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dancer’s culture & lifestyle magazine

HEFT/ISSUE 2/2013

€ 7,00 (A) / € 9,00 (EU) / CHF 14,00 (CH)

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P.b.b. Verlagspostamt 1014 Wien

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IMPULSTANZ Jubiläumsfest Anniversary celebration WIENER STAATSBALLETT Saison/Season 2013/2014 LES BALLETS DE MONTE-CARLO Casse-Noisette et Cie

Neue Tanz-Impulse New Dance Impulses ballet

contemporary

ballroom

ice dance

education

musical

lifestyle


editorial

contents 2/2013

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dancer’s

Editorial - Contents - Imprint Danzainfiera - Medienpartner/Media partner

culture & lifestyle magazine

HEFT/ISSUE 2/2013

€ 7,00 (A) / € 9,00 (EU) / CHF 14,00 (CH)

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er Zauber des Tanzes bringt neue Impulse und Energie für Ihren Körper und Ihren Geist. Erfreuen Sie sich an dieser wunderbaren Kunst bei Vorstellungen und/ oder üben Sie sie selbst aus! Diese Ausgabe will Sie dazu inspirieren. Put on your dancing shoes!

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he magic of dance gives new impulses and energy for your body and your mind. Enjoy this wonderful art by watching performances and/or practising it by yourself! This issue wants to inspire you. Put on your dancing shoes!

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Ingeborg Tichy-Luger 51 54

wiener staatsballett Wiener Staatsballett Saison/Season 2013/2014 ”Stage Fever” Ein Film von/A film by Balázs Delbó Ballettschule wird Ballettakademie/ Ballet School becomes Ballet Academy Alfred Oberzaucher verabschiedet sich in den Ruhestand/enters retirement Charity Soirée in der Ungarischen Botschaft/at the Hungarian Embassy Greig Matthews - ein junges, aufstrebendes Talent/an up-and-coming young talent Förderpreis 2013 für Greig Matthews/ Incentive Award 2013 for Greig Matthews Review: Kreation und Tradition Ballettclub - welcome to the club ballet Harlequin Floors Ein globaler Familienbetrieb/A global family Signapura - eine tänzerische Intervention/ A dancing intervention 10 Jahre/10 Years Staatsballett Berlin Gärtnerplatztheater: Die neue Ballettcompagnie unter Karl Alfred Schreiner/ The new ballet company under Karl Alfred Schreiner ”Casse-Noisette et Cie” 20 Jahre/20 Years of Jean-Christophe Maillot in Monte-Carlo Stuttgarter Ballett: Die Spielzeit 2013/2014 The 2013/2014 season Bayerisches Staatsballett: Tanzland Deutschland/Dance Country Germany Salzburger Landestheater: ”Schwanensee”/”Swan Lake” dancearts: Erfolgsgeschichten/ Success stories Ein ”Nussknacker” in Baden/ A ”Nutcracker” in Baden Tiroler Landestheater: Enrique Gasa Valga Orient und Okzident/ Orient and Occident Welcome Africa, willkommen in Bad Aussee! modern&contemporary ImPulsTanz: Jubiläumsfest An Anniversary celebration ”steirischer herbst”: Alliancen, Mesalliancen und falsche Freunde/Alliances, misalliances and false friends

IMPULSTANZ Jubiläumsfest Anniversary celebration WIENER STAATSBALLETT Saison/Season 2013/2014 LES BALLETS DE MONTE-CARLO Casse-Noisette et Cie

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musical&show ”West Side Story” ”Ballet Revolución” ”Thriller Live” ”Momix Botanica” ”Palazzo” bittet zu Tisch/ ”Palazzo” invites you to dine Mayumana ”Momentum” lifestyle Neues von den Sternen/ New stars arising Gams, Genießer- und Kuschelhotel/Vorarlberg dancer’s business circle Präsentation/Presentation ice dance ”Schwanensee on Ice” ”Swan Lake on Ice”

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education L’Académie de Danse Vienna Theater des Balletts Europaballett St. Pölten

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musical

Festspielhaus St. Pölten: Haltung - Herz Berührung - Realität/Attitude - Heart Impact - Reality Tanzquartier Wien: Emotional und ausdrucksstark/Emotional and powerfully expressive Magnifikat!/Magnificat!

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ballroom Review: Wiener Opernball 2013/ Viennese Opera Ball 2013 Erfolge bekommt man nicht geschenkt/ Success you don’t get for free

imprint Cover: Akram Khan ”iTMOi” - Foto/Photo: Richard Haughton Editorial: Ingeborg Tichy-Luger - Foto/Photo: Günther Ringelhann Verleger und Herausgeber/Publisher: dancer’s - culture & lifestyle magazine/Ingeborg Tichy-Luger KG; 1010 Wien, Herrengasse 6-8/1/72; Chefredakteurin/Editor in chief: Ingeborg Tichy-Luger; Redakteure/ Editors: Balázs Delbó, Iris Frey, Peter Kielhauser, Simona Noja, Luis Casanova Sorolla; Grafisches Konzept/ Art Director: Ingeborg Tichy-Luger; Übersetzung/Translation: Greller-Schweickhardt GmbH, 1040 Wien Seiten/Pages: 08-10, 16-17, 18-19, 21, 22-23, 24, 35, 36-37, 38, 39, 40, 41, 45, 47, 48, 49, 51-53, 56, 59, 61, 65, 68-69, 77, 79; Druck/Print: Agensketterl, 3001 Mauerbach

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PREMIEREN MÄRCHENWELT BALLETT | Kaydanovskiy | Orlic | 19. Oktober 2013 | Volksoper Wien Das hässliche Entlein | Andrey Kaydanovskiy - Modest Mussorgski Tausendundeine Nacht | Vesna Orlic - Nikolai Rimski-Korsakow BALLETT-HOMMAGE | Forsythe | Horecna | Lander | 15. Dezember 2013 | Wiener Staatsoper the second detail | William Forsythe - Thom Willems Contra clockwise witness (Uraufführung) | Natalia Horecna - Terry Riley u.a. Études | Harald Lander – Knudåge Riisager SCHWANENSEE | Rudolf Nurejew, Marius Petipa, Lew Iwanow - Peter Iljitsch Tschaikowski | 16. März 2014 | Wiener Staatsoper EIN REIGEN | Ashley Page | 29. April 2014 | Volksoper Wien NUREJEW GALA 2014 | 28. Juni 2014 | Wiener Staatsoper

VIER LETZTE LIEDER/FOUR LAST SONGS - GREIG MATTHEWS, IRINA TSYMBAL, ROMAN LAZIK, NINA POLÁKOVÁ, SHANE WUERTHNER, KETEVAN PAPAVA, ALEXIS FORABOSCO, MARIA YAKOVLEVA, ALEXANDRU TCACENCO

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Wiener Staatsballett Saison/Season 2013/2014

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as Wiener Staatsballett hat in den letzten Jahren enorm an Format und internationaler Ausstrahlung gewonnen. Manuel Legris und seine Compagnie kehren nach dem dreiwöchigen Sommer-Gastspiel mit abwechslungsreichen Programmen in Paris zum Start der neuen Spielzeit nach Wien zurück. Ein Highlight der Saison 2013/2014 ist die neue Produktion von ”Schwanensee” in der Choreographie von Rudolf Nurejew, die am 16. März 2014 in der Wiener Staatsoper Premiere feiert. Bei dieser Version handelt es sich um die 1964 von Rudolf Nurejew speziell für die Wiener Tänzerinnen und Tänzer kreierte Fassung. Rudolf Nurejew hatte – damals 26-jährig – für das Wiener Staatsopern-

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INGEBORG TICHY-LUGER

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WIENER STAATSBALLETT/MICHAEL PÖHN, HIDEMI SETO

der Schönen Künste im italienischen Brera ausgebildet, wo sie heute als Dozentin tätig ist. Ihr erstes Bühnenbild entwarf sie 1965 an der Mailänder Scala für das Ballett ”Francesca da Rimini“. Auch auf dem Gebiet des Schauspiels und der Oper machte sie sich bald einen Namen. Ihre Domäne ist aber stets das Ballett geblieben, für das sie an internationalen Bühnen die Ausstattung kreiert. Die erste Premiere des Wiener Staatsballetts in der neuen Saison findet am 19. Oktober 2013 in der Volksoper Wien mit zwei Stücken zum Thema ”Märchenwelt Ballett ” statt und zeigt Andrey Kaydanovskiys ”Das hässliche Entlein“ zu Modest Mussorgskis ”Bilder einer Ausstellung” gefolgt von Vesna Orlics ”Tausend-

DER NUSSKNACKER/THE NUTCRACKER - ENSEMBLE

ballett seine Version von ”Schwanensee“, dem wohl wichtigsten Werk der gesamten Ballettliteratur, erarbeitet. Die Aufführung schrieb Ballettgeschichte. Drei Jahre nach seinem Absprung in den Westen war es dem aus der Sowjetunion stammenden Nurejew gelungen, die auf choreographisch unterschiedlichen Linien verlaufene Rezeption des TschaikowskiBalletts um eine neue, überzeugende Interpretation zu bereichern. Sein Leitgedanke war die Aufwertung der männlichen Hauptrolle und ihre Gleichstellung mit der Partie der Ballerina. Bis 2009 mehr als 200 Mal im Haus am Ring und bei Gastspielen aufgeführt, bringt Manuel Legris nun Nurejews vor fünfzig Jahren entstandenen Wiener ”Schwanensee” zurück auf die Bühne. Die neue Ausstattung stammt von Luisa Spinatelli. Die balletterfahrene Bühnen- und Kostümbildnerin wurde an der Akademie 08

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undeine Nacht ” zu Nikolai Rimski-Korsakows ”Scheherazade op. 35”. Manuel Legris beauftragte damit zwei erfolgreiche Exponenten jener jungen Choreographen, die ihre Debüts bei der Jungchoreographenschiene des Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper gefeiert hatten. Die erste Ballett-Premiere an der Wiener Staatsoper am 15. Dezember 2013 ist eine ”Ballett-Hommage” mit drei verschiedenen Werken: Der Abend beginnt mit dem bereits klassischen zeitgenössischen Ballett aus dem Jahr 1991 „The Second Detail” von William Forsythe zu Musik von Thom Willems. Das weisse Kostüm ”Colombe” in diesem Stück stammt vom japanischen Kult-Designer Issey Miyake. Das zweite Stück des Abend ist eine Uraufführung: ”Contra


wiener staatsballettdancer’s

Clockwise Witness”. Die Choreographie stammt von der in Bratislava geborenen Natalia Horecna und zeigt eine schwarze Komödie, inspiriert durch das Buch ”Die Reisen der Seele” von Michael Newton. Der Abend wird von dem klassischen Werk ”Études” von Harald Lander nach Klavieretüden von Carl Czerny beschlossen ein Crescendo des akademischen Schulstiles und seiner Schwierigkeiten von den Übungen an der Stange über das Adagio und Zitate aus dem Romantischen Ballett bis zur Virtuosität des späten 19. Jahrhunderts. Ashley Pages ”Ein Reigen” feiert am 29. April 2014 Premiere an der Volksoper Wien. Vor dem Hintergrund von Arthur Schnitzlers

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Over the last few years Wiener Staatsballett has grown hugely, both in terms of its format and its international presence. Following a three-week summer guest appearance in Paris performing a richly varied programme, Manuel Legris and his company return to Vienna for the start of the new season. A highlight of the 2013/2014 season is the new production of “Swan Lake“ in the choreography by Rudolf Nureyev, which has its premiere on 16 March 2014 at the Wiener Staatsoper. This version is the one specially created for the Vienna dancers by Rudolf Nureyev in 1964. Then aged 26, Rudolf Nureyev had created his version of “Swan Lake“ - surely the most important work in the

EVENTIDE - ENO PECI, EMILIA BARANOWICZ

Drama ”Reigen", das bereits 1897 fertig gestellt, jedoch erst 1920 uraufgeführt wurde, evozieren die Autoren dieses Balletts - der Choreograph Ashley Page, dem Publikum auch durch seine Balletteinlagen zum Neujahrskonzert 2013 bekannt, und sein Ausstatter Antony McDonald - jene fast explosionsartige Kreativität, die das Wien der Jahre zwischen 1900 und 1914 kennzeichnet. Abgerundet wird die Programmgestaltung 2013/2014 mit der Aufführung großer Klassiker wie „Manon” von Kenneth MacMillan, ”Der Nussknacker” von Rudolf Nurejew, ”Dornröschen” von Peter Wright sowie den Programmen ”Tanzperspektiven” (Dawson | Pickett | Maillot | de Bana) und ”Meisterwerke des 20. Jahrhunderts” (Lifar | Petit | Christe).

entire ballet canon - for the Wiener Staatsopernballett. The performance made ballet history. Three years after his defection to the west from the Soviet Union, Nureyev had succeeded in enriching the choreographically varied approaches to the perception of Tchaikovsky’s ballet with a new and compelling interpretation. His guiding principle was the upgrading of the main male role, making it equivalent to the ballerina’s role. Performed more than 200 times at the Wiener Staatsoper and in guest appearances elsewhere between 1964 and 2009, the Vienna “Swan Lake“ created by Nureyev fifty years ago is brought back to the stage by Manuel Legris. The new scenery and costumes are by Luisa Spinatelli. Trained at the Academy of Fine Arts in Brera, Italy, where she is now a lecturer, Luisa Spinatelli is experienced in ballet stage and costume 2/2013

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design. She designed her first stage set in 1965 at La Scala in Milan for the ballet “Francesca da Rimini“, and quickly made a name for herself in the fields of drama and opera. Her main sphere of activity has however always been ballet, for which she has designed scenery and costumes for theatres all over the world. The first premiere for Wiener Staatsballett in the new season takes place on 19 October 2013 at the Volksoper Wien, with two pieces on the theme of “the fairytale world of ballet ”: Andrey Kaydanovsky’s “The Ugly Duckling“, set to Modest Mussorgsky’s “Pictures at an Exhibition”, followed by Vesna Orlic’s “Thousand and One Nights” to Nikolai Rimsky-Korsakov’s “Scheherazade op. 35”. With these works, Manuel Legris has commissioned two successful exponents from among the young choreographers who celebrated their debuts at the Jungchoreographenschiene of the Wiener Staatsoper & Volksoper Ballet Club. The first ballet premiere at the Vienna State Opera on 15 December 2013 is a “Ballet-Homage” consisting of three different works: The programme starts with a contemporary ballet from 1991 which has already become a classic, “The Second Detail” by William Forsythe, set to music by Thom Willems. The white costume for “Colombe” in this work is by the Japanese cult designer Issey Miyake. The second work on the programme is a world premiere: “Contra Clockwise Witness”. With choreography by the Bratislavaborn Natalia Horecna, this is a black comedy inspired by the book “Journey of Souls” by Michael Newton. The programme ends with the classic work “Études” by Harald Lander, set to piano études by Carl Czerny - a crescendo of the academic style and his difficulties, from exercises at the bar, to the Adagio and quotes from Romantic Ballet, to the virtuosity of the late 19th century.

“Le Souffle de l’esprit” by Jirí Bubenícek and the wonderful “Four Last Songs” by Rudi van Dantzig to Richard Strauss’s sublime music. Ballets which are to be revived at the Vienna Volksoper are “Bluebeard’s Secret ” by Stephan Thoss and “A Midsummer Night ’s Dream” by Jorma Elo, as well as the three-part programme “Carmina Burana“ (Vesna Orlic). “Afternoon of a Faun“ (Boris Nebyla) and “Bolero“ (András Lukács). The 2013/2014 season at the Wiener Staatsballett will conclude on 28 June 2014 at the Wiener Staatsoper with the “Nureyev Gala”, which as in previous years will present a very special programme with international guest artistes. “This season’s programme will appeal to a wide public and will support the further development of the company through the varied challenges and opportunities for role debuts it presents. Without doubt the different programmes will arouse strong emotions in our audiences and provide them with wonderful discoveries, says Ballet Director Manuel Legris.

dancer’s gives the traditional “good luck” greeting “toi, toi, toi” for the new season!

On 29 April 2014 Ashley Page’s “Ein Reigen” has its premiere at the Vienna Volksoper. Against the background of Arthur Schnitzler’s drama "La Ronde", which was completed in 1897 but was only premiered in 1920, the creators of the ballet – the choreographer Ashley Page, well known to audiences from his ballet interludes for the 2013 New Year’s Concert, and his set and costumes designer Antony McDonald – evoke the almost explosive creativity that characterised Vienna in the years between 1900 and 1914. The 2013/2014 programming is completed with the performance of major classics like “Manon” by Kenneth MacMillan, “The Nutcracker” by Rudolf Nureyev, “Sleeping Beauty” by Peter Wright and the programmes “Dance Perspectives” (Dawson | Pickett | Maillot | de Bana) and “Master Works of the 20th Century” (Lifar | Petit | Christe). The newly compiled programme “Master Signatures”, to be presented at the Wiener Staatsoper in May and June 2014, consists of “Vaslaw” by John Neumeier (now part of the repertoire) and the premiere of “Allegro Brillante” by George Balanchine, together with 10

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DORNRÖSCHEN/THE SLEEPING BEAUTY - LIUDMILA KONOVALOVA, VLADIMIR SHISHOV


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LAURENCIA - IOANNA AVRAAM, DENYS CHEREVYCHKO

RUBIES - MARIA YAKOVLEVA, MIHAIL SOSNOVSCHI

BEFORE NIGHTFALL - NINA POLÁKOVÁ, ROMAN LAZIK

SCHWANENSEE/SWAN LAKE - G. MATTHEWS, I. AVRAAM, N. MAYR, D. TARAN

DIE FLEDERMAUS - ROMAN LAZIK, MARIA YAKOVLEVA

BLACK CAKE - DAGMAR KRONBERGER, ENO PECI

THE VERTIGINOUS THRILL OF EXACTITUDE - KIYOKA HASHIMOTO

CORSAIRE - LIUDMILA KONOVALOVA, DENYS CHEREVYCHKO

Paris 4 - 27 Juli/July 2013 DORNRÖSCHEN/THE SLEEPING BEAUTY - LIUDMILA KONOVALOVA, VLADIMIR SHISHOV

BACH SUITE - MARIA ALATI, MIHAIL SOSNOVSCHI

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Ein Film von/A film by Balázs Delbó


dancer’swiener staatsballett TEXT UND FOTOS

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BALÁZS DELBÓ

tage Fever” ist keine traditionelle Tanzdokumentation. Meine Absicht war es, dem Publikum das tägliche Leben des Wiener Staatsballetts auf unterhaltsame Art ein bisschen näher zu bringen.

Seit September 2010, als Manuel Legris die Ballettdirektion übernahm, hatte ich die Chance erhalten, sehr eng mit der Compagnie zu arbeiten und ihre Promotion-Videos zu produzieren. Während nunmehr fast drei Jahren konnte ich die tägliche Arbeit der TänzerInnen und BallettmeisterInnen verfolgen, als sie begonnen hatten, eine neue Produktion in den Ballettstudios vorzubereiten, bis zum heiß ersehnten Augenblick, das neue Stück auf der Bühne zu zeigen. So war es mir möglich, interessantes Filmmaterial von den Arbeitsproben, Aufführungen, Trainings, Kostümproben und vielem mehr zu gewinnen. Eines Tages wurde mir bewusst, welches großartige Filmmaterial ist derart gesammelt hatte und beschloss, dass dieses nicht nur auf Festplatten in meinem Studio aufbewahrt bleiben sollte! Ich wollte diese Erfahrung mit dem Publikum teilen! So begann die Arbeit an ”Stage Fever”. Bis eine Produktion Aufführungsqualität erreicht, ist es für viele Abteilungen ein langer Weg, diese zu realisieren. Es bedarf erheblicher Koordination der Administration, Kostümabteilung, Maskenbildner, Ballettmeister, Pianisten, Tänzerinnen und Tänzer sowie vieler anderer, um einen unvergesslichen Abend für das Publikum zu gestalten. Mit Interviews, vielen Studio-Filmmetern und Backstage-Eindrücken versuchte ich, dem Betrachter ein bisschen einen Einblick in die täglichen Herausforderungen der Compagnie zu geben und diese aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Als ehemaligem Tänzer war es mir wichtig, dem Betrachter dieses gewisse Lampenfieber zu vermitteln. Ihn die wenigen Sekunden fühlen zu lassen, bevor man auf die Bühne hinausgeht. Ich habe viele Tänzer über dieses gemischte Gefühl der Aufregung befragt, wenn sie in der Kulisse stehen und die Takte der Musik mitzählen, bis der Moment kommt, dass sie dem Publikum die Früchte harter Arbeit der vergangenen Wochen in den Ballettstudios zeigen können. Indem ich während verschiedenster Ballettaufführungen lange Abende backstage verbracht habe, hatte ich die Möglichkeit, die Tänzerinnen und Tänzer sehr nah aus ungewöhnlichen Kamerawinkeln und -positionen zu filmen. Neben harter Arbeit, Schweiß und Schmerzen ist auch der Spaß allgegenwärtig in der Compagnie, und ich habe versucht, auch diese Momente einzufangen. ”Stage Fever“ zu produzieren war eine großartige Erfahrung für mich! Ich hoffe, dass die Betrachter ebenso viel Freude daran haben, als ich sie beim Produzieren hatte!

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tage Fever is not a traditional dance documentary. My intention with the film was to bring the public a bit closer to the daily life of the Wiener Staatsballett and to show all this in an entertaining way.

Since september 2010, when Manuel Legris took over the ballet direction, I was given the chance to work very close with the company and produce their promotional videos. During almost three years I was able to follow the daily work from dancers and ballet masters from the moment they start to work on a new production in the studio until the so expected moment to perform it on the stage and like the I was able capture a lot of very interesting material from rehearsals, shows, trainings, backstage, costume fitting and so on. One day I realized all this great material I collected and decided that this should not stay stored on hard discs in my studio. I should share that experience with the public! 14

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That is how ”Stage Fever“ started. Until a production gets to the level of being performed on the stage, it's a long way for many departments to make that possible. It takes a lot of coordination from the administration, costume department, make-up artists, ballet masters, pianists, dancers and many others to make all this become a beautiful evening for the public. With interviews, studio footages, backstage images I tried to give to the viewer a bit of an insight into the daily challenges of the company and see all that from a different perspectiv. Being a former dancer, it was important to me to give some of the ”Stage fever“ to the viewer. To make them feel those few seconds before entering the stage. I asked many dancers to talk about this mixed feeling of excitement, standing in the coulisse and counting the music until the moment comes, when they can show to the public the fruit of the past weeks of hard work in the ballet studio. Spending long evenings backstage during different ballet performances, I had the chance to film the dancers very close from unusual camera angles and positions. Apart of the hard work, sweat and pain, the fun is also present in the company's life and I tried to capture some those moments as well. Making ”Stage Fever“ was a great experience to me! I hope the viewers enjoy the film as much as I enjoyed putting it together! Balázs Delbó

Leidenschaftlich. Gut. Beraten.

Hypo Landesbank Vorarlberg in Wien. Die Heimat für mein Erspartes. Vorsorge ist mehr als langfristiger Vermögensaufbau und wertbeständige Veranlagung. Vorsorge ist auch mehr als eine sichere Pension. Richtig vorsorgen bedeutet, sich Träume erfüllen zu können. Die Freiheit, sein Leben so zu gestalten, wie man es für richtig hält. Hier und jetzt. Hypo Landesbank Vorarlberg, Filiale Wien, Singerstraße 12, 1010 Wien Kerstin Forgacs, Filialleiterin Privatkunden, T 050 414-7433, kerstin.forgacs@hypovbg.at, www.hypovbg.at


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Ballettschule wird Ballettakademie Ballet School becomes Ballet Academy FOTOS

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iebe Leserinnen und Leser, mit großer Freude darf ich Sie, verehrtes Publikum, über unsere Aktivitäten informieren. Ein besonderes Anliegen ist es uns, Nachwuchs aus allen Bundesländern für die Ballettschule der Wiener Staatsoper zu gewinnen. Dies kann nicht ohne unmittelbaren Kontakt zu unseren jungen Interessentinnen und Interessenten geschehen. Daher haben wir im Zuge unserer Audition Tour-Initiative in den Bundesländern Auftritte und Informationsveranstaltungen in Oberösterreich, Salzburg, Kärnten und Tirol durchgeführt und werden unsere Bemühungen in diese Richtung in der Zukunft weiter verstärken. Mit den Tanzdemonstrationen im Kinderzelt der Wiener Staatsoper gelang es uns auch wieder, viele Kinderaugen erstmals über die Wunderwelt des Balletts staunen zu lassen und unseren kleinen und großen Gästen bei dieser Gelegenheit einen Vorgeschmack auf die Schönheit des Klassischen Tanzes und das Abenteuer Bühne zu geben. Die Qualität der Ausbildung, die Gestaltung des Ausbildungsangebotes an sich und die internationale Positionierung der Ballettschule der Wiener Staatsoper sind weitere zentrale Punkte, die uns in diesem Schuljahr besonders intensiv beschäftigt haben. Mit großer Freude haben wir zur Kenntnis genommen, dass nennenswerte Preise, die unsere Schülerinnen und Schüler bei internationalen Ballettwettbewerben erringen konnten, die Richtung unseres diesbezüglich eingeschlagenen Weges bestätigten. 16

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WIENER STAATSOPER/MICHAEL PÖHN

Wir gratulieren unseren Preisträgerinnen und Preisträgern an dieser Stelle nochmals sehr herzlich und sehen den nächsten Herausforderungen am Sektor ”Competition“ mit Spannung entgegen. Strukturelle Änderungen und Neuerungen, die im Laufe der Saison 2012/2013 in Angriff genommen bzw. weitergeführt wurden, umfassen unter anderem die Etablierung eines internationalen Audition-, Outreach and Partnership Programms, die Schaffung einer fachübergreifenden Informationsvermittlung auf Basis grundlegender und für alle Lehrkräfte verbindlicher Unterrichtselemente, die Ergänzung des Ausbildungsinhaltes um weitere Lehrinhalte und die Akzentuierung der für uns zentralen Thematik Kreativität durch vielfältige und möglichst freie Auseinandersetzung mit eigenverantwortlichem Gestalten in verschiedenen Bereichen des Feldes ”Bühnentanz“. Zur Weiterbildung unserer Lehrkräfte sowie als ergänzendes Angebot für unsere Schülerinnen und Schüler haben wir auch zahlreiche Workshops zu verschiedenen Themen durchgeführt. Bestehende Kooperationen mit dem Wiener Staatsballett, der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien, dem Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, der Anton Bruckner Privatuniversität Linz (IDA), dem Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper, dem HIB Boerhaavegasse, der MS Kooperative Mittelschule Renngasse und dem OETR - Österreichischer Tanzrat wurden weiter gepflegt. An neuen Kooperationen sind in diesem Jahr die Vienna

SIMONA NOJA

International School, das Landestheater Salzburg und die Tiroler Ballettschule hinzu gekommen. Unser wichtigster Kooperationspartner bleiben jedoch die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten, wobei uns die Zusammenarbeit mit diesen ebenso am Herzen liegt, wie die Ausbildung unserer Schüler. Insbesondere bei den Eltern möchten wir uns für ihre Unterstützung sowie die konstruktive und erfreuliche Atmosphäre sehr herzlich bedanken. ”Wer aufhören will besser zu werden, hört auf gut zu sein.“ Dieses allgemein nur zu gut bekannte Motto zeigt auf, welche großen und wichtigen Aufgaben in der Zukunft noch vor uns liegen. Dennoch ist eine Etappe erreicht, die es rechtfertigt, unsere Entwicklung auch nach außen in Form der mit 1. September 2013 erfolgenden Umbenennung der Ballettschule der Wiener Staatsoper in Ballettakademie der Wiener Staatsoper zu unterstreichen. Das neue Konzept wird auch die Etablierung einer Jugendkompanie umfassen. All jenen, die bei diesem wichtigen Moment in der Geschichte unseres Hauses helfend zur Seite standen, gilt unser Dank, insbesondere dem Direktor der Wiener Staatsoper, Herrn Dominique Meyer, dem Ballettdirektor des Wiener Staatsballetts, Herrn Manuel Legris, und dem Kaufmännischen Direktor der Wiener Staatsoper, Herrn Thomas Platzer. Simona Noja Geschäftsführende Direktorin der Ballettschule der Wiener Staatsoper


ballet tschuledancer’s

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ear readers, I have great pleasure in informing you, our much-valued audience, about our activities.

It is a matter of particular importance to us that up-and-coming young dancers from all over Austria should attend the Wiener Staatsoper Ballet School. For this to happen, it is essential that we make direct contact with young people who are interested in coming to our school. As part of our Austria-wide audition tour initiative, therefore, we have put on performances and information events in Upper Austria, Salzburg, Carinthia and Tyrol, and we will continue to increase our efforts in this direction in the future. With our dance demonstrations in the children’s tent at the Wiener Staatsoper, we have also succeeded once again in opening many children’s eyes to the amazing and wonderful world of ballet, giving our young guests of all ages a foretaste of the beauty of Classical Dance and the excitement of the theatrical stage. The quality and structure of the training we provide and the international reputation of the Ballet School of the Wiener Staatsoper are additional points of central importance on which we have been focusing particularly intensively during this academic year. It has been a great pleasure to us to have the course of action we have adopted confirmed by the notable prizes won by our pupils at international ballet competitions. At this point we would like once again to express our sincere congratulations to our prize-winners, and we look forward eagerly to the next challenges to be faced in the “Competition“ sector. Structural changes and innovations which have been undertaken or continued during the 2012/2013 season have included the establishment of an international audition, outreach and partnership programme, the creation of a multi-disciplinary information exchange based on fundamental teaching elements that are compulsory for all staff, the inclusion of new content in our training programmes, and the accentuation of what is for us the central topic of creativity, through varied engagement with as much autonomy and freedom of

expression as possible in the different areas of “stage dance “. We have also carried out numerous differently-themed workshops in order to provide ongoing training for our staff as well as additional opportunities for our pupils. We have continued to nurture existing cooperations with Wiener Staatsballett, Wiener Staatsoper, Volksoper Wien, the Wiener Staatsoper orchestra, the Anton Bruckner Private University of Linz (IDA), the Wiener Staatsoper & Volksoper Ballet Club, HIB Boerhaavegasse, MS Kooperative Mittelschule Renngasse and OETR - Österreichischer Tanzrat. New cooperations have been established this year with the Vienna International School, the Landestheater Salzburg and the Tiroler Ballettschule.

JAKOB FEYFERLIK

However, our most important partners remain parents and guardians. Our cooperation with them is as important to us as the training we provide for the pupils. In particular we would like to express our very sincere thanks to the parents for their support and for the constructive and happy relationship we enjoy with them. “Any one who wants to stop getting better will stop being good.“ This extremely wellknown motto points to the huge and important tasks that await us in the future. Nevertheless we have reached a stage at which we are justified in underlining what we have achieved - to the outside world as well as to ourselves - by the change of name, effective from 1 September 2013, from the Wiener Staatsoper Ballet School to the Wiener Staatsoper Ballet Academy. The new concept will also include the setting up of a youth company.

CIPOLLINO - MYKOLA GORODISKII

Our thanks are due to all those who have supported us at this important point in our history, in particular the Director of Wiener Staatsoper, Mr Dominique Meyer, the Ballet Director of Wiener Staatsballett , Mr Manuel Legris, and the Commercial Director of Wiener Staatsoper, Mr Thomas Platzer. Simona Noja Managing Director of the Wiener Staatsoper Ballet School

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dancer’swiener staatsballett TEXT

IRIS FREY

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MICHAEL PÖHN/WIENER STAATSBALLETT

Alfred Oberzaucher Ein großer Ballettdramaturg verabschiedet sich in den Ruhestand A great ballet dramaturg enters retirement besondere auf dem Gebiet der österreichischen Tanzgeschichte. Es gibt in der Welt des Balletts kaum Namen oder Stücke, die er nicht kennt und zu denen er nicht sämtliche Daten und Geschichten parat hat – nicht nur Österreich betreffend, sondern auch das Ballettgeschehen im Ausland. Alfred Oberzaucher verfasste zahlreiche Beiträge für Fachbücher, sowie für verschiedene Tanzzeitschriften, darunter für ”Tanz Affiche”, ”Ballett international”, ”Dance and dancers” und ist Mitautor der ”Pipers Enzyklopädie für Musiktheater”, herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth. Er war auch an der Buchpublikation ”Ausdruckstanz” beteiligt, sowie an Skripten für Bühnen-, Fernseh- und Videoproduktionen. Wiederholt war Alfred Oberzaucher für Ausstellungsgestaltungen im Tanzbereich zuständig bzw. unterstützte anfragende Kulturinstitutionen mit fundierten Ballettinformationen. Darüber hinaus war er Mitglied von Tanzbeiräten (Stadt Wien, Bundeskanzleramt) und Juror bei Choreographischen Wettbewerben. Alfred Oberzaucher ist Ehrenmitglied der Internationen Gesellschaft Rosalia Chladek (eine der bedeutendsten Wegbereiterinnen des Freien Tanzes im 20. Jahrhundert in Europa).

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lfred Oberzaucher, der langjährige Ballettdramaturg des Wiener Staatsballetts, ist nach 37jähriger enger Verbundenheit mit dem Haus am Ring Ende März in den Ruhestand getreten.

Insider bezeichnen Alfred Oberzaucher gerne als ”lebendes Ballettlexikon”, sein Wissen in der Welt des Balletts scheint kaum endenwollend. Dem Ballettpublikum, sowie Fachleuten, ist der stets bescheidene Wiener durch zahlreiche Publikationen, wie Tanzbücher und Programmhefte, bekannt. Zudem gestaltete er insbesondere an der Wiener Staatsoper regelmäßig Einführungsgespräche, um Tanzinteressierten vor Ballettvorstellungen genauere Einblicke in die jeweiligen Werke zu geben. Passion für Tanz und Tanzgeschichte. Das Interesse Alfred Oberzauchers für Tanz und Tanzgeschichte begann sehr früh. Als äußerst profunder und international anerkannter Tanzhistoriker eignete er sich im Laufe der Zeit ein umfassendes Wissen an, ins18

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Enge Verbundenheit mit der Wiener Staatsoper. Bereits unter dem ehemaligen Direktor des Balletts der Wiener Staatsoper, Dr. Gerhard Brunner (1976-1990), war Alfred Oberzaucher gemeinsam mit seiner Ehefrau - der Tanzhistorikerin Dr. Gunhild Schüller von 1976 bis 1982 verantwortlich für die Redaktion der Zeitschrift „Tanzblätter”, die vom Österreichischen Bundestheaterverband herausgegeben wurde. Seit seinem fixem Engagement unter der Direktion von Renato Zanella im Jahr 1995 war Alfred Oberzaucher einer der wichtigsten Mitarbeiter der Ballettdirektion. Mit einer bemerkenswerten Geduld stand er jederzeit für Fragen und Antworten bereitwillig zur Verfügung. In seiner Funktion als Ballettdramaturg und Leiter der BallettPresseabteilung war er seit der Saison 2005/2006 unter Direktor Gyula Harangozó und aktuell unter der Direktion von Manuel Legris auch für die Ballettdramaturgie und Ballett-Pressearbeit für die Volksoper Wien zuständig. Hervorzuheben ist insbesondere die Erstellung herausragender Programmhefte sämtlicher Ballettpremieren, für deren Konzept


wiener staatsballet dancer’s

und Redaktion er verantwortlich war, und für die er unter anderem auch mit der ihm eigenen Akribie dramaturgische Beiträge verfasste. Zudem verantwortete er seit Jahren die redaktionellen Ballettbeiträge sämtlicher Hauspublikationen, unter anderem für das Staatsopernmagazin ”prolog” und die Volksopernzeitung. Seine große Passion für das Ballett zeigte sich auch insofern, als er nahezu jede Ballettvorstellung im Haus am Ring, sowie auch an der Volksoper Wien mitverfolgte und den TänzerInnen stets großen Respekt zollte. Ende März 2013 ist Alfred Oberzaucher nun offiziell in den Ruhestand getreten, doch betreute er noch die Premiere von ”Kreation und Tradition“ an der Volksoper Wien und steht seinem Nachfolger DDr. Oliver Peter Graber nach wie vor hilfreich zur Seite. Mit dem Abgang von Alfred Oberzaucher geht ein Stück österreichische Ballettgeschichte zu Ende. dancer’s wünscht ihm mit großem Respekt für sein jahrzehntelanges Schaffen und seine Leidenschaft für das Ballett einen wohlverdienten Ruhestand!

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lfred Oberzaucher, longstanding ballet dramaturg of the Vienna State Ballet, retired at the end of March following a 37-year close association with the Vienna Opera House. Insiders are fond of describing Alfred Oberzaucher as a ”living ballet lexicon“, and his knowledge of the world of ballet appears almost infinite. Oberzaucher, Viennese by birth and always a modest man, is known to ballet audiences and those in his profession through his numerous publications, such as dance books and programmes. He also regularly organized introductory talks, particularly at the Vienna State Opera House, in order, before ballet performances, to give those interested members of the audience a greater insight into the works being performed.

A passion for dance and dance history. Alfred Oberzaucher’s interest in dance and dance history began very early. An extremely knowledgeable and internationally recognized dance historian, over the years he acquired extensive knowledge, in particular in the realm of Austrian dance history. In the world of ballet, there is scarcely a name or a performance with which he is not familiar and for which he cannot quote every statistic and story, not just relating to Austria, but also covering the world of ballet abroad too. Alfred Oberzaucher made numerous contributions to specialist books, as well as to various dance journals, including ”Tanz Affiche”, ”Ballett international” and ”Dance and dancers”. He was also a co-author of ”Pipers Enzyklopädie für Musiktheater”, published in collaboration with the Institute of Music Theatre Research at the University of Bayreuth. He also contributed to the

book ”Ausdruckstanz”, as well as to scripts for stage, television and video productions. Alfred Oberzaucher was often in charge of exhibition design in the realm of dance or responded to enquiries from cultural institutions with his expert knowledge of ballet. He was also a member of dance advisory councils (City of Vienna, Austrian Federal Chancellery) and a juror in choreographic competitions. He is an honorary member of the international society Rosalia Chladek (one of the 20th century’s leading pioneers of free dance in Europe). Close association with the Vienna State Opera. Even back under the former director of ballet at the Vienna State Opera, Dr Gerhard Brunner (1976-1990), Alfred Oberzaucher, together with his wife, dance historian Dr Gunhild Schüller, was responsible from 1976 to 1982 for editorship of the dance journal ”Tanzblätter”, published by the Austrian Federal Theatre Association. From the time of his permanent engagement under the direction of Renato Zanella in 1995, Alfred Oberzaucher was one of the most important members of the ballet management team. Displaying a remarkable patience, he always willingly made himself available to answer questions. In his role as ballet dramaturg and head of the ballet press department, from the 2005/2006 season onwards, firstly under director Gyula Harangozó and, recently, under Manuel Legris, he was also responsible for ballet dramaturgy and ballet media work for the Vienna Volksoper. Particular mention must be made of the outstanding programmes published for all ballet premieres, for which he assumed responsibility for both concept and editorial work, and for which he also wrote dramaturgical articles using his own unique meticulous approach. In addition, he was for many years in charge of the editorial ballet articles for all house publications, including the State Opera magazine ”prolog” and the magazine published by the Volksoper. His great passion for ballet was also evident in the interest he showed in almost every ballet performance at the Vienna State Opera as well as at the Vienna Volksoper, and in the immense respect he showed for the dancers. In 2013, at the end of March, Alfred Oberzaucher officially entered retirement, but he still provided support for the premiere of ”Kreation und Tradition” at the Vienna Volksoper, and continues to provide assistance to his successor, DDr Oliver Peter Graber. Alfred Oberzaucher’s departure marks the end of an era in the history of Austrian ballet. dancer’s wishes him a well-earned rest in retirement, in recognition of his decades of hard work and his passion for ballet. 2/2013

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wiener staatsballett / ballettclubdancer’s

Charity Soirée in der Ungarischen Botschaft zugunsten von Nachwuchsförderungsprojekten at the Hungarian Embassy in aid of projects to promote young dancers/choreographers

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m die ehrgeizigen Projekte des Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper zugunsten von NachwuchstänzerInnen und -choreographInnen des Wiener Staatsballetts zu unterstützen, bat der Ungarische Botschafter, S.E. Herr Vince Szalay Bobrovniczky, zu einer Charity Soirée des Ballettclubs in seine Botschaft ein, an der mehr als 170 prominente Gäste teilnahmen. Entsprechend dem Motto “Wiesenthal bewegt” unterstützte die Wiesenthal & Co GmbH diese Veranstaltung, die auch edlen Kunstgenuss bot: Staatsopern-Kammersängerin Ildikó Raimondi sang Lieder von Schubert, R. Strauss und Lehár, am Klavier begleitet von ihrem Sohn Julius Zeman. Vom Wiener Staatsballett zeigten Attila Bakó in einer Eigen-Choreographie sowie Laura Nistor und Halbsolist András Lukács in einem Ungarischen Tanz ihr Können und Igor Zapravdin verzauberte am Klavier mit seinen Ballett-Phantasien. Tolle Tombola-Preise spendeten die Ungarische Botschaft sowie das Wiener Staatsballett, der Ungarn-Tourismus, die HermèsBoutique am Graben, Künstler Leo Stopfer, Clarins Österreich GmbH, Nägele & Strubell und das Magazin dancer’s. Der komplette Charity-Erlös fließt u.a. der vom Ballettclub für 2014 geplanten Neuauflage der “Jungen Choreographen des Wiener Staatsballetts” zu.

S.E. VINCE SZALAY BOBROVNICZKY

ANDRÁS LUKÁCS, LAURA NISTOR

JULIUS ZEMAN, KS ILDIKÓ RAIMONDI

ATTILA BAKÓ

IGOR ZAPRAVDIN

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JOSEF DÜRPORT, FRITZ NOVOPACKY

Ballettclub Charity Soirée attended by more than 170 celebrity guests was hosted at the Hungarian Embassy by the Ambassador, His Excellency Vince Szalay Bobrovniczky, to support the Ballettclub’s ambitious projects to promote young dancers and choreographers of the Wiener Staatsballett.

Under the slogan “Wiesenthal bewegt ”, the event was supported by Wiesenthal & Co GmbH, and offered a fine artistic programme with Staatsoper Kammersängerin Ildikó Raimondi singing Lieder by Schubert, R. Strauss and Lehár, accompanied on the piano by her son Julius Zeman, dancers from the Wiener Staatsballett demonstrating their skills (Attila Bakó in a piece choreographed by himself, Laura Nistor and demi soloist András Lukács in a Hungarian dance), and Igor Zapravdin giving a magical performance of his ballet fantasies at the piano. Fantastic Tombola prizes were donated by the Hungarian Embassy as well as the Wiener Staatsballett, the Hungarian Tourist Board, the Hermès Boutique on the Graben, artist Leo Stopfer, Clarins Österreich GmbH, Nägele & Strubell and Magazine

S.E. VINCE SZALAY BOBROVNICZKY, INGEBORG TICHY-LUGER, LEO STOPFER, TOMBOLAGEWINNER

dancer’s.

All donations will go to projects such as the “Young Choreographers of the Wiener Staatsballett ” planned by the Ballettclub for 2014.

BOTSCHAFTSRÄTIN MÁRTA PÓPA LINKA

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dancer’swiener staatsballett

bewunderte die Kunst des Balletts schon immer, aber erst als ich selbst so hart zu trainieren begann, wusste ich, dass ich das beruflich machen möchte, dass Ballett mein Leben ist. Ein Schlüsselerlebnis war für mich Kenneth MacMillans ‘Manon‘. Es war mein erstes klassisches Ballett, das ich sah und hat mich wirklich berührt – nicht nur der Tanz, sondern auch die Geschichte, das Schauspiel. Ich habe mich in dieses Ballett verliebt!“

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IRIS FREY

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PIERLUIGI ABBONDANZA

Greig Matthews Ein junges, aufstrebendes Talent des Wiener Staatsballetts An up-and-coming young talent of the Vienna State Ballet

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lutjung wurde Greig Matthews direkt nach Abschluss der renommierten Royal Ballet School in London mit erst 18 Jahren per 1. September 2011 von Ballettdirektor Manuel Legris, der ihn zuvor bei einem Wettbewerb entdeckt hatte, an das Wiener Staatsballett engagiert. Bald wurde der smarte, talentierte Brite mit solistischen Partien betraut und nach nur einer Saison von Legris zum Halbsolisten ernannt. ”Ich begann eigentlich im Musical- und Schauspielbereich, machte Ballett nur nebenbei, an der Lamour School of Dance in meiner Heimatstadt Aberdeen und an der Dance School of Scotland in Glasgow. Aber meine Lehrer meinten schon damals, ich wäre besser im Tanzen. Auch ich fühlte mich dabei wohler, war aber erst etwa mit 14 Jahren sicher, Balletttänzer werden zu wollen. Schließlich haben meine Lehrer - eher im Spaß - gemeint, ich sollte mich für einen Sommerkurs an der Royal Ballet School in London bewerben.“ Dort war Greig Matthews’ Potential offenbar sofort ersichtlich, und er wurde eingeladen, direkt in der Upper School zu beginnen. ”2010, am Ende des dritten Ausbildungsjahres, erhielt ich vom Direktor einen Spezialpreis, den Award of Excellence in Dance. Ich 22

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Von London nach Wien. Nun ist Greig Matthews glücklich, beim Wiener Staatsballett zu sein: ”In Wien fühlte ich mich bald wohl - auch, weil Manuel Legris jungen Tänzern viele Chancen gibt und die Hierarchie nicht so strikt ist, wie etwa beim Royal Ballet.“ Früh erkannte Ballettdirektor Legris das Talent des Briten mit dem idealen Tänzerkörper und schöner klassischer Linie, förderte ihn und betraute ihn bald mit kleinen solistischen Partien. So tanzte Greig Matthews den anspruchsvollen Pas de quatre in Peter Wrights ”Dornröschen“, die Pastorale in Rudolf Nurejews ”Der Nussknacker“ und einen Jungen Herren in seinem so geliebten Ballett ”Manon“.

Verspüren Sie einen gewissen Druck, da natürlich auch große Erwartungen in Sie gesetzt werden? ”Als ich nach Wien kam, hatte ich noch kaum Erfahrung im Berufsleben eines Tänzers, da ich bisher nur für einen Monat mit dem Royal Ballet gearbeitet hatte. Ich habe einfach versucht, hart zu arbeiten und hatte Glück, viele Chancen zu bekommen. Bisher ist alles gut gegangen“, meint Matthews lachend. ”Aber natürlich spürte ich einen gewissen Druck, da ich einer der Jüngsten in der Compagnie war und wohl auch ein wenig Eifersucht hervorgerufen habe, als ich so viele Rollen zu tanzen bekam. Doch das ist in nahezu jedem Beruf so und man lernt damit umzugehen.“ Entspricht Greig Matthews zwar dem Inbegriff des klassischen Balletttänzers, gefiel er aber zuletzt vermehrt in neoklassischen oder zeitgenössischen Stücken. Hierbei kommt ihm wohl auch seine vielseitige Ausbildung zugute. So war er etwa in Rudi van Dantzigs ”Vier letzte Lieder“, John Neumeiers ”Bach Suite III" und Nils Christes ”Before Nightfall", zu sehen, bei den ”Jungen Choreographen ‘12“ des Ballettclubs in Martin Winters ”Don’t know“ sowie gleich in drei Stücken innerhalb des Ballettabends ”Tanzperspektiven“: in Jean-Christophe Maillots ”Vers un Pays Sage", Helen Picketts ”Eventide" und David Dawsons ”A Million Kisses to my Skin". An der Volksoper Wien tanzte Matthews den Lysander in Jorma Elos ”Ein Sommernachtstraum" und eine Partie


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in Eno Pecis Stück ”Herzblume“. ”Mein liebstes Stück bisher, das ich am meisten genießen konnte, war ‘Eventide‘. Hier fühlte ich mich frei und es war eine schöne Erfahrung, diesen Stil zu erlernen. Die größte Herausforderung jedoch war das Solo des Prinzen Florimund aus dem zweiten Akt von Rudolf Nurejews ‘Dornröschen‘, das ich im Rahmen von ‘Junge Talente des Wiener Staatsballetts‘ tanzte. Unser Beruf ist es, auf der Bühne alles leicht aussehen zu lassen, und dieses Solo war eines der schwierigsten Dinge, die ich je in meinem Leben gemacht habe!“ Wie entspannen Sie sich am besten vom harten Ballettleben? ”Ich liebe es zu reisen, verschiedene Länder und Kulturen zu sehen und Neues zu entdecken, das inspiriert mich, da ich lange Zeit nur in Großbritannien gelebt habe. Auf Tourneen zu gehen, wie etwa letztes Jahr mit dem Wiener Staatsballett nach Japan, finde ich toll!“ Gibt es ein konkretes Ziel, einen Traum? Zurückhaltend meint Matthews: ”Ich habe natürlich ein Ziel, aber ich denke, in diesem Beruf ist es für alle das Gleiche, und ich weiß, was ich dafür tun muss und werde mich pushen, um dieses zu erreichen.“ Eine Anerkennung für seine Leistung wurde Greig Matthews zuteil mit der Verleihung des Förderpreises 2013 des Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper im Marmorsaal der Wiener Staatsoper. Wir wünschen toi, toi, toi für die Zukunft!

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oung Greig Matthews was just 18 years old and had only just completed his training at the renowned Royal Ballet School in London when he was engaged to dance for the Vienna State Ballet by Ballet Director Manuel Legris on 1 September 2011, who had discovered him previously at a competition. Before long this intelligent and talented young British dancer was being given solo roles, and after just one season he was appointed demi-soloist by Legris. ”I actually started out in musicals and plays, and only did ballet as a sideline, at the Lamour School of Dance in my home town of Aberdeen and at the Dance School of Scotland in Glasgow. But even at that time my teachers thought I was better at dancing. I also preferred dancing, but I wasn’t certain that I wanted to be a ballet dancer until I was 14. In the end my teachers told me - partly in jest - that I ought to apply for a summer course at the Royal Ballet School in London.” Once there, evidently Greig Matthews’ potential became immediately obvious, and he was invited to go straight to the Upper School to start training. ”In 2010, at the end of my third year, the Director gave me a special prize, the Award of Excellence in Dance. I had always had great admiration for ballet as an art form, but it was only when I started to train really hard that I knew I could be a professional dancer, that ballet would be my life. A key experience for me was Kenneth MacMillan’s ‘Manon’. This was the first classical ballet that I saw, and it really moved me - not just the dancing, but also the story, the drama. I fell in love with that ballet!” From London to Vienna. Greig Matthews is happy to be with the Vienna State Ballet: ”I felt at home in Vienna very quickly - not

least because Manuel Legris gives young dancers lots of opportunities, and the hierarchy is not as strict as it is at the Royal Ballet.” Ballet Director Legris quickly recognised the talent of this young British dancer with his perfect physique and beautiful classical line. He encouraged him and entrusted him with small solo roles soon, such as the demanding Pas de Quatre in Peter Wright ’s ”Sleeping Beauty”, the Pastorale in Rudolf Nureyev’s ”Nutcracker” and a Young Gentleman in his favourite ballet ”Manon”. Do you feel under a certain pressure, with such a lot being expected of you? ”When I came to Vienna, I had almost no experience as a professional dancer, as I had only worked for a month with the Royal Ballet. I simply tried to work hard and I was lucky enough to be given many opportunities. So far everything has worked out well,” smiles Matthews. ”But of course I felt a certain pressure, because I was one of the youngest in the company and I probably caused a bit of jealousy by being given so many roles to dance. But that happens in almost every profession and one learns to live with it.” Although Greig Matthews perfectly fulfils the idea of the classical ballet dancer, recently he has increasingly been appearing in neoclassical and contemporary ballets. His multi-faceted training has probably come into its own here. For example, he has appeared in Rudi van Dantzig’s ”Four Last Songs”, John Neumeier’s ”Bach Suite III” and Nils Christe’s ”Before Nightfall”, and in Martin Winter’s ”Don’t know” at the Ballettclub’s ”Young Choreographers ‘12” as well as three works forming part of the ”Tanzperspektiven” ballet programme: in Jean-Christophe Maillot ’s ”Vers un Pays Sage”, Helen Pickett ’s ”Eventide” and David Dawson’s ”A Million Kisses to my Skin”. At the Vienna Volksoper Matthews has danced Lysander in Jorma Elo’s ”A Midsummer Night ’s Dream” and a role in Eno Peci’s piece ”Herzblume”. ”My favourite ballet to date, the one I have been most able to enjoy, was ‘Eventide’. I had a great feeling of freedom and it was a wonderful experience for me to learn this style of dancing. The biggest challenge, however, was the Prince Florimund solo in the second act of Rudolf Nureyev’s ‘Sleeping Beauty’, which I danced as part of the ‘Young Talents of the Vienna State Ballet ’ programme. Our profession is about making everything look easy on stage, and this solo was one of the most difficult things I have ever done in my life!” What do you find is the best way to relax from the rigours of the ballet dancer’s life? ”I love travelling, seeing different countries and cultures and discovering something new - that inspires me, because for a long time I only lived in Britain. Going on tour is fantastic, like last year’s tour to Japan with the Vienna State Ballet.” Do you have a specific goal or dream? Somewhat reservedly, Matthews replies: ”Of course I do have a goal, but I think in this profession it ’s the same for everyone and I know what I have to do to achieve that goal, and I will push myself to get there.” Greig Matthews’ achievement has been recognised with the awarding of the 2013 young dancer’s prize given by the Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper in the Marble Hall of the Vienna State Opera. 2/2013

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dancer’swiener staatsballett / ballettclub

Förderpreis 2013 Incentive Award 2013 I für/for Greig Matthews

n Anwesenheit von Ballettdirektor Manuel Legris wurde der Förderpreis 2013 des Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper im Marmorsaal der Wiener Staatsoper an den Halbsolisten des Wiener Staatsballetts, Greig Matthews, verliehen. Die Überreichung erfolgte durch den Sponsor der Veranstaltung, Herrn Guy Dagger, Managing Director von Harlequin Floors. Die Laudationes hielten Manuel Legris und Ballettclub-Präsidentin Ingeborg Tichy-Luger. Das musikalische Rahmenprogramm wurde von Igor Zapravdin am Flügel gestaltet. Zahlreiche Prominenz aus Diplomatie, Wirtschaft sowie Kunst und Kultur nahm an der Förderpreisverleihung teil.

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n the presence of Ballet Director Manuel Legris, the 2013 Incentive Award of the Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper was presented to the half-soloist of the Vienna State Ballet, Greig Matthews, in the Marble Room of the Vienna State Opera. The presentation was made by the event ’s sponsor, Mr Guy Dagger, Managing Director of Harlequin Floors. The laudatory speeches were given by Manuel Legris and Ballettclub President Ingeborg Tichy-Luger. The musical background programme was provided by Igor Zapravdin at the piano. Numerous prominent figures from the worlds of diplomacy and business as well as the arts and culture attended the award presentation.

GUY DAGGER, MANUEL LEGRIS, GREIG MATTHEWS, INGEBORG TICHY-LUGER

VIDEO VON GREIG MATTHEWS BY BALÁZS DELBÓ

GREIG MATTHEWS, ADRIAN U.PRISCA ZEISEL

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SUZANNE DE BEKKER, NICOLE VAN DER PAUW

KENICHIRO TANAKA UND GATTIN

ANNEMARIE EMEDER

ALENA HERIBANOVÁ

DIRK RÜTER

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FRITZ NOVOPACKY

IGOR ZAPRAVDIN


dancer’sballet

MATTHEW BOURNES COMPANY TANZT SEINEN ”SWAN LAKE” AUF ”HARLEQUIN CASCADE” MATTHEW BOURNE’S COMPANY IS PERFORMING HIS ”SWAN LAKE” ON ”HARLEQUIN CASCADE” FOTO

BILL COOPER

Harlequin Floors Ein globaler Familienbetrieb / A global family

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arlequin Floors gilt als weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Tanzboden-Technologie. Doch trotz seiner globalen Tätigkeit mit Niederlassungen weltweit, die jüngste seit Mai dieses Jahres in Berlin, ist Harlequin Floors nach wie vor ein Familenunternehmen, geprägt vom Geist des Firmengründers Bob Dagger: ”Als ich das Unternehmen vor mehr als dreißig Jahren in England gründete, wollte ich Theater- und Tanzböden entwickeln, die unter Einbringung innovativer Materialen und Herstellungstechnologien, den Tänzern ein bewegungsunterstützendes aber gleichzeitig gesundheitsschonendes Arbeitsfeld bieten. Es freut mich natürlich, dass heute weltweit so gut wie alle führenden Tanzcompagnien und auch viele der größten Aufführungsorte der Welt die Vorteile von Harlequin Böden erkennen: weniger Verletzungsgefahr und mehr Vertrauen der Künstler in den Boden.“ Bob Dagger gründete Harlequin Floors im Jahre 1977. Er war damals als Export Sales Manager beim amerikanischen Bodenhersteller Marley Floors beschäftigt, dem Unternehmen, das erstmals einen Tanzteppich in der heute bekannten Art für die Tanzgemeinde produzierte. Jedoch war dies eher Zufall als geplant: Ein britischer Kunde hatte Anfang der 1970er Jahre darum gebeten, einen Vinylboden für klassisches Ballett zu entwickeln, der auf der einen Seite weiß und auf der anderen Seite schwarz sein sollte. Das bedeutete, der Boden musste den nötigen ”Grip“ aufweisen, den die Tänzer benötigen, um nicht auf dem Boden auszurutschen. Marley Floors schaffte es, diesen Kundenwunsch zu verwirklichen, jedoch hing die Aufnahme einer größeren Produktion von der weiteren Nachfrage ab. Sehr schnell wurde jedoch klar, dass Nachfrage nicht nur in Großbritannien und Europa bestand - bereits ein Jahr später

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wurde die erste Containerladung in die USA verschifft! Tatsächlich wurde der Tanzboden derart beliebt, dass heutzutage nach wie vor Bühnenbeläge in Amerika generell als ”Marleys“ bezeichnet werden. Dennoch wurde die Produktion von Marleys Tanzbelag 1977 eingestellt. Bob Dagger erkannte den Verlust für die Tanzgemeinde und begann, die Firma aufzubauen, die Harlequin Floors werden sollte. Er produzierte ein nahezu identisches, aber qualitativ verbessertes Produkt, das den Namen ”Harlequin Reversible” erhielt, und das heute in Europa als ”Harlequin Duo” bekannt ist. Dieser doppelseitige Tanzteppich, der mittlerweile in den verschiedensten Farbkombinationen erhältlich ist, erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit und ist nicht aus dem Harlequin Sortiment wegzudenken. Kundendienst und Innovation Anfang der 1980er Jahre stellten zahlreiche Anfragen führender Ballettcompagnien Harlequin Floors vor eine Reihe neuer Herausforderungen. Eine davon stammte von dem legendären Rudolf Nurejew. Nurejew war 1983 zum Direktor des Pariser Opernballetts ernannt worden. Damals tanzte die Compagnie noch auf dem letzten Vorrat ihres Marley Tanzteppichs, akzeptierte aber ”Harlequin Duo” als ”Ersatz“. Nurejew erklärte jedoch, dass die kontinuierlichen Tanzphasen im Probenraum und auf der Bühne ihm und seinen Tänzern immer mehr gesundheitliche Beschwerden bereiteten. Eine Bemerkung, die eine prompte Reaktion bei Harlequin Floors auslöste - und die Entwicklung von ”Harlequin Studio” zur Folge hatte! Mit ”Harlequin Studio wurde ein Tanzteppich entwickelt, der eine feste Unterpolsterung und somit mehr ”Rebound“ als der klassische ”Duo” Belag aufweist.


ballet dancer’s

Nurejew und seine Compagnie waren begeistert, und der ”Studio” Tanzteppich kommt seither beim Pariser Opernballett sowohl in den Proberäumen als auch auf der Bühne zum Einsatz. Immer häufiger kamen auch Anfragen anderer renommierter Compagnien, wie dem Hamburg Ballett, Staatsballett Berlin, American Ballet Theatre, dem New York City Ballet sowie Tanzschulen in aller Welt alle auf der Suche nach einem Tanzteppich mit dem erforderlichen ”Grip“, in einer Reihe von Farben und robust genug, um dem aggressiven Verschleiß durch rollende Kulissen standzuhalten, der somit tauglich für den Einsatz auf der Bühne und im Probestudio war. Harlequin Floors entwickelte daraufhin einen weiteren innovativen Tanzteppich: ”Harlequin Cascade”. Auch dieser Tanzteppich gehört heute noch zum Standartsortiment. Allerdings sind mittlerweile viele weitere Bodenbeläge in der Produktpallette von Harlequin zu finden, die größtenteils für den Tanz entwickelt wurden, aber auch Bodenbeläge, die im Messe-, Event- und TV-Produktionsbereich zum Einsatz kommen. Ebenso wichtig wie der Tanzteppich-Bereich ist bei Harlequin Floors die Entwicklung und Herstellung innovativer Tanzschwingböden, die den Benutzern ein gesundheitsbewusstes und schonendes Training ermöglichen. Hier nimmt das Schwingboden System ”Liberty” eine Vorreiterstellung ein und erfreut sich mittlerweile weltweit bei großen und kleinen Kunden größter Beliebtheit, denn es kann sowohl mobil wie auch permanent eingesetzt werden. Mehr Informationen zum Thema Tanzschwingboden und tanzmedizinische Forschung finden Sie in der nächsten Ausgabe von dancer’s.

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arlequin Floors is widely recognised as the world leader in the advancement of dance floor technology and the production and installation of dance floors. However, despite its global operations with offices worldwide, the most recent in Berlin since May this year, Harlequin Floors remains family owned and retains the influence and personal involvement of company founder, Bob Dagger. "When I launched my company, I aimed at designing floors for theatre and dance using new, advanced materials. I am pleased to note that today, nearly all of the world’s most prestigious dance companies, along with many of the world’s largest venues, recognise the advantages of Harlequin floors; fewer injury risks and improvement of artists’ trust in the floor”. Before founding Harlequin, Bob Dagger was employed as export sales manager of the American flooring manufacturers Marley Floors, the company that had almost by chance introduced the first vinyl floor to the dance community. In 1973 a British customer had enquired if it were possible to re-colour the underside of a particular retail sheet vinyl flooring from a patchy orange to a plain white, moreover, would Marley also replace the popular faux ceramic pattern of the top surface with a uniform black? Although technically possible, production depended on there being sufficient demand. Very quickly it was clear that not only was British and European demand there, but within a year or two the first container load had been shipped to the USA. Indeed, the dance floor Marley had stumbled upon became so popular that in America to this day all stage floors are generically referred to as "marleys". Nevertheless, the production closed in 1977 and the story might have ended there if Bob Dagger had not perceived the loss to the dance community and proceeded in 1979 to set up what today is British Harlequin plc. Bob commissioned the production of an identical but improved quality

product on a production line in Luxembourg. The product was introduced as Harlequin Reversible, marketed in Europe as Harlequin Duo, is a double-sided dance floor, which is now available in various color combinations and still enjoys great popularity as an integral part of the Harlequin range. Customer service and innovation In the early 1980's a number of different challenges was placed before the company. One of them came from the legendary Rudolf Nureyev. In 1983 Nureyev was appointed director of the Paris Opera Ballet. At that time, the Company still danced on the last of their stock of Marley dance floor, but had accepted ”Harlequin Duo” as a "substitute". Nureyev, however, explained that continuous dance in rehearsal rooms and on stage were causing health concerns for his dance company and insisted on a softer yet danceable floor. Nureyev’s reported remark triggered a prompt response from Harlequin Floors with the development of ”Harlequin Studio” a cushioned floor which was enthusiastically received by Nureyev and his company. It was the world's first "cushioned" floor, reinforced with strong mineral fibre to resist damage and provide dimensional stability in varying temperatures onstage and in the dance studio and quickly installed by the Paris Opera Ballet, both in the rehearsal rooms and for on stage use. Increasingly, inquiries from other renowned dance companies such as the Hamburg Ballet, Berlin State Ballet, American Ballet Theatre, New York City Ballet and dance schools came to Harlequin - all in search of a dance floor with the necessary “traction” or "grip" and available in a range of colors and robust enough to withstand the aggressive wear by rolling scenery and therefore suitable for use on stage and in the rehearsal studio. Harlequin Floors subsequently developed another innovative dance floor: ”Harlequin Cascade” - which is also still the standard range. Since then many more floors have been added to the Harlequin product line, most of which were developed for dance, but also floor coverings that are used in exhibition, event and television production. In addition to the production of dance vinyls, Harlequin Floors’ focus on development and production of innovative sprung dance floors is equally important. These floors provide dancers with a perfect environment for health conscious and comfortable training. The sprung floor system Liberty is leading floor in this range and has developed into the sprung floor of choice with big and small clients alike, as it can be used mobile as well as permanently installed. More information about sprung floors for dance and dance medicine research can be found in the next edition of dancer’s.

HARLEQUIN TEAM

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dancer’swiener staatsballett / review

Premiere/First performance: : 27 April 2013 Volksoper Wien

Kreation und Tradition

Zeitverschwendung Choreographie/Choreography by Andrey Kaydanovskiy László Benedek, Zuzana Kvassayova, Felipe Vieira

Herzblume Choreographie/Choreography by Eno Peci

Out of Tango

Choreographie/Choreography by András Lukács

Choreographie/Choreography by Vesna Orlic

Olga Esina, Roman Lazik

Mihail Sosnovschi, Rebecca Horner

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FOTOS

The White Pas de deux

WIENER STAATSBALLETT/BARBARA PÁLFFY

Mihail Sosnovschi, Suzanne Kertész, Masayu Kimoto, Erika Kovácová, Greig Matthews, Dagmar Kronberger, Davide Dato


ballettclub

wiener staatsoper & volksoper

welcome to the club der ballettclub wiener staatsoper & volksoper unterstützt manuel legris und das wiener staatsballett sowie die ballettschule der wiener staatsoper l l l l l l

besuch von bühnenproben und trainings künstlerparties und backstage talks BALLETT-BONUS um nur € 10,gratis-abo dancer’s email-newsletter mit aktuellen ballettnachrichten und -terminen freier eintritt zu club-veranstaltungen (außer konsumation)

ja, ich trete dem ballettclub bei Jahresbeitrag Saison 2013/2014

club-terminvorschau sommer/herbst 2013 (anmeldung erbeten an office@ballettclub.at)

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l Unterstützendes Mitglied

90,-

l Förderer

500,-

l Pate Silber

€ 1.000,-

l Pate Platin

€ 5.000,-

25/09/13 season opening party mit manuel legris und dem wiener staatsballett

l Jugendmitglied bis 18 Jahre

für clubmitglieder und geladene gäste - mit persönlicher einladung!

l Pate Gold

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08/10/13 besuch einer klavierprobe ”märchenwelt ballett”/volksoper

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10/12/13 besuch einer bühnenprobe ”ballett-hommage”/staatsoper

abholung: 9.45 uhr, bühneneingang fuchsthallergasse

kostenlos

€ 2.500,-

Bitte Gewünschtes ankreuzen.

zeit: wird noch bekanntgegeben, bühneneingang kärntnerstraße

kooperationen l l

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................................................................................................................ Name

impulstanz reduzierte tickets für ballettclub-mitglieder siehe email-newsletter

”welcome africa, willkommen in bad aussee!” 9. - 11. august 2013 reduzierte tickets für ballettclub-mitglieder

................................................................................................................ Geburtsdatum (bei Jugendmitgliedern)

siehe email-newsletter

................................................................................................................ Telefon

für clubmitglieder: BALLETT-BONUS um nur € 10,-

................................................................................................................ Telefax

Auch in der Saison 2013/2014 gibt es für alle BallettfreundInnen und jene, die es noch werden wollen, die Möglichkeit, um € 25,- pro Saison die Bundestheater.at-CARD um die Zusatzfunktion BALLETT-BONUS zu erweitern. Ihre Vorteile auf einen Blick: l 15 % Ermäßigung auf Vollpreiskarten für alle Ballettvorstellungen in der Wiener Staatsoper und der Volksoper Wien mit Ausnahme von Premieren und Sonderveranstaltungen l 2 Karten pro Vorstellung (aus allen verfügbaren Kategorien) l Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Die Bundestheater.at-CARD mit Zusatzfunktion BALLETT-BONUS gilt für Ballettvorstellungen vom 1. September 2013 bis 30. Juni 2014. Mitglieder des Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper erhalten für den Erwerb der Zusatzfunktion BALLETT-BONUS vom Ballettclub einen finanziellen Beitrag von € 15,-, sodass als Eigenleistung nur € 10,- pro Saison zu erbringen sind.

wir freuen uns auf sie! l l l l

................................................................................................................ Adresse

mitgliedschaft € 90,förderer € 500,patenschaft ab € 1.000,jugend bis 18 jahre kostenlos

info & anmeldung: info@ballettclub.at www.ballettclub.at

................................................................................................................ E-Mail ................................................................................................................ Unterschrift

Bankverbindung: Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien Konto-Nr. 1600 527, BLZ 32000 BIC: RLNWATWW, IBAN: AT57 3200 000 0160 0527 Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper Herrengasse 6-8/1/72, 1010 Wien E-Mail: info@ballettclub.at www.ballettclub.at


dancer’sballet

KIYOKA HASHIMOTO

RICHARD SZÁBO

ANNA MENDAKIEWICZ

MASAYU KIMOTO

KIRILL KOURLAEV

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ALEXIS FORABOSCO MÄRZ I APRIL I MAI 08


ballet dancer’s

TEXT

LUIS CASANOVA SOROLLA

FOTOS

LUIS CASANOVA SOROLLA, RONNIE BOEHM, MICHAEL DÜRR

Signapura Eine tänzerische Intervention von Luis Casanova Sorolla A dancing intervention by Luis Casanova Sorolla

”Schon während seines Studiums war die Beziehung von Denken, Empfinden und Bewegen ein wichtiger Punkt für Luis. So lange ich ihn kenne, war immer sichtbar, wie stark Luis ein energetischer Mensch ist und mit einem hohen Körperbewusstsein durch die Welt geht. Diese besondere Begabung zeigt sich auch in seiner Abschlussarbeit.“ Gunter Damisch zur Arbeit von Luis Casanova Sorolla, Eröffnungsrede live Performance - Ausstellung /Kunsthalle project space Wien, 2012.

„Already during his university studies the relationship and connection of thinking, feeling and moving was an important point for Luis. As long as I know him, it has always been clear that Luis is an energetic person who walks through the world with an increased awareness of the body. This special ability also shows in his dissertation.“ Gunter Damisch about the work of Luis Casanova Sorolla, Exhibition at the Kunsthalle Wien project space., 2012.

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LIUDMILA KONOVALOVA, LUIS CASANOVA SOROLLA

I

n jeder einzelnen Bewegung einer Tänzerin/eines Tänzers findet sich ein kompletter Ausdruck des Körpers, des Geistes und der Gefühle der Ausführenden. TänzerInnen sind Kraftwerke, die auch die Zuschauer mit ihrer kreativen Energie bis ins Innerste berühren. Festzuhalten ist dieser Energiefluss nur schwer. Im Gedächtnis des Tänzerkörpers ist er gespeichert, doch weder ein Bild noch vier und zwanzig Bilder/sec können alles wiedergeben, was sich im Tänzer und zwischen ihm und dem Publikum abspielt. Selbst als Maler ist mir bewusst, dass auch in der figurativen Interpretation des Künstlers immer eine Lücke bleibt. Als ich, engagiert als Fotograf, im Ballettsaal den Schritten der Tänzer folgte, habe ich auf dem Linoleumboden die Spuren von Tänzern und TänzerInnen vieler Generationen entdeckt: überlappende, sich kreuzende und auseinander strebende Linien, die Ballerinen und Ballerinos hinterlassen hatten. Linien, die ein eigenständiges Bild kreiert haben, das die gesamte Energie der Tanzenden enthält und zeigt. Diese Linien wollte ich als letzte Spur, als oberste Schicht einer Tanzaufführung festhalten. Der Prozess, bis die Idee reif war, in die Praxis umgesetzt zu werden, dauerte gute zwei Jahre. Endlich hatte ich die richtige Methode und auch das richtige Medium für die ”Aufzeichnungen“ gefunden. Auf die Tanzfläche (ein spezielles Papier) werden ausgewählte Farbpigmente aufgebracht, die die zur Musik improvisierten Tanzschritte in ihrer Struktur sichtbar und für 32

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spätere Betrachter nachvollziehbar machen. Alexis Farabosco, Tänzer im Wiener Staatsballett war der erste, der sich für das Projekt begeisterte und seine Spuren auf dem gefärbten Papier hinterlassen hat. Nach und nach interessierten sich viele seiner KollegInnen und Kollegen für das als Experiment begonnene künstlerische Werk. Corps-Mitglieder, SolistInnen und Solisten (Erika Kováčová, Rafaella Sant ’Anna, Anna Mendakiewicz, Richard Szabo, Masayu Kimoto, Kiyoka Hashimoto, Kirill Kourlaev, Gregor Hatala und Reina Sawai...), sie alle fanden das Projekt faszinierend und stellten sich für das Entstehen des Kunstwerks zur Verfügung. Später gesellte sich der Video- und Filmkünstler Balázs Delbo dazu, um Prozess und Ergebnis für die Leinwand festzuhalten. Nach dem Ende der Performance ist jedoch mehr vorhanden als eine Dokumentation der Bewegungen einer Tänzerin. Die Farbpigmente werden fixiert, und wir sehen ein eigenständiges Bild, das zugleich deutbar und abstrakt ist und durch die ihm eigene, vom Entstehungsprozess unabhängige Ästhetik an Wert gewinnt. Kunstwerk und Medium zugleich. Dokumentation der Spuren eines Künstlers, einer Künstlerin, aber auch Werk eines bildenden Künstlers; Manifestation von Fakten und zugleich poetische Fiktion. Mit SIGNAPURA findet jedes Mal von neuem eine choreographische Zusammenarbeit , eine Kooperation von Tänzern, TänzerInnen, dem Maler und seinen HelferInnen statt, die zwar das gleiche Medium nach der gleichen Methode benutzen,


ballet dancer’s doch immer wieder ein überraschend anderes, ein neues Original schaffen.

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ach and every movement of dancers are filled with their complete expression of body, mind and feelings. Dancers are powerhouses who are able to touch the audience deeply with their creative energy. It is very hard to capture this flow of energy. It is saved in the mind of the dancers body but neither a single picture nor even twenty pictures/sec are able to show what is going on inside a dancer or between him and the audience. As an artist I am aware that even in the figurative interpretation of an artist there’s always a gap. When I was working as a photographer and following the moves of the dancers in the ballet hall, I recognized trails on the floor from many generations of dancers: The lines the ballet dancers left behind were overlapping, crossing and striving apart. Lines that created an independent picture that included and showed the whole energy of the dancers. I wanted to capture these lines

as the last track, the top layer of a dance performance.

capture the process and the result for the screen.

It was a two-year process from this idea to its realization. Finally I found the right method and the right medium for this ”recording“. Selected pigments are put on a special paper - which is the dance floor for the dancer - these pigments are able to capture the dance movements - which are improvised to selected music - in their structure and make them comprehensible for the audience afterwards. Alexis Farabosco, dancer at the Wiener Staatsballett, was the first who was interested in the project and the first to leave tracks on coloured paper. In time many colleagues were interested in this piece of art that started as an experiment. Members of the Corps de ballet and solo dancers (Erika Kovácová, Rafaella Sant ’A nna, Anna Mendakiewicz, Richard Szabo, Masayu Kimoto, Kiyoka Hashimoto, Kirill Kourlaev , Gregor Hatala und Reina Sawai...) were fascinated by the project and volunteered to be a part of this art piece. Later video and film artist Balázs Delbó joined to

After the performance there is much more present than a documentation of a dancer’s movements. The pigments are fixated and we see an independent picture that is both interpretable and abstract at the same time and wins value through its own aesthetic – independent from the process of development. A piece of art and a medium at the same time. A documentation of the tracks of an artist, dancer but also a work of an artist. A manifestation and poetic fiction at the same moment. With SIGNAPURA there’s always a new choreographic collaboration, a new cooperation between dancers, the artist and his helping staff. Each time the medium and the method stays the same, but there’s always a new original created. Official website: www.casanovasorolla.net Um das Projekt live zu erleben/ To see this Art concept in person visit the : Hotel Harmonie, Harmoniegasse 5-7 1090 Wien, www.harmonie-vienna.at


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10 Jahre/10 Years Staatsballett Berlin Auftakt - 14. September 2013 Ballett-Gala zur Spielzeiteröffnung Opening night - 14 September 2013 Ballet Gala to open the Season

SHOKO NAKAMURA FOTO

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ENRICO NAWRATH

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The special feature of any gala event is always the programme. We can expect some surprises, with choreographic masterpieces, rarities drawn from the history of ballet, and new works being performed.

Das Besondere einer Gala-Veranstaltung ist immer das Programm: Mit Überraschungen darf gerechnet werden, wenn choreographische Meisterwerke, Raritäten der Ballettgeschichte oder Neukreationen zur Aufführung gelangen.

Vladimir Malakhov has put together a richly varied evening in which several works will have their first Berlin performance. The soloists of the Staatsballett Berlin will show themselves at their best in some very individual creations, combining joie de vivre and virtuosity, breathtaking technique and high emotion - the vitality of classical dance at its finest.

ehn Jahre Staatsballett Berlin unter der Intendanz von Vladimir Malakhov, zehn Jahre Ballett in Berlin, wie es glanzvoller nicht sein könnte - das ist Anlass genug, die Jubiläumsspielzeit mit einer fulminanten Ballett-Gala zu eröffnen.

Vladimir Malakhov hat einen abwechslungsreichen Abend zusammengestellt, in dem gleich mehrere Choreographien ihre Berliner Erstaufführung erleben: Die Solisten des Staatsballetts Berlin zeigen sich in persönlichen Kreationen von ihrer besten Seite. In einer Mischung aus Lebensfreude und Virtuosität, aus atemberaubender Tanztechnik und Emotion - die Vitalität des klassischen Tanzes könnte kaum schöner zum Ausdruck gebracht werden.

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en years of the Staatsballett Berlin under the directorship of Vladimir Malakhov, ten years of ballet in Berlin at an unsurpassable level of brilliance - reason enough to open the jubilee season with a dazzling ballet gala.

Auftakt/Opening night BALLETT-GALA ZUR SPIELZEITERÖFFNUNG BALLET GALA TO OPEN THE SEASON Musikalische Leitung/Musical Director: Robert Reimer Erste Solisten, Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin Principals, soloists and corps de ballet of the Staatsballett Berlin Orchester der Deutschen Oper Berlin Orchestra of the Deutsche Oper Berlin Aufführung/Performance: 14 September 2013 Deutsche Oper Berlin Tickets 38 - 122 Euro Ticket service +49 30 20 60 92 630 | tickets@staatsballett-berlin.de

Staatsballett Berlin Spielzeit 2013 | 2014 BALLETT-GALA ZUR SPIELZEITERÖFFNUNG 14 SEPTEMBER 2013

THE NIGHTS – NACH „1001 NACHT“ BALLETT VON ANGELIN PRELJOCAJ PREMIERE 1 FEBRUAR 2014

DER NUSSKNACKER

RATMANSKY | WELCH

BALLETT-FEERIE VON VASILY MEDVEDEV und YURI BURLAKA nach LEW IWANOW PREMIERE 23 OKTOBER 2013

Choreographien von ALXEI RATMANSKY und STANTON WELCH PREMIERE 22 MÄRZ 2014

MALAKHOV & FRIENDS

DON JUAN

BALLETT-GALA PREMIERE 21 JANUAR 2014

BALLETT VON GIORGIO MADIA Musik von CHRISTOPH WILLIBALD GLUCK u.a. URAUFFÜHRUNG 21 JUNI 2014

www.staatsballett-berlin.de | Karten 20 60 92 630


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Die neue Ballettcompagnie unter Karl Alfred Schreiner The new ballet company under Karl Alfred Schreiner

In München angekommen! Arrived in Munich!

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Am 20. März 2014 wird die Reise fortgeführt. Der international gefragte norwegische Choreograph, Autor, Regisseur und Bühnenbildner Jo Strømgren lässt im Münchner Cuvilliéstheater die Zeit des Rokoko wiedererstehen. Mit seinem Ballett ”Arsen - Ein Rokokothriller“ blickt er hinter die Fassaden der üppigen Barockpracht und lüftet den verhüllenden Schleier des Glanzes, unter dem wilde Erotik, eifersüchtige Intrige, enthemmte Gefallsucht und eine gleißende Doppelmoral den Urgrund des Menschlichen verderben. In moribundem Rausch wird tödliches Gift durch lebhafte Körper gejagt und mit Tanz, Text und Stimme ein sinnenstarker Thriller erzählt. Zudem wird aufgrund des großen Erfolges in diesem Jahr (mit den Choreographen Jo Strømgren, Georg Reischl, Cayetano Soto und Mauro Astolfi) auch 2014 das mutige Konzept der Dancesoap ”Minutemade“ wieder aufgegriffen. An vier aufeinanderfolgenden Samstagen im Mai und Juni stellen sich die renommierten Choreographen Alexander Ekman, Marco Goecke, Antony Rizzi und Christopher Roman der Herausforderung, jeweils in nur einer Woche eine 30-minütige Tanzdarbietung mit der Compagnie des Gärtnerplatztheaters zu erarbeiten. Jede Woche heißt die Aufgabe erneut: ”Ein Raum. Eine Woche. 20 Tänzer.“ Als künstlerisch prägende Kraft des Hauses präsentiert das Ballett des Gärtnerplatztheaters mit vielschichtiger Neugier in allen Sparten des Musik- und Tanztheaters intensive Darbietungen und bereichert auf seine Art auch die neue Spielzeit.

EMMA KAULDHAR

Die Compagnie realisiert ihre Arbeiten in engem Kontakt mit Chor und Orchester des Gärtnerplatztheaters und gliedert sich auch spartenübergreifend in Operetten- und Musicalproduktionen ein. Demgemäß darf sich das Münchner Publikum auch in der Spielzeit 2013/2014 über vielfältige Tanzdarbietungen freuen. Zu den Höhepunkten der kommenden Saison zählen - neben der Wiederaufnahme von ”Dornröschen“ - zwei Ballettabende, die den Zuseher jeweils auf eine Reise durch Raum und Zeit begleiten. Am 21. November 2013 feiert Karl Alfred Schreines Choreographie ”Berlin 1920 – Eine Burleske“ ihre Uraufführung. Auf der Schwelle des politischen und wirtschaftlichen Abgrunds begeht die pulsie-

rende Metropole Berlin ein ekstatisches Fest, das im bunten Glitter der Revuetempel einem vergnügungssüchtigen Götzen huldigt. Zur Musik von Komponisten wie Hanns Eisler und Ernst Křenek wird in furiosen Jazzrhythmen und verschwenderischer Dekadenz keines Morgens mehr gedacht.

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pulente Bilder, sinnliche und spannende Sujets sowie ausdrucksstarke Hingabe an Bewegung und Tanz zeichnen die Ballettcompagnie des Staatstheaters am Gärtnerplatz aus, das auf eine aufregende und erfolgreiche erste Spielzeit unter der Direktion von Karl Alfred Schreiner zurückblicken kann. Mit Tschaikowskys Ballettklassiker ”Dornröschen“ stellte sich das Ensemble mit seiner ersten abendfüllenden Produktion dem Münchner Publikum vor. In der Choreographie Schreiners erfuhr der wundersame Stoff eine träumerisch-traumwandelnde Deutung, die märchenhafte Klischees zu realen Sehnsüchten und Leidenschaften verdichtete. Neben der Hochachtung, die das Ensemble den großen Meisterwerken des Tanzrepertoires zollt, steht die Lust auf Neues und die Faszination des Experimentierens. In diesem Sinne entwickelte der Choreograph Edward Clug zusammen mit Karl Alfred Schreiner den Doppelabend ”memento mori“, an dem in der hitzigen Glut eines infernalischen Totentanzes zu Musik von Luigi Cherubini und Giovanni Battista Pergolesi über Macht und Intrige, Lust und Leid sowie über Hybris und Wahn im Schatten unvermeidlicher Verwesung reflektiert wurde.


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pulent images, sensual and gripping subjects, and strongly expressive dedication to movement and dance these are what define the ballet company of the Gärtnerplatz Theatre, which has just had an exciting and successful first season under the direction of Karl Alfred Schreiner. The ensemble introduced itself to the Munich audience with its first full-length production of Tchaikovsky’s classic “Sleeping Beauty“. In the choreography by Schreiner this wonderful material was given a dreamy, sleepwalking interpretation which compressed the stockin-trade images of fairy tales into real longings and passions. Alongside the high esteem in which the ensemble holds the great master works of the dance repertoire, there is also an eagerness to explore new things, a fascination with the experimental. It is in this spirit that the choreographer Edward Clug, together with Karl Alfred Schreiner, has devised a two-part programme “memento mori“, which reflects on power and intrigue, joy and suffering, and hybris and madness in the shadow of the inevitability of decay, in the fiery heat of an infernal dance of death set to music by Luigi Cherubini and Giovanni Battista Pergolesi.

The company works in close contact with the chorus and orchestra of the Gärtnerplatz Theatre, and is also integrated into operetta and musical productions. This means that Munich audiences have a wide variety of dance offerings to look forward to in the 2013/14 season also. Among the high points of the forthcoming season (in addition to the revival of “Sleeping Beauty“) are two ballet programmes which each take the spectator on a journey through time and space. On 21 November 2013 Karl Alfred Schreiner’s ballet “Berlin 1920 Eine Burleske“ has its world premiere. On the brink of the political and economic abyss, the pulsating metropolis of Berlin puts on an ecstatic festival, honouring a pleasure-seeking idol in the bright glitter of the revue temple. With music by composers like Hanns Eisler and Ernst Křenek, and in an atmosphere of furious jazz rhythms and extravagant decadence, no thought is given to the morrow. On 20 March 2014, the journey continues. The Norwegian choreographer, author, director and designer Jo Strømgren, who is much in demand all over the world, recreates the Rococo period in Munich’s Cuvilliés Theatre. In his ballet “Arsenic – A Rococo Thriller “ he looks behind the facades of the exuberant splendour of the Baroque and lifts the veil on the magnificence that conceals a wild eroticism, jealousy and intrigue, uninhibited coquetry and a slippery moral duality that undermine the very basis of humanity. In moribund frenzy, deadly poison is chased through living bodies and a strongly sensual thriller is unfolded in dance, text and voice. In addition, on the basis of its considerable success this year (with choreographers Jo Strømgren, Georg Reischl, Cayetano Soto and Mauro Astolfi), the bold concept of the dance soap “Minutemade“ is to be taken up again in 2014. On four successive Saturdays in May and June, the renowned choreographers Alexander Ekman, Marco Goecke, Antony Rizzi and Christopher Roman will take up the challenge of creating – in just one week – a 30-minute dance presentation with the company of the Gärtnerplatz Theatre. Each week the same task will be set again: “One room. One week. 20 dancers.“ As a decisive artistic force within the theatre, the Gärtnerplatz Theatre Ballet with its many-layered curiosity has compelling contributions to offer in all areas of music and dance theatre, which will enrich the new season in a very special way.

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2013 | 2014

Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner Uraufführung

BERLIN 1920 – EINE BURLESKE Ballett von Karl Alfred Schreiner Musik von Hanns Eisler, Ernst Krenek u. a. Musikalische Leitung Michael Brandstätter Choreografie Karl Alfred Schreiner ab 21.11.2013 Cuvilliéstheater

Wiederaufnahme

PETER UND DER WOLF Ein Ballettmärchen für Kinder Musik von Sergej Prokofjew Musikalische Leitung Andreas Kowalewitz Choreografie Emanuele Soavi ab 19.12.2013 Cuvilliéstheater

Wiederaufnahme

DORNRÖSCHEN Musik von Peter Iljitsch Tschaikowsky Musikalische Leitunga Marco Comin Choreografie Karl Alfred Schreiner

ab 26.12.2013 Reithalle

Uraufführung

ARSEN – EIN ROKOKOTHRILLER Ballett von Jo Strømgren Musik von Antonio Vivaldi u. a. Musikalische Leitung Jürgen Goriup Choreografie, Bühne, Libretto Jo Strømgren ab 20.3.2014 Cuvilliéstheater

Uraufführung

MINUTEMADE Die wöchentliche Dancesoap des Gärtnerplatztheaters Choreografie Alexander Ekman Marco Goecke Antony Rizzi Christopher Roman am 24.5., 31.5., 7.6. und 14.6.2014

Staatsintendant Josef E. Köpplinger www.gaertnerplatztheater.de


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Casse-Noisette et Cie 20 Jahre/20 Years of Jean-Christophe Maillot in Monte-Carlo

Als Jean Christophe Maillot ”Casse-Noisette Circus” 1992 am Centre Chorégraphique National in Tours vorstellte, hatte er keine Vor-stellung davon, mit welcher Begeisterung sein Werk acht Jahre später in Monaco aufgenommen werden würde. Das Ballett, das seinen Ursprung in Tours hatte, wurde im Jahr 2000 anlässlich des Jubiläums von Fürst Rainier III. in großem Stil unter dem Zeltdach des Chapiteau de Fontvieille neu aufgeführt. Einen ganzen Monat lang gastierte ”Casse-Noisette Circus” vor ausverkauftem Haus und verhalf so dem Choreographen zu seinem Durchbruch als Star im Fürstentum Monaco. Wie ist es möglich, dass Jean Christophe Maillot das Herz des Publikums so dermaßen bewegen konnte, gleichzeitig aber immer im Bewusstsein behielt, dass die wirkungsvollen, aber klar strukturierten Regeln der Unterhaltung ebenfalls eingehalten werden mussten? Man könnte die Gründe für einen so durchschlagenden Erfolg bis ins Unendliche zu ergründen versuchen und trotzdem zu keinem Ergebnis kommen. Bei diesem Werk wird die Magie Wirklichkeit und entzieht sich so jeder Analyse. Als Sohn eines Malers, der zahlreiche Theaterkulissen kreierte, wuchs Jean Christophe Maillot zwischen Leinwänden, Farben, Seilzügen und Requisiten auf und lernte früh, dass Phantasiefiguren Eingang in die Wirklichkeit finden können - etwas, das auch die junge Clara im ”Nussknacker” versteht. Wie sie traf auch Jean Christophe Maillot auf eine Persönlichkeit, die Magie wirken konnte - in seinem Fall handelte es sich um Ihre königliche Hoheit die Prinzessin von Hannover. Sie ermöglichte ihm, mehr als 30 Werke für die Balletttruppe zu schaffen und Hunderten von Rollen Leben einzuhauchen. www.balletsdemontecarlo.com 38

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But make no mistake; it is a completely revamped ballet that will be presented this winter at the Grimaldi Forum. Recounting a young girl's dreams that become real through magic, "CASSENOISETTE et Cie" reflects Jean-Christophe Maillot's personal experience in the Principality 20 years ago. The Choreographer-Director of the Ballets de Monte-Carlo has created a world where anything becomes possible and where dance can overcome even the most irreconcilable differences. When Jean-Christophe Maillot created ”Casse-Noisette Circus” at the Centre Chorégraphique National in Tours in 1992, he was unaware of the future reception that this show would experience eight years later in Monaco. In 2000, the work born in Tours would be reproduced on a large scale beneath the canvass ceiling of the Chapiteau de Fontvieille to celebrate the jubilee of H.R.H. Prince Rainier III. For a whole month, ”CasseNoisette Circus” played to full houses and made the choreographer a star in the Principality for good. How could Jean-Christophe Maillot "unreasonably" touch the heart of the audience while understanding that the effective but ordered rules of entertainment had to be kept at a safe distance? The reasons for such a success could be studied ad infinitum, but in vain. This is one of those shows where the magic works and which resists analysis. The son of a painter who produced many theatre sets, JeanChristophe Maillot grew up among the canvasses, frames, ropes and pulleys. So he knew early on that fictional characters could slide into reality, something the young Clara in ”The Nutcracker” also understands. Like her, Jean-Christophe Maillot met a powerful magician on arriving in Monaco. His meeting with H.R.H. the Princess of Hanover enabled him to create over 30 ballets for the company and breathe life into hundreds of roles.

LES BALLETS DE MONTE-CARLO

Eines muss aber klar sein: Das Werk, das diesen Winter im Grimaldi Forum präsentiert wird, ist eine komplette Neuinterpretation des bekannten Stoffes. „CASSE-NOISETTE et Cie“ erzählt von den Träumen eines jungen Mädchens, die durch Magie Wirklichkeit werden - eine Reflexion der persönlichen Erfahrungen, die Jean Christophe Maillot vor 20 Jahren in Monaco machte. Der Chefchoreograph und künstlerische Leiter der Ballets de Monte-Carlo hat eine Welt geschaffen, in der alles möglich ist und sogar scheinbar unüberbrückbare Gegensätze in tänzerischer Form überwunden werden können.

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ean-Christophe Maillot is today celebrating his 20th anniversary as head of Les Ballets de Monte-Carlo. To mark the occasion, the choreographer is setting himself the challenge of creating a Nutcracker following on from his renowned audience success of thirteen years ago, which presents the link between the choreographer, the audience and the Principality of Monaco.

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ean-Christophe Maillot feiert heute sein zwanzigjähriges Jubiläum an der Spitze der Ballets de Monte-Carlo. Zu diesem Anlass stellt sich der Choreograph der Herausforderung, einen neuen ”Nussknacker” zu schaffen, womit er an den berühmten Publikumserfolg von vor dreizehn Jahren anknüpft, der die Verbindung zwischen dem Choreographen, dem Publikum und dem Fürstentum Monaco darstellt.


ballet dancer’s

Die Spielzeit 2013/2014 / The 2013/2014 season

beim Stuttgarter Ballett at the Stuttgart Ballet

ALICIA AMATRIAIN IN ”MINIATURES” (CHOR. DOUGLAS LEE)

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m Stuttgarter Ballett gehören die Förderung junger Choreographen und die Kreation neuer Choreographien genauso zur Tradition, wie die Aufführung der beliebten Cranko-Klassiker, mit denen die Compagnie bekannt wurde. So verwundert es nicht, dass in der Spielzeit 2013/14 in Stuttgart nicht nur zahlreiche Uraufführungen auf die Bühne gebracht, sondern auch große Handlungsballette wieder aufgenommen werden.

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STUTTGARTER BALLETT

In der kommenden Spielzeit wird das Stuttgarter Ballett gleich fünf Uraufführungen präsentieren. Dabei setzt Ballettintendant Reid Anderson hauptsächlich auf Talente aus der eigenen Compagnie: ”Neben unseren beiden Hauschoreographen Marco Goecke und Demis Volpi mit ihren individuellen Handschriften befinden sich in den Reihen unseres Ensembles weitere junge Choreographen, deren kreatives Potenzial wir fördern und ausschöpfen möchten.“ Die Uraufführung von Marco Goecke stellt einen der Höhepunkte der Spielzeit dar: Er choreographiert seit ”Orlando” (2010) zum ersten Mal wieder für die Bühne des Opernhauses. Sein neues Stück wird im Rahmen des Ballettabends ”FORT//SCHRITT//MACHER” ab 8. November 2013 zu sehen sein, ebenso, wie die Stuttgarter Erstaufführung von William Forsythes ”workwithinwork”. Für den Ballettabend ”FAHRENDE GESELLEN” kreieren der neue Hauschoreograph Demis Volpi und der Rumäne Edward Clug zwei neue Stücke, die ab 17. April 2014 zusammen mit Maurice Béjarts ”Lieder eines fahrenden Gesellen” gezeigt werden.

Zwei weitere Uraufführungen präsentieren Katarzyna Kozielska und Louis Stiens. Beide gehören zu den jungen Choreographen aus der Compagnie und werden ihre neuen Stücke beim Ballettabend ”TANZLABOR” (ab 23. Mai 2014) neben Douglas Lees ”Miniatures” auf die Bühne bringen. Mit den Handlungsballetten ”Der Widerspenstigen Zähmung” (ab 25. September 2013) und ”Romeo und Julia” von John Cranko (ab 12. Juni 2014) sowie ”Othello” von John Neumeier (ab 5. Oktober 2013) bringt das Stuttgarter Ballett eine Komödie, eine Liebesgeschichte und eine Tragödie von William Shakespeare auf die Bühne, passend zu dessen 450. Geburtstag im Jahr 2014. Ab 14. Januar 2014 zeigt die Compagnie wieder Demis Volpis ”Krabat”, nach dem Roman von Otfried Preußler, das mit seiner Uraufführung im März 2013 sofort zum absoluten Publikumsrenner wurde und aus diesem Grund in der nächsten Spielzeit wieder aufgenommen wird. Und natürlich wird auch die Klassik in Stuttgart nicht vernachlässigt: Mit ”Giselle” steht ab 21. März 2014 wieder eines der romantischsten Ballette auf dem Programm.

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or Stuttgart Ballet, the encouragement of young choreographers and the creation of new choreographic works is just as much part of the company tradition as is the performance of the popular Cranko classics which have made the company so well known. So it comes as no surprise that the 2013/14 season in Stuttgart will include both world premieres and revivals of the big ballets d’action. In the forthcoming season, Stuttgart Ballet is presenting no fewer than five world premieres. Artistic Director Reid Anderson is focusing mainly on young talents from within the company: “In addition to our two Resident Choreographers Marco Goecke and

Demis Volpi, who have their own individual styles, there are other young choreographers within the ranks of our ensemble whose creative potential we are promoting and want to make full use of.” The world premiere by Marco Goecke represents one of the high points of the season: this is the first time since ”Orlando” (2010) that he has choreographed for the opera house stage. His new piece will be performed as part of a mixed repertory programme from 8 November 2013, as will the Stuttgart premiere of William Forsythe’s ”workwithinwork”. For the ”WAYFARERS” programme, the new Resident Choreographer Demis Volpi and the Romanian Edward Clug are creating two new pieces which will be shown together with Maurice Béjart’s ”Songs of a Wayfarer” from 17 April 2014. Two further world premieres are being created by Katarzyna Kozielska and Louis Stiens, two young choreographers from within the company who are bringing their new works to the stage as part of the ”DANCE LAB” programme (from 23 May 2014) alongside Douglas Lee’s ”Miniatures”. With the ballets d’action ”The Taming of the Shrew” (from 25 September 2013), ”Romeo and Juliet ” by John Cranko (from 12 June 2014) and ”Othello” by John Neumeier (from 5 October 2013), the Stuttgart Ballet brings a comedy, a love story and a tragedy by William Shakespeare to the stage, appropriately marking the playwright ’s 450th birthday in 2014. From 14 January 2014 the company is again showing Demis Volpi’s ”Krabat”, based on the novel by Otfried Preussler. This was such a huge success with audiences at its world premiere in March 2013 that it is being included in the forthcoming season. And of course classical ballet will not be neglected in Stuttgart: from 21 March 2014, ”Giselle”, one of the most romantic of all ballets, will again be included in the programme. 2/2013

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Tanzland Deutschland Dance Country Germany Bayerisches Staatsballett/Bavarian State Ballet

LUCIA LACARRA, MARLON DINO IN ”ROMEO UND JULIA”

K.MARKWOSKAJA, W.FACCIONI, L.ENGEL IN ”UNITXT”

im Juni 2014 in der Münchner Reithalle zur Aufführung. Ballettdirektor Ivan Liška und seine Frau Colleen Scott widmen sich persönlich der Einstudierung von Oskar Schlemmers ”Das Triadische Ballett“, gemeinsam mit der Akademie der Künste Berlin für das Bayerische Staatsballett II/Junior Company. Die BallettFestwoche 2014 startet fulminant mit einem gemischten Abend: die Kanadierin Aszure Barton kreiert erstmalig in Deutschland für das Ensemble des Bayerischen Staatsballett. Russell Maliphant, dem Münchner Publikum schon bekannt durch ”Broken Fall“ und ”AfterLight“, steuert ebenfalls eine Uraufführung bei. Michael Simon erarbeitet im Rahmen der Festwochenpremiere gemeinsam mit dem Ensemble ”Der gelbe Klang“ zu Musik von Frank Zappa. Ein choreographisches Bildertheater basierend auf dem Konzept von Wassily Kandinsky. Während der BallettFestwoche 2014 heißt das Bayerische Staatsballett außerdem die Compagnie Sasha Waltz & Guests mit dem Gastspiel ”Dido & Aeneas“ in München willkommen. Natürlich werden auch in der Spielzeit 2013/2014 Klassiker wie ”Der Nussknacker“ und ”La Bayadère“ sowie beliebte mixed bills wie ”Exits and Entrances“, „Forever Young“ und die Wiederaufnahme von ”Les Ballets Russes“ nicht fehlen. 40

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At the start of the season, the Bavarian State Ballet is presenting two classics based on literary sources by William Shakespeare: ”Romeo and Juliet” in the version by John Cranko, and John Neumeier’s ”A Midsummer Night’s Dream”. Together with the Städtische Bühnen of Osnabrück and Bielefeld, and the support of the Dance Heritage Fund of the German Federal Cultural Foundation, in June 2014,

ENSEMBLE IN ”EIN SOMMERNACHTSTRAUM”

a reconstruction of Mary Wigman’s ”Le sacré du printemps” will be performed in the Reithalle in Munich. Ballet director Ivan Liška and his wife Colleen Scott are dedicating themselves personally to producing Oskar Schlemmer’s ”Triadic Ballet”, jointly with the Berlin Academy of Arts and the Bavarian State Ballet II/Junior Company. The Ballet Festival Week 2014 sees a spectacular start with a varied evening; for the first time in Germany, Canadian Aszure Barton will contribute her creative talents to the ensemble of the Bavarian State Ballet. Russell Maliphant, already known to Munich audiences for ”Broken Fall” and ”AfterLight”, is also contributing a world premiere. As part of the festival premiere, Michael Simon is also creating ”Der gelbe Klang” jointly with the ensemble, to music by Frank Zappa, a form of choreographical image theatre based on the concept of Wassily Kandinsky. In addition, during the Ballet Festival Week 2014, the Bavarian State Ballet will also be welcoming to Munich the company Sasha Waltz & Guests for their guest performance of ”Dido & Aeneas”. It goes without saying that during the 2013/2014 season, classics such as ”The Nutcracker”, ”La Bayadère” and popular mixed bills such as ”Exits and Entrances”, ”Forever Young” and the revival of ”Les Ballets Russes” will also be included. www.staatsballett.de

WILFRIED HÖSL, CHARLES TANDY

Zur Spielzeiteröffnung präsentiert das Bayerische Staatsballett gleich zwei Klassiker basierend auf literarischen Vorlagen William Shakespeares: ”Romeo und Julia“ in der Version von John Cranko, sowie John Neumeiers ”Ein Sommernachtstraum“. Zusammen mit den Städtischen Bühnen Osnabrück und Bielefeld und der Unterstützung des Tanzfonds Erbe der Kulturstiftung das Bundes kommt eine Rekonstruktion von Mary Wigmans ”Le Sacre du printemps“

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n its programme ”Tanzland Deutschland” (Dance Country Germany), between 2013 and 2015 the Bavarian State Ballet will be focusing on choreographers who have had a key influence on artistic trends, who have marked radical new beginnings, evolved new forms of narration and formulated aesthetic statements through their choreographical signature, and whom we cannot ignore when speaking about dance today, in Germany and worldwide.

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n seinem Programm „Tanzland Deutschland“ wird sich das Bayerische Staatsballett von 2013 bis 2015 ChoreographInnen widmen, die entscheidende Akzente in der Kunst gesetzt, radikale Neuanfänge markiert, neue Erzählformen entwickelt und ästhetische Statements mit ihrer choreographischen Handschrift formuliert haben, an denen wir bis heute nicht vorbeikommen, wenn wir in Deutschland und der Welt über Tanz reden.


ballet dancer’s

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allettchef Peter Breuer hat große Pläne für die Spielzeit 2013/2014: Er stellt seine Interpretation des Tanzklassikers ”Schwanensee“ auf der großen Bühne im Haus für Mozart mit dem Mozarteumorchester Salzburg vor. Obwohl er selbst die Rolle des Prinzen Siegfried von 1966 bis 1989 in 25 verschiedenen Inszenierungen (unter anderem in München, Berlin, Düsseldorf, London, New York und Johannesburg) getanzt hat, hat er dieses Stück als Ballettdirektor bisher nie verwirklicht. Im März 2014 steht dieser große, klassische Abend mit der Musik von Tschaikowski nun auf dem Programm. Die sechzehnköpfige international anerkannte Compagnie des Landestheaters wird für diesen Zweck auf über 30 Tänzerinnen und Tänzer vergrößert. Die zusätzliche Verstärkung ist dank einer Kooperation mit dem Bolshoi-Ballett Joinville in Brasilien möglich, der einzigen Bolshoi-Schule außerhalb Russlands. Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Ballett ”Schwanensee“ gehört zu den schönsten und am meisten aufgeführten Werken seiner Gattung. Obwohl es der Ballett-Erstling des Komponisten war, ist es sowohl Prototyp als auch Höhepunkt des klassischen Handlungsballetts. Zum Welterfolg wurde es allerdings erst nach Tschaikowskis Tod in der Choreographie von Marius Petipa und Lew Iwanow, die, 1895 erstaufgeführt, bis heute als Maßstab für jede Neuinterpretation gilt.

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SALZBURGER LANDESTHEATER

Peter Breuers Fassung ist natürlich von der bis heute lebendigen Interpretation Petipas/Iwanows inspiriert, erscheint aber in zeitgemäßem Gewand.

Salzburger Landestheater

Schwanen see Swan Lake

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allet Director Peter Breuer has big plans for the 2013/2014 season: he is presenting his interpretation of the dance classic “Swan Lake” on the main stage in the “House for Mozart” with the Mozarteum Orchestra of Salzburg. Although he has performed the role of Prince Siegfried himself in the years 1966 to 1989, in 25 different productions (for example in Munich, Berlin, Dusseldorf, London, New York and Johannesburg), he has never produced the work as a ballet director. This great classical ballet set to Tchaikovsky’s music is now on the programme in March 2014. The sixteen-strong internationally recognised Landestheater dance company will be increased to over 30 dancers specially for this production, thanks to a cooperation with the Joinville Bolshoi Ballet from Brazil, the only Bolshoi school outside Russia. Pyotr Ilyich Tchaikovsky’s ballet “Swan Lake” is one of the most beautiful and most frequently performed works of the genre. Although it was Tchaikovsky’s first ballet, it has become both a prototype and a high point of the classical ballet d’action. However, it only became an international success after Tchaikovsky’s death, in the choreography by Marius Petipa and Lev Ivanov. First performed in 1895, this is still the yardstick by which any new interpretation is judged. Peter Breuer’s version is of course inspired by the Petipa/Ivanov interpretation, although it is being performed in modern dress.

Premiere/First night 20. März/March 2014 im/at Haus für Mozart Musikalische Leitung/Music Director Mika Eichenholz Choreographie/Choreography Peter Breuer Ausstattung/Scenery and costumes Bruno Schwengl Informationen/Information www.salzburger-landestheater.at 2/2013

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dancer’sballet

dancearts Erfolgsgeschichten aus der größten Ballettschule Wiens Success stories of Vienna’s largest ballet school

SCHÜLER DER dancearts-AUSBILDUNGSKLASSE BEIM CONTEMPORARY-WORKSHOP VON JIANAN QU, DOZENT DER ANTON BRUCKNER UNI, LINZ

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ancearts bietet als größte Ballettschule Wiens von Hobbykursen für Kinder ab drei Jahren bis zur professionellen Berufsausbildung alles rund ums Ballett. dancearts steht unter der künstlerischen Leitung von Boris Nebyla, ehemaliger Solotänzer der Wiener Staatsoper, Choreograph von Erfolgsproduktionen wie ”Nachmittag eines Fauns“ (Volksoper Wien, 2012) und der Balletteinlage der Opernballeröffnung im Jahr 2011.

Rückblick Schuljahr 2012/2013 Die sechs ausverkauften Vorstellungen ”Peter Pan“ in der Vorweihnachtszeit 2012, eine dancearts - Auftragschoreographie (Gianpiero Tiranzoni), bescherten der Schule einen neuen Besucherrekord und den Darstellern regen Applaus. Bei der heuer erstmals erfolgten Teilnahme von dancearts-Schül ern an Ballettwettbewerben errangen die Teilnehmer mit den von Boris Nebyla maßgeschneiderten Choreographien durch saubere und klare Ausfüh rung gegen starke Konkurrenz gleich mehrere beachtliche Titel, dancearts freut sich über den Titelregen: vier Mal ”Österreichischer Meister“, drei Mal ”Vizemeister“ sowie einen ”Europameister.“ 42

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Am 10. April 2013 durften 12 Schüler der Ausbildungsklassen die ”SE Award Gala“ (Sustainable Entrepreneurship Award) in der Hofburg zur mitreißenden ”Carmina Burana“ eröffnen (Choreographie Boris Nebyla). Im Zuge der Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz, für die dancearts einen einjährigen Vorbereitungslehrgang anbietet, gab Jianan Qu am 11. Mai einen Workshop, bei dem er die zukünftigen Bewerber kennen lernen konnte. Alle Schüler von dancearts, die am 15. Mai zu Eignungs-und Abschlussprüfungen vor der ”Paritätischen Kommission der Bühnengewerkschaft“ in der Prüfungssparte ”Klassisches Ballett“ angetreten sind, haben die Prüfung erfolgreich bestanden. Zwischen 2. - 5. Juni traten Schüler im ”Odeon“ (Wien) mit ”In The Middle Of Nowhere“ bei vier viel umjubelten Vorstellungen der ”ÖTRBallet Days 2013“ in einer Choreographie von Alain ”Dobrah“ Michigan auf. Im Workshop ”Bodyawareness“ am 8. Juni wurden Schül er und Freunde von dancearts auf die Vielfalt der Bewegungsmöglichkeiten ihres Körpers sensibilisiert

und am 22. Juni präsentierten sich die Schüler der Ausbildungsklassen im Abschlussprogramm. Vorausschau Schuljahr 2013/2014 Bei der dancearts ”Summer Academy“ vom 19. bis 23. und 26. bis 30. August 2013 unterrichten Boris Nebyla und Gianpiero Russo (Ballettschule der Wiener Staatsoper) ”Klassisches Ballett“. Anmeldung erforderlich, Infos siehe Website. Die kommende dancearts-Weihnachtsproduktion, ”Coppelia“ (Choreographie: Shoko Nejime), findet heuer erstmals auch an einem Freitagnachmittag statt (reduzierter Gruppentarif ab 10 Schülern, Begleitperson frei). Zu den Wettbewerben werden ab kommendem Jahr auch Schüler in den Kategorien Modern, Jazz und ”Cheerdance“, antreten (in Zusammenarbeit mit den amtierenden Europameistern). Schulbeginn für alle Hobby-Kinderkurse (ab 3 Jahren) und Ausbildungskurse ist am 2. September. Audition für alle Ausbildungsklassen ist am 2. September 2013 um 12.30 Uhr, Anmeldung erforderlich! Infos: www.dancearts.at


dancer’sballet

BORIS NEBYLA

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s Vienna’s largest ballet school, dancearts offers a wide choice of ballet courses, ranging from hobby classes for children aged three and above to professional training for a career in ballet. Its artistic director is Boris Nebyla, former solo dancer with the Vienna State Ballet, who choreographed such successful productions as ”Afternoon of a Faun" (Volksoper 2012) and the ballet programme for the opening of the Vienna Opera Ball in 2011. Review of the academic year 2012/2013 The six sold-out performances of ”Peter Pan" in the pre-Christmas period of 2012, a production commissioned by dancearts and choreographed by Gianpiero Tiranzoni, brought the school a record number of visitors and earned the performers enthusiastic applause. This year, for the first time, dancearts pupils participated in ballet competitions where, despite their strong rivals, with their

perfectly executed steps and Boris Nebyla’s tailor-made choreographies, they gained a number of notable awards. Much to the delight of dancearts, their dancers won four awards as ”Österreichischer Meister" (Austrian Champion), three as ”Vizemeister" (Vice Champion) and one as ”Europameister" (European Champion). On 10 April 2013, to the rousing strains of ”Carmina Burana" in a special choreography by Boris Nebyla, 12 pupils from the professional training classes opened the ”Sustainable Entrepreneurship Award Gala“ in the Hofburg Palace. As part of its cooperation with the Anton Bruckner Privatuniversität (Anton Bruckner Private University for Music, Drama, and Dance) in Linz, for which dancearts offers a one-year preparatory course, on 11 May Jianan Qu gave a workshop, where he met the future applicants. On 15 May, all the dancearts pupils who took the entrance and diploma exams in the discipline ”Classical Ballet", which were judged by the ”Paritätische Kommission der Bühnengewerkschaft" (a panel of examiners from the Union of Performing Arts), successfully passed them. Between 2 and 5 June, during the ”ÖTR Ballet Days 2013", dancearts pupils gave four highly acclaimed performances at the Vienna Odeon of ”In The Middle Of Nowhere" in a choreography by Alain ”Dobrah” Michigan.

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dancearts

In the ”Body Awareness Workshops" on 8 June, pupils and Friends of dancearts were made aware of the diverse possibilities of their body movements. On 22 June, the pupils of the professional training classes performed in the final, end-ofterm programme.

DREI DER PREISTRÄGER DER WETTBEWERBE: „EUROPAMEISTER”, „ÖSTERREICHISCHER MEISTER“ UND „ÖSTERREICHISCHER VIZEMEISTER“: SINA ZACK, LEA LANG, TAMARA KUBICEK

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Preview of the academic year 2013/2014 At the dancearts ”Summer Academy", to be held from 19 -23 and from 26 - 30 August 2013, Boris Nebyla and Gianpiero Russo (from the Balletschool of Vienna State Opera) will teach classes in ”Classical Ballet". Registration is required. For further information, please visit our website.

The forthcoming dancearts Christmas production of ”Coppelia" (choreography: Shoko Nejime) will this year, for the first time, also be performed on a Friday afternoon (group discount for 10 or more pupils, accompanying person free of charge). In the coming academic year, in cooperation with the current European Championship holders, dancearts pupils will also take part in the competitions in the categories Modern Dance, Jazz and ”Cheerdance". Term begins on 2 September for the children’s courses (for pupils aged three and above) and for the professional training classes. Auditions for the training classes will be held on 2 September 2013 at 12.30. Registration is required! For further information, please visit: www.dancearts.at

Im Rahmen seiner Österreichtournee gastiert am 11. Jänner 2014 das ”Russische Nationalballett“ mit den Ballettklassikern ”Dornröschen“ (mit Märchenerzählerin um 16.00 Uhr) und ”Schwanensee“ (um 20.00 Uhr) im Museumsquartier in Wien. Bei ”Dornröschen“ werden die Schüler von dancearts in einige Szenen der bewährten Choreographie der Companie integriert, für die Neufassung von ”Schwanensee“ choreographiert Boris Nebyla die Kinderrollen. Der Kartenverkauf erfolgt über oeticket, Schüler und Freunde von dancearts erhalten in der Schule 15% Ermäßigungskarten. (office@dancearts.at Reservierung/Kauf ab 1. Oktober 2013). During their forthcoming tour of Austria, on 11 January 2014 the Russian National Ballet will give a guest performance in Vienna’s Museum Quarter featuring the old-time favourites ”The Sleeping Beauty" (4 pm, accompanied by a fairy tale teller) and ”Swan Lake" (8 pm). In ”The Sleeping Beauty", dancearts pupils will be incorporated into some of the scenes of the Russian company’s classical choreography, while for the new version of ”Swan Lake" Boris Nebyla will choreograph the children’s roles. Tickets can be obtained from oeticket. Pupils and friends of dancearts can buy or reserve concessionary tickets with a 15% reduction from office@dancearts.at from 1 October on.


ballet dancer’s

Ein ”Nussknacker” in Baden A ”Nutcracker” in Baden

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ie Bühne Baden präsentiert in der Vorweihnachtszeit ein ganz besonderes Highlight für die ganze Familie.

Michael Kropf, ehemaliger stellvertretender Ballettdirektor der Volksoper Wien und seit 2012 Choreograph des Stadttheater Baden, inszeniert und choreographiert nichts Geringeres als das Ballett ”Der Nussknacker“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. ”Ein ideales Weihnachtsstück für die ganze Familie“, schwärmt der Choreograph. ”Das Schöne darin ist, dass es durch seine Fülle an fantasiereichen Figuren, Orten und Situationen sowohl Kinder als auch Erwachsene gleichermaßen anspricht.“ Wie geht Kropf an die Herausforderung ”Nussknacker“ heran? Immerhin ist dies ein Werk, das üblicherweise nur an den großen Häusern zur Aufführung gelangt. ”Mit viel, viel Mut und viel, viel Schweiß. Außerdem fusionieren wir für diese Aufführung mit dem Europaballett St. Pölten und einer Ballettschule aus der Umgebung von Baden.“ So kommt das Ballettensemble der Bühne Baden auf immerhin 41 DarstellerInnen. Groß genug, um alle Originalfiguren zu tanzen. Glaubt Kropf, dass überhaupt Bedarf an klassischem Ballett in Baden, bzw. Niederösterreich herrscht? „Selbstverständlich! Das niederösterreichische Publikum ist höchst interessiert an anspruchsvollem Ballett!“ LAIS ANDRADE PAMPLONA

Das fantasievolle Bühnenbild stammt von Manfred Waba, Kostüme sind von Friedericke Friedrich.

or the pre-Christmas season, the theatre Bühne Baden is presenting a very special highlight for the whole family.

and vast amounts of sweat. What is more, for this production, we are joining with the Europaballett St. Pölten and a ballet school from near Baden.” As a result, the Bühne Baden’s ballet ensemble totals a replete 41 performers, and is big enough for all the original roles to be danced.

Michael Kropf, former assistant director of ballet at the Vienna Volksoper and choreographer at the Stadttheater Baden since 2012, is staging and choreographing nothing less than Pyotr Ilyich Tchaikovsky’s ballet ”The Nutcracker”.

Yet does Kropf believe there is even any need for classical ballet in Baden, or in the province of Lower Austria generally? “But of course! Audiences in Lower Austria are extremely interested in high-class ballet!”

“This is an ideal Christmas production for the whole family”, enthuses the choreographer. “The beautiful thing about it is that it appeals equally to both children and adults through its abundance of fantastical characters, places and situations.”

The imaginative stage setting is by Manfred Waba, and costumes are by Friedericke Friedrich.

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LUKAS BECK

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So how does Kropf go about confronting the challenge of ”The Nutcracker”? After all, it is a work which usually only ever gets to be performed in major theatres. “With vast amounts of courage

Aufführung ist am 20. Dezember, 19.30 Uhr. The performance will be on 20 December at 7.30 pm. Stadttheater der Bühne Baden Infos und Kartenreservierung/Information and ticket reservations: Tel. +43 2252 22522, ticket@buehnebaden.at, www.buehnebaden.at 2/2013

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dancer’sballet

Leidenschaftliches Bekenntnis zum Tanz/A passionate acknowledgement of dance

Enrique Gasa Valga Eine Erfolgsstory am Tiroler Landestheater/A success story at the Tiroler Landestheater

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ls Leiter der Tanzcompany des Tiroler Landestheaters sorgt Enrique Gasa Valga regelmäßig für wahre Begeisterungsstürme. Seine Choreographie ”Frida Kahlo“ wurde kürzlich mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis als ”Beste Ballettproduktion“ ausgezeichnet.

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ENRIQUE GASA VALGA

Die Idee zu seinem neuen Tanzstück ”Körper.Seelen” kam Gasa Valga, als er bei einer Aufführung die Tänzerinnen und Tänzer im Gegenlicht wahrnahm und sie sich in abstrakte Körper verwandelten. Dieser konzentrierte Blick inspirierte ihn zu einer Choreographie, die den Fokus auf die Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Körpers lenkt. Einen Blick in menschliche Abgründe verspricht das durchaus heitere Stück ”Its black nature” der Slowakin Natalia Horecna, ehemalige Solistin des Hamburger Balletts von John Neumeier und bekannt für ihren schwarzen Humor und ihren technischen wie darstellerischen Anspruch. Ergänzt wird der Abend, der den Titel ”Salt and Pepper” trägt, mit einer neuen Choreographie von Marie Stockhausen - dem Publikum als Tänzerin bestens bekannt, auf choreographischem Gebiet noch Newcomerin. Vielversprechende Aussichten auf eine weitere erfolgreiche Saison!

RUPERT LARL, HERMANN POSCH

Sein jüngster Coup gelang dem erfolgsverwöhnten Choreographen mit der Verpflichtung von Kammertänzerin Sue Jin Kang für die Titelrolle seines neuesten Tanzstücks ”Madama Butterfly”. Die Solistin des Stuttgarter Balletts inspirierte mit ihrer außergewöhnlichen Perfektion und Schönheit bereits zahlreiche berühmte Choreographen und verkörpert in der Eröffnungspremiere der Tanzsaison 2013/14 die zauberhafte Cio-Cio San, die an ihrer Liebe zum amerikanischen Leutnant Pinkerton zerbricht. Mit diesem Tanzabend widmet sich Enrique Gasa Valga nach ”Frida Kahlo” und ”Carmen” einer weiteren faszinierenden Frauenfigur. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Konfrontation der beiden Kulturen, so spiegeln traditionelle japanische Trommeln und Elemente des Butoh-Tanzes Cio-Cio Sans kulturelle Herkunft wider. Immer wieder studierten weltweit gefragte Choreographen ihre Stücke mit der Tanzcompany Innsbruck ein und stellten sie am Tiroler Landestheater vor. Zwei davon lud Enrique Gasa Valga erneut ein, ihre eindrückliche Handschrift dem Publikum zu präsentieren. Ángel Rodríguez und Chang Ho Shin gestalten mit ”Hautnah” einen Tanzabend, dessen zwei Stücke den Zuschauern direkt unter die Haut gehen. Zu Schuberts Streichquintett ”Der Tod und das Mädchen” entwirft Ángel Rodríguez gefühlsbetonte Szenen über die Liebe, das Leben und den Tod. Dem gegenüber steht Chang Ho Shins akrobatischer, körperbetonter Stil, der das Ensemble immer wieder in eine spannende Beziehung zum Solo stellt. Er versteht sein Stück als Hommage an die Lebensfreude - ideal für die Tanzcompany, die ihre impulsive Energie und Ausdrucksstärke zu einer Mischung aus Balkanpop und Klezmermusik zeigen kann.


ballet dancer’s

ROILÁN RAMOS HECHAVARRIA, MARTA JAÉN GARCIA IN ”CARMEN” (CHOR. ENRIQUE GASA VALGA)

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s head of the dance company at the Tiroler Landestheater, Enrique Gasa Valga regularly generates veritable storms of enthusiasm. His choreography “Frida Kahlo” was recently awarded the Austrian Music Theatre Prize as “Best Ballet Production”.

The choreographer, very accustomed to success, achieved his latest coup by securing the engagement of distinguished dancer Sue Jin Kang for the title role of his latest dance performance, ”Madame Butterfly”. Sue Jin Kang, a soloist from the Stuttgart Ballet, has already inspired numerous renowned choreographers with her exceptional standards of perfection and beauty, and at the opening premiere of the dance season 2013/14, embodies the magical Cio-Cio San, who is broken by her love for the American Lieutenant Pinkerton. Following ”Frida Kahlo” and ”Carmen”, Enrique Gasa Valga is devoting himself to yet another fascinating female figure, placing a particular focus on the confrontation between the two cultures; traditional Japanese drums and elements of butoh dance reflect Cio-Cio San’s cultural origins. Choreographers of global repute have repeatedly rehearsed their pieces with the Innsbruck dance company and presented them at the Tiroler Landestheater. Of these, Enrique Gasa Valga has invited two to return to make their impressive mark on the audience. With ”Hautnah”, Ángel Rodríguez and Chang Ho Shin present a dance evening consisting of two performances, both of which get right under the skin. To Schubert ’s String Quintet ”Death

and the Maiden” Ángel Rodríguez has created emotional scenes about love, life and death. In contrast to this, is Chang Ho Shin’s acrobatic, very physical style, which repeatedly places the ensemble in a relationship of tension with a solo performance. He understands his performance as a homage to the joy of life - ideal for the dance company, which can show its impulsive energy and expressiveness against a mix of Balkan pop and Klezmer music. Gasa Valga gained the idea for his new dance piece ”Körper.Seelen” when, at a performance, he watched the dancers silhouetted against the light and they were transformed into abstract bodies. This concentrated gaze inspired him to create a choreography which directs the focus onto the possibilities of movement and expression comprised in the human body. The distinctly more upbeat piece, ”Its black nature”, by Slovak Natalia Horecna, former soloist with John Neumeier’s Hamburg Ballet and well known for her black humour and high standards of both technique and performance, promises a glimpse into the human abyss. The entire evening, which is entitled ”Salt and Pepper”, is rounded off by a new choreographical creation by Marie Stockhausen - well known to audiences as a dancer, but still a newcomer in the realm of choreography. All promising prospects as we look ahead to a continued successful season! Informationen und Termine unter www.landestheater.at For information and dates, go to www.landestheater.at 2/2013

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dancer’sballet

Orient und Okzident Orient and Occident

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CHRISTIAN SCHNEIDER

reich, Deutschland und Tschechien beschließt das Festival. Krenstetter zeigt eine Choreographie zur Chaconne aus ”Idomeneo”, die im Mozartjahr im Rahmen der Salzburger Festspiele für ihn kreiert wurde. 31. August 2013, 20 Uhr

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ince 2007 the Tanztage dance festival at the end of August has been one of Bad Ischl’s cultural highlights, with its musical focus on early music and its dance focus on Baroque dance and neoclassical ballet.

RAINER KRENSTETTER

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ie Tanztage Ende August sind seit 2007 einer der kulturellen Höhepunkte in Bad Ischl, mit ihrem musikalischen Schwerpunkt auf alter Musik und dem tänzerischen auf Barocktanz und neoklassischem Ballett.

Unter dem Festivalthema ”Orient und Okzident“ steht eine Balletturaufführung nach einem Märchen aus 1001 Nacht, ”Prinzessin Parisade und der Goldene Vogel“ auf dem Programm, choreographiert und getanzt von der Ballettkompanie NEOBA zu berühmten Barockkompositionen aus Europa und als besondere Rarität vom Osmanischen Hof. NEOBA steht für Neu-Ballett und Neu-Barock und dementsprechend versucht das Ensemble alte, historische Schritte und Tanztechniken mit neoklassischem Ballett und Folklore zu verbinden. 23. und 30. August 2013, jeweils 20 Uhr Eine besondere Spezialität ist jedes Jahr ein Abend mit Barockem Ballett in opulenten historischen Kostümen. Es tanzt das Ensemble LA DANZA München - www.barocktanz.de - unter der Leitung seiner Gründerin Jadwiga Nowaczek und bringt historische Tänze des 17. bis 19. Jahrhunderts zur Aufführung. Die Tänze sind detailgetreue Rekonstruktionen aus schriftlich überlieferten Quellen. 25. August 2013, 19 Uhr Eine große internationale Tanzgala - heuer mit Startänzer, Rainer Krenstetter, Erster Solotänzer im Staatsballett Berlin - und Vertretern verschiedener Tanzensembles und Solisten aus Öster48

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The Festival’s theme is ”Orient and Occident ” and the programme includes a world premiere of a ballet based on a story from the 1001 Nights, ”Princess Parizade and the Golden Bird”, choreographed and performed by the ballet company NEOBA with music drawn from famous Baroque compositions from Europe and (as a special rarity) from the Court of Osman. NEOBA stands for New Ballet and New Baroque, and accordingly the ensemble aims to combine historical steps and dance techniques with neoclassical ballet and folklore. 23 and 30 August 2013, 8 pm A particular speciality each year is an evening of Baroque Ballet in magnificent historical costumes. The ensemble this year will be LA DANZA München - www.barocktanz.de - under the direction of its founder Jadwiga Nowaczek, performing historical dances of the 17th to 19th centuries. The dances are faithful and detailed reconstructions based on written sources which have been handed down. 25 August 2013, 7 pm The Festival closes with a major International Dance Gala this year’s star dancer being Rainer Krenstetter, a first soloist at the Berlin State Ballet - and representatives of various dance ensembles and soloists from Austria, Germany and the Czech Republic. Krenstetter is performing a piece set to the Chaconne from ”Idomeneo”, which was created for him in the Mozart Year in 2006 as part of the Salzburg Festival. 31 August 2013, 8 pm Kartenpreise/Ticket prices: Einzelkarten/Single tickets: EUR 22,-- (Vorverkauf/if purchased in advance: EUR 20,--), Tanzgala/dance gala: EUR 30,-- (VVK/if purchased in advance: EUR 25,--), Kombikarte/Combined ticket (2 Veranstaltungen nach Wahl, ohne Gala/2 events of your choice, excluding the Gala) EUR 33,-(VVK/if purchased in advance: EUR 30,--), Festivalpass/Festival pass (alle Veranstaltungen, inkl. Gala/all events, including the Gala): EUR 50,--, 50% Ermäßigung für Kinder, Jugendliche, Studenten/50% reduction for children, young people and students Kartenverkaufsstellen/Ticket sales: karten@salzkammergut.co.at office@badischl.at Kartenreservierung und Information/Ticket reservations and information: karten@tanz-tage.at NEOBA Verein zur Förderung zeitgenössischer Theaterarbeit/ NEOBA Association for the Promotion of Contemporary Theatre Work Tel: +43 (0)676/6621184, E-mail: info@tanz-tage.at Web: www.neoba.at, www.tanz-tage.at


HARALD EISENBERGER FOTO

MIHAIL SOSNOVSCHI, REBECCA HORNER, IRINA TSYMBAL

Welcome Africa,

2013 / 2014 Ballettdirektor Darrel Toulon

willkommen in Bad Aussee!

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m 9., 10. und 11. August treffen im Kur- & Congresshaus Bad Aussee zwei faszinierende Welten aufeinander: Afrika, ”Die Wiege der Menschheit“, und das Ausseerland, der geographische Mittelpunkt Österreichs. Im Zentrum des getanzten Dialoges stehen die Geschichten von kleinen und ganz großen Leuten, von Katastrophen und Festen, von Liebe, Freude und Leid, von Farbenpracht und purer Lebensfreude. Afrikanische Rhythmen treffen auf die unverwechselbare Volksmusik der Ausseer Bradlmusi, auf swingende Improvisationen des Ausseer Jazzquartetts, auf das Trommelfeuer der afrikanischen Gruppe Insingizi und auf den harmonischen Klangteppich des großen Streichorchesters der Bürgermusikkapelle Bad Aussee. Es wäre nicht Afrika, wenn es dabei nicht auch um den Ursprung der Musik ginge. Der elementare Rhythmus, der untrennbar mit der Bewegung verbunden ist, findet sein alpines Gegenüber in den ursprünglichsten Melodien des Ausseerlandes und in einer ganz besonderen Form des Paschens. Rhythmus und musikalische Lebensfreude finden sich dort wie da - und alles vereint sich im Tanz, der ein besseres Verstehen der Völker und Kulturen ermöglicht. Es tanzen die besten Tänzerinnen und Tänzer der Vereinigung Wiener Staatsopernballett, die Choreographie und künstlerische Gesamtleitung liegt in den bewährt kreativen Händen von Christian Tichy.

BEGEGNUNG BRATISLAVA: MACHT. MENSCH Tanzprojekt mit dem »Slovak Dance Theatre« Bratislava Choreographie Ján Dˇurovcˇík und Darrel Toulon Graz: Sonntag, 20. Oktober 2013 Bratislava: Freitag, 13. Dezember 2013

DIE LIEBE EINER KÖNIGIN Choreographie Darrel Toulon Musik Sergej Rachmaninow Sonntag, 8. März 2014

CHAT ROOMS Choreographie James Cousins, Rosana Hribar und Gregor Lustek Sonntag, 18. Mai 2014

5. INTERNATIONALE TANZGALA Tanzkompanie der Oper Graz und Gäste Samstag, 10. Mai 2014

TANZ NITES

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n 9, 10 and 11 August, two fascinating worlds will come face to face at the Kur- & Congresshaus in Bad Aussee: Africa, the “cradle of civilization”, and the Ausseerland region, the geographical centre of Austria. At the centre of the dialogue, expressed in dance, are the stories of people both small and great, of disasters and festivals, of love, joy and suffering, a blaze of colour and sheer joie de vivre. African rhythms collide with the unmistakeable folk music of the Aussee bradlmusi, traditional violin music, swinging improvisations by the Aussee Jazz Quartet, the pounding drums of the African group Insingizi, and the harmonious interplay of sounds created by the great string orchestra of the Bad Aussee Bürgermusikkapelle. It would not be Africa without looking at the origins of music. Elemental rhythms, inseparably connected with movement, finds their alpine counterpart in the primordial melodies of the Ausseerland and a very special form of ”Paschen”, rhythmical hand clapping. Rhythm and musical joie de vivre may be found in both, and all are united in dance, fostering a better understanding of peoples and cultures. The top dancers from the Vereinigung Wiener Staatsopernballett will be performing, and the choreography and overall artistic direction are in the experienced creative hands of Christian Tichy.

Works-in-a-Week Choreographie Tilman O‘Donnell 18. Dezember 2013

Die neuen Tänzer – First Solos 25. September 2013

Improvisation mit Musikern 20. November 2013

Gast-Tänze 19. März 2014

The Last Dance 21. Mai 2014

Tickets & Infos 0316 8000 | www.oper-graz.com


ISMAEL IVO & JOHANN KRESNIK KRESNIK „FRANCIS „FRANCIS BACON“ © DIETER DIETER BLUM | PEACH PEACH

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LEGENDS LEGE NDS MEET MEET NEWCOMERS N WCOMERS // CLASSIC NE CLLASS SIIC C MEETS MEEETS CONTEMPORARY M CO ON NTEM MPOR RARY ANNE TERESA ANNE TERESA DE KEERSMAE KEERSMAEKER KER (BE) ( (B E) & BORIS BORIS CHARMATZ CHARMATZ (FR) ( (FR) „PARTITA 2 (SEI I SOLO)" JULI 13. JUL I | 21.00 21.0 00 UHR UHR BURGTHEATER ÖSTERREICHISCHE E RSTAUFFÜHRUNG ERSTAUFFÜHRUNG

AK RAM KHAN COMPANY COMPANY (UK) (UK) AKRAM „I TMOI „ITMOI (IN THE M IND OF F IGOR)“ MIND 20.+ 22. JUL I | 21.00 U HR JULI UHR HALLE MUSEUMSQUARTIER H ALLE E | M USEUM MSQUARTIER ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG E RSTAUFFÜHRUNG

MATHILDE MONNIER / MATHILDE MONNIER / CCN MONTPELLIER M ONTPELLIER (FR) & ( R) & (F )  FRANÇOIS (FR/BE) FRANÇO Ç IS OLISLAEGER OLISLAEGER S (F ( R/BE) „QU'EST-CE QUI QUI NOUS („WAS ARRIVE?!?“ ( „WAS IST MIT LOS M IT UNS?!?“) UNS?!?“) 26. JUL I | 21.00 .00 UHR UHR | ODEON ODEON JULI 28. JUL I | 19.00 .00 UHR UHR | ODEON ODEON JULI U RAUFFÜHRUNG URAUFFÜHRUNG

WILLIAM KENTRIDGE WILLIAM KE ENTRIDGE (ZA) (ZA) PHILIP PH ILIP MILLER, MILLER, DADA DADA MASILO, MASILO, CATHERINE C ATHERINE MEYBURGH MEYBURGH (ZA) ( (ZA) „REFUSE THE HOUR“ „ REFUSE TH HE H OUR“ 01., 03. + 04. AUGUST AUGUST 21.00 U HR | V OLKSTHEATER UHR VOLKSTHEATER ÖSTERREICH HISCHE ÖSTERREICHISCHE E RSTAUFFÜH HRUNG ERSTAUFFÜHRUNG

[8:TENSION] [ [8:TENS ION] ] YOUNG YOUNG C HOREOGRAPHERS’ S ERIES CHOREOGRAPHERS’ SERIES LI Z S ANTORO (FR/US) ( R/US) (F LIZ SANTORO „WE D O OUR OUR B EST“ DO BEST“ 31. JUL I | 2 1.00 UHR UHR JULI 21.00 KASINO KAS INO AM SCHWARZENBERGPLATZ SCHWARZENBERGPLATZ [WILDWALK] 02. AUGUST 23.00 UHR | KASINO AM SCHWARZENBERGPLATZ ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG

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modern&contemporarydancer’s

ImPulsTanz Ein Jubiläumsfest mit glanzvollen Tanzhöhepunkten An Anniversary celebration with glamorous dance highlights

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nternationale Stars und aufstrebende JungchoreographInnen versammeln sich im Jubiläums-Sommer in Wien durch ImPulsTanz längst ein Hafen des zeitgenössischen Tanzes. Es gibt ein vielfältiges Spielstätten-Aufgebot, der hochdotierte Prix Jardin d’Europe wird die nächsten fünf Jahre bei ImPulsTanz verliehen, zahlreiche Workshops finden Einkehr und zudem gibt es Begegnungen mit asiatischen Rhythmen im Weltmuseum Wien sowie eine Kooperation mit dem MuseumsQuartier. Ein Monat des Tanzes: Von 11. Juli bis 11. August 2013 feiert das ImPulsTanz Vienna International Dance Festival sein 30. Jubiläum und setzt sich am 9. Juli im Haupthof des MuseumsQuartiers bei freiem Eintritt mit der fulminanten Eröffnungsshow ”ImPulsTanz@30: License to party“ in Bewegung. Der New Yorker Shooting-Star Trajal Harrell präsentiert gemeinsam mit zeitgenössischen TänzerInnen rasante Catwalk-Moves und steht auch im weiteren Festivalprogramm ganz oben: In seiner sechsteiligen Serie ”Twenty Looks or Paris is Burning at the Judson Church (XS-M2M)“ verschmilzt er Voguing-Kultur mit dem Judson Church Dance. Dem großartigen Auftakt folgen mehr als 50 brillante Produktionen sowie über 200 Workshops. Zu Beginn begeben sich die einflussreichen ChoreographInnen Anne Teresa De Keersmaeker und Boris Charmatz auf eine musikalische Reise - im Burgtheater tanzen sie in ”Partita 2 (sei solo)“ zur Chaconne des gleichnamigen Werkes von Johann Sebastian Bach, live interpretiert von der Star-Violinistin Amandine Beyer. Hart aber verspielt zeigt sich Wim Vandekeybus mit der Wiederaufnahme des 1987 uraufgeführten Stückes ”What the Body Does Not Remember“ und die kanadische Choreographin Marie Chouinard kombiniert

große Werke aus bildender Kunst und Musik. Ihr Werk ”HENRI MICHAUX: MOUVEMENTS“ und das neue Stück zu Erik Saties Musik ”GYMNOPÉDIES“ werden im Doppelprogramm an zwei Abenden im Volkstheater zu sehen sein.

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In ”Refuse the Hour“, der Theaterversion zu seiner dOCUMENTA13-Installation materialisiert der südafrikanische Universalkünstler William Kentridge mit 13 weiteren KünstlerInnen die Zeit. Mathilde Monnier tanzt in ”Twin Paradox“ mit Lichtgeschwindigkeit der Zeit davon begleitet u.a. von Beethovens ”Schicksalssymphonie“. Der vielfach ausgezeichnete Akram Khan kommt mit ”iTMOi (in the mind of igor)“, einer Hommage an Igor Strawinskys Sacre-Komposition und dem persönlichen Werk über seine Herkunft ”DESH“. Aus der österreichischen Szene zeigt Silke Grabinger den zweiten Teil ihres Selbstexperiments ”Versuchsperson Silke Grabinger 2.0“ und Doris Uhlich lässt in ”more than naked“ gemeinsam mit etwa 20 TeilnehmerInnen Körpermasse fliegen. Der neo-österreichische Choreograph Ivo Dimchev analysiert im neuen Stück ”Fest“ Festivalgäste und zeigt zudem das Erfolgsstück ”X-ON“ mit Objekten des großen Franz West.

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Unter der Leitung von Michael Stolhofer und Ong Keng Sen präsentiert sich heuer eine Kooperation mit dem Weltmuseum, wo es zu performativen Begegnungen mit asiatischem Tanz – den ”East-West Meetings“ kommt. Außerdem: Museumsobjekte treten in ”Occupy the Museum“ und im Rahmen der Ausstellung ”Getanzte Schöpfung – Tanz in Asien“ mit 14 ChoreographInnen in Dialog. Zudem sind im Rahmen der [8:tension] Young Choreographers’ Series 11 Produk-

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1 1 Marie Chouinard GYMNOPÉDIES © Sylvie Ann Pare, 2 Mathilde Monnier TWIN PARADOX © Marc Coudrais, 3 Akram Khan DESH © Richard Haughton, 4 De Keersmaeker & Charmatz PARTITA 2 © Anne Van Aerschot, 5 William Kentridge REFUSE THE HOUR © John Hodgkiss, 6 A. Apetrea & Halla Olafsdottir BEAUTY & THE BEAST © Marta Thisner, 7 Ultima Vez WHAT THE BODY DOES NOT REMEMBER © Danny Willems, 8 Padmini Chettur BEAUTIFUL THING 2

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© Singepore Arts Festival, 9 Akram Khan DESH © Richard Haughton, 10 Marie Chouinard HENRI MICHAUX MOUVEMENTS © Sylvie Ann Pare


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tionen im Rennen um den europäischen Tanzpreis Prix Jardin d’Europe, der ab heuer für die nächsten fünf Jahre im Rahmen von [8:tension] bei ImPulsTanz in Wien verliehen wird. Infos & kostenfreies Programm: Tel. (01) 523 55 58, www.impulstanz.com

I

nternational stars and striving young choreographers gather this anniversary summer in Vienna - thanks to ImPulsTanz a haven for contemporary dance of long. There is a diverse performance venue-contingent, the highly endowed Prix Jardin d’Europe will be awarded by ImPulsTanz for the next five years, there are numerous workshops and in addition encounters with asian rhythms in the Weltmuseum Wien.

A month of dance: From July 11 until August 11 ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival - is celebrating its 30th anniversary! With its brilliant opening show ”ImPulsTanz@30: License to party“ it ’s setting itself in motion on July 9 in MuseumsQuartier’s central courtyard, free of admission. The New York based shooting star Trajal Harrell together with contemporary dancers will be presenting terrific catwalk moves. He will continue to be on top of the list for the remainder of the festival programme. In his six part series ”Twenty Looks or Paris is Burning at the Judson Church (XS-M2M)“ he fuses Voguing-culture and Judson Church Dance. The great prelude is followed by over 50 brilliant productions as well as over 200 workshops. At the beginning the influential choreographers Anne Teresa De Keersmaeker and Boris Charmatz embark on a musical journey at the Burgtheater. In ”Partita 2“ she is dancing to the Chaconne by Johann Sebastian Bach, live interpreted by the star violinist Amandine Beyer. Wim Vandekeybus presents himself tough yet playful with the resumption of the piece ”What the Body Does Not Remember“ which premiered in

1987. Marie Chouinard combines grand pieces of visual arts and music: her piece “HENRI MICHAUX: MOUVEMENTS“ and her new work ”GYMNOPÉDIES“ - music by Erik Saties - will be presented on two evenings at the Volkstheater in a double feature. The South-African universal artist William Kentridge materializes time with 13 additional artists in ”Refuse the Hour“, the theater version to his dOCUMENTA13Installation. In ”Twin Paradox“ Mathilde Monnier escapes time with the speed of light - accompanied by Beethovens ”Schicksalssymphonie“ amongst others. The multiple award-winning Akram Khan presents “iTMOi (in the mind of igor)“, an homage to Igor Strawinsky's Sacre-composition along with his personal piece about his origin “DESH“.

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From the Austrian scene Silke Grabinger will show the 2nd part of her self experiment ”Versuchsperson Silke Grabinger 2.0“ and Doris Uhlich, together with 20 participants, lets body mass fly in ”more than naked“. The neo Austrian choreographer Ivo Dimchev analyses festival guests in his new piece ”Fest" and furthermore shows the successful piece ”X-ON" together with objects of the great Franz West. Under the direction of Michael Stolhofer and Ong Keng Sen a collaboration with the Weltmuseum Wien is presented this year: performative movements meet Asian dance in the so called ”East-West Meetings". Moreover: museum objects enter into dialogue with 14 choreographers - in ”Occupy the Museum“ and within the framework of the exhibition ”Getanzte Schöpfung – Tanz in Asien“.

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Furthermore, as part of [8:tension] Young Choreographers’ Series, 11 productions will be in the running for the European dance award Prix Jardin d’Europe, which starting this year will be awarded in Vienna for the next five years. Infos & free of charge programme: Tel. (01) 523 55 58, www.impulstanz.com

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Alliancen, Mesalliancen und falsche Freunde Alliances, misalliances and false friends ”steirischer herbst” inmitten von ”Liaisons dangereuses” ”steirischer herbst” and its ”Liaisons dangereuses”

Verbindungen und Auswahlkriterien bestimmen den ”steirischen herbst” 2013 - auf besonders vielfältige Weise und an vielen Orten: Der belgische Künstler Kris Verdonck präsentiert mit ”H, an incident“ seine Vision des absurden Kosmos von Daniil Charms (Harms), einem russischen Dichter, der dem Terrorregime Stalins eine bizarre wie poetische Welt entgegensetzte. Parallel dazu wird die in Wien lebende, französische Choreographin Anne Juren ihre Interpretation von Kafkas „Amerika“ und Martin Kippenbergers Amerika-Installation uraufführen - ”Happy End“ - und der Norweger Amund Sjølie Sveen seine neue Peformance-Lecture ”Economic Theory for Dummies“, ein Crash-Kurs in Sachen Finanzwirtschaft.

FEDERICO LEÓN ”LAS MULTITUDES”

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liances, misalliances and false friends: Liaisons dangereuses”, the leitmotif of this year’s ”steirischer herbst” looks at the nature of dangerous relationship cocktails, of connections which, for all their fragility, are passionate, explosive and always powerful. A “liaison”, from the French perspective, is much more than a flirt or a love affair: it can be applied to connections, relationships and their transformation - in society, art and culture and in both the private sphere and in politics. Connections and selection criteria are therefore characteristic of this years ”steirischer herbst”: the Belgian artist Kris Verdonck presents “H, an incident”, his vision of the absurd universe of Daniil Charms (Harms), a Russian poet who opposed Stalin’s terror regime with a bizarre, poetic world. Parallel to this, Vienna-based French choreographer Anne Juren will première her interpretation of Kafka’s “Amerika” and Martin Kippenberger’s Amerika installation - “Happy End” - while Norwegian Amund Sjølie Sveen presents his new performance lecture “Economic Theory for Dummies”, a crash course in the finance industry. Dutch performers Robert Steijn and Frans Poelstra, alias united sorry,

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Die holländischen Choreographen Robert Steijn und Frans Poelstra, alias united sorry, begeben sich mit einem Ensemble aus jungen internationalen Performern auf einen magischer Trip tief in einen verschwiegenen Wald, um gemeinsam Momente stiller Kontemplation und unbändiger Energie zu durchleben, das italienische Künstlerkollektiv Dewey Dell durchlebt gemeinsam mit dem Dramatiker Kuro Tanino und dem japanischen Manga-Künstler Yuichi Yokoyama eine Geschichte, in der sich die Erschütterung eines Raumes, den möglicherweise ein Meteorit vor Millionen von Jahren schlug, zu spiegeln scheint, und die beiden Choreographinnen Fumiyo Ikeda und Un Yamada tauschten über E-Mail täglich ein Wort aus, um auf diese Art ein gemeinsames Vokabular zu entwickeln, das ihnen als Ausgangspunkt für ihre Improvisation dient. Etwa 100 Personen hat der argentinische Theaterund Filmemacher Federico León in Graz für seine Produktion ”Las Multitudes“ ausgewählt: Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene, Seniorinnen und Senioren. Mit ihnen entwickelt er zum Abschluss des Festivals aus einer einfachen Liebesgeschichte ein poetisches, berührendes und mit feinem Witz durchwobenes Tableau der Generationen.

FUMIYO IKEDA/UN YAMADA ”AMNESS”

get up to their theatrical mischief - “the forest project” - in the woods of Peggau with a company of young international performers, the Italian artists’ collective Dewey Dell join the theatre maker and playwright Kuro Tanino and the Japanese drawing artist Yuichi Yokoyama for their latest piece, “Marzo” - a perfect marriage of choreography, costumes, light and music gives rise to a space far removed from reality. The two Japanese dancers Fumiyo Ikeda and Un Yamada share a special relationship: for some time now they have been exchanging one word a day by email, thus developing a joint vocabulary of more than 900 words which serves as the basis for their “amness” improvisation, while the Argentinian theatre and film-maker Federico León has chosen around 100 people in Graz for his production “Las Multitudes”: children, youngsters, young adults, adults, and senior citizens. Together with them he develops a simple love story into a poetic, touching tableau of generations interwoven with subtle humour to round off the festival. steirischer herbst 2013 - 20/09 bis/to 13/10/2013 Karten und Informationen/Tickets and information: T. 0316 81 60 70 www.steirischerherbst.at

SEBASTIAN ARPESELLA, HIROHISA KOIKE

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lliancen, Mesalliancen und falsche Freunde: Liaisons dangereuses“ - das Leitmotiv des diesjährigen ”steirischen herbst” fragt nach dem Wesen von gefährlichen Beziehungscocktails, nach Verbindungen, die in all ihrer Fragilität leidenschaftlich, explosiv, aber immer kraftvoll sind. Liaisons - die Übersetzung aus dem Französischen umfasst weit mehr als Techtelmechtel oder Liebesaffären, geht es doch um Verbindungen, Beziehungen und deren Transformation, in Gesellschaft, Kunst und Kultur, im Privaten wie in der Politik.

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A Two Dogs Company / Kris Verdonck

Foto: Silvano Magnone

H, an incident

Außerdem im steirischen herbst 2013: Antonia Baehr, Trisha Brown, Beirut, Dewey Dell, Zachary Formwalt, Massimo Furlan, Goldin+Senneby, Tue Greenfort, Jan Peter Hammer, Romuald Hazoumé, hoelb / hoeb, Fumiyo Ikeda & Un Yamada, IRWIN, Jagwa Music, Anne Juren, Daniel Kötter & Hannes Seidl, Susanne Kudielka & Kaspar Wimberley, Laibach, Heimo Lattner, Federico León, Gustav Metzger, Millennium, monochrom, Barbara Morgenstern, Boris Nikitin, Maja Osojnik, Patrick Pulsinger & Radio-Symphonieorchester Wien, Resanita, Gregory Sholette, The Striggles, Andreas Siekmann, Amund Sjølie Sveen, Theater im Bahnhof & Gaststubentheater Gößnitz, united sorry, Mirel Wagner, Ann Liv Young u.a.


dancer’smodern&contemporary

it der Saison 2013/2014 übernimmt die gebür tige Österreicherin Brigitte Fürle die Künstlerische Leitung des Festspielhaus St. Pölten. Mit einer EuropaPremiere, einer Premiere im deutschsprachigen Raum und insgesamt acht Österreich-Premieren zeigt das Festspielhaus St. Pölten ein international hochkarätiges Tanzprogramm.

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Zum Saisonbeginn präsentiert Angelin Preljocaj die ÖsterreichPremiere seiner neuesten Produktion ”LES NUITS“, die auf der Erzählsammlung ”Tausendundeine Nacht“ basiert. Zudem steht noch eine weitere Produktion dieses Choreographen auf dem Programm. Im März zeigt er erstmalig in Österreich seine Arbeit ”AND THEN, ONE THOUSAND YEARS OF PEACE“.

To start the season, Angelin Preljocaj presents the Austrian premiere of his latest production ”LES NUITS“, based on the “Thousand and One Nights“ collection of stories. The programme also includes another production by this choreographer. In March, he presents his ”AND THEN, ONE THOUSAND YEARS OF PEACE“ for the first time in Austria.

Artist in Residence Lemi Ponifasio kommt mit der Europa-Premiere seines neuen BRIGITTE FÜRLE Stücks ”THE CRIMSON HOUSE“ ins Festspielhaus, das Ballett am Rhein zeigt unter der Künstlerischen Leitung des Schweizer Choreographen Martin Schläpfer einen zweiteiligen Abend zu Alfred Schnittkes Konzert für Klavier und Streichorchester und den Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms und die brasilianische Grupo Corpo präsentiert die Österreich-Premiere ihrer Erfolgsproduktion ”SEM MIM“ sowie ihre neueste Kreation, die im August dieses Jahres in São Paulo zur Premiere gelangt.

Artist in Residence Lemi Ponifasio comes to the Festspielhaus with the European premiere of his new piece “THE CRIMSON HOUSE“, the Ballett am Rhein under its Artistic Director the Swiss choreographer Martin Schläpfer is showing a two-part programme set to Alfred Schnittke’s Concerto for Piano and String Orchestra and the Hungarian Dances by Johannes Brahms, and the Brazilian Grupo Corpo presents the Austrian premiere of its successful production “SEM MIM“ as well as its latest creation which is to be premiered in August of this year in São Paulo.

Der flämisch-marokkanische Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui Publikumsliebling und ehemaliger Artist in Residence des Festspielhauses - präsentiert die Österreich-Premiere seiner neuesten Produktion ”m¡longa“, in der sich alles um Tango dreht.

The Flemish-Moroccan choreographer Sidi Larbi Cherkaoui - a favourite with audiences and a former Artist in Residence at the Festspielhaus - presents the Austrian premiere of his latest production “m¡longa“, in which everything revolves around the tango.

Hofesh Shechter, der 2012/2013 mit ”Political Mother“ zu Gast war, zeigt die Premiere im deutschsprachigen Raum seiner neuesten Arbeit ”SUN“ und Batsheva aus Tel Aviv kehren ins Festspielhaus zurüc k. Die Junior-Truppe der weltberüh mten Compagnie Ohad Naradins stellt zum Saisonabschluss zwei Arbeiten vor: Bei ”KAMUYOT“, als Schul- und Familienvorstellung, wird das Publikum selbst Teil des Geschehens. ”DECA DANCE“ zeigt eine Neuzusammenstellung der besten Choreographien Ohad Naradins der letzten 20 Jahre, Publikumsbeteiligung auch hier nicht ausgeschlossen.

Hofesh Shechter, who made a guest appearance in the 2012/2013 season with “Political Mother“, is giving the premiere in the German-speaking area of his latest work “Sun“, and Batsheva from Tel Aviv are returning to the Festspielhaus. The junior section of Ohad Naradin’s world-famous company is presenting two works to close the season: in ”KAMUYOT“, which is a presentation for schools and families, the audience itself becomes part of the action. ”DECA DANCE“, a new compilation of the best of Ohad Naradin’s choreography over the last 20 years, also offers the possibility of some audience participation.

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JAVIER DEL REAL, VICTORIA SCHAFFER

A further highlight of the dance programme is “C(H)OEURS“ by Alain Platel. In a guest appearance cooperation between the Festspielhaus St. Pölten and the Teatro Real Madrid in collaboration with the Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, this production, which combines great choruses such as the chorus of the Hebrew slaves from Verdi’s “Nabucco“ and the pilgrims’ chorus from Wagner’s “Tannhäuser“ with modern dance, is presented for the first time in Austria.

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Ein weiteres Highlight des Tanzprogramms stellt ”C(H)OEURS“ von Alain Platel dar. In einer Gastspielkooperation des Festspielhaus St. Pölten und des Teatro Real Madrid in Zusammenarbeit mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich wird die Produktion, die große Chöre - wie etwa den Gefangenen-Chor aus Verdis ”Nabucco“ oder den Pilger-Chor aus Wagners ”Tannhäuser“ - mit modernem Tanz in Verbindung bringt, zum ersten Mal in Österreich zu sehen sein.

s of the 2013/2014 season the Austrian-born Brigitte Fürle takes over as Artistic Director of the Festspielhaus St. Pölten. With one European premiere, one premiere in the German-speaking area, and a total of eight Austrian premieres, the Festspielhaus St. Pölten offers a dance programme of top international quality for the 2013/2014 season.


modern&contemporarydancer’s ballet dancer’s

Haltung - Herz – Berührung - Realität Attitude - Heart - Impact - Reality Die Tanz-Saison 2013/2014 im Festspielhaus St. Pölten The 2013/2014 dance season at the Festspielhaus St. Pölten C(H)OEURS

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Das neue TQW-Abo für Herbst/Winter 2013/14 mit

Das Zentrum für zeitgenössischen Tanz, Performance, Kunst und Theorie Saison 2013/14 Programm ab 10. September 2013 Info, Tickets und Abo: www.tqw.at / 01 581 35 91

Foto: Léda — Maud Le Pladec, Democracy (work in progress) (c) Konstantin Lipatov

BATSHEVA DANCE COMPANY LÉDA — MAUD LE PLADEC LIQUID LOFT / CHRIS HARING FORCED ENTERTAINMENT


modern&contemporarydancer’s

Emotional und ausdrucksstark Emotional and powerfully expressive Der Herbst/Winter 2013 im Tanzquartier Wien Autumn/winter 2013 at the Tanzquartier Wien

Ende Oktober präsentiert das Tanzquartier Wien mit dem Gastspiel der französischen Choreographin MAUDE LE PLADEC eine weitere energiegeladene Tanzvorstellung an der Schnittstelle zu Neuer Musik. Zu der alljährlichen Kooperation mit dem Festival Wien Modern steuert Pladec die Choreographie bei, während die Musik von der amerikanischen Komponistin Julia Wolfe geliefert wurde. Live-Musik gibt es dazu vom Ensemble TaCTuS. Auf einen spannenden Abend mit dynamischer Choreographie und ebensolcher Musik kann man sich freuen.

Im Dezember setzt LIQUID LOFT / CHRIS HARING als neue Kreation 2013 seine ”The Perfect Garden Series” fort. Für die Uraufführung verwandelt er die Bühne des TQW/ Halle G in ein Atelier in dem er mit dem bildenden Künstler Michel Blazy Choreographie und Installation Schicht um Schicht erarbeitet.

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asterpiece“, ”hyperdynamic power dancing“ and ”sheer physicality in dance“ - are just a few of the opinions the critics have expressed in regard to the highly successful BATSHEVA DANCE COMPANY from Israel. For over 20 years the BATSHEVA DANCE COMPANY - founded by Batsheva de Rothchild and Martha Graham in Israel in 1964 - has been known for its virtuosic choreography. Star choreographer Ohad Naharin, who has been the Artistic Director of the Company since 1990, has developed with Batsheva his own personal style of movement, known for the way it breaks up the classical movement forms and creates with the dancers a totally new movement vocabulary. The Austrian premiere of the latest BATSHEVA DANCE COMPANY production, ”Sadeh21”, can be seen on 4 and 5 October at the Tanzquartier Wien in Hall E. At the end of October the Tanzquartier Wien presents another high-energy dance performance at the interface with New Music, with a guest appearance by the French choreogra-

pher MAUDE LE PLADEC. Pladec contributes the choreography for the annual cooperation with the Wien Modern Festival, while the music has been provided by the American composer Julia Wolfe. Live music is provided by the ensemble TaCTuS. This promises to be an exciting evening with dynamic choreography and equally dynamic music. In December, LIQUID LOFT / CHRIS HARING continues as new creation 2013 his ”The Perfect Garden Series”. For the world premiere he is transforming the stage of the TQW/ Hall G into a workshop in which he will build up the choreography and installation layer by layer with the graphic artist Michel Blazy. BATSHEVA DANCE COMPANY (ISR) ”Sadeh21” 4. + 5. OKT./OCT. 20.30 h in TQW / Halle E LÈDA – MAUD LE PLADEC (F) ”Democracy (work in progress)” 30. + 31. OKT./OCT. 20.30 h in TQW / Halle G LIQUID LOFT / CHRIS HARING (A) ”Neue Kreation 2013 / The Perfect Garden Series“ 5. – 7. DEZ./DEC. 20.30 h in TQW / Halle G Infos zum neuen ”3 aus 4”-ABO unter/Information about the new ”3 of 4” subscription at: www.tqw.at Tickets + Infos/Tickets + Information: Mo - Fr/ Mon - Fri 9.00 – 20.00 h, Sa/Sat 10.00 – 20.00 h (feiertags geschlossen/closed on public holidays) T: +43-1-581 35 91, E: tanzquartier@tqw.at, www.tqw.at (Online-Tickets mit/with print@home-Service)

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„SADEH21” by Ohad Naharin/GADI DAGON

eisterwerk“, ”hyperdynamischer Powertanz“ und ”körperbetonter Bewegungstanz“ - sind nur einige der Kritikermeinungen zu der erfolgreichen israelischen BATSHEVA DANCE COMPANY. Seit mehr als 20 Jahren ist die BATSHEVA DANCE COMPANY - von Batsheva de Rothchild und Martha Graham 1964 in Israel gegründet - für ihre virtuosen Choreographien bekannt. Star-Choreograph Ohad Naharin, seit 1990 künstlerischer Leiter der Company, entwickelte mit Batsheva seinen ganz eigenen Bewegungsstil, der bekannt dafür ist, die klassischen Bewegungsformen aufzubrechen und mit den Tänzerinnen und Tänzern ein völlig neues Bewegungsvokabular zu erschaffen. Die neueste Produktion der BATSHEVA DANCE COMPANY ”Sadeh21” ist nun in einer österreichischen Erstaufführung am 4. und 5. Oktober im Tanzquartier Wien / Halle E erlebbar.

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dancer’smodern&contemporary

Magnifikat! / Magnificat! Als ich Deine Stimme hörte, ... When I heard your voice ...

MARTYNA LORENC, HYGIN DELIMAT FOTO

ANDREAS KURZ

TEXT

ROSE BREUSS

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modern&contemporarydancer’s

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n Zusammenarbeit mit dem Institute of Dance Arts IDA und der C.O.V., Cie Off Verticality, erarbeiten Chor und Orchester der ABPU unter der Leitung von Thomas Kerbl eine zeitgenössische Interpretation des ”Magnifikat”. 16 Tänzerinnen konfigurieren - in der Choreographie von Rose Breuss - den ”Seelenraum“ des ”Magnifikat” als zeitgenössische Körperlichkeit. Diese bezieht sich auf den Text des ”Magnifikat”, der physisch - im Spannungsfeld von Tanz und Text - perspektiviert wird. Ein Raum der Extreme wird aufgespannt: Niedrigkeit und Höhe, Stürzen und Erhöhen, Fülle und Leere, Hochmut und Erbarmen, Reichtum und Hunger sind die Gegensätze, die der Text konfiguriert. Formuliert ist ein Raum ohne Mitte und ohne Grenzen, der Blick wird auf den maximierten Raum gelenkt. Die Bewegung pendelt im ”Magnifikat” zwischen den Extremen, sie erzeugt einen vertikalen Raum, zwischen Höhe und Tiefe. Dynamisiert ist das Auf und Ab, als Stürzen und Fallen, als Erheben und Erhöhen, als Leeren und Füllen, kaum ein Schwingen. Das Zentrum dieser Bewegung ist wo? Der ”Magnifikat”-Text sagt ”die Seele“. Sie ist das Zentrum. Sie ermöglicht einen stabilen Ort in diesem extremen Raum, der nicht betretbar ist, weil er keine Flächen bietet. Der Seelenraum schwingt. Thomas Kerbl und Robert Holzer - versiert in Musiktheaterproduktionen, die zeitgenössischen Tanz integrieren - wählten für diese Produktion das ”Magnifikat” von Johann Sebastian Bach BWV 243 in der ersten Fassung des Werkes in Es-Dur. Bach komponierte diese Fassung 1723, transponierte das Werk später nach D-Dur und entschärfte die erste, harmonisch kühnere Fassung von 1723. Angereichert ist diese erste Fassung mit vier weihnachtlichen Einlagesätzen. ”Das Magnifikat! Als ich deine Stimme hörte, ...” ist dreifach, durch die drei Zeitkünste, ausgedeutet: Hörbar werden die Worte, die Maria in den Mund gelegt sind, die Musik Bachs, die den Text ausdeutet, ihn abstrahiert und außerhalb der konkreten Situation fühlbar macht. Der Tanz hört in die Worte und die Musik hinein und setzt sie in eine dynamische Körperlichkeit. Tanzbewegung und Gestus sind zeitgenössisch. Sie stellen das Alte und das Zeitgenössische in ein Spannungsfeld und fragen insbesondere nach einer zeitgenössischen, weiblichen Körperlichkeit.

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n collaboration with the Institute of Dance Arts IDA and C.O.V., Cie Off Verticality, the choir and orchestra of the ABPU, under the directorship of Thomas Kerbl, have created a contemporary interpretation of Bach’s ”Magnificat”. 16 female dancers, choreographed by Rose Breuss, configure the “spiritual space” of the ”Magnificat” as a contemporary physicality. This refers to the text of the ”Magnificat”, which is put into a corporeal perspective, between the opposing poles of dance and text. A space of extremes is generated: low and high, dropping and elevating, abundance and emptiness, arrogance and compassion, affluence and hunger, are the opposites which the text configures. What is formulated is a space without a centre and without borders, and one’s gaze is drawn over the maximized area. In the ”Magnificat”, the movement ranges between the extremes; it generates a vertical space, between high and low. The up and down is made dynamic, as dropping and falling, as rising and elevating, as emptying and filling; there is scarcely a vacillation.

But where is the centre of this movement? The text of the ”Magnificat” says “the soul”. It is the centre. It enables a stable place in this extreme space, which cannot be entered upon, because it offers no surfaces. The spiritual space vacillates. Thomas Kerbl and Robert Holzer - both experienced in musical theatre productions, where they integrate contemporary dance - have selected for this production the ”Magnificat” by Johann Sebastian Bach, BWV 243, in the work’s first version in E-flat major. Bach composed this version in 1723, later transposed the work into D major, and took the edge off the first, harmonically bolder version of 1723. This first version is enriched by way of four Christmas interpolations. ”The Magnificat! When I heard your voice ...” is interpreted threefold by the three contemporary arts: the words placed in Maria’s mouth become audible, and the music of Bach, which interprets and abstracts the text and makes it palpable outside the specific situation. Then the dance listens into the words and music and places them in a dynamic corporeality. The dance movement and gestures are contemporary. They create tension between the poles of the traditional and the contemporary and specifically enquire after a contemporary, feminine physicality. ”Magnifikat!/Magnificat! Als ich deine Stimme hörte, .../When I heard your voice ...” Für 16 Tänzerinnen/For 16 female dancers Musik/Music: J.S. Bach, Magnifikat/Magnificat BWV 243 Solisten der Masterstudiengänge Robert Holzer und Kurt Azesberger/Soloists from Robert Holzer and Kurt Azesberger’s master’s courses Chor und Orchester der Anton Bruckner Privatuniversität/ Choir and orchestra of the Anton Bruckner Private University Leitung/Director: Thomas Kerbl Choreographie/Choreography: Rose Breuss Tanz: IDA - Institute of Dance Arts der Anton Bruckner Privatuniversität in Kooperation mit C.O.V./Cie. Off Verticality Dance: IDA – Institute of Dance Arts at the Anton Bruckner Private University in cooperation with C.O.V./Cie. Off Verticality Premiere/Premiere: 8.12.2013 im/at the Stift Waldhausen Weitere Aufführungen: Posthof Linz, Stadtsaal Vöcklabruck Further performances: Posthof Linz, Vöcklabruck Municipal Hall Thomas Kerbl (Pianist und Sänger) leitet das Musiktheaterstudio der ABPU in Linz. Er produziert zeitgenössisches Musiktheater in Kooperation mit den Oberösterreichischen Kulturinstitutionen: Brucknerhaus, Posthof, Musiktheater, Landestheater, u.v.m. Thomas Kerbl (pianist and singer) heads the music theatre studio of the ABPU in Linz. He produces contemporary music theatre in cooperation with the Upper Austrian cultural institutions: the Brucknerhaus, Posthof, Musiktheater, Landestheater, and many more. www.bruckneruni.at Rose Breuss (Choreographin) leitet IDA - Institute of Dance Arts der ABPU und zusammen mit Johannes Randolf die C.O.V./Cie. Off Verticality. Ihre Stücke wurden u.a. im Odeon Wien, bei den Bregenzer Festspielen, in den Sophiensälen Berlin, bei den Gmundener Festwochen, im Theater Westflügel Leipzig und im Centre Choréograhique in Bordeaux gezeigt. Rose Breuss (choreographer) heads the IDA – Institute of Dance Arts at the ABPU and, jointly with Johannes Randolf, also C.O.V./Cie. Off Verticality. Her pieces have been performed at venues including the Odeon Vienna, at the Bregenz Festival, the Sophiensaele in Berlin, the Gmunden Festival, the Theater Westflügel Leipzig and the Centre Choréographique in Bordeaux. www.rosebreuss.com

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dancer’smedia partnership

dancer’s - Media

partner of „Danzainfiera”

Danzainfiera 2013 The event that makes the world dancing, confirms the big achievement of its eight edition

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anzainfiera celebrates big success of eight edition, confirming itself as leader international dance event taking place in gorgeous setting of Florence city. Danzainfiera is special meeting point and reference event for all dance addicted and for all dance disciplines: an always increasing number of attendees, professionals, business companies and artists, gathered from year to year in one place. A well-matched set of different activities has certainly contributed to satisfy tastes and passions of public involved: events, exhibitions, competitions, happenings, expo area and much more! Among main events, “ContAct” Opening Gala, has opened out with works of most important choreographers of Italian contemporary dance vision, like Paolo Arcangeli, Arianna Benedetti, Kristian Cellini, Michele Merola, Adriana Mortelliti and Loris Petrillo. Unquestionable flagship event of DIF 2013 has been fifth edition of Prize “L'Italia che danza”, prestigious scene to assign eminent distinctions to Italian dance excellences and performers. Noteworthy the medal offered by President of the Republic, Giorgio Napolitano, which, in consideration of high cultural level of Danzainfiera, used this gala event to award Étoile Eleonora Abbagnato. Among award winning, special Career Prize to Liliana Cosi, Professional Training Award to Paola Jorio, Journalism Prize to Marinella Guatterini, the International Award to Elisabeth Platel, and Best Choreography Prize to Michele Merola.

Join 9th edition of Danzainfiera: 27th February - 2nd March 2014! 62

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Three fashion shows per day in Danzainfiera 2013: certainly one of the most attractive moment considering its touchdown for public and customers. International dance brands gave their approval to the project and lived the catwalk: Capezio, Wear Moi, Bloch, Sweet Years, and much more!

DANZAINFIERA

Danzainfiera, also in its eight edition, has proposed numerous occasions for dancers and students to express themselves on stage, endorse own talent in international classes-auditions and being evaluated by prestigious judges and professionals like Isabelle Ciaravola, Caterina Rago, Dinu Tamazlacaru, Thomas Caley, Kledi Kadiu, André De La Roche, Francesco Ventriglia, Carolyn Smith, etc. Amanda Bennett Artistic Director of the Prix de Lausanne, the most famous competition of the world, organized at Danzainfiera its official Italian presentation on Saturday 23 February. A special occasion for teachers, dancers and students to meet this world recognized institution.


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West Side Story International gefeiert und prämiert / Award-Winning and internationally renowned

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The film adaptation of the masterpiece by Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Arthur Laurents and Stephen Sondheim won ten Oscars a few years after the Broadway premiere and became known to millions. The musical ”West Side Story” became one of the most famous stage shows of all time and was groundbreaking for the American musical theatre. The show has lost nothing of its original urgency and timeliness until today. Timeless songs like ”Tonight,“ ”Maria,“ ”America“ and ”Somewhere“, composed by Leonard Bernstein, together with the haunting, deeply moving story make this a classic masterpiece. ”West Side Story” combines the incomparably powerful music, the compelling drama and the burning actuality of a masterpiece in a lavish production with 36 performers and a total of 80 participants. Furthermore, this show is marked by something that is essential for the authentic presentation of this masterpiece and yet is unique in the world at present: Jerome Robbins‘s incomparable, breathtaking dance language, choreographed by Joey McKneely. For it was not only Bernstein who opened new musical theatre territory with his brave composition: Robbins did the same on the dramaturgical level, by making his choreography a substantial part of the story. NILZ BÖHME

Mit der Verfilmung des Meisterwerkes von Leonard Bernstein, Jerome Robbins, Arthur Laurents und Stephen Sondheim wurde dieses - ausgezeichnet mit zehn Oscars - wenige Jahre nach der Broadwaypremiere einem Millionenpublikum bekannt. Als Musical geriet ”West Side Story” zu einem der erfolgreichsten Bühnenstücke aller Zeiten und wurde für das amerikanische Musiktheater wegweisend. Von seiner ursprünglichen Brisanz und Aktualität hat dieses Stück bis heute nichts verloren. Unsterbliche Kompositionen wie ”Tonight“, ”Maria“, ”America“ oder ”Somewhere“ aus der Feder von Leonard Bernstein machen es neben der packenden und tief bewegenden Geschichte auch musikalisch zu einem zeitlosen Glanzstück. Die Inszenierung vereint die unvergleichlich vitale Musik, die mitreißende Dramatik und die brennende Aktualität in einer aufwendigen Produktion mit 36 Darstellern und insgesamt über 80 Beteiligten. Darüber hinaus charakterisiert sie etwas, das für die authentische Inszenierung des Meisterwerks wesentlich ist: Jerome Robbins‘ unnachahmliche, atemberaubende Tanzsprache, einstudiert von Joey McKneely. Denn nicht nur Bernstein betrat mutig mit seiner Komposition Neuland. Robbins tat es ihm auf dramaturgischer Ebene gleich, indem er seine Choreographie zu einem wesentlichen Teil der Erzählung machte.

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ith the Broadway premiere of ”West Side Story” on the 26th September 1957 at the Winter Garden Theater in New York the story of the American musical theater reached a turning point: a stage show whose actors are required to give their best in acting, dancing and singing, setting new standards musically and dramatically, it defined a whole new genre. Now the Broadway classic with Jerome Robbins’ original choreography is on show again at renowned international theatres, in the production celebrating the show’s fifty-year anniversary that mesmerized audience and critics in sold-out shows. In 2009 in London the show was awarded two Theatregoers‘ Choice Awards and nominated for the Laurence Olivier Award for the Best Revival.

Tickets: www.bb-promotion.com

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it der Broadway-Premiere von ”West Side Story” am 26. September 1957 am Winter Garden Theater in New York nahm die Geschichte des amerikanischen Musiktheaters eine entscheidende Wende: Ein Bühnenwerk, das seinen Darstellern nicht nur das Äußerste an schauspielerischer, tänzerischer und gesanglicher Ausdruckskraft abverlangte, sondern auch musikalisch wie dramaturgisch vollkommen neue Maßstäbe setzte, definierte ein ganzes Genre neu. Jetzt ist der Broadway-Klassiker mit der Originalchoreographie von Jerome Robbins wieder an den großen internationalen Bühnen zu erleben, und das in der Produktion, die anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der ”West Side Story” bereits weltweit Publikum und Kritik in Atem hielt. 2009 wurde sie in London mit zwei Theatergoers‘ Choice Awards ausgezeichnet und als bestes Revival für den Laurence Olivier Award nominiert.


musical & showdancer’s

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Ganz gleich wo auf der Welt: Von der ansteckenden Lebensfreude, mit der die unvergleichlichen kubanischen Tänzer von Ballet Revolución ihre athletischen Körper sprechen lassen, bekommt das Publikum nicht genug. Wenn sie moderne Tanzstile und klassische Eleganz mit afrokubanischen Tanztraditionen mischen, wird jede Vorstellung zum elektrisierenden Erlebnis. Ein nicht weniger mitreißender Mix aus lateinamerikanischer Musik, R&B und Hip-Hop bewegt nicht nur Körper und Seele der Tänzer, sondern reißt auch das Publikum aus den Sitzen. Denn die unwiderstehlichen Rhythmen kommen live von der Bühne. Mit internationalen Nr.1-Hits von Shakira, Beyoncé, Enrique Iglesias, J.LO u.v.a. entfacht die Ballet Revolución Live-Band das Feuer der exzellent ausgebildeten Tänzerinnen und Tänzer, die ihrer ungeheuren Vielseitigkeit, Musikalität und Leidenschaft freien Lauf lassen.

Audiences all over the world cannot get enough of the infectious joie de vivre that imbues the body language of the incomparable Cuban dancers of Ballet Revolución. When they mix modern dance styles and classical elegance with AfroCuban dance traditions, every performance becomes an electrifying experience. Equally exciting is the mix of Latin American music, R&B and hip-hop, which not only inspires body and soul for the dancers, but also practically has the audience rising from their seats. These irresistible rhythms come live from the stage. With international No. 1 hits from Shakira, Beyoncé, Enrique Iglesias, J.LO and many more, the Ballet Revolución Live Band fan the inner fire of these excellently trained dancers, who give free rein to their enormous versatility, musicality and passion.

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GUIDO OHLENBOSTEL

ie gefeierte Tanzshow ”Ballet Revolución” kommt nach ihrer ersten erfolgreichen Welttournee mit neuen Highlights zurück nach Wien. Die jungen kubanischen Tänzer begeisterten mit ihrer überbordenden Energie, waghalsigen Sprüngen und sinnlichen Moves zwischen Ballett und Streetdance bereits von Sydney über Berlin bis London und Paris.

ollowing its first successful world tour, the celebrated dance show ”Ballet Revolución” returns to Vienna bringing new highlights. Audiences from Sydney to Berlin, London and Paris have already been thrilled by the young Cuban dancers with their exuberant energy, daring leaps and sensuous moves combining elements from ballet to street dance.

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BB PROMOTION

Thriller Live

Tickets:

www.bb-promotion.com

m Frühjahr 2014 kehrt ”Thriller - Live”, die Original-Show über den King of Pop aus dem Londoner West End, nach Österreich, Deutschland und in die Schweiz zurück. Nach ausverkauften Gastspielen von Wien bis Beijing und von Kapstadt bis Singapur wird sie erneut das Originalgefühl der Auftritte und Videos Michael Jacksons live auf den Bühnen von Wien, Berlin, Zürich und weiteren Städten erlebbar machen. ”Thriller - Live” feiert das Phänomen Michael Jackson. Es vereinigt seine über 40 Jahre andauernde Karriere, angefangen bei den Erfolgen mit den ”Jackson 5“ über Hits wie ”Bad“ bis zu den Songs des weltweit bestverkauften Albums aller Zeiten, ”Thriller“, in einer grandiosen Show. Dabei bringt ”Thriller - Live” zustande, was bloßen Imitationsshows nicht gelingt: eine echte Hommage an den King of Pop. Verschiedene brillante Sänger liefern elektrisierende Interpretationen der Mega-Hits Michael Jacksons und außergewöhnliche Tänzer bringen seine tänzerische Brillanz mit funkensprühender Energie auf die Bühne zurück.

Ballet Revolución Tickets:

www.bb-promotion.com

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hriller - Live”, the original show about the King of Pop from London’s West End, is returning to Austria, Germany and Switzerland in spring 2014. After sold-out guest appearances from Vienna to Beijing, from Cape Town to Singapore, this show will once again give audiences the chance to experience the original essence of Michael Jackson’s appearances and videos live on the stages of Vienna, Berlin, Zurich and other cities. ”Thriller – Live” celebrates the Michael Jackson phenomenon. It brings together his career of over 40 years, starting with his successes with the ”Jackson 5“, moving on to hits like ”Bad“ and culminating in the songs of the world’s best-selling album of all time, ”Thriller“, all in one magnificent show. ”Thriller - Live” brings into being what mere imitation shows fail to achieve: a true homage to the King of Pop. A number of brilliant singers provide electrifying interpretations of Michael Jackson’s mega hits, and extraordinary dancers bring his dance genius with its crackling energy back to the stage. 2/2013

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dancer’smusical&show

Momix Botanica Tanz küsst Fantasie/Dance kisses fantasy

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OMIX BOTANICA, das neueste Bühnenereignis des preisgekrönten amerikanischen Tanz-Illusionisten Moses Pendleton, feiert bereits internationale Erfolge und ist nun erstmals im deutschsprachigen Raum auf Tour. Anfang 2014 kommt der Tanztheater-Erfolg aus den USA auch nach Österreich und gastiert in Innsbruck, Bregenz und Wien.

Getanzte Bilder, wortlos schön und zauberhaft: BOTANICA, das ist die einmalig choreographierte Show des erfolgreichen TanzPhilosophen Moses Pendleton und seiner Modern Dance Company MOMIX aus den USA. BOTANICA ist Liebe zur Natur pur! Die schönsten Farben, überraschende Formen und eine musikalische Collage im Lounge-Stil mit starken Beats und Klängen von Vogelzwitschern bis Vivaldi zaubern Jung und Alt ein Lächeln ins Gesicht. MOMIX BOTANICA nimmt die Zuschauer mit auf eine magische Entdeckungsreise durch die Natur. Voll verblüffender Farbenpracht und Witz kreiert Kostümdesigner Michael Curry eine visuelle Welt von BOTANICA. Der Meister des Puppendesigns genießt aufgrund seiner Arbeit für globale Entertainment-Marken wie Walt Disney (König der Löwen) oder Cirque du Soleil einen hervorragenden internationalen Ruf. 66

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Innsbruck, Dogana: 11. - 12.2.2014 Bregenz, Festspielhaus: 14. - 16.2.2014 Wien, Stadthalle F: 19. - 25.2.2014

"Mehr! Entertainment steht für einzigartiges Live-Entertainment. Mit MOMIX BOTANICA erweitern wir unser Produktportfolio um eine internationale Top-Produktion für Jung und Alt. Wir sind sehr stolz, dass Moses Pendleton uns als Veranstalter für den wichtigen deutschsprachigen Markt sein Vertrauen schenkt", so Maik Klokow, Geschäftsführer und Produzent Mehr! Entertainment. Moses Pendleton zählt zu den innovativsten US-amerikanischen Regisseuren und Choreographen der letzten Jahrzehnte. Der Mitinitiator des legendären Pilobolus Dance Theatre gründete 1981 seine eigene Modern Dance Company, MOMIX. Mittlerweile hat Pendleton acht Werke für MOMIX geschaffen darunter eine Hommage an den amerikanischen Nationalsport "Baseball" und die Multimedia-Tanzshow "Passion" mit Peter Gabriel. Daneben choreografiert der preisgekrönte Tanz-Illusionist immer wieder für andere Ballettkompanien und hat an zahlreichen Film-, TV- und Opernproduktionen mitgewirkt. Für seine vielseitige Arbeit wurde Moses Pendleton mit Preisen wie dem Positano Choreographic Award (1999) und dem American Choreographic Award (2002) ausgezeichnet.


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OMIX BOTANICA is the latest renowned American dance Pendleton. Mehr! Entertainment international dance-theatre success from speaking area to tour for the first time.

stage event by the illusionist Moses is now bringing this US to the German-

Pictures in motion, a magical beauty words cannot describe: BOTANICA is the uniquely choreographed show by the most successful dance-philosopher Moses Pendleton and his modern dance company MOMIX from US. BOTANICA expresses pure love for nature! The most beautiful colours, surprising shapes and a musical lounge-style collage with strong beats and sounds from bird twitter to Vivaldi bring smiles to faces of young and old. MOMIX BOTANICA takes the audience on a magical tour of nature. Full of amazing blaze of colour and esprit, costume designer Michael Curry has created a visual world of BOTANICA. The master of puppet design has an excellent reputation worldwide due to his work for global entertainment brands like Walt Disney (Lion King) or Cirque du Soleil. “Mehr! Entertainment stands for unique live entertainment. MOMIX BOTANICA enables us to expand our product portfolio with an international top production for young and old. We are very proud that Moses Pendleton has put his confidence in us to produce his show in the important German speaking area”, says Maik Klokow, General Manager and Producer at Mehr! Entertainment.

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MAX PUCCIARIELLO

Moses Pendleton is one of the most innovative American stage directors and choreographers of the last decades. The co-initiator of the legendary Pilobolus Dance Theatre founded his own modern dance company, MOMIX, in 1981. In the meantime, Pendleton has created eight works for MOMIX, among them a homage to the American national sport of “Baseball” and the multi-media dance show “Passion” with Peter Gabriel. The award-winning dance illusionist also choreographs other ballet companies and has participated in numerous film , TV and opera productions. Due to his versatile work, Moses Pendleton has been awarded the Positano Choreographic Award (1999) and the American Choreographic Award (2002).


dancer’smusical&show

Palazzo bittet zu Tisch Palazzo invites you to dine E

s ist angerichtet ...“, heißt es ab dem 30. Oktober wieder in Wien am Messeturm: Bereits zum elften Mal präsentiert PALAZZO eine fantastische Mischung aus Haute Cuisine und erstklassigem Entertainment im einmaligen Ambiente des nostalgischen Spiegelpalastes.

Kein geringerer als Hauben- und Sternekoch Toni Mörwald kreiert ab Herbst das delikate Vier-Gang-Menü im PALAZZO Wien. Dabei spielt die köstliche regionale Küche eine große Rolle. Spannend und zeitgemäß interpretiert - vertraut und überraschend zugleich, auf Basis erstklassiger Grundprodukte handverlesener Lieferanten.

Mehr als 250.000 Besucher haben in den vergangenen zehn Jahren im Wiener Spiegelpalast die Mischung aus bester Varieté-Unterhaltung und einem exquisiten Menü genossen. Auch in der Spielzeit 2013/2014 wird PALAZZO seine Wiener Gäste wieder mit einer Komposition aus vorzüglichen Speisen und einem großartigen Showprogramm begeistern.

Als ersten Gang serviert Toni Mörwald mariniertes Saiblingsfilet im grünen Pfeffer, Buchweizen-Blinis an Limettencreme und einem Wildkräutersalat. Auf diese erlesene Vorspeisenkreation folgt eine aromatische Velouté von Laaer Weinzwiebeln und Karotten, verfeinert mit Honig, Chili und Ingwer und einem knusprig gebackenen Wachtelei. Zum Hauptgang verwöhnt Toni Mörwald die Gäste mit köstlicher Flugentenbrust und glasierten Riesling-Äpfeln auf einem Bett von Wiener Speck- und Krautfleckerln. Den süßen Abschluss bildet eine himmlische Komposition aus knackiger Schokoladenkugel mit Eierlikör, Pistazieneis und Marillenröster. Und für alle, die lieber auf Fisch und Fleisch verzichten möchten, hat Toni Mörwald natürlich eine vegetarische Variante seines Menüs kreiert. Außerdem verwöhnt Toni Mörwald erstmals die PALAZZO-Gäste mit einem raffinierten

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Amuse Gueule, für dessen Umsetzung das Wiener Traditionsunternehmen Hink als Partner gewonnen werden konnte. Kulinarik und Entertainment live, hautnah und mit allen Sinnen erlebbar: PALAZZO führt gekonnt Haute Cuisine und erstklassige Unterhaltung zusammen - Genussakrobatik aus der Kü c he trifft auf Leckerbissen in der Manege! Der Vorverkauf für die elfte Spielzeit läuft bereits: Tickets für einen ganz besonderen Abend im Toni Mörwald PALAZZO Wien sind ab 84,00 Euro telefonisch unter 0800 - 01 77 66 (Montag bis Freitag 09 18 Uhr) und online unter www.palazzo.org erhältlich.

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inner is served ...“, once again from 30 October in Vienna at the Messeturm: for the eleventh time, PALAZZO presents a fantastic mixture of haute cuisine and first-class entertainment in the unique setting of the nostalgic Mirror Palace. Over the last ten years, more than 250.000 visitors have enjoyed the mixture of top


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For the first course, Toni Mörwald will be serving marinated char fillet in green pepper, buckwheat blinis with lime cream and a wild herb salad. This delicate hors d’oeuvre will be followed by an aromatic velouté of onions in wine and carrots,

prefer not to eat fish or meat, Toni Mörwald has of course created a vegetarian version of his menu. In addition, Toni Mörwald will for the first time be treating his PALAZZO guests to a sophisticated amuse-gueule, provided in partnership with the traditional Viennese company of Hink. Culinary excellence and live entertainment, an up-close experience for all the senses: PALAZZO skilfully combines haute cuisine and first-class performers - culinary acrobatics from the kitchen meets superlative performance! Advance sales for the eleventh season have already opened: tickets for a very special evening at the Toni Mörwald PALAZZO in Vienna are available from 84 Euros by telephoning 0800 - 01 77 66 (Monday to Friday 9 am to 6 pm) or online at www.palazzo.org.

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From autumn onwards, no less a chef than the award-winning Toni Mörwald will be creating an exquisite four-course dinner menu in the Vienna PALAZZO, with delicious regional cuisine playing an important role. The interpretation will be exciting and contemporary - familiar in some respects but with some surprises - and will be based on first-class products from handpicked suppliers.

enhanced with honey, chilli and ginger and a delectable baked quail’s egg. For the main course, Toni Mörwald will pamper his guests with delicious duck breast and glazed Riesling apples on a bed of Vienna ham and cabbage pasta bake. The sweet conclusion comes in the form of a heavenly concoction of crisp chocolate balls with advocaat, pistachio ice cream and apricot compote. And for those who

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variety entertainment and a gourmet menu at the Mirror Palace in Vienna. In the 2013/2014 season also, PALAZZO in Vienna will treat its guests to a combination of excellent cuisine and a magnificent show programme.


dancer’smusical&show

The Show Revolution

Mayumana ”Momentum” 10.9. - 15.9. 2013 Wien Museumsquartier, Halle E

Die zugleich kraftstrotzende und zärtliche Art, mit der sich die mehr als 100 Multitalente aus 20 Nationen von MAYUMANA der Zeit entgegenstemmen, auf ihr surfen und sie gelegentlich sogar überholen, ist nichts weniger als eine Show Revolution. Denn MAYUMANA bricht Genregrenzen nicht nur auf, sondern schafft im Zusammenspiel zwischen Körperlichkeit und Hochtechnologie tatsächlich eine völlig neue Showsprache überschwänglicher Kreativität, die das Phänomen Zeit schlüssig und vor allem mitreißend beschreibt. 70

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Ja, MAYUMANA ist auch Tanz: Und Tanz bei MAYUMANA kann Anschleichen oder Ekstase bedeuten, meditatives Schweben oder akrobatischen Ausbruch, so wie Musik bei MAYUMANA die melancholische Cello-Liebelei ebenso umfasst , wie die verzerrte Hardrock-Gitarre, den trockenen Techno-Sound, die verspielten Reggae-Zitate oder die energiegeladene Traditionspflege an einem sonnigen Sonntagnachmittag irgendwo in Kuba. Wer vergessen haben sollte, welch unermesslich kostbares Geschenk unsere Sinne sind, der wird sich zu Gast bei MAYUMANA unweigerlich daran erinnern.

NILZ BÖHME

Manche glauben, dass die Zeit alle Wunden heilt. Andere befürchten, dass sie dem Menschen das Wichtigste entreißt. Albert Einstein jedoch war sich sicher: ”Der einzige Grund für die Zeit ist der, dass nicht alles gleichzeitig passiert.“ Diese Weisheit leuchtet irgendwann in unbestechlichen Buchstaben über der Bühne auf, wo das Ensemble MAYUMANA in seiner Show ”Momentum“ die Zeit zelebriert - mit Trommelfeuer, Lichtgewitter und tänzerischen Bewegungen, die die Zeit zu stauchen, zu dehnen und anzuhalten vermögen. Denn Boaz Berman, der künstlerische Leiter, der die multinationale Truppe 1997 gemeinsam mit Eylon Nuphar in Tel Aviv gegründet hat, weiß: ”Zeit ist nicht natürlich. Sie ist von Menschen gemacht.“

Das Fundament von MAYUMANA ist Rhythmus: Talentierte Künstler aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen verbünden sich in der Show ”Momentum“ im Dienste virtuos zerhackter Zeit. Wobei Rhythmus bei MAYUMANA nicht einfach nur Trommeln bedeutet, sondern Percussion auf höchstem Niveau, die zugleich in den existenziellen Grundlagen menschlichen Seins verwurzelt ist und dessen Verschmelzung mit der High-Tech-Welt zelebriert: Rhythmus ist also das Pochen des Herzschlags bei MAYUMANA, Rhythmus ist kunstvoll zerpflügtes Wasser, flirrend geschlagene Klangkisten, die Musiker Cajones nennen, und meisterhaftes Beatboxing, wenn aus dem Mund eines Künstlers das Zischen, Wummern und Knacken dringt, das man allenfalls teuren Computern zutraut. Rhythmus bei MAYUMANA ist aber auch der entschlossene Befreiungstanz in mannshohen, übereinander gestapelten Klangkabinen, die Techniker mit empfindlichen Sensoren ausgestattet haben.

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AYUMANA - The Show Revolution - zelebriert das Ringen mit der Zeit auf bislang nicht gesehene Weise: Multitalente aus mehr als 20 Nationen lassen Percussion, Bewegung und Hochtechnologie zu einer mitreißend neuen Showsprache verschmelzen.


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ovement creates sound and once it ’s synchronized in time it becomes music – This show is about time.

”Momentum” is MAYUMANA’S latest creation. It premiered in Madrid in 2008 and has already seen by thousands of viewers. ”Momentum” was created by Eylon Nuphar and Boaz Berman together with Roy Ofer and artistic consultants Ido Kagan (Mayumana), Giuliano Peparini (Franco Dragone Company) and David Ottone (Yllana Theater from Spain). It is performed by a multidisciplinary group of stage artists, who use a variety of interesting elements in order to explore the meaning of time, synchronicity and its effect on movement. The show explores the connection between time and rhythm, time and synchronization. It uses specially developed time pieces and movement sensors and is enhanced by the latest video editing technology. The result is a colourful fiery feast - a fusion of unstoppable beats and rhythms, live music, stunning visuals, daredevil dance routines and stimulating audience participation. “Time is the driving force and inspriration for ‘Momentum’. On stage, we translage the concept of time into visual effects, rhythm, pops, sounds and movement. We let the MAYUMANA team and the audience have their own interpretations of time - mixing it all on the spot and creating a slightly different show every evening”. Technologies that were developed especially for the show together with the performer’s virtuoso skills and video capture technology create an ever changing experience. A show that is brand new every time it is performed. ”Momentum” is based on a precisely timed dialogue between sophisticated systems, simple effects, the wild imagination of its creatures and the virtuosic talent of its performers. The technical team operating ”Momentum” works as hard as those performers on stage, allowing us to add new dimensions to our creative ideas. They have created for us the tools that help us evoke our audience’s curiosity and encourage them to ask questions about the meaning of time and dimensions. The clocks that make up parts of the set on stage have hands that move in real time, but then sometimes they don’t - they change their rhythm and surprisingly adapt their movement to the music and rhythm of the dancers. Special triggers activate sounds and light effects and are controlled by the performers, and sometimes by the audience as well. Light sensors activate a sound system and allow us to create sound by disrupting light beams. Live sampling and synchronized video segments are created and edited during each show and are integrated into the performance. Live 3D depth-sending technology that recognizes people and responds to their movements and gestures. Dripping water and glass marbles dropped into water are used as musical instruments alongside simpler objects that when put in the right hands produce wonderful sounds. Momentum is a show that envelopes the audience and makes it part of the MAYUMANA carnival.

Tickets sind bei allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie über oeticket unter www.oeticket.com oder telefonisch unter 01/96096 erhältlich. Tickets can be obtained at all known advance sales outlets and via oeticket at www.oeticket.com or by telephoning 01/96096.


dancer’slifestyle

Neues von den Sternen New stars arising W

enn es warm wird, sprudelt es auf Österreichs Straßen wieder nur so vor Leben. Mittendrin finden sich dieses Jahr auch einige neue Mercedes-Benz Modelle, die Lust auf sommerliche Ausfahrten machen. Beim Traditionshaus Wiesenthal feiern dieses Jahr der neue CLA sowie die neue E-Klasse Modellpalette ihre Premiere.

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When it comes to high-class sedans with just that extra amount of innovative spirit , the Mercedes-Benz E-class has always been setting the standard. Naturally, the new E-class continues this legacy and once again bolsters Mercedes-Benz’s leadership claim regarding technology and design. 1

Kompakt und sportlich. Ebenfalls ganz neu auf dem Markt ist der sportliche Bruder der AKlasse: der Mercedes-Benz CLA, der mit seinen feschen kantigen Linien für gehörig Aufsehen sorgt und die neue schnittige Designlinie von Mercedes-Benz konsequent fortsetzt. Die Preise für den Designstar starten bei 29.900 Euro. Alle Infos zu den neuen Mercedes-Benz Modellen gibt es bei Wiesenthal. www.wiesenthal.at 72

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he warm season has finally arrived and is bringing along a variety of new car models which make scenic drives even more appealing. Among the crowd of new car arrivals, two models are particularly standing out: the Mercedes-Benz CLA and the new E-class.

Die E-Klasse ist seit jeher der Tonangeber in der gehobenen Mittelklasse und setzt seit Jahrzehnten Standards in puncto Technik und Design. Auch in der neuen, äußerst umfangreich modellgepflegten Version kommt wieder eine Vielzahl an technischen Innovationen zum Einsatz, die einmal mehr den Führungsanspruch von Mercedes-Benz unterstreichen. Vier Versionen. Die neue E-Klasse ist gleich in vier Versionen erhältlich: als Limousine, Kombi, Coupé und Cabrio. Für einen nachhaltigen Schritt vorwärts in Sachen Effizienz und Ökologie sorgen die neuen BlueDIRECT Vierzylinder-Benzinmotoren mit Direkteinspritzung, ein neuer, äußerst sparsamer und trotzdem leistungsstarker Sechszylinder-Benzinmotor und die komplett überarbeitete Palette von Dieselmotoren. Das Leistungsspektrum reicht bei den Benzinern von 184 PS bis zu sagenhaften 585 PS und bei den Dieselmotoren von136 bis 252 PS.

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Four chassis versions. Like every E-class for decades, it is instantly recognizable but like nothing you have ever seen. The new E-class is available in four different versions: sedan, station wagon, convertible and coupe. Whether direct injection gasoline or economic clean diesels, E-class engines combine efficiency with exuberance ranging from 136 hp to as high as 585 hp.

Iconic appeal. Also brand new this year: the Mercedes-Benz CLA which combines 5-door practicality with breath-taking coupe styling. In fact, the design attracts a lot more than admiration. These athletic lines provide the key to the CLA’s unrivalled aerodynamics. Prices for the new CLA start at 29.900 Euro. 2

More info on all new Mercedes-Benz models are available at your Wiesenthal dealership. www.wiesenthal.at 1) In vier Varianten erhältlich: die neue E-Klasse Whether sedan or convertible: the new E-class is always appealing 2) Der neue Designstar: Mercedes-Benz CLA New design star: Mercedes-Benz CLA


Ungezähmt. Der neue CLA ab Euro 29.990,–.* Jetzt bei Wiesenthal. Kraftstoffverbrauch (NEFZ) 4,2–6,2 l/100 km, CO2-Emission 114–144 g/km. www.wiesenthal.at * Listenpreis inkl. NoVA und 20% MwSt.

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dancer’sbusiness circle

dancer’s business circle Der dancer’s business circle verbindet Kunst und Wirtschaft er dancer’s business circle verbindet Kunst und Wirtschaft. Kunst gezielt und kreativ als Motor für wirtschaftliche Veränderungen einzusetzen hat eine Vielzahl von Anwendungsfeldern kreiert, in denen Kunst einen nachhaltigen Wertbeitrag leisten und die Unternehmenskommunikation verbessern kann.

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he dancer’s business circle brings together art and business. Using art in a targeted and creative way to act as a motor for changes in the world of business has created a large number of fields of application in which art can add lasting value and improve business communications.

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Die Mitglieder des dancer’s business circle zeichnet in hohem Maße ihr Verständnis für diese Strategie aus. Sie zeigen ihre Verbundenheit zur Kunstform Tanz in allen ihren Facetten sowie zum einzigen österreichischen Tanz-, Kultur- und Lifestylemagazin dancer’s und erhalten gleichzeitig ein interessantes Package an Gegenleistungen: wie beispielsweise die Teilnahme an exklusiven Events des dancer’s business circle mit der Möglichkeit, in angenehmem Ambiente neue geschäftliche Kontakte zu knüpfen und ihr eigenes Unternehmen vorzustellen, wobei sich die Themen nicht nur auf Tanz beziehen, sondern im Sinne eines Crossover ebenso andere Kunstsparten, aber auch wirtschaftliche, wissenschaftliche oder rechtliche Belange in exquisiten Veranstaltungen präsentieren.

The members of the dancer’s business circle all have in common the fact that they fully subscribe to this strategy. They make clear their ties to dance as an art form in all its many facets, as well as to dancer’s, the only dance, cultural and lifestyle magazine for Austria; and receive an attractive package of services in return, such as participation at exclusive dancer’s business circle events, with the opportunity to forge new business contacts and present their own company to others in a pleasant ambience. The topics discussed do not only relate to dance, but in the sense of a crossover also to other art forms, as well as to business, scientific or legal matters, which are presented and discussed in professionallystaged meetings and events.

Ein ganz besonderes Ziel des dancer’s business circle ist es, Nachwuchsförderungsprojekte des Ballettclub Wiener Staatsoper & Volksoper zu unterstützen.

A particular aim of the dancer’s business circle is to support the young talent projects of the Ballet Club Vienna State Opera & Volksoper.

Bei Interesse an einer Mitgliedschaft informieren wir Sie gerne. Bitte wenden Sie sich an Ingeborg Tichy-Luger: Tel. 0699 10026534 oder tichy-luger@dancers-magazine.at

If you are interested in becoming a member, we shall be happy to provide you with more details. Please contact Ingeborg TichyLuger: Tel. 0699 10026534 or tichy-luger@dancers-magazine.at

MITGLIEDER DES dancer’s business circle UND PATEN DES BALLETTCLUBS: CLUB DIPLOMATIE UND WIRTSCHAFT m SILVIA DICK m

m LEOPOLD STOPFER m TIPP 3 m UNGARISCHE BOTSCHAFT IN ÖSTERREICH m CAFÉ - RESTAURANT WEIMAR m

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GRAFIK

m WEINBAU HUMER GNBR m INTERSPOT FILM GMBH m DR. MARKUS KRISTEN m MAG. RENATE UND MAG. PETER KUBIS m

WIESENTHAL & CO GMBH m DR. GERHARD MÜLLER m AKI NUREDINI m MARION REISNER m DR. RISA SCHUHMEISTER-SCHMATRAL

FOTOLIA

MARINA FETKOVSKI-GEORGIEVA m FRANZÖSISCHE BOTSCHAFT IN ÖSTERREICH m GfiVE CONSULTING GMBH m HARLEQUIN FLOORS


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dancer’slifestyle

GAMS, Genießer- und Kuschelhotel/Vorarlberg Zeit zu zweit / Time for two

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as GAMS, Genießer- & Kuschelhotel im Bregenzerwald zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Architektur, durch sein Design und vor allen Dingen durch sein Angebot speziell für Paare aus. Das Blütenschloss mit seinen 24 Kuschelsuiten erhielt im Juli 2012 ein Facelifting, bei dem die neuen Strömungen in Innenarchitektur und Farbensprache miteinander verschmelzen. Die Farbpalette changiert von sanften Weißtönen bis zu schimmernden Perlmuttfarben. Schleiflack und weiche Lederpolster kennzeichnen das Mobiliar. Selbst die Vorhänge sind ein Teil der neuen Inszenierung. Wie ein zarter Schleier schützen sie die Zweisamkeit, während der Blick nach draußen offen und ungestört bleibt. Insgesamt vier exklusive ”Top-of-Suiten” krönen das Schloss. Der Gegenentwurf zum Rundturm des Blütenschlosses ist der neben dem historischen Haus angesiedelte kubische ”Blütenkokon”. Diese 30 Kuschelsuiten sprechen architektonisch eine andere Sprache. Während im Blütenschloss die Räume durch Balkone in den Außenbereich verlängert wurden, werden in den Kokons die Balkone in den Raum hineingezogen. Die Wellness Traumwelt “Da Vinci Spa” erstreckt sich auf 2.000 Quadratmetern. Hot-Spot-Pool, Cool-Pool, Erdsauna, Dampfbad und viele weitere Elemente sind durch eine kaum zu überbietende architektonische Raffinesse, teils unterirdisch, teils überirdisch miteinander verwoben. Spezielle Treatments für die ”Zeit zu Zweit ” garantieren hier romantische Stunden. Eine offene Küche befindet sich im aus dem 19. Jahrhundert stammenden Ballsaal. Das Werden der Genüsse erlebt man gleichsam ”in statu nascendi”, was vor allem im Wirkungsbereich des Patisseurs höchst reizvoll ist. Nicht ohne Absicht heißt die Welt der Genüsse im Hotel GAMS ”Goldstück” und besteht aus der ”Romantikstube”, dem ”Wintergarten” und dem ”Esszimmer”. Weitere Besonderheiten sind ein zwei Stockwerke hoher Wein-Glas-Turm, eine Unisex-WC-Anlage mit stylischen kleinen Badezimmern als Rückzugsbereich und ein zwei Stockwerke hoher ”Feuerraum” im orientalisch-marokkanischen Ambiente.

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Weitere Informationen/Further information: GAMS Genießer- und Kuschelhotel Platz 44, A-6870 Bezau, www.hotel-gams.at

GAMS GENIESSER- UND KUSCHELHOTEL

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he GAMS, a hotel for snuggling and self-indulgence in the Bregenzerwald, is characterised by its exceptional architecture, design and above all its range of services especially for couples. The hotel’s guests can stay in 24 romantic suites with an open fireplace and canopy bed in the historic “Blütenschloss”, or four exclusive “Top-of-Suites”. There are also further 30 suites in the cubic “Blütenkokon”. The “Da Vinci Spa” offers special treatments for couples. There is an open kitchen in the ballroom, which dates from the 19th century.


ice dancedancer’s

Das einzige Eisballett der Welt kommt nach Wien The world’s only ice ballet company comes to Vienna

Schwanensee on Ice Swan Lake on Ice Silvester - Dienstag, 31. Dezember 2013 um 19.00 Uhr im Museumsquartier Halle E New Year’s Eve - Tuesday 31 December 2013 at 7 pm at the Museumsquartier Hall E

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rei Tonnen gestoßenes Cocktail-Eis werden schon Tage vorab benötigt, um das Museumsquartier zum Jahreswechsel in einen echten zugefrorenen Eissee zu verzaubern, auf dem dann die EiskunstläuferInnen Tschaikowskis Meisterwerk ”Schwanensee“ auf Schlittschuhkufen präsentieren können

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SWAN LAKE ON ICE

Die prachtvolle Musik Tschaikowskis und die zauberhafte Handlung des ”Schwanensee“ sind geradezu prädestiniert, um in eine Eischoreographie umgesetzt zu werden. Die Eisfläche bildet dabei als gefrorener See nicht nur das künstlerische Medium, sondern zugleich die perfekte Dekoration für eine romantische Illusion. Mit „Schwanensee on Ice“ präsentiert das St. Petersburger Staatsballett On Ice eine faszinierende Produktion, die ursprünglich als einmaliges Event rund um den 300. Geburtstag der Stadt St. Petersburg geplant war - in den vergangenen Jahren jedoch explosionsartig zu einem feststehenden Ereignis geworden ist - sei es in Europa, Amerika oder Asien. Trainiert wird hart und intensiv zusammen mit dem Choreographen Konstantin Rassadin,

um die Elemente des sportlichen Eiskunstlaufs mit denen des klassischen, russischen Balletts zu einer anmutigen Einheit zu verschmelzen. Konstantin Rassadin war Solist und Choreograph am weltberüh mten Mariinsky Theater in St. Petersburg und arbeitete dort u.a. mit Rudolf Nurejew. So tanzten beispielsweise die zweifachen Olympiasieger Ludmila Beloussova und Oleg Protopopov sowie Olympiasieger Alexei Ulanov zu Tschaikowskis ”Schwanensee on Ice”.

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hree tonnes of crushed cocktail ice will need to be delivered several days in advance to transform the Museumsquartier into a genuine frozen lake on New Year’s Eve so that the ice dancers can perform Tchaikovsky’s masterpiece “Swan Lake” on skate blades. The wonderful music of Tchaikovsky and the fairytale story of “Swan Lake” are just made to be translated into ice dance. The icy surface, as a “frozen lake”, will provide not only the appropriate artistic milieu but also the perfect setting for a romantic illusion.

With “Swan Lake on Ice” St. Petersburg State Ballet On Ice presents a fascinating production which was originally planned as a one-off event to celebrate the 300th anniversary of the founding of the city of St. Petersburg, but which in recent years has exploded into an established event - in Europe, America and Asia. The performers train hard and intensively with choreographer Konstantin Rassadin to merge the elements of the sport of figure skating with classical Russian ballet to form a single graceful artistic whole. Konstantin Rassadin was a soloist and choreographer at the worldfamous Mariinsky Theatre in St. Petersburg, where he worked with Rudolf Nureyev and others. Thus the two-time Olympic champions Ludmila Beloussova and Oleg Protopopov and the Olympic champion Alexei Ulanov have performed in Tchaikovsky’s ”Swan Lake on Ice.”

Tickets sind bei allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie über oeticket unter www.oeticket.com oder telefonisch unter 01/96096 erhältlich. Tickets can be obtained at all known advance sales outlets and via oeticket at www.oeticket.com or by telephoning 01/96096.

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dancer’seducation

L’Académie de Danse Vienna feiert Ihren ersten Geburtstag! /celebrates its first anniversary!

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ie Schule liegt im Park des “Institut Français de Vienne”, im Zentrum von Wien. Sie bietet hochqualifizierten Ballettunterricht für Liebhaber des klassischen Tanzes von 4 bis 18 Jahren an. Es gibt zwei Abteilungen: eine für Amateure, und eine andere für professionelle Vorbereitungsklassen. Der Unterricht ist an die individuellen Bedürfnisse der Kinder angepasst, da Maud Tolédano auf eine persönliche Betreuung jedes einzelnen Schülers grossen Wert legt. Als Pädagogin mit über 20 Jahren Erfahrung weiß Maud Tolédano um die Bedeutung der spezifischen Beziehung zwischen Schüler und Lehrer, um das jeweils beste mögliche Ergebnis zu erzielen und um das Talent jedes einzelnen Eleven und jeder Elevin optimal zu fördern. Auf dem Weg das Medium Tanz zu erlernen und um ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, sind Wettbewerbe eine wichtige Erfahrung. Die Académie de Danse hat ihre besten Schüler schon im ersten Jahr zu regionalen und internationalen Tanzwettbewerben geschickt und bereits grossartige Resultate erzielt - mit mehreren 1. und 2. Preisen für ihre Studenten. Zudem bekommen die Schüler der Amateur-Klassen die Gelegenheit, die Grundlagen der Ballet-Technik nach französischer Tradition im Ballettunterricht in einer angenehmen Atmosphäre und inspirierenden Umgebung zu erlernen. Sie erleben dort die Freude am Lernen zum Erfolg.

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he school is located in the park of the “Institut Français de Vienne” in the center of Vienna. It offers highly qualified ballet classes for lovers of classical dance from 4-18 years. There are two divisions: one for amateurs and one for professional preparation classes. The lessons are tailored to the individual needs of each child, as Maud Tolédano places great value on a personal attention to each different student. As an educator with over 20 years experience, Maud Tolédano knows the importance of the specific relationship between teachers and students to achieve the maximum learning outcome and to successful promote the talent of each individual apprentice in the best possible manner. On the path to learn the medium of dance and in order to develop an awareness for it, ballet competitions are an important experience. L’Académie de Danse has sent its best students in the first year to regional and international dance competitions and has already achieved great results with several students awarded with 1st and 2nd prices. In addition, the students of the amateur classes get the opportunity to learn the fundamentals of ballet technique in the French tradition in a pleasant atmosphere and an inspiring environment.


educationdancer’s

Theater des Balletts Europaballett St. Pölten Künstlerische Leitung/Artistic director: Michael Fichtenbaum - Saison/Season 2013/2014

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ach einem erfolgreichen ersten Saisonjahr mit einigen Premieren - u.a. ”Wiener Bon Bon“ (Josef Strauss), ”Die Puppenfee“, ”Cinderella“ und ”Alexis Sorbas“ - wird das Ensemble des Europaballetts mit insgesamt 32 Vorstellungen am 25. Oktober mit der ”HERBSTGALA“ die Saison 2013/2014 eröffnen. Als ersten Höhepunkt wird Michael Fichtenbaums getanzte Inszenierung und Choreographie von ”LA CLEMENZA DI TITO“ oder ”Die Großmut des Tito“ als Premiere und Erstaufführung am Samstag, dem 30. November stattfinden. Den Annio tanzt als Gast Rainer Krenstetter. Seine Partnerin in der Rolle der Servilia ist Kristina Chantal vom Europaballett. Wolfgang HERBSTGALA Amadeus. Mozarts letzte Oper wird im klassischen Stil choreographiert. Mit ”CINDERELLA” am 29. November und im Gedenken an das 125Jahr-Jubiläum ”DIE PUPPENFEE“ von Josef Bayer am 18. Dezember - der Komponist schuf sein Werk in St. Pölten werden vor allem die Kinder große Freude haben.

CINDERELLA

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WOLFGANG MAYER

Am 20. Dezember tanzt das Europaballett in Kooperation mit dem Ballett der Bühne Baden ”DER NUSSKNACKER“ in der Choreographie von Michael Kropf.

ballett ensemble will give a total of 32 performances in the 2013/2014 season, opening the season on 25 October with the ”AUTUMN GALA“.

The first highlight will be the first performance of Michael Fichtenbaum’s dance production and choreography of ”LA CLEMENZA DI TITO“ on Saturday 30 November, with guest performer Rainer Krenstetter in the role of Annio, partnered by the Europaballett ’s own Kristina Chantal as Servilia. W. A. Mozart ’s last opera is choreographed in the classical style.

LA CLEMENZA DI TITO

WINTERGALA

Children in particular will enjoy ”CINDERELLA” on 29 November and ”DIE PUPPENFEE“ by Josef Bayer on 18 December, performed in celebration of the 125 year jubilee of this work (which was written by the composer in St. Pölten). On 20 December the Europaballett in cooperation with the Landestheater Bühne Baden Ballet will be performing ”THE NUTCRACKER“ to a choreography by Michael Kropf.

On 21 December the Europaballett will be performing the ”WINTER GALA“ in the Theater des Balletts, with classical and modern programmes. In particular, fantastic productions by Derbie Blair and Anastasia Egorova will be included.

Am 21. Dezember tanzt das Europaballett im Theater des Balletts die ”WINTERGALA“ mit klassischen und modernen Programmen. Vor allem von Derbie Blair und Anastasia Egorova werden tolle Produktionen zu sehen sein.

Weitere Premieren/Further premiers in 2014: 31. Jänner/January ”THE ROLLING STONES” 14. März/March ”WIENER BON BON” 24. April/April ”PETER PAN” 25. Juni/June ”SOUVENIRS aus WIEN”

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Karten und Abonnements/Tickets and subscriptions: Tel. 02742/230000 Mo. - Fr. 09.00 - 12.00 Uhr info@ballett.cc, www.ballett.cc

ollowing a successful first season which included some premieres, such as ”Wiener Bon Bon“ (Josef Strauss), ”Die Puppenfee“, ”Cinderella“ and ”Alexis Sorbas“, the Europa-

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NINA POLÁKOVÁ, LIUDMILA KONOVALOVA, IRINA TSYMBAL, DENYS CHEREVYCHKO UND ENSEMBLE

dancer’sballroom / review

Wiener Opernball 2013 Viennese Opera Ball 2013

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WIENER STAATSOPER/MICHAEL PÖHN


ballroom / reviewdancer’s

KIRILL KOURLAEV, MARIA YAKOVLEVA UND ENSEMBLE

OLGA ESINA, VLADIMIR SHISHOV UND ENSEMBLE

ELEVINNEN UND ELEVEN DER BALLETTSCHULE DER WIENER STAATSOPER

Vorschau/Preview:

Wiener Opernball Viennese Opera Ball 27. Februar 2014 27 February 2014 dancer’s

AM WIENER OPERNBALL

VALENTINA NAFORNITA, ADAM PLACHETKA


dancer’sballroom

Erfolge Success

HSV ZWÖLFAXING A-TEAM

bekommt man nicht geschenkt ... you don’t get for free ...

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as weiß sicher jeder, der sich um Erfolge bemüht und das gilt natürlich umso mehr für den Spitzensport im Tanzsport. Auch wenn das vielbesprochene Quäntchen Glück immer dazu gehört. Als besonderes Beispiel soll hier die Geschichte über die nunmehr 10-fache ensuite Erringung des Staatsmeistertitels der Latein Tanzsportformation durch das HSV-Zwölfaxing A-Team beleuchtet werden.

Was braucht man denn, um in diesem Sport bzw. dieser Tanzsportdisziplin erfolgreich sein zu können? Es braucht vor allem motivierte, disziplinierte und teamfähige Sportler, solide Trainer und ein organisatorisch zielgerichtetes Umfeld. Nur im guten Zusammenspiel dieser Faktoren, wobei auch gegenseitiges Vertrauen wesentlich ist, sind Leistungen, Leistungssteigerungen und vor allem Spitzenleistungen über einen längeren Zeitraum möglich. An dieser Stelle muss auf die Tatsache hingewiesen werden, dass sich Teams über einen so langen Zeitraum stetig verändern. Heute steht nach zwischenzeitiger Pause nur mehr ein einziges Teammitglied der ursprünglichen Mannschaft von vor 10 Jahren aktiv im Team. 82

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PETER KIELHAUSER

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HSV ZWÖLFAXING

Ich beginne mit dem Zeitpunkt, als die schon bestehende Tanzsportformation, in welcher noch mein Sohn mittanzte, und das Team von Steffen Engel betreut wurde, zum HSV Zwölfaxing Tanzsport kam. Das war im Jahr 2002, es wurden die Choreographie und Musik ”Circles” getanzt. Da gab es in Österreich ein ebenfalls langjähriges Erfolgsteam an der Spitze, das auch schon Finalplätze in EM und WM erreichen konnte. Dieses Team war natürlich unser Maßstab innerhalb Österreichs, wenngleich wir das Ungarische Spitzenteam aus dem nahegelegenen Szombathely, aber vor allem das international so erfolgreiche Team aus Aachen als die eigentlichen Vorbilder sahen. Einer der Gründe dafür war, dass unsere damalige Internationale Trainerin aus Deutschland, Frau Petra Heiduk, die Cheftrainerin in Aachen war. So kam es, dass wir 2003 von diesem Klub die Musik und Choreographie mit dem Thema ”Gypsy” mieten konnten - ich finde das war damals besonders mitreißend in seinem Gesamtkonzept. Petra Heiduk war als Trainerin geschätzt und zugleich gefürchtet. Hatte sie doch schon Weltmeister hervorgebracht und war bei aller Gerechtigkeit oft unerbittlich im Fordern und Abverlangen von Leistung. So einfach war es aber nicht, damit gleich ganz an die


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Spitze der heimischen Formationsszene vorzustoßen. Da war intensives Latein Basistraining vonnöten, wobei sich dies viele der A-Team Tänzer durch besondere Anstrengungen und Starts in der Latein Einzelpaardisziplin aneignen konnten. Sie starteten in unterschiedlichen Paarzusammenstellungen für den Bruderklub, den Heeressportverein Wien Tanzsport. Manche Paare konnten dabei beachtliche Erfolge ertanzen und hoben damit die tanzsportliche Gesamtleistung des A-Teams in hohem Maße. Es war eine richtige sportliche Aufbruchs- und Kampfstimmung im Team zu spüren. Dadurch gelang es dem A-Team, der amtierenden Staatsmeisterformation leistungsmäßig immer näher zu rücken und auch dementsprechend den zweiten Platz in den nationalen Turnieren zu erlangen und zu festigen. Die Weltmeisterschaft in Bremen im Herbst 2003 sollte dann in diesem Bemühen den Gleichstand mit dem 7. Platz ex aequo für beide Teams zeitigen. Bald danach und noch vor dem ersten Donaupokalturnier im Dezember 2003, das der HSV Zwölfaxing ausrichtete, löste sich das bisherige Staatsmeisterteam ungeschlagen auf. Niemand weiß wie das nächste sportliche Kräftemessen ausgegangen wäre, eine geschickte sportliche Entscheidung. In der Folge verstärkten einige Tänzer dieses ehemaligen Teams, die doch weiter tanzen wollten, das A-Team des HSV Zwölfaxing. Erstmalig wurden Musik und Choreographie für die kommenden Turniere selbst erstellt und die Kleider gesondert dazu gefertigt, was natürlich zur Steigerung des Selbstbewusstseins der Mannschaft beitrug. Das machten bislang nur die internationalen TOPMannschaften - vorher waren die Musiken immer nur gemietet und die zugehörige Bekleidung angekauft. In der Staatsmeisterschaft im Frühsommer 2004 gelang es dann den ersten Staatsmeistertitel zu erringen - die Freude war übergroß: Das A-Team des HSV Zwölfaxing erstmalig am obersten Stockerlplatz ! Doch nach einem erfolgreichen Turnier ist gleichzeitig vor dem nächsten Turnier. Es galt, sich im internationalen Feld bei EM und WM nach Möglichkeit vorzuarbeiten. Ziel war auf längere Sicht natürlich ein Finalplatz, aber zuerst musste im Semifinale aufgeholt werden. Seit einiger Zeit schon nahm vermehrt Markus Sonyi die Trainingsspitze beim A-Team ein - ein schon erfolgreicher Tanzsporttrainer, der aus der Schule von Petra Heiduk kam und auch das beste Ungarische Team aus Szombathely mit leistungsmäßig sicherem EM- und WM-Platz im Finale trainierte. Das war logistisch und somit kostenmäßig für beide Teams von Vorteil. Unter seinem, mit sehr einfühlsamer und feiner Hand geführtem Training gelang es dann weiter die Qualität des Teams substantiell zu steigern. Wir hatten viele gemeinsame Diskussionen bei seinen Übernachtungen bei uns, Gespräche die ich nicht missen möchte, denn er hatte ja wesentlich mehr Einblick in die internationale Tanzsportszene. So gelang es dann mit zielstrebiger Energie und konsequentem Training, das auch ausgebaut wurde, die folgenden Staatsmeisterschaften von 2005 bis 2008 zu gewinnen. Bei den Welt- und Europameisterschaften gelang die Verbesserung der Ergebnisse nur zäh aber doch stetig.

Nach der WM 2007 in Bremen erfolgte ein Wechsel an der Trainerspitze zu Roberto und Uta Albanese, die sich mit ihrem ATeam aus Bremen in letzter Zeit an die Weltspitze gearbeitet hatten. Für 2008 hatte sich der HSV Zwölfaxing Tanzsport um die Ausrichtung der Formations-Weltmeisterschaft beworben und vom Welttanzsportverband auch zugesagt erhalten. Am 9. Dezember wurde dann in Wiener Neustadt dieses Turnier mit sehr gutem Medienecho und besonderem Tanzsportecho mit intensiver Unterstützung des Österr. Bundesheeres durchgeführt. Schon bei der EM 2009 war mit dem Erreichen des 6. Platzes ein Durchbruch in das Finale gelungen. Das WM Ergebnis mit dem 5. Platz war wirklich sensationell und die neue Musik und Choreographie ”Queen” mit weiß-goldenen Dressen war ein voller Erfolg. Auch finanziell konnte die WM positiv abgeschlossen werden. Die intensive Vorbereitung der Mannschaft auf die WM mit außerordentlich intensiviertem Training hatte ein sehr großes Budgetloch ergeben, weshalb die Folgejahre von finanziellen Engpässen und sehr vorsichtiger sportlicher Fortentwicklung gekennzeichnet waren. Die stark verjüngte Mannschaft - es hatte eine Reihe von erfahrenen Tänzern nach der WM ihre Tanzkarriere beendet musste alles geben, um das sportlich erreichte Niveau einigermaßen halten zu können. Doch es gelang weiterhin die Staatsmeistertitel von 2009 bis 2011 zu verteidigen, wenngleich die nationale Konkurrenz immer stärker wurde. Eine besondere Leistung war es jedoch, dass es im Wesentlichen gelang, auch international den 2008 erreichten Finalplatz zumeist zu verteidigen. Ab Herbst 2011 übernahm ein neues HSV-Trainerteam, wobei es letztlich möglich war, die beiden Toptrainer aus Bremen zu behalten. Ende 2011 zog sich der bisherige nationale Betreuer Steffen Engel vom A-Team Training zurück. Dann stellten sich interne Probleme in der Teamführung und Musikauswahl ein, die aber mit vereinten Kräften und einem großen Vertrauen des A-Teams in die neuen Trainer verkraftet werden konnten. Das Trainerteam besteht seit damals aus Nicole Scheel und Stefan Herzog. Nicole Scheel, genannt Sheila, ist aus Deutschland nach Wien gekommen. Sie tanzt schon von klein auf und war selbst 6-fache Europameisterin und 4-fache Weltmeisterin im Formationstanzen. Sie ist auch Trägerin des deutschen Silbernen Lorbeerblatts, einer hohen Sportauszeichnung. Stefan Herzog hat zusätzlich zu seinem Medizinstudium eine tolle Latein-Einzelpaarkarriere hingelegt, hat viele Turniere gewonnen und sich so erfolgreich bis in die höchste Tanzsportklasse getanzt. Er hat auch selbst aktiv Formation getanzt und war 2008 noch im erfolgreichen WM Team des HSV Zwölfaxing. Zu Jahresbeginn 2012 wurde eine neue Musik mit oscargekrönten Filmthemen und erstmalig eine gänzlich vom Trainerteam intern zusammengestellte Choreographie erarbeitet. Roberto Albanese hat noch manches Highlight hinzugefügt. Das Jahr sollte dennoch sehr große Probleme bringen. Auch wenn die Formations-EM 2012 vom HSV Zwölfaxing veranstaltet wurde, so gab es doch im Vorfeld in der Organisation sehr große interne Differenzen, die jedoch vor2/2013

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dancer’sballroom

erst nicht nach außen sichtbar waren und letztlich ein gutes Turnier ergaben. Mit dem 5. Platz war auch das sportliche Ergebnis sehr zufriedenstellend gewesen. Die nachfolgende Staatsmeisterschaft konnte bei steigenden internen Differenzen souverän mit dem 9. Titel gewonnen werden. Ein kleines psychologischsportliches Wunder des Trainerteams mit dessen Rückhalt im gesamten HSV Zwölfaxing. Die folgende Trennung vom bisherigen Partnerklub war dann die Folge der bisherigen Differenzen. Aber erfolgreich abgewehrte Probleme schweißen auch zusammen. Es gelang dem A-Team in der Folge das Austrian Open Turnier 2012 und auch den Donaupokal 2012 für sich zu entscheiden.

Austria, although we saw the Hungarian top team from the nearby Szombathely, but especially in the internationally successful team in Aachen as our actual models. One of the reasons for this was, that our International trainer from Germany, Petra Heiduk, was the top trainer of Aachen formation team. By this we were able to rent for 2003 music and choreography with the theme ”Gypsy” from them - I think that was especially exciting in its total concept. Petra Heiduk was highly estimated as trainer and at the same time being quite feared. She had already produced formation world champions and was by all fairness very demanding and relentless for high performance. However, it was not so easy to improve to the top of the national formation scene.

Der 10. Staatsmeistertitel konnte am 15. Juni 2013 unter besonderen Bedingungen errungen werden. Es galt, den Titel in der ”Höhle des Löwen”, sprich beim Turnier, das durch den sportlich engsten Konkurrenten ausgerichtet wurde, zu verteidigen, was knapp aber doch gelang. Ein Fest für alle Beteiligten. Natürlich ist es das klare Ziel, diese Erfolgsserie weiter fortzusetzen. Es sollte hier nur an diesem selbst erlebten Beispiel gezeigt werden, wie schwierig es ist Erfolge zu erzielen und um wieviel mühsamer es ist, diese über einen langen Zeitraum mit all den Ups and Downs zu erhalten. Deshalb sei hier aus vollem Herzen allen jenen gedankt, die daran geglaubt, mitgeholfen und besonders mitgewirkt haben und vorhaben, dies auch weiterhin zu tun.

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veryone knows that for sure, who strives for success and this of course applies even more so to top sport in dance sport. Although the required bit of luck will always be part of it. As a particular example here is the story of the now 10-fold ensuite attainment of the national champion in Latin formation by HSV-Zwölfaxing A-Team. What is of essence in order to be successful in this sport respective in this dance sport discipline? It takes primarily motivated, disciplined and team-oriented athletes, solid trainers and a well oriented organizational environment. Only good interaction between these factors, with the essential mutual trust, leads to performance enhancement and above all excellence over an extended period. At this point, it must be noted the fact that teams steadily change over such a long period. Today, after some break time, in the active team there is only one team member left of the original team of 10 years ago. I will start at the time when the already existing dance sport formation in which still my son was dancing and the team being coached by Steffen Engel, came to HSV Zwölfaxing dance sport club. This was in 2002. At this time choreography and music was leased with the theme ”Circles”. Austria had a long-standing success team at the top, which also reached final places in European and World Championships. This team was, of course, our scale within 84

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There was necessary intensive training in basic Latin. Many A-Team dancers could acquire this by through special efforts and starts in the Latin single couple discipline. They started for the brother club, the Army Sports Club Vienna, where an excellent Trainer was available, Natalia Tchemodourova-Ludwig. Some couples were able to have considerable success, improving this way the overall dancing performance of the A-Team in a high degree. It was felt a real combat sports mood in the A-Team. This helped the A-Team to get their performance standard much closer to the reigning national Formation champion and to consolidate accordingly the second place in the national ranking. The World Championship in Bremen in late autumn 2003 resulted finally in 7th Place ex aequo for both teams. Soon after and before


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the first Danube Cup tournament in December 2003, which HSV Zwölfaxing hosted, the former national champion team disbanded unbeaten. No one knows how the next sporting competition would result - it was a skilful sportsmen decision. Thereafter some dancers of the dissolved this team, who wanted to continue dancing, joined the A-Team of HSV Zwölfaxing. For the first time we created music and choreography for the following two dancing seasons ourselves and new were costumes especially made, what of course helped to increase the self-confidence of the A-Team. This was only done up to now by the international topteams - before the music was always just rented and the appropriate costumes bought second had.

best Hungarian formation team of Szombathely with secure placement in the finals of European and World Championships. This was logistically fine to combine and therefore of cost-benefit for both teams. Under his very sensitive and delicate training it was possible to improve substantially the dancing quality of the team. I shared many discussions with him, when he stayed with us in Vienna overnight - conversations I do not want to miss, for he had a profound insight into the interna-tional dance sports scene. So we were able with constant success-oriented energy and focussed training, which was also extended, to win the following National Championships from 2005 to 2008. At the World and European Championships, the improvement of the results was tough but steadily. After the 2007 World Championships in Bremen there was a change of the top trainers to Roberto and Uta Albanese, who had made their way with her A-Team from Bremen lately to the world top. For 2008, HSV Zwölfaxing had applied to host the formation World Championship, which was proved by the World Dance Sport Federation. At December 9, in Wiener Neustadt this tournament was carried out with intensive support of the Austrian Armed Forces resulting in a very good media and sportsmen echo. To reach at the European Championships in May 2009 6th Place in the final was a breakthrough. The World Championship result with the 5th Place for the HSV Zwölfaxing A-Team was really sensational and the new music and choreography queen with whitegolden dresses was a complete success. Also financially this World Championship could be successfully concluded. The intensive preparation of the team for the World Championship with extraordinarily intensified training had resulted in a very large budget hole. Therefore the following years were marked by financial difficulties and a very cautious evolution of performance. The rejuvenated team - a number of experienced dancers had stopped their dancing career after the World Championship - had to give everything in order to keep the sports level reasonably high. So it still managed to defend the Austrian formation champion title from 2009 to 2011, although the national competition has been getting definitively tighter. An extraordinary success, however, was that the team could perform internationally so well to defend the 2008 reached finals nearly all the years.

Finally in the national championship early summer 2004 it was possible to win the first national formation championship title the joy was great: The A-Team of the HSV Zwölfaxing first time on the top place on the podium! But after a successful tournament is at the same time before the next tournament. There was as next goal to advance in ranking in the international field as European and World Championships. The target was, of course, in the longer term a place in the finals, but first we had to be gain places in the semi-finals. For some time already Markus Sonyi increasingly was the top trainer for the A-Team. An already successful dance sport trainer, who came from the school of Petra Heiduk. He also was training the

In autumn 2011 took over a new HSV coach and trainer team and it was ultimately possible to continue the valuable cooperation with the two top trainers from Bremen. End of 2011, the previous coach Steffen Engel, being with the team for many years, withdrew completely from the A-Team training. There were internal problems in team leadership and selection of music that could be coped with united efforts and a great trust by the A-Team in the new coaches, Nicole Scheel and Stefan Herzog. Nicole Scheel, called Sheila, came from Germany to Vienna. She has been dancing from young and was even 6 - times European champion and 4-times World Champion in formation dancing. She was also honoured with the German Silver Laurel leaf, a high sports award. Sheila was as well yet before helping the A-Team in achieving the 2010 title 2/2013

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for the A-Team. Stefan Herzog has additionally to his study of medicine, a good career as Latin dance sport couple, winning many tournaments and performing up to the highest dance sport class. He has also danced actively formation e.g. in 2008 in the successful World Championship team of the HSV Zwölfaxing.

The following separation from the former partner club was then the result of the previous differences. But successfully defended problems also weld together teams trainer and organisation. The A-Team succeeded in winning the Austrian Open formation tournament in 2012 and could also decide the Donaupokal 2012 for them.

At the beginning of 2012, a new formation music with Oscar-winning movie themes and the first time a new choreography has been developed completely internally to which Roberto Albanese has added several highlights. The year should still bring huge problems. Although the European Formation Championship 2012 was carried out was under the responsibility of HSV Zwölfaxing, there were very substantial internal differences in the organization. However, they were kept for long internally not visible to the outside and ultimately resulted in a good tournament in sports aspects. The 5th Place of the HSV Zwölfaxing A-Team in the European Championship was a very satisfactory result. The subsequent national championship could be won despite continued internal differences bringing the 9th Champions title being a small psychological sports miracle by the trainer team with its retention in the entire HSV Zwölfaxing.

The 10th victory in National Formation championship on 15 June 2013 was achieved under special conditions. It was to defend the title in the ”belly of the beast", that is, to defend in the tournament, which was hosted by the closest competitor team, and the A-Team of Zwölfaxing succeeded. A real festival for involved.

HSV ZWÖLFAXING A-TEAM

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Of course, there is the clear goal to continue this success story. It should here only be shown by this example myself experienced how difficult it is to reach success in this sport and how it is far more difficult to keep success for a longer period with all the ups and downs. Therefore wholeheartedly many thanks to all those who believed in this team and have particularly contributed and intend to do so in future.


I

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dancer's magazine - issue 2/13  

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