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WÖCHENTLICHE GRATISZEITUNG Zeitung für Darmstadt

Ausnahmezustand: Merck-Mann Willi Moor über Ebola

2. Jahrgang · Nummer 43 Auflage 95.000

Aussicht: Upéro - Genießen über der City

Ausdenken: Autor Andreas Roß

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Ausblick: Der 1. FC Nürnberg kommt ans Böllenfalltor.

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Austausch: Briefe von Carl Weyprecht jetzt im Staatsarchiv.

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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Ausrutscher: RSC Darmstadt verliert gegen Basel.

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Ausstand: Knortz legt die Arbeit nieder.

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„Wir tanzten den Zeitungsboy“ Geschichte

1938: Bei der 200-Jahr-Feier des Tagblatts stand Hilde Carpentier (94) im Rampenlicht

Von Sabine Beil Als das „Darmstädter Frag- und Anzeigenblättgen“ am 22. Oktober 1938 im Saalbau sein großes Jubiläum feierte, hieß es bereits „Darmstädter Tagblatt“. Die damals 18 Jahre alte Hilde Carpentier aus Darmstadt war als Tänzerin dabei. „Natürlich hab´ ich E-Mail!“ Forsch schiebt Hilde Carpentier (94) ihren Rollator Richtung Computer. „Mit 80 habe ich einen Internet-Kurs gemacht.“ Mehr als ein Dreivierteljahrhundert ist es her, dass flotter Tanzschwung ihr einen denkwürdigen Auftritt einbrachte. Kinn gerade, Knie durchgedrückt, Beine hoch – und immer lächeln: Zur 200-Jahr-Feier des Darmstädter Tagblatts stand sie 1938 mit fünf anderen „Mädels“ auf der Bühne und tanzte den Zeitungsboy. 18 Jahr´, blondes Haar – das passte. Schon seit 1936 arbeitete Hilde, geborene Haas, als „Mädchen“ beim Tagblatt. In der Abonnenten-Abteilung war sie zuständig für die 57 Stadtträ-

Hilde Carpentier feierte vor 76 Jahren 200 Jahre Darmstädter Tagblatt. 

gerinnen. Als für den Jubiläumsauftritt junge Balletteusen gesucht wurden, meldete sie sich freiwillig. „Ich habe schon immer gern getanzt.“ Das Darmstädter Tagblatt, das damals in der Rheinstraße 23 residier-

te, hatte eine große Kantine mit Klavier, dort wurde geübt. Enne Reiß, Ballett-Meisterin des Hessischen Landestheaters, hat mit den sechs Auserwählten trainiert. „Sie hat uns ganz schön rangenommen“,

Foto: Arthur Schönbein

erinnert sich die gebürtige Darmstädterin und lacht. „Nach der ersten Probe hatten wir so zittrige Beine und solchen Muskelkater, dass wir nicht mehr laufen konnten. Wir sind auf den Pobacken die Treppe runterge-

rutscht, jede Stufe einzeln, unter Schmerzen und Gelächter.“ Das Training war intensiv und dauerte Wochen, denn für den großen Tag sollte alles perfekt sein. Im Saalbau in der Ried­ eselstraße fand die Gala statt – wie alle großen Kundgebungen und Bälle dieser Zeit. Schon ab morgens waren Hilde und ihre Mitstreiterinnen für das Fest eingespannt und servierten in langen, schwarzen Kleidern den zahlreichen Gratulanten und Honoratioren Häppchen. Endlose Reden wurden gehalten, akribisch vom Darmstädter Tagblatt aufgezeichnet und heute noch nachzulesen im Stadtarchiv. „Wir bekamen Polohemdchen und Latzhosen aus Nesselstoff, auf die die Zeitung aufgedruckt war.“ Dazu eine Zeitungsboy-Kappe: fertig war das Ballettkostüm. „Zu diesem Anlass habe ich die ersten Pumps meines Lebens getragen. Das war ein Ereignis! Zuhause habe ich lange geübt, bis ich überhaupt darin laufen konnte.“ Das Fest war auch ein Echo seiner Zeit:

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Karten zu gewinnen: Pasta Opera Sie sind unverschämt gut gelaunt, sie sehen gut aus, sie sind charmant und frech und sie singen sich in die Herzen ihres Publikums. Während noch der Applaus zu hören ist, werden Gläser geleert, Briefe versteckt, Jacken getauscht, Tränen getrocknet, es wird getanzt, intrigiert, gerettet und in der Besenkammer verschwunden. Mit Klassikern wie Verdis „Libiamo“, Beethovens Quartett aus dem „Fidelio“ oder Bizets „Perlenfischerduett“ präsentieren Julia Regehr und die vier Gesangssolisten „Trüffel der Opernhochkultur“ (SZ) – zum Dahinschmelzen gesungen, zum Weinen komisch, sensibel und beglückend gespielt und schließlich wegen der poetischen Texte inspirierend für Dichterseelen und Genießer. Julia Regehr hat ein unvergleichlich sinnenfrohes Werk geschaffen, das Klassik und Entertainment miteinander verbindet. In der besonderen Atmosphäre eines luxuriösen Festmahls feiern Publikum und Solisten die Opera des Lebens, denn: „Essen und Lieben, Singen und Verdauen, das sind die vier Akte der Opéra Bouffe, die man gemeinhin das Leben nennt – und das vergeht wie Champagnerschaum auf der Zunge. Wer es dahinschwinden lässt, ohne es genossen zu haben, ist ein

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Erznarr.“ (Gioacchino Rossin) Garniert wird die Musik von Verdi, Rossini, Mozart, Bizet, Beethoven mit einem exquisiten Vier-Gang-Menü. Die Karten kosten 81 Euro pro Person inklusive Menu. Reservierungen nimmt das Maritim RheinMain-Hotel unter Tel.: 0 61 51-30 30 und World of Dinner unter Tel.: 0201-201 201 oder unter www.worldofdinner.de entgegen.DT

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Das Darmstädter Tagblatt verlost für die Vorstellung am Samstag (22.11.) 3 mal 2 Eintrittskarten. Schicken Sie eine Mail mit Ihren vollständigen Kontaktdaten und dem Stichwort „Pasta Opera“ bis zum 29.10. an gewinnen@darmstaedter-tagblatt.de  Viel Glück!

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3. Darmstädter Wochen gegen Antisemitismus 2014 Der Förderverein Liberale Synagoge (FLS) lädt ein:

FLS-Vortrag Dr. Jochen Böhler (Jena)

FLS-Filmabend

Do., 23. Oktober 2014, 19.30 Uhr

Do., 30. Oktober 2014, 19.30 Uhr

Zum 75. Jahrestag des dt. Polen-Überfalls:

Auftakt zum Vernichtungskrieg Werner Bests Einsatzgruppen und die Massenmorde in Polen 1939 – Auftrag, Ausführung, Beihilfe. Eintritt: 5 Euro Veranstalter: FLS in Kooperation mit dem Deutschen Polen-Institut Haus der Geschichte (Hess. Staatsarchiv), Karolinenplatz, Vortragssaal

Filme: „Die

Liberale Synagoge: Wenn Steine aus der Mauer schreien“ und „Erhobenen Hauptes - (Über)Leben im Kibbuz Ma‘abarot“ FLS-Filmabend in der Jüdischen Gemeinde Darmstadt/Neuen Synagoge, Wilhelm Glässing-Str. (Rüdiger Breuer-Saal) in Koop. mit Loungefilm & DocView.

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> Fortsetzung auf Seite 2 1

25.09.14

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DARMSTÄDTER TAGBLATT

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23. Oktober 2014

„Wir tanzten den Zeitungsboy“ Geschichte

1938: Bei der 200-Jahr-Feier des Tagblatts stand Hilde Carpentier (94) im Rampenlicht

> Fortsetzung von Seite 1 Schutzmann Heil noch der

Streichholzrabe. In Sachen Leibesübung gab es zwei Höhepunkte: Einerseits die „straffe, kraftvolle Sprungsund Kugelgymnastik der Männer“ sowie „die rhythmisch beschwingte Keulengymnastik der Mädel“ im BDM-Stil. Andererseits „der flotte Tanz der feschen „Zeitungsboys“ in der Ästhetik der 20er Jahre. Beschlossen wurde die Gala mit einem „begeisterten Sieg-Heil“, mit deutschen Liedern grüßte man den „Führer“ in Berlin. „Da alles so gut angekommen war, sollten auch die Zeitungsleser das Programm sehen können, und zwar wieder im Saalbau. Die Eintrittskarten waren schnell vergriffen“, erinnert sich gänzlich unpolitisch Zeitungsboy Hilde Carpentier. Mit ihrem Sohn hat sie Jahre später die Archive durchkämmt, alte Texte und Fotos aus der Zeit gesucht. „Es ist so doch viel verbrannt im Krieg!“ Eine Aufnahme zeigt sie immerhin mit ihren Mittänzerinnen beim großen Finale. Nur: „Wenn ich das Bild von uns als „Zeitungsboys“ ansehe, werde ich doch etwas wehmütig“. Noch Jahrzehnte hat sie mit den anderen „Tagblattianerinnen“ in Erinnerungen geschwelgt. Doch das ist jetzt vorbei. „Nun ist keiner mehr da von den Zeitungsboys“, sagt sie traurig: „Ich bin die einzige, die noch lebt“.

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Der Pionier Seine Stimme galt beim Hessischen Rundfunk jahrzehntelang als Markenzeichen, sein fröhliches „Gude Morsche“ in seinen Sendungen war Kult – und er war es, der mit „Mord am Darmbach“ bereits 1983 in seiner „Weiterstädter Feld- Waldund Wiesenverlagsanstalt“ den ersten Darmstadt-Krimi herausbrachte: Der Journalist, Moderator, Kabarettist und Buchautor Rainer Witt. Viele Jahre war er für den Hessischen Rundfunk unterwegs, berichtete aus Darmstadt und der Welt. Sein Beruf, der ihm Berufung war, führte den rastlosen Reporter in die USA und nach Südafrika, nach Russland, Kanada und nach Italien, in die Schweiz, nach Frankreich und nach England – und immer wieder zurück nach Darmstadt, wo er 1943 zur Welt kam, einst in der Kunsthandlung der Eltern arbeitete und beim Darmstädter Echo das journalistische Handwerk lern-

Das stand vor 100 Jahren in dieser Zeitung Zusammengetragen von Georgeta Iftode

* Strafkammer. Ein hoffnungsvolles Früchtchen hatte sich … in der Person des erst 17jährigen, bisher unbestraften Heinrich Kraft von Hahn bei Pfungstadt vor der Strafkammer zu verantworten. Der junge Mann, der einer achtbaren Familie entstammt und eine sorgfältige Erziehung genoß, war seit 1912 in einem Hause in der Heidelberger Straße bedienstet. Am 24. Februar lockte er seine Herrin unter der Vorspiegelung, sie werde am Telephon verlangt, nach dem Erdgeschoß. Dort warf er ihr eine Decke über den Kopf und würgte sie. Nur durch die Zusage, daß er Geld erhalten werde und durch den heftigen Widerstand ließ sich der Bursche veranlassen, von seinem Opfer abzustehen. Er wurde gleich darauf festgenommen. Er bestreitet die Absicht des Mordes, gibt aber zu, es auf das Geld und die Schlüssel zum Schreibtisch abgesehen zu haben. … Er hatte den Raubanfall planmäßig ersonnen und eine Zeit gewählt, wo niemand weiter im Hause war. Das Gericht sah den Mordversuch nicht für völlig erwiesen an und verurteilte den Angeklagten, der für seine Tat voll verantwortlich zu machen ist, wegen Raubversuchs, Diebstahls, Urkundenfälschungen und Unterschlagungen zu 4 ½ Jahren Gefängnis, abzüglich 6 Monate der Untersuchungshaft.

Große Gala: Hilde Carpentier (links) mit ihrem Kolleginnen beim „Zeitungboytanz“ am 22. Oktober 1938 im Darmstädter Saalbau.

Tops

te. Rainer Witt, der aufmerksame Beobachter und engagierte Heiner, war seiner Stadt verbunden bis zuletzt. So führte er den Förderverein Mornewegschule, organisierte Lesungen und war als kommunikativer Ratgeber in der Stadtgesellschaft präsent. Das Wiedererscheinen des Darmstädter Tagblatts im September vergangenen Jahres verfolgte er mit Sympathie und Interesse, hatte auch für das Tagblatt-Team so manchen Tipp parat. Am 15. Oktober ist Rainer Witt nach schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren gestorben.  Frank Horneff

Flops

Von Frank W. Methlow 350 neue Studenten-Appartements entstehen auf

dem ehemaligen Nothnagel-Gelände. „The Fizz Darmstadt“ von der International Campus AG direkt gegenüber der Hochschule soll 2015 bezugsfertig sein. Die „All-In-Miete“ (inklusive Nebenkosten) soll bei etwa 450 Euro liegen.

Leibesertüchtigung: Die Männer boten „straffe, kraftvolle Sprungs- und Kugelgymnastik“, die Mädels „rhythmisch beschwingte Keulengymnastik.“  Reporduktionen: Arthur Schönbein

Darmstädter Papas sind spitze *Alle Preise zzgl. MwSt.

„Von goldenem Kranz umrahmt, leuchtete eine riesige „200“ hoch über der Bühne des Saalbaus, der am Samstagabend ganz dem Tagblatt gehörte und wo Betriebsführung und Gefolgschaft mit ihren Angehörigen einen festlichen Tag mit einem frohen Kameradschaftsabend beschlossen“, lesen die Darmstädter anschließend in ihrer Zeitung, die damals gleichgeschaltet war wie alle Medien im Nationalsozialismus. „Die Fahnen des Dritten Reiches, Tannengrün und frische Blumen gaben dem Saal ein festfrohes Aussehen.“ Es wird berichtet, „wie hübsch und bunt die Szenen waren, wie fein alles klappte und wie jeder mit Lust und Liebe und sehr gutem Gelingen bei der Sache war.“ Was als „Darmstädter Frag- und Anzeigungsblättgen“ im Oktober 1738 mit Zeitungsausrufer begonnen hatte, war nach 200 Jahren zu einer Zeitung geworden, die – O-Ton Tagblatt – ihren „Lesern den Gesichtskreis auch für das Geschehen außerhalb der deutschen Grenzen weitet“, mit eigenem „Abgesandten aus dem Auslande“. Die Jubiläumsfeier pendelte zwischen launigem Lokalkolorit und politischem Zeitgeist. Wie es sich für Darmstadt gehört, fehlten weder der Datterich mit

Familie

Auch die studentische Kultstätte „603qm“ erhält im

geplanten Neubau auf dem alten Gelände wieder Raum für coole Partys. Der fünfgeschossige Lückenfüller soll außerdem Platz für ein Studentencafé und TU-Büroräume bieten. Rohbaustart ist für den Frühling 2015 geplant.

Rund 40 Prozent der Männer nahmen Elternzeit

Papa kümmert sich um den Nachwuchs, Mama startet nach der Geburt wieder ins Berufsleben. 40 Prozent der Darmstädter Männer, deren Kind im Jahr 2012 geboren wurde, beantragten Elterngeld und nahmen eine Auszeit vom Job. Eines gleich vorweg: Die Darmstädter Papas sind in Hessen Spitzenreiter. 37,6 Prozent der Männer aus Darmstadt, deren Kind im Jahr 2012 geboren wurde, haben Elterngeld beantragt. Bei den Papas aus Offenbach sieht es dagegen eher mau aus. Die Stadt am Main ist im hessenweiten Vergleich Schlusslicht bei der Umsetzung eines gleichberechtigten Familienmodells. Nur bei 17,9 Prozent der Kinder, die 2012 in Offenbach geboren wurden, bezog der Vater Elterngeld. Allerdings haben weiterhin alle Regionen in Hessen Nachholbedarf. Ein Blick in das benachbarte Thüringen zeigt, dass in Jena im gleichen Zeitraum 50 Prozent der Väter Elterngeld beantragt hatten. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag (14.10.14) mitteilte, hält die thüringische Stadt bereits seit dem Jahr 2008 den Spitzenwert. Damals waren es 43 Prozent der Väter eines Geburtenjahrgangs, die Elterngeld beantragt hatten. Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass der Anteil der Väter, die Elterngeld bezogen haben von Bundesland zu Bundesland und sogar von Landkreis zu Landkreis schwankt. Dies gilt entspre-

Buden Boom

Wiedergeburt im Frühling Grund-und Förderschulen aus Stadt und Kreis ha-

ben mit einer gemeinsamen Aktion „Zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten“ dem Mama-Taxi den Kampf angesagt und für Bewegung geworben. Die besten Aktionen wurden jetzt prämiert. Alle Preise gingen in den Landkreis.

Mama Taxi Die Darmstädter Komponistin Barbara Heller hat

ihr neues Werk ihrer Wahlheimat gewidmet. „Fünf Finger Turm“ wird auf fünf schwarzen Tasten gespielt. Der Verein „Piano Podium“ hat die Welturaufführung allerdings nach Karlsruhe verlegt. Eine CD des Stücks soll in Planung sein.

Generationsübergreifende Auszeit.

Foto: oh

Fünf Finger Sound Insgesamt 13 174 Euro haben Darmstädter und

chend auch für die kreisfreien Städte. Während 17 Landkreise und kreisfreie Städter (darunter auch Offenbach) eine Quote von wengier als 30 Prozent erzielten, liegen zumindest neun Regionen bei 30 Prozent oder darüber. In Hessen schnitten neben Darmstadt (37,6 Prozent) auch folgende Regionen bei der Väterbeteiligung gut ab: Landkreis Fulda (36,1 Prozent), Main-Taunus-Kreis (33,0 Prozent), Landkreis Darmstadt Dieburg (31,9 Prozent), Landkreis Gießen (30,9 Prozent), Landkreis Marburg-Biedenkopf (30,8 Prozent), Frankfurt (30,4 Prozent), Hochtaunuskreis (30,0 Prozent), SchwalmEder-Kreis (30,0 Prozent). Seit 2007 gibt es das sogenannte Elterngeld: Mütter und Väter können dadurch 67 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Nettogehaltes der letzten zwölf Monate vor der Geburt, während einer Auszeit

vom Job weiter gezahlt bekommen. Insgesamt 194 000 Väter und 640 000 Mütter, deren Kinder im Jahr 2012 in Deutschland geboren wurden, haben zwischen Januar 2012 und März 2014 Elterngeld bezogen. Das geht aus nun veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts hervor. Über alle Bundesländer, Landkreise und Städte hinweg zeigt sich jedoch, dass Väter häufig nur ein bis zwei Monate Elterngeld beziehen (Hessen: 78 Prozent der Väter, die Elterngeld bezogen). Nur 6,4 Prozent der Papas blieben ein ganzes Jahr oder noch länger zuhause. Dabei haben gerade die Männer einen höheren Anspruch auf die staatliche Leistung (Durchschnitt in Hessen: 1.277 Euro). Bei den hessischen Müttern liegt der Anspruch im ersten Elterngeldmonat im Erhebungszeitraum im Durchschnitt nur bei 936 Euro.DT

Darmstädter Institutionen für die Abdella Primary School in Äthiopien gesammelt, allein 6 000 € kamen aus der Justus-Liebig Schule. „Drei Tage für Äthiopien“ war eine Veranstaltung der Stiftung Menschen für Menschen (Karlheinz Böhm).

Gute Gedanken leben

Herausgeber: Klaus-Jürgen Hoffie, Helmut Markwort, Horst Vatter

IMPRESSUM Verlag: Marktplatz Medien GmbH&Co KG Geschäftsführer: Ulrich Diehl Marktplatz 3 64283 Darmstadt Redaktion Darmstadt: Sandra Russo (Grafix Medien) (verantwortlich) Bildredaktion, Layout: Arthur Schönbein (City-pix Ltd.) Anzeigengestaltung: Yannicka Russo (Grafix Medien) Kontakt Redaktion: Telefon: (0 61 51) 493 08 14 redaktion@darmstaedter-tagblatt.de Anzeigen und Sonderveröffentlichungen: Ulrich Diehl (verantwortlich) Marktplatz 3, 64283 Darmstadt Telefon 0 61 51 – 49 30 812 info@marktplatz-medien.de Vertrieb: 0 61 51 – 49 30 834

Druck: Mannheimer Morgen Großdruckerei und Verlag GmbH, Dudenstraße 12 – 26, 68167 Mannheim Chef vom Dienst: Wolfgang Bassenauer (wb) V.i.S.d.P. Autoren: Sabine Beil (bei), Anke Breitmaier (ab), Frank Horneff (ff), Georgeta Iftode (geta), Uwe Knecht (uk), Stephan Köhnlein (ko), Martin Krauß (mk), Jochen Lange-Späth (jls), Ingo Krimalkin Lohse (Comic), Frank W. Methlow (mw), Walter Schwebel (wsw), Fabian Sell (fas) Personenbezogene Daten werden im Rahmen der Geschäftsbeziehung gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Das Urheberrecht von Gestaltung, Satz und Ausführung von Texten und Anzeigen liegt beim Verlag und darf nicht ohne Zustimmung verwendet oder kopiert werden. Für den Inhalt von Leserbriefen wird jegliche Haftung ausgeschlossen, Kürzungen bleiben vorbehalten. Erscheinungsweise wöchentlich, 95.000 Exemplare


DARMSTÄDTER TAGBLATT

23. Oktober 2014 Versteuerst du noch oder lebst du schon?

Auch Merck kämpft gegen Ebola Forschung

Der extremste Finanzbeamte Deutschlands hat die Ausstrahlung einer menschgewordenen Büroklammer, aber seine Mission ist für die Ewigkeit: Die Anerkennung des deutschen Steuersystems als Weltkulturerbe! Wer könnte den Menschen mehr Beständigkeit bieten als Herr Heuser und seine Leidenschaft für den weltweit artenreichsten Paragrafendschungel. Von den Steuerdaten-CDs bis zur Kaffeefahrt mit hyper-aktiven Rentnern ist es für ihn nur ein kleiner Schritt. Seine Erlebnisse sind Expeditionen durch die neue Unübersichtlichkeit, aber immer getreu dem Motto: Erst wenn die letzte Steueroase trocken gelegt wurde, werdet ihr merken, dass man auch ohne Schwarzgeld DT nicht verdurstet!

■■Sa. 25.10., 20.30 Uhr, halbNeun Theater, Eintritt 18 Euro, mehr Infos unter www.gernotvoltz.de

„Entwicklungshilfe braucht Reformen“ – Ein Plädoyer aus der Praxis

Kritische Medien werfen der Pharma-Industrie vor, zu wenig gegen die bedrohliche Seuche Ebola zu tun. Willi Moor leitet beim Darmstädter Pharmakonzern Merck als General Manager (Chemicals) seit April 2012 ein Büro für Entwicklung in Accra/ Ghana und hält sich nur einige Tag in Darmstadt auf. Mit Willi Moor sprach Walter Schwebel für das Darmstädter Tagblatt über seine Arbeit und das Leben in Westafrika in Zeiten von Ebola. Willi Moor, Merck-Manager gegen Ebola.  Foto: Arthur Schönbein Zunächst zeigt Moor Bilder vom siebe Tage florierenden Markt aus Accra, um verständlich zu machen, wie dort Seuchen entstehen und wie sie bekämpft werden können. Es sind die für westliche Zivilisationen mittelalterlich anmutenden hygienischen Verhältnisse, ohne Toiletten, ohne Kanalisation und ohne Kühlschrank, die bei ständig um 35 Grad das Leben bestimmen. In Accra leben mehr zwei Millionen Menschen, die meisten in großer Armut; etwa zehn Prozent Reiche leben nach westlichem Muster. Alle Verkehrswege und Verkehrsmittel, Lagerräume, auch der Hafen sowie die Wasser- und Energieversorgung erreichen bei weitem nie den Standard für so viele Menschen. Es fehlt an allen Grundlagen einer für den West normalen Infrastruktur!

Und es fehlt an Aufklärung und Bildung. Moor schildert geradezu Seuchen fördernde Details der Ernährung. Solange über die Herkunft der Nahrungsmittel große Unsicherheit besteht, lebt auch er und seine Familie (Ehefrau, zwei Söhne, 12 und 14) nicht ohne Angst etwa bei Fleischverzehr. Jede Aufklärung ist hürdenreich. Moderne medizinische Unterrichtung steht noch weit hinter den Lehren des Medizinmannes und den Glaubensregeln der Volksstämme.

Und was tut Merck? Auf dem Chemiesektor bauen und vertreiben Moor und seine acht Mitarbeiter (er kann sich auch fünfzig Kollegen vorstellen) Wasser­ aufbereitungsanlagen auch für das benachbarte Ausland, damit feinere medi-

zinische Blutanalysen erstellt werden können. Durch Entwicklungen von Merck können Ersparnisse bis zu achtzig Prozent in den Betriebsabläufen erzielt werden. Auch wenn in Ghana bis heute Ebola noch nicht aufgetreten ist, sind Malaria, Cholera und Tuberkulose akut. Das Wasser muss oft zwei oder dreimal destilliert werden, bis zuverlässige Messungen vorgenommen werden können. Merck versorgt viele Institute, soziale Einrichtungen und Schulen kostenlos mit „Minilabs“, das sind kleine mobile Container, mit denen Untersuchungen im Vorfeld medizinischer Behandlung durch Helfer möglich sind. Moor, der auch in Russland und asiatischen Ländern Erfahrungen gesammelt hat, macht deutlich, dass nicht das Geld und hohe Investitionen für die Forschung in

den Laboren die entscheidende Rolle bei der Entwicklungshilfe spielen, sondern ein neues Denken. Die Lieferung von Ernährung und fertigen Produkten förderten oft nur die Korruption. Entscheidend sei, die richtigen Partner zu finden, innovative Netze zu bilden und die Infrastruktur zu verbessern. Generell muss eine größere Beweglichkeit im Denken und Entscheiden einkehren. Medikamente gegen Ebola sind ausreichend vorhanden, es fehlt an der Freigabe durch die Behörden. Auch in Brüssel. Auf globale Veränderungen in den unterschiedlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen angesprochen, philosophiert Moor über einen Kapitalismus der Bildung und Entwicklung mit einschließt und nicht dem rein Gewinn maximierenden Handeln ausgesetzt ist. Im Sudan und in den vergangenen zwanzig Jahren in Russland seien über Bildungsaktivitäten enorme Entwicklungsschritte zu verzeichnen, und die Korruption sei jetzt auf dem Rückzug. In dem über Ghana hinausgehenden Projekt „Afrika kommt“ arbeitet Merck mit seinem Team eng und effektiv mit Gleichgesinnten zusammen. Ihre Ziele liegen nicht in spektakulären Aktionen, sondern im langfristigen Aufbau eines zukunftsfähigen Westafrikas. wsw

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High

Five

• Staatstheater Darmstadt • Landesmuseum • Rosenhöhe • Vivarium • die beiden Oxfam-Shops Angelika, 50 Jahre, Hausfrau

die Redaktion des „Darmstädter Tagblatt“ möchte gerne Ihre „High Five“ in Darmstadt kennenlernen und vorstellen. Mit „High Five“ meinen wir die fünf Dinge, die für Sie Darmstadt ausmachen: Das kann ein Ort oder ein Platz sein, ein Restaurant oder ein Verein, ein Mensch oder Ihr Zuhause, ein Gegenstand oder eine Einrichtung, ein Fest oder Ereignis oder eine Mischung aus alldem. Wichtig ist der Darmstadt-Bezug. Wir brauchen Ihren Vornamen, Ihr Alter und Ihren Beruf. Nur wenn Sie das möchten, veröffentlichen wir auch Ihren Nachnamen und dazu ein Foto von Ihnen. Wir freuen uns auf Ihre Darmstädter „High Five“! Schicken Sie uns Ihre „High Five“ an: redaktion@darmstaedter-tagblatt.de unter dem Stichwort „High Five“.

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DARMSTÄDTER TAGBLATT

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Täter Best im Blick Erinnerung

Orgasmus im elften Stock

Vortrag und Diskussion in Darmstadt

Ausgehtipp

Neues Highlight in Darmstadts Gastroszene: In der Penthouse-Bar „upéro“ gibt’s Cocktails satt – mit sensationellem Blick über die Stadt.

Der renommierte Jenaer Historiker und Buchautor Jochen Böhler (45) referiert im Rahmen der Darmstädter Aktions-Wochen gegen Antisemitismus zum Thema „Auftakt zum Vernichtungskrieg: Werner Bests Einsatzgruppen und die Massenmorde in Polen 1939 – Auftrag, Ausführung, Beihilfe“. Böhlers These: Die Wehrmacht führte nicht erst ab 1941 mit dem Überfall auf die Sowjetunion, sondern bereits seit September 1939 in Polen einen erbarmlosen Vernichtungskrieg mit grausamer Härte. So ermordeten die vom Heydrich-Stellvertreter Best gelenkten Einsatzgruppen

Der Historiker Jochen Böhler.

Foto: privat

und der berüchtigte „Volksdeutsche Selbstschutz“ nach vorbereiteten Listen in Polen 1939 tausende Juden, Intellektuelle, Politiker, Geistliche, Lehrer, Ärzte – aber auch Arbeiter und Gewerkschafter. Zugleich begann der Krieg mit einer Lüschießung ge: Nicht die Be­ der Danziger Westerplatte markierte den Beginn des Weltenbrands, sondern eine halbe Stunde vorher die durch die deutsche Luftwaffe zerstörte polnische Stadt Wielun. Danach bombardierte Görings Luftwaffe mehr als tausend Städ-

te – darunter die Hauptstadt Warschau mit allein 20.000 Toten. Im Anschluß an Böhlers Vortrag gibt es ein Podiumsgespräch zum Thema „Vom polnischen Guernica bis Warschau: Der unbekannte deutsche Bombenkrieg gegen Polen“ mit Dieter Bingen (Direktor des Deutschen Polen-Instituts), Jochen Böhler (Univ. Jena, Historiker), Moderation: Martin Frenzel (Förderverein Liberale Synagoge). DT

■■Do., 23.10., 19.30 Uhr, Haus der Geschichte, Infos: www.liberale-synagoge-darmstadt.de

JazzTalk 103 Mit dem Fotografen Patrick Hinely und dem New Yorker Trio Digital Primitives öffnet das Jazzinstitut am 24. Oktober das Bessunger Kavaliershaus ganz außergewöhnlichen Protagonisten des amerikanischen Jazzlebens. Patrick Hinely war 40 Jahre mehr als ein Chronist amerikanischer Jazzgeschichte. Er wendete seinen Blick dem Geschehen abseits der großen Bühnen zu und schuf damit zauberhafte Dokumente von großer Nähe und Intimität in schwarz-weiß. Die Ausstellung seiner Bilder ist bis zum 31. Januar 2015 in der Galerie des Jazzinstituts zu sehen. Hinely wird zur Eröffnung am 24. Oktober (ab 19.30 Uhr) in der Galerie des Jazzintituts persönlich anwesend sein.

Im Anschluss gibt es den 103ten JazzTalk im Gewölbekeller des Jazzinstituts. Was diesmal drei New Yorker bieten, ist eine hypnotische Mischung aus Roots Music und New York-Avantgarde. Cooper-Moore ist Griot, Instrumentenerfinder, Komponist, Sänger, Pianist – auf jeden Fall ein Multitalent, dessen musikalische Vita eng mit anderen Protagonisten schwarzer Avantgarde wie David S. Ware oder William Parker verknüpft ist. Gemeinsam mit dem aus Israel stammenden Tenorsaxophonisten Assif Tsahar und Schlagzeuger Chad Taylor bildet er das fulminante Trio Digital Primitives. Fr., 24.10., 19.30 Uhr, Jazzinstitut, Bessunger Str. 88d

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blick rundum? „Hier hatte der vorherige Besitzer seine Penthouse-Wohnung“, erklärt die Bedienung. „Aber er hat sie kaum genutzt.“ Besagter Vorbesitzer, Henry Nold, lebt stattdessen in einer prachtvollen Villa mit einem Garten voller Kunst auf der Mathildenhöhe (wir berichteten). Die bunten Keramikhühner, die jahrelang den Vorplatz des Hochhauses bevölkerten, sind mit dem Verkauf in seinen Garten umgezogen. Die Karte lockt mit berückender Vielzahl an Cocktails und Drinks. Vom „Orgasmus“ (4,50 €) bis hin zu „The Bartender`s Joice“

(13,80 €) ist alles zu haben. Die Preise sind der Lage entsprechend eher hoch, eine „Happy Hour“ gibt es nicht. Gegen den kleinen Hunger gibt es vor allem Flammkuchen (7,50 €), für größeren Appetit Gerichte bis 19,50 €. Der „Kleine Tapas-Teller“ für immerhin zwölf Euro stellt sich als tatsächlich klein heraus und hinterlässt das leicht unbefriedigende Gefühl, nur ein bisschen genascht zu haben. Das stilvolle Ambiente tröstet jedoch darüber hinweg. Die meisten Menschen kommen wahrscheinlich ohnehin, um sich an dem spektakulären Ausblick sattzusehen.

Foto: Arthur Schönbein

Bis Ende des Jahres wollen die neuen Eigentümer auch das Parkplatzproblem gelöst haben. Bis dahin soll den Gästen die Tiefgarage des Hochhauses zur Verfügung stehen.

Info „upéro“, Eschollbrücker Straße 2. Mittags gibt es einen Business-Lunch (11.30-14 Uhr), am ersten Sonntag im Monat Brunch (10-14 Uhr). Die Location kann man auch privat mieten, Tel: 06151-4930090.

Der Krimiautor Andreas Roß im Porträt

Seit 1983 lebt Andreas Roß in Darmstadt, die Idee zum Schreiben kam 1991 parallel zum Lauftraining. Roß: „Wenn man zwei oder drei Stunden läuft, hat man viel Zeit kreativ zu denken, weil Laufen eher eintönig ist.

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Neue Perspektiven bietet das „upéro“. 

Mord am Computer

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Es ist wie eine Zeitreise: Unten der ewige Matratzen-Concorde, darüber das Studentenhochhaus, das Ganze umspült vom Verkehr, der Eingang ein bisschen versteckt. Ein altbackener Aufzug in schrillem rosa zuckelt hoch in den zehnten Stock, dann noch eine Etage zu Fuß. Oben dann eine andere Welt: Lichtdurchflutet, Blick rundum, der Himmel über Darmstadt ist weit und von Flugbewegungen kartographiert. Loungemusik, Gläserklirren, Selfies. Wenn ein Ort den Namen „location“ verdient hat, dann dieser. Mit dem „upéro“ hat Darmstadt im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Highlight dazugewonnen. Dass Darmstadt sich einst „die Stadt im Walde“ nannte, ist heute kaum mehr vorstellbar. Hier oben aber, aus luftiger Höhe betrachtet, scheint sie dieses Prädikat wieder verdient zu haben – zumindest gen Süden versinkt sie geradezu in waldigem Grün. Während die Sonne glühend über der Frankfurter Skyline versinkt, schweift der Blick von der Panoramaterrasse über all die vielen Schätze der Stadt: Hochzeitsturm, Russische Kapelle, Stadt- und Ludwigskirche, Theater und Schloss. Was war wohl früher in dieser eleganten Etage mit dem edlen Stäbchenparkett und dem Ausnahme-

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Über den Dächern von Darmstadt bittet das „upéro“ zu Tisch

Von Sabine Beil

Zum 75. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen 1939 – zugleich Beginn des vom Nazi-Regime von Zaun gebrochenen Zweiten Weltkriegs – nimmt der Förderverein Liberale Synagoge in Kooperation mit dem Deutschen Polen-Institut die Schlüsselrolle des Darmstädter SS-Täters Werner Best (1903-1989) in den Blick.

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Wenn ich bei einer Geschichte durchhänge, mache ich eine Laufeinheit und dann fällt mir immer etwas dazu ein.“ 1997 hat Roß seine ersten Kurzkrimis im Selbstverlag veröffentlicht, inzwischen ist er beim Hanauer Naumann-Verlag. „Anfangs habe ich mich vergeblich bei verschiedenen Verlagen beworben. Ohne einen Literaturagenten geht nichts. Die schauen dann, was für ein Thema gerade angesagt ist und nicht, was hinter einer Geschichte steckt. Es wird nur gesucht, was sich gut verkaufen lässt. Ich hatte beim Naumann Verlag Glück, dass ich den Herausgeber gekannt habe und er von meiner Geschichte sehr angetan war, erinnert sich der Autor. Roß schreibt überwiegend Krimis: „Dieses Genre gefällt mir gut. Ich habe früher im Gefängnis als Haftentlassungshelfer gearbeitet, da wurde mir viel erzählt. Es ist nach einem ar-

Krimiautor Andreas Roß

beitsreichen Tag ganz entspannend, nach Hause zu kommen und am Computer ein bisschen zu morden.“ In seinem Notizbuch hält Roß seine Einfälle fest, um sie dann manchmal erst nach Jahren zu bearbeiten. Roß: „Die Geschichte zu meinem letzten Roman ,abgedrückt‘, der 2013 erschienen ist, entstand bereits 1997. Die Handlung spielt aber in den Achzigern der Darmstädter Studentenszene. Den Mann, der durch Bessungen mit seinem Klumpfuß Fahrrad fährt, gab es tatsächlich. Aber auch seine Hauptfigur, der Kriminaloberkommisar

Foto: Georgeta Iftode

Lothar Ludwig Dobermann, sei an die Realität angelehnt, sagt Roß. Für Darmstädter Krimis hat sich Roß entschieden, weil er die Stadt kennt. Hier hat er die Feinheiten des Schreibens 2003 in der Textwerkstatt von Kurt Drawert gelernt, dort wurden ihm die Textverarbeitung und der Textaufbau vermittelt. Seit mehreren Monaten liest Roß auf Einladung in Darmstadt und Umgebung aus seinem Roman „abgedrückt“ und dem Kurzkrimiband „Begegnungen mit geta dem Berserker“. 

Info Im März 2015 erscheint Roß‘s neuer Krimi „weisskalt“. In diesem Roman ist Roß’ Hauptfigur, der Kommissar Lothar Ludwig Dobermann zwar schon pensioniert, mischt sich aber weiter in die Polizeiarbeit ein. Und sein Sohn ist jetzt der Krimonaloberkommisar, der mit Hilfe des Vaters versucht, den Mord an der Frau eines in Darmstadt lebenden Klimaforschers zu lösen. geta


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Wir freuen uns auf den „Club“ beim Flutlichtspiel!

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Ein Klassiker kehrt zurück Der SV 98 trifft am Montagabend auf den 1. FC Nürnberg

Lilien Die Lilien gegen den „Club“ – die Partie war in den 70er Jahren ein Klassiker der Zweiten Liga Süd. Fast vier Jahrzehnte später stehen sich die beiden Teams in dieser Spielklasse erneut gegenüber Anpfiff ist Montag (27.) um 20.15 Uhr im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Rückblick in die Saison 1977/78: Unter Trainer Lothar Buchmann waren die „Lilien“ holprig in die Saison gestartet. Doch in der Rückrunde wendeten sie das Blatt. Nach zwölf Siegen in Folge und einem Unentschieden kam der 1. FC Nürnberg ans gerade ausgebaute Böllenfalltor. Vor 000 Zuschauern erziel26  ten Peter Cestonaro und Joachim Weber die Treffer zum 2:0-Sieg der Lilien gegen den „Club“, der damals noch deutscher Rekordmeister war. Am Ende der Saison stieg Darmstadt als Tabellenerster auf, für Nürnberg ging es als Tabellenzweiter ebenfalls nach oben, Arminia Bielefeld aus Liga Nord

Abendstimmung: Die Lilien erwarten den 1. FC Nürnberg unter Flutlicht.

komplettierte das Aufsteiger-Trio. Ein Jahr später stiegen alle drei Vereine jedoch gemeinsam wieder ab. Heute ist die Situation eine völlig andere. Nürnberg zählte vor Saisonbeginn als Bundesliga-Absteiger zu den Aufstiegsfavoriten. Die Mannschaft wurde runderneuert, nur wenige Spieler wie Keeper Raphael Schäfer, Abwehrspieler Javier Pino-

la und Mittelfeldmann Timo Gebhart kennt man noch aus der Nürnberger Erstligazeit. Teuerste Neuzugänge waren Angreifer Jakub Sylvestr von Erzgebirge Aue und Verteidiger Dave Bulthuis vom FC Utrecht in den Niederlanden. Doch unter dem neuen Trainer Valerien Ismael, der als Spieler in der Bundesliga für Bayern, Bremen und

Seite Gesundheitsmesse

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Archiv-Foto: as

Hannover aktiv war, gab es einen Holperstart. Gebhart fällt nach einer Operation lange aus; Vereinsikone Schäfer wurde zur Nummer drei im Tor degradiert und Neuzugang Bulthuis nach schwachen Spielen und einer Auseinandersetzung mit Ismael ebenfalls aus dem Team gestrichen. Seitdem hat sich die Mannschaft stabilisiert, ist seit drei Spielen

unbesiegt und gewann zuletzt gegen RB Leipzig mit 1:0. Von einer stabilen Ruhe ist man in Nürnberg jedoch weit entfernt. Trainer Ismael und Sportvorstand Martin Bader gerieten zeitweise schwer in die Schusslinie. Bader kann immerhin für sich verbuchen, dass die wirtschaftliche Erholung des Vereins fortgesetzt wurde, so dass ihm bei der Mitgliederversammlung Anfang Oktober der Rücken gestärkt wurde. Ismael hat schon vor einigen Wochen die großen Erwartungen im Umfeld gedämpft. „Wir müssen kleinere Brötchen backen“, erklärte er nach dem mäßigen Saisonauftakt. Doch sollte der „Club“ sich nicht langsam in vordere Tabellengefilde vorarbeiten, wird die Luft für Trainer und Sportvorstand schon bald wieder dünn werden. Wenn die Tabelle für Nürnberg am Ende dann doch so aussehen sollte wie in der Saison 77/78, wäre das eine Überraschung – und für die Lilien ko mehr als ein Wunder. Anzeige Seite 3 journal Odenwälder

Die Gesundheitsmesse für mehr Lebenslust Bald ist es soweit! In wenigen Tagen beginnt die 6. Groß-Umstädter Gesundheitsmesse. Ein vielfältiges Programm garantiert Spiel, Spaß und Information und macht die Veranstaltung zu einem Ereignis für die gesamte Familie! Unter dem Titel „herz & körper — Die Gesundheitsmesse für mehr LebensLust“ präsentieren sich zahlreiche Firmen, Dienstleister, Vereine und Institutionen auf der Groß-Umstädter Gesundheitsmesse. In der Stadthalle und in der angrenzenden Heinrich-Klein-Halle informieren sie an ihren Ständen über allerlei Wissenswertes zum Thema Gesundheit. Hierbei können die Besucher auch selbst aktiv werden. Am Stand der AOK kann man sich beispielsweise auf einem „Müsli-Rad“ seine Cerealien selbst erstrampeln und danach vor Ort genießen. Bei Gabi Blank, einer Ernährungstrainerin aus Groß-Umstadt, mixt man sich seine leckeren Smoothies selbst und lernt dabei noch den ein oder

anderen Trick für das perfekte, gesunde Erfrischungsgetränk. Mit den Kreiskliniken DarmstadtDieburg und dem St. Rochus Krankenhaus nehmen zwei der wichtigsten medizinischen Einrichtungen dieser Region an der Gesundheitsmesse teil. Die Messe dient aber auch als Plattform für ehrenamtliche Vereine, die auf Mitglieder und Spenden angewiesen sind und dazu auf ihre Tätigkeiten aufmerksam machen wollen. Präsentieren werden sich u. a. der Rheumaliga Hessen e.V. und die Parkinson Selbsthilfe Gruppe Groß-Umstadt. Nebenbei wird es aber auch ein unterhaltsames Rahmenprogramm geben: im Clubraum der Stadthalle werden an beiden Tagen interessante Vorträge gehalten. Die Themenauswahl orientiert sich dabei am Titel der Veranstaltung „herz & körper — Die Gesundheitsmesse für mehr LebensLust“. So wird nicht nur das Thema Gesundheit sondern eben auch die Lebensfreude eines

Menschen eine wichtige Rolle in den Vorträgen spielen. Verschiedene Auftritte und Vorführungen, diverse Gewinnspiele und etliche Angebote für Kinder runden das Programm ab und machen die Messe zu einem Erlebnis für die ganze Familie! Die 6. Groß-Umstädter Gesundheitsmesse wird am Samstag und Sonntag, den 25. und 26. Oktober 2014 in der Heinrich-Klein-Halle und in der Stadthalle Groß-Umstadt stattfinden. Unter dem Titel „herz&körper — Die Gesundheitsmesse für mehr LebensLust“ präsentieren sich dort zahlreiche Aussteller wie z.B. die AOK oder die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg um über Themen wie Bewegung, Prävention, Wohlbefinden und gesunde Ernährung über regionale Erzeuger zu informieren und zu beraten. Besuchen auch Sie die Gesundheitsmesse. Alle Informationen zu Ausstellern, Vorträgen, Vorführungen und weiteren Themen finden Sie auf www.herzundkoerper.de.

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Die regionale AOK ist ein echtes Schwergewicht. Mit Beratungscentern in Darmstadt und Dieburg ist sie für ihre rund 85.000 Kunden da — und das seit Jahren ohne Zusatzbeitrag. Langjähriger Chef der AOK-Standorte ist Manfred Schmidt. Er führt in Darmstadt und Dieburg ein Team aus insgesamt 16 Kundenberatern. „Der persönliche Draht, die Nähe zu unseren Kunden. Das ist mir als Chef ganz besonders wichtig. Unfreundlich von oben herab — das gibt’s bei uns nicht“, sagt Manfred Schmidt. Das Ergebnis: Rund 85.000 Kunden in der Region vertrauen auf den Service und die Leistungen der größten hessischen Krankenkasse. Besonders gut punktet die AOK mit ihren Serviceleistungen. „Erst im Frühjahr 2014 wurden wir beim branchenübergreifenden Wettbewerb ‚Deutschlands kundenorientierteste Dienstleiter’ als eines der zwanzig kundenfreundlichsten Unternehmen deutschlandweit ausgezeichnet“, berichtet Schmidt. Kein Wunder: In Darmstadt ist die AOK sogar samstags persönlich erreichbar — von 9 bis 13 Uhr! Zusätzlich gibt es im

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Herzlich willkommen zum Begleitwohnen Die K&S Seniorenresidenz in Babenhausen lädt Angehörige herzlich ein, sich beim Einzug ihres Vaters oder ihrer Mutter ein Bild vom Leben im neuen Zuhause zu machen. Dazu bietet sie ein dreitätiges „Begleitwohnen“ an, das ältere Menschen in den ersten Tagen nach dem Umzug in die Einrichtung zusätzlich unterstützen kann. Denn zunächst ist alles neu und unbekannt: Die anderen Bewohner des Hauses, die Mitarbeiter, die Weitläufigkeit der neuen Umgebung und die Atmosphäre. „Mit dem Begleitwohnen für Angehörige laden wir die Kinder oder auch andere Verwandte unserer Bewohner ein, sich selbst ein Bild von unserem Haus zu machen —

die ersten Tage in der neuen Umgebung gemeinsam zu gestalten und mitzuerleben, wie sich das neue Zuhause anfühlt“, sagt Residenzleiter Claus Nothnagel. Dabei könnten sie ihrer Mutter oder ihrem Vater unbürokratisch zur Seite stehen und auch selbst Vertrauen in die neue Situation entwickeln. Die Geborgenheit, die eine vertraute Person einem älteren Menschen in der frühen Phase der Umstellung vermittle, könne den Schritt in das Leben in einer Senioreneinrichtung wesentlich erleichtern. Kosten fallen für das K&S „INSIDE“-Angebot nicht an. Es sieht die Übernachtung in einem Einzeloder Doppelzimmer inklusive drei abwechslungsreicher Mahlzeiten

Darmstädter Beratungscenter einen eigenen Service-Point für Studierende. Die AOK ist neben der persönlichen Ansprache im Beratungscenter unter der 06404 924 2000 auch telefonisch erreichbar. Hinzu kommen AOK-Clarimedis, ein rund um die Uhr erreichbares, kostenloses ärztliches Beratungstelefon, die mobile Pflegeberatung der Kasse sowie verschiedene Plattformen im Internet, die einen bei der Wahl einer geeigneten Klinik oder eines passenden Pflegeheimes unterstützen: www.aok-gesundheitsnavi.de. Übrigens: Am 25. und 26. Oktober findet die Gesundheitsmesse in Groß-Umstadt statt. Am Stand der Gesundheitskasse kann man beides: Eine tolle Wellness-Reise gewinnen und aktiv schlemmen. Auf dem legendären „Müsli-Rad“ erstrampelt man sich seine Cerealien selbst — und genießt danach mit einem richtig guten Gefühl. Kontakt zu den AOK-Beratungscentern Darmstadt: Neckarstraße 9; Dieburg: Aschaffenburger Straße 21. Herzlichkeit und Wärme: Die neue K&S Seniorenresidenz in Babenhausen.

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pro Tag vor. Angebote des Gemeinschaftslebens und der Tagesgestaltung können, so der Residenzleiter, ebenfalls wahrgenommen werden. „Den „INSIDE“-Gutschein erhalten die Angehörigen bei uns in der Residenz. Für eine Führung durch unser schönes, neues Haus und für ausführliche Beratungsgespräche stehen wir natürlich auch gern zur Verfügung. “ Gut betreut leben — in der Seniorenresidenz Babenhausen; Residenzleiter Claus Nothnagel, Telefon 06073/74471102; www.ks-unternehmensgruppe.de.

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DARMSTÄDTER TAGBLATT

23. Oktober 2014

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Ein hoheitliches Taschentuch Geschichte

Briefe des Polarforschers Weyprecht jetzt im Staatsarchiv

Hundert persönliche Briefe wurden in der vergangenen Woche dem Hessischen Staatsarchiv in Darmstadt übergeben. Geschrieben hat sie Carl Weyprecht, einer der großen Söhne Darmstadts. Sie sind an seine Eltern gerichtet und zeigen viele interessante Facetten seines Lebens als Offizier der österreichischen Marine und Weyprechts Bedeutung für die Polarforschung. Seine Arbeiten begründeten die ersten gemeinsamen Standards in dieser damals neuen Disziplin. Die Korrespondenz wurde von den Eltern gesammelt. Die Briefe der Eltern an Carl Weyprecht allerdings gibt es nicht mehr, was bei seinem Leben an Bord von Schiffen und seinen Expeditionen in das unwirtliche Polargebiet nicht verwunderlich ist. Seinen Eltern berichtete Weyprecht von Seeschlachten, an denen er beteiligt war, von den Gefahren an Bord und auch vom Glück des Überlebens in der Schlacht. Briefe waren die einzige Möglichkeit, den Kontakt zu halten. Die Urgroßnichte, Heidi von Leszczynski, der Urgroßneffe Wilfried Heinemann und Ulrike Heinemann, kamen jetzt ins Hes-

Heidi von Leszczynski (links) übergibt Briefe und persönliche Gegenstände an den Leiter des Staats­ ­archivs Johannes Kistenich-Zerfaß, . Fotos: Arthur Schönbein

sische Staatsarchiv nach Darmstadt, um die Briefe zu übergeben. Das Staatsarchiv wird diese Briefe nun der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Persönliche Gegenstände Doch nicht nur das: Bei der Übergabe wurden zur großen Überraschung auch persönliche Gegenstände aus dem Besitz von Carl Weyprecht an das Staatsarchiv übergeben. Ulrike Heinemann, Witwe eines Urgroßneffen, hatte sie mitgebracht. So stieß das Fotoalbum mit Bildern der Eltern und ein kleines, als Anhänger ge-

arbeitete Fels-Stück des Franz-Josef-Landes, als dessen Entdecker Carl Weyprecht bekannt wurde, auf besonderes Interesse. Ein Stofftaschentuch mit gestickten Initialen fiel besonders auf:

Es ist das Taschentuch Maximilians von Österreich (1832 – 1867), dem letzten Kaiser von Mexiko. Er hatte es ein paar Wochen vor seiner Erschießung Carl Weyprecht geschenkt.jls

Carl Weyprecht Der Marineoffizier und Polarforscher Carl Weyprecht kam am 18. September 1838 in Darmstadt zur Welt, war nach dem Abitur in Darmstadt Kadett der österreichischen Kriegsmarine. 1872 brach er von Bremerhaven aus zu einer Nordpolexpedition auf, in deren Verlauf er 1873 die Inselgruppe „Franz-Josefs-Land“ entdeckte und erkundete. 1881 starb Weyprecht in Michelstadt an den Folgen einer langwierigen Lungenerkrankung, die er sich in der arktischen Kälte geholt hatte. In Darmstadt erinnert heute eine Straße zwischen Riedeselstraße und Heinrichstraße, unweit des Staatstheaters, an den Forscher. DT

Jeden Tag eine Stunde Sport Bildung

Rollhockey-Bundesligist RSC Darmstadt hat am vergangenen Samstag im Europapokal-Heimspiel gegen den RHC Basel eine 1:4-Niederlage kassiert. Die Gäste aus der Schweiz, die mit Marcel Behnke in den letzten drei Spielminuten einen Darmstädter auf dem Spielfeld hatten, überzeugten durch Schnelligkeit, sichere Technik – und durch die individuelle Klasse vor allem ihrer portugiesischen Spieler. Durch Jorge

Gonzales kamen die lange gut mithaltenden RSC-Krokodile zum zwischenzeitlichen 1:3-Anschlusstreffer, zu mehr reichte es gegen die Schweizer allerdings nicht mehr. Das Rückspiel in Basel ist am 1. November (Samstag), zuvor bestreitet der RSC, aktuell in der Rollhockey-Bundesliga nach drei Spielen Tabellenachter, sein Bundesliga-Auswärtsspiel beim SC Bison Calenberg bei Hannover. ff / Foto: Arthur Schönbein

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Täglich eine Stunde Sport. Mit diesem Ziel verbindet der Sportkreis Darmstadt-Dieburg mit 16 Kooperationen Grundschulen und Sportvereine in Darmstadt und im Landkreis DarmstadtDieburg mit seinem Bewegungsprojekt „Schule und Verein“. „Sport und Bewegung sind wichtige, zum Teil grundlegende Prozesse in der Entwicklung von Kindern. Unser Hauptziel ist die nachhaltige Verbesserung des Bewegungsangebotes für Kinder gerade im Grundschulalter“, sagt Harry Distelmann, stellvertretender Vorsitzender des Sportkreises Darmstadt-Dieburg. Seit Jahrzehnten wird von Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachrichtungen und auch von den Sportorganisationen die tägliche Stunde Sport in der Schule gefordert.

Dieser Forderung kommt nun eine Initiative des Sportkreises Darmstadt-Dieburg nach. Das Projekt „Schule und Verein“, zunächst für das Schuljahr 2014/15, verfolgt eine langfristige und ehrgeizige Perspektive: die tägliche Stunde Sport in Grundschulen in Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Alle Grundschulen im Kreis Darmstadt-Dieburg und in der Stadt Darmstadt wurden zu Kooperationen mit Sportvereinen für die Klassen mit Schulanfängern eingeladen. Vorausgesetzt, dass mindestens drei Sportstunden im Stundenplan stehen, kann der Sportkreis eine weitere Stunde Sport organisieren, die durch qualifizierte Übungsleiter aus den örtlichen Sportvereinen angeboten wird. In 16 Grundschulen – fünf in der Stadt, elf im Landkreis – ist das Programm zu Schul-

- Geschäftswelt -

jahresbeginn gestartet, einige fangen erst nach den Herbstferien an. „Wir sind mit dem Beginn zufrieden. Die ersten Rückmeldungen der Übungsleiter waren durchwegs positiv“, freut sich Distelmann. Auch die Leiterin der Andersenschule in Eberstadt, Marion Aufleger, ist begeistert: „Ein Plus an Bewegungszeit für die Kinder ist einfach toll. Die Sportstunden „dazwischen“ kommen dem Bewegungsdrang der Kinder sehr entgegen und helfen auch, sich als Gruppe zu finden und das soziale Miteinander zu üben.“ Finanziert wird das Projekt durch den Sportkreis, die Stadt Darmstadt und den Landkreis. Das staatliche Schulamt ist mit beratender und organisatorischer Hilfestellung genauso beteiligt wie der Landessportbund Hessen, die Sportkreisjugend Darmstadt-Dieburg und das Sportamt der

Stadt Darmstadt. Für die Schulen und die beteiligten Sportvereine bietet der Sportkreis darüber hinaus ein spezielles Coaching an. Auch soll das Programm wissenschaftlich begleitet werden. Aus Darmstadt nehmen an dem Projekt die Heinrich-Hoffmann-Schule, die Heinrich-Heine-Schule, die Mornewegschule, die Ernst-Elias-Niebergall-Schule und die Andersenschule teil. Sie kooperieren mit den Vereinen Rot-Weiß Darmstadt, ASC Darmstadt, TGB Darmstadt, TG 1875 Darmstadt und TV uk Eberstadt. 

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DARMSTÄDTER TAGBLATT

Seite 10

23. Oktober 2014

Achtung, Satire!

Der große Wurf »Seitenblicke« von P. J. Hoffmann Die Stadt Darmstadt hat für 15 000 Euro ein Taubenhaus aufs Karstadtdach setzen lassen. Sie sollen dort gefüttert werden. 120 Tauben wurden von Würzburg nach Darmstadt gebracht. Um den Darmstädter Tauben das Futter wegzufressen. Bürgerinnen und Bürger reagieren darauf mit Unverständnis. Sie sehen das oberflächlich. Unser Tagblattreporter hat herausgefunden, dass ein geniales Gesamtkonzept dahintersteckt. Scheftheimer Wiesen Es tropft aus den Erlenästen am Ruthsenbach. Revierförster Hubertus Rodensteiner steht in seinen Gummistiefeln fast bis zu den Knien im Schlamm. „Sie sehen,“ sagt er, „das Bio tobt. Zum Winter brauchen die Wildschweine tierisches Eiweiß. Hier finden sie es. Wir füttern pro Woche dreieinhalb Tonnen Schlachtabfälle aus dem Odenwaldschlachthof bei Brensbach. Ich war anfangs skeptisch. Müffelt ja auch. Wir opfern hier zwei Hektar Feuchtwiesen. Aber ich denke, bis spätestens Mitte November müsste auch die dümmste Sau bis Zwingenberg gemerkt haben, dass es sich lohnt, zu uns zu kommen. Und keinen Vorgarten des Paulusviertels aufzusuchen.“

Meldung: Weitere Streiks in Darmstadt Nach den Lokführern und den Piloten streiken jetzt auch die Comic-Figuren. Ab dem kommenden Freitag, 4 Uhr, arbeitet Knortz wieder und wird in der nächsten Ausgabe wie gewohnt das Darmstädter Stadtgeschehen kommentieren. DT/Unsinn

Anruf beim EAD „Ja,“ bestätigt die angenehme weibliche Stimme von Iris Waffel-Ratschen in der Service-Hotline des EAD, „wir bekommen immer öfter Anrufe, ob Taubendreck nicht in die Wertstofftonne gehört. Und ich sage, ja, denn damit können die Leute Möbel abbeizen, Moos auf der Terrasse substituieren, Autolack abbeizen. Ich zeige Möglichkeiten auf.“

Forum Pflegebedürftigkeit

Böllenfalltorstadion Torjäger Dominik Stroh-Engel kommt nach dem Training aus der Dusche. „Das ist korrekt,“ bestätigt er, „ich bin nicht der Typ, der gern die Schwalbe macht. Aber wir Lilien trainieren jetzt mit Dirk Schuster die Taube. Also sich scheiße fallen lassen und darauf achten, dass am Gegner was hängen bleibt.“

Gesundheit

Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen. Sie kann schleichend und damit planbar Einzug in den Alltag halten, sie kann aber auch schlagartig eintreten. Welche Vorkehrungen man treffen kann, was erst im Akutfall geregelt werden kann, welche Ansprechpartner es gibt und worauf sich Bertoffene in der einen oder anderen Versorgungsform verlassen können, wird in dieser Vortragsreihe beleuchtet.

Wasserkuppe, Rhön Der Blick geht weit in die herbstliche Landschaft. „Und ob,“ schwärmt Falkner Arno Waffenschmidt, den Kopf in den Nacken gelegt, „Falken sind eine Gefahr für Tauben. Bei Xerxes und bei Friedrich ist es mir gelungen, ihre Ernährung auf 90 Prozent vegan umzustellen. Und nein, ich darf nicht bestätigen, dass ich im Auftrag der Stadtverwaltung Darmstadt handele.“ Jugendhof Bessunger Forst Während das gelbe Buchenlaub leise fällt, wummern die Bässe über die Lichtung. Ein junger Mann mit Irokesenschnitt nähert sich gravitätisch der Europalette Astra-Bier und fingert bedächtig nach einer vollen Flasche. „Nach der ersten Woche wollte ich aufgeben, ehrlich. Niemand. Aber jetzt,“ die schwärmerische Stimme der Sozialarbeiterin Felicitas Frölig kiekst nach oben,“ jetzt sind sie da. Punks aus Würzburg. Wenn die Darmstädter Punks mitkriegen, dass es hier Freibier gibt, kommen die auch. So einfach hatte ich mir meine Arbeit nie vorgestellt.“ Tiefgarage Luisencenter Wohin ich blicke: Ratten. Hunderte, vielleicht tausend. Sie wuseln an Günter Ölschlägers Hosenbeinen und auf seinen Schultern. Mit gelöstem Lächeln präsentiert er eine weiße Ratte auf seiner Handfläche. „Wir haben erstmal dreißig Stellplätze unter Karstadt für sie reserviert, in der Grafenstraße nochmal zwanzig. Q-Park identifiziert sich mit Ratten. Wir weiten das aus. Wir haben Ratten aus Venedig angekauft, aus London, aus Paris, das gibt ein großstädtisches Flair. Wir füttern sie mit Tatar, leider noch kein Biofleisch, aber da kommt keine Kanalisation gegen an.“ Arheilgen, Aldiparkplatz Vor dem Kundeneingang stehen zwanzig Demonstranten mit Schildern wie ‚Die Ratte in der Hand UND die Taube auf dem Dach‘ oder ‚Animalisch statt barbarisch‘. Sprecherin Anette Wiebels-Heubach erklärt: „Während Rewe, Lidl und Tegut Rattenfutter spenden, weigert sich Aldi-Süd, abgelaufene Lebensmittel als Rattenfutter zu spenden. Wir rufen zum Boykott auf.“ Justus-Liebig-Haus Während der Stadtverordnetenversammlung steht eine grüne Stadtverordnete vor dem Eingang und möchte namentlich nicht genannt werden: „Wir sind die stärkste Fraktion. Und natürlich hat sich jemand was dabei gedacht. Das tut schließlich die Hälfte von uns. Aber zur Zeit geht es bei uns zu wie in einem Taubenschlag.“ Senckenberginstitut Frankfurt Dr. Alexander Tunnigkeit begleitet das Darmstädter Taubenmodell als Wissenschaftler. „Natürlich könnten Sie versuchen, Würzburger Grünenpolitiker nach Darmstadt zu locken. Die haben das gleiche Beuteschema und die Postenkonkurrenz würde den Selektionsdruck auf die Darmstädter erhöhen. Flankierend bietet es sich an, Darmstädter Grüne in Mecklenburg-Vorpommern, der Niederlausitz oder auch auf den Galapagosinseln anzusiedeln. Das macht sie nicht unschädlich, aber sie schaden anderen. Die günstigste Variante wäre jedoch, so lange grün zu wählen, bis es zur absoluten Mehrheit langt. Wissen Sie, je größer die Dinosaurier wurden, desto weniger Intelligenz haben sie gebraucht. Und das macht auffallend anfällig.“

Vorträge zu Patientenverfügung, Pflegeleistungen und Anträgen

Durch einen Unfall oder einer schweren Krankheit sind Patienten oft nicht mehr in der Lage ihren Willen für die medizinische Behandlung selbst zu äußern. Mit einer Patientenverfügung werden Regelungen für diesen Fall getroffen. Diese Vorsorge ist Ausdruck unserer Freiheit zur Selbstbestimmung und Ergebnis einer Auseinandersetzung Vier Bildhauer stellen aus

„ChurchNight“ für Jugendliche

Vier Bildhauer laden zu einer gemeinsamen Ausstellung in das „Atelier-Collektive“ im Werkhof, Am Sandacker 16, in Darmstadt, ein. Am Donnerstag (23.) von 16 bis 18 Uhr werden die Künstler Traudi Schulte, Henning Wittmann, Max Udo Bauer und Roland Zehetmeier in Aktion zu sehen sein. ga

Zur „ChurchNight“ am Freitag (31.) ab 18 Uhr lädt die evangelische Kirche in Bessungen ein. Ab 18 Uhr können Jugendliche in der Bessunger Kirche, Am Kapellberg 2, etwa herausfinden, was Menschenrechte mit der Reformation zu tun haben. Zu jeder vollen Stunde gibt es eine kurze Andacht. Es stehen Stationen und Angebote zu den Themen Menschenrechte, Reformation, Freiheit und Nächstenliebe bereit. Dazu können Jugend-

■■Geöffnet von Montag bis Freitag, 16 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag, von 11 bis 13 Uhr. Die Finissage ist am Samstag (25.) um 11 Uhr.

Die Wachtürme am Limes sind besonders wertvoll

In Hessen hat man den Limes ja direkt vor der Haustür, jeder Schüler muss einmal auf die Saalburg und kennt bestimmt auch die ehemals entlang des Befestigungswalls stehenden markanten Wachtürme. Diese gibt es auch im Spiel, und sie sind besonders wertvoll, wenn man von ihnen viel Wald beobachten kann. Außerdem sind auf den quadratischen Kärtchen weitere Landschaf-

ten abgebildet: Äcker, Wasser und Wald. Beide Spieler besitzen einen identischen Kartensatz, den ein Spieler mischt und dann nach und nach eine Karte zieht, die an die eigene Auslage angelegt wird. Der Gegenspieler sucht aus seinem Stapel die identische Karte und legt sie ebenfalls an seiner Auslage an. Anschließend darf man noch einen Arbeiter auf eine Landschaft der gerade gelegten Karte setzen (dabei kann man auch einen bereits gesetzten Arbeiter

von einer anderen Karte her bewegen). Für die Arbeiter gibt es ja nach Typ der Landschaft am Ende des Spiels Siegpunkte. Machen beide Spieler immer die gleichen Aktionen führt das zwangsweise zu einem Unentschieden, aber man will ja mit den gleichen Voraussetzungen eine höherwertige Landschaft erschaffen, deren Arbeiter am Ende mehr Punkte zum Sieg bringen, also wird man die gegnerische Auslage nur bedingt beachten und die eige-

Schwere der Pflegebedürftigkeit und sozialem Umfeld bleibt zur weiteren Betreuung nur das Pflegeheim. Dabei bieten Pflegeheime sehr unterschiedliche Versorgungsangebote. Wenn Menschen zu Hause vereinsamen, der soziale Kontakt immer mehr abreißt, die Pflegebedürftigkeit zunimmt, kann diese oft kritisch betrachtete Wohnform neue Impulse bieten. Ulrike Rebscher, Pflegedienstleitung im Alice-Altenheim, referiert am 20. November unter dem Titel „Pflegeheim – ein Ort umfassender Betreuung“. Dabei stehen die Themen Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und Heim­einzug im Mittelpunkt des Vortrags.

Ist der Pflegefall eingetreten, wird es für die Betroffenen und deren Angehörige schwierig, sich im Antragsdschungel zurechtzufinden. Die Dipl.-Sozialarbeiterin Petra Wendling vom Pflegestützpunkt Darmstadt versucht in ihrem Vortrag „Pflegeleistungen – was beantrage ich wie und wo?“ am Donnerstag (13.11.) aufzuklären. Sie Informiert die Teilnehmer über Angebote rund um Themen wie Hilfsmittel, Alltagsbegleiter und Pflegeeinstufungen. Je nach

Quadratische Landschaften Spieletipp

mit medizinischen Möglichkeiten und den Grenzen, die wir als Patienten entgegensetzen. Die Fachanwältin für Familienrecht Brigitte Gugerel spricht zum Auftakt des Expertenforums am Donnerstag (6.11.) über „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht – vorsorgliche Regelungen für den Ernstfall“.

ne Landschaft zu optimieren versuchen. Diesen Reiz des Optimierens hat vor allem auch das Solo-Spiel, bei dem man versucht, mit den zufällig gezogenen Karten eine möglichst hohe Punktzahl zu erreiMichael Blumöhr chen.

■■„Limes“ von Martin F, Abacusspiele, zwei Spieler ab 10 Jahre

kräfte an. Diese Themen werden am 27. November und am 4. Dezember beleuchtet. Dabei stehen die Chancen und Grenzen der ambulanten Versorgung unter dem Fokus der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. DT

Info Das Expertenforum erfolgt in enger Kooperation mit der Volkshochschule Darmstadt. Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr. Veranstaltungsort ist der Konferenzraum im Alice-Hospital Darmstadt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Informationen sind auf der Homepage www.alice-hospital.de oder www.vhsonline.darmstadt.de oder unter Tel.: 06151/402-0 erhältlich.

Als Alternative zur Heim­ unterbringung bieten sich die ambulante Versorgung und die Betreuung durch privat organisierte Pflege-

liche an kreativen Angeboten wie Theaterworkshops und Musik in und um die Bessunger Kirche teilnehmen. Um 22 Uhr klingt die „ChurchNight“ mit einem Jugendgottesdienst aus.  DT

■■Fr., 31.10., 18 Uhr, Bessunger Kirche. Mehr Informationen bei Regine Häge unter 06151 3530148 oder unter regine.haege@evangelisches-darmstadt.de.

„Im stürmischen Kampf des Aufstiegs“ Ein Darmstädter Künstler ist vom SV 98 begeistert und malt für krebskranke Kinder Seit vergangener Woche versteigert Martin Müller gemeinsam mit dem Darmstädter Tagblatt sein Gemälde „Die aufsteigende Lilie“. Der gesamte Erlös kommt Jonathan „Johnny“ Heimes für seine Aktion „DUMUSSTKÄMPFEN – Es ist noch nichts verloren“ für den Verein „Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V.“ zugute. Das Gemälde (Acryl auf Leinwand, Format 100 mal 150 Zentimeter) zeigt eine freizügige,

weibliche Figur, die symbolisiert das durch den Jugendstil geprägte Darmstadt. Sie schwingt die Lilienfahne in siegreicher Haltung, im stürmischen Kampf des Aufstiegs. Martin Müller steht mit ganzem Herzen hinter der Spende, denn er selbst ist – ebenso wie Johnny – ein Kämpfer, vor einigen Jahren hat er die Leukämie besiegt und weiß genau, wie es Menschen in dieser Situation geht.DT Martin Müller mit seinem Bild

So funktioniert es: Der Anfangswert des Bildes betrug 100 Euro, gesteigert wird in Zehn-Euro-Schritten. Interessierte geben ihre Gebote per Mail ab, dabei müssen die vollständigen Kontaktdaten angegeben werden (Name und vollständige Anschrift). Auf der Internetpräsenz des Darmstädter Tagblatts wird immer der aktuelle Stand der Gebote bekannt gegeben, ebenso auf Facebook und Twitter. Die Aktion endet am 31. Oktober 2014. Wer das höchste Gebot gegeben hat, bekommt



Foto: Arthur Schönbein

den Zuschlag. Gemeinsam mit dem Künstler gibt es ein Foto von der Übergabe des Bildes im Darmstädter Tagblatt. Gebote an gebote@darmstaedter-tagblatt.de Derzeit liegt das Höchstgebot bei 598 Euro. Die Gebote werden immer aktuell auf: www. darmstaedter-tagblatt.de, auf Facebook: facebook.com/darmstaedtertagblatt und auf Twitter @datagblatt bekannt gegeben. DT

Ausgabe 43 vom 21.10.2014