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neumarkt 17


neumarkt 17

Foto Thomas Cugini

40 Jahre Neumarkt 17 – ein Klassiker mitten in der Altstadt von Zürich. 1964 weihten Liz und Fritz Schwarz die Räumlichkeiten am Neumarkt 17 mit einem Fest ein, das hinsichtlich der damaligen Verkaufs- und Werbepraxis Masstäbe setzte. Nicht nur die Feier, auch die neugestalteten Räume und das sehr persönliche, individuell zusammengestellte Angebot überraschten. Der innovative Auftritt belebte die Möbelbranche und sichert dem Unternehmen im Kreise der Inneneinrichter seither eine Vorreiterrolle. Als Trendsetter im Wohnbereich füllt der Laden eine Lücke im Angebot weit über die Zürcher Grenzen hinaus. Mit einem untrüglichen Gespür für kommende Trends ist Neumarkt 17 stets der Zeit voraus. 1995 übernahm Andreas Schwarz das Geschäft. Nach Abschluss der Hotelfachschule in Lausanne erweiterte er als Manager seine Kenntnisse in führenden Luxushotels rund um die Welt und führte Neumarkt 17 zum heutigen Erfolg.

Liz und Fritz Schwarz 1967

Die Entstehung des innovativen Möbelladens gründet in der Begeisterung für das neue italienische Design, das sich in den sechziger Jahren auf dem Markt bahnbrechend zu etablieren beginnt. Bei einem Bummel durch Mailand faszinierten Liz und Fritz Schwarz eigenwillige Möbel, deren Hersteller sie in Bologna aufsuchten um die Kollektion in Zürich zu zeigen. Dino Gavina aber, Kunstsammler und ehemaliger Radrennfahrer der nun Möbel von Künstlern produzierte meinte: «la Svizzera non è ancora pronta per i miei mobili.» Jedoch nach einem halben Jahr kommt ein Telegramm: «Vi le do, se fate il più bel negozio della Svizzera.» Der geplante Umbau fand die Zustimmung von Dino Gavina und nach Einweihung der Ladenräume bieten diese bis heute Bühne für eindrückliche Vernissagen.


1964

Foto Baugeschichtliches Archiv der Stadt Z端rich


Mit Innovation und Sinnlichkeit ist Neumarkt 17 stets im Trend Schon 1961 führte Neumarkt 17, erstmals und exklusiv in der Schweiz die Kleider von Marimekko ein, bekannt als farbenfroh, gut geschnitten und bequem. Das innovative Label, dessen Name auf deutsch «ein Kleid für Marie» heisst, revolutionierte die Garderobe der Frauen. Die erste Marimekko-Modeschau wurde mit Kirschbaumblüten dekoriert. Zur Ladeneröffnung1964, präsentierte Neumarkt 17 eine Möbel-Kollektion von Dino Gavina. Jeder Gast erhielt eine Stecknadel und einen Ballon, mit Helium gefüllt. Mit den angesteckten Ballons wurde ein Sofa aus Styropor zum Schweben gebracht. Eine Modeschau mit lebenden Hühnern erregte 1970 Aufsehen, «800 gekochte Eier warten auf Sie. Nehmen Sie Pfeffer und Salz mit!…» hiess es auf der Einladungskarte.

Bei der Lancierung des Artemide-Raumes 1972 hiess das Thema «Alles grün». Der schwarze Raum war nur mit grünen Magistretti-Möbeln bestückt. Die grüne Einladung in Form eines Latzes (…ohne diesen Latz kommen Sie bei uns an den Lätzen…) galt als Eintrittsbillett zu einem ganz in grün gehaltenen Menü. Zur Ausstellungseröffnung der «Wohn- und Wanderwochen» mit den Karikaturisten Freddy Sigg, Peter Hürzeler und Nico wurden Proviantsäckli mit Cervelats verteilt. Später führte Neumarkt 17 Samstag’s-Brunch und Sonntag Afternoon Tea ein. All diese Aktivitäten weckten ein vertieftes Designbewusstsein und sensibilisierten breite Kreise für italienisches und schweizerisches Design. In der Fülle des heutigen Angebots und wo Zeit das kostbarste Gut ist, sind solche Anlässe seltener geworden.


Neumarkt 17 avanciert zu einem erfolgreichen Unternehmen 1970 erste Nummer der Hausmitteilungen mit dem bezeichnenden Titel Domani. 1976 Erweiterungsbau im Innenhof: Betonschacht mit begehbaren Gitterrosten. 1977–79 Neumarkt 17 stellte zum ersten Mal heute international bekanntes Schweizer Design vor; darunter Wogg, Röthlisberger, Lehni und Thut. 1981 Modeparcours mit u.a. Hannes B., André Bisang, Blondino, Dschingis, Au Grenier, Andy Jilliens, Jet Set und Jost Wildbolz. 1982 Samstags-Brunch. Lehni Metallmöbel mit TrinidadSteelband. 1984 Sonntag Afternoon Tea mit Magic Cakes. 1987 Erweiterung der Verkaufsräume im angrenzenden Architekturforum. 1995 Andreas Schwarz übernimmt Neumarkt 17. Das Fest zum Anlass wird in leeren Räumen mit reinen Klängen und transparenten Tönen gefeiert. 1996 Der Showroom am Neumarkt gegenüber vom Hauptgeschäft wird eröffnet und fortan zu aktuellen Themen des Möbeldesigns gestaltet. 1997 Die designgarage wird lanciert. Der Shop im Lager an der Bleulerstrasse bietet trendige Möbel- und günstige Einzelstücke und ist jeweils Samstags geöffnet. 2001 Neumarkt 17 stellt Piero Lissoni vor und zeigt seine aktuellsten Werke. 2003 Neumarkt 17 erscheint mit neuem Auftritt im Web: www.neumarkt17.ch 2004 Neumarkt 17 feiert sein 40 jähriges Jubiläum und präsentiert umfassend das Schaffen von 50 Jahren Zanotta.

Hauszeitschrift Domani


Webauftritt 2004 Einladungskarte von Liz Schwarz


Heute wird wieder zu Hause gelebt, zurückgezogen in sparsam möblierten, grosszügigen Räumen mit offenen Grenzen zwischen Wohn- und Arbeitswelt, in denen fernöstliche Ruhe zelebriert wird. Der Purismus ist eine natürliche Reaktion auf die poppige und expressive Attitüde vorangegangener Jahre, deren geistiges Erbe sowohl in der Gestaltung als auch beim Publikum weiterlebt. Das heutige Publikum ist selbstbewusst und breit informiert und mag keine Stildiktate. Es stellt Altes und Neues, Buntes und Zurückhaltendes, Klassisches und Schräges sicher nebeneinander. Und das ist unsere Herausforderung: Neumarkt 17 ist kompetenter Berater ihrer Einrichtung und findet in seinem umfassenden Angebot die passende Lösung.

Foto Thomas Cugini

Themen der Zeit im Neumarkt 17 Neumarkt 17 ist Schauplatz des Stilwandels seit 40 Jahren und mit seinem aktuellen Angebot, Schaufenster des Zeitgeschehens. Bis die revoltierende 68erJugend unter dem kultur- und gesellschaftskritischen Einfluss der Pop Art auch die traditionellen Wohnformen in Frage stellte, war ein aus vielen Einzelstücken zusammengewürfeltes Interieur kaum thematisiert worden. In der Hippy-Generation war Wohnen zum Experimentierfeld geworden. Neumarkt 17 spürt diese Tendenzen auf und setzt sie in seinem Sortiment um, in welchem sich ein schneller Stilwandel ablesen lässt. Vom Pop- und Antidesign über Memphis, Postmoderne und Hightech zur neuen Einfachheit. Dem Wohnen auf dem Boden der protestierenden Popgeneration folgte die Wiederentdeckung des arrangiert ausgestatteten Innenraumes, formal und farblich extravagant in Szene gesetzt. Nach Mitte der Achtzigerjahre bekamen Metall und HightechMaterialien in den Wohnungen ihren festen Platz, bewusst ergänzt mit repräsentativen Einzelstücken. Der Stilmix jener Jahre gehörte zur Selbstdarstellung des Yuppiedaseins, das sich mehrheitlich ausserhalb der eigenen vier Wände abspielte.

1964


2004


Die Architektur von Neumarkt 17. Das Ladenlokal ist in seiner Struktur einzigartig und die Architekur des Umbaus inzwischen über die Landesgrenzen bekannt. Im Innern der Altstadthäuser öffnet sich ein Labyrinth von hellen Räumen: Unerwartete, spannende Durchblicke über vier Etagen mit zahlreichen verwinkelten Treppen. Im Gegensatz dazu präsentiert sich der Erweiterungsbau im Innenhof von 1976. In einem Betonschacht mit Glasdach hängen begehbare Gitterroste über mehrere Stockwerke treppenartig, auf denen die Möbel und Designobjekte ausgestellt werden. Licht fällt durch diese transparente Struktur und wird vom Grund eines gespiegelten Wasserbeckens reflektiert. Zusätzliche Büro- und Ausstellungsräume wurden im angrenzenden Architekturforum erschlossen.

Der Architekt Fritz Schwarz realisierte 1964 den Umbau, die Erweiterung 1976 im Innenhof und 1987 jene des angrenzenden Architekturforums. Er nahm Bezug auf die Struktur der umliegenden Baukörper mit ihrer Kleinmassstäblichkeit und ihrem Formenreichtum. Funktionelle Gesichtspunkte stellte er in den Hintergrund, die Schaffung von Atmosphäre und Erlebnisdichte waren das Ziel. In einer Beschreibung der Hauszeitschrift Domani heisst es dazu lakonisch: «Der Umbau ist betrieblich unbrauchbar, hat aber grossen Erfolg…». Das Konzept hat sich dennoch bis heute in der Nutzung als Ausstellungsräume mit Ambiance bewährt.

Foto Baugeschichtliches Archiv der Stadt Zürich

Umbau 1964


Foto Giorgio Hoch

Neuerรถffnung 1995


Zeitgemässes Einrichten nach Mass Neumarkt 17 geht auf Ihre persönlichen Bedürnisse ein und stellt Ihre Einrichtungen individuell zusammen. Entdeckungsreisen in ferne Länder und auf Messen, der persönliche Kontakt und ein unbestechliches Gespür für die wichtigsten Stücke der Saison sind seit Anbeginn der Gradmesser des Sortimentes. Neumarkt 17 war bei Ingo Maurer, Flexform, Gunther Lambert erster Kunde und hatte die erste Serie Lampen von Flos im Geschäft. Für Wogg inszenierte Neumarkt 17 die erste Vernissage. Bei Neumarkt 17 erstmals zu sehen in der Schweiz waren die Kleider von Marimekko und das weisse Geschirr von Richard Ginori. Ein Klassiker im Angebot bis heute.

Durch Sinnlichkeit, Innovation und Mut in der Wahl der ausgestellten Objekte und einem treffsicheren Gestaltungsverständnis zeichnet sich Neumarkt 17 aus und viele der entdeckten Marken wurden dadurch etabliert. Von 1995 bis heute erlebt das Unternehmen einen grossen Aufschwung. Mit einer neuen Schlichtheit im Stil und viel Engagement im Dienst am Kunden präsentiert sich Neumarkt 17.


«Sehen was zusammenpasst» Atmosphäre schaffen, Stimmungen zaubern und Bilder der Unvergesslichkeit hervorbringen. Leitgedanken und Ziel in einem sind im Neumarkt 17 die ideale Voraussetzung um im Dialog mit der Tradition des Hauses einen persönlichen und wiederum zeitgemässen Beitrag zur Inneneinrichtung zu leisten. Licht, Ausblick und Raum als Gegebenheiten setzen Andreas Schwarz und sein Team gekonnt in Beziehung zu Möbeln, Objekten, Teppichen und Kunst in der Absicht harmonische Orte zu kreieren.

In spannungsvollen Einheiten verschiedenartiger Möbel inszeniert in stimmungsvollen Räumen wird Wohnlichkeit und Ausgeglichenheit gezeigt. Im Neumarkt 17 versteht man sich als Gastgeber und stellt Anliegen der Kundin und des Kunden ins Zentrum des Interesses. Im Dialog mit ihnen werden individuelle Lösungen für eine wohnliche und wohltuende Umgebung gesucht und gefunden. Hier soll man sich Gutes tun und tun lassen, im Bewusstsein in den so aufeinander abgestimmten Einrichtungen entsprechend den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen leben und arbeiten zu können.

Neumarkt 17 Showroom : Wechselnde Ausstellungen zu aktuellen Themen Der Showroom am Neumarkt 28 setzt eine atmosphärische Grosszügigkeit als Kontrast zu den bestehenden Altstadthäusern. Alle 8 bis 10 Wochen wird der Showroom mit einer Neuinszenierung enthüllt.

Andreas Schwarz


Am Samstag in der Neumarkt 17 designgarage. Trendige Möbel und günstige Einzelstücke sind zu sehen und zu holen in der designgarage von Neumarkt 17. Schneller Wohnen – Möbel aussuchen, bar, EC- oder Postcard bezahlen und mitnehmen.

neumarkt 17

Die designgarage befindet sich an der Zürcher Stadtgrenze, Bleulerstrasse 1, 8008 Zürich. Mit dem öffentichen Verkehr gut erreichbar mit Tram 11 bis Haltestelle Balgrist, dann Richtung Burghölzli. Oder mit Bus 77 ab Hegibachplatz bis Haltestelle Flühgasse. Öffnungszeiten: Samstags von 10 bis 16 Uhr, Telefon 044 381 52 04.

design gara e


Alle namhaften Möbel- und Lampenkollektionen sind im Neumarkt 17-Sortiment vertreten Licht Anta Artemide Baltensweiler Belux Blu Italia Cini + Nils Flos Fontana Arte Foscarini Gramelsbacher Ingo Maurer Luceplan Lumina Nemo O-Luce Prandina Regent Santa & Cole Segno Swisslamps Tecnolumen Tobias Grau

Gestaltung d signsolution Katharina Gassmann Text Lotte Schilder Bär Druck Zürichsee Druckerei Fotos Thomas Cugini Giorgio Hoch Stadtarchiv Zürich Katharina Gassmann

Möbel Alias Alinea Amat Atelier Baleri b.d. Bico Bodema Cassina Classicon Création Baumann Danskina Dema De Padova Desalto Driade e 15 Embru Extremis Flexform Fluidum Form Trade Freemobil Gervasoni Horgen Glarus Irion Kartell Knoll International Lampert Lammhults Lehni Living Divani Lister Maude Montana Moobel Moormann Mox

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Neumarkt 17 AG Inneneinrichtungen Neumarkt 17 8001 Zürich Telefon 044 254 38 38 Fax 044 254 38 39 neumarkt17@bluewin.ch www.neumarkt17.ch


40 Jahre Inneneinrichtungen Neumarkt 17

www.neumarkt 17.ch

40 Jahre Neumarkt 17 Inneneinrichtungen  

Jubiläumsbroschüre, Gestaltung: Katharina Gassmann, Zürich

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