Page 1

WÖCHENTLICHE GRATISZEITUNG Zeitung für Darmstadt

Meinungsstark: Hildegard Förster-Heldmann zur Stadtpolitik

2. Jahrgang · Nummer 38 Auflage 95.000

Machbar: Horst Reichel will in Barcelona aufs Podest

Seite 5

Seite 13

Maskenmann: Aytac Sulu und die Lilien sind nicht zu stoppen

www.darmstaedter-tagblatt.de

Macher: Heinz Wissenbach fördert Nachwuchs

Seite 14

Mangas: Knortz-Zeichner Ingo Lohse gibt Kurse

Seite 17

Seite 19

EDITORIAL Liebe Darmstädterinnen, liebe Darmstädter, heute feiern wir alle gemeinsam Geburtstag. Wir – das sind Sie, liebe Leser und wir, die Herausgeber und die Redaktion des „Darmstädter Tagblatt“. Seit einem Jahr sind wir jetzt auf dem Markt und damit schon viel länger als Pessimisten prophezeit haben. Wir sind Optimisten. Wir stellen mit Zufriedenheit fest, dass die Darmstädter sich über unser Erscheinen freuen, und dass der Wettbewerb sich daran gewöhnt hat. Wir strengen uns an, mit dem wiederbelebten „Tagblatt“ die Informations- und Meinungsvielfalt in dieser schönen Stadt zu erweitern. In unserer Zeitung

Mitherausgeber Helmut Markwort Archivfoto: as

Donnerstag, 18. September 2014

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! Es war eine mutige Entscheidung, unter dem traditionsreichen Namen ‚Darmstädter Tagblatt‘ eine neue Zeitung auf den Markt zu bringen. HSE und ENTEGA gratulieren zum einjährigen Jubiläum und wünschen weiterhin viel Erfolg. Denn eine vielfältige Medienlandschaft ist eine Bereicherung für die Menschen in unserer Region.

begegnen Sie Menschen und Ereignissen, Neuigkeiten und Hintergründen, die Ihren Horizont erweitern können. Unsere Stadt ist bekannt als Wissenschaftsstadt, wird immer mehr beachtet als Sportstadt und ist jetzt auch eine Zeitungsstadt. Anderswo sterben Zeitungen. Darmstadt hat jetzt zwei. Das ist in Deutschland schon ungewöhnlich. Deswegen schreiben wir weiter – als Teil einer blühenden, erfolgreichen Stadt, die in vielen bundesweiten Statistiken einen Spitzenplatz einnimmt, vor allem aber im Herzen ihrer Bürger. Ihr Helmut Markwort

„Darmstadt ist eine Notwendigkeit!“ Kultur

Intendant Karsten Wiegand und Schauspiel-Chef Jonas Zipf vor dem Start am Staatstheater

Karsten Wiegand (42) ist seit Anfang September Intendant, Jonas Zipf (33) ist der neue Schauspieldirektor am Staatstheater Darmstadt. Wenige Tage vor Beginn der neuen Spielzeit trafen sich die beiden Theatermacher mit Sandra Russo und Frank Horneff, um dem Darmstädter Tagblatt von ihren ersten Tagen am Theater zu berichten und um von ihren Plänen zu erzählen. Pläne, die spannende Zeiten versprechen. Es hämmert und scheppert im Verwaltungstrakt des Darmstädter Staatstheaters. Der Hintereingang eine Baustelle – Sinnbild dafür, dass sich was tut in der Darmstädter Theaterwelt. Der Umbau am Hintereingang wird bald abgeschlossen sein – der Umbau auf der Bühne wird ein schleichender Prozess bleiben. Denn der Darmstädter an sich braucht einen Moment, um sich Neuem zu öff nen. Gerade, wenn es um „sein“ Theater geht. Karsten Wiegand und Jonas Zipf wissen das. Und sind bestens vorbereitet. „Das Staatstheater Darmstadt wird sich öff-

Intendant Karsten Wiegand

nen“, kündigen beide an. Heller und offener, luftig, ohne zu leicht zu sein – so wirkt bereits der Spielplan 2014/2015, ein kleines, rotes, kompaktes Büchlein. Karsten Wiegand zitiert in seinem Vorwort den italienischen Komponisten Luigi Nono: „Darmstadt ist eine Notwendigkeit“, sprach jener über das Darmstadt, dass er in den fünfziger Jahren kennengelernt hatte. „Das gilt heute nach wie vor“, ist Karsten Wiegand im Gespräch mit dem Darmstädter Tagblatt überzeugt. Darmstadt als traditions-

Die Theatermacher Karsten Wiegand, Jahrgang 1972, geboren in München, ist seit September 2014 Intendant des Staatstheaters Darmstadt. Wiegand war von 2008 bis 2013 Operndirektor am Nationaltheater Weimar. Wiegand studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre in München und Berlin. Seit 1994 arbeitete er als Dramaturg und Produktionsleiter, seit 2000 als freier Regisseur für Schauspiel und Musiktheater.

Jonas Zipf, Jahrgang 1982, geboren in Darmstadt, Abitur an der Bertolt-Brecht-Schule, ist seit September 2014 Schauspieldirektor am Staatstheater Darmstadt. Zipf studierte Psychologie an der FU Berlin sowie Sprechund Musiktheater-Regie an der Bayerischen Theaterakademie „August Everding“. Er arbeitete von 2011 bis 2013 als Leitender Dramaturg und war Mitglied der Künstlerischen Leitung am Theaterhaus Jena. ff

reichem Ort, an dem durch Neugier, Streitbarkeit und Offenheit Neues entstehen konnte. „Wir möchten unser Darmstädter Publikum mitnehmen auf eine Reise“, sagt Wiegand. „Und auch wir fangen diese Reise erst an!“ Der junge Intendant möchte mit seinem Team Aufregendes am Darmstädter Theater bieten – erste Reaktionen auf den Spielplan zeugten von großem Interesse, positiver Resonanz und davon, wie sehr sich die Darmstädter mit ihrem Theater identifi zieren. „Es gibt nichts schlimmeres als ein Theater, das den Menschen egal ist“, weiß Jonas Zipf. Deswegen geht die Theaterleitung neue Wege, auch in der Preispolitik. „Wir möchten möglich machen, dass die Menschen auch mal spontan den Weg ins Theater fi nden“, erklärt Wiegand. Um im unteren Bereich in die Preisklasse von Kinokarten zu gelangen, sattelt die neue Führung im oberen Segment was drauf: „Wir wollen das Theater auf ein breiteres Fundament stellen“, beschreibt das Jonas Zipf. Er, der neue Schauspieldirektor, ist Darmstädter und lebt inzwischen wieder im Martinsviertel. Karsten Wiegand hat sein Zuhause noch im Komponistenviertel, wenn die Familie nachkommt, wird er mit Frau und drei Kindern nach Eberstadt ziehen. „Ich bin in Darmstadt angekommen und möchte hier mit dem Publikum einen neuen Blick wagen“, sagt Wiegand. „Im Theater sehen wir die Welt aus den Augen der anderen“, ist seine Maxime. Gemeinsam mit Zipf hat er bei der Spielplangestaltung „Theater als Besucher gedacht“ und Stücke aufgenommen, „die wir selbst gerne auf der Bühne sehen“. Und so startet am kommenden Sonntag (21.) um 11 Uhr der neue

folgt dort am Freitag (26.) um 19.30 Uhr, unter der Leitung von Will Humburg steht am Samstag (27.) um 19.30 Uhr Verdis „Macbeth“, um 20 Uhr ist in den Kammerspielen „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ zu sehen. Erst auf den zweiten Blick wagt Intendant Wiegand selbst mit einer traditionellen Weihnachtsmärchen-Inszenierung Neues: Humperdincks „Hänsel und Gretel“ wird ab dem 8. November in Darmstadt Tagblatt_JubiläumSep2014_DAMarketing_91x60mm.indd zu erleben sein – als generationsübergreifende Familienoper, in der Kinder das Schauspieldirektor Jonas Zipf Fotos: Albrecht Haag Märchen mit erzählen. Generalmusikdirektor Will Humburg mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 10: „Will Humburg stellt sich den Darmstädtern als ihr neuer Generalmusikdirektor vor. Das ist etwas, was bisher beim Blick in die neue Spielzeit zu kurz geraten ist“ fi ndet der Intendant und wirbt für die Humburg-Premiere im Großen Haus. Das darauffolgende Wochenende ist vollgepackt mit Premieren – Wegweisendem und Grundsätzlichem, wie Wiegand und Zipf betonen: Monteverdis „Odyssee“ am Donnerstag (25.) um 19.30 Uhr im Großen Haus, „Paradies. Spiel mir das Lied vom Anfang“ am gleichen Tag zur selben Zeit im Schauspiel (Kleines Haus), Shakespearse „Kaufmann von Venedig“

1

07.09.2014 16:46:42

Das Theater öffnet sich Darmstadts Theater öff net sich und hat mit der neuen Leitung mutige Theatermacher, die sich der Stadt und Wir bieten Wartungsverträge den Menschen in ihr weiter auf vernünftigem Preis-Leistungsniveau an zuwenden möchten. (Die Kündigungsfrist für bestehende Dass Wiegand und Zipf Wartungsverträge endet i.d.R. zum 30.9.2014) dafür den Blick haben, zeigt ein Eintrag in Wiegands Darmstädter Aufzugtechnik GmbH  Bunsenstraße 6  64293 Darmstadt Vorwort ebenso, wie die BeTelefon: 0 61 51 - 10 12 230  E-Mail: daat@darmstaedter-aufzugtechnik.de grüßung des Autors dieser www.darmstaedter-aufzugtechnik.de Zeilen nach dessen Bemerkung, er sei beim Tagblatt zuständig für den Fußball und die Kultur: „Sie machen Darmstädter also die Abteilung Drama“, Modellbahnshop fasst das der Intendant zuÜber 250 Loks und B.Ford Ford Fiesta sammen. Und: „Die spanz. z.B.ab Fiesta 400 Wagen in Spur „HO“ 29 €/ Tag z.ab B.Sie29 Ford nendsten Dramen – wie das Nutzen € / Fiesta Tag und „N“ ständig vorrätig unser günstiges ab 29 € /oder Tag Aufstiegsspiel der Lilien Nutzen WochenSie unser günstiges 14—16 · 64283 Darmstadt Monatsangebot – entscheiden sich erst imWochenNutzen Sie7unser günstiges Grafenstr. oder Monatsangebot Telefon 06151/136154 Beispiel: Tage ab 159 € letzten Augenblick!“ Wochen- incl. oder Monatsangebot Montag bis Mittwoch 10—17 Uhr 1111 km Beispiel: sar/ff Donnerstag und Freitag 10—18 Uhr 28 Tage ab 359 € Beispiel:

Neuer Wartungsvertrag?

SACHSENCAR SACHSENCAR

AUTOVERMIETUNG AUTOVERMIETUNG

7 Tage abincl. 1592222 € incl. km1111 km 7 Tage ab 159 € incl. km Transporter ab € 28 Tage ab 359 € incl.351111 2222 km Non Stopp Theater 28 Tage ab 359 € incl. 2222 Griesheim, Transporter ab 35 € und aufkm Wilhelm-Leuschner Transporter ab 35 €Str. und270 auf Anfrage Ecke Nordring Anfrage Staatstheater und freie Szene starten gemeinsam in die Spielzeit www. Telefonsachsencar.de 0 61 55 - 62 0 49 www. sachsencar.de Aus Nachbarn werden Freunde: Das Staatstheater Darmstadt unwww.sachsencar.de Griesheim, Wilhelm-Leuschner Str. 270 ter neuer Leitung und die im Theater Mollerhaus beheimatete freie Griesheim, Wilhelm-Leuschner Ecke Nordring Str. 270 Ecke06155-62049 Nordring Szene bieten zur Saisoneröffnung Theater Non Stopp. Telefon Telefon 06155-62049 Am Freitag (26.) startet die gemeinsame Saisoneröffnung um 17 Uhr mit einer öffentlichen Probe im Staatstheater (Großes Haus, Aufwind, Ballett-Extra), es folgt bis in die Nacht hinein ein vielseitiges Programm, ebenso am Samstag (27.) ab 9 Uhr (Einstieg in den Tag, offen für alle). ff

„Der“ Zusatzverdienst in Darmstadt

Projekt 1/16/4 – Beruf als Berufung?! Job als Chance?!

Mehr im Internet: www.theatermollerhaus.de

www.facebook.com/eupcom • www.eupcom.de

Ausgabe 38 vom 17.9.2014  
Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you