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Ausstieg Migration 2

Ruedi Lustenberger liess sich von der Familie umstimmen

Ausländer müssen sich an die Spielregeln halten

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Einstieg

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Unbelastet und mit guten Ideen will Josef Wyss ins Bundeshaus

Cartlaenche B

11 minuten Politlektüre zu den Wahlen 2011 | Herausgeber: CVP Kanton Luzern | Ausgabe 2, Anfang Oktober 2011

CVP macht Weg frei für den Atomausstieg

Die Zeit für Atomkraftwerke in der Schweiz läuft ab. In Zukunft setzt die Schweiz auf erneuerbare Energien. Baumeisterin des Ausstiegs ist Bundesrätin Doris Leuthard, unterstützt von ihrer CVP. Die Nuklearkatastrophe von Fukushima brachte die Wende. In Japan konnte jeder und jede sehen, wie gefährlich die Atomtechnologie ist: Böden, Wasser und Luft wurden radioaktiv verseucht. Für über 100’000 evakuierte Menschen ist es unklar, ob sie jemals wieder in ihre Heimat zurückkehren können. CVP-Bundesrätin Doris Leuthard glaubt nicht, dass die Schweizer Bevölkerung weiterhin mit diesem Risiko leben will. Und auch wer rechne, komme zum Schluss: «Die Kernenergie ist keine Technologie der Zukunft.» Der Grund: Strengere Sicherheitsvorschriften und höhere Versicherungsprämien verteuern die Atomenergie zunehmend. «Die Produktionskosten der Kernenergie steigen – wäh-

renddem erneuerbare Energien günstiger werden», erklärt Doris Leuthard. Deshalb mache es auch volkswirtschaftlich Sinn, in grüne Technologien statt in Atommeiler zu investieren. Ohne CVP keinen Ausstieg Für die atomfreie Zukunft der Schweiz ist die CVP stark verantwortlich. Am Anfang überzeugte Doris Leuthard den Bundesrat von einer Energiewende. Dann sorgte die CVP für die Mehrheit in National- und Ständerat – währenddem es die anderen bürgerlichen Parteien der FDP und SVP nicht schafften, sich aus dem Gängelband der Atomlobby zu befreien.

Die Schweiz setzt auf erneuerbare Energien, dank Bundesrätin Doris Leuthard.

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Ruedi Lustenberger wurde durch seine Kinder zum Atomgegner In der guten Stube diskutiert Ruedi Lustenberger gerne mit seiner Familie.

Ruedi Lustenberger Nationalrat Ruedi Lustenberger lässt sich nicht so schnell umstimmen. In der Energiepolitik haben ihn aber seine fünf Kinder überzeugt: «Wir müssen aus der Kernenergie aussteigen.» Ruedi Lustenberger – ein fröhliches Entlebucher Urgestein – politisiert gerne mit seiner Frau Marie-Theres und den fünf erwachsenen Kindern. «Nicht immer, aber meistens teilen die Jungen meine Grundpositionen.» Bisher klar für die Kernenergie 1999 wurde Ruedi Lustenberger in den Nationalrat gewählt und wegen des Projekts «Unesco Biosphäre Entlebuch» bewarb er sich für die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek). «Als gewöhnlicher Luzerner Kantonsrat hatte ich damals keine grosse Ahnung von der Energiepolitik.» Aber – typisch zäher Entlebucher – er hat sich in die fremde Materie eingearbeitet und wurde zum energiepolitischen Sprecher in der CVP-Fraktion unter

61, Romoos, verheiratet, 5 Kinder, Nationalrat, dipl. Schreinermeister

der Bundeshauskuppel. «In all diesen Jahren war ich überzeugt, dass die Kernenergie nicht nur günstig, sondern auch sicher ist.»

ker. Er musste eingestehen: «Mit Fukushima wurde uns ein Zeichen gegeben, dass wir mit der Kernenergie aufhören müssen.»

Die Wende am Familientisch Daheim in Romoos war das Echo auf seine Energiepolitik immer anders als im Bundeshaus. «Papi, das ist einfach falsch», wettern seine Kinder seit Jahren. Sie argumentieren mit dem Restrisiko einer nuklearen Katastrophe sowie der ungelösten Entsorgung. Dann geschah Fukushima. «Siehst du jetzt», kommentierten die Kinder, als Lustenbergers die Bilder gesehen hatten. An Ostern 2011 war wieder einmal die ganze Familie vollzählig beisammen. «Da haben wir heftig diskutiert.» Die Argumente der Kinder überzeugten den erfahrenen Politi-

Der Ausstieg ist möglich Lustenberger führte viele weitere Gespräche: mit Fachleuten, Parlamentskollegen, Vertretern der Stromwirtschaft und der Umweltverbände. Heute ist er überzeugt: «Wir schaffen den Ausstieg.» Bis in 35 Jahren könne die Kernenergie kompensiert werden durch Sparen, Effizienzsteigerung und erneuerbare Energiequellen wie Wasser, Erdwärme, Biomasse, Wind und Sonne. Ruedi Lustenberger hat dabei noch etwas anderes gelernt: «Es ist gut, wenn wir stärker auf die Jungen hören, denn wir politisieren ja für die nächsten Generationen.»

Kathrin Graber, sparen Sie Energie?

Kathrin Graber

45, ledig, Kriens, lic. iur., juristische Mitarbeiterin im Amt für Gemeinden, CVP-Fraktionschefin im Einwohnerrat Kriens

Der persönliche Beitrag zu einer umweltbewussten Lebensweise fängt im Kleinen an: Morgens wärmt Kathrin Graber, Nationalratskandidatin aus Kriens, das Wasser für den Tee energiesparend im Wasserkocher. Die Lichter löscht sie konsequent, wenn sie den Raum verlässt. Zur Arbeit fährt die Politikerin mit dem Velo, was für sie mehr als nur eine Fitnessübung ist. Ein Auto hat sie keines und nur aus-

nahmsweise fliegt die Juristin mit dem Flugzeug in die Ferien. «Der Lebensraum ist unser Kapital», begründet sie ihr Verhalten und zeigt sich «sehr sensibilisiert» für die Umwelt. Nachdenklich stimmt es sie, wenn etwa der Rhonegletscher schwarz und braun gefärbt ist und sich immer mehr zurückzieht. «Ich glaube nicht, dass es nur Zufall ist, wenn vermehrt Naturkatastrophen auftreten.» Im Gemeindeparlament von Kriens hat die CVP-Politikerin mehrere Vorstösse zu ökologischen Fragen eingereicht – mit Erfolg!


Wir nehmen Ausländer ernst, aber Missbräuche tolerieren wir nicht

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Ausländerinnen und Ausländer haben die Erfolgsgeschichte der Schweiz mitgeschrieben. Nur: Wer sich nicht an die Spielregeln hält, muss hart angefasst werden, sagt CVP-Parteipräsident Martin Schwegler. Wie sollen wir mit der steigenden Anzahl von Ausländerinnen und Ausländern umgehen? Martin Schwegler: Im Positionspapier der CVP Kanton Luzern steht «Fördern und fordern». Das bedeutet, dass wir Ausländer zuallerst als Menschen sehen. Sie haben wesentliche Beiträge an unseren Wohlstand geleistet. Fremdenfeindlichkeit ist mit unserer Grundhaltung nicht vereinbar. Bei den Problemen dürfen wir aber nicht wegschauen. Leider werden Migranten häufig als gewalttätig und pöbelnd erlebt. Deshalb dürfen wir keine Delikte tolerieren.

«Es ist zu spät, wenn wir erst bei der Einbürgerung Sprachtests machen.» Martin Schwegler

Was erwarten Sie von den Migranten? Sie müssen die Gesetze einhalten, unser Brauchtum respektieren und unsere Sprache lernen. Es ist zu spät, wenn wir erst bei der Einbürgerung Sprachtests machen. Wir müssen dafür sorgen, dass die Zugewanderten vom ersten Tag an in der Schweiz unsere Sprache lernen.

Martin Schwegler

Wie denken Sie über die globalisierte Welt? Offen. Internationale Organisationen und Abkommen dienen einer stabileren Welt. Die EU war als Friedensprojekt gedacht, weshalb ich sie nicht verteufeln mag. Heute leben Menschen aus Deutschland, Frankreich, Italien und sogar Slowenien friedlich nebeneinander. Aber, ist es so ideal? In Brüssel dominiert doch die Bürokratie? Leider wurde die EU von zentralistisch denkenden Personen gestaltet. Deshalb ist sie heute wenig bürgernah. Das ist aber kein Grund zum Abschotten. Unser erfolgreicher Weg ausserhalb der EU muss in Europa verstanden werden. Wir brauchen Freunde, die uns respektieren. Verlieren die Europäer die Hemmungen, können sie auf unser Land extrem Druck machen. Der Dialog mit der EU stellt am besten sicher, dass der bilaterale Weg erfolgreich bleibt. Eine EU-Mitgliedschaft ist im Gegensatz zu früher kein Thema mehr. Was bedeutet aktive Ausländerpolitik? Wir müssen die Ursachen der Migration bekämpfen und können die Augen vor dem Elend in der Welt nicht verschliessen. Wenn in Somalia eine Hungersnot herrscht oder in Kosovo die Wirtschaft lahmt, so kommen die Flüchtlinge zu uns. Es ist besser, vor Ort für Si-

43, verheiratet, 3 Kinder, Rechtsanwalt Präsident CVP Kanton Luzern, Stiftungsrat Hotelfachschule Vizepräsident Verband Wohnen Schweiz

cherheit und für Perspektiven zu sorgen, als dann mit viel Aufwand hier ein Asylverfahren durchzuführen. Überzeugt Sie die Personenfreizügigkeit? Sie ist ein Bedürfnis der Wirtschaft und hat mit Masseneinwanderung nichts zu tun. Denn fast alle neuen Ausländer brauchen für die Einwanderung einen Arbeitgeber in der Schweiz. Dennoch sollte eine Ausweitung auf neue Länder sehr langsam angegangen werden. Die Personenfreizügigkeit funktioniert nur, wenn die Gesetze kontrolliert und durchgesetzt werden. Ich verlange strenge Arbeitszeitkontrollen und Sanktionen, damit die einheimische Wirtschaft nicht auf unredliche Art konkurrenziert wird.

CVP: Integrationspflicht Die CVP hat die kantonale Integrationspolitik konstruktiv mitgeprägt, etwa mit der Integrationsverpflichtung im Ausländergesetz. Bei den Einbürgerungen fordert die Partei ein rasches, faires Verfahren. Die CVP hat das SchengenAbkommen unterstützt, weil so Doppelspurigkeiten bei Asylanträgen vermieden werden.

CVP: Währungspolitik Der starke Franken spricht laut Martin Schwegler für das wirtschaftliche Erfolgsmodell Schweiz, aber: «Wir lösen das Problem nicht, wenn die Politik Milliarden an Unternehmen verteilt.» Gefordert ist die Währungspolitik als Aufgabe der Nationalbank.

Martin Schwegler setzt auf bewährte schweizerische Werte, hält aber nichts von einer Abschottungspolitik.


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Unsere Kandida und K

Ida Glanzmann-Hunkeler

53, Altishofen, bisher, Kauffrau/Nationalrätin, Präsidentin Pro Senectute Luzern

Andrea Gmür-Schönenberger

47, Luzern, lic. phil. I, Geschäftsführerin Stiftung Josi J. Meier, Kantonsrätin

Das fr man (n

Mein Traum wäre eine eigene Firma…

Einen Freudensprung!

1 Was machen Sie, wenn Sie im Lott

Tatort am Sonntagabend und wenn möglich 10 vor 10.

Da gibt es keine.

2 Welche Fernsehsendung lassen Si

Ganz unspektakulär – in der Sekundarschule.

Am Stammtisch einer Studentenverbindung.

3 Wo haben Sie Ihren Mann/Ihre Frau

«La première nuit» von Marc Levy in Französisch.

Das Fotobuch der Familienferien 2011.

4 Welches Buch liegt gegenwärtig au

Ida Glanzmann-Hunkeler wieder gewählt!

Andrea Gmür: neu im Nationalrat!

5 Welche Schlagzeile möchten Sie g

Luzerner sind einfach bodenständiger und hier ist es mir wohl!

Weil es zu Hause am schönsten ist!

6 Warum lebt es sich im Kanton Luze

Wir fordern gute Infrastrukturen, gute Schulen und dass der Staat in Krisen Unterstützung leisten soll. Dafür müssen wir auch bereit sein, Steuern zu bezahlen. Ich finde den Steuersatz gerechtfertigt.

Nein, aber genug. Der Staat muss alles daran setzen, mit den jeweiligen Einnahmen auch die Ausgaben zu finanzieren – unter dem Aspekt der Solidarität zwischen Arm und Reich, Alt und Jung, Stadt und Land.

7 Zahlen wir zu viele Steuern?

Die wirtschaftliche Freiheit der Unternehmen soll nicht gesetzlich eingeschränkt werden, dennoch verstehe ich nicht, dass man in Krisenzeiten die Stimmung im Volk nicht spürt und hohe Boni zahlt.

Nein, da müssen wir klipp und klar Einhalt gebieten und vor allem unsere Aktionärsrechte wahrnehmen. Wir dürfen aber nicht einer unkontrollierten Regulierungswut verfallen, mit der wir uns selber schwächen.

8 Müssen wir die Millionen-Boni der

Die Demografie wird sich in den kommenden Jahren noch mehr in Richtung ältere Menschen verändern. Um die AHV zu sichern, ist eine Revision nun dringend notwendig.

Längerfristig werden wir das Rentenalter erhöhen müssen. Das Alter 65 wurde festgesetzt, als nur 20 Prozent der Bevölkerung so alt wurden. Heute erreichen 20 Prozent das Rentenalter nicht. Das geht so nicht auf.

9 Die Leute werden älter, die Kosten

Einen grossen Teil unseres wirtschaftlichen Aufschwungs verdankt die Schweiz der Personenfreizügigkeit. Wir haben in der Schweiz zu wenig Fachleute und Handwerker. Wir brauchen die Personenfreizügigkeit.

Ja. Die Bedingungen haben sich für Europäer in der Schweiz, aber auch für uns im Ausland, vereinfacht. Zudem existiert die Möglichkeit, die Ventilklausel anzuwenden und die Zuwanderung so zu dosieren.

10 Soll die Schweiz an der

Weggefährten erzählen Edith WolfHunkeler

Rollstuhlsportlerin

«Hunkeler ist Hunkeler und wir beide sind im gleichen Dorf aufgewachsen! Ich kenne Ida Glanzmann-Hunkeler schon seit meiner Kindheit. Ida setzt sich für die Anliegen der Mitbürger ein, denkt realistisch und positiv und dies strahlt sie auch aus. Ich schätze ihre Person nicht nur als Politikerin, sondern auch als Mensch.»

André Vonarburg Ruderer

«Andrea Gmür habe ich als Lehrerin an der Kantonsschule Sursee kennengelernt. Ich habe ihren Unterricht gerne besucht, hat sie mich doch mit ihrer gradlinigen, gerechten und menschlichen Art überzeugt. Andrea Gmür setzt sich als Politikerin für die Familien und die Bildung ein. Als werdender Vater weiss ich das sehr zu schätzen.»

steigen. Wie sicher sind unsere Renten noch?

Personenfreizügigkeit festhalten?


atinnen n wie sie keiner kennt Kandidate

ragt nicht)

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Daniel Piazza-Zemp

32, Kriens, Kaufmann KV/lic. oec. HSG, Projektleiter, Einwohnerrat, Kandidat der JCVP

to eine Million gewinnen?

Teil an Familie, Spenden, Reise, Rest Sparbuch.

ie sich nicht entgehen?

Giacobbo/Müller verpasse ich nie.

u kennengelernt?

Bei der JCVP.

uf Ihrem Nachttisch?

Bud-Spencer-Biografie (hat gleiches Geburtsdatum und ist gleich gross wie ich).

gerne über sich lesen?

ern besser als im Kanton Zürich?

Tipps zum Wählen Drei Listen

Die CVP Kanton Luzern geht mit drei Listen in die Nationalratswahlen: • Liste 1: CVP Kanton Luzern • Liste 5: Junge CVP Kanton Luzern JCVP • Liste 21: DIE Landoffensive, Bauernliste

Unveränderte Liste

Daniel Piazza-Zemp rettet Arbeitsplätze! Wir Luzerner haben Humor und sind geselliger. Ja, vor allem Familien und der Mittelstand bezahlen zu viele Steuern. Das muss sich ändern! Darum unterstütze ich die CVPInitiativen zur Abschaffung der Heiratsstrafe und die Steuerbefreiung der Kinder- und Ausbildungszulagen.

r Banker akzeptieren?

Nein, diesem Casino-Kapitalismus müssen wir endlich einen Riegel schieben und die Millionen-Boni verbieten. Nur so wird es klappen, dass das dringend nötige Umdenken stattfindet.

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Ich glaube daran, dass unsere Renten sicher sind. Denn das wird eine DER Hauptaufgaben der Politik in den nächsten Jahren sein. Ich bin überzeugt, sie wird das schaffen. Auch ich setze mich mit aller Kraft dafür ein. Ja, unbedingt. Wir dürfen nicht an dem Ast sägen, auf dem ein Teil unseres wirtschaftlichen Erfolges sitzt. Es braucht aber griffigere flankierende Massnahmen.

Loredana Gottenkind von Daniel Piazza

«Götti Dani ist so gross wie ein Dinosaurier, darum sage ich ihm Götti Dino. Er ist der beste Politiker der Welt!»

Die einfachste Variante: Nehmen Sie eine der drei Listen der CVP und stecken Sie diese unverändert ins Kuvert! So gehen sämtliche zehn Listenstimmen an die CVP – egal ob zehn Namen darauf stehen oder nicht. Denn: Die leeren Linien gehen automatisch an jene Partei, die beim Listenkopf angegeben wird. Keinesfalls dürfen Sie zwei oder gar drei Listen zusammen einlegen. Dann ist Ihre Stimme ungültig.

Veränderte Liste

Sie haben auch die Möglichkeit, Kandidatinnen und Kandidaten von verschiedenen Listen zu wählen. Dazu füllen Sie die freien Linien mit Personen anderer Listen oder streichen einzelne Kandidierende durch und ersetzen diese. Wichtig: Wenn Sie die CVP unterstützen wollen, sollten Sie sich darauf beschränken, lediglich Personen von anderen CVP-Listen auf Ihre Liste zu setzen. Sobald eine Kandidatin oder ein Kandidat einer anderen Partei auf der Liste ist, erhält die CVP nicht mehr sämtliche zehn Stimmen.

Freie Listen

Wenn Sie Kandidierende von verschiedenen Listen wählen wollen, können Sie auch eine freie Liste ohne Parteibezeichnung im Listenkopf benutzen. Wichtig: • Es dürfen nicht mehr als 10 Namen auf einer Liste sein, sonst wird von unten her gestrichen. • Im Listenkopf sollten Sie eine der drei CVPListen angeben. Ansonsten sind die leeren Linien wertlos. • Wie bei der veränderten Liste sollten Sie – wenn Sie der CVP möglichst viele Stimmen geben wollen – darauf verzichten, Kandidieren-

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Die Politik braucht neue Köpfe und neuen Ideen

Reif für den Nationalrat: Josef Wyss, der ausgebildete Käser, hier in der Reifungshöhle Emmi Kaltbach.

Josef Wyss ist ein Newcomer: Der Eschenbacher kandidiert als Nationalrat, ohne zuvor die «politische Ochsentour» absolviert zu haben – weil unbelastete Köpfe die besten Problemlöser sind. Ganz aufgebracht erscheint Josef Wyss zum Gespräch mit «11 minuten». Was er soeben erlebt hat, nervt ihn: An der Berufsschule Sursee nahm er an einem Podium teil. Dabei lieferten sich die Vertreterin der Grünen und der Vertreter der SVP ein endloses Hickhack. «So geht es nicht, damit kommen wir nicht weiter», schimpft Wyss. Die Politik müsse endlich aufhören, sich ständig mit sich selber zu beschäftigen. «Hoffentlich merken möglichst viele Bürgerinnen und Bürger, dass sich die Pole gegenseitig blockieren und die Problemlöser die vernünftigen Kräfte in der Mitte sind.»

mir gerechnet hat.» Er habe sich aus innerem Antrieb entschieden, ohne die berühmte «politische Ochsentour», als Nationalrat zu kandidieren. «Ich bin der Typ, der immer wieder etwas Neues lernen und tun muss.» Das bestätigt ein Blick auf seinen Lebenslauf. Josef Wyss lernte Käser und hat fast ohne Unterbruch Zusatzausbildungen bis zum MBA absolviert. Neugierde prägt auch seine berufliche Tätigkeit. Er leitet heute bei Emmi Käse AG zwei Verarbeitungsbetriebe mit 350 Mitarbeitenden. Hier verbindet er die alte Ressource Käse mit Innovationen. «Wir müssen das Produkt Käse ständig weiterentwickeln, um am Markt erfolgTradition und Innovation reich zu sein.» Dazu gehört auch ein gutes, moDamit sind wir bei seiner Motivation für die dernes Design bei der Verpackung für das traKandidatur: «Ja, ich weiss, dass niemand mit ditionelle Produkt Käse.

Wirtschaft ist sehr wichtig So wie der Beruf ist auch seine politische Haltung: «Ich stehe auf einem wertkonservativen Fundament und bin gerade deshalb innovativ.» Genau das braucht es in der Politik. «Wenn ich als Nationalrat nach Bern gehen könnte, wäre ich frisch und unverbraucht.» Und für was würde er sich einsetzen? Einen speziellen Akzent möchte er bei der Wirtschaftspolitik setzen. «Ohne starke Wirtschaft läuft einfach nichts.» Klare, gute – überparteiliche – Ideen brauche es insbesondere für die Sozialwerke, die Agrarpolitik, die künftige Energiepolitik und die Migration.

Josef Wyss

43, liiert, Eschenbach, Käser Lebensmittelingenieur FH, Mitglied GL

So tickt Bern wirklich – bei Tag und Nacht: z.B. Schaumschläger Für den Neu-Parlamentarier Pius Segmüller war BundesBern vor vier Jahren ein Buch mit sieben Siegeln. Er wanderte zwischen Kommissionen, Plenarsitzungen,

Fraktionstreffen und Untergruppen hin und her und suchte seinen Platz. Heute weiss er, wie die Bundespolitik funktioniert, wie «Bern tickt». Und er nimmt die Sache gelassener. Nicht jedes Thema, das die Medien hochjubeln, macht er zu seinem Anliegen. Er hat gelernt, zwischen Schaumschlägern, die sich gerne ins Rampenlicht stellen, und Politikern mit Tiefgang zu un-

Pius Segmüller

terscheiden. Schmunzelnd erzählt er von den Alpha-Tieren im Parlament – den Themenführern, den Fraktionschefs und den Parteipräsidenten, die «als Paradiesvögel Schlagzeilen produzieren». Pius Segmüller will nicht überall dabei sein, sondern sich mit zwei Kernthemen positionieren: Sicherheit und Glauben/Ethik. So möchte er glaubwürdig wirken.

59, Nationalrat, Luzern, verheiratet, 2 Kinder, Sicherheitsunternehmer Präsident Schweizerischer Zivilschutzverband


e h c n a l b e Cart

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für Marianne Binder-Keller Kommunikationschefin der CVP Schweiz

Es ruft mich kü

rzlich …

ges an und s Zeitungsverla ne ei ng lu sch ei bt sa r Verkauf en. Werbetechni .... jemand aus de ssiert seien Inserate zu platzier sch ebenso ideal tere es werbetechni fragt, ob wir in uns ortete, dass ich tw an h Ic tere Artikel über l. en ea ig id ll te in as sei dies t w seiner Zeitung et t einfach vom eigenen Blickpunk hen , fände, wenn in sc ch listen seien Men den. Ich könne ni erscheinen wür e der Verlagsmitarbeiter. Journa t, Träger der reinen nt ha aus urteilen , mei ahrheit eine objektive zu sein nicht! W e er ch od li e äglich an der deren persön ir das jetzt pass und werde tagt m ei b rt O . Pa en n eb bi n h ie ic nem Handel n Botschaft, Med g zu fühlen. Den mir der Verkäufer Rabatt in ei ti er rw de in m h zwischen te Ich begann mic essen. Da offerier i. Es gibt einen Zusammenhang isse m ge s ge la er V üssten gew Wahrheit seines welche nicht gratis zu haben se cht. Vielleicht m mich ni h t, ic , ei er rh te ah ch W la mit der . Dazu eute wie r man sie auf L eit, deutete er an Geld und Wahrh Mitarbeiter besser schulen , bevo en. re mm Unternehmen ih itze in den falschen Hals beko W te gu e loslässt, di e: Um welchen Meinungsumfrag sverlag ng Schweizer Zeitu diesem i be handelt es sich stverständlb Gespräch, das se in könnte? lich erfunden se

News&Klatsch Ein St. Galler Dialekt schafft Probleme. Dies hat Kantonsrätin Andrea Gmür erlebt, als sich eine alteingesessene Luzernerin mit ihr in Hochdeutsch unterhalten wollte. Der Ostschweizer Dialekt wirkt auf gewisse Leute offenbar sehr fremdländisch. Zu einem Sprachund Integrationskurs wurde Andrea Gmür aber gerade knapp nicht verpflichtet.

Pius Segmüller weiss, mit wem er in

der neuen Legislaturperiode einen Abend verbringen will: mit dem grünen Ratskollegen Daniel Vischer. Denn so witzig und an vielen Themen interessiert ist kaum ein anderer. So hat er sogar alle Enzykliken des jetzigen Papsts gelesen, was natürlich einen ehemaligen Chef der Schweizer Garde beeindruckt. Welches Menu an diesem Abend auf dem Speisezettel steht, ist auch bereits bestimmt: Leberli und Rösti und zum Dessert ein Coupe Exotica, damit Daniel Vischer merkt, dass nicht nur grüne, sondern auch rote, blaue und insbesondere orange Früchte ihren Reiz haben.

Pius Zängerle hats mit

den Dächern: Als Retter in der

Not wurde er 2001 in die Stiftung Bourbaki Panorama geholt. Zwei Jahre später musste das Dach saniert werden. 2010 übernahm der Adligenswiler CVP-Kantonsrat und Berater das Präsidium des KKL Luzern. Letzte Woche präsentierte er das Projekt zur Sanierung des Dachs für 18 Millionen Franken. Mal sehen, wie es weitergeht. Das Dach im Bundeshaus wurde zwar kürzlich saniert. Aber in Bundesbern gibt es wohl noch da und dort Dachprobleme, zumindest wenn es sich um Kostendächer handelt...

Koalition – auch mal im Sport

Eigentlich hätte Ständerat Konrad Graber gerne SVP-Bundesrat und Sportminister Ueli Maurer an das Fest des sozialdemokratischen Turnvereins Satus in Kriens mitgenommen. Schliesslich sieht er ein, dass allzu viele Parteien den sportlichen Koalitionsspass verderben könnten und sucht einen valablen Wenn es nach der Jungen CVP ginge, wäre der Ersatz. Er findet ihn – wo denn sonst? – in der Person von CVP-Bundesrätin Doris 32-jährige Daniel Piazza-Zemp längst Leuthard. Womit wieder einmal eine im Nationalrat. Denn er ist der Grösste – 1.94 Meter misst er. Ihm werden landesweit bei der Mitte-Links-Allianz zustande gekommen Jungpartei die zweitbesten Wahlchancen einge- wäre… Worin das Kompensationsräumt. Und er ist der einzige geschäft besteht, das Graber Jung-CVPler der Schweiz, der Bundesrätin für den der in einem Parlament sitzt. departementsübergreiSeine Wahl würde den fenden Auftritt in Aus40-jährigen, zwei Meter sicht stellte, war bei grossen Parteipräsidenten Redaktionsschluss Christophe nicht bekannt.

Darbellay freuen:

Er könnte mit einem fast Gleichaltrigen auf gleicher Augenhöhe verkehren.

Konrad Graber

53, Kriens, Ständerat, bisher dipl. Wirtschaftsprüfer Betriebsökonom HWV


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DasWloerttzte

«Ich kämpfe gerne für Luzern»

«Das Amt des Kantonsratspräsidenten ist ein Privileg. Eine Vorgängerin aus liberalem Haus hat einmal geschrieben, Kantonsratspräsident sei das schönste Amt in der Politik. Das stimmt! Es ist eine tolle Aufgabe, die Sitzungen des Parlaments zu leiten, den Kanton nach aussen zu vertreten und mit der Bevölkerung in Kontakt zu sein. Diese wertvollen Begegnungen zeigen mir täglich, dass das Luzerner Volk aus gutem Holz geschnitzt ist, dass Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft top aufgestellt sind und die Erneuerung des Staates Luzern gelungen ist. Deshalb rege ich mich richtig auf, wenn ich an gewissen Podien in der Wahlkampfzeit von rechts und links höre, wie schlecht dieses Luzern sei. Hören wir endlich auf mit dem Luzern-Bashing und machen uns nicht schlechter als wir sind! Natürlich gibt es noch einiges zu tun und es sind bereits neue Herausforderungen in Sicht. Vor allem muss sich Luzern in Bern für grosse Zukunftsprojekte einsetzen. Ich denke an den Tiefbahnhof, den Bypass, an Universität und Fachhochschulen, an die Institutionen der Gesundheit und an gute Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft. Schliesslich ist Luzern ein starker Agrarkanton und das soll er auch bleiben. Wichtig für Luzern ist ebenso ein griffiger Finanzausgleich. Meine Erfahrungen als Kantonsratspräsident sind für mich die beste Motivation, mich in Bern kraftvoll wie eine Löwe für Luzern einzusetzen.»

Leo Müller



53, Ruswil Rechtsanwalt, Notar Kantonsratspräsident Gemeindepräsident Präsident AWG

Mehr Internet

Mehr Social Media Mehr Meinungen

News von der und über die CVP Luzern: www.cvpluzern.ch

Die Luzerner CVP ist auch auf Facebook und Twitter

Ihre Meinung über die Zeitung «11 minuten»: www.wahlenluzern.ch

Wettbewerb ragen 1. 2. 3.

3F

Wer hat sich von seinen Kindern für den Atomausstieg

überzeugen lassen?  er möchte am liebsten mit dem grünen Nationalrat W Daniel Vischer einen Abend verbringen? Welche Kandidatin hat sich mit ökologischen Vorstössen

im Parlament profiliert?

Zu gewinnen!

1. Preis: Nachtessen für 2 Personen mit Ständerat Konrad Graber in Bern 2. Preis: R  undgang im Bundeshaus mit Mittagessen für 2 Personen, begleitet von Ständerat Konrad Graber

✂ n o l a t t r o w t An Antwort 1 Antwort 2 Antwort 3

Name/Vorname: Strasse: PLZ/Ort:

Impressum ■ Herausgeberin:

CVP Kanton Luzern, Maihofstr 70, Postfach 6856, 6000 Luzern 6 ■ Texte und Redaktion: Kurt Bischof, Roger Braun, Albert Schwarzenbach ■ Gestaltung: bischof | meier und co., Hochdorf ■ Fotos: Cut&Shoot Eschenbach ■ Druck: Luzerner Druckzentrum ■ Auflage: 180’000 Exemplare

Telefon: E-Mail:

Bitte zurückschicken bis 12. Oktober 2011 an:

CVP Kanton Luzern, Maihofstrasse 70, Postfach 6856, 6000 Luzern 6 Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es wird keine Korrespondenz über den Wettbewerb geführt.


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