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WÖCHENTLICHE GRATISZEITUNG Zeitung für Darmstadt

Lesen: Bücherkofer reisen durch die Schulen

2. Jahrgang · Nummer 47 Aulage 95.000

Klagen: Sporthistorische Dokumente, keine Interessenten

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Vorbeugen: Damit im Advent nur die Kerzen brennen

Niesen: Tipps für die Erkältungszeit

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www.darmstaedter-tagblatt.de

Shoppen: Der Weihnachtsmarkt öfnet seine Pforten

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Donnerstag, 20. November 2014

Siegen: Kosta Runjaic freut sich auf die Lilien

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Staunen: P. J. Hofmann über Tschuri und die Lilien

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Wenn der Vorhang fällt Der Tod bleibt schwarz – die Trauer wird bunter

Gesellschaft Von Susanne Kiraly

erfeier beauftragt. Nicht nur des Geldes wegen oder weil die Angehörigen von dem Toten nichts mehr wissen wollen. Viele Hinterbliebene glauben, eine Zeremonie mit Trauerfeier nicht durchzustehen. „Seelsorgerisch gesehen ist das eine Katastrophe“, indet Dechert, denn „in den althergebrachten Riten steckt doch ein Sinn. Der Tod gehört zum Leben, wir scheitern nicht daran. Aber nur durch den Kontakt zum Toten können die Menschen den Tod begreifen. Ein würdevoller Abschied ehrt die Verstorbenen und hilft den Zurückgebliebenen abzuschließen.“

Mit Volkstrauertag und Totensonntag gedenken wir im Monat November traditionell unserer Toten. Die Bestattungskultur selbst hat sich in den vergangenen Jahren verändert, aber nicht unbedingt zum Schlechteren. Von einem Verfall kann jedenfalls keine Rede sein. Es muss nicht mehr das „Ave Maria“ oder „So nimm denn meine Hände“ sein. Zu den musikalischen Favoriten beim letzten Abschied von einem geliebten Menschen gehören heute Lieder wie „Time to Say Goodbye“ oder neuerdings auch „Amoi seg’ ma uns wieder“ von Andreas Gabalier. „Die Gesellschaft hat sich verändert und so haben sich auch die Formen der Beisetzung verändert. Die klassische christliche Bestattung geht zurück, dennoch gibt es keinen Verfall der Bestattungskultur“, erklärt Markus Dechert, der gemeinsam mit seinem Bruder ein alteingesessenes Bestattungsunternehmen in Bessungen leitet.

Blauer Sarg für Lilien-Fans Die größte Gruppe der Hinterbliebenen beschäftige sich nach wie vor sehr intensiv mit dem Tod ihrer Angehörigen. Abschied und Trauer seien aber vielfältiger und durchaus bunter geworden. „Es gibt fast nichts,

Orte der persönlichen Sehnsucht

Den Tod begreifen – Urne mit Malset.

was es nicht gibt,“ sagt Dechert. So würden Darmstädter Fußballfans auch im royalblauen Sarg mit weißer Lilie bestattet. Für Urnenbestattungen bietet er unter anderem eine Naturholzurne mit Malset an, die die Familie gemeinsam nach ihrer Vorstellung zuhause gestaltet. Für Kinder eine schöne Möglichkeit, den Tod im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen und zu verstehen, warum zum Beispiel die Oma nicht mehr da ist. Deutlich gestiegen ist die Nachfrage nach Bestattun-

Foto: Dechert

gen in Urnen auf Wiesen oder unter einem Baum, also nach letzten Ruhestätten, die keiner oder nur wenig Plege bedürfen. Denn Familie und Freunde der Verstorbenen leben heute in der Regel nicht mehr alle gemeinsam an einem Ort und haben daher nur selten die Möglichkeit, ihre Toten auf dem Friedhof zu besuchen.

ne Rolle. Ein Sterbegeld, wie es bis 2004 von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt wurde, gibt es heute in dieser Form nicht mehr. Während eine Erdbestattung mit etwa zehn- bis fünfzehntausend Euro zu Buche schlägt, ist eine Urnenbestattung mit drei- bis fünftausend Euro die deutlich günstigere Variante. Mittlerweile ist es sogar Auch eine Kostenfrage möglich, Bestattungen fast komplett über das Internet Bei der Entscheidung für abzuwickeln. Immer öfter eine Feuerbestattung spie- werden dabei auch anonylen aber auch die Kosten ei- me Bestattungen ohne Trau-

Die Welt ist kleiner geworden und Menschen, die schon zu Lebzeiten über ihren Tod nachdenken, entscheiden sich heute individueller als früher, wie und wo sie bestattet werden möchten. Viele wünschen sich, an einem Ort ihrer persönlichen Sehnsucht und des Wohlfühlens die letzte Ruhe zu inden. Etwa am Urlaubsort in den Bergen oder an der Ostsee, hier vielleicht sogar in Form einer Seebestattung. Welche Bestattungsart man auch immer wählt – jeder trauert und verabschiedet sich anders. „Sie können den Tod nicht in einem Fachbuch nachlesen“, sagt Dechert und fügt hinzu: „Das Kümmern um die Toten dient vor allem den Lebenden.“

Karten zu gewinnen:

Magie – Träume erleben Mit mehr als 200.000 Besuchern verbuchen die Ehrlich Brothers den größten Erfolg, der jemals deutschen Zauberkünstlern zuteilwurde. Wegen der überwältigen Nachfrage wird die Erfolgstour „Magie – Träume erleben“ fortgesetzt. Wenn die Ehrlich Brothers zentnerschwere Bahnschienen zu einem Herz verbiegen und mit einem Motorrad aus einem iPad fahren, wenn sie aus einem Kern ein Orangenbäumchen wachsen lassen und eine Papierblume zu einer duftenden Rose erblüht, ist das für die Zuschauer völlig unerklärlich. Illusionen werden bei den Ehrlich Brothers zur Wirklichkeit. Selbst in der letzten Reihe hat man das Gefühl, die Zauberei direkt unter der

Nase zu erleben, egal ob Andreas und Chris mit kleinen Kunststücken oder spektakulären Tricks Wunder wahr werden lassen. Im Mittelpunkt der Fusion aus Magie, heater und Pop stehen die zwei locker-sympathischen Zauberbrüder, die mit Charme und Witz Menschen aller Altersklassen begeistern. Auch in der Fachwelt wird über die Geheimnisse der Brüder gerätselt und mit Begeisterung zur Kenntnis genommen, dass Andreas und Chris Ehrlich die Zauberkunst in ein neues Zeitalter geführt haben. In Darmstadt sind die Ehrlich Brothers am 29. und 30.12. um jeweils 19 Uhr im Darmstadtium zu Gast. Karten für diese spektakuläre Zaubershow kosten ab 40 Euro und

sind erhältlich unter Tel.: 06073 – 722740 oder unter www.s-promotion.de Das Darmstädter Tagblatt verlost für die Veranstaltung am 30.12.2014 im Darmstadtium 2 x

2 Karten. Schicken Sie eine Mail mit dem Stichwort „Ehrlich Brothers“ und ihren vollständigen Kontaktdaten bis zum 26.11.14 an gewinnen@darmstaedter-tagblatt.de. Viel Glück! DT

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Jugendstil Juwel Bessunger Geschäfte laden zum langen Samstag Samstag 22.11.2014 Mehr Seite 7

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Ausgabe 47 vom 20.11.2014  
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