Tanzland Reader

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INHALT

GRUSSWORTE TANZVERMITTLUNG(EN) Eine Einführung von Angela Deutsch TANZLAND: FRAGEN UND FAKTEN ÜBERALL KANN TANZ SEIN Gespräch mit Dr. Christiane Theobald ZEITGENOSSEN Gepräch mit Tarek Assam

PORTRÄTS UND PROFILE ENSEMBLES FREIE ENSEMBLES

DIE BÜHNEN DER INTHEGA NEULAND Eine Einführung in die INTHEGA von Bernward Tuchmann BRÜCKEN BAUEN Gespräch mit Werner Müller LANGER ATEM Gespräch mit Dorothee Starke ADRESSEN UND KONTAKTE

ANHANG FÖRDERGRUNDSÄTZE TANZLAND BIOGRAFIEN IHRE NOTIZEN

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IMPRESSUM


GRUSSWORT DER KULTURSTIFTUNG DES BUNDES

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass die Kulturstiftung des Bundes den Tanzplan Deutschland ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern, den Choreographinnen und Choreographen und unterstützt von den beteiligten Bundesländern und Kommunen haben wir einiges erreicht: In Frankfurt und Berlin sind neue Studiengänge entstanden, in Hamburg hat sich ein Choreographisches Zentrum etabliert, in Düsseldorf und München wurden Maßstäbe für eine kontinuierliche Arbeit mit Jugendlichen gesetzt und auch andernorts haben sich neue Allianzen für den Tanz gebildet. Von den Aktivitäten des Tanzplan Deutschland haben bisher vor allem die etablierten Zentren des Tanzes profitiert. Es wird daher Zeit, die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes in Deutschland auch jenseits der Metropolen und Großstädte sichtbar zu machen. Das war der Grund, weshalb die Kulturstiftung des Bundes das Programm TANZLAND entwickelt hat. Der Name ist Programm: Wenn wir TANZLAND sagen, dann meinen wir das ganze Land. Die ganze Republik, gerade auch abseits der städtischen Zentren. Man kann fragen, warum wir einen Fonds für Gastspielkooperationen aufsetzen, denn Gastspiele gibt es, solange es Theater und Tanz gibt. Dass dies dennoch geschieht, ist das Ergebnis zahlreicher Gespräche und Recherchen. Wir möchten die bisherige Gastspielpraxis intensivieren und erweitern. Dabei fördern wir bewusst langfristige Verbindungen zwischen Gastspielbühnen und Tanzensembles, damit sich die Kenntnis der gegenseitigen Bedingungen verbessert, Abstimmungen bei Auftritten auf fremden Bühnen eingeübt werden und das Publikum Gelegenheit bekommt, ein Ensemble und einen künstlerischen Stil kennen zu lernen. Wir denken, dass in diesem Projekt „TANZ“ und „LAND“ gleichermaßen gewinnen: Der „TANZ“ gewinnt, weil die Ensembles – egal, ob feste oder freie – mit ihren Gastspielen in INTHEGA-Häusern neue Bühnen und damit ein neues Publikum erhalten – auf beides werden sie künstlerisch reagieren wollen. Und das „LAND“ hat den Vorteil, dass ein gleichrangiges Angebot mit dem, was die zeitgenössische Tanzszene zu bieten hat, nicht nur den Zentren zu Gute kommt, sondern auf kurzen Wegen auch andernorts erreichbar ist. Für diese Herausforderungen im Programm TANZLAND haben wir starke Partner gefunden. Deshalb gilt unser Dank schon zu Beginn des Programms der INTHEGA – der Interessengemeinschaft der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e.V., der BBTK – der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterdirektoren Konferenz, und dem Dachverband Tanz in Deutschland, bei denen wir von der ersten Idee an auf großes Interesse und engagierten fachlichen Austausch trafen. Ohne diese Unterstützungen wäre TANZLAND nur eine Idee geblieben. Da der Fonds für Gastspielkooperationen nun startet, können die Beteiligten naturgemäß nicht wissen, was sie erwartet. Die Ensembles machen sich auf den Weg zu neuen Bühnen und fragen sich, ob ihre Stücke auch unter veränderten Bedingungen spielbar sind. Die Theaterleitungen wissen nicht, ob die Stücke vom Publikum angenommen werden und ob alle technischen Anforderungen erfüllt werden können. Alle gehen ein Risiko ein. Aber vielleicht entstehen ganz besondere Produktionen, vielleicht erwachsen aus der Reduktion neue Ästhetiken, vielleicht finden Vorstellungen in anderen als den etablierten Bühnenräumen statt. Und vielleicht entdeckt eine ganze Stadt den Tanz neu und wird zu einem festen und verlässlichen Partner für ein Ensemble.

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Wir sind gespannt auf Ihre Ideen und Konzepte und hoffen, dass wir mit der Förderung Ihre Risikobereitschaft anerkennen und den Mut zu Neuem unterstützen können.

Hortensia Völckers

Alexander Farenholtz

Künstlerische Direktorin

Verwaltungsdirektor


GRUSSWORT DER INTERESSENGEMEINSCHAFT DER STÄDTE MIT THEATERGASTSPIELEN (INTHEGA)

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe das große Glück mein ganzes bisheriges Leben mehr oder weniger mit den Künsten zu verbringen. Aufgewachsen in einem Sängerhaushalt in Wien begann es mit dem Kennenlernen des Betriebs und Funktionieren eines großstädtischen Opernhauses, während meines Studiums arbeitete ich auch als Bühnentechniker in einer Mittelbühne. Fast sechzehn Jahre lang habe ich in einem Tourneetheaterbetrieb als Chefdisponent sozusagen von der Pike auf gelernt, wie Reisetheater funktionieren kann. Elf Jahre nun leite ich ein reines Gastspielhaus, das bewusst im Spielplan vergleichbare Aufgaben eines produzierenden Dreisparten-Theaters erfüllt und auch im vierten Jahr meiner INTHEGA-Präsidentschaft stelle ich mich verantwortungsvoll den Aufgaben unseres Verbandes – immer mit Blick in eine gemeinsame starke und möglichst florierende Zukunft. Tanz war in all den Jahren immer ein Thema für mich. Beginnend bei den großen klassischen Aufführungen in Wien, Berlin oder Stuttgart weitete sich schon früh mein Blick auch in die freie Szene. In meiner Zeit bei der Konzertdirektion Landgraf ging es wieder um das klassische Repertoire, ein Höhepunkt war dabei die jahrelange Zusammenarbeit mit Boris Eifman und seinem St. Petersburger Ballett-Theater. Schon zu Beginn meiner Intendanz in Schweinfurt war mir klar, dass in der unterfränkischen Kugellagerstadt das Thema Tanz verstärkt werden musste, so habe ich kontinuierlich an diesem Thema gearbeitet mit dem Glücksfall, dass unser Einzugsgebiet bis zu den Metropolregionen reicht. Was 2006 mit 120 Abonnenten und einer Reihe mit 5 Vorstellungen begann, sind heute zwei Reihen mit jeweils sechs Vorstellungen und fast 1.000 Abonnenten. Wir zeigen heute pro Spielzeit insgesamt bis zu zehn Tanzproduktionen aus aller Welt. In den 28 Jahren meiner Tätigkeit im Gastspielbereich war es mir immer ein Anliegen in unserer heterogenen Theaterwelt, die von großen Volltheatern bis zu Mehrzweckhallen oder Schulaulen reicht, Wege zu finden, die Spielpläne je nach Mitteln und Möglichkeiten zu bereichern und so ein Publikum zu interessieren, zu binden und zu halten. Da spielte der Tanz für mich immer eine große Rolle. Letzten September habe ich in Bonn Nele Hertling wieder getroffen, die Vize-Präsidentin der Berliner Akademie der Künste. Wir waren uns einig, wie wichtig es ist, nicht aufzuhören, Netzwerke und Kanäle zu finden, um neue gemeinsame Wege zum Mehrwert aller Beteiligten zu finden. Das ist uns nun – zu meiner großen Freude – mit „Tanzland - Fonds für Gastspielkooperationen“, der Initiative der Kulturstiftung des Bundes in der Projektträgerschaft des Dachverbands Tanz Deutschland, gelungen. Wir betreten hier Neuland, denn die gewohnten Förderpartner der Gastspielszene rekrutieren sich in erster Linie aus kommunalen Trägerschaften. Ein bundesweites Förderszenario in dieser zeitlichen und finanziellen Größenordnung ist neu. Wir sind allen, die den Weg bisher mitgegangen sind, sehr zu Dank verbunden. Ich nenne hier natürlich Frau Hortensia Völckers stellvertretend für alle. Wir beginnen heute einen spannenden Prozess, zu dem bereits viele Vorarbeiten geleistet wurden, sicher aber auch noch viel Austausch, Gespräche, Weiterdenken und Entwickeln gehören. Darauf freue ich mich stellvertretend für mein Präsidium, den Geschäftsführer und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Ich wünsche Ihnen allen, egal ob INTHEGA-Städte oder Anbieter aus dem Tanzbereich ein anregendes und fruchtbares Zusammensein.

Christian Kreppel

TANZLAND READER

Präsident der INTHEGA


GRUSSWORT DER BUNDESDEUTSCHEN BALLET- UND TANZTHEATERDIREKTOREN KONFERENZ (BBTK) UND DES DACHVERBAND TANZ DEUTSCHLAND (DTD)

Tanz ist Begegnung in Bewegung. Wir freuen uns, dass sich mit dem Programm TANZLAND zwei Partner begegnen, die sich bisher nur vereinzelt trafen. Die Tanzensembles an den Stadt- und Staatstheatern auf der einen Seite und die Theaterhäuser der INTHEGA auf der anderen Seite. Über 60 Tanzensembles sind bundesweit an Musiktheatern und Mehrspartenhäusern beheimatet. Das klassische Repertoire findet sich hier ebenso wie der moderne Tanz, das Tanztheater und zeitgenössisch experimentelle Arbeiten. Immer haben die Choreograf*innen das Publikum im Blick, immer auch die Gegenwart, die Welt, in der wir leben. In ihren künstlerischen Arbeiten reflektieren sie, was Menschen bewegt – sei es in den Grundfragen des Zusammenlebens, im Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinschaft, in ganz aktuellen Themen wie der Begegnung mit dem Fremden oder auch in Visionen des Gemeinsamen. Tanz formt kreativ in Bewegung, was sich nicht mit Worten fassen lässt. In den Ensembleproduktionen, mit einem Kollektiv von Tänzer*innen, entstehen Bilder, die uns die Gegenwart mit anderen Augen sehen lassen, die aber nicht weniger komplex, widersprüchlich und anspruchsvoll sind. Und zugleich entstehen Bilder, die vielleicht eine neue Idee des Miteinanders vermitteln. Tanz verweigert sich nicht dem Wort, aber erreicht ohne „Sprachbarriere“ ein großes Publikum. Tanz kann verbinden über die Grenzen der Sprache, auch über die Grenzen von Kultur und Religion hinweg. Nicht nur in den Ensembles, in denen Tänzer*innen aus aller Welt gemeinsam arbeiten, zeigt sich dieses Potenzial, sondern in zahlreichen Tanzprojekten, die im Umfeld der Theater, in der freien Szene oder in Tanz- und Ballettschulen entstehen. Kinder und Jugendliche, Menschen aller Altersgruppen erfahren, was es heißt, sich im Tanz auszudrücken und miteinander zu tanzen. Mit dem TANZLAND-Programm können aus ersten Begegnungen langfristige Gastspiel- und Vermittlungsprojekte entstehen, können wir uns auf den Weg machen, um für die Vielfalt des Tanzschaffens ein großes Publikum zu gewinnen. Auf diesem Weg liegen natürlich auch Herausforderungen in Planung, Realisierung und Vermittlung der Gastspiele – aber zweifellos zu meistern, wenn die Ensembles und Gastspielhäuser diese Themen als Kooperationspartner gemeinsam angehen. Die Bundesdeutsche Ballett- und Tanztheaterdirektoren Konferenz (BBTK) und der Dachverband Tanz Deutschland (DTD) werden sich als kompetente Partner, mit ihren Erfahrungen und Netzwerken in das Programm einbringen. Auch weil mit TANZLAND eine längerfristige Stärkung des Tanzes und eine große kulturpolitische Wertschätzung des Theaters in den Regionen verbunden sind.

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Unser herzlicher Dank geht an die Kulturstiftung des Bundes für diese gemeinsame Initiative!

Bettina Wagner-Bergelt

Oliver Königsfeld

Vorstand DTD

Geschäftsführer BBTK


PARTNER-VERMITTLUNG

Das Programm TANZLAND fördert langfristige Gastspielkooperationen zwischen Tanzensembles und den Theatern der INTHEGA. Mit diesem Ansatz stiftet das Förderprogramm neue Allianzen und Verbindungen, denn da, wo die Kontakte und der Austausch bisher sporadisch verliefen, soll nun langfristig und nachhaltig kooperiert werden. In der INTHEGA sind 375 Bühnen ohne festes Ensemble organisiert. Sie ermöglichen 12 Millionen Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur vor Ort und sind damit wichtige Einrichtungen in den Städten und Gemeinden. Die Theater der INTHEGA laden immer wieder und mit Erfolg Tanzproduktionen ein, doch TANZLAND möchte aus gelegentlichen Einladungen feste Partnerschaften werden lassen. Ein Ensemble aus der Gruppe der sechzig festen Ensembles an den Stadt- und Staatstheatern oder eines aus den zahlreichen freien Kompanien geht eine Partnerschaft ein mit einer Bühne der INTHEGA. Gemeinsam entwickeln beide Seiten ein Konzept für eine Zusammenarbeit von bis zu drei Jahren. Regelmäßige Gastspiele stehen dabei im Zentrum, doch die Verortung und die Verbindung in die Stadtgesellschaft des Gastgebers ist eine zentrale Aufgabe von TANZLAND. In diesem Bereich möchte das Programm wirksam werden und stellt den Partnern die Aufgabe, Modelle zur Tanzvermittlung und Publikumsarbeit zu entwickeln, die den lokalen Bedürfnissen entsprechen und dabei modellhaft wirken. TANZLAND kann hier Impulse geben und ermutigen, neue Wege für den Austausch mit dem Publikum einzuschlagen. Das Programm TANZLAND entwickelt Angebote, die sich mit diesen Aufgaben auseinandersetzen und bietet dazu thematische Workshops, Tagungen und Schulungen an. Wenn die von TANZLAND geförderten Projekte zu ihrem Abschluss kommen, werden wir uns die Frage stellen, wie dauerhaft und wie nachhaltig die Kooperationen wirken. Wir werden prüfen, inwieweit Tanz als Erlebtes und Gesehenes kulturelle Landschaften prägen und verändern kann. Doch zu Beginn eines möglichen TANZLAND-Antrages steht die Suche nach dem richtigen Partner. Diesen Start möchte der Reader erleichtern: Als praktische Handreichung finden sich darin Profile und Porträts nahezu aller für TANZLAND möglichen Ensembles. Damit Ergänzungen und Aktualisierungen jederzeit möglich sind, können dem Ordner neue Seite hinzugefügt werden. Jedes Ensemble hat nur ausgewählte Produktionen aufgelistet, die in der kommenden Spielzeit tourfähig sind und angeboten werden können. Ergänzungen dieses Angebotes sind in Absprache jederzeit möglich. Diese Listen sind daher keine vollständige Produktionslisten. Den zweiten Teil des Readers bildet ein Adressverzeichnis aller 375 Bühnen der INTHEGA mit ihren entsprechenden Ansprechpartnern. Die Gespräche mit den Mitgliedern der TANZLAND-Jury und den Vertretern geben ebenso wie die Grußworte einen Ausblick auf die Perspektiven und Möglichkeiten des Programms. Ein Text zum Thema „Tanzvermittlung“ stellt Fragen, die im Laufe der TANZLAND-Aktivitäten vertieft werden. TANZLAND ist bereits jetzt, mit seinem Entstehen, das Ergebnis der Kooperation zahlreicher Einrichtungen und Verbände: die Kulturstiftung des Bundes gibt den Impuls und die Mittel, der Dachverband Tanz Deutschland begleitet als Projektträger, die Bundesdeutsche Ballett- und Theaterdirektoren Konferenz unterstützt das Programm ebenso wie die INTHEGA, die Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen.

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Dieser Reader hätte nicht entstehen können ohne die Unterstützung all dieser Einrichtungen, besonderer Dank gilt dabei der Geschäftsstelle der INTHEGA und den Mitarbeiterinnen des Dachverband Tanz Deutschland. Dass dieser Reader vorliegt ist das Ergebnis unserer guten Zusammenarbeit – davon wird TANZLAND in den nächsten Jahren getragen.

Auf gute Zusammenarbeit, Sabine Reich


TANZLAND: FRAGEN UND FAKTEN „TANZLAND FÖRDERT DIE LÄNGERFRISTIGE ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN TANZENSEMBLES UND THEATERHÄUSERN OHNE EIGENES ENSEMBLE.“ (AUS DEN FÖRDERGRUNDSÄTZEN)

Was bedeutet „längerfristig“? Länger als eine Spielzeit und mehr als ein Gastspiel. Eine Reihe von Gastspielspielen und eine Dauer von bis zu drei Spielzeiten. Warum? Weil ein einzelnes Gastspiel nicht ausreicht um ein nachhaltiges Interesse beim Publikum zu wecken. Das Ziel von TANZLAND ist der Austausch zwischen den Kommunen und den Ensembles auf allen Ebenen. Denn auch nach dem Auslaufen des Förderprogramms soll Tanz ein Teil des Kulturangebotes der Stadt sein und vom Publikum interessiert nachgefragt werden. Und weil in langfristigen Kooperationen technische und praktische Hürden von Mal zu Mal ausgeräumt werden können, so dass sich die Gastspielpraxis insgesamt verbessert. Kann eine Gastspielbühne auch mehrere Ensembles einladen und durch TANZLAND fördern lassen? Nein, diese Möglichkeit sieht das Programm nicht vor. TANZLAND fördert und wünscht eine kontinuierliche Arbeit von einer Bühne mit einem Ensemble, damit ein Team entsteht: ein Team, das sich gemeinsam Ziele setzt und erreicht, das sich kritisch befragt und eng zusammen arbeitet und so zu nachhaltigen Ergebnissen kommt. Was ist neben den Gastspielen noch Gegenstand der Förderung? Begleitende Veranstaltungen aus dem Bereich Tanzvermittlung und Publikumsarbeit, die das Interesse und die Neugier an zeitgenössischem Tanz fördern. Welche Rolle spielen diese begleitenden Veranstaltungen für die Antragstellung? Eine große. Denn die Entwicklung neuer Vermittlungsangebote in Zusammenarbeit mit Akteur*innen und Institutionen am Gastspielort ist ein wichtiger Aspekt von TANZLAND. Die von TANZLAND geförderten Gastspielkooperationen zeichnen sich durch ihre Arbeit mit dem Publikum vor Ort aus und sollen in dieser Hinsicht modellhaft wirken. Wer kann eine Förderung durch TANZLAND beantragen? Tanzensembles, die in Deutschland ansässig sind und Theaterhäuser ohne festes Ensemble. Die Ensembles können an Stadt- und Staatstheatern verankert sein oder in freier Trägerschaft arbeiten. Gibt es Einschränkungen? Ja. Die Theaterhäuser müssen Mitglied sein in der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V. (INTHEGA). Die Ensembles müssen Produktionen mit mindestens sechs Tänzer*innen anbieten und mit einem gefestigten künstlerischen Team arbeiten, so dass abzusehen ist, dass sie auch in den nächsten Jahren Ensembleproduktionen anbieten werden. Wer stellt den Antrag? Team-Work: Ein Antrag wird von zwei Seiten gestellt. Ein Ensemble und ein Theaterhaus stellen einen Antrag für die Dauer von bis zu drei Jahren. Weitere Informationen zu den Antragsunterlagen sind in den Fördergrundsätzen nachzulesen. Wie bildet sich ein Tanzland-Team? Anrufen. Angucken. Vorbeifahren. Kennenlernen. Adressen und Kontakte der möglichen Ensembles und INTHEGA-Bühnen finden sich im TANZLAND-Reader und auf der TANZLAND-Homepage.

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Für welchen Zeitraum kann die Kooperation beantragt werden? Die ersten Gastspiele können bereits in der Spielzeit 2017/18 starten, aber ein Start erst ab der Spielzeit 2018/ 19 ist auch möglich. Welche Kosten werden durch die Förderung übernommen? Pro Antrag kann eine Summe von bis zu 120.000 Euro beantragt werden. Hiervon stehen bis zu 100.00 Euro für die anfallenden Gastspielkosten zur Verfügung und bis zu 20.000 Euro für Vermittlungsprojekte und begleitende Publikumsarbeit.


TANZVERMITTLUNG(EN): DIE LIEBE ZU DEN UNGEWOHNTEN SITUATIONEN Das Publikum als aktiven Diskussionspartner zu betrachten, schlägt Angela Deutsch vor und gibt eine kurze Einführung in die Aufgaben von Tanzvermittlung.

Bei meinem Einführungs-Workshop zu „Uncertain States“ der Tanzkompanie Rubato diskutierten wir über ein Zitat aus einem der philosophischen Texte, die einen Ausgangspunkt des Choreographenduos darstellten. Hier wird der gelangweilte Mensch mit der Zecke verglichen. Durch die Bemerkungen eines Biologen angeregt, sprachen wir intensiv über Zecken und kamen so auf ganz neue Assoziationen zum Stück. Bewusst gab ich zu diesem Zeitpunkt die Kontrolle ab und ermöglichte eine Diskussion in ungeahnte Richtung. Ich agierte als facilitator und Prozessbegleiterin und schuf einen Rahmen und vor allem einen geschützten Raum, in dem weder bewertet noch ‚gepusht’ wird, sondern befördert, sensibilisiert, eingestimmt. Das führt mitunter zu ungewohnten Situationen, die ein Verlassen der eigenen ‚Komfortzone’ und neue Erfahrungen ermöglichen können. Zur Formatentwicklung wählen wir häufig für uns ‚brisante Momente’ aus dem Stück aus und gehen auf künstlerisch-kreative Weise in Resonanz dazu. Der Begriff Tanzpädagogik wird für die Lehre von Tanz verwendet. Tanzvermittlung im engeren Sinn bezieht sich hingegen auf das Wahrnehmungserlebnis eines Tanz-Publikums und wird in Deutschland meist im Bereich der kulturellen Bildung angesiedelt. Der Begriff wird für Situationen verwendet, bei denen Menschen über Tanz informiert werden, sich darüber austauschen und reagieren. Bekannte und etablierte Formate sind etwa der Einführungsvortrag oder das Künstlergespräch. Hier geht es nicht nur aber auch um Informationsvermittlung. Lange Zeit wurde jedoch der relativ geschlossene Rahmen (bestuhlter Publikumsbereich, erhöhtes Stehpult, Rede mit Mikrofon, keine Zeit für Diskussion), der durchaus mit wirkt, wenig reflektiert. Inzwischen gibt es viele Ansätze in der Tanzvermittlung, die bestehende Strukturen und daraus folgende Mechanismen verändern (möchten). Ich denke hier an Vortragende auf gleicher Höhe, im Kreis mit den Zuhörenden sitzend. Sie beginnen mit einer Frage und vermitteln große Teile ihrer Inhalte im Gespräch. Oder an Feedback-Formate, die kurze, strukturierte Dialoge innerhalb des vorgegebenen Rahmens ‚Künstlergespräch’ ermöglichen. Sie beginnen mit einer Frage des Künstlers an die dialogbereite Zuschauerin, die erst nach ihrer Antwort die ihr wichtige Frage möglichst wertneutral formuliert. Nach dessen Antwort fragt sie, ob der Künstler Ihre Meinung dazu hören möchte, bevor sie spricht. Ich denke auch an Einführungs-Workshops, die mit kurzen Zweiergesprächen zu Ausgangsfragen des Stücks, dem Thema oder Kontext beginnen. Sie setzen mit dem Vorschlag fort, sich (durch Künstler*innen oder Vermittler*innen angeleitet) körperlich einzustimmen, um dann mit Techniken aus der Probenarbeit selbst zu experimentieren. Dies sind verkürzte Beispiele aus einer inzwischen ähnlich großen Bandbreite wie die Stücke, die heutzutage unter dem Begriff (zeitgenössischer) Tanz oder (neoklassisches) Ballett auf der Bühne gezeigt werden. Diese Ansätze sind am einzelnen Zuschauenden interessiert. Es geht darum, sie/ ihn kennenzulernen, Neugier und Diskussionslust wecken. Mit den Fragen, Erwartungen und Enttäuschungen der Zuschauenden wird gearbeitet, aber auch versucht, sie (im geschützten Rahmen) herauszufordern.

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Der Tanzvermittlung wird häufig die Funktion des Publikumsaufbaus unter Nennung eines zu gewinnenden ‚Zielpublikums’ zugewiesen. Dieser Begriff aus der Marktforschung bleibt leider meist unterkomplex und erhält als solcher die Unterscheidung (aktive) Produktion – (passive) Konsumation im ‚Unternehmen’ Kulturinstitution aufrecht. Warum nicht das Publikum als aktive Diskussionsund Gestaltungspartner*innen und das Theater als Kooperationspartner, Ort einer öffentlichen Debatte auffassen? Als Tanzvermittler könnten wir einen Ort der Nicht-Identifikation, des Konflikts als Bedingung für einen Raum der öffentlichen Verhandlung bzw. Verhandlung des Öffentlichen schaffen. Denn es gilt die unterschiedlichen Zuschauenden kennenzulernen und eine reflektierte Form der Tanzvermittlung für und mit ihnen aufzubauen.


ÜBERALL KANN TANZ SEIN Dr. Christiane Theobald, die Stellvertretende Intendantin und Betriebsdirektorin des Staatsballett Berlin empfiehlt, im Gespräch mit Sabine Reich, Reduktion und die Entwicklung tourfähiger Produktionen.

Warum brauchen wir TANZLAND? Wir brauchen ein Programm, das Tanz ausdrücklich in die Fläche bringt. Denn es gibt in der Republik viele Theater, die ihre Tanzkompanien verloren haben, und in vielen Städten und Regionen wird Tanz überhaupt nicht mehr angeboten. So geht ein Kulturgut verloren. Daher ist es extrem wichtig, dass die Bühnen von den Ensembles bespielt werden. Umgekehrt haben die Ensembles, die Subventionen erhalten, meiner Meinung nach eine Verpflichtung, ihre Kunst zu verbreiten. Das empfinde ich als eine Art kulturelle Fürsorge-Pflicht, der wir unbedingt nachkommen sollten. Zu den Bühnen der INTHEGA und den Ensembles gab es zuvor nur selten Kontakte, nur wenige Begegnungen und Schnittstellen. Ich finde es sehr wichtig, dass das Programm sich Zeit lässt um in vielen Gesprächen die Chancen der Zusammenarbeit herauszuarbeiten und zu entwickeln. Denn es gibt so viele großartige Bühnen und Städte in der Republik, die wir bespielen können. Die gibt es sicherlich, aber ein größeres Ensemblestück auf ein Gastspiel zu schicken, stellt ja beide Seiten, die Gäste wie auch die Einladenden, vor große technische und logistische Probleme. Welchen Rat geben Sie, um diese Herausforderungen zu bewältigen? Ein größeres Ensemble kann sich leisten, Produktionen von vornherein so zu entwickeln, dass sie überall spielfähig sind. Damit meine ich Produktionen, die nichts von ihrer Aussage verlieren, wenn sie auf neue Voraussetzungen treffen. Denn es kommt nicht auf das Kostüm an oder auf die Scheinwerfer, sondern auf die eigene Handschrift der Arbeiten. Wenn wir über diese Art von Gastspielen sprechen, dann meinen wir kein Ausstattungstheater. Es geht im Wesentlichen um bewegte Körper in welcher Sprache auch immer. Und es geht darum, ein Publikum zu erreichen. Das sollte immer im Vordergrund stehen. Ist es empfehlenswert eigens tourfähige Produktionen zu entwickeln? Also die praktischen Erwägungen des Gastspiels in den künstlerischen Prozess hineinzunehmen? Oder verlieren die Produktionen durch diese Pragmatik ihre künstlerische Kraft? Nein, das finde ich überhaupt nicht. Oder sagen wir so: nicht immer. Man kann nicht jedes Stück reduzieren. „Dornröschen“ beispielsweise ist für eine Guckkastenbühne gemacht und braucht viel Setting und Ausstattung. Wenn ich nun die „Dornröschen“-Produktion des Repertoires von allem befreie, dann ist das nicht mehr das gleiche Werk, dann wird es etwas anderes. Aber man muss ja nicht solche Werke anbieten, die auf die Bedingungen einer bestimmten, zumeist technisch hervorragend ausgestatteten Bühne ausgerichtet sind. Man hat ja durchaus die Möglichkeit, etwas herzustellen, das mit anderen oder gar wechselnden Parametern einer Bühne nicht nur rechnet, sondern spielt. So können Experimente entstehen, und neue künstlerische Wege eröffnen sich. Selbstverständlich ist es aber auch Sache einer vorausschauenden Planung, bestimmte Produktionen für einen Spielbetrieb unter wechselnden Bedingungen zu konzipieren, die dennoch ihre unverwechselbare szenische Magie zusammen mit Licht, Dekor und Kostüm entfalten. Da kommt es darauf an, welche Schöpfer man verpflichtet, um solche Konzepte zu entwickeln und zu realisieren.

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Wenn ich Sie richtig verstehe, handelt es sich bei den tourfähigen Arbeiten ausschließlich um zeitgenössische Arbeiten? Oder gibt es aus dem Repertoire auch Produktionen, die sich als Gastspiele anbieten? Sicherlich gibt es auch im Repertoire diese Möglichkeit. Aber mein persönliches Plädoyer für die Gastspiele geht eindeutig in Richtung Reduktion. Ich würde raten, auf jeden Fall mit Räumen zu experimentieren und neue Möglichkeiten zu entdecken. Eigentlich sollten alle Bühnen und alle Räume dem Tanz offenstehen, und der Tanz sollte bereit sein, alle diese Möglichkeiten auszuschöpfen.


Raten Sie diese Offenheit auch den Bühnen der INTHEGA? Selbstverständlich. Niemand sollte sich durch technische Bedingungen abschrecken lassen. Wer Tanz einladen möchte, der sollte dies unbedingt tun, ob in einer Schulaula oder auf einer Theaterbühne. TANZLAND fordert ausdrücklich auf, Tanzvermittlung und Publikumsarbeit anzubieten. Wie schätzen Sie die Möglichkeiten dieser Formate ein? Die Theater und Ensembles haben eine Selbstverpflichtung sich in dem Bereich zu engagieren und das tun sie auch bereits seit längerem sehr intensiv. Für die Akzeptanz beim Publikum sind diese Aktivitäten sehr wichtig. Denn wir möchten ja ein Publikum gewinnen, das eigentlich keine Karte kaufen würde. Wenn Sie an ein Publikum denken, das gar nicht erst ins Theater kommt, stellt sich die Frage, wie es erreicht werden kann. Reguläre Einführungen funktionieren ja für ein Publikum, das bereits im Theater ist und sich schon eine Karte gekauft hat.

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Richtig. Diese Aktivitäten müssen früher beginnen und anders ansetzen. Für die vorbereitenden Maßnahmen bietet sich die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an, und die sollte kein Frontalunterricht sein. Die Teilnehmer müssen sich selbst bewegen und eigene Erfahrungen machen. Diese Veranstaltungen beginnen lange vor der Vorstellung und können beispielsweise als Wochenend-Workshop konzipiert sein. Auch bietet sich eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen an. Wichtig ist dabei, dass solche Programme nachhaltig wirken und dass die geknüpften Verbindungen nicht schlagartig abbrechen, sobald das Gastspiel vorbei ist.


ZEITGENOSSEN Tarek Assam, Jurymitglied, Ballettdirektor der Tanzcompagnie Gießen am Stadttheater Giessen und künstlerischer Leiter des internationalen TanzArt Festivals im Gespräch mit Sabine Reich

Warum brauchen wir das Förderprogramm TANZLAND? TANZLAND ist eine große Chance für den Tanz: Das Programm macht es möglich, die große Vielfalt, die den zeitgenössischen Tanz in Deutschland auszeichnet, auch in Regionen zu tragen, die ohne diese Initiative nicht in den Genuss kämen, heutigen Tanz live zu erleben. Durch TANZLAND können auch Menschen, die fern der Städte mit eigenen Tanzcompagnien leben, an den Entwicklungen dieser so zeitgemäßen theatralen Ausdrucksform teilhaben und sich aus eigenem Erleben damit auseinandersetzen. Warum sollen die Menschen in diesen Regionen Tanz erleben? Was fehlt ihnen, wenn sie es nicht tun? Tanz ist Kultur. Und wir brauchen Kultur zur Weiterentwicklung. Im Austausch mit und über Kultur schärfen wir unser Denken, wir werden angeregt, uns den Fragen der Zeit zu stellen und dazu unsere Toleranz zu stärken – im besten Fall – auch unsere Menschlichkeit. Welches Angebot kann das Publikum der INTHEGA-Bühnen durch TANZLAND erwarten? Was Besucher durch Tanzabende vor Ort entdecken können, ist die Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und zwar in vielen Facetten und Formen, denn jeder und jede Ballettdirektor*in, jede/r Tanzdirektor*in und jede/r Choreograf*in hat einen eigenen Zugang zu den zeitgenössischen Themen und eine eigene Handschrift bei der Umsetzung der Gedanken und Ideen in Bilder und Bewegung. Und genau diese Vielfalt der Bearbeitungen und Perspektiven ist das Interessante – darin liegt die Vielschichtigkeit des zeitgenössischen Tanzes. Sie reden über zeitgenössischen Tanz, über Themen von heute, aber Sie reden über Ballett – das heißt, ein INTHEGA-Theater kann durchaus auch Ballett einladen? Der Begriff der Zeitgenossenschaft sagt zunächst nichts aus über die tänzerischen Ausdrucksformen, die ein Choreograf*in einsetzt. Jeder Tanzdirektor*in, unabhängig davon, ob er oder sie sich dem Ballett, dem zeitgenössischen Tanz oder dem modern dance verpflichtet fühlt, kann diesen Begriff mit Fug und Recht für sich und seine Arbeit in Anspruch nehmen: Wir sind alle Menschen, die heute leben und uns mit dieser unserer Zeit auseinandersetzen. Jede Choreografin und jeder Choreograf reflektiert das Heute auf ihre und seine persönliche Weise und mit den eigenen Stilmitteln. Für jede Kooperation zwischen einer INTHEGA-Bühne und einem Ensemble sieht TANZLAND extra Aktivitäten zur Tanzvermittlung vor. Warum braucht es Tanzvermittlung? Ist Tanz denn so schwer zu verstehen?

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Die Vermittlung von Kunst ist ein wichtiger Teil der Kulturarbeit geworden – ob im Theater, Konzerthaus oder Museum. Das ist jedoch kein Zeichen dafür, dass Kunst schwer erfassbar ist, sondern vielmehr dem Ziel geschuldet, immer größere Teile der Gesellschaft am kulturellen Leben teilhaben zu lassen. Alle Menschen haben mittlerweile Bilder davon im Kopf, was Tanz ist – ob diese durch live erlebten Tanz entstanden sind oder durch Fernsehshows. Die Erwartungshaltung der Zuschauer ist durch diese vorgefertigten Bilder geprägt. Doch zeitgenössischer Tanz entspricht nicht immer diesen Bildern. Der Tanz bietet eine große Vielfalt und entwickelt gerade in den letzten zwanzig Jahren zahlreiche Reflektionsebenen. Das macht ihn sehr attraktiv, aber auch komplex. Daher müssen wir immer wieder neue Anknüpfungspunkte an die Vielschichtigkeit seiner Bezüge herstellen. Und die Vermittlungsangebote von TANZLAND können genau diese Verbindungen knüpfen und so das breite Verständnis für zeitgemäße Ausdrucksformen fördern. Wenn ein Intendant, eine Intendantin oder Theaterleiter einer INTHEGA-Bühne sich auf die Suche nach dem richtigen Ensemble macht, welchen Rat möchten Sie ihm oder ihr für die Auswahl geben?


Lassen Sie sich von der Kunst leiten und verführen. Seien Sie neugierig auf Neues und geben Sie Ihre Neugierde an Ihr Publikum weiter. Die Menschen in Ihrer Stadt vertrauen Ihnen, daher sind Sie der beste Kunstvermittler. Wenn Sie der Kunst vertrauen und Ihr Publikum durch Ihre Begeisterung anstecken, dann müssen Sie sich bei der Programmgestaltung nicht so sehr um Auslastungszahlen sorgen, denn Ihr Publikum wird Ihr Programm sehen wollen. Warum soll sich ein Ensemble, das in einem Stadt- oder Staatstheater fest engagiert ist, auf den Weg in eine INTHEGA-Bühne machen? Gastspiele sind anstrengend und mühsam – warum also reisen?

TANZLAND READER

Es ist anstrengend. Es ist mühsam – der Beruf des Tänzers ist ja insgesamt nicht gerade dafür bekannt, besonders gemütlich zu sein. Doch Gastspiele sind trotz der zusätzlichen Unbequemlichkeiten, die sie natürlich mit sich bringen, eine große Bereicherung: Denn für jeden Tänzer ist es eine tolle Erfahrung, woanders tanzen zu können. Für die Choreograf*in und Leiter*in ist jedes Gastspiel wichtig, um in der Auseinandersetzung mit anderem Publikum neue Reibungen für ihre Kunst zu finden. Natürlich ist es schön, seine Abende im eigenen Haus für ein eingeschworenes Publikum zu zeigen. Aber es ist auch sehr inspirierend, sich der Herausforderung zu stellen und die eigene Arbeit auch immer wieder in fremden Zusammenhängen neu zu befragen.


TANZLAND READER

ENSEMBLE


AUGSBURG BALLETTENSEMBLE „Ich möchte mit dem Tanz Geschichten erzählen, mit den großen Handlungsballetten, zu denen ich eigene Fassungen kreiere, wie auch mit modernem Tanz. Die Auswahl an interessanten Musiken, zu denen mir Choreografien im zeitgenössischen Tanz einfallen, ist heute sehr groß!“ Ricardo Fernando

PORTRÄT Zur Spielzeit 2017/18 übernimmt der langjährige Ballettdirektor des Theaters Hagen, Ricardo Fernando, die Leitung des Augsburg Ballettensembles. Er präsentiert das Ensemble mit großer tänzerischer Vielfalt. Es wird moderne Interpretationen klassischer Handlungsballette und Neukreationen von Ricardo Fernando selbst geben, wie auch Arbeiten namhafter anderer Choreograf*innen. Ricardo Fernando wird die Tradition der international besetzten Tanzgala fortsetzen sowie die Arbeit mit jungen Choreograf*innen. Das Ensemble steht in vier verschiedenen Produktionen auf der Bühne. Es bespielt sowohl die brechtbühne als auch die große Interimsspielstätte Martini-Park und tritt in einer Inszenierung in der Spielzeit auch mit den Augsburger Philharmonikern auf.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Das Theater Augsburg hat eine lange Reihe namhafter Ballettdirektor*innen aufzuweisen. In den letzten Jahrzehnten prägten künstlerische Leiter*innen wie Günther Pick, Erich Payer, Philip Taylor, Eva-Maria Lerchenberg-Thöny, Jochen Heckmann und Robert Conn mit sehr individuellen Handschriften das künstlerische Profil des Ensembles. Zur Spielzeit 2017/18 übernimmt der langjährige Ballettdirektor des Theaters Hagen, Ricardo Fernando, die Leitung des Augsburg Ballettensembles.

Breaths © Klaus Lefebvre

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Schwanensee Choreografie: Ricardo Fernando Ballett? Rock it! Choreografie: Ricardo Fernando u. a. mit Club 27

TANZLAND READER

Dimensions of Dance. Part 1, 2 & 3

RICARDO FERNANDO

Choreografie: Ricardo Fernando

Ricardo Fernando stammt aus Brasilien und ist seit 2004 Ballettdirektor des balletthagen. Geboren in der Stadt Goiânia im Staat Goias, wuchs er auf in der Hauptstadt Brasilia auf. Im Alter von 21 Jahren begann er ein Tanzstudium in seiner Heimatstadt. Nach der Ausbildung folgte ein Engagement als Solotänzer im Ballett des TV-Senders Machete in Rio de Janeiro und anschließend als Solotänzer und Assistent des Ballettdirektors an der Oper von Rio de Janeiro. 1988 kam er über Stationen in Österreich und Holland als Solist und Assistent des Ballettdirektors ans Theater St. Gallen. In gleicher Position wechselte er 1992 an das Opernhaus Zürich. Nächste Station war das Stadttheater Bremerhaven, wo er als Ballettdirektor und Regisseur tätig war. In dieser künstlerischen Doppelfunktion wirkte Ricardo Fernando dann an den Theatern von Chemnitz, Pforzheim und Regensburg. Ricardo Fernando hat alle bedeutenden Ballett-Werke des Repertoires choreografiert, wie zum Beispiel: „Coppelia“, „Cinderella“, „Nussknacker“, „Romeo und Julia“ und „Petruschka“ und gestaltete zahlreiche Neukreationen.

u. a. mit Six Breaths New Comer – Junge Choreografen Choreografie: Ricardo Fernando

KONTAKT Ricardo Fernando rfs1960@aol.com www.theater-augsburg.de


TANZ BIELEFELD „TANZ Bielefeld – ein kreatives Laboratorium für zeitgenössische Tanzkunst!“

PORTRÄT Gemeinsam mit dem zehnköpfigen Ensemble sucht der Chefchoreograf Simone Sandroni Aspekte gesellschaftlicher Wirklichkeiten zu durchdringen und in einer künstlerischen Auseinandersetzung auf der Bühne zu thematisieren. Dabei verfolgt er keinen spezifischen Tanzstil, sondern lotet zu jedem Projekt die Möglichkeiten und Grenzen von Tanz neu aus. Am Beginn jeder neuen choreografischen Arbeit steht ein Konzept, keine vorgefertigte Choreografie. Die erarbeiteten Performances sind meistens Uraufführungen. In der Realisierung der Inszenierungen wird die Zusammenarbeit mit u. a. bildenden Künstler*innen, zeitgenössischen Komponist*innen sowie Musiker*innen angestrebt. Ebenfalls werden sparten- und institutionsübergreifende Projekte initiiert: mit Schauspieler*innen, den Bielefelder Philharmonikern, Museen (Kunsthalle Bielefeld). TANZ Bielefeld steht repräsentativ für den Austausch innovativer Tanzstile. International renommierte Gastchoreograf*innen prägen ebenfalls das künstlerische Profil der Kompanie (u. a. Sharon Fridman, Wim Vandekeybus). Mit dem Community Dance Projekt PHASE entwickelte Sandroni das Vorgängerkonzept Zeitsprung weiter und bietet damit ein bundesweit einmaliges und nachhaltiges Vermittlungskonzept, das generationsübergreifend und interkulturell arbeitet. Die Auseinandersetzung der Teilnehmer*innen mit professionellen Tanzschaffenden eröffnet einen neuen Zugang zum zeitgenössischen Tanz und stärkt sukzessive die Etablierung dieser Kunstform.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Zu Beginn der Spielzeit 2015/16 übernahm der italienische Choreograf Simone Sandroni als Nachfolger von Gregor Zöllig die künstlerische Leitung von TANZ Bielefeld. Simone Sandroni ist ein erfahrener und gleichzeitig doch immer wieder innovativ arbeitender Künstler. Mit seiner Arbeit entwickelt er die Kompanie TANZ Bielefeld konzeptionell stetig weiter und bringt auch dem Publikum mit neuen Impulsen aus dem zeitgenössischen Tanz die Vielfältigkeit der Sparte näher. Mittels Recherche der Tänzer*innen zu Fragestellungen und Aufgaben analysiert und erforscht Simone Sandroni mit seinem Ensemble menschliche Reaktionen und Verhaltensweisen.

TANZLAND READER

SIMONE SANDRONI Er ist Mitbegründer der Tanzkompanie Ultima Vez, mit der er von 1987 bis 1992 in Brüssel (Belgien) arbeitete. Ab 1993 brachte er dort mit seiner eigenen Gruppe Ernesto erste eigene Choreografien zur Uraufführung. 1996 gründete er in Prag (Tschechien) gemeinsam mit Lenka Flory die bis heute bestehende internationale Tanzkompanie Déjà Donné, mit der er in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien auf Tournee ging.

Geschichten, die ich nie erzählte © Lioba Schöneck Simone Sandroni ist außerdem international als Gastchoreograf tätig. So schuf er Stücke u. a. für das Nationaltheater Prag, das Festival de Beweeging in Antwerpen (Belgien), das Four Chambers Dance Project in Toronto (Kanada), das Luzerner Theater sowie seit 2007 regelmäßig für das Bayerische Staatsballett in München.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Liebe, Furcht und andere Dissonanzen Choreografie: Simone Sandroni Stable Choreografie: Sharon Fridman Show! Choreografie: Simone Sandroni,Michael Heicks

KONTAKT Katrin Lohbeck

Kerstin Tölle

katrin.lohbeck@bielefeld.de kerstin.toelle@bielefeld.de www.theater-bielefeld.de


TANZTHEATER DES THEATER BREMEN „Sei alles, was du sein kannst. Bleib im Herzen jung. Ich bin den Künstler*innen und allen, die mich unterstützen, treu. Was für mich zählt, ist das, was ich empfinde. Was ich suche, sind Gefühle und Überraschungen. Ich erkunde gern. Hauptsächlich die Liebe.“ Samir Akika

PORTRÄT Samir Akika ist der Zufall stets ein guter Freund gewesen. Das Vorbeirauschen der Dinge hat ihn in seiner 20-jährigen Arbeit als Choreograf auf die unterschiedlichsten Menschen und Ideen geworfen, in Projekten mit professionellen Bühnenakteur*innen, Laien und Jugendlichen auf der ganzen Welt. Und so, wie sich sein choreografischer Blick dabei zwingend für die offenen und verborgenen Potenziale der mit ihm arbeitenden Menschen interessiert, sind seine Arbeiten Einladungen, sich auf diese gestifteten Begegnungen und die permanenten Perspektivwechsel einzulassen, mit denen sich Akika seine Neugier auf das Theater (und das Leben) bewahrt. Fragen nach Meisterschaft, interkultureller Gemeinschaft und der Instabilität von Lebens- und Kunstentwürfen in einer sich ständig verändernden Gegenwart: Gemeinsam mit den Tänzer*innen seiner Kompanie Unusual Symptoms und wechselnden Gastchoreograf*innen stellt Samir Akika diese Fragen mittlerweile am Theater Bremen, dessen Tanzsparte er nach langen Jahren in der freien Szene seit 2012 leitet. Die Mittel sind dabei so vielfältig wie die sich mit jeder Produktion verändernden Konstellationen der beteiligten Akteur*innen. In den Arbeiten von Unusual Symptoms trifft zeitgenössischer Tanz wie selbstverständlich auf subkulturelle Kontexte, vermischen sich Text und Bewegung, Pop und Punk, getragen von einem Credo, das dem Ensemble stets von höchster Wichtigkeit war und ist: „Sei alles, was Du sein kannst.“

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES

TANZLAND READER

Das Theater Bremen gehört zu den entscheidenden Spiel- und Entwicklungsorten der deutschen Tanzgeschichte. Als Wirkungsstätte so innovativer wie kontroverser Choreograf*innen wie Johann Kresnik, Gerhard Bohner, Reinhild Hoffmann und Susanne Linke hat das Bremer Tanztheater immer wieder mit erprobten Formen und Gewissheiten gebrochen und dabei stets versucht, aus seiner Kunst heraus gesellschaftliche Wirkkraft zu entfalten. Aus dieser Tradition kommend formuliert aktuell Samir Akika als Vertreter der neuen Generation in kollektiver Praxis, genreübergreifender Ästhetik und mit transkulturellem Blick einen zeitgemäßen Umgang mit den Fragen und Phänomenen der Gegenwart.

Einer flog übers Kuckucksnest © Jörg Landsberg

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 NEXTtoME Choreografie: Máté Mészáros / Unusual Symptoms Anzahl der Tänzer*innen: 7 Bühnenmaße: 13m x 10m Dauer: 70 Min. Tales of survival Choreografie: Alexandra Morales, Gregor Runge/Unusual Symptoms Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühnenmaße: 10m x 10m Dauer: 70 Min. polaroids Choreografie: Samir Akika / Unusual Symptoms Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühnenmaße: 13m x 10m

SAMIR AKIKA

KONTAKT

Samir Akika, geboren in Algerien und aufgewachsen in Paris, (Frankreich) studierte zunächst Physik, Mathematik und Sport in Paris und Miami. (USA) Nach einer späten Tanzausbildung an der Folkwang Universität der Künste in Essen arbeitete er als freischaffender Tänzer und Choreograf. 2009 gründete er gemeinsam mit seiner langjährigen Produktionspartnerin Alexandra Morales das Label Unusual Symptoms. Ihn verbindet zudem eine langjährige Partnerschaft mit dem Goethe-Institut, für das er Projekte auf der ganzen Welt realisierte. Seit der Spielzeit 2012/13 leiten Samir Akika/Unusual Symptoms die Tanztheater-Sparte am Theater Bremen.

Gregor Runge

Alexandra Morales

grunge@theaterbremen.de

amorales@theaterbremen.de

www.theaterbremen.de


BALLETTKOMPANIE DES STADTTHEATERS BREMERHAVEN „Tanz hat Macht über die Menschen – sowohl über die Tänzer als auch über die Zuschauer. Die choreographische Sprache spielt dabei keine Rolle. Alles ist Bewegung: klassisch, zeitgenössisch, modern, frei erfunden, ein Wort, Geräusche, Blicke, sogar Gedanken. Die Hauptsache ist, es berührt und überzeugt.“ Sergei Vanaev

PORTRÄT Die Ballettkompanie des Stadttheaters Bremerhaven besteht aus gleichberechtigten Solist*innen, fünf Tänzern und vier Tänzerinnen. Bei der Auswahl der Ensemblemitglieder legt Ballettmeister Sergei Vanaev neben dem unerlässlichen hohen technischen Niveau in verschiedenen Tanzstilen besonderen Wert auf die Internationalität. Die vielfältige Herkunft der Tänzer*innen – sei es aus Russland, Australien, Neuseeland oder Japan – ihre Ausbildung an unterschiedlich geprägten Schulen, ihre Erfahrung in diversen Ensembles und damit eigene Bewegungsmuster fließen in den Entwicklungsprozess des Ballettensembles. Starke Persönlichkeiten und schauspielerische Begabung sind dabei ebenso gefragte und geschätzte Eigenschaften. Die Arbeit der Kompanie ist geprägt von einem zeitgenössischen, athletischen Stil mit intensiver Einarbeitung von akrobatischen Elementen sowie klassischer Technik. Die meisten Kompaniemitglieder haben Erfahrung in der Entwicklung von eigenen Choreografien. So bringt die Ballettkompanie neben drei Premieren pro Spielzeit, darunter sowohl Interpretationen von Handlungsballetten als auch modernes, abstraktes Tanztheater, auch einen besonderen vierten Abend heraus, der aus eigenen Choreografien der Tänzer*innen besteht. Zum Abschluss jeder Spielzeit findet im Großen Haus eine Ballettgala mit eingeladenen Kompanien statt. Daneben gilt es für eine Tanzkompanie an einem Stadttheater, die Vorstellungen aus Musiktheater und Schauspiel zu unterstützen, so bei dem alljährlichen Musical oder bei spartenübergreifenden Projekten. Außerdem nimmt das Ensemble an verschiedenen Gastspielen, Festivals und Galas in anderen Häusern teil.

Coppélia © Heiko Sandelmann

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Coppélia Choreografie: Sergei Vanaev Anzahl der Tänzer*innen: 9 Dauer: 120 Min. Goldberg-Variationen Choreografie: Sergei Vanaev Anzahl der Tänzer*innen: 9 + 1 Pianistin Dauer: 70 Min.

TANZLAND READER

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES

Dance-Puzzle

1931 verfügte das Stadttheater Bremerhaven erstmals über ein eigenes Ballettensemble, mit einer Solotänzerin und acht Tänzerinnen unter der Leitung von Christel Ebling. Horst Vogt wurde 1956 Ballettchef und Solotänzer. 1967 bis 1968 war Heinz Manniegel Ballettchef. Erstmals bestand das Ballettensemble nicht nur aus Frauen, sondern aus je vier Tänzer*innen. 1968 übernahm Gudrun Kreutzberger die Position als Ballettchefin. Das Ballett gestaltete jetzt zunehmend eigene Abende neben den Auftritten in Musical und Operette. 1993 kam der Brasilianer Ricardo Fernando als Ballettdirektor. Von 2000 bis 2004 war Jörg Mannes Ballettchef. Sein Nachfolger Sergei Vanaev ist bis heute Ballettmeister und Chefchoreograf der Ballettkompanie am Stadttheater Bremerhaven.

Choreografie: Itzik Galili, Sergei Vanaev

SERGEI VANAEV

Hilka Baumann

Sergei Vanaev, Ballettmeister und Chefchoreograf des Tanzensembles am Stadttheater Bremerhaven, wurde 1967 in Russland geboren und erhielt seine Tanzausbildung an der Ballettakademie des Bolschoi Theaters, Moskau, wo er mit Auszeichnung abschloss. Sein erstes Engagement erhielt er von 1985 bis 1991 am Moscow Classical Ballet. Folgeengagements führten ihn nach Deutschland an die Deutsche Oper am Rhein und an die Theater Bonn und Dortmund. Seit Beginn der Spielzeit 2004/05 leitet Sergei Vanaev die Ballettkompanie am Stadttheater Bremerhaven.

Anzahl der Tänzer*innen: 9 Ego-Zooming VII Choreografie: Tänzer*innen des Ballettensembles des Stadttheaters Bremerhaven Anzahl der Tänzer*innen: 9

KONTAKT hilka.baumann@magistrat.bremerhaven.de www.stadttheaterbremerhaven.de


BALLETT DES STAATSTHEATER COTTBUS „Es gibt nur gute oder schlechte Musik, es gibt nur gute oder schlechte Choreograf*innen und es gibt nur gute oder schlechte Tänzer*innen, alles dazwischen ist Mittelmaß und bringt uns und unsere Kunst um.“ Dirk Neumann

PORTRÄT Das Cottbuser Ballett ist das einzige theatereigene Ballettensemble im Land Brandenburg. Dirk Neumann – seit 2006 Ballettmeister am Staatstheater Cottbus – leitet die Kompanie, die aus acht Tänzer*innen besteht und mit renommierten Gastchoreograf*innen zusammenarbeitet, so z. B. Adriana Mortelliti, Giorgio Madia, Nils Christe, Lode Devos und Manuel-Joël Mandon. Auch die Förderung von Nachwuchschoreograf*innen ist ein besonderes Anliegen. Neben zwei bis drei eigenständigen Produktionen pro Spielzeit wirkt das Ballett in Opern, Operetten und Musicalproduktionen mit. Sein Repertoire reicht von neoklassisch bis modern. Im Rahmen des Brandenburger Theaterverbundes gastiert das Ballett regelmäßig in Brandenburg an der Havel, Potsdam und Frankfurt an der Oder. Internationale Gastspiele führten das Ensemble unter anderem nach Novara (Italien) und Zielona Góra (Polen). Eine feste Institution für Ballett-Einsteiger*innen und -genießer*innen gleichermaßen ist die alljährliche Gala des Tanzensembles mit Höhepunkten aus vergangenen Spielzeiten und neuen Choreografien.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES

Im Fluss der Zeit © Marlies Kross

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Peter Pan Choreografie: Manuel-Joël Mandon Anzahl der Tänzer*innen: 10 Bühnenmaße: 12m x 12m

Obwohl von Anfang an, seit 1908, zumeist Tänzerinnen am Cottbuser Theater engagiert waren, gab es abendfüllende Ballette erstmals 1939.

Dauer: 120 Min.

Glanzzeiten des Cottbuser Balletts sind mit den Ballettmeistern Frank Männel in den 1960er und Klaus Tews in den 1970er Jahren und mit großen Besetzungen verbunden.

Choreografie: Gundula Peuthert,

Ende der 1980er Jahre begann die Zeit des modernen Tanztheaters, geprägt von den Choreograf*innen Michael Apel, Ralph Boock, Elvira Schurig und Jo Fabian. Cottbus wurde für einige Jahre ein Mekka des modernen Tanztheaters, was sich auch in der Ausrichtung der mehrfach stattfindenden Cottbuser Tanztage mit Gastspielen hervorragender internationaler Ensembles sowie mit neuen eigenen Inszenierungen zeigte. Einen schmerzhaften Einschnitt erlebte das Tanztheater 1998, als die Sparte aus finanziellen Gründen auf acht Tänzer*innen geschrumpft wurde. Allen widrigen Umständen zum Trotz gelang es Michael Apel, nach seiner Rückkehr ans Cottbuser Theater neue Akzente zu setzen.

Schwanenseele Anzahl der Tänzer*innen: 8 Bühnenmaße: 10m x 14m, Dauer: 90 Min. Songs For Swinging Lovers Choreografie: Mirko Mahr Anzahl der Tänzer*innen: 9 Bühnenmaße: 10m x 10m Dauer: 90 Min.

KONTAKT Bernd Seidel ballett@staatstheater-cottbus.de

TANZLAND READER

DIRK NEUMANN Seit 2006 arbeitet Dirk Neumann als Ballettmeister am Staatstheater Cottbus. Neben seinen choreografischen Arbeiten organisierte er mehrfach die Ballett-Gala zum Welttanztag und holte namhafte Choreograf*innen als Gäste ans Staatstheater Cottbus. In der Folge wurde die kleine, international zusammengesetzte Kompanie zu immer höheren und vielseitigeren Leistungen geführt und ihre große Ausstrahlung vom Publikum und in den Medien entsprechend gewürdigt.

www.staatstheater-cottbus.de


BALLETT DORTMUND „Im inhaltlichen Zentrum meiner Arbeiten stehen der Mensch und seine Lebensbedingungen. Ich sehe die Tanzkunst als eine Schnittstelle vieler verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen – sowohl der Musik, der darstellenden als auch der bildenden Kunst und der Literatur.“ Xin Peng Wang

PORTRÄT Das Ballett Dortmund umfasst derzeit 21 Tänzer*innen aus 18 Nationen. Zudem ist ihm seit 2014 das zwölf Tänzer*innen umfassende NRW Juniorballett angeschlossen, ein Projekt, das jungen Tänzer*innen die Möglichkeit bietet, zwei Jahre lang in professionellem Rahmen Berufs- und Bühnenerfahrungen zu sammeln, bei Produktionen mitzuwirken und eigenständige Tanzprojekte zu entwickeln und zu realisieren. Unter der Direktion von Xin Peng Wang hat sich das Ballett Dortmund als innovative Kraft in der Tanzszene Nordrhein-Westfalens etabliert. Wang, künstlerisch selbst Vertreter einer auf neoklassischer Basis aufbauenden Bewegungssprache, setzt auf die Entdeckung neuer (literarischer) Stoffe und Komponist*innen für abendfüllende Handlungsballette. Zudem umfasst das Repertoire Kreationen und bestehende Werke renommierter Choreografen wie William Forsythe, Hans van Manen, Mauro Bigonzetti, Christian Spuck, Benjamin Millepied, Alexander Ekman, Cayetano Soto, Edwaard Liang, Douglas Lee, Demis Volpi oder George Balanchine. Das Ballett Dortmund setzt mit seiner integrativen Jugendplattform Schoolmotions oder dem Seniorentanztheater auf offensive Kulturaufbauarbeit im sozialen Bereich. Im Ballettzentrum Westfalen richtet das Ballett Dortmund jährlich eine Sommerakademie mit international renommierten Dozenten und Studenten aus der ganzen Welt aus.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Seit 2003 verschafft der chinesische Choreograf Xing Peng Wang dem seit 1904 bestehenden Ballett Dortmund durch kontinuierliche Aufbauarbeit, einen scharfen Blick für junge Talente und zeitgenössische Stoffe zu neuen Höhen. Zuvor als Ensemble der Opernintendanz untergeordnet, erlangte das Ballett Dortmund 2008 den Status einer eigenständigen und gleichberechtigten Sparte innerhalb des Theaters Dortmund. Einen weiteren Erfolg erlebte das Ballett Dortmund 2014 durch die Gründung des NRW Juniorballetts und der Schaffung weiterer Tänzerstellen.

Faust © Bettina Stöß

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Balkan-Hochzeit Anzahl Tänzer*innen: 18 Dauer: 35 Min. Orient Express Anzahl Tänzer*innen: 12 Dauer: 70 Min.

Faust II – Erlösung! Anzahl Tänzer*innen: 22 Dauer: 90 Min.

KONTAKT Tobias Ehinger tehinger@theaterdo.de

TANZLAND READER

XIN PENG WANG Xin Peng Wang wurde in Dalian (China) geboren und erhielt an der dortigen Kunsthochschule seine tänzerische Ausbildung, der sich ein Choreografiestudium an der Peking Dance Academy sowie an der Folkwang Hochschule in Essen anschlossen. Als Solotänzer war Wang im Nationalballett in Peking (China) und am Aalto Ballett Theater Essen engagiert, für welches er auch zahlreiche Choreografien schuf. Seit 1996 ist er weltweit als freier Choreograf tätig. Von 2001 bis 2003 war Wang Ballettdirektor am südthüringischen Staatstheater in Meiningen. Seit 2003 ist er Direktor des Balletts Dortmund, für das er mehr als 45 verschiedene Produktionen kreierte, darunter zusammen mit dem Dramaturgen Christian Baier elf abendfüllende Handlungsballette.

www.theaterdo.de


SEMPEROPER BALLETT „Meine Vision ist, Grenzen zu überwinden, die traditionell zwischen klassischem und zeitgenössischem Tanz bestehen, um unsere Kompanie als Krönung beider Stile neu definieren zu können. Eine zeitgenössische, heutige ‚Tanz‘-Kompanie.” Aaron S. Watkin

PORTRÄT Das Semperoper Ballett ist eine Sparte der Sächsischen Staatsoper Dresden, besser bekannt als Semperoper. Die Kompanie gibt jede Spielzeit rund 70 Vorstellungen an der Semperoper, z. T. begleitet durch die Sächsische Staatskapelle, eines der führenden Orchester weltweit. Unter der künstlerischen Leitung Aaron S. Watkins hat sich das Semperoper Ballett seit dem Beginn seiner Ballettdirektion 2006 zu einer internationalen Kompanie von Weltformat entwickelt. Das Ensemble besteht aus 60 hochqualifizierten und individuellen Künstler*innen, die auf meisterlichem Niveau ein enormes Repertoire beherrschen. Rund 22 Nationalitäten sind im Ensemble vertreten und verleihen ihm ein internationales Flair. Die Kompanie präsentiert ein beeindruckendes Repertoire, das sich vom klassischen Handlungsballett über neoklassische Meisterwerke bis hin zum zeitgenössischen Tanz auf höchstem Standard bewegt und eine Vielzahl der wichtigsten Namen der Ballettwelt beinhaltet. Viele der renommiertesten Choreograf*innen haben für und mit dem Semperoper Ballett gearbeitet und kehren immer wieder nach Dresden zurück, die Arbeit mit der Kompanie schätzend, welche inzwischen internationale Aufmerksamkeit und Respekt genießt. Doch auch Kreationen junger aufstrebender Choreograf*innen, die speziell für das Semperoper Ballett geschaffen wurden, bilden eine wichtige Säule seiner Arbeit. Diese Bandbreite nun auch international auf Tournee zu präsentieren, ist das erklärte Ziel von Ballettdirektor Aaron S. Watkins für die Zukunft.

Sie war schwarz © Ian Whalen

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Schwanensee Anzahl der Tänzer*innen: ca. 60 Dauer: 118 Min. Im anderen Raum Anzahl der Tänzer*innen: 10 Dauer: 21 Min.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Dresdens Bedeutung als Tanzstadt und Wiege des modernen Tanzes wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem durch Mary Wigman und Gret Palucca begründet. Bereits Carl Maria von Weber hat sich für ein fest engagiertes Ballettensemble in der Stadt eingesetzt. Einen ersten künstlerischen Höhepunkt erlebte das Ensemble in den 20er Jahren. In den vergangenen Dekaden standen Persönlichkeiten wie Tom Schilling, Harald Wandtke und Vladimir Derevianko der Company vor, bevor Aaron S. Watkin 2006 die künstlerische Leitung übernahm. Mit spannenden Uraufführungen, zahlreichen Tourneen sowie erstrangigen Solist*innen setzt das Semperoper Ballett heute auch in der internationalen Ballettszene neue Maßstäbe.

TANZLAND READER

AARON S. WATKIN In Kanada geboren, absolvierte Aaron Sean Watkin seine Tanzausbildung an der nationalen Ballettschule von Kanada. Seine Karriere als Tänzer begann er in namhaften Kompanien wie dem National Ballet of Canada, dem English National Ballet und dem Het Nationale Ballet (Niederlande), bevor er der Einladung William Forsythes folgte, am Ballett Frankfurt Erster Solist zu werden. In den folgenden Jahren sammelte er Erfahrungen als stellvertretender künstlerischer Leiter des Victor Ullate Ballett (Spanien), als persönlicher choreografischer Assistent William Forsythes und als künstlerischer Leiter des Loft Dance Studios in Brüssel (Belgien). Seit 2006 ist Aaron S. Watkin Ballettdirektor des Semperoper Balletts.

Tanzsuite Anzahl der Tänzer*innen: 18 Dauer: 31 Min.

KONTAKT Frank Seifert Frank.seifert@semperoper.de www.semperoper.de


BALLETT AM RHEIN „Ich versuche das Beste, was es in dieser Kunst gibt und gab, zusammenzubringen, den Reichtum, den uns der Tanz eröffnet, zu zeigen. Als Choreograf möchte ich herausfinden, wie die akademische Balletttechnik eine Sprache unserer Zeit sein kann, aber auch das Geheimnis in meinen Interpret*innen herausschälen. Wir brauchen mehr Tänzer*innen, die echte Künstler sind.“ Martin Schläpfer

PORTRÄT Das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg zählt derzeit zu den erfolgreichsten und innovativsten Ballettensembles der internationalen Tanzszene und wurde zuletzt dreimal in Folge (2013, 2014 und 2015) in der Kritikerumfrage der Zeitschrift tanz zur‚ Kompanie des Jahres gewählt. Der Spielplan des von Martin Schläpfer und Remus Şucheană geleiteten Ensembles zeigt ein fein austariertes Zusammenspiel von historischen Balletten, zeitgenössischen Meisterwerken sowie zahlreichen Uraufführungen und stellt die profunde klassische Technik ebenso unter Beweis wie die große Vielseitigkeit und Individualität der einzelnen Tänzer*innenpersönlichkeiten. Neben sorgsam einstudierten Klassikern von George Balanchine, Antony Tudor oder Merce Cunningham setzen Werke von Mats Ek, Jiří Kylián, Nils Christe, Amanda Miller, Marco Goecke und Regina van Berkel, aber auch Vertreter*innen der jüngsten Choreograf*innengeneration entscheidende Impulse für den zeitgenössischen Tanz. Eine enge Zusammenarbeit verbindet das Ballett am Rhein mit Hans van Manen. Für Martin Schläpfer bildet das tägliche Training die Basis seines Tanzverständnisses und eine wesentliche Vorstufe seiner eigenen künstlerischen Arbeit, die er auf dem Fundament der klassischen Danse d’école längst zu einer individuellen, zeitgemäßen Ballettkunst verdichtet hat. Mit der Auftragskomposition „DEEP FIELD“ konnte er in der Spielzeit 2013/14 mit Adriana Hölszky eine der bedeutendsten zeitgenössischen Komponist*innen dazu anregen, neue Musik für den Tanz zu schaffen. Gastspiele führen das Ballett am Rhein immer wieder an verschiedene Theater im In- und Ausland.

Wounded Angel © Gert Weigelt

den Deutschen Theaterpreis DER FAUST. Die Zeitschrift tanz kürte ihn 2010 zum Choreografen des Jahres. Mehrere seiner Ballette wurden fürs Fernsehen aufgezeichnet. In der Regie von Annette von Wangenheim entstand das Filmporträt „Feuer bewahren – nicht Asche anbeten“ (2016).

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Ein Deutsches Requiem Choreografie: Martin Schläpfer

TANZLAND READER

Anzahl der Tänzer*innen: 45

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES

Bühnenmaße: 19m x 23m

Das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg wurde 2009 von seinem Direktor und Chefchoreografen Martin Schläpfer neu formiert. Seit 2016/17 leitet er zusammen mit Remus Şucheană als Ballettdirektor das Ensemble als Doppelspitze. Als Tanzsparte der Deutschen Oper am Rhein wurde das Ensemble vor allem durch die Direktoren Erich Walter (1964-83), Paolo Bortoluzzi (1984-91), Heinz Spoerli (199196) und Youri Vámos (1996-2009) geprägt. Das Ensemble umfasst derzeit 45 Tänzer*innen aus 16 Nationen.

Dauer: 70 Min.

MARTIN SCHLÄPFER

Petite Messe solennelle

Martin Schläpfer war ein herausragender Solist des Basler Balletts (Schweiz) unter Heinz Spoerli sowie des Royal Winnipeg Ballet (Kanada). Von 1994 bis 1999 leitete er das Berner Ballett (Schweiz), von 1999 bis 2009 das ballettmainz. 2009 übernahm er als Direktor und Chefchoreograf das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg. Sein Schaffen umfasst inzwischen über 60 Choreografien, darunter auch eine Opernregie. Uraufführungen entstanden außerdem für das Bayerische Staatsballett und Het Nationale Ballet (Niederlande). 2012 kehrte Martin Schläpfer für Hans van Manens „The Old Man and Me“ als Tänzer auf die Bühne zurück, 2014 kreierte der Niederländer für ihn die Uraufführung „Alltag“. Martin Schläpfer erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Tanzpreis der Spoerli Foundation, den Prix Benois de la Danse, den Schweizer Tanzpreis, den Taglioni – European Ballet Award, den Duisburger Musikpreis sowie zweimal

7 Choreografie: Martin Schläpfer Anzahl der Tänzer*innen : 45 Bühnenmaße: 16m x 20m Dauer: 90 Min.

Choreografie: Martin Schläpfer Anzahl der Tänzer*innen: 45 Bühnenmaße: 17m x 16m Dauer: 110 Min.

KONTAKT Oliver Königsfeld o.koenigsfeld@ballettamrhein.de www.ballettamrhein.de


BALLETT EISENACH „Ziel des Eisenacher Balletts ist es, mit jedem neuen Ballettabend eine weitere Facette zu zeigen, ohne sich auf einen Stil festzulegen. Durch die hohe Vorstellungszahl wird versucht die Entwicklungsmöglichkeiten eines jeden Tänzers voll auszuschöpfen.“ Andris Plucis

PORTRÄT Das Eisenacher Ensemble besteht aus einer Mischung von erfahrenen und jungen Tänzer*innen, mit acht Frauen und acht Männer im Ensemble. Wichtigstes Kriterium ist eine Offenheit zu jeder Art von Entwicklung. In der kontinuierlichen Arbeit wird das Ziel verfolgt, ein möglichst hohes technisches Niveau zu erreichen. Darstellerische Qualitäten spielen in der Arbeit des Ensembles eine wichtige Rolle. Regelmäßig stattfindende „Junge Choreografen“ Abende ermöglichen den Mitgliedern, sich auch auf diesem Feld zu entwickeln. Höhepunkte der Spielzeiten waren „Le Sacre du Printemps / Verklärte Nacht“, eine choreografische Auseinandersetzung mit zwei der bedeutendsten Musiken des 20. Jahrhunderts, der Bach-Ballettabend „Die Kunst der Fuge“, Tschaikowskys Ballette „Schwanensee“ und „Nussknacker“, die wegen der enormen Erfolge jeweils auch in die nächsten Spielzeiten übernommen wurden. Darüber hinaus wirkt das Ballett Eisenach in Operetteninszenierungen des Theaters Meiningen wie „Gräfin Mariza“ und in Musicals wie „The Rocky Horror Show“ und „Luther! Rebell wider Willen“ mit.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Das Ballett des Landestheaters Eisenach ist mit seinen acht Tänzerinnen und acht Tänzern eines der größeren Ballettensembles Deutschlands. Seit der Spielzeit 2009/10 führt der Ballettdirektor Andris Plucis das Eisenacher Ballett zu neuen Höhen. Bereits seine Antrittschoreografie, „Romeo und Julia“, wurde zu einem Publikumsliebling und in die nächste Spielzeit übernommen. Weitere Höhepunkte waren die Uraufführung des Ballettabends „E.T.A. Hoffmann“ mit eigens dafür komponierter Musik Rudolf Hilds und die vertanzte sinfonische Dichtung „En Saga“ von Sibelius, verbunden mit dem expressionistischen Werk „Der Feuervogel“ von Strawinsky im Rahmen eines Doppelballettabends. Victor Hugos Geschichte vom „Glöckner von Notre Dame“ kam als Balletturaufführung mit der Musik von Rudolf Hild auf die Bühne. In der Spielzeit 2016/17 arbeitete erstmals ein Gastchoreograf mit dem Ensemble: Jorge Perez Martinez choreografierte den zweiten Teil des gemeinsamen Ballettabends „Entfesselt“ mit Andris Plucis, der Zuschauer*innen und Kritik begeisterte. Zum Reformationsjahr 2017 wird es eine Balletturaufführung mit dem Titel „Re:formation“ geben.

ANDRIS PLUCIS

TANZLAND READER

2009/10 wurde Andris Plucis, zuvor Ballettdirektor und Chefchoreograf am Theater Ulm, zum künstlerischen Leiter und Chefchoreografen des Eisenacher Balletts. Plucis, in Zürich (Schweiz) als Sohn eines berühmten lettischen Ballettpaares geboren, machte bereits 1985 von sich reden, als er als jüngster Ballettdirektor Deutschlands die Tanzkompanie des Stadttheaters Gießen übernahm. Zuvor war er jahrelang Tänzer an der Oper Bonn und an den Städtischen Bühnen Frankfurt bei Egon Madsen und William Forsythe.

Entfesselt © Carola Hölting

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Steht zu diesem Zeitpunkt zur Veröffentlichung noch nicht zur Verfügung.

KONTAKT Klaus-Dieter Große Chefdisponent@das-meininger–theater.de www.theater-eisenach.de


AALTO BALLETT ESSEN „Eine starke klassische Tanztechnik ist die Basis für modernes Ballett auf höchstem Niveau.“ Ben Van Cauwenbergh

PORTRÄT Ben Van Cauwenbergh ist seit 2008 Chef des Aalto Ballett Essen, einer Kompanie von 30 Tänzer*innen. Mit Balletten von international renommierten Gastchoreograf*innen sowie mit eigenen Kreationen will der Belgier den Tanz in seinen vielfältigen Formen darstellen und eine Brücke zwischen Klassik und Moderne schlagen. So umfasst das Repertoire des Aalto Ballett neben Klassikern von Roland Petit und Peter Schaufuss moderne Ballettadaptionen von Heinz Spoerli, Stijn Celis oder David Dawson sowie Tanzstücke von Patrick Delcroix, Edward Clug, Jiří Kylián, Christopher Bruce, Alexander Ekman und Ohad Naharin. Van Cauwenberghs eigenes Repertoire beinhaltet sowohl neue und innovative Produktionen wie „La vie en rose“ und „Tanzhommage an Queen“ als auch klassische Stücke wie „Romeo und Julia“ und „Carmen/Boléro“. Ein besonderes Anliegen ist dem ehemaligen Solotänzer die Nachwuchsförderung. Er möchte seinen Tänzer*innen eine Zukunftsperspektive aufzeigen: Im Rahmen der von ihm gegründeten Reihe „PTAH“ – benannt nach dem ägyptischen Gott der Schöpfung – gibt er Mitgliedern seiner Kompanie Gelegenheit, ihr choreografisches Talent zu erproben. So brachten 2013 die Essener Tänzer*innen Denis Untila und Michelle Yamamoto, die bereits bei „PTAH“ eigene Kreationen entwickelt hatten, mit der Uraufführung „Othello“ sogar ihr erstes abendfüllendes Ballett auf die Aalto-Bühne. Zum anderen setzt sich Van Cauwenbergh für Nachwuchstänzer*innen ein: aktuell mit dem Education-Projekt „Queeny Unplugged“ mit Essener Schüler*innen. Weiterhin kooperiert er regelmäßig mit dem Fachbereich Tanz des Gymnasiums Essen Werden.

Don Quichotte © Bettina Stöß

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Steht zu diesem Zeitpunkt zur Veröffentlichung noch nicht zur Verfügung.

KONTAKT Marek Tuma marek.tuma@tup-online.de

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Das Aalto Ballett Essen ist eine der fünf Sparten der Theater und Philharmonie Essen. Seine Heimat ist seit 1988 das Aalto-Theater, einer der bemerkenswertesten Theaterbauten des 20. Jahrhunderts. Unter den langjährigen Ballettdirektor*innen Heidrun Schwaarz und Martin Puttke hat sich eine lebendige Tradition entwickelt, die seit 2008 von Ben Van Cauwenbergh – zunächst als Ballettdirektor und seit 2013 als Ballettintendant – mit großem Publikumszuspruch und sehr erfolgreich weitergeführt wird. Seine von der klassischen Ästhetik geprägten und dabei zeitgenössische Tanzelemente integrierenden Arbeiten sind weltweit Repertore-Bestandteile der Ballett-Kompanien.

TANZLAND READER

BEN VAN CAUWENBERGH Ben Van Cauwenbergh stammt aus einer Antwerpener Tanzfamilie (Belgien) und war Solotänzer am Königlichen Ballett von Flandern sowie von 1978 bis 1984 Erster Solist des London Festival Ballet (heute English National Ballet, Großbritannien), wo er an der Seite von Rudolf Nurejew tanzte und zahlreiche Hauptrollen übernahm. 1987 wechselte er als Erster Solist zum Ballett von Bern (Schweiz), 1989 als Ballettdirektor und Chefchoreograf nach Luzern (Schweiz). Von 1992 bis 2007 arbeitete er als Ballettdirektor und Chefchoreograf am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. 2008 wurde Ben Van Cauwenbergh Ballettdirektor des Aalto Ballett Essen und ist seit 2013 ebenda als Ballettintendant engagiert.

www.aalto-ballett-theater.de


BALLETT IM REVIER „Wir tanzen!“ Bridget Breiner und das Ballett im Revier

PORTRÄT 14 Tänzer*innen bilden das Ballett im Revier am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen unter der Leitung der Ballettdirektorin Bridget Breiner. Die gebürtige Amerikanerin übernahm 2012/13 die künstlerische Leitung der Tanzsparte in Gelsenkirchen. Ihr erstes abendfüllendes Handlungsballett „Ruß – eine Geschichte von Aschenputtel“ wurde 2013 mit dem renommierten Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet. 2015 erhielt sie mit ihrer Kompanie den begehrten Theaterpreis erneut für ihre Produktion „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“. Der künstlerische Ansatz der Kompanie ist stark in der Körperlichkeit und den Stärken des klassischen Balletts verwurzelt. Diese hoch entwickelte und sehr spezielle Kunstform bildet den Ausgangspunkt, um von dort aus starke Geschichten, die uns heute betreffen und berühren, entstehen zu lassen. Das Zentrum und Herz für diese Arbeit bilden die Tänzer*innen des Ballett im Revier, die dieses Erzählen erst möglich machen. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Nationen, einige von ihnen haben bereits als Erste Solist*innen getanzt, andere haben gerade ihr erstes Jahr in einer Kompanie abgeschlossen. Sie sind Teil des Ballett im Revier geworden, um in Gelsenkirchen mit Bridget Breiner und Gastchoreograf*innen wie Jiří Bubeníček, David Dawson, Benvindo Fonseca, Marco Goecke, Cathy Marston, Cayetano Soto, Kevin O’Day oder Demis Volpi zu arbeiten bzw. ihre Kreationen zu tanzen und vor allem: um dem Ballett im Revier durch ihre vielfältigen Fähigkeiten, durch ihre Kunst auf der Bühne ein unverwechselbares Gesicht zu geben.

Charlotte Salomon © Costin Radu

DER FAUST ausgezeichnet. 2016 feierte sie mit „Prosperos Insel“ ihre erste Uraufführung für die Ruhrfestspiele Recklinghausen.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin Choreografie: Bridget Breiner Der Rest ist Tanz Choreografie: Marguerite Donlon, Pontus Lidberg und Renato Paroni de Castro

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Seit der Eröffnung des Musiktheaters im Revier 1959 bildet der Tanz einen wichtigen Bestandteil des künstlerischen Angebots in Gelsenkirchen. Der ehemalige Ballettdirektor Bernd Schindowski prägte mit seinem Ballett Schindowski über 30 Jahre lang das Gesicht der Kompanie als modernes Tanztheaterensemble und setzte wichtige Impulse im Bereich der Jugendarbeit im Tanz. Nach seiner Verabschiedung in der Spielzeit 2011/12 und einem Übergangsjahr übernahm Bridget Breiner die künstlerische Leitung des neu formierten Balletts im Revier. Die Tradition des klassischen Balletts, so auch des Spitzentanzes, bis hin zur aktuellen, zeitgenössischen Tanzsprache bilden nunmehr die Bandbreite seines Repertoires.

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BRIDGET BREINER Die Amerikanerin Bridget Breiner tanzte u. a. am Bayerischen Staatsballett, dem Semperoper Ballett Dresden und lange Jahre als Erste Solistin des Stuttgarter Balletts, wo sie auch ihre Karriere als Choreografin begann. Neben dortigen Arbeiten kreierte sie u. a. für das Ballett Mannheim, das Ballett Augsburg oder das lettische Nationalballett. Seit 2012/13 ist sie Direktorin des Ballett im Revier Gelsenkirchen. Neben „Ruß – eine Geschichte von Aschenputtel“ wurde sie 2015 erneut für ihre Choreografie „Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin“ mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet.

Hamlet Choreografie: Cathy Marston Romeo und Julia Choreografie: Bridget Breiner

KONTAKT Florian König Florian.Koenig@musiktheater-im-revier.de www.ballett-im-revier.de


BALLETTVORPOMMERN „Das BallettVorpommern ist eine zeitgenössische Ballett-Theater-Kompanie. Sie verfügt über ein breit gefächertes Repertoire an Stilen und Bewegungsformen, um die unterschiedlichen Zuschauergruppen unserer Häuser in Greifswald und Stralsund anzusprechen. Die Tänzer*innen müssen daher in ganz unterschiedlichen Tanzsprachen zuhause sein.“ Ralf Dörnen

PORTRÄT Das BallettVorpommern ist eine zeitgenössische Ballett-Theater-Kompanie mit einem Repertoire, dessen Spektrum vom klassisch orientierten Handlungsballett über neoklassische und moderne Tanzabende bis zu zeitgenössischen experimentellen Tanzperformances reicht. Auf dem Spielplan stehen grundsätzlich Neukreationen bzw Uraufführungen – es werden keine fertigen Choreografien eingekauft bzw. einstudiert. Zu den Handlungsballetten zählen u. a. „Romeo und Julia“, „Der Glöckner von Notre-Dame“, „Undine“, „Die Schöne und das Biest“, „Anna Karenina“ oder „Casanova“; abendfüllende themen- oder musikinspirierte Tanzstücke sind u. a. „Gloria“, „Brahms-Requiem“, „Engel“, „Rosen“ oder „Rhapsody in Gershwin“. In geteilten Abenden wurden einaktige Ballette wie „Bernarda Albas Haus“, „Goldberg-Variationen“, „Le Sacre du Printemps“ oder „Sinfonia da Requiem“ uraufgeführt. Die jährliche Reihe „TanZZeiT“ steht für die Öffnung des BallettVorpommern gegenüber dem modernen experimentellen Tanz. Regelmäßig bringen Gastchoreograf*innen – z. T. aus der freien Tanzszene – Neukreationen zur Uraufführung. Dieses Format, einschließlich der für alle Tanzinteressierten offenen Workshops unter Leitung der Gastchoreograf*innen, erfreut sich zunehmender Beliebtheit beim Publikum.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Das BallettVorpommern am Theater Vorpommern entstand 1994 bei der Fusion der Stadttheater von Greifswald und Stralsund aus den Ballett-Kompanien der beiden Häuser. Den Namen BallettVorpommern erhielt das Ensemble 1997 mit der Übernahme der Leitung durch Ralf Dörnen. Er entwickelte über nunmehr 20 Jahre – zunächst gemeinsam mit der Ballettmeisterin Sabrina Sadowska, später mit ihrem Nachfolger Adonai Luna – ein Ensemble mit eigenem Profil, das rasch zu einer festen Größe der deutschen Tanzlandschaft heranwuchs. Gastspiele führten die Kompanie u. a. nach Kopenhagen (Dänemarkt), Bremen, Stuttgart, Kiel, Hannover, Berlin und Dresden. Zudem wurde sie häufiger zu Koproduktionen eingeladen, darunter im Rahmen der EXPO 2000 in Hannover und wiederholt mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Zwischen 1997 und 2016 waren insgesamt 80 Tänzer*innen aus 31 Ländern fest am BallettVorpommern engagiert. Mit Yoko Osaki und Martin Schirbel wurden zweimal Ensemblemitglieder in der Zeitschrift tanz als beste*r Tänzer*in des Jahres benannt.

Rhapsody in Gershwin © Vincent Leifer

Seit 1997 ist Ralf Dörnen Ballettdirektor und Chefchoreograf des BallettVorpommern, für das er über 60 Ballette kreierte. Als Gast inszenierte er das Ballett „Verklärte Nacht“ an der Semperoper in Dresden, das auch vom Aalto Ballett Essen und am Nationaltheater Brno (Tschechien) getanzt wurde. 2006 inszenierte Ralf Dörnen mit „Death in Venice“ seine erste Oper. ER erhielt folgende Auszeichnungen: Rubenow-Medaille der Universitäts- und Hansestadt Greifswald (2005); Nominierung seiner Choreografie „Endstation Sehnsucht“ für den Theaterpreis DER FAUST (2009); Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern (2016).

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Rhapsody in Gershwin Choreografie: Ralf Dörnen Anzahl der Tänzer*innen: 13 Bühnenmaße: ca. 150 m² Dauer: ca. 120 Min. Casanova Choreografie: Ralf Dörnen Anzahl der Tänzer*innen: 12 + 1 Schauspieler Bühnenmaße: ca. 150 m² (Drehbühne) Dauer: ca. 120 Min.

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KONTAKT RALF DÖRNEN

Ralf Dörnen

Ralf Dörnen erhielt seine Ballettausbildung am Institut für Bühnentanz in Köln und an der Hamburgischen Staatsoper. Es folgte ein Engagement am Hamburg Ballett, ab 1986 als Solist. Von 1993 bis 1997 war er freischaffender Choreograf u. a. an der Staatsoper Hamburg, am Oldenburgischen Staatstheater, an den Städtischen Bühnen Bielefeld sowie in Portugal, Griechenland und im Senegal.

r.doernen@theater-vorpommern.de Franziska Lüdtke f.luedtke@theater-vorpommern.de www.theater-vorpommern.de


BALLETT DES NORDHARZER STÄDTEBUNDTHEATER „Tanz ist seit Beginn der menschlichen Zivilisation ein wichtiger Teil von Zeremonien, Ritualen und Festen. Dies möchten mein Ensemble und ich dem/r Zuschauer*in stets in Erinnerung rufen.“ Can Arslan

PORTRÄT Das Ballettensemble des Nordharzer Städtebundtheaters besteht aktuell aus vier Tänzerinnen und vier Tänzern. Der Schwerpunkt der Arbeit des Ballettensembles liegt auf klassischen Stoffen des Musiktheaters und des Balletts, sowie Kompositionen der klassischen Moderne. Seit einigen Jahren gibt es mit der Plattform ‚Junge Choreographen‘ die Möglichkeit für jedes Ensemblemitglied, eigene Choreografien umzusetzen.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES In der langen Tradition des Halberstädter Musiktheaters war immer auch das Ballett präsent. Unter der Intendanz von Jakob Ziegler gab es 1936 erstmals ein eigenes festengagiertes Ballettensemble von fünf Tänzer*innen, das in jeder Spielzeit auch eigene Tanzabende aufführte. In den 1950er Jahren wurde, unter Inge Ungnad, anstatt Revue und Varieté, die Tradition des klassischen Tanzabends etabliert. In den 1970er und 80er Jahren – unter dem Ballettmeister Peter Tornew und der Ballettmeisterin Christel Schröder – verfügte das Ensemble über bis zu 18 Tänzer*innen. Jaroslaw Jurasz arbeitete von 2003 bis zu seinem Tod im Mai 2014 als Ballettmeister und Choreograf am Nordharzer Städtebundtheater.

CAN ARSLAN Can Arslan debütierte am Nordharzer Städtebundtheater mit „Peer Gynt“. Seit der Spielzeit 2015/16 ist er Ballettdirektor und Choreograf am Städtebundtheater. Sein erstes Engagement als Tänzer führte ihn an die Deutsche Oper Berlin. In den folgenden Jahren hatte er die Möglichkeit, mit den bedeutenden Choreograf*innen Maurice Béjart, Christopher Bruss, Heinz Spoerli, Jirí Kylián, Nacho Duato, Mauro Bigonzetti, Anjelin Preljocaj und Olga Roriz zu arbeiten. Darauf folgten Auftragschoreografien für:

Peer Gynt © Jürgen Meusel

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Carmen Choreografie: Can Arslan Bühnenmaße: ab Portal 8m x 9m Hänsel und Gretel Choreografie: Can Arslan Bühnenmaße: ab Portal 8m x 9m Kammertanzabend (AT) Choreografie: Can Arslan Anzahl der Tänzer*innen: 8 Bühnenmaße: 8m x 7m

Moscow Classical Ballet („Envie”) Scopia Ballet („Carmen” und „Carmina Burana”) Ballett Dortmund („Sakura”) Theater Bremerhaven („Lunar”) Ballett Augsburg („Isis”)

Sebastian Clar

Ballett Magdeburg („Irrgarten”)

s.clar@nordharzer-staedtebundtheater.de

Theater Ulm („By Onself”)

www.harztheater.de

Mainfranken Theater Würzburg („Veritati”) Delattre Dance Company („Lunar” und „Waking Sleep”) Landestheater Schwaben Memmingen („Kanaan, Metal Opera”)

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KONTAKT


BALLETT ROSSA „Mein Wunsch ist es, zeitgenössische Handlungsballette zu kreieren, die die Entwicklung des Balletttheaters vorwärtstreiben und die ein breites Publikum erreichen. Gerade in für die Kultur schwierigen politischen und finanziellen Zeiten ist der Tanz für unsere Gesellschaft unverzichtbar.“ Ralf Rossa

PORTRÄT Das Ballettensemble der OPER HALLE besteht derzeit aus 19 Balletttänzer*innen aus 11 Nationen. Mit zwei Premieren pro Spielzeit setzt das BALLETT ROSSA mit etwa 50 Ballettvorstellungen in der OPER HALLE regional und überregional Akzente. Neben fünf verschiedenen abendfüllenden Ballettabenden pro Spielzeit wirkt es auch in Operetten, Musicals und Opern mit, so auch bei den Händel-Festspielen Halle. Ralf Rossa entwickelte für seine Kompanie zahlreiche Uraufführungen, darunter „Dr. Jekyll and Mr. Hyde“ (2002), „Schlafes Bruder“ (2004), „Endstation Sehnsucht“ (2006), „Amadeus“ (2006), „Peter Pan“ (2008), „Nijinsky“ (2010), „Die Schöne und das Biest“ (2010), „Die Schneekönigin“ (2011), „Das Phantom der Oper“ (2012) und „Die Zähmung der Widerspenstigen“ (2013). Darüber hinaus gehören zum Repertoire des BALLETTs ROSSA auch Choreografien von Youri Vámos, Anna Vita und Jochen Ulrich. Das BALLETT ROSSA erhielt Gastspieleinladungen u. a. nach Strasbourg (Frankreich) (2012) und zur Eröffnungsgala der Tanzwoche Dresden (2013), zur internationalen Ballettgala am Mainfrankentheater Würzburg (2013) und zur Ballettgala im Rahmen des Welttanztages an der Oper Leipzig (2014). Das BALLETT ROSSA festigt durch verschiedenste Sonderveranstaltungsformate die besondere Bindung des Publikums an sein Ballett. Über die Jahre hat sich eine große Fangemeinde gebildet, die bis nach Berlin, Hannover und Hamburg reicht.
 Regelmäßig besuchen Tänzer*innen der Ballettkompanie Schulen der Region und wecken bei Kindern und Jugendlichen die Neugier auf Bewegung und kreativen Tanz.

GROOVIN’ BODIES © Anna Kolata

reografien führten ihn nach Österreich, Norwegen und Frankreich. 2009 inszenierte und choreografierte er in Nizza Glucks „Orphée et Eurydice“.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 GROOVIN’BODIES Choreograf: Ralf Rossa Anzahl der Tänzer*innen: 19 + 2 Musiker

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Ballett und Tanz haben seit der Gründung des Stadttheaters Halle 1886 eine lange Tradition. Erstmals ab den 1950er Jahren erschloss Henn Haas, Schüler von Rudolf von Laban, Kreuzberg und Mary Wigman, mit zahlreichen Uraufführungen neue Stoffe und Ausdrucksformen und prägte über Halles Grenzen hinaus den Inbegriff einer hohen Tanzkultur. Seit 1998 ist Ralf Rossa Ballettdirektor und Chefchoreograf an der OPER HALLE. Das Ballettensemble, das seit März 2001 den Namen seines Ballettchefs trägt, ist eine Sparte der OPER HALLE. Seit 2009 ist die OPER HALLE Teil der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle (Bühnen Halle) mit fünf Sparten. Ralf Rossa öffnet durch seinen fantasievollen Umgang mit literarischen Vorlagen zu einer eigenen Musikauswahl immer wieder Türen in kreatives Neuland.

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RALF ROSSA Ralf Rossa ist seit 1998 Ballettdirektor und Chefchoreograf an der OPER HALLE. Erste eigene Ballette schuf er in Dortmund als Assistent von Youri Vámos. 1994 wurde er Ballettdirektor in Dortmund. In Halle entwickelte er für seine Kompanie mehr als 35 Ballette, darunter zahlreiche Uraufführungen wie „Schlafes Bruder“ „Endstation Sehnsucht“, „Amadeus“ und „Die Schneekönigin“. Ferner inszenierte er an der OPER HALLE die Operette „Im weißen Rössl“, das Mel Brooks-Musical „Young Frankenstein – Frankenstein Junior“ und Bernsteins „West Side Story“. Die „Ballett-Gala“ zeigt ein Best of seiner Kreationen aus den ersten 13 Jahren in Halle. Gastcho

Bühnenmaße:

Vorbühne: 5m x 11m

Hauptbühne: 12,7m x 12m

inkl. je 1 Schlagwerkgruppe links und rechts

Dauer: 105 Min.

KONTAKT Franziska Blech Franziska.Blech@buehnen-halle.de www.buehnen-halle.de


BUNDESJUGENDBALLETT HAMBURG „Mit einem eigenen Repertoire, das Gefühl, Bewusstsein und Ideen der jungen Generation kreativ spiegelt, scheint mir das BUNDESJUGENDBALLETT ideal für die Vermittlung zwischen Jugendkultur, Hochkultur und Bevölkerung. Und es hat einen wichtigen sozialen Aspekt, der eine positive Wirkung nach außen bringen wird.“ John Neumeier

PORTRÄT Das BUNDESJUGENDBALLETT hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2011 als eine wichtige Heimstätte für kreativen Tanznachwuchs in Hamburg etabliert. Als Brücke zwischen Ausbildung und Beruf liegt der Schwerpunkt in der Förderung junger Tanz- und Choreografietalente und ihrer Weiterentwicklung zu vielseitigen Künstler*innen. Als Kompanie ohne feste Spielstätte bringen die acht Tänzer*innen Ballett an Orte und zu Menschen, die mit dieser Kunstform selten in Berührung kommen. Das Ensemble tritt u. a. in Schulen und Kirchen, in Flüchtlingsheimen, Seniorenresidenzen und im Gefängnis oder auch mal im Club auf. Bundesweit und international gastiert das BUNDESJUGENDBALLETT bei diversen Musikfestivals, in Konzerthäusern und Theatern. In einer eigenen Reihe in Hamburg präsentiert die junge Kompanie zu Beginn einer jeden neuen Spielzeit ihr abwechslungsreiches Repertoire. Workshops mit Kindern und Jugendlichen tragen dazu bei, junge und neue Zuschauergruppen für die vermeintlich verstaubte Kunstform Tanz zu begeistern. Das Repertoire des Ensembles wächst stetig. Es reicht von Werken der Ballettgeschichte über Arbeiten mit zeitgenössischen Choreograf*innen bis hin zu eigenen Kreationen. Die klassisch-akademische Technik bleibt dabei immer die Basis der täglichen Arbeit.

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ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES

Makrokosmos © Silvano Ballone

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Ein kleiner Prinz Choreografie: Kevin Haigen, Yuka Oishi, Pascal Schmidt Anzahl der Tänzer*innen: 9 Tänzer*innen, 1 Schauspieler, 1 Erzähler Dauer: ca. 70 Min. Reversal

Das BUNDESJUGENDBALLETT wurde 2011 von John Neumeier gegründet. Es fördert ein Ensemble aus acht professionellen Tänzer*innen zwischen 18 und 23 Jahren für zwei Jahre. Beheimatet ist die junge Kompanie im Ballettzentrum Hamburg. Ihre Aufführungsorte sucht sie sich allerdings immer aufs Neue. Mit John Neumeier steht dem Ensemble einer der weltweit erfolgreichsten Choreografen als Intendant vor. Kevin Haigen ist als künstlerischer und pädagogischer Leiter u. a. für das tägliche Training und die umfassende künstlerische Erziehung der Tänzer*innen verantwortlich. Das BUNDESJUGENDBALLETT wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, den Tourbus sponsert die Volkswagen AG und den Tanzboden die Firma Harlequin.

Choreografie: Andrey Kaydanovskiy

JOHN NEUMEIER

Lukas Onken

Seit 1973 ist John Neumeier Direktor und Chefchoreograf des Hamburg Balletts, seit 1996 zudem Ballettintendant. Den ersten Ballettunterricht erhielt er in seiner Heimatstadt Milwaukee/Wisconsin (USA), in Kopenhagen (Dänemark) und an der Royal Ballet School London (Großbritannien). 1963 wurde er am Stuttgarter Ballett engagiert, 1969 ging er als Ballettdirektor nach Frankfurt. John Neumeier erhielt viele Auszeichnungen und seine Choreografien befinden sich im Repertoire zahlreicher renommierter Ballettkompanien weltweit – sein Œuvre umfasst über 150 Ballette verschiedener Gattungen. 1978 gründete John Neumeier die Ballettschule des Hamburg Balletts. 2006 errichtete er die Stiftung John Neumeier und gründete 2011 das BUNDESJUGENDBALLETT, dem er als Intendant vorsteht.

Anzahl der Tänzer*innen: 8 Dauer: ca. 11 Min. Eine feste Burg Choreografie: Zhang Disha Anzahl der Tänzer*innen: 8 Dauer: ca. 13 Min.

KONTAKT lukas.onken@bundesjugendballett.de www.bundesjugendballett.de


HAMBURG BALLETT „Das Hamburg Ballett ist eine klassisch-kreative Kompanie. In diesem Sinne besteht das wesentliche künstlerische Ziel darin, neue zeitgenössische Formen für das abendfüllende Ballett zu finden und sie in den Kontext der klassischen Ballett-Tradition zu stellen.“ John Neumeier

PORTRÄT Das Repertoire des Hamburg Balletts ist maßgeblich durch die Werke des Ballettintendanten und Chefchoreografen John Neumeier geprägt. Es reicht von Neufassungen historischer Handlungs- und Märchenballette über Literaturadaptionen bis hin zu Werken zu sinfonischer und sakraler Musik. Die Spielzeit 2016/17 steht im Zeichen der russischen klassischen Kulturtradition. Neuinterpretationen der Ballettpartituren von Tschaikowsky und Prokofjew sind ebenso zu erleben wie choreografische Adaptionen von Meisterwerken der russischen Literatur. Den Auftakt bildete die Wiederaufnahme von John Neumeiers Signaturstück „Nijinsky“, ein bewegendes Portrait des legendären polnisch-russischen Tänzers und Choreografen Vaslav Nijinsky, der den Tanz des 20. Jahrhunderts revolutionierte. Mit großem Erfolg fand am 4. Dezember 2016 die Deutschlandpremiere von „Das Lied von der Erde“ statt. John Neumeiers Ballett mit Gustav Mahlers ergreifendster und erhabenster Sinfonie wurde 2015 mit dem Ballett der Pariser Oper (Frankreich) uraufgeführt. Am 26. Februar 2017 kehrt „Die Möwe“, John Neumeiers choreografische Interpretation von Anton Tschechows Theaterstück, zurück auf die Bühne. Zum Auftakt der 43. Hamburger Ballett-Tage präsentiert John Neumeier am 2. Juli 2017 seine Sicht auf ein weiteres Meisterwerk der russischen Literatur: „Anna Karenina“ von Leo Tolstoi zu Musik von Peter I. Tschaikowsky und Alfred Schnittke. Darüber hinaus wird das Hamburg Ballett in einer Vielzahl an Repertoirestücken auf seiner Heimatbühne sowie bei nationalen und internationalen Gastspielen zu erleben sein.

Nijinsky © Kiran West

London (Großbritannien). 1963 wurde er am Stuttgarter Ballett engagiert, 1969 ging er als Ballettdirektor nach Frankfurt. John Neumeier erhielt viele Auszeichnungen und seine Choreografien befinden sich im Repertoire zahlreicher renommierter Ballettkompanien weltweit – sein Œuvre umfasst über 150 Ballette verschiedener Gattungen. 1978 gründete John Neumeier die Ballettschule des Hamburg Balletts. 2006 errichtete er die Stiftung John Neumeier und gründete 2011 das BUNDESJUGENDBALLETT, dem er als Intendant vorsteht.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Das Lied von der Erde

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Seit 1973 leitet John Neumeier das Hamburg Ballett und hat die rund 60-köpfige Kompanie zu weltweitem Ruhm geführt. Kreative Arbeitsstätte ist das 1989 eingeweihte Ballettzentrum in Hamburg-Hamm. Heimatbühne ist die Hamburgische Staatsoper. Weltweite Gastspiele haben das Hamburg Ballett zu einem wichtigen Kulturbotschafter Deutschlands gemacht.

Anzahl der Tänzer*innen: 30 Dauer: 85 Min. Anna Karenina Choreografie: John Neumeier Anzahl der Tänzer*innen: N.N.

Seit 1973 finden regelmäßig John Neumeiers Ballett-Werkstätten statt. Das Ende der Saison markieren seit 1975 die Hamburger Ballett-Tage, die das aktuelle Repertoire sowie eine Gastkompanie präsentieren und mit der international besetzten Nijinsky-Gala enden.

Dauer: N.N.

Bei der Reihe „Junge Choreografen“ schaffen Ensemblemitglieder eigene Werke. Die Kompanie des Hamburg Ballett besteht zu rund 80 % aus Absolvent*innen der Ballettschule des Hamburg Ballett.

Dauer: 140 Min.

JOHN NEUMEIER TANZLAND READER

Choreografie: John Neumeier

Seit 1973 ist John Neumeier Direktor und Chefchoreograf des Hamburg Balletts, seit 1996 zudem Ballettintendant. Den ersten Ballettunterricht erhielt er in seiner Heimatstadt Milwaukee/Wisconsin (USA), in Kopenhagen (Dänemark) und an der Royal Ballet School

Nijinsky Choreografie: John Neumeier Anzahl der Tänzer*innen: 64

KONTAKT Katerina Kordatou katerina.kordatou@hamburgballett.de www.hamburgballett.de


BALLETT DER STAATSOPER HANNOVER „Ich suche sowohl in Handlungsballetten als auch in reinen Tanzstücken nach neuen Formen und möchte die individuellen Persönlichkeiten meines Ensembles in den unterschiedlichen Facetten des Tanzes zur Geltung bringen.“ Jörg Mannes

PORTRÄT Das Ballett der Staatsoper Hannover präsentiert ein breites Spektrum zwischen reinem Tanz und Handlungsballett. In jeder Saison bietet der Spielplan mindestens drei Neuproduktionen und ebenso viele Wiederaufnahmen, in denen das Ensemble seine Individualität und Vielseitigkeit unter Beweis stellt. Alle Tänzer*innen zeichnen sich durch eine profunde klassische Basis gepaart mit einer starken zeitgenössischen Technik aus. Das Ballett der Staatsoper Hannover tourt erfolgreich im In- und Ausland. Neben den Kreationen von Ballettdirektor Jörg Mannes tanzt die Kompanie auch Werke international renommierter Choreograf*innen sowie Auftragschoreografien. Regelmäßig präsentieren sich Ensemblemitglieder als Choreograf*innen, sowohl in Produktionen des Musiktheaters als auch im Rahmen des Ballettspielplans. Das Ballett der Staatsoper Hannover hat seit seinem Neustart 2006/07 eine Reihe spezieller Aktivitäten ins Leben gerufen. Dazu zählen Ballettfassungen ‚für Kids‘ unter Beteiligung von Kindern auf der Bühne, Schulbesuche und Workshops von Ensemblemitgliedern, Schul- und Universitätspraktika, Bühnenaufführungen in Partnerschaft mit einer integrierten Gesamtschule, Kooperationen mit der Hochschule Hannover und dem Conservatoire de Rouen (Frankreich) u. v. m. Der Kurs ‚Die Spätbewegten‘ richtet sich an Menschen ab 45 Jahren ‚Ballett.begeistert‘ an der VHS Hannover findet seit 2009 statt. Im Rahmen der Vernetzung mit der freien Szene soll die Zusammenarbeit mit TANZtheater INTERNATIONAL in Think Big, einem Residenzprogramm für junge Choreograf*innen, hervorgehoben werden.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Das Ballett der Staatsoper Hannover steht seit der Spielzeit 2006/07 unter der künstlerischen Leitung von Ballettdirektor Jörg Mannes. Steven Markusfeld als Betriebsdirektor des Balletts, die Ballettmeister*innen und Choreografieassistent*innen Monica Caturegli und Mathias Brühlmann sowie die Dramaturgin Brigitte Knöß stehen ihm als Team zur Seite. Das Ensemble besteht derzeit aus 29 Tänzer*innen aus 13 Nationen.

Gefährliche Liebschaften © Gert Weigelt

2010 in die Endausscheidung für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in den Kategorien Choreografie und Darstellerische Leistung Tanz. Von 2001 bis 2004 war Mannes als Chefchoreograf am Stadttheater Bremerhaven und von 2004 bis 2006 in der gleichen Position am Landestheater Linz tätig, bevor er mit Beginn der Saison 2006/07 als Ballettdirektor an die Staatsoper Hannover wechselte.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Gefährliche Liebschaften Anzahl der Tänzer*innen: 30 Bühnenmaße: 12m Portal + 15m x 18m Dauer: ca. 120 Min. Daphnis und Chloé / Sinfonie Nr. 8 Anzahl der Tänzer*innen: 30 Bühnenmaße: 12m Portal + 15m x 18m Dauer: ca. 150 Min.

JÖRG MANNES

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Jörg Mannes erhielt seine Ausbildung an der Ballettschule der Wiener Staatsoper (Österreich), die er in Monte Carlo (Monaco), London (Großbritannien) und New York (USA) komplettierte. 1985 wurde er Mitglied des Balletts der Wiener Staatsoper. Ein Rudolf Nurejew-Stipendium ermöglichte ihm einen sechsmonatigen Aufenthalt an der Opéra de Paris (Frankreich). 1991 engagierte Heinz Spoerli ihn als Solotänzer an die Deutsche Oper am Rhein. Sein Debüt als Choreograf gab Mannes 1994 in Düsseldorf. Gastchoreografien führten ihn u. a. mehrfach nach Montréal (Kanada), Indianapolis (USA) und an das Bolschoi Theater Moskau (Russland), zuletzt an das Badische Staatstheater Karlsruhe und die Bayerische Staatsoper. In internationalen Choreografie-Wettbewerben wurde Mannes wiederholt ausgezeichnet. Sein Ballett „Gefährliche Liebschaften“ kam

KONTAKT Steven Markusfeld steven.markusfeld@staatstheater-hannover.de www.staatstheater-hannover.de


DANCE COMPANY NANINE LINNING / THEATER HEIDELBERG „Tanz ist Energie gepaart mit Ideen, eingefangen in einer Koproduktion von Publikum, Tänzer*innen, die jeden Abend neu entdeckt und definiert wird.“ Nanine Linning

PORTRÄT Die niederländische Choreografin Nanine Linning verlässt mit ihrer zeitgenössischen Kompanie durch den intensiven Einbezug von Design, Video, Musik, Bildender Kunst und Mode bewusst gewohnte theatrale Pfade: Spartenübergreifend und multidisziplinär bietet die Verbindung von Tanz mit Oper, Konzert und Installationen einen Variantenreichtum an Bühnenformaten, in denen etwa auch Orchester, Chöre und Gesangssolist*innen an der Choreografie teilhaben. Ferner zeichnen sich die Produktionen durch einen sehr physischen Ansatz und ausgefallenes Bewegungsmaterial aus. Nanine Linning entwirft raue, zugleich poetische Stücke, die sich auf menschliche Instinkte, Triebe und Gefühle ebenso beziehen wie auf kulturgeschichtliche und sozialkritische Aspekte. Die abendfüllenden Tanzproduktionen sind bei aller Abstraktheit durch eine starke, eingängige Bild- und Bewegungssprache geprägt und vermögen durch ihren weiten Assoziationsraum und ihr hohes Identifikationspotenzial als ein alle Sinne ansprechendes Erlebnis zu begeistern. Das international aufgestellte Ensemble von zwölf Tänzer*innen lässt das Publikum unmittelbar an den Gefühlswelten teilhaben. Die enge Kooperation mit diversen international renommierten Künstler*innen spiegelt den breiten Aktionsradius der Kompanie wieder, der in europäischen Koproduktionen, verstärkter Gastspieltätigkeit, Fernsehdokumentationen oder der exklusiven Beteiligung an einem TV-Werbespot für Designer-Fashion besteht.

BACON © Kalle Kuikkaniemi

ist Mitglied im künstlerischen Leitungsteam der TANZBIENNALE HEIDELBERG sowie des Choreographischen Centrums Heidelberg. Im Juni 2016 wurde sie zur künstlerischen Leiterin des Internationalen Wettbewerbs für Choreografie in Hannover ernannt.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 KHÔRA Choreografie: Nanine Linning

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Unter der Intendanz von Holger Schultze wurde mit der Dance Company Nanine Linning zur Spielzeit 2012/13 wieder erfolgreich eine feste Kompanie am Theater und Orchester Heidelberg etabliert. Ihre erste Heidelberger Produktion „ZERO“ wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen und wie „VOICE OVER“ im Jahr zuvor für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Mit den Produktionen „ENDLESS“ und „HIERONYMUS B.“ wurde dieser Erfolgskurs fortgesetzt. Mit ein bis zwei Uraufführungen pro Jahr begeistert das Ensemble seitdem nicht nur bei den hochfrequentierten Vorstellungen am Heidelberger Theater, sondern auch ein breites Publikum bei Gastspielen in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Russland und der Schweiz. Zuvor war die Kompanie am Theater Osnabrück ansässig.

Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühnenmaße: 16m x 12m Dauer: 75 Min. BACON Choreografie: Nanine Linning Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: 14m x 12m Dauer: 60 Min. HIERONYMUS B. Choreografie: Nanine Linning Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühnenmaße: 16m x 12m

NANINE LINNING

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Nanine Linning absolvierte ihr Choreografiestudium an der Rotterdamer Tanzakademie (Niederlande). Bereits zu dieser Zeit assistierte sie William Forsythe und Dana Caspersen. Seit 2001 war sie Hauschoreografin des Rotterdamer Scapino Balletts, das sie 2006 verließ, um sich auf die Arbeit ihrer eigenen Kompanie NANINELINNING.NL zu konzentrieren. 2009 wurde sie als künstlerische Leiterin und Chefchoreografin ans Theater Osnabrück berufen. Seit ihrem Wechsel nach Heidelberg 2012 ist sie zudem Vorstandsvorsitzende der TanzSzene Baden-Württemberg e.V. Sie

Dauer: 150 Min.

KONTAKT Thomas Guggi tanzmanagement@heidelberg.de www.theaterheidelberg.de www.naninelinning.nl


BALLETT AM THEATER HOF „Das Ballett am Theater Hof vermischt klassischen Stil mit Moderne, lässt beides ineinander fließen und sich gegenseitig befruchten.“ Barbara Buser

PORTRÄT Sechs Tänzerinnen und sechs Tänzer bilden das Ballettensemble des Theater Hof. Die Kompanie deckt eine große Bandbreite ab, von der Mitwirkung in Musical, Operette und Oper über die Gestaltung eigener Ballettabende auf der Großen Bühne als auch hautnah im Studio. So müssen die Tänzer*innen flexibel und wandelbar sein und Techniken von klassisch im Spitzenschuh bis hin zu zeitgenössischem Tanz beherrschen. Diese verschiedenen Stile vermischen sich, was den besonderen Reiz ausmacht. Die Arbeit und der Austausch mit Gastchoreograf*innen erweitern zudem den Horizont der Kompanie. Dank der geringen Größe des Ensembles ist jede/r Tänzer*in auch solistisch tätig. Diverse Uraufführungen prägten die letzten Spielzeiten, u. a. „Endstation Sehnsucht“ oder das Rockballett „Beatles – Das weiße Album“ mit Live Band und Sängerin auf der Bühne. Das große Projekt der Spielzeit 2014/15 ist Tschaikowskys „Schwanensee“ in einer ganz eigenen Hofer Interpretation. In jeder Spielzeit gibt es außerdem einen Ballettabend im Studio, bei dem die Tänzer*innen selbst die Gelegenheit haben, sich als Choreograf*innen zu probieren und zu entwickeln.

Le sacre du printemps © H. Dietz Fotografie

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Expressions – Ballett im Studio VI Choreografien der Hofer Kompanie Anzahl der Tänzer*innen: 12

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Seit 1995 tanzt das Ballett am Theater Hof unter der Leitung von Ballettdirektorin Barbara Buser. Bis zu diesem Zeitpunkt lag der Schwerpunkt des Ensembles auf klassischem Stil, seit 1995 entwickelt sich der Stil stetig Richtung Moderne, ohne dabei jedoch die klassischen Wurzeln zu vergessen. Eher wird eine Vermischung der verschiedenen Tanzsprachen angestrebt. Seit 2007 arbeitet Barbara Buser vermehrt mit Gastchoreograf*innen zusammen, die den Ballettabend im Großen Haus gestalten, darunter Antonio Gomes, Ricardo Fernando, Marc McClain u. a. Das sorgt für Austausch, Inspiration und ‚frische Farbe‘.

Bühnenmaße: ca. 11m x 7m Dauer: ca. 90 Min. On The Rock(s)! Choreografie: Kurt Schrepfer Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühnenmaße: 18,50m x 15,30m Dauer: ca. 100 Min. Tango! Choreografie: Barbara Buser und Ensemble Anzahl der Tänzer*innen: 12

BARBARA BUSER

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Barbara Buser, geboren in Niederdorf (Schweiz), studierte an der Theatertanzschule St. Gallen (Schweiz) und hatte am Theater St. Gallen ihr erstes Engagement als Tänzerin. Im Jahr 1987 begab sie sich mit der Paraguay Junior Company auf Argentinien-Tournee. In den Folgejahren war Barbara Buser Ensemblemitglied des Kammerballett Schweiz (1988-92) und bis 1994 am Theater Stralsund. Seit 1995 arbeitet sie am Theater Hof – zunächst als Choreografin und Assistentin des Ballettdirektors, seit 2007 ist sie selbst Ballettdirektorin des Ensembles. Ihren ersten abendfüllenden Ballettabend kreierte Barbara Buser 2013 mit der Uraufführung von „Endstation Sehnsucht“. Ebenfalls im Jahr 2013 choreografierte sie den Ballettabend „Piaf“.

Bühnenmaße: 11m x 7m Dauer: ca. 90 Min.

KONTAKT Andreas Bühring dispo@theater-hof.de www.theater-hof.de


PFALZTHEATERTANZ „Tanz ist für mich eine nonverbale Kommunikationsform, die grenzüberschreitend und universell verständlich ist. Ich möchte seine Grenzen, all seine Facetten und Möglichkeiten ausloten.“ James Sutherland

PORTRÄT Mit Beginn der Spielzeit 2016/17 fand ein Umbruch in der Sparte Tanz am Pfalztheater Kaiserslautern statt – nach einer Saison mit zwei Choreographers in Residence wurde mit James Sutherland ein neuer Direktor und Chefchoreograf der Sparte Tanz berufen, der nun ein Ensemble mit jeweils sechs Tänzer*innen aus sieben Nationen führt. Die junge Kompanie widmet sich vor allem dem zeitgenössischen Tanz. Neben den eigenen Produktionen auf der Werkstattbühne und im Großen Haus wirkt das Ensemble Tanz weiterhin regelmäßig in verschiedenen Musiktheaterproduktionen des Hauses mit. Darüber hinaus wurde die Kompanie schon jetzt zu renommierten Tanzgalen eingeladen und präsentiert sich u. a. bei Gauthier Dance in Stuttgart und am Staatstheater Nürnberg.

JAMES SUTHERLAND James Sutherland wurde in Schottland geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Rambert School of Ballet in London (Großbritannien). Bis 1990 war er Tänzer beim Baseler Ballett (Schweiz) unter Heinz Spoerli. Sutherland ist als freischaffender Choreograf seit Mitte der 1980er Jahre tätig, unter anderem für das Stuttgarter Ballett, die Staatstheater in Wiesbaden, Kassel und Schwerin sowie für das Ballett der Nationaloper Ankara (Türkei). Von 2002 bis 2015 war er Ballettdirektor in Pforzheim. In der Spielzeit 2015/16 war James Sutherland bereits Choreographer in Residence am Pfalztheater Kaiserslautern, bevor er hier 2016/17 seine Stelle als neuer Direktor der Sparte Tanz und Chefchoreografie antrat. .

Same Time Tomorrow © Stephan Walzl

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Same Time Tomorrow Choreografie: James Sutherland Anzahl der Tänzer*innen: 10 Dauer: 95 Min.

KONTAKT Annette Radenheimer a.radenheimer@pfalztheater.bv-pfalz.de Elias Glatzle e.glatzle@pfalztheater.bv-pfalz.de

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www.pfalztheater.de


TANZENSEMBLE DES STAATSTHEATERS KASSEL „Die Motivation zu meiner Arbeit liegt in der Faszination der Widersprüche unserer Welt und ist geprägt vom Austausch mit unterschiedlichen Künstler*innen. Auf dieser Basis und im Dialog mit den Tänzer*innen erarbeite ich unsere Stücke.“ Johannes Wieland

PORTRÄT Das Tanzensemble unter der Direktion von Johannes Wieland hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich als Kunstsparte immer wieder neu zu erfinden, um neue Wege der Präsentation und Produktion zu finden. Das physisch sowie intellektuell Mögliche soll gewagt werden, um relevante Fragen an die Gesellschaft und an das menschliche Sein zu verhandeln. Die Tanztheaterkompanie des Staatstheaters Kassel setzt sich aus zwölf festen Tänzerpositionen und immer wieder zahlreichen internationalen Gästen zusammen. Tanzdirektor Johannes Wieland arbeitet zusammen in einem Team mit dem Tanzdramaturgen und Produktionsleiter Dr. Thorsten Teubl und der Proben- und Trainingsleiterin Lauren Rae Mace. Tanztheaterpädagogin Agnetha Jaunich betreut Tanzclubs sowie Schulkooperationen und Tanz-Workshops für Laien. Ein besonderes Anliegen der Sparte ist es, sich für das Publikum zu öffnen und einen Blick in den Entstehungsprozess der Stücke zu ermöglichen. Dafür nutzt das Ensemble Formate wie Tage der offenen Tür, offene Proben und Teilnahme an ausgewählten Trainingstagen.

Erzengel © Nils Klinger

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 marianengraben Choreografie: Johannes Wieland

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Die Ballett- und Tanztradition in Kassel reicht zurück bis tief ins 18. Jahrhundert. Nach der Eröffnung eines neuen Staatstheater-Gebäudes am Friedrichsplatz 1959 sorgten in den 1960er Jahren zunächst Robert Mayer und dann insbesondere sein Nachfolger André Doutreval als Ballettmeister dafür, dass die Sparte innerhalb des Hauses mehr Gewicht bekam und ausverkaufte Vorstellungen sicherte. Ihnen folgten 1999 bis 2001 Hennig Paar, ab 2001 Ana Mondini und 2004/05 Kou-Chu Wu. Seit der Spielzeit 2006/07 ist Johannes Wieland Tanzdirektor am Staatstheater Kassel. Unter seiner Direktion hat sich das Ensemble mit zahlreichen Uraufführungen ein breites Repertoire des Zeitgenössischen Tanztheaters erarbeitet und durch die Zusammenarbeit mit internationalen Gastchoreograf*innen eine Vielfalt an choreografischen Handschriften angeeignet.

you will be removed Choreografie: Johannes Wieland EMOJI IKIMONO Choreografie: Annamari Keskinen I SHARE THEREFORE I AM Choreografie: Evangelos Poulinas erzengel AFTER LETHE Choreografie: Maxine Doyle EREIGNISHORIZONT Choreografie: Johannes Wieland

JOHANNES WIELAND

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Johannes Wieland ist ehemaliger Solist des Béjart Ballet Lausanne (Frankreich) und der Berliner Staatsoper. 2002 gründete er in New York (USA) seine eigene Kompanie johannes wieland. Das Dance Magazine führte ihn im Januar 2003 unter den 25 erfolgversprechendsten Tänzer*innen/Choreograf*innen des Jahres auf. Sein Duett „shift“ erhielt 2004 den Essener Kurt-Jooss-Förderpreis. Im selben Jahr gehörte er auch zu den Siegern des internationalen Choreografie-Wettbewerbs des Hubbard Street 2 in Chicago (USA). Darüber hinaus war er stellvertretender künstlerischer Direktor von Paradigm, New York (USA) und ist weltweit als Gastchoreograf und Lehrer für Tanzkompanien und Schulen tätig (bspw. an der Juilliard School of Music, New York, USA). Er ist Träger eines BFA der Universität von Amsterdam (Niederlande) und eines MFA der New York University/ Tisch School of the Arts.

KONTAKT Dr. Thorsten Teubl tanz@staatstheater-kassel.de www.staatstheater-kassel.de


BALLETT KIEL „Das Spannende an einer neuen Arbeit sind die verschiedenen, interagierenden Energien. In meiner Kompanie in Kiel habe ich eine Vielzahl besonderer Tänzer*innen, die mich in meiner Arbeit inspirieren und an jedem Werk ihren Anteil haben. Jede neue Kreation ist ein Abenteuer, ein Weg in eine neue Richtung, der die Tänzer*innen und mich vorwärtsbringt.“ Yaroslav Ivanenko

PORTRÄT Das Ballett Kiel ist eine junge Kompanie, bestehend aus zehn Frauen und neun Männern im Alter von 19 bis 30 Jahren. Durch die breit gefächerte Ausbildung der Tänzer*innen fühlt sich das Ensemble sowohl in klassischen und neoklassischen als auch in zeitgenössischen Stücken zu Hause. Pro Spielzeit erarbeitet das Ballett Kiel zwei große Premieren im Opernhaus, hinzu kommen ein bis zwei kleinere Premieren („Junge Choreografen“, Tanzstücke mit Gastchoreograf*innen) auf anderen Bühnen des Theaters. Des Weiteren finden Auftritte an anderen prägnanten Orten Kiels wie der Kunsthalle oder im Rahmen des Bootshafen-Sommers statt. In der Spielzeit 2012/13 begann eine Kooperation des Theaters Kiel mit dem Theater Lübeck, in deren Rahmen eine Ballettproduktion des Kieler Ensembles in Lübeck gezeigt wird (2012/13: „Der Nussknacker“, 2014/15: „Schwanensee“). Neben Kreationen von Yaroslav Ivanenko – u. a. Tschaikowskys „Nussknacker“ (2011/12), „Drei Schwestern“ nach Anton Tschechow (2011/12), dem „Verdi-Requiem“ (2012/13, in Zusammenarbeit mit der Oper Kiel) oder „Schwanensee“ (2013/14) – umfasst das Repertoire des Balletts Kiel Werke von Natalia Horecna, Georg Reischl, Lucinda Childs und Marguerite Donlon.

Coppelia © Olaf Struck

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Dornröschen Choreografie: Yaroslav Ivanenko Anzahl der Tänzer*innen: 19 + 5-7 Gäste + 12 Statist*innen Bühnenmaße: ca. 13m x 15m

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Tanz hat in Kiel eine lange Tradition. Nach der Tanztheaterausrichtung unter Stephan Thoss (1998 bis 2001) und Mario Schröder (2001 bis 2010) hat Ballettdirektor Yaroslav Ivanenko seit 2011 mit seiner Partnerin Heather Jurgensen als stellvertretender Ballettdirektorin und Erster Ballettmeisterin eine sowohl im klassischen und neoklassischen als auch im zeitgenössischen Stil versierte Kompanie aufgebaut, die in jeder Spielzeit neue Aspekte des Bühnentanzes eröffnet. Die individuelle Bewegungssprache Ivanenkos, die von feinsinnig-verspielten bis hin zu kraftvoll-akrobatischen Elementen reicht, verbindet sich dabei auf kongeniale Weise mit den vielfältigen Talenten der Tänzer*innen.

Dauer: 140 Min. Coppélia Choreografie: Yaroslav Ivanenko Anzahl der Tänzer*innen: 19 + 2 Gäste Bühnenmaße: ca. 13m x 15m Dauer: 100 Min. A day in the life/Dreamcatcher (AT) Choreografie: Trey McIntyre, Can Arslan Anzahl der Tänzer*innen: N.N. Bühnenmaße: ca. 13m x 15m

YAROSLAV IVANENKO

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Yaroslav Ivanenko wurde in Kiew (Ukraine) geboren und erhielt seine Ausbildung am Nationalen Konservatorium der Künste Kiew. Nach Engagements in der Ukraine, Tschechien und der Slowakei kam Yaroslav Ivanenko 1998 zum Hamburg Ballett, wo er bis Ende 2010 in zahlreichen Solopartien zu sehen war. Seit der Spielzeit 2011/12 leitet er als Ballettdirektor und Chefchoreograf das Ballett Kiel. Für seine Choreografien erhielt Ivanenko mehrfach Preise und Auszeichnungen, z. B. beim Internationalen Wettbewerb Serge Lifar in Kiew oder dem Prix Dom Perignon. Viele Werke entstanden in Zusammenarbeit mit kammermusikalischen Ensembles wie dem Vertavo String Quartet, dem Ensemble Resonanz sowie dem Ensemble Sarband und wurden bei Musik- und Tanzfestivals im In- und Ausland aufgeführt. Als Choreograf und Tänzer ist er gern gesehener Gast in England, Portugal, der Ukraine, der Slowakei, Japan und den USA.

Dauer: ca. 70 Min.

KONTAKT Daniela Roth daniela.roth@kiel.de www.theater-kiel.de


THEATER KOBLENZ „In dem Augenblick, in dem die Präzision des Wortes nicht mehr für die Beschreibung eines emotionalen Zustandes ausreicht, kann der Tanz alles erzählen.“ Steffen Fuchs

PORTRÄT Das Ballett des Theaters Koblenz besteht aus 14 Tänzer*innen aus 10 Nationen. Seit der Spielzeit 2011/12 leitet Steffen Fuchs die Kompanie. Neben der Neuinterpretation der klassischen Handlungsballette bilden symphonische Kreationen eine wichtige Säule des Repertoires. Dabei bricht Fuchs auf humorvolle Weise immer wieder die schöne Linie des neoklassischen Bewegungskanons, während er der Intention des Komponisten choreografisch folgt. Außerdem verwischen in den Koblenzer Tanzabenden oft die Grenzen zwischen zeitgenössischem Tanz und klassischem Ballett. Die Arbeiten von Gastchoreograf*innen mit den Tänzer*innen erweitert und vervollständigt das Repertoire der Kompanie. Während im „Theatersamstag/Ballett“ den Zuschauer*innen mehrmals in der Spielzeit die Möglichkeit gegeben wird, anhand von lecture demonstrations im Ballettsaal mehr über die Arbeit der Kompanie und das Entstehen von Choreografien zu erfahren, geht das Ballett des Theaters Koblenz mit dem Format „Tanz in der Stadt“ bewusst aus dem Theater heraus, um den urbanen Raum zu erobern. Hierbei gibt es keine festgelegte Choreografie, die Tänzer*innen treten in einen unmittelbaren und damit improvisierten tänzerischen Dialog mit den Orten und den umstehenden Zuschauer*innen.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Bach-Ballett Anzahl der Tänzer*innen: 11 Dauer: 90 Min.

Daneben sind die Tänzer*innen in spartenübergreifenden Produktionen eingebunden und partizipieren so im Musiktheater und Schauspiel. Dadurch ist das Ballett ein fundamentaler Bestandteil des Theaters Koblenz.

Suite für 2 Klaviere / Verklärte Nacht

STEFFEN FUCHS

KONTAKT

Seit 2011 ist Steffen Fuchs Ballettdirektor in Koblenz. Er absolvierte sein Meisterstudium für Choreografie an der Palucca-Hochschule für Tanz in Dresden. Fuchs hat als Choreograf und Trainingsmeister an verschiedenen deutschen Bühnen gearbeitet und war 2006 Choreographer in Residence beim American Dance Festival. 2013 beteiligte sich der Tanzfonds Erbe an Fuchs‘ „Rachmaninow: Suite für zwei Klaviere, op.2” im Rahmen des Ballettabends „Tausend Grüße”.

TANZLAND READER

Mozart. Una Fantasia © Matthias Baus

Anzahl der Tänzer*innen: 14 Dauer: 80 Min.

Steffen Fuchs s.fuchs@theater-koblenz.de www.theater-koblenz.de


BALLETT DES THEATERS KREFELD UND MÖNCHENGLADBACH „Ich möchte Ballette zeigen, die das Publikum durch echten Tanz in Verbindung mit einer Geschichte unmittelbar ansprechen. Mein Tanzstil beruht auf klassischer und moderner Technik mit Jazzelementen und betont Musikalität, natürliche Ausstrahlung, Energie und Kunstfertigkeit.“ Robert North

PORTRÄT Das Ballettensemble des Theaters Krefeld und Mönchengladbach zeigt pro Spielzeit vier abendfüllende Ballettproduktionen mit Choreografien von Robert North auf den großen Bühnen der beiden Häuser, davon zwei Neuinszenierungen. Jeweils zwei Ballettabende pro Spielzeit werden von den Niederrheinischen Sinfonikern begleitet. Das Ensemble hat 16 feste Stellen (acht Damen, acht Herren) und vereint zzt. Tänzer*innen aus zehn Nationen. Bei Bedarf wird das Ensemble durch Verpflichtung von Gästen erweitert. Die künstlerische Ausrichtung ergibt sich aus dem Statement von Robert North, der mit dem Ensemble seit 2007 arbeitet und dabei das Potenzial junger Tänzer*innen zielgerichtet fördert und entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Pianisten und Komponisten André Parfenov entstehen Uraufführungen und Ballettabende mit Klaviermusik als integralem Bestandteil. Die Tänzer*innen wirken auch in Oper, Operette und Musical mit.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES 1950 beschlossen die Städte Krefeld und Mönchengladbach, ein gemeinsames Theater mit den Sparten Musiktheater, Ballett, Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater sowie Konzertwesen zu betreiben und damit das vielfältige Angebot für die Zuschauer in der Region zu erhalten. Seit dieser Theaterfusion arbeitete das Ballettensemble im Laufe der Jahrzehnte unter Leitung von Werner Stammer, Marianne Wick, Wolfgang Winter, Gise Furtwängler, Frank Croszey, Irene Schneider und Madeleine Bart. 1996 wurde Heidrun Schwaarz Ballettdirektorin. Nach ihrem plötzlichen Tod übernahm Robert North die Leitung des Ensembles. Allen Sparzwängen zum Trotz gelang es, das Ballett als selbständige Sparte zu erhalten.

Rhapsodie und Rumba © Matthias Stutte

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Rhapsodie und Rumba Choreografie: Robert North Anzahl der Tänzer*innen: 21 Dauer: ca. 105 Min. Pinocchio Choreografie: Robert North Anzahl der Tänzer*innen: 21 Dauer: ca. 60 min. Sinfonie des Lebens Choreografie: Robert North Anzahl der Tänzer*innen: 21 + 1 Sopranistin Dauer: ca. 110 Min.

ROBERT NORTH

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Robert North erhielt seine Tanzausbildung in London an der Royal Ballet School und am Contemporary Dance Theatre (Großbritannien). Er tanzte u. a. in der Martha Graham Company in New York (USA). 1981 wurde er künstlerischer Leiter des Ballet Rambert (Großbritannien), 1990 Ballettdirektor des Teatro Regio in Turin (Italien). Weitere Stationen als künstlerischer Leiter waren das Gothenburg Ballet (Schweden), Corpo di Ballo Dell‘Arena di Verona (Italien) und das Scottish Ballet (Großbritannien). North schuf über 100 eigene Choreografien, u. a. „The Annunciation“, „Romeo und Julia“, „Elvira Madigan“, „Living in America“, „The Russian Story“, „Fado / Bolero“, „Carmen“ und „Verlorene Kinder“. Robert North hat mit über 95 Kompanien weltweit gearbeitet. Er gewann zahlreiche Preise, u. a. den Golden Prague Award für „For My Daughter“.

Teufelskreis Choreografie: Robert North Anzahl der Tänzer*innen: 20 Dauer: ca. 60 Min.

KONTAKT Manuel Gross manuel.gross@theater-kr-mg.de www.theater-kr-mg.de


BALLETT LÜNEBURG „Ich bin stets auf der Suche nach einem Tanz, der aus der Einsamkeit des Menschen entsteht, und glaube, dass es eine existenzielle Not gibt, sich jemandem oder auch nur sich selbst mitteilen zu müssen. In meinen Arbeiten versuche ich dem/r Zuschauer*in die Möglichkeit zu geben, den anderen dabei zu beobachten und mit ihm oder ihr auf geheimnisvolle Weise zu kommunizieren.“ Olaf Schmidt

PORTRÄT Das Ballett Lüneburg hält vier Produktionen pro Spielzeit bereit und besteht aus zehn Solist*innen, die ein breites Spektrum von Tanzstilen in ihrem Repertoire vereinen. Neoklassische Bewegungsformen und moderner zeitgenössischer Tanz werden durch tanztheatralische Momente ergänzt. Kreativität und Persönlichkeit sind besondere Stärken der Tänzer*innen aus zehn Ländern, die trotz großer künstlerischer Individualität ein sehr geschlossen auftretendes Ensemble bilden. Im Repertoire stehen überwiegend handlungsorientierte Tanzstücke, die eine differenzierte Darstellung erfordern. In regelmäßigen Ballettwerkstätten wird der zeitgenössische Tanz dem Publikum nahe gebracht und die Tänzer*innen haben die Möglichkeit in einer vierten sparteneigenen Produktion eigene Choreografien zu präsentieren. Tanzprojekte mit Jugendlichen und älteren Menschen finden am Theater kontinuierlich statt. Die Kompanie tritt an ca. 20 Abenden auch in Musicalproduktionen des Theaters auf. Das Training, das u. a. auch von Gastlehrer*innen gegeben wird, ist überwiegend klassisch, seit Neuestem aber auch einmal pro Woche modern.

Aladin © t&w/ Hans-Jürgen Wege

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Schneewittchen Choreografie: Olaf Schmidt

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Das Ballett des Theaters Lüneburg wird seit der Spielzeit 2013/14 von Olaf Schmidt geleitet. Seine Produktionen „Kaspar Hauser“, „Drei Schwestern“ und „Orestie“ überzeugten nicht nur das Lüneburger Publikum, sondern auch die Fachpresse: als ‚Ballettwunder vor den Toren Hamburgs‘ überzeugt das zehnköpfige Ensemble jährlich mit drei Premieren im großen Haus sowie einer Produktion der jungen Choreograf*innen im T3. Hier finden auch die Familienballette „Aladin“, „Schneekönigin“ und „Pinocchio“ statt und erobern die Herzen der jüngeren Zuschauer*innen. Olaf Schmidt vertraut bei seinen meist abendfüllenden Stücken ganz auf die Persönlichkeiten seiner Tänzer*innen und rückt das Ensemble in den Mittelpunkt jeder Neukreation. Im Januar 2017 feierte das Tanzstück „Die Geschichte von Blanche und Marie“ zur Auftragskomposition von Thomas Dorsch seine erfolgreiche Premiere.

TANZLAND READER

OLAF SCHMIDT Olaf Schmidt studierte zunächst in seiner Heimatstadt Berlin Sport und Biologie, bevor er sich von 1984 bis 1987 an der Ballettakademie Hans Vogel in Berlin zum Tänzer ausbilden ließ. 1987/88 folgte ein Engagement am Bremer Theater sowie als Tänzer am Stadttheater Bern (1988-90). Es folgten Engagements als Solotänzer am Ulmer Theater (1990/91) und am Nationaltheater Mannheim unter Philippe Talard (1991/92). Schon früh begann Olaf Schmidt auch als Choreograf zu arbeiten. Von 1992 bis 1997 wirkte er als Choreograf und Ballettdirektor am Pfalztheater Kaiserslautern. In derselben Position ging er anschließend ans Badische Staatstheater Karlsruhe. Als Gastchoreograf arbeitete er an der Guangdong Modern Dance Company (China), am Teatro Amazonas in Manaus (Brasilien), am Ballet de Zaragoza (Spanien), bei den IMPERFECT Dancern (Italien), an der CIA. Sociedade Masculina und am Bale da Cidade in Sao Paulo (Brasilien). Es folgte ein Engagement als Ballettdirektor am Theater Regensburg, welches acht Jahre dauern sollte. Seit Beginn der Spielzeit 2013/14 ist Olaf Schmidt Ballettdirektor am Theater Lüneburg.

Anzahl der Tänzer*innen 10 Bühnenmaße: 12m x 7m Dauer: 60 Min. Endless Fall – Tango – Bolero Choreografie: Olaf Schmidt Anzahl der Tänzer*innen: 10 Bühnenmaße: 10m x 10m Dauer: 100 Min. Die Geschichte von Blanche und Marie Choreografie: Olaf Schmidt Anzahl der Tänzer*innen: 10 Bühnenmaße: 12m x 10m Dauer: 120 Min.

KONTAKT Olaf Schmidt olaf.schmidt@theater-lueneburg.de www.theater-lueneburg.de


BALLETT MAGDEBURG „Traditionen verantwortungsvoll bewahren und Neues mutig ausprobieren – das ist mein künstlerisches Credo. Stets lasse ich mich von verschiedensten Impulsen aus der Literatur, der bildenden Kunst und der Musik sowie spannenden gesellschaftlichen Themen inspirieren. Diese Quellen bilden die Grundlage für einen permanenten Dialog mit dem Ensemble und unserem Publikum.“ Gonzalo Galguera

PORTRÄT Das Ballett Magdeburg ist Teil des Viersparten-Theaters der Landeshauptstadt. Die Kompanie liebt den klassischen ebenso wie den modernen Tanz in seiner gesamten Vielfalt und macht ihn durch junge, talentierte Künstler*innen für ein breites Publikum erlebbar. Unter Ballettdirektor Gonzalo Galguera und Ballettmeisterin Olga Ilieva zeigen die 22 Ensemblemitglieder aus elf Nationen die wichtigen Voraussetzungen für nationalen und internationalen Erfolg: Offenheit, Wandlungsfähigkeit sowie eine große Portion Neugier. Somit ergibt sich eine tänzerische Vielseitigkeit und ein breites Spektrum an Stilen. Zudem sucht Gonzalo Galguera immer wieder nach neuen künstlerischen Herausforderungen, Stillstand ist für ihn nicht erstrebenswert. Verschiedene Uraufführungen, sinfonische Ballettabende, Handlungsballette und die beliebte Reihe Tanzbegegnungen bereichern das Programm des Balletts Magdeburg, welches seinen klassischen Ursprung aber auch in Tanz-Meisterwerken wie „La Sylphide“ oder „Le Sacre du Printemps“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Neben eigenen Choreografien für das Ballett Magdeburg ist Galguera auch verantwortlich für die künstlerische Auswahl von internationalen Gastchoreograf*innen. Gastspiele führten das Ballett Magdeburg u. a. nach Kuba und Kolumbien. Eine Besonderheit des Balletts Magdeburg ist außerdem das Eleven-Programm, in dem pro Spielzeit zwei begabte Tänzer*innen aus aller Welt die Möglichkeit erhalten, sich durch Integration in die Profi-Kompanie und durch spezielle Förderung auf ihre Tanzkarriere vorzubereiten.

Romeo und Julia © Nilz Böhme

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Romeo und Julia Choreografie: Gonzalo Galguera

KONTAKT Dr. Christine Villinger christine.villinger@theater-magdeburg.de

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES 1907 eröffnete das Opernhaus am Universitätsplatz als Centraltheater für Varieté und Operetten, zu dem auch schon damals eine feste Tanzkompanie gehörte. Über Jahrzehnte hinweg war das Ballett der Opernintendanz untergeordnet und tanzte vorrangig in den Produktionen des Musiktheaters. Nach der Wende entwickelte es sich unter der Direktorin Irene Schneider (1991-2006) zur eigenständigen Sparte des inzwischen fusionierten Theater Magdeburg. Schneider verhalf dem Ballett zu großer Beliebtheit, denn mit Fleiß und Hingabe schuf sie mit ihrem Ensemble unvergessliche Ballettabende und zahlreiche Uraufführungen. Seit 2006 prägt der Kubaner Gonzalo Galguera das Ballett Magdeburg und verhilft den 22 Tänzer*innen der Kompanie zu großen, auch international anerkannten Erfolgen.

TANZLAND READER

GONZALO GALGUERA Gonzalo Galguera studierte an der Escuela Nacional de Ballet de Cuba in Havanna. Es folgten Engagements als Tänzer an das Ballet de Camagüey, das Ballet Nacional de Cuba und das Ballet María de Ávila in Madrid (Spanien). Von 1991 bis 1999 war er Solist des Balletts der Komischen Oper Berlin. Als Choreograf schuf er Werke u. a. für die Deutsche Oper Berlin, die Komische Oper Berlin, das Ballet Municipal de Lima (Peru) und das Ballet Nacional de Cuba. Von1999 bis 2004 war er Ballettdirektor und Chefchoreograf am Anhaltischen Theater Dessau (Deutschland). Seit der Spielzeit 2006/07 ist er Ballettdirektor und Chefchoreograf am Theater Magdeburg und seit 2015 zudem Ballettdirektor des Incolballet, der Compañía Colombiana de Ballet in Cali (Kolumbien.)

www.theater-magdeburg.de


TANZMAINZ „Das kuratorische Modell von tanzmainz erlaubt es mir Tänzer und Publikum immer wieder neu zu fordern, zu überraschen und zu inspirieren. Die Entwicklung starker Künstlerpersönlichkeiten im Ensemble und die Gestaltung unseres Profils durch sorgfältig ausgewählte choreografische Handschriften sollen Grundlage für die Strahlkraft von tanzmainz sein.“ Honne Dohrmann

PORTRÄT tanzmainz ist das zeitgenössische Tanzensemble des Staatstheaters Mainz. Derzeit besteht die Kompanie aus 20 Tänzer*innen und dem Team aus Probenleitung und Organisation. Das Ensemble wird seit 2014 von Tanzdirektor Honne Dohrmann geleitet. Der in den Niederlanden lebende Israeli Guy Weizman ist derzeit Hauschoreograf und kreiert in jeder Spielzeit mit seiner Partnerin Roni Haver eine neue Arbeit für das Ensemble. Darüber hinaus arbeitet tanzmainz mit Gastchoreograf*innen wie Sharon Eyal & Gai Behar, Guy Nader & Maria Campos, Koen Augustijnen & Rosalba Torres Guerrero, Garry Stewart, Daníèle Desnoyers und José Navas. Sie alle kreieren neue Arbeiten mit und für tanzmainz. tanzmainz hat das Ziel durch größtmögliche Offenheit künstlerische Synergieeffekte zu erzielen und diese für die Entwicklung neuer choreografischer Konzepte einzusetzen. Das Schaffen von Netzwerken, Kooperationen und Koproduktionen spielt eine wichtige Rolle in der künstlerischen Entwicklung der Kompanie. Die Absicht ist es, integrierend in Stadt und Region hinein zu wirken und auf Gastspielreisen mit den Attributen Qualität, Originalität und Aufrichtigkeit ein guter Botschafter für die Stadt Mainz und das Land Rheinland-Pfalz zu sein. tanzmainz ist ein Team mit hoher Eigenverantwortlichkeit, das in seinen Arbeiten die vielschichtigen gesellschaftlichen Herausforderungen erkennt und reflektiert. Die Ensemblemitglieder sind umfassend ausgebildete Künstlerpersönlichkeiten, die künstlerische Herausforderungen suchen und großes Interesse haben, die Choreograf*innen bei der Entwicklung ihrer Werke aktiv zu unterstützen.

Magma Fall Seven Times © Andreas Etter

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 HOM – Das Schweigen der Männer Choreografie: Csaba Molnàr, Taneli Törmä, Lander Patrick Anzahl der Tänzer: 6 Bühnenmaße: 8m x 8m Dauer: 75 Min. FAM – Frauen zu zweit Choreografie: Eléonore Valère Lachky, Adrienn Hód, Cecilia Moisio Anzahl der Tänzerinnen: 6 Bühnenmaße: 8m x 8m

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HONNE DOHRMANN Honne Dohrmann studierte Germanistik, Publizistik und Theaterwissenschaften an den Universitäten in Göttingen und Berlin. Nachdem er zuerst als TV-Journalist arbeitete, wurde er 1992 Programmkoordinator (Tanz und Theater) der Kulturetage Oldenburg. Im Anschluss gründete er mit einem Kollegen die Agentur kulturnord – kulturmanagement. Dohrmann leitete zahlreiche internationale Tanz- und Theaterfestivals, darunter Laokoon und Polyzentral auf Kampnagel (in Hamburg) und das Prisma (in Oldenburg). Von 2007 bis 2014 wurde er Direktor der Ballettkompanie Oldenburg am Oldenburgischen Staatstheater, wo er auch alle zwei Jahre die Internationalen Tanztage veranstaltete. Er war Mitbegründer des internationalen Netzwerks RepNet, das mit Carte Blanche (Norwegen), dem Scottish Dance Theatre, dem Skanes Danstheater (Schweden) und der Iceland Dance Company einen internationalen Austausch im zeitgenössischen Tanz ermöglichte. Dohrmann organisierte weiterhin lokal und regional geprägte Kulturprojekte wie das PLATTart – Festival für neue Niederdeutsche Kultur. Auf europäischer Ebene war er von 2011 bis 2014 Vorstandsmitglied im IETM – International Network for Contemporary Performing Arts. Seit 2014 ist Dohrmann Tanzdirektor von tanzmainz am Staatstheater Mainz und leitet dort auch das internationale tanzmainz festival.

Dauer: 80 Min . Magma Choreografie: Fieber von Alessandra Corti Fall Seven Times von Guy Nader und Maria Campos Anzahl der Tänzer*innen: 17 Bühnenmaße: 11m x 19m Dauer: 90 Min.

KONTAKT Maria Eckert meckert@staatstheater-mainz.de www.staatstheater-mainz.com


BALLETT DES THEATERS AM GÄRTNERPLATZ „Die Ausdruckswelten, die wir im Tanz schaffen, sollten keine Gegenwelten zur Wirklichkeit werden. Vielmehr kann der Tanz als künstlerisches Ausdrucksmittel einen Weg zum tieferen Verständnis der Welt zeigen. Wo Sprache an ihre Grenzen stößt, da beginnen wir zu tanzen.“ Karl Alfred Schreiner

PORTRÄT Dem Ballett-Ensemble des Gärtnerplatztheaters gehören derzeit 20 Tänzer*innen an. Die Kompanie steht für zeitgenössischen Tanz: Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit steht die Entwicklung und Perfektionierung einer unmittelbar berührenden und dynamisch-kraftvollen Tanzsprache, die auf der Grundlage des klassischen Bewegungsrepertoires neue Ausdrucksformen schafft. Zahlreiche Uraufführungen (u. a. „memento mori“ von Edward Clug und Karl Alfred Schreiner, „Arsen – ein Rokokothriller“ von Jo Strømgren, „Frankfurt Diaries“ von Antony Rizzi, Allison Brown, Georg Reischl, Christopher Roman, Michael Schumacher und „Peter Pan“ von Emanuele Soavi) zeugen von der Begeisterung der Tänzer*innen für Unentdecktes, die innovative Dancesoap „Minutemade“ von der Faszination am Experimentieren und Improvisieren. Daneben zollt das Ensemble aber auch den großen Meisterwerken des Tanzrepertoires (z. B.: „Dornröschen“ und „Schlagobers“, jeweils in der Choreografie von Karl Alfred Schreiner, „One Flat Thing, reproduced“ von William Forsythe) seine Hochachtung. Das Ballett des Theaters am Gärtnerplatz arbeitet regelmäßig mit international renommierten Gastchoreograf*innen zusammen, u. a. Jo Strømgren, Marco Goecke, Jacopo Godani, Antony Rizzi, Allison Brown, Georg Reischl, Christopher Roman, Michael Schumacher, Marguerite Donlon, Nanine Linning, Erna Ómarsdóttir, Annabelle Lopez Ochoa und Emanuele Soavi. In der Spielzeit 2016/17 präsentiert die Kompanie neben der Fortsetzung von „Minutemade“ mit der Uraufführung „Jean und Antonín“ zwei sinfonische Ballette der Choreografen Michael Keegan-Dolan und Karl Alfred Schreiner. Zudem wird sie auch in der aktuellen Saison wieder spartenübergreifend in Opern-, Musical- und Operettenaufführungen zu erleben sein, so etwa in Henry Purcells Semi-Oper „King Arthur“.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Seit der Gründung des damaligen Actien-Volkstheaters am Gärtnerplatz im Jahr 1865 ist das Ballettensemble ein integraler Bestandteil des Gärtnerplatztheaters und prägte im Laufe seiner wechselvollen Geschichte maßgeblich dessen künstlerisches Profil. Bedeutende Ballettdirektoren der Kompanie des Gärtnerplatztheaters waren u. a. Werner Stammer, Günter Pick, Ivan Sertic sowie Philip Taylor und Hans-Henning Paar. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Karl Alfred Schreiner künstlerischer Leiter des Balletts des Theaters am Gärtnerplatz.

TANZLAND READER

KARL ALFRED SCHREINER Karl Alfred Schreiner war als Tänzer an der Wiener Staatsoper und an der Oper Graz (Österreich) engagiert. Seit 1999 ist er als Choreograf tätig und arbeitete u. a. am Opernhaus Tel Aviv (Israel), der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien, dem Theater an der Wien, der Oper Kopenhagen (Dänemark) und der Hamburgischen Staatsoper. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Ballettdirektor des Theaters am Gärtnerplatz und choreografierte hier u. a. „Im weißen Rössl“, „Dornröschen“, „memento mori“, „Berlin 1920 – Eine Burleske“, „Die Zirkusprinzessin“ und „Schlagobers“.

Peter Pan © Marie-Laure Briane

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 auf Anfrage

KONTAKT Gudrun Buchert Gudrun.Buchert@gaertnerplatztheater.de www.gaertnerplatztheater.de


BAYERISCHES STAATSBALLETT „Tanz ist die älteste Kunstform überhaupt. Die Menschen haben immer getanzt, das ist ein Grundbedürfnis. Tanz macht lebendig; damals wie heute. Je professioneller, je leichter das Ballett auf der Bühne wirkt, desto faszinierender, desto inspirierender ist es heute.“ Igor Zelensky

PORTRÄT Das Bayerische Staatsballett wird seit der Spielzeit 2016/17 von dem russischen Tanzstar und erfahrenen Ballettdirektor Igor Zelensky geleitet, der Ivan Liška nach 18 Jahren als Direktor des Ensembles ablöste. Igor Zelensky pflegt besonders das außergewöhnlich reiche Münchner Repertoire von der Romantik – „Giselle“ und „La Sylphide“ – über die Klassik – „Schwanensee“, „Dornröschen“ – zu den Klassikern des 20. Jahrhunderts von John Cranko über Frederick Ashton bis John Neumeier sowie aller maßgeblichen abendfüllenden Ballette des 20. Jahrhunderts. Daneben präsentiert er 2016/17 als Neuproduktionen „Spartacus“ von Yuri Grigorovich, „Alice im Wunderland“ von Christopher Wheeldon und gibt Neuproduktionen und Kreationen z. B. an Wayne McGregor in Auftrag. Zum Repertoire gehören außerdem Meisterwerke der klassischen Moderne von George Balanchine bis Hans van Manen.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Zwar reicht die Geschichte des künstlerischen Tanzes in München über 350 Jahre zurück. Dennoch war es ein steiniger Weg, den Konstanze Vernon Ende des 20. Jahrhunderts gehen musste, um den Tanz schließlich 1989 als unabhängige Kunstform zu etablieren. Der Wandel vom Ballett der Bayerischen Staatsoper zum Bayerischen Staatsballett bezeichnete die Emanzipation von der Oper und bedeutete den ersten Schritt des Münchner Ensembles zu einem der profiliertesten der internationalen Tanzszene. Es zeichnet sich durch sein vielfältiges, substanzreiches und mutiges Repertoire aus, das mehr als 80 Werke umfasst. Von 1998 stand die Kompanie fast zwei Jahrzehnte unter der künstlerischen Direktion von Ivan Liška, der zusammen mit seinen Stellvertreter*innen Bettina Wagner-Bergelt und Wolfgang Oberender ein in Deutschland einmaliges Repertoire zwischen Klassik und Avantgarde aufbaute, das zuletzt über drei Spielzeiten die BesTANZaufnahme TANZLAND DEUTSCHLAND verfolgte, die wiederum im April 2016 in der Übernahme des Stückes „für die Kinder von gestern, heute und morgen“ von Pina Bausch gipfelte.

BAYERISCHES STAATSBALLETT II Im September 2010 gründeten Ivan Liška, Konstanze Vernon und Jan Broeckx das Bayerische Staatsballett II als erste Junior-Kompanie in Deutschland. Das 16-köpfige Ensemble besteht aus herausragenden jungen Tänzer*innen vieler Nationen, die mit einem Stipendium der Heinz-Bosl-Stiftung eine zweijährige Exzellenzausbildung absolvieren, im Repertoire des Staatsballetts tanzen und mit großem Erfolg eigene Produktionen national und international auf Tourneen präsentieren.

Giselle © Wilfried Hösl

IGOR ZELENSKY Igor Zelensky studierte am Ballettinstitut in Tiflis (Georgien) und am Waganowa-Institut in St. Petersburg (Russland). Im Jahr 1988 debütierte er am Mariinski-Theater und stand als unbestrittener Star an der Spitze der männlichen Solisten. 1990 erhielt er die Goldmedaille und den Grand Prix des 4. Internationalen Ballettwettbewerbs in Paris (Frankreich). Neben seiner Arbeit am Mariinski-Theater war Igor Zelensky gefragter Gastsolist bei internationalen Kompanien wie dem New York City Ballet oder dem Royal Ballet in London (Großbritannien). Als Inszenator gewann er in Athen (Griechenland) Erfahrung. Noch während seiner Zeit als Principal Dancer beim Mariinsky Ballett (Russland) übernahm Zelensky die künstlerische Leitung des Balletts in Novosibirsk (Russland), die er von 2006 bis 2015 innehatte. Von 2011 bis 2016 war er außerdem künstlerischer Direktor der Ballettkompanie des Stanislavsky und Nemirovich-Danchenko Theaters (Russland). Zwischen 1999 und 2004 war er immer wieder als Gasttänzer auf der Bühne des Bayerischen Staatsballetts zu sehen. Im August 2016 übernahm Igor Zelensky die Leitung des Bayerischen Staatsballetts.

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KONTAKT Susanne Ullmann

TANZLAND READER

susanne.ullmann@staatsoper.de www.staatsballett.de


TANZTHEATERMÜNSTER „Wo Worte aufhören, beginnt die Berührung und der Tanz.“ Hans Henning Paar

PORTRÄT Das TanzTheaterMünster arbeitet seit August 2012 unter der künstlerischen Leitung von Hans Henning Paar. Zum Repertoire zählen eine Vielzahl abendfüllender und kurzer Tanzstücke, zeitgenössische Interpretationen von Literaturballetten sowie eigene Stückentwicklungen. Neben der Interpretation literarischer Vorlagen ist die Auseinandersetzung mit Komponist*innen verschiedener Epochen ein weiterer Themenschwerpunkt für Hans Henning Paars Choreografien. In seiner hauptsächlich am modernen und zeitgenössischen Tanz orientierten Arbeit sind neben den technischen auch die darstellerischen Fähigkeiten der Kompanie gefragt. Des Weiteren lädt das TanzTheaterMünster in jeder Spielzeit eine*n Gastchoreograf*in ein, eine Neukreation mit der Kompanie zu erarbeiten, um somit dem Publikum einen Einblick in die Entwicklung und Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes zu präsentieren. Daneben haben die Ensemblemitglieder die Möglichkeit eigene Choreografien zu entwickeln. Um Kinder und Jugendliche für den Tanz zu begeistern, bietet das TanzTheaterMünster Tanzproduktionen, Workshops und Projekte speziell für das junge Publikum an. Das soziokulturelle Highlight jeder Saison ist die Benefiz Tanzgala mit internationalen Gästen. Daneben wirkt das TanzTheaterMünster in jeder Spielzeit in einer Musiktheaterproduktion mit sowie in zahlreichen Sonderveranstaltungen und Gastspielen.

If I was real © Oliver Berg

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 CIRC…US Choreografie: Hans Henning Paar Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühne: 10m x 10m Dauer: 75 Min.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Das TanzTheaterMünster setzt sich aus zwölf Tänzer*innen aus neun verschiedenen Nationen zusammen, die allesamt eine fundierte klassische und zeitgenössische Ausbildung haben und daher in völlig verschiedenartigen Stücken und Stilen einsetzbar sind. Die Kompanie begeistert seit Beginn der Spielzeit 2012 die Zuschauer*innen durch ihr technisches Können und ihre Energie. Die verschiedenen kulturellen Hintergründe bereichern den Arbeitsprozess und sind auch für die pädagogische Arbeit mit Schulklassen und Schüler*innen mit Migrationshintergrund ein positives Vorbild von Zusammenarbeit.

BACH, IMMORTALIS Choreografie: Hans Henning Paar Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühne: 10m x 12m Dauer: 80 Min. HOLD ON Choreografie: James Wilton Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühne: 10m x 10m Dauer: 65 Min.

HANS HENNING PAAR

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Hans Henning Paar, seit der Spielzeit 2012/13 künstlerischer Leiter und Chefchoreograf des TanzTheaterMünster, begann schon während seines Tanzstudiums an der Heinz-Bosl-Stiftung München zu choreografieren. Als Solist tanzte er in Ulm, Gelsenkirchen und Dortmund, bevor er für das Ballett Schindowski, für das Teatro Guaira Curitiba in Brasilien und für das Landestheater Detmold als Choreograf tätig wurde. 1996 übernahm er die Ballettdirektion des Stadttheaters Nordhausen, es folgten die Staatstheater in Kassel, Braunschweig und das Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Als Gastchoreograf arbeitet er in Danzig (Polen), Hanoi (Vietnam) und Ankara (Türkei).

TRUE ROMANCE Choreografie: James Wilton Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühne: 10m x 10m Dauer: 75 Min.

KONTAKT Esther von der Fuhr tanztheater@stadt-muenster.de www.theater-muenster.com


DEUTSCHE TANZKOMPANIE „Wer sind wir – woher kommen wir – wohin gehen wir? Der tanzende Körper ist für mich aufs Engste mit Theater verbunden. Denn der tanzende Körper ist immer ein erzählender Körper. Ängste, Sehnsüchte und Hoffnungen sind die Energien, von denen ich als Choreograf erzählen will.“ Lars Schreiber

PORTRÄT Einen wichtigen Anteil unserer Arbeit sehen wir darin, traditionelles Schrittmaterial zu bewahren und mit heutigen Themen und Formen neu zu verknüpfen. Ohne einen ebenso liebevollen wie kritischen Umgang mit der Vergangenheit und ihren künstlerischen Formen können wir die Gegenwart nicht verstehen und den Blick nicht in Richtung Zukunft heben. Bergen–Bearbeiten–Erneuern – so könnte man den Prozess sehr verknappt beschreiben. Die Deutsche Tanzkompanie ist ein über Jahrzehnte gewachsenes und mit der Stadt Neustrelitz, der Region und dem Land eng verbundenes Tanzensemble. 14 Tänzer*innen aus zehn Nationen befinden sich in einem fortwährenden Prozess der Entwicklung und des Verschmelzens zu einem kollektiven Körper, der mit Tanz große Erzählungen entwirft und umsetzt. Im Zentrum unserer Bemühungen steht die Kommunikation mit dem Publikum. Jeder Tanzabend soll den Zuschauer*innen Genuss bereiten, die Kompanie herausfordern, mit neuen Formen tänzerischen Gestaltens und Erzählens überraschen und relevante Themen unserer Zeit reflektieren.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES 1991 wurde die Deutsche Tanzkompanie als privatrechtliche und gemeinnützige Stiftung gegründet. Seit Beginn der Gründung ist sie bundesweit und international ein erfolgreiches Tourneetheater und hat sich zu einem kulturellen Botschafter des Landes Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Als Kooperationspartner ist sie mit der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz verbunden. So tritt die Kompanie zusammen mit den Ensembles des Musiktheaters und des Schauspiels bei Koproduktionen auf. Die internationale Gruppe aus 14 Tänzer*innen verschiedenster Nationalitäten bietet ein vielfältiges Repertoireangebot, wobei jede*r der zuschauen kommt, etwas für ihren eigenen Geschmack finden wird.

TANZLAND READER

LARS SCHEIBNER Lars Scheibner wurde in St. Petersburg (Russland) geboren und wuchs in Berlin (Deutschland) auf. Er absolvierte eine achtjährige Ausbildung zum Bühnentänzer an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Dem folgten Engagements als Solist in verschiedenen Städten Deutschlands. Bereits während der aktiven Zeit als Tänzer begann Lars Scheibner zu choreografieren. Nach Arbeiten für die EXPO 2000, das Ballett Kiel und den Rundfunkchor Berlin arbeitet er seit 2006 freischaffend als Regisseur und Choreograf im In- und Ausland. Für seine Leistungen als Gastchoreograf in Schwerin erhielt er 2009 den Conrad-Ekhof-Preis in Gold der Gesellschaft der Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin. Seit 2016 ist Lars Scheibner als Chefchoreograf mit der künstlerischen Leitung der Deutschen Tanzkompanie in Neustrelitz betraut und leitet auch das internationale tanzmainz festival.

53° N Wölker wandern © Bela Witt

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Kriemhilds Rache – Ein Tanzepos mit mittelhochdeutschen Texten Choreografie: Lars Scheibner Anzahl der Tänzer*innen: 14 Bühnenmaße: 10m x 12m Dauer: ca. 90 Min. Das kalte Herz Choreografie: Lars Scheibner Anzahl der Tänzer*innen: 7 Bühnenmaße: 10m x 12m Dauer: ca. 70 Min. Der kleine Muck Choreografie: N.N. Anzahl der Tänzer*innen: 7 Bühnenmaße: 10m x 12m Dauer: ca. 60 Min.

KONTAKT Janet Kehnscherper deutsche-tanzkompanie@t-online.de www.deutsche-tanzkompanie.com


BALLETTENSEMBLE DES THEATERS PFORZHEIM „Kommunikation ist für mich das Wichtigste! Die Tänzer*innen verleihen meinen Gedanken Seele und sie setzen Ideen mit Leidenschaft, Expression, Kraft und Dynamik um; dafür bin ich sehr dankbar und ihre Energie treibt mich an.“ Guido Markowitz

PORTRÄT Seit der Spielzeit 2015/16 wird die Ballettkompanie von Ballettdirektor Guido Markowitz geleitet. Die spartenübergreifende Zusammenarbeit, auch mit externen Künstler*innen, ist von besonderer Bedeutung für das Theater Pforzheim und die Kompanie. Zeitgenössischer Tanz wird von den Ensemblemitgliedern und Guido Markowitz gemeinsam entwickelt und ist offen für Impulse anderer Disziplinen, u. a. Akrobatik und Break Dance. Pro Spielzeit werden eine abendfüllende Tanzproduktion auf der großen Bühne und ein neuer Teil der Reihe TanzPur mit wechselnden Gastchoreograf*innen in der kleinen Spielstätte kreiert. Die Kompanie bringt Tanz an externe Spielorte in den öffentlichen Raum und dadurch meist statische Orte in Bewegung. Ein weiterer Schwerpunkt ist das gesellschaftliche Engagement durch Education-Projekte, u. a. mit (geflüchteten) Jugendlichen. Die Kompanie fördert zudem die Ausbildung des Tanz-Nachwuchses durch die Aufnahme von Elev*innen, die vollwertige Ensemblemitglieder für ihr letztes Ausbildungsjahr werden. Momentan sind insgesamt zehn Tänzer*innen aus sieben Nationen engagiert. Die Heterogenität aller Beteiligten birgt Synergien, die bei der Suche nach neuen Ideen kreativ genutzt wird. Experimente werden gefördert und zeitgenössischer Tanz im Dialog mit dem Publikum entdeckt.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Die Gruppe von zehn Tänzer*innen des Theaters Pforzheim hat seit 2015 in zwei Saisons sechs verschiedene Tanz-Produktionen auf die Bühne gebracht. Jede Produktion hat ihre ganz eigene Bewegungssprache und wird vom Umgang mit Livemusik, Text und stark variierenden Bühnenräumen – wie etwa Kirchen, Schulen, Bühnen und Museen – geprägt. Sowohl die Authentizität des eigenen Bewegungsvokabulars der Tänzer*innen als auch die starken Charaktere der involvierten Künstler*innen, wie etwa Maler*innen, Schriftsteller*innen und Komponist*innen, beeinflussen die Stückentstehung. Verschiedene Tanzstile, z. B. Break Dance treffen auf zeitgenössische Technik.

Der Kuss © Sabine Haymann

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Der Kuss Choreografie: Guido Markowitz Bühne: Portalbreite 10m; Tiefe 14,5m, wenn Orchestergraben hochgefahren ist, dann 18,5m Tiefe Anzahl der Tänzer*innen: 10 Dauer: ca. 120 Min. Mozarts Requiem (AT) Choreograf: Guido Markowitz Bühne: Portalbreite 10m; Tiefe 14,5m, wenn Orchestergraben hochgefahren ist, dann 18,5m Tiefe Anzahl der Tänzer*innen: 10 Dauer: 60 Min. Tanz Pur Choreografen: Moritz Ostruschnjack; Edoardo Novelli Bühne: 11m x 7m Anzahl der Tänzer*innen: 8 Dauer: 90 Min.

TANZLAND READER

GUIDO MARKOWITZ Der gebürtige Villacher (Österreich) Guido Markowitz studierte klassisches Ballett, zeitgenössischen und modernen Tanz an der Akademie Iwanson (in München). Er arbeitete an den städtischen Bühnen Münster, bevor er 1996 als Solist und Choreograf zum Tanztheater am Staatstheater Darmstadt wechselte. 2004 bis2015 arbeitete er hauptsächlich als freischaffender Choreograf und schuf Tanzstücke für Kompanien, wie etwa die Göteborger Dance Opera (Schweden), das Nationaltheater Mannheim, das Schauspielhaus Bochum oder das Tanzhaus NRW Düsseldorf. Während seiner Arbeit als freischaffender Choreograf wurde er zweimal für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Seit 2017 ist er Mitglied des Vorstandes der TanzSzene Baden-Württemberg.

KONTAKT Guido Markowitz Guido.markowitz@stadt-pforzheim.de Edoardo Novelli edoardo.novelli@stadt-pforzheim.de www.theater-pforzheim.de


BALLETT PLAUEN-ZWICKAU „Alles ist möglich/ Alles ist Tanz/ Tanzen ist alles... Sogar noch viel mehr als das: Es kann das ganze Leben sein, die ganze Welt und manchmal eben auch schlicht Ausdruck eines Gefühls.“ aus: „Schwanengesang“ von Annett Göhre

PORTRÄT Ausgangspunkt für die inhaltliche Arbeit ist es, lebendiges Theater in und für die Region zu machen. Das Repertoire der Kompanie umfasst unterschiedliche Werke der Ballettdirektorin Annett Göhre. So oft wie möglich wird mit Live-Musik gearbeitet, auch Kompositionsaufträge werden immer wieder vergeben. Das Ensemble kennt keinen Unterschied zwischen Solo und Gruppe. Musikalität und künstlerische Phantasie sind wichtige Kriterien bei der Auswahl der Ensemblemitglieder, ebenso starke darstellerische Ausdruckskraft und Wandlungsfähigkeit. Die technische Basis der Tänzer*innen ist der klassische Tanz, jedoch spielen zeitgenössische Tanz- und Improvisationsformen in der künstlerischen Auseinandersetzung eine bedeutende Rolle. Neben den drei Ballettpremieren der Spielzeit und eigenem Repertoire ist das Ensemble auch immer wieder Teil von Schauspiel- und Musiktheaterinszenierungen. Vertrauen in die Klugheit und Aufgeschlossenheit des Publikums hat sich stets bewährt und erlaubt ein herzliches Verhältnis zwischen dem Ballettensemble und den Zuschauer*innen, deren Empfindungen und Erfahrungen.

Der Feuervogel © Peter Awtukowitch

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Goldfisch Variationen Choreografie: Annett Göhre Anzahl der Tänzer*innen: 10 + 1 Pianist Bühnenmaße: variabel Dauer: 90 Min.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Das Ballett Plauen-Zwickau entstand 2000 aus den Ballettensembles der Theater Plauen und Zwickau. Seither proben die Tänzer*innen vor allem in Zwickau und bespielen beide Städte paritätisch. In Plauen wurde das Ballett ab 1969 von Renate Tietze geprägt, in Zwickau leistete Günther Buch Aufbauarbeit. Beide legten den Grundstein zur Plauen-Zwickau`schen Tradition des Handlungsballetts.

Monsieur Claude- Tanzstück zu Musik v. Claude Debussy Choreografie: Annett Göhre Anzahl der Tänzer*innen: 10 + 1 Puppenspieler + 1 Pianist Dauer: 70 Min Der Feuervogel Choreografie: Annett Göhre Anzahl der Tänzer*innen: 9 + Orchester (Band möglich)

ANNETT GÖHRE

TANZLAND READER

Annett Göhre erhielt ihre Ausbildung zur Bühnentänzerin an der Staatlichen Ballettschule Berlin und war zuletzt von 2000 bis 2005 Solistin am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Ihr Solo „Duett“ erhielt beim 6. Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival in Stuttgart 2002 den 3. Preis für Choreografie. Im selben Jahr wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Von 2005 bis 2015 war Annett Göhre freischaffend und schuf rund 20 Choreografien an Theatern im In- und Ausland.

Dauer: 70 Min. Happy Birthday Choreografie: Annett Göhre Anzahl der Tänzer*innen: 10 + 1 Schauspieler + 1 Musikerin Dauer: 70 Min.

Gerne arbeitet sie spartenübergreifend. So setzte sie 2009 gemeinsam mit Jan Adamiak die Oper „Neither“ am Musiktheater im Revier in Szene und drehte den Kurzfilm „7a.m.“, der 2010 beim 3. Internationalen Choreographic Captures Wettbewerb den 2.Preis erhielt.

Annett Göhre

2013 schuf sie die Choreografie zu „Parsifal“ für die Salzburger Osterfestspiele.

www.theater-plauen-zwickau.de

Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Annett Göhre Ballettdirektorin am Theater Plauen-Zwickau und erarbeitete dort unter anderem die abendfüllenden Stücke „Der Feuervogel“, „Happy Birthday“ und „Goldfisch-Variationen“.

KONTAKT goehre@theater-plauen-zwickau.de


TANZCOMPAGNIE DES VOLKSTHEATERS ROSTOCK „Ich sehe so viel und doch sieht jede*r Zuschauer*in etwas völlig anderes. Das macht die Tanzkunst so schön, so ohne Worte freigelassen zu sein. Jede*r einzelne Tänzer*in bietet mit seiner filigranen Kunst die Chance, immer Neues zu entdecken.“ Katja Taranu

PORTRÄT Die Tanzkompagnie des Volkstheaters Rostock ist mit acht Tänzer*innen die kleinste Sparte des Rostocker Stadttheaters. Pro Spielzeit erarbeitet das kleine Ensemble drei eigene Inszenierungen mit der Chefchoreografin Katja Taranu sowie mit verschiedenen Gastchoreograf*innen und ist zusätzlich an sechs bis sieben Inszenierungen der Sparten Musiktheater und Schauspiel des Volkstheaters Rostock beteiligt. Mit Innovation, Offenheit, einem Riesenengagement und größter Eigeninitiative können die Tänzer*innen, derzeit aus fünf Nationen, die große Bandbreite der künstlerischen Anforderungen leisten. Das Repertoire reicht von abendfüllenden Choreografien und Uraufführungen klassischer und zeitgenössischer Stoffe in einer modernen Bewegungssprache über Kinderinszenierungen berühmter Märchen- und Kinderstoffe bis hin zu choreografisch experimentellen Abenden der Tänzer*innen. Gleichzeitig leisten die Mitglieder der Tanzcompagnie in Workshops und Projekten einen wesentlichen Anteil an der Vermittlung tänzerischer Inhalte sowie der künstlerisch-ästhetischen Bildung von Kindern und Jugendlichen. Sie erhöhen ihre künstlerische Präsenz durch die Teilnahme an kulturellen Großprojekten der Hansestadt Rostock. Die Tanzcompagnie weiß um ihre Fangemeinde, ist sich jedoch bewusst, dass Akzeptanz beim Publikum mit vielfältigen Arbeiten immer wieder neu erkämpft werden muss. Mitglieder der Tanzcompagnie waren u. a. bei Danse Élargie 2014 in Paris (Frankreich), der euro-szene Leipzig 2013, dem Festival SoloDuo in Köln 2013 und 2014 sowie dem 17. Internationalen SoloTanz Theater Festival in Stuttgart erfolgreich und wurden prämiert.

HAVE A LOOK III – Bach & Beats © Dorit Gätjen von Bronislav Rosznos. Choreografisch ist sie seit 1997 mit großem Ideenreichtum in vielen Musiktheater- und Schauspielinszenierungen tätig. Taranus Debüt war 2014 die Uraufführung von Lorcas Tragödie „Bernarda Albas Haus“ mit neun Tänzer*innen, begleitet von der Norddeutschen Philharmonie Rostock.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 HAVE A LOOK III – Bach & Beats Choreografie: Tänzer*innen der Tanzcompagnie Anzahl der Tänzer*innen: 8

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES

Bühnenmaße: 8m x 10m

Das Volkstheater Rostock vollzog 2009 einen konsequenten Wechsel vom klassischen Ballett zu einem modernen Tanztheater mit zeitgenössischem Stil und eigener Ästhetik. Die Tanzcompagnie des Volkstheaters Rostock wurde als Tanztheater Bronislav Roznos 2009 mit zehn Tänzer*innen und Roznos als Chefchoreografen gegründet. Im Repertoire waren abendfüllende Inszenierungen, die sich vorrangig der menschlichen Psyche und dem gemeinsamen Miteinander widmeten. Zusätzlich gab es Choreografien für Kinder und spartenübergreifende Zusammenarbeiten. Der Kulturpolitik des Bundeslandes ist die Reduktion des Ensembles auf acht Tänzer*innen und der Weggang des Chefchoreografen geschuldet. Daraufhin übernahm Katja Taranu 2013 die Leitung der Sparte und widmet sich erfolgreich weiterhin großen theatralen Stoffen mit ihrem ‚kleinen‘ Ensemble.

Dauer: 80 Min.

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KATJA TARANU In den Inszenierungen von Taranu wird im Gegensatz zu ihrem Förderer und Vorgänger die tänzerische Komponente mehr betont. Es wird ein Höchstmaß an Bewegung gezeigt und eine Nähe zu klassischen Bewegungsformen ist erahnbar. Katja Taranu erhielt ihre Tanzausbildung in Leipzig, ihr erstes Engagement führte sie nach Zwickau. Dort avancierte sie während ihrer 15-jährigen Arbeit von der Solistin zur künstlerischen Assistentin

HAVE A LOOK IV – Back to the roots Choreografie: Tänzer*innen der Tanzcompagnie Anzahl der Tänzer*innen: 8 Bühnenmaße: 8m x 10m Dauer: 80 Min.

KONTAKT Katja Taranu vtrinfo@rostock.de www.volkstheater-rostock.de


BALLETT DES SAARLÄNDISCHEN STAATSTHEATERS „Mein Ziel ist es, das Publikum aufregende, unvergessliche, bewegende Momente erleben zu lassen – und ihm die große Bandbreite und den Ausdrucksreichtum von Tanz in der Gegenwart zu vermitteln.“ Stijn Celis

PORTRÄT Seit der Spielzeit 2014/15 leitet Stijn Celis das Ballett des Saarländischen Staatstheaters. Das Repertoire wird bestimmt durch seine eigenen Choreografien (abendfüllende Handlungsballette, kürzere abstrakte Werke) und Stücke wichtiger zeitgenössischer Choreograf*innen wie Ohad Naharin, Jiří Kylián, Johan Inger oder Alexander Ekman. Außerdem gibt es zum Spielzeitende einen Abend, für den die Ensemblemitglieder Stücke erarbeiten.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Seit der Eröffnung des Theaterneubaus in Saarbrücken am 9. Oktober 1938 unterhält das Haus – erst als Stadttheater, ab 1971 als Saarländisches Staatstheater – ein Ballettensemble. Es wurde von Hans Preus (1938–41), Gerda Laschinski (1941–44), abermals Hans Preus (1949–64), Herbert Juzek (1964–68), Hrvoje Ježić (1968– 70), Jutta Giesecke und Klaus Zimmern (1970–72), Roberto Trinchero (1972–76), Rainer Köchermann (1976–81), Thomas Fletcher (1981–83), Pierre Dobrievich (1983–87), Philip Lansdale (1987–91), Birgit Scherzer (1991–99), Bernd Roger Bienert (1999–2001) und Marguerite Donlon (2001–13) geleitet. Seit der Spielzeit 2014/15 ist Stijn Celis Direktor der Kompanie.

STIJN CELIS Geboren im nordbelgischen Turnhout, wurde Stijn Celis 1983 Mitglied des Königlichen Balletts von Flandern (Belgien). Zwischen 1986 und 1996 tanzte er in Zürich, Bern und Genf (Schweiz) und 1996/97 beim Cullberg-Ballett (Schweden). Mit 33 Jahren beendete er seine Tänzerlaufbahn und studierte Bühnenbild in Antwerpen (Belgien). Er arbeitete danach als freiberuflicher Choreograf und Bühnenbildner. Von 2004 bis 2007 war er Ballettdirektor in Bern und anschließend wieder freiberuflich tätig. Zur Spielzeit 2014/15 wurde er Ballettdirektor in Saarbrücken. Seit 1993 sind etwa 50 Choreografien entstanden, so für das Cullberg-Ballett, die Grands Ballets Canadiens, das Nederlands Dans Theater, die Tanzkompanie der Göteborger Oper (Schweden) und das Semperoper Ballett.

Neues Stück © Bettina Stöß

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Der wunderbare Mandarin Choreografie: Stijn Celis Anzahl der Tänzer*innen: 7 Dauer: 32 Min. Goldberg Choreografie: Stijn Celis Anzahl der Tänzer*innen: 16 Dauer: 70 Min. Your Passion is Pure Joy to Me Choreografie: Stijn Celis Anzahl der Tänzer*innen: 7 Dauer: 30 Min. Selon désir Choreografie: Andonis Foniadakis Anzahl der Tänzer*innen: 16 Dauer: 35 Min. 27‘52 Choreografie: Jiří Kylián Anzahl der Tänzer*innen: 6 Dauer: 28 Min.

TANZLAND READER

KONTAKT Dr. Klaus Kieser k.kieser@staatstheater.saarland www.theater-saarbruecken.de


TANZENSEMBLE DES MECKLENBURGISCHEN STAATSTHEATERS „Tanz muss berühren und sich nicht erklären. Tanz ist pure Bewegung und hat eine ganz eigene Energie und Ausdrucksstärke. Man kann mit dem Tanz Geschichten erzählen, die wunderbarerweise immer Platz lassen für Fantasien. Als Choreografin habe ich den innigen Wunsch, dass die Geschichten, die ich in Tanz übersetze, überspringen auf das Publikum, immer verbunden mit der Hoffnung, dass jeder Zuschauer durch den Tanz neue und inspirierende künstlerische Erfahrungen macht.“ Jutta Ebnother

PORTRÄT Seit der Spielzeit 2016/17 ist Jutta Ebnother Ballettdirektorin am Mecklenburgischen Staatstheater. Zuvor war sie zwölf Jahre erfolgreich als künstlerische Leiterin der Ballettsparte und Choreografin am Theater Nordhausen/ Loh-Orchester Sondershausen tätig. In Schwerin leitet sie nun eine zwölfköpfige, hochmotivierte Kompanie aus acht Nationen. In ihrer Tanzsprache vermischen sich grundlegende Stilmerkmale des klassischen Balletts mit modernem Tanz – das Theatralische steht dabei immer im Mittelpunkt: Alle Tänzer*innen sollen stets auch Darsteller*innen sein. In ihren Choreografien setzt sie sich oft mit bekannten und vielschichtigen Künstlerpersönlichkeiten wie Maurice Ravel, Clara Schumann oder Camille Claudel auseinander. Das Großartige am Tanz ist für Jutta Ebnother immer wieder, dass auch die abstraktesten Gedanken und unaussprechlichsten Gefühle sich konkret körperlich ereignen. Im Hier und Jetzt. In jeder Spielzeit stehen mindestens zwei neue Premieren auf dem Plan, die in den zwei Spielstätten des Mecklenburgischen Staatstheaters stattfinden. Dabei erfüllen beide ganz unterschiedliche Ansprüche. Die intime Atmosphäre der Kammerbühne im E-Werk eignet sich hervorragend für experimentelle Kammertanzabende, die ungewöhnliche und frische Perspektiven auf das Thema Tanz zeigen. Hier feiert in der Regel eine Uraufführung Premiere, für die oft internationale Choreograf*innen nach Schwerin eingeladen werden.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Die erste schriftliche Erwähnung eines Tanzensembles in Schwerin geht auf das Jahr 1755 zurück: Anlässlich des Geburtstages der Herzogin Amalia von Mecklenburg-Schwerin wurde ein Ballett mit Pantomime unter dem vom Hofe engagierten Ballettmeister Girard aufgeführt. Das Ballettensemble, das im 19. Jahrhundert weitgehend abgeschafft und durch Choristen behelfsmäßig ersetzt wurde, blühte Anfang des 20. Jahrhunderts mit einem neuen Ensemble und fest engagierten Tänzer*innen wieder auf und integrierte neben klassischem Repertoire besonders auch zeitgenössische Strömungen wie den deutschen Ausdruckstanz. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die tänzerische Arbeit am Schweriner Theater umgehend wieder aufgenommen. Das Ballettensemble ist seit 1945 mit klassischem und zeitgenössischem Tanz eine erfolgreiche Sparte des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin mit überregionaler Strahlkraft.

JUTTA EBNOTHER

TANZLAND READER

Geboren in Breisach am Rhein, aufgewachsen in Stuttgart, erwarb sie ihre Tanzausbildung an der Hogeschool voor den Kunsten in Amsterdam (Niederlande) und der Akademie des Tanzes in Mannheim mit Schwerpunkt klassisches Ballett, moderner Tanz und Tanzpädagogik. Von 1998 bis 2002 war sie als Tänzerin am Landestheater Detmold engagiert, von 2002 bis 2004 tanzte sie am Staatstheater Kassel. Von 2004 bis 2016 war sie Ballettdirektorin am Theater Nordhausen und choreografierte u. a. am Staatstheater Kassel, Theater Gießen und an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar.

Ravel © Silke Winkler

Sie unterrichtete modernen Tanz beim Tanzfestival Dance Brasil 2009 in Brasília (Brasilien) und war Mitglied in der Jury des Internationalen festivals. 2007 erhielt Jutta Ebnother den ersten Nordhäuser Theaterpreis der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Ravel Choreografie: Jutta Ebnother Apropos Liebe Choreografie: Martin Chaix Mazl Tov Choreografie: Jutta Ebnother

KONTAKT Jutta Ebnother ebnother@mecklenburgisches-staatstheater.de www.theater-schwerin.de


STUTTGARTER BALLETT „Das Stuttgarter Ballett ist berühmt dafür, neue Tänzer, Choreografen und Stücke hervorzubringen. Wir präsentieren viel Neues, aber wir pflegen auch unsere Geschichte: die traditionellen Ballette, die modernen Klassiker und die Werke unseres Kompaniegründers John Cranko!“ Reid Anderson

PORTRÄT Seit über 50 Jahren tanzt das Stuttgarter Ballett an der Weltspitze. Die Kompanie besteht aus über 60 Tänzer*innen aus mehr als 20 Nationen. Etwa zwei Drittel der Tänzer*innen sind Absolvent*innen der dem Stuttgarter Ballett angegliederten, international renommierten John Cranko Schule. Die zahlreichen Gastspieleinladungen in alle Welt zeigen, dass die Kompanie von der internationalen Ballettbühne nicht mehr wegzudenken ist. Das sehr breit gefächerte Repertoire des Stuttgarter Balletts begeistert sowohl Liebhaber*innen des klassischen Balletts als auch Anhänger*innen moderner Klassiker und des zeitgenössischen Tanzes. Die Anzahl der Uraufführungen und die der renommierten Choreograf*innen, die in Stuttgart neue Stücke kreiert haben, ist weltweit beispiellos. Die vielseitigen Tänzer*innen der Kompanie, technisch wie dramatisch hochkarätig, sind gefragte Gäste auf den bedeutendsten Bühnen der Welt. Die Förderung des tänzerischen und choreografischen Nachwuchses ist Intendant Reid Anderson ein besonderes Anliegen – ebenso wie die Vermittlung von Tanz an Kinder und Jugendliche mit dem Stuttgarter Ballett JUNG.

Krabat © Stuttgarter Ballett

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Uraufführung Choreografie: Katarzyna Kozielska

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Ballett hat in Stuttgart eine traditionsreiche Geschichte, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Im Jahr 1961 begann mit der Berufung des Choreografen John Cranko (1927 bis 1973) zum Ballettdirektor eine neue Ära. Mit drei legendären Neuschöpfungen wurde Cranko zum genialen Erneuerer des Genres Handlungsballett: „Romeo und Julia“, „Onegin“ und „Der Widerspenstigen Zähmung“. Beim ersten USA-Gastspiel der Kompanie im Jahr 1969 prägten amerikanische Kritiker*innen den Begriff vom ‚Stuttgarter Ballettwunder‘. Von 1976 bis 1996 leitete die große Ballerina Marcia Haydée die Kompanie. 1996 übernahm Reid Anderson das Stuttgarter Ballett als einer der ersten Ballettintendant*innen Deutschlands.

Anzahl der Tänzer*innen: 19 Bühnenmaße: 12m x 13,50m Dauer: 25 Min. Faun Choreografie: Sidi Larbi Cherkaoui Anzahl der Tänzer*innen: 2 Bühnenmaße: 12m x 13,50m Dauer: 15 Min. Le Spectre de la Rose Choreografie: Marco Goecke

REID ANDERSON

TANZLAND READER

Reid Anderson, ehemals Solist unter Cranko, schreibt seit 1996 als Ballettintendant die Erfolgsgeschichte der Kompanie fort: mit einem Spielplan, der sowohl der jüngeren Choreograf*innen-Generation einen großen Stellenwert einräumt, als auch das reiche Cranko-Erbe pflegt. Anderson wurde im kanadischen New Westminster, British Columbia, geboren. 1969 wurde er Mitglied beim Stuttgarter Ballett, das zu jener Zeit John Cranko als Ballettdirektor leitete und arbeitete bis 1986 mit vielen bedeutenden Choreograf*innen zusammen. 1996 kehrte Reid Anderson als künstlerischer Direktor zum Stuttgarter Ballett zurück und wurde am Ende dieser Spielzeit zum Ballettintendanten ernannt.

Anzahl der Tanzer*innen: 8 Bühnenmaße: 12m x 13,50m Dauer: 21 Min.

KONTAKT Franziska Klamm franziska.klamm@staatstheater-stuttgart.de www.stuttgarter-ballett.de


BALLETTENSEMBLE DES THEATERS ULM „Tanz heißt Innovation. Unter den traditionellen Sparten des klassischen Theaterbetriebs steht das Ballett am deutlichsten für permanente Erneuerung der Stile, der Ästhetik und der behandelten Themen. Die internationale Sprache des Tanzes öffnet Grenzen.“ Roberto Scafati

PORTRÄT Die Ballettkompanie am Theater Ulm umfasst zurzeit fünf Tänzerinnen und fünf Tänzer. Der Ballettdirektor wird in seiner Arbeit unterstützt von einer Ballettmeisterin/Trainingsleiterin und einem Ballettrepetitor. Hinzukommen zwei bis drei Gastchoreograf*innen je Spielzeit, die das tänzerische Repertoire der Kompanie erweitern und bereichern. Derzeit erarbeitet das Ballettensemble zwei Abende je Spielzeit für das Große Haus des Theaters Ulm (815 Plätze), davon läuft eine Produktion komplett durch alle Abonnementsreihen. Dazu kommen ein bis zwei eigene Abende in der zweiten Spielstätte des Hauses, dem Podium (120 Plätze), ebenfalls in eigenen Abonnementsreihen. Hier erproben sich regelmäßig Kompanie-Mitglieder auch als Choreograf*innen. Darüber hinaus ist es zur Tradition geworden, dass das Ballett einmal pro Spielzeit an wesentlicher Stelle im Musiktheater mitwirkt. Hierbei legt die künstlerische Leitung des Hauses großen Wert darauf, Tanz als spezielle Theatersprache konzeptionell in die betreffenden Musiktheaterproduktionen einzubinden. Neben diesen vielfältigen Aufgaben ist der Sparte Ballett auch eine eigene, ständig wachsende Ballettschule angegliedert mit derzeit an die 200 Elev*innen. Basis der künstlerischen Arbeit ist das tägliche klassische Training. Auf dieser Grundlage entfaltet sich das breite tänzerische Spektrum der Kompanie, das in nahezu allen aktuellen Stilrichtungen Produktionen erarbeitet.

KLANG: ICH UND ES © Hermann Posch

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 noch nicht bekannt

KONTAKT Roberto Scafati r.scafati@ulm.de

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Seit Bestehen des Theaters Ulm in seiner derzeitigen Form, d. h. seit ca. 50 Jahren, gehört die Sparte Tanz zum festen Bestandteil des in kommunaler Trägerschaft betriebenen Hauses. Fest eingebunden in die Abonnementsstruktur sowohl mit eigenen Produktionen wie mit Beteiligungen an Projekten anderer Sparten ist die Ballettkompanie im Schnitt mit 50 bis 60 Abenden pro Spielzeit in den verschiedenen Spielstätten des Theaters zu sehen. Gastspiele an vielen Bühnen Deutschlands und im umliegenden Ausland ergänzen die tänzerische Arbeit in Ulm. Seit 2009 leitet Ballettdirektor Roberto Scafati die Sparte Tanz, von 1998 bis 2009 arbeitete Andris Plucis als Ballettleiter in Ulm, davor – von 1994 bis 1998 – der chinesische Choreograf Qu Ping.

TANZLAND READER

ROBERTO SCAFATI Roberto Scafati ist der Ballettdirektor am Theater Ulm. Nach seiner Ballettausbildung an der Scuola Italiana di Danza, Rom (Italien) und bei Rosella Hightower in Cannes (Frankreich) arbeitete er im Ballettensemble der Opernhäuser in Rom und Neapel (Italien). Zunächst Solotänzer, dann Trainingsleiter wurde er 2009 Ballettdirektor. Seit 1995 arbeitet er als Choreograf. Neben seinen Produktionen in Ulm (jüngst „Le Sacre du Printemps“, „Bolero“ und demnächst „Carmen“) gastierte er am Opernhaus Ankara (Türkei), bei Gauthier Dance in Stuttgart, am Mainfranken Theater in Würzburg, ist Vorsitzender der Jury beim internationalen Solo-Tanztheater-Wettbewerb und gastierte mit seinen Choreografien auf zahlreichen Tanzgalas im In- und Ausland.

www.theater.ulm.de


TANZTHEATER WUPPERTAL PINA BAUSCH „Das ist das Wunderbare am Tanz: dass der Körper eine Realität ist, ohne den nichts möglich ist, aber über den man sich auch hinwegsetzen muss.“ Pina Bausch

PORTRÄT 34 Tänzer*innen – ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aus verschiedenen Kulturen und Tänzergenerationen – prägen das international besetzte Ensemble. Sie kommen aus Australien, Brasilien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indonesien, Italien, Japan, Österreich, Russland, Spanien, Südkorea, den USA, Venezuela, Taiwan und Deutschland. Insgesamt 46 Stücke schuf Pina Bausch bis zu ihrem Tod 2009, ein Großteil davon zählt zum Repertoire des Tanztheaters Wuppertal. Zwischen zwölf und 14 verschiedene Stücke pro Spielzeit führt die Kompanie in Wuppertal und bei Gastspielreisen in der ganzen Welt auf.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES 36 Jahre lang war Pina Bausch das künstlerische Zentrum des Tanztheaters Wuppertal. Zwischen 1973 und 2009 sind unter ihrer Leitung insgesamt 44 Stücke entstanden, mit denen die Choreografin – in enger Zusammenarbeit mit ihren künstlerischen Mitarbeiter*innen – Tanzgeschichte geschrieben hat. In ihrem Tanztheater war alles anders als im klassischen Ballett: von Beginn an zeigten sich die Tänzer*innen als charaktervolle Individuen, die ihre Geschichten tanzend, singend, sprechend, mitunter auch lachend und weinend preisgaben. Mit spielerisch aufeinander folgenden, unzählige Assoziationen hervorrufenden Einzelszenen nähern sich die Stücke kontrast- und variationsreich dem jeweiligen Thema, wobei zwischenmenschliche Beziehungen und die Auseinandersetzung der Geschlechter immer wieder eine große Rolle spielen. Was als Revolution in Wuppertal begann, hat mit seiner ästhetischen und thematischen Zeitlosigkeit die Entwicklung der Theaterkunst sowie des klassischen und modernen Tanzes nachhaltig geprägt und das künstlerische Schaffen einer ganzen Generation von Choreograf*innen beeinflusst. Nach Pina Bauschs Tod im Jahr 2009 leben ihre Stücke in den Tänzer*innen des Tanztheaters weiter. Die Mitglieder des international besetzten Ensembles kommen aus 18 verschiedenen Ländern; die Altersspanne liegt – auch das ist wohl einmalig – zwischen 25 und 66 Jahren.

ADOLPHE BINDER

TANZLAND READER

Adolphe Binder ist designierte Intendantin und künstlerische Leiterin des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Sie war künstlerische Direktorin der GöteborgsOperans Danskompani in Schweden, von BPBerlin und des Tanztheaters der Komischen Oper Berlin. Sie setzt den Fokus auf die künstlerische Konzeption transdisziplinärer Tanzkreationen. Seit den 90er Jahren arbeitete sie auch als Dramaturgin, Kuratorin und Produzentin in den Darstellenden Künsten (z. B. Expo2000, Deutsche Oper Berlin, Friedrich Kulturverlag, Schauspiel Hannover u. a.) Adolphe Binder veröffentlichte diverse Publikationen. Sie war Mitglied verschiedener (inter-)nationaler Beiräte und Jurys, Ko-Geschäftsführerin der SK Tanz und Stipendiatin des Goethe-Instituts. Adolphe Binder studierte Literaturwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Politologie.

PALERMO PALERMO © Akiko Miyake

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 auf Anfrage

KONTAKT Robert Sturm robert.sturm@pina-bausch.de www.pina-bausch.de


BALLETT DES MAINFRANKEN THEATERS WÜRZBURG „In meiner Arbeit verbinde ich konsequent klassischen Tanz mit der Moderne und zeitgenössischer Entwicklung. Musik, Choreografie, Bühne, Kostüme und natürlich die individuellen Tänzerpersönlichkeiten sollen zu einem Kunstwerk verschmelzen, in das der/die Zuschauer*in hineintauchen kann, welches auch aktuelle Themen behandelt, ohne den Zeigefinger zu heben.“ Anna Vita

PORTRÄT Das Ballett des Mainfranken Theaters, ein Dreispartenhaus, zählt momentan zwölf feste Tänzerstellen, einen Assistenten und einen Repetitor. Besetzt sind die Stellen von Tänzer*innen aus aller Welt, die eine klassische und moderne Grundausbildung haben und meist von staatlichen Schulen kommen und teilweise viel Erfahrung mitbringen. Das Training ist klassisch, auch mit ausgesuchten internationalen Gastballettmeister*innen, die ihren Einfluss geltend machen. Teilweise kommen Gäste für modernes Training. Die Tänzer*innen bekommen die Gelegenheit selber choreografisch tätig zu sein sowie Tanzstunden für Jugendliche und Erwachsene zu geben. Da überwiegend Handlungsballette, auch Uraufführungen zu Romanen, Zeitgeschehnissen oder biografischen Vorlagen erarbeitet werden, ist das schauspielerische Können sehr im Vordergrund und gibt der Gesamtarbeit im Ballettsaal und auf der Bühne eine Lebhaftigkeit. Gastchoreograf*innen finden eine spielfreudige, flexible, technisch in vielen Stilen versierte Kompanie vor. Einmal im Jahr findet eine Gala statt, um den Austausch mit anderen Kompanien anzukurbeln. Festivals finden in Verbindung mit der freien regionalen Szene und Schulen statt. Bei ein bis zwei Musiktheaterproduktionen (Oper, Operette, Musical) pro Spielzeit wirkt das Ballett mit, um den Kontakt zu den anderen Sparten und den Horizont in der allgemeinen Theaterarbeit zu erweitern. Auch hier werden Tänzer*innen erstmals choreografisch tätig.

ZUR GESCHICHTE DES ENSEMBLES Das Mainfranken Theater existiert seit 209 Jahren. Die Ballett-Tradition geht weit zurück, so haben u. a. Andris Plucis, Mario Schröder und Fernanda Guimarães hier ihre ersten Ballette kreiert. Durch die Gründung eines Fördervereins wurde das Theater mit seinem Ballett im Jahr 2000 gerettet. Anna Vita betreibt seit 2004 kontinuierliche Aufbauarbeit. Aus sieben Festverträgen und drei Elev*innenstellen entstanden bis heute 13 feste Stellen. Das Ballettensemble ist fest etabliert – sowohl in der Stadt als auch überregional.

Die Päpstin © Nik Schölzel

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Die Päpstin Choreografie: Anna Vita Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühnenmaße: 12m x 16m Dauer: 120 Min. Der Tod und das Mädchen Choreografie: Anna Vita Anzahl der Tänzer*innen: 4 Bühnenmaße: 8m x 8m Dauer: 40 Min. Requiem Choreografie: Anna Vita Anzahl der Tänzer*innen: 12 Bühnenmaße 12m x 14m

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ANNA VITA Anna Vita bekam ihre Tanzausbildung an der John-Cranko-Schule in Stuttgart. Engagements führten sie an das Staatstheater Saarbrücken, Theater Dortmund, die Oper Bonn, das Theater Basel (Schweiz) und die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg. Sie arbeitete hauptsächlich mit dem Choreografen Youri Vámos. Ihr klassisches und modernes Repertoire wurde aber auch erweitert durch die Arbeit mit z. B. Jochen Ullrich, Uwe Scholz, Mats Ek, John Neumeier, Christopher Bruce, Niels Christe, Hans van Manen. Schon als Tänzerin begann sie zu choreografieren und wurde 2004 von Hermann Schneider an das Mainfranken Theater berufen. Gastaufträge brachten sie an das Theater Augsburg, die Oper Halle, die Deutsche Oper am Rhein und das Ballett der Oper in Ankara (Türkei). 2007 erhielt Anna Vita den Theaterpreis Würzburg als Verdienst für den Erhalt der Sparte Ballett. Sie schuf inzwischen 26 Ballettabende und arbeitete für Oper, Operette und Musical.

Dauer: 50 Min.

KONTAKT Anna Vita anna.vita@stadt.wuerzburg.de www.theaterwuerzburg.de


FREIE ENSEMBLES

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BEN J. RIEPE „Tanz bedeutet für mich die größte Freiheit in der Kunst, weil Tanz unmittelbar mit dem Körper arbeitet. Der Körper ist zentrales Sujet Thema, Inhalt, Medium, Austragungsort, Zeuge, Erzeuger, Ort der Identifizierung, der Wahrnehmung und des Erlebens. Körper haben, Körper sein.“ Ben J. Riepe

PORTRÄT Die Arbeitsweise von Ben J. Riepe ist eine dynamische, sich ständig in Auseinandersetzung befindliche ‚Form in progress‘, in deren Zentrum uneingeschränkt der menschliche Körper steht. In den letzten Jahren hat sich diese Auseinandersetzung konsequent und kompromisslos der Suche nach neuen ästhetischen Mitteln, Formen und Strategien zugewandt, die sich in starker Interaktion mit ortsspezifischen Raumstrukturen und dem Ausufern in angrenzende Kunstformen des Tanzes aufstellen. Text, Bild und Sound bilden die Grundpfeiler der künstlerischen Beschäftigung, auf denen die Elemente Körper, Raum, Zeit, Bewegung, Licht, Form und Abstraktion in einem schwebenden Verhältnis zueinander stehen. Es interessiert primär das Spannungsfeld des Körpers zwischen Leib-Sein und Körper-Haben, Anwesenheit und Abwesenheit, Ausstellen und Aufführen, Subjekt und Objekt, Stillstand und Transformation, das in jeder Arbeit aufs Neue ästhetisch befragt wird. Dabei wird ein künstlerisches Vokabular entwickelt, das sich unaufhörlich und konsequent der Suche nach einer neuen Ästhetik des Ausdrucks verpflichtet, einer Ästhetik als Waffe, die das Publikum in seinem elementaren Erleben stärkt und die Verhältnisse der Kunst in ein schwebendes Miteinander überführt. In diesem Kosmos künstlerischer Ausdrucksformen bilden Raum und Zeit die fundamentalen Achsen, in deren Zentrum der Mensch und sein Körper steht: Als Medium und Resonanzraum, als Werkzeug, Zeuge und Erzeuger.

Persona © Ben J. Riepe

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 HAPPY TOGETHER Anzahl der Performer*innen: 5 Bühnenmaße: 11m x 11m Dauer: 90 Min. DER LETZTE SCHREI

BEN J. RIEPE Ben J. Riepe studierte Tanz und Choreografie an der Essener Folkwang Hochschule. Nach dem Abschluss arbeitete er als Bühnentänzer u. a. beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch sowie bei V. A. Wölf/NEUER TANZ. Seit 2010 betreibt Riepe eine eigene Produktionsstätte in Düsseldorf und realisierte Auftragsarbeiten u.a. für das Goethe-Institut Malaysia in Kooperation mit DPAC DANCE COMPANY, die Korea National Contemporary Dance Company in Kooperation mit dem Goethe-Institut Korea, das Folkwang Tanzstudio Essen und das Theaterfestival FAVORITEN. Der mehrfach ausgezeichnete Choreograf (Förderpreis des Landes NRW für junge Künstlerinnen und Künstler, Förderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf, Jurypreis des Theaterfestivals FAVORITEN Dortmund) war von 2013 bis 2016 Affiliated Artist bei PACT Zollverein in Essen und erhält im Frühjahr 2017 ein Stipendium für das Residenzprogramm Vila Sul des Goethe-Instituts Salvador de Bahia (Brasilien).

Anzahl der Performer*innen: 8 + 1 Musiker Bühnenmaße: 12m x 10m / variabel Dauer: 100 Min. Untitled: Persona Anzahl der Performer*innen: 5 + 3 Techniker Bühnenmaße: 12m x 10m / variabel Dauer: 70 Min. UUUUU(topia) Anzahl der Performer*innen: 9 + 1 Musiker Bühnenmaße: 12m x 10m / variabel Dauer: 60 Min.

KONTAKT Izaskun Abrego administration@benjriepe.com

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www.benjriepe.com


BILLINGER & SCHULZ „Wir beschäftigen uns mit Gesellschaft und Öffentlichkeit. Dabei fokussieren wir die Rolle des Körpers. Dessen Bewegung verstehen wir als Überträger und Lebenszeichen, mit dem wir Bilder, Effekte und affektive Spannungsfelder kreieren.“ Billinger & Schulz

PORTRÄT „Erst küssten sie, dann schlugen sie – und beides taten sie ganz ohne Gefühl. Zärtlichkeit ohne Liebe, Gewalt ohne Hass. Das in Düsseldorf ansässige Choreografen–Paar Billinger & Schulz darf man derzeit getrost als Experten für motivations- und moralfreie Körper-Aktionen betrachten. (…) Auf ihrer Bühne allerdings wird schon mal so erschöpfend gebusselt, gewürgt, geprügelt und gefoltert, dass man bald begreift: Höflichkeit ist die neue Provokation. (…) Der alte, von der Tanzsparte traditionell und notwendigerweise verleugnete Leib-Seele-Dualismus – hier wird er zum radikal–komischen Konzept. Billinger & Schulz sind eben profunde Querdenker und auf leise Weise widerspenstig. Der Körper sei für sie ein „Überträger und Lebenszeichen“, behaupten sie. Das klingt ein bisschen nach Krankheit, signalisiert aber auch, dass sie mit dem Chiffren-Ballast des Körpers noch längst nicht fertig sind.“ Nicole Strecker im Jahrbuch tanz 2015

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VERENA BILLINGER & SEBASTIAN SCHULZ

UNLIKELY CREATURES (II) we dance for you © Florian Krauß

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Romantic Afternoon

Verena Billinger und Sebastian Schulz beschäftigen sich mit Gesellschaft und Öffentlichkeit. Für die künstlerische Modellierung und Inszenierung fokussieren sie in ihren Vor-Bildern und Themen die Rolle des Körpers. Dessen Bewegung verstehen sie als Überträger und Lebenszeichen, mit dem sie Bilder, Effekte und affektive Spannungsfelder kreieren.

Anzahl der Tänzer*innen: 6

Billinger & Schulz wurden für ihre künstlerische Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet, insbesondere für ihre Produktionen Romantic Afternoon * (für sechs küssende Menschen) und Violent Event, eine Performance zur Untersuchung der Gewaltbereitschaft. Seit 2015 erhält das Duo die Spitzenförderung des Landes NRW, der Magistrat der Stadt Frankfurt empfiehlt eine Mehrjahresförderung. Verena Billinger und Sebastian Schulz studierten Angewandte Theaterwissenschaft, Choreografie und Performance in Gießen, Frankfurt und Hildesheim.

KONTAKT

Bühnenmaße: variabel Dauer: ca. 55 Min.

Verena Billinger billinger@billingerundschulz.de www.billingerundschulz.de


BODYTALK „Was passiert, wenn Tanz und Realität zusammenstoßen?“ Yoshiko Waki

PORTRÄT bodytalk realisiert mit Koproduktionspartner*innen Originalstoffe als Tanztheater mit Livemusik und geht dazu Kooperationen mit örtlichen Kulturträgern ein. Der laut Presse ‚radikal lokale‘ Ansatz mit ca. 30 Vorstellungen pro Jahr brachte überregionale Würdigung, sodass sie eingeladen wurden, die konsequent regionale Arbeitsweise nach Leipzig („Zig Leiber | Oi Division“ bekam als beste freie Produktion der Spielzeit den Bewegungskunst-Preis) und Bremen („Ich bin ein Antifant, Madame“, Bremer Autoren- und Produzentenpreis) und Köln („Kölnstantinopel“) zu transponieren. „Ossimisten Wessimisten“ (Doppelpass-Programm) in Torgau, dann „Das Göttin Gen“ (Göttingen), „JEWROPE“ (Poznan(Polen), Kölner Tanztheaterpreis) sowie „Bonnkrott“ (Bonn) und AtomHeartMother (Fukushima, Japan), allesamt Teil der Reihe STADTSTREICHER – URBANALE RÄUME, in der wir wichtigen Momenten einer Stadt ein Gesicht geben, das zu einem TanzTheater verdichtet wird. bodytalk erhält institutionell die Spitzenföderung Tanz in NRW und wurde von der Kulturstiftung des Bundes in der ersten Doppelpass-Runde und für das folgende Gastspielprogramm ausgewählt, zur Zeit wird das TANZFONDS ERBE Projekt „Friedensanleitung für jedermann – Die 3. Generation“ zur Bedeutung des Werks von Johann Kresnik erarbeitet. Der feste Kern der Kompanie besteht aus acht Tänzer*innen, mit denen wir regelmäßig arbeiten und fünf Personen drumherum (Organisation, technische Leitung, Ausstattung). Seit Herbst 2016 sind bodytalk Artists in Residence im Theater im Pumpenhaus in Münster.

YOSHIKO WAKI Yoshiko Waki stammt aus Japan. Seit den späten Achtzigern ist sie als Choreografin und Tänzerin in der Freien Szene (z. B. Tanzfabrik, Laokoon, Rubato, Skoronel) und an Stadt- und Staatstheatern (z. B. Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, Oper Bonn, Theater Bremen, Komische Oper Berlin, Staatstheater Darmstadt) aktiv und hat dabei u. a. mit Johann Kresnik, Vivienne Newport, Reinhild Hoffmann, Susanne Linke, Dieter Heitkamp, Christoph Schlingensief, Birgitta Trommler gearbeitet. Sie gründete 2008 mit Rolf Baumgart die Tanztheater-Kompanie bodytalk und hat seitdem über 20 abendfüllende Stücke produziert. Ihre Arbeit wurde mit dem Kölner Tanztheater-Preis (zweimal), dem Bewegungskunst-Preis Leipzig und dem Bremer Autoren- und Produzentenpreis ausgezeichnet.

bodytalk © Maciej Zakrzewski

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Friedensanleitung für jedermann Choreografie: Yoshiko Waki, Rolf Baumgart Anzahl der Tänzer*innen: 8 + 1 Musiker Bühnenmaße: 10m x 10m (Tanzteppich weiß) Dauer: 66 Min. AtomHeartMother Koproduktion mit futome performance (Japan) Choreografie: Yoshiko Waki, Rolf Baumgart Anzahl der Tänzer*innen:7 Tänzer*innen + 2 Musiker Bühnenmaße: 10m x 10m (Tanzteppich schwarz) Dauer: 70 Min. JEWROPE Koproduktion mit Polski Teatr Tańca, Poznan (Polen) Choreografie: Yoshiko Waki, Rolf Baumgart Anzahl der Tänzer*innen:8 Tänzer*innen + 1 Musiker Bühnenmaße: 10m x 10m (Tanzteppich schwarz) Dauer: 65 Min.

KONTAKT Rolf Baumgart bodytalk.tanz@gmail.com

TANZLAND READER

www.bodytalkonline.de


BRITTA LIEBERKNECHT & COMPANY „Nach 30 Jahre währender Forschung am Zusammenwirken von Tanz mit anderen Medien konzentriere ich mich seit 2013 auf den tanzenden menschlichen Körper als Medium der künstlerischen Darstellung im Dialog mit Alter und Neuer Musik.“ Britta Lieberknecht

PORTRÄT Britta Lieberknecht & Company besteht seit 4 Jahren und entwickelt sich kontinuierlichweiter. Die Tänzer*innen sind eine spannende Kombination verschiedener Charaktere und Körper. Ihre Bewegung zeigt das Persönliche und kommuniziert mit Menschlichkeit facettenreich. Das Besondere an der aktuellen Arbeit des Ensembles ist die Beschränkung auf die tänzerische Bewegung als Ausdrucksmittel. Dadurch entsteht eine hohe Qualitätund Reichtum der tänzerischen Sprache. Die Natürlichkeit der Bewegung bleibt erhalten und spricht auch Nicht- Fachpublikum an, sich zu identifizieren. Im Dialog mit der Musik entstehen Bilder, die ohne Zitate auskommen, originäre, verblüffende, fantasievolle Errungenschaften aus aufwändigen Rechercheperioden. Das Ensemble lernt Rhythmus,choreografiert mit der Partitur und erarbeitet ebenso Improvisationsformen. Britta Lieberknechts Leidenschaft ist es, zu jedem Musikstück einen eigenen Ansatz für die Beziehung des Tanzes zur Musik zu erfinden. Dabei entstehen lebendige Szenenfolgen mit feinem Humor und Tiefe. Mut zum Gefühl kennzeichnen die Kompanie. Die jungen Tänzer*innen graduierten an SEAD und PARTS sowie an verschiedenen Hochschulen für Modernen Tanz in Europa.

Space for your imagination © Meyer Originals

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Space for your Imagination Choreografie: Britta Lieberknecht Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: 10m x 10m

BRITTA LIEBERKNECHT

TANZLAND READER

Britta Lieberknecht studierte klassischen Tanz in Düsseldorf, zeitgenössischen Tanz in New York City (USA) und war Ensemblemitglied bei PLAN K in Brüssel (Belgien). Seit 30 Jahren erforscht sie in ihren Werken das Zusammenspiel von Tanz mit anderen Medien. Dabei verbindet sie Tanz mit ihrem eigenen bildnerischen Werk aus Videofilm, Skulptur, Malerei und Architekturbezügen. Seit 2013 leitet sie die Britta Lieberknecht & Company mit Focus auf der tänzerischen Interpretation von klassischer und zeitgenössischer Musik. Ihre Werke wurden auf vielen internationalen Festivals im In- und Ausland präsentiert, u. a. in der Akademie der Künste Berlin, The Place Theater London (Großbritannien), Opera de Lille (Frankreich), documenta 9, Dies De Dansa Barcelona (Spanien).

Dauer: 72 Min.

KONTAKT Britta Lieberknecht britta@lieberknecht.de www.britta-lieberknecht.de


CHRISTOPH WINKLER „Ich tanze gerne.“ Christoph Winkler

PORTRÄT Die Spezifik des Ensembles besteht in der Organisation als temporäres Kollektiv. Die Arbeit ist projektbezogen aber kontinuierlich und bringt Tänzer*innen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit Künstler*innen, die Wert auf Eigenständigkeit legen und sich selbstbewusst als Teil des Projektes begreifen. Die Tänzer*innen kommen von allen Kontinenten. Bei der Auswahl der Themen versucht Christoph Winkler deshalb auch den Input und die Perspektiven dieser Tänzer*innen aufzugreifen und zu verarbeiten. Dieser Input ist die Quelle für die Vielfalt der bearbeiteten Themen und ist gleichzeitig die Garantie dafür, außereuropäische oder migrantische Perspektiven mit einzubinden. Er erarbeitet Stücke für sehr verschiedene Zusammenhänge. Darunter sind Produktionen für einige der wichtigsten freien Berliner Theater. Andere entstehen in Kooperation mit Stadttheatern. Darüber hinaus gibt es aber auch Produktionen, die gezielt andere Formate entwickeln – wie z. B. Berlin Gogos. Aufgrund der langjährigen Arbeit können wir auf eine gute Vernetzung innerhalb der Szene aufbauen, die uns schnell auf aktuelle Impulse reagieren lässt.

CHRISTOPH WINKLER Christoph Winkler wurde in Torgau in der ehemaligen DDR geboren und war als Jugendlicher zunächst mehrfach Spartakiadesieger im Gewichtheben und Judo, trainierte außerdem Kampfsport und Breakdance, bevor er zur Ausbildung an die Staatliche Ballettschule Berlin ging. Danach studierte er vier Jahre Choreografie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ und gründete Klangkrieg Produktionen, eine Plattform für experimentelle Musik. Seit 1998 arbeitet er freischaffend in Berlin.

TANZLAND READER

Aktuelle Arbeiten behandeln die Themen Urheberrecht, rechte Frauen, Inszenierungsformen von Protest und Post-Kolonialismus.

La Fille © Heiko Marquardt

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Sheroes Choreografie: Christoph Winkler Anzahl der Tänzer*innen: 6 Dauer: 90 Min.

KONTAKT Elena Polzer production@christoph-winkler.com www.christoph-winkler.com


CIE. TOULA LIMNAIOS „Wir kümmern uns nicht um Trends oder Moden. Wir versuchen authentisch zu sein, ehrlich mit unserer Arbeit und uns. Tanz, der sich wach, kritisch und mutig um die Menschen bemüht, von und für Menschen gemacht.“ cie. toula limnaios

PORTRÄT Die cie. toula limnaios ist ein Ensemble für zeitgenössischen Tanz und wurde 1996 von der Choreografin und Interpretin Toula Limnaios und dem Komponisten Ralf R. Ollertz gegründet. 2001 wurde sie mit dem Preis des Meeting Neuer Tanz ausgezeichnet. Ihre Beckett-Trilogie atemzug wurde 2004 als Fernsehfilm für ZDF/arte produziert. 2003 eröffnete sie ihre Spielstätte HALLE TANZBÜHNE BERLIN, die sich zu einer international vernetzten Bühne etablierte. Seit 2005 wird die Kompanie von der Berliner Kulturverwaltung unterstützt und von 2008-2010 zeichnete sie der Fonds Darstellende Künste mit einer Konzeptionsförderung für Spitzenensembles des Freien Theaters aus. 2012 erhielt sie den george tabori preis. Die cie. toula limnaios präsentiert mit ihrem Ensemble 50 bis 60 Vorstellungen pro Jahr und arbeitet mit 14 fest angestellten Mitarbeiter*innen. Mit schlanken, aber effektiven Strukturen und in Koproduktion mit internationalen Partnern, leistet sie kontinuierliche qualitativ hohe Ensemblearbeit und gehört damit heute zu einem der erfolgreichsten Ensembles für zeitgenössischen Tanz. Seit 2005 zeigt sie ihr Repertoire als Vertreterin der deutschen Tanzszene für das Goethe Institut und das Auswärtige Amt auf Bühnen weltweit. Seit 2014 wird sie institutionell aus Mitteln der Kulturverwaltung des Landes Berlin gefördert.

TOULA LIMNAIOS

TANZLAND READER

Toula Limnaios wurde in Athen (Griechenland) geboren. Nach ihrer Ausbildung in klassischem und modernem Tanz, Alexander- und Laban-Technik sowie Musik und Tanzpädagogik in Brüssel (Belgien), arbeitete sie als Interpretin mit Claudio Bernardo, Régine Chopinot und als Assistentin mit Pierre Droulers. Später setzte sie ihre Ausbildung an der Folkwang Hochschule in Essen fort, wo sie nach kurzer Zeit Mitglied des Folkwang tanzstudios unter der künstlerischen Leitung von Pina Bausch wurde. Sie machte sich in live-Improvisationen mit den Musikern Konrad Bauer und Peter Kowald einen Namen und gründete 1996 die cie. toula limnaios. Tourneen und Gastspiele führten sie seitdem nach Belgien, Brasilien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Lettland, Österreich, Polen, Schweiz, Senegal, Spanien, Zypern und Venezuela. Sie ist neben der Leitung ihres Ensembles auch als Gastchoreografin am Theater Osnabrück, der Hochschule für Darstellende Künste Frankfurt am Main, dem Theater Bielefeld und am Theater Münster tätig. Von 2007 bis 2008 war Toula Limnaios Gastprofessorin für Choreografie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst-Busch“, Berlin.

tempus fugit © Dieter Hartwig

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 wut Anzahl der Tänzer*innen: 6 +1 Musiker Bühnenmaße: min. 6m x 10m x 13m (h/b/t) Dauer: 60 Min. tempus fugit Anzahl der Tänzer*innen: 7 Bühnenmaße: min. 6m x 10m x 13m (h/b/t) Dauer: 70 Min.

KONTAKT Sanya Tsekov sanya_tsekov@toula.de www.toula.de


COCOONDANCE „Tanz und Choreografie bedeuten für mich ständige Neuorientierung. Sie lassen uns erfahren, wie ein Noch-nicht-wissen, die uneingeschränkte Offenheit für das, was möglich werden kann, Grundvoraussetzungen - nicht nur im Bereich der Kunst - sind.“ Rafaële Giovanola

PORTRÄT CocoonDance wurde im Jahr 2000 von der Tänzerin und Choreografin Rafaële Giovanola und dem Dramaturgen Rainald Endraß gegründet und bespielt seit 2004 das Bonner Theater im Ballsaal, das sich seither als Schnittstelle zum Wirkungsbereich verschiedener Felder des zeitgenössischen Tanzes, wie neuer Festivalformate, Residenzprogramme, sowie Projekten der kulturellen Bildung, wie bspw. der Junior Company They Might Be Giants und verschiedener Schulprojekte, entwickelte. Je nach Projekt ergänzt sich das Leitungsduo um Tänzer*innen, Musiker*innen, Ausstatter*innen etc.. Motor der künstlerischen Entwicklung sind die intensive Improvisations- und Ensemblearbeit, in der alle Beteiligten jegliche Freiheit erhalten, sowie die konsequent dramaturgische Ausrichtung. Mittlerweile verfügt CocoonDance über ein Netz von nationalen und internationalen Kooperationspartnern und gastiert mit seinen bislang mehr als 30 Stücken auf fünf Kontinenten. CocoonDance arbeitet an neuen Formen der Erzählung, wobei die Wahrnehmungserfahrung des Zuschauers zuletzt eine grundlegende Rolle spielte. Assoziativ und präreflexiv eröffnen sich ihm Wahrnehmungsräume, die ihn unmittelbar mit dem Geschehen verbinden. Der/die Betrachter*in nimmt nicht Anteil an der Repräsentation von Wirklichkeit, sondern an der Erzeugung einer Wirklichkeit. Vollständig aus der Bewegungsrecherche heraus entwickelt, frei von Handlung und Charakteren werden die Inszenierungen zu einer Reflexion über das Tanzen und den Körper selbst, und der Tanzraum verschiebt sich weg vom Erzählraum hin zum Distanz- und Denkraum.

RAFAËLE GIOVANOLA Die in Baltimore (USA) geborene Schweizerin Rafaële Giovanola studierte u. a. bei Marika Besobrasova in Monte Carlo. Nach einem ersten Engagement als Solistin in Turin (Italien) wurde sie von Egon Madsen an das Frankfurter Ballett engagiert. Dort tanzte sie das klassische Repertoire und arbeitete u. a. mit dem Haus-Choreografen William Forsythe. Unter seiner Leitung blieb sie acht Jahre und wirkte bei allen wichtigen Produktionen dieser Ära mit. Seit 1990, der Gründung des Choreographischen Theaters bis zu seiner Auflösung im Jahr 2003 war sie im Ensemble Pavel Mikuláštiks. Eingeladen zum Festival Off Avignon gründete sie das Projekt CocoonDance. Sie unterrichtete u. a. in der Oper Bonn, den Städtischen Bühnen Freiburg i.B., im tanzhaus nrw Düsseldorf, Staatstheater Nürnberg, in St. Gallen (Schweiz), Verona, Bozen, Pisa (Italien), Perm (Russland), Montevideo, São Paulo (Brasilien), Bamako (Mali), Kinshasa (Demokratische Republik Kongo) und Abidjan (Elfenbeinküste).

MOMENTUM © Klaus Fröhlich

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Ghost Trio Choreografie: Rafaële Giovanola Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: 12m x 12m x 5m Dauer: ca. 60 Min. No Body But Me Choreografie: Rafaële Giovanola Anzahl der Tänzer*innen: 7 Bühnenmaße: 15m x 10m x 5m Dauer: 50 Min. What About Orfeo? Choreografie: Rafaële Giovanola Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: 15m x 10m x 5m Dauer: 65 Min. Pieces Of Me Choreografie: Rafaële Giovanola Anzahl der Tänzer*innen: 7 Bühnenmaße: 14m x 10m x 5m Dauer: 60 Min.

KONTAKT

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Rafaële Giovanola mail@cocoondance.de www.cocoondance.de


CONSTANZA MACRAS | DORKYPARK „Der inhaltliche Fokus liegt bei vielen Produktionen auf Fragestellungen zu einem gesellschaftspolitisch relevanten Thema. Die Auseinandersetzung mit den Themen Identität, Mobilität, Urbanität und Sozialität nimmt in der Arbeit von Constanza Macras großen Raum ein.“ Constanza Macras

PORTRÄT 2003 gründet Constanza Macras in Kollaboration mit der Dramaturgin Carmen Mehnert die neue Tanztheaterkompanie Constanza Macras | Dorkypark. Die Kompanie vereint in ihren Produktionen Tänzer*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Performer*innen im Alter von 4 bis 72 Jahren sowie Text, Live-Musik, Tanz und Video. Die Kompanie arbeitet unter der künstlerischen Leitung von Constanza Macras mit wechselnden Institutionen und Kooperationspartnern und produziert national und international mit verschiedenen Partnern. Die Kompanie hat seit ihrer Gründung international Gastspiele u. a. in Korea, Japan, Indien, Sri Lanka, Indonesien, Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Südafrika, Mozambik, Ägypten, Libanon, Palästina, USA aufgeführt und wurde von zahlreichen europäischen Theatern und Festivals, wie zum Beispiel Festival d’Avignon oder Aarhus Festival Dänemark, eingeladen. Neben ihren Produktionen engagiert sich Constanza Macras | Dorkypark auch für kuratorische Programme, die Theorie und Praxis kombinieren, wie das internationale Symposium Dance about Architecture von Constanza Macras und Lukas Feireiss oder das On Fire -Residenzprogramm mit Südafrikanischen und Berliner Künstler*innen über Gender und Tradition.

CONSTANZA MACRAS Constanza Macras wurde in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Dort studiert sie Tanz und Fashion Design. Darauf folgt ihre tänzerische Weiterbildung im Merce Cunningham Studio und in Movement Research in New York und Amsterdam. 1995 zieht sie nach Berlin. 1997 gründet Macras ihre eigene Tanzkompanie Tamagotchi Y2K. Constanza Macras unterrichtet in Workshops und Meisterklassen in Japan, den USA, Frankreich, Italien, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und in Deutschland. 2010 wurde Constanza Macras mit der Arts at MIT William L. Abramowitz Residenz ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt sie den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Beste Choreografie für die Produktion MEGALOPOLIS.

ON FIRE © Thomas Aurin

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 I AM WITH YOU Anzhal der Tänzer*innen: 8 Bühnenmaße: 10m x 9m Dauer: 80 Min. ALBUM Anzahl der Tänzer*innen: 11 + Trainees Bühnenmaße: ortsspezifisch (3 kl. Räume + 1 gr. Bühne) Dauer: 230 Min. THE GHOSTS Anzahl der Tänzer*innen: 11 Bühnenmaße: 20m x 14m Dauer: 110

ON FIRE - THE INVENTION OF TRADITION Anzahl der Tänzer*innen: 12 Dauer: 100 Min.

KONTAKT Lucille Steinhilber production@dorkypark.org

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www.dorkypark.org


DANCE ON ENSEMBLE „In unserem Ensemble stehen die Tänzer, nicht die Choreografen im Zentrum. Und die angefragten Choreografen haben alle ‚ja‘ gesagt, weil sie mit Tänzern arbeiten wollten, die Ideen haben, auf die sie nicht gekommen wären.“ Christopher Roman

PORTRÄT DANCE ON ist eine von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Europäischen Union geförderte Initiative der Diehl+Ritter gUG mit dem Ziel, ein Bewusstsein für die Problematik von ,Tanz und Alter‘ zu wecken. DANCE ON richtet den Fokus auf die künstlerische Exzellenz von Tänzer*innen über 40. Sie sind mit ihren Erfahrungen, ihrer Ausstrahlung und Darstellungskraft, mit ihrem Tanz-Leben auf der Bühne präsent. Die 6 Tänzer*innen des DANCE ON ENSEMBLE erarbeiten mit international renommierten Choreografen und Regisseuren ein eigenes Repertoire. Die Produktionen werden auf Tournee geschickt und erreichen so ein großes Publikum. Mit dem generationsübergreifenden Vermittlungsprogramm DANCE ON LOKAL werden begleitend zu den Gastspielen nachhaltige gesellschafts-politische Impulse vor Ort gesetzt. DANCE ON generiert starke Allianzen: Dazu gehören zahlreiche nationale wie internationale Koproduktionspartner. Sie sind die Garanten für eine nachhaltige Implementierung der Idee und tragen aktiv dazu bei, das Tanzrepertoire 40+ zu etablieren. Eva-Maria Magel schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über das Ensemble, es zeige „ein phantastisches tänzerisches Können, das jedem augenfällig werden lässt, was für ein Potential verloren ginge, könnten solche Tänzer nicht weiter tanzen.“ (FAZ, 02.12.2016) Und bei der Kritikerumfrage im Jahrbuch der Zeitschrift tanz 2016 wurde das DANCE ON ENSEMBLE von Dorion Weickmann zur Kompanie des Jahres gekürt.

DANCE ON ENSEMBLE © Dorothea Tuch

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 DANCE ON EXTENDED Choreografie: Johannes Wieland Anzahl der Tänzer*innen: 9 Dauer: ca. 45 Min. WATER BETWEEN THREE HANDS Choreografie: Rabih Mroué

CHRISTOPHER ROMAN Christopher Roman, 1970 in der USA geboren, begann seine Tanzausbildung an der School of Cleveland Ballet und setzte sie an der School of American Ballet in New York City fort. Er tanzte beim Pacific Northwest Ballet und war Solotänzer bei Edward Villellas Miami City Ballet, Les Grands Ballets Canadiens in Montreal, beim The Pennsylvania Ballet, Ballett Frankfurt sowie bei der Forsythe Company. 2009 erhielt er den deutschen Theaterpreis ‚Der Faust‘. Seit 2012 kuratiert und koordiniert er das MFA European Studies-Programm der Hollins University, Virginia. Er ist im Board of Trustees der Forsythe Foundation und übernahm von 2013 bis 2015 die stellvertretende künstlerische Leitung der Forsythe Company.

Anzahl der Tänzer*innen: 6 + 1 Schlagzeuger Bühnenmaße: 12m x 15m Dauer: 75 Min. 7 DIALOGUES Choreografie: Ivo Dimchev, Tim Etchells, Beth Gill, Étienne Guilloteau, Hetain Patel, Lucy Suggate Anzahl der Tänzer*innen: 6 +1 Pianist (Matteo Fargion) Bühnenmaße: 10m x 12m Dauer: 60 Min.

KONTAKT Madeline Ritter m.ritter@diehl-ritter.de

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www.diehl-ritter.de


DELATTRE DANCE COMPANY Stéphen Delattres neo-klassische und moderne Choreografien konzentrieren sich mit Authentizität und innovativem Denken darauf, die Gedanken und Gefühle seines Publikums zu erreichen, um somit jeden zu bewegen und direkt an seiner Arbeit teilhaben zu lassen.

PORTRÄT Die Delattre Dance Company ist ein modernes Ballett-Ensemble, das durch extreme Bewegungen und durch die Erforschung intensiver Gefühle die Grenzen des traditionellen Balletts herausfordert. Die Kompanie wurde 2012 von dem Solisten und Choreografen Stéphen Delattre und seinem Geschäftspartner Martin Opelt gegründet. Beide widmen Kreativität, Talent, Berufserfahrung und renommierte Arbeit der künstlerischen Welt, um die Entwicklung des Balletts zu fördern. Durch ihren Einsatz soll die künstlerische Entwicklung und die kontinuierliche Verbesserung des Tanzes einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Ihr Ziel ist es, durch eine vielfältige Zusammenstellung aus Kulturen, Genres und außergewöhnlichen Künstler*innen mit vereinten Kräften innovativen Tanz zu kreieren. Gemeinsam mit den Tänzer*innen werden neue choreografische Schemata entwickelt, die thematisch die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen hervorheben.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18

Tägliches, professionelles Training ermöglicht ihnen, ihre Kompetenzen zu nutzen und am Geschehen der nationalen und internationalen Tanzszene mitzuwirken.

Notre-Dame de Paris

Die Delattre Dance Company hat ihren Sitz in Mainz in den Mainzer Kammerspielen.

Bühnenmaße: 10m x 8m

STÉPHEN DELATTRE

E.motions

Stéphen Delattre, geboren in Frankreich, entwickelte seine erste Choreografie bereits im Alter von 13 Jahren und ist seitdem ein leidenschaftlicher und innovativer Choreograf, mit seiner ganz eigenen Körpersprache. Mit seinen charakteristischen und poetischen Umsetzungen schafft er ein persönliches, von Raum und Zeit unabhängiges Bild. Delattre entwickelte zahlreiche Choreografien für deutsche Staatsund Stadttheater wie z. B. für das Staatstheater Saarbrücken, Staatstheater Braunschweig, Staatsoper Hannover, Stadttheater Augsburg u. a. Ebenso kreierte er aber auch international für Tanzkompanien in Polen, Ankara (Türkei), für das Busan International Dance Festival in Korea, das National Centre of Performing Arts in Peking (China) u.v.m. .

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NOTRE DAME DE PARIS © Klaus Regele

Choreografie: Stéphen Delattre Anzahl der Tänzer*innen: 11 Dauer: 105 Min.

Choreografie: Stéphen Delattre, Can Arslan Anzahl der Tänzer*innen: 10 Dauer: 80 Min.

KONTAKT Martin Opelt m.opelt@delattredance.com www.delattredance.com


GERDA KÖNIG | DIN A 13 TANZCOMPANY „Das Unerwartete eines anderen Körpers wird zur ästhetischen Erfahrung, und setzt neue Qualitätsmaßstäbe. Gerade diese Bewegungen sind es, die in der choreografischen Arbeit begeistern und faszinieren, die die Sehgewohnheiten und Normideale des zeitgenössischen Tanzes hinterfragen und ihn gleichzeitig durch neue Impulse bereichern.“ Gerda König

PORTRÄT DIN A 13 tanzcompany ist international eines der wenigen Tanzensembles, deren Mitglieder sich aus Tänzer*innen mit unterschiedlichen Körperlichkeiten zusammensetzt. Durch die kontinuierliche künstlerische und konzeptuelle Entwicklung ihrer Produktionen gehört DIN A 13 zu einem der führenden mixed-abled Tanzensembles weltweit. Die Erforschung und Sichtbarmachung der Bewegungsqualität „anderer Körper“, deren Diversität die Grundlage für die choreografische Arbeit bildet, markierte den künstlerischen Ansatz der Kompanie. Gerda König hinterfragt Sehgewohnheiten und Normideale des zeitgenössischen Tanzes und bereichert ihn durch neue Impulse. Vermutete Grenzen und Wertungen zwischen körperlichen Besonderheiten und tänzerischer Höchstleistung werden in choreografischen Bildern aufgelöst, die provozierend Fragen stellen und zu einem künstlerischen Dialog auffordern. Stets sucht sie in ihren Choreografien nach Kontrasten und Provokationen, die den Mensch im Spannungsfeld seiner inneren wie gesellschaftlichen Konflikte spiegeln. Das Unerwartete eines anderen Körpers wird zur ästhetischen Erfahrung, deren Ausdruck neue Qualitätsmaßstäbe setzt. Seit 2005 entstanden in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut Koproduktionen mit regionalen und internationalen Künstlern in Äthiopien, Südafrika, Brasilien, Kenia, Ghana und dem Senegal.

BODYREALITIES © Meyer Originals

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 ChangeABLE Cohesion Choreografie: Gerda König Anzahl der Tänzer*innen: 6 (hiervon 3 Tänzer*innen mit körperlicher Besonderheit) Bühnenmaße: 10m x 8m Dauer: 80 Min.

GERDA KÖNIG

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Gerda König studierte Psychologie an der Universität Köln. 1991 begann sie sich intensiv mit dem Tanz auseinanderzusetzen und arbeitete im Ensemble Mobiaki mit, bevor sie 1995 die DIN A 13 tanzcompany gründete. Von Beginn an ist ihr choreografischer Werdegang geprägt von der Vision, die Bewegungsqualität „anderer Körper“ zu nutzen, um neue ästhetische Ansätze einer zeitgenössischen Tanzsprache zu entwickeln. 2005 initiiert sie „Dance meets differences“, ein Projekt dass den Austausch zwischen den Kulturen zum Ziel hat und neue mixed-abled Kompanien unterstützt. Ihr choreografischer Forschungsansatz und ihr künstlerisches Schaffen sind geprägt von der kontinuierlichen künstlerischen Auseinandersetzung mit kulturellen Realitäten, Traditionen, politisch bedingten und sozial geprägten Gegebenheiten. Dies verleiht ihren Choreografien eine unverkennbare Handschrift.

KONTAKT Anika Bendel anika.bendel@din-a13.de www.din-a13.de


THE GUTS COMPANY Johanna Roggan choreografiert mit ästhetischen Mitteln und einer sehr physischen Bewegungssprache. Ihre Produktionen begleiten eine intensive Bewegungs- und Materialrecherche. Gesellschaft und ihr Miteinander sind immer wieder Ausgangspunkt für ihre Arbeiten.

PORTRÄT the guts company ist eine in Dresden ansässige Kompanie für professionellen zeitgenössischen Tanz mit einer klar spartenübergreifenden Ausrichtung. Seit 2010 ist die Kompanie in den Bereichen der künstlerischen Tanz-Produktion, der Tanz-Vermittlung und des kulturpolitischen Engagements wirksam. Die Kompanie will das Innere, das körperliche und auch emotionale Zentrum der Zuschauer*innen ansprechen. Das ist erklärtes Ziel einer jeden Inszenierung. Die damit einhergehende dargestellte Innerlichkeit und Emotionalität auf der Bühne ist die große Stärke und Kraft der Kompanie und ihrer Darsteller*innen. Die Kompanie arbeitet als offenes Netzwerk und sucht stets nach projektbezogenen Partnern*innen aus Tanz, Musik, Bildender Kunst, Bühnenbild und den Neuen Medien. Genre-übergreifende zeitgenössische Tanzstücke, Tanzfilme, site-specific productions, interaktive Produktionen und performative Installationen entstehen in diesen Kontexten. Die Werke arbeiten mit einer hoch physischen Atmosphäre, die sich nicht nur auf technische Fähigkeiten bezieht, sondern vielmehr eine bestimmte energetische Qualität nutzt, die die Darsteller*inne buchstäblich „bewegt“ – und in Konsequenz auch das beiwohnende Publikum.

Das Fremde/ ALIENIdentität © Benjamin Schindler

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Das Eigene/ HEIMAT Choreografie: Johanna Roggan in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen Anzahl der Tänzer*innen: 5 Bühnenmaße: 8m x 10m (black box)

JOHANNA ROGGAN

Dauer: 60 Min.

In Dresden lebend, arbeitet Johanna Roggan als freie Tänzerin und Tanzschaffende deutschlandweit und international. Ihre Ausbildung erhielt sie in Nürnberg, Berlin und Linz. Nach dem Studium ging sie nach Israel, wo sie unter anderem intensiv Gaga - die Bewegungssprache der Batsheva Company - studieren konnte.

Das Fremde/ ALIENIdentität

Neben dem Ehrenamt im TanzNetzDresden gibt sie Tanz- und GYROKINESIS® Training für professionelle Tänzer*innen sowie Workshops für interaktive Systeme im In- und Ausland (sound-specific movement for interactive environments®).

Dauer: 60 Min.

Eigene Arbeiten, Workshops und Festival-Einladungen sowie die Arbeit mit wechselnden Choreograf*innen brachten sie nach Santiago de Chile, Montevideo, Oslo, u.v.m.

Choreografie: Johanna Roggan in Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen Anzahl der Tänzer*innen: 2 + 1 Schauspieler + 1 Musiker Bühnenmaße: 8m x 10m (white box)

KONTAKT Johanna Roggan roggan@thegutscompany.net

Josefine Wosahlo wosahlo@thegutscompany.net

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www.thegutscompany.net


IRENE K. COMPAGNIE „Der Mensch mit seinen Wünschen, Ängsten und Visionen liegen der choreografischen Arbeit zugrunde. Der Raum öffnet sich in alle Richtungen, in immer wieder neuen Konstellationen.“ Irene K.

PORTRÄT Die Kompanie Irene K. ArtSinnThese steht unter der künstlerischen Leitung von Irene Kalbusch. Ihre Aufgabe ist die Entwicklung von interkulturellen und interdisziplinären Projekten, die sowohl mit inländischen als ausländischen Künstler*innen in Deutschland und im Ausland produziert und aufgeführt werden. Auf Grund der piktoralen Ansätze in den Choreografien sind die Stücke von Irene Kalbusch neben den Bühnengastspielen auch immer wieder gerne in außergewöhnlichen Rahmen zu sehen. Jeder Ort inspiriert die Choreografin zu einer immer wieder originellen und begründeten Anpassung ihres Werkes, bei der sowohl der äußerliche Rahmen als auch der Zuschauer nicht außer Acht gelassen werden. Die Kompanie hat sich im Laufe der Zeit einen Stil angeeignet, der dem zeitgenössischen Tanztheater zuzuordnen ist. Die Musik wird jeweils zur Choreografie komponiert und mitunter auch live interpretiert. Zusätzlich zu den Kreationen für Erwachsene sowie für Kinder koordiniert Irene Kalbusch Tanzateliers und pädagogische Projekte. Seit 2005 organisiert Irene K. zudem jährlich das internationale Festival Tanzende Stadt, das den zeitgenössischen Tanz in den öffentlichen Raum bringt.

MURMURES © Wolgang Raabe

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Eat it ! Choreografie: Irene Kalbusch Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: 10m x 10m Dauer: 85 Min.

IRENE K. Nach einer klassischen Tanzausbildung lernte Irene Kalbusch die Arbeit von Merce Cunningham in New York (USA) kennen. Cunninghams Philosophie, seine Technik wurden prägend für die eigene Entwicklung. Etwa gleichzeitig, im Jahr 1977, gründete Irene Kalbusch die Kompanie Irene K. Sie kreiert seither Choreografien für Erwachsene und für Kinder, organisiert die Festivals Tanz und Industrie und Tanzende Stadt, koordiniert Workshops, pädagogische und interdisziplinäre Projekte und schafft Performances für den öffentlichen Raum.

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Kunst soll ansprechen, überraschen, amüsieren oder irritieren, doch niemals gleichgültig lassen.

hungry Choreografie: Irene Kalbusch Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: 10m x 10m Dauer: 70 Min.

KONTAKT Annik Houyon

Claudia Leffin

annik.houyon@irene-k.be claudia.leffin@irene-k.be www.irenek.be


JANPUSCH.COMPANY „Alles Erleben ist körperlich. Unsere Gefühle und Gedanken, jede Begegnung, unsere Träume - sie erhalten erst Bedeutung, wenn wir sie durch den Körper erfahren. Das bringt uns in Bewegung, lässt uns handeln und als Menschen miteinander in Kontakt treten. Tanz ist die Essenz davon. Deshalb fasziniert mich Bewegung, deshalb choreografiere ich.“ Jan Pusch

PORTRÄT janpusch.company ist ein kollektives Netzwerk von erfahrenen und jungen Künstler*innen, die seit mehreren Jahren erfolgreich zusammenarbeiten und über ihre künstlerischen Überzeugungen sowie ihre Ideen eng miteinander verbunden sind. Zusammen mit dem Choreografen Jan Pusch als treibender Kraft erarbeiten und gestalten sie Produktionen, Aufführungen und Projekte in verschiedenen Kontexten von zeitgenössischem Tanz. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Realisation und überregionalen Präsentation von abendfüllenden Ensembleproduktionen. Ergänzt werden diese durch zusätzliche Formate, wie Tanzstücke für junges Publikum, mehrteilige Abende mit Kurzstücken verschiedener Choreograf*innen, dazu auf unterschiedliche Zielgruppen ausgerichtete Vermittlungsprojekte und Bewegungsworkshops, die thematisch an die jeweiligen Aufführungen anknüpfen. Zum Geist von janpusch.company gehört darüber hinaus die Unterstützung der künstlerischen Entwicklung von jungen Künstler*innen, insbesondere Tänzer*innen und Choreograf*innen, die im Rahmen des Netzwerks von janpusch.company professionelle Erfahrungen sammeln und eigene Projekte verwirklichen können. Neben den Künstler*innen gehört zum Kollektiv von janpusch. company ein Team von Dramtaturg*innen, Produktionsleiter*innen und Techniker*innen, das über umfangreiche Erfahrung in der Organisation und Durchführung von Gastspielen und Tourneen verfügt.

WELCOME TO YOUR WORLD © Andreas Etter

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 FIGURE OUT Choreografie: Jan Pusch Anzahl der Tänzer*innen: 15 Bühnenmaße: 10m x 10m x 5m (b/t/h) + Portalbreite: 9 m Dauer: 70 Min. WELCOME TO YOUR WORLD Choreografie: Jan Pusch

JAN PUSCH Nach seiner tänzerischen Laufbahn, zuletzt beim Hamburg Ballett, erlangte Jan Pusch als freier Choreograf internationales Ansehen und prägte ab 2007 die Tanzcompagnie Nordwest am Oldenburgischen Staatstheater. 2010 bis 2015 übernahm er als Direktor und Chefchoreograf die künstlerische Leitung der Sparte Tanz am Staatstheater Braunschweig, die er bald als zeitgenössische Kompanie etablierte. Er engagierte renommierte Gastchoreograf*innen, initiierte die Kooperation mit der Movimentos Akademie in Wolfsburg und schuf mit fresh ein neues Tanzfestival. Seine Produktionen gastierten weltweit, wurden zur Tanzplattform Deutschland eingeladen und mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt „WELCOME TO YOUR WORLD“ eine Nominierung für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2015. Seit 2016 ist Jan Pusch freischaffend tätig.

Anzahl der Tänzer*innen: 16 Bühnenmaße: 13m x 13m x 12m (b/t/h) + Portalbreite: 11m Drehbühne mit einem Durchmesser von mind. 12m (Version ohne Drehbühne möglich) Dauer: 70 Min. YOU ARE FREE Choreografie: Jan Pusch Anzahl der Performer*innen: 9 Bühnenmaße: 10m x 13m x 6m (b/t/h), Portalbreite: 9 m Dauer: abendfüllend

KONTAKT Philipp Amelungsen management@janpusch.de

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www.janpusch.company


MICHAELDOUGLAS KOLLEKTIV „Unser Kollektiv hat sich eine nicht-lineare Struktur gewählt, die ein Netzwerk aus Künstler*innen und ein komplexes System der Zusammenarbeit umfasst. Es versteht sich als innovativer Raum für zeitgenössisches, künstlerisches Schaffen und Wissensaustausch.“ Michael Maurissens und Douglas Bateman

PORTRÄT Das MichaelDouglas Kollektiv mit seiner Kerngruppe von Tanzkünstler*innen stellt sich immer wieder den Unwägbarkeiten der Produktion von Tanzstücken im kollektiven Prozess. Gegründet wurde das Kollektiv im Jahr 2009 von den Tänzern und Choreografen Michael Maurissens und Douglas Bateman, beide ehemals Mitglieder von ‚pretty ugly tanz köln’. Es beschäftigt sich mit den praktischen und theoretischen Aspekten der Zusammenarbeit und lädt in diesem Zusammenhang Künstler*innen und Theoretiker*innen ein, um gemeinsam unterschiedliche Performancekonzepte zu erforschen. Auf Basis und mit Hilfe der von Dr.-Ing. Michael Steinbusch vom Zentrum für Wissensarchitektur der TU Dresden entwickelten thinking tools (Denkwerkzeuge) haben sie in Köln eine neue Struktur für zeitgenössischen Tanz entworfen, die Innovation und Austausch fördert (ZAIK).

TANZLAND READER

MICHAELDOUGLAS KOLLEKTIV

HIYANM © Almut Elhardt

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Here is you and not me. Zum Verhältnis von Tanz und Architektur

Das 2009 gegründete, um eine Kerngruppe von Tänzern herum aufgebaute MichealDouglas Kollektiv hat die traditionelle Struktur von Tanzensembles neu definiert: Eine Gruppe von Tänzer*innen lädt Choreograf*innen, Performer*innen und andere Kollektive ein, gemeinsam in den Prozess der kollektiven Zusammenarbeit einzutauchen. Das Kollektiv ist eine unabhängige, eigenständig organisierte Gruppe, die Choreografie als Medium zum Entwurf von Tanzveranstaltungen nutzt.

In Zusammenarbeit mit Dr. Ing. Michael Steinbusch

Von 2010 bis 2012 hat die Gruppe in Zusammenarbeit mit der Sektion ‚Tanz Gastspiele an den Bühnen der Stadt Köln’ zwei Großprojekte realisiert: „Corpus Spiritus“ und „Serenade me“’ , beide von Georg Reischl und Vivienne Newport in Ko-Autorenschaft umgesetzt.

Anzahl der Tänzer*innen: 7

Das Rautenstrauch-Joest-Museum war Partner bei der 2013 mit dem Kölner Tanztheaterpreis ausgezeichneten Produktion „Golden Trash“. In Zusammenarbeit mit Dr. Ing. Michael Steinbusch präsentierte das Kollektiv beim TanzKongress 2013 die Ergebnisse eines längeren Forschungsprojekts über die Beziehung zwischen Tanz und Architektur. 2015 erarbeiteten die Künstler gemeinsam mit Fabrice Mazliah / Mamaza die Mousonturm-Koproduktion „Telling Stories“. 2016 war Dana Caspersen als künstlerische Partnerin für den öffentlichen choreografischen Dialog „The Exchange“ eingeladen, und 2017 wird Prue Lang mit dem Kollektiv an der Tanzhaus-NRW-Koproduktion „ZAURAK“ zusammenarbeiten.

Prue Lang in collaboration mit dem MDKollektiv

Das MichaelDouglas Kollektiv ist außerdem für das von ihm entwickelte Format ONE WEEK STAND bekannt, bei dem die geladenen Künstler*innen in nur einer Woche ein Stück erarbeiten und dann mit dem Publikum auf der Bühne in einen neuen Dialog eintreten. Zu den bisher beteiligten Künstler*innen zählen: Georg Reischl, Gob Squad, Shubot and Gradinger, TRASH, Stefan Dreher. Seit 2015 gehört das Kollektiv zu den sechs ‘Spitzenensembles’ , die vom Land NRW gefördert werden. .

Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: 8m x 10m Dauer: 50 Min. Telling stories Fabrice Mazliah in collaboration mit dem MDKollektiv Bühnenmaße: 12m x 14m Dauer: 60 Min. Zaurak project Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: 10m x 10m Dauer: 60 Min. The Exchange Dana Caspersen in collaboration mit dem MDKollektiv Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: kein Bühnen Format Dauer: 90 Min.

KONTAKT Douglas Bateman info@mdkollektiv.de www.mdkollektiv.de


MOUVOIR | STEPHANIE THIERSCH „Mich interessieren körperliche Zustände und Körperbilder, die im Dazwischen ein Bilderflimmern erzeugen. Neben den Fragen rund um die codierten Gesten und Haltungen stellen meine Choreografien Fragen zum politischen Gehalt von Gemeinschaftlichkeit.“ Stephanie Thiersch

PORTRÄT Thierschs Arbeiten zeichnen sich durch eine Vermischung sämtlicher Medien und risikofreudige Allianzen mit anderen Künstler*innen aus. Ein Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit Körperbildern und medialen Übersetzungen von Bewegung (Film, Installation, Video). Für das preisgekrönte Stück „Corps Étrangers“ arbeitete Stephanie Thiersch mit einem deutsch-französischen Ensemble aus Tänzer*innen und Akrobat*innen. Seit 2014 kollaboriert sie mit dem Asasello-Quartett, 2015 entstand mit ihnen die Produktion „Bronze by Gold“ und feierte auf dem Festival Tanz im August in Berlin Premiere. 2016 entwarf sie den City Dance, ein Community Projekt mit über 600 Musiker*innen und Tänzer*innen in Koproduktion mit der Kölner Philharmonie. Ein künstlerischer Fokus liegt seit 2011 in der Bildung kollaborativer Netzwerke im afrikanischen Raum mit regelmäßigen transkontinentalen Produktionen.

Memory Machine © Ursula Kaufmann

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18

„Die Arbeiten von Stephanie Thiersch suchen die Konfrontation mit anderen Medien und bleiben doch in ihrem Kern Tanzstücke. Das Interesse der Choreografin richtet sich stets auf den Körper im Prozess der Transformation und des Übergangs. (...) Stephanie Thiersch hält extreme Zustände in der Schwebe, wagt den Spagat zwischen Kontexten und fordert uns dazu auf, uns in den Zwischenräumen zu verhalten.” (Gerald Siegmund)

JITTA

STEPHANIE THIERSCH

Bronze by Gold

Stephanie Thiersch studierte Tanz und Geisteswissenschaften in Montpellier (Frankreich) und Mannheim (Deutschland), später Medienkunst an der KHM in Köln unter Valie Export. Mit ihrer 2000 in Köln gegründeten Kompanie MOUVOIR gastierte sie weltweit mit über 40 Bühnenstücken, Filmen und Installationen, die vielfach ausgezeichnet wurden. Stephanie Thiersch war in den letzten Jahren auf Initiative des Goethe Instituts in Asien, Zentralamerika und dem Nahen Osten sowie mehrfach in Zentral- und Ostafrika eingeladen, um Choreografien zu entwickeln und Coaching–Projekte zu leiten. Sie war Gastprofessorin am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Seit 2006 ist sie künstlerische Leiterin des Tanz- und Theater-Festivals GLOBALIZE:COLOGNE.

Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: variabel Dauer: 70 Min.

Anzahl der Tänzer*innen: 7 + 5 Musiker Bühnenmaße: 14m x 14m Dauer: 75 Min. The Memory Machine Anzahl der Tänzer*innen: 0 (interaktive Installation) Bühnenmaße: 10m x 10m Corps Étrangers Anzahl der Tänzer*innen: 5 Bühnenmaße: 12m x 12m Dauer: 80 Min.

KONTAKT Karolin Henze karolin@mouvoir.de production@mouvoir.de

TANZLAND READER

www.mouvoir.de


RENEGADE | POTTPORUS „Das Urbane ist ein wichtiger Impulsgeber für die Tanzproduktionen von Renegade.“

PORTRÄT Renegade realisiert freie Tanztheaterproduktionen mit internationalen Partner*innen, Tänzer*innen, Choreograf*innen und Kulturinstitutionen. Gegründet wurde Renegade 2003 von Zekai Fenerci, Markus Michalowski und Lorca Renoux in Herne. Die erste Produktion „Rumble“, eine Adaption des Shakespeare Klassikers „Romeo und Julia“ , erhielt den Hauptpreis beim Theaterzwang NRW 2004, den Herald Angel 2004, den Guardians Best Physical Theatre Award 2004 und den Fringe First 2004. Seither produziert Zekai Fenerci mit (inter-)nationalen Tänzer*innen und Choreograf*innen, wie z.B. Malou Airaudo, Lorca Renoux und Samir Akika, Tanztheaterstücke, die zu internationalen Gastspielen und Festivals eingeladen werden. So wurde z.B. die Tanzproduktion „Irgendwo“ in der Choreografie von Malou Airaudo als eine der 10 besten Tanzproduktionen Deutschlands zu Tanzplattform 2012 nach Dresden eingeladen. Das Markenzeichen von Renegade Produktionen ist die gleichberechtigte Kombination verschiedener Tanzstile und der Einfluss der künstlerischen Elemente der Street Art (z.B. Graffiti, Breakdance).

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Grandeur Morte

Ruhr-Ort Renegade in Residence/ Schauspielhaus Bochum Choreografie: Susanne Linke Anzahl der Tänzer*innen: 14 Dauer: 80 Min.

KONTAKT Zekai Fenerci

Choreografie: Freddy Houndekindo Anouk Orignac

z.fenerci@pottporus.de

Anzahl der Tänzer*innen: 6

www.pottporus.de/renegade

Dauer: 70 Min. RAPsody - Urbane Odysee Eine Koproduktion von Pottporus e.V. / Renegade mit dem Schauspielhaus Bochum Regie: Neco Çelik Konzept: Zekai Fenerci Anzahl der Tänzer*innen: 18 Dauer: 100 Min. Basmala - Freund oder Feind Choreografie: Neco Çelik Anzahl der Tänzer*innen: 9 Dauer: 60 Min. Eine flog über das Kuckucksnest Choreografie: Samir Akika Anzahl der Tänzer*innen: 15 Dauer: 90 Min. TANZLAND READER

Basmala © Frank Dieper


:SABINE SEUME. ENSEMBLE. „Was hat Bestand? Die stete Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und den Kunstformen. Was ist das Ziel? Die Zuschauer*innen zu berühren. Egal ob alt oder jung. Das Publikum darf eigene Bilder entdecken. Nachdenken, mitgehen, fühlen ist der große Ansporn.“ Sabine Seume

PORTRÄT Die Düsseldorfer Choreografin widmet sich neben einer Vielzahl von Solostücken der Ensemblearbeit für Erwachsene und das junge Publikum. In einer Verbindung von Tanz, Theater, bildender Kunst und Musik sowie einer Liebe zum Detail entstehen Inszenierungen, die stets eine zugewandte Verbindung zum Publikum suchen. Das Tanzensemble setzt sich aus freien Tanzschaffenden und Künstler*innen anderer Sparten zusammen. Die Kompanie tourt bundesweit und international. Für jede Produktion können neue künstlerische Konstellationen erstellt werden, je nach Zielrichtung des Stückes. Die vergangenen 20 Jahre haben gezeigt, dass sich ein konstanter Kern von Tänzer*innen, Lichtdesigner*innen, Bühnenbildner*innen, Kostümbildner*innen gebildet hat. Die zeitgenössischen Tänzer*innen sind in dem Entstehungsprozess aufgefordert sich aktiv einzubringen. Für die Kinder- und Jugendproduktionen werden vor- und nachbereitende Workshops in Schulen und an Gastspielorten angeboten. Alle Tänzer*innen und die Choreografin haben darin eine fundierte Ausbildung.

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 Die Goldbergs Tanztheater für Kinder ab 5 Jahren

Sabine Seume arbeitet national und international als Choreografin für Auftragsarbeiten, so z. B. für Spitfire Company/Tantehorse Prag (Tschechien).

Choreografie: Sabine Seume

Gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf, Kunststiftung NRW, Bezirksregierung Düsseldorf, Fonds Darstellende Künste e.V., Stiftung van Meeteren.

Dauer: 57 Min.

Koproduktionspartner ist u. a. tanzhaus nrw, Düsseldorf, Kulturbüro der Stadt Krefeld.

KONTAKT

SABINE SEUME Nach dem Tanzstudium an der Folkwang Hochschule, Essen unter Pina Bausch führten Tanzengagements Sabine Seume nach Zürich (Schweiz) und Tokio (Japan). Mit der Cie. Ariadone arbeitete sie sechs Jahre zusammen. Soloabende entstehen seit 1992, im Jahre 1996 findet die Gründung des eigenen Ensembles statt. Das Ensemble präsentiert Produktionen für Erwachsene wie auch für das junge Publikum. Choreografien für internationale Kompanien vertiefen den Austausch mit Künstler*innen anderer Sparten. Sabine Seume unterrichtet an verschiedenen nationalen und internationalen Instituten sowohl für Kinder, Erwachsene, und in der professionellen Ausbildung.

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Die Goldbergs © Ursula Kaufmann

Anzahl der Tänzer*innen: 5 + 1 bewegte Pianistin Bühnenmaße: 12 m x 14m

Sabine Seume tanz@sabine-seume.de www.sabine-seume.de


SASHA WALTZ & GUESTS „Der Tanz ist eine universelle Sprache: Botschafterin für eine Welt in Frieden, für Gleichheit und Toleranz“. Sasha Waltz

PORTRÄT Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben über 300 Künstler*innen und Ensembles – Architekten, Bildende Künstler*innen, Choreograf*innen, Filmemacher*innen, Designer*innen, Musiker,*innen Sänger*innen und Tänzer*innen – aus 25 Ländern in über 80 Produktionen, „Dialoge“-Projekten und Filmen als ‚Guests‘ mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen, sich ständig weiter entwickelnden Netz von Produktions- und Gastspielpartner*innen und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Kompanie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste wie den Sophiensaelen (1997) und des Radialsystem V, Space for Arts and Ideas (2006), beigetragen. Die Erschließung innovativer Aufführungs- und Kreationsformen im choreografischen Musiktheater hat sich zum bedeutendsten Schwerpunkt in der Arbeit von Sasha Waltz & Guests entwickelt. Für das Jubiläumsjahr 2013 wurde die Kompanie offiziell zum Kulturbotschafter der Europäischen Union ernannt. Zuletzt ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem george tabori ehrenpreis 2014. Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Kulturverwaltung des Landes Berlin und aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Allee der Kosmonauten © Eva Radünzel

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 auf Anfrage

KONTAKT Karsten Liske kliske@sashawaltz.de www.sashawaltz.de

SASHA WALTZ Sasha Waltz studierte Tanz und Choreografie in Amsterdam und New York. Gemeinsam mit Jochen Sandig Gründung der Kompanie Sasha Waltz & Guests 1993, Sophiensæle 1996. Von 2000 bis 2005 war sie Mitglied der künstlerischen Leitung der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin. In den darauffolgenden Jahren entwickelte Waltz ein neues Genre, die choreografische Oper, und setzte außerdem den Fokus auf die „Dialoge“-Projekte – kurze, intensive Begegnungen zwischen Musikern, bildenden Künstler*innen, Tänzer*innen und Choreograf*innen in spezifischen Räumen.

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Sasha Waltz erhielt u. a. den französischen Kulturorden Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres und das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2011. Seit 2013 ist sie Mitglied der Akademie der Künste, Berlin. Gemeinsam mit Johannes Öhman, zzt. Leiter des Royal Swedish Ballet Stockholm (Schweden), übernimmt Sasha Waltz ab 2019 die Leitung des Staatsballetts Berlin.


SILKE Z. RESISTDANCE „Vor Silke Z.‘s schonungslos-analytischem Blick fallen coole Selbstinszenierungen in sich zusammen und zeigen ihren schrumpeligen Kern: […] In humorvollen theatralen Szenen und präzise gearbeiteten Bewegungschoreografien wird so das Blamable zum Allzumenschlichen. […] Erst an Schmerzgrenzen zeigt sich die Wirklichkeit.“ Nicole Strecker (Tanzjournalistin) über Silke Z.

PORTRÄT Die Kompanie Silke Z. resistdance, das ist ein sich stets verändernder, transdisziplinärer Denk- und Handlungsraum – mit dem Fokus Tanz und Performance. Die in Köln ansässige Kompanie produziert und tourt im In- und Ausland seit 1999. Sie versteht sich als seine Art of-fenes System, das die Forschung an Tanzperformance Entwicklung, Zuschauerbegegnungen und dem Aufbrechen des klassischen Bühnenraums in den Mittelpunkt steht. Unter der künstlerischen Leitung von Silke Z. beobachtet die Kompanie Menschen, Gesell-schaft(en), deren Bewegungsabläufe und Verschiebungen. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Künstler*innen, Tän-zer*innen, Denker, Producer, Akquise- und Bürokräfte ermöglicht es gesellschaftliche und individuelle Bewegungen heterogen, aus verschiedenen Perspektiven betrachtend, zu untersuchen. So entstehen mitunter transmediale Performance- und Tanztheaterstücke, die mal hinterfragend, mal provozierend oder spiegelnd, Bewusstseins-, Spür- und Denkanstöße geben.

SILKE Z. Silke Z. ist künstlerische Leiterin der Kompanie Silke Z. resistdance und Mitgründerin der ehrenfeldstudios – Produktionsstätte für den freien Tanz in Köln – und des Europäischen Netzwerks studiotrade. Sie entwickelt Tanz und Performance Kunst und Cross-Over Konzepte mit Künstler*innen aus unterschiedlichen Sparten. Ihre Produktionen wurden ausgezeichnet mit u.a. dem Kölner Tanz- und Jugendtheaterpreis, Förderpreis Theaterzwang und nominiert für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST und den Isadora Duncan Dance Award.

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2014 hat Silke Z. das Buch „UNTER UNS! – Künstlerische Forschung – Biographie – Performance“ herausgegeben. Aktuell setzt sie ihre künstlerische und praktische Forschung im Rahmen einer Promotion an der Universität Falmouth (Großbritannien) fort.

DIE METABOLISTEN - Stoff wechseln © Meyer Originals

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 DIE METABOLISTEN - Stoff wechseln Choreografie: Silke Z. Anzahl der Tänzer*innen: 16 Bühnenmaße: 10m x 12m Dauer: 65 Min.

KONTAKT Mechtild Tellmann kultur@mechtild-tellmann.de www.resistdance.de


STEPTEXT | HELGE LETONJA „Seit 20 Jahren ist mir mit dem steptext dance project die Arbeit mit der Sinnlichkeit des Körpers am Wichtigsten. In meiner Kunst suche ich Brüche, Zwischenräume, Schattierungen um staunend der Verletzlichkeit menschlicher Existenz und der gefühlten gesellschaftlichen Ohnmacht zu begegnen.“ Helge Letonja

PORTRÄT steptext dance project ist eine Produktions- und Präsentationsplattform für zeitgenössischen Tanz mit Sitz in der Schwankhalle Bremen. Seit 20 Jahren entstehen unter Leitung des Choreografen Helge Letonja Tanzstücke in Eigen- und Koproduktion. Letonja reizt dabei immer wieder die Zusammenarbeit mit Künstler*innen und Partner*innen anderer Länder und Kontinente wie mit Montréal Danse (Kanada) und der senegalesischen Ecole de Sables oder 2017 mit dem Vuyani Dance Theatre aus Südafrika. Letonja und seine Tänzer*innen sind dabei in unterschiedlichsten Tanzsprachen zuhause. „Eindrücklich werden angestammte Körperbilder nationaler Identität hinterfragt“, schreibt die Tanzwissenschaftlerin Sabine Huschka. Immer jedoch ist Bewegung bei Letonja rückgebunden an das emotional leibliche Bewegt-Sein. Dabei gießen seine Stücke gesellschaftliche Beobachtungen in physische, bewegte Metaphern, spiegeln die sozialen Zustände der Welt in ihren realen körperlichen Verankerungen. In Kooperation mit großen Bühnen wie dem Theater im Pfalzbau und dem Theater Bremen produzierte steptext zuletzt mehrere abendfüllende Stücke mit großen Ensembles von bis zu zehn Tänzern. Neben den künstlerischen Produktionen kuratiert steptext Tanzfestivals in der Schwankhalle Bremen und im überregionalen Zusammenschluss, engagiert sich in der Tanzvermittlung in Schulen und Hochschulen, sowie mit dem eigenen Jugendlabel young artists. In immer neuen lokal verankerten, international ausstrahlenden Kooperationen gewinnt steptext dabei vielfältige neue Zuschauer für den zeitgenössischen Tanz.

HELGE LETONJA Helge Letonja ist Tänzer, Choreograf, künstlerischer Leiter und Festivalkurator. Nach internationalen Engagements gründete er steptext dance project in Bremen, welches sich in den letzten 20 Jahren zu einer international agierenden Produktions- und Präsentationsplattform für zeitgenössischen Tanz mit Sitz in der Schwankhalle Bremen entwickelte. Neben seinen bislang rund 40, oft in Kollaboration mit Komponist*innen, Musiker*innen, Vokalund bildenden Künstler*innen realisierten, im In- und Ausland präsentierten Tanzstücken, choreografiert er für Operninszenierungen an namhaften Häusern. Für seine Tanzstücke, die er mit unterschiedlichen Koproduktionspartnern vermehrt auf großen Bühnen realisiert, akquiriert er seit Jahren immer wieder erfolgreich Mittel aus Kulturfördertöpfen des Bundes.

Homescapes © Merit Esther Engelke

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 OUT OF JOINT Choreografie: Helge Letonja, Gregory Maqoma Anzahl der Tänzer*innen: 6 Bühnenmaße: 12m x 12m x 6m (t/b/h) Dauer: 65 Min. ZWEI GIRAFFEN TANZEN TANGO – BREMER SCHRITTE Choreografie: Helge Letonja (im Original Gerhard Bohner, Serge Weber) Anzahl der Tänzer*innen: 10 Bühnenmaße: 12m x 12m x 6m (t/b/h) Dauer: 90 Min. BOXOM Choreografie: Helge Letonja, Y’akoto, Florian Tippe Anzahl der Tänzer*innen: 9 Bühnenmaße: 10m x 12m x 11m (t/b/h) Dauer: 75 Min.

KONTAKT Kerstin Witges

Anke Euler

management@steptext.de dramaturgie@steptext.de

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www.steptext.de


TANZMOTO DANCE COMPANY „Aktuelle Bezüge und Diversität der Produktionen sind mir wichtig.“ Mohan C. Thomas

PORTRÄT Die TANZMOTO DANCE COMPANY folgt dem Anspruch, ihre Qualität stetig zu steigern und mit anspruchsvollen und thematisch eigenständigen Inhalten und formal herausragenden Darbietungen noch mehr Menschen für den Tanz zu begeistern. Im ständigen Austausch mit international engagierten Künstler*innen werden immer neue Ansätze erprobt und neue Bewegungsformen entwickelt, die Tänzer*innen und Publikum auf stets andere Art fordern. Die Tänzer*innen sehen in ihrer Arbeit auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Den künstlerischen Anspruch verbinden sie mit gesellschaftskritischen Stellungnahmen und sozialem Engagement. So liegt den Produktionen der TANZMOTO DANCE COMPANY stets eine inhaltliche Auseinandersetzung mit einem aktuell relevanten Thema zugrunde. Außerdem bieten die Tänzer*innen jedes Jahr zahlreiche tanzpädagogische Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an, die unter dem Namen MOVING SCHOOL gebündelt sind. In den Produktionen der TANZMOTO DANCE COMPANY spielt die Verbindung verschiedener Künste und Medien eine zentrale Rolle. In der Kombination mit Video-Installationen, eigens komponierter Musik oder einem speziellen Lichtdesign erscheint der Tanz in einer neuen Dimension und erzeugt seine ganz eigenen Stimmungsbilder. Die verschiedenen Komponenten der Performance sind dabei genauso ästhetisch wie inhaltlich motiviert. So schafft das Ensemble auf unterhaltsame Weise einen unmittelbaren Zugang zur Botschaft des Stücks.

RETURN © Tanzmoto Dance Company

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 CROSSING THE LINES Choreografie: Mohan C. Thomas Anzahl der Tänzer*innen: 10 Bühnenmaße: mindestens 10m x 10m Dauer: 56 Min. RETURN

MOHAN C. THOMAS

Choreografie: Mohan C. Thomas

In Bergisch-Gladbach geboren, studierte Mohan C. Thomas von 1997 bis 2002 Tanz an der Folkwang Universität der Künste, Essen. In New York und London absolvierte er zahlreiche Kurse für Moderne Tanztechnik, Choreografie und Yoga. Von 2002 bis 2008 war er Gasttänzer bei Sasha Waltz & Guests in der Produktion „noBody“ und tourte in zahlreichen Ländern.

Anzahl der Tänzer*innen: 6

Sein erstes Solo „Instinkt“ wurde im Jahr 2000 beim Internationalen Tanzfestival Seoul in Korea uraufgeführt. 2003 gründete er die TANZMOTO DANCE COMPANY und wurde bereits mit der ersten multimedialen Tanzproduktion „Orientation“ 2004 nach New York eingeladen. Als Choreograf arbeitet Mohan C. Thomas außerdem im Auftrag verschiedener Schauspielhäuser, Opern und Sinfonischer Orchester wie u.a. 2012-2017 für die Inszenierung „La Clemenza di Tito / Titus“ an der Semperoper Dresden, Schauspiel Frankfurt, Luzerner Theater, Bochumer Symphoniker, Sinfonieorchester Münster.

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Mohan C. Thomas wurde als Nachwuchskünstler vom Goethe-Institut in seiner choreografischen und tänzerischen Arbeit gefördert.

Bühnenmaße: mindestens 10m x 10m Dauer: original 70 Min. / gekürzt 40 Min.

KONTAKT Petra Kostelidis petra.kostelidis@tanzmoto.com www.tanzmoto.com


THEATER STRAHL BERLIN „Es ist unser Wunsch, Jugendlichen Zugänge zum Tanz in seinen unterschiedlichen Ausdrucksformen zu schaffen und den Blick dafür zu öffnen, Bilder auch auf assoziative Weise lesen zu lernen.“ Wolfgang Stüßel

PORTRÄT THEATER STRAHL BERLIN gibt neuen Formen und Ideen Raum, experimentiert mit Medien, Tanz, Musik und Masken, entführt das Publikum in die InterAktion und scheut weder Klassiker noch Klassenzimmer. Wie entwickeln nach akribischer Recherche Stücke, die sich mit Perspektiven, Ängsten, Wünschen und Fähigkeiten der jungen Generation auseinandersetzen. Über die Vorstellungen hinaus nehmen Jugendliche an Workshops, Nachgesprächen und öffentlichen Proben teil. STRAHL ist seit 1987 Uraufführungsbühne für ein junges Publikum, gastiert deutschlandweit und international und die Inszenierungen werden für Theaterpreise nominiert und ausgezeichnet. Das THEATER STRAHL BERLIN hat sich seit seiner Gründung 1987 als eine der wichtigsten Berliner und Brandenburger Bühnen für anspruchsvolles Jugendtheater etabliert. STRAHL ist ein privat geführtes Theater. Hohes Engagement und weitreichende Visionen sind auf allen Ebenen Antrieb und Ansporn. Es ist das einzige Theater in Berlin/Brandenburg, das sich ausschließlich auf die Generation 12+ konzentriert. Bei STRAHL erleben Schüler*innen oft ihren ersten Theaterbesuch. AUSSTRAHLUNG Der Repertoirebetrieb von STRAHL umfasst in Berlin über 200 Aufführungen und erreicht jährlich mehr als 30.000 Zuschauer. STRAHL gastiert deutschlandweit und international u.a. in Tschechien, Rumänien, Frankreich, Luxemburg, Schweiz, Finnland, Israel und erhält Einladungen auf Kinder- und Jugendtheaterfestivals in Marburg, Nürnberg, Duisburg, Bremen, Weimar und international in Tunesien, Italien, Spanien und Russland. SPIELSTÄTTEN

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Feste Spielstätte ist das Kulturcentrum „Die Weiße Rose” am Wartburgplatz in Berlin-Schöneberg. Kleinere Produktionen werden in der STRAHL.Probebühne im Kulturhaus Schöneberg gezeigt. Die Tanztheaterstücke ROSES und THE BASEMENT werden regelmäßig in der STRAHL.Halle Ostkreuz gezeigt.

Roses © Jörg Metzner

LISTE DER VORAUSSICHTLICH TOURFÄHIGEN PRODUKTIONEN 2017/18 ROSES – einsam.gemeinsam. Choreografie: Wies Merkx Anzahl der Tänzer*innen: 7 THE BASEMENT Choreografie: Wies Merkx Anzahl der Tänzer*innen: 6

KONTAKT Eric Noelte e.noelte@theater-strahl.de www.theater-strahl.de


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INTHEGA


NEULAND DIE INTHEGA - QUALITÄT UND SERVICE FÜR DAS GASTSPIELTHEATER

Nicht jede Kommune unterhält ein eigenes Theater mit festem Ensemble. Dies gilt insbesondere für die Klein- und Mittelzentren, welche einerseits über Spielstätten unterschiedlicher Art verfügen, andererseits jedoch keine großen Theaterbetriebe mit festem künstlerischem Personal unterhalten. Als Alternative bieten sich Theatergastspiele an, denn das Gastspiel- bzw. auch Tourneetheater-System bietet diesen Kommunen viele Vorteile: eine Vielfalt an unterschiedlichen Aufführungen ist möglich, ohne dass die laufenden Kosten eines Theaterbetriebes anfallen. Städte und Gemeinden mit solchen Spielstätten und deutschsprachigem Theaterangebot sind in der INTHEGA, der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen e. V., zusammengeschlossen. Die INTHEGA vertritt rund 400 Kommunen mit etwa zwölf Mio. Einwohnern, welche ohne ihr Gastspieltheater keinen unmittelbaren Zugang zur Darstellenden Kunst hätten. Der Verband verfolgt das Ziel, die Arbeit dieser Veranstalter zu unterstützen und somit qualitativ ansprechende Kulturveranstaltungen zu ermöglichen. Gleichzeitig steht die INTHEGA auch den Anbietern von Gastspielangeboten als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Von großer Bedeutung für die INTHEGA sind die INTHEGA-Jahrestagung, welche durch Diskussionen aktuelle kulturpolitisch relevante Themen aufgreift und Zeit für den fachlichen Dialog bietet sowie der INTHEGA-Theatermarkt als Leitmesse für das deutschsprachige Tourneetheater. Mit TANZLAND erhalten nun viele INTHEGA-Mitglieder die Möglichkeit, programmatisch „Neuland“ zu betreten und den Fokus auf die Sparte Tanz in ihren Städten und Gemeinden zu richten. Die INTHEGA wird ihre Mitglieder tatkräftig unterstützen, das Programm erfolgreich zu gestalten.

Bernward Tuchmann INTHEGA-Geschäftsführer

DIE INTHEGA GESCHÄFTSSTELLE Königsallee 43 | 71638 Ludwigsburg | www.inthega.de Geschäftsführer: Bernward Tuchmann TUCHMANN KULTURBERATUNG | Kellermannstraße 8 | 48149 Münster Telefon: 0251 – 39 55 3686 | Email tuchmann@inthega.de

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Leiter der Geschäftsstelle: Christoph Hauser Telefon 07141 125-241 | Email hauser@inthega.de Mitarbeiterin: Sandra Fromme Telefon 07141 125-242 | Email: fromme@inthega.de Redaktion Kultur-Journale: Sven Scherz-Schade Email: redaktion@inthega.de


BRÜCKENBAUEN Die Tanz-Landkarte kann mit dem Fonds für Gastspielkooperationen neu geschrieben werden, hofft Werner Müller. Der Intendant und Regisseur am Stadttheater Fürth ist Mitglied der TANZLAND–Jury rät zu Geduld und nachhaltiger Arbeit.

TANZLAND ist ein Brückenbauer: Das Programm kann und soll Verbindungen schaffen zwischen den festen Tanzensembles der Staats- und Stadttheater sowie der freien Szene und den INTHEGA-Gastspielhäusern. Verbindungen, die eine vertrauensvolle und kontinuierliche Zusammenarbeit entwickeln und etablieren. Und diese Zusammenarbeit soll „Wurzeln“ schlagen können in den Gastspielhäusern mit zusätzlichen Angeboten der Ensemble-Theater, zum Beispiel durch Workshops, Lessons, Kooperationen mit Tanz-Aktivitäten vor Ort. Obwohl dem zeitgenössischen Tanz in der Öffentlichkeit und der Kulturpolitik in den letzten Jahren eine deutlich größere Aufmerksamkeit zuteil geworden ist, gehört die Sparte Tanz nach wie vor zu den gefährdeten Kunstformen, die allzu schnell von Kürzungen oder gar Einspar-Überlegungen betroffen sind. Der Fonds TANZLAND kann und soll diese – festen sowie freien – Ensembles stärken, unterstützen, ihre öffentliche Wahrnehmung und künstlerische Relevanz befördern. An sehr vielen Gastspieltheatern, insbesondere kleinen und mittleren Häusern, gibt es den Bedarf und auch das Bedürfnis nach gegenwärtigen künstlerischen Ausdrucksformen; der Tanz bietet mit seiner universellen Sprache und seiner zeitgemäßen Ästhetik ideale Voraussetzungen für ein attraktives und aktuelles Programmangebot, insbesondere für ein jüngeres Publikum. Durch TANZLAND wird sich hoffentlich die Tanz-Landkarte im deutschsprachigen Raum verdichten. Neben den ca. 60 festen Tanz-Städten und den bereits vorhandenen Theatern, die regelmäßig Tanztheater präsentieren, sollte es in der Fläche ein Netz von Spielstätten geben, die Tanz gemeinsam kontinuierlich in ihren Spielplänen zeigen.

TANZLAND READER

Inhaltlich und konzeptionell brauchen Veranstalter von neuen Programmreihen manchmal ein wenig Geduld und nachhaltige Vor- und Nacharbeit, um den Tanz in ihren Spielstätten zu etablieren. Von Seiten der INTHEGA fördern wir diese Prozesse: Neben dem normalen kollegialen Austausch untereinander, der ersten Gastspielwerkstatt am 2. und 3. März in Hamm, bietet auch die Frühjahrstagung der INTHEGA am 8. und 9. Mai in Schweinfurt ein ideales Forum für Tanztheater-Gastspiele; es wird dort auch wieder ein Arbeitskreis Musik- und Tanztheater (für 2018/19) stattfinden, bei dem hoffentlich auch Angebote fester und freier Tanzensembles zu finden sind.


LANGER ATEM Dorothee Starke, Leiterin des Kulturamt Bremerhaven und Vizepräsidentin der INTHEGA, hat viel Erfahrung im Bereich Tanz und rät zu einer realistischen und offenen Zusammenarbeit der Partner.

Warum brauchen wir TANZLAND, den Fonds für Gastspielkooperationen? Tanzland gibt den INTHEGA Häusern die Chance, sich mit einem begrenzten Risiko auf die Sparte Tanztheater einzulassen. Dabei ist es besonders zu begrüßen, dass das Projekt auf einen längeren Zeitraum ausgelegt ist. Das Erschließen einer neuen Sparte lässt sich nicht in ein oder zwei Spielzeiten erfolgreich umsetzen, man benötigt dafür einen längeren Atem – was wiederum mit einem erhöhten finanziellen Aufwand verbunden ist. Gibt es einen Bedarf und einen Wunsch nach ‚mehr Tanz‘ an den Bühnen der INTHEGA? Meiner Einschätzung nach ja. Tanz ist meiner Erfahrung nach die Sparte, die alle Generationen, insbesondere die jüngeren Publikumsschichten erreichen kann. Darüber hinaus eignet sich Tanz als nonverbale Kunstform ideal auch für Projekte der integrativen Kulturarbeit. Bisher sind viele Kolleg*innen allerdings aufgrund des finanziellen Risikos zögerlich. Da kommt TANZLAND gerade recht. Wie kann das Programm TANZLAND neben der finanziellen Förderung wirksam werden? Wo sehen Sie die wichtigsten Aufgaben? Die ausdrückliche Förderung tanzpädagogischer Beiprogramme ist ein weiterer wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Etablierung neuer Programme. Hier kann TANZLAND beide Partner (Tanzensembles und Gastspielhäuser) ermutigen, gemeinsam kreative neue Wege zu gehen, um alle Besucherschichten anzusprechen. Begrüßenswert wäre die Darstellung erfolgreicher Best-Practice-Beispiele als Anregung für die Zusammenarbeit. Wenn wir in vier Jahren Bilanz ziehen und TANZLAND auswerten – was hat sich verändert durch die Aktivitäten von TANZLAND? Ich kann natürlich nicht in die Zukunft blicken und nur sagen, was ich mir wünsche: Ich hoffe, dass die Sparte Tanz ein selbstverständlicher Bestandteil der Spielpläne vieler Gastspielhäuser – auch in der Fläche – geworden ist. Und dass es mit Tanz gelungen ist, neue, besonders auch jüngere Besucher*innen, in die Gastspielhäuser zu locken. Welche Erwartungen und Wünsche richten Sie an die Ensembles, die sich mit einer INTHEGA-Bühne verabreden, bzw. welchen Rat geben Sie dem Ensemble?

TANZLAND READER

Ich wünsche mir eine unkomplizierte, verlässliche Partnerschaft auf beiden Seiten. Entwickeln Sie gemeinsam Beiprogramme, die das Publikum an das Ensemble und den Tanz bindet. Die Ensembles bitte ich, dabei den Häusern entgegen zu kommen, wenn es darum geht, z. B. Tänzer*innen einmal für ein Publikumsgespräch einzuladen, bei einer Spielzeiteröffnung mitzuwirken oder einen Probenbesuch zu ermöglichen. Darüber hinaus sollten sie nicht zu hohe technische Erwartungen an die Häuser zu stellen, sondern gemeinsam mit den dort Verantwortlichen am Machbaren arbeiten.


INTHEGA - HÄUSER

STADT AALEN Schul-, Sport- und Kulturamt Postfach 1740 73407 Aalen kulturamt@aalen.de

RATHAUS ABTSGMÜND Presse- und Kulturamt Rathausplatz 1 73453 Abtsgmünd Thomas Ringhofer kultur-presse@abtsgmuend.de

BÜRGERMEISTERAMT ADELBERG Vordere Hauptstraße 2 73099 Adelberg c.marquardt@adelberg.de

THEATER UND MUSIK IN AHRENSBURG E.V. Postfach 1140 22923 Ahrensburg arno.land@ahrensburg.de

STADT AICHACH Hauptamt - Kulturbüro Stadtplatz 48 86551 Aichach Marianne Breitsameter Marianne.Breitsameter@aichach.de

TANZLAND READER

KULTURVEREINIGUNG ALFELD E.V. Perkstraße 29 31061 Alfeld, DE Gisela Marten-Pape marten-pape@stadt-alfeld.de


INTHEGA - HÄUSER

KULTURGEMEINDE ALSDORF E.V. Liebigstr. 23 52477 Alsdorf Erdmann Löwen info@stadthalle-alsdorf.de www.stadthalle-alsdorf.de

KULTURAMT/ VOLKSHOCHSCHULE STADT AMBERG Zeughausstraße 1 a 92224 Amberg Thomas Boss kulturamt@amberg.de Thomas.Boss@Amberg.de Wolfgang.Dersch@amberg.de www.amberg.de

KULTURAMT ANDERNACH Postfach 1861 56608 Andernach Charlotte Everling kultur@andernach.de www.andernach.net

THEATER ANSBACH - KULTUR AM SCHLOSS EG Promenade 29 91522 Ansbach Martina Bauer schessl@kultur-am-schloss.de www.kultur-am-schloss.de

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THEATER IM SCHLOSSGARTEN Im Schlossgarten 99310 Arnstadt Michael Schneider info@theater-arnstadt.de www.theater-arnstadt.de


INTHEGA - HÄUSER

KULTURAMT ASCHAFFENBURG Postfach 100163 63701 Aschaffenburg Burkard Fleckenstein kulturamt@aschaffenburg.de www.stadttheater-aschaffenburg.de

HANSESTADT ATTENDORN Amt für Bildung, Sport, Kultur und Stadtmarketing Kölner Straße 12 57439 Attendorn Frank Burghaus f.burghaus@attendorn.org

KURHAUSTHEATER GMBH AUGSBURG Klausenberg 6 86199 Augsburg Claudia Mayer-Reuß geschaeftsfuehrung@parktheater.de www.parktheater.de

KUR- UND GÄSTEINFORMATION AIB-KUR GMBH & CO. KG Wilhelm-Leibl-Platz 3 83043 Bad Aibling Thomas Jahn info@aib-kur.de www.bad-aibling.de

KULTURGEMEINDE BAD BERLEBURG E.V.

TANZLAND READER

Postfach 1428 57304 Bad Berleburg Andreas Wolf wolf@kulturgemeinde-bad-berleburg.de www.kulturgemeinde-bad-berleburg.de


INTHEGA - HÄUSER

THEATER BAD BRAMSTEDT E.V. Oskar-Alexander-Straße 26 24576 Bad Bramstedt Jürgen Laatsch theater-bb@solutionworks.de

STADT BAD BREISIG Tourist-Information Koblenzer Str. 39 53498 Bad Breisig tourist-info@bad-breisig.de www.bad-breisig.de

SCHUL- UND KULTURAMT DER STADT BAD DRIBURG Postfach 1455 33004 Bad Driburg uwe.damer@bad-driburg.de

CHURSÄCHSISCHE VERANSTALTUNGS GMBH König Albert Theater 08645 Bad Elster Florian Merz info@chursaechsische.de www.chursaechsische.de

KUR- UND KONGRESS GMBH

TANZLAND READER

Kaiser-Wilhelms-Bad 61348 Bad Homburg Ralf Wolter g.sturm@kuk.bad-homburg.de www.kurtheater-bad-homburg.de


INTHEGA - HÄUSER

STADT BAD IBURG Fachdienst Stadtmarketing, Kultur und Tourismus Am Gografenhof 3 49186 Bad Iburg Marion Marx tourist-info@badiburg.de; marx@badiburg.de www.badiburg.de

AMT FÜR SCHULEN, KULTUR UND SPORT Postfach 563 55529 Bad Kreuznach Jürgen Cron anja.beuscher@bad-kreuznach.de www.bad-kreuznach.de

HISTORISCHE KURANLAGEN UND GOETHE-THEATER GMBH Parkstraße 18 06246 Bad Lauchstädt René Schmidt info@goethe-theater.com daniela.grumbach@goethe-theater.com www.goethe-theater.com

KULTURRING BAD MARIENBERG E.V. Kirburgerstr. 4 56470 Bad Marienberg Marco Stalp kulturring@bad-marienberg.de www.kulturring-bad-marienberg.de

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HEILBAD GESELLSCHAFT BAD NEUENAHR-AHRWEILER MBH Hauptstraße 116 53474 Bad Neuenahr - Ahrweiler info@das-heilbad.de barbara.knieps@das-heilbad.de www.bad-neuenahr-ahrweiler.de


INTHEGA - HÄUSER

NIEDERSÄCHSISCHES STAATSBAD PYRMONT BETRIEBSGESELLSCHAFT MBH Heiligenangerstr. 6 31812 Bad Pyrmont Silke Schauer schauer@staatsbad-pyrmont.de www.staatsbad-pyrmont.de

STADT BAD SALZUFLEN Kulturbüro Parkstr. 20 32105 Bad Salzuflen Olaf Fasse o.fasse@bad-salzuflen.de Kulturbuero@bad-salzuflen.de info@staatsbad-salzuflen.de www.bad-salzuflen.de

TAGUNGS- UND KONGRESSZENTRUM GMBH Eichendorffstr. 2 59505 Bad Sassendorf info@badsassendorf.de

KULTURAMT BAD SAULGAU Postfach 1151 88340 Bad Saulgau Andreas Ruess kultur@bad-saulgau.de

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TEINACHTAL-TOURISTIK Rathausstr. 5 75385 Bad Teinach - Zavelstein Franziska Krause info@teinachtal.de www.teinachtal.de


INTHEGA - HÄUSER

KULTURREFERAT BAD URACH Hermann-Prey-Pl. 1 72574 Bad Urach Thomas Braun info@herbstliche-musiktage.de

KUR- UND TOURISMUSBETRIEB BAD WÖRISHOFEN Luitpold-Leusser-Platz 2 86825 Bad Wörishofen Horst Graf kurdirektion@bad-woerishofen.de veranstaltung@bad-woerishofen.de www.bad-woerishofen.de

STADTHALLE BALINGEN Postfach 101051 72310 Balingen Matthias Klein stadthalle@balingen.de Matthias.Klein@balingen.de www.stadthalle.balingen.de

STADT BALLENSTEDT Bürgeramt Rathausplatz 12 06493 Ballenstedt Bettina Fügemann rathaus@ballenstedt.de www.ballenstedt.de

TANZLAND READER

KULTURRING BARGTEHEIDE E.V. Tremsbütteler Weg 11 22941 Bargteheide Manfred Kutsche kutsche@kulturring-bargteheide.de www.kulturring-bargteheide.de


INTHEGA - HÄUSER

CALENBERGER CULTOUR & CO. E.V. Langenkampstr. 31 30890 Barsinghausen Norbert Wels kontakt@ccundco.de www.ccundco.de

STADTHALLE BAUNATAL Postfach 1109 34216 Baunatal Jens Weimann stadthalle@stadt-baunatal.de www.baunatal.de

STADT BAYREUTH Referat 6 - Kultur und Tourismus 95410 Bayreuth Dr. Fabian Kern referat6@stadt.bayreuth.de www.bayreuth.de

STADTHALLE BEMPFLINGEN Kulturring Neckartenzlingen e.V. Bergstraße 17 72658 Bempflingen Elisabeth Müller

STADTKULTUR BENSHEIM

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Am Wambolterhof 2 64625 Bensheim Berthold Mäurer parktheater@bensheim.de www.stadtkultur-bensheim.de


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KULTURKREIS BERGEN E.V. Rosenstr. 26 29303 Bergen Katharina Hoopmann katharina.hoopmann@web.de

BÜRGERHAUS BERGISCHER LÖWE GMBH Konrad-Adenauer-Platz 51465 Bergisch Gladbach Norbert Pfennings info@bergischerloewe.de pfennings@bergischerloewe.de www.bergischerloewe.de

BERNBURGER THEATER- U. VERANSTALTUNGS GGMBH Solbadstraße 2 6406 Bernburg Hans-Jörg Simon info@theater-bernburg.de c.lewek@theater-bernburg.de www.theater-bernburg.de

MOSEL MUSIKFESTIVAL gemeinnützige Veranstaltungsgesellschaft mbH Im Kurpark 54470 Bernkastel - Kues Hermann Lewen info@moselmusikfestival.de www.moselmusikfestival.de

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KULTUR + KUR GMBH Im Kurpark 54470 Bernkastel - Kues Hermann Lewen info@moselmusikfestival.de www.kulturundkur.de


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VHS-THEATERGEMEINDE BETZDORF E.V. Hellerstraße 2 57518 Betzdorf Inka Theissen vhs@betzdorf.de www.betzdorf.de

STADTHALLE BETZDORF Kulturgemeinschaft Beverungen u. Umgebung e.V. Weserstraße 10 37688 Beverungen Ulrich Straske kultur@beverungen.de www.kulturgemeinschaft-beverungen.de

KULTURAMT BIBERACH A.D.RISS Postfach 1757 88396 Biberach a.d.Riss Klaus Buchmann kulturamt@biberach-riss.de k.buchmann@biberach-riss.de www.biberach-riss.de

KULTURAMT BOBINGEN Rathausplatz 1 86399 Bobingen Elisabeth Morhard e.morhard@bobingen.de www.bobingen.de

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STADTTHEATER BOCHOLT E.V. Theaterbüro im Rathaus Berliner Platz 1 46395 Bocholt Bernd Stoverink theaterbuero@stadttheater-bocholt.de www.stadttheater-bocholt.de


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DIE KULTURGEMEINDE DER STADT BORKEN E.V. Weseler Landstraße 72 46325 Borken Ulrike Holtermann diekulturgemeinde@borken.de www.die-kulturgemeinde.de

KULTURFORUM BRACKENHEIM E.V. Postfach 1116 74334 Brackenheim mail@kulturforum-brackenheim.de www.kulturforum-brackenheim.de

STADT BRACKENHEIM Hauptamt Marktplatz 1 74336 Brackenheim Steffen Heinrich steffen.heinrich@brackenheim.de

KULTURAMT BREMERHAVEN Postfach 210360 27574 Bremerhaven Dorothee Starke dorothee.starke@magistrat.bremerhaven.de www.bremerhaven.de

NATUR- UND ERLEBNISPARK BREMERVÖRDE GMBH

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Rathausmarkt 1 27432 Bremervörde Benjamin Bünning b.buenning@bremervoerde.de www.bremervoerde.de


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BESUCHERRING BRILON E.V. Hesdiner Ring 15 59929 Brilon Kirsten Ochsmann r.sommer@brilon.de besucherringbrilon@gmx.de www.brilon.de

KULTURRING BRUCHKÖBEL E.V. Postfach 1355 63480 Bruchköbel Ingrid Cammerzell swinkler@bruchkoebel.de stefania.winkler@bruchkoebel.de www.bruchkoebel.de

ELBEFORUM BRUNSBÜTTEL Von-Humboldt-Platz 5 25541 Brunsbüttel Frank Dehning rladage@vhs-brunsbuettel.de fdehning@elbeforum.de www.elbeforum.de

EMPORE BUCHHOLZ GMBH Breite Straße 10 21244 Buchholz i.d.Nordheide Geschäftsführer Onne Hennecke info@empore-buchholz.de hennecke@empore-buchholz.de www.empore-buchholz.de

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BÜRGERHAUS NEUER MARKT Postfach 1665 77806 Bühl Gisela Gaibler bnm@buehl.de


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KULTURBÜRO BURGHAUSEN In den Grüben 168 84489 Burghausen Birgit Reineke-Reiprich kulturamt@burghausen.de birgit.reiprich@burghausen.de www.burghausen.de

STADT BUXTEHUDE Fachgruppe für Kultur und Tourismus Kulturbüro Breite Str. 2 21614 Buxtehude fachgruppe13@stadt.buxtehude.de kulturbuero@stadt.buxtehude.de www.buxtehude.de

STADT CLOPPENBURG Fachbereich 2 / Kultur & Tourismus Sevelter Straße 8 49661 Cloppenburg Christiane Hagemann kulturamt@cloppenburg.de hagemann@cloppenburg.de www.cloppenburg.de

ERNSTING-STIFTUNG ALTER HOF HERDING

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Letter Berg 38 48639 Coesfeld Dr. Ulrike Hoppe-Oehl u.hoppe-oehl@ernsting-stiftung.de www.ernsting-stiftung.de


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FACHBEREICH KULTUR Rathausplatz 1 27472 Cuxhaven guenther.schlechter@cuxhaven.de www.cuxhaven.de

RATHAUS ABTSGMÜND Presse- und Kulturamt Rathausplatz 1 73453 Abtsgmünd, DE Thomas Ringhofer kultur-presse@abtsgmuend.de

VERBANDSGEMEINDEVERWALTUNG DAHNER FELSENLAND Schulstraße 29 66994 Dahn Anette Lang info@dahner-felsenland.de www.dahner-felsenland.de

KUR- UND FREIZEITBETRIEBE Postfach 1140 54542 Daun Thomas Räthlein info@forum.daun.de www.forum-daun.de

DEBUS GMBH

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Postfach 1143 33119 Delbrück Ursula Bertelsmeier info@stadthalle-delbrueck.de www.stadthalle-delbrueck.de


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VERANSTALTUNGSRING DENKENDORF E.V. Rathaus, Furtstraße 1 73770 Denkendorf Alexandra Kirchner info@veranstaltungsringdenkendorf.de www.denkendorf.de

KULTURRING DIEPHOLZ Rathausmarkt 1 49356 Diepholz kulturring@diepholz.com www.kulturring-diepholz.de

STADTMARKETING-AGENTUR Europaplatz 3 63128 Dietzenbach Christoph Zens-Petzinger buergerhaus@dietzenbach.de

KULTURAMT DITZINGEN Postfach 1455 71252 Ditzingen feilm@ditzingen.de www.ditzingen.de

BÜRGERHÄUSER DREIEICH

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Fichtestraße 50 63303 Dreieich Benjamin Halberstadt buergerhaus@buergerhaeuser-dreieich.de www.buergerhaeuser-dreieich.de


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DÜRENER KULTURBETRIEB Musik- und Veranstaltungsmanagement Stefan-Schwer-Str. 4 52349 Düren veranstaltungsmanagement@dueren.de theater@dueren.de www.hausderstadt.de

ALTES KINO EBERSBERG E.V. Eberhardstraße 3 85560 Ebersberg Markus Bachmeier www.kultur-in-eb

GEMEINDE ECHING Bürgerhaus Untere Hauptstr. 3 85386 Eching Ulla.Grabow@eching.de www.buergerhaus-eching.de

THEATERGEMEINSCHAFT ECKERNFÖRDE E.V. Kattsund 5 24340 Eckernförde Astrid Rix service@theater-eckernfoerde.de astridrix@gmx.de www.theater-eckernfoerde.de

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STADT EHINGEN - KULTURAMT Stadt Ehingen - Kulturamt Spitalstr. 30 89584 Ehingen a. d. Donau Benedicta Walser kulturamt@ehingen.de


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KULTURRING EINBECK Eickesches Haus, Marktstraße 13 37574 Einbeck kulturring@einbeck-marketing.de www.einbeck.de

KULTURAMT DER STADT EISENBERG Hauptstr. 86 67304 Eisenberg Christel Fellenberger www.vg-eisenberg.de

FRIEDRICH-WOLF-THEATER Lindenallee 23 15890 Eisenhüttenstadt Isabell Dobisch-Döhmer theater@eisenhuettenstadt.de www.eisenhuettenstadt.de

STADTVERWALTUNG EISLINGEN. Bildungs-, Kultur- und Sportamt Ebertstraße 24 73054 Eislingen Maria-Luise Schäfer ml.schaefer@eislingen.de www.eislingen.de

STADTHALLE HAUS 13 E.V.

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Adolfstr. 13 25335 Elmshorn Anna Haentjens


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THEATERGEMEINSCHAFT E.V. Königstraße 56 25335 Elmshorn Dr. Peter Thomsen thomsen@stadttheater-elmshorn.de www.stadttheater-elmshorn.de

KULTURBÜRO EMDEN Große Str. 13 26721 Emden Matthias Klein bemueller@emden.de www.emden.de

KULTURKREIS REGION EMMELSHAUSEN Kulturkreis Region Emmelshausen Rhein-Mosel-Straße 45 56281 Emmelshausen Thomas Biersch info@das-zap.de www.das-zap.de

EIGENBETRIEB KULTUR - KÜNSTE - KONTAKTE Stadttheater Agnetenstr. 2 46446 Emmerich am Rhein Michael Rozendaal Theater@Stadt-Emmerich.de

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STADT EPPELHEIM VZ - Leiterin Personal, Kultur u. Wirtschaftsförd. Schulstr. 2 69214 Eppelheim Petra Welle ww.eppelheim.de/rwh.


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RUDOLF-WILD-HALLE Burgstadt Eppstein Hauptstr. 99 65817 Eppstein Christine Baum christine.baum@eppstein.de www.eppstein.de

KULTURKREIS ERFTSTADT E.V. An der Vogelrute 2 50374 Erftstadt Dörte Isakeit doerte.isakeit@kulturkreis-erftstadt.de www.kulturkreis-erftstadt.de

KULTUR GMBH DER STADT ERKELENZ Franziskanerplatz 11 41812 Erkelenz christoph Stolzenberger christoph.stolzenberger@erkelenz.de kultur@erkelenz.de www.erkelenz.de

AMT FÜR SCHULE, KULTUR UND SPORT Postfach 1154 40671 Erkrath Nicole Pauli Kultur@erkrath.de www.erkrath.de

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STADT ERLENBACH Stadt Erlenbach Referat Wirtschaft, Kultur u. Tourismus Bahnstraße 26 63906 Erlenbach a. Main Caroline Gebler kultur@stadt-erlenbach.de caroline.gebler@stadt-erlenbach.de


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KULTURREFERAT ESCHBORN Rathausplatz 36 65760 Eschborn Johanna Kiesel kultur@eschborn.de www.eschborn.de

KULTURBUND ESCHWEGE E.V. Obere Friedenstr. 17 37269 Eschwege Johannes Loch antiquariat_loch@gmx.de

KULTURBUND EUTIN E.V. Postfach 427 23694 Eutin kultur@wgriep.de

STADT FELLBACH - KULTURAMT Postfach 2020 70710 Fellbach Christa Linsenmaier-Wolf kulturamt@fellbach.de www.fellbach.de

KULTURBÜRO FEUCHTWANGEN

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Marktplatz 2 91555 Feuchtwangen Dr. Maria Wüstenhagen kulturamt@feuchtwangen.de www.feuchtwangen.de


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FILHARMONIE FILDERSTADT Tübinger Str. 40 70794 Filderstadt Thomas Löffler tloeffler@filderstadt.de spflug@filderstadt.de uhentschel-siech@filderstadt.de www.filharmoniefilderstadt.de

KULTURGEMEINDE FINNENTROP E.V. Am Markt 1 57413 Finnentrop Ludwig Rasche l.rasche@finnentrop.de www.finnentrop.de

CONGRESSFORUM FRANKENTHAL GMBH Stephan-Cosacchi-Platz 5 67227 Frankenthal Beate Scholl info@congressforum.de www.congressforum.de

KULTURGESELLSCHAFT BERGEN-ENKHEIM MBH Marktstraße 30 60388 Frankfurt/Main info@kulturgesellschaft-bergen-enkheim.de www.kulturgesellschaft-bergen-enkheim.de

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AMT FÜR KULTUR Marienplatz 7 85354 Freising kultur@freising.de adolf.gumberger@freising.de www.freising.de


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KULTURHAUS FREITAL Lutherstraße 2 01705 Freital Angelika Schminder info@kulturhaus-freital.de direktion@kulturhaus-freital.de www.kulturhaus-freital.de

FREUDENSTADT TOURISMUS Lauterbadstraße 5 72250 Freudenstadt Corinna Helfrich corinna.helfrich@freudenstadt.de www.freudenstadt.de

STADTTHEATER FÜRTH Königstraße 116 90762 Fürth Werner Müller stadttheater@fuerth.de www.stadttheater.fuerth.de

KULTURVEREIN DER STADT GARBSEN E.V. c/o Kulturbüro im Rathaus Rathausplatz 1 30823 Garbsen Vera Brand kultur@garbsen.de www.kulturgarbsen.de

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STADT GARCHING Kulturreferat Rathausplatz 3 85748 Garching b. München Wolfgang.Windisch@garching.bayern.de anna.eicher@garching.de www.garching.de


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THEATERFORUM GAUTING E.V. bosco, Bürger-und Kulturhaus Gauting Oberer Kirchweg 1 82131 Gauting Désirée Raff raff@bosco-gauting.de krause@theaterforum.de www.bosco-gauting.de

KLEINES THEATER SCHILLERSTRASSE GMBH Schillerstr. 33 21502 Geesthacht Thorsten Winkler thorsten.winkler@kts-geesthacht.de www.kleinestheaterschillerstrasse.de

MAGISTRAT DER BARBAROSSASTADT GELNHAUSEN Kulturamt Obermarkt 7 63571 Gelnhausen Katja Bräutigam k.braeutigam@gelnhausen.de www.gelnhausen.de

STADTHALLE GERMERING Landsberger Straße 39 82110 Germering Medea Schmitt medea.schmitt@stadthalle-germering.de www.stadthalle-germering.de

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STADTVERWALTUNG GERMERSHEIM Kulturamt Paradeplatz 10 76726 Germersheim uleiner@germersheim.eu


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KULTURAMT GERSTHOFEN / FB 4 Bahnhofstr. 2 86368 Gersthofen Helmut Gieber stadthalle@stadt-gersthofen.de hgieber@gersthofen.de www.stadthalle-gersthofen.de

KULTURVEREIN GIFHORN E.V. Im Kavalierhaus von 1546 Steinweg 3 38518 Gifhorn Britta Scheller info@kulturverein-gifhorn.de www.kulturverein-gifhorn.de

STADTHALLE GIFHORN GMBH Schützenplatz 2 38518 Gifhorn Wolfgang Stein wolfgang.stein@stadthalle-gifhorn.de www.stadthalle-gifhorn.de

KULTURAMT GLADBECK Postfach 629 45956 Gladbeck Anke Nienhaus Anke.Nienhaus@stadt-gladbeck.de www.gladbeck.de

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STADTVERWALTUNG GLAUCHAU Stadttheater Theaterstraße 39 08371 Glauchau Christian Rinck stadttheater@glauchau.de www.stadttheater.glauchau.de


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STADT GLINDE Öffentlichkeitsarbeit, Internet und Theater Markt 1 21509 Glinde Christina Kriegs-Schmidt Christina.Kriegs-Schmidt@glinde.de www.glinde.de

KULTURREFERAT GÖPPINGEN Postfach 1149 73011 Göppingen Wolfram Hosch kultur@goeppingen.de www.goeppingen.de

KULTOURSTADT GOTHA GMBH Brühl 4 99867 Gotha m.wettstein@kultourstadt.de a.feierabend@kultourstadt.de www.gotha.de

STADTVERWALTUNG GRAFING Marktplatz 28 85567 Grafing b. München Manfred Wolfert info@stadthalle-grafing.de www.grafing.de

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STADT GÜGLINGEN - KULTURAMT Postfach 24 74361 Güglingen Serina Hirschmann Serina.Hirschmann@gueglingen.de www.gueglingen.de


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STADT GUNZENHAUSEN Kulturbüro Rathausstraße 12 91710 Gunzenhausen Astrid Stieglitz kulturamt@gunzenhausen.de

ERNST-BARLACH-THEATER Franz-Parr-Platz 8 18273 Güstrow Dr. Kersten Klevenow kersten.klevenow@lkros.de www.ernst-barlach-theater.de

STADT HAIGER Kulturamt Marktplatz 7 35708 Haiger Andreas Rompf kulturamt@haiger.de www.haiger.de

THEATER HAMELN Sedanstraße 4 31785 Hameln Theater@Hameln.de www.theater.hameln.de

KULTURBÜRO DER STADT HAMM

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Ostenallee 87 59071 Hamm Wolfgang Barth barth@stadt.hamm.de www.hamm.de


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STADT HECHINGEN SG Tourismus und Kultur Neustraße 4 72379 Hechingen Angela Baur kultur@hechingen.de www.hechingen.de

EICHSFELDER KULTURBETRIEBE Werkleitung Ägidienstraße 11 a 37308 Heiligenstadt Hans Joachim Jacobi info@eichsfelder-kulturhaus.de www.kulturhaus.eichsfeld.net

STADT HELMSTEDT Kultur/Theater Markt 1 38350 Helmstedt rainer.ammon@stadt-helmstedt.de www.stadt-helmstedt.de

KULTUR HERFORD GGMBH Stadttheater Theaterbüro Linnenbauerplatz 6 32052 Herford Karl-Heinz Rohlf theater@herford.de www.theater.herford.de

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GEBRÜDER-BUSCH-KREIS E.V. Steiler Weg 2 57271 Hilchenbach Hartmut Kriems gbkkultur@t-online.de www.gebrueder-busch-kreis.de


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STADTHALLENBETRIEBS-GMBH HOCKENHEIM Rathausstraße 3 68766 Hockenheim Walter Rettl info@stadthalle-hockenheim.de www.stadthalle-hockenheim.de

MAGISTRAT DER KREISSTADT HOFHEIM/TS. Kulturagentur Postfach 1340 65703 Hofheim/Ts. Heide Fink-Knoblauch bschley@hofheim.de aseeharsch@hofheim.de www.hofheim.de

HOMBURGER KULTURGESELLSCHAFT GGMBH Am Forum 5 66424 Homburg Christoph F. Neumann touristik@homburg.de www.homburg.de

KULTURZENTRUM SAALBAU Lausitzhalle Hoyerswerda GmbH Postfach 3330 2965 Hoyerswerda Sven Tietze kontakt@lausitzhalle-hoyerswerda.de

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BÜRGERHAUS HÜRTH Kultur- und Tagungszentrum der Stadt Hürth Friedrich-Ebert-Straße 40 50354 Hürth Maria Rasmussen buergerhaus@huerth.de mrasmussen@huerth.de www.buergerhaus-huerth.de


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MESSE HUSUM & CONGRESS GMBH & CO. KG Am Messeplatz 12-18 25813 Husum Peter Becker info@messehusum.de www.messehusum.de

STADTENTWICKLUNGSAMT IDAR-OBERSTEIN Postfach 11740 55707 Idar-Oberstein Annette Strohm annette.strohm@idar-oberstein.de www.idar-oberstein.de

STADT IDSTEIN König-Adolf-Platz 1 65510 Idstein Marianne Diefenbach marianne.diefenbach@idstein.de www.idstein.de

KULTURGEMEINSCHAFT OBERALLGÄU E.V. Schloßgasse 1 87509 Immenstadt/Allgäu info@kulturgemeinschaft-oberallgaeu.de www.kultur-oa.de/kulturgemeinschaft

IKUM INGELHEIMER KULTUR- UND MARKETING GMBH

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Neuer Markt 1 55218 Ingelheim Michael Sinn michael.sinn@king-ingelheim.de michael.sinn@m-sinn.de www.king-ingelheim.de


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STADT ISERLOHN Kulturbüro Postfach 2462 58634 Iserlohn kulturbuero@iserlohn.de www.iserlohn.de

VOLKSHOCHSCHULE ISNY Rainstraße 12 88316 Isny im Allgäu Karin Hoser info@vhs-isny.de www.vhs-isny.de

THEATER ITZEHOE Theaterplatz 25524 Itzehoe Ulrike Schanko theater-itzehoe@itzehoe.de www.theater-itzehoe.de

STADT JÜLICH Amt 12 Kulturbüro Große Rurstraße 17 52428 Jülich Christoph Klemens cklemens@juelich.de www.brueckenkopf-park.de

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KULTURQUARTIER MÖNCHENKLOSTER JÜTERBOG Postfach 1244 14901 Jüterbog Jens Katterwe moenchenkloster@jueterbog.de www.jueterbog.de


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STADT KAMEN Fachbereich Kultur Postfach 1580 59172 Kamen Jörg Höning rathaus@stadt-kamen.de kultur@stadt-kamen.de www.stadt-kamen.de

KULTURBÜRO KAMP-LINTFORT Postfach 1760 47462 Kamp-Lintfort Petra Niemöller petra.niemoeller@kamp-lintfort.de kulturbuero@kamp-lintfort.de

OV NEUREUT-HALLENVERWALTUNG Neureuter Hauptstraße 256 76149 Karlsruhe Peter Ehrmann neureut@karlsruhe.de www.badnerlandhalle.de

KULTURRING KAUFBEUREN E.V. c/o Stadtmuseum Kaufbeuren Kaisergässchen 12-14 87600 Kaufbeuren Ruth Stumpe info@kulturring-kaufbeuren.de www.kulturring-kaufbeuren.de

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STADT KEHL - BEREICH KULTUR Großherzog-Friedrich-Straße 19 77694 Kehl kulturamt@stadt-kehl.de www.kehl.de


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THEATER KEMPTEN GGMBH Rathausplatz 29 87435 Kempten/Allgäu Silvia Armbruster info@theaterinkempten.de www.theaterinkempten.de

KULTURBÜRO DER STADT KEVELAER Peter-Plümpe-Platz 12 47623 Kevelaer Bernd Pool info@wfg-kevelaer.de www.kevelaer.de

STADT KLEVE Fachbereich 40 - Schulen, Kultur und Sport Landwehr 4-6 47533 Kleve Annette Wier annette.wier@kleve.de www.kleve.de

CLINGENBURG FESTSPIELE E.V. Hauptstr. 26 A 63911 Klingenberg Eleonore Renz www.clingenburg-festspiele.de

STADTHALLE KORNTAL

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Martin-Luther-Straße 32 70825 Korntal-Münchingen Melanie Thamm-Beck thamm-beck@stadthalle-korntal.de www.stadthalle-korntal.de


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STADT KORNWESTHEIM Fachbereich Kultur und Sport Jakob-Sigle-Platz 1 70806 Kornwestheim Claudia Münkel claudia_muenkel@kornwestheim.de www.kornwestheim.de

DAS K - KULTUR-UND KONGRESSZENTRUM Köthen Kultur und Marketing GmbH Schloßplatz 5 6366 Köthen Michael Schuster info@bachstadt-koethen.de ruediger.weiss@bachstadt-koethen.de peter.engelmann@bachstadt-koethen.de www.kulturstaetten-koethen.de

KREISVERWALTUNG, ABT. SCHULEN UND KULTUR KUSEL Trierer Straße 49 66869 Kusel Corina Molz corina.molz@kv-kus.de

KULTURAMT DER STADT LAHR Postfach 2180 77911 Lahr gottfried.berger@lahr.de www.lahr.de

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STADTHALLE LANDAU Stadtverwaltung Landau / Kulturabteilung Postfach 2110 76811 Landau i.d.Pfalz Sabine Haas sabine.haas@landau.de www.landau.de


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STADTHALLE LANDSTUHL Kaiserstraße 39 / Lothar-Sander-Platz 66849 Landstuhl Angelika Klein info@stadthalle-landstuhl.de www.landstuhl.de/stadthalle

FACHDIENST KULTUR UND SPORT LANGEN Südliche Ringstraße 80 63225 Langen (Hessen) Christian Staubach cstaubach@langen.de www.stadthalle-langen.de

SCHAUPLATZ LANGENFELD GMBH Hauptstr. 129 40764 Langenfeld Georg Huff info@schauplatz.de www.schauplatz.de

SALZACHHALLE LAUFEN Postfach 1165 83410 Laufen Stefan Feiler M.A. salzachhalle@stadtlaufen.de www.salzachhalle.de

KULTURHAUS SCHLOSS GROSSLAUPHEIM

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Claus-Graf-Stauffenberg-Str. 15 88471 Laupheim Bernd Leitner kultur@laupheim.de www.laupheim.de


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STADT LEHRTE Schul-, Sport- und Kulturamt Rathausplatz 2 31275 Lehrte info@lehrte.de www.lehrte.de

KULTURAMT LEINFELDEN-ECHTERDINGEN Postfach 100351 70747 Leinfelden-Echterdingen Dorothea Wissmann-Steiner d.wissmann-steiner@le-mail.de

KULTURGEMEINDE HUNDEM-LENNE E.V. Postfach 1323 57343 Lennestadt Paul-Wilhelm Thiel paul-wilhelm@freenet.de www.lennestadt.de

STADTHALLE LEONBERG Postfach 1763 71207 Leonberg Rainer Blümle stadthalle@leonberg.de eh@leonberg.de www.leonberg.de

VOLKSHOCHSCHULE LEUTKIRCH E.V.

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Marktstr. 32 88299 Leutkirch im Allgäu vhs@leutkirch.de www.vhs-leutkirch.de


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KULTURSTADTLEV - FORUM Am Büchelter Hof 9 51373 Leverkusen Biggi Hürtgen info@kulturstadtlev.de Claudia.Scherb@kulturstadtlev.de biggi.huertgen@kulturstadtlev.de www.kulturstadtlev.de

BAYER AG Bayer Kultur Nobelstr. 37 51368 Leverkusen bayerkultur@bayer.com www.kultur.bayer.de

KULTURVEREINIGUNG LIMBURG E.V. Bahnhofsplatz 2 65549 Limburg a.d. Lahn Gabriele Droste kulturvereinigung@stadt.limburg.de www.kulturvereinigung-limburg.de

KULTURAMT LINDAU Linggstr. 3 88131 Lindau kulturamt@lindau.de www.lindau.de

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STADT LINGEN Fachdienst Kultur Elisabethstraße 20 49808 Lingen (Ems) Rudolf Kruse kulturamt@lingen.de www.lingen.de


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THEATER AN DER WILHELMSHÖHE KWL – Kultur und Werbung Lippstadt GmbH Postfach 1871 59528 Lippstadt Carmen Harms harms@kwl-lippstadt.de

KULTURRING LÜBBECKE E.V. Postfach 1328 32293 Lübbecke kulturring-luebbecke@t-online.de www.luebbecke.de

TOURISMUS, KULTUR- UND STADTMARKETING Lübben (Spreew.) GmbH Ernst von Houwald-Damm 15 15907 Lübben schenk@tks-luebben.de www.tks-luebben.de

STADT LUCKENWALDE Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus Markt 10 14943 Luckenwalde Andreas Kitzing kultur@luckenwalde.de www.luckenwalde.de

KULTURHAUS DER STADT LÜDENSCHEID

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Freiherr-vom-Stein-Straße 8 58511 Lüdenscheid Stefan Weippert kulturhaus@luedenscheid.de www.kulturhaus-luedenscheid.de


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LUDWIGSBURGER SCHLOSSFESTSPIELE Palais Grävenitz Marstallstr.5 71634 Ludwigsburg Thomas Wördehoff presse@schlossfestspiele.de www.schlossfestspiele.de

STADT LUDWIGSBURG FB Kunst und Kultur Mathildenstr. 29 71638 Ludwigsburg Lucas Reuter info@forum.ludwigsburg.de a.frey@ludwigsburg.d ewww.forum.ludwigsburg.de

THEATER IM PFALZBAU Berliner Str. 30 67059 Ludwigshafen joerg.fischer@ludwigshafen.de www.theater-im-pfalzbau.de

STADT MARKTOBERDORF - KULTURAMT Postfach 1353 87611 Marktoberdorf Rupert Filser kulturamt@marktoberdorf.de www.marktoberdorf.de

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STADTVERWALTUNG MARL - KULTURAMT Creiler Platz 1 45765 Marl info@marl.de www.marl.de


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STADT MARSBERG. Lillers Str. 8 34431 Marsberg Sabrina Stuhldreier klaus.dropmann@t-online.de

THEATER MEISSEN GGMBH Theaterplatz 15 01662 Meißen Renate Fiedler info@theater-meissen.de www.theater-meissen.de

THEATERGEMEINDE MEPPEN E.V. / STADTHAUS Markt 43 49716 Meppen Arnold Terborg info@theatergemeinde-meppen.de www.theatergemeinde-meppen.de

KULTURRING MESCHEDE E.V. c/o Stadtverwaltung Franz-Stahlmecke-Platz 2 59872 Meschede Silke Pöttgen silke.poettgen@meschede.de www.meschede.de

VERANSTALTUNGSRING METZINGEN E.V.

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Beim Rathaus 18-20 72555 Metzingen Karin Hammer info@veranstaltungsring.de


INTHEGA - HÄUSER

WAITZINGER KELLER - KULTURZENTRUM MIESBACH Schlierseer Straße 16 83714 Miesbach Isabella Krobisch info@waitzinger-keller.de www.waitzinger-keller.de

LANDRATSAMT - KULTURREFERAT MILTENBERG Brückenstraße 2 63897 Miltenberg Gaby Schmidt kultur@lra-mil.de

STADT MINDEN Stadttheater Minden Markt 1 32423 Minden info@stadttheater-minden.de a.krauledat@minden.de www.stadttheater-minden.de

KULTURAMT MÖGLINGEN Rathausplatz 3 71696 Möglingen Tabea Knobloch kultur@moeglingen.de www.moeglingen.de

MARKE MONHEIM E.V.

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Daimlerstraße 10a 40789 Monheim am Rhein Lisa-Ann Borgmann sbuenten@marke-monheim.de www.monheim.de


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STADT MONTABAUR Kulturbüro Konrad-Adenauer-Platz 8 56410 Montabaur kultur@montabaur.de

MAGISTRAT D.STADT MÖRFELDEN-WALLDORF Sport- und Kulturamt Westendstr. 8 64546 Mörfelden-Walldorf info@moerfelden-walldorf.de

STADT MOSBACH Kulturamt Unterm Haubenstein 2 74821 Mosbach Christine Funk christine.funk@mosbach.de www.mosbach.de

VOLKSHOCHSCHULE MÜHLACKER Postfach 1163 75401 Mühlacker Martina Terp-Schunter nbessler@stadt-muehlacker.de mterp-schunter@stadt-muehlacker.de www.muehlacker.de

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DEZERNAT 4 / KULTUR- UND TOURISMUSDEZERNAT Kulturamt Wilhelmstr. 14 79379 Müllheim/Baden Andrea Fahrnholz kultur@muellheim.de www.muellheim.de


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PALATINUM MUTTERSTADT Bohligstraße 1 67112 Mutterstadt Marliese Renner palatinum-mutterstadt@t-online.de www.palatinum-mutterstadt.de

STADTVERWALTUNG NAGOLD Amt für Bildung, Kultur und Sport Marktstr. 27-29 72202 Nagold Dorothee Must dorothee.must@nagold.de Maren.Haeussler@Nagold.de www.nagold.de

KULTURAMT NEUBURG A.D. DONAU Postfach 1740 86622 Neuburg a.d. Donau Kathrin Jacobs kultur@neuburg-donau.de www.neuburg-donau.de

STADTVERWALTUNG NEUENBURG AM RHEIN Fachbereich Lebenswerte Stadt Rathausplatz 5 79395 Neuenburg Barbara Vallois stadtverwaltung@neuenburg.d ewww.neuenburg.de

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BÜRGERHAUS NEUENHAGEN Hauptstraße 2 15366 Neuenhagen Regina Süßmuth kontakt@buergerhaus-neuenhagen.de www.buergerhaus-neuenhagen.de


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KULTURAMT NEUENRADE Postfach 1340 58805 Neuenrade Monika Arens m.arens@neuenrade.de www.neuenrade.de

KULTURRING NEUHAUSEN E.V. Fuchslöcherstraße 15 73765 Neuhausen a.d.F. Hans Jaudas hans.jaudas@yahoo.de

HUGENOTTENHALLE Kulturbüro der Stadt Neu-Isenburg Frankfurter Straße 152 63263 Neu-Isenburg info@hugenottenhalle.de www.hugenottenhalle.de

STADT NEUMÜNSTER - DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturbüro Kleinflecken 26 24534 Neumünster kulturbuero@neumuenster.de www.neumuenster.de

NEUNKIRCHER KULTURGESELLSCHAFT GMBH

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Veranstaltungen Marienstraße 2 66538 Neunkirchen (Saar) Peter Bierbrauer bierbrauer@nk-kultur.de


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KULTURBÜRO NEUSÄSS Postfach 1152 86344 Neusäß Anneli Bronner M.A. kulturbuero@neusaess.de www.neusaess.de

KULTURABTEILUNG NEUSTADT A.D. WEINSTR. Friedrichstraße 1 67433 Neustadt a.d. Weinstr. Wolfgang Dinges wolfgang.dinges@neustadt.eu www.neustadt.eu

KULTURSERVICE DER STADT NEUSTADT IN HOLSTEIN Am Markt 1 23730 Neustadt in Holstein Gabriele Nellies theater@neustadt-holstein.de www.neustadt-holstein.de

STADTVERWALTUNG NEU-ULM Augsburger Straße 15 89231 Neu-Ulm Mareike Kuch m.kuch@neu-ulm.de www.neu-ulm.de

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STADT NIENBURG/WESER Fachbereich Kultur Postfach 1780 31567 Nienburg/Weser Wolfgang Lange j.meyer@nienburg.de w.lange@nienburg.de www.theater.nienburg.de


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STADT NORDERSTEDT - KULTURBÜRO Rathausallee 50 22846 Norderstedt Gabriele Richter kultur@norderstedt.de www.norderstedt.de

STADT NORDHORN Kulturamt Postfach 2429 48522 Nordhorn Tamara Kafka tamara.kafka@nordhorn.de www.nordhorn.de

REFERAT FÜR ÖFFENTLICHKEITSARBEIT UND KULTUR NÖRDLINGEN Postfach 1543 86715 Nördlingen Rudi Scherer scherer@noerdlingen.de www.noerdlingen.de

STADT NÜRTINGEN Kulturamt Postfach 1920 72609 Nürtingen Susanne Ackermann kultur.stadt@nuertingen.de www.nuertingen.de

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STADT OBERTSHAUSEN Fachbereich Sport, Jugend und Kultur Beethovenstr. 2 63179 Obertshausen news@kultur-obertshausen.de www.obertshausen.de


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STADT OFFENBURG Kulturbüro Postfach 2450 77614 Offenburg edgar.common@offenburg.de www.kulturbuero.offenburg.de

KULTURA, KULTUR- UND TAGUNGSHAUS Herrenwiesenstraße 12 74613 Öhringen Kathja Maneke kultura@oehringen.de www.oehringen.de

KULTURBUND WAGRIEN E.V. Göhler Str. 56 23758 Oldenburg in Holstein Dr. Horst Kratzmann info@vhs.old.de www.kulturbund-wagrien.old.de/kultur

KREISSTADT OLPE Amt Bildung, Soziales, Sport Postfach 1920 57449 Olpe Gerhard Burghaus u.beckmann@kreis-olpe.de

STADTTHEATER OLTEN

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Wolf-Ferrari-Haus Rathausplatz 2 85521 Ottobrunn wfh@ottobrunn.de www.ottobrunn.de


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PADERBORNER STADTHALLENBETRIEBSGES Heiersmauer 45-51 33098 Paderborn Dr. Maria Rodehuth info@paderhalle.de www.paderhalle.de

KULTURKREIS PAPENBURG Postfach 1755 26857 Papenburg Marco Malorny marco.malorny@kulturkreis-papenburg.de www.kulturkreis-papenburg.de

KULTURRING PEINE E.V. Winkel 30 31224 Peine Christian Hoffmann hoffmann@kulturring-peine.de www.kulturring-peine.de

KULTURAMT PFULLENDORF Kirchplatz 1 88630 Pfullendorf Hermine Reiter hermine.reiter@stadt-pfullendorf.de

KULTURAMT PIRMASENS

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Postfach 2763 66933 Pirmasens Sonja Mäß sonjamaess@pirmasens.de www.pirmasens.de


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KULTUR UND TOURISMUSGESELLSCHAFT PIRNA MBH Am Markt 7 01796 Pirna Christian Schmidt-Doll kultur@pirna.de www.pirna.de

KULTURAMT PLOCHINGEN Schulstr. 7 73207 Plochingen Susanne Martin M.A. martin@plochingen.de www.plochingen.de

KULTURAMT PUCHHEIM Oskar-Maria-Graf-Straße 2 82178 Puchheim Michael Kaller puc-kultur@puchheim.de www.puc-puchheim.de

KULTURABTEILUNG PULHEIM Postfach 1345 50241 Pulheim Angelika Schallenberg stadtpulheim@pulheim.de www.pulheim.de

GEMEINDE PULLACH I. ISARTAL

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Kulturamt Heilmannstraße 2 82049 Pullach buergerhaus@pullach.de www.buergerhaus-pullach.de


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THEATER VORPOMMERN GMBH / THEATER PUTBUS Markt 13 18581 Putbus Peter Gestwa service@theater-putbus.de gestwa@theater-vorpommern.de www.theater-vorpommern.de

HAUS DES BÜRGERS Postfach 1152 66872 Ramstein-Miesenbach Andreas Guhmann andreas.guhmann@ramstein-miesenbach.de www.ramstein-miesenbach.de

STADTHALLE RANSBACH-BAUMBACH Rheinstraße 103 56235 Ransbach-Baumbach Angelika Nobach-Hedtrich stadthalle@ransbach-baumbach.de www.ransbach-baumbach.de

KULTURZENTRUM RATHENOW GMBH Märkischer Platz 3 14712 Rathenow Dr. Bettina Götze info@kulturzentrum-rathenow.de disposition@kulturzentrum-rathenow.de presse@kulturzentrum-rathenow.de www.kulturzentrum-rathenow.de

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AMT FÜR KULTUR UND TOURISMUS RATINGEN Postfach 101740 40837 Ratingen kulturamt@ratingen.de www.ratingen.de


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STADT RAVENSBURG Kulturamt Kirchstraße 16 88212 Ravensburg Dr. Franz Schwarzbauer kultur@ravensburg.de verena.mueller@ravensburg.de www.ravensburg.de

KONZERTHAUS Gemeindeverwaltung, Kulturamt Bismarckstraße 43 64385 Reichelsheim Jochen Rietdorf kulturamt@reichelsheim.de www.reichelsheim.de

KULTURZENTRUM REINBEK Hamburger Straße 8 21462 Reinbek Elke Güldenstein elke.gueldenstein@reinbek.landsh.de www.reinbek.de

KULTURZENTRUM HOFGUT Cestasplatz 1 64354 Reinheim Uwe Vogel kulturamt@reinheim.de www.reinheim.de

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KULTURAMT/KULTURHALLE Hauptstraße 115 75196 Remchingen Roland Haag nfo@kulturhalle-remchingen.de www.kulturhalle-remchingen.de


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TEO OTTO THEATER DER STADT REMSCHEID Konrad-Adenauer-Straße 31-33 42853 Remscheid christian.henkelmann@remscheid.de lutz.heinrichs@remscheid.de www.teo-otto-theater.de

FLORA WESTFALICA Förderges.Wirtschaft und Kultur mbH Postfach 1463 33342 Rheda-Wiedenbrück info@flora-westfalica.de www.flora-westfalica.de

FACHBEREICH BILDUNG, KULTUR U. SPORT Kulturservice Klosterstr. 14 48431 Rheine Klaus.dykstra@rheine.de info@rheinekultur.de www.rheine-kultur.de

KULTURRING RINTELN E.V. Klosterstr. 20 31737 Rinteln Juliane Weiss Kuri-rinteln@t-online.de www.kulturring.rinteln.de

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BRÜCKENTORSAAL Kulturhalle Rödermark Dieburger Straße 27 63322 Rödermark rita.bien@roedermark.de gregor.wade@roedermark.de www.roedermark.de


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STADT RODGAU Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt Hintergasse 15 63110 Rodgau Silke Ott kultur@rodgau.de www.rodgau.de

KULTURFABRIK ROTH Stieberstraße 7 91154 Roth Monika Ammerer-Düll kulturfabrik@stadt-roth.de www.kulturfabrik.de

EIGENBETRIEB BILDUNG UND KULTUR Betriebsteil Kultur/Theater Am Treff 1 65424 Rüsselsheim kultur-theater@kultur123ruesselsheim.de www.kultur123ruesselsheim.de

KREISSTADT SAARLOUIS Amt für Kultur, Schulen und Sport Postfach 2260 66722 Saarlouis Julia Hennings sabine.schmitt@saarlouis.de julia.hennings@saarlouis.de www.saarlouis.de

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GEMEINDE SALEM Kulturforum Leutkircher Str. 1 88682 Salem Sabine Stark sabine.stark@salem-baden.de www.salem-baden.de


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KULTURKREIS SALZGITTER E.V. Postfach 1420 38244 Salzgitter Annette Roos info@kulturkreis-salzgitter.de www.kulturkreis-salzgitter.de

FACHBEREICH KULTUR UND SPORT Rathaus Markt 1 53757 Sankt Augustin kulturamt@sankt-augustin.de www.sankt-augustin.de

STADTHALLE SCHLÜCHTERN Postfach 1452 36374 Schlüchtern Maria Deuker info@schluechtern.de www.schluechtern.de

KULTURELLE VEREINIGUNG Schmallenberger Sauerland e.V. Postfach 1140 57376 Schmallenberg kulturelle-vereinigung@schmallenberg.de

STADT SCHOPFHEIM

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VHS / Kulturamt Johann-Karl-Grether-Str. 2 79650 Schopfheim Susanne Häußer-Ühlin s.haeusser-uehlin@schopfheim.de www.schopfheim.de


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BARBARA-KÜNKELIN-HALLE Künkelinstraße 33 73614 Schorndorf Hans-Dieter März info@barbara-kuenkelin-halle.de www.barbara-kuenkelin-halle.de

FACHBEREICH KULTUR UND SOZIALES - THEATERRING Postfach 80 78701 Schramberg Susanne Gwosch susanne.gwosch@schramberg.de www.schramberg.de

THEATER DER OBERGRAFSCHAFT Postfach 1101 48456 Schüttorf theater-der-obergrafschaft@t-online.de bernd.aalken@ewetel.net www.theater-der-obergrafschaft.de

KULTURBÜRO SCHWÄBISCH GMÜND Postfach 1960 73509 Schwäbisch Gmünd Ralph Häcker kulturbuero@schwaebisch-gmuend.de www.schwaebisch-gmuend.de

KULTURKREIS SCHWALBACH A.TS. GMBH

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Marktplatz 1-2 65824 Schwalbach a.Ts. Anke Kracke anke.kracke@schwalbach.de www.kulturkreis-schwalbach.de


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THEATER DER STADT SCHWEINFURT Roßbrunnstraße 2 97421 Schweinfurt Christian Kreppel christian.kreppel@schweinfurt.de www.theater-schweinfurt.de

MARITIM HOTEL KAISERHOF Strandpromenade 17424 Seebad Heringsdorf Kurt Salchli

GEMEINDE SEEVETAL Abteilung 53 Kirchstraße 11 21218 Seevetal Kirsten Wegner k.wegner@seevetal.de www.burg.seevetal.de

STADT SELB Sachgebiet Kultur/Sport/Schulen Postfach 1580 95089 Selb Hans Peter Goritzka kulturamt@selb.de www.selb.de

STADTBETRIEBE SIEGBURG AÖR

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Markt 46 53721 Siegburg Frank Baake Klaus.Hardung@Siegburg.de


INTHEGA - HÄUSER

APOLLO-THEATER SIEGEN E.V. Morleystr. 1 57072 Siegen Magnus Reitschuster info@apollosiegen.de www.apollosiegen.de www.sommerfestival.com

KULTUR UND TOURISMUS SINGEN - EIGENBETRIEB DER STADT SINGEN - STADTHALLE SINGEN Hohgarten 4 78224 Singen management.stadthalle@singen.de www.stadthalle-singen.de

KULTURKREIS CLEMENSWERTH E.V. Am Pohlkamp 7 49751 Sögel kulturkreis.clemenswerth@ewetel.net

KULTURMANAGEMENT SOLINGEN Konrad-Adenauer-Straße 71 42651 Solingen Hans Knopper M.A. kulturmanagement@solingen.de www.solingen.de

KULTURBÜRO

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Kleine Pfaffengasse 6 67346 Speyer Anke Illg bruno.cloer@stadt-speyer.de www.speyer.de


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STADT SANKT INGBERT Geschäftsbereich 4 Kultur Am Markt 12 66386 St. Ingbert sfolz@st-ingbert.de

THEATERGEMEINSCHAFT STADT ST. WENDEL E.V. Schloßstraße 7 66606 St. Wendel Christel Berndt mweyrich@sankt-wendel.de www.sankt-wendel.de

STADEUM / KULTUR- UND TAGUNGSZENTRUM GMBH & CO. KG Postfach 3146 21670 Stade Egon Ahrens info@stadeum.de www.stadeum.de

KULTURTAMT STADT STARNBERG Vogelanger 2 82319 Starnberg Annette Kienzle annette.kienzle@starnberg.de

SALZLANDTHEATER

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Tränental 6 39418 Staßfurt Sandy Gärtner sandy.gaertner@salzlandtheater.de www.stassfurt-online.de


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KULTURVEREIN SULINGEN E.V. Galtener Str. 12 27232 Sulingen mail@kulturverein-sulingen.de www.kulturverein-sulingen.de

STADT SÜSSEN Volkshochschule Heidenheimer Straße 30 73079 Süßen Waltraud.Cless@suessen.de www.suessen.de

KULTURBÜRO SYKE Postfach 1365 28847 Syke Kathrin Wilken stadt.kultur@syke.de www.syke.de

INSEL SYLT TOURISMUS-SERVICE GMBH Strandstr. 35 25980 Sylt / OT Westerland Jörg Elias elias@sylt-reisen.de www.insel-sylt.de

KULTURZENTRUM TAUFKIRCHEN

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RITTER-HILPRAND-HOF Köglweg 5 82024 Taufkirchen Michael Blume blume@taufkirchen-mucl.de www.kulturzentrum-taufkirchen.de


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MULTIKULTURELLES CENTRUM TEMPLIN E.V. Prenzlauer Allee 6 17268 Templin Kathrin Frese info@mkc-templin.de frese@mkc-templin.de www.multikulturellescentrum.de

K1 KULTUR- UND VERANSTALTUNGSZENTRUM Munastraße 1 83301 Traunreut Thomas Kazianka thomas.kazianka@k1-traunreut.de www.k1-traunreut.de

KULTURAMT DER STADT TROISDORF Kölner Str. 176 53840 Troisdorf Rainer Land www.kuve-troisdorf.de

ABTEILUNG KULTUR / HAUPTAMT Schultheiß-Koch-Platz 1 78647 Trossingen kultur@trossingen.de www.trossingen.de

TUTTLINGER HALLEN

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Königstraße 45 78532 Tuttlingen Michael Baur info@tuttlinger-hallen.de www.tuttlinger-hallen.de


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KULTURKREIS UELZEN E.V. Postfach 2061 29510 Uelzen Birte Ebermann info@kk-uelzen.de www.kulturkreis-uelzen.de

GEMEINDE UNTERFÖHRING - KULTURAMT Kirchenweg 1 85774 Unterföhring Barbara Schulte-Rief info@unterfoehring.de schulte-rief@unterfoehring.de www.unterfoehring.de

KULTURAMT UNTERHACHING Jahnstraße 1 82008 Unterhaching Dr. Ursula Maier-Eichhorn kubiz@unterhaching.de www.unterhaching.de

FORUM UNTERSCHLEISSHEIM Rathausplatz 1 85716 Unterschleißheim Daniela Benker dbenker@ush.bayern.de daniela.benker@web.de www.forum-unterschleissheim.de

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BÜRGERHAUS Stadt Vaihingen an der Enz - Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Kultur & Tourismus Marktplatz 5 71665 Vaihingen a.d.Enz Julia Dorda kultur@vaihingen.de www.vaihingen.de


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STADT VECHTA - FACHDIENST KULTUR, STÄDTEPARTNERSCHAFTEN UND HEIMATPFLEGE Burgstr. 6 49377 Vechta Herbert Fischer frank.kaethler@vechta.de herbert.fischer@vechta.de www.vechta.de

FACHBEREICH BILDUNG, KULTUR UND SPORT Abt. 6.4 Kultur Oststr. 20 42551 Velbert Anja.Franzel@velbert.de www.velbert.de

STADT VERSMOLD Fachbereich 2 Postfach 1464 33760 Versmold Sonja.Faerber@gt-net.de erika.vahrenhorst@gt-net.de

STADT VIERSEN - FB SCHULE, KULTUR, SPORT Heimbachstraße 12 41747 Viersen Thomas Biener kultur@viersen.de www.viersen.de

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AMT FÜR KULTUR / THEATER AM RING Romäusring 2 78050 Villingen-Schwenningen Andreas Dobmeier Brigitte.Murer@villingen-schwenningen.de andreas.dobmeier@villingen-schwenningen.de www.villingen-schwenningen.de


INTHEGA - HÄUSER

KULTURZENTRUM „WOLFGANG-EYCHMÜLLER-HAUS“. Hettstedter Platz 1 89269 Vöhringen Anette Netter anetter@voehringen.de www.voehringen.de

STADT VÖLKLINGEN Fachbereich Wirtschaft, Kultur und Soziales Postfach 102040 66310 Völklingen Lars Hüsslein veranstaltungsmanagement@voelklingen.de www.voelklingen.de

FACHABTEILUNG SCHULE-, JUGEND-, SPORT UND KULTUR Postfach 1351 48686 Vreden Hubert Krandick hubert.krandick@vreden.de www.vreden.de

KULTURRING WAHLSTEDT U. UMGEBUNG E.V. Postfach 1124 23806 Wahlstedt Wilfried Jendis programm@theater-wahlstedt.de www.theater-wahlstedt.de

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STADT WAIBLINGEN Abteilung Kultur und Veranstaltungsmanagement An der Talaue 4 71334 Waiblingen rathaus@waiblingen.de abo-buero@waiblingen.de www.waiblingen.de


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KULTURAMT WALDKRAIBURG Postfach 1155 84464 Waldkraiburg Hansjörg Malonek hj.malonek@kultur-waldkraiburg.de www.kultur-waldkraiburg.de

KULTURAMT WALDSHUT-TIENGEN Rathaus Waldshut, Wallstr. 26-28 79761 Waldshut-Tiengen Hartmut Schölch kultur@waldshut-tiengen.de www.waldshut-tiengen.de

KULTURVEREIN TRIBUEHNE E.V. Brückstr. 7 29664 Walsrode Sandra Zwischenbrugger-Meyer info@kultur-tribuehne.de

KULTUR- UND SPORTAMT DER STADT WANGEN Postfach 1154 88227 Wangen im Allgäu Hermann Spang hermann.spang@wangen.de www.wangen.de

STADT WARBURG - VOLKSHOCHSCHULE

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Rathaus zwischen den Städten 34414 Warburg Hans-Georg Temme vhs@warburg.de www.warburg.de


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MAX-REGER CONGRESS UND EVENT GMBH Dr.-Pfleger-Str. 17 92637 Weiden i.d. Opf. gerhard.hagler@weiden.de stadt@weiden.de www.max-reger-halle.de

KULTURAMT WEIL AM RHEIN Humboldtstraße 2 79576 Weil am Rhein Tonio Paßlick t.passlick@weil-am-rhein.de www.weil-am-rhein.de

STADTVERWALTUNG WEINGARTEN Amt für Kultur und Tourismus Postfach 1461 88243 Weingarten Dr. Peter Hellmig akt@weingarten-online.de www.weingarten-online.de

KULTURGEMEINDE WEINHEIM E.V. Postfach 100632 69446 Weinheim Hanno Stein theater@kulturgemeinde.de www.kulturgemeinde.de

KULTURHAUS DER STADT WEISSENFELS

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Sport- und Freizeitbetrieb Merseburger Straße 14 06667 Weißenfels kulturhaus-weissenfels@t-online.de


INTHEGA - HÄUSER

STADT WESEL / STÄDTISCHES BÜHNENHAUS Postfach 100760 46467 Wesel Paul Borgardts paul.borgardts@wesel.de www.wesel.de

WETZLARER FESTSPIELE E.V. Domplatz 8 35578 Wetzlar Miguel Marcos wetzlarer-festspiele@t-online.de www.wetzlarer-festspiele.de

KULTURAMT DER GEMEINDE WILNSDORF Marktplatz 1 57234 Wilnsdorf mi.guenther@wilnsdorf.de www.wilnsdorf.de

KULTURAMT WINNENDEN Torstraße 10 71364 Winnenden Hansjörg Neumann hansjoerg.neumann@winnenden.de www.winnenden.de

KULTURVEREIN WINSEN (LUHE) E.V.

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Mozartstraße 10 21423 Winsen (Luhe) Info@kulturverein-Winsen.de www.kulturverein-winsen.de


INTHEGA - HÄUSER

KULTURFORUM WITTEN AÖR Bergerstraße 25 58452 Witten Dirk Steimann kulturforum@stadt-witten.de www.kulturforum-witten.de

THEATERGEMEINDE VOLKSBÜHNE WITTEN E.V. Augustastr. 1 58452 Witten Dorothee Bloch info@volksbuehne-witten.de www.volksbuehne-witten.de

STADT WOLFENBÜTTEL Kulturbüro - Lessingtheater Stadtmarkt 7 38300 Wolfenbüttel Alexandra Hupp kultur@wolfenbüttel.de www.theater-wf.de

THEATER DER STADT WOLFSBURG Klieverhagen 50 38440 Wolfsburg Rainer Steinkamp rainer.steinkamp@theater.wolfsburg.d ewww.theater-wolfsburg.de

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THEATERRING WORMS E.V. Postfach2349 67513 Worms Helga Ackermann h.ackermann@theaterring-worms.de www.theaterring-worms.de


INTHEGA - HÄUSER

KULTUR UND VERANSTALTUNGS GMBH Von-Steuben-Str. 5 67549 Worms Oliver Mang M.A. Oliver.Mang@das-wormser.de www.theater-worms.de

FICHTELGEBIRGSHALLE Jean-Paul-Straße 5 95631 Wunsiedel Vera Braun vera.braun@wunsiedel.de www.wunsiedel.de

KULTUR- UND VERKEHRSAMT

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Herzogstraße 1 66482 Zweibrücken Thilo Huble kultur@zweibruecken.de www.zweibruecken.de


TANZLAND – FÖRDERPROGRAMM FÜR GASTSPIELKOOPERATIONEN Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes in der Projektträgerschaft des Dachverband Tanz Deutschland e.V. Tanzland ist ein Förderprogramm für Gastspielkooperationen zwischen Tanzensembles der Stadt- und Staatstheater und der freien Szene mit den Theatern der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastpielen e.V. (INTHEGA), also Gastspielhäusern ohne eigenes Ensemble. Für das Programm wird eine enge Kooperation mit der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterdirektoren Konferenz (BBTK) und der INTHEGA angestrebt, um beide Seiten miteinander in Kontakt zu bringen und gegenseitig die Arbeitsbedingungen und Anforderungen besser kennen zu lernen. Hierfür werden die Künstlerischen Leiter*innen aller interessierten Ensembles und Theater zu einer Gastspielwerkstatt eingeladen und im Verlauf des Programms durch weiteren Austausch und Beratung unterstützt. Ziel des Förderprogramms ist es, eine Gastspielpraxis zwischen den Kooperationspartnern in einer Weise einzuüben, dass deren Fortführung auch nach Auslaufen der Förderung möglich wird. Insbesondere soll sich durch die begleitenden Vermittlungsangebote das Publikumsinteresse so entwickelt haben, dass in den kleinen und mittleren Städten Produktionen des zeitgenössischen Tanzes weiterhin regelmäßig nachgefragt und Teil des Kulturangebots in der Kommune sind.

Fördergrundsätze 1. Gegenstand der Förderung Gegenstand der Förderung ist die längerfristige Zusammenarbeit zwischen Tanzensembles und Theaterhäusern ohne eigenes Ensemble. Hierbei kooperieren Tanzensembles und Gastspielhäuser über bis zu drei Spielzeiten, indem sie langfristig eine Reihe von Gastspielvorhaben und begleitende Veranstaltungen planen und vereinbaren, um beim Publikum Interesse und Neugier am aktuellen Tanz zu entwickeln. Das Förderprogramm stellt Mittel für die Realisierung von längerfristigen Gastspielkooperationen sowie zusätzlich Projektmittel für Vermittlungsarbeit und Publikumsaufbau bereit. Für die Gastspielkooperationen werden insgesamt Mittel in Höhe von bis zu 120.000 Euro bereitgestellt. Hiervon stehen bis zu 100.000 Euro für alle anfallenden Gastspielkosten zur Verfügung und bis zu 20.000 Euro für Vermittlungsprojekte und begleitende Publikumsarbeit. Die Gastspielhäuser sichern die Gastspiele organisatorisch ab und sorgen für eine hohe Sichtbarkeit der Gastspiele durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus beteiligen sie sich mit mindestens 20% an den Gesamtkosten der Gastspielkooperation.

1.1. Gastspielkooperationen Als Gastspielkooperation wird eine längerfristige Vereinbarung zwischen einem Tanzensemble und einem Gastspielhaus verstanden, die die konzeptionelle und organisatorische Planung und Durchführung von Gastspielen umfasst. Die Gastspielkooperation kann sich auf bis zu drei Spielzeiten ab der Spielzeit 2017/2018 erstrecken. Sie umfasst mehrere Gastspiele von Ensembleproduktionen am gleichen Gastspielhaus. Als Ensembleproduktionen werden Choreografien mit mindestens sechs Tänzer*innen verstanden. Im Antrag müssen mindestens zwei Produktionen bereits mit Titel und Vorstellungstagen benannt werden.

1.2. Vermittlungsangebote und Publikumsaufbau Eine wesentliche Rolle für die Entwicklung des Publikumsinteresses spielen Vermittlungsangebote, welche die Gastspielvorhaben begleiten sollen. Im Programm Tanzland kommen der Entwicklung neuer Vermittlungsangebote in Zusammenarbeit mit Akteuren und Institutionen am Gastspielort eine wichtige Funktion zu. Die in diesem Programm geförderten Gastspielkooperationen zeichnen sich im Wesentlichen durch ihre Arbeit mit dem Publikum vor Ort aus und sollen modellhaft wirken.

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2. Antragsberechtigung Antragsberechtigt sind die Rechtsträger der Tanzensembles an Stadt- und Staatstheatern sowie Tanzensembles in freier Trägerschaft. Theater und Gastspielhäuser bzw. ihre Rechtsträger sind antragsberechtigt, wenn sie Mitglied der Interessengemeinschaft der Theaterhäuser mit Gastspielbetrieb (INTHEGA) sind. Tanzensembles in freier Trägerschaft müssen bereits über einschlägige Erfahrungen als gefestigtes künstlerisches Team verfügen und in Deutschland ansässig sein. Aus ihrer gegenwärtigen künstlerischen und organisatorischen Praxis muss erkennbar sein, dass sie auch in den nächsten Jahren Ensembleproduktionen anbieten können und über eine finanziell gesicherte organisatorische Struktur verfügen.


3. Förderung Die Förderung wird grundsätzlich als nicht rückzahlbare Projektförderung auf dem Wege der Fehlbedarfsfinanzierung bewilligt. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Für Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Fördermittel sowie für Nachweis und Prüfung der Verwendung, einen möglichen Rücktritt vom Fördervertrag und eine Rückforderung von Fördermitteln gelten die §§ 23, 44 der Bundeshaushaltsordnung sowie die hierzu erlassenen Verwaltungsvorschriften und die anwendbaren Vorschriften des Verwaltungsverfahrens-gesetzes sowie die vertraglichen Regelungen durch den Projektträger, den Dachverband Tanz Deutschland. Auszahlungen können erst nach Abschluss eines Fördervertrages erfolgen.

4. Antragsunterlagen Für den Förderantrag ist ausschließlich das ab Februar 2017 auf der Website des Förderprogramms www.tanzland.org sowie www.kulturstiftung-bund.de/tanzland bereit gestellte Formular zu verwenden. Die Anträge sind von beiden Kooperationspartnern gemeinsam zu stellen und von den Vertretungsberechtigten beider Seiten zu unterzeichnen. Welcher der beiden Kooperationspartner als Zuwendungsempfänger fungiert, entscheiden die Kooperationspartner. Im Rahmen der Antragstellung müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

a) Eine Beschreibung des Kooperationsvorhabens, d.h. eine begründete Auswahl der geplanten Gastspiele und Vorhaben zu Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung und Publikumsaufbau. Darauf aufbauend ist darzustellen, mit welcher Motivation und Erwartung die Partner ihre Kooperation eingehen. Schließlich sind die geplanten Gastspiele und Vermittlungsangebote zu beschreiben (maximal 5.400 Zeichen).

b) Kurzprofile der beteiligten Ensembles und Häuser (je maximal 1.500 Zeichen) Hier soll das künstlerische Angebot des Tanzensembles ebenso wie die Publikumssituation am Gastspielhaus dargestellt werden.

c) Ein Kosten-/Finanzierungsplan zur geplanten Kooperation

d) Die schriftliche Zusicherung der Bereitstellung des künstlerischen und nicht-künstlerischen Personals sowie der räumlichen, technischen und logistischen Infrastruktur durch die Kooperationspartner wie auch der Übernahme von mindestens 20% der mit den Gastspielen verbunden Kosten.

5. Antragsschluss Das Programm sieht derzeit zwei Förderrunden vor. Antragsschluss für die erste Runde ist Montag, der 8. Mai 2017, für die zweite Runde voraussichtlich Mai 2018. (Poststempel oder Maileingang) beim Dachverband Tanz Deutschland e.V. Nicht fristgerecht eingereichte Anträge können nicht berücksichtigt werden.

6. Juryverfahren Über die Auswahl der geförderten Projekte entscheidet die Programmleitung auf der Grundlage der Empfehlungen einer unabhängigen Fachjury. Die Jury berät in nicht öffentlicher Sitzung etwa sechs Wochen nach Antragsschluss.

7. Förderausschluss Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn das Vorhaben vor der Förderentscheidung des Projektträgers bereits begonnen hat, d.h. bereits Ausgaben dafür getätigt, Gastspiele bereits angekündigt oder Verträge geschlossen wurden.

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Die Förderung durch den Dachverband Tanz Deutschland im Rahmen des Förderprogramms Tanzland ist ausgeschlossen, wenn der Antragsteller für die Kofinanzierung der Projektmittel (vgl. Punkt 1.) bereits Förderung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) oder einer von dieser ständig geförderten Einrichtung erhält (z.B. Hauptstadtkulturfonds, Fonds Darstellende Künste, Nationales Performance Netz).

8. Fördergrundsätze Diese Fördergrundsätze gelten ab dem 08.12.2016. Änderungen sind vorbehalten.


BIOGRAFIEN TAREK ASSAM ist seit 2002 Tanztheaterdirektor der Tanzcompagnie Gießen sowie Leiter des internationalen Festivals TanzArt ostwest. Er studierte an der Musikhochschule Köln Bühnentanz und diplomierte dort 1985. Seine tänzerische Laufbahn führte ihn in den Jahren 1985 bis1995 u. a. an die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, an das Hessische Staatstheater Wiesbaden und an das Stadttheater Pforzheim. 1990 wurde er in Pforzheim Assistent und Trainingsleiter und choreografierte seine ersten Arbeiten. Seine Laufbahn als Ballettdirektor begann er 1995 bis 2003 am Nordharzer Städtebundtheater in Halberstadt/Quedlinburg/Ballenstedt. Zuvor hatte er zwei Jahre lang die Leitung des Tanzfestivals in Eisenhüttenstadt inne. Er wurde als Choreograf zu zahlreichen Wettbewerben eingeladen und erhielt 1993 einen Auftrag für das Nationaltheater El Salvador „Sheherazade“ zu kreieren. In den Jahren 2000 und 2001 wurde er von der John-Cage-Stiftung beauftragt, jeweils ein multimediales Event anlässlich der Eröffnung des 639 Jahre dauernden Orgel Kunst Projektes Organ II / ASLSP von John Cage zu choreografieren. Von 2001 bis 2004 erhielt Tarek Assam regelmäßig Einladungen nach Varna (Bulgarien), wo er auch den Kulturpreis der Stadt erhielt. Die Tanzcompagnie Gießen folgt zahlreichen Einladungen im In- und Ausland. Gastspiele führte sie u.a. nach Belgien, Polen, Tschechien, Italien und seit 2012 auch nach China. Projekte entstanden dadurch u.a. in Polen, Belgien, Bulgarien, Schweiz, Slowakien, Österreich, Italien, USA und China. Tarek Assam hat Workshops und Gastvorträge zum Thema zeitgenössischer Tanz an den Universitäten von Austin, Bari, Beijing, Guangzhou, Shenzhen, Urumqi und in Giessen gehalten. ANGELA DEUTSCH ist promovierte Kunsthistorikerin, Diplompsychologin und Ausstellungskuratorin. Nachdem sie lange in verschiedenen Zusammenhängen kunsthistorisch und interdisziplinär geforscht, Ausstellungen in Wien, Budapest, Berlin und Potsdam kuratiert und/oder organisiert hat, entschied sie 2014, sich ihrer nie aufgegebenen Leidenschaft für den zeitgenössischen Tanz zu widmen. Sie wählte ihn als neuen beruflichen Fokus und entwickelt derzeit u. a. das Format TanzScout Senior. (www.tanzscoutberlin.de) CHRISTIAN KREPPEL Der gebürtige Wiener wuchs in seinem sehr musikalischen Haushalt auf. Beide Elternteile waren Opernsänger, der Vater über fünfzehn Jahre u.a. erster Bassist der Staatsoper Wien. Auf das humanistische Gymnasium folgte das Studium der Theaterwissenschaft an der Universität Wien mit einer Fächerkombination aus den Bereichen Psychotherapie, Tiefenpsychologie und Psychiatrie, das mit dem Magister der Philosophie abgeschlossen wurde. Von 1982 bis 1989 gab es in Wien zwei freiberufliche Schwerpunkte. Einerseits Kongress-Management: hier wurden wissenschaftliche nationale und europäische Kongresse und Seminare vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet. Auftraggeber waren internationale Theater-Organisationen. Andererseits gab es eine kontinuierliche wissenschaftliche, redaktionelle und publizistische Tätigkeit. Von 1. Oktober 1989 bis Dezember 2005 folgte die Chefdisposition bei der Konzertdirektion Landgraf und dem EURO-STUDIO Landgraf Titisee-Neustadt (Hochschwarzwald). Seit Beginn 2006 leitet Christian Kreppel das am 1.12.1966 eröffnete Theater Schweinfurt. In dem florierenden unterfränkischen unter Denkmalschutz stehenden Gastspielhaus der Kugellagerstadt am Main, das nicht nur ein architektonisches Schmuckstück ist tummeln sich in 16 Abo-Ringen mehr als 6500 Abonnenten und insgesamt bis zu 90.000 Besucher pro Saison. Seit Mai 2013 übt der Theatermann die Rolle des Präsidenten der INTHEGA (Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen) aus. In diesem fast vierzig Jahre alten Verband versammeln sich an die 400 Kommunen und Gemeinden im deutschsprachigen Raum, die sich allesamt dem Gastspieltheater verschrieben haben. Im Januar 2016 kam die Berufung zum Leiter des Kulturamts der Stadt Schweinfurt dazu.

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WERNER MÜLLER ist Theaterintendant und Regisseur am Stadttheater Fürth.Er studierte Theaterwissenschaften in München und sammelte seine ersten beruflichen Erfahrungen am Staatstheater am Gärtnerplatz und am Staatsschauspiel München als Regie- und Dramaturgieassistent. Seit 1990 leitet er als Intendant das Stadttheater Fürth. Zur Förderung des Theaters entwickelte er das Drei-Stufen-Modell, bestehend aus Eigenproduktionen, Kooperationen mit anderen Theatern sowie Gastspielen nationaler und internationaler Ensembles. Auf Grund dieser Struktur ist das Stadttheater Fürth als eines der wenigen Theater in Deutschland sowohl Mitglied im Deutschen Bühnenverein als auch in der INTHEGA. 2003 erhielt das Stadttheater Fürth den Innovationspreis der Metropolregion Nürnberg. Im Juni 2007 war das Stadttheater Gastgeber der 25. Bayerischen Theatertage. Bei den Bayerischen Theatertagen 2012 in Augsburg wurde Müllers Inszenierung von „Ich verspeise Himmel“ als herausragendes Projekt ausgezeichnet. Im Dezember 2012 erhielt das Stadttheater Fürth den


BIOGRAFIEN Friedrich-Baur-Preis für Darstellende Kunst durch die Bayerische Akademie der Schönen Künste, München. 2016 wurde das Stadttheater Fürth für seine Musical-Uraufführung „Der Tunnel“ in zwei Kategorien mit dem Deutschen Musical Theater Preis ausgezeichnet. SABINE REICH studierte in Bonn, Bochum und Madrid Komparatistik, Philosophie und Theaterwissenschaft. Erste Dramaturgiemitarbeit am Schauspielhaus Bochum, dann von 1997 bis 1999 Assistenz am Burgtheater Wien. Danach freie Dramaturgin in Berlin und bei der Meredith Monk Company New York, Lehrbeauftragte an der Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum bis 2004, dann Dramaturgin im Team von Frank Castorf bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Von 2005 bis 2010 Dramaturgin am Schauspiel Essen unter der Intendanz von Anselm Weber, beteiligt u. a. an den Projekten „Eichbaumoper“ und „Odyssee Europa“. Von 2009 bis 2010 für Frie Leysen im Team von „Theater der Welt 2010“. Dann Dramaturgin am Schauspielhaus Bochum von 2010-2015, seit der Spielzeit 2013/2014 als geschäftsführende Dramaturgin, wo sie unter anderem das „Detroit-Projekt“ kuratierte. Von 2015 bis 2016 arbeitete sie als freie Dramaturgin u.a. für Pottporus e.V. in der Leitung der „Zeche 1 Zentrum für urbane Kunst“ in Bochum. Seit Januar 2017 leitet sie TANZLAND, den Fonds für Gastspielkooperationen. DOROTHEE STARKE, M.A. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik war Dorothee Starke zunächst an verschiedenen Stadt- und Staatstheatern als Dramaturgin und Pressereferentin engagiert, bevor sie in den Jahren 1997-2008 Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin der Theater im Fischereihafen GmbH in Bremerhaven war. Von 2008 – 2016 war Dorothee Starke Direktorin des Theaters Hameln. Hier hat sie im Jahr 2009 die jährlich stattfindenden Hamelner Tanztheatertage ins Leben gerufen. Seit Mai 2016 ist die Leiterin des Kulturamts Bremerhaven. Sie ist Mitinitiatorin des Arbeitskreises Kultur und Wirtschaft an der IHK in Bremerhaven und Mitglied des Arbeitskreises „Kultur und Kreativwirtschaft“ am DIHK. Seit 2000 hat sie einen Lehrauftrag für Kulturfinanzierung und Sponsoring an der Hochschule Bremen. Zum Thema „Sponsoring und Mittelstand“ hat sie diverse Vorträge und Veröffentlichungen erstellt.

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DR. CHRISTIANE THEOBALD ist seit 2004 Stellvertretende Intendantin und Betriebsdirektorin des Staatsballett Berlin. Von 1996 bis 2004 war sie Betriebsdirektorin des Balletts der Staatsoper Unter den Linden, wo sie von 1993 bis 1996 als persönliche Referentin des Ballettdirektors und Ballettdramaturgin tätig war. Von 1987 bis 1990 war sie unter der Leitung des Ballettdirektors Gert Reinholm und von 1990 bis 1993 unter der Leitung des Ballettdirektors Peter Schaufuss an der Deutschen Oper Berlin als Ballettdramaturgin tätig. Sie wuchs in Düsseldorf auf, studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen und an der Freien Universität Berlin, wo sie 1985 promoviert wurde. Neben dem Studium absolvierte sie eine Ballettausbildung, die sie in Berlin mit dem Schwerpunkt Modern Dance fortsetzte. Christiane Theobald erteilte tanzgeschichtlichen Unterricht und hielt Vortragsreihen, an der Lessing-Hochschule Berlin, als Lehrbeauftragte für „Ballett und Tanz“ am Theaterwissenschaftlichen Institut der Freien Universität Berlin, und für „Tanzmanagement“ an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main u. a. Sie absolvierte ein berufsbegleitendes Postgraduiertenstudium, das sie im November 2002 mit dem Master of Business Administration (MBA) für Medien an der Steinbeis-Hochschule Berlin abschloss, in dem sie einen strukturellen Wandel erarbeitete und den Grundstein für ein eigenständiges Ballettensemble (Staatsballett Berlin) legte. Christiane Theobald hat zahlreiche Ballettlibretti verfasst und ist in der Lobbyarbeit für den Tanz engagiert. Von 2009 bis 2014 war sie Sprecherin der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterdirektorenkonferenz BBTK. Sie ist bis heute im Vorstand des Dachverbands Tanz Deutschland. Ihre Interessenschwerpunkte liegen auf der Analyse und Optimierung von Arbeitsbedingungen und Weiterbildung im professionellen Tanz, der gesundheitlichen Prävention für diesen Beruf sowie Audience Development in unterschiedlichsten Formaten.


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IMPRESSUM TANZLAND – FONDS FÜR GASTSPIELKOOPERATIONEN Eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes in der Projektträgerschaft des Dachverband Tanz Deutschland www.kulturstiftung-bund.de/tanzland | www.dachverband-tanz.de | www.tanzland.org Dachverband Tanz Deutschland | Mariannenplatz 2, 10997 Berlin | Tel. 030 / 37 44 33 92 | Geschäftsführung DTD Michael Freundt | tanzland@dachverband-tanz.de Programmleitung Sabine Reich | Mitarbeit Jana Grünewald | Redaktion Anne John | Korrektorat Annette Doffin | Design Brousse & Ruddigkeit Contextional Design | Grafik Sarah Schnurbus | Druck Spree druck Berlin GmbH

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Berlin, März 2017