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IMPRESSUM Ausgabe 3 – 14. Oktober 2012 Chefredakteur (V.i.S.d.P.): Karsten Bracker Zusammenstellung dieser Ausgabe: David Bühring Gestaltung: Karsten Bracker, Daniel Wagner Titelbild: Idee, Farbgebung & Bearbeitung: David Bühring Zeichnung: Stefan Binter, Thea Binter Tusche: Stefan Binter Rückseite: Bearbeitung: David Bühring Scans & Photos: David Bühring E-Mail: kontakt@bertel-express.de Adresse: www.bertel-express.de Facebook Twitter Redaktionsschluss: 4. Oktober 2012

Der Bertel-Express wird unterstützt durch den Dieses Dokument ist mit LibreOffice erstellt worden. Alle Zeichnungen bzw. Graphiken, wenn nicht anders angegeben, © The Walt Disney Company www.disney.com

Der Inhalt des BE-Magazins ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution-Non Commercial-ShareAlike 3.0 Unported verfügbar. Weitere Infos dazu gibt es hier. Das Verbot der kommerziellen Nutzung gilt insbesondere für Graphiken und Zeichnungen, deren Inhalt zum Teil oder vollständig Eigentum des Disney-Konzernes sind.

Die 28. Ausgabe wird voraussichtlich am 16. Dezember 2012 erscheinen, Redaktionsschluss: 12. Dezember

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Vorwort Werte Leserschaft, das hiermit vorliegende dritte „Bertel-Express-Spezial“ ist wahrlich etwas ganz besonderes: Es fasst sämtliche DuckTales-Folgen und die uns so wohl bekannten Charaktere zusammen und beleuchtet als eine Art Lexikon mit vielen einzelnen Geschichten und Ergänzungen eine ganze Epoche bedeutsamer Fernsehgeschichte, über die es bisher kein so umfangreiches Werk gab. Einige der beigefügten Artikel sind bereits in der Hauptreihe erschienen und sind hier ebenfalls der Vollständigkeit halber mit aufgeführt. Ein Inhaltsverzeichnis aller Beiträge, Verzeichnisse sowie natürlich der Folgen ist auf der nächsten Seite zu finden. Sicher wird wohl nur der kühnste Enthusiast diese für „Internetverhältnisse“ bombastische Datei in voller Gänze lesen, dennoch kann es vor allem zum „Nachschlagen“ dienen sowie einen hervorragenden Überblick auf diese spezielle Welt bieten und ich hoffe, dass es trotz der Länge einen gewissen Anklang finden wird. Der mehr als nur obligatorische Dank für diese Arbeit gilt natürlich David Bühring, der Stunden, Tage und Wochen damit verbracht hat, Folgen zu schauen, analysieren und deren Inhalt niederzuschreiben. Viel Spaß beim Stöbern und Staunen! Karsten Bracker

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Inhaltsverzeichnis Vorgeschichte Carl Barks' Vorlagen Die Folgen: Staffel 1 Die Folgen: Staffel 2 DuckTales – Der Film: Jäger der verlorenen Lampe Comic-Adaptionen Lieder Anti-Panzerknacker-Frühwarnsystem Armstrong und Riesenroboter Fieselschweif Was kann der Krachbumm-Anzug? Zeitmaschinen DuckTales vs. SLSM Frauen in den DuckTales Woher kommt Doofy und andere offene Fragen Merchandising Die Charaktere DuckTales-Spezial: Quacks Bruchlandungen Nachgeschichte Synchronsprecherliste Quellenangaben

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Vorgeschichte Dagobert Ducks Filmkarriere ist nicht be­ sonders lang, was seine häufigen Treffen  mit   den   Drillingen  in   den   Filmen   be­ sonders betont. Vor  seinem ersten rich­ tigen   Auftritt   im  Lehrfilm  Scrooge   McDuck   and   Mo­ ney,   der   nie   in  Deutschland   veröf­ fentlicht   wurde,  hatte   er   nur   einen  Auftritt im Fernsehen. Dieser war im Vor­ spann   des   US­amerikanischen   Mickey­ Mouse­Clubs (welcher im Nachhinein da­ für bekannt wurde, dass aus seinen Kin­ dergästen   („Mouseketeers“)   viele   Sänger  wurden). Dass   Dago­ bert   fast   nie  im   Fernsehen  auftrat,   er­ klärte   Jack  Hannah   1978  damit,   dass  eine Figur, de­ ren   einzige  Motivation die  Geldvermehrung ist, im Studio nicht für  wirklich witzig gehalten wurde. (für mehr  Informationen siehe TGDD 227).

Scrooge McDuck and Money war das erste  animierte   Aufeinandertreffen   von   Dago­ bert  und   den  Drillingen, die  1967  schon  eine   lange   Filmkarriere   verzeichnen  konnten, begonnen 1938 im Cartoon  Do­ nald's Nephews. Dagobert   erklärt   den   Drillingen   im   gut  halbstündigen Film mit Humor und Mu­ sik Geld und Geldeswert, als diese erfah­ ren wollten, wie er so reich geworden ist.  Gegen Ende zeigt sich die wahre Antwort,  als Dagobert für seine Auskünfte je einen  Cent pro Neffe fordert, da nie eine wert­ volle Information kostenlos sein wird. (s.  "Ich, Onkel Dagobert", Melzer­Verlag).

drei kleinen Schweinchen. Dagobert   und   die   Drillinge   trafen   sich  1987 zum ersten Mal seit zwanzig Jahren  im Film wieder bei "Sport­Goofy im Fuß­ ballfieber"   (Soccermania),   in   welcher  Goofy   das   Team   von   Tick,   Trick   und  Track trainiert. Dagobert  spendet  verse­ hentlich einen wertvollen Pokal als Meis­

Nach  Scrooge   McDuck   and   Money  folgte  ein   weiterer   Fernsehauftritt   1982   in   ei­ nem   Werbefilmchen   für   eine  Ehapa­Publikation, in dem Volker  Reiche Bertels Sprung in den Spei­ cher animierte. (s. DDSH 38). In   "Mickys   Weihnachtsgeschichte"  (Mickey's Christmas Carol), Dago­ berts großem und oft wiederholtem  Erfolg,   traten   auch   die   Drillinge  für   einen   Augenblick   in   der   ver­ gangenen   Weihnacht   auf,   intera­ gieren aber nicht mit Dagobert. Die wei­ teren  Kinderrollen   besetzten   stattdessen  Mack und Muck, der kleine Wolf sowie die 

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terschaftsgewinn   und   versucht   nun,   als  Manager von Goofys Mannschaft den Po­ kal zurück zu gewinnen. Obwohl es sich  bei   dem   Film   nur   um   eine   Fernsehpro­ duktion   handelt,   schien   dieses   Werk  Grund genug zu sein, noch im selben Jahr  DuckTales herauszubringen, wonach Da­ goberts Auftritte in Filmen auch weitaus  gestiegen sind 


Carl Barks' Vorlagen Was kann man noch über Carl Barks sa­ gen, was nicht schon hunderte Fans aller  Altersgruppen   gesagt   ha­ ben?   Barks   ist   ein   Genie,  welches   über   Jahre   hinweg  unglaubliche Mengen an un­ terschiedlichsten   Comicge­ schichten   mit   Donald   Duck  und   seiner   Familie   wie   am  Fließband   produzierte   und  bis   ins   hohe   Alter   fannah  blieb.   Natürlich   könnten  Kritiker   behaupten,   dass  viele seiner Figur­Erfindun­ gen   einfallslos   wären,   so  wäre   etwa   Daniel   Düsen­ triebs Funktion ein einziges  verrückter­Erfinder­Kli­ schee und Dagobert Duck ein öder Schot­ tenwitz,   aber   das   ist   bei   der   Tiefe   ihrer  Charaktere,   die   sie   über   die   Menge   der  Comics   bekamen,   vollkommen   ver­ schmerzbar. Aber ich möchte hier gar nicht so sehr auf  Carl Barks oder sein Gesamtwerk einge­ hen, sondern nur auf einige seine Comics,  auf die einige DuckTales­Episoden basie­ ren.   Dazu   erschienen   zum   Glück   2006  zwei   Bände  Carl   Barks'   greatest   Duck­ Tales Stories  von Gemstone, die ich ver­ wenden   werde.   Ich   werde   dabei   wahr­ scheinlich   nichts   schreiben,   was   nicht  schon   zahllose   andere   Fans   geschrieben  haben, aber für den Vergleich mit den fer­ tigen Folgen sind die Grundlagen essenti­ ell. Und   bevor   ein   Barks­Fanatiker   sich   äu­ ßert, dass schon alleine der Vergleich der  Barks­Berichte mit den DuckTales­Folgen  sehr   negativ   für   die   Serie   wäre,   möchte  ich   Carl   Barks   1994  in   einem   Interview  mit dem "Comic Forum" zitieren:  "Nun, ich mag DuckTales. Ich mag, was   sie damit tun wollten. Sie hatten wirklich   einen   sehr   schweren   Job   vor   sich:   Wenn   sie nur eine meiner Geschichten als Basis   für die Handlung genommen hätten, wä­ ren   das   vielleicht   10   Minuten   auf   dem   Bildschirm geworden. So mussten sie die   Stories um eine Reihe neuer Abenteuer er­ weitern,   neuen   Verwicklungen   und   neue   Charaktere wie den Piloten oder das klei­ ne Mädchen. Sie mussten viele neue Din­ ge,   einführen,   die   nicht   unbedingt   mit   meinem   alten   Story­Plot   verbunden   wa­

ren.   Daher   verliere   ich,   bevor   eine   halbe   Stunde   DuckTales   vorbei   ist   meist   den   Überblick,   worum   es   in   der   Geschichte geht..." "Wiedersehen   mit   Klondike"  wurde zur Episode "Im Gold­ rausch"   (der   englische   Titel  blieb  Back   to   the   Klondike).  Ich   versuche,   die   Handlung  des   Comics   immer   in   einem  Absatz   abzuhandeln,   sodass  alle Leser, die damit vertraut  sind,   diesen   ohne   weiteres  überspringen können. Dagobert   wird   vergesslich.  Als Donald ihm zum Arzt be­ gleitet und er Medizin dagegen bekommt,  erinnert er sich plötzlich an seinen Gold­ nugget­Vorrat   am   Klondike   und   an   die  Schulden   einer   Barsängerin   Nelly.   Mit  Familie   Duck   in   Dawson   angekommen,  erzählt er den Neffen, wie Nelly ihn da­ mals mit einem Kaffee betäubte, um ihn  auszurauben:  Als   Dagobert  wieder   zu   sich  kam,   holte   er  sich   den   verblie­ benen Teil seines  Goldes   wieder  und   entführte  Nelly   auf   seinen  Claim,   um   sie  dort   für   den  Restbetrag arbei­ ten zu lassen. Danach trennten sich ihre  Wege. Dagobert und  die Ducks  wandern  zu  Dagoberts  altem  Claim,  um dort von  einer alten Frau mit Gewehr und zahmen  Bären wieder verscheucht zu werden. Die  Drillinge   kommen   jedoch   zu   ihr   durch  und erfahren, dass es die damalige Bar­ dame  Nelly   ist.   Beim   Treffen   von   Dago­ bert   und   Nelly   fordert   der   nun   nervöse  Dagobert  sein  Gold,  was  Nelly   nicht  zu­ sammenbekommt   und   nun   ins   Armen­ haus gehen muss.  Dagobert hält sie auf und fordert sie her­ aus: Wer mehr Gold aus dem Claim gra­ ben könne, darf das Gold und den Claim  behalten. Dabei führt Dagobert sie an die  Stelle,   an  der  er  damals  seinen  Nugget­ Vorrat   bunkerte.   Seine   Trauer,   dass   er  das total vergessen habe, enttarnt Donald 

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als   Bluff,   weil   er   die   Pillen   zählte   und  nun eine fehlt. Der   Comic   lebt   durch   den   Kontrast   von  Dagoberts   Gier   nach   Gold   und   den   ro­ mantischen   Gefühlen,   die   er   für   Nelly  hegt.   Geschickt   ist   dabei,   dass   es   nie  wirklich bestätigt wird, dass er etwas für  Nelly   empfindet.   Sein   Verhalten   gegen  Ende könnte nur Mitleid  sein und  seine  sentimentalen   Momente   pure   Nostalgie,  immerhin   verlangt   er   beim   Treffen   mit  Nelly   nicht   nur   seinen   Claim,   sondern  auch ihr Gold, was sie endgültig bankrott  macht.   Aber   auch   seine   Gier   könnte  durchaus   durchweg   gespielt   sein.   Viel­ leicht entführte er die Schöne Nelly nicht  nur   als   kleine   Rache,   sondern   auch   für  sein persönliches Vergnügen. Es gibt für beide Thesen Beweise und Ge­ genbeweise, etwa ist seine Schüchternheit  beim Treffen mit Nelly nicht auf Geldgier  und seine Forderungen direkt danach mit  Liebe zu erklären, und genau das macht  die Geschichte aus.  Ein   weiterer   großer  Aspekt   der   Geschichte  ist die Gewalt. Dagobert  hätte die Gäste des Sa­ loons   austricksen   kön­ nen, aber nein, er muss­ te   jeden   einzelnen   be­ kämpfen,   danach   wird  Nelly   gewaltsam   ent­ führt.  In der Gegenwart gehen Donald und Da­ gobert auch nicht gerade zimperlich mit­ einander um (sogar die Drillinge werden  tätlich   gegenüber   Dagobert)   und   Nelly  versucht mit allen Tricks, ihre Eindring­ linge zu verscheuchen. Gerade diese Ge­ walt   bietet   auch   einen   großen   Gegenpol  zu  der eigentlich eher romantischen Ge­ schichte.   Jungs   lesen   den   Comic   wegen  seiner   Gewalt   und   bemerken   erst   gegen  Ende, dass sie mit einem kleinen Liebes­ drama,   das   sie   niemals   freiwillig   lesen  würden, aufs Kreuz gelegt wurden. "Land   unter   der   Erdkruste"   (Land   be­ neath   the   Ground)   von   Barks   wurde   zu  "Das Erdbeben" (Earth Quack).


Dagobert   bekommt   dank   der   Zeitung  Angst vor Erdbeben und holt sich Wissen­ schaftler   zur   Hil­ fe,   um   mit   einem  spiralförmigen  Tunnel die Anfäl­ ligkeit   Entenhau­ sens für Erdbeben  herauszufinden,  damit   sein   Spei­ cher   nicht   plötz­ lich  in   einer   Erd­ spalte   verschwin­ det.   Nach   einigen  Meilen   Tiefe   tref­ fen die Arbeiter auf eine große Höhle und  mysteriöse Stimmen, sodass sie das Fort­ setzen   der   Arbeit   verweigern.   Dagobert  und Donald wollen sich mit einer Lore in  die Tiefe wagen, werden jedoch von dem  schützenden Seil getrennt und  rasen hi­ nab.   Den   Drillingen   passiert   trotz   aller  Vorsicht dasselbe, können ihre Lore aber  mit  einem Brett bremsen. Auf dem Weg  hinab   sehen   sie   immer   wieder   seltsame  farbige   Kugeln,   mit   denen   sie   sich   aber  nicht  weiter  beschäftigen.  In  der  großen  Höhle   treffen   sie   Dagobert   und   Donald,  und zu fünft erfahren sie bald, das diese  Kugeln so genannte Kuller sind, welche in  diesen   Höhlen   leben.   Sie   unterscheiden  sich dank Schlips und Fliege in Ost­ und  Westkuller und lieben es, sich gegenseitig  ihre Kullerkräfte bei Erdbeben zu bewei­ sen. Dagobert möchte diesen Wettbewerb  stoppen, indem er Donald zum Wettkampf  schickt,   doch   dieser   verliert.   Deshalb  stehlen die Ducks den Preis, um welchen  die Kuller kämpfen, und verschwinden in  den Tunnel. Um die Ducks wieder hinun­ terzuschütteln,   verursachen   die   Kuller  ein   Erdbeben,   welches   den   Geldspeicher  knackt und das Geld in den Tunnel wirft.  Mit  Geld  nicht ganz vertraut sorgen die  Kuller dafür, dass es wieder nach oben ge­ schoben   wird   und   verschließen   die   Tun­ nelpforte. Gegen Ende versucht ein Wis­ senschaftler, Dagobert zu versichern, dass  es so bald keine Erdbeben in Entenhau­ sen mehr geben wird. Einer   der   Schwerpunkte   der   Geschichte  ist  die  unsichtbare,  unausweichliche  Ge­ fahr.   Das   ist   einerseits   am   Anfang   er­ kenntlich, wenn Dagobert seine Angst vor  Erdbeben zeigt, aber auch, wenn die Kul­ ler   sich   noch   nicht   zu   erkennen   geben.  Die Ducks versuchen, dem Unbekannten  auf die Schliche zu kommen: Dem Erdbe­ ben   mit   Tunneln   und   den   Stimmen   mit  ihrer   Lore.   Und   trotz   ihrer   Bemühen  konnten sie die Kuller nicht davon abhal­ ten,   ein   Erdbeben   zu   verursachen   ­ 

schlimmer noch: Dagoberts Schreckensvi­ sion,   dass   sein   Geld   durch   einen   Spalt  verschwindet,   wird  wahr.  Besonders   geschickt  finde ich, dass Dr. Eri­ ka   Fuchs   die   eher   un­ sinnige Unterscheidung  der   Kuller   voll   und  ganz begriffen hat und  aus   Terries   und   Fer­ mies   Ost­   und   West­ Kuller   machte   ­   eine  künstliche   Trennung  zwischen   eigentlich   vollkommen   identi­ schen Wesen, wie in unserer Welt auf der  Erdkruste! Zusätzlich dazu kritisieren die  Kuller   das   Geld   als   Übel,   von   dem   sie  schon gehört haben  ­ Gesellschaftskritik  in Form eines Comics, sehr schön! "Besuch   vom   Planeten   Diana"   wurde   zu  "Die Invasion" (Im Englischen blieb es bei  Micro­Ducks from Outer Space). Dagobert Duck muss Geld verdienen. Um  durch Stapel von Geldsäcken ein zerbro­ chenes   Fenster   schließen   zu   können,  müsste er eine Milliarde Taler verdienen.  Zufällig möchte der Klub der Zweifler je­ dem eine Milliarde Taler geben, der ihnen  bis zum Abend ein fliegendes Raumschiff  mit   Außerirdischen   präsentieren   kann.  Während   sich   Donald   und   die   Drillinge  auf die Suche machen, bekommt Dagobert  Besuch   von   einem   kleinen   Raumschiff,  welches   bei   ihm   drei   Körner   Mais   und  drei   Körner  Korn   kaufen  möchte.   Da­ gobert   tätigt  den   Kauf  ohne   weitere  Bedenken  und   verab­ schiedet   das  UFO   ­   bis  ihm   siedend  heiß   einfällt,  dass man die­ ses   Raumschiff   zu   einer   Milliarde   Taler  machen   könnte.   Beim   Versuch,   das  Raumschiff auf sich aufmerksam zu ma­ chen, stürzt Dagobert vom Speicher und  wird   vom   kleinen   Raumschiff   gerettet,  dessen   Insassen   ihn   erst   schrumpften  und dann fingen. Dagobert weiht die vier  Ducks ein und macht sich im Raumschiff  auf dem Weg zum Klub, wird jedoch ge­ fangen und auf vielfältige Art und Weise  mit Gefahren konfrontiert. Als sich Dago­ bert dazu entschließt, das Raumschiff lie­

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ber im großen Zustand zum Klub zu brin­ gen, vergiftet dort ein Mitglied die Außer­ irdischen   beinahe   mit   seinem   Zigarren­ qualm und für diese ist es sicherer, lieber  zurück zu fliegen.  Während in "Land unter der Erdkruste"  das Fremde gefürchtet wurde, ist es hier  sogar erwünscht: Donald verliebt sich in  die Prinzessin von Diana, Dagobert möch­ te   mit   seinen   außerirdischen   Freunden  prahlen   und   der   Klub   vergibt   Geld   für  den Beweis, dass es Aliens gibt. Ganz En­ tenhausen möchte sich die Milliarde un­ ter den Nagel reißen, was auch einige der  Gefahren verursachte, mit denen die Be­ wohner von Diana zu kämpfen hatten. Im  Vergleich zu den vorherigen Geschichten  ist diese relativ simpel, denn sie zeigt ei­ nem nur, dass Freundschaft und Sicher­ heit wichtiger ist als Geld, was sogar Da­ gobert klar wird. „Der   Käse   von   Kirkebö“   (Lemming   with  the   Locket)   wurde   zu   „Die   Lemminge“  (Scrooge’s Pet). Dagobert   Duck   hat   einen   neuen   Tresor  und einen neuen Code dafür. Diesen be­ wahrt   er   in   einem   Medaillon   an   einer  kleinen   Figur   von   sich   selbst   auf.   Doch  als Donald und die Drillinge einen Lem­ ming   zu   ihm   bringen,   fällt   durch   einen  Unfall das Medaillon um seinen Hals und  er entflieht zum Hafen auf ein Schiff. Das  Schiff fährt nach Norwegen, und nach ei­ nigen Slapstickeinlagen gelingt der Lem­ ming auf eine Insel, wo er sich unter etli­ chen   Lemmingen   verliert.  Die ganzen Lemminge sam­ meln sich, um sich gemein­ sam   ins   Meer   zu   stürzen.  Die Drillinge nutzen die Ge­ legenheit   und   kaufen   sich  einen   Käse,   nachdem   der  Lemming   mit   dem   Medail­ lon   sie   um   ihren   alten  brachte. Diesen hängen sie  an eine Stromleitung, damit  die   Unmengen   Lemminge  ihn   nicht   verschlingen.  Nachdem   Dagobert   in   den   Unmengen  Lemmingen   keinen   mit   Medaillon   ent­ deckte, bemerken die Drillinge eine kleine  aus Holz gebaute Treppe zum Käse und  ein Loch in diesem. Der schlaue Lemming  mit dem Medaillon hat sich in den Käse  eingefressen   und   passt   nun   nicht   mehr  hinaus.   Als   Belohnung   für   ihre   Mühen  bekommen die drei Ducks eine große gol­ dene Belohnung – einen Käse. Dieser Comic ist nicht besonders tiefsin­


nig,   da   er   im   Grunde   nur   eine   Verfol­ gungsjagd   auf   22   Seiten   ist.   Gerade   die  Szenen auf dem Schiff sind anscheinend  inspiriert   von   schnellen   Cartoons   mit  schneller Gag­Abfolge. „Die Krone des Dschingis Khan“ wurde zu  „Die   Schneefrau“   (beides   ist   im   Engli­ schen Lost Crown of Genghis Khan). Der   schreckliche   Schneemensch   hat   Da­ goberts Agenten die legendäre Krone des  Dschinghis Khan gestohlen, weshalb Da­ gobert   Donald   und   den   Jungs   auf   eine  Reise   nach   Asien   trickst,   um   mit   ihnen  die   Krone   wiederzuholen.   Im   verschnei­ ten Gebirge angekommen, können sie sich  nicht still an die unheilvolle Kreatur an­ pirschen,   da   Dagoberts   Taschenuhr   zu  laut tickt. Als ihm diese in der Nacht vom  Schneemenschen gestohlen wird, können  sie sich in seine Höhle  pirschen, wo der  Schneemensch   sie   allerdings   gefangen  nimmt. Nach einem erfolglosen Fluchtver­ such   hört   die   Taschenuhr,   an   der   der  Schneemensch  viel  Freude  hatte,  auf  zu  ticken.   Dagobert   handelt   das   Aufziehen  der Uhr gegen die Krone und  ihre Frei­ heit   aus.   In   Entenhausen   angekommen  präsentiert er der Presse stolz die Krone,  die   Reporter  sind   aber   viel  interessierter  an   den   Schnee­ menschen,   der  noch im Gebirge  haust. Im   Comic   geht  es   um   das   reiz­ voll   Unbekann­ te.   Dagobert  möchte die Kro­ ne   Dschingis   Khans   haben   und   deshalb  den Schneemann stellen, während dieser  ebenfalls Interesse an für ihn unbekannte  Gegenständen   und   Enten   findet.   Dabei  zeigt   sich,  dass   die  Krone,   die  Dagobert  die ganze Reise in die Ferne wert ist, für  den Schneemenschen Gu von keinerlei In­ teresse ist, hingegen die tickende Uhr be­ wundert. Dagobert tauscht die Krone ge­ gen seine Uhr aus, damit beide zufrieden  sind.   Als   er   nach   Entenhausen   zurück­ kehrt, zeigt sich die Bevölkerung von der  Krone   unbeeindruckt   –   der   Schnee­ mensch   Gu   wäre   weitaus   interessanter  gewesen! „Der  Hund   von  Whiskerville“  (Hound  of   the   Whiskervilles)   wurde   zu   „Das  Geisterschloss“  (The   Curse   of   the   Castle  

McDuck). Dagobert wird  immer wieder von Feiern  geworfen, da er trotz Geld und Kleidung  nicht zur High Society gehört. Seine Nef­ fen raten ihm, sich  über  seinen   Stammbaum   zu  informieren, um zu impo­ nieren.   Also   fliegen   die  Ducks   nach   Schottland,  um   in   den   Hochmooren  nach seinem Familienkilt  zu   suchen.   Dort   sucht  schon   seit   Jahrhunder­ ten ein legendärer Hund  die Ducks heim, auf den  während der Nacht auch  die Ducks treffen. Als der  Hund in eine Falle stürzt  und sich den Fuß verstaucht, entpuppt er  sich als letzter der Familie Whiskerville,  der nun als Angus McWhisker Bilder zu  malen. Dazu verscheucht er die Menschen  vom Gelände, damit keiner herausfindet,  dass die Vorlage für seine abstrakten Mo­ tive  ein  Familienkilt   ist  –  der  Familien­ kilt   der   Ducks.   Dies   motiviert   Dagobert  dazu, auch den Pinsel zu schwingen. Über   diese   kurze   Geschichte   kann   man  nicht wirklich viel schrei­ ben. Es ist ein auf wenige  Seiten   zusammengefass­ ter Hybrid aus Abenteu­ er   und   Komödie,   der  Hund,   der   lange   ange­ kündigt   wird,   nimmt  darin   erstaunlich   wenig  Raum   ein.   Sehr   unter­ haltsam,   aber   auch   sehr  knapp. „Die Riesenroboter“ (The   Giant   Robot   Robbers)  wurde   zu   „Terror  der Technik“ (Robot Robbers). Die Panzerknacker stehlen vier Riesenro­ boter, die für Umbauarbeiten geplant wor­ den sind. Darin knacken sie den Geldspei­ cher  und   bringen  seinen  Inhalt  in  riesi­ gen Eimern fort. Schließlich schleicht sich  Dagobert in einen Roboter, nachdem der  darin   sitzende   Panzerknacker   durch  Pflaumen   hinaus   gelockt   und   gefesselt  wurde. Ein Kampf zwischen den Robotern  entsteht,   für   die   Dagobert   als   einziger  Millionär unter den Verbrechern aufkom­ men muss. Während beinahe dem ganzen Comic wei­ gert sich der Bürgermeister, auf die Robo­ ter schießen zu lassen, da sie Unsummen  verschlungen haben – weshalb auch kei­

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ner   in   den   ungleichen   Kampf   zwischen  Panzerknacker und altem Knack­, äh, Da­ gobert eingreift. Das ganze ist ein Mons­ terfilm, mit Tusche und Logik auf Papier  gebracht – und mit Themen, die durchaus  aktuell sind. „Das   goldene  Fließ“ (The Gol­ den Fleecing) ist  wohl die einzige  Folge,   dessen  deutscher   und  englischer   Titel  von   Comic   und  Folge   überein­ stimmen. Dagobert   be­ merkt,   dass   man   ihm   rein   optisch   seine  Milliarden nicht ansieht, wenn er weiter­ hin in einem alten Bürofrack herumläuft.  Er   beschließt   darum,   sich   aus   ein   paar  Goldbarren   einen   Frack   schneidern   zu  lassen, was ihm der Schneider jedoch ab  rät, da der Frack so instabil werden wür­ de   wie   Blattgold.   Wenn   Dagobert   echte  Goldwolle   hätte,   wäre   es   kein   Problem.  Dagobert wird auf dem Rückweg von ei­ nem mysteriösen, fernöstlich anmutenden  Herren   verfolgt,   der   ihm   ein   Stück   des  Goldenen   Fließes   zeigt   und   auf   seinem  Schiff gegen Bezahlung von 5 Goldbarren  die   Fahrt   dorthin   anbietet.   Dagobert  lehnt   entgegen   der   Ratschläge   von   Do­ nald und den Drillingen nicht ab und so  werden der spionierende Donald und Da­ gobert von den Herren, die sich als ver­ kleidete   Harpyien   entpuppen,   entführt.  Da die Drillinge die achtlos  weggeworfe­ nen   Goldbarren   entdecken,   können   sie  sich   einen   Flug   hinterher   leisten.   Wäh­ renddessen   wird   Dagobert   als   Schieds­ richter der Kochkünste der Harpyien be­ nutzt. Eine der Harpyien bietet den zwei  Ducks   die   Freiheit   und   den   Weg   zum  Fließ, wenn Dagobert sie gewinnen lässt.  Doch   durch   eine   List   derselben   Harpyie  machen   die   zwei   Ducks   die   restlichen  Harpyien auf sich aufmerksam und müs­ sen   von   den   Drillingen   gerettet   werden.  Als sie das goldenen Fließ stehlen, zeigt  sich der schlaflose Drache, der die Ducks  nicht   gehen   lassen   möchte.   Doch   dank  Schlauem Buch wissen die Drillinge, dass  man das Goldene Fließ über seine Augen  legen muss, um ihn zum Schlummern zu  bringen. Die Ducks fahren heim und Da­ gobert lässt sich einen Bürofrack schnei­ dern – um dann zu bemerken, dass dieser  schrecklich kalt ist und somit unbenutz­ bar.


Dagobert   Duck   lernt  durch ein langes, gefährli­ ches   Abenteuer,   warum  Äußerlichkeiten nicht das  Wichtigste   sind.   Gegen  Ende hat er gar nichts ge­ wonnen:   Das   bisschen  Gold   des   Fließes   wiegt  vielleicht   gerade   mal   sei­ ne   Unkosten   (5   Goldbar­ ren)   auf,   alle   Strapazen  darüber   hinaus   inklusive   Schneiderkos­ ten waren überflüssiges Übel. Interessant  ist, dass diese Geschichte somit den Ge­ genpol zu „Die Spitzen der Gesellschaft“,  der Grundlage zur DuckTales­Folge „Das  Snob­Appeal­Spiel“, bildet, an deren Ende  Dagobert   mit   seinem   oberflächlichem  Schatz prahlen kann. „   13   Trillionen“  (The   Horseradish   Story)   wurde   zu  „Arme reiche Ente“  (Down   and   Out   in   Duckburg). Eines Tages taucht  Schmu   Schubiack  in   Dagoberts   Büro  auf, um sich Dago­ berts   Vermögen  als   rechtmäßiges  Eigen­ tum   abzuholen.   Anscheinend   hatte   ein  Vorfahre von ihm eine Kiste Meerrettich  bei   David   Fürchtegott   Duck,   einem   Vor­ fahren von Dagobert, in Auftrag gegeben,  nach Jamaika zu bringen. Doch das Schiff  sank und Fürchtegott war nun wegen ei­ nem   manipulierten   Vertrag   dazu   ver­ pflichtet, sein gesamten Hab und Gut sei­ nem Kunden zu vermachen inklusive sei­ nes goldenen Gebisses.  Dieses blieb er ihm jedoch schuldig, wes­ halb Dagobert Schubiack nun sein Vermö­ gen vermachen soll,  es sei denn, er kön­ ne innerhalb von 30  Tagen   den   ur­ sprünglichen   Ver­ trag   einhalten.   Da  er das Erbe Fürch­ tegotts   schon   vor  Jahrzehnten   ver­ kaufte, muss er das  Schiff   finden   und  die   Kiste   Meerret­ tich   nach   Jamaika  bringen.   Dazu   suchen   Dagobert,   Donald  und   die   Drillinge   auf   einem   Segelschiff  nach dem Wrack und finden es zufällig an  einer   Fisch   freien   Stelle,   da   die   Fische 

Meerrettich  meiden.   Erst  wird ihre Rück­ fahrt   durch  eine   Flaute,  dann   durch  einen   Sturm  und   schließlich  durch   Schu­ biack selbst er­ schwert,   wo­ durch   gegen  Ende alle auf einem Wrackteil enden. Als  sie   durch   ein   Wasserflugzeug   gerettet  werden,   kann   Dagobert   seinen   Vertrag  noch einhalten, da die Drillinge die Kiste  an   ihr   Floß   anbanden.   Durch   Kleinge­ drucktes   im   Arbeitsvertrag   schaffen   es  die Drillinge auch danach, ihren verdien­ ten Lohn zu erhalten. Eines der großen The­ men   im   Comic   sind  getürkte Verträge: Sir  Fürchtegott   und   Da­ gobert unterschreiben  einen, wobei Dagobert  einen   weiteren   dank  Lesen   des   Kleinge­ druckten   enttarnte.  Durch   einen   getürk­ ten   mündlichen   Ver­ trag versucht Schubiack, seinen Gehilfen  zu   ertränken,   Dagobert   muss   hingegen  durch   einem   solchen   seinem   Transport  nach Jamaika eine Million Taler zahlen. Sehr   kennzeichnend   ist   auch,   dass   eine  mickrige Kiste Meerrettich zum Sinnbild  von Dagoberts gesamten Vermögen wird ­  obwohl Dagobert laut eigenem Bekunden  Meerrettich nicht einmal mag. „Die   Spitzen   der   Gesellschaft“  wurde  zu  „Das   Snob­Appeal­Spiel“   (Im   Englischen  blieb es The Status Seeker). Durch   einen   Haus­ meisterjob   gelangt  Dagobert in ein Tref­ fen   der   höheren   Ge­ sellschaft,   in   den   er  sonst   nie   eingeladen  wird. In diese Treffen  wird   man   nur   einge­ laden,   wenn   man  einen Gegenstand von  besonderem   Wert   be­ sitzt.   Ein   Gast   etwa  hat   sein   ganzes   Werk   für   ein   Werk   von  Frikasso   ausgegeben   und   ist   nun   regel­ mäßig eingeladen, obwohl er lebt wie ein  Bettler. Durch die Anfeindungen ihm ge­

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genüber angestachelt, sucht Dagobert bei  sich   daheim   den   rosa   gestreiften   Rubin,  welcher das höchste Statussymbol ist und  ihm vor einiger Zeit einmal gehörte. Als  ihm einfällt, wo er den Rubin eintauschte,  macht   sich   Gegner   Ehrenspeck  mithilfe  der Panzerknacker auf den Weg, ihm die­ sen Rubin abzunehmen.  Bevor Dagobert und die Ducks per U­Boot  die Insel erreichen, haben sie mit einem  magnetischen   Peilsender   Ehrenspecks,  den sie mit einer Schaufel auf die falsche  Bahn   brachten,   und   einer   Riesenqualle,  welche sie mit einer mitgebrachten Kiste  Pfefferminzbonbons   zufrieden   stellen  konnten.   Auf   der   Insel   können   sie   den  Rubin   mit   einer   weiteren   Pfefferminz­ bonbonkiste   kaufen   und   Dagobert   ver­ steckt   den   Rubin   zwischen   den   Pfeffer­ minzbonbons, da sie sich sehr ähneln.  Doch   da   überwältigen   Ehrenspeck   und  die Panzerknacker die Ducks und ergau­ nern  sich  die Pfefferminzkisten.  Auf  der  Rückfahrt   werden   sie   jedoch   ebenso   mit  der   Qualle   konfrontiert.   Als   Ehrenspeck  und   den   Panzerknackern   Dagobert   den  Rubin wiedergeben, verrät er ihnen, wie  sie die Qualle mit den Bonbons bezirzen  können.   Als   Dagobert   am   Ende   seinen  Rubin bei den Treffen präsentiert, halten  ihn die anderen Gäste für langweilig und  bedauern es, ihn immer wieder einladen  zu müssen. Die Menschen in der „höheren  Gesellschaft“   sind   selbstverliebte,   mate­ rialistische Leute, welche sich bei solchen  Feiern in Grüppchen sammeln, um über­ einander zu lästern. Mir ist es bis heute  unverständlich,   warum   Dagobert   unbe­ dingt   in   diesen   Bekanntenkreis   hinein  möchte, selbst wenn er den wohlhabenden  Gästen   nur   die   kostenlosen   Speisen  wegessen möchte.  Die Moral dieser Geschichte ist etwas ge­ schickter   verpackt   als   die   im   „goldenen  Fließ“, scheint aber dieselbe zu sein, denn  die materiellen Mittel machen weder aus  den   Gästen   sympathischere   Menschen  noch für die Gäste aus Dagobert einen in­ teressanteren Menschen. „Glück und Glas“ (The Unsafe Safe) wur­ de zu „Der Klirrfaktor“ (The Unbreakable   Bin).Als Dagobert seinen Zwicker aus ei­ nem   neuen,   unzerbrechlichem   Glas   ma­ chen lässt, sich aber noch um einbrechen­ de   Panzerknacker   ärgern   muss,   lässt   er  seinen Geldspeicher mit eben diesem Glas  ummanteln und reist als Urlaub mit Do­ nald und den Jungs um die Welt. Einem 


Tropenvogel gelingt es jedoch mit seinem  Schrei,   den   Zwicker   zu   zerbrechen,   was  Dagobert dazu nötigt, jeden dieser Vögel  einzufangen.   Währenddessen   versucht  sich   Gundel   Gaukeley   mit   Gewalt   und  verschiedenen   Tönhöhen,   den   gläsernen  Safe   zu   zerbrechen.   Da   sie   es   nicht  schafft,   fliegt   sie   zu   Dagobert,   um   den  Code zu erfragen. Die Unmengen gefange­ ner   Vögel   machen   sie   misstrauisch   und  nach ein wenig erzwungener Information  knackt sie den Tresor. Doch die Batterien  ihres   Zaubers   versagen,   wodurch   Dago­ bert   ihr   den   Zehner   wieder   abnehmen  kann. Ein gläserner Tresor ist die reinste Versu­ chung und vielleicht sogar Barks’ Grund­ gedanke zum Entwickeln der Story gewe­ sen. Nur ein kleines, durchsichtiges Stück  nichts   trennt  einem   von   den  Schätzen,   und  doch sind sie so  unerreichbar  fern.  Der   deut­ sche und engli­ sche  Comictitel  gehen   zusätz­ lich   noch   dar­ auf ein, dass selbst der sicherste Safe ir­ gendwo   seine   Mängel   hat,   vor   allem,  wenn er aus Glas ist. Das ging im engli­ schen Folgentitel „The Unbreakable Bin“  leider   verloren.   (Den   unsinnigen   deut­ schen   Titel   „Der   Klirr­Faktor“   lasse   ich  hierbei lieber außer Acht.) „Tralla­La“   (Tralla   La)   wurde   zu   „Kro­ nenkorken in Trala La“ (The Land of Tra­ la­la). Dagobert   Duck   ist   hoffnungslos   überar­ beitet und bekommt Anfälle, wenn er et­ was von Geld hört und muss Medizin aus  Flaschen   nehmen,   weshalb   er   Urlaub  nehmen   möchte.   Sein   Arzt   erzählt   ihm  vom sagenhaften Tralla La, in dem es kei­ nen Geldeswert gibt, und so fliegen Dago­ bert, Donald und die Drillinge zum Hima­ laya, um dort in einem Tal Tralla La zu  entdecken.   Als   sie   von   den   Bewohnern 

aus   dem   Strudel,   in   welchem   sie   dank  Fallschirme fielen, retteten, bleiben sie ei­ nige Zeit, bis ein Eingeborener den Kron­ korken  von  Dagoberts   Medizin   entdeckt.  Da   dieser   sehr   selten   ist,   erhält   dieser  einen enormen Wert und wird von gieri­ gen Tralla­La­Bewohnern hin­ und herge­ tauscht.   Da   Dagobert   für   dieses   Laster  sorgte, lässt er eine Milliarde Kronkorken  per Flugzeuge ins Tal werfen. Nach weni­ gen  tausend   jedoch haben  die Bewohner  genug   von   Kronkorken   und   beschimpfen  Dagobert,   weil   dieser   ihre   Felder   ver­ schmutzt. Um die Flugzeuge aufzuhalten,  lassen die Bewohner die Ducks zurück in  die Zivilisation gehen.  Trotz  sehr schöner Atmosphäre  und  Ge­ genden hat dieser Comic eine faustdicke  Moral über den Wert des Geldes und er­ klärt mit Metaphern, was es mit Angebot  und   Nachfrage   auf   sich  hat.   In   einigen   Kommen­ taren   zu   diesem   Comic  wurde   auch   noch   betont,  dass   die   Trinkmedizin  Dagoberts in Colaflaschen  verabreicht wird, aber um  ehrlich   zu   sein   habe   ich  nie   verstanden,   was   das  denn   nun   zu   bedeuten  habe. "Der   Selbstschuß"   (Terror   of   the   Beagle   Boys) und "Der arme reiche Mann" (Only   A   Poor   Old   Man)   wurden   zu   Teilen   des  Mehrteilers   "Super   DuckTales"   (Folgen  81­85)   umgeschrieben.   Hierbei   wurden  nur   Ideen   verwendet,   weshalb   ich   nicht  extra   auf   die   beiden   Comics   eingehen  werde.   Einige   Listen   von   DuckTales­ Adaptionen von Barks­Comics führen die  beiden   Beispiele   nicht   einmal.   Andere  klare Inspirationen sind zum Beispiel die  Comics "Der Jungbrunnen", "Die Irrfahr­ ten   des   Dagobert   Duck",   "Der   verlorene  Zehner", "Der Volltreffer", "Fragwürdiger  Einkauf", "Eine würzige Geschichte", "Er­ innerungen   einer   Chefsekretärin",   "Die  künstliche   Kraftquelle",   "Der   Stein   der  Weisen", "Moderne Zeiten", "Anschlag auf  den   Glückstaler"   und   "Geld   fällt   vom 

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Himmel",   bei   allen   wurden   aber   nur  Aspekte verwendet wie die Rahmenhand­ lung oder kurze Gags.  Barks’   Comics   als   Vorlagen   für   Duck­ Tales­Folgen zu nehmen, barg ein Risiko:  Während die Comics so gemacht wurden,  dass sie von Jung und Alt genossen wer­ den   können,   beschränkte   sich   die   Serie  nur auf die erste Hälfte. Dies ist kein Zu­ fall   oder   Prozess   gewesen,   sondern   war  von Anfang an geplant, was man vor al­ lem   bemerkt,   wenn   man   die   Karrieren  der   Macher   vor   DuckTales   beobachtet.  Produzent Robert Hathcock Jr. arbeitete  bei   Hanna­Barbera   an   Casper   und  Scooby­Doo,   danach   an   den   Schlümpfen,  wofür  er  sogar  einen  Emmy  bekam.   Die  Autoren Ken Koonce und David Wiemers  erhielten ebenfalls einen Emmy, nämlich  für   ihre   Arbeit   an   den   Muppet­Babies.  Der Regisseur James T. Walker arbeitete  ebenfalls   an   den   Muppet­Babies,   außer­ dem an den Jetsons und den „Flintstone  Kids“. (Alan Burnett hingegen, der für ei­ nige Folgen das Skript schrieb, wechselte  später zur animierten Batman­Serie und  blieb   seitdem  den   Superhel­ den   von   DC  treu.)   Keine  dieser   Serien  war   jemals  auf   ein   er­ wachsenes  Publikum   zu­ geschnitten,  und so hatten  ältere   Comic­ leser   natür­ lich   ihre  Schwierigkei­ ten,   ihr   En­ tenhausen   in   dieser   Kinderserie   wieder  zu erkennen.  Trotzdem   sind   eindeutige   Parallelen   bei  den   oben   genannten   Folgen   vorhanden,  auf   welche  in   den  Folgenbeschreibungen  weiter eingegangen wird.


Wenn Erfolg für Qualität steht, gibt es bis heute keine bessere  Fernseh­Adaption Entenhausens als die Trickserie DuckTales.  Natürlich gibt es bessere und weniger gelungene Folgen, aber das ist  bei jeder Serie der Fall. Daher wird hier jede Folge der Serie  betrachtet und bewertet, um zu schauen, ob das Titellied Recht behält  mit der Zeile „Es gibt keinen, der sie nicht mag“. Die Folgen sind nach der deutschen Ausstrahlung sortiert. Der  Teletext stammt von SuperRTL und fasst jede Folge grob zusammen.  Fehler in dieser Zusammenfassung wurden nicht korrigiert. Die  gezeigten Ausschnitte zeigen zumeist noch das Logo des  ausgestrahlten Senders, sind die Photos DVDs entnommen, nicht.

STAFFEL 1 (1987­1988)

1. Das geheimnisvolle Schiff (Don't Give up the Ship) Teletext:  Der   mysteriöse   EI   Capitán   ist   hinter einer Karte her, die ihn zu einem   verborgenen Schatz fuhren soll. Da Dago­ bert und seine drei Neffen im Besitz der   Karte sind, werden sie bald in aufregende   Abenteuer verwickelt, bei denen auch die   Panzerknacker eine Rolle spielen... Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Mark Zaslove US­Ausstrahlung: 11.09.1987 (Folge 1) Deutsche Ausstrahlung: 08.04.1989 Info: mit Donald Duck. Erster Auftritt  von Dagobert, den Drillingen, Johann,  den Panzerknackern und El Capitán. Handlungsort: Entenhausen (Hafen,  Villa Duck, Geldspeicher,  Dagoberts  Schokoladenfabrik) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Jede Serie ist nur so gut wie  ihre erste Folge, welche in diesem Fall ein  Fünfteiler   ist.   Wer   Barks­Zitate   sucht,  wird hier auf alle Fälle fündig: So zitiert  Dagobert   schon   beim   ersten   Geldbad,  dass es ihm ein Hochgenuss ist, wie ein  Seehund   hineinzuspringen   und   wie   ein  Maulwurf   darin   herumzuwühlen   und   es  in die Luft zu schmeißen, dass es ihm auf  die Glatze prasselt. (Das wird unter ande­ rem in der Folge „Bubba und der Einzig­ artige“ auch wieder zitiert.) Hier ist das  Geld weitgehend golden statt kupfern und  silbern wie in den Comics. Im Geldspei­ cher angeln die Drillinge nach dem Geld 

wie in „Der arme, reiche Mann“ (Only A  Poor   Old   Man),   während   Dagobert   Bitt­ steller durch seine Falltüre verabschiedet.  Dagobert   hat   Figuren   aus   der   Goldgrä­ berzeit   in   seinem   Büro   und   eine   Büste  Goldies in seinem Flur stehen. Dagobert  besucht   bei   Kummer   seine   Sorgenkam­ mer   (diesmal   ist   diese   in   der   Villa   und  heißt   Kummerzimmer),   die   man   in   den  Folgen „Das Affentheater“ und „Die Kron­ juwelen“ wiedersieht, es stammt aus den  Barks­Comics   „Hans   Hackebeil“   (The  Paul  Bunyan Machine),  „Die Geldquelle“  (The   Money   Well)   und   „Land   unter   der  Erdkruste“ (Land Beneath the Ground!).  In der Mitte davon steht eine Entenversi­ on der Denker­Statue. 

Die Drillinge lösen ihre Probleme mithilfe  des   Schlauen   Buchs.   Dagobert   betont,  dass er reich wurde, weil er zäher war als  die   Zähesten   und   schlauer   als   die  Schlauesten,   und   er   ist   ein   ehrlicher  Mann dabei geblieben. 

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Die Drillinge werden im Fähnlein Fiesel­ schweif   aufgenommen   und   bekommen  Unmengen  von  Medaillen.  Und   ganz  ge­ gen Ende wird sogar eine Schatzsuche an­ gekündigt! Während Dagobert zu Beginn  ein Widerling wie in „Die Mutprobe“ ist,  öffnet   er   den   Drillingen   gegenüber   doch  langsam sein Herz. Und ganz abgesehen  von   diesen   ganzen   Hinweisen   auf   seine  Wurzeln bot die Handlung Spannung und  Abwechslung – da freut man sich direkt  auf die zweite Folge! Diese Episode und die vier folgenden er­ geben das Fernsehspezial „DuckTales auf  Schatzsuche“   (im   Original   „Treasure   of  the  Golden Suns“),  das   erst  später nach  dem   Erfolg   seiner   Erstausstrahlung   zur  Fernsehserie inspirierte und in fünf Epi­ soden   geteilt   wurde.   DuckTales,   dessen  Name erst entstand, als schon einige Epi­ soden  geschrieben  wurde,  wurde  so  Dis­ neys   erste   animierte   Serie,   die   täglich  Episoden   veröffentlichte.   Die   Handlung  des gesamten Specials zeigt Parallelen zu  dem Comic „Das Gold der Inkas“, in dem  in   einem   unscheinbaren   Gegenstand   (ei­ nem   Modellschiff   bzw.   einer   Vase)   eine  Karte zu einem Inka­Schatz in den Anden  führt.  Dies  verleitet  Dagobert  Duck  und  Mac   Moneysac   zu   einem   gierigen   Wett­ streit, welche schließlich beide mitverant­ wortlich sind für das  unwiederbringliche  Verschwinden des Schatzes durch vulka­ nische   Aktivitäten   (Vulkanasche   ver­ schluckte den Schatz der goldenen Sonne 


und ein Geysir ließ den Schatz von Manco  Capac versinken). Sowohl Comic als auch  der Fernsehfilm erschienen 1987. In   einer   Fernsehwiederholung   der   Folge  wurde im Original der Dialog, als Panzer­

knacker Karlchen den Sprengstoff zündet,  gestrichen. (Im Deutschen blieb er erhal­ ten: „Kann ich nicht wenigstens eins an­ zünden?“ ­ „Pst! Geh jetzt in Deckung!“)  Generell bekamen die Panzerknacker ein­

zelne,   karikierte   Persönlichkeiten   und  blieben   nicht   die   große   bedrohliche   Ge­ meinschaft wie in den Comics. Das Spezial war die Zeichentrickpremiere  für   den   Fähnleinführer,   Mac   Moneysac  und   Daniel   Düsentrieb.   Die   Panzer­ knacker   hatten   ihr   animiertes   Debüt  zwar schon im selben Jahr in „Sportgoofy  im Fußballfieber”, wurden hier aber erst­ mals mit unterschiedlichen Persönlichkei­ ten   ausgestattet.   Dass   ihre   Großmutter  (im Original ist es die Mutter) die Bande  anführt,   ist   eine   Anspielung   auf   die   be­ rüchtigte Verbrecherin Ma Barker. Dass   es   Donald   zur   Marine   zieht,   über­ rascht   bei   seinem   Kostüm   wenig,   aller­ dings beißt es sich mit seinen Abenteuer  in den Armee­Cartoons, wo er am liebsten  Flieger   werden   wollte.   Seine   Synchron­ stimme   ist   eine   seltsame   Mischung   aus  einer völlig verständliche, wenn auch ho­ hen Stimme und dem gewohnten Gequa­

ke aus den vorhergehenden Cartoons. Als   Dagobert   einen   Angestellten   mit  „Hey!   Sie   da!   Während   der   Arbeit   wird  nicht gepfiffen” zurechtweist, ist das eine  Anspielung   auf   „Schneewittchen“   mit  „Wer bei der Arbeit pfeift“ (Im Englischen  wird   das   noch   deutlicher   mit   „You!  There'll be no whistling while you work!“  und   dem   Original­Lied   „Whistle   While  You Work“) Fazit: Gegen Ende gibt es zwar viel Acti­ on, dennoch liegt der Schwerpunkt dieser  Folge auf die zwischen­menschlichen Be­ ziehungen.   So   lernt   Dagobert   zwar   Re­ spekt vor den Jungs und diese bemerken,  dass ihr geiziger��Großonkel doch noch ak­ tiver ist als angenommen, aber Nebenfi­ guren   wie   Johann,   der   den   Jungs   Zim­ merarrest gibt, müssen wohl bis zu einer  der   nächsten   Folgen   warten,   um   warm  mit den Jungs zu werden.

Zitate: Dagobert: Dagobert hat ein herrliches Laster, er ist verliebt in seinen Zaster, hahaha! ­ Dagobert: Donald! Diese verrückte Idee kann doch nicht dein Ernst sein! Dabei zahlst du doch nur drauf! Donald: Na ja, reich werde ich dadurch sicher nicht, Onkel Dagobert, aber auf die Weise sehe ich die Welt! Dagobert: Wenn es nur darum geht, kauf dir doch einen Globus. ­ Donald: Meine lieben Kinder! Bei der Marine ist es wahnsinnig aufregend. Die Dinge hier wenden sich für mich zum Guten: Ich hatte   das Glück, dass Admiral Grimitz ein persönliches Interesse an mir gefunden hat und mir die gefährliche Arbeit an Flugzeugen   übertrug. Ich hoffe, es geht euch dreien gut. Ich lasse bald wieder von mir hören. In Liebe, Onkel Donald. ­ Dagobert: Diese nichtsnutzigen Neffen! Hier ist es vorbei mit meiner Ruhe! ­ Johann (in einem Teppich gefesselt): Auf jedem Fall führt das zu einer Verspätung des Abendessens. ­ Bittsteller: Bitte, Herr Duck, möchten Sie nicht etwas für die Übergewichtigen Amerikas tun, damit sie sich eine Hungerkur leisten können?  ­ Dagobert: Donald hat sie in meine Obhut gegeben, also bin ich für sie verantwortlich. Aber Kruzitürken!, diese Bälger werden   verdammt lästig!  Johann: Oh ja, zweifelsohne, Sir! Dagobert: Wie konnte ich mich nur von Donald dazu überreden lassen, auf diese kleinen Biester aufzupassen? […] Das Schlimme ist   nur, dass mich die kleinen Rotznasen an mich selbst in diesem Alter erinnern: Gerissen, aufgeweckt und einfallsreich! Johann: Nur nicht weich werden, Sir! Dagobert: Nein, Johann, ich war zu hart mit ihnen! Morgen mache ich es wieder gut! ­ El Capitán: Gebt mir das Schiff oder ich muss mit euren leeren kleinen Köpfen Kastagnetten spielen!

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2. Die Schatzsuche (Wrongway in Ronguay) Teletext:  Dagobert   Duck   wird   von   Mac   Moneysack,   seinem   erbittertsten   Rivalen   um den Titel der reichsten Ente der Welt,   zu einer Wette herausgefordert. Gewonnen   hat derjenige, der in Südamerika als ers­ ter   den   legendären   Goldschatz   von   Ron­ guay findet... Regie: Steve Clark Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Mark Zaslove US­Ausstrahlung: 18.09.1987 (Folge 2) Deutsche Ausstrahlung: 15.04.1989 Info: Erster Auftritt von Mac Moneysac Handlungsort: Entenhausen  (Schokoladenfabrik, Moneysacs Büro,  Villa Duck), Fixli­Foxli (Südamerika),  Atlantischer Ozean Dagobert­Erzählungen:  Als   er   damals  auf der Suche nach Kupfer in den Busch  flog, war sein Flugzeug in einem erbärm­ licheren   Zustand   als   dieser   Viehtrans­ port. Auf seiner Rinderfarm in Wyoming  lernte er, wilde Tiere zuzureiten. In Bor­ neo   beim   Uran­Schürfen   lernte   er,   bei  plötzlichem Regenfall einen malaysischen  Regenschirm aus Blättern und  Ästen zu  zimmern. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Die zweite Folge braucht ein  wenig,   um   bezüglich   Barks   Schwung   zu  kommen.   So   wohnt   Mac   Moneysac   an­ scheinend   in   Entenhausen,   wo   er   Dago­ berts Finanzen auf Schritt und Tritt ver­ folgt. Zudem scheint Moneysac hier Schot­ te zu sein anstatt Afrikaner, was gut an  der damaligen Apartheid liegen kann. So  sind Dagobert und er selbst beides Ameri­ kaner,   die   ursprünglich   aus   Schottland  kommen. Als er und Dagobert dann we­ gen   eines   Geschäfts   aufeinander   treffen,  werden   sie   gewohnt   großmäulig,   gehen  aber  nicht direkt  aufeinander  los  wie  in 

den Comics. Dafür schwört Dagobert so­ fort, dass er Moneysacs Mütze verspeisen  würde, wenn dieser ihn je finanziell über­ flügeln würde, eine klare Anspielung auf  den Zylinder, den Moneysac am Ende von  „Der reichste Mann der Welt“ verspeisen  muss. Das lässt sich Moneysac nicht bie­ ten   und   fordert   wie   im   selben   Comic  einen   Wettkampf,   den   nur   gewinnen  kann, wer in zwei Wochen mehr Geld ver­ dient. 

Bald   darauf   kann   man   im   Hintergrund  sogar ein Gemälde von Dagobert in Biber­ mütze und zwei Goldnuggets sehen, eine  klare   Anspielung   auf   die   Rückblende   in  „Wiedersehen mit Klondike“. Die Drillinge lösen das Rätsel des Modell­ schiffes   sehr   schnell,   fast   schon   zu  schnell:   Da   sie   den   Namen   des   Schiffes  für   kein   richtiges   Wort   halten,   muss   es  ein   Code   sein,   und   zwar   natürlich   ein  recht simpler, wo der Name die Koordina­ ten ergibt. Dass eine solche Logik auf fast  jedes   fremdländische   Wort   zutreffen  müsste, erraten die drei nicht. (Da ist den  Skriptautoren wohl nichts besseres einge­ fallen!)  Auf   dem   Flug   nach   dem   südamerikani­ schen Land Fixli­Foxli (im Original Ron­ guay) benutzen die Drillinge auch wieder 

in ihr Schlaues Buch, in dem auch steht,  wie man einen Jet, eine Raumsphäre und  einen mit Helium gefüllten Ballon fliegt.  Für das normale Flugzeug kann Dagobert  helfen, „so schwierig kann das doch nicht  sein“.   Dass   Dagobert   nie   müde   wird,  wenn   es   um   eine   Schatzsuche   geht,  stimmt   zumindest   im   eben   erwähnten  „Wiedersehen mit Klondike“ nicht.  Die   Drillinge   giert   es   nach   Sonder­ Medaillen   vom   Fähnlein   Fieselschweif,  auch wenn kein Fähnleinführer anwesend  ist. Ihr Schlaues Buch ist jedoch nicht nur  in einem pilotlosen Flugzeug nutzlos: Als  Dagobert   in   Treibsand   gerät,   weiß   es  auch   nicht   weiter   und   Dagobert   selbst  muss wieder weiterhelfen. Bei einer Nie­ derlage kann er jedoch nicht an sich hal­ ten und jammert wie in den Comics laut  herum.   Schließlich   entdecken   Dagobert  und die Jungs ein Schiff in der Wüste, so  wie   im   Barks­Comic   „Die   sieben   Städte  von Cibola“ (The Seven Cities of Cibola).  Auf dem Schiff jedoch weiß Dagobert, wie  man mit klassischen Waffen wie Kanonen  umzugehen   hat   und   rettet   später   sogar  wie in „13 Trillionen“ seinem Konkurren­ ten   aus   der   Not.   Seine   Taschenuhr,   die  der   als   der   ersten   Folge   entspricht,  stammt   übrigens   aus   „Die   Krone   des  Dschingis Khan“. Als   diese   Folge   im   Original   wiederholt  wurde,   ist   die   Szene   raus   geschnitten  worden, in der Trick das Stromkabel zer­ reißt, sodass es aussieht, als würde Track  ihn mit dem Feuerlöscher zerstören. Fazit:  Im   Fokus   dieser   Geschichte   liegt  das Ungewisse und die Rätsel, welche so­ wohl Dagobert als auch Moneysac locken.  Die Drillinge lernen erstmals, mit der ab­ surden   Gier   von   Dagobert   umzugehen  und trösten ihn, wenn er deprimiert ist.

Zitate: Mac Moneysac: Moneten, Mäuse, Gold und volle Kassen! Wenn das so gut weiterläuft, werde ich, Mac Moneysac, endlich die   stinkreichste Ente von der Welt sein! Ich hole auf, Dagobert! ­ Tick: Ist doch klar! Wenn dieser Name da nichts bedeutet, muss es ein Geheimcode sein! ­ Mac Moneysac: Wo ist Dagobert? Johann: Bedaure, keine Hausierer außer nach Vereinbarung. Dagobert: Was wollen Sie, Moneysac? Mac Moneysac: Ihre versaute Schokoladenfabrik kaufen. Dagobert: Gern. Nennen Sie einen Preis, ich verdopple ihn und­, Moment! Dagobert: Nach unserem Berechnungen und diesem Kompass müssten wir da sein.

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Drillinge: Aber hier gibt es nur Sand, Dagobert! Wie kann denn ein Schiff in der Wüste versinken? Ja, wo ist das Wasser? Dagobert: Vielleicht haben sie hier so einen breiten Strand! ­ Trick: Steht dort [im Schlauen Buch] zufällig, was „Halt die Luft an“ auf Spanisch heißt? ­ Track: Onkel Dagobert, du bist in Treibsand geraten! Dagobert: Und ich dachte, meine Beine wollen nicht mehr. ­ Tick: Also wirklich, du bist nicht unterzukriegen, Onkel! Dagobert: Das ist der Grund, weshalb ich immer oben schwimme! ­ Trick: Hast du dir wehgetan? Dagobert: Zum Glück bin ich auf meiner Brieftasche gelandet. ­ Dagobert: Mein Leben lang habe ich geschwitzt und geschuftet, um immer einen Schritt vor Raubtieren wie Mac Moneysac zu sein.   Tief in meinem Innersten habe ich wohl immer befürchtet, dass dieser Halunke mich eines Tages überholen würde, und schließlich ist  dieser Tag auch gekommen.  ­ Dagobert: Räuber! Diebe! Politiker! ­ Mac Moneysac: Dagobert! Dagobert: Moneysac! El Capitán: Die Wichte! Drillinge: Das ist der Kerl! Mac Moneysac: Wir gehen mal zusammen essen. Dagobert: Na schön, dann spendier ich Ihnen ein Boxer­Sandwich!

3. Der goldene Kondor (Three Ducks of the Condor) Teletext:  Die   Suche   nach   dem   Schatz   geht   weiter.   Diesmal   steigt   Dagobert   mit   Donald   zusammen   in   Quacks   neustes   Fluggerät, den Kondor. Gemeinsam beste­ hen   sie   gefährliche   Abenteuer,   um   das   Gold zu finden. Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Mark Zaslove US­Ausstrahlung: 25.09.1987 (Folge 3) Deutsche Ausstrahlung: 22.04.1989 Info: mit Donald Duck. Erster Auftritt  von Frieda, Nicky, Daniel Düsentrieb und  Quack. Handlungsort: Entenhausen, genauer  Villa Duck, Flughafen und Düsentriebs  Werkstatt. Panama­Kanal, Anden,  Pazifischer Ozean. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Nicky  ist keine Barks­Erfin­ dung,   basiert   aber   auf   seine   Figuren  Dicky,   Dacky   und   Ducky,   die   als   Daisys  Nichten in nur wenigen Comics auftreten. 

Die rebellische Seite der Jungs, weshalb  auch eine Gouvernante für die drei benö­ tigt wird, zeigt sich in den Comics immer  wieder als Gegensatz zu den vernünftigen  Pfadfindern. Manchmal wird auch beides  kombiniert, etwa in „Riskante Regentän­ ze“,   in   dem   die   Fieselschweiflinge   das  Ende der Ferien vermeiden möchten.  Auch geht Dagobert sofort zu Daniel Dü­ sentrieb   (bemerkenswerterweise   noch  ohne   Helferlein),   wenn   er   maßgeschnei­ derte,   aber   günstige   Technologien   benö­ tigt. Sein Fluggerät Kondor scheint dabei  eine Art Prototypen für den Donnerquack  zu  sein,  den  Quack in  „Darkwing  Duck“  baute und fliegt. Dagobert lässt die Dril­ linge daheim mit der Ausrede, dass es Do­ nald   sicher   nicht   recht   wäre,   wenn   die  drei sich ohne ihn in der Weltgeschichte  herumtreiben   würden,   was   wohl   auch  darauf   anspielt,   dass   verdächtig   wenige  Barks­Geschichten   die  Drillinge   mit  Da­ gobert, aber ohne Donald Abenteuer erle­ ben   lassen.   Donald   hat   zum   Glück   aber 

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Zeit,  doch die Drillinge müssen dennoch  daheim   bleiben.   Zwar   kann   man   ihn   in  der   deutschen   Synchronfassung   im   Ver­ gleich   zu   den   alten   Cartoons   verstehen,  doch leider vermisst man seine Eloquenz  und Sprachverliebtheit.  Zwar   keine   Barks­Anspielung,   aber   als  Dagobert   im   Flugzeug   die   Hände   über  den Kopf wirft und ruft „Wir haben Do­ nald vergessen“, erinnert es stark an „Ke­ vin allein zuhaus“.


Fazit: Hier wurden Frieda und Nicky an­ scheinend   nur   eingeführt,   um   sie   dann  bequem daheim zu lassen, während Dago­ bert, Donald und Quack ein Abenteuer er­

leben.   Dafür   lernen   wir   Quack   besser  kennen, der schließlich auch zu den neu­ en   Figuren   der  Serie  gehört.   Schließlich  sieht aber Dagobert ein, dass es zusam­ men   mit   den   Jungs   mehr   Spaß   machen 

würde, Abenteuer zu erleben, und Donald  stimmt sofort zu. Die  Ausrede, dass  Do­ nald damit nicht einverstanden wäre, ist  damit vom Tisch.

Zitate: Johann: Ich glaube, Herrn Ducks Neffen sind gerade fertig mit der vorherigen Bewerberin. Vorherige Bewerberin: Hilfe! Hilfe! […] Hilfe, das ist ja schrecklich! ­ Frieda: Ich bin Frieda und zu ihren Diensten. Dagobert: Sie erscheinen mir nicht streng genug für diesen Job! Tick: Ist sie bestimmt nicht, Onkel Dagobert! Frieda: Ach ja, und warum bin ich dann als einzige Bewerberin noch hier, Tick? Track: Er ist nicht Tick, das bin ich. Frieda: Na, na, wir wollen doch nicht flunkern, Track, oder? Track: Mist! Wie kann sie uns auseinander halten? ­ Quack: Quack der Bruchpilot soll abspringen? Niemals! Fallschirme machen mich luftkrank! ­ Quack: Aber Sie wissen doch, lieber Herr Duck: Runter kommen sie alle von alleine! Dagobert: Hoffentlich ist meine Krankenversicherung bezahlt. ­ Quack: Was denn, Sie erwarten, dass ich da runterklettern soll, Herr Duck? Dagobert: Es gibt auch einen schnelleren Weg nach unten! Quack: Ja, schon gut, ich klettere, Boss! ­ Donald: Wenn Sie noch einmal so mit meinem Onkel reden­ Joaquin Slowly: Ist der immer so frech? ­ Quack: Mayday! Hilfe! S.O.S! Das sieht nicht sehr viel versprechend aus! ­ Donald: Ich wünschte, ich könnte mitkommen, Onkel Dagobert. Dagobert: Das wünschte ich auch, Donald, und das nächste Mal nehmen wir die Kinder mit! Donald: Einverstanden!

4. Im ewigen Eis (Cold Ducks) Teletext:  Dagobert   gerät   bei   der   Suche   nach einer Schatzkarte in der Antarktis in   die   Gewalt   von   sprechenden   Pinguinen.   Quack macht sich mit Frieda, Nicky und   den drei Jungs auf den Weg, um ihn zu   retten...

verwunderlich ist die Strategie von Dago­ bert,   ohne   Kommunikationsmittel   nur  von   der   Flut   angetrieben   auf   einem  Schlauchboot   im   Ozean   zu   treiben,   aber  das kann natürlich auch ein Vorbote des  Goldfiebers sein.

Regie: Terence Harrison Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Mark Zaslove US­Ausstrahlung: 02.10.1987 (Folge 4) Deutsche Ausstrahlung: 29.04.1989 Handlungsort: Villa Duck, Antarktis

Zwar   keine   Barks­Anspielung,   aber   im  Zimmer der Drillinge hängt ein Bild vom  Cinderella­Schloss. (Es könnte sich dabei  auch um das Schloss von König Brian aus  der   späteren   Folge   „Verwirrung   bei   den  irritierten Iren“ handeln, doch reagieren  die Jungs dort so auf das Schloss, als hät­ ten sie es noch nie gesehen.) Dass sich die  Jungs in Kisten schmuggeln, um mit ih­ rem Onkel Abenteuer erleben zu können,  ist für einen Kenner der Comics natürlich  nichts Neues. Dafür sind die drei überra­

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Die Folge geht wie selbstver­ ständlich   davon   aus,   dass   Stimmgabeln  zu Erdbeben fähig sind, was sie anschei­ nend nur bei den Ducks können. Ebenso 

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schend frauenfeindlich. Zwar mögen Tick,  Trick   und   Track   in   „Düsenritter“   nicht  mit Mädchen tanzen und grämen sich, in  „Kampf der Drachen“ von einem Mädchen  beim   Drachensteigen   oder   gar   in   „Betö­ rende   Töne“   den   gegnerischen   Fähnlein  Kohlmeisen   übertroffen   zu   werden,   aber  diese offenen Beleidigungen sind seltener.  (Hin und wieder fallen die Drillinge wie­ der in ihre  frauenfeindliche Haltung zu­ rück, etwa in der Folge „Geschäftsgeist“.)  Zum Glück packte Quack beim Flug auch  Anoraks  für  die  vier   Kinder  und  Frieda  ein, obwohl diese eigentlich blinde Passa­ giere waren. Es gibt auch keine Walrosse  am Südpol, geschweige denn fressen Wal­ rosse   Pinguine,   das   machen   nur   Seeleo­ parden.   Das   Pinguinmädchen   Skittles  könnte   ihren   Namen   als   Anspielung   an 


die farbenfrohen Drops bekommen haben,  ihre ganze sprechende Pinguinfamilie hat  im Original britische Akzente. Streng ge­ nommen   würden   Nickys   Wachsmalstifte  bei den Temperaturen auch nicht funktio­ nieren.

Fazit:  Was   für   eine   absurde   Folge!   Ei­ gentlich sollte sie zeigen, dass hinter der  sanften Art von Nicky und der strengen  Einstellung von Frieda Frauen mit Power  und   Fähigkeiten   stecken,   aber   leider   ist  das   Band   der   Freundschaft   zwischen 

Mensch  und   Pinguin   nur  bei   Nicky   und  Skittles,   zwei   entsetzlichen   Figuren,   die  meistens   nur   die   „Jungfrau   in   Nöten“  spielen. Dagobert hat Nicky gegenüber so  schnell sein Herz geöffnet, dass seine Ab­ lehnung   gegen   die   Jungs   in   der   ersten  Folge fast noch alberner scheint. Schade.

Zitate: Nicky: Entschuldigen Sie bitte. Quack: Nein, keine Autogramme jetzt! ­ Frieda: Oh! Gebt acht, Jungs, es ist hinter euch her! Quack: Keine Bange, ich rette sie schon! Trick: Uns retten? Sieht so aus, als müssten wir sie retten! ­ Nicky: Ach, Verzeihung, Herr Duck. Dagobert: Nenn mich Onkel Dagobert. Nicky: Oh, wie lieb! Dankeschön, Herr Onkel Dagobert! ­ Frieda: Sind sie noch hinter uns her? Dagobert: Das müssen sie wohl, ich spüre noch ihren Hauch im Genick. ­ Dagobert: Ich danke euch vom Herzen, dass ihr mich gerettet habt, das war eine edle Tat!

5. Das Tal der goldenen Sonne (Too Much of a Gold Thing) Teletext: Unsere Abenteurer gelangen auf   ihrer   Schatzsuche   in   den   Dschungel   von   Peru. Nach gefährlichen Begegnungen mit   Alligatoren und Schlangen gelangen sie in   das Tal der goldenen Sonne, wo sie einen   legendären   Schatz   finden.   Doch   EI   Ca­ pitán ist ihnen auf der Spur und fordert   das Gold für sich...

len zu sein, weshalb sie nicht einmal be­ merken,   dass   sie   zwischendurch   ihr  Schlaues Buch liegen lassen. 

Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Mark Zaslove US­Ausstrahlung: 09.10.1987 (Folge 5) Deutsche Ausstrahlung: 06.05.1989 Handlungsort: Peru Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Das in der Folge angesproche­ ne   Goldfieber   nahm   von   Dagobert   auch  schon in den Comics „Der Stein der Wei­ sen“   und   „Der   magische   Hammer   von  Walhalla“ Besitz, auch in der Folge „Ge­ wusst   wie“   glaubt   er,   davon   angegriffen  worden   zu   sein.   Doch   diesmal   scheinen  erstmals auch die drei Neffen davon befal­

Als   Dagobert   in   den   frisch   gefundenen  Geldberg springt, versuchen die Drillinge  es   ihm   nachzumachen,   scheitern   aber  ähnlich kläglich wie die Panzerknacker in  „Der   arme,   reiche   Mann“   (Only   A   Poor  Old   Man).   Als   sie   von   el   Capitán   über­ rascht   werden,   erklärt   dieser,   dass   er  schon seit 400 Jahren auf der Suche nach  dem   Schatz   ist,   so   wie   der   Schurke   aus  „Schah Dagobah der Erste“. Leider erfah­

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ren wir im Gegensatz zum Comic bis zum  Schluss nicht, wie er den Tod so lange be­ schwindeln   konnte.   Die   zusammenbre­ chende Goldstadt ist eine Anspielung an  „Die sieben Städte von Cibola“ (The Seven  Cities of Cibola), wurde aber auch in der  „Indiana   Jones“­Reihe   mehrfach   aufge­ griffen.   Barks   inspirierte   George   Lucas  inspirierte DuckTales. Quack referiert so­ gar Indiana Jones, als er meint, dass je­ mand anders Schlangen hasse, immerhin  sind   Schlangen   Indianas   einzige   Furcht.  Quack   zitiert   im   Originalton   mit   „Warp  drive,   Scotty“   auch   die   Science­Fiction­ Serie Star Trek von 1966. (Die deutsche  Version der Szene sagt nur „Na los, dann  sag mal was, Schätzchen!“) Fazit:  Wow, was für ein Abschluss! Acti­ on, Humor und vor allem Zusammenhalt!  Nur die Sache mit dem Goldfieber zieht  sich etwas zu penetrant durch die Folge,  um   danach   nie   wieder   erwähnt   zu   wer­ den. Naja, abgesehen von der Folge „Ge­ wusst wie“, wo Dagobert seine Geldläuse  für Goldfieber hält.


Zitate: Nicky: Guck mal, eine Rolltreppe. Frieda: Nein, Nicky, das ist ein etwas älteres Modell, da müssen wir leider 'raufgehen. ­ Quack: Ah, eine Schlange! Ich hasse Schlangen! Nein, das muss irgendwas anderes gewesen sein, Schlangen mag ich ja. ­ Dagobert: Sieh dich um, meine kleine Dublone, wir sind in einem 24karätigen Paradies! ­ Quack: Na, nun sei ein braver Motor und spring an!

6. Armstrong macht’s möglich (Armstrong) Teletext:  Daniel   Düsentrieb   erfindet   einen Roboter namens Armstrong, der ein­ fach alles kann. Er schlägt  Quack sogar   bei   einem   Wettfliegen.   Traurig   erkennt   Quack, daß er nicht nur als Pilot ausge­ dient hat, sondern auch als Idol der Kin­ der.   Als   Dagobert   dem   Roboter   sein   Fir­ menimperium   anvertraut,   wird   Arm­ strong größenwahnsinnig und strebt nach   der Weltherrschaft...

Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Michael Keyes US­Ausstrahlung: 16.10.1987 (Folge 9) Deutsche Ausstrahlung: 02.09.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 1“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen  (Eisenbahnlinie einige Kilometer vor  Entenhausen, Villa Duck, Flughafen,  Geldspeicher, Werkstatt von Daniel  Düsentrieb, Innenstadt, Quacks  Wohnung)

Thema einer Geschichte waren, auslässt,  kommt   man   auf   gut   und   gerne   keinen  Barks­Fakt   in   diesem   Cartoon.   Dafür  schien  er William  Van  Horn  zum Comic  „Der   schreckliche   Perfekte“   und   die  „Käpt’n Balu“­Episode „Roboter im Cock­ pit“   inspirieren.   Als   Armstrong   im   Tre­ sorraum   das   Geld   ordnet   und   stapelt,  scheint es sich drastisch verringert zu ha­ ben, was aber nie thematisiert wird. Viel­ leicht wurden aber auch nur die Münzen  in Scheine umgewechselt. Wie der Termi­ nator   ist   Armstrong   hier   in   der   Lage,  Stimmen zu imitieren, würde aber schon  beim ersten Regen anfangen, auseinander  zu fallen.  Bei dem Wettkampf zwischen Quack und  Armstrong   sieht   man   Frau   Federwisch  (die DuckTales­Version von Fräulein Rüh­ rig) als Dagoberts Begleitung. Sie taucht  auch wieder in „Die verlorene Welt“, „Ein  Held zum Anfassen“ und „Kein Rock ohne  Oma“  auf (zugegeben  ist sie  nicht  exakt  die   DuckTales­Adaption   von   Fräulein  Rührig, denn im Original heißt die Figur  in   den   Comics   Miss   Quackfaster   und   in  der Trickserie Mrs. Featherby. Es handelt  sich also eigentlich um zwei verschiedene  Figuren.) 

Gerade   beim   Wettstreit   wird   Quack   als  Gegensatz   zum   Roboter   Amrstrong   als  Mensch bezeichnet, obwohl er streng be­ trachtet ein Pelikan ist. Aber dies gesch­ ah vorher schon lange in den Comics und  dürfte keinen verwundern.

Fazit:  Es giert den Menschen immer da­ nach,   zu   faulenzen,   auch   wenn   er   dafür  viel   Geld   zahlen   muss.   Man   sieht   zwar  nicht, wie und ob Dagobert für Armstrong  Geld zahlt, weshalb sich Armstrong auch  einfach das selbst verdiente Geld inklusi­ ve   dem   des   Milliardärs   nimmt.   Sein  nächster Plan ist aber nicht der Beistand  seines Erfinders wie ein Golem oder der  Plan   seines   Erfinders,   weitere   Arm­ strongs   zu   entwickeln,   sondern   schlicht  und   einfach   die   Weltherrschaft.   Warum  der Roboter sich als böse und machtgierig  entpuppt,   wird   nicht   thematisiert,   ver­ mutlich   korruptierte   ihn   die   Macht,   die  Dagobert ihm gab. Auch sehr schön ist, dass Daniel Düsen­ trieb seine Lektion lernt und im Kopf be­ hält: Als er in „Terror der Technik“ wieder  Roboter   bastelt,   werden   diese   von   Hand  gesteuert und sind keine künstlichen In­ telligenzen.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Wenn man die Tatsache, dass  Düsentriebs   Werkstatt   außerhalb   der  Stadt   liegt   und   dass   seine   nicht   immer  funktionierenden   Erfindungen   häufig 

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Zitate: Track: Hey Leute, da kommt Quack! Dagobert: Aber in diesem dämlichen Doppeldecker! Was soll das, Quack? Sie können in dieser Nähmaschine hier doch nirgends landen. Quack: Das spielt überhaupt keine Rolle, Herr Duck, ich habe sowieso keinen Sprit mehr. ­ Trick: Wir brauchen Hilfe! Tick: Ja, nur wer wäre blöd genug, um es mit einem Roboter aufzunehmen? Alle drei: Quack natürlich!

7. Verwirrung bei den irritierten Iren (Luck o' the Ducks) Teletext:  Dagobert   Duck   erfährt   von   einem verborgenen Schatz, dessen Versteck   nur Kobolde kennen. Als er einen Vertreter   dieser Gattung kennenlernt, bringt er ihn   mit einem Trick dazu, ihm einen Wunsch   zu   gewähren.   Natürlich   wünscht   sich   Dagobert,   den   Schatz   zu   finden.   Doch   auch   der   Kobold   ist   nicht   auf   den   Kopf   gefallen   und   versucht   seinerseits,   Dagobert eine Falle zu stellen...

droht,   als   Kartoffel,   was   auf   die   große  Kartoffelkultur   in   Irland   anspielt.   1740  und   ab   1816   gab   es   z.B.   Hungersnöte  wegen   Krankheiten,   die   nur   Kartoffeln  angriffen. 

Regie: Terence Harrison Drehbuch: Michael O'Mahony US­Ausstrahlung: 23.10.1987 (Folge 49) Deutsche Ausstrahlung: 28.04.1990 Handlungsort: Entenhausen  (Geldspeicher, Innenstadt, Villa Duck),  Smaragdinsel

Ebenfalls   kein   Barks­Zitat   ist   die  Ähnlichkeit   von   Sir   Brians   Schloss   mit  dem   Cinderella­Schloss.   Fieselschweif­ Plan 999 ist es, bei Nacht Ohrschoner zu  tragen:   „Wir   haben   schon   einmal   mit  Quack übernachten müssen.“ 

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Seltsamerweise   können   auf  einmal der Kobold Fadoragh (bei meiner  Recherche   fand   ich   drei   verschiedene  Schreibweisen   seines   Namens),   die  Drillinge   und   Nicky   in   Dagoberts   Geld  tauchen und schwimmen. (In „Reise in die  Vergangenheit“  können   sie   es   ebenfalls.)  Auch   kann   auf   einmal   Dagobert   durch  kurzes   Abtauchen   in   angeblich   fünf  Sekunden sein Geld zählen, was er auch  in der Folge „Gewusst wie“ kann. 

Als es schließlich zu den goldenen Höhlen  geht,   die   Dagobert   begehrt,   müssen   sie  mehreren Fallen ausweichen, die an „die  sieben   Städte   von   Cibola“   (The   Seven  Cities   of   Cibola)   erinnern   oder   an   die  „Indiana Jones“­Adaption der Geschichte.  Dagobert   hatte   auch   in   den   Comics  immer ein Faible für Schätze aus Sagen,  etwa   Einhörner   („Die   Jagd   auf   das  Einhorn“),   „das   goldene   Vlies“   oder  aktuellere   Sagenschätze   wie   „der   Stein  der   Weisen“.   Dagobert   bezeichnet   einen  riesigen   Stein,   der   sie   zu   zermalmen 

Dagoberts   Tricks,   um   an   die   goldenen  Höhlen   der   Kobolde   heranzukommen,  sind fragwürdig: Er ist gegen das Stehlen  und   behauptet   stets,   sein   Geld   ehrlich  verdient   zu   haben,   aber   hier  verschwimmt   die   Grenze   zwischen  charakteristischer Gier und Diebstahl. Natürlich   sind   die   Kobolde   alle  Leprechauns   wie   in   der   gleichnamigen  Filmreihe und Harry Potter. Fazit:  In   diesem   Abenteuer   bemerkt  man,   wie   unterschiedlich   man   in   der  Jugend   und   im   Alter   auf   Sagenfiguren  und ihre Länder reagiert. Nicky freundet  sich   sofort   mit   den   zwielichtigen   Kobold  an   und   hat  viel   Spaß   mit   ihm   im   Land  der   winzigen   Menschen   und   bunten  Ponys,   aber   der   erwachsene   Dagobert  muss sofort Schätze gewinnen und Quack  will sich als Ritter beweisen. Den wieder  ausgestoßenen   Kobold   nimmt   Dagobert  auch   für   eine   begrenzte   Zeit   auf,   aber  danach geht es für ihn wohl wieder in die  Obdachlosigkeit.

Zitate: Quack: In eine Schlangengrube geworfen zu werden ist immer ein großer Irrtum, vor allem, wenn sich wie hier in der Grube ein ganzer   Schlangenhaufen schlängelt! ­ König Brian: Hast du sie ins Land gebracht? Sag einmal die Wahrheit! Fadoragh: Ich musste es tun, euer Königwürden! Sie wollten mich teeren und federn mit ihren eigenen Federn! ­ König Brian: Ich wette, einen solchen Diamanten habt Ihr noch nicht gesehen! Dagobert: Hoheit belieben zu scherzen, ich habe genau so einen, nur viel größer!

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Quack: Seien Sie ehrlich, raus mit der Sprache, Herr Duck, sehe ich nicht ein wenig albern aus in diesem Ritteranzug? Dagobert: Nein, nicht mehr als sonst, Quack. ­ Nicky: Ich kann wirklich nicht verstehen, warum du sie zwingst, dir die goldene Höhle zu schenken, wenn sie doch nicht wollen, Onkel Dagobert! Dagobert: Ähm, äh, Nicky, eines Tages wirst du das verstehen, wenn du älter bist und weise und, äh… Quack: Gierig. ­ Dagobert: Nickylein, nun weiß Onkel Dagobert gar nichts mehr zu sagen! Quack: Ich weiß, was Sie sagen sollten, Herr Duck! Sie hatte Recht und Sie hatten unrecht, sie war weise und Sie waren ein Narr. Sie   waren gierig, selbstsüchtig, ein grober, böser… Dagobert: Sie haben das Wesentliche erfasst, Quack!

8. Bis daß das Geld euch scheidet ('Til Nephews Do Us Part) Teletext:  Dagobert hat sich in die reiche   Millionara Vanderbucks verliebt. Die bei­ den wollen sogar heiraten. Als die Neffen   erfahren,   daß   die   Braut   plant,   sie   nach   der Hochzeit auf eine Militärakademie zu   schicken, während Nicky die Schule been­ den soll, sind sie wie vom Donner gerührt.   Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als   Millionara zu vergraulen und ihren Onkel   vor ihr zu retten. Sie überreden Dagobert,   mit   ihr   auf   Reisen   zu   gehen   und   lassen   sich einige Überraschungen einfallen, die   nicht im Prospekt standen...

Regie: Terence Harrison Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 30.10.1987 (Folge 65) Deutsche Ausstrahlung: 25.08.1990 Info: mit Donald Duck  Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Schwimmhaut­Konzern,  Stadtpark), Malaysia Dagobert­Erzählungen:  Dagobert   als  kleiner Junge war schon sparsam, als er  gefragt wurde, wie seine erste Mütze sein  soll, antwortete er „Billig, billig, billig!“ Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der   Originaltitel   „'Till   Ne­

phews Do Us Part“ ist eine Anspielung an  den Spruch „till death to us part“ (= bis  dass der Tod uns scheidet). Millionara Vanderbucks ist eine Adaption  von  Gitta   Gans,  die   in   italienischen  Co­ mics sehr verbreitet ist und danach giert,  Dagobert zu heiraten, allerdings aus weit  ehrlicheren Gründen. Als Millionara den  Flur   entlanggeht,   wirft   sie   einen   kriti­ schen   Blick   auf   die   Goldie­Büste.   Doch  auch   die   Drillinge   erinnern   sich   vor   ei­ nem Gemälde von Goldie an diese. (Das­ selbe   Gemälde   befindet   sich   laut   „Dr.  Jekyll   und   Mr.   McDuck“   in   Dagoberts  Schlafzimmer vor einem Tresor.) Die süß  klingenden Komplimente zwischen Dago­ bert und seiner „Seelenverwandten“ Mil­ lionara bestehen weitgehend aus Fachter­ mini   des   Finanzwesens,   die   wohl   kaum  an   eine   Zielgruppe   von   Kindern   ausge­ richtet sind.  Die   Szenen,   in   denen   Tick,   Trick   und  Track versuchen, die Hochzeit zu verhin­ dern,   sind   eine   Anspielung   an   den   Dis­ neyfilm „Die Vermählung ihrer Eltern ge­ ben bekannt“ aus dem Jahr 1961, das Re­ make „Ein Zwilling kommt selten allein“  von   1998   dürfte   heute   aber   bekannter  sein.

Gundel Gaukeley, Daniel Düsentrieb, Gu­ stav Gans, Mac Moneysac, Frederike Von  Strangeduck,   Gloria   von   Hochnase,   Dr.  Kunzenwiemers und einige mehr aus der  Gesellschaft   der   Statussuchenden,   Kom­ ponist   Bert   Quakaraque,   Webra   Walters  vom Entenhausener Blatt und schließlich  die   Panzerknackerbande.   Innen   gucken  auch Quack und sogar Donald vorbei. Im  Publikum sitzen auch Käpt’n Nebelhorn,  Doofy   und   Quacks   Vater   Ripcord   bzw.  Reißleine. Als schließlich Goldie aus der  Torte springt und ihrem untreuen Dago­ bert   mit   dem   Gewehr   verfolgt,   schnappt  sich   Millionara   Mac   Moneysac   und   die  Panzerknacker den Inhalt der Bank.

Als Nicky meint, dass sie keinen Apfel es­ sen   würde,   den   Millionara   ihr   anböte,  spielt sie damit auf den vergifteten Apfel  in „Schneewittchen“ an. Millionara selbst  spielt   im   Originalton   mit   „That's   why   I  only   packed   the   bare   necessities“   auf  „Probier’s   mal   mit   Gemütlichkeit”   aus  dem Disneyfilm „Dschungelbuch” an. 

Es ist ungewöhnlich, dass Dagobert Gun­ del und Moneysac einlud, aber dafür z.B.  die   Panzerknacker   nicht,   aber   er   schien  sich ohnehin dank rosaroter Brille  nicht  sehr   charaktertreu   zu   verhalten.   Dafür  scheint   Quack   noch   unglaublicher   als  sonst   zu   sein:   Zwischen   seinem   Abgang  aus   der   Bank   und   seiner   Reis­Attacke  vergeht recht wenig Zeit, auf jedem Fall  zu wenig, um zum Flughafen zu eilen und  das Flugzeug steigen zu lassen.

In der Schlange vor der Bank, in der die  Vermählung stattfinden wird, sieht man 

Zugegeben ist es etwas seltsam, dass Gol­ die   von   Dagobert   Treue   erwartet,   wenn 

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die   beiden   schon   seit   Jahrzehnten   ge­ trennte Wege gehen und in ihren gemein­ samen Folgen keine Zukunft zu zweit pla­ nen. Da diese Folge in den USA als letzte der  ersten   Staffel   produziert   wurde,   wurden  viele Figuren, die in nur einer Folge auf­ traten, bei der Hochzeit im Hintergrund  noch mal verwendet, allerdings wurde die 

Folge bei der deutschen Ausstrahlung so  weit vorgezogen, dass man einige Figuren  noch nicht erkennen kann. Fazit:  Das   Leben   steckt   voller   Überra­ schungen, denn erstens kommt es anders  und  zweitens, als   man denkt.  Als  Dago­ bert mit seinen Großneffen auf Abenteu­ erreise möchte, bekommt er bei einem Ge­

schäftsessen   die   Chance   seines   Lebens,  nämlich eine reiche Heirat.  Eine sehr schöne Folge, welche die Serie  super   abgeschlossen   hätte,   nur   in  Deutschland wundert man sich, woher die  Drillinge   diese   ominöse   Goldie   kennen.  Bis   zur  zweiten  Liebschaft Dagoberts   in  „Amors Pfeile“ scheint er aber seine Lek­ tion gelernt zu haben.

Zitate: Dagobert: Johann! Fahren Sie mich zum Schwimmhaut­Konzern, s.b.w.m.! Johann: Bitte? S.b.w.m.?  Dagobert: So bald wie möglich! Johann: Schrecklich, furchtbar, diese Wortverstümmelungen, die jetzt in Mode gekommen sind! ­ Dagobert: Auch, wenn es nicht lange dauern wird, lassen Sie den Motor nicht laufen! ­ Dagobert: Ich bin gekommen, um Ihnen ein Angebot zu machen, das Sie nicht ablehnen können. […] Was soll das heißen, Sie lehnen  ab?! ­ Dagobert: Willkommen im Stammsitz der McDucks, Frau Vanderbucks! Millionara Vanderbucks: Oh, wie reizend! Erinnert mich an mein Blockhaus im Wienerwald. Ein bisschen klein, aber gemütlich. Dagobert, So, äh, ich habe auch schon überlegt, einen Flügel anzubauen, 47 Zimmer sind einfach zu wenig. ­ Tick: Das falsche Biest will uns doch tatsächlich auf eine Militärschule schicken! Nicky: Und ich soll ins Mädchen­Pensionat, ich will aber nicht pensioniert werden! ­ Dagobert: Quack! Kommen Sie hierher, s.b.w.m.! Quack: Jawohl! S.b.w.m.? Was heißt das wieder, hm? So bunt wie Murmeln? So breiig wie Mus? Äh, so blöd wie möglich? Ja, das  muss es sein. Dagobert: Nein! So bald wie möglich! ­ Priester: Willst du, Millionara Vanderbucks, diesen Mann zu deinem rechtmäßigen Ehemann nehmen in Rezession und Inflation,  ihm treu sein bei Profiten wie bei Verlusten bis zum Rest seines fiskalischen Lebens bis der Bankrott euch scheidet?

9. Der Schrecken des Universum (Nothing to Fear) Teletext:  Die Hexe Gundel Gaukelei ver­ sucht wieder einmal, an Dagoberts ersten   selbstverdienten   Taler   zu   gelangen   und   greift   dabei   tief   in   die   Trickkiste.   Dago­ bert und die Neffen sehen sich mit ihren   Urängsten   konfrontiert.   Als   Ihnen   klar   wird, daß es keinen Sinn hat, ewig davor   wegzulaufen,   nehmen   sie   all'   ihren   Mut   zusammen   und   stellen   sich   Ihren   Ängs­ ten... Regie: David Block Drehbuch: Richard Merwin, Patsy  Cameron, Tedd Anasti US­Ausstrahlung: 06.11.1987 (Folge 59) Deutsche Ausstrahlung: 07.07.1990 Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Geldspeicher), Gundels Vulkan

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der   fiktive   Weltraumheld  Flash   Mallard   ist   eine   Anspielung   an  Flash Gordon. Sein Gegner heißt Ganter,  obwohl es sich dabei um ein Schwein han­ delt. Leider kann man nicht hundertpro­ zentig erkennen, was für eine Videospiel­ Konsole   die   Drillinge   benutzen.   Optisch  sieht   der   Toploader   selbst   wie   ein   NES  aus, der Joystick eher nach noch älteren  Apparaten. Die Kombination vom beiden  könnte gut der Neo Geo sein. Dagobert bietet Doofy an, alles in seiner  Küche zu speisen, was er möchte.  Ziemlich uncharakteristisch für Dagobert,  immerhin gehört Doofy nicht einmal zur  Familie, sondern ist nur Nachbar. Eigent­

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lich kennt man das Verhältnis von Doofy  zu den Ducks ohnehin nicht richtig, er ist  zwar   Fieselschweifling,   aber   macht   ihn  das   schon  zu  Freunden  von  den  Drillin­ gen oder Nicky? Er verehrt zwar Quack,  aber macht sie das schon zu Freunde? Im   Zimmer   der   Drillinge   kann   man   ein  gerahmtes Foto von Donald in seinem Co­ mic­Outfit sehen. Die Lehrerin Frau Qua­ ckenbusch   taucht   in   der   zweiten   Staffel  noch ein paar Mal auf. Unter anderen in  den Folgen „Bubba und sein Trampeltier“,  „Dummheit   als   Happy­End“   und   „Wenn  heut am Freitag Samstag wär“, wo sie al­ lerdings harmloser aussieht und freundli­ cher   ist.   Gundels   Wahrsagerkugel   wird  man   in   der   Folge   „Geschäftsgeist“   übri­ gens wieder sehen.


Fazit:  In   dieser   Folge   ohne   Frieda   und  Nicky werden neben vielen Gags auch ge­ zeigt, dass Dagobert und die Jungs auch  viel Herz haben. Anhand der Ängste kann  man auch klar erkennen, welche Figuren  liebevoll durchdacht sind und welche nur 

für den schnellen Gag rein gebracht wur­ den.   Gerade   um   Johann   und   Doofy   tut  mir das Leid. Butler Johann befürchtete  noch in „Bis dass das Geld euch scheidet“  am   meisten,   dass   Dagobert   ihn   raus  wirft, was angesichts seiner in dieser Fol­ ge angesprochenen und in „Grüne Woche  wider   Willen“   wird   das   sogar   besonders  thematisiert,   aber   hier   ist   Johanns  Furcht vor einem lebendigen Wagen wie  in Stephen Kings „Christine“ nur ein billi­ ger Gag, der nicht von Dagobert und den  Drillingen ablenken soll.  Doofy   fürchtet  sich  anscheinend   nur  vor  Schlägertypen   und   lebendigem   Essen,  was auch nur furchtbar oberflächlich ist.  Warum stürzt sich Doofy ins Essen? 

In   „Superdoof“   wird   angedeutet,   dass   er  so versucht, seine Angst vor dem Versa­ gen   zu   vergessen,   was   die   vermutlich  menschlichste Angst ist, die man in dieser  Folge hätte vorbringen können. So hätte  ein Sportlehrer ihn verfolgen können und  frei nach Rektor Strickland aus  „Zurück  in die Zukunft“ ihn mit niederschmettern­ den Kommentaren wie „Du hast offenbar  die   falsche   Einstellung,   Doofy.   Du   bist  eine   Null.   Du   erinnerst   mich   an   deinen  Vater, als der hier war. Der war auch eine  Null. Gib dir keine Mühe, Doofy. Du hast  nicht   die   geringste   Chance.   Du   schlägst  zu sehr nach deinem Vater.“ bombardiert.  Aber   nein,   stattdessen   verfolgt   ihn   ein  stereotypischer   Vandale   und   eine   spre­ chende Banane.

Zitate: Videospiel: Nun hebt ab! Startet in den Weltraum mit „Enten der Galaxie“! Du bist Flash Mallard, Held des Universums, der dem   bösen Kommandeur Ganter bekämpft, um dein Universum zu retten, deine Galaxie und deine Nachbarschaft! Track: Eine äußerst schwierige Aufgabe, aber jemand muss es ja tun. ­ Riesen­Banane: Ich werde aus dir Bananen­Mus machen! Doofy: Bananen­Mus schmeckt aber lecker! ­ Dagobert: Wenn’s regnet, stürmt und Flocken schneit, schätzt man so recht des trauten Heims Gemütlichkeit. ­ Dagobert: Ja, ja, schon gut, Doofy, der Verstand spielt einem oft schlimme Streiche, besonders ein Verstand wie deiner. ­ Geldeintreiber: Machen Sie die Tür auf und ihre Brieftasche!  ­ Gundel: Ängste sollen euch begegnen, darum lass ich’s auf euch regnen! Fürchterliche Fantasien sollen euch schrecken, könnt nicht   fliehen! ­ Doofy: Nein, bitte nicht, ich tu alles, wirklich alles! Bully: Dann gib mir dein Pausenbrot. Doofy: Ja, von wegen! Bully: Dann muss ich dir deinen schwabbeligen dicken Hals umdrehen! ­ Track: Wer hat denn die Idee gehabt, keine Hausaufgaben zu machen? Tick u. Trick: Du! Track: Und wer hat die Idee gehabt, auf meine Idee zu hören? ­ Johann: Mit Verlaub Sir, ich würde mich dem Wagen nicht nähern, selbst wenn Sie mich dafür bezahlten. Dagobert: Ich bezahle Sie doch! Johann: So, das nennen Sie bezahlen. Ich sage Ihnen was, Sir: Ich zahle Ihnen ein Monatsgehalt, wenn Sie selbst fahren! Dagobert: Ein Monatsgehalt?  Johann: Ja Sir. Dagobert: Ihres oder meins? Johann: Meins, Sir. Dagobert: Behalten Sie’s! ­ Dagobert: Es wird Zeit, dass wir uns unseren Ängsten stellen! Drillinge: Dann stellen wir uns hinter dich. Weit hinter dich.

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10. Die Ente mit der eisernen Maske (The Duck in the Iron Mask) Teletext: Trick hat es satt, mit Tick und   Track verwechselt zu werden. Kurzerhand   ändert er sein Aussehen. Obwohl er in Ha­ waiihemd,   Hut   und   Sonnenbrille   etwas   komisch   aussieht,   fühlt   er   sich   gut.   Das   ihm ohne Tick und Track nur halb soviel   gelingt, muß er in dem folgenden Abenteu­ er erfahren. Dagobert und die Neffen eilen   einem alten Freund, dem Graf Montedu­ mas,   zu   Hilfe,   der   von   seinem   Bruder   schmählich hintergangen wurde...

nen Reich Montedumas gewesen. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Das   Land   Montedumas   ist  eine Anspielung an den Autoren Alexand­ re Dumas, der „Die drei Musketiere“ und  auch dessen Fortsetzung „Der Mann mit  der eisernen Maske“, worauf diese Folge  anspielt, schrieb. In dem Land ist Tech­ nik   unbekannt   und   Quacks   Flugzeug  wird für einen Drachen gehalten. 

Regie: David Block Drehbuch: Donald F. Glut US­Ausstrahlung: 13.11.1987 (Folge 56) Deutsche Ausstrahlung: 23.06.1990 Handlungsort: Entenhausen  (Sportstadion, Villa Duck), Montedumas Dagobert­Erzählungen:  Graf   Roy,   Re­ gent   von   Montedumas,   ist   ein   alter  Freund von Dagobert, mit dem er als ver­ wegenes Duo immer zu Späßen aufgelegt  war.   Roy   brachte   Dagobert   das   Fechten  bei, die resultierende Duelle dauerten oft  Stunden.   Dagobert   war   gut,   aber   Graf  Roy immer ein wenig besser. Roy sei da­ mals   großzügig,   gerecht   und   geliebt   von  seinem  Volk   in  dem  bezaubernden,  klei­

Hauptmann   Carlo,   der   sie   mit   Strafzet­ teln empfängt, ist ganz offensichtlich eine  Adaption   von   Kater   Karlo,   ähnlich   wie  Käpt’n Blackheart aus „Als die Zeit still­ stand“,   Piet   aus   „Der   Schlangenfraß“, 

Karlo   aus   „Die   Perle   der   Weisheit“   und  Kinghis Khan aus „Die Schneefrau“. Als  Trick,   angeblich   der   beste   im   Pläne  schmieden, meinte, mit abgezogenen Müt­ zen sähen die drei identisch aus, spielt er  wohl auf die Comics an, wo sie statt farbi­ gen   Shirts   schwarze   Oberteile   tragen.  Später geben sie auch zu, dass  ihr Plan  daran scheitern könnte.  Gegen Ende der Folge erklären die Dril­ linge, dass sie in den Kostümen der Gar­ de von Montedumas wie die drei Muske­ tiere   aussehen.   Montedumas   und   der  Graf   spielen   zusätzlich   auf   Dumas’   Ro­ man   „Der   Graf   von   Monte   Christo“   an,  ebenso wie Roys Wanderung von Zelle zu  Zelle. Fazit: Interessanter Exkurs in Dagoberts  Vergangenheit, wobei auch herauskommt,  dass er sich nicht nur Feinde auf seinem  Weg zum Erfolg gemacht hat. Die Anspie­ lungen an die Werke von Dumas dem Äl­ teren sind  hier zudem sehr gut eingear­ beitet   und   die   Hommage   klar   zu   erken­ nen.   Schade,   dass   man   von   Roy   in   den  späteren   Folgen   nichts   mehr   zu   hören  oder sehen bekommt.

Zitate: Ray: Also gut, Herr Hauptmann Carlo, ab in den Turm mit diesen Schurken! Quack: Was, Schurken? Schurken?! Nennen Sie uns meinetwegen Idioten oder Schwachköpfe, aber Schurken, das geht mir über die   Hutschnur! Ray: Sei’s drum, also in den Turm mit den idiotischen Schwachköpfen! Quack: Klingt schon besser! ­ Holzfäller: Noch mehr Steuern? Sie sind doch diese Woche schon mal da gewesen! Hauptmann Carlo: Das macht die Steuerreform, ab jetzt kommen wir immer zweimal die Woche, auch wenn’s für uns die doppelte   Mühe ist! Holzfäller: Unser Graf wird auch jeden Tag habgieriger! Hauptmann Carlo: Nicht jeden Tag, nur zweimal die Woche! ­ Dagobert: Leichter, als in meinen Geldspeicher unterzutauchen. Quack: Wirklich? Das müssen sie mich auch mal probieren lassen! Dagobert: Niemals! Quack: Auch gut. ­ Dagobert: Einer für alle! Roy: Und alle für einen! Quack: Ja und drei gegen… vier.

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11. Viel Lärm um Nichts (Much Ado about Scrooge) Teletext:  Dagobert Duck ist auf der Su­ che   nach   "Macduck",  dem   verlorengegan­ genen   Theaterstück   von   William   Drakes­ peare. Die Spur fährt auf eine gespensti­ sche Insel, auf der die Geister der Charak­ tere aus Drakespeares Stücken herumspu­ ken. Zu allem Überfluß ist Dagobert nicht   als einziger auf der Suche nach dem wert­ vollen Manuskript... Regie: David Block Drehbuch: Karen Willson, Chris Weber US­Ausstrahlung: 20.11.1987 (Folge 23) Deutsche Ausstrahlung: 25.01.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 3“ veröffentlicht. Handlungsort: Villa Duck, Atlantischer  Ozean, Großbritannien

Dagobert­Erzählungen:  Dagobert   hat  sich von Filler Schwatzihmauf beim letz­ ten   Besuch   nutzlosen   Trödel,   darunter  Tennisschläger,   ein   Safe   mit   Kamera,  einen Regenschirm und einen Fernseher  mit Armen und Beinen verkaufen lassen,  weshalb er der Villa ein Vertreterabwehr­ system einbaute. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Filler   Schwatzihmauf   (im  Original Filler Brushbill) ist eine Adapti­ on vom englischen Begriff „Fuller Brush­ man“,   mit   dem   man   Bürstenvertreter  Mitte   des   zwanzigsten   Jahrhunderts   be­ zeichnete. Sein Vertreterkoffer entspricht  interessanterweise weniger dem Original  als   vielmehr   der   magischen   Tasche   von 

Felix the Cat oder der von Mary Poppins  in der Verfilmung von 1964. Der Baseball­ schläger   von   Babe   Duck,   den   Filler  Schwatzihmauf   verkauft,   spielt   auf   den  Baseballspieler Babe Ruth an, die Werke  von   William   Quakesbeare   (im   Original  William Drakespeare) ist eine Anspielung  auf   William   Shakespeare,   auf   den   die  ganze Folge eine Hommage ist. „Romelein  und Julchen“ (im Original Romeo and Ju­ lieduck)   als   Quakespeares   bekanntestes  Stück entspricht wohl „Romeo und Julia“,  der   Autor   kommt   aus   Großbritannien,  was   ihm   Original   als   Great   Written  (übers.   „großartig   geschrieben“)   getarnt  wurde.  Die   drei   Hexen   stammen   aus   MacBeth,  die drei Römer aus Julius Caeser (dieser  zitiert auch aus  „Henry V.“ und  „Wie es  Euch   gefällt“)   und   Satyr   Pluck   sagt,   er  käme aus dem Mittsommertagstraum (im  Original   A   Midsummer   Duck's   Dream),  was   eine   Anspielung   auf   Shakespeares  Mittsommernachtstraum („A Midsummer  Night's Dream“) ist. Deshalb sprechen ei­ nige der Figuren auch in Reimen.  Schließlich   entdecken   die   Ducks   und  Schwatzihmauf   Quakespeares   Schloss,  das   wohl   auf   Shakespeares   Haus   New  Place in Stratford anspielen soll, das al­ lerdings kein Theater besaß und 1759 ab­ gerissen wurde. Schwatzihmauf referiert  Hamlet   mit   „Kaufen   oder   nicht   kaufen,  das ist hier die Frage“, das  verschollene  Stück „McDuck“ hingegen MacBeth. Mac­ Beth, aus dem auch die drei Hexen stam­ men, ist das „schottische Stück“, welches  dem   Aberglauben   nach   vielen   Bühnen  Unglück gebracht haben soll, auf denen es  aufgeführt wurde. (Wie kann das verlore­ ne Stück dasselbe Stück sein, auf das sich  die drei Hexen beziehen?) Track   überredet   Filler,   das   missratene  Stück nicht zu verkaufen, da seine Kun­ den sich dann betrogen fühlen würden. Es  ist   aber   zweifelhaft,   ob   jemand   hier   ein  verlorenes   Shakespeare­Stück   ablehnen 

würde, nur weil es einen schlechten Plot  hat.  Schließlich  werden noch immer  Fil­ me, Bücher und Lieder mit Preisen verse­ hen,  die  es   qualitativ   nicht  verdient   ha­ ben, aber den nötigen Erfolg dazu haben.  „Die   ganze  Welt   ist  eine  Bühne  und   die  Menschen nichts als Schauspieler“ zitiert  schließlich   Shakespeare   selbst.   Der   Fol­ gentitel „Viel Lärm um nichts“ (im Origi­ nal „Much Ado about Scrooge“) spielt auf  das   gleichnamige   Stück   an   (im   Original  „Mich Ado about Nothing“). 

Fazit:  Noch   eine   Hommage,   diesmal   an  Shakespeare!   Dabei   sind   die   Anspielun­ gen und Zitate so clever eingebaut, dass  sie sich schon als Zitate referieren, keine  Anspielung ist so kryptisch, dass sie nicht  auch Zuschauern, die sich nicht mit Sha­ kespeare auskennen, Spaß machen kann.  Doch die Folge lebt nicht nur durch intel­ ligente  Zitate,  dank  denen sich  belesene  Menschen intelligent vorkommen können,  sondern entwickelt auch Tracks Charak­ ter durch den Wunsch, Vertreter zu wer­ den.   Gegen   Ende   zollt   ihm   der   meister­ hafte Vertreter Filler Schwatzihmauf so­ gar Respekt, da Track ihn dazu überrede­ te, das wertvolle verschollene Stück wie­ der zurückzugeben. In der letzten Litera­ tur­Adaption „Die Ente mit der Eisernen  Maske“ war es Trick, der sich als cleverer  Pläne­Schmied   entpuppte,   hier   ist   es  Track, der andere anscheinend in Grund  und   Boden   argumentieren   kann.   Sehr  schön!

Zitate: Dagobert: Schneller, Johann, schneller! Johann: Ich schleife mit dem Fuß auf der Straße, Sir. ­ Dagobert: Ah, Filler Schwatzihmauf! Was tun Sie denn hier? Filler: Ja, sollte ich etwa mit ansehen, wir mir mein bester Kunde absäuft, Sir? Dagobert: Das erste vernünftige Wort!

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Hexen: Nicht einer landet an dieser Küste, um hier zu erfahren, was er gern wüsste. Ob Reisender, Seemann oder Tourist, zurück ins   Meer, woher du auch bist! ­ Dagobert: Her damit, Sie Gauner! Filler: Aber, aber, ich bin doch kein Gauner, Herr Duck! Mein Ruf als Geschäftsmann ist zumindest so gut wie der Ihre! Dagobert: Ja, ja, das mag schon stimmen. ­ Dagobert: Oh, eine gemeine, äh, geheime Falltür! ­ Trick: Das ist ja eine Komödie! Dagobert: Nein, eine Tragödie! ­ Track: Wollen Sie damit sagen, dass ich das Zeug zum Super­Vertreter habe? Filler: Und wenn nicht, habe ich’s hier drin, um es dir zu verkaufen.

12. Zerreißprobe für einen Helden (Spies in their Eyes) Teletext:  Als   das   ferngesteuerte   Leitsys­ tem   von   Dagoberts   geheimem   U­Boot   ge­ stohlen   wird,   verdächtigt   die   Navy   den   Matrosen   Donald   der   Spionage   und   des   Hochverrats.  Während  er  vor  Gericht  ge­ stellt   wird,   verfolgen   Dagobert   und   die   Neffen eine heiße Spur, die sie nach Sin­ gapur und in ein neues turbulentes Aben­ teuer führt. Regie: David Block Drehbuch: Bruce Reid Schaefer,  Sharman Divono US­Ausstrahlung: 27.11.1987 (Folge 62) Deutsche Ausstrahlung: 12.05.1990 Info: mit Donald Duck Handlungsort: Ozean vor Singapur,  Singapur

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Hypnose ist ein häufig auftre­ tendes Thema in Barks­Comics, so hypno­ tisieren   Gundel   und   Donald   den   Raben  Nimmermehr   in   der   gleichnamigen   Ge­ schichte   (Raven   Mad),   in   „Reise   in   die 

Vergangenheit“   (Back   To  Long   Ago!)   ge­ hen Donald und Dagobert zu einem pro­ fessionellen   Hynotiseur   und   Dagobert  hypnotisiert Donald in „Das Hypnotisier­ Spiel“ (The Hypno­Gun), um nur ein paar  zu nennen.  Auch   Spionage   schöner   Frauen   gab   es  schon   bei   Barks:   Madame   Triple­X   aus  „Gefährliches Spiel“ (Dangerous Disguise)  ist nicht nur eine Spionin, sondern sogar  eine   Gegen­Spionin!   Dagegen   ist   der  schweinsnasige Schurke schon fast Stan­ dard   bei   Barks,   Shandy   Schofel   aus  „Alaska­Katastrophe“   (North   of   the   Yu­ kon)   zählt   zum   Beispiel   zu   ihnen.   Der  schweinsnasige Viktor Loser wird im Ori­ ginal von Bernie Kopell, der damit seine  Figur   aus   der   sechziger   Jahre­Serie  „Mini­Max“,   den   KAOS­Agenten   Sieg­ fried. Admiral Grimitz tut Hypnose hin­ gegen mit einem „Bibbedi, Babbedi, Buh“  ab, ein Zitat vom Disney­Film Cinderella.  Auf   den   gefälschten   Dokumenten,   die  Viktor   an   Mme   Ante­Crique   weitergab,  steht klar lesbar „fake documents“ auf der  Vorderseite. Die Stimme von Admiral Gri­ mitz spielt an John Wayne an, viele Fans  behandeln   ihn   als   DuckTales­Adaption  von Zorngiebel. Würde die Marine Donald  wirklich für einen Spion halten, wäre eine  Entlassung   vom   Dienst   seine   geringste  Sorge. Ein wenig anzüglich klingt Donalds Freu­ de   auf   das   Nachtleben   Singapurs:   „Oh  boy,   Singapore!   The   night's   young,   and  I'm old enough, hehe!“ (Die deutsche Syn­ chronfassung scheint den Witz aber nicht 

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verstanden zu haben: „Singapur ist schon  eine Reise wert! Die Nacht ist jung und  schon alt genug!“)

Fazit: Agentenkomödien haben nicht nur  Geschichte, sondern auch Zukunft: Dank  über fünfzig James­Bond­Filmen wird das  parodierbare   Material   kaum   knapp,   so­ dass   es   immer   einen   „Agent   Null­Null­ Nix“, „Austin Powers“ oder „Johnny Eng­ lish“ geben wird. So ist diese DuckTales­ Folge auch nur ein Teil von mehreren Fol­ gen, die Spionage und Geheimagenten als  Thema haben. Allerdings bleibt sie selbst  noch recht harmlos und behandelt haupt­ sächlich   in   überzogener   Weise   Spionage.  Leider   zeigen   sie   dabei   selbst   die   nicht­ spionierenden Bewohner von Singapur in  keinem guten Licht: Sie tragen nur altmo­ dische   Kleider,   tragen   spitze   Hüte   und  sprechen   in   furchtbar   lassistischen   Ak­ zenten.   Zum   Glück   tritt   das   angesichts  des Humors und der Action in den Hin­ tergrund,   so   scheint   der   wahre   Schurke  Viktor nicht einmal Bewohner des Landes  zu sein.


Zitate: Donald: Das ist ja ein Kompliment, Onkel Dagobert, und das ganz besonders von dir! Also dann, bis morgen, Onkel! Dagobert: Bis morgen, Matrose! Na, die Marina hat aus ihm aber einen ganz brauchbaren Burschen gemacht. ­ Donald: Oh, was ist denn passiert? Und was mache ich hier? Hoffentlich habe ich mich amüsiert. ­ Admiral Grimitz: Gütiges Torpedorohr! Nur sachte, immer sachte, Matrosen! Das ist kein Spielzeug, das sind Seeschlachtsimulatoren   des Verteidigungsministeriums! Dagobert: Lasst dem Admiral seine Spielsachen, Jungs. ­ Tick: Onkel Donald würde so etwas nie tun! Trick: Nie tun! Track: Dazu ist er gar nicht clever genug! ­ Track: Was ist denn Hypnose? Trick: Das ist, wenn man wie besoffen rum läuft und absolut nicht weiß, was man tut. Track: Hört sich aber sehr nach Onkel Donald an. ­ Mme Ante­Crique: Wie können Sie es wagen, hier einfach so reinzuplatzen? Dagobert: Es schien mir ein wenig schwierig zu sein, an einen Perlenvorhang zu klopfen! ­ Matrose: Sie befehlen, Herr Admiral? Admiral Grimitz: Dass irgendjemand was unternimmt! ­ Viktor: Tauchen, tauchen! Mit wem rede ich da, ich bin ja Käpt’n und Mannschaft.“ ­ Viktor: Ich feure ab, wenn ich soweit bin, und ich bin soweit! ­ Dagobert: Gehen Sie über Bord, Gnädigste, das ist sicherer als bei mir. ­ Dagobert: Du hast meine Zerträge verrissen, ich meine Verträge zerrisse, du, du, du Donald, du, du!

13. Glücks­Wechsel­Fälle (Dime Enough for Luck) Teletext:  Gustav   Gans   ist   der   größte   Glückspilz   der   Welt.   Das   ändert   sich   schlagartig,   als   Gustav   im   Auftrag   von   Gundel Gaukelei Dagoberts ersten selbst­ verdienten Taler stiehlt: Plötzlich scheint   er das Pech gepachtet zu haben ­ ebenso   wie Dagobert, dem ohne seinen Glücksta­ ler   nichts   gelingt.   Notgedrungen   machen   die beiden gemeinsame Sache, um Gundel   den Taler wieder abzuknöpfen... Regie: Terence Harrison Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Mark Zaslove, Diane Duane US­Ausstrahlung: 04.12.1987 (Folge 55) Deutsche Ausstrahlung: 16.06.1990 Handlungsort: Entenhausen  (Restaurant Quack Maison, Geldspeicher,  Gustavs Haus, Palast­Hotel, Innenstadt,  Villa Duck, Gundels Vulkan) Dagobert­Erzählungen:  Seitdem   er  seinen   Glückskreuzer   besitzt,   hat   sich 

sein   Geld   auf   wundersame   Weise  vermehrt,   aber   es   waren   Blut,   Schweiß  und   Tränen,   mit   denen   er   sein   Geld  verdiente. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Diese   Folge   ist  die   Zei­ chentrick­Premiere für Gustav Gans, der  wiederholt in „Dr. Jekyll & Mr. McDuck“,  kurz in „Der Jungbrunnen“ und „Bis dass  das Geld euch scheidet“ auftritt. In eini­ gen Szenen verwandelt sich sein glatter,  spitzer   Schnabel   in   einen   breiten   Duck­ Schnabel.   Dagobert   hat   Gustav   schon  mehrfach zur Arbeit und zum verantwor­ tungsvollen Leben animiert, etwa in „Die  Prüfung“ oder in „Der richtige Erbe“. Bei  Barks heißt es zum ersten Zehner Dago­ berts, dass dieser das Fundament für sein  aktuelles   Vermögen   bildete.   Ob   dieser  Zehner nun wirklich Glück bringt oder ob  Gundel ihn dazu zusammen mit anderen  Münzen reicher Menschen in ein Amulett 

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schmelzen muss, bleibt offen, wobei Barks  einmal seinem Zeichnerkollegen die Story  anbot, dass Dagobert durch das plötzliche  Unglück, das durch das Fehlen des Zeh­ ners entstand, wieder körperlich und ehr­ lich   zu   arbeiten   beginnt,   ohne   sich   auf  Glück zu verlassen.

In einer Szene hält Gustav es für Glück,  in   einen  offenen  Kanal  gefallen   zu  sein,  da er dort einen Geldschein fand. Die En­


tenhausener   Kanalisation   ist   entweder  weitaus sauberer als die unsere oder die  Ducks sind da einfach nicht so empfind­ lich. Vielleicht handelt es sich beim Geld­ schein um ein Überbleibsel der Folge „Der  schiefe Turm von Peseta“. In der Folge hat sich Dagobert einige Fal­ len gegen Gundel Gaukeley in den Geld­ speicher einbauen lassen, was in den Co­ mics  von Barks  nie klappte. Um Gustav  die Funktion einer stampfenden Säule zu  demonstrieren, opfert Dagobert dabei be­ reitwillig   einen   Kreuzer,   der   durch   den  Aufprall groß und flach wird. Diese ziem­ lich   untypische   Tat   zeigt   Parallelen   zu  „Der verlorene Zehner“, wo ein wertvoller  Zehner   von   einer   Dampfwalze   geplättet  wird. Die übertriebene Anzahl von Fallen  und   Waffen   erinnern   an   einige   Comics  mit den Panzerknackern. Auch stellt sich 

hier die Frage, ob ein auf Lebenszeit ver­ krüppelter oder gar getöteter Einbrecher  wirklich die ganzen Unkosten wert ist.

macht wird. Dagoberts Buchhalter, Herr  Bilanzovic,   tritt   auch   in   der   Folge   „Der  Riesenhai“ auf.

Obwohl durchgehend „Glückskreuzer“ ge­ sagt wird, ist es natürlich ein Zehner, was  in Großaufnahmen auch zu sehen ist (s.  S. 25 unten). 

Gustav hat zwar Pech, aber nur auf Do­ nald­Level, es reicht nicht, um ihm ernst­ haften Schaden zuzufügen. In der ganzen Folge tauchen die Drillinge  nicht auf.

Gundel   kann   auch   ihr   Äußeres   verwan­ deln, wie man es schon in „Anschlag auf  den   Glückstaler“   sehen   konnte.   In   einer  ihrer neuen Körpern hat sie sogar Ober­ weite, was eigentlich ein Tabu für Enten­ hausen­Comics ist.  Nach Gundel wird eine Glückssträhne auf  ewig   zur   Pechsträhne,   sobald   man   sein  Glück für einen bösen Zweck nutzt. Die­ ses „auf ewig“ scheint aber zu verschwin­ den,   wenn   die   üble   Tat   wieder   gut   ge­

Fazit:  Dagobert   behauptet   gegen   Ende  der Folge, die vollkommen von Pech und  Glück   handelt,   noch   immer,   dass   man  mehr als Glück braucht, um Geld zu ver­ dienen.   Damit   scheint   er   in   zahlreichen  anderen Folgen recht zu haben, diese Fol­ ge hingegen folgt zu der nicht ganz schö­ nen Moral, dass es zwar Pech und Glück  nur   in   Extremen   gibt,   aber   etwas   Hirn  diese Extreme zum eigenen Vorteil brin­ gen können.

Zitate: Dagobert: Geld wird dir durch die Zeiten ohne Glück helfen, Gustav, besser als dass dir das Glück durch die Zeiten ohne Geld hilft. ­ Gustav: Das Glück ist ein Rindvieh und sucht seinesgleichen. ­ Gundel: Gustav Gans, der dumme Brave, sei mein willenloser Sklave! ­ Dagobert: Gustav, mein Junge! Ja, was ist denn geschehen? Gustav: Das wirst du gar nicht gerne hören. Dagobert: Ach komm, erzähl’s mir schon. Ich verspreche dir auch, dass ich mich nicht aufregen werde. Gustav: Na schön… […] Dagobert: Was?! ­ Gustav: Finsternis macht mir ja nicht aus, solang es nur hell ist. ­ Gustav: Und wo gehen wir lang? Dagobert: Was würdest du denn vorschlagen? Gustav: Da lang. Dagobert: Nun, dann gehen wir hier lang.

14. Der Silbervogel (Jungle Duck) Teletext: Geschichten über einen Wilden,   der   im   Dschungel   lebt,   locken   Dagobert,   Quack und die Neffen nach Afrika. Frieda   ist   ebenfalls   mit   von   der   Partie   und   er­ zählt   Abenteuerliches   von   ihren   Safari­ Erlebnissen. Die Kinder glauben ihr kein   Wort,   bis   sie   feststellen,   daß   Frieda   den   Wilden   kennt.   Er   ist   ein   Prinz,   der   von   seinem Thron verjagt wurde. Frieda war   sein Kindermädchen und will ihm dabei   helfen, sein Königreich zurückzuerobern.

Regie: Terence Harrison Drehbuch:  Evelyn Gabai, Jymn Magon,  Bruce Talkington, Judy Zook US­Ausstrahlung: 11.12.1987 (Folge 53) Deutsche Ausstrahlung: 14.04.1990 Handlungsort: Bongo­Kongo Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Die   Folge   ist   eine   Adaption  von   Tarzan   bzw.   dessen   Verfilmung   von  1984. Hier ist Dschungelduck in Wirklich­ keit Prinz Goldente, der vor einigen Jah­ ren bei einem Flugzeugabsturz seine El­

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tern   verlor   und   sich   selbst   im   Urwald.  Von den Einwohnern wird Dschungelduck  als   das   Phantom   bezeichnet,   was   viel­ leicht eine Parallele zur Comicreihe „Das  Phantom“   ist,   welche   auch   im   Urwald  spielt. Als Goldentes Onkel sich selbst zum Kö­ nig krönen möchte, spielt es vielleicht auf  Napoleon   an,   der   sich   ebenfalls   selbst  krönte. Barks­Grundlagen sind kaum vor­ handen.


Fazit: Die Folge beginnt wie eine Schatz­ suche,   verwandelt   sich   aber   ziemlich  schnell   in   eine   der   Episoden,   wo   es   an 

Frieda liegt, alle zu retten, ähnlich wie in  „Im   ewigen   Eis“.   Zusätzlich   wird   auch  noch ein Teil von Friedas Vergangenheit  gelüftet   und   Dagoberts   Gier   nach   dem  Silber­Bussard  endet in einem  sehr pas­

senden Gag. Der Rest ist zugegeben etwas  vorhersehbar, dennoch schade, dass diese  Folge keine Fortsetzung hat.

Zitate: Tick: Alles, was Spaß macht, macht eben Krach. ­ Frieda: Mit dem einen fang an, da ist nichts dabei. Nimm eines dazu, dann hast du schon zwei! Und noch eines, kann sehr viel   schwerer schon sein, aber wie ihr jetzt seht, jonglier’ ich mit dreien! ­ Quack: Hier spricht der Kapitän. Bitte gehen Sie auf Ihre Sitze zurück, in wenigen Augenblicken werden Sie eine weitere sanfte Quack­ Landung erleben. ­ Käpt’n Farwood: Süße Kinder, haben genau die richtige Imbissgröße für Krokodile! ­ Quack: Keine Bange, Herr Duck, ich werde Ihnen alle Ehre machen, aber bevor für mich der Vorhang zum letzten Mal fällt, möchte   ich, dass Sie mir noch einen Gefallen tun. Dagobert: Jeden, mein Junge, jeden! Quack: Tauschen Sie den Platz mit mir! ­ Quack: Das hier ist eine Original 1934er Douglas DC2 mit zwei Neun­Zylinder­strahligen, luftgekühlten Motoren, 710 PS das Stück! Trick: Woher weißt du das? Quack: Hab ich geraten. ­ Trick: Ich glaube, ich habe was gehört!Tick: Ach was, dummes Zeug, reine Einbildung. Track: Beeilt euch, Jungs, Tricks Einbildung kommt von da hinten und muss jeden Augenblick hier aufkreuzen! ­ Quack: Ich soll nie wieder für Sie fliegen, haben Sie gesagt. Dagobert: Ach was, das sage ich nach jeder Bruchlandung, und nun komm!

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15. Der Märchenprinz (Scroogerello) Teletext: Dagobert ist krank und liegt im   Fieber­Delirium.   Er   träumt,   daß   er   wie   Aschenputtel   seine   bösen   Stiefbrüder   be­ dienen muß, die verblüffende Ähnlichkeit   mit den Panzerknackern haben. Mac Mo­ neysack ist sein Stiefvater und Nicky die   gütige   Fee.   Mit   ihrer   Hilfe   nimmt   Dago­ bert   als   "Märchenprinz"   an   einem   Ball   teil, wo er die schöne Prinzessin vor seinen   Stiefbrüdern retten will. Regie: Terence Harrison Drehbuch: John Pirillo, Evelyn Gabai US­Ausstrahlung: 18.12.1987 (Folge 47) Deutsche Ausstrahlung: 31.03.1990 Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Da Dagobert vor seinem fast  episodenlangen Traum das  Märchen von  Aschenputtel erzählt wird, ist sein Traum  hauptsächlich   eine   Parodie   von   diesem  Märchen. Er selbst ist Dagoputtel, der für  seine böse Stiefmutter Mac Moneysac und  Stiefschwestern   Karlchen,   Bebop   und  Burger schuften muss. Als er zum Schloss  von   Prinzessin   Goldie   gerät,   wird   dort  Wagners Ritt der Walküren gespielt. Die 

Schurken   entführen   Goldie,   hinterlassen  aber eine Münzenspur, die spätestens im  Wald auf Hänsel und Gretel anspielt. Der  zum Frosch gehexte Prinz Lillyquack ist  aus dem Froschkönig inspiriert. Sein ver­ eistes   Schloss   könnte   weiterhin   auf   die  Eiskönigin   anspielen.   In   einer   Szene  kann man sehen, dass Nickyfee eine Do­ nald­Uhr trägt. Das ganze Szenario, dass ein Mensch sich  über Nacht vollkommen bessert wie Dago­ bert,   der   seine   Moral   aus   dem   Traum  zieht, erinnert an „Der Zauberer von Oz“  oder Dickens’ Weihnachtsgeschichte. 

Nicky   musste   das   Märchen   vorlesen,   da  sie   selbst  dazu  neigt,   verschiedene   Mär­

chen aus dem Gedächtnis zu vermischen  wie „Schneewittchen und die drei Bären“  aus der Folge „Die verlorene Welt“. Fazit:  Die meisten Adaptionen der Serie  kann man sich ohne großes Vorwissen an­ sehen, das Konzept eines reichen Onkels  mit   drei   Ziehneffen   ist   schnell   zu   erfas­ sen.   Hier   jedoch   werden   Anspielungen  verteilt,   so   stammt   Dagoberts   Schwarm  Goldie aus recht wenigen anderen Folgen  wie   „Im   Goldrausch“,   „Papier­Blüten­ Träume“   und   „Bis   dass   das   Geld   euch  scheidet“, Moneysac taucht zwar häufiger  auf, ist aber im Vergleich zu den Panzer­ knackern   noch   immer   kein   geläufiger  Name. So ist diese Folge eher ein Zucker­ stücken für die Fans, ein „Wir verstehen  uns schon“ mit Augenzwinkern, während  sich der Zuschauer, der nur gelegentlich  einschaltet, oder das Elternteil, das aus­ nahmsweise zusammen mit den Kindern  die Sendung guckt, völlig außen vor blei­ ben.  Davon abgesehen ist die Folge ein etwas  satirischer   Blick   auf   die   Märchenkultur,  die Disney selbst hegt und pflegt, und so­ mit  ein  Vorläufer von Filmen  wie  Shrek  und Verwünscht.

Zitate: Dagobert: Ich geh in meinen Geldspeicher, ein kleines Nickerchen auf kühlem Geld und mein Fieber fällt. ­ Johann: Dürfte ich vielleicht etwas Lebertran empfehlen, Sir? Dagobert: Das wird ja immer besser! Jetzt versuchen Sie auch noch, mich zu vergiften! Johann: Er hilft bei allen möglichen Beschwerden Dagobert: Na, vielleicht auch gegen Haarausfall bei Ihnen, haha! ­ Traum­Karlchen: Aber ich sehe bescheuert aus in diesem Anzug. Traum­ Moneysac: Bescheuert ist doch besser als beknackt, ich bin stolz auf dich! ­ König Daniel: Goldie, ist das nicht toll, was ich für deinen Hochzeitstag erfunden habe? Einen automatischen Blumenstraußwerfer! Prinzessin Goldie: Hübsche Sache, Pa, ich hoffe nur, du erfindest noch einen Mann dazu, die meisten dieser Rüpel haben schon   schlappgemacht. ­ Nickyfee: Tut mir Leid, mein Zauber reicht nur bis Mitternacht, weil für mich dann Schlafenszeit ist, verstehst du? ­ Nickyfee: Na so was, dass mir das nicht eingefallen ist! Ich kenne ja das Zauberwort für Schnee: Schnee! ­ Prinzessin Goldie: Wie gut, dass ich Karate statt Perlstickerei gelernt habe.  ­ Dagobert: Ich weiß recht gut, dass mit mir nicht leicht Kirschen essen ist, wenn ich krank bin. Dass ich solche Dienstbolzen, äh,   Dienstboten, nein, Freunde habe, ist ein Glück. […] Und um euch das zu beweisen, wird euch der alte Dagobert zum allerbesten   Hamburgerstand einladen, den es in Entenhausen gibt! Nicky: Kriegen wir auch Ketchup dazu? Dagobert: Ihr dürft euch sogar Hamburger bestellen!

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16. Der Stolz der Familie (Top Duck) Teletext:  Quack ist stolz darauf, als ers­ ter mit Dagoberts neustem Flugzeug flie­ gen   zu   dürfen.   Doch   bei   der   Flugshow   sind auch seine Eltern anwesend und das   wirkt sich mehr als nachteilig auf Quacks   Pilotenkünste  aus.  Zur  gleichen  Zeit  ver­ suchen die Panzerknacker wieder einmal,   in Dagobert Geldspeicher einzudringen... Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Richard Merwin US­Ausstrahlung: 25.12.1987 (Folge 24) Deutsche Ausstrahlung: 02.12.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 3“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Flughafen) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der Originaltitel „Top Duck“  ist eine Parodie des Films „Top Gun“. Hier lernen wir Quacks Familie kennen:  Ripcord   „Reißleine“,   Birdie   und   Loopie 

Quack lassen dabei allerdings vermuten,  dass   Quack   nur   der   Nachname   vom  Bruchpiloten ist. 

In   Quacks   Bude   kann   man   im   Hinter­ grund ein Poster vom Mutigen Major se­ hen („Ein Star in den Sternen“).Die Rück­ blende, als  Quack seine Familie verlässt,  spielt   noch   vor   „Die   Durch­Bruch­Lan­ dung“,   in   „Der  Jungbrunnen“   sieht  man  auch   einen   jungen   Quack.   (Mehr   über  Quacks Vorfahren erfährt man in der Fol­ ge „Quack zieht in den Krieg“.)

Benzino   Gasolini   ist   anscheinend   mit  Quack befreundet, obwohl er nur die Fa­ milie Duck dank der Folge „Der unsicht­ bare Gast“ kennt, jedenfalls  hilft  er den  drei Ducks beim Kampf gegen die Panzer­ knacker und nimmt später mit Dagobert  die Verfolgung auf. Fazit:  Es gibt nur wenige Eltern in En­ tenhausen, dafür aber umso mehr Enkel,  Nichten und Neffen. Es ist also schon ein  besonderes   Ereignis,   die   Familie   von  Quack kennen zu lernen und dabei zu ler­ nen, wie Quack zu dem Chaoten wurde,  der   er   heute   ist.   So   flog   Quack   immer  zahlreiche Figuren  und  Stunts, da er es  von   daheim   nicht   anders   gewohnt   ist,  grämt sich aber wegen seinen Bruchlan­ dungen vor seinen Anverwandten. Die ac­ tionreiche   Geschichte   spielt   sich   zudem  weitgehend über den Wolken ab, da bleibt  keine Frage offen, wer im Zentrum dieser  Folge steht!

Zitate: Quack: Bitte, bitte, bitte, ich gebe Ihnen alles, was Sie wollen, Herr Duck. Dagobert: Aber ich habe schon alles, was ich will. Quack: Dann ähm, will ich für immer Ihr bester Freund sein oder äh, Sie nie wieder belästigen, suchen Sie’s sich aus! ­ Dagobert: Umsonst? Ein gutes Geschäft, und wenn es nicht mal was kostet, soll man’s nicht ausschlagen! ­ Quack: Es tut mir ja so Leid, dass ich Ihr Flugzeug kaputt gemacht habe, Herr Duck. Ripcord: Lass gut sein, Quack, solche Sachen passieren. Quack: …mir immer wieder und wieder und wieder! Ich weiß!  Birdie: Jetzt hör mal, Quack, wir­ Quack: Ich weiß, Mama, ich weiß! Ihr schämt euch, dass ihr mit mir verwandt seid! Ripcord: Hör zu, mein Junge, du musst aufhören­ Quack: …Bruch zu landen, ich weiß, ich weiß. Das dumme ist nur, der Erdboden und ich können einander nicht widerstehen! Wir sind   dazu bestimmt, immer wieder aufeinander zu treffen! ­ Bomber: Wer könnte sie also besser fliegen als ich? Zum Teufel, ich würde sogar dafür zahlen! Dagobert: Wie viel? ­ Bomber: Einhundert Taler. Dagobert: Fünfhundert. ­ Bomber: Zweihundert! Dagobert: Fünfhundert. ­ Bomber: Dreihundert! Dagobert: Fünfhundert! ­ Bomber: Vierhundert! Dagobert: Fünfhundert! ­ Bomber: Okay, fünfhundert. Dagobert: Fünfhundertfünfzig. ­ Bomber: Okay, okay, fünfhundertfünfzig Taler. Dagobert: Abgemacht! ­ Burger: Jetzt wisst ihr drei Bälger, wie das ist, wenn man gesiebte Luft atmet! Tick: Ja, das Vergnügen wirst du bald wieder haben! ­ Dagobert: Sapperlot, mein Vermögen fällt in den Teich vom Entenhausen! Benzino Gasolini: Na wunderbar, dann lohnt sich jetzt dort das Angeln! ­ Ripcord: Bist eben ein echter Quack, von den Kopffedern bis zur Schwanzspitze, mein Sohn. Stimmen Sie mir zu, Herr Duck! Dagobert: Natürlich! Ein Kerl aus echten Schrott und Eis!

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17. Das Bermuda­Dreieck (Bermuda Triangle Tangle) Teletext:  Auf der Suche nach einem ver­ schollenen   Frachtschiff   stoßen   Dagobert   Duck und seine Neffen auf ein gefräßiges   Seetang­Monster  und  eine  Reihe  von  Ge­ spensterschiffen,   deren   Besatzung   dem   Grauen   hilflos   ausgeliefert   ist.   Dagobert   gibt   nicht   so   schnell   auf   und   sucht   ver­ zweifelt nach einer Fluchtmöglichkeit.

Regie: Steve Clark Drehbuch: Frank Ridgeway US­Ausstrahlung: 26.10.1988 (Folge 31) Deutsche Ausstrahlung: 23.09.1989 Handlungsort: Entenhausen  (Geldspeicher), Atlantischer Ozean,  Seetang­Insel Barks­Anspielungen   (und   andere 

Verweise):  Dagobert   beginnt   schon   mit  „Oh, ich liebe mein Geld, ich könnte es ta­ gelang   zählen“,   wobei   er   laut   der   Folge  „Verwirrung bei den irritierten Iren“ nur  fünf   Sekunden   dafür   braucht.   Hier  braucht er bei einem Bündel Scheine nur  mit dem Finger drüber streichen, um zu  wissen, um wie viel Geld es sich handelt.  Als Familie Duck Dagoberts Frachtschiff  „Königin   des   Südens“   findet,   lamentiert  dieser, warum dies immer ihm passieren  müsste und nicht mal dem Traumschiff.  Dessen   Kapitän   Nebelhorn   sieht   Dago­ bert in der Folge „Der Aufgeblasene und  die Bienen“ sowie auf seiner Hochzeit in  der Folge „Bis dass das Geld euch schei­ det“ wieder.

lung an die Meuterei auf der Bounty.

In einer  Szene  wird   Tick  mit  Trick ver­ wechselt. 

Fazit:  Ist diese Folge schon eine Litera­ tur­Adaption,   weil   die   Mannschaft   eines  Kapitän Bounty meutert? Wahrscheinlich  nicht, dafür steckt zu viel Jules Verne in  der   Seetanginsel,   seinem   Seetangmons­ ters und den Leuten, die dort gestrandet  ihre   eigene   Kultur   gründen   mussten.  Auch wird  gezeigt, dass man problemlos  unterschiedlicher   Meinung   sein   kann,  ohne zu kämpfen, was in einer so action­ betonten Serie wie DuckTales selten, aber  dafür umso herzlicher ist.

Als   Käpt’n   Bounty   zu   Dagobert  „Chembalo­Musik   ist   das   einzige,   womit  man   das   wilde   Biest   besänftigen   kann“  (im   Original   „Harpsichord   music   is   the  only   thing   that   seems   to   soothe   the  savage beast“) sagt, zitiert er damit aus  William Congreves Stück „The Mourning  Bride“:   „Music   has   charms   to   soothe   a  savage   breast”.  Als   seine   Mannschaft  schließlich meutert, ist  das  eine  Anspie­

Wenig später zeigt Dagobert, dass er wie  Käpt’n   Bounty   auch   Cembalo   spielen  kann, dafür aber kein Blasinstrument.

Zitate: Dagobert: Kapitän Nebelhorn, ich möchte, dass Sie den kürzesten und schnellsten  Kurs mitten in den toten Punkt des Bermudadreiecks ermitteln! Kapitän Nebelhorn: Oh nein, müssen Sie unbedingt das Wort „tot“ benutzen, wenn Sie vom Ziel unserer Fahrt reden, Sir, das ist ja zum Fürchten! Dagobert: So? Ich will Ihnen was sagen! Ich bin hier der Boss und ich benutze gerne die Worte „Sie sind gefeuert“, „Sie werden hier nie   wieder arbeiten“ und „Verhaften Sie diesen Mann“! Also bringen Sie mich zum Bermudadreieck! ­ Tick: Seht doch mal dort vorne, ein Schwarm Delfine! Trick: Komisch, die sehen aus, als ob sie vor irgendetwas Angst hätten. Track: Ja, denselben Gesichtsausdruck habe ich schon mal bei Ölsardinen in der Büchse gesehen. ­ Kapitän Nebelhorn: Weiß jemand von Ihnen, wie man das buchstabiert? S.O.S.? ­ Kapitän Nebelhorn: Das ist der schlimmste Sturm, den ich in all meinen Jahren auf See jemals erlebt habe! Dagobert: Wie viele Jahre befahren Sie eigentlich schon die See, Kapitän Nebelhorn? Kapitän Nebelhorn: Einundzwanzig, wenn man meine zwanzig Jahre im Bootsverleih beim Kinderland mitzählt. ­ Track: Wenn ich das so sehe, fällt mir der schlimmste Traum ein, den ich je hatte. Trick: Du meinst der von Track im Spinatland? Track: Du sagst es. ­ Käpt’n Bounty: Jeder hat hier seine Aufgabe. Ich weiß das, weil ich jedem sage, was er zu tun hat.

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18. Das Snob­Appeal­Spiel (The Status Seeker) „Die Perle der Weisheit“) ist zu sehen. Je­ doch ist statt dem rosa gestreiften Rubin  die Maske von Kutululu (vermutlich eine  Anspielung  an  Cthulhu)  das  größte Sta­ tussymbol,   das   den   jetzigen   Präsidenten  der Gesellschaft Charles Absack den Drit­ ten stürzen würde. So wendet sich dieser  nicht   an   die   ordinären   Straßen­Panzer­ knacker, sondern an die Blaublut­Panzer­ knacker Bernaise, Bizeps und Bonaparte,  die er mit einem echten Van Koch­Gemäl­ de zu bezahlen weiß. Teletext:  Dagobert Duck wird bei einem   exklusiven   Klub   als   Mitglied   abgelehnt,   weil er Kontakt zu so "bürgerlichen" Leu­ ten   wie   Quack   und   seinen   Neffen   unter­ hält und zu allem  Überfluß kein Status­ symbol   besitzt.   Fest   entschlossen,   doch   aufgenommen   zu   werden,   läßt   Dagobert   seine   alten   Freunde   links   liegen   und   macht sich auf die Suche nach einer selte­ nen Stammesmaske, mit der er Präsident   der snobistischen Vereinigung zu werden   gedenkt... Regie: Terence Harrison Drehbuch: Jymn Magon (nach einem  Comic von Carl Barks) US­Ausstrahlung: 08.01.1988 (Folge 58) Deutsche Ausstrahlung: 30.06.1990 Info: DuckTales­Adaption von Barks’  „Die Spitzen der Gesellschaft“ (The  Status Seeker) Handlungsort: Entenhausen  (Geldspeicher, Restaurant Quack Maison,  Palast­Hotel, staatlicher Gefängnis­Club,  Hafen), Ozean, Insel von Ripentero

Gemäß des Comics geht es also für Dago­ bert   und   seine   Mannschaft   per   U­Boot  los, nur Charles und die Blaublut­Panzer­ knacker   können   ihm   dank   einem   Funk­ sender   folgen.   In   der   Folge   allerdings  klingt   dieser   Sender   genauso   wie   der  Balzruf einer Qualle und lockt so ein rie­ siges Exemplar an, das comicgemäß durch  scharfes Gewürz wieder abgeworfen wer­ den kann.  Dabei erzählt Quack von seiner Bruchlan­ deliste,   die   er   für   seine   Versicherung  führt.   „Noch   zehn   Bruchlandungen   und  ich kriege eine Anstecknadel!“ Dort sind  unter  anderem   ein  Fahrrad,   Rollschuhe,  ein Fluggleiter und ein Bagger nicht ab­ gehakt, dafür aber ein Panzer, ein Segel­ boot und eine Rakete.

Dagobert­Erzählungen:  Dagobert  tauschte   die   Maske   von   Kutulu   auf   der  Insel   von   Ripentero   einmal   gegen   einen  Sack voller Rubine. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Bei   der   Party   der   Gesell­ schaft für Statussuchende spielt Wagners  Ritt   der   Walküren.   Wie   im   Comic   über­ zeugt der Fakt, dass Dagobert das Hotel  gehört,   in   dem   gefeiert   wird.   Unter   den  wohlhabenden   Gästen   ist   auch   der   ver­ armte Besitzer vom Picablo­Gemälde aus  der rosa Periode, der die Goldzähne sei­ nes   Vaters   dafür   verkaufen   musste   und  sich nun mit dem Party­Büffet über Was­ ser   hält.   Auch   Lord   Battmountan     vom  Forscherclub (Folge „Die Schneefrau“ und 

Auf der Insel von Ripentero stürzen sie je­ doch in eine Falle der Schurken, doch der  Häuptling   geht   weder   auf   die   Angebote  dieser   noch   auf   die   von   Dagobert   ein.  Doch   dank   der   Drillinge   erfahren   sie,  dass   ein   dicker   Bauch   Statussymbol   ge­ nug für den Häuptling ist und Frieda bie­ tet ihm Erdnussbutter für die Maske. Die  Drillinge entdecken nun endlich auch den  Peilsender   und   werfen   sie   auf   Charles’  Jacht zurück. 

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So   kommt   die   riesige   Qualle   gerade   im  richtigen   Augenblick   zur   Jacht,   um   die  Ducks vor einem Überfall zu retten. An­ ders als im Comic scheint die Gesellschaft  daheim aber weitere Ansprüche an ihrem  neuen Präsidenten zu haben, so soll Da­ gobert ab sofort seine Freunde und  Ver­ wandten   meiden,   um   in   keine   unange­ messenen Situationen zu geraten, was er  zunächst   auch   erwägt,   doch   als   ihm   bei  einem Raub der Maske nur ebendiese hel­ fen, ändert er seine Meinung schnell und  wird so aus der Gesellschaft für Statussu­ chende geworfen. Auch er wirft, nämlich  die hässliche Maske in die Küste, sodass  die ganze Gesellschaft hinterher springt. Diese neuen Ansprüche, die am Ende ge­ stellt   werden,   müssten   eigentlich   auch  dafür   sorgen,   dass   der   Picablo­Besitzer  rausgeworfen wird. Fazit: Barks’ Kritik an der snobistischen  Spitze der Gesellschaft, welche vieles für  unfein erklärt, hat nichts von seiner Bis­ sigkeit verloren. Im Gegenteil: Durch die  Blaublut­Panzerknacker  gewinnt   die   Ge­ schichte an Fokus auf die unfeinen Seiten  der   Snobs   selbst,   welche   Verbrechen   am  laufenden Band begehen, aber ihr tadello­ ses,   geachtetes   Gesellschaftsbild   behal­ ten. So sind die Wertgegenstände in der  Geschichte wie im richtigen leben eigent­ lich mehr Ballast als Geld: Keiner außer  Dr. Kunzenwiemers braucht mehr Autos,  als   er   fahren   kann   und   an   Gloria   von  Hochnase sieht man, dass zu viele kostba­ re   Ketten   eher   zu   einem   krummen  Rücken als einen eleganten Gang sorgen.  Im   richtigen   Augenblick,   als   es   darum  geht, sich zu wehren, sind die Rugby spie­ lenden Rüpel für die Snobs zwar hilfreich,  aber trotzdem keine achtenswerten Men­ schen, obwohl sie daran Spaß haben.


Zitate: Quack: Ich war schon in der ersten Klasse fünf Jahre lang Klassenbester. ­ Bonaparte: Wache! Bitte packen Sie unsere Koffer und sagen Sie dem Direktor, wir wären für eine Woche oder so ausgebrochen. ­ Dagobert: Also gut, Kinder, Ausweichmanöver! Dreht nach Osten, dann nach Norden, einmal im Kreis rum, tauchen und zweimal   kehrtgemacht! Quack: Heißt das nun Zickzack fahren oder Zackzick oder Zickezacke? ­ Frieda: Du liebe Güte, was war denn das? Quack: Etwa 6,8 auf der Erdbebenskala. ­ Bizeps: Hören Sie, wenn ich Ihnen ein neues Gesicht verpasst habe, werde ich diese unfreundliche Bemerkung ignorieren! ­ Dagobert: Und nun guten Appetit! Quack: Sie wissen ja: Wer nichts wiegt, der nichts gewinnt! ­ Dagobert: Ah, die Maske von Kutululu! Endlich wieder mein! Frieda: Ich kann nicht begreifen, wieso Sie so eine Abscheulichkeit in Ihren Besitz bringen wollten Dagobert: Abscheulich hin oder abscheulich her, es gibt sie eben nur einmal auf der Welt, Frieda. Quack: Na, da haben wir aber Glück gehabt! ­ Dagobert: Wenn man sich das Beste leisten kann und das Schlechteste kauft, das ist ein Zeichen von Status! ­ Quack: In solche Augenblicken denke ich immer an die bedeutenden Worte des unsterblichen Sokrates: Aua! ­ Bonaparte: Seien Sie so freundlich und nehmen Sie die Gliedmaßen hoch, dann wird niemand körperlichen Schaden nehmen.

19. Der Jungbrunnen (Sweet Duck of Youth) Teletext:  Dagobert   Duck   sieht   bedrückt   seinem nächsten Geburtstag entgegen. Wie   gerne würde er den Alterungsprozeß auf­ halten   oder  gar  rückgängig   machen.  Zu­ sammen   mit   seinen   Neffen   und   Quack   macht Dagobert sich auf die Suche nach   dem   legendären   Jungbrunnen   und   ent­ deckt dabei, daß man nur so alt ist, wie   man sich fühlt...

Duck), Florida (Okeefadokie­Sümpfe) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Der Originaltitel dieser Folge  „Sweet   Duck   of   Youth“   ist   ein   Wortwitz  zum   Stück   und   Film   „Sweet   Bild   of  Youth“.

der Seite darauf kann man links noch an­ satzweise   Sprüche   wie   „animation   pro­ duct“,   „Disney’s   DuckTales“   und   „can’t  speak   english“   lesen.   Die   Okeefadokie­ Sümpfe   entsprechen   den   Okefenokee­ Sümpfen. Als die Drillinge die Bibliothek  verlassen, kann man ein blaues Buch mit  dem Titel „Never give up!“ sehen.

Das   Thema   eines   Jungbrunnens   wurde  auch   bei   Darkwing   Duck   in   der   Folge  „Toni   Taufrischs   Jugend­Farm“   wieder  aufgegriffen   und   basiert   hier   auf   den  Barks­Comic   „Der   Jungbrunnen“   (That's  No Fable!).  Wenn man die sichtbaren Kerzen auf der  Torte zählt, ist Dagobert mindestens vier­ zig   Jahre   alt.   Unter   seinen   Gästen   sind  die   Hintergrundfiguren   Vacation   Van  Honk und Quacky McSlant.

Regie: Steve Clark Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 15.01.1988 (Folge 28) Deutsche Ausstrahlung: 27.05.1989 Handlungsort:  Entenhausen   (Villa 

Als   Dagobert   die   Informationen   zum  Jungbrunnen   nachschlägt,   steht   unter  dem Bild von Conquistador Grande Duey  (im Original Ponce de Loon) der Name der  echten   historischen   Person   Ponce   de  León, die damit parodiert werden soll. Bei 

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Quack   ruft,   als   sein   provisorisches   Boot  sinkt, dass er nicht schwimmen könne, da  er   erst   in   „Seeschlangen­Fraß“   schwim­ men lernt und man ihn in „Amors Pfeile“  oder „Die versunkene Stadt“ schwimmen  sieht.


re   Brunnensucher   nie   namentlich   vor.  Trick behauptet, im Torso der Rüstung et­ was gelesen zu haben, wobei er weder im  Mittelteil noch in der Hose steckte, son­ dern im Helm. Dazu ist das Rätsel nicht  auf Spanisch, obwohl der Besitzer eindeu­ tig Spanier war. 

Obwohl   er   zugibt,   nicht   der   Geist   von  Grande Duey zu sein, stellt sich der ande­

Die Drillinge sehen sich im Jungbrunnen  nicht als Windelträger, sondern als Eier,  was   die   Frage,   woher   kleine   Neffen   ei­ gentlich   kommen,   klären   dürfte.   Einen  jungen Quack sehen wir außerdem in den  Folgen „Der Stolz der Familie“ und „Die  Durch­Bruch­Landung“ zu sehen.

Fazit: Mit dem Comic lässt sich diese Fol­ ge   nur   bedingt   vergleichen,   auch   mit  „Langsam rinnt der Sand der Zeit“ klappt  es   nicht   ganz.   Statt   entweder   um   die  zuckersüße   Jugend   oder   den   nahen   Tod  geht es hier um den schmalen Grad da­ zwischen:   Dagobert   erwähnt   den   Tod  scherzhaft   immer   wieder   und   fühlt   sich  auch   enorm   alt,   kann   aber   gegen   Ende  auch  sehen,  dass   seine   begehrte  Jugend  bei den Drillingen auch kein Zuckerschle­ cken ist, sondern sogar noch anstrengen­ der  ist  als  bei  ihm   selbst.  Man  ist  eben  nur so alt, wie man sich fühlt.

Zitate: Quack: Jetzt nehmen Sie das ganze mal nicht so tragisch, Herr Duck, wenn schon nicht heute, finden wir die verschollene Mine   vielleicht morgen, falls es die Mine überhaupt gibt. Dagobert: Oh, ich gebe nur sehr ungern auf, Quack. Wäre ich in Ihrem Alter, hätten Sie mich niemals überreden können, heute Nacht   nach Hause zu fliegen. Quack: Natürlich nicht, Herr Duck! Wären Sie noch in meinem Alter, wären Hubschrauber ja noch gar nicht erfunden!  ­ Dagobert: Ihr werdet sehen, ich finde den Jungbrunnen, und wenn ich ein alter Mann darüber werde! ­ Quack: Ich bin gar nicht wild darauf, wieder ein Kind zu sein. Dagobert: Warum, weil Sie eine unglückliche Kindheit hatten? Quack: Ne, weil mir dann doch meine Sachen nicht mehr passen würden. ­ Quack: Ich sage immer: Jeder Absturz, den man überlebt, ist ein guter Absturz gewesen. ­ Quack: Hört zu, ihr drei solltet lieber das Zelt aufbauen, bevor es dunkel wird. Ich suche inzwischen weiter. Trick: Dass du nicht auch noch verschwindest! Quack: Habt keine Angst. Wie oft im Leben hat man zu mir schon gesagt „Verschwinde“ und ich bin immer wieder gekommen! ­ Grande Duey: Merke auf, Eindringling! Verlasse sofort meine Sümpfe oder du wirst hier bleiben bis in alle Ewigkeiten! Dagobert: Das ist mir zu lang.  ­ Quack: Wir müssen nur ein wenig Geduld haben, Herr Duck. Das kommt alles wieder in die Reihe, sobald es Tag wird. Dagobert: Wie kommen Sie denn darauf? Quack: Na hören Sie, jeder weiß doch, dass Geister nur nachts herumgeistern. Dagobert: Er ist kein Geist. Geister fangen keine Leute mit Fischernetzen! Quack: Möglicherweise ist er der Geist eines Fischers. Dagobert: Nicht mal Gefahr vermag Sie aus Ihrer Verblödung aufzuschrecken. ­ Dagobert: Ich mag zwar langsam in die Jahre kommen, aber ich lasse mich nicht unterkriegen. Unter die Erde, meine ich.

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20. Schattenspiele (Magica's Shadow War) Teletext: Die Hexe Gundel Gaukeley ver­ sucht   mit   einem   neuen   Trick,   an   Dago­ berts ersten selbstverdienten Taler zu ge­ langen.   Sie   erweckt   mit   einem   Zauber­ spruch ihren Schatten zum Leben. Dieser   wiederum   ist   nun   in   der   Lage,   anderen   Gegenständen   ihren   Schatten   zu   rauben   und   sie   damit   wegzuzaubern.   Als   der   Schatten sein Eigenleben nicht mehr auf­ geben will und immer mächtiger wird, ge­ rät Gundel ins Schleudern...

Regie: David Block Drehbuch: Randy Lofficier, Jean­Marc  Lofficier US­Ausstrahlung: 22.01.1988 (Folge 11) Deutsche Ausstrahlung: 30.12.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 1“ veröffentlicht. Handlungsort: Gundels Vulkan,  Entenhausen (Flughafen, Gundels  Mietwohnung, Villa Duck) Dagobert­Erzählungen:  Wie   schon  in  der ersten Folge erzählt Dagobert, dass er  durch Schläue und Härte sein Vermögen  machte. Barks­Anspielungen   (und   andere 

Verweise):  Daniel   Düsentrieb   wird   in  der  Folge   nur  erwähnt,  hat  aber  keinen  Auftritt.   Seine   Kamera   wird   zur   Fiesel­ schweif­Kamera   erklärt   und   erschrickt  Frieda, die gerade Wagners Ritt der Wal­ küren   angestimmt   hatte,  enorm.  Ihr  In­ teresse an klassischen Stücken und dem  eigenen   Gesang   wird   hier   angedeutet,  aber erst in „Die Wikinger kommen“ voll  ausgekostet.   Der   Ritt   der   Walküren  taucht immer wieder in DuckTales­Folgen  auf.  Durch den Kamerablitz verbleicht der Ta­ lerschein   in   Dagoberts   Hand,   was   aller­ dings nie wieder angesprochen wird. Gun­ dels eigenes Flugzeug aus „Gundels Gau­ kelei“ scheint hier zu fehlen, sodass Gun­ del wie in den Comics den Flughafen be­ nutzen   muss,   ebenso   wird   Gundels   hier  erworbene   Mietswohnung   in   Entenhau­ sen in keiner weiteren Folge wieder auf­ gegriffen, dafür sieht man dessen Makle­ rin in „Der schiefe Turm von Peseta“ wie­ der. Am Flughaften stößt Gundel mit der  Hintergrundfigur Vacation Van Honk zu­ sammen,   der   schon   einen   prominenten  Auftritt als Dagoberts Gast in „Der Jung­ brunnen“   hatte   und   bei   „Die   Wikinger  kommen“ bei der Oper mitwirkte.  Den   ausgestopften   Elchkopf,   der   Dago­ bert   auf  den  Kopf  fällt,   ist  in   der  Folge  „Gewusst wie“ in Dagoberts Geldspeicher  zu sehen. Als Rabe Poe in den Totenkopf flieht, er­ innert   dies   an   eine   ähnliche   Szene   aus  dem   Disneyfilm   „Dornröschen“.   Noch   an  derselben   Stelle   ruft   er   „Nimmermehr“,  um   an   das   Gedicht   „Der   Rabe“   von   sei­ nem   Namensvetter   Edgar   Allan   Poe   zu 

erinnern,   vielleicht   sogar   auch   an   den  Barks­Comic   „Der   Rabe   Nimmermehr“  (Raven   Mad).   Der   Rabe,   den   Gundel   in  beinahe   allen   anderen   Comics   bei   sich  hat, heißt im englischen Original Ratface.

Als Gundel von ihrem Schatten überwäl­ tigt wird, wendet sich ihr Bruder, der in  einen   Raben   verwandelte   Poe,   in   seiner  Not an Dagobert, um sie zu befreien. (Wie  Poe   in   einen   Raben   verwandelt   wurde  und wie er als  normaler Erpel aussieht,  wird bis zum Ende der Serie nicht gezeigt  oder erklärt.) Dieser glaubt Gundel aber  nicht   und   versucht   selbst,   den   Schatten  auszutricksen, immerhin hat er sein Ver­ mögen   gemacht,   weil   er   cleverer   als   die  Cleversten und härter war als die Härtes­ ten war, und das schließt die Schatten der  Härtesten mit ein, so adaptiert Dagobert  sein „Der arme, alte Mann“ (Only A Poor  Old Man)­Zitat ab. Fazit:  Ein   Schatten,   der   die   Weltherr­ schaft   möchte?   Ein   ungewohnt   düsteres  und   bedrohliches   Thema   für   eine   Duck­ Tales­Folge,   dafür   sieht   man   hier   erst­ mals Dagobert und Gundel Seite an Seite  kämpfen. 

Zitate: Track: Was für ein tolles Dingensbumens! Trick: Es ist von Daniel. Track: Die meisten Dingensbumens sind von Daniel. Trick: Da steht, das ist eine neue Sofortbildkamera, die er erfunden hat. Er hofft, dass sie uns gefällt, und wenn er unseren Geburtstag   vergessen hat, macht er das Weihnachten wieder gut. ­ Dagobert: Nichts auf der Welt riecht besser als sauberes Geld! ­ Zollbeamter: Echsenschwänze, Fledermauszähne, marinierte Würmer. Also, nichts dabei, was zu verzollen wäre. ­ Dagobert: Dieser Schatten hat mich an jemanden erinnert, jemand besonders Tückischen und Gierigen! Track: Einer Freundin von dir?

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Gundels Schatten: Immer ein Schatten bin ich gewesen, aber damit ist es vorbei! Du kannst mich von diesem Dasein erlösen, Zaubermesser, mach mich frei! Gundel: Oh, ich bin noch lange nicht fertig! Wenn ich meinen Schatten wiederhabe, mache ich hunderte von Purzelbäumen, bis ihm   dabei die Puste ausgeht und dann werde ich eine Woche lang nichts Lustiges unternehmen. Er wird sich langweilen! Langweilen!   Langweilen!  ­ Dagobert: Nun ja, jedenfalls scheint es, dass aufgrund einer winzigen Fehlkalkulation von mir, na ja, mein Plan nicht ganz   funktioniert hat, also, ähm, wir­ Gundel: Kommen Sie, kommen Sie, spucken Sie’s aus! Dagobert: Na gut, ich habe mich verkalkuliert! Und wenn schon! ­ Dagobert: oh, das hätte ich mir denken können, Sie mit ihren schmutzigen Tricks! Ich werde niemals­ Drillinge, Frieda und Quack: Oh doch, das wirst du/werden Sie! Dagobert: Na gut, dann werde ich.

21. Die Durch­Bruch­Landung (Launchpad's First Crash) Teletext:  Bei   ihrer   hundertsten   Bruch­ landung   legen   Dagobert   Duck   und   sein   Pilot   Quack   eine   Gedenkminute   ein   und   erinnern   sich   an   ihren   ersten   gemeinsa­ men Absturz. Damals engagierte Dagobert   den   jungen   Quack,   weil   er   die   billigsten   Preise hatte. Gemeinsam begaben sie sich   auf die Suche nach einer legendären Stadt   aus Diamanten und landeten stattdessen   in einer bizarren Welt im Mittelpunkt der   Erde...

dische Abkürzung  zum  Volk  der Amazo­ nen.

Als ihr Flugzeug Gewicht verlieren muss,  um wieder rauf zu kommen, wirft Dago­ bert sein Sitzpolster, das Funkgerät und  einen   Teddy   raus,   erst   kurz   bevor   er  Quack rauswerfen möchte, denkt er erst  an   seine   Diamanten,   die   er   stattdessen  raus wirft. Mit   „Diamanten   sind   Babutas   beste  Freunde“ zitiert Dagobert das Lied „Dia­ monds are a Girl’s best friend“ von Mary­ lin Monroe.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Wenn man sich an die Rück­ blende von der Folge „Der Stolz der Fami­ lie“   erinnert,   wird   der   englische   Titel  falsch: Dies ist nicht Quacks erste Bruch­ landung.

Regie: Terence Harrison Drehbuch: Anthony Adams, Michael  Keyes US­Ausstrahlung: 29.01.1988 (Folge 54) Deutsche Ausstrahlung: 19.05.1990 Handlungsort: Dagoberts Kupfermine  innerhalb einer Wüste, in der Rückblende  Entenhausener Flughafen und Icovet­ Regenwälder Dagobert­Erzählungen:  Beinahe   die  ganze  Folge ist eine  Rückblende, so war  Dagobert   damals   beim   ersten   Flug   mit  Quack   auf   dem   Weg   zur   Stadt   der   Dia­ manten und entdeckte dabei eine unterir­

Quack   feiert   die   hundertste   (und   später  die   einhundertunderste)   Bruchlandung  mit   Dagobert.   Dabei   scheint   er   auch  Bruchlandungen   ohne   Flugzeug   mitzu­ zählen. In der Rückblende sehen wir einen jünge­ ren   Quack   wie   auch   in   „Der   Jungbrun­ nen“ und in „Stolz der Familie“.  Die vergessene Stadt der Amazonen, wel­ che   Männer   versklaven,   ist   eine   ältere  Idee, die auch noch heute in der Fernseh­ serie Futurama und der Comicreihe Kala  aufgegriffen wird. Anscheinend kann Dagobert auch in Dia­ manten baden. 

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Fazit:  Schon   in   „Der   goldene   Kondor“  wirkten Quack und Dagobert so, als wür­ den   sie   sich   schon   kennen.   Das   tun   sie  auch:   Nachdem   Quack   sich   voll   Scham  von seiner Fliegerfamilie abgewendet hat  (siehe „Der Stolz der Familie“), bastelte er  sich ein eigenes Flugzeug und konnte mit  seinem ersten Kunden Dagobert Geld ver­ dienen.   Die   Vergangenheit   der   beiden  scheint   durchdacht   zu   sein,   und   genau  das macht diese Folge trotz der schon oft  gesehenen   Amazonengruppe   zu   etwas  ganz besonderem.


Zitate: Dagobert: Ich suche einen Piloten mit Nerven aus Stahl. Quack: Ach so? Wie sieht er denn aus? ­ Dagobert: Was machen Sie da, Quack? Quack: Dasselbe wie Sie, Herr Duck: Mir Sorgen um mein lieb gewonnenes Leben! ­ Dagobert: Mir steht das bis obenhin! Quack: Ja, ich habe auch zu viel gegessen. ­ Dagobert: Sehen Sie nur, Quack, wir haben sie gefunden! Die versunkene Stadt der Diamanten! Quack: Das macht sie wohl zur gefundenen Stadt der Diamanten. ­ Dagobert: Was sollte ich noch mal rufen, damit sie die Hörner blasen? Quack: Die Hörner blasen? Dagobert: Ach ja, richtig. Die Hörner blasen! ­ Dagobert: Jetzt fange ich wirklich an, mir Sorgen zu machen, denn Sie fangen an, vernünftig zu reden!

22. Auf Odysseus' Spuren (Home Sweet Homer) Teletext: Dagobert und seine Neffen wer­ den   von   einem   Sturm   in   die   Vergangen­ heit   gewirbelt   und   finden   sich   zu   Odys­ seus'   Zeiten   wieder.   Nur   mit   Hilfe   eines   magischen Medaillons, das der Hexe Circe   gehört,   können   die   Ducks   in   die   Gegen­ wart zurückkehren...

Odyssey) inspiriert worden sein. Der   seitlich   gebeugt   gehende   Postbote  vom Anfang der Folge hat einen weiteren  Auftritt als Statist in „Die Wikinger kom­ men“.

Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Anthony Adams US­Ausstrahlung: 05.02.1988 (Folge 30) Deutsche Ausstrahlung: 18.11.1989 Info: mit Donald Duck Handlungsort:  Villa   Duck,   Mittelmeer,  Ithaquack

auch aus der Odyssee stammt. Das Mons­ ter Igitt­Igitt und der Wasserwirbel refe­ rieren Scylla und Carybdis aus der Odys­ see. Die   Sirenen   locken   Dagobert   mit   einem  Lied über Gold. Wussten sie, dass nur Da­ gobert zuhört, oder klingt ihr Lied für je­ des Ohr anders?  Dadurch, dass sich die Ducks Homer und  Königin   Ariel   geholfen   haben,   entstand  erst die Zerstörung des Koloss von Ente­ nopolys. Ihr Eingreifen war also notwen­ dig, um sie in der Gegenwart herzulocken. 

Obwohl Odysseus hier bei seinem richti­ gen   Namen   genannt   wird,   heißt   seine  Heimat   Ithaca   hier   Ithaquack   und   der  Koloss von Rhodos, eines der Sieben Welt­ wunder, wurde zum Koloss von Entenopo­ lys.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der   Originaltitel   der   Folge  parodiert   mit   „Home   Sweet   Homer“   das  Sprichwort „Home Sweet Home“ (sinnge­ mäß   „Trautes   Heim,   Glück   allein“).   Die  Folge könnte durch den Barks­Comic „Die  Irrfahrten   des   Dagobert   Duck“   (Oddball 

Zirze   wird   im   Original   von   Tress   Mac­ Neille gesprochen, die schon in der Simp­ sons­Folge „Drei uralte Geschichten“ („Ta­ les   from   the   Public   Domain“)   Zirze   ge­ sprochen hat. Sie verwandelt ihre Gegner  charaktertreu in Schweine. König Blase­ balg   (im   Original   King   Blowhard)   ent­ spricht Aeolus, Herr der Winde, welcher  wie   die  verführerisch  singenden  Sirenen 

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Zirze sagt als Ariel zu ihrem Spiegelbild  im   Original   „You've   come   a   long   way,  baby“, was der Slogan der Virginia­Ziga­ retten   der   Siebziger   und   Achtziger   war.  (In der deutschen Synchronisation ist es  „Auch wenn es ein langer Weg bis dahin  war, Baby!“)


Fazit: Noch eine Literaturadaption inner­ halb der Serie, diesmal trifft es die Odys­ see von Homer. Schon zu Anfang der Ge­ schichte deutet Dagobert so etwas an, in­

dem er wieder etwas von Anspruch lesen  möchte.   Wäre   er   dem   auch   nachgekom­ men,   hätten   ihn   vielleicht   einige   Fallen  von Zirze auch nicht erwischt. Sehr schön,  dass gerade diese Geschichte für eine Fol­ ge   genommen   wurde,   denn   jüngere   Zu­

schauer   können   griechische   Dramen  durch die Action mehr abgewinnen und so  motiviert die Folge zum eigenen Nachle­ sen.

Zitate: Trick: Sieh mal, Onkel Dagobert! Ein Brief von Onkel Donald! Dagobert: Keine anspruchsvolle Lektüre aber dennoch ein Vergnügen. ­ Sirenen: Kreuzer, Taler, blanke Zehner, kommt zu uns, ihr tapfren Männer! Pack dein Glück, es ist dir hold, schau in unsre Aug aus   Gold! ­ Tick: Sie hat furchtbare Angst, dass wir das Ding zerbrechen könnten. Track: Dann zerbrich es doch! ­ Dagobert: Jungs, man wird nicht groß, um so zu werden wie jemand anders. Tick:��Nicht? Und wir dachten, wir könnten so werden wie du, Onkel Dagobert. Dagobert: Nein, Jungs, das wünscht euch mal besser nicht, so zu werden wie Onkel Dagobert. Donald: Genau Jungs, wenn ihr schlau seid, dann werdet ihr später wie euer Onkel Donald!

23. Geschäftsgeist (Duck to the Future) Teletext:  Dagobert   macht   sich   Sorgen   über   den   mangelnden   Geschäftssinn   sei­ ner Neffen und unternimmt eine Reise in   die Zukunft, um zu sehen, was aus ihnen   wird. Er ahnt nicht, daß er auf einen Zau­ ber   von   Gundel   Gaukelei   hereingefallen   ist und in der Zukunft festsetzt...

Zeitwanne von Daniel Düsentrieb hinge­ gen ist in der deutschen Reihenfolge noch  nicht   aufgetaucht,   sondern   entsteht   erst  in   „Die   Zeitwanne“   und   taucht   auch   in  „Als die Zeit stillstand“ erneut auf. 

Regie: Terence Harrison Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 12.02.1988 (Folge 52) Deutsche Ausstrahlung: 21.04.1990 Handlungsort: Entenhausen Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der englische Titel „Duck to  the Future“ spielt auf den Film „Zurück  in   die   Zukunft“   (bzw.   „Back   to   the  Future“) an. Nicky darf trotz Interesse nicht mit den  Drillingen sowie Doofy Limonade verkau­ fen, weil sie ein Mädchen ist, anscheinend  haben sie aus der Folge „Im ewigen Eis“  keine   Lektion   gelernt.   Als   Dagobert   sie  kaum   später   darüber   unterrichtet,   was  sie alles an ihrem Stand verbessern könn­ ten,   um   mehr   Geld   einzunehmen,   erin­ nert es stark an die Lektionen aus „Scroo­ ge McDuck and Money“. Gundels Wahrsagerkugel sieht man schon  in   „Der   Schrecken   des   Universums“,   die 

Vierzig   Jahre   in   die   Zukunft   angekom­ men hat Gundel alle Geschäfte Dagoberts  übernommen,   das   Gaukeley­Duck­ Geschäftsimperium scheint alle  Bereiche  Entenhausens zu übergreifen. Obwohl er  damals   die   reichste   Ente   der   Welt   war,  scheint keiner mehr etwas von Dagobert  Duck   zu   wissen.   Dieser   trifft   seine   Nef­ fen,   die   nun   gierige   Geschäftsmänner  sind, einen dementen Daniel Düsentrieb  und einen kurzsichtigen Quack, bevor er  verhaftet wird. Die Gesetze 101 und 506  verbieten   es   ihm   nämlich,   mit   einem  nicht   zugelassenen   Vogelbad   zu   fahren,  die Strafe kostet 9000 Taler.

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Im Gefängnis möchte Dagobert seine Nef­ fen anrufen, erwischt aber nur Nicky aus  der   Telefonzentrale,   die   inzwischen   mit  Doofy   verheiratet   ist   (was   Dagobert   zu  keiner Reaktion reizt). Sie versuchen sich  zu dritt in das Imperium einzuschleusen,  das wie die Smaragdstadt aus „Der Zau­ berer von Oz“ aussieht, passend dazu gibt  es auch einen Türwart, der sie nicht hin­ einlassen will, bis er erfährt, dass es sich  um Dagobert Duck handelt. Nun werden  sie zu einem großen Hologramm von Gun­ dels Kopf geführt, der auch an den Film  erinnert. Gundel kerkert sie ein, doch dank einem  Pieper von Doofy, der Quack holt. Dieser  hat inzwischen 4892 Bruchlandungen auf  dem   Buckel.   Sein   wissenschaftliches   In­ teresse hier schien auch in der Gegenwart  schon vorhanden gewesen zu sein: Bubba  zitiert in der Folge „Dummheit als Happy­ End“ sein Gesetz der Schwerkraft. Dago­ bert   schleicht   sich   schließlich   wieder   in  Gundels Imperium, indem er sich als Ro­ boter   verkleidet,   also   noch   eine   Anspie­ lung an den Zauberer von Oz. Als Dago­ bert sich dort als Vertreter für Alarman­ lagen   verkleidet,   behauptet   er   im   Origi­ nal, diese wären von „Avon Alarm Compa­ ny“, eine Anspielung  an die Parfum­Fir­ ma „Avon Products“.


Die Dilithium­Kristalle, mit denen Doofys  Auto fährt, stammen aus Star Trek, dort  werden die Warp­Reaktoren damit ange­ trieben. In der Luft werden sie von Gun­ dels   Flugzeug   aus   der   Folge   „Gundels  Gaukelei“ verfolgt.  Als Gundel und Dagobert quer durch die  Geschichte   reisen,   erwähnt   Gundel   Sit­ ting Bull, was im Original wohl mit Gene­ ral Clusters letzte Schlacht, eine Stichelei  auf   General   Custer   war.   Danach   landen  sie im Zeppelburger, der die Hindenburg  parodiert.

Die Drillinge versuchen in der Folge „Ge­ wusst wie“, Dagoberts Geschäfte zu über­ nehmen,   dabei   tragen   sie   sogar   Anzüge  wie in der Zukunftsvision. Fazit: Was die Zukunft aus Dagobert und  den Drillingen macht, ist bei einer Reihe  wie den Duck­Comics, wo sich nur wenig  über   die   Jahre   ändert,   besonders   inter­ essant.   Barks   ließ   Donald   in   „Ein   toller  Schwindel“ Visionen von der Zukunft und  erwachsenen Neffen haben, doch festlegen 

wollte er sich dabei nie.  Leider wird in dieser Folge nicht erklärt,  wie die Drillinge überhaupt auf die Idee  kamen,   mit   Gundel   Gaukeley   Geschäfte  zu betreiben. Hier zeigt sich Dagobert gegen Ende nicht  nur   als   geläutert,   was   unlautere   Ge­ schäftsmethoden   betrifft,   sondern   auch  als   zukunftsbejahend,   was   die   Hochzeit  von Nicky und Doofy betrifft. Ein schönes  Ende zu einer guten Geschichte.

Zitate: Gundel: Ich kann so gut in die Zukunft sehen, dass ich keine Zeitungen kaufen muss. Die sind immer schon ein alter Hut für mich! ­ Gundel: Die Zeiten­Uhr hier wird Sie in die Zukunft befördern! Dagobert: Das ist ja freundlich von der Uhr, aber wie komme ich wieder zurück? Gundel: Ähm, nehmen Sie die U­Bahn! Dagobert: Die U­Bahn? Seit wann kann man mit der U­Bahn durch die Zeit reisen? Gundel: Oh, in der Zukunft wird die U­Bahn weit entwickelt sein. ­ Alter Quack: Willkommen in meinem Bruchlande­Kurs. Unser Thema: Wie komme ich aus einem Wrack raus, ohne eins zu sein? ­ Dagobert: Ich muss in die Vergangenheit zurück, um die Zukunft zu ändern! Hilfe! ­ Gundel: Er gehört mir! Er ist anständig und ehrlich gestohlen! ­ Dagobert: Wo habt ihr nur diese schlimmen Geschäftspraktiken her? Tick: Von dir, Onkel Dagobert.

24. Arme reiche Ente (Down and Out in Duckburg) Teletext: Durch eine offene Schuld seiner   Vorfahren verliert  Dagobert  Duck von ei­ nem Tag auf den anderen sein gesamtes   Vermögen   an   ein   zwielichtiges   Wiesel.   Aber   Dagobert   gibt   nicht   klein   bei   und   versucht alles, um seine Taler zurückzube­ kommen. Als er erfährt, daß sie auf dem   Meeresgrund   gelandet   sind,   können   ihn   weder Stürme noch Haie bei seiner Suche   aufhalten... Regie: Terence Harrison Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 19.02.1988 (Folge 22) Deutsche Ausstrahlung: 17.03.1990 Info: DuckTales­Adaption von Barks’ „13  Trillionen“ (The Horseradish Story).  Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 3“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen  (Innenstadt, Hafen, Villa Duck, Brücke),  Kap der letzten Hoffnung

Dagobert­Erzählungen:  Dagobert   er­ warb seinen Claim am Klondike mit der  goldenen   Taschenuhr   seines   Vorfahren  Gischty McDuck. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Dagobert   investiert   in   fast  alle   Bereiche,   sodass   es   ihm   manchmal  schon schwer fällt, neue Ufer zu erklim­ men. So beginnt diese Folge mit Besuchen  bei   seinen   Schuldnern,   bei   alten,   aber  mittellosen Freunden und mit dem Betrü­ gen   von   Spendensammlern.   Dabei   kann  Dagobert   problem­  und   grundlos   Mieten  erhöhen, sodass man sich fragt, wie wohl  die Vertragsklauseln das formulierten. Außerdem   freut   sich   Dagobert   auf   die  Ausstrahlung der Serie „Wie sie leben, die  Stinkreichen und die Schönen“ (im Origi­ nal „Lifestyle of the Filthy Rich“), die eine  Parodie der Show „Lifestyles of the Rich 

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and Famous“ ist, Dessen Moderator Rob­ bie   Lurch   mit   Dagoberts   goldener   Regel  aus Aladdin zitiert: „Du kennst doch die  goldene   Regel?   Wer   das   Gold   hat,   be­ stimmt   auch   die   Regeln!“   („Aladdin“   er­ schien   allerdings   erst   Jahre   später,   die  gemeinsame Quelle für den Witz konnte  ich nicht ausmachen.) Doch   Fritter   O’Way   stürmt   hinein   und  überzeugt   Dagobert   davon,   dass   Bertels  Großvater   Gischty   McDuck   seinem   Vor­ fahren Schlurfy O’Way den ganzen Besitz  schuldet, in diesem Fall eine goldene Uhr  statt   eines   goldenen   Gebisses   wie   im  Barks­Comic   „13   Trillionen“   (The   Hor­ seradish   Story),   auf   dem   die   Folge   ba­ siert. (Amüsant: In mehreren Folgen sieht  man die Taschenuhr, die auf dem Barks­ Comic   „Die   Krone   des   Dschingis   Khan“  [The   Lost   Crown   of   Genghis   Khan!]   ba­ siert.) Im Comic wurde zudem eine Kiste  Meerrettich   statt   einem   Fass   Murmeln 


transportiert, außerdem ging es nach Ja­ maika   statt   zum   Kap   der   Guten   Hoff­ nung. Ob Schlurfy O’Way das Schiff sabo­ tierte wie seine Comicvorlage, wird nicht  gezeigt oder genannt. Durch   die  Zeichentrick­Adaption   wurden  einige   Namen   geändert,   so   wurde   aus  Chisel   McSue   (im   Deutschen   Schmu  Schubiack   junior)   schnell   Fritter   O’Way  und aus dessen Vorfahren Swindle McSue  (im Deutschen Jean Nepomuk Schubiack)  schnell   Diddle   O’Way   (im   Deutschen  Schlurfy O’Way), aber auch Namen, die es  richtig ins Original schafften, wurden an­ ders als im Comic ins Deutsche übersetzt,  so   wurde   aus   Seafoam   McDuck   eben  Gischty McDuck. Außerdem ist das „Cape  of No Hope“ im Original der Folge natür­ lich   das   „Cape   of   Good   Hope“,   das   Kap  der   Guten   Hoffnung,   was   in   der   deut­ schen  Übersetzung  zum Kap   der  letzten  Hoffnung wurde. Hier  wird  Dagobert sofort rausgeworfen,  bevor er überhaupt Gegenmaßnahmen er­ greifen kann. Das Entenhausener Rechts­ system muss ihn wirklich hassen. Fritter kauft sich die Freiheitsstatue, die  er   aber   wie   seine   neue   Villa   und   Jacht  orange streicht. (Die originale Entenhau­ sener   Freiheitsstatue   ist   später   in   der  Folge   „Das   Affentheater“   im   Panorama  der Stadt Entenhausen zu sehen und in  der Folge „Die Krach­Bumm­Ente“.)

Der   nun   mittellose   Dagobert   traut   sich  nicht in das Haus eines Freundes wie Da­ niel   Düsentrieb   oder   Quack,   da   er   be­ fürchtet,   dass   die   Freundschaft   nur   auf  seinem   Vermögen   beruht,   obwohl   seine  ehemaligen Angestellten nicht von seiner  Seite   weichen   wollen.   Auf   die   Idee,   sich  bei   einen   Verwandten   einzunisten,  kommt er gar nicht erst. In derselben Sze­ ne haben Tick und Track zwischendurch  offensichtlich ihre Mützen vertauscht. Auf  den  Weg  zur  großen Brücke im  Stil  der Verrazano­Bridge aus  New York, die  man   schon   in   anderen   Folgen   gesehen  hat, haben die sieben Obdachlosen es ge­ schafft, ihre Kleider zu zerreißen und zu  flicken. Bis zu dieser Folge gelang ihnen  das noch nicht. In   einer   Traum­Szene   kämpft   Dagobert  mit   einem  Hund,  der  eine   gewisse   Ähn­ lichkeit   mit   Pluto   aufweist.   Dies   könnte  die Szene sein, die im Titellied immer mit  „Pluto und Goofy, alle sind bei dir“ ange­ kündigt wurde. Doch   ein   Dagobert   Duck   gibt   so   schnell  nicht auf! Als Dagobert dank Käpt’n Kiel­ schwein   zum   Cap   der   letzten   Hoffnung  fahren   kann,   schickt   ihn   Johann   mit  „Grüßen Sie Duck Cousteau, wenn Sie ihn  treffen“ unter Wasser, womit er sich auf  den   Unterwasserforscher   Jacques­Yves  Cousteau bezieht.

Käpt’n   Kielschwein   taucht   ein   weiteres  Mal in der Folge „Schlaumann im Blau­ mann“ auf. Als Haie auftauchen, hört man kurz eine  musikalische   Anspielung   an   die   Musik  von „Der weiße Hai“. Die entdeckten Mur­ meln sehen dank ihrer weißen Farbe eher  so aus wie Perlen. Nach dem großen Finale begleitet Mode­ rator Robbie Lurch Dagobert dabei, wie er  das   erste   Mal   Geld   an   Marie   von   der  Heilsarmee spendet und Kielschwein sei­ ne Jacht schenkt. Fazit:  Natürlich   ist   der   erhobene   Zeige­ finger   in   dieser   Folge   besonders   offen­ sichtlich,   jedoch   begleitet   sie   ein   action­ reiches   Abenteuer,   bei   dem   sich   auch  zeigt, wem man wirklich trauen kann und  wem nicht. In anderen Worten: Diese Fol­ ge   war   weitaus   weniger   plump,   als   sie  hätte werden können.

Zitate: Robbie Lurch: Schalten Sie nächste Woche ein, wenn wir den stinkreichen Dagobert Duck besuchen, einen Mann, der nach eigenen   Goldenen Regeln lebt: Ja, wer das Geld hat, macht die Regeln! ­ Fritter O’Way: Reich sein macht nur Spaß, wenn man sich neue Sachen kaufen kann! ­ Dagobert: Sie werden mich behandeln, wie ich immer arme Leute behandelt habe. Johann: Sie meinen, wie ein Halsabschneider, der den armen Leuten noch den letzten Kreuzer abgeknöpft hat. Dagobert: Ja, ja. Johann: Wie ein voll gefressener Geier, der trotz seines Vollgefressen­Seins einer halbverhungerten Maus nicht as kleinste Krümelchen   gönnt. Dagobert: Nun, ich fürchte ja. Johann: Wie ein blutdürstiger, immer und überall zu­ Dagobert: Ist gut, Johann! Jetzt hat’s ja jeder verstanden! ­ Traum­Johann: Herr Duck hat sämtliche Kosten gescheut, dies ist die komfortabelste Pappe, die man umsonst bekommen konnte. ­ Dagobert: Wer arm ist, ist arm dran. ­ Johann: Sir, Sie überraschen mich! Was ist mit dem Dagobert Duck geschehen, der sein Gold aus dem Klondike gewaschen hat?

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Käpt’n Kielschwein: Sie haben wohl noch nie von der Goldensten aller Regel gehört! Dagobert: Reden Sie nicht von Gold, ich hab keines mehr! Ähm, vom wie viel karätigen reden Sie? Track: Nein, Onkel, er meint „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu“. ­ Dagobert: Hier gibt’s nichts zu Fressen! Warum habt ihr Haifische immer nur das eine im Kopf? ­ Frieda: Macht Platz, Kinder, ich werde ihn holen gehen! Johann: Was, Sie, Frieda? Frieda: Ja, ich! Vor Ihnen steht die Entenhausener Schwimmmeisterin aus dem Jahre Neunzehnhundertund­, ach, ist ja egal. Käpt’n Kielschwein: Aber das sind haifischversetzte Gewässer! Frieda: Dann wird es Zeit, dass man mit ihnen ein wenig aufräumt! ­ Fritter: Eins steht fest, nie wieder werde ich etwas von verloren gegangenen Murmeln murmeln!

25. Dr. Jekyll & Mr. McDuck (Dr. Jekyll and Mr. McDuck) Teletext: Dagobert Duck ersteht bei einer   Auktion einen alten Schrankkoffer, dessen   Inhalt seine Erwartungen zun��chst nicht   erfüllt.   In  der   Truhe   befindet   sich   ledig­ lich ein seltsames Elixier, das allerdings   eine verblüffende Wirkung hat: Es macht   aus   dem   geizigen   Dagobert   ein   vergnü­ gungssüchtiges und über die Maßen groß­ zügiges Alter ego. Die Neffen wissen sich   schließlich keinen anderen Rat mehr, als   ihren Großonkel nach London zu schaffen,   in der Hoffnung, dort ein Gegenmittel für   das Elixier zu finden...

Shirley“ antwortet, ein Zitat aus „Die un­ glaubliche   Reise   in   einem   verrückten  Flugzeug“.   (Denselben   Gag   bringt   auch  Johann   in   der   Folge   „Der   Aufgeblasene  und die Bienen“.)

Regie: Terence Harrison Drehbuch: Margaret Osborne, Michael  Keyes US­Ausstrahlung: 26.02.1988 (Folge 60) Deutsche Ausstrahlung: 14.07.1990 Handlungsort: London (Innenstadt,  Holmes’ Haus, Duckingham Palace,  Scottland Yard), Entenhausen  (Auktionshaus, Villa Duck)

Amüsanterweise   kennt   der   Versteigerer  Gustav Gans beim Namen, aber Dagobert  Duck nicht.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Der Titel ist eine Anspielung  auf „Dr.Jekyll und Mr. Hyde“. Der Räuber  Jack   the   Flipper   am   Anfang   persifliert  den Mörder Jack the Ripper. (Zum Glück  änderte die deutsche Version den Namen  von „Jack the Tripper“, sonst würde Jack  ja wie eine Geschlechtskrankheit heißen.) Als  Dagobert  bei   der  Versteigerung   sein  angebliches   Gebot   verneint,   heißt   es   im  Original „Surely you’ll bid forty!“, worauf  Dagobert „No, I won’t, and don’t call me 

Das   Parfum   von   Dr.   Jekyll   verwandelt  Dagobert in Onkel Geldsack, der das Geld  mit beiden Händen unter die Leute bringt  wie damals bei Jekyll auch. Warum Dago­ bert   es   noch   mal   für   eine   clevere   Idee  hielt, sich Jahrhunderte altes Parfüm ins  Gesicht zu sprühen, ist fraglich.

linge eine Adresse zum Parfum­Besitzer:  Dr.   Jekyll,   Hyde­Park,   London.   Den  Hyde­Park   gibt   es   dort   wirklich,   dieser  wurde   aber   nach   Hyde   Manor   benannt.  Dort sprüht Jack the Flipper seit neusten  seine Raubopfer mit dem Parfum ein, um  diese großzügig zu machen. Als Dagobert  im   alten   Jekyll­Haus   auf   dessen   Beute  stößt,   wird   er   wieder   rückfällig   und  stürmt als Onkel Geldsack in die Innen­ stadt. Die  Jungs   brauchen  die Hilfe von  Derek Holmes (im Original Shedlock Jo­ nes),   dem   ehrenamtlichen   Junior­Fiesel­ schweifling, der auch nach der Festnahme  Dagoberts zur Hilfe schreitet. Er und sein  Erzfeind   Professor  Raffgedaffke (im  Ori­ ginal Professor Moodydoody) sind Parodi­ en   von   Sherlock   Holmes   und   Professor  Moriarty.  Als   Holmes   anmerkt,   dass   die  Drillinge   bei   ihrer   Zeitberechnung   die  Zeitzonen berücksichtigen sollen, spielt er  dabei vielleicht auf Jules  Vernes  Roman  „In   80   Tagen   um   die   Welt“   an,   in   dem  durch   die   Weltreise   ein   ganzer   Tag   ge­ wonnen wurde. Beim Duckingham Palast  (=   Buckingham   Palace)  überwältigen  sie  schließlich Jack the Flipper, der sich als  Professor Raffgedaffke entpuppt. 

Diese   Folge   bietet   einen   guten   Blick   in  Dagoberts Schlafzimmer, so ist etwa das  Goldie­Gemälde   aus   „Bis   dass   das   Geld  euch   scheidet“   vor   seinem   dortigen   Tre­ sor. Dieser ist aber in der Wand eingebaut  und somit ein anderer als der Boden­Tre­ sor   unter   einem   Teppich   in   „Gundels  Gaukelei“.   Während   Dagobert   als   Onkel  Geldsack diesen leert, entdecken die Dril­

Fazit: Der englischen Literatur Ende des  18ten   Jahrhunderts   widmet   sich   diese  DuckTales­Folge, bringt Erwachsene zum  Schmunzeln   und   macht   den   Nachwuchs  neugierig   auf   die   literarischen   Vorbilder  dieser animierten Figuren. Dabei besucht  er   London   mit   Nebel,   gut   gekleideten  Bürgern, Kriminalität und allem, was das  klischeeverliebte Herz begehrt. 

Für den Kauf von Kribbelwasser gibt Da­ gobert den Drillingen einen Zehner, was  im Original ein Dime ist, genau wie die  erstverdiente Geldmünze. Es ist seltsam,  dass Dime hier mit dem korrekten Zehner  übersetzt   wurde,   aber   der   Lucky   Dime  mit Glückstaler.

Trick  erwähnt,  dass  Frieda  immer  nach  dem Parfum Chanel Nr. 5 riecht.

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Zitate: Tick: Onkel Dagobert, was machst du da? Du verschleuderst ja unser Erbe! ­ Trick: Werden Sie uns helfen, unseren Onkel zu finden? Wir sind extra deswegen nach London gekommen. Derek Holmes: Ich kombiniere den Rest. Euer Onkel Dagobert Duck sucht nach einem Gegenmittel für Jekylls Mixtur, die in seinen   Besitz kam, als er einen alten Koffer von Dr. Jekyll auf einer Auktion ersteigerte. Die Mixtur wurde ihm dann von Jack the Flipper,   einem gewöhnlichen Dieb, wieder abgejagt. Wie alle Opfer Jack the Flippers wurde euer bedauernswerter Onkel verrückt und läuft   jetzt Amok. Trifft es das in etwa? Drillinge: Heiliger Quackstrudel!  Track: Wie haben Sie das nur rausgekriegt? Derek Holmes: Och, Elementarwissen, es steht in der Nachmittagsausgabe. ­ Tick: Es geht mich zwar nichts an, aber Sie sollten nicht rauchen, das ist nicht gesund! Derek Holmes: Oh, ich inhaliere den Rauch nicht, dafür bin ich viel zu intelligent. ­ Polizist 1: Was ist nun schon wieder los? Polizist 2: Wieder so ein reicher Knacker, der am Tralala­Square sein Geld unter die Leute wirft! Polizist 1: Na dann nichts wie hin, damit wir auch noch ein bisschen was einsammeln können! ­ Dagobert: Es sollte gesetzlich verboten sein, so mit Geld umzugehen. Polizist 1: Na, darf ich bitten, die Herren? ­ Derek Holmes: Was stimmt an dem Bild nicht? Track: Na, es ist doof. ­ Queen: Oh, meine Krone! Ohne sie werde ich mich erkälten! ­ Dagobert: Sie haben meinen tief empfundenen Dank, Herr Holmes. Was besseres kann ich Ihnen nicht geben.

26. Als die Zeit stillstand (Time Teasers) Teletext:  Die   Panzerknacker   bedienen   sich Daniel Düsentriebs Zeitmaschine, um   die  Uhr  anzuhalten  und jeden  einzelnen   Taler aus Dagoberts Geldspeicher zu steh­ len. Durch ein Versehen machen sie mit­ samt dem Vermögen einen Zeitsprung in   die   Vergangenheit.   Hier   sehen   sich   die   Panzerknacker   mit   einer   Piratenbande   konfrontiert,   die   sie   an   Bösartigkeit   um   einiges übertrifft. Dagobert reist ihnen zu­ sammen   mit   seinen   Neffen   und   Daniel   Düsentrieb hinterher, um sein Geld zu ret­ ten.

wendet,   beide   Geschichten   wurden   aber  anscheinend von der Twilight­Zone­Folge  „Der Herr der Zeit“ inspiriert. Der deut­ sche   Titel   ist   eine   Anlehnung   an   dem  Film   „Der   Tag,   an   dem   die   Erde   still­ stand“.

Weisheit“   und   Kinghis   Khan   aus   „Die  Schneefrau“.   Seine   Piraten   behaupten,  dass keine einzige Golddublone in Dago­ berts   Geldhaufen   wäre,   dabei   scheinen  der Farbe nach einige Münzen zumindest  aus Gold zu bestehen.

Daniel   Düsentrieb   hat   einen   Goldfisch  namens Merlin.

Die   Zeitwanne   von   Daniel   Düsentrieb  wird in „Die Zeitwanne“ erfunden und in  „Geschäftsgeist“ erwähnt.

Regie: David Block Drehbuch: Anthony Adams US­Ausstrahlung: 04.03.1988 (Folge 43) Deutsche Ausstrahlung: 10.02.1990 Handlungsort: Entenhausen  (Düsentriebs Werkstatt, Innenstadt,  Baseball­Stadion, Geldspeicher, Hafen)

Nachdem sich die Drillinge in den Bank­ überfall   der   Panzerknacker   einmischten,  fängt   die   Polizei   an,   auf   die   Bande   zu  schießen. Das ist sicher nicht so legal, wie  es klingt!

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Eine   ähnliche   Geschichte  wurde   später   in   den   Don­Rosa­Comic  „Eine   verhängnisvolle   Erfindung“   ver­

Die  Entenhausener  Baseball­Mannschaft  heißt Wildenten und spielt gegen die Gar­ field­Ganter.

Käpt’n   Blackheart   aus   dem   Jahre   1687  scheint   ein   entfernter   Verwandter   von  Kater Karlo zu sein, ähnlich wie Haupt­ mann Carlo aus „Die Ente mit der Eiser­ nen   Maske“,   Piet   aus   „Der  Schlangenfraß“, Karlo aus „Die Perle der 

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Die Drillinge erkennen bei der Gesangs­ nummer von Babyface, Bebop und Bank­ job,   dass   diese   gut   singen   können.   Das  werden die Panzerknacker auch in „Kein  Rock ohne Oma“ auszunutzen wissen, nur  anhand von ihren Brüdern. Das Lied an  ihre   Eltern   zeigt,   dass   Oma   Knack   im  Original   Ma   Beagle   ist,   also   die   Mutter  der   Panzerknackerbande.   Vergleiche   mit  Oedipus  bieten sich an, sollten aber un­ tersagt   werden!   Das   vorletzte   Lied   ist  eine Adaption eines englischen Schlaflie­ des. Über dem Wasserfall der Insel ist ein Fel­


sen in Form eines Totenkopfes, eine An­ spielung an den Roman „Die Schatzinsel“.

Fazit:  Diese   Folge   ist   ein   Puzzle   aus  Science Fiction, Piraterie und angenehm  viel Gesang. Die Teile wollen zwar nicht 

recht zusammenpassen, dafür lassen sich  die   Einzelstücke   genießen.   Die   Knacker­ Lieder wissen zu unterhalten.

Zitate: Drillinge: Wir wissen schon, Onkel Dagobert, der frühe Vogel fängt den Wurm. Dagobert: Ein weises Wort, nach dem es sich leben lässt! Trick: Aber nicht, wenn du der frühe Wurm bist. ­ Bankjob: Das bringt mich auf eine geniale Idee! Babyface: Oh, wie schön, so eine hast du ja noch nie gehabt! ­ Käpt’n Blackheart: Happy, happy birthday für mich, für mich! Piraten: Happy, happy birthday, für Euch, für Euch! Käpt’n Blackheart: Auf dass es Glück mir bringt, wenn ihr mit mir singt, werde glücklich so wie ich! Happy, happy birthday für mich,   für mich! ­ Babyface, Bebop und Bankjob: I want a girl just like the girl who married dear old Dad. She was a girl and the only girl that Daddy   ever had. I want a girl just like the girl who married dear old Dad. ­ Babyface, Bebop und Bankjob: Sweet Adeline (sweet Adeline), my Adeline (my Adeline), down by the old Mill Stream, where I first met   you. You were 16­ Piraten: (You were 16), my village queen (my village queen), down by the old Mill Stream. ­ Tick: Du könntest sie doch einfach hier lassen, Onkel Dagobert. Dagobert: Ja, das war mir auch schon durch den Kopf geschossen, aber ich habe ihnen mein Wort gegeben und Dagobert Ducks Wort   lässt sich Silbe für Silbe mit purem Gold aufwiegen! ­ Babyface, Bebop und Bankjob: Rock­a­bye Pirates, in the treetops, when the wind blows, the cradle will­

27. Der schiefe Turm von Peseta [1] (A Drain in the Economy) Teletext:  Dagobert   Duck   und   sein   Erz­ feind   Mac   Moneysack   liegen   mit   ihrem   Vermögen gleichauf, was beide ärgert. Mo­ neysack engagiert die Panzerknacker, um   Dagoberts Vermögen zu stehlen und end­ lich   die   reichste   Ente   der   Weit   zu   sein.   Den   Gangstern   gelingt   ihr   Anschlag   auf   den Geldtresor und die ganzen Taler flie­ ßen   in   die   Kanalisation   von   Entenhau­ sen... Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Mark Zaslove, Len Uhley US­Ausstrahlung: 11.03.1988 (Folge 36) Deutsche Ausstrahlung: 13.01.1990 Handlungsort: Makaronien,  Entenhausen (Geldspeicher,  Kanalisation, Wasserwerke, Städtische  Pumpstation)

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Diese Folge ist der erste Teil  eines Vierteilers, der in deutschen Fern­

sehen „Auf die Knete, fertig, los!“ und im  Original „Catch as  Cash Can“ heißt. Da  dieser Titel erst seit den amerikanischen  DVDs bekannt ist, hießen die Folgen vor­ her   unter   Fans   „The   Firefly   Fruit   Con­ test“. Der Maharadscha Kirschke von Makaro­ nien (in „Wer wiegt, gewinnt“ wird er als  Kaiser bezeichnet) bietet dabei der Ente,  die   am   meisten   Geld   auf   die   Waage   in  sein Land bringt, die exklusiven Export­ rechte an seinen  Glühwürmchen­Frücht­ chen. Wobei das Gewicht des Geldes nicht  viel  über den Reichtum aussagt, immer­ hin   sind   Münzen   schwerer   als   Scheine.  Vielleicht   hätte   Dagobert   auch   einfach  sein   Vermögen   in   Kreuzer   wechseln   sol­ len. Das Panzerknacker­Frühwarnsystem, das  auch in den Folgen „Entenjagd“ und „Ge­ wusst   wie“   auftaucht,   sieht   fast   so   aus  wie das Startmenü im DuckTales­Ninten­ dospiel, das ebenfalls den Wettstreit zwi­ schen Moneysac und Dagobert behandelt.

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Obwohl nur Karlchen, Schlabber, Burger  und Kuno befreit wurden, sieht man auch  Babyface den Geldspeicher angreifen. Im  Originalton   werden   Boom­Boom   (=  Bumm­Bumm aus der Folge „Die Kronju­ welen“),   Banzai,   Buckeroo,   Beanball,  Blitzkrieg,   Bifocal,   Bumpkin,   Butterball  und Bull's­Eye genannt. Größtenteils sind  die   Panzerknacker   hier   aber   unidentifi­ zierbare Massen, also fast wie in den Co­ mics.   Ein   riesiger   Bus   voller   Panzer­ knackermassen  erschien   etwa  im  Barks­ Comic   „Die   künstliche   Kraftquelle“  (Mighty But Miserable). Nach   ihrem   Angriff   holt   Dagobert   eine  riesige   Kanone   namens   Bertha   hervor  und   baut   aus   ihr   eine   Alarmanlage   wie  im Barks­Comic „Der Selbstschuss“ (Ter­ ror of the Beagle Boys), wo wie hier die  versehentlich   ausgelöste   Kugel   zur   Be­ schädigung   des   Speichers   beiträgt.   Das  im  Erdboden  versickernde  Geld  erinnert  an   die   Barks­Comics   „Weihnachten   für  Kummersdorf“   (A   Christmas   For   Shack­


town)   und   „Land   unter   der   Erdkruste“  (Land   Beneath   the   Ground!),   erwischt  aber anscheinend doch nur die Kanalisa­ tion.

Augenblicke   vorher   alle   Kosten   scheuen  wollte,   um   nicht   gegen   Moneysac   den  Kürzeren zu ziehen, kauft er auf einmal  das ganze Haus der Maklerin.

Kurz   bevor   die   Städtische   Pumpstation  explodiert,   sieht   man   die   Maklerin   aus  „Schattenspiele“.   Obwohl   Dagobert   noch 

Kuno sagt  beim  Anblick  des   dank  uner­ warteten   Geldsegens   krummen   Hauses  den Titel der Folge „Seht mal, der schiefe 

Turm von Peseta!“ Fazit:  Traumgleicher   Einstieg   in   ein  Abenteuer,   das   Dagoberts   Vermögen  durch ganz  Entenhausen  treibt.  Schlich­ ter Wahnsinn!

Zitate: Karlchen: Es gibt nur einen Menschen auf der Welt, der den Mut für so was hat. Karlchen, Schlabber, Burger und Kuno: Mama. Mac Moneysack: Von wegen Mama! ­ Dagobert: Und, war an diesen Figuren etwas verdächtig? Wasserwerk­Arbeiter: Sie meinen außer ihren schwarzen Masken? ­ Dagobert: Ich weiß, wie ich mein Geld vor den Panzerknackern schützen kann. Drillinge: Ach ja? Wie denn? Dagobert: Ich gebe es ihnen einfach!

28. Der Riesenhai [2] (A Whale of a Bad Time) Teletext: Dagobert will seine Reichtümer   nach   Übersee   verschiffen,   doch   seine   Frachter   werden   von   einem   riesigen   Hai   zum   Kentern   gebracht   und   sinken.   Als   Dagobert   und   Donald   von  dem   Monster­ hai verschluckt werden, entdecken sie, daß   es sich gar nicht um ein Tier, sondern um   ein U­Boot handelt, das unter dem Kom­ mando von Mac Moneysack steht... Regie: Alan Zaslove Drehbuch:  Jymn   Magon,   Bruce  Talkington,   Mark   Zaslove,   Anthony  Adams, Michael Keyes US­Ausstrahlung: 18.03.1988 (Folge 37) Deutsche Ausstrahlung: 20.01.1990 Info: mit Donald Duck Handlungsort:  Entenhausen   (Villa  Duck, Dagoberts Speiseeisfabrik, Hafen),  Ozean (Wie­heißt­er­noch­Graben) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Diese Folge ist der zweite Teil  des „Catch as Cash can“­Vierteilers. Herr   Bilanzovic   trat   auch   schon   in   der  Folge „Glücks­Wechsel­Fälle“ auf.

Track bezeichnet ein Zeugnis voller Ein­ sen   als   Seemannsgarn,   hat   aber   in  „Dummheit   mit   Happy­End“   selbst   ein  solches.

„Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew“­ Folge von Don Rosa beinhaltet ein Szena­ rio, wo eine Seeschlange Eis isst. Zufall? Dagobert hält ein Seemonster trotz seines  Anfalls   für   Unsinn,   obwohl   er   schon  mehrfach   auf   welche   stieß,   etwa   in   den  Folgen „Auf Odysseus’ Spuren“ und „Das  Bermuda­Dreieck“. Donald erhält für die Verhaftung von Dr.  Horatio   Bluebottle,   der   seine   Militär­ Erfindung,   das   U­Boot   Moby   stahl,   die  Silberne Kehrjacke. Während   der   Kampfszene   ist   Wagners  „Ritt der Walküren“ zu hören.

Dagobert tarnt seinen Geldtransport hier  durch   Einstransporter,   im   Barks­Comic  „Unternehmen   Inselfrieden“   (The   Mene­ hune Mystery) etwa nimmt er dafür Spi­ nat­Dosen, in beidem werden aber Robo­ ter   verwendet.   Ein   mechanisches   See­ monster   attackiert   schließlich   diesen  recht offensichtlichen Geldtransport, wes­ halb   Dagobert   schockiert   beklagt,   dass  ein Seemonster sein Eis verspeiste. Eine 

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Gegen   Ende   wird   Daniel   Düsentrieb   er­ wähnt, der in der nächsten Folge auftritt. Fazit: Diese Folge ist zwar reich an Acti­ on, aber arm an Humor. Dafür erhält Do­ nald endlich einmal Respekt von seinem  Vorgesetzten.


Zitate: Tick: Und ich hatte immer gedacht, Seeungeheuer wären Seemannsgarn! Track: Ja, wie das Monster von Loch Ness oder Zeugnisse mit lauter Einsen. ­ Dagobert: Sie aufgeblasener Klabautermann, ich ruf den Präsidenten an, dann schälen Sie in der Kombüse Kartoffeln, bis Sie in   Pension gehen! ­ Donald: Du halbverschrumpelter Ersatz für ein Brechmittel, wenn du nicht sofort­

29. Die versunkene Stadt [3] (Aqua Ducks) Teletext: Dagobert sucht mit Quack, Da­ niel Düsentrieb und Doofy in den Tiefen   des Ozeans nach seinen versunkenen Mil­ lionen. Erschrocken müssen sie feststellen,   daß der Schatz von einem Volk von Mee­ resbewohnern weggeschafft wurde, die un­ sere Helden gefangennehmen und zu ihrer   versunkenen Stadt bringen. Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Mark Zaslove, Michael Keyes US­Ausstrahlung: 25.03.1988 (Folge 38) Deutsche Ausstrahlung: 03.02.1990 Handlungsort: Entenhausen  (Düsentriebs Werkstatt), Ozean (Wie­ heißt­er­noch­Graben) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Dies ist Teil drei des „Catch  as Cash can“­Vierteilers und der einzige,  in   dem   Mac   Moneysac   nicht   auftaucht.  Auch die Drillinge sind diesmal nicht mit  dabei,   dafür   hat   Dagobert   Doofy   mitge­ nommen. 

Die Handlung, dass Dagobert Geld, das er  ins Meer warf, wieder heraufholen möch­ te   und   dabei   auf   Atlantis   inklusive   Be­ wohner   stößt,   stammt   aus   dem   Barks­ Comic „Der verlorene Zehner“ (The Secret  of Atlantis).  Quack   zitiert   mit   „Erdgeschoss!   Töpfe,  Pfannen,   Damenunterwäsche   und   Un­ mengen   von   Schlamm“   (im   Original  „Ground floor: pots, pans, ladies' lingerie  and lots  of mud.“) die Britcom „Are You  Being Served?“. Die Logik „Er ist ein Luftatmer, und alle  Luftatmer sind eine Plage“ stammt etwas  verändert   aus   dem   Barks­Comic   „Im  Land der Vulkane“ (Volcano Valley). Bemerkenswert: Dagobert beleidigt seine  Begleitung,   bestehend   aus   Quack,   Doofy  und   Daniel   Düsentrieb,   am   laufenden  Band   als   geistig   unterlegen.   Gerade   bei  Herrn Düsentrieb überrascht das. (Natür­ lich   tut   er   das,   um   gegen   Ende   positive  überrascht zu werden, dennoch ist dieses  Verhalten untypisch.)

Hier und in der Folge „Amors Pfeile“ sieht  man   Quack   schwimmen,   nachdem   er   in  „Der   Jungbrunnen“   nicht   schwimmen  konnte und in „Der Schlangenfraß“ es von  Nicky beigebracht bekommt. Als Quack den vulkanisierten Kautschuk  mit   dem   Kalziumkarbonat   der   Korallen  kombiniert, stellt sich die Frage, wie der  entstehende   Supersprudel   unter   Wasser  wirken kann.  Anschließend   vergleicht   er   das   Seeunge­ heuer Blubb­Blubbzilla passend mit God­ zilla  und  ist  in  der  Lage, die  durch  den  Druck vermutlich dickhäutige Kreatur zu  kitzeln. Dadurch stürzt die Bestie in die  Tiefe   wie   King   Kong   vom   Empire   State  Building. Fazit: Die Kombination vom intelligenten  Daniel,   erfahrenen   Dagobert   sowie   den  eher   dümmlichen   Quack   und   Doofy   ist  ziemlich   amüsant,   vor   allem,   wenn   sich  herausstellt, dass die absurden Ideen von  allen dazu führen, ans Ziel zu kommen.

Zitate: Quack: Ich könnte einen Weihnachtsbaum fliegen, wenn er Flügel hätte. ­ Doofy: Ein Fieselschweifling ist immer für alle Fälle gerüstet! Da ist mein Essen drin: Erdnussbutter und Ölsardinen, weil ich ja noch   im Wachstum bin! Dagobert: Wachstum! Diese Mengen reichen ja für drei im Wachstum! ­ Doofy: Wenn ich doch nur meinen sonst so zuverlässigen Fieselscheif­Zahnstocher finden könne! ­ Atlantaner: Ich verurteile euch zur Zwangsarbeit auf den Müllkippen, 400 Jahre! Quack: Ach, die gehen auch vorbei, nur hundert Jahre für jeden von uns! ­ Quack: Ich hab’s! Wir brauchen nur einen Löffel zu finden, um uns hier rauszuschaufeln! Dagobert: Wie konnte eine kindische Seele wie Sie seine Kindheit lebend überstehen? ­ Daniel: So, jetzt atmest du ganz normal und dir kann nichts passieren. Quack: Ich würde sehr viel normaler atmen, wenn du an meiner Stelle wärest!

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30. Wer wiegt, gewinnt [4] (Working for Scales) Teletext: Mac Moneysack ist sich diesmal   sicher, daß er beim Wiegen seines Vermö­ gens   zur   reichsten   Ente   der   Weit   erklärt   wird.   Vorsichtshalber   hat   er   die   Panzer­ knacker damit beauftragt, Dagobert Duck   aufzuhalten, so daß dieser erst gar nicht   zum   vereinbarten   Termin   erscheinen   kann.   Doch   Dagobert   läßt   sich   nicht   so   einfach aufhalten... Regie: Terence Harrison Drehbuch:  Jymn   Magon,   Bruce  Talkington,   Mark   Zaslove,   Bruce   Reid  Schaefer US­Ausstrahlung: 01.04.1988 (Folge 39) Deutsche Ausstrahlung: 17.02.1990 Handlungsort: Makaronien Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Diese Folge ist der Abschluss  des Vierteilers „Catch as Cash can“.  Moneysac   bezeichnet   Dagobert   hier   als  „alten   vertrottelten,   schottischen  Knicker“, was auch ziemlich gut auf ihn  selber passen würde. Bald darauf lässt er  die Panzerknacker kommen, doch obwohl  er Karlchen, Schlabber, Burger und Kuno  aus   dem   Gefängnis   holte,   fehlt   diesmal  Schlabber. Obwohl   Kirschke   sich   in   „Der   schiefe  Turm   von   Peseta“   als   Maharadscha   be­ zeichnet, nennt Moneysac ihn hier Kaiser.

Hier   sind   die   Drillinge   wieder   da,   an­ scheinend wurde auch Atlantis dank Bal­ lons   und   einer   Wolkenmaschine   in   die  Lüfte versetzt und als Wolke getarnt, um  Moneysac auszutricksen. Dagobert   radelt   nicht,   um   die   fliegende  Insel anzutreiben, weil er laut der Folge  „Der   Schlangenfraß“   nicht   Rad   fahren  kann.   Das   ganze   Konzept,   dass   eine  durch   Wolken   getarnte   fliegende   Wohn­ fläche   von   Flugzeugen   angegriffen   wird,  erinnert   weniger   an   Barks   als   vielmehr  an Gottfredsons Geschichte „His Sky Ad­ venture“. Als die Panzerknacker in ihre Düsenjäger  steigen, um die fliegende Insel zu unter­ suchen,   sagt   Burger   im   Original   „Hey,  look   at   me   guys.  I'm   a   pilot!“,   worauf  Karlchen   „Swell,   I'm   flying   with   Top  Goon.“   kontert,   was   auf   den   Film   „Top  Gun“ anspielt. (Im Deutschen wurde dar­ aus „Na, was sagt ihr nun, Leute, ich bin  ein   richtiger  Pilot!“  ­  „Na  toll,   da  haben  sie den Bob zum Gärtner gemacht.“) Karl­ chen   macht   sich   zusätzlich   einen   Spaß  daraus,  sich  immer  neue Codenamen zu  geben, unter anderem Heinz und Panzer­ knacker eins. In   Daniels   Taschen   befinden   sich   eine  Luftpumpe, ein  Jojo, ein  Tennisschläger, 

ein Regenschirm, ein Buch, eine Trompe­ te, ein Wecker und ein Fallschirm, der wie  ein Taschentuch aussieht. Der   Vorsprung   von   Mac   Moneysac  stammt   von   Blei­Barren   und   kurzzeitig  schien   Dagoberts   Zehner   den   Kampf   zu  entscheiden, solche Wendungen stammen  aus   den   beiden   ersten   Comics   mit   Mo­ neysac. Gegen Ende kippt die Waage und mischt  Dagoberts   Geld   mit   dem   von   Moneysac,  was aber nie zum Thema gemacht wird.  Das   ganze   Wiegen   und   Ansammeln   von  Geld erinnert an die beiden Barks­Comic  „Der reichste Mann der Welt“ (The Money  Champ) und „Der zweitreichste Mann der  Welt“ (The Second­richest Duck). Fazit: Endlich wurde einer der gewöhnli­ chen  Wettstreite zwischen Dagobert  und  Moneysac zum Thema gemacht! Und wie­ der   einmal   gewinnt   derjenige,   der   am  meisten trickst. Doch am Ende fragt man  sich unwillkürlich, ob das Glühbirnenge­ schäft wirklich die ganzen Unkosten wert  war. Wirklich störend ist nur der übertriebene  Zorn   Dagoberts   gegen   die   im   Selbstmit­ leid  versinkenden Neffen, als  diese nach  einem Scatz suchen statt ihren posten zu  besetzen.

Zitate: Kuno: (über Moneysac) Wenn einer so niederträchtig ist, muss man einfach zu ihm aufsehen! ­ Karlchen: Wenn Dagobert nicht auftaucht, gewinnt Moneysac den Wettstreit. Dann kriegen wir auch ein Stück vom Kuchen. Burger: Kuchen? Sag bloß, du hast Kuchen mit! ­ Dagobert: Oh, Herr Düsentrieb, manchmal bin ich fast geneigt, ihr Gehalt zu erhöhen! Daniel Düsentrieb: Vielen Dank, Her Duck, wenn’s stimmt. ­ Kirschke: Oh, sehen Sie und gucken Sie, eine fliegende Insel! Mac Moneysac: Ähm, wie ich sehe, sehen Sie schon Gespenster, Kirschke! Kirschke: Das hin und wieder auch, aber im Augenblick sehe ich da eine Insel am Himmel schweben! ­ Dagobert: Keine Ausreden! Ohne Fleiß gibt’s von der Ente keine Rente! ­ Karlchen: Sagtest du Schatz? Wir sind gleich unten, Schätzchen!

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31. Der Schlangenfrass (Merit­Time Adventure) Teletext:  Dagobert  Duck  macht   sich zu­ sammen mit Quack und den Kindern auf   die   Suche   nach   einer   mysteriösen   "See­ schlange",   die   schon   einige   Schiffe   zum   Kentern gebracht hat. Des Rätsels Lösung   ist schließlich kein Seeungeheuer, sondern   etwas ganz anderes... Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Sharman Divono US­Ausstrahlung: 08.04.1988 (Folge 40) Deutsche Ausstrahlung: 16.09.1989 Info: Diese Folge wurde auf der  Videokassette "DuckTales: Abenteuer im  Morgenland" veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausener Hafen,  Flugenteninsel

welche die falsche Seeschlange bei ihrem  ersten Auftritt macht, klingen stark nach  den Geräuschen, die der Geist Slimer im  Film „Ghostbusters“ macht. Nachdem   Quack   nach   dem   Brüllen   des  Seeungeheuers   seinen   Magen   beschul­ digt,   verschwinden   einen   Frame   lang  Nickys Augen. Quack   schreibt   an   einem   Buch,   das  „Wracks,   die   ich   nie   vergessen   werde“  heißt. Da die Drillinge hier komplett identische  Kleider tragen (sowohl Fieselschweif­Uni­ formen   als   auch   Badehosen),   sind   sie  nicht   identifizierbar.   Ihr   Slogan   scheint  „Wir   halten   unsrem   Schnabel   steif,   wir  vom Fähnlein Fieselschweif“ zu sein.  Doofy   ist   anscheinend   nicht   nur   gut   im  Essen, sondern auch im Kochen von See­ Omelettes  und  Heidelbeerplätzchen. Sei­ ne  Schwärmerei  für Quack  erreicht hier  beinahe verliebte Ausmaße.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der   Originaltitel   der   Folge  „Merit­Time Adventure“ ist ein Wortwitz  mit maritimen Abenteuern. Dass eine künstliche Kreatur gegen Dago­ bert benutzt wird, wurde schon häufiger  in  Barks’ Comics  gemacht, etwa in „Der  Hund der Whiskervilles“. Die Geräusche, 

Dagobert kann nicht Radfahren, deshalb  radelt   er   auch   nicht   in   der   Folge   „Wer  wiegt, gewinnt“. Als er sich mithilfe eines  Schwertfisches von seinen Fesseln befreit,  adaptiert   er   das   Märchen   von   Rotkäpp­ chen: „Nanu, was hast du für eine spitze  Nase,   Fischlein?   Damit   ich   mich   besser  befreien kann!“

Piet ist eine weitere Adaption von Kater  Karlo, so wie Hauptmann Carlo aus „Die  Ente   mit   der   Eisernen   Maske“,   Käpt’n  Blackheart   aus   „Als   die   Zeit   stillstand“,  Karlo   aus   „Die   Perle   der   Weisheit“   und  Kinghis Khan aus „Die Schneefrau“. Er und Käpt’n Mallard überraschen hier  als helfende Hände, anstatt Schurken zu  spielen,   die   wahren   Monstermacher   und  Zerstörer   der   „Glücklichen   Ente“   ist   Ar­ chibald   Quackerville   und   sein   Freund,  der nie beim Namen genannt wird.

Nicky   will   mit   ihrer   Medaille   fürs   Ret­ tungsschwimmen Quack das Schwimmen  beibringen. Das erklärt, warum Quack in  der   Folge   „Der   Jungbrunnen“   nicht  schwimmen konnte, aber in „Die versun­ kene   Stadt“   und   in   „Amors   Pfeile“   beim  Schwimmen zu sehen ist. Fazit:  So   soll   eine   Folge   mit   Fokus   auf  Nicky   aussehen!   Hier   braucht   sie   sich  nicht gegen die Jungs beweisen und kann  so   ohne   Leistungsdruck   zu   ihrem   vollen  Potential aufblühen, indem sie allen das  Leben rettet und  das Geheimnis um die  Seeschlange   aufklärt,   und   das   alles   mit  viel Action! Sehr schön!

Zitate: Tower: Herr Duck, hören Sie uns? Sie haben Landeerlaubnis auf der Flugenteninsel. Dagobert: Sie haben’s gehört, Quack! Lande­, nicht Bruchlandeerlaubnis! Quack: Schon kapiert, Herr Duck. ­ Käpt’n: Die Historie von einem Seeungeheuer ist natürlich völlig absurd! Dagobert: Ach, manches hört sich absurd an, bis man plötzlich mit ihm konfrontiert wird, Käpt’n! ­ Doofy: Mann oh Mann, wenn Quack diese Seeschlange nicht erwischt hätte, hätte er aber seine letzte Schlange geschlangt! Käpt’n: Ahja, verstehe. ­ Drilling: Käpt’n Mallard und Piet scheinen dicke Freunde zu sein. Doofy: So wie Quack und ich? Drilling: Eher wie Bonnie und Clyde. ­ Doofy: Ich lass dich nicht im Stich! Quack: Du magst ein Doofkopf sein, Doofy, aber du bist treu. Doofy: Weißt du, dass das das Netteste ist, was du jemals zu mir gesagt hast?

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32. Die Ducky Horror Picture Show (Ducky Horror Picture Show) Teletext:  Dagobert Duck will aus einem   heruntergekommenen   Tanzschuppen   ein   Tagungscenter und damit eine Goldgrube   machen. Unglücklicherweise erweisen sich   seine  ersten Tagungsteilnehmer  als echte   Monster, denen er zu allem Überfluß auch   noch sein eigenes Zuhause als Hotel ange­ boten hat. Was die Sache noch schlimmer   macht: Die Monster boykottieren die Gru­ selfilmreihe   in   Dagoberts   Kino.   Es   hat   den   Anschein,   als   sollte   der   vom   Glück   verwöhnte   Millionär   zum   ersten   Mal   einen geschäftlichen Reinfall erleben.

gen Horrorfilmen mitspielt, wie Dagobert  behauptet.   Schwarzenfeders   Kommentar  „Eigentlich möchte ich in billigen Horror­ filmen lieber Regie führen“ ist da authen­ tischer.   (Eine   weitere   Schwarzenegger­ Parodie wird in der Folge „Entenjagd“ er­ wähnt,  dort  heißt  der  Schauspieler   aber  Arnold Entenegger.) Johann erwähnt, dass der nächste Butler­ Kongress in Wulfshausen stattfindet. Apropos, Herr Wolf kündigt etwa 50 Per­ sonen für seinen Kongress an, dabei wer­ den nie mehr als zehn Monster genannt  oder gesehen.

In der Villa Duck taucht auf einmal der  Blob und der Unsichtbare auf, ohne sicht­ lich   angekommen   zu   sein,   später   stößt  King Pong dazu. Quakula   meint:  „Das  einzige,  in  das   ich  beiße, sind Äpfel“ und „Wer den Zahnarzt  nicht   mag,   ist   ’nen   Apfel   pro   Tag.“   Das  Konzept eines vegetarischen Enten­Vam­ pirs   wurde   später   in   der   Serie   „Graf  Duckula“ wieder aufgegriffen. Kurz vor seiner Ankunft am Geldspeicher  sieht King Pong größer aus als bei dessen  Erklimmen später.

Dagobert   nennt   seine   Villa   Duck   die  Duckvilla, in dieser Folge bekommt man  auch   einen   guten   Einblick   in   Dagoberts  Schlafzimmer.

Regie: Terence Harrison Drehbuch: Richard Merwin, Patsy  Cameron, Tedd Anasti US­Ausstrahlung: 15.04.1988 (Folge 64) Deutsche Ausstrahlung: 18.08.1990 Handlungsort: Entenhausen (Kino,  Kongresszentrum am Hafen),  Schwansyllvanien Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der   deutsche   und   englische  Titel   spielt   auf   den   Film   „Rocky   Horror  Picture Show“ von 1975 an.

Graf   Quakulas   Telefonnummer   ist  Schwansylvania 600, er scheint mit Qua­ kimodo   zusammen   zu   wohnen.   Gemein­ sam   laden   sie   die   Mumie,   Quackenstein  und seine Braut, das Ding und den Schre­ cken   vom   Amazonas   ein.   Der   englische  Wortwitz „The Mummy, the Daddy“ wur­ de   dabei   mit   „Die   Mumie,   der   Straßen­ schreck“ übersetzt. Weiter laden sie auch  „Quadratlatschen“ (Bigfoot) und den Blob  ein, Kürbis der Killer wurde leider einge­ legt. Quackensteins Braut taucht erneut in der  Folge „Dummheit als Happy­End“ auf und  Quackimodo in „Die Inflation“.

Dagoberts   Kino   heißt   „The   Scroogerama  Dome“.

Der Postbote, der die Einladung in Blobs  Sümpfe bringt, liefert sie auch zum Schre­ cken   vom   Amazonas,   wozu   er   eine   Tau­ cherausrüstung braucht.

Der Schauspieler Arnold Schwarzenfeder  (im   Original   Arnold   Schwarzenfeather)  ist   eine   Adaption   von   Arnold   Schwarze­ negger, der allerdings nicht in ganz billi­

Mit   dem   ersten   Auto   kommen   Quakula  und   Quakimodo,   Quakenstein   und   seine  Braut, die Mumie und der Schrecken vom  Amazonas sowie das Ding.

Die Monster sind fast alle Anspielungen  an   klassische   Universal­Horrorfilme   wie  „Dracula“, „Frankenstein“ und „Franken­ steins   Braut“,   „Die   Mumie“,   „Der   Wolfs­ mensch“ und „Der Schrecken vom Amazo­ nas“.   „Blob,   Schrecken   ohne   Namen“   ist  von   Independent­Produzenten,   „King  Kong“ und „Das Ding aus einer anderen  Welt“ sind von RKO. Fazit: Monster­Treffen sind immer gerne  gesehen, und da Dagobert und die Jungs  am   laufenden   Band   mystische   Gestalten  treffen,   ist   es   nur   angebracht,   sie   auch  mal   auf   die   jüngeren   Versionen   davon  treffen zu lassen. Auch der Gedanke, dass  es den Monstern mächtig stinkt, dass aus  ihrem  schlechten  Ruf der große  Reibach  gemacht wird, ist interessant und neu.

Zitate: Track: Onkel Dagobert, glaubst du eigentlich an Monster? Dagobert: Oh, mein abenteuerliches Leben hat mir die Bekanntschaft mit vielen Bestien beschert und ich hatte Geschäftspartner, bei   denen mir die Federn zu Berge standen, aber Monster wie Quakenstein, Quakula und der Werwolf­Duck sind reine Filmfantasien. Track: Oh, wie schade. ­ Dagobert: Ich habe noch nie an einem Projekt verloren und ich werde auch aus diesem Profit schlage, auch wenn es mich den letzten   Kreuzer kostet, den ich hab!

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Passant: Beeilen Sie sich mal ein bisschen!  Herr Wolf: Augenblickchen noch, ich rufe nur noch schnell die Mumie an. Passant: Telefonier mit deiner Urgroßmutter, wo du willst, aber 'räum die Zelle, Würstchen! ­ Tick: Onkel Dagobert, da ist ein Wolf da draußen. Dagobert: Wie, wo, wer, Wolf? Track: Das habe ich auch vermutet. ­ Igor: Wer zuletzt im Kongresszentrum ist, ist ein Blob! ­ Drillinge: Vergesst nicht Onkel Dagoberts Regeln fürs Hotelmanagement! Was der Gast sagt und will, er hat immer recht! Höflichkeit   zahlt sich immer aus! Und je größer das Gepäck, desto größer das Trinkgeld! ­ Quakula: Ist es nicht wunderbar, die Kinder lieben uns! Sie haben keine Angst davor, sich zu fürchten! ­ Herr Wolf: Let us terrify you, let us make you scream! Schrecken vom Amazonas: Let us make you shiver in your shoes! Quakula: We know how to scare away the Blues! Alle: Let us petrify you! Quakimodo: You cannot run away! Alle: Welcome to our Monstershow, we are the monsters on parade!

33. Das goldene Vlies (The Golden Fleecing) Teletext:  Quacks   Zusammentreffen   mit   Harpyien aus der griechischen Mythologie   bringt Dagobert dazu, sich auf die Suche   nach dem goldenen Vlies zu begeben. Als   er   es   findet,   muß   er   sich   auch   mit   den   Wächter des sagenhaftes Schatzes ausein­ andersetzen   einem  Drachen,  der   niemals   schläft...

Info: DuckTales­Adaption von Barks’  „Das goldene Vlies“ (The Golden Fleecing) Handlungsort: Entenhausen  (Psychologen­Praxis, Villa Duck), Tal der  Harpyien Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Die Harpyien, die nur Quack  sieht und sein Flugzeug auseinander neh­ men,   scheinen   eine   Anspielung   auf   die  Twilight Zone­Folge „Portrait eines ängst­ lichen Mannes“ zu sein.  Primus   von   Quack   (Hier   Herr   Erplovic  und Quacks Psychologe) ist für seine Rol­ len   außerhalb   Entenhausens   besser   be­ kannt. Hier benutzt er als  Schaubild  ei­ nes Gehirns ein Bild von Donald.

Regie: Terence Harrison Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 22.04.1988 (Folge 41) Deutsche Ausstrahlung: 10.03.1990

Dagobert meint, dass seine Jacke dreißig  bis vierzig Jahre alt wäre, sein Vater trug  anscheinend einen Kilt. Die   einzigen   Harpyien   mit   Namen   sind  Anastasia und Agnes.

Quack hat in der Flugschule einen Flie­ ger­Schnellkurs   gemacht   (im   Original  Crash­Curse),   seitdem   bruchlandete   er  nach   eigener   Zählung   3876   Mal.   Sollte  Quack Anfang dreißig sein, bedeutet das  etwa 130 Bruchlandungen pro Jahr, also  alle   drei   Tage   eine.   Das   klingt   erschre­ ckend korrekt. Fazit: Hier muss sich Dagobert zwischen  dem Schatz und seiner Familie entschei­ den und leider erneut mit leeren Taschen  nach Entenhausen zurückkehren.

Zitate: Quack: Das Summen entspannt das Gehirn. Dagobert: Wo nichts ist, kann man auch nichts entspannen!

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Quack: Ich kann dieses schwarze Meer nicht finden, Herr Duck! Ist doch schwierig mit einer Karte, auf der nur lauter Fremdwörter stehen. Dagobert: Ach, Fremdwörter! Sie halten die Karte verkehrt herum! ­ Tick: Mach dir keine Sorgen, Quack hat uns schon lang genug alles erzählt, was er übers Fliegen weiß. Dagobert: Heiliger Mammon, das ist Grund genug, sich große Sorgen zu machen! ­ Dagobert: Jetzt weiß ich, warum so ein Irrgarten Irrgarten heißt! Es macht einen ja sprichwörtlich irre, dass man ständig in die Irre   geht! ­ Harpyie Agnes: Gib das Vlies wieder her! Dagobert: Niemals! Ich habe es offen und ehrlich gestohlen! Tick: Und wie oft hast du uns gepredigt, dass man nicht stehlen soll? Dagobert: Es ist auch nicht empfehlenswert, du siehst, in welchen Schlamassel man da gerät! ­ Harpyie Anastasia: Ich kann nicht weiterflattern, ich fürchte, ich stürze ab. Quack: Darin habe ich Übung, versuch es mal.

34. Mylady (Horse Scents) Teletext:  Dagobert Duck muß unbedingt   das   Kenducky­Derby   gewinnen,   sonst   ist   er nicht länger die reichste Ente der Welt.   Zum   Glück   entdeckt   Nicky   ein   altes   Ar­ beitspferd,   das   wie   der   Blitz   anfängt   zu   rennen,   wenn   der   Klang   eines   Horns   er­ tönt...

Handlungsort: Entenhausen  (Innenstadt, Pferderennbahn) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Das Ken­ducky Derby ist eine  Anspielung aufs Kentucky Derby. Dessen  beiden   Favoriten   sind   Dagobert   mit   sei­ nem   Pferd   Registrierkasse   (#9)  und   Mo­ neysac   mit   Machnentaler   (#13),   beim  Rennen   später   haben   sie   aber   andere  Nummern   (Dagobert   1,   Moneysac   2,  Nicky 4). Moneysac   bekommt   Hilfe   von   einem   ge­ wissen Shifty und seinem Gehilfen. Frieda zeigt hier, dass sie Trompete spie­ len kann, jedoch scheint keiner das hören  zu wollen.

Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Earl Kress US­Ausstrahlung: 29.04.1988 (Folge 34) Deutsche Ausstrahlung: 30.09.1989

Herr   Sonnenschein,   Fotograf   aus   Louis­ ville in Kenducky, besitzt das Pferd Myla­ dy.   Sonnenschein   scheint   Schulden   bei  Bull   Übelmann   zu   haben,   der   deswegen 

sein Pferd verpfänden will. Das will Nicky verhindern und bekommt  schnell Hilfe von den Drillingen. Tick sagt  währenddessen   „Ich   sag’s   ja   immer,   die  Kleine   hat   echt   was   drauf!“   über   Nicky,  was   ziemlich   eindeutig   eine   Lüge   ist,  wenn   man   die   frauenfeindliche   Einstel­ lung der drei in früheren Folgen berück­ sichtigt. Myladys   Großvater   war   ein   Kavallerie­ Pferd, das auf Horn­Signale reagierte. Im   Publikum   sieht   man   Oma   Duck   sit­ zen.  Fazit:  Nicky   zeigt   wieder,   was   in   ihr  steckt, und das in einer actionreichen, in­ teressanten   Folge.   Diesmal   helfen   ihr  Tick,   Trick   und   Track   auch   ohne   Be­ schwerden, was wohl hoffentlich das Ende  der   frauenfeindlichen   Neffen   und   der  weich   gewaschenen   Nicky­Folgen   bedeu­ tet.

Zitate: Shifty: Das muss er sein, der Stall von Dagobert Duck! Gehilfe: So ein reicher Knacker und der wohnt in so einem lausigen Stall? Shifty: Sein Pferdestall, du Futtersack­Gehirn! ­ Dagobert: Wenn ich mein Pferd vor dem Rennen nicht wiederkriege, wende ich mich an Sie, Mac Moneysac! Mac Moneysac: Gern, weinen Sie sich ruhig an meiner Schulter aus, mein Lieber. ­ Zuschauer: Hören Sie auf mit der Tuterei, man hört mich ja nicht schreien! Frieda: Wir leben in einem freien Land und ich kann, wo ich will wie viel ich will, Trompete üben!

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35. Grüne Woche wider Willen (Duckworth's Revolt) Teletext:  Die   Neffen   sind   der   Meinung,   daß  Dagobert  seinen  Diener  Johann  wie   einen Sklaven behandelt. Da er das gehört   hat,   beschließt   Dagobert   zu   handeln.   Er   wirft Johann hinaus, damit er ein freier   Mann   ist   und   niemandem   mehr   dienen   muß. Als sie an der Bushaltestelle stehen,   werden   Johann   und   die   Jungs   plötzlich   an Bord eines Raumschiffes gebeamt, das   von grünem Gemüse kommandiert wird...

die Spinnweben von den Kreditkarten wi­ schen, sein Lieblingsgericht für fünf Taler  kochen   und   einen   Klumpen   Kaugummi  von   seinem   Spazierstock   entfernen,   der  übrigens kurz darauf nicht mehr zu sehen  ist. Unter Johanns Gepäck ist ein Staubsau­ ger und zwei Staubwedel.

Regie: Terence Harrison Drehbuch: Dale Hale US­Ausstrahlung: 06.05.1988 (Folge 50) Deutsche Ausstrahlung: 05.05.1990 Handlungsort: diverse ferne Planeten,  Entenhausen (Villa Duck), ein  Raumschiff Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der in den Hintergrund lau­ fende Text „A long time ago, In a Garden  far, far away...“ am Anfang der Original­ folge   fehlt   im   Deutschen.   Diese   ist   ein  Seitenhieb an die Star­Wars­Reihe. Die Aufgaben, die Johann aufzählt, sind  Löcher in Dagoberts Brieftasche stopfen, 

die deutsche Synchro ist. Johanns „Wir sind verärgert und bestürzt  und   nicht  mehr   dazu,   all   das   hinzuneh­ men“ wird als „Wir sind echt wütend und  lassen uns das nicht länger gefallen“ in­ terpretiert, was „I’m as mad as hell and I  won’t   take   it   anymore“   aus   dem   Film  „Network“ adaptiert. Auch Don Rosa lässt  es   Dagobert   in   einem   seiner   Comics   sa­ gen. Johann kann ein Raumschiff fliegen, was  ihm   zufolge   so   einfach   ist,   wie   Herrn  Duck zu Bank zu fahren. Bei der Landung auf der Erde sieht man  Vacation Van Honk.

Die   Führung   des   Raumschiffes   besteht  aus Brigadekommandeur Brokkoli, Leut­ nant Knoblauch und Feldwebel Kürbis. Die   Drillinge   nennen   Johann   einen   „fei­ gen Schisser“, was ungewohnt harsch für 

Fazit:  Seit   der   ersten   Folge   wurde   das  Verhältnis von Johann zu den Kindern ir­ gendwie   wieder   verschwiegen,   doch   hier  ist er endlich im Fokus und zeigt, was in  einem echten Butler stecken muss! Ob er  bei seine Revolte nun die ganze Zeit plan­ te oder ob er auf einmal Mumm bekam,  als er die Drillinge über ihn lästern hörte,  bleibt aber offen.

Zitate: Johann: Oh, sehr freundlich von euch, ihr habt mir tatsächlich die Trockenstarre aus den Socken vertrieben. ­ Johann: Ich glaube, wir werden in dieses Raumschiff da oben rein gezogen. Sehr ärgerlich, auf die Wese werde ich meinen Bus  verpassen! ­ Trick: Oh, dagegen ist der Park in Entenhausen ein Dreck! Feldwebel Kürbis: Oh, das heißt hoffentlich, dass er euch gefällt! Ihr werdet nämlich den Rest eures Lebens hier verbringen. ­ Trick: Was tun wir nun? Tick: Wir tun, was Quack tun würde, im Zweifelsfall sämtliche Knöpfe drücken! ­ Tick: Ich bin dafür, dass wir ihn retten! Für den Fall, dass er gerettet werden muss. Fieselschweiflinge unterwegs zum Rettich, äh,  ich meine Rettung! ­ Tick: Junge, Junge, woher weißt du, wie man mit dem Ding fährt, Trick? Trick: Wieso ich? Ich dachte, Track fährt! Track: Sag mal, spinnst du? Ich halte mich nur an diesem Griff hier fest, damit ich nicht 'rausfliege aus dieser Kiste. ­ Drillinge: Eine Sackgasse! Leutnant Knoblauch: So ist es, und wir haben euch im Sack, sozusagen. ­ Brigadekommandeur Brokkoli: Die beste Art, Ihnen für die Freiheit zu danken, ist, den Kampf aller Wesen fortzusetzen, überall!

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36. Die verzauberte Stadt (Ducks of the West) Teletext:  In   Texas   versiegen   die   Duck'schen   Ölquellen   auf   geheimnisvolle   Weise. Dagobert macht sich höchstpersön­ lich auf den Weg, um das Rätsel zu lösen.   Die Spur fährt zu einer verlassenen West­ ernstadt, wo Dagobert und die Neffen auf   den   bewaffneten   Geist   von   Jesse   Jones   treffen... Regie: David Block Drehbuch: Richard Merwin US­Ausstrahlung: 13.05.1988 (Folge 42) Deutsche Ausstrahlung: 06.01.1990 Handlungsort:  Entenhausen   (Villa 

Duck, Flughafen), Texas Dagobert­Erzählungen: Zwar keine Er­ zählung, aber es zeigt sich, dass Dagobert  keine   Erfahrung   mit   dem   Job   des   Cow­ boys   hat,   geschweige   denn   vom   Reiten  über längere Zeit. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Billy the Duck ist eine Adap­ tion von Billy the Kid, währen J.R. Muing  an J.R. Ewing aus der Fernsehserie „Dal­ las“ erinnert. 

Bizarrerweise   kann   Trick   weiße   Farbe  auf seinen Händen erkennen. Fazit:  Bei Barks gab es einige Wildwest­ Geschichten,   also   verwundert   es   nicht,  dass auch in den DuckTales ein Ausflug  in   die   wilderen   Gefilde   der   Vereinigten  Staaten   gemacht   wird.   Und   wieder  schafft   es   Dagobert,   sein   gesamtes   Ver­ mögen  zu  verspielen!  Mit   einem  überra­ schenden Ende werden hier gezielte Gags  gemacht, sehr schön!

Zitate: Tick: Aufklärungsflugzeug auf 12 Grad! Trick: Kampfflugzeug auf zwei Grad! Track: Noch eins, aber das fliegt nicht grad, das fliegt krumm! Trick: Ne, was erzählst du da wieder für einen Quatsch! ­ Dagobert: Steigt ein, dann fahren wir nach Texas. Tick: Au ja, dann können wir Cowboy und Indianer mit echten Cowboys und Indianern spielen! ­ Drillinge: Ach, was für einer schöner Tag! Tick: Junge, das ist vielleicht ein toller Ausritt, was, Tricky­Micky? Trick: Jawohl, wir sind jetzt echte Cowboys und Indianer, Kindsley McTrack! Track: Ja, ähm, ich meine jipp, und es gibt sogar eine echte Geisterstadt zu erforschen! Tick: Komm schon, Bleifuß, hüahott! ­ Dagobert: Dieses Land wird mich gerade so viel kosten wie ein Lied, ein altes Cowboy­Lied! Nicht für ’ne Million oder zwei, ich krieg’s   für’n Appel und’n Ei! ­ Dagobert: Das ist das erschreckendste, was ich je gesehen habe: Eine Bank ohne Geld drin!

37. Die Perle der Weisheit (The Pearl of Wisdom) Teletext:  Dagobert Duck und ein nieder­ trächtiger Schmuggler liefern sich auf ei­ ner Südsee­Insel einen erbitterten Kampf   um die Perle der Weisheit'. In ihre Ausein­ andersetzung   mischen   sich   verschiedene   Bösewichte,   Einheimische   und   sogar   ein   Eichhörnchen... Regie: Steve Clark Drehbuch: Michael Keyes US­Ausstrahlung: 20.05.1988 (Folge 25) Deutsche Ausstrahlung: 15.07.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 3“ veröffentlicht. Handlungsort: Bananeninsel,  Entenhausen (Villa Duck, Stadtpark,  Hafen)

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Die   Kater­Karlo­Adaption  dieser   Folge   heißt   im   Deutschen   auch  wirklich Karlo (im Original Sharkey), sein  Partner   Schlappohr   (im   Original   Yar­ darm) scheint eine Adaption von Schnauz  zu   sein.   Weitere   Karlo­Adaptionen   sind  Hauptmann Carlo aus „Die Ente mit der  Eisernen Maske“, Käpt’n Blackheart aus  „Als   die   Zeit   stillstand“,   Piet   aus   „Der  Schlangenfraß“   und   Kinghis   Khan   aus  „Die Schneefrau“.  Karlo   hat   einen   Verkleidungskasten,  könnte   also   theoretisch   auch   hinter   den  anderen Karlo­Adaptionen stecken. In ei­ ner   Verkleidung   stellt   er   sich   bei   Dago­ bert als Monsieur Ratt vor.

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Tick   kann   anscheinend   besonders   gut  murmeln,   beim   Murmel­Wettkampf   tritt  er unter dem Namen Donnerdaumen auf. Bizarr: Dagobert und der verkleidete Kar­ lo verhandeln in einem Büro, das wie im  Geldspeicher   eingerichtet   ist,   aber   an­ scheinend in der Villa Duck liegt. Der Forscherclub und Lord Battmountan,  dessen Name eine Anspielung an den Fa­ milienname   Mountbatten   ist,   tauchen  auch in „Die Schneefrau“ auf.  Nicky verwechselt die magische Perle der  Weisheit   mit   einer   großen   Wurfmurmel.  Wer  kann  es   ihr  verübeln?   In  der  Folge  „Arme reiche Ente“ sehen die geborgenen  Murmeln aus wie Perlen.


Nickys Nachname ist wie der von Frieda:  Vanderquack. Durch ihr Spielzeugtelefon  darf man vermuten, dass sie viel jünger  ist als die Drillinge.

Auch  den   Namen  des   Wachtmeisters   er­ fahren wir hier: Dickwanst. Fazit:  Die knüppeldicke Moral der Folge  sorgt   wieder   dafür,   dass   die   Schurken 

doch nicht so schurkig wirken wie zu Be­ ginn.   Zusammen   mit   der   zuckersüßen  Fahrt von Nicky in den Park ist die ganze  Folge mehr oder weniger Geschmackssa­ che.

Zitate: Dagobert: Mit Schiffen verschifft man, Herr Watschelfuß, also liefern Sie oder Sie sind geliefert! ­ Track: Und in diesem Durcheinander sollen wir unsere Murmeln finden? Trick: Wir würden sie nicht einmal finden, wenn sie so groß wie Fußbälle wären! Nicky: Ich wüsste schon, wie ihr sie findet: Räumt euer Zimmer auf! ­ Dagobert: Mit unbegrenzter Weisheit kann ich mir einen Weg ausdenken, meinen Reichtum unbegrenzt zu vergrößern! ­ Dagobert: Schneller, Johann, schneller! Johann: Das Gaspedal schleift schon den Asphalt, Sir.

38. Reise in die Vergangenheit (Once upon a Dime) Teletext:  Die   Neffen   wollen   von   Onkel   Dagobert die Geschichte hören, wie er mit   seinem   ersten   selbstverdienten   Taler   den   Grundstock für sein Vermögen legte. Also   unternimmt   Dagobert   eine   Reise   in   die   Vergangenheit, um Tick, Trick und Track   von seinen frühen Jahren zu erzählen und   wie er sein Glück machte. Regie: David Block Drehbuch:  Richard   Esckilsen,   Ken  Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 27.05.1988 (Folge 61) Deutsche Ausstrahlung: 04.08.1990 Handlungsort:  Entenhausen   (Villa  Duck, Geldspeicher) Dagobert­Erzählungen:  Fast die ganze  Folge   ist   eine   Erzählung   Dagoberts.   So  erfährt   man   hier,   wie   er   in   Schottland  aufwuchs und seinen ersten Kreuzer ver­ diente, wie er bei seinem Onkel ein Boots­ rennen   zum   Sieg   führte,   am   Klondike  nach Gold suchte und nach Westen fuhr,  um   Öl   zu   finden   und   danach   in   Afrika  Diamanten.   Insgesamt   lernt   man   seine  Eltern   und   seinen   Onkel   Plattfisch   Mc­ Duck kennen. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Obwohl die Thematik ähnlich  ist,   erschien   diese   Folge   vier   Jahre   vor  Rosas   Comic   „Der   Letzte   aus   dem   Clan  der Ducks“. Barks äußerte in seinen Co­ mics  nie,  wie genau Dagobert an seinen  ersten   Zehner   oder   nach   Amerika   kam.  Die Folge hat aber mit dem Barks­Comic 

„Reise   in   die   Vergangenheit“   (Back   To  Long Ago!) nichts zu tun. Es ist Dienstag, der erste Juli. Das trifft  zum Beispiel auf das Jahr 1980 oder 1986  zu, ein genaues Jahr findet man so aber  nicht heraus. Außerdem ist das laut Ka­ lender Kilt­Day und laut Johann der Tag  zum Geldzählen. Obwohl   Dagobert   behauptet,   dass   er   in  der Rückblende seinem Vater gerade mal  zum   Knie   reichte,   ist   er   dort   eindeutig  größer als angegeben. Laut der Folge „Bis  dass das Geld euch scheidet“ wollte Dago­ berts in seiner Jugend eine billige, erste  Mütze haben, hier jedoch sieht man ihn  mützenlos.

Die   „Firth   of   Forth   National   Bank“,   an  die   sich   Dagobert   als   erstes   wendet,   ist  sowohl   eine   Anspielung   an   die   echte  „First   National   Bank“   und   den   Firth   of  Forth,   die   Gabelung   (firth)   des   Flusses  Forth   in   Schottland.   Weitere   Versuche 

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führten Dagobert zum Telegrafen und zu  Curlys   Friseurladen,   wo  er   beim   Putzen  von   Farmer   McDreckigs   Stiefeln   seinen  Glückskreuzer erhielt. Mit dem von Dagobert erwähnte Bildhau­ er Duckelangelo ist natürlich Michelange­ lo gemeint. In den USA ließ sich Dagobert von Onkel  Plattfisch   McDuck   auf   dem   Dampfer  Baumwollqueen anheuern, mit dem er Ol’  Man   Ribbit   per   Bootswettfahrt   besiegt,  dieser   ist   ein   Frosch   mit   französischem  Akzent. Doch Dagoberts Lohn ist nur ein  halber Taler, der ein Zitat aus dem Barks­ Comic   „Die   Königin   der   Sieben   Meere“  (Hall of the Mermaid Queen) ist. Bald   muss   Dagobert   Gold   am   Klondike  schürfen, wie auch in „Im Goldrausch“ be­ richtet,   der   wiederum   auf   den   Barks­ Comic „Wiedersehen mit Klondike“ (Back  to   the   Klondike)   basiert.   Seinen   Claim  konnte er sich laut der Folge „Arme alte  Ente“ nur dank der Verpfändung der gol­ denen Uhr seines Großvaters Gischty Mc­ Duck leisten. Auf seinem Land in Oklaho­ ma fand er eine Ölquelle, wobei er auch  die Panzerknacker samt Großmutter traf.  Es handelt sich dabei anscheinend nicht  um die Panzerknacker­Kinder der Gegen­ wart, leider wird aber nur Panzerknacker  Butch beim Namen genannt. Das Abenteuer mit Quack aus der Rück­ blende   in   der   Folge   „Die   Durch­Bruch­ Landung“   scheint   irgendwann   danach 


stattgefunden zu haben. Gegen   Ende   der   Episode   nehmen   Dago­ bert   sowie   die   Kinder   ein   gemeinsames  Geldbad. Wie in „Verwirrung bei den irri­

tierten Iren“ wird nicht erklärt, woher die  Kleinen das überhaupt können. Fazit:  Der   amerikanische   Traum   zeigt,  dass   man   nur   hart   arbeiten   muss,   um 

vom Tellerwäscher zum Millionär zu wer­ den.   Diese   Folge   zeigt   allerdings   nur  Tricks von Dagobert und eine unerhörte  Portion Glück. Nicht sehr vorbildlich!

Zitate: Johann: Ein kleidsamer Rock. Dagobert: Das ist ein Kilt! ­ Tick: Und er ist ein Vierteltaler, das heißt er bringt zweieinhalbmal soviel Glück wie dein Kreuzer. ­ Junger Dagobert: Hören Sie, ich möchte gern Bankdirektor werden! Ich bestehe auf ein Spitzengehalt, eine Altersversorgung und eine   zweiwöchigen Urlaub jedes Jahr! Keine Angst, ich schmeiß den Laden schon, schließlich führe ich bei den Pfadfindern die   Wanderkasse. ­ Polizist: Sie sind festgenommen! Junger Dagobert: Festgenommen? Weshalb denn? Polizist: Wegen Tragens von Damenkleidern. Junger Dagobert: Das ist ein Kilt. Polizist: Und wenn’s ein Reifrock wär, ich nehme Sie fest! ­ Dagobert: Nachdem das also geklärt war, setzte ich meinen ganzen schottischen Charme ein, um zu meinem steinreichen Onkel   Plattfisch McDuck zu gelangen. Natürlich hoffte ich, dass etwas vom Erfolg meines Onkels auf mich abfärben würde. Zu meinem   leidwesen stellte sich heraus, dass er mehr Stein als reich war. Ich wusste auch sehr bald, warum man ihn Plattfisch nannte, genauso   hat er gerochen. ­ Junger Dagobert: Oje. Das sind entweder Eisenbahnräuber oder ein besonders hässliches Begrüßungskomitee.

39. Die verlorene Welt (Dinosaur Ducks) Teletext:  Dagobert   Duck   macht   mit   Quack   und   seinen   Neffen   eine   Bruchlandung in einer "verlorenen Welt',   die   von   Dinosauriern   und   Höhlenenten   bevölkert   wird.   Dagobert   will   unbedingt   ein   echtes   Urzeitgeschöpf   mitnehmen,   doch  als  er  eine  Dinosaurier­Mutter  und   ihr   Baby   sieht,   bringt   er   es   nicht   übers   Herz, die beiden zu trennen... Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 03.06.1988 (Folge 18) Deutsche Ausstrahlung: 24.06.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 2“ veröffentlicht. Handlungsort: Verbotene Welt,  Entenhausen (Dagoberts Zoo) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Quack   muss   einen   Tölpel,  also   einen   seltenen   Vogel   für   Dagoberts  Zoo   fangen   und   landet   so   in   einem   Tal  voller Dinosaurier. Dagoberts  Zoo wurde  im   Barks­Comic   „Die   Jagd   auf   das   Ein­ horn“   (Trail   of   the   Unicorn)   eingeführt, 

das Verbotene Tal entdeckten Donald und  die   Drillinge   ohne   Dagobert   bei   Barks’  „Das   verbotene   Tal/Die   Gurkenkrise“  (Forbidden Valley). Im Vorraum von Dagoberts Büro, das im  Zoo liegt, ist die DuckTales­Adaption von  Fräulein Rührig (hier heißt die Fräulein  Federwisch),   die   man   schon   bei   „Arm­ strong  macht’s  möglich“  im  Hintergrund  sah und in „Ein Held zum Anfassen“ so­ wie „Kein Rock ohne Oma“ wieder sehen  wird.  Quack   referiert   sowohl   King   Kong   als  auch   Godzilla,   wenn   er   die   Dinosaurier  beschreibt. Hier   verhalten   sich   die   Drillinge   gegen­ über   Nicky   wieder   ziemlich   gemein,   ob­ wohl sie schon mehrfach ihr Können zeig­ te. Beim   zweiten   Angriff   des   Pterodactylus  meint Quack, dass er ihm „eins zwischen  die Augen pusten“ werde (im Original „I'll 

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blast it out of the sky“), doch dazu ist er  nicht berechtigt. Er fliegt Passagiere und  nicht fürs Militär. Weiter   sind   Hadrosaurier,   Säbelzahnti­ ger, ein Tyrannosaurus Rex und mehrere  Höhlenenten zu sehen. In einer Falle der  Drillinge beißt der T­Rex in eine Kokos­ nuss,   was   für   einen   Fleischfresser   auch  ungewöhnlich ist. Weiterhin   sind   Höhlenenten   zu   sehen,  wobei   dies   falsch   wirkt,   immerhin   exis­ tierten Menschen auch nie parallel zu Di­ nosauriern. Allerdings scheinen sie nicht  nur auf dieser Insel, sondern auch in der  Steinzeit parallel gelebt zu haben, wenn  man die späteren Folgen mit Höhlenente  Bubba und seinem Dinosaurier Treter be­ trachtet.   Das   vermischte   Märchen,   dass  Nicky erzählt, findet sich auch in der Fol­ ge „Die Kronjuwelen“ wieder. Das Training aus der Folge „Die Ente mit  der Eisernen Maske“ macht sich bezahlt:  Die  Drillinge  können ziemlich gut Base­ ball spielen.


Amüsanterweise   freundet   sich   gerade  Nicky   mit   dem   Dinosaurier   an,   obwohl  Dinos meistens eher ein typisches Jungs­ Thema ist. Tracks   Ideen   scheinen   hier   andauernd  schief   zu   gehen,   immerhin   soll   ja   Trick  derjenige mit den guten Ideen sein. Track  kann   eher   überreden,   wie   in   der   Folge 

„Viel Lärm um Nichts“ bewiesen. Das Thema eines mutterlosen Dinosauri­ ers wurde übrigens ein Jahr später beim  Film   „In   einem   Land   vor   unserer   Zeit“  aufgegriffen. Bei   Dagobert   Ducks   Dino­Safari   sehen  die Ducks den Entenschnabeldinosaurier  wieder, den sie zurücklassen mussten.

Fazit:  Man  darf  sicher davon  ausgehen,  dass   diese   Folge   die   Inspiration   für   die  Höhlenente Bubba und seinen Dinosauri­ er war. Auch schon hier werden verschie­ dene Barks­Quellen benutzt, um eine ei­ genständige Geschichte zu entwickeln, die  irgendwie   ein   wenig   nach   Barks   klingt,  aber doch nicht von ihm stammt.

Zitate: Quack: Jetzt beruhige dich, Vogel, du tust ja gerade so, als wärst du noch nie geflogen! ­ Dagobert: Fräulein Federwisch, streichen Sie alle meine Termine, Quack und ich reisen in die verlorene Welt! Federwisch: Gibt es dort eine Nummer, unter der man Sie erreichen kann? ­ Dagobert: Um den Dinosaurier hier drin zu transportieren, muss man das eine oder andere zurecht rücken. Quack: Hier passt nicht nur ein Rücken rein, die Brust, der Kopf, der Schwanz, einfach alles! ­ Dagobert: Und Sie sind sicher, dass Sie mit diesem Modell fliegen können? Quack: Ach, ich habe schon mit ganz anderen Modellen Bruchlandungen gemacht. Dagobert: Und das soll mich beruhigen? Quack: Na klar, das heißt doch, dass ich Erfahrung habe! ­ Dagobert: Überfliegen wir bereits die verlorene Welt? Quack: Das müssen wir wohl. Dagobert: Warum? Quack: Weil wir verloren sind! ­ Dagobert: Und was machen wir nun? Quack: Was ich in solchen Situationen immer mache. In Panik geraten! ­ Quack: Ganz ruhig, Herr Duck, es handelt sich hier um primitive Wesen, wie man sieht, kleine Geister voller Furcht und   Unwissenheit, mit einem Verstand, unfähig, auch nur einen Gedanken zu behalten. Ach, äh, was wollte ich da eben sagen? ­ Nicky: ...und dann sagte einer von den drei Bären „Da hat doch jemand meine Pantoffeln angehabt“, also wollten sie natürlich raus   finden, wem der Schlappen passt, und das war dann Aschenputtel. Aber da kam der Prinz und küsste ihren Fuß und da wachte der   Fuß auf und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er noch heute. 

40. Mein Gott, Donald (Sphinx for the Memories) Teletext:  Donald   wird   bei   einem   Land­ ausflug   von   Anhängern   eines  längst   ver­ storbenen ägyptischen Königs gekidnappt,   mit dem er eine verblüffende Ähnlichkeit   hat. Dagobert und die Neffen nehmen sei­ ne Spur auf und verfolgen sie bis zu einer   Stadt  in der Wüste. Hier werden sie Au­ genzeugen, wie der Geist  des Königs von   Donald Besitz ergreift...

wurde auf der DVD „DuckTales: Volume  1“ veröffentlicht. Handlungsort: Ägypten

Regie: David Block Drehbuch: Michael Keyes US­Ausstrahlung: 10.06.1988 (Folge 7) Deutsche Ausstrahlung: 27.01.1990 Info:  mit   Donald   Duck.   Diese   Folge 

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Diese   Folge   wird   im   Deut­ schen mal mit und mal ohne Komma ge­ schrieben,   beides   ergibt   im   Kontext   der  Folge   Sinn.   Der   englische   Titel   „Sphinx 

Dagobert­Erzählungen:  Dagobert   er­ zählt, dass er die Erfahrung gemacht hat­ te, dass Vorgesetzte oft sehr verständnis­ voll   auf   Verspätungen   reagieren,   wenn  der Grund ein wichtiger ist.

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For The Memories“ ist ein Wortwitz  des  Spruchs „Thanks for the memories“. Nur wenige Personen und Dinge sind in  dieser   Folge   benannt,   so   weiß   man   nur  durch die Szenerie, dass es sich hier um  Ägypten handelt. Am Anfang wird außer­ dem der Bu­Gazzi­Markt genannt. Donalds Ähnlichkeit zu diversen anderen  Personen wurde schon häufig Thema von  Barks­Comics. Der Geist, der Besitz von Donald nimmt,  scheint   Kali­Ram   zu   heißen,   die   Mumie 


hingegen Ka­hoo­fu.  Dies ist eine weitere Donald­Folge, in der  er nicht ganz er selbst ist. Die erste war  „Zerreißprobe für einen Helden“.

Fazit: Ist ja klar, stellt Donald bloß mög­ lichst dumm dar, damit er Dagobert und  den   Drillingen   nicht   die   Show   stiehlt!  Bah! Alles Blödsinn! Dennoch ist dies die  Folge, in der Donald am prominentesten  gezeigt   wird,   sein   Wandel   vom   Genuss 

des Reichtums zur versuchten Flucht ist  auch sehr logisch durchstrukturiert. Die­ se   Handlung   klingt   fast   durchgehend  nach   Barks,   obwohl   auf   keine   spezielle  Geschichte von ihm zurückgegriffen wur­ de.

Zitate: Ägypterin: Der Auserwählte drückt sich nicht sehr gewählt aus. ­ Tick: Ach ja, der arme Onkel Donald, wo er doch immer so gerne geknipst hat! Track: Ja, und das Matrosenkäppie hat er schon getragen, lange bevor er zur Marine ging. ­ Sarkus: Toe­fu, Ach­mud, Abu­abu. Mon­due, Kan­ee, La­bu, La­bu! Erhebe dich, Ka­hoo­fu und gehorche Sarkus, dem Hohepriester   der Erwählten. ­ Donald: Herrscher zu sein ist gar nicht so übel, eigentlich ist es sogar recht angenehm. ­ Dagobert: Ein bisschen sind wir ja weitergekommen. Trick: Ja, jetzt brauchen wir nur noch achtundzwanzigtausendsechshundertelf Jahre, um das Ding fertig zu kriegen!

41. Ein Bruchpilot spielt 007 (Double­O­Duck) Teletext:  Quack sieht dem Spion Bruno   Von   Beak   zum   Verwechseln   ähnlich   und   wird   deshalb   als   Geheimagent   angeheu­ ert. Er hat den Auftrag, Dr. Nogood und   seinen   Verbrecherring   davon   abzuhalten,   die Geldvorräte der Welt zu zerstören... Regie: Terence Harrison Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 17.06.1988 (Folge 48) Deutsche Ausstrahlung: 07.04.1990 Handlungsort: Entenhausen  (Flughafen, Innenstadt, U­Bahn, DIA),  Genua, Neu­Delhi Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Quack wird für den interna­ tionalen   Spion   Bruno   Von   Schnabel   (im  Original Bruno Van Beak)  gehalten, der  ihm  bis  auf die Haarfarbe recht  ähnlich  sieht.   Als   er   so   von   zwei   Agenten   ge­ schnappt wird, bringt man ihm zum Chef  des   Entenhausener   Geheimdienstes   (im  Original DIA), zu J. Gander Hoover, einer  Parodie   vom   echten   FBI­Direktor   J.   Ed­ gar Hoover. Später wurde aus dem bulli­ gen Hoover ein kleiner J. Gander Hooter  (in der deutschen Fassung Direktor Juli­ us   Ganter)   der   Geheimorganisation  S.H.U.S.H. in der Darkwing­Duck­Serie. Der Boss von der gegnerischen Organisa­ tion F.O.W.L. ist Dr. Garnichtgut (im Ori­ ginal Dr. Nogood von der „Fiendish Orga­ nization   for   World   Larceny“),   der   eine 

Parodie  vom  James­Bond­Gegner  Dr.  No  ist. Mit dem Besitz einer Katze spielt er  auf den Bond­Schurken Ernst Stavro Blo­ feld   an,   während   sein   Plan,   den   Geld­ markt zu ruinieren und so sein Gold wert­ voller zu machen, an Auric Goldfinger er­ innert, ebenfalls aus James­Bond­Filmen. Daniel arbeitet auch für den Entenhause­ ner Geheimdienst, um seine Miete bezah­ len zu können. Mit Dagoberts Bezahlung  ist ihm das unmöglich. Die   Erfindungen,   die   Herr   Düsentrieb  Quack   zeigt,   ist   eine   Toupet­Pistole,   ein  Telefon­Kamm,   explosive   Manschetten­ knöpfe, Fahrstuhl­Schuhe, eine Fliege mit  integrierter   Kamera   und   ein   Auto,   mit  dem man fliegen und tauchen kann. „Ich  nenne   es   das   Donnerwetter­Flugboot“,  meint Daniel dazu und inspiriert Quack  so vielleicht zum Donnerquack für Dark­ wing Duck. Um   das   Bond­Thema   weiter   zu   ziehen,  wird   Quack   nun   Agent   Null­Null­Duck  genannt. Die Europakarte, die Quacks Flug zeigt,  ist so falsch, dass es schon fast kein Zufall  mehr sein kann. Vermutlich liegt deshalb  Entenhausen auch an einer ganz anderen  Stelle   als   in   „Armstrong   macht’s  möglich“. Feder   Galore   ist   eine   bauchtanzende 

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Spionin und so eine Anspielung an Mata  Hari, aber auch an Pussy Galore aus dem  Bond­Film „Goldfinger“. Dr.   Garnichtguts   Katze   Blümchen   heißt  im   Original   genauso   wie   das   Stinktier  aus   dem   Disneyfilm   „Bambi“,   nämlich  Flower. Als   Quack   seine   Hacken   zusam­ menschlägt, um die Aufzugschuhe zu ak­ tivieren, reagiert Feder Galore im Origi­ nal   mit   „Maybe   you   forgot   the   magic  words,   Dorothy“   (in   der   deutschen   Syn­ chronfassung ist es „Vielleicht vergisst du  dabei, das Zauberwort zu sagen“ ohne Do­ rothy) und spielt so auf „Der Zauberer von  Oz“ an. Ebenfalls   im   Deutschen   ausgelassen   ist  der Name von Odduck (Oddduck?), dessen  Name eine Parodie von Goldfingers Assis­ tenten Oddjob ist, beide tragen auch eine  Melone.   Anscheinend   wird   er   ignoriert,  sobald ihm Quack und Feder Galore ent­ wischen. Mit „Go ahead. Make my Toupee“ zitiert  Quack   den   Film   „Dirty   Harry   kommt  zurück“.  (Die   deutsche   Synchronfassung  ist „Jetzt lernen Sie mein erbarmungslo­ ses Toupet kennen!“) Quack   zitiert   das   Ende  von   Casablanca:  „If   that   chopper   leaves   the   ground   and 


you're   not   with   him,   you'll   regret   it.  Maybe   not   today,   maybe   not   tomorrow,  but   soon,   and   for   the   rest   of   your   life.  Here's   lookin'   at   you,   Feathers.“   (Die  deutsche   Version   lautet   „Spätestens,  wenn   dieser   Hubschrauber   davon  schwebt, wirst du es wissen und bereuen.  Vielleicht   nicht   gleich   heute,   vielleicht  auch nicht morgen, aber bald für den Rest 

deines Lebens. Ich schau dir in die Augen,  Kleines.“) In der Folge „Der Aufgeblasene  und die Bienen“ wiederholt er das Zitat. Diese   Folge   war   die   Inspiration   für   die  „Darkwing   Duck“­Serie,   welche   auch   ur­ sprünglich „Double­O­Duck“ heißen sollte.  Dafür wurde Quack zu Darkwings helfen­ der Hand.

Fazit: Vor Austin Powers und vor Johnny  English gab es DuckTales. Wie „Zerreiß­ probe   für   einen   Helden“   ist   dies   eine  Agenten­Parodie,   nur   diesmal   nicht   mit  Dagobert,   Donald   und   den   Jungs,   son­ dern mit Quack, dessen simples Weltbild  einen sehr witzigen Kontrast zur komple­ xen Welt der Spionage bildet.

Zitate: Dagobert: (über Quack) Sein Gehirn ist wie eine Bratpfanne mit Anti­Haft­Beschichtung, nichts bleibt darin haften! ­ Feder Galore: Was ist das? Quack als Bruno: Das kann ich erklären, das war ein Abschiedsgeschenk von meiner Mama. Feder Galore: Deine Mama lebt doch schon lang nicht mehr. Quack als Bruno: Es war ja auch ein endgültiges Abschiedsgeschenk. ­ Quack als Bruno: Wo ist die Dame, die gerade hereingekommen ist? Verkäufer: Sie meinen Feder Galore, die Dame mit der Aktentasche? Quack als Bruno: Ja! Verkäufer: Ich habe die Dame nie gesehen. ­ Dr. Garnichtgut: Für wen arbeiten Sie?  Quack: Sie jagen mir keien Angst ein! Sie können mich foltern, aber ich werde den Entenhausener Geheimdienst nie verpfeifen! ­ Feder Galore: Ich bin zu hübsch, um zu sterben. ­ Dr. Garnichtgut: Oh, es tut ja so gut, nichts Gutes zu tun! ­ Quack: Ich habe ihn mit einem Schnappschuss geschnappt, auch wenn es albern klingt.

42. Die Invasion (Microducks from Outer Space)

Teletext:  Onkel Dagobert und seine Nef­ fen Tick, Trick und Track werden von Au­ ßerirdischen   auf   die   Größe   von   Ameisen   geschrumpft.   Der   einzige,   der   sie   retten   kann, ist Daniel Düsentrieb. Also machen   sich die vier Mini­Ducks auf den gefahr­ vollen   Weg   durch   das   riesenhafte   Enten­ hausen, wo ihnen Ratten wie Elefanten er­ scheinen   und   Autos   die   Größe   von   Fuß­ ballstadien haben.

Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Jack Hanrahan, Eleanor  Burian­Mohr (nach einem Comic von Carl  Barks) US­Ausstrahlung: 24.06.1988 (Folge 32) Deutsche Ausstrahlung: 03.06.1989 Info: DuckTales­Adaption von Barks’  "Besuch vom Planeten Diana"  (Microducks from Outer Space). Diese  Folge wurde auf der Videokassette  "DuckTales: Mikro­Enten vom All" unter  dem gleichnamigen Titel veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen (Daniels  Werkstatt, Dagoberts Weizenfarm, Villa  Duck, Innenstadt, Kanalisation,  Stadtpark) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Diese Folge ist zwar eine Ad­ aption von dem Barks­Comic „Besuch vom  Planeten   Diana“   (Micro­Ducks   from   Ou­ ter   Space),   wirkt   aber   mit   ihrem   Fokus  auf   die   geschrumpften   Ducks   eher   wie 

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„Geschrumpfte   Millionen“.   Und   wieder  sieht man in der Villa Duck ein Büro, das  so aussieht, als gehöre es zum Geldspei­ cher. Die   Drillinge   haben   in   der   Barks­ Geschichte „Die fleißigen Ameisen“ auch  schon eine Ameisenfarm. Decaduck (der einzige Außerirdische mit  einem Namen) vergaß die Vergrößerungs­ maschine bei Dagobert, welcher sich und  die   Kinder   beim   Versuch,   einen   Gold­ klumpen zu vergrößern, schrumpft. Inter­ essanterweise   erschien   diese   Folge   vor  dem Disney­Film  „Liebling,  ich  habe die  Kinder   geschrumpft“,   obwohl   die   Hand­ lung   sich   durchaus   ähnelt.   Den   Gold­ klumpen sieht man wieder in einer Rück­ blende der Folge „Im Goldrausch“. Die Ameise Twitchy hilft den Ducks ent­ gegen Nickys Hoffnungen nicht.


Die verkleinerten Ducks können die Lei­ ter aus der Kanalisation hochklettern, ob­ wohl   sie   mit   ihrer   Größe   von   wenigen  Zentimetern   für   die   Stufen   entschieden  zu klein sind. Nach   diesem   Abenteuer   müssten   die  Ducks auch Medaillen wie Quack bekom­ men zum Überleben von Bruchlandungen  zu Wasser, auf dem Land und in der Luft.

Während   Trick   mit   Dagobert   die   Feder  von   Düsentriebs   Dach   schiebt,   wechselt  seine Shirtfarbe für einen kurzen Augen­ blick. Auf dem Rückweg von Daniels Werkstatt  zur   Villa   Duck   sieht  man   den   Geldspei­ cher, aber beide stehen anders zueinander  als in den meisten Folgen, wo ihre Häu­ serfronten sich gegenüber stehen.

Fazit:  Natürlich   wurde   diese   Idee   mit  „Liebling,   ich   habe   die   Kinder   ge­ schrumpft“   mit  all   seinen   Fortsetzungen  und   Serien   auch   schon   besser   verfilmt,  aber für einen Vorgänger macht sich diese  Folge   gar   nicht   mal   so   schlecht.   Quasi  DuckTales   aus   der   Perspektive   der   Ret­ tungstruppe Chip und Chap. Leider wer­ den die Außerirdischen so zu langweiligen  Nebenfiguren.

Zitate: Düsentrieb: Wesen von einem anderen Planeten haben Kontakt mit mir aufgenommen! Dagobert: Verwandte von Ihnen, nehme ich an. ­ Tick: Ich finde, das macht sogar Spaß, wenn man so klein ist, wie wir jetzt sind und jeder winzige Bach gleich ein riesiger Strom. Eine   kleine Regenpfütze ist dann ein gewaltiger Ozean! ­ Nicky: Bei dem blöden Abenteuer 'werd ich mir noch mein schönes Kleid zerreißen! ­ Daniel: Und wo haben Sie nun diesen Molekularmanipulator gelassen? Dagobert: Auf meinem Schreibtisch. Der abgebrochene Hebel muss auch dort liegen. Daniel: Geradezu verblüffend, er sieht gerade so auf wie ein ganz gewöhnlicher Bleistift! Dagobert: Das ist ein ganz gewöhnlicher Bleistift! Die außerirdische Maschine ist verschwunden. ­ Nicky: Dann muss ich ja für immer ein kleines Mädchen bleiben, ein winzig kleines Mädchen! Dagobert: Nein, nein, Schätzchen, Daniel wird bestimmt einen Weg finden, uns wieder normal zu machen. Anschließend kann er   gleich bei sich weitermachen.

43. Terror der Technik (Robot Robbers) Teletext:  Daniel Düsentrieb hat für Mac   Moneysack einige riesige Bau­Roboter ent­ wickelt,   mit   denen   er   Dagobert   spielend   Konkurrenz machen kann. Als die Roboter   von den Panzerknackern entführt werden,   müssen   Dagobert   und   Mac   Moneysack   zum   ersten   Mal   gemeinsame   Sache   ma­ chen, um ihre Millionen zu retten. Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Michael Keyes (nach einem  Comic von Carl Barks) US­Ausstrahlung: 01.07.1988 (Folge 10) Deutsche Ausstrahlung: 23.12.1989 Info: DuckTales­Adaption von Barks’  „Die Riesenroboter“ (The Giant Robot  Robbers). Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 1“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Baustelle, Gefängnis, Innenstadt,  Staudamm, Geldspeicher,  Elektrizitätswerk) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  In   der   Ausstrahlungsreihen­

folge der USA ist dies die erste Folge mit  Oma Knack, in Deutschland erschien sie  schon lange vorher. Die Drillinge tauchen  hier nicht auf. Die Zeitung schätzt Dagoberts Vermögen  auf zweihundert Billionen. Unter der Zuschauermenge auf Mac Mo­ neysacs   Baustelle   sind   einige   Mitglieder  der Gesellschaft für Statussuchende (sie­ he „Das Snob­Appeal­Spiel“). Mit seinem Vorwurf „Der letzte Roboter,  den Sie gebaut haben, hätte um ein Haar  die   Weltherrschaft   übernommen,   Herr  Düsentrieb“   meint   Dagobert   Duck   das  Geschehen   aus   der   Folge   „Armstrong  macht’s möglich“, welche in der Original­ Reihenfolge   auch   die   Folge   zuvor   war.  Streng   betrachtet   sind   die   Roboter   auch  keine   Roboter,   es   sei   denn,   man   würde  Autos   und   Mixer   auch   als   Roboter   be­ zeichnen,   obwohl   sie   von   Menschen   be­ dient   werden   müssen.   Wenn   humanoide  Formen einen Roboter ausmachen, wären 

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Glasaugen und Holzbeine auch Roboter. Die   Panzerknacker   in   dieser   Folge   sind  Babyface,   Bankjob   und   Burger,   die   mit  nun wasserfesten Robotern den Putz vom  Geldspeicher schlagen und eine metallene  Hülle offen legen.  Oma   Knack   nennt   einen   Onkel   Robo   in  Amerika, was seltsam ist, immerhin soll  Entenhausen ja auch in Amerika liegen.  Sie entkommt der Polizei, was sie in der  Folge   „Ein   Held   zum   Anfassen“   wieder­ holt.   In   „Scheidung   ohne   Ehe“   wird   sie  endlich verhaftet. Fazit:  Riesige   Roboter   nehmen   Enten­ hausen   auseinander,   die   Panzerknacker  darin benehmen sich aber eher wie kleine  Kinder  mit   einer  Spielzeugstadt.  Schöne  Fortsetzung   der   Armstrong­Geschichte,  als   Comic­Adaption   allerdings   etwas  stark   vereinfacht.   Als   Moneysac   gegen  Ende   mehr   oder   weniger   dafür   bestraft  wird, dass er Riesenmaschinen baute, ist  an   für   sich   unfair,   denn   er   hat   (aus­


nahmsweise)   nichts   ungesetzliches   ge­ macht.   Aber   im   Barks­Original   musste 

Dagobert   in   seiner   Opfer­Position   auch  zahlen,   nur   weil   er   der   reichste   Bürger 

ist.

Zitate: Oma Knack: Du bist verdorben bis ins innerste Mark, Mac Moneysac, verfault, aber der Apfel auch! ­ Daniel: Ich habe wesentliche Verbesserungen vorgenommen! Der letzte Roboter hatte einen Computer als Gehirn, in diesem Modell bin   ich das Gehirn! Dagobert: Ich bin nicht so sicher, dass das eine Verbesserung ist. ­ Mac Moneysac: Und wie es so schön heißt, wer rastet, der kostet! ­ Mac Moneysac: Das ist so einfach wie einem Kind die Bonbons wegzunehmen. Da fällt mir ein, das habe ich auch schon lang nicht   mehr gemacht! ­ Quack: Öhm, sagen Sie, Herr Moneysac, zahlen Sie mich pro geflogene Stunde oder pro geflogene Runde? ­ Quack: Hey, können Sie mich mitnehmen. Dagobert: Klar, Quack, aber verlangen Sie bitte nicht von mir, dass ich Sie ans Lenkrad lasse. ­ Wachmann: Hilfe, der Roboter macht sich aus dem Staub, und genau das werde ich jetzt auch tun! ­ Oma Knack: Jetzt hauen wir auf dem Putz! Babyface: Auf welchen Putz denn, Oma? Oma Knack: Auf jeden, der uns gefällt! ­ Oma Knack: Hör auf, rumzualbern, Burger, für was hältst du das denn hier, für einen Zeichentrickfilm? ­ Oma Knack: Ich muss los, ich hab was auf dem Feuer! Und dann habe ich Onkel Robo versprochen, dass ich ihn in Amerika besuche!   Wiedersehen! Bankjob: Bei Oma kommt die Familie immer an erster Stelle, nicht? Babyface: Familie? Und was sind wir?  Wachtmeister Dickwanst: Ihr? Ihr seid festgenommen!

44. Gundels Gaukelei (Send in the Clones) Teletext: Die Hexe Gundel Gaukeley ver­ wandelt die Panzerknacker in Tick, Trick   und Track, um endlich in den Besitz von   Dagoberts   erstem   selbstverdienten   Taler   zu   kommen.   Durch   eine   Reporterin,   die   mit   Dagoberts   Neffen   ein   Interview   ma­ chen will, droht der ganze Schwindel auf­ zufliegen... Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Astrid Ryterband, Ken  Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 08.07.1988 (Folge 6) Deutsche Ausstrahlung: 14.10.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 1“ und der  Videokassette "DuckTales: Abenteuer auf  See" veröffentlicht. Handlungsort: Gundels Vulkan,  Entenhausen (Gefängnis, Villa Duck)

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): In der US­Reihenfolge ist dies  die erste Folge mit Gundel Gaukeley und  das   erste   mal   überhaupt,   dass   sie   ani­ miert wurde. Mehrere Ausschnitte dieser  Folge tauchen in der Intro­Sequenz auf. Am Anfang kann man gut sehen, dass der  Geldspeicher und das Gefängnis nahe bei­ einander   liegen.   Die   befreiten   Panzer­ knacker sind Babyface, Burger und Karl­ chen.  Es gibt neben dem Tresor im Boden einen  zweiten   Tresor   in   Bertels   Schlafzimmer  gegenüber   vom   Bett   in   „Dr.   Jekyll   und  Mr.   McDuck“   hinter   dem   Gemälde   von  Goldie.   Das   Schlafzimmer   liegt   direkt  über Dagoberts Arbeitszimmer im Erdge­ schoss.

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Gundel verwandelt Burger in Tick, Karl­ chen in Trick und Babyface in Track. Da­ bei  können die Panzerknacker sich auch  als Drillinge auseinander halten, was die  echten   Drillinge   für   unmöglich   halten  (siehe   die   Folgen   „Der   goldene   Kondor“  und „Die Ente mit der Eisernen Maske“). Obwohl   sich   mit   dem   Zauberspruch   von  Gundel   auch   die   Kleider   der   Panzer­ knacker   verwandelten,   hat   Trick­Karl­ chen   noch   immer   ein   Stethoskop   unter  seiner   neuen   Mütze   und   Track­Babyface  Dynamit seiner. Die Ausrede, als Frieda  die verwandelte Knacker erwischt, ist im  Deutschen (vermutlich ungewollt) doppel­ deutig: Unter Doktorspiele kann man ge­ rade   im   Alter  der  Jungs   noch  was   ganz  anderes verstehen. Nicky nennt ihre Puppe eine Quak­Quak­


Flickenpuppe (im Original „Quacky Patch  Doll“,  was  auf die Puppenreihe Cabbage  Patch   Kids   anspielt),   die   genau   wie   sie  selbst gekleidet ist. Tick­Burger reißt der  Puppe aus Versehen den Kopf ab, in spä­ teren Folgen scheint sie aber wieder in ei­ nem Stück zu sein. Webra   Walters   ist   eine   Parodie   von   der  echten Reporterin Barbara Walters. Laut  Dagobert   arbeitet   sie   für   das   Duck­ Wochenmagazin, doch als sie sich an der  Tür vorstellt, nennt sie den Entenhause­ ner   Boten.   Wenn   sie   schnell   schreibt,  raucht   ihr   Bleistift.   In   den   Folgen   „Die  Krach­Bumm­Ente“ und „Hellseherin wi­ der Willen“ wurde sie als Wackeleia Wat­ schel   übersetzt.   (Sie   taucht   auch   in   den  Folgen „Bis dass das Geld euch scheidet“,  „Die Goldene Gans ­ Teil 2“, „Bubba und  sein  Trampeltier“,  „Ein  kleiner  Verdacht  wäre   schon   schön“   und   „Der   maskierte  Enterich“ auf.) Wie   in   der   Folge   „Das   geheimnisvolle  Schiff“ steht Johann vor der Türe, wenn  die   Jungs   Stubenarrest   bekommen.   Nur  ist   das   Zimmer   der   Jungs   lange   nicht  mehr auf dem Dachboden.

Der   Film,   den   die   echten   Drillinge   sich  ansehen,   wird   trotz   doppelter   Nennung  im   Original   in   der   deutschen   Synchron­ fassung   nicht   genannt.   Der   im   Original  genannte  Film   „Invasion   of  the  Quacker  Snatchers“ wäre auf jeden Fall eine Adap­ tion   von   „Die   Körperfresser   kommen“  („Invasion of the Body Snatchers“) gewe­ sen. 

wirtschaftliche Übernahmen geht.

Die Türe neben dem Kühlschrank in der  Küche führt in den Keller.

Dass Burger noch von Dagobert gefangen  wurde,   scheinen   Karlchen   und   Babyface  zu ignorieren.

Frieda­Gundel   legt   die  echte  Frieda  mit  „Bibbidi   bobbety   boo“   schlafen,   der  Spruch kommt aus dem Disneyfilm „Cin­ derella“. Gundels   Vulkan   ist   der   Berg   Vesuvius,  der zwar anscheinend noch immer in Ita­ lien liegen soll, dennoch hat Gundel eher  einen   russischen   Akzent.   Der   zum   Me­ daillon eingeschmolzene Zehner soll hier  auch nicht für Reichtum und Macht ein­ gesetzt   werden,   sondern   zur   Weltherr­ schaft. Wie ihr das Medaillon dabei helfen  soll,  wird  nicht weiter erläutert, aber in  der Folge „Geschäftsgeist“ bekommt man  den Eindruck, dass es hauptsächlich um 

Gundels   Flugzeug   ist   noch   mal   in   „Ge­ schäfts­Geist“   in   der   Zukunft   zu   sehen,  hier wird er von Karlchen und Babyface  gesteuert. Dagobert kann hier einen Heli­ kopter   steuern,   anscheinend   ist   er   nicht  allzu   abhängig   von   einem   Piloten   wie  Quack.

Als   Gundel   „Holt   das   Balg   zurück,   ihr  Trottel“   (im   Original   „Get   that   Brat“)  ruft, sind ihre Beine weiß statt gelb­oran­ ge. Fazit: Nicht jedes Abenteuer muss in die  Ferne   führen   oder   Action   bringen,   hier  kommt die Action durch die Beziehungen  der   Figuren   zueinander   und   wird   durch  deren   Vertrauensmissbrauch   immer   in­ tensiver. Zum Glück findet sich doch noch  alles zusammen in einem Finale, das fast  an den Film „Die Hexe und der Zauberer“  erinnert!

Zitate: Dagobert: Ein gutes Image bedeutet immer auch ein gutes Geschäft! ­ Frieda­Gundel: Esst eure Suppe, solange sie noch lebt! ­ Webra Walters: Auf ein Wort, liebe Frieda, ich möchte meinen Lesern doch nichts vormachen! Was oder wie ist Herr Duck nun   wirklich? Frieda­Gundel: Herr Duck ist ein Obertrottel! Webra Walters: Und was ist mit den Jungs? Frieda­Gundel: Die sind auch Trottel, aber ich bin der Obervolltrottel, sie aus dem Gefängnis rauszuschmuggeln! ­ Dagobert: Burger! Was haben Sie in meiner Villa zu suchen? Und wo ist Tick? Burger: Meine Lippen sind versiegelt, Dago! Flöte du, soviel du willst, mich bringst du nicht zum Singen! Dagobert: Oh, das werden wir noch sehen! Wir werden Ihnen das Abendessen streichen! Burger: Du hast mich rumgekriegt, okay, es war alles Gundel Gaukeleys Idee, sie hat große Pläne mit dem Kreuzer von dir.  ­ Tick: Wir bekämpfen Feuer mit Feuer! Frieda: Tick, wie oft habe ich dir erzählt, Kinder sollen nicht mit Streichhölzern spielen!

45. Die Schneefrau (The Lost Crown of Genghis Khan) Teletext:  Die   Wahl   zum   Forscher   des   Jahres' steht bevor ­ ein Titel, den seit 32   Jahren   unangefochten   Dagobert   Duck   hält. Diesmal soll derjenige siegen, der im   Himalaya eine legendäre, juwelenbesetzte   Krone findet. Eine Reihe von Sabotageak­

ten   erschwert   Dagobert,   Quack   und   den   Kindern die Reise. Schließlich müssen sie   in den Bergen notlanden und machen Be­ kanntschaft   mit   einer   geheimnisvollen   Schneefrau...

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Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Anthony Adams (nach einem  Comic von Carl Barks) US­Ausstrahlung: 15.07.1988 (Folge 14) Deutsche Ausstrahlung: 08.07.1989 Info: DuckTales­Adaption von Barks’ 


„Die Krone des Dschingis Khan“ (The  Lost Crown of Genghis Khan). Diese  Folge wurde auf der DVD „DuckTales:  Volume 2“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen  (Forscherclub), Schattenpass Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Ähnlich   wie   „Die   Invasion“  ähnelt   diese   Folge   ihrer   Comicvorlage  auch nur sehr bedingt. Kinghis   Khan   hat   verblüffende   Ähnlich­ keit mit Kater Karlo, ähnlich wie Haupt­ mann Carlo aus „Die Ente mit der Eiser­ nen Maske“, Käpt’n Blackheart aus „Als  die Zeit stillstand“, Piet aus „Der Schlan­ genfraß“   und   Karlo   aus   „Die   Perle   der  Weisheit“.

Der Forscherclub und Lord Battmountan,  dessen Name eine Anspielung an den Fa­ milienname   Mountbatten   ist,   tauchen  auch in „Die Perle der Weisheit“ auf. Die­ ser plant, das erste Mitglied, das mit der  Krone   nach   Entenhausen   zurückkehrt,  zum   Forscher   des   Jahres   zu   ernennen.  Dagobert   hat   diesen   Titel   schon   seit   33  Jahren. Der  Forscher mit  dem enormen Backen­ bart heißt Percival, der schmierige Trick­ ser ist Sir Guy Standforth. Quack singt den Can can von Offenbach  (laut andere Quellen ist es „The Streets of  Cairo“), als Dagobert ihn besucht. Nicky   erschrickt   sich   hier   vor   einer 

Schneeflocke, die auf ihrem Schnabel lan­ dete,   was   ihrem   eher   furchtlosen   Image  aus „Der Schlangenfraß“ widerspricht. Im   Zelt   scheint   Quack   nicht   zu   schnar­ chen im Vergleich zur Folge „Verwirrung  bei   den   irritierten   Iren“,   doch   kaum  schläft er in der Höhle ein, hört man ihn  wieder lautstark. Nicky nennt die Schneefrau ihren Teddy  und Schneeweißchen. Fazit:  Das passiert also, wenn man den  Barks­Comic   mit   „In   80   Tagen   um   die  Welt“   vermischt,   ein   Wettstreit   um   die  Krone, gemeinsam gegen die Gefahr des  geheimnisvollen Schneemenschens! Span­ nend und stimmungsvoll! 

Zitate: Quack: Tut mir Leid, Mädchen. Ich bin zwar der schneidige Kerl, aber er ist der Boss. ­ Nicky: Oh, du bist ja so schlau, Onkel Dagobert! Dagobert: Danke, Herzchen, aber das war auch sehr schlau von dir, das zu merken! ­ Drilling 1: Irgendwie ist es hier schon unheimlich. Drilling 2: Jaja, ich hoffe nur, dass es bald dunkel wird. Drilling 1: Es ist schon so schlimm genug, warum willst du noch, dass es dunkel wird? Drilling 2: Dann gibt es keine Schatten mehr. ­ Dagobert: Sehen meine gierigen Augen da etwa Gold? Es muss Gold sein, ich würde Gold überall erkennen! Gold ist meine   Lieblingsfarbe!  ­ Drilling: Einen Vorteil hat so eine eingefrorene Welt: Auch wenn du dir Zeit lässt mit dem Schlabbern, deine Eistüte schmilzt nie! ­ Quack: Keine Sorge, Herr Duck, ich hole sie schon zurück. Das ist doch mal eine Abwechslung, gewöhnlich sind es die Mädchen, die   hinter mir her sind!

46. Glatte Bruchlandung (The Right Duck) Teletext: Quack will allen beweisen, daß   er   kein   unfähiger   Pilot   ist   und   bewirbt   sich beim Entenhausener Astronautenpro­ gramm.  Tatsächlich  wird  er  ausgewählt,   den nächsten Flug ins Weltall zu machen.   Quack   ahnt   nicht,   daß   er   nur   deswegen   ausgesucht   wurde,   weil   er   das   Idiotensi­ chere Navigationssystem testen soll... Regie: Terence Harrison Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 22.07.1988 (Folge 46) Deutsche Ausstrahlung: 24.03.1990 Handlungsort:  Entenhausen   (Villa  Duck,   Entenhausener   Luftfahrt­   und  Weltraum­Behörde,   Quacks   Wohnung,  Innenstadt), Mars

aus dem Jahr 1983. Dagobert   kaufte   eine   Statue   für   seinen  Pool,   die   eine   Million   Taler   wert   ist.  Ungewöhnlich.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der   Originaltitel   der   Filme  bezieht sich auf den Film „Der Stoff, aus  dem die Helden sind“ („The Right Stuff“) 

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In   der   Entenhausener   Luftfahrt­   und  Weltraum­Behörde   hält   Prof.  Kauzenstein (im Original Dr. Von Geezer)  einen   Wettkampf   zwischen   den   Affen  Ronnie   und   Quack,   wer   der   passendere  Idiot   zum   Austesten   seines  idiotensicheren   Navigationssystems   ist.  Quack   landet   dabei   versehentlich   auf  einer Sonde, die erst zum Mars und dann  zu   der   Venus   fliegt,   zu   seiner   Rettung  wird Ronnie geschickt.


In   der   Folge   „Ein   Star   in   den   Sternen“  geraten   Doofy   und   Quack   ebenfalls   ins  Weltall.

verliebt in Speisen: „Wenn Mama mit dem  Essen   warten   muss,   explodiert   sie   jedes  Mal!“

Der   Regent   des   Marses   King   Ping,   der  Mitleidslose hat Ähnlichkeit mit Sir Guy  Standforth   aus   „Die   Schneefrau“.   Sein  Haustier   Plumps   zeugt   aber   nicht   von  großer   Kreativität,   was   das   Ausdenken  von Namen betrifft.

„Bevor ich die Erde in die Luft sprenge,  verlässt er die Erde. Ein kluger Affe!“, so  kommentiert   Quack   die   Begegnung   mit  Astronauten­Affe Ronnie und spielt so auf  die Geschichte Supermans an.

Quack referiert mit „Sogar ET durfte mit  Zuhause   telefonieren!“   den   Film   von  Stephen Spielberg (in Original lautete es  „C'mon even E.T got to phone home!“).

Als   Dagobert   aus   Panik   vor  möglicherweise   diebischen  Marsmenschen   seine   Sache   bunkert,  stellt  sich heraus,  dass  man  den  Kamin  zur Seite klappen kann.

Laut Doofy ist seine Mutter ebenfalls sehr 

Auf den Gullideckeln steht DWD.

Ein   Ende   vor   dem   Fernseher   mit   allen  beteiligten Personen gab es schon bei der  Folge „Arme reiche Ente“ Fazit:  „Dumm  ist  der,  der  dummes  tut“  heißt   es   schon   in   Forrest   Gump.   Auch  hier   ist   die   Frage,   ob   der   ungebildete  Quack, der oft etwas kurzsichtig handelt,  auch   wirklich   der   dümmere   Mensch   ist.  Affen   sind   mitunter   sehr   intelligente  Tiere, also wäre es keine große Schande,  dümmer zu sein als der Astronautenaffe  Ronnie. Aber auch der Rest der Folge ist  erschreckend absurd.

Zitate: Dagobert: Ich sag Ihnen was, Quack, Sie müssen einen Zwillingsbruder haben! Auch wenn Sie’s nicht wissen, ich schwör’s Ihnen: Eine   Ente allein kann gar nicht so dämlich sein! ­ Prof. Kauzenstein: Wer könnte besser mein idiotensicheres Computernavigationssystem testen als ein erwiesener Idiot? ­ Quack: Doofy, da stimmt was nicht, ich sollte die Erde umkreisen und sie nicht verlassen! Doofy: Oh nein, heißt das etwa, ich komme zu spät zum Essen? ­ Doofy: Halt, einen Augenblick, Quack! Du bist der größte Astronaut dieser Galaxie! Fliege doch diese Rakete zur Erde und warne sie   dort vor Pings Überfall! Quack: Oh, ich hasse es manchmal, so berühmt zu sein! ­ Prof. Kauzenstein: Nachricht an das Militär und an die Presse, rufen Sie das weiße Haus an, verbinden Sie mich mit Hollywood! Ich   verkaufe die Filmrechte! ­ Quack: Na bitte, ich sag’s doch, keine Bombe. Hier steht, dass es es ein thermischer Nuklearsprengsatz ist, weiter nichts.

47. Ufos über Australien (Back Out in the Outback) Teletext:  Dagobert   reist   mit   Nicky,   Quack   und   den   Neffen   nach   Australien,   wo  mysteriöse   Ufos   dafür   gesorgt   haben,   daß   seine   Wollproduktion   brachliegt.   Nicky und ihr Herz für Tiere hilft ihnen,   den   wahren   Bösewichtern   mit   Hilfe   von   Känguruhs, Koalas und Hütehunden den   Handwerk zu legen.

und   den   Schäfer   Sundowner   das   letzte  Mal sah.

Regie: David Block Drehbuch: James A. Markovich, Richard  Merwin US­Ausstrahlung: 29.07.1988 (Folge 44) Deutsche Ausstrahlung: 24.02.1990 Handlungsort: Australisches Hinterland

Die   Farm­Verwalter   sind   Duke   Duggan  mit dem Schäfer Sundowner und dessen  Schäferhund Dingo, doch Duke fällt Dago­ bert   in   den   Rücken,   da   er   sich   viel   zu  mies bezahlt fühlt. Wäre Dagobert nicht  so geizig, hätte er solche Probleme nicht. 

Dagobert­Erzählungen:  Dagobert   hat  im   australischen   Hinterland   herrliche  Zeiten   erlebt,  vermutlich  vor  12  Jahren,  als   er   den   Farmverwalter   Duke   Duggan 

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Dagobert war bei Barks schon  häufiger in Australien, etwa in „Die gol­ dene Nase“, allerdings basiert diese Folge  auf keinem seiner Comics. 

Der   Name   der   Ranch   ist   nur   auf   der  Deutschen Tonspur benannt, auf der eng­ lischen heißt sie nur Schafsfarm oder Mc­ Ducks Farm. Der deutsche Name ist da­

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für umso schwieriger zu verstehen. Quack   nennt   die   fliegenden   Lichter  UFLP, also unentdeckte, fliegende Licht­ Phantome   (im   Original   UFWWs,   „Uni­ dentified Flyin' Willywisps“). Nicky hält einen Koala für einen Teddy­ bären und die Wildschweine für Warzen­ schweine.  Fazit:  In   manchen   Folgen   zeigt   Nicky  ihre Qualitäten, in anderen spielt sie nur  die   Jungfrau   in   Nöten.   Hier   kombiniert  sie beides, indem sie zuerst in der Wildnis  Australiens   verloren   geht,   um   dann   mit  ihrer Tierliebe den Tag zu retten. Dabei  scheint sie auch noch jeder Tiersorte zu  begegnen, die Australien zu bieten hat! 


Zitate: Dagobert: Ach, ist das wieder eine holprige Landung! Quack: Soll ich abheben und es noch mal versuchen? Dagobert: Seien Sie kein Narr! Aber das von Ihnen zu verlangen wäre wohl zuviel verlangt. ­ Nicky: Tiere sind nämlich meine Lieblingsleute!

48. Die Zeitwanne (Sir Gyro de Gearloose) Teletext:  Auf   der   Suche   nach   einem   Jahrhundert,   in   dem   man   seine   Erfin­ dungsgabe   mehr   zu   schätzen   weiß,   reist   Daniel   Düsentrieb   mit   Tick,   Trick   und   Track in der Zeitwanne an den Hof König   Arthurs und seiner Tafelrunde. Hier wird   Düsentrieb   zum   Ritter   geschlagen   und   fühlt   sich   endlich   geachtet,   bis   er   dem   Schwarzen Ritter gegenübertreten muß... Regie: Steve Clark Drehbuch: Mark Zaslove US­Ausstrahlung: 05.08.1988 (Folge 17) Deutsche Ausstrahlung: 09.09.1989 Info:  Diese   Folge   wurde   auf   der   DVD  „DuckTales: Volume 2“ veröffentlicht. Handlungsort:  Entenhausen   (Daniels  Werkstatt), Quakelot Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Dagobert,   Frieda,   Johann  und   Nicky   tauchen   alle   in   dieser   Folge  nicht auf. Einige Szenen dieser Folge wer­ den auch in der Intro­Sequenz verwendet. Hier wird Vacation Van Honk, der in Da­ niels   Kundenschlange   steht,   sogar   beim  Nachnamen genannt, im englischen Ori­ ginal sogar beim ganzen. Daniel   wird   von   allen   Gerätetüftler   (im 

Original   Gadget  Man)   genannt,  was   ihn  ziemlich wurmt.

saal   verlassen,   ist   Daniels   Haar   weiß  statt rot­orange.

Die   Zeitwanne,   die   hier   erfunden   wird,  taucht   in   der   Folge   „Als   die   Zeit   still­ stand“ ein weiteres Mal auf und wird in  „Geschäftsgeist“ noch mal erwähnt. Diese  ist keine gewöhnliche Zeitmaschine, son­ dern reguliert die entstehenden Paradoxi­ en, indem ihre Vergangenheiten und Zu­ künfte nur möglicherweise passieren.

In den Fässern, die zum Kampf gegen den  Drachen verwendet werden, ist Apfelwein.  Dies scheint einer der wenigen Stellen zu  sein, wo es in der Serie Alkohol gibt. (In  „Der   Aufgeblasene   und   die   Bienen“   ist  erst   wieder   die   Rede   von   Champagner  und   Sekt,   in   der   Folge   „Wenn   heut   am  Freitag   Samstag   wär“   singt   Fenton   von  Kräuterschnaps   und   badet   in   der   Folge  „Pep muss man haben“ in Champagner.)

In der Vergangenheit treffen Düsentrieb,  der   sich   als   Daniel   von   Düsentrieb   vor­ stellt, und die Jungs in Quakelot auf Kö­ nig   Artie,   den   Nachbarn   von   König   Ar­ thur. Natürlich spielt er dennoch auf Ar­ thur,   sein   königlicher   Zauberer   Morloon  auf   Merlin   und   Neffe   Lesdred   auf   Mor­ dred an.  Lesdreds Helferlein, der schwarze Ritter,  ähnelt   einem   Vogel   Strauß.   Warum   ein  mittelalterlicher   Brite   als   Strauß   und  nicht   als   einheimisches   Tier   dargestellt  wurde, ist unbekannt. Daniels Helm kann nicht sehr stabil sein,  wenn die Drillinge ihn mit einem Dosen­ öffner   durchstechen   können.   Als   die  Ducks überstürzt den brennenden Speise­

Der   Toaster,   welcher   die   fertigen   Brot­ scheiben durchs  Dach schießt, spielt  auf  den   Barks­Comic   „Der   Volltreffer“   (The  Great Pop Up) an. Dessen Besitzerin, die  am   Anfang   Daniel   anschreit   und   gegen  Ende   mit   ihm   flirtet,   taucht   zwar   noch  mehrere   Male   (etwa   in   der   Folge   „Ge­ wusst wie“ als Dame bei den Reklamatio­ nen   und   in   „Kein   Rock   ohne   Oma“   als  Musikfan)   auf,   allerdings   nur   noch   als  Hintergrundfigur. Fazit: Für eine Folge, die sich auf Daniel  Düsentrieb konzentriert, ist diese ein we­ nig schwach, aber die Moral „Man muss  nicht   in   allem   gut   sein“   ist   dafür   umso  sanfter verpackt.

Zitate: König Artie: Ich muss sagen, dieses Wurfgeschoss war mehr als außergewöhnlich, Sir Daniel, und recht wirkungsvoll. Düsentrieb: Ach was, nein, das war doch gar nichts! Morloon: Sehr recht, es war nichts!  ­ Morloon: Ich bin da, um euch einen Vorschlag zu machen! Lesdred: Ist dabei Geld im Spiel? Morloon: Nun ja, einiges. Lesdred: Und Juwelen? Morloon: Ein paar, aber­ Lesdred: Ich bin dabei! Morloon: Wollt Ihr denn nicht wissen, wo Ihr dabei seid? Lesdred: Es muss gemein und hinterhältig sein, sonst wärt Ihr nicht zu mir gekommen, was muss ich sonst schon noch wissen?

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Lesdred: Was ist das für eine Art, mich zu grüßen, lieber Onkel? König Artie: Wenn du wirklich ein Blutsverwandter bist, brauch ich dringend eine Transfusion! ­ König Artie: Dafür wirst du bezahlen, Lesdred! Lesdred: Das mag sein, aber nur mit dem Geld, das ich aus deiner Sparbüchse geklaut habe!

49. Die Harfe von Troya (Raiders of the Lost Harp) Teletext:  Bei   archäologischen   Ausgra­ bungen   in   Griechenland   stößt   Dagobert   auf   die   sagenhafte   Stadt   Troja.   Obwohl   eine alte Inschrift davor warnt, die Schät­ ze   aus   ihrem   irdenen   Grab   zu   stehlen,   schafft   Dagobert   die   Kostbarkeiten   nach   Entenhausen. Kurz darauf erfüllt sich der   Fluch   und   ein   schreckliches   Monster   taucht auf, um den Diebstahl des Schat­ zes zu rächen...

„Der Exorzist“. An der Minotaurus­Statue  (Anspielung   an   Barks­Comic   „Der   Stein  der Weisen“ [The Fabulous Philosopher's  Stone]) kann man erkennen, dass die Fi­ guren in dieser Serie nicht nur vier Fin­ ger, sondern auch nur vier Zehen haben.  Die   goldenen   Waffen,   die   hier   gefunden  werden,   würden   keinen   einzigen   Kampf  aushalten: Reines Gold lässt sich bei Zim­ mertemperatur kneten.

Regie: David Block Drehbuch: Cherie Wilkerson US­Ausstrahlung: 12.08.1988 (Folge 45) Deutsche Ausstrahlung: 03.03.1990 Handlungsort: Griechenland,  Mittelmeer, Gundels Vulkan,  Entenhausen (Museum, Geldspeicher,  Villa Duck, Hafen, Dagoberts Kaugummi­ Fabrik)

Eine singende Harfe gab es schon in der  Disney­Verfilmung   „Fröhlich,   frei,   Spaß  dabei“ bzw. dem Kurzfilm „Micky und die  Bohnenranke“   darin.   Diese   hier   stammt  von der schönen Helena  und  klingt  nur,  wenn jemand schwindelt.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Der englische Titel dieser Fol­ ge „Raiders  of the Lost Harp“ spielt auf  den Indiana­Jones­Film „Jäger des verlo­ renen Schatzes“ (im Original „Raiders Of  The Lost Arc“) an. Diese Folge könnte auf den späten Barks­ Comic   „Geschichte   und   Geschichten“  (Horsing Around With History) anspielen. Der   Anfang   parodiert   den   Anfang   von 

Dagobert zeigt hier, dass er nicht sonder­ lich gut Harfe spielen kann, aber bauch­ reden kann er dafür auch nicht. Als er sie  verzauberte Gundel hineinbittet, flirtet er  erstmals   offen   mit   jemanden,   der   nicht  Goldie ist. Gundel   hat   das   Schwindler­und­Zaube­ rer­Magazin   abonniert.   In   dieser   Folge  hat sie in Entenhausen eine schwarze Li­ mousine und einen Helikopter, beides mit  Chauffeur.   Hier   ist   sie   weniger   an   den  Zehner als vielmehr auf die Harfe fixiert,  aber auch bei Barks’ „Die Insel der golde­ nen   Gänse“   begehrt   sie   nicht   nur   den  Groschen.

Obwohl   die   Marine   mehrfach   zu   sehen  ist,   wird   nicht   Donalds   Flugzeugträger  gezeigt. Geschichte   wiederholt   sich:   Gundel   ver­ steckte sich im Trojanischen Pferd. Ob das Museum dasselbe ist wie in „Bub­ ba und sein Trampeltier“ oder „Die Kron­ juwelen“,   lässt   sich   nicht   herausfinden,  denn das Museum sieht man hier nur von  innen. Fazit:  Aus   der   ewigen   Suche   nach   der  Wahrheit   hätte   man   mehr   machen   kön­ nen.   Aus   dem   griechischen   Abenteuern  eigentlich   auch.   Na,   okay,   an   für   sich  wäre diese Folge als Doppelfolge am bes­ ten gewesen.

Zitate: Trick: Was hat die denn so erschreckt, Onkel? Dagobert: Das wissen wir erst, wenn es uns auch erschreckt hat. Kommt, Kinder. ­ Gundel Gaukeley: Oh, Post zu kriegen ist was Schönes, denn keiner schickt mir Rechnungen, das wagt niemand! ­ Trick: Ja, gehen wir irgendwohin und denken mal ernsthaft drüber nach. Tick: In die Videospielhalle! ­ Gundel Gaukeley: Ich muss die Harfe haben! Ich muss wissen, was es damit auf sich hat! Dann werde ich die schönste Frau sein, wie   vor mir Helena von Troja! Poe: Das wird auch der Harfe schwer fallen! ­ Gundel Gaukeley: Dagobert Duck wird Wachs in meinen Händen sein. Ich ziehe wohl besser Handschuhe an.

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50. Ein Star in den Sternen (Where No Duck Has Gone Before) Teletext: Dagobert gehört seit kurzem ein   Filmstudio.   Als   seine   Neffen   sich   mit   Quack und Doofy die Aufzeichnung einer   Show   ansehen,   werden   sie   mitsamt   dem   Moderator   ins   Weltall   katapultiert.   Dort   bekommen sie es mit roboterähnlichen Au­ ßerirdischen zu tun, deren Absichten alles   andere als friedlich sind... Regie: David Block Drehbuch: Len Uhley US­Ausstrahlung: 19.08.1988 (Folge 8) Deutsche Ausstrahlung: 16.12.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 1“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Entenhausener Studios), Weltall Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Der   englische   Titel   spielt   auf   den   Satz  „Where no man has gone before“ an, dies  ist in der US­Reihenfolge die erste Folge  mit Doofy. Zu Beginn sieht man Dagobert bei diverse  Fitnessübungen mit seinem Geld, sodass  man   fast   den   Eindruck   bekommt,   dass  der   Comic   „Finanzielles   Schwergewicht“  von Don Rosa und Gary Leach auf diese  Szene beruht. Um 16 Uhr kommt die Sendung „Der Mu­ tige Major aus dem Kosmos“ (im Original  „Courage the Cosmos“ mit Major Coura­ ge), welche die Drillinge und Doofy sehr  gerne gucken. Obwohl Quack dem Toupet­

tragenden   Major   kritisch   gegenüber  steht, sieht man in der Folge „Der Stolz  der Familie“ in Quacks Zimmer ein Poster  vom Fernsehstar. Der Mutige Major und  seine   Serie   sind   Parodien   auf   Captain  Kirk und die Serie Star Trek. Als   Dagobert   die   Studios   übernommen  hat   und   die   alten   Kulissen   durch   das  Raumschiff   Phoenix   ersetzte,   kann   der  Mutige Major mit dem Dreh von Episode  96 beginnen, als bisherige Folgen werden  „Gefangene   von   Floyd“   („Prisoners   of  Floyd“) und „Angriff der Jerkins“ („Attack  of The Gherkins“) genannt. In „Glatte Bruchlandung“ geraten Quack  und Doofy noch einmal ins All. Vielleicht  kann   Quack   gerade   durch   diese   Erfah­ rungen Raumschiffe fliegen, andererseits  glaubt er hier noch, dass es keine Außer­ irdischen gäbe.  Quack zitiert mit „Also, ich habe ein ganz  mulmiges   Gefühl   dabei“   (im   Original   „I  got a bad feeling about this“) einen Satz,  der   in   jedem   der   sechs   Star­Wars­Teile  fällt. Der Tyrann Bulvan vom Planeten Kronk  hat auf seinem Raumschiff einen Beamer  wie in der Serie Star Trek. Ein   wenig   paradox   ist,   dass   der   Mutige  Major fürchtet, von Dagobert gefeuert zu  werden,   obwohl   er   einen   fünf­Jahre­Ver­ trag hat.

Als   der   Mutige   Major   gegen   Ende   als  Maskottchen   von   Kindern   tyrannisiert  wird, kann es eine Anspielung an die Dis­ neyland­Arbeiter sein, die auch häufig ge­ nug von unhöflichen Kindern übermäßig  beansprucht werden. Fazit:  Quack betont immer wieder, dass  der Mutige Major kein echter Held wäre  und   ein   solcher   keine   Kameras   oder  Schminke bräuchte, was die Drillinge als  purer Neid bezeichnen. Dass der Mutige  Major   nur   die   Rolle   eines   Schauspielers  ist und natürlich alles nur vorgespielt ist,  wird nicht zum Thema, stattdessen wird  die   eher   feige   Natur   des   Schauspielers  voegeführt, als wäre es eine Schande, sich  vor Außerirdischen zu fürchten. So stellt  sich die Frage, ob in Entenhausen  über­ haupt ein Unterschied zwischen den Dar­ steller und die Rolle gemacht wird, denn  man erfährt  über die ganze Folge nicht,  was der Darstellername des Mutigen Ma­ jors   ist.   Insgesamt   ist   die   Folge   eine  Science­Fiction­Parodie, bei der natürlich  der   Fernsehstar   die   größten   Klischees  ausbuddelt. Und so werden alle vom ver­ lachten   Quack   gerettet,   der   dank   seiner  Kunstflug­Familie   (siehe   „Der   Stolz   der  Familie“)   und   seinem   militärführenden  Ur­Urgroßvater   (siehe   „Quack   zieht   in  den Krieg“) ganz  andere Ansichten  über  Heldentum hat. An für sich klingt diese  Folge   doch   interessanter   als   „Glatte  Bruchlandung“,   hat   aber   etwa   dieselbe  Unmengen von Nonsens.

Zitate: Mutiger Major: Was ist denn da los? Das Studio ist für Unbefugte verboten, wieso stehen diese Clowns da rum? Regisseur: Weil einer von diesen Clowns Dagobert Duck ist und ihm dieses Studio gehört. Mutiger Major: Na, das sagte ich doch, wieso stehen die da drüben rum, warum bietet ihnen niemand einen Stuhl an? ­ Mutiger Major: Aber, aber, aber, aber­ Quack: Ihren Sprachfehler sollten Sie reparieren lassen. ­ Quack: Einer von uns spielt krank und die anderen schlagen die Wache k.o. Mutiger Major: Ach, kommen Sie! Oh, ich hab’s! Wir wenden die alte Krank­Spiel­Masche an!

51. Operation Heldenonkel (All Ducks on Deck) Teletext: Donald möchte gerne, daß seine   Neffen stolz auf ihn sind und erzählt ih­ nen   erfundene   Geschichten   von   seinen  

Heldentaten   auf   hoher   See.   Tick,   Trick   und Track verstecken sich als blinde Pas­ sagiere   auf   dem   Flugzeugträger,   um   Do­

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nald in Aktion zu sehen. Doch sie werden   enttäuscht:   Ihr   Onkel   ist   lediglich   an   Bord, um Kartoffeln zu schälen und das  


Deck   zu   schrubben.   Kurzerhand   lassen   sich   die   Neffen   etwas   einfallen,   um   Do­ nald die Gelegenheit für eine Heldentat zu   geben... Regie: Terence Harrison Drehbuch: Patsy Cameron, Tom Naugle,  John Semper, Tedd Anasti US­Ausstrahlung: 26.08.1988 (Folge 63) Deutsche Ausstrahlung: 11.08.1990 Info: mit Donald Duck Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck), Donalds Flugzeugträger,  Katzeninsel Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Hier   kann   man   erkennen,  dass der Flugzeugträger, für den Donald  als Matrose arbeitet, die Nummer 76 hat, 

der   rothaarige   Brillenträger   darauf   ist  Leutnant   Clover.   Über   Admiral   Grimitz  erfahren wir, dass er verheiratet ist. Clover   arbeitet   unter   dem   Decknamen  Agent X mit Phantom Klecks zusammen,  der als schwarzes Phantom in den Comics  schon häufiger gegen Micky kämpft. Dies  ist außerdem seine Zeichentrickpremiere.  Sein Versteck ist auf der Katzeninsel, die  es   übrigens   wirklich gibt:  Cat Island  ist  eine Insel der Bahamas. Ein   unsichtbares   Flugzeug   gab   es   auch  schon   im   Donald­Cartoon   „Der   Tarnan­ strich“. In   Quacks   Taschen   findet   er   „ein   Kau­ gummibildchen,   ein   kaputtes   Gummi­ band, meine Glückmurmel und eine Flü­

gelmutter   als   Andenken   an   meine   Lieb­ lingsbruchlandung“. Dagobert beweist sich als passabler Ang­ ler. Als die Drillinge zeigen, dass Donald mit  ihrem selbst gebastelten Orden aus dem  Ersatzteillager   15   Kanäle   empfangen  kann, wird kurz eine Sendung im Stil von  „Glücksrad“ gezeigt, bei der das Wort im  Hintergrund „Duck Tales“ ergibt. Fazit:  Donald   muss   sich   nicht   als   Held  beweisen, wenn die Drillinge ohnehin wis­ sen, dass   er einer  ist.  Der arme Donald  hat es also gegenüber Quack ein bisschen  einfacher.

Zitate: Donald: Warte! Ich habe meinen Seesack bei dir vergessen! Dagobert: Er wird noch seinen Verstand vergessen, wenn er jemals einen gehabt hätte! Quack: Ich habe auch schon überlegt, mir einen anzuschaffen. Einen Seesack meine ich, keinen Verstand. Dagobert: Ach, Verstand! Warum soll man sich etwas anschaffen, was man nicht benutzen kann? ­ Phantom Klecks: Neben mir wird der Bösewicht aus „Krieg der Stern“ aussehen wie die verbogene Kühlerfigur eines schrottreifen Rolls   Royce! Verglichen mit mir ist Supermann eine lasche Niete und Käpt’n Hook etwa so gefährlich wie ein Plastikkleiderbügel! Ich meine,   dass ich gemein bin! Sie verstehen, was ich meine, ja? ­ Quack: Was für ein schöner Sonnenaufgang! Man muss schon früh am Morgen aufstehen, um einen besseren zu erwischen! ­ Donald: Hätte ich geahnt, dass meine Karriere bei der Marine nur darin besteht, dass ich das Deck schrubben darf, hätte ich mich auf   einem Schiff mit einem kleinen Deck anheuern lassen. ­ Quack: Ich habe das komische Gefühl, dass Sie mit Ihrem komischen Gefühl richtig gefühlt haben, Herr Duck! ­ Phantom Klecks: Nennen Sie mich ruhig sentimental, aber die Weltherrschaft zu übernehmen, das ist als würde der kühnste Traum   wahr werden!

52. Das Geisterschloss (The Curse of Castle McDuck) Schloß   seiner   Ahnen   in   Schottland   be­ sucht, in dem es spukt. Es stellt sich her­ aus,   daß   Druiden   für   die   Geistererschei­ nungen verantwortlich sind, denen Dago­ berts   Vorfahren   das   Land   gestohlen   ha­ ben...

Teletext: Dagobert wird mit den Ängsten   seiner   Kindheit   konfrontiert,   als   er   das  

Regie: Steve Clark Drehbuch: Michael Keyes US­Ausstrahlung: 02.09.1988 (Folge 26) Deutsche Ausstrahlung: 07.10.1989 Info: DuckTales­Adaption von Barks’  „Der Hund von Whiskerville“ (Hound of  the Whiskervilles)

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Handlungsort: Schottland Dagobert­Erzählungen:  Dagobert   war  erst   sechs,   als   seine   Familie   Schottland  verließ. Seine Eltern, arme einfache Bau­ ern, hofften wohl, woanders mehr Glück  zu   haben.   Das   alte   Schloss   McDuck   ge­ genüber wurde von Dagoberts Ur­Urgroß­ vater  Silas   erbaut.  Kaum  soll  dieses  er­ baut   worden   sein,   soll   ein   leuchtender  Hund   erschienen   sein,   der   den   Clan   in  alle Welt vertrieb. Silas baute das Cotta­ ge, in dem Dagobert und seine Eltern leb­ ten.   Inzwischen   fürchtet   Dagobert   dem 


geisterhaften Hund nicht mehr, vor dem  seine Mutter ihn warnte. 

„Das   Geheimnis   der   Duckenburgh“   vor­ handen, etwa die geheimen Gänge. Statt  eines   Malers,   der   heute   die   Einsamkeit  genießt,   verscheucht   in   der   Folge   ein  Druidenstamm jeden Besucher, da Dago­ berts Vorfahre Silas McDuck sein Schloss  auf ihren Grundmauern errichtete.

McDucks, hier wird auch erklärt, warum  die Ducks in den Comics zwar ein Schloss  besaßen,   aber   dennoch   arme   Leute   wa­ ren. Es scheint fast, als  hätte Don Rosa  diese   Erklärung   in   seinem   Comic   „Der  Letzte aus dem Clan der Ducks“ abgekup­ fert, es kann aber auch der einzige logi­ sche Schluss sein.

Der Kamin im Schloss McDuck birgt eine  versteckte  Türe,   ähnlich   wie  die   im   Ka­ min   vom   Villa   McDuck   (siehe   die   Folge  „Glatte Bruchlandung“).

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Obwohl die Folge sich haupt­ sächlich auf den Barks­Comic „Der Hund  der   Whiskervilles“   (Hound   of   the   Whis­ kervilles) bezieht, sind genug Aspekte von 

Am   Ende   wird   aus   dem   verwünschten  Schloss   eine   Touristenattraktion,   was  vielleicht   an   Loch   Ness   anspielen   soll,  aber auf jedem Fall das Erbe der traditi­ onsbewussten Druiden ziemlich beleidigt. Fazit: Nach „Reise in die Vergangenheit“  noch ein Rückblick in die Geschichte der 

Zitate: Dagobert: Das ist kein Rock, Liebes, das ist ein Kilt. Nicky: Hübsch ist er ja, aber damit konntest du ja nie bei Wind spazieren gehen! ­ Dagobert: Ich, mich fürchten? Ich habe mit Bären gerungen und Löwen bezwungen, bin auf Krokodile gesprungen und hab sie als   Wasserskier benutzt! ­ Dagobert: Na, wie gefalle ich euch, Kinder? Alle meine Vorfahren haben sich so gekleidet. Tick: Na, kein Wunder, dass die Hunde hinter ihnen her waren. ­ Dagobert: Ich werde diesen hinterhältigen Gesellen zeigen, dass man einen McDuck nicht zum Narren hält, zumindest nicht länger als   hundertfünfzig Jahre oder so. ­ Druide: Ach, ich gebe auf. Dagobert: Sehr gut! Und Sie werden auch mein Schloss und Eigentum aufgeben!

53. Superdoof (Superdoo!) Teletext:  Ein Kristall aus dem All fällt   Doofy in die Hände und macht ihn zum   Superhelden. Nach einer Reihe von Fehl­ schlägen   beschließt   Doofy   jedoch,   lieber   wieder er selbst zu sein. Er kann nicht ah­ nen, daß die Außerirdischen bereits hinter   ihm und dem Kristall her sind...

wunderlichen Ente" veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen  (Fieselschweif­Camp, Staudamm)

Regie: Steve Clark Drehbuch: Michael Keyes US­Ausstrahlung: 09.09.1988 (Folge 20) Deutsche Ausstrahlung: 21.10.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 3“ sowie auf der  Videokassette "DuckTales: Hotel zur 

Hier   zeigt   sich   Quack   wieder   an   Fiesel­ schweif­Anführer,   diesmal   erfährt   man  sogar   seinen   Rang:   Er   ist   Ehren­Feld­ Waldmeister. 

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Dies ist eine der wenigen Fol­ gen, in der Dagobert nicht auftaucht.

Ein   Schwein   und   eine   Daniel­ähnliche  Ente sind   zusätzlich  im  Fähnlein  zu  se­

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hen, in der letzten Szene beim Lagerfeuer  zusätzlich noch mehr. Obwohl   es   bisher   einige   Folgen   mit   Au­ ßerirdischen gab, sind diese hier neu. Sie  fliehen   vor   der   Sternenpolizei,   da   sie  einen Energiekristall stahlen. Ihre gram­ matikalisch   verworrene   Art   zu   sprechen  erinnert an Meister Yoda aus „Das Impe­ rium schlägt zurück“. Doofy ist der einzige im Trupp, der noch  keinen Geologie­Orden erhielt. Überhaupt  ist er ziemlich mies in vielen Bereichen,  sodass   man   sich   fragt,   warum   er   über­


haupt   die   Fieselschweif­Uniform   nie   ab­ legt.   Durch   recht   wenige   Prüfungen   er­ hält er anscheinend neun Orden, was ihn  zum   Verdienstmedaillenmeister   macht.  Haben die Drillinge nicht schon alleine in  der   Folge   „Das   geheimnisvolle   Schiff“  mehr Orden verdient? Dem Fähnlein scheint nicht nur ihr Camp  nahe   dem   Staudamm   (vergleiche   Folge  „Terror der Technik“) zu gehören, sondern  auch die anliegenden Canyons. Ähnlich   wie   Dagoberts   Dollarzeichen  sieht man auch das Fieselschweiflogo auf  allen möglichen Stellen, nicht nur auf den  Biberfellmützen,   Halstüchern   und   dem  Schlauen Buch, sondern auch als Camp­

Flagge und auf dem Wasserturm.  „Ich brauche ein Supermann­Kostüm“, so  führt   Doofy   seine   Superman­Adaption  ein.   Er   parodiert   auch   einige   der   typi­ schen Sprüche über Superman: „Schneller  als eine fliegende Untertasse, stärker als  hundert   Gorillas,   fähig,   auf   einem   Fuß  über den höchsten Berg zu springen, das  ist Superdoof!“ Superdoof   ist   unverwundbar   und   stark,  kann   fix   laufen   und   fliegen,   außerdem  hat   er   Superatem.   Mit   den   Kräften   be­ kommt Doofy Orden fürs Knotenknüpfen,  Feuer   machen,   Paddeln,   Pfannkuchen  braten,   Schnitzen,   Töpfern   und   Korb­ flechten.

Das Plumpsklo ist eine der wenigen Toi­ letten, die in der Serie DuckTales zu se­ hen   ist,   eine   Damentoilette   sieht   man  wieder in „Die Kronjuwelen“. Superdoof nennt sich selbst stets Super­ doof,   die   anderen   nennen   ihn   Superdoo  wie im englischen Original. Fazit: Die Drillinge und ihre Mit­Pfadfin­ der   behandelten   Doofy   am   Anfang   von  oben   herab,   womit   sich   Super­Doof   im  Laufe der Folge rächt. Doch am Ende be­ handeln ihn die Drillinge wieder von oben  herab  und  lachen  ihn  vor  allen   anderen  aus. Keine Lektion wurde gelernt. So eine  Verschwendung!

Zitate: Quack: He, ho, wo geh ich hin? Fähnlein: Mir egal, mir gefällt’s, wo ich bin! ­ Fähnlein: Wer nachts im Zelt im Schlafsack liegt, der dafür einen Orden kriegt! Quack: Wer sind wir? Fähnlein: Die besten der Horden! Quack: Was haben wir vor? Fähnlein: Wir holen uns den Übernachtungsorden! ­ Quack: Du musst dir so oft vorsagen, dass du es schaffst, bis du es glaubst!

54. Das Erdbeben (Earthquack) Teletext:  Daniel   Düsentrieb   soll   Onkel   Dagobert   helfen,  seinen  Geldspeicher  vor   Erdbeben zu schützen, doch beim Tunnel­ graben geraten Dagobert und seine Neffen   geradewegs   in   ein   unterirdisches   Land,   dessen Bewohner sich einen Spaß daraus   machen, Erdbeben zu verursachen. Bei ei­ nem besonders starken Beben ergießt sich   Dagoberts   gesamtes   Vermögen   in   eine   Erdspalte... Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Mark Young (nach einem  Comic von Carl Barks) US­Ausstrahlung: 16.09.1988 (Folge 29) Deutsche Ausstrahlung: 20.05.1989 Info: DuckTales­Adaption von Barks’  "Land unter der Erdkruste" (Land  beneath the Ground). Diese Folge wurde  auf der Videokassette "DuckTales: Das  Enten­Beben" unter diesem Namen  veröffentlicht.

Handlungsort: Entenhausen  (Geldspeicher, Mine)

Weg hinab durch Skelette und Geysire.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Diese   Folge   adaptiert   den  Barks­Comic „Land unter der Erdkruste“  (Land Beneath the Ground!) ziemlich au­ thentisch.   Sein   Originaltitel  „Earthquack“ spielt natürlich auf „Earth­ quake“   an,   den   englischen   Namen   für  Erdbeben. Anders als im Comic soll hier Daniel Dü­ sentrieb dabei helfen, die Erdbeben nahe  dem   Geldspeicher   mit   einem   riesigen  Stoßdämpfer zu mindern. Als   Dagobert   die   Schienen   runterrast,  verschwindet in einigen Szenen das Seil,  das ihn hinab lässt. Dagobert   und   die   Jungs   rasen   auf   dem 

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Einige   von   Dagoberts   Mottos   werden  durch   die   Übersetzung   stark   verändert.  So ruft er als Reaktion auf die Erdfermia­ ner   im   Original   „Bridadoon“,   was   mit  „Potzblitz“   übersetzt   wurde.   „Brigadoon“  ist aber ein Broadway Musical, das 1947  geschaffen   wurde   und   von   einem   magi­ schen Dorf in Schottland handelt, das nur 


alle hundert Jahre erscheint. Dagobert   ruft   in   zwei   weiteren   Folgen  ebenfalls   „Brigadoon“   aus,   nämlich   in  „Die Lemminge“ und „Die Invasion“. Als sich die Erdfermianer im Original als  „Terra­Firmians“   vorstellen,   reagiert   ei­ ner auf Dagoberts Verwunderung mit „Ja,  sind wir das nicht alle?“, da „terra firma“  im Lateinischen „fester Boden“ bedeutet, 

ein „Erdling“ also. Und das dürfte auf alle  Bewohner der Erde zutreffen. Wie im Comic haben hier  einige Erdfer­ mianer Fliegen und andere Schlipse, doch  hier   scheint   das   keine   Unterschiede   zu  machen. Hier heißen die Kuller wie viel­ leicht   schon   bemerkt   Erdfermianer   und  der Kullercup aus dem Comic die Krach­ bumm­Trophäe. 

Die   nächsten   Erdfermianer­Spiele   sollen  weiter   westlich   spielen,   unter   einer   Ge­ gend namens Kalifernien. Dies macht es  etwas schwieriger, Entenhausen zu loka­ lisieren: Es soll an der Küste liegen und  ein Erdbebengebiet sein, aber Kalifornien  soll es eben nicht sein. Fazit:  Eine   Folge   wie   eine   Achterbahn­ fahrt, und  man muss  dazu  nicht einmal  aus dem heimischen Sessel aufstehen!

Zitate: Dagobert: Wenn ich da unten Geister antreffe, werde ich ihnen eine schöne Standpauke halten! ­ Dagobert: Schneller, Johann, schneller, so drücken Sie doch drauf! Johann: Ich drücke, Sir, ich drücke, gleich bin ich mit dem Fuß durch!

55. Falsche Spiele / Nimm mich mit zum Baseball (Magica's Magic Mirror / Take Me Out of the Ballgame) Teletext:  Eine   geheimnisvolle   Frau   gibt   Dagobert Duck einen Spiegel, der die Zu­ kunft  voraussagen kann. In Wahrheit ist   die Frau eine böse Hexe, die herausfinden   will, wo Dagobert seinen ersten Taler ver­ steckt  hat. Tick, Trick und Track durch­ schauen das falsche Spiel... Regie: Steve Clark, Vincent Davis Drehbuch: Richard Merwin, Tedd Anasti US­Ausstrahlung: 23.09.1988 (Folge 51) Deutsche Ausstrahlung: 05.08.1989 Handlungsort: Entenhausen  (Baseballstadion, Villa Duck, Stadtpark),  Paris Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Eigentlich sind dies zwei Fol­ gen, deshalb auch die zwei Titel. Die erste  davon heißt „Falsche Spiele“. Hier   heißt   das   Entenhausener   Baseball­ team „Entenhausener Enteriche“, im Ori­ ginal heißen sie aber immer noch Duck­ burg Mallards. Man sah sie schon vorher  in der Folge „Als die Zeit stillstand“. Hier kann man recht deutlich den Holz­ schuppen   neben   dem   Glashaus   vor   der  Villa Duck sehen. Die Urgroßmutter von  Gundel wird im deutschen nicht genannt,  heißt im Original aber Tragica. Der   Spruch   für   den   Zauberspiegel   soll  „Spiegelein,   das   golden   blinkt,   zeig   mir,  was die Zukunft bringt“ sein, doch funk­

tioniert   er   auch   mit   Ticks   „Spieglein,  Spieglein,  sag,  was  soll  uns  die  Zukunft  bringen?“   Später   funktioniert   er   auch,  ohne etwas vorher sagen zu müssen. Quack   rast   durch   den   Schornstein   und  den   Kamin   ins   Wohnzimmer   von   Dago­ bert.   Der   Kamins   scheint   also   auch   als  solcher   zu   funktionieren   und   nicht   nur  eine Geheimtüre zu sein wie in der Folge  „Glatte Bruchlandung“. Dagobert   hat   eine   Diamantenmine   in  Schnabelstätten.(im   Original   Nosen  Beak, was auf Mosambik anspielt), außer­ dem soll eine Sonnenfinsternis am nächs­ ten Nachmittag bevorstehen. So lässt sich  vielleicht   zusätzlich   zum   Kalender   in  „Reise   in   die   Vergangenheit“   ein   festes  Jahr  feststellen,  in  dem die  Geschichten  spielen sollen. Beim Picknick, zu dem Doofy die Drillin­ ge einladen wollte, sind auch Frieda und  Daniel Düsentrieb zu sehen. Auch in der  Folge „Die Wikinger kommen“ unterneh­ men   sie  etwas   gemeinsam.  Neben   ihnen  ist ein  Kind, das  wie Mac Moneysac ge­ kleidet ist. Hier wird Dagoberts Glückzehner als Ta­ ler bezeichnet. Die   zweite  Folge   heißt  „Nimm   mich   mit  zum Baseball“. Obwohl   die   Drillinge   beim   Baseballspiel 

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in   „Die   Ente   mit   der   Eisernen   Maske“  ihre   jeweiligen   Farben   trugen,   scheinen  die für dieses Baseballspiel alle gleich ge­ kleidet zu sein. Nicky benutzt ihre Quak­ Quak­Flickenpuppe   als   Handschuh,   vor  dem   Spiel   spricht   sie   sehr   gewaltbereit  und charakteruntypisch. Beim   Regional­Meisterschaftsspiel   spielt  das   Fähnlein   Fieselschweif   gegen   die  „Panzerknacker­Gören“   (später   „Panzer­ knacker­Bälger“   und   „Panzerknacker­ Bengel“, im Original „Beagle­Brats“), der  Trainer des Fähnleins ist Quack. Ob   Bully   Panzerknacker   aus   der   Folge  „Der   Schrecken   des   Universums“   zu   der  Panzerknacker­Mannschaft   gehört,   sieht  man hier leider nicht. Da   dieser   für   einen   Flug   nach   Europa  ausfällt,   muss   Johann   für   ihn   einsprin­ gen. Der Trainer der gegnerischen Mann­ schaft ist Oma Knack. Die Gören haben  keine Nummern auf ihren Schildern, hin­ gegen die von Kuno, Karlchen und Burger  im Publikum scheinen falsch zu sein. Anscheinend   kann   Johann   Kricket   und  Golf spielen. Fazit:  Kurz   und   knackig!   Hier   werden  zwei Folgen in der Spielzeit von einer ge­ schafft, und genau genommen würde die  Handlung jeder der beiden Halbfolgen für  eine komplette reichen.


Zitate: Gundel: Hören Sie, was ich Ihnen jetzt sage! Sie dürfen jederzeit in den Spiegel sehen, Sie dürfen ihm komische Grimassen schneiden,   aber niemals, niemals dürfen Sie Grimassen schneiden und sagen „Spiegelein, das golden blinkt, zeig mir, was die Zukunft bringt“,   verstanden? ­ Track: Also, das glaubst du nie! Wir haben Doofy herkommen sehen, bevor er hergekommen ist!  Tick: Ja, in dem Zauberspiegel!  Trick: Wir haben ihn gefragt, was die Zukunft bringt, und­ Trick: Und da war er auch schon da und hat einen Hamburger gegessen! Doofy: Donnerwetter, so was erlebt man nicht alle Tage, außer, wenn man ich ist. ­ Dagobert: Haben Sie noch ein zweites Flugzeug, Quack? Quack: Ja, ich habe immer ein paar in Reserve. ­ Dagobert: Kinder, was soll dieser tumultartige Tumult hier? ­ Quack: Ich bringe es nicht fertig, ihnen die kleinen Herzen zu brechen, tun Sie’s bitte. ­ Drilling: Aber es verstößt gegen die Regeln, ohne Trainer zu spielen, Onkel Dagobert! Dagobert: Kümmern Sie sich bitte darum, Johann. Johann: Oh, sehr wohl, Sir. Äh, Verzeihung Sir, Sie meinen doch wohl hoffentlich nicht, äh, ich als Trainer beim Baseball? Ja, wenn   es Kricket wäre! ­ Panzerknacker­Göre: Dann müssen wir heute wahrscheinlich nicht mal schummeln! Oma Knack: Was, keine Schummelei? Ihr seid Panzerknacker! Ihr dürft nie vergessen, Schummeln ist bei uns eine Familientradition! ­ Oma Knack: Ihr Panzerknackerbengel kennt doch das Mannschaftsmotto „Die Netten werden die Letzten sein“, also raus mit euch und   beweist es!

56. Die Lemminge (Scrooge's Pet) Teletext:  Tick,   Trick   und   Track   kaufen   Onkel Dagobert einen Lemming als Haus­ tier, um ihn aufzumuntern. Der kleine Na­ ger   büchst   wenig   später   mit   einem   Me­ daillon   aus,   das   die   einzige   Kopie   der   Kombination von Onkel Dagoberts neuem   Safe enthält und schließt sich einer Kolo­ nie von Lemmingen an... Regie: Steve Clark Drehbuch: Jack Enyart US­Ausstrahlung: 30.09.1988 (Folge 35) Deutsche Ausstrahlung: 10.06.1989 Info: DuckTales­Adaption von Barks’  „Der Käse von Kirkebö“ (Lemming with  the Locket). Diese Folge wurde auf der  Videokassette "DuckTales: Mikro­Enten  vom All" unter dem Titel „Onkel  Dagoberts Haustier“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Geldspeicher, Hafen), Norwegen Dagobert­Erzählungen:  Quack   soll   ei­ nem   kranken   Dagobert   das   Frühstück  übers Bett gekippt haben. Barks­Anspielungen   (und   andere 

Verweise):  Diese  Folge  basiert  auf  dem  Barks­Comic   „Der   Käse   von   Kirkebö“  (The   Lemming   with   the   Locket),   ändert  aber   kleine   Details,   etwa   die   Überque­ rung   des   Ozeans   oder   die   Talente   vom  Lemming. Der vorlaute Papagei am Hafen erinnert  an Lore aus Singapore aus dem gleichna­ migen Barks­Comic, die ebenfalls am Ha­ fen entdeckt wurde. Der   Lemming   Glückspilz   (im   Original  Lucky)   gehört   hier   dem   Seemann   Bar­ nacle Stinktier, doch sein Käpt’n Schwei­ nebacke   wollte   keinen   gefräßigen   Nager  auf seinem Schiff, der beschwipsten Möwe  (im   Original   Moony   Gull).   Diese   ist   ein  Fischkutter,   der   bald   nach   Norwegen  fährt. (Diese Leute haben wirklich die fie­ sesten Namen.) Dagobert hängt das Medaillon mit seinem  Safe­Code über eine kleine Figur von Gol­ die. Eine identische Figur steht auch laut  der   Folge   „Der   Märchenprinz“   in   Dago­ berts Schlafzimmer.

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Es dürfte interessant sein, zu wissen, wie  Norwegen,   wo   Entenhausen­Comics  weitaus   mehr   geehrt   werden   als   in   den  USA oder sogar in Deutschland, auf diese  Interpretation   ihres   Landes   und   von  Lemmingen reagierten. Während   der   ganzen   Folge   beißen   die  Lemminge nur zweimal nach den Ducks:  Glückspilz schnappt zu, als Dagobert sich  auf ihn setzen möchte und ein Wildlem­ ming schnappt nach Ticks Fuß. Nachdem die Lemminge ins  Meer sprin­ gen,   schwimmen   sie   weiter,   es   scheinen  also anderswo Unmengen von Lemmingen  wieder   an   Land   zu   kommen.   Es   könnte  sich   dabei   natürlich   auch   nur   um   eine  Ausrede handeln, um nicht den Tod von  tausenden süßer Nager zeigen zu müssen,  aber davon will man ja mal nicht ausge­ hen. Quacks   Geschichte,   wie   er   versehentlich  einem   kranken   Dagobert   das   Frühstück  über   die   Bettdecke   warf,   erinnert   an 


Nickys Versehen aus der Folge „Der Mär­ chenonkel“. Fazit: In den alten Disney­Cartoons reih­

ten sich Gag an Gag, um die Story zu be­ stimmen, hier geht ein Großteil der Folge  ähnlich.   Dies   mag   natürlich   auch   daran  liegen,   dass   Barks   Gagschreiber   bei   sol­

chen Cartoons war und diese in den Co­ mic brachte, auf der diese Folge basiert.  Dies sorgt für viel Action und physischen  Humor!

Zitate: Dagobert: Kann das nicht ein bisschen schneller gehen? Arbeiter: Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Dagobert: Das wäre es aber, wenn Dagobert Duck damals die Stundenlöhne bezahlt hätte! ­ Nicky: Dreiundzwanzig, vierundzwanzig, fünfundzwanzig.  Tick: Ja, Kinder, für die paar Kreuzer werden wir wohl nirgendwo ein süßes Tierchen bekommen. Track: Gehen wir uns lieber Eis dafür kaufen. ­ Arbeiter: So, das hätten wir, Herr Duck, Ihr Vermögen ist in Sicherheit.  Dagobert: Gute Arbeit, Männer, und nicht eine Überstunde! Das ist fast so schön, als dürfte ich im Waschsalon eine Trommel umsonst   waschen! ­ Quack: Wie hieß dieser Ort, wohin wir fliegen? Dagobert: Norwegen, so wie „von wegen“. Meinen Sie, Sie finden einen von den Wegen nach Norwegen?  Quack: Och, einen davon finden wir schon, Herr Duck. Ich hab da soviel Vertrauen in mich wie Sie haben. ­ Dagobert: Sagen Sie, Quack, haben wir auch genügend Benzin? Quack: Kein Problem, Herr Duck, wir gehen einfach unterwegs runter. Dagobert: Aber wir sind mitten über dem Ozean! Quack: Tja, dann werden wir wohl nach dem Runtergehen untergehen.

57. Die Panzerknacker (The Money Vanishes) Teletext:  Daniel   Düsentrieb   erfindet   einen Apparat, mit dem man Dinge im Nu   von einem Ort zum anderen "transmitten"   kann. Das machen sich die Panzerknacker   zunutze, die den Inhalt von Onkel Dago­ berts Safe kurzerhand in ihr eigenes Ver­ steck beamen...

Regie: Steve Clark Drehbuch: David Schwartz US­Ausstrahlung: 07.10.1988 (Folge 16) Deutsche Ausstrahlung: 01.07.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 2“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen  (Geldspeicher, Gefängnis, Innenstadt,  Panzerknackerversteck in der Stadt  [Schöne Aussicht Nr. 27], Park,  Düsentriebs Werkstatt, Zoo)

hen, im Original wird er aber statt „Little  Helper“ wie  in den Comics  „Little Bulb“  genannt.

Dagobert­Erzählungen:  Dagobert  meint, dass er nichts anderes gelernt hat,  als in Geld zu schwimmen. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Burger, Karlchen, Kuno und  Schlabber werden hier von Wachtmeister  Kautionsky bewacht.  Obwohl   die   Panzerknacker   wie   im   US­ Original alles Geschwister zu sein schei­ nen,   spielt   sich   Karlchen   immer   wieder  als Anführer auf. Statt   zu   Oma   Knack   zurückzukehren,  überfallen   sie   Daniel   Düsentrieb   und  mopsen sein Möbel­Verrücke­Spray. Übri­ gens ist endlich Helferlein bei ihm zu se­

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Die   Drillinge   gucken   den   Werwolf­Film  „Goldschnäbelchen   und   der   böse   Wolf“,  der Werwolf darin sieht aber ganz anders  aus  als  in der Folge  „Die Ducky­Horror­ Picture­Show“.  Es   könnte  sich  dabei  um  eine   Anspielung   an   den   späten   Barks­ Comic   „Irrungen  und  Wirrungen  mit  ei­ nem Werwolf“ (Pawns of the Loup Garou)  handeln. In Filmen und Serien beginnen viele Tele­ fonnummern   mit   der   fiktiven   Vorwahl  555, hier wird mit der Nummer 555­5555  das Ganze aber auf die Spitze getrieben.  Das Versteck der Panzerknacker wird in 


„Ein Held zum Anfassen“ und „Kein Rock  ohne Oma“ wieder benutzt, es liegt an der  Schönen Aussicht Nr. 27. Karlchen   droht   den   Drillingen,   sie   nach 

Australien   zu   versetzen.   Dort   waren   sie  schon in der Folge „Ufos über Australien“. Fazit:  Und   wieder   geht   eine   Erfindung  von   Daniel   Düsentrieb   schief   und   wird 

zur Bedrohung von Dagoberts Vermögen.  Dabei   wird   mehr   Slapstick   geboten   als  vielleicht erwartet, was die Folge eher zu  einem langen Tribut der klassischen Car­ toons macht.

Zitate: Karlchen: Wir könnten damit Dagoberts Millionen aus seinem Geldspeicher   verschwinden lassen und in unsere Taschen umleiten! Schlabber: Nur schade, dass Sträflingsanzüge keine großen Taschen haben. ­ Dagobert: Nicht eine müde Geldmotte mampft mir mein Geld weg! Jeder eingesprühte   Kreuzer ist ein geretteter Kreuzer! ­ Karlchen: Wenn unsere Freunde uns jetzt sehen könnten, haha! Kuno: Dann würden die uns glatt berauben! ­ Schlabber: Ach, ich weiß nicht, Kuno. Sollen wir ihnen wirklich in den Zoo folgen? Die   ganzen Gitter da machen mich ganz nervös. ­ Tick: In dem Gedrängel finden sie uns bestimmt nicht! Track: In dem Gedrängel wird aber ganz schön gedrängelt.

58. Im Goldrausch (Back to the Klondike) Teletext:  Dagobert   Duck   kehrt   zu   den   Wurzeln seines Reichtums an den Klondi­ ke zurück. Hier hat er als Goldsucher sei­ ne ersten Nuggets geschürft und hier trifft   er die einzige Frau wieder, die er je geliebt   hat. Doch das Glück ist nicht von Dauer,   denn ein alter Rivale macht ihm nicht nur   die   Frau,   sondern   auch   sein   Gold   streitig... Regie: Steve Clark Drehbuch: Tedd Anasti, Patsy Cameron  (nach einem Comic von Carl Barks) US­Ausstrahlung: 14.10.1988 (Folge 33) Deutsche Ausstrahlung: 13.05.1989 Info: DuckTales­Adaption von Barks’  „Wiedersehen mit Klondike“ (Back to the  Klondike). Diese Folge wurde auf der  Videokassette "DuckTales: Das Enten­ Beben" unter dem Titel „Zurück zum  Klondyke“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck), Klondike Dagobert­Erzählungen:  Dagobert   be­ kam auf einem Berggipfel beim Klondike  einen Valentinsgruß, als seine Geldbörse  noch so dünn wie seine Beine waren. Er  war damals Goldschürfer und musste sich  nicht   nur   mit   wilden   Wölfen   rumschla­ gen, sondern auch mit Glitzegoldie, dem 

gierigsten Mädchen der Gegend. Diese be­ trog Dagobert um sein Gold und arbeitete  dann auf seinem Claim, um es zurückzu­ arbeiten. Doch das Gold wurde gestohlen,  weshalb Dagobert weiter um sein Geld ar­ beiten musste.

ans   Glücksspiel,   doch   diese   unehrliche  Arbeit   macht  sich  für  ihn   nicht  bezahlt:  Goldie betrügt ihn schamlos.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Ähnlich   wie   bei   der   Folge  „Reise in die Vergangenheit“ erfährt man  hier ungefähr, was für ein Tag ist, näm­ lich kurz vorm Valentinstag. Eine weitere  Folge, die den Valentinstag behandelt, ist  „Amors Pfeile“. In der US­Reihenfolge der  Folgen ist hier in seiner Rückblende das  animierte   Debüt   von   Goldie,   die   in   den  deutschen   Comics   mit   Nelly   übersetzt  wurde.   Ein   Gemälde   von   ihr   ist   in   „Bis  dass   das   Geld   euch   scheidet“   und   „Dr.  Jekyll   und   Mr.   McDuck“   zu   sehen,   eine  Figur von ihr steht laut „Die Lemminge“  in   Dagoberts   Büro   und   laut   „Der   Mär­ chenprinz“ in seinem Schlafzimmer.

Das PG­Wort „Shoot“ anstelle fäkaler Flü­ che   wurde   hier   mit   „Ach,   schieß   in   den  Wind“ übersetzt.

Dagobert   verlangt   damals   am   Klondike  an   der   Theke   von   Schnurrbart­Danny  (den   Dagobert   anfangs   „Tomaten­ Schnurrbart“   nennt)   eine   Pfefferminz­ Limo,   die   wohl   das   günstigste   Getränk  ist.   Auf   das   Angebot   von   ihm   und   der  Sängerin Goldie wagt sich Dagobert hier 

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Ihr vorhergehendes Lied ist eine Parodie  von „Diamonds Are A Girl’s Best Friend“.

Als Dagobert seinen Goldklumpen zurück  fordert,   fordert   Goldie   wiederum   Dago­ bert direkt heraus, mehr Gold zu schür­ fen als er, da sie es mit Köpfchen versu­ chen möchte. Dagoberts Claim ist am Bach des weißen  Todes, wo er  das   gemeinsam gewonnene  Gold unter einem großen Stein versteckt.  Doch   das   Gold   wird   gestohlen,   bevor   er  sich   mit   Goldie   um   Mitternacht   an   der  Bahnstation treffen kann, um gemeinsam  nach   Entenhausen   zu   fahren.   So   halten  die   beiden   den   jeweilig   anderen   für   den  Räuber. Aus Frust schlug es Dagobert in die Ca­ nyons zum Bach des roten Todes, wo seine  Erzählung aufhört.


Anders als im Comic, wo Gedächtnispillen  Dagobert an den Claim und das Gold er­ innerten, erinnert sich hier Dagobert an­ hand   des   Valentinstags   an   Goldie   und  dank der Drillinge ans übrige Gold seines  Claims. Der Bär Petzibrumm, den Goldie zur Be­ wachung des Claims zähmte, heißt in den  Comics Blackjack.

Schnurrbart­Danny   (dessen   Originalna­ me   Dangerous   Dan   auf   ein   Gedicht   von  Robert   Service   anspielt)   meint   später,  dass morgen Valentinstag wäre, doch den  verbringen   Dagobert   und   Goldie   wohl  nicht gemeinsam. (Erst recht nicht, nach­ dem Goldie mehrfach auf Dagobert schoss  und   es   auch   in   der   Folge   „Bis   dass   das  Geld euch scheidet“ weiterhin tut.)

Track bezeichnet Goldie als „scharfen Fe­ ger“, was angesichts des enormen Alters­ unterschiedes   fast   schon   ein   wenig   un­ heimlich ist.

Goldie taucht unter anderem in der Folge  „Papier­Blüten­Träume“   wieder   auf,   wo  sie   erzählt,   dass   sie   den   Claim   leerge­ räumt hat.

Fazit:  Zugegeben,   die   Folge   ist   so   kit­ schig, wie ich sie noch in Erinnerung hat­ te, aber dafür erarbeitet sie sich die weni­ gen kitschigen Momente auch mit Action  und   viel   Herzenskälte.   Bevor   man   also  Dagobert vorwirft, dass er hier untypisch  handele,   muss   man   sich   in   Erinnerung  rufen, dass er auch in den Comics oft sei­ nen   alten   Bekannten   gewisse   Gefallen  tut. Insgesamt also eine sehr angenehme  Folge.

Zitate: Frieda: Liebe ist ein buntes, gefiedertes Ding, und so süß wie das Lied, das ich sing! ­ Dagobert: Ach, bei diesem ganzen Valentinsklimbim verschwendet man doch nur Zeit und Briefmarken! ­ Glitzer­Goldie: Bin arm und schüchtern und ein bisschen verklemmt, Falschheit und Lügen waren mir immer fremd, bescheiden bin   ich, koste kaum was die Hand, nur wen, den hab wirklich ich gern, ja? Was sollen Brillianten, Rubine und Perlen? Will keine   Pelzmäntel von meinem Kerl! Nur ein Klümpchen, ein kleines, von deinem Gold, mehr will ich nicht, hab nie mehr gewollt, ja! Ich hab   nur immer Gold gewollt! Dagobert: Ah, das ist endlich mal eine, die weiß, worauf es ankommt!

Schnurrbart­Danny: Dagobert ist wieder da, schon rieche ich Geld, Kumpel! Kumpel: Unsinn, was du da riechst, ist mein Rasierwasser. ­ Track: Igitt, er hält ja mit ihr Händchen! Trick: Na ja, besser mit ihr als mit diesem Bären. ­ Dagobert: Gib’s auf, Goldie, ich bin nicht mehr der junge Narr, der ich mal gewesen bin. Glitzer­Goldie: Stimmt, inzwischen bist du ein alter Narr. ­ Schnurrbart­Danny: Hast du heute Abend schon was vor, meine Taube? Glitzer­Goldie: Ja, und wie üblich ohne dich, du Einfaltspinsel!

59. Die Wunderlampe (Master of the Djinni) Teletext:  Dagobert Duck ist auf der Su­ che   nach   Aladdins  Wunderlampe.   Als  er   sie   endlich   in   Händen   hält,   macht   ihm   sein Erzrivale den Fund streitig. In dem

 Handgemenge wird der Flaschengeist aus   der   Wunderlampe   befreit   ­   aber   er   weiß   nicht, welcher von beiden sein Meister ist.   Kurzerhand   müssen   Dagobert   und   sein   Widersacher sich einer Reihe von Prüfun­ gen   unterziehen,   während   der   Flaschen­ geist es sich gutgehen läßt... Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Samuel Warren Joseph,  Manette Rosen US­Ausstrahlung: 21.09.1988 (Folge 12) Deutsche Ausstrahlung: 29.07.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 2“ veröffentlicht.  Diese Folge wurde auf der Videokassette 

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"DuckTales: Abenteuer im Morgenland"  veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen  (Moneysacs Haus, Villa Duck, Eisdiele),  Sahara, einsame Insel Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Die   Idee,   dass   die   Ducks  einen Wünsche­erfüllenden Flaschengeist  entdecken,   wurde   auch   später   im   Duck­ Tales­Film aufgegriffen. Der Film „Alad­ din“ kam erst knapp fünf Jahre später in  die Kinos. Das Rennen zur Spitze der Säule, auf der  Aladins Lampe steht, erinnert ein wenig 


an   das   Rennen   am   Ende   des   Nintendo­ Videospiels „DuckTales“, in dem Dagobert  und   Moneysac  beide  schnell   zum  Schatz  auf einer Säule eilen. Hier wird die Zeitung „Duckburg Times“  mit   „Extrablatt“   übersetzt,   die   Zeitung  scheint den an für sich verrückten Plan,  eine Lampe mit einem Dschinn zu finden,  nicht negativ zu beurteilen.

Dagobert und Moneysac streiten sich an­ dauernd, so lässt sich nicht feststellen, ob  Moneysacs Haus (das man in dieser Folge  erstmals von außen sieht) wirklich am an­ deren Ende Entenhausens liegt, wie die­ ser   behauptet,   oder   ob   Dagobert   recht  hat, indem er sagt, jünger als Moneysac  zu sein.

Der Fernseher zeigt einen Godzilla­Film,  bevor   der   Flaschengeist   auf   einen   ande­ ren   Sender   wechselt.   Dabei   kann   man  auch recht gut einen Überblick über das  Fernsehzimmer   inklusive   Flügel   gewin­ nen.

aber weder Dagobert noch Moneysac Ala­ din begegnen, könnten auch beide paral­ lel existieren. 

Etwas untypisch für eine Zeichentrickse­ rie   für   Heranwachsende   ist   die   lüsterne  Begierde, mit welcher der Sultan seinen  Harem   begutachtet.   Zum   Beispiel   war  Donald in der Folge „Mein Gott Donald“  etwas  zurückhaltender bei einer exzessi­ veren Vergangenheit (etwa im Film „Die  drei Caballeros“). Gegen Ende kann Schö­ nerazade   mit   dem   Emir   zur   goldenen  Stadt von Somnabula entkommen. „Das ist besser als ein Zeichentrickfilm“,  kommentiert der Flaschengeist die Aben­ teuer von Dagobert und Moneysac in der  Vergangenheit, was anbetracht des Medi­ ums ziemlicher Selbsthumor ist.

In   der   Vergangenheit   zu   Aladins   Zeiten  hält  der Sultan  Dagobert  und   Moneysac  für  Späher  des   Emirs,  der  hinter  seiner  Frau Schönerazade (im Original Schewe­ bazade) her ist. Hier zeigt sich ein kleiner  Widerspruch,   da   in   Wirklichkeit   Aladin  eine   Erzählung   von   Scheherazade   war,  aber vom Flaschengeist und Dagobert wie  ein   echter   Mensch   betrachtet   wird.   Da 

Fazit: Hier werden mehrere Moralen mit­ einander   verknüpft,   „Macht   korruptiert“  und „Sei vorsichtig, was du dir wünschst,  es  könnte wahr werden“, und  das  ganze  mit   gleich   zwei   spannenden   Abenteuern  in   der  Wüste!   Und   ähnlich,  wie  Schöne­ razades Märchen von Aladin anscheinend  wahr   wurde,   ist   auch   ihre   erste   Erzäh­ lung in dieser Folge wahr geworden.

Zitate: Dagobert: Immer noch derselbe Betrüger! Moneysac: Also, ich sehe das folgendermaßen: Warum nicht? ­ Moneysac: Jedenfalls bin ich wieder da, wo ich hingehöre: In Führung! ­ Sultan: Also, was habt ihr beide vorzubringen? Dagobert und Moneysac: Wasser! Sultan: Verfüttert sie an die Krokodile! Dagobert: Ich hatte auf Mineralwasser ohne Krokodile gehofft!

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60. Quack zieht in den Krieg (Launchpad's Civil War) Teletext:  Quack   nimmt   an   einer   Feier   teil, bei der die letzte Schlacht des Bürger­ kriegs   nachgestellt   wird.   Er   ahnt   aller­ dings   nicht,   daß   einer   seiner   Urahnen   daran   schuld   ist,   daß   die   Bürger   von   Duck   Ridge   den   Kampf   verloren   haben.   Als Tick, Trick und Track herausfinden,   daß   Quack   öffentlich   gedemütigt   werden   soll, beschließen sie, die Schlacht diesmal   zu gewinnen...

Regie: Steve Clark Drehbuch: Dennys McCoy, Pamela  Hickey US­Ausstrahlung: 28.10.1988 (Folge 27) Deutsche Ausstrahlung: 04.11.1989 Handlungsort: Entenhausen (Quacks  Hangar), Entenbergen

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Dies ist eine der wenigen Fol­ gen, in denen Dagobert nicht auftaucht. In Quacks Flugzeug­Hangar ist ein Poster  von   Frederike   von   Strangeduck,   die   im  DuckTales­Universum in mehreren Fern­ sehserien   schauspielert,   unter   anderem  in „Alle meine Entchen“ (siehe die Folge  „Hellseherin   wider   Willen“)   und   „Die  Gützwaldklinik“ (siehe die Folge „Durch­ bruch gelungen ­ Absicht verfehlt“).

Quack soll auf dem Pferd Donner reiten,  welcher   der   Nachfahre   von   Rhabarbers  Pferd ist, und das auf dem Sattel von da­ mals. Quack trifft zufällig in einer verborgenen  Höhle   Rhabarbers   Soldaten   von   damals.  Diese müssten, wenn man eine Generati­ onsspanne  von  30 Jahren,  ein Alter  von  18 beim Eintritt in die Armee berücksich­ tigt   und   Quacks   Alter   auf   etwa   25  schätzt,   fast   hundertfünfzig   Jahre   alt  sein.

Quack wird  eingeladen, auf den Bürger­ kriegs­Festspielen   in   Entenbergen   die  Rolle seines Ur­Urgroßvater General Rha­ barber   Quack   zu   spielen.   Dort   erwartet  ihn   nicht   nur   Bürgermeister   Rufus  Schmutzenfeder, sondern auch Oberst Bu­ rigar   DuBarque,   Begründer   der   Gesell­ schaft   für   Entenbergener   Heimatge­ schichte, der seinen eigenen Vorfahren Li­ lias DuBarque spielt. Damals gewann Du­ Barque   kampflos   gegen   Quack.   (Mehr  über Quacks Familie erfährt man in der  Folge „Der Stolz der Familie“.) Bei der Parade sind zwei lila Enten und  eine grüne unter den Musikanten zu se­ hen. Die Männer, die auf Quacks Seite kämp­ fen, tragen die Flagge der CSA.

Fazit:  Nur   Amerikaner   können   auf   die  unsinnige   Idee   kommen,   vergangene  Schlachtensiege   nachzuspielen,   um   sich  dann   selbst   feiern   zu   können!   Doch   mit  einer Spur Humor und der Sicht der ver­ lierenden   Partei   kann   das   ziemlich   viel  Spaß machen!

Zitate: Bürgermeister: Werfen Sie nicht die Pläne über den Haufen, solange der Haufen noch gar nicht da ist! ­ Track: Quack, verstehst du, warum die Leute lachen, wenn wir vorbeifahren? Quack: Tja, ich nehme an, die freuen sich, mich zu sehen. ­ Oberst: Aber lieber, verehrter Herr Quack, Sie werden doch hier nicht der Spielverderber sein? Ich meine, Sie sind doch ein viel zu   volkstümlicher Mann, um die Scharen gespannter und aufgeregter Bürger enttäuschen zu wollen? Ältere Bürgerin: Na, und ob ich gespannt bin, Schätzchen! Oberst: Ganz zu schweigen von der Begeisterung unserer lieben, lieben Kleinen hier, die sich doch schon so sehr auf morgen freuen! Junge Bürger: Oh, wir freuen uns ja schon so wahnsinnig auf morgen! Oberst: Och, nun sagen Sie schon, Sie bleiben! Quack: Sie bleiben. Oberst: Nein­nein, Sie sollen sagen, dass Sie bleiben! Quack: Sie bleiben! Oberst: Nein! Sagen Sie „Ich bleibe“, Sie Idiot! Quack: Ich bleibe, Sie Idiot. ­ Soldat: Sie müssen verstehen, für uns ist das keine angenehme Erinnerung. Quack: Oh, ich habe auch unangenehme Erinnerungen, aber ich erinnere mich nicht mehr an sie. ­ Quack: Ach, mach dir mal keine Gedanken, kleiner Freund, wir können nicht verlieren! Doofy: Natürlich nicht, wann hättest du je verloren, Quack? Außer beim Kartenspielen, beim Sport und beim Schach. Ach, und dann   noch beim Versteckspielen und dann war noch was­

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61. Ein Held zum anfassen (Hero for Hire) Teletext:  Quack   unterläuft   mal   wieder   ein   Schnitzer,   was   Dagobert   so   wütend   macht, daß er ihn feuert. Kurzerhand be­ schließt Quack, ein Held zu werden. Das   macht   ihn   zu   einem   willigen   Opfer   der   Panzerknackerbande.   Während   Quack   glaubt, gute Taten zu vollbringen, wird er   in Wahrheit für Verbrechen benutzt...

Regie: Steve Clark Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 04.11.1988 (Folge 19) Deutsche Ausstrahlung: 26.08.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 3“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen (Duck­ Bank, Quacks Bude,  Panzerknackerversteck in der Stadt  [Schöne Aussicht Nr. 27], Geldspeicher,  diverse Banken, Polizei,  Panzerknackerversteck im Wald)

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  In der ganzen Folge tauchen  die Drillinge nicht auf. Daniel   Düsentrieb   entwickelte   für   die  Duck­Bank   eine   Anti­Panzerknacker­ Alarmanlage, die bei  der Gegenwart der  Panzerknacker zu tönen beginnt. Die Panzerknacker verstecken sich in der­ selben   Hausruine   (Schöne   Aussicht   Nr.  27) wie in der Folge „Die Panzerknacker“  und „Kein Rock ohne Oma“. Diesmal ist  es   Oma   Knack   sowie   Babyface,   Bankjob  und Bebop. Um Quack anzuwerben, gibt  sich   Bankjob   als   Regisseur   Spielzwerg  aus,   was   auf   den   Regisseur   Stephen  Spielberg   anspielt.   Quack   und   Doofy  scheinen die ganze Folge lang Oma Knack  nicht zu erkennen. Quack soll für den falschen Film der Pan­ zerknacker   den   Helden   Flossenwunder  spielen, der Geld aus unsicheren Banken  bringt. Als sich sein Cape in der Drehtüre  verwickelt,   erinnert   es   leicht   an   das  Schicksal   von   Dollar   Bill   im   Comic  „Watchmen“. Bei   J.R.,   der   seine   Goldbarren   in   der  Duck­Bank   bunkern   möchte,   könnte   es  sich   um   J.R.   Muing   auf   der   Folge   „Die 

verzauberte   Stadt“   oder   um   John   D.  Rockefeder   aus   „Der   Aufgeblasene   und  die Bienen“ handeln. Auf alle Fälle spielt  der Name auf J.R. Ewing aus der Fern­ sehserie   „Dallas“   an,   der   wiederum   auf  dem echten Öltycoon John Rockefeller ba­ siert. Hier wird Fräulein Federwisch beim Na­ men genannt, in den Comics heißt sie hin­ gegen Fräulein Rührig. Sie taucht außer­ dem in „Armstrong macht’s möglich“, „Die  verlorene   Welt“   und   „Kein   Rock   ohne  Oma“ auf. Das   Versteck   von   Oma   Knack   im   Wald  wird auch in der Folge „Scheidung ohne  Ehe“ noch mal gezeigt. Über dem Kamin  im Panzerknackerversteck hängt ein Bild  vom   Kern   der   Panzerknackerbande,   als  da   wären   Karlchen,   Burger,   Schlabber,  Kuno, Ede, Bebop und Babyface. Ähnlich  wie in der Folge „Terror der Technik“ ent­ kommt Oma Knack hier wieder der Poli­ zei. Sie wird erstmals in „Scheidung ohne  Ehe“ geschnappt. Fazit: Eine eher schwache Folge, die nur  von wenigen witzigen Sprüchen aufgewer­ tet wird. Wie Quack schon selbst meinte:  Immer   wieder   Banküberfälle   zu   sehen  langweilt auf Dauer.

Zitate: Quack: Ich bin Quack, der Bruchpilot, ein Held zum Anfassen! Rufen Sie mich an und ich kümmere mich um alles dann! ­ Quack als Flossenwunder: Bankkunden und Sparer, leiht mir euer Ohr! Was ihr soeben seht, kommt euch wohl komisch vor! Ich bring   euer Geld in Sicherheit, das ist doch ganz klor! Bebop: Wieso denn „klor“? Bei dem heißt es wohl „Reim dich oder ich fress dich“, wie? ­ Quack: Sie haben dir doch nichts getan, oder? Doofy: Doch, sie haben mich gefoltert. Sie haben meine Pfannkuchen weggegessen!

62. Die Wikinger kommen (Maid of the Myth) Teletext:  Friedas Debüt als Opernsänge­ rin   weckt   die   Aufmerksamkeit   eines   Wi­ kingerstammes,   deren   winzige   Insel   seit   Jahrhunderten   von   der   Außenwelt   abge­ schnitten   ist.   Die   rauhen   Gesellen   kom­ men   nach   Entenhausen   und   kidnappen   Frieda,   damit   sie  für   ihren  König   singt.   Dagobert,   Quack   und   die   Kinder   wollen   sie retten und machen sich auf den Weg in  

die Arktis... Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Anthony Adams, Christina  Adams US­Ausstrahlung: 11.11.1988 (Folge 21) Deutsche Ausstrahlung: 12.08.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 3“ veröffentlicht. 

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Diese Folge wurde auf der Videokassette  "DuckTales: Abenteuer auf See"  veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen (Oper,  Hafen), Grönland Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Schon   in   „Schattenspiele“  zeigte Frieda ihre Vorliebe für klassische 


Musik und Gesang. Hier singt sie in der  Oper Wagners Ritt der Walküren, später  soll sie sogar zum C über dem hohen C fä­ hig sein. Unter den Statisten ist der wind­ schiefe Postbote aus der Folge „Auf Odys­ seus’   Spuren“,   Vacation   Van   Honk   und  Daniel Düsentrieb.  Dagoberts Taschenuhr, die schon in eini­ gen Folgen gezeigt wurde, wird hier von  den Wikingern gestohlen.  Vor der Oper sind auf einmal Tracks Bei­ ne weiß. Nun wird das Thema der nordischen My­ thologie allgegenwärtig: Frieda wird vom 

Wikingeranführer   Yorik   Brunhilde   und  „Singvogel des Odin“ genannt, sodass sei­ ne Frau Griselda neidisch wird. Die Wi­ kingerdame Schwanenweiß hat zwei Wid­ der   namens   Sternenlicht   und   Ster­ nenglanz,   der   mächtigste   Wikinger   von  allen  heißt  Thor, Frieda nennt  die Insel  Walhalla. Die   Wikinger­Insel   wird   durch   heiße  Quellen   wärmer   gehalten   als   die   eisige  Umgebung.   Wenn   diese   nahe   Grönlands  ist   und   Entenhausen   an   der   Westküste  Amerikas   (wie   etwa   in   „Armstrong  macht’s möglich“ zu sehen), müssten die  Wikinger   einen   ziemlichen   Umweg   hin  und zurück fahren.

Fazit: Und wieder entführt uns die fröhli­ che Welt von Entenhausen in fernes Ge­ filde, doch statt Agentenhumor und engli­ scher Literatur geht es diesmal um nordi­ sche Mythologie, zumindest ansatzweise.  Leider wird durchgehend propagiert, dass  Opern   langweilig   und   einschläfernd   wä­ ren,   was   so   ziemlich   das   Gegenteil   von  dem ist, was DuckTales bei vielen Folgen  macht,   nämlich   anregen   zum   Lesen   von  englischer   Literatur   (vgl.   „Dr.   Jekyll   &  Mr. McDuck“) oder der Besuch des Thea­ ters (siehe „Viel Lärm um nichts“). Aber  Opern sollen langweilig sein?

Zitate: Dagobert: Opern sind langweilig und man versteht nie ein Wort von dem Gesang! ­ Quack: Ich dachte immer, die Leute sprechen Grönland falsch aus und da wäre alles grün! Quack: Sie mag mich! Dabei kennt sie mich doch gar nicht mal! Dagobert: Das dürfte der Grund sein, weshalb sie Sie mag! ­ Yorik: Was machen wir nun mit diesen Fremdlingen? Ragnold: Verfüttert sie an die Haie! Snagnar: Oder vielleicht an die Eisbären! Quack: Füttert sie und lasst sie laufen. ­ Quack: Wenn es Mann gegen Mann heißt, bin ich Ihr Mann!

63. Der unsichtbare Gast (Hotel Strangeduck) Teletext: Dagobert Duck erwirbt ein altes   Schloß, um es in ein piekfeines Hotel zu   verwandeln.   Doch   das   ist   leichter   gesagt   als getan,  denn im  Schloß treibt  ein  un­ sichtbarer Geist sein Unwesen...

Regie: Alan Zaslove Drehbuch: Richard Merwin US­Ausstrahlung: 18.11.1988 (Folge 13) Deutsche Ausstrahlung: 28.10.1989

Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 2“ veröffentlicht.  Diese Folge wurde auf der Videokassette  "DuckTales: Hotel zur wunderlichen  Ente" veröffentlicht. Handlungsort: Schloss Strangeduck Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Ludwings   kleine   Schwester  Frederike von Strangeduck stellt sich als  Herzogin   von   Schwanssilvanien   vor,   was  eine Parodie von Transsilvanien ist. Die­ ser   Ort   könnte   natürlich   auch   derselbe  wie   Schwansylvania   sein,   aus   dem   Graf  Quakula aus der Folge „Die Ducky Horror  Picture Show“ stammt. Frederike basiert  vermutlich auf Zsa Zsa Gabor. Man sieht  sie   auch   auf   Dagoberts   Hochzeit   in   der  Folge   „Bis   dass   das   Geld   euch   scheidet“  und   als   Poster   in   „Quack   zieht   in   den  Krieg“, außerdem in mehreren Fernsehse­ rien, etwa in den Folgen „Durchbruch ge­

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lungen   ­   Absicht   verfehlt“,   „Gerümpel­ Ente   greift   ein“   und   „Hellseherin   wider  Willen“. Der zweite Gast ist Benzino Gasolini, „be­ rühmter   Playboy   und   ebenso   berühmter  Rennfahrer“,   dessen   Flug­   und   Pizza­ Backkünste man auch in der Folge „Der  Stolz der Familie“ sehen kann.  Als   dritter   Gast   sieht   man   schon   den  Geist von Ludwing von Strangeduck, des­ sen Name auf den Film „Doktor Strange­ love“ anspielt. Als die Drillinge überlegen,  wer der Geist sein könnte, erwähnen sie,  dass   Benzino   nie   anwesend   war,  als   der  Geist auftauchte. Allerdings war er beim  Angriff zum Abendbrot vor Ort. Am nahe  liegenden Friedhof sind an den Gräbern  bemerkenswert   viele   Ducks   und   zudem  Kreuze, es liegt also nahe, dass die Ducks  ebenso eine christliche Familie sind.


Das  maskierte  Phantom,  dass  durch die  Gänge schleicht, erinnert an den Barks­ Comic   „Das   Münstermännchen“   (The  Phantom   of   Notre   Duck),   entpuppt   sich  aber als der lebende Ludwing von Stran­ geduck,   der   fast   wie   Primus   von   Quack  aussieht.   (Primus   bzw.   Dr.   Erplovic  taucht   aber   in   der   Folge   „Das   goldene  Vlies“ auf.)

Track schlägt vor, dass Strangeduck ein­ gemauert   wurde,   was   eine   eindeutige  Parallele   an   den   Barks­Comic   „Das   Ge­ spenst   von   Duckenburgh“   (The   Old  Castle's   Secret)   ist.   Auch   dort   gibt   es  einen   Gauner,   der   sich   unsichtbar   ma­ chen kann  und  dessen unsichtbare Kno­ chen einen Schatten werfen können. Der falsche Geist entpuppt sich als Lud­ wings Laborgehilfe Bernhardino, der des­ sen Formelbuch suchte. Dort ist nicht nur  die Formel des Unsichtbarkeitsspray, son­ dern   auch   welche   für   Superwachstums­ pflanzenserum,   Antischwerkraft­Schuhe  und  Elektrizität  in  Flaschen.  Einige  der  Spukereien, die Bernhardino verursachte,  sind selbst für einen Unsichtbaren nicht  weiter   möglich,   etwa   das   Balancieren  mehrerer Bücher um Personen herum.

Fazit:  Dagobert   lässt   hier   seine   ganzen  Geschäfte liegen, um sich mit seiner Fa­ milie   und   Personal   persönlich   um   das  neue Hotel zu  kümmern, während  seine  restlichen internationalen Geschäfte ver­ mutlich ruhen. Vielleicht sind Angestellte  für das Hotel doch teurer als internatio­ nale Verluste durch fehlende Führung. Von   einer   richtigen   Adaption   kann   man  hier nicht reden, nicht einmal die Schloss­ besitzer   sind   richtig   übernommen   wor­ den.   Dafür   wurde   dies   zu   einer   inter­ essanten Geschichte über Geister, bei der  jeder verdächtigt wird. Dass der richtige  Geist gegen Ende doch jemand ganz An­ deres ist, klingt zwar nach einem billigen  Ende,  überrascht aber dafür den Comic­ Kenner weniger.

Zitate: Dagobert: Ja, ja, aber ich glaube nun mal nicht an Gespenster. Drilling: Wir glauben ja auch nicht an Gespenster, aber wir fürchten uns vor ihnen. ­ Dagobert: Ist es vielleicht diese Tür, nach der Sie überall suchen? Frederike: Nun, ähm, ja, ich­ Tick: Was mag wohl dahinter sein? Track: Wer weiß, vielleicht haben sie Strangeduck darin eingemauert? Trick: Es könnte eine geheime Grabkammer sein! Dagobert: Und ebenso gut ein Besenschrank!  ­ Dagobert: Ich weiß zwar nicht, wie Sie’s machen, aber Sie sind genauso wenig ein Geist wie ich einer bin! Geist: Das lässt sich ändern!

64. Ente in Orange (Duckman of Aquatraz) Teletext:  Dagobert wird beschuldigt, ein   kostbares   Gemälde   gestohlen   zu   haben.   Tick, Trick und Track versuchen umsonst,   ihren Onkel zu rehabilitieren. Als das Ge­ richt  ihn  zu  einer  Gefängnisstrafe  verur­ teilt, gelingt Dagobert mit Hilfe eines win­ digen Komplizen die Flucht...

Regie: Steve Clark Drehbuch: Francis Ross US­Ausstrahlung: 25.11.1988 (Folge 15) Deutsche Ausstrahlung: 11.11.1989 Info: Diese Folge wurde auf der DVD  „DuckTales: Volume 2“ veröffentlicht. Handlungsort: Entenhausen (Eisdiele,  Villa Duck, Gerichtssaal, Moneysac­ Museum), Aquatraz Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der englische Titel der Folge  „Duckman   Of   Aquatraz“   spielt   auf   das  Buch   „The   Chickenman   of   Alcatraz“   an,  Aquatraz   parodiert   dabei   das   echte   Ge­ fängnis Alcatraz. Dagobert freut sich zu Beginn der Folge  über sein Pfefferminz­Eis. Seine Vorliebe  für Pfefferminz bemerkte man auch schon 

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in der Folge „Im Goldrausch“, wo er sich  eine Pfefferminz­Limonade kaufte. Das   angeblich   gestohlene   Bild   ist   die  „Ente   in   Orange“   von   Pablo   Piquacko,  dessen Name offensichtlich auf Pablo Pi­ casso   anspielt.   In   der   Folge   „Das   Snob­ Appeal­Spiel“   hieß   der   Maler   übrigens  noch   Picablo,   vielleicht   handelt   es   sich  aber  auch  um  zwei  verschiedene  Maler.­ Der Maler, bei dem Dagobert ein Famili­ enportrait bestellte, heißt Piere la Oink.  Obwohl die Farbe des Portraits wasserlös­ lich  ist,   verwischt  er   es   nicht  in   seinem  Atelier, sondern wirft es  in aller  Öffent­ lichkeit in den Fluss. 


Die   Haftstrafe   für   Dagobert   beträgt   15  Jahre, von seiner Anwältin aus der Folge  „Scheidung   ohne   Ehe“   sieht   man   keine 

Moneysac reingelegt wurde. Als ihm sein  Mittagessen weggefuttert wird, kommen­ tieren die Insassen das im englischen Ori­ gial   mit   „We   wouldn't   want   you   to   lose  your girlish figure“, was bei einem reinen  Männergefängnis tief blicken lässt. Dank dem Schleppen von Geldsäcken ist  Dagobert kräftig genug, um all seine Mit­ Insassen  beim   Armdrücken  zu   schlagen.  Laut einem davon soll er auch ganz gut  tanzen können. 

Spur.   Während   seines   Aufenthalts   in  Aquatraz muss er sich eine Zelle mit Mad  Dog teilen, der anscheinend ebenfalls von 

Die Drillinge schaffen es, Dagoberts Un­ schuld zu beweisen. Wie Dagobert es wie­ derum   schaffte,   die   Unschuld   von   Mad  Dog   zu   beweisen,   wurde   nicht   gezeigt.  Moneysac soll angeblich mit dem Stehlen  seines eigenen Gemäldes kein Verbrechen  begangen haben, dabei hat er es Dagobert 

angehängt,   was   natürlich   ein   Vergehen  ist. Fazit:  Eine   meiner   Lieblingsfolgen:   Zu  Beginn wird nicht lange rumgefackelt, um  Dagobert   ins   Gefängnis   zu   bekommen.  Nun liegt es an den Drillingen, seine Un­ schuld zu beweisen. Aber vielleicht ist Da­ gobert gar nicht so unschuldig, wie er im­ mer tut, immerhin hat er sich schon eini­ ges   an   Vermögen   faul   ertrickst,   anstatt  dafür zu  arbeiten.  Währenddessen muss  sich   der   weiche  DuckTales­Dagobert  mit  der   harten   Gefängnis­Welt   herumschla­ gen und wird so auf eine harte Probe ge­ stellt.   Leider   sieht   man   Mad   Dog,   der  über   die   Folge   die   meiste   Entwicklung  zeigte, in kaum einer anderen Folge wie­ der. Schade.

Zitate: Richter: Ruhe oder ich lass den Saal räumen! Quack: Er soll doch froh sein, dass so viele gekommen sind! ­ Moneysac: Dein gestreifter Anzug gefällt mir, Duckilein, du siehst darin so schuldig aus! ­ Trick: Hört mal, wir wissen doch, dass Onkel Dagobert das Bild nicht gestohlen hat, oder? Track. Ja, er mag nur die kleinen Bilder vom Präsidenten, die auf den Geldscheinen drauf sind. ­ Dagobert: Ach, ich bin so hungrig, ich würde sogar eine überteuerte Mahlzeit verdrücken! ­ Frieda: Ich hoffe, diese selbstgebackenen Schokoladenriegel werden Ihnen munden. Mad Dog: Wissen Sie, eigentlich gibt es hier drin schon genug Riegel, trotzdem vielen Dank.

65. Der Aufgeblasene und die Bienen (The Uncrashable Hindentanic) Teletext:  Dagobert Duck hat den Schna­ bel etwas zu voll genommen und mit Mac   Moneysack gewettet, daß er aus allem Ka­ pital schlagen kann. Das unter Beweis zu   stellen,   fällt   ihm   ziemlich   schwer,   als   es   gilt,   mit   der   angeblich   unzerstörbaren   "Hindentanic" ein paar Taler zu machen... Regie: David Block Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers US­Ausstrahlung: 02.12.1988 (Folge 57) Deutsche Ausstrahlung: 02.06.1990 Handlungsort: Entenhausen  (Innenstadt, Hangar, Villa Duck, Kino),  Arktis Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Dagobert   möchte   Moneysacs  Wette   mit   „Bedaure,   ich   bin   zwar   Ge­ schäftsmann,   aber   keine   Spielernatur“ 

ausschlagen,   allerdings   sah   man   ihn  schon häufiger um Geld spielen, etwa in  der   Folge   „Im   Goldrausch“.   Auch   hier  kann er die Finger nicht davon lassen.

Als Dagobert nach Anruf der Presse auf­ legt, verschwindet auf einmal das Telefon.

Wunder also, dass der Katastrophenfilm­ schöpfer Erwin Stockente (im Original Ir­ win   Mallard),   der   Astronom   Professor  Carl   Sagander,   der   Millionär   John   D.  Rockefeder   (im   Original   John   D.   Rocke­ feather, beide Namen spielen auf den Öl­ baron   John   D.   Rockefeller   an,   der   das  Vorbild   für   J.D.   aus   der   Fernsehserie  „Dallas“ bildete, auf die in der Serie schon  mehrfach   angespielt   wurde)   und   der  Komponist   Bert   Quakaraque   eingeladen  sind. So wird auch das Interesse von Glo­ ria Schwanson und ihrem Butler Quacks  (dessen   Name   auf   Max   aus   dem   Film  „Boulevard   der   Dämmerung“,   1950,   an­ spielt) geweckt, die schon seit 50 Jahren  keinen Film mehr gedreht haben.

Schon   bald   wirbt   Dagobert   damit,   dass  ein Flug in der Hintentanic wie eine Rei­ se in die Vergangenheit sein würde, kein 

Dagoberts kurzes Gespräch, ob in der Fla­ sche   bei   der   Luftschiffstaufe   billiger  Champagner   oder   Sekt   ist,   dürfte   einer 

Der   Name   der   „absturzsicheren   Hinden­ tanic“,   einem   Zeppelin   von   Moneysac,  spielt auf zwei Katastrophen an, dem Un­ fall des deutschen Zeppelins Hindenburg  1937   und   dem   Untergang   der   Titanic  1912.   Der   Name   birgt   also   kein   gutes  Omen. Eine weitere Parodie der Hinden­ burg findet sich in der Folge „Geschäfts­ geist“ mit der Zeppelburger.

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der wenigen Momente sein, in denen über  Alkohol   gesprochen   wird.   (In   „Die   Zeit­ wanne“ wurde von Apfelwein gesprochen,  über Kräuterschnaps in der Folge „Wenn  heut   am   Freitag   Samstag   wär“   und   ein  weiteres   Mal   über   Champagner   in   „Pep  muss man haben“.) Quack schreibt statt „Hindentanic“ „Hin­ denpanic“ in den Himmel. Der kurze Dia­ log   vor   seiner   Bruchlandung   („Seht,   ist  das   ein   Vogel?“   „Nein,   das   ist   ein   Flug­ zeug!“ „Es ist dieser Bruchpilot Quack!“)  zitiert die alte Superman­Radioserie. Als Dagobert ihm verbietet, die Hindenta­ nic zu fliegen, zitiert Quack das Ende von  Casablanca, ähnlich wie in der Folge „Ein  Bruchpilot spielt 007“. Gloria   Schwanson   erinnert   sich   an   den  Klassiker   „Schafhirtin   von   Bagdad“   von  ihr aus dem Jahr 1925 und verkleidet sich  als   Krankenschwester   eines   Patienten,  dem   der   Schnabel   in   London   transplan­ tiert werden soll. Dies erinnert an Linda  Blairs   Rolle   in   „Giganten   am   Himmel“  und   ein   wenig   an   Cicely   Tyson   in   der  Fortsetzung   „Airport   ’90,   die   Concorde“. 

Dr. von Schwein erzählt in der Folge „Ge­ wusst   wie“   auch   davon,   dass   ihn   eine  Schnabeltransplantation erwartet.

teoritenschauer,   der   vielleicht   auf   den  Film „Meteor“ mit Natalie Wood und Bri­ an Keith anspielen soll.

Rockefeder   bringt   der   Königin   von   Eng­ land einen Bienenstock mit, deren späte­ res Ausbüchsen auf den Film „Der tödli­ che Schwarm“ von 1979 anspielt. Ein kur­ zer   Dialog   zwischen   ihm   und   Johann  spielt auf den Film „Die unglaubliche Rei­ se   in   einem   verrückten   Flugzeug“   an  (denselben   Gag   brachte   Dagobert   schon  in der Folge „Dr. Jekyll & Mr. McDuck“).

Hier   genügt   ein   einziges   Loch,   um   den  Zeppelin zum Sinken zu bringen. Richtige  Zeppeline haben verschiedene Lufttanks,  die verhindern, dass ein einziges Loch zur  Katastrophe führt.

Dagoberts   Ersatzpilot   der   Teilzeit­ Arbeitsvermittlung   ist   Kapitän   Nebel­ horn,  den Dagobert schon aus  der Folge  „Das Bermudadreieck“ kennt und auf sei­ ner  Hochzeit   in  der  Folge  „Bis  dass  das  Geld   euch   scheidet“   im   Hintergrund   zu  sehen ist. Moneysac verkleidet sich als Araber und  gibt sich als Scheich Orloch des Scheich­ tums Dallas­Ababa aus, um das Luftschiff  zu sabotieren und seine Wette zu gewin­ nen. Doch das scheint kaum notwendig zu  sein, immerhin geraten sie in einen Me­

Anscheinend reicht das Gewicht von Frie­ da,   um   das   ganze   Schiff   zu   kippen.   Als  sich das Luftschiff dreht, sind Dagoberts  Beine kurz weiß. Diese Folge zeigt einen der wenigen Mo­ mente, wo Dagobert eine Wette gegen Mo­ neysac verliert. Fazit: Man glaubt es kaum, aber tatsäch­ lich   bietet   diese   Katastrophenfilm­Par­ odie ein glückliches Ende für alle teilha­ benden Parteien. Der Weg bis dahin war  zwar steinig, aber sehr unterhaltsam! Als  deutsches   Staffelende   stinkt   diese   Folge  leider gegen das amerikanische Ende mit  „Bis dass das Geld euch scheidet“ ab, wor­ an man sie aber nicht messen sollte.

Zitate: Moneysac: Ha! Der hat mehr heiße Luft im Hirn als das Luftschiff je fassen wird! ­ Quack: Aber Herr Duck, sie ist doch bruchlandesicher! Das ist doch die Herausforderung für mich! ­ Rockefeder: Ich hoffe doch, dass dies eine sichere Reise wird für meine Schätzchen. Johann: Oh, aber sicher doch, aber nennen Sie mich bitte nicht Schätzchen. ­ Quack: Alles, was recht ist, Herr Duck, aber diese Arbeit ist erniedrigend! Noch nie habe ich mich so tief bücken müssen! ­ Gloria: Wie sehe ich aus, Quacks? Quacks: So, als hätten Sie viel gelitten für Ihre Kunst. ­ Terrorist: Sie nehmen sofort Kurs auf London! Frieda: Ja, wo denken Sie denn, wohin wir fliegen? Terorist: So? Na dann bringen Sie mir eine Limonade. ­ Dagobert: Ach, wenn wir schon abstürzen, dann können wir das ebenso gut mit Stil tun. Ich überlasse das Ihnen, Quack.

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STAFFEL 2 (1989­1990)

66. Das prähistoprische Federvieh [1] (Marking Time) Teletext:  Dagobert   Duck   will   Mac   Mo­ neysack ein verlassenes Eiland abkaufen.   Sein Rivale ahnt nicht, daß sich auf der   Insel eine Diamantenmine befindet. Als er   Dagobert   heimlich   nachspioniert,  erfährt   er   die   Wahrheit.   Daraufhin   heuert   Mac   Moneysack die Panzerknacker an. Sie sol­ len die Insel in zwei Teile sprengen, wobei   er die Hälfte behält, auf der sich die Dia­ mantenmine   befindet.   Mit   Hilfe   von   Da­ niel Düsentriebs Zeltmaschine will Dago­ bert in die Vergangenheit reisen, um sich   die Rechte an der Insel zu sichern. Doch   durch ein Versehen landet er im prähisto­ rischen   Zeitalter,   wo   er   Bubba   und   sein   Haustier Tootsie kennenlernt... Regie: Bob Hathcock Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington US­Ausstrahlung: 10.09.1989 (Folge 66) Deutsche Ausstrahlung: 06.01.1996 Info: Erster Auftritt von Bubba und  Treter Handlungsort: Schnabeltierinsel,  Entenhausen (Düsentriebs Werkstatt) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Dagobert zahlt zwanzig Mil­ lionen Taler für die westlichste Insel der  Inselreihe   unter   Moneysacs   Besitz,   dar­ unter   sind   die   Schweißfuß­Insel,   die   ein  bekannter Erholungsort ist, und die Stop­ pelfeld­Insel, auf der jährlich zahn Millio­ nen Liter Salatöl aus  der Erde gepumpt  wird.   Dagobert   verwahrt   sein   Geld   zur  Anzahlung hier in seinem Zylinder. Dies  ist eine Anspielung an den Barks­Comic  „Das Königsrennen” (The Heedless Horse­ man),   wo   Dagobert   ein   Pferd   kauft   und  meint, dass sein Hut wie in der Folge nur  zehn Millionen Taler fasst.

Dagobert   mag   keinen   Rock’n’Roll,   erst  recht nicht den der Screamin' Sty McFly  Show,   welche   die   Drillinge   gerne   hören.  (In   der   Folge   „Kein   Rock   ohne   Oma“  kommt raus, dass es auch eine Fernseh­ sendung mit demselben Namen und Mo­ derator gibt.) Die   von   Moneysac   angestellten   Panzer­ knacker sind Burger, Karlchen und Kuno. Dagobert   gesteht   gelegentliche   Trickse­ reien   ein   mit   dem   Satz   „Moneysac,   was  sagen   Sie   da?   Ich   habe   diese   Insel   aus­ nahmsweise ehrlich erworben!“ Als Erfindungen von Daniel werden hier  eine tragbare Telefonzelle und ein Laser­ Kugelschreiber genannt und gezeigt. Au­ ßerdem   entdecke   er   ein   neues   Element,  das er Bombastium nennt und zuerst für  Speiseeis hielt, welches in der Dunkelheit  leuchtet, doch als er Strom hineinleitete,  verschwand es plötzlich. Das Bombastium  aus dem Barks­Comic „Fragwürdiger Ein­ kauf“ (A Cold Bargain) war ebenfalls ein  unbekanntes   Element,   welches   sich   spä­ ter als Rohstoff für Speiseeis herausstell­ te. Hier wird die Idee anscheinend weiter­ gesponnen, vielleicht wird mit der so ent­ standenen   „Zeit­Rückwärtsgang­Maschi­ ne“ sogar entgültig die Zeitwanne aus den  Folgen „Geschäftsgeist“, „Die  Zeitwanne“  und „Als die Zeit stillstand“ ersetzt. Daniel schlägt als Piloten Quack vor, da  er laut eigener Aussage nur einen Piloten  kennen würde. Als   die   Zeit­Rückgang­Maschine   durch  die   Zeit   reist,   hinterlässt   sie   erst   einen  Schimmer und leuchtet kurz auf, um mit  mit   einer   gespielten   Fanfare   zu   ver­ schwinden,   was   ziemlich   wahrscheinlich  an „Zurück in die Zukunft“ aus dem Jah­ re   1985   anspielt.   Immerhin   wäre   dies  nicht die erste Anspielung, wenn man die  Folgen   „Schrecken   des   Universums“   und  „Geschäftsgeist“ betrachtet. Dies   ist   außerdem   nicht   das   erste   Mal,  dass   die   Ducks   Dinosauriern   begegnen,  das erste Mal passierte ihnen das in der  Folge „Die verlorene Welt“. In dieser Folge 

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sind   die   Dinosaurier   aber   stark   verein­ facht gezeichnet. Ähnlich   wie   Dagobert   Bubba   zuerst   für  einen   Eingeborenen,   der   Souvenirs   ver­ kaufen   möchte,   hält,   glaubt   Bubba   von  Dagobert, dass dieser eine außerirdische  Gottheit   wäre.   Bubba   erweist   sich   als  sehr lernfähig, was die moderne Sprache  betrifft, so kann er nach wenigen Minu­ ten   schon   simple   Sätze   mit   Hilfsverben  und Namen formulieren. Den Elefanten­ Zwerg­Dinosaurier (im Original Tricerat­ ops) nennt er Treter nach Quacks  Kom­ mentar „Ah, das Vieh hat mir meine Tre­ ter   zertreten!“  (Im   Original   „She   just  smashed my tootsy“, weshalb der Saurier  im  Original  Tootsie heißt.)  Die Drillinge  lassen   ihn   Rock’n’Roll   hören,   was   auch  seine spätere Begeisterung für die Musik 

erklärt.   Nachdem   er   schnell   von   den  Jungs   zum   Ehrenfieselschweifling   er­ nannt wurde, zeigt sich, dass er wie ein  Hund   Spuren   erschnüffeln   und   heulen  kann. (Im Deutschen wird Bubba als „die  Ente“   bezeichnet   und   ist   so   für   dieses  Spezial   eine   sie,   was   vielleicht   auch   am  weiblich  klingenden  Namen  liegt.  Vicars  Oona ist schließlich auch eine Dame.) In der  Höhle finden  die Jung  außerdem  das Skelett eines Saurus Giganticus, das  laut   dem   Entenhausener   Museum   eine  Million Taler wert ist. Als der große Quack den kleinen, antrei­ benden   Dagobert   durch   Sumpfgelände  trägt, erinnert es an Luke Skywalker, der  von Yoda in „Star Wars Episode V – Das  Imperium   schlägt   zurück“   ausgebildet  wird.


Fazit:  Diese   Einleitung   in   die   zweite  Staffel ist zugleich auch noch der Beginn 

eines Mehrteilers, das im Original „Time  is   Money“   heißt:   Die   ersten   fünf   Folgen 

ergeben   zusammen   ein   Abenteuer,   an  dem diese Folge nur kratzte. 

Zitate: Karlchen: Burger! Ich sagte doch, zieh nicht diese quietschenden Schuhe an! Burger: Aber Karlchen, ich bin doch barfuß, siehst du?  Karlchen: Dann öl gefälligst deine Füße! ­ Quack: Haben Sie das gesehen? Das war mein erster Bruch­Start! Dagobert: Ihre Mutter kann stolz auf Sie sein! ­ Quack: Wollen Sie, dass ich als Erstes aussteige, Herr Duck? Dagobert: Unter gar keinen Umständen! Irgendjemand könnte Sie für das Gehirn unseres Vereins halten! ­ Dagobert: Quack, welche Zeit zeigt die Uhr an? Quack: Der große Zeiger steht auf zwölf und der kleine Zeiger auf eine Millionen Jahre vor unserer Zeitrechnung.

67. Bubba und der Einzigartige [2] (The Duck Who Would Be King) Teletext: Die Ducks sind mit der Zeitma­ schine nach Too­Pei gereist, das von einem   Tyrannen   namens   Mung­Ho   beherrscht   wird. Dagobert und Quack geraten in Ge­ fangenschaft und sollen in einem Topf vol­ ler   Gold   gekocht   werden,   zusammen   mit   der schönen Sen­Sen, die versucht hat, ihr   Volk   zu   befreien.   Im   letzten   Moment   kommt Bubba mit Tootsie hinzu und wird   vom Volk für den prophezeiten Retter, den   "Einzigartigen", gehalten. Es gelingt Bub­ ba,   Dagobert   an   die   Macht   zu   bringen,   doch Mung­Ho ist nicht bereit, sich so ein­ fach stürzen zu lassen... Regie: Terence Harrison, Bob Hathcock Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Bruce Coville, Len Uhley US­Ausstrahlung: 17.09.1989 (Folge 67) Deutsche Ausstrahlung: 13.01.1996 Handlungsort: Too­Pei Dagobert­Erzählungen:  Als   Dagobert  von   seiner   Ohnmacht   erwacht,   murmelt  er „Bitte Mama, darf ich noch mein Pferd­ chen reiten?“ Dies könnte auf einer Kind­ heitserfahrung   basieren,   auf   der   Dago­ bert etwas aufs Haupt bekam. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Diese Folge ist die erste, die  mit   einer   Rückblende   beginnt,   um   den  Cliffhanger der letzten Folge zu erklären.  Auch die folgenden Teile benutzen Rück­ blenden. Die Zeitreise sieht dabei ähnlich  aus wie der Vorspann von der Serie „Twi­ light Zone“.

In einer leider  unbekannten Zeit treffen  die  Ducks   in  der  Stadt  Too­Tei,  das   wie  das Wort Toupet ausgesprochen wird, die  Weissagerin Sen­Sen und den machtgieri­ gen Scharlatan Mung­Ho.  Dagobert bezeichnet die Stadt als 24karä­ tig,   was   ein   wenig   an   die   ebenfalls  fernöstliche   Stadt   der   goldenen   Dächer  aus   dem   gleichnamigen   Barks­Comic  (City of Golden Roofs) erinnert. In   der   ersten   Folge   der   zweiten   Staffel  wurde   es   angedeutet,   aber   hier   zeigt   es  sich  erst  deutlich,  dass  Dagobert  wieder  brummiger wird und sich mit Bubba erst  länger befassen muss, um dessen Qualitä­ ten   zu   erkennen.   Interessant   ist   auch,  dass   sowohl   Bubba   als   auch   Quack,   die  beide von Dagobert als Idioten bezeichnet  werden, rote Haare haben. Es könnte ent­ weder   eine   Verwandtschaft   über   einige  Jahrhunderte   bestehen   oder   das   Vorur­ teil, dass rothaarige Menschen blöde wä­ ren.   Dabei   zeigt   gerade  Quack  in   dieser  Folge ein Talent für Schneeskulpturen. Wie auch in der Folge „Das geheimnisvol­ le   Schiff“   kommentiert   Dagobert   sein  Geldschwimmen im Schatz des Einzigar­ tigen mit „Ich liebe es, mich darin zu tum­ meln wie ein Delfin, mich hindurch zu ar­ beiten wie ein Rückenschwimmer, es hoch  zu werfen, dass es mir auf den Kopf ha­ gelt“,   was   den   Barks­Comic   „Der   arme,  alte Mann“ (Only A Poor Old Man) zitiert.  Als Bubba ebenfalls in den Schatz sprin­ gen möchte, zeigt sich mit seinem Bauch­ platscher, dass dies wohl nur mit Übung 

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möglich ist. So konnten es die Drillinge in  der Folge  „Das   Tal  der goldenen  Sonne“  auch noch nicht und lernten es langsam,  um dann zum Beispiel in „Verwirrung bei  den   irritierten   Iren“   oder   „Reise   in   die  Vergangenheit“ dazu in der Lage zu sein. Als   Dagobert   bemerkt,   dass   der   Schatz  dem Volk  gestohlen wurde, zeigt  er sich  angewidert, obwohl auch er mehrfach ge­ fundene   Schätze   für   sich   selbst   bean­ spruchte und noch in der Folge zuvor be­ hauptete, dass er gelegentlich pfuscht, um  mehr zu verdienen. Quack hat sich in Sen­Sen verguckt und  deutet mehrfach an, dass er lieber bleiben  würde   als   wieder   in   die   Gegenwart   zu­ rückzukehren, was seinem Entschluss in  „Ein Bruchpilot spielt 007“ widerspricht.  Dort   versagte   er   sich   der   gemeinsamen  Zukunft mit der schönen Feder Galore.  Ein   Running­Gag   der   Folge   ist   es,   dass  alle dank Bubba statt Dagobert Dagolart  sagen. Sobald dieser sie aber verbessert,  entgegnet   man   nur   „Und   wenn   schon“  („Whatever“). Beim  kurzen  Schlecken  am Bombastium  verschwindet Track kurz und kommt mit  einer Rüstung der alten Römer wieder zu­ rück. Dies geschah Daniel Düsentrieb in­ teressanterweise nicht. Auch   hier   wird   mit   Quacks   Kommentar  „Und vorwärts geht’s in die Zukunft“ auf  den  Film   „Zurück  in  die  Zukunft“   ange­ spielt.


Fazit:  Wenn   die   Ducks   schon   in   einer  Zeitmaschine   sitzen,   soll   man   das   auch  nutzen!   Hier   geht   es   ins   alte   Asien,   wo 

Bubba  sich  als  durchaus  nützlich  erwei­ sen kann, wenn er bisher schon keine cha­ rakterlichen   Stärken   beweisen   durfte. 

Der religiöse Unterton ist aber ein wenig  unpassend für eine Disneyserie, wobei er  wenigstens nicht wertend ist.

Zitate: Dagobert: Unsinn. Prophezeiungen sind nichts als abergläubischer Quark! Sen­Sen: Oh nein, Herr, alles wird vom Schicksal gelenkt!  ­ Quack: Ach, die ist klasse. Was meint ihr, ob ich Eindruck auf sie gemacht habe? Tick: Was meinst du, als du die Figur umgekippt hast oder als du gegen die Tür gebrummt bist? ­ Dagobert: Kehrt um, ihr dummgesichtigen Hunde, ihr kommt nie an Dagobert Duck vorbei! ­ Dagobert: Nanu, sollte nicht ein gütiges Schicksal uns helfen? Sen­Sen: Ein bisschen nachzuhelfen schadet nie. ­ Quack: Wartet, ich glaube, ich habe eine Idee! Dagobert: Wunder geschehen immer wieder!

68. Bubba und sein Trampeltier [3] (Bubba Trubba) Teletext:  Als Dagobert nach diesem auf­ regenden   Abenteuer   nach   Hause   zurück­ kehrt,   wartet   Daniel   Düsentrieb   bereits   auf   ihn.   Er   erklärt   ihm,   daß   er   Bubba   wieder in seine Zeit  zurückbringen muß,   weil er sonst den Lauf der Geschichte und   damit   auch   seinen   Reichtum   gefährdet.   Bevor Dagobert handeln kann, wird Bub­ ba von Mac Moneysack gekidnappt...

Nicky wieder ein feindliches Feld zu einer  dummen Ziege. So hält Nicky den Zwerg­ Elefantensaurier Treter für ein Pony, ob­ wohl sie noch in der Folge „Die verlorene  Welt“   Wissen   über   Dinos   sammelte.   Die  Drillinge zicken sie sofort an, da sie jetzt  einen neuen Freund haben, der wohl als  Doofy­Ersatz fungiert. 

Regie: Bob Hathcock, Jamie Mitchell,  James T. Walker Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Len Uhley US­Ausstrahlung: 24.09.1989 (Folge 68) Deutsche Ausstrahlung: 20.01.1996 Handlungsort: Entenhausen  (Düsentrieb­Werkstatt, Villa Duck,  Moneysacs Wohnung, Schule,  Rosenverein, Museum) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Anscheinend   war   die   letzte  Folge so unwichtig, dass sie nicht einmal  in der Rückblende zu Anfang der diesen  wiederholt wird. Hier sieht man als Erfindung von Daniel  Düsentrieb  einen selbstaufblasbaren  Ba­ seballhandschuh,   die   Zeit­Rückgang­ Maschine   heißt   auch   auf   einmal   Zeiten­ springer. Kaum wird Bubba in die Familie aufge­ nommen, wird aus dem gut ausgearbeite­ ten Verhältnis der Drillinge zur cleveren 

In einer Fernseh­Montage sieht man We­ bra Walters wieder (andere Auftritte sind  in   den   Folgen   „Bis   dass   das   Geld   euch  scheidet“,   „Gundels   Gaukelei“,   „Die   Gol­ dene Gans ­ Teil 2“, „Ein kleiner Verdacht  wäre   schon   schön“   und   „Der   maskierte  Enterich“,   in   den   Folgen   „Die   Krach­ Bumm­Ente“ und „Hellseherin wider Wil­ len“   wurde   sie   als   Wackeleia   Watschel  übersetzt),   in   der   Schule   der   Drillinge  sieht   man   die   Lehrerin   Frau   Quacken­ busch   aus   „Der   Schrecken   des   Univer­ sums“,   die   hier   allerdings   nur   dieselbe  Kleider   trägt,   Frisur   und   Gesicht   sind  komplett anders. In den weiteren Folgen 

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„Dummheit   als   Happy   End“   und   „Wenn  heut am Freitag Samstag wär“ taucht sie  auch   wieder  auf.   Sie  tanzt   auch  bei   der  Gesangsnummer   mit,   nur   der   Direktor  schmeißt Bubba raus. Da Dagobert sich noch immer gegen Bub­ ba   sträubt,   nimmt   Frieda   ihn   mit   zur  Teegesellschaft   des   Entenhausener   Ro­ senvereins. Dort trägt Frieda ihre Brille  nicht, bietet aber Bubba ein Gespräch mit  der Vorsitzenden Madeline Parvenue an.  Wegen   dem   entstandenen   Chaos   wird  Frieda   nicht   nur   haftbar   gemacht,   son­ dern bis Dezember 1999 aus dem Rosen­ verein   geworfen.   Der   Schluss   liegt   also  nahe, dass die Serie vor 1999 spielt. Burger   hält   Karlchens   Verkleidung   als  alte Dame für Oma Knack, doch nach ei­ ner Weile meint er, dass Omas Bart dunk­ ler   wäre.   Das   Museum,   das   Quack   mit  Bubba besucht, taucht wieder in der Fol­ ge „Die Kronjuwelen“ auf. Dagoberts Gewissen, das so aussieht wie  er, nur viel kleiner, ist wohl eine Kombi­ nation   vom   Schulter­Engel   und   Jiminy  Cricket   aus   „Pinocchio“.   „Ich   bin   schon  mit Schwererem fertig geworden. Ich bin  immerhin   härter   als   die   Härtesten   und  schlauer  als  die  Schlauesten!“,  damit  zi­ tiert Dagobert aus dem Barks­Comic „Der  arme, alte Mann“ (Only A Poor Old Man). Wenn Dagobert durch seine Besitzmarken  die   Diamantenhöhle   bereits   gehört, 


braucht er Moneysac doch kein Geld mehr  zu geben. Im Gegenteil, er kann das Ge­ schäft   rückgängig   machen   und   trotzdem  seine Höhle schröpfen!

Fazit:  Obwohl   Bubba   seine   Nützlichkeit  bewies, wird  er hier nun herumgereicht.  Jeder   versucht   dabei,   Bubba   für   die   je­

weils   eigenen   Zwecke   zu   missbrauchen,  was zwar zu einer schönen Musiknummer  führt,   aber   auch   zu   den   Schurken   am  Ende.

Zitate: Dagobert: Das war vielleicht eine Landung, Quack! Quack: Das war doch gar nichts, ich habe mit einem Einkaufswagen schon mehr demoliert! ­ Dagobert: Flink, flink, besohlen Sie ihre Maschine, bevor ich ihr den Hintern versohle! ­ Dagobert: Kann nicht schlafen, nicht denken, die Aktionkurse sind um 20 Punkte gefallen. Das alles wegen dieser Neander­Nervensäge! ­ Quack: Morgen, Herr Duck! Dagobert: Sie werden als Babysitter für Drachen und Ente einspringen! Quack: Ich glaube, ich hab was vergessen! Dagobert: Nein, warten Sie! Stop! Quack: Ich bin vielleicht bescheuert, aber doch nicht beknackt!

69. Entenjagd [4] (Ducks on the Lam) Teletext:  Dagobert macht Bubba für die   letzten unglücklichen Vorfälle verantwort­ lich und verhält sich ihm gegenüber sehr   unfair.   Mac   Moneysack   nutzt   die   Gunst   der   Stunde,   um   Dagobert   als   Betrüger   hinzustellen und hinter Gitter werfen zu   lassen.  Im  Gefängnis   bekommt   Dagobert   ein schlechtes Gewissen, weil er Bubba so   mies   behandelt   hat.   Er   beschließt,   ein   neues Kapitel aufzuschlagen und sein Ver­ halten zu ändern. Als er merkt, daß auch   Bubba hinter Gittern sitzt, brechen sie ge­ meinsam   aus   dem   Gefängnis   aus,   bevor   Dagobert  seinen Freund mit  der Zeitma­ schine zurück in die Vergangenheit bringt.

Regie: James T. Walker Drehbuch: Jymn Magon, Bruce  Talkington, Len Uhley US­Ausstrahlung: 01.10.1989 (Folge 69) Deutsche Ausstrahlung: 27.01.1996 Handlungsort: Entenhausen 

(Geldspeicher, Banken, Park, Villa Duck,  Gefängnis, Innenstadt) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Als   die   Panzerknacker   aus  dem Geldspeicher Moneysac anrufen, hat  Burger auf einmal Karlchens Stimme. Dagoberts Einfluss auf die Politik scheint  enorm zu sein: Statt die Polizei kommen  zu   lassen,   ist   hier   die   Armee   vor   Ort,  wohlbemerkt   aber   ohne   Donald.   (In   der  Folge „Invasion der Metallmilben“ lässt er  sogar die Nationalgarde holen, um seinen  Geldspeicher   zu   schützen.)   Sein   Sicher­ heitssystem,   mit   dem   sich   die   Panzer­ knacker   verteidigen,   sah   man   schon   in  „Der schiefe Turm von Peseta“ und „Ge­ wusst wie“ und sah auch dort so aus wie  das Hauptmenü des Nintendo­Videospiels  „DuckTales“.   Dieses   scheint   auch   ausge­ bildeten Ninjas überlegen zu sein. „Hat Ihnen schon einmal jemand gesagt,  dass   Sie   ein   hinterfotziger,   verabscheu­ ungswürdiger   Aasgeier   sind?“   Dagoberts  harsche Wortwahl überrascht, „hinterfot­ zig“ ist kein Ausdruck, den man in einer  Zeichentrickserie für Heranwachsende er­ wartet. Immerhin ist dies aber kein erstes  Mal:   Johann   wurde   von   den   Drillingen  schon   in   der   Folge   „Grüne   Woche   wider  Willen“ als Schisser bezeichnet.

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In   der   deutschen   Synchronisation   heißt  eine Bankangestellte Hulda, die im Origi­ nal keinen Namen trägt. Dasselbe betrifft  auch den Hund  Alfred, dessen Herrchen  mit ihm im Park spielt. Im   Park   ist   eine   Statue   von   Cornelius  Coot zu sehen, der in den Comics Enten­ hausen   gründete   und   in   den   deutschen  Comics Emil Erpel heißt. Auf der Suche nach Geld  ist im Kinder­ zimmer   ein   Donald­Duck­Heft   zu   sehen  mit dem Titel „COMX“, was wohl Comics  heißen   soll.   Dagoberts   Flügel   ist   wäh­ renddessen   auf   einmal   golden   statt  schwarz. Anscheinend sucht Familie Duck  überall   außer   im   Tresor   von   Dagoberts  Büro.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Dago­ bert   in   der   Serie   im   Gefängnis   landet. 


Einmal   landete   er   in   einer   Rückblende  laut   der   Folge   „Reise   in   die   Vergangen­ heit“ bei den Panzerknackern in die Zelle  und   ein   weiteres   Mal   landete   Dagobert  wegen scheinbaren Diebstahl in der Folge  „Ente   in   Orange“   in   die   Gefängnisinsel  Aquatraz.   Seine   Sträflingsnummer   ist  hier 32459. Ein Polizist nennt scherzhaft  Arnold   Entenegger   (im   Original   Quacky  Onassis), wobei der so parodierte Schwar­ zenegger  in  Entenhausen  laut  der  Folge  „Die Ducky Horror Picture Show“ Arnold  Schwarzenfeder   heißt.   Vielleicht   handelt  es sich dabei aber auch um zwei verschie­ dene Personen.  In der Zelle nebenan sitzt Bubba mit der  Sträflingsnummer 2010, sein Saurier Tre­ ter   hat   keine   eigene   Nummer.   Beim   ge­ meinsamen Ausbruch hört man einen Po­ lizisten,   der   die   deutsche   Synchronstim­ me von Donald Duck hat. Auch in der Fol­ ge   „Papier­Blüten­Träume“   hat   auf   ein­

mal ein Postbote Donalds Synchronstim­ me.   Treter   beweist   sich   bei   den   Verfol­ gungsjagden   als   mindestens   so   schnell  wie   ein   Auto,   aber   langsamer   als   Dago­ bert, wenn dieser mit einem Einkaufswa­ gen bergab fährt. (Zum Glück ist es nicht  Quack,   dieser   hätte   laut   letzter   Folge  weitaus mehr demoliert als Dagobert.)

Hexe   aus   dem   Film   „Der   Zauberer   von  Oz“ mit „I'll get you, laddie, and your litt­ le dinosaur too!“ (Die deutsche Synchron­ fassung  machte daraus  folgenden Dialog  mit Bubba: „Ooga­nooga nooga!“ „Ich wird  dir   gleich   einen   noog­ern!   Und   deinem  Dino   auch!“)   Seine   Kühlerfigur   hat   die  Form einer Gummi­Ente. Johann  nennt  gegen  Ende  in  Deutschen  sowie   Englischen   Shakespeare,   obwohl  dieser in der Folge „Viel Lärm um nichts“  noch als Quakespeare bezeichnet wurde.

Moneysac   zitiert   dabei   im   Original   die 

Fazit:  Viel Action, viele gute Gags, viele  herzzerreißende   Momente!   Aus   dieser  Folge   hätte   man   mehrere   machen   kön­ nen, was den bisherigen Folgen der zwei­ ten   Staffel   auch   nicht   geschadet   hätte.  Leider   neigt   diese   aber   auch   dazu,   die  erste   Staffel   zu   ignorieren,   was   Namen  und Parodien betrifft. Schade.

Zitate: Feldwebel: Es wird doch einen Weg geben, die Panzerknacker zu überwältigen, verehrter Herr Duck! Wenn ich nur wüsste, wo der Weg  ist!? Rückzug! Dagobert: Ach ja, von dem habe ich auch schon mal gehört. ­ Dagobert: Ich wette Diamanten gegen Zuckerkringel, dass Sie hinter dieser Nachahmergeschichte stecken! Moneysac: Ha! Sie kriegen ihre Kringel und da Sie wieder im Kittchen landen, bekomme ich Ihre Diamantenhöhle! ­ Tick: Also dann, mach’s gut, Bubba. Ruf mal an oder schreib ’ne Postkarte. Trick: Wie denn? Tick: Ach so, ja, sie kann nicht schreiben. Dann schick uns ein Telegramm. ­ Johann: Und deshalb mit den Worten des unsterblichen Herrn Shakespeare: Lassen Sie ein Loch in der Landschaft!

70. Bubbas Keller [5] (Ali Bubba's Cave)

Teletext:  Dagobert   Duck   und   seine   Freunde kehren auf die Insel zurück, um   sich dort einen Diamanten zu holen, mit   dem sie Mac Moneysack ausbezahlen kön­

nen.   Doch   der   ist   ihnen   bereits   zuvorge­ kommen und erwartet sie. Als die Ducks   schon glauben, das Spiel sei aus, fallen sie   in   eine   Höhle,   in   der   sie   auf   genügend   Reichtümer stoßen, um Moneysack zu be­ zahlen. Der hat unterdessen den Ausgang   der   Höhle   blockiert,   doch   Bubba   kommt   gerade noch rechtzeitig, um seinen Freun­ den zu helfen...

Schloss, Mount Rushmore

Regie: James T. Walker Drehbuch:  Jymn   Magon,   Bruce  Talkington, Doug Hutchinson, Len Uhley US­Ausstrahlung: 08.10.1989 (Folge 70) Deutsche Ausstrahlung: 03.02.1996 Handlungsort: Schnabeltierinsel, Gizeh, 

Als   Bubba   die   Zeitmaschine   selbst   be­ dient, gerät er ins alte Ägypten, wo an der  Sphinx   gearbeitet   wird,   und   rammt   ihr  aus Versehen die Nase ab. Derselbe Gag  wurde   Jahre   später   für   den   Disneyfilm  „Aladdin“ recyclet. Später erwischt er das  Europa des Mittelalters, wo ein Narr ver­

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Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Dagobert   und   Quack   geben  sich überrascht, dass die Landung auf der  Schnabeltierinsel reibungsfrei verlief, da­ bei   landete   Quack   schon   mehrfach   ohne  Bruch.  Quacks   Jacke   ist  luftdicht,  wenn  man sie schließt.


sucht, durch angeklebte Flügel das  Flie­ gen zu lernen, was an die Sage des Ikarus  erinnert. 

kommt   keiner   auf   die   Idee,   dass   Bubba  auf   die   Dinosaurier­Insel   von   der   Folge  „Die verlorene Welt“ zu bringen.

In   unterirdischen   Höhlen   treffen   die  Ducks auf Seeungeheuer und riesige Pil­ ze,   aber   auf   keinen   Erdfermianer.   Auch 

Fazit:  Die Geschichte um Bubba ist nun  vorbei und Dagobert scheint nun endlich 

das   Haustier   zu   haben,   was   er   seit   der  Folge   „Die   Lemminge“   bekommen   sollte.  Leider   bedeutet   die   Eingliederung   von  Bubba   innerhalb   dieser   Folgen,   dass  Nicky stark zurückstecken musste. Doch  dies könnte sich schon mit der nächsten  Folge ändern.

Zitate: Dagobert: Ich fasse es nicht, Sie haben uns wirklich ohne Bruchlandung runtergebracht! Quack: Das hat mir noch gefehlt! Damit ist mein Ruf ruiniert! ­ Dagobert: Ihr widerwärtigen, stinkigen, elenden, dreckigen­ Kuno: Na, na, na! Achten Sie bitte auf Ihre Worte Sir, doch nicht vor den Kindern! ­ Dagobert: Also Quack, diesmal haben Sie sich selbst übertroffen. Quack: Danke, Herr Duck! Dagobert: Das war nicht als Kompliment gedacht. Quack: Ich bin eben schon mit Kleinigkeiten zufrieden. Dagobert: Haben Sie schon einmal über eine Karriere bei einem Abbruchunternehmen   nachgedacht? ­ Track: Ihr werdet es nicht glauben, das blöde Ding kommt uns nach! Ein Glück, dass es blöde ist, so kommt es wenigstens nicht hier rauf. ­ Track: Hat das Vieh denn nicht anderes zu tun, als uns zu jagen? ­ Karlchen: Das kommt davon, wenn man für einen Trottel wie Moneysac arbeitet! Kuno: Ja, das bringt einen doch fast dazu, dass man noch ehrlich wird! Karlchen und Burger: Nee!

71. Das Affentheater (Attack of the 50­foot Webby) Teletext:  Webby plumpst in eine Zauber­ quelle und wird zu einem Riesen von 50   Fuß. Dagobert sucht eine Möglichkeit, ihr   zu  helfen.  Ein  Zirkusbesitzer  will  Webby   für seine Freakshow kidnappen.

Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Zirkus Birkus, Innenstadt,  Wolkenkratzer), Afrika Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Der englische Titel spielt auf  den   Film   „Angriff   der   20­Meter­Frau“  („Attack of the 50 Foot Woman“) aus dem  Jahre 1958 an, der deutsche hingegen ist  der am meisten benutzte Kalauer der Fol­ ge. Dagobert   sucht   in   Afrika   den   lang­ schwänzigen Gorilla für seinen Dagobert­ Duck­Auto­Safari­Park. Ein weiteres Tier,  das im Urwald lebt und für seinen langen  Schwanz bekannt ist, ist das  Marsupila­ mi, das vielleicht als Inspiration diente.

Regie: Jamie Mitchell, James T. Walker,  Bob Hathcock Drehbuch: Mark Seidenberg, Alan  Burnett US­Ausstrahlung: 15.10.1989 (Folge 91) Deutsche Ausstrahlung: 09.12.1995

Natürlich wird wieder Nickys Charakter­ entwicklung   auf   Null   gesetzt,   damit   sie  sich  wieder als   cleveres   Mädchen  bewei­ sen   muss.   So   schimpft   sie   „Den   Jungs  würde schon was einfallen, wenn man sie 

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nicht   mitnehmen   würde,   und   mir   wird  auch was einfallen“, womit sie recht hat,  immerhin war sie dazu in den Folgen „Im  ewigen   Eis“   und   „Die   verlorene   Welt“  durchaus in der Lage. Außerdem wird sie  immer als klein bezeichnet, obwohl sie ge­ nauso groß ist wie die Drillinge. Der   Zirkus   Birkus   (im   Original   Circus  Barkus) vom Glücklichen Jack hat seine  beste Zeit hinter sich. So beschweren sich  eine   bärtige   Dame,   ein   Dompteuren   mit  Löwen,   eine   halb­Dame­halb­Mann­Per­ son und ein Clown über ausbleibende Ga­ gen   und   kündigen   allesamt.   Weiterhin  werden Trampolin­Brüder genannt, deren  Anstellung aber nicht weiter thematisiert  wird. Die   hier   gezeigten   Panzerknacker   sind  Burger,   Karlchen,   Kuno   und   Schlabber,  allerdings stimmen ihre Nummern nicht.  Schlabber hat laut Karlchen Geburtstag.


Als   Burger   sich   auf   Zuckerwatte   freut,  hat   seine   Maske   dieselbe   Färbung   wie  sein Gesicht, als er im Dschungel eine rie­ sige  Banane  entdeckt,  passiert  dasselbe.  Nickys   Bein   wird   weiß,   als   Track   sie  fragt, wie sie so groß wurde. Das   Wachstum   von   Tieren   (z.B.   Libelle,  Schmetterling, Affe und Käfer) war auch  schon   Thema   des   Barks­Comics   „Eine  würzige Geschichte“ (A Spicy Tale), in der  das Wachstum ebenfalls auf einen See zu­ rückzuführen   war.   Am   Stadtpanorama  von   Entenhausen   erkennt   man   auf   der  anderen Seite der Brücke eine Freiheits­ statue. Diese sieht man auch in der Folge  „Die Krach­Bumm­Ente“. Die rettende Hilfe stammt von Professor  von Schwein, der seinem Ausruf „Bei mei­ nen Lederhosen“ nach anscheinend Deut­ scher ist. Man sieht ihn übrigens auch in  der Folge „Gewusst wie“. Beim Austausch  nach  Neu­Guinea  traf  er  einen  Medizin­ mann, der ihm eine Schrumpfkopfmixtur  beibrachte,   doch   zum   Glück   stehen   die  Zutaten   (Fledermaus­Flügel,   Mistkäfer­

staub, drei Haare eines langschwänzigen  Affens) auch im Schlauen Buch.

In dieser Folge ist auch wieder das Kum­ merzimmer   zu   sehen,   der   schon   in   den  Folgen   „Das   geheimnisvolle   Schiff“   und  „Die  Kronjuwelen“ zu sehen ist und  aus  den Barks­Comics „Hans Hackebeil“ (The  Paul  Bunyan Machine),  „Die Geldquelle“  (The   Money   Well)   und   „Land   unter   der  Erdkruste“   (Land   Beneath   the   Ground!)  stammt. Als   gewachsene   Nicky   verspeist   sie 

abends   300   Duckburger   von   McDuckels,  was wohl auf die Fast­Food­Kette McDo­ nalds anspielen soll. Als die Jungs vor Nickys Tränen fliehen,  erinnert   das   an   „Alice   im   Wunderland“,  wo   die   Tränen   einer   großen   Alice   zu  Überflutungen führten. Beim   Gucken   eines   Godzilla­Films   lässt  sich   Nicky   zur   Aussage   „Oh,   das   arme  kleine   Ding“   hinreißen.   Überhaupt   lässt  ihre Tierliebe erst die Freundschaft zum  langschwänzigen   Gorilla   zu,   den   sie  Strubbel   nennt.   Gemeinsam  klettern   sie  später   auf   einen   Wolkenkratzer   Dago­ berts, was auf „King Kong und die weiße  Frau“ anspielt. Fazit:  Und   vorbei   die   Entwicklung   der  schwächlichen Nicky zu einem voll eman­ zipierten Mädchen wie in einigen frühe­ ren   Folgen!   Hier   spielt   Nicky   die   ganze  Folge   lang   die   Jungfrau   in   Nöten,   wäh­ rend Dagobert die Drillinge auf Abenteu­ er mitnimmt und die Drillinge mit Bubby  spielen. Bedauerlich!

Zitate: Tick: Fang an zu zählen! Bubba: Eins, zwei und äh, noch eins. ­ Dagobert: Der Dagobert­Duck­Auto­Safari­Park! Von weit her würden sie kommen, um Affen zu begaffen! ­ Glücklicher Jack: Was ist das? Dagobert macht Affentheater wegen eines Affens? ­ Nicky: Ich werde euch bestimmt nicht zur Last fallen, ich habe alles mitgebracht, was ich dringend brauch: Mein Quacky­Püppchen,   Ersatz­Haarschleifen und eine Kanne voll Kakao! Du merkst überhaupt nicht, dass ich da bin, Onkel! (zu den Drillingen) Und ihr   auch nicht, ihr habt ja Übung darin! ­ Glücklicher Jack: Da sitzt ja meine Einnahmequelle! Hinterher! ­ Kommissar Dickbauch: Ja, Herr Bürgermeister, holen Sie die Armee, die Luftwaffe, die Gänsewache!

72. Papier­Blüten­Träume (Ducky Mountain High) Teletext:  Dagobert und Glomgold entde­ cken,   dass   es   auf   dem   Grundstück   von   Glittering Goldy eine Goldader gibt. Beide   machen ihr den Hof mit der Absicht, ihr   Land zu kaufen. Glomgold geht dabei un­ fair vor. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Rich Fogel, David Weimers,  Ken Koonce US­Ausstrahlung: 22.10.1989 (Folge 94)

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Deutsche Ausstrahlung: 16.12.1995 Handlungsort: Entenhausen (Mo­ neysacs Haus, Villa Duck), Goldies Land Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): In der US­Reihenfolge ist die­ se Folge die letzte mit Bubba und Goldie. Dagobert kauft Moneysac für eine Million  Taler eine Erdnussfarm ab, da er in Zu­ kunft ein Erdnussöl­betriebenes Auto ver­ kaufen möchte, den Erdnuss SX.


Moneysac   lässt   seinen   Füller   an   einer  Kette,   damit   Dagobert   ihn   nicht   ein­ steckt.   Seine   Postleitzahl   ist   laut   Dago­ berts Scheck an ihn 71602. Kurz   nachdem   Dagobert   einen   Duft   als  köstlich   bezeichnet,   nennen   zwei   Jungs  und er ihre Lieblingsdüfte. So mag Trick  den Duft von Erdbeere, Track den von La­ kritze   und   Dagobert   natürlich   den   von  Gold.   Auch   Moneysac   kann   später   die  Spuren Gold im Briefpapier von Dagobert  erriechen. Der Wald, aus denen Dagoberts Papierfa­ briken   ihre   Bäume   holen,   sind   in   den  Ducky­Mountains,   die   an   die   Rocky­ Mountains   anspielen.   Dort   findet   Dago­ bert   goldene   Bäume,   was   vielleicht   an  den   Barks­Comic   „Der   goldene   Weih­ nachtsbaum“   (The   Golden   Christmas  Tree) anspielen. Der Postbote hat Donalds  deutsche Syn­ chronstimme,  ähnlich  wie  ein Polizist  in  der Folge „Entenjagd“.

Die goldenen Bäume sind auf Glitzer­Gol­ dies   Gelände,   um   das   Dagobert   sie   nun  betrügen   möchte.   Moneysac   wiederum  möchte Dagobert betrügen und sucht sich  so Hilfe von den Panzerknackern der Ge­ gend,   dem   recht   kurzen   Badwood,   dem  massiven Mackie und dem Schwein Spe­ ckie. Badwood behauptet, die drei wären  Zwillinge   (vielleicht   meint   er   Drillinge?)  und Speckie wäre nur durch eine schwere  Schweinegrippe   so   geendet,   im   Original  heißen   die   drei   Backwards,   Binky   und  Bacon.   Badwood   ist   der   einzige   Panzer­ knacker in der Serie, der einen Schnauzer  trägt, während Mackie einen Vollbart hat  und der einzige ist, den man nie sprechen  hört. Als die Panzerknacker einen Stein auf die  Ducks   rollen,   rufen  die   Drillinge   „Onkel  Dagobert!   Pass   auf!“   Währenddessen  färbt sich Ticks Oberteil kurz blau.

beit wieder als unbrauchbar zu reklamie­ ren. Um Dagobert als Konkurrenz auszuschal­ ten,   greift   Moneysac   hier   zu   ungewöhn­ lich fiesen Mitteln: Er fesselt Dagobert an  einen Holzstamm, der ein Laufband wei­ ter von einer Kreissäge in Form geschnit­ ten werden soll. Fazit:  In   den   Comics   ist   Moneysac   wie  ein böser Zwilling von Dagobert, so über­ rascht   es   wenig,   dass   beide   versuchen,  Goldie durch Schmeichelei ihre Goldader  billig   abzuschwatzen.   So   ist   diese   Folge  ein   recht   spannendes   Wiedersehen   mit  ihr, was weniger auf Vertrauen, Liebe und  andere zwischenmenschliche Werte setzt,  sondern auf blanke Tricks. Und durch ein  unerwartetes   Ende   lohnt   sich   glatt   ein  zweites Gucken der Folge.

Goldies deutsche Synchronstimme ist hier  eine   andere   als   noch   in   der   Folge   „Im  Goldrausch“. Auf Dagoberts Rückfrage er­ zählt sie, dass sie Dagoberts Claim leer­ geräumt   hat   und   nun   dank   Holzfällerei  ein lukrativeres Geschäft betreibt. Dagobert und Moneysac führen beide Gol­ die zur Elchkopfhütte aus, wofür sie sich  nicht nur ihr altes Kleid anzog, sondern  auch die Haare färbte. Als Dagobert nach  zähen   Verhandlungen   den   Zuschlag   be­ kommt, kauft er sich einen Hechsler, Ket­ tensägen,   Schaufeln,   Termitenspray   und  Biberabwehrmittel, um alles nach der Ar­

Zitate: Track: Sei nicht zu streng zu ihm, Onkel Dagobert! Tick: Genau! Seit er den 24­Stunden­Sportkanal entdeckt hat, ist er ganz hin und weg vor sportlicher Begeisterung. Dagobert: Er soll sofort aufhören, bevor meine teure Villa hin und weg ist! ­ Dagobert: Fliegen Sie bitte eine Schleife, Quack. Quack: Alles klar, Herr Duck, ich schleife Ihnen alles, was Sie wollen. ­ Dagobert: Gold! Trick: Wo? Track: Ich kann nichts sehen! Dagobert: Aber das springt doch ins Auge! Seht ihr, eine goldene Tannen­Nadel! Trick: Also, von Weitsichtigkeit habe ich schon gehört, aber Goldsichtigkeit? ­ Dagobert: Nun, wie finden Sie meine Gamaschen aus Waschbärleder? Quack: Bei mir würden die blöde aussehen, aber Sie sind reich, da wirken die elegant. Hoffentlich haben Sie für die Lappen nicht zu   viele Lappen hinblättern müssen. Dagobert: Ich schreibe sie als Geschäftsinvestition bei der Steuer ab. ­ Moneysac: Nicht zu fassen, dass ich mit einem Schwein zusammen arbeite! (Speckie quiekt) Moneysac: Was hat er gesagt?

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Badwood: Er hat gesagt, er kann es auch nicht fassen. ­ Dagobert: Weißt du, Goldie, im Leben eines Mannes kommt der Moment, da will er einfach mehr. Er viel seinen Besitz erweitern, er   denkt an die Vermehrung seines­ Goldie: Ja so was, soll das etwa ein Heiratsantrag werden? Dagobert: Nein, ich möchte dein Land kaufen. Parzelle 3289 Plan 276. ­ Moneysac: Jetzt glauben Sie bloß nicht, dass Sie gewonnen haben, Herr Duck! Es gibt mehr als einen Weg, einen Gauner zu   begaunern. ­ Moneysac: Wie kommen Sie darauf? Ich habe sie offen und anständig gestohlen! ­ Dagobert: Hilfe! Alle außer Quack: Helft mir!

73. Gewusst wie (Yuppy Ducks) Teletext:  Dagobert ist nicht da. Die Nef­ fen   wollen   seinen   Platz   einnehmen   und   machen   Geschäfte.   Im   Nu   ist   der   Geld­ speicher leer. Dank der Kinderarbeitgeset­ ze  sind   ihre   Geschäfte  aber  nicht   rechts­ kräftig. Regie: Jamie Mitchell, James T. Walker,  Bob Hathcock Drehbuch: David Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 29.10.1989 (Folge 88) Deutsche Ausstrahlung: 30.03.1996 Handlungsort: Entenhausen (Eisdiele,  Geldspeicher, Gratis­Klinik, Kur,  Dagobert­Wolkenkratzer) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Obwohl   die   Drillinge   häufig  und gerne zur Eisdiele gehen (etwa in den  Folgen „Die Wunderlampe“ und „Ente in  Orange“), sind ihnen diesmal die dortigen  Geschmacksrichtungen (Schokolade, Erd­ beere und Vanille) schlicht zu wenig, auf  ihre Vorschläge (Banane und Erdnussbut­ ter)   wird   dort   auch   nicht   eingegangen.  Laut der Folge „Ente in Orange“ soll die  Eisdiele auch Pfefferminzeis führen, was  Dagobert besonders gerne isst. Der Elchkopf aus der Folge „Schattenspie­ le“ ist im Geldspeicher zu sehen. Die   Drillinge   sagen   von   sich,   dass   sie  zehn Jahre alt sind. Fräulein Federwisch ist hier wieder zu se­ hen und zu hören. In   der   Gratis­Klinik   von   Doktor   von  Schwein,   in   die   Dagobert   wegen   seinem  vermeintlichen Goldfieber geht, steht auf 

dem Sehtest „Ask about Illuminati“, in ei­ ner anderen Szene aber etwas ganz ande­ res.   Den   Arzt   sieht   man   als   Professor  auch   in   der   Folge   „Das   Affentheater“,  auch hier scheint der Arzt deutscher Her­ kunft zu sein, denn er meint, Sauerkraut  auf seinem Monokel zu haben. 

verschiedene   Milchshake­Sorten,   darun­ ter Wassermelone.

Doch Dagobert leidet nicht an Goldfieber  wie   in   der   Folge   „Das   Tal   der   goldenen  Sonne“, sondern an Geldläusen und muss  eine Woche in Quarantäne. Dr. von Schwein nennt eine Patientin aus  Rüsselsheim, die eine Schnabeltransplan­ tation   braucht.   Die   Stadt   gibt   es   in  Deutschland   wirklich,   eine   Schnabel­ transplantation gab es auch in der Folge  „Der Aufgeblasene und die Bienen“. In Dagoberts Zimmer ist auch Burger, der  eine   Lebensmittelvergiftung   von   einem  verdorbenen   Erdnussbuttersardellen­ Sandwich bekam. Bald wird er von Oma  Knack sowie Karlchen und Schlabber be­ sucht. Die Kinder gehen während Dagoberts Ab­ wesenheit   an   seine   private   Geschäftslei­ tung, so kauft Bubba bei Wilfried Brand­ gans   einen   Satz   Entenburg­Aktien   und  die   Drillinge   bei   Charlie   das   Baseball­ team Entenklein 04 (im Original Calisota  Stealers, was die einzige Stelle in der Se­ rie   sein   könnte,   wo   Entenhausens   Bun­ desstaat   Calisota   genannt   wird)   und  einen   Satz   Spielkarten.   Als   Dagoberts  Angestellten   sie   über   ihre   guten   Ent­ scheidungen in Kenntnis setzen, finanzie­ ren   sie   weiterhin   die   Eisdiele,   die   nun  „Haagen Duckz“ heißt (Anspielung an die  Eisfirma Haagen Daz) und sorgen für 31 

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Spätestens beim Besuch der Drillinge in  den   Duck­Automobilwerken   wird   klar,  dass die grobe Idee eines abwesenden Da­ goberts und das notwendige Übernehmen  eines Verwandten vom Barks­Comic „Er­ innerungen einer Chefsekretärin“ (Ruling  the Roost) stammt. Dort muss allerdings  Daisy die Entscheidungen fällen. Nach   einem   ungewöhnlichen   Autodesign  (HDL   500)   der   Jungs   schlagen   sie   statt  Zirkon­Ohrringen   welche   aus   UKW   vor,  mit  denen man auch Radio hören kann.  Sie tragen nun auch Anzüge und erinnern  generell   an   die   Zukunftsvision   aus   der  Folge   „Geschäftsgeist“.   Aus   dem   Vor­ schlag von Frau Fillys­Hochtrabend  vom  Erziehungsfernsehen,   eine   Reihe   über  Wörterbücher zu machen, machen sie Zei­ chentrickfilme, und beweisen mit dem Zu­ satz   „26   Stunden   am   Tag“,   dass   Erzie­ hungsfernsehen vielleicht doch notwendi­ ger gewesen wäre. Die Gebrüder Laufma­ sche   mit   Sockenhaltermodellen   sollen  laut den drei Ducks auf unbedruckte Ho­ senträger umsteigen.


gen   „Der   schiefe   Turm   von   Peseta“   und  „Entenjagd“   gezeigt   wurde   sowie   im  Menü   vom   Nintendo­Videospiel   „Duck­ Tales“. Auf einem Scheck, der während der Wo­ che   ausgefüllt   wurde,   als   Dagobert   im  Quarantäne lag, steht das Datum „Jan 16  1984“. 

Als die Panzerknacker auftauchen, benut­ zen   die   Drillinge   das   Panzerknacker­ Frühwarnsystem,   das   schon   in   den   Fol­

Die   Dame,   welche   Daniel   Düsentrieb   in  der Folge „Die Zeitwanne“ ihren Toaster  zur   Reparatur   gibt   und   in   „Kein   Rock  ohne   Oma“   Musikfan   ist,   arbeitet   an­ scheinend bei der Reklamation von Duck­ Produkten.

Wie in der Folge „Verwirrung bei den irri­ tierten   Iren“   spürt   Dagobert   hier   nach  dem   Durchschwimmen   seines   Geldes  kreuzergenau, ob etwas fehlt. Fazit: Diese Folge ist eine indirekte Fort­ setzung   zur   Folge   „Geschäftsgeist“,   wo  Dagobert den Drillingen gegen Ende jede  Trickserei   beim   Handeln   untersagte.   So  dürfte  es  keinen  verwundern,   dass   Geld  in den Händen der drei nun wie flüssiges  Wachs ist und die drei das Geld nur durch  den   faulsten   aller   Tricks   zurückgekom­ men,   nämlich   indem   sie   ihre   Geschäfte  für ungültig erklären.

Zitate: Dr. von Schwein: Sie müssen sofort in die Kantine! Dagobert: In die Kantine? Soll mich etwa das furchtbare Essen dort kurieren? Dr. von Schwein: Wieso habe ich Kantine gesagt? Ich meine Quarantäne, haha! Ich bin ein bisschen völlig durcheinander, wissen Sie?  ­ Dr. von Schwein: Die Geldläuse sterben in einer Woche ab, vorausgesetzt Sie haben keinen Kontakt mit Geld. Dagobert: Was, keinen Kontakt mit Geld? Ich überlebe die Woche womöglich nicht! ­ Oma Knack: Ich hoffe, Sie überstehen Ihren Zusammenbruch. Dagobert: Ich hatte keinen Zusammenbruch! Oma Knack: Den kriegen Sie, wenn Sie das nächste Mal ihren Geldspeicher betreten! ­ Tick: Wir wollten es dir ja nicht sagen, aber Track ist ein Vampir geworden Track: Oh, wie ist dein Hals so gut? Blut, Blut, Blut! Dagobert: Härt auf, rumzualbern, Kinder! ­ Oma Knack: Also Jungs, es geht los! Wir stürmen den Geldspeicher und nehmen keine Geisel, ist das klar?

74. Scheidung ohne Ehe (The Bride Wore Stripes) Drehbuch: George Atkins, David  Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 05.11.1989 (Folge 89) Deutsche Ausstrahlung: 25.11.1995 Handlungsort: Entenhausen  (Panzerknackerversteck im Wald,  Innenstadt, Bäckerei, Florist,  Kartenladen, Villa Duck, Gericht,  Geldspeicher)

Teletext:  Ma   Panzerknacker   überzeugt   das   Gericht   davon,   dass   sie   Dagoberts   Ehefrau ist. Sie zieht mit ihren Söhnen in   dessen Villa ein. Eine "Scheidung" würde   auch Dagoberts Vermögen halbieren. Was   soll der Geizhals tun? Regie: Jamie Mitchell, Bob Hathcock

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Das Versteck von Oma Knack  im Wald aus der Folge „Ein Held zum An­ fassen“   ist   zu   sehen.   Darin   sind   neben  Oma   Knack   auch   Burger,   Karlchen   und  Schlabber, Kuno ist laut Oma noch im Ge­ fängnis. Die Zeitschrift „Gepflegtes Heim  und Gefängniszelle“ (im Original „Better  Homes   and   Jail �� Cells“),   die  Oma   Knack  liest, ist eine Parodie der Zeitschrift „Bet­

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ter Homes and Gardens“. Oma Knack hat  zwei Herz­Tattoos, auf jedem Oberarm ei­ nes.

Es ist Friedas Geburtstag, weshalb Dago­ bert einen Kuchen kaufen muss. Die Ver­ käuferin   glaubt,   dass   dieser   für   Dago­ berts   Frau   wäre   und   fragt   flirtend, 


warum   er   denn   nicht   verheiratet   wäre.  Während   der   Einkaufstour   tragen   die  Drillinge nicht ihre Mützen.

linge:   Karlchen   trägt   rot,   Burger   grün  und Schlabber blau. Im Esszimmer ist ein Überwachungsmo­ nitor vom Tresorraum des Geldspeichers  hinter einem Gemälde versteckt.

Das Gericht ist dasselbe wie in der Folge  „Ente   in   Orange“,   nur   entscheidet   dies­ mal Richter Bob Anständig. Der Richter  sieht   dabei   so   aus   wie   in   beinahe   allen  Comics,   wo   die   Ducks   vor   Gericht   müs­ sen.   In   einer   späteren   Szene   kann   man  sogar Dagoberts Anwältin sehen. (Wo war  sie in der Folge „Ente in Orange“?) In dieser Folge geht eine Ming­Vase von  Dagobert kaputt, die ihn damals zehntau­ send Taler kostete. Die Villa Duck hat einen Dienstbotenflü­ gel. Burger versucht  im Bad,  „Turkey  in  the  Straw“   zu   singen,   was   schon   in   Disneys  ersten Cartoon mit Ton gepfiffen wurde,  nämlich in „Steamboast Willie“.

Dagobert meint, dass er lieber den weißen  Hai   knutschen   würde   als   Oma   Knack,  was   den   gleichnamigen   Film   referiert.  Oma Knack nennt als Serie, die sie gerne  sieht,   „Vater   ist   der   Beste“,   die   in   den  Fünfzigern lief. Nachdem Oma die Drillinge sowie Burger,  Karlchen   und   Schlabber   in   Matrosenan­ züge gesteckt hatte, tragen die Drillinge  und  Panzerknacker die Farben der Dril­

Hier wird Oma Knack das erste Mal fest­ genommen, während ihre Jungs entkom­ men.   In   den   meisten   anderen   Folgen  (etwa „Terror der Technik“ und „Ein Held  zum Anfassen“) mit ihr war es andersher­ um. Fazit:  Hier   wird   die   Idee   von  „Bis   dass  das Geld euch scheidet“ noch mal aufge­ griffen, aber komplett umgedreht: Die al­ leinerziehende   Oma   Knack   mogelt   sich  als Gattin von Dagobert durch. So kommt  sie an sein Geld ran und kann auch wei­ terhin ihre Enkel finanzieren. Eine sehr  clevere Folge!

Zitate: Karlchen: Oma hat aber eine Stinklaune! Schlabber: Das kannst du aber laut sagen, und wütend ist sie auch noch! ­ Johann: Kommst du des Wegs, kauf dir ’nen Keks. ­ Track: Onkel Dagobert, wie kannst du nur so knauserig sein? Dagobert: Übung macht den Meister! ­ Burger: Darf ich das obere Bett haben, Opa? Dagobert: Nein. Und nennen Sie mich nicht Opa. Karlchen. Wie du willst, Oma. ­ Oma Knack: Soll Mami nicht noch ein Abschiedsküsschen haben? Dagobert: Da knutsche ich doch lieber den weißen Hai! ­ Oma Knack: Burger, Lieber, sag doch ein Gedicht auf an unserem friedlichen Familienabend! Burger: Ach, Oma! Oma Knack: Ich sagte, ein Gedicht! Burger: Okay, okay, okay! Rosen sind rot und Veilchen sind blau, ein Unglück kommt selten allein, darum sind wir hier statt im Bau. Oma Knack: Na also, war das nicht herzergreifend?

75. Rock'n'roll und Julia (Bubbeo and Juliet) Teletext:  Bubba   verliebt   sich   in   Julia,   die mit ihren Eltern ins Haus nebenan ge­ zogen ist. Obwohl seine Annährungsversu­ che   nicht   grade   von   Zurückhaltung   ge­ prägt sind, dauert es eine Weile, bis Julia   ihn versteht. Zwischen den beiden entwi­ ckelt sich eine Freundschaft, die von Juli­ as Eltern nicht gerne gesehen wird. Sie ge­

raten mit  Dagobert  in  einen derart  kost­ spieligen Streit wegen Bubba, daß sie ihr   Vermögen darüber verlieren...

Deutsche Ausstrahlung: 07.10.1995 Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Villa Blurf, Sportplatz, Schule)

Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Evelyn Gabai, Doug  Hutchinson US­Ausstrahlung: 12.11.1989 (Folge 78)

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der   deutsche   und   englische  Titel   parodieren   natürlich   das   Shakes­ peare­Stück „Romeo und Julia“, das schon 

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in   der   Folge   „Viel   Lärm   um   nichts“   als  „Romelein und  Julchen“ bezeichnet wur­ de.

rend  die  Jungs  Baseball  spielen,  spielen  die Mädchen Volleyball. Dabei scheint es  keine Trennung der Klassen zu geben, so  spielen   die   Drillinge   mit   Bruiser   und  Bubba sowie July Blurf mit Nicky. Dagoberts Lieblingsessen ist laut Frieda  schottische Sauer­Scharfsuppe.

Laut Frieda gehen die Drillinge ab jetzt  in die fünfte Klasse. Das passt auch zu ih­ rem Alter von zehn Jahren aus der Folge  „Gewusst wie“. Dagoberts   Villa   war   mal   neben   dem  schönsten   Garten   der   Nachbarschaft,  doch seitdem Cookie Blurf und ihr Gatte  Tiny dort einzogen, sieht die Gegend laut  Frieda   nur   noch   geschmacklos   aus.   Das  Paar hat zehn Millionen Taler in der Lot­ terie   gewonnen   und   sind   so   Neureiche,  was Dagobert, der immer behauptet, für  sein Geld  gearbeitet zu haben, natürlich  komplett   verstört.   Zur   Familie   Blurf   ge­ hört auch die Tochter July und der Hund  Törtchen. Die Familie könnte gut die In­ spiration von Familie Wirrfuß aus „Dark­ wing Duck“ gewesen sein. Auf dem Sportplatz der Schule zeigt sich,  dass   nicht nur  Bully  Panzerknacker aus  der   Folge   „Der   Schrecken   des   Univer­ sums“   ein   Schulhofschläger   ist,   auch  Bruiser  zeigt   sich  als   kräftiger  Bursche,  der es liebt, andere zu schikanieren. Wäh­

Tinys   „riesenstarke,   affengeile,   scharfe  Grillsoße“ besteht aus  Knoblauch, Meer­ rettich,   Sauerkraut   und   einem   Schuss  Gummilösung,   „damit   sie   auf   den   Ripp­ chen auch kleben bleibt“. Die   ganze   Thematik   mit   unangenehmen  Nachbarn   wurde   sicherlich   von   den   Do­ nald­Comics mit seinem Nachbarn Zorn­ giebel inspiriert. Unter  den  Kostümen   bei   Julys   Geburts­ tagsfeier sind der Schrecken vom Amazo­ nas, Usagi Yojimbo und Spiderman. In ei­ ner anderen Szene sieht man als Kostü­ me einen wandelnden Baum, eine Vogel­ scheuche,   einen   Roboter   und   eine   junge  Dame, die unter der Maske wie eine alte  Hexe aussieht, was wohl an „Der Zaube­ rer   von   Oz“   anspielen   soll.   Cookie   und  Tiny   sind   Marie  Antoinette   und   Ludwig 

XVI. In Schrank von Dagoberts  Schlafzimmer  sind   neben   Büchern   auch   Schuhe,   ein  Dart­Spiel, ein Maschinengewehr, ein Vol­ leyball, ein Skateboard, ein Golfset, eine  Kuckucksuhr,   ein   großer   Würfel   und  Kreisel, ein Basketball und ein Baseball­ schläger.   Schließlich   findet   er   dort   auch  seinen Dudelsack aus der Folge „Reise in  die Vergangenheit“. Dadurch, dass er die­ sen auch noch spielt, kommt es zu seinem  vierten   Gefängnisaufenthalt   innerhalb  der   Serie,   weitere   waren   in   den   Folgen  „Reise   in   die   Vergangenheit“,   „Ente   in  Orange“ und „Entenjagd“, mal abgesehen  von   dem   aus   „Geschäftsgeist“.   Tiny   rea­ gierte mit einem Akkordeon, anscheinend  sind in Entenhausen diese beiden Instru­ mente besonders verhasst.  Während   der   ganzen   Folge   kommt   es  nicht zu den Veränderungen an der Villa  Duck,   die   Dagobert   plant   (Vergrößerung  der   Mauer,   Vernageln   aller   Fenster   in  Richtung Nachbar Blurfs). Auf Bubbas Abschiedsbrief ist kein einzi­ ges Wort zu lesen, da Bubba wohl kaum  Zeit hatte, in der Schule schreiben zu ler­ nen.   Trotzdem   scheint   Dagobert   in   der  Lage zu sein, den Zettel zu lesen.  Als am Ende die Familie Blurf schlicht zu  pleite ist, um weiter neben Dagobert woh­ nen zu können, spielt wohl auf den Maha­ radscha von Zasterabad  aus  dem Barks­ Comic „Der reichste Mann der Welt“ (Sta­ tuesque Spendthrifts) an. Fazit:  Amüsante   Kombination   von   Sha­ kespeare   und   Zorngiebel!   Die   Fantasie­ Szenen sind bemerkenswert stilisiert.

Zitate: Bubba: Ehrlich? Du Bubba magst? July: Nananana, nur mal nicht so schnell!  ­ Dagobert: Blurf, ich habe geschwiegen, als Sie mir meinen Garten ruiniert haben, meine Luft und meinen Ausblick, aber das hier ist   zuviel! Tiny Blurf: Ja, aber was ist denn? Was hat Ihnen die Petersilie verhagelt? Dagobert: Das ist ein Brief von meinem Grundstücksmakler! Er schreibt, die grässlichen Dinge, die Sie mit ihrem Haus angestellt   haben, haben den Wert meines Hauses um eine Million Taler gemindert! ­ Dagobert: Denkt nach! Wie können wir es diesen Leuten heimzahlen? Tick: Wir könnten sie mit Ballons bombardieren, die mit Farbe gefüllt sind, oder die Linienbusse durch ihren Garten umleiten! Dagobert: Oder ein paar tausend Flöhe durch ihren Kamin schütten! Track: Ehrlich, das habe ich nicht gewusst, dass das solchen Spaß macht, neue Nachbarn zu begrüßen! ­ Dagobert: Das bedeutet Krieg! Egal, was es kostet, ich vertreibe Sie aus meiner Nachbarschaft! Tiny: Ach ja? Bevor es soweit kommt, sind Sie doch längst auf die andere Seite des Planeten gezogen! Dagobert: Das wäre immer noch nicht weit genug weg von Ihnen!

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Dagobert: Diesmal schwimme ich lieber im Swimmingpool als im Geldspeicher. Johann: Du liebe Güte, schwimmen im Wasser! Was werden diesen Enten sich wohl als nächstes einfallen lassen? ­ Tiny: Das bringt meinen Speck zum Brutzeln! Cookie: Was? Dass der Nachbar zu solchen Mitteln greift? Tiny: Ach Unsinn, dass ich nicht zuerst drauf gekommen bin! ­ Cookie: Welcher Hebel ist die Bremse? […] Frieda: Natürlich wieder der, der klemmt.

76. Die Kronjuwelen (The Good Muddahs) Teletext:  Webbigail wird entführt. Dago­ bert   will  Lösegeld  zahlen.  Die  Entführer   ziehen es vor, sich fürsorglich um Webby   zu kümmern. Die macht ihnen ganz cool   klar, dass sie bei Dagobert besser aufgeho­ ben ist. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: David Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 19.11.1989 (Folge 79) Deutsche Ausstrahlung: 23.03.1996 Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Versteck der Panzerknacker­ Babies, Museum, Spielzeugladen,  Polizeistation) Dagobert­Erzählungen:  Er hatte keine  so   erfolgreiche   Ausstellung   wie   die   der  kalvadatsischen   Kronjuwelen   mehr   seit  der   Ausstellung   des   Schatzes   von   König  Rutten­Tutten. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Wieder   eine   Folge,   in   der  Nicky von den Jungs gemobbt wird. Falls  das   Mädchen   wirklich   eingebaut   wurde,  um mehr weibliche Zuschauer zu interes­ sieren, dürfte dieses immer wieder auftre­ tende Verhalten eine Beleidigung sein, so­ wohl   für   die   Mädels   als   auch   für   die  Jungs in der Zielgruppe, schließlich wird  man so weder den Drillingen noch Nicky  gerecht. Wenn Treter herumtobt, bebt die Erde, so  glaubt Frieda ein Erdbeben zu spüren, als  Bubba auf Treter Cowboy spielt. Statt   der   gewöhnlichen   Panzerknacker­ bande treten hier dessen Cousinen in Ak­ tion, die Panzerknacker­Babies. Ihre kräf­ tigere   Anführerin   heißt   Plem­Plem   (im  Original Bouffant), etwas energischer ist  Babydoll und von eher bescheidener Intel­

ligenz   ist   Bumm­Bumm.   Sie   tauchen   in  keiner weiteren Folge wieder auf. Im Ver­ gleich zu  den Panzerknackern haben sie  lila Masken und unterschiedliche Outfits.  Plem­Plem versteckt in ihrer Turmfrisur  ein   Gewehr   und   in   ihrer   Handtasche  Haarspray und einen Revolver. Babydoll   spricht   im   Original   wie   Bette  Davis und zitiert einige ihrer Filme. Vor dem Museum, in dem Dagobert eine  Woche   die   kalvadatsischen   Kronjuwelen  ausstellen   möchte,   sieht   man   ganz   kurz  zwei exakt gleich aussehende Damen. Das  Museum   ist   dasselbe   wie   in   der   Folge  „Bubba und sein Trampeltier“, die Kron­ juwelen nur eine Leihgabe. Hier   sieht   man   eine   Damentoilette   von  innen,   was   mit   dem   Plumpsklo   aus   der  Folge  „Superdoof“   eine  der   seltenen   Mo­ mente ist, wo man ein WC in DuckTales  sieht.   Später   nennt   Frieda   die   Panzer­ knacker­Babies   „leichte   Mädchen“,   was  ziemlich unerwartet für eine Serie ist, die  für Kinder geeignet sein soll. (Andere un­ gewohnt böse Wörter sind bisher „Schis­ ser“ von den Drillingen und „hinterfotzig“  von Dagobert.) Dagoberts   Kummerzimmer   aus   den   Fol­ gen „Das geheimnisvolle Schiff“ und „Das  Affentheater“   taucht   wieder   auf   und  stammt   aus   den   Barks­Comics   „Hans  Hackebeil“   (The   Paul   Bunyan   Machine),  „Die   Geldquelle“   (The   Money   Well)   und  „Land   unter   der   Erdkruste“   (Land   Be­ neath the Ground!). Einer der Polizisten, die frisch von der Po­ lizeischule kommen, soll mit seiner hohen  Stirn, großem Bauch und unordentlichem  Hemd   Ähnlichkeiten   mit   Mikey   aus   der  Zeichentrickserie   „Disneys   große   Pause“ 

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haben,   aber   ich   sehe   sie   nicht.   Da   die  Panzerknacker hinter Gittern sitzen, hat  das  ganze Revier Urlaub genommen, so­ dass   Dagobert   auf   die   Frischlinge   ange­ wiesen ist. Nickys Märchen­Wirrwarr gab es in ähn­ licher Form schon in der Folge „Die verlo­ rene Welt“, wo es  aber keinen zum Ein­ schlafen brachte. Die Polly­Putzig­Puppe, die Nicky statt ei­ ner Quacky­Quatsch­Puppe geschenkt be­ kommt,   könnte   auf   die   Spielzeug­Reihe  „Polly Pocket“ anspielen, die es ebenfalls  seit 1989 gibt. Der Spielzeughändler, bei  dem die Panzerknacker­Babies sie mitge­ hen   ließen,   heißt   laut   Nicky   Cleany,   er  gibt   ihr   häufiger   einen   Lutscher   und  scheint eine Familie zu haben. Um   die   Panzerknacker­Babies   auf’s  Kreuz   zu   legen   (obwohl   sie   inzwischen  schon   fast   ehrlich   wurden   durch   Nickys  Einfluss),   spielt   Nicky   auf   einmal   eine  harte Verbrecherdame und stellt die Dril­ linge und Bubba in Mafiosi­Kleidern als  der   linke   Track,   Tricky­Trickreich,   Tick  Tickarone und Bubba, der Steinzeit­Ram­ bo,   der   „Entenhausens   Antwort   auf   Al  Capone“ wäre. Dank   Nicky   möchte   Dagobert   noch   mal  Gnade   mit   den   Panzerknacker­Babies  walten  lassen und  sie  für einen  Kinder­ garten anstellen, aber da gehen die drei  Damen lieber ins Gefängnis. Fazit:  Wie   man’s   macht,   macht   man’s  verkehrt!   Die   Panzerknacker­Babies   las­ sen sich locker von Nicky dazu überreden,  vom   Verbrechen   abzuschwören,   aber   so­ bald Dagobert ihnen einen festen Job ver­ spricht, lehnen sie diesen ab. So kommt  es   weder   zur   Moral,   dass   verdorbene 


Menschen   nun   einmal   verdorben   sind,  noch zur Moral, dass Verbrecher missver­ standene Menschen sind, die eine zweite  Chance   verdienen.   Das   ist   zwar   schade,  nimmt dieser Folge aber nichts von ihrer 

Dynamik und Humor. Zugegeben   ist  das   Konzept   der   drei   Da­ men, die durch ein Ersatzkind  zu  guten  Müttern   werden   wollen,   extrem   sexis­

tisch,   aber   die   Gedanken,   dass   einige  Panzerknacker   unter   den   richtigen   Um­ ständen ehrlich werden würden, sind ein­ fach zu ungewöhnlich, um auf solche De­ tails zu achten.

Zitate: Plem­Plem: Schwein muss man haben, dann geht’s auch ohne Abitur! ­ Plem­Plem: Wo sind die Patronen? Bumm­Bumm: Du hast dich sehr prazise ausgedrückt. Du sagtest „Hol die Schießprügel“, von Patronen hast du überhaupt kein Wort   gesagt. Babydoll: Rein in die Toilette! Wachmann: Was jetzt? Da dürfen nur Frauen rein. ­ Bumm­Bumm: Ich erzähle Märchen prinzipiell nur vor Gericht! ­ Plem­Plem: Also, da war dieses Aschenputtel, es hatte zwei böse Stiefschwestern. Irgendwann hatte es die Nase voll, schmiss sie raus   und heiratete einen Prinzen. So, das war’s dann, gute Nacht! Nicky: Nein, nein, so geht die Geschichte aber nicht! Babydoll: Dann versuche ich mal mein Glück! Also, da waren diese wunderschönen Stiefschwestern, und die haben dieses ewig   quengelnde Balg, dieses Aschenputtel irgendwann an einen Stuhl gefesselt! Und dann musste es halb durchgebratene Ratten essen!  Nicky: So geht es auch nicht. Hört zu: Eines Tages kamen die Zwerge nach Hause und sagten: „Da hat ja jemand meinen Pantoffel   getragen!“ Und dann haben sie probiert, wem der passt und das war eben Aschenputtel! Und der Prinz küsste ihren Fuß und sie   wachte auf! Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch! ­ Plem­Plem: Wie wär’s denn, wenn ich in die Konditorei gehe und uns ein paar Pfannkuchen zum Frühstück klauen würde? Nicky: Oh ja, ich esse gern Pfannkuchen! Bumm­Bumm: Für mich lass bitte eine Flasche Saft mitgehen. Babydoll: Und für mich vielleicht ein, zwei Würstchen, so im Vorbeigehen Plem­Plem: Moment, das kann ich mir nicht alles merken, dafür muss ich mir eine Einklauliste machen! ­ Bumm­Bumm: Nur weil wir ein Kind entführten, muss es ja nicht direkt heißen, dass wir uns wie Verbrecher benehmen müssen! ­ Frieda: Keine verkommenen, verrotteten leichten Mädchen entführen mein kleines Mädchen! ­ Plem­Plem: Los Schwestern, machen wir es wie die Maschen in den Nylons, laufen wir! ­ Trick: Kein Naseweiß weiß, was Bubbas Nase weiß! ­ Babydoll: Der Ofen ist aus! Wer zuletzt ins Gefängnis kommt, kriegt das unterste Bett! ­ Bumm­Bumm: Darf ich dir einen Kuss rauben? Das verstößt doch nicht gegen das Gesetz, oder?

77. Dummheit als Happy­End (Bubba's Big Brainstorm) Teletext:  Düsentrieb schenkt Bubba eine   "Denkkappe".   Damit   wird   er   schlauer,   aber auch eingebildeter. Außerdem verliert   er seinen Instinkt. Dadurch bemerkt er die   Monster nicht mehr Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Evelyn Gabai, Mark  Seidenberg US­Ausstrahlung: 26.11.1989 (Folge 83)

Deutsche Ausstrahlung: 04.11.1995 Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Düsentrieb­Werkstatt, Schule,  Denk­Tank), Südamerika Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Die   Drillinge   weisen   hier  glatte Einserzeugnisse  vor, was   sie noch  in   der   Folge   „Der   Riesenhai“   als   See­ mannsgarn   bezeichneten,   denn   selbst   in 

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„Gewusst wie“ waren sie noch lange keine  Intelligenzbestien.   Bubbas   Noten   hinge­ gen sind so miserabel, dass das US­Ame­ rikanische   Benotungssystem,   das   von   A  als   beste   Note   bis   F   zur   schlechtesten  geht,   ihm   lauter   Zs   gab.   Später   sagt  Track,   dass   Bubba   in   die   erste   Klasse  ging und dort sitzenblieb. In   den   Comics   hat   Daniel   Düsentrieb 


auch häufiger eine Denk­Kappe, die seine  Gedanken bündeln soll, einen solchen Ap­ parat wie hier, der den Träger aber gene­ rell intelligenter macht, gab es speziell im  Barks­Comic „Die künstliche Kraftquelle“  (Mighty   But   Miserable).   Bubbas   Kopf  wird   durch   die   ansteigende   Intelligenz  immer größer.

feleisens. Die Drillinge bezeichnen Bubba  nun als „klugscheißerisch“, was ein unge­ wohnt harsches Wort für die Serie ist. An­ dere   Beispiele   für   harsche   Worte   sind  etwa „Schisser“ aus der Folge „Grüne Wo­ che wider Willen“, „hinterfotzig“ aus „En­ tenjagd“ und „leichte Mädchen“ aus „Die  Kronjuwelen“.

Bubbas Doktorarbeit soll den Titel „Vom  Kindergarten   zum   Universitätsabschluss  in weniger als einer Woche“ tragen.

Bubbas neues Heim ist der Denk­Tank, in  dem er nicht nur Dagobert den neuen Er­ folg   von   Hula­Hoop­Reifen   vorhersagt,  sondern   auch   Perücken   für   kahlköpfige  Babys,   variable   Fliegen   für   Leute   mit  kurzen   Hälsen,   Körperschuhlöffel   für  schnelles An­ und Auskleiden und Mikro­ wellen­Unterwäsche für Eskimos.

Hier taucht die Schule inklusive Lehrerin  Frau Quackenbusch, vor der die Drillinge  in der Folge „Der Schrecken des Univer­ sums“   noch   Angst   hatten,   erneut   auf.  Weitere Auftritte von ihr sind in den Fol­ gen   „Bubba   und   sein   Trampeltier“   und  „Wenn   heut   am   Freitag   Samstag   wär“.  Nach   einem   Referat   von   Bubba   in   der  Klasse der  Drillinge  möchte sie  nun zu­ rück in die Universität, anstatt weiter zu  lehren. Bubbas Lieblingsfilm ist laut den Drillin­ gen   „Der   Angriff   der   Killerpampel­ musen“,   was   die   drei   anscheinend   ganz  gut verkraften können, obwohl sie in der  Folge   „Grüne   Woche   wider   Willen“   noch  von außerirdischem  Gemüse  gejagt  wur­ den. Bubba möchte nun aber lieber zu ei­ ner Lesung über die Geschichte des Waf­

In der Menge, die Bubba besuchen möch­ te, ist Quackensteins Braut aus der Folge  „Die   Ducky­Horror­Picture­Show“   zu   se­ hen, deren Vorbild ja auch künstlich ent­ standen ist. Quack   ist   nicht   nur   in   einer   möglichen  Zukunft   (also   in   der   Folge   „Geschäfts­ geist“) ein wissenschaftlich interessierter  Mensch, hier zitiert Bubba Quacks Gesetz  der Schwerkraft. Bubba wird zwar durch seine Intelligenz  ziemlich  arrogant, aber  seine  Zuneigung  zu  Dagobert und  sein Prinzip  nach dem 

Recht des Stärkeren bleibt und bestimmt  nun   seine   weiteren   Entscheidungen   und  Handlungen, zudem lehnt er nun Gewalt  ab. Laut Dagobert hat er seine Instinkte  verloren. Tracks   Münzwurf   hat   sich   laut   seinen  Brüdern nie geirrt. Klingt nach Knobelis­ mus aus dem Barks­Comic „Wappen oder  Zahl“ (Flip Decision). Fazit: Gesellschaftskritik? In diesem Me­ dium für Kinder? Unerwartet, aber wahr:  Hier   wird   die   Verweichlichung   der  Menschheit durch Technik und scheinbar  höhere   Intelligenz   angekreidet.   Mal   was  Neues, während etwa in der Folge „Arm­ strong   macht’s   möglich“   und   „Geschäfts­ geist“ noch die Roboter als Schurken her­ halten   mussten.   Allerdings   scheint   die  Moral   wie   in   der   Folge   „Superdoof“   zu  sein, dass alles, was eine etwas dümmere  Nebenfigur besser macht als die Drillin­ ge, automatisch schlecht ist und nie zum  Guten benutzt werden kann. Dabei liegen  Bubbas   Schwächen   hier   nicht   zwingend  in seiner Intelligenz, obwohl Dagobert ihn  das glauben lassen will, sondern eher in  seinem arroganten Verhalten. Will Duck­ Tales wirklich, dass schlechte Noten ein­ fach akzeptiert werden, ohne dass die be­ troffene Person Hilfe bekommt?

Zitate: Johann: Sir, Sie haben unter Ihren Tränensäcken noch Säcke vor lauter Anstrenung! Dagobert: Und ich werde noch darunter Säcke kriegen! Ich kann erst Pause machen, wenn ich die alte Karte entziffert habe, die mich   direkt zum Schatz der alten Tinkas führen wird! ­ Bubba: Meine Craniale, das heißt, meine Schädeldeckenkapazität wächst entsprechend der elektrischen Impulse, die von dieser   Denkkappe abgegeben werden. In Worten, die euch verständlich erscheinen mögen: Ich werde immer klüger. Trick: Ja, ein wenig klugscheißerisch. ­ Bubba: Der Weg zu Onkelchens Herzen führt über sein Bank­Konto. ­ Dagobert: Wenn diese Juwelen nur die Vorspeise sind, freue ich mich schon auf das Menü mit seinen sieben Gängen! ­ Bubba: Aber Herr Duck! Ich habe das alles nur für Sie getan! Ich nahm an, indem ich Sie reich mache, mache ich Sie glücklich. Dagobert: Meine Familie ist es, die mich glücklich macht, ein Reicher kann sich keine Familie kaufen.

78. Kein Rock ohne Oma (Beaglemania) Teletext:  Die Panzerknacker sind erfolg­ reiche   Rockstars.   Dagobert   besitzt   ihr   Plattenlabel   und   Mama   ist   die   Manage­ rin. Da feuern die Panzerknacker Mama.   Dagobert muss deshalb für seine Schütz­

linge die Kaution bezahlen. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Mark Seidenberg US­Ausstrahlung: 03.12.1989 (Folge 87)

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Deutsche Ausstrahlung: 11.11.1995 Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Panzerknackerversteck in der  Stadt [Schöne Aussicht Nr. 27],  Fensehstudio, Duckofon­


Musikmanagement, Radiosender­Station  K­Duk, Geldspeicher, Knacker­ Geldspeicher, Musikladen „Records“, Villa  Knack, Gangstermütter­Vereinigung­ Konferrenz, Bank [Entenweg Ecke  Vierte], Gefängnis) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der   englische   Titel   „Beagle­ mania“   spielt   auf   die   „Beatlemania“   an,  womit das enorme Anhängertum der Bea­ tles bezeichnet wird. Hier   taucht   wieder   die   Screamin'   Sty  McFly   Show   aus   der   Folge   „Prähistori­ sches   Federvieh“   auf,   diesmal   aber   im  Fernsehen statt im Radio. Dies missfällt  Dagobert und er verbietet den Jungs die  Musik, solange er sein Geld wäscht. Als Alternative schlägt Johann Erpel Si­ natra   oder   Stevie   Ganter   vor,   die   jeweil  Frank   Sinatra   und   Stevie   Wonder   par­ odieren. Das Versteck der Panzerknacker ist hier  dasselbe wie in den Folgen „Die Panzer­ knacker“  und   „Ein   Held   zum   Anfassen“,  dort sehen die Panzerknacker ihren Bru­ der Bombe (vielleicht ist es auch Bomber  aus der Folge „Der Stolz der Familie“) im  Fernseher bei der Sendung „Die Meistge­ suchten   von   Entenhausen“   (im   Original  „Duckburg’s   Most   Wanted“),   weiter   wer­ den   Knallkopf   Knacker   und   Knete  Knacker   genannt.   Oma   Knack   erwähnt  die   Gangstermütter­Vereinigung,   der   sie  anscheinend   beigehört   und   wo   sie   hofft,  als Verbrechermutter des Jahres gewählt  zu   werden.   Burger,   Karlchen,   Kuno   und  Schlabber sind bei ihr. Beim   versuchten   Raub   des   Preisgeldes  der Screamin' Sty McFly Show werden die  Knacker erwischt und müssen ein schnell  von   Oma   Knack   geschriebenes   Led   vor­ singen, um heil aus dem Dilemma wieder 

rauszukommen. Ihr musikalisches Talent  bewiesen   die   Panzerknacker   Babyface,  Bebop und Bankjob schon in „Als die Zeit  stillstand“.   Der   „Boogie   Beagle   Blues“,  wie   der   Boogie­Knacker­Blues   im   Origi­ nal   heißt,  wurde  von  Michael   Silversher  and   Patty   Silversher   geschrieben   und  komponiert, er wurde später auf dem Dis­ ney­Afternoon­Soundtrack­Album   veröf­ fentlicht. Zur  Überraschung  aller  gewin­ nen sie das Geld problemlos. Schon  brechen  die  Panzerknacker  in   die  Studios   von   Dagoberts   Firma   Duckofon  (im  Original  Dukka)  ein und  singen an­ stelle von Elvis­Parodie Melvis Pigsley für  das   Label.   Schon   bald   sind   sie   auf   dem  Cover von der Rockenden Ente (im Origi­ nal Rolling Duck), die auf die Musikzeit­ schrift   „Rolling   Stones“   anspielt.   Weiter  sieht   man   auch   die   Radiosender­Station  K­Duk. Hier ist wieder Fräulein Federwisch aus  den Folgen „Armstrong macht's möglich“,  „Die   verlorene   Welt“und   „Ein   Held   zum  Anfassen“ zu sehen, die DuckTales­Adap­ tion von Fräulein Rührig, unter den Fans  ist   auch  die   Dame,  die   ihren  Toaster  in  der Folge „Die Zeitwanne“ bei Herrn Dü­ sentrieb reparieren ließ und in „Gewusst  wie“ Reklamationen handhabt. Da Dagobert der Chef ihrer Band ist, or­ dern die Panzerknacker bei ihm Limousi­ nen,   Pillen,   handgeknüpfte   Perrücken  und   schließlich   einen   eigenen   Geldspei­ cher. Burger freut sich auf den Schokolade­Erd­ beere­Kaugummi­Kuchen   im   Kühl­ schrank, denn „von Erdbeeren kriege ich  immer so schöne Pickel“. Später ordert er  bei   Dagobert   fünf   Tonnen   Kaviar­Kau­ gummi­Eiscreme. Die Panzerknacker können in ihrem Geld­

speicher schwimmen, obwohl sie es noch  einige   Folgen   zuvor   in   Dagoberts   Geld  nicht konnten. Bizarrerweise   beschweren   sich   die   Pan­ zerknacker über ihr neues Outfit, obwohl  sie noch Szenen zuvor dasselbe auf dem  Cover von der Rockenden Ente trugen. In  diesem   trägt   Kuno   vier   Armbanduhren.  Nach vielen Konzerten kommt es, wie es  kommen muss: Die Panzerknacker werfen  Oma  Knack als   ihren  Manager raus,  da  sie den Stress unter ihrer Führung nicht  mehr ertragen. Bei einer Konferrenz der Gangstermütter­ Vereinigung   schließlich   lernen   wir   die  Fiese   Harriette   kennen,   deren   Kind  Wikky Half­Nelson wegen schweren Rau­ bes zu 20 Jahren verknackt wurde. Oma  Knack hat nur zwei ihrer Jungs zu bieten,  die noch immer auf der Meistgesuchten­ Liste des  FBIs stehen und zwei weitere,  die   darauf   weiter   vorgerückt   sind,   doch  leider sind vier ihrer Jungs ehrlich gewor­ den!  Das wurmt Oma Knack, so verkleidet sie  sich als Nina Quackville von der Rocken­ den Ente und schleicht sich so in die Villa  ihrer Jungs. Schlabber meint, sie erinne­ re ihn an jemanden, der ganz fett, häss­ lich und gemein wäre. Doch Oma bringt  das nicht aus der Fassung, sie organisiert  lieber   ein   Treffen   am   Entenweg   Ecke  Vierte gegen Mitternacht, was sich natür­ lich als Falle entpuppt. Schlabber   trägt   Kontaktlinsen,   die   er  beim letzten Auftritt verliert. Fazit:  Seit   der   Folge   „Als   die   Zeit   still­ stand“   gab   es   keine   Gelegenheit   mehr,  Lieder von den Panzerknackern zu hören,  da   freut   diese   Folge   umso   mehr,   zumal  die   Texte   hier   sogar   ins   Deutsche   über­ setzt wurden. Der Rest ist Pop­Geschich­ te, mit allen Höhen und Tiefen.

Zitate: Dagobert: Es geht doch nichts über den Glanz von sauberem Geld! Johann: Ich glaube gar, Sie sind der Einzige, der Geld waschen darf und ungestraft davonkommt, Herr Duck. ­ Karlchen: Aber Oma, wir sind Knastvögel und keine Singvögel! ­ Burger: Singen? Wir verstehen nur was von Sing­Sing. ­ Karlchen: Die Wärter schrei’n! Burger: Welch ein Graus! Burger, Karlchen, Kuno und Schlabber: Die Panzerknacker brechen wieder aus. Karlchen: Und singen das Gesicht voll Ruß­ Burger, Karlchen, Kuno und Schlabber: Den Boogie Boogie Knacker Blues! Karlchen: Ja! Ihr dreht euch rum!

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Burger: Weg ist das Geld! Karlchen: Da geht der Laden hoch auch wenn’s euch nicht gefällt! So sorgen wir stets für Verdruss­ Burger, Karlchen, Kuno und Schlabber: Mit unserm Boogie Knacker Blues Karlchen: Und hat’s geklappt­ Burger: Was denn? Karlchen: Habt ihr berappt­ Kuno: Ihr Banker! Karlchen: Schon sind wir weg, man hat uns nie geschnappt! Wir knacken wacker weiter­ Schlabber: und pfeifen weiter heiter­ Burger, Karlchen, Kuno und Schlabber: Von unserm Fahndungsfoto an der Wand Burger: Uns kriegt keiner! Karlchen: Wir machen Piepen! Kuno: Ganz nach Belieben! Burger: Am schnellsten geht der Schein nach Überdruss! Schlabber: Darin ham wir Übung! Kuno: Soll uns doch suchen, wer uns suchen muss­ Burger, Karlchen, Kuno und Schlabber: Wir singen unsern Knacker Blues! Den Boogie Boogie Knacker Blues! ­ Duckofon­Manager: Unterschreiben Sie bitte auf der gestrichelten Linie. Burger: Ich als Erster, ich als Erster! Hm. Wieviele Kreuze muss ich für „Burger“ machen? ­ Dagobert: Ich kann’s nicht glauben, meine Herren, aber Sie haben mit dem Song schon sieben Goldene Schallplatten gemacht und er   verkauft sich immer noch wie warme Semmeln. Karlchen: Da haben Sie’s! Wir sind gar nicht so übel, wie Sie immer denken! Dagobert: Von wegen! Ihr seid hundsgemeine, nichtsnutzige Gauner, die hinter Gitter gehören, aber egal, macht nur so weiter. ­ Burger: Oh, mein Name ist Burger, mein Spitzname ist Blödmann und meine liebste grüne Farbe ist gelb­lila! ­ Kuno: Hey, die Show fängt in dreißig Sekunden an, wir brauchen dringend einen neuen Song! Burger: Keine Bange, ich hab einen! Ähm, ich mag Burger und Hot Dogs mit Mostrich und mit Fritten dazu, wenn es heißt, das kost’   nichts! Oh, oh, aber lieber verdrücke ich Hamburger! Karlchen: Halt’s Maul, Burger! ­ Oma Knack: Oh, was für ein herrliches Gefühl, euch wieder auf dem rechten schlechten Weg zu wissen!

79. Die goldene Gans ­ Teil 1 (The Golden Goose, part one) Regie: Rick Leon, Alan Zaslove Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers,  Alan Burnett, Jeffrey Scott US­Ausstrahlung: 10.12.1989 (Folge 99) Deutsche Ausstrahlung: 09.04.1998  (SuperRTL) Info: Diese Folge lief nicht in der ARD Handlungsort: Barkladesh,  Entenhausen (Villa Duck) Teletext: Dagobert Duck und sein Rivale   Mac   Moneysack   liefern   sich   einen   Wett­ kampf   um   den   ultimativen   Schatz   ­   die   goldene Gans. Alles, was sie berührt wird   zu Gold. Dagobert muß sich entscheiden,   was ihm wichtiger ist, seine Familie oder   sein Geld, als seine Neffen von der Gans   in goldene Statuen verwandelt werden...

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Diese   Doppelfolge,   die   ur­ sprünglich   als   einstündiges   Special   er­ schien,   bildet   in   der   US­amerikanischen  Reihenfolge den Abschluss der Serie und  bietet so den letzten Auftritt von Quack,  Mac   Moneysac   und   den   Panzerknackern  (Burger, Karlchen und Schlabber). 

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Die   goldene   Gans   selbst   und   Dagoberts  Reaktion darauf spielt vielleicht auf den  Barks­Comic „Der Stein der Weisen“ (The  Fabulous   Philosopher's   Stone)   an,   dafür  hat diese Folge nicht viel mit dem Comic  „Die   Insel   der   goldenen   Gänse“   (Isle   of  Golden Geese) am Hut. Die Schnäppchen, die Dagobert sich gönn­ te,  sind   unter  anderem  600  Blech­Zahn­ bürsten, vier Dutzend gesprungene Vasen  und   50   rostige   Türglocken,   was   er   alles  als Antiquitäten verkaufen möchte. Laut  der Folge „Viel Lärm um nichts“ müsste  er ein solches Verhalten eigentlich als un­ ehrlich betrachten.


Burgers „Oh, eine wilde, verwegene Jagd“  erinnert   an   Lützows   wilde,   verwegene  Jagd,   was   die   Drillinge   im   Barks­Comic  „Erfinderpech“ (The Gab­Muffer) singen. Dagoberts   neues   Kaufhaus   heißt   Mc­ Duck’s, die Drillinge nennen Burger beim  vollen Namen, Burger Knack. 

Dagobert   scheint   Dijon   aus   dem   Duck­ Tales­Film   schon   zu   kennen.   Weiterhin  taucht er auch in der Folge „Invasion der  Metallmilben“ auf. Unter den Sachen, die  er stahl, sind nicht nur Dagoberts Geld­ börse und Taschenuhr, sondern auch ein  Toaster.   Im   Mönchsorden   Goldene   Gans  findet er seinen Bruder Pupon wieder, der  ihn sofort in den Orden eingliedern möch­ te. Schnell erfährt Dijon von der goldenen  Gans,   die   auf   einer   Fontaine   magischen  Wassers getragen wird. Beim Zauberwort  „Gold“ verwandelt sich alles, was sie be­ rührt, in Gold, das magische Wasser ver­ wandelt  es  hingegen  wieder zurück. An­ scheinend   gilt   das   Verwandeln   nicht  für  die blanke Hand, mit der die Gans gehal­ ten wird.

Natürlich kommt Dagobert schnell hinter  das  für  ihn recht  simple  Zauberwort. In  seiner Tour, alles  in seiner Villa zu ver­ golden,   sieht   man   eine   Statue   von   ihm  selbst neben dem Fernseher. Dies könnte  auf den Barks­Einseiter „Die Plastellino­ Büste“ anspielen, wo Dagobert eine Büste  von sich in Auftrag gibt.  Johanns   „Eigenartig,   wann   hat   Herr  Duck   die   Einfahrt   denn   gelb   pflastern  lassen?“   ist   wieder   eine   Anspielung   auf  „Der Zauberer von Oz“. In seinem Vergol­ dungswahn   verwandelte   er   auch   seinen  Garten,   sein   Essen   und   die   Bücherei   in  Gold.   Als   die   Drillinge   einen   goldenen  Ball auf einen goldenen Baseballschläger  prallen   lassen,   verformt   sich   keines   von  beiden, im Gegenteil reagieren sie so, als  wäre   beides   aus   Stahl.   Dagoberts   Eifer  beim   Vergolden   erinnert   ein   wenig   an  sein   Goldfieber   aus   der   Folge   „Das   Tal 

der   goldenen   Sonnen“,   wird   hier   aber  nicht weiter thematisiert. Als die Drillinge vergoldet werden, spielt  es vermutlich eher an ihre Versteinerung  im   Barks­Comic   „Die   Kohldampf­Insel“  (The Mysterious Stone Ray) an als an den  vergoldeten El Dorado aus „Jagd nach der  roten Magenta“ (The Gilded Man).

Wie   in   „Indiana   Jones   und   der   letzte  Kreuzzug“   von   1989   sorgt   hier   die   Ent­ nahme   des   mystischen   Gegenstandes  Chaos und Unheil. Fazit:  Eine der besseren Folgen, obwohl  Dagoberts   offenes   Zeigen   der   Vergol­ dungskünste   doch   verwundert.   Macht  neugierig auf die Auflösung.

Zitate: Dagobert: Ihr wisst doch, was ich euch über den erfolgreichen Importhandel beigebracht habe! Trick: Ja. Was für den einen nur Müll ist­ Track: ­ist für den anderen eine Antiquität! ­ Moneysac: Es ist typisch für Sie, dass Sie wegen eines Schnäppchens um die halbe Welt reisen. Dagobert: Ja, und dass Sie es mir stehlen wollen, ist typisch für Sie! ­ Dijon: Ich bin jetzt auch ein Geschäftsmann, ein professioneller Bettler! ­ Moneysac: Sehr euch diese Mönche gut an, Jungs! Sie gehören zur Bruderschaft der Gans! Burger: Oh, ich liebe Gans! Mit Kastanienfüllung und Soße! Karlchen: Er redet doch nicht vom Essen, du Idiot! Er redet von Knete! Burger: Oh, ich spiel gern mit Knete! Karlchen: Hey, ich meine Kohle! Burger: Oh! Dann können wir Würstchen grillen! Karlchen: Das meine ich nicht! Ich meine das anders: Mäuse, Moneten, Penunzen, Pike­Pike!  Moneysac: Das reicht jetzt! ­ Pupon: (zu Dijon) Hast du vielleicht irgendetwas wertloses? Außer dir natürlich. ­ Dijon: Und wenn sie 'runterfällt? Pupon: Ich verrat’s dir, Dijon: Du setzst sie wieder rauf. Dijon: Ja, das schaffe ich.

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80. Die goldene Gans ­ Teil 2 (The Golden Goose part two) Teletext:  Dagobert   Duck   muß   Mac   Mo­ neysack und den Panzerknackern die gol­ dene Gans wieder abjagen, um seine Nef­ fen davor zu bewahren, für immer goldene   Statuen   zu   sein.   Wird   er   schnell   genug   sein, um die Gans davon abzuhalten, den   ganzen Planeten in Gold zu verwandeln?

Regie: Rick Leon Drehbuch: Ken Koonce, David Weimers,  Alan Burnett, Jeffrey Scott US­Ausstrahlung: 17.12.1989 (Folge 100) Deutsche Ausstrahlung: 10.04.1998  (SuperRTL) Info: Diese Folge lief nicht in der ARD Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Motorwerke Moneysac, Innenstadt,  Stadtpark, Quacks Hangar), Barkladesh Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Hier   wird   der   orientalische  Ort vom ersten Teil, aus dem die goldene  Gans   stammt,   erstmals   als   Barkladesh  bezeichnet. Auf dem Flugzeug, das Quack  von dort nach Entenhausen führt, stand  Cargo, was  vielleicht eine Spezifizierung  des   Landes   sein   könnte.   Auf   den   Land­ massen  der  Erdkugel   liegt   der  Ort   aber  etwa in Indien.

Um den vergoldeten Drillingen zu helfen,  lässt   Dagobert   Daniel   Düsentrieb   holen,  der   aber   stattdessen   eine   Federwachs­ tumstinktur entdeckt. Für einen Augenblick droht Nicky Dago­ bert damit, ihn zu begleiten und zu hel­ fen, doch Dagobert redet ihr durch umge­ kehrte   Psychologie   ein,   dass   es   verant­ wortungsvoller ist, auf die starren Drillin­ ge   aufzupassen.   Noch   blöder   als   Dago­ berts Verhalten ist nur, dass Nicky es ihm  auf Anhieb abnimmt. Moneysac   treibt   es   inzwischen   in   seine  stillgelegte   Auto­Fabrik,   die   vorher   seit  50 Jahren lief. Da er sich dort nicht mit  dem Verwandeln von Schrott in Gold zu­ rückhalten   konnte,   findet   ihn   Dagobert  auf Anhieb. Doch die erste Tranformation  der ganz in einer lebendige Gans, welche  auch ohne Zauberwort alles, was sie be­ rührt,   in   Gold   verwandelt,   findet   statt  und betrifft Mac Moneysac.

Bei einem Fernsehbericht über die randa­ lierende   Gans   sieht   man  Webra   Walters  (andere Auftritte sind in den Folgen „Bis  dass   das   Geld   euch   scheidet“,   „Gundels  Gaukelei“, „Bubba und sein Trampeltier“,  „Ein kleiner Verdacht wäre schon schön“  und „Der maskierte Enterich“, in den Fol­ gen „Die Krach­Bumm­Ente“ und „Hellse­ herin wider Willen“ wurde sie als Wacke­ leia   Watschel  übersetzt).   Als   Quack  und  Dagobert endlich die Gans fangen, zeigen  sich die Panzerknacker als herzlos genug,  die   Gans   trotz   diverser   vergoldeter   und  starrer Opfer noch für eigene Zwecke zu  verwenden.   Doch   die   zweite   und   letzte  Tranformation   verwandelt   die   Gans   in  eine   gewöhnliche   und   sorgt   dafür,   dass  sich der ganze Planet nach und  nach in  Gold   verwandelt.   Alles   außer   Flugzeuge  in der Luft, so scheint es. So nah wie hier  war  die Welt  in der  Serie  noch nie  dem  Untergang geweiht. Um schneller zu landen, erlaubt Dagobert  Quack   eine   Bruchlandung,   doch   ironi­ scherweise   gelingt   ihm   stattdessen   eine  saubere, weiche Landung. Diese   Episoden   wurden   vor   dem   Duck­ Tales­Film „Jäger der verlorenen Lampe“  produziert,  aber   erst  nach   dessen  Veröf­ fentlichung ausgestrahlt. Zum US­ameri­ kanischen Abschluss der Serie lässt sich  sagen,   dass   keine   Figur   in   jeder   Folge  auftrat,   wobei   Dagobert   mit   nur   knapp  drei Folgen, in denen er fehlt, die Spitzen­ position innehat.

Düsentriebs „So, gleich werden die Jungs  wieder richtige Jungs sein“ könnte an den  Disneyfilm   Pinocchio   anspielen,   wo   dies  der größte Wunsch der Titelfigur ist.

Fazit:  Was   für   ein   dramatischer   Ab­ schluss der Serie! Wo die erste Staffel ein  Fest wählte, ist es hier der bevorstehende  Weltuntergang!

Zitate: Nicky: Johann, haben Sie Tick, Trick und Track schon gesehen? Johann: Nein, es war ein sehr ruhiger Morgen für mich. ­ Pupon: Dein Verhalten war indiskutabel! Dijon: Ja, und ich würde mich bestimmt noch viel schlechter fühlen, wenn ich wüsste, was das heißt. ­ Wächer: Pupons schmieriger Bruder, der uns die Suppe eingebrockt hat! Dijon: Aber ich bin gekommen, um sie wieder auszubrocken!

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81. Durchbruch gelungen ­ Absicht verfehlt [1] (Liquid Assets) Teletext:  Die   Panzerknacker   sind   dies­ mal fest entschlossen, Dagoberts Geldtre­ sor   zu   knacken,   um   ihrer   Mutter   damit   eine würdige Geburtstagsüberraschung zu   bereiten. Ihr Plan scheint diesmal aufzu­ gehen: Sie zwingen Dagobert, seine Geld­ bestände zu verlegen, indem sie eine Stra­ ße quer  über seinen Besitz verlaufen las­ sen.   Um   sein   Vermögen   in   Sicherheit   zu   bringen,   beauftragt   Dagobert   den   Buch­ halter Fenton Crackshell mit der Überwa­ chung des Umzugs. Als der den Plan der   Panzerknacker   durchschaut,   versenkt   er   das Geld in einem nahegelegenen See... Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: David Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 24.12.1989 (Folge 71) Deutsche Ausstrahlung: 10.02.1996 Info: Erster Auftritt von Fenton  Crackshell Handlungsort: Entenhausen  (Architektenbüro, Geldspeicher, Villa  Duck, Rathaus, Entenhausener  Bohnenfabrik, Crackshell­Wohnwagen,  Panzerknackerversteck in der Stadt  [Schöne Aussicht Nr. 27], unbenannter  Berg, Doughbegone­See,  Panzerknackerversteck im Wald)

Die Sorgenkammer der Comics wird hier  von   den   Drillingen   als   Kummerzimmer  bezeichnet   und   stammt   aus   den   Barks­ Comics   „Hans   Hackebeil“   (The   Paul  Bunyan Machine), „Die  Geldquelle“ (The  Money   Well)   und   „Land   unter   der   Erd­ kruste“ (Land Beneath the Ground!).

Erstmals   wird   Fenton   Crackshell   vorge­ stellt, der in einer Bohnenfabrik ebendie­ se   zählen   muss.   Dies   könnte   auf   den  Barks­Comic „Beans“ (ohne deutschen Ti­ tel) anspielen, wo die Drillinge Leute um  einen   Preis   schätzen   lassen,   wie   viele  Bohnen in ihrem Glas sind. Sein Schwarm Gandra Dee ist eine Ver­ ballhornung   von   der   Figur   Sandra   Dee  aus dem Musical Grease. Als Fenton Da­ goberts   Stellenausschreiben   für   einen  Buchhalter (was wurde aus Herrn Bilan­ zovic   der   Folge   „Glücks­Wechsel­Fälle“?  Seit wann ist Dagobert nicht mehr in der  Lage, durch kurzes Eintauchen sein Geld  zu zählen?) entdeckt, ähnelt dieses dem „I  want   you“­Postern   mit   Uncle   Sam.   Als  beinahe­Absolvent   der   Banana­Kleier­ Flockentaler­Kursus für Entenbuchhalter  (nur zweimal durchgefallen) sieht er sich  als durchaus geeignet.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Dies   ist   der   erste   Teil   von  fünfen, die eine durchgehende Handlung  haben.   Erst   wurde   der   ganze   Film   als  „Super   DuckTales“   ausgestrahlt,   dann  aber für die Serie in Episoden geteilt. Ob­ wohl   diese   Folge   vor   dem   „Time   is  Money“­Special geschrieben wurde, ist es  auch   in   den   USA   erst   danach   ausge­ strahlt worden.

Fräulein Federwisch tritt wieder auf. Da­ goberts Goldfisch, der aus der Folge „Die  Lemminge“ stammt und mehrfach in sei­ nem Geldspeicherbüro zu sehen war, wird  gegen Fenton geworfen und nie wieder ge­ sehen. Nachdem Fenton sich unter ande­ rem durch einen Kamin im Büro zwängt,  zählt er den Schrot, den Dagobert zur Ab­ schreckung in die Luft schießt und ist auf  Anhieb eingestellt.

Die Panzerknacker (Burger, Karlchen und  Kuno)  manipulieren   zum   Geburtstag   ih­ rer Großmutter den Bauplan einer Auto­ bahn,   sodass   sie   durch   den   Gelspeicher  führen muss.

In Ma Crackshells Lieblings­Fernsehserie  „Die   Grützwaldklinik“   ist   Frederike   von  Strangeduck   zu   sehen.   Anscheinend  bringt   ihr   Titel   als   Herzogin   von  Schwanssilvanien   nicht   allzu   viel   Geld 

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ein. Weitere Folgen, in denen sie in Fern­ sehserien   zu   sehen   ist,   sind   „Gerümpel­ Ente   greift   ein“   und   „Hellseherin   wider  Willen“,   wo   die   Serie   „Alle   meine   Ent­ chen“ heißt. Die   Panzerknacker   benutzen   wieder   ihr  Versteck an der Schönen Aussicht Nr. 27,  welches sie schon in einigen anderen Fol­ gen benutzten. Dieses geben sie hier als  Immobilien­Büro  „Grund  &   Stücke“  aus.  Dass der Geldspeicher an so absurde Stel­ len   umziehen   muss,   stammt   aus   dem  Barks­Comic   „Moderne   Zeiten“   (Migra­ ting Millions). Dagobert   frühstückt   morgens   angeblich  Silbertalerpfannkuchen, die er später als  nicht   essbar   bezeichnet.   Sein   Vermögen  schätzt Fenton auf 600 Centillionen, 386  Zillionen, 947 Trillionen Millarden Taler  und   36   Kreuzer.   Anders   als   im   Comic  „Der arme alte Mann“ (Only A Poor Old  Man) ist es hier Fentons Idee, das Geld in  einem See zu bunkern, der hier Doughbe­ gone­See genannt wird.

Nachdem   die   Panzerknacker   Burger,  Karlchen und Kuno ihrer Oma den Geld­ speicher   schenken,   den   sie   durch   einen  Sprengsatz   zu   ihrem   Wald­Versteck  brachten,   wird   auch   Schlabber   gezeigt.  Schnell   kommen   sie   hinter   den   leeren  Speicher und dem vollen See, sodass die  Comic­Handlung wieder eingreifen kann,  bis der Damm bricht. Fazit:  Der Vorlagen­Comic definierte da­ mals Dagoberts Charakter völlig neu und  machte   aus   dem   tricksenden,   gemeinen  Herren   die   Ausgeburt   des   amerikani­ schen   Traums,   einen   Millionär,   der   sich  aufarbeiten musste und stolz auf die Ehr­ lichkeit  seines  Vermögens  ist. Kaum  ein  anderer  Comic   würde  sich  so   für  diesen  Fünfteiler eignen!


Zitate: Dagobert: Ja, drei Kubikmeter Geld ist eine Menge flüssiges Kapital! Track: Flüssiges Kapital? Ist es nass geworden? Ist irgendwo ein Loch im Dach? Dagobert: Nein, das ist ein Fachausdruck und bedeutet Bargeld. Den Geldspeicher leeren zu wollen, wäre dasselbe wie den Ozean   auszuschöpfen!  ­ Dagobert: Ich muss Ihnen sagen, ich habe eine Schwäche für hoch gelegene Grundstücke mit niedrig gelegenen Preisen. Verkleideter Karlchen: Wir bei Grund & Stücke lügen immer gut, ähm, ich meine, bei uns liegen Sie immer gut! ­ Dagobert: Ich halte mein Geld lieber flüssig. Wie könnte ich sonst darin schwimmen? ­ Track: Ja, und wir wissen ja, was wir tun müssen, wenn wir strikte Anweisungen bekommen! Die werden entstrickt!

82. Das eingefrorene Vermögen [2] (Frozen Assets) Teletext:  Der   Damm,   der   den   See   mit­ samt Dagoberts Geldreserven darin hält,   bricht und das Wasser und die Taler er­ gießen sich in den Hinterhof der Panzer­ knacker. Dagobert gelingt es, sein Vermö­ gen   zu   retten,   indem   er   das   Wasser   ein­ friert und so sein Geld bequem in Eisblö­ cken   in   den   Safe   zurücktransportiert.   Nachdem   auch   dieser   Überfall   der   Pan­ zerknacker   glücklich   vereitelt   werden   konnte, läßt Dagobert sich von Daniel Dü­ sentrieb   einen   Roboter   bauen,   der   seine   Taler   bewachen   soll.   Allerdings   nimmt   dieses   technische   Wunderwerk   seine   Auf­ gabe etwas zu ernst...

re von Krachbumm­Ente. Das   Kummerzimmer   hat   einen   weiteren  Auftritt,   es   stammt   aus   den   Barks­ Comics   „Hans   Hackebeil“   (The   Paul  Bunyan Machine), „Die  Geldquelle“ (The  Money   Well)   und   „Land   unter   der   Erd­ kruste“ (Land Beneath the Ground!).

en,  den  GICU2. Doch  dieser  lässt Dago­ bert nicht mehr in die Nähe seines Spei­ chers und so fordert Dagobert nun ein Si­ cherheitsprogramm   mit   Gehirn.   Paralle­ len zwischen dem GICU2 und den Robo­ tern  aus  dem Film  Robocop   sind   sicher­ lich beabsichtigt.  Währenddessen   versucht   Fenton,   den  Groschen   wiederzubekommen,   indem   er  von  der  Telefongesellschaft   zur   Bank   zu  den Panzerknackern hetzte, um dort als  angeblicher   Verwandter   Bermuda­ Knacker an die Münze zu kommen. Dabei  kommt raus, dass die Knacker vor zwan­ zig   Jahren   noch   nicht   im   Wald­Versteck  wohnten, außerdem zeigt Oma Knack ein  Familienfoto mit einigen ihrer Jungs, die  in dieser Folge selbst nicht auftauchen. 

Ma   Crackshell   sagt   ihrem   Sohn   immer  „Fenton, komm mir nicht wieder mit einer  Idee,   der   Wohnwagen   ist   schon   voll  genug!“

Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: David Weimers, Ken Koonce,  Jymn Magon US­Ausstrahlung: 31.12.1989 (Folge 72) Deutsche Ausstrahlung: 17.02.1996 Handlungsort: Entenhausen  (Doughbegone­See,  Panzerknackerversteck im Wald, Villa  Duck, Düsentriebs Werkstatt,  Telefongesellschaft, erste Federnationale  Bank, Innenstadt, Parkhaus) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Diese Folge zeigt die Premie­

Als Quack Operation Eiszange startet, ist  der   Ritt   der   Walküren   zu   hören.   Beim  Geld­Hacken sieht man die Drillinge die  Münzen einzeln zum Geldspeicher tragen.  Das   kann   eine   gute   Zeit   beanspruchen,  bis sie die letzte Münze auf den Berg ge­ tragen haben. Fenton   benutzt   Dagoberts   Glückszehner  als Notgroschen zum Telefonieren. Daniel   Düsentrieb   arbeitete   gerade   an  einen Pfannkuchen­Wender für die Natio­ nale   Löffelenten­Tagung,   doch   da   diese  funktionierte, konnte er ein Alarmsystem  für Dagobert aus  einem Lastwagen bau­

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Daniel Düsentrieb baut die Rüstung der  Krachbumm­Ente,   dessen   Passwort   „En­ tentümpel“   bzw.   „Blatherkite“ist.   Wäh­ rend   Fenton   Düsentrieb   durch   Aktivie­ rung dessen Popcorn­Feuerwerks ablenkt,  kommt   er   zufällig   hinter   das   Kennwort  (durch Fluchen von „ausgetrockneter En­ tentümpel“ bzw. im Original „Blabbering  Blatherskite“) und kriegt von Düsentrieb  sogar   das   Handbuch   zur   Rüstung.   Das 


Konzept   eines   Roboteranzuges,   der   für  eine   bestimmte   Firma   arbeitet,   erinnert  an Ironman, der exklusiv für Tony Stark  schafft.   Oma   Knacks   Lieblings­Deo­ Hydrant   ist   laut   der   Knackerbande   Ab­ wasserkanal   Nummer   fünf.   Als   Krach­ bumm­Ente   kann   sich   Fenton   das   Geld  holen,   muss   aber   dafür   sein   Handbuch 

einbüßen. Die Figur des Fastfood­Ladens  „Burger“,   in   die   er   dabei   kracht,   ähnelt  Micky   Maus   etwas.   Burger   bestellt   bei  ihm neben einer Unmenge zu Essen auch  eine Diät­Cola. Fazit:  Hier   jagt   ein   Slapstick­Gag   den 

nächsten,   was   die   recht   ernste   Vorlage  von „Der arme alte Mann“ (Only A Poor  Old Man) aus der letzten Folge fast schon  auf   den   Arm  nimmt.   Dafür  erweist  sich  Fenton wenige r als  Donald­Ersatz, son­ dern   eher   als   Figur,   die   sich   von   Daffy  Duck inspirieren ließ und ähnlich unver­ wüstlich ist wie Quack.

Zitate: Fenton: Auch eine blinde Ente kommt in den Ofen! ­ Oma Knack: Ja, ich kann gar nicht so schnell mit den Zähnen klappern, wie ich friere! ­ Oma Knack: Wie könnt ihr es wagen, etwas zu klauen, was meine Jungs vorher rechtmäßig geklaut haben? ­ Dagobert: (am Telefon) Es kostet Ihr Geld, also sprechen Sie! ­ Schlabber: He, jetzt hast du Durchfall. Karlchen: Das heißt Überfall, du Knallkopf! ­ Dagobert: Droh mir nicht, du abtrünniger Schrotthaufen, oder ich unterbreche deine Schaltkreise! GICU2: Was? Dagobert: Adieu! ­ Fenton als Bermuda­Knacker: Werfen wir doch ’ne Münze, Zahl gewinne ich, Kopf verliert ihr!

83. Die Krach­Bum­Ente [3] (Full Metal Duck) Teletext: Gizmoduck besiegt den Roboter   und Dagobert stellt ihn als Wächter ein.   Die Mutter der Panzerknacker bringt Giz­ moduck   per   Fernbedienung   unter   ihre   Kontrolle. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: David Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 07.01.1990 (Folge 73) Deutsche Ausstrahlung: 24.02.1996 Handlungsort: Entenhausen  (Geldspeicher, Crackshells Wohnwagen,  Innenstadt, Schule, Villa Duck,  Panzerknackerversteck in der Stadt  [Schöne Aussicht Nr. 27], Freiheitsstatue,  Rathaus, Gefängnis,  Panzerknackerversteck im Wald) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Krachbumm­Entes   Telefon­ nummer   ist   555­GIZMO.   Sein   Stimmen­  und   Aussagen­Wechsel   zwischen   Fenton  und Krachbumm­Ente erinnert an Clark  Kent, der als Superman auch etwas tiefer  spricht. Ma   Crackshells   bezeichnet   ihren   Press­ lufthammer   als   Make­Up­Entferner,   au­

ßerdem   hat   sie   schon   dritte   Zähne   und  nimmt   an   einer   Lotterie   teil,   bei   der  Chinchilla­Slipper zu gewinnen sind.

Bebop,   Burger,   Karlchen,   Kuno   und  Schlabber fast komplett. (Unter anderem  fehlt Bomber noch.) Die Panzerknacker nehmen bei der Frei­ heitsstatue Entenhausens unter anderem  die   Drillinge   als   Geiseln.   Diese   Statue  sah man schon in der Folge „Das Affen­ theater“. Dort quält Burger die Gefange­ nen   mit   einem   Dudelsack,   der   dasselbe  Muster hat wie Dagoberts. Eine der Gei­ seln   möchte   sogar   lieber   springen,   als  weiterhin die Musik zu hören.

Kaum   hat   Dagobert   seinen   Neffen   von  Krachbumm­Ente erzählt, gründen diese  einen Fanclub zu seinen Ehren. Als er die  Neffen durch die Innenstadt fährt, sieht  man kurz Doofy. Dies ist vermutlich sein  einziger   Auftritt   innerhalb   der   zweiten  Staffel. Die Panzerknacker sind wieder in ihrem  Versteck an der Schönen Aussicht Nr. 27,  diesmal   sind   sie   mit   Babyface,   Bankjob, 

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Bei Fentons Versuch, die Rüstung wieder 


anzuziehen, schaltet der Monitor die Se­ rie   „Die   Insel   der   Gänseriche“   ein,   die  eine   Parodie   von   „Gilligans   Island“   ist.  Später erwähnt seine Ma die Serie „Der  Flugenten­Clan“ und „Die Entenstraße“. Für   die   Rettung   der   Geiseln   bekommt  Krachbumm­Ente vom Bürgermeister den  Entenhausener   Superdetektiv­Enten­ stahl­Orden verliehen.

Knack (übrigens der einzige der Panzer­ knackerbande, dessen Vorname nicht mit  einem B beginnt) sieht man einige Insas­ sen   von   Aquatraz,   unter   anderem   auch  Mad­Dog aus der Folge „Ente in Orange“,  der eigentlich dort schon entlassen wur­ de.   Megabytes   Schild   zeigt   die   sechste  Wurzel von der sechsten Potenz von 716,  was sich zu 716 wegkürzt.

Grandra Dees Nummernschild vom ihrem  pinken Donnervogel ist GD. Krachbumm­Entes  Handbuch heißt  „Wie  wird man eine Krachbumm­Ente: 6 einfa­ che Lektionen“.

Hier wurde Webra Walters mit Wackeleia  Watschel übersetzt, in der Folge „Hellse­ herin wider Willen“ passiert dasselbe, ge­ gen Ende ihres Auftritts kündigt sie. An­ dere Auftritte von ihr sind in den Folgen  „Bis dass das Geld euch scheidet“, „Gun­ dels Gaukelei“, „Bubba und sein Trampel­

Beim   Gefängnisausbruch   von   Megabyte 

tier“,   „Die   Goldene   Gans   ­   Teil   2“,   „Ein  kleiner Verdacht wäre schon schön“ und  „Der maskierte Enterich“. Die   Fernbedienung,   die   Megabyte   für  Krachbumm­Ente bastelte, sieht wie eine  Spielkonsole aus. Fazit:  Es   wird   wieder   die   Moral   einge­ führt, dass Roboter in den falschen Hän­ den   böse   Maschinen   sein   können,   nur  diesmal   steckt   Fenton   statt   einem   Pan­ zerknacker   in   der   Rüstung.   Auch   Ma  Crackshell   gewinnt   allmählich   an   eige­ nem Charakter, was der Folge gut tut.

Zitate: Krachbumm­Ente: Ich bin ein Fan von jedem, der ein Fan von mir ist! ­ Karlchen: Mein Bruder tutet ihnen nur etwas auf dem Dudelsack vor. Trick: Hilf uns, Onkel Dagobert, hilf uns! Frieda: Das ist unmenschlich, es ist einfach grässlich, es ist­!  Dagobert: Urschottische Heimatweisen!  ­ Megabyte: Es ist wahrscheinlich, dass die richtige ultraviolette Frequenz den Schnittpunkt bildet mit dem Mikroprozessor, und so die   ursprünglichen elektronischen und mechanischen Befehle umleitet. Oma Knack: Versteht ja kein Schwein, nicht mal deine Oma! Megabyte: Wir sind gemachte Leute, Oma! Oma Knack: Dich studieren zu lassen war jeden Taler wert, den ich dafür klauen musste!

84. Ein Plan fällt ins Wasser [4] (The Billionaire Beagle Boys Club) Teletext:  Die   Panzerknacker­Mutter   ist   jetzt reich. Dagobert muss seine Wohnung   räumen. Die Neffen gewinnen wieder Kon­ trolle über Gizmoduck. Aber der Geldspei­ cher plumpst ins Meer. Er wird dem gehö­ ren, der ihn birgt. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: David Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 14.01.1990 (Folge 74) Deutsche Ausstrahlung: 02.03.1996 Handlungsort: Entenhausen  (Panzerknackerversteck im Wald,  Krapfen­Fabrik, Juwelenladen,  Kunstmuseum, Friseursalon, Bank, Villa  Duck, Quacks Bude, Polizeistation,  Gefängnis, Stadtpark, Hafen) Dagobert­Erzählungen:  Dagobert  merkte sich jede Nummer von jedem Ta­ ler, den er je verdient hat. Vor zehn Jahre  verdiente   er   welche,   als   er   noch  Grützwurst von Tür zu Tür verkaufte.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Die Maklerin aus den Folgen  „Schattenspiele“   und   „Der   schiefe   Turm  von Peseta“ führt hier durch das Kunst­ museum  und   verkauft   Oma  Knack  glatt  die Venus von Kilo, welche auf die gleich­ namige Statue von Milo anspielt, welche  ungleich wertvoller ist. Den Friseursalon,  den   sie   bald   danach   besucht,   sah   man  schon in  der Folge „Die  Panzerknacker“.  Das   Immobilienbüro   Spekulanz­Bilanz  vermittelt ihr zudem auch noch die Villa  Duck. Auf   ihrer   Einweihungsparty   ist   Lord  Battmountan   vom   Forscherclub   und   der  Moderator Robbie Lurch zu sehen. Auch  John D. Rockefeder, einige Mitglieder der  Gesellschaft der Statussuchenden, der Po­ lizeidirektor und der Bürgermeister sind  zu sehen.  Dagobert verkleidet sich als Branddirek­ tor und als Baby, um die Party zu stür­

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men. Der echte Branddirektor hat übrigens Do­ nalds Synchronstimme. Als   Oma   Knack   Pedigree   Häppchen   an­ bietet, ist ein Revolver darin eingebacken.  Später   verspeist   Burger   Knack   auch  einen   Heidelbeer­Handgranaten­Käseku­ chen, der für seinen Bruder im Staatsge­ fängnis gedacht war. Die   heimatlosen   Ducks   sowie   Angestell­ ten   gehen   zu   Quack,   anstatt   wie   in   der  Folge   „Arme   reiche   Ente“   unter   einer  Brücke zu verwahrlosen. Als   sich   die   Drillinge   verkleiden,   um   in  die Villa einzubrechen, sind sie wegen ih­ rem komplett gleichen Outfit nicht mehr  in der Lage, sich individuell zu erkennen.  Nach der Folge „Die Ente mit der eiser­ nen Maske“ klingt das eigentlich ziemlich  unwahrscheinlich. Sie klettern durch ihr 


erstes Zimmer im Dachboden hinein. Oma Knack spielt hinterm Haus Bridge,  und   das   wörtlich:   Sie   ließ   eine   Brücke  über den Pool bauen. Als Dagobert sie mit  dem   Polizeidirektor   wegen   gestohlener  Taler konfrontiert, verhaftet dieser Dago­ bert   wegen   Hausfriedensbruchs,   Dieb­ stahls   und   der   Unterbrechung   eines 

Bridgespiels, seine Kaution beträgt zehn­ tausend  Taler. So landet durch eine  von  Panzerknackern   getürkte   Gerichtsver­ handlung   Dagobert   zum   fünften   Mal   in  der Serie im Gefängnis. Die Drillinge überreden Frieda dazu, frei  nach Oma Knack einen Heidelbeer­Hand­ granaten­Käsekuchen   zu   backen,   doch  Dagobert   löst   versehentlich   die   Granate  vorzeitig aus und so wird Frieda mit ihm  in eine Zelle gesteckt. Quack   hat   ein   kleines   ferngesteuertes  Krachbumm­Enten­Modell,   dem   er   an­ scheinend   positiver   betrachtet   als   etwa  den Mutigen Major. Bei   der   Flucht   vor   dem   ausgebrochenen  Dagobert und Krachbumm­Ente überfah­ ren die Panzerknacker Dagoberts Limou­ sine   mit   dem   Bagger,   der   den   Geldspei­

cher   zieht.   Ein   Motorradfahrer   nimmt  Dagobert, Frieda und die Jungs mit, Frie­ da landet dabei auf dem Lenker. Der Fah­ rer   kommentiert   seine   eingeschränkte  Sicht   mit   „Nicht   mal   Superman   könnte  um diese Tonne rumgucken!“ Gegen   Ende   landet   der   Geldspeicher   im  Ozean vor Entenhausen. Fazit:  In Entenhausen gelten schon selt­ same Regeln: Dagobert besitzt ohne Geld­ speicher   trotz   internationaler   Geschäfte  und dem Verkauf seiner Villa keinen ein­ zigen Taler, während kaum einer hinter­ fragt,   woher   die   Panzerknacker   auf   ein­ mal   diese   Unsummen   haben.   Durchaus  unterhaltsam und voller Action, dennoch  dürfte   es   interessant   bleiben,   wie   Dago­ bert seine Unschuld beweisen möchte.

Zitate: Dagobert: Woher haben Sie soviel Geld, dass Sie meine Villa kaufen können? Oma Knack: Ach, ich habe alte Flaschen und Aluminiumdosen gesammelt und das Pfandgeld kassiert! ­ Oma Knack: Oh, mit dieser Party wird ein Traum wahr! Wer hätte je gedacht, dass ich mal mit Entenhausens Creme plaudern   würde? Karlchen: Was redest du denn da, du hast doch schon die Meisten von denen Zuhause besucht, Oma! Oma Knack: Ja, aber nur, um ihr Silberbesteck zu klauen! ­ Pedigree: Ach, liebe Frau Knack, wie soll ich’s Ihnen sagen? Die bessern Leute hier sind so was wie Kronjuwelen, aber ich fürchte, Sie   und Ihre Jungs sind, äh, sind, ähm­ Oma Knack: Sie meinen sicher, wir sind ungeschliffene Diamanten. Pedigree: Oh niemals! Verglichen mit uns sind Sie nicht mal Glasbruch! ­ Tick: Trick, Track, lauft weg! Track: Das müssen wir jetzt klarstellen: Ich bin Tick, du bist Track, ich meine Trick­ Trick: Egal, wer wir sind, kratzen wir die Kurve! ­ Oma Knack: Es sind Diebe wie sie, die die Welt immer ungemütlicher machen für Diebe, wie wir sie sind. ­ Krachbumm­Ente: Wenn es um Wasser geht, bin ich mehr Krachbumm als Ente.

85. Es ist eben alles relativ [5] (Money to Burn) Teletext:  Ein   Raumschiff   schnappt   sich   den Geldspeicher aus dem Meer. Dagobert   und seine Freunde jagen den Dieben aus   dem All in einer Rakete hinterher. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: David Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 21.01.1990 (Folge 75) Deutsche Ausstrahlung: 09.03.1996 Handlungsort: Ozean, Weltall,  Schrauben­Planet, Entenhausen 

(Panzerknackerversteck im Wald,  Geldspeicher, Crackshell­Wohnwagen,  Entenhausener Bohnenfabrik, Autokino) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Der Geldspeicher im Weltall?  Diese Folge könnte den Don Rosa­Comic  „Reisende  durch  die  Ewigkeit“  inspiriert  haben. Archibald   Quackerville,   der   Dagobert   in 

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der   letzten   Folge   darauf   hinwies,   dass  sein Geld nun dem Ersten gehört, der es  birgt, versucht es nun mit einem Floß zu  bergen. Vermutlich kommt er von diesem  Ausflug   nicht   wieder:   In   der   Folge  „Schlaumann im Blaumann“ ist der laut  einer Milchpackung verschollen. Die   große   Metallmenge   lockt   nun   auch  Außerirdische an. 


Dass   Dagobert,   der   in   der   letzten   Folge  noch   mittellos   war,   sich   nun   ein   U­Boot  und eine Rakete leisten kann, ist ziemlich  ungewöhnlich. Der   oberste   elektronische   Boss   auf   dem  fremden   Planeten,   der   Dagoberts   Geld­ speicher stahl, zeigt sich als äußerst men­ schenfeindlich.   Fast   so   wie   im   Grunde  alle anderen Roboter der Serie auch. Me­ tallsuchende   Außerirdische   gab   es   auch  im   Barks­Comic   „Wunder   der   Tiefsee“  (Lost Beneath the Sea), doch dort bleibt  die Handlung auf dem Meeresgrund. Dagobert spricht Krachbumm­Ente in der  deutschen Synchronisation als Fenton an,  als er ihn auffordert, als falscher Roboter  vorauszugehen   und   in   der   englischen  noch   als   GizmoDuck.   Obwohl   „oberster  elektronischer   Boss“   sich   im   Vergleich  zum Original mit „Master Electronic Lea­ der“ nicht zu MEL abkürzen lässt, nennt  der Boss sich auch im Deutschen so. Wei­ terhin   zeigt   sich   Dagobert   in   der   deut­ schen Fassung nicht überrascht, als Fen­ ton unter der Rüstung auftaucht. Seltsa­ merweise   trägt   er   hier   seine   normalen  Kleider,   während   er   zwei   Folgen   vorher  unter   der   Krachbumm­Enten­Rüstung  noch einen Pyjama trug.

schön“. Als   der   Geldspeicher   wieder   auf   seinem  Hügel landet, wirft er Staub in Form ei­ nes Dollarzeichens auf.

MEL   parodiert   sowohl   den   Computer  HAL   aus   dem   Film   „2001,   Odyssee   im  Weltall“als   auch   Deep   Thought   aus   der  „Per Anhalter durch die Galaxis“­Reihe. Während Dagobert und Quack zu Kugel­ lagerfett und der Geldspeicher zu flüssi­ gem Metall verarbeitet wird, fordert Fen­ ton   MEL   zum   Wettzählen   auf.   Dieser  Wettkampf vom Mensch gegen Maschine  erinnert   an   die   Geschichte   über   John  Henrys Kampf gegen die Dampfmaschine.  Fenton besiegt die Maschine und rettet so  den Tag, und das ganz ohne Krachbumm­ Enten­Anzug. Ihm gelingt das wiederholt  in den Folgen „Invasion der Metallmilben“  und   „Ein   kleiner   Verdacht   wäre   schon 

Da   Dagobert   Fentons   Doppelidentität  wahren möchte, sind beide noch bei ihm  angestellt.   Fenton   feiert   dies,   indem   er  seine Mutter vom „Spiel mir das Lied von  der Ente“­Gucken abholt, Gandra um eine  Verabredung   bittet   und   mit   beiden   ins  Autokino geht. Die   Laufzeit   des   gesamten   Specials   ist  einhundert Minuten. Fazit: Mit diesem Fünfteiler sind ist wohl  Schluss mit den Folgen, die auf die Neffen  fokussieren,   stattdessen   erwarten   einem  nun   Folgen,   die   Krachbumm­Ente   und  Fenton   beinhalten.   Seltsamerweise   kom­ men die Panzerknacker am Ende der Ge­ schichte   nicht   ins   Gefängnis,   aber   was  will   man   ihnen   andererseits   auch   schon  nachweisen können, immerhin geschahen  ihre Untaten ja unter den Augen der Poli­ zei.   Überhaupt   bleibt   die   Frage   offen,  warum   die   Panzerknacker   am   Ende   der  Folge   in   ihrem   Waldversteck   sind   und  nicht in der Villa.

Zitate: Dagobert: Können Sie es fliegen? Quack: Ich kann alles fliegen, was fliegen kann! ­ Krachbumm­Ente: Nebenbei gefragt, Quack, wohin fliegen wir? Quack: Woher soll ich das wissen? Ich bin nur der Pilot, ich muss nicht alles wissen! ­ Fenton: Wenn Sie auf Krachbumm­Ente zählen konnten, warum dann nicht auf mich, Herr Duck? Ich werde es beweisen, dass Sie auf   mich zählen können, Sie werden sehen! Dagobert: Wer weiß, es gibt vielleicht doch noch Hoffnung. Da ist ja immer noch Quack. ­ Fenton: Hör mal, du Transistorlümmel, du bist nur halb so schlau, wie ich aussehe! MEL: Schlau? Ich bin der schnellste, technisch ausgereifteste Computer des Universums! Fenton: Dann beantworte mir das! Was für ’ne Farbe hat ’ne Orange? Kann Kräuterlimonade schwimmen? Wieviel Murmeln würde ein   Murmeltier murmeln, wenn ein Murmeltier Murmeln murmeln murmelt? MEL: Ich akzeptiere die Herausforderung! ­ Quack: Sie müssen sich entscheiden, Herr Duck, ein paar Quadrillionen Taler oder Ihr Leben. Dagobert: Ist das eine dieser blöden Quizfragen?

86. Liebe ist wirklich schön (Metal Attraction) Teletext:  Düsentrieb baut Robotica, eine   magere Putzmaschine. Die verliebt sich in   Gizmoduck   und   entführt   aus   Eifersucht  

Gandra   Dee.   Gizmoduck   muss   Gandra   retten   und   der   verrückten   Eifersucht   ein   Ende machen.

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Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Cliff MacGillivray, Alan  Burnett, David Weimers, Ken Koonce


US­Ausstrahlung: 28.01.1990 (Folge 81) Deutsche Ausstrahlung: 28.10.1995 Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Haus von Gandra Dee,  Geldspeicher, Entenhausener  Bohnenfabrik, Mildreds Spar­, Schmier­  und Dauerwellenboutique, Crackshell­ Wohnwagen, Duckiland)

zist“.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Der englische Titel dieser Fol­ ge spielt auf den Film „Eine verhängnis­ volle   Affäre“   (mit   dem   englischen   Titel  „Fatal Attraction“) an. Diese ist die einzi­ ge Folge, in der Fenton und Bubba gleich­ zeitig auftauchen.

In   Dagoberts   Keller   sind   nicht   nur   alte  Sachen wie in der Folge „Gundels Gauke­ lei“,   sondern   auch   Weinregale,   in   denen  Dagobert   eingedoste   Scheine   bunkert.  Dort ist auch ein Gemälde vom Geldspei­ cher, dessen Spitze bei Alarm aufleuchtet.

Fenton   feiert   bei   Gandra   ein   Jubiläum  mit vielen gelieferten Blumen und singen­ den   Pralinen:   Vor   genau   100   Tagen   hat  Gandra   zum   zweiten   Mal   versprochen,  mit Fenton auszugehen, tat es aber nicht.  Leider ist Gandra allergisch gegen Rosen.

Robotica und Gandra treffen sich in Mild­ reds   Spar­,   Schmier­   und   Dauerwellen­ boutique.   Gandra   gesteht   dort,   dass   sie  eine   permanente   Sehnenscheiben­Ent­ zündung   vom   Stöpseln   am   Telefon   hat.  Robotica   und   Gandra   beschweren   sich  dort   beide   über   ihre   Partner,   sodass   sie  ein   Doppel­Date   im   Vergnügungspark  Duckiland planen.  Ein kleines Modell von der Krachbumm­ Ente ist im Crackshell­Wohnwagen zu se­ hen, ähnlich dem aus der Folge „Ein Plan  fällt ins Wasser“. 

Daniel   glaubt,   dass   es   nach   Zeitreisen  und singenden Toastern nichts mehr zum  Erfinden   gäbe,   deshalb   baut   er   ein   me­ chanisches   Kindermädchen.   Dieses   er­ schreckt die Kinder damit, dass sie ihren  Kopf dreht wie Linda Blair in „Der Exor­

Im Vergnügungpark verspricht er den Da­ men   zwei   Frucht­Sprudel­Britzler,   doch  auf Dauer klappt es mit dem permanen­ ten   Umziehen   nicht   recht.   Als   Krach­ bumm­Ente   sich   schließlich   zu   erklären 

versucht,  vermutet  Robotica  eine   andere  Frau. Beim  nächsten  Putzgang  sieht sie  ein Foto der Familie Duck mit Bubba und  Krachbumm­Ente,   der   neben   Frieda  steht.   Nachdem   also   Frieda   bedrängt  wurde,   verdächtigt   das   elektrische   Kin­ dermädchen   Gandra   und   entführt   diese  zum   Geldspeicher,   um   dort   beide   in   die  Luft zu sprengen. 

Fazit: Liebe ist wirklich schön, wenn man  den   anderen   damit   nicht   erdrückt.   So  scheint jedenfalls  die Moral dieser Folge  zu   sein,   immerhin  scheint  erstmals   eine  künstliche   Intelligenz   nach   mehrfacher  Neuprogrammierung   nicht   mehr   schur­ kisch   zu   werden.   Dafür   wird   hier   kein  sehr vorteilhaftes Bild von Frauen gelie­ fert, immerhin ist der Dienstroboter ein­ deutig eine Frau und im Vergleich zu Da­ niels   anderen   Maschinen   ungewöhnlich  weiblich   geformt.   Man   kann   eben   nicht  alles haben.

Zitate: Robotica: Guten Morgen, ich bin Robotica, ich hacke, schneide, würfle, putze Fenster. Ich kann wedeln und putzen zu aller Nutzen. Oh,   ihr müsst die Kindereinheiten sein. Sollen wir was spielen? Gut. Wie wär’s mit Simon sagt? Simon sagt: Dreh den Kopf herum. Wieso   spielt ihr nicht mit? Simon sagt ist ein Spaß für die ganze Familie.  ­ Fenton: Oh Gandra, es rührt mich ja so, wenn ich dich so gerührt sehe! ­ Singende Pralinen: Wir singenden Pralinen, so köstlich wie noch nie! Herr Fenton hat uns hergeschickt für seine Gandra Dee! Ja, wir   singenden Pralinen, so köstlich wie noch nie! Herr Fenton hat uns hergeschickt für seine Gandra Dee! ­ Robotica: Ich bin zu jung, um zu Kochtöpfen recyclet zu werden! ­ Robotica: Willst du dich dagegen wehren? Kannst du nicht sehen, wie du meine Transformatoren erregst, meine Isolatoren entflammst   und meinen Motor in Fahrt bringst? Krachbumm­Ente: Jetzt wird’s peinlich, es könnten doch Kinder zusehen!

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87. Ein kleiner Verdacht wäre schon schön (A Case of Mistaken Secret Identity) Teletext: Dagoberts Neffen glauben, dass   Quack   Gizmoduck   sei,   und   immer   mehr   Leute halten ihn dafür. Quack genießt zu­ nächst das Rampenlicht. Als es ihm zuviel   wird,   holt   er   Fenton,   um   den   Gerüchten   ein Ende zu setzen. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Alan Burnett US­Ausstrahlung: 04.02.1990 (Folge 85) Deutsche Ausstrahlung: 18.11.1995 Handlungsort: Entenhausen  (Crackshell­Wohnwagen, Villa Duck,  Flughafen, Entenhausener Stadion,  Quacks Bude, Panzerknackerversteck in  der Stadt [Schöne Aussicht Nr. 27],  Gelspeicher, Innenstadt, Stadtpark,  Staudamm)

bra Walters. Ofrah und Gerald sehen aus  wie   normale   Menschen,   nur   mit   Schnä­ beln, was ihnen fast schon ein unheimli­ ches Aussehen beschert. Webra Walters taucht auch in den Folgen  „Bis dass das Geld euch scheidet“, „Gun­ dels Gaukelei“, „Bubba und sein Trampel­ tier“,   „Die   Goldene   Gans   ­   Teil   2“   und  „Der maskierte Enterich“. In den Folgen  „Die   Krach­Bumm­Ente“   und   „Hellsehe­ rin wider Willen“ wurde sie als Wackeleia  Watschel übersetzt. Die   Drillinge   halten   Quack   für   Krach­ bumm­Ente, obwohl sie die beiden schon  in der Folge „Es ist eben alles relativ“ zu­ sammen gesehen haben. Quack wiederum  weiß aus derselben Folge, dass Fenton im  Kostüm   steckt.   Unter   anderem   in   der  Darkwing   Duck­Folge   „Darkwing   Ducks  Doppelgänger“ wird Quack auch für den  Helden gehalten. Hier   sieht   man   das   erste   Mal   Dagobert  vor einem Computer.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Am Anfang wird  im Fernse­ hen   Ofrah   Federfuß   (im   Original   Oprah  Webfeet)   gezeigt.   Diese   Parodie   von  Oprah Winfrey hat hier zwar in der deut­ schen   Synchronfassung   noch   keinen   Na­ men, taucht aber zweimal als Opal Wind­ bag in der Serie „Darkwing Duck“ wieder  auf und wird in der DuckTales­Folge „Pep  muss man haben“ auch endlich als Ofrah  Federfuß   vorgestellt.   Eine   andere   Sen­ dung moderiert Gerald  Duckrivera (bzw.  Geralduck Rivera), später sieht man We­

In Quacks kleiner Bude ist auch ein Ka­ min. 

Die vier Krachinetten (Mary, Cherry, Per­ ry   &   Hildegard)   sind   nicht   die   ersten  weiblichen Fans von Quack, vorher flirte­ te   er   ausgiebig   mit   zwei   Damen   in   der  Folge   „Die   Schneefrau“,   mit   Sen­Sen   in  der   Folge   „Bubba   und   der   Einzigartige“  und   mit  Feder  Galore   in  der  Folge  „Ein  Bruchpilot spielt 007“. Das Versteck der Panzerknacker (Burger,  Karlchen   und   Schlabber)   müsste   eigent­ lich   inzwischen   bekannt   sein,   immerhin  benutzten sie es auch in den Folgen „Die  Panzerknacker“,   „Ein   Held   zum  Anfassen“,   „Kein   Rock   ohne   Oma“,  „Durchbruch gelungen ­ Absicht verfehlt“  und „Die Krachbumm­Ente“.

Im   Original   sagt   Fenton   beim   Flugzeu­ gabsturz zu Beginn der Folge „Blathering  Blatherskite“ (in der deutschen Synchron­ fassung   wurde   daraus   ein   „Heiliger  Quackstrudel“),   was   aber   nicht   den  Krachbumm­Enten­Anzug   lockte.   Doch  als Quack bei seiner Pressekonferenz die  magischen Worte sagt, kommt er den lan­ gen Weg zu ihm. Wahrscheinlich muss der  Anzug die Worte selbst mitbekommen. Anscheinend   angelte   Fenton   eine   Zeit  lang.   Dies   verhilft   ihm   dazu,   Quack   zu  retten und seine Ehre wiederherzustellen,  ohne   im   Krachbumm­Enten­Anzug   zu  stecken. In den Folgen „Es ist eben alles  relativ“ und „Invasion der Metallmilben“  gelingt ihm das übrigens auch. Fazit: Fenton möchte auch nur etwas Be­ kanntheit   und   Anerkennung   für   seine  Mühen, die er als Krachbumm­Ente leis­ tet. Hier  wird  er aber gleichzeitig gierig  nach   der   Aufmerksamkeit   der   Medien  und der Drillinge, sodass sich der innere  Konflikt   bei   ihm   immer   weiter   steigert  und   bis   zum   Ende   nicht   gelöst   wird.  Quack im Krachbumm­Enten­Anzug war  eine amüsante Abwechslung.

Fenton referiert später Superman.

Zitate: Dagobert: Und schwierig dürfte es auch nicht sein, Sie stellen sich einfach dumm. Quack: Für mich kein Problem, überhaupt kein Problem  ­ Track: Das haben wir in Quacks Werkzeugkasten gefunden! Das ist Krachbumm­Entes Ellenbogen. Fenton: Ach was, Papperlapapp, das ist das Knie von einem Abflussrohr! ­ Webra Walters: Sagen Sie uns, Quack, was ist das für ein Gefühl, zur Ehrung eines so außergewöhnlichen Helden zu kommen? Quack: Bin zutiefst gerührt! Das bin ich allerdings immer, wenn es was umsonst zu essen gibt. ­ Fenton: Quack, dieses Krachbumm­Enten­Theater muss aufhören! Es verstößt gegen das Gesetz, sich als geheimes Wesen auszugeben! Quack: Aber Fenton, ich find’s toll, den Superhelden zu spielen, endlich kann ich alle Mädchen kriegen!

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88. Gerümpel­Ente greift ein (New Gizmo­kids on the Block) Teletext: Fentons Mutter und die Mutter   der   Panzerknacker   kämpfen   beide   erbit­ tert   um   den   Titel   "Mutter   des   Jahres".   Während Mrs. Crackshell für ihren Sohn   die Wäsche macht und dabei versehentlich   seinen   Gizmo­Superanzug   schrumpft,   be­ freit  die andere ihre Jungs aus dem Ge­ fängnis.   Tick,   Trick   und   Track   streiten   mit   Nicky   darüber,   wer   jetzt   als   "Gizmo   Kid" Furore machen darf, während Mrs.   Crackshall versucht, den  Schaden  zu  be­ heben und einen neuen Anzug näht. Regie: Rick Leon, Alan Zaslove Drehbuch: Jeffrey Scott US­Ausstrahlung: 11.02.1990 (Folge 97) Deutsche Ausstrahlung: 08.04.1998  (SuperRTL) Info: Diese Folge lief nicht in der ARD Handlungsort: Entenhausen  (Crackshell­Wohnwagen,  Panzerknackerversteck im Wald, Villa  Duck, Museum, Innenstadt,  Herrenboutique Crooks Brothers,  Gefängnis) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der englische Titel der Folge  spielt   auf   die   Bans   „New   Kids   on   the  Block“ an, der ursprüngliche Titel lautete  „Honey, I  Shrunk The  Gizmo  Suit“,  was  auf den Film „Liebling, ich habe die Kin­ der geschrumpft“ anspielt. In der US­Rei­ henfolge ist dies die letzte Folge mit Ma  Crackshell,   Oma   Knack,   Schlabber   und  Krachbumm­Ente,   Letztgenannter   wird  aber   noch   einige   Auftritte   in   der   Serie  „Darkwing Duck“ haben.

bei ihrem Ausbruch stoßen, sieht aus wie  der   Lemming   Glückspilz   aus   der   Folge  „Die Lemminge“ Oma Knack stellt sich bei der Polizei als  Mutter   Knack   vor,   um   den   Preis   zu   ge­ winnen,  und  nötigt  ihre Jungs, sie auch  Mutter   zu   nennen.   Im   englischen   Origi­ nal ist sie natürlich die Mutter der Pan­ zerknacker. Die   erste   Außenaufnahme   des   Geldspei­ chers ist gespiegelt. Durch   die   Waschaktion   ist   auch   der  Krachbumm­Enten­Anzug   gewaschen  worden   und   lief   ein.   Dabei   sieht   man  auch den Hinweis auf der Rückseite „Po­ lyester­aluminum   blend   Dry­clean   only!“  Das   Kennwort   ist   auch   eingelaufen   und  lautet nur noch „aus“. Das dürfte Quatsch  sein, da das Kennwort eigentlich nur „En­ tentümpel“ lautet und nicht „ausgetrock­ neter Ententümpel“. 

Der   Gopher,   auf   den   die   Panzerknacker 

Mit   dem   zusammengezimmerten   Anzug  seiner   Mutter   versucht   Fenton   als   Ge­ rümpel­Ente (im Original Garbage­Duck)  die Panzerknacker beim Raub zu hindern,  schafft   es   aber   nicht.   Ein   Sonderbericht  von Ulrich Duckert (der wiederholt in den  Folgen  „Wenn   heut  am   Freitag   Samstag  wär“, „Pep muss man haben“ und „Invasi­ on   der   Metallmilben“   auftritt)   erscheint  auf  dem  Monitor  des  Krachbumm­Anzu­ ges,   sodass   Nicky   auf   die   Idee   kommt,  selbst die Knacker per Anzug zu schnap­ pen. Als Trick Nicky zurechtweist, über­ nimmt er mit „das hält man ja nicht aus“  den Anzug.

Nun   muss   Ma   Crackshell   handeln   und  bastelt unter anderem aus einer Müllton­ ne, einem Rasenmäher, einer Nähmaschi­ ne,   einem   Fön,   ihrem   Anrufbeantworter  und einem Ventilator einen neuen Anzug,  dessen Kennwort „Gallopierendes Gerüm­ pel“ lautet. Seine   zuvor   zerstörte   Bronze­Statue   von  Dagobert Duck haben sie soweit es  geht  zusammengezimmert, sodass es jetzt eher  nach  „Spähender  Faun“  aus   dem  Barks­ Comic   „Der   Schneemann­Preis“   (Statues  of   Limitations)  aussieht.  Die   Statue  sah  man übrigens schon vorher in der Doppel­ Folge „Die goldene Gans“, die in der US­ Reihenfolge erst nach dieser ausgestrahlt  wurde.

Hier   ist   wieder   Frederike   Von   Strange­ duck als Schauspielerin zu sehen, ähnlich  wie in den Folgen „Durchbruch gelungen ­  Absicht verfehlt“ und „Hellseherin wider  Willen“.  Ma   Crackshell   und   Oma   Knack   wollen  beide   die   Brambell­Suppenmutter   des  Jahres   werden,   glauben   aber,   dass   sie  dies ohne Rücksicht auf die Regeln durch  besondere Taten an ihre Kinder schaffen.  So   wäscht   Ma   Crackshell   die   jährliche  Ration   Klamotten   von   Fenton   und   Oma  Knack   backt   ihren   Jungs   (Burger,   Karl­ chen, Kuno, Schlabber) einen Kuchen, der  statt Feile eine Heidelbeer­Hickser­Über­ raschung beinhaltet. Durch den ständigen  Schluckauf   wirkt   Burgers   Kopf   wie   ein  Presslufthammer und sie können fliehen. 

Fokus auf Bilder dasselbe zu sein wie in  der   Folge   „Ein   Plan   fällt   ins   Wasser“.  Darin steht auch die Mona Duck, die of­ fensichtlich auf die Mona Lisa anspielt.

Die Drillinge und Nicky indes haben Do­ sen   gesammelt,   um   einen   Kreuzer   pro  Aluminiumdose   zu   verdienen.   So   haben  sie auch den eigentlich versteckten Anzug  entdeckt und durch das Wort „ausgerech­ net“ verwandelt sich Tick in Krachbumm­ Kid. Mit den Sätzen „Ich springe mit ei­ nem Satz über die höchsten Häuser!“ und  „Ich drehe mich einfach so  schnell,  dass  die   Zeit   rückwärts   läuft“   spielt   Tick   als  Krachbumm­Kid auf Superman an. Das   Dagobert­Duck­Museum  hier   ist  ein  anderes als in der Folge „Bubba und sein  Trampeltier“,   scheint   aber   durch   seinen 

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Nachdem   Trick   als   Krachbumm­Kid   die  Panzerknacker   ein   wenig   beschäftigte,  schlüpft   Track   mit   seiner   Schimpferei  über Nicky („Hör schon auf zu plappern, 


Schluss, aus“) in den Anzug. Die Panzer­ knacker fliehen ohne Mona Duck vor der  Polizei in die Herrenboutique Crooks Bro­ ther, wo Tick mit dem Satz „Hör auf, das  ist ja nicht auszuhalten“ wieder den An­ zug   übernimmt,   zufällig   die   Panzer­ knacker   überwältigt   und   von   Trick  („Spinn dich aus“) den Anzug wieder ab­ genommen bekommt. Nun haben die Dril­ linge das Codewort „aus“ 'rausbekommen  und die Panzerknacker überwältigen sie, 

als Nicky gerade endlich den Anzug über­ nimmt. Diese schnappt die Bande locker  mit einer Portion Boxershorts und Hosen­ trägern.  Oma   Knack   wird   mit   ihren   Jungs   zu  zwanzig Jahren verknackt, während Fen­ ton durch mehrfaches Pressen den Anzug  langsam wieder vergrößern kann und sei­ ne   Mutter   dank   dem   Gerümpel­Enten­ Anzug die Auszeichnung zur Handwerke­

rin des Jahres gewann. Fazit:  Es   brauchte   schon   eine   mittlere  Katastrophe,   um   die   Couchkartoffel   Ma  Crackshell aus ihrem Platz am Fernseher  zu   bewegen.   Dafür   kann   sie   sich   durch  Talent   und   Engagement   beweisen   und  hätte gegen Ende der Folge wirklich den  Titel „Mutter des Jahres“ verdient.

Zitate: Oma Knack: Um zu beweisen, was für eine gute Mutter ich bin, werde ich euch Jungs jetzt mal mit echter Museumskultur   bekanntmachen. Kuno: Ähm, du meinst, wir wollen uns schöne Bilderchen ansehen? Oma Knack: Nein, ich meine, wir klauen die schönen Bilderchen! ­ Dagobert: Schnell, meine Bilder! Der Schaden wäre unermesslich! Fenton: Ich mess ihn! Dagobert: Vergessen Sie es und verwandeln Sie sich in Krachbumm­Ente! ­ Trick als Krachbumm­Kid: So, ihr Kriminellen! Ab in die Zellen! ­ Tick als Krachbumm­Kid: Ich bin Krachbumm­Kid, der größte Held der Welt! Sie werden einen Comic aus mir machen, vielleicht   sogar einen Film!  Trick: Und ein Videospiel. Spinn dich aus!

89. Der Klirrfaktor (The Unbreakable Bin) Teletext:  Dagobert   ummantelt   seinen   Speicher mit unzerbrechlichem Superglas.   Dann entlässt er Gizmoduck. Als Gundel   mit   einem   schrill   schreienden   Vogel   den   Speicher bedroht, braucht Dagobert doch   wieder Gizmoducks Hilfe. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Alan Burnett (nach einem  Comic von Carl Barks) US­Ausstrahlung: 18.02.1990 (Folge 90) Deutsche Ausstrahlung: 02.12.1995 Info: DuckTales­Adaption von Barks’  „Glück und Glas“ (The Unsafe Safe) Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Geldspeicher, Hafen, Arbeitsamt,  Innenstadt), Quackerjika, Gundel­Vulkan Dagobert­Erzählungen:  Dagobert  schiebt seit 40 Jahren seinen Urlaub vor  sich her. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Diese   Folge   basiert   ziemlich  originalgetreu   auf   dem   Barks­Comic  „Glück und Glas“ (The Unsafe Safe) und  bildet   in   der   US­Reihenfolge   die   letzte 

Folge mit Gundel Gaukeley. Die   Folge   beginnt   mit   einer   wunderbar  stilisierten Traumszene, in der Dagobert  seinen   Geldspeicher   gegen   Unmengen  fast identisch aussehender Panzerknacker  verteidigt, sodass man sich fast an die Co­ mics erinnert fühlt.

Daniel   Düsentrieb,   dessen   fliegendes  Auto man in dieser Folge auch sieht, ent­ wickelt hier das Bruchlos­Glas, mit dem  Dagobert   bald   seinen   Geldspeicher  schmückt. Bald darauf lassen sich schon  die   Panzerknacker   (Burger,   Karlchen, 

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Schlabber)   blicken,   die   Dagobert   einlud,  um den neuen gläsernen Tresor zu testen.  Sollen sie durchkommen, kriegen sie eine  Handvoll   von   Dagoberts   Geld.   Natürlich  kommt   es   nicht   dazu,   da   sie   das   Glas  nicht zerbrechen können. Krachbumm­Ente verkleidet sich bei sei­ ner Wache kurz als Torero und als Rambo  aus der gleichnamigen Filmereihe, bevor  er per Telegramm von Dagobert gefeuert  wird. Seinen Buchhalter­Job darf er zwar  behalten,   aber   für   den   untere   Mittel­ klasse­Stil, an den Fenton und seine Mut­ ter sich inzwischen gewöhnten, reicht das  nicht   aus.   Dass   Fenton   sich   trotz   zwei  Jobs beim reichsten Mann der Welt finan­ ziell nicht über Wasser halten kann, wird  nicht weiter thematisiert. Unter den Nachtwächtern ist auch einer  der zwei Polizeischul­Absolventen der Fol­ ge „Die Kronjuwelen“. Gundel fliegt hier auf einem Besen nach  Entenhausen, was sie vorher weder in der  Serie noch in den Comics tat. Ihre Meteo­ riten­Attacke  auf den Geldspeicher erin­


nert   an   den   Barks­Comic   „Anschlag   auf  den  Glückstaler“   (For  Old   Dime's   Sake),  wo   sie   auch   einen   außergewöhnlichen  Zauberstab benutzte. Die größte Attraktion von Quackerjika ist  der   alljährliche   Bambus­Kongress.   Der  Quackerjikanischen Jieker, der National­ vogel,   singt   so   schrill,   dass   sogar   der  Bruchlos­Glas­Zwicker von Dagobert zer­

bricht. Anders als im Barks­Comic „Glück  und Glas“ bekommt Gundel das recht fix  bei sich daheim über ihre Glaskugel (die  schon   in   anderen   Folgen   zu   sehen   war)  mit. Als sie in Quackerjika mit den Jie­ kern abhebt, ist der Flug der Valküren zu  hören.  Anders als im Comic sorgt hier ein frisch  geschlüpfter   Jieker   für   das   Zerspringen  jedes Glases in der Stadt.

Fazit:  Eine   schöne   Gundel­Folge,   leider  hat man zu wenig von den Dingen mitbe­ kommen,   die   Dagobert   angeblich   schon  vierzig Jahre lang vor sich herschob. Ein  bloßer   Dschungel­Besuch   wäre   doch   et­ was wenig.

Zitate: Düsentrieb: Wie gesagt, mein Bruchlos­Glas ist praktisch unzerstörbar! Krachbumm­Ente: Nein, was für eine freudlige Nachricht für alle Fußballfreunde, wenn sie Brillenträger sind! Jetzt können sie   erleben, wie schön das ist, mit den anderen Jungs auf dem Spielfeld verprügelt zu werden! ­ Dagobert: Du meine Güte! Das sind die hübschesten Feder, die ich je gesehen habe! Tick: Junge, hat der sich aber verändert! Der findet ja plötzlich Gefallen an hübschen Sachen! Track: Ja, und er denkt überhaupt nicht mehr ans Geschäft! Dagobert: Jetzt stellt euch mal vor, was man verdienen könnte, wenn man so etwas als Hutfederschmuck verkauft! Track: Na ja, sagen wir „kaum noch“.

90. Die Entdeckung der Inflation (Dough Ray Me) Teletext:  Dagoberts   Neffen   gründen   einen   Putzdienst.   Als   sie   bei   Düsentrieb   arbeiten,   entdecken   sie   dessen   Duplizier­ maschine   und   leihen   sie   sich   aus.   Auch   Fenton nutzt die Maschine. Er will damit   Geld drucken. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Brooks Wachtel, Gordon  Bressack US­Ausstrahlung: 25.02.1990 (Folge 82) Deutsche Ausstrahlung: 06.04.1996 Handlungsort: Entenhausen  (Spielehalle, Villa Duck, Düsentriebs  Werkstatt, Eiswagen, Geldspeicher,  Innenstadt, Süßigkeitenladen, Zahnarzt  Yanke, Sportarena, Filmstudios, erste  Federnationale Bank) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Um Geld für Dagoberts Geld­ speicher­Computerspiel zu verdienen, ver­ suchen sie sich als Schmutz­Kobolde, die  mit   dem   sehr   saugstarken   Staubsauger  von Frieda versehentlich den Teppich ein­ saugen.   Frieda   zahlt   ihnen   einen   Taler,  damit sie verschwinden und keinen weite­ re Schaden mehr anrichten können. Den­ noch   stellt   sich   die   Frage,   woher   dieser  Taler stammt, laut der Folge „Der goldene  Kondor“ bezahlt Dagobert sie nicht. Als   sie   bei   Daniel   Düsentrieb   putzen 

möchten,   entdecken   sie   den   Multifon­ Dublikator,   mit   dem   Daniel   Düsentrieb  einige   seiner   Habschaften   verdoppelte,  unter anderem sein Helferlein. Der Dubli­ katur funktioniert laut Düsentrieb „nach  dem Prinzip der molekularen Umstruktu­ rierung   bei   Audiospaltung“   und   kann  auch   Münzen   verdoppeln.   Natürlich  denkt   Daniel   bei   der   Verdopplung   an  Nahrung,   Medikamente   und   Benzin,   die  Drillinge aber eher an Spielzeug.  Daniel scheint Brokkoli­Eintopf sehr ger­ ne zu essen. Auf der Suche nach einer gewinnträchti­ gen Idee, für die Dagobert sein Gehalt er­ höhen   würde,   überlegt   sich   Fenton   ver­ schiedene Erfindungen, etwa pulverisier­ tes   Wasser,   quadratische   Mottenkugeln  und Lockenwickler mit eingebautem Fön. Bei einem Eiswagen kaufen sich die Dril­ linge Pistazieneis, wo dem Verkäufer und  den dreien  schnell  auffällt,  dass  das   be­ strahlte   Geld   sich   immer   weiter   verdop­ pelt. Fenton borgt sich die Maschine und  präsentiert   mit   Cape,   Hut   und   dem  Künstlernamen Crackshelli Dagobert den  Dublikator. Dieser erkennt die ungeplan­ ten Verdopplungen und eilt mit Fenton zu  Daniel.  Dieser erkannte schon die Ursa­ chen   der   Verdopplungen,   nämlich   Glo­ ckenschläge. 

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Als Running­Gag kann außer Daniel kei­ ner den Namen des  Multifon­Dubikators  aussprechen. Da   die   Drillinge   schon   einiges   vom   ver­ doppelten   Geld   in   Umlauf   brachten,  kommt es bald zur Inflation, bei der das  Geld sprichwörtlich auf der Straße liegt.  Es   muss   gewendet  werden,   um  nicht   zu  schimmeln,   alleine   im   Vorgarten   der  Nachbarn   befinden   sich   laut   Fenton   5  Trillionen   657   Milliarden   Taler.   (Im  Barks­Comic „Geld fällt vom Himmel“ [A  Financial Fable] hatte Dagobert auch mit  Geld   auf   der   Straße   und   der   entstande­ nen Inflation zu kämpfen.) Die Panzerknacker (Burger, Karlchen und  Schlabber)   haben   ein   Zeitungs­Abo,   das  vom   Zeitungsjungen   per   Steinschleuder 


durch   das   Fenster   geworfen   wird.   Das  Abo   scheint   hauptsächlich   für   Karlchen  und Burger zu sein, denn Schlabber kann  zum Beispiel nicht lesen.

die Panzerknacker beim Ausbruch helfen.  Diese sollen nun das verdoppelte Geld zu­ sammen   stehlen   und   an   einen   sicheren  Ort   bringen.   Dort   bringt   die   Türglocke  das Geld dazu, zu implodieren. Beim   Wrestling   in   der   Sport­Arena  kämpft der Barbar mit dem Überbiss ge­ gen   das   Süß­Sauermastschwein   und  scheint zu gewinnen. Weiter sieht man nicht nur die Filmstudi­ os wieder (aus der Folge „Ein Star in den  Sternen“),   sondern   im   Modell   der   Notre  Dame   sogar   Quackimodo   aus   der   Folge  „Die Ducky Horror Picture Show“. Die verdoppelte Moleküle sind sehr unbe­ ständig, weshalb Fenton und die Drillinge 

Karlchen,   der   in   der   Folge   „Ein   kleiner  Verdacht wäre schon schön“ schon Burger  verdrosch, schlägt hier auch Schlabber. Als Burger seinen Brüdern zeigen möch­ te, wie man im Geld schwimmt, „so wie es  Daggi immer macht“, prallt er vom Geld  ab.  Wie  im  Barks­Comic  „Der arme alte  Mann“ (Only A Poor Old Man) können die  Panzerknacker   nicht   im   Geld   schwim­ men,   obwohl   sie   das   in   der   Folge   „Kein  Rock ohne Oma“ noch konnten.

Fazit:  Warum   Dagoberts   Geld   stehlen  wie in Dutzend anderen Folgen, wenn es  auch   durch   Inflation   wertlos   gemacht  werden kann? Diese Folge ist ziemlich cle­ ver durchdacht und bringt zusätzlich den  Zuschauern   noch   die   eine   oder   andere  Lektion über Geld bei. Sehr schön! Das Arcade­Spiel zu Beginn ist auch eine  sehr   witzige   Idee,   anscheinend   sind   die  Überfälle  auf  den  Geldspeicher  eine   sol­ che Attraktion in Entenhausen, dass sich  dessen   Produktion   lohnt.   Dabei   spielt  man   als   die   Panzerknacker,   Dagobert  scheint in Entenhausen bei solchen Über­ fällen nicht der Sympathieträger zu sein.

Zitate: Dagobert: Nein, nein, nein und nochmals nein! Fenton: Aber so eine kleine Erhöhung wird doch wohl möglich sein. Dagobert: Sicher, nur möchte ich nicht, dass Sie meinetwegen in der Gosse landen. Fenton: Wie soll ich das verstehen? Dagobert: Wenn ich ständig Ihr Gehalt erhöhe, betrachten Sie Ihren Job bald als Nebensache. Sie fliegen raus und landen auf der   Straße, wo Sie um ein paar lumpige Münzen betteln müssen. Fenton: Na so was, danke! Dagobert: Gern geschehen! ­ Drillinge: Onkel Dagobert, kannst du unser Taschengeld erhöhen? Dagobert: Wie oft soll ich es denn noch sagen? Wenn ich euer Taschengeld erhöhe, werdet ihr ohne Achtung vor dem Geld aufwachsen.   Ihr werdet ein liederliches Leben führen und auf der Straße enden, wo ihr um ein paar lumpige Münzen betteln müsst. Wer wird sich   dann um euch kümmern? ­ Track: Klasse Plan, Fenton! Trick: Ja, Sie sind gar nicht so blöde, wie Onkel Dagobert immer sagt. ­ Karlchen: Jungs, das ist ja wie Weihnachten im Juli! Schlabber: Ja, besser als wie im September. ­ Dagobert: Fenton, Sie sind ein Genie! Fenton: Och, das sagen Sie doch sicher zu allen genialen Genies.

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91. Der maskierte Enterich (The Masked Mallard) Teletext:  Dagobert   verkleidet   sich   als   "Der   maskierte   Enterich".   Unter   diesem   Namen   bekämpft   er   als   edler   Wohltäter   das   Verbrechen.   Da   taucht   ein   zweiter   "Maskierter Enterich" auf und verübt eine   Missetat nach der anderen.

Gegenüber vom Rathaus ist der Süßigkei­ tenladen „Candys Candy“, den man auch  in der Folge „Die Entdeckung der Inflati­ on“ sah. Don   Chrisco,   welcher   gegen   den   Schar­ lachroten  Banditen  kämpft,  hat  Donalds  deutsche Synchronstimme. Während   die   Kinder   weiter   den   Schar­ lachroten   Banditen   gucken,   attackieren  die   Panzerknacker   (Burger,   Karlchen,  Kuno) mit „Omas hausgemachten Chilli­ Ketchup“ die Vitrine des Juwelengeschäf­ tes   „Seiffary’s“,   wird   aber   vom   Maskier­ ten   Enterich   aufgehalten,   der   mit   Ko­ stüm, Blitz und helfenden Gürtel eindeu­ tig von Batman inspiriert wurde. Einiges  davon   wurde   auch   später   in   der   Serie  „Darkwing Duck“ aufgegriffen.

Regie: Jamie Mitchell, James T. Walker,  Bob Hathcock Drehbuch: Len Uhley US­Ausstrahlung: 04.03.1990 (Folge 92) Deutsche Ausstrahlung: 20.04.1996 Handlungsort: Entenhausen (Rathaus,  Geldspeicher, Villa Duck,  Juwelengeschäft „Seiffary’s“, Düsentriebs  Werkstatt, Kunstmuseum, Innenstadt,  Großschnabels Wohnung) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Als der Bürgermeister Dago­ berts neues Einkaufscenter, die Dagobert­ Duck­Passage vorstellt, sind im Publikum  John D. Rockefeder und Webra Walters zu  sehen, die von Laurenz Großschnabel (im  Original   Lloyd   Loudmouth)   der   KUK­ Nachrichten belästigt wird.  Doch nicht nur die wird von Laurenz be­ lästigt,   auch   Dagobert   unterstellt   er   in  seiner   Sendung   „Dagobert   Duck,   Gefahr  oder   Bedrogung“   Übles,   unter   anderem  soll er Babys die Schokolade stehlen und  ein außerirdischer Elvis­Immitator sein. Webra Walters taucht auch in den Folgen  „Bis dass das Geld euch scheidet“, „Gun­ dels Gaukelei“, „Bubba und sein Trampel­ tier“,   „Die   Goldene   Gans   ­   Teil   2“   und  „Der maskierte Enterich“. In den Folgen  „Die   Krach­Bumm­Ente“   und   „Hellsehe­ rin wider Willen“ wurde sie als Wackeleia  Watschel übersetzt.

Dank einer Spende von Frau Buffy Perve­ nue   konnte   sich   das   Museum   Napoleon  Bonapartes massiv goldenes Müsli­Schüs­ selchen leisten. Diese seltsame Interpre­ tation von ausstellungswürdigen Antiqui­ täten   erinnert   an   das   Naturkundemuse­ um im Barks­Comic „Der goldene Helm“  (The Golden Helmet). Doch   ein   zweiter   Maskierter   Enterich  stiehlt   die   Müslischale   und   bald   auch  noch   mehr,   sodass   Dagobert   glaubt,   als  Maskierter   Enterich   eingreifen   zu   müs­ sen.  Krachbumm­Ente  schnappt  und   de­ maskiert ihn aber, sodass er nun auf der  Flucht vor dem Gesetz lebt. Einer Intuiti­ on folgend  entdeckt er in  Großschnabels  Wohnung ein zweites Kostüm Nach   seinem   letzten   Goldraub   möchte  sich   Großschnabel,   welcher   der   zweite  Maskierte Enterich ist, nach Rio de Ente­ ro  absetzen, was   auf Rio  de Janeiro  an­ spielt. Mit „Sie sagen auf Wiedersehen und ich  sage Hallo“ zitiert Dagobert als Maskier­ ter   Enterich   das   Beatles­Lied   „Hello  Goodbye“. Großschnabel ist nach seiner Entlarvung  im Gefängnis auf den Teufelsenteninseln.

Die   Gimmiks   des   Maskierten   Enterichs  wie die Schock­Spange und die wildente­ rige Nuklearpinzette stammen von Daniel  Düsentrieb, der auch die Geheimidentität  kennt, denn der Maskierte Enterich ist in  Wirklichkeit Dagobert Duck.

Als sich die Drillinge als Teufelstrio ver­ kleiden, sieht Tick mit seinem roten Ko­ stüm und dem eingekreisten Blitz auf sei­ ner Brust aus wie der Comicheld Flash.

Nicht nur hinter dem Kamin ist ein Ge­ heimraum (siehe Folge „Glatte Bruchlan­ dung“),   es   gibt   auch   noch   eine   geheime  Treppe hinter dem Bücherschrank rechts  davon. Die Entführer des Entenhausener Stadt­ rates   (u.a.   John   D.   Rockefeder)   quälen  ihre Geiseln durch das  Gucken der „En­ tenstraße“,   die   sich   z.B.   Ma   Crackshell  gerne freiwillig ansieht. Auf   einer   Feier   im   Kunstmuseum   sieht  man neben Rockefeder auch den Bürger­ meister,   den   Maler   Piere   la   Oink   und  Lord Battmountan.

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Fazit:  Die Batman­Parodie war ziemlich  witzig, da sie die sonst so bunte Welt En­ tenhausens auf einmal verfinsterte, den­ noch   überrascht   es,   gerade   Dagobert   in  dieser Rolle zu sehen.


Zitate: Laurenz Großschnabel: Wir brauchen keine Beweise, wir sind vom Fernsehen! ­ Dagobert: Hm? Worum geht’s da überhaupt?  Track: Der da ist der Scharlachrote Bandit. Er trägt eine Maske und er rettet Leute. Er ist ein echter Superheld! Sowas gibt’s eben nur   im Film. Dagobert: Ja, vielleicht. Vielleicht aber auch nicht! ­ Maskierter Enterich: Ich bin der maskierte Enterich und ihr seid festgenommen! Karlchen: Und Sie sind total beknackt! ­ Webra Walters: Und Sie nun als überführte Verbrecher, was empfinden Sie für den Maskierten Enterich? Karlchen: Ein ganz gemeiner Weltverbesserer ist er! Burger: Das schon, aber er war sehr höflich! ­ Maskierter Enterich: Es ist zwecklos, gegen mich zu kämpfen wegen meines Zwecklos­Gürtels! ­ Fenton: Sagen Sie, dieser Maskierte Enterich, der hat sich doch als ganz schöner Fiesling entpuppt, hab ich nicht recht? Dagobert: Ich will davon kein einziges Wort mehr hören! Fenton: Entschuldigen Sie, dass ich geboren bin. ­ Krachbumm­Ente: Mein eigener Arbeitgeber, ein Krimineller! Wie��soll ich das verkraften, was tu ich nur, welche Illustrierte soll mir   die Story abkaufen? ­ Laurenz Großschnabel: Schalten Sie um Fünf ein zu meinem Exklusivbericht über diesen geldgierigen Enterich Dagobert Duck, wie er   wieder auf Verbrechertour ist!  Maskierter Enterich: Wer ist geldgierig? Hätte ich einen Kreuzer bekommen für jeden Kreuzer, den ich schon gespendet habe, dann­   Halt, eine kostenlose Minute mal. 

92. O.K. nach Plan B (Scrooge's Last Adventure) Teletext:  Dagobert   glaubt,   todkrank   zu   sein. Um seinen Nachlass zu regeln, lässt   er sein Geld in einen Computer eingeben.   Dort verschwindet es. Dagobert lässt sich   digitalisieren   und   folgt   seinen   geliebten   Talern.

Geldspeicher, Düsentriebs Werkstatt,  Internet)

tun   wird.   Dagobert   denkt   nun,   dass   er  sterben muss.

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Diese   Folge   hat   in   der   US­ Reihenfolge den letzten Auftritt von Fen­ ton,   der   sich   ungewöhnlicherweise   hier  nicht   in   die   Krachbumm­Ente   verwan­ delt. Dagoberts   Arztbesuch   führte   ihn   wieder  zum   Armenarzt   Dr.   von   Schwein,   der  schon Auftritte in den Folgen „Das Affen­ theater“ und „Gewusst wie“ hatte. Daniel Düsentrieb baute einen Magneten  ans   Ende   von   Dagoberts   Stöckchen,   so­ dass   dieser   im   Gehen   Münzen   auflesen  kann.

Regie: Jeff Hall, Richard Trueblood, Bob  Hathcock Drehbuch: David Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 11.03.1990 (Folge 98) Deutsche Ausstrahlung: 27.04.1996 Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Uhrenhandel Dr. Glockenspiel, 

Da   die   Drillinge   eine   kaputte   Standuhr  zu   Dr.   Glockenspiel   brachten,   Dagobert  aber einen Anruf von Dr. von Schwein er­ wartet, kommt es, wie es kommen muss­ te:   Dr.   Glockenspiel   ruft   an   und   meint,  dass es „der alte Ticker“ nicht mehr lange 

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Normalerweise   hält   Dagobert   Mittages­ sen und freie Tage als etwas für Wasch­ lappen, doch kurz vor seinem vermeintli­ chen Tod überlegt er es sich anders, auch  zeigt er sich als besonders großzügig ge­ genüber seinen Großneffen. Johann   bekommt   bei   der   Aussicht   auf  einen   freien   Resttag   Tränen   in   den   Au­ gen.


Schwester   Metzgermesse   von   der   Ar­ menklinik   ruft   im   Geldspeicher   an   und  meint, dass Dagobert zum Totlachen ge­ sund   wäre,   wenn   man  sein   Hühnerauge  am Fuß ignoriert. Fenton überbringt diese Nachricht nicht,  sondern   überredet   den   besorgten   Dago­ bert   zu   einer   Banane­Knusperflocken­ Geschäftsbroschüren­Sicherheitsmethode,  nämlich dem Aufzahlen seines Vermögens  auf die Bank, damit zukünftige Transak­ tionen per Banking am Computer getätigt  werden können. Doch schneller, als Fen­ ton   Dagobert   online­Banking   erklären  kann, fängt sich der Computer einen Vi­ rus   ein   und   sie   sind   auf   Daniel   Düsen­ triebs Hilfe angewiesen. Seine vorgeschla­

gene   Reise   in   die   digitale   Welt   erinnert  an den Disney­Film „Tron“ aus dem Jahr  1982. Er digitalisiert die beiden auf eine  Diskette, die er an den betroffenen Com­ puter anschließen möchte. Für die Fahrt  zur   Villa   Duck   benutzt   er   das   fliegende  Auto,   was   er   schon   in   der   Folge   „Der  Klirrfaktor“ benutzte. Ein   Running­Gag   dieser   Folge   ist   der  Plan B der Drillinge, mit dem man ande­ re   zu   bestimmten   Aktionen   überzeugen  kann: Man braucht sich nur auf den Bo­ den zu werfen und zu schreien. Daniel   kommentiert   das   Einlegen   der  Diskette mit „Eine kleine Diskette für den  Computer, ein großer Schritt für die En­

tenheit“. Als er seinen Posten am Compu­ ter verlässt,  eilen  die Kinder  daran und  wollen   Quackman   spielen,   was   wohl   auf  Pacman  anspielt.  Track  gesteht,  dass   er  immer den Stecker zieht, wenn er sieht,  dass er verliert. „Ding, dong, das  Biest ist tot, das Virus  ist   tot,   das   Virus   ist   tot“,   jubelt   Fenton  und zitiert damit „Der Zauberer von Oz“. Fazit: Eine Folge darüber, dass Dagobert  bald   stirbt?   Wow,   das   hat   Mumm!   Das  Thema   über   Cyberspace   klingt   auch   in­ teressant.   Warum   muss   aber   beides   in  dieselbe Folge?

Zitate: Dagobert: Ein gefundener Kreuzer ist ein verdienter Kreuzer! ­ Dagobert: Ich bin ein Todeskandidat! Dahingerafft in der finanziellen Blüte! Ich hätte viel mehr darauf achten sollen, physisch fit zu   bleiben anstatt finanziell! Was soll ich nur tun? Ich bin zu reich zum sterben! ­ Dagobert: Habe ich Ihnen jemals gesagt, was für eine gute Köchin Sie sind? Frieda: Naja, nicht so direkt. Sie sagten, so wie ich aussehe, müsste mir mein Essen schmecken. ­ Fenton: Oje, oje.  Dagobert: Was ist passiert? Fenton: Passiert? Was soll denn passiert sein? Sagen Sie, war das nicht ein tolles Spiel, dass unser Baseballteam gestern abend   geliefert hat? Dagobert: Fenton! Was ist los? Fenton: Warum, weshalb, weswegen, wie kommen Sie darauf, dass was los sein soll? Dagobert: Weil Ihnen der Schweiß ausbricht wie unserer Frieda, wenn sie Rock’n’Roll tanzt! ­ Fenton: Was ist das? Dagobert: Das Virus, welches mein Geld gefressen hat, was sonst? Fenton: Das ist aber ein Riesengerät! Dagobert: Es war ja auch ein Riesenvermögen! ­ Fenton: Tja, was tut man nicht alles, wenn man ein paar Quatrillionen Taler retten will! ­ Fenton: Gefahr ist mein zweiter Vorname Dagobert: Was Sie nicht sagen. Fenton: Naja, eigentlich ist er ja Amadeus, aber ich neige eben zum Dramatisieren.

93. Amors Pfeile (A Ducktales Valentine) Teletext: Dagobert Ducks neueste Errun­ genschaft sind Amors Pfeile. Diese locken   wiederum   die   Liebesgöttin   höchstpersön­ lich   an,   die   sich   promt   in   Dagobert   ver­ liebt ­ und umgekehrt. Bei diesem Techtel­ mechtel   hat   allerdings   noch   einer   ein   Wörtchen   mitzureden   ­   der   wutschnau­ bende Gatte der Liebesgöttin: Vulkan.

Regie: Mircea Mantta, Bob Hathcock Drehbuch: Len Uhley US­Ausstrahlung: 18.03.1990 (Folge 93) Deutsche Ausstrahlung: 06.04.1998  (SuperRTL) Info: Diese Folge lief nicht in der ARD Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Geldspeicher) Mittelmeer (Tempel 

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der Aphroducky) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Mutmaßlich wurde diese Fol­ ge noch während der ersten Staffel produ­ ziert, da der Schreibstil sich sehr  ähnelt  und keine Spur von Bubba oder Fenton zu  sehen ist.


rend   er  mit  einem   Hai  kämpft  und  ver­ liebt sich so in ihn. Quacks Sternzeichen ist Widder.

Kurz   vorm   Valentinstag   hat   Dagobert  ganz andere Sorgen: Er ist auf der Suche  nach   dem   Tempel   der   Aphroducky,   um  dort ihren Schatz zu borgen.

Unterdessen   ist   auf   dem   Olymp   Aphro­ ducky auf der Suche nach Amors Pfeilen,  welche   ihr   Gatte   Vulkanos   versteckte.  „Hätte ich lieber Adonis geheiratet“, jam­ mert   sie.   Doch   das   Brennen   ihrer   Wun­ derlampe zeigt ihr, dass jemand in ihrem  Tempel   war,   und   in   ihrem   Zauberbild­ schirm   entdeckt   sie   den   Köcher   von  Amors Pfeilen und entdeckt bei den Auf­ nahmen   Dagobert.   Als   sie   ihn   konfron­ tiert, attackiert Nicky sie mit einem der  Pfeile und sie verliebt sich in Dagobert. 

Dies   ist   die   zweite   Valentinstags­Folge  nach   der   Folge   „Im   Goldrausch“   und  greift wie in „Auf Odysseus' Spuren“ auf  griechische Mythen zurück. Na ja, Aphro­ dite   ist   griechische   Mythologie,   Vulkan  und   Amor   hingegen   römische.   Amüsant  ist auch, dass Aphroducky als Göttin der  Liebe kaum welche verteilt. Beim   Besuch   des   versunkenen   Tempels  hier   und   in   der   Folge   „Die   versunkene  Stadt“   sieht   man   Quack   schwimmen,  nachdem er in „Der Jungbrunnen“ nicht  schwimmen   konnte   und   in   „Der   Schlan­ genfraß“   es   von   Nicky   beigebracht   be­ kommt.   Obwohl   die   Drillinge   und   Nicky  bei   der   Reise   nicht   eingeplant   waren,  scheinen Taucheranzüge für sie bereitge­ legen zu haben. Im Tempel ist auch eine Statue von Vul­ kanos, dem Schmied der olympischen Göt­ ter, und dem Liebesgott Amor. In der Tru­ he, wo der größte Schatz lauern soll, steht  aber nur das griechische Wort für Liebe.  Dafür sind die Pfeile der Amor­Statue aus  Gold.   Quack   sticht   sich   an   einem,   wäh­

Dagobert  erwähnt  Elli  Pirelli.  Bald  dar­ auf verliebt er sich durch eine misslunge­ ne Falle der Drillinge auch in Aphroducky  und baut ihr einen Tempel in seinen Gar­ ten. Die Drillinge kommen dahinter, dass  der Pfeilstich nicht nur dafür sorgt, dass  man sich in die Person verliebt, die man  als  erste erblickt, sondern dass  die Ent­ scheidung   zwischen   der   wahren   Liebe  und   der   Pfeil­Liebe   dessen   Bann   bricht.  Bei Quack war es die Aussicht, beim Hai  unter Wasser nie wieder fliegen zu kön­ nen.

Wie in der Folge „Bis dass das Geld euch  scheidet“ machen sich die Drillinge daran,  Dagoberts Schwarm zu belästigen. Durch  Pfeffer­verursachtes   Niesen   im   Gelspei­ cher reden sie ihr Monetitis ein, was die  Allergie gegen Geld sein soll. Durch grü­ nes   Licht   scheint   ihr   Gesicht   grünlich  und durch ein gerupftes Kissen, als fielen  ihr   die   Federn   aus.   Wenn   die   Kissen   in  Entenhausen   mit   Federn   gefüllt   sind,  aber auch zugegeben wird, dass die Ducks  und Aphroducky Federn haben, klingt das  ziemlich ekelig. Vulkanos   entdeckt   die   Liebelei   gerade  rechtzeitig   bei   ihrer   Verlobung   und   eilt  mit Stadtplan nach Entenhausen, wo Da­ gobert   gerade   zwischen   den   Neffen   da­ heim und Aphroducky auf dem Weg zum  Olymph entscheiden muss.  Fazit:  Quacks   große   Liebe   ist   also   das  Fliegen und nicht Sen­Sen aus der Folge  „Bubba   und   der  Einzigartige“?   Dagobert  liebt seine Familie mehr als Goldie? Ohne  schnulziges   Ende   wäre   diese   Folge   gar  nicht schlecht gewesen. Schließlich ist es  offensichtlich, dass Dagobert seine Fami­ lie als seinen wahren Schatz bezeichnet,  da   braucht   es   keine   rosa   Herzchen   um  eine große Umarmung.

Zitate: Quack: Junge, ich liebe diesen Job! ’ne steife Brise in den Federn, das kehlige Brüllen der Motoren­ Dagobert: Und die Angst um mein Leben! ­ Dagobert: Außerdem dachte ich, Sie haben keine Angst! Quack: Hey, es gibt Angst haben und blöde sein. Dagobert: Und in beidem sind Sie Experte! ­ Aphroducky: Ach, du marodierende Makrele, du ruinierst meine Ruinen! ­ Trick: Aber eigentlich hatten wir ein Geschenk für den Valentinstag erwartet. Dagobert: Dieser sogenannte Feiertag ist bloß ein Trick der Grußkarten­ und Süßigkeitenindustrie, um Geld zu scheffeln!

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94. Schlaumann im Blaumann (Blue Collar Scrooge) Teletext:  Dagobert   hat   Gedächtnis­ schwund. Er arbeitet in seiner eigenen Fa­ brik, die er eigentlich schließen wollte. Da­ gobert wird zum Fürsprecher der Arbeiter   und organisiert einen Streik.

te. Auch in der Folge „Hellseherin wider  Willen“ hält Dagobert Milchtüten für den  besten Weg, verlorene Personen wieder zu  finden.

Als der verkleidete Fenton meint, Friedas  Gehalt zu kürzen, ist diese wütend, dabei  verdient sie laut der Folge „Der goldene  Kondor“ nichts.

Regie: Jamie Mitchell, James T. Walker,  Bob Hathcock Drehbuch: David Weimers, Sam Locke US­Ausstrahlung: 25.03.1990 (Folge 86) Deutsche Ausstrahlung: 21.10.1995 Handlungsort: Entenhausen (Villa  Duck, Skateboard­Fabrik, Innenstadt,  DuckBurgers, Dagoberts chinesisches  Restaurant, Dagobert Ducks Cafeteria,  Geldspeicher, Milchfabrik, Crackshell­ Wohnwagen, Pizzaladen) Dagobert­Erzählungen:  In   Schottland  gibt es das alte Sprichwort „Ach, hätten  wir nur hin und wieder die Gabe, uns mit  Augen der anderen zu sehen“ Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Der   Chef   von   Dagoberts  Skateboard­Fabrik ist Eckbert Biber, der  natürlich   Bescheid   weiß,   dass   Dagobert  Duck   jedes   Jahr   einmal   vorbeischaut.  Diesmal kann er den Drillingen den Bür­ gersteig­Cityflitzer   vorstellen,   der   mit  Servolenkung sowi Radarkontrolle ausge­ stattet ist und automatisch vor jedem Eis­ wagen bremst. Dagobert plant dennoch, seine Fabrik an  Herrn   Crumcard   nach   Übersee   zu   ver­ kaufen.   Als   er   aber   beim   Verlassen   des  Raumes  auf  dem Cityflitzer  tritt, schlit­ tert   er   versehentlich   in   die   Innenstadt  und in den Fluss, wo er sein Gedächtnis  verliert.  Einer   der  ersten  Menschen,  die  ihm so begegnen, ist Käpt’n Kielschwein  aus der Folge „Arme reiche Ente“, der ihn  aber   für   einen   Bettler   hält   und   Pops  nennt.  Im   Original   erkennt   der   gedächtnislose  Dagobert seinen schottischen Akzent und  wechselt auf einen amerikanischen. Bei   DuckBurgers   kosten   drei   Dagobert­ Burger 15 Taler. Unter   den   Vermissten   auf   den   Milchpa­ ckungen   ist   Archibald   Quackerville,   der  Dagobert in der Folge „Ein Plan fällt ins  Wasser“  vom  Bergungsrecht  unterrichte­

ne an das Musical „My fair Lady“. Im Ori­ ginal versucht er sich erst an einen fran­ zösischen   und   dann   an   einen   deutschen  Akzent.

Aus   dem  Geldspeicher  ruft   Fräulein   Fe­ derwisch   Henrietta   aus   der   Skateboard­ Fabrik an, dass ihr Chef plant, diese zu  verkaufen.   Arbeiter­Dagobert   ruft   sofort  zum Streik auf, um die Farbik unattrakti­ ver für den Käufer zu machen. Der Hunger treibt Dagobert zum Cracks­ hell­Wohnwagen, wo Ma Crackshell, sich  gerade   ein   Mikrowellen­Essen   bereitet.  Sie lädt ihn ein und rät ihm, weil er sich  nur an ein Skateboard erinnert, es bei der  Skateboard­Fabrik   zu   versuchen.   Seinen  dortigen Lohn investiert er in ein Pizza­ Essen   mit   Ma   Crackshell,   wo   sie   sich  beim   Verspeisen   einer   Pizza   küssen   wie  Susi   und   Strolch   im   gleichnamigen   Dis­ ney­Film.

Dagobert guckt wie Ma Crackshell gerne  die Sendung „Die Jungen und Federlosen“  und   möchte   diesmal   herausfinden,   ob  Ginger   Schnapsdrossel   sich   von   ihren  Steuern, ihrer Scheidung und ihrer Feder­ Transplantation   gut   erholt.   Die   Serie  wird in der Folge „Hellseherin wider Wil­ len“ erneut erwähnt. Die   Drillinge   und   Frieda   wollen   Fenton  als  Dagobert ausgeben, damit es zu kei­ nem Chaos an der Börse kommt und der  Verkauf   der   Skateboard­Fabrik   sauber  verläuft. Als sie versuchen, ihn wie Dago­ bert sprechen zu lassen, erinnert die Sze­

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Wenn die Fabrik nach Übersee verschifft  wird, dürfte es eigentlich völlig gleichgül­ tig   sein,   was   die   Entenhausener   Ange­ stellten so treiben.  Selbst Fräulein Federwisch hält den ver­ kleideten   Fenton   für   den   echten   Dago­ bert.

Arbeiter­Dagobert rutscht auf der Flucht  vor der Polizei, die der verkleidete Fenton  holte, auf einem Skateboard aus und be­ kommt durch einen Schlag auf den Kopf  sein Gedächtnis zurück. Auf Fentons Frage, welche Hutgröße Da­ gobert habe, antwortet dieser, dass er je­ den   kaufe,   solange   er   billig   ist.   Dessen  Gegenfrage, wie alt seine Wirtschaftlerin  ist, kann Fenton nicht beantworten.  Gegen Ende der Folge zwinkert der Ka­ mera ein Gemälde von Dagobert zu. Fazit:  Ma Crackshell gewinnt mit dieser  Folge   durch   ihr   Mitleid   und   ihre   Hilfe  eine gewaltige Portion Sympathie.


Zitate: Trick: Onkel Dagobert, ist heute nicht der Tag, an dem du deine Skateboard­Fabrik inspizierst? Dagobert: Ja, Jungs! Ich liebe es, unangemeldet aufzutauchen, um zu sehen, wie sie alle aufgescheucht herumflattern, als ginge es   ihnen an den Kragen! ­ Track: Ich schlage vor, wir suchen getrennt nach ihm. Fenton: Gute Idee! Also, ihr sucht oben und unten, Frieda, Sie gehen und suchen weit und breit und ich suche hier und da. ­ Ma Crackshell: Nein, wie aufregend! Sie leiden an Gedächtnisschwund. Dagobert: Glauben Sie? Ma Crackshell: Schätzchen, nach 25 Jahren Fernsehserien erkennt man einen Gedächtnisschwund sofort! ­ Ma Crackshell: Dieser Breitbandbildschirm macht das Lokal besonders romantisch! ­ Tick: Jetzt müssen Sie aber noch so klingen wie er. Fenton. Achso, ja, er hat irgendwie eine komische Sprache, wartet mal. Nur nischt lange rumgepinschelt, hauptsache, die Kasse   klingschelt! Oui, mes petites Englein?  Track: Nein, ganz, ganz falsch! Fenton: Wie wär das: Bessahlte Ssinsraten sind mir die liebsten Ssinsraten. Trick: Die blöden Sprüche stimmen schon, trotzdem klingen sie nicht so wie bei Onkel Dagobert. Fenton: Ach, es ist sinnlos, ich kriege das nie hin! Es gibt eben nur einen Dagobert Duck! Tick: Na? Wie war das? Fenton: Das Holz, aus dem er geschnitzt wurde, wächst nirgendwo mehr, und darum habe ich es eben so schwer. Trick: Klingt schon ganz gut! Versuchen Sie mal das: Ein Rollmops im Glas macht sich die Füße nass. Fenton: Ein Rollmops in dem Glas macht sich die Füße nass. Drillinge: Ja, meine Güte, jetzt hat er’s! Frieda: Wieso habe ich plötzlich den Wunsch, die ganze Nacht zu tanzen? ­ Ma Crackshell: Da lädt mich die reichste Ente der Welt zum Essen ein, und alles, was ich bekomme, ist eine läppische Pizza!

95. Wenn heut am Freitag Samstag wär (Allowance Day) Teletext:  Tick,   Trick   und   Track   wollen   sich   ein   neues   Fahrrad   kaufen,   das   im   Sonderangebot ist. Da Onkel Dagobert ih­ nen   Ihr   Taschengeld   aber   immer   erst   samstags   gibt,   beschließen   sie   kurzer­ hand, ihm weiszumachen, daß heute nicht   Freitag   sondern   bereits   Samstag   ist.   Sie   verstellen   sämtliche   Uhren,   drehen   den   Kalender einen Tag weiter und ändern so­ gar   das   Datum   auf   der   Zeitung.   Damit   bringen sie Onkel Dagobert in Teufels Kü­ che, denn sein Geschäft mit General Chi­ quita droht daran zu scheitern, daß er den   Freitag für den Samstag hält... Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Alan Burnett, David  Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 01.04.1990 (Folge 77) Deutsche Ausstrahlung: 16.03.1996 Handlungsort: Entenhausen (Kaufhaus,  Villa Duck, Innenstadt, Schule,  Crackshell­Wohnwagen),  Bananenrepublik

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Eine ähnliche Handlung gibt  es auch in der Folge „Eile mit Weile“ der  Serie   „Käpt’n   Balu   und   seine   tollkühne  Crew“.

Dagobert schickt Fenton zur Bananenre­ publik (im Original Banana Islands, Par­ odie   der   Bahama­Inseln),   um   dort   den  Pachtvertrag   für   seine   Bananen­Müsli­ Fabrik   zu  verlängern,   da  diese  sonst  an  den   Präsidenten   General   Chaquita   ver­ fällt.  General  Chaquitas   Name spielt  an 

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die Bananenmarke Chiquita an. (Im Tele­ text heißt der General sogar Chiquita.) Anscheinend bekommen die Drillinge ihr  Taschengeld   jeden   Samstag.   Da   aller­ dings   der   Roller   seinen   Sonderpreis   am  Freitag schon verliert, beschließen sie, ih­ rem   Onkel   Dagobert   vorzumachen,   dass  der Freitag schon Samstag wäre. An für  sich eine bescheuerte Idee, da vorauszu­ sehen ist, dass mit der Täuschung eines  Wirtschaftsmagnaten sicher größere Fol­ gen zu erwarten sind. Eine   dieser  Folgen  ist  es,  dass   Lehrerin  Frau   Quackenbusch,   die   man   schon   aus  den   Folgen   „Der   Schrecken   des   Univer­ sums“,   „Bubba   und   sein   Trampeltier“,  „Dummheit   als   Happy   End“   und   „Wenn  heut am Freitag Samstag wär“ kennt, die  Klasse entlässt und dass der Roller wie­ der zum regulären Preis erhältlich ist. Dagoberts Taschenuhr zeigt auch den Wo­ chentag an.


tag   sogar   zu   einer   beinahe   kompletten  kommen,   einer   sogenannten   Bananen­ Eclipse.   Eigentlich   müsste   die   auch   bei  bewölktem   Himmel   zu   bemerken   sein,  aber   Logik   hindert   Quack   nicht   daran,  die Wolken zu verräumen. Der Nachrichtensprecher Ulrich Duckert  aus   den   Folgen   „Gerümpel­Ente   greift  ein“, „Pep muss man haben“ und „Invasi­ on der Metallmilben“ ist wieder zu sehen. Dagobert   zitiert   mit   „Da   ist   etwas   faul  hier   in   Entenhausen“   aus   Shakespeares  „Hamlet“. Im Schlauen Buch ist nicht nur eine Liste  der Sonnenfinsternissen, es soll am Frei­

Die   Telefonnummer   von   Krachbumm­ Ente wurde hier übersetzt zu 555­Krach­ bumm­Ente. In einem  Lied   erwähnt Fenton  Kräuter­

schnaps, was das dritte Mal in der Serie  ist, dass Alkohol erwähnt wird. Die ersten  beiden Male sind Apfelwein in der Folge  „Die   Zeitwanne“   und   Champagner   und  Schnaps in der Folge „Die Aufgeblasenen  und die Bienen“, weiterhin wird ein wei­ teres Mal Champagner in „Pep muss man  haben“ erwähnt. Fazit:  Und ich dachte, dass die Drillinge  zum Fähnlein Fieselschweif gehen, damit  sie   keinen   Unfug   mehr   treiben   können.  Da habe ich mich wohl getäuscht. Natür­ lich   schafft   Fenton   es   ungefähr   in   der  Mitte   der   Folge,   die   Drillings­Adaption  von „Des Kaisers neuen Kleider“ zu einer  Krachbumm­Enten­Folge zu ändern.

Zitate: Dagobert: Merkt euch, Jungs, Geduld stärkt den Charakter! Tick: Wer will schon Charakter haben? Track: Genau, wir wollen den Roller! Dagobert. Wenn ich immer gleich nachgeben würde und ihr alles kriegen würdet, was ihr wollt, was hättet ihr dann für einen   Charakter? Tick: Einen zufriedenen! ­ Dagobert: Ich kann es nicht glauben, Quack, das war eine perfekte Landung! Quack: Naja, ich habe eben auch mal einen schlechten Tag, Herr Duck. ­ Krachbumm­Ente: Hallo, hier spricht Kachbumm­Ente. Bedaure, dass ich gerade nicht da bin, um euch zu retten, aber hinterlasst eine   Nachricht. ­ Drilling: Quack, du bist ein Genie! Quack: Danke! Ihr müsst wissen, ich habe diese fünf Wörter noch nie in dieser Reihenfolge gehört.

96. Kronenkorken in Trala La (The Land of Tra­la­la) Teletext: Dagobert wird von seinem Arzt   zur Erholung nach Trala La geschickt. In   diesem Land ist Geld unbekannt. Fenton   führt dort eine Währung ein. Bald ist Da­ gobert die reichste Person in Trala La, mit   all den bekannten Problemen.

Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Doug Hutchinson (nach  einem Comic von Carl Barks) US­Ausstrahlung: 08.04.1990 (Folge 76) Deutsche Ausstrahlung: 14.10.1995 Info: DuckTales­Adaption von Barks’  „Tralla­La“ (Tralla La) Handlungsort: Entenhausen  (Geldspeicher, Arzt­Praxis), Himalala  (Trala La) Dagobert­Erzählungen:  Ein   Trick   aus  Dagoberts Goldgräberzeiten ist es, einen  Schlafsack   mit   Wasser   auf   dem   kalten  Schnee zu einem Schlitten zu formen und  so gewaltige Strecken zu hinterlassen. Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Unter   Dagoberts   Vertretern  und Türbettlern ist auch der VZVM, der 

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Verein zur Verbannung von Milliardären,  und   Frau   Siebenkind­Schnauzengräber,  die   für   das   Heim   heimatlos   gewordener  Heimchen sammelt. Auf   den   Sehtests   beim   Arzt   steht   „Ano­ ther   DuckTales   Layout   for   u“.   Laut   der  Ärztin liegt das sagenhafte Tal Trala La  im Himalala­Gebirge. Als Fenton wegen Quack am Pilotensteu­ er 30 Kreuzer Gefahrenzulage die Stunde  verlangt,   kriegt   Dagobert   wieder   einen  Nervenzusammenbruch. In Trala La angekommen, lädt der Hohe  Makiduk von Trala La Dagobert, die Dril­ linge, Fenton und Quack in die Gasthäu­ ser.  Doch Fenton  ist misstrauisch,  da  er  nicht   an   eine   Gesellschaft   ohne   Geld 


glaubt,   und   besucht   unter   anderem   die  Geschichtshalle von Trala La.  Anders   als   im   Comic   verschenkt   er   den  Kronkorken und  weist den Besitzer  dar­ auf hin, dass dieser als einziger Kronkor­ ken   im   Tal   viele   Schafe   wert   sind.   Zwi­ schendurch zeigt er seinen Goldzahn. Fenton kommt zur Lösung des Problems  darauf,   jedem   Bewohner   einen   Kronkor­ ken zu schenken, doch ein Bewohner na­ mens Sockenhüpfer stellt sich ein weite­ res   Mal   an   und   bekommt   so   zwei.   Also  schickt Dagobert Quack los, um eine Mil­ liarde Kronkorken über das Tal abzuwer­

fen. Als der Hohe Makiduk in einem Pool vol­ ler   Kronkorken   badet,   zitiert   er   Dago­ berts „Ich finde es angenehm, darin ein­ zutauchen wie eine Schildkröte und mich  wie   ein   Maulwurf   durchzuwühlen,   es  hochzuwerfen und mir auf den Kopf reg­ nen zu lassen!“ Eine weitere Differenz zum Comic ist es,  dass hier nur die Erwachsenen freigelas­ sen   werden,   um   Quacks   Kronkorkenreg­ nerei   aufzuhalten,   die   Drillinge   werden  noch als Geiseln gehalten. Dank der ent­ flammbaren Medizin von Dagobert kön­

nen   er   und   Fenton   Quack   stoppen   und  den   Krachbumm­Enten­Anzug   abholen.  Beim Rückflug freuen sich die Drillinge,  dass   Krachbumm­Ente   zufällig   in   Asien  war, um ihnen zu helfen. Die drei müssen  schon  verdammt  dämlich  sein,  um  nicht  zu erkennen, dass Fenton dahinter steckt. Fazit:  Zugegeben,   ein   zählender   Fenton  ist bei einer Folge mit solchen Unmengen  von Kronkorken schon nützlich, dennoch  stört eine mechanische Krachbumm­Ente  ein   wenig   den   ländlichen   Frieden   von  Trala La.

Zitate: Dagobert: (am Telefon) Nein, ich möchte meine Versicherungspolicen nicht versichert   haben. Was? Eine Frau verklagt mich auf eine Million Taler, weil ich vor ihr den Hut   nicht gezogen habe? ­ Quack: Wir werden in wenigen Minuten zur Landung ansetzen! Bringen Sie Ihre   Rückenlehnen in eine aufrechte Position. Dagobert: Bringen Sie lieber das Flugzeug in eine aufrechte Position! ­ Track: (über Quack) Er ist hoffentlich nicht in ein Unwetter geraten. Dagobert: Ich hoffe, er ist nicht gegen einen Berg geraten! ­ Fenton: Wie buchstabiert man SOS?

97. Hellseherin wider Willen (My Mother, the Psychic) Teletext:  Mrs. Crackshell kann plötzlich   hellsehen.   Dagobert   erkennt   die   Möglich­ keiten: Er holt sie zu sich, um Börsenkur­ se vorauszusagen. Glomgold kidnappt die   Hellseherin. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: Alan Burnett US­Ausstrahlung: 15.04.1990 (Folge 80) Deutsche Ausstrahlung: 30.09.1995 Handlungsort: Entenhausen  (Crackshell­Wohnwagen, Villa Duck,  Moneysacs Haus, Sendeturm  Entenhausens) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  In   der   Fernsehserie   „Alle  meine Entchen“ sieht man diesmal Frede­ rike Von Strangeducks Rolle als Erica be­ sonders   lange.   Ma   Crackshell   erwähnt  außerdem die Sere „Die Jungen und  die  Federlosen“,   die   schon   in   der   Folge  „Schlaumann   im   Blaumann“   erwähnt  wurde.

Durch   einem   Stromschlag,   den   Ma  Crackshell beim Hantieren am Fernseher  bekam,   kann   sie   nun   in   die   nähere   Zu­ kunft sehen. Dagobert wittert und nutzt  diese Chance, um seine Geschäfte aufzu­ bessern, sodass nach einigen glücklichen  Geschäften  Moneysac  misstrauisch   wird.  Dieser schickt die Panzerknacker (Burger,  Karlchen,   Schlabber)   mit   einer   Ultra­ Zoom­Spionierkamera   los,   um   die   Ursa­ che   für   Dagoberts   Glück   zu   finden.   Da  sich in der Villa Duck gerade Ma Cracks­ hell mit ihrem Sohn stritt, improvisieren  sie einen Werbespot für das Entenhause­ ner   Zentrum   für  Familienkrisen   und   lo­ cken sie so in ihre Falle. Dagobert ließ das Foto von Ma Crackshell  sogar   auf   Milchtüten   drucken.   Schon   in  der   Folge   „Schlaumann   im   Blaumann“  hielt   er   Milchtüten   für   den   besten   Weg,  verschwundene Personen aufzuwittern. Abends schaut Ma Crackshell gerne „Wa­

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ckeleia Watschels Wundershow“, deren ti­ telgebende Moderatorin bei einigen ihrer  anderen Auftritten in der Serie als Webra  Walters   bekannt   ist.   Sie   taucht   auch   in  den Folgen „Bis dass das Geld euch schei­ det“,   „Gundels   Gaukelei“,   „Bubba   und  sein   Trampeltier“,   „Die   Goldene   Gans   ­  Teil 2“ und „Der maskierte Enterich“. In  der Folge „Die Krach­Bumm­Ente“ wurde  sie   auch   als   Wackeleia   Watschel   über­ setzt.


Als die Krachbumm­Ente von Moneysacs  gewaltigem   Magneten   gefasst   wird,  rutscht   Ma   Crackshell   ein   „Oh   mein  Sohn“   heraus.   Weiterhin   zitiert   sie   aus  „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad  mit ihrer Reaktion auf Moneysacs weitere  Pläne: „Nein, dieser Horror! Dieser Hor­ ror!“ Fenton  hatte  den letztjährlichen „Pfann­ kuchen   in   die   Luft   werfen   und   mit   der  Pfanne wieder auffangen“­Wettbewerb ge­

wonnen. Ein   Geheimgang   führt   vom   Moneysac­ Haus zu seiner Limousine, so kann er mit  den   Panzerknackern   und   Ma   Crackshell  seine Flucht nach Bombay planen.Schlab­ ber  zitiert  aus  der Superman­Radioserie  mit „Da verfolgt uns ein Flugzeug! Nein,  ein   Vogel!   Oh   nein,   es   ist   Krachbumm­ Ente!“

sehende   Ma   Crackshell   sein   Geld   nun  wieder   ehrlich   verdienen �� müsste,   wider­ spricht   seiner   vorherigen   Weigerung   in  der Folge  „Bubba und  der Einzigartige“,  ergaunertes Geld zu nehmen. Fazit:  Süße Geschichte über Mutter und  Sohn,   welche   Dagoberts   Geldgier   nicht  außer   acht   ließ.   Wenn   „Im   Goldrausch“  nur so gewesen wäre!

Dagoberts Trauer, dass er ohne eine hell­

Zitate: Ma Crackshell: Oh Fenton, es war furchtbar! Stell dir vor, mein ganzes Leben ist vor meinem Auge vorübergezogen, sogar die   Fernsehwiederholungen! ­ Fenton: Nicht mal Lassie wird wie ein Hund behandelt, nur ich! ­ Dagobert: Ich sage ja immer „Ein gespartes Vermögen ist ein verdientes Vermögen“! ­ Burger: Da hast du’s, ein Sohn, der die eigene Mama nicht mehr besucht, und da nennen die Leute uns kriminell! ­ Ma Crackshell: Oh nein! Wie soll ich das nur ertragen? Bei Herrn Duck hatte ich doch wenigstens Kabel­Fernsehen! ­ Dagobert: Ich habe das Foto Ihrer Mama sogar auf Milchtüten anbringen lassen, auf wenn daraufhin die Hälfte der Milch gleich sauer   wurde. ­ Ma Crackshell: Ich könnte vorhersagen, was jetzt mit Ihnen passieren wird, Herr Moneysac, aber ich glaube nicht, dass Sie’s hören   möchten!

98. Pep muss man haben (The Big Flub) Teletext:  Düsentrieb   entwickelt   das   He­ lium­Kaugummi   PEP.   Fenton   wirft   aus   Geldgier die Erfindung ungetestet auf den   Markt.   Bald   zeigt   sich   eine   Nebenwir­ kung: Wer PEP kaut, wird federleicht. In   ganz Entenhausen schweben Leute herum.   Ein Fall für Gizmoduck. Regie: James T. Walker, Bob Hathcock Drehbuch: David Weimers, Ken Koonce US­Ausstrahlung: 22.04.1990 (Folge 84) Deutsche Ausstrahlung: 13.04.1996 Handlungsort: Entenhausen (Villa  McDuck, Stadtpark, Dagobert­Duck­ Studios, Geldspeicher, Crackshell­ Wohnwagen, Metzgerei, Innenstadt,  Supermarkt, Düsentrieb­Werkstatt,  Restaurant, Flughafen) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): Fenton interessiert sich für den Job des  Vizepräsidenten   zur   Betreuung   neuer  Produkte, den Dagobert inserierte. Doch  Dagobert zeigt sich uninteressiert, sodass 

sich   Fenton   an   Werbeclips   mit   Gandra  Dee  versucht.  Als   Platzhalter­Name  ver­ wendet er „Pep“.  Die Dagobert­Duck­Filmstudios, die Fen­ ton benutzt, sind vermutlich die ehemali­ gen   Entenhausener   Studios,   die   in   der  Folge „Ein Star in den Sternen“ von Dago­ bert Duck aufgekauft wurden.

Durch den schusseligen Arbeiter Harvey  kommen  Fentons  Werbeclips  ins  Fernse­

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hen,   worauf   ein   großes   Bedürfnis   nach  Pep   entsteht   und   Fenton   als   Vizepräsi­ dent für Pep an jedem zweiten Donners­ tag eingestellt wird. Nun liegt es an Daniel Düsentrieb, etwas  entsprechendes   zu   erfinden.   Beim   Ein­ tritt von Dagobert und Fenton ist er auf  Größe von Helferlein geschrumpft wegen  eines Diät­Mittels, doch bis zur offiziellen  Vorführung von Pep erfindet er auch wei­ tere Produkte, etwa den riemenbetriebe­ ner   Schäfchenzähler,   einen   Opernarien­ singender   Schirm   („So   bleibt   du   trocken  von dem Schlips bis zu den Socken“) und  den Schwebe­Kaugummi, den Fenton und  die Drillinge direkt ins Herz geschlossen  haben.  So wird Pep zum Verkaufsschlager und es  kommt   sogar   zu   Pep­Wettbewerben,   bei  denen die Höhe gemessen wird, in welche  die teilnehmenden Kinder steigen. Fenton  wird  von Ofrah Federfuß  interviewt (die  schon in der Folge „Ein kleiner Verdacht 


wär schon schön“ auftrat) und seine Mut­ ter ist besonders  stolz, da immerhin auf  Fentons Abschlusszeugnis „hat beste Aus­ sichten, nichts zu werden“ stand. 

Nun kann er sich aber einen Drei­Etagen­ Wohnwagen mit Whirlpool und Satelliten­

Empfänger leisten. Seine Badewanne füllt  er   mit   Champagner,   womit   ein   viertes  Mal   in   der   Serie   Alkohol   erwähnt   wird.  Die anderen Male waren Apfelwein in der  Folge „Die Zeitwanne“, Champagner und  Schnaps in der Folge „Die Aufgeblasenen  und   die   Bienen“   und   Kräuterschnaps   in  der Folge „Wenn heut am Freitag Sams­ tag   wär“.  Woher  Fenton  das   ganze  Geld  hat,  ist  fraglich,  immerhin  dürfte  inzwi­ schen klar sein, dass Dagobert ihn nie gut  bezahlte. Doch   durch   das   andauernde   Kauen   von  karobonisiertes   Helium,   was   der   Pep­ Kaugummi auch nur ist, kommt es zu un­ geplantem Schweben der Konsumenten.

Auch Ulrich Duckert, der Nachrichtenmo­ derator von „9 News“ aus den Folgen „Ge­ rümpel­Ente   greift   ein“,   „Wenn  heut   am  Freitag Samstag wär“ und „Invasion der  Metallmilben“ taucht wieder auf. Gandra   bezeichnet   sich   als   die   meistge­ hasste Fernsehdame, bei ihr wäre es noch  schlimmer als bei „diesen J.R.“, was auf  Dallas anspielt. Dagobert   zeigt   zwischendurch   seinen  Führerschein und seine Kreditkarte. Fazit:  Die   Folge   endet   irgendwie   nicht  zufrieden   stellend,   denn   das   große   Pro­ blem   der   Schwerelosigkeit   wird   bis   zum  Ende nicht gelöst.

Zitate: Dagobert: Was verstehen Sie schon vom Verkauf neuer Produkte? Fenton: Was ist da schon dran? Man macht Werbefilme, malt Plakate, pappt die an Reklameflächen und dann wartet man darauf,   dass die Piepen 'reinrollen. ­ Fenton: Ist Erfolg nicht was Tolles, wenn ich denke, dass alle meine Kaviar­ und Champagner­Wünsche endlich wahr geworden sind? ­ Dagobert: Der Erfolg wartet auf niemanden. ­ Dagobert: Vielleicht hilft Ihnen Ihr zweites Ich aus der Patsche. Fenton: Sie meinen Krachbumm­Ente? Dagobert: Wieviele zweite Ichs haben Sie denn? ­ Dagobert: Sapperlot, wir steigen in die Höhe wie die Preise!

99. Einer weiss zuviel (The Duck Who Knew Too Much) Drehbuch: Doug Hutchinson US­Ausstrahlung: 29.04.1990 (Folge 96) Deutsche Ausstrahlung: 23.12.1995 Handlungsort: Entenhausen (Kwak­ Sudios, Crackshell­Wohnwagen,  Geldspeicher, Flughafen), Schweiz (Hotel,  Stäbchenfabrik) Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise): In der US­Reihenfolge ist dies  die letzte Folge mit Gandra Dee. Teletext:  Fenton träumt vom Skiurlaub.   Er   meldet   sich   kurzerhand   krank   und   fährt los. Zufällig landet er im selben Ho­ tel   wie   Dagobert.   Dort   entdeckt   er   ein   Komplott   hinterlistiger   Diebe,   die   es   auf   Dagoberts Gold abgesehen haben. Regie: Terence Harrison, Bob Hathcock

Der   Sender   Kwak   strahlt   „Machen   wir  eine   Schweinerei“(im   Original   „Let’s  make   a   mess“)   aus,   an   der   Fenton   teil­ nimmt   und   einen   Skiurlaub   in   die  Schweiz (im Original Swizzleland), „Hei­ mat  von  Banken  und   Rührstäbchen“  ge­ winnt. Im Publikum sitzen Vacation Van  Honk und Gandra Dee.

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Um   mit   der   Inter­Schweiz­Hansa   loszie­ hen zu können, schnappt sich Fenton das  Lexikon der Medizinischen Bagatellen für  Fernsehquizfans und meldet sich mit an­ gemalten   purpurfleckigen   Schnabelpo­ cken bei Dagobert krank. Am   Bahnsteig   trifft   er   Goldfeder,   eine  Agentin im roten Kleid, die per Funkge­


rät mit einem Agenten X in Kontakt steht  und   ihn  in   der  Rührstäbchenfabrik  tref­ fen möchte, Codewort Erpeleimer. Der   Direktor   der   Duckschen   Rührstäb­ chenfabrik ist Herr von Dockhausen, der  einen   riesigen   Heuschrecken­Piraten   im  Keller hat, er entpuppt sich als Agent X,  der hinter Dagoberts Gold her ist. 

Gandra konnte in der Abendschule nicht  mehr in den Nagel­Lackierkurs und ging  deshalb   zum   Kurs   über   elektromagneti­ sche Spionageroboter. Es   ist   bemerkenswert,   dass   Fenton   nie  einen   Groschen  zum   Telefonieren   in   der  Tasche hat. Hier setzt er ein Telegramm  an   seine   Mutter   auf,   damit   diese   im  Krachbumm­Enten­Anzug in die Schweiz 

zu Hilfe eilt. Fazit:  Man  kommt  gar  nicht  drum  her­ um,   diese   Folge   mit   Quacks   Ausflug   in  die   Agentenwelt   zu   vergleichen.   Obwohl  Fenton durchaus in der Lage ist, Folgen  durch   Humor   zu   retten,   scheint   die  Quacksche Blödheit mehr Gags zu provo­ zieren. 

Zitate: Fenton: Ah, Gandra, da biste, komm mit auf die Piste! ­ Fenton: Ich habe eine bessere Frage für Sie: Wieviele poppige Peperonis hat Peter Pieper aufgepickt? ­ Fenton: Na schön, dann muss es eben auch anders gehen. Dann werde ich eben Herrn Ducks Geld alleine retten, indem ich meinen   Verstand gebrauche! Und sagt jetzt nicht, da gehe ich ja unbewaffnet in die Schlacht! ­ Von Dockhausen: Ich bin sehr erfreut, dass Sie alles zu Ihrer Zufriedenheit vorgefunden haben. Dagobert: Ja, ich war angenehm überrascht. Von Dockhausen: Was mich kein bisschen überrascht. Wann werden Sie uns das nächste Mal überraschen? Dagobert: Das wird Sie überraschen. Von Dockhausen: Also lassen wir uns einfach überraschen! ­ Von Dockhausen: Sie hatte einen französischen Akzent am Telefon! Fenton: Sie rief aus einer Telefonzelle in Frankreich an, deshalb klang das so.

100. Invasion der Metallmilben (Attack of the Metal Mites) Teletext:  Mac   Moneysac   hat   seine   metallfressenden   Insekten   auf   Dagoberts   Geldspeicher   angesetzt.   Auf   ihrem   alles   verschlingenden   Weg   durch  Entenhausen   machen   sich   die   Milben   als   erstes   über   Gizmoducks   Super­Anzug   her.   Dagobert,   die Neffen, Nicky und Daniel Düsentrieb   versuchen   alles,   um   die   hungrigen   Tierchen   zu   stoppen,   bevor   sie   den   Geldspeicher erreichen, doch ohne Erfolg.   Gizmoduck   erscheint   schließlich   als   der   Retter   der   Stunde   und   beweist,   daß   er   auch ohne seinen Anzug ein ganzer Held   ist... Regie: Rick Leon, Alan Zaslove Drehbuch: Jeffrey Scott US­Ausstrahlung: 06.05.1990 (Folge 95) Deutsche Ausstrahlung: 07.04.1998  (SuperRTL) Info: Diese Folge lief nicht in der ARD Handlungsort: Entenhausen  (Moneysacs Labore, Geldspeicher  Moneysacs Haus, Innenstadt, erste  Federnationale Bank, Entenhausener  Bohnenfabrik, Villa Duck, Düsentriebs  Werkstatt, Abriss­Firma)

Barks­Anspielungen   (und   andere  Verweise):  Die   Entenhausener  Bohnenfabrik,   bei   der   Fenton   arbeitete  und Gandra noch immer arbeitet, gehört  Dagobert Duck.

Die Drillinge haben zwei Stände vor der  Villa   Duck,   einmal   einen   gratis­ Salzcracker­Stand und einen, an dem sie  Limonade   für   einen   Taler   verkaufen.  Brutto verdienten sie dabei 250 Taler und  planen für den nächsten Tag gratis Chili­ Cracker und einen Taler für Wasser.

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Der Nachrichtensprecher Ulrich Duckert  aus   den   Folgen   „Gerümpel­Ente   greift  ein“,   „Wenn   heut   am   Freitag   Samstag  wär“ und „Pep muss man haben“ ist hier  vor Ort in der Bohnenfabrik.  Diese   Folge   ist   die   dritte   außerhalb   des  DuckTales­Films,   in   der   Dijon   auftritt.  Die   anderen   beiden   waren   der   „Die  goldene   Gans“­Zweiteiler.   Dagobert  ignoriert ihn die ganze Folge über.

Als   Running   Gag   kann   sich   Dijon   in  dieser   Folge   nicht   Moneysacs   Namen  merken.


Hier   braucht   der   Krachbumm­Enten­ Anzug anscheinend nicht in der hörbaren  Nähe zu sein, um mit seinem Kennwort  aktiviert zu werden.  Durch   seinen   Job   bei   der   Bohnenfabrik  hasst  Fenton   inzwischen   Bohnen.  Durch  die   Metall­Milben   zerfällt   die  Bohnenfabrik in Schutt und Asche.  Zum   Glück   war   keiner   zugegen,   als   die  Milben   den   Krachbumm­Anzug  verspeisen   und   einen   verwirrten   Fenton  zurücklassen.   Dieser   möchte   nun  kündigen, da er sich ohne Anzug für nicht  so heldenhaft hält wie mit. Dies erinnert  an die Folge „Ein kleiner Verdacht wäre  schon  schön“,  wo  Fenton  es   ohne   Anzug  schafft, Quack zu retten oder in der Folge  „Es   ist  eben  alles  relativ“  Dagobert  und  Quack rettet.

Ähnlich wie in der Folge „Entenjagd“ ist  Dagobert   hier   in   der   Lage,   die  Nationalgarde zu rufen. Daniel   Düsentrieb   erfindet   eine  elektrische   Kaugummi­Kau­Maschine,  damit   die   Milben   an   der   Kaugummi­ Blase   kleben   bleiben   und   so   gefangen  sind. Fenton benutzt einen riesigen Magneten,  um   die   Metall­Milben   zu   fangen.   Der  Magnet   müsste   als   elektrisch   geladenes  Metallstück eigentlich auch essbar für die  kleinen Käfer sein. Fenton   erwähnt   den   Verlust   seines  Anzuges in Gegenwart von Dagobert und  Düsentrieb.   Falls   Daniel   also   kein   Idiot  ist,   müsste   er   nun   wissen,   wer 

normalerweise   unter   dem   Anzug   steckt.  Schließlich meint Fenton, dass  Dagobert  einen   neuen   Anzug   bei   Daniel   bestellen  soll. Außerdem   sehen   die   Drillinge,   wie   die  Milben   verschwinden   und   sich   in  Krachbumm­Enten­Form   auf   Fentons  Körper   legen,   sie   gratulieren   Fenton  sogar dafür. Es ist erschreckend, dass die  drei bis inklusive dieser letzten Folge nie  herausbekamen,   dass   Fenton   in  Wirklichkeit Krachbumm­Ente ist. Fazit:  Dagoberts   Geld   wurde   schon  gestohlen   und   durch   eine   Inflation  wertlos gemacht, in dieser Folge wird es  gefressen.   Gefährliche   Milben   gab   es  schon   bei   Barks   immer   wieder,   aber  Metall fressende Milben sind da neu.

Zitate: Fenton: Entschuldigen Sie, Herr Duck, aber gemessen an meinem Stundenlohn haben Sie gerade einen Taler ausgegeben, um einen   Kreuzer zu finden. ­ Moneysac: Du weißt also, was zu tun ist? Dijon: Äh, absolut, Herr Mac Honeyfrack, äh, ich meine Fracksu, äh, Schuhlöffel? Moneysac: Mac Moneysac, du Spatzenhirn! Dijon: Sie sind wirklich scharfsinnig! Die meisten nehmen Dijons Gehirn gar nicht wahr! ­ Dagobert: Das sind die militantischsten Milben, die ich je gesehen habe! ­ Dagobert: Fenton, ähm, ich glaube Sie sollten jetzt besser die Feuerwehr rufen. Fenton: Aber die ist doch schon da! Dagobert: In diesem Fall sollten Sie wohl die Polizei rufen! Fenton: Ich sollte besser den Notarzt rufen, Sie scheinen da was am Auge zu haben. Dagobert: Ich habe nichts im Auge, Sie Depp, ich liefere Ihnen einen Vorwand, abzuhauen und sich in Krachbumm­Ente zu   verwandeln! Fenton: Oh, äh, natürlich, Herr Duck, ich muss ja ganz dringend und, ähm, meine Mama anrufen! ­ Arbeiter: Krachbumm­Ente! Hilfe! Krachbumm­Ente: Halt, Stopp, ihr mickrigen, Metall­mampfenden Milben, bevor ich euch miesen Mitessern zu matschigen Mus zermansche! Arbeiter: Quatsch nicht rum und rette mich endlich! ­ Krachbumm­Ente: Du darfst mir danken, ohne mich lägst du unter den Planken. ­ Moneysac: Dagoberts Geld zu vernichten macht mehr Spaß, als eigenes zu verdienen!

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DuckTales ­ der Film: Jäger der verlorenen Lampe Regie: Bob Hathcock Drehbuch: Alan Burnett, Ken Koonce,  David Weimers US­Ausstrahlung: 3. August 1990 Deutsche Ausstrahlung: 4. Juli 1991 Handlungsort: Arabien, Entenhausen  (Geldspeicher, Villa Duck, Polizeistation),  Forscherclub

eine   Schlange   und   einen   Wolf   verwan­ deln. Dijon erwähnt Speedy Gonzales, eine Fi­ gur aus alten Warner­Brothers­Cartoons. Dijon   hat   unter   anderem   Dagoberts   Ta­ schenuhr mitgehen lassen und zwei Kar­ ten für das Schafskäse­Festival.

Dagobert­Erzählungen:  Dago­ bert   meint,   dass   er   bereits   sein  halbes   Leben   nach   Collie   Babas  Schatz suchte, später definierte er  die Zeit sogar als 40 Jahre.

Dagobert   wird   von   den   Enten­ hausener   Nachrichten   angeru­ fen,   seine   Sekretärin   Fräulein  Federwisch   heißt   hier   wie   im  Original Featherby.

Der   Film   ist   der   erste   animierte  Disney­Film, der seinen Ursprung  in   einer   Fernsehserie   hatte.   Der  Filmname spielt auf den Indiana­ Jones­Film   „Jäger   des   verlorenen  Schatzes“   an,   im   Forscherclub  trägt eine Hintergrundfigur sogar  dessen   Klamotten.   Der   Kino­Vor­ film war der 1951­Cartoon „Dude  Duck“   (in   Deutschland   veröffent­ licht   als   „Donald   im   Pech“   oder  „Die Cowboy­Ente“). 

Colllie   Baba   und   die   40   Räuber   stahlen  die   Lampe   von   Merlock,   welcher   mit   ei­ nem  Medaillon  unendlich  viele  Wünsche  tätigen konnte. Babas Schatz ist am Fuße  des Mount Badou versteckt. Merlock   verwandelt   sich   innerhalb   des  Films in einen Adler, Ratte, Bären, Ber­ glöwen, eine Kakerlake und sogar einem  Greif, laut Dschinn kann er sich auch in 

„Quax!   Wenn  das   wieder eine  Bruchlan­ dung   wird,   schmeiß   ich   dich  raus!“   Dagobert   schmiss   Quack  in der Folge „Ein Held zum An­ fassen“ bereits hinaus. Obwohl   einer   der   Japanischen  Kampf­Skorpione   ein   Loch   in  den Korb stieß, scheint es später  im unterirdischen Fluss wasser­ fest zu sein.

Barks­Anspielungen   (und   an­ dere   Verweise):  Der   Film   recy­ clet die Handlung der DuckTales­ Folge „Die Wunderlampe“. Mehre­ re Figuren haben im Film andere  Namen, so heißt Quack hier Quax  und Nicky Webby, außerdem wur­ den   ein   paar   Synchronsprecher  der Serie ersetzt.

Der   Gag,   dass   Quack   nur   einen  Schnellkurs   bzw.   Crash­Kurs   im  Fliegen hatte, stammt aus der Fol­ ge   „Das   goldene   Vlies“.   Auch   der  Kommentar, dass Quack lieber das  Flugzeug statt den Sitzflächen in  eine   aufrechte   Position   bringen  soll,   ist   ein   Zitat   aus   der   Folge  „Kronkorken in Trala La“.

Als   Quack   einen   Korb   als   Schutzschild  verwendet,   meint   er:   „Die   Turtles   kom­ men!“,   was   die   Drillinge   mit  „Cowabunga!“   kommentieren.   Das   sind  recht   offensichtlich   Zitate   der   „Teenage  Mutant Hero Turtles“.

Dschinn   hat   sich   schon   immer  gewünscht,   ein   richtiger   Junge  zu   sein,   was   an   Pinocchio   erin­ nert. Später erwähnt er Atlantis  als   Lieblingsurlaubsort,   zu   dem  sein alter Meister Merlock keine  Reservierung   mehr   bekam   und  so die Insel versenken ließ. Was  Dschinn nicht weiß, ist, dass die  Drillinge Atlantis aus der Folge  „Die   versunkene   Stadt“   schon  kennen. Nicky zeigt sich als ziemlich ge­ bildet, denn sie kennt die Boston  Tea   Party,   welche   Dschinn   bei  ihrer Puppen­Teeparty erwähnt.

Hier zeigt sich, dass auch Trick ganz gut  Murmeln kann, während es in der Folge  „Die Perle der Weisheit“ noch Tick war. Dagobert erklärt hier, dass  er den größ­ ten Teil  von Collie  Babas  Schatz an  ein  Museum zu spenden gedenkt, aber natür­ lich  nur   aus   Steuervorteilen.   Im  Augen­ blick, wenn er Dijon auffordert, Säcke zu  holen, trägt er seinen gewöhnlichen Büro­ frack statt dem Abenteuer­Outfit.

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Quack fliegt Dagobert zum Ball  der Gesellschaft für Archäologie,  doch diese Gesellschaft entpuppt  sich   als   der  Forscherclub   inklusive   Lord  Battmountan   und   sogar   Mme   Ante­Cri­ que aus der Folge „Zerreißprobe für einen  Helden“. Dschinn wirkte bisher eigentlich  relativ   unreif,   aber   sein   Spruch   „Hey,  jetzt   kommen   wir!   Zwei   Singles   stürzen  sich aufs Nachtleben“ auf dem Ball klingt  eher reifer. Johann   erwähnt   Dagoberts   Gamaschen­ sammlung.


Dagobert   meint   weiterhin,   dass   seine  Geldspeicher­Alarmanlage   14.657   ver­ schiedene Arten habe, ausgelöst zu wer­ den. Sein Passwort für die Türe ist CASH,  auf dem Schachbrett­gemusterten Fliesen  darf man nur auf die weißen treten. 

der Alarm ausgelöst, obwohl die Drillinge  ihn vorher ausschalteten.

Als   der   Geldspeicher   sich   in   Merlocks  Haus   des   Wahnsinns   verwandelt,   wird 

Fazit:  Zugegeben, es ist nicht sehr krea­ tiv,   aus   einer   bestehenden   Folge   einen 

Die   Schlusssequenz   wird   auch   in   der  DuckTales­Folge „Die goldene Gans ­ Teil  2“ wiederholt.

ganzen Film zu basteln, dafür unterhält  der Film aber ziemlich gut. Endlich konn­ te   Nicky   in   ihrer   Komplexität   strahlen,  die   einerseits   vollkommen   fähig   ist,   die  Drillinge zu retten, aber andererseits die  drei gerne in den Wahnsinn treibt. Dafür  musste   wohl   Frieda   dran   glauben,   die  hier   nur   für   Ohnmachtsanfälle   benutzt  wurde.

Zitate: Dagobert: Quacks, was hast du mit den alten Ruinen gemacht? Quack: Halb so schlimm, das Ganze. Hätte auch was Neues treffen können. ­ Merlock: Hast du sie etwa nicht gestohlen? Dijon: Es waren zu viele Leute da und nur ein Dijon. ­ Nicky: Wenn ich die alte Teekanne poliert habe, können wir eine Teeparty machen mit all meinen Puppen! Tick: Danke für die Warnung! ­ Dschinn: Las Vegas muss ein toller Ort sein, wenn Cäsars Palast jetzt dort steht! ­ Tick: Ich denke, wir sollten uns Frieden und Glück für die ganze Welt wünschen. Dschinn: Hey, wir reden hier von Wünschen, nicht von Wundern! ­ Dschinn: Hey Paps, bleib cool, bleib locker, null Problemo, mach die Socken scharf, jetzt komme ich!  ­ Dschinn: Wünsch es zurück! Nicky: Ich kann nicht, das war mein letzter Wunsch. Dschinn: Ich wünschte, du hättest es dir nicht gewünscht! ­ Dijon: Genau! Ich leb in Glanz und Glitter und du kommst hinter Gitter!

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Comic­Adaptionen Die  DuckTales  wurden  von  Comics  inspiriert,  unterschieden sich  aber ziemlich  von  diesen.  Charaktere  wie Butler  Johann  und  Quack, der Bruchpilot wurden für die Trickserie erfunden und existierten bisher nicht in den Comics. Vielleicht waren dies die  Gründe, warum man zu der erfolgreichen Fernsehserie auch eine Comicreihe zeichnen ließ. Zu den bekanntesten und meistgedruck­ ten DuckTales­Comics zählen mit Sicherheit jene von Wilhelm Van Horn, der auch schon mit Carl Barks einen Duck­Comic ausarbei­ tete. Selbst der umstrittene Sequelzeichner Don Rosa war Autor eines DuckTales­Comics. Es ist ein sich schließender Kreis, und si ­ cher ließen sich die Autoren von Nicht­DuckTales­Comics von diesen inspirieren, etwa bei der Steinzeitdame Oona. 2011 versuchten  es die Boom­Studios mit einer DuckTales­Comicserie, doch sonderlich erfolgreich war das Projekt, auch aufgrund der Qualität, nicht.

US­Ausgaben Gladstone Publishing DuckTales Gladstone   veröffentlichte   seine   Duck­ Tales­Comics von 1988 bis 1990 monatlich  und erreichte insgesamt 13 Ausgaben. Im  Vergleich   zu   den   1990er   DuckTales­ Comics   von   Disney   Comics   sind   die   Ge­ schichten   aus   diesen   Bänden   weitaus  häufiger   international   gedruckt   worden.  Dies   liegt   nicht   zuletzt   an   den   vertrete­ nen Zeichnern: Barks und Van Horn ver­ steckten sich hinter den Covern von Daan  Jippes, und  auch die Comics  vom Jaime  Diaz Studio konnten sich durchaus sehen  lassen. Auch heute noch werden die Van  Horn­Comics   gelegentlich  in   den  Donald  Duck­Sonderheften   veröffentlicht,   trotz  Proteste weniger DuckTales­Gegner.

wurden die Seitenzahl verdoppelt und das  Gladstone­G wurde zu "Giant" erweitert.  Ab Heft 4 gab es einen Index der Duck­ Tales­Folgen in mehreren Teilen bis Aus­ gabe 11. Dort findet man auch eine Liste  der   DuckTales­Folgen,   die   auf   einen  Barks­Comic basieren. Nur eine Ausgabe  später   wurde   die   Serie   komplett   einge­ stellt.

Disney Comics: DuckTales Die Disney­Comicreihe DuckTales erschi­ en monatlich ab dem Juni  1990 und  er­ reichte 18 Ausgaben, bevor sie im Novem­ ber 1991 wieder eingestellt wurde. Die Reihe wurde hauptsächlich dazu ge­ nutzt,  mehrteilige  Comics  zu veröffentli­ chen, so etwa der siebenteilige "Scrooge's  Quest"   (Ausgabe   1­7),   die   ebenfalls   sie­ benteilige "Gold Odyssey" (Heft 9­15) und  den   Zweiteiler   "A   Dime   in   Time".   Wäh­ rend   dieser   Fortsetzungsgeschichten   er­ schien   meistens   kein   weiterer   Comic   im  selben   Heft,   dafür   findet   man   in   jeder  Ausgabe Werbung für die anderen Comi­ creihen,   die   parallel   zu   den   DuckTales­ Heften   liefen,   darunter   Goofy   Adventu­ res, Roger Rabbit und Chip 'n' Dale ­ Res­ que Rangers. Leider habe ich keine der Fortsetzungsge­ schichten   komplett   vorliegen,   aber   dank  Wikipedia und Inducks kann ich die feh­ lenden Informationen stellenweise einho­ len.

Die Geschichten sind dabei abgeschlossen  und handeln meistens von einer Reise in  die   Ferne   zum   Erkunden   unbekannter  neuer   Wesen.   Nach   der   achten   Ausgabe 

In   "Scrooge's   Quest"   von   Marv   Wolfman  wird Nicky von Gundel Gaukeley entführt  und Dagobert muss seinen Glückszehner  gegen   sie   eintauschen.   Die   Jagd   nach  Gundel führt ihn nach Napalabama, einer  Schneegegend,   und   schließlich   zu   einem  finalen Austausch auf dem Meer. Man er­ fährt, dass  Gundel, Mac Moneysack und  die Panzerknacker diese List ausgearbei­

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tet haben, welche Gundel an den Glücks­ zehner,   die   Panzerknacker   an   Geld   und  Moneysack   an   den   Posten   der   reichsten  Ente brachte. Zurück in Dagoberts Villa beschließt die­ ser nicht nur Nickys Schneekugel, welche  im Kampf gegen Gundel zerstört wurde,  durch  eine  goldene  mit   regnendem  Geld  zu   ersetzen,   sondern   auch  eine   Regatta,  um   Nickys   Ankunft   zu   feiern.   Während  eines Sturms wirft es Dagobert von Bord  an eine  Insel, auf der ihm Schimpansen  Rubine, Smaragde und Diamanten anbie­ ten.   Ein   weitaus   größerer   Affe   bedroht  Dagobert und seine rettende Familie dar­ aufhin, jedoch fallen auf der Verfolgungs­ jagd Nicky und die zwei kleineren Schim­ pansen dank einer brechenden Brücke in  einen reißenden Fluss, von dem sie dank  dem großen Affen und Dagobert unter Ri­ siko,   seinen   Geldgürtel   zu   verlieren,   ge­ rettet werden. Nun heißt es endlich heim­ wärts gen Entenhausen! Und mit "Entenhausen" meinte Dagobert  "eine   Büroklammerfabrik   nahe   Enten­ hausen",   in   dessen   Keller   er   nicht   nur  Edelsteine,   sondern   auch   Trophäen   ver­ gangener   Abenteuer   bunkert.   Nachdem  Dagobert   seinen   neu   erworbenen   Dia­ manten   in   den   bald   platzenden   Tresor  schmiss, geht es endgültig zurück in die  Stadt. Doch in Entenhausen wird er auf einmal  gemieden und geächtet, sodass eine Kon­ frontation mit Moneysack unausweichlich  scheint.   Dieser   scheint   die   ganze   Stadt  gekauft zu haben und schmeißt Dagobert  kurzerhand aus der Stadt, um ihn danach  zu   seiner   Büroklammerfabrik   zu   verfol­ gen. Dort überwältigen die Ducks Money­ sack   und   die   Panzerknacker,   indem   sie  mit   seinen   Edelsteinen   überschwemmt  werden, dann fliegen die Ducks nach In­ diastan, um mithilfe von Ali Blabber Gun­ dels Versteck zu finden. Dieser findet das 


Versteck und gibt ihnen einige wirr klin­ gende   Hinweise   zur   Überwältigung   der­ selben mit.

sucht   er   mithilfe   Düsentriebs   herauszu­ finden, wo der Meteorit landete und plant  die   Reise   nach   New   Swampadonia.   Mac  Moneysack   belauscht   Quack   und   Doofy  und erreicht den Ort vor den Ducks. Die  Eingeborenen  halten  den  Meteoriten  für  das Wahrwerden einer Prophezeiung und  lassen die Schänder auf einer von Kreb­ sen bevölkerten Insel zurück.

Gundel versteckt sich in La Brujaha, wo  sie auch bald mit Blitzen Dagoberts Flug­ zeug   vom   Himmel   schickt   und   diverses  Raubgetier zu seinem Untergang schickt.  Doch   Dagobert  wird   von  einem   Volk   ge­ rettet,   das   Gundel   verhext   hatte,   und  kann zu Gundels Versteck gelangen. Gun­ del   schiebt   ihre   Inkompetenz   auf   den  Glückszehner   und   schmeißt   diesen   aus  dem Fenster in Dagoberts Hände. In En­ tenhausen wieder angekommen, befreien  die   Ducks   die   Stadt   wieder   aus   Mo­ neysacks Diktatur. In   der   dritten   Ausgabe   sieht   man   eine  Carl Barks­Karikatur als Dagoberts Ban­ kier   Savin   Cash.   Dies   blieb   auch   nicht  lange   unbeachtet,   schon   in   Ausgabe   5  kann   man   einen   Leserbrief   von   Carl  Barks persönlich dazu lesen:  "Dear Editor: I want to thank you for giving me a walk­ on part in DuckTales #3 (Pages 15 an 26). As   the   only   people   person   in   that   whole   cast   of   dog­faces   and   duck­faces   I   really   hogged the spotlight. No doubt many old   time fans will get a laugh out of seeing me   playing the role of Uncle Scrooge's banker.   They   may   not   forgive   you,   though,   for   making me the same height as Flintheart   Glomgold. Your   stories   are  richly  packed  with  gags   and   derring­do,   and   the   art   work   is   magnificent. Keep up the good work. Carl Barks" Unter den Trophäen, die Dagobert unter  seiner   Büroklammer­Fabrik   bunkert  (Ausgabe 5), findet man auch Relikte von  diversen   Barks­Comics,   wie   Joe   Torcivia  in einem Leserbrief (Ausgabe 6) feststellt: "Scrooge's   "rejuvenation   process"   (which  takes   place   in   the   McDuck   version   of  Superman's Fortress of Solitude, no less)  treats   readers   to   facets   of   his   history  which occured exclusively in the works of  Barks such as the Beagle Boy' robot suits  (Uncle   Scrooge   #4),   the   "Golden   Nugget  Boat"   (US   #35),   and   the   Cura   De   Coco  drums   (US   #39)   as   well   as   the   Golden  Fleece and the "Yeeker" bird which have  appeared in both comics and animation." Die   Comicreihe   wurde   von   Gemstone  2007 auch schon in einem Kompaktband  veröffentlicht,   genauso   wie   "The   Gold  Odyssey" (2008).

Die   "Gold   Odyssey"   (Ausgabe   9­15)   ist  weitaus   wirrer   als   die   Weltreise,   welche  die   Ducks   in   "Scrooge's   Quest"   meister­ ten, denn diesmal geht es nicht nur in fer­ ne Länder... Die Geschichte beginnt damit, dass Dago­ bert   und   seine   Freunde   geschäftlich   am  Nordpol sind, aber die Bewohner einiger  Siedlungen   von   einem   Schneemonster,  das   sie   für   die   Legende   Alataak   halten,  verscheucht   werden.   Dies   ist   das   Werk  von Tierschmugglern, die Dagobert gefan­ gen nehmen und bald darauf auch Quack  und   die  Drillinge  erwischen.  Durch  eine  Mist entkommen sie, doch Quack möchte  die Schmuggler dingfest machen und wird  kurzerhand   aus   einem   Flugzeug   ge­ schmissen, nur zwei schwarze Kugeln in  der Hand, welche die Schmuggler Bangoo­ nas nennen.  Nachdem Quacks Leben vor seinen Augen  vorbeiläuft (was  eine ziemlich gelungene  Comicmontage ist), schnappt er sich einen  fallenden   Fallschirm   mit   seinem   Schal  und wird am Boden von den Ducks geret­ tet. Da die Schmuggler schwere Geschüt­ ze vorweisen, fliehen die Ducks samt Ku­ geln in eine Höhle, wo sie die Schmuggler  gefangen nehmen können. Dort erfahren  sie, dass die schwarzen Kugeln angemal­ tes   geklautes   Gold   ist.   Dagobert   bringt  das Gold zurück zu seinem Digger Yukon  Yancy und erfährt dafür, dass das unge­ wöhnlich strahlende Gold Überbleibsel ei­ nes Meteoriten sind. In Entenhausen ver­

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Die Ducks, Quack und  Moneysack trick­ sen sich von der Insel runter, was Money­ sack   zum   zweiten   Versuch   nutzt,   Dago­ bert kehrt jedoch nach Entenhausen zu­ rück. Im Fernsehen erlebt er, wie sich die  Besitzer der Goldkugeln, die nun auch in  London auftauchten, streiten und bekrie­ gen.   Da  Dagobert   in   London   keinen   der  Meteoritensplitter mehr auftreiben konn­ te, lässt er sich zu einem Rundgang über­ reden. Bei Stonehenge landen Doofy und  Tick   in   eine   unterirdische   Höhle   zum  Druiden Warlock, der die beiden in seine  Säurewanne   werfen   möchte.   Doofy   wirft  diverse   Mixturen   und   Chemikalien   zu­ sammen, um mit einer Explosion Quack  anzulocken,   setzt   damit   aber   auch   Tick  k.o. und lässt das Gemisch zu Gold wer­ den.   Warlock   sieht   in   Doofy   auf   einmal  die Wiedergeburt eines Druiden und setzt  ihn in Hypnose. Tick holt die anderen zu  Hilfe   und   gemeinsam   versuchen   sie,  Doofy wieder aus der Hypnose zu reißen.  Die Ducks werden Opfer von Doofys neu­ em, zerstörerischem Charakter, während  Quack in die Säurewanne soll.  Doch   dieser   setzt   sich   zur   Wehr   und  Doofy durch Wasser und einen Schokorie­ gel wieder instand. Die Ducks  erwachen  wieder   und   fliehen,   bevor   Warlock  seine  Höhle zerlegt. Endlich   in   Entenhausen   angekommen,  wendet sich Moneysack Hilfe suchend an  ihn. Er hat den größten Meteor mithilfe  eines Raumschiffes geschnappt (wie viele  Meteore aus Gold gibt es da eigentlich?),  wurde aber von Außerirdischen attackiert  und   muss   in   wenigen   Tagen   aus   Sauer­ stoffmangel   eingehen.   Unter   dem   Ver­ sprechen, den Meteor fair zu teilen, reisen  die   Ducks   ins   All.   Bei   Moneysack   ange­ kommen werden alle von Finna, einer in­ terstellaren   Schrottsammlerin   gefasst,  welche auf Bitte der zwei Milliardäre den  mittlerweile   zerlegten   Meteor   nicht   wei­ ter zerstört. Doch Omio Rex, welcher Mo­ neysacks   Raumschiff   schon   zerlegte,  kommt zurück und möchte sich Dagoberts  Schiff   schnappen.   Man   schnappt   sich   so  viel   Gold,   wie   man   tragen   kann,   und  kehrt in Schiff Duck zurück.


Quack rammt mit dem Schiff das feindli­ che   Raumschiff,   es   kann   aber   teilweise  von Finna  wieder repariert werden.  Für  weitere   Reparaturen   schickt   sie   Quack,  die Ducks und Moneysack auf einen frem­ den Planeten zu Ito. Während die Ducks  versuchen,   möglichst   unauffällig,   ihr  Raumschiff   zu   reparieren,   besucht   Mo­ neysack   eine   Wüste   aus   Goldstaub.   Die  Ducks retten ihn dort vor riesigen fliegen­ den Aliens und kehren zur Erde zurück.  Leider scheint der Sprit nicht für die gan­ ze Reise zu reichen, weshalb das Raum­ schiff an Gewicht abnehmen muss. Neben  jeder   Menge   Sperrmüll   und   Quacks  Glücks­Babyschuhen muss auch das Gold  dran glauben und die Ducks sowie Money­ sack   landen   im   Meer.   Und   gerade   jetzt  fehlt der letzte Teil des Comics... Neben den Comics gab es natürlich auch  redaktionelle Teile, wo die Leserbriefe be­ sonders   interessant   sind.   Neben   den  Kommentaren zu den Comics gab es auch  Kritik, die aber häufig eher an den Figu­ ren lagen als an den Geschichten. Ein kri­ tischer Leserbrief von Janet Rebbecca Al­ barado   geht   fast   über   zwei   Spalten   und 

erläutert, dass sie Nicky und Doofy nicht  leiden   kann.  "Every   time   Webby  [=Nicky]'s in the cartoon or in the comic,  something happens to her, and only her,  and Scrooge will do anything to save her,  but if it was one of the boys it would take  him a while to get upset."  Durchaus ver­ ständlich, stattdessen schlägt sie vor, die  Drillinge,   besonders   Trick,   mehr   in   den  Mittelpunkt zu stellen.

in a story like that. Oh well."

Der antwortende Redakteur hatte jedoch  seinen komischen Tag:

Ein  weiterer, längerer Leserbrief  ist von  einer anonymen Mutter, die sich bedankt,  dass   ihr   Sohn   von   sieben   bis   17  Jahren  dank den Comics von Carl Barks eifriger  lernen   konnte   und   von   einem   Problem­ kind zu einem Musterschüler wurde. Die­ se Gelegenheit nutzte der Redakteur und  druckte keinen weiteren Leserbrief in die­ se Ausgabe.

"Dear Janet. Now let me get this straight... you want a   whole   issue   devoted   to   Webby   in   peril,   none   of   the   boys   in   it,   and   starring   Doofus, right? Well, you are in luck. We're   thinking   about   a   seven   issue   mini­series   starring Webby and Doofus in which both   of them get kidnapped, fall of a cliff, land   in   a   boat   and   get   lost   in   the   Atlantic   Ocean. We were going to do a story where Dewey   [=Trick] gets in trouble and is rescued by   Donald, but nobody seems to be interested  

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Der nächste Leserbrief endet mit "A duck  fan   (especially   Webby),   Angela  Flemming", was der Redakteur kommen­ tiert   mit   "What's   the   matter?   Don't   you  like Dewey?" Falls Angela nicht den vorherigen Leser­ brief   gelesen   hatte,   wird   sie   sich   sicher  stark gewundert haben.

Obwohl   das   Feedback   überwiegend   posi­ tiv   war,   wurden   die   Ducktales­Comics  nach   der   18ten   Ausgabe   eingestellt.   Et­ was   ironisch   ist   daher   die   Ankündigung  in   Ausgabe   16,   einen   DuckTales­Comic  über   Neuseeland   ab   Mai   1992   zu   veröf­ fentlichen.


Deutsche Ausgaben Limit – Reine Nervensache In   der   Magazinreihe   Limit   wurden   Co­ mics zu den jeweilig aktuellen Disney­Zei­ chentrickserien abgedruckt. Kein Wunder  also, dass man dort neben den Dinos und  Rittern   des   Rechts   auch   die   DuckTales  vorfand.

Auch diese Comics beinhalten abgeschlos­ sene Geschichten. Woher diese kommen?  „[U]nsere Comics  für Limit kommen wir  exclusiv   [sic]   von   den   Disney­Studios   in  den USA, wo sie von den brandaktuellen  Disney­Club­Filmen   übernommen   wer­ den. Weltweit arbeiten weit mehr als 100  Zeichner   an   den   Geschichten.   Die   Ideen  dazu werden in den Zeichenstudios entwi­ ckelt.  Hat  jemand  einen  Geistesblitz   für  eine tolle Story, setzt sich das ganze Team  zusammen und stimmt anschließend ab“,  verrät   Limit   12/93   im   Leserforum.   Dies  war   auch   schon   eine   der   ganz   wenigen  Briefen   zu   den   Comics;   man   bekommt  fast den Eindruck, dass diese an den Le­ sern verschwendet sind. In manchen Comics, die unter der Duck­ Tales­Reihe   laufen,   sind   nur   wenige   er­ kennbare Hinweise, dass sie wirklich pas­ send zur Reihe erstellt wurden und nicht  einfach   gewöhnliche   Duck­Comics   sind.  So kann man etwa Daniel Düsentrieb und  die   Panzerknacker   hauptsächlich   optisch  als   die   DuckTales­Varianten   erkennen,  die Panzerknacker weisen nur sehr weni­ ge   der   Charaktereigenschaften   auf,   die  sie in der Trickserie hatten. 

Schon   im   ersten   Limit   2/93   gibt   es   den  Comic   „Perlenjagd   auf   Manga­Manga“  („Grief at the Reef“), in dem Burger, Karl­ chen und Kuno von den Panzerknackern  die Ducks auf eine Südseeinsel verfolgen,  vor deren Strände Austern mit Perlen lie­ gen. Im Comic zeigen sich die Knacker je  nach Szene als ziemlich clever oder sau­ dumm,   wobei   dieser   Wechsel   bei   allen  dreien   ist   und   nicht   nur   einer   der   kon­ stant Dumme ist. So versenkt Burger zu  Beginn   den   Heißluftballon   der   Gauner,  nachdem er vorher die Insel an Dagoberts  Flugzeug ausmachte. Nachdem Karlchen  einen Stein im Glauben angriff, dass die­ ser eine Kokosnuss wäre und die Drillin­ ge   so   fliehen   können,   erkennt   er   wenig  später eine künstliche Haiflosse als Trick  der drei. Kuno fiel zwar auf diesen Trick  herein,   konnte   aber   Quack   das   Versteck  weiterer   Perlen   entlocken.   „Unterschätzt  bloß   nicht   unsere   Intelligenz,   Kinder!  Sonst sind wir beleidigt!“, heißt es zudem  aus Schurkenmund. Bizarr. Manche Comics der Reihe beinhalten un­ gefähr dasselbe Thema: In „Die Jagd nach  dem   Glückszehner“   („Dime   After   Dime“,  Limit 4/93) schmeichelt sich Minima, die  Nichte   von   Gundel   Gaukeley,   bei   Nicky  ein, um sie um den begehrten Zehner zu  betrügen, während in „Nix los in Enten­ hausen“ („Webby's Field Trip“, Limit 2/94)  der Knacker­Knabe in Nickys Klasse ein­ geschleust wird, da diese einen Ausflug in  den Geldspeicher plant. Beide Comics en­ den damit, dass Nicky den jungen Schur­ ken ein schlechtes Gewissen bereitet und  somit   dafür   sorgt,   dass   die   Jugend   ihre  verbrecherischen Verwandten verrät. Nicht   alle   Comics   schreien   einem   regel­ recht ihre Moral entgegen. „Der doppelte  Gustav“ („Dime Crime“, Limit 7/93) zeigt,  wie   Gundel   die   Titelfigur   fängt   und   in  diese   verwandelt   den   Glückszehner  stiehlt. Dagobert und die Drillinge zeigen  sich   als   hilflos,   sodass   Gustavs   Glück  Gundel aufhalten muss. „Panzerknacker­ kunde“   („Beagleology   101“,   Limit   8/93)  spielt   sogar   mit   der   Erwartung   des   Le­ sers,   eine   Moral   vorzufinden:   Nachdem  Dagobert sich mit einem Professor strei­ tet, ob die Knacker von Grund auf verdor­ ben sind oder nur durch ihr soziales Um­ feld   missverstanden   werden,   erforscht  dieser mit Erlaubnis der Knacker ihr Ver­ halten   beim   Angriff   auf   den   Speicher.  Währenddessen sorgen sie dafür, dass der  Gelehrte   unter   fadenscheinigen   Argu­

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menten immer mehr seiner Klamotten an  die   Schurken  vermacht,  sodass   er   gegen  Ende in Unterwäsche Dagobert sein For­ schungsergebnis   präsentieren   muss:   Die  Knacker seien von Grund auf verdorben,  die Moral der Geschichte entschwindet. Bei   „Über   Stock   und   Stein“   („The   Great  Chase“)   aus   Limit   7/94   handelt   es   sich  ungewöhnlicherweise   um   einen   vierzeili­ gen Comic. Ebenso ungewöhnlich ist, dass  ich den Comic auch auf englisch besitze,  in   einer   Ausgabe   der   Disney­Comics­ DuckTales. Da die Übersetzung sehr pas­ send ist, lässt sich nichts Ungewöhnliches  über den Comic berichten. Schade. Bei   den   DuckTales­Comics   gibt   es   aber  nicht   nur   Abenteuer.   Einige   Einseiter,  meistens   mit   Piloten   Quack,   arbeiten  eher   auf   einen   simplen   Gag   hin,   so   wie  die   Einseiter   bei   gewöhnlichen   Duck­ Comics auch. In Limit 8/93 („Auf Training  folgt Chaos“) etwa joggt Quack, um sich  auf   ein   schweres   Abenteuer   vorzuberei­ ten,   nämlich   dem   Chaos   in   seiner   Woh­ nung. In Limit 12/93 („Sheriff Quack“) lie­ fert er sich erneut einem Scheinabenteuer  aus: Während er sich im Wilden Westen  einem Duell nähert, verfangen sich seine  Finger in den Colts und sein Gegner resi­ gniert, denn dieser entpuppt sich als sein  Lehrer im Schießen. Diese kurzen Comics  werden seltsamerweise nicht im Inhalts­ verzeichnis angegeben, vielleicht sind sie  auch   Lückenfüller   für   zu   kurz   geratene  Artikel. Die entsprechenden Titel musste  ich mir deshalb aus Boemund von Hunolt­ steins „Index der Nebenreihen“ holen. Einige   der   DuckTales­Comics   wurden   in  der   Reihe   „Donald   –   Comics   und   mehr“  nachgedruckt.  Nach Limit 7/94 wurde die Reihe vom Ta­ schenbuchformat auf Heftgröße geändert  und   mit   Vorliebe   die   vierreihigen   Duck­ Tales­Comics von William Van Horn abge­ druckt: „Das Ungeheuer vom Berge Brurr“  („Windfall on Mt. G'zoontight“, Limit  9/94) „Das große Geld“ („Coin of the Realm“,  Limit 11/94) „Tollkühner Testflug“ („Flight of Fancy“,  Limit 1/95) „Der Flug der Fliege“ („Seeing the Blight“,  Limit 10/95) „Zauber um den Zehner“ („The Bedeviled  Dime“, Limit 3/96)


DuckTales­Comics von anderen Zeichnern  wurden natürlich auch in der Limit­Hef­ treihe abgedruckt: „Ein Schloß voller Schurken“ („Adventure  In Scotland“, Limit 9/96) „Die Schädelmelisse“ („The Soothing  Balm“, Limit 6/97) „Bruchlandung auf Bestellung“ („A Sma­ shing Success“, Limit 8/97) „Ein verhextes Findelkind“ („Look Who's  Squawking“, Limit 9/97) „Kampf dem Kaugummi“ („The Gum  Crusaders“, Limit 2/98) „Die Erbschaft“ (Limit 2/95)

und   „Richard   der   Tapfere“   („He   Who  Laughs Last“) in DDT 459. 

Darunter   sind   natürlich   auch   wieder  zahlreiche   Einseiter,   etwa   „Flugstunde“  (Limit   2/96)   und   „Zum   Fliegen   geboren“  (Limit 8/96). Weitere,   nicht   in   der   Limit­Reihe   abge­ druckte   DuckTales­Comics   von   William  Van Horn sind übrigens: „Der   Aufstand   der   Springbohnen“   („The  Billion­Bean Stampede“) „Himmelhoch   jauchzend“   („Sky­High   Hi­ Jinks“) „Der   pfeifende   Geist   der   Navahos“   („The  Whistling Ghost“) „Wo  ist   der  Haken?“   („A   Dolt   From   The  Blue“) „Nach   Adlerart“   („Just   Another   Hang­ Up“) „Die Gummischwalbe“ („All Quacked Up“)

Donald­Duck­Taschenbuch Im   DDT   finden   sich   nur   wenige   Duck­ Tales­Geschichten, bei meiner Recherche  fand ich nur vier. Ärgerlicherweise befin­ det sich von diesen Comics  nur einer in  meiner   DDT­Sammlung,   welche   etwa  dreihundert   Ausgaben   umfasst.   Das   ist  bei insgesamt 529 veröffentlichten DDTs  anscheinend nicht genug. Dieser eine Comic ist „Potzkraft, der Ro­ boter“   („Armstrong“)   aus   DDT   400,   eine  Comic­Adaption   der   DuckTales­Folge  „Armstrong macht's möglich“. Leider be­ deutet   dies   keine   bedeutenden   Unter­ schiede zur Fernseh­Folge und somit un­ interessant   und   nicht   repräsentativ.  Schade. Weitere   DuckTales­Comics   in   der   DDT­ Reihe sind „Der Rächer des Dschungels“  („Jungle Duck“, ebenfalls eine direkte Ad­ aption) in DDT 404, „Ein wunderschöner  Weihnachtsbaum“ („Christmas As Usual“)  in   DDT   424,   „Ein   Fall   für   Roboduck“  („The   Littlest   Gizmoduck“)   in   DDT   435 

In   praktisch   keinem   weiteren   „dünnen“  Taschenbuch befindet sich ein DuckTales­ Comic.

Mickyvision In   der   Mickyvision   erschienen   seit   1989  auch   in   regelmäßigen   Abständen   Duck­ Tales­Comics. Wegen erneuter Lücken in  meiner Sammlung werde ich nur auf zwei  Comics   im   Speziellen   eingehen   können,  nämlich   „Mister   Allwissend“   („The   Gold  Rush“) aus 9/90 und „Ein Bollwerk, unbe­ zwingbar“   („The   Fortified   Mansion“)   aus  17/92. Als Herr Düsentrieb Dagobert gerade den  Computer „Mister Allwissend“ zum Kauf  anbieten  möchte,  stürzt  Quack  ins   Büro  und das „größten Nugget auf der ganzen  Welt“ (vermutlich das Straußenei­Nugget)  zu   Boden.   Als   Dagobert   ihn   ermahnt,  fragt   Quack,   wie   Dagobert   darauf   kom­ men würde, dass es auf der Welt kein grö­ ßeres Nugget gäbe. Dagobert ist überfragt  und Herr Düsentrieb fragt sein Elektro­ nenhirn, welches ein noch größeres Nug­ get   am  Yondike   [sic]   vermutet.  Auf   dem  Weg dorthin wird er von Bewohnern gese­ hen,   die   sein   Näschen   für   Gold   kennen  und nun auch am Biber­Creek nach Gold  graben.   Unglücklicherweise   jagt   Quack  durch   fremden   Sprengstoff   einen   Stau­ damm in die Luft, wodurch alle Goldgrä­ ber   ihre   Ausrüstung   und   Claims   verlie­ ren.   Auf   der   Verfolgungsjagd,   die   durch 

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den Knast ins Freie in einen Steinrutsch  führt, findet Dagobert ein größeres Nug­ get, welches er auf seiner weiteren Flucht  mitnimmt. Meilen weiter kaufen sie Ka­ jaks von Inuit, welche dank schießwütiger  Goldgräber bald Lecks aufweisen, sodass  sie   auf   einer   Eisscholle   Richtung   Süden  treiben. Kurz bevor sie alle gerettet wer­ den, rutscht das Nugget ins Meer. In En­ tenhausen   zurückgekehrt   erfährt   Dago­ bert   von   Mister   Allwissend,   dass   das  Meer an dieser Stelle zehntausend Meter  tief   ist  und  das   Nugget  somit  unwieder­ bringlich verloren, was er mit einem Wut­ ausbruch kommentiert. In „Ein Bollwerk, unbezwingbar“ liest Da­ gobert   in   der   Zeitung,   dass   ein   Berg   in  Ballilistan   größer   wäre   als   der   Mount  Everest und  plant, diesen mit  Quack zu  besteigen,   um   Mac   Moneysac   vor   Neid  erblassen zu lassen. Die Kinder sollen we­ gen der Gefahren mit Frieda daheim blei­ ben,   während   die   zwei   in   ein   Gewitter  fliegen. Ein Blitz zerstört die Alarmanla­ ge,   weshalb   die   Kinder   diverse   Fallen  (alle im Stil von „Kevin allein zu Haus“)  bauen.   Bei   einer   Fernsehpause   danach  entpuppen   die   Nachrichten   die   Meldung  über den Berg als Ente, warnen aber die  Bevölkerung   wegen   eines   Massenaus­ bruchs   aus   dem   Stadtgefängnis.   Kurz  darauf fällt der Strom aus und Frieda so­ wie Kinder hören, wie die Einbrecherfal­ len zuschnappen. Als das Licht wieder an­ geht,   erkennen   die   Daheimgebliebenen  die Einbrecher als  Dagobert und  Quack,  welche direkt nach den Nachrichten um­ kehrten und nun dank den Fallen einige  Zeit reif für die Klinik sind. Nachdem Da­ gobert dort von einem einmaligen Ange­ bot am Rio Lumgopo liest, will er wieder  aufbrechen, doch Frieda fürchtet um die  Sicherheit   der   Kinder,   wobei   Dagobert  und Quack schnell widersprechen: Selbst  beim Lumgopo wären sie sicherer als mit  den Kindern daheim. Als   ich   die   amerikanischen   DuckTales­ Reihen las, glaubte ich, damit schon die  meisten und vermutlich auch besten Co­ mics   mit   den   Serienfiguren   erwischt   zu  haben, doch zum Glück beweisen mir al­ leine   diese   zwei   Comics   das   Gegenteil.  Die Ideen sind frisch und der Inhalt char­ mant, damit haben sie schon einmal zwei  Vorteile, die einige aktuelle Comics leider  nicht haben. Man merkt den Comics ihre  guten zwanzig Jahre nicht an, obwohl ihr  Vorbild, die Trickserie, genauso alt ist. Weitere Comics sind: „Im Land der Ahnen“ („A Trip To Scot­


land“, MV 1/89) „Besuch von Magna Beta“ („The Inter­ Galactic Visitors“, MV 7/89) „Der Gedanken­Detektor“ („The Mind­ Reading Machine“, MV 23/89) „Der Zyklop auf Buba­Luba“ („The  Cyclops“, MV 15/90) „Der pfeifende Geist der Navahos“ („The  Whistling Ghost“, MV 17/90) „Die Quelle der ewigen Jugend“ („The  Fountain Of Youth“, MV 19/90) „Eine haarige Sache“ („The Sacred Hair  Restorer“, MV 1/91) „Die Jagd auf das Marmanda“ („Quest  For A Marmanda“, MV 5/91) „Nur einer kann Häuptling sein“ („The  New Chief“, MV 7/93) „Die Außerrömischen“ („Romaliens“, MV  7/91) „Die Tiger­Lilly“ („The Vintage  Aeroplane“, MV 9/92) „Kampf um die Wunderkohle“ („The Ever­ lasting Coal“, MV 13/91) „Ärger mit den Wunderkörnern“ („A Gi­ ant Crop“, MV 15/91) „Der dreizehnte Kaiser“ („The Missing  Emperor“, MV 19/92) „Kein Honig ohne Gift“ („Imperial Elixir“,  MV 25/93) ...sowie zwei titellose Einseiter.

Donald – Comics & Mehr Die   DuckTales­Comics   in   „Donald   –   Co­ mics & Mehr“ (kurz DCM) sind allesamt  Nachdrucke   aus   der   Limit­Reihe.   Trotz­ dem möchte ich mir die Gelegenheit nicht  entgehen lassen, auf Comics einzugehen,  die   ich   in   der   Limit­Reihe   ausließ,   um  nicht den Rahmen zu sprengen. Ich besit­ ze ohnehin nur wenige der ersten 13 Bän­ de   der   19teiligen   Reihe,   welche   haupt­ sächlich nur aus Nachdrucken aus „dün­ nen“ Taschenbüchern bestehen. Eine   eher   kurze   Geschichte  ist   „Träume  sind Schäume“ („The Dream Scheme“) aus  DCM   2,   worin   Gundel   dafür   sorgt,   dass  Dagobert jede Nacht Alpträume durchlei­ det,   um   ihn   am   Schlafen   zu   hindern.  Auch   hilfreiche   Erfindungen   von   Daniel  Düsentrieb sabotiert sie, sodass Dagobert  beschließt, nicht mehr schlafen zu gehen.  Doch   den   Drillingen   kommt   eine   Idee:  Durch   ein   Hologramm   erscheint   Gundel  nun jede Nacht ein Dagobert, der ihr frei­ willig   den   Glückszehner   übergibt,   nur  kann   sie   dieses   Hologramm   natürlich  nicht   anfassen.   Am   nächsten   Tag   gibt  Gundel ihre miese Mache auf, um an ein  wenig Schlaf zu kommen.

ten lang ist (was für einen Dreizeiler sehr  wenig ist), wird er wie die anderen Duck­ Tales­Comics   als   „Die   tollsten   Geschich­ ten… Comicwelten“ präsentiert, was zwi­ schen Scarpa und Cavazzano eher unge­ wöhnlich ist. Auch   übertrieben   moralische   Comics  schafften es in diese Reihe: „Eine günsti­ ge Gelegenheit“ („The Relic Racket“) aus  DCM   9   erzählt   davon,   wie   die   Panzer­ knacker   kostbare   Indianerkunstwerke  stehlen   und   als   Ureinwohner   verkleidet  spottbillig an Dagobert verscherbeln. Ein  echter   Indianer,   dem   dies   missfällt,  taucht auf und beschuldigt die verkleide­ ten   Knacker   des   Diebstahls,   doch   Dago­ bert ist dies einerlei. Während die Gauner  weiter indianische Schätze plündern, wer­ den   sie   von   Tick,   Trick   und   Track   ver­ folgt.   Plötzlich   tauchen   drei   geisterhafte  Gestalten   auf  und   bedrohen   die  Panzer­ knacker, sich zu enttarnen und ergeben.  Danach   wenden   sie   sich   an   Dagobert,  doch dieser hat die drei Wesen schon als  ebenfalls   verkleidete   Drillinge   erkannt.  Während er dem Indianer die Schätze zu­ rückgibt, weint er dem Verlust hinterher,  doch   der   Indianer,   welcher   sich   nun   als  Geist   entpuppt,   lässt   ihm   bald   aus   Mit­ leid   eine   Indianerdecke   mit   Duckmotiv  schicken. Nicky fasst das Ganze noch mal  zusammen   mit   „Man   nimmt   sich   nicht  einfach Sachen, die einem nicht gehören,  Herr   Duck,   und   wenn   man   sie   noch   so  gern will!“ Genau, außerdem ist es böse,  wenn die Panzerknacker sich verkleiden,  aber wenn die Ducks das machen, ist es  gewitzt und clever. Aber darum geht es ja  nicht.

Micky Maus präsentiert In   der   Reihe   „Micky   Maus   präsentiert“,  die   seit   den   Neunzigern   mit   kleineren  Pausen erscheint, gab es zwei Ausgaben,  die DuckTales­Comics beinhalten. Ausga­ be 10 heißt „Quack“ und beinhaltet eine  ganze Reihe Einseiter mit der Titelfigur. Ausgabe   drei   der   Reihe   enthielt   den  DuckTales­Comic  „Das   Feuer  von  Asma­ bad“   („The   Grope   Diamond“),   mit   dem  schon   auf   dem   Cover   geworben   wurde.  Dies ist im selben Comic auch der Name  eines   besonderen   Diamanten,   den   Dago­ bert   ersteigerte.   Als   er   ihn   ausstellen  möchte,   weiß   er   im   Gegensatz   zu   Oma  Knack nicht, dass der Anblick dieses fun­ kelnden Edelsteins einen für gewisse Zeit  blendet. Im Grunde bildet dies zusammen  mit der Polizeipfeife, mit der Oma Knack  ironischerweise   ihre   Jungs   zurückholt,  die   einzigen   interessanten   Aspekte   an  dieser ansonsten öden Geschichte.

Direkt   nach   den   DuckTales­Comics   bzw.  „Die tollsten Geschichten… Comicwelten“  kommen   die   Maus­Detektiv­Comics   bzw.  „Die bombigsten Geschichten… Krimiwel­ ten“,   welche   zum   Glück   manche   eher  schlechte DuckTales­Geschichte rausriss. Weitere DuckTales­Comics im DCM sind: „Nix los in Entenhausen“ („Webby's Field  Trip“, DCM 4) „Vertauschte Rollen“ („A Switch in Time“,  DCM 8) „Randale im Fernsehstudio“ („The Fa­ mily's Shrewd“, DCM 7) „Der doppelte Gustav“ („Dime Crime“,  DCM 11) „Der gefrässige Kuchenteig“ („The Dough  That Devoured Duckburg“, DCM 6) ...und ein titelloser Einseiter (DCM 4)

Obwohl dieser Comic gerade mal acht Sei­

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Die   zweite   Geschichte   „Versteck   in   der  Vergangenheit“   („Hideout   In   The   Past“)  bietet da schon mehr Unterhaltungswert:  Die   Panzerknacker   rauben   Dagobert   ein  kleines Vermögen und verschwinden mit  einer   Zeitmaschine   von   Daniel   Düsen­ trieb   in   die   Vergangenheit.   Doch   Dago­ bert und die Jungs kommen ihnen auf die  Schliche   und   müssen   in   der   Vergangen­ heit   feststellen,   dass   sie   den   Knackern  nichts anhaben können, da diese das Geld  ja erst in der Zukunft geklaut haben wer­ den und so unschuldig sind. Die Knacker  kaufen   zudem   den   Hügel,   auf   welchem  der Geldspeicher stehen wird, und setzen 


somit   ein   kleines   Zeitparadoxon   in   die  Welt. Doch Dagobert weist die Verkäufer  darauf hin, dass das Geld, welches ja aus  der  Zukunft   stammt,   noch  gar   nicht  ge­ druckt werden kann und somit Falschgeld  ist.   Dadurch   kann   er   die   Knacker   aus­ tricksen und kommt so wieder zu seinem  Geld. Die dritte und letzte Geschichte im drit­ ten MMP „Schatzsuche im  Hause Duck“  („Computer   Chaos“)   zeigt,   wie   Dagobert  sich   widerwillig   einen   Computer   kauft,  um sein Geld  in der Villa zu verwalten. 

Die   Panzerknacker   bekommen   Wind   da­ von   uns   hacken   sich   in   den   Computer.  Zum Glück spielen die Drillinge ein Com­ puterspiel, welches von den Gaunern für  einen   Plan   der   Villa   gehalten   wird   und  sie so in die Irre führt. Dagobert hört die  Knacker kommen und räumt alle Wertge­ genstände   um   –   wodurch   die   Daten   im  Computer gegen Ende ungültig sind und  sein Dilemma von vorne beginnt. In MMP 15 wird mit „Aufruhr in Bruto­ wina“ („L'œuf de Chaperché“) endlich eine  lange   DuckTales­Geschichte   ungeteilt   in 

(aus MV 17/1992)

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Deutschland veröffentlicht. Die Geschich­ te handelt von der Jagd nach dem größ­ ten Diamanten der Welt, in dem sich zu­ fällig auch der „Apfel der Eintracht“ aus  Holz verbirgt. Diesen braucht Thronerbin  Felina Mitzigrovna, um den Diktator Tir­ ranow vom Herrscherthron ihres Landes  Brutowina   zu   werfen.   Die   Anspielungen  im   Text   auf   Sozialismus­Russland   sind  ebenso   unübersehbar   wie   die   bildlichen  Verweise auf Nazideutschland und bilden  eine   sehr   unterhaltsame   Geschichte,   die  man eigentlich eher mit Micky Maus er­ wartet hätte. Sehr gelungen!


Lieder DuckTales Theme (Englische Vollversion) Life is like a hurricane Here in Duckburg Race cars, lasers, aeroplanes It's a duck­blur Might solve a mystery Or rewrite history

DuckTales Theme (Englische TV­Version) Life is like a hurricane Here in Duckburg Race cars, lasers, aeroplanes It's a duck­blur Might solve a mystery Or rewrite history

CHORUS: DuckTales (oooh ooooh) Every day they're out there making DuckTales (oooh ooooh) Tales of daring do bad and good LuckTales (oooh ooooh)

DuckTales (oooh ooooh) Every day they're out there making DuckTales (oooh ooooh) Tales of daring do bad and good LuckTales (oooh ooooh)

When it seems they're heading for the Final curtain Cool deduction never fails That's for certain The worst of messes Become successes

D­D­D­Danger! Watch behind you There's a stranger out to find you What to do? Just grab on to some 

CHORUS

DuckTales (oooh ooooh) Every day they're out there making DuckTales (oooh ooooh) Tales of daring do bad and good LuckTales (oooh ooooh)

D­D­D­Danger! Watch behind you There's a stranger out to find you What to do? Just grab on to some DuckTales CHORUS

Not pony tales or cotton tales, no DuckTales (ooh ooooh)

D­D­D­Danger! Watch behind you There's a stranger out to find you What to do? Just grab on to some ... CHORUS (2x) Not pony tales or cotton tales, no DuckTales (ooh ooooh) 

DuckTales Theme (Deutsche TV­Version) Turbulent wie’n Hurrikan Hier ist Dagobert Duck Wer verhilft zum Happyend Es sind Tick,Trick und Track

V­V­Vorsicht es geht ab hier  Pluto und Goofy alle sind bei dir Entenhausen ist in Aufruhr Ducktales (uuhh)

Sie sind geheimnisvoll,  doch sie sind supertoll, die Ducktales (uuhh)

Spaß und Action, Schlag auf Schlag Ducktales (uuhh) Es gibt keinen, der sie nicht mag die Ducktales

Neue Stories Tag für Tag Ducktales (uuhh) Keinen gibt´s der sie nicht mag die Ducktales

Alles ist wahr, ganz wunderbar! Es sind Ducktales (uuhh)

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I love to count money (englisch, aus der Folge 1 „Das geheimnisvolle Schiff“) I love to count money I do, I do I love to count money It’s true, It’s true!

Old McDuck had a vault (englisch, aus der Folge 1 „Das geheimnisvolle Schiff“) Old McDuck he had a vault E – I – E – I – O And in his vault he had some gold E – I – E – I – O

The girl who married dear old Dad (aus der Folge 26 „Als die Zeit stillstand“) I wanna girl  Just like the girl Who married dear old Dad. She was a girl  And the only girl That Daddy ever ha­had. I wanna girl  Just like the girl Who married dear old Dad.

Monsters on Parade (aus der Folge 32 „Die Ducky Horror Picture Show“) Let us terrify you, let us make you scream! Let us make you shiver in your shoes! We know how to scare away the Blues! Let us petrify you! You cannot run away! Welcome to our Monstershow, we are the monsters on parade!

Bubba, Bubba (aus der Folge 68 „Bubba und sein Trampeltier“) He's a rocker from the past,  Proving rock and roll really lasts!  He's a cave­duck  with rhythm,  get some rocks so he can hit 'em! The original rolling stone,  certified from way back home! Bubba, Bubba! You gotta love a Bubba!  Bubba, Bubba! We choose the Bubba duck!  Hubba, hubba, hubba! Bubba hits the rocks with a­ Bubba Clubba! Bubba takes a bath in a­ Bubba tubba! Bubba like to eat his­ Bubba grubba!

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Bubba makes a goof, it's a­ Bubba flubba! Hubba, hubba go Bubba, hubba, hubba go!  Bubba, hubba, hubba go Bubba, hubba, hubba, hubba!  Bubba, Bubba! They've got to have that Bubba!  Bubba, Bubba! We choose the Bubba duck!  Bubba, Bubba! She's got to have that Bubba!  Bubba, Bubba! He is the Bubba duck!

The Boogie­Beagle­Blues (englisch, aus der Folge 87 „Beaglemania“)

Der Boogie Knacker Blues (deutsch, aus der Folge 78 „Kein Rock ohne Oma“)

The siren screams, the warden shouts You know the Beagle Boys are breaking out We're gonna' steal some blue suede shoes And sing "The Boogie Beagle Blues"

Die Wärter schrei’n Welch ein Graus Die Panzerknacker brechen wieder aus Und singen das Gesicht voll Ruß  Den Boogie Boogie Knacker Blues (Jaaaa!)

You keep the bank, we got the cash! We're gonna' blow this joint and hide all our stash We'll make the doggone headline news And sing "The Boogie Beagle Blues"

Ihr dreht euch rum Weg ist das Geld Da geht der Laden hoch auch wenn’s euch nicht gefällt So sorgen wir stets für Verdruss Mit unserm Boogie Knacker Blues

It's really hot! What's hot? What we've got! Very hot! We're gonna' get away before we're caught! Aooooooh! As long as it's illegal, we'll be happy beagles We'll smile for our next mug shot! Say cheese!

Und hat’s geklappt (Was denn?) Habt ihr berappt Schon sind wir weg, man hat uns nie geschnappt (Aoooooooh!)

We're making money ­ we got the plates You know we're wanted in all the better states We've made the FBI's "Who's Who" We sing "The Boogie Beagle Blues"

Wir knacken wacker weiter, und pfeifen weiter heiter Von unserm Fahndungsfoto an der Wand (Uns kriegt keiner) Wir machen Piepen ganz nach Belieben Am schnellsten geht der Schein nach Überdruss (Darin ham wir Übung) Soll uns doch suchen, wer uns suchen muss Wir singen unsern Knacker Blues Den Boogie Boogie Knacker Blues

It's really hot! What's hot? What we've got! Very hot! We're gonna' get away before we're caught! Aooooooh! As long as it's illegal, we'll be happy beagles We'll smile for our next mug shot! Say cheese! We'll tell you lies, we break the laws We love to step on everybody's paws We're laughing cuz the joke's on you You'll sing "The Boogie Beagle Blues"

Oooooooooh  Oooooooh Oooooh Oooh

You guys are jerks, you all are nerds You guys are nothing but a bunch of stupid birds Looks like we're winning, and you lose You'll sing "The Boogie Beagle Blues" You'll sing "The Boogie Beagle Blues"

Ihr seid gefoppt Total bekloppt Habt ’n Ding zu laufen unsre Knastmusik zu kaufen Doch weil die Kasse klingeln muss Kauft ihr den Boogie Knacker Blues

Oooooooooh  Oooooooh Oooooh Oooh

Wir ham euch immer nur verkohlt Und euch die Piepen aus der Tasche rausgeholt (Hä­Hm) Der Rest war nichts als fauler Schmus Singt ihr nur unsern Knacker Blues Knack! Knack! Knack! Knack! Knack! Knack! Knack! (Hey, was haben die denn?) (Ich kann plötzlich nichts mehr seh’n) (Ich hab meine Kontaktlinsen verlor’n) (Hey! Uaah!)

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Burgers Song (aus der Folge 78 „Kein Rock ohne Oma“) Ich mag Burger und Hot Dogs Mit Mostrich Und mit Fritten dazu Wenn es heißt: Das kost’ nichts Ooohh! Ooh! Aber lieber verdrücke ich Hamburger Mit...ah...ähm...äh... Karlchen: Halt’s Maul, Burger!

Anti­Panzerknacker­Frühwarnsystem Das   Anti­Panzerknacker­Frühwarnsys­ tem,   welches   Dagobert   in   seinen   Geld­ speicher einbauen ließ, schließt (in Folge  27   „Der   schiefe   Turm   von   Peseta“)   bei  Alarm die Vorhänge (auch welche vor sei­ ne Bücherregale), senkt seinen Bürotisch  ab   und   hebt   dafür   einen   riesigen   Kon­ trollpult wieder hinauf. Mit diesem kann  er diverse angelegte Überwachungskame­ ras rund um seinen Geldspeicher kontrol­ lieren sowie kleinere mechanische Hände  (welche Korken in Bazookas reinstopfen),  Netze   (zum   Zurück­Schmettern   von  Schurken),   beinchenstellende   Flamingo­ Figuren,   Bäume   mit   Mausefallen­Klapp­ funktion, eine gewaltige Metallkugel zum  Plätten   von   Frontstürmern   und   zusam­ menfahrende   Gänge.   Im   Geldspeicher  selbst sind riesige ausfahrbare Boxhand­ schuhe,   Flammenwerfer   und   exklusive 

Imbiss­Mausefallen  für  den  Pan­ zerknacker   Burger.   Als   letztes  Mittel   greift   Dagobert   sogar   zu  seinem   Panzer   (mit   61­mm­Gra­ naten) im Tresorraum. Als   die   Panzerknacker   (in   Folge  69   „Entenjagd“)   am   System   sit­ zen, greifen sie auch zu weiteren  Mitteln wie Fangnetze, mechani­ sche Gewehre und Scheren gegen  Frontenkletterer,   Tortenwerfer  und eine Pfeile­schießende Amor­ Statue. Schließlich  sitzen  die  Drillinge  (in  Folge  73   „Gewusst   wie“)   am   Steuerpult   und  müssen   ebenfalls   die   Panzerknacker   be­ kämpfen. Dies tun sie durch verteidigen­ de Tricks wie einem Haifischbecken, me

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chanischen Gewehren, Gewichten, Fallen  mit   Speeren   sowie   Säurebecken.   Besiegt  werden   sie   aber   schließlich   durch   eine  simple Falltüre.


Armstrong und Riesenroboter „Armstrong   kann   alles,   worum   Sie   ihn  bitten, Herr Duck“, antwortet Daniel Dü­ sentrieb auf die Frage, wozu sein Roboter  Armstrong   alles   fähig   wäre.   So   kann  Armstrong dank den Scharnier­ und Zap­ fengelenken in seinem Becken sitzen und  problemlos einen Hubschrauber bedienen,  seine   kreisrunden   Standflächen   lassen  sich zur Seite klappen und können so als  Rollen dienen, sogar laufen kann er mit  seinen   metallenen   Beinen.   Zwar   sieht  dies   etwas   ungewöhnlich   aus,   aber   im­ merhin ist Armstrong nicht in der Lage,  seinen Torso zu drehen, um das Gleichge­ wicht   zu   behalten.   Besonders   gelenkige  Menschen schaffen dabei bis zu 180 Grad,  wenn man die Schultern mit dem Becken  vergleicht, aber dank seinen Scharnierge­ lenken   kann   Armstrong   sich   nur   nach  vorne oder hinten beugen. 

Sein   Oberkörper   ist   dafür   zu   weitaus  mehr fähig als das simple Gehen und Rol­ len seiner Standbeine: Seine Arme kann  er in den Torso zurückziehen oder bis zu  einem vielfachen seiner Körperlänge stre­ cken.   Mit   seinen   Händen   kann   er   Hub­ schrauber   und   Gabelstapler   bedienen,  aber auch Telefone, Kassen und Stifte. Es  scheinen auch verschiedene Aufsätze für  seine   voll   funktionsfähigen   vierfingrigen  Hände   zu   existieren,   darunter   ein   Was­ serschlauch, eine grobe Bürste und zwei  Polierteller.   Doch   nicht   nur   Wasser  kommt   aus   seinen   Arm­Enden,   sondern  bei Bedarf auch Kaffee aus einer Öffnung  seines Zeigefingers. Auf der Brustseite von Armstrong stecken  drei Knöpfe, zwei Regler und ein Armatu­ renbrett, das durch eine Rolllade verdeckt  ist.   Auf   seinen   Seiten   sind   auch   Regler,  Knöpfe   und   Rollladen   ohne   bekannten  Nutzen, sein Rücken zeigt nur die Rollla­ de.

Die   Rolllade   der   Front   öffnet   sich   zwei­ mal,   um   ihren   Nutzen   zu   zeigen.   Dabei  zeigen sich beim ersten Mal zwei Steckdo­ sen,   Knöpfe   zum   Aktivieren   derselben  und   ein   Spannungsregler.   Armstrong  konnte   so   einen   Staubsauger   bedienen,  ohne   selbst   zu   einem   zu   werden.   Beim  zweiten Blick auf das Armaturenbrett sei­ ner   Brust   zeigt   sich   jedoch   ein   Drucker  mit   Papierschlitz   und   mit   mehreren  Knöpfen, Reglern und  Lampen. Anschei­ nend ist Armstrong in der Lage, verschie­ dene Bretter zu unterschiedlichen Funk­ tionen zur Brustseite zu drehen, so wie er  verschiedene  Arme  aus  seinem  Oberkör­ per führen kann. 

räumarbeit   beim   Gleis   länger   als   seine  späteren   Aufräumarbeiten   im   Zimmer  der   drei   jungen   Ducks.   Doch   ein   Makel  hat er: Obwohl er selbst Wasser und sogar  Kaffee   bunkert,   verträgt   er   beides   nicht  im   Übermaß,   es   sprengt   seine   elektri­ schen Kreise und kann zum Kurzschluss,  wenn nicht zum Totalschaden führen. Aus   diesen   Fehlern   lernt   Daniel   Düsen­ trieb, so muss sein zweites Robotermodell  gesteuert werden. Bei den neuen Maschi­ nen wurden laut ihm wesentliche Verbes­ serungen   vorgenommen.   Der   Kontroll­ raum ist im Kopfbereich, durch eine Klap­ pe,   die   wie   ein   Bauhelm   aussieht,   kann  man eintreten. Ihr Gewicht kann beim Gehen zu kleine­ ren Erdbeben, etwa 5 in der Richterskala,  führen,   außerdem   kann   man   damit   gut  Reste aus Tuben treten. Aus dem Stand  sind sie in der Lage, eine Hauswand zu  durchbrechen,   mit   Schwung   schaffen   sie  auch Asphalt.

Zuletzt   bleibt   nur  noch   sein   Kopf  übrig,  aus dem oben in der Regel eine kleine An­ tenne 'rausguckt, welche Funkwellen ab­ tasten   kann.   Diese   Informationen   nutzt  Armstrong, um mit seinen Augen eigene  Funkwellen   abzusondern   und   so   Gar­ agentore   und   elektrische   Schreibmaschi­ nen   zu   bedienen,   ohne   sie   berühren   zu  müssen.   Über   die   Augen   kann   er   auch  Hitzestrahlen   absondern,   die   nicht   nur  Strickleitern,   sondern   auch   Gummi   und  sogar   Metall   schmelzen   können.   Bei  schwierigen   Lichtverhältnissen   ist   Arm­ strong auch in der Lage, die Antenne ein­ zuklappen   und   durch   einen   schwenkba­ ren   Scheinwerfer   zu   ersetzen.   Drei  Glühlampen   am   Kiefergelenk   und   unter  den Augen zeigen an, wenn er einen Be­ fehl   annimmt,   zusätzlich   wiederholt   er  ihn auch, bevor er den erwünschten Job  erledigt.   Seine   Stimme   ist   einstellbar,  Armstrong   kann   jede   beliebige   Stimme  imitieren,   um   so   zur   Kundenzufrieden­ heit beizutragen. Durch   seine   künstliche   Intelligenz   ist  Armstrong   auch   in   der   Lage,   zu   lernen  und seine Aufgaben effizienter zu erledi­ gen.   So   dauert   zum   Beispiel   seine   Auf­

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Die Lampen an Nase und Ohren leuchten  auch   beim   Benutzen   des   Mikrofons,   die  rote   Lampe   an   der   Nase   des   Roboters  fängt bei der Fernsteuerung der anderen  Roboter zu blinken an. Da alle identisch  aussehen, ist es vermutlich egal, aus wel­ chem die Maschinen kontrolliert werden.  Näheres   dazu   steht   im   Handbuch,   wel­ ches unter dem Armaturenbrett rechts im  Handschuhfach liegt. Während die restli­ chen Funktionen auch intuitiv zu funktio­ nieren   scheinen,   kann   ein   ungelernter  Fahrer   die   anderen   Geräte   nicht   ohne  weiteres benutzen.

Der   dritte   Hebel   von   links   startet   nicht  nur   die   Maschine,   sondern   steuert   auch  den Oberkörper und den Kopf. Mit einem  Mikrofon und Lautsprechern im Kieferbe­ reich (durch Klappen des Kiefers können 


die   Lautsprecher  geschützt   oder   benutzt  werden) des Roboters kann man aus dem  Innenraum sprechen. Wie es für den steu­ ernden Menschen möglich ist, das außen  gesprochene zu hören, ist unklar. Aus den Brustrollladen und der Beinver­ stärkung   können   Rollbänder   gefahren  werden, um aus dem Roboter einen Pan­ zer zu machen und unwegsame Passagen  zu überwinden, wobei die Arme eingefah­ ren   und   die   Füße   weggeklappt   werden.  Der   Rollladen   am   Rücken   kann   aufge­ klappt und der Innenraum als Lagerstät­ te verwendet werden.  Eine Hand des Roboters ist eine mensch­ lich aussehende Hand zum Zupacken und  ­drücken,   die   andere   eine   Schaufel   zum  Transport von Erde. Der Zeigefinger der  menschlichen   Hand   beinhaltet   einen 

Presslufthammer,   einen   Schweißbrenner  und  eine Bohrmaschine.  Die Hände und  Arme werden durch den fünften und den  letzten Hebel gesteuert.

nem Kurzschluss, den sogar der Roboter­ führer spürt. 

Die   Standfüße   sind   hydraulisch   in   der  Beinverstärkung  befestigt  und  dienen  so  als Stoßdämpfer. Sie werden nicht durch  Schrauben   festgehalten,   sondern   durch  gewellte Nägel, welche in einer angepass­ ten   Zange   ihr   Gegenstück   findet.   Die  Füße lassen sich seitlich umklappen und  so als Rollen benutzen. Im Vergleich zu Armstrong sind diese Ro­ boter   wasserfest,   aber   abhängig   von  Strom, da sie bei  langem Gebrauch ihre  Batterien verbrauchen. Diese können sie  durch einen Stecker hinter ihrem Kiefer  aufnehmen.   Dabei   dürfen   sie   aber   nicht  überladen werden, sonst kommt es zu ei­

Rein von diesen Funktionen ausgegangen  sind die meisten Verbesserungen der Ro­ boter nur Vereinfachungen ihrer Funktio­ nen, Prototyp Armstrong war zu weitaus  mehr fähig als diese Bau­Maschinen.

Fieselschweif Das   Fähnlein   Fieselschweif   hat   eine   be­ sondere Rolle bei den DuckTales: Hier be­ suchte   der   Fähnleinführer   schon   in   der  ersten Folge („Das geheimnisvolle Schiff“)  zu Dagobert in den Geldspeicher, um die  Drillinge   anzuwerben:   „Sir,   die   Pfadfin­ dertruppe   Fieselschweif   beschäftigt   Kin­ der mit dem unablässigen Vollbringen gu­ ter  Taten   derart,  dass   sie  keinen  Unfug  anstellen   können.   […]   und   schließlich  noch diese berühmte Quelle des Wissens,  Fähnlein   Fieselschweifs   Schlaues   Buch.“  Dagobert   war   natürlich   schnell   über­ zeugt,   immerhin   war   er   selbst   Wander­ kassenwart bei der Pfadfinder in Schott­ land (siehe „Reise in die Vergangenheit“). Schnell   bemerken   die   drei,   dass   das  Schlaue Buch „voller toller Ideen“ steckt  und fliehen von der Villa Duck mit einem  Fluggleiter,   den   sie   nach   einer   dortigen  Anleitung gebastelt hatten, dafür überla­ sen   sie   das   Kapitel   über   das   Landen.  Nach   einigen   eigenständigen   Nummern  kommt   der   Fähnleinführer   zu   ihnen   ge­ eilt: „Ich habe alles im Fernsehen miter­ lebt, es war unglaublich! Nie hat einer so  viele Medaillen in so kurzer Zeit gewon­

nen!   Für   Zivilcourage,   blitzartiges   Rea­ gieren und so weiter.“ Ihren Plan, sich ge­ meinsam   mit   Dagobert   auf   Schatzsuche  zu machen, gibt er schnell seinen Segen.  Als sie später (Folge 2 „Die Schatzsuche“)  nachschlagen   möchten,   wie   man   ein   ge­ wöhnliches   Flugzeug   fliegt,   werden   sie  enttäuscht:   Nach   den   Stichworten   Fach­ arbeiter   und   Federbetten   werden   nur  Jets,   Raumsphären   und   mit   Helium   ge­ füllte   Ballons   aufgeführt.   Weiter   steht  dort   zwar   nicht,   was   „Halt   die   Luft   an“  auf Spanisch heißt, aber dass die Monsapi  kein Volksfest sind, sondern „sintflutarti­ ge   Regenfälle   und   schreckliche   Wolken­ brüche,   die   alle   hundert   Jahre   einmal  vorkommen.   Sie   überschwemmen   sogar  die Wüste.“ Als   sie   weiter   gucken   wollten,   was   dort  über Treibsand steht, finden sie nur die  Stichworte Treibhaus und Treibjagd. Mit  einem   Seil   als   Stolperfalle   und   Pfannen  sowie Töpfen bauen sie den Fieselschweif­ Alarm,   um   sich   vor   nächtlichen   Besu­ chern   zu   schützen.   Dagobert   fordert   sie  später   mit   der   Aussicht,   sich   die   Ver­

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dienstmedaille   als   Matrosen   zu   verdie­ nen, zur Restauration eines 400 Jahre al­ ten Schiffes auf.

In Peru schließlich (Folge 5 „Das Tal der  Goldenen Sonne“) lassen die Drillinge ihr  Schlaues Buch schließlich liegen und sor­ gen so dafür, dass Nicht­Fieselschweifling  Nicky   die   Inka­Zeichen   zu   „etwas   über  Gier und alle­drei­Türen­Öffnen und Ver­ nichtung“   übersetzen   kann.   Auch   beim  Anblick   eines   falschen   Krokodils   lassen  die drei das Buch einfach fallen (Folge 27  „Der   schiefe   Turm   von   Peseta“).   Das  Übersetzen   von   Hyroglyphen   ist   auch 


möglich:   Trick   kann   aus   einer   schlecht  beleuchteten Wand voller Zeichen schnell  ein   „Um   das   Labyrinth   zu   betreten,  drücke  den  Nabel“  lesen (siehe  Folge  40  „Mein Gott Donald“).

Doch die Drillinge gehen trotz hervorra­ gendem Einstieg ins Pfadfindertum nicht  immer   korrekt   mit   ihrer   Verantwortung  um.   In   Malaysia   (Folge   8   „Bis   dass   das  Geld euch scheidet“) täuschen sie gegen­ über Millionara Vanderbucks Kompetenz  und   Fachwissen  vor  über  Fantasiewesen  und Medizin, welche sie sich einfach nur  ausgedacht haben, um Millionaras Leben  zu erschweren, etwa sorgt die Erzählung  von   einem   malaysischen   Distelstampfer  dafür,   dass   Millionara   das   Gepäck   aller  übernimmt. Die Drillinge scheinen ohne­ hin   seltsame   Moralvorstellungen   zu   ha­ ben: Nach einem guten Ratschlag von Da­ gobert   führen   sie   an   ihrem   Limonaden­ stand eine Arbeitsgebühr ein und verkau­ fen nur noch Wasser (siehe Folge 23 „Ge­ schäfts­Geist“),   als   sie   mit   den   Panzer­ knackern   in   die   Vergangenheit   reisen,  überlegen   sie,   diese   einfach   in   der   Ver­ gangenheit als Gefangene von Piraten zu­ rückzulassen (Folge 26 „Als die Zeit still­ stand“).  In Dagoberts Traum (Folge 15 „Der Mär­ chenprinz“)   zeigt   sich,   dass   auch   Fiesel­ schweif­Kekse   von   den   Pfadfindern   ver­ kauft werden, diese können allerdings et­ was hart sein. Der  Erste­Hilfe­Kurs  brachte  den dreien  aber   nur   bei,   die   besonders   gefährdeten  Körperstellen   bei   Unfällen   nach   Verlet­ zungen zu untersuchen, etwa gebrochene  Knochen   oder   ein   gebrochener   Schnabel  (Folge  16   „Der  Stolz   der  Familie“),   nach  Vorlagen des Schlauen Buches kann man  aber   auch   aus   einem   Hubschrauber   ein  Sumpf­Boot basteln (Folge 19 „Der Jung­ brunnen“). Eine Kamera, welche die Dril­ linge   gerade   erst  von   Daniel   Düsentrieb  geschenkt bekamen (Folge 20 „Schatten­ spiele“),   wird   zur   Fieselschweifling­ Kamera erklärt. Sachspenden scheint das 

Fähnlein also gerne zu nehmen, doch viel­ leicht   sind   Menschenspenden   weniger  gerne   gesehen:   Als   drei   Mitglieder   vor­ übergehend   obdachlos   sind   (siehe   Folge  24 „Arme reiche Ende“), fragen sie Fähn­ lein  Fieselschweif  nicht um Hilfe, dieses  bietet aber auch keine an. Als   Fieselschweiflinge   haben   die   drei  Ducks nicht nur ihr Schlaues Buch, son­ dern   auch   eine   Junior­Fieselschweifling­ Adressenliste   dabei,   mit   der   sie   Derek  Holmes,   den   größten   Detektiv   der   Welt,  in   London   finden   (Folge   25   „Dr.   Jekyll  und  Mr. McDuck“). Dieser ziert sich an­ fangs   etwas, beruft sich  dann  aber doch  auf   seine   Junior­Fieselschweifling­Ehre  und hilft den dreien. Ob die Adressenliste  vielleicht im Schlauen Buch selbst ist, er­ fährt man nicht.

Spruch „Nie die Hoffnung ausgeben“ aus  dem   Schlauen   Buch.   Bei   der   Verleihung  einer neuen Medaille wird normalerweise  eine   Schallplatte   mit   einer   Fanfare   ge­ spielt,   anscheinend   hatte   der   Fähnlein­ führer beim Verleihen der ersten Medail­ len „für Zivilcourage, blitzartiges Reagie­ ren und so weiter“ das schlichtweg verges­ sen (siehe „Das geheimnisvolle Schiff“). „Wer sich im Bodennebel verirrt, der bilde  einen   Fieselschweifling­Totempfahl“,  empfiehlt das Schlaue Buch (siehe Folge  33 „Das Goldene Vlies“), damit man den  Nebel überblicken kann. Als Dagobert an­ zweifelt,   dass   die   Drillinge   ein   Flugrad  aus   Hubschrauberschrott   nach   Vorlage  des   Schlauen   Buchs   basteln   können,   ist  Tick beleidigt: „Na hör mal, das Schlaue  Buch   hat   sich   noch   nie   geirrt!“   Wenige  Momente   später   lässt   es   sie   wieder   im  Stich: „Drachen sind ein Mythos, sie exis­ tieren nicht.“ Als die Drillinge sich in einer Zuschauer­ menge   verstecken   wollen,   greifen   sie   zu  Plan   279   aus   dem   Schlauen   Buch:   Sie  maskieren sich wie Groucho Marx (siehe  Folge   34   „Mylady“).   Anscheinend   erhiel­ ten   sie   die   Maske   neben   dem   Schlauen  Buch   und   der   Adressenliste   beim   Fähn­ lein Fieselschweif selbst.

Dafür   steht   in   Kapitel   57,   wie   man   mit  seinem   Fieselschweifling­Taschenmesser  aus   einer   leeren   Tonne   ein   Kanu   baut  und  wo man den legendären Schatz von  Atlantis   (Folge  30  „Wer  wiegt,   gewinnt“)  findet: „Der Schatz liegt verborgen, wo Fi­ sche sonst schwammen, suche die beiden  und   dreh   sie   zusammen.“   Mit   einem  „Siehst du, Onkel Dagobert? So arbeiten  Fieselschweiflinge   unter   Wasser“   (Folge  28   „Der   Riesenhai“)   zeigen   die   Drillinge  Dagobert,   dass   man   an   einer   großen  Schildkröte geklammert einige Seemeilen  getarnt hinter sich lassen kann. Sogar Mädchen sind  beim Fähnlein Fie­ selschweif zugelassen, so kann Nicky eine  Segel­ und  eine Lebensrettungs­Medaille  vorweisen   (siehe   „Der   Schlangenfraß“).  Quack als Prüfungsleiter besitzt die meis­ ten   seiner   Medaillen   wegen   Überleben  von   Katastrophen   zu   Wasser,   zu   Land  und  in der Luft, aber ausgerechnet eine  Schwimm­Medaille   hatte   er   nicht,   bis  Nicky ihm das Schwimmen beibringt. Die  Drillinge überfliegen hier nur das Kapitel  übers Segeln und müssen ebenfalls Nach­ hilfe übers Knotenbinden bei Nicky neh­ men.   Nicky   kennt   immerhin   auch   den 

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Als die drei von Außerirdischen entführt  werden,   reagieren   sie   empört   mit   „Wir  sind Fieselschweiflinge, wir haben Rech­ te!“,   was   auf   bestimmte   Vorrechte   von  Pfadfindern   hinweist   (siehe   Folge   35  „Grüne   Woche   wider   Willen“).   Das   wäre  nicht allzu  überraschend, wenn man be­ rücksichtigt, dass im Schlauen Buch auch  steht, dass man mit Wasser eine Bombe  vom Mars entschärfen kann (siehe Folge  46 „Glatte Bruchlandung“). Die Tigerfalle aus dem Schlauen Buch ist  eine Grube, die mit einem Netz aus Ästen  und Blättern abgedeckt wurde, ein Köder  ist anscheinend nicht nötig. Eine weitere  Falle besteht aus einer Schlinge, die um 


lockende Nahrung gelegt wird, allerdings  muss diese manuell bedient werden. Eine  dritte und etwas komplexere Falle ist ein  Netz,   das   anscheinend   zufällig   auf   das  Opfer   runter   fällt:   Bei   Nicky   tut   sich  nichts, doch die Drillinge werden schnell  dadurch gefangen (alle drei siehe Folge 39  „Die verlorene Welt“).  Eine weitere Fähnlein­Fieselschweif­Falle  zieht das Opfer durch ein Netz nach oben  (siehe   Folge   81   „Durchbruch   gelungen   ­  Absicht   verfehlt“).   Sollten   die   Drillinge  hingegen selbst von Fallen umgeben sein,  lautet der Ratschlag: „Bleib wachsam und  benutze deine Murmeln“ („DuckTales der  Film“). Aus   ihrer   Pleite   auf   dem   Segelboot   hat  wohl   zumindest   Tick   gelernt,   denn   nun  kennt   er   Entfesslungstricks   aus   dem  Schlauen Buch (siehe Folge 44 „Gundels  Gaukelei“).

Mit   etwas   Elektronik,   Computerkram,  Batterien, einem Propeller und ein biss­ chen   Schnur   sind   die   Drillinge   dank  Schlauem   Buch   in   der   Lage,   mit   einem  passend   geformten   Tragflächen­Ende  eine ferngesteuerte Haifischflosse herzu­ stellen (siehe Folge 51 „Operation Helden­ onkel“). „Manchmal verblüfft das Schlaue  Buch sogar noch einen Fieselschweifling“,  denn weiterhin  hat es   die Anleitung  für  eine   Fieselschweif­Zielpeilung,   mit   der  auf   Knopfdruck   Sprengsätze   angelockt  werden   können.   „Wir   wollen   nur   hoffen,  dass   dieses   kostbare   Buch   nie   in   die  falschen Hände gerät“, hofft Tick, der ver­ mutlich   weiß,   dass   die   drei   das   Schlaue  Buch schon mehrfach vergaßen und verlo­ ren haben. Quack ist nicht nur Prüfungsleiter für Se­ gel­Medaillen,   sondern   vor   allem   Ver­ dienstorden­Weltmeister und Ehren­Feld­ Waldmeister,   der   das   Fähnlein   Fiesel­ schweif   von   einer   Übernachtung   in   den  Canyons   zurück   ins   Camp   führen   kann  (siehe  Folge  53  „Superdoof“).  Dort  ist  er 

für die Vergabe von Orden zuständig, un­ ter   anderem   Geologie­   und   Übernach­ tungs­Orden   sowie   welche   fürs   Knoten­ knüpfen, Feuer machen, Paddeln, Pfann­ kuchen   braten,   Schnitzen,   Töpfern   und  Korbflechten.   Seine   Verantwortung  nimmt ihm aber nicht den Spaß, Marsch­ gesänge  zu   komponieren   und   am   Lager­ feuer Horrorgeschichten zu erzählen. Das  Schlaue  Buch ist auch in der Lage,  einen   Pyrit,   also   Narrengold,   von   einem  echten   Goldklumpen   zu   unterscheiden,  dafür steht darin  nicht, dass   ein  Super­ held nicht auch zugleich Fieselschweifling  sein könnte. Wann   die   nächste   Sonnenfinsternis   ist,  kann man auch schnell nachschlagen (sie­ he Folge 55 „Falsche Spiele“), auch schla­ gen sie dort nach, dass Bären am Klondi­ ke   zwar   nicht   auf   Bäume   klettern   kön­ nen, aber dafür nach Kapitel 22, Absatz 9  schwimmen   (siehe   Folge   58,   „Im   Gold­ rausch“). Außerdem lernt man, aus etwas  Honig und Ästen eine Bärenfalle zusam­ menzubauen.   Falls   einem   beim   Honig­ sammeln   die   Bienen   zur   Plage   werden,  kann man auch laut dem Buch eine Bie­ nenfalle basteln (siehe Folge 65 „Der Auf­ geblasene   und   die   Bienen“).   Dazu   soll  man die Bienen einfach in einen Bienen­ korb locken.

auch   gegen   andere   Mannschaften   Base­ ball (siehe Folge 55 „Nimm mich mit zum  Baseball“). Vom   Schlauen   Buch   scheint   es   mehrere  Versionen zu geben: In einer braunen Ver­ sion mit Quadrat auf dem Cover (statt ei­ nem   roten   Buch   mit   einer   Raute)   steht,  dass   Steinzeit­Enten   durch   das   Legen  fremder Hände auf den eigenen Kopf ewi­ ge Treue schwören und dass die Überrei­ chung   einer   Besitzmarke   (Selbstportrait  auf Stein) auch den ganzen Besitz sinnge­ mäß mit überreicht (siehe Folge 66 „Prä­ historisches Federvieh“). Im roten Schlau­ en Buch steht nicht nur, wie ein Skelett  vom Saurus Giganticus (im Original Ro­ getthesaurus)   aussieht,   sondern   auch,  dass   das   Entenhausener   Museum   eine  Millionen Taler für dieses Skelett ausge­ ben würde.

Wenn man beachtet, wie schnell die Dril­ linge  ohne Zustimmung von Ehren­Feld­ Waldmeister   Quack   eine   Höhlenente   zu  einem   Ehren­Fieselschweifling   machen,  wird   die   Hierarchie   im   Fähnlein   ebenso  schnell fraglich.

„Wenn   ein   leckes   Luftschiff   Helium   ver­ liert, dann muss man es, damit es weiter­ fliegt,   mit   heißer   Luft   füllen“,   sagt   das  Schlaue Buch außerdem. Quack   ist   auch   in   der   Lage,   aus   einer  Fähnlein­Fieselschweif­Wanderung   kurz­ fristig   eine   Bürgerkriegs­Schlachtfelds­ Wanderung  zu  machen, wenn er  in eine  ferne   Stadt   wie   Entenbergen   eingeladen  wird (siehe Folge 60 „Quack zieht in den  Krieg“). Dort knipst Doofy viele Fotos für  sein   Fähnlein­Fieselschweif­Sammelal­ bum. Manchmal   spielt   das   ganze   Fähnlein 

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Laut dem Schlauen Buch gibt es auf der  Schnabeltierinsel   (im   Original   Duckbill  Island) Tiere, die es sonst nirgendwo auf  der Welt gibt (siehe Folge 70 „Bubbas Kel­ ler“). So treffen die Drillinge in unterirdi­ schen   Höhlen   auf   kleinere   und   größere  Amphibien. Eine   Invasion   krabbelnder   Insekten  stoppt man laut Schlauem Buch am bes­ ten   mit   einem   Wassergraben   (Folge   100  „Invasion der Metallmilben“). Auch   Rezepte   von   Medizinmännern   aus  Neu­Guinea   stehen   im   Schlauen   Buch,  etwa   die   Mixtur   zur   Produktion   von  Schrumpfköpfen,   die   aus   Fledermaus­ Flügeln,   Mistkäferstaub   und   drei   Haare  eines   langschwänzigen   Affens   besteht  (siehe Folge 71 „Das Affentheater“).


Die   Drillinge   gestehen   sich   manchmal  auch ein, dass sie nicht ganz richtig han­ deln. Sie wissen, dass Ehrlichkeit das ech­ te   Fähnlein­Fieselschweif­Verhalten   ist  (siehe Folge 92 „O.K. nach Plan B“) und  es   keine   Abzeichen   gibt   für   windige  Tricks (Folge 95 „Wenn heut am Freitag  Samstag wär“). Doch auch dann hilft ih­ nen das Schlaue Buch und rät: „Wenn ein  Wochentag spurlos verschwunden ist, geh  zurück zur Sonnenfinsternis“, über die sie  sogar einen genauen Kalender finden. Trotz allem selbst verursachten Ärger er­ kennen   die   Drillinge   auch,   dass   es   eine  Ehre ist, ein Fieselschweifling zu sein, so 

salutieren sie mutig im Angesicht des si­ cheren Todes (siehe Folge 96 „Kronkorken  in Trala La“).

„Geschäfts­Geist“).

Doofy ist als Fieselschweifling immer für  alle Fälle gerüstet, so hat er bei Ausflü­ gen unter Wasser (Folge 29 „Die versun­ kene Stadt“) natürlich reichlich Proviant  in Form von Erdnussbutter und Ölsardi­ nen dabei. Fest   steht   jedenfalls,   dass   das   Fähnlein  Fieselschweif   Zukunft   hat:   Doofy   wird  noch   in   vierzig   Jahren   voll   Stolz   seine  Bieberfellmütze   tragen   (siehe   Folge   23 

Was kann der Krachbumm­Anzug? „Es   ist   ein   selbstangetriebenes   System  von Superstärke und Superfeuerkraft. Ich  nenne es Krachbumm­Ente! Es ist kugel­ sicher, feuersicher und knöchelsicher!“

„Ententümpel“, gelingt es Fenton auf An­ hieb, das Wort beim Fluchen von „ausge­ trockneter Ententümpel“ herauszubekom­ men. Als er zudem Daniel gegenüber be­ hauptet, dass Dagobert ihn geschickt hät­ te, händigt dieser ihm das Handbuch aus:  „Wie wird man eine Krachbumm­Ente: 6  einfache Lektionen“

seinen   Helm   setzt.  Dieses   kann   er   auch  mit einer Brille steigern. 

„Ich arbeite für die Firma Duck. Ich bin  die Krachbumm­Ente!“

Der   Krachbumm­Anzug,   die   wohl   mäch­ tigste Waffe innerhalb der Serie, wurde in  der   Folge   „Das   eingefrorene   Vermögen“  von Daniel Düsentrieb erfunden, um das  Ducksche   Vermögen   zu   beschützen.   Da  Dagobert schlechte Erfahrungen mit Ro­ botern machte, ist dieser Metallanzug von  einer Person im Inneren betrieben,  ähn­ lich wie bei Daniels Riesenrobotern.  Obwohl Daniel sich Mühe gab, ein Sicher­ heitswort aus seinem Lexikon zu finden,  welches   kaum   verwendet   wird,   nämlich 

Per   Handbuch   kann   Fenton   auch   seine  Ellenbogen­Luftgeschosse,   Obertaillen­ Geschosse und den Helm­Fallschirm beim  ersten Einsatz gegen die Panzerknacker­ Bande   bedienen.   Doch   dabei   verliert   er  sein Handbuch im gegnerischen Wagen. „Endlich einer, der nicht alles vermasselt  wie diese bescheuertste aller Enten, die­ ser Fenton.  Übrigens, wie heißen Sie ei­ gentlich?“ ­ „Daniel hat gesagt, ich soll es  niemanden sagen, zu gefährlich! Nennen  Sie mich die Krachbumm­Ente!“ Weiterhin   zeigt   Krachbumm­Ente   ein  seitlich ausfahrbares Horn und den Fräu­ lein­in­Not­Knopf,   welcher   eine   Perücke  mit  einem künstlichen Paar Augen  über 

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Sobald   Fenton   aber   sämtliche   Knöpfe  drückt, bläht sich der Anzug auf und düst  wie eine Rakete durch die Gegend, um bei  der  Landung   eine   Explosion   auszulösen.  Dieser Vorgang ist zudem sehr schmerz­ haft und wird von Fenton nur selten ge­ macht.  Er kann Fahnen schwenken und Raketen  abfeuern,   zudem   hat   Krachbumm­Ente  ein Telefon im Ellbogen mit der Nummer  555­GIZMO, einen Staubsauger in seinem  rechten Unterarm und eine Kuckucksuhr  sowie   Wecker   im   linken.   „Das   ist   noch  nicht   alles!   Ich   habe   einen   Mob­omatik, 


Zucchini­Schneider,   einen   turbogetriebe­ nen   Schnabelputzer   und   einen   Hebeldi­ Country­cus­Timer.“

„Siehst du, Mama, ich bin mehr als  nur  Fenton Crackshell! Ich bin jetzt jemand,  die Krachbumm­Ente! Ein unbesiegbarer  galvanisierter Vollbringer des Guten!“

In seinem Visier ist eine Radaranzeige, zu  seinem Waffenarsenal zählt eine Krabbe,  ein Blasebalg, Pfeil und Bogen, eine Ba­ zooka, ein Kuchen, ein Revolver, ein Base­ ballschläger, eine Schleuder, ein Totschlä­ ger und ein Stinktier. „Er hat dich sein metallenes Wunder ge­ nannt.“ ­ „Ach was, Wunder ist übertrie­ ben. Sensationell vielleicht oder ein einsa­ mer Kreuzritter, oder aber vielleicht waf­ fenbestückter Schmiede­einsamer Einrad­ Krieger für Recht und Ordnung!“ ­ „Uns  ist es egal, wer du bist, gib uns ein Auto­ gramm auf das Poster, ja?“ Bald   findet   Fenton   heraus,   dass   seine  Mutter   mit   ihrer   Fernbedienung   in   der  Lage ist, seinen Anzug abzulegen und di­ verse   kleinere   Waffen,   etwa   im   rechten  Zeigefinger,   sowie   einen   Propeller   im  Helm, mit dem er fliegen kann. 

genstände für die Bande stibitzen muss.  „Ich kann Herrn Duck nie wieder gegen­ übertreten.   Ich   bin   ein   Unhold,   ein  Schandfleck der Gesellschaft, eine Narbe  auf der Wange der Welt!“ Doch die Drillinge befreien den Blecher­ pel und dieser kann nun zeigen, wie lang  er seine Körperteile strecken kann, ohne  offenbar die versteckten Gliedmaßen dar­ unter   zu   beschädigen.   So   kann   er   sich  auch auf weit entfernte Plattformen zie­ hen.   Wasserfest   ist   er   dennoch   nicht:  „Wenn’s   ums   Wasser   geht,   bin   ich   mehr  Krachbumm als Ente.“

Sein  rechter  Zeigefinger  birgt aber  auch  eine Laserkanone, mit der jeder feste Ge­ genstand durchgeschnitten werden kann.  Bei der Demonstration seiner Bumerang­ Bazooka greift jedoch der Panzerknacker  Megabyte   ein,   der   dank   Handbuch   eine  Fernbedienung für den Anzug entwickeln  konnte. So bekommt man seine Bewässe­ rungsanlage   und   einen   Flammenwerfer  zu Gesicht, bevor er mit Superstärke Ge­

In einigen weiteren Folgen zeigen sich an­ dere Eigenschaften des Anzugs, etwa ist  er   magnetisch   und   kann   so   Metall­ Medaillen anziehen, wird aber dank sei­ nem Metall auch selbst von großen Elek­ tromagneten   angezogen.   Er   ist   dehnbar  genug, um auch eine große Statur wie die  von   Quack   zu   verbergen   und   sollte   nie  heiß   gewaschen   werden,   da   er   sonst  schrumpft.

Zeitmaschinen baute, nennt er das Konstrukt Zeitwanne,  diese   taucht   erneut   in   den   Folgen   „Ge­ schäftsgeist“ und „Als die Zeit stillstand“  auf.

In der Folge „Die Zeitwanne“ erfindet Da­ niel Düsentrieb eine Maschine, die nicht  nur durch Raum und Zeit führt, sondern  auch   durch   Eventualitäten,   um   lästigen  Zeitparadoxen aus dem Weg zu gehen. Da  er diesen Apparat in eine Badewanne ein­

Anscheinend   waren   eventuelle   Zeiten  aber nicht genug für den strebsamen Er­ finder, sodass  er sich für die Folge „Das  prähistorische Federvieh“ und die darauf  folgenden   eine   Zeit­Rückwärtsgang­ Maschine   aus   einem   Flugzeug   baut,   die  er später auch etwas kürzer Zeitensprin­ ger nennt. Dies ist eine richtige Zeitma­ schine: Als Dagobert damit in die Vergan­ genheit reist und Höhlen markiert, ist die  Markierung   auch   bei   seiner   Rückkehr  noch   da.   Als   Dagobert   aber   mit   einer  Höhlenente   zurückkehrt,   packt   Daniel 

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blanke   Panik:   Das   entstandene   Loch   im  Raum­Zeit   Kontinuum   könnte   bald   zu  enormer Größe  heranwachsen,  wenn  der  kleine Bubba nicht zurückgebracht wird.  Doch beim Versuch, Bubba in seine Zeit  zurück zu bringen, richtet dieser nur noch  mehr Chaos an, ohne dass das Raum­Zeit  Kontinuum nennenswert gestört wurde. Anscheinend   ist   die   Zeitwanne   nicht  mehr   weiter   von   Bedeutung,   sodass   Da­ niel   sie   in   der   Zukunftsvision   der   Folge  „Geschäftsgeist“ in ein Vogelbad umbaut.  Als   dann   ein   Dagobert   aus   der   Vergan­ genheit auftaucht und versucht, mit dem  veralteten   Modell   (vom   Zeitenspringer  wusste   er   noch   nichts)   zurück   in   seine  Zeit   zu   düsen,   zeigt   sich   die   Zeitwanne  nicht mehr als funktionsfähig.


DuckTales vs. SLSM „Sein Leben, seine Milliarden“ in den DuckTales Viele   Fans,   gerade   jüngere,   sehnen   sich  nach   einer   Verfilmung   von   Don   Rosas  „Sein   Leben,   seine   Milliarden“­Epos,  nicht   zuletzt   auch,   um   etwas   mehr   Re­ spekt von Außenstehenden für ihr Hobby  zu erlangen. Eine Filmversion, wie Dago­ bert sein Vermögen machte, wie er allen  Widrigkeiten   trotzte,   um   sein   Vermögen  als Immigrant aus Schottland hart zu er­ arbeiten,   Gold   aus   dem   Klondike   und  Diamanten   aus   Afrika   holte,   basierend  auf   den   Informationen,   die   Dagobert­ Erfinder   Carl   Barks   in   seine   Comics  schrieb, existierte aber schon Jahre, bevor  Don Rosa überhaupt die Feder an seinen  neuen Disney­Auftrag setzte.

Die   Geschichte,   wie   der   geschmeichelte  Don Rosa, der außer Barks kaum andere  Disney­Comiczeichner genießt,  seine  ers­ ten   Story­Gedanken   an   andere   Barks­ Fans weltweit verschickte, um eine mög­ lichst anerkannte Story­Sammlung zu be­ kommen,  dürfte  bekannt  sein.  Nicht zu­ letzt   dadurch,   dass   der   Zeichner   sie   in  beinahe   jeder   Publikation,   in   der   seine  Comics erscheinen, es zusätzlich erwähnt.  Da er die Namen seiner Kontakte nie er­ wähnt, kann es also gut sein, dass min­ destens   ein   Fan   der   DuckTales­Zei­ chentrickserie   darunter   war   und   sich  grob an die Folge „Reise in die Vergangen­ heit“ erinnerte. Dort erzählt Dagobert bereitwillig davon,  wie   er   sein   Vermögen   macht,   basierend  auf seinem ersten Zehner. Damals trug er  noch   zu   jeder   erdenklichen   Gelegenheit  wie   sein   Vater   seinen   Familienkilt   (ba­ siert auf Barks’ „Der Hund der Whisker­ villes“) und versuchte sich am Dudelsack­ Spielen, um so erfolgreich zu werden wie  sein Vater. Dieser jedoch schickte ihn zum  Geldverdienen   zur   Firth­of­Forth­Natio­ nal­Bank,   wo   der   Dreikäsehoch   Bertel  seine   Wünsche   etwas   zu   hoch   schraubt: 

„Hören Sie, ich möchte gern Bankdirektor  werden!   Ich   bestehe   auf   ein   Spitzenge­ halt,   eine   Altersversorgung   und   eine  zweiwöchigen   Urlaub   jedes   Jahr!   Keine  Angst,   ich   schmeiß   den   Laden   schon,  schließlich führe ich bei den Pfadfindern  die Wanderkasse.“ Unnötig zu erwähnen, dass er sofort raus­ geschmissen   wurde   und   so   lernte,   dass  man   als   Lehrling   ganz   unten   anfangen  muss. So ging es zu einem Telegrafen, wo  er das Gerät leiden ließ, und zu weiteren  Berufen, die er nicht weiter erwähnt oder  gar zeigt. Letztendlich landete er bei Cur­ lys   Friseurladen:   „Putz   den   Kunden   die  Schuhe,  kehr  die   Haare  und   die   Federn  zusammen   und   hilf   anschließend   den  Kunden   in   die   Mäntel,   verstanden?   [...]  Gar nichts werde ich dir bezahlen! [...] Du  arbeitest fürs Trinkgeld und jetzt tummel  dich! Putz Farmer McDreckig die Stiefel!“  (basiert   auf   Barks’   „Die   Geschichte   von  Onkel Dagoberts Bett“)

Stundenlang   bearbeitete   Dagobert   die  völlig verdreckten Stiefel, und als er end­ lich das fertige Werk bewunderte, sah er  nur sein eigenes müdes Gesicht aus dem  spiegelnden   Schuhwerk   entgegenlächeln.  Er war völlig erschöpft, aber dennoch zu­ frieden über sein erstes Geldstück. Doch  seine Mutter teilte nicht seine Ansichten:  „Was,   dafür   hast   du   dich   abgeschuftet?  Der Kreuzer ist in Schottland nicht mehr  wert als ein Hosenknopf! Du musst nach  Amerika   gehen,   um   ihn   auszugeben.“  „Vielleicht   keine   schlechte   Idee“,   hakte  sein Vater ein, „es soll das Land der unbe­ grenzten Möglichkeiten sein.“ Doch Dagobert möchte seinen Lebensun­ terhalt lieber mit seinem Dudelsack ver­ dienen,   was   seinen   Vater,   den   Dagobert  McPapa  nennt,   verdrießt:  „Du   sollst  mit  dem   Köpfchen   arbeiten,   nicht   mit   Hand 

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und   Schnabel!“   Dies   sollte   nun   Bertels  Motto werden, und bei seinen neuen Plä­ nen, sein Glück in Amerika zu versuchen.  Dort könnte er es bei seinem Onkel Platt­ fisch McDuck versuchen, der Kapitän ei­ nes   Flussbootes  ist  und   meint,  dass  das  Geld   quasi   auf   der   Straße   läge   (basiert  auf Barks’ „Wettfahrt auf dem Mississip­ pi“).  Das motivierte Daggilein, wie seine Mut­ ter  ihn   nannte,  zu   Höchstleistungen:   Er  entwickelte aus seinem Hosenträger und  einem   Fahrrad   einen   Mechanismus,   mit  dem   er   durch   bloßes   Strampeln   gleich  mehrere   Paar   Schuhe   putzen   kann.   In  wenigen Monaten verdiente er sich so das  Geld   für   die   Überfahrt   nach   New   York.  Vor   dem   Überfahrtsschiff   Queen   Ducky  erhielt   er   von   seinem   Vater   den   „ver­ wünschten Dudelsack“ und den Rat, sein  Geld   mit   Köpfchen   zu   verdienen.   Dago­ bert versprach im Gegenzug, regelmäßig  Geld   zu   schicken.   Auf   den   zwei   Wochen  der   Überfahrt   (basiert   auf   Barks’   „Die  magische   Sanduhr“)   träumte   er   auch  schon von den Reichtümern der anderen  Seite   des   Atlantiks,   um   dort   nicht   nur  über   das   fehlende   Geld   auf   der   Straße  enttäuscht zu werden, sondern auch we­ gen   der   willkürlichen   Polizeigewalt.  Kaum angekommen, wird er wegen dem  vermeintlichen   Tragens   von   Frauenklei­ dern festgenommen. „Das ist ein Kilt!“ be­ antwortete   der   Polizist   nur   mit   „Und  wenn’s ein Reifrock wäre, ich nehme Sie  fest!“ Im   Gefängnis   trifft   Dagobert   das   erste  Mal   auf   die   Panzerknacker   (basiert   auf  Barks’ „Jugenderinnerungen“).

Bei   der   Verhandlung,   für   die   er   seinen  Kreuzer Nummer eins als Kaution hinter­ legen musste, hat Dagobert mehr Glück!  Der   Vorwurf,   er   errege   mit   seiner   un­


männlichen   und   unamerikanischen   Art  sowie seinen X­Beinen, die wie  dazu  ge­ eignet wären, Unruhe zu stiften, das  öf­ fentliche  Ärgernis, wird  vom Richter ab­ gewiesen. Der Polizist, der Dagobert hin­ ter Gitter brachte, wird stattdessen zu 30  Tagen   Rocktragen   verurteilt,   denn   der  Richter Scouty McGuillycarty trägt unter  seiner   Robe   selbst   einen   Schottenrock.  Den   Kreuzer   erhält   Dagobert   natürlich  auch wieder.

So konnte Dagobert per Anhalter zu sei­ nem erfolgreichen Onkel fahren, doch die­ ser   entpuppt   sich   trotz   Besitz   eines  Dampfbootes als eher arm, seinen Spitz­ namen   Plattfisch   soll   er   durch   seinen  strengen   Geruch   haben.   So   gehöre   ihm  die Hälfte der Cornpon Gables­Plantage,  doch   Ol’   Man   Ribbit   hat   ihn   um   seine  Hälfte   betrogen.   Doch   Dagobert   schlägt  ein Wettrennen zwischen ihren Flussboo­ ten vor und wird Plattfischs Kompagnon  auf seiner „Baumwollqueen“ (basiert wie­ der auf Barks’ „Wettfahrt auf dem Missis­ sippi“). Doch Ribbit setzt mehr auf Tricks  als   auf   Motorenstärke:   Ein   Teil   seiner  Bieber­Mannschaft fällt einen Baum, der  die Baumwollqueen abdrängt, rammt sie  mehrfach und wirft ein Seil in das gegne­ rische Schaufelrad. Doch Dagobert bastelt  aus einem Fahrrad und dem Hosenträger  seines Onkels einen Apparat, der schnel­ ler   Kohlen  schaufeln   kann  als  er  selbst,  was die Ducks wieder in Führung bringt  und gewinnen lässt. 

Doch die beiden waren nur Partner fürs  Rennen und nicht für die Farm, so lernte  Dagobert bei der Auszahlung eines halb­ en   Talers   als   Lohn   (basiert   auf   Barks’  „Die Königin der Sieben Meere“) die wich­ tige Lektion, dass er zum Reichtum allei­ ne und als eigener Chef ins Geschäft ein­ greifen müsste. 

So  kam   Dagobert   nach  Kanada,   um  am  Klondike   nach   Gold   zu   graben   (basiert  auf   Barks’   „Wiedersehen   mit   Klondike“  und „Der arme, alte Mann“). Er war dort  lange   nicht   der   Erste   und   das   Wetter  machte ihm das Buddeln schwer, doch er  gab nicht auf, während andere schon lan­ ge   das   Lang   verließen.   So   verdiente   er  endlich   genug,   um   seinen   Eltern   etwas  Geld   schicken   zu   können.   Diese   zeigten  sich   wenig   begeistert:   „Sehr   lobenswert,  McPapa, ich frage mich nur, was wir mit  dem   amerikanischen   Geld   in   Schottland  anfangen sollen.“

Als   erste   Investition   leistete   sich   Dago­ bert   ein   Waldstück   in   Oklahoma,   der  Makler setzt mit „Sie werden soviel Geld  verdienen, dass Sie einen Speicher bauen  müssen,   um   es   unterzubringen“   die   Er­ wartungen   hoch.   Beim   draufgesetzten,  mitverkauften Zug wird Dagobert das ers­ te Mal negativ überrascht, denn der Zug  steht auf keinen Schienen. So verspricht  Dagobert   ein   paar   Arbeitern   einen   an­ ständigen Lohn, sobald sie den Wald er­ reichen, und lässt sie Stück für Stück die  Schienen bauen. Das lief auch ganz gut,  bis Oma Knack und ihre Panzerknacker­ jungs den Trupp überfiel und Dagoberts  Kreuzer und Kilt klauen.  Dagobert   foltert   beides   wieder   aus   der 

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Bande   raus,   indem   er   seinen   Dudelsack  spielte, sodass die Schurken wieder hinter  Gitter   konnten.   In   Oklahoma   angekom­ men   bemerkt   Dagobert  ein   zweites   Mal,  dass er vom Makler betrogen wurde: Sein  angeblicher Wald ist eine leere Wüste mit  gerade genug Holz für ein Lagerfeuer, mit  der   man   seine   Arbeiter   jedenfalls   nicht  auszahlen   kann.   Als   Dagobert   in   seiner  Verzweiflung   wenigstens   seinen   Kreuzer  vor   den   wütenden   Arbeitern   schützen  wollte, stößt er auf Öl und konnte sie ent­ lohnen. Das übrige Geld schiebt Dagobert  locker unter seine Matratze. Doch Rohöl war kein so angesehenes Ge­ schäft wie Diamanten, so kaufte Dagobert  ein   Kohlegebiet   in   Afrika   (basiert   auf  Barks’   „Wudu­Hudu­Zauber“   oder   „Der  reichste   Mann   der   Welt“),   um   dort   mit  Erdnüssen   Elefanten   über   sein   Land   zu  locken und aus der Kohle Diamanten zu  pressen.   Zwei   befreundete,   namenlose  Millionäre   zeigen   sich   beeindruckt.   Die  Erdnüsse  stammen  übrigens   von  Ducks­ Erdnuss­Import,   was   darauf   hinweist,  dass   Dagobert   wohl   noch   weitaus   mehr  Geschäfte in petto hat als die gezeigten.  Da   Dagoberts   Matratze   nicht   zuletzt  dank   dem   verdienten   Geld   zwar   größer  wurde, aber nicht weicher (basiert wieder  auf Barks’ „Die Geschichte von Onkel Da­ goberts   Bett“),   musste   sich   Dagobert  einen   Geldspeicher   bauen   lassen.   Hier  konnte   er   nach   Herzenslust   im   Gelde  schwimmen. Doch   Dagobert   fühlte   sich   nicht   reich,  ohne   seine   Eltern   fühlte   er   sich   ärmer  denn je. Als Donald sich dann entschloss,  zur See zu fahren und die Kinder bei Ber­ tel   ablieferte,   schließlich   Frieda   und  Nicky auftauchten und auch Johann sei­ nen   Teil   beitrug,   hat   Dagobert   endlich  wieder eine Familie. „Und eine Familie zu  haben und mit ihr den Reichtum teilen zu  können,   das   macht   einen   erst   wirklich  reich.“ Das heißt aber dennoch keine Ta­ schengelderhöhung   für   die   Kinder,   denn  „wir haben uns gegenseitig.“ Andere Barks­Geschichten, die Don Rosa  in   seine   SLSM­Reihe   einband,   wurden  auch   in   eigenständige   DuckTales­Folgen  eingearbeitet. Diese offizielle Anordnung  der   Dagobert­Erzählungen,   die   Barks   in  seinen   Comics   verteilte,   dürfte   aber   gut  und gerne eine Premiere bilden. 


Frauen in den DuckTales Es wurde schon mehrfach behauptet, dass  Frieda und Nicky in der Serie nur einge­ führt wurden, um mehr Mädchen vor dem  Bildschirm anzusprechen. Das würde im­ merhin einige Unsicherheiten ihres Cha­ rakters erklären, so ist sie häufig diejeni­ ge, die in Not gerät und gerettet werden  muss, wobei sie andererseits auch in der  Lage ist, die anderen durch klares  Den­ ken aus den größten Katastrophen zu ret­ ten. Ihre Großmutter Frieda fällt wegen  vielen   Kleinigkeiten   in   Ohnmacht   und  flieht vor ungewohnten Situationen, steht  aber dafür in anderen Folgen ihren Mann  und  rettet durch  direktes  Auftreten und  Kompetenz alle. Es ist klar, dass diese beiden Charaktere  als einzige Frauen unter den Hauptfigu­ ren   sowohl   alle   Frauen­Klischees   abbe­ kommen,   aber   auch   eigenständig   eine  Rechtfertigung   brauchen,   so   prominent  aufzutreten. Männer gibt es hingegen in  zahlreichen Varianten, vom eitlen Schur­ ken   Phantom   Klecks   zum   bescheidenen  Helden Sundowner, vom voll entwickelten  Moneysac   zum   noch   lernenden   Käpt’n  Bounty.   Deshalb   ist   es   weitaus   inter­ essanter   zu   beobachten,   wie   Frauen   in  Nebenrollen   betrachtet   werden.   Sind   sie  nur Produkte von Vorurteilen oder kom­ men auch sie zum Zug? Wie emanzipiert  ist die Serie? In   der   ersten   Folge   „Das   geheimnisvolle  Schiff“   tauchen   eine   Verkäuferin,   zwei  Angestellte   im   Geldspeicher   und   eine  Fernsehmoderatorin auf, bei der Marine,  im Gefängnis, unter den Hausierern und  den   Fabrik­Angestellten   sind   hingegen  keine Frauen zu sehen. „Die Schatzsuche“  als Folge darauf zeigt einige Bewohnerin­ nen   von   Fixli­Foxli,   dafür   gibt   es   keine  weiblichen   Polizisten   oder   Angestellten  bei Mac Moneysac. Folge drei „Der golde­ ne   Kondor“   überrascht   mit   nur   Frauen  als Kindermädchen und einigen am Fuß  der Anden, andererseits gibt es aber kei­ ne Frauen in den Spitzen der Anden und  bei den spanischen Eroberern. In der Fol­ ge „Im ewigen Eis“ sind Frieda und Nicky  prominent vertreten, außer ihnen ist nur  das   Pinguinmädchen   Skittles   und   ihre  Mutter   weiblich,   alle   anderen   Pinguine  sowie  die eingerahmten  Personen  in  der  Villa Duck sind Männer. „Das Tal der gol­ denen   Sonne“   schließt   die   Handlung  schließlich   ohne   nennenswerte   Nebenfi­

guren   ab.   Das   zeigt   also   rein  mathema­ tisch in den ersten fünf Folgen schon eine  eindeutige Tendenz. Als Frau kann man  hier   Verkäuferin,   Sekretärin,   Moderato­ rin oder Nanny werden, aber nicht Buch­ halter,   Fließbandarbeiterin   oder   bemer­ kenswerte   Verwandte,   Sprechrollen   hat­ ten  nur  die  Verkäuferin  sowie  zwei  Pin­ guine. Dieser   Trend   setzt   sich   auch   weiterhin  fort:   Frauen   sind   Sekretärinnen   (promi­ nentes   Beispiel   wäre   Fräulein   Feder­ wisch)   oder   Erzieherinnen   (Frau   Qua­ ckenbusch), nur ganz wenige sind  Agen­ ten   und   Spione,   Milliardäre   und   Hexen,  Schauspieler und Adelige. Mme Ante­Crique aus der Folge „Zerreiß­ probe für einen Helden“ nutzt ihre Schön­ heit,   um   Informanten   anzulocken,   be­ herrscht überdies aber auch Hypnose und  greift   aktiv   in   die   Handlung   ein,   indem  sie ihren Partner verrät, der sie über den  Tisch   gezogen   hatte.   Fast   dasselbe   be­ trifft   Feder   Galore   aus   „Ein   Bruchpilot  spielt   007“,   die   statt   Hypnose   diverse  Kampfsportarten beherrscht und von ih­ rem Boss zu Tode bestraft wird. Sie ver­ liebt sich zusätzlich auch noch in Quack.  Beide sind typische Femme Fatales, die in  erster Linie ihre Attraktivität dazu nut­ zen, um ihr Ziel zu erreichen, aber auch  problemlos auf weitere Tricks zurückgrei­ fen können. Eine Spionin, die nicht wun­ derschön   ist   oder   die   nicht   von   ihrem  männlichen   Partnern   verraten   wird,  scheint es nicht zu geben. Die   Präsidentin   des   Schwimmhautkon­ zerns hat es zu enormen Mengen Geld ge­ bracht: Es handelt sich dabei um Millio­ nara Vanderbucks aus der Folge „Bis dass  das   Geld   uns   scheidet“,   die   Dagobert  schmeichelt   und   durch   eine   Heirat   ihr  Vermögen noch weiter vergrößern möchte.  Nicht   umsonst   ist   sie   schließlich   zur  reichsten Frau der Welt geworden! Trotz  offensichtlichem   Geiz   gegenüber   Dago­ berts   Verwandten   und   Angestellten   hat  es   sie   noch   ganz   gut   erwischt:   Gloria  Hochnase etwa aus der Folge „Das Snob­ Appeal­Spiel“ schmückt sich nur mit den  teuersten   Kolliers,   eine   Kollegin   hat  einen 45­pfündigen Diamanten um ihrem  Hals hängen und eine weitere einen wert­ vollen Hut auf dem Schädel. Alle Status­ gegenstände dieser Damen sind Schmuck­

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stücke   und   Mode­Exemplare   statt   ernst­ haften Investitionen. 

Zugegeben,  weibliche  Horrorfiguren  sind  keine   Komplimente   für   die   Damenwelt,  aber darum geht es in einer emanzipier­ ten Fernsehserie ja auch nicht. So taucht  neben dem Monster Quackensteins in der  Folge   „Die   Ducky   Horror   Picture   Show“  auch   dessen   Braut   auf,   die   sich   darauf  freut,   in   Entenhausen   einen   Einkaufs­ bummel zu starten, ärgert sich aber dort,  dass   Kinder   durch   Monsterfilme   Angst  vor ihr haben. Bei einer Gesangsnummer  muss   sie   zwischendurch   auch   den   Part  der schreienden Jungfrau in Nöten spie­ len.   Zusammen   mit   Shopping   und   der  Sorge um den Nachwuchs scheint sie im  Vergleich zu ihren Mitmonstern wenig In­ teresse am Erschrecken, Zerstören und an  Politik zu haben. Andere Monster sind in  der Folge „Das goldene Vlies“, wo mehrere  Harpyien   Quack   bekochen,   eine   davon  scheint sich sogar in ihn verguckt zu ha­ ben.   Ebenfalls   ein   Monster,   das   sich   in  Quack   verguckt,   ist   die   Schneefrau   aus  der   gleichnamigen   Folge,   welche   zusätz­ lich   ein   Faible   für   Schmuck   hat.   Auch  Zauberin Zirze aus der Folge „Auf Odys­ seus’ Spuren“ trägt ein Medaillon, dafür  aber auch die Gier nach Macht und nicht  nur nach Oberflächlichkeiten. Auch Gun­ del   Gaukeley   nutzt   viele   Wege   wie   Psy­ choterror, kriminelle Kumpanen und auch  aufreizende Verkleidungen, um ihre Ziele  zu erreichen.  Unter den Bewohnern von Quakespeares  Schloss   in   der   Folge   „Viel   Lärm   um  Nichts“ gibt es auch ein paar Schauspiele­ rinnen, die vom Vertreter Filler Schwat­ zihmauf   aber   leicht   mit   Kochutensilien  abgelenkt   werden   können.   Einige   Mäd­ chen haben nicht einmal eine Sprechrolle,  sondern   tanzen   nur   um   den   Darsteller  von Satyr  Pluck herum. In „Ein  Star in 


den   Sternen“   fällt   unter   der   Besetzung  der Fernsehserie „Der Mutige Major aus  dem   Kosmos“   auch   eine   Frau   auf,   die  aber   weiter   durch   Handlungen   noch  Sprechrollen   in   den   Vordergrund   tritt.  Goldie hat in der Folge „Im Goldrausch“  auch einen darstellenden Beruf, sie singt  nämlich im Salon, zeigt später außerdem,  dass sie auch ordentlich zupacken kann,  worauf sie sich in Dagobert Duck verliebt.  Eine   weitere   Darstellerin,   die   nicht  schauspielert,   ist   Schönerazade   in   der  Folge „Die Wunderlampe“, die neben ihrer  Schönheit   durch   das   Erzählen   von   Ge­ schichten bekannt wurde. Sie hilft als Ge­ fangene   des   Sultans   anderen   bei   der  Flucht,   ihr   Herz   gehört   nämlich   dem  Emir. Es ist anscheinend als Frau unmög­ lich,   einen   handlungsrelevanten   Auftritt  zu haben, ohne eine emotionale Bindung  zu einem Mann zu bilden. 

Als   Adelige   sieht   das   ganze   noch   etwas  schwärzer   aus:   Prinzessin   Goldie   ist   in  Dagoberts   Traum   laut   der   Folge   „Der  Märchenprinz“ die Jungfrau in Nöten, die  er retten muss, da sie sich lieben, Grisel­ da aus der Folge „Die Wikinger kommen“  wird auf Frieda eifersüchtig und will ihr  schaden, Frederike von Strangeduck flir­ tet   in   der   Folge   „Der   unsichtbare   Gast“  ganz offen mit Dagobert. Unter Quacks Verwandten sind immerhin  zwei Fliegerdamen, nämlich seine Mutter  Birdie und seine kleine Schwester Loopie.  Birdie   zeigt   sofort   Kindheitsfotos   von  Quack herum und fällt trotz ihres gefähr­ lichen und beeindruckenden Berufes so in  das   Mutter­Klischee,   seine   Schwester  Loopie feilt sich die Fingernägel, schweigt  aber   fast   für   den   Rest   der   Folge.   Wie  Nicky   trägt   sie   gerne   rosa   Kleider,   pas­

send zu ihrer Haar­Schleife. Insgesamt fällt auf, dass Frauen, falls sie  mal   in   prominenten   Rollen   vertreten  sind,   oft   auf   Stereotypen   reduziert   wer­ den. Ihre Ziele sind häufig diese, die nach  dem   Klischee   jede   Frau   hat:   Klamotten  und   Schmuck,   keine   Konkurrenz   und  Männer. Wirklich kompetente und eman­ zipierte   Frauen   tauchen   nur   selten   auf,  meistens werden diese sogar zu Schurken  stilisiert. Dabei sollte noch betont werden, dass die  große Frage ist, warum alle dargestellten  Frauen entweder Frauenjobs haben oder  „typisch weibliche“ Verhaltensmuster auf­ weisen müssen.

Woher kommt Doofy und andere offene Fragen Je   länger   man   sich   über   ein   Serien­ Universum   Gedanken   macht,   desto  absurder werden die Ergebnisse. 

Vergangenheit   mit   einem   „Bah“   abtut,  Doofy   errötet   hingegen   leicht.   Eine  Schwärmerei ist offensichtlich.

Quack und Bubba etwa haben beide rote  Haare, sind etwas beschränkt, haben aber  dafür ordentlich Mumm in den Knochen.  Leicht   brechen   sie   Damenherzen   aus  Gründen,   die   andere   Männer   nicht  verstehen   wollen.   Es   scheint   also   ganz  offensichtlich,   dass   Bubba   einer   der  Vorfahren der Familie Quack ist. 

Dies könnte auf eine längere Verliebtheit  von   Doofy   hinweisen.   Vermutlich   wurde  Doofy in der Schule von einigen Schlägern  wie   Bruiser   oder   Bully   Panzerknacker  bedroht und die mitleidige Nicky rettete  ihn   vor  größeren  Problemen.  Anbetracht  dessen   könnten   die   Drillinge   ihn   zum  Fieselschweifling   gemacht   haben,   denn  ansonsten   gäbe   es   keinen   weiteren  Grund, weshalb der übergewichtige Doofy  aufgenommen   werden   würde.   Außerdem  erklärt es, warum Nicky als anscheinend  einziges   Mädchen   Teil   der  Pfadfindergruppe  ist:  Doofy   hat   sich   für  sie eingesetzt. So eine naturnahe Gruppe  muss ja ein Traum für sie als Tierfreund  sein.

Doofy erwähnt zwar einmal seine Mutter,  spricht   ansonsten   aber   nie   von   daheim.  Seine Schwärmerei für Quack scheint die  verzweifelte Suche nach einer Vaterfigur  zu   sein,   die   ihm   wahrscheinlich   daheim  fehlt.   Zuvor   klammerte   sich   die  anscheinend elternlose Nicky genauso an  Dagobert   und   Waisenkind   Bubba  wiederholte dies. Alleinerziehende Mütter  sind   in   Entenhausen   auch   nicht   selten,  wenn   man   Oma   Knack   und   Ma  Crackshell betrachtet. In   der   Zukunft   sind   Nicky   und   Doofy  verheiratet,   was   Nicky   in   der 

Bald nach der Versetzung der Drillinge in  die   fünfte   Klasse   sah   man   Doofy   kaum  noch,   wahrscheinlich   ist   er   sitzen  geblieben  und   konnte  so  Nicky  noch  ein  wenig näher sein.

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Ebenfalls  in der Zukunft hat Doofy eine  weitaus   sportlichere   Figur   als   in   der  Gegenwart.   Vermutlich   handelt   es   sich  um   Frustfresserei   wegen   seinen  ungeklärten   Familienverhältnissen   und  der   unerwiderten   Liebe   zu   Nicky.  Vermutlich   hat   sich   irgendwann   beides  gelöst, sodass Doofy und Nicky ihre Liebe  zueinander erkannten.

Doofys   Nachname   im   amerikanischen  original ist Drake und so derselbe wie von  Quacks   Psychologen   Dr.   Erplovic.   Eine  Verwandtheit   ist   wahrscheinlich,   weit  verbreitet ist sogar die These, dass beide 


verwandt   sind.   Demnach   wären   beide  Immigranten   aus   Österreich,   des  weiteren vermutlich auch Doofys Mutter  und Großvater.  Sowohl   in   einer   Folge   als   auch   im  Kinofilm   finden   die   Ducks   einen  Flaschengeist.   Dabei   können   sie   sich  nicht   mehr   an   jenem   aus   der   Folge  erinnern,   bei   denen  sie   sich  letztendlich  wünschten, ihn nie getroffen zu haben. 

Über Nickys Eltern wird in der Serie kein  Wort verloren. Da Nicky nun anscheinend  bei   ihrer   Großmutter   leben   muss,   die  zudem   obdachlos   ist,   bilden   sich   kleine  Widersprüche: Wer würde einer Frau das  Sorgerecht   geben,   die   nicht   einmal  eigenes Geld verdient? Vermutlich   verschwanden   die   Eltern  spurlos,   etwa   bei   einer   Kreuzfahrt   im 

Bermuda­Dreieck, in dem laut der Serie  mehrfach Schiffe stecken blieben.  Dieser  Schicksalsschlag   blieb   natürlich   nicht  ohne   Folgen:   Ihre   Großmutter,   ein  eigentlich   erfolgreiches   Kindermädchen,  welches   unter   anderem   für   Prinz  Goldente   in   Bongo­Kongo   arbeitete,  musste   schließlich   all   ihr   Hab   und   Gut  versteigern,   um   den   Prozess   um   das  Sorgerecht   zu   gewinnen.   Nun   hatte   sie  zwar Nicky, aber kein Heim mehr.

Merchandising Von   Karussel   erschienen   einige   Hörspiele   zu   der   ersten   Staffel   der   DuckTales.   Einige   davon   sind   auch   noch   in   ihrer   alten  Synchronfassung, so haben etwa Tick, Trick und Track noch ihre alten drei Synchronsprecher (Stefan Krause, Santiago Ziesmer und   Oliver Rohrbeck), die sie bei ihrer Erstausstrahlung im ARD bekamen. Wie   bei   Hörspiel­Adaptionen   von   Fernsehserien   oft   üblich   wurde   auch   hier   die   Tonspur   der   Folge   mit   allen   Soundeffekten  genommen, um sie dann mit einem Erzähler zusammen zu schneiden, der alles beschreibt, was nicht zu hören ist. Dabei wurden pro  Kassette zwei Episoden verarbeitet. Die Reihenfolge der Fernsehausstrahlung wurde dabei selten berücksichtigt: Die ersten drei  Kassetten handeln die ersten fünf Folgen (und die Folge „Im Goldrausch“) ab, welche eine durchgehende Handlung haben. 

Kassette 1: Die Schatzsuche / Das geheimnisvolle Schiff Kassette 2: Der goldene Kondor / Im ewigen Eis Kassette 3: Das Tal der Goldenen Sonne / Im Goldrausch Kassette 4: Das Erdbeben / Der Jungbrunnen Kassette 5: Die Invasion / Die Lemminge Kassette 6: Die verlorene Welt / Die Panzerknacker Kassette 7: Die Schneefrau / Die Perle der Weisheit Kassette 8: Die Wunderlampe / Falsches Spiel Kassette 9: Die Wikinger kommen / Ein Held zum Anfassen Kassette 10: Armstrong macht’s möglich / Die Zeitwanne Kassette 11: Der Schlangenfraß / Das Bermuda­Dreieck Kassette 12: Mylady / Das Geisterschloss Kassette 13: Gundels Gaukelei / Superdoof Kassette 14: Der unsichtbare Geist / Quack zieht in den Krieg Kassette 15: Ente in Orange / Auf Odysseus’ Spuren Kassette 16: Viel Lärm um nichts / Der Stolz der Familie Kassette 17: Terror der Technik / Ein Star in den Sternen Kassette 18: Schattenspiele / Die verzauberte Stadt Kassette 19: Der schiefe Turm von Peseta / Der Riesenhai Kassette 20: Mein Gott, Donald / Die versunkene Stadt Kassette 21: Als die Zeit stillstand / Wer wiegt, gewinnt Kassette 22: Ufos über Australien / Die Harfe von Troja

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1988   produzierte   Bullyland   Deutschland   in   China   eine   Reihe   DuckTales­Figuren,   einige   andere   wurden   von   oder   für   Kelloggs,  McDonalds und Nestlé hergestellt. 

Von Ehapa erschienen zudem Bilder­Bücher zu einigen Folgen,  die mit „zur aktuellen TV­Serie“ warben, aber oft andere Titel  als die entsprechende Episode hatten.

4: Spiel mit Verwechslungen 6: Die Schatzsuche 7: Der goldene Kondor

1: Die Quelle der ewigen Jugend 2: Potzkraft, der Roboter 3: Der Lampengeist

Einige   ähnliche   Hefte   erschienen   auch   im   Pestalozzi­Verlag,  leider   sind   die   Informationen   zu   beiden   Reihen   recht   rar  gestreut.

DVDS Natürlich sind erfolgreiche Serien auch gerne fürs Heimkino gesehen, doch gerade hier in Deutschland sieht es da ungünstig aus.  Die Videokassetten etwa zeigten nur je zwei Folgen, also insgesamt knapp zehn Folgen, neunzig weitere blieben unveröffentlicht. Die Kassette „Enten­Beben“ enthält die Folgen: ­ Folge 54: Das Erdbeben (unter dem Titel „Das Enten­Beben“) ­ Folge 58: Im Goldrausch (unter dem Titel „Zurück zum Klondyke“) Die Kassette „Mikro­Enten vom All“ enthielt die Folgen: ­ Folge 56: Die Lemminge (unter dem Titel „Onkel Dagoberts Haustier“) ­ Folge 42: Die Invasion (unter dem Titel „Mikro­Enten vom All“) Die Kassette „Abenteuer auf hoher See“ enthielt die Folgen: ­ Folge 62: Die Wikinger kommen ­ Folge 44: Gundels Gaukelei Die Kassette „Abenteuer im Morgenland“ enthielt die Folgen: ­ Folge 59: Die Wunderlampe ­ Folge 31: Der Schlangenfraß Die Kassette „Hotel zur wunderlichen Ente“ enthielt die Folgen: ­ Folge 53: Superdoof ­ Folge 63: Der unsichtbare Gast In den USA erschienen hingegen vor wenigen Jahren drei DVD­Boxen mit  den meisten Folgen, aber leider längst nicht allen. Ganze 25 Folgen fehlen  und somit die ganze zweite Staffel außer den Mehrteilern. Die fehlenden Folgen sind also: Folge 71 „Das Affentheater“, Folge 72 „Papier­Blüten­Träume“, Folge 73 „Gewusst wie“, Folge 74  „Scheidung ohne Ehe“, Folge 75 „Rock'n'roll und Julia“, Folge 76 „Die Kronjuwelen“, Folge 77 „Dummheit als Happy­End“, Folge 78  „Kein Rock ohne Oma“, Folge 79 und 80 „Die Goldene Gans (Teil 1 und 2)“, Folge 86 „Liebe ist wirklich schön“, Folge 87 „Ein kleiner  Verdacht wäre schon schön“, Folge 88 „Gerümpel­Ente greift ein“, Folge 89 „Der Klirrfaktor“, Folge 90 „Die Entdeckung der  Inflation“, Folge 91 „Der maskierte Enterich“, Folge 92 „O.k. nach Plan B“, Folge 93 „Amors Pfeile“, Folge 94 „Schlaumann im  Blaumann“, Folge 95 „Wenn heut am Freitag Samstag wär“, Folge 96 „Kronkorken in Trala La“, Folge 97 „Hellseherin wider Willen“,  Folge 98 „Pep muss man haben“, Folge 99 „Einer weiß zuviel“ und Folge 100 „Invasion der Metallmilben“ Über „Volume 4“ wird spekuliert, aber nach all den Jahren ist die letzte DVD­Box ziemlich unwahrscheinlich geworden.

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Auch in Deutschland kamen drei DVDs der DuckTales raus, etwa gleichzeitig erschienen auch drei DVDs der Serie „Chip und Chap,  Ritter des Rechts“. Allerdings sind darauf insgesamt nur 20 Folgen ­ von hundert insgesamt. Die Tonspuren sind Deutsch, Englisch,  Französisch, Spanisch und Italienisch, der Markt wäre also groß genug für weitere Veröffentlichungen gewesen. Aber manchmal  klappt selbst der beste Plan nicht. DVD 1: Folge 44 „Gundels Gaukelei“ Folge 40 „Mein Gott, Donald“ Folge 50 „Ein Star in den Sternen“ Folge 6 „Armstrong machts möglich“ Folge 43 „Terror der Technik“ Folge 20 „Schattenspiele“ DVD 2: Folge 59 „Die Wunderlampe“ Folge 63 „Der unsichtbare Geist“ Folge 45 „Die Schneefrau“ Folge 64 „Ente in Orange“ Folge 57 „Die Panzerknacker“ Folge 48 „Die Zeitwanne“ Folge 39 „Die verlorene Welt“ DVD3 Folge 61 „Ein Held zum anfassen“ Folge 53 „Superdoof“ Folge 62 „Die Wikinger kommen“ Folge 24 „Arme reiche Ente“ Folge 11 „Viel Lärm um nichts“ Folge 16 „Der Stolz der Familie“ Folge 37 „Die Perle der Weisheit“ Auf keiner DVD, weder den US­amerikanischen noch den deutschen, sind nennenswerte Extras zu finden

Videospiele Videospiele sind einer der großen Hobbys  der Drillinge.  So lassen sie  sich in  „Der  Schrecken des Universums“ von der reiße­ rischen Einleitung des Spiels „Enten der  Galaxie“ mitreißen: „Nun hebt ab! Startet  in den Weltraum mit „Enten der Galaxie“!  Du bist Flash Mallard, Held des Univer­ sums, der dem bösen Kommandeur Gan­ ter bekämpft, um dein Universum zu ret­ ten,   deine   Galaxie   und   deine   Nachbar­ schaft!“   Zugegeben   fürchten   sie   sich   ein  wenig vor dem Schurken des Spiels, was  den Reiz am Spiel aber nur erhöht.

Dagobert zu entgehen, fliehen sie in die  Videospielhalle,   um   dort   angeblich   aus­ giebig nachzudenken. Dort verballern sie  ihr  ganzes   Taschengeld   an Arkadenspie­ len,   wo   sie   zum   Beispiel   in   „Die   Entde­ ckung   der   Inflation“   als   Panzerknacker  einem   digitalen   Dagobert   soviel   Vermö­ gen wie möglich abnehmen sollen. 

Dabei kam es bei uns nie zu einem Duck­ Tales­Videospiel, in dem man die Panzer­ knacker oder Krachbumm­Kid spielte, es  blieb   immer   bei   Dagobert,   manchmal  wurden auch die Kinder und Quack inte­ griert.

DuckTales 1 (NES)

Besonders   gute   Verlierer   sind   sie   dabei  nicht. In „O.K. nach Plan B“ geben sie zu,  beim  Computerspiel Quackman den Ste­ cker   zu   ziehen,   sobald   sie   zu   verlieren  drohen.  Das Ganze betrachten sie aber auch von  der   selbstironischen   Seite:   Um   in   „Die  Harfe   von   Troja“   dem   Tadel   von   Onkel 

Kid davon, als Folge ihres Ruhmes in ein  eigenes Videospiel vermarktet zu werden.

Doch in „Gerümpel­Ente greift ein“ träu­ men die Drillinge selbst als Krachbumm­

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Dagobert   Duck   reist   in   seiner   Zei­ chentrickserie   um   die   ganze   Welt,   um  sein Vermögen um einige Schätze zu ver­ mehren.   Dieses   Konzept   wurde   in   den  Händen von Capcom, die mit ihrer Mega­ man­Reihe   große   Erfolge   feierte,   zu   ei­ nem weit gefeierten Spiel. Abgesehen von  ungewöhnlichen Attacken und  vielen  ge­ heimen   Schätzen   birgt   das   Jump­and­ Run­Spiel   fünf   Level   mit   je   einem   End­


boss.   Sind   alle   fünf   Bosse   in   beliebiger  Reihenfolge   geschlagen,   erscheint   ein  sechstes Level, bei dem das eine oder an­ dere bekannte Gesicht auftaucht. Von die­ sem Spiel gibt es zusätzlich noch eine Ga­ meboy­Adaption und eine Fortsetzung mit  dem logischen Titel „DuckTales 2“.

Das Spiel beginnt mit einem 8­bit­Cover  des   Titelliedes   von   Mark   Mueller.   Die  weiteren   Level­Musiken   wurden   von   Hi­ roshige Tonomura komponiert. Nach Aus­ wahl   des   Schwierigkeitsgrades   ist  Dago­ bert mit den Drillingen (Trick trägt hier  grün   und   Dagobert   rot)   vor   seinem   Si­ cherheitssystem zu sehen, mit  dem man  hier   zwischen   den   fünf   Leveln   wählen  kann:   Dem   Amazonas,   Transsylvanien,  afrikanischen Minen, dem Himalaja und  dem Mond. 

dener Spiegel auf dem Mond. Das   erste   Level   ist   der   Amazonas,   bei  dem   man   Dagobert   durch   den   Urwald  führen muss. Seine einzige Waffe ist sein  treues   Stöckchen,   das   er   einerseits   als  Golfschläger   benutzen   kann   (B­Taste)  oder als Hüpfstock (A, dann B und nach  unten), mit dem er wiederum Steine zer­ brechen und Gegner töten kann. Es sind  auch   einige   Schätze   in   den   Levels   ver­ steckt,   so   bekommt   Dagobert   meistens  einen Diamanten (10.000 Taler) oder an­ dere   Edelsteine   (2.000   Taler),   wenn   er  einen Baumstumpf mit seinem Stöckchen  attackiert. Diese Edelsteine erhöhen das  Vermögen   Dagoberts   und   somit   die  Punktzahl.   Um   Dagoberts   mickrige   drei  Gesundheitspunkte aufzufüllen, findet er  auch   alle   naselang   Eiskrem   (1   Punkt)  oder   Torten   (3   Punkte).   Etwas   seltener  sind magische Münzen, die Dagobert für  eine begrenzte Zeit unbesiegbar machen,  oder   Dagobert­Puppen,   die   ihm   ein   zu­ sätzliches Leben geben.

Die Gegner wechseln von Level zu Level.  Am   Amazonas   wird   Dagobert   etwa   von  Gorillas,   Schlangen   und   Bienen   atta­ ckiert, auch riesige Spinnen und fleisch­ fressende Pflanzen trachten nach seinem  Leben.   Die   meisten   davon   lassen   sich  aber   mit   einem   Treffer   des   Hüpfstabes  ausschalten,   in   anderen   Worten   stiehlt  und   mordet   sich   Dagobert   seinen   Weg  durch die grüne Lunge der Erde. Im Gegensatz zur Zeichentrickserie wer­ den   hier   reale   Orte   genannt   statt   Fixli­ Foxli,   Schwansyllvanien   und   dem   Hima­ lala­Gebirge. Jeder Ort hat einen beson­ deren Schatz, so bieten die afrikanischen  Minen   einen   riesigen   Diamanten,   der  Amazonas   ein   Zepter   des   Inka­Königs,  das   Himalaja   die   verlorene   Krone   von  Dschinghis Khan, der Mond einen grünen  Käse   und   Transsylvanien   eine   seltene  Münze. Zusätzlich sind zwei Schätze ver­ steckt,   einmal   ein   goldener   Ring   in   den  afrikanischen Minen und einmal ein gol­

Es   gibt   immer   mehr   als   nur   einen   Weg  zum Ziel, so kann Dagobert über Dornen  und Lianen sich nach rechts durchkämp­ fen, aber es gibt auch einen zweiten Weg  durch   unterirdische   Höhlen.   Dort   ist  links auch eine kunstvoll verzierte Säule  zu sehen, auf die man springen kann und  dann weiter in einen versteckten Bereich  gelangt   mit   einigen   Schatztruhen.   Dort  liegen   insgesamt   zwei   Räume   versteckt,  wenn man sich in den Höhlen rechts hält,  kann   Dagobert   über   eine   Liane   wieder  ans Tageslicht. 

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Doch nicht nur unter der Erde sind ver­ steckte   Bereiche:   Der   andere   Weg   führt  zu einigen Lianen, bei dem die mittlere zu  zwei Schatztruhen führt. Nun geht es aufwärts: Die reichste Ente  muss von einer Säule zur nächsten sprin­ gen   und   bekommt   zwischendurch   sogar  Hilfe   von   Quack,   der   ihn   ein   Stück   mit  seinem   Hubschrauber   mitnimmt.   Über  den Säulen ist bizarrerweise ein weiteres  Höhlensystem, aus dem Quack aber gerne  raus hilft: „You want a lift back to Duck­ burg, Mr. Mc D?“  Wenn   Quacks   Vorschlag   ausgeschlagen  wird, kann über ihn links zu einem weite­ ren versteckten Bereich mit Schatztruhen  gelangt werden. Rechts jedoch, wo Dago­ bert   auch   eigentlich   hin   sollte,   wird   er  über Stacheln von einer gewaltigen Kugel  gejagt,   die   sich   beim   zweiten   Blick   als  Erdfermianer   in   Orange   aus   der   Folge  „Das Erdbeben“ entpuppt. Nach den Sta­ cheln kann Dagobert per Abkürzung über  ihm direkt zum Level­Endboss oder wei­ ter Schätze jagen. Weiter rechts trifft er  nach einigen Speer­werfenden Eingebore­ nen eine Statue (die ganzen Figuren erin­ nern an die Tinkas aus Folge „Dummheit  als Happy End“), auf der „Pay $300.000 to  pass through here“ steht. Man kann hier  aber   wie   auch   kurz   nach   den   Stacheln  einen   Gegner   als   Trittbrett   zweckent­ fremden, um auf die Liane oben zu gelan­ gen. Dort wartet Trick auf Dagobert, um  ihm  den Hinweis  „Use your Cane to de­ feat   the   Treasure   Keepers“   zu   übermit­ teln. Nach fallenden Steinen weiter links  und zweien, die man weg­golfen muss, er­ wartet Dagobert auch schon der Endgeg­ ner:   Eine   gewaltige   Statue,   die   seitlich  gleitet und  gelegentlich hüpft. Wie jeder  weitere Gegner des Spiels ist er mit fünf  Springstock­Schlägen   auf   dem   Kopf   be­ siegt   und   das   Zepter   erscheint,   welches  wie jeder der verlorenen Schätze eine Mil­ lion Taler einbringt.


Nach   einem   Abstecher   ins   Level­Menü  geht es schon wieder weiter nach Trans­ sylvanien, wo Skelette, Mumien und Geis­ ter förmlich auf Dagobert warten. Etwas  weniger schädlich ist Nicky mit der Nach­ richt   „Help!   Huey   has   been   kidnapped!  Save   him   please!“   Sie   scheint   also   nicht  das   einzige   bekannte   Gesicht   in   diesem  Level zu sein. Dieses Level unterscheidet sich etwas von  seiner   Testversion,   damals   waren   noch  Kreuze auf den Särgen, in der veröffent­ lichten  Version  sind   diese  aber  mit   dem  Kürzel „R.I.P.“ ersetzt worden.

Eine Besonderheit dieses Levels sind die  Spiegel,   mit   denen   man   vom   einen   Ort  zum   nächsten   reisen   kann,   so   kommt  man etwa auf den Weg nach rechts unten  zu einem Spiegel, der Dagobert zu einem  Spiegel am Anfang des Schlosses bringt.  Klettert man aber einen Strick nach oben,  entdeckt   man   Tick   in   den   Klauen   eines  Panzerknackers. Diese haben zwar falsch  eingefärbte  Oberteile,  stehlen  einem  pro  Berührung aber nicht nur einen Gesund­ heitspunkt,   sondern   auch   10.000   Taler.  Besiegt   Dagobert  diesen,  hat  Tick  einen  Hinweis für ihn: „Thanks Uncle Scrooge.  Guess   what.   This   house   has   an   illusion  wall.“ Die  vorgetäuschte  Wand   liegt  rechts, wo  einem ein besonderes Item erwartet, wel­ ches   der   bisherigen   Höchstzahl   von   drei  Gesundheitspunkten einen weiteren hin­ zufügt.   Doch   auf   den   Weg   nach   rechts  ging es wieder an einem Strick vorbei, bei 

dessen Ende ein Spiegel wartet. An des­ sen anderem Ende muss sich Dagobert im  Minenwagen  ducken  und  bei  dessen Ab­ sturz springen, um weiterzukommen. Ein  weiterer   Strick   führt   an   zwei   Stockwer­ ken vorbei zum Anfang des Spiels, wohin  Dagobert   natürlich   nicht   möchte.   In   ei­ nem   der   beiden   Etagen   geht   es   zurück  zum Spiegel, der Bertelchen in die Minen­ Wagen   führte.   Unter   diesem   Spiegel   ist  aber   eine   weitere   Illusion­Wand,   durch  die man zu zwei Spiegeln gelangen kann.  Der   linke   führt   zur   selben   Etage   etwas  weiter links, wo man dank Minenwagen­ Umweg schon war, die rechte aber führt  zum   Endboss.   Dieser  ist   Gundel   Gauke­ ley, die sich zwischendurch in einen Geier  verwandeln   kann   wie   in   der   Folge  „Falsche   Spiele“,   ansonsten   aber   Blitze  abfeuert. Wenn man sie besiegt, bekommt  man die Münze eines verlorenen Reiches,  was vielleicht auf die Münze aus „Der gol­ dene Kondor“ anspielt.

Auf dem Weg in die afrikanischen Minen  weist Track Dagobert darauf hin, dass er  einen   Schlüssel   braucht:   „You'll   need   a  key   to   get   in.   It's   in   transylvania.“   Also  geht es sofort zurück ins Transsylvanien­ Level, wo Dagobert in den ersten Spiegel  steigen   muss,   den   er   auf   seinem   Weg  sieht. Dort entdeckt er in einer Truhe den  Schlüssel:  „Eureka!   It's   the skeleton  key  to the mine.“ Zurück im Levelmenü kann  Dagobert   nun   zu   den   Minen,   wo   ihn  Schnecken   und   Fledermäuse   erwarten.  Ähnlich wie die Baumstümpfe am Amazo­ nas oder die Ritterrüstungen in Transsyl­ vanien stecken hier einige Schätze in den  Kohlekisten.  Eine   Etage   tiefer   wird   Dagobert   weiter  rechts von Frieda erwartet, die seine Ge­ sundheit mit Eiskrem wieder aus Vorder­ mann bringt. Wenn man beim Abgrund in  der  Nähe   mutig   auf   den  Schrecken  vom  Amazonas (aus der Folge „Die Ducky Hor­ ror   Picture   Show“)   springt,   kann   man  eine zusätzliche Truhe mit einem gehei­ men   Ring   entdecken.  Rechts   davon  geht 

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ist eine  Abkürzung zum  Endgegner. Auf  den   Weg   zurück   kann   man   links   durch  einen   unsichtbaren   Gang   und   über   die  hinabhängende   Kette   einem   Erdfermia­ ner entgehen, der auf dem anderen Weg  auf   Dagobert   lauert.   Links   kann   man  über   versteckte   Schatztruhen   zu   einem  versteckten Bereich, wo ein Extra­Leben  wartet. Eine Etage tiefer begegnet Dago­ bert   noch   mehr   Schrecken   vom   Amazo­ nas,   die   zugegeben   auch   Bewohner   von  Atlantis   aus   der   Folge   „Die   verlorene  Stadt“ sein könnten. Mit etwas Geschick  kann man den ersten Schrecken als Tritt­ brett verwenden, um in einen versteckten  Bereich über die Abgründe zu gehen. Am  Ende der unterirdischen Seen taucht wie­ der   Quack   auf,   der   im   Spiel   außerdem  den   Punkt   markiert,   an   dem   man   bei  plötzlichem Tod wiederaufersteht. 

Wenn man eine weitere Kette hinab geht,  erwarten einen die Drillinge in einem Mi­ nenwagen, den sie allerdings nicht verlas­ sen können und werden und so in ihren  Tod   stürzen.   Davon   abgesehen   dürfte  Track ohnehin noch am Eingang auf Da­ gobert warten.

Eine weitere Etage tiefer lauern Panzer­ knacker,   die   Nicky   gefangen   genommen  haben. Diese verrät: „Use the seasaw, Un­ cle Scrooge.“ Wenn Dagobert nämlich auf diese springt,  überfliegt   er  zahlreiche  Löcher  und   lan­ det unbeschadet am anderen Ende, wo er  an   einer   Kette   den   ganzen   Weg,   den   er 


hinabkletterte,   wieder   raufmuss.   Letzt­ endlich landet er dort, wo er beim verlore­ nem Ring hingeklettert wäre, nämlich ein  paar   Räume   vor   dem   Endboss.   Dieser  sieht aus wie der König der Erdfermianer  und   attackiert   auch   so,   hat   hier   aber  einen   Bart,   der   in   der   entsprechenden  Folge   fehlt.   Beim   Sieg   erhält   Dagobert  einen prächtigen Diamanten und es geht  zurück zur Level­Übersicht.

Im   Himalaja   lauern   Schneehasen   und  Bergziegen auf Dagobert, der hier im wei­ chen   Schnee   nicht   mit   seinem   Spring­ stock landen kann. Er hat sich nicht ein­ mal warm angezogen für die kalte Reise!  Zwei Löcher laden ihn zum Eintauchen in  die   Höhlen   ein,   dabei   ist   das   erste   eine  Abkürzung,   beim   zweiten   bekommt   er  aber   mehr   Schätze   und   kommt   auch  schneller   zum   Savepoint   Quack.   Nun  kann   man   auch   noch   eine   Etage   tiefer  links zu der Stelle, die man über das erste  Loch ohnehin entdeckt hätte. Noch weiter  links wartet Track auf Dagobert: „Bubba’s  trapped in the ice! Please help him.“ Bubba   ist   dort   tatsächlich   in   einen   Eis­ klumpen eingefroren, den man durch sei­ nen   Sprungstock   aber   locker   zerbersten  kann. „You saved me good! I show you se­ cret   treasure!”   Schon   schmettert   Bubba  ein Loch in die Wand und legt ein weite­ res Item frei, welches den letzten zusätzli­ chen   Gesundheitspunkt   gibt,   insgesamt  hat Dagobert nun fünf.  Nun   kann   Dagobert   wieder   zurück   und  die   Etage   darüber   erkunden.   Dort   zeigt  sich   nach   den   beiden   Löchern   eine   Öff­ nung   in   der   Decke,   durch   die   man   in  einen   versteckten   Bereich   mit   zwei  Schatztruhen   kann.   Danach   attackieren  Dagobert mehrere Hockeyspieler, die ver­ mutlich auf eine noch bizarrere Weise in  die Höhle kamen als die riesigen Spinnen  danach. Nun  kann  man ein  Seil  hinauf­ klettern, solange man acht auf den blau­ en Erfermianer gibt, der einem entgegen­ rollt.   Oben   erwartet   einen   ein   Panzer­

knacker, den man als Trittbrett verwen­ den kann, um links einen versteckten Be­ reich  zu  betreten, der durch einige  weg­ golfbare   Brocken   versperrt   wird.   Rechts  hingegen   führt   der   Weg   über   einige  schwebende   Plattformen   hinweg   zum  Endboss,   dem   Schneemenschen.   Eigent­ lich müsste er „Die Schneefrau“ sein, im­ merhin   heißt   selbst   die   DuckTales­Folge  so. Dieser schlägt gegen die Wände links  und rechts und sorgt so für Lawinen, die  Dagobert   schwer   zusetzen   können,   doch  mit etwas Glück bekommt man stattdes­ sen die Krone des Dschingis Khan.

Der   letzte   Eintrag   in   Dagoberts   Level­ Menü ist der Mond, wo er direkt von elek­ trisch   aussehenden   Enten   und   fliegen­ den,   roten   Tintenfischen   angegriffen  wird.   Natürlich   kann   Dagobert   sich   die  Reise leisten, dennoch stellt sich die Fra­ ge,   wie   er   ohne   Raumanzug   überleben  kann. Bald trifft er aber auch auf das rie­ sige UFO, in dem mehrere Außerirdische  lauern, die aussehen wie Bulvan vom Pla­ neten Kronk. Dieser war in der Testversi­ on   noch   nicht   da,   dort   war   es   noch   ein  schlangenähnliches Entenwesen.  Dieses Level hat zwei Schätze, doch das  sollte Dagobert nicht davon abhalten, in  der zweiten Etage links einen versteckten  Raum   zu   entdecken.   Eine   Etage   höher  sind rechts Quack und links  ein Schlüs­ sel: „It’s the Key to the UFO.“ Nun geht es  wieder zurück in die unterste Etage, wo  Dagoberts weiter rechts in einen anderen  Bereich  hinaufklettern   kann.  Dort  nutzt  einem   der  Schlüssel   weiter  links,   indem  man   zu   einer   Fernbedienung   gelangt.  „Bless me bagpipes! Now Gizmo duck can  blast that wall!“ Eine Seilkletterei weiter  oben wirft Frieda wieder mit Eiskrem um  sich. Da die roten Tintenfische hier Dia­ manten schenken, kann man so mehrfach  den   Raum   verlassen   und   zurückkehren,  um neue Diamanten zu holen. Die Punk­ tezahl schießt so auf Dauer durch die De­ cke!

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Krachbumm­Ente   wartet   unten   außer­ halb   vom   UFO,   aber   dort   möchte   Dago­ bert noch gar nicht hin: Oben rechts kann  Dagobert   über   mehrere   Tintenfisch­Ali­ ens   hüpfen   und   in   einer   verborgenen  Schatztruhe  einen  goldenen  Spiegel  ent­ decken.  Krachbumm­Ente   sprengt   unten   rechts  ein Seil frei. Solange ihm Dagobert nicht  im Weg stand, kann dieser auch eine Eta­ ge   tiefer   an   den   Panzerknackern   vorbei  zum   Endboss,   einer   riesigen   Ratte.   Der  Preis ist immerhin ein grüner Käse, also  sollte   das   auch   nicht   allzu   arg   verwun­ dern.

Wenn   Dagobert   nun   zum   Menü   zurück­ kehrt, werden seine Schätze durch die Ge­ gend geworfen und sein Monitor kommen­ tiert: „Ha ha... if you want to get back the  treasures come to Dracula Duck Manor.“  In   anderen   Worten:   Quackula   (aus   der  Folge „Die Ducky Horror Picture Show“)  hat   Dagobert   gerade   das   gestohlen,   was  er umständlich der ganzen Welt gestohlen  hat. Nun muss Dagobert zurück nach Trans­ sylvanien, wo ihn der Boss an derselben  Stelle erwartet wie vorher Gundel Gauke­ ley.   Dort   lauert   Quackula,   der   Fleder­ mäuse um sich wirft. Diese können nun  als   Trittbrett   benutzt   werden,   um   den  Boss zu erledigen. Dann taucht aber Mac  Moneysac in den Klauen des Gundel­Gau­ keley­Geiers   auf   und   zetert:   „You   may  have beaten Dracula Duck but not me! If 


you want the treasures back you’ll have to  catch me.“ 

mit der DuckTales­Titelmusik im Hinter­ grund fragt Quack schon „Where to, Uncle  Scrooge?“ Seltsamerweise bezeichnen alle  Figuren im Spiel Dagobert als ihren On­ kel, was gerade bei Quack und Daniel Dü­ sentrieb seltsam wirkt.

Nun muss Dagobert ein weiteres Seil zu  einem   Schatz   hocheilen,   um   das   Spiel  endgültig zu schaffen. 

Das Spiel hat zwei Enden, je nachdem, ob  man   unter   10.000.000   Taler   sammelte  oder mehr. Hat Dagobert weniger gesam­ melt, jubelt er über eine Schatztruhe und  die   Zeitung   „Duck   Press“   kommentiert:  „Scrooge   remains   the   richest   duck   in  world.   Daring   explorer   Scrooge   McDuck  has   found   the   five   legendary   treasures  making him the richest duck in the world.  You’re an expert treasure hunter.“ Sollte  er   aber   mehr   geschafft   haben,   badet   er  eine Krone tragend in einem Haufen Geld  und   die   Zeitung   kommentiert:   „Scrooge  finds hidden treasures! In addition to fin­ ding the legendary five treasures Scrooge  McDuck has  stunned the world with his  discovery of 2 lost treasures. You’re an ex­ pert treasure hunter.“

Danach   heißt   es   „Hooray   uncle   Scrooge!  We’re glad  you found  the treasures. But  don’t forget we helped too!“ von den Dril­ lingen, worauf Dagobert (diesmal in Blau)  antwortet:   „Right   lads!   I   couldn’t   have  done   it   without   you.   I   really   am   the   ri­ chest duck in the world.“ Nun   setzt   die   Menü­Musik   wieder   ein,  einen richtigen Abspann wie bei einigen  anderen Nintendo­Spielen der Zeit gibt es  nicht.

Sollte   man   Quacks   Angebot   annehmen,  wenn die siebte Dezimalstelle von rechts  eine Sieben ist, führt dieser Dagobert zu  einem Extra­Level, in dem Daniel Düsen­ trieb   Diamanten   auf   seine   Wege   wirft.  Ansonsten gibt er einem die Chance, das  Level noch einmal von vorne zu beginnen  und ein zweites Mal die ganzen Schätze  einzusammeln.

DuckTales 2 (NES) Einige Jahre nach dem ersten DuckTales­ Spiel   für   das   Nintendo­Entertainment­ System   erschien   die   Fortsetzung,   leider  etwas zu spät: Dessen Ära neigt sich dem  Ende   und   das   Nachfolgemodell,   den   Su­ per­Nintendo gab  es  bereits. Es   tauchen  hier   auch   weitaus   weniger   Figuren   aus  der Show auf, die Musik ist nicht ganz so  einprägsam wie beim Vorgänger. Dafür gibt es diesmal sogar eine Rahmen­ handlung: Die Drillinge haben ein Stück  Schatzkarte   in   Dagoberts   Bibliothek   ge­ funden   und   möchten   nun   die   anderen  Stücke,   um   den   verlorenen   Schatz   von  Fergus McDuck zu bergen: „Uncle Scroo­ ge, we found this piece of paper in the ba­ sement.   It   looks   like   part   of   a   treasure  map, look, it says The Secret Treasure Of  McDuck. Great, great uncle Fergus must  have torn the map into pieces and hidden  them all over the world!“ Dagobert plant  direkt die große Reise: „Well, spit on my  spats, I'll bet you're right! We're off on a  treasure   hunt!“   Auch   seine   Stöckchen­ Waffe hat sich weiterentwickelt, so kann  sie nun auch im Sprung als Golfschläger  verwendet   werden,   Dagobert   kann   sich  mit dem Stöckchen an Ringen festhalten  und Fässer ziehen.  Die Reise zieht Dagobert diesmal zu den  Niagarafällen,   dem   Bermuda­Dreieck,  Ägypten,   den   verlorenen   Kontinent   Mu  und Schottland.  Nach   Auswahl   des   Schwierigkeitsgrades 

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Quack erzählt vor jedem Flug noch eini­ ges über das bevorstehende Level: „This is  Niagara Falls. To get across, you'll have to  jump from log to log. Legend says the fab­ led crystal flower, that blooms only once  every 1.000 years, is on the far side of the  falls.   Be   careful.   Flintheart   Glomgold   is  after the crystal flower, too. Do you want  to get there, uncle Scrooge?“ Natürlich will Dagobert das! Dort trifft er  nach   einem   angriffslustigen   Frosch   sei­ nen Neffen Tick, der sofort mit Ratschlä­ gen hilft: „Watch your step, uncle Scrooge!  Gyro   has   created   some   rubber   rafts   for  you. To move them, hit the side wall with  a Golf swing.“ Vorher lohnt sich aber noch  ein Blick hinter die Niagarafälle für einen  versteckten Bereich. Eine Etage tiefer ist links durch eine Ton­ ne   als   Trittbrett   ein   weiterer   geheimer  Bereich versteckt, in dem auch ein weite­ res   Stück   der   Schatzkarte   wartet.   Doch  kaum schnappt Dagobert sich diese, ver­ schließt   sich   der   einzige   Ausgang   und  Bubba muss ihm raushelfen: „Be careful,  uncle Scrooge.One of the treasure boxes is  a trap that can lock you up!“ Danke für  den freundlichen Hinweis, Bubba, nur lei­ der ein wenig spät.  Auf   der   anderen   Seite   lauern   seltsame  Drachen, die aus Feuer zu bestehen schei­ nen, und Nicky, die sich auf sofort an Da­ gobert wendet: „Uncle Scrooge, Gyro was  trapped in a landslide! You've got to help  him out.“ Kein Problem, eine Etage tiefer  wartet   schon   das   Gummiboot   auf   Dago­ bert, der Düsentrieb noch flinker befreien  kann als Bubba ihn. Der Gerettete weiß  auch,   wie   man   dem   alten   Knauser   eine  Freude machen kann: „Thanks, uncle Scr­ ooge, here, take this iron adapter. You can  use it on things that wouldn't break with  a normal pogo jump.“ Sehr gut! In der anderen Richtung führt ein weite­ res Gummiboot zu weiteren Schätzen und  schließlich   zu   Quack:   „You   wanna   go  home, uncle Scrooge?“ Noch nicht! An der  Spitze   der   Niagarafälle   gleiten   Stämme  nach unten, über die man den Fluss über­ queren   kann,   falls   man   dem   kreisenden  Geier   darüber   ausweichen   kann.   Noch  weiter   oben   gibt   es   eine   bröckelnde 


Brücke, die zu Trick führt: „The landslide  has released a firecracker! All you need to  do to get by is pogo jump on it five times,  uncle   Scrooge.“   Kein   Problem!   Dagobert  hilft  dir  kleinem  Racker  doch  gerne  mit  dem Böllerwerk!  Doch weit gefehlt! Firecracker ist ein wil­ der  Feuergeist,  der  über  den  Bildschirm  fliegt   wie   nichts   Gutes!   Doch   Dagobert  bekommt beim Sieg die von Quack ange­ kündigte   Kristallblume,   die   hoffentlich  den Ärger wert ist! Zwischen den Levels kann man den Item  Shop besuchen, in dem Kuchen (150.000  Taler) zum Wiederherstellen der Gesund­ heit   gekauft   werden   kann,   eine   „Special  Energy“   (750.000   Taler)   für   einen   Ge­ sundheitspunkt mehr (die Höchstzahl ist  noch immer fünf) und eine Dagobert­Pup­ pe   (800.000   Taler)   für   ein   Extra­Leben.  Lohnender als die Puppe ist aber der Con­ tinue­Globus   (500.000   Taler),   mit   dem  man nach Verlust seiner Leben noch drei  weitere hat. Außerdem gibt es einen Safe  (50.000   Taler),   der   das   gewonnene   Geld  sichert,   und   beim   Kauf   beider   „Special  Energy“s   einen   Teil   der   Schatzkarte  (1.000.000 Taler). Beim Bermuda­Dreieck, auf dem auch die  DuckTales­Folge   „Das   Bermuda­Dreieck“  beruht,   weiß   Quack   natürlich   auch   Be­ scheid:   „A   cargo   ship   is   missing   in   the  Bermuda triangle. This may be the work  of pirates. The ship was carrying the fa­ med   jewel   The   Mermaid's   Teardrop.   Do  you want to go there, uncle Scrooge?“ Nichts wie los! Tatsächlich findet sich Da­ gobert nicht nur in einem Sturm, sondern  auch   auf   einem   Schiff   wieder,   wo  Track  auf ihn wartet: „We're stuck, uncle Scroo­ ge. We'll never get by the mast. Look at  it!“  Doch  keine  Furcht,  dein   Onkel  weiß  sich immer zu helf­, oh, ein Blitz schlägt  in den Mast ein. „Wow!  That was  great!  Let's go.“ Okay, Track, wie du meinst. Da­ gobert braucht sicher noch eine Weile, um  sich vom Blitz zu erholen, der nur wenige  Meter neben ihm einschlug. Ohne Track  geht   es   für   Dagobert   über   aggressive  Krebse hinweg zu einer Kanone, die den  Weg in die Kajüten freiballert. Dort lau­ ern   Piraten   und   Ratten,   aber   auch  Schatztruhen   auf   Fließbändern   und   im  untersten Stockwerk sogar Quack, der es  irgendwie immer schafft Dagobert einzu­ holen. Dafür traut sich dieser auch nicht  an   den   Geiern   vorbei,   die   explodierende  Muscheln auf jeden Eindringling werfen.  Wenn Dagobert nicht aufpasst, fällt er ins 

Wasser   und   stirbt,   denn   wir   wissen   ja  alle,   dass   Enten   nicht   schwimmen   kön­ nen. Am Ende des Ganges geht es wieder  aufwärts,   wo   hinter   einer   Illusion­Wand  nicht   eine   oder   zwei,   sondern   drei   ver­ steckte Räume lauern, im letzten ist ein  weiteres  Stück der Schatzkarte. Schließ­ lich geht  es   weiter  aufwärts   übers  Deck  auf den Mast zu Daniel Düsentrieb, der  hier wohl die ganze Zeit wartete, um Da­ gobert   ein   weiteres   Upgrade   zu   geben:  „Hi, uncle Scrooge. Take this hammer ad­ apter. You can use it to break the things  that a Golf swing normally wouldn't.“ Links geht es wieder ins Innere des Schif­ fes   und   somit   zum   Bosskampf   gegen  Käpt’n   Duckbeard.   Fünfmal   draufsprin­ gen und schon hat Dagobert die Merjung­ frauenträne. Als   nächstes   geht   es   nach   Schottland.  „ Wow!“, meint Quack einsilbig, um dann  wieder   fleißig   weiter   zu   plappern:   „This  ancient castle is ruled by an evil sorcerer  who   guards   a   secret   treasure   known   as  the lamp  of eternity. Do you want to go  there, uncle Scrooge?“ Nichts   wie   hin   in   die   Heimat!   Dagobert  landet   im   Schloss,   dessen   gute   Beleuch­ tung nicht nur an Dutzenden Wandleuch­ ten liegt, sondern auch an Hände, die La­ ternen   durch   die   Räume   fliegen   lassen.  Auch Frösche greifen hier wieder an, als  Dagobert einige Etagen hochklettert und  in einer stacheligen Trittfalle einen gehei­ men   Gang   entdeckt,   von   dem   aus   es  durch eine Falltüre weiter zu Quack geht.  Dort ist wieder ein geheimer Gang, aber  auch der Weg in die nächste Etage. Einige  der   dekorativen   Ritterrüstungen   werden  lebendig   und   greifen   Dagobert   an,   doch  dessen treuer Sprungstock hilft, nicht zu­ letzt dank dem neuen Aufsatz! Wie   im   letzten   Spiel   gibt   es   hier   auch  einen   Abgrund,   den   man   durch   auftau­ chende Feinde überwinden kann, nämlich  direkt   rechts   durch   einen   unsichtbaren  Gang nach dem Gang in die nächste Eta­ ge. Dort hinab gesprungen findet sich das  nächste Kartenstück. Geht Dagobert hin­ gegen  nach  links,  geht  es  zum  nächsten  Boss, dem Entenzauberer. Dieser telepor­ tiert sich in regelmäßigen Abständen vom  einen   Ende   des   Raumes   zum   nächsten  und   kann   so   trotz   seiner   Wirbelstürme  leicht   besiegt   werden.   Die   gewonnene  Kristallkugel   soll   also   die   Leuchte   der  Ewigkeit sein? Nun kann es ja an die Ort gehen, die es  gar   nicht   gibt,   nämlich   zum   Kontinent  Mu.   „It   is   said   that   a   sanctuary   exists 

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deep within the waters offshore. There, a  mysterious stone plate with great magical  powers can be found. Do you want to go  there, uncle Scrooge?“ Wow. So aufregend der verschollene Kon­ tinent auch klingt, so öde klingt der Stein  mit nicht näher beschriebenen magischen  Fähigkeiten.   Zwischen   einigen   Steinsäu­ len steht Trick, den Dagobert lieber selbst  belehrt, bevor der Neffe ihm irgendwelche  Aufgaben  aufhalst:  „Legend  has   it,  lads,  that there once was a city here that sank  deep into the sea.“ Sehr interessant, Da­ gobert, das macht Trick so nervös, dass er  starr stehen bleibt. Ähnlich wie in Schott­ land gibt es hier einen recycleten Gegner,  nämlich Krebse, und völlig neue, das wä­ ren   die   Osterinsel­Statuen   mit   Schnä­ beln,   die   drohen,   Dagobert   zu   zerquet­ schen, aber mit einem Sprungstock erle­ digt   werden.   Für   einen   Liebhaber   alter  Schätze verhält sich Dagobert ganz schön  herzlos   der   entsprechenden   Einrichtung  gegenüber.  Eine   Liane   höher   wartet   wieder   Daniel  Düsentrieb: „Take this power adapter, un­ cle   Scrooge.   This   will   help   you   pull   the  things that you couldn't before.“ Wie an­ gemessen, hier sind nämlich überall klei­ nere schwere Säulen im Weg. Doch nicht  nur die kann Bertel nun verschieben, er  kann sich auch dank den kleinen Blumen  über   große   Abgründe   schwingen,   indem  er sie als Schwungfeder benutzt. Wieder  auf dem Erdboden zurückgekehrt schiebt  ein Soldat mit Fischflosse Wache, der kei­ nerlei   Ähnlichkeit   mit   den   Bewohnern  von Atlantis in der Folge „Die versunkene  Stadt“ hat. Nach dem Kampf Speer gegen  Stöckchen gegen einige von diesen Meer­ jung­Soldaten trifft Dagobert Track: „So­ mething   is   written   on   the   floor.   Sink   a  stone into the sea and the city will appe­ ar.  A   stone?   Even  if   we  had   one,   where  would we sink it?“  Weiter   rechts   lauern   gleich   zwei   Zitate  aus dem ersten Spiel auf Dagobert: Eine  fleischfressende Pflanze will ihm ans Le­ ben,   während   er   todesmutig   über   eine  Statue   der   Inkas   springt.   Eine   Etage  tiefer   ist   auch   Quack   wieder   zu   sehen,  doch   weitaus   interessanter   ist   der   ver­ steckte   Raum   hinter   ihm,   wo   man   zwei  Steine   versenken   kann. �� Dabei   ist   das  Muster einzuhalten, welches unter Track  zu sehen war: Die zweite und dritte Stelle  muss   mit   Steinen   versehen   werden.   Die  Erde bebt,  ein Blick  auf die  Karte  zeigt  eine   Vergrößerung   des   Kontinents   und  das Wasser scheint dementsprechend ge­


sunken zu sein. Weiter rechts findet er im  Bereich, der vorher noch  überflutet war,  ein   Zepter   als   verlorenen   Schatz,   wenn  man   sich   noch   weiter   durchkämpft,   gibt  es sogar ein weiteres Stück Karte. Dann  kann   es   ja   zum   Endgegner   gehen,   zum  Entengolem.   Dieser   scheint   der   einzige  Boss   zu   sein,   der   nicht   durch   den  Sprungstock zu besiegen ist, sondern mit  Steinen begolft werden muss. Fünf Bom­ bardements   später   bekommt   Dagobert  auch die begehrte Steintafel.  So, von fantastischen Bauten zu den letz­ ten   Weltwundern   nach   Ägypten:   „You  have to figure out the secret of teh pyra­ mid to get the treasure of the Nile. There  is an ancient tale told of a treasure called  king  Khufu's  knife, but  no one  has  ever  laid eyes on it. Do you want to go there,  uncle   Scrooge?“   Quack   drückt   sich   ganz  schön gewählt aus!  Sand, Wasser ­ ganz logisch, dass das Le­ vel mit Libellen und Treibsand beginnen  muss, bevor es ins Innere der Pyramiden  geht! Dort stürzt Dagobert auf Anhieb in  eine   Falltür   und   trifft   wieder   Track:  „How's it going, uncle Scrooge? There sure  are a lot of traps here. Better be careful.“  Okay, das war nutzlose Information, aber  danke. Gut, dass Track seinen Großonkel warn­ te,   denn   schon   bedrohen   ihn   Sphinxen.  Ein   weiterer   Geheimgang   ist   hier   unter  dem   Treibsand   und   führt   zu   Trick:  „There's   something  written  on  this   wall.  Let's see... One is three, three is two, four  is one, two is four. What's that supposed  to   mean?“   Für   jemanden,   der   ohne  Schlaues   Buch   Hieroglyphen   übersetzen  kann, ist Trick aber ganz schön dumm.  Etwas   weiter   links   sind   Nummern   auf  dem Boden  abgebildet,  die in  der richti­ gen   Reihenfolge   und   Menge   gesprungen  eine  Türe  öffnen, die zu  einem weiteren  Teil der Schatzkarte führen. Fergus  Mc­ Duck muss eine ganz schön harte Sau ge­ wesen sein, die Teile in solchen Orten zu  verstecken,   und   unverschämt   reich   ver­ mutlich auch noch! Mit sieben Stücken ist  die Karte nun auch endlich komplett, was  Dagobert aus der Höhle zum Level­Menü  bringt.   Tick   ist   ganz   aufgeregt:   „Great  Scott!   Judging   from   this   map,  the   great  treasure of McDuck is in the basement of  the castle. We were just in! Uncle Scrooge,  let's go back and find it.“

tenzauberer   geht.   Den   verschollenen  Schatz   von   Fergus   gewonnen   kann   es  gleich wieder weitergehen! Wenn man diesmal in der Pyramide nicht  die Treibsand­Abkürzung wählt, sondern  rechts weiterwandert, trifft man nach ei­ ner Weile wieder Quack und kurz darauf  eine   Kobra   im   Treibsand.   Auf   dem   Weg  nach   oben   entdeckt   Dagobert   Tick:  „There's   something  written  on  this   wall.  The one who sees the light of the sun will  find the way. This must be how to get the  treasure!“ In anderen Worten: Eine Etage höher in  den oberen Geheimgang links kann Dago­ bert   einen   Spiegel   in   den   Sonnenstrahl  ziehen und so den Weg zu einem versteck­ ten   Schatz   freimachen.   Der   Weg   führt  wieder zurück zu Tick, der Weg rechts zu­ rück   zu   Quack,   also   bleibt   Dagobert  nichts anderes übrig, als noch eine Etage  höher   den   Weg   nach   rechts   einzuschla­ gen. Dort kommt der Endboss: Ein Pha­ rao   steigt   aus   dem   Treibsand   auf   und  schießt   auf   Dagobert.   Den   Dolch   hat   er  sich   beim   Kampf   gegen   solche   Untote  wahrlich verdient! Doch es ist noch nicht  vorbei. Tick weiß Bescheid: „Uncle Scroo­ ge,   uncle   Scrooge!   It's   terrible!   Webby's  been kidnapped. You have to rescue her!“  Kaum   ausgesprochen,   meldet   sich   schon  Mac Moneysac zu Wort: „If you want Web­ by back, Scrooge, meet me at my ship. Oh  yes, be sure to bring your treasures!“ So geht es für Dagobert zurück auf ein Pi­ ratenschiff zum Bosskampf mit Mac Mo­ neysac.   Wow,   das   hatte   im   ersten   Spiel  gefehlt! „I've been waiting for you, Scroo­ ge.   I'll   be   taking   those   treasures   now!“  Also doch kein Kampf, nur ein Austausch.  „Thank   you   so   much   for   the   treasures.  Now   let   me   show   you   something   in  return!“ Ja, ja, wie auch immer­, Moment!  Auf einmal verwandelt sich Moneysac in  ein   silbernes   Gelee­Wesen,   welches   sich  an die Decke klammert und Dagobert mit  langen Gliedmaßen attackiert! 

Was   wie   eine   Frage   klingt,   war   ein   Be­ fehl:   Ohne   es   beeinflussen   zu   können  geht   es   ins   Schloss,  wo  es   nach   zahlrei­ chen   geheimen   Gängen   wieder   zum   En­

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Nach   einem   doch   unerwartetem   Kampf  meldet sich der echte Moneysac zu Wort:  „Incredible! The D­1000 was defeated! But  I'll have the last laugh. I'll sink this ship  and all of the treasures onboard!“ Warum  er   nicht   mit   dem   Schatz   floh,   während  Dagobert kämpfte, wird nicht erklärt. Je­ denfalls:   Gesagt,   getan,   vorher   lässt   er  aber noch Nicky frei.  „The   treasures...   they   all   sank   into   the  sea!“ Dagobert und die Kinder retten sich  auf ein Floß. „Aye, it's too bad we lost all  of   the   treasures,   but   at   least   we've   got  each other. I s'pose true friendship is all  you really need for happiness.“ Du meine  Güte, was für ein schnulziges Ende! Doch  halt, einer der Kinder hat noch etwas zu  sagen: „Don't worry, uncle Scrooge. Your  treasure's safe.“ Und schon taucht Quacks Helikopter auf  mit   der   festgebundenen   Schatztruhe!  „Hey, look! Our treasure... it is safe.“ Da  lüpft Dagobert seinen Zylinder und zeigt  den Schatz von Fergus: „That's not all of  it!   Look,   I've   got   another   treasure   right  here!“ Warum hat er dann behauptet, alle  Schätze   verloren   zu   haben?   Weil   diese  knappe Extra­Szene nur auftaucht, wenn  man auch diesen Zusatz­Schatz zwischen­ durch gewann, ansonsten kommt nur der  Satz „But what on Earth was the secret  treasure of McDuck?“

DuckTales: Quest for Gold  (Amiga/MS­DOS) Nach zwei Nintendo­Spielen erschien ein  DOS­Spiel   mit   entsprechend   besseren  Grafiken.   So   begrüßt   einen   direkt   nach  dem  Titelbild   samt   Titelmusik   eine   ani­ mierte Szene, in der Moneysac in Dago­ berts Büro vorbeischaut und zu jammern  beginnt: „I'm tired of being the second ri­ chest duck in the world! I'm going to be  Dime   Magazine's   duck   of   the   year.“   An­ statt sich  über diesen furchtbaren Wort­ witz mit dem Time­Magazin und  dessen  Man­of­the­Year­Award, kontert Dagobert  kühl mit den Fakten: „Ha! I've been duck  of   the   year   for   twenty   years   running.“ 


Doch   Moneysac   hat   schon   längst   einen  Plan:   „This   year   Dime   Magazine   has  agreed   to   a   contest.   The   Duck   Of   The  Year Award will go to the duck who can  collect the most money in the next thirty  days.   And   that   duck   will   be   me!“   „We'll  see,   Flintheart!“,   schließt   Dagobert   ab,  „I'll be the winner, and  I'll win fair and  square!“ Und schon kommt wie in den beiden Nin­ tendo­Spielen   zuvor   die   Option,   den  Schwierigkeitsgrad   auszuwählen,   doch  diesmal   mit   ähnlichen   Wortwitzen   wie  schon   zuvor:   „Easy   Money“,   „Standard  Wages“ und  „Hard  Earned  Cash“ stehen  zur Auswahl neben einem Bild von Fen­ ton,   der   mehr   Geldscheine   in   der   Hand  hält, als er je verdienen wird.

Nun steht der Spieler wieder vor der Aus­ wahl: Soll er lieber „Investments“ an der  Börse versuchen, durch Tauchen im „Mo­ ney Bin“ wertvolles Geld finden oder per  „Control   Center“   verlorene   Schätze   su­ chen? Bei   den   Investitionen   sind   verschiedene  Unternehmen   angegeben,   die   unter  manch   weiteren   Wortwitzen   sogar   auf  spezielle Folgen anspielen.  Die   Firma   „Peking   Duck   Imports“   wirbt  mit   dem   angeblichen   Leibgericht   Dago­ berts: „This mercantile firm orients itself  to trading goods from the Far East. It is  the major supplier of Scrooge's favourite  dessert: fortune cookies!“ (Dabei ist seine  Leibspeise laut Frieda doch Sauer­Scharf­ suppe.) Bei der „Quack Medical Company“ lassen  die Macher sich aber eine Anspielung auf  den   exzentrischen   Doktor   von   Schwein  entgehen,   der   immerhin   in   zwei   Folgen  auftrat: „This health maintenance organi­ sation is a leading provider of tender lo­ ving  care.  All   their  bandages  are  sealed  with a kiss to "make it feel better."“ „Sweet Tooth Foods“ erklärt: „As the lea­ sing   candy   company,   Sweet   Tooth   Foods 

deals   in  the  fifth  major  food  group:   fats  and sugar. Four out of five dentists agree  Sweet Tooth is good for business.“ Hinter „Von Drake Research “ steckt na­ türlich Primus von Quack, der den Denk­ Tank  von  Bubba   aus   der  Folge  „Dumm­ heit   als   Happy­End“   wohl   weiterentwi­ ckelte: „Professor Ludwig von Drake leads  this   widely   respected   think   tank.   The  world's   leading   eggheads   and   crackpots  gather here to find farfetched answers to  simple questions.“ „Flockwell Aerospace“ ist leider keine An­ spielung   an   die   Folge   „Glatte   Bruchlan­ dung“, sondern scheint nicht aus der Se­ rie   zu   stammen:   „From   skyrockets   to  space   shuttles,   this   high­flying   company  has the right stuff to send you into orbit.  Founder Norman Flockwell boasts, "We've  got space between our ears!"“ „Duckier Image“ zeigt, was die Neffen Da­ goberts   so  treiben: „This   is  where  Huey,  Dewey, and Louie shop for the uncle who  has   everything.   From   solar­powered   yo­ yos to camel hair jacuzzis, this mail­order  company sells a bizarre bazaar of gifts.“ „Dukka Records“ wurde der Verleger von  den   Panzerknackern   in   der   Folge   „Kein  Rock   ohne   Oma“,   hier   hingegen   werben  sie mit anderen Bands: „The home of such  recording greats as The Beakles and Bru­ ce   Springchicken,   Dukka   Records   is   the  leading   publisher   of   Duck   and   Roll   mu­ sic.“ „Hog­and­Duck Ice Cream“ ist keine An­ spielung an die Folge „Gewusst wie“, son­ dern spielt nur auf Dagoberts Lieblings­ Eissorte aus der Folge „Ente in Orange“  an: „With over 1000 franchises in operati­ on and one million more planned to open  next year, this chain offers 999 flavors of  ice cream, including Scrooge's favourite –  mint.“ Natürlich   darf   das   „Dime   Magazine“   in  diesem   Spiel   nicht   fehlen:   „Wall   Street  begins each Monday by reading the latest  issue of Dime Magazine to find out who  owns which companies this week so that  they know who to raid next week.“ „Flubber   Aircraft“   betont   die   Tests   mit  Bruchpiloten   Quack:   „Flubber   airplanes  have the best safety record in the aircraft  industry   due   to   their   bouncable   rubber  construction.   Launchpad   test   flies   each  plane,   making   sure   it   is   really   idiot­ proof.“

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„Gull Oil“ gehört J.R. Muing aus der Fol­ ge „Die verzauberte Stadt“, in der er auch  Dagobert um sein Vermögen spielen woll­ te: „"Oil's well that ends well" is the slo­ gan   of   J.   R.   Mooing,   the   Texas   rancher  whose oil­rich land steered Gull Oil into  becoming the world's largest oil producer.“ „Anquack Railroad“ scheint ein widerlich  luxuriöser Bahnbetrieb zu sein: „Millions  of commuters make their daily trek into  the city aboard Amquack trains equipped  with such accomodations  as  dining  cars,  heated   swimming   pools   and   tennis  courts.“ „Good Day Dirigibles“ spielt auf die Folge  „Due Aufgeblasenen und die Bienen“ an:  „The Australian blimp company has been  in the hot air business longer than most  politicians.   The   pride   of   their   fleet,   the  uncrashable   Hindentanic,   offers   daily  tours up over Down Under.“ „Lake Doughbegone“ stammt aus der Fol­ ge   „Durchbruch   gelungen,   Absicht   ver­ fehlt“:   „Let   your   cares   and   money   drift  away at this chain of time­share lakesho­ re   mansions.   Activities   include   floating  bonds,   sinking   money,   and   dipping   into  the till. Daily money laundering.“ „Worldwide   Widgets“   weiß   selbst   nicht,  womit   gehandelt   wird:   „Take   apart   any  appliance in the world, and you'll find at  least   one   of   Worldwide's   Widgets   inside.  No   machine   can   run   without   them,   alt­ hough   no   one   is   exactly   sure   what   they  are.“ Die Beschreibungen haben nur wenig mit  dem   typischen   Börsen­Prinzip   dieses  Mini­Spiels   zu   tun,   es   geht   einfach   nur  darum, aus wenig investierten Geld mehr  machen  zu lassen  und   auszusteigen,  be­ vor es wieder weniger wird. Wie im ech­ ten „Börsenleben“ eben. Geht   es   in   den   Tresorraum   zum   Geld­ Tauchen,   wird   kurz   eine   animierte   Se­ quenz gezeigt und dann nach den Zufalls­ Prinzip   entweder   eine   wertvolle   Münze  gefunden (z.B. 1.000 Taler) oder gar kei­ ne, was weitaus häufiger eintrifft. Dann 


gratuliert   einem   Fenton   nicht   zum   Ge­ winn,   sondern   rüffelt   nur   mit   „Mr.   Mc­ Duck, don't forget about the contest!“ Der   interessanteste   und   ergiebigste   Teil  sind  aber zweifelsfrei die Reisen um die  Welt.   Auf   einer   großen   Weltkarte   kann  man   zwischen  vielen   Orten   wählen,   von  denen einige auch in der Serie auftauch­ ten. Wie zu erwarten sind die offensichtli­ chen Anspielungen an echte Länder auch  am entsprechenden Ort. 

Auszuwählen sind auf dem nordamerika­ nischen   Kontinent   die   „Klondike   Mines“  aus der Folge „Im Goldrausch“: „Scrooge  made his first fortune in these deep mine  tunnels   during   the   Alaskan   gold   rush.“  Der   Schatz   hier   wäre   „Phoney �� Fool's  Gold“   im   Wert   von   4500   Taler:   „These  nuggets look fake but are the real McCoy.“ Der „Yellerstone Park“ spielt anscheinend  nur auf den Yellowstone­Nationalpark an:  „This national park is a favourite location  for   Junior   Woodchucks   wanting   to   earn  their Wildlife Photography merit badges.“  Hier sind Fotos von „Preserved Park Ani­ mals“ das große Ziel für 500 Taler: „Look  for the Zodiak Bear, Blue Moose, and Sau­ sage Lynx.“ Der   Ort   „El   Capitan“   klingt   zwar   nach  dem Schurken aus den ersten fünf Folgen,  scheint aber nur wenig mit ihm zu tun zu  haben: „This sheer granite cliff looms so  high   over   Yosemite   Valley   that   Junior  Woodchuck try not to take it for granite.“  Als   Schatz   gibt   es   den   Kristallkrapfen,  den Doofy in der Folge „Superdoof“ fand,  hier   ist   der   „Crystal   Donut“  glatte  2500  Taler   wert:   „This   alien   medallion   is   for  those with a glass jaw.“ Anscheinend weiß  keiner über seine Fähigkeit, übermensch­ liche   Kräfte   zu   verleihen.   Denselben  Krapfen   scheint   es   laut   Spiel   außerdem  noch in den Sibirischen Eishöhlen zu ge­ ben.   Mit   etwas   Glück   findet   man   dort  auch einen Teil der Bombastium­Zeitma­ schine.

keine   Folge   im   speziellen   anzuspielen:  „This   Rocky   Mountain  peak  towers   high  above the storm clouds. The thunder has  been   known   to   deafen   many   a   mountai­ neer.“ Der „Jeweled Ostrich Egg“, welcher  hier zu finden ist, macht den Finder 7500  Taler reicher: „Collectors will shell out big  bucks for this enormous jewel.“ Mit etwas  Glück findet man dort auch einen weite­ ren Teil der Bombastium­Zeitmaschine. Die „Carlsbad Caverns“ beinhalten mehr  als   nur   kaltes   Gestein:   „The   largest   ca­ vern   ever   found,   these   endless   passages  lie in utter darkness one­quarter mile un­ derground.“   Ihre   „Golden   Sun   Disk“   ist  2000 Taler wert: „The Aztec king Monte­ zuma gave this gift to Hernando Cortes.“  Dieselbe   Platte   soll   es   aber   laut   Spiel  auch im Labyrinth von Kreta geben.

Weiter   geht’s!   Auf   dem   Südamerikani­ schen Kontinent gibt es „Bolognia“: „A de­ serted temple conceals the entrance to the  ancient passages where this country's dic­ tator has stashed his loot.“ Die „Titanium  Tulips“ im Wert von 7000 Talern gibt es  übrigens auch in Too­Pei: „These precious  petals contain a metal more valuable than  gold.“

„Duckbill Island“ aus der Folge „Das prä­ historische Federvieh“ birgt anscheinend  mehr   als   nur   Diamanten:   „Strange   ani­ mals   have   evolved   on   this   equatorial   is­ land, which lies 600 miles from the nea­ rest film shop.“ Fotos dieser „Special Spe­ cies“   sind   bis   zu   500   Taler   wert:   „Rare  Apes,   bears,   cats,   llamas,   elephants,   ti­ gers, and zebras.“ Auch den „Okeefadokie  Swamp“ kennt man, nämlich aus der Fol­ ge „Der Jungbrunnen“: „The Florida Ne­ verglades   hides   a   tropical   jungle   myste­ riously transplanted from darkest Africa.“  Der   Schatz   „Ponce   de   Loon's   Flask“   ist  nicht nur 1000 Taler wert, sondern birgt  auch   ein   Geheimnis:   „No   kidding!   This  vial's   water   is   from   the   Fountain   of  Youth.“

Die „Boola Boola Island“ birgt besondere  Talente: „The natives of this South Seas  Island   developed   the   Boola   dance   while  dodging coconuts thrown by Boolish mon­ keys.“   Der   „Golden   Boola   Hoop“   scheint  mit   1000   Talern   besonders   wertvoll   zu  sein: „It takes more than Boolean logic to  dance with this fabled hoop.“

Das „Bermuda Triangle“ stammt aus der  Folge   „Das   Bermuda­Dreieck“,   bezieht  sich aber anscheinend kaum auf die Fol­ ge: „A tropical island holds the booty of a  houndred pirate ships traped by the swir­ ling waters of this ocean vortex.“ Die dor­ tige „Helen's Harp of Truth“ aus der Folge  „Die Harfe von Troja“ ist zwar 6000 Taler  wert,   findet   sich   auch   am   Kongo:   „This  lyre played true only for Helen of Troy.“  Mit   etwas   Glück   findet   man   dort   auch  einen   dritten   Teil   der   Bombastium­Zeit­ maschine.

Der „Thunderclap Mountain“ scheint auf 

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„Ronguay“   stammt   aus   der   Folge   „Die  Schatzsuche“ und ist hier anscheinend et­ was belebter: „The way to Ronguay is the  right   way   for   nature   photographers   ho­ ping to catch sight of rare South Ameri­ can animals.“ Ein Foto der „Beasts of Bur­ den“   gibt   500   Taler:   „The   Dolly   Llama  sings,   while   the   Wrench   Monkey   fixes  things.“

„Machu   Picchu“   spielt   auf   die   Folge  „Dummheit als Happy End“ an: „The ru­ ins of this ancient Thinkan city crumble  high up on the summit of the most dange­ rous mountain in the Andes.“ Die „Thin­ kas   Thinking   Cap“   ist   2500   Taler   wert:  „Its   golden   light   bulb   gave   the   Thinkas  their brightest ideas.“ Der Schatz von „Beri  Beri  Basin“  ergibt  keinen Sinn: „The Amazon's 4000 miles of  twisting, muddy waterways feed the low­ lands of this thirsty rain forest.“ Die „An­ cient  Roman  Coins“, die  es   hier  in  Süd­ amerika geben soll, sind 3000 Taler wert  und   sind   auch   im   australischen   Hinter­ land   zu   finden:   „This   currency   roamed  throughout the Empire.“ Anderswo,   nämlich   im   Atlantischen  Ozean steckt einsam die „Lost City of At­ lantis“   aus   der   Folge   „Die   versunkene  Stadt“:   „Before   sinking   beneath   the   sea,  the   floors   of   this   legendary   city's   stone  passages needed a good cleaning anyway.“  Sie birgt das wertvolle „Spanish Galleon  Gold“ (6000 Taler): „Here are hundreds of  pieces of eight, ­ even nines and tens!“ Europa hat auch einiges zu bieten! „Eme­ rald  Isle“ aus  der Folge „Verwirrung  bei  den irritierten Iren“ wurde etwa von Da­ gobert ohne Reichtümer wieder verlassen,  doch   hier   plant   er   das   zu   ändern:   „The  entrance to the leprechauns' secret cave is 


at the end of the rainbow. Their gems will  turn   you   emerald   green   with   envy.“   Die  „Blarney   Stones“   dort   sind   1500   Taler  wert: „It will take the luck of the Irish to  find these emeralds.“

Die   Grafschaft   „Montedumas“   stammt  aus der Folge „Die Ente mit der eisernen  Maske“: „Forbidden peaks loom over this  land of storybook villages once threatened  by   the   Count   of   Montedumas'   revenge.“  Die titelgebende „Iron Mask“ ist 3000 Ta­ ler   wert:   „It   masked   the   identity   of   the  kidnapped Count of Montedumas.“ Das Land „Novay“aus der Folge „Die Lem­ minge“ scheint sonst nichts mit der Folge  zu tun zu haben: „Up the sides of a snow­ covered mountain lies the abandoned ice  fortress of the Viking adventurer Eric the  Fullbeak.“ Das spielt zwar auf die Folge  „Die   Wikinger   kommen“   an,   aber   der  Schatz ist ein „Magic Mirror“ im Wert von  8000 Talern, der überhaupt nichts mit ir­ gendeiner   der   zwei   Folgen   am   Hut   hat:  „With this mirror on the wall, magic is at  one's beck and call.“ Der magische Spiegel  klingt eher nach der Folge „Falsche Spie­ le“. Mit etwas Glück findet man dort auch  einen   vierten   Teil   der   Bombastium­Zeit­ maschine. Der Berg „Whatsamatterhorn“ birgt eben­ falls völlig neue Geheimnisse: „This is the  tallest peak among the Grand High Yodel  Mountains. Climbers' echoing voices have  caused  avalanches.“ Die  dortigen  „Snow­ buggian   Crown   Jewels“   sind   3500   Taler  wert: „The location of there tiny gems has  bugged   searchers   for   years.   “   Mit   etwas  Glück findet man dort auch einen fünften  Teil der Bombastium­Zeitmaschine.

Glück findet man dort auch einen sechs­ ten Teil der Bombastium­Zeitmaschine. Das „Labyrinth of Crete“ klingt nach kei­ ner   besonderen   Folge,   die   Beschreibung  aber   nach   „Die   Harfe   von   Troja“:   „This  subterranean   maze   was   constructed   by  King   Minos   to   house   the   Monitaur   and  other bullheaded prisoners.“ Die „Golden  Sun Disk“, die es wohl laut Spielauch in  den Carlsbad­Kavernen gibt, ist 2000 Ta­ ler   wert:   „The   Aztec   king   Montezuma  gave this gift to Hernando Cortes.“ Weiter östlich in Asien stecken die „Sibe­ rian Ice Caves“: „The frozen walls of these  chilly   passages   hide   the   treasure   of   the  Romanov   tsears,   last   imperial   family   of  Russia.“ Dort ist laut Spiel derselbe „Cry­ stal Donut“ wie in El Capitan zu finden,  beide   sind   2500   Taler   wert:   „This   alien  medallion is for those with a glass jaw.“ Der   verlorene   Ort   „Xanadu“   hat   wieder  Tierwelten   zu   bieten:   „Descendents   of  Kublai Khan's magnificent zoo roam this  lush Asian garden, which is an Eden for  camera enthusiasts.“ Für Fotos vom „Xa­ nadu Zoo“ gibt es 500 Taler: „Look for the  Rhinestone Rhino, Pink Elephant and Ti­ ger Lily.“ „Trala  la“   aus  der  Folge  „Kronkorken  in  Trala  La“  scheint  zwar  kein  Geldsystem  zu besitzen, dafür aber Reichtümer: „The  path to true riches leads to the Himalay­ an   home   of   the   High   Mucky­Muck,   who  believes   that   one   must   rise   to   be   wise.“  Das „Pegleg's  Silver Leg“ ist zwar schon  etwas   absurd,   aber   stolze   2500   Taler  wert: „This buccaneer's leg was pulled one  too   often.“   Mit   etwas   Glück   findet   man  dort auch einen siebten Teil der Bombas­ tium­Zeitmaschine. „Too­Pei“   stammt   wiederum   aus   „Bubba  und der Einzigartige“: „The bald truth is  that those who have combed the tunnels  of Mung Ho's crypt report hair­raising ex­ periences.“   Die   dortigen   „Titanium   Tu­ lips“ sind 7000 Taler wert, sie gibt es aber  auch in Bolognia: „These precious  petals  contain a metal more valuable than gold.“

„Swansylvania“   wurde   sowohl   in   „Die  Ducky Horror Picture Show“ als auch in  „Der unsichtbare Gast“ erwähnt: „Castle  Strangeduck sits atop the dungeon passa­ ges hiding a mad doctor's secret discove­ ries and comic book collection.“ Wie in der  entsprechenden Folge ist der Schatz „Dr.  Strangeduck's   Diary“   im   Wert   von   1500  Taler:   „This   book   contains   Ludwing   von  Strangeduck's   discoveries.“   Mit   etwas 

Der „Yachtzee River“ hat den vermutlich  ungewöhnlichsten   Schatz,   und   das   will  bei   einem   silbernen   Bein   aus   Trala   la  schon   was   heißen:   „Way   down   upon   the  Yachtzee River lies a jungle realm conce­ aling the riches of Cina's ancient dynas­ ties.“ Der Schatz, ein „Winning Coupon“,  bringt dem Besitzer 2000 Taler ein: „The  winning number is your ticket to fabulous  prizes.“ Afrika hat ebenfalls einige Schätze zu bie­ ten! „Bu­Gazzi“ etwa birgt einen europäi­ schen Schatz: „Deep beneath the shifting  sands lie the catacombs of the Lost City of  the Desert, where every day is Mummy's  Day.“   Dort   ist   „Pied   Piper's   Pipes“   (sag  das   mal   zehnmal   hintereinander)   glatte  1000 Taler wert: „The musical world will  beat a path to this better mousetrap.“ „Ali Baba's Cave“ bietet mehr Geheimnis­ se als angenommen: „Dark as an Arabian  Night, these tunnels may yet hold a rem­ nant of Ali Baba and the Forty Thieves'  adventures.“ Dort kann  Dagobert wie in  der Folge „Die Wunderlampe“ eine „Arabi­ an Lamp“ im Wert von 3000 Taler finden,  nur leider ohne Inhalt: „No djinni lives in­ side, but this relic will brighten your day.“ „The Congo“ aus der Folge „Der Silbervo­ gel“   bietet   auch   europäische   Schätze:  „This treacherous junge river has preven­ ted   many   explorers   from   shedding   some  light   on   darkest   Africa.“   Wie   im   Ber­ muda­Dreieck findet man laut Spiel hier  „Helen's   Harp   of   Truth“   aus   der   Folge  „Die Harfe von Troja“ im Wert von 2000  Taler: „This lyre played true only for He­ len of Troy.“ „Kenya   Game   Reserve“   bietet   etwas   für  die Linse: „This is a save haven for endan­ gered species. The only shooting allowed  here is with a camera.“ Fotos der „Endan­ gered Species“ sind 500 Taler wert: „Look  for the Rhinestone Rhino, Pink Elephant  and Spotted Zebra.“  „The lost World“ aus der Folge „Die verlo­ rene Welt“ ist jetzt anscheinend die gefun­ dene   Welt:   „Time   has   forgotten   the   soa­ ring   peak   which  stands  in   the  center  of  this   primeval   plane,   just   north   of   the  Cave of No Hope.“ Hier gibt es das „Gol­ den Fleece“ wie in der Folge „Das goldene  Vlies“   im   Wert   von   4000   Talern:   „Jason  and   the   Argonauts   were   cheated   out   of  this golden fur.“ Im   Indischen   Ozean   steckt   einsam   die  „Isle of Macaroon“ der Folge „Der schiefe 

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Turm   von   Peseta“,   wo   wie   in   genannter  Folge   das   Vermögen   gemessen   werden  soll:   „This   remote   island   holds   Scrooge  and Glomgolds fate in the balance. Drop  your money off here for safe keeping.“ In   Australien   nebenan   steckt   „Ayer's  Rock“:   „This   mighty   sandstone   monolith  rises   one   thousand   feet   above   the   sur­ rounding plain.“ Dieser Flecken Erde bie­ tet   die   „Pearl   of   Wisdom“   aus   der   Folge  „Die   Perle   der   Weisheit“   im   Wert   von  5000   Talern:   „Whoever   finds   this   pearl  will have the world as his oyster.“ Mit et­ was   Glück   findet   man   dort   auch   einen  achten   Teil   der   Bombastium­Zeitmaschi­ ne. „The Great Outback“ aus der Folge „Ufos  über Australien“ bietet wie Beri Beri Ba­ sin einen europäischen Schatz außerhalb  Europas:   „The   Australian   wilds   are  rough,   mate!  After   the   crocodiles   were  poached,   animals   from   nearby   jungle  islands   scrambled   here.“   Die   „Ancient  Roman Coins“ sind 3000 Taler wert: „This  currency   romaned   throughout   the  Empire.“ „Borneo“,   welches   in   der   Folge   „Die  Schatzsuche“   erwähnt   wurde,   scheint  eine   interessante   Tierwelt   zu   bieten:  „This insect­infested tropical island is of­ ten visited by shutterbugs from the Natio­ nal Geogander Society.“  Für ein Foto der  „Denizens  of the Jungle“ wird 500 Taler  geboten:   „Look   for   the   Manilla   Gorilla,  Tiger Lily and Monkey Wrench.“

Übrig   bleibt   nur   „Valley   of   Gold“   in   der  Antarktis:   „High   above   a   frozen   lake   of  gold is a valuable treasure hidden on one  of   the   valley's   icy   ledges.“   Ausgerechnet  dort   lauern   „King   Henry's   Long   Johns“  im   Wert   von   2500   Talern:   „Don't  shortchange   to   value   of   this   royal  underwear.“  Mit etwas Glück findet man  dort auch einen neunten Teil der Bombas­ tium­Zeitmaschine. Obwohl diese ganzen Anspielungen auch  hier nach herrlichen Spielereien klingen,  stecken hinter jedem Ort dieselben paar  Mini­Spiele. Solange Daniel Düsentrieb noch nicht das  Bombastium inklusive Zeitmaschine ent­ deckt   hat,   welches   Flüge   überflüssig  macht, muss  man mit  Quack vom einen  Ort   zum   nächsten.   Dabei   steuert   der  Spieler   das   Flugzeug,   und   wie   in   vielen  Fliegerspielen   entspricht   in   der   Steue­ rung   oben   unten   und   umgekehrt.   Wäh­ rend des Fluges muss man außerdem Ge­ wittern ausweichen, die Quack sofort auf  den   Boden   bringen,   Wolken,   welche   das  Flugzeug ins Trudeln bringen, Strommäs­ ten,   welche   es   zurückschnellen   lassen,  Walen,   welche   Fontainen   spritzen,   und  Ballons  mit den Panzerknackern, welche  übertrieben große Gegenstände fallen las­ sen. Zudem muss man sicher im Zielflug­ hafen landen, sonst taucht Daniel Düsen­ trieb auf und liefert nicht nur eine Rech­ nung   für   die   Reparatur,   sondern   zieht  auch einige Tage dafür ab. 

ist das Fotografieren von seltenen Tieren.  Man   steuert   dabei   Nicky,   die   eine   be­ grenzte Anzahl Fotos verschwenden darf  und keine normalen Tiere erwischen soll­ te. Stattdessen geht es um lila Elefanten  oder geblümte Leoparden. Etwas schwieriger ist das Berg­Klimmen.  Hier   steuert   man   einen   der   Drillinge  beim   Klettern   oder   Haken­Schleudern.  Dabei   können   neben   rollenden   Steinen  Bären,   Gundel   und   die   Panzerknacker  stören   und   den   Drilling   runter   werfen.  Zum Glück gibt es drei davon und somit  drei Versuche. Oder es geht in eine Höhle, wo man an­ hand einer eher unpraktischen Karte den  Schatz im Irrgarten finden soll, während  eine Mumie die Verfolgung aufnimmt. Als   letztes   gibt   es   noch   die   Dschungel­ Sequenzen, wenn die Drillinge auf Ästen  springen   müssen   oder   auf   Nilpferden  durch den Fluss fahren können. Wenn man zuviel  Zeit vertrödelt, taucht  Moneysac auf und verkündet, dass er den  Schatz   des   entsprechenden   Ortes   schon  schnappte.   Mit   ganz   viel   Pech   schnappt  man sich bis zum Ende nicht genug Taler  und   Moneysac  kommt  auf  das  Titelblatt  des Dime­Magazins. Andernfalls kann es Dagobert auch schaf­ fen, durch Geschick genug Geld auf seine  Seite der Waage zu schaffen. 

Das   einfachste   nun   folgende   Mini­Spiel 

Neben den bekannten PEZ­Figuren (dazu empfehlenswert: www.pezville.com) waren die DuckTales Ende der 80er sowie Anfang der   90er ein guter Werbeträger, so für natürlich McDonalds, allgemein für vielerlei Lebensmittel und wohl auch ein Grund für die   hervorragenden Auflagen der Micky Maus und der US­amerikanischen Ausgaben zu der Zeit.

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Die Charaktere Dagobert Duck Wirtschaftsmagnat   Dagobert   behauptet  gerne, dass er sein Vermögen durch Cle­ verness, Schnelligkeit und vor allem Ehr­ lichkeit verdiente, doch einige seiner Er­ zählungen zeigen bloße Tricks und Betrü­ gereien. In Schottland als jüngster Spross  der McDuck­Familie aufgewachsen, wollte  er erst in die Musikindustrie einsteigen,  bohnerte bald aber doch nur Schuhe. Sein  erstverdienter Kreuzer inspirierte ihn, im  Alter von sechs Jahren Schottland zu ver­ lassen, um in Amerika sein Glück zu ver­ suchen. Dort heuerte er bei seinem Onkel  Plattfisch   an,   grub   am   Klondike   nach  Gold, im Westen nach Öl und züchtete in  Wyoming Rinder. Bald wurde er reich ge­ nug, um in Afrika Diamanten zu bergen,  in Australien nach Kupfer zu graben und  in Borneo nach Uran, das gewonnene Ver­ mögen   in   einem   Speicher   zu   bunkern.  Vorher   gründete   er   in   Australien   eine  Schafsfarm, tauschte die Maske von Ku­ tulu   auf   der   Insel   von   Ripentero   gegen  einen   Sack   Rubine   und   lernte   bei   Graf  Roy in Montedumas fechten. 

Museum   zu   stiften,   natürlich   nur   aus  Steuervorteilen.

groß scheint die Feindschaft also nicht zu  sein.

Als   Eigenbrötler   hat   es   Dagobert   erst  schwer gehabt, sich mit der Aufsicht sei­ ner Neffen abzufinden, doch füllten diese  seine   Villa,   die   er   vorher   nur   mit   dem  ebenfalls recht eigenständigen Butler Jo­ hann teilte, schnell mit Leben. Doch die  Drillinge erinnern ihn mit ihrer Aufmüp­ figkeit und cleveren Tricks an seine eige­ ne   Kindheit,   weshalb   sie   ihm   doch   bald  ans Herz wachsen. Obwohl er ihren Onkel  Donald anfangs abriet, zur Marine zu ge­ hen, zeigt sich bald, dass er die Entschei­ dung   respektiert.   Mit   dem   Kindermäd­ chen Frieda, die wiederum ein Kind mit­ bringt, wollte er etwas mehr Ordnung in  die   Chaos­Knaben   bringen.   So   lernte   er  nicht   nur   die   tüchtige   Frieda   kennen,  sondern auch ihre Enkeltochter Nicky, die  Dagobert wegen ihrer Unschuld und Neu­ gier   schnell   ins   Herz   schließt.   Bei   der  Höhlenente   Bubba   brauchte   Dagobert  hingegen mehr Zeit, um über seine Toll­ patschigkeit und Aggressivität hinwegzu­ sehen und den naiven, aber treuen Kern  zu erkennen. 

Insgesamt also kein Wunder, dass Dago­ bert viel Wert auf den Schutz seines Ver­ mögens   legt.   Seine   Geldspeicher­Alarm­ anlage   hat   14.657   verschiedene   Arten  habe, ausgelöst zu werden, das Passwort  für dessen Sicherheitstüre ist CASH, auf  dem   Schachbrett­gemusterten   Fliesen  darf man nur auf die weißen treten. Doch  auch daheim bunkert er Scheine: Er dost  sie ein und lagert sie in den Weinregalen  seines Kellers. Dort ist auch ein Gemälde  vom   Geldspeicher,   dessen   Spitze   bei  Alarm   aufleuchtet.   Seine   600   Centillio­ nen, 386 Zillionen, 947 Trillionen Millar­ den Taler und  36 Kreuzer scheinen also  relativ sicher zu sein.

Die neue, große Familie nach der langjäh­ rige   Einsamkeit   scheint   Dagoberts   Herz  erweicht zu haben: Abgesehen von Goldie,  der schon vorher sein Herz gehörte, ver­ guckt er sich im Lauf der Serie außerdem  in   Millionara   Vanderbucks   und   Ma  Crackshell, dank einem Liebespfeil sogar  in   die   Göttin   Aphroducky.   Seine   wahre  Liebe   gilt   aber   nicht   seinem   Geld,   wie  häufig   vermutet   wird,   sondern   seinen  Freunden und Verwandten. Seine Familie wurde ihm hingegen immer  weniger wert, sodass er seinen Claim am  Klondike mit der Taschenuhr seines Vor­ fahren Gischty McDuck bezahlte.  Doch das war Dagobert nicht genug! Auf  der Suche nach der Stadt der Diamanten  heuert   er   das   erste   Mal   den   Piloten  Quack an und ist seitdem nur noch selten  selbst geflogen. Sein unberechenbarer Ei­ fer, Geld zu verdienen, sorgte dafür, dass  er   seit   Jahrzehnten   seinen   Urlaub   vor  sich herschiebt.  Seine   Jacke   ist   so   alt   wie   sein   Wunsch,  Collie   Babas   Schatz   zu   finden,   nämlich  ganze   40   Jahre.   Während   er   die   Jacke  fast nie ablegt, plant er den Schatz an ein 

Schon vor dem Auftreten seiner Großnef­ fen   hatte   Dagobert   Ärger   mit   Neidern  und Dieben, so scheint er Mac Moneysac  schon länger zu kennen, der ebenfalls aus  Schottland   stammt   und   ihm   gerne   den  Rang als reichsten Mann der Welt streitig  machen   würde.   Dank   mehrfacher   Über­ fälle durch die Panzerknacker könnte das  auch gelingen, deren Angriffe inspirierten  sogar   Spielkonsolen.   Dagobert   ist   auch  mit der Hexe Gundel Gaukeley vertraut,  die seinen erstverdienten Zehner begehrt.  Es gibt aber noch einige Gegner mehr, die  gerne zu illegalen Mitteln greifen, um Da­ gobert um sein Geld zu erleichtern. Eini­ ge davon lud er auch zu seiner Hochzeit  mit   Millionara   Vanderbucks   ein,   allzu 

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Durch die regelmäßigen Angriffe auf sei­ nen Geldspeicher hat Dagobert ein recht  gutes   Verhältnis   zur   Nationalgarde   und  der   Armee.   Dies   verhindert   aber   nicht  sein mehrfaches Einsitzen im Gefängnis. Das   Sicherheitssystem   seines   Geldspei­ chers stammt von Daniel Düsentrieb, den  er immer wieder für kleinere und größere  Erfindungen   aufsucht.   Das   reicht   von  Kleinigkeiten   wie   einen   Magneten   ans  Ende   von   Dagoberts   Stöckchen,   sodass  dieser im Gehen Münzen auflesen kann,  bis zu weitaus größeren Erfindungen. Da­ bei sei nicht nur die Krachbumm­Ente er­ wähnt, sondern auch die Ausrüstung von  Dagoberts   Superhelden­Ego,   den   Mas­ kierten Enterichs. Die Gimmiks des Mas­ kierten   Enterichs   bergen   eine   Schock­ Spange und die wildenterige Nuklearpin­ zette.   Natürlich   weihte   Dagobert   Daniel  in seine Doppel­Identität ein. Obwohl Dagobert an allem spart, was ihm  möglich  erscheint,  hat  er  nicht  nur  eine  Villa   mit   47   Zimmern   und   einer   Statue 


im   Wert   von   einer   Million   Taler   an   sei­ nem Pool, sondern auch zahlreiche Bilder  und Statuen darin von sich selbst und von  seiner Jugendliebe Goldie. Außerdem be­ sitzt   er   eine   Limousine   inklusive   Butler  und nutzt so jede offensichtliche Möglich­ keit, um Geld unter die Leute zu bringen.  Letztendlich   ist   dieser   Luxus   aber   auch  nur praktisch für seine Angestellten und  Familie, die in der Villa lebt. So kann er  zum Beispiel den schockierten Doofy dazu  einladen,   sich   nach   Herzenslust   in   der  Küche zu bedienen. Dagobert   ist   ziemlich   exzentrisch,   was  ihn aber auch zu Höchstleistungen ansta­ chelt. Er kann einerseits tagelang durch­ marschieren,  ohne  müde  zu  werden,  an­ dererseits   aber   auch   zusammenbrechen  und   laut   jammernd   aufgeben.   Einmal  lässt er sich alleine von Eisschollen trei­ ben, um Schätze zu finden, um dann wie­ derum   die   cleversten   Tricks   zu   verwen­ den. Dies verschaffte ihm seit 33 Jahren  den   Titel   „Forscher   des   Jahres“   im   For­ scherclub. Zudem   kann   Dagobert   durch   einmaliges  Abtauchen in seinem Geld in fünf Sekun­ den   sein   Geld   zählen   und   Geldbündel  durch   kurzes   Blättern,   von   seiner   Lieb­ lingsfarbe Gold  behauptet er, sie  überall  erkennen zu können. Weitere Talente von  ihm sind das Spielen von Dudelsack und  Cembalo,   er   kann   passabel   angeln   und  gut  tanzen,  dafür kann  er  kein  Fahrrad  fahren,   geschweige   denn   Harfe   spielen  oder bauchreden. Er fürchtet sich vor Fil­ ler   Schwatzihmauf   und   vor   Geldeintrei­ bern, obwohl er denen körperlich überle­ gen ist: Dank dem Schleppen von Geldsä­ cken ist Dagobert recht stark, sein Hüh­ nerauge am Fuß wird vom Armenarzt Dr.  von Schwein als einziger Makel beanstan­ det. Wie jeder andere hat auch Dagobert eini­ ge   Laster,   so   schaut   er   sehr   gerne   die  Fernseh­Magazine   „Wie   sie   leben,   die  Stinkreichen und  die Schönen“ und  „Die  Jungen und Federlosen“, außerdem sam­ melt er Gamaschen. Sein Leibgericht ist  laut  Frieda schottische Sauer­Scharfsup­ pe, wobei er auch eine Vorliebe für Pfef­ ferminz   hat.   Fenton   verrät   er,   dass   er  morgens   angeblich   Silbertalerpfannku­ chen   frühstückt,   die   er   später   aber   als  nicht essbar bezeichnet. Insgesamt taucht Dagobert in jeder Folge  auf   bis   auf   drei,   nämlich   „Superdoof“,  „Die Zeitwanne“ und „Quack zieht in den  Krieg“.

Tick, Trick und Track Duck Die Drillinge sind sehr aufgeweckte Kin­ der, was Donald vielleicht sogar zur Mari­ ne   trieb,   anstatt   daheim   weiter   auf   die  drei   aufzupassen.   Zum   Großonkel   Dago­ bert möchten die drei vorerst nicht, doch  nach   einigen   Streichen   bemerken   sie,  dass hinter Dagobert mehr steckt als nur  ein verbitterter alter Mann. Die   drei   zehnjährigen   Knaben   besuchen  die fünfte Klasse und scheinen zwischen  altklugen   und   kindischen   Verhalten   zu  schwanken.   Dies   schien   entstanden   zu  sein,  als  Dagobert  die  drei  ins  Fähnlein  Fieselschweif anmeldete. So benutzen sie  einerseits diverse Mittel, um Johann und  Frieda   zu   erschrecken   oder   schmeißen  sich als Plan B schreiend auf den Boden,  um ihren Willen zu bekommen, sammeln  andererseits   aber   auch   Medaillen   jeder  Art und versuchen, wie Dagobert zu eige­ nem Geld zu kommen.  So   bestehen   sie   nicht   nur   auf   ihr   Ta­ schengeld jeden Samstag, sondern bieten  manchmal sogar zwei Stände vor der Villa  Duck   an:   Einmal   einen   gratis­Salzcra­ cker­Stand und  einen, an dem sie Limo­ nade   für   einen   Taler   verkaufen.   Brutto  verdienten sie dabei 250 Taler und planen  für den nächsten Tag gratis Chili­Cracker  und einen Taler für Wasser. Gelegentlich  sammeln sie mit Nicky auch Aluminium­ dosen, für die sie einen Kreuzer das Stück  bekommen. Doch   nicht   nur   die   Angestellten   ihres  Großonkels versuchen sie auf den Arm zu  nehmen:   Als   Nicky   von   den   Panzer­ knacker­Babies   entführt   werden,   hecken  sie zu viert den Plan aus, sich als harte  Verbrecher   aufzuspielen:   So   spielten   die  den linken Track, Tricky­Trickreich, Tick  Tickarone und Bubba, den Steinzeit­Ram­ bo,   welcher   „Entenhausens   Antwort   auf  Al Capone“ sei. Doch so schwierig sich das Pfadfindertum  auf ihre Psyche auswirkte, so nützlich ist  es   doch   für   Dagoberts   internationalen  Schatzsuchen. Zwar wissen die Drillinge  nicht, wie man ein gewöhnliches Flugzeug  fliegt, aber ihre Gier nach Sonder­Medail­ len   lässt   sie   zu   ungewöhnlichen   Mitteln  und Wegen greifen. So ernennten sie auch  die Steinzeitente Bubba kurzerhand zum  Ehren­Fieselschweifling, damit dieser ih­ nen helfen könne. Vermutlich basiert der  Besitz einer Ameisenfarm auch auf einer  begehrten Sonder­Medaille.

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Die Drillinge sind  keine furchtlosen We­ sen: Solange sie die Hausaufgaben nicht  anfertigten, ängstigt sie der Gedanke an  ihre Lehrerin Frau Quackenbusch, die in  ihren   Fantasien   hässliche   Ausmaße   er­ reicht (in Wirklichkeit ist Frau Quacken­ busch freundlich  genug,  die Drillinge  zu  Bubbas Einschulung singen zu lassen und  tanzt sogar mit ihm), auch bibbert es sie  ein wenig beim Schurken Ganter aus dem  Videospiel „Duck of the Galaxy“, welcher  der   Gegenspieler   von   Flash   Mallard   ist.  Ihre Furcht vor einigen Spielfiguren hin­ dert sie aber nicht am Spiel selbst, so ge­ hen sie gerne in die Spielhalle und versu­ chen   sich   sie  auch   gerne   an  Quackman.  Track   gesteht   sogar,   dass   er   immer   den  Stecker zieht, wenn er sieht, dass er ver­ liert. Videospiele sind nicht das einzige Hobby  außerhalb   der   Pfadfinder,   welches   die  Drillinge   haben.   Sie   lieben   auch   den  Rock’n’Roll   aus   der   Sendung   Screamin'  Sty McFly Show, singen zur Einschulung  von Bubba und gucken gerne die Sendun­ gen vom Mutigen Major und  den Schar­ lachroten Banditen. Kaum   hat   Dagobert   seinen   Neffen   von  Krachbumm­Ente erzählt, gründen diese  einen Fanclub zu seinen Ehren. Sie   spielen   und   gucken   gerne   Baseball,  deshalb   kaufen   sie   auch   Filler   Schwat­ zihmauf   den   Baseballschläger   von   Babe  Duck ab. Die Intelligenz der Drillinge schwankt ex­ trem von Folge zu Folge. So kommentiert  Track ein Zeugnis voller Einsen als See­ mannsgarn, bekommt aber selber ein ein­ wandfreies.   Das   Rätsel   von   Dagoberts  Modellschiff   lösen   die   Drillinge   binnen  weniger Augenblicke, aber hinter Krach­ bumm­Entes recht offensichtlicher Identi­ tät kommen sie nicht.


Daniel Düsentrieb

Obwohl die Drillinge oft als drei Figuren  mit   exakt   gleichen   Eigenschaften   darge­ stellt werden, haben die unterschiedliche  Talente.   So   kann   Tick   fast   schon   auf  Profi­Level   mit   Murmeln   spielen,   Trick  ist der cleverste von den dreien und Track  interessiert sich für den Beruf des Kauf­ manns. Tracks Ideen scheinen auch recht  häufig   schief   zu   gehen.   Trick   mag   den  Duft von Erdbeere und Track den von La­ kritze. Außerdem scheint sich Becky Wat­ schel   in   die   drei   verguckt   zu   haben,   sie  kommt aber nie zum Zug.  Tick   bringt   anscheinend   auch   Trick   das  Murmeln   bei,   sodass   dieser   in   bestimm­ ten Situationen auch meisterhaft mit den  kleinen Glaskugeln umzugehen weiß. Die   Drillinge   gieren   danach,   Dagobert  ähnlich zu werden und lernen so sogar, in  seinem   Geld   zu   baden.   Als   Dagobert  krank   wird,   übernehmen   sie   seine   Ge­ schäfte,   bei   seiner   Gesundheit   pfuschen  sie bei ihren Limonadenstand­Geschäften  und   in   Dagoberts   Zukunftsvision   haben  die diese mit Gundel Gaukeley fusioniert.  Am   meisten   scheinen   sie   Dagobert   aber  um   seine   Unerschrockenheit   und   Aben­ teuerlust zu beneiden, einmal bekommen  sie   wegen   ihrem   Nacheifern   sogar   Gold­ fieber. Diese   Bestrebungen   führen   aber   nicht  nur zu Limo­Ständen und Fieber, sondern  auch zum Design des  Wagens  HDL 500,  der   allerdings   wieder   eingestampft   wer­ den   muss,   da   die   Drillinge   zu   jung   für  Verhandlungen sind. Obwohl sie sich nach anfänglichen Diffe­ renzen   immer   besser   mit   Nicky   verste­ hen, vergessen sie diese kurzerhand, als  sie   Bubba   kennen   lernen.   Überhaupt  scheint die Beziehung zwischen den drei  Knaben und dem Mädchen je nach Situa­ tion zu wanken. 

Obwohl er von vielen Entenhausener als  nicht normal verschrien ist, gilt er als die  Adresse schlechthin, wenn es um kleinere  Reparaturen   ebenso   wie   komplexe   Ma­ schinerien   geht:   Daniel   Düsentrieb   und  seine Geräte tauchen überall auf, wo sie  nicht erwartet werden. Im Laufe der Se­ rie erfindet er ein Flugzeug mit Greifar­ men (den er „Kondor“ nennt), den Andro­ iden „Armstrong“ und „Robotica“, eine So­ fortbildkamera,   eine   Dimensionsmaschi­ ne (die „Zeitwanne“ fährt nicht nur durch  die   Zeit,   sondern   auch   nur   Eventualitä­ ten),   eine   Fernsehantenne,   die   Kontakt  zu   den   außerirdischen   Mikroenten   auf­ nimmt, einen unterirdischen Stoßdämpfer  gegen   Erdbeben,   ein   Möbel­Verrücke­ Spray,   die   Anti­Panzerknacker­Alarman­ lage des Geldspeichers, eine tragbare Te­ lefonzelle,   ein   Laserkugelschreiber,   eine  Zeitmaschine, die mit Bombastium betrie­ ben wird, einen selbst aufblasenden Base­ ballhandschuh,   eine   Federwachstum­ stinktur,   einen   Pfannkuchenwender   für  die   Nationale   Löffelenten­Tagung,   einen  Alarm­Roboter   für   Dagoberts   Geldspei­ cher (den er GICU2 nennt), einen singen­ den Toaster, ein fliegendes Auto, Bruch­ los­Glas,   den   Multifon­Dublikator,   eine  Maschine   zum   Digitalisieren   von   Men­ schen, ein Diätmittel, welches den Patien­ ten schrumpfen lässt, einen riemenbetrie­ benen Schäfchenzähler, einen Opern­Ari­ en singenden Schirm (sein Lied lautet „So  bleibt du trocken von dem Schlips bis zu  den Socken“), einen Schwebe­Kaugummi,  eine   elektrische   Kaugummi­Kau­Maschi­ ne und selbst Kleinigkeiten wie ein Mün­ zen­anziehender   Magnet   für   Dagoberts  Stöckchen sind  ihm  nicht fremd. Neben­ bei arbeitet er auch für den Entenhause­ ner Geheimdienst, da die Arbeit für Dago­ bert zu wenig einbringt. Einer der bemerkenswertesten Erfindun­ gen  von  Düsentrieb  ist die  Krachbumm­ Ente,   für   den   er   eine   Bedienungsanlei­ tung drucken ließ und das Aktivierungs­ wort   „Ententümpel“   einprogrammierte.  Der Anzug ist aber nur für die Trocken­ wäsche   geeignet,   da   er   sonst   einläuft,  auch für den Kampf gegen Metallmilben  ist er nicht geeignet.  Weiterhin   durfte   er   auch   Dagoberts   Su­ perheldenidentität,   dem   Maskierten   En­ terich,   diverse   Waffen   basteln,   etwa   die  Schock­Spange und  die  wildenterige Nu­ klearpinzette.

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Seine sozialen Kontakte sind anscheinend  recht eingeschränkt, so gesteht er, an Pi­ loten   nur   Quack   zu   kennen,   weshalb   er  seine meisten Geräte auf ihn anpasst. Ein  wenig   über   die   Einsamkeit   hinweg   hilft  ihm   sein   Helferlein,   welches   sich   durch  Summlaute mit Düsentrieb verständigen  kann, doch dieses ist nur in wenigen Fol­ gen   zu   sehen.   (Folgen     ohne   Helferlein:  „Der   goldene   Kondor“,   „Armstrong  macht’s   möglich“,   „Die   Zeitwanne“,   „Mi­ kro­Enten aus dem All“, „Das Erdbeben“,  „Ein   Held   zum   Anfassen“   –   Folgen   mit  Helferlein: „Die Panzerknacker“) 

Auch   scheint   er   sich   gut   mit   Frieda   zu  verstehen, so baut er ihr ein elektrisches  Kindermädchen zur Arbeitserleichterung,  nimmt   an   ihrer   Oper   teil   und   trifft   sie  beim Picknick.  Daniel hält einen Goldfisch namens Mer­ lin, ohnehin träumt er vom Rittertum des  alten Englands. Sein Leibgericht ist Brok­ koli­Eintopf. Vermutlich beansprucht ihn sein Beruf so  sehr, dass er in Dagoberts Zukunftsvision  vergesslich wird.

Frieda Vanderquacks Nur wenig ist über Friedas Vergangenheit  bekannt, bevor sie sich in einem Akt der  Verzweiflung   ohne   Gehalt   bei   Dagobert  Duck als Kindermädchen bewarb, um Ob­ dach und Verpflegung für ihre Enkeltoch­ ter Nicky und sich zu sichern. So war sie  früher   das   Kindermädchen   des   Prinzen  Goldente,   dem   sie   auch   das   Jonglieren  beibrachte. Doch dieser blieb nach einem  Flugzeugabsturz   jahrzehntelang   ver­ schwunden, sodass sie sich eine neue An­ stellung suchen musste. 


Kongress in Wulfshausen nicht sehr häu­ fig   dazu,   die   Aussicht   auf   einen   freien  Tag rührt ihn sogar zu Tränen. Als Sinnbild der Unordnung, die er fürch­ tet, sieht er im Angstwahn gar eine wan­ delnde   Limousine,   die   ihn   zu   fressen  droht,   anstatt   wie   gewöhnlich   abgewa­ schen zu werden.

Quack Eine   besondere   Vorliebe   von   ihr   ist   der  Gesang von klassischen Stücken, so konn­ te sie einige Freunde Dagoberts zu einem  Amateur­Opernstück   überreden,   wo   sie  sogar zum Ton  über dem hohen C fähig  ist. Sie kann das Horn spielen, verwendet  Chanel   Nr.   5   als   Parfum   und   tanzt  Rock’n’Roll,   obwohl   sie   das   ziemlich   an­ strengt. Ihr   Chef   Dagobert   sagt   ihr   nur   einmal,  dass ihm ihr Essen schmeckt, ein anderes  Mal   meint   er   nur,   so   wie   sie   aussehe,  müsste ihr das eigene Essen schmecken. Da sie neben dem Kindersitten auch für  einige   Hausarbeiten   zuständig   ist,   be­ kommt   sie   nur   selten   Freizeit,   dennoch  findet sie genug Zeit, um mit Daniel Dü­ sentrieb zu einem gemeinsamen Picknick  im Park zu gehen. Dieser baute ihr auch  schon das elektrische Kindermädchen Ro­ botica, welches wenigstens einen Teil von  Friedas Arbeit abnehmen soll.

Johann Als   Jugendlicher   sah   Johann   gerne   die  Filme mit Gloria Schwanson im Kino an  und   wurde   dort   mehrfach   hinausgewor­ fen, da er nicht immer eine Eintrittskarte  dabei hatte. Als   Butler   des   exzentrischen   Dagobert  Ducks hält er sich prinzipiell mit seiner  Meinung   und   Eigeninitiative   zurück.   Zu  seinen Aufgaben zählen das Löcher­Stop­ fen   von   Dagoberts   Brieftasche,   das   Wi­ schen   von   Spinnweben   der   Kreditkarten  und das Kochen des Lieblingsgericht für  fünf Taler. Als Freund des geordneten All­ tages ist der Fan von Erpel Sinatra und  Stevie   Ganter   den   Drillingen   zunächst  negativ  gegenüber  eingestellt,  nun muss  er sich den Dienstbotenflügel mit Frieda  und   deren   Enkelin   teilen,   später  erschrickt er sogar vor dem unübersichtli­ chen Sport Baseball. Die Sportarten, die  er   selbst   beherrscht,   sind   Kricket   und  Golf. Leider kommt er neben dem Butler­

Als   ältester   Spross   der   Flieger­Familie  Quack grämte es ihn zutiefst, als er eine  Stuntshow durch seine Bruchlandung rui­ nierte. Zutiefst deprimiert wendet er sich  von seinen Eltern und kleinen Schwester  ab und beschließt, mit einem selbstgebau­ ten Flugzeug mit dem Transport von Gü­ tern   und   Passagieren   sein   eigenes   Geld  zu verdienen. Sein erster Kunde war Da­ gobert Duck, der zwar ziemlich unzufrie­ den war, aber immer wieder auf die güns­ tigen Angebote eingeht. 

Nebenbei   verdingt   sich   Quack   als   Prü­ fungsleiter   und   Ehren­Feld­Waldmeister  beim Fähnlein Fieselschweif, bei dem er  als   Verdienstorden­Weltmeister   so   ziem­ lich alle Prüfungen auf dem Wasser und  im Wald leiten darf. Dabei lernt er auch  von Nicky das Schwimmen, obwohl er be­ reits Orden zum Überleben von Bruchla­ den zu Wasser, auf dem Land und in der  Luft   verdiente.   Eine   besondere   Freund­ schaft verbindet ihn mit dem Pfadfinder  Doofy, Bubba hingegen kann er nicht lei­ dern. Dies scheint daran zu liegen, dass  Quack   wie   Doofy   auch   eine   Vorliebe   für  kostenloses   Essen   hegt.   Außerdem  scheint   er   ein   einmaliges   Talent   für  Schneefiguren zu besitzen. Nach einigen Jahren verträgt er sich wie­ der mit seiner Familie bei einem Wettbe­ werb,   auf   dem   er   auch   seinen   Freund  Benzino Gassolini das erste Mal trifft. Quack scheint nicht sonderlich talentiert 

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zu sein, so verliert er beim Kartenspielen,  Sport und Schach. Selbst gegen seinen et­ was   beschränkten   Fan   Doofy   scheint   er  einige Male verloren zu haben. Sein größ­ tes   Manko   sind   aber   seine   schlampigen  Landungen. Manch   einer   macht   aus   seiner   Not   ein  Spiel, so führt Quack für seine Versiche­ rung   eine   Liste,   welche   Transportmittel  er  zu  Bruch brachte,  um nach  einer  be­ stimmten Menge eine Anstecknadel zu er­ halten. Gelegentlich erhält er auch Noten  der Drillinge dafür. Außerdem schreibt er  das Buch „Wracks, die ich nie vergessen  werde“. Generell ist er etwas sentimental:  In seinen Taschen sind neben Kaugummi­ bildchen, Gummiband und einer Murmel  noch eine Flügelmutter als Erinnerungs­ stück an seine Lieblingsbruchlandung. Die   Höchstzahl   an   Bruchlandungen,   die  Quack   seit   seinem   Schnellkurs   in   der  Flugschule hatte, sind 3876 Mal, in Dago­ berts   Zukunftsvision   sind   es   inzwischen  4892   Bruchlandungen.   Obwohl   diese   be­ rüchtigt   sind,   ist   er   tatsächlich   in   der  Lage, innerhalb der Serie alles steuern zu  können,   was   fliegen   kann,   inklusive   au­ ßerirdischen Raumschiffen. Sein   Psychologe   Professor   Erplovic   hilft  ihm  gerne  bei  Wahnvorstellungen.  Diese  hindern ihn aber nicht daran, sein Glück  mit großem Erfolg bei der Damenwelt zu  versuchen. So konnte er sich einige Fans  und Freundinnen innerhalb der Serie an­ lachen und macht seine Scherze, wenn er  mal   hinter   den   Damen   herjagen   muss  statt umgekehrt. Quack   scheint   trotz   seiner   beschränkt  wirkenden   Bildung   wissenschaftlich   in­ teressiert zu sein: Er formuliert sein eige­ nes Gesetz der Schwerkraft und führt in  Dagoberts   Zukunftsvision   als   Professor  mit   4892   Bruchlandungen   einige   Vorle­ sungen. Überhaupt   scheint   Quack   nicht   immer  auf   den   Kopf   gefallen   zu   sein:   Er   packt  immer mehrere Anoraks und Taucheran­ züge   ein,   falls   es   blinde   Passagiere   und  unerwartete Gäste gibt. Da er Bruchlan­ dungen gewohnt ist, hat er immer einige  weitere Maschinen auf Reserve und kann  diese flink reparieren. Einmal weiß sogar  seine   wasserdichte   Jacke   die   Ducks   zu  retten. Vom   Fernsehstar   „mutiger   Major“   ist  Quack  nicht  begeistert,  er schätzt lieber  wahre  Helden wie  Krachbumm­Ente.  Es 


schmeichelt ihm sogar, mit ihm verwech­ selt zu werden, doch als er versehentlich  in  dessen Anzug landete, scheinen seine  Technik­Kenntnisse zu versagen.  Quack   ist   der   einzige,   dessen   Sternzei­ chen man kennt: Er ist Widder.

Nicky Vanderquacks Nicky Vanderquacks wurde zwar als An­ hängsel von Kindermädchen Frieda in die  Familie   Duck   eingeführt,   entwickelte  aber bald eigene wechselnde Charakteris­ tiken,   welche   ihr   zwar   Dagoberts   Gunst  sicherte, aber unter den Launen der Dril­ linge leiden ließ. So ist Nicky auf ihre Schönheit bedacht,  sie pflegt ihr Kleid, trägt nachts gelegent­ lich Lockenwickler und  hat Hausschuhe,  die   zu   ihrer   Quak­Quak­Flickenpuppe  passt, andererseits benutzt sie diese auch  als   Baseball­Handschuh,   wenn   es   zum  großen   Spiel   gegen   die   Panzerknacker­ Bengel   geht.   Generell   scheint   sie   aber  eher freundlich zu sein, grüßt zahlreiche  Entenhausener   beim   Namen   und   bringt  selbst   ihrem   Prüfungsleiter   noch   das  Schwimmen bei.

voll verknüpft sie Aspekte verschiedener  Märchen und bildet so komplett neue. Den Spielzeughändler Cleany besucht sie  gerne, da er ihr häufiger einen Lutscher  mitgibt. Dort gibt es auch die Spielzeuge,  welche sie so liebt, etwa eine Polly­Putzig­ Puppe und eine Quacky­Quatsch­Puppe.  Obwohl   Nicky   also   generell   beliebt   ist,  scheint   sie   eine   der   undurchsichtigsten  Figuren   Entenhausens   zu   sein,   bei   der  man nie ahnen kann, was sie als nächstes  vorhat.

Doofy Doofy scheint zwar neben dem Essen vie­ le dumme Scherze zu lieben, hat aber da­ für   auch   Talente.   So   kann   er   hervorra­ gende   See­Omelettes   und   Heidelbeer­ Plätzchen zubereiten, außerdem steht er  loyal zu seinen Freunden. 

Mumm in ihm, da er nur mit einer Keule  bewaffnet  Dinosaurier   attackiert.  In  sei­ ner Höhle steckt das Skelett eines Saurus  Giganticus,   den   er   vielleicht   auch   schon  erlegte. Als er Dagobert trifft, ist er sofort  fasziniert von ihm und arbeitet daran, ihn  zufrieden zu machen. Er ist schnell lern­ fähig und kann schon nach wenigen Ta­ gen fast perfekt sprechen. Doch   auch   mit   den   Drillingen   versteht  sich Bubba gut, sodass er schnell zum Eh­ ren­Fieselschweifling   ernannt   wird.   Wie  die drei liebt er Rock’n’Roll und singt bei  seiner   Einschulung,   als   er   die   Ducks   in  die Gegenwart begleitet. Später begeistert  er sich auch für Sport, sein Dinosaurier  Treter dient dabei als Reittier. Es ist bei  Verfolgungsjagden zwar so schnell wie ein  Auto,   aber   langsamer   als   ein   rollender  Einkaufswagen,   wenn   er   tobt,   bebt   die  Erde. Die Schulnoten von Bubba sind so beschä­ mend, dass er in der ersten Klasse sitzen  blieb.   Nachdem   ihn   eine   Erfindung   von  Daniel   Düsentrieb   intelligenter   machte,  arbeitet   er   an   seiner   Doktorarbeit   „Vom  Kindergarten   zum   Universitätsabschluss  in   weniger   als   einer   Woche“,   mag   dafür  aber   seinen   Lieblingsfilm   „Der   Angriff  der Killerpampelmusen“ nicht mehr.

Goldie

Dennoch   bezeichnet   sie   Tiere   als   ihre  „Lieblingsleute“ und geht so auf viele wil­ de Tiere zu, denen sie auch absurde Na­ men gibt. Ihre Tierfreundlichkeit hindert  sie aber nicht daran, Fleisch zu essen, so  isst sie auch gern Duckburger von McDu­ ckels.   Auch   auf   einem   Schiff   im   wilden  Sturm übernimmt sie furchtlos das Kom­ mando,   während   sie   auf   Gebirgen   sogar  vor Schneeflocken erschrickt. Sie   scheint   eine   Fixierung   auf   Dagobert  zu haben, so kann sie auch in Dagoberts  Geld baden und lässt sich von ihm schnell  überreden, sichere Aufgaben zu überneh­ men anstelle ihn zu begleiten. Ihre Vorliebe für Märchen ist mit keinem  guten   Gedächtnis   verbunden:   Fantasie­

Auch   seine   Mutter   scheint   ein   strenger  Gourmet zu sein, so klagt Doofy, dass sie  förmlich   explodiere,   wenn   sie   mal   mit  dem Essen auf ihn warten müsse. So hat  ihr   Sohn   eine   wachsende   Angst   vor   Le­ bensmittel entwickelt, die ihn verspeisen  wollen.   Auch   der   Schulhofschläger   Bully  Panzerknacker   droht   ihm   häufig.   Wenn  ihm   dieser   oder   gar   die   Panzerknacker  seine   Mahlzeiten   wegfuttern,   kommt   es  ihm wie eine Folter vor. Es grämt Doofy, dass er noch keinen Geo­ logie­Orden   beim   Fähnlein   Fieselschweif  bekam, was ihn aber nicht daran hindert,  stolz   die   Uniform   zu   tragen.   Auch  schwärmt   er   für   den   Fähnleinführer  Quack,   kommt   aber   in   Dagoberts   Zu­ kunftsvision mit Nicky zusammen.

Bubba Als   Höhlenente   der   Vergangenheit   ist  Bubba getrieben von seinen Instinkten, so  kann er Spuren erschnüffeln und heulen  wie ein Wolf. Es steckt auch eine Menge 

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Als Sängerin in einem Saloon hat Goldie  einen gewissen Stolz. So ging sie auf Da­ goberts   Provokationen   ein   und   wettete  mit ihm, mehr Gold zu finden als dieser.  Doch allmählich schien sie sich in ihn zu  vergucken, bis er auf einmal mit dem ge­ meinsam   gefundenen   Gold   verschwand.  Jahre später gräbt sie am Klondike noch  immer nach Gold und hat ihren Groll auf  Dagobert nicht vergessen, als dieser wie­ der auf der Matte stand. Doch als sie ge­ meinsam   herausfinden,   dass   ihr   Streit  nur  durch  ein  Missverständnis  zustande  kam, verzeihen sie einander.


Der   Friede  dauert   aber  nicht  lange:   Als  sie von den Drillingen erfährt, dass Dago­ bert   jemand   anders   heiraten   möchte,  taucht   sie   mit   ihrem   Gewehr   auf   und  macht   Jagd   auf   den   süßholzraspelnden  Schürzenjäger.  Der alten Claim leert sich nach und nach  und so behauptet sie Dagobert gegenüber,  mit Holzfällerei ein lukrativeres Geschäft  zu betreiben. Sie verkauft ihr neues Land,  die Parzelle 3289 Plan 276, an Dagobert,  der dort Gold vermutet, es aber auf Gol­ dies verbliebenem Land entdeckt. Vorher  ließ sie sich aber noch von Dagobert und  Mac Moneysac zur Elchkopfhütte ausfüh­ ren, wofür sie sich nicht nur ihr schickes  altes Kleid anzog, sondern auch die Haa­ re färbte.

Fenton Crackshell Eigentlich hätte er lieber Gefahr als zwei­ ten Vornamen gehabt, denn er neigt zum  Dramatisieren: Fenton Amadeus  Cracks­ hell teilt mit seiner Mutter einen Wohn­ wagen und arbeitet als Bohnenzähler bei  Dagobert Ducks Fabrik. Laut seinem Ab­ schlusszeugnis   ist   dies   eine   Leistung,  denn laut diesen habe er „beste Aussich­ ten,   nichts   zu   werden“,   doch   Fenton   ist  nicht   zufrieden.   Er  hasst   Bohnen  inzwi­ schen   und   träumt   von   einer   größeren  Karriere mit mehr Anerkennung, außer­ dem von der schönen Gandra Dee, welche  ebenfalls in der Bohnenfabrik arbeitet. Als beinahe­Absolvent der Banana­Kleier­ Flockentaler­Kursus für Entenbuchhalter  (nur zweimal durchgefallen) und der Fä­ higkeit, beeindruckend schnell auch hohe  Summen zählen zu können, sieht er sich  als durchaus geeignet, sich bei Dagobert  Duck  als  Buchhalter  zu   bewerben.  Zwar  wird   er   eingestellt,   doch   bei   der   ersten  Enttäuschung wieder entlassen, sodass er  sich   in   Daniel   Düsentriebs   Werkstatt  schleicht   und   das   neuste   Sicherheitssys­ tem   für   den   Geldspeicher   stibitzt,   näm­ lich den Anzug der Krachbumm­Ente in­ klusive   Handbuch   „Wie   wird   man   eine  Krachbumm­Ente: 6 einfache Lektionen“.  Schnell findet er Fans in Form von Dago­ berts   Großneffen   (was   ihm   gefällt:   „Ich  bin ein Fan von jedem, der ein Fan von  mir ist!“) und gewinnt den Respekt, wel­ chen  er  vorher  so  nötig   verlangte.  Seine  doppelte Identität versucht er durch eine  dunklere,   mechanischere   Stimme   zu  schützen,   außerdem   könne   man   Krach­ bumm­Ente   durch   die   Telefonnummer  555­GIZMO erreichen.

Ein   andermal   möchte   er   Vizepräsident  zur   Betreuung   neuer   Produkte   werden,  was   Dagobert   inserierte.   Doch   Dagobert  zeigt sich uninteressiert, sodass sich Fen­ ton   an   Werbeclips   mit   Gandra   Dee   ver­ sucht. Als Platzhalter­Name verwendet er  „Pep“, welches noch vor der Nennung ei­ nes   echten   Produkts   ungewöhnlich   be­ kannt wurde.

Der Anzug selbst birgt viele Eigenschaf­ ten und wird häufig zum Problem, so fin­ den die Panzerknacker einmal die Anlei­ tung und verwenden den Anzug inklusive  Inhalt für ihre eigenen Verbrechen. Doch  solche   Vergehen   sind   schnell   verziehen  und   der   Bürgermeister   Entenhausens  verleiht Krachbumm­Ente sogar den En­ tenhausener   Superdetektiv­Entenstahl­ Orden   für   die   Rettung   diverser   Geiseln.  Auch scheint der Anzug nicht wasserfest  zu sein: „Wenn es um Wasser geht, bin ich  mehr Krachbumm als Ente.“ Doch Dagobert kommt bald  auf die dop­ pelte Identität und behandelt den Super­ helden nun mit weitaus weniger Respekt,  einmal entlässt er ihn sogar mit dem Wis­ sen, dass Fenton sich mit nur einem Ein­ kommen nicht über Wasser halten kann,  dabei habe er sich schon so an seinen un­ teren Mittelklasse­Stil gewöhnt. Das   doppelte   Einkommen   nutzte   er   an­ fangs   für   eine   Verabredung   mit   Gandra  Dee   und   seiner   Mutter,   die   gemeinsam  ins Autokino fuhren. Gandra gesteht ihm  bald ihre Liebe und Fenton versucht, sie  mit   besonders   vielen   Geschenken   glück­ lich  zu   machen,  was   sie  weniger  begeis­ tert. Dies sorgt wiederum dafür, dass er  nie   einen   Groschen   zum   Telefonieren   in  der Tasche hat. Dafür hat er einen Gold­ zahn. Fenton   hat   auch   weitere   Talente,   die  meistens unterschätzt werden. So weiß er  sich durch Fangfragen und Zungebrecher  aus   kniffligen   Situationen   rauszureden,  er   hat   den   letztjährlichen   „Pfannkuchen  in   die   Luft   werfen   und   mit   der   Pfanne  wieder   auffangen“­Wettbewerb   gewonnen  und kann gut angeln.  Er versucht sich als Erfinder von pulveri­ sierten Wasser, quadratischen Mottenku­ geln   und   Lockenwicklern   mit   eingebau­ tem Fön, verkauft gegen Ende aber doch  lieber als Zauberkünstler Crackshelli Dü­ sentriebs Multifon­Dublikator.

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Mac Moneysac Da Mac Moneysac anscheinend ebenfalls  aus Schottland kommt und immerhin die  zweitreichste Ente der Welt ist, sind ge­ wisse   Parallelen   zwischen   den   beiden  wahrscheinlich. Im Gegenteil zu Dagobert  verbündet   sich   Moneysac   aber   auch   mit  einigen Verbrechern, um seinem Konkur­ renten   auszuschalten.   So   hat   er   schon  Verbindungen zu den Panzerknackern, zu  Shifty   und   seinem   Kumpel   und   zu   den  Kleinkriminellen   Dijon.   Um   mit   diesen  notfalls auch von seinem Haus fliehen zu  können, ließ er sich einen Geheimgang zu  seiner Limousine bauen, welche eine mög­ liche Flucht nach Bombay vereinfacht.

Gundel Gaukeley Die Berufshexe Gundel Gaukeley giert es  nach   Macht.   Diese   möchte   sie   mit   dem  Glückszehner   von   Dagobert   Duck   errei­ chen,  doch  dieser  rückt  die  Basis  seines  Vermögens nicht ohne weiteres raus. Da­ goberts Gründe sind zwar rein sentimen­ tale,   Gundel   jedoch   vermutet   echtes  Glück hinter der Münze und scheint da­ mit auch recht zu haben.  Um   an   das   Geldstück   zu   gelangen,  schreckt Gundel vor keinem Trick zurück.  So verzaubert sie die Panzerknacker, ih­ ren eigenen Schatten und Ängste, um aus  Familie   Duck   das   begehrte   Stück   zu  schmuggeln.  Sie mietet sich  eine  Enten­ hausener Wohnung, fliegt mit einem eige­ nen Flugzeug, lässt ein Monster ihre Li­ mousine   und   Helikopter   bedienen   und  verwandelt   sich   in   attraktivere   Frauen,  um ihr Ziel zu erreichen, einmal benutzt  sie   sogar   einen   Besen   als   Transportmit­ tel.   Einige   ihrer   Ideen   scheint   sie   aus  dem   Schwindler­und­Zauberer­Magazin  zu   haben,   welches   sie   abonniert   hat.  Rechnungen bekommt sie dafür aber kei­ ne, selbst ihr Briefträger fürchtet sie.


Schlabber kann auch nicht lesen, scheint  aber stellenweise intelligenter als Burger  zu sein. Zu seinem Geburtstag gehen sei­ ne Brüder mit ihm in den Zirkus, außer­ dem   besitzt   er   Kontaktlinsen.   Den   Zoo  fürchtet er wegen der vielen Gitter darin.

Einen   Einblick,   was   Gundel   mit   Dago­ berts   Glückszehner   machen   würde,   be­ kommt   man   in   dessen   Zukunftsvision:  Hier bildet sie eine Fusion mit den Dril­ lingen und kontrolliert so mehr oder we­ niger den kompletten Markt. Dies macht  sie   von   Entenhausen   aus,   obwohl   ihr  Wohnsitz, der Berg Vesuvius, in der Nähe  von   Italien   liegen   soll.   Woher   Gundels  russischer Akzent kommt, wäre eine wei­ tere Frage.

Oma Knack und die Panzerknacker Die   Brüder   Knack   wurden   von   Oma  Knack aufgezogen und entwickelten recht  unterschiedliche Charaktereigenschaften,  während zum Beispiel die Drillinge Duck  beinahe   identisch   sind.   Burger   etwa   ist  etwas beschränkt, launisch und stets auf  der   Suche   nach   dem   nächsten   Happen.  Dabei  ist er nicht anspruchsvoll: Er isst  auch die Kuchen, in  welche Oma Knack  Waffen   einbaute,   oder   Schokolade­Erd­ beere­Kaugummi­Kuchen, denn „von Erd­ beeren   kriege   ich   immer   so   schöne  Pickel“, und er bekam an einer Stelle so­ gar   eine   Lebensmittelvergiftung   von   ei­ nem verdorbenen Erdnussbutter­und­Sar­ dellen­Sandwich,   weshalb   er   ins   Kran­ kenhaus  musste. Seine Familie besuchte  ihn   dort,   damit   er   sich   nicht   allzu   sehr  langweilt. Mit Büchern kann er sich nicht  beschäftigen, da er weder schreiben noch  lesen kann, dafür schätzt er Höflichkeit.  Seine   Fußsohlen   quietschen,   weshalb   er  häufig Schuhe trägt.

und guckt die Serie „Vater ist der Beste“  und   das   Magazin   „Die   Meistgesuchten  von   Entenhausen“.   Laut   Burger   hat   sie  einen dunkleren Bart als Karlchen.

Karlchen scheint neben Megabyte der in­ telligenteste der Gebrüder zu sein. Er hat  selbst   im   Gefängnis   ein   Zeitungs­Abo,  welches der verkaufende Junge per Stein­ schleuder   durch   die   Gitter   schießt.   Sein  größter Traum ist es, größer zu sein, auch  neigt er dazu, seine Brüder aus Frust zu  verdreschen. Bebop hat ein Faible für Musik und Tanz,  sein größter Traum ist es, Ballet­Tänzer  zu werden. Megabyte scheint als einziger der Bande  studiert   zu   haben,   daher   drückt   er   sich  gerne in Fachausdrücken aus. Oma  Knack  ist  stolz   darauf,  nie  im  Ge­ fängnis   gelandet   zu   sein,   und   versteckt  sich häufig in einer Hütte des Entenhau­ sener Waldes. Ihre acht Kinder bindet sie  gerne für ihre kriminellen Zwecke ein, die  Erziehung ist dabei wohl recht vielfältig  geworden.   So   können   Babyface,   Burger,  Karlchen und Kuno fliegen, beinahe alle  können   auch   noch   sehr   angenehm   im  Chor singen. Loyalität kennt die Familie  nicht,   so   lässt   Oma   Knack   gerne   ihre  Jungs im Stich, sobald die Polizei kommt,  Burger   wird   auch   gerne   als   Geisel   zu­ rückgelassen.   Trotz   jahrelanger   Erfolge  wird   Oma   Knack   gegen   Ende   der   Serie  häufiger   von   der   Polizei   erwischt.   Ihr  Lieblings­Deodorant   ist   laut   ihren   Kin­ dern   Abwasserkanal   Nummer   fünf,   das  kann aber auch ein Irrtum sein, immer­ hin sagen sie auch Deo­Hydrant statt De­ odorant. Die   Panzerknacker   haben   auch   eigene  Verstecke, ein besonders häufiges ist das  alte,   marode   Mietshaus   an   der   Schönen  Aussicht Nr. 27.  Obwohl Oma Knack sich ihren Jungs ge­ genüber nicht immer loyal verhält, bemü­ hen sich diese, gute Enkel zu sein. Zum  Geburtstag   wollen   sie   ihr   den   Geldspei­ cher   schenken,   für   den   Titel   „Brambell­ Mutter des Jahres“ geben sie sich als ihre  Söhne aus. Oma Knack gehört auch der  Gangstermütter­Vereinigung   an,   bei   der  sie hofft, zur Verbrechermutter des Jah­ res gewählt zu werden. Nebenbei   liest   sie   gerne   die   Zeitschrift  „Gepflegtes   Heim   und   Gefängniszelle“ 

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Die Panzerknackerbande auf Oma Knack  und ihre Söhne zu reduzieren, wäre ver­ kehrt.   So   existieren   außerdem   noch   die  Blaublut­Panzerknacker Bernaise, Bizeps  und Bonaparte, die aus ihrem luxuriösen  Gefängnis ein­ und ausgehen können, wie  es ihnen beliebt und  sich mit Gemälden  von Van Koch bezahlen lassen, außerdem  gibt   es   die   drei   Panzerknacker­Babies  Plem­Plem,  Babydoll   und   Bumm­Bumm,  die neben Oma Knack die einzigen weibli­ chen Familienmitglieder zu sein scheinen,  und   letztendlich   die   Panzerknacker­Ben­ gel, welche von Oma Knack trainiert wer­ den,   um   die   Baseball­Mannschaft   des  Fähnlein Fieselschweifs  zu besiegen. Ihr  Motto   ist   dabei   „Die   Netten   werden   die  Letzten   sein“,   die   Schilder   der   Bengel  sind   noch   leer.   Ein   weiterer   Verwandter  scheint   der   Schulhofschläger   Bully   Pan­ zerknacker zu sein, welcher Doofy gerne  das Essensgeld raubt. Ob er Teil der Ben­ gel­Mannschaft  ist, wird  leider nicht  ge­ zeigt. Die   Panzerknacker­Babies   bestehen   wie  gesagt   aus   der   kräftigen   Anführerin  Plem­Plem,   die   energische   Babydoll   und  der   eher   beschränkten   Bumm­Bumm.  Ihre   Masken   sind   lila   und   die   Kostüme  verschieden,  generell   sehen   sie  kaum   so  aus wie ihre bekannteren Cousins. Plem­ Plem   versteckt   in   ihrer   Turmfrisur   ein  Gewehr   und   in   ihrer   Handtasche   Haar­ spray sowie einen Revolver.  In Kanada scheint es weitere Verwandte  zu geben: Der kurze Badwood, der massi­ ven Mackie und das Schwein Speckie le­ ben dort in der Wildnis. Badwood behaup­ tet, die drei wären Zwillinge und Speckie  wäre   nur   durch   eine   schwere   Schweine­ grippe so geendet. Badwood ist der einzi­ ge   bekannte   Panzerknacker,   der   einen  Schnauzer   trägt,   während   Mackie   sogar 


einen Vollbart hat und der einzige ist, den  man nie sprechen hört.

Vacation Van Honk

besser.

Von Vacation Van Honk weiß man, dass er  viel unterwegs ist und so häufig an Flug­ häfen und bei Pausen auf Bänken vorzu­ finden ist. Außerdem ist er recht eng mit  der   Familie   Duck   befreundet,   sodass   er  nicht nur auf Dagoberts Geburtstagsfeier  darf, sondern auch Friedas Amateur­Oper  unterstützt.   Obwohl   er   gerne   Erfindun­ gen   wie   den   automatischen   Klamotten­ Anzieher   bei   Daniel   Düsentrieb   kauft,  kann er auch abfällig über diese urteilen,  sobald sie Fehlfunktionen aufweisen.

Kater Karlo Kater   Karlo   scheint   eine   gewaltige   Ver­ wandtschaft zu haben, etwa Hauptmann  Carlo   aus   Montedumas,   der   als   Freund  von   Ray   das   Land   übernahm.   Er   zeigt  sich als streng und sadistisch. Ebenfalls streng, aber weniger sadistisch  ist Käpt’n Blackheart, der vor unbekann­ ter Zeit mit seiner Piratenbande die Mee­ re   durchkreuzte.   Wegen   seiner   Vorliebe  für   Musik   zwingt   er   seine   Gefangenen,  für ihn zu singen und jagt ihnen hinter­ her, falls diese ein besonderes Talent dar­ in zeigen. Der   Seebär   Piet   wirkt   hingegen   nur  schurkisch:  Als   Opfer  der  Angriffe  einer  mysteriösen Seeschlange bemüht er sich,  an   der   Seite   von   Familie   Duck   diese   zu  besiegen und ihr Rätsel zu lösen. Auf  der  Suche  nach  der  Perle  der  Weis­ heit schleicht sich Karlo auf die Bananen­ insel, wo er in einer Verkleidung ein be­ sonderes Tanztalent zeigt. Zuerst möchte  er   mit   seinem   Partner   Schlappohr   die  Perle an Dagobert verkaufen, doch dank  diesem erfährt er auch, dass diese Perle  zu unerhoffter Weisheit führt. Dies moti­ viert   beide   zurück   zur   Insel,   wo   diese  Weisheit sie dazu zwingt, die Perle zurück  zu   geben.   Die   beiden   Schurken   können  sich dennoch dazu überreden lassen, ein  wenig   mit   den   Eingeborenen   und   den  Ducks zu tanzen. Auch Kinghis   Khan  ähnelt  Kater Karlo.  Er ist in einer Rückblende zu sehen, als  er seine Krone im Schattenpass verliert.

Donald Duck Nachdem   er   einige   Zeit   lang   auf   seine  Neffen   aufpasste,   sieht   Donald   Duck   in  dem   Beruf   des   Matrosen   die   Erfüllung  seines Traumes, per Meer die Welt zu se­ hen. Tatsächlich gelingt ihm das auch, al­ lerdings verursacht sein Pech auch einige  Strafarbeiten. So muss Donald unter an­ derem   auf   Order   seines   Chefs   Admiral  Grimitz das riesige Deck schrubben oder  Kartoffeln schälen, die permanente Büro­ kratie   kritisiert   Donald   auch   gerne.   Da  ihn kaum einer akustisch versteht, macht  seine Probleme bei der Marine auch nicht 

Dennoch ist Donald  in der Serie weitge­ hend optimistisch und auf Spaß aus. Eine  Entführung wird ihm zur Freude, als er  seinen   neuen   Harem   begutachtet,   nach  seinen Blackout hofft er, dass er wenigs­ tens Spaß gehabt hatte.  Manchmal kommen ihm auch ganz gute  Ideen, so erhält er für die Verhaftung von  Dr. Horatio Bluebottle die Silberne Kehr­ jacke. Über die Pläne der Drillinge, so zu  werden wie ihr neuer Ziehonkel Dagobert,  kann   Donald   nur   lachen.   Schließlich  schätzt   er   sein   eigenes   Leben   viel  amüsanter   und   abenteuerlicher   ein   als  das von Dagobert.

Gustav Gans Als Lebemann mit einer ordentlichen Por­ tion Glück kann Gustav Gans recht sorg­ los in den Tag hinein leben, scheint das  aber nicht als Grund zu betrachten, Arro­ ganz   zu   entwickeln.   Im  Gegenteil   pflegt  er   regelmäßigen   Umgang   mit   Dagobert  und besucht ihn sogar auf seiner Geburts­ tagsfeier, obwohl beide grundverschiedene  Prinzipien   pflegen.   Arbeit   hält   Gustav  zum Beispiel für kein notwendiges Übel,  um es zu etwas zu bringen. Kein Wunder  also, dass Gustav es trotz gepflegtem Äu­ ßeren   und   finanzieller   Unabhängigkeit  nie in die Gesellschaft der Statussuchen  aufgenommen   wurde.   Eine   gewisse   Pro­ minenz   genießt   er   dennoch,   immerhin  kennt ihn der Versteigerer in einem Auk­ tionshaus   beim   Namen,   Dagobert   zum  Beispiel aber nicht. Sein   Glück   scheint   magischer   Natur   zu  sein: Es verwandelt sich in Pech, sobald  es   mit   schlechte   Absichten   missbraucht  wird.   Dies   scheint   der   Berufshexe   lange  klar   gewesen  zu  sein,  Gustav  erfährt  es  durch   sie   erst   schmerzhaft.   Zum   Glück  kehrt es aber auch wieder zurück, sobald  er die üble Tat rächt.

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Admiral Grimitz Als Marine­Admiral hat Grimitz eine Vor­ liebe dafür, wenn Dinge explodieren. Hyp­ nose und alle Ausreden, die seine Unter­ geordneten in ein besseres Licht stellen,  lehnt er als lächerlich ab. Manchmal läs­ tert er über seine Frau.

Ma Crackshell Es ist nicht viel über die Mutter von Fen­ ton Crackshell bekannt, nicht einmal ihr  Vorname. Sie wohnt mit ihrem Sohn in ei­ nem   Wohnwagen   und   scheint   beträchtli­ che   Erfahrungen   beim   Fernsehen   ge­ macht   zu   haben,   so   meint   sie,   nach   25  Jahren   Fernsehserien   in   der   Lage   zu  sein, einen Gedächtnisschwund zu erken­ nen. 

Zu ihren Lieblingssendungen und –serien  zählen   „Die   Grützwaldklinik“,   „Die   Jun­ gen   und   Federlosen“,   „Alle   meine   Ent­ chen“,   „Wackeleia   Watschels   Wunders­ how“,   „Die   Insel   der   Gänseriche“,   „Der  Flugenten­Clan“ und „Die Entenstraße“. Vor ihrem Sohn scheint sie nur mangeln­ den Respekt zu haben. Seine Ideen lehnt  sie   mit   einem   „Fenton,   komm   mir   nicht  wieder mit einer Idee, der Wohnwagen ist  schon voll genug!“ ab, scheint aber einen  weichen Kern  unter ihrer  harten Schale 


zu   haben.   So   begleitet   sie   Fenton   gerne  zum   Feiern   seiner   zwei   neuen   Jobs   zu  dessen ersten Date mit Gandra ins Auto­ kino  und  macht sich dafür sogar schick.  Das Schick­Machen passiert kein weiteres  Mal   in   der   Serie,   was   nicht   weiter   ver­ wundert,   immerhin   bezeichnet   sie   ihren  Presslufthammer als Make­Up­Entferner.  Ihr genaues Alter ist unbekannt, sie hat  aber schon dritte Zähne. Später baut sie für ihn einen neuen Su­ perheldenanzug, für den sie die Auszeich­ nung   zur   Handwerkerin   des   Jahres   ge­ winnt,   oder   zieht   sich   dessen   Krach­ bumm­Anzug an, um ihm in der Schweiz  zur Hilfe zu eilen. Doch nicht nur Fenton  hilft sie gerne, auch mit Dagobert scheint  sie einige Gemeinsamkeiten zu haben. Sie  lernt   ihn   bei   seinem   Gedächtnisverlust  kennen und nimmt ihn auf, um bei einer  Pizza   gemeinsam   beider   Lieblingsserie  „Die   Jungen   und   Federlosen“   zu   sehen.  Als   Ma   Crackshell   durch   einen   Unfall  übersinnliche Kräfte gewinnt, stellt Dago­ bert sie als Wahrsagerin ein und lässt sie  bei sich einziehen. Als sie auf einmal ver­ schwindet,   lässt   er   ihr   Bild   sofort   auf  Milchtüten drucken, obwohl laut ihm dar­ aufhin die Hälfte der Milch gleich sauer  wurde.

ben,   wartete   aber   wegen   der   eigenen  Scheu   lieber   auf   dessen   ersten   Schritt.  Als dieser kündigt, um sich einen Job als  Buchhalter bei Dagobert Duck zu besor­ gen,   schien   alle   Hoffnung   umsonst   zu  sein, doch Fenton besucht sie nicht nur in  der Bohnenfabrik, sondern lädt sie auch  zu   einer   gemeinsamen   Verabredung   ins  Autokino mit seiner Mutter ein.

Gandra Dee

Gandra scheint ein Interesse für Technik  zu hegen: Als in der Abendschule der Na­ gel­Lackierkurs   voll   war,   ging   sie   zum  Kurs   über   elektromagnetische   Spionage­ roboter, als Sekretärin bekommt sie eine  permanente Sehnenscheiben­Entzündung  vom Stöpseln am Telefon und zum Frisie­ ren geht sie in Mildreds Spar­, Schmier­  und Dauerwellenboutique, wo sie auch di­ rekt ihren Wagen, den pinken Donnervo­ gel reparieren lassen kann. 

Beim   Sekretärinnen­Job   in   Dagobert  Ducks   Bohnenfabrik   lernte   Gandra   Dee  den schüchternen Fenton kennen und lie­

Ihre   Allergie   gegen   Rosen   kam   erst   bei  den   Verabredungen   mit   Fenton   ans   Ta­ geslicht.   Für   diesen   schauspielert   und 

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modelt   sie   auch,   damit   Fenton   sich   als  Werbefilmer   verkaufen   kann.   Erst   wird  das beworbene Produkt zum Erfolg, doch  nach   Nebenwirkungen   bezeichnet   sich  Gandra als meistgehasste Fernsehdame. 

Dijon Dijon,  ein  kleptomanischer  Araber,  lernt  Dagobert bei dessen Schatzsuche kennen,  wobei   er   dem   unsterblichen   Zauberer  Merlock   hilft.   Dieser   behandelt   ihn   wie  einen stupiden Lakaien, was Dijon natür­ lich   nicht   dabei   hilft,   Eigeninitiative   zu  ergreifen.   Als   Merlock   besiegt   wird,   ist  Dijon   frei   und   kann   als   professioneller  Bettler   seinen   Lebensunterhalt   verdie­ nen.   Dabei   trifft   er   in   Barkladesh   auch  seinen   Bruder   Pupon,   der   dort   Mönch  vom Orden der Goldenen Gans wurde und  versucht, auch Dijon zu integrieren. Auch  Pupon hält ihn für wertlos, sodass Dijon  den Orden schließlich bestiehlt und flieht.  Bald   fällt   Moneysac   der   Langfinger   auf,  sodass er ihn anstelle der Panzerknacker  anheuert,   um   Dagoberts   Vermögen   zu  vernichten. Moneysacs Namen kann Dijon  sich nicht merken und vom enttäuschten  Dagobert   wird   er   inzwischen   auch   nur  noch ignoriert.  Mehrfach   versuchte   er   dabei,   den   Geld­ speicher mit vollen Taschen zu verlassen,  wurde jedoch jedes Mal von Dagobert er­ wischt. Als Entschuldigung meint er, dass  Stehlen für ihn mehr Reflex als  Überle­ gung ist.


DuckTales Spezial: Quacks Bruchlandungen Schon Newton wusste, dass alles, was 'rauf kommt, auch wieder runter muss. Pilot Quack hat das Runterkommen zu seiner persönli­ chen Kunst erklärt: Je schöner die Bruchlandung, desto wohler die Laune des Piloten und desto besser die Note, die er sich selbst da­ für gibt. Dabei hat er schon die stabilsten Maschinen beschädigt und den schicksten Apparaten ein paar weniger ansehnliche Beulen  verpasst. Hier werden nun Quacks Flugzeuge, U­Boote und Bruchlandungen aufgelistet, die weiteren Flugzeuge innerhalb der Serie werden  dabei genauso ignoriert wie die Tiere, auf denen Quack Bruchlandungen leistet.

rade rechtzeitig vor einem Gold speienden  Vulkan zu retten. Dabei schafft er es so­ gar, das ganze Schiff zu vergolden. Keine  Bruchlandung.

Folge 3 „Der goldene Kondor“ Schon,   als   Quack   dem   Zuschauer   vorge­ stellt wird, verliert er die Kontrolle über  sein   rotes   Flugzeug   und   stürzt   auf   dem  Entenhausener   Flughafen   mit   einer   be­ merkenswerten   Explosion   ab.   Doch   die  Trauer seiner Zuschauer Düsentrieb und  Dagobert ist zu früh: Bis auf einen ange­ sengten   Schal   ist   Quack   selbst   nicht   zu  Schaden gekommen.

Folge 3 „Der goldene Kondor“ Nur ein Pilot ist blöde genug, ähm, in der  Lage, den komplizierten Kondor aus Dü­ sentriebs   Werkstatt   zu   fliegen.   Doch  tückische Bergwinde sorgen in den Anden  dafür,   dass   Quack   die   Maschine   nicht  mehr in den Griff bekommt und beinahe  bei   der   Landung   einen   Abhang   runter­ fliegt, doch das schafft das Flugzeug auch  alleine. Das nun völlig beschädigte Stück  wird mithilfe Donalds repariert und kann  nun wieder heimwärts, allerdings manu­ ell   betrieben.   Schließlich   zerbirst   es   bei  Donalds   Rückkehr   zu   seinem   Flugzeug­ träger.

Folge 4 „Im ewigen Eis“ Die   Landungen   im   Vorgarten   der   Villa  Duck   und   in   der   Antarktis   auf   einem  Schneehaufen laufen ungewöhnlich glatt,  so   wird   es   erst   riskant,   als   Quack   ein  Walross  zusammen mit  seinen  Passagie­ ren   im   Lagerraum   aufnimmt.   Das   Wal­ ross   kann   aber   mit   allem   Gepäck   und  Proviant   abgeworfen   werden,   bis   zum  Ende der Folge bleibt das Flugzeug ohne  Schaden.

Folge 5 „Das Tal der goldenen Sonne“ Diesmal ist es nicht Quack, der ein turbu­ lentes   Landemanöver   startet:   Dagobert  fuchtelt mit seinem Stock am Armaturen­ brett und Quack schafft es mehr schlecht  als recht, das Flugzeug in einem Fluss Pe­ rus   zu   landen.   Leider   startet   das   Flug­ zeug nicht rechtzeitig, um den Sturz eines  Wasserfalls   zu   verhindern,   also   lässt  Quack das Wasser hinein, um auf festen  Grund zu sinken. Während  seine Passa­ giere nach Gold suchen, repariert Quack  die Schäden und pumpt das Wasser wie­ der aus dem Laderaum, um die Ducks ge­

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Folge 6 „Armstrong macht’s möglich“ Quacks   Doppeldecker   funktioniert   ganz  ohne  ausgetüftelte  Elektronik,  der  fliegt  nur rauf oder runter, um es mit den Wor­ ten  seines   Piloten  auszudrücken.  Außer­ dem ist das Flugzeug in der Lage, Wasser  zu   bunkern   und   so   zum   Beispiel   Wald­ brände zu vereiteln. Quack leistet in die­ ser Folge zwar eine recht unschöne Lan­ dung   auf   Düsentriebs   Satellitenschüs­ seln, aber keine Bruchlandung. Die Ähn­ lichkeit  mit  dem  ersten  zerstörten  Flug­ zeug aus „Der goldene Kondor“ ist aller­ dings auffällig.

Folge 6 „Armstrong macht’s möglich“ Für   ein   Wettfliegen   mit   dem   Roboter  Armstrong   wählt   Quack   einen   grünen  Hubschrauber,   doch   da   er   sich   das   Ver­ höhnen   seines   Gegners   nicht   nehmen  konnte, rast Quack damit durch eine Pla­


katwand   sowie   einen   Stall   und   kracht  schließlich im Schweinegehege. 

Folge   7   „Verwirrung   bei   den   irritierten  Iren“ Passend   zur   grünen   Insel   strich   Quack  für  den  Flug   nach  Irland   seinen  Flieger  grün, woran seine ungeschickte Landung  in einem Acker zum Glück auch nicht viel  ändert. Der Rückflug wird zwar nicht ge­ zeigt, doch kann man anhand lebendiger  Passagiere   in   der   nächsten   Folge   davon  ausgehen,   dass   es   zu   keinem   Personen­ schaden kam.

Folge 8 „Bis dass das Geld euch scheidet“ Der   Flug   nach   Malaysia   in   Dagoberts  Hubschrauber   lief   glatt,   der   Rückflug  wurde nicht gezeigt.

Folge 8 „Bis dass das Geld euch scheidet“ Dieser Hubschrauber aus Quacks Besitz   wurde extra für die Hochzeit von Dago­ bert und Millionara Vanderbucks mit sei­ ner   Reis­Last   ausgestattet,   die   Landung  wird nicht gezeigt.

der nächsten Szene in einer nahe liegen­ den   Stadt,   die   Ankünfte   wurden   nicht  dargestellt. 

Folge 10 „Die Ente mit der eisernen Mas­ ke“ Dieses   Flugzeug   landet   zwar   mangels  Sprit etwas hart in Montedumas und Pi­ lot   sowie   Besitzer   Quack   kassiert   Straf­ zettel wegen Führung „dieses komischen  Geräts“, aber gegen Ende schafft es trotz  aller Schwierigkeiten wieder in die Lüfte.  Die Landung hingegen wurde nicht doku­ mentiert.

Folge 14 „Der Silbervogel“ Nach dieser langen Zeit ohne jede Bruch­ landung   ist   es   verständlich,   dass   Quack  diese sogar ankündigt: Im tiefsten Bongo­ Kongo bekommt er eine ordentliche Straf­ predigt   von   Dagobert,   da   das   Flugzeug  dank Totalschaden nicht mehr zu gebrau­ chen ist.

Folge 14 „Der Silbervogel“ Zum  Glück  entdecken sie  dort  ein Flug­ zeug, das Quack als „eine Original 1934er  Douglas   DC2   mit   zwei   Neun­Zylinder­ strahligen, luftgekühlten Motoren, 710 PS  das Stück“ errät, aber da er Pilot ist, wird  er   damit   schon   ungefähr   recht   haben.  Nach   einigen   Reparaturarbeiten   starten  sie das veraltete Modell und sind schon in 

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Folge 16 „Der Stolz der Familie“ Quacks viertes Flugzeug aus „Armstrong  macht’s möglich“ taucht hier wieder auf.  Bei einer Probe zur dreifach geschraubten  Baumkronenstreifer­Schwungrolle,   die  keiner bisher überlebte, verfängt sich sein  Propeller in diverse Stromkabel, weshalb  Quack   ihn   Mitte   der   Folge   reparieren  muss.   Bei   inneren   Schäden   hilft   ihm  Schwester Loopie aus und so kann er zu­ sammen   mit   seiner   Familie   die   Panzer­ knacker   stoppen   und   ins   Gefängnis   zu­ rückbringen. Das Flugzeug überlebt es. 

Folge 16 „Der Stolz der Familie“ In   einer   Rückblende   sieht   man   Quack  und   seine   Familie   beim   Kunstfliegen,  doch statt wie diese beim Scheunen­Stür­ mer­Viehdieb­Segler   fabelhaft   wie   sein  Vater   einen   Ochsen   auf   die   Tragfläche  oder wie seine Mutter eine gefleckte Kuh,  erwischte er sein Schwein im Cockpit und  landete nach einem Sturz in einer Baum­ krone im Schlamm. Zum Glück wurde das  Schwein nicht verletzt, aber Quacks Ehre  knickte   es   genug,   um   auszuziehen   und  nie   wieder   zu   seinen   Eltern   und   seiner  Schwester zurückzukehren

Folge 16 „Der Stolz der Familie“ In derselben Folge darf Quack das neuste  Test­Flugzeug   von   Dagoberts   Werk   zur  Probe   fliegen,   nämlich   den   Mac­X,   der  wie ein Hubschrauber schweben, wie eine 


Okeefadokie­Sümpfen,   droht   der   Hub­ schrauber zu versinken und muss zurück  in   die   Lüfte.   Dort   jedoch   trifft   ihn   ein  Pfeil am Heck­Rotor und das Gerät stürzt  ab, kann aber noch zu eine Art Motorboot  umgebaut werden. Dieses wird erneut von  einem  Pfeil attackiert und  versinkt.  Der  Weg zurück nach Entenhausen führt über  Flughäfen.

Rakete   abheben   und   auf   einem   Kreuzer  landen kann. Sein Impuls­Bohrer an der  Spitze   kann   durch   Schallwellen   Löcher  sprengen und revolutioniert so den Berg­ bau.   Beim   unerwarteten   Landen   dank  Sabotage   der   Panzerknacker   bekommt  der Flieger keinen Kratzer ab. Den Raub  und   Umbau   durch   die   Panzerknacker  überlebt die Maschine auch problemlos.

Folge 18 „Das Snob­Appeal­Spiel“ Quack   fährt   nicht   nur   durch   die   Luft,  sondern auch durch die Meere, hier etwa  mit   einem   U­Boot.   Dieses   kann   sich   als  Segeljacht   tarnen,   Torpedos   verschießen  und   kann   auch   von   Dagobert   und   den  Drillingen   gefahren   werden.   Bei   einem  kurzen Ausflug über Wasser setzt Quack  das U­Boot unter Strom, danach taucht es  nicht mehr ab, schafft es aber als Schiff  trotzdem zur Insel von Ripentero und zu­ rück in den Entenhausener Hafen.

Folge 19 „Der Jungbrunnen“ Hier   schafft   es   Quack,   von   der   Suche  nach einer verlassenen Mine anscheinend  unfallfrei  wieder  zur  Villa  Duck zurück­ zukehren,   doch   kaum   geht   es   zu   den 

Folge 21 „Die Durch­Bruch­Landung“ Um Sprengstoff zu Dagoberts Kupfermine  zu   transportieren,   fliegt   Quack   mit   die­ sem Flieger durch die Wüste. Ein dortiges  Gewitter   trifft   den   linken   Flügelmotor  und   zwingt   sie  zur   groben   Landung   auf  einen   Canyon.   Dort   bauen   sie   sich   eine  Behelfs­Unterkunft aus einem abgerisse­ nen   Flügel,   bis   das   Unwetter   vorbei   ist.  Dann allerdings fängt die Sonne an, den  Sprengstoff   zu   zünden   und   die   beiden  müssen   vom   explodierenden   Wrack   flie­ hen. Quack zählt diese Bruchlandung als  die   hundertste,   die   er   mit   Dagobert   zu­ sammen   erlebt   und   die   gemeinsame  Flucht als die einhunderterste.

Folge 21 „Die Durch­Bruch­Landung“ Nachdem   Quack   sich   von   seiner   Ver­ wandtschaft verabschiedete, klebt er sich  ein neues Flugzeug zusammen, den Son­ nenjäger.  Mit   Dagobert  auf  dem  Hinter­ sitz und einen Kreuzer die Stunde fliegt  Quack damit zum Vulkan in den Icovet­ Regenwäldern   fast  wörtlich:   Er   fliegt   in  den Vulkan hinein und über eine Abkür­ zung   zu   einem   anderen   wieder   hinaus.  Bei   der   Landung   brechen   die   Räder   ab,  ansonsten   bleibt   das   Gerät   heil   genug,  um sie wieder zurück nach Entenhausen 

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zu   bringen.   Dort   wird   der   Sonnenjäger  ins Museum gesteckt als erstes Flugzeug,  das quer durch die Erde flog, und Dago­ bert sowie Quack als Helden gefeiert.

Folge 23 „Geschäfts­Geist“ Vierzig Jahre in der Zukunft leitet Profes­ sor   Quack   einen   Bruchlande­Kurs,   der  ihn aber nicht davon abhält, in einem flie­ genden   Fortbewegungsmittel   seinem  Freund   Doofy   zur   Seite   zu   eilen.   Dafür  muss  er  allerdings  durch die  Gefängnis­ wand..

Folge 23 „Geschäfts­Geist“ Als   vierzig   Jahre   in   der   Zukunft   sein  Freund Doofy die Kontrolle über sein blei­ freies   Flugauto   verliert,   übernimmt  Quack   für   eine   saubere   Bruchlandung.  „Ganz   wie   in   alten   Zeiten,   nicht   wahr,  Herr Duck?“ 

Folge 23 „Die versunkene Stadt“ Diesen   Hubschrauber   kennt   man   schon  aus „Der Jungbrunnen“, wo er völlig zer­ legt   wird.   Hier   fällt   sein   Öldruck   beim  Flug zu Daniel Düsentrieb und landet auf  Telefonmasten.   Wie   er   dort   wieder   run­ terkommt, erfährt man nicht.


zusammenklappbares   Flugzeug.   Mit   die­ sem   möchte   der   Bruchpilot   später   auch  Daniel   und   Dagobert   auffangen,   doch  sorgt ein Knopf auf den roten Knopf, den  Quack für den Autopiloten hielt, zum er­ neuten   Zusammenklappen   des   Flugzeu­ ges,   welches   nun   als   Koffer   alleine   ab­ stürzt. Kleine Fallschirme in Daniels Ta­ sche retten jedoch zu Glück alle.

Folge 23 „Die versunkene Stadt“ Hier fährt Quack wieder ein U­Boot, das  von   Düsentriebs   Warte   stammt.   Trotz  mangelhafter   Entwicklung   hält   es   sich  gut im Wie­heißt­er­noch­Graben, der im­ merhin  einer  der tiefsten  sein  soll.  Dort  funktionieren noch problemlos seine Lich­ ter, Greifarme und Beine. Selbst vollgeso­ gen mit Wasser funktioniert es noch ein­ wandfrei,   bis   das   Monster   von   Atlantis  Blubb­Blubbzilla es zerreißt.

Folge 30 „Wer wiegt, gewinnt“ Zugegeben,   die   beflügelte   Insel   Atlantis  als Flugzeug zu bezeichnen, dehnt die De­ finition   schon   ein   wenig,   aber   Herr   Dü­ sentrieb bastelte einen Mechanismus zum  Lenken nach Makaronien daran, welchen  Quack   zwischendurch   bedient.   Er   wech­ selt sich mit Dagobert und Daniel ab, wel­ che   gelegentlich   den   Fahrrad­Antrieb  übernehmen. Die Insel wird dank einem  Kampf   von   den   Drillingen   und   Panzer­ knackern   stark   mitgenommen,   am   Ende  der Folge hängt sie schief in der Luft.

Folge 30 „Wer wiegt, gewinnt“ Beim Kampf um Atlantis zeigt Herr Dü­ sentrieb Quack eine neue Erfindung, ein 

das Goldene Vlies existieren könnte. Dass

  Dagobert das Flugzeug gehören könnte,  wird angedeutet, aber wie der Bruchlan­ deort nicht einwandfrei geklärt.

Folge 31 „Der Schlangenfraß“ Dagobert scheint einige Hubschrauber zu  besitzen, was vielleicht auch an den Zu­ ständen liegt, in denen Quack die Geräte  hinterlässt.   Hier   ordert   Dagobert   Quack  von   der   Prüfung   für   die   Segelverdienst­ medaille ab, um ihn über den Hafen hin­ weg  aufs  Meer  zu  schicken,  wo ein  See­ monster sein Schiff angriff. Die Landung  bekommt man zwar nicht mit, doch in der  Szene darauf scheinen alle noch zu leben.

Folge 31 „Der Schlangenfraß“ Für   die   Prüfung   zur   Segelverdienstme­ daille   verleiht   Dagobert   den   Fiesel­ schweiflingen   seine   Segeljacht   „Kleine  Welle“, die Quack zwar aufs Meer bringt,  dann aber die Kinder häufig genug arbei­ ten   lässt,   damit   diese   sich   die   Medaille  auch   verdienen.   Gegen   Ende   der   Folge  hat nur Nicky eine verdient, die Rückrei­ se zum Hafen wird nicht gezeigt. Folge 33 „Das Goldene Vlies“ Quack   wird   bei   diesem   Flugzeug   am  Schwarzen Meer von Harpyien attackiert  und hält sich danach für bruchlandesüch­ tig. Erst nach seinem Besuch bei seinem  Psychologen   Dr.   Erplovic   überlegen   die  Drillinge, dass am Ort der Bruchlandung 

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Folge 33 „Das Goldene Vlies“ Trotz ähnlichen Farben ist dies nicht der  Hubschrauber   aus   „Bis   dass   das   Geld  euch scheidet“, denn hier fehlt das Dago­ bert­Logo und es gibt zwei Türen pro Sei­ te,   der   Propelleraufsatz   sieht   hier   auch  ganz   anders   aus.   Da   Quack   mit   diesem  Flugzeug wieder auf die Harpyien stößt,  kommt   er   Dr.   Erplovics   Vorschlag   nach  und beruhigt seinen Geist, um diese ver­ meintlichen Visionen loszuwerden. Da er  dadurch   das   Steuer   loslässt,   kracht   der  Hubschrauber   auf   eine   unbekannte   Ge­ gend   nahe   dem   Schwarzen   Meer.   Die  Drillinge   bewerten   diese   unfreiwillige  Landung   mit   zwei   Neunen   und   einer  Zehn.   Die   Rückkehr   wird   nicht   gezeigt,  doch   fuhr   Quack   vermutlich   mit   einer  Fieselschweif­Apparatur,   das   die   Drillin­ ge  aus   dem  Hubschrauber­Wrack  bastel­ ten. Folge 36 „Die verzauberte Stadt“ Dieser Jet on Dagobert kommt nicht zum  Einsatz:   Er   ist   schon   seit   einer   Woche  ohne   Benzin.   Mit   Sicherheit   kann   aber  auch   gesagt   werden,   dass   dem   Künstler  Quack   eine   besonders   schnittige   Bruch­ landung   gelungen   wäre,   wie   schade!   (s.  nächste Seite oben links)


landeskala wertet. 

Folge 39 „Die verlorene Welt“ Quack  sollte mit  diesem Flugzeug  einen  seltenen Vogel, den Tölpel, für Dagoberts  Zoo fangen, doch reißt ihm ein Pterodac­ tylus   beide   Flügel   ab   und   er   muss   mit  dem   Tölpel   ohen   Fallschirm   aus   dem  Flugzeug springen. 

Der Vogel flieht, aber Quack muss nun zu  Fuß nach Hause kriechen.

Folge 39 „Die verlorene Welt“ Dieses Modell, die L11, sieht man schon  in „Die Ente mit der Eisernen Maske“, es  scheint sich aber um eine andere Ausgabe  zu   handeln.   Auf   Dagoberts   Frage   „Und  Sie sind sicher, dass Sie mit diesem Mo­ dell   fliegen   können?“   antwortet   Quack  nämlich   „Ach,   ich   habe   schon   mit   ganz  anderen   Modellen   Bruchlandungen   ge­ macht“. Im Laderaum soll ein ganzer Di­ nosaurier Platz haben. Quack stürzt aus  Panik   wegen   demselben   Pterodactylus  wie vorher ab und verliert dabei den Pro­ peller.   Als   die   Passagiere   das   kaputte  Flugzeug verlassen, stürzt es von seinem  Ruhepunkt auf einem Canyon noch tiefer,  was Quack als eine Acht auf der Bruch­

Boot und zum Hubschrauber, um wieder  nach Genua zu gelangen. Es klingt viel­ leicht   unglaubwürdig,   aber   dieses   Gerät  schafft   es   schadenfrei   aus   Quacks   Hän­ den, obwohl es zusätzlich von Daniel Dü­ sentrieb   stammt,   dessen   Erfindungen  häufig launisch sind.

Folge 39 „Die verlorene Welt“ Dieses Modell, was Passagiere zur verlo­ renen Welt und zurück transportiert, hat  zwar Quack am Steuer, aber einen auto­ matischen Piloten. Folge 41 „Ein Bruchpilot spielt 007“ In diesem Wasser­Flugzeug, das anschei­ nend Dagobert Duck gehört, fliegt Quack  wieder von Genua nach Entenhausen. Die  Landung wird nicht gezeigt.

Folge 41 „Ein Bruchpilot spielt 007“ Dieses   Auto   von   Daniel   Düsentrieb   für  den   Entenhausener   Geheimdienst   na­ mens   „Donnerwetter­Flugboot“   kann  nicht nur fahren, sondern sich per Knopf­ druck   auch   in   einen   Hubschrauber   und  ein   Schnellboot   verwandeln.   Schnell  kracht Quack außer Sicht damit in etwas  und ordert ein neues „Ersatz­Donnerwet­ terdingsbums“.

Folge 41 „Ein Bruchpilot sp