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# 10,666 | April 2012

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kös zönöm

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teşekkür ederim

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ありがとう

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σας ευχαρι στώ

спасибо

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… für alles!

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mul ţumesc

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DIE PRAWDA



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DIE PRAWDA

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также

NEUE SINGLE | NEUES ALBUM | NEUES DESIGN NEUE TOUR | LETZTE PRAWDA | DANKE!!!


ÄDITORIAL

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„ES GIBT SO VIEL ZU SEHEN, ES GIBT DOCH SO VIEL ZU LERNEN. HAST DU NICHTS BESSERES ZU TUN, ALS DIE die ärzte ZU HÖREN?“ (… und jetzt alle: Lala lala, lalalalala la lala …!) Die Antwort auf die Frage ist zurzeit ja wohl völlig klar: „Nö, natürlich nicht!“ Denn heute erscheint „auch“, das neue die ärzte-Album. Aus diesem Anlass haltet ihr jetzt eine Extraausgabe der DIE PRAWDA in den Händen – yeah! Um noch mal kurz auf die obenstehende Frage zurückzukommen – damit wäre die Antwort vielleicht eher: „Doch, nämlich die die ärzte zu lesen!“ Die beste Band der Welt lud zum Promo-Tag, zwei Teammitglieder machten sich auf nach Berlin – und was dabei herauskam, könnt ihr in dieser DIE PRAWDA lesen. Natürlich geht es im Gespräch mit die ärzte hauptsächlich um das neue Album, aber wir blicken auch noch mal auf die XX-/XY-Konzerte in Dortmund zurück. Zusätzlich stellen wir euch in einem kurzen Interview den neuen die ärzte-Gra ker vor, betrachten „zeiDverschwÄndung“ etwas genauer und rüsten euch mit dem nötigen Hintergrundwissen und allerlei Fakten zu „auch“ aus. Nach dem Album ist vor der Tour – und damit ihr in den nächsten Wochen auch ausreichend Zeit habt, die Texte zu lernen, übernehmen wir für euch die Tourvorbereitungen! Natollie hat sich hingesetzt und wochenlang recherchiert, was man über die diesjährigen Tourstädte so alles wissen muss. Alle Angaben aus dem WWW und damit wie die Lottozahlen ohne Gewähr! Und weil auch das Internet nicht immer alles weiß, haben wir nachgefragt – bei Promis, Stars und Sternchen, Söhnen und Töchtern der jeweiligen Städte. Also bei denen, die sich wirklich auskennen! Auch wenn ihr jetzt vermutlich eure Tourplanung noch einmal über-

denken müsst: Wanderer bitte nach Stuttgart, Badefreunde nach Zürich und nanzkräftige In-People nach Bremen! Wo getourt wird, spielen auch Vorbands. Die vier Bands, die zum Redaktionsschluss bekannt waren, stellen wir euch in diesem Heft kurz vor – und damit ihr euch auch richtig gut vorbereiten könnt, gibt's ganz viel VorbandMucke zu gewinnen! Wie ihr vermutlich wisst, ist dies die letzte DIE PRAWDA, die ihr in den Händen halten werdet. Wir danken euch ganz herzlich für eure Unterstützung und die tolle Zeit, die wir alle mit dem Fanclub hatten! Diesen Schritt zu tun, ist für uns als Team nicht einfach, „doch manchmal ist es an der Zeit weiterzugehen“. Wir freuen uns jetzt erst mal auf die Tour, und vorher sagen wir noch ein letztes Mal, mit einer kleinen Träne im Knop och: Halt's Maul und lies!

INHALT XX ...................................................... ........................4 XY.......................................................... .....................6 Auch ein neues Design ........................... .....................8 zeiDverschwÄndung................................ .................. 11 Interview mit R+F............................. ........................13 Auch das noch..................................... ......................26 Tourguide............................................... ...................30 Die Vorbands .................................... .......................92 Als ich den Punker fand ........................... ...............103 Gewinner ............................................. ...................105 Crädits ...................................................... ..............106


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R UNTER EIN KONZERTABEND NUCH NICHT FRAUEN – DAS KANN DO DO CH? GUT GEHEN! ODER ETWA Doch! Es kann! Trotz aller Befürchtungen vorab, Angst um Leib und Leben und erhöhtem Ohrstöpselvorrat in den Hosentaschen – die Damenwelt der die ärzte-Fans belehrte uns alle eines Besseren! Ein so harmonisches und SETLIST entspanntes Konzert haben WAMMW die meisten von 2000 Mädchen uns sicherlich Lied vom Scheitern Angeber noch nie erlebt Mädchen – und werden es Wilde Mädchen leider so schnell Sie kratzt, sie auch nicht stinkt, sie klebt wieder erleben. Geh mit mir Deshalb hier Langweilig zur ewigen Deine Sch–uld Erinnerung ein Lady kleiner Einblick Mondo Bondage in die ForeneinGeisterhaus träge nach dem Mach die Augen zu legendären XXMysteryland Konzert voller Yoko Ono Liebe, Balladen Wie es geht Perfekt und einem HubSchrei nach Liebe schrauber:

Ich weiß nicht (ob es Liebe ist) Wie am ersten Tag Roter Minirock [inkl. Grace Kelly] Kopfüber in die Hölle Ist das alles? ½ Lovesong Unrockbar Elke

Manchmal haben Frauen … Käfer Junge [Mädchen-Version] Himmelblau Zu spät

So, jetzt bin ich auch endlich wieder daheim und nach ner ausgiebigen Dusche auch wieder voll unter den Lebenden :D Mein Fazit: DER HAMMER!!! Es bleibt nur mal wieder eine

Frage offen: Wie können 3 Stunden so schnell vergehen roadine, # 6749 Mädchenpogo for the win altaaaaaaaa! Mir tut alles weh. Jeder Kilometer von den 1200 hat sich gelohnt. Hallelujah! Nächstes Jahr bittebittebitte wieder! KingKorken, # 8538 Es war wirklich großartig. Bin mit sehr geringen Erwartungen hin, und sie haben mich total umgehauen! Die Setliste war super, außer „Elke“, darauf hätte ich auch verzichten können. Schade, ich dachte eigentlich, dass jetzt „Männer sind Schweine“ kommt, als sie vorher meinten, dass sie das nächste Lied nur heute spielen würden (oder so). Aber ich will nicht meckern. Außerdem war die Bühnenshow eine schöne Abwechslung, hat mich sehr beeindruckt, auch wenn ich sowohl den Anfang als auch das Ende natürlich nicht sofort gesehen habe. Aber apropos sehen: Ich musste mich nicht auf Zehenspitzen stellen, um wenigstens auch nur ein Fitzelchen zu sehen, fuck yeah! Das Publikum war wirklich angenehm, daran könnte ich mich glatt gewöhnen. Zusammengefasst: Unglaublicher Abend mit einer spielfreudigen Band, die sich sichtlich Gedanken um Set & Show gemacht hat, freundliche Menschen, wo man hinsah und ein annehmbar geringer Anteil an Selbstdarstellern. Was will man mehr? Bin überwältigt, hätte das vorher absolut nicht gedacht. TodaysRookie, #7832 So, endlich ergibt sich mal Zeit zum Verarbeiten des gestrigen Abends. Ich kann mich den Anderen hier nur


XX

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anschließen. Dieses Konzert war einfach nur großartig! Es war so entspannend und gleichzeitig war doch einiges los. Die Setlist war spitze, die Band war klasse drauf, das Publikum war toll…was will man mehr?! Auch ich würde alles für eine Wiederholung dieses Abends geben (; Ein unvergessliches Konzert und jetzt wird sich noch mehr auf die Tour gefreut! (: AnnikaK, # 8922 Hach war dit so schön. Ich fand es herrlich verkitscht. Also eigentlich steh ich ja mehr auf Schwarz + Totenköpfe etc. Aber ich fand es einfach herrlich umgesetzt. Das Konzert war voller Überraschungen und das hat es zu etwas ganz Besonderem gemacht. Teilweise fand ich die Jungs etwas zu leise aber nun gut. Ich muss sagen, ich war positiv überrascht, wie entspannt man da in der ersten Reihe rumstehen konnte, ohne zerquetscht zu werden, da hab ich mit wesentlich mehr Gequetsche gerechnet. Allgemein war ich positiv überrascht, denn ich hatte doch recht große Bedenken bzgl. eines Konzis mit nur Frauen… Auf MSS hab ich gehofft, aber nicht wirklich mit gerechnet. Ich fand, man hat einfach deutlich gemerkt, dass die Jungs gestern jede Menge Spaß hatten. Ich hoffe, sie sagen heute den Männern mal an, was mit dem Ge lmten passiert. Ich gehe ja ganz stark von na Live-DVD aus, wozu sollten sie sonst Leute interviewen und den Einlass lmen.

Alles in allem, war es ein echt toller, kalter, anstrengender und echt lustiger Abend, bei dem eine wunderschöne Erinnerung an ein einmaliges Erlebnis, ein Plek von Rod und ein Stick von Bela (und hoffentlich eine Live-DVD) rausgesprungen ist. <3 Die ganzen Strapazen haben sich ja mal sowas von gelohnt!!!!! Ach und liebe Grüße an die Mädels, mit denen ich mir beim dummen Rumgestehe beim Einlass+auf die Jungs warten die Zeit so nett vertreiben konnte BelaFreak, # 1220

Wir verlosen jeweils drei der mittlerweile komplett ausverkauften Kapuzenpullover des XX- und XY-Konzertes. Um zu gewinnen, müsst ihr lediglich folgende Frage beantworten: Welche Motive waren auf den jeweiligen Konzertkarten abgebildet?


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XY

BRACHIAL, LAUT,

MU FUßBALLSTADIENATMOSPHÄRE … SOO ONZERT! DER? ES GEWESEN SEIN, DAS XY-K Ja, okay, im DÄFC-Team herrscht gewisser Damenüberschuss. Dennoch soll natürlich auch der Rückblick auf das männlichste aller Konzerte nicht fehlen! Auch mit Hubschrauber, auch mit Liebe, aber viel viel lauter! So stand es im Forum SETLIST geschrieben: Junge Ein Mann BGS Wir sind die Besten Lied vom Scheitern Himmelblau Der Optimist El Cattivo Käfer Antizombie Vermissen, Baby Omaboy Wie am ersten Tag Yoko Ono Meine Freunde Vokuhila Superstar Deine Schuld Alleine in der Nacht Heulerei Sweet Sweet Gwendoline Schunder-Song Rebell Schrei nach Liebe Elke Teenager-Liebe Unrockbar Ignorama Zu spät Geschwisterliebe Claudia hat 'nen Schäferhund Ist das alles? Ein Lied für dich Dauerwelle vs. Minipli

Konzert war großartig gestern. Super Setlist und beste BühnenShow, die ich bisher gesehen habe auf einem DÄ-Konzert. Die Pyroshow beim Song ,,Omaboy" war total genial, da hatte ich so bisschen das Gefühl ich bin auf einem Rammstein-Konzert. Habe mich sehr gefreut, dass ich endlich mal Geschwisterliebe mit Text live gehört habe. Die Rülpse La Ola war sehr witzig. Originelle Idee von der besten Band der Welt. Und dass am Ende Farin, Bela und Rod mit einem Hubschrauber die Bühne verlassen haben, fand ich eine super Abschlussaktion.

SS

Zum 1. Wellenbrecher und Bändchenausgabe möchte ich noch sagen. Ich bin kein Freund von dieser Art und Weise der Bändchenverteilung. Finde besser wenn man im Vorfeld Front of Stage Tickets verkauft (wie z.B. dieses Jahr bei Metallica in Gelsenkirchen), oder eine Ampel-Anlage wie bei Rock am Ring für den 1. Wellenbrecher aufstellt. Weil die Leute, die arbeiten und von weiter weg kommen, und erst später da sind zum Einlass gar keine (of zielle) Möglichkeit mehr haben, in den Genuss des 1. Wellenbrecher zu kommen. Und ich verstehe auch nicht den Sinn, dass es gestern einen 1. Wellenbrecher gab. Bei anderen Konzerten in der Westfalenhalle, wo auch der Innenraum ausverkauft war, gab es auch keinen 1. Wellenbrecher. Also kann man auch nicht sagen, dass es solche Sicherheitsau agen gab. Ich war gestern genau um 18 Uhr vor der Westfalenhalle. 30 Minuten gebraucht um reinzukommen. Da gab es keine Bändchen mehr. Haben mir mehrere Security bestätigt. Alles klar, ist okay. Wer zuerst kommt mahlt zuerst. Dann bin ich rausgegangen aus dem Innenraum. Ich aufs WC und mein Kumpel wollte sich was zu essen holen. Und aus Zufall hat mein Kumpel mitbekommen, dass am 1. Wellenbrechereingang auf der linken Seite noch mal paar Bändchen verteilt wurden. Hat mich angerufen, bin dann schnell hingelaufen. Aber wieder ganz knapp zu spät da gewesen. Mein Kumpel hatte Bändchen und ich nicht. War schon ärgerlich. Habe dann ganz vorne im zweiten Wellenbrecher ganz links an der Wand gestanden. 20:15 Uhr Licht aus. Über Absperrung geklettert und nach vorne gelaufen. Hat problemlos geklappt, die Security haben es nicht mitbekommen. Front of Stage war noch Platz vorhanden. Hatte gemütli-


XY

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chen Stehplatz vorne mit guter Sicht zu Bühne. Das war mein kleiner Bericht von gestern. Freue mich schon aufs nächste Jahr. Dave182, #3327 Die Garderobe war das Übelste an Gequetsche von 5 Konzerten in der 1. Reihe zusammen! Und dann wird selbst noch von den Fans geschimpft, man solle denen nicht in die Hacken treten, wenn man von hinten gefühlte 30 Arme in den Rücken gedrückt bekommt :D Das Konzert war de nitiv das geilste überhaupt, allein der 5-jährigeSchlüppa mit Wonderwoman aufm Arsch, den Bela das ganze Konzert über der Hose trug war schon n Highlight :D Ebenso wie die tolle Elchmütze, die so schön mit der Plüschschnauze beim Schlagzeugspielen gewippt hat xD Wie bei allen natürlich waren Claudia und Geschwisterliebe n geiles Ding *-* Ich hätte nie NIE damit gerechnet dass das nochmal zustande kommt, weil Farin auch mal sagte, dass er Geschwisterliebe mit 15 geschrieben hatte und das Lied heutzutage selbst fast verachtet. Aber das mit der DVD habe ich aus 2. Reihe auch mitgehört. Einer wurde direkt vor mir befragt, und am Anfang sagten sie auch, dass sie Interviews führen für die neue DVD. Unterschreiben musste er aber auch nichts so wie anscheinend bei Spacki… Und auch solch ein Aufgebot der Effekte auf nem Konzert sind sonst ja eig mehr oder weniger nicht der Fall… ich würd mich fragen, wie die DVD dann aufgebaut/ strukturiert wäre, da 2 Konzerte… Alles in Allem n geiler Abend (Tag, ich musste ja morgens um 7 schon los und war erst nächsten Tag um 10 wieder zu Haus xD Verdammte Entfernung von Hamburch) blanca317, # 1656

War echt gut, sogar überraschender Weise richtig gut. Das Set, das gepostet wurde stimmt, lediglich Teenager Liebe wurde dazwischen geschoben, sowie Geschwisterliebe und Claudia. Die beiden wurden allerdings nicht komplett gespielt. Aber bei beiden Liedern wurde gesungen. Ganz schön stark. Pyro bei Omaboy war mit das Schärfste, was ich je gesehen hab. War heiß und hat ganz schön geballert. Sogar das Publikum war wider Erwarten richtig gut. Kaum Generve und Geprolle. So muss das sein. Achja: Ich gehe übrigens nicht von einer DVD aus. Dafür wurde auf der Bühne zu wenig ge lmt und es hingen auch nirgendwo die obligatorischen Hinweise. Noch eine weitere Anmerkung: Während des ganzen Konzertes stand die Band Sondaschule hinter mir, in in meiner Erinnerung kompletter Besetzung und es sah so aus als ob die irgendwelche Pässe hätten. Könnte darauf hindeuten, dass die nächstes Jahr (leider) Vorband werden. Gott bewahre… Hannusch, # 33


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AUCH EIN NEUES DESIGN

VON GANZEM HERZEN GRAFIKER die ärzte haben einen neuen „Artdirector“ – Felix Schlüter. Vor 15 Jahren gründete er das Gra kbüro TYPEHOLICS und hat in der Zeit schon viele Band-Artworks gemacht. Neues Album, neues Design, neuer Mann. Da haben wir gleich mal nachgefragt! Wir sind zum Telefonieren verabredet, da er aber noch dringend etwas erledigen musste, rief er zurück. So jetzt bin ich da. Habe gerade noch Gra ken zu die ärzte geschickt. Ihr seid jetzt noch dabei, Gra ken zu erstellen? Genau. Heute haben wir gerade das Booklet fertig gemacht. Da gibt

es natürlich immer noch in letzter Sekunde irgendwelche Danksagungen oder Credits, die sich noch ändern oder umgebaut werden müssen. Bei dem Cover der „auch“ ist das relativ aufwändig. Das ist handgebastelt und weit weg von der Standard-Computergra k. Ich habe die ganze letzte Woche damit verbracht. Möchtest du uns erzählen, wie es zur Zusammenarbeit mit die ärzte kam? Ja, gerne. Ich habe für Bela schon mal Illustrationen und das Cover für sein „Exit Mundi“-Hörbuch gemacht; so kamen wir in Kontakt. Wir haben uns dann auch mal ab und zu privat gesehen. Irgendwann hat mich Anja von Hot Action Records angerufen und mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei einem Pitch für die ärzte mitzumachen. Die haben dazu drei Leute aus Deutschland gefragt, die sie irgendwie kannten und mit denen sie Interesse hatten, zusammen zu arbeiten. Jeder hat eine Aufgabe bekommen, so eine Art Testcover. die ärzte kenne ich schon, seit ich ein Kind war, da ich sie selber immer gehört habe, und es war natürlich super interessant, als sie auf einmal mit dem Artwork in der Tür standen. Das hatte ihnen so gut gefallen, dass sie mich eingeladen haben. Wir haben uns getroffen, uns geeinigt, sie hatten Lust, ich hatte Lust, und so kamen wir zusammen. Und ein Pitch – das ist wie ein …? … ein kleiner Wettbewerb. Wir machen seit mindestens 15 bis 16 Jahren ganz viele Plattencover, Musikdesigns und so weiter; deswegen kamen wir wahrscheinlich auch in Frage, da es ja doch


AUCH EIN NEUES DESIGN

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„ICH HAB MICH GEFREUT, SIE HABEN SICH GEFREUT, UND JETZT HOFFEN WIR, DASS SICH ALLE ANDEREN AUCH FREUEN.“ ein ganz schön großer Arbeitsaufwand ist. Ich habe in dem Bereich schon viel Erfahrung, sodass es nachher auch gewährleistet ist, dass es auch klappt. Du hast erzählt, dass du die ärzte im Grunde genommen schon immer „kennst“. Sie hatten jetzt 19 Jahre lang denselben Gra ker. Setzt man sich vorher mit den alten Gra ken auseinander, bevor man sich an das Neue macht? Ich habe das natürlich mitverfolgt – einmal aus privaten und natürlich auch aus beru ichen Gründen, weil ich mir immer viele Musiksachen angucke und eigentlich ein offenes Auge für alles in dem Bereich habe, was gemalt und gestaltet ist. Das interessiert mich einfach immer. Ich habe natürlich, als es losging, mir die letzten Sachen im Einzelnen angeschaut. Es ist ja schon interessant zu wissen, wie ticken die, was war bisher üblich, was kann man machen. Das haben wir später noch in vielen Gesprächen besprochen: „Was wollt ihr?“, „Wo soll es hingehen?“ und so. Da wir aber von ganzem Herzen Gra ker und Illustratoren sind, wollen wir natürlich nicht das Gleiche machen, was ein anderer vorher schon einmal gemacht hat. So ging es vielleicht auch einfach darum, nach so langer Zeit noch einmal ein bisschen frischen Wind reinzukriegen. Bei dem Wettbewerb hatte ich die Idee mit

diesen abgeschrammten, alten Spielesachen. Ich nde die einfach toll und hab die gerne in der Hand. Ich habe selber auch zwei Kinder und kaufe am liebsten uralte Spiele auf Flohmärkten, die meist total unvollständig sind, weil ich mich dafür interessiere. Das hatte ich dann vorgeschlagen. Es gab natürlich auch noch ganz andere Vorschläge in dem Wettbewerb, aber das hat ihnen so gut gefallen, dass wir überlegt haben, ob wir das nicht auch für das Album verwenden wollen.


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AUCH EIN NEUES DESIGN Lösungen wirklich gut sind. Ich hab mir zur Regel gemacht, dass ich keine Sachen zeige, mit denen ich nachher selber nicht glücklich wäre. Es kann nämlich durchaus passieren, dass die Leute genau den Entwurf nehmen, den man selber nicht mochte, und man muss genau das nachher machen. die ärzte sind bekannt für außergewöhnliche Coververpackungen. Welche hat dir bis jetzt am besten gefallen?

So kam es eigentlich zu der Entscheidung, diese Illustrationsgeschichte machen zu wollen. Es ist eine wirklich anspruchsvolle Sache, das zu illustrieren und zu bearbeiten, und diese Idee hat mich natürlich auch gereizt. Da haben sie bei mir also offene Türen eingerannt. Ich hab mich gefreut, sie haben sich gefreut, und jetzt hoffen wir, dass sich alle anderen auch freuen. (lacht) Gab es viele Entwürfe, die ihr letztendlich wieder verworfen habt? Nein. Ich glaube, es waren vier andere, die wir wieder verworfen haben. Ich neige nicht dazu, wahnsinnige viele Sachen vorzuschlagen. Ich stehe nicht so auf diesen Werbeagenturstyle à la „Ja, wir haben euch mal 18 verschiedene Logos gemacht.“ Ich bin eher der Meinung, dass es immer ein bis zwei entschieden gute Sachen gibt, und mit ganz viel gutem Willen legt man noch eine dritte mit drauf, aber es gibt nie fünf gleich gute Lösungen. Wenn man einen eigenen Geschmack und dazu noch einen gewissen Erfahrungsschatz hat, dann kristallisiert sich relativ schnell heraus, welche

Ich fand den Pizzakarton mit der Jalapeño als Einleger super. Ich nde es immer gut, wenn man Konzepte – so dusselig sie auch sind – komplett durchzieht. Ich mochte auch die Haptik, denn durch den Karton fühlte es sich einfach mal anders an. Die neue Albumverpackung wird also ein Spiel? Ja, es wird tatsächlich ein Spiel, welches man auch spielen kann. Es ist ein richtiges Brettspiel mit vielen lustigen und esen Aufgaben. Da haben sich die Jungs selber ein Spielkonzept ausgedacht, welches ich gra sch umgesetzt habe. Der Band war es wichtig, dass es kein Spiel wie zum Beispiel Die Siedler, Carcassonne, Risiko oder so etwas wird, was jetzt vier Stunden dauern würde. Man soll es zügig durchspielen können und dafür mal lieber ein paar Runden mehr, als dass man so ein langes, sich ewig hinziehendes Spiel hat. Das Spiel ist tatsächlich richtig gut dafür geeignet, die CD zu hören und dabei eine Runde zu spielen. Ich glaube, beides passt einfach gut zusammen. Binä und Heike


ZEIDVERSCHWÄNDUNG

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ZEIDVERSCHWÄNDUNG Sie sind wieder da! Nach viel zu langer ärzteloser Zeit meldeten sich unsere liebsten die ärzte am 2. März 2012 mit „zeiDverschwÄndung“, der ersten Auskopplung des neuen Albums „auch“, zurück. Vier Songs zeigen uns, wie unter klarem Ein uss der verschiedenen Soloprojekte ein ganz neuer, grooviger die ärzte–Sound entstehen kann. Doch damit nicht genug – statt einem läppischen Video zur titelgebenden Single gibt es derer gleich fünf. „zeiDverschwÄndung“ heißt er also, der langerwartete Ausblick auf das neue DÄ-Album „auch“. Klar, dass der Titelsong gleich zwei Videos bekommt. Zunächst gibt es da das „of zielle Video“ zu „zeiDverschwÄndung“: Selbstironisch, wie wir es von der Band kennen und lieben, werden wir hier in einem Animationsvideo einmal quer durch die Bandgeschichte der die ärzte geführt. Kleiner Tipp: Stellt mal auf Pause und lest euch die Zeitungsüberschriften durch. Herrlich! Und wem das nicht genügt, der kann stattdessen denselben Song untermalt vom „auch of ziellen Video“ genießen. Eine ironische Verfolgungsjagd der die ärzte nach Autogrammen. Und der Song selbst? „Es gibt doch Besseres zu tun, als die die ärzte zu hör'n“, singt Bela da, hinterlegt mit einem Beat, aus dem klar erkennbar ist, in welche Richtung er auch als Solomusiker gern unterwegs ist. Doch, wer hätte es gedacht, auch zu die ärzte passt das erstaunlich gut. „zeiDverschwÄndung“ klingt beim ersten Hören fast schon ungewohnt „erwachsen“ – nur gut, dass der Text uns klar zeigt: Die

Herren sind sich treu geblieben. Und eigentlich wollen sie sowieso nicht gehört werden?! Sorry, liebe Lieblingsband, aber das fasse ich unverschämterweise mal als Ironie auf – sonst könnte ich diesen Artikel ja nicht einmal zu Ende bringen … Song Nummer zwei, „Mutig“, ist in vielerlei Hinsicht ein typischer Farin-Song. Mr. Urlaub liefert uns einen lustigen Text mit einem soliden musikalischen Drive dahinter. „Es ist ein schmaler Grat zwischen mutig und behämmert“, singt FU da – und mal ehrlich, könnte man die Karriere der die ärzte besser umschreiben? Eigentlich geht es in „Mutig“ aber um ganz anderes – nämlich um den Held des Songs, der von Königstigern bis zu Kickboxvereinen alle in ihre Schranken verweist – oder es wenigstens versucht. Grinser sind garantiert! Live wäre „Mutig“ sicherlich akut pogogeeignet – ich bin gespannt. Ach, und das zugehörige Animati-


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ZEIDVERSCHWÄNDUNG war damals hip, man kaufte ein in der Carnaby Street. Die Haare der Männer wurden immer länger, und zur Musik sagte man Beat.“ Hach, Nostalgie! Die ndet sich übrigens auch im Animationsvideo wieder – die Herren Ärzte liefern sich Vespa-Rennen. Was soll ich sagen? Ach Rod, lass uns doch zusammen abhauen! So, und jetzt muss ich gleich noch mal „Quadrophenia“ hören. Den Artikel kann ich nachher auch noch weiterschreiben … … Da bin ich wieder. Wo waren wir? Ach, genau, Song Nummer vier von „zeiDverschwÄndung“. Last, but certainly not least übernimmt wieder Bela das Zepter. „Will dich zurück“ geht gleich ins Ohr und lädt zum Schwofen und Mitsingen ein. Bela ist „in der Brunft“ – doch trotz seines Freundes, der Unvernunft, will er eigentlich ja doch nur dich zurück. Ein trauriges Thema, das unser Lieblingsgraf schön tanzbar umsetzt; ich sehe schon den Circle Pit vor mir. Auch das zugehörige Animationsvideo bietet ein paar nette Grinser – Farin will Bela zurück, Rod will die beiden zurück –, und was das mit der Kanalisation zu tun hat, na ja, das schaut ihr euch am besten selbst an. An dieser Stelle als kleiner Service des Hauses noch kurz die Info, wer denn nun eigentlich „Wastl von Bastei“ sein soll. „Wastl“ war ein in den 1980ern entstandenes deutsches Spin-off vom ämischen Comichit „Suske en Wiske“, verlegt vom legendären Comicverlag Bastei. Na, alles klar?

onsvideo? Ich sage mal: der Hammer (kommt auch vor). „Quadrophenia“, der dritte Song auf „zeiDverschwÄndung“, war für mich eine echte – und sehr positive! – Überraschung. Rod setzt The Who ein musikalisches Denkmal, das mit groovigem Beat im Ohr hängen bleibt und zum Endlosschleifenhören einlädt. „London

Was bleibt zu sagen? Mit „zeiDverschwÄndung“ liefern die ärzte einen ersten Vorgeschmack auf „auch“, der für viele, das bestätigt auch das DÄFCForum, beim ersten Hören ungewohnt ist. Doch mal ehrlich – genau das lieben wir ja an dieser Band; dass sie sich nicht an vorgegebene Schemata hält und immer wieder neu zu überraschen weiß. Ich für meinen Teil freu mich auch auf „auch“ – und geh jetzt noch mal die ärzte hören. Auch, wenn ich das doch eigentlich gar nicht soll … ;-) Eline


INTERVIEW

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„WIR MÜSSEN IMMER EIN BISSCHEN ÜBERRASCHEN“ Es war kalt in Berlin, sehr kalt sogar, als wir an einem Donnerstagnachmittag im Februar vorab das neue die ärzte-Album hören durften und uns anschließend mit Rod und Farin zum Interview trafen, um uns über das Gehörte auszutauschen. Doch es blieb natürlich nicht allein bei Fragen zum neuen Album, aber lest doch einfach selbst … Rod: Ihr habt das Album jetzt gehört? JA! Rod: Jetzt ist es raus! Die Spannung hat ein Ende. Ja, wunderbar! Wir müssen zugeben, dass uns nach dem Hören die Wahl der ersten Single überrascht hat. So richtig radiokompatibel ist „zeiDverschwÄndung“ ja nicht.

Rod: Normalerweise besteht eine Maxi-Single immer aus einem Song in verschiedenen Mixen. In den 80ern und 90ern kam irgendwann diese Unart auf, einen Song von anderen Leuten mischen zu lassen, was zunächst noch total in und später ziemlich langweilig war. Bald darauf ist auch das MaxiSingle-Konzept gestorben. Die MaxiSingle als solches existiert eigentlich nicht mehr auf dem Markt, die kauft keiner mehr. Wir haben uns entschlossen, das Ganze EP zu nennen. Das hat auch mit der GEMA zu tun, da diese aufgrund der Spielzeiten in LP, EP, Maxi-Single und Single unterteilt. Wir fallen mit unseren Stücken und unserer Spielzeit in die Kategorie EP. Klassischerweise gibt es die Single mit der A-Seite, die auf dem Album ist, und der B-Seite, die nicht aufs Album gekommen ist. Wir haben aber ganz viele B-Seiten, und deswegen fanden wir das nach dem Prinzip „value for money“ eigentlich geiler. Die EP kostet nur ein bisschen mehr als eine Single, dafür bekommt man auch ein paar Stücke mehr, die wirklich outstanding sind und nicht irgendwelcher Müll.

Rod: Ihr kennt ja die ärzte. Wir müssen immer ein bisschen überraschen. Das zu machen, was die Leute von uns erwarten, macht uns nicht so viel Spaß. Wir lassen lieber ein paar Fragezeichen im Raum stehen, das nden wir wesentlich spannender. Diese klassische Platten rmennummer mit „Hier ist die Hit-Single, und ihr müsst jetzt das Album mit der HitSingle kaufen.“ können wir zum Glück vermeiden, da wir unsere eigene Platten rma sind.

Rod: Ich will nicht zu viel verraten, aber es ist wirklich so, dass es zu jedem Song auf dem Album zwei Videos gibt.

Warum habt ihr die erste Veröffentlichung EP genannt und nicht Maxi-Single? Steckt da irgendwas dahinter?

Hat euch da der große Erfolg von „Jazz ist anders“ in der Herangehensweise an das neue Album irgendwie beein usst?

Ihr habt zu jedem Song auf dem Album zwei Videos gemacht, auf der EP ist jetzt nur ein Video. Gibt es also immer ein „Hauptvideo“?

Rod: Nö.


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INTERVIEW Ihr seid da also ganz frei herangegangen? Rod: Es war gar nicht klar, dass jetzt im April die Platte rauskommt. Es ging zunächst darum, uns zu fragen: Wollen wir überhaupt und wenn ja, wie, und hat es auch zwangsläu g zur Folge, dass wir ein Album machen? War der Gang ins Studio dann direkt beschlossene Sache? Rod: Nein, wir haben erst mal gesagt, dass wir als Laternen-Joe auf Tour gehen und wahrscheinlich auch die ärzte-Lieder spielen – einfach mal, um zu schauen. Weitere Sachen waren da erst mal gar nicht geplant. Natürlich sitzt unser Management da und will am liebsten ein Release-Datum oder irgendwas haben, aber das war für uns nicht wichtig. Es war erst mal wichtig zu wissen: Wollen wir überhaupt noch zu dritt Musik machen, macht uns das noch Spaß, oder macht es dem einen mehr Spaß, Fotos zu machen, und dem anderen, andere Bands zu produzieren, oder weiß der Geier was? Können wir

noch miteinander und wenn ja, könnte man sich vielleicht mal vorstellen, ins Studio zu gehen oder uns gegenseitig den Samen vorzuspielen? Als wir 2010 dieses Meeting hatten, gab es noch keine neuen Songs. Jeder hat für sich zwar ein paar Sachen komponiert, aber ich glaube, zu dem Album hat wirklich jeder aktuell etwas geschrieben. Bis auf „Cpt. Metal“ sind alle Songs wirklich für das neue Album komponiert worden. Es ist also nicht so, dass irgendwie altes Material, was noch irgendwo rumlag, für ein die ärzteAlbum verwurstet wurde. Wie viele Stücke hattet ihr schon, als ihr ins Studio gegangen seid? Rod: Ich sag immer 1720, aber effektiv waren es wohl 42 Nummern. Habt ihr die alle aufgenommen?

© Nela König

Rod: Nein, nein. Die Zeit hätten wir gar nicht gehabt. Wir hatten schon für unsere Möglichkeiten dieses Mal sehr viel Studiozeit, weil wir uns das leisten können. Wir können ein Album mit einem Budget produzieren, von dem andere Bands eine ganze Karriere nanzieren können. Es wäre mit so vielen Nummern aber einfach zeitlich nicht gegangen. Man muss die Nummern auch fertig machen. Es bringt nichts, die nur eben mal aufzunehmen. Man geht beim Album immer noch mehr ins Detail, hört sich die Nummern noch mal mit Abstand an, arbeitet weiter daran oder überlegt: „Hmmh, doch noch nicht so geil, lass uns noch mal einen anderen Mittelteil schreiben, oder die Strophe passt noch nicht so richtig.“ Es braucht alles seine Zeit. Wir waren auch nicht die akribischen Arbeiter, die sich morgens um zehn im Studio treffen und bis morgens um vier da drin sitzen. Wir haben uns von vornherein gesagt: Spätestens 20 Uhr ist Feierabend, und dann fangen wir am nächsten Tag mit frischem Mut wieder an. Das schränkt natürlich die Arbeitszeit ein bisschen ein, aber es bringt einen auch nach vorne, weil man in kürzerer Zeit alles viel konzentrierter machen kann.


INTERVIEW

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„ALTE SONGS STINKEN IRGENDWANN, WENN MAN SIE ZU LANGE LIEGEN LÄSST, SO KENNE ICH DAS ZUMINDEST.” (R ) OD

Hattet ihr denn im Studio Druck verspürt?

Rod: „Mann mit Krückstock“, oder wie war das?

Rod: Der Druck war eigentlich überhaupt nicht da. Im Gegenteil: Es gab keine Deadlines. Wir sind ohne zu sagen „dann und dann muss die Platte rauskommen“ ins Studio gegangen. Das war bei der „Jazz ist anders“ nicht so, da sind wir ins Studio gegangen und mussten innerhalb der ersten Woche schon die Single fertig haben. Da haben wir wirklich unter Druck gearbeitet.

Farin: „Mann mit Gipsbein“ hieß der Song. Dann gab es noch „Peter Parker“, wobei das eigentlich ein ganz geiler Song war, aus dem später dann der „Schunder-Song“ entstand, „Bernd hat es gemacht“, „Oh oh Brigitte“ – da gab's schon echt geile Songs.

Farin: So: „Jungs, wir brauchen die Single!“ – „Hey Axel, wir sind doch gerade erst ins Studio gegangen.“

Farin: Eigentlich nie. Ich hab diesmal „Cpt. Metal“ rausgekramt, aber das hatte einen Grund. „Cpt. Metal“ ist ein ganz alter Song von mir, den ich schon vor zehn Jahren angebracht habe und mir damals total sicher war, dass die anderen beiden den abfeiern würden. Zu meiner großen Enttäuschung war das aber nicht so. Bei den LaternenJoe-Proben ging es irgendwie um Metal und da hab ich gesagt: „Ja, wie damals bei 'Cpt. Metal'.“ Und die beiden so: „'Cpt. Metal'? Nie gehört.“ – „Ja, hier dieses Lied.“ und Rod so: „Klingt doch ganz geil.“ Da hab ich ein altes Demo mitgebracht, was ich wirklich noch nie gemacht habe. Ansonsten aber gilt: Wir machen ein neues Album, also schreiben wir auch neue Songs.

Rod: Wir waren damals noch nicht mal im Studio, da gab es schon eine Anzeige, dass dann und dann das Album erscheint. Das war schon ärgerlich. Jetzt hätte es also theoretisch passieren können, dass ihr gesagt hättet: „Och nö, wir machen doch kein Album.“? Rod: Das hätte passieren können, wenn wir alle am Ende des Tages festgestellt hätten: „Ach, die neuen Stücke sind eigentlich alle doch nicht so geil. Lass mal lieber stecken.“ Farin: Nicht, dass ihr jetzt denkt, das wäre eine leere Drohung. Das haben wir in den 80ern wirklich mal gemacht. Da haben Bela und ich uns getroffen und uns die damals existierenden Demos vorgespielt. Wir waren entsetzt und haben beschlossen, kein neues Album zu machen.

Hört ihr euch vor dem Gang ins Studio manchmal noch alte Demos an?

Rod: Alte Songs stinken irgendwann, wenn man sie zu lange liegen lässt, so kenne ich das zumindest. Irgendwann nerven die mich nach dem Motto: Das kriegst du besser hin. Habt ihr alle eure alten Demos archiviert?


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INTERVIEW

„WIR HABEN MAL RICHTIG GAS GEGEBEN. AUCH FÜR UNS WAR ES KINDERGEBURTSTAG.“ (F ) ARIN

Rod: Nein, ich meine nicht. Neulich wollte ich ein paar alte DAT-Kassetten mit Demos von 1991 au egen. Da waren so viele Drop-Outs drauf, das war reines „grkljfsddkjsdjkf“, dann mal wieder eine Strophe, dann wieder „grklkslaks“ – und weg damit, war aber vielleicht auch besser so.

Farin: Wir waren uns sicher, dass es nicht so geil werden würde, wie wenn wir alle Songs auf ein Album packen würden.

Das heißt, wir können uns keine Hoffnung machen, dass die 2025 veröffentlicht werden?

Farin: Wir waren uns ziemlich schnell einig, lieber ein richtig gutes Album zu veröffentlichen, als ein Doppelalbum zu machen, wo man denkt „Jo …“

Farin: Bei mir schon. Ich habe de nitiv den Plan, die rauszubringen. Da gibt es einfach wirklich zehn bis zwanzig geile Nummern. Manchmal ist es so, dass wir alle ein Stück gut nden, aber es nicht aufnehmen, da wir schon genug Stücke haben. Und wie Rod schon gesagt hat: Für das nächste Album nimmt man das dann nicht, weil man denkt: „Ist doch schon drei Jahre alt.“ Rod: Ist ja auch so. Es ist genauso, wie wenn man mit dem Dogma ins Studio geht: „Wir machen wieder ein Doppelalbum.“ Dann fängt man an zu überlegen: „Wie füllen wir das jetzt auf.“ Was macht man, wenn man dann wirklich nur zehn Knallerlieder hat? Dann schreibt man irgendwie zwöf Schrottsongs? Das geht nicht … Farin: Moment, give me three days … (lacht) Rod: Die Frage stand natürlich auch mal im Raum, ob das ein Doppelalbum werden sollte oder könnte. Farin: Wir waren aber auch zu faul. Rod: Nein, das gar nicht mal.

Rod: Auch qualitativ war nicht der rote Faden da, um über zwei Alben die Spannung zu halten.

Rod: … wo man die Perlen erst mal mit der Skip-Taste suchen muss. Heutzutage scheint ein Album nicht mehr so wichtig zu sein, Bands wie Kraftklub haben ganz ohne Album einen Hype um sich erzeugt. Ihr habt euer Album jetzt ganz bescheiden „auch“ genannt. Farin: Ja, wir haben halt „auch“ ein Album draußen. Was willst du machen? Man könnte zum Beispiel alle zwei Wochen im Internet ein neues Lied veröffentlichen. Rod: Könnte man, ja. Das sind auch alles Sachen, die wir überlegt haben, aber wir haben gesagt: „Ach komm, da können wir noch mal eine Lanze für das gute alte physische Album brechen, wo wir uns wirklich wochenlang Gedanken machen, wie die Reihenfolge ist.“ Der heutige Musikkonsument, der scheißt eigentlich darauf, wie die Reihenfolge ist, da er es sich auf seinem MP3-Player oder Computer sowieso so macht, wie er es haben will. Wir sind halt Old-School und sagen uns: Das muss eine gewisse Dramaturgie haben.


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Farin: Alle machen es ja zum Glück nicht. Es gibt immer noch genug Leute, die ein Album von vorne bis hinten durchhören, aber es werden immer weniger.

Toningenieure oder Co-Produzenten. Das war eine ganz gute Voraussetzung, fand ich, eine Art weißes Blatt.

Rod: Es ist eine aussterbende Rasse. Der normale User heutzutage zieht sich seine drei Hits runter vom Online-Shop, und das war's dann.

Also keine alte Sachen.

Farin: Tabula rasa!

Farin: Deswegen sind auf dem Album 16 Hits.

Rod: Ja, das wäre wohl Albtraummäßig gewesen, wenn wir schon wieder dahin gegangen wären, in dem Wissen, wie es in den drei Monaten war, als wir da waren.

Rod: Ja, in der Hoffnung, dass da ein paar Fehlkäufe bei sind. (lacht)

Farin: Die Pizza hab ich echt vermisst, muss ich zugeben.

Hattet ihr den Album-Namen schon früh, oder gab es erst diesen kryptischen Satz auf bademeister.com, dass „auch“ ein neues Album kommt?

Rod: O.k. Teilweise sind wir uns aber echt auf den Füßen rumgetreten, weil zu viele Leute in einem Raum waren. Es gab keinen Aufenthaltsraum oder

Farin: Ich glaube, es gab tatsächlich erst den Satz und dann haben wir überlegt. Bela beharrte darauf, dass „auch“ doch ein geiler Albumtitel ist, und hat uns dann beide überzeugt. Wir haben jetzt auch gar nicht mehr so um den Albumtitel gekämpft wie früher. Bei „Jazz ist anders“ habt ihr im Nachhinein mehrfach erwähnt, dass es euch wichtig war, selber für alles verantwortlich zu sein – das war damals eine Neuerung. Gab es jetzt auch eine Neuerung im Aufnahmeprozess? Farin: Im Prozess nicht, aber eine absolute Neuerung war, dass Rod so viele und so gute, fertige Songs abgeliefert hat, mit Text und allem Drum und Dran, wie nie zuvor. Das war für mich ein Aha-Erlebnis und de nitiv ein Schritt nach vorne.

© Nela König

Rod: Wir sind auch nicht wieder ins selbe Studio gegangen, das ist auch eine Neuerung gewesen. In der Regel sind wir so faul, dass wir sagen: „Never change a winning studio.“, und den Fehler haben wir im Gaga-Studio viele Jahre gemacht. Wir haben diesmal ein komplett anderes Setup gehabt, eine ganz neutrales Studio, wo keiner von uns vorher drin war, auch nicht unsere


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INTERVIEW keine Ecke, wo man nicht immer voll drin war oder genervt hat, wenn einer ganz konzentriert an irgendwas gearbeitet hat. Farin: Ansonsten haben wir seit den 90ern unseren Arbeitsmodus. Rod: Modus operandi. Farin: Ja, das ist so, muss man sagen. Natürlich ist das Studio anders und die Co-Produzenten sind andere, das Mikro steht anders usw., aber wie wir miteinander umgehen und wie wir uns die Songs quasi erarbeiten, um das Wort einmal im Zusammenhang mit die ärzte zu benutzen, das hat sich ziemlich schnell herauskristallisiert. Das funktioniert erfreulicherweise auch nach so langer Zeit. Es hat zwei, drei Tage gedauert, und dann waren wir drin, nicht im Trott, sondern eher Modus operandi. Das funktioniert sehr gut, wie man hört. Das ist so eine Mischung aus Spaß und ernsthafter Arbeit, und von beidem nicht zu viel! Rod: Wie immer hatten wir das Phänomen, dass man am Anfang sehr entspannt ist und denkt: „Ist ja noch

dicke Zeit, das Stück kann man noch mal beiseitelegen.“, und am Ende ist es immer so „Aargh, das müssen wir noch und das noch und wir haben nicht mehr so viel Tage …“ Farin: „… heute noch zwölf Songs …“ Rod: Das ist komischerweise immer so, aber wahrscheinlich gehört das einfach dazu. Es gibt bestimmt auch immer ein Stück, das sofort funktioniert, und eins, das erst nicht funktioniert und später nicht aufs Album kommt, oder? Farin: Ein bisschen hatten wir das so. Rod: Bei dem Album? Farin: Na ja, es gibt den einen Song von dir‚ „Quadrophenia“, der war fertig und es wäre echt geil gewesen, ihn auf dem Album zu haben. Leider war er doch ein bisschen lang, und es war am Ende schade. Irgendwas fällt immer hinten runter. Für Bela ist es schade, dass „Cpt. Metal“ drauf ist, da er den nicht so mag.


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Da haben wir uns auch schon gefragt, ob er da ein bisschen „beleidigt“ ist, ähnlich wie bei deinem Nosferatu-Video, das du ihm damals „weggenommen“ hast …

Rod: Da ist null Stimmung. So sehr es uns Spaß machen würde, ein neues Stück zu spielen, es bringt nichts, wenn man dann viele Stücke braucht, um die Stimmung wiederherzustellen. Das geht echt nach hinten los. Wir haben das schon mal auf einer ClubFarin: Na ja, was ich ihm da weggetour probiert, wo wir Stücke wie „Misnommen haben soll … Ich weiß es nicht, anthrop“ gespielt haben – Stücke, die frag ihn. Also, er ndet „Cpt. Metal“ unheimlich Spaß machen zu spielen. jetzt nicht voll scheiße, aber so richtig Für das Publikum war das aber wie: Super-Fan ist er auch nicht. Ich habe „Was spielen die denn da für eine auch sehr um den Song gekämpft. Coverversion? Ich geh mir mal so lange ein Bier holen.“ So fühlte sich das für Rod: Ich auch. uns an.

Farin: Mit allen esen Tricks, ich habe sogar Rod auf meine Seite gezogen: „Mensch Rod, guck mal, deine geilen Soli willst du doch auch auf dem Album haben.“ – „Ach, stimmt eigentlich.“

Farin: Das war auch die Zeit vor den Handyaufnahmen.

Muss man jetzt damit rechnen, dass ihr, nachdem ihr mit „Jazz ist anders“ auf dem Jazzfestival in Montreux gespielt habt, nun auf dem Wacken 2013 spielt?

Farin: Die Foo Fighters haben das gemacht. Die haben ein paar wirklich super winzige Clubshows gespielt in irgendeiner Bar. Da haben sie ganz viele neue Songs gespielt, und du siehst: Es ist null Stimmung, und die Leute schneiden alle das Lied mit, damit es auf YouTube steht. Ich nde, dann braucht man's auch echt nicht zu machen. Was soll das?

Farin: Die wollen uns haben! Die fragen seit Jahren. Rod: Ich denke mal, wir wären dann schon eher im richtigen True-MetalBereich besser aufgehoben, so WithFull-Force-Festival …

Rod: Ja, heute würden sie es mitschneiden und sich in Ruhe angucken.

Wie waren die zwei Abende in Dortmund überhaupt für euch?

Farin: … Castle Donington …

Farin: Schräg.

Rod: … Dynamo Eindhoven oder Masters of Rock – nachmittags 13 Uhr …

Rod: Ja, es war sehr merkwürdig. Es war ein Riesenaufwand. Das habt ihr gar nicht mitbekommen, was für eine Materialschlacht das eigentlich alles war. Es wurde auch alles wieder so kurzfristig und wir haben irgendwann gemerkt: „Ach Mensch, es ist ja Weihnachten – ach so, ja, stimmt – dann müssen wir das jetzt noch buchen und so …“ Es war ein extremer Stress zum Ende hin, und die Trennung von Männern und Frauen war irgendwie nicht so das, was wir erwartet hatten.

Farin: … kurz vor dem Einlass. In Dortmund waren weite Teile des Albums schon fertig. Juckte es euch nicht in den Fingern, schon neue Songs zu spielen? Farin: Null. Rod: Null, da wir genau wissen, was für ein Gefühl es ist, ein völlig unbekanntes Lied vor so vielen Menschen zu spielen. Da kannst du genauso gut für drei Minuten den Strom ausschalten. Farin: Komplette Stille.

Farin: Wir wussten gar nicht, was uns erwartet, aber irgendwie dachten wir, das wird noch ein bisschen geiler. Also, ich fand uns gut …


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„JETZT TRITT DIESER SONG NATÜRLICH DEN TAMAGOTCHIBOOM WIEDER LOS.“ (R ) OD

Rod: Ja, fand ich auch. Wir haben auch viel geprobt vorher, muss man dazu sagen. Farin: Ja, wir haben für unsere Verhältnisse phänomenal viel geprobt. Man hat schon gemerkt, dass es einen Grund gibt, warum ein Publikum immer zusammen zum Konzert geht. Du hast plötzlich eine ganz andere Dynamik gehabt. Wir haben ja Übung mit dem Publikum. Wir wissen echt, wenn wir das machen, dann gehen die so usw. … und das hat plötzlich nicht mehr funktioniert! Hat's bei beiden Shows nicht funktioniert? Farin: Bei den Frauen besser als bei den Männern, aber ich sag mal, wenn ein perfektes Konzert 100 Prozent ist, waren wir vielleicht bei 60. Es war schräg. Aber o.k., wir haben's gemacht. Wir sind stolz auf uns. Wollen wir's noch mal machen? Nee! Das war eure zweitverrückteste Idee. Würdet ihr jetzt die verrücktere lieber machen? Rod: Was ist die verrücktere Idee? Das wissen wir nicht, das könnt ihr uns aber gerne verraten. Farin: Nee, die wäre kommerzieller Selbstmord. Wir wären zwar stolz auf uns, aber dazu muss ich sagen: Als Musiker ist man schon eitel, und wenn du so lange, wie wir jetzt, im Studio warst und dir monatelang Gedanken gemacht hast über die richtigen Lieder, dann will man auch, dass die Leute das hören. Wenn wir unsere noch verrücktere Idee durchgezogen hätten, würde

das einfach keiner hören. Es würde keiner mitkriegen, dass das Album draußen ist, und das wäre wieder schade. Dann denkst du dir: „Geile Idee, wir haben's konsequent durchgezogen – Scheiße!“ Das ist doof, und so haben wir das abgeblasen. So sind wir. Dortmund war schon so ein bisschen Party nach dem Motto: „Wir machen mal.“ Wenn man an den Hubschrauber und so denkt … Farin: Wir haben mal richtig Gas gegeben. Auch für uns war es Kindergeburtstag. Rod: Als wir in diesen Hubschrauber stiegen, war aber schon bei dem einen oder anderen von uns der Gedanke: „Sag mal, sind wir bescheuert, was machen wir hier eigentlich? Das ist total behämmert!“ Farin: Wir hatten noch eine viel geilere Idee, die last minute entstand und leider nicht mehr zu realisieren war. Nachdem wir mit dem Hubschrauber hochge ogen sind und sich der Vorhang geschlossen hat, wollten wir noch einen kleinen Modellhubschrauber oben rauskommen lassen, der dann über die Leute iegen sollte. Das hat uns dann das Ordnungsamt verboten. Das wäre total absurd gewesen. „Hääääh? Da iegen sie jetzt?!“ Rod: Wir hätten vielleicht einen Film produziert, wo wir im Hubschrauber sitzen und runterwinken. Das hätten wir dann noch weiter ausgearbeitet. Als Fortsetzung von dem IntroFilm? Farin: Genau, ging nur leider nicht.


INTERVIEW Rod: Scheiß Feuerwehr. Ihr habt in Dortmund viel ge lmt. Werden wir da irgendwas von sehen? Farin: Wir haben vor allem für uns ge lmt, weil wir dachten, vielleicht wird das ja sensationell. Ich denke, wenn überhaupt, werden da eher kleine Auszüge mal auftauchen, aber nicht die ganzen Konzerte. Rod: Und nicht BluRay, sondern eher YouTube. Ich sag mal 480x220. Es ist aber eigentlich sehr aufwändig ge lmt worden für: „Mal eben gucken, wie es wird.“ Farin: Ja, aber halbe Sachen sind auch scheiße, wenn es vielleicht doch total geil wird und man es für die Nachwelt haben will. Es war, wie gesagt, total die Materialschlacht und hat uns übrigens auch richtig Geld gekostet, also richtig RICHTIG Geld. Gut, fertig. Dafür sind wir auch die ärzte. Rod: So beschenken wir unsere Fans. Farin: Dann beschweren sie sich, dass es so teuer ist: „Da verdienen die sich jetzt wieder die Hucke voll!“ Rod: Oder sie beschweren sich: „Mensch, ich kann meine Freunde gar nicht mitnehmen.“ Farin: Undankbares Volk, teilweise. Gibt's schon Pläne für weitere Auskoppelungen? Rod: Bestimmt. Farin: Ja, ich denke auch. Wie weit voraus plant man bzw. muss man so etwas planen? Rod: Wenn's nach denen da draußen ginge, zwei Jahre vorher. Wenn's nach uns ginge, zwei Tage oder vier Stunden vorher … Immerhin habt ihr jetzt die Videos schon fertig.

21 Rod: Ja, die sind schon im Kasten, das ist schon mal die halbe Miete und schon sehr beruhigend. So heißt es nicht am, ich sag mal, 25. Mai: „Jungs, ihr müsst mal schnell noch ein Video drehen. An dem Tag habt ihr einen Off-Day, da brauchen wir euch um 5:20 Uhr.“ Farin: Das haben wir alles schon gehabt und echt sogar schon mehrmals gemacht, den Scheiß. Bei „Halber Lovesong“ zum Beispiel. Rod: Da war ich völlig heiser und im Arsch: „Um fünf in die Maske, Jungs, und um sechs drehen. Aber dann habt ihr um zwölf Uhr Mittagspause, ist total geil.“ So ein Mist. Noch mal zurück zur EP und zum Album: Gibt es beim Cover einen Hintergedanken? Farin: Der Hintergedanke ist, dass es absurd aussieht … Rod: … dass es auch anders aussieht. Man könnte auch den Masterplan „Spiel“ oder „Gesellschaftsspiel“ reininterpretieren? Farin: Ihr habt ja die Songs gehört, die beziehen sich jetzt nicht so richtig darauf … Rod: … Hütchenspiel haben wir zum Beispiel vor Ewigkeiten verbraten. Farin: Ein Supersong! Rod: Ein Supersong, zu früh! Farin: Aber diesmal mit „Tamagotchi“ haben wir es festgenagelt. Long before the boom. Meinst du, die Fans wissen heutzutage noch, was ein Tamagotchi ist? Rod: Ich hoffe nicht, nee. Ich hoffe, dass sie denken, dass es eine Geschlechtskrankheit oder ein Partygetränk aus Asien oder irgendetwas ganz anderes ist.


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INTERVIEW Farin: Sag mal, warum bringen wir nicht eins raus? Eins, das immer stirbt! Egal, was du machst, es stirbt. Fände ich geil. Rod: Das wird ein Ladenhüter. Na ja, dann machen wir nur fünf Stück. Farin: O.k., zwei für mich. Na ja, was müsstet ihr anstellen, damit es ein Ladenhüter wird? Farin: Ach, das hatten wir schon oft, keine Sorge. Man bekommt es schon manchmal mit der Angst, wenn man sich zum Beispiel die Verkaufscharts bei Amazon anguckt. Keiner hat je einen Ton von eurem neuen Album gehört, und es ist dort schon in den Top-Ten.

© Nela König

Farin: Die Idee dahinter war, etwas zu nden, das einfach so out ist, dass es noch nicht wieder in ist. Sogar so out, dass noch nicht mal jemand wieder auf die Idee kommt, das zu recyclen. Wir haben uns gefragt, ob man's noch kaufen kann. Farin: In Japan kriegst du die. Rod: Die Software kannst du auch für dein Handy als App kaufen. Braucht natürlich kein Mensch, und hat man damals auch nicht gebraucht. Farin: Moment. Rod: Ach so, jetzt wieder, ja. Jetzt tritt dieser Song natürlich den TamagotchiBoom wieder los. Ein die ärzte-gebrandetes Tamagotchi.

Rod: Ja, aber wie kommen überhaupt diese Verkaufscharts zustande? Ich glaube, die werden wahrscheinlich von irgendwem bestochen und tippen das einfach – alles korrupt. Wie die Ticketverkäufe für eure Tour? Farin: Nee, das haben wir alles gefälscht. Ach, da kommt jetzt noch mal der große Schwung? Farin: Ja genau. Kiki hat noch mal geguckt und hat noch mal ganz viele Tickets gefunden. Worauf wollt ihr denn hinaus? Dass es mehrere Konzerte pro Stadt gibt, ist das gegen die Schwarzhändler? Farin: Nein, das ist so, weil es in der Größenordnung nicht viel gibt, was noch geil ist. Also, Fußballstadien: no fucking way. Ich weiß, das hab ich auch mal über große Hallen gesagt, aber bei Fußballstadien ist es einfach so absurd und ekelhaft und unpersönlich und … nee! Dann lieber: „O.k., was ist die größte Halle, und wie oft müssen


INTERVIEW wir da spielen, damit alle uns gesehen haben?“ Wie kommt es dann, dass es in Köln nur ein Konzert gibt? Rod: Wahrscheinlich, weil der Ticketrun nicht so groß war wie beispielsweise in der Wuhlheide. Farin: Ich glaube, das hat auch was mit Hurricane/Southside zu tun, oder? Rod: Nee, gar nicht mal, aber Dortmund liegt doch relativ nahe dran. Die meisten Tickets haben wir verkauft, ohne anzukündigen, dass wir überhaupt ein Album machen. Vielleicht entsteht jetzt nach dem Album ein extremer Run. Farin: Grundsätzlich ist es so, dass Kiki von KKT mit den lokalen Veranstaltern spricht, und die geben ihre Einschätzung ab. Jeder Mensch ist unterschiedlich, da gibt's halt Leute, die sagen „Ja, klar!“ und andere „Ich weiß nicht.“, und dann hast du aber auch manchmal Fälle, wo die Halle sagt: „Wir haben nur noch einen Freitermin.“ So etwas gibt es dann auch, selbst anderthalb Jahre oder ein Jahr vorher. Ich habe tatsächlich ein bisschen die Hoffnung gehabt, dass wir noch ein zweites Konzert im Hallenstadion in Zürich spielen können. Das war ein bisschen mein Wunsch gewesen, aber ist ganz schwierig. Wie man's macht, macht man's falsch. Wahrscheinlich müssen wir irgendwann doch noch ein Konzert spielen für alle, die uns jetzt noch nicht gesehen haben – und dann im Stadion. (lacht) Und die Hamburger haben dieses Jahr Pech gehabt? Farin: Ja, die haben erst mal Pech gehabt. Das ist mit die größte Beschwerde. Immer, wenn ein Zusatzkonzert angekündigt wird, kommen die Fragen: „Und was ist mit Hamburg?“

23 Rod: Ja, aber sieh's mal so: Die Koblenzer haben auch die Arschkarte gezogen. Ihr feiert dieses Jahr eigentlich Jubiläum … Farin: Ja. Aber nur eigentlich. Farin: Die Journalisten oder vielleicht auch die Fans sehen das als viel wichtiger an als wir. Wir haben mal dieses „15 Jahre netto“-Konzert in Berlin gemacht. Das haben wir aus Spaß gemacht, aber ehrlich gesagt bedeuten uns Jubiläen nichts. Ich muss das jetzt weder feiern, noch irgendwie so tun, als wäre es nicht so. Es ist einfach so: „Na und? Ist doch egal.“ Ich feiere auch meinen Geburtstag nicht. Rod: Wir hätten es wirklich abfeiern können, haben wir aber nicht gemacht. Wir hätten das T-Shirt, die DVD, das Buch zur DVD … Farin: … die App … Rod: … die App (Gelächter) … , aber das haben wir nicht gemacht. Farin: Jetzt kommen zufällig in dem Jahr ein Album und eine Tour. Ich muss ganz ehrlich sagen, es hätte auch sein können, dass wir erst nächstes Jahr das Album und die Tour machen, wäre uns genauso egal gewesen. Sorry, wenn jetzt Jubiläumsfreunde sagen: „Aber, aber, aber …“ Die sollen sich darüber freuen, was es dieses Jahr alles gibt, und es gibt ja echt viel. Rod: Außerdem feiert man ab einem gewissen Alter so etwas nicht mehr, da verschweigt man es am besten, damit es nicht so auffällig ist. Irgendwann ist es auch wieder andersrum, irgendwann feiert man es doch wieder. Rod: Okay, das 75. Jubiläum … Farin: Du meinst, die ärzte hätten 60 Jahre – diamantenes Kronjubiläum?


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INTERVIEW Okay, dann bin ich auch dafür! Aber nur, wenn wir dann auch im Buckingham Palace spielen … Rod, du warst jetzt mit Abwärts, mit ¡Más Shake! und mit die ärzte im Studio. Wie kriegst du das alles unter einen Hut? Rod: Die Tage, wo ich mit verschiedenen Bands im Studio war, lagen komplett weit auseinander. Dazu muss man sagen, dass ein Studioaufenthalt mit Abwärts oder mit ¡Más Shake! wesentlich zeitunaufwändiger ist als jetzt mit die ärzte, da es ja auch kleinere Bands sind, die nicht so viel Budget haben. Ich bin mit diesen Bands nicht drei Monate im Studio, sondern nur wenige Tage. Das kriegt man schon ziemlich einfach unter einen Hut. Ich kenne Musiker, die haben viel mehr Bands, in denen sie spielen. Ich glaube, das ist wesentlich aufwändiger als das, was ich betreibe.

Arbeitest du auch noch mit anderen Bands im Studio? Rod: Die letzten Jahre habe ich eher weniger oder gar nicht mit anderen Bands gearbeitet. Ich hab mehr Filmmusik gemacht, das kann man alleine machen und sich dabei sogar die Zeit selber einteilen. Gab es jetzt bei euch im Tonstudio so einen Aha-Moment, also einen Überraschungsmoment? Farin: Die kenn ich noch! Rod: (lacht) Aha-Moment … Rod: Es gab wahrscheinlich mehrere. Farin: Ich hatte einen, aber eigentlich erst danach. Rod: Aha, schon drei Monate rum. (Farin lacht.) Oho! Farin: Nein, das nicht. Bei „M&F“ sind auch Streicher enthalten, die ich wirklich total geil nde. Dem Song hatte vorher etwas gefehlt. Wir wussten nicht genau was, da hatte unser Tontechniker Mirko die Idee, das mal mit Streichern zu probieren. Mirko und ich sind dann mit dem Zug nach Hamburg zu einem Musikerkollegen gefahren, der Streicher-Arrangements macht. Der hat sich das Lied zwei, drei Mal angehört, und dann ng er an: „Hier vielleicht so eine Figur, da könnte man so …“ (Farin jodelt's vor.) Dann hatten wir uns gegenseitig immer Phrasen vorgesungen, und er hat alles mitgeschrieben. Er ist auch so ein verrückter Notist wie Rod. Anschließend bin ich verreist, und die Aufnahmen waren fertig. Das Mischen läuft bei uns zum Glück mittlerweile so, dass wir irgendwo sind und irgendwann eine SMS bekommen: „Der neue Mix ist fertig, bitte runterladen und


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„ H „E HRLICH HRL LICH G GESAGT GE ES SAG GT T BEDEUTEN BED DEUT TEN TE U S JU UNS UBILÄEN BILÄ BI LÄ ÄEN NICHTS NIC CH HTS S.“ “((F ) ARIN N

deinen Senf dazu abgeben.“ Irgendwann saß ich sehr weit weg an einem Computer, und es kam der erste Mix mit Streichern von dem Song. Da hatte ich echt meinen Aha-Effekt gehabt. Das ist wie ein Puzzle, bei dem du das letzte Stück einfügst. Das war wirklich ein schöner Moment. Ihr habt dieses Mal also wieder Gastmusiker zugelassen? Farin: Ja, das Dogma vom letzten Mal hatten wir ja schon. Der absolut größte Teil des Albums sind wieder wir drei, aber es gab drei, vier Songs mit Gastmusikern: „Bettmagnet“, „M&F“, dann hat bei irgendeinem Lied der gleiche Typ wieder, der die Geige bei „zeiDverschwÄndung“ arrangiert hat, noch Vibraphone gespielt. Rod: Das war's! Farin: Ja, das war's. Es war kein Dogma, sondern eher so: „Hier fehlt noch eine Winzigkeit.“ Wenn man „zeiDverschwÄndung“ hört und dann an „Ein Lied für dich“ zurückdenkt – hat sich euer Blick auf die Fans so geändert, oder haben sich die Fans geändert? Farin: De nitiv hat sich die Kommunikation geändert. Früher war es so: Du hast ein neues Album rausgebracht, und dann haben die Fans dir Briefe geschrieben oder haben dir beim Konzert gesagt „Geil!“ oder „Ja, das gefällt mir nicht so gut.“ Jetzt ist es so: Es gibt Foren oder unsere eigenen Gästebücher, wo komischerweise, wenn jemand es gut ndet, der- oder diejenige nichts schreibt, sondern genießt. Dann gibt es die Meckerer, die offenbar sowieso kein schönes Leben haben und deswegen so negativ drauf sind, die

so 70 Einträge am Tag schreiben: (mit lauter Stimme) „Totaler Scheiß, absoluter Dreck, hört euch das auf keinen Fall an!“ So ist das erste Feedback, das du bekommst, Hass, massive Negativität. Dann gibt es ab und zu welche, die sagen: „Also ich nd's eigentlich ganz geil.“ Darauf dann der Meckerer: „Wie kannst du diesen Scheiß geil nden?“ Man sitzt dann da und denkt: „Will ich das jetzt lesen?“ Das hat sich de nitiv geändert. Das war früher einfach nicht so. Früher hat jemand, der das total scheiße fand, kein Feedback bekommen. Jetzt steht er im Internet und ist quasi berühmt. Das ist schon echt ätzend. Anscheinend ndet der größte Teil der Leute das aber offenbar immer noch super, sonst würden sie nicht die ganzen Karten kaufen. Vielleicht kaufen sie die auch nur, um uns zu beschimpfen: „Ihr seid scheiße! Jetzt alle! Ihr seid …“ Kann natürlich auch sein, aber würde mich überraschen. Rod: Wäre auch geil. Farin: Ja, wäre irgendwie auch ganz geil, aber die haben ja trotzdem bezahlt. (Gelächter) Rod: Ho, ho, ho, ihr habt's bezahlt. Und deswegen spielen wir noch eine Zugabe. Farin: Seht ihr diese Gitarre? Richtig! Rod: Alle Fragen durch oder was? Ja. Farin: Super! Rod: Da ist die Tür! Binä und Thollsten


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AUCH DAS NOCH

AUCH DAS NOCH … Wir haben leider keine intimen Geheimnisse, die wir über die drei Götter ausplaudern könnten. Stattdessen haben wir euch ein paar exklusive Insider-Wissenshäppchen zum Album „auch“ zusam-

mengestellt. Damit glänzt ihr garantiert auf jeder die ärzte-Party und in der Warteschlange vor dem nächsten Konzert! Thollsten

auc h – Adv erb Bed eutu ng: und fern er Herk unft : aus mitt elho chd euts ch ouc h -> alth och deu tsch ouh Syn ony me: auß erde m, des Wei tere fern erhi n, glei che rma ßen , glei chfa n, des glei che n, ebe nfal ls, ebe nso , fern er, lls, glei chs am, weit ers, zude m Geg enw örte r: nich t Beis piel : Er mac hte es auc h so wie die and eren . Cha rakt eris tisc he Wor tkom bina tion en: auc h noc h, sieh e auc h

Stiv Bators war ein amerikanischer Musiker und Songwriter. Unter anderem war er Frontmann bei The Dead Boys und The Lords of the New Church. Kurz vor seinem Tod nahm er 1990 in Paris unter anderem mit Johnny Thunders und Vom Ritchie das Album „The Last Race“ auf. Am 3. Juni desselben Jahres wurde Bators beim Überqueren einer Straße von einem Auto angefahren. Im Krankenhaus musste er längere Zeit warten, da er augenscheinlich nur leicht verletzt war. Bevor ihn ein Arzt untersuchen konnte, ging er nach Hause, dort starb er im Schlaf an den Folgen einer Gehirnerschütterung.

Das Vibraphon wurde 1916 in den USA als „Steel Marimba“ patentiert. Anders als bei einer Marimba bestehen die Klangstäbe eines Vibraphones aus Stahl. In den Resonanzröhren befinden sich durch Elektromotoren angetriebene Drehscheiben. Dadurch werden die Röhren geöffnet und geschlossen, was dem Vibraphon seinen charakteristischen Klang verleiht.


AUCH DAS NOCH

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TCB – „Taking care of busines s“ war Elvis Presley s Signatu r und, versehe n mit einem Blitz, sein persönl iches Logo. Dies ließ er unter anderem auf persönlichen Gegens tänden, am Heck seiner Flugzeu ge und auf Schmuc kstücke n anbring en. Das Design wurde auch bei Anhäng ern verwen det, die Elvis seinen männlic hen Freunde n, seiner Familie und anderen Mitglied ern seines „innere n Zirkels“ schenk te. T.C.B. war zudem der Name von Elvis' Liveban d.

Ina Pau le Klin k ist seit 200 6 als Sän Bs Solo ban d Los Helm sted t. 200 0 geri n und Key boa rder in Teil von Bela brac hte sie ihr Albu m „Me ine See raus . Auß erde m ist sie Gas tsän geri le“ n bei Bett mag net und Sch aus piel erin .

„z e iD ve rs ch vo n B e la B aw Ä n d u n g “ is t d ie e rs te V o ra b si n g lell e in e st a m m t. „( Ic h e V o ra b si n g le se it „( Ic S tu d io a lb u zu „D a s is t n ic h t d ie gss ) B lu m e n “ e rs ch ie n h e ss ) B lu m e n “, d ie m vo r d e r Tr e n n u n g . a n ze W a h rh e it “, d e m lea m 2 5 .0 3 .19 8 8 a ls tz te n d ie ä rz te -

Jean-Cl aude van Damme ist ein belgisc her Schaus pieler, der vor allem durch Actionund Martial -Arts-Fi lme bekann t wurde. In der Tragiko mödie „JCVD“ spielte JeanClaude van Damme sich selbst.

Auch ist eine französ ische Gemein de im Südwesten des Landes. Als Teil der Region Midi ist Auch Sitz eines Erzbistu ms.


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AUCH DAS NOCH

hab en 81,4 5% der Teil Nac h eine r Umf rage bei Face boo k die die ärzt e zu höre n. als tun, zu neh mer nich ts Bes sere s

Am 13.0 4.20 12 ersc hien en auc h Albe n dies er Ban ds und Kün stle r: Mor ten Hark et – Out of my han ds Pete r Hep pne r – My hea rt of ston e Win d – Drei Ges icht er Eme l – She Drag onfo rce – The pow er with in Will y Asto r – The sou nd of isla nds Kam mer aka dem ie Pots dam – Sch Vol. III ube rt: Sinf onie n Nr. 3 & 7 Con rad Pop e – My wee k with Mar ilyn Dan iele Gatt i – Deb ussy : La Mer ; Prél ude à l'ap rès- mid i d'un fau n

vo rsc ho n ei nm al e är zt e- Hö re r m su rf e. Da s Li ed di m de de ur ei nm al In te rn et he ru t di e W al e“ w Im Li ed „Ret te er de n ga nz en Ta g nu r im tu di e w ar en da m al s ge ra de lin eOn ss es n da le , lin el en On ARD r ak tu ge ha lt hr 20 00 . La ut re te n. La ut de er sc hi en im Ja sc he n üb er 14 on lin e ve rt % . ut ,3 28 ,6 % de r De 11 si nd es m it tl er w ei le 73 st ud ie vo n 20

Der Name Tamago tchi (たまごっち) ist eine Wortschöpfu ng aus tamago (dt. „Ei“) und wotchi (von engl. „watch“, dt. „Uhr“). Ein Tamago tchi ist ein aus Japan stamme ndes Elektron ikspielz eug, das in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre weltwei t extrem populär war und im Jahr 2004 neu aufgele gt wurde. Am 23. Novemb er 2009 erschie n in Japan der „Tamag otchi ID“ mit TFT-Farb display und Infrarot schnitts telle zu Handys .


AUCH DAS NOCH

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Sex wie Paare mit einem Fernseh er im Schlafz immer haben nur halb so oft in einer ni Salomo la Serenel in orscher Sexualf die solche ohne. Das stellte chte Befragu ng von 523 italieni schen Paaren fest. Die Forsche rin untersudie auch, welche Sendun gen sich als stärkste Sexbrem se erwiese n. Auf auch Hälfte der Paare wirkten brutale Filme besond ers hemme nd. Aber chaft Leidens die n dämpfte Sie “. „amore für t schlech Reality- Shows waren eines Drittels der Paare.

Das Wort Fiasko leitet sich vom italieni schen fiasco ab, das eine bauchig e, mit Stroh umfloch tene Glasflas che bezeich net. Noch bis ins 18. Jahrhun dert wurden Frauen zur Strafe diese Schand - oder Büttelfl aschen umgehä ngt.

n ut us?“ Di es so lle h du , m ei n So hn Br At te nt at im Se na t uc „A s al tzt se er rn e üb s er de m „E t tu , Br ut e? “ – gers le tzt e W or te ge we se n se in , al Br ut us be te ili gt wa r. Hi st oGa iu s Ju liu s Cä sa de m au ch se in an ge bl ic he r So hnzü gl ic he Va te rs ch af t al s au ch , zu m Op fe r fie l, anal le rd in gs so wo hl Cä sa rs di es be rm ut lic h sa gt e Cä sa r eh er rik er be zw ei fe ln h ta ts äc hl ic h ge tä tig t wu rd e. Vehi n wu rd e er m it 23 St ic he n da ss de r Au ss pr ucgh s, ar gh s, gg gr gg lll …“ – im m er so et wa s wi e „W ur ge tö te t.

Di e Le ip zig er Ba nd lic ht e 20 11 da s Al …A uc h! ve rö ffe nt Ro ck 'n' Ro ll“, da s bu m „F in ge r we g vo m La be l vo n Lu tz Kü au f de m PATA M re co rd s wi ed er um is t de r nz el er sc hi en en is t. De r Sä ng er s To bi as KüBr ud er de s Pr in ze nnz el .


TOURGUIDE

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www.daefc.de/reise

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ZWICKAU Tourauftakt Reloaded

© KULTOUR Z

16.05.

Das erste Konzert der Tour in Zwickau? Kommt uns irgendwie bekannt vor. War da letztes Jahr nicht auch irgend so eine Band? Und irgendwas mit 90 Minuten? Doch nein, lasst Vergangenes ruhen, was im Ballhaus Neue Welt war, bleibt im Ballhaus Neue Welt. Und da ging’s ja um Laternen-Joe, und das war bekanntlich etwas ganz anderes, also: Ohne Wiedergutmachungsgefühle und andere Erwartungen ab in die Zwickauer Stadthalle, in der die ärzte das erste Konzert der „Das Ende ist noch nicht vorbei“-Tour zelebrieren werden. Hier unsere hilfreichen Hinweise, rationalen Ratschläge und interessanten Informationen unter Zuhilfenahme der örtlichen Prominenz.

Konkret sprechen wir in diesem Fall von Jürgen Croy. Der Mann ist eine Legende des DDR-Fußballs. Geboren in Zwickau und der Stadt immer treu geblieben, war er nicht nur bei der BSG Sachsenring Zwickau eine undurchlässige Mauer, sondern auch im Tor der Nationalmannschaft so erfolgreich, dass er dreimal zum DDR-Fußballer des Jahres und 1989 zum besten Fußballer in 40 Jahren DDR gewählt wurde. Später wurde er Coach in Zwickau, dann Bürgermeister für Kultur, Schule und Sport, und ab 2000 bis Ende letzten Jahres war er Geschäftsführer der Kultur Tourismus und Messebetriebe GmbH – und damit auch für die Halle mitverantwortlich, in der die ärzte dieses Jahr spielen. Was er in Zwickau so empfehlen kann, das lest ihr jetzt.

STADTHALLE ZWICKAU 1 . MAI 2012 Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 7.000 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Bergmannsstraße 1 0805 Zwickau Parkplätze: Vor der Halle gibt es 1.500

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kostenfreie Parkplätze. Ansonsten können auch die Park ächen des Einkaufszentrums GLOBUS gegenüber benutzt werden. ÖV: Vom Hauptbahnhof mit der Straßenbahnlinie 7 bis Neumarkt, umsteigen in die Linie 3 Richtung Neuplanitz. Außerdem fahren die Buslinien 13 und 23 ab der Zentralhaltestelle zur Stadthalle. Die Vogtlandbahnlinien 1 und 2 fahren ebenfalls zur Location.

LINKS  zielle Seite der Stadt www.zwickau.de Tourismusseite inkl. Locationinfos: www.zwickautourist.de ÖV: www.svz-nahverkehr.de www.vogtlandbahn.de Sonstige Seiten: 0375-gastroguide.de (Infos zu Bars, Restaurants etc.) zwickauerseiten.blogspot. com (Zwickauer Lokalblog)


296 km

Tipps von Jürgen Croy Sehenswürdigkeiten: Die Altstadt mit ihren Jugendstilhäusern, der Dom, das Gewandhaus und das Rathaus – alles zentral um den Hauptmarkt gelegen. Und praktischerweise fährt vom Hauptmarkt die Straßenbahn bis zur Stadthalle!

Freizeittipps: Das Automobilmuseum August Horch bietet einen spannenden Einblick in die Geschichte des westsächsischen Automobilbaus. Zu sehen gibt es unter anderem Fahrzeuge der Marken Horch, Presto (Sonderausstellung) und natürlich Trabant. Der bekannteste Sohn der Stadt Zwickau dürfte der Komponist Robert Schumann sein. Sein Geburtshaus wurde rekonstruiert und dient heute als Museum mit Exponaten aus dem Leben und Werk des Komponisten und Musikers und seiner Frau Clara. Ein Bummel durch die Zwickauer Fußgängerzone lohnt sich auch immer – wie erwähnt hat die Stadt wunderschöne Jugendstilhäuser zu bieten, aber auch Bauten aus der Gründerzeit, dem Neobarock und sogar Baudenkmale aus dem 15. Jahrhundert sind hier zu sehen. Stadtführungen lassen sich für Gruppen übrigens bei der Tourist Information buchen – Link siehe Halleninfos!

© KULTOUR Z

Restaurantempfehlungen: Das direkt hinter dem Dom gelegene Brauhaus. Zentral um den Hauptmarkt gibt es zahlreiche Restaurants und Caf s mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. www.horch-museum.de www.schumannzwickau.de Regionale Sprachausdrücke: Hungrig in Zwickau? Kein Problem – mit einer „Fettbemm“, einer Scheibe Brot mit Speckfett, wird garantiert jeder Fleischfresser satt. Wer lieber die traditionellen Thüringer Klöße probieren will, der fragt in Zwickau nach „Griene Kließ“. Und einer der hübschesten lokalen Begriffe aus dem Gebiet Zwickau/Vogtland ist sicher „Nieselmoß“. Was damit gemeint ist? Ein Messbecher.

Jürgen Croy über DÄ „Frische“ Texte und Themen in Deutsch, Musik die ankommt beim Hörer/Besucher, die Jungs verstehen ihr Handwerk super!

© KULTOUR Z

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FRAN KFURT (ODER) Und wir besuchen deine Eltern in Frankfurt/Oder

© Stadt Frankfurt (Oder)

17.05.

Immerhin von niemand Geringerem als Bosse zusammen mit Anna Loos wurde sie schon besungen, diese Stadt. Und die Boxer, die aus Frankfurt (Oder) kommen, sie sind Legion und legendär: Maske! Häußler! Und natürlich Axel Schulz der Andere! Aber was gibt es sonst über das Frankfurt zu sagen, das nicht am Main liegt, dessen Fluss

dafür aber die Alternative zum „Entweder“ bietet? Sie ist sicherlich keine so offenherzige Diva wie ihre westlicher gelegene Namensvetterin, das große Geld gibt’s im anderen FF zu holen – aber, so behaupten wir, FFO hat sicher genauso viel Herz wie FFM! Was man sonst noch dort entdecken kann, verraten uns als Kenner der örtlichen Szene: die Leute vom 99,3 Radio Frankfurt/Oder!.

MESSEHALLE 1 FRANKFURT (ODER) 1 . MAI 2012 Einlass: 18:00 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 4.000 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Messering 3 15234 Frankfurt/Oder Parkplätze: Direkt am Messegelände gibt es 1. kostenp ichtige Parkplätze.

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ÖV: Mit der Bahn nach Frankfurt/Oder: RE1 Magdeburg-BerlinFrankfurt (Oder) RE 11 Eisenhüttenstadt-Frankfurt RB 36 Königs WusterhausenBeeskow-Frankfurt (Oder) OE 60 Eberswalde-SeelowFrankfurt (Oder) Vom Hauptbahnhof aus erreicht man das Messegelände mit den Straßenbahnlinien 2 und 5 Richtung Messegelände (Endhaltestelle). Außerdem fährt die Buslinie 980 Richtung Frankfurt (Oder) Rosengarten

zur Haltestelle Messegelände. LINKS Locationinfos: www.muv-ffo.de/messe-index.htm  zielle Seite der Stadt www.frankfurt-oder.de Tourismusseite: www.tourismus-ffo.de ÖV: www.vbbonline.de Sonstige Seiten: www.kneipenzeitung-ffo.de (Lokalblatt mit Gastronomieführer)


Tipps von 99,3 Radio Frankfurt/Oder Die Sport- und Studentenstadt Frankfurt (Oder) hat historisch sowie kulturell sehr viel zu bieten. Sowohl ihre 60.000 Einwohner als auch die Touristen haben ein breites Angebot an Sehenswürdigkeiten, kulturellen Einrichtungen, Kneipen und Restaurants. Zudem ist die geogra sche Lage der Stadt, die Nähe zu Polen, sehr attraktiv. Der in Frankfurt (Oder) ansässige Olympiastützpunkt und die Eliteschule des Sports können zahlreiche sportliche Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene vorweisen. Für den guten Ruf als Sportstadt sorgen erfolgreiche und beliebte Sportler, wie der ehemalige Boxweltmeister Henry Maske und Axel Schulz. An der Europa-Universität Viadrina, die 1991 gegründet wurde, studieren 6.500 Studenten aus 80 Ländern. Ein Besuch in einem der Frankfurter Museen ist ein Erlebnis. Das Sportmuseum liegt im Stadtzentrum und widmet sich der erfolgreichen Frankfurter Sportgeschichte. Viele Bilder, Erinnerungsstücke und Trophäen sind zu sehen, die auch Lust auf Sport machen sollen.

www.sportmuseum-ffo.de www.museum-jun e-kunst.de www.museum-viadrina.de www.kleist-museum.de www.muv-ffo.de/kleistforum-inde .htm www.theaterdeslachens.de www.oderhaehne.de Das Gränzkaffee besticht viele in der Region durch seinen besonders leckeren Kaffee, Cappuccino, Espresso und diverse Tees. Auch lohnt es sich, einen Abstecher ins Brot und Zucker zu machen. Das Caf hat ein wechselndes Tagesangebot, tolle Kuchen, frische Suppen zu super Preisen. Zudem ist die Bedienung immer sehr nett! Das Central serviert verschiedenste Leckereien zu relativ humanen Preisen. Für einen schönen Abend mit Freunden bietet sich die Kneipe Diebels an, welche Bier, Spirituosen sowie auch Speisen führt. Danach könnte es in die Cock-

Das Museum Junge Kunst verfügt über eine umfangreiche Sammlung von Kunst aus dem Osten Deutschlands. Die Architektur sowie die Geschichte des Museums Viadrina ist für Frankfurt und das Land Brandenburg von besonderer Bedeutung. Außerdem besitzt es beeindruckende Sammlungen. Das KleistMuseum widmet sich dem Leben und Werk des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist (1777–1811). Seit 1999 führt die Stadt auch die Zusatzbezeichnung „Kleiststadt“. Wer gerne ins Theater geht, der ist in Frankfurt (Oder) genau richtig.

© Stadt Frankfurt (Oder)

Das Kleist Forum bietet seinen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm, das sich aus Jazzkonzerten, Operetten, klassischen Opern und Schaupielen zusammensetzt. Das Theater des Lachens ist ein Puppentheater, das großartige Puppenaufführungen zum Besten gibt. Das satirische Theater und Kabarett Oderhähne zeigt humoristische Betrachtungen zu Politik und Gesellschaft.

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455 km

© www.facebook.com/RadioFrankfurt

Radio Frankfurt/ Oder -Team über DÄ die ärzte werden bei uns häu g gespielt. Zusätzlich wünschen sich die Hörer regelmäßig Songs von den Berlinern. Die Band ist in der Region sehr beliebt. So hat 99,3 zum Beispiel einen Fünfjährigen die ärzte-Fan namens Tom. tailbar Halbzeit gehen, die ebenfalls zentral gelegen ist und eine umfangreiche Auswahl an schmackhaften Cocktails anbietet. Die polnische Nachbarstadt Slubice ist über die Stadtbrücke in zehn Minuten Fußweg vom Stadtzentrum günstig erreichbar. Dort gibt es ein Restaurant namens Oberza, welches bodenständiges Essen mit großen Portionen zu einem guten Preis anbietet.

© Messe Frankfurt/Oder

www.diebelslive-ffo.de www.halbzeit-ff.de www.radiofrankfurt.de

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die ärzte sind echt, ehrlich und direkt. Sie sind sehr experimentierfreudig, abwechslungsreich und immer für eine Überraschung gut. Da sie sich immer um Fannähe bemühen, wird dies durch die stetig wachsende Anhängerschaft Jahr für Jahr honoriert.


BREMEN 22.05.

Buten un binnen wagen un winnen!

© Andrea Kusajda / pixelio

Der Bremer Wahlspruch sagt einiges über die Hauptstadt dieses Zwei-StädteStaates aus. „Draußen und drinnen wagen und gewinnen“, das könnte auch das Motto eines die ärzte-Fans sein, der zu spät bei der Halle ankommt, aber trotzdem noch in die erste Reihe will … Aber natürlich hat die Heimat der märchenhaften Stadtmusikanten dem Besucher auch abseits des Gigs in der VB-Arena einiges zu bieten. Was genau, das wollten wir von einem der markantesten Rasensportler der Nation wissen. Achtung, Fangirl-Alarm erklingt genau … jetzt. Torsten Frings darf getrost als einer der letzten „Typen“ und „Leitwölfe“ im deutschen

Fußball betrachtet werden, ein Kämpfer und Antreiber, wie er im Buche steht. Was nicht zuletzt durch das erste Zitat auf seiner Website illustriert wird: „Am besten grätschen wir die Brasilianer schon bei der Hymne weg.“ Derzeit kämpft er für das Major-LeagueSoccer-Team Toronto FC, zuvor war er (neben Stationen beim BVB und beim FC Bayern) lange ahre für viele Identi kations-, für manche Hass gur beim SV Werder Bremen. Filigranität ist sein Ding nicht, weder im Spiel noch im Interview, aber für sowas gibt’s ja eben die Brasilianer. Solange Lutscher sie nicht weggegrätscht hat. Torsten Frings, ein Fußballer, für den die alte Persil-Werbung noch gilt: Da weiß man, was man hat. Guten Abend.

ARENA BREMEN 22. MAI 2012 Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 14.000 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Bürgerweide 28209 Bremen

Parkplätze: Kostenp ichtige Parkplätze direkt vor der VB-Arena auf der Bürgerweide und im Parkhaus an der Messe Bremen. ÖV: Drei Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof. LINKS Locationinfos: www.oevb-arena.de

 zielle Seite der Stadt www.bremen.de Tourismusseite: www.bremen-tourismus.de ÖV: www.bsag.de Sonstige Seiten: www.bremer.de (Stadtmagazin) www.kulturlabskaus.de (Bremer Kulturblog) www.bremerfotoblog.de (Fotoimpressionen aus Bremen)

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Tipps von Torsten Frings er egungsemehlungen Dass Torsten Frings als erstes Lokal das undzwanzig emp ehlt, hat naheliegende Gründe: Es gehört seiner Frau, und er selber ist auch ab und an dort anzutreffen, wenn er in Bremen ist. Namensgebend ist natürlich die Rückennummer seines Trikots, die für ihn deswegen eine große Bedeutung hat, weil er selber an einem 22. geboren ist, genau wie eine seiner Töchter – daher auch das Tattoo mit der XXII auf seinem Unterarm. Das Restaurant 2undzwanzig ist preislich nicht ganz spottbillig, bietet dafür aber leckere Speisen aus der sogenannten Crossover-Küche (Nee, hat nichts mit Musik zu tun!).

© Jürgen Howaldt

Mehr so etwas für die In-People Bremens ist Torstens nächster Tipp: La Viva, Bremens „Club Discotheque“, wie sich das Lokal auf seiner Website selber beschreibt. Die Musikrichtungen der DJs sind klar dem R’n’B, House und Hip-Hop zuzuordnen. Der Laden ist aber auch von den ffnungszeiten her eher eine Empfehlung für die Zeit außerhalb der DÄ-Tour, da die Partys dort freitags und sams-

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tags statt nden und das Bremen-Konzert an einem Dienstag. Wer sich aber gerne mal das P1-Pendant Bremens anschauen möchte, dürfte dort an der richtigen Adresse sein. Das Loft bezeichnet sich als „Keine Bar, keine Disco, keine Lounge – einfach Loft“. Im Loft gibt’s Drinks und öfters Livemusik im Jazzoder Latinstil, dazu Tanz- und Sitzmöglichkeiten … hm, vielleicht doch eine Bar oder Disco oder Lounge? Oder alles zusammen? Man weiß es nicht, man weiß es nicht! Freizeittipps: Torsten legt uns nahe, bei einem Besuch in Bremen den Bleikeller im Dom anzugucken. Klingt ominös? Ist es auch, und gruselig: Mumien! Als „Bleikeller“ wird die Ostkrypta des Bremer St. Petridoms bezeichnet, in der man gegen Ende des 17. Jahrhunderts mehrere mumi zierte Leichen gefunden hat, darunter eine Mumie, von der jahrhundertelang angenommen wurde, dass es sich dabei um einen Dachdecker handelte, der bei Bauarbeiten abgestürzt war. Aber: Keine Knochen-


208 km

© Emkaer at de.wikipedia

brüche? Kugel im Rücken? Gil Grissom, übernehmen Sie! Wer sich lieber sportlich betätigt, für den bietet der Sportgarten einiges. Hier können Kinder, Jugendliche und Junggebliebene (der Rücken! Die Knie! Die Leber! Ächz!) skateboarden, klettern oder sogar Parkour betreiben. Manche Anlagen sind gegen Gebühr benutzbar, andere sind kostenfrei – und Geräte können ausgeliehen werden. Na, etwas Bewegung und frische Luft gefällig, bevor man sich wieder in die Dunkelheit der Konzerthalle und den damit einhergehenden Bier- und Schweißschwaden stürzt?

Torsten über DÄ Schon in meiner Jugend haben mich bestimmte Songtexte der die ärzte begleitet, die ich gerne gehört habe – drum wünsch ich Euch viel Spaß bei den Gigs! Euer Torsten

© Matthias K. / www.snapfactory.de

Das Universum schließlich, Torstens letzter Freizeittipp für Bremen, begann als bescheiden bezeichnetes Science Center, war aber schon damals viel mehr – der Begriff „Museum zum Anfassen“ wird bei so etwas gerne mal verwendet, umfasst aber mitnichten alles, was in diesen Räumen zum Thema Mensch, Erde und Kosmos so alles gezeigt wird und vor allem ausprobiert werden darf. Mittlerweile wurde das Science Center um die SchauBox mit wechselnden Sonderausstellungen und das Außengelände des EntdeckerParks ergänzt und bietet dem wissbegierigen Besucher so noch mehr Platz für Experimente. Wer also auch mal etwas für seine Hirnwindungen tun möchte, dem sei das Universum an ebendiese gelegt.

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KIEL Willst du viel, geh nach Kiel!

© Dieter Rogge / pixelio

23.05.

Kiel. Der Hafen. Unendliche Weiten? Na, zumindest kommt man von Kiel aus ganz schön in der Weltgeschichte rum, so schifffahrtstechnisch. Die schleswigholsteinische Landeshauptstadt hat aber auch auf dem Festland so einiges zu bieten. Natürlich, am 23.05. zum Beispiel ein ausverkauftes die ärzte-Konzert in der SparkassenArena. Aber man will ja vielleicht auch noch etwas essen? Etwas anschauen? Etwas unter-

nehmen? Und das ist ja auch der Sinn dieser ganzen Tourtipps? Bin ich Captain Obvious oder wie oder was? Die Antwort auf die beiden letzten Fragen lautet: ja. Die anderen Fragen müsst ihr selbst beantworten, wir können euch diesbezüglich nur so weit weiterhelfen, dass wir das Wort nun an kompetentere Quellen weitergeben. Also Schluss mit dem Tüdelkram, schnack nich und Butter bei die Fische!

SPARKASSENARENA KIEL 23. MAI 2012 Einlass: 18:00 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 13.500 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Europaplatz 1 24103 Kiel Parkplätze: In unmittelbarer Nachbarschaft zur Sparkassen-Arena-Kiel liegen der Parkplatz Exerzierplatz (450 Plätze) und eine Tiefgarage (450 Plätze). Die Parkhäuser ZOB (400 Plätze) in Bahnhofsnähe

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und Karstadt am Sophienblatt (600 Plätze) sowie der Parkplatz Sophienhof (Hopfenstraße, 140 Plätze) liegen nur wenige Fußminuten entfernt. Exerzierplatz (Ausnahme: MittwochMarkt und Samstag-Markt – Achtung, der 23.05. ist ein Mittwoch!), ZOB und Parkplatz Sophienhof in der Hopfenstraße sind durchgehend geöffnet. ÖV: Die Sparkassen-Arena-Kiel liegt im Herzen von Kiel und ist in nur fünf bis sieben Gehminuten vom Hauptbahnhof erreichbar. Wer lieber fährt, kann fast alle Buslinien der Kieler Verkehrsgesellschaft bis zu den Haltestellten „Andreas-

Gayk-Straße“, „Ziegelteich“ oder „Exerzierplatz“ nehmen – dann sind’s nur noch ein bis zwei Minuten zu Fuß zur Arena. Links Locationinfos: www.sparkassen-arena-kiel.de (ehemalige Ostseehalle)  zielle Seite der Stadt www.kiel.de Tourismusseite: www.kiel.de/touristik/index.php www.kurskiel.de ÖV: www.kvg-kiel.de Sonstige Seiten: www.kiel-magazin.de (Stadtmagazin)


Tipps von der Kieler Woche er egungsemehlungen In der Kieler Brauerei am Alten Markt gibt’s mittelalterliches Flair mit bemalten Rundgewölben, Sudkesseln mitten in der Gaststube und massiven Eichentischen. Und natürlich – Überraschung! – selbst gebrautes Bier. Wer Fisch probieren möchte – und mal ehrlich, in einer Hafenstadt gehört das quasi zum P ichtprogramm, wenn man nicht Vegetarier oder Veganer ist –, dem sei die Fischküche Laboe im alten Hafenspeicher des Laboer Hafens empfohlen. Inklusive Essensselbstabholung in der Küche! Aber auch der Hafenkiosk Gold sch in Schilksee bietet leckere Fischbrötchen, bei deren Zubereitung man gleich selber zugucken kann, und auch in „Das kleine Strandhaus“ wird Fangfrisches mit Aussicht auf Strand und Meer geboten.

Freizeittipps: Die Klassiker wie den Stadtrundgang, die Stadtrundfahrten und natürlich eine Hafenrundfahrt gibt’s auch in Kiel, hier sogar mit einer Besonderheit: Dem Audiostadtführer, bei dem man selber bestimmen kann, welche Route man nimmt und dann unterwegs Wissenswertes über die Stadt erzählt kriegt. Ebenfalls interessant ist natürlich der Blick über die Fördestadt – ermöglicht durch eine Fahrt auf den Rathausturm. Und damit wären wir auch gleich bei den Kieler Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten, denn dazu gehört das Rathaus natürlich. Der Turm selbst misst 107 Meter, hoch geht’s bis auf knapp 70 Meter. Im Turm gibt es auch das Kieler Stadtarchiv zu besichtigen, und zu hören gibt’s alle 15 Minuten das Glockenspiel – zur vollen Stunde dann jeweils als „extended edition“.

Caf -Kneipen-Bar-Flair hingegen kommt auf im Caf Exlex, das sich der guten Musik, dem guten Kaffee und dem Frühstück bis 14 Uhr verschrieben hat. Im Schiffercaf hingegen gibt’s Tango, Kaffee und Kuchen sowie eine Terrasse mit Blick auf den Kai, und der Club Weltruf schließlich, der mit dem Exlex gemeinsame Sache macht, lädt zum Tanzen und Chillen ein.

Museen gibt’s in Kiel natürlich auch diverse – das Schifffahrtsmuseum bietet sich hier sicherlich als Erstnennung an und liegt direkt am Kieler Hafen. Auch mit zu der Gruppe der „Museen am Meer“ gehört das Aquarium Kiel, wo man den Seehunden zugucken und diverse Fische betrachten kann – wie sich das für ein Aquarium gehört. Und natürlich muss alleine um des schlechten Scherzes Willen ein Kieler

© Sechmet at de.wikipedia

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455 km Museum besonders hervorgehoben werden: die medizin- und pharmaziehistorische Sammlung. Hahaha! Ha! Ha … Moment, wie jetzt, bis Herbst 2012 geschlossen? Mistiger Mist. Nun aber genug Bildung und raus zum Flanieren – am besten auf der Holstenstraße, der zweitältesten Fußgängerzone Deutschlands. Die traditionelle Kieler Einkaufsmeile ist vom Hauptbahnhof gut erreichbar und führt zum Alten Markt mit der Nikolaikirche. Wer mehr Meer sehen will, dem sei die Kiellinie, die Hafenpromenade im Stadtteil Düsternbrock, empfohlen. Sie beginnt hinter dem Ostsee-Kai und endet an der Blücherbrücke, dem Liegeplatz der Gorch Fock. Von der Kiellinie aus hat man übrigens auch einen guten Ausblick auf die Kieler Werft, ein weiteres Wahrzeichen der Stadt.

Und wer nach der Spaziererei noch mal die Füße hochlegen will: Im Mediendom auf dem Campus der FH in Kiel-Dietrichsdorf gibt es Multimediashows für Groß und Klein zu sehen, von Science Fiction bis zu Wissenschaftlichem. www.kieler-brauerei.de www. schkueche-laboe.de www.das-kleine-strandhaus.de www.e le -kiel.de www.schiffercafe-kiel.de www.weltruf-kiel.de www.museen-am-meer.de www.mediendom.de Regionale Ausdrücke: Mit „Moin“ als gängiger Begrüßung im Norden erzählen wir euch vermutlich nichts Neues, aber wisst ihr auch, was „ gelinsch“ heit, „krüsch“ oder „plietsch“? Wer gelinsch ist, ist raf niert, krüsch ist man, wenn man beim Essen wählerisch ist (also zum Beispiel keine Kieler Sprotten mag!), und plietsch ist einer, der clever und gar nicht blöd ist. Und immer dran denken: Wenn die ärzte auf Tour gehen, dann ist tendenziell … na, was wohl: Schietwetter.

© sokaeiko / pixelio

* N ina Mangels über DÄ

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Wenn ich heute Songs von den die ärzte – der selbsternannten „Besten Band der Welt“ - höre, sehe ich mich mit 16: mit viel Haarspray in den Haaren, mit aufgeschnittenen Jeans und mit Walkman. Und ich erschrecke ein bisschen, wenn ich ausrechne, dass es fast 20 Jahre her ist, als mir meine Eltern zum ersten Mal erlaubten, Farin Urlaub & Co. live zu sehen – in der damaligen Ostseehalle. Und so ist es für mich ein Muss, auch 2012 das Konzert in Kiel zu besuchen – dieses Mal darf ich ohne meinen Bruder gehen, und ich passe nicht mehr in die Jeans von damals. ABER ich kenne immer noch alle Hits auswendig! *Kiel Marketing


OBERHAUSEN 25./26.05.

Wo die wilden Ober hausen?!

Na, hoffentlich nicht. Wir gehen mal davon aus, dass die Kellner in Oberhausen genauso friedlich oder grießgrämig sind wie anderswo. Aber andererseits: Die Stadt ist ja auch irgendwie ein unbekanntes Wesen, nicht wahr?

Geldprobleme, der Ruf als Pleite-Stadt, zum Schaden noch den Spott über den griechischstämmigen Kämmerer – man hat’s nicht leicht in Oberhausen. Doch halt, es gibt Lichtblicke! Neue Analysen sehen Oberhausen als zukunftsträchtiger als Dortmund, zum Beispiel! Nun gut, vielleicht nicht fußballerisch, aber dafür wirtschaftlich-touristisch. Der eindeutige Beweis: die ärzte spielen dieses Jahr in Oberhausen!

© Dieter Schütz / pixelio

Wer weiß schon genau, was sich hinter stillgelegten Zechen, strauchelnder Stahlindustrie und dem inszenierten Melodrama des Mainstream-Musicals verbirgt?

Ein weiteres Indiz: Sondaschule kommen aus der Gegend! Also nix wie los und die Herren um Sänger Costa Cannabis (nein, der ist nicht neulich an der italienischen Küste auf Grund gelaufen) befragt, was es denn über Oberhausen so Wissenswertes zu erzählen gibt. Das Ergebnis ist wie so oft in unserem Tourheft als erstaunlich zu bezeichnen.

KÖPI-ARENA OBERHAUSEN 23. MAI 2012 Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 13.000 Support: K.I.Z ANFAHRT Arenastraße 1 4 04 Oberhausen Parkplätze: In direkter Umgebung der König-Pilsener-Arena gibt es über 14.500 kostenfreie Parkplätze. In

unmittelbarer Nähe der Arena be nden sich die Parkhäuser 6, 7 und 8. Die Parkhäuser sind rund um die Uhr geöffnet. ÖV: Ab dem Oberhausener Hauptbahnhof erreicht man die Arena mit jeder Straßenbahn oder jedem Bus in Richtung Sterkrade/Neue Mitte (Bussteig 1). Die Haltestelle Neue Mitte be ndet sich direkt vor der König-Pilsener-Arena.

Links Locationinfos: www.koenig-pilsener-arena.de  zielle Seite der Stadt www.oberhausen.de Tourismusseite: www.oberhausen-tourismus.de ÖV: www.stoag.de www.vrr.de Sonstige Seiten: www.paroli-magazin.de (Linkes Online-Magazin) reviermagazin.de (OnlineMagazin für den Ruhrpott)

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Tipps von Sondaschule WILLKOMMEN IN OBERHAUSEN: Das Einzige, was man in Oberhausen sehr gut machen kann, ist ABHAUEN. Ganz toll der Oberhausener Bahnhof mit seinem „alt“ statt Garten, wo der verlaufene Tourist unglaublich viele „Nah-tot-Erlebnisse“ der ansässigen BTM-Scene beobachten kann. Wer den Mut aufbringt, sich solchen Einüssen auszusetzen, sollte unbedingt im OB HBF „Futtern bei Muttern“ aufsuchen. Bodenständiges Essen jenseits der Fast-Food-Kultur. Zum Beispiel Saure Nierchen für 5,90 . Wer als bodenständiger Pilger keine Zeit und Geld für eine Reise nach Mekka oder Bethlehem hat, aber trotzdem mal den Duft einer bevorstehenden Massenpanik miterleben möchte, geht entweder an Adventwochenenden bzw. verkaufsoffenen Sonntagen ins Centro zum Müll kaufen oder zur Fronleichnamskirmes in Sterkrade, wo auch Hooligans auf ihre Kosten kommen können. Für Menschen der ruhigeren Gangart empfehlen wir das Sonntagsspiel des gefühlten Fuball-Zwöl igisten Rot-Wei-Oberhausen (Ähr-Weh-Oh) wo selbst bei Spitzenspielen das Lauteste im Stadion das Umklappen der Holzanzeige beim 0 zu 8 ist. Ansonsten bleibt vom Bierkonsum im Stadion abzuraten, da selbst bei acht Fußballverrückten auf der Haupttribüne es immer einer schafft, durch

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das ffnen seines Regenschirmes einem das Bier aus der Hand zu oppen. Wenn Sie bislang noch kein Mitglied von Greenpeace, PETA oder anderen Tierschutzorganisationen sind, wird sicherlich ein Besuch des Streichelzoos im Kaisergarten Sie zu einer dreistelligen Spende an eine dieser wichtigen Institutionen veranlassen. Erbarmungsloses Vollstopfen mit Kraftfutter für einen Euro aus dem Kaugummi-Automaten, Resten vom Mittagessen der Kinder, Lakritz und Eiweißriegeln von alternden Schafen, Mulis und sonstigem abgegebenen Landvieh erweckt den Anschein, dass Oberhausen einen Eintrag ins Guinnessbuch für den dicksten „Zoo“ Westeuropas anstrebt. Richtig schön an Oberhausen ist der Gasometer, wo der interessierte Besucher das ganze Elend dieser Stadt von mehr als 100 Metern Höhe aus auf einmal sieht: der Emscher Kanal, wo noch nie Wasser durchgeossen ist, das nicht von den Global Players Müllverbrennung Stadtwerke OB, Chemie Müller und sonstigen New-Economy-Centern mit PET, Zyanid und Trichloräthylen und anderen lebenswichtigen chemisch undenkbaren Nichtinhaltsstoffen ergänzt wurde. Etwas weiter links zieht der Anblick des Schlackebergs, bekannt als Naherholungsgebiet fürs Präkariat des nördlichen Ruhrpotts, die staunenden Blicke auf sich. Durch den Wetterumschwung der letzten 1500 Jahre wurde leider eine Skigebietserschließung verhindert. Trotzdem eine beliebte Location, wo die seit ahren sehr gut integrierte Albaner-Ma a ihre Opferfeste feiert. Reiseauskünfte und Führer gibt’s in jeder Automatenspielhalle und Sportwetten-Caf s ober- und unterhalb der ausgestorbenen Haupteinkaufstraße „Marktstraße“ (auf dem Weg dahin unbedingt in die Second-Hand-Handyläden gehen, der Ruf des dort verkauften Hasch reicht bis nach Bottrop). Ansonsten gibt’s noch einzwei wirklich sehenswerte Musicals in Oberhausen (z. B. „Dirty Dancing“), wo seltsamerweise aber noch nie jemand war, den wir kennen. Erfahrungsberichte können allerdings bei www. abgezockt.de, www.altenp eger-gegen-links.de


524 km oder „Achtung Kontrolle“ auf Kabel Eins nachgelesen/geschaut werden. agesaus üge Erotikcenter/Erlebnisstraße Flaßhofstraße. Gastronomie 4-, Kneipen 2+, Handentspannung 1a, Hotels sehr teuer und Personal unfreundlich. Trotzdem ist ein Besuch der angrenzenden internationalen (servulatisch wird gesprochen, Anm. d. Sondaschule-Redaktion) Pubs P icht. Unzensierte Super--Filme auf Strukturtapeten bei Pils 2 gibt’s nur hier in god ol Dschörmani. Mann riecht die Geschichte dieser Etablissements buchstäblich. Herren bitte nicht mit der Bedienung irten, das ist kein Mann und der Mann heißt auch nicht wirklich Elvira und ist auch nicht jünger als 58. Beste Reisezeit: Montagsnacht drei bis vier Uhr. Aber bitte nicht mit dem Auto, der Trachtenverein macht Straßensperren zwecks Überprüfung der Fahrtauglichkeit. Schlechte Reisezeit: Karnevals-Sonntag (Lebensgefahr durch rivalisierende Eingeborene), Zahnärzte drehen durch und wollen operieren. Geld liegt aber auf der Straße (Pfand).

Klingt komisch? Ist aber so! Alles in allen aber immer noch besser als Duisburg. Regionale Sprachausdrücke: „Komma beie Omma“ „Gleich hat datt Füttken aber Kirmis“ „Wennze heute nicht kommze, kommze morgen auch nicht“ „Gleich klatscht datt, aber kein Beifall“ Übersetzung der freien Interpretation überlassen!

Sondaschule über DÄ Unser Management verbietet uns vertraglich, diesen ehrfürchtigen Bandnamen auch nur ansatzweise in den Mund zu nehmen. Aber wenn man uns jetzt fragen würde „Düsseldorf oder Berlin?“, würde die Antwort sieben Mal gleich ausfallen.

© Raimond Spekking / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3

Zukunft: Eine forensische Anstalt für pädophile Menschen inmitten der Oberhausener City ist in Planung, eventuell gibt das der Oberhausener Gesellschaft den Kick und die City erblüht zum neuen Leben und das Rating geht auf C-. Die momentane Verschuldung beträgt ca. 8000 pro Kopf und Oberhausen ist damit die am höchsten verschuldete Stadt Deutschlands (Stand Ende 2010). Deshalb hat Oberhausen auch keinen Bücherbus mehr, wo eh nur geklaut

wurde. Actionvideotheken-Busse stehen noch bei einer kommenden Bürgerabstimmung zur Debatte. Umfragen sagen aus, dass 98 der Eingeborenen Actionvideothekenbusse begrüßen würden. Es tut sich was in Oberhausen.

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CHEMNITZ 27.05.

Die Stadt mit Karl-Marx-Köpfchen

© Andrea Lohberger / pixelio

Oktober zur Kenntnis nehmen (den Rekord trägt übrigens eine Leninbüste in Russland, zumindest solange nicht ein Superlativ-Scheich in der Region Dubai auf Ideen kommt). Chemnitz hat aber auch noch anderes zu bieten. Vermuten wir – aber wissen wollen wir es natürlich genauer.

Dass Chemnitz früher anders hieß, ist allgemein bekannt. Dass unter anderem deswegen noch das stilisierte Haupt eines berühmten Bartträgers mit als Wahrzeichen der Stadt gilt, dürfte auch nichts wirklich Neues sein. Dass der Karl-Marx-Kopf alias „Nischel“ allerdings nicht wie früher angenommen die größte Porträtbüste der Welt ist, musste die Chemnitzer Stadtverwaltung erst letzten

Also nichts wie nachgefragt, und zwar bei der Neuentdeckung der glaubwürdigen Ecke des deutschen Musikgeschäfts: Kraftklub. 2010 mit dem New Music Award ausgezeichnet und letztes Jahr mit „Ich will nicht nach Berlin“ auf den fünften Platz beim Bundesvision Song Contest gekommen, haben die fünf Jungs am 20. Januar ihr Debütalbum „Mit K“ veröffentlicht. Und sind damit prompt auf Platz eins der deutschen Charts eingestiegen. Muss man erst mal schaffen, und deswegen verneigen wir uns vor und übergeben das Wort an: Kraftklub!

ARENA CHEMNITZ 2 . MAI 2012 Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 10.700 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Messeplatz 1 0911 Chemnitz Parkplätze: Auf dem Messegelände stehen 2.400 Parkplätze zur Verfügung.

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Die Parkgebühr beträgt in der Regel bei Messen 3 , bei anderen Veranstaltungen (also auch Konzerten) 4 und wird an der Einfahrt von Einweisern kassiert. ÖV: Busse der Linie 23 und 43 halten regelmäßig an der Haltestelle „Messe Chemnitz“. Die Busse fahren montags bis samstags halbstündlich von Heinersdorf über die Zentralhaltestelle (Bahnsteig D11) zur Messe Chemnitz.

Links Locationinfos: www.messe-chemnitz.com  zielle Seite der Stadt www.chemnitz.de Tourismusseite: www.chemnitz-tourismus.de ÖV: www.cvag.de Sonstige Seiten: www.party-chemnitz.de (Veranstaltungskalender) www.chemnitz-lebt.de (Chemnitz-Guide/-Blog)


381 km

Tipps von Kraftklub Chemnitz ist nicht besonders schön. Obwohl, im Frühling geht's. Da verdecken die Blätter der Bäume die leeren Fenster. Und man kann Party vorm Club machen, wenn man kein Geld für den Eintritt hat. Tagsüber kann man sich den Karl-Marx-Kopf angucken. Finden wir aber eher langweilig.

Tut uns leid, aber wir können uns da jetzt auch nichts aus den Fingern saugen. Kommt mal wieder. An 'nem Wochenende. Da gehen wir dann aus. In unsere Lieblingsclubs. Atomino oder Weltecho. Generell gilt wie in jeder anderen Stadt: Finger weg vom Flowerpower. Fürchterlich. So, wir hoffen ihr habt trotzdem Spaß. Und in einer anderen Stadt mehr Glück, was die Aftershow-Party angeht. Liebe Grüße, Kraftklub

© Philipp Weiser

Kein Plan, wo müsst ihr hin? Chemnitz Arena? Messe? Da ist es sehr ungemütlich in der Umgebung. Und unspannend. Chemnitz ist ja nicht sehr groß, aber da seid ihr schon so bisschen außerhalb. Zum Glück fahren Busse. Bis um zwölf. Haha. Also, wenn ihr noch eine Mitfahrgelegenheit ndet, dann fahrt in die Innenstadt. Dort gibt's dann was zu erleben. Nightlife ohne Ende. Mittwoch bis Samstag. Leider seid ihr an einem Sonntag da. Also, wir würden ja gerne behaupten, dass man trotzdem was machen kann. Aber das wäre gelogen. www.atomino-club.de www.weltecho.eu www.kraftklub.to

Kraftklub über DÄ Im Musikunterricht mussten wir mal Lieder vortragen. Also singen. Da hat jeder von uns einen Titel der die ärzte genommen. Weil wir die Songs sowieso auswendig kannten. Haben trotzdem schlechte Noten bekommen.

© Kolossos at de.wikipedia

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MÜNCHEN Dieses „Mia san mia“-Gefühl

© elke hartmann / pixelio

30.05.

Mein Vater hat den Münchner Viktualienmarkt mal versehentlich als „Fäkalienmarkt“ bezeichnet. Andere Leute würden diesen Begriff vielleicht eher für die Transferliste des FC Bayern München anwenden, aber hey:

Bleiben wir anständig! (Ist Bayern-Fanvolk anwesend? Jehova! Jehova!) Schließlich bietet München nicht nur – jetzt mal ganz objektiv betrachtet – sehenswerten Fußball, sondern auch einen fast schon mediterranen Charme und viele Entspannungsmöglichkeiten für den geneigten die ärzte-Fan auf Tour. Aber glaubt nicht uns, schaut selbst – wir haben bei der Münchner Band nachgefragt, der wir solche Klassiker wie „Ein Kompliment“, „Ich, Roque“ und natürlich auch „54, 74, 90, 2006/10“ zu verdanken haben. Die Sportfreunde Stiller nehmen uns mit auf eine Reise durch die Stadt, die mehr zu bieten hat als nur Oktoberfest, Dirndl und Hoeneß!

OLYMPIAHALLE MÜNCHEN 30. MAI 2012 Einlass: 18:00 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 14.000 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Spiridon-Louis-Ring 21 80809 München Parkplätze: Parkplatzpreise beim Olympiapark: Parkharfe: 4 /Tag Parkdeck am Olympia-

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turm und Parkplatz am Olympia-Eissportzentrum: 1.-4. Stunde: 4 5.-6. Stunde: 7 Tagestarif: 10 ÖV: U-Bahn: U3 Richtung Moosach, via Olympiazentrum ca. zehn Minuten Fußweg zum Olympiapark Straßenbahn: Trambahnlinie 20 und 21 bis Haltestelle Olympiapark West Bus: StadtBuslinie 173 bis Haltestelle Olympiapark-Eisstadion

Links Locationinfos: www.olympiapark.de  zielle Seite der Stadt www.muenchen.de Tourismusseite: www.muenchen.de/themen/tourismus.html ÖV: www.mvv-muenchen.de Sonstige Seiten: www.rockmuseum.de (Memorabilia-Ausstellung im Olympiaturm) www.dermuenchenblog.de (Veranstaltungsblog) www.muenchenblogger.de (Szeneblog)


Tipps von Sportfreunde Stiller

Brandhorst (neben der Pinakothek der Moderne) – architektonisch wunderbares Gebäude mit modernen Sammlungen der einussreichsten Künstler seit 19: Warhol, Hirst, Beuys, Fischl und solchen Banditen. Valentinmusäum (gleich am Viktualienmarkt  auch bärig!) – Karl Valentin und Lisl Karlstadt, humoristische Vorreiter und Vorbilder für z. B. Gerhard Polt. Im engen Stadtturm im Zentrum tummeln sich kleinste Absurditäten und witzigste Ausstellungsstücke. Highlight: der Schneemann. Oben im Stüberl ist Stärkung in üssiger Form P icht. Eine sommerliche Tour untertags geht durch den Englischen Garten. Dort sitzen im Biergarten am Chinaturm Volksmusikanten und pfeffern Traditionelles aus dem Holzgebälk. Entweder man bringt sein eigenes Essen mit oder kauft knusprigen Steckerl sch und krustige Schweinshaxn. Die Maß dazu versteht sich von selbst. In den weiten Wiesen ächen spielt man entweder Völkerball, liest Kriminalromane vom Münchner Autor Ani oder fummelt innerhalb der leichten Bekleidung des Lebensabschnittsgefährten nach Haut und Geschlechtsteil. Hat man Glück, wird man Zeuge einer Treibjagd zwischen V-Mann und Haschbesitzer, die ihren Start am wunderschönen Monopterus hat und ihr Ziel meistens im Polizeiwagen ndet. Sportliche bestaunen an der Eisbachwelle die Surfer (artistisch!) oder stürzen sich gar selbst in den eiskalten Bach, in dem man bei enormer Strömung schnell einige Meter macht. Achtung Nichtschwimmer: Ertrinkungsgefahr! Wer lieber angeln möchte,

© Sabine Weniger

München – Stadt des Umbruchs und der Griabigkeit (spezielle Form der Gemütlichkeit). Klischeebehaftetes Urbanelement – jedoch: an den meisten Orten frei von der vom Großteil der Republik erwarteten Snob-Gesellschaft. Subkultur vorhanden, wenngleich man ein wenig danach graben muss, um sie an die Ober äche zu holen. Hochkultur sieht wie folgt aus:

setzt sich mit Rute und Garn an den wunderschönen Flaucher an die Isar. Gemütlichkeit inmitten Renaturierung. Ein schönes Lied gep ffen und „Petri Heil“! Beim Song „Deine Schuld“ beißen die Fische am besten, wie wir alle wissen. Auch im Olympiapark ist Aktionismus angesagt: Tretbootfahren, Olympiastadiondachspaziergang, Bergwanderung oder einfach triviales Essen und Erfrischungsgetränke im Minibiergarten OlyAlm. Vorm Konzert soll man in der Punk-Pizzeria Santo Anger (Blumenstr. 25) bei harten Tönen weiche Teigteller der Extraklasse hineinfressen. Nach dem herausragenden Konzert kann man im Punk-Trucker-Elvis-TätowiertenSchuppen Sehnsucht (Amalienstr. 26) über die Setliste diskutieren. Klar, Jägermeister und zuviel Bier gibt’s da auch. Auftrittskeller wie Backstage, Kafe Kult, Orangehouse und Kulturstation stinken nach Bier, Verzerrung und Punk. Das Atomic Caf bietet nicht mehr nur 60ies- und 70ies-Flair, wartet aber doch noch mit der typischen Atmosphäre der damaligen Beat-Musik samt des orangenen Interieurs auf. Bitte vorher informieren, ob mittwochs überhaupt geöffnet ist. Wichtig für Nachtschwärmer: Zu spätester Stunde (meist bis vier Uhr früh) gibt’s im Schoppenstüberl (U-Bahnstation Fraunhoferstr.) tiefbayrische Kulinarik – begleitet von

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5 9 5 km Werner am Akkordeon, der gerne hier auch hanseatisches Liedgut anstimmt. Achtung vor Gertis Schnapsrunden! Viel Spass in München, Most North City of Italy!!! www.museum-brandhorst.de www.valentin-musaeum.de www.chinaturm.de ⁄ www.eisbachwelle.de www.olympiaalm.de ⁄ www.santoanger.de www.bar-sehnsucht.de ⁄ www.backstage.eu www.kafekult.de ⁄ www.feierwerk.de www.atomic.de ⁄ www.bei-gerti.de www.sportfreunde-stiller.de

Rüde über DÄ Mit die ärzte auf den Spuren von „Denn sie wissen nicht, was sie tun“! Wilder Tanz im Alter von 14 Jahren mit etlichen Freunden auf dem Vordach des Orangehouse in der Hansastraße. „2000 Mädchen“ raste durch unsere Köpfe, das Bier rauschte durch unsere Kehlen, und wir dachten, das wäre der schönste Moment unseres jungen Lebens. Mit die ärzte an Mädels ranwanzen: Romantischer Spaziergang durch den Schlosspark. Hand in Hand gingen wir, teilten uns die Kopfhörer samt der Musik von DÄ. Schwiegen rotbackig zu dem wilden Trommeln unserer Herzen, als „Du willst mich küssen“ kam.

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Neuer ndung des Selbst mit die ärzte: Konnte via Tauschgeschäft einen Netten nden, der ein bisserl neben der Spur war und seine E-Gitarre gegen eine Erstau age meiner „Queen Live Killers“ tauschte. Erster Song auf meiner neu erworbenen Gitarre war ein Coverversuch von „Elke“. Er sollte ca. zwölf Monate andauern. Tauschte die Gitarre schließlich gegen einen Bass. Erster Song war ein Coverversuch von „Westerland“. Ging schon besser! Egal ob ich jetzt noch zum Plattenladen renne oder nicht – wenn etwas Neues von ihnen erscheint: Ich werde immer auf ihren Konzerten stehen und mich darüber freuen, dass die ärzte heute noch eine großartige Band sind, die mich damals durch den Höllenschlund der Pubertät begleitet hat. Herzliche Grüße! Das Ende soll noch ewig dauern!!! Euer Rüde

© Olympiapark München

Drama mit die ärzte: Meine Welt brach zusammen, als „Sie“ mich verließ. Ich hörte „El Cattivo“ und musste leise ennen. Werde nie verstehen, warum gerade bei diesem Lied. Auferstehung und Visionen mit die ärzte: Ich hörte „Zu

spät“, und ein Gefühl der Genugtuung kam auf, als das „Was wäre wenn“ für eine Millisekunde nur dem Größenwahn genug Raum gab, daran zu glauben, jemals in einer eigenen Band zu spielen.


BERLIN Dickes B: Berlin zum Ersten, Zweiten und Dritten

1./2./3.06.

© Berlin Panorama / pixelio

Wohl über kaum eine deutsche Stadt gibt es so viele Songs wie über Berlin. Ob Seeed, Udo Lindenberg oder Leonard Cohen – wer etwas auf sich hält, der besingt Berlin. Und so vielfältig wie die Musik, die die Metropole inspiriert hat, so vielfältig sind auch die Ausgeh- und Aus ugsmöglichkeiten in Berlin. Jeder, der schon mal da war, hat seine Geheimtipps, und auch diejenigen, die noch nie in der Hauptstadt waren, wissen so unge-

fähr, was man sich dort angucken sollte. Alles schaffen wird man sowieso nicht – da bleibt nur eine erneute Hinfahrt, schlimme Sache, das! Natürlich empfehlen wir an dieser Stelle die Klassiker wie Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie und ähnliche historisch wichtige Stätten. Aber letztendlich muss jeder Berlinreisende die Stadt auf seine Weise entdecken, und das ist, um ein ge ügeltes Wort des regierenden Bürgermeisters aus dem Zusammenhang zu reißen, auch gut so.

KINDL-BÜHNE WUHLHEIDE 1./2./3. JUNI Einlass: 17:00 Uhr am 01./02.06. | 16:00 Uhr am 03.06. Beginn: 19:30 Uhr am 01./02.06. | 18:30 Uhr am 03.06. Kapazitat: 17.000 Support: 01.06./02.06.: K.I.Z. | 03.06.: La Vela Puerca ANFAHRT An der Wuhlheide 18 12459 Berlin Parkplätze: Achtung: In der direkten Umgebung der Wuhlheide gibt es nur wenige Parkplätze. Diese be nden sich entlang und beidseits der Straße „An der

Wuhlheide“. Bitte die Halte- und Parkverbotsbereiche beachten, es wird gelegentlich kontrolliert und aufgeschrieben! Es emp ehlt sich folglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. ÖV: Der S-Bahnhof Wuhlheide (S3) liegt ungefähr 700 Meter vom Haupteingang der Kindl-Bühne entfernt, der Tram-Bahnhof FEZ (Linien 26, 61, 67) etwa 250 Meter. Vom Bahnhof Zoo fährt man rund 32 Minuten, von Friedrichstraße zirka 24 Minuten, Alexanderplatz etwa 19 Minuten. Die S-Bahnen verkehren tagsüber im Zehn-MinutenTakt, abends alle 20 Minuten.

Links Locationinfos: www.wuhlheide.de  zielle Seite der Stadt www.berlin.de Tourismusseite: www.visitberlin.de ÖV: www.bvg.de Sonstige Seiten: www.berlinatnight.de (Stadtmagazin) www.berlinonline.de (Stadtportal) www.hauptstadtblog.de (Berlin-Blog)

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203 km er egungsemehlungen Ich mag The Bird. Das ist eine amerikanische Kneipe mit den besten Burgern, die ich je gegessen habe. Nicht ganz billig. Aber jeden Cent wert.

Nachgefragt bei einem Ortskundigen haben wir aber trotzdem – den Flix alias Felix Görmann kennen manche von euch vielleicht noch aus der Prawda #5, wo wir euch den Comiczeichner und Ärztefan schon mal näher vorgestellt haben. Andere wiederum kennen ihn hoffentlich durch seine Comic-Version von „Faust“ oder seine diversen anderen Veröffentlichungen, in denen BelaFarinRod auch immer wieder ihre kleinen, aber feinen Auftritte haben … und hier also Flix’ kleine, aber feine Tipps!

Tipps vom Flix

Freizeittipps: Hm. Schwierig. Weil's so viel gibt. Ich habe neulich mit Freunden eine Tour in die alten Flaktürme im Humboldthain gemacht. Das war sehr beeindruckend. Halb gesprengte unterirdische Wehranlagen. Total Mad-Max-mäßig. Irre. Zudem wird einem da klar, wie viel Geschichte in dieser Stadt steckt. Einen Steinwurf entfernt von The Bird ist der Mauerpark. Da ist sonntags immer Flohmarkt. Und am Sonntagnachmittag OpenAir-Karaoke. Ein großer Spaß, in der Sonne zu sitzen und anderen beim musikalischen Scheitern (oder Brillieren) zuzuschauen. Und kosten tut's auch nix. Regionale Sprachausdrücke: „Zuuuuurückbleimbitte!“ Das bedeutet so viel wie: „Sehr geehrte Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs, dieser Zug ist abfahrbereit und die Türen werden sich in wenigen Sekunden schließen. Bitte versuchen Sie jetzt nicht, noch hektisch in den Zug zu steigen. Das ist nicht nötig. Entspannen Sie sich. Sie mögen es aus der Provinz nicht gewohnt sein, aber schon in wenigen Minuten kommt der nächste Zug, der Sie an Ihr Ziel bringen wird. Vielen Dank.“ www.thebirdinberlin.com www.berliner-unterwelten.de www.mauerparkmarkt.de www.der- ix.de

© Der Flix

Flix über DÄ

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Ich bin seit 20 Jahren Fan. Seit 20 Jahren? Oh Gott! Ich werde alt!!!


LEIPZIG 06./07.06.

Leipzig ist eine Messe wert

© Makrodepecher / pixelio

der auch mehrere In eizig nden mit der Buchmesse und der Auto Mobil International jährlich zwei der größten Messen Deutschlands statt, auch wenn man die Games Convention an Köln verloren hat. Aber immerhin besitzt Leipzig, hinsichtlich der überbauten Fläche gesehen, immer noch den größten Kopfbahnhof Europas.

Da, wieder was gelernt dank Wikipedia! Und wenn man sonst nicht mehr weiter weiß, hilft einfach der Facebook-Status, dass einem dank seiner Timeline zu Leipzig erst mal nur Gestänkere über den örtlichen Tatort einfällt. Da kommen augenblicklich von überall her Stichworte: Völkerschlachtdenkmal! Mendelssohn! Vegan essen! Thomaner! Kabarett! Zoo! Ur-Krostizer Bier! Helden der friedlichen

ARENA LEIPZIG ./ . JUNI Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 12.000 Support: La Vela Puerca ANFAHRT Am Sportforum 2 04105 Leipzig Parkplätze: Es stehen ca. 1.000 Parkplätze an der Arena Leipzig zur Verfügung.

Weitere . Stell ächen können bei Großveranstaltungen genutzt werden. ÖV: Vom Hauptbahnhof fahren folgende Straßenbahnlinien zur Location: 3, 4, 7, 8, 13, 15 Die Haltestelle heißt „Waldplatz / Arena". Links Locationinfos: www.sportforum-leipzig.com

 zielle Seite der Stadt www.leipzig.de Tourismusseite: www.ltm-leipzig.de ÖV: www.lvb.de Sonstige Seiten: www.kreuzer-leipzig.de (Stadtmagazin) www.l-iz.de (Leipziger Internetzeitung) www.heldenstadt.de (Leipzig-Blog)

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Revolution! Und überhaupt: „Leipzig ist einfach die tollste Stadt in Deutschland!“ Ach ja, und mein Ururschwiegervater hat dort die Drehorgel erfunden. Und da sag noch einer, Facebook sei reine Zeitverschwendung! Da bräuchten wir ja fast keine Szene-Tipps mehr … ha, doch. Und zwar von einer Band, die euch möglicherweise begegnet, wenn ihr nach Informationen über das neue die ärzteAlbum googelt. Wenn ihr zum Beispiel wissen wollt, ob „auch“ ins Genre „Rock“ gehört, dann landet ihr gleich mal einen Treffer: Dann werden euch Auch! vorgeschlagen, eine Alternative-Rock-Truppe aus Leipzig. „Nomen est omen“, haben wir uns gesagt und bei Bassist Thomas nachgehorcht, was Auch! uns so für einen Leipzigbesuch ans Herz legen.

Tipps von …Auch!

© Christoph Müller

er egungsemehlungen McCormacks Ballroom an der Kurt-EisnerStraße 43 ist ein gemütlicher Pub mit tollem Bier und total leckeren Burgern. Nettes Ambiente mit frisch zubereiteten, ebenfalls leckeren Bagels bietet das Bagel Brothers an der Nikolaistraße 42 im Zentrum.

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Die wahrscheinlich besten Döner der Stadt gibt’s im Tamers Tamer rs an der Jahnallee 31, auch im Zentrum. Und wenn ihr schon mal in der Gegend seid: Wer Bock auf Currywurst mit Pommes oder anderes Fast Food hat, der geht zum Curry Cult am Markt, dort gibt’s alles, was das Herz begehrt! Typische regionale Gerichte sind die Leipziger Lerchen, ein Marzipangebäck, und das Leipziger Allerlei, ein Gemüsegericht mit Flusskrebsen. www.mc-cormacks.com www.ba elbrothers.de www.tamers-bistro.de Freizeittipps: Vor allem im Sommer ist Leipzig einen Aus ug wert! Zahlreiche Grünanlagen bieten an Sommertagen tolle Möglichkeiten, im Freien zu entspannen, sich mit Freunden zu treffen oder sogar zu grillen. Wir würden empfehlen: Den Leipziger Promenadenring rund um das Stadtzentrum bzw. den Markt von Leipzig oder den Clara Zetkin Park im südlichen Stadtzentrum. Der Cospudener See im Süden der Stadt ist ein Teil der Leipziger Seenlandschaft. Er bietet zahlreiche Bade-, Freizeit- und Wassersportmöglichkeiten. Der Kulkwitzer See liegt im


458 km Westen von Leipzig, auch dort gibt es zahlreiche Freizeit- und Badeangebote. Besucher sollten außerdem unbedingt die Leipziger Innenstadt rund um den Markt unsicher machen. Hier gibt es viele tolle Gebäude und Einrichtungen. Sehenswert sind unter anderem natürlich die Wahrzeichen der Stadt Leipzig, der Uniriese und das Völkerschlachtdenkmal, der Hauptbahnhof, der Augustusplatz, das alte Rathaus … und die vielen Shoppingpassagen in der Innenstadt. www.leipzi seen.de www.panorama-leipzi .de www.voelkerschlachtdenkmal.de Regionale Sprachausdrücke: Seinen Kaffee nennt der echte Leipziger liebevoll ein „Scheelchen Heeßen“. Der gebürtige Sachse spricht außerdem alle harten Konsonanten weich aus. Sehr beliebt ist auch die gedehnte Sprechweise von Silben und Buchstaben wie „ei“, „ö“, „er“ und „g“. Dabei macht der Sachse daraus häu g ein langes „e“ oder „sch“. Hier ein paar Beispielwörter: „Ätsch“ wird zu „Ähdsch“, „Blümchenkaffee“ wird zu „Bliemchengaffee“, und „Brötchen“ wird zu „Bredchen“. Lieblingswörter echter Sachsen sind unter anderem: Dämmse – große Hitze Fummel – Bekleidung Gelumbe – unnützes Zeug Griebsch – Apfelstrunk Gugge mal – Schau da www.auchrockt.de

…Auch! über DÄ die ärzte sind eine Band, die uns beim Großwerden begleitet hat. Wir sind alle große Fans und haben uns insgeheim immer gewünscht, mal mit Farin & Co. auf einer Bühne zu stehen, was uns leider bisher verwehrt blieb. Stilistisch ist unsere Musik durchaus in eine Schublade mit Bands wie die ärzte einzuordnen. Wir assoziieren mit die ärzte Entertainment, Spaß, viele Menschen, treue Fans, lange Konzerte und die eine oder andere Überraschung auf der Bühne. die ärzte sind eben die beste Band der Welt! ;-)

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MANN HEIM … Rasen betreten verboten!

© www.Rudis-Fotoseite.de

08.06.

Mannheim, du Stadt der Söhne! Du Praxisadresse des Dr. Ton (für Nicht-Castingshowgucker: Der Xavier natürlich)! Du Heim von … von … Mann.

„Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer!“ Nicht doch – guckstu in unsere Locationinfos, da steht die Hallenadresse, da steht die Adresse, da steht was zum V, also alles kein Problem! Aber wir wären ja nicht wir, wenn wir nicht noch für ein paar Extrainfos sorgen würden. Also: Wer kommt aus Mannheim und bringt eine gewisse die ärzteAf nität mit sich? Wer bringt die Menge mit heißen Ska-Klängen und –Rhythmen zum Toben? Gebt mir ein The! Gebt mir einen Bus! Gebt mir eine Terz! Streicht das Z am Ende und ersetzt es durch ein S! Was ergibt das? Genau:

SAP ARENA MANNHEIM 8. JUNI 2012 Einlass: 18:00 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 15.000 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Xaver-Fuhr-Straße 150 81 3 Mannheim Parkplätze: Unmittelbar neben der SAP Arena be nden sich . Parkplätze für Besucher. Weitere 4.000 Parkmöglichkeiten gibt es auf dem benachbarten Maimarktgelände. ÖV: us ichtun annheim ampertheim Schwetzin en und der falz Ab Mannheim Hauptbahnhof mit

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der Stadtbahn Linie 1 Richtung Rheinau/Bahnhof zur Haltestelle Tattersall (Alternative Fußweg: Fünf Minuten). Von dort mit der Linie 6 Richtung Neuostheim direkt bis zur SAP Arena. Die Haltestelle SAP Arena mit Halt direkt vor den Eingängen wird nur an Veranstaltungstagen und ab ca. zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn angefahren, und nach Veranstaltungsbeginn endet die Linie 6 wieder fahrplanmäßig in Neuostheim. Die Haltestelle SAP Arena Süd wird auch an veranstaltungsfreien Tagen (bzw. früher als zwei Stunden vor Konzertstart) von der Linie 6a Richtung Neuhermsheim angefahren. Für die Rückfahrt gibt es schnelle Direktverbindungen zum Hauptbahnhof, die direkt ab der SAP Arena fahren.

us ichtun Heidelber und einheim Mit der S-Bahn bis zur Haltestelle Mannheim ARENA/ Maimarkt. Von dort sind es zu Fuß noch fünf Minuten zur SAP Arena. LINKS Locationinfos: www.saparena.de  zielle Seite der Stadt www.mannheim.de Tourismusseite: www.tourist-mannheim.de ÖV: www.vrn.de www.s-bahn-rheinneckar.de Sonstige Seiten: www.meier-online.de (Stadtmagazin) www.rhein-neckar-guide.de (regionaler Gastro- und Szeneguide)


Tipps von The Busters Für die Tourtipps zum Konzert in Mannheim trafen wir Rob, Ron und Alex von The Busters. Zwei waschechte Mannheimer und ein Dazugezogener. Kennt ihr Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt in Mannheim gesehen haben muss? Rob: Der Wasserturm ist auf jeden Fall sehenswert, aber bitte nicht auf den Rasen treten. Alex: Der Wasserturm ist das besondere Wahrzeichen von Mannheim. Davor ist auch ein Brunnen, wo man die Füße reinhängen und sich entspannen kann. Rob: Ich kann noch den Neckarstrand empfehlen, das ist eine schöne Strandbar an der Kurpfalzbrücke. Der Luisenpark ist auch einen Besuch wert – eine wunderschöne Parkanlage mit Seen, Bächen, Bäumen und Wiesen. Der Park ist aus einer Bundesgartenschau in den 70er-Jahren entstanden. Ron: Da habe ich sogar eine Dauerkarte für. Rob: In dem Park gibt es, wenn man sich vor dem Konzert der die ärzte noch etwas erholen will, Sonnenstühle aus Metall. Die muss man nicht mieten, sondern die sind zur freien Verfügung. Wie sieht es in der Nähe der SAP-Arena mit Sehenswürdigkeiten aus? Alex: Oh, da gibt es gar nichts. Rob: Auf dem Weg dorthin kann man noch ins Schloss gehen. Von dort aus ist es nicht weit zum Bahnhof, wo man mit der Linie 6 oder der S-Bahn raus zur SAP-Arena fahren kann. Mannheim ist auch nicht groß. Da kommt man noch ganz gut vom Zentrum aus hin. Die Arena hat sogar eine eigene Haltestelle.

lecker Salat und Baguette, wenn man sich also gesund ernähren möchte. Ron: Durch den Gastarbeiterein uss haben wir etliche türkische Mitbürger, und am Marktplatz ist z. B. das Istanbul Ocakbasi, das ist ein super türkisches Restaurant. Rob: Am Marktplatz links rein ist auch ein ganzes Viertel voller Falafel-Läden und Kneipen. Ron: Am Marktplatz selber gibt es darüber hinaus viele größere Läden mit Tischen und Stühlen draußen, wo man es sich gemütlich machen kann. Rob: Für das Nachtprogramm möchte ich euch die Jungbuschstraße empfehlen. Da ndet man auf jeden Fall immer was. Ron: Z. B. die Onkel Otto Bar … Alex: … das Blau, meine Stammkneipe … Rob: … das Caf Nelson, das Cafga, … Ron: … und für die Schicki-Micki-TanzhasenJungen-und-Mädchen, das KOI. Das ist in den Quadraten. Rob: Das Soho gibt es auch noch. Alex: Wie in allen anderen Städten ist natürlich das meiste außerhalb in den Industriegebieten. Da gibt es die Industriestraße mit dem RUDE7 für die ganzen Ragga-Fans und den 7er-Club für die Hardrock-Fans. Die liegen alle ganz nah beieinander. Welches Essen ist denn typisch für Mannheim?

© SAP-ARENA Mannheim

Eure Restaurant- bzw. Kneipenempfehlungen für die Zeit vor und nach dem Konzert? Rob: Ich kann das Caf Lavandou in der Lange-RötterStraße empfehlen. Da gibt es

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313 km © www.famouzphotographs.com

durch die Nähe zu Frankreich. Ala steht für „Wie geht's?“. Ron: Man muss ja auch dazu sagen, dass seit Bülent Ceylan der Mannheimer Dialekt gar nicht mehr so exotisch ist. www.mannheim.de/buer er-sein/so-werd-beiuns- eredd www.thebusters.com

The Busters über DÄ Alex: Ich habe die ärzte von Anfang

Rob: Eigentlich der Saumagen. an kennengelernt. Ich habe tatsächAlex: Saumagen ist ja nichts anderes wie eine lich im Schwimmbad gelegen und „Paul (der Bademeister)“ gehört. Die große Bratwurst. ersten Schallplatten habe ich alle Rob: Oder Fleischkäse mit Zwiebeln drauf. www.neckarstrand-mannheim.de www.cafe-lavandou.de www.istanbulrestaurant-cafe.de www.onkelottobar.de | www.blau-jun busch.de www.cafe-nelson.de | www.caf a.de www.koi-mannheim.de | www.soho-club.de www.rude- .de | www. er-club.com

mitbekommen, also um es kurz zu machen: die ärzte haben meine Jugend geprägt.

Rob: Diese Indizierung mit Sachen wie „Claudia hat 'nen Schäferhund“ hat mich auch interessiert. Da war ich 13/14, und da war das echt cool. Ich habe sie auch weiter bei VIVA und MTV verfolgt mit den verschiedenen Singles. Ich habe mich auch beim „Schunder-Song“ gefreut, dass sich jemand aus der Bundesliga der deutschen Musik dem Ska angenommen hatte.

Gibt es regionale Sprachausdrücke, die man unbedingt draufhaben sollte? Rob: Den Mannheimern muss man zugutehalten, dass sie ihr Herz wirklich auf der Zunge tragen. Darauf muss man sich schon ein bisschen emotional vorbereiten. Es kann ziemlich schnell passieren, dass du eine einRon: Mich haben die ärzte erst mit geschenkt bekommst, für irgendwas, was du eigentlich als gar nicht so schlimm emp ndest, der „Bestie in Menschengestalt“ geprägt. Ich bin erst 1990 nach z. B. wenn du auf der falschen Straßenseite Deutschland gekommen und hatte gehst. Der Mannheimer ist sehr direkt, aber anfangs noch Probleme mit der er kann auch einstecken, nde ich. Ich würde Sprache. die ärzte haben mich dann am ehesten lieber direkt sein und versuchen, mit ihrer Musik und vor allem ihren gleich zu kontern, und dann schauen, was Texten schon geprägt. Ich nde auch kommt. Damit fährt man in Mannheim eigentdiesen verbalen Schlagabtausch, den lich immer gut. sie sich jedes Mal auf der Bühne lieRon: Es heißt, wenn man nach Mannheim fern, großartig. Das kann man auch kommt, weint man immer zweimal, wenn man nicht üben – andererseits, wenn man nach Mannheim kommt und wenn man geht. sich so lange kennt, so viele AufAlex: Wenn ihr das genauer wissen wollt: Auf der Homepage der Stadt gibt es einen Sprach- tritte zusammen gespielt hat, dann weiß man natürlich auch schon, was kurs mit Mannemer Dialekt! der andere im nächsten Moment Ron: Der typische Mannheimer sagt z. B. sagen wird. „Horsche mal zu“ … Rob: … oder „Ala“. Einfach nur so. Das kommt

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ZÜRICH 11.06.

Es heißt Zürcher ohne „i“!

Ganz besonders das Geschnetzelte. Und nein, liebe deutsche Leserschaft, hier gilt jetzt einfach mal nicht die Maxime: „Wir sind aber mehr, also haben wir recht!“ Zürcher! Nicht „Züricher“! ZÜRCHER!!!

© Robert Schmid

Okay, okay, tief durchatmen … und nachdem wir das geklärt haben, können wir ja auch über anderes sprechen. „ZU REICH“ stand jahrelang als Graf ti neben dem „Zürich“-Schild, das man sieht, wenn man mit dem Zug in den Hauptbahnhof einfährt. Zugegebenermaßen, Zürich entspricht zum Teil auch dem Klischee der Bankenstadt, der wirtschaftlichen Zentrale des Finanzstaates Schweiz. Mit dem Slogan „Downtown Switzerland“ versucht man der größten Stadt des Landes außerdem etwas kosmopolitisches Flair einzuhauchen, aber an dieser Stelle folgt dann doch der Tipp, dass

der Besucher, der eine Weltstadt sehen will, innerhalb der Schweiz dann doch eher nach Genf fahren sollte. Aber Zürich ist natürlich trotzdem schön. Gerade im Sommer, und hey, wie es der Zufall will – na ja, der die ärzte-Tourplan eher –, so werdet ihr die Stadt aller Voraussicht nach so um den 11.06. rum besuchen, und viel-

HALLENSTADION ZÜRICH 11. JUNI Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 13.000 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Wallisellenstraße 45 8050 Zürich Parkplätze: Es wird aufgrund längerer Wartezeiten bei erhöhtem Verkehrsaufkommen empfohlen, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. In unmittelbarer Umgebung des Hallenstadions steht das Parkhaus Messe/Hallenstadion mit 2.000 Parkplätzen zur Verfügung. Der

Signalisation (((Z))) „Messe Zürich-Hallenstadion“ bis zur Kreuzung Thurgauerstraße-Binzmühlenstraße-Hagenstolzstraße folgen. Die Parkhauszufahrt be ndet sich in der Hagenholzstraße. Die Parktarife betragen zwischen 3 CHF für eine Stunde und 28 CHF als Tagespauschale. Mit mindestens 9 CHF für drei Stunden Parken dürfte zu rechnen sein. ÖV: S-Bahn: Mit der S2, S5, S6, S7, S8, S14 oder S16 bis Bahnhof Oerlikon (Fahrzeit 7 Minuten). Danach umsteigen auf die Straßenbahn oder zu Fuß zur Location (ca. zehn Minuten). Straßenbahn: Linien 10/14 bis Sternen Oerlikon,

Linie 11 bis Messe/Hallenstadion. Haltestelle direkt vor der Halle. LINKS Locationinfos: www.hallenstadion.ch  zielle Seite der Stadt www.stadt-zuerich.ch Tourismusseite: www.zuerich.com ÖV: www.vbz.ch www.zvv.ch Sonstige Seiten: www.rockstar.ch (Schweizer Musikmagazin) www.blogwiese.ch (Blog eines Exil-Deutschen) www.bewegungsmelder.ch (Veranstaltungskalender)

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© Ikiwaner at de.wikipedia

leicht ist ja Badewetter. Das wünscht euch auf jeden Fall Valeska Steiner, eine Hälfte des schweizerisch-deutschen Frauen-Duos BOY, das mit seinem Debüt-Album „Mutual Friends“ letztes Jahr große Erfolge feiern konnte. Musikalisch wird gerne mal der Feist-Vergleich herbeigezerrt, BOY klingen jedoch absolut eigenständig, harmonisch, fröhlich und sind de nitiv nicht nur was für Manic Pixie Dream Girls. Aber auch.

Tipps von Valeska Steiner er egungsemehlungen Eine Sache, die man als nichtvegetarischer Zürichbesucher auf jeden Fall einmal essen sollte, ist eine sogenannte Cervelat-Wurst. Die allerbeste gibt’s beim Sternen-Grill auf dem Sechseläutenplatz beim Bellevue. Extrascharfen Senf dazu bestellen (er ist aber wirklich sehr, sehr scharf). Gute Bio-Mahlzeiten zu (für Schweizer Verhältnisse) fairen Preisen gibt’s in der Altstadt im Caf Zähringer (Zähringerplatz 11).

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Den besten Espresso gibt’s im Stehcaf „La Stanza“ beim Paradeplatz (Bleicherweg 10). Abends ist es im „El Lokal“ an der Gessnerallee sehr nett. Der Laden ist schön dekoriert, und es nden oft Konzerte statt. Essen kann man dort auch. Im Sommer sollte man abends unbedingt einmal auf der Terrasse des „Ziegel oh Lac“, dem Restaurant der Roten Fabrik, direkt am See essen gehen. Die schönste Aussicht und sehr feine Gerichte (auch für Vegetarier) zu günstigen Preisen (Seestraße 407). Außerdem verwandeln sich viele See- und Flussbäder abends in wunderschöne Bars. Zum Beispiel die Badi Enge am Mythenquai 9 oder das Pier West in der Badi Oberer Letten am Lettensteg 10. www.bel rill.ch | www.cafe-zaehrin er.ch www.lastanza.ch | www.ellokal.ch www.zie elohlac.ch | www.tonttu.ch www.facebook.com/pierwest.zh Freizeittipps: Das Beste an Zürich ist auf jeden Fall der Züri-See!! Es gibt einige schöne Bäder, für die man teilweise Eintritt bezahlen muss (z. B. die Badi Mythenquai, da gibt’s einen schönen Sandstrand und leckere Pommes), aber auch


5 22 km

© Inga Seevers (BOY mit (vlnr) Valeska und Sonja)

schönem Wetter emp ehlt es sich, beim Fahrradverleih „Züri rollt“ (an verschiedenen zentralen Plätzen in der Stadt) kostenlos ein „Velo“ (Schweizerdeutsch für Fahrrad) oder ein Skateboard zu leihen und damit die Stadt zu erkunden. www.mythen uai.ch | www.zuerirollt.ch www.badi-info.ch/oberer letten.html www.badi-info.ch/ nterer letten.html Regionale Sprachausdrücke: Sehr zürcherisch ist es, vor jedes Adjektiv das Wort „mega“ zu setzen. Menschen, die man siezt, begrüsst man mit „Grüezi“ und verabschiedet man mit „Adieu“, zu jungen Leuten sagt man „Hoi“ und „Tschau“. www.listentoboy.com

um den ganzen See herum schöne UmsonstWiesen (Landiwiese, Rentenanstalt-Wiese, Chinawiese), wo man sonnen und baden kann. Ganz Mutige springen direkt von der BellevueBrücke ins Wasser. Im Fluss, der Limmat, kann man sich hervorragend treiben lassen, zum Beispiel in der Letten-Badi (Eintritt frei). Die Stadt ist klein und übersichtlich, und mit dem VBZ-Liniennetz (Bus, Tram, Schiff) kommt man eigentlich überall hin. Bei

Valeska über DÄ Ich weiß noch, dass ich damals ihr Album „Planet Punk“ aus der Schulbibliothek ausgeliehen habe und einen ziemlichen Anschiss von der Bibliothekarin bekam, weil ich es wochenlang nicht zurückgebracht habe, obwohl schon ganz viele andere Schüler darauf warteten. Das MTV-Unplugged-Album hab ich mir dann gekauft.

© Roland zh at de.wikipedia

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GRAZ Hasta la vista, Servas und Graz-ie Mille

© Michael Stiedl

13.06.

Der berühmteste Sohn der SteiermarkHauptstadt bzw. deren näherer Umgebung? Keine Frage: Rainier Wolfcastle, äh, Arnold Schwarzenegger. Der Mann, der für acht Goldene Himbeeren nominiert wurde und nie eine gekriegt hat – dafür einen netten politischen Posten. Aber da er diesen fernab seiner ursprünglichen Heimat innehatte und die ärzte nun mal nicht in Kalifornien, sondern in sterreich spielen, wenden wir todesmutig dem Arnie den Rücken zu und reden über Graz.

Oder besser gesagt, wir lassen über Graz reden, denn es gibt ja nicht nur den Herrn Schwarzenegger, der es im Ausland zu etwas gebracht hat! Mitnichten – es gibt auch Sebastian Prödl, den österreichischen Nationalspieler und Werder-Bremen-Verteidiger! Er ließ es sich nicht nehmen, uns vom Krankenbett aus (wir erinnern uns: Fallrückzieher ins Gesicht gegen Kaiserslautern Ende Januar, Oberkieferbruch, Nasenbruch, Gehirnerschütterung, Autschn!!!) Tipps zu Graz zukommen zu lassen.

STADTHALLE GRAZ 13. JUNI 2012 Einlass: 18:00 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 11.000 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Messeplatz 1 8010 Graz Parkplätze: Je nach Veranstaltung stehen der Parkplatz P1 an der Fröhlichgasse

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(Platz für 1.200 PKWs) und der Parkplatz P3 Messegelände (Platz für 400 Autos) zur Verfügung. ÖV: Man erreicht die Stadthalle mit den Linien 4, 5, 6 und 13 über folgende Haltestellen: Jakominigürtel/Messe, Stadthalle, Fröhlichgasse/Messe und Münzgrabenstraße/Messe. LINKS Locationinfos: www.stadthallegraz.at

 zielle Seite der Stadt www.graz.at Tourismusseite: www.graztourismus.at ÖV: www.verbundlinie.at Sonstige Seiten: www.megaphon.at (Straßenmagazin) www.grazetta.at (Stadtmagazin) www.derszeneguide.at (Grazer Szeneguide)


Tipps von Sebastian Prödl

Freizeittipps: Sehenswürdigkeiten sind der Grazer Uhrturm mit dem Schlosspark und dem Caf am Schlossberg sowie die Altstadt, ihres Zeichens Weltkultur-Erbe der UNESCO mit tollen Locations wie dem Franziskanerplatz, Freiheitsplatz und Mehlplatz. Hier ist abends extrem viel los, und man kann südländisches Flair genießen. Ein Trip auf den Grazer Hausberg, den Schöckl, lohnt sich außerdem immer, meint Sebastian. Und wer sich körperlich erfrischen und dabei sehen und gesehen werden will, für den emp ehlt er das Margarethen-Bad: Das schicke Freibad in der Grillparzerstraße 10 (nicht weit vom Zentrum entfernt) ist der Hotspot der Jungen und Schönen von Graz.

© Jacktd at de.wikipedia

er egungstis Ein Klassiker gerade für regionale Spezialitäten ist die Gamlitzer Weinstube. Hier gibt es typisch steirisches Essen. Das Schlossberg-Restaurant wiederum ist ein Muss schon allein wegen der traumhaften Aussicht über Graz. Und das Eckstein am Mehlplatz schließlich bietet Bar, Restaurant und Gartenwirtschaft in einem. Wie die Website verrät: Das Essen hat zwar auch steirischen Einschlag, ist aber trendi ziert und internationalisiert.

193 km

www. amlitzer.com www.schlossber raz.at www.eckstein.co.at www.schoecklseilbahn.at www.holdin - raz.at/de/freizeit/baeder Regionale Sprachausdrücke: Dass die österreichische Sprachfärbung einen gewissen Charme besitzt, ist uns allen sicherlich klar. Aber wie begrüßen sich die Grazer? Mit einem „Servas“ statt einem „Hallo“, erklärt Sebastian Prödl. Statt einem „Brötchen“ bestellt man eine „Semmel“ (klingt doch gleich viel knuspriger, irgendwie!), und was sagt man, wenn man sich verabschiedet? Nein, nicht „Hasta la vista, Baby!“ Sondern ganz liebevoll und sanft „Baba!“ Hach. www.sebastianproedl.com

© zooom/Markus Berger

Sebastian über DÄ Eine tolle Band mit vielen bekannten Liedern – ich hab selbst einige auf meinem iPod. Songs wie „Westerland“, „Schrei nach Liebe“ oder „Elke“. Ich hör die ärzte sehr gern, um in Stimmung zu kommen. Und natürlich weiß ich auch, dass Bela B ein Riesenfan von St. Pauli ist und sogar den Ball vom Bundesligatriumph gegen Bayern München ersteigert hat.

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WIEN Hello, Vienna Calling

© Hartmut910 / pixelio

15./16.06.

„Wien, nur Wien, du kennst mich up, kennst mich down“ – so schmetterte mit unverwechselbarem Schmäh anno dazumal kein Geringerer als Falco, Gott hab ihn selig. Was fällt einem sonst noch so zu Wien ein? Ah geh, klar: „Sissi!“ – „Franzl!“ – Moment! Erstens fanden die meisten solchen Begrüßungen in den Filmen außerhalb von Wien statt (in Gödölö zum Beispiel! Also, nicht dass hier irgendwer genauere Sissi-Filmkenntnisse hätte. Hüstel.),

zweitens hieß die gute Dame eigentlich Sisi, und drittens war das historisch sowieso ganz anders. Trotzdem: Die Hofburg und das Schloss Schönbrunn sind sicher eine Besichtigung wert. Im Sisi-Shop gibt’s dann auch solche Haarspangen, wie … äh. Die Kaiserin Elisabeth würde dieses Jahr übrigens 175 Jahre alt. Das zumindest ist Fakt! Fakt ist auch, dass es in Wien natürlich noch viel mehr zu sehen gibt als nur historisch Wertvolles. Und es ist ebenfalls eine Tatsache,

STADTHALLE WIEN 15./1 . JUNI 2012 Einlass: 18:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 16.000 Support: La Vela Puerca ANFAHRT Vogelweidplatz 14 1150 Wien Parkplätze: Parkgaragen mit insgesamt über 1.400 Stellplätzen sind in der Umgebung der Stadthalle verfügbar. Zufahrt zur Stadthallengarage via Vogelweidplatz/Moeringgasse,

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zur Märzparkgarage via Hütteldorferstraße. Für Veranstaltungen gilt ein Pauschalpreis von 5 pro PKW. ÖV: Mit der U6 bis Haltestelle „Burggasse-Stadthalle/Urban Loritz-Platz“ oder der U3 bis „Schweglerstraße“. Auch die Straßenbahn 6, 9, 18 und 49 sowie der Bus 48A fahren zur Stadthalle.

LINKS Locationinfos: www.stadthalle.com  zielle Seite der Stadt www.wien.gv.at Tourismusseite: www.wien.info ÖV: www.wienerlinien.at Sonstige Seiten: www.falter.at (Stadtmagazin) www.wienlive.at (Gratis-Stadtmagazin) www.pankahyttn.at (Wohn-, Kultur- und Sozialprojekt von, mit und für Punks)


dass man als durchreisender Ärztefan einfach keine Zeit für alles hat – aber wer weiß, vielleicht nehmt ihr ja beide Konzerte mit? Dann reicht’s vielleicht auch für einen Besuch im Sisi-Shop und …

© Katharina Wieland Müller / pixelio

Brass Rock. Sprechen wir nun über Brass Rock. Manche mögen es auch Ska nennen, aber Six Tin Jonesy aus Wien sind der Meinung, dass ihr Musikstil durch den Begriff „Ska“ in eine Schublade gesteckt wird, in die er gar nicht so richtig passt. Und wer mag ja auch ein Dasein in einer Schublade fristen? Eben! Also rauf auf die Bühne, Unsichtbarer, Sichtbarer, Mensch im Bananenkostüm! Tipp zum besseren Verständnis der letzteren Assoziation: Das Video zu „New Ways“ von Six Tin Jonesy angucken. Und nun? „Wien, nur Wien, nur du allein, wohin sind deine Fraun?“ die ärzte gucken vermutlich. Oder an irgendeinem Wiener Ort, den uns Six-Tin-JonesySänger Vince empfohlen hat:

Tipps von Six Tin Jonesy er egungsemehlungen Six Tin Jonesy empfehlen uns die Wiener Pub-Szene. Da gibt es zum Beispiel das Bogside Inn hinter dem Rathaus mit einer großen internationalen Bierauswahl und anderen Getränken inklusive Met und klassischem Pub-Essen wie Burgern und anderem Finger Food. Ein wahres Pub-und-Bar-Imperium gibt’s unter der Marke Paddys & Co. zu nden: Paddy’s selbst, Dick Mack’s und auch noch Waxy’s gehören alle zur gleichen Gruppe – ein Ort mit „sehr vielen jungen Leuten, billigen

Getränken und immer eine lustige Zeit“, meint Vince. Was das Kulinarische in fester und nicht üssiger Form angeht: „Wenn man schon mal in Wien ist, sollte man auch Wiener Hausmannskost probieren. Das geht sehr gut in einem typischen Wiener Bierlokal wie z. B. dem Brandauer’s“, lautet hier der Six-Tin-JonesyTipp. Auch da gibt es in Wien gleich drei Ausgaben: Brandauer’s Schlossbräu, Brandauer’s Bierhaus und Brandauer’s Bierbögen. Wir kombinieren messerscharf: In diesen Lokalen ist auch Bier erhältlich! www.bo side.at | www.paddysco.at www.bieri .at

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501 km mit so vielen Leuten zu tun haben kann, wenn man möchte, hehe!“ Regionale Sprachausdrücke „Puhh, da merk ich erst, wie hochdeutsch ich eigentlich rede!“, lacht der Six-Tin-JonesySänger auf unsere Bitte um echtes Wienerisch. „Oft gehört ist: 'Heast Euda!', was eigentlich einer normalen Ansprech oskel ähnlich kommt, wie etwa 'Hallo'! Eine 'Hüsn' ist eine Bierdose, und bei einem 'Schwarzkappler' handelt es sich um einen U-Bahn-Kontrolleur. Ich glaub, damit kommt man schon ganz gut durch!“ www.si tinjonesy.com

© 3Darklight at de.wikipedia

Freizeittipps: Hier werden wir gnadenlos ins Freie geschickt – hat sich was mit Instant Spätherbst! „Da die Ärzte-Shows ja im Juni sein werden, ist ganz bestimmt die herrliche Donauinsel ein Spitzenort, um den Tag zu verbringen. Sommer, Sonne, Sonnenschein, Schwimmen und jede Menge netter, offener Leute. Auch der Heldenplatz ist dafür sehr geeignet. Kombiniert mit einem kühlen Bier ist das ein perfekter Juninachmittag!“, teilt uns Vince mit. „Weiters empfehlen würde ich die Gegend um den Stephansplatz (Innenstadt), da man sich hier auch als Wiener oft wirklich wie in einer fremden europäischen Stadt vorkommt und

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Six Tin Jonesy über DÄ Das erste Lied, das mir sofort bei die ärzte einfällt, ist „Schrei nach Liebe“. Es war glaube ich auch das erste Lied, das ich überhaupt von ihnen gehört hatte. Es hat einfach, vor mittlerweile zwar doch schon einigen Jahren, wie die Faust aufs Auge dazu gepasst, wie sich viele Leute in unserer Schule/Umgebung benommen haben. die ärzte haben es damals einfach geschafft und schaffen es heute immer noch, den Kern dieser Zeit mit viel Humor in echt gute Lieder zu packen.


NÜRN BERG 19.06.

Wissenswertes über Erl… äh, Nürnberg

Keine Sorge, der Titel ergibt später noch Sinn. Aber erst: It s the arts! Mit Johann Gambolputty of Ulm, in dessen vollem Namen auch das Nürnberger (bzw. Nürnburger) Bratwürstel erwähnt wird. Doch genug der obskuren Referenzen, sprechen wir über …

© Dieter/ pixelio

… Uli Hoeneß? Nee, der kommt ja aus Ulm, nur seine Wurstfabrik steht in Nürnberg. Wer die bestaunen mag: Regenstraße 1. Gibt auch Werksverkauf. Nürnberg oder „Nämberch“, wie die Einheimischen zu sagen p egen: Grostadt in Franken, Währung trotzdem Euro, höhöhö. Namensgeberin der Metropolregion Nürnberg, die immerhin 3,5 Millionen Einwohner umfasst. Ebenfalls Teil des Nürnberger Ballungsgebietes: Fürth, Schwabach und Erlangen. Na, merkt ihr was? Genau, es handelt sich hier um eine total subtile und elegant-subversive Art,

der Leserschaft zu suggerieren, dass auch Leute aus Erlangen total gut Bescheid über Nürnberg wissen. Tun sie auch – zumindest, wenn sie J.B.O. heißen. J.B.O., das sind die Artists formerly known as James Blast Orchester, ein Name, der dem Label eines gewissen Bandleaders aber nicht gepasst hat, daher das Kürzel. Wer J.B.O. nicht kennt, ist erst mal selber schuld, aber man kann das ja jederzeit rekti zieren,

ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG 19. JUNI

Gebühr beträgt üblicherweise 3 .

LINKS

Einlass: 10:00 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 9.400 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

ÖV: Mit der S-Bahnlinie S2 bis zur Haltestelle Frankenstadion fahren – die Arena liegt neben dem Stadion. Ebenfalls in die direkte Umgebung des Stadions kommt man mit der Buslinie 44 bis Hans-Kalb-Straße, der Buslinie 55 bis Frankenstadion sowie den Buslinien 6, 9 und 65 bis zur Haltestelle Dutzendteich. Außerdem besteht die Möglichkeit, die U-Bahn bis zur Haltestelle Bauernfeindstraße zu nehmen.

Locationinfos: www.arena-nuernberg.de  zielle Seite der Stadt www.nuernberg.de Tourismusseite: tourismus.nuernberg.de ÖV: www.vgn.de Sonstige Seiten: www.curt.de (Stadtmagazin) www.plaerrer.de (Stadtmagazin) www.doppelpunkt.de (Magazin/Veranstaltungskalender)

ANFAHRT Kurt-Leucht-Weg 11 904 1 Nürnberg Parkplätze: Rund um die Arena gibt es verschiedene Parkmöglichkeiten mit über 5.000 Parkplätzen. Die

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Tipps von J.B.O. gell? J.B.O. machen Fun-Metal und covern als Vertreter dieses Genres gerne mal englischsprachige Klassiker auf Deutsch – als Beispiele seien hier mal „Mei Alde is im Playboy drin“ als Variante von „Centerfold“ der J. Geils Band oder natürlich auch „Arschloch und Spaß dabei“ genannt, im Original als „Fire Water Burn“ von der Bloodhound Gang bekannt. Mitunter deswegen werden ihnen auch gerne mal Coverversionen zugeschrieben, die gar nicht von ihnen stammen. Auf der of ziellen FanSite gibt’s deswegen extra eine Untersektion „Songs, die nicht von J.B.O. sind“ – und noch mal Glück gehabt: Von die ärzte hat es kein Lied auf diese Liste geschafft! Aber nun auf zu Dingen, die garantiert von J.B.O. sind, genauer gesagt von Hannes „G. Laber“ Holzmann: Hinweise für Nürnbergreisende!

er egungsemehlungen „Wer hier nicht war, war nicht in Nürnberg.“, mit dem Slogan wird man auf der Website der Historischen Bratwurstküche zum Gulden Stern begrüßt. Das mag vermessen klingen, doch J.B.O. bestätigen: Dort gibt’s die besten Bratwürste. Natürlich in Nürnberger Größe (angeblich, damit sie durchs Schlüsselloch passen), natürlich mittels passendem Bratwurstbratgerät, sprich auf dem Rost über offenem Holzfeuer zubereitet. Natürlich gibt’s in Nürnberg nicht nur Bratwurst, sondern auch noch einen anderen kulinarischen Export: Lebkuchen. Und auch da kennen J.B.O. das Nonplusultra: Die Lebküchnerei Woitinek. Da gibt’s nicht nur die klassischen Elisen-Lebkuchen, sondern auch Lebzelten, Früchtebrot, Dominosteine – Instant Weihnachten, sozusagen! Und was braucht der Mensch nach Bratwürstchen und Lebkuchen? Einen Verdauungsschnaps vermutlich! Mit „krasse Bar, echt cool“ umschreibt Hannes die Schleuder, deren Programm unter anderem „After Work Rocking“ und „Rock Up Your Ass“ vorsieht. Hier scheint sich aber mal wieder das ffnungszeitenproblem zu bieten: In der Schleuder wird von Mittwoch bis Sonntag Party gemacht. die ärzte? Spielen dienstags in Nürnberg. Macht ja nix, man kann ja wieder mal vorbeikommen! www.bratwurstkueche.de www.woitinek.de www.schleuder.de Freizeittipps: „Nur zur Info und eher als abschreckendes Beispiel:

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410 km

Sonstige wichtige TouriTätigkeiten laut J.B.O.: „Burg anschauen (die ist echt sehenswert und man hat Blick über ganz Nürnberg), den Ring am Schönen Brunnen drehen (soll Wünsche erfüllen, Brunnen am Hauptmarkt Fußizone) und dann ab in die Lochgefängnisse ;-)“ – wir weisen an dieser Stelle allerdings die weiblichen Nürnbergreisenden darauf hin, dass die Sache mit dem Ringdrehen laut anderer Quellen auch direkte Fruchtbarkeitskonsequenzen mit sich ziehen kann. Wer das Ding also gleich acht Mal dreht, die muss damit rechnen, dass sie Thema einer Reality Soap werden könnte … Einen Fußballtipp gibt’s auch noch: Der beste Fußballverein kommt auch aus Nürnberg. Vermutlich würden ihnen einige unserer anderen Reisetippgeber da widersprechen – aber J.B.O. dürften die eviligsten unter ihnen sein, wir raten also von Diskussionen ab! www.handwerkerhof.de/home.html www.kaiserbur -nuernber .de www.museen.nuernber .de/ loch efaen nisse www.fcn.de www.jbo.de

   at de.wikipedia

Nürnbergs krassester Touri-Ripoff ist der Handwerkerhof!“, warnt Hannes. Wer Handwerkern bei der Arbeit zusehen mag: Bitte sehr. Aber in Sachen Wurst- und Lebkuchenqualität wissen wir ja jetzt eh Bescheid wie die Pro s, da verp egen wir uns woanders, richtig?

Hannes über DÄ Wir sind ja eigentlich selber Fans von den die ärzte und wünschen allen ebensolchen 'nen schönen Besuch in Nürnberg. Persönlich kann ich noch loswerden, dass ich an den die ärzte am besten nde, dass sie zwar total bescheuert sein können, aber wenn sie ernstere Töne anschlagen, dann sprechen sie jedem vernünftigen Menschen aus dem Herzen. Wir von J.B.O. sehen uns z. B. überhaupt nicht als politische Band, aber wenn's um rechts außen geht, muss man's Maul aufmachen! Deshalb zählt „Schrei nach Liebe“ auch zu meinen Top-Drei-die ärzte-Songs. Die andern beiden sind „Junge“ und „Außerirdische haben mein Mädchen entführt“.

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KÖLN 27.06.

Da simmer dabei, dat is prima – Viva Colonia

© www.clearlens-images.de

Was wissen wir noch so über den Kölner an sich? Er spricht Kölsch, was der Nicht-Kölner gerne mal unverständlich ndet. Er trinkt Kölsch, was der Nicht-Kölner oftmals noch unverständlicher ndet. Ob es einen Zusammenhang zwischen Dialekt und Bier gibt, konnten wir nicht eruieren, aber natürlich wollten wir auch hier wissen, was man als Konzertbesucher in Kölle denn noch so alles machen kann außer Konzerte besuchen. So, jetzt aber gleich mal Ende Gelände mit Karnevalswitzen. Köln hat schließlich einiges mehr zu bieten als Alaaf! Den Dom zum Beispiel. Ein weltberühmtes Duftwässerchen. BAP, Podolski und natürlich Fernsehen, Fernsehen, Fernsehen! Um der Begeisterung allerdings auch mal einen Dämpfer zu verpassen: Die GEZ hat ihren Hauptsitz auch dort.

Unsere charmante Fremdenführerin heute ist Dani „das Bassmädchen“ Hilterhaus, die bei Angelika Express – na was wohl – Bass spielt und mit der Punkrock-(Fast-)-Girlband LiLi der Ikone Farin Urlaub ein Denkmal setzte. Ihr wisst schon: „Ich würd es nie im Leben wagen einen Ton davon zu sagen doch vor euch geb ich es zu: Ich steh auf Farin U. !“ Dani steht aber auch auf Köln – also begeben wir uns mit ihr auf eine kleine Tour durch die Stadt.

LANXESS ARENA KÖLN 2 . JUNI 2012 Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 17.250 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Willy-Brandt-Platz 3 50 9 Köln Parkplätze: Bei der LANXESS arena gibt es mehrere ausgeschilderte Parkhäuser (P1 bis P4). Die Parkgebühr

70

beträgt 1,30 pro Stunde, man kann aber auch bereits im Voraus am Kassenautomaten den „ArenaTarif“ von 4,50 bezahlen, um Wartezeiten an den Kassen nach Veranstaltungsende zu vermeiden. ÖV: Die Haltestellen Bahnhof Deutz/ Messe, Köln-Deutz und DeutzKalker Bad werden von den Straßenbahnlinien 1, 3, 4 und 9 sowie den Buslinien 150, 153, 156, 250 und  bedient und be nden sich direkt bei der Location.

LINKS Locationinfos: www.lanxess-arena.de  zielle Seite der Stadt www.stadt-koeln.de Tourismusseite: www.koelntourismus.de ÖV: www.kvb-koeln.de www.vrsinfo.de Sonstige Seiten: www.koeln.de (Stadtportal mit Veranstaltungstipps etc.) www.koelner.de (Stadtmagazin) anders-anziehen.blogspot.com (Kölner Streetstyle-Blog)


Tipps von Dani Hilterhaus

191 km

er egungsmglichkeiten Essen: Wenn's richtig kölsch sein soll, geht in die Gaffel am Dom. Oder in die Malzmühle in der Nähe des Heumarkts, dort gibt's mein Lieblingskölsch. Bei Oma Kleinmann im Studentenviertel gibt es die größten Schnitzel, munkelt man … Thairestaurants gibt's in Köln viele gute und günstige! Mein Tipp: Krua Thai. Wenn es ums Trinken geht: Im Stadtteil Ehrenfeld ist es eher konzertlastig, z. B. im Sonic Ballroom oder im Underground. Im Studiviertel gibt's natürlich auch ordentlich Kneipen und Clubs – einfach auf die Zülpicher Straße und drumrum! Und dann noch eine schummrige Spelunke als Konzertgeheimtipp: Das King Georg am Ebertplatz. Und zu guter Letzt, wer nicht nach Hause will, wenn alles zu hat: Im Sixpack an der Aachener Straße trifft sich der Rest vom Fest! Freizeittipps: Die wichtigste Sehenswürdigkeit: Dä Dom natürlich!! Und zu Fuß die 533 Stufen im rechten Turm hoch! Dann ein Bümmelchen durch die Altstadt – für Architekturinteressierte geht's von dort weiter in den Süden, vorbei am (oder durchs …) Schokoladenmuseum, in den "neuen" Rheinauhafen mit seinen Kranhäusern. Hübsch ist auch der Zoo mit Aquarium (und Flora nebenan), und von dort kann man mit der Seilbahn auf die andere Seite in den Rheinpark und

Dani über DÄ

Grillen und Abhängen kann man am Aachener Weiher oder im Jugendpark – siehe oben, Seilbahn und so. Bei schlechtem Wetter? Zu Haus bleiben, Konzerte besuchen oder Trinken gehen. Oder in die schönste Sauna Kölns, das Neptunbad – leider auch kostentechnisch ein kleiner Luxus … www.muehlenkoelsch.de www.beiomakleinmann.de | www.kruathai.or www.sonic-ballroom.de www.under round-colo ne.de www.koelnwiki.de/wiki/ lpicher Stra e www.kin eor .de | www.neptunbad.de www.myspace.com/si packkoeln Regionale Sprachausdrücke: Wichtig im Brauhaus: Der Kellner heißt Köbes und is immer schlecht gelaunt und der halve Hahn ist kein halber Hahn. :) (Au ösung: Roggenbrötchen mit dick Gouda) Vorbereiten kann man sich hier: www.koelsch-woerterbuch.de

© Duhon at de.wikipedia

Mit die ärzte bin ich quasi groß geworden und würde wahrscheinlich noch heut im gestandenen Alter keinen Ton rauskriegen, wenn sie vor mir stünden. ;) Mittlerweile ja auch Oldies, sind sie musikalisch immer topaktuell, und jedes Konzert katapultiert zurück in die Zeit, als man noch mit den Mädels, immer gegenseitig auf den Schultern, in den ersten Reihen schwitzte.

zum Jugendpark (inkl. Blick von oben in den Außenbereich der Sauna des Freizeitbades ;)).

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FRAN KFURT 29./30.06.

You’re a hot dog, Frank Furter!

© Thomas Reinacher / pixelio

dem Äppelwoi haben wir uns mittlerweile auch gemerkt. Aber eine Stadt, die uns so vielfältige Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe, Roland Koch und Sonya Kraus beschert hat, muss doch auch sonst noch was zu bieten haben? Wir haben dann doch nicht bei Roland Koch nachgefragt.

Frankfurt, da denkt man an Banken, Wirtschaft, Skyline, manche vielleicht an Occupy – kurz: Es geht um Geld. Okay, der Fußballinteressierte denkt vielleicht noch an Feierlichkeiten auf dem Römer. Und der Nicht-Vegetarier an Würstchen. Doch Frankfurt kann doch sicherlich mehr als nur „Mainhattan“ sein? Klar, Shoppen auf der Zeil geht immer, und die Sache mit

Stattdessen gibt’s an dieser Stelle gute Nachrichten für Michael-EndeNostalgiker und Dschungel-Camp-Gucker, denn unsere Frankfurt-Expertin ist Radost Bokel. Einst als „Momo“ bekannt geworden, war die Schauspielerin Anfang dieses Jahres Teilnehmerin der sechsten Staffel der RTLShow „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“, wo sie den siebten Platz belegte. Radost pendelt zwar mittlerweile zwischen Deutschland und North Carolina, wo sie mit ihrer Familie lebt, hat aber doch einige Tipps zu Frankfurt am Main auf Lager.

FESTHALLE FRANKFURT 29./30. JUNI 2012 Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 13.500 Support: Sator ANFAHRT Ludwig-Erhard-Anlage 1 032 Frankfurt/Main Parkplätze Geparkt werden kann während der Konzerte im Parkhaus Messeturm oder den Hotelparkhäusern Maritim, Marriott und Mövenpick. Im Messeturm beträgt der Pauschalpreis von 17 Uhr bis zwei Uhr früh 13 , der Stundentarif liegt bei 2,90 . In den Hotel-

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parkhäusern zahlt man ebenfalls 2,90 pro Stunde, dort gibt es allerdings keinen Pauschalpreis. Aufgrund der Nähe zum Frankfurter Hauptbahnhof wird empfohlen, den öffentlichen Verkehr zur Anreise zu benutzen. ÖV: Mit der U-Bahn Linie 4 Richtung Bockenheimer Warte eine Station weiterfahren bis „Festhalle/Messe“. Der Eingang für Konzertbesucher ist ausgeschildert. Mit den Straßenbahnlinien 16 und 17 kommt man ebenfalls zur Haltestelle „Festhalle/Messe“ (dritte Station). Zu Fuß erreicht man die Messe in ca. zehn Minuten von der Düsseldorfer Straße

über den Platz der Republik und die Friedrich-Ebert-Anlage. LINKS Locationinfos: festhalle.messefrankfurt.com  zielle Seite der Stadt www.frankfurt.de Tourismusseite: www.frankfurt-tourismus.de ÖV: www.vgf-ffm.de Sonstige Seiten: www.strandgut.de (Kulturmagazin für FFM & Rhein-Main) www.journal-frankfurt.de (Stadtmagazin) www.frankfurt-tipp.de (Veranstaltungs- und Gastroportal)


338 km

Tipps von Radost Bokel er egungsemehlungen DerKULTIMBISS – unbedingt hingehen!!! Ein Muss!! Ich habe als Kind um die Ecke gewohnt und liebe es heute noch … der Imbiss hat sich mittlerweile zum Kultimbiss entwickelt. Zu empfehlen unbedingt der Cheeseburger mit frisch frittierten Zwiebeln – oder einfach nur 'ne Pommes mit Ketchup und Zwiebel! Wer Bock auf 'ne Kneipe hat: Zum Tannenbaum – am besten 'n Frankfurter „Stöffche“ probieren. Apfelwein! ;o)

www.derkultimbiss.de www.facebook.com/pa es/ um-Tannenbaum/ 2 Regionale Sprachausdrücke: Schoppe – ein Glas Apfelwein Schöppche – ein kleines Glas Apfelwein Simbel – Einfaltspinsel

© Christian Leppin

Freizeittipps: Außer den typischen Frankfurter Sehenswürdigkeiten wie dem Römer, der Hauptwache und zahlreichen Kirchen würde ich eher den Palmengarten oder den Frankfurter Zoo empfehlen. Man kann dort nicht nur Natur genieen und P anzen kennenlernen, man kann auch Tiere aller Art entdecken. Super zum Entspannen … Oder auch gerne auf die Bugawiesen zum Spazierengehen – im Frühling oder Sommer wunderschön, besonders mit Hund!

Erbaame! Zu spät! – freudiger Ausruf angesichts von in Rudeln auftretenden Hessen, Anfang der 80er-Jahre … www.radost-bokel.com

Radost über DÄ die ärzte sind absoluter Kult!!! Die deutsche Band schlechthin. Hab sie in meiner Kindheit sehr viel gehört … ich liebe sie!

© Messe Frankfurt GmbH

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HANNOVER 03./04.07

Wo das Deutsch am höchsten ist Moment, mir fällt gleich auch noch was Positives ein, versprochen! … „Löf, öuh, Löf!“ Verdammt, jetzt hab ich 'nen Ohrwurm. …

© Birgit Winter / pixelio

„Taaaake meee, to the magic of the moooment, on a glooory niiiight …“ Auch nicht besser. (Ich hab Klaus Meine mal getroffen. Der roch gut. Ja, ich geb meine Ärztefandaseinsberechtigungskarte gleich am Ausgang ab, keine Sorge.)

Hannover – die Stadt, in der Prinzen an Pavillons pinkeln. Die Stadt, aus der Oliver Pocher kommt. Und Lena MeyerLandrut. Die Scorpions! Äh. …

Ernsthaft: In Hannover lässt’s sich leben. Sogar nicht mal schlecht. Man muss nur wissen, wo genau das gute Leben statt ndet. Also haben wir mal wieder nachgefragt, und zwar bei C-Punkt Stein-Schneider, seines Zeichens ehemaliger Gitarrist bei Fury in the Slaughterhouse (Seht ihr! Doch noch Positives aus dem musikalischen Hannover zu vermelden!) und neben B-Man Mayor aka Fabian Schulz jetziger MitFrontmann des Duos Wohnraumhelden.

TUI ARENA HANNOVER 3./4. JULI 2012 Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 13.500 Support: Sator ANFAHRT EXPO-Plaza 30539 Hannover Parkplätze: Auf dem Messegelände gibt es insgesamt fast 40.000 Parkplätze – für die DÄ-Konzerte sind die Park ächen 11 sowie Süd 26/27/28 einge-

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plant. Achtung: Nicht auf der EXPO-Plaza parken, es handelt sich dabei um eine Fußgängerzone, widerrechtlich geparkte Fahrzeuge werden abgeschleppt. ÖV: Ab dem Hauptbahnhof Hannover entweder mit der U-Bahn zur Station Kröpcke fahren oder zu Fuß gehen (ca. drei Minuten). Ab dort mit der Stadtbahn-Linie 6 bis zur Endstation Messe/Ost. Die Bahnen fahren ungefähr alle 15 Minuten, bei Großveranstaltungen auch häu ger.

LINKS Locationinfos: www.tui-arena.de  zielle Seite der Stadt www.hannover.de Tourismusseite: www.hannover.de/de/tourismus ÖV: www.gvh.de Sonstige Seiten: www.stadtkind-hannover.de (Stadtmagazin) www.schaedelspalter.de (Stadtmagazin) www.magascene.de (Stadtmagazin)


Tipps von C-Punkt Stein-Schneider Fremder, kommst du nach Hannover, fühl dich nicht willkommen.

Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht. Ihr könnt natürlich zum Adolf-Hitler-Gedächtnistümpel, dem Maschsee, aber der ist ach wie der Wulff. Wenn überhaupt empfehle ich das Ihmezentrum, das sieht nach den gescheiterten Wiederbelebungsversuchen aus wie aus einem Endzeitcomic, und nach Durchstreifen desselbigen könnt ihr euch gleich an der Ihme verlustieren, und dort lassen sich auch wunderbar Kräuterzigaretten und

Ähnliches konsumieren. Außerdem seid ihr auch gleich in Linden. Und noch ein Tipp, lasst die Finger von den ortsüblichen Speisen. Calenberger Pfannenschlag schmeckt so, wie der Name es schon sagt. Ein Schlag in die Fresse. Und, versucht so hochdeutsch wie möglich zu sprechen, weil sonst werdet ihr vom gemeinen Hannoveraner sofort als Fremder erkannt und dann siehe oben. Ansonsten wünsche ich euch einen angenehmen Aufenthalt und wenn's euch gefallen hat, erzählt es nicht weiter. Uns soll es ja nicht gehen wie der Hauptstadt. Die Göttin der Musik steh uns bei.

© Cpunkt Schneider

Hier isses voll. Wir mögen keine Fremden. Schlechte Laune haben wir auch immer, und Hannover ist der lebende Beweis, dass die deutsche Nachkriegsarchitektur verheerender für die deutschen Städte war als die englischen Luftangriffe im zweiten Weltkrieg, aber da ihr Freunde und Fans einer der großartigsten Bands des Universums seid und ich euch um eure Tickets beneide, will ich für euch mal eine Ausnahme machen. Also wenn ihr denn schon hier seid, es gibt eigentlich nur zwei Stadtteile, in die es sich überhaupt zu gehen lohnt. Nordstadt und Linden. Hier ndet ihr alles, was das Herz begehrt. Sei es eine Speisung oder ein lecker Getränk oder Nachtgestaltung, und eigentlich ist hier alles so klein, dass man nur zu Fuß durch die Gegend streifen muss, und man ndet alles. Aber um ein paar Namen zu nennen: Chez Heinz, Glocksee, Faust, Der Böse Wolf, Nordstadtbraut. Da kann man nichts falsch machen, und wem es spät in der Nacht noch nach Speisung verlangt, in der Destille in der Nordstadt gibt's auch mitten in der Nacht noch was. Auerdem ndet ihr überall die Magascene. Die kostet nix und weiß immer, was in Hannover grad los ist.

502 km

Es grüsst nichtnichtraucher cpunkt www.beichezheinz.de | www.cafe- locksee.de www.faustev.de | www.undderboesewolf.de www.destille-hannover.de www.wohnraumhelden.de

© Gerd Fahrenhorst

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STUTTGART Wo man sich beim Bahnhof nicht versteht

© Fanndian at de.wikipedia

06./07.07.

Heimat des umstrittensten Bahnprojekts der Bundesrepublik Deutschland. Hauptstadt des Schwabenländles, dessen Einwohner in Berlin ganz besonders verpönt sind. Zumindest, wenn sie dort hinziehen. Es sei allerdings an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass nicht alles, was aus BaWü

kommt, auch wirklich ein Schwabe ist – manche sind Badener. Ob das nun besser ist? Es ist auf jeden Fall anders! Und apropos anders: Städtetipps der anderen Art haben wir euch zu Stuttgart zu bieten, denn hier nimmt uns Axel von WIZO mit auf die Reise – gutes Schuhwerk und Ausdauer müsst ihr selber mitbringen!

SCHLEYERHALLE STUTTGART / . JULI 2012 Einlass: 18:00 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 15.000 Support: 06.07.: Sator 07.07.: Cryssis ANFAHRT Mercedesstraße 03 2 Stuttgart

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Parkplätze: Parkmöglichkeiten sind die Parkplätze P9 und P10. Die Einfahrt erfolgt über die Talstraße bzw. die Benzstraße durch den neuen Tunnel. Die Parkgebühren betragen 5 pro Tag.

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ÖV: Mit der S-Bahn: Die S1 bis zur Haltestelle NeckarPark/MercedesBenz nehmen oder die S2 oder S3 bis zum Bahnhof Bad Cannstatt. Die Stadtbahnen U1 und U2 verkehren ebenfalls zur Halle, hier steigt man an der Haltestelle Mercedesstraße aus. Außerdem fährt noch die U13 (Haltestelle Badstraße/Wilhelmsplatz) zur Location, und bei Großveranstaltungen verkehren die Sonderlinien U11 und U19 bis zur Haltestelle NeckarPark/Stadion. Wer lieber Bus fährt, nimmt die Linien 52 oder 55 bis Bad Cannstatt Wilhelmsplatz oder die 56 bis zur Haltestelle NeckarPark/Stadion.

LINKS Locationinfos: www.schleyerhalle.de  zielle Seite der Stadt www.stuttgart.de Tourismusseite: www.stuttgart-tourist.de ÖV: www.vvs.de Sonstige Seiten: www.stgt.com (Infoseite mit u. a. Gastro- und Hotelguide) www.lift-online.de (Veranstaltungsportal) www.motorcityrock.de (Punk & Rock-'n'-RollVeranstaltungskalender)


t

Tipps von Axel (WIZO) Vor allem anderen erst mal wichtig: richtige Aussprache der Landeshauptstadt. „Schtuudgaard“ – ausgeprägtes „sch“ an der Rückseite der geschlossenen Schneidezähne, gefolgt von einem tiefen „duuh“, das über ein markant kehlig-gurgelndes „gaaar“ auf einem zärtlichabschließenden „d-hh“ endet. Zwischen Reinlichkeitswahnsinn, Spätzle und Wutbürgertum gibt es hier so manch lustigen Quatsch zu entdecken. Die Schwabenmetropole liegt im so genannten „Kessel“, zu fast allen Seiten erheben sich irgendwelche Berge, darunter ein paar Weinberge und z. B. im Norden der Killesberg (muss man nicht hin, hat bloß 'nen coolen Namen). Das bedeutet: Den schönsten Blick auf das Zentrum schwäbischen Kehrwochenterrors hat man immer, wenn man irgendwo rauf fährt oder läuft. Das kann im besten Fall der Fernsehturm in Degerloch sein (erster seiner Art, kostet 'nen Fünfer), geht aber auch sehr gut z. B. am Eugensplatz (Tipp: Hier ist Stuggis beste Eisdiele „Pinguin“.) oder auch – wirklich empfehlenswert – beim „Teehaus“ im Weißenburgpark. Zum Hochkommen gibt es diverse PNVMöglichkeiten, darunter so dufte Dinger wie die „Zacke“ (historische Zahnradbahn nach Degerloch, remember: Fernsehturm) oder die noch ollere Stadtseilbahn zwischen Heslach und dem Waldfriedhof (von hier aus ist es übrigens nur ein kleiner Fußmarsch zum Dornhaldenfriedhof, wo der geneigte Linksradikale ans Grab von Baader, Ensslin und Raspe pilgern kann). Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte unbedingt die Weinsteige (Richtung Degerloch) hochzuppeln (Obacht: Blitzer!), oder zur Karlshöhe gurken, da bekommt ihr auf jeden Fall einen Eindruck vom Kessel. Wer kein eigenes Heiligs Blechle dabei hat, sei an dieser Stelle getröstet, Stuggi hat gegen-

über anderen Städten den großen Vorteil, das hier wirklich viel fuläu g erreichbar ist, das gilt vor allem fürs Nachtleben, haut aber auch tagsüber ganz gut hin. Drum mal ein kleiner Routenvorschlag, Zeitrahmen je nach Einkehrdauer in den verschiedenen Lokalitäten ungefähr zwei bis vier Stunden. Als Ausgangspunkt nehmen wir den in der letzten Zeit so hart umkämpften Hauptbahnhof. Wir sind jetzt also mit dem Zug angekommen oder aus dem Untergrund mit der S-Bahn und stehen auf den Gleisen des hoffentlich noch existierenden Kopfbahnhofes (ich nde ja Sackbahnhof schöner). Wenn wir den Blick nach rechts zu Gleis 1 oder nach links zu Gleis 16 richten, dürften wir bereits die hässlichen Baustellen der abgerissenen Seiten ügel, dem ach so groartigen

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© PS / pixelio

Bau-Auftakt zum Jahrhundertblödsinnsbahnhof „Stuttgart21“ sehen. Wer mag, kann kurz nach rechts zum Nordausgang raus und dort den von den verschiedensten Projektgegnern dekorierten Bauzaun in Augenschein nehmen. Wir wenden uns aber nach links. Am Fuße von Gleis 16 geht die Treppe zum Südausgang runter. Oberhalb der Treppe gibt es zwei Aufzüge, die zum Turm des Bahnhofs führen. Falls der Turm mal wieder nicht wegen irgendwelchem Polizeiquatsch geschlossen ist, geht’s jetzt hoch zum Caf und dann die Treppe rauf, auf die Terrasse unter den gigantischen Mercedes-Stern. Hier hat man nicht nur eine super Sicht auf die Arschbaustelle, sondern auch den Schlosspark, in dem sich am 30.09.2010 die Ninja-Turtle-Cops durch ihre großartige Gewaltorgie mit ihrem geilen Augenrausblas-Wasserwerfer hervorgetan haben. Wahrscheinlich werden wir jetzt eine hässliche Baugrube sehen, wo im Vorjahr noch der lauschige Schatten etlicher großer Kastanienbäume Platz zum Chillen bot. Ebenso sehen wir vom Turm geradeaus durch die große Stuttgarter Einkaufs- und Flaniermeile, die „Königstrae“. Hier ndet ihr den üblichen Konsumkram, die schwedischen und spanischen Klamottenhäuser etc. Auf der anderen Seite schauen wir, den Gleisen entlang, Richtung Bad Cannstatt, wo neben der Schleyerhalle auch das VfB-Stadion steht. In „B.C.“ ndet ihr aber vor allem einen der schönsten Zoos der Welt, die Wilhelma, den echt coolen Rosensteinpark mit den beiden grandiosen Museen Schloss Rosenstein und Löwentormuseum und, nicht zu

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vergessen, den Stuttgarter Beach am Neckar. Und ein echt lecker vegetarisches Restaurant, das „Coox & Candy“ in der Sulzbachgasse 14. Runter geht’s jetzt wieder vom Turm, zurück ins Bahnhofsgebäude. Wer mag, kann sich nun schon mal mit dem wichtigsten Stuttgarter Imbissgericht versorgen, der „Butterbrezel“. Die gibt es zwar in der Stadt meistens in viel besser als im Bahnhof beim Kettenbäcker, aber für euch Nichtschwaben tut’s es erst mal, hehe. In der Mitte des Bahnhofs führt, weg von den Gleisen gehend, eine große Treppe ins Freie. Draußen links liegt jetzt auf der anderen Straßenseite der Eingang zur Königstraße (bähh, Touridreck!) und halbrechts beim „Block House“ die Lautenschlagerstraße. Hier wollen wir hin. Durch die Unterführung oder oben rum, egal. Die Lautenschlagerstraße laufen wir rund 600 Meter bis zu ihrem Ende (nicht vergessen, beim Passieren der „Thouretstraße“ laut „Aschlochaschloch“ brüllen!). Sollte heute ein schöner Sommertag sein und es ist vielleicht Nachmittag, sieht man es schon von weitem an der Menschentraube, wir sind an der ersten Einkehrstation, dem „Palast der Republik“. Das ehemalige öffentliche Klohäuschen ist DER beliebteste Sommerhangout für alle, die nicht im Schickicaf auf der Königstraße rumsitzen wollen, also Studis, Arbeitsscheue, Punkers und ähnliches Volk. Hier gibt’s nach wie vor keine „Lotte Muchacho“ oder ähnli-


chen Trendkruscht, sondern ausschließlich sehr leckeren „Milchkaffee“ und natürlich kühles Bier. Einer geht drinnen Getränke holen, die anderen suchen sich einen Platz auf der Treppe, den Bierbänken oder unter den Bäumen. Hier kann man schon mal locker ein Stündchen mit Quatschen, Gucken und Trinken verbringen. Sollten wir es tatsächlich schaffen, uns wieder aufzuraffen, gibt es jetzt zwei Möglichkeiten der weiteren Tagesgestaltung: Entweder gleich weiter zum Futtern (vorausgesetzt, es ist schon 17 Uhr) oder noch ein bissle durch die Stadt latschen und vielleicht was shoppen gehen. Zur Variante „Futtern“ überqueren wir zwischen Palast und Gravis die „Theo“, die „Theodor-Heuss-Straße“ (ein Stück weiter runter reiht sich an der Theo ein DummDisco-Schuppen an den anderen, hier ist das Mekka der vergnügungssüchtigen Landeier, die am Wochenende zum Rum-Utzen über die Stadt herfallen). Zwischen Volksbank und Friedrichsbau hindurch, die Börsenstraße rauf, kommt nach ungefähr fünf Minuten das großartige Lokal „Schlesinger“ (Schloßstraße 28). Seit Jahren bewährter Treff des Stuttgarter Untergrunds mit hervorragender Küche, natürlich auch für Vegies. Hier bin ich Mitte der 90er auch schon mal mit allen von die ärzte zum Spachteln gewesen (wir saßen drinnen, zwei Tische links vom Tresen, haha!). Der leichte Wartehallencharme sollte euch übrigens nicht über die subversive Geschäftsführung und vor allem nicht über die super Bierauswahl und die 1A Küche hinwegtäuschen. Kulinarische Tipps: Für Fleischfresser schwäbische Klassiker wie Maultaschen oder „Z.R.B.“, Zwiebelrostbraten. Für Vegies entweder Kässpätzle oder das vegetarische Gericht von der Tageskarte. Nach der Fressorgie müssen wir eventuell ein Taxi nehmen, um zurück zum Hauptbahnhof zu kommen, das ruft uns die Tresenfachkraft im Schlesi aber gerne!

Zur Variante „Latschen“ geht’s vom Palast aus den Berg runter, am Königsbau entlang zum Schlossplatz. Jetzt rechts abbiegen, rum um den Königsbau und vorbei am modernen Würfel des neuen Kunstmuseums ein gutes Stück, rund fünf Minuten die Königstraße lang, bis rechts ein „Starfucks“ kommt. Gegenüber davon geht es links den Berg runter, die Schulstraße entlang auf den großen Stuttgarter Marktplatz. Rechts das große Teil ist das Rathaus, auf dem Balkon steht alle 500 Jahre der VfB und wedelt mit der Meisterschale, ansonsten ist es hier recht ruhig. Jetzt kommt der Abenteuerteil der Reise: Paternoster-Fahrstuhl im Rathaus fahren. Um nicht allzu früh vom Sicherheitsdienst wieder rausgeworfen zu werden, hat es sich bewährt, unaufgeregt die Treppen zum Rathaus zu erklimmen und mit interessiertem Blick die wechselnden, langweiligen Ausstellungen im Foyer zu begutachten. Unser wahres Objekt der Begierde be ndet sich allerdings, wenn man zum Haupteingang des Rathauses reinkommt, circa 25 Meter links: der erste der Mega-Old-School Paternoster-Fahrstühle. Wer nicht weiß, was das ist, darf googeln. Jetzt zahlt es sich eventuell aus, noch nicht allzu viel getrunken zu haben, denn der Aufzug verlangt nach Timing. Nachdem wir es aber alle rein geschafft haben, fahren wir selbstverständlich bis ganz oben und eine Runde rum. Da man ja jetzt kopfüber gedreht wird, emp ehlt es sich, sich gut festzuhalten und mit geschmeidiger Judorolle wieder die Beine von der Decke auf den Boden zu bekommen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rathauses gibt es übrigens einen zweiten Paternoster, der ist ganz aus Holz und klappert viel schöner, mal schauen, ob wir den nden oder ob wir schon rausgeschmissen wurden, hehe. Weiter geht’s anschließend auf unserer Tour, links raus aus’m Rathaus und links in die Hirschstraße. Hier nden wir nach ungefähr  Metern auf der linken Seite Einkehrstation Nummer Zwo, das „Kap Tormentoso“ (Oder „Kap Wie ndschdumeinposo“, oder „Kap Parodontoso“ wie ich auch gern sage, ich lustiger Kerl, ich). Hier kann man draußen sitzen oder rein und runter

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ins Rauchergeschoss oder Kuchen essen. Das Kap ist ein beliebter Ausgangspunkt für Stuttgarter Nachttouren, ist aber auch tagsüber wirklich besuchbar. Wenn wir das Kap leergetrunken haben, geht es weiter, die Hirschstraße hoch bis zum Ende. Gegenüber wäre jetzt das „Schocken“, Stuttgarts Walhalla für Studentenrock- und Hamburger-Schulhonk-Konzerte mit ebenfalls sehr gutem Kaffee und feinen Getränken in nettem Ambiente. Hier gäbe es auch garantiert ein lecker „Butterbrezele“, hehe. Wir haben jetzt aber langsam Hunger und wenden uns links. Am Parkhaus vorbei kommen wir direkt zum „Vegie Voodoo King“, Stuggis ältester Falafel-Brutzler und bestens geeignet zur eischlosen Zwischenmahlzeit. Aufgegessen und essensrestbereinigt kommen wir aus dem Vegie Voodoo King und wenden uns links den kleinen Buckel (schwäbisch) hoch, unter dem Gebäude durch, zur Eberhardstraße. Wer jetzt den Blick nach links oben richtet, kann eine architektonische Schönheit der Landeshauptstadt bewundern, den Tagblatt-Turm (Fans von Bauwerken sei an dieser Stelle noch die „Weißenhofsiedlung“, die Bauhaus-KultSiedlung auf dem Killesberg, empfohlen). Jetzt geht’s links die Eberhardstraße runter, sie wird gleich zur Torstraße, weiter bis zum Restaurant „Tauberquelle“. Gegenüber der „Tauberquelle“ ist übrigens der berüchtigste Absackerladen der Stadt, das „Oblomow“. So ziemlich jeder Nachtschwärmer dürfte sich schon einmal nach durchzechter Nacht bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher aus dem „Oblomow“ geschleppt haben, während um ihn rum die armen Würmer bereits um diese Zeit wieder überall zu ihrer Ameisenarbeit eilen. Jetzt isses aber noch zu früh, hier sieht man uns frühestens um halb fünf morgens wieder, wir laufen jetzt an der Tauberquelle rechts in die Nesenbachstraße. Nach 150 Metern stehen wir vor dem „Flaming Star“, dem Laden für Rock-'n'-Roll-Klamotten und vor allem wunderschöne Stuttgart-Souvenirs. Jetzt heißt’s erst mal „Happy Shopping“: Stuttgart-Shirts, Wrestlingmasken und Krimskrams.

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Im hauseigenen Coiffeurstudio kann man sich bei Melli (hat mir übrigens ihren ersten Iro ever geschnitten) nach rechtzeitiger Terminabsprache sämtliche Frisuren machen lassen, die man bei „Salon Ulla“ immer so schmerzlich vermisst – hier geht alles! Nachdem wir wahrscheinlich gar nicht mehr gehen wollten und schließlich vom freundlichen Personal herauskomplimentiert werden mussten, geht’s zurück zur Tauberquelle, links die Torstraße/ Eberhardstraße hoch, ein gutes Stück, so zehn Minuten, bis zum Verkehrsknotenpunkt Rotebühlplatz. Auf dem Weg kommen wir z. B. vorbei am Kellerklub (rechts), hier geht man z. B. wochenends zum Gitarrenmucke hören, und an meinem Lieblingstürken „World of Kebab“. Da kann man prima das Tagesgericht oder alle anderen Tellergerichte essen. Wir gehen aber jetzt ganz hoch bis zum Rotebühlplatz, überqueren den Platz auf der linken Seite und kommen nach 100 Metern zu unserer Einkehrstation Nummer drei, dem „Mos Eisley“. Hier stopfen wir uns gediegen die Wampen voll, mein Tipp: die Suppen! Hier kann man übrigens auch an einem der wenigen Orte in Stuggi richtig gut frühstücken! So, vollgemampft geht’s zurück zum Rotebühlplatz, hier ist die S-Bahn-Haltestelle, die uns beinahe im Minutentakt in kurzer Fahrt zurück zum Hauptbahnhof bringt. Darf’s jetzt zum Abschluss vielleicht noch ein wönziges Butterbrezele sein? So, hoffe, ich hab euch mit der kleinen Tour einen Eindruck von unserer geliebt-gehassten Landeshauptstadt geben können. Wer hier ein paar Tage verbringen sollte, dürfte damit ein paar ganz anständige Anhaltspunkte bekommen haben. Natürlich hat Stuggi noch viel mehr zu bieten, nette Caf s im Süden oder Westen, Ratzer Records in der Hauptstätter Straße zum Musik stöbern, im Osten den alten Punkrocktreffpunkt „Bonny and Clyde“, das „Bad Berg“ oder die ganzen Mineralbäder in Cannstatt und und und … Aber halt mal, wer bin ich denn eigentlich ;) ? Bleibt doch lieber zu Hause und lasst uns unsere Ruhe, wir haben schon genug Scherereien mit


336 km den ganzen „Doppelkennzeichen-Deppen“ und anderen Nichtschwaben! Hahaha … In diesem Sinne, viel Spaß im Kessel!

reden und wenig Smalltalk erwarten, dann steht einem unbeschadetem Aufenthalt in Württemberg nichts entgegen!

www.eis-bistro-pin uin.de www.wilhelma.de www.coo -candy.de www.schlesin er-int.de www.kap-tormentoso.de www.club-schocken.de www.weissenhof.de www.oblomow-stutt art.de www. amingstar.eu www.moseisley-kostundlo is.de

Achso, und kleine Warnung: Cops halte sich bei uns noch für Götter! Bitte im Gespräch Hohn und Spott intelligent (und damit unverstehbar) formulieren, das erspart „G’schiss“!

Wichtige schwäbische Begriffe und Kommunikationsformen: Butterbrezel – ausgesprochen Buuudorbrätzl, Mother of all food Weckle – Brötchen Breschdleng – Erdbeere Gselz – Marmelade Breschdlengsgselzwecka – Rat amol … Stäffele – Treppen „Schwäbisches Kompliment“, als Ausdruck von starkem Gefallen (!): Kellner: „Hat’s geschmeckt?“ – Schwabe: (grimmig) „Hab ich mich beschwert?“ Wahlweise: „Nix gsagt isch gnug globt!“

Axel über DÄ Die Medusen des deutschen Krautrocks! Wir wären nichts ohne die drei Typen! Sie haben uns gezeigt, dass es nicht um Können, sondern um schamloses Geprahle, selbst wie in ihrem Falle mit kleinem Geschlechtsteil (wir haben natürlich „Mordsgeräte“) geht! Dafür sind wir die ärzte auf ewig dankbar! Hoch lebe die ärzte!

Grüß Gottle – Guten Tag Adele – Auf Wiedersehen Tipp für wagemutige Nichtschwaben:

© Stuttgart-Marketing GmbH

Niemals glauben, man hätte die Verkleinerungsform „-le“ verstanden und damit eigenmächtig Wörter verzieren! Niemals, okay? Am besten wenig

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ERFURT Er: FURT! Sie: Nee, die ärzte!

© Ingrid Kranz / pixelio

08.07.

Bratwürste – das war gerade so der erste Gedankenblitz zum Thema Erfurt. Und klar, die Rostbratwürstchen sind sicherlich auch in der Thüringer Landeshauptstadt ein kulinarischer Renner. Aber Erfurt hat mehr als nur Wurst zu bieten. „Mist!“ zum Beispiel. Wie jetzt, „Mist!“? Na ja, Erfurt ist Sitz des Kinderkanals KiKA, und mit die bekannteste Figur dieses Senders ist nun mal das Brot, das gerne mal kastig wird wie Bernd. Eine Statue des Grimme-Preisträgers Bernd das

Brot gibt es übrigens auch am Erfurter Fischmarkt zu sehen – aber wir greifen vor. Denn auch hier wollen wir euch nicht selber erklären, was an Erfurt besonders sehenswert und toll ist. Auch hier haben wir einen Fachmann hinzugezogen! Et voilà, der Mann mit dem Künstlernamen eines französischen Inspektors: Clueso alias Thomas Hübner ist gebürtiger Erfurter und mit den Begriffen „Sänger“, „Songwriter“, „Rapper“ und „Produzent“ eigentlich irgendwie gar nicht fassbar. Nennen wir ihn also ein Gesamtkunstwerk, dem wir grandiose Songs wie „Chicago“, „Keinen Zentimeter“ oder „Zu schnell vorbei“ zu verdanken haben. Zuletzt in den Radios landauf und landab zu hören war er als Duettpartner von Udo Lindenberg bei dessen Unplugged-Session mit dem Song „Cello“. „Und heute lebst du in Erfurt …“ hat Udo da eine Textzeile seinem Mitsänger zu Ehren abgewandelt. In der Tat, das ist seit 2002 wieder Cluesos Wohnort, und deswegen soll er nun gleich selber zu Wort kommen!

MESSEHALLE ERFURT 8. JULI 2012

3.800 Parkplätze zur Verfügung.

Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 12.000 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

ÖV: Die Messe Erfurt ist mit einer eigenen Stadtbahnhaltestelle an den V angeschlossen. Die Linie 2 fährt vom Anger im Stadtzentrum direkt zur Messe. Bei Bedarf fährt die Sonderlinie 7 direkt vom Hauptbahnhof zur Messe.

ANFAHRT Gothaer Straße 34 99094 Erfurt Parkplätze: Auf dem Messeareal stehen

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LINKS Locationinfos: www.messe-erfurt.de

 zielle Seite der Stadt www.erfurt.de Tourismusseite: www.erfurt-tourismus.de ÖV: www.evag-erfurt.de www.vmt-thueringen.de Sonstige Seiten: www.erfurt-magazin.info (Veranstaltungskalender für Erfurt) www.thueringenweb.de (Infos, Veranstaltungen & Tipps zu Thüringen) www.erfurt-live.de (Infos zu Stadt, Veranstaltungen etc.)


Tipps von Clueso

224 km

© Tino Sieland

er egungsemehlungen Es gibt unzählige Kneipen und Caf s in Erfurt. Empfehlen kann ich zum einen das kleine „Kaffee Hilgenfeld“ am Domplatz (gern auch mit spontaner Party-Session, die meist ganz harmlos mit einem Espresso beginnt) und das „Fellini“ am Fischmarkt. Schön ist es auch in der „Mundlandung“ auf der Krämerbrücke mit leckerem Frühstück und italienischen Spezialitäten. Ein Stück ab vom Schuss ist dann noch der „Süden“. Dieses kleine Caf (gehört einem Freund) ist wie ein Zuhause. Dort gibt es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, kleine Speisen und Suppen.

Freizeittipps: lange nicht gesehen." Erfurts Altstadt an sich ist schon eine SehensIm Allgemeinen ist es wichtig, alles zu verwürdigkeit. Am Bahnhof beginnend geht es in kürzen: Für "Weißt du, wie ich das meine?" sagt Richtung Anger, der Einkaufsmeile, über den man "Wisste wie?". Das Wort für "Arbeit" ist in Fischmarkt zum Wenigemarkt. Danach über Erfurt "Orweit". Verwirrend für Auswärtige sind die Krämerbrücke, an der Gera entlang nach "No" (mit kurzem o) für "Ja" und "ge" als BestätiKlein Venedig. Dort beginnt dann auch schon gung, wenn man "nicht wahr" sagen will. Wichtig das Andreasviertel mit seinen vielen Gassen auch, bei Worten mit "N" am Ende noch ein "E" und alten Häusern. Gleich um die Ecke ist der hinten dran. So wird "Cluesn" zu "Klüsne". Erfurter Dom, den man unbedingt gesehen haben muss! Und wenn man einmal auf dem riesigen Domplatz steht (Wochenmarkt!), kann man auch gleich hoch auf den Petersberg gehen und von dort den Blick über die Stadt genießen. Wer ein bisschen Zeit hat, sollte unbedingt im die ärzte sind eine der wenigen Luisenpark abhängen oder durch den Steiger Bands, die mich und eigentlich spazieren. alle irgendwie von der Kindheit an In Erfurt muss man vor allem selbst aktiv sein. bis jetzt begleitet haben. Und vor Es gibt ein paar coole Läden wie Franz Mehlhose allem eine Band, die zu jeder ihrer mit Neofolkkonzerten, der Kickerkeller zum Abstürzen und der sicher älteste Club von Erfurt, Phasen genau ins Schwarze trifft. Die Jungs scheinen einfach nicht älter der Museumskeller. zu werden. Immer noch witzig, nie Wer Zeit hat, sollte nach Tiefthal fahren und peinlich, ganz groß! dort zur Grundmühle laufen, einem klassischen aber schön abgelegenen Aus ugsziel. Ansonsten ist es immer gut, ein paar Gastgeber zu haben, die sich auskennen. Die coolsten Parties stehen in keinem Stadtmagazin …

Clueso über DÄ

www.kaffeehil enfeld.de | www.fellini-erfurt.de www.mundlandun .de | www.franz-mehlhose.de www.museumskeller.de © Messe Erfurt

Regionale Sprachausdrücke: In Erfurt begrüßt man sich gern mit "Wie'en", was so viel heißt wie "Hallo, wie geht es dir,

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DRESDEN Ba-Rock City

© Clearlens-images.de

10./11./12.08.

Dresden ist schmuck, zumindest große Teile der historischen Teile. Manche würden es pompös nennen. Einigen wir uns auf Rokokok n Roll? Okay. Dresden hat aber nicht nur geschichtsträchtige Architektur zu bieten – die Stadt ist seit nun mehr einiger Zeit, genauer gesagt seit 21 Jahren, auch Heimat- und Austragungsort der Filmnächte am Elbufer. Das größte Freilichtkino Deutschlands mit der größten mobilen Kinoleinwand der Welt – kein Wunder, dass sich nationale und internationale Stars dort die Klinke in die Hand drücken. Wie jetzt, Frei-

luftveranstaltung, keine Klinken? Ach, so ein Backstagecontainer hat bestimmt eine Tür! Wie dem auch sei, R.E.M. waren schon da, die Fanta Vier, und dieses Jahr sind auch die ärzte wieder vor Ort, und das gleich drei Nächte hintereinander! Da verbringt man vielleicht schon auch ein bisschen Zeit abseits des Festivalgeländes, und was es dort zu sehen gibt, das erzählt uns Jacki Reznicek, ehemaliger Bandkumpel von Farin Urlaub bei King Køng, desweiteren aktiv unter anderem bei Silly, PANKOW und Joachim Witt. Mittlerweile ist er Dozent an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden. Und hier sind seine Empfehlungen:

ELBUFER DRESDEN 10./11./12. AUGUST 2012 Einlass: 17:30 Uhr Beginn: 19:30 Uhr Kapazitat: 15.000 Support: 10.08.: K.I.Z. 11.08.: Cryssis 12.08.: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Königsufer 0109 Dresden Parkplätze: Parkmöglichkeiten gibt es im Umkreis der Filmnächte in folgenden Straßen: Wiesentorstraße, Sarrasanistraße, Theresienstraße. Behindertenparkplätze

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ndet man im Bereich Wiesentorstraße/Finanzministerium. Die Veranstalter empfehlen aufgrund der eingeschränkten Parkmöglichkeiten die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr. ÖV: Vom Neustädter Bahnhof oder vom Hauptbahnhof mit der Straßenbahnlinie 3 bis zur Haltestelle Carolaplatz fahren. Von dort aus in Richtung Carolabrücke laufen und daran vorbei hinunter zur Elbe und zum Filmnächte-Gelände. Zum Carolaplatz kommt man außerdem mit den Straßenbahnlinien 7 und 8. Die Haltestelle Neustädter Markt liegt ebenfalls nur wenige Meter vom Gelände entfernt und wird von den Stra-

ßenbahnlinien 4 und 9 bedient. LINKS Locationinfos: dresden. lmnaechte.de  zielle Seite der Stadt www.dresden.de Tourismusseite: www.dresden.de/dtg ÖV: www.dvb.de Sonstige Seiten: www.cybersax.de (Onlineplattform des Stadtmagazins SAX) www.kneipensurfer.de (Gastroguide für Dresden) www.sachsenpunk.de (Veranstaltungen, Locations etc. zur Punkszene in Sachsen)


Tipps von Jacki Reznicek er egungsemehlungen Bei der Kochbox in der Görlitzer Straße gibt’s die besten Burger. Am Wochenende ist der Laden auch nach drei Uhr noch offen. Sehr gemütlich ist auch das Wohnzimmer auf der Alaunstraße – viele alte Sofas und leckere sächsische Kartoffelsuppe. In der Scheune und dem Scheunecaf gibt es indisches Essen, Brunch und auch Kulturelles im Musikklub. Super Ambiente! Ebenfalls in der Alaunstraße: Das Mi.Ka.Do mit vietnamesischen Speisen und lecker Sushi (für Herrn Urlaub). Das Bautzner Tor eignet sich zum Essen sowie auch zum Trinken, die haben eigenes Dresdner Bier – sehr schmackhaft! Musikklubs mit Kneipe gibt’s in der Gegend natürlich auch, zum Beispiel das Blue Note oder das Riesa e. V. – überhaupt ist die ganze Dresdner Neustadt empfehlenswert!

www.wohnzimmer-dresden.de www.scheune.or | www.scheunecafe.de

www.mikadodresden.de www.bautznertor.de www.jazzdepart ment.com | www. riesa-efau.de

Regionale Sprachausdrücke: „So geehds dor ni!“ – „So geht es doch nicht!“ „Nu“ – „Ja“ „Bäärisch“ – „Super“ „Dorte gibs dorte beim Bägger“ – „Torte gibt es dort beim Bäcker“ „Schäggi“ – „Jacki“ © Jim Rakete

Freizeittipps: Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind natürlich die Frauenkirche, das Blaue Wunder, der Dresdner Zwinger, die Semperoper, der Goldene Reiter, das Schloß Pillnitz und die Dresdner Neustadt. Zum Entspannen und Abhängen empfehlen sich die Elbufer, und wer lieber aktiv ist, der unternimmt eine Tour durch die Dresdner Heide oder entlang des Elberadwegs. Und ansonsten siehe oben: Eine Kneipentour durch die Dresdner Neustadt! Oder als ganz persönlicher Tipp: Apfelsafttrinken in Dresden-Lockwitz, meinem Heimatort!

195 km

www.jackireznicek.com

Jacki über DÄ Schon seit tausend Millionen Jahren eine geile Band! Ich habe viele Jahre mit Farin Urlaub in dessen Soloband King Kong gespielt, und es gibt auch zwei King-Kong-CDs mit mir. Mit Rod hatte ich einen Workshop an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden, wo ich Dozent bin.

© Roland Gladasch

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BERLIN 17./18./19.08.

Und am Ende mal wieder Berlin

© Ulla Trampert

Nein, das ist überhaupt nicht ominös gemeint, liebe Au ösungspaniker – das ist einfach, sofern nicht noch ein weiteres Konzert danach hinzukommt, eine Tatsache. „Wie jetzt? Ein weiteres Konzert?! AAAAH!!!“ Stop, halt, auch hier bitte keine Verschwörungstheorien, wir machen hier nur Konversation, EinleitungsSmalltalk, als mehr oder minder elegante Überbrückung, bis wir zu den Berlin-Tipps der Bottrops kommen … und da sind wir ja auch schon.

Nun ja, es ist ja auch ein naheliegender Tourabschluss und mittlerweile schon fast Tradition, dass die ärzte nach drei Wuhlheide-Konzerten auch noch auf der Waldbühne spielen. Am 19. August kurz (oder länger, je nachdem, wie viel Bußgelder die Band bezahlen mag) nach 22 Uhr ist es so weit: „Das Ende ist noch nicht vorbei“ ist … vorbei.

The Bottrops sind bekanntermaßen 2006 aus drei Teilen Terrorgruppe und einem Teil Xarecrows entstanden. Mittlerweile sind es noch zwei Teile Terrorgruppe, ein Teil Xarecrows und ein Teil, hm, sagen wir mal Spinal Tap mit weniger brutalen Abgängen. Aber messen wir die Band nicht an der Vergangenheit ihrer Mitglieder, sondern an dem, was sie jetzt sind, und das ist laut Selbstdeklaration „so wie Ratinger Hof, SO36 und Karo-Viertel 1979/1980 trifft auf Power-Pop, Garage-Beat und California-Punk … genauso, nur anders.“

WALDBÜHNE BERLIN 1 ./18./19. AUGUST 2012 Einlass: 17:00 Uhr am 17./18.08. | 16:00 Uhr am 19.08. Beginn: 19:30 Uhr am 17./18.08. | 18:30 Uhr am 19.08. Kapazitat: 22.000 Support: Bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. ANFAHRT Am Glockenturm 14053 Berlin Parkplätze: Im Umfeld der Waldbühne ist nur in begrenztem Umfang öffentlicher Parkraum vorhanden, es wird daher empfohlen, mit

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dem öffentlichen Nahverkehr anzureisen. Kostenp ichtige Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz P07, je nach Event auch auf den Parkplätzen P04 und P05.

X34 und X49 bis zur Haltestelle Heerstraße – von dort sind es noch knapp zehn Minuten Fußweg.

ÖV Mit den S-Bahnlinien S75 und S3 bis S-Bahnhof Pichelsberg, von dort läuft man ca. zehn Minuten bis zur Waldbühne. Oder aber man fährt mit den gleichen Linien bis Olympiastadion, da sind es dann ca. 15 Minuten zu Fuß. Mit der U-Bahnlinie U2 fährt man bis zum U-Bahnhof Olympiastadion, von dort läuft man ca. 20 Minuten. Mit dem Bus A18 kommt man quasi bis vor die Tür der Waldbühne, mit den Buslinien A149,

Locationinfos: www.waldbuehne-berlin.de  zielle Seite der Stadt www.berlin.de Tourismusseite: www.visitberlin.de ÖV: www.bvg.de Sonstige Seiten: www.ballhausspandau.de (Na, ihr wisst schon …) www.zitty.de (Stadtmagazin) www.tip-berlin.de (Stadtmagazin)

LINKS


Wisster Bescheid. Und nun nimmt uns Johnny Bottrop mit auf eine Reise durch seine Stadt.

Tipps von Johnny Bottrop

Pizza & Pasta: Il Ritrovo, Gabriel-Max-Straße 2, Friedrichshain Il Casolare, Grimmstraße 30, Kreuzberg I Due Forni, Schönhauser Allee 12, Prenzlauer Berg Il Giradischi, Oderberger Straße 22, Prenzlauer Berg Tacos & Burritos: Santa Maria, Oranienstraße 170, Kreuzberg Maria Peligro, Skalitzer Straße 81, Kreuzberg Falafel & Kufta: Baraka, Lausitzer Platz 6, Kreuzberg Wer drauf steht: die "Döner-Meile". Ich vermeide ja eher Fleischverzehr als solches, aber diese vier Dönerbuden sind Weltklasse und liegen nur 500 Meter auseinander auf beiden

© Ben Kriemann

er egungsemehlungen Original Berliner Spezialitäten wie Pizza, Pasta, Tacos, Burritos, Falafel und Kufta sollte man unbedingt hier austesten:

Seiten der Hochbahn … ein Muss für den internationalen Kebab-Hopper: Tekbir, Skalitzer Straße 23, Kreuzberg Doyum, Admiralstraße 38, Kreuzberg Lezzet Grill, Adalbertstraße 3, Kreuzberg Tadim, Adalbertstraße 98, Kreuzberg Ach so: Bars und Kneipen gibt’s auch noch, jede Menge! Aber schwer zu empfehlen, kommt immer auf den Wochentag und deine persönliche Tagesform an … www.lasmarias.de/santa www.maria-peli ro.com www.baraka-berlin.de www.tadim-lahmacun.de

© Times at de.wikipedia

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Freizeittipps: Geht in die Museen!

© Tüti / pixelio

Das Ethnologische Museum: einmal um die ganze Welt in zwei Stunden … oder besser: um die ganze Welt, wie sie mal vor 400 oder 1000 Jahren war! Kannibalen-Bekleidung, Apachen-Beile oder original MenschenopferAltäre der Azteken und Maya, alles wirklich echt. Das Naturkunde-Museum bietet das angeblich höchste Saurier-Skelett der Welt, ein 150 Millionen Jahre alter Brachiosaurus, und zig hundert Fossilien mehr … Das Ramones-Museum: Na, aber logo, P ichttermin, oder? Das Berliner Polizeimuseum bzw. „Polizeihistorisches Museum“ ist ein prima Ort zum Ablachen und/oder Gruseln! Außerdem: Tretboot fahren auf der Insel der Jugend! Eine Stunde kostet elf Euro, bis zu vier Personen passen in ein Boot. Ebenfalls großartig ist der Schlager-ExpressTanznachmittag im Haus Zenner: Die schlechtesten Schlager der 50er, 60er und 70er! Live vom Alleinunterhalter, immer sonntags 15 Uhr, Eintritt frei! Und dann gibt’s da noch das Berliner Gruselkabinett am Anhalter-Bahnhof, leider nicht so

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(unfreiwillig) gruselig oder lustig wie das Polizeimuseum, aber coole Mode- und AccessoireAnregungen für Gruft-Girls und Freizeit-Vampire. Der Eintritt kostet 9,50 . www.smb.spk-berlin.de/em www.naturkundemuseum-berlin.de www.ramonesmuseum.com www.phs-berlin.de www.rent-a-boat-berlin.com www.eierschale-zenner.com www. ruselkabinett-berlin.de Regionale Sprackausdrücke Benutz ich mehrmals täglich: „Ey du Opfa, ich mach dich Fukushima!“

Johnny über DÄ Drei tolle alte Herren mit immer noch super-hohem Punkrockfaktor! ÄrzteShows dauern zwar fast so lang wie Wagner-Opern, aber werden niemals langweilig! … und das Schönste kommt immer zum Schluss, die Aftershow-Party!!


DIE FESTIVALS Sturm, Südseite und grünes Feld

© Tobias Sutter

Wer als Künstler im Sommer auf Tour geht, dem bieten sie sich an: Festivals. Ein Auftritt, vielevieleviele Zuschauer. Als Sahnhäubchen, sofern es der Terminplan erlaubt, interessante andere Bands zum Gucken, Wiedersehen oder Kennenlernen. Dass die ärzte diesem Lockruf nicht widerstehen konnten, ist also absolut logisch. Dieses Jahr sind mal wieder die FKP-Scorpio-Festivals Southside, Hurricane und Green eld an der Reihe, für die wir euch ja auch ein Ticket-Kontingent anbieten konnten. Nun ergibt es wenig Sinn, euch zu erzählen, was man in so einem Festivalort alles unter-

nehmen kann. Denn Festivals nden naturgemäß an Orten statt, wo viel Platz ist – also draußen in der freien Natur. Und ganz ehrlich: Wenn man schon teures Geld für vielevieleviele Bands bezahlt hat, dann will man auch vielevieleviele Bands sehen. Natürlich bieten wir euch trotzdem die wichtigsten Infos und einige nützliche Links, aber machen wir uns nichts vor: Wahnsinnig viel außerhalb des Festivalgeländes nimmt man nicht wahr. Deswegen folgen an dieser Stelle einfach einige generelle Festival-Überlebenstipps. Und damit es gleich zu Beginn in Bezug aufs Green eld erwähnt ist: Ja, die Schweiz ist teuer. Denkt dran. You have been warned.

GREENFIELD 15.

1 . JUNI 2012

Kapazitat: 30.000/Wochenende Weitere Acts: Billy Talent, Rise Against, Lagwagon, Sepultura, H-Blockx, In Extremo, Schandmaul u.v.m. ANFAHRT Flugplatz 3800 Interlaken Parkplätze: Direkt beim Festivalgelände. ÖV: Wer mit der Bahn anreist, kann

20 bei der Fahrt sparen bzw. 5 beim Ticket. Ermäßigte SBB-RailAway-Kombis sind an Schweizer Bahnhöfen oder beim Rail Service 0900 300 300 (1,19 CHF pro Minute vom Schweizer Festnetz) erhältlich. Wer bereits ein Festivalticket hat, kann dieses am Bahnschalter vorweisen und erhält so ein ermäßigtes Zugticket. Achtung: Die Gratiszugfahrt mit dem Dreitagespass ist nicht mehr im Angebot! Ab dem Bahnhof Interlaken Ost verkehrt ein ShuttleService zum Festivalgelände.

LINKS Locationinfos: www.green eldfestival.ch  zielle Seite der Stadt www.interlaken.ch Tourismusseite: www.berneroberland.ch ÖV: www.sbb.ch www.bls.ch www.stibus.ch Sonstige Seiten: www.mokka.ch (Legendäres Konzertlokal in Thun) www.jungfraupark.ch (Freizeitpark beim Festivalgelände, ehemals Erich von Dänikens Mystery Park)

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Tipps vom DÄFC-Team kleine Modenschau vollführen zu können. Es ist schließlich ein Festival, am Sonntag stinkt vermutlich jeder irgendwie und sieht aus wie ein, na, Festivalgänger halt. Nicht unsinnig ist es übrigens, eine komplette Kleidergarnitur in einer Plastiktüte aufzubewahren, damit ihr was Trockenes habt, wenn euer Zelt irgendwie ge utet werden sollte.

Na, na klar könnt ihr die Coolen sein, die mit dem halben Wohnzimmer anreisen. Damit seid ihr sicher ein Top-Fotomotiv. Aber grundsätzlich gilt hier logischerweise: Weniger ist mehr. Ein Zelt, klar. Klamotten für alle mutmaßlichen Wetterlagen (und immer dran denken, egal was die Prognosen besagen, wir sprechen hier von die ärzte. Instant Spätherbst! Regenponchos können da zu beliebten Accessoires werden …), aber vielleicht lieber nicht genügend Klamotten, um bei jedem Konzert eine

Thema Schuhe: Flip-Flops oder High Heels? Eure Entscheidung, wir raten aber eher zu festem Schuhwerk, das man ähnlich wie vor einer längeren Wanderung bereits vorgängig gut eingetragen hat. Blasen- und andere P aster aber trotzdem nicht vergessen, genauso wenig wie andere Erste-Hilfe-Basics (Schmerztabletten, was gegen Durchfall, was zum Desin zieren, was gegen Mücken und natürlich der gute alte Sonnenschutz, wobei der ja nun nicht erst im Schadensfall eingesetzt werden sollte …). Und wer sich vorm Gruppenduschen ekelt, der nimmt vielleicht noch Badesachen und –latschen mit. Apropos: Auch wenn am Sonntag so ziemlich jeder stinkt, darf man trotzdem Deo, Duschgel, Handtuch usw. einpacken. Dann natürlich Zelt, Isomatte und Schlafsack – und das Zeltaufstellen am besten vorher mal

HURRICANE 22.

2 . JUNI 2012

Kapazitat: 70.000/Wochenende Weitere Acts: The Cure, Blink-182, Rise Against, The Stone Roses, Sportfreunde Stiller, Kettcar, Florence & The Machine, Garbage u.v.m. ANFAHRT Eichenring Scheeßel Parkplätze: Direkt beim Festivalgelände. Parkplätze werden zugewiesen, Parken

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und Camping sind getrennt. ÖV: Mit der Bahn bis Scheeßel, von dort aus sind es noch ca. 1,5 Kilometer zu Fuß zum Festivalgelände. Mit dem Niedersachsen-Ticket, dem Schönes-WochenendeTicket oder dem Quer-durchsLand-Ticket der Deutschen Bahn lässt es sich gerade als Gruppe billiger reisen. LINKS Locationinfos: www.hurricane.de

 zielle Seite der Stadt www.scheessel.de Tourismusseite: www.tourow.de ÖV: www.bahn.de www.vbn.de Sonstige Seiten: www.beeki.de (Onlineportal für Scheeßel „und umzu ) www.twitter.com/hurricanefstvl (Festivaltwitter) www.vivaconagua.org (Trinkwasserinitiative – kann durch Pfandspende am Festival unterstützt werden)


üben. Ihr könnt dazu ja euer festes Schuhwerk eintragen. An die nötigen Tickets, Ausweise und Bargeld denkt ihr ja selber, nicht wahr? Und wenn ihr Lebensmittel mitnehmen wollt: Tetrapacks. Dosenfutter. Alles, was gegebenenfalls auch kalt schmeckt (wenn der Einweggrill zickt und der Campingkocher streikt!) und sich bei 30 Grad am Schatten drei Tage hält. Den Dosenöffner nicht vergessen! Besteck und Geschirr wären auch ganz nett, falls ihr vorhabt zu teilen. Für Vieltelefonierer und Umweltbewusste: Es gibt mittlerweile für fast alles auch Solar-Au adegeräte, ebenso wie Solartaschenlampen. Die Harten unter euch dürfen gerne im Dunkeln über Zeltschnüre stolpern, logisch. Ach ja, und Frauen: Informiert euch über P-Mates, Urinellas, Pipi-Pappe und wie sie alle heißen. Oder besucht gleich stand2pee.de – aber auch hier gilt: Vielleicht erst mal zu Hause üben!

Sonst noch was? Jepp: Ohrstöpsel. Nicht nur wegen der lauten Konzerte. Auch wegen der lauten Zeltnachbarn. Klopapier. Wegen … also bitte. Und Mülltüten, als Sitzgelegenheit, Spontanregenponcho und Not-Gummistiefel. Und damit sind wir beim letzten überlebenswichtigen Utensil: Klebeband – nee, nicht das durchsichtige, dünne Geschenkpapierzupappzeug, sondern was Gaffer-Tape-ähnliches. Gaffer Tape ist für Festivals das, was das Handtuch für Reisen durchs Universum ist. 42!

SOUTHSIDE 22.

24. JUNI 2012

Kapazitat: 50.000 Besucher/Wochenende Weitere Acts: The Cure, Blink-182, Rise Against, The Stone Roses, Sportfreunde Stiller, Kettcar, Florence & The Machine, Garbage u.v.m. ANFAHRT take-off GewerbePark 85 9 Neuhausen ob Eck Parkplätze: Direkt beim Festivalgelände. Parkplätze werden zugewiesen, Parken

und Camping sind getrennt. Direkt beim Festivalgelände. ÖV: Mit der Bahn bis Tuttlingen, von dort aus gibt es einen Shuttleservice zum Festivalgelände. Mit dem Baden-Württemberg-Ticket, dem SchönesWochenende-Ticket oder dem Quer-durchs-Land-Ticket der Deutschen Bahn lässt es sich gerade als Gruppe billiger reisen. LINKS Locationinfos: www.southside.de

 zielle Seite der Stadt www.neuhausen-ob-eck.de Tourismusseite: www.donaubergland.de ÖV: www.bahn.de www.der3er.de Sonstige Seiten: twitter.com/southsidefstvl (Festivaltwitter) www.dasding.de (Medienpartner mit Liveberichterstattung) www.vivaconagua.org (Trinkwasserinitiative – kann durch Pfandspende am Festival unterstützt werden)

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DIE VORBANDS

DIE VORBANDS Ab Mai sind die ärzte wieder auf Tour – aber nicht alleine! Für einige der Städte sind schon Vorbands angekündigt, eventuell kommen noch weitere hinzu. Als kleinen Vorgeschmack auf das, was euch bei den Konzerten an Aufheizern erwartet, stellen wir euch hier schon einmal jene vier Vorbands vor, die zum Redaktionsschluss bekannt waren.

K.I.Z. „Urlaub fürs Gehirn“ – so der Titel des aktuellen K.I.Z.-Albums. Eventuelle „Hi hi, Urlaub!“-Witzchen lassen wir mal weg; der Name ist dennoch absolut passend. Denn ein K.I.Z.-Konzert bedeutet genau das: Urlaub fürs Gehirn – und stattdessen abdrehen und Popo wackeln, bis der Arzt kommt! (Also, ein blödes Witzchen muss doch bitte erlaubt sein …) 2005 ging es los: Das erste K.I.Z.Album mit dem Titel „DasRapDeutschlandKettensägenmassaker“ wurde von den einen kritisch beäugt, von den anderen als Innovation gefeiert – denn endlich kam mal ein bisschen Schwung und Humor in den deutschen Hip-Hop. Und wenn man das dann noch mit einer gehörigen Portion Punk kreuzt, macht das richtig Spaß. Vor allem natürlich live! 2007 folgte mit „Hahnenkampf“ das zweite Album. Spätestens nun wurden auch die ärzte-Fans auf die Band aufmerksam, denn als Single zum Re-Release von „Hahnenkampf“ veröffentlichten K.I.Z. das Lied „Hölle“, featuring niemand Geringeren als Bela B. Die Reaktionen der Fans beider Bands auf diese Zusammenarbeit waren alles andere als einheitlich. In unserem Forum beispielsweise

waren Meinungen von „kindisch und unnötig“ und „der Song ist Müll“ bis hin zu „einfach nur geil“ und „ein höllischer Ohrwurm“ zu lesen. K.I.Z. selbst ge el das bestimmt, schließlich sind sie nicht zuletzt fürs Provozieren bekannt. Der Hauptzweck der Veröffentlichung von „Hölle“ – Aufmerksamkeit! – war also voll und ganz erreicht, und die folgenden Konzerte sowie Festivalauftritte glichen einem Triumphzug. Nach Album Nummer drei, „Sexismus gegen Rechts“, steht nun „Urlaub fürs Gehirn“ in den Läden. Und dieses Album werden die vier Berliner uns also bei ihren Support-Gigs für die ärzte vorstellen! Wie K.I.Z.-Konzerte aussehen, lässt sich schwer beschreiben – auf der Bühne ist jedenfalls von Anfang bis Ende Action, und im Publikum steht sicher keiner still. Auch zwischen den

K.I.Z. unterstützen die ärzte bei folgenden Konzerten: 25. Mai Oberhausen 26. Mai Oberhausen 1. Juni Berlin Wuhlheide 2. Juni Berlin Wuhlheide 10. August Dresden


DIE VORBANDS

Liedern wird herumgeblödelt, wie man es von Berliner Bands gewöhnt ist; auch wenn der Humor der Bands sicherlich unterschiedlich ist. Und wer weiß, vielleicht gibt sich ja Bela B die Ehre eines kleinen Gastauftritts? www.k-i-z.com www.facebook.com/kiz

Vinyl ist nicht nur bei die ärzte in, sondern auch bei K.I.Z., und so verlosen wir drei Schallplatten vom aktuellen Album „Urlaub fürs Gehirn“. Um teilzunehmen müsst ihr nur wissen, wann die Scheibe erschienen ist.

Für die, die euch noch nicht kennen: Wer sind K.I.Z., und wie würdet ihr selbst eure Musik beschreiben?

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Beim Abiball neulich, unsre Mütter waren auch da. Was erwartet ihr von den Konzerten als Vorband von die ärzte? Plastikbecher. Bereitet man sich auf so was anders vor als auf einen normalen Auftritt? Man trinkt sehr viel Alkohol. die ärzte-Fans sind ja nicht gerade bekannt dafür, offen für Vorbands zu sein. Wie wollt ihr die Fans auf eure Seite holen? Wir werden sehr viel Geld in die Menge werfen. Und wie sieht Plan B aus, wenn das nicht klappt?

Maxim: Darf ich dir bitte ins M*** cken du H********?

Wir schießen Durchfallerreger in die Menge.

Wie habt ihr euch gefunden?

Wie seid ihr überhaupt zu dem Job als die ärzte-Vorband gekommen?

In der Uni, wir studieren alle indische Kunstgeschichte. Was war euer größter Auftritt bisher?

Als einzige wahre junge Punkband waren wir alternativlos.


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DIE VORBANDS Ihr habt ja auch schon mit Bela B zusammengearbeitet. Wie kam es dazu, und wie war das so? Ich weiß es nicht mehr, aber wir alle haben den Moment genossen. Er hat einen angenehmen kräftigen Händedruck, ich würde meine Tochter mit ihm verheiraten.

rangekommen, an diese Originalität und Hemmungslosigkeit … Was für Unterschiede und Gemeinsamkeiten seht ihr zwischen euch und die ärzte? Sie haben bessere Zähne, wir haben mehr Muskeln.

Auf welches der Konzerte freust du dich besonders?

Welchen die ärzte-Song würdet ihr gerne mal im K.I.Z.-Stil covern?

Die da unten vor der Bühne sind für mich alle gleich.

„Opelgang“ und „Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland“.

Was war deine erste musikalische Begegnung mit die ärzte?

Was versprecht ihr euch von dem Job als die ärzte-Support?

Ich hab „Debil“ gehört, als es rauskam, da war ich 'ne Woche alt. Ich hab es geliebt, da sind sie auch nie wieder

Wir wollten schon immer mal umsonst auf ein Ärztekonzert.

LA VELA PUERCA La Vela Puerca – na, gibt es überhaupt noch ein DÄFC-Mitglied, dem dieser Name nichts sagt? Wenn ja: Alte Prawdas organisieren und nachlesen! Die Truppe aus Uruguay haben wir nämlich schon diverse Male vorgestellt. Aber wir tun es auch gerne noch einmal, denn die Südamerikaner machen einfach gute Laune. Sogar, wenn man nur über sie schreibt – und im Konzert natürlich umso mehr! die ärzte haben uns die Instrumente des Orchesters gelehrt: Gitarre, Schlagzeug, Bass – mehr braucht es für gehörige Punkmusik nicht. Packt man aber noch Saxofon, Posaune, Trompete, noch eine Gitarre sowie gleich zwei Sänger dazu, hat man astreinen Ska. Und während bei Punkmusik diejenigen, die sich aus der Pogomenge raushalten, mit verschränkten Armen kopfnickend am Rand stehen, funktioniert das mit dem Raushalten bei La Vela Puerca nicht wirklich. Die Musik der Uruguayer ist

so mitreißend, dass man einfach nicht stillstehen kann und sich bewegen muss, ob man will oder nicht! Übrigens auch dann, wenn man des Spanischen nicht mächtig ist und nichts versteht. Apropos nichts verstehen – das Spanisch-Wörterbuch listet für „vela“ Kerze oder Segel und für „puerca“ Muttersau. Häh? Gitarrist Santi lüftete das Geheimnis für uns im letzten Interview: „La Vela Puerca“ bedeute „die Jointsau“. Ist doch logisch, oder? Wie dem auch sei. Die Jungs haben mittlerweile sechs Alben veröffentlicht und touren regelmäßig auch durch Deutschland. Unter die ärzte-

La Vela Puerca unterstützen die ärzte bei folgenden Konzerten: 3. Juni Berlin Wuhlheide 6. Juni Leipzig 7. Juni Leipzig 15. Juni Wien 16. Juni Wien


DIE VORBANDS

Fans sind sie spätestens seit 2004 ein Begriff: Schon bei der „Unrockstar“Tour fungierten sie als Vorband der besten Band der Welt, und im November 2004 wendete sich dann das Blatt, als die ärzte in Südamerika als Support von La Vela Puerca auftraten. Wir packen schon einmal die Tanzschuhe aus und freuen uns sehr darüber, die Jungs wieder in Deutschland begrüßen zu dürfen. Und wer weiß, vielleicht steht ja auch dieses Mal wieder ein Gegenbesuch der die ärzte an? www.velapuerca.com

Zur Vorbereitung auf die Konzerte haben uns La Vela Puerca fünf CDs ihres aktuellen Albums „Piel y hueso“ zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Um in den Lostopf zu kommen, müsst ihr uns nur verraten, was denn „Piel y hueso“ bedeutet.

Für die, die euch noch nicht kennen: Wer sind La Vela Puerca, und wie würdet ihr selbst eure Musik beschreiben? Coli (Saxofon): Hallo, wir sind La Vela Puerca, eine Band aus Uruguay, gegründet 1995. Unseren Musikstil

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kann man wohl am besten als Rock 'n' Roll bezeichnen. Ihr seid schon 2004 als Vorband von die ärzte aufgetreten. Freut ihr euch darauf, wieder für sie aufzuwärmen? Es war eine tolle Nachricht für uns, dass die ärzte uns wieder als Vorband dabei haben wollen. Die Erfahrung von 2004 war wunderbar, daher freuen wir uns total darauf, das zu wiederholen. Wie ist das überhaupt zustande gekommen? Haben die ärzte euch gefragt, oder habt ihr Interesse signalisiert, noch einmal vor ihnen zu spielen? Letztes Jahr beim La-Vela-Puerca-Konzert im Lido in Berlin kamen Farin und Rod vorbei, um Hallo zu sagen. Vielleicht haben wir da drüber gesprochen – aber ich weiß nicht mehr, ob wir das vorgeschlagen haben oder ob sie uns als Support dabei haben wollten und uns gefragt haben. Ist denn auch wieder ein Gegenbesuch von die ärzte in Südamerika geplant? Das wäre fantastisch! Letztes Mal war es fast surreal. Die Türen sind weit


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DIE VORBANDS offen, sie müssen nur beschließen zu kommen.

Welchen Ein uss hatten die ärzte auf eure Karriere in Europa?

Unterscheiden sich diese Auftritte als Vorband von einem normalen Konzert oder einem Auftritt bei einem Festival?

Bei unseren Konzerten in Deutschland sind immer noch Jungs und Mädchen in Ärzte-T-Shirts im Publikum!

Ja, besonders, weil das Publikum da ist, um die ärzte zu hören, und viele von ihnen noch nie etwas von uns gehört haben. Aber es ist eine Herausforderung, und das mögen wir. Bereitet man sich auf so was anders vor als auf einen normalen Auftritt? Wir werden vermutlich die Setliste abändern und die Lieder spielen, von denen wir glauben, dass die Leute sie am liebsten hören wollen. Was erwartet ihr von den Konzerten als Vorband von die ärzte? Zuerst mal, dass die ärztefans uns nicht mit Tomaten beschmeißen, während wir spielen, he he. Nein, im Ernst, wir hoffen, dass dem Publikum unsere Show gefallen wird. Es ist ja doch eine ziemliche Verantwortung! Davon abgesehen können wir sicher mit Professionalität rechnen und damit, dass wir uns unter all denen, die für die ärzte arbeiten, wie zu Hause fühlen werden. Wir werden zweifellos eine richtig tolle Zeit haben. Sind die Erwartungen diesmal dieselben wie vor sieben Jahren? Beim ersten Mal waren wir furchtbar nervös. Das werden wir diesmal auch sein, aber nicht ganz so sehr.

CRYSSIS „Cryssis haben beschlossen, dass man in Zukunft Verträge durchlesen sollte, bevor man zusagt, ein Konzert oder Festival zu spielen. Wir haben heute durch Freunde

Seht ihr Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zwischen La Vela Puerca und die ärzte? Nein, eigentlich nicht so viele, aber wir sind dennoch gute Freunde geworden. Was meinst du ist so besonders an die ärzte-Konzerten? Obwohl ich die Texte nicht verstehe, weiß ich, dass die ärzte sehr lustig sind – und außerdem gute Musiker. Und sie liefern echt tolle Shows ab, mit gutem Sound, Licht und so weiter. Wünschst du dir manchmal, alles verstehen zu können, was die ärzte auf der Bühne von sich geben? Ja, natürlich! Dann könnte ich mit dem Rest des Publikums mitlachen. Welchen die ärzte-Song würdest du gerne mal im La-Vela-PuercaStil covern? „Nicht allein“ ist ein Song, den ich sehr mag. die ärzte sind …? … eine der größten deutschen Bands, mit einem verrückten Schlagzeuger, einem chilenischen Bassisten und einem sehr großen und lustigen Gitarristen.

erfahren, dass wir mit die ärzte spielen!!! Eigentlich hätten wir abgesagt, aber Dick hat schon seinen Flug gebucht. Und die Toten Hosen haben gesagt: 'Mach es, Vom. Es ist doch toll, dass Cryssis eine aufstrebende Band unterstützt!' :D“


DIE VORBANDS So gaben Cryssis bekannt, dass sie zwei Konzerte im Vorprogramm von die ärzte spielen werden. Vom, das ist Vom Ritchie, hauptberu ich Schlagzeuger bei den Toten Hosen, nebenberu ich Schlagzeuger bei allen möglichen anderen Bands. Dick ist Dick York, amerikanischer Schauspieler aus u. a. „Verliebt in eine Hexe“und – oh, halt, falscher Wikipedia-Eintrag. ;-) Bei Cryssis geht es natürlich um den englischen Dick York, der seit frühester Jugend Gitarre spielt und Songs schreibt und schon 1981 zusammen mit Vom die Band Cry Dyann gründete. Diese Band löste sich nach zwei Jahren wieder auf – nach einem Haufen Konzerte, aber ohne veröffentlichte Lieder. Die Songs selbst überdauerten die Jahre als Demos – und in Voms Kopf. Im Jahr 2010 dann machte Vom Dick wieder aus ndig, und die Lieder konnten schließlich doch noch auf Platte gebannt werden. Zur Verstärkung holten die beiden sich Thomas Schneider von u. a. The Spittin' Vicars und den Beatlesons am Bass und Trip Tom von Kind Im Magen? an der Gitarre dazu, und 2011 erschien ihr erstes Album „Simple Men“ mit teilweise fast 30 Jahre alten Liedern.

Cryssis unterstützen die ärzte bei folgenden Konzerten: 7. Juli Stuttgart 11. August Dresden

Musikalisch gibt es britisch-deutschen Powerpop, ganz im Stil der 80er, aber eben doch von heute. Und live funkti-

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oniert das Ganze aufgrund des tollen Liedmaterials sowohl laut und krachig als auch unplugged. Sehr vielseitig also, die Herren! Und wer weiß, vielleicht färbt das ja ab – und die ärzte schaffen durch die Unterstützung von Cryssis doch noch irgendwann den Durchbruch? www.cryssis.de www.facebook.com/cryssis2 soundcloud.com/cryssis Für die, die euch noch nicht kennen: Wer sind Cryssis, und wie würdet ihr selbst eure Musik beschreiben? Vom Ritchie: Cryssis sind: Dick York (Gesang, Gitarre) Vom Ritchie (Schlagzeug, Gesang) Tommy Snide (Bass, Gesang) Trip Tom (Gitarre, Gesang) Es ist schwer, uns musikalisch in eine Schublade zu stecken. Aber zusammenfassend würde ich sagen, dass wir


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DIE VORBANDS eine Power-Pop-Band sind, mit einem guten Spritzer Rock und einer PunkAttitüde. Wie seid ihr zu dem Job als die ärzte-Vorband gekommen? Ich habe ihnen einen Bettelbrief mit einer CD geschickt, und sie haben Ja gesagt! Oh, und ich habe gedroht, sie zu erpressen, wenn sie Nein sagen … Ein Toten-Hosen-Mitglied in der Vorband von die ärzte – kann das gut gehen? Ich glaube, das klappt schon, da ich Engländer bin und in den Anfangstagen nicht dabei war. Daher kriege ich vermutlich einen Freibrief für die Rivalitäts-Geschichte, indem ich komplett ignoriere, was in der Vergangenheit passiert ist. Ihr habt ja mit Cryssis noch nicht allzu oft live zusammen gespielt. Was war euer größter Auftritt bisher? Bisher (abgesehen von den alten Zeiten, als Dick und ich zusammen gespielt haben) haben wir 23 Konzerte mit diesem Line-Up gespielt. Das größte davon war mit den Donots bei deren Jahresabschlusskonzert in Osnabrück. Da waren, glaube ich, so um die 1000 Leute im Publikum. Wie bereitest du dich auf die Konzerte vor? Und wie sollten sich die Fans vorbereiten? Ich bereite mich auf die Shows vor, indem ich mich mit ein paar Drinks in gute Stimmung bringe, und ich glaube, das könnte vielleicht auch für die Fans funktionieren! Was erwartet ihr von den Konzerten als Vorband von die ärzte? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich erwarten soll, aber ich hoffe, dass die ärztefans uns aufgrund der Musik und der Energie, die wir auf der Bühne verbreiten, mögen werden. Ich glaube, wir werden ein wenig nervös sein, da wir

nie vor so vielen Leuten gespielt haben. Aber ich denke, dass an dem Tag eine tolle Party-Stimmung herrschen wird, also werden wir alle Spaß haben!

Auch Cryssis wollen, dass ihr nicht unvorbereitet zu den Konzerten erscheint, und haben uns daher drei CDs zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Wir wollen dafür von euch wissen, wie die Single aus dem Album „Simple Men“ heißt!

die ärzte-Fans sind ja nicht gerade bekannt dafür, offen für Vorbands zu sein. Wie wollt ihr die Fans auf eure Seite holen? Wir werden einfach 100 Prozent auf der Bühne geben und versuchen, im Takt zu spielen und richtig zu singen. (Oh je, wir sind verloren …) Und wie sieht Plan B aus, wenn das nicht klappt? Das ist das Einzige, was wir können. Es gibt keinen Plan B, aber falls alles andere nicht hilft, genehmigen wir uns vielleicht noch ein paar mehr Drinks auf der Bühne, um die Schmerzen zu lindern. Was war deine erste Begegnung mit die ärzte? Zum ersten Mal habe ich von die ärzte gehört, als ich in den Proberaum der Hosen kam und ein Bild einer Band auf dem Dartboard sah. Ich fragte: „Hey, wer sind diese Jungs voller Löcher …?“ Der Erste aus der Band, den ich getroffen habe, war Farin. Er spielte mit seiner damaligen Band King Køng ein Konzert im Düsseldorfer Haus der Jugend. Mir hat das Konzert sehr viel Spaß gemacht; besonders erinnere ich mich an ein Medley, das sie am Ende gespielt haben. Das hat mich umgehauen! Ich habe nach dem Konzert mit Farin gesprochen, hatte aber immer noch nichts von die ärzte gehört, denn das war, bevor ich in Deutschland gewohnt und die Hosen kennengelernt habe (das passierte aber noch in der-


DIE VORBANDS selben Woche). Als Zweites habe ich Bela bei einem Konzert im Stahlwerk in Düsseldorf getroffen. Ich weiß nicht mehr, welche Band an dem Abend gespielt hat, aber wir haben uns gut verstanden. Und zuletzt Rod; den habe ich getroffen, als ich mit dem HosenTourmanager in seiner Sushi-Bar „Cat Food Sushi“ essen war. Das war ein toller Abend. Danke Rod! Was für Unterschiede und Gemeinsamkeiten siehst du zwischen Cryssis und die ärzte? Gemeinsamkeiten sind, dass wir gute Popsongs spielen, um die Leute in gute Stimmung zu bringen und sie für eine Nacht ihren Sorgen und dem normalen Leben ent iehen zu lassen. Unterschiede sind, dass wir eine Band mit

99 vier Mitgliedern sind und dass ich sitze, wenn ich spiele. Oh, und wir haben viel weniger Geld als sie … Und natürlich: Was für Unterschiede und Gemeinsamkeiten siehst du zwischen den Toten Hosen und die ärzte? Gemeinsamkeiten sind der Spaßfaktor und die Lieder, die beide Bands durch die Jahre begleitet haben und uns eine große treue Fanschar beschert haben, die uns nie im Stich gelassen hat. Unterschiede sind, dass wir eine Band mit fünf Mitgliedern sind und dass der Schlagzeuger sitzt. Und vermutlich auch die Sache mit dem Geld … die ärzte sind …? …

aus Berlin!

SATOR Farin Urlaub sagt „Jag älskar Sverige“, und wir wissen, dass auch Bela den nordischen Klängen nicht unbedingt abgeneigt ist. Im Bademeister-Board sind schwedische Bands (deren ständige Verehrung im Forum einigen Menschen wirklich auf die Nerven geht) zwar nicht unbedingt gern gesehen, aber vielleicht sagen wir ja dennoch nach der Tour alle: „Jag älskar Sator!“ Hmm, wie stellt man eine Band vor, deren Wikipedia-Eintrag als Stub klassi ziert ist? Nun ja, halten wir uns erst mal an die Fakten: Gegründet wurde Sator (damals unter dem Namen Sator Codex) schon 1981 – sprich: noch vor die ärzte. Es handelt sich also hier um – mit Verlaub – richtig alte Säcke. Sator kommen aus Borlänge, Schweden; genau wie (lange nach ihnen) auch Bands wie Mando Diao und Sugarplum Fairy. Da muss also was im Grundwasser sein … oder aber es ist dort einfach so wenig los, dass man eine Band gründen muss, um die Zeit totzuschlagen. Sator spielen Punkrock,

sagen aber auch nicht Nein zu Einüssen aus den verschiedensten Richtungen. Powerpop, Heavy Metal, Glamrock, New Wave – die Mischung macht ihren ganz besonderen Stil aus! 2011 veröffentlichten Sator ihr neuntes Album (wenn man die Veröffentlichung unter dem Namen Sator Codex mitzählt) „Under the radar“ und stellten dies auf einer ausführlichen Tour durch Schweden vor. In ihrer langen Karriere haben sie allerdings auch einiges an Konzerterfahrung im Ausland gesammelt. Ein Höhepunkt war dabei sicher ihr Auftritt in der Berliner Waldbühne im Sommer 1996 – im Vorprogramm der Toten Hosen! Jetzt, 2012, spielen sie also Support für die ärzte. Und wer weiß, vielleicht müssen wir ja gar nicht nach Schweden, sondern können auch

Sator unterstützen die ärzte bei folgenden Konzerten: 29. Juni Frankfurt 30. Juni Frankfurt 3. Juli Hannover 4. Juli Hannover 6. Juli Stuttgart


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DIE VORBANDS hier in Deutschland bei 40 Grad und Sonnenschein das Tanzbein schwingen? www.sator.se www.youtube.com/user/satorsweden

Damit ihr vor den Konzerten schon voll informiert seid, wie Sator klingen, verlosen wir fünf CDs der Band. Um teilzunehmen müsst ihr uns verraten, was der Bandname bedeuten würde, wenn die Band nicht aus Schweden, sondern aus Ungarn käme.

Für die, die euch noch nicht kennen: Wer sind Sator, und wie würdet ihr selbst eure Musik beschreiben? Sator: Wir sind Sator. Chips: Gitarre und Gesang, Kent: Gitarre und Gesang, Michael: Schlagzeug, Heikki: Bass und Hans: Keyboards und Krach. Wir haben bisher neun Alben veröffentlicht. Das erste war 1988 „Slammer!“, und das neueste ist „Under the radar“, erschienen 2011. Wir waren wohl eine der ersten schwedischen Bands, die es geschafft haben, mit harter Musik erfolgreich zu sein. Auf verschiedene Art und Weise haben wir Bands wie The Hives, Backyard Babies, The Hellacopters etc. inspiriert. Ich glaube, wir haben ihnen gezeigt, dass es möglich ist, mit dieser Art von Musik groß rauszukommen. Am erfolgreichsten waren wir wohl in den 1990ern, aber es gibt uns noch. Besser denn je! Unsere Musik wird gerne als eine Mischung aus frühem Punk, Powerpop und Hardrock bezeichnet. Wir selbst hören Bands wie The Dictators, Cheap Trick, AC/DC, Motörhead, The Boys, The Lurkers, The Beatles, The Kinks, Sweet, Slade, The Posies, Dead Kennedys, The Mis ts … Wir könnten ewig so weitermachen. Um es kurz zu fassen: Unsere Musik ist eine Mischung unserer Plattensammlungen. Sator wurde 1981 gegründet – sogar vor die ärzte! Seht ihr euch als Veteranen im Musikbusiness? Chips: Ja, wir sind schon lange dabei. Wir sollten uns wohl als Veteranen

fühlen, aber wir hatten immer das Gefühl, knapp außerhalb des Musikbusiness zu stehen. Wir haben uns nie als Teil einer Bewegung oder Szene gefühlt. Auch jetzt fühlen wir uns noch als Underdogs, die die Welt erobern und es diesen Bastarden zeigen wollen! Ich bin nicht wirklich sicher, wer die Bastarde sind, aber irgendjemand wird für irgendetwas zahlen. Was ist euer Geheimnis dafür, eine Band so lange zusammenzuhalten? Kent: Wir sind zusammen aufgewachsen, daher sind wir eher Brüder als Freunde. Natürlich diskutieren wir auch und streiten über Dinge, aber wir wissen, wo wir die Grenze ziehen müssen. Michael: Ein weiterer Punkt ist wohl, dass wir nie harte Drogen genommen haben. Was war euer größter Auftritt bisher? Hans: Vermutlich die Hauptbühne beim Roskilde-Festival. Die Waldbühne, wo wir mit den Toten Hosen gespielt haben, war auch sehr groß. Es ist schwer zu sagen, da wir über die Jahre so viele Festivals gespielt haben. Wie seid ihr zu dem Job als die ärzte-Vorband gekommen? Heikki: Sie haben uns gefragt. So einfach ist das. Da waren keinerlei Schmiergelder beteiligt. Ha ha! Kanntet ihr sie, bevor sie euch gefragt haben? Michael: Ja. Zum ersten Mal getroffen haben wir uns vor langer Zeit, im letzten Jahrhundert. Ungefähr 1990 glaube ich, vielleicht schon früher. Wie ndet ihr die Musik und den Stil von die ärzte? Chips: Wir mögen die Musik. Ich muss aber gestehen, dass ich die neueren Alben nicht kenne; die sind in Schweden recht schwer aufzutreiben. Ich kann mich erinnern, wie ich in den


DIE VORBANDS

80ern das „Uns geht's prima“-Album gehört habe. Das habe ich noch! Und noch ein paar andere die ärzte-Alben. Deutschland hat viele gute Bands. Abwärts, 39 Clocks, Jingo De Lunch, Slime, Die Toten Hosen, DAF, Aheads, Artless, Big Balls and the Great White Idiot, Razors, Buttocks, die Cretins (deren Single „Samen im Darm“ ist eine der besten deutschen Punk-Singles überhaupt), Der Plan, PVC, ZK, Hans-A-Plast, Hermanns Orgie, Ideal, Marionetz, Gigantor, Rotzkotz, S.Y.P.H., um nur ein paar zu erwähnen. Und mir hat vor kurzem erst jemand erzählt, dass die ärzte „Samen im Darm“ gecovert haben. Das wusste ich nicht. Seht ihr Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zwischen Sator und die ärzte? Kent: Absolut! Wir haben den gleichen Hintergrund. Unsere Ursprünge liegen im Punk, und der macht immer noch einen großen Teil unseres Sounds aus. Wir haben in manchen Liedern vielleicht mehr Hardrock-Ein üsse drin als die ärzte, aber es gibt mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, denke ich.

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Ihr habt schon als Vorband für die Toten Hosen gespielt. Wie kam es dazu, und wie war das für euch? Kent: Sie haben uns in einem Club in Hamburg gesehen, und ich schätze, wir haben ihnen gefallen. Also haben sie uns gefragt, ob wir für sie aufwärmen würden. Wir waren damals gut über die deutsche Musikszene informiert und hatten schon von ihnen gehört, daher haben wir zugesagt. Es war eine tolle Tour. Die Band und ihre Fans behandelten uns sehr gut. Wir haben die Hosen nach der Tour einige Male getroffen und sind immer noch hin und wieder in Kontakt. Wundervolle Leute! Wie bereitet ihr euch auf die Konzerte vor? Und wie sollten sich die Fans vorbereiten? Heikki: Wir hören oft alte Klassiker und singen mit. Meist frühe PunkrockSongs, zum Beispiel von den Ramones, Buzzcocks, 999, The Clash … Die Fans sollten dasselbe tun und dabei vielleicht ein paar Bier mehr trinken als wir.


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DIE VORBANDS Was erwartet ihr von den Konzerten als Vorband von die ärzte?

Und wie sieht Plan B aus, wenn das nicht klappt?

Michael: Man kann nicht zu viel erwarten, wenn man als Vorband spielt. Wir wissen, dass die Leute nicht wegen uns da sind. Aber in gewisser Weise hat man auch das Gefühl, dass man nichts zu verlieren hat. Das Einzige, was wir tun können, ist so hart wie möglich zu arbeiten, alles zu geben, was wir geben können, und zu hoffen, dass wir zumindest einen Teil des Publikums begeistern können. Wir haben nicht viele Konzerte als Vorband gespielt; eigentlich sind normalerweise wir der Headliner. Daher ist es interessant zu sehen, wie das klappen wird.

Hans: Wir machen dasselbe noch mal, aber mit mehr Bier … Wir haben nie einen Plan B. So arbeiten wir nicht.

die ärzte-Fans sind ja nicht gerade bekannt dafür, offen für Vorbands zu sein. Wie wollt ihr die Fans auf eure Seite holen? Chips: Wir laden sie alle zur Aftershow-Party ein, machen sie betrunken und überzeugen sie, dass wir die zweitbeste Band der Welt nach die ärzte sind. Da sie ja schon alle die ärztePlatten haben, können sie auch noch ein paar Sator-Platten anhören. Das ist unser Plan.

Schwedische Bands kommen in Deutschland meist sehr gut an. Habt ihr die Hoffnung, ein paar die ärzte-Fans zu Sator-Fans zu machen? Kent: Ich bin mir recht sicher, dass einige von ihnen uns mögen werden. Vielleicht sind sogar ein paar alte Sator-Fans bei den Konzerten dabei. Wir haben früher recht viele Konzerte in Deutschland gespielt. Chips und ich sind auch mit der amerikanischen Punkband White Flag einige Male durch Deutschland getourt, zuletzt im September 2011. Keine Ahnung, warum wir mit Sator nicht mehr nach Deutschland kommen, denn wir haben immer sehr gerne hier gespielt. Wir haben tolle Erinnerungen an diese Tourneen! Wir werden versuchen, das zu ändern und wieder öfter zu kommen. die ärzte sind …? … auf der guten Seite!

Susi S.


PUNKERFAND

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ALS ICH DEN PUNKER FAND … … soll auch in dieser Extra-Ausgabe nicht fehlen! Natürlich geht es diesmal um das neue Album. Wir haben euch vor Bekanntgabe der ersten Infos gefragt, wie denn wohl die erste Single von „auch“ heißen könnte. Hier eure Antworten:

-RiÄ- #10373

Schluss, Aus, ENDE!

die_ich #2294

außerdem.

Alyssa #10243 Wir sin d "auch" noch da! MadX1 #346 4 En tweder, Oder Brötchää n

#9770 / Natü rlich 'oder au ch nic h' !

Mar kyJäy #10 427

Mein Fre und die Mettwu rst

PunkrockLady #3 788: Vorstoß in de n rückwärtigen Se ktor (ein Euphemismus für „Rückzug“. Wü rde ja zu Trennun gs- und Rückzugsg erüchten

ab 2013 passen ... :-)

Eva. #8 67 J.R .E WING

*D ieStäffi*

#1114 >> DE NW

Avo Cado OHLS TA ND

#5998

In fa nt081 5

#1 1604

SBAUCH HA

M WIR JE TZ

T AUCH ( BZ

W. OOCH)

Sowie s am An fa ng war der El epha nt ...

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ännä96 #10544 „Auch“ du mein Sohn BelaFarinR od? (Der Ko mmerzsong)


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PUNKERFAND

Heinz Strunk #10464 Das ENDE ist erst da, wenn wir es singen !

(Die alten Maja waren nicht so Punk! Woher auch?) IckEssBlumen #8000

Auch das noch! (DIE schon wieder...)

pirlanato #9403

Single: „Viel Rauch um Jauch und Lauch“ , B-Seite: „Bauch“

Philip Ä. #11532

>>> Sraight Outta Zwickau <<<

Käthä93 #8370 / "auch“ nicht besser als wie sonst! NR20 #752

Ein Stück Kot zum naschen

Markus '83 #983: W.I.E.D.N.D.L.D.N.Z.V (Wie ich einmal darüber nachdachte die Lage der Nation zu verändern) BöllerB #9247 Das Letzte oder: alles was ihr noch über die beste Band der Welt wissen müsst Passi #9689: Wie ich meiner Exfreundin erneut einen Edding in den Mund steckte (Dubstep Remix) EFETZ #259

c h r i s t o p h 666 #8895 M ar ti n # 1 2

DAS HANDTUCH FÜR DIE OHREN.

R auchverbot auf Ökotoile t ten s ow oh l a ls a u ch


GEWINNER

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GEBOREN ZU VERLIEREN Hier sind die Au ösungen und Gewinner zu den Fragen aus DIE PRAWDA #10: BEN BECKER An welchem Lyrikprojekt war Ben Becker bereits mehrfach beteiligt? Antwort: Das Rilke-Projekt Gewinner: Basti #584, LadyPUNK7 #3972

KNORKATOR Welches Bandmitglied ist bekannter Maler und Buchautor? Antwort: Alf Ator Gewinner: JackewieHose #131 THEES UHLMANN

MORISSE/KOCH Bei welcher Band hat Co-Autor Oliver Koch mal Bass gespielt? Antwort: Tomte Gewinner: Fafa #11438, seyshat #8220

Welchen Fußballclub unterstützt Thees Uhlmann? Antwort: St. Pauli Gewinner: BöllerB #9247, Gwenni #803 REBUS

BRENDA STUMPF Was wurde 1988 in der Zeche Carl aufgenommen? Antwort: Das Livealbum „Nach uns die Sint ut“ Gewinner: Flauschi #574, -RiÄ#10373, TheHumanBoss #5058 KATZENJAMMER Wie viele Tassen Mehl gehören laut Katzenjammer in einen Kirschkuchen? Antwort: Vier Gewinner: efetz #259, Domrun #4717, Ansie #6227

Antwort: Jedes Jahr ist es das Gleiche überall entblößte Bäuche Gewinner: Gwendoliney #7733, melie87 #9126, IckEssBlumen #8000, PunkrockLady #3788, Äule #5456, belzebub #6629, timmeyyy #7967 Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner!


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CRÄDITS

DIE PRAWDA – Das die ärzte Fanclub-Magazin ist ein aussterbendes Druckerzeugnis der ENDzeit, erzeugt vom DÄFC – die ärzte Fanclub. DIE PRAWDA entstand durch kollektive Zusammenarbeit der DIE PRAWDA-Redaktion unter tatkräftiger Mitarbeit von: Eline Bakker, Stephanie Bindel, Ruth Fuchss, Bine Henn, Jessica Lyschik, Heike Schulz, Natalie Springhart und Thorsten Springhart Diese Sonderausgabe der DIE PRAWDA wäre nicht ausgekommen ohne: Farin Urlaub, Bela B Felsenheimer, Rodrigo González, Felix Schlüter, Florian Striedl & Maxim von K.I.Z., Humberto Pereira & Coli von La Vela Puerca, Chips Kiesbye & der Rest von Sator, Roman & Vom von Cryssis und alle Fans, deren Fotos und Textbeiträge hier zu nden sind. Ausgabe #10,666 wäre nur halb so interessant ohne die fantastischen Beiträge folgender Personen zu unserem Tourstädte-Sonderteil: Jürgen Croy, das Team von 99,3 Radio Frankfurt/Oder, Torsten Frings, die Veranstalter der Kieler Woche, Sondaschule, Kraftklub, Sportfreunde Stiller, Der Flix, …Auch!, The Busters, Valeska Steiner, Sebastian Prödl, Six Tin Jonesy, J.B.O., Dani Hilterhaus, Radost Bokel, CPunkt Schneider, Axel Kurth, Clueso, Jacki Reznicek, The Bottrops. Letztmalig (und deshalb etwas ausführlicher) gibt es ein Danke, Grüße & ein Hoch auf: Allen voran unsere ehemaligen Teammitglieder: Line (wir schicken dir Küsse in den Himmel!), Anja, Christian, David, Evil Acker, Flo, Jesperine, Jumpie, Lars, Maik, Manu, Mariella, Martin, Micha, Richard, Stef , Uwe-Struwe und Verena. Auge (freu dich auf die kommende Zeit ohne DÄFC-Forum ;-)), Schwarwel (es lebe der Mops!), Ravel Rowghani (Lieblingsmensch), Nora Michel, Madlen Wiese, Marcelle Christ, Anja Marenbach, Tabea Kaplan, Axel Schulz, Barbara @ Rodrec, Claudia Stülpner, Kiki & Humberto @ KKT, Patty, Los Helmstedt, das FURT, Abwärts, ¡Más Shake!, Saskia & Crew von Bananatexx (danke für viele tolle Ideen und eine wunderbare Zusammenarbeit!), unsere Fünf-Jahres-Feier-Bands (Itchy Poopzkid, Angelika Express, The Bottrops, Der Schulz, diephils, Sinus plus unseren Herrscher über Technik und Bühne David Kozniewski und Micki Meuser), International Blähboy Lord Nibbler nebst Hammermeister „Agga Agga“, Myriam Wöhrmann, Dr. Stephan Osnabrügge, Düsseldorf am Rhein, Böllen im Schwarzwald (doppelt und immer wieder), Wutha-Farnroda in Thüringen, Hilden Rock-City, Rockin'-Walldorf, Bunga-Low-Town Wuhlheide, das Telefonbuch von Goslar, Berlin-Kreuzberg (du Muschi), Big Bad Bonn, Bacharach am Rhein, Rock’n’Roll-Herberge Berlin, Bungalowdorf am AdW und natürlich die besten Fans der Welt. Diese letzte Ausgabe der DIE PRAWDA ist all unseren Mitgliedern gewidmet, die uns in den vergangenen fünf Jahren die Treue gehalten haben. Ausgabe # 11

2012 von DIE PRAWDA wird es leider nicht mehr geben.

GEWINNSPIELE: Einsendeschluss aller Gewinnspiele ist der 31. Juli 2012. Um an den Gewinnspielen teilzunehmen, musst du dich auf www.daefc.de einloggen und das entsprechende Formular abschicken. Anmerkung am Rande: Dieses Heft wurde natürlich wieder auf FSC-zerti ziertem Papier gedruckt und mittels Beschallung von Angels & Airwaves, Laid Back und Die Türen zusammengeschustert. Danke für alles und euch allen eine wundervolle Tour! Bine, Dosi, Eline, Heike, Kleine Rocksau, Natollie, Susi, Thollsten und wolfsaugen



Prawda #10.666