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KILLESBERG ENTDECKEN

Neues aus der Nachbarschaft, Seite 22

© Stuttgarter Reit-u.Fahrverein e.V.

Geschichte

Varieté Killesberg An dieser Stelle präsentieren wir

es ein neues Programm mit bekann-

Spaziergang durch den Park machte.

Ihnen

Buch

ten Künstlern: Silvio Francesco, Petra

Als das Varieté 1992 vom Killesberg in

„Der Killesberg – Ein Volkspark und

Auszüge

aus

dem

Pascal, Mona Baptiste, Angele Durand,

ein Zelt in die Mittleren Anlagen ver-

seine Geschichte“ von Jörg Kurz. Im

Cissy Craner, Helen Vita, Nana Gualdi,

legt wurde, blieb das Publikum aus

24. Teil unserer Serie berichtet uns

aber auch das Friedrichstadt-Ballett

und es wurde aufgegeben. Heute führt

der Autor über das Varieté Killes-

aus Berlin, Illusionisten, Jongleure und

im neuen „Friedrichsbau“ ein privates

berg.

sogar singende Hunde und tanzende

Unternehmen die Tradition fort.

Schimpansen traten auf. Die üblichen Schon 1925 gab es in Stuttgart mehr

zwei Vorstellungen pro Tag waren oft

als 30 Cafés und Bühnen mit artisti-

ausverkauft. Das dazugehörige Lokal

schem oder kabarettistischem Pro-

erhielt, nach der ehemals größten Ver-

gramm. Das „Friedrichsbau-Theater“

gnügungsstätte der Stadt, den Namen

brachte z. B. bekannte Künstler wie

„Stadtgarten“.

Otto

Ringelnatz,

Viele Anekdoten ranken sich um das

Claire Waldoff, Grock und die Tiller-

Reutter,

Joachim

Varieté: So die Geschichte vom Kaka-

Girls nach Stuttgart. Als Zulauf zur

du, der Hauptattraktion einer Zauber-

„Ländlichen Gaststätte“ im Killesberg

nummer aus Las Vegas, der in den

um 1978 nachließ, hatte der inzwi-

Park entflog. Die Feuerwehr musste

schen zum Stuttgarter Verkehrsdi-

ihn so lange bespritzen, bis er wie ein

rektor bestellte Peer Uli Faerber die

nasser Sack vom Baum plumpste. Für

Idee, dort diese Tradition wieder zu

eine Seelöwengruppe musste die Feu-

beleben. Jeweils vom 1. Mai bis 31.

erweht laufend einen Wassertank voll-

Oktober fand nun ab dem Jahr 1980

pumpen. Aufsehen erregte auch ein

das „Sommertheater“ statt. Es war das

großer Tiger, der immer am Tisch sei-

einzige Varieté in Deutschland unter

nen Dompteurs im „Stadtgarten“ früh-

städtischer Regie. Jeden Monat bot

stückte und danach an der Leine einen

mein.killesberg-Magazin | Killesberg entdecken | 20

„Der Killesberg – Ein Volkspark und seine Geschichte“ von Jörg Kurz ist im Hampp Verlag erschienen. Mehr Infos und weitere interessante Bücher: www.hamppverlag.de


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