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WÖCHENTLICHE GRATISZEITUNG Zeitung für Darmstadt 3. Jahrgang · Nummer 6 Auflage 95.000 www.darmstaedter-tagblatt.de

Donnerstag, 5. Februar 2015

Kumm loss mer fiere!

Nach vorne: Jochen Renner über die Zukunft bei Merck.

Nach Ehrung: Peter Schmidt über sein Leben in Darmstadt.

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Nach Wolfsburg: Ralf Beil verlässt Darmstadt.

Nach Hause: Yannick Stark zurück bei den Lilien.

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Nach unten: Orpheus in der Unterwelt am Staatstheater.

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Klinikum kauft St. Rochus und Marienhospital Klinikverbund einen Schritt weiter – „Positiv für Patienten der Region“

Gesundheit

13.02.2015 Kolonia-Express Beginn: 19:33 Uhr - Einlass: 18:33 Uhr

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Von Frank W. Methlow

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Die Klinikum Darmstadt GmbH hat für eine bis dato noch unbekannte Summe die katholischen Krankenhäuser St. Rochus (Dieburg) und Marienhospital (Darmstadt) ersteigert. Der damit größte Klinikverbund Südhessens soll für eine bessere Patientenversorgung sorgen, Konkurrenz fern halten und Synergieeffekte produzieren.

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Links das Klinikum Darmstadt, rechts das Marienhospital.

Der Erwerb der beiden Krankenhäuser sichere auch den Bestand des Klinikums und schaffe einen starken, konkurrenzfähigen Klinikverbund in Südhessen, erklärte Schellenberg. Der Erhalt der kommunalen Trä-

Fotos: Arthur Schönbein

feld vorfinden.“ Zudem biete sich die Möglichkeit, in den kleinen Häusern Fachabteilungen zur Nachbehandlung oder für pflegeintensive Langzeitfälle aufzubauen, um so die hochspezialisierten Akutabteilungen des Klinikums zu entlasten. Gramminger: „Die Zukunft der kleinen Häuser liegt in der Spezialisierung und in der ortsnahen medizinischen Grundversorgung.“ Diese Aufgabenteilung machte Gramminger am Beispiel der Geburten deutlich. Mit jeweils 1400 Geburten 2014 lägen Klinikum und Marienhospital zusammengenommen sogar im Deutschlandvergleich weit oben. Und man sei zusammen auf jede denkbare Situation vorbereitet: Von der Hightechgeburt im Perinatalzentrum des Klinikums bis hin zur Wohlfühlgeburt im Marienhospital. Noch sei der Kauf nicht in trockenen Tüchern, betonten Schellenberg und Stipi-

Verlagsgruppe Rhein Main übernimmt „Echo“ Kartellamt muss Eigentümerwechsel noch zustimmen

Die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) übernimmt, wenn das Kartellamt zustimmt, die Echo Medien GmbH. Das Darmstädter Echo bekommt durch die Übernahme im 70. Jahr seines Bestehens einen neuen Alleineigentümer. Auch die Logistiksparte „Südhessische Logistik-Service“ wird von der VRM übernommen, wie die Echo Medien GmbH am Montag mitteilte. Die Gesellschafter der Echo Medien GmbH gehen mit dem Verkauf des Darm-

städter Medienhauses einen drastischen Schritt. Das Darmstädter Echo erschien am 21. November 1945 zum ersten Mal in Darmstadt. Bereits im September 2014 hatten die Gesellschafter angekündigt, nur noch 140 von rund 300 Stellen im Verlag erhalten zu wollen. Durch Veränderungen im Zeitungsmarkt sind die Umsätze zurückgegangen. Die Verlagsgruppe Rhein Main, die unter anderem die Mainzer Allgemeine Zeitung, das Wiesbadener Tagblatt und die Main-Spitze

herausgibt, gilt in der Branche als guter Partner. Das Darmstädter Echo arbeitet schon seit mehreren Jahren mit der VRM beim Druck der Zeitungen zusammen. Gemeinsam wurde ein Druckzentrum in Rüsselsheim gebaut.

Starker Outsourcingpartner Man habe in den vergangenen Wochen „etliche Gespräche mit potentiellen Outsourcingpartnern geführt“, teilten die Gesellschafter der Echo Medien in

einer Pressemitteilung mit. Die Gesellschafter seien jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass es die beste Lösung sei „nur einen starken Outsourcingpartner“ zu gewinnen. „Wir haben uns daher über das Signal der Verlagsgruppe Rhein Main gefreut, nicht nur diese Rolle zu übernehmen, sondern sich – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabe – zudem als Gesellschafterin einzubringen“, sagte Verleger Dr. Hans-Peter Bach zum Zusammenschluss der beiden Verlage.  mk

novich übereinstimmend. Aber die ausstehenden Zustimmungen von Stadtparlament, Aufsicht und Kartellamt wertete Schellenberg als „formal“. Mit Blick auf das Kartellamt dürfte nach dieser Fusion aber der geplante Zusammenschluss mit den Kliniken des Landkreises Darmstadt-Dieburg nicht so einfach werden, befürchtet Schellenberg. Trotzdem werde man an diesen Plänen festhalten und sei im Übrigen auch weiterhin „für alle offen“. Parallel kündigte der Kreis an, seine Zusammenarbeit mit dem Darmstädter Klinikum weiter verstärken zu wollen. Landrat Klaus Peter Schellhaas (SPD) zeigte sich erfreut, dass die beiden Häuser nicht an Private gegangen sind. Das hätte den Wettbewerb in der Region deutlich verschärft. Schellhaas: „Ich bin froh, dass die beiden kirchlichen Häuser künftig zur kommunalen Familie gehören.“

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Bessere Patientenversorgung

gerschaft sei damit ein Stück weit gesichert worden und Schellenberg weiter: „Dieser Verbund wird die Krankenhauslandschaft in Südhessen nachhaltig verändern und positive Auswirkungen auf die Patientenversorgung in der Region mit sich bringen.“ Der ärztliche Geschäftsführer Professor Steffen Gramminger betonte in diesem Zusammenhang, dass der Fusion ein mit viel Zeit und Aufwand erstelltes medizinisches Gesamtkonzept zugrunde liege, das auch noch weiter fortgeschrieben werde müsse und keineswegs abgeschlossen sei. Es gehe darum, die vorhandenen Angebote für die ganze Region zu verbessern, neue zu schaffen oder auch sinnvoll zu verlagern. So werde die Psychosomatik nicht wie ursprünglich geplant von Eberstadt in die Zentrale sondern jetzt ins Marienhospital verlagert, weil „die Patienten dort ein viel besseres und geeigneteres Um-

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tie für fünf Jahre gesichert worden, und die jeweiligen katholischen Vertretungen bleiben mit zehn Prozent an den entsprechenden gemeinnützigen Gesellschaften beteiligt. Vereinbart ist auch der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Das gelte nur für den unmittelbaren Fusionsprozess, schränkte selbst Stipinovich ein. Aber der kaufmännische Geschäftsführer des Klinikums Clemens Maurer betonte, dass man sich auch in der Zukunft bemühen werde, bei notwendigen personellen Anpassungen auf Kündigungen zu verzichten.

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Der Darmstädter Stadtkämmerer und Klinikdezernent André Schellenberg (CDU) war erkennbar stolz. Beim Bieterstreit um das St. Rochus Krankenhaus in Dieburg und das Darmstädter Marienhospital konnte sich die Klinikum GmbH (Klinikum) gegen knapp ein Dutzend privater und öffentlicher Konkurrenten durchsetzen. Dabei kam vom Klinikum nicht einmal das höchste Gebot, bestätigte Pfarrer Angelo Stipinovich vom Bistum Mainz und Aufsichtsratsvorsitzender der St. Rochus-Stiftung. Stipinovich: „Es ging dem Bistum nicht in erster Linie ums Geld.“ Wichtiger sei die Sicherheit für die Mitarbeiter, der Bestand der Häuser und den Erhalt der katholischen Werte gewesen. Hier habe das Klinikum am meisten zu bieten gehabt und Stipinovich weiter: „Wir haben auch großes Vertrauen in die medizinische Kompetenz des Klinikums.“ Den beiden Häusern ist per Vertrag eine Bestandsgaran-

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommentiert den Verkauf des Echos unter der Überschrift „Vorhang zu im Jubiläumsjahr“. Der Darmstädter FAZ-Korrespondent Rainer Hein schreibt dazu: „Das Medienhaus der Familie Bach stirbt ohne große gesellschaftliche Anteilnahme. Für die verbleibenden Mitarbeiter mag dies angesichts der bislang unsicheren Zukunftsaussichten sogar noch der beste Weg sein – sollte sich der neue Partner als so finanzkräftig und stabil erweisen, wie ihn Verleger Hans-Peter Bach gestern gepriesen hat.“

Der Griesheimer Anzeiger, Lokalzeitung seit 1887, schreibt: „Das vor 70 Jahren gegründete Darmstädter Echo gibt damit seine Eigenständigkeit als Familienbetrieb der Familie Bach auf (…) Dr. Hans-Peter Bach selbst wird eine leitende Funktion in der Verlagsgruppe Rhein-Main übernehmen, wie es hieß.“ Jens Kleindienst, Echo-Politik-Redakteur und Mitglied des Betriebsrates, erklärte gegenüber dem hr-Fernsehen: „Nun heißt es auf einmal, dass die Eigenständigkeit doch nichts mehr wert ist (…) Was das für die Zukunft bedeutet, ist heute für uns noch nicht absehbar.“  DT Weitere Hintergründe auf: www.darmstaedter-tagblatt.de

Ausgabe 06 vom 05.02.2015  
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