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Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessenten,

Gottesdienst An einem Wochenende zog ich mit meiner neuen Spiegelreflexkamera los, schaute mir die verschiedenen Hotels an und besuchte zum Schluss meine m Freunde,, die in der Tali Bar arbeiten. arbeiten Dort wurde ich auf einen Cocktail eingeladen. Danach ging ich zum Uluru Lookout (Aussichtspunkt) und nd lichtete den Rock mit verschiedenen Einstellungen ab. Währenddessen fiel mir ein, dass heute Abend in der Bücherei Gottesdienst war. Ich war zwar interessiert, wie der Gottesdienst sein würde, jedoch hatte ich bis jetzt nicht das Bedürfnis ihn zu besuchen. Doch nun verspürte ich Lust darauf. In der Bücherei wurde ich herzlichst von einem älteren Paar und von Pfarrer Greg begrüßt. Die Frau fragte mich, ob ich gerne einen Kaffee hätte und huschte auch schon in die Küche. Der Gottesdienst kam mir vor wie ein Kaffeekränzchen mit guten Freunden, denn den außer den beiden war sonst keiner gekommen, was außergewöhnlich war, wie Pfarrer Greg meinte. meinte Wir sprachen über die Ereignisse der letzten Woche. Danach schauten wir einen Musikclip an „Pray „ the Lord“ (Bete zu Gott). Anschließend las Greg etwas aus der Bibel vor und teilte ein Blatt aus, aus das von Christen in den Staaten handelte, handelte die sich selbst für die Opfergabe peinigten. Es war erschreckend, wie viele Menschen deshalb jährlich sterben. ster Nach diesem dubiosen Thema zeigte Greg uns seine Urlaubsbilder von Israel und erzählte etwas über die christliche Religion. Danach gingen wir zu einem Tisch ch, der als Altar mit einer jüdischen Flagge verziert wurde. Dort zelebrierten wir den „ Leib Christi“ nach dem Fürbittengebet. Nach dem Gottesdienst erfuhr ich, ich dass Gregs Hauptberuf Feuerwehrmann am Flughafen Perth und Yulara ist. Dabei sprachen die drei von einem Ausflug zur Feuerwache Yulara, der schon mehrfach verschoben worden war und morgen stattfinden sollte. soll Als Hauptattraktion sollten sie mit einem Feuerwehr-Truck einen Übungseinsatz miterleben mit dürfen. Ich konnte meinen Ohren nicht trauen. trauen Was, Flughafen? Übungseinsatz? Doch bevor ich meine Frage stellen konnte, ob ich vielleicht mitkommen könnte, wurde ich von Greg zum Besuch der Feuerwache eingeladen. Ich verabschiedete mich von ihm und wurde von v dem netten Ehepaar nach Hause ause gebracht.

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Flughafen Feuerwache Am nächsten Morgen holte mich das Paar ab. Am Toreingang vom Flughafen warteten wir auf Greg. Er kam mit seinem Einsatzfahrzeug „Land Rover“ und brachte uns zur Feuerwache. Dort trugen wir uns in eine Besucherliste ein. Anschließend führte Greg uns durch das moderne Gebäude, in dem auch der Flughafentower untergebracht ist. Nach diesem interessanten Rundgang ging es zur Garage, in der die Einsatzfahrzeuge standen. Er zeigte uns am Truck das ganze Zubehör, das hinter großen Rollläden verborgen ist, zog die Leiter für uns vom Truck, usw. Oder er zeigte mir stolz Labels, von Schläuchen, die auf Deutsch niedergeschrieben waren und darunter handschriftlich ins Englische übersetzt worden waren.

Danach erzählte er uns verschiedene Details über die Feuerwehr -Trucks: Die Fahrzeuge wiegen 30 Tonnen, sind 10,50 Meter lang, 3,60 Meter hoch und 3 Meter breit. Sie wurden in Österreich von der Firma Rosenbauer Panther gebaut und kosten je 1,4 Mio. AUS Dollar. Die Tanks können 9.600 Liter Wasser und 1.450 Liter Schaum fassen. Die Wasserkanone auf dem Dach schießt pro Sekunde 80 Liter Wasser oder Schaum aus, der Strahl hat eine Reichweite von 80 Metern. Damit könnte z.B. das Ende eines Jumbos 747 gelöscht werden. Das Wasser reicht für zwei Minuten aus. Der Koloss beschleunigt in 27,19 Sekunden auf 80 km/h. Bei voller Beladung braucht er etwas mehr als 30 Sekunden um auf 100 km/h zu kommen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. Nach diesen interessanten Details durften wir an einem Übungseinsatz teilhaben. Als ich in das Fahrzeug einstieg, kam ich mir vor, wie auf einer Kommandobücke auf einem Schiff. Das Armaturenbrett war bestückt mit Knöpfen, Computern, Joystick und einem Funkgerät. Dagegen sah die Tachoanzeige richtig altmodisch aus und passte nicht zum Cockpit. Die Fenster hatten eine überdimensionale Größe, wie alles andere an diesem Fahrzeug auch. Nach einem Funkspruch mit dem Tower fuhren wir auf die Rollbahn.

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Greg beschleunigte den Truck auf 120 km/h, dabei merkte ich die Beschleunigungskraft, die mich leicht in den Sitz drückte. Am Ende der Landebahn angekommen, drehte er das riesen Gefährt herum, gab eine Bemerkung zum Tower und fuhr zum Übungsplatz, auf dem ein nachgestelltes Eisenflugzeugs stand. Greg drückte auf ein paar Knöpfe und Wasser schoss vom Rumpf des Fahrzeuges hinaus. Danach benutzte er den Joystick und bediente damit die Kanone auf dem Dach, mit einem starken Wasserstrahl beschoss er das Modell. Es war ein berauschendes Gefühl, das im Fahrzeug zu erleben, denn seit 9/11 ist es in Australien verboten, Besucher mitzunehmen, außer auf dem Yulara Flughafen, hier ist es noch erlaubt. Nach diesem Abenteuer fuhren wir zum Stützpunkt zurück um die Tanks erneut aufzufüllen, währenddessen erzählte Greg, dass jede Woche ein Übungseinsatz ohne Brand geprobt wird und alle zwei Wochen gibt es einen Übungsgroßeinsatz mit allem was dazu gehört. Auf der Wache gab es noch einen Tee, danach ging es zum Resort zurück. Was für ein aufregendes Wochenende!

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Kings Canyon

Der Veranstalter ATT-Kings bietet Tagestouren zum Kings Canyon an. Wenn ich jetzt schon hier bin, möchte ich länger bleiben als einen Tag und diesen Canyon in vollen Zügen genießen. Dies habe ich mir insgeheim beim Universum (Gott) gewünscht. Doch wie sollte dies klappen? Ich konnte nur an Feiertagen Urlaub nehmen. Und mit dem Bus hinzufahren war auch nicht günstig. Ich schaute erneut in den Kalender und stellte fest, dass ich über Ostern fünf Tage frei hatte, von Freitag bis Dienstag. (Grund dafür ist, fällt ein Feiertag auf ein Wochenende, wird der Tag einfach auf die nächste Woche verschoben.) Am Dienstag war der Gedenktag ANZAC Day, der Jahrestag der ersten Militäraktion von australischen, neuseeländischen und tongaischen Soldaten im Ersten Weltkrieg – der Landung auf Gallipoli (=Türkei) am 25. April 1915 mit erheblichen Verlusten. Somit entschied ich, über die Osterfeiertage nach Kings Canyon zu fahren. Als Ostern näher rückte, erfuhr ich, dass die Busgesellschaft APT für uns Mitarbeiter kostenfrei ist, jedoch fahren die nur zum Kings Canyon und von dort nicht wieder nach Yulara zurück. Ich buchte bei APT, doch ich konnte erst einen Tag vor meiner Abreise erfahren, ob noch ein Sitz frei war. Ich war aufgeregt, ob ich die Buchung zugesagt bekomme, doch meine innere Stimme meinte: „Beruhige dich und richte dich für den Ausflug.“ Einen Tag vor meiner Abreise erhielt ich die Zusage. Darauf buchte ich bei ATT-Kings um zum Resort zurück zu gelangen. Die Busfahrt zum Resort bei Kings Canyon dauerte 3 ½ Stunden. Der Watarrka National Park (Kings Canyon) war 10 km vom Resort entfernt. Ich stellte mein Zelt im Campingplatz auf.

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Doch wie komme ich nun zum Kings Canyon? Laufen? Am Abend kochte ich mir eine Suppe, dabei lernte ich eine Familie aus Campen mit ihrer fünfjährigen Tochter Alia kennen. Der Vater ist leidenschaftlicher Fotograf und gab mir Tipps zum Fotografieren. Mit ihnen fuhr ich am nächsten Morgen zum Kings Canyon. Dort verabschiedete ich mich von der Familie. Am Kings Canyon gibt es zwei Wanderwege, der Kings Creek Walk, geeignet für Familien (hin und zurück 1 Stunde, 2 km) und den Kings Canyon Rim Walk (Rundweg 3-4 Stunden, 6 km). Ich entschied mich für den Rim Walk. Er führte durch ein Bergtal bis hin zu einem steilen Aufstieg zu einer über 100 Meter hoher Felskante. Während des Aufstieges stoppte ich öfters und atmete die schöne Landschaft ein, die sich vor mir ersteckte. Die Sonnenstrahlen berührten die Felsen, dadurch veränderte sie die Farbe von einem trüben Braun in ein glanzvolles Feuerrot. Währenddessen holte mich Alia ein und wenig später ihre Mutter. Nur der Vater ließ auf sich warten. Am Ende des Aufstiegs fand Alia ein Schokoladenei. Jemand habe dieses Ei wohl vergessen, meinte die Mutter. Wir gingen am Canyon Rand entlang. Dabei war ich überrascht, dass Palmen auf den Felsen wuchsen. Durch Pfeile wurde uns der Weg gezeigt. Die Kulisse war traumhaft und zugleich lebensgefährlich, da es keine Abzäunung gab, dafür gab es einen einmaligen Ausblick aufs Tal, das einem Regenwald glich. Auf halber Wegstrecke kamen wir zum Garden of Eden (Garten Eden), der die Landschaft schlagartig von einer Felswüste in eine Oase verwandelte. Nach etwa 10 Minuten Laufen kamen wir am See an. Dort tummelten sich die meisten Touristen. Einige gingen in den kalten See hinein, der von einer Felswand begrenzt wurde. Nach der Mittagspause ging es zum nächsten Abschnitt des Wegs, der durch ein bienenkorbartiges Labyrinth aus Felskruppen vorbei an Steilkanten mit Ausblick auf den vorigen See führte. Nach vier Stunden kamen wir zum Parkplatz zurück. Als wir zum Resort zurück fuhren, zeigte Alia mir stolz ihre Sammlung. Ich konnte es nicht glauben, sie hatte fünf Schokoladen-Ostereier gefunden. Wer hatte die alle versteckt? Vielleicht war es der Osterhase? Den Nachmittag verbrachte ich mit der Familie. Am Abend lernte ich beim Kochen zwei Frauen kennen. Nach einem kurzen Gespräch bekam ich die zweite Zusage zum Kings Canyon. Und durfte noch einmal das Naturwunder vom Kings Canyon sehen. Zurück im Resort lernte ich Julia kennen…

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Später ging ich zum Sonnenuntergang anschauen zum Lookout (Aussichtspunkt). Die Sonnenstrahlen verwandelten den Canyon langsam in einen glühenden Berg, bis die Sonne hinter dem Resort verschwand.

Magie Am Sonntag lud mich mein Room Mate (Zimmernachbar) Brad auf ein Frühstücksbier ein. Dort lernte ich zwei junge Männer kennen, Scott und Jordan. Ihr Thema war das Universum, Gott und Magie. Jordan zeigte mir einen Kartentrick, ich sollte eine Karte aus dem Stapel wählen. Danach klopfte er auf den Stapel und alle Karten verwandelten sich in die Karte, die ich auswählt hatte. Danach wählte ich erneut eine Karte und wieder zeigte der komplette Stapel meine Karte. Dies hat mich in Erstaunen versetzt. Oder er verlangte von Brad eine Münze und drückte sie an den Glasboden, bis sie im Glas war. Wie hat er das gemacht? Ich wollte mehr über diesen jungen Mann erfahren und erzählte etwas von meiner Reise. Dadurch bekam ich seine komplette Aufmerksamkeit, dies hat mich selbst verwundert. Wir verabredeten uns auf den Abend. Doch es kam etwas dazwischen, eine Freundin wollte mit mir zur Tali Bar gehen. Dort trat der Sänger Adam Thompson auf, der Rocksänger von Chocolate Starfish in den 90er Jahren war. In der Bar traf ich auch Jordan. Er meinte: „The universe is working“, das Universum funktioniert. Es war bestimmt, dass wir uns trafen. Erneut versetzte er die Gruppe mit seinen Zaubertricks ins Staunen, indem er einen Löffel vor unseren Augen verbog. Ich kannte dies von Uri Geller, doch selbst gesehen hatte ich es noch nicht. Am späten Abend fotografierte ich Adam während seines Auftritts in allen verschieden Posen und wir beide hatten viel Spaß dabei. Nach der Show fragte mich Adam, ob er die Bilder für sein Publikum haben könne. Jordan und ich wurden gute Freunde. Wir tauschten Erfahrungen aus. Während dieser Zeit lernte ich einiges von ihm. Durch ihn kam ich zu Freunden, die spirituell sind, z.B. zwei Frauen, die jede Woche eine Party mit verschiedenen Mottos veranstalten, z.B. Peace (Frieden). Bei einer Party zeigte mir Jordan, wie stark unser Glaube sein kann. Er holte einen Stuhl, der alleine schon recht schwer war, darauf setzte sich mein Zimmernachbar Scott. Zu viert hoben wir unsere Hände über seinen Kopf. Dabei spürte ich eine enorme Energie, wie Daniels News direkt aus Australien Bilder-Erlebnis.de

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zwei Magnete mit derselben Polung ung und hatte Mühe meine Position zu halten. Danach setzten wir unsere Zeigefinger unter ter den Sitz und hoben ihn für eine kurze Zeit hoch. Dies zeigte eigte mir, wie stark wir doch sind im Geiste, wenn wir nur daran glauben würden.

Kata Tjuta

Bevor ich diesen magischen Platz verlassen musste, wollte ich ein letztes Mal zu den Kata Tjuta gehen. Jordan besorgte uns ein Auto und mit unseren Freundinnen fuhren wir zu den Bergen. Wir liefen den Wanderweg „Wind Wind Walk“ entlang. Jordan setzte sich zur Felswand und spielte auf seinem Didgeridoo. Der Schall durch die Schlucht war „Gänsehaut erregend“. Später fing es an zu regnen und die Frauen flüchteten zum Auto. Wir Männer blieben und genossen das angenehme Nass. Jordan spielte weiter auf seinem Didgeridoo,, währenddessen kam erneut die Sonne heraus. Die Strahlen trafen das nasse n Felsgestein. Dieser Moment zusammen mit der Hintergrundmusik Hintergrund war unbeschreiblich, der er nicht in Worte gefasst werden kann.

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Bericht April 2011  

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