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liche Kollegen. Auch unsere Samm-

che zu bleiben, neue Interessierte und

natürlich auf eine

lungspräsentation, die sich im stetigen

Fans zu finden und zu werben. „In den

kehrende Normalität, auch was die

Wandel befindet, ist immer wieder eine

vergangenen Jahren ist Social Media

Besucher*innen-Frequenz

Stippvisite wert, dort zeigen wir gera-

zunehmend wichtiger geworden, um

„Speziell freuen wir uns auf den direk-

de in ‚Kamm, Pastell und Buttermilch‘

junge Menschen anzusprechen. Auch

ten Austausch, wenn auch immer noch

Experimente

unterschiedlichen

ausstellungsbegleitende Aktionen wie

mit Masken, auf die Ausstellung mit

Materialien und Techniken der Künst-

Clubnächte oder Performances auf

Tobias Rehberger im nächsten Jahr,

ler Willi Baumeister, Adolf Hölzel und

dem Kleinen Schlossplatz waren in der

in der es viel um soziales Miteinander

Fritz Seitz sowie eine lange Wandarbeit

Vergangenheit immer Garanten zur Er-

gehen wird, das uns so lange gefehlt

der Molfenter-Preisträgerin Katrin Strö-

schließung neuer Besuchergruppen.“

hat“, blickt sie voraus.

bel.“

Eine Entwicklung, die auch beinhaltet,

Oben bereits angedeutet, wollten wir

Das klingt für uns zunächst einmal

dass „wir seit Jahren selbst für die Kon-

noch einmal etwas zur neuen Website

nach Kunstperspektiven, die nicht un-

zepte unserer Wechselausstellungen

wissen, etwa ob die Homepage besser

bedingt sperrig sind, aber dennoch

verantwortlich sind – wir sind ihre Ide-

und übersichtlicher daherkommt? „Ab-

nicht gerade Null-acht-fünfzehn. Spe-

engeber und Produzenten, die häufig

solut, viel besser und noch übersichtli-

ziell deshalb unsere Frage, ob das

von anderen Museen übernommen

cher, einfacher zu handhaben und mit

Kunstmuseum auch im Großteil der Be-

werden. Und wir haben in den letzten

einer Vielzahl an unterschiedlichen

völkerung oder eben nur in der Kunst-

fünf Jahren systematisch unsere digi-

Anwendungs- und Verknüpfungsmög-

Szene verankert sei. Ulrike Groos

tale Strategie definiert und umgesetzt,

lichkeiten“, findet Ulrike Groos. „Mit

meint dazu entschieden: „Sowohl als

sodass wir in diesem Jahr einen neu-

der neuen Website führen wir zugleich

auch. Wir haben eine sehr gemischte

en Mediaguide, eine neue Website und

ein neues CI ein, so wurde etwa unser

Besucherstruktur, die abhängig ist von

unsere Sammlung Online präsentieren

Logo den digitalen Kontexten ange-

den jeweiligen Ausstellungen und sich

können.“ Doch dazu später nochmal

passt.“

entsprechend verändert.“ Generell ver-

mehr.

Abschließend noch der obligatorische

suche man, mit den Ausstellungen und

Als generellen Vorteil für diese Er-

Ausblick, auf welche Neuigkeiten sich

Vermittlungsprogrammen einen mög-

folgsstory sieht Ulrike Groos die Rah-

denn die Fans des Kunstmuseums dar-

lichst breiten und vielschichtigen Zu-

menbedingungen wie etwa die schon

über hinaus in der Zukunft freuen kön-

gang zur Kunst anzubieten. „Für jede

angesprochene zentrale Lage und die

nen. „Wir werden noch in diesem Jahr

Person mit ihren individuellen Interes-

Architektur des Kunstmuseums. „Die-

unsere Website um eine Sammlung

sen und Ansprüchen soll etwas dabei

se sind ebenfalls außergewöhnlich

Online ergänzen. In dem Digitalprojekt

sein – eine gewisse Neugierde auf und

und tragen zum Erfolg des Hauses

‚Vom Werk zum Display‘ erforschen wir

Offenheit gegenüber Kunst erleichtert

bei. Es ist mittendrin im Stuttgarter Le-

gerade gemeinsam mit der Kunsthalle

natürlich den Zugang und das Kunster-

ben, unmittelbar an Königstraße und

Mannheim, wie Kunstwerke digital ku-

lebnis“, schätzt die Direktorin ein.

Schlossplatz gelegen – eine urbane

ratiert werden können.“ „Aber“, fügte

Prinzipiell unterstreicht auch sie eine

Insel, auf die man sich für die Dauer

sie hinzu, „zu viel möchte ich noch

schnell nach der Eröffnung aufkom-

eines Ausstellungsrundgangs aus dem

nicht verraten, denn wir befinden uns

mende, durchweg positive Resonanz

Großstadttrubel zurückziehen kann.“

mitten in der ersten Umsetzungspha-

beim Publikum. „Wir konnten uns sehr

Passend dazu auch die Philosophie des

se, voraussichtlich Ende 2023 werden

schnell in der Stadt und Region als

Hauses, das in erster Linie für moder-

hier erstaunliche und kreative Ergeb-

beliebter Kulturort etablieren“, freut

ne und zeitgenössische Kunst steht,

nisse zu sehen sein. Wir planen zudem

sich Ulrike Groos rückwirkend. „Wir

für seine interdisziplinären Ausstellun-

in den nächsten Jahren unter anderem

sind, auch aufgrund unserer Lage und

gen, für die Darstellung gesellschafts-

Ausstellungen mit den Künstler*innen

der besonderen Architektur, inzwi-

politischer Themen, für seine Konzen-

Wolfgang Laib und Sarah Morris, the-

schen zu einem Wahrzeichen der Stadt

tration auf einzelne herausragende

matische Ausstellungen zur KI in der

Stuttgart geworden. Wir kooperieren

Künstler*innenpersönlichkeiten. Oder

Kunst, den 1920er-Jahren und vieles

zudem für unsere interdisziplinären

anders ausgedrückt: „Wir verstehen

mehr.“ Fazit: „Man darf also gespannt

Ausstellungen regelmäßig mit etlichen

unser Museum als eine vielfältige,

sein!“

Stuttgarter Kulturstätten, etwa mit der

weltoffene Plattform des miteinander

Oper, dem Schauspiel, dem Ballett

und voneinander Lernens. Es lädt zu

oder dem Literaturhaus, und können

Begegnungen ein, die inspirieren, be-

so im Schulterschluss mehr bewegen.“

geistern, jedoch auch irritieren und

Zum Stichwort bewegen gehört auch

Fragen hinterlassen können.“

der Aspekt, immer wieder im Gesprä-

Jetzt hoffen Direktorin und Team

mit

bald wieder einangeht.

Mehr Informationen auf www.kunstmuseum-stuttgart.de

mein.killesberg-Magazin | Story | 7


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