschen genau zur richtigen Zeit angeboten, etwas für die Sache „Musi-Kuss“ zu tun, deren Wichtigkeit mir erst nachher Stück für Stück klar wurde. Da zog mich etwas genau zur richtigen Zeit „zufällig“ an einer Versteigerung vorbei, in der ich beim Eintreten in die Halle genau „unsere“ Möbel aufgerufen sah. Hand gehoben, und die genau zu uns passenden Möbel waren unsere – noch dazu zu einem für unsere damaligen sehr knappen Verhältnisse erschwinglichen Preis. Allmählich kann man lernen, mit dieser Art von Hilfe umzugehen und fest mit ihr zu rechnen. So gilt der größte Dank jener Macht – oder dem Geist – oder den Engeln und sonstigen Helfern – oder wie auch immer man es bezeichnen mag – die einen guten, hilfreichen Stern über der Aktion „Musi-Kuss“ leuchten lassen.

Danke.

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