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Akzo Nobel Coatings AG

Zeitschrift für Kunden und Mitarbeitende Ausgabe 2/2009

Sikkens an vorderster Front

Stellen Sie sich vor, Sie würden die Blumen auf diesem Bild nur einfarbig sehen … Für Menschen mit Farben-Sehschwäche ist dies bittere Realität, die zuweilen auch höchst gefährlich sein kann. Hier engagiert sich Sikkens und will aktiv mithelfen, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern. Und wenn dieses Jahr die Farbe Silber (mit roten Nuancen) triumphieren sollte, dann hat auch hier die Leidenschaft von Sikkens für Beschichtungsmittel und ein speziell entwickeltes und massgeschneidertes Hochleistungs-Farbensystem Anteil daran. > Wie Sikkens Menschen mit Farbenblindheit hilft und warum ein spezielles Farbensystem von Sikkens heuer Millionen von Zuschauern haben wird, lesen Sie auf den Seiten 6–7 und 14–15.

Akzo Nobel Coatings AG

Der Schutz von Mensch und Umwelt ist unantastbarer Bestandteil der Unternehmenskultur von AkzoNobel. Das gilt auch für die Akzo Nobel Coatings AG, die mit der dreifachen ISO-Zertifizierung – ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO18001 (Arbeitschutzmanagement) – diesbezüglich ein markantes Zeichen setzt. Die Schweizer Tochter des weltweit grössten Farbenund Lackunternehmens tut darüber hinaus vieles mehr für Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. > Alles Wesentliche über Gesundheit, Sicherheit und Umwelt auf den Seiten 4–5.

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Etikettendesign: Farbe bekennen

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Initiative: Nicht nur Grau …

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Lacke: Die letzten Mohikaner

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Mitarbeitende im Einsatz

Eine Berghütte am Kistenpass (siehe Spectrum 1-09), ein Jugendhaus im luzernischen Root… Das Community Program, mit dem AkzoNobel den Mitarbeitenden weltweit Gelegenheit gibt, der Allgemeinheit nützende Ideen und Projekte zu unterstützen, ist in der Schweiz gut angelaufen: Eine Woche lang haben vier Mitarbeitende ihre üblichen Arbeitsplätze im Hauptsitz der Akzo Nobel Coatings AG getauscht, um dem Aufenthaltsraum im Jugendhaus Root LU mit einem neuen Anstrich mehr Farbe zu geben. > Lehrtochter Madlyn Sigrist war mit Feuereifer dabei – Seite 10.

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DIE DEKORATIVE BESCHICHTUNG ZUM FÜHLEN Alpha Tacto macht individuelle und exklusive Wandgestaltungen möglich und beeindruckt durch mehr als die herausragende Optik. Alpha Tacto erzeugt sehr ästhetische Raumwirkungen. Die dreidimensionale Struktur der Wandbeschichtung erinnert an Naturmaterialien wie Hanf, Fasern, Hirsch- oder Velourleder. Sie erzeugt im Betrachter den Wunsch, die Oberfläche zu berühren, denn sie fühlt sich besonders weich an. Dieser Soft-Touch-Effekt fügt der Wahrnehmung der Wandlasur eine weitere Dimension hinzu und die Wandgestaltung wird zum Erlebnis. Die aussergewöhnliche Weichheit des Materials liegt in der speziellen Kombination von Acrylharz und besonderen Pigmenten.

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Editorial

Urs Kneubühl, Redaktor urs.kneubuehl@akzonobel.com

Impressum Spectrum 2/2009 Beiträge aus dem Magazin für Kunden und Mitarbeitende der Akzo Nobel Coatings AG dürfen unter Quellenangabe verwendet werden. Spectrum erscheint in deutscher und französischer Sprache. Herausgeberin Akzo Nobel Coatings AG Täschmattstrasse 16 6015 Luzern T 041 268 14 14 F 041 268 13 18 Akzo Nobel Coatings AG Chemin de la Colice 2 1023 Crissier T 021 631 04 40 F 021 631 04 49 Redaktion Urs E. Kneubühl, Michael R. Leiser, Christian Benz Layout und Grafik-Konzept KoKo Konstruktive Kommunikation Seestrasse 567 8038 Zürich Übersetzung Translingua, Geibelstrasse 35 8037 Zürich Auflage 20’000 Exemplare

Gerade in schwierigen wirtschaftlichen Situationen, in Krisenzeiten, beschäftigt die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen zunehmend. Und mit Blick auf die bedrohlich ansteigende atmosphärische Erwärmung, die mit Sicherheit noch einige Generationen beschäftigen wird, lässt sich solch verantwortliches Handeln nicht mehr vernachlässigen. Es ist eine Frage der Ethik. Wir alle müssen uns bewusst sein, dass Reichtum nicht nur vom Geld abhängig ist, sondern zu allererst ein hohes Mass an ökologischem, gesellschaftlichem und menschlichem Kapital darstellt. Es geht nicht mehr nur darum, gesetzliche Auflagen und Verordnungen zu erfüllen, verantwortungsvolle Unternehmen integrieren gesellschaftliche Werte und Umweltbelange auf freiwilliger Basis in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit allen Interessengruppen, die durch ihre Aktivitäten betroffen sind – Kunden und Lieferanten, Mitarbeitende und Aktionäre, Anwohner, Behörden und die Öffentlichkeit. AkzoNobel und die Akzo Nobel Coatings AG halten sich diesbezüglich an hohe Verpflichtungen. Der Schutz von Mensch und Umwelt ist unantastbarer Bestandteil unserer Unternehmenskultur und gilt für jeden Mitarbeitenden. Dazu tun wir einiges, wie unser Beitrag auf den Seiten 4 und 5 zeigt. Und eben … wir tun einiges mehr, als der Gesetzgeber verlangt. Zum Beispiel Sikkens. Unsere Produktmarke hat in Zusammenarbeit mit einem Beratungsbüro für Farbenblinde eine Initiative gestartet, die weltweit mithelfen kann, die Lebensqualität von farbenblinden Menschen zu verbessern (Seiten 6–7). Das Community Program von AkzoNobel, über das wir schon in der letzten Ausgabe kurz berichtet haben, läuft mit Nachdruck weiter. Unsere Mitarbeitenden erhalten damit Gelegenheit, der Allgemeinheit nützende Ideen und Projekte zu unterstützen. Seite 10 schreiben wir über ein solches Projekt. Selbstredend helfen wir auch im Nahen und im Kleinen. Wir führen Sie auf den Seiten 8 und 9 durch den logischen Aufbau des Herbol-Etikettendesigns und informieren, wie die bekannten Swiss-Lack-Lacke auf den nächsten Jahreswechsel hin ins Herbol-Sortiment integriert werden – Seite 11. Die Seiten 12-13 gehören dem Haus der Farbe. Die höhere Fachschule für Farbgestaltung, Zürich, tut einiges für innovative Maler, deshalb tun wir auch gerne etwas für die Fachschule. Schliesslich finden Sie auf den Seiten 14 und 15 allerlei Unterstützendes an Information, zum Beispiel ein Hinweis auf unser Schulungsprogramm, genauso Näheres über Produkte wie Herbol-Methacryl-Siegel (Das Original), HerbolZenit Universal-Isogrund sowie Sikkens Rubbol WF 380, und wir verraten Ihnen auch, was Batman oder McLaren Mercedes mit AkzoNobel zu tun haben. Auf der letzten Seite stellen wir auch diesmal ein schönes Referenzobjekt vor, der imposante Neubau des kantonalen Musikkonservatoriums und der Hochschule für Management in Neuchâtel.

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AkzoNobel und Akzo Nobel Coatings AG

Christoph Lüscher, Leiter P+L christoph.lüscher@akzonobel.com «Wir handeln auf umweltverträgliche Weise, unter Berücksichtigung der Bedeutung des Planeten, auf dem wir leben, und der Menschen, mit denen wir arbeiten.» – Der Unternehmenswert Nr. 5 von AkzoNobel ist eine Verpflichtungserklärung und die Grundlage all unseres Schaffens. Der Schutz von Mensch und Umwelt ist unantastbarer Bestandteil unserer Unternehmenskultur, festgesetzt in den Unternehmenswerten von AkzoNobel wie auch im Führungshandbuch der Akzo Nobel Coatings AG (ANC). Entsprechend hat sich die Schweizer Tochter des weltweit grössten Farben- und Lack-Unternehmens weit gehende Ziele für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt gesetzt und tut auch einiges dafür. Mit einer Aktionswoche sind die Mitarbeitenden sensibilisiert worden. Obligatorische und freiwillige Kurse vermittelten dabei in Theorie und Praxis Kernpunkte zu den drei Themenkreisen.

Ressourcen sparen, Abfall vermeiden Zum Schutz der Umwelt und der Mitmenschen gehört vor allem die Umsetzung von Massnahmen zum Einsparen von Ressourcen sowie der Minimierung von Belastungen durch Abwasser, Abluft etc. So sorgt die sukzessive Umstellung der gesamten Autoflotte der ANC und ihrer Tochterfirmen (ca. 100 Fahrzeuge) auf sparsame Dieselmotoren mit Partikelfilter für entsprechend geringere Umweltbelastung, und mit der Montage von Wasserspardüsen an allen Wasserhahnen in der Firma wird die Durchlaufmenge jedes Wasserhahns auf ca. 6 Liter pro Minute (statt 12 bis 17 Liter) reduziert. Zudem spart die ANC mit dem Einbau einer ThermoPro-Heizungssteuerung im Hauptsitz in Reussbühl LU pro Jahr rund 3000 l Heizöl ein. In der Produktion Wallisellen wurden die grossen Rührwerke mit Sanftanlauf-Steuerungen nachge-

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rüstet, was Stromverbrauchsspitzen verhindert. Dadurch wird der Stromverbrauch ebenso verringert, wie auch mit dem Einbau von Bewegungsmeldern in allen Nebenräumen in den Standorten Reussbühl, Root und Wallisellen. Recycling ist ein Dauerthema bei der ANC, und so werden, wo immer möglich, Abfälle getrennt und Wertstoffe der Wiederverwertung zugeführt. Ebenso konnte mit dem Umbau von der manuellen auf eine automatische Abtönung in der Produktion der Anfall an Abwasser weiter reduziert werden.

VOC und Biozide Mit umweltschonenden Produkten helfen AkzoNobel und die Akzo Nobel Coatings AG zudem aktiv mit, Boden, Wasser, Luft und Klima zu behüten. Entsprechend gross wird Umweltschutz in Forschung und Entwicklung geschrieben. Heute schon erfüllen praktisch sämtliche Lacke und Lasuren von Sikkens und Herbol die scharfen EU-Richtlinien VOC 2010. Genauso prioritär ist bei Akzo Nobel und der ANC der bewusste Umgang mit Bioziden. Die Gründung und der Betrieb eines eigenen Fachzentrums für die Boden- und Grundwassersanierung durch das Mutterhaus ist ein anschauliches Zeugnis dafür. Hier arbeitet man intensiv weiter am Einsatz von neuen umweltverträglichen Bioziden in minimalen Konzentrationen.

Tai Chi, die chinesische Kunst des «Schattenboxens» fördert mit langsam ausgeführten Bewegungen die körperliche und geistige Konzentration und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, unter anderem stärkt sie das Immunsystem. Anwendungstechniker Fabio Gallinelli beim Vermitteln an seine Arbeitskollegen.

Gerade in diesen Belangen ist das öffentliche Interesse geweckt. Algen- und Pilzbefall an den verschiedensten Arten von Aussenflächen wie z. B. Natursteinfassaden, Putzfassaden, Klinker, aber auch Glasfassaden, Metallflächen, Strassenschilder, Stromverteilerkästen etc. ist in den letzten Jahren zunehmend ein Thema. Dabei handelt es sich um eine rein optische Angelegenheit, welche die Ästhetik stört, aber nicht um einen technischen Mangel oder um einen materiellen Schaden. Biozide in den Fassadenbeschichtungen verzögern das Auftreten von Fassadenbewuchs, sind aber auch umstritten. Und so lebt der Maler bei normalen Fas-

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9001, 14001 und 18001 Die Akzo Nobel Coatings AG ist dreifach zertifiziert: ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO18001 (Arbeitschutzmanagement). Damit setzt die ANC ein markantes Zeichen dafür, dass sie den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz überdurchschnittliche Beachtung schenkt und deutlich mehr macht, als lediglich das, was der Gesetzgeber verlangt. «Die externen Fachleute, die die Managementsysteme inspizierten, waren voller Lob – das erfüllt uns alle mit Stolz», sagt Christoph Lüscher, Verantwortlicher für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt bei der ANC, sieht darin aber vor allem auch eine Verpflichtung. «Natürlich bedingen diese Zertifikate auch dazu, weiter und beharrlich an Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltschutz sowie Managementqualität zu arbeiten und uns kontinuierlich zu verbessern. Hier haben wir die Weichen richtig gestellt, so dass wir die Zukunft positiv angehen können.»

sadenanstrichen mit einer dauernden Angst vor Reklamationen. Mehrere triftige Gründe, dass AkzoNobel die Problematik mit hoher Priorität angeht. Verschiedene neuartige Systeme befinden sich zurzeit in der Testphase oder sind bereits im Einsatz, wie die Nano-Fassadenfarbe Herbol-Symbiotec. Jack van Leeuwen, Leiter F&E der ANC, sieht aber zwingend auch die Notwendigkeit eines Umdenkens im Markt: «Die Faktoren, die Algen- und Pilzbewuchs begünstigen, sind längst genauso bekannt, wie alternative Beschichtungsmaterialien. Bauherren und Maler können eine Biozid-Entlastung bewirken, einerseits durch konstruktive Anpassungen, ausreichenden Abstand zur Umgebungsbepflanzung etc., andererseits aber auch mit ihrer Bereitschaft, den Materialpreis des Beschichtungsmaterials nicht beharrlich zu drücken, und jenen Produkten sowie Massnahmen, die etwas mehr kosten, eine Chance zu geben.»

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Neben Informationen zu den Themen Sicherheit am Arbeitsplatz, Gesundheit und Umwelt gab es auch Ernährungsschulung und Fitnesstraining. Der Autor dieses Artikels war überall aktiv mit dabei – nicht zuletzt als Verantwortlicher für Sicherheit am Arbeitsplatz, Gesundheit und Umwelt bei der ANC.

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Sikkens

Farbenblinde haben tagtäglich mit vielen Problemen zu kämpfen, von denen Normalsichtige keine Ahnung haben. Mit einer gemeinsamen Initiative will Sikkens deshalb in Zusammenarbeit mit einem Beratungsbüro für Farbenblinde mithelfen, die Lebensqualität von farbenblinden Menschen zu verbessern. Mauro Pizzolato, PM Sikkens mauro.pizzolato@akzonobel.com

Das ist die harte Wahrheit: Farbenblindheit verunmöglicht es, zwischen zwei Tabletten zu unterscheiden oder im Strassenverkehr eine rote Warnblinkleuchte zu erkennen … Zwei möglicherweise lebensbedrohliche Beispiele für die vielen Gefahren, denen Farbenblinde tagtäglich ausgesetzt sind (siehe auch Artikel «Gefährliche Fallen»). So ist die Lebensqualität farbenblinder Menschen von morgens bis abends durch Hindernisse unterschiedlicher Gefahrengrade beeinträchtigt: von gefährlichen Bahnübergängen und unsichtbaren Fahrradstreifen bis hin zu unübersichtlich gestalteten Internetseiten, unlesbaren Plänen und farblich ungünstigen Fussballtrikots und Banknoten. Eine Situation, die durch einfache Massnahmen im Designstadium sinnvoll verbessert werden könnte. In Zusammenarbeit mit einem Beratungsbüro für Farbenblinde hat Sikkens jetzt ein revolutionäres neues Konvertierungstool (Color Blindness Converter – Abbildung unten) entwickelt für Maler, Architekten, Gestalter, für Menschen, die im Design tätig sind. Der Color Blindness Converter kann mit der beiliegenden Karte kostenlos bezogen werden.

Der Color Blindness Converter von Sikkens als hilfreiches Instrument zum Festlegen von Farben, die Menschen mit FarbenFehlsichtigkeit das Leben erleichtern und für sie nicht zu gefährlichen Fallen werden.

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Einer von zwölf … Farbenblindheit ist eine der häufigsten Sehstörungen und gleichzeitig auch diejenige, die am häufigsten übersehen wird. Einer von 12 Männern und eine von 250 Frauen leiden darunter. Männer leiden häufiger unter Farbenblindheit, weil diese durch ein Gen auf dem X-Chromosom der beiden Geschlechtschromosomen X und Y bestimmt wird. Bei Frauen, die zwei X-Chromosomen haben, muss dieser Gendefekt zur Farbenblindheit auf beiden Chromosomen vorhanden sein. Die Verteilung der Farbenblindheit innerhalb der Gesellschaft ist ansonsten weder von Alter, geografischer Region und ethnischer Zugehörigkeit abhängig. Und: Farbenblindheit lässt sich weder heilen noch durch eine Brille korrigieren. Also höchste Zeit, etwas zur Verbesserung der Situation und zur Hebung der Lebensqualität von farbenblinden Menschen zu tun.

Dreimal Tomate – Die Farbwirkung der Tomate auf schwach Farbfehlsichtige (links), Normalsichtige (Mitte) und stark Farbfehlsichtige.

Gefährliche Fallen für Farbenblinde Verkehrsampeln: Bei Rot-Grün-Schwäche sind Ampeln, in Neonlicht getaucht oder vor grünem Gebüsch, nicht auszumachen. Bahnübergänge: Wo die roten Lampen nicht mit Leuchtdioden betrieben werden, sind sie für Farbenblinde unsichtbar. Tabletten: Für die farbliche Gestaltung von Tabletten gibt es keine festen Regeln, die Verwechslungsgefahr ist entsprechend hoch. Alarmknöpfe sind in der Regel rot und daher, wenn überhaupt, nur sehr schwer zu sehen. Armaturenbrett im Auto: Rote Anzeigen auf schwarzen Armaturentafeln – Benzinuhr, Tachometer, Motortemperatur- oder Ölstandsanzeige – sind nicht zu erkennen. Brems- und Rückleuchten: Bei bestimmten LKWs und bei Oldtimern sind Brems- und Rückleuchten völlig unsichtbar. Feuerlöscher: Rote und grüne Drucksignale auf Feuerlöschern sind nicht zu erkennen. Schilder für Bergsteiger und Skifahrer: Rote Warnkreuze und die das Ende der Skipiste anzeigenden roten Flaggen sind vor grünem Hintergrund nicht zu erkennen. Zentralheizungssysteme: Da es für Boileranlagen keine gültigen Regeln gibt, wie der rote «Aus»- und der grüne «An»-Knopf angeordnet sein müssen (z.B. Rot immer oben), kommt es zu gefährlichen Verwechslungen.

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Blau-Gelb – Sie erkennen die Zahl 92 nicht? Dann liegt vermutlich eine Blau-Gelb-Fehlsichtigkeit vor; der Besuch beim Augenarzt ist ratsam.

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Herbol Gebinde

Das Etikettendesign von Herbol

Banderole Glanzgrad / Produktergänzung Kategoriestreifen

Banderole Grundierungen/Spachtel Fassaden

Grundierungen/Spachtel innen

Grundierungen/Spachtel Lacke

Grundierungen Lasuren

Fassadenbeschichtungen

Wandbeschichtungen

Lacke

Lasuren

Satin Seidenmatt Matt Produktergänzung

Glänzend Seidenglänzend Seidenmatt Matt / Stumpfmatt Produktergänzung

Glanzgrad / Produktergänzung Hochglänzend Seidenglänzend Seidenmatt Matt Produktergänzung

Seidenmatt Produktergänzung

Kategoriestreifen Grundierung / Hydrophobierung

Grundierfarben / Grundierkonzentrat Grundierung

Imprägnierungen / Verdünnung

Imprägnierungen

Spachtel

Spachtel / Spritzspachtel

Primer / Vorlacke

Lasuren

Fassaden-Instandsetzungs-System

Hoch scheuerbeständig

Spachtel

Lasuren / Wetterschutzfarben

Silikat- / Mineralfarben

Scheuerbeständig

Weisslacke / Buntlacke

Nanofarben

Hoch waschbeständig

Profilacke / Spezialprodukte

Silikonharzfarben

Waschbeständig

Metallbeschichtung

Acrylatfarben

Latexfarben

Heizkörperlacke

Silikat- / Mineralfarben

Klarlacke Fensterlacke

Banderole Rissarmierungs-Systeme

Gewebe-Systeme

Beton-Systeme

Beton-Systeme/Boden

Glanzgrad / Produktergänzung Seidenglänzend Seidenmatt Matt Produktergänzung

Produktergänzung

Produktergänzung Seidenmatt

Produktergänzung Seidenmatt

Kategoriestreifen Rissarmierungs-Systeme

Gewebe-Systeme

Beton-Systeme

Primer / Vorlacke

Primer / Vorlacke

Primer / Vorlacke

Spachtel

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Beton-Systeme / Boden

Spachtel

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Herbol-Etiketten

Jörg Theiss, Brand Manager Herbol joerg.theiss@akzonobel.com Herbol-Produkte lassen sich anhand der Etikette an vier Merkmalen deutlich unterscheiden: an der Banderolen-Farbe, am gross geschriebenen Produktnamen, genauso an der eindeutigen Illustration in der farbigen Banderole sowie schliesslich an den Piktogrammen. Damit bekennt Herbol eindeutig Farbe und setzt klare Zeichen, wovon auch die ins Herbol-Sortiment integrierten ehemaligen Dispersionen und Putze von Swiss Lack profitieren. Fassadenbeschichtungen sind blau und Innenwandbeschichtungen grün … Herbol zeichnet seine Produkt-Etiketten mittels eines konsequenten Farbleitsystems aus. Damit bekennen diese eindeutig Farbe, welche die Produktkategorie auf den ersten Blick erkennen lässt. Dieses gilt nun auch für die ins Herbol-Sortiment integrierten ehemaligen Dispersionen und Putze von Swiss Lack. Alles sieht klar strukturiert und ebenso übersichtlich aus, und die einzelnen Produkte lassen sich aufgrund der Eti-

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bar, auf blauem Grund unverkennbar eine Fassade. Neben der farbigen Banderole, der deutlichen Illustration und dem gross geschriebenen Produktnamen gibt es schliesslich auch noch das Piktogramm, an dem sich die Produktkategorie klar erkennen lässt.

Rot, Orange, Gelb und Grau Klare Zeichen Das Herbol-Farbleitsystem setzt klare Zeichen und sorgt entsprechend für rasche Orientierung. Wer eine Fassade beschichten muss, orientiert sich an der blauen Banderole, die den Hintergrund des Produktnamens bildet. Die grüne Banderole dagegen steht für Innenwandbeschichtungen. Beispiele gefällig? Als Innenputz hat Herbol-AFRASIL Vollabrieb innen ein grünes Etikett (Klar, ein Innenprodukt!), während der Produktname für den Aussenputz Herbol-AFRASIL Vollabrieb aussen auf blauem Hintergrund steht – blau, wie die Farbe des Himmels, also ein Aussenprodukt. Die Illustration in den Banderolen verdeutlicht das Einsatzgebiet zusätzlich: auf grünem Grund ist ausdrücklich ein Innenraum sicht-

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So wie das Herbol-Farbleitsystem den Innenwandbeschichtungen die Farbe Grün und den Fassadenbeschichtungen die Farbe Blau zuordnet, so zeichnet es Lacke und Lasuren in Rot aus. Produkte aus dem Herbol-Beton- und Bodensystem erkennt man an der grauen Banderole, jene aus dem Herbol-Rissanierungssystem an der orangefarbenen, und das Herbol-Gewebesystem trägt gelb. Das sorgt für sehr gute Wiedererkennbarkeit und eindeutige Leseführung der Herbol-Etiketten, was wiederum ein rasches Finden der wichtigsten Produktspezifikationen begünstigt.

Augenscheinliche Unterscheidbarkeit – Herbol-Dispersionen und -Putze lassen sich anhand von vier deutlichen Merkmalen auf der nach Farbleitsystem gestalteten Etikette unterscheiden: 1 Banderolen-Farbe (blau für aussen, grün für innen), 2 Banderolen-Illustration (Fassade für aussen, Innenraum für innen), 3 Spezifikation zum Produktnamen (aussen oder innen) sowie 4 Pictogramm (Pfeil aussen, Pfeil innen).

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kettenfarbe optisch rasch und sicher ihrer Kategorie zuordnen. Selbstredend geht dies nicht ruckzuckzackzack, das versteht sich. An das neue Aussehen der Produkte muss man sich zuerst gewöhnen, sich darauf einstellen. Aber dank der Logik, die hinter dem Design steckt, sollte dies kein Problem sein.

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AkzoNobel Community Programm

Gute Vorbereitung ist wichtig: Daniel Burger bei der Bereitstellung von Material.

Madlyn Sigrist, Auszubildende Akzo Nobel Coatings AG, Reussbühl Mit dem Community Programm bietet AkzoNobel den Mitarbeitenden Gelegenheit, der Allgemeinheit nützende Ideen und Projekte zu unterstützen. Beispiel: Jugendhaus in Root LU. Freitagabend. Ein Abend auf den ich mich jeweils besonders freue: Wochenende – Ausgehen und Spass haben! Diesen Freitag aber ist nichts damit, ich bleibe zu Hause und ruhe mich aus. Mir fehlt sogar die Kraft für das Basketballtraining, ich spüre Muskeln, von denen ich vor dieser Woche nicht einmal wusste, dass es sie gibt. Und dennoch: morgen Samstag heisst es nochmals «Ran an den Speck!»; der Aufenthaltsraum im Jugendhaus Root LU bekommt den Finish! Eine Woche lang haben Daniel Burger (Anwendungstechnik), Anna Zehl (Produktion + Logistik) und ich unsere üblichen Arbeitsplätze im Hauptsitz der Akzo Nobel Coatings AG im luzernischen Reussbühl getauscht, für einen gemeinnützigen Einsatz im Rahmen des Community Programs von AkzoNobel. Wir geben dem Partyraum im Jugendhaus Root einen neuen Anstrich, und den hat er auch bitter nötig! Der erste Augenschein am Montagmorgen lässt mich noch nicht ahnen, was auf mich zu kommen wird und wie viel handwerkliche Arbeit uns erwartet. Nach den ersten beiden Arbeitstagen aber ahne

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Spass am freiwilligen Einsatz: Madlyn Sigrist und Lars Fehlmann haben sichtbar Spass am gelungenen Ergebnis im Jugendhaus Root.

ich nicht nur etwas, ich spüre es auch schon: Das Herunterwaschen der alten Leimfarbe von den Wänden, das Abdecken und Anschleifen sowie ein erster Voranstrich bringen uns ganz schön ins Schwitzen. Aber aus Braun ist nun immerhin Weiss, aus dem dunklen Loch zumindest ansatzweise schon mal ein freundlicherer Raum geworden. Die Unterstützung durch einen Sozialarbeiter und zwei 12-jährige Jungs am Mittwoch ist uns höchst willkommen. Auch an Tag 3 gibt es noch reichlich zu tun, die Vorarbeiten müssen abgeschlossen werden. Und so gehe ich am Donnerstagmorgen mit einem «big smile» zur Arbeit. Einerseits, weil wir nun den Grundanstrich machen können – nicht mehr nur weiss, sondern in bunten Farben –, andererseits, weil wir zusätzliche Unterstützung von Lars Fehlmann (Corporate Communication) und Alois Wangeler (Facheinkäufer) erhalten. Damit schaffen wir die heute anstehenden Herausforderungen, und am Freitag packen wir gemeinsam auch den Deckanstrich. Bis am Abend sind Wände und Decke dann auch fertig, die Bar aber erfordert auch am Samstagmorgen nochmals unsere Anwesenheit. Es ist ein tolles Gefühl, am Samstagmittag schliesslich, das fixfertige Ergebnis zu sehen und festzustellen, was man alles in dieser Woche geschafft hat. Ich kann nur sagen, dass ich eine unvergessliche Woche erleben durfte und jetzt genau weiss, wie viel Arbeit wirklich hinter «blossem Wand Streichen» steckt. Hut ab vor den Malern!

Feinarbeit: Für saubere Abschlüsse sorgt Facheinkäufer Alois Wangeler.

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Swiss Lack

Christian Benz, Marketingleiter christian.benz@akzonobel.com Die bekannten Lacke – WESSCO für aussen und innen, SRY für innen – sind «die letzten Mohikaner» von Swiss Lack, die ins Sortiment von Herbol aufgenommen werden. Dies soll zum Jahreswechsel 09-10 passieren. In der Herbol-Preisliste, in welcher sie, die «letzten Mohikaner» der Swiss-Lack-Produkte, ab 2010 geführt werden, findet man sie heuer noch nicht. Die Weichen sind aber gestellt: Auf den nächsten Jahreswechsel hin wird die Integration der bekannten Swiss-Lack-Lacke in das Herbol-Sortiment aktuell. Die Namen WESSCO und SRY werden dann unter der Marke und dem Etikettendesign von Herbol segeln. Für dieses Jahr aber sind sie weiterhin «wie einst im Mai» erhältlich. Und daran wird sich auch durch die zukünftige Umstellung nicht viel ändern – mit Ausnahme von Äusserlichkeiten. Das Prozedere ist bekannt, von der auf Anfang 2009 vorgenommenen Umstellung von Dispersionen und Putzen von Swiss Lack auf Herbol. So gilt auch für die Lacke, dass

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die meisten Swiss-Lack-Produkte im Sortiment bleiben und ebenso ihre Namen sowie die eingeführten Bezeichnungen behalten werden: WESSCO bleibt WESSCO, SRY bleibt SRY.

Lack im Frack Lediglich die Marke wird ab 2010 dann Herbol heissen, die Etiketten der Produkte entsprechend angepasst (siehe Seiten 8-9). Das, so lässt sich jetzt schon festhalten, ist eigentlich die einzige markante Änderung, die es bei der Umstellung geben wird. Selbstredend gibt es deshalb die Swiss-Lack-Lacke auch unter dem Produktnamen Herbol als «Lack im Frack», also weiterhin in den beliebten 5-LiterSchweizer Gebinden. Wichtig aber ist auch, dass die Akzo Nobel Coatings AG durch die Umstellung der Lacke auf den nächsten Jahreswechsel hin ihren Ende 2008 eingeleiteten Schritt nach mehr Klarheit und Übersichtlichkeit wird abschliessen können. So, wie sich dies die Kunden gewünscht haben.

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Höhere Fachschule für Farbgestaltung

Wohn- und Geschäftshaus Mühlegasse 5, Zürich, Kino Radium, «Zur schwarzen Stege»: Das im Kern mittelalterliche Haus «zur schwarzen Stege» bildet seit 1928 einen farblichen Markstein in der Häuserzeile entlang der Mühlegasse. Damals wurde das schlichte Haus in dunklem Braunrot gestrichen und eine bestehende Fassadenmalerei wurde erneuert. Mit den dunklen Fensterläden und den ockerfarbenen Gurten wirkt das Haus in seinem Kontext zwar als etwas Besonderes, trotzdem hat es jedoch seinen nicht-repräsentativen Charakter behalten. Es handelt sich insofern um einen sehr typischen Zeitzeugen der Bewegung «Die farbige Stadt», welche in der bunten Einfärbung der mittelalterlichen Altstadt eines ihrer Kernanliegen sah. Bild: AnneMarie Neser, Berlin

Zwei Wohn- und Geschäftshäuser, Alfred Escher-Strasse, Zürich, Farbgestaltung 2005, Jean Pfaff: Die beiden in den 60er Jahren erbauten Wohn- und Geschäftshäuser haben ihr Gesicht mit dem 2003–2005 erfolgten Umbau durch Franz Romero und Markus Schaefle vollständig verändert. Der Künstler und Farbgestalter Jean Pfaff hat die Bauten in diesem Zug in markante Farbmonolithen verwandelt. Die neue Fassadenschicht wirkt wie ein grüner weicher Mantel, der die Volumina einhüllt. Das Grün wirkt wenig naturnah und insofern «künstlich», gerade deshalb erregen die Bauten auch breite Aufmerksamkeit. Grün wird als Architekturfarbe nach 2000 in verschiedensten Varianten erprobt, die beiden Gebäude in der Enge sind eindrückliche Beispiele dieser Tendenz. Bild: AnneMarie Neser, Berlin

Stefanie Wettstein und Lino Sibillano Leitung Haus der Farbe, Zürich Überlegungen zur Farbe und Farbgestaltung im städtischen Raum macht man sich in der Höheren Fachschule für Farbgestaltung «Haus der Farbe», Zürich. Das Bild der grauen Grossstadt ist eine lang tradierte Metapher und sitzt tief in all unseren Köpfen. Grau steht hier für einen verschmutzten, düsteren, krank machenden Lebensraum, der im Gegensatz zur gesunden, farbenfrohen Natur steht. Grau ist die Farbe des Metalls und setzt die Stadt auch einer unmenschlichen Maschine gleich, in dessen Räderwerk die Bewohnerinnen und Bewohner fast schicksalhaft gefangen sind. Impliziert ist im Bild der grauen Stadt aber auch, dass durch den Einsatz von bunten Farben der städtische Lebensraum an Lebensqualität gewinnt. Vorstösse für den Einsatz von Farbe als Hoffnungsträger und als Aufwertung von ärmeren oder alten Stadtquartieren tauchen in der Geschichte der Stadt immer wieder auf.

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Farbe – mehr als Make-up Es fehlen jedoch noch einschlägige Forschungsergebnisse, die die Frage beantworten würden, ob unsere Städte effektiv so grau sind, wie ihnen nachgesagt wird, und ob das Leben in einem bunten Stadtraum tatsächlich freudvoller und angenehmer ist. Unbestritten ist jedenfalls, dass Farbe, ob bunt oder unbunt, allgegenwärtig ist und unseren öffentlichen wie auch privaten Lebensraum massgebend mitgestaltet und prägt. Denn auch wenn sich Farbe am Bau an der Oberfläche manifestiert, ist die Architekturfarbigkeit kein oberflächliches Phänomen. Farbe ist mehr als Make-up am Bau, das zuletzt noch auf die Fassaden gepudert wird, um dem Ganzen eine gewinnende Erscheinung zu geben. Die Farbe ist integraler Bestandteil einer jeden Architektur und hat einen entscheidenden Einfluss auf die Art und Weise, wie ein Baukörper in seinem Kontext wahrgenommen wird, wie die entstandenen Räume, die immer auch Farbräume sind, wirken und spezifische Atmosphären schaffen. Im Idealfall wird die Farbgebung zu einem differenzierten Farbkonzept, das für die Architektur einen Mehrwert generiert. So ist die Dimension der Farbe schon früh in der Entwurfsfase mit zu denken, um eine optimale Umsetzung des Bauvorhabens zu gewährleisten.

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Geschäftshaus am Schaffhauserplatz, Zürich, Weinbergstrasse 161/Schaffhauserstrasse 40, Baujahr 1930, Farbgestaltung 2007 Beat Soller: Das architektonisch eindrückliche Geschäftshaus am Schaffhauserplatz in Zürich kann erst seit der farblichen Neugestaltung seine prominente städtebauliche Position behaupten. Es wurde dank der Farbe zweifellos zum wichtigsten Haus am Platz. Mit der stufenweisen Aufhellung des Rottons im oberen Gebäudeteil verlieh der Farbgestalter dem Haus gleichzeitig eine starke Präsenz und eine wohltuende Leichtigkeit. Bild: AnneMarie Neser, Berlin

Vielschichtige Tätigkeit Wer farblich in den urbanen Raum interveniert ist zudem mit einem komplexen Farbraum konfrontiert. Denn das Stadtbild wird nicht nur von statischen Strukturen wie Gebäuden und Strassenzügen geprägt. Verkehrs- und Menschenströme sorgen für unablässige Veränderung, so wie dies auch die sich ändernden Licht- und Witterungsverhältnisse im Laufe der verschiedenen Tages- und Jahreszeiten tun. Hinzu kommen zahlreiche temporäre Interventionen wie Werbung, Eventarchitektur oder Baustellen, die ihre eigene Farbigkeit in den Stadtraum tragen. So ist die Entwicklung eines Farbkonzeptes für den öffentlichen Raum eine vielschichtige Tätigkeit, die unterschiedlichste Faktoren zu bedenken hat und ein weites Spektrum an Fachwissen und gestalterischem Repertoire voraussetzt.

Keine Rezepte Einzelne Städte versuchen vor allem in den historischen Zentren durch einen Plan Couleur der Situation Herr zu werden. Doch Rezepte gibt es auch für einen professionellen Umgang mit Farbe am Bau keine. Regulierung und Rezepturen bedeuten

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immer auch eine Minderung der gestalterischen Vielseitigkeit und Lebendigkeit, die einen qualitätvollen Stadtraum letztendlich auszeichnen. Um einen umsichtigen und angemessenen Umgang mit Farbe zu gewährleisten, ist vielmehr auf die fundierte Ausbildung von eigenverantwortlichen Farbexpertinnen und -experten und auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Phänomen Farbe zu setzen. Zudem sollten farb- und stadtspezifische Arbeitsinstrumente bereitgestellt werden, die Behörden, Planerinnen und Planer sowie Bauherrschaften beim Fällen von differenzierten Farbentscheiden unterstützen. In der Stadt Zürich werden seit rund zwei Jahren in einer vielschichtigen Forschungsarbeit solche Instrumente erarbeitet. Neben einer Gesamtanalyse der Farbigkeit der Stadt werden dabei auch ausgewählte Farbklänge dokumentiert und in historischem, ästhetischem und städtebaulichem Kontext diskutiert. Ende 2009 werden erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt «Farbatlas Zürich», welches vom Haus der Farbe unter dem Patronat des Amts für Städtebau Zürich erarbeitet wird, publiziert.

Das Haus der Farbe Die disziplinenübergreifende Bildungsstätte für Farbe und Gestaltung am Bau bietet den Vorbereitungslehrgang für die Berufsprüfung «Gestaltung im Handwerk», den Diplomlehrgang «Farbgestaltung» an der Höheren Fachschule, genauso verschiedene Weiterbildungskurse. Weitere Informationen und detaillierte Kursprogramme: Haus der Farbe – Höhere Fachschule für Farbgestaltung, Langwiesstrasse 34, 8050 Zürich, 044 493 40 93, www.hausderfarbe.ch, info@hausderfarbe.ch.

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Viel, sehr viel Farbe! Was für eine Vision von Hashem Akbari! Der Wissenschaftler am renommierten Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien schlägt als neuen Weg zur Bekämpfung der Klimaerwärmung vor: Wenn ein genügend grosser Anteil der schwarzen urbanen Landschaftsoberfläche auf der Erde weiss wäre, würde sie soviel Sonnenlicht reflektieren, dass sich die Erwärmung des Klimas verlangsamen würde. Akbari ist deshalb überzeugt, die Erde müsste, dort, wo ihre Oberfläche schwarz ist, weiss angemalt werden!

HP für Hochleistung Rubbol WF 380, die seidenmatte Zwischen- und Schlussbeschichtung für Holzbauteile aussen und innen, ist optimiert worden und heisst bei den Farbtönen Weiss, RAL 9010 und RAL 9016 jetzt Rubbol WF 380 HP (HP steht für High Performance, also Hochleistung). Das Produkt überzeugt durch besseren Verlauf und höhere Blockfestigkeit. Bei den Basen hat sich nichts geändert. Rubbol WF 380 HP (weiss, 20 Liter) ersetzt gleichzeitig WESSCO Aqua Spritzlack, seidenmatt, weiss, 23 kg.

Aufgepasst

Pole Position

Mit grösster Aufmerksamkeit verfolgen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Kursen über kreative Techniken die Ausführungen von Schulungsleiter Fabio Gallinelli. Eine Übersicht mit sämtlichen Informationen zum Kurs- und Seminarwesen der Akzo Nobel Coatings AG kann mit der beiliegenden Karte bestellt werden.

Beim neuen Formel-1-Boliden MP4-24 baut McLaren Mercedes auf SikkensAutolack. Offizieller Lieferant der Fahrzeuglacke für das britisch-deutsche Formel-1-Team ist AkzoNobels Car Refinishes, und zwar mit einem speziell entwickelten Hochleistungs-Farbensystem, das bessere Aerodynamik bringt und gleichzeitig umweltfreundlicher ist. «Wir freuen uns, AkzoNobel als weiteren Weltklasse-Partner zu haben», sagt Ron Dennis, Vorsitzender und CEO der McLaren-Gruppe.

Einmalige Abtönbarkeit Herbol-Zenit Universal-Isogrund ist eine neue isolierende, wässrige und VOCfreie Grundierung für innen auf Basis eines kationischen Acrylat Copolymers. Sie verhindert das «Durchbluten» von wasserlöslichen Flecken, Verschmutzungen oder Inhaltstoffen wie Nikotin, Russ und Tinte. Einmalig ist die Abtönbarkeit auf der Mischmaschine, von der lediglich intensive Farbtöne ausgeschlossen sind. Abgetönt werden können alle aus Weiss hergestellten Farbtöne. Der Glanzgrad ist matt, Verlauf, Applikation und Deckkraft sind sehr gut, die Haftung der spannungsarmen sowie geruchsneutralen Grundierung auf den verschiedensten Untergründen ist hervorragend. HerbolZenit Universal-Isogrund wird in Wallisellen hergestellt.

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Blumen Wir sagen Ihnen ganz herzlich danke für die Blumen, die Sie uns mit der Umfrage in der Ausgabe 1-09 haben zukommen lassen. Die Qualität ist es, die Sie bei unseren Produkten vornehmlich überzeugt, und das lassen Sie – so Ihre überwiegende Meinung – auch für unser Spectrum gelten. Neben vielen Komplimenten haben wir auch nützliche Tipps bekommen, die wir zu gegebener Zeit einfliessen lassen.

AkzoNobel in Gotham City Sheri Oberle, Fachmann für Oberflächenchemie bei Akzo Nobel in Chicago, fand seinen Arbeitsplatz kürzlich in Batman’s Gotham City wieder. Das Bürogebäude von AkzoNobel in der West Van Buren Street in Chicago war nämlich Teil der Kulisse der Metropole im Batman-Film «The Dark Knight». «Auch der offizielle Screensaver von ‚The Dark Knight’ zeigt Batman, der über die Stadt blickt, und das Gebäude rechts, mit den markanten Bögen, ist das Kongresscenter an der West Van Buren Street 525, in dem AkzoNobel den Sitz hat», erklärt Oberle.

Das Original Es stimmt: Nur wo Herbol-Methacryl-Siegel drauf steht, ist auch das qualitativ hoch stehende Original drin. Maler Karl D. hat dies lernen müssen, wie er erzählt: «Ich habe verschiedene Produkte ausprobiert, aber die meisten verlangen in aller Regel 2–3 Anstriche. Bei Methacryl-Siegel von Herbol ist dies anders. Es ist eine schön thixotrope 1-K-Bodenbeschichtung, die R9 als Rutschklasse ausweist und richtig rasch trocknet.» Herbol-Methacryl-Siegel besticht ebenso bezüglich Kreativität in der Farbgebung. Die Farbkollektion «Farbe & Boden» und die dazugehörigen Herbol-Produkte bieten Vielgestaltigkeit und Qualität, wie sie bei Nachahmerprodukten nicht zu bekommen sind.

Geschrumpft AkzoNobel hat sich aus Umweltschutzgründen und zur Verringerung der Abfallmenge entschlossen, zukünftig auf Kartonboxen als Verpackung zu verzichten. Produkte, die in Kartonboxen geliefert wurden, werden in Zukunft in Schrumpffolie verpackt. Die Verpackungseinheiten bleiben gleich. Die Umstellung hat Anfang 2009 begonnen und wird im Verlaufe des Jahres abgeschlossen.

Gratis bestellen! Alle Preislisten 2009 (inkl. Swiss Lack/Mäder und Zubehör) sind als PDF auf unseren Homepages (www.swisslack.ch, www.herbol.ch, www.sikkens.ch) zum Herunterladen aufgeschaltet. Sie können diese auch auf einer CD-Rom mit der beiliegenden Antwortkarte bestellen.

Revidiert Um technische Handelshemmnisse zu verhindern, hat der Bundesrat die Chemikalienverordnung (ChemV) unter Berücksichtigung der Entwicklung der europäischen Gesetzgebung revidiert. Die Anforderungen betreffend die Anmeldung neuer chemischer Stoffe und den Inhalt der Sicherheitsdatenblätter wurden aktualisiert. Die neue internationale Kennzeichnung gilt für Chemikalien, die für berufliche Anwender bestimmt sind. Die Verordnung ist am 1. Februar 2009 in Kraft getreten.

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Das Objekt

Jean-Charles Gerbex, Verkaufsleiter Westschweiz jean-charles.gerbex@akzonobel.com In Neuchâtel wird beim Bahnhof eine 50’000 m² grosse Industriebrache nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit überbaut. Bei den beiden aktuellen Neubauten des Musikkonservatoriums und die Hochschule für Management wurde mit Beschichtungsmitteln von AkzoNobel für Schutz gesorgt und Akzente gesetzt. Es ist ein markanter Baukomplex, der da – fast 170 Meter lang und 15 Meter breit, beim Bahnhof Neuchâtel – zukünftig zwei wichtige kantonale Bildungsinstitutionen beherbergen wird: das Musikkonservatorium und die Hochschule für Management. Das Architekturbüro bau-art, Bern, Neuchâtel und Zürich, hat ein eindrucksvolles Gebäude mit zahlreichen leistungsstarken Räumen ge- schaffen, welche die Bedürfnisse dieser zwei wichtigen Bildungszentren aufnehmen können.

und die unproblematische Handhabung bestätigt, sondern ebenso auf sehr eindrückliche Art ihre Möglichkeiten im gestalterischen Bereich aufgezeigt. Dabei hatten die Produkte – z. B. Sikkens Alpha Metallic, das auf 1500 m2 mit der Bürste aufgetragen wurde – sowohl in dekorativer, als auch in technischer Hinsicht hohe Anforderungen und besondere Kriterien zu erfüllen. Sie wurden von den beiden Malereiunternehmen diesen Ansprüchen entsprechend und mit Rat und Tat unterstützt von den Fachberatern der Akzo Nobel Coatings AG sorgfältig und wirkungsvoll ausgesucht. Durch das harmonische Zusammenspiel der drei Produktmarken Herbol, Sikkens und Mäder Lacke konnten die Ideen und Vorstellungen ganz im Sinne und zur vollen Zufriedenheit von Bauherrschaft, Architekten und Bauleitung am Bau umgesetzt werden.

Akzente mit AkzoNobel und Mäder In den Inneräumen haben die beiden beteiligten Malereiunternehmen, das Konsortium Buschini AG, Neuchâtel (032 722 16 00), und die Stoppa AG, Hauterive (032 730 30 90), mit Beschichtungsmitteln von AkzoNobel und Mäder für Schutz gesorgt und Akzente gesetzt. Die von ihnen eingesetzten professionellen Produkte, vom u. a. Zenit-Grund, Polarit-Innensiloxan über Zenit PU und Zenit LG von Herbol, bis zu Nuovovern Aqua (Mäder Lacke) und Rubbol BL (Primer, Satura und Magura) sowie Alpha Metallic von Sikkens, haben nicht nur deren grossen Einsatzbereich

www.akzonobel.ch AkzoNobel ist stolz darauf, eines der führenden Industrieunternehmen der Welt zu sein. Mit Sitz in Amsterdam, Niederlande, produzieren und liefern wir ein umfangreiches Sortiment von Farben, Lacken und Spezialchemikalien. Der Umsatz für 2008 betrug €15.4 Mrd. Wir sind der weltgrößte Anbieter von Farben und Lacken. Als wichtiger Hersteller von Spezialchemikalien beliefern wir Unternehmen weltweit mit qualitativ hochwertigen Zusätzen für lebensnotwendige Güter. Wir denken über die Zukunft nach, handeln jedoch heute. Wir arbeiten mit Leidenschaft daran, neue Ideen vorzustellen und nachhaltige Antworten für unsere Kunden zu entwickeln. Darum engagieren sich unsere 60.000 Mitarbeiter in über 80 Ländern für Spitzenleistungen und dafür, die Antworten für morgen schon heute zu liefern – Tomorrow›s Answers Today™. © 2009 Akzo Nobel Coatings AG

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